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Save You

Mona Kasten
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 25.05.2018
ISBN 9783736306240
Genre: Liebesromane

Rezension:

Mit Save You hat Mona Kasten eine gelungene Fortsetzung geschrieben, die vielleicht sogar noch etwas besser als der Auftakt der Reihe ist.

Besonders erfreulich sind die beiden zusätzlichen Perspektiven von Ember und Lydia, den Geschwistern der beiden Protagonisten, die frischen Wind in die Geschichte bringen und das Buch enorm bereichern. Durch sie erhascht man einen anderen Blick auf die Hauptfiguren und erfährt zugleich etwas mehr über diese Nebencharaktere. Ember steht man allerdings eher zwiespältig gegenüber, weil man ihr Verhalten nicht immer gutheißt, vor allem in Bezug auf eine bestimmte Person, zu der sie langsam eine Beziehung aufbaut. Man weiß einfach nicht, was man davon halten soll, und ist vielmehr besorgt als erfreut. Lydia wird dem Leser hingegen immer sympathischer und ihre Geschichte interessiert einen später mitunter genauso sehr wie die Beziehung von Ruby und James. Umso mehr freut man sich daher über die Entwicklung der Beziehung zwischen James und Lydia, die einander beistehen und sich nach einem heftigen Streit vielleicht sogar näher stehen als zuvor.

Generell fällt positiv auf, dass die Nebenfiguren in der Fortsetzung etwas mehr Raum bekommen, um sich zu entfalten. Die meisten von ihnen spielen zwar nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle, aber die Autorin lässt hier und da durchblicken, dass auch diese Charaktere ein eigenes Leben mit ganz individuellen Problemen haben und eben nicht nur schmückendes Beiwerk sind, was die diversen Freundschaften authentischer macht.

Trotzdem stehen natürlich Ruby und James weiterhin im Mittelpunkt. Man fiebert die ganze Zeit über mit ihnen mit und wartet gespannt auf den unausweichlichen Moment der Versöhnung, den Mona Kasten glücklicherweise nicht bis zum letzten Kapitel hinauszögert. Dennoch ist es ein langer und steiniger Weg bis dahin, den man dank der ausführlichen Beschreibungen der Gedanken sowie Gefühle der Charaktere sehr gut nachvollziehen kann.

Dass Ruby und James sehr viel füreinander empfinden, steht außer Frage. Sowohl Ruby als auch James sind während ihrer Trennung sehr unglücklich, was insbesondere Lydia nicht entgeht, die ihren Bruder deshalb, auch Ruby zuliebe, ermuntert die Hoffnung nicht aufzugeben. Während James also erst noch davon überzeugt werden muss, dass er Rubys Wunsch nach Abstand nicht sofort völlig tatenlos akzeptieren muss, sondern durchaus um sie kämpfen darf, muss Ruby ihre Angst überwinden noch einmal von James verletzt zu werden und neues Vertrauen zu ihm fassen. Dass er sein Verhalten unendlich bedauert, ist nicht zu übersehen, und da er zu diesem Zeitpunkt wirklich total neben sich stand, kann man ihn nicht dafür hassen. Man hofft darum inständig, dass Ruby ihm irgendwann verzeihen kann und James legt sich schließlich wirklich ins Zeug, um sie zurückzugewinnen.

Von diesem einen Fehltritt und dem darauf folgenden Rückfall in alte Verhaltensmuster einmal abgesehen, hat James eine beachtliche, positive Entwicklung durchgemacht, die er größtenteils Ruby zu verdanken hat. Letztere wird in diesem Band sogar noch liebenswerter, denn sie steht Lydia in dieser schweren Zeit bei, auch als es zwischen ihr und James nicht zum Besten steht. Sie ist Lydia eine gute Freundin und lässt ihre Beziehung zu James keinen Einfluss darauf nehmen, wofür man sie nur bewundern kann.

Schön ist auch, dass die Beziehung der beiden insgesamt stabiler geworden ist, was sich insbesondere darin zeigt, dass die Enthüllung einer unangenehmen Wahrheit sie nicht sofort wieder auseinander bringt, und sie ihr Glück endlich etwas länger genießen können. Intime Szenen zwischen den beiden gibt es dieses Mal allerdings nicht, was für das Genre vielleicht etwas untypisch ist, im Hinblick auf die Handlung der Fortsetzung die meiste Zeit über aber auch kaum anders möglich gewesen wäre und daher nicht negativ ins Gewicht fällt.

Obwohl einem klar war, dass am Ende wahrscheinlich nicht alles gut sein, sondern noch irgendetwas Schlimmes passieren würde - Wozu bräuchte man sonst einen dritten Band? - ist man überrascht, als es dann tatsächlich soweit ist, vor allem davon, was genau geschieht, denn damit hätte man auf keinen Fall gerechnet. Der zweite Teil endet also erneut mit einem ziemlich fiesen Cliffhanger, weshalb man mehr als froh ist, dass der Abschluss der Trilogie bereits im Spätsommer dieses Jahres erscheint. Man kann nur hoffen, dass dieser Vorfall Ruby und James nicht noch einmal auseinanderreißt und es ihnen gelingen wird das Missverständnis gemeinsam aus dem Weg zu räumen.

Man hat bereits einen konkreten Verdacht, wer dahinter steckt, und so ein mieses Verhalten hätte man der mutmaßlich verantwortlichen Figur niemals zugetraut, obschon man sie nie sonderlich mochte. Enttäuschter ist man nur von der Reaktion von Rubys Mutter, die offenbar so wenig Vertrauen in ihre Tochter hat, dass man darüber nur den Kopf schütteln kann. Noch unsympathischer ist lediglich der Vater von Lydia und James, bei dem man sich manchmal fragt, ob ihm eigentlich bewusst ist, wie verletzend seine Worte sind. Mona Kasten lässt im Verlauf des Buches jedoch erkennen, dass er trotz allem nur ein Mensch ist, der Schwächen hat, unter dem Verlust seiner Frau leidet und manchmal schlicht mit der Situation überfordert ist.



*FAZIT*
Save You ist eine tolle Fortsetzung, die vielleicht sogar noch fesselnder ist als der Vorgänger. Die Charaktere sind einem mittlerweile richtig ans Herz gewachsen und der fiese Cliffhanger am Ende wird mit Sicherheit erneut dafür sorgen, dass man auch den finalen Band schon kurz nach dem Erscheinen lesen wird.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

From Scratch - Alles neu mit dir (Starlight 1)

Stacey Kade
E-Buch Text: 528 Seiten
Erschienen bei LYX.digital, 05.04.2018
ISBN 9783736306561
Genre: Liebesromane

Rezension:

From Scratch - Alles neu mit dir ist trotz kleinerer Schwächen ein sehr gelungener New Adult Roman, den man gerne liest und der vor allem mit den außerordentlich liebenswerten Protagonisten punkten kann, an die man sich noch lange erinnern wird. Demzufolge wird man früher oder später wahrscheinlich auch zur Fortsetzung greifen, in der dann allerdings andere Figuren im Mittelpunkt stehen werden.

Amanda ist eine unglaublich tapfere Heldin, die man für ihre Stärke und ihre kämpferische Haltung nur bewundern kann. Sie hat etwas unfassbar Traumatisches erlebt und überstanden, ist aber nicht daran zerbrochen und versinkt auch nicht in Selbstmitleid, obschon das durchaus verständlich wäre. Natürlich haben diese Erfahrungen Spuren hinterlassen, sowohl seelische als auch körperliche, und folglich hat sie beispielsweise noch immer Schwierigkeiten im Alltag zurechtzukommen und wird häufig von nachvollziehbaren Ängsten beherrscht. Trotzdem hat sie Ziele und Träume, an denen sie festhält und die sie erreichen will. In ihren Augen macht sie allerdings nicht schnell genug Fortschritte, sondern hat das Gefühl auf der Stelle zu treten, nicht voran zu kommen. Zu allem Überfluss gibt sie sich selbst die Schuld an ihrem schlimmen Schicksal, obwohl jeder andere ihr selbstverständlich nie einen solchen Vorwurf machen würde.

Chase geht ebenfalls viel zu hart mit sich ins Gericht und steht sich oft selbst im Weg, weil er ein viel zu schlechtes Bild von sich und zu wenig Selbstwertgefühl hat. In der Vergangenheit hat er sicherlich viel Mist gebaucht, inzwischen hat er jedoch an sich gearbeitet, sich verändert, und ist nun entschlossen sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Er will seine zweite Chance unbedingt nutzen und alles richtig machen, glaubt aber selbst nicht daran diese zweite Chance überhaupt zu verdienen.

Da die gesamte Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Amanda und Chase erzählt wird, fühlt man sich beiden Figuren relativ schnell verbunden, kann sich sehr gut in sie hineinversetzen und sie besser kennen lernen als es aus nur einem Blickwinkel möglich wäre. Man erhält einen umfassenden Einblick in die Gedanken und Gefühle beider Protagonisten, was immer dann besonders schön ist, wenn beide unabhängig voneinander das Gleiche danken, zum Beispiel dass sie sich in der Gegenwart des jeweils anderen selbst lieber mögen.

Nach dem ersten eher unschönen Zusammentreffen der beiden, das keineswegs zufällig stattfindet und daher realistischer ist als vielleicht gedacht, beschließen die beiden sich gegenseitig zu helfen und letztlich gelingt ihnen das auch, wenngleich dies auf eine völlig andere Art und Weise geschieht als erwartet. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander und kommen sich dabei immer näher. Amanda und Chase haben ein tiefes Verständnis füreinander und sehen den anderen, wie er wirklich ist, was der Grund dafür ist, dass sie sich ineinander verlieben. Anders als von ihrer Familie und sogar Chase befürchtet, nimmt Amanda nämlich den echten Chase war und ist sehr gut in der Lage diesen von seinen Rollen und dem Bild, das der Öffentlichkeit präsentiert wird, zu unterscheiden.

Chase ist in Bezug auf Amanda ausgesprochen aufmerksam und rücksichtsvoll. Er hört ihr zu, respektiert ihre Grenzen und Entscheidungen, versucht sie zu verstehen, fasst sie aber, wie von ihr gewünscht, nicht permanent mit Samthandschuhen an. Er bemerkt sofort, wenn sie sich unwohl fühlt und versucht das Problem zu lösen, indem er sie fragt, was sie stört oder braucht. Dafür muss man ihn einfach lieben.

Die beiden harmonieren gut miteinander, daher freut man sich sehr, als die beiden ein Paar werden. Durch Chase lernt Amanda, dass sie sich doch noch - körperlich - zu jemandem hingezogen fühlen und sogar so etwas wie Lust empfinden kann. Er zeigt ihr, dass Berührungen schön sein können und Intimität nicht mit Demütigung oder Schmerz verbunden sein muss.

Unglücklicherweise ist es jedoch ausgerechnet diese Beziehung, die zugleich Anlass zur Kritik gibt. Nach zwei Jahren mit nur minimalen Fortschritten entwickelt sich Amanda in nur wenigen Tagen plötzlich so rasend schnell weiter, dass es einfach unrealistisch erscheint und für den Leser nicht wirklich nachvollziehbar ist. Das betrifft sowohl die emotionale als auch die körperliche Ebene ihrer Beziehung zu Chase. Obwohl Küsse und Berührungen schon enorme Fortschritte für Amanda darstellen, wird daraus nämlich schnell mehr - zu schnell. Innerhalb kürzester Zeit gehen Amanda Chase zu sehr intimem Körperkontakt über und es passiert in dieser Hinsicht viel zu viel, was diese Szenen von Mal zu Mal weniger authentisch wirken lässt. Vorübergehend scheint ihre ganze Beziehung nur noch aus dem Erreichen des nächsten Höhepunktes zu bestehen, worüber die eigentliche Handlung kurzzeitig fast in Vergessenheit gerät.

Stilistisch sind die erotischen Szenen ebenfalls nicht immer ansprechend. Abgesehen davon, dass sie zu schnell hintereinander vorkommen und vielleicht nicht unbedingt dem persönlichen Geschmack entsprechen, sind sie an einigen Stellen fast schon zu detailliert und fügen sich manchmal nicht sonderlich gut in die Handlung ein.

Ansonsten ist das Buch jedoch durchweg gelungen und die Handlung durchgängig fesselnd. Gespannt verfolgt man, wie sich die junge Beziehung zwischen Amanda und Chase weiter entwickelt und wartet bangend auf den Moment, in dem ein anfängliches Geheimnis einen Keil zwischen die beiden treibt, was leider nur eine Frage der Zeit ist. Das zu erleben schmerzt einen sehr, insbesondere da man als Leser um die beiderseitige Echtheit ihrer Gefühle füreinander weiß. Darüber hinaus hält die Geschichte, gerade zum Ende hin, aber noch einige Überraschungen bereit, die man so nicht hat kommen sehen, unter anderem eine ungeahnte Bedrohung, die sich im Verlauf immer weiter zuspitzt.

Neben Amanda und Chase spielt außerdem noch Amandas komplizierte, um nicht zu sagen anstrengende, Familie eine wichtige Rolle, die hinsichtlich des Genesungsprozesses von Amanda alles andere als hilfreich ist. Zwar haben auch Amandas Eltern und ihre beiden Schwestern einiges durchgemacht, wofür man ihnen Verständnis entgegen bringt, ihr permanenter Streit untereinander und ihre ständige Bevormundung schaden der Familie insgesamt aber eher.

Ihre kleine Schwester Mia wird von den Eltern kaum beachtet, was diese wiederum Amanda übel nimmt. Mia ist sehr selbstsüchtig und Amanda gegenüber oftmals sehr unfair, was sich im späteren Verlauf allerdings bessert und sie ein wenig sympathischer macht. Ihre große Schwester Liza und ihr Vater können Amanda kaum in die Augen sehen, gehen ihr mitunter sogar aus dem Weg, und würden offenbar lieber so tun, als wäre nie etwas geschehen. Ihre Mutter ist im Gegensatz dazu überfürsorglich und versucht krampfhaft das unschuldige Mädchen zurückzuholen, das schlicht nicht mehr existiert.

Ein richtiges Gespräch ist die meiste Zeit über nicht möglich, schon gar nicht über die Vergangenheit, und Amandas Wünsche werden von keinem wirklich ernst genommen. Umso schöner sind deshalb die Aussprachen zwischen verschiedenen Familienmitgliedern im letzten dritten des Buches, die einen die einzelnen Beweggründe zum Teil besser verstehen lassen.

Am Ende wird es noch einmal unerwartet dramatisch, was hier aber nicht übertrieben, sondern durchaus passend wirkt. Der Ausgang entspricht, wie nicht anders zu erwarten war, dem, was für das Genre eben typisch ist und von den meisten Lesern vorausgesetzt wird. Ein paar Fragen, vor allem im Hinblick auf das Schicksal einer Figur, die man von Anfang an gehasst hat, bleiben jedoch leider offen. Dafür erhält man mittels eines Epilogs abschließend noch einen kurzen Ausblick auf das zukünftige Leben der beiden Protagonisten.


*FAZIT*

Mit From Scratch - Alles neu mit dir hat Stacey Kade einen wirklich bewegenden New Adult Roman geschrieben, dessen zwei Protagonisten man sehr schnell ins Herz schließt, wodurch man das Buch trotz der Kritikpunkte positiv in Erinnerung behält.

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Save Me

Mona Kasten
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei LYX, 23.02.2018
ISBN 9783736305564
Genre: Liebesromane

Rezension:


Mit Save Me hat Mona Kasten einen weiteren, gelungenen New Adult – das Buch spielt zwar nicht an einer Universität, enthält dafür aber einige andere Elemente, die eher für dieses Genre sprechen – Roman geschrieben, der den Leser schnell in seinen Bann zieht und insbesondere mit der überraschenden Entwicklung eines bestimmten Charakters überzeugen kann.
Der schöne Schreibstil von Mona Kasten lässt sich angenehm sowie flüssig lesen und man merkt, dass sich die Autorin seit ihrer Again-Reihe weiterentwickelt hat; es ist nämlich eine gewisse Steigerung zu spüren. Vor allem die erotische Szene ist ihr stilistisch bzw. im Hinblick auf die Wortwahl deutlich besser gelungen. Gleichwohl hat genau diese Szene auch ihre Schwächen: Sie enthält relativ viel Dialog und wirkt außerdem nicht authentisch. Sie passt einfach nicht richtig zur Protagonistin und ist nur schwer mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Erfahrungsstand in Einklang zu bringen, denn Ruby wirkt darin wesentlich erfahrener als sie es dürfte bzw. tatsächlich ist.


Ein großer Pluspunkt sind dagegen die wechselnden Perspektiven, durch die man beide Protagonisten – Ruby und James – viel besser kennen lernen und mehr über deren individuelle Gedanken sowie Gefühle erfahren kann, obschon das in Bezug auf James zumindest anfangs nicht unbedingt von Vorteil ist.


James ist einem zu Beginn ausgesprochen unsympathisch. Er ist arrogant, selbstgefällig, verwöhnt und es gewohnt, dass nahezu alle anderen nach seiner Pfeife tanzen. Er weiß seine Privilegien nicht zu schätzen, blickt auf andere herab und begreift nicht, wie hart manche Menschen arbeiten müssen, um auch nur einen Bruchteil dessen zu erlangen, was für ihn selbstverständlich ist. Die einzige, halbwegs liebenswerte Eigenschaft an ihm ist seine aufrichtige Sorge um seine Schwester Lydia.


Während des ersten Drittels des Romans kann man sicher daher absolut nicht vorstellen, dass aus ihm einmal ein liebenswürdiger Charakter werden soll. Umso beachtlicher ist folglich die positive Entwicklung, die er im Verlauf der Handlung durchmacht. Ruby öffnet ihm gewissermaßen die Augen für eine andere Welt, fernab vom schönen Schein. Sie bringt seine guten Seiten zum Vorschein, sein wahres Ich, fordert ihn heraus und macht ihn so zu einem besseren Menschen. Den James, den nur Ruby kennen lernt, beginnt man zu mögen. In ihrer Gegenwart wird er zu jemandem, dem nicht alles egal ist und der seine wahren Gefühle nicht ständig hinter einer reglosen Maske der Gleichgültigkeit verbirgt.


Je mehr man über James und vor allem seine familiären Verhältnisse erfährt, desto besser versteht man sein Verhalten, obgleich diese Umstände sein Benehmen trotzdem nicht immer rechtfertigen. In materieller Hinsicht mag es ihm und seiner Schwester an nichts fehlen, emotional hingegen ist in ihrer Erziehung vieles auf der Strecke geblieben, sodass man nicht gerade von einem liebevollen Elternhaus sprechen kann. Mit der Zeit kann man demzufolge auch besser nachvollziehen, warum er sich so sehr an die Gegenwart klammert und die Zukunft regelrecht fürchtet; eine Angst, die man als Leser zuvor als ziemlich irrational empfand. Dennoch hält man seine Situation nicht annähernd für so aussichtslos und unabwendbar wie James selbst.


