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(169)

185 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 164 Rezensionen

liebe, rocky mountains, wilderer, virginia fox, independence

Rocky Mountain Lion

Virginia Fox
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei Dragonbooks, 02.12.2016
ISBN 9783906882048
Genre: Romane

Rezension:


Das Panorama ist super dargestellt, man kann sich die Kulisse bildlich vorstellen und wird in die Welt der Protagonisten entführt. Die Kleinstadt und deren Mitbewohner sind sehr sympathisch. Gefesselt vom Charme der Charaktere habe ich dieses Buch verschlungen. Quinn ist eine sehr starke Frau, die das Beste aus ihrer Situation macht und sich ihrer Liebe zu Tieren widmet. Archers  und Quinns Verhältnis entwickelt sich auf eine interessante und herzergreifende Weise. Ihre Dialoge sind mit Witz und Emotionen gefüllt.  Auch die Nebengeschichte von Anna und Donovan ist sehr spannend und fesselnd.
Die Kriminellen sind jedoch ein wenig zu brutal und mordlustig. Dafür sind die Perspektivenwechsel zwischen den Charakteren sind aufschlussreich und geben Einblicke in die Gedanken dieser.
Alles in Allem eine spannend gestaltete Geschichte, die wenig Raum für Langeweile lässt. Absolut empfehlenswert!

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(45)

56 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

krimi, mord, andreas suchanek, der graf, suchanek

Ein MORDs-Team - Der Fall Marietta King 1 - Die vergessenen Akten (Bände 1-3)

Andreas Suchanek , Nicole Böhm , Ute Bareiss
Fester Einband: 356 Seiten
Erschienen bei Greenlight Press, 04.01.2016
ISBN 9783958341593
Genre: Krimi und Thriller

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(6)

14 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

medizin, autismus, pharma, humanversuche, illegal

Oliver Hell - Schattenkind

Michael Wagner
Flexibler Einband: 229 Seiten
Erschienen bei Independently published, 15.01.2017
ISBN 9781520387444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(64)

85 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

rom, thriller, serienmörder, mord, krebs

Schattenkiller

Mirko Zilahy , Katharina Schmidt , Barbara Neeb
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.12.2016
ISBN 9783404174201
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(36)

75 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

historischer roman, liebe, magdeburg, verrat, familie

Die rote Löwin

Thomas Ziebula
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.01.2017
ISBN 9783404174768
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Runja und ihr Bruder auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machthungrigen Domdekans Laurenz. Dieser sieht in Runja die einmalige Gelegenheit, seinen Rivalen Pirmin auszuschalten. Denn Runja hat verblüffende Ähnlichkeit mit dessen toter Frau. Während er ihren Bruder als Geisel hält, zwingt Laurenz Runja in den Orden der Vollstrecker, wo sie zur Mörderin ausgebildet wird. Doch das Schicksal will es, dass sie sich in Pirmin verliebt. Nun muss sie sich zwischen dem Leben ihres Bruders und dem ihres Geliebten entscheiden."

Thomas Ziebula erzählt in seinem Roman die Geschichte von Runja von Seeburg, einer Frau, der das Schicksal von einem Tag aufs andere alles nimmt und ihr nur ihren kleinen Bruder übrig lässt. Dem schwört sie, ihn mit ihrem eigenen Leben zu beschützen. Dieser Schwur allerdings wird vom Domdekan Laurenz ausgenutzt. Dieser nimmt nämlich ihren Bruder gefangen und droht mit seiner Hinrichtung, es sei denn Runja erledigt ein paar dreckige Geschäfte für ihn. Eines dieser dreckigen Geschäfte ist es, seinen Konkurrenten Pirmin zu beseitigen. Was Laurenz jedoch nicht bedacht hat ist, dass sich Runja vielleicht in Pirmin hätte verlieben können. Und so beginnt ein Kampf für Runja, in dem sie versuchen will sowohl ihren Bruder als auch ihren Geliebten zu retten. Und dafür ist sie bereit über Leichen zu gehen.

Thomas Ziebula nimmt in diesem Roman kein Blatt vorm Mund. Korruption, Folter, Machtausnutzung der Kirche und vieles andere gehört hier zur Tagesordnung. So warnt der Autor dieses Buches auch davor, dass es nichts für zartbesaitete ist. Und er hat Recht. Das Buch ist brutal, erschreckend, ekelhaft und fesselnd. Sobald man einmal loslegt, kann man das Buch kaum zur Seite legen, denn das Tempo ist sehr hoch. Obwohl der Klappentext schon ziemlich verrät ist man auf den Ausgang der Lage gespannt. Ziebula fesselt mit seinem Schreibstil und verleiht einem das Gefühl von Ahnungslosigkeit (im positiven Sinne). Man kann im Buch wenig bis so gut wie nichts vorraussagen und wird somit immer wieder aufs neue überrascht. Allerdings hat dieses hohe Tempo einen kleinen Nachteil. Egal wie sehr man mit den Charakteren mitfiebert und mithofft, kann man keine wirkliche Bindung zu ihnen aufbauen. Es gibt zu wenig ruhige Phasen, wo man sie bei ihrem normalen Alltag erlebt. Vielmehr beobachtet man die Charaktere wie sie von einer gefährlichen Handlung zur nächsten übergehen. Das hat wiederum den Vorteil, dass der Roman nie langweilig wird und man immer ein ticken Adrenalin verspürt.
Besonders an diesen hohen Tempo jedoch gefiel mir, dass alles trotzdem sehr authentisch rüberkommt. Es kommt einen nicht wie ein schlecht zusammen geschnittener Actionfilm vor, wo man hauptsache viel Action, Action, Action hat. Im Gegenteil, es kommt einen gut durchdacht und clever strukturiert vor, in dem Thomas Ziebula nie das Ziel vor den Augen verliert und dem Buch somit einen klaren roten Faden verleiht.

Der Schreibstil ist fließend und der damaligen Zeit angemessen. Zur Hilfe findet man im Buch ein Glossar, ein Personenregister und eine Karte, sodass man sich im Buch schnell zurechtleben kann.

Die Charaktere wirken alle gut durchdacht und übermitteln einen glaubhaften Eindruck. Es wird nicht übertrieben mit den Fähigkeiten der Personen. So haben auch die "positiven" Protagonisten ihre Macken und Fehler und beweisen somit auch, dass sie nur Menschen sind.
Auch der Machthungrige Domdekan Laurenz wird sehr realistisch übermittelt. Seine Handlungen und sein Denken sind im Buch realitätstreu geschildert. So spielt er seine Rolle des Bösen sehr gut und lässt den Leser fassungslos zurück.

Der historische Hintergrund dieses Buches wirkte sehr gut recherchiert und erarbeitet. Ziebula hat hier seine Hausaufgaben gemacht.
Besonders schön noch ein Nachwort am Ende des Buches in dem der Autor auf die historischen Fakten der damaligen Zeit eingeht. Diese dann näher erläutert und erklärt aus welchen Fakten sich sein Buch zusammensetzt.
Ein gutes Nachwort am Ende des Buches finde ich immer persönlich sehr intressant zu lesen, da es einen ein wenig in die Welt des Autors eintauchen lässt und man meistens daraus auch etwas für sich an Wissen mitnehmen kann.

Fazit: "Die rote Löwin" ist ein rasanter themporeicher historischer Thriller. Wer zartbesaitet ist, sollte sich 2x überlegen ob er zum Buch greifen will. Für alle anderen kann ich dieses Buch allerdings wärmstens empfehlen. Themporeich, rasant, spannend und in der Lage einen immer etwas Adrenalin spüren zu lassen. Einziges Manko: Man kann mit den Charakteren nicht so wirklich warm werden. 4 von 5 Sterne!

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(26)

34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

thriller, sam o'connor, highland, london, guilliotine

Spielzeit

Tanja Pleva
Flexibler Einband: 372 Seiten
Erschienen bei AV-Verlag, 25.11.2016
ISBN 9783945607046
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"SPIELZEIT In London wird die fürchterlich zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden. Seine Affinität zum Tod und ein im Matsch verlorenes Foto, das den Torso einer Frau zeigt, geben den Ermittlern Sam O’Connor und Claire Moyer von Scotland Yard Rätsel auf. Mitten in den Untersuchungen wird Sam jedoch von Europol abberufen und zu einem anderen Tatort geschickt, der ihn an der gesunden Psyche der Gesellschaft zweifeln lässt. Das Motto „Spaß hat keine Grenzen“ bringt das Team an sein eigenes Limit. Plötzlich nimmt der Fall Dimensionen an, die niemand jemals vermutet hätte."

In dem Roman "Spielzeit" von Tanja Pleva greift die Autorin auf ein stark umstrittenes Thema auf. Und zwar Menschenverfolung in der heutigen Zeit zum Vergnügen der "höheren Gesellschaft". Man hört immer wieder von solchen Gerüchten, die es wirklich geben soll. Hier erhalten diese Gerüchte Leben, denn genau das ist das Hauptthema in "Spielzeit".

Ermittler Sam O´Connor und Claire Moyer von Scotland Yard müssen einen Mord aufklären, nachdem die Leiche eines Mannes übelst hingerichtet aufgefunden wird. Jedoch wird Sam O`Connor kurze Zeit später nach Deutschland bestellt um dort einen anderen Mord aufzuklären, der in einem Theaterstück von Romio und Julia vonstatten ging. Dort muss O´Connor feststellen, dass es schonmal ähnliche Fälle in der Vergangenheit gab. Alle Fälle scheinen auch mit einander zusammen zuhängen. Auch wird eine Verbindung zum Mord in England festgestellt.
Was zunächst als Verfolgung eines "kranken Mörders" beginnt entwickelt sich schnell zur Verfolgung einer ganzen Organisation. Eine Organisation, mit der man sich besser hätte nicht anlegen sollen. Der Verfolger wird zum gejagten. Der Freund zum Feind. Das Gute zum Bösen und das Böse zum Guten. Was ist realität und was ist Einbildung?
Der Thriller ist packend und fesselnd und stellt die Gedanken des Lesers auf den Kopf. Man hat das Gefühl auf einer Achterbahn zu sitzen und sich gut festhalten zu müssen, da man ansosnten abfallen würde.

