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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Dangerous Lies

Becca Fitzpatrick
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster Children's UK, 10.11.2015
ISBN 9781471125119
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Stella Gordon's life is a lie. She does not belong in Thunder Basin, Nebraska. As the key witness in a murder trial, Stella is under witness protection, living a life she doesn't want. No one can know who she really is. Not even Chet Falconer, her hot, enigmatic neighbour. But against her better judgement, Stella finds herself falling under Chet's spell ...A storm is brewing. Is Stella really safe in Thunder Basin? And will Chet be her shelter, or her downfall ...? (Klappentext, Amazon)

Cover:
Ganz ehrlich? Da mein Vorabexemplar kein richtiges Cover hat, weiß ich jetzt nicht genau, ob es das hier nun eingefügte, oder das braune (das im Internet herumschwirrt), sein wird. Beide Cover sind okay, die der "Engel der Nacht" (Hush, Hush)-Reihe haben mir jedoch deutlich besser gefallen.

Titel:
Ein guter Titel, denn die Protagonistin ist im Zeugenschutzprogramm.

Schreibstil:
Stella erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive und das sehr gut. Ich finde Becca Fitzpatricks Schreibstil hier deutlich besser, als in "Black Ice", und selbst da war er schon sehr gut. Mit anderen Worten: Ich habe es verschlungen und konnte das Leseexemplar nicht mehr aus der Hand legen. Meiner Meinung nach wird die Autorin mit jedem Buch besser.
Vor allem der berühmte scharfe Humor, den sie schon in "Engel der Nacht" an den Tag gelegt hat, kommt hier wieder voll zur Geltung und ich saß mehr als ein Mal grinsend in der Bahn.

Charaktere:
Stellas Situation ist wirklich alles andere als beneidenswert. Aufgrund eines schlimmen Ereignisses ist sie ins Zeugenschutzprogramm geschickt worden. Mit ihrer Mutter in der Entzugsklinik und ihrem Freund, der ebenfalls unter Personenschutz steht, hat sie keinen Kontakt mehr.
Somit ist sie von heute auf morgen alleine mit Carmina, die von allen nur Oma genannt wird. Doch eine wirklich nette Oma ist sie nicht. Zumindest nicht in Stellas Augen, denn sie ist die Erste, die dem verwöhnten Teenie Grenzen setzt.
Das Stella rebelliert und auch intrigiert, ist somit klar. Hier musste ich teilweise wirklich boshaft grinsen, denn Stella kann wirklich ein Biest sein. Trotzdem wächst sie dem Leser schnell ans Herz, denn es ist einfach, sich in ihre Situation zu versetzen. Sie und Carmina finden langsam zusammen, auch wenn diese nichts von ihrer Freundschaft zu Chet hält. Sie warnt sie vor ihm, verrät ihr aber nicht den Grund.
Stella und Carmina waren unglaublich gut charakterisiert, sodass Chet teilweise ein wenig blass wirkt.


Erwähnenswert:
Von der Stimmung her hat es mich teilweise an den Film "Kein Ort ohne Dich" von Sparks erinnert, aber dazu kommt natürlich noch eine gute Portion Thriller.

Stuck in my Head:
»I wasn't that kind of girl who let a guy slip easily under my skin. I was in control here, dammit. But I'd be lying if I said I didn't feel shaken by Chet.« (S.129)

Kriesenreif:
Nichts zu meckern.

Fazit:
Wer auf Beccas Humor, einem Cowboyflair in Nebraska und eine gewaltige Ladung Spannung steht, sollte hier unbedingt zugreifen. Ich kann es kaum erwarten, das nächste Buch von ihr in den Händen zu halten. Erscheinungstermin ist der 10. November 2015.

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1.078 Bibliotheken, 12 Leser, 3 Gruppen, 234 Rezensionen

magie, jennifer estep, black blade, fantasy, liebe

Black Blade - Das eisige Feuer der Magie

Jennifer Estep ,
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 05.10.2015
ISBN 9783492703284
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Die 17-jährige Lila Merriweather verfügt über außergewöhnliche Talente. Sobald sie einem Menschen in die Augen blickt, kann sie in dessen Seele lesen. Zudem beherrscht die Waise sogenannte Übertragungsmagie - jede auf sie gerichtete Magie macht sie stärker. Doch Lila hält ihre magischen Fähigkeiten geheim, denn sie hat einen nicht ganz ungefährlichen Nebenjob: Sie ist eine begnadete Auftragsdiebin. Das Leben der freiheitsliebenden jungen Frau gerät allerdings aus den Fugen, als sie eines Tages den Sohn eines mächtigen magischen Familienclans vor einem Anschlag rettet und prompt als dessen neue Leibwächterin engagiert wird. Plötzlich muss sich Lila in der magischen Schickeria der Stadt zurechtfinden, wo Geheimnisse und Gefahren an jeder Ecke auf sie warten – ebenso wie ihre große Liebe. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist wunderschön, wobei mir weißes Papier immer unendlich leid tut, denn bei mir bleibt es in der Handtasche nicht lange weiß.

Titel:
Der Titel passt gut, nicht nur da Lila sich ordentlich wehren kann, sondern auch, da sie ein ebensolches Schwert besitzt.

Schreibstil:
Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben. Es lässt sich leicht lesen und hält konstant die Spannung, sodass ich nach zwei Tagen durch war. Lila ist eine sehr sympathische Ich-Erzählerin, wodurch ihre Gedankengänge und Gefühle stets nachvollziehbar waren. Ich habe gar nicht gemerkt, wie die Zeit beim Lesen verflogen ist.

Charaktere:
Es gibt recht viele Charaktere, aber diese werden nach und nach eingestreut, sodass es leicht war, jeden einzuordnen und am wichtigsten waren so oder so Lila und Devon, die sich bezüglich Sturheit in nichts nachstanden. Aber auch Felix hat sich ehrlich gesagt in mein Herz geschlichen, obwohl mir sein ständiges Gequassel irgendwann im echten Leben bestimmt auf die Nerven gegangen wäre.
Jennifer Estep schafft es, ihre Charaktere so zu charakterisieren, dass sie glaubhaft handeln, ihre Schwächen und Stärken sich realistisch in die Handlung eingliedern und man das Gefühl hat, diese Protagonisten nach einigen Seiten wahrhaftig zu kennen.


Erwähnenswert:Dies ist der erste Band einer Reihe

Stuck in my Head:
»Ich war genau das, was sie behauptete. Kaltherzig, gnadenlos, selbstsüchtig und mehr auf mein eigenes Überleben, meine eigene Bequemlichkeit und mein eigenes Wohlbefinden konzentriert als auf irgendetwas anderes.« (S.342)

Kriesenreif:
Nichts zu meckern.

Fazit:
Mein ersten Buch von Jennifer Estep, aber mit Sicherheit nicht das Letzte. Somit kann ich es euch nur wärmstens ans Herz legen. Ich fand es wirklich klasse.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

jemen, frauenschicksale, mädchen, starke frauen, kinderbuch

Felsenmond

Jasmin Adam
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbj, 08.09.2015
ISBN 9783570403020
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Jemen hautnah: Die großen Auf- und Umbrüche in der arabischen Welt erregen weltweit Aufmerksamkeit, doch der eigentliche Kampf findet im Verborgenen statt – in der Familie. Während Latifa gegen ihren Willen verheiratet wird, geht die 15-jährige Hanna freiwillig die Ehe mit einem reichen Saudi ein. Aischa wehrt sich gegen die herrische Schwiegermutter, und Sausan muss ihr Studium abbrechen, als ihre Bekanntschaft mit einem Kommilitonen auffliegt. Malika dagegen schreibt kritische Zeitungsartikel, was sie bald in Schwierigkeiten bringt ... Die Geschichte fünf junger Frauen mit unterschiedlichen Schicksalen, doch vereint durch einen gemeinsamen Traum: Sie alle kämpfen um Selbstfindung und individuelle Freiheit ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist wunderschön und bringt einen arabischen Flair mit sich.

Titel:
Na ja, der Titel passt jetzt nicht wirklich, auch wenn er im letzten Kapitel sehr gekünstelt noch einmal aufgegriffen wird.

Schreibstil:
Das Buch ist in der dritten Person geschrieben und erzählt aus dem Leben von fünf jungen Frauen, die gegen die alten Traditionen in der arabischen Welt aufbegehren. Es liest sich sehr leicht, auch wenn die Themen durchaus ernst sind und einen zum Nachdenken anregen.
Gut gefallen haben mir vor allem die Beschreibungen des Jemens, die Dörfer, Umgebung, die Menschen. Alles wirkte sehr lebendig und obwohl ich noch nie da war, bekam ich einen sehr guten Eindruck und hatte einige Bilder im Kopf.

Charaktere:
Die fünf Mädchen führen alle ein unterschiedliches Leben mit unterschiedlichen Schicksalen, kennen sich aber dennoch und vor allem Sally, die amerikanische Frau eines Universitätslehrers spielt in meinen Augen eine Schlüsselrolle. Es war offensichtlich, dass die Autorin sich mit dieser Rolle am meisten identifizierte.
Alle Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet, fielen jedoch teilweise ein bisschen in ein Stereomuster, da Jasmin Adam an ihnen die typischsten Probleme der strenggläubigen Welt veranschaulichte. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau, da sie Geschichten dennoch sehr gut funktionieren.

Erwähnenswert:
Ein Buch mit einem sehr ernsten Thema, das aber durchaus auch für jüngere Leser geeignet ist.

Stuck in my Head:
»Malika las das bisher Geschriebene noch einmal durch. Es musste ihr unbedingt gelingen, den Lesern anhand eines aktuellen Beispiels die Absurdität der Rechtslage vor Augen zu führen! (...) Natürlich war Malika klar, dass sie im besten Fall die Problematik anreißen und eine Diskussion  anzetteln konnte, aber wenn ihr das gelingen würde, so hoffte sie, wäre schon einiges gewonnen!« (S. 256)

Kriesenreif:
Keine Kritikpunkte meinerseits.

Fazit:
Ein nachdenkliches Buch, das vielleicht jetzt zur Flüchtlingskrise einige Vorurteile bestätigen wird, aber auch Hoffnung gibt, dass selbst ältere Menschen zu einem Umdenken bereit sein werden. Auch wenn es wohl ein steiniger Weg wird. Definitiv lesenswert.

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

england, fluch, york, geheimnis, schottland

Der Fluch von Cliffmoore

Laura Foster
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 26.08.2015
ISBN 9783473401284
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Lisa wird eindeutig vom Pech verfolgt: Ihre Eltern haben sich getrennt, ihr Vater hat eine neue Freundin und Lisa muss mit ihrer englischen Mutter in deren Heimatkaff Cliffmoore ziehen. Ihr neues Zuhause, das alte Cottage von Oma Judith, ist zwar gemütlich, aber auch voller Geheimnisse. Warum gibt es im Keller eine verborgene Tür? Woher kommen die merkwürdigen Geräusche mitten in der Nacht? Und wieso warnt die kauzige Nachbarin Lisa vor einem uralten Familienfluch? Als wäre das alles noch nicht genug Chaos, spukt in Lisas Kopf ständig ein ganz bestimmter Junge herum …. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist sehr hübsch gestaltet, zumal es streckenweise mit einem Lack beschichtet wurde. Das Mädchen mit den Regenschirm stimmt auch schon einmal auf England ein.

