Talitha

Talithas Bibliothek

689 Bücher, 550 Rezensionen

Zu Talithas Profil
Filtern nach
689 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Das Goldstein-Haus

Wolf S. Dietrich
Buch
Erschienen bei Prolibris, 21.04.2017
ISBN 9783954751471
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

das neue geheime tagebuch des hendrik groen, hendrik groen, 2017, roman, tanztee

Tanztee

Hendrik Groen , Wibke Kuhn
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492058278
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: 2017   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

67 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

in der liebe ist die hölle los, catalea, hölle, liebe, benne schröder

In der Liebe ist die Hölle los

Benne Schröder
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783736304499
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(26)

85 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

roman, 2.weltkrieg, deutschland, nazis, nationalsozialismus

Die Wohlgesinnten

Jonathan Littell , Hainer Kober
Flexibler Einband: 1.392 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 26.09.2009
ISBN 9783833306280
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Kunst, Schluss zu machen

Anna Stothard , Hans M. Herzog
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.01.2015
ISBN 9783257243079
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

41 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

behnert

Das Haus der schwarzen Schwäne

Jelle Behnert
Flexibler Einband: 491 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.05.2017
ISBN 9783746633145
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

51 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

schuld, anna stothard, berliner museum für naturkunde, hass, tragisches schicksal

Museum der Erinnerung

Anna Stothard , Kathrin Bielfeldt
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes, 26.04.2017
ISBN 9783257300482
Genre: Romane

Rezension:

Die junge Cathy ist frisch verlobt mit Tom. Beide arbeiten im Naturkundemuseum in Berlin. Ausgerechnet am Tag des Jubiläums des Museums bekommt Cathy ein Paket. Ihr ist sofort klar, von wem es stammt. Daniel, ihr gewalttätiger Ex-Freund, vor dem sie vor Jahren aus England geflohen ist, hat sie gefunden. Vergangenheit und Gegenwart, die Cathy mit Hilfe eines Schrankes an Erinnerungsstücken bislang trennen konnte, drohen sich nun  zu begegnen. Cathys Beziehung, Zukunft und bald auch ihr Leben sind in Gefahr...

Das Buch spielt im Naturkundemuseum, inmitten von ausgestopften Tieren, Knochen und Artefakten, die die Handlung so einrahmen wie die Erinnerungsstücke Cathys Leben einrahmen. Vergangenheit und Gegenwart sind geschickt verwoben. Als Leser bekommt man die Informationen nur häppchenweise, was den Spannungsbogen bis zum Schluss extrem hoch hält, ohne dass besondere Action notwendig wäre. 

Die Figuren sind super gezeichnet. Man kann sich in ihre jeweilige Perspektive sehr gut einfinden und die Motive nachvollziehen. 

Der ausgefeilte Erzählstil rundet die ganze Sache dann noch gelungen ab. Das Buch ist angenehm zu lesen. Ich konnte kaum die Finger davon lassen und hätte es am liebsten an einem Stück durchgelesen. Ein richtiger Pageturner, dabei unaufgeregt und philosophisch zugleich. 

Mein Fazit daher: Ein absolut überzeugender Roman, der mir sehr gefallen hat. Er hätte gern noch länger sein können, was wirklich ein Qualitätsmerkmal ist, da ich sonst eher kurze Geschichten bevorzuge. Hier konnte ich einfach nicht genug von dieser Geschichte bekommen. Ein faszinierendes Buch mit Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind. Sehr sehr zu empfehlen!!! 




  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

35 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

boxen, kalifornien, klassiker, armut, gegenwartsliteratur

Fat City

Leonard Gardner , Gregor Hens
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 11.04.2017
ISBN 9783351050399
Genre: Romane

Rezension:

Ende der 1950er Jahre in den USA, Kalifornien: Der Ex-Boxer Billy Tully, 29, geschieden, heruntergekommen im Suff und depressiv, begegnet in einem Fitness Club einem 18-jährigen Box-Naturtalent: Ernie Munger, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird... 

Normalerweise mag ich gerne Bücher über die so genannte "Unterschicht" lesen, aber hier waren mir die Figuren und ihre Leben leider im gesamten Roman über fremd. Dabei gab es genug "Abgründe" und Szenen, in denen es anders hätte sein müssen, z. B. Ernie und seine Freundin oder die Sache mit den Erntehelfern. 

Irgendwie sprang jedoch der Funke bei mir nicht über. 

Dabei war der Erzählstil wirklich sehr angenehm zu lesen, sehr sachlich und prägnant, mit interessanten Dialogen. 