Es ist mein erster Roman von Tanja Pleva und ich wurde auf ganzer Linie überzeugt. Das Buch war sehr schwer aus der Hand zu legen, da jedes Kapitel mit einem Cliffhänger endete und man unbedingt weiter lesen musste. Die 371 Seiten des Buches gingen viel zu schnell vorbei. Auch beim Lesen hatte man das Gefühl, dass man durch das Buch hastet, was vielleicht manche als negativ empfinden würden, was mir jedoch total gefiel, da ich so gemerkt habe wie extrem mich das Buch gepackt hat.

Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und sind menschlich gehalten. Fehler und Macken sind vorhanden, die die Protagonisten umso sympathischer machen.

Eine kurze Warnung an zart besaitete: Tanja Pleva nimmt hier kein Blatt vor dem Mund. Die Morde und Grausamkeiten werden mit viel Detail beschrieben und lassen einem am ganzen Körper eine Gänsehaut aufkommen. Für mich eines der Punkte die einen packenden Thriller ausmachen.

Fazit: Dieses Buch konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite packen. Auch nachdem beenden des Buches hat man noch das Gefühl in dessen Bann  zu stecken. Ein Thriller, der immer wieder Fragen aufwirft und nicht vorhersehbar ist. Blutig, fesselnd, Gänsehaut garantiert. Volle 5 Sterne!

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

romance, postapokalypse, science-fantasy, science fiction, fantasy

Volarus Erbe (Aemeas: Das Feuer der Schuld)

Mark Silving
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 08.11.2016
ISBN 9781539890690
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Das Inselvolk der Ziawi führt ein glückliches, einfaches Leben: Außerhalb ihrer Insel herrscht Dyzar, das Böse schlechthin. Ihr Lebensraum selbst wird von der Gottheit Khi beschützt. Doch ausgerechnet die Häuptlingstochter Asaria zweifelt diese allgemeine Überzeugung an. Als sie wagt, dies auszusprechen, taucht ein verhüllter Fremder wie aus dem Nichts auf. Er behauptet, Khis Gesandter zu sein, und fordert die Unterwerfung der Ziawi unter seine brutale Hand. Ein Glaubenskonflikt entbrennt, der das einst friedliche Volk in verschiedene Feindeslager auseinanderreißt. Gleichzeitig erkennt Asaria, dass ihr Amulett auf übernatürliche Weise wirken kann. Es unterscheidet Wahrheit von Lüge, beeinflusst das tiefste Wesen eines Menschen und führt Asaria zu einer Liebe, die ihre kühnsten Träume übersteigt. Doch wird all das ausreichen, um den schier unbesiegbaren Tyrannen zu Fall und dem Volk wieder Frieden zu bringen?"

Wer genug vom typischen Fantasy Genre hat und keine Lust mehr auf Vampire, Drachen, Orks oder ähnliches hat aber trotzdem nicht das Fantasy Genre missen möchte ist mit Volarus Erbe gut bedient. Mark Silving schafft mit Volarus Erbe einen Auftakt einer Reihe, die eine Mischung aus Fantasy, Science-Fiktion und Liebesgeschichte ist.

Die Geschichte wird aus 2 Perspektiven erzählt. Zum einen aus der Sicht des Myrionen Chad und zum anderen aus der Sicht Asarias, die hier im ersten Band noch die Hauptrolle für sich beansprucht.

Chad, ein eher sarkastischer, überheblicher und neunmalkluger Protagonist wird durch ein Ritual in die Welt der Ziawi versetzt (besser gesagt, er nimmt diese Welt durch die Augen Asarias wahr). Eine Welt voller Frieden und Harmonie, in der es keinen technischen Fortschritt gibt, dies jedoch das Volk nicht stört. Auf den ersten Blick zumindest. Denn das Böse lässt nicht lange auf sich warten. Ein Fremder namens Norman taucht unerwartet auf der friedlichen Insel auf und behauptet ein Gesandter Gottes zu sein. Seinen Beweis, dass er ein Gottgesandter ist, zeigt er durch Unterdrückung und Versklavung des Volkes. Zudem scheint er auch noch unantastbar zu sein. Die meisten der Ziawis unterwerfen sich ihm und so verwandelt sich das eins so friedliche Volk der Ziawis in eine Diktatur, die voller Qualen und Leid ist, an dessen Spitze der "Gottgesandte" Norman steht.
In dieser Zeit sind die einzigen Begleiter Asarias ihr Vater,welcher vor Normans Zeit der Häuptling der Ziawis war, und ihr Amulett, wobei letzteres die wichtigere Rolle besitzt, denn dass Amulett besitzt magische Kräfte. Kräfte, die ihr nicht nur erlauben zwischen Lüge und Wahrheit zu unterscheiden sondern auch Kräfte, die anscheinend einen eigenen Willen haben und somit für paar gute Überraschungen gut zu gebrauchen sind. Mit Hilfe dieser Kräfte plant Asaria Norman zu stürzen und das Volk wieder in die Harmonie von damals zurück zu führen. Doch dieser Weg erfordert hartes Training und ne Menge Disziplin. Und als ob Norman nicht schon eine zu große Herausforderung stellt, taucht auch noch ein neuer Fremder auf, der auch behauptet ein Gottgesandter zu sein.

Volarus Erbe ist ein Auftakt der den Leser schon von Beginn an fesselt. Mark Silving beherrscht einen sehr lockereren frischen Schreibstil, welcher sehr einfach und angenehm zu lesen ist. Besonders auffallend ist, wie viel Hingabe Herr Silving an das Setting gesetzt hat. Alles wird gut und detailliert beschrieben und man hat das Gefühl mitten in der Geschichte zu sein und alles mit eigenen Augen zu sehen. Trotzdem wird man nicht mit unnötigen Details überhäuft.
Jedoch auch die Charaktere kommen gut zur Geltung. Jeder Charakter hat seine eigenen Züge und sein dafür perfekt abgestimmtes Erscheinungsbild. Egal ob Gut oder Böse die Charaktere haben Ihre Aufgabe erfüllt. Besonders jedoch gefiel mir, die Entwicklung der beiden Hauptprotagonisten Chad und Asaria. Man konnte förmlich die Reife und das "Erwachsen werden" mit ansehen. Während beide am Anfang noch eher wie Kinder wirkten hatte man am Ende das Gefühl 2 überragenden Persönlichkeiten gegenüber zu stehen.

Trotz diesen tollen Buches gibt es trotzdem noch 2 Kritikpunkte. Zum einen gefiel mir am Ende nicht die Liebesgeschichte die sich aufgebaut hat. Ich durfte das Buch Dank einer Leserunde mitlesen. Während die meisten weiblichen Leser sich darüber gefreut haben, dass es auch eine Liebesgeschichte gibt, war mir persönlich die Liebesgeschichte zu oberflächlich. Das Buch ist toll ausgearbeitet mit ner Menge Liebe zum Detail und einer klaren Linie des Handlungsstrangs. Ich habe nichts gegen Liebesgeschichten, aber die Liebesgeschichte hier war im Vergleich zum kompletten Buch so wie "dahingeklatscht". Ein Kästchen was man abhaken musste.
Zum anderen waren die Kapitel für meinen Geschmack zu lang. Ich beende ungern ein Kapitel mittendrin. Somit war dieses Buch für mich nur zu Hause lesbar. Ich lese allerdings auch gerne in meiner 15 - 20 minütigen Zugfahrt zur Uni Bücher, bei dem Buch jedoch für mich nicht möglich gewesen. Dies ist allerdings meine persönliche Meinung.

Fazit: Das Buch konnte im großen und ganzen Überzeugen. Am Ende bleiben ein paar Fragen ungeklärt, jedoch werden die meisten Fragen, die sich während des Lesens auftun beantwortet und der Leser wird somit zufriedengestellt. Die restlichen Fragen werden dann vermutlich in den Fortsezungen beantwortet. Das Buch erhält von mir 4 von 5 Sterne und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung, denn mein Durst wurde noch nicht gestillt.

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55 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

frankreich, burgund, erbe, sommer, familie

Mein Sommer mit Mémé

Élaine Briag
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.11.2016
ISBN 9783959670524
Genre: Romane

Rezension:


Mémé hat ihre ganze Familie zu sich ins Burgund eingeladen, um das alte Château zu renovieren. Paula, die Enkelin und Hauptfigur des Romans, hat jedoch andere Pläne. Sie will sich mit ihrem Verlobten Jakob in Paris treffen. Nach einem Hin und Her, gelingt es Mémé sie dennoch dazu zu bringen. Die Verbundenheit die Paula mit Mémé teilt, lassen eine andere Entscheidung auch nicht zu. Im Burgund angekommen fangen die kleinen und großen Familienstreitigkeiten an.

Elaine Braig gelingt es jeden Charakter auf seine eigene Weise interessant zu gestalten und durch kleine Anekdoten und Witz, Sympathie zu entwickeln.
Im Vordergrund steht jedoch Mémé. Sie schafft, dass alles nach ihrem Kommando geschieht und sorgt bei ihrer eigenen Tochter, Paula, ihrem Bruder, dessen Frau und der gemeinsamen Tochter für manches Kopfzerbrechen.
Bei der Erbenfrage um das Château kommt es zu einem Spannungspunkt zwischen dem möglichen Erben Arthur Moreau und Mémé, sowie der ganzen Familie. Am Ende ist es ein wenig vorhersehbar, was eigentlich schade ist, da der Spannungsboden sehr hochgefahren wird.
In der Zwischenzeit sieht Paula ein, dass Jakob nicht der Richtige für sie ist und dass ihm seine Arbeit wichtiger ist. Hier wurde ein schöner Zusammenhang mit ihrer neuen Liebe Daniel gefunden, auch wenn dieser Abschnitt auch ein wenig vorhersehbar ist, kommt es letzten Endes zu einem Happy End. Insgesamt gelingt es Elaine Braig somit eine schöne Sommergeschichte zu erzählen, die mit allen Fassetten gedeckt ist und in der die Liebe auch nicht zu kurz kommt.

