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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

friede, offene gesellschaft, europa

Wir sind die Mehrheit

Harald Welzer
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 16.03.2017
ISBN 9783596299157
Genre: Sachbücher

Rezension:


„Menschen wie Pretzell und Seehofer, so lässt sich unschwer erkennen, fehlt jeder Anstand, ja sogar das ganz normale moralische Grundgerüst, das wir voneinander in modernen Gesellschaften erwarten.“ Dieser Satz auf der ersten Seite des Buches macht klar, worum es in diesem Buch geht. In 13 Kapiteln zeigt uns Harald Welzer den Weg in eine offene Gesellschaft, zu mehr Demokratie und Freiheit. Jedes dieser Kapitel endet mit einer Regel wie zum Beispiel: „Es ist einfacher für die Demokratie zu kämpfen, solange es sie noch gibt. Danach wird es erheblich schwieriger.“

In den Kapiteln beschreibt der Autor unter anderem den Umgang vieler Bürger mit den Flüchtlingen, zieht einen Vergleich mit den Entwicklungen in den 30er Jahren und nennt für ihn wichtige Themen wie Bildungspolitik oder Lobbyismus. Die Kapitel und Regeln sind klar verständlich und für mich ohne Probleme nachvollziehbar. Die politische Ausrichtung von Welzer wird klar, aber er kann alles belegen und erläutern.

Das Buch ist sehr gut geschrieben, ich hatte es relativ schnell durch. Ob das Buch jetzt das Potential hat, die Welt zu verändern, wage ich zu bezweifeln. Es ist aber ein gutes Buch, um sich selbst mal Gedanken über sich und die eigene Rolle in der Gesellschaft zu machen. Wer eine offene Gesellschaft und wirkliche Demokratie möchte, sollte sich fragen, was er selbst tun kann und muss. Dieses Buch gibt dazu einige Denkanstöße.

Ich vergebe 4 Sterne. Den einen Punkt hätte es gegeben, wenn es mehr konkretere Ansätze für eine offene Gesellschaft gegeben hätte.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

skandal, sachbuch, fußball

Football Leaks

Rafael Buschmann , Michael Wulzinger
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei DVA, 11.05.2017
ISBN 9783421047816
Genre: Sachbücher

Rezension:


Das der Fußball im Profibereich komplett verdorben ist, sollte nach den FIFA-Skandalen, der gekauften WM und weiteren Enthüllungen bekannt sein. Dennoch sorgten die Veröffentlichungen von Football Leaks ab September 2015 für große Unruhe, denn sie betrafen Spieler, Berater und Vereine. Der Spiegel konnte mit dem Sprecher, der sich nur als „John“ bezeichnete, Kontakt aufnehmen und erhielt so große Datenmengen. Diese wurden zusammen mit anderen europäischen Zeitungen ausgewertet und schließlich veröffentlicht.
Nun haben die beiden Spiegel-Redakteure, die den direkten Zugang zum Whistleblower „John“ haben, dieses Buch veröffentlicht. Das Buch kann man grob in 3 Teile unterteilen.

Erstens: Die Enthüllungen von Football Leaks
Zweites: Die Erlebnisse von Rafael Buschmann und die Gespräche mit John
Drittens: Die Arbeit der Spiegel-Mitarbeiter an den Daten

Wer im Spiegel schon die Artikel über die Enthüllungen gelesen hat, wird diesbezüglich in diesem Buch wenig Neues erfahren. Interessant sind die Gespräche mit John, die zeigen, wie versucht wird, Football Leaks unter Druck zu setzen und zu diskreditieren.

Allerdings gibt es auch zwei Dinge, die stören. Zum einen erfährt man nicht viel Neues, außer dem, was schon im Spiegel veröffentlicht worden war. Als ich das Buch gekauft habe, habe ich mir mehr erhofft. Seltsam ist auch, dass so wenig über die Bundesliga und deutsche Spieler geschrieben wird. Kurz werden Toni Kroos und Dietmar Hopp erwähnt, aber was ist mit Özil?

Insgesamt bietet dieses Buch aber einen sehr guten Einblick in die korrupte, kriminelle und unmoralische Welt des Profifussballs. Wer geglaubt hat, dass dies nur die FIFA betrifft oder Staaten, mit zweifelhaften Ruf, wird eines Besseren belehrt. Erschreckend ist die nicht vorhandene Reaktion von Fußballfans und die Versuche von Vereinen und Sponsoren, die Veröffentlichungen von Football Leaks zu unterbinden. Das sich daran in naher Zukunft etwas ändern wird, wage ich zu bezweifeln. Es bleibt die Hoffnung, dass weitere Veröffentlichungen erfolgen.

Die Negativpunkte wirken schwer. Für Leser, die die Veröffentlichungen im Spiegel nicht gelesen haben, ist das Buch aber sehr interessant. Daher vergebe ich 4 Sterne. 3 Sterne für die, die die Spiegel-Artikel kennen. Hier ist ein noch weiteres Buch von Nöten.

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16 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

michael lüders, geheimdienstdokumente, wie der westen syrien ins chaos stürzte, "gute" dschihadisten, cia

Die den Sturm ernten

Michael Lüders
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 25.04.2017
ISBN 9783406707803
Genre: Sachbücher

Rezension:


Das Buch habe ich mir im Anschluss an einen Vortrag von Michael Lüders gekauft. Ich stand ihm vorher, aufgrund Medienberichten, etwas kritisch gegenüber. Sein ausgezeichneter Vortrag hat mich aber überzeugt, dieses Buch zu kaufen und zu lesen.

Das Buch steigt nach dem Ersten Weltkrieg ein, um die komplizierte geopolitische Lage im Nahen Osten zu erläutern. Nach 1949 werden die Putschversuche der CIA in den Ländern beschrieben und die weitere Geschichte bis zum Arabischen Frühling 2011. Michael Lüders erklärt die Zusammensetzung der Gesellschaft, die unserer nicht entspricht und daher eine Überstülpung von Demokratie nicht möglich ist. Es folgt eine kurze Biographie von Baschar al-Assad und die Planung von Ölpipelines in Syrien.

In weiteren Kapiteln geht es um Dschihadisten und die seltsame Auswahl der US-Amerikaner bei der Suche nach Verbündeten. Den Abschluss bilden die Kapitel über die Chemiewaffen, die Türkei und deren Rückschläge und der Kampf um Aleppo.

Bei dem Untertitel „Wie der Westen Syrien ins Chaos stürzte“ vermutete ich, dass Lüders nicht unbedingt Objektiv schreiben würde und dies war leider auch so. Er legt den Fokus in seinem Buch komplett auf den Westen und klammert einige wichtige Punkte aus die Syrien betreffen. Die Stationierung von Soldaten im Nachbarland Libanon über 29 Jahre? Geschenkt. Dass die Hisbollah noch immer gegen die UN-Resolution 1559 von 2004 verstößt und noch immer Unmengen an Waffen hortet? Kommt im Buch nicht vor. Die Macht der Revolutionsgarden im Iran? Interessiert nicht.