Mein Fazit daher: Ein interessantes Buch, aber irgendwie bin ich damit nicht ganz warm geworden. Am Thema lag es nicht, ich finde Boxen sehr faszinierend, ebenso wie soziale Abgründe. Ich grüble noch weiter, woran es lag, vielleicht lese ich es noch ein zweites Mal und ergänze dann meine Rezension. 

Am besten macht sich jeder mit einer Leseprobe selbst ein Bild. So richtig empfehlen oder abraten kann ich nicht vom Buch. Es bleibt irgendwie seltsam in der Schwebe, halt ein typisches 3 Sterne-Buch: nicht umwerfend, aber auch nicht schlecht. 

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

50 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

humor, krimi, tatjana kruse, mord, spannend

Der Gärtner war's nicht!

Tatjana Kruse
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.04.2017
ISBN 9783458362654
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Konny und Kriemhild sind zwei sehr ungleiche Schwestern über 60. Sie führen eine kleine schlecht gehende Bed & Breakfast-Pension in der Pampa. Das soll sich ändern, als ein Musikproduzent eine Band in dem Haus einquartiert, da er sie dort vor den Medien in Sicherheit wähnt. Doch bald ist einer der Musiker tot...

Der Erzählstil ist gut geschrieben und angenehm zu lesen. Man kommt sofort in die Geschichte rein. Vor allem Konny ist schön schrullig und dabei sympathisch, während ihre Schwester Kriemhild eher verschroben und grantig ist. Zusammen einfach ein witziges Dreamteam.

Die Geschichte ist durchgängig unterhaltsam und amüsant, so dass die Seiten nur so beim Lesen wegfliegen. 

Mein Fazit: Gelungener Auftakt zu einer Serie, von der ich gerne noch weitere Bände lese, sobald sie erschienen sind. Von mir eine Leseempfehlung! 

  (2)
Tags: 2017, humor, krimi   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

polen, hundetrainer, wilhelmshaven, 2017, polnisches heiratsinstitut

Friesenschwindel

Olaf Büttner
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 18.04.2017
ISBN 9783740800444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Reent Reents, 42 Jahre alt, selbsternannter Privatdetektiv in Wilhelmshaven, Hundehasser und verliebt in seine polnische Nachbarin Marietta bekommt einen neuen Fall: Der Imbissbudenmagnat Janßen misstraut seiner polnischen Frau. Reent soll herausfinden, ob sie ihn betrügt. Doch Reent findet etwas ganz anderes heraus, nämlich, dass Marietta offenbar entführt wurde. Da muss der eigentliche Fall erstmal hintenan bleiben. Zusammen mit Mariettas Jack Russell Ricky, mit dem Reent telepathisch verbunden erscheint (die Alternative wäre, dass Reent einen an der Waffel hat ;-) ), ermitteln sie bald gemeinsam. Die Partnervermittlungsagentur Polski Tenderness von Marietta und der Hundetrainer Dose stehen ganz oben auf der Liste...

Der Krimi ist im Ich-Erzähler-Stil gehalten, d. h. man bekommt als Leser die verwinkelten Gedankengänge Reents hautnah mit, was sehr unterhaltsam ist, wenn man auf skurile und schrullige Figuren steht. Mich erinnerte Reents Logik oftmals an Georg Kleins Figuren (Barbar Rosa), was ich super finde, da ich den Autor sehr schätze. 

Auch die norddeutsche Tiefebene ;-) kommt gut zur Geltung, sowie die Stadt Wilhelmhaven. Plattdeutsch gibt es leider nicht, dafür aber schön ungewöhnliche Metaphern, in denen die norddeutschen Eigenheiten und Gegenstände vorkommen, z. B. der Schlickschlitten. ;-)

Die Story an sich ist eher ruhig gehalten, so richtige Action gibt es nur am Schluss. Da hätte ich gerne etwas mehr Spannung gut gefunden. Der Krimi fällt so eher in die Kategorie Rätselkrimi, auch wenn man eher keine Chance hat, auf die Lösung zu kommen.

Mein Fazit: Gelungener, unterhaltsamer Krimi mit schrulligen Figuren und interessantem Thema. Von mir eine Weiterempfehlung!

  (2)
Tags: 2017, krimi, regionalkrimi   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

krimi, kriminalroman, regionalkrimi, mostviertel, killer

Mostschlinge

Helmut Scharner
Flexibler Einband: 373 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.04.2017
ISBN 9783839220467
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im niederösterreichischen Mostviertel, in Waidhofen geht ein Frauenmörder um, der seine Opfer erdrosselt. Das Bundeskriminalamt ermittelt in Gestalt von Kommissar Brandner. Während Juliana Haidinger überlegt, aufgrund der Ereignisse aus dem ersten Band, den ich leider nicht kenne, wegzuziehen, stalkt der seltsame Hans Mayer weiterhin seine Schwester. Auch ein ehemaliger Verurteilter, der vor Jahrzehnten seine Freundin gewürgt hatte, gerät ins Visier der Ermittler. Währenddessen gehen die Morde weiter...