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27 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

neid, psychothriller, mobbing, gewalt, psychothrill

Zeilengötter: Bis dass der Tod uns scheidet

Astrid Korten
Flexibler Einband: 269 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 07.12.2016
ISBN 9781540428929
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Das Böse zwischen den Zeilen Neun Jahre nach der Trennung von ihrem Ex-Mann, dem Schriftsteller Adrian Bartósz, kommt für die Autorin Malin Remy der Tag der Abrechnung. Getrieben von dem Wunsch, die Schatten der Vergangenheit abzuwerfen, liest Malin in Paris aus ihrem soeben erschienenen, autobiografischen Roman ‚Ehe‘. Adrian, der schon immer mit Neid und Missgunst auf das literarische Können seiner Frau reagiert hat, ist unter den Zuhörern. Die Lesung hat verheerende Folgen … Ein atemberaubender Psychothriller über zwei Autoren und das Böse zwischen den Zeilen. (Quelle:'E-Buch Text/30.11.2016')"

In Ihrem Roman "Zeilengötter: Bis dass der Tod uns scheidet" erzählt Astrid Korten die Geschichte von der Autorin Malin Remy, welche die Hölle auf Erden erleben musste. Der Grund hierfür ist ihr Ehemann, oder besser gesagt Ex Ehemann und ebenfalls Schriftsteller Adrian Bartósz.
Als Studentin, noch jung, naiv und in meinen Augen ein verstörendes Bild von Liebe, verfällt Malin Remy den überaus erfolgreichen und charismatischen Autor Adrian Bartósz. Nach kurzer kennenlernphase heiraten die beiden schon und für Malin beginnt ein Traum wahr zu werden. Nach kurzer Zeit muss sie jedoch feststellen, dass sie sich eigenhändig in ein Alptraum begeben hat denn Adrian ist ein besitzergreifender, besessener und eifersüchitger Ehemann. Nach kurzer Zeit raubt er ihr jegliche Freiheit, welche sie vorher genossen hatte und macht sie zu seiner persönlichen Leibeigenen. Gewalt und Demütigung stehen nun für Malin Remy an der Tagesordnung. Eines Tages jedoch begeht Adrian einen Fehler, sodass Malin ihm entkommen und ein neues Leben starten kann.
9 Jahre später ist Malin eines der erfolgreichsten Autoren und liest aus ihrem Roman "Ehe" hervor, welches von ihrem Eheleben mit Adrian berichtet. Eines der Zuschauer ist niemand anderes als Adrian selbst. Nach der Lesung holt Malin ihrere Vergangenheit wieder ein, denn Adrian scheint noch besessener und krankhafter geworden zu sein und anscheinend lässt ihn auch das Gesetz nicht mehr zurückschrecken. Ein Überlebenskampf beginnt, der einen bis ins tiefste Mark erschüttert.

Dies ist mein erster Roman von der Autorin Astrid Korten. Was sofort auffällt, ist der sehr flüssige und angenehme Schreibstil.
In "Zeilengötter" wird das Geschehen jeweils aus der Sicht von Malin und Adrian berichtet. Somit darf man beide Seiten kennenlernen. Während Malin in der "Ich -Perspektive" berichtet erzählt Adrian in der dritten Person. Obwohl beide Charaktere so eine unterschiedliche Rolle einnehmen gelingt der Perspektivenwechsel fast mühelos ohne das man den Lesefluss verliert. Aber nicht nur das gelingt Astrid Korten. Dank ihres Schreibstils und der strukturierten Linie ihrer Geschichte, baut sich ein sich immer steigender Spannungverlauf auf und man kann das Buch nur noch mit Müh und Not zur Seite legen.

Die Charaktere konnten bei mir keine Sympathiepunkte gewinnen. Während ich Malin Remy am Anfang noch aufgrund ihrer Jugend und Naivität verziehen habe, haute es mich später schon fast aus den Socken, wie ein Mensch soviele Fehler in so kurzer Zeit begehen kann. Nicht, dass sie Fehler begeht die nur ihr schaden, sondern auch bringt sie ihre Leute in ihrer Umgebung aufgrund ihres Verhaltens in Gefahr. Und so viel "Dummheit" muss letzendlich bestraft werden, wobei ich Malins Schicksal niemanden wünsche würde, denn so etwas verdient kein Mensch.
Fakt ist jedoch, dass Malin eine geschundene Seele bei sich trägt und so eine Seele zu verstehen ist recht schwer. Dementsprechend ist es auch schwer ihr Verhalten zu tadeln.

Astrid Korten ist mir ihrem Werk "Zeilengötter" ein toller Thriller gelungen. Viel Spannung, nervenauftreibend und für mich nie langweilig gewesen.
Zudem beruht dieser Thriller auf eine wahre Begebenheit und bespricht das Tabuthema "Gewalt in der Ehe".

Ich kann das Buch jedem empfehlen und vergebe 4 von 5 Sternen.

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(31)

51 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

glückszufall, glück, esoterik, seraphina path, lebenshilfe

Glückszufall

Seraphina Path
Fester Einband
Erschienen bei Featherworks Publishing Austria, 15.05.2015
ISBN 9783950392203
Genre: Sachbücher

Rezension:

,,Glückszufall" ist ein wirklich spirituell anregendes Buch.
Die Autorin veranschaulicht sehr schön und vor allem bildlich ihre verschiedenen Situationen und Geschichten, welche sie mit uns teilt. Immer wieder muss ich an die von ihr beschriebene Wiese denken und entspanne mich direkt innerlich. 
Es ist, als ob alleine durch diese kleine Sinnesreise, sich meine Gedanken beruhigt haben und alles was ich in diesem Moment als störend empfunden habe, verflogen ist! 
Doch nicht nur diese kleine Erzählung, sondern auch die vielen anderen Beispiele für ,,das kleine bisschen Glück" empfand ich als äußerst inspirierend. 
In diesem Buch wird auch viel über Farben, Klänge und Elemente geschrieben, wodurch man als unerfahrener Leser, das heißt als Leser, der sich mit Esoterik und Spiritualität nicht befasst hat, einiges lernt. 
Alles in allem muss ich wirklich sagen, dass sich ein Blick in dieses etwas ungewöhnliche und doch so viel sagende Buch lohnt!
Es war wirklich schön es gelesen zu haben und ich möchte diese Erfahrung nicht missen.

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36 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

thriller, terror, vergeltun, vorsätzlicher mord, anarchismus

Corporate Anarchy

Nils Honne
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Divan, 15.10.2016
ISBN 9783863270384
Genre: Romane

Rezension:

"Vom Durchschnittsbürger zum Terroristen Marvin ist am Ende. Rücksichtslose Manager, korrupte Politiker, ein sterbender Planet – mehr und mehr erkennt er, dass unsere Gesellschaft auf den Abgrund zusteuert. Mit zahlreichen Aktionen versucht er, gegen die Gier anzukämpfen. Er demonstriert, verfasst Beschwerdemails und überklebt nachts die Werbelügen, die er tags als Werbetexter verfasst. Als er einen Großauftrag seiner Agentur für einen Ölkonzern sabotiert, verliert er seinen Job. Trotz allem Aktionismus muss er feststellen, dass er machtlos ist. Als er eines Tages bei einer Demo einen mysteriösen Mann namens Lennard kennenlernt, ändert sich sein Leben schlagartig. Lennard zeigt ihm einen Weg, das System zu verändern: den Weg der Gewalt. Gemeinsam mit Gleichgesinnten tauchen sie in den Untergrund ab und ziehen als selbsternannte Richter skrupellose Manager für ihre Taten zur Rechenschaft. Bis Marvin erkennt, dass er einen schrecklichen Fehler begangen hat."

Das Buch beginnt mit einem recht langsamen Tempo. Die Welt wird aus der Sicht von Marvin gezeigt, der eine recht kritische Haltung gegenüber der Gesellschaft hat und dies auch im verborgenen versucht zu ändern. Eines Tages muss er allerdings ein Werbevideo für ein Unternehmen machen, dass er zu sehr verachtet um es nicht zu sabotieren und verliert als folge seinen Job. Bei einer Demo lernt er dann Lennard kennen, der zu seinem besten Freund wird und Anführer einer Rebellengruppe ist. Sein Ziel ist es diese "verdorbene Welt" zu verbessern
Aufgrund von bestimmten Ereignissen beschließt Marvin sich Lennard anzuschließen.

Bis hierhin war mir Marvin recht unsympathisch. Er kam mir eher wie ein Spießer vor und ein Feigling. Zudem kam mir sein Verhalten recht übertrieben vor. Deshalb konnte ich Anfangs noch keine Bindung zu Marvin aufbauen.

Bei Lennard lernt Marvin, dass er die Welt doch ändern kann und wird zur Marionette Lennards. Was zu Beginn recht harmlos beginnt endet mit Entführung, Folter und letztenendes auch bei Mord.

Intressant waren hier dei Gedankengänge Marvins. Der Autor  konnte sehr gut die Zwiespalt in Marvins Kopf schildern. Marvin, der zuvor ein unschuldiger Werbetexter war wird bevor er sich versieht zu einem Terroristen. Man kann förmlich den Kampf spüren, der in den Kopf des Protagonisten läuft und man versteht und kann auch teils seine Handlung nachvollziehen. Ab hier konnte ich mich auch mit ihm anfreunden.

Gegen Ende steigt dann die Spannung umso mehr auf. Die Handlungen überschlagen sich und man merkt zu was für ein Mensch sich Marvin über die Zeit entwickelt hat.