Natürlich ist die Rolle Amerikas klar und muss detailliert beschrieben werden. Es sollte aber doch möglich sein, in einer Geschichte über Syrien auch die dritte Seite, die Seite Russlands, Syriens und Irans zu beleuchten. Ab und zu lässt Lüders einen Nebensatz fallen, dass Assad ja eigentlich ein Schlächter ist, aber das wirkt nur alibimäßig.

Der Vortrag hat mir deutlich besser gefallen, da Michael Lüders dort objektiver war und die Ursachen des Krieges weiter ausgeführt hatte. Das Buch ist gut geeignet, um die Rolle Amerikas in der Region und speziell im Krieg in Syrien und dem Irak zu beleuchten. Für einen kompletten Überblick fehlt leider eine Seite. Auch sonst ist das Buch etwas zu kurz geraten. 169 Seiten für ein solches Thema ist zu wenig.

Ich vergebe daher nur 3 Sterne für das Buch.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Auf der Suche nach Italien

David Gilmour , Sonja Schuhmacher , Rita Seuß
Flexibler Einband: 462 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 15.09.2016
ISBN 9783608949292
Genre: Sachbücher

Rezension:


Wenn man Sachbücher innerhalb von zwei Wochen durchliest, ist das ein gutes Zeichen. Manche sind trocken geschrieben, aber das Buch von David Gilmour war kurzweilig und so interessant, dass ich es im Urlaub in jeder freien Minute gelesen habe. So ein Buch habe ich schon seit Jahren gesucht, ein Buch, das die komplette Geschichte Italiens abdeckt. Und dieses Buch ist ein wahres Kleinod.

David Gilmour fängt in der Antike an und arbeitet sich bis in die Neuzeit vor. Er schreibt nicht nur über Geschichte, sondern auch viel über Kultur und die Menschen. Faszinierend fand ich die Geschichte der kleinen Staaten im Mittelalter. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Zeit nach napoleonischen Kriegen, als der Wunsch nach einem Nationalstaat bei vielen Einwohnern auf der Halbinsel immer ausgeprägter wurde. Allerdings stellt Gilmour immer wieder fest, dass die Einwohner dieses Nationalstaates nicht wirklich Italiener sind, sondern dieses Land nie richtig zusammengewachsen ist.

Man merkt, dass der Autor dieses Land sehr viel bereist hat und sein Herz daran hängt. Er schreibt aber dennoch sehr objektiv, lässt aber auch seinen menschlichen Eindruck einfließen. Er entzaubert die Mythen der Italiener wie den Risorgimento und die Resistenza, erläutert die Gründe, warum der Süden abgehängt ist und warum dieser Staat so schwach ist.

Ich gebe dem Buch 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung. Wer etwas über Italiens Geschichte wissen möchte, sollte dieses Buch lesen.

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79 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

serienmörder, berlin, nationalsozialismus, historischer krimi, frauen

Germania

Harald Gilbers
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.11.2013
ISBN 9783426513705
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Eigentlich lese ich ungerne Bücher über den Zweiten Weltkrieg, weil es mich meistens wütend und traurig macht. Doch bei dem Buch habe ich eine Ausnahme gemacht, da es sich gut anhörte. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Im Sommer 1944 muss der Jude Oppenheimer der SS bei der Aufklärung einer Mordserie helfen. Als ehemaliger Kommissar bringt er das Fachwissen mit und wäre als Jude auch entbehrlich.

Der Autor beschreibt die Atmosphäre in Berlin sehr gut. Die ständigen Luftangriffe, die Angst des Juden vor der Gestapo, die Angst seiner arischen Frau, das Leben im Judenhaus und der Druck des SS-Mannes Ergebnisse zu liefern zeichnen ein düsteres Bild. Es gibt kaum Lichtblicke im Leben und selbst die Freundschaft zu einer weiteren deutschen Frau Hilde steht unter keinem guten Stern. Die Situation in Berlin zur damaligen Zeit ist sehr gut beschrieben, da hat der Autor gründlich recherchiert. Man taucht regelrecht in das Leben ein.

Der Protagonist wirkt auf mich sehr sympathisch und wird sehr gut beschrieben. Die anderen Nebenfiguren wirken dagegen blasser. Nur zum Ende hin wird der SS-Mann Vogler facettenreicher. Selbst der Täter und seine Motivation müssen zurückstecken.

Insgesamt ist das Buch sehr gut geschrieben und da es mich richtig gepackt hatte, habe ich es sehr schnell durchgelesen. Dennoch vergebe ich nur 4 Sterne, da die Nebenfiguren detaillierter hätten ausgearbeitet werden müssen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Angst für Deutschland

Melanie Amann
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Droemer, 01.03.2017
ISBN 9783426277232
Genre: Sachbücher

Rezension:


Die Autorin Melanie Amann begleitet die AfD seit ihrer Gründung und kann daher auf einen großen Fundus von Einblicken zurückgreifen, um diese Partei zu analysieren. Vieles worüber sie schreibt, habe ich schon in verschiedenen Medien gelesen, doch in dem Buch ist alles sehr gut zusammengefasst.

Das Buch beginnt in der Zeit vor der AfD, als Thilo Sarrazin mit seinem Buch über Migration die Grundlage für den aufkommenden Rechtspopulismus bildete. In den weiteren Kapiteln werden wichtige Persönlichkeiten der AfD vorgestellt, unter anderem die Gründer Heendorf, von Storch und Gauland und natürlich Lucke, Petry, Höcke und Meuthen. Ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Partei ist der Essener Parteitag, über dem im Buch detailliert beschrieben wird. Weitere Kapitel betreffen die Beziehungen von Petry, die momentane Stimmung in Deutschland, die dem Aufstieg der Partei sehr förderlich war, und dem möglichen Umgang mit der AfD. Den Abschluss bildet ein Ausblick über die Zukunft der Partei.

Vieles war mir schon bekannt, aber es gibt auch viel Neues. Insgesamt ist bietet das Buch einen sehr guten Überblick über die AfD. Wer sich näher mit der Partei auseinandersetzen möchte, sollte dieses Buch lesen. Es ist objektiv geschrieben und die Autorin versucht, so weit es möglich ist, neutral zu schreiben.

Ich gebe dem Buch 5 Sterne, da ich es uneingeschränkt weiterempfehlen kann.

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Unstern

Katrin Ils
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Sprohar, Katrin, 11.05.2017
ISBN 9783950446104
Genre: Fantasy

Rezension:


Das Buch habe ich verschlungen und innerhalb von 2 Tagen durchgelesen. Es fängt gemütlich mit der Einführung der Protagonistin Kerra und der Welt von „Unstern“ an. Schon da taucht man leicht in die Stadt Alat ab. Im Laufe der Zeit lernt man weitere Figuren kennen und die Geschichte nimmt einige überraschende Wendungen. Man weiß auch später nicht mehr genau auf welcher Seite wer steht. Am Anfang denkt man, der eine gehört zu den Bösen, ist aber doch ein guter. Bei einem anderen ist es genau umgekehrt. Auch wenn es keine wirklich Guten und Bösen gibt.

