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349 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 72 Rezensionen

liebe, blog, mauerblümchen, naschmarkt, single

Naschmarkt

Anna Koschka
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.08.2012
ISBN 9783426511206
Genre: Liebesromane

Rezension:

Anna Kaschkas "Naschmarkt" ist nach einiger Zeit das erste Buch ,das ich aus der Kategorie "Frauenroman" gelesen habe und ich wurde nicht enttäuscht. Aber auch hierzu der Reihe nach:

Der Roman, in der ICH-Form aus Sicht von Dotti Wilcek erzählt, ist ein echter Pageturner, er erzählt witzig und spritzig die Geschichte der Rezendentin Dotti aus dem "Österreichboten", eine nicht ganz neue,aber durchaus interessante Basis für dieses Buch. Abgeschworen von der Männerwelt soll Dotti eine Internetdatingplattform testen und in einem Onlineblog dazu Stellung beziehen. Das Thema Single wird dabei natürlich durchaus sehr ausgiebig beleuchtet...

Anna Kaschka hat ein durchaus sehr solides Erstlingswerk vorgelegt, sie überzeugt mich mit einer lockeren Erzählweise. Schon nach den ersten paar Seiten war ich irgendwie mitten drin im Geschehen im "Österreichboten". Die Konflikte in der Redaktion erzählt die Autorin überzeugend, die Person der Dotti wird glaubwürdig dargestellt. Der Blog, der in diesem Buch auch seinen Platz findet, hat mich zu Beginn des Buches zu einigem Schmunzeln gebracht, sind die Ansichten und Erfahrungen der Dotti mit der Datingplattform durchaus amüsant.

An einigen Szenen,die offenbar witzig sein sollten, konnte ich mich weniger erfreuen(ua. Szene Dotti mit Rita im Lokal, Szene in der Bar). Sie werden witzig und komisch dargestellt, rutscht die Autorin dabei für meinen Geschmack etwas ins Lächerliche ab. Einige Stellen wirkten für meinen Geschmack etwas sehr auf "lustig getrimmt". Vor allem Mittelteil hängt dieses Buch ein wenig,einige Details werden sehr genau beschrieben.
Ab einem für mich nicht erklärbaren Punkt im Buch waren die Blogeinträge für mich etwas unerträglich, wird das Thema Onlinedating doch mächtig überzogen und die witzige Schreibweise reißt das damit nicht mehr raus.

Das Ende hat mir dann doch einige Tränen gekostet, dort wird zwar etwas seifenoperngleich erzählt, ist es aber doch richtig schön und kurzweilig.
Mein Fazit: "Naschmarkt" ist ein lesenswerter Frauenroman, der kurzweilig erzählt wird, im Mittelteil etwas an Fahrt verliert aber dann wieder volle Fahrt aufnimmt. Anna Kaschka lenkt das Buch dank der "geheimen Botschaften" auf einen Spannungslevel, der mir gut gefallen hat. Auch wenn man natürlich einiges vorhersehen kann, tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Die Blogeinträge zum Thema Onlinedating waren für meinen Geschmack mit zunehmender Seitenzahl leider etwas nervend, die eingebauten "Botschaften" haben dieses teilweise wieder ausgeglichen . Es ist etwas ärgerlich ,das KNAUR bereits bei der Autorenvorstellung ein Teil des Finales verrät, da wünsche ich mir für die nächsten Bücher etwas mehr Geschick.

Schafft es die Autorin, das "Rätsel" etwas undurchsichtiger zu machen, nicht ganz so aufdringlich die Blogeinträge zu schreiben und nicht so getrimmt witzig zu sein, könnte ihr für die nächsten Bücher ein hoffentlich noch spannenderes und interessanteres Buch gelingen. Einige Szenen sind etwas überzogen,andere nicht nachvollziehbar, etwas viel Glück spielt hierbei natürlich zielgruppengerecht auch eine Rolle. Die Mischung aus allem ist sehr gut, kann aber für die kommenden Bücher optimiert werden. Wie schon oben geschrieben, es ist ein lesenswerter Frauenroman, der natürlich mit Klischees spielt und überspitzt Dinge aufzeigt. Es ist nichts Neues, nur anders zusammengestellt.

P.S. Eine klare Leseempfehlung von mir!