Im Unterschied zu James mag man Ruby auf Anhieb und man kann sich von Anfang an gut mit ihr identifizieren. Ihr Ehrgeiz erscheint mitunter ein wenig übertrieben, ihre Disziplin ist jedoch bewundernswert. Sie hat Träume und Ambitionen und kämpft hart für das, was sie erreichen will. Manchmal hat man allerdings das Gefühl, dass sie fast rund um die Uhr ausschließlich mit der Schule beschäftigt ist und ihr ein Hobby als Ausgleich fehlt. Andere Interessen werden zwar gelegentlich erwähnt, finden sich aber leider nie aktiv im eigentlichen Geschehen wieder.


Ruby und James sind so verschieden, dass man nur schwer glauben kann, dass ausgerechnet aus den beiden einmal ein Paar werden soll, obwohl man natürlich von Beginn an weiß, dass es genau darauf hinauslaufen wird. Dafür macht es unheimlich viel Spaß ihnen dabei zuzusehen, wie aus den wütenden Wortgefechten nach und nach ernsthafte Gespräche werden, aus denen sich letztlich Sympathien entwickeln. Ihr anfänglicher Argwohn lässt mehr und mehr nach als sie neue Seiten am jeweils anderen entdecken, was die Entwicklung ihrer Beziehung zu Freundschaft – und später zu etwas darüber hinaus – sehr glaubwürdig macht.


Gemeinsam mit Ruby blickt man langsam hinter seine steinerne Fassade und ändert so, zur eigenen Überraschung, Stück für Stück seine Meinung über James. Deshalb freut man sich auch wirklich, als die beiden einander endlich näher kommen, was man vorher kaum für möglich gehalten hätte. Es ist eine schöne, nachvollziehbare Entwicklung, die man direkt miterleben kann. Die zwei ergänzen sich gut und sind ein tolles Paar, mit dem man richtig mitfühlt. Bei Ruby kann James er selbst sein und das ist mehr wert als alles Geld der Welt. Mit ihrer Hilfe schafft er es hoffentlich irgendwann sogar den Mut aufzubringen für seine eigenen Wünsche zu kämpfen.


Neben Ruby und James gibt es zahlreiche Randfiguren, von denen man einige mehr und andere weniger liebenswert findet. Rubys Familie sowie ihre beste Freundin Lin hat man sehr gern, weshalb man sich über jede Szene freut, in der sie nicht nur erwähnt werden, sondern unmittelbar am Geschehen beteiligt sind. Von James‘ Eltern kann man das leider nicht behaupten, diese sind total gefühlskalt und interessieren sich offenbar nur für Geld und Prestige. James‘ Freunde können beim Leser ebenfalls keinen guten Eindruck hinterlassen, denn zu ihnen fallen einem lediglich Attribute wie hochnäsig, oberflächlich, verwöhnt, arrogant, selbstverliebt und ignorant ein. Die einzige Ausnahme bildet seine Schwester Lydia, die einem zumindest zum Ende hin etwas sympathischer wird. Sie macht sich nicht nur Gedanken über unwichtige Dinge und erkennt nicht nur, dass James sich verändert hat, sondern auch, dass diese Veränderungen durchaus positiv sind.


Die Handlung ist durchgängig fesselnd und überrascht insbesondere zum Schluss hin mit vielen ungeahnten, nicht immer positiven Wendungen, die auf jeden Fall reichlich Stoff für die Fortsetzungen bieten. Unglücklicherweise war es nur eine Frage der Zeit, dass jemand einen Keil zwischen Ruby und James treibt und ihnen Steine in den Weg legt, weil sie aus völlig verschiedenen Welten kommen. Ihr Glück ist somit nur von kurzer Dauer. Die Hürden mögen vielleicht nicht unüberwindbar sein, aber man wird es ihnen sicher auch nicht leicht machen die Probleme zu lösen, die zwischen ihnen stehen. Obschon man kommen sah, dass es (noch) kein Happy End geben würde, ist das Ende demnach unerwartet traurig bzw. unerfreulich, doch andernfalls bräuchte es schließlich keinen zweiten Band.


Nach diesem fiesen, Herzschmerz verursachenden Ausgang ist man schon sehr gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte um James und Ruby und wird sich diese definitiv nicht entgehen lassen. Man kann allerdings nur hoffen, dass die folgenden zwei Bände mehr zu bieten haben und nicht nur von einem beinahe endlosen, unerträglichen Hin und Her zwischen den beiden handeln werden. Noch hält sich das Drama in Grenzen, aber es bewegt sich auf einem schmalen Grat und die Probleme in ihrer Beziehung künstlich in die Länge zu ziehen, würde der Geschichte wahrscheinlich eher schaden als nützen.






*FAZIT*


Save Me ist ein weiterer, ausgesprochen fesselnder New Adult Roman der deutschen Autorin Mona Kasten, der vor allem mit der überraschend positiven Veränderung einer Figur und der authentischen, nachvollziehbaren Entwicklung der Beziehung zwischen Ruby und James punkten kann.

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Der letzte erste Kuss

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 525 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736304147
Genre: Liebesromane

Rezension:

Elle und Luke sind beste Freunde seit sie sich im ersten Semester auf dem College kennengerlernt haben und können sich immer aufeinander verlassen. Um diese Freundschaft zu schützen, haben sie damals die Vereinbarung getroffen, nichts miteinander anzufangen, und obwohl sie ständig miteinander flirten, haben sie sich stets daran gehalten - bis ein schwacher Moment, ein leidenschaftlicher Kuss, plötzlich alles verändert. Auf einmal scheint der Damm gebrochen und die beiden sind trotz aller guten Vorsätze fortan nicht mehr in der Lage die Finger voneinander zu lassen. Aber während sie sich noch einzureden versuchen, dass nichts davon eine tiefere Bedeutung hat, beginnt die Grenze zwischen Freunden und Liebenden mehr und mehr zu verschwimmen. Doch wofür werden sie sich am Ende entscheiden- Freundschaft oder Liebe?


Mit Der letzte erste Kuss hat Bianca Iosivoni einen fantastischen New Adult Roman und zugleich eine großartige Fortsetzung zu ihrer Firsts-Reihe geschrieben, die womöglich sogar noch besser ist als der erste Band.

Elle und Luke sind ein wundervolles Paar, welches man ausgesprochen gern auf dem beschwerlichen Weg des Zueinanderfindens begleitet. Beide sind sehr individuelle, gut ausgearbeitete Charaktere mit ganz speziellen Eigenheiten und Problemen, wie sie jeder Mensch in irgendeiner Form hat.

Elle ist nach wie vor eine sehr sympathische Figur, mit der man sich gut identifizieren kann. Sie weist jedem Kontakt in ihrem Smartphone einen speziell auf diese Person abgestimmten Klingelton zu und erledigt Arbeiten immer erst auf den letzten Drücker, also kurz vor Ablauf der Deadline. Man freut sich sehr darüber im zweiten Band nun endlich mehr über sie und ihre Vergangenheit zu erfahren. Elle hat familiäre Schwierigkeiten bzw. eine komplizierte Beziehung zu ihrer Familie, insbesondere wegen ihrer Mutter, was sie verständlicherweise stark belastet.

Im Gegensatz zu ihrer Tochter ist Elles Mutter alles andere als liebenswürdig. Sie ist egoistisch, oberflächlich und völlig ignorant den Wünschen und Gefühlen ihrer Tochter gegenüber. Für sie zählt allein das Ansehen der Familie in der Öffentlichkeit und diesbezüglich ist Elle ihr ganz offenkundig ein Dorn im Auge. Ihr Vater schein Elle zwar durchaus zu lieben, nimmt sie aber nicht in Schutz und lässt das unmögliche Verhalten seiner Ehefrau tatenlos zu. Das stimmt einen ziemlich traurig, doch immerhin sind diese Probleme weder übertrieben dramatisch noch unrealistisch, wie es in dem Genre sonst häufig der Fall ist.

Luke ist trotz seines unmanierlichen Verhaltens anderen Frauen gegenüber insgesamt ein sehr liebenswerter Protagonist, der immer für seine Freunde da ist und für sie sogar ungefragt über Nacht durch vier Bundesstaaten fährt, wenn er das Gefühl hat gebraucht zu werden. Er liebt es zu lesen und zu laufen, wobei letzteres ihm am besten ermöglicht unerwünschte Gedanken loszuwerden. Seine Angst vor Bindungen hat natürlich Gründe, die eng mit seiner Vergangenheit verknüpft sind. Er gibt sich die Schuld am Tod seiner Eltern und hat deren Verlust noch immer nicht richtig überwunden. Er will niemanden zu nahe an sich heranlassen, weil er sich davor fürchtet ein weiteres Mal jemanden zu verlieren, den er liebt.

Der Tod der gemeinsamen Eltern hat auch die Beziehung zu seinem Bruder negativ beeinflusst und sie entfremdet, denn Luke ist überzeugt, dass auch Landon ihn für den schweren Verlust verantwortlich macht. Im späteren Verlauf der Handlung nähern sich die beiden aber glücklicherweise wieder einander an.
Lukes (Groß-)Tante DeeDee ist hingegen trotz ihrer etwas verschrobenen Art ganz zauberhaft und erobert das Herz des Lesers im Sturm.

Dank der erneuten Schilderung der gesamten Geschichte aus den abwechselnden Perspektiven beider Protagonisten, kann man sich sowohl in Elle als auch in Luke sehr gut hineinversetzen und weiß stets, was in ihnen vorgeht. Man versteht, warum sie sich in dieser oder jener Situation auf eine bestimmte Weise verhalten, was allerdings nicht zwingend bedeuten muss, dass man ihre Reaktion gutheißt. Noch wichtiger ist aber, dass man genau weiß, warum die beiden sich lieben.

Elle und Luke sind ein ausgesprochen tolles Paar, was man als Leser schon lange vor ihnen erkennt. Während des Lesens kann man es kaum erwarten, dass sich mehr zwischen ihnen entwickelt. Sie ergänzen sich prima und können sich stets auf den jeweils anderen verlassen, selbst wenn sie zuletzt im Streit auseinander gegangen sein mögen. Wenn es hart auf hart kommt, spielt das keine Rolle mehr. Egal, wie sehr Luke Elle mit seinem Verhalten vielleicht verletzt haben mag, er bleibt ihr bester Freund, dem sie in Not zur Seite steht. Obwohl sie ihre Freundschaft verständlicherweise nicht aufs Spiel setzen wollen, lohnt es sich daher das Risiko einzugehen, da sie bei keinem anderen Menschen solche Gefühle haben wie in der Gegenwart des jeweils anderen. Luke baut zwar Mist und macht einige Fehler, doch Elle ist genauso wenig perfekt und am Ende sieht er ein, dass er sich falsch verhalten hat und kämpft für sein Glück. Er hat es mehr als verdient glücklich zu werden, ebenso wie Elle.

Die Chemie zwischen ihnen stimmt einfach und die Sprüche, die sie einander an den Kopf werfen, bzw. die Dialoge zwischen ihnen, sind absolut herrlich! Meistens sind sie vor allem witzig, manchmal aber auch sehr heiß. Letzteres trifft auch auf die großartigen Sexszenen zu, die sich nie zu sehr in den Vordergrund drängen oder die eigentliche Handlung in den Hintergrund treten lassen. Nur Bianca Iosivoni schafft es unheimlich prickelnde, leidenschaftliche Szenen zu schreiben, in denen die Charaktere (nahezu) vollständig bekleidet sind und eigentlich nicht einmal wirklich Sex haben. Man bekommt mitunter richtig Herzklopfen oder benötigt dringend eine kalte Dusche, wofür zum Teil allein schon das Sexting zwischen Elle und Luke ausreicht. Es muss also nicht einmal eine erotische Szene im herkömmlichen Sinn sein. Außerdem gelingen ihr solche Szenen auch in sprachlicher Hinsicht immer besonders gut, ihre Beschreibungen sind nämlich weder vulgär noch zu blumig. Dennoch fehlt es dem Roman nicht an Emotionen und ein paar Ereignisse bringen einen sogar zum Weinen.

Ihre genetische Verwandtschaft mag Elle zwar nicht den Rücken stärken, die Familie, die sie sich selbst ausgesucht hat, also ihre Freunde, tun dies dafür umso mehr. Elle und Luke sind Teil einer nach wie vor tollen Clique, die immer wieder eine Rolle spielt und nie völlig nebensächlich wird, sodass man sich über jeden noch so kleinen Auftritt der lieb gewonnenen Figuren, allen voran Emery, Dylan, Trevor, Tate und Mason, freut. Wer den ersten Band mochte, wird vor allem von den etwas längeren Szenen mit Emery und Dylan begeistert sein, die weiterhin eine Vorliebe dafür haben einander überaus witzige Streiche zu spielen, woran die Autorin ihre Leser zum Glück auch in der Fortsetzung teilhaben lässt. Durch ein paar kleine Andeutungen in Bezug auf Tate und Trevor, wird ferner die bereits vorhandene Vorfreude auf den dritten Band noch einmal gesteigert.

Fans von Was auch immer geschieht haben ebenfalls Grund zur Freude, denn auch Callie und Keith haben einen Gastauftritt in Der letzte erste Kuss. Man muss allerdings keine Angst vor Spoilern haben, falls man diesen wunderbaren Roman noch nicht gelesen hat. Das einzige, was im Prinzip verraten wird, ist ein Umstand, der im Hinblick auf das Genre ohnehin beinahe selbstverständlich ist.

Das Ende ist der Autorin ebenfalls sehr gut gelungen. Es ist romantisch, kommt ohne übertriebene Dramatik aus und passt perfekt zu den Figuren. Darüber hinaus ist es auch authentisch, dass nicht alle Probleme sich aus heiterem Himmel in Luft auflösen. Auch in der Realität kann man leider nicht jede Beziehung retten und es wäre doch ziemlich unglaubwürdig gewesen, wenn eine gewisse Person plötzlich eine Erleuchtung gehabt und ihre Fehler eingesehen hätte. Es wäre allenfalls wünschenswert gewesen, dass Elle ihrer restlichen Familie oder wenigstens Sadie erzählt, was für ein fieses Spiel mit ihr getrieben wurde und wer die alleinige Schuld daran trägt, dass sie sich so von ihrer Familie entfernt hat.

Schön ist zudem, dass die Geschichte von Elle und Luke nicht zu abrupt endet, sondern in Ruhe ausklingen kann, wobei auch der Titel des Buches wieder kur Erwähnung findet.


*FAZIT*
Der letzte erste Kuss ist ein überaus gelungener New Adult Roman, der Fans des Genres auf jeden Fall begeistern wird. Den dritten Band wird man sich nach dieser tollen Fortsetzung also keinesfalls entgehen lassen!

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1.949 Bibliotheken, 72 Leser, 0 Gruppen, 351 Rezensionen

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Berühre mich. Nicht.

Laura Kneidl
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305274
Genre: Liebesromane

Rezension:


Berühre mich. Nicht. ist ein wunderbarer, insgesamt sehr authentischer New Adult Roman, dessen kleinere Schwächen man der Autorin gern verzeiht, weil die Geschichte um Sage und Luca ansonsten rundum gelungen ist und sie das Lesevergnügen nicht nennenswert mindern.


Sage ist eine ausgesprochen sympathische Heldin, für die man von Anfang an sehr viel Mitgefühl aufbringt. Ihre traumatische Vergangenheit holt sie leider immer wieder ein und viele ihrer daraus resultierenden Sorgen und Ängste kann man sehr gut verstehen. Andere Gedanken, vor allem in Bezug auf eine bestimmte Person und deren angeblich positive Seiten, erscheinen einem hingegen äußerst widersprüchlich, wobei man sich auch nur bedingt in sie hineinversetzen kann. Wer nicht selbst erlebt hat, was Sage durchlitten hat, wird ihr Verhalten vermutlich nie gänzlich nachvollziehen können. Worum genau es sich dabei handelt, wird zunächst nur angedeutet, man hat jedoch schnell einen konkreten Verdacht, der sich später immer mehr erhärtet. Sie hat in ihrem Leben also schon einiges durchgemacht und es daher mehr als verdient endlich etwas Glück zu haben. Deshalb feiert man jeden noch so kleinen Meilenstein mit ihr und bewundert die Entwicklung, die sie im Verlauf der Handlung durchmacht.


Einen Teil davon hat sie ihrem attraktiven Kollegen Luca zu verdanken, der sein Leben mit Hilfe einer Vielzahl von Listen ordnet und einem ebenfalls sehr ans Herz wächst. Insbesondere wegen seiner zahlreichen, belanglosen Bettgeschichten wirkt er zu Beginn wie ein ziemlicher Bad Boy, doch auch bei ihm steckt etwas Tieferes dahinter, denn wie alle Menschen ist er das Produkt seiner Vergangenheit. Was Luca schließlich so liebenswürdig macht, ist nicht etwa seine Vorliebe für Bücher, sondern seine Fürsorge. Er tut beinahe alles, für die Menschen, die ihm etwas bedeuten, und dazu zählt bald auch Sage. Luca scheint immer zu wissen, was Sage gerade braucht; respektiert trotz seiner Sorgen um sie stets ihre Grenzen und bedrängt sie nie, ihm Antworten zu liefern, sondern akzeptiert ihr Schweigen. An einer Stelle rührt einen sein gutes Gespür für Sages Bedürfnisse sogar zu Tränen und durch sie verändert sich auch Luca stark, in positiver Hinsicht.


Die beiden sind demnach ein tolles Paar, tun einander gut und ergänzen sich prima. Umso bedauernswerter ist es, dass Sage noch nicht bereit ist Luca ihre Vergangenheit anzuvertrauen und sich ihm wirklich zu öffnen, wodurch sie ihnen beiden letztlich große Schmerzen zufügt.


Es gibt im ganzen Roman nur eine einzige erotische Szene, was vielleicht etwas untypisch für das Genre, hier aber durchaus sinnvoll ist, denn alles andere hätte einfach nicht zur Protagonistin gepasst und wäre ein totaler Widerspruch gewesen. Unglücklicherweise ist aber genau diese Szene der einzige wirkliche Anlass zur Kritik. Bei Sage treffen zwei Faktoren aufeinander, von denen man - hoffentlich! - nur einen selbst beurteilen kann. Sages Situation ist alles andere als gewöhnlich, doch zumindest im Hinblick auf einen dieser beiden Faktoren erscheint die Art des intimen Verkehrs äußerst unrealistisch und viel zu gewagt für jemanden mit Sages Erfahrungsstand. Es fällt einem sehr schwer sich damit anzufreunden, es wirkt mehrwürdig und eher unglaubwürdig, von den Schwierigkeiten bei der tatsächlichen Umsetzung ganz zu schweigen, und geht weit über das hinaus, was man beim ersten intimen Kontakt für nachvollziehbar halten würde. Vielleicht ist das aber auch einfach eine Frage des persönlichen Geschmacks oder Sages sonstigen Erlebnissen geschuldet.