Ich kenne den ersten Band nicht, was ich in diesem Falle schwierig fand, weil es viele Andeutungen und Informationen in diesem Krimi gab, die ich nicht so richtig zuordnen konnte. 

Leider war für mich der Krimi zu detailliert erzählt. Das verlangsamte das Erzähltempo sehr und ich fand es nicht so spannend, wiederkehrende Alltagsbeschreibungen zu lesen, wie etwas eine detaillierte Autofahrt mit genauem Weg mit Abbiegen etc. oder Wäsche waschen oder Yoga. Auch die Sexszenen fand ich etwas befremdlich, da sie aber zum Fall dazu gehörten, brachten sie die Handlung mehr voran als die besagten Alltagsbeschreibungen und waren daher in Ordnung.

Der Erzählstil war sehr angenehm und gut zu lesen. Das Österreichische fiel gar nicht auf, was mich etwas verwunderte. Man kann den Krimi auch als Norddeutsche sehr gut verstehen. Dialekt kam nur sehr selten und verhalten vor. 

Inhaltlich war die erste Hälfte deutlich spannender als die zweite, weil leider erzähltechnisch ein für einen Krimi doch ärgerlicher Patzer eingebaut wird: der Mörder wird zu früh "enttarnt". Da ich gerne miträtsel, war ab dem Zeitpunkt für mich ein großes Maß an Spannung weg und kam auch nicht wieder, obwohl es zum Showdown noch einmal richtig dramatisch wurde.

Mit den Figuren wurde ich auch nicht richtig warm, was aber meiner Meinung nach daran lag, dass ich den ersten Band nicht kannte und die Figuren einfach nicht einschätzen konnte, z. B. Hans Mayer, aber auch Juliana, die neben dem etwas verpeilten Kommissar die Hauptfiguren bildeten.

Mein Fazit: Der Krimi ist in weiten Teilen unterhaltsam, allerdings wie gesagt sehr detailliert. Zum Ende hin gefiel er mir aus den schon besagten Gründen leider nicht mehr so, daher ist er für mich insgesamt 3 Sterne wert. 

Ich empfehle auf jeden Fall, mit dem ersten Band anzufangen, weil dadurch vermutlich viele Probleme, die ich beim Lesen hatten, verhindert werden können. 

  (1)
Tags: 2017, regionalkrimi   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

2017

Roman unserer Kindheit

Georg Klein , Anke Feuchtenberger , Cathrin Günther , any.way
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2011
ISBN 9783499244872
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: 2017   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

32 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

westfalen, krimi, laufente lothar, wuthering heights, dante

Erwin, Mord & Ente

Thomas Krüger
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.10.2013
ISBN 9783453411524
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

30 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

münchen, krimi, jack the ripper, sanktus, 2017

Schlachtsaison

Andreas Schröfl
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 08.02.2017
ISBN 9783839220504
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Alfred Sanktjohanser, genannt Sanktus, hat ein Problem: Die Freundin seiner Schwester Anna wurde vom Münchener Ripper ermordet, der in der Stadt sein Unwesen treibt, ganz nach seinem berühmtem Londoner Vorbild, und Anna bittet den Sanktus darum, den Fall zu übernehmen, während Kathi, die Freundin vom selbigen, schwanger und strikt gegen jede Gefährdung des werdenden Vaters ist. Doch ein Jagdhund kann nicht anders als einer Fährte folgen, und so muss auch der Sanktus wieder ermitteln und bringt dieses Mal nicht nur sich, sondern auch seine neue kleine Familie in höchste Lebensgefahr...

Wie man es von den Sanktus-Krimis kennt, gibt es auch in diesem 3. Band wieder jede Menge Gaudi: witzige und skurile Szenen, Schlagabtäusche und schrullige Figuren, verschiedene Dialekte, Missverständnisse und Slapstick.

Was dieses Mal neu ist, ist der gleichzeitige Horror, den der Ripper im Krimi durch seine brutalen und blutigen Morde verursacht. Mir hat es zwischenzeitlich wirklich extrem gegraust, wenn die Morde beschrieben wurden, sowohl die neuen als auch die des Vorbilds Jack the Ripper. Teilweise war das für mich schon arg an der Schmerzgrenze, so brutal und detailliert beschrieben. Da musste ich das Buch schon einige Male weglegen und durchatmen.

Nichtsdestotrotz ist es wieder ein sehr gelungener Krimi mit den gewohnten und liebgewonnenen Figuren rund um den Sanktus, besonders die schrulligen, die ich sehr mag. 

