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1.278 Bibliotheken, 86 Leser, 5 Gruppen, 102 Rezensionen

schottland, zeitreise, liebe, outlander, highlands

Outlander - Feuer und Stein

Diana Gabaldon , Barbara Schnell
Flexibler Einband: 1.136 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.05.2015
ISBN 9783426518021
Genre: Historische Romane

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1.909 Bibliotheken, 28 Leser, 4 Gruppen, 115 Rezensionen

engel, liebe, fantasy, engelsnacht, daniel

Engelsnacht

Lauren Kate , Doreen Bär
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei cbt, 12.11.2012
ISBN 9783570308400
Genre: Jugendbuch

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179 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 34 Rezensionen

krebs, liebe, john green, krankheit, englisch

The Fault in Our Stars

John Green
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Penguin Books Ltd, 01.05.2014
ISBN 9780141355078
Genre: Jugendbuch

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580 Bibliotheken, 29 Leser, 0 Gruppen, 191 Rezensionen

magie, spiel, caraval, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht’s?

Scarlett Dragna und ihre Schwester Donatella „Tella“ leben bei ihrem gewalttätigen Vater auf der Insel Trisda. Scarlett war schon als Kind von Caraval, einem geheimnisvollen und magischen Spiel, fasziniert. Als ihr tatsächlich drei Eintrittskarten zugesendet werden, landet sie zusammen mit ihrer Schwester und dem geheimnisvollen Seefahrer Julian mitten in Caraval – und damit auch mitten in einem Spiel, bei dem nicht klar ist, ob es wirklich nur ein Spiel ist.

Meine Meinung

Allgemein
Vorneweg muss ich gleich mal ein gang großes Lob an den Verlag aussprechen, das Cover wurde aus dem Englischen übernommen und die Aufmachung des Buches ist wirklich sehr schön. Mit Karte! Es lädt wirklich direkt zum Lesen ein.
Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Aber aus Erfahrung weiß ich, dass das gerade bei solchen Büchern gar nicht schlecht ist.

Handlung
Das Buch beginnt sehr gut, mit einem Kapitel voll von kurzen Briefen. Dadurch ist man sehr schnell in der Geschichte. Auch der Rest der Handlung verläuft flüssig, ist fesselnd und packend. Zeitweise war ich sehr verzaubert von der Geschichte. Das gesamte Setting mit Caraval, den Inseln, dem Dorf (das mich ein wenig an Venedig erinnert hat) ist einfach nur eins: magisch! Ich bin der Autorin so dankbar, dass sie diese tolle Idee hatte! Das Konzept hinter der Geschichte ist wirklich großartig.
Bis zu einem bestimmten Moment dachte ich, dass dieses Buch sicher ein 5 ***** Buch wird. Ich habe es regelrecht eingeatmet – und hätte es inhaliert, wenn ich mehr Zeit gehabt hätte.
Aber in der zweiten Hälfte des Buches tauchen dann zwei wichtige Menschen auf – nein, ich werde jetzt nicht spoilern und irgendwelche Namen nennen! – und ab da wurde die Geschichte für mich etwas wirr. Das Ende war in meinen Augen einfach zu viel des Guten. Leider. Ich habe nicht das Gefühl, als hätte ich da alles wirklich verstanden. Das liegt natürlich mitunter daran, dass bis zum Ende – und auch darüber hinaus – die Motive vieler Protagonisten sich ändern bzw. nicht ganz klar sind. Leicht verwirrend, das Ganze.

Am Ende gibt es einige Fragen, die noch offen und ungeklärt sind (und die letzte Seite des Buches macht seeeeehr neugierig!) und deswegen freue ich mich schon sehr auf den zweiten Band. Caraval soll ja meines Wissens eine Dilogie werden *freu* Ich hoffe nur, dass da das Ende nicht ganz so wirr wird. Sonst hat der Zweiteiler einen faden Beigeschmack bei mir…

Charaktere
In der ersten Hälfte habe ich noch nicht so viel Zugang zu den Protagonisten bekommen. Letzten Endes mochte ich sie aber alle ganz gerne.
Julian, von dem man bis zum Ende nicht genau weiß, wen man eigentlich vor sich hat, ist zwar geheimnisvoll, aber ich hab keine Sekunfe lang an seiner Loyalität zu Scarlett gezweifelt. Er ist pragmatisch und lässt sich nicht von irgendwas einlullen. Ich mag ihn! Er war mir durchaus sympathisch.
Mit Scarlett fiel es mir etwas schwerer. Anfangs fand ich sie etwas nervig und kindlich, wenig auf die eigentliche Sache bezogen. Aber andererseits kann ich sie auch verstehen, sie liebt ihre Schwester und will sie um jeden Preis vor allem retten. Dazu ist Scarlett durchaus auch intelligent und kämpft für alle, die sie liebt, was sie letztendlich doch liebenswert macht.
Ihre Schwester Tella kommt leider nicht so oft vor, auch sie liebt Scarlett, auch wenn man das auf den ersten Blick vielleicht nicht sieht. Sie scheint mir eine typische wilde und spontane kleine Schwester zu sein! Der Epilog ist aus ihrer Sicht geschrieben, vielleicht bedeutet das ja, dass sie im Folgeband etwas öfter zu sehen sein wird? Das wäre großartig.
Auch bei den anderen Personen kann man sich nie ganz sicher sein, was ihre Absichten sind, und einige von ihnen sind sicher noch nicht aus der Welt (der Graf, der Vater, Legend). Gut, Legend taucht sicher noch auf. Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass sich die ersten beiden auch nochmal einmischen… Die übrigen Personen sind voller Geheimnisse. Mir ist zwar keiner wirklich im Kopf geblieben, aber sie passen sehr gut ins Setting.

Schreibstil
Das ist ein Debütroman? Echt? Ich hätte es nicht gemerkt. Die ganze Geschichte ist so schön flüssig und sprachlich gesehen wirklich schön. Klar, es gibt noch Dinge, die man noch besser machen kann, aber insgesamt macht Stephanie Garber einen wirklich guten Job hier. Sie beschreibt Caraval so gut, dass man es bildllich vor Augen hat, was bei so einer zirkusartigen, magischen Welt einfach nur positiv sein kann! Die Atmosphäre wird sehr gut von Schreibstil eingefangen und man fühlt sich, wie als wäre man Teil der Geschichte. So muss es sein, so und nicht anders!

Dies ist die großartigste Vorstellung an Land und auf dem Meer.
Ihr werdet Wunder erleben, wie sie vielen Menschen ihr Leben lang nicht begegnen. Ihr könnt Magie aus einer Tasse trinken und Träume in Flaschen kaufen. Doch bevor ihr ganz und gar in unsere Welt eintaucht, erinnert euch daran, dass alles nur ein Spiel ist.

Fazit

Nach „Caraval“ hätte ich jetzt ziemlich Lust, den „Nachtzirkus“ von Erin Morgenstern zu lesen…mich hat diese zirkusartige Welt sehr fasziniert!
Klar, es gibt noch Luft nach oben. Besonders an Klarheit, was das Ende hier betrifft. Wäre dieses gut durchschaubar gewesen, hätte das Buch wirklich die volle Punktzahl bekommen. So gibt’s zwar einen Punkt Abzug, aber trotzdem eine dicke Leseempfehlung für alle Liebhaber von magischen Geschichten, die einen verzaubern. Lasst euch in die Welt von Caraval entführen, bedenkt aber: es ist alles nur ein Spiel ;)
Kennst DU das Buch schon?

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144 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

fantasy, chimären, engel, freundschaft, monster

Dreams of Gods and Monsters

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Flexibler Einband: 784 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596033171
Genre: Jugendbuch

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843 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 93 Rezensionen

engel, fantasy, chimären, krieg, liebe

Zwischen den Welten - Days of Blood and Starlight

Laini Taylor , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 26.09.2013
ISBN 9783841421371
Genre: Jugendbuch

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677 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

fantasy, engel, laini taylor, chimären, karou

Zwischen den Welten - Daughter Of Smoke And Bone

Laini Taylor
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783596191987
Genre: Jugendbuch

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302 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 107 Rezensionen

fantasy, alexander der große, magie, antike, schattenkrone

Schattenkrone - Royal Blood

Eleanor Herman , Christine Strüh , Anna Julia Strüh
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 23.02.2017
ISBN 9783841422309
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht’s?

Im Großen und Ganzen verfolgen wir hier die jungen Jahre des Alexander des Großen im Jahr 340 v. Chr. Der 16-jährige Alex steht kurz davor, aus dem Schatten seines Vaters zu treten, doch um sich in einem Palast voller Intrigen, Betrug und Gefahr durchzusetzen, braucht er Verbündete – wird er diese in seinem besten Freund Hephaistion und im Bauernmädchen Katerina finden? Was führt seine Stiefschwester im Schilde? Was seine Mutter?

Meine Meinung

Irgendwie habe ich etwas Angst vor dieser Rezension. Angst, etwas wichtiges zu vergessen, ich habe nämlich viel zu diesem Buch zu sagen.

Aber beginnen wir mit dem Äußeren. Ich finde das Cover…nun ja, ganz in Ordnung. Es ist wirklich nicht schlecht, aber auch nicht der Burner. Aber das Buch hat eine schöne, detailreiche Karte im Inneren, die ich sehr hilfreich und teilweise auch notwendig fand. Ich liebe Karten, sie machen das Geschehen noch anschaulicher – toll!
Inhaltlich war ich mir erst nicht ganz sicher, was zu erwarten war, nur dass mich der Aspekt, dass es um Alexander den Großen geht, sowie die Zeit, in der das Buch spielt (340 v. Chr.!) sehr interessiert haben. Und deswegen dachte ich mir, warum nicht mal ausprobieren?

Handlungstechnisch ist das Buch in 5 Akte aufgeteilt. Und besonders am Anfang hatte ich starke Probleme mit der Geschichte.

Problem 1: Die Erzählzeit
Alles hat damit begonnen, dass ich es nicht gewohnt bin, Bücher im Präsens zu lesen. Und für mich war diese Zeit gerade bei diesem Buch, das doch so weit in der Vergangenheit spielt, ziemlich unpassend. Man stolpert gerade zu durch die Geschichte. Vielleicht ist das im Englischen anders, aber ich finde, dass Bücher, die im Deutschen im Präsens geschrieben sind, etwas unbeholfen und einfach klingen. Aber das ist natürlich Geschmackssache!

Problem 2: Manche Situationen sind unzusammenhängend
Manchmal hatte ich das Gefühl, ich hätte plötzlich eine Seite übersprungen. Manchmal fehlt einfach die Verbindung zwischen der Aktion/Situation A und der darauffolgenden Aktion/Situation B. Das ist mir nirgends so stark aufgefallen, wie in Akt eins. Im Laufe der Geschichte hat sich das entweder gebessert, oder ich habe mich daran gewöhnt…

Problem 3: Die ständig wechselnden Perspektiven ohne Kennzeichnung
An sich finde ich ja Perspektivwechsel wirklich toll, und sie können ein Buch nochmal so viel besser machen! Aber es dürfen nicht zu viele sein. Und besonders am Anfang dieses Buches war ich überfordert mit der Vielzahl der handelnden Personen. Insgesamt gibt es in diesem Buch Kapitel von 7 Protagonisten – wenn ich niemanden übersehen habe. Und das ist schon etwas viel, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Kapitel weder gekennzeichnet sind und oftmals auch urplötzlich aufhören. Das nachfolgende Kapitel beginnt dann an einem völlig anderen Handlungsort. Super.
Auch an diese Sache habe ich mich im Laufe der Geschichte etwas gewöhnt, auch wenn ich immer noch der Meinung bin, die Autorin wollte einfach nur möglichst viele verschiedene Handlungsstränge in ein Buch quetschen. Ja. Quetschen!