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Tags: frauenroman, wien   (2)
 

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223 Bibliotheken, 2 Leser, 4 Gruppen, 70 Rezensionen

bretagne, krimi, mord, frankreich, kunst

Bretonische Verhältnisse

Jean-Luc Bannalec
Flexibler Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 12.03.2012
ISBN 9783462044065
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Bretonische Verhältnisse" war mein erstes Buch ,was ich von Jean-Luc Bannalec las, hier meine ehrliche Einschätzung zu diesem Buch:

Optik und Preis:

Das Buch als Softcover ausgeführt, macht einen hochwertigen Ersteindruck, es ist solide verarbeitet, das Cover kommt etwas schlicht und einfach daher, insgesamt ist das Cover sicherlich keines, das meinen Augenmerk sofort auf dieses Buch gelenkt hätte,wenn dieses in der Buchhandlung stehen würde. Das Covermotiv ist gut gewählt, nur missfällt es mir etwas, das der oft stimmungsreiche Himmel retuschiert wurde und stattdessen mit einfallslosem blau gefüllt wurde,dadurch erhält das Bild keinen wirklichen Ausdruck,aber ok, das ist alles Geschmackssache.

Der Preis von 14,99 ist marktüblich.

Inhalt:

Um dem Buchinhalt nicht unnötig vorwegzugreifen, hier der Text vom Buch:

"Entsetzen im pittoresken Künstlerdorf Pont Aven: Kurz vor der sommerlichen Hochsaison wird der betagte Inhaber des legendären Hotel Central Monsieur Pennec erstochen aufgefunden. Kommissar Georges Dupin steht vor einem Rätsel. Wer ermordet einen 91-Jährigen und warum? Hat die Geschichte etwas mit der beeindruckenden Gemäldesammlung des Hauses zu tun? Als wenig später auch der Sohn des Hotelbesitzers ermordet aufgefunden wird, ahnt Dupin, dass er es mit einem Fall ungeahnten Ausmaßes zu tun hat.
Ein Krimi voller überraschender Wendungen, feinsinnig und mit hintergründigem Humor."

Mein Eindruck:

Das Buch liest sich recht gut, es ist flüssig geschrieben, die Dialoge sind gut, doch manchmal etwas einfach gestrickt, die Spannung kommt recht schnell auf, der klassische Who-done-it-krimi nimmt seinen Lauf, der manchmal etwas launische Kommissar Dupin ermittelt, nachdem er vor einiger Zeit zwangsversetzt wurde. Dabei wird insgesamt das gesamte Umfeld des Toten untersucht, eine gewisse Monotonie kommt gerade im Mittelteil auf, wo die Handlung sich etwas erstreckt,die Spannung zeitweise etwas nachlässt. Die Verwicklung der Angehörigen in den Mordfall gelingt dem Autor schon ganz gut, man merkt dem Buch aber an,das es noch nicht so ausgefeilt ist.

Die Auflösung ist gut,auch wenn nicht unbedingt überraschend. das tut dem ganzen Buch keinen Abbruch. Der Autor schafft es auf genialer Art und Weise, mir selber die Bretagne schmackhaft zu machen, er zaubert vor allem im ersten Drittel sensationelle Stimmungen,das gefällt mir wirklich gut.

Fazit:

Jean-Luc Bannalec hat mit "Bretonische Verhältnisse" einen guten Erstlingsroman vorgelegt, der zwar einfach gestrickt ist, nicht immer ausgefeilt daherkommt, eine mal mehr-mal weniger spannende Handlung hat und trotzdem durchaus überzeugen kann. Kommissar Dupin kommt authentisch rüber, ausbaubar ist dieses aber alle Male,also für die kommenden Bücher besteht Potenzial.

Die gute Mischung aus Lokalkolorit und Krimi ist durchaus gelungen,wobei die Anlehnung an Fälle von Maigret nicht zu überlesen ist. Etwas mehr Eigenständigkeit und Spannung wünsche ich mir von Jean-Luc Bannalec für die Zukunft.

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münchen, mord, krimi, schuld, dühnfort

Schuld währt ewig

Inge Löhnig
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.11.2011
ISBN 9783548610696
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Optik und Preis

Das Cover zeigt sofort auf ,das das Buch von Inge Löhnig ist, sie bleibt in den Covern ihrer Linie treu, es ähnelt sich immer etwas und das macht für mich ein gut gestaltetes Cover aus, das ist der rote Faden bei der Buchcovergestaltung, es gefällt mir sehr gut. Was das Beil mit dem Buchinhalt zu tun hat,weiß ich leider nicht, ein passenderes Werkzeug wäre dort sicher besser gewählt gewesen.

Lobenswert finde ich ,dass das Buch nicht erst als Hardcover erschienen,sondern sofort als preiswertes Taschenbuch,das ist nicht so oft. Der Preis ist absolut ok.