Nächstes Mal darf es trotzdem wieder etwas weniger brutal zugehen, denn die witzige Seite des Sanktus gefällt mir dann doch einfach zu sehr als dass ich so bibbern und mich ekeln muss mit so fiesen Morden. 

Mein Fazit: Gelungener Münchener Krimi und von mir daher eine volle Leseempfehlung! 

  (9)
Tags: 2017, krimi, münchen, regionalkrimi   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

20 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

krimi, hamburg, mona lisa, kunstraub, kunst

Das gefälschte Lächeln

Kay Jacobs
Flexibler Einband: 313 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 08.03.2017
ISBN 9783839220313
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

1911 wird die Mona Lisa aus dem Louvre gestohlen. Zwei Jahre später taucht sie in Florenz wieder auf. Ein Jahrhundert später, in Hamburg, wird der 73-jährige Industrielle und Kunstliebhaber Mackenbach mit einem Bild erschlagen: eine Kopie der Mona Lisa, gemalt auf Holz. Doch in der Gerichtsmedizin wird eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Es handelt sich angeblich um das Original. Bevor man weiter untersuchen kann, wird das Bild aus dem Keller der Gerichtsmedizin gestohlen... Kriminalhauptkommissar Unger ermittelt nun in zwei Fällen: Mord und Kunstdiebstahl, die irgendwie miteinander verwoben zu sein scheinen...

Das Thema Kunstdiebstahl, gerade von so einem berühmten Gemälde, fand ich sehr spannend zu lesen. Man erfährt neben der Krimihandlung Vieles über die Logiken des Kunstmarktes und die Macken der Kunstsammler und über die Geschichte des Raubes der Mona Lisa von 1911.

Der Krimi ist gut geschrieben und flüssig zu lesen. Das Erzähltempo ist eher gemächlich, was der Spannung aber keinen Abbruch tut, da die Szenen von damals und heute gekonnt miteinander verwoben wurden. Man kann als Leser gut miträtseln und bekommt eine reele Chance, auf die Lösung zu kommen. 

Mir hat der Krimi sehr gut gefallen, daher gibt es von mir eine volle Leseempfehlung! 

  (9)
Tags: 2017, krimi, kunstgeschichte   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

ostfrieslandkrimi, ostfriesland, mord, menschliche abgründe, blindgänger

Blindgänger

Moa Graven
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei cri-ki-Verlag, 01.01.2017
ISBN 9783945372982
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ostfriesland, Dienststelle Aurich: Die Kollegen Jan Krömer und Lisa Berthold haben nicht wirklich viel zu tun, bis eine Vermisstenanzeige eingeht: Der Förster Frerich Hellmers ist verschwunden. Bald wird sein Hund erschlagen gefunden. Neben der Polizei ermittelt noch eine selbsternannte Suchmannschaft aus Bewohnern der Umgebung, um den Förster zu suchen. Und noch eine andere Frau vermisst ihren Mann, gibt es einen Zusammenhang?

Der Krimi ist als Ostfrieslandkrimi gekennzeichnet. Leider besitzt er jedoch keine der wichtigen Attribute eines Regionalkrimis, wie besondere Landschaft, Dialekt, Eigenheiten der Anwohner, Sehenswürdigkeiten, Geschichten/Sagen/Gerüchte oder Geschichtliches. Der Krimi hätte überall spielen können.

Der Erzählstil hat mir leider auch überhaupt nicht gefallen. Die Sätze sind teilweise sehr schwurbelig, Namen und Pronomen werden durcheinander benutzt, so dass man teilweise zweimal lesen muss, um den Sinn zu verstehen. Daneben gibt es gerade an den Satzanfängen Häufungen von "Und", "Daher" und "Denn" und "Doch", die auf einer Seite angesammelt schon sehr auffallen. Normalerweise kann ich über solche kleinen Stilblüten hinwegsehen, hier waren sie aber einfach zu gehäuft. Im Verlauf des Krimis wurde es eher noch schlimmer als besser. Auch die Kommasetzung war eher kreativ.

Was aber für mich am Schlimmsten war, waren die hölzernen, unrealistischen, unlebendig beschriebenen Figuren und Dialoge. Letztere waren selbst für norddeutsche mundfaule Verhältnisse einfach viel zu plump und seltsam abgehackt und brachten die Handlung kaum voran.

Das Motiv des Täters habe ich nicht nachvollziehen können. Die Ermittler waren meiner Meinung nach nicht professionell, ließen sich nur von Vorurteilen (z. B. gegenüber der Bundeswehr) und Küchenpsychologie leiten und waren insgesamt eher lustlos bei der Sache (sie wären am liebsten gar nicht erst tätig geworden im Fall des Vermissten, langweilten sich aber gleichzeitig auf ihrer Dienststelle). 