Titel:
Der Titel passt gut, denn es geht um einen Familienfluch. 

Schreibstil:
Der Schreibstil hat mir ehrlich gesagt nicht so zugesagt. Die Protagonistin ist 14 Jahre alt und vielleicht liegt es auch an der Pubertät, aber ich fand den Erzählstil sehr nörgelig, was durch die Ich-Perspektive noch einmal unterstrichen wurde. Unterstützt wird das Ganze durch recht abgehackte Sätze, was es mir sehr schwer machte, in die Story reinzufinden.
Was die Autorin aber gut schafft, sind Landschaftsbeschreibungen, die stets angenehm bildhaft waren.

Charaktere:
Lisa hat so gar keine Lust, mit ihrer Mutter von Berlin nach York zu ziehen und das lässt sie den Leser auch direkt von der ersten Seite an spüren. Klar, es ist verständlich, dass es, vor allem in dem Alter, schwerfällt, sein liebgewonnenes Zuhause zu verlassen, aber irgendwie wurde ich mit ihr nicht warm.
Auch die anderen Charaktere waren wie aus dem Katalog: Der tolle Typ an der neuen Schule, natürlich gibt es auch direkt eine böse Schulfeindin und die recht typische neue Freundin. Vielleicht kann ich diese Standartmuster auch einfach nicht mehr sehen.

Erwähnenswert:
Vielleicht etwas für Englandliebhaber.

Stuck in my Head:
»Ich drücke sie, und als ich mich auf den Heimweg mache, habe ich das Gefühl, als würde ich langsam, aber sicher hier in meinem neuen Heinmatland ankommen.” (S. 225)

Kriesenreif:
Ich weiß nicht genau woran es lag. Vielleicht passen das Buch und ich einfach nicht zusammen. Ich hab es einfach nicht geschafft, mich mit der Story und der Protagonistin anzufreunden, sodass ich permanent geschaut habe, wie viele Seiten noch zu lesen sind. So sollte das nicht sein ...

Fazit:
Das war wohl nichts. Ich liebe Jugendbücher, da sie oft locker sind, mit dennoch wichtigen Themen. Aber dieses zu lesen hat sich angefühlt, wie durch eine Milchglasscheibe zu schauen. Zwar bekommt man im Groben mit, was läuft, aber aktiv teilzuhaben ist unmöglich.

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79 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

finnland, abenteuer, action, jagd, jugendbuch

Big Game - Die Jagd beginnt

Dan Smith , Birgit Niehaus
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.04.2015
ISBN 9783551520739
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
In der Nacht vor seinem dreizehnten Geburtstag muss Oskari allein in die Wildnis, so verlangt es die Tradition. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen soll er ein Tier erlegen, um seine Männlichkeit zu beweisen. Dass Oskari den Bogen kaum spannen kann, erleichtert die Sache nicht gerade. Doch dann fällt ihm der amerikanische Präsident quasi direkt vor die Füße. Er ist nur knapp einem Attentat entkommen und sieht trotz seines schicken Anzugs nicht so aus, als hätte er die Lage im Griff. Jetzt kann Oskari zeigen, was in ihm steckt. (Klappentext, Amazon)
Cover:
Das Cov.

Titel:
Na ja, es handelt sich definitiv nicht um ein Spiel sondern ums nackte Überleben.

Schreibstil:
Das Buch ist an eine jüngere Zielgruppe gerichtet. Zumindest war das mein Eindruck, denn Oskari hat einen sehr lockeren Erzählstil, auch in Gefahrensituationen. Aber es ist ja auch ein dreizehnjähriger Protagonist, der plötzlich den Präsidenten der Vereinigten Staaten retten muss.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass sich das Buch schnell durchlesen lässt. Dazu kommt ein lockerer und flüssiger Schreibstil.

Charaktere:
Oskari ist nicht unbedingt ein typischer Held, wobei klassische Charakterisierungsmerkmale gewählt wurden. Im Gegensatz zu den anderen Kindern in seinem Clan ist er kein begnadeter Jäger, was ihm eine Menge Spott einbringt. Und ausgerechnet an dem Tag, an dem er eine Prüfung ablegen soll, findet er den Präsidenten im Wald, dessen Flugzeug abgeschossen wurde.
Plötzlich geht es nicht mehr darum, seinen Clan zu beeindrucken, sondern Terroristen zu entkommen. Oskars wächst mit seinen Aufgaben und war schön charakterisiert. Dafür waren (bis auf der Präsident und der Antagonist) die Nebencharaktere sehr blass.

Erwähnenswert:
Eher etwas für jüngere Leser.

Stuck in my Head:
»Jetzt war mir alles klar. Es war meine Aufgabe, den Präsidenten zu retten. Das war die Prüfung, die der Wald mir auferlegte. Nicht um zu töten war ich hier, sondern um zu retten. Jetzt musste ich nur noch herausfinden, wie ich das anstellen sollte. (S.181)

Kriesenreif:
Es hatten sich ein paar Logikfehler eingeschlichen. Zum Beispiel war das Flugzeug erst mit Wänden ausgestattet, die Explosionen standhalten können, und dann wurde ein Loch eingesprengt ... Kleinigkeiten – aber ärgerlich.

Fazit:
Ein nettes Kinderbuch, das bei jüngeren Lesern durchaus gut ankommen durfte. Dennoch wäre noch Luft nach oben gewesen und das Lektorat hat bei dem ein oder anderen Logikfehler geschlafen.
Trotzdem kann das Buch mit einem schönen Schreibstil und einem netten Protagonisten punkten.

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371 Bibliotheken, 18 Leser, 2 Gruppen, 65 Rezensionen

paris, runa, vera buck, hysterie, historischer roman

Runa

Vera Buck
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Limes, 24.08.2015
ISBN 9783809026525
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt:
Paris 1884. In der neurologischen Abteilung der Salpêtrière-Klinik führt Dr. Charcot Experimente mit hysterischen Patientinnen durch. Seine Hypnosevorführungen locken Besucher aus ganz Europa an; wie ein Magier lässt der Nervenarzt die Frauen vor seinem Publikum tanzen. Dann aber wird Runa in die Anstalt eingeliefert, ein kleines Mädchen, das all seinen Behandlungsmethoden trotzt. Jori Hell, ein Schweizer Medizinstudent, wittert seine Chance, an den ersehnten Doktortitel zu gelangen, und schlägt das bis dahin Undenkbare vor. Als erster Mediziner will er den Wahnsinn aus dem Gehirn einer Patientin fortschneiden. Was er nicht ahnt: Runa hat mysteriöse Botschaften in der ganzen Stadt hinterlassen, auf die auch andere längst aufmerksam geworden sind. Und sie kennt Joris dunkelstes Geheimnis … (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover gefällt mir unglaublich gut, denn es wirkt sehr mystisch.

Titel:
Ach ja, ich dachte wirklich, es geht um ein Mädchen namens Runa, die dann aber gefühlt leider doch nicht wirklich viel Platz im Buch bekam.

Schreibstil:
Boah ... ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das so zäh angefangen hat. Nach 50 Seiten wollte ich es in die Ecke pfeffern! Aber dann wurde es doch etwas besser. Es ist in sechs Teile unterteilt und auch die Perspektiven wechseln. Zwischendrin fand ich es richtig gut, dann hatte es aber wieder unendlich langatmige Phasen. Kurzum: Der Stil schwankte immer wieder. Auch die medizinischen Ausführungen waren mir viel zu lang und oft gar nicht storyrelevant.

Charaktere:
Jori ist ein junger Arzt in Paris, der in einer Psychiatrie arbeitet und bald seine Doktorarbeit schreiben möchte. Er erhofft sich durch seine Forschung, seiner Jugendliebe Pauline zu helfen. Er ist sehr sympathisch, sodass man irgendwie verstehen kann, warum er hinter verschiedenen dubiosen Behandlungsmethoden steht. Auch die anderen Charaktere wie Lequocs, ein Ex-Polizist, oder Dr. Charcot, ein angesehener Nervenarzt, waren gut charakterisiert.

Erwähnenswert:
Wer sehr medizininteressiert ist, könnte hier ein Buch für sich finden.

Stuck in my Head:
»Als die ersten Klaviertöne aus dem Wohnzimmer zu ihm hinüberdrangen, verließ er den Raum und setzte sich neben die Bleulers aufs Sofa. Er wollte sich vorstellen, dass Pauline das Lied nur für ihn spielte« (S. 263)

Kriesenreif:
Zu wenig Story, viel zu viele unnötige Ausführungen. Zumal der Klappentext nur einen Teil der eigentlichen Handlung widerspiegelt. Runa an sich kam viel zu kurz.

Fazit:
Nachdem ich das Buch beendet hatte, fand ich es wirklich gut und wollte ihm vier Sterne geben. Aber zwischen dem Lesen und dem Rezensieren verging nun etwas Zeit und ich muss sagen, dass sich vier Sterne nicht richtig anfühlen. Ein Buch darf meiner Meinung nach alles sein, außer langatmig. Und das ist es leider an viel zu vielen Stellen. Deshalb drei solide Sterne. Ich bin einfach viel zu hin und hergerissen zwischen den positiven und negativen Aspekten.

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167 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

homosexualität, liebe, verlieben, jungs, schwul

Two Boys Kissing - Jede Sekunde zählt

David Levithan ,
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 24.09.2015
ISBN 9783737351850
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Craig und Harry wollen ein Zeichen für alle schwulen Jungs setzen. Dafür küssen sie sich. 32 Stunden, 12 Minuten und 10 Sekunden. So lange dauert es, um den Weltrekord im Langzeitküssen zu brechen. So lange dauert es, sich über die Gefühle füreinander klarzuwerden, nachdem man sich doch eigentlich gerade getrennt hat. So lange dauert es, das Leben aller schwulen Pärchen in der Umgebung für immer zu verändern …
Geschickt verwebt David Levithan all ihre Geschichten zu einer großen Geschichte über homosexuelle Jugendliche von heute. Vor allem aber beschreibt er in poetischen Worten die Liebe in all ihren Facetten. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Schande über mich, aber die kleinen Männchen auf dem Cover erinnern mich an das Toilettenhaus-Zeichen.

Titel:
Der Titel passt wunderbar, denn es geht um zwei Jungs, die den Weltrekord im Dauerküssen aufstellen möchten. Sie sind das Bindeglied zwischen allen Protagonisten.