Mein Leseeindruck:

Das Buch liest sich wie alle Bücher von Inge Löhnig flüssig und der Schreibstil ist schlicht und schnörkellos,da bleibt die Autorin ihrer Linie treu. An einigen Stellen schwankt der Schreibstil etwas, von romantisch,fließend erzählten Einleitungen driftet die Autorin etwas in die schlichte Erzählweise ab, der Wechsel ist mir persönlich phasensweise etwas hart gewesen, ein weicherer Übergang würde ich mir dort für kommenden Bücher wünschen.

Die Story an sich greift ein unter den Krimiautoren sehr beliebtes Thema auf, die eigene Schuld an Taten,die man nicht mehr rückgängig machen kann und wie man damit umgeht,aber eben auch ,wie man damit umgehen kann, wenn man "schuldlos schuldig " wird. Die Idee ist gut, der Krimi entwickelt sich recht rasant, immer wieder werden Menschen ermordet,warum,wieso und weshalb, das sollte jeder selber erlesen. Leider fehlt dem Krimi die letzte Würze, es liest sich gut, aber irgendwie springt diesmal der Funke nicht so ganz über, es wirkt etwas unausgegoren und einseitig. Etwas vielschichtigerere Charaktere dürften es schon sein, in diesem Krimi ist es mir zu überzeichnet,nahezu alle Figuren haben ein Problem,selbst die Ermittler kommen da nicht drumherum.... Ein an sich guter Ansatz, nur ist es für mich etwas zu viel,die richtige Dosierung kommt hier etwas abhanden.

Das Ende ist nicht überraschend und vorhersehbar, das tut der Spannung aber keinen Abbruch,denn immer wieder streut die Autorin neue Figuren mit möglichen Tatmotiven ein.

Fazit:

Das Buch liest sich flüssig, es ist durchschnittlich spannend, auch wenn das gewisse Etwas fehlt. Die Grundidee ist gut, die Umsetzung ist etwas überdimensioniert und die Charaktere etwas "Schwarz-Weiß". Mich hat dieses Buch gut unterhalten, Inge Löhnig hat hier zwar keinen herrausragenden Krimi vorgelegt, aber einen durchaus lesenswerten Krimi,wenn man keine allzu hohen literarischen Ansprüche hat. Es dürfte,so vermute ich, eher auf Frauen ausgerichtet sein,die Mischung aus Krimi, Unterhaltung und Romantik ist hier gut gelungen.

Für die nächsten Bücher würde ich mir wünschen ,das der Verlag darauf verzichtet, das Buch "künstlich" zu strecken.

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kinderheim, köln, mord, krimi, erziehung

Nichts als Erlösung

Gisa Klönne
Fester Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 07.10.2011
ISBN 9783550087776
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Nichts als Erlösung" war ein weiteres Buch ,was ich von Gisa Klönne las, hier meine ehrliche Einschätzung zu diesem Buch:

Optik und Preis:

Das Buch ist in der Hardcovervariante sehr hochwertig gebunden und macht einen guten ersten Eindruck. das Cover ist schön gestaltet,allerdings sieht man ihm an ,das es aus zwei Fotos zusammengesetzt wurde,die Haare des Mädchens "verraten " es ein wenig, zudem ist die linke Hand des Mädchens etwas "eigenartig", es passt nicht so zum gesamten Rest des Mädchens. Das sind allerdings die einzigen kleinen Mankos, die ich an diesem Cover habe, die weinrote Farbe im inneren Einband ist passend und gefällt mir gut.

Der Preis von 19,99 EUR ist für ein Hardcover marktüblich, allerdings wäre ein Lesebändchen für diesen Preis schon ein Muss.

Inhalt:

Um dem Buchinhalt nicht unnötig vorwegzugreifen, hier der Text vom Buch:

Ein Toter ohne Gesicht mitten in der Kölner Altstadt. Die Ermittlungen führen Hauptkommissarin Judith Krieger in die Vergangenheit. Zu einer Familientragödie. Und zu einem Kinderheim, dessen Wurzeln bis in die NS-Zeit reichen. Ist der Täter ein ehemaliges Heimkind? Ist Rache sein Motiv? Schon bald fordert er Judith Krieger zu einem perfiden Wettkampf heraus.

Ein eindringlicher und rasant erzählter Kriminalroman über ein lange verschwiegenes Kapitel der deutschen Geschichte.

Mein Eindruck:

Wie alle Bücher von Gisa Klönne um die Hauptkommisarin Judith Krieger findet auch dieses Buch in Köln seinen Ursprung, immer tiefer dringen die Ermittler um Judith Krieger und Manni Korzilius in die Familiengeschichte der Vollenweiders ein. Es führt sie letztlich auch nach Griechenland und Darmstadt.