Kerra wirkt sympathisch und ich habe mit ihr mitgefiebert, auf ihren Wegen durch das Nest oder die Henkersgasse. Die Spannung steigt zum Schluss immer mehr an und man wartet die ganze Zeit auf die Befreiung ihres Freundes. Auch der Stadt will man die Geheimnisse entreißen und so ist das sehr gute Buch viel zu früh zu Ende. Es riecht aber nach einer Fortsetzung.

Katrin Ils hat einen wunderbaren Schreibstil und ich konnte dank der fesselnden Geschichte das Buch kaum aus den Händen legen.

Ich vergebe 5 Sterne, da mir das Buch sehr gut gefallen hat. Die Autorin bleibt bei mir auf dem Merkzettel und ich warte auf weitere Bücher von ihr.

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

wien, familie, koma, gedächtnisverlust, krimi

Mörderische Wahrheiten

Theresa Prammer
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 07.04.2017
ISBN 9783548613710
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


 Das Buch wurde mir vom Buchhändler meines Vertrauens empfohlen und ich habe es innerhalb weniger Tage durchgelesen. Ich habe schon länger keinen Krimi gelesen, was ein Vor- oder ein Nachteil sein kann.

Weder im Klappentext noch in der Frontispizseite war ersichtlich, dass es schon ein Buch mit der Ermittlerin gab. Im Text wurde dann immer wieder Bezug auf die Geschichte dieses Romanes genommen, was mich häufig störte. Hätte ich gewusst, dass es schon ein Band gibt, hätte ich dieses wohl vorher gelesen. So blieb leider manches unklar. Gerade am Anfang wird man als „Quereinsteiger“ von den Infos erschlagen, die im Vorgängerbuch erläutert worden waren.

Mit der Ermittlerin selbst konnte ich mich auch nicht anfreunden. Sie war keine Person, mit der ich mich identifizieren konnte. Ihre Vorgeschichte wurde zwar deutlich erklärt und auch immer wieder direkten Bezug darauf genommen, dennoch kam sie mir nicht super sympathisch rüber. Auch von ihrem Beruf als Kaufhausdetektivin erfuhr man gar nichts. Er wurde zwar ab und zu erwähnt, aber nur nebenbei. Teilweise fand ich es auch unrealistisch, wie die Protagonistin in die Polizeiarbeit eingreifen konnte.

Auch die Anzahl der Nebenfiguren war verwirrend. Teilweise hielten sich so viele Figuren in der Wohnung von Carlotta Fiore, der Protagonistin, auf, dass ich nicht wusste, wer jetzt genau wer war. Nach dem Durchlesen des Buches bin ich der Meinung, dass man 1-2 Personen hätte streichen können.

Der Schreibstil ist dagegen sehr gut. Ich konnte das Buch flüssig lesen, es gab nichts, was meinen Lesefluss behinderte. Ich hätte mir nur gewünscht, dass etwas mehr „Wienerisch“ durchgekommen wäre. Der Dialekt eines Amerikaners wird versucht darzustellen, die anderen sprechen aber alle hochdeutsch. Da hätte ich lieber etwas mehr „Schmäh“ gehabt.

Die Geschichte des Buches ist sehr spannend, sehr gut gelungen fand ich die Einschübe zu den Morden. Das Ende hat mich überrascht, aber es passte zu der Geschichte.

Ich habe bei der Bewertung lange geschwankt, vergebe jetzt nur 3 Sterne. Für 4 Sterne gab es einfach zu viele Negativpunkte, die gestört haben.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Kreativ Schreiben: Handwerk und Techniken des Erzählens

Fritz Gesing
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei DUMONT Buchverlag, 21.05.2014
ISBN 9783832187903
Genre: Sachbücher

Rezension:


Das Buch von Fritz Gesing war mein dritter Schreibratgeber und der Ausführlichste. Auf 449 Seiten schreibt er alles, was man in der Theorie zum Schreiben benötigt. Es gibt einen kleinen Überblick über die Arten von Literatur. Und natürlich Kapitel unter anderem über Figuren, Plots, Erzähler und Erzählperspektiven, Setting und Sprache. Den Abschluss bilden Kapitel über das Überarbeiten, Bestseller und verschiedene Übungen.

Das Buch ist sehr gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Man merkt, dass der Autor einer älteren Generation angehört, als die beiden Autoren, von denen ich Schreibratgeber gelesen habe. Er hat viele Beispiele von Büchern, die heute wohl nicht mehr so viel gelesen werden. Welcher junge Mensch liest Thomas Mann oder Max Frisch? Allerdings sind auch einige „moderne“ Autoren dabei, wie Dan Brown, Stephen King oder Joanne K. Rowling. Man muss die Bücher allerdings nicht gelesen haben, da Fritz Gesing die Beispiele sehr gut erläutert.

Fritz Gesing gibt in dem Buch keine konkreten Ratschläge, wie man ein Buch schreiben sollte, da jeder Autor unterschiedlich ist. Die einen schreiben 3 Stunden am Tag, die anderen 10. Einige in der Früh, andere am Abend. Die Themen von Büchern sind auch zu verschieden, um konkrete Ratschläge zu geben. Daher verzichtet Fritz Gesing auf solche direkten Tipps.

Ich habe schon zwei Bücher geschrieben und sitze derzeit über zwei weitere Manuskripte. Während ich den Ratgeber gelesen habe, sind mir immer wieder Dinge eingefallen, die ich bei meinen Büchern verbessern kann. Ob das Buch jemandem hilft, der noch nichts geschrieben hat, bin ich mir nicht sicher. Ich bin der Meinung, man sollte plotten und anfangen zu schreiben und erst dann den Ratgeber lesen. Dadurch wird manches klarer.

Wer noch kein Vollblutautor ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Von mir gibt es daher 5 Sterne, da ich kein Negativpunkt feststellen konnte.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

romane schreiben, schreibwerkstatt, schriftstellerei, autorenhandbuch, e-book

Romane schreiben für Anfänger & Fortgeschrittene (German Edition)

Boris Maggioni
E-Buch Text: 145 Seiten
Erschienen bei null, 14.02.2012
ISBN B0079J6EMS
Genre: Sonstiges

Rezension:


Wer mit dem Schreiben anfangen möchte oder schon die ersten kleinen Schritte gemacht hat, sollte sich dieses Buch zu Gemüte führen. Es ist sehr gut zu lesen, da der Autor in einer sehr lockeren Art schreibt. Es beinhaltet viele Themen, die man vor dem Schreiben unbedingt beachten sollte, wie die Charaktere, Wendepunkte, Fallhöhe und Strukturen. Die meisten Themen sind auch mit kurzen, leicht verständlichen Beispielen erklärt.