Schreibstil:
Gleich vorab: Der Schreibstil ist sehr ungewöhnlich und geht unter die Haut. Erzählt wird aus der Wir-Perspektive, denn die Jungs kommen niemals selbst zu Wort, sondern ihre Geschichten werden von all den Homosexuellen erzählt, die in der vergangenen Generation an Aids verstorben sind. Sie erzählen von den Chancen, die die heutige Jugend hat, aber auch von den Problemen, die geblieben sind. Mir hängt das Buch immer noch nach. Auf der einen Seite ist es sehr süß geschrieben, auf der anderen schwingt permanent ein sehr ernster Unterton mit, der zum Nachdenken anregt.
Der Schreibstil ist sehr blumig, weshalb man mit seinen Sinnen beim Buch sein sollte, sonst könnte man sich in ihm verlieren. Ich persönlich fand ihn wunderschön, könnte mir aber vorstellen, dass manche ihn als anstrengend empfinden.

Charaktere:
Hauptsächlich geht es um Harry und Craig, die den Weltrekord im Dauerküssen brechen wollen. Ob sie es schaffen? Na, das werde ich euch sicherlich nicht verraten! Nur so viel: Ihr Vorhaben verbreitet sich wie ein Lauffeuer durch die sozialen Netzwerke und sie beeinflussen dadurch direkt und indirekt das Leben der anderen Protagonisten, wie zum Beispiel Cooper, der sich von seiner Familie unverstanden fühlt und nicht weiß, wo er hingehört. Oder Peter und Neil, die im Alltagstrott ihrer Beziehung untergehen. Aber auch Ryan und Avery, die sich gerade erst kennengelernt haben.
Alle Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet, aber etwas anderes hatte ich von David Levithan gar nicht erwartet!

Erwähnenswert:
Jap, ein Buch mit lauter schwulen Protagonisten und es wird auch Zeit, dass diese Bücher ganz normal in unseren Buchhandlungen stehen dürfen.

Stuck in my Head:
»Je weniger dich mit der Welt verbindet, desto leichter fällt es, sie zu verlassen” (S. 240)

Kriesenreif:
Nix zu meckern! 

Fazit:
Absolute Empfehlung. Ich bin hin und weg und musste noch lange über das Buch, und vor allem dessen ungewöhnliche Erzähler, nachdenken. Wer es noch nicht gelesen hat, sollte es dringend nachholen!

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372 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 54 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, london, besondere kinder, mystery

Die Stadt der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Knaur, 02.02.2015
ISBN 9783426653586
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Mit Müh und Not konnten Jakob und die besonderen Kinder aus der Zeitschleife, der Insel Cairnholm, vor ihren Feinden fliehen. Nun sind sie im England der 1940er Jahre gestrandet, immer noch verfolgt und ohne Beistand von Miss Peregrine, die sich nicht mehr in ihre Menschengestalt verwandeln kann. Um Miss Peregrine zu retten, brauchen die Kinder eine andere Magierin. Gerüchteweise lebt eine in London, und so machen sie sich auf den gefährlichen Weg in die zerbombte Stadt. Dort angekommen, finden sie schließlich Miss Wren und glauben schon, gerettet zu sein. Doch ausgerechnet hier, in ihrer vermeintlichen Zuflucht, erwartet sie der größte Verrat. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ähnelt sehr dem ersten, sodass ich zweimal hätte hinschauen müssen, wäre ein Buch kein TB und dieses ein HC. Es wirkt genauso gespenstisch und zeigt eine der weiblichen Charaktere.

Titel:
Ich finde es schön, dass nur ein Wort im Titel ausgetauscht wurde. Das passt gut, denn die Kinder verlassen schließlich im ersten Buch die Insel, um in der Stadt Hilfe zu suchen.

Schreibstil:
Jakob erzählt wie auch schon im ersten Band aus der Ich-Perspektive und es fällt leicht, wieder in die Handlung einzusteigen. immerhin knüpft sie dort an, wo das erste Buch aufgehört hatte.
Es ist immer noch gut geschrieben, aber irgendwie hat mir das Magische gefehlt, das mir im ersten Teil so gut gefiel. Klar, es ist immer noch spannend und die Kinder erleben viele Abenteuer. Aber irgendwie passiert zusammengefasst hat einfach nicht sonderlich viel, was mich etwas nachdenklich zurücklässt. Dieser Teil wirkt im Rückblick einfach blasser und ich muss gestehen, dass ich in der Mitte die ein oder andere Szene nur überflog, ohne das Gefühl, was verpasst zu haben.

Charaktere:
Jacob ist immer noch sehr wichtig und er wächst mit seinen Aufgaben, aber neben ihm wird auch Emma immer dreidimensionaler und ebenso die anderen Kinder ausführlicher charakterisiert als im ersten Band. Dafür ging Enoch mir furchtbar auf die Nerven (Ich glaube, ich hätte ihn irgendwo ausgesetzt).
Die Protagonisten machen hier wett, was dem Buch an Story gefehlt hat.

Erwähnenswert:
"Die Stadt der besonderen Kinder" ist die Fortsetzung von "Die Insel der besonderen Kinder".

Stuck in my Head:
»Tatsächlich sah sich niemand die Kinder aus dem Erste-Klasse-Waggon genau an, als dass ihm etwas Besonderes an ihnen hätte auffallen können. Und das war gut so.” (S. 243)


Kriesenreif:
Etwas schwächer als der erste Teil, mir hat der besondere Zauber einfach gefehlt.

Fazit:
Eine solide Fortsetzung mit besser ausgearbeiteten Nebencharakteren, aber auch weniger Story und mir hat das gewisse Etwas gefehlt. Trotzdem hat es mir gut gefallen, weshalb ich noch vier Sterne geben. Leider schwächelt es doch etwas im direkten Vergleich mit dem Vorgänger.

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(252)

506 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 59 Rezensionen

liebe, zwangsstörung, drogen, wenn du dich traust, psychiatrie

Wenn du dich traust

Kira Gembri
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2015
ISBN 9783401601496
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Lea zählt - ihre Schritte, die Erbsen auf ihrem Teller, die Blätter des Gummibaums. Sie ist zwanghaft ordentlich und meistert ihren Alltag mit Hilfe von Listen und Zahlen. Jay dagegen lebt das Chaos, tanzt auf jeder Party und hat mit festen Beziehungen absolut nichts am Hut. Niemals würde er freiwillig mit einem Mädchen zusammenziehen, schon gar nicht mit einem, das ihn so auf die Palme bringt wie Lea. Und Lea käme nie auf die Idee, mit Jungs zusammen zwischen Pizzakartons und Schmutzwäsche zu hausen. Sonnenklar, dass es zwischen den beiden heftig kracht, als sie aus der Not heraus eine WG gründen. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist ziemlich kitschig, wenn mal bedenkt, dass die Story wirklich schön ist. Es ist keine Schlunze, vielmehr eine nette Liebesgeschichte mit viel Humor.

Titel:
Der Titel passt gut, denn beiden Protagonisten wird eine starke Wandlung abverlangt.

Schreibstil:
Das Buch ist abwechselnd aus Leas und Jays Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben (Kapitelweise). Dabei legt Kira Gembri einen sehr lockeren Schreibstil an den Tag, der dennoch die ernsten Themen wie Drogenhandel und Leas Ticks nicht schönredet oder gar ins Lächerliche zieht.
Dadurch ist es leicht, die etwas über 300 Seiten an einem Tag wegzulesen und ich habe wirklich alles um mich herum vergessen.

Charaktere:
Lea und ihre neurotischen Ticks (sie zählt und überprüft alles permanent) sind sehr gut dargestellt und sie wirkt schon nach wenigen Seiten unglaublich dreidimensional, sodass ich sie sofort ins Herz schloss. Bei Jay hat es ein wenig länger gedauert, ehe wir beide warm miteinander wurden, aber auch er hat mehrere Charakterzüge, die seine Handlungen glaubhaft werden ließen, sodass ich ihn auch recht züging anfing zu mögen. Die beiden sind eine tolle Kombination, zumal hier nicht die typische Badboy-Engel-Beziehung der Fall ist. Klar, in Ansätzen schon, aber auch Lea bringt einige Päckchen mit in ihre neue (unfreiwillige) WG. Positiv anzumerken ist auch die durchdachte Charakterisierung der Nebencharaktere.

Erwähnenswert:
Auch etwas für Liebesgeschichten-Muffel.

Stuck in my Head:
»Dein Leben soll nicht mehr gezählt werden, sondern geschätzt. Und ich schätze, es könnte ziemlich gut werden - wenn du dich traust.« (S. 269)

Kriesenreif:
Nix zu meckern! 

Fazit:
Eine unglaublich süße Liebesgeschichte mit einem tollen Schreibstil und glaubhaften Charakteren. Absolute Empfehlung meinerseits!

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629 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

fantasy, monster, kinder, zeitschleife, insel

Die Insel der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2013
ISBN 9783426510575
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind … Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real – und sie sind ihm gefolgt … (Klappentext, Amazon)

Cover:
Ehrlich gesagt hatte das Cover mich davon abgehalten, früher nach dem Buch zu greifen. Warum? Ich finde es furchtbar gruselig und Horrorgeschichten rauben mir oft den Schlaf!

Titel:
Der Titel passt wunderbar, denn es gibt sowohl die besonderen Kinder, als auch die Insel.

Schreibstil:
Ich habe schon länger kein Buch mehr aus der Ich-Perspektive eines Jungen gelesen, weshalb ich "Die Insel der besonderen Kinder" als sehr erfrischend empfand. Natürlich war das nicht alles, das den Schreibstil ausmachte. Ransom Riggs hat eine sehr natürliche Art und Weise, Stories zu erzählen, sodass die Seiten nur so dahinflogen. Dazu kam eine spannende Geschichte, die zwar nicht allzu viele Überraschungen bereithielt, aber den Leser in eine ganz bezaubernde Welt entführt, als der man gar nicht mehr weg möchte.

Charaktere:
Jacob hat mir sehr gut gefallen. Er ist kein perfekter, aber auch kein naiver Protagonist, sondern einfach ein Junge, in den sich so ziemlich jeder Leser hineinversetzen kann. Schön war vor allem seine Charakterisierung, die sehr fassettenreich ist. Damit sticht er deutlich hervor, da die Nebencharaktere (leider auch Emma) um einiges schwächer waren. Hier hoffe ich ja auf den zweiten Teil. Dafür hat mir der Antagonist sehr gefallen. Auf seine Auflösung bin ich nicht gekommen und fand die Idee dahinter wirklich gut.

Erwähnenswert:
Es ist nicht so gruselig, wie das Cover vermuten lässt.