Alles zusammen war dann doch eher ernüchternd und enttäuschend für einen Krimi. Ein echter Blindgänger, im wahrsten Sinne des Wortes, leider, da ich sonst Ostfrieslandkrimis sehr liebe. Dieser hier hat mir jedoch gar nicht gefallen. 

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

10 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

2017, krimi, krankenhaus, arztkrimi

Wiederbelebung

Christoph Spielberg
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei be.bra verlag, 22.02.2017
ISBN 9783898095464
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dr. Hoffmann, Oberarzt der Inneren der Berliner Humanaklinik steht im Kreuzfeuer der Kritik, nachdem ein verpatzter Auftritt in einer Fernsehsendung falsch im Internet zitiert wird und die Patienten nicht mehr von ihm behandelt werden wollen. Die Geschäftsführerin Beate, gleichzeitig Freundin von Hoffmanns Freundin Celine, gibt ihm den Auftrag, einen Spind voll unbearbeiteter Akten des vor Monaten plötzlich verschwundenen Dr. Ahmed abzuschließen. Beim Sichten des Aktenbergs kommt Dr. Hoffmann bald ein furchtbarer Verdacht: Während der Zeit, in der der palästinensische Arzt in der Klinik war, erhöhten sich die Wiederbelebungen und gleichzeitig die Sterberate besonders unter den jüdischen Patienten auf der Intensivstation rapide. Die Geschäftsführerin ist von Hoffmanns Ermittlungen nicht erfreut. Sie würde die Sache lieber vor Justiz und Presse vertuschen...

Die Geschichte wird in der Ich-Form von der Hauptfigur Dr. Hoffmann erzählt, wodurch man nahe an der Figur und am Geschehen ist und Inneneinsichten in die Denkweise eines Arztes erhält, was bei diesem Krimi wirklich wichtig ist, da er direkt im Krankenhaus-Kosmos spielt. Hoffmanns Zynismus, Kritik, Vorurteile und Scharfsinn werden so in jedem Satz deutlich und sind sehr unterhaltsam zu lesen.

Man merkt, dass der Autor selbst Arzt ist, da Krankheiten, Diagnosen und Behandlungen sehr realistisch erzählt werden, ebenso wie der stressige Krankenhausalltag, von dem der Laie ja ansonsten nichts mitbekommt (und der natürlich ganz anders ist als in Arztserien suggeriert wird ;-) ).Auch wird im Krimi wiederholt leise und teilweise auch heftig und offen Kritik an der Situation der medizinischen Versorgung in Deutschland und der mächtigen Pharmalobby geübt, was ich sehr gelungen finde! 

Der Krimi ist durchgehend spannend und gut zum Miträtseln geeignet. Besonders die Diskrepanzen zwischen Hoffmann und Celine als Privatermittler und dem offiziellen Ermittler, Kommissar Czernowske, sind super beschrieben und witzig zu lesen. 

Mein Fazit daher: Mir hat der Krimi sehr gut gefallen. Er ist wirklich Unterhaltung auf hohem Niveau und gibt interessante Einblicke in den Krankenhausalltag. Daher gibt es von mir meine vollste Leseempfehlung!













  (5)
Tags: 2017, arztkrimi, krankenhaus, krimi   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(16)

21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

eisenhut, gift, darmstadt, 2017, krimi

Nimmergrün

Elinor Bicks
Fester Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 08.02.2017
ISBN 9783839220108
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Odenwald wird die Erweiterung des Hugenotten- und Waldenserpfades durch eine rätselhafte Baumkrankheit gefährdet. Eine Schrift auf der Burgmauer der Veste Otzberg verkündet Unheil nach einem uralten Fluch der Waldenser. Bald sind etliche Kühe und sogar zwei Kinder tot. Die Bevölkerung gerät in Panik. Ist es wirklich eine Folge der seltsamen Krankheit oder treibt ein Irrer sein gefährliches Spiel?

Der Erzählstil ist gut gelungen. Handlung und wissenswerte Informationen verknüpfen sich gekonnt, so dass es nicht langweilig wurde. Es gab sowohl zu den Pflanzen und Giften als auch zu den Waldensern und der Geschichte der Region eine Menge zu erfahren, was ich sehr interessant fand.

Die Figuren waren gut ausgearbeitet und überzeugend in ihren Motivationen. Die Hauptfigur Lore, die mit ihren Pflanzen- und Giftkenntnissen aufwarten kann, fand ich besonders gut. Sie ist eine Art Miss Marple und war mir sofort sympathisch. 

Die Handlung war schön rätselhaft und spannend zugleich, mit vielen Wendungen und Überraschungen. Dass ich die vorigen Bände noch nicht kenne, hat nicht geschadet. Es gibt genug Andeutungen, um alles zu verstehen, ohne dass es zu ausschweifig erklärt würde, so dass man im Nachhinein auch noch die anderen Bände lesen kann, ohne vorher zuviel verraten zu haben.