Das Buch motiviert zum Schreiben und regt extrem zum Nachdenken an. Schon beim Lesen sind mir viele Punkte für mein aktuelles Manuskript und für das Kommende eingefallen, die ich mir sofort notiert habe. Daher hat mir das Buch schon beim ersten Lesen geholfen und ich habe nur wenige Stunden gebraucht, bis ich es durchgelesen hatte. Die Art des Autors hat es mir auch leicht gemacht.

Allerdings gibt es auch einige negative Dinge, die mir aufgefallen sind. Der Autor schreibt viel von Verlagen und auch wenn das Buch von 2012 ist, gab es schon damals Autoren, die sich bewusst für Self-Publishing entschieden haben. Dieses Thema kommt in diesem Buch aber nicht vor. Die Themen sind insgesamt kurzgehalten, zu einigen hätte man sicherlich noch mehr schreiben können. Die Aufmachung vom Buch selbst ist nicht professionell. Beim Lesen ist mir ein Unterschied der Seiten (Schriftart und ähnliches) zu anderen Büchern aufgefallen, der mich zwischendurch immer wieder irritiert hat.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne, da ich es für den Einstieg sehr empfehlen kann. Allerdings gibt es sicherlich auch ausführlichere Schreibratgeber.

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4 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Weltordnung

Henry A. Kissinger , Karlheinz Dürr , Enrico Heinemann
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Pantheon, 14.03.2016
ISBN 9783570552988
Genre: Sachbücher

Rezension:


Das neue Buch von Henry Kissinger ist klar strukturiert. Es beginnt im Europa des 17. Jahrhunderts, beim Westfälischen Frieden, der den 30jährigen Krieg beendet und eine neue Ordnung in Europa begründete. Dieses Europa wird bis zur Gegenwart beleuchtet. Auch die Islamische Weltordnung, die im 7. Jahrhundert beginnt und natürlich immer noch aktuell ist, erhält ein eigenes Kapitel, genauso wie der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Die asiatischen Ordnungen mit ihren großen Staaten Japan, China und Indien werden erläutert und man erhält einen schnellen Überblick, warum die Staatsoberhäupter so gehandelt haben und handeln. Diese Kapitel nehmen circa 2/3 des Buches ein, das letzte Drittel beschreibt dann die Weltordnung der Vereinigten Staaten von Amerika. Und ab hier lässt die Qualität nach.

Über die anderen Staaten schreibt Henry Kissinger halbwegs objektiv, auch wenn es einige kleinere Bewertungen gibt. Dennoch sind diese Kapitel sehr gut geschrieben, leicht zu lesen und interessant. Wenn der Autor allerdings über die USA schreibt, muss man häufiger den Kopf schütteln und ihn fragen, ob er das ernst meint. Für ihn sind die USA das Nonplusultra der Weltgeschichte und God‘s Own Country. Dies merkt man leider im letzten Drittel ständig und er lässt leider jede Objektivität vermissen.

Ein Zitat zu George W. Bush möchte ich erwähnen:

„Aber bevor ich meine Bedenken vortrage, möchte ich hier meinen unveränderten Respekt und meine persönliche Wertschätzung für Präsident George W. Bush zum Ausdruck bringen, der Amerika mit Mut, Würde und Überzeugung durch eine unruhige Zeit führte.“

Da gibt es wahrscheinlich Millionen Menschen, die anders über diesen Präsidenten urteilen. Aber an diesem Zitat erkennt man sehr gut, dass Henry Kissinger noch immer nicht seine Politik und sein Leben ernsthaft reflektiert hat.

Das Buch bekommt von mir 4 Sterne, da es angenehm zu lesen ist. Die ersten zwei Drittel sind sehr interessant und beim letzten Drittel sollte man im Hinterkopf behalten, was Henry Kissinger für ein Politiker war und ist.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Die Amerikanische Revolution

Michael Hochgeschwender
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 07.12.2016
ISBN 9783406654428
Genre: Sachbücher

Rezension:


4. Juni 1776. Dieses Datum sagt wohl jedem etwas. Washington und Jefferson sind auch noch bekannt und seit dem Film „Der Patriot“ mit Mel Gibson weiß man, dass die Briten die Bösen waren und die Amerikaner die Guten. Doch dann hört es auch schon auf. Das Buch von Michael Hochgeschwender ist hervorragend geeignet jede Wissenslücke über die amerikanische Revolution zu schließen.

Sehr erfreulich ist, dass das Buch schon im Jahr 1754 beginnt und die Situation der Kolonien seitdem aufzeigt. Im ersten Kapitel werden auch der sieben-, beziehungsweise neun-, jährige Krieg beschrieben, die Expansionsgelüste der Siedler und die politische Umgebung der Whigs und Tories sowohl in Großbritannien als auch in den Kolonien.

Im zweiten Kapitel wird Boston, ein Unruheherd seit 1700, näher beleuchtet, ebenso wie der Stamp Act und dessen Aufhebung. Das gesamte Kapitel beschreibt die Geldsorgen vom Mutterland und den Zwiespalt der Amerikaner zwischen der Loyalität zum Königshaus und dem Gefühl britisch zu sein und dem Willen nach Gleichberechtigung. Stichwort: No Taxation without Representation.

Das dritte Kapitel behandelt den Unabhängigkeitskrieg selbst, von der Unabhängigkeitserklärung, über einen Überblick über die Armeen der Siedler, Tories und der Briten und natürlich dem Kriegsverlauf bis zum Frieden von Paris 1783.

Im vierten Kapitel schreibt der Autor über die Nebenschauplätze des Krieges. Dies beinhaltet einen Überblick über die Situation der Frauen, Indianer und Schwarze, aber auch über den Tross der Armeen, Verwundungen und Krankheiten und einen Überblick über die Situation der Tories, der Kriegsverlierer, nach dem Krieg.

Das letzte Kapitel handelt von den Nachwirkungen der Revolution, wie die Ausbreitung des Alkoholismus, der zweiten evangelikalen Erweckungsbewegung und der Schuldendauerkrise. Zusätzlich wird der Verfassungskonvent 1787 in Philadelphia beschrieben, die beiden Parteien „Federalist“ und „Anti-Federalist“, der Kauf Louisianas 1803 und der Krieg gegen Großbritannien 1812.

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Das Buch ist leicht zu verstehen, umständlich ist, dass fast durchgängig die englischen Begriffe wie „Wild Geese“, „philosophe“, „frontier“ oder „common law“ genutzt werden, wobei dies wohl eher der Übersetzung geschuldet ist. Es ist nur wenig Vorwissen nötig, Michael Hochgeschwender schreibt detailliert über jedes Thema, das interessant für dieses Buch ist.

Von mir bekommt das Buch 5 Sterne, da es sehr detailliert die amerikanische Revolution mit jedem Aspekt beschreibt. Für jemanden, der sich über die Geburt der Vereinigten Staaten von Amerika informieren möchte, ein absolutes Muss.

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

schreiben, sachbuch, schriftsteller, satire, ratgeber

Schreib den verd... Roman!