Die Autorin hat wie immer einen etwas schwer anmutenden Schreibstil, wenige Dialoge und seitenlange Ausführungen über Träume,Gefühle und Gedankengänge der jeweils Beteiligten macht es nicht zu einem Popcorn-Roman. In 5 Teile unterteilt, erzählt Gisa Klönne die Geschichte aus 4 Erzählperspektiven: Judith Krieger, Manni Korzilius, Eric Sievert und Rene Zobel. alle Teile beginnen mit Tagebucheinträgen des Täters. Dabei wird teilweise die Handlung nicht auf Dialoge gestützt (die das ganze leichter und lesbarer gestalten würden),sondern zusammenfassend im journalisten Stil erzählt, das ist mein Großer Kritikpunkt am Stil von Gisa Klönne.

Die Kriminalhandlung ist zum großen Teil plausibel erzählt, auch wenn es nur mittelmäßig spannend ist. Phasenweise driftet die Autorin ab, verliert sich etwas in der Erzählung von Träumen und Gefühlen. das eigentliche Thema um die Kindesmisshandlungen in Kinderheimen der Nachkriegszeit ist sehr interessant und hat mich persönlich gefesselt, wie viel davon wurde jahrelang totgeschwiegen und wie schwerwiegend sind die Folgen für die Opfer.

Weniger gut hat mir das Ende gefallen ,das momentan offenbar ein recht beliebtes Ende unter den Krimiautoren ist, drei Bücher habe ich jetzt nacheinander gelesen und alle 3 hatten ähnlich gelagerte Auflösungen und Finalwendungen. Da hätte ich mir ein etwas einfallsreicheres Ende gewünscht.

Fazit:

Gisa Klönne legt mit "Nichts als Erlösung" einen durchschnittlichen Krimi vor, der zwar einerseits eine sehr interessante Thematik behandelt,andererseits aber mäßig spannend und einfallsreich daherkommt. Durch den sehr sparsamen Einsatz von Dialogen wird es schwerfällig, die Dialoge,die eingebaut sind, lesen sich gut und zeigen die unterschiedlichen Charaktere sehr gut auf.

Die Autorin schafft es, Verwirrung zu stiften und den Leser auf eine offenbar falsche Fährte zu locken. Verstärkt wird das ganze durch den (für Krimis schon standardmäßigen Einsatz) eines sensationsgierigen Journalisten. Sie lässt den Leser intensiv an der Gefühlswelt teilhaben und verliert dabei die Dramatik aus den Augen.

Alles in allem ein Buch mit einer interessanten Thematik in mäßig spannender Krimihandlung.

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629 Bibliotheken, 7 Leser, 8 Gruppen, 128 Rezensionen

thriller, augen, entführung, psychothriller, berlin

Der Augenjäger

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 27.09.2011
ISBN 9783426198810
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Buch beginnt mit mit einem Artikel, der den Inhalt des Buches "Der Augensammler" zusammenfasst und auch das Ende vom Augensammler verrät, damit dürfte das Lesen vom Augensammler nach dem Augenjäger weniger spannend sein. Da ich aber "Der Augensammler" nicht gelesen habe, war diese Zusammenfassung für mich sehr sinnvoll. Der Autor verweist im Vorwort darauf, das es kein direkter Folgeroman ist, man also nicht unbedingt "Der Augensammler" gelesen haben muss, um dieses Buch zu verstehen; dem kann ich beipflichten.

Das Buch, gestaltet in zwei Handlungssträngen, einen um Alina Gregoriev und den anderen um Alexander Zorbach,liest sich wie alle Fitzeks flüssig und beginnt auf den ersten Seiten wirklich spannend. Im ersten Drittel zieht sich die Handlung etwas dahin. An einigen Stellen, in den Szenen mit Nicola, habe ich Tränen gelacht, die Wortgefechte der beiden waren spritzig und haben die Szenen aufgelockert. Die Spannung zieht im Mittelteil enorm an, kurze und knackige Kapitel mit gelungenen Übergängen haben mir schöne Lesestunden gebracht.

Die Wendungen, typisch für Fitzeks Bücher, fallen im Augenjäger unglaubwürdig aus und sind wenig nachvollziehbar. Etwas kreativere und logischere Wendungen dürften es für meinen Geschmack schon sein. Das Ende ist gutes Mittelmaß.

