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75 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

schwesternliebe, familie, neuanfang, schicksalschläge, gefühle

Über mir der Himmel

Jandy Nelson , Catrin Frischer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.11.2016
ISBN 9783570311233
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ehrlich gesagt, ich bin fassungslos.
Ich hatte mich auf dieses Buch gefreut, insbesondere, weil es hier und auch anderswo so gute Rezensionen bekommen hat. Ich frage mich tatsächlich, ob ich dasselbe Buch gelesen habe wie alle anderen, aber es scheint fast so.

Fangen wir mal mit dem Positiven an:
- Cover - schlicht und ansprechend
- Schreibstil - angenehm zu lesen, einige wirklich schöne Metaphern und kreative Einfälle, das war das Beste an dem Buch
- diese Idee, jedes Kapitel mit einem Zettel anzufangen, war ganz nett - das macht neugierig auf das Kapitel

Das Buch geht angeblich über Verlust und Trauer. Trauer? Wirklich? Das ist bei mir nicht angekommen. Der Schreibstil allein ist dafür völlig unangemessen. Locker, cool, lässig, gewollt witzig. Das passt ja alles - wenn man eine leichte Teenie-Komödie schreibt. Aber nicht, wenn ich ein Buch über Trauer und Verlust schreiben will. Und auch ansonsten kaufe ich der Protagonistin Lennie ihre Trauer nicht ab. Sie hat gerade ihre Schwester verloren und an ihrem ersten Tag zurück in der Schule hat sie nichts besseres zu tun, als sich sofort in diesen unwiderstehlichen, coolen Typen aus der Schuldband zu verknallen? Und auf ein anderes Mädchen, das auch mit ihm flirtet, eifersüchtig zu reagieren? Ich hatte in diesem Kapitel das Gefühl, der Lehrer (!) betrauert den Tod der Schwester mehr als sie selbst.
Dass sie dann auch noch unmittelbar danach was mit dem Freund ihrer Schwester anfägt, finde ich nur noch absurd. Klar, Trauer kann Menschen dazu bringen, seltsame Dinge zu tun - aber auch das muss sich für den Leser irgendwie NACHVOLLZIEHBAR darstellen. Auf mich wirkte Lennie wie ein völlig oberflächliches, hormongesteuertes, naives Mädchen.

Ein Zitat aus dem Buch bringt es für mich ziemlich auf den Punkt:
"Was für eine Sorte Mädchen will denn jeden Jungen auf einer Beerdigung küssen, will einen Jungen in einem Baum anfallen, nachdem sie in der Nacht davor mit dem Freund ihrer Schwester herumgemacht hat? Apropos, was für eine Sorte Mädchen macht mit dem Freund ihrer Schwester herum – Punkt"
Das frage ich mich allerdings auch.

Wer eine typische Teenie-Liebeskomödie lesen will, dem kann ich das Buch durchaus empfehlen, denn wie gesagt: es ist nett zu lesen und die Autorin hat einen schönen Schreibstil. Wer ein Buch erwartet, das sich ernsthaft mit dem Tod auseinandersetzt, dem rate ich zu einem anderen Buch. Selbst Kinderbücher wie "Die Brüder Löwenherz"
haben da mehr Tiefe.

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(397)

758 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 130 Rezensionen

liebe, einsamkeit, verlust, familie, tod

Vom Ende der Einsamkeit

Benedict Wells
Fester Einband: 355 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.02.2016
ISBN 9783257069587
Genre: Romane

Rezension:

Ehrlich gesagt, ich bin schon etwas überrascht, wie dieses Buch gefeiert wird. (Oder ist es mehr ein Hype um den Autor?)

Also, ich finde es nicht schlecht - aber ich finde es bei Weitem auch nicht so überragend wie viele andere Leser.

Benedict Wells kann schreiben, ohne Frage. Und trotzdem hat mich dieses Buch kaum berührt. Ich habe keine Beziehung zu den Charakteren aufbauen können, sie bleiben seltsam leer und fremd, und ja, irgendwie deswegen auch langweilig.