Stephan Waldscheidt
Fester Einband: 219 Seiten
Erschienen bei Uschtrin, S, 15.02.2006
ISBN 9783932522048
Genre: Sachbücher

Rezension:


Das ist mal wieder ein Buch, das ich abgebrochen habe. Als ich es angefangen habe zu lesen, habe ich gehofft, zumindest ein wenig wissenswertes über das Schreiben eines Romans zu bekommen, wurde aber dabei arg enttäuscht. Das „Anti-Ratgeber“ auf dem Cover hätte mich gleich abschrecken sollen, denn genau so ein Buch ist es.

Das Buch ist in viele einzelne Kapitel aufgeteilt, die meisten 1-2 Seiten lang und leider nicht aufeinander aufgebaut sind. In diesen Kapiteln geht es zum Beispiel um Ironie (S. 67), Fremdwörter (auch S. 67) oder den ersten Satz (S. 95). Am Anfang steht ein Zitat, dann ein kurzer Text, ein Merksatz, manchmal dann noch ein kurzer Text und wieder ein Merksatz.

Der Autor hat versucht einen Ratgeber einfach umzudrehen und das ganze auch noch humoristisch zu verpacken. Ich persönlich finde, dabei ist er komplett gescheitert. Am Anfang, also die ersten maximal 10 Seiten, konnte ich noch darüber schmunzeln, danach fand ich es nur noch anstrengend und später lächerlich. Ich habe dennoch probiert, das Buch durchzulesen, um vielleicht etwas Interessantes zu entdecken, musste aber nach 105 Seiten abbrechen.

Für wen wäre das Buch etwas? Für Anfänger, die ihren ersten Roman schreiben wollen, sicherlich nicht. Dieser Anti-Ratgeber wird nicht weiterhelfen. Für Autoren, die schon länger schreiben, eigentlich nur, wenn sie einen ähnlichen Humor wie Waldscheidt haben. Für Leser, die etwas humoristisches Lesen wollen, wohl auch nicht, denn als Nicht-Autor versteht man wahrscheinlich nicht alles. Daher frage ich mich, für wen dieses Buch gedacht war und kann die Frage nicht beantworten.

Auch das Cover finde ich misslungen. Schon 2006 sollte klar gewesen sein, dass Rauchen nicht cool ist und als Coverbild ohne Bezug zum Thema finde ich es daher komplett ungeeignet.

Das Buch bekommt von mir daher nur 1 Stern und ich kann es nicht weiterempfehlen.

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

ukraine, russland, konflikt, politik, europa

Russland verstehen

Gabriele Krone-Schmalz
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 21.09.2016
ISBN 9783406675256
Genre: Sachbücher

Rezension:


Ich habe mir zuerst „Putins kalter Krieg“ von Markus Wehner gekauft, einen Tag später aber auch dieses Buch, um beide Seiten näher kennenzulernen. Allerdings muss ich zugeben, dass ich nicht ganz ohne Vorurteile an dieses Buch herangegangen bin, da mir bewusst war, dass Gabriele Krone-Schmalz eher Putin zugewandt ist. Dennoch wollte ich mehr über ihre Ansichten lesen.

Das Buch habe ich innerhalb von drei Tagen durchgelesen, es ist gut geschrieben und daher leicht zu lesen. Was mir aber nach wenigen Seiten schon aufgefallen ist, ist das die Autorin sehr häufig die Wörter „ich“ und „mir“ gebraucht. Ich habe schon viele Sachbücher gelesen, aber nur ganz wenige, die so „ich-bezogen“ geschrieben waren. Es macht auf mich den Eindruck, als suche die Autorin damit eine Bestätigung, dass sie wirklich eine Russland-Expertin sei und daher Ahnung hat, von dem, was sie schreibt. Ich empfand dies aber eher als störend.

Fachlich habe ich einige neue Dinge erfahren, die ich vorher nicht wusste, wie zum Beispiel zu den Krisen 1991 und 1993 in Russland und warum Putin 1991 den Dienst quittiert hatte. Allerdings lässt die Autorin einige Dinge auch weg und lässt mich als Leser mit Fragen zurück. Als Beispiel nenne ich mal die Abstimmung auf der Krim. Gabriele Krone-Schmalz schreibt dazu, dass russische Soldaten dafür sorgten, dass ukrainische Soldaten das Referendum nicht verhindern konnten, da sich nicht aus ihren Kasernen konnten. Meine Fragen: Darf ein Staat dies bei einem anderen souveränen Staat machen? Dürfte Österreich also in Südtirol einmarschieren und somit eine Volksbefragung durchführen? Ist die Abstimmung noch frei, wenn Soldaten aus einem anderen Land mit Waffen vor den Wahlkabinen stehen?

Störend ist auch, dass die Autorin häufig „Separatisten und Armee“ zitiert und immer wieder fragt, warum „ukrainische“ vor „Armee“ weggelassen wird. Warum sollte man es auch jedes mal schreiben? Es sollte doch eigentlich klar sein, da es bei diesen Kämpfen nur die ukrainische Armee gibt beziehungsweise gab. Oder gab es noch eine andere Armee, von der die Autorin weiß? Etwa die russische? War die russische Armee an Kämpfen in der Ostukraine beteiligt oder warum sollte man immer wieder „ukrainisch“ schreiben?

Das Buch ist sehr einseitig geschrieben, es gibt kaum negatives über Russland oder Putin. Die Fakten stimmen zwar, so weit ich es nachprüfen konnte, aber andere Dinge werden weggelassen, wenn sich diese negativ auf Russland auswirken würden. Der Ausblick liest sich für mich wie eine Selbstbeweihräucherung der Autorin und es zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch, dass sie eigentlich immer nur sich selbst zitiert.

Von mir bekommt das Buch daher nur 2 Sterne.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Putins Kalter Krieg

Markus Wehner
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2016
ISBN 9783426788141
Genre: Sachbücher

Rezension:


Es gibt Themen, bei denen sich Meinungen von Journalisten, Blogger und politisch Interessierten extrem gegenüberstehen und sich stark verfestigt haben. Und diese Meinung vertritt man auch lautstark und lässt Argumente der Gegenseite kaum oder gar nicht zu. Russland ist so ein Beispiel. Entweder man steht Russland positiv gegenüber oder negativ. Der Untertitel von diesem Buch gibt natürlich schon die Richtung vor: Wie Russland den Westen vor sich hertreibt.

Das Buch beginnt mit einer Beschreibung von Putins Umfeld, der „Auslandsrussen“ und den farbigen Revolutionen in ehemaligen Sowjetrepubliken wie zum Beispiel 2004 die „Orangene“ Revolution in der Ukraine. Der zweite große Abschnitt geht über mehrere Kapitel. Schwerpunkt ist der Krieg in der Ukraine und dem Eingreifen Russlands. An diesem Beispiel werden weitere Themen aufgezeigt, wie die neue Militärmacht, der Informationskrieg, die Spionagetätigkeiten, die politischen Freunde in europäischen Ländern, wie Front National oder Die Linke, und den sogenannten „Russland-Verstehern“, die laut Autor teilweise aus Naivität so handeln. Es folgen Kapitel über den Krieg in Syriens und die Fehleinschätzungen von Putin. Den Abschluss bilden 10 Thesen des Autors, wie der Westen mit Russland umgehen sollte.