Stuck in my Head:
»Mir war immer klar gewesen, dass ich sonderbar war. Aber ich hätte nicht im Traum daran gedacht, besonders zu sein.” (S. 286)

Kriesenreif:
Was mich ein bisschen gestört hat waren kleine Logikfehler. Zum Beispiel, wieso wusste die Heimleiterin, dass sie die Zeitschleife kurz vor dem Unglück anlegen musste? Hierfür hätte sie hellsehen müssen. Auch hätten manche Dinge besser ausgearbeitet werden können. Warum greifen die Monster die Kinder an? Was haben sie davon? Hier hätte manches dreidimensionaler sein können.

Fazit:
Es gibt ganz knapp noch fünf Sterne, da Ransom Riggs es geschafft hat, mich trotz kleiner Schwächen so zu fesseln, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

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204 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

fantasy, dämonen, liebe, pakt, berlin

Nacht ohne Namen

Jenny-Mai Nuyen
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.03.2015
ISBN 9783423761093
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Manche Menschen sind füreinander bestimmt. So wie Nicki und Canon. Sie haben ihre eigene Welt. U-Bahnfahren in der morgengrauen Großstadt. Verstehen sich fast ohne Worte. Und doch wissen sie nicht viel voneinander. Ihre wahren Namen zum Beispiel kennen sie nicht. Und als Canon verschwindet, kommt Nicki einem noch viel größeren Geheimnis in seinem Leben auf die Spur. Denn sie teilt Canon mit einem Dämon – einem Dämon, der in üblen Schwierigkeiten steckt ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist richtig schick und fühlt sich ein bisschen "derb" an. Also sowohl haptisch als auch optisch wirklich top.

Titel:
Den Titel finde ich wirklich super, auch wenn es mir ein bisschen schwer fällt, ihn auf die Story abzuleiten. Vielleicht, weil Nicki und Canon sich in den frühen Morgenstunden kennengelernt haben, ohne ihre richtigen Namen auszutauschen.

Schreibstil:
Das ist mein ersten Buch von Jenny-Mai Nuyen und ich muss sagen, ich bin von ihrem Schreibstil begeistert. Obwohl ich die Ich-Form-Erzählungen, denen aus der 3. Person jederzeit vorziehen würde, hat sie es geschafft, mich nach ein paar Seiten so zu fesseln, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte. Sie beschreibt diese "neue Welt", in die Nicki eintaucht, sehr bildhaft, ohne sich in endlosen Erzählungen zu verlieren.

Charaktere:
Nicki hat mir gut gefallen, sie ist taff, schlagfertig und wirklich sehr sensibel und nett, wenn man beachtet, dass sie aus einer zerrütteten Familie kommt. An sich war sie sehr glaubhaft in ihren Handlungen, hat sich aber ein bisschen zu schnell damit abgefunden, dass sie sich plötzlich mit einer Horde Dämonen rumärgern muss. Vor allem in Bezug auf Tallis. Ihn konnte ich lange nicht einschätzen, ob er ihr helfen wollte, oder sich wirklich nur einige derbe Scherze auf ihre Kosten erlaubt hatte.
Auch Canon blieb sehr lange recht undurchschaubar und nicht ganz so gut charakterisiert wie Tallis. Aber das ist meckern auf hohem Niveau, denn die Charaktere fügen sich wunderbar in die Geschichte ein, die einfach überzeugt.

Erwähnenswert:
Es handelt sich um ein Urban-Fantasy-Buch einer in Deutschland lebenden Autorin.

Stuck in my Head:
»Hinter Mauern aus rosa Watte hämmerte die Tatsache auf ihr Hirn ein, dass sie in der Öffentlichkeit waren, dass sie nicht weitermachen konnten, jedenfalls nicht für immer, und dass das Ende der schlimmste Verlust ihres Lebens sein würde. Aber das war nur ein Gedanke und das Denken verlor seine Bedeutung. ” (S. 182)


Kriesenreif:
Wie gesagt, Nicki hat das ganze "Dein Freund ist von einem Dämon besessen und du wenn du Pech hast auch"-Theater etwas zu gut weggesteckt. 

Fazit:
Ein Buch, das nach meinem Geschmack war. Tolle Story, gute Charaktere und vor allem ein Schreibstil, der den Leser in den Mann zieht. Ich bin total begeistert und auch ein bisschen traurig, dass Nickis Geschichte schon wieder rum ist. Einen Punkt Abzug gibt es aber, da mir Nicki doch ein bisschen zu schnell mit allem klar kam, vor allem in Bezug auf Tallis.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

dämonen, englisch, jugendbuch, urban fantasy, usa

Every Last Breath

Jennifer L. Armentrout
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei MIRA Ink, 28.07.2015
ISBN 9781474036337
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Every choice has consequences—but seventeen-year-old Layla faces tougher choices than most. Light or darkness. Wickedly sexy demon prince Roth, or Zayne, the gorgeous, protective Warden she never thought could be hers. Hardest of all, Layla has to decide which side of herself to trust. 
Layla has a new problem, too. A Lilin—the deadliest of demons—has been unleashed, wreaking havoc on those around her…including her best friend. To keep Sam from a fate much, much worse than death, Layla must strike a deal with the enemy while saving her city—and her race—from destruction. 
Torn between two worlds and two different boys, Layla has no certainties, least of all survival, especially when an old bargain comes back to haunt them all. But sometimes, when secrets are everywhere and the truth seems unknowable, you have to listen to your heart, pick a side—and then fight like hell…  (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover sieht toll aus, vor allem auf der Printversion, denn da glänzt es leicht, obwohl es mattes Papier ist. Ein Aber habe ich jedoch: Aber die Covergestaltung (und auch der Klappentext) sind ultrakitschig, was superschade ist, denn die Bücher sind kein bisschen schnulzig.

Titel:
Ja, passt schon. Aber die Szene, die mir dazu ins Gedächtnis gerufen wird, wäre der Spoiler schlechthin, weshalb ich nichts verrate.

Schreibstil:
Lustig, flott und vor allem spannend wie immer. Also mit "Obsidian" und "The Dark Elements" hat Jennifer L. Armentrout es geschafft, sich in mein Herz zu schreiben. Die beiden Reihen gehören mittlerweile zu meinen Lieblingsbüchern und haben einen festen Platz im Regal.
Layla erzählt wieder aus der Ich-Perspektive und ich konnte ihre Handlungen sehr gut nachvollziehen, sodass die Seiten mal wieder nur so dahinflogen.

Charaktere:
Wie oben schon erwähnt hat mir Layla im Abschlussband wirklich gut gefallen und vor allem: Sie entscheidet sich sehr früh im Buch, bei welchem Typen sie nun bleibt. Dieses ganze Zayne-Roth-Zayne-Roth-oh-doch-wieder-Zayne ging mir total auf den Wecker zumal sie mit beiden ja auch ziemlich ... na ja lassen wir das. Ich bin mit ihrer Entscheidung übrigens sehr zufrieden und glücklich, dass noch mehr so gestimmt hatten, wie ich damals (die Autorin hatte damals eine Abstimmung veranstaltet, wie es ausgehen soll).
Roth war natürlich wie immer. Er redet schneller, als er denkt, ist aber dafür natürlich für einige groteske Situationen verantwortlich. Zayne war dafür etwas stiller und besonnener, als in den ersten beiden Bänden.

Erwähnenswert:
Das ist der Abschlussband einer Trilogie

Stuck in my Head:
»“I’m totally calm. I would just like to know who marred your skin so that I can put a name and face to the creature I’m going to kill very slowly.” 
“I think we might have different definitions of calm,” I said wryly. 
“I’ve never been calmer in my life.”
«

Kriesenreif:
Nix zu meckern! 

Fazit:
Lesen, lesen, lesen. Mich hat selten eine Reihe so humorvoll unterhalten, wie diese hier. Wer auf YA Urban Fantasy steht, kann hier eigentlich nichts falsch machen.

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

fantasy, romance, sklaverei, marie rutkoski, ya

The Winner's Crime (Winner's Trilogy)

Marie Rutkoski
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Square Fish, 01.03.2016
ISBN 9781250073563
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
Lady Kestrel's engagement to Valoria's crown prince calls for great celebration: balls and performances, fireworks and revelry. But to Kestrel it means a cage of her own making. Embedded in the imperial court as a spy, she lives and breathes deceit and cannot confide in the one person she really longs to trust ...While Arin fights to keep his country's freedom from the hands of his enemy, he suspects that Kestrel knows more than she shows. As Kestrel comes closer to uncovering a shocking secret, it might not be a dagger in the dark that cuts him open, but the truth. Lies will come undone, and Kestrel and Arin learn just how much their crimes will cost them in this second book in the breathtaking Winner's trilogy. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Wie auch schon beim ersten Band, ist das Cover schön gestaltet und wirkt sehr historisch. Unterstützt wird das bei der Hardcover-Ausgabe durch einen Raw-Cut, bei dem der Buchschnitt alt und abgenutzt aussieht. Das ist wirklich toll aus und ist etwas Besonderes.

Titel:
Ja, ja, lauter Intrigen im "Game of Thrones"-Stil.

Schreibstil:
Im ersten Teil war der Schreibstil recht rasant und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Aber dann wurde es leider ab und an etwas langatmig sodass ich - zugegeben - die ein oder andere Passage eher überflogen habe. Aber gerade zum Ende hin wurde es wieder superspannend und durch den Cliff-Hanger will ich jetzt unbedingt sofort weiterlesen. Ansonsten ist das Buch genauso aufgebaut, wie der erste Band. Arin und Kestrel erzählen wieder abwechselnd aus der 3. Person, sodass man immer einen Schritt weiter ist, als die Protagonisten.

Charaktere:
Schwer zu sagen, wen von beiden ich in diesem Buch lieber mochte. Arins Erzählungen waren meist spannender, da er sich um seine Leute kümmern muss, die von der Regierung weiterhin ausgenutzt werden, auch wenn sie aus der Sklaverei befreit wurden. Kestrel dagegen muss den Sohn des Kaisers heiraten, um Arin zu schützen. Erst misstraut sie ihm, doch bald merkt sie, dass er vielleicht die gleichen Probleme hat, wie sie. Die Charaktere waren wie schon im Vorgängerband gut ausgearbeitet, allerdings hätte ich mir hier und da etwas mehr Tempo und nicht immer wiederkehrende Überlegungen gewünscht.

Erwähnenswert:
Der zweite Band der "The Winners Curse"-Reihe. Diese ist eine Mischung aus History/YA-Roman.

Stuck in my Head:
»“Sometimes you think you want something,” Arin told him, “when in reality you need to let it go.”«

Kriesenreif:
Ein bisschen mehr Tempo wäre schön gewesen.

Fazit:
Eine gute Fortsetzung des ersten Buches, das mich begeistern konnte. Dennoch, oder gerade im direkten Vergleich ist der Zweite etwas schwächer. Allerdings hat er auch immer wieder Höhepunkte, sodass man es dennoch nicht aus der Hand legen kann. Ich bin sehr gespannt auf den 3. Teil!