Ich würde das Buch grundsätzlich weiterempfehlen - es ist, wie gesagt, gut geschrieben, es liest sich leicht. Wenn es mich auch sprachlich nicht so begeistert hat wie andere Bücher.
Allen, die Familien- und Entwicklungsromane mögen, kann ich das Buch empfehlen.

Beschreiben würde ich das Buch in aller Kürze so: nett, gut geschrieben, schöne Geschichte, aber eben auch nicht mehr.

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163 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

klassiker, insel, kinder, william golding, herr der fliegen

Herr der Fliegen

William Golding , Peter Torberg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596950287
Genre: Klassiker

Rezension:  
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(192)

376 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

liebe, jugendbuch, insel, gewalt, hass

Lucas

Kevin Brooks , Uwe-Michael Gutzschhahn
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2005
ISBN 9783423709132
Genre: Jugendbuch

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(342)

733 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 188 Rezensionen

magersucht, schwestern, briefe, familie, liebe

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin

Lilly Lindner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 19.02.2015
ISBN 9783733500931
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Vielleicht hatte ich angesichts der vielen guten Bewertungen hier und anderswo zu hohe Ansprüche an das Buch, aber ich war enttäuscht.

Die Autorin kann toll schreiben, ohne Frage. Sie kann wunderschöne Sätze bauen und mit Worten spielen - insoweit muss ich all den positiven Rezensionen zustimmen.
Die Idee - zwei Schwestern (die eine krank, die andere gesund) finde ich auch gut. Ich habe mich v.a. darüber gefreut, dass es mal ein anderes "Magersucht"-Buch ist - eines, in dem der Fokus nicht nur auf der Magersüchtigen liegt, sondern auch (und vor allem) auf deren Schwester. Dann habe ich die Leseprobe gelesen und sie hat mich berührt - deswegen habe ich das Buch bestellt.

Aber beim Lesen war ich dann enttäuscht - was ich wirklich schade finde, denn wie gesagt: die Idee ist gut und der Schreibstil toll.

Zum einen finde ich es sehr unrealistisch, dass Phoebe in ihrem Alter solche Briefe schreibt. Die Sätze sind wunderschön - aber es sind nicht die Sätze einer Neunjährigen, meiner Meinung nach zumindest. Und dass sie dann als literarisches Wunderkind "gefeiert" wird, war für mich leider keine ausreichende Erklärung. Außerdem wurde es mir mit der Zeit anstrengend. Ich hätte mir mehr kindliche Beschreibungen gewünscht.

Das zweite, was mir nicht gefallen hat, war die Hintergrundgeschichte der Erkrankung. EIn Mädchen wird magersüchtig, weil ihre Eltern ihr sagen, sie solle weniger reden? Das ist jetzt etwas überspitzt formuliert, aber mir hat da einfach die Tiefe gefehlt. Eltern sind nie perfekt und sicherlich haben sich die Eltern der beiden Schwestern an einigen Stellen "falsch verhalten" - aber war das wirklich der einzige Grund für die Krankheit? Ich hätte einfach gerne mehr darüber erfahren.

Zuletzt fand ich Aprils Verhalten nicht ganz nachvollziehbar. Sie nimmt ihre Krankheit so hin, nimmt das Sterben hin. Ich habe mich gefragt: Wieso kämpft sie nicht? Wieso versucht sie es nicht wenigstens?
Okay, und wenn sie das nicht kann: wo bleibt die Verzweiflung? Die Verzweiflung darüber, gegen die Krankheit nicht anzukommen?
Ihr "Leiden" finde ich nicht sehr glaubwürdig. Das ist schade, denn ich war wirklich gespannt auf Aprils Antwortbriefe.

Vielleicht lese ich aber irgendwann mal ein anderes Werk der Autorin, einfach nur der Sprache wegen.

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