Das Buch ist sehr gut geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Es zeigt die Fakten auf, erklärt Zusammenhänge und die Ursachen von Russlands Politik, verteufelt dabei aber nicht Russland. Es werden keine Verschwörungstheorien ausgebreitet, sondern Informationen genannt, die größtenteils anerkannt sind. Beim Abschuss von MH-17 über der Ukraine verweist er nur kurz auf die Info vom Rebellen Strelkow, dass ein Flugzeug abgeschossen worden war. Auf Theorien, dass Russland dahintersteckt, verzichtet der Autor. Das Buch kommt ohne jede Polemik aus, was bei Büchern über Russland nicht selbstverständlich ist.

Von mir bekommt es 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung.

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54 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

geschichte, homo sapiens, entwicklung, sach- und fachbuch, yuval noah harari

Eine kurze Geschichte der Menschheit

Yuval Noah Harari , Jürgen Neubauer
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Pantheon, 20.02.2015
ISBN 9783570552698
Genre: Sachbücher

Rezension:


Im Gegensatz zu manch anderen Büchern, die einen Überblick über die Geschichte der Menschheit bieten, fängt das Buch von Yuval Noah Harari schon vor den Homo Sapies an. Der erste Schwerpunkt liegt bei der kognitiven Revolution, die sich vor etwa 70.000 Jahren ereignete. Um diese Revolution geht es im ersten Teil des Buches, um die Entdeckung der Sprache, die auch die fiktive Sprache beinhaltet.

Der zweite Teil handelt von der landwirtschaftlichen Revolution, die vor etwa 10.000 Jahren begann. Es wird erklärt, warum der Homo Sapies seßhaft wurde, Tiere domestizierte, Siedlungen vergrößerte, Schrift und Zahlen erfand und warum Männer einen höheren Stellenwert als Frauen in den Gesellschaften hatten.

Im dritten Teil wird die Entwicklung der Kulturen beschrieben, die Entwicklung der drei universellen Ordnungen, der wirtschaftlichen, der politischen und der religiösen Ordnung, Detailliert geht es um den Geruch des Geldes, dem Traum vom Weltreich und das Gesetz der Religion.

Der vierte Teil des Buches handelt von der wissenschaftlichen Revolution, die um das Jahr 1500 begann. Ein Schwerpunkt ist die Entdeckung der Wissenschaften und die daraus folgende Expansion Europas. Des Weiteren geht es um die verschiedenen Religionen, zu denen der Autor auch den Kapitalismus und den Kommunismus zählt, und um unsere Ernährung, die Massentierhaltung und die neuen Gemeinschaften als Ersatz für die Familie und die Dorfgemeinschaft. Den Abschluss bildet ein Ausblick über die Zukunft des Homo Sapiens.

Mein Fazit: Ich bin bei dem Buch etwas zwiegespalten. Es ist gut geschrieben und lässt sich gut lesen. Der Tonfall ist sehr locker, am Anfang musste ich an einigen Stellen sogar schmunzeln. Später stört dieser lockere Ton etwas. Das Buch ist interessant und bietet einen schnellen Überblick über die Geschichte des Homo Sapiens. Allerdings gibt es auch einen größeren Kritikpunkt. Der Autor Yuval Noah Harari fragt immer wieder, ob die Jäger und Sammler vor der landwirtschaftlichen Revolution nicht glücklicher waren, als alle anderen Menschen seitdem. Er meint, dass der Mensch eigentlich als Jäger und Sammler geboren wurde und die Sesshaftigkeit eigentlich nicht unserem Typ entspricht und wir nicht mehr so glücklich sind, wie die Menschen damals. Nun, beurteilen kann man dies nicht wirklich, aber ich bin mir nicht sicher, dass die Menschen damals glücklicher waren als wir heute. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Leben damals aus Friede, Freude, Eierkuchen bestand. War es so einfach zu jagen? Und was haben sie sonst gemacht? Umhergewandert? Oder den Himmel angeschaut? War es angenehm bei Regen und Kälte ohne festem Dach über den Kopf? Warum sieht der Autor das heutige Leben so negativ? Diese immer wiederkehrende Frage empfand ich als sehr negativ und sie zerstört meiner Meinung nach viel von dem Buch. Das ist der größte Kritikpunkt. Kleinigkeiten gab es auch noch, die mir überwiegend beim Lesen aufgefallen sind.

Daher gibt es von mir nur 3 Sterne. Das Buch ist sehr interessant, aber diese immer wiederkehrende Frage zieht die Bewertung herunter.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

aufschlussreich, wirtschaft, anschaulich, nobelpreis

Wer kriegt was - und warum?

Alvin E. Roth , Thorsten Schmidt
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Siedler, 08.03.2016
ISBN 9783827500441
Genre: Sachbücher

Rezension:


Als ich das Buch gekauft und angefangen habe zu lesen, hatte ich eine falsche Vorstellung vom Buch. Vom Untertitel „Bildung, Jobs und Partnerwahl: Wie Märkte funktionieren“ habe ich nur den ersten Teil bewusst aufgenommen und bin daher falsch an das Buch herangegangen und war daher am Anfang enttäuscht. Erst im Laufe des zweitens Kapitels wurde mir das Thema des Buches wirklich klar und ich habe mich darauf eingestellt.

In dem Buch „Wer kriegt was und warum?“ geht es um Märkte, die nicht auf Geld basieren. Am Anfang werden kurz Märkte erläutert, die auf verschiedene Dinge basieren, zum Beispiel sind dies beim Smartphonemarkt die Apps oder beim Kreditkartenmarkt die Anzahl der Händler, bei denen man zahlen kann. Am Ende des ersten Kapitels erklärt der Autor den Markt für Nierentausch und geht detailliert auf verschiedene Lösungen durch Marktdesign ein.

Im zweiten Kapitel werden verschiedene Arten von Marktversagen beschrieben und näher erläutert. Zum einen das Problem, wenn sich Teilnehmer des Marktes zu frühzeitig Angebote unterbreiten, wie zum Beispiel bei den Juristen, die Nachwuchs suchen oder bei Oberärzten, die neue Fachärzte suchen. Des weiteren die Probleme, wenn der Markt zu schnell wird, zum Beispiel beim Finanzmarkt, oder zu langsam wie beim Highschool-Zulassungssystem in New York. Zum anderen das Problem, wenn Märkte nicht Sicher oder Zuverlässig sind, wie zum Beispiel bei Internetmärkten.