Mein Fazit: Ein gelungener, atmosphärisch dichter, packender und tiefgründiger Regionalkrimi, wie man sich ihn wünscht! Von mir daher eine klare Weiterempfehlung! 



  (5)
Tags: 2017, gift, krimi, regionalkrimi   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(28)

41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

nordsee, krimi, husum, nordfriesland, küstenkrimi

Küstenfluch

Hendrik Berg
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442485567
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zum Inhalt: Kommissar Theo Krumme hat sich nun ganz von Berlin nach Nordfriesland, zur Kripo Husum versetzen lassen und bekommt bald seinen ersten Fall: Auf einem Haubarg, einem großen Familienhof, in einer Scheune, liegt einer der erwachsenen Söhne von Bauer Jessen, aufgespießt auf eine Egge am Fuß einer Treppe zum Dachboden, in der er seinen Bastelraum hatte. Währenddessen taucht im Wattenmeer ein unheimlich aussehendes Wrack eines Frachters auf, Unwetter zieht über Nordfriesland auf und seltsame Todesfälle geschehen. Die alte Magd der Jessens ist sich sicher, dass das Böse umgeht und auch andere Bewohner fürchten sich offenbar vor einem Schattenmann...

Der Krimi ist der dritte der Reihe um Kommissar Theo Krumme in Nordfriesland, lässt sich aber unabhängig von den Vorgängern gut verstehen, wozu auch ein kleiner Steckbrief zu Krumme auf der Coverinnenseite beiträgt.

Der Erzählstil ist angenehm zu lesen. Man kommt als Leser schnell in die Geschichte hinein. Mit Krumme wurde eine sympathische Hauptfigur geschaffen, aber auch die anderen Figuren sind gut gezeichnet und überzeugend in ihren Motivationen.

Eine Besonderheit dieses Regionalkrimis aus Nordfriesland ist der Aspekt des "Spökenkrams", der Spukgeschichte, des Unheimlichen, das sich durch jeden Band zieht. Hier fand ich das Übersinnliche sehr faszinierend und gruselig, weil so viele schlimme Sachen im Buch geschehen ("Die Leute sterben wie die Fliegen", um mal einen anderen Regionalkrimi zu zitieren. ;-) ).

Mein Fazit: Ich bin wiederum sehr begeistert von dem Krimi. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen, weil es so spannend war und kann daher das Buch, wie auch die ganze Serie, wärmstens weiterempfehlen! 

  (13)
Tags: 2017, krimi, mystery, nordfriesland, regionalkrimi   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(39)

65 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

bahnhof, italien, zug, tagebuch, suche

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

Salvatore Basile
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 13.03.2017
ISBN 9783641195021
Genre: Romane

Rezension:

Der 30-jährige Michel lebt zurückgezogen als Einzelgänger in einer kleinen Bahnstation in Italien, in der er auch angestellt ist. Den Posten hatte er von seinem verstorbenen Vater geerbt. Mit der Außenwelt hat Michel keinen Kontakt mehr, seitdem seine Mutter ihn verlassen hat. Sie stieg einfach in einen der Züge und fuhr davon, als Michel noch ein Kind war. Das hat diesen sehr traumatisiert. Erst die junge, etwas überdrehte Elena scheint ihn aus seiner Lethargie und Isolation befreien zu können. Sie schlägt vor, dass er die Orte, die an der Bahnstrecke nach seiner Mutter absucht, was dieser schließlich auch durchführt. Bald verändert sich alles um Michel: seine Wahrnehmung, seine Erfahrungen und auch die angenommene Wahrheit und Sichtweise über seine Mutter...

Der Roman fängt wundervoll an. Mit einem Zitat aus dem Kleinen Prinzen wird die Laufrichtung des Romans schon vorgezeichnet. Die Handlung wirkt bisweilen ein wenig märchenhaft. Michel lebt wie in einem verwunschenen Schloss, völlig isoliert. Sein Aufbruch ins Ungewisse erinnert an die aventiure der Helden im Mittelalter, die bestimmte Stationen durchlaufen müssen, bis sie an ihrem Ziel angekommen sind. Übertriebener Realismus hatte ich nicht erwartet und so gab es auch einige "Zufälle" und wunderbare, fast magische Begegnungen.

Das letzte Drittel des Buches übertreibt es dann jedoch mit den "Zufällen" und "Wundern", ja, treibt dieses Prinzip gar auf die Spitze. Ab dann wurde es für mich zu viel des Guten. Ich hätte es besser gefunden, wenn das Augenmerk der Geschichte bei Michel und der Suche nach seiner Mutter geblieben wäre und weniger Nebenhandlungen aufgemacht worden wären.