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(162)

317 Bibliotheken, 5 Leser, 2 Gruppen, 78 Rezensionen

dystopie, die auslese, joelle charbonneau, trilogie, zukunft

Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben

Joelle Charbonneau , Marianne Schmidt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 12.01.2015
ISBN 9783764531188
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Sie allein kennt die Wahrheit über die Auslese
Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenommen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das brutale Auswahlverfahren der »Auslese« löschen soll, hat Cia nichts vergessen – weder die schrecklichen Todesfälle noch ihre Liebe zu Tomas.
Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die »Auslese« zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover gefällt mir persönlich nicht so gut, da die Gestaltung sehr hart ist. Also irgendwie wirkt es zu gestellt, die Kanten des Mädchens fügen sich einfach nicht gut in den Hintergrund ein. Allerdings gefällt mir die dargestellte Ruinenstadt mit der Sonne dahinter sehr gut!

Titel:
Ein bisschen dramatisch, aber gut, es passt zum Storyverlauf, also nix zu meckern!

Schreibstil:
Generell mag ich den Schreibstil der Autorin wirklich gern. Dieser hat sich im zweiten Band sogar noch verbessert. Cia erzählt wieder aus ihrer Perspektive die Geschehnisse, allerdings kommt sie nicht immer schnell genug auf den Punkt. Das ist auch das Einzige, was ich am zweiten Teil der "Auslese" auszusetzen habe. Oft bahnen sich spannende Sachen an, die allerdings in die Länge gezogen werden, da die Umgebung oder auch ganz unwichtige Dinge viel zu stark thematisiert werden. Zum Glück gibt sich das nach einhundert Seiten. Ab hier ist man wieder komplett in der Geschichte gefangen und es fällt schwer, das Buch zur Seite zu legen.

Charaktere:
Cia erinnert sich wie der Rest der überlebenden Kandidaten der Auslese an nichts. Aber sie weiß dennoch im Groben, was passiert ist, da sie sich eine Nachricht hat zukommen lassen. Es ist sehr glaubhaft geschildert, wie schwer es ihr fällt zu glauben, dass Will wirklich ein Mörder ist und das auch Tomas Dinge getan hat, die sie ihm nie im Leben zugetraut hätte.
Nach und nach durchblickt sie einen Teil der Geschehnisse, die im Hintergrund laufen, und findet Verbündete, die ihr helfen wollen die Universität zu überleben, denn die Auslese ist bei Weitem noch nicht vorbei. Schnell entschließt Cia sich, die Rebellen zu unterstützen, die das System ändern wollen, wodurch sie in noch größere Gefahr gerät. Noch dazu kommen ihre Erinnerungen teilweise wieder.
Die Charaktere sind wie auch schon im ersten Teil sehr gut ausgearbeitet und wirken realistisch in ihren Handlungen. So dass es einem schwerfällt, Personen wie Will zu hassen, denn selbst sie handeln in sich schlüssig.

Erwähnenswert:
Dies ist der zweite Teil einer Reihe.

Stuck in my Head:
»Obwohl ich der Überzeugung bin, nichts falsch gemacht zu haben, als ich darauf beharrte, unseren Sieg nur aus eigenen Kräften erringen zu wollen, komme ich nicht umhin, mich zu fragen, ob mich die Verantwortlichen vielleicht genauso beurteilen werden, wie Damone es tut: als schwach, pathetisch und zur Führung unfähig.« (S. 157)

Kriesenreif:
Die Längen, die ab und an durch den ausschweifenden Erzählstil entstanden.

Fazit:
Sehr gute Fortsetzung, die zwar ein wenig braucht, bis sie in Fahrt kommt, den Leser dann aber nicht mehr loslässt. Wer den ersten Teil mochte, wird hier nichts falsch machen!

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89 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

mystery, mord, familie, visionen, thriller

Ich sehe was, was niemand sieht

Tim O'Rourke , Frank Böhmert
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 26.02.2015
ISBN 9783551520746
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Charley sieht Dinge, die sonst niemand sieht. Ihre Visionen sind wie Blitze, kurz und intensiv – ein Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs. Charley ist felsenfest davon überzeugt, dass sie Verbrechen sieht, bevor sie geschehen. Niemand glaubt ihr, bis auf Tom. Der attraktive junge Police Officer bearbeitet gerade seinen ersten Fall: ein totes Mädchen, das auf Bahngleisen gefunden wurde. Während die Polizei noch nach der Todesursache sucht, hat Charley wieder Visionen: ein anderes Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs ... Ein packender Mystery-Thriller! (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover wirkt sehr düster, was perfekt zur Story passt. Mir persönlich gefällt es sehr gut, dass es nur dreifarbig gehalten wurde.

Titel:
Ein sehr langer Titel, der an das beliebte Kinderspiel "Ich sehe was, was du nicht siehst" erinnert. Auch wenn ich normalerweise lieber kurze Titel habe, kann ich in diesem Fall damit leben.

Schreibstil:
Das Erste, das mir auffiel, war, dass sehr viele Sätze mit "Ich" anfangen. Nicht unbedingt mein Stil, aber erstaunlicherweise fängt man recht schnell an, es zu überlesen. Ansonsten ist es sehr flüssig geschrieben und definitiv ein Buch, das man in ein bis zwei Tagen gelesen hat, da die Story spannend ist.
Die Protagonisten Charley und Tom erzählen abwechselnd in der Ich-Perspektive, wodurch der Leser meistens einen Schritt voraus ist. Das kann ab und an etwas von der Story vorwegnehmen, aber meistens spielt es sich gut ein.
Ein schönes Stilelement war auch, die Kapitel mit Uhrzeiten zu versehen.

Charaktere:
Charley hat seit dem Tod ihrer Mutter immer wieder Visionen von Menschen, die kurz davor sind, zu sterben. Leider glaubt ihr niemand, sodass sie in der Schule gemoppt und von ihrem Vater von einem Arzt zum nächsten geschleppt wird. Nachdem sie einen neuen Mord beobachtet, will sie zu der Stelle, an der das Mädchen gestorben ist, um sich selbst zu beweisen, dass sie nicht verrückt wird. Doch bevor sie den Tatort erreicht, läuft sie dem Polizisten Tom in die Arme, der sie direkt verhört.
Er glaubt ihr zwar nicht, dass sie Visionen hat, geht aber davon aus, dass sie etwas über den Todesfalls es Mädchens weiß. Zusätzlich findet er sie auch attraktiv, weshalb er sich auf das Spiel einlässt und ihr erst einmal zuhört. Beide Charaktere waren schön ausgearbeitet und man kann sich durch die Ich-Perspektive sehr gut in sie reinversetzen.

Erwähnenswert:
Es handelt sich hier um einen Thriller mit ein wenig Sci-Fi.

Stuck in my Head:
»Ob Charley nun die Wahrheit sagte oder nicht, sie wusste etwas über den Tod des Mädchens. Ob das von einer Reihe übernatürlicher Blitze herrührte oder ob sie tiefer in der Sache drinsteckte und einfach Angst hatte, mir das zu sagen - ich musste jedenfalls dranbleiben. Ihr Vertrauen gewinnen.« (S. 79)

Kriesenreif:
Mir ging es ein bisschen zu schnell, dass Tom Charley gleich so unwiderstehlich findet. Immerhin könnte sie ja auch die Mörderin sein.

Fazit:
Sehr spannender Jugendthriller, der Lust auf mehr macht. Definitiv ein Autor, den ich im Auge behalten werde und das Buch kann ich guten Gewissens weiterempfehlen.

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67 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

jugendbuch, ted staunton, mord, wahrheit, lügen

WHO I AM NOT - Von Lügen und anderen Wahrheiten

Ted Staunton , Bea Reiter
Flexibler Einband: 232 Seiten
Erschienen bei Arena, 05.01.2015
ISBN 9783401600451
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Er weiß nicht, wie er wirklich heißt. Seit Neustem nennt er sich Danny Dellomondo. Er ist 15 und von Geburt an auf der Suche nach sich selbst. Doch er hat ein Talent: von der Mutter verstoßen, aufgewachsen ohne Identität, kann er in jede Rolle schlüpfen. Als es mal wieder brenzlig wird, gibt er sich für den seit drei Jahren vermissten Danny aus. Sie sind im gleichen Alter, sonst ähneln sich die Jungen kaum. Dennoch glaubt die Familie Dellomondo sofort, in ihm ihren Sohn wiedergefunden zu haben. Ist seine Täuschung wirklich so echt oder hat auch die Familie etwas zu verbergen? Als er begreift, was hier gespielt wird, ist es fast schon zu spät. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist richtig cool gestaltet. Zum Einen mag ich die minimalistische Farbwahl, zum Anderen die kleinen Details, wie die Baseball-Kappe. Diese lässt sich dann sogar in der Story wiederfinden.

Titel:
Auch der Titel ist gut gewählt, denn unser Protagonist ist kein Kind von Traurigkeit. Im Lügen ist er definitiv begabt.

Schreibstil:
Das Buch ist sehr locker geschrieben. Es erweckt den Eindruck, als säße man Danny gegenüber, der einem aus seiner Vergangenheit erzählt. "Who I Am Not" ist durchgehend in der Ich-Perspektive aus der Sicht des Protagonisten geschrieben. Da der Erzählstil locker ist und das Buch nur 200 Seiten hat, ist man damit auch locker an einem Nachmittag durch. Ich kann somit guten Gewissens sagen, dass es eher leichte Lektüre ist, auch wenn das Buch ernste Themen anspricht. Es unterhält gut, aber wirklich bewegt hat es mich nicht. Es ist eine rasante Abenteuergeschichte, ich denke, das beschreibt es am besten.

Charaktere:
Im Grunde dreht sich das Buch komplett um den Protagonisten, der mit einem Trickbetrüger zusammen durch die USA reist, Diebstähle und Ähnliches begeht, um sich durchzuschlagen. Als es zu einem Zwischenfall kommt, kommt er schnell in die Situation, sich mit dem Jugendamt auseinanderzusetzten. Intuitiv schlüpft er in die Rolle eines vermissten Kindes, das daraufhin umgehend zu den vermeintlichen Eltern zurückgebracht wird. Doch schnell wird klar, dass die Familie sich viel zu schnell mit den doch auffälligen Unstimmigkeiten zufriedengibt. Was haben sie zu verbergen und befindet sich Danny, der eigentlich gar nicht Danny ist dadurch in großer Gefahr?

Erwähnenswert:
Ein gutes Buch für Zwischendurch, das zu unterhalten weiß.

Stuck in my Head:
»Ich erzählte Lügen, um die Wahrheit zu sagen. Ziemlich schräg, ich weiß, aber ich kann es nicht anders sagen. Es fühlte sich richtig an. Mehr kann ich dazu nicht sagen.« (S. 104/105)

Kriesenreif:
Die wirklichen Probleme mit dem Jugendamt-System in den Staaten kam nicht wirklich zur Geltung, beziehungsweise wirkte etwas verwaschen. Es hat mich nicht so berührt, wie es bei anderen Büchern der Fall war.