Bis ca. zur Hälfte dachte ich nur „Oh Gott, hoffentlich wird das kein Totalflop!“ Abbrechen wollte ich es nicht – seltsamerweise habe ich aber auch nie nur eine Sekunde daran gedacht. Irgendwas hat mich immer noch gereizt an dieser Geschichte.
Und jetzt kommt das Komische: Nach ca. 2/3 des Buches war ich plötzlich total gefesselt und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Für mich war es, wie als würde ich plötzlich eine andere Geschichte lesen. Klar, ich hatte immer noch meine Kritikpunkte, aber am Ende war ich tatsächlich von dem Gedanken „ich sortiere das Buch aus und werde die Reihe abbrechen“ komplett weg und werde definitiv den zweiten Band lesen. Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist, aber naja…Dazu kommt noch, dass es noch so viele ungeklärte Fragen gibt und ich die Hoffnung habe, dass das alles im Folgeband Sinn ergibt.
Und: Das Buch hat sich zum Ende hin so stark gebessert, dass ich hoffe, dass der 2. Band deutlich besser wird, als der erste!

Nun zu den Charakteren. Ich werde auf jeden Charakter kurz eingehen.

Katerina
Am Anfang dachte ich ja, Kat wäre unsere Hauptprotagonistin, die uns durch das ganze Buch begleiten wird. Tja, falsch gedacht. Zu Beginn kommt sie oft vor, aber dann taucht sie komplett unter und seiten – nein – kapitellang ist sie nur eine Randerscheinung. Und am Ende? Ja, am Ende ist sie wieder da. Zum Glück, denn ihre Reise nach Karien gehört für mit zum besten Teil des Buches.

Alexander
Aus Alex bin ich nicht schlau geworden. An sich fand ich ihn ganz sympathisch, aber irgendwie kam es mir so vor, als würde er die ganze Zeit seine Absichten und Motive ändern. Will er zu Beginn der Geschichte noch eine heilende Quelle finden, ist dies am Ende total vergessen. Seltsam. Auch die Beziehung zwischen Kat und Alex fand ich nicht überzeugend. Sie haben gerade mal drei Mal miteinander gesprochen und denken, dass eine „besondere Verbindung herrscht. Alex redet gar von Liebe. Pah! Davon hab ich rein gar nichts gemerkt.

Hephaistion
Also, Heph war einer meiner liebsten Charaktere in diesem Buch. Er war einer der wenigen, die ein bisschen Tiefe hatten und gerade, was seine Beziehung zu Mädchen angeht, gibt es noch viel Potenzial.
Auch die Freundschaft, die enge Verbundenheit, zwischen Heph und Alex war eigentlich die Beziehung, die verständlicher, nachvollziehbarer und tiefgehender war, als alle anderen.

Cynane
Auch Cyn hat noch viel Potenzial, sie könnte gar zu einer Heldin werden, in meinen Augen. Ihre Geschichte ist interessant, denn hinter ihrem hübschen Gesicht verbirgt sich ein ganzes Spektrum an Gefühlen.

Zofia
Zo war für mich die eigentliche Heldin dieses Buches. Sie ist eine junge persische Prinzessin und hat – bis auf einen Fakt – wenig mit der eigentlichen Geschichte um Alex zu tun. Leider kommt sie nur sehr selten zu Wort, aber ihre Handlung war am spannendsten, am traurigsten, schlichtweg am besten! Ich glaube, wenn das Buch nur über Zo gegangen wäre, hätte ich 5 Sterne vergeben.

Olympias
Die Mutter Alexanders. Ich muss sagen, irgendwie hat sie was. Ihre Hintergründe sind noch nicht aufgedeckt und sie ist so schön hinterhältig…ihre Kapitel waren stets ein Vergnügen!

Jacob
Jacob ist Kats bester Freund und taucht eigentlich größtenteils nur am Anfang des Buches auf. Für mich war er relativ unnötig und auch er änderte gefühlt ständig seine Motive bzw. war sich nie ganz sicher, was er eigentlich wollte. Und naiv ist er. Holla.
Braucht es echt nicht #ArmerJacob

Ihr seht schon, aufgrund der Fülle an handelnden Personen ist der Einzelne relativ wenig ausgearbeitet und durchdacht und wirkt dadurch recht blass. Grundsätzlich balanciert die Autorin immer über dem Abgrund von „Ich habe alle Charaktere verwechselt und weiß nicht mehr, wer was macht! Arrrgh!“ Oftmals droht das Buch den roten Faden dadurch zu verlieren. Aber Eleanor Herman hat nochmal die Kurve gekriegt. Glück gehabt!
Ich habe die Hoffnung, dass das mit den Charakteren im Folgeband besser wird – solange nicht wieder ein Batzen zusätzliche dazu kommen, könnte das auch gelingen.

Ihr seht schon, ich habe viel zu sagen. Aber wir sind bald am Ende angelangt, versprochen. Wollt ihr noch einen Becher Tee oder Kaffee, damit ihr den Rest auch noch schafft? Nein? Gut, dann weiter, ist ja nicht mehr viel.

Der Schreibstil der Autorin ist gar nicht mal so schlecht, wenn man von den Kritikpunkten oben mal absieht. Relativ einfach gehalten, aber wirklich in Ordnung. Ihr seht schon, irgendwie hab ich zu diesem Schreibstil keine Meinung ^^
ABER wozu ich sicher eine Meinung habe, ist die Idee der Autorin! Diese finde ich nämlich nach wie vor klasse, auch den Fakt, dass sie sich sehr viel Mühe mit der Recherche gemacht hat. Es gibt einfach viel zu wenige Bücher, die zu dieser Zeit an diesem Ort spielen, so gesehen hat Eleanor Herman da scheinbar einfach eine Marktlücke gefunden – Toll!

Fazit

Wie ihr seht, bin ich wahnsinnig zwiegespalten zu diesem Buch. Ich will ganz ehrlich sein: Wenn die gesamten fast 600 Seiten genauso gewesen wären, wie die ersten 300/350, hätte das Buch allerallerhöchstens zwei Herzchen von mir bekommen. Aber das Ende hat es echt nochmal so richtig rausgerissen und es zu einem drei Herzen Buch gemacht, womit ich zufrieden bin. Es war sicherlich enttäuschend für mich, aber da mir das Ende gut gefallen hat, bin ich optimistisch, was die Zukunft angeht. Die Tendenz ist steigend, und das ist auch gut so!

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262 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

fantasy, winter, stefanie lasthaus, das frostmädchen, heyne

Das Frostmädchen

Stefanie Lasthaus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453317291
Genre: Fantasy

Rezension:

Die Ruhe umhüllte sie wie eine Glaskugel, und sie stellte sich vor, in einer solchen zu liegen, betrachtet von fremden Menschen, die sich ihrer erbarmten und das Wunderwerk nicht schüttelten.

Worum geht’s?

In diesem Buch treffen wir auf die junge Neve, die in einer kalten Winternacht vor ihrem Freund flieht, nachdem dieser ihr gegenüber handgreiflich geworden ist. Gerade noch rechtzeitig wird sie halb erforen von Lauri, einem Künstler gefunden und gesund gepflegt. Bald schon bildet sich ein zartes Liebesband zwischen den beiden – doch Neve hat in den winterlichen kanadischen Wäldern mehr verloren, als geglaubt. Schon bald schweben die beiden in großer Gefahr…

Meine Meinung:

Gleich mal vorneweg: Ich war schon längere Zeit vor dem Erscheinungstermin auf das Buch gespannt, zuerst hat mich das Cover und dann auch der Inhalt angesprochen. Doch dann kamen die ersten Rezensionen zu „Das Frostmädchen“ – überwiegend negativ. Das hat meine Lust, dieses Buch zu lesen enorm eingedämmt, sodass ich es erst jetzt im Januar gelesen habe.

Wie gesagt, das Cover gefällt mir wirklich gut! Es passt in meinen Augen auch in gewisser Weise zur Geschichte. Inhaltlich verspricht es eine spannende, mysteriöse Geschichte mit viel Winterromantik. Doch hält es, was es verspricht? Oder sind die negativen Rezensionen berechtigt?

Um ehrlich zu sein, nach dem Beenden dieses Buches war erstmal ein großes Fragezeichen über meinem Kopf. Sowohl was die Geschichte anging, als auch meine Meinung dazu. Ich werde aber versuchen, euch die Eindrücke möglichst gut zu schildern.

Anfangs war mir wirklich nicht klar, warum viele dieses Buch nicht mögen. Die Geschichte ließ sich ganz gut lesen und auch mit den Protagonisten bin ich ganz gut klargekommen. Dann aber begann sich die Handlung ein wenig im Kreis zu drehen, Neve und Lauri sind zwar die ganze Zeit in der Hütte, allerdings rennt ständig einer der beiden (meistens Neve) planlos nach draußen in die Kälte. Und der andere (also dann Lauri) rennt hinterher, aus Angst, es könnte was passieren. Ich kam mir ein bisschen vor, wie in diesen Computerspielen, die man als Kind immer gespielt hatte, in denen man von einem Aufenthaltsort (hier Lauris Hütte) aus bestimmte Aufgaben erledigen muss und somit draußen rumlaufen muss. Nur das in diesem Buch die Aufgaben fehlen!
Mal davon abgesehen, dass sich die Geschichte etwas im Kreis dreht, fand ich das Buch eigentlich nicht langweilig – obwohl das eine meiner größten Befürchtungen war. Grundsätzlich könnte ich mit der Handlung schon leben, sonderlich gut ist sie nicht, aber sie ist jetzt auch nicht extrem schlecht. Mein Problem war nur, dass ich – ähnlich wie Lauri übrigens – vor allem am Ende nichts mehr kapiert habe. Der Epilog war in meinen Augen etwas an den Haaren herbeigezogen, hätte man es beim Stand des letzten Kapitels belassen, wäre das Ende zwar sehr traurig, aber wenigstens nicht wie aus dem Nichts. Meine Reaktion nach dem Epilog war einfach nur ein lautes „Hää?!“. Man hätte wenigstens ein paat kleine Erklärungen machen können…und dem Leser somit das Gefühl geben, er würde am Ende etwas aus dem Buch mitnehmen.

Zu den Protagonisten ist positiv an zu merken, dass es nur zwei Hauptcharaktere gibt, und auch ansonsten nur sehr wenige Nebencharaktere. Das ist eigentlich gar nicht so üblich, aber so kann sich die Handlung sehr schön auf die Hauptcharaktere konzentrieren.
Insgesamt war mir Lauri am sympathischsten, seine Handlungen waren mehr oder weniger nachvollziehbar. Und ich konnte mich in gewisser Weise mit ihm identifizieren, er hat nämlich genauso wenig verstanden, wie ich. Etwas schade war es nur, dass er nie nachgefragt hat, sondern einfach akzeptiert hat, was Neve ihm sagt. Somit erfährt auch der Leser quasi nichts und die Auflösung für den Epilog ist damit auch recht…dürftig.
Neve dagegen war eine gewöhnungsbedürftige Protagonistin. Einerseits wird sie am Anfang als sehr schwach dargestellt, aber gleichzeitig ist sie auch extrem stur und eigenwillig. Ich bin einfach so gar nicht schlau aus ihr geworden. Ihre Handlungen wirken selten klar durchdacht – sowohl von ihr als Protagonistin, als auch von der Autorin. Zudem fühlt sie sich ständig zu der „Winterherrin“ (also einer Herrscherin über den Winter) hingezogen, warum wird dem Leser allerdings nicht klar. Die Winterherrin ist eine der unsympathischsten Protagonisten, die ich kenne. Der einzige nette Fakt über sie ist, dass sie wunderschön ist. Aber warum Neve diese Anziehung zu ihr spürt und auf ewig bei ihr bleiben will, ist mir wirklich ein Rätsel.
Auch bei Betrachtung des Schreibstils bin ich zwiegespalten. Einerseits beschreibt die Autorin einige Szene wirklich schön und anschaulich, andererseits ist der Schreibstil eben vor allem eins: anschaulich. Aus diesem Grund sind manche Ausdrücke wirklich gewöhnungsbedürftig, trotz ihrer Schönheit haben sie meinen Lesefluss teilweise etwas gestört und wirkten manchmal ziemlich gewollt. So, wie wenn man versucht, so zu schreiben wie etwa Laini Taylor, es aber nur bedingt gelingt…

Es war seltsam, dass man Dinge als sicher empfand, die nicht mehr waren als eine fragile Barriere, mühelos zu zerbrechen.
Fast so, als ob die eigene Hoffnung, gepaart mit einer Portion Selbsttäuschung, den Schutz verstärkte.