Mein Fazit: Eine wundervolle Idee, die ich zuerst auch sehr bezaubernd fand. Das Buch hatte das Zeug zu einem neuen "Kleinen Prinzen", dann jedoch kippte es leider und es wurde zu arg übertrieben philosophisch und zu viel gewollt. Daher ist meine Meinung zu dem Buch eher zwiespältig und ich gebe insgesamt nur 3 Sterne..

  (18)
Tags: 2017, familiengeschichte, philosophie, roman, schicksal   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(36)

53 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

amrum, krimi, mord, klassenfahrt, nordsee

Backfischalarm

Krischan Koch
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.03.2017
ISBN 9783423216722
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf der Fähre nach Amrum geschieht ein Mord an dem Reeder Bent Blankenhorn. Die 10. Klasse des Theodor-Storm-Gymnasiums, zu der die Zwillinge Tadje und Telje von Polizeiobermeister Thies Detlefsen gehören, sind an Bord und finden die Leiche. Auch die Stammgäste des Imbisses "De Hidde Kist" um Piet Paulsen sind auf dem Weg nach Amrum, um es sich im Wellnesshotel, dem Friesenhof "Pidder Lyng" gutgehen zu lassen. Auf Amrum gehen nun die Ermittlungen los, als die Kripo aus Kiel auftaucht, unter ihnen Kommissarin Nicole Stappenbeck. Aber auch einige Schüler werden bald in den Mordfall verwickelt und geraten in Gefahr...

Der Erzählstil ist durchgängig im Präsens gehalten, was ich etwas schwierig zu lesen fand. Man gewöhnt sich aber mit der Zeit daran, auch wenn das nicht mein Lieblings-Erzählstil werden wird.

Schwieriger fand ich als Einsteiger in eine bereits mehrere Bände laufende Serie die vielen Namen der Figuren und ihre Beziehungen untereinander. Da hätte ich ein Personenverzeichnis mit kurzer Beschreibung zu den Figuren gut gefunden, wie es auch in anderen Krimiserien zum Einsatz kommt. Das hätte viele Beschreibungen und Erklärungen im Text erspart, wodurch der Erzählfluss immer wieder unterbrochen und das Erzähltempo stark gedrosselt wurde.

Der Krimi geht recht lustig los, man darf ihn jedoch nicht unterschätzen. Besonders die zweite Hälfte ist eher brutal und dramatisch als lustig und das fand ich etwas irritierend, weil ich einen humorvollen Krimi erwartet hatte (was auch das Cover und die Buchbeschreibungen suggerieren). 

Man kann beim Lesen gut Miträtseln und durch Kombinieren auch auf die Lösung kommen, das fand ich gut gelungen. 

Mein Fazit: Leider konnte mich der Krimi nicht vollständig überzeugen. Ich habe aber das Gefühl, dass das u. a. daran liegt, dass ich so spät in die Serie eingestiegen bin. Trotz der Erläuterungen im Text fehlt mir sehr viel an Vorwissen. Mit den Figuren konnte ich auch nicht richtig warmwerden. Auch war mir der Krimi zum Schluss doch etwas zu unnötig heftig, weil ich eher einen witzigen Krimi erwartet hatte. Daher von mir nur 3 Sterne.




  (4)
Tags: 2017, nordfriesland, regionalkrimi   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(13)

25 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

amsterdam, niederlande, marrokkaner, syrer, identitätssuche

Das Büro der einsamen Toten

Britta Bolt , Heike Schlatterer , Kathleen Mallett
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.08.2016
ISBN 9783453438385
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Pieter Posthumus ist Mitarbeiter im Bestattungsteam Amsterdam, das sich um anonyme Tote und ihre Bestattungen kümmert. Während die Kollegen die Fälle nur kurz bearbeiten, interessiert sich Pieter für den ganzen Menschen, wie er gelebt hat, woher er stammte, was ihn ausmachte, woran er gestorben ist. 

So wundert es nicht, dass er bald über einen Mord stolpert, den die Polizei als Unfall ausgelegt und abgelegt hatte: Ein junger Marokkaner, ertrunken in einer Gracht, angeblich alkoholisiert, aber tief gläubig, was sich ausschließt. Währenddessen ermittelt ein Team vom niederländischen Geheimdienst gegen eine verdächtige Gruppe von Islamisten, die angeblich einen Anschlag planen...

Der Krimi hat mich positiv überrascht, was den Inhalt, aber auch den Erzählstil angeht. Man kommt als Leser sofort im Krimi an und wird von der faszinierenden Stadt Amsterdam und seinen Bewohnern aufgesogen. Der Erzählstil ist sehr gelungen, einfach zu lesen, dabei aber trotzdem sehr tiefgründig für einen Krimi.