Fazit:
Ein nettes Buch, mit einem sympathischen Protagonisten, der mit allen Wassern gewaschen ist. Es ist nicht das dickste Buch, dafür ist Danny aber sehr gut ausgearbeitet und man wünscht ihm von Anfang an, dass es gut für ihn ausgeht.

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105 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

außerirdische, miki, computerspiel, 4 sterne, fischer

RUN! - Das Spiel

Eve Silver , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 19.02.2015
ISBN 9783841421883
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Miki Jones lebt nach ihren eigenen strengen Regeln und will die Kontrolle behalten. Dann wird sie ins Spiel gezogen, in dem sie – und ihr Team – sterben wird, wenn sie nicht ein neues Regelwerk befolgt: das des geheimnisvollen Komitees.
Aber Regeln bieten keine Antworten, und ohne Antworten kann man nicht vertrauen. Menschen sterben. Die Regeln lösen sich auf. Und Miki weiß, dass sie beobachtet wird, nur nicht von wem oder was. Zu unmöglichen Entscheidungen gezwungen, kämpft Miki darum, die zu retten, die sie liebt, und beginnt, das Komitee in einem neuen Licht zu sehen.
Und dann überschreitet das Spiel eine neue Grenze, drängt sich stärker in die Leben von Miki und ihren Freunden, und keine Regel kann sie jetzt noch retten. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist in einem sehr schönen Grün gehalten und ist im gleichen Stil, wie der erste Band.

Titel:
Ja, wegrennen wäre eine gute Idee. Die Frage ist nur, wohin.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist wie schon im ersten Band sehr fesselnd und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Miki erzählt wieder in der Ich-Perspektive.
Das Buch knüpft genau da an, wo der Erste aufgehört hat, weshalb es etwas schwer ist, das Buch Spoilerfrei vorzustellen. Zudem können Leser Probleme bekommen, die nicht mehr alles wissen, was in "Jump" passiert ist. Vom Aufbau und der Spannung her steht es dem Vorgänger allerdings in nichts nach, vielleicht ist es sogar noch etwas mitreißender, aufgrund der Story.

Charaktere:
Da auch im Klappentext nicht auf den Kernkonflikt eingegangen wird, werde ich mich hier sehr zurückhalten, für den Fall, dass es Leute lesen, die den ersten Teil noch nicht beendet haben. Miki ist vollkommen fertig aufgrund der Ereignisse im ersten Band. Noch dazu ist sie zum Teamleiter aufgestiegen und die Missionen, auf die ihre Gruppe muss, Weden immer gefährlicher und anspruchsvoller. Irgendwann helfen ihr auch die Kendo-Erfahrung und ihre große Klappe nicht mehr weiter. Sie kann sich nicht mehr hinter Jackson verstecken, sondern muss die Verantwortung für ihre Taten übernehmen.
Was ich allerdings sehr nervenaufreibend fand, waren die ständigen Seitenhiebe von Mikis Freundinnen. Es fällt schwer, ihre Begeisterung über die Mädels zu teilen.

Erwähnenswert:
Es ist der 2. Band der "JUMP"-Reihe.

Stuck in my Head:
»Sein Blick wandert zu Jackson, und es ist, als wären wir drei dadurch miteinander verbunden, dass wir an ein anderes Spiel denken, in dem es nicht darum geht, Spaß zu haben.« (S.212) 

Kriesenreif:
Es gab so ein paar Szenen, die einfach vorhersehbar waren. Die gab es schon in anderen Büchern, aber darüber kann man hinwegsehen.

Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung, die mich wie schon der erste Teil fesseln konnte. Somit sitze ich nun hier und warte auf das nächste Buch der Autorin.

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(104)

189 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

entführung, thriller, vergewaltigung, missbrauch, mädchen

Scherbenmädchen

Liz Coley , Susanne Klein
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.02.2015
ISBN 9783846600061
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Angie ist dreizehn Jahre alt, als sie entführt wird. Erst drei Jahre später taucht sie wieder auf. Doch sie kann sich an nichts erinnern. Auch nicht daran, woher die Narben an ihren Fußgelenken stammen. Kleine Frau, Pfadfinderin und Engel könnten ihr helfen, die Vergangenheit Stück für Stück wieder zusammenzusetzen. Denn jede von ihnen trägt einen kleinen Teil von Angies dunklem Geheimnis in sich. Doch sie wissen, dass Angie das gesamte Ausmaß des Erlebten nicht ertragen kann. Sie würde zerbrechen ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover gefällt mir gut, wobei es meiner Meinung nach ernster hätte gestaltet sein können. Die Geschichte ist sehr belastend.

Titel:
Dafür passt der Titel "Scherbenmädchen" wunderbar. Dazu werde ich allerdings erst im Bereich "Charaktere" mehr sagen.

Schreibstil:
Hier kommen wir zur eigentlichen Besonderheit des Buches, denn es ist in allen Perspektiven geschrieben, sprich: Dritte Person, Ich-Erzähler, Du und Wir. Das hatte ich noch nie und es ist wirklich faszinierend. Das Ganze entstand natürlich nicht aus einer Laune der Autorin heraus, sondern dient dazu, den psychischen Zustand der Protagonistin zu erläutern.
Generell war das Buch sehr spannend, sodass ich es innerhalb kürzester Zeit verschlungen hatte. Man merkt, wie sehr sich Liz Coley mit dem Thema auseinandergesetzt hat und dass sie ordentlich recherchiert hat. Die Geschichte ist absolut glaubwürdig und nimmt einen daher sehr mit.

Charaktere:
Angie ist sechzehn, als das Buch beginnt, in ihr drin lebt allerdings immer noch ihr dreizehn-jähriges Ich. Warum das so ist, wird nach und nach klar. Sie war drei Jahre lang verschwunden. Schnell kommt die Polizei zu dem Schluss, dass es sich um eine Entführung gehandelt haben muss. Die ärztlichen Untersuchungen bezeugen zudem, dass das Mädchen in dieser Zeit durch die Hölle gegangen ist und es verständlich ist, dass sie alle Erinnerungen verdrängt. Aber verdrängt sie sie wirklich? Denn es kommt immer wieder zu Ereignissen, an die Angie sich nicht mehr erinnern kann. Es scheint, als tut sie Dinge, ohne zu wissen, dass sie das war. Wer hat nachts ihr Zimmer ausgeräumt? Wer hat im Schaukelstuhl geschaukelt und hat sie sich wirklich an ihren ehemaligen Schulfreund rangeschmissen ohne es zu wissen? Zusammen in ihrer Psychiaterin kommt sie dem Geheimnis auf die Spur und ist geschockt.
Ich werde euch nicht sagen, was mit Angie nicht stimmt, denn es ist im Grunde das, was die Story ausmacht. Nur so viel: Man schießt dieses Mädchen sehr schnell ins Herz und die Dinge, die nach und nach ans Licht kommen sind nichts für schwache Nerven.

Erwähnenswert:
Ein Buch über Kindesmissbrauch und eventuelle psychische Folgen, das vielleicht wirklich erst ab sechzehn gelesen werden sollte.

Stuck in my Head:
»Sie wollten ihre drei Jahre zurück, genau wie du. Auch sie wollten vergessen. Sie wollten das ganze Ausmaß des Schadens nicht kennen und auch nicht die Ursache für all deine Narben. Aber du musstest es wissen..« (S. 143)

Kriesenreif:
Nichts, nur dass das Buchs schwer im Magen liegt.

Fazit:
Kein Buch für zwischendurch. Man sollte sich Zeit nehmen um es zu verkraften, aber dennoch ist es eine Geschichte, die man nicht verpassen darf. Bis jetzt das beste Buch, das ich über dieses Thema gelesen habe! Absolute Empfehlung!

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86 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

humor, mutter, sms, anrufe, hand

Mutter ruft an

Bastian Bielendorfer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.10.2014
ISBN 9783492300681
Genre: Humor

Rezension:

Inhalt:
»Bastian, gehen E-Mails auch am Wochenende?« »Wie bitte?« »Geht das Internetz auch Samstag und Sonntag?« »Klar, Mama, samstags bis 18 Uhr. An Sonn- und Feiertagen ist das Internet aber geschlossen …« »Danke, Sohn!« Jedes Mal, wenn das Telefon klingelt, wird es für Bastian ernst, denn Mutter ruft an! Ob sie nun will, dass er im Fernsehen den Bauch einzieht, ihr dieses blöde »Wellness-LAN« installiert, oder ihm sagt, dass er endlich mal erwachsen werden soll, Opa sei in seinem Alter schon zweimal verwundet gewesen. »Mutter ruft an« erzählt davon, wie es ist, wenn die Nabelschnur eins zu eins durch das Telefonkabel ersetzt wird – und warum es auch Vorteile hat, wenn man wenigstens für einen Menschen immer Kind bleiben darf. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover passt gut zu Bastians anderen Büchern, wobei der Mops deutlich dünner aussieht, als Bastian ihn immer beschreibt.

Titel:
Passender geht es nicht, Mutter ruft permanent an.

Schreibstil:
Das Buch besteht aus Telefonaten, die Bastian mit seinen Eltern (hauptsächlich seiner Mutter) führt. Dadurch sind die Kapitel angenehm kurz und werden noch zusätzlich am Ende mit SMS-Konversationen aufgelockert. generell war das Buch superlustig. Mit "Lehrerkind" kam ich damals nicht so klar, aber dieses hier toppt es um Längen!

Charaktere:
Im Grunde gibt es ja keine "Charaktere", wie in einem Roman. Bastian erzählt mit etwas künstlerischer Freiheit aus seinem Leben und vor allem seiner Beziehung mit seiner Mutter. Diese hat immer noch nicht ganz verstanden, dass Bastian jetzt erwachsen ist und das bekommt der Leser deutlich vorgeführt. Es war wirklich amüsant und vor allem auch mit vielen "Kenn ich"-Momenten gespickt. Aber mein heimlicher Held war ja Bastians Vater, der das alles mit resignativer Ruhe erträgt.

Erwähnenswert:
Das Buch steht für sich und man muss seine anderen nicht gelesen haben, um die Anekdoten zu verstehen.

Stuck in my Head:
»Und auch, wenn ich weiß, dass ich vielleicht nicht genau das geworden bin, was meine Eltern sich für mich gewünscht hatten, weiß ich, dass sie stolz auf mich sind und immer hinter mir stehen. Manchmal halt nur sehr, sehr weit hinter mir.« (S.155) 

Kriesenreif:
Nix zu meckern!

Fazit:
Ein sehr lustiges Buch, das mir einen humorvollen Abend beschert hat. Ich freu mich jetzt schon auf die nächste Bielendorfer-Lesung und seine kommenden Bücher!