Im dritten Kapitel geht es dann um die Lösungen, um die Marktdesign-Probleme zu beheben. Das erste Beispiel ist das Problem bei der Anstellung von amerikanischen Ärzten nach Abschluss ihres Medizinstudiums. Dieser Markt funktionierte aufgrund des Konkurrenzkampfes nicht, da die Angebote zu früh oder explodierend abgegeben wurden und daher das Matching selten passte. Die Lösung dazu wird vom Autor detailliert beschrieben. Das zweite Beispiel ist das Schulwahlsystem in New York. Auch hier funktionierte der Markt nicht und auch hier beschreibt der Autor detailliert die Lösung. Das Schulwahlsystem in Boston wird als drittes Beispiel nur kurz aufgeführt.
Zum Abschluss des dritten Kapitels geht es um Signale, also um Kommunikation, um die Chancen bei den Märkten zu erhöhen, sei es bei Bildung, Partnersuche oder Auktionen.

Das vierte Kapitel handelt von verbotenen und freien Märkten. Es werden Beispiele bei Märkten mit abstoßenden Transaktionen aufgeführt, bei denen Marktdesign helfen könnte, diese legal zu nutzen. Eine kurze Zusammenfassung vom Buch bildet dann den Abschluss.

Ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich mit dem Buch warm geworden bin, aber dann wurde es interessant. Wer einen Ratgeber erwartet oder erwartet zu erfahren, warum eine bestimmte Person eine bestimmte Stelle oder einen bestimmten Partner erhält, ist bei diesem Buch falsch. In diesem Buch geht es um Märkte, die ohne Geld funktionieren, also um Wirtschaftstheorie. Ein Nachteil vom Buch ist, dass es natürlich um Märkte in den USA handelt und so für mich etwas das Hintergrundwissen fehlt.

Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

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1.147 Bibliotheken, 25 Leser, 8 Gruppen, 30 Rezensionen

fantasy, das lied von eis und feuer, westeros, game of thrones, george r. r. martin

Ein Tanz mit Drachen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 798 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 23.07.2012
ISBN 9783764531027
Genre: Fantasy

Rezension:


Nach dem furiosen Band 6 kam es irgendwie zu einem Bruch. Die nächsten zwei Bände führten weitere Charaktere ein und obwohl Band 9 und 10 wieder die ursprünglichen Hauptfiguren beinhalten, mag der Funke bei mir nicht mehr überspringen. Es passiert kaum etwas, von dem man denken könnte, dass es die Geschichte groß beeinflussen wird. Sie dümpelt vor sich und ich hatte das Gefühl, dass sie sich wiederholt.

Einige interessante Stellen gibt es und das Buch ist zweifellos gut geschrieben, aber momentan wirkt es auf mich, als wollte der Autor die Geschichte viel ausschweifender erzählen als es eigentlich nötig wäre. Allerdings treibt er die Handlung dabei kaum voran. Was ist mit den Anderen, die seit Ewigkeiten erwähnt werden? Was ist mit Daenerys? Wann geht ihre Geschichte wirklich weiter? Band 10 konnte mich kaum fesseln und auch zum Schluss bei Jon Schnee wollte sich bei mir keine Spannung mehr einstellen und ich habe die Geschehnisse etwas teilnahmslos aufgenommen.

Die ersten sechs Bände waren sehr gut, aber dann hat es der Autor leider verpasst so weiterzuschreiben. Auch dieser Band bekommt nur 4 Sterne von mir.

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(519)

1.218 Bibliotheken, 33 Leser, 10 Gruppen, 42 Rezensionen

fantasy, westeros, das lied von eis und feuer, drachen, krieg

Der Sohn des Greifen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 21.05.2012
ISBN 9783764531041
Genre: Fantasy

Rezension:


Nach den zwei Bänden 7 und 8 sind nun wieder die bekannten Charaktere aus den ersten sechs Bänden mit dabei und sofort wird die Geschichte wieder etwas interessanter. Allerdings liegt die Betonung auf „etwas“, denn mittlerweile zieht sich die Geschichte ganz schön.

Wieder werden einige neue Charaktere eingeführt, bei denen man sich fragt, ob sie wirklich eine wichtige Rolle spielen werden. Auch fehlt mir in diesem Band die Action. Vielleicht wird auch wieder alles für die zweite Hälfte des fünften Bandes des englischen Originals, also Band 10 im Deutschen, vorbereitet. Aber im Gegensatz zu Band 1-6 baut sich bei mir keine Spannung auf.

Etwas besser als Band 5 und 6 ist dieser Band, daher bekommt er von mir 4 Sterne.

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1.225 Bibliotheken, 22 Leser, 10 Gruppen, 37 Rezensionen

fantasy, westeros, das lied von eis und feuer, george r. r. martin, game of thrones

Die dunkle Königin

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2012
ISBN 9783442268603
Genre: Fantasy

Rezension:


Im englischen Orignal gehört dieser achte Band zum siebten Band dazu und daher beinhaltet er auch die gleichen Charaktere. Das bedeutet, dass die bekannten Protagonisten fehlen und die Neueingeführten dominieren.

Spannend ist das Geschehen um Cersei, der Rest ist für mich nur Geplänkel. Ob es für die spätere Geschichte von Bedeutung ist, kann ich noch nicht beurteilen. Einen Minuspunkt gibt es für die Geschichte von Brienne. Warum wurde sie in Band sieben und acht so hervorgehoben? Und warum wird die Reise von Samwell so breitgetreten? Das gleiche lässt sich auch von Arya\Katz sagen. Wirklich spannend finde ich es nicht.

Nach dem Durchlesen dieser beiden Bände bin ich der Meinung, man hätte das meiste auch weglassen können oder über 100-200 Seiten an einen anderen Band anhängen können. Für mich sind Band sieben und acht definiv bis jetzt die schlechtesten Bände. Ob man sie allerdings auslassen kann, wage ich zu bezweifeln.

„Die dunkle Königin“ bekommt von mir auch nur 3 Sterne.

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(607)

1.309 Bibliotheken, 25 Leser, 12 Gruppen, 45 Rezensionen

fantasy, westeros, das lied von eis und feuer, george r. r. martin, krieg

Zeit der Krähen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.01.2012
ISBN 9783442268597
Genre: Fantasy

Rezension:


Nach dem furiosen sechsten Band war zu erwarten, dass die Spannungskurve nach unten gehen würde. Dennoch ist der siebte Band eine kleine Enttäuschung. Viele Protagonisten aus den vorherigen Bänden tauchen nicht auf. Kein Jon Schnee, Tyrion, Bran Stark, Dawos Seeschwert oder Daenerys mehr. Stattdessen wird der Fokus auf Brienne, Cersei und viele neue Charaktere gelegt. Als wenn es nicht schon genug Figuren gäbe, tauchen in diesem Band wieder viele neue auf. Das macht das ganze etwas unübersichtlich.

Da ich nicht weiß, was in den nachfolgenden Bänden passiert, muss ich annehmen, dass die neuen Figuren stärker in der Geschichte mitspielen werden. Momentan ist es enttäuschend und auch wenn George R.R. Martin zum Schluss schreibt, dass die liebgewonnenen Charaktere später wieder auftauchen werden, fehlen sich doch.
Momentan frage ich mich, warum über interessante Geschehnisse wie die Rote Hochzeit größtenteils indirekt geschrieben wird, wären in diesem Band Dinge geschehen, die man auch indirekt hätte beschreiben können.