"Der Augensammler" ist ein lesenswertes Buch, das zwar nicht zu den Besten von Sebastian Fitzek gehört,aber sich doch in seinem guten Mittelfeld einordnen kann. Anfangs doch etwas schwerfällig, kommt es im Mittelteil in Fahrt und bringt zum Ende einige Wendungen mit sich, diese sind unglaubwürdig und wenig nachvollziehbar. Das Ende geht in Ordnung.

Dem Buch an sich vergebe ich 3 Sterne, gehört es nicht zu Fitzeks besten und spannendsten Thrillern. Realisten dürften an diesem Buch mitsamt seinen Wendungen weniger Vergnügen haben. 1 Stern Bonus vergebe ich für die Danksagung, die ist wieder genial und allemale lesenswert.

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serienmörder, atlanta, fbi, thriller, profilerin

Cut

Amanda Kyle Williams , Andree Hesse
Fester Einband: 427 Seiten
Erschienen bei Wunderlich, 16.09.2011
ISBN 9783805250061
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch ist meines Erachtens mit zu vielen Ambitionen geschrieben worden, offenbar wollten die Autorin oder der Verlag einen grundsoliden Thriller schreiben und haben dabei einen unterdurchschnittlichen "Einheitsbrei" abgeliefert.

In der ICH-Perspektive erzählt, schafft es die Autorin, einen locker und leichten Schreibstil zu verfassen,der einen sofort im Geschehen sein lässt, sie zeigt in einigen Passagen,das sie Erfahrungen in der Überwachung gesammelt hatte.

Die eigentliche Story dieses Thrillers ist Standardkost, eine klassische Serienkillergeschichte, die so oder ähnlich schon zuhauf erzählt wurde. Gerade deshalb ist eine individuelle Note besonders wichtig,diese gelingt der Autorin nur zum Teil, zu lange und ausführlich verliert sich die Autorin in ellenlangen Detailbeschreibungen über Landschaft, Vorgehensweisen und dem Tagesgeschehen,das die eigentliche Spannung zu kurz kommt.

An mehreren Stellen des Buches wollte ich es weglegen und am liebsten in den Papiercontainer werfen, habe aber durchgehalten und kann sagen, es hat sich nur teilweise gelohnt,die Spannung kommt nicht auf, die Auflösung ist für sehr aufmerksame Leser schnell zu erahnen, auch wenn die tatsächliche Auflösung dann doch ein "kleines Highlight" ist.

Mein Fazit:

Amanda Kyle Williams hat einen Thriller als Erstlingswerk vorgelegt,der kein Must-Have ist. Mich selber hat dieser Thriller viel Geduld abgefordert, zu ausführlich beschreibt die Autorin Details und verliert die Spannung meines Erachtens aus dem Auge, die ICH-Perspektive ist für mich sehr angenehm zu lesen, die Figur der Keye Street ist sympathisch skizziert, in den folgenden Büchern sicherlich noch ausbaubar.

Für mich ist es das erste und leider auch das letzte Buch dieser Autorin, es hat mir nicht besonders gefallen.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

verschwörung, thriller, dystopie, politthriller, usa

Böses mit Bösem

Elliott Hall , Barbara Ostrop
Flexibler Einband: 461 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.09.2011
ISBN 9783423248563
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die ersten 30-40 Seiten sind spannend und gut geschrieben, das Protokoll am Anfang, mal was komplett anderes ist spannend und macht Hoffnungen auf ein spannendes Buch, auch die folgenden Schilderungen der Zustände im HEUTE sind spannend geschrieben, sie haben mich noch gefesselt.Dann der Wechsel in die Zeit von vor 10 jahren und damit fiel das Buch ins Bodenlose ab,ein schwer lesbarer Teil beginnt,der durch Kriegsschilderungen unnötig gestreckt wird und mich echt belastet hat, es wird leider aber nicht besser. Das Veschwinden von Isaac Taylor hat mich mittlerweile,angekommen auf Seite 90,überhaupt nicht mehr interessiert, es ist einfach nur langweilig, düster, zäh und ein für mich typisches amerikanisches Buch,das mir leider komplett missfällt.

Ab Seite 120 habe ich es weggelegt, es ging einfach nicht mehr. Es passiert nicht oft, das ich Bücher weglege, hier ließ es sich nicht vermeiden. Es war ein Qual für mich, vielleicht beginne ich irgendwann mit einem neuen Anlauf, momentan aber kann ich nur sagen, dieses Buch ist nicht mein Geschmack,auch wenn der Themenansatz sicherlich sehr gut und gerade in der heutigen Zeit brandaktuell ist,vor allem in einem Land wie die USA.

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