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Sweet (Contours of the Heart)

Tammara Webber
Flexibler Einband: 342 Seiten
Erschienen bei Tammara Webber, 27.04.2015
ISBN 9780985661892
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt:
A Contours of the Heart novel He’s the love of her life, but he doesn’t know it. She’s his one moment of sacrifice in a lifetime of survival. He was damaged and wild, but resilient. She’s always been obedient; now she’s restless. Home for the summer between college and med school, Pearl Torres Frank knows two things: Boyce Wynn is the embodiment of everything she should run from, and everything she wants to run to. Rebellious and loud. Unconcerned with society’s opinion of him. Passionate. Strong. Dangerous. And one more trait he hides from everyone but her: Sweet. (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover gefällt mir gut, es ist etwas düsterer (und so ganz anders als die Deutschen), und passt somit zu "Easy" und "Breakable"

Titel:
Der Titel fand ich ein bisschen kitschig, das hat sich aber zum Glück nicht auf den Inhalt ausgewirkt..

Schreibstil:
Tammara Webber ist einer der wenigen Autorinnen, die es schafft, dass ich Liebesromane lese. Normalerweise schlägt das Genre mich in die Flucht. Aber ihr Schreibstil ist so natürlich und fesselnd, dass ich einfach nicht anders kann, als ihre Bücher zu verschlingen. Das Buch ist abwechselnd aus Boyces und Pearls Sicht geschrieben und es war schön, dass sich auch der Schreibstil je nach Charakter angepasst hat. Dadurch wirkte es sehr authentisch.

Charaktere:
Boyce und Pearl sind sehr unterschiedlich, kennen sich aber schon, seit sie Kinder sind, denn damals rettete er sie vor dem Ertrinken. Seitdem kennen sie sich und ihr Leben ist durchaus miteinander verstrickt. Nur wohnen sie am jeweils anderen Ende der Stadt und während Pearl aus einer guten Familie kommt, pflegt Boyce sein Bad Boy Image. Als Pearl dann für ihr Studium wegzieht, verlieren die beiden sich aus den Augen.
Doch Boyce ist der, der sie stets ermutigt hat sie selbst zu sein und genau ihn braucht sie jetzt. Denn sie enstscheidet sich nun dafür ihren Traum zu leben und nicht den ihrer Eltern.

Erwähnenswert:
Ihr müsst "Easy" und "Breakable" nicht gelesen haben, das ist eine Story für sich.

Stuck in my Head:
"It's just me, Boyce. You don't have to do anything to impress me."
"Because you already think I'm awesome, or because you never will?"
"You saved my life. I've been impressed with you since I was five years old."


Kriesenreif:Alles gut, nur irgendwie musste ich es mit Tammaras ersten beiden Werken vergleichen, und die haben mir einen Ticken besser gefallen.

Fazit:
Ein schönes Buch mit zwei sehr natürlichen Charakteren, das man definitiv lesen sollte. Gerade Pearl fand ich unglaublich toll!

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liebe, zeugenschutzprogramm, jugendbuch, eva völler, kiss & crime

Kiss & Crime - Zeugenkussprogramm

Eva Völler
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 13.08.2015
ISBN 9783846600153
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Emily kann es nicht fassen. Eigentlich wollte sie am letzten Wochenende vor ihren Abiklausuren bloß noch etwas feiern, doch dann gerät ihr Leben komplett aus den Fugen: Nach einem bewaffneten Überfall landen ihre Mutter und deren Freund Jonas im Krankenhaus, und das nur, weil Jonas sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Auf einmal sind sie alle in so großer Gefahr, dass ein Personenschützer für sie abgestellt wird. Pascal, jung und gut aussehend, sorgt bei Emily für noch mehr Pulsrasen, obwohl ihr sein Machogehabe ziemlich auf die Nerven geht. Als sich die Lage zuspitzt, muss die Familie sogar ins Zeugenschutzprogramm. Von der Großstadt geht's aufs Land - für Emily der totale Absturz. Sie will unbedingt zurück, aber im Zeugenschutz gelten harte Regeln. Und Pascal sorgt dafür, dass sie eingehalten werden - bis Emily schließlich begreift, dass der kleinste Fehler nicht nur ihr Leben in Gefahr bringt, sondern auch ihr Herz ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist an sich echt gut gestalten, zumindest die Font. Nur das Herz wirkt dann doch etwas kitschig.

Titel:
Der Titel passt sehr gut, denn mit einem Zeugenschutzprogramm hat es irgendwie nicht so viel zu tun gehabt. Dafür war einfach die Beziehung viel zu wichtig, was mir wiederum etwas Probleme bereitete.

Schreibstil:
Emily war eine wirklich nette Erzählerin und gerade am Anfang dachte ich noch: Wow, das wird richtig gut, zumal es auch sehr spannend war. Gerade der Überfall war super beschrieben. Somit lasen sich die Seiten bis dahin auch wie im Flug. Als sie dann allerdings ins Zeugenschutzprogramm kamen, hatte ich doch so einige Punkte, die mir sauer aufgestoßen sind. Zum einen hätte ein bisschen mehr Recherche wirklich nicht geschadet, zum anderen habe ich noch nie von so einer unprofessionellen Polizei gehört. Dass man Vornamen im Zeugenschutzprogramm nicht ändert; meinetwegen. Dass man sich selbst aussucht, wo es hingeht; auch okay.
Dass man in die Heimat der Oma, die da auch noch Leute kennt, zieht, ist nicht okay! Genauso wie solche Kleinigkeiten, dasselbe, auffällige Türschild an der Tür anzubringen. Ich habe nichts gegen künstleriche Freiheit, im Gegenteil: Ich liebe sie. Aber das hat dem Buch einfach so viel an Glaubwürdigkeit genommen, dass ich nicht mehr wirklich mitgefieberte.

Charaktere:
Emily war eigentlich ein nettes Mädel, die die Eskapaden ihrer Mom mit viel Sarkasmus erträgt und es ist ja auch total okay, dass sie sich in den Polizisten verguckt, der auf sie aufpassen soll. Nur leider war Pascal recht flach charakterisiert. Das lag zum einen an der absolut unglaubwürdigen Polizeiarbeit (Er gibt zu noch nicht viel Erfahrung zu haben, darf dann aber in einem wirklich brisanten Fall den Bodyguard geben?!), zum anderen daran, dass er anscheinend sofort Gefallen an Emily findet.
Also mit den Charakteren hätte man wesendlich dreidimensionaler umgehen können.
Wer aber wirklich gut charakterisiert war, war Emilys Oma, für die es fünf Sternchen gibt!

Erwähnenswert:
Ich würde das Buch so auf eine Altersempfehlung von 12 Jahren schätzen.

Stuck in my Head:
»Er stand auf und ging zur Tür, aber nur, um sie abzuschließen. Und dann nahm er mich endlich in die Arme und küsste mich, als gäbe es kein Morgen.« (S.250) 

Kriesenreif:
Absolut unglaubwürdiges Setting.

Fazit:
"Zeugenkussprogramm" hatte so viel Potenzial, das es dann aber leider verschenkt hat. Man hätte wirklich viel draus machen können: mehr Konflikte zwischen den beiden Protagonisten, immerhin ist ihre Situation kompliziert, einen sinnvolleren Verlauf des Zeugenschutzprogramms um den Leser zu fesseln. Mir haben einfach die Stützpfeiler des Ganzen gefehlt. Dabei hat die Geschichte wirklich oft sehr gute Szenen aufgewiesen, nur um sie im nächsten Moment wieder einzustampfen.

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fantasy, sklaven, liebe, folter, verrat

Der verschollene Prinz

C.S. Pacat , Viola Siegemund
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 15.06.2015
ISBN 9783453316089
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:
Eigentlich ist der Kriegerprinz Damen der rechtmäßige Erbe von Akielos, doch dann gerät er in Gefangenschaft und wird in die Sklaverei verkauft – ausgerechnet an Laurent, den Kronprinzen des verfeindeten Königreiches Vere. Laurent ist eitel, arrogant und grausam, und er steht für alles, was Damen hasst. Doch noch während er Fluchtpläne schmiedet, lernt Damen Laurent besser kennen, und schon bald weiß er nicht mehr, was wichtiger für ihn ist: Seinen eigenen Thron zurückzugewinnen oder an Laurents Seite zu kämpfen und das Geheimnis um dessen eiskaltes Herz zu lösen ...(Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut, da es das Thema passend widerspiegelt ohne aufdringlich zu sein.

Titel:
Der Titel ist okay, wobei der Englische mir besser gefällt, denn Damen ist ja nicht verschollen, sondern wird Dank einer Intrige für tot erklärt.

Schreibstil:
Eins muss man dem Buch – trotz der Kritikpunkte, die ich nachher noch ansprechen werde – lassen: Es ist unglaublich fesselnd und schwer aus der Hand zu legen. Obwohl es in der 3. Person und ausschließlich aus Damens Sicht geschrieben ist, ist es sehr emotional und es fiel mir leicht, in seiner Welt zu versinken, sodass ich gar nicht mitbekam, wie die Zeit verflog.
Die Kapitel sind recht lang, was mich normalerweise stört, aber hier fiel es absolut nicht auf, denn die Zeilen flogen nur so dahin. Allerdings ist der Klappentext ein wenig missverständlich, denn er deutet auf eine homosexuelle Liebesgeschichte hin, die eventuell schnulzig werden könnte. Wer das sucht, muss woanders weitersuchen, denn das Buch ist teilweise sehr brutal und von Romantik war zumindest hier im ersten Band nichts zu spüren.

Charaktere:
Damen war mir auf der einen Seite sehr sympathisch, auf der anderen ein wenig schwer einzuschätzen. Am Anfang kam er mir ziemlich naiv vor und es hat in meinen Augen recht lange gedauert, bis er wirklich verstand, dass er verraten wurde. In Laurents Gewalt durchlebt er einige Gefühlsschwankungen, die aufgrund der Ausnahmesituation auch durchaus nachvollziehbar sind, aber oftmals kamen sie sehr plötzlich.
Laurent hingegen war dafür sehr durchdacht charakterisiert. Er ist kühl, berechnend und misstraut allem und jedem, was er auch muss, denn der Hof in Vere ist ein einziges Minenfeld. Ich war zwar am Anfang auch geschockt darüber, wie sehr er Damen misshandelt und auch sexuell demütigt, aber je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto mehr versteht man warum. Es ist seine Taktik, sich den Rücken freizuhalten.
Was ich sehr gut fand, ist dass die beiden nicht Hals über Kopf zusammenkommen. Ich will nicht spoilern, aber die Zwei haben noch nen langen Weg vor sich, wenn sie sich bis dahin nicht gegenseitig umbringen …

Erwähnenswert:
Aufgrund der detaillierten Sexszenen, Folter und Vergewaltigung absolut nicht jugendfrei.