Fazit: Der Autor Nils Honne schafft mit seinem Debüt ein Werk, dass einem dazu zwingt die Welt mit etwas anderen Augen als zuvor zu sehen. Die Gesellschaftskritik die er da ausübt ist nicht ohne. Zudem lernt der Leser eine neue Seite an sich selber kennen. Ich muste festestellen, dass ich mit Lennards Gruppe ab und zu sympathisiert habe. Trotz der ganzen Kritik an diese Welt verdeutlicht Nils Honne mit intressanten Dialogen und Situationsausgängen, dass Selbstjustiz keine richtige Lösung sein kann und, dass der Draht zwischen Gerecht und Unrecht ziemlich schmal sein kann.
Das Buch ist aufjedenfall eine Leseempfehlung wert.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Zersetzt

Lena Sander
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Pro-Talk , 15.08.2016
ISBN 9783939990215
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es kann jeden treffen: morgen, heute, jetzt! Diese Erfahrung macht die junge Journalistin Julia Hoven, als sie die Hintergründe einer mysteriösen Krankheit recherchiert, an der ihr Vater leidet. Stück für Stück deckt Julia eine haarsträubende Geschichte auf. Als in ihre Wohnung eingebrochen wird und ihr jemand offensichtlich nach dem Leben trachtet, stellt sich heraus: Julia hat sich mächtige Feinde gemacht. Und die werden alles tun, um sie zum Schweigen zu bringen. Die Grundidee dieses Thrillers basiert auf wahren Begebenheiten."

Oh ja beim Lesen dieses Klappentextes dachte ich mir, dass ich dieses Buch lesen muss. Es schien ein vielversprechendes Buch zu sein. Dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten basierte machte das Buch umso intressanter.
Die Erwartungen wurden jedoch relativ früh zerstört. Das Buch sprotzt nur so von clichees. Die Hauptprotagonisten eine hübsche Blondine. Ihr Freund ein stotterer der heimlich auf sie steht. Und sie hat natürlich nur Augen für einen gutaussehenden Arzt. Mehr brauch ich glaub ich dazu nicht zu sagen, den Rest kann man sich ja selbst erklären.
Aber ich hatte noch Hoffnung. Nur weil clichees im Buch sind, muss es ja nicht heißen, dass das Buch schlecht ist. Also fleißig weiterlesen.
Ziemlich schnell entwickelt sich die Geschichte ganz anders als ich es mir vorgestellt habe. Die "Krankheit" um der es eigenltich im Buch geht rückt komplett in den Hintergrund. Es geht nur noch um "Action". Wobei ich das nicht wirklich als Action bezeichnen würde. Es kam mir eher so vor als hätte man eine Reihe Action Filme gesehen und dann die Action Szenen von jedem Film rausgeschnitten und diese dann jeweils in ein Kapitel verpackt. Wie die Protagonisten von der einen Handlung zur anderen gelangten wurde nicht so wirklich geklärt. Beim neuen Kapitel waren sie halt dort. Und zu allem kommt dann noch hinzu, dass die Lösung von mal zu mal unrealistischer wurde. Ich breche ungerne Bücher ab, aber bei dem hier war ich so oft so nahe dran es abzubrechen.
Das Buch wurde mit jeder Seite einfach langweiliger und zuvorhersehbar.

Mich konnte das Buch leider  nicht packen. Erwartungen sind recht schnell verflogen und mit jeder Seite die ich gelesen habe wurde es schlimmer. Die Grundidee war gut und schön aber was die Autorin daraus gemacht hat war leider eine reine Katastrophe. Man könnte sogar sagen, dass das Buch keine wirkliche Geschichte hat.

Das einzige was mir noch gefallen hat war das Nachwort der Autorin. Dort wurde nochmal das eigentliche Thema aufgefasst, weshalb ich auch angefangen habe das Buch zu lesen. Man erhielt intressante Infos und ich muss leider sagen, dass diese Infos das Highlight des Buches sind, und zwar die einzigen.

Schade.

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(161)

426 Bibliotheken, 10 Leser, 2 Gruppen, 98 Rezensionen

reise, england, freundschaft, geheimnis, historischer roman

Die Reise der Amy Snow

Tracy Rees , Elfriede Peschel
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 14.03.2016
ISBN 9783471351369
Genre: Historische Romane

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(7)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

ägypten, köigliche schwester, assyrischer diplomat, blumige rede, reiten

Wiederholte Geburten

Dietmar Füssel
Buch
Erschienen bei Sisyphus, 14.10.2016
ISBN 9783903125087
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Das alte Ägypten im dreizehnten vorchristlichen Jahrhundert: Der erfolgreiche Frauenarzt Merirê ist wegen einer vorschriftswidrigen Behandlung einer Hofdame am Königshof in Ungnade gefallen. Eines Tages aber befiehlt Ramses II. ihn überraschend zu sich und erteilt ihm den Auftrag, gemeinsam mit dem Amun-Priester Rahotep in die Hauptstadt des verfeindeten Hethiterreichs zu reisen, um der sechzigjährigen Schwester des Großkönigs gegen jede Wahrscheinlichkeit zu einer Schwangerschaft zu verhelfen − ein Vorwand für eine heikle diplomatische Mission. Dort lernt Merirê die schöne und kluge Hofdame Lavinia kennen, eine enge Vertraute der Königin, die zur großen Liebe seines Lebens wird. Doch seine Ehe mit einer Hethiterin steht in unvereinbarem Widerspruch zu den geheimen Plänen des Pharaos. Wird sein Glück von Dauer sein? Wird es Merirê und Rahotep gelingen, ihren erbitterten Widersacher Assur-Nadin auszuschalten und ihren Auftrag zu erfüllen? Packend, leidenschaftlich und mit großer Sachkenntnis erzählt Dietmar Füssel von Autokratie, politischer Ränke, verlogener Staatsräson, Korruption, Heuchelei und Gewalt, aber auch von wirklicher Freundschaft und wahrer Liebe im alten Ägypten."

In seinem Roman "Wiederhole Geburten" entführt uns der Autor Dietmar Fussel in das Reich der alten Ägypter und Hethiter zu der Zeit von Ramses II.
Die Hauptfigur Merire, Sohn eines Arztes, dessen Mutter kurz nach der Geburt verstarb, entscheidet sich schon relativ früh, was er in der Zukunft erreichen möchte. Er möchte eines der besten Frauenärzte des Landes werden und am königlichen Hof arbeiten dürfen.
Merire gelingt es auch seinen Traum zu erfüllen. Aufgrund seiner Bekanntheit und seines Erfolges im Land wird er eines Tages auf den königlichen Hof bestellt. Was für Merire die Erfüllung seiner Ziele bedeutete wandelte sich schnell zum Katastrophenschlag, denn als er eines Tages gewzungernermaßen in eine Geburt eingreift, und somit sich in die Angelegenheiten der Götter einmischt, verfällt er in Ungnade. Der Traum wird zum Verhängnis und Merire verliert alles was er besaß.
Eines Tages jedoch wird er von Ramses II. erneut auf seinen Hof gebeten. Dort erhält er den Auftrag, zusammen mit dem Ammunprister Rahotep, zum Reich der Hethither zu wandern um dort der Schwester des Großkönigs zu einer Geburt zu verhelfen. Die Mission ist jedoch schwerer als es sich anhört, wenn sogar nicht unmöglich. Nicht nur, dass Merire die Sprache und die Sitten der Hethihter nicht beherrscht, kommt noch hinzu, dass die Schwester des Königs schon 60 Jahre alt ist. Als Unterstützung reist Rahotep mit, der sehr wohl mit den Sprachen und Sitten des verfeindeten Reiches bekannt ist und Merire unterstützen soll. Was Merire allerdings nicht weiß, Rahotep hat eine eigene Mission vom König erhalten. Somit beginnt für Merire ein Auftrag von dem sein Leben abhängt, er jedoch nichts von weiß. Ein Spiel um die Kunst der Politik, wovon Merire nicht viel versteht und er nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden kann. Als er sich dann auch noch in die Hofsdame Lavinia verliebt wird er zu einer entscheidenden Schachfigur, welche dem König eher Nachteile als Vorteile verschafft. Es beginnt ein Spiel der Diplomatie, der Heuchelei und der Liebe.

Dietmar Fussel erschafft mit seinem Werk "Wiederholte Geburten" einen Roman, der durch seine interessante Geschichte und seinen flüssigen Schreibstil den Leser in seinen Bann zieht. Beim Lesen hat man das Gefühl, als würde man zwei Parteien bei ihrem Schachspiel zu sehen und dabei ihre Gedanken lesen können. Es ist ein Diplomatiekampf in den man mitten drin ist. Nicht nur, dass die Handlung intressant ist, kommt noch hinzu, dass Herr Fusel aufgrund seiner enormen Recherchearbeit den Leser immer wieder mit intressanten Informationen über die Ägypter und Hethihter versorgt. So lernt man Gebräuche und Rituale der beiden Reiche kennen ohne die Hauptstory aus den Augen zu verlieren. Außerdem besitzt Herr Fusel ein ausgezeichnetes Feingefühl und überhäuft den Leser nicht mit Informationen, die man sofort wieder vergisst, sondern gibt immer Häppchenweise Rituale und Sitten bekannt, die bei sehr großen Interesse auch nochmal recherchiert werden können. Selten hatte ich so sehr spaß daran, Sachen zu recherchieren die ich nicht verstand, da es für mich normalerweise nur den Lesefluss gestört hat. Hier allerdings verliert man den Lesefluss nicht, denn man erhält genug Informationen um weiterlesen zu können, ohne dabei etwas nicht zu verstehen und nur bei eigenen Informationsdurst kann man nochmal Nachrecherchieren.

Die Charaktäre konnten bei mir im großen  und ganzen überzeugen. Jeder Charakter hatte seine bestimmten Züge und verkörperte seine Rolle sehr gut. Der Ammunpriester Rahotep, der sein Leben dem König verpflichtet hat und alles dafür tut ihm seine Wünsche zu erfüllen. Der Feind Assur Nadin in dessen Blut scheinbar das böse zu fließen scheint. Die hübsche Lavinia die sich zur starken Frau entwickelt hat und nun bei dem Diplomatispiel der großen mitmischen darf. Einzig und allein Merire gefiel mir nicht 100%. Er war sehr pessimistisch und aufböckig was ihm auch noch im hohen Alter als kindisch erscheinen ließ. Einerseits ließ sich das nachvollziehen, da er regelrecht vom Pech verfolgt wird, andererseits jedoch ist er ein Erwachsener Mann, ein bekannter Arzt und eigentlich auch ein intelligenter Mensch der sich dann aufgrund seiner kindischen Art Feinde macht und somit sein Leben aufs Spiel setzt ohne wirklich zu verstehen was er da macht.