Mit Pieter Posthumus wurde eine sehr sympathische Hauptfigur erschaffen, der man gerne in seinen Alltag und zur Arbeit folgt. 

Insgesamt ist der Krimi eher von der ruhigen Sorte, zum Miträtseln und Kombinieren, ohne dabei langweilig zu werden. Die Verwicklungen der Figuren und die Zusammenhänge, die wie bei einem Puzzle erst nach und nach klar werden, sind spannend genug, so dass es gar keine übertriebene Action benötigt.

Mein Fazit: Ich bin rundum begeistert von dem Krimi. Der Auftakt zu einer interessanten Krimiserie ist gemacht (und soviel kann ich schon spoilern: ich habe die beiden Folgebände auch gelesen und die sind ebenso gut wie der erste Band, was an sich schon erstaunlich ist). Von mir gibt es daher eine volle Leseempfehlung!

  (4)
Tags: 2017, amsterdam, krimi, regionalkrimi, terrorismus   (5)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

2017, krimi, regionalkrimi, amsterdam

Das Haus der verlorenen Seelen

Britta Bolt , Heike Schlatterer
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.07.2017
ISBN 9783453422063
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Pieter Posthumus vom Bestattungsteam Amsterdam ermittelt in seinem zweiten Fall, diesmal im Rotlichtmilieu. Die alte Marloes wird beschuldigt, einen ihrer Schützlinge, Zig, ehemaliger Anwerber für Prostituierte, umgebracht zu haben. Die Anwältin von Marloes erweist sich als völlig unfähig und so bittet Anna, die Wirtin vom Dolle Hond, ihren Freund und Stammgast Pieter um Hilfe...

Der Erzählstil ist wiederum auf hohem Niveau. Amsterdam als Schauplatz ist einfach wundervoll zu lesen, man sieht die Stadt direkt vor sich mit seinen Bewohnern und Touristen. Auch das verruchte Rotlichtviertel wird genauer beschrieben. 

Pieter Posthumus ist wieder in Hochform. Man lernt ihn noch besser kennen als im ersten Band. 

Dieser Fall hat es wirklich in sich, er ist noch rätselhafter und verzwickter als der erste, was ich sehr gelungen fand. 

Mein Fazit: Sehr gelungener Krimi und daher von mir eine Weiterempfehlung!

  (9)
Tags: 2017, amsterdam, krimi, regionalkrimi   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(23)

38 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

tod, krebs, liebe, drogen, journalismus

Nina & Tom

Tom Kummer
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 17.03.2017
ISBN 9783351050351
Genre: Romane

Rezension:

Der Ich-Erzähler beschreibt seinen Alltag mit seiner todkranken Frau Nina, während er einen Bogen schlägt zum Beginn ihrer Beziehung, ihrer Liebe, ihrer sexuellen Ausschweifungen, der Drogen und beruflichen Erfolge. 

Nina ist die Muse des Künstlers, gleichzeitig eine unangepasste, wilde, lebenshungrige, doch auch psychisch schwierige und drogenabhängige Persönlichkeit. Ihren Todeskampf fand ich sehr krass und schonungslos erzählt, was mir aber an dem Buch noch am Besten gefallen hat, weil es so realistisch, so wahr ist.

Ein Teil des Buches ist leider eher eine Selbstinszenierung des Autors und hat mich nicht so wirklich interessiert, z. B. seine Jobs und beruflichen Erfolge. 

Die detaillierten Sexszenen fand ich in Ordnung, allerdings fehlt mir daneben eine Innensicht der Figuren. Alles bleibt an der Oberfläche und körperlich, nicht nur in sexueller Hinsicht. Wenn Nina Alpträume hat, dann schreibt der Ich-Erzähler, dass es ihn nicht interessiert, weil er nicht in den Träumen vorkommt. Wenn sie weint, meint er, dass sie eine Art Seelenhygiene betreibe, ohne dass er mal nach den Hintergründen fragt. Für ihn ist Nina immer die Starke und Unabhängige, obwohl in den wenigen Sätzen, in denen sie mal selbst zu Wort kommt, schnell klar wird, dass das eben nicht alles ist.

Mein Fazit: Ein sehr schonungsloses Buch, vor allem, was das Sterben angeht und in der Hinsicht wirklich gelungen. Der Rest ist für mich nicht so interessant zu lesen gewesen, Selbstdarstellung eines Künstlers, das erinnert mich zu sehr an Rainald Goetz.

  (16)
Tags: 2017, biografie, krebs, schicksal   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(18)

25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

amsterdam, krimi, kongress, originell, britta bolt

Der Tote im fremden Mantel

Britta Bolt
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