Stuck in my Head:
»Laurent löste den Blick vom Regenten und heftete ihn wieder auf Damen. In seinen blauen Augen lag weder die übliche Feindseligkeit noch Arroganz noch Verachtung, sondern etwas, das Damen überhaupt nicht deuten konnte.« (S.191) 

Kriesenreif:
Ich bin sehr verwundert darüber, dass der Heyne Verlag hier keine Altersempfehlung angegeben hat, denn das Buch hat es bitternötig, weshalb ich auch einen Stern abziehe. Das geht einfach gar nicht!

Fazit:
Tolle Story, zwei sehr interessante Charaktere, aber auch eine Menge Gewalt. Wer gute Nerven und nichts gegen eine gehörige Portion homosexueller Szenen hat, sollte sich das Buch definitiv einmal näher ansehen. Ich hatte es in einem Tag durchgelesen. Empfehlen kann ich es aber wirklich nur eingeschränkt für die, die ein dickes Fell haben.

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liebe, jugendbuch, freundschaft, klinik, praktikum

Die Welt ist kein Ozean

Alexa Hennig von Lange
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 27.07.2015
ISBN 9783570162965
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?(Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover war hier so gar nicht meins. Das mit dem Meer ist eine schöne Idee und passt super zur Geschichte, aber diese grottig freigestellten Haare der Protagonistin gehen gar nicht! Das tut beim anschauen fast schon weh ...

Titel:
Ein sehr schöner Titel, der einfach nur großartig ist. Sehr gute Wahl!

Schreibstil:
Der Schreibstil ist einfühlsam und angenehm. Franzi erzählt in der Ich-Perspektive und ihre Persönlichkeit kommt sehr schön zur Geltung. Auch empfand ich die Kapitellänge als genau richtig.
Das Buch befasst sich mit einem recht schwierigen Thema, das hier umfangreich behandelt wird und vor allem war es glaubhaft. Natürlich könnte man hier und da sagen: In einer ordentlichen Klinik wäre dies und das anders gelaufen! Aber das wurde hier absolut nebensächlich, da die beiden Protagonisten einen sofort in ihrem Bann ziehen.
Ich wusste auch nicht, dass Sina, Franzis Schwester, eine eigene Geschichte in einem vorherigen Buch hat. Hier gab es dadurch ein paar Spoiler, die Dinge aus ihrer Story aufgreifen.

Charaktere:
Franzi kann sich sehr gut in andere Menschen hineinversetzen, weshalb sie ein Praktikum in einer psychiatrischen Klinik absolviert. Hier lernt sie unter anderem den stummen Tucker kennen, der seit einem schlimmen Vorfall nicht mehr spricht. Der Junge fasziniert sie und je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr verliert sie ihr Herz an ihn. Diese Konstellation ist natürlich alles andere als einfach und könnte schnell ins Kitschige abrutschen, aber die Autorin hat es geschafft, das Verhältnis der beiden sehr langsam aufzubauen, wodurch die Geschichte glaubhaft bleibt.
Ein großes Problem hatte ich allerdings mit Franzis bester Freundin, die absolut Ich-bezogen ist und überhaupt nicht mitbekommen möchte, was um sie herum passiert. Gerade am Anfang ging sie mir total auf die Nerven.

Erwähnenswert:
Ein ernstes Thema, das sehr emotional verpackt wurde, ohne zu belastend zu wirken.

Stuck in my Head:
»Durch Randy habe ich etwas verstanden, was mir vorher noch nicht so klar war: Wenn ich erwachsen sein will, muss ich Entscheidungen alleine treffen und die Konsequenzen tragen. Niemand sonst kann das für mich tun. Dabei geht es nicht um Kaputzenpulli oder Sommerrrock. Sneakers oder Ballerinas. Offene Haare oder Pferdeschwanz. Einser-Abitur oder Autowerkstatt. Sondern um meine persönliche Zukunft. Und das macht mir Angst.« (S.169/170) 

Kriesenreif:
Die Umstände in der Klinik hätten ein bisschen besser nachrecherchiert werden können, dann wäre es noch runder geworden

Fazit:
Ein sehr schönes Buch mit glaubhaften Charakteren, das man unbedingt gelesen haben sollte. 

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dystopie, erde, die 100, kass morgan, liebe

Die 100

Kass Morgan ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 27.07.2015
ISBN 9783453269491
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Seit einem vernichtenden Atomkrieg lebt die Menschheit auf Raumschiffen. 300 Jahre lang hat niemand mehr die Erde betreten. Doch nun sollen 100 jugendliche Straftäter das Unmögliche wagen: zurückkehren und herausfinden, ob ein Leben auf dem blauen Planeten wieder möglich ist. Doch was die idealistische Clarke, der geheimnisvolle Bellamy und die anderen Verurteilten nach ihrer Ankunft vorfinden, raubt ihnen den Atem. Ein tödliches Abenteuer beginnt, auf das sie kein Training der Welt hätte vorbereiten können ... (Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover ist okay, wobei ich es schöner gefunden hätte, wenn es nicht die Schauspieler der Serie gewesen wären, denn das Buch ist schon sehr abweichend zum Fernseh-Plot.

Titel:
Der Titel passt gut, denn es geht um 100 Jugendliche, die nach einem Atomkrieg aus dem All zurück auf die Erde geschickt werden.

Schreibstil:
Das Buch ist aus der Sicht verschiedener Protagonisten, jedoch durchgehend in der Dritten Person geschrieben. Wer die Serie schon gesehen hat: Die Geschehnisse sind bis auf die groben Umstände komplett anders, weshalb es schwer ist, beide Varianten miteinander zu vergleichen.
Die Geschichte war durchwegs spannend, allerdings hätte ich mir ein bisschen weniger Liebes-Drama gewünscht. Denn wirklich viel passiert noch nicht im ersten Band, bis auf, dass man die Protagonisten kennenlernt.
Auch die Hintergründe, bzgl. Weltenaufbau hätten ein bisschen mehr ausgefeilt werden können, wobei sie hier schon konkreter sind, als in der Fernsehserie.

Charaktere:
Nach hundert Seiten musste ich mir eine Frage stellen: Wo ist Finn? – Nicht da. Denn den Seriencharakter gibt es nicht (Ich weiß, das kratzt an der Kategorie Spoiler, aber ich möchte, dass niemand mit den falschen Erwartungen an das Buch geht und es nimmt ja nichts von der Story weg). Als Charaktere, die abwechselnd in ihren Kapitel erzählen, haben wir: Clarke, Wells, Bellamy, Glass. Clarke und Wells waren wirklich gut charakterisiert und vor allem Bellamy und das Verhältnis zu seiner Schwester waren glaubhaft beschrieben. Es gab auch immer wieder Rückblicke, die von der Vergangenheit der Protagonisten erzählten, und warum sie verurteilt wurden.
Nur mit Glass wurde ich nicht so warm. Ich denke, ihre Existenz ist nur wichtig, um dem Leser zu zeigen, was gerade oben im Weltall geschieht.

Erwähnenswert:
Nicht vergleichbar mit der Fernsehserie.

Stuck in my Head:
»Er war nicht der tapfere Ritter, der gekommen war, um die Prinzessin zu retten. Er war der Schurke, dessentwegen sie überhaupt erst ins Verlies geworfen worden war.« (S.178) 

Kriesenreif:
Ein bisschen zu viel Beziehungsdrama, das war einfach too much!

Fazit:
Ein guter Reihenauftakt, der außer den groben Umständen nicht viel mit der TV-Serie gemeinsam hat. Wenn ich jetzt wählen müsste, würde ich die Serie wählen, da sie doch bis jetzt mehr Story geboten hat und sich mit dem Liebesdrama, das hier vonstatten geht, zurückhält. Dennoch ist das Buch gut und auf jeden Fall einen Blick wert.

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totenreich, terroranschlag, autorin, autor, buch schreiben

Afterworlds

Scott Westerfeld
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster Ltd, 25.09.2014
ISBN 9781471122569
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt:
Darcy Patel has put college and everything else on hold to publish her teen novel, Afterworlds. Arriving in New York with no apartment or friends she wonders whether she's made the right decision until she falls in with a crowd of other seasoned and fledgling writers who take her under their wings...Told in alternating chapters is Darcy's novel, a suspenseful thriller about Lizzie, a teen who slips into the 'Afterworld' to survive a terrorist attack. But the Afterworld is a place between the living and the dead and as Lizzie drifts between our world and that of the Afterworld, she discovers that many unsolved - and terrifying - stories need to be reconciled. And when a new threat resurfaces, Lizzie learns her special gifts may not be enough to protect those she loves and cares about most.(Klappentext, Amazon)

Cover:
Das Cover sieht ja mal genial aus. Nicht nur die beiden Personen, auch die Träne, die sich von der oberen in der unteren Person (Zwischenraum Hals und Schulter) wiederfindet und erst auf den zweiten Blick zu erkennen ist.

Titel:
Der Titel passt super, denn "Afterworlds" ist das Buch, das Darcy geschrieben hat.

Schreibstil:
Das Buch ist eigentlich ein Ordner für zwei Bücher. Ja, richtig gehört. Zum einen geht es um Darcy und zum anderen um Lizzie, die Protagonistin ihres Buches. Dieses dürfen wir nämlich lesen. Die Kapitel wechseln sich ab. Mal begleitet man Darcy in der 3. Person, mal die Protagonistin ihres Buches in der Ich-Perspektive. Total genial, so etwas habe ich noch nie gelesen!

Charaktere:
Darcys Manuskript kommt gut an, sie findet einen Literaturagenten, dann einen Verlag und bekommt direkt einen Vertrag für eine Fortsetzung. Im nächsten Schritt zieht sie nach New York und taucht in eine ganz neue Welt ein: Die der Autoren. Obwohl es ein kompletter Neuanfang ist lernt sie interessante Leute kennen und auch der Leser kann ein bisschen "Hinter die Kulissen schauen.
Zum andern haben wir Lizzie, die durch einen Terroranschlag kurz ins Jenseits, bzw. eine Zwischenwelt gelangt. Hier lernt sie den mysteriösen Yamaraj kennen, der natürlich seine Geheimnisse hat.
Beide Geschichten hatten ihren Reiz und die Charaktere waren sehr schön charakterisiert.

Erwähnenswert:
Zwei Bücher in einem, wenn man es so ausdrücken möchte, da es um ein Mädchen geht, das ein Buch geschrieben hat.

Stuck in my Head:
»If she'd known how tricky it would be to write a character traumatized by a terrorist attack, who had to progress the horror of massacre across four slow-moving and depressing chapters, she would've chosen a more peaceful way for Lizzie to think her way into the afterworld.« (S.89) 

Kriesenreif:
Ich denke nicht, dass das Literatur-Business so läuft, aber hey: Es ist eine Geschichte!

Fazit:
Super Idee, die gut umgesetzt wurde. Mich konnten beide Stories überzeugen, deshalb: Absolute Leseempfehlung!

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