Fazit: Im Großen und ganzen kann ich diesen Roman jedem weiterempfehlen. Für Wissensdurstige ist der Roman ein Schatz, aber auch für diejenigen die eine intressante Geschichte lesen wollen ist das Buch sicher kein Fehlgriff. 4 von 5 Sterne

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 30 Rezensionen

hannibal, karthago, römer, historischer roman, zwillinge

Die Überlebenden von Sagunt

Jonathan Lerros
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 09.08.2016
ISBN 9781503939929
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Die vierzehnjährigen Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon haben Glück im Unglück: Ihre Heimatstadt Sagunt wird von kathargischen Truppen komplett zerstört, die Bewohner werden getötet oder versklavt. Doch Synbalos, der oberste Feldarzt der karthagischen Armee, ist den beiden wohlgesonnen und nimmt sie unter seine Fittiche. Kimon ist Feuer und Flamme für den Beruf des Wundarztes, Eirene wird die persönliche Leibdienerin der geheimnisumwitterten Dido, Besitzerin des vornehmsten Bordells der Stadt. Die Geschwister haben gerade erst damit begonnen, sich in ihrem neuen Leben einzurichten, als sie unwissentlich in ein von den Römern inszeniertes Mordkomplott gegen den Heerführer Hannibal hineingezogen werden."

In seinem Roman "Die Überlebenden von Sagunt" entführt Jonathan Lerros seine Leser in die Zeit 218 v. Chr..
Damals als die Römer noch die Führungsmächte waren und Hannibals Schachzug grad begonnen hat.  Aber anders als in den meisten historischen Bücher steht hier nicht die Geschichte Hannibals im Vordergrund, sondern die der beiden Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon. Dennoch entwickelt sich die Geschichte Hannibals im Hintergrund dezent weiter und bevor man sich versieht steht Hannibal im Vordergrund. Alleine durch diese dezente Heranführung der Hauptgeschichte merkt man schon das Talent des Autors.

Um den Einstieg in das Buch für den Leser zu vereinfachen beginnt Jonathan Lerros die damalige Situationsverhältnisse kurz und knapp, jedoch mit genug Information zu schildern. Dank diesen Startes fühlt man sich sofort in die damalige Zeit versetzt und kommt schonmal in die Stimmung. So können auch Leser, die nicht so viel Ahnung von der damaligen Zeit haben, schnell und einfach in das Geschehen mit eingebunden werden.

Nachdem man nun in die richtige Stimmung versetzt wurde beginnt die eigentliche Story mit der Überlagerung von Sagunt und die Einführung der Zwillingsgeschwister Eirene und Kimon. Wie der Buchtitel bereits sagt sind diese beiden Geschwister einer der wenigen Überlebenden der Belagerung.
Wie es der Zufall will, erinnert Eirene den Feldarzt Synbalos an seine verstorbene Nichte. Dieser ist nicht nur Feldarzt, sondern auch Hannibals persönlicher Arzt und Freund. So entschließt er sich die Geschwister in seine Obhaut zu nehmen und diese somit vor der Sklaverei zu bewahren. Kimon beweist sich als talentierter Junge und wird somit von Synbalos zum Arzt ausgebildet, während Eirene zu einer Leibdienerin im Edelbordell der Stadt wird.

Auch die Einführung der Charaktere übermittelt der Autor dezent im Hintergrund und man lernt durch das Benehmen und das Verhalten den Protagonisten näher kennen. Durch diesen flüssigen angenehmen Schreibstil lässt man sich einfach durch die Geschichte tragen und auch die Charaktere kann man sich trotz der etwas schwierigeren Namen merken.

So begleitet man den Lauf der Geschichte der Charaktere in Neu-Karthago weiter. Die Geschichte ist jedoch nicht so ruhig wie man vermuten mag. Immer wieder kriegt man Anzeichen von einem Mordkomplett und auch darf man an den Kriegsbesprechungen Hannibals teilhaben. Man taucht in seine Gedankenwelt ein und sieht die Welt aus den Augen eines der größten Heerführers aller Zeiten.
Als eines Tages jedoch ein Attentat auf Hannibalkurz davor ist zu geschehen, werden die Zwillingsgeschwister unwissentlich mit hineingezogen.

Fazit: Mit seinem schreiberischen Geschick entführt Jonathan Lerrors hier den Leser in eine faszienierende und spannende Geschichte der damaligen Zeit. Die Charaktere sind gut herausgearbeit und auch an Recherchearbeit ist nichts auszusetzen. Anders als in den meisten historischen Roman, in denen man mit geschichtlichen Wissen erschlagen wird, führt Jonathan Lerros die Geschehenisse der damaligen Zeit einfühlsam und doch spannend ein ohne den Leser damit zu überschlagen.
Das Buch ist für jeden geschichtlich und auch nicht geschichtlich Intressierten  zu empfehlen, denn die Handlung an sich ist spannend, einfühlsam, intressant und gut herausgearbeitet. Den geschichtlichen Background den man dazu noch erhält ist wie ein kleines schönes Geschenk, was mit einer schönen Schleife umwickelt wurde.

Klare Leseempfehlung!

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

apfelwein, frankfurt, wiesen, becker, warenkunde

Todesrauscher

Uli Aechtner
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 17.03.2016
ISBN 9783954517893
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Hauptkommissar Christian Bär steht vor einem Rätsel. In einer Apfelweinkelterei ist ein Arbeiter im Most ertrunken. Was hat ihn bewogen, kurz vor dem Abfüllen in den Tank zu kriechen – und wer hat hinter ihm die Luke verschlossen? In seine Ermittlungen pfuscht die dralle rothaarige Reporterin Roberta Hennig hinein. Bär weiß nicht, ob er sie lieben oder umbringen soll. Noch bevor er das herausfinden kann, geschieht der nächste Apfelweinmord."


Uli Aechtner erzählt auf knapp 250 Seiten die Story von Hauptkomissar Christian Bär und der Reporterin Roberta Hennig, welche sich auf die Suche nach einem Mörder machen, der anscheinend ein Apfelweinfanatiker ist. Während sich die beiden am Anfang eher negativ gegenüberstehen fangen sie gegen Ende immer mehr an zusammen zu arbeiten um dem Mörder auf die schliche zu kommen.
Die Handlung ist in meinen Augen zu langatmig und zu unintressant. Beim lesen hatte ich eher das Gefühl ein Buch über die verschiedenen Herstellungsarten und Geschmäcker von Apfelwein zu lesen als einen wirklichen Krimi. Es ist immer schön beim Lesen neue Sachen dazu zu lernen. Jedoch sollte der neue Lernstoff eher im HIntergrund sein und nicht die Hauptstory in den Hintergrund drängen. Während gefühlt mehrere Seiten über eine Herstellungsart von Apfelwein berichten wird die "Liebesstory", soweit man das so nennen kann, einfach nur dahingeklatscht. Die Spannung beim lesen kam bei mir leider auch nicht auf. Die auftauchenden "spannenden" Szenen waren zu kurz als dass sie Spannend hätten sein können.

Auch mit den Protagonisten war ich teils unzufrieden. Während Hauptkomissar Bär mir recht sympathisch war, aufgrund seiner coolen Art, seiner Lockerheit und seinen wohlüberlegten Handlungen war mir Roberta Hennig total unsympathisch. Auch wenn sie in dem Fall Bär voraus war, war sie in meinen Augen ein Charakter der zu dumm für diese Welt ist. Nach mehreren fatalen Fehlern, die sie begeht hätte sie in meinen Augen genau so gut auch sterben können.


Fazit: Beim Lesen dieses Krimis merkt man, dass Uli Aechtner ihre Hausaufgaben gemacht hat und sehr gut recherchiert hat. Leider ist das Hintergrundwissen was einem hier mitgegeben wird zu viel, was die Handlung mehr in den Hintergrund drängt. Manchmal ist weniger mehr. So konnte mich dieser Krimi leider nicht packen. Es war zwar intressant so vieles über Apfelwein zu erfahren aber beim Lesen dieses Krimis wollte ich mehr Geschichte und Spannung haben was hier leider gefehlt hat.


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40 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

kinderbuch, marionetten, kopenhagen, dänemark, erinnerung

Caspar und der Meister des Vergessens

Stefanie Taschinski , Cornelia Haas
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Oetinger, 24.10.2016
ISBN 9783789104268
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Alle fünfzig Jahr soll das jüngste Kind dem Meister gehören auf ewig. Und es soll von seiner Familie vergessen sein, als wäre es nie geboren.“ Zuerst glaubt Caspar noch an einen bösen Traum. In der Neujahrsnacht verschwindet sein kleiner Bruder Till spurlos, und seine Eltern können sich von einem Moment auf den nächsten nicht mehr an ihren jüngsten Sohn erinnern. Caspar findet heraus, dass ein uralter Pakt hinter dem Ganzen steckt und Till mit einigen anderen Kindern gefangen gehalten wird. Wild entschlossen macht er sich auf die Suche und gelangt schließlich nach Memoria. Doch wenn er Till retten will, muss er nicht nur gegen den geheimnisumwobenen Meister kämpfen, sondern auch gegen das Vergessen … Eine fantastische Geschichte über Freundschaft, Mut und die Kraft der Erinnerung: das neue Kinderbuch der Bestseller-Autorin Stefanie Taschinski

Ein Kind was spurlos verschwindet? Ein Meister des Vergessens? Und ein Junge der gegen das Vergessen ankämpfen muss um seinen Bruder zu Retten? Dieses Buch schien alles zu haben was ein gutes Buch verspricht. Wer ein Buch über Freundschaft, Familie und Zusammenhalt sucht ist hier genau richtig. Das mysteriöse Cover mit den 3 Kindern im Vordergrund, welche von Nebel umhüllt werden und anscheinend von einem Puppenspieler gesteuert werden, schien das ganze noch abzurunden. So hatte mich schon das BUch gepackt, bevor ich überhaupt mit dem Lesen anfing.