Was noch anzumerken ist, ist dieses tolle Setting, das die Autorin gewählt hat! Eine Geschichte, die in den einsamen kanadischen Wäldern spielt, in winterlicher Kälte, das ist so toll! Und auch den Aspekt, dass hier die Natur dem Menschen deutlich überlegen ist, fand ich wirklich sehr gelungen.

Fazit:

Ihr seht schon, dass ich ziemlich hin- und her gerissen bin. Einerseits mag ich die Idee wirklich gerne, und das Buch hat auch ein paar ganz nette Stellen. Allerdings war die Handlung wirklich etwas platt und die Handlungen von Neve ziemlich unverständlich. Aufgrund meiner nicht vorhandenen Erwartungen fand ich das Buch aber auch nicht so schlecht, wie anfangs befürchtet und es war sicher nicht der Mega Flop, sondern einfach nur…unterer Durchschnitt.
Von mir gibt es aus diesem Grund 2.5 / 5 Sternen und nur eine sehr bedingte Empfehlung.

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111 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

jugendliebe, new adult, rezension, blog blogger, sex

Einfach. Wir zwei.

Tammara Webber , Veronika Dünninger
Flexibler Einband: 417 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.12.2016
ISBN 9783734103582
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ob Pearl an Glück glaubte oder nicht, spielte keine Rolle.
Ich glaubte genug für uns beide.

Worum geht’s?

 In dieser Geschichte treffen wir einerseits auf Boyce Wynn, dem nach dem Tod seines verhassten Vater endlich alle Last von den Schultern fällt. Er kümmert sich um seine Autowerkstatt und fühlt sich endlich frei.
Auf der anderen Seite haben wir Pearl Frank, die sich ihrer Mutter widersetzt, indem sie nicht wie geplant Medizin studiert, sondern ein Studium in Meeresbiologie in ihrer Heimatstadt beginnt.
Somit treffen Boyce und Pearl, die sich schon seit einem schicksalhaften Ereignis in ihrer Kindheit kenne, erneut aufeinander – und es sprühen die Funken!

Meine Meinung:

Von Tammara Webber hatte ich bereits sowohl „Einfach. Liebe.“, als auch „Einfach. Für dich.“ gelesen. Beide Bücher mochte ich sehr gerne, ersteres ist einer meiner allerliebsten Liebesromane ever ❤

Klar, dass ich das neu erschienene Buch der Autorin ebenfalls lesen muss. Und das hat mir mal wieder gezeigt, dass ich mich 100% auf Webber verlassen kann. Ihre Geschichten berühren mich nochmal viel mehr als die von J. Lynn/Jennifer L. Armentrout, Cora Carmack usw. Inhaltlich gesehen entspricht die Geschichte natürlich einem typischen New Adult Buch, aber ganz ehrlich? Ein New Adult Buch finden, das nicht in irgendeiner kleinen Weise so ist, wie alle anderen? Wird schwierig Freunde, wird schwierig.
Erstmal zum äußeren Erscheinungsbild. Das Cover ist mal wieder richtig gut gelungen und der Blanvalet Verlag macht bei der Coverwahl seine Sache wirklich sehr gut!

In diesem Buch erzählen uns Boyce und Pearl abwechselnd ihre Geschichte. Der gesamte Handlungsverlauf ist gespickt mit kleinen Rückblicken – was besonders schön zu lesen ist, die beiden kennen sich ja, seit sie Kinder waren. Die gesamte Geschichte wird eigentlich nie langweilig, auch wenn ich ca. 50 Seiten gebraucht habe, um mich wieder in Tammara Webbers Schreibstil einzugewöhnen. Besonders zum Ende hin nimmt die Geschichte nochmal richtig Fahrt auf und wird wirklich schön. Vielleicht auch ein bisschen kitschig – okay, ich geb’s zu, Tammara Webbers Bücher sind kitschig! – aber oh mein Gott, so gut kitschig! Was mir auch immer noch sehr gut gefällt, ist es, wenn in einem Buch schon bekannte Charaktere vorkommen, Boyce ist zum Beispiel der beste Freund von Lucas, einem der Hauptcharaktere von „Einfach. Liebe.“ und „Einfach. Für dich.“. Außerdem gibt es neben dem großen Handlungsstrang um Boyce und Pearl auch noch einige kleine Stränge, die allesamt die Geschichte bereichern.

In meinen Augen steht und fällt gerade bei Liebesromanen die Geschichte mit ihren Charakteren. Und dieses Buch beweist nur noch ein Mal, wie gut es der Autorin gelingt, interessante, sympathische, authentische und heiße Protagonisten zu formen. Pearl ist ein super süßes und intelligentes Mädchen und mann, ich hätte sie sehr gerne als Freundin. In gewisser Weise bin ich ihr auch recht ähnlich, das macht es natürlich dann auch leicht, sich mit ihr zu identifizieren.
Aber Boyce Wynn. Mein Güte. Ich habe ja schon Lucas aus „Einfach. Liebe.“ geliebt wie verrückt, aber Boyce ist schon auch grandios. Er ist heiß- und zwar vedammt heiß! – er hat Humor, er ist fürsorglich, er ist einfach nut toll.
Auch die Chemie zwischen Pearl und Boyce passt. Obwohl die beiden deutlich öfter im Bett landen, als das in den anderen beiden Büchern der Fall war, und obwohl sie gerne auch noch etwas mehr tiefsinnige Gespräche führen hätten können, merkt der Leser eindeutig, das da ein Band zwischen den beiden ist, das nichts und niemand trennen kann.
Auch alle Nebencharaktere und die kleinen Konflikte, die neben der Hauptgeschichte entstehen, sind gut ausgearbeitet, auch wenn ich zu einigen gerne noch mehr erfahren hätte. Beispielsweise hat Boyce in seiner Autowerkstatt eine Mitarbeiterin, der er erst skeptisch gegenüber ist, sie aber dann doch ins Herz schließt. Es handelt sich um ein junges, schlagfertiges Mädchen, das schon sein ganzes Leben an einen Rollstuhl gefesselt ist und eine tolle Lebenseinstellung hat. Sie bereichert die Geschichte auf ihre ganz eigene Art!

Tammara Webbers Schreibstil ist sehr vielseitig. Einerseits angenehm, andererseits prickelnd und fesselnd. Sie kann so gut mit Worten umgehen, besonders die Beziehungen zweier Menschen so schön in Worte fassen. Als ich den letzten Satz des Epilogs gelesen hatte, war meine Reaktion einfach nur ein „Hach!“. Total lächerlich, ich weiß. Aber es ging mir bei diesem Buch ähnlich wie mit „Einfach. Liebe.“ und „Einfach. Für Dich.“. Ich habe es verschlungen, eingeatmet und geliebt. Und damit hat die Autorin mal wieder ihren Platz in meinem Herzen gefestigt – auf einer Stufe mit Colleen Hoover.

Klar, ich kann verstehen, wenn man diese Geschichte als zu kitschig, zu klischeebeladen oder auch zu Friede-Freude-Eierkuchen bezeichnet. Aber ganz ehrlich? Ich habe einfach mal wieder so eine Liebesgeschichte gebraucht. Also, so eine richtige Lovestory. Mit richtig viel Schmalz, in die man abtauchen und versinken kann, und danach vollkommen verzaubert wieder aufwacht. Und genau das habe ich mit diesem Buch bekommen!

Fazit:

Ihr könnt es euch sicher schon denken, dass dieses Buch von mir die volle Punktzahl bekommt. Das war endlich mal wieder eine New Adult/Liebesgeschichte, die mich voll und ganz überzeugen konnte. Und in diesem Genre ist Tammara Webber einfach mein Geheimtipp!

Wenn ihr alle Bücher dieser Companion Series lesen wollt, dann fangt am Besten mit „Einfach. Liebe.“ an, dann könnt ihr „Einfach. Für Dich.“ lesen (ist nicht zwingend notwendig, aber man erfahrt einiges über die Jugend von Lucas und Boyce) und dann „Einfach. Wir Zwei.“. Somit also genau in der Reihenfolge ihrer Erscheinung – ihr könnt aber auch jedes Buch einzeln und ohne Vorwissen lesen!

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

cinderella, young adult, märchen, cinder, lunar chronicles

Cinder

Marissa Meyer
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Feiwel & Friends, 08.01.2013
ISBN 9781250007209
Genre: Sonstiges

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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

nordkorea, flucht, biographie, diktatur, südkorea

Meine Flucht aus Nordkorea

Yeonmi Park , pociao , Sabine Herting , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 21.11.2016
ISBN 9783442159130
Genre: Biografien

Rezension:

Dies wird keine richtige Rezension. Ich möchte euch einfach nur teilhaben lassen an meinen Gefühlen, als ich dieses Buch gelesen habe und euch (hoffentlich) dazu motivieren, dieses Buch auch zu lesen.

Dieses Buch handelt von Yeonmi. Sie ist in einer Stadt im Norden Nordkoreas geboren, direkt an der chinesischen Grenze. Eigentlich hat ihre Familie einen guten Status, aber durch unglückliche Geschehenisse wird die Lage nicht gerade besser. Als schließlich ihre Schwester über die Grenze nach China flieht, beschließen Yeonmi und ihre Mutter, ihr zu folgen. Es ist eine Reise in die Ungewissheit – und auch ein steiniger Weg zur Freiheit.

Auf eine erschreckende Art faszinierend

Dies ist die Geschichte der Entscheidungen, die ich traf, um zu überleben.
(S. 20)

Die Geschichte ist in 3 Teile unterteilt, Nordkorea, China und Südkorea. Am Interessantesten war sicherlich der erste Teil, in dem Yeonmi ihre Kindheit und frühe Jugend in diesem Land, das niemand so richtig kennt, beschreibt. Man lernt richtig viel über die Geschichte Nordkoreas, über das Leben, das Regime, die Überwachung, die Zensur dort. So genau, wie auf den ersten 100 Seiten dieses Buches habe ich diesen Staat in vielen Jahren Geschichte/Sozialkunde nicht kennengelernt.
Überhaupt finde ich, dass die demokratische Volksrepublik Korea beispielsweise in der Schule viel zu kurz kommt. Warum liest man nicht Bücher wie dieses, um die Welt da draußen besser zu verstehen? Auch wenn die Geschichte grausam und erschreckend ist, wäre das eine gute Lektüre für die 10./11./12. Klasse. Diese Buch gibt einem so viel.
Aber gut, ich schweife ab.
Die Welt, die Yeonmi schildert wirkt so weit entfernt. Es ist eigentlich unvorstellbar, dass im 21. Jahrhundert ein Land so regiert wird, wie es in Nordkorea der Fall ist. Diese Abschottung, Wahnsinn.

Ich seh schon, ich hätte Zitate markieren sollen, aber ich habe so im Sog gelesen, dass ich es leider vergessen habe… Es fällt mir extrem schwer diesen Beitrag zu schreiben, weil ich meine Gefühle eigentlich gar nicht in Worte fassen kann. Wenn ihr das Buch lest, dann versteht ihr, was ich meine.