Das Buch bekommt von mir nur 3 Sterne. Es bleibt die Hoffnung, dass sich später alles noch zusammenfügen wird.

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(658)

1.386 Bibliotheken, 22 Leser, 14 Gruppen, 50 Rezensionen

fantasy, westeros, das lied von eis und feuer, george r. r. martin, game of thrones

Die Königin der Drachen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 832 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.12.2011
ISBN 9783442268474
Genre: Fantasy

Rezension:


Die Protagonisten in den Kapiteln sind die gleichen wie in Band 5, da diese beiden Bände im englischen Original in einem Band zusammengefasst sind. Samwell Tarlys Rolle wurde aber weiter ausgebaut. Die Charaktere wurden noch interessanter, gerade bei Tyrion und Jaime weiß man nicht mehr, was man von ihnen denken soll.

An Spannung und Action ist das bisher der Beste Band. Die Hochzeiten der beiden Könige, Jon Schnees Abenteuer im hohen Norden und Daenerys, deren Weg von Verrat begleitet scheint und Stannis Eingreifen gewähren kaum eine Atempause. Man mag das Buch nicht aus der Hand legen. Die Geschichte hält einige überraschende Wendungen bereit und im Gegensatz zu Band fünf ist das Buch von den Personen her etwas übersichtlicher geworden.

Der einzige Negativpunkt aus meiner Sicht ist, dass manche Ereignisse, wie zum Beispiel die Rote Hochzeit, teilweise indirekt einige Kapitel später erzählt werden. Dies wirkt manchmal etwas befremdlich. Das kam auch schon in den vorherigen Bänden vor, aber gerade die Rote Hochzeit hätte man auch anders erzählen können.

Dennoch bekommt auch dieser Band 5 Punkte von mir und ich halte ihn bis jetzt für den spannendsten Band der Reihe.

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1.476 Bibliotheken, 28 Leser, 16 Gruppen, 49 Rezensionen

fantasy, westeros, krieg, das lied von eis und feuer, george r. r. martin

Sturm der Schwerter

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 720 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.10.2011
ISBN 9783442268467
Genre: Fantasy

Rezension:


Der Aufbau vom Buch blieb gleich, allerdings gibt es teilweise andere Protagonisten der Kapitel. Theon Graufreund wurde durch Jaime Lennister ersetzt und auch Samwell Tarly taucht kurz auf. Jamie, der vorher eindeutig ein Bösewicht war, darf nun auch seine guten Seiten zeigen und im Zusammenspiel mit Brienne eine vielschichtige Persönlichkeit zeigen.

Nachdem das vierte Buch mit einer Schlacht endete, beginnt das fünfte wieder ruhiger. Im Gegensatz zu Band eins und drei gibt es hier aber mehr Action und es werden nicht nur Fäden gesponnen, sondern die Handlung richtig vorangetrieben. Im Norden schließt sich Jon Schnee den Wildlingen an und im Osten kann die Königin der Drachen ihre Macht ausdehnen.

Negativ anzumerken ist, dass man mittlerweile zu viele Namen vorkommen und man leicht den Überblick verlieren kann. Gehört der eine jetzt zu der Fraktion oder zur anderen? Hat er die Seiten gewechselt? Wie in den vorherigen Bänden auch sind hinten die einzelnen Hauptpersonen aufgeführt, dennoch kommt man sehr schnell durcheinander. Da bleibt die Hoffnung, dass bald einige Namen verschwinden werden.

Ansonsten ist das Buch wieder sehr gut geschrieben, spannend bis zum Schluss. Auch dieses Buch bekommt von mir 5 Sterne.

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1.620 Bibliotheken, 32 Leser, 16 Gruppen, 62 Rezensionen

fantasy, westeros, drachen, krieg, das lied von eis und feuer

Die Saat des goldenen Löwen

George R. R. Martin , Andreas Helweg
Flexibler Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.09.2011
ISBN 9783442268214
Genre: Fantasy

Rezension:


Ich denke, über den Aufbau des Buches brauche ich nichts zu schreiben, da sich dieser nicht von den vorherigen Bänden unterscheidet.

Nachdem der dritte Band halbwegs ruhig daherkam, packte Martin in der zweiten Hälfte des zweiten Originalbandes die Actionkeule aus. Tod einer Hauptfigur, Verrat, Schlachten, diesmal ist alles dabei. Und auch mehr Fantasy. Nachdem die ersten drei Bände die Drachen nur erwähnt haben, sind diese nun endlich geschlüpft. Auch die Rolle und Taten von Melisandre kann man eher der Fantasy als dem Mittelalter zuordnen.

Ansonsten ist auch dieser Band wieder hervorragend geschrieben und wieder ungemein spannend. Zwar gibt es auch hier einige fade Stellen, die aber zum Glück relativ kurz sind. Mittlerweile hat man die Hauptfiguren größtenteils liebgewonnen, fiebert mit Arya auf ihrer Flucht mit, bemitleidet Sansa in Königsmund und spinnt mit Tyrion seine Intrigen.

Was soll man zu den Sternen sagen? Natürlich bekommt auch dieser Band 5 Sterne, wobei es eigentlich unsinnig ist, einzelne Bücher dieses Epos zu bewerten. Es müssen ja doch alle Bücher gelesen werden.

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(974)

1.869 Bibliotheken, 63 Leser, 16 Gruppen, 75 Rezensionen

fantasy, westeros, krieg, drachen, das lied von eis und feuer

Der Thron der Sieben Königreiche

George R. R. Martin , Andreas Helweg , Sigrun Zühlke , Thomas Gießl
Flexibler Einband: 574 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.06.2011
ISBN 9783442268221
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Aufbau des Buches ist identisch zu den ersten zwei Bänden. Wieder sind die Kapitel aus der Sicht des Protagonisten geschrieben, diesmal kommt mit Theon Graufreund noch ein weiterer dazu. Der Prolog ist diesmal deutlich länger, allerdings wird dieser für die spätere Geschichte dringend gebraucht, auch wenn erst später im Buch darauf zurückgegriffen wird.

Man merkt, dass im englischen Original der dritte und vierte Band in einem Buch zusammengefasst sind, denn wie schon der erste Band dient auch der dritte eher als Einführung in den folgenden Band. Auch wenn es wieder zu verschiedenen Kämpfen kommt. Es werden die Figuren weiterentwickelt und neue Figuren eingeführt. Einige wachsen einen an Herz, andere möchte man eigenhändig erschlagen. Gerade im Umfeld von König Joffrey gibt es aber einige, bei denen sich die eigene Meinung schnell ändern kann, da man aus ihnen nicht schlau wird. Andere, wie Tyrion, werden mit der Zeit immer sympathischer.

Diesen Band fand ich manchmal etwas langweilig, aber später habe ich gemerkt, dass er dazu da ist, die Figuren in diesem „Games of Thrones“ zu positionieren, für die späteren Bände.

Von mir bekommt er daher, wie die ersten zwei, auch 5 Sterne, da man ihn sicherlich nicht weglassen sollte.

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