Neben Sage und Luca gibt es einige, liebenswerte Nebencharaktere, darunter Lucas bester Freund Gavin, seine Schwester April sowie Sages beste Freundin Megan, die den beiden wahre Freunde bzw. liebende Geschwister sind. Man freut sich sehr darüber, dass sie solch gute Menschen in ihrem Leben haben, die ihnen in schwierigen Situationen helfend zur Seite stehen, und nimmt an deren Leben ebenso interessiert Anteil wie an dem der beiden Protagonisten.


Schön ist außerdem, dass Sage sich trotz ihrer prekären finanziellen Lage irgendwann professionelle Hilfe sucht, was kein Grund ist sich zu schämen, im Gegenteil. Obwohl es hierzulande große Unterschiede dazwischen gibt, werden die Bezeichnungen Psychiaterin und Psychologin hierbei leider synonym verwendet, wobei die Handlung allerdings in den USA angesiedelt und es dort vielleicht wieder etwas anders ist.


Der Schreibstil von Laura Kneidl liest sich sehr flüssig und sie versteht es den Leser zu fesseln sowie den Spannungsbogen geschickt aufrecht zu erhalten. Darüber hinaus beleuchtet sie auf sehr realistische Weise so schwierige und zugleich wichtige Themen wie familiären Missbrauch, häusliche Gewalt und Angststörungen, wobei die Gefühle der betroffenen Figuren stets sehr nachvollziehbar geschildert werden und ausgesprochen echt wirken, wohingegen der Missbrauch beim Leser vor allem Ekel und Abscheu hervorruft. Die diesbezüglichen Beschreibungen sind kaum auszuhalten, obwohl die Autorin glücklicherweise nicht allzu sehr ins Detail geht, und lösen eine unbändige Wut auf den Täter aus. Des Weiteren wird mehr als deutlich, wie mächtig Angst sein kann, weil sie den Blick für die Realität mitunter stark trübt, und dass die Flucht vor der Vergangenheit diese noch lange nicht bewältigt.


Als Sages Panik schließlich doch noch obsiegt und ihr Glück sowie ihre Beziehung zu Luca, die eigentlich gerade erst begonnen hatte, plötzlich ein jähes und bitteres Ende nehmen, ist man als Leser natürlich sehr betrübt und der Schmerz über diese Trennung ist nur schwer zu ertragen. Man kann nur hoffen, dass es Sage im zweiten Band, den man am liebsten sofort im Anschluss lesen würde, gelingen wird, ihre traumatische Vergangenheit zu überwinden, die ganze Wahrheit ans Licht kommt, was für alle Beteiligten besser wäre, da sie ein Anrecht darauf haben sie zu erfahren, und sowohl Sage als auch Luca endlich ihr verdientes Happy End bekommen.


Besonders gespannt ist man dabei auf die Auflösung in Bezug auf den familiären Missbrauch innerhalb der betroffenen Familie. Die Wahrheit könnte sie zerstören, doch das Schweigen erscheint einem sogar noch schlimmer. Die Gründe dafür sind zwar durchaus nachvollziehbar, doch nur die Wahrheit kann die Kontrolle des Täters ein für alle mal beenden und sollte dieser irgendwann beschließen, sich nicht mehr an sein Versprechen zu halten, wird es bereits zu spät sein. Wie werden die Personen darauf reagieren? Werden sie dem Täter glauben oder dem Opfer? Wirft das Opfer einer von ihnen zu Recht vor, dass sie Bescheid wusste und einfach die Augen davor verschlossen hat oder war sie tatsächlich unwissend? Falls letzteres der Fall sein sollte, kann auch diese Person einem nur leid tun, weil sie, genau wie eine weitere, sichtlich unter der Trennung vom Opfer leidet und dann nicht einmal den Grund für den kaum noch nennenswerten Kontakt kennen würde.




*FAZIT*
Berühre mich. Nicht. ist ein sehr gelungener und, bis auf eine Ausnahme, überaus authentischer New Adult Roman, der Fans des Genres garantiert nicht enttäuschen wird. Wer die Frustration über das unvermittelte Ende vermeiden will, sollte mit dem Lesen allerdings besser bis zum Erscheinen der Fortsetzung im Januar 2018 warten.

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Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt

Akram El-Bahay
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.08.2017
ISBN 9783404208838
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt ist ein wahrlich magischer Fantasy-Roman, der den Leser in eine faszinierende Welt entführt, die das Herz eines jeden Bücherwurms höher schlagen lässt.

Akram El-Bahay hat ein großartiges, geradezu paradiesisches Setting erschaffen, ober- wie unterirdisch, das man nur zu gern selbst einmal erkunden - und vermutlich nie wieder verlassen - würde. Trotz der phantastischen Elemente hat die fiktive Welt, in der die Geschichte spielt, viel mit der unseren gemein. Die Gesellschaft ist jedenfalls alles andere als perfekt und auch Rassismus ist Samir leider nicht fremd.

Sowohl Mythia als Paramythia, die scheinbar unendliche Bibliothek voller geheimnisvoller Bücher mit einem mysteriösen Herzen aus Tinte, in dem sich womöglich einzigartige Fabelwesen verbergen, werden sehr detailliert und anschaulich beschrieben, wobei der eigenen Vorstellungskraft keine Grenzen gesetzt werden. Generell fällt der wunderbare, bildhafte Schreibstil des Autors schon nach kurzer Zeit positiv auf. Manche Sätze sind so schön formuliert, fast schon poetisch, dass man sogar das Bedürfnis hat sie mehrfach zu lesen.

Mit Ausnahme des Prologs sowie des Epilogs wird die gesamte Geschichte aus der Perspektive von Samir geschildert, dem man sich ungeachtet des Rückgriffs auf einen personalen Erzähler sehr verbunden fühlt. Die übliche Distanz zu den einzelnen Figuren, die mit dieser Erzählform leider oft einhergeht, spürt man hier insofern nicht.

Der Protagonist Samir ist einem auf Anhieb sympathisch, obwohl er ein Dieb und folglich nicht gerade ein strahlendes Vorbild ist. Doch er stiehlt grundsätzlich nur von jenen, die mehr haben als sie brauchen, und ist denen gegenüber, die weniger haben als er selbst, ausgesprochen großzügig, was ihn sehr liebenswert macht. Außerdem will er sich ändern und wird daher Mitglied der Palastwache, muss aber zu seiner Enttäuschung statt des Königs „nur“ eines der Tore in Paramythia bewachen, die in das Herz führen, zu dem nur Wenige Zugang haben. Diese Aufgabe stellt sich jedoch nicht als so ereignislos und ungefährlich heraus wie ursprünglich angenommen.

Der Grund für Samirs Sinnes- bzw. Lebenswandel liegt offenkundig in seiner Vergangenheit. Die genauen Umstände werden aber zunächst nur angedeutet und erst am Ende offen gelegt. Man hat allerdings relativ schnell einen Verdacht, der sich letztlich auch bestätigt.

Neben Sam gibt es jedoch, abgesehen von den ohnehin faszinierenden Fabelwesen, noch einige andere, interessante Figuren, allen voran Kani, die wunderschöne Dienerin, die im Verlauf der Handlung sein Herz erobert. Sie ist eine mutige, starke und kluge junge Frau, die in das Herz Paramythias gelangen will, um mehr über die Fabelwesen und deren Herkunft zu erfahren. Ihrem Vater, Hakim, war es als Gelehrtem früher noch erlaubt Paramythia zu betreten, weshalb er viel über die Bücherstadt weiß. Er sucht ebenso nach Antworten, sodass diese drei ungleichen Charaktere schließlich zusammenarbeiten.

Sabah, die geheimnisvolle Beraterin des Königs, ist ebenfalls eine sehr interessante Figur und wird umso faszinierender, je mehr man über sie erfährt. Sie vereint zwei verschiedene Seiten in sich und es ist schwer einzuschätzen, ob sie nun gut oder böse ist- oder beides - und was eigentlich ihr Ziel ist.

Der weiße König wurde hingegen bislang nur erwähnt und spielt selbst noch keine aktive Rolle, doch das wird vermutlich nicht so bleiben. Auf jeden Fall möchte man mehr über ihn erfahren, insbesondere ob er weiß, was seine Beraterin im Schilde führt, oder ob er so ahnungslos ist, wie Sam glaubt.

Die Handlung ist komplex, tiefgründig und durchgängig fesselnd, denn die seltsamen Vorkommnisse in der Bücherstadt häufen sich und werfen ständig mehr Fragen auf. Obwohl er sie mit eigenen Augen gesehen hat, fällt es Sam verständlicherweise schwer sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass die Gestalten, wie die geflügelten Asfura oder die behuften Nushishan, die er bisher nur aus Sagen und Märchen kannte, tatsächlich existieren.

Paramythia hütet also zahlreiche Geheimnisse, die es zu lüften gilt, was nicht ungefährlich ist, da andere offenbar um jeden Preis verhindern wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Auf der Suche nach Antworten stellen sich immer mehr Fragen, von denen aber zumindest ein paar am Schluss erfreulicherweise schon beantwortet werden, während diverse andere Rätsel natürlich ungelöst bleiben, immerhin sind ja noch zwei Fortsetzungen geplant, in denen man hoffentlich mehr über die Sahiras und die Geschichte sowie die Entstehung Mythias und der Stadt darunter erfährt.

Vor allem im letzten Drittel nimmt die Spannung dann sogar noch einmal zu. Mehr als einmal geraten die Charaktere in riskante Situationen, bei denen traurige Verluste demzufolge leider nicht ausbleiben. Bei den vielen Gefahren war es allerdings absehbar, dass nicht alle Beteiligten mit dem Leben davon kommen würden, alles andere wäre zudem schlicht unrealistisch gewesen, so sehr man sich das Überleben der einen oder anderen Figur vielleicht auch gewünscht hätte.

Das Ende ist, wie im Hinblick auf die Fortsetzungen zu erwarten war, relativ offen gehalten und die Geschichte natürlich nicht in sich abgeschlossen. Akram El-Bahay hat aber einen guten Moment für den vorläufigen, sehr vielversprechenden Abschluss gewählt und quält seine Leser wenigstens nicht mit einem nervenaufreibenden Cliffhanger. Die letzten Ereignisse werfen noch ein paar neue, ausgesprochen spannende Fragen auf und die nächsten Bände, die sicher ebenso mitreißend sein werden wie der Serienauftakt, wird man sich infolgedessen auf keinen Fall entgehen lassen.


*FAZIT*

Mit Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt hat Akram El-Bahay einen ausgesprochen spannenden und sehr empfehlenswerten Auftakt zu einer geheimnisvollen Reihe geschrieben, der definitiv Lust auf mehr macht.

Wer phantastische Geschichten liebt, in denen Bücher eine zentrale Rolle spielen, liegt hiermit genau richtig!

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Aquila

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Loewe, 14.08.2017
ISBN 9783785586136
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Aquila ist ein sehr empfehlenswerter, unheimlich packender Jugendthriller und definitiv einer der besten von Ursula Poznanski, wenn nicht vielleicht sogar der beste. Es gelingt ihr von Anfang bis Ende eine sehr beklemmende, nervenaufreibende Stimmung aufrecht zu erhalten, der man sich einfach nicht entziehen kann.

Man ist von Beginn an sofort vom Geschehen gefesselt und kann Nikas Wunsch herausfinden zu wollen, was in den Tagen, an die sie sich nicht mehr erinnern kann, passiert ist, nur zu gut verstehen, denn man selbst möchte ebenfalls unbedingt wissen, was genau geschehen ist und kann es kaum erwarten endlich Antworten auf die vielen Fragen zu finden. Gemeinsam mit Nika begibt man sich daher auf eine atemlose und keinesfalls ungefährliche Spurensuche - auf die Jagd nach ihren Erinnerungen.

Eine Stadt wie Siena mit ihrer historischen Altstadt, in der es mit Sicherheit viel zu entdecken gibt, ist dafür grundsätzlich ein tolles Setting. Wenn man noch nie selbst dort gewesen ist, kann man sich einige Orte nur anhand der Beschreibungen zwar leider nicht bildlich vorstellen, dank der konkreten Benennungen hat man aber immerhin die Möglichkeit sich im Internet Photos davon anzusehen, was man durchaus des Öfteren in Anspruch nimmt, um ebenfalls genau betrachten zu können, was Nika gerade vor sich sieht. Die typisch italienische Mentalität hat Ursula Poznanski hingegen sehr anschaulich eingefangen und auch die italienische Sprache lässt sie regelmäßig in ihre Dialoge einfließen. Dadurch fühlt man sich gut in das mediterrane Land hineinversetzt, als wäre man gerade tatsächlich dort.

Trotz des personalen Erzählers fühlt man sich Nika sehr verbunden und fiebert die ganze Zeit über mit ihr mit. Man würde vielleicht nicht immer genauso handeln wie sie, zumal ihr Verhalten manchmal ziemlich naiv erscheint, kann aber zumindest nachvollziehen, warum sie dieses oder jenes tut bzw. denkt, und sich somit gut in sie hineinversetzen. Man sollte zudem vermutlich bedenken, dass Nika noch recht jung und zum ersten Mal allein im Ausland ist. Sie steht unter Schock und ist mit der Situation logischerweise überfordert, schließlich wird man nicht täglich mit solch schweren Vorwürfen konfrontiert und der Blackout, den ihr der ermittelnde Kommissar verständlicherweise nicht wirklich abnimmt und der sie nicht weniger verdächtig macht, ist alles andere als hilfreich. Dass die drohende Anklage ihr dem Anschein nach manchmal keine großen Sorgen bereitet und sie selbst weder ihre Mutter - verdienter Urlaub hin oder her - noch wenigstens einen Anwalt kontaktiert oder sich an die deutsche Botschaft wendet, wirkt demzufolge nur umso realitätsferner.

Da der Erzähler auf Nikas Sicht beschränkt ist, weiß man als Leser nie mehr als die Protagonistin selbst. Man hat lediglich die Möglichkeit selbst Spekulationen anzustellen bzw. seine eigenen Schlüsse zu ziehen, während man mit ihr miträtselt. Sie hat nur sehr wenige Anhaltspunkte und die meisten davon hat sie so gut verschlüsselt, dass sie sie selbst nicht mehr entwirren kann. Sie kann sich lediglich auf ihr Unterbewusstsein verlassen, das zum Teil sehr deutliche Reaktionen zeigt, obschon Nika den Grund dafür (noch) nicht kennt. Irgendwann ist die Verzweiflung so groß, dass sie einfach nur noch die Wahrheit wissen will, ungeachtet aller Konsequenzen, die sie erwarten, falls sie tatsächlich schuldig sein sollte.

Die Handlung ist konstant spannend und definitiv nie langweilig. Beinahe jede Antwort, die man schließlich erhält, wirft neue Fragen auf und die Atmosphäre wird zunehmend bedrohlicher. Man kann sich des Gefühls nicht erwehren, dass Nika eine Schlinge um den Hals trägt, die sich ständig weiter zuzieht, während sie verzweifelt versucht sich daraus zu befreien und zu ergründen, was in den verlorenen Tagen passiert ist. Schnell wird klar, dass in der verschwundenen Zeit etwas Schreckliches geschehen sein muss und Nika offenbar in großen Schwierigkeiten steckt. Bereits vor Nika hat man den Verdacht, dass sie entweder unter Drogen gesetzt wurde oder ihr etwas so Furchtbares widerfahren ist, dass ihr Gehirn das Erlebte zum Zwecke des Selbstschutzes verdrängt hat, weil sie nicht im Stande ist es zu verarbeiten. Das Schlimmste ist jedoch, dass Nika, da sie selbst keinerlei Erinnerungen an diese Tage hat, nicht einmal sicher ausschließen kann, dass sie selbst etwas Fürchterliches getan hat, so gern sie das auch glauben würde.

Im Verlauf der Geschichte stellt man immer wieder neue Theorien auf, die sich größtenteils allerdings nicht bewahrheiten. Die Richtung, die das Ganze einschlägt, wird jedoch immer mysteriöser und beängstigender, manche Szenen lassen das Herz regelrecht höher schlagen. Vieles deutet auf einen dramatischen Vorfall hin und statt eines harmlosen, obschon geschmacklosen Scherzes, wie anfangs noch vermutet, hat man es mit einer bitterernsten Situation zu tun, die für ein flaues Gefühl im Magen sorgt.

Unklar ist darüber hinaus, wem Nika überhaupt trauen kann, da sie ohne ihre Erinnerungen nicht weiß, wer noch in die Sache verwickelt - möglicherweise sogar selbst der Täter - ist. Man freut sich zwar als sie Hilfe von jemandem bekommt, der vor allem die sprachliche Barriere überwinden kann - Nikas Italienisch ist leider nicht sonderlich gut - kann aber nicht verhindern, dass zugleich der Verdacht aufkeimt, dass mehr dahinter steckt als nur selbstlose Hilfsbereitschaft und diese Person Nika etwas Wichtiges verschweigt. Trotz der Zweifel möchte man ihr jedoch gern sein Vertrauen schenken und hofft sich nicht so in ihr zu täuschen.

Schön und erfreulich realistisch ist der Umstand, dass Nika sich nicht auf mehr als bloße Freundschaft mit dem attraktiven Italiener einlässt, der Interesse an ihr zeigt. Solange sie nicht weiß, was geschehen ist und wie es überhaupt weitergehen soll, hat sie verständlicherweise keinen Kopf für so etwas, immerhin wird sie letztlich verdächtigt jemanden getötet zu haben und darf Siena daher auch nicht verlassen. Eine wirkliche Liebesgeschichte beinhaltet Aquila dementsprechend nicht.

Mit der Zeit stößt man auf immer mehr Puzzlestücke, alle Zusammenhänge erschließen sich einem aber wirklich erst ganz zum Schluss und ergeben erst dann ein vollständiges Bild. Einen Charakter hat man rigoros unterschätzt bzw. völlig falsch eingeordnet und man ist jedes Mal aufs Neue schockiert, zu was für kaltblütigen, wahrlich beängstigenden Taten dieser fähig war. Als gewisse Ereignisse endlich ans Licht kommt, läuft es einem kalt den Rücken hinunter.