Ein Mädchen mit einer bewegenden Geschichte

So verließen wir die einzige Heimat, die wir jemals gehabt hatten.
(S. 104)

Was Yeonmi nach ihrer Flucht in China durchmachen muss, will ich gar nicht erzählen. Klar ist nur, dass es absolut grausam ist, was dort geschieht und von der landeseigenen Regierung sowie den anderen Ländern der Erde nahezu totgeschwiegen wird. Zumindest habe ich noch nicht viel davon mitbekommen. Und gerade deshalb ist es gut, dass Yeonmi Park kein Blatt vor den Mund nimmt und die erschütternde Wahrheit erzählt.

Park ist eine bewundernswerte junge Frau, die mutig und stolz um ihre Freiheit und um die von 25 Millionen Nordkoreanern kämpft – und das, obwohl sie bereits auf der „Abschussliste“ des Regimes steht. Sollte sie in ihre Heimat zurckkehren wollen, würde sie vermutlich des Hochverrats angeklagt werden und sterben.

Die gesamte Geschichte hat mich nicht nur traurig gemacht, nein. Ich war sprachlos.

Ich weine nie bei Büchern. Bei diesem hier sind mir zweimal die Tränen übers Gesicht gelaufen. Gerade das Ende war unglaublich berührend, aber auch der gesamte Rest des Buches hatte kleine Momente, versteckt hinter alldem Bösen, die hoffnungsvoll waren. Die Geschichte lehrt uns, dass jeder vermeitlich gute Mensch auch etwas Böses verstecken könnte, dass aber auch jeder vermeitlich böse Mensch ein Herz haben kann.

Die Geschichte von Yeonmi Park ist grausam, sie ist erschreckend, und umso erschreckender ist es, dass es da draußen noch viele Nordkoreaner gibt, die jeden Tag in diesem Land leben, oder auch die Flucht versuchen und scheitern. Warum ist es nicht möglich, dass sich dieses Land für den Westen öfffnet?

Interessant finde ich auch, dass Yeonmi Park sich trotz allem mit ihrer Heimat verbunden fühlt – zumindest lässt sich das zwischen den Zeilen raus lesen. Ich denke, sie wünscht sich nichts mehr, als dass die zukünftige Bevölkerung Nordkoreas ein Leben ohne Unterdrückung führen kann. Ein Leben, in dem alle Grundbedürfnisse gedeckt sind. Ein Leben in Freiheit.

„Komm irgendwann an mein Grab und erzähl mir, dass der Norden und der Süden wieder vereint sind.“
(S. 76)

„Mut zur Freiheit“ ist ein Buch, das einen zerstört. Aber es gibt gleichzeitig auch Hoffnung. Hoffnung auf Freiheit.
Dieses Buch wird niemals mein Bücherregal verlassen. Es ist zu wertvoll.

Eine uneingeschränkte Empfehlung – wenn es euch interessiert, dann lest es unbedingt!

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310 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

fantasy, dystopie, zukunft, seher, london

The Bone Season - Die Träumerin

Samantha Shannon , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 08.06.2015
ISBN 9783833309328
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich stelle mir gerne vor, dass es am Anfang mehr von uns gegeben hat. Vielleicht nicht viele. Aber doch mehr als jetzt.

Worum geht’s?

Wir schreiben das Jahr 2059, London. Dies ist eine Zeit, in der das Regime „Scion“ an der Macht ist. Alle Menschen, die sich mit dem Æther, also mit der Welt der Geister, in Verbindung setzten können, werden gnadenlos verfolgt. Auch Paige Mahoney gehört zu den Verfolgten – sie ist eine Traumwandlerin – kämpft sich jedoch gut durch ihre Welt. An einem schicksalhaften Tag wird sie jedoch gefasst…und mehr sollte ich nicht erzählen, sonst nehme ich euch einiges weg 😉

Meine Meinung:

Erstmal zum äußeren Erscheinungsbild: Das Cover fasziniert mich irgendwie. Ich kann euch gar nicht sagen, warum, aber es sieht einfach cool aus (dieses Blau!).
Inhaltlich waren meine Erwartungen zwar relativ hoch (aufgrund den ganzen Empfehlungen) aber andererseits war ich mir auch nicht so sicher, was mich nun erwartet. Die Inhaltsangabe habe ich erst nach genauem mehrfachen Lesen kapiert *shame on me*
Aber das war gar nicht schlimm. Vielleicht war es auch ganz gut, dass ich ohne Vorwissen in die Geschichte reingegangen bin…

Viele sagen ja, das Buch wäre zu Beginn etwas zäh. Ich habe schon deutlich zähere Einstiege gelesen! Ich war ab der ersten Seite drin in der Geschichte, und ab Seite 50 war ich süchtig. Absolut süchtig.
Das lag zum einen natürlich an diesem absolut genialen Worldbuilding, das Samantha Shannon sich hier ausgedacht hat. Ich habe selten von einer so komplexen Welt gelesen, wie hier. Ein Beispiel: Es gibt 7 (entdeckte?) Kasten der Hellseherei. Diese 7 Kasten können in 19 „Arten“ unterteilt werden, einige dieser wiederum in 39 „Unterarten“. Es gibt zu Beginn des Buches ein Schaubild, das diesen Wahnsinn zeigt. Klar, man braucht seine Zeit, bis man sich in dieser Welt zurecht findet. Deshalb mein Ratschlag: Lasst es einfach auf euch zukommen und versucht nicht gleich im ersten Kapitel alles zu verstehen. Lasst euch auf diese Geschichte ein, die Autorin führt den Leser recht behutsam durch die Welt.
Neben dem Worldbuilding ist auch der Plot fantastisch. Gespickt mit Überraschungen, Rückblenden, Action und Gewalt, aber auch mit ruhigen, behutsameren Szenen. Ich habe keine Ahnung, wie sie das macht, aber Samantha Shannon schafft es, dass ich nach jedem Ende eines Kapitels nach dem nächsten lechze. An einem Tag (Samstag) konnte ich zum Beispiel aus Zeitgründen gerade mal 30 Seiten lesen, und in mir hat sich ein regelrechter Hunger nach der Geschichte aufgestaut (am nächsten Tag hab ich dann 200 Seiten verschlungen…jaaa…). Wundervoll ist auch, dass die Story voller Überraschungen stecht. Man fiebertert mit Paige mit, manche Szenen sind plötzlich so brisant, dass man keine Luft mehr bekommt, manchmal tauchen – scheinbar wie aus dem Nichts – Verbündete auf und trotzdem wirken die Geschehenisse nicht konstruiert.
Kurzum: Es ist teilweise so spannend, dass man es nicht mehr aushält. Und wenn es mal nicht so spannend sein sollte, will man trotzdem immer wissen, wie es mit den Protagonisten weitergeht.

„Wenn du also schwer verletzt hier reinkommen würdest, soll ich dich sterben lassen?“ hakte ich nach.
„Ja.“
Lügner. Den nächsten Satz wollte ich mir eigentlich verkneifen, schaffte es aber nicht ganz: „Diesem Befehl werden ich nur zu gerne Folge leisten.“

[Gespräch zwischen Paige und dem Wächter]

Damit sind wir beim nächsten Punkt: den Charakteren. Und meine Güte, ich habe selten zwei so tolle Hauptprotagonisten gesehen! Doch beginnen wir mit Paige:
Paige ist in allen Belangen eine bewundernswerte Protagonistin. Sie vereint eigentlich alle guten Eigenschaften in sich: Mut und Tapferkeit, Intelligenz und List, Stolz und Humor. Sie weiß, dass sie etwas Besonderes ist, aber trotzdem will sie als Mensch gesehen werden, nicht als widernatürliches Wesen. Sie ist absolut großartig! Und in diesem Buch ist sie dem Leser auch noch so nah – es ist, als wäre ich Paige. Zudem ist Paige Irin, in einigen wenigen Rückblicken kommt auch ihr Leben dort vor (leider nur kurz!) und das macht sie für mich nochmal sympathischer!

„Nein.“ […] „Ich werde mich bestimmt nicht umbringen, nur damit du von Nashira ein Fleißbildchen bekommst.“

[Seite 201]

Und der männliche Gegenpart – HOLY MOLY – seit Warner aus Shatter me (Tahere Mafi) habe ich keinen so anziehenden Protagonisten mehr getroffen. Und ganz ehrlich: Ich finde Arcturus/Warden (in der englischen Originalausgabe heißt er so)/Der Wächter nochmal besser als Warner. Zu Beginn wird man nicht ganz schlau aus ihm. Was sind seine Absichten? Was verbirgt er? Mir war allerdings ziemlich schnell klar, in welche Richtung das Ganze gehen wird. Und ich habe diese Richtung geliebt 😉 Der Wächter ist einfach ein so vielschichtiger und spannender Charakter, über ich den ich unbedingt noch viel mehr erfahren muss!
Auch die Beziehung zwischen den beiden war wirklich etwas ganz Besonderes. Im Laufe des Buches war ein ganzer Gefühlsregenbogen vorhanden: Hass, Wut, Abneigung, Ekel, Vertrauen, Liebe, Leidenschaft, Loyalität. Und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, die Entwicklung der Beziehung der beiden zu verfolgen.
Die Nebencharaktere waren teilweise sehr interessant, man hätte sie aber noch weiter ausarbeiten können – hinsichtlich der jeweiligen Absichten zum Beispiel.
Die einzigen, die ich nicht wirklich mochte, waren die Mitglieder der „Sieben Siegel“, der Organisation, der Paige vor ihrer Verhaftung angehört hat. Einige waren ganz sympathisch, wieder andere (zum Beispiel Jaxon, der „Chef“ der Bande!) waren mir absolut unsympathisch. Und klar, für Paige sind sie eine Familie. Das ist so ziemlich der einzige Aspekt, bei dem Paige nicht willensstark ist. Was ich einerseits wirklich schön finde, andererseits behandelt sie vor allem Jaxon nicht wirklich respektvoll. Zumindest kam mir das so vor. Aber vielleicht erfahren wir ja in Band 2 etwas mehr…?

„Ich habe durch das Traumwandeln schon Menschen getötet.“
„Ich weiß.“
„Wie willst du dann sicher sein, dass ich dich nicht auch töte?“
„Das kann ich nicht wissen. Dieses Risiko muss ich eingehen.“

[Gespräch zwischen Paige und dem Wächter, Seite 423]

Kommen wir zu meinem letzten Punkt bei dieser Lobeshymne: Der Schreibstil von Samantha Shannon. Sie schreibt packend. Fesselnd. Nachdenklich. An Laini Taylor kommt sie in meinen Augen nicht ran, aber ihre Art zu schreiben gibt der Geschichte noch das letzte bisschen Magie und regt wirklich zum Nachdenken an. Was mir mit am besten gefallen hat, waren die Beschreibung von Paiges Gabe und die Gespräche zwischen dem Wächter und Paige. Manche Szenen zwischen den beiden waren emotional extrem aufgeladen – ich kriege jetzt noch weiche Knie, wenn ich daran denke…
Und am Ende war ich den Tränen nahe – und das, obwohl ich eigentlich nie weine bei Büchern. Aber dieses Buch hat mein Herz herausgerissen und in 1000 Stücke zerschmettert. Ich hoffe, dass die Folgebände es wieder zusammenflicken. Ich hoffe es so sehr.

Nicht alle von uns wissen, was wir sind. Einige von uns sterben, ohne es jemals zu erfahren. Andere wissen es, und wir werden niemals erwischt.
Aber wir sind dort draußen.
Das könnt ihr mir glauben.