Zu Beginn des Buches wird einem die Familie Winter vorgestellt. Man lernt Caspar, seine große Schwester Greta, seinen kleinen Bruder Till und die Eltern kennen. Auch lernt man den Gehilfen Anatol und die Elster Elsa kennen, die für den weiteren Verlauf der Geschichte ebenfalls eine wichtige Rolle einnehmen. Man ist mitten in der Familie drin und man kann schon fast förmlich spüren, wie gut es der Familie geht und wie glücklich sie sind. Das Glück hält allerding nicht lange, denn alle 50 Jahre soll das Jüngste Kind dem Meister geopfert werden. So verschwindet plötzlich zur Neujahrsnacht spurlos Till, das Jüngste Kind der Winters. Nur ist es nicht so, dass Till einfach verschwindet, wie bei einer Entführung. Fast ist es so, als hätte es Till nie gegeben. Sein Zimmer ist plötzlich nur eine Abstellkammer und auf alten Fotos ist er auch nicht mehr zu finden. Nichtmal mehr die Eltern können sich an Till erinnern. Nur noch Caspar und Greta erinnern sich an Till. Als Caspar Anatol damit konfrontiert, stellt sich heraus, dass Anatol mehr zu wissen scheint, als er vorgibt. So schafft es Caspar Anatol dazu zu überreden ihn bei der Suche seines kleinen Bruders zu helfen. Die Suche gestaltet sich jedoch schwerer als gedacht und schon bald ist Caspar ganz auf sich allein gestellt. Er begibt sich nicht nur in großer Gefahr, sondern muss auch selbst gegen das andauernde Vergessen ankämpfen. Jedoch mit dem Ziel in den Augen, seinen kleinen Bruder zu retten, ist Caspar bereit alles zu opfern, sogar sein eigenes Leben.

Die Charaktäre sind sehr gut beschrieben. Die Autorin Stefanie Taschinski verleiht ihren Charaktären mit ihrem Schreibstil  und ihrer Beschreibung Gestalt und Form. So hat man beim Lesen auch direkt eine gute Vorstellung, wie die Person aussieht, die im Moment vor einem steht. Auch passt sie das Erscheinungsbild den Charakterzügen. So ist es raltiv leicht gut von Böse zu unterscheiden. Für kleine Kinder ideal um eine bessere Vorstellung von den Protagonisten zu erhalten.
Nicht nur auf die Protagonisten wird gut eingegangen, auch auf die Umgebung und den Handlungsorten geht Frau Taschinski ein und beschreibt die Orte so detailreich, dass man sich alles gut vorstellen kann, jedoch einem beim Lesen nicht zu langweilig wird.
Der Schreibstil an sich ist recht einfach und somit leicht verständlich. Die Kapitel sind nicht besonders lang und die Schrift ist eine angenehm große Schrift, sodass Kindern das lesen einfacher fällt.
Genau solche Feinheiten sind es, die einem Kind beim lesen spaß oder langweile verschaffen können. Frau Taschinski beachtet, diese Feinheiten und man merkt, dass sie ein Profi in ihrem Gebiet ist. Um die Seiten nicht zu langweilig erscheinen zu lassen, sind zu jedem Kapitelanfang kleine Illustrationen eingezeichnet. Die Seiten an sich werden von einem schlichten "Rahmen" umgeben, was den Seiten ein zusätzlichen Flair verschafft.

Mit ihrem neuen Werk, Caspar und der Meister des Vergessen, schafft es Frau Taschinski, sowohl Jung als auch Alt zu fesseln. Denn trotz der etwas "kindlichen" Geschichte, die dennoch spannend zu lesen ist, wenn man sich darauf einlässt, sind die Botschaften die dahinter stecken sehr wichtig. Es wird einem sehr schön illustriert, wie wichtig Familien, Zusammenhalt und Freundschaft ist. Der kleine Caspar besitzt Charakterzüge, die eigentlich jeder Mensch besitzen sollte und wächst somit ganz schnell als Held in die Herzen der Leser.

Mein Fazit:
Eine klare Leseempfehlung. Die Geschichte ist spannend und einfach zu lesen. Man ist relativ früh vom Buch gefesselt. Auch der Leitfaden ist nicht zu kompliziert, sodass man immer eine gerade Linie hat und nicht in zu viele Nebengeschichten verwickelt wird.  Es ist zwar ein Kinderbuch, jedoch können es auch Erwachsene lesen.
Das Buch erhält von mir 5 Sterne.

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gefühle, hun, starke protagonisten, kurzgeschichten, haus

Hurenballade

Roland Krause
Flexibler Einband
Erschienen bei Balaena-Verlag, 11.04.2016
ISBN 9783981266160
Genre: Romane

Rezension:  
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17 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 14 Rezensionen

schleuser, beirut, berlin, familie, libanon

Berlin – Beirut

Gitta Mikati
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Divan, 15.09.2016
ISBN 9783863270360
Genre: Romane

Rezension:

Sommer 2011. Jasmin stößt beim Umgraben im Garten ihrer Familie auf eine Pistole und ein Skelett. Welches Geheimnis verbergen ihre Mutter Maria und deren Onkel vor ihr? Frühjahr 1977. Die zwanzigjährige Maria wartet am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße auf Mahmoud. Mahmoud kommt aus Beirut. Wie tausende Bürgerkriegsflüchtlinge ist er über Schönefeld in die DDR eingereist und taucht wenig später als Asylbewerber in West­-Berlin auf. Marias Onkel, Besitzer der legendären Diskothek Big Apple, und seine Helfer organisieren das Einschleusen der Libanesen im großen Stil. Die Kosten für Flug, Papiere und Unterkunft müssen die Flüchtlinge abarbeiten. Beispielsweise mit dem Überführen von Autos in den Nahen Osten. Maria begleitet Mahmoud auf einem Autokonvoi nach Beirut und lernt dort seine Familie kennen. Und den Krieg. Als sie ein Kind von Mahmoud erwartet, heiraten die beiden und steigen aus dem Schleuser-­Autoschieber­-Geschäft aus. Aber Mahmoud ist mittlerweile in ganz andere Deals verstrickt, aus denen es keinen Ausweg zu geben scheint …

Beim Lesen dieses Klappentextes wurde sofort mein Intresse geweckt. Nein. Eigentlich schon viel früher. Der Titel des Buches "Berlin - Beirut" hat schon mein Intresse geweckt. Ich bin zwar gebürtiger deutscher jedoch kommt meine Familie aus dem Libanon und mit dem Libanon kann ich viel in Verbindung bringen. So regte schon allein der Titel des Buches mein Intresse. Ich hoffe ich bin bei dieser Rezension sachlich und lasse nicht zu viel Heimatgefühl mit einfließen.

Die Autorin Gitta Mikati erzählt in ihrem Debütroman eine spannende Geschichte über das damalige Deutschland und dem illegalen Einschleusen von Ausländern. Dabei wird alles sehr realistisch und authentisch dargestellt. Sowohl Beirut, als auch das damalige Berlin werden gut beschrieben und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Das Buch ist in einer recht einfachen und dennoch spannenden Sprache verfasst. Ab und zu tauchen ein paar arabische Begriffe, die jedoch sofort aufgeklärt werden. Meinen persönlichen Lesefluss hat das nicht gestört. Im Gegenteil. ich fands sogar recht amüsant. Jedoch muss ich auch gestehen, dass ich der arabischen Sprache mächtig bin. Wie gesagt wurden die Wörter allerdings recht schnell aufgeklärt, weshalb ich vermute, dass auch leute die der arabischen Sprache nicht mächitg sind, nicht ein Stören des leseflusses empfinden würden.

Die Geschichte wird hauptsächlich von Maria selbst erzählt, nachdem Ihre Tochter Jasmin eine Leiche im Garten findet und damit sie und ihren Onkel Albert konfrontiert. Um Jasmin aufklären zu können müssen Maria und Albert sehr weit in die Vergangenheit greifen. Genauer gesagt bis hin nach 1977 wo Onkel Albert noch der "Schleusevater" von West Berlin war und mit Maria libanesische Asylbewerber für sich illegal arbeiten lies. Damals verliebte sich Maria in den Asylanten Mahmud und nachdem sie ein Kind von ihm erwartet, beschließt sie aus den illegalen Geschäften auszusteigen und eine richtige Familie zu gründen. "Aber Mahmoud ist mittlerweile in ganz andere Deals verstrickt, aus denen es keinen Ausweg zu geben scheint …"

Gitta Mikati schafft es, dass man in ihren Roman sich sofort in die Hauptpersonen versetzen kann. Somit ist man gleich zu Beginn der Geschichte sofort dabei. Beim Lesen dieses Romans hatte ich das Gefühl, dass ich neben Yasmin sitze und Maria zuhöre, wie sie ihre Vergangenheit aufdeckt. Durch diese tolle Erzählweise war es sehr schwer das Buch zur Seite zu legen, da man ungern eine Geschichte mittendrin abbricht. Auch die Gefühle der Protagonisten konnte ich sehr gut mit Ihnen teilen.
Durch Mikatis toller Recherchearbeit und ihrer persönlichen Erfahrungen war dieser Roman sehr authentisch und realistisch verfasst.