Ursula Poznanski stellt es auch in den letzten Kapiteln äußerst geschickt an: Sie enthüllt eigentlich einen zeitlichen Abschnitt, hält aber innerhalb dieses gleichzeitig noch ausschlaggebende Informationen zurück, sodass man nicht nur unbedingt weiterlesen will, sondern bis zum vorletzten Kapitel weiterhin im Dunkeln tappt und die alles entscheidenden Fakten nicht kennt.

Die Auflösung ist der Autorin infolgedessen ausgesprochen gut gelungen und alles andere als vorhersehbar, denn mit so einem perfiden, von der wahren Schuldigen perfekt eingefädelten Plan hätte man niemals gerechnet. Die letzten Erkenntnisse, die das Blatt noch einmal wenden, kommen völlig überraschend und unerwartet. Alle losen Enden werden gekonnt zusammengeführt, alle offenen Fragen zur Zufriedenheit beantwortet. Danach folgt außerdem noch ein letztes Kapitel, mit dem man die Geschichte wunderbar ausklingen lassen kann und das einen kurzen Ausblick darauf gewährt, wie Nika mit der ganzen Sache umgehen und wie ihre Zukunft nun vielleicht aussehen wird.

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Der letzte erste Blick

Bianca Iosivoni
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei LYX, 24.04.2017
ISBN 9783736304123
Genre: Liebesromane

Rezension:


Der letzte erste Blick ist ein großartiger New Adult Roman, der mühelos mit anderen Bestsellern des Genres mithalten und dessen Fortsetzungen man daher schon jetzt kaum noch erwarten kann. Bianca Iosivoni ist es also gelungen die nach Was auch immer geschieht ohnehin schon sehr hohen Erwartungen noch zu übertreffen.


Die Autorin kann ihre Leser vor allem mit ihren vielen liebenswerten Figuren begeistern, die alle individuell und vielseitig gestaltet sind. Man schließt sie sofort ins Herz und will unbedingt mehr über jeden einzelnen von ihnen erfahren. Neben den eigentlichen Protagonisten zählen dazu insbesondere Elle, Tate, Luke und, trotz des eher schlechten Starts, sogar Maze. Sie sind alle völlig verschieden, aber jeder ist auf seine Art liebenswürdig, und zumindest eines haben sie alle gemeinsam: Sie wissen, was wahre Freundschaft bedeutet und beweisen Emery durch ihren Zusammenhalt, dass es so etwas tatsächlich gibt. Außerdem verpassen sie ihren besten Freunden, wenn nötig, auch mal einen Tritt in den Allerwertesten. Sofern man es nicht schon ist, wünscht man sich demnach spätestens am Ende des Buches selbst ebenso Teil einer so tollen Clique zu sein.


Man ist ihnen unheimlich dankbar dafür, dass sie Emery so herzlich in ihre eingeschworene Gruppe aufgenommen haben und ihr dabei helfen ihr Vertrauen in andere Menschen zurückzugewinnen. Deshalb freut man sich bereits nach den ersten Kapiteln auf die weiteren Romane, in denen dann hoffentlich die eine oder andere Lieblingsfigur – nicht, dass man in der Lage wäre, sich für eine zu entscheiden – eine Hauptrolle spielen wird.


Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven von Dylan und Emery geschildert. So lernt man beide sehr gut kennen und kann ihre Gedanken sowie Gefühle, nicht nur in Bezug auf den jeweils anderen, besser nachvollziehen. Man weiß, was sie wirklich empfinden, kennt ihre Schwächen und liebt sie gleichwohl. Es wird einem dadurch auch nichts von der Spannung genommen, sodass man dessen ungeachtet die ganze Zeit über mit ihnen mitfiebert.


Die Protagonistin Emery, deren große Leidenschaft die Photographie ist, was man ihr an mehreren Stellen deutlich anmerken kann, mag man ebenfalls auf Anhieb, weil sie ihren ganz eigenen Kopf hat und sich absolut nichts (mehr) gefallen lässt. Ihre frechen, schlagfertigen Sprüche bringen einen oft zum Schmunzeln. Gleichzeitig bringt man ihr viel Mitgefühl entgegen, da man spürt, dass sie in der Vergangenheit sehr verletzt wurde und viel durchgemacht hat. Ihre Stärke ist bewundernswert, nichtsdestotrotz kann man sie tief verletzten. Sie versucht nur diesen Schmerz vor anderen zu verbergen, um sich keine Blöße zu geben. Es empört einen sehr, dass ihr Vertrauen in andere so stark erschüttert wurde, dass sie sich nicht mehr vorstellen kann, jemand könnte einem anderen ganz uneigennützig, ohne irgendwelche Hintergedanken, helfen. Sie rechnet immer wieder damit plötzlich fallen gelassen zu werden und diese Angst ist durchaus nachvollziehbar. Umso mehr freut man sich für sie als sie Menschen kennenlernt, die anders sind, ihr neue Hoffnung geben und dafür sorgen, dass sie sich wieder etwas mehr öffnet. Dank ihrer Freunde, Dylan eingeschlossen, macht sie im Verlauf der Handlung eine große, positive Entwicklung durch. Sie fasst neues Vertrauen und stellt fest, wie viel Spaß es machen kann Zeit mit anderen zu verbringen. Letzteres macht sich insbesondere auf dem gemeinsamen Camping-Trip bemerkbar.


Als Leser stellt man sich selbstverständlich die Frage, was genau in Emerys Vergangenheit vorgefallen ist und die Antwort, die man auf Grund diverser Andeutungen schon bald erahnt, ist wirklich furchtbar. Wobei die Reaktionen ihrer Mitmenschen sogar noch schlimmer waren als die eigentliche, verwerfliche Tat, die sie nicht verdient hatte. Nach der Enthüllung der Wahrheit versteht man zudem sehr gut, warum sie auf ein bestimmtes Thema stets so empfindlich reagiert.


Auch Dylan ist einem von Anfang an überaus sympathisch und man liebt ihn für seine unermüdliche Hilfsbereitschaft, obschon diese ihm manchmal eher schadet, weil er für die Menschen, die er liebt, einfach alles tun würde, ohne Rücksicht auf seine eigenen Bedürfnisse. Es ist rührend, wie sehr er sich um Mrs. Pettyfer, gewissermaßen seine Ersatzoma, kümmert und es tut einem regelrecht weh, dass er gegen ihre Krankheit so machtlos ist und nichts tun kann, um ihr zu helfen. Dank Emery gelingt es ihm jedoch sich mal von seinen vielen Sorgen zu lösen und auf andere Gedanken zu kommen. Dylan verändert sich durch seine, anfänglich lediglich freundschaftliche, Beziehung zu ihr also ebenfalls, wird entspannter und hat wieder mehr Spaß am Leben.


Genau wie Emery hat auch ihr Gegenstück Geheimnisse und Bianca Iosivoni macht einen mit ihren Hinweisen ganz schön neugierig, sodass man natürlich wissen möchte, worum es sich dabei handelt. Die Auflösung ist eine ziemliche Überraschung und erfrischend unverfänglich. Man hat nämlich, wie es bei dem Genre oft der Fall ist, mit etwas viel Schlimmerem gerechnet. Es ist schön, dass an dieser Stelle stattdessen zur Abwechslung einmal kein unnötiges, künstliches Drama geschaffen wird. Es muss ja nicht immer jeder Protagonist ein außerordentlich düsteres Geheimnis haben, das ihn verfolgt. Normale, ganz alltägliche Probleme, die jeder kennt, reichen manchmal vollkommen aus. Außerdem sind sie viel authentischer und sorgen dafür, dass man sich noch besser mit den Charakteren identifizieren kann.


Im späteren Verlauf baut Dylan leider ziemlichen Mist, doch man kann ihm nicht richtig böse sein, da er tatsächlich einer von den Guten ist, viel für Emery empfindet und sie nie verletzen wollte. Seine Absichten waren stets gut, weshalb man inständig hofft, es möge ihm gelingen, dass Emery ihm nicht nur verzeiht, sondern ihm erneut ihr Vertrauen schenkt und ihn wieder an sich heran lässt.


Emery und Dylan ergänzen sich als Paar perfekt. Sie passen äußerst gut zusammen und haben eine tolle Wirkung aufeinander. Sie fordern einander heraus, sowohl im übertragenden als auch im wortwörtlichen Sinn, und die Chemie zwischen ihnen stimmt einfach. Sie spielen einander harmlose, dafür aber umso witzigere Streiche, zum Teil mit Hilfe ihre Freunde, die die Handlung ungemein auflockern und einen mehrfach zum Lachen bringen. Dennoch ist ihre einzigartige Beziehung auch sehr emotional und romantisch, ihre Flirterei mitunter sehr sexy. Man spürt, wie es zwischen ihnen knistert, und kann sich der starken gegenseitigen Anziehung kaum entziehen. Durch seine gute Beobachtungsgabe entgeht Dylan kaum etwas und er kann Emery unheimlich gut einschätzen. Trotzdem zögern sie den nächsten Schritt zu wagen, denn beide sind in der Vergangenheit tief verletzt worden und wollen sich eigentlich auf ihr jeweiliges Studium konzentrieren statt sich auf eine Beziehung einzulassen. Obwohl Dylan ein wirklich guter Kerl ist, hat Emery große Bedenken, weil sie befürchtet, dass es sich dabei, wie bei ihrem Exfreund, nur um eine Fassade handeln könnte. Gebannt wartet man daher auf den Moment, in dem sie einander nicht länger widerstehen können und ihren Gefühlen füreinander endlich nachgeben, so sehr sie sich auch dagegen sträuben.


Die Handlung ist durchgängig fesselnd und erinnert zwischendurch ein wenig an Der Widerspenstigen Zähmung, auf eine gute Art. Darüber hinaus schafft es Bianca Iosivoni ihrer Geschichte die nötige Dramatik zu verleihen, ohne ihre Charaktere ausgesprochen herbe Rückschläge oder (beinahe) tödliche Verluste erleiden zu lassen und zeigt damit gekonnt, dass es auch anders geht. Davon könnten sich manche Autoren gern eine Scheibe abschneiden.


Zum Ende hin nimmt die Spannung dann noch einmal zu und es passiert vieles, womit man so nicht mehr gerechnet hätte, ohne, dass die Geschichte jemals überfrachtet wirkt. Die größte Überraschung hat sich die Autorin ebenfalls bis zum Schluss aufgehoben: Für eine gewisse Übeltat hatte man als Leser eine gänzlich andere Figur im Verdacht und den wahren Schuldigen nicht einmal in Erwägung gezogen.


Der Schreibstil von Bianca Iosivoni lässt sich gewohnt flüssig lesen und ist gespickt mit wundervollen Popkulturanspielungen, die einem immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Dem Genre entsprechend gibt es ein paar Sexszenen, allerdings nur sehr wenige, die sich dafür harmonisch in die Handlung einfügen und sehr ansprechend beschrieben sind. Sie sind sehr intensiv, gefühlvoll und erstrecken sich meistens sogar über mehrere Seiten. Besonders schön ist zudem, dass sich in einer dieser emotionalen Szenen auch der Titel des Buches wiederfindet und man somit mehr über dessen wahre Bedeutung erfährt.


Mit West Virginia hat die Autorin sich ferner für ein herrliches College-Setting entschieden. Sie beschreibt den schönen US-Bundesstaat so malerisch, dass sie damit das Bedürfnis weckt die wundervollen Landschaften einmal mit eigenen Augen zu betrachten. Ihre Schilderungen der Outdoor-Aktivitäten sowie der natürlichen Veränderungen, z.B. der langsame Temperaturabfall oder das Farbenspiel der Blätter, verdeutlichen ganz ohne ständige konkrete Zeitangaben, wie viel Zeit im Rahmen der Geschichte vergeht.


Das Ende ist insgesamt sehr zufriedenstellend und schließt die Handlung um Dylan und Emery wunderbar ab. Beide sehen positiv in die Zukunft und ziehen etwas Gutes aus den vorangegangenen Ereignissen. Die Botschaft ist eindeutig: Es gibt sie, die Menschen, die immer zu einem halten, man muss sie nur finden und dann gut festhalten.






*FAZIT*
Mit Der letzte erste Blick hat Bianca Iosivoni einen weiteren, wundervollen New Adult Roman geschrieben, der mit vielen, unheimlich liebenswürdigen Figuren und einer mitreißenden Handlung, die sowohl amüsant als auch sehr emotional ist, überzeugen kann. Den nächsten Band der Reihe kann man nach diesem fantastischen Auftakt, der ab und zu auf angenehme Weise an Der Widerspenstigen Zähmung erinnert, also kaum noch erwarten.

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3.048 Bibliotheken, 65 Leser, 1 Gruppe, 459 Rezensionen

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Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei LYX, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

Alles, was Allie sich wünscht, ist ein neuer Anfang, weit weg von ihrer Vergangenheit und ihren Eltern, die ihr ganzes Leben zu kontrollieren versuchen. Also zieht sie für ihr Studium mit einem neuen Namen in eine fremde Stadt, in der niemand sie kennt. Die Suche nach einer Unterkunft gestaltet sich so kurz vor Beginn des Semesters jedoch schwieriger als erwartet und am Ende bleibt ihr keine andere Wahl als bei dem attraktiven, aber überaus launischen Kaden einzuziehen, der eigentlich auf keinen Fall einen weiblichen Mitbewohner wollte. Sofort stellt er daher Regeln für ihr gemeinsames Zusammenleben auf: Keine Gefühlsduselei und vor allem kein Körperkontakt! Leichter gesagt als getan, denn je mehr die beiden über einander erfahren, desto näher kommen sie sich mit der Zeit auch …

Begin Again ist ein gelungener New Adult Roman, der insbesondere durch die sympathischen, vielschichtigen sowie ungewöhnlichen Charaktere besticht und daher vor allem Fans des Genres sicher gefallen wird.

Die Heldin Allie, aus deren Perspektive das gesamte Geschehen geschildert wird, ist einem von Beginn an sehr sympathisch und ihr Geplapper stört einen nicht im Geringsten. Man kann sich sehr gut mit ihr identifizieren und ihre Handlungen stets nachvollziehen. Sie ist ein sehr einfühlsamer Mensch und man versteht nur zu gut, dass sie ihr altes Leben ablehnt. Zum ersten Mal hat sie richtige Freunde, die aufrichtig an ihr interessiert und nicht nur darauf aus sind, einen Vorteil aus der Beziehung zu gewinnen. Sie ist liebenswert, ziemlich nah am Wasser gebaut und immer für ihre Freunde da. Man freut sich mit ihr über ihre neu gewonnene Freiheit und ärgert sich oft mit ihr über Kadens widersprüchliches Verhalten. Die vielen Anspielungen auf ihre Vergangenheit und den Grund für ihre Flucht in eine neue Stadt machen einen außerdem sofort neugierig.

Kaden erscheint hingegen zunächst sehr launisch, geradezu kratzbürstig, und verhält sich Allie gegenüber nicht immer fair. Manchmal ist er gnadenlos ehrlich, dennoch mag man ihn, weil man schnell merkt, dass sich hinter dieser rauen Schale irgendwo ein weicher Kern verbirgt. Leider tendiert er dazu Leute von sich zu stoßen und geht immer sehr schnell wieder auf Distanz, sobald man ihm zu nahe kommt oder er einmal unerwünschte Gefühle zulässt. Wenn Allie ihn wirklich braucht, ist er jedoch für sie da und steht ihr bei. Ferner ist er durchaus in der Lage zuzugeben, wenn er einen Fehler begangen hat und sich für diesen zu entschuldigen. Schön und äußerst interessant ist darüber hinaus, dass jedes von Kadens Tattoos eine besondere Bedeutung und seine ganz eigene Geschichte hat.

Zwischen Allie und Kaden knistert es schon nach kurzer Zeit heftig, die gegenseitige Anziehung ist spürbar und Kadens Regeln sind daher von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Nach und nach entwickeln sie echte Gefühle füreinander, lernen sich aber erst einmal richtig kennen, bevor sie sich aufeinander einlassen und wollen dem jeweils anderen beide nicht nur als Ablenkung dienen. Die gemeinsame Liebe zur Musik und die Freude am Wandern verbindet sie zusätzlich und ist zudem mal etwas völlig Anderes. Allerdings ist es für beide nicht einfach sich nach so langer Zeit des Schweigens einem anderen zu öffnen und das Vergangene endlich hinter sich zu lassen. Insbesondere Kaden hat mit großen Schuldgefühlen zu kämpfen, doch gemeinsam können sie einander dabei helfen ihre Vergangenheit zu überwinden und ein neues Leben zu beginnen.

Zum Glück haben beide ganz fantastische Freunde, die sie gut kennen, ihnen helfen und, im Hinblick auf Kaden, wenn nötig auch mal einen Schubs in die richtige Richtung geben. Es sind folglich gleich mehrere, großartige Nebencharaktere vorhanden, allen voran Dawn, die Allie eine so gute und loyale Freundin ist, dass man gar nicht anders kann als sie sofort ins Herz zu schließen. Umso mehr freut man sich schon jetzt auf die Fortsetzung Trust Again, die man garantiert ebenfalls lesen wird, weil Dawn in dieser zur Hauptfigur und somit ihre Geschichte erzählt wird. Dass sich zwischen ihr und dem nicht weniger sympathischen Spencer langsam etwas anbahnt, deutet sich ja schon in diesem Band an.

Die Handlung ist fesselnd, da man die ganze Zeit mit den Charakteren mitfiebert und mehr über ihre jeweilige Vergangenheit herausfinden will. In Bezug auf die Erlebnisse, vor denen Allie zu fliehen versucht, hat man schnell einen Verdacht. Dieser bestätigt sich im Endeffekt zwar nicht ganz, geht aber immerhin schon in eine ähnliche Richtung und die Wahrheit ist nicht unbedingt weniger schlimm. Das Ausmaß dessen, was Kaden damals widerfahren ist, trifft einen dagegen vollkommen unvorbereitet und schockiert zutiefst.

Traurigerweise sind in beiden Fällen wenigstens teilweise die Eltern für die emotionalen Probleme ihrer Kinder verantwortlich. Allies Eltern unterstützen sie kaum oder zumindest nicht auf die Art, auf die es eigentlich ankäme, und akzeptieren ebenso wenig ihren eigentlich ziemlich respektablen Berufswunsch. Während ihr Vater sich kaum für sie interessiert, ist ihrer Mutter der äußere Schein oftmals wichtiger als das Wohlergehen ihrer Tochter, weshalb sie keinerlei Rücksicht auf Allies Gefühle oder Wünsche nimmt. Sie und ihre ganze oberflächliche Art sind einem daher augenblicklich verhasst. Von Kadens Bruder kann man nichts Gegenteiliges behaupten, dieser hat jedoch zum Glück nur einen einzigen Auftritt.
Eine willkommene Abwechslung ist im Unterschied dazu Kadens ausgesprochen liebenswürdige Mutter Rachel. Man spürt deutlich, wie sehr sie ihren Sohn liebt und wie viel er ihr bedeutet, was unverkennbar auf Gegenseitigkeit beruht. Sie empfängt Allie mit offenen Armen, versucht aber auch ihren Sohn zu schützen, weil sie genau weiß, wie sehr er in der Vergangenheit schon einmal verletzt wurde.

Das Ende ist im Großen und Ganzen gut gelungen und auf jeden Fall zufriedenstellend. Lediglich die finale Versöhnung von Allie und Kaden geht ein wenig zu schnell. Es hätte ruhig etwas länger dauern können bis sie ihm den größten Fehler seines Lebens verzeiht. Wobei man ihm ja zugutehalten muss, dass er trotzdem nicht müde wurde sein Verhalten wiedergutzumachen und Allie zu beweisen, wie viel sie ihm bedeutet. Es ist unheimlich süß, wie sehr Kaden sich ins Zeug legt und gleichzeitig bemüht ist ihren Wunsch, es langsam angehen zu lassen, zu respektieren.

Des Weiteren hat Mona Kasten einen tollen, flüssigen Schreibstil, der mit zahlreichen tollen Anspielungen auf aktuelle Popkultur versehen ist und dem es dank vieler, lustiger Szenen sowie Dialoge nie an Humor fehlt. Sie gibt sowohl ihren Figuren als auch den verschiedenen zwischenmenschlichen Beziehungen genügend Raum um sich zu entfalten und sich weiterzuentwickeln. Dem Genre entsprechend sind zum Ende hin vereinzelte, insgesamt recht ansprechende Sexszenen vorhanden, die allerdings nie Überhand nehmen. Die komplizierte Vergangenheit der zwei Protagonisten verleiht der gefühlvollen Liebesgeschichte dazu etwas mehr Tiefgang, obschon es fast schon ein wenig unrealistisch bzw. einfach zu viel des Schlechten ist, dass gleich beide so extreme Erfahrungen machen mussten, die für sie nur schwer zu verarbeiten sind.

*FAZIT*

Begin Again ist dank sympathischer Figuren, einer Portion Humor und dem richtigen Maß an Gefühl ein toller New Adult Roman, dessen Fortsetzung man - vor allem in dem Wissen, dass Dawn darin die Hauptrolle spielen wird - schon jetzt freudig erwartet.

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Was auch immer geschieht

Bianca Iosivoni
E-Buch Text
Erschienen bei Egmont LYX.digital, 01.07.2016
ISBN 9783736302884
Genre: Liebesromane

Rezension:

Callie hat ihrer kleinen Schwester versprochen in den Semesterferien nach Hause zu kommen um einen letzten Sommer gemeinsam mit ihrer Familie zu verbringen, bevor Holly nach ihrem Schulabschluss schließlich ebenfalls das Haus verlässt. Sie hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass diese hinter ihrem Rücken auch Keith dazu eingeladen hatte. Den Stiefbruder, den sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat und der die Schuld am Tod ihres Vaters trägt. Den Stiefbruder, in den sie als Jugendliche verliebt war und den sie heute mehr hasst als jeden anderen Menschen auf der Welt. Den Stiefbruder, den sie eigentlich nie wieder sehen wollte und der nun die widersprüchlichsten Gefühle in ihr auslöst …

Was auch immer geschieht ist ein wirklich gelungener New Adult Roman und garantiert nicht der letzte, den man von Bianca Iosivoni lesen wird. Er fügt sich wunderbar ins Genre ein und zeigt, dass man solche Bücher nicht mehr zwingend aus den USA importieren muss, sondern sie inzwischen auch bei deutschen Autoren findet. Es trifft sich also gut, dass im kommenden Jahr gleich zwei weitere Werke der Autorin bei Egmont LYX erscheinen sollen.

Callie ist eine sehr sympathische Protagonistin, deren Gedanken und Reaktionen man stets sehr gut nachempfinden kann. Man kann sich gut mit ihr identifizieren, vor allem wegen ihrer Zweifel in Bezug auf ihr Studium und ihre damit verbundenen Zukunftsängste, die jeder kennt, der einmal in der gleichen Situation war. Im Gegensatz zum Rest ihrer Familie hat sie es jedoch leider nie geschafft mit der Vergangenheit abzuschließen und hat das Geschehene, inklusive aller dazugehörigen Emotionen, jahrelang verdrängt statt sie zu verarbeiten, sodass diese durch die Begegnung mit Keith nun alle erneut auf sie einstürmen. Ihre Wut auf Keith ist durchaus nachvollziehbar, aus ihrer Sicht hat er ihr den Vater genommen, die Familie zerstört und sie im Stich gelassen als sie ihn am meisten gebraucht hätte, ohne je zurückzukehren - bis jetzt. Sie ist oft hin und her gerissen zwischen ihren unterschiedlichen Gefühlen für Keith, denn einerseits hält sie an ihrem Hass fest, andererseits fühlt sie sich aber sehr zu ihm hingezogen und verbringt gern Zeit mit ihm, wofür sie sich und ihren Körper manchmal sogar selbst hasst.

Keith erscheint einem zunächst nicht sonderlich liebenswert, das ändert sich im späteren Verlauf der Geschichte allerdings nach und nach sehr. Obwohl er Callie oft provoziert, mag man ihn mit der Zeit immer mehr und erliegt langsam seinem Charme. Deshalb wünscht man sich zunehmend, dass Callie ihm endlich verzeiht, was in der Vergangenheit vorgefallen ist. Er hat unter der Situation genauso gelitten wie sie und hat ihre Vergebung verdient, immerhin war er damals selbst noch ein Teenager und hat das alles nie gewollt.

Als Leser weiß man zudem schon lange vor Callie, dass nicht nur ihr Körper auf Keith reagiert, sondern auch ihr Herz längst ihm gehört, so sehr sie sich dagegen sträuben mag. Ihr gemeinsamer Deal macht die ganze Sache dann noch etwas interessanter, doch er war natürlich von Anfang an zum Scheitern verurteilt, schließlich wollte Keith Callie nie einfach nur ins Bett kriegen, er empfindet nämlich viel mehr für sie.
Die Spannung zwischen ihnen ist manchmal kaum auszuhalten und man kann förmlich spüren wie es zwischen ihnen knistert. Seine zweideutigen Sprüche bringen einen mitunter sehr zum Schmunzeln und die beiden üben eine tolle Anziehungskraft aufeinander aus. Dabei hat Callie die gleiche Wirkung auf Keith wie umgedreht, obschon sie das zuerst nicht weiß und daher nicht so schamlos ausnutzt wie er.

Positiv ist außerdem, dass es sich bei Callies innerer Auseinandersetzung vielmehr um einen Gewissenskonflikt als um einen Geschwisterkonflikt handelt und letzter somit nicht zu sehr im Vordergrund steht oder unnötig dramatisiert wird. Da sie nicht als Geschwister aufgewachsen sind, lehnt sie Keith nicht ab, weil er ihr Stiefbruder ist, sondern weil er in ihren Augen die Familie zerrissen und sie ihm das nie verziehen hat. Anders als Holly waren sowohl Callie als auch Keith damals beide schon Jugendliche und haben weitaus länger getrennt gelebt als unter einem Dach. Des Weiteren sind sie natürlich nicht miteinander verwandt.

Die Handlung ist von Beginn an fesselnd, insbesondere wegen der geheimnisvollen Ereignisse in der Vergangenheit, die nach wie vor Einfluss auf die Gegenwart haben. Im Traum beginnt Callie auf einmal sich an bestimmte Details zu erinnern, fügt die Puzzleteile Stück für Stück zusammen und erfährt dank der Hilfe eines Freundes letztlich die ganze Wahrheit über den Tod ihres Vaters. Man hat zu diesem Zeitpunkt zwar schon lange geahnt, dass mehr hinter dem Unfall steckt als es bisher bekannt war, dennoch schaffte es die Autorin einen mit ihrer gelungenen Auflösung zu überraschen, da die Vermutungen in eine völlig andere Richtung tendierten.

Diese Enthüllung ist ein herber Schlag für die Familie, bringt sie einander jedoch wieder näher. Was nicht heißt, dass sie sich vorher nicht nahe gestanden hätten. Callies Familie ist wahrlich einzigartig - und das nicht nur wegen der eher ungewöhnlichen Konstellation. Holly ist eine nervige, aber ebenso liebenswerte kleine Schwester, die verantwortlich dafür ist, dass Callie und Keith sich nach all den Jahren endlich wiedersehen. Anfangs findet man das ziemlich fies, doch am Ende ist man ihr dafür dankbar.
Stella ist zudem kein böses Stiefmonster, sondern eine liebevolle Ersatzmutter, die mitunter sehr streng, aber auch sehr verständnisvoll, sein kann und ihre drei Kinder -Callie, Holly und Keith - sehr liebt. Das gleiche empfinden sie für Stella, weshalb Callie sie beispielsweise darin bestärkt eine neue Beziehung einzugehen und nicht etwa von ihr erwartet für immer um ihren verstorbenen Vater bzw. Ehemann zu trauern.

Das Ende ist sehr emotional und unter Umständen muss man sogar ein Tränchen vergießen, allerdings weniger wegen der Beziehung zwischen Callie und Keith als wegen der Beziehung zwischen Callie und ihrer Stiefmutter Stella, die sich letztlich nur wünscht, dass ihre Kinder glücklich sind.

Lediglich der Umstand, dass man leider nur sehr wenig über Callies interessante Freunde Parker und Faye erfährt bzw. dass das Wenige, das man über sie in Erfahrung bringen kann, z.B. ihre familiäre Situation betreffend, nicht näher ausgeführt wird, ist ein kleines Manko. Aber vielleicht hebt Bianca Iosivoni sich das auch nur für zukünftige Bücher über diese Figuren auf, wer weiß.

Der einzige wirkliche Kritikpunkt an dem Buch ist der noch ausbaufähige Schreibstil der jungen Autorin, der sich mit der Zeit und den Projekten garantiert weiter verbessern wird, denn Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden. Er liest sich schon jetzt flüssig und angenehm, nach einer Weile fallen einem jedoch einige Wiederholungen in Bezug auf die Wortwahl und bestimmte Beschreibungen auf, es fehlt also etwas Abwechslung. Den Lesefluss stört das allerdings nur minimal, die Lesefreude schmälert es dagegen überhaupt nicht.

Darüber hinaus sind ihr die intimen Szenen zwischen Callie und Keith dafür umso besser gelungen - heiß, prickelnd, ansprechend beschrieben, also weder zu blumig, noch zu vulgär, und genau das richtige Maß. Sie fügen sich nahtlos in die Geschichte ein und zählen definitiv zu den besten erotischen Szenen, die man in New Adult Romanen finden wird.



Fazit


Was auch immer geschieht ist ein wunderbarer New Adult Roman mit sympathischen Charakteren, genau dem richtigen Maß an prickelnder Erotik und einer mitreißenden Geschichte, die dem Stiefgeschwister-Konflikt durch die Ereignisse in der Vergangenheit weitere Aspekte hinzufügt und damit für Überraschungen sorgt. Der Schreibstil muss vielleicht noch perfektioniert werden - die wunderbare Beziehung zwischen Callie und Keith dagegen nicht! 

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Dark Elements 1 - Steinerne Schwingen

Jennifer L. Armentrout , Ralph Sander
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.09.2015
ISBN 9783959670036
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich möchte die siebzehnjährige Layla einfach nur dazugehören, doch in ihrer Situation ist das alles andere als leicht. Weil in ihren Adern auch dämonisches Blut fließt, wird sie von den Wächtern - steinerne Gargoyles, die die Menschheit vor finsteren Dämonen beschützen - nicht wirklich als eine der ihren betrachtet, die meisten ihrer Mitschüler halten sie für einen Freak, da sie bei den Wächtern lebt und eine romantische Beziehung kommt ebenfalls nicht in Frage, denn für jemanden mit einer Seele können ihre Küsse tödlich sein. Zu allem Überfluss macht plötzlich noch die Hölle Jagd auf sie und ausgerechnet ein Dämon ist es, der sie rettet. Ein Dämon, der nicht nur unglaublich gut aussieht, sondern zudem behauptet ihr mehr über ihre rätselhafte Herkunft erzählen zu können …


Dark Elements - Steinerne Schwingen ist der mitreißende Auftakt einer abwechslungsreichen Trilogie, die man definitiv weiter verfolgen wird.  Jennifer L. Armentrout hat eine faszinierende Welt erschaffen, in der nicht alles so schwarz und weiß ist wie es auf den ersten Blick vielleicht scheint, weshalb man den Wächtern als Leser eher ein wenig misstrauisch gegenüber steht. Der Heldin wird dagegen erst später klar, dass ihre Überzeugung - alle Wächter seien gut, alle Dämonen böse - nicht uneingeschränkt der Wahrheit entspricht, was schließlich fast ihr ganzes Weltbild zum Einsturz bringt.

Dennoch ist Layla eine sehr sympathische Protagonistin, mit der man von Anfang an mitfiebert und deren positive Entwicklung man gern beobachtet. Durch ihre Andersartigkeit und die ständige Gewissheit immer genügend Abstand halten zu müssen - wegen ihrer Fähigkeit Seelen rauben zu können darf sie körperlich niemandem zu nahe kommen - fühlt sie sich verständlicherweise trotz ihrer liebenswerten, menschlichen Freunde Sam und Stacey oft einsam und nirgendwo richtig zugehörig.

Das liegt vor allem daran, dass einige Wächter aus ihrer Familie ihre andere - dämonische - Seite als Makel ansehen und sie dazu drängen sich lediglich als Wächterin zu betrachten, obwohl sie sich deutlich von ihnen unterscheidet und kaum Freiheiten genießt. Sie sind mitunter sehr arrogant, sehen zum Teil sogar auf Layla herab, und vertrauen ihr nicht einmal genug um sie mit den Kindern allein zu lassen, obwohl sie beinahe ihr ganzes Leben bei den Gargoyles verbracht hat. Außerdem enthalten sie ihr wichtige Informationen vor und lassen sie absichtlich über ihre Herkunft im Unklaren. Dementsprechend viele Lügen und Geheimnisse gibt es, die es aufzudecken gilt, und ebenso viele Überraschungen und schockierende Enthüllungen, insbesondere im späteren Verlauf der Geschichte.

Zayne gegenüber hat man auch eher zwiespältige Gefühle. Einerseits ist er Layla ein guter Freund, empfindet viel für sie und würde sie jederzeit beschützen, wofür man ihn mögen muss. Andererseits kann man ihm nicht vollkommen vertrauen, weil er bestimmte Dinge nicht für sich behält, sondern zum Beispiel seinem Vater, dem Oberhaupt der Wächter, berichtet, wenngleich ohne böse Absicht.
Zu Beginn ist Layla in Zayne verliebt, aber ihre Beziehung hat keine Zukunft, da sie ihm nicht zu nahe kommen kann ohne in die nahezu unwiderstehliche Versuchung zu geraten von seiner Seele zu kosten. Ferner übt sein Vater Druck auf ihn aus sich mit einer anderen Wächterin zu paaren um ihre Art zu erhalten, wofür Layla durch ihr dämonisches Blut nicht in Frage kommt.

Der Dämon Roth ist hingegen ein unglaublich charmanter Charakter, der vielmehr ein Antiheld ist als der Bösewicht, den man anfangs vielleicht erwartet. Er akzeptiert Layla als einziger so, wie sie wirklich ist, also mit ihrer dämonischen Seite, und gibt ihr somit nicht das Gefühl eine Außenseiterin oder mit einem Makel behaftet zu sein. Seine sexuellen Anspielungen und zweideutigen Sprüche, einfach seine ganze spezielle Eigenart, bringen einen immer wieder zum Schmunzeln und machen ihn zusätzlich so besonders.

Dank Roth beginnt Layla beide ihrer Seiten zu akzeptieren und ihr dämonisches Blut nicht länger zu verleugnen. Des Weiteren ist er derjenige, der ihr endlich mehr über ihre Herkunft sowie ihr Erbe erzählt und wenigstens ein paar ihrer Fragen beantwortet. Er hilft ihr herauszufinden, warum so viele Dämonen es auf einmal auf sie abgesehen haben statt zu versuchen das Offensichtliche zu verschleiern.

Die Anziehung zwischen ihm und Layla ist deutlich spürbar und man kann sehr gut verstehen, dass sie mit der Zeit Gefühle für ihn entwickelt. Bei ihm muss sie sich nicht ständig zurückhalten und ihre Gefühle unterdrücken, denn ihm kann sie nahe sein ohne befürchten zu müssen ihn dadurch womöglich zu töten. Ihre Liebesgeschichte ist authentisch und ein wichtiger Teil des Romans, der die eigentliche Geschichte jedoch nicht völlig in den Hintergrund drängt. Da es sich um ein Jugendbuch handelt, gibt es natürlich keine expliziten Sexszenen, ein erotisches Prickeln ist aber durchaus vorhanden.

Die Handlung ist durchgängig fesselnd und das Buch daher sehr schnell gelesen. Trotzdem steigert sich die Spannung zum Ende hin sogar noch einmal. Der finale Showdown ist atemberaubend und der Autorin gelingt es erneut einen mit unerwarteten Entwickelungen zu verblüffen. Der Schluss sorgt sowohl für ein lachendes als auch für ein weinendes Auge, gibt allerdings Anlass zur Hoffnung.

Obwohl die erste Band zum Glück nicht mit einem richtigen Cliffhanger endet, möchte man die Fortsetzung angesichts einer offenen Frage, die einem geradezu auf der Seele brennt und auf die der zweite Teil hoffentlich eine Antwort liefert, so schnell wie möglich lesen. Darüber hinaus möchte man gern mehr über die Wächter und ihre Geschichte erfahren, diesbezüglich gab es bisher nämlich nur einige interessante Andeutungen von Roth.


*FAZIT*
Dark Elements - Steinerne Schwingen ist genau das richtige Buch für alle Fans von Romantic Fantasy, die auf der Suche nach einer authentischen Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren, einer spannenden Handlung und interessanten Kreaturen sind, über die man nicht schon etliche andere Romane gelesen hat. 

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Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ONE, 15.05.2015
ISBN 9783846600092
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Als die Männer des Imperiums sie nachts überfallen, ihre Großeltern töten und ihren Bruder mitnehmen, gelingt Laia mit knapper Not die Flucht. Darin wollte, dass sie davon läuft, doch Laia kann sich nicht verzeihen, dass sie ihren Bruder im Stich ließ und hat von da an nur noch ein Ziel: Die Rettung ihres Bruders. Allein kann sie das nicht schaffen, nur der Widerstand kann ihr vielleicht dabei helfen, aber das hat seinen Preis.

Elias ist der beste Schüler der Militärakademie von Schwarzkliff und vermutlich der einzige im letzten Jahr, der plant gleich nach seinem Abschluss zu desertieren um endlich frei von den grausamen Machenschaften des Imperiums zu sein. Nur wegen einer rätselhaften Prophezeiung beschließt er noch länger dort zu bleiben, wodurch seine und Laias Wege sich schließlich kreuzen …

Sabaa Tahir schafft es den Leser von Anfang bis Ende in ihren Bann zu ziehen, was Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken zu einem sehr gelungenen, düsteren Fantasyroman macht, den man nicht so schnell vergisst.

Erzählt wird die Geschichte durchgängig aus zwei verschiedenen, sich abwechselnden Ich-Perspektiven, denen von Laia und Elias. Weil die beiden Protagonisten die meiste Zeit über getrennt sind und es somit bis zum Ende hin nur wenige Überschneidungen gibt, hat man dank dieser Methode stets das gesamte Geschehen um sie herum gut im Blick. Darüber hinaus hat man dadurch die Möglichkeit ihre unterschiedlichen Emotionen sowie Reaktionen in derselben Situation zu erleben und so zu erfahren, wie sie sich gegenseitig einschätzen oder was sie über den jeweils anderen denken. Außerdem wechselt die Autorin den Blickwinkeln in der Regel in besonders spannenden Momenten, wodurch sie kontinuierlich zum Weiterlesen anregt, da man so schnell wie möglich zur vorherigen Szene zurückkehren möchte um herauszufinden, wie es an dieser Stelle weitergeht.

Sabaa Tahir hat eine sehr faszinierende Welt mit einem interessanten historischen Setting, einer komplexen Hintergrundgeschichte und diversen, phantastischen Elementen kreiert; letztere hätte man in dieser Form gar nicht erwartet. Diese hat eine ganz eigene, geschichtliche Entwicklung, einschließlich unterschiedlicher Völker mit ebenso unterschiedlichen Kulturen, hinter sich, über die man nach und nach mehr erfährt, beispielsweise wie die Martialen damals die Herrschaft über das Imperium übernommen haben. Sie beherbergt verschiedene Kreaturen, darunter Dschinn, Ifrit sowie Ghule, die hervorragend in diese Wüste passen. All das ist zudem sehr detailliert ausgearbeitet und ausgesprochen gut durchdacht.

Schwarzkliff ist überaus Angst einflößend und die Methoden, mit denen sie ihre Schüler ausbilden, sind außerordentlich barbarisch. Die silbernen Masken sind geradezu unheimlich, denn sie scheinen zu leben und verwachsen eigentlich sogar mit ihren Trägern, die zumeist gnadenlose Kämpfer sind, deren Gegner nur selten überleben. Es grenzt daher fast an ein Wunder, dass Elias nicht zu ihnen gehört und es ihm gelungen ist sein Herz und seine Seele vor dieser Grausamkeit zu bewahren. Er ist einer der wenigen Martialen, denen das Leben der Sklaven nicht völlig gleichgültig ist und die sie nicht als wertlose Lebewesen, sondern als gleichwertige Menschen betrachten. Diese Einstellung macht ihn sofort sehr liebenswert, auch wenn er nicht jedes Mal eingreift um zu helfen. Sein größter Wunsch ist seine Freiheit, dennoch riskiert er mehrfach sowohl diese als auch sein Leben um Laia zu retten, weil es das Richtige ist. Für diesen Mut kann man ihn nur bewundern.

Im Gegensatz dazu ist Laia, zumindest zu Beginn, noch ziemlich naiv und leichtgläubig, entwickelt sich, zu ihrer eigenen Überraschung, im späteren Verlauf aber zu einer tapferen, starken Protagonistin, die ihre Ziele entschlossen verfolgt. Sie liebt ihren Bruder Darin so sehr, dass sie sogar Folter in Kauf nimmt, als sie darin ihre einzige Chance auf Rettung für ihn sieht. Letztlich riskiert selbst sie trotz der Möglichkeit zur Flucht alles um sich bei jemandem zu revanchieren, wofür sie große Achtung verdient.

Ferner gibt es ein paar interessante, gut ausgearbeitete Nebencharaktere, über die man zum Teil einiges erfährt und die wesentlich zur Geschichte beitragen, darunter Köchin, Izzi, Kinan und Spiro Teluman, die man in der Fortsetzung hoffentlich wiedersieht um noch mehr über sie in Erfahrung zu bringen.

Elias‘ beste Freundin Helena scheint anfangs ganz nett zu sein, verliert durch ihren blinden Gehorsam und ihre Kaltherzigkeit und Geringschätzung den Kundigen und Sklaven gegenüber jedoch sämtliche Sympathie. Daran ändert auch die Rettung einer anderen Figur nichts mehr. Sklaven haben für sie offenbar kaum einen Wert, weshalb es sie nicht kümmert, wenn sie sterben.

Marcus und die Kommandantin von Schwarzkliff verabscheut man hingegen noch mehr. Sie sind durch und durch böse, grausam und machthungrig. Für sie zählt einzig und allein der eigene Vorteil und für ihre Ziele gehen sie über Leichen.

Mazen, der Anführer der Rebellen, ist nur schwer zu durchschauen und man hätte generell gern etwas mehr über den Widerstand erfahren. Wer hat damals Laias Eltern verraten und trägt damit die Schuld an deren Tod? Ist er noch immer unter ihnen? Wer von ihnen gibt Informationen an die Kommandantin weiter?

Das größte Mysterium sind allerdings die unsterblichen Auguren, die sich nur sehr rätselhaft ausdrücken. Wie sehen ihre Pläne wirklich aus? Arbeiten sie mit jemandem zusammen? Wem sind sie wohlgesonnen? Warum können sie trotz ihrer großen Macht nicht erkennen, dass Anwärter bei den Prüfungen betrogen haben?

Die Handlung ist von der ersten Seite an sehr ereignisreich und fesselnd, sodass man permanent den Wunsch hat weiterzulesen. Laia schwebt als Kundige ohnehin ständig in Gefahr, bei Elias sorgen die brutalen Prüfungen, denen er sich als Anwärter stellen muss und deren Sinn man nur schwer nachvollziehen kann, für Spannung. Unerwartete Hilfe und ein ungeahnter Verrat sorgen zusätzlich für Überraschungen.

Für ein Jugendbuch ist das Geschehen jedoch stellenweise etwas zu blutig und gewalttätig. Grauenvolle Kämpfe, Sklaverei, Folter und Vergewaltigung sind sehr krasse Zustände, die man im Hinblick auf die Zielgruppe vielleicht nicht ganz so schonungslos darstellen sollte.

Der Schreibstil von Sabaa Tahir ist sehr bildhaft und voller wunderbarer Vergleiche sowie Metaphern, die das Bedürfnis wecken manche Sätze mehr als einmal zu lesen. Insgesamt hätte sie diese aber ruhig ein bisschen sparsamer einsetzen können, denn nicht jede Beschreibung verlangt einen derart anschaulichen Vergleich.

Die, grundsätzlich nur in Ansätzen vorhandene, Liebesgeschichte bzw. das leicht angedeutete Liebesdreieck - immerhin gibt es zwei Männer, für die Laia etwas empfindet - ist leider nichts Halbes und nichts Ganzes. Für Romantiker sind zwei Küsse nicht zufriedenstellend, für alle anderen sind sie dagegen wahrscheinlich eher überflüssig. Eine bloße Freundschaft hätte demnach wohl ausgereicht, doch vielleicht ergeben sich bezüglich der Romantik dann mehr Gelegenheiten in der Fortsetzung.

Nach dem Ende ist man jedenfalls schon sehr gespannt auf den zweiten Teil, weil man Antworten auf die offenen Fragen finden und natürlich wissen will, wie es mit Elias und Laia weitergeht. Wenn man nichts gegen offene Enden einzuwenden hat, könnte man das Buch sicher auch nur für sich genommen gut lesen. Wenn einem die Geschichte gefallen hat, wird man auf die Fortsetzung aber garantiert nicht verzichten wollen. Und da das Buch zum Glück nicht mit einem richtigen Cliffhanger endet, wird einem das lange Warten hoffentlich ein wenig leichter fallen.

FAZIT
Sabaa Tahir hat mit ihrem Debut Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken einen sehr gelungenen Fantasyroman geschrieben, über dessen Charaktere, magische Wesen und faszinierende Welt man gern noch mehr erfahren möchte. Die Fortsetzung wird man sich daher keinesfalls entgehen lassen.

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Atlantia

Ally Condie , Stefanie Schäfer
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 11.02.2015
ISBN 9783841421692
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schon seit ihrer Kindheit hat Rio, anders als ihre Zwillingsschwester Bay, davon geträumt eines Tages die Unterwasserstadt zu verlassen und nach Oben zu gehen um dort die Sterne zu sehen und die Sonne auf ihrer Haut zu spüren. Doch nach dem unerwarteten Tod ihrer Mutter hat sie Bay versprochen zusammen mit ihr in Atlantia zu bleiben, für immer, sodass sie diesen Traum aufgegeben hatte.
    
Bei der Zeremonie zum Jahrestag der Trennung, am Tag der Entscheidung, hält sie sich somit an ihr Versprächen und wählt das Unten. Deshalb kann Rio es auch kaum glauben als ausgerechnet Bay sich plötzlich und ohne Vorwarnung dafür entscheidet nach Oben zu gehen. Von da an hat Rio nur noch ein Ziel: Sie will zu ihrer Schwester gelangen um herauszufinden, warum diese Atlantia und sie einfach verlassen hat.
    
    
Atlantia ist ein gelungenes Jugendbuch, das trotz kleinerer Schwächen insgesamt gut zu unterhalten vermag. Wie schon einige andere Werke von Ally Condie ist auch dieses nicht von Atem beraubender Spannung durchzogen, aber auf Grund der vielen offenen Fragen, die sich im Verlauf der Handlung zunehmend stellen, dennoch sehr fesselnd und mitreißend, sodass man schon nach kurzer Zeit den ständigen Drang verspürt weiterzulesen um möglichst bald die begehrten Antworten zu finden. 
          
Die Stadt Atlantia ist eine faszinierende, gut durchdachte Unterwasserwelt, in der es unglaublich viel zu entdecken gibt. Durch die anschaulichen Beschreibungen bekommt man relativ schnell eine gute Vorstellung von ihr und nur zu gern würde man die Kuppeln, den Tempel sowie die elektrischen Gondeln mit eigenen Augen sehen. Es ist dort allerdings nicht ganz ungefährlich, da häufig Lecks entstehen und die schützenden Außenwände jederzeit dem enormen Druck der kalten Fluten nachgeben könnten. 
Religion ist in Atlantia anscheinend von großer Bedeutung, dient jedoch offensichtlich nur dazu die Leute zu kontrollieren und sie davon abzuhalten ihre Welt in Frage zu stellen. Generell gibt es im Hinblick auf das Leben dort einige Ungereimtheiten, alles ist sehr geheimnisvoll und man hat binnen kurzem das Gefühl, dass den Bewohnern vieles verschwiegen wird. Insbesondere in Bezug auf das Oben scheint der Rat ihnen nicht die volle Wahrheit über die Verhältnisse zu sagen und die meisten Antworten werfen nur neue Fragen auf. Es ist erstaunlich, wie viele dem Rat sowie dem Hohepriester blind vertrauen und dass augenscheinlich nur so wenige neugierig auf das Oben sind bzw. dieser Neugier nachgeben, denn keiner von ihnen hat je Beweise für die Behauptungen über die dort angeblich herrschenden Zustände gesehen. 
               
Die Sirenen, zu denen auch Rio gehört, sind sehr interessante Wesen mit unterschiedlichen, schönen sowie schrecklichen, Fähigkeiten, abhängig davon, wie sie sie einsetzen. Menschen mit ihrer Stimme zu manipulieren ist nur eine davon und sie alle sind unterschiedlich stark. Unglücklicherweise stehen die meisten Bewohner Atlantias den Sirenen wegen einzelner schlechter Erfahrungen, die dazu geführt haben, dass alle Sirenen unter der ständigen Kontrolle des Rats leben müssen, inzwischen grundsätzlich eher feindselig gegenüber, obwohl nicht alle von ihnen schlecht sind oder ihre Kräfte missbrauchen. Diesen Teil ihrer selbst musste Rio deshalb seit ihrer Geburt vor jedem außer ihrer Mutter und Bay verbergen um nicht von ihrer Familie getrennt zu werden. Trotzdem hat jeder gemerkt, dass Rio anders ist als ihre Schwester, wodurch sie ein wenig zur Außenseiterin wurde. 
              
Rio ist eine sympathische Protagonistin, deren Empfindungen man gut nachvollziehen kann. Gleich zu Beginn fühlt man sich von Bay beinahe genauso verraten wie sie, weshalb man natürlich unbedingt wissen möchte, wieso ihre Schwester nach Oben gegangen ist und sie dazu noch ohne jede Erklärung einfach verlassen hat. Ihr Fortgang ist umso schmerzhafter und trauriger, weil Rio damit die letzte Person verliert, die ihr wahres Wesen kennt. Bei Bays Entscheidung hat sie zudem ihre Stimme in der Öffentlichkeit erstmals für einen kurzen Moment nicht unter Kontrolle und es könnte beträchtliche Konsequenzen nach sich ziehen, wenn die falschen Menschen von ihrem Geheimnis erführen. Rio ist allerdings überzeugt davon, dass Bay triftige Gründe für ihr Handeln gehabt haben muss und ihre Wut weicht schnell dem verzweifelten Bedürfnis das Verhalten ihrer Schwester zu verstehen. Ihr unerschütterlicher Wille und ihre Entschlossenheit Antworten zu bekommen sind bewundernswert, auch wenn manche ihrer Ideen und Pläne unausgereift erscheinen und somit kaum Erfolg versprechend sind. Außerdem ist sie sehr mutig und setzt sich für diejenigen ein, die ihr etwas bedeuten. Anfangs wirkt Rio vielleicht ein wenig emotionslos, das ist jedoch dem Umstand geschuldet, dass sie jahrelang niemals ihre wahren Gefühle offenbaren durfte, und somit durchaus passend. Das ändert sich später als sie sich weiterentwickelt, offener wird und mehr von sich preisgibt. 
                
An dieser Entwicklung ist True maßgeblich beteiligt, der ebenfalls nach Antworten sucht seit sein bester Freund zusammen mit Bay nach Oben gegangen ist. Er ist ein talentierter Erfinder, der viel mit Rio gemeinsam hat und sie tatkräftig unterstützt. Nach Bays Verschwinden wird er der einzige Mensch in Rios Leben, der einem Freund am nächsten kommt. Dennoch dauert es lange bis sie ihm wirklich vertraut, was angesichts der Tatsache, dass er genauso viele Geheimnisse vor ihr hat wie umgekehrt, aber verständlich ist. Natürlich bahnt sich im Verlauf des Buches später eine kleine, zarte Liebesgeschichte zwischen ihnen an. True ist sehr liebenswert und er und Rio ergänzen sich wunderbar, doch man erfährt nicht so richtig, wie, warum oder in welchem Moment sie sich ineinander verlieben. Das Herzklopfen bleibt aus, was wirklich schade ist, weil man sehr viel mehr daraus hätte machen können. Es wäre demnach schöner gewesen, wenn Ally Condie der Liebesgeschichte entweder etwas mehr Raum gegeben oder die Beziehung der beiden als bloße Freundschaft belassen hätte. 
                
Von ihrer Familie ist Rio nur ihre Tante Maire geblieben, zu der sie bislang kaum Kontakt hatte. Sie ist ebenfalls eine Sirene und eine der interessantesten und facettenreichsten Charaktere des Romans. Bis zum Schluss weiß man nicht, ob man ihr trauen kann, wann sie die Wahrheit sagt oder was ihre Motive sind, und ein paar Fragen bleiben sogar danach noch offen. Es ist also nur logisch, dass Rio ihr zunächst misstraut, zumal Maire abgesehen von einigen Antworten weiterhin viel vor ihr verbirgt. Von ihrer Tante erfährt sie viele wichtige Dinge über Atlantia sowie die Sirenen und ihre wahre Geschichte. Des Weiteren lernt Rio mit Maires Hilfe ihre eigenen Kräfte gezielt einzusetzen und zu steuern. 
               
Von Anfang an unsympathisch und eindeutig der Antagonist ist dagegen der Hohepriester Nevio. Er nimmt Rio nach dem Verlust ihrer Schwester auch noch ihr Zuhause weg, ist aber ferner zu viel schrecklicheren Taten fähig und viel hinterhältiger und verabscheuungswürdiger als zunächst gedacht. Während man über die Unterwasserstadt und ihre Bewohner ziemlich viel erfährt, wird das Leben Oben von Ally Condie leider kaum näher beleuchtet. Die Zeit vor der Trennung und der Grund dafür werden so gut wie gar nicht thematisiert, lediglich von zerstörtem Lebensraum und starker Luftverschmutzung ist die Rede. Der Fokus liegt also mehr auf der Gegenwart und dem Schicksal der Figuren. Die Vergangenheit spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle, wobei das Oben selbst in der Gegenwart nur sehr spärlich beschrieben wird. Aus diesem Grund kann man die teilweise gleichgültige Haltung der Menschen dort gegenüber den Bewohnern Atlantias nur schwer nachvollziehen, obgleich natürlich nicht alle von ihnen genauso empfinden. 
               
Der Schwerpunkt des Romans liegt demnach auf der Suche nach der Wahrheit, die erst kurz vor Schluss, dafür dann in vollem Umfang, offenbart wird. Bis dahin bieten die verschiedenen Hinweise viel Raum für Spekulationen, die häufig schon bald wieder verworfen oder durch andere ersetzt werden, von denen sich manche, im Gegensatz zu einigen anderen, später jedoch als wahr herausstellen. Selbst wenn man mit der einen oder anderen Vermutung richtig liegt, erwarten einen also genügend Überraschungen und ungeahnte Wendungen, mit denen man so keinesfalls gerechnet hat. Sogar Bay wird einem ein kleines bisschen sympathischer, denn zumindest ihre, obschon nicht ganz einleuchtenden, Beweggründe kann man ihr nicht vorwerfen, sondern nur die Art und Weise ihres Verschwindens. Ehrlichkeit hätte ihrer Schwester viel Kummer und Leid erspart. 
              
Zum Ende hin spitzt sich die Lage immer weiter zu und man wagt in Erwartung schrecklicher Ereignisse kaum weiterzulesen, zumal man sich zu diesem Zeitpunkt nicht vorstellen kann, wie die vielen Probleme, von denen manche leider viel zu schnell abgehandelt werden, noch gelöst werden sollen. Schließlich werden nicht nur die Figuren mit schockierenden Enthüllungen und unangenehmen Wahrheiten konfrontiert. 
             
Die Auflösung ist der Autorin gut gelungen und das Ende ist sowohl zufriedenstellend als auch glaubwürdig, da die Heldin nicht wie durch ein Wunder alles bekommt, was sie jemals wollte. Viele Fragen bleiben letztlich allerdings offen, wobei man sich insbesondere in Bezug auf das endgültige Schicksal einer bestimmten Figur, die abschließend leider gar nicht mehr erwähnt wird, ein paar klärende Sätze gewünscht hätte. Insgesamt ist die Geschichte aber in sich stimmig und abgeschlossen.

           
             
*FAZIT*
Atlantia kann zwar nicht mit viel Spannung oder Tiefgang, dafür aber mit sympathischen Figuren, einer faszinierenden, scheinbar dem Untergang geweihten Unterwasserwelt sowie einer gelungenen Mischung aus dystopischem Setting und phantastischen Elementen überzeugen und damit für ein paar unterhaltsame Stunden sorgen.

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523 Bibliotheken, 5 Leser, 7 Gruppen, 66 Rezensionen

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Ashes - Ruhelose Seelen

Ilsa J. Bick , Sonja Schuhmacher , Naemi Schuhmacher , Gerlinde Schermer-Rauwolf
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.08.2013
ISBN 9783863960070
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Nach der Katastrophe, die die ganze Welt erschüttert hat, waren die Veränderten zunächst nur unkontrollierbare Bestien, die lediglich ihren animalischen Trieben gehorchten und noch relativ leicht zu besiegen waren. Dann begannen sie sich zusammen zu tun, in Gruppen zu jagen und dabei sogar Waffen zu verwenden. Doch die Veränderung ist damit offenbar immer noch nicht abgeschlossen, denn sie werden zunehmend intelligenter und somit auch gefährlicher. Und jemand scheint sie für seine Zwecke zu benutzen.
       
Außerdem sind die Verschonten noch immer nicht außer Gefahr ebenfalls noch zu kannibalischen Chuckies zu werden, zumal auch sie gewisse Veränderungen an sich feststellen können. Sie müssen sich aber nicht nur vor sich selbst, sondern auch vor den Monstern in Acht nehmen, die nur darauf warten zuzuschlagen – die Frage ist nur, wer hier die wahren Monster sind …
       
         
Ashes – Ruhelose Seelen ist der erste Teil eines Abschlussbandes, der damit schon sehr vielversprechend beginnt und stetig auf ein äußerst packendes Finale zusteuert, mit dem Ilsa J. Bick ihre Leser garantiert erneut überraschen wird.
       
Die Handlung der Fortsetzung setzt genau dort an, wo der Vorgänger aufgehört hat, wodurch das Buch bereits sehr spannend beginnt, da Alex sich immer noch in akuter Lebensgefahr befindet und schnell einen Ausweg finden muss. Generell legt Ilsa J. Bick ein sehr hohes Tempo vor und gewährt nur wenige Atempausen, in denen die Charaktere sowie man selbst einmal kurz zur Ruhe kommen kann.
Das liegt insbesondere an den häufigen Szenen- und Perspektivwechseln, die man von ihr bereits kennt. Oftmals wechseln die Sicht sowie der Schauplatz nach jedem Kapitel, manchmal verweilt man dagegen für eine Weile bei ein und demselben Blickwinkel. Fast immer enden die einzelnen Kapitel zudem mit kleinen Cliffhangern. Dadurch wird die Spannung konstant aufrecht erhalten oder sogar erhöht, weil die Szenen in einem besonders aufregenden Moment abrupt enden bzw. unterbrochen werden. Es ist daher fast unmöglich eine Stelle zu finden, an der man den Roman einmal kurz beiseite legen kann, ohne mit den Gedanken immer noch darin zu verweilen.
         
Während man Alex in den vorherigen Bänden trotz längerer Pausen nie ganz aus den Augen verloren hat, sind andere Charaktere eindeutig zu kurz gekommen, was sich nun glücklicherweise ändert. Mit Ausnahme von einer Person, tauchen alle bisherigen, zum Teil sehr lieb gewonnenen, Hauptfiguren wieder auf – d.h. sie werden nicht nur genannt, sondern treten tatsächlich in Erscheinung – sodass man endlich erfährt, was nach der letzten Begegnung, die bei manchen schon ziemlich weit zurückliegt, mit ihnen geschehen ist.
         
Die vielen unterschiedlichen Handlungsstränge ermöglichen dem Leser, in Verbindung mit den verschiedenen Sichtweisen, eine umfassende Einsicht in die diversen Geschehnisse der Welt, die die Autorin geschaffen hat. Jeder von ihnen ist interessant und konfrontiert den Leser fortdauernd mit neuen Rätseln. Die Handlung ist insgesamt also sehr komplex und zwar nicht schwer verständlich, aber sie erfordert ein gewisses Maß an Konzentration, wenn man den Überblick behalten will. Dabei drängt sich mehr und mehr die Frage auf, ob die einzelnen Handlungsstränge am Ende wohl doch noch zusammen laufen und zwischenzeitlich voneinander getrennte Figuren einander wieder begegnen werden.
      
Ilsa J. Bick gelingt es außerdem immer wieder einen zu schockieren oder sogar bis ins Mark zu erschüttern, indem sie ungeahnte Wahrheiten enthüllt oder Einblicke in die Abgründe der menschlichen Psyche gewährt, auf die man bisweilen lieber verzichtet hätte. Verachtenswerte Kreaturen gibt es in Ashes – Ruhelose Seelen zuhauf und unglücklicherweise handelt es sich bei der Mehrheit um Menschen. Immer öfter verhalten sie sich weitaus unmenschlicher als die Chuckies, wodurch man sich zwangsläufig die Frage stellen muss, wer hier eigentlich die Monster sind. Viele von ihnen sind zu unvorstellbar grausamen Taten fähig, die man keinesfalls nachvollziehen kann. Statt zusammen zu halten, bekämpfen sie sich gegenseitig und empfinden teilweise sogar Freude dabei andere zu foltern oder abartige Experimente an ihnen durchzuführen.
     
Die Zustände in Rule verschlechtern sich permanent und es ist mehr als traurig zu sehen, wie die ältere Generation sich den Verschonten gegenüber verhält. Es ist absolut unverständlich, dass diejenigen, die ihr Leben bereits gelebt haben, nicht von sich aus bereit sind kleine Zugeständnisse zu machen und zu Gunsten der Kinder und Jugendlichen, die ihr ganzes Leben erst noch vor sich haben, zumindest auf einen Teil der stetig knapper werdenden Lebensmittel zu verzichten, nur weil sie nicht von ihrem Fleisch und Blut sind. Dabei sollte es doch eigentlich selbstverständlich sein, dass die Kinder an erster Stelle stehen – und zwar ohne über die Maßen verwerfliche Gegenleistungen von ihnen einzufordern.
         
Unfassbar schreckliche Taten sind in Ashes – Ruhelose Seelen demnach an der Tagesordnung und man muss einiges aushalten können, wenn man nachts nicht womöglich von Alpträumen geplagt werden will. Natürlich ist das individuell verschieden, aber bei dem ein oder anderen wird das erträgliche Maß von Gewalt und Ekel garantiert überschritten werden, denn in dieser Hinsicht ist dieser Band noch weitaus schlimmer als der vorherige. Wenn man keinen sehr festen Magen hat, wird man nicht umhin kommen ein paar Pausen beim Lesen einzulegen, weil viele Szenarien nur schwer zu verdauen sind. Ein Beispiel zur eigenen Einschätzung: „Wenige Minuten später steckte er sich den linken Augapfel des alten Kauzes in den Mund […] Er schluckte etwas weiche Augenmasse hinunter, schob die Linse zwischen den Zähnen herum und zerkaute sie dann.“ Weniger ist eben manchmal mehr und es hätte dem Roman nicht geschadet, wenn Ilsa J. Bick auf ein paar dieser blutigen und besonders brutalen Szenen verzichtet oder sie wenigstens nicht ganz so detailliert beschrieben hätte. Im Gegensatz zu einem Buch aus dem Genre Horror, weiß man hier nämlich nicht, was einem blüht und es wäre nicht verkehrt gewesen ein wenig Rücksicht auf die Zielgruppe zu nehmen. Immerhin richtet sich die Geschichte nicht an Erwachsene, sondern an Jugendliche – und das auch nach Ansicht des Originalverlages, sodass es sich nicht etwa um eine Fehleinschätzung von Egmont Ink handelt.
Nichtsdestotrotz ist Ilsa J. Bick eine brillante Autorin, die es definitiv versteht den Leser an ihr Werk zu fesseln. Eine uneingeschränkte Empfehlung ist im Hinblick auf die anvisierte Leserschaft durch das Übermaß an Gewalt und Brutalität jedoch leider nicht mehr möglich und man sollte vor dem Lesen auf jeden Fall in Erfahrung bringen, was einen erwartet.
       
Das Ende von Ashes – Ruhelose Seelen ist, logischerweise, relativ unbefriedigend, da der Schnitt an dieser Stelle nicht von der Autorin beabsichtigt war, sondern vom Verlag gewählt wurde um das Buch zu teilen und sich somit natürlich nicht wie ein Ende anfühlt. Ohne auch nur einen Handlungsstrang aufzulösen endet das Buch einfach mittendrin, mit unzähligen offenen Fragen und dazu noch an einer ziemlich verwirrenden Stelle. Dafür gibt es allerdings immerhin keinen lästigen Cliffhanger, sodass das kurze Warten auf den zweiten Teil des Abschlusses einigermaßen erträglich ist.
          
         
Mit Ashes – Ruhelose Seelen hat Ilsa J. Bick erneut bewiesen, was für eine talentierte Autorin sie ist. Wer sich an gewalttätigen Szenen und ziemlich detaillierten, blutigen Beschreibungen nicht stört, sollte sich diese Fortsetzung nicht entgehen lassen. Das endgültige Finale kann man nun jedenfalls kaum noch erwarten, weil man endlich wissen will, wie die Geschichte endet und ob gewisse Figuren schließlich wieder zueinander finden werden.

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arras, cocoon, dystopie, erik, fantasy, gennifer albin, gilde, jugendbuch, konvent, licht, lichtfängerin, liebe, weben, webjungfer, zukunft

Cocoon - Die Lichtfängerin

Gennifer Albin , Jakob Schmidt
Fester Einband: 356 Seiten
Erschienen bei INK, 11.10.2012
ISBN 9783863960285
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit Jahren haben ihre Eltern die sechzehnjährige Adelice darauf trainiert ihre Begabungen als Webjungfer zu verbergen um zu verhindern, dass ihr Talent bei der Prüfung entdeckt und sie vom Konvent einberufen wird. Doch im entscheidenden Moment begeht sie einen fatalen Fehler und man wird auf sie aufmerksam. Auch der letzte verzweifelte Fluchtversuch ihrer Eltern scheitert und dass sie nicht sofort hingerichtet wird hat sie einzig ihren außergewöhnlichen und von der Gilde sehr begehrten Fähigkeiten zu verdanken.

Um eben diese Fähigkeiten für ihre Zwecke nutzen zu können versucht der Konvent alles um Adelice unter seine Kontrolle zu bringen. Doch Adelice ist nicht dumm und erkennt, in welcher Position sie ist und dass man sie nur manipulieren will. Obwohl es bisher noch niemand geschafft hat, ist sie entschlossen zu fliehen und stellt dabei schließlich fest, dass nicht nur sie der Gilde nicht treu ergeben ist ...

Cocoon – Die Lichtfängerin ist ein sehr gelungenes Debut und ein toller Reihenauftakt, der mit neuartigen Ideen überzeugen kann, den Leser zum Nachdenken anregt und ihm dadurch noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Die Welt, die Gennifer Albin mit Arras kreiert hat, ist wahrlich einzigartig und wird dem Titel, wie man später herausfindet, wirklich gerecht. Alles und jeder steht unter der Kontrolle der Gilde, die mit Hilfe der Webjungfern, die über die Fähigkeit verfügen das Gewebe des Lebens zu flechten und so Raum und Zeit zu verändern, Geschehensabläufe, Familienstrukturen und sogar das Gedächtnis der Leute beliebig beeinflussen können.
Die Gilde besteht jedoch nur aus Männern, denn den Frauen wurden klare Rollen zugewiesen. Verfügen sie über die Fähigkeiten zum Weben, werden sie, ob sie wollen oder nicht, als Webjungfern einberufen, wenn nicht, bekommen sie einen Ehemann und haben die Pflicht sich voll und ganz um ihn zu kümmern. Entkommen kann man seinem Schicksal nicht, denn wer versucht zu fliehen wird getötet, wobei es nur selten dazu kommt, weil die Gilde so genannte Abweichler meist schon früh entdeckt und entweder beseitigt oder sie zu vollkommen neuen Personen macht.

Das erfährt auch die Hauptfigur Adelice Lewys am eigenen Leib. Obwohl ihre Eltern sie darauf trainiert haben bei der entscheidenden Prüfung zu versagen, wird ihr außergewöhnliches Talent durch einen kleinen Patzer ihrerseits von der Gilde erkannt und verdammt sie zu einem Leben als Webjungfer. Sie wollte ihren Eltern zuliebe zwar versagen, hielt sie im Grunde aber für paranoid und verstand anfangs nicht, warum ihre Eltern ihre Einberufung unbedingt verhindern wollten, immerhin hat man als Webjungfer zahlreiche Privilegien, die man als Ehefrau nie erhalten wird. Das ändert sich jedoch schnell als ihr Leben im Konvent und ihre Ausbildung dort beginnen. Im Gegensatz zu vielen anderen Mädchen, die sich von dem Luxus und den Vorrechten nur zu bereitwillig blenden lassen, blickt Adelice hinter die Fassade und stellt, zum Leidwesen ihrer Ausbilderin Maela, unangenehme Fragen. Sie ist sehr intelligent und merkt schnell, dass man sie nur manipulieren und für die Zwecke der Gilde ausnutzen will. Sie soll tun was man ihr sagt und Anweisungen gefälligst nicht hinterfragen. Stattdessen beweist sie viel Stärke und weigert sich etwas zu tun, was sie für falsch oder unnötig hält, ungeachtet der Konsequenzen. Das ist vielleicht nicht immer die beste Entscheidung, sowohl für Adelice selbst als auch für ihre Mitmenschen, aber immerhin bleibt sie sich dadurch selbst treu, was sie zu einer sehr sympathischen Protagonistin macht.

Neben Adelice gibt es aber noch ein paar andere Figuren, denen es ebenfalls gelingt das Herz des Lesers für sich zu gewinnen. Das trifft vor allem auf Jost zu, der ihr im Verborgenen beisteht und sie beschützt. Als die Beiden nach und nach heimlich mehr Zeit miteinander verbringen, entwickeln sie Gefühle füreinander, was man sehr gut nachvollziehen kann. Jeder von ihnen hat bereits schwere Schicksalsschläge erlitten, doch zusammen haben sie die Chance wieder glücklich zu werden und sich der Tyrannei der Gilde zu widersetzen.

Auch Enora, die Mentorin von Adelice, sowie Maelas Assistent Erik, sind Lichtblicke in ihrem sonst eher trostlosen Gefängnis, was allein schon Grund genug ist sie zu mögen.
Während man Maela im Gegensatz dazu nur Hass entgegen bringen kann für das, was sie Adelice antut um ihre Macht zu demonstrieren, steht man Cormac etwas zwiegespalten gegenüber. Er ist definitiv nicht liebenswert oder charmant, wirklich verabscheuen kann man ihn die meiste Zeit über allerdings auch nicht, da er anscheinend tatsächlich glaubt zum Wohle der Menschen in Arras zu handeln. Das entschuldigt natürlich nicht, was er am Ende mit Adelice vorhat und die Alternative, die er ihr anbietet, ist ebenfalls nicht hinnehmbar.
Loricel bleibt hingegen ziemlich undurchsichtig und es fällt einem schwer zu verstehen, warum sie trotz ihres überlegenen Wissens und ihrer Möglichkeiten für die Gilde arbeitet.

Durch das geradezu phantastische Element des Webens von Raum und Zeit, hält man das Buch lange Zeit für ein Werk aus dem Genre Fantasy. In Wahrheit handelt es sich allerdings, wie man erst später herausfindet, tatsächlich um eine Dystopie. Insbesondere dieser Zusammenhang, der sich erst im Verlauf der Geschichte offenbart, ist der Autorin besonders geglückt. Er wirft etliche neue Fragen auf und ebnet überhaupt erst den Weg für das Ende des Buches sowie die darauf folgende Fortsetzung.

Der Schreibstil von Gennifer Albin lässt sich sehr angenehm lesen, doch obwohl man eigentlich nicht über zu wenige Beschreibungen klagen kann, fällt es einem manchmal ziemlich schwer sich bestimmte Szenen oder Geschehnisse bildlich vorzustellen. An einigen Stellen sorgt das etwas für Verwirrung, sodass es einem schwer fällt der Handlung zu folgen.

Im Gegenzug mangelt es der Geschichte dafür nicht an Spannung und schon der Prolog zieht den Leser in seinen Bann, denn man möchte unbedingt erfahren, was es damit auf sich hat. Die einzelnen Kapitel enden häufig mit kleinen Cliffhangern, die dafür sorgen, dass man das Buch immer weiter lesen möchte, obwohl das gar nicht nötig wäre, weil man ohnehin schon begierig auf der Suche nach Antworten ist. Zum Ende hin nimmt die Spannung dann sogar noch einmal zu und mündet schließlich in einem unerwarteten Showdown. Zum Glück gönnt Gennifer Albin ihren Lesern aber eine kurze Verschnaufpause und schickt ihre Figuren zwar in eine ungewisse Zukunft, lässt sie jedoch nicht in akuter Gefahr schwebend zurück.

*FAZIT*
Cocoon – Die Lichtfängerin ist ein sehr gelungener Serienauftakt, der nicht nur eine intelligente und starke Protagonistin, eine zarte Liebesgeschichte und eine fesselnde Handlung zu bieten hat, sondern dazu noch mit neuen Ideen überzeugen kann. Den zweiten Band wird man sich nach dem spannenden Ende daher auf keinen Fall entgehen lassen.

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Töchter des Mondes - Cate

Jessica Spotswood , Stefanie Lemke
Fester Einband: 363 Seiten
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 09.08.2012
ISBN 9783863960247
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Seit dem viel zu frühen Tod ihrer Mutter muss Cate sich um ihre beiden jüngeren Schwestern Maura und Tess kümmern – und das ist keine leichte Aufgabe. Alle drei sind nämlich Hexen, was nicht einmal ihr eigener Vater weiß. Diese Tatsache müssen Cate und ihre Schwestern um jeden Preis geheim halten, denn Hexerei ist streng verboten und die Bruderschaft zeigt Hexen gegenüber kein Erbarmen, selbst wenn es sich nicht einmal um echte Hexen handelt.

Um ihre Schwestern zu schützen muss Cate jedoch in ihrer Nähe bleiben, was vielleicht nicht mehr allzu lange möglich sein wird. In wenigen Monaten ist ihr siebzehnter Geburtstag und bis dahin muss Cate entweder eine Verlobung bekannt geben oder der Schwesternschaft beitreten. Und wenn Cate, deren Familie zwar Geld hat, deren Mitglieder aber trotzdem als Sonderlinge bekannt sind, keinen Antrag bekommt, wählt die Bruderschaft einen Ehemann aus ihren eigenen Reihen für sie aus …


Töchter des Mondes - Cate ist ein sehr gelungener Debutroman, bei dem sich alles um Hexen und ihre Fähigkeiten dreht, was eine willkommene Abwechslung zu Werwölfen, Vampiren und Co. darstellt.

Vor allem das Setting, das Jessica Spotswood erschaffen hat, ist besonders interessant. Die Handlung spielt kurz vor Anbruch des zwanzigsten Jahrhunderts, in einer alternativen Vergangenheit von Neuengland. Nachdem die Bruderschaft die Herrschaft der Hexen vor Jahren beendet hatte, setzt sie nun alles daran die Frauen klein zu halten und jede mögliche Hexe hart zu bestrafen. In ihren Augen sind alle Frauen schwach und sündhaft, weshalb sie sich ihnen sowie ihren Gesetzen zu unterwerfen haben und Bildung wird ihnen fast vollständig untersagt, damit sie gar nicht erst anfangen selbst zu denken. Jedes Wort der Bruderschaft macht einen total wütend und löst regelrecht Aggressionen aus, zumindest beim weiblichen Geschlecht. Niemand darf die Bruderschaft kritisieren und einige sehen nicht nur tatenlos zu wie die Bruderschaft unbarmherzig gegen, meistens unschuldige, Mädchen vorgeht, sondern liefern ihr selbst ihre eigenen Töchter aus.

Doch während man von der Bruderschaft nichts anderes erwartet, ist man zutiefst schockiert über die Skrupellosigkeit, mit der die Schwesternschaft vorgeht um ihre eigenen Ziele zu erreichen. Ihr Ziel mag vertretbar, vielleicht sogar wünschenswert sein, ihr Weg dorthin ist es allerdings ganz sicher nicht. Sie schrecken wirklich vor nichts zurück um zu bekommen, was sie wollen, und opfern selbst ihre eigenen Mitglieder oder vollkommen unschuldige Menschen, wenn es zu ihrem Vorteil ist. Für ihre Scheinheiligkeit und Heuchlerei hasst man sie daher fast noch mehr als die Bruderschaft.

Glücklicherweise gibt es aber nicht nur schlechte Menschen in Töchter des Mondes - Cate, sondern auch solche, die man einfach lieben muss. Dazu zählt vor allem Finn, der sich, im Gegensatz zu fast allen anderen Männern in Chatham, der Bruderschaft nicht widerstandslos beugt. Finn ist das genaue Gegenteil davon, wofür man ihn sofort liebt. Er würde nicht tatenlos zusehen, sondern für seine Mutter sowie seine kleine Schwester Clara – und Cate – töten und sofort mit ihnen fliehen, falls man sie der Hexerei anklagen würde. Er ist nicht nur sehr klug, sondern ebenso mutig. Er steht für das Richtige ein statt sich einfach dem Willen anderer zu unterwerfen und beschützt die, die er liebt.


Die eigentliche Hauptfigur Cate ist von Anfang an sehr sympathisch, insbesondere weil sie sich so aufopferungsvoll um ihre Schwestern kümmert und alles tut um sie zu schützen, selbst wenn diese das nicht immer zu schätzen wissen. Dass die große Verantwortung, die ihre Mutter ihr aufgeladen hat, ihr manchmal etwas zu viel ist, kann man sehr gut verstehen, denn immerhin ist sie trotz ihrer Reife erst sechzehn Jahre alt. Man fühlt mit Cate mit und deckt zusammen mit ihr die vielen Geheimnisse, insbesondere die unheilvolle letzte Prophezeiung des Orakels der Persephone, ihrer Mutter auf. Zum Leidwesen des Lesers – nicht unbedingt, weil man sich wünscht, sie hätte anders gehandelt, sondern einfach, weil man ihren Schmerz teilt – stellt sie den Schutz ihrer Schwestern und der Menschen, die sie liebt, sogar über ihr eigenes Glück, ohne es zu bereuen.

Die Liebesgeschichte zwischen Cate und Finn ist romantisch, aber auch nachvollziehbar. Die Beiden passen trotz des Standesunterschiedes, der für keinen von ihnen von Bedeutung ist, perfekt zusammen und es stört Finn nicht im Geringsten, dass Cate eine Hexe ist.

Cates jüngste Schwester Tess ist ebenfalls eine unheimlich liebenswerte Figur. Sie ist nicht auf den Kopf gefallen, sehr aufmerksam und schon ziemlich erwachsen für ihr Alter. Es steckt mehr in ihr als man auf den ersten Blick vermutet und sie ist für einige Überraschungen gut.
Die letzte der drei Schwestern, Maura, ist dagegen nicht gerade freundlich, sondern die meiste Zeit über ziemlich egoistisch und überheblich. Sie lässt sich relativ leicht beeinflussen und erzählt der neuen Gouvernante Elena alles, ohne Rücksicht auf ihre Schwestern, deren Geheimnisse sie damit ebenfalls verrät, wodurch sie sie alle in Gefahr bringt.

Elena ist ebenfalls alles andere als sympathisch, man kann sie eigentlich nur als manipulatives Miststück bezeichnen. Die einzelnen Cahill Schwestern und deren Schicksal sind ihr im Grunde vollkommen egal, für sie ist nur die (teilweise) Erfüllung der Prophezeiung wichtig. Dafür ist ihr jedes Mittel recht, was typisch für die Schwesternschaft ist.

Die Geschichte ist insgesamt eher ruhig und weniger ereignisreich, aber trotzdem fesselnd, weil einen das Schicksal der drei Cahill Schwestern, insbesondere das von Cate, nicht kalt lässt. Auf den letzten Seiten wird es dann allerdings doch noch ziemlich spannend, wobei das eigentliche Ende ziemlich fies ist. Man kann nur hoffen, dass es in gewissen Punkten nicht endgültig ist und sich im nächsten Band, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen wird, doch noch alles zum Guten wendet.


Töchter des Mondes - Cate ist ein toller Serienauftakt, dessen Handlung zwar eher ruhig, aber dennoch fesselnd ist und der mit einem interessanten Setting, sympathischen Hauptfiguren und einer authentischen Liebesgeschichte begeistern kann. Lediglich das Ende ist ziemlich gemein, aber zum Glück erscheint der zweite Band ja noch in diesem Jahr.

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SERAFINA - Das Königreich der Drachen

Rachel Hartman , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei cbj, 19.11.2012
ISBN 9783570152690
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Serafina ist etwas ganz Besonderes – und sie dürfte eigentlich überhaupt nicht existieren. In ihrer Welt leben sowohl Drachen und als auch Menschen, aber Verbindungen zwischen den beiden Spezies sind verboten. Doch Serafina ist das Kind einer eben solchen Verbindungen, also ein Hybrid, und trotz des Verbots ist sie nicht das einzige.

Im Moment herrscht zwischen den beiden Völkern. Dieser fragile Zustand wird jedoch stark gefährdet als der Thronfolger des gemeinsamen Königreichs ermordet wird und der Täter unter den Drachen zu sein scheint.

Da Serafina am Königshof lebt und arbeitet, wird sie plötzlich selbst in die Mordermittlungen des Hauptmanns der Garde, Lucian Kiggs, verwickelt. Dabei kommt er ihr gefährlich nahe und sie muss aufpassen, dass er ihr Geheimnis nicht enthüllt …


Serafina - Das Königreich der Drachen ist ein sehr gelungener Fantasyroman, der aus der Masse anderer Bücher des Genres auf jeden Fall heraus sticht. Zum einen schon wegen der Thematik, da Drachen noch lange nicht so verbraucht sind wie andere Fantasiegestalten, zum anderen aber auch wegen der wirklich sympathischen Protagonistin.

Serafina, oder kurz Fina, ist von Beginn an sehr liebenswert und man erfährt gern mehr über sie und ihr gut gehütetes Geheimnis. Allein letzteres macht einen anfangs so neugierig, dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen kann ehe man nicht erfahren hat, was es ist. Die Idee der Autorin, Fina zu einem Hybriden zu machen, ist wirklich interessant und sorgt dadurch für Abwechslung.

Generell ist die ganze Welt, die Rachel Hartmann in diesem Buch erschaffen hat, äußerst anziehend. Dass Drachen die Gestalt von Menschen annehmen können und es bei ihnen verpönt ist Gefühle zu haben, macht die ganze Handlung um einiges fesselnder.

Durch die zarte Liebesgeschichte, die sich später langsam zwischen Serafina und Lucian anbahnt, sorgt außerdem dafür, dass auch Fans von Romantik hier auf ihre Kosten kommen. Man sollte allerdings nicht zu viel erwarten, insbesondere was den Ausgang des Buches betrifft.

Was dem Buch stellenweise ein wenig an Spannung mangelt, macht die Autorin durch die vielen offenen Fragen wett, die den Leser stets so neugierig machen, dass er immer weiter liest um endlich Antworten zu erhalten. Außerdem schafft sie es den Leser zum Ende hin mit bestimmten Enthüllungen noch einmal richtig zu überraschen und sogar zu schockieren. Beim finalen Kampf kommt dann doch noch richtig Spannung auf.

Letztendlich ist das Buch aber, zum Glück, in sich recht abgeschlossen. Man hat zwar auf jeden Fall Lust den Nachfolger zu lesen, wird aber auch nicht so auf die Folter gespannt, dass man die Warterei kaum aushält.


FAZIT
Insgesamt ist Serafina - Das Königreich der Drachen ein sehr gelungener Serienauftakt, der mit einer faszinierenden Welt und einer sympathischen Heldin punkten kann. Er ist zwar nicht durchgängig spannend, aber auf Grund der vielen offenen Fragen trotzdem die ganze Zeit über fesselnd. Die Fortsetzung wird man daher sicher auch lesen sobald sie erschienen ist.

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Romeo für immer

Stacey Jay , Dagmar Schmitz
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei INK ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 11.10.2012
ISBN 9783863960223
Genre: Fantasy

Rezension:

Jahrhundertelang hat Romeo als Söldner der Apokalypse gegen die Liebe gekämpft. Als er sich aber weigerte Julia zur dunklen Seite zu bekehren, wurde er von den Söldnern verstoßen und zur Strafe zurück in seinen toten verwesenden Körper geschickt. Doch nun zeigt Julias Amme, eine Botschafterin des Lichts, ihm einen Ausweg und damit vielleicht die einzige Chance seinem grausamen Schicksal zu entkommen. Sie bietet ihm an auf die Seite der Botschafter zu wechseln, sobald er bewiesen hat, dass es ihm wirklich ernst damit ist. Dazu wird er in der Vergangenheit erneut Ariel Dragland, die er in einer anderen Realität eigenhändig getötet hat, begegnen und muss sie dazu bringen an die wahre Liebe zu glauben.

Ariels Herz zu erobern wird allerdings selbst für einen Charmeur wie Romeo keine leichte Aufgabe sein, denn die Amme schickt ihn wieder in den Körper von Dylan Stroud: Der Junge, den Ariel hasst, da er nur wegen einer miesen Wette so getan hat als würde er etwas für sie empfinden …


Romeo für immer ist eine gelungene Fortsetzung zu Julia für immer, die ihren Vorgänger zwar nicht übertrifft, ihm aber ebenbürtig ist und dem Leser die Möglichkeit gibt zu erfahren, wie Stacey Jays besondere Version von Shakespeares Tragödie für Romeo zu Ende geht.

Der Kampf zwischen den Söldnern der Apokalypse und den Botschaftern des Lichts sowie ihre Verbindung zu Romeo und Julia dürften den meisten Lesern schon aus dem ersten Teil bekannt sein. Für alle anderen wird im ersten Kapitel noch einmal die Geschichte um Romeos Verrat an Julia kurz zusammengefasst, wobei man dieses Mal aber erfährt, was er wirklich dabei dachte und empfunden hat, und kurz angerissen, wie es danach für Beide weiter ging um schließlich zur Gegenwart überzuleiten. Das zweite Kapitel wird ebenfalls nur denen, die Julia für immer bereits gelesen haben, bekannt vorkommen, denn es handelt sich dabei Wort für Wort um das letzte Kapitel des Vorgängers. Es schadet allerdings nichts sein Gedächtnis noch einmal aufzufrischen, bevor man sich mitten im Geschehen befindet.

Im Gegensatz zum Vorgänger wird Romeo für immer die ganze Zeit über aus zwei verschiedenen (Ich-)Perspektiven erzählt, nämlich sowohl aus der Sicht von Romeo als auch aus der von Ariel, wodurch man sich in beide Protagonisten sehr gut hinein versetzen kann und stets weiß, was wirklich in ihnen vorgeht.

Romeo macht im zweiten Teil der Dilogie eine richtig tolle Verwandlung durch und man sieht ihm nur zu gerne dabei zu. Wider Erwarten gelingt es ihm mit der Zeit sogar die Sympathie des Lesers zu gewinnen. Er findet endlich heraus, was es wirklich bedeutet jemanden wahrhaftig zu lieben und dass er, trotz allem, was er in den vielen vergangenen Jahrhunderten getan und erlebt hat, immer noch in der Lage ist jemanden zu lieben und über alles andere zu stellen, auch wenn er einige Zeit braucht um sich das selbst einzugestehen. Außerdem fällt es ihm nicht leicht sich selbst zu vergeben und er glaubt lange, dass er es nicht mehr wert sei von jemandem geliebt zu werden, obwohl er seine Taten inzwischen bereut.

Ariel entwickelt sich in diesem Band ebenfalls merklich weiter, wenn man nicht sogar schon davon sprechen kann, dass sie ein völlig neuer Mensch wird. Dank Romeo und seiner Aufrichtigkeit gegenüber Ariel ist sie endlich bereit sich einem anderen Menschen zu öffnen und über ihre Ängste zu sprechen. Er sorgt dafür, dass sie im Spiegel klar und deutlich die Person sieht, die sie tatsächlich ist und nicht mehr die, zu der Ariel sich jahrelang selbst degradiert hat. Sie ist nämlich weder ein Freak noch hässlich und es daher wert geliebt zu werden. Diese Veränderung bewirkt ferner, dass sie nicht immer nur vom schlechtesten ausgeht, sondern lernt zu vertrauen.

Die Beziehung zwischen Ariel und Romeo zieht den Leser in ihren Bann und der Autorin gelingt es die verschiedenen Emotionen sehr gut zu vermitteln. Es ist schön zu beobachten wie Ariel und Romeo einander positiv beeinflussen und sich für die Liebe öffnen. Sie akzeptieren den jeweils anderen so wie er ist und lieben ihn mit seinen Fehlern. Natürlich werden sie gemeinsam vor einige, zum Teil scheinbar unüberwindbare, Herausforderungen gestellt, denn Beiden droht von Söldnern und Botschaftern Gefahr, und nur wenn es ihnen gelingt einander trotz aller Zweifel und Manipulationen zu vertrauen, können sie diese Hindernisse überwinden.

Neben den Szenen aus Ariels oder Romeos Perspektive, gibt es wieder ein paar Zwischenspiele, dieses Mal aus der Sicht von Julia, was für den ein oder anderen sicher überraschend kommt, da man ihre Geschichte für abgeschlossen hielt und nicht damit gerechnet hat ihr noch einmal zu begegnen. Durch diese Zwischenspiele keimt gleich zu Beginn ein schrecklicher Verdacht auf, der einem einfach keine Ruhe mehr lässt und einem sämtliche Freude an der Serie nehmen würde, sollte er sich bewahrheiten. Ob man richtig liegt oder, hoffentlich, nicht, erfährt man jedoch erst auf den letzten Seiten.

In Romeo für immer lernt man nun auch Bruder Lorenzo sowie Julias Amme besser kennen und wird mit einer schockierenden Wendung überrascht. Während man von Bruder Lorenzo nichts anderes als Böses erwartet, zeigt Julias Amme dagegen endlich ihr wahres Gesicht. Das ist zwar erschreckend, sorgt aber dafür, dass einem so einiges klar wird, was man sich vorher nicht erklären konnte.

Entgegen der im Verlauf der Handlung möglicherweise entstandenen Befürchtungen ist das Ende absolut zufrieden stellend, nur vielleicht anders als erwartet. Sowohl die lieb gewonnenen als auch die verabscheuten Figuren bekommen das Ende, das sie verdienen und die etwas andere Variante von Romeo und Julia damit einen würdigen Abschluss.


Mit Romeo für immer hat Stacey Jay ihrer etwas anderen Fassung von Shakespeares bekanntestem Drama zu einem gelungenen Abschluss verholfen. Viele offene Fragen werden beantwortet und man wird erneut von einer packenden und wirklich berührenden Liebesgeschichte vereinnahmt.

Wer nach Julia für immer wissen wollte wie es mit Romeo und Ariel weiter geht, sollte die Fortsetzung auf jeden Fall lesen, selbst wenn man Romeo nach dem ersten Teil nicht unbedingt ins Herz geschlossen hat, denn sonst wird man nie erfahren, welche Rolle Julia im weiteren Verlauf der Geschichte noch gespielt hat.

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Margos Spuren

John Green , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2011
ISBN 9783423624992
Genre: Jugendbuch

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Pfad des Tigers - Eine unsterbliche Liebe

Colleen Houck , Beate Brammertz
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Heyne, 18.06.2012
ISBN 9783453267749
Genre: Jugendbuch

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Gone 4: Rache

Michael Grant , Jaqueline Csuss
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 01.09.2012
ISBN 9783473400843
Genre: Jugendbuch

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Lost Land - Die erste Nacht

Jonathan Maberry , Dirk Steinhöfel , Heinrich Koop ,
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Thienemann-Esslinger, 28.09.2012
ISBN 9783522201513
Genre: Jugendbuch

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Das Land der verlorenen Träume

Caragh O'Brien , Oliver Plaschka
Fester Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Heyne, 20.02.2012
ISBN 9783453267282
Genre: Jugendbuch

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Die Verratenen

Ursula Poznanski
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.10.2012
ISBN 9783785575468
Genre: Jugendbuch

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Nieundewig

Mary E. Pearson , Maren Illinger
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 17.08.2012
ISBN 9783596854752
Genre: Jugendbuch

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