[Seite 13]

Fazit:

Wie ihr schon seht: Die pure Begeisterung. Allerdings finde ich, dass dieses Buch einfach zu wenig Aufmerksamkeit bekommt. Wenn man sich anschaut, wie gehyped Throne of Glass, Shatter Me oder andere Bücher sind (was auf gar keinen Fall heißen soll, dass sie nicht gut sind!), kommt The Bone Season etwas zu kurz.
Ich bin gespannt, wann der zweite Teil als Taschenbuch erscheint. Werde mal beim Verlag nachfragen – wenn es noch lange dauert, kaufe ich mir tatsächlich die Hardcover (dann ist die Wartezeit auf die neuen Bände nicht mehr so lang!). Und ich weiß auch, dass ich das Buch irgendwann nochmal re-readen werde…es ist awesome ❤
Jetzt sage ich nur noch eine Sache: LEST DIESES BUCH!

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1.350 Bibliotheken, 45 Leser, 3 Gruppen, 220 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht’s?

Für ihre Familie ist Feyre die einzige Versorgerin. Nur durch die Jagd können sie, ihr Vater und ihre zwei Schwestern überleben. Eines Tages erschießt sie allerdings einen Wolf, der – wie sich herausstellt – ein Fae war. Aus diesem Grund kommt der Fae Tamlin und fordert Feyre auf, ihre Schuld zu begleichen: entweder sie stirbt, oder muss für den Rest ihres Lebens an Tamlins Seite im Land der Fae leben…

Unsere Meinung

1. Erwartung

Von Sarah J. Maas hatte ich vorher nur den ersten Band von Throne of Glass gelesen, eine Reihe, die ich unbedingt mal weiter lesen sollte. Meine Erwartungen waren relativ hoch, alle lieben die Autorin, mit ToG 1 hatte sie mich aber nicht 100%ig überzeugt. Und ich war gespannt, ob ich mich endlich in ihre Charaktere verliebe 😉
Zugegeben: Ich hatte schon überlegt, ob ich es auf Englisch lesen soll, und ich denke, das wird vielleicht auch noch nachgeholt.

2. Cover (Inhalt)

Ich bin zwar auch kein riesiger Fan des englischen Covers, aber…naja, das deutsche ist definitiv nicht besser (eher das Gegenteil, um ganz ehrlich zu sein…). Und auch das mit dem Umschlag ist unpraktisch. Aber hey, was soll’s? Was zählt, ist die Geschichte!!
Inhaltlich war ich gespannt, wie sehr man den „die Schöne und das Biest“ Aspekt merkt. Der Kunst an Märchenadaptionen ist ja, eine Geschichte mit Märchenanteil zu schreiben, aber trotzdem ein unabhängiges und individuelles Werk zu schaffen.

3. Handlung

Zu Beginn ist man gleich mitten in der Geschichte drin, und es beginnt gleich spannend. Das Einzige, was ich hier als etwas störend empfunden habe, waren kleine Parallelen zu Throne of Glass, diese haben sich aber im Laufe der Geschichte ziemlich aufgelöst. Beide Bücher sind individuell und durch ihr Worldbuilding absolut klar abgegrenzt.

In einigen Rezensionen gab es ja die Kritik, dass der Mittelteil des Buches extrem langatmig und langweilig ist. Für mich war er jedoch perfekt! Gerade die Zeit, die Feyre am Frühlingshof verbringt, wie sie die Gegend entdeckt, anfängt zu malen, die Feste der Fae – für mich war das absolut stimmig und mich hat der Zauber dieses Landes absolut gepackt. Mitunter gab es so wunderschöne Szenen! Ob nun die Szene, als Feyre für Tamlin tanzt, das Baden im Sternenlicht oder auch die unterhaltsamen Dialoge zwischen Lucien und Feyre. Am Ende steigert sich die Spannung natürlich wieder und mündet in einem coolen Showdown, der zwar einige Fragen offen lässt und definitiv Lust auf den zweiten Band macht, das Buch könnte aber durchaus auch für sich stehen. Es gibt also keine riesigen Cliffhanger. [Bis auf die letzte Szene mit Feyre und Rhys…das bleibt spannend!]

Der Himmel wurde veilchenblau und die Wolken tränkte ein rosafarbener Schimmer. Dann stieg eine glänzende Scheibe, zu klar und zu hell, um es in Worte zu fassen, über den Horizont und tauchte alles in ein goldfarbenes Licht. Es war, als würde man die Geburt der Welt mitansehen, und außer uns gab es nichts und niemanden.

Was mich am Ende etwas gestört hat, war die Lösung für das Rätsel, dass Feyre gestellt wurde (aus Spoilergründen sag ich jetzt mal nicht von wem und in welcher Situation!). Es wurde ein Wort gesucht und dieses war echt wenig innovativ. Ich meine, dieses Wort ist in gefühlt 99% aller Rätsel die Lösung. Das hätte sogar ich gewusst, und das, obwohl ich in so was nicht sonderlich gut bin. Feyre braucht ganze 100 Seiten zur Lösung. Aber gut, das war sicherlich so gewollt und ist jetzt auch nicht gravierend. Mich hat es halt nur etwas aufgeregt 😉

Und kurz auch noch zum „Beauty and the Beast“- Aspekt: Es gibt einige winzige Parallelen, aber alles in einem ist „Dornen und Rosen“/ACOTAR eine absolut eigenständige Geschichte. Allerdings macht das Buch total Lust auf den Kinofilm von „Die Schöne und das Biest“, der im März in die Kinos kommen soll!


4. Charaktere
Immer wenn ich was über Bücher von Sarah J. Maas höre, haben sich alle in die Charaktere verliebt. Bei ToG fiel mir das noch schwer, aber bei diesem Buch war ich ziemlich schnell hin und weg. Beginnen wir mit Feyre: Mit ihr konnte ich mich wahnsinnig gut identifizieren, ich glaube im echten Leben würden wir uns gut verstehen. Sie ist sehr mutig, sehr loyal und verspricht sehr viel Potenzial für den Rest dieser Reihe. Ich weiß, dass nach dem zweiten Band niemand mehr Tamlin mag, deswegen werden jetzt alle lachen, wenn ich sage: In diesem Reihenauftakt mochte ich ihn wirklich gerne! Ich frage mich halt nur, wie sehr er sich verändern muss, um den Hass der gesamten Fangemeinde auf sich zu ziehen…? Aber gut, auch wenn mein Herz bei diesem Gedanken blutet, bin ich dennoch gespannt auf diese…nun ja, Entwicklung.

Mein absoluter Liebling in diesem Buch war jedoch ein anderer: Lucien! Er hatte in vielen Dialogen mit die besten Sätze, sein Sarkasmus und sein Humor haben mein Herz erobert. Ich hoffe, er kommt in den Folgebänden noch ganz oft vor und behält seine unverwechselbaren Charakterzüge bei!
Auch Rhysand – den ja alle abgöttisch lieben – hatte in diesem Buch einige Auftritte, für mich war es sicher keine Liebe auf den ersten Blick, er ist mir zu Beginn etwas zu autoritär. Allerdings birgt auch er sehr viel Potenzial und scheint ein extrem komplexer und vielschichtiger Charakter zu sein.
Grundsätzlich finde ich es toll, wenn möglichst viele Protagonisten undurchschaubar bleiben, gerade in langen Reihen ist das doch wahnsinnig wichtig, oder? Aufgrund dessen und auch dadurch, dass es einfach eine Fülle verschiedener Charaktere gibt, bleibt es spannend!

„Ich ziehe es vor, kein Kleid zu tragen.“
„Und warum nicht?“, fragte Lucien sanft.
Tamlin antwortete für mich.“In Hosen fällt es ihr leichter, uns umzubringen.“

5. Schreibstil

Klar, am besten kann man den Schreibstil anhand der Originalausgabe beurteilen. Trotzdem hat mich die Geschichte verzaubert, die Art und Weise, wie Sarah J. Maas die Magie von Prythian (dem Land der Fae) beschreibt, war wunderschön. Man merkt mal wieder, wie viel man mit Worten ausdrücken kann. Wahnsinn! Ich habe es sehr genossen, mich in diese Welt entführen zu lassen.
Aber auch die deutsche Übersetzung hat ihre Arbeit sehr gut gemacht, was ich dem Verlag auch schon per Twitter mitgeteilt habe – sie haben sich sehr gefreut! Als Vergleich spiele ich trotzdem mit dem Gedanken, das Buch nochmal im Original zu lesen und die Reihe ggfs. auch auf Englisch weiter zu lesen. Auf Deutsch wird das noch so lang dauern und ich weiß nicht, ob ich das schaffe 😮

Der Feuerschein verlieh dem Gold seiner Maske einen warmen Schimmer. Die Smaragde glitzerten. So viele Farben, so viele Schattierungen – Farben und Töne, deren Bezeichnungen ich nicht kannte, die ich sammeln und miteinander verweben wollte.

Fazit

Mit diesem Buch hat mich Sarah J. Mass absolut und endgültig überzeugt! Für mich hat einfach alles gepasst: Das Setting, der Plot, die Protagonisten, der Schreibstil, die Stimmung. Jetzt werde ich möglichst bald die anderen Throne of Glass Teile lesen – ich freu mich schon!
Dieses Buch ist definitiv eine Empfehlung meinerseits für alle Fantasy Liebhaber, die sich nach Action und Romantik, tollen Charakteren und einer absolut magischen Welt sehnen!

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298 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 76 Rezensionen

wüste, fantasy, amani, alwyn hamilton, jugendbuch

AMANI - Rebellin des Sandes

Alwyn Hamilton , Ursula Höfker
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 22.08.2016
ISBN 9783570164365
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Ich wurde in der Wüste geboren.
Die Wüste war ein Teil von mir.

Worum geht’s?

Amani ist erst 16 und schon die beste Scharfschützin ihres Dorfes, Dustwalk. Aber sie wünscht sich nichts sehnlicher, als diesem gottverlassenen Kaff endlich den Rücken zu kehren. Deshalb tritt sie bei einem Schießwettbewerb an, um genügend Geld für ihre Flucht zu sammeln. Allerdings geschehen dort unvorhergesehene Dinge und letztendlich wird ihr der Fremde Jin im allgemeinen Touwabohu zum Lebensretter.
Und schon ist Amani nicht nur auf der Flucht, sondern steckt auch gemeinsam mit Jin in einer gefährlichen Rebellion…

Meine Meinung:

Das Cover…gefällt mir vom Prinzip her schon, das mit dem glitzerndem Sand ist wirklich schön. Allerdings finde ich das Mädchen darauf nicht so gut gelungen. Nicht weil ich Personen auf dem Cover nicht mag, sondern weil das Bild so…extrem scharf ist. Kennt ihr das, wenn ein Bild einfach überscharf ist und dann fast schon wieder verpixelt ausschaut? Uhh, das mag ich gar nicht.

Ich hatte das Buch erst überhaupt nicht auf dem Schirm, obwohl mir die englische Originalausgabe Rebel of the Sands durchaus eiin Begriff war. Und kurzzeitig habe ich in Dublin sogar überlegt, ob ich mir das Buch kaufen soll. Und deshalb war ich sehr happy, dass ich das Buch vom cbt Verlag zur Rezension geschickt bekommen habe, vielen Dank dafür!
Inhaltlich gesehen ist diese Geschichte wirklich mal was ganz anderes. Orientalische Anspielungen gepaart mit liebevoll ausgearbeiteten Fantasy Elementen. Und die Welt, bzw. die Länder in dieser Welt wirken auch sehr futuristisch oder in der Vergangenheit spielend. Sehr interessant.

Die Geschichte beginnt sehr rasch, man ist sofort „drin“. Die Handlung beginnt mit dem Schießwettbewern und verliert von da an nie an Spannung. Ich hab das Buch regelrecht verschlungen und war fasziniert von der Vielfalt an fantastischen Wesen, die Hamilton hier geschaffen hat. Das ich mit Büchern aus orientalischen Wüstenwelten nicht so gut kann, dafür kann die Autorin ja nichts (ich hab oft das Gefühl, gleich biegt der IS um die Ecke, sorry!). Trotzdem hat mich diese Welt und die Geschichte fasziniert, die Gefahr, die von allem ausgeht, wundervoll. Auch die Beschreibungen der Wüstentage, der Wüstennächte, des Lebens in den verlassenen Örtchen der „Letzten Provinz“ sind super gelungen. Den einzigen Minuspunkt gibt es bei mir für das Ende. Ja, richtig gehört. Mir ging das ganze Finale am Schluss viel zu schnell, es war mir deutlich zu hektisch.

An den Schreibstil von Hamilton musste ich mich erst mal gewöhnen. Auch wenn sich das Buch wirklich schnell lesen lies, kam er mir relativ komplex vor. Leider wurde das besonders am Ende für mich etwas schwierig, weil die Handlung so schnelllebig war und der Schreibstil noch sein Übriges dazu getan hat.
Aber es gibt durchaus auch postive Seiten: zum einen gewöhnt man sich dran und zum anderen zeigt er sehr gut diese magische Welt und den Zauber dieser Geschichte. Wirklich faszinierend!

 Unsere Protagonistin Amani ist ein starkes und bewundernswertes Mädchen. Sie ist mutig, klug und rebellisch. Man kann sie sich wirklich nur zum Vorbild nehmen. Auch Jin, der männliche Gegenpart dazu ist sehr gut ausgearbeitet, hat aber trotzdem was ganz Geheimnisvolles. Beide Charaktere sind unglaublich vielschichtig und geben sicher auch viel Stoff für die weiteren Teile dieser Reihe.
Manch einer mag bemängeln, die Lovestory wäre schwach. Den Eindruck hatte ich überhaupt nicht. Im Gegenteil: es war sehr schön, dass der Schwerpunkt in diesem Buch wirklich auf der Wüstenwelt, den Fantasyelementen und der Revolution lag. Die gesamte Handlung birgt relativ wenig Platz für eine tolle, ausgearbeitete Liebe. So gesehen waren die Ansätze und das Knistern zwischen Jin und Amani durchaus ausreichend. Vielleicht hatten die ein oder anderen Leser da zu hohe Erwartungen…

Fazit:
– Cover: 3/5
– Inhalt: 5/5
– Handlung: 4/5
– Schreibstil: 4/5
– Charaktere: 5/5
Gesamt: 4,2 / 5
Ein starker Reihenauftakt, der in meinen Augen den größten Pluspunkt bei den Charakteren hat. Empfehlenswert!

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385 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 66 Rezensionen

engel, angelfall, dystopie, fantasy, raffe

Angelfall - Nacht ohne Morgen

Susan Ee , Kathrin Wolf
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453315204
Genre: Fantasy

Rezension:

"…alles in allem bin ich stolz, eine Menschentochter zu sein."

Worum geht’s?

Vor sechs Wochen ist die Apokalypse über die Menschen gekommen. Als wäre nicht alles schlimm genug, werden die Menschen nun von Engeln beherrscht. Diese entführen und unterwerfen wahllos Menschen – auch die kleine Schwester unserer Hauptprotagonistin Penryn. Doch Penryn gibt nicht auf und beschließt, ihre Schwester zu retten. Hilfe bekommt sie dabei völlig unerwartet von einem gefallenen Engel…

Meine Meinung:

Ich muss sagen, dass ich das Cover besser finde, wie das alte…(auch wenn die Engelsflügel irgendwie ausschauen wie Comicflügel, aber gut). Es spiegelt das Düstere des Buches gut wieder.
Inhaltlich gesehen ist das glaub ich mein erstes Engel-Buch. Zumindest kann ich mich an kein anderes erinnern. Also kann ich nicht viel dazu sagen, ob das jetzt ein typisches Buch dieses Genres war, oder nicht.
Auffällig ist erstmal, dass die Engel keinesfalls Heilsbringer sind, sondern eigentlich nur Gefahr bedeuten. Ich hatte ziemlich große Erwartungen an dieses Buch, aufgrund der vielen positiven Bewertungen. Und meine Erwartungen wurden teilweise erfüllt, teilweise nicht. Am Rande: Wer sich die Inhaltsangabe zu Teil 2 durchliest, wird feststellen, dass das Ganze ja wieder von vorne losgeht (die, die das Buch kennen, werden wissen, was ich meine…Irgendwie schmälert das die Lust auf den 2. Band, finde ich).
Die Geschichte ist extrem spannend, brutal, gefährlich und gruselig. Aber das passt. Die Autorin macht das sehr gut, den Spannungsbogen aufrecht zu halten. Das muss man auch erstmal können – Respekt! Plottwists, Cliffhanger am Ende des Kapitels, usw. alles dabei. Man findet gut in die Geschichte rein, es geht gleich zur Sache. Das Buch packt seinen Leser und zieht in mit in diese apokalyptische Welt mit Untergangsstimmung. Allerdings fand ich die „Auflösung“ (war ja eigentlich keine richtige…) etwas übertrieben am Ende. Aber man wird sehen, wie das in den Folgebänden weitergeht.
Unsere Protagonisten Penryn (das Menschenmädchen) und Raffe (der flügellose Engel) sind eigentlich ganz sympathisch, ich finde es bloß schade, dass sie beide etwas blass bleiben. Bei Raffe verstehe ich es ja noch, wenn er etwas undurchsichtig bleibt, aber Penryn ist unsere Hauptprotagonistin und ich habe nicht das Gefühl, sie besonders gut zu kennen. Dabei beziehe ich mich weniger auf die Zeit, in der das Buch spielt, sondern mehr auf die Vergangenheit. Über diese erfährt man nämlich echt wenig. Dabei hätte mich das so interessiert…
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, sie baut sehr gut Spannung damit auf. Das einzige, was mich ein klein wenig gestört hat, war die Übersetzung. Einen komischen Grammatikfehler hab ich entdeckt, und allgemein hatte ich irgendwie das Gefühl, die deutsche Übersetzung konnte die Stimmung nicht so passend rüberbringen, wie das das Original tut (wobei: das gilt wsl fast immer!). Allerdings muss ich auch sagen, dass ich das Original ja auch nicht da hab zum Vergleichen.

Fazit:
– Cover: 4/5
– Inhalt: 4/5
– Handlung: 4/5
– Charaktere: 3/5
– Schreibstil: 4/5
Gesamt: 3,8 / 5
Das Buch hat mir gut gefallen, keine Frage. Aber ich hatte eben auch ein paar kleine Kritikpunkte. Trotzdem kann ich diese Geschichte allen Fantasy – und Engelfans weiter empfehlen. Lest es – es wird euch gefallen! Eine eingeschränkte Empfehlung aber, es wird sicher nicht jedem zusagen.
Ich muss sagen, dass ich nicht weiß, ob ich die Reihe weiterlesen werde. Mal schauen. Wer weiß, wer weiß…

Ich danke dem Heyne Verlag, sowie der Verlagsgruppe Random House ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar!

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632 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

abbi glines, liebe, until friday night, field party, until friday night – maggie und west

Until Friday Night – Maggie und West

Abbi Glines , Heidi Lichtblau
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.06.2016
ISBN 9783492309196
Genre: Liebesromane

Rezension:

Worum geht’s?

West ist der gutaussehende Footballstar. Doch hinter dieser Fassade versteckt sich ein junger Mann, der vor Angst um seinen kranken Vater fast umkommt. Irgendwann stellt er fest, dass er sich jemandem anvertrauen mus. Und Maggie scheint genau die Richtige zu sein. Maggie, das Mädchen, das seit einer familiären Tragödie nicht mehr spricht.
Doch von ihrem ersten Kennenlernen an entwickelt sich zwischen den beiden viel mehr, als nur eine tiefe Freundschaft…

Meine Meinung:

Ich LIEBE dieses Cover! Ehrlich, es ist eines der schönsten, die ich dieses Jahr gesehen habe. Wunderschön sommerlich!!

Vom Inhalt her klingt das natürlich wieder total typisch. Der einzige Unterschied ist, dass die Familie von West mal wirklich wirklich toll und total liebenswert ist. Ich habe mir von diesem Buch einfach eine schöne Sommer-Liebesgeschichte erwartet, zudem wollte ich Abbi Glines mal ausprobieren und da erschien mir Until Friday Night perfekt dafür.
Das Buch beginnt rasant und man ist gleich in der Geschichte drin. Und dann lässt sie einen nicht mehr los. Überhaupt fliegen die knapp 300 Seiten nur so dahin, was auch an der geschickten Kapiteleinteilung liegt. Diese sind kurz und knackig, an jedem Kapitelanfang steht ein Zitat aus dem jeweiligen Kapitel, was ich ziemlich cool finde, das macht schon mal Lust auf die Story. Der Spannungsbogen fällt eigentlich nie ab, höchstens am Ende des ersten Drittels, wenn sich alles etwas im Kreis dreht und nicht vorwärts zu kommen scheint.
Aber besonders die zweite Hälfte des Buches war wirklich gut. Mitreßend, romantisch und spannend. Einzig der Footballeffekt hätte meiner Meinung nach noch stärker ausgeprägt sein können, aber das war Abbi Glines scheinbar nicht so wichtig.
Die Charaktere waren mir wirklich auf anhieb sympathisch. Eine tolle Clique hat die Autorin hier geschaffen. Umso toller ist es, dass die weiteren Bände dieser Reihe aus der Sicht von Jungs (oder auch Mädchen, man weiß es nie…?) aus diesem Freundeskreis erzählt wird. Ich hoffe, Wests bester Freund – und Maggies Cousin – Brady bekommt ein Buch – er ist toll!
Beim Schreibstil war ich etwas zwiegespalten. Leider. Einerseits fand ich ihn echt gut, sehr locker und fluffig. Aber andererseits fand ich ihn etwas zu einfach, bzw. zu umgangssprachlich. Mich nervt es, wenn jeder dritte Satz mit einem „!“ endet. Manchmal kam es mir so vor, mein 12 jähriges Ich hätte das Buch geschrieben! Und das macht mich echt traurig, die Geschichte ist nämlich echt schön und hat auch überraschend viel Tiefe. Aber vom Schreibstil her finde ich es schon seeehr jugendlich. Man hat manchmal das Gefühl, es wäre ein Debutroman. Naja, vielleicht muss man sich erstmal daran gewöhnen. Für den Strand taugts allemal! Und den zweiten Teil werde ich vielleicht auch lesen :)

Fazit:
– Cover: 5/5
– Inhalt: 3/5
– Handlung: 4/5- Charaktere: 5/5
– Schreibstil: 2,5/5
Gesamt: 3,9 / 5
Ich würde ca. 3,5 Herzerl vergeben. Eine leichte Lektüre mit einer süßen Lovestory. Leider musste ich mich an den Schreibstil von Abbi Glines erst gewöhnen. Deshalb denke ich, dass diese Reihe eventuell meine einzige von ihr bleiben wird.
Tut mir Leid, dass die Rezi so kurz ist, aber mir ist nicht so sonderlich viel eingefallen

Ich danke dem Piper Verlag ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar!

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171 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

dystopie, liebe, amy engel, heart of ivy, rezension

Heart Of Ivy - Geliebter Feind

Amy Engel , Michaela Link
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 13.06.2016
ISBN 9783570310694
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Worum geht’s?

Die 16 jährige Ivy Westfall lebt in einer Welt, in der nach dem Krieg ein ganz besonderes System herrscht: Die Töchter der Verliererseite werden mit den Söhnen der Gewinnerseite verheiratet, um den Frieden zu stützen. Als direkte Nachfahrin der Gründer muss Ivy Bishop, den Sohn des Präsidenten heiraten. Doch um die Regierung zu stürzen muss sie ihn töten.
Doch dann beginnt sie Vertrauen zu ihm zu fassen und steht vor einer schwierigen Entscheidung: Bishop oder ihre Familie. Liebe oder Gerechtigkeit. Leben oder Tod.

Meine Meinung:

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das Cover überhaupt nicht mag. Ich finde es ziemlich unpassend. Und ich verstehe nicht, warum das Mädchen nicht ein Kleid anhat, das würde deutlich besser zum Buch passen – und man würde das Messer in ihrer Hand besser erkennen!
Aber egal. Don’t judge a book by its cover.
Inhaltlich gesehen hat mich das Buch sofort überzeugt! Die Geschichte klingt neuartig, und im ersten Moment vielleicht nach Selection, obwohl das überhaupt nicht zutrifft.

Die Idee hinter diesem Buch ist wirklich großartig! Das gesamte Worldbuilding ist zwar relativ simpel, aber trotzdem durchdacht. Klar, wer hier Komplexität sucht, wird vielleicht nicht unbedingt fündig. Aber das macht nichts. Die Idee mit der Heirat ist etwas ganz Neues, finde ich und deshalb auch umso spannender.
Hier liegt ein wundervoll stringenter Handlungsverlauf vor, das Buch ist ein regelrechter Pageturner, die Kapitel (die übrigens eine angenehme Länge haben!) fliegen nur so vorbei. Ich war in 2 Tagen durch und es wäre auch noch deutlich schneller gegangen.
Die Handlung ist wirklich spannend und abwechslungsreich. Man fiebert richtig mit Ivy mit.
Diese war mir wirklich sympathisch, sie macht eine nachvollziehbare Entwicklung durch und reift zu einer stolzen und mutigen jungen Frau heran. Auch Bishop ist sympathisch, wobei er bis ungefähr zur Hälfte relativ undurchschaubar bleibt.
Dies gilt auch für die Nebencharaktere, d.h. vor allem für die Familien der beiden. Man kann sich nie sicher sein, welche Handlungsgründe es gibt, welche Absichten sie haben.
Einzig den letzten großen Handlungsstrang von Ivy konnte ich nicht ganz verstehen (die, die das Buch kennen, werden wissen, was ich meine). Aber ohne diese Entscheidung von Ivy würde es nicht diesen blöden Cliffhanger geben. Grrr, der ist echt bitter. Aber laut Verlag ist der zweite und somit abschließende Teil schon in Arbeit. Gut. Sonst müsste ich nämlich auf Englisch weiterlesen!
Der Schreibstil von Amy Engel ist genauso wie die Handlung: packend, klar strukturiert, spannend. Sie hat ein gutes Gefühl dafür, wann es sinnvoll ist, Spannung aufzubauen, und wann nicht. Richtig toll wäre es gewesen, wenn man ab und an auch Bishop zu Wort kommen hätte lassen. Das hätte ihm noch etwas mehr Tiefe gegeben, er war mir teilweise ein bisschen zu blass. Aber ansonsten sehr gelungen!

Fazit:
– Cover: 2/5 (das Cover zieht es etwas runter, sonst 4,5 / 5)
– Inhalt: 5/5
– Handlung: 4/5
– Charaktere: 4/5
– Schreibstil: 5/5
Gesamt: 4 / 5
Ein wundervoller Auftakt! Gerade für jüngere Leser, denen Die Bestimmung oder Panem noch zu heftig ist, kann ich Heart of Ivy wirklich nur empfehlen! Aber auch allen anderen, die für kurze Zeit alles um sich herum vergessen wollen – ich freue mich riesig auf Teil 2! Ich habe nämlich keinen Plan, wie dieses Dilemma (→ Cliffhanger) wieder zu lösen ist, hoffentlich hat das die Autorin gut hingekriegt!

Ich danke dem cbt Verlag, sowie der Verlagsgruppe Random House ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar!

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787 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 131 Rezensionen

liebe, elle kennedy, college, the deal, eishockey

The Deal – Reine Verhandlungssache

Elle Kennedy , Christina Kagerer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.07.2016
ISBN 9783492308571
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Worum geht’s?

Hannah Wells hat ein Problem: Sie hat sich verliebt. Leider bringt sie gegnüber ihres Schwarmes kein Wort heraus. Schlimmer noch: Sie wird regelrecht unsichtbar.
Aus diesem Grund – und nur aus diesem – lässt sie sich auf einen Deal mit Eishockey Spieler Garrett ein: Sie gibt ihm Nachhilfe, er tut so, als wäre sie sein Date und steigert somit indirekt ihre Popularität. Ob das gut gehen kann?

Meine Meinung:

Wie ihr sicher wisst, mag ich Bücher mit Sport Romance. Deswegen wollte ich The Deal unbedingt lesen. Erhofft habe ich mir eine Geschichte, die ähnlich der Forever in Love Geschichte von Cora Carmack ist. Übrigens haben beide Bücher sehr ähnliche Cover, wobei ich die Komposition bei The Deal irgendwie gelungener finde.

Inhaltlich gesehen liegt uns hier ein typisches New Adult Buch vor, die Einser Schülerin, der Bad Boy, der Nachhilfe braucht und die klassische College Atmosphäre. Zugegeben, von der Inhaltsangabe her hätte es mich nicht überzeugt, nur der Eishockey Part, wegen dem musste ich das Buch lesen!
Der Einstieg in diese Geschichte ist wirklich super leicht, das Buch beginnt sehr unterhaltsam und vielversprechend. Die Autorin hat einen humorvollen und lässigen Schreibstil. Gepaart mit einem Händchen für witzige Situationen und sarastischen bzw. ironischen Dialogen schafft sie es, den Leser voll und ganz zu fesseln. Das Buch starhlt eine gewisse Coolness aus.
Die Handlung geht rasch voran, wobei mir es teilweise ein bisschen zu vorhersehbar war. Klar, der Handlungsverlauf von New Adult Büchern dürfte inzwischen jedem bekannt sein, wer mit wem zusammenkommt war auch schon von Anfang an klar. Mein Kritikpunkt liegt woanders: In diesem Genre haben die meisten Protagonisten eine schwere Vergangenheit hinter sich, mit der sie zu kämpfen haben. Aber die Probleme hier sind leider nichts Neues. Von Garrett möchte ich nichts erzählen, das wäre Spoiler, aber die Tatsache, dass Hannah vergewaltigt wurde (kein Spoiler, steht gleich auf der ersten Seite), hat man tatsächlich schon x fach gelesen. Das ist wirklich schade, weil das den Überraschungseffekt und den Spaßfaktor etwas vermindert.
Trotzdem ist The Deal keineswegs schlecht – ganz im Gegenteil! Einen erheblichen Anteil daran haben vorallem die Charaktere, nicht nur Hannah und Garrett, sondern auch die Cliquen der beiden. Vor allem die Eishockey Freunde von Garrett waren wirklich toll, vielschichtig, facettenreich und absolut sympathisch. Und deswegen freue ich mich auch, dass in Band zwei The Mistake (erscheint am 1.12.16 im Piper Verlag) Garretts bester Freund Logan die Hauptrolle spielt.
Auch Hannah und Garrett sind zusammen sehr süß und man hat wirklich den Eindruck, dass sie zu 100% zusammen passen. Außerdem führen sie des öfteren extrem coole Dialoge!
Durch den abwechselnden Perspektivwechsel sind die Handlungen der beiden auch zumeist nachvollziehbar und verständlich. Ah ja und noch was: Für mich war Garrett wirklich kein Bad Boy, wie in der Inhaltsangabe steht!
Und ein weiterer Pluspunkt: Der Sport (so wie immer!). Für mich hätten ruhig auch noch mehr Eishockey Szenen drin sein können, aber gut hauptsächlich geht es ja um die Liebe. Aber prompt habe ich mir auf Youtube eine Zusammenfassung aus der deutschen Eishockey Liga angeschaut (natürlich mit dem EHC Red Bull München!). Ein wirklich cooler Sport!

Fazit:
– Cover: 5/5
– Inhalt: 3/5
– Handlung: 3/5
– Charaktere: 5/5
– Schreibstil: 5/5
Gesamt: 4,2 / 5
Ein gut gelungener Roman, der perfekt in den Sommer passt. Wer Abwechslung sucht, sollte vielleicht nicht zu viele New Adult Bücher lesen, da die Thematik stets recht ähnlich ist. Aber als unterhaltsame Lektüre (mit Tiefgang!) taugt The Deal definitiv! Und wer Eishockey mag, ist hier sowieso nicht falsch…

Ich danke dem Piper Verlag ganz herzlich für dieses Rezensionsexemplar!

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93 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

science fiction, liebe, these broken stars, fantasy, meagan spooner

These Broken Stars

Amie Kaufman
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Disney Publishing Worldwide, 23.01.2014
ISBN 9781423171027
Genre: Sonstiges

Rezension:

There are purple half circles underneath her eyes, and she’s sweaty, beat up, and utterly exhausted.

She’s never looked so beautiful.

Worum geht’s?

Zu Beginn der Geschichte befinden sich Lilac, die Tochter des mächtigsten Mannes im Universum, und Tarver, ein Kriegsheld, beide an Bord der Icarus, einem riesigen Raumschiff. Man bemerke die Ironie beim Namen Icarus
Dieses Raumschiff stürzt tatsächlich ab und Lilac und Tarver sind die einzigen, die sich retten können. Hatten sie vorher noch nichts gemeinsam, müssen sie nun zusammenhalten, um auf dem einsamen Planeten, auf dem sie gelandet sind, zu überleben…

Meine Meinung:

Ratet mal, warum ich dieses Buch auf Englisch gelesen habe! Ja, genau, wegen dem Cover. Leider hatte ich es in Rom dabei und da ich nur das Taschenbuch habe, ist es jetzt etwass verknickt. Mist.

Egal, das tut hier nichts zur Sache. Ich finde die Grundidee hinter der ganzen Reihe so spannend und total interessant.
Das war mein erstes richtiges Sci-Fi Buch. Eigentlich blöd, wenn ich ausgerechnet das dann nicht auf Deutsch lese. Das war auch einer der Gründe, warum ich mich schwer getan habe am Anfang. Es gab so viele unbekannte Wörter und auch die Sprache und der Schreibstil der Autorinnen ist nicht so einfach zum schneller Lesen. Trotzde ist der Schreibstil solide, wobei mir kein Unterschied zwischen Kaufmans und Spooners Stil aufgefallen ist. Kaufman hat große Teile von Tarvers Part und Spooner größtenteils Lilacs Part geschrieben.

Am Anfang habe ich mich also schwer getan. Auch im Mittelteil war es anstrengend. ich habe immer darauf gewartet, dass die Geschichte Fahrt aufnimmt.
Aber! Im letzten Drittel ging es plötzlich so gut! Ab dem Moment, dass etwas mit Lilac passiert, das ist hoffentlich kein Spoiler (sondern macht neugierig hihi), alle die das Buch gelesen haben, werden wissen, welche Stelle ich meine…
Ich weiß nicht, woran es lag, ob ich mich einfach an die Story gewöhnt hatte oder die Geschichte einfach spannender wurde, auf jeden Fall war ich am Ende dann doch ganz zufrieden. Vielleicht mag es dem ein oder anderen etwas too much vorkommen, aber für mich hat es das Buch rausgerissen.

And there it is, against all hope, like the sun peeking out from behind the clouds.

The smallest hint of a smile.

Lilac und Tarver mochte ich eigentlich über das ganze Buch hinweg wirklich gerne, klar, Lilac ist am Anfang nicht so sympathisch, aber das war sicher so gewollt und mich hat es nicht großartig gestört. Die Geschichte ist aus Lilacs und aus Tarvers Sicht erklärt und deshalb kann man deren Handlungen recht gut nachvollziehen, was gerade bei so einer Geschichte mit immensen charakterlichen Entwicklungen wirklich hilfreich ist.

Interessant fand ich auch den Anhang, der bei diesem Buch wirklich umfangreich ist (Leseprobe e-Short, Leseprobe Bd. 2, Interview mit den Autorinnen, 10 Dinge, die du noch nicht über These Broken Stars wusstest). Zum Beispiel, dass das eigentliche Ende bei Kapitel 40 sein sollte, und nicht bei Kapitel 42.
Gibt es das Zusatzmaterial in den deutschen Ausgaben auch?

Fazit:

Obwohl ich nicht hunderprozentig zufrieden bin und ca. 3,5 Sterne vergeben würde, werde ich die Reihe weiterlesen. Und das auf Englisch. Ich werde diese Trilogie knacken!
Und ich finde dieses Sci-Fi-Raumfahrt Thema so interessant und cool! Deswegen habe ich auch beschlossen, die Godspeed Reihe von Beth Revis zu lesen. Den zweiten Teil habe ich schon auf Arvelle bestellt, aber diesmal auf Deutsch!

Schweregrad Englisch: 7 von 10 (für Sci-Fi Neulinge)

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1.452 Bibliotheken, 23 Leser, 0 Gruppen, 109 Rezensionen

selection, kiera cass, liebe, prinzessin, der erwählte

Selection – Der Erwählte

Kiera Cass , Susann Friedrich
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.05.2016
ISBN 9783733500962
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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520 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

fantasy, feen, liebe, julie kagawa, fee

Plötzlich Fee - Frühlingsnacht

Julie Kagawa , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 11.04.2016
ISBN 9783453534810
Genre: Jugendbuch

Rezension:

– Da das eine Reihen Rezension ist, herrscht Spoilergefahr, auch wenn ich versucht habe, möglichst nichts zu verraten. Also seid auf der Hut! –

Du bist mein Herz, mein Leben, meine gesamte Existenz.
(Plötzlich Fee – Herbstnacht, S. 410)

Die Reihe:

Plötzlich Fee – Sommernacht Plötzlich Fee – Winternacht Plötzlich Fee – Herbstnacht Plötzlich Fee – Frühlingsnacht Plötzlich Fee – Das Geheimnis von Nimmernie (Zusatzband)

Alle 5 erschienen bei Heyne fliegt, Verlagsgruppe Random House

Die Autorin:

Schon in ihrer Kindheit gehörte Julie Kagawas große Leidenschaft dem Schreiben. Nach Stationen als Buchhändlerin und Hundetrainerin machte sie ihr größtes Interesse zum Beruf und wurde Autorin. Mit ihrer Saga Plötzlich Fee stieg sie zum hellsten Stern am Fantasy-Himmel auf. Sie lebt mit ihrem Mann in Louisville, Kentucky.

(Quelle: Random House)
Weitere Reihen der Autorin:
– Plötzlich Fee
– Plötzlich Prinz (Spin off zu Fee)
– Unsterblich
– Talon

Meine Meinung zu…Inhalt und Handlung:

Diese Reihe war Liebe auf den zweiten Blick für mich. Den ersten Band fand ich damals zwar ganz in Ordnung, aber vom Hocker gehauen hat’s mich nicht. Erst der zweite Teil hat mich dann vollends überzeugt.
Grundsätzlich sind aber alle Bücher der Reihe sehr spannend, magisch und auch ab und an actionreich. Du weißt nie, was als nächstes passiert, das Ende ist eigentlich auch meistens nicht so vorhersehbar.
Julie Kagawa schafft es sehr gut, dass jeder Band für sich spannend bleibt und nicht immer wieder die selbe Geschichte durchgekaut wird. Für mich gibt es in dieser Reihe keinen absolut schwachen Teil – klar, der erste ist der, den ich am wenigsten mag – aber alle 4 Bücher überraschen jedes für sich mit neuen Handlungssträngen, neuen – zusätzlichen – Settings und altbekannten und neuen Feinden, die es zu bekämpfen gilt. Jeder Band der Reihe ist in meinen Augen in der Handlung einzigartig.

Meine Meinung zu…den Charakteren:

Hauptprotagonisten sind sicherlich Meghan, Ash und Puck. Meghan fand ich im ersten Teil noch recht kindlich und irgendwie unsympathisch, aber dann hat sie sich wirklich zu einer starken Persönlichkeit gemausert. Sie ist immer noch nicht mein absoluter Lieblingscharakter, aber inzwischen kann ich sie recht gut leiden.
Puck und Ash sind wirklich tolle Charaktere, sie sind zwar – zu Gegenspieler, aber beide würden alles tun, um Meghan zu beschützen.
Sie sind mutig, stark und vor allem loyal. Wenn die beiden miteinander kämpfen…hach…
Aber so gerne ich Puck mag, ich bin trotz allem Team Ash. Er ist ein unglaublich interessanter und facettenreicher Charakter und deshalb wird es nie langweilig, von ihm zu lesen. Ihn Ash steckt so viel unentdecktes und selbst nach 4 Büchern – davon eins aus seiner Sicht geschrieben – habe ich das Gefühl, es gibt doch noch eine kleine Seite, die wir nicht von ihm kennen.

Meine Meinung zu…dem Schreibstil:

Julie Kagawa hat nicht nur einen packenden und mitreißenden Schreibstil, sondern schreibt auch sehr…magisch, ja fast schon poetisch. Man kann die Magie des Nimmernies direkt aus den Seiten rausfließen und um einen rum schweben spüren. Okay, das klang jetzt komisch. Aber als ich den vierten Teil ausgelesen hatte, habe ich gleich im Anschluss Selection 3 von Kiera Cass gelesen. Gegenüber von Kagawas Schreibstil kam mir der von Cass auf den ersten Seiten fast etwas einfach und plumb vor.
Auch die Art und Weise wie Kagawa das Nimmernie beschreibt, ist einfach nur wundervoll. Du hast das Gefühl, du wärst wirklich da. Das Nimmernie gibt es wirklich!Auch die Feen werden unter ihrer Regie absolut lebendig – sie waren noch nie so schön…und so gefährlich, wie es immer im Klappentext heißt.
Kurzum: Der Schreibstil ist perfekt für diese Geschichten. Man fliegt durch die Seiten, es ist aber trotzdem kein anspruchsloser, total eindimensionaler Schreibstil, sondern zeigt, dass die Kraft von Worten ganz immens ist.

Fazit:

Auch wenn es wirklich keine Liebe auf den ersten Blick war, möchte ich diese Reihe absolut nicht missen und kann sie euch nur empfehlen. Wenn ihr den ersten Band auch nicht sonderlich mochtet, dann lest trotzdem mindestens noch den zweiten Teil! Wenn euch der auch nicht gefällt, dann bedränge ich euch nicht weiter!
Ich werde sicherlich auch noch diesen Zusatzband mit den Novellen lesen, der im September 2016 als Taschenbuch erscheint. Das ist sicher ein schöner Abschluss.

Habt ihr die Reihe gelesen?

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1.749 Bibliotheken, 32 Leser, 0 Gruppen, 209 Rezensionen

liebe, colleen hoover, musik, maybe someday, ridge

Maybe Someday

Colleen Hoover , Kattrin Stier
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.03.2016
ISBN 9783423740180
Genre: Jugendbuch

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302 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 64 Rezensionen

liebe, hamburg, fußball, bochum, liebesroman

Wenn Schmetterlinge Loopings fliegen

Petra Hülsmann
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.06.2015
ISBN 9783404172726
Genre: Liebesromane

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147 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

australien, upside down, talia, lia riley, liebesroman

Upside Down - Weil du mir den Kopf verdrehst

Lia Riley , Ulrike Köbele
Flexibler Einband: 374 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.05.2016
ISBN 9783734102349
Genre: Liebesromane

Rezension:

Worum geht's?

In dieser Geschichte begleiten wir Talia aus Kalifornien, die im letzten Jahr nicht nur ihr Uni Semester vermasselt hat, sondern auch noch mit dem Tod ihrer Schwester, sowie (u.a. damit verbundenen) Zwangsstörungen zu kämpfen hat.
Sie beschließt, ein Auslandssemester einzulegen, um Abstand zu bekommen.

In Australien trifft sie auf Bran, dessen Leben ebenfalls gerade den Bach runter gegangen ist: Ihm wurde das Herz gebrochen.
Deshalb ist Bran auch skeptisch gegenüber der neuen Austauchstudentin, doch langsam, aber sicher beginnt ein zartes Band zwischen den beiden zu wachsen, das jedoch ständig droht, zu zerreißen...

Meine Meinung:

Also am Computerbildschrim finde ich das Cover wirklich, wirklich süß. In Echt hat es blöderweise so einen komischen Rotstich, der nicht so mein Fall ist. Die zwei Personen wirken immer so, als hätten sie einen Sonnenbrand ^^
Inhaltlich gesehen natürlich wiedermal ein typisches New Adult Buch. Mädchen mit schwerer Vergangenheit trifft auf Jungen mit tragischem Leben. Blabla, immer dasselbe.
ABER: Zu dieser Geschcihte kommen noch die Zwangstörungen von Talia, die vor allem am Anfang sehr eindrücklich dargestellt wurden. Dies hat dem Buch noch mal ein bisschen einen Kick gegeben.

Die Geschichte beginnt sehr vielversprechend. Die Dialoge sind amüsant, die Charaktere vielschichtig und sympathisch. Besonders Bran mochte ich in der ersten Hälfte wirklich sehr gerne. Er war so süß <3
Oftmals musste ich richtig grinsen, weil Talia manchmal in so skurrilen Situationen landet, die einfach nur herrlich zu lesen sind.
Teilweise hatte ich ein richtiges Verlangen danach, weiterzulesen. Die Seiten fliegen nur so dahin.
Irgendwann kam dann aber ein Punkt, ab da an die Handlung eingeschlafen ist. Plötzlich war es keine aufeinanderfolgende Liebesgeschichte mehr, plötzlich war da ein Hin-und-Her, Bran war irgendwie total verschlossen und Talia hat's ihm in meinen Augen auch nicht einfacher gemacht.
Allerdings: Das Ende ist zwar klischeehaft, aber wirklich passend!
Bezüglich den Charakteren fällt eben auf, dass beide am Ende nachlassen. Leider. Die Handlungen sind plötzlich auch nicht mehr so nachvollziehbar.
Das ist so schade, weil es am Anfang so unglaublich schön war. Wirklich toll!
Die Nebencharaktere waren zwar klischeehaft, aber sehr humorvoll und sympathisch ausgearbeitet. Ob nun Talias lesbische Freundin Marti (die Kanadierin ist und jeden mit den Worten "Bonjour, hi!" begrüßt), oder auch ein Kumpel von Bran, Jazza, der sich zwar als Blödmann entpuppt, aber gut... In jeder Story braucht es Blödmänner :D
Aber der Schreibstil, der war durchgehend gut. Sehr unterhaltsam und amüsant, teils sexy, teils unschuldig. Flüssig zu lesen, weil unkompliziert geschrieben. Und emotional!
Einige Kritik: Ich hätte gerne mehr über unsere Schauplätze Melbourne und Tasmanien gelesen... aber gut, man kann scheinbar nicht alles haben!

Fazit:
- Cover: 4/5
- Inhalt: 4/5
- Handlung: 3/5
- Charaktere: 4/5
- Schreibstil: 4/5
Gesamt: 3,8 / 5
Am Anfang dachte ich ja, das Buch wird eine Konkurrenz zu meinem Lieblings New Adult Buch, Einfach. Liebe. Leider konnte es dann meine Erwartungen doch nicht durchgehend halten. Aber trotzdem würde ich mich freuen, wenn die anderen Bücher der Autorin auch noch übersetzt werden, das wär schön!

Ich danke dem Bloggerportal, sowie dem Blanvalet Verlag bzw. der Verlagsgruppe Random House für dieses Rezensionsexemplar!

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