Auch von der Gestaltung des Covers war ich überzeugt. Auf der linken Seite das Berlin in den 70iger und auf der rechten Seite die Trümmer von Beirut. Beide Hauptstätte stehen sich gegenüber, haben jedoch beide den selben Himmel. Ein Himmel der von Staub und Dreck getrübt ist, was in einem empathische Gefühle aufsteigen lässt. Obwohl Berlin recht modern aussieht und Beirut in Schutt und Asche liegt hat man das Gefühl, dass beide Stätte das gleiche Schicksal teilen.
Ich finde es immer wieder toll wenn schon alleine das Cover einen berühren kann und dieses Cover schafft es mich zu erreichen und mir eine Botschaft zu übermitteln. Dafür auch ein großes Lob.

Fazit: Eine klare Leseempfehlung. Das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite spannend zu lesen. Die Geschichte war realistisch und authentisch gestaltet. Der Schreibstil flüsslig und einfach zu lesen. Emotionen und Empathie konnten hervorgerufen werden.
Das Buch erhählt volle 5 Sterne.

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7 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

tränen, weihwasser, johanna, dämonen, kraft

Das Vermächtnis der Johanna

Christine Weiske
Flexibler Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Brighton Verlag, 01.09.2016
ISBN 9783958762992
Genre: Fantasy

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

capoeira, fuchs, elemente, feuer, adel

Feuertanz (Erben der Elemente)

Masa Rina
Flexibler Einband: 246 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.09.2016
ISBN 9781537058986
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Sam stammt aus einer englischen Adelsfamilie und wird nach den verqueren Sitten ihrer Mutter erzogen. Als sie heimlich mit Capoeira beginnt, lernt sie Camel und Filipe kennen. Die offene Lebensweise der Beiden steht im Gegensatz zu Sams schüchterner Art.

Außerdem eröffnen sich immer mehr Fragen zu ihrer verstorbenen Großmutter. Was hatte sie mit den Erben der Elemente zu tun und was hat es mit ihrer Kette auf sich, deren Anhänger magisch glüht?

Wenn der Tanz des Feuers,
den Käfig sprengt,
wird der flammende Fuchs,
Hüter der Glut,
Gefährte des Infernos,
zur vollen Kraft gelangen."


Was mich neugierig auf dieses Buch gemacht hat war zuerst das Cover im Manga/Anime Style. Es war etwas neues und in meinen Augen sehr gelungen. Im Vordergrund ist das Gesicht der Hauptperson Sam, welches von Feuer umhüllt wird, was ihr etwas magisches und "mächtiges" verleiht. Dieses vom Feuer umgebene Gesicht starrt einem direkt ins Gesicht, aber es ist kein gefährlicher oder ängstlicher Blick.
Nein, vielmehr ist es ein warmer, offener Blick, und obwohl Sam vom Feuer umgeben wird kriegt man schon allein beim Anblick des Covers das Gefühl, dass Sam mit dem Feuer verbunden ist und, dass das Feuer ihr Freund ist. Und so erhält man schon vor dem Lesen einen tieferen Einblick in den Titel: "Erben der Elemente".


Die Story an sich ist sehr spannend und sehr intressant. Dank des flüssigen und lässigen Sprachstil des Autorenduos Masa_Rina lassen sich die 246 Seiten des Buches sehr schnell lesen. Es fiel mir sehr schwer das Buch zu Seite zu legen, denn die Autoren wussten sehr geschickt immer wieder neue Spannung aufzubauen, wo ich mir immer dachte: Ach komm, das Kapitel geht noch. Schließlich muss ich ja wissen wie es hier weitergeht.
Die Spannung spitzte sich jedoch immer weiter zu und die Erwartungen stiegen und die Seiten sind wie von Geisterhand verflogen und plötzlich ist auch schon das Buch zu Ende.
Das war erstmal wie ein Schlag ins Gesicht, denn die ganze Spannung die aufgebaut wurde und die ganzen Fragen die man sich gestellt hat wurden nicht geklärt. Ich verstehe zwar, dass "Feuertanz" der Auftakt einer Serie ist, jedoch hätte ich mir sehr gerne gewünscht, dass wenisgtens ein paar Aspekte aufgeklärt werden.
Es hat mir am Ende einfach der "Boom-Effekt" gefehlt, wo man erstmal das Buch bei Seite legen muss und die Ereignisse nochmal Revue passieren lassen muss und dann im Nachhinein trotzdem immernoch geflasht ist von den Ereignissen.
Denn das Potential für diesen "Boom-Effekt" hatte das Buch definitv. Deshalb war ich zuerst einmal enttäuscht als das Buch zu ende war.


Jedoch hatte ich das Glück bei einer Leserunde teilgenommen zu haben. Und die Autoren versprachen uns ein anderes Ende zu verfassen, wo man am Ende weniger Fragen und dafür mehr Antworten hat.


Einzig was mich an den Schreibstil der Autoren gestört hat, war dass in meinen Augen zu viel Fremdsprache vorkam. Zum einen gab es die selbsterdachte Sprache Mellenmute, zu dem auch ein Lexika hinten im Buch vorhanden ist jedoch kam auch sehr viel portugiesisch im Buch vor. Ich kann verstehen, dass die Autoren ihre Story dadurch authentischer gestalten wollten aber bei mir bewirkte dies leider nur die Störung des Lesefluss. Mir wäre es lieber wenn dann doch mehr deutsch gestanden hätte.


Ein großes Lob gibt es jedoch für die Gestaltung der Charaktere. Jeder Charakter, egal ob gut oder böse, wurde mit viel Liebe zum Detail beschrieben. So konnte ich mir alle Charaktere sehr gut vorstellen. Besonders die naive Sam, welche nicht mit der normalen Schicht der Gesellschaft vertraut war, wuchs mir sehr ans Herz. Man konnte sie einfach nur lieb haben weil sie ein Herzensguter Mensch ist. Auch über ihre naive Art musste ich mehr lachen als mich wie normalerweise aufregen, denn man konnte ihre naivität sehr gut nachvollziehen.
Aber auch die andere Charaktäre waren sehr gut beschrieben, sodass man sowohl sympathien für den einen als auch Hass gegenüber den anderen empfinden konnte.


Ich würde dieses Buch aufjedenfall weiter empfehlen, jedoch nur unter gewisse Bedingungen: erst lesen wenn die Fortsetzungen erschienen sind, denn andererseits wird man nicht zufriedengestellt. Oder auf die neue Version mit dem anderen Ende warten.


Mich hat das Buch gepackt und gefesselt und ich freue mich aufjedenfall auf die Fortsetzung. Das Buch kriegt wegen dem zu offenen Ende jedoch "nur" 4 von 5 Sterne.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

freundschaft, gefängnis, serbien, drogen, freiheit

23312

Rafael Haslauer
Flexibler Einband: 188 Seiten
Erschienen bei Windsor Verlag, 11.09.2016
ISBN 9781627845625
Genre: Biografien

Rezension:

"Als sich Rafael Haslauer dazu entschloss, 15 Kilogramm Marihuana aus dem Kosovo nach Österreich zu schmuggeln, war er am Tiefpunkt seines Lebens angelangt. Nicht in der Lage klar zu denken, weil Alkohol und andere Substanzen beizeiten seinen Verstand lahmlegten, schraubte er sein Leben kontinuierlich nach unten, bis er sich in einer serbischen Gefängniszelle wiederfand. Von da an änderte sich alles. An einem Ort, an dem das Wort „Menschlichkeit“ mit Füßen getreten wurde, rappelte er sich auf und kämpfte sich durch den Gefängnisalltag bis hin zu den tiefsten Ecken seiner Seele und arbeitete sich langsam zurück ins Leben – ein Weg, der steiniger nicht hätte sein können."

In seiner Autobiografie beschreibt Herr Haslauer seine Jahre in einer serbischen Gefängniszelle. Selbstkritisch und realistisch erzählt er, wie es dazu gekommen ist.
 Jede Einsicht braucht ihre Zeit und bei dieser Autobiografie erfährt man hautnah, wie langsam aber sicher die Einsicht in Herrn Haslauer eindringt. Während man am Anfang noch eher einer naiven leichtgläubigen Person gegenübersteht, erlebt man beim Lesen die anschleichende Selbsterkenntnis und das Wandeln des Protagonisten zu einer ausgereiften Person. So eine Erkenntnis kommt jedoch nicht von alleine. Es bedarf äußerliche Einflüsse die einem zur Erkenntnis treiben. Herr Haslauer wurde mit einer der vielleicht schlimmsten, jedoch auch effektivsten Einflüsse konfrontiert. Ein Leben, wo das Wort "Menschlichkeit" keinen Wert mehr hat und man das, was man vohrer als Selbstverständlich erachtet hatte, nun als "Geschenk Gottes" ansieht. Anstatt jedoch in Selbstmitleid zu versinken beschließt Herr Haslauer sein Leben selbst in die Hand zu nehmen und an sich zu arbeiten, um diese Jahre zu überstehen und wieder mit seiner Familie und seinen Freunden vereint zu sein.

Mir persönlich gefiel diese Autobiografie sehr gut. Rafael Haslauer erzählt sehr realistisch seine Jahre in einer serbischen Gefängniszelle. Besonders gefiel mir diese Bodenständigkeit die Herr Haslauer beim lesen übermittelt hat. Man hatte beim lesen nicht das Gefühl, dass Herr Haslauer ein armer Mann ist, der Mitleid braucht weil er in einer Zelle sitzt. Noch hatte man das Gefühl, dass Herr Haslauer sich als etwas besonderes sieht, da er diese Zeit überstanden hat und nun als anderer Mensch rauskam. Er hat von Anfang an die Fakten auf den Tisch gelegt. Man konnte von Anfang an seine Selbstbetrachtung miterleben. Man konnte verstehen, was ihn zu dieser Tat getrieben hat und man konnte verstehen, wie er sich langsam aber sicher in der Zelle zu einem besseren Menschen entwickelt hat. Er hat einem gezeigt, wie viel Familie wert ist. Was Ehrlichkeit bedeutet. Und wie wichtig es ist, an sich selbst zu arbeiten und nicht immer die Fehler bei anderen zu suchen.

Der Schreibstil war in meinen Augen recht flüssig. Man konnte alles ohne Probleme verstehen und mir wurde während des Lesens nie langweilig. Im Gegenteil, ich wollte immer weiter wissen, wie sich Herr Haslauer entwickelt und was für eine neue Erfahrung er durch die kommenden Ereignisse gewinnen wird. Diese Erfahrungen waren auch für mich wichtig, denn durch die Erfahrungen anderer kann man auch selbst an Erfahrungen gewinnen. Obwohl mich das Buch sehr gepackt hatte und ich immer mehr wissen wollte, hatte ich nie das Gefühl, dass mir Herr Haslauer seine Erfahrungen und Ideologien aufzwingen möchte. Es war immer eine angenehme Distanz vorhanden, welche auch den Lesefluss gefördert hat.

Es gehört viel Mut dazu, so eine Autobiografie zu veröffentlichen und dafür hat Herr Haslauer meinen vollen Respekt.

Ich kann dieses Buch jedem herzlichst empfehlen und vergebe 5 Sterne.

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 4 Rezensionen

korea, ferne länder, auswandern, asien, sachbuch

Schlaflos in Seoul

Vera Hohleiter
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2009
ISBN 9783423211536
Genre: Biografien

Rezension:

»Ich wollte nach Korea, wo alles bunt und schnell ist, wo man mitten in der Hektik der Millionenmetropole Ruhe findet in buddhistischen Tempeln, in kunstvoll angelegten Parks und Teehäusern, wo es die absurdesten Kosmetikprodukte, die neueste Technik und die besten Jeans gibt.

Genau dort landet auch Vera Hohleiter. In Ihrem Buch Schlaflos in Seoul berichtet Vera Hohleiter ihre Erfahrungen in ihrem ersten Jahr in Südkoreas Hauptstadt Seoul. 
Was das Buch so authentisch macht ist, dass Frau Hohleiter aus erster Hand als Fremde in einem Fremden Land berichtet. Als Fremder kann man sich dann umso gut vorstellen wie es dort wirklich vor sich her geht.  Dabei nimmt Vera hohleiter kein Blatt vorm Mund und versucht wirklich über alles zu sprechen, was einem dort auffällt. Trotz dieser Kritischen Haltung gegenüber Südkorea, lebt Frau Hohleiter nun seit 6 Jahren dort und scheint auch glücklich da zu sein. Stellt sich also die Frage wieso? Um das zu erfahren muss man das ganze Buch lesen, denn zwischen der ganzen Kritik liest man auch zwischen den Zeilen die schönen Dinge in Korea und ist am Ende verblüfft, dass man eine Bindung zu diesem Land während des Lesens aufbaut. 
Kein Mensch ist perfekt. Dieses Sprichwort kann man so gut, wie auf alles anwenden. Genau so gut auch auf ein Land. Vera Hohleitet zeigt uns in ihrem Buch Südkorea mit seinen Ecken und Macken. 
Jedem der sich für Südkorea intressiert, kann ich dieses Buch ans Herz legen. Die kurzen Kapitel eignen sich besonders gut für kleine Fahrten mit dem öffentlichen Verkehr.

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thriller, playground, mutterliebe, schweden, fantasie

Playground – Leben oder Sterben

Lars Kepler , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492060462
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Jasmin Pascal-Andersson, Lieutenant in der schwedischen Armee, wird bei einem Kriegseinsatz schwer verwundet. Vierzig Sekunden lang steht ihr Herz still. Nach der Reanimation leidet sie an Halluzinationen, die Ärzte attestieren ihr ein posttraumatisches Stresssyndrom. Eine schwierige Rekonvaleszenzzeit steht ihr bevor, und zurück in Stockholm entscheidet sie sich, aus dem Militärdienst auszutreten, um ein ruhigeres Leben zu führen. Sie findet einen Job als Sekretärin, bringt wenig später ein Kind zur Welt. Alles scheint in bester Ordnung. Doch als Jasmin mit ihrem Sohn in einen furchtbaren Autounfall verwickelt wird, kehren die Halluzinationen zurück ..."


Als ich diesen Klappentext gelesen habe, dachte ich eigentlich, dass es um eine Ex-Soldatin gehen würde, welche nach einem Unfall versucht wieder ins Leben zu finden. Dass sie sich mit ihren Halluzinationen schlagen müsse, um endlich wieder Fuß in der Realität fassen zu können. Dem war jedoch nicht so. Zumindest nicht direkt.
Im Buch Playground, vom Autorenduo Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril, erzählt der Klappentext nur den Anfang des Buches. Denn das eigentliche Abenteuer beginnt erst in den "Halluzinationen". Als Jasmin Pascal-Andersson zum ersten Mal einen Herzstillstand erleidet gerät sie in eine Art Zwischenwelt des Totenreich, welches stark an das heutige China erinnert. Nach ihrer Reanimation wird sie von diesen "Halluzinationen" verfolgt und als Folge dessen als psychisch labil eingestuft. Um nicht erneut in eine Anstalt zu geraten beschließt Jasmin nie wieder mit jemanden über ihre Halluzinationen zu sprechen.
Nachdem sie jedoch einen schweren Autounfall hat, in dem auch ihr 5 Jähriger Sohn verwickelt war, bleibt erneut ihr Herz stehen und sie findet sich erneut in dieser Zwischenwelt wieder. Schwach erinnert sie sich an ihren ersten Aufenthalt in dieser Welt und muss ziemlich  schnell feststellen, dass es hier gefährlicher ist, als vermutet. Eine Art Mafia lauert im Untergrund und versucht den Leuten ihr "Ticket zur wahren Welt" zu stehlen, um nicht selbst länger im Totenreich gefangen zu sein. So muss sich Jasmin dieses Mal ihren Weg zur "wahren Welt" mit Mühe und Not schlagen. Zurück im Diesseits angekommen muss sie jedoch feststellen, dass nun auch ihr Sohn in dieses Totenreich gehen muss. Mit dem Gedanken, dass ihr Sohn es niemals alleine zurückschaffen würde, und dem Wissen der Gefahr, die dort lauert beschließt Jasmin erneut in das Totenreich zurück zukehren, um ihren Sohn zu helfen. Dieses mal soll ihr Sohn es allerdings nicht zurückschaffen können und es beginnt ein Spiel um Leben und Tod, indem Jasmin Pascal-Andersson bereit ist, alles zu opfern. Sogar ihr eigenes Leben, nur um das ihres Sohnes zu retten.


Das Buch ist von Anfang an mit Spannung geladen, sodass man die Seiten quasi verschlingt. Lars Kepler schafft es auch die Spannung zu halten, indem er immer wieder neue Fragen auftauchen lässt. Beim Lesen des Buches fiebert man andauernd mit, ob es Jasmin Pascal-Andersson  schafft ihren Sohn zu retten oder nicht. Und falls sie es schafft, was ist der Preis den sie dafür zahlen muss? Hat sie überhaupt Verbündete? In der realen Welt wird sie als Verrückte abgestempelt und im Totenreich weiß sie nicht wie weit die Spinnweben der "Mafia" reichen. Wem kann sie dort also trauen und wem nicht? Und wird sie überhaupt die richtige Entscheidung treffen können? Immerhin geht es um das Leben ihres Sohnes und auch um ihr eigenes. Eine Fehlentscheidungen und das Leben beider liegt in den falschen Händen.


Die Orte und Schauplätze werden ziemlich gut und detailliert beschrieben. So kann man sich alles sehr gut bildlich vorstellen. Das Autorenduo spart da nicht mit den Details. Auch die Charakterzüge der Protagonisten werden gut dargestellt, sodass man schnell eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann.


Sehr gelungen fand ich auch das Cover des Buches, welches oben und unten 2x das selbe Bild, nur Spiegelverkehrt, darstellt. Das Bild ist ein Schiff im Vordergrund, was wahrscheinlich in Schiffe im Totenreich darstellen soll und im Hintergrund sieht man eine Großstadt (vermutlich Stockholm). Somit werden die beiden Hauptschauplätze dargestellt. Spiegelverkehrt ist ein gutes Symbol für 2 Welten. Zur Mitte hin, wo sich die beiden  Bilder treffen, wird es immer heller bis es in einem weiß endet, was wie ein leuchten wirkt. So hat man das Gefühl dass dort in der Mitte der Durchgang von einer Welt zur anderen ist. Zu diesem Durchgang hin, bewegen sich eine Frau mit einem Kind in der Hand, die Jasmin und ihren Sohn darstellen. Offen bleibt die Frage ob sich die beiden nun in das Totenreich oder in das Diesseits bewegen.
Optisch passt alles perfekt. Hätte ich das Buch in der Buchhandlung gesehen, so hätte ich allein wegen dem Cover zum Buch gegriffen. Hat man nun das Buch gelesen, stellt man fest, wie perfekt das Cover des Buches mit dem Inhalt harmoniert. Großes plus dafür. 


Besonders gut fand ich auch, dass trotz der Tatsache, dass sich die Story größtenteils in der Totenwelt abspielt, fast alles sehr realistisch beschrieben wurde (zumindest wenn man davon ausgeht, dass man in so einer Zwischenwelt gelangt, wenn das Herz still steht) und man nicht den Eindruck hatte ein Fantasy Buch zu lesen. Nur bei einer Szene habe ich mich gefragt, ob das medizinisch wirklich so einfach wäre. Aber ich will auch nicht zuuu penibel sein.


Das Buch erhält von mir aufjedenfall eine Leseempfehlung. Es ist ein spannendes Buch, was nicht unbedingt für schwache Nerven gedacht ist, denn der "Playground" hat auch seine brutalen Stellen. 
Einen Stern Abzug gibt es jedoch für den Klappentext, da ich finde, dass dieser nicht zur eigentlichen Story des Buches passt und man dadurch einen falschen Eindruck vom Buch vermittelt bekommt. So fängt man auch an den Roman mit falschen Erwartungen zu lesen.

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empathie, thriller, empathiker, gedankenkontrolle, verschwörung

Gnosis

Adam Fawer , Jörn Ingwersen
Flexibler Einband: 715 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.07.2008
ISBN 9783499245671
Genre: Krimi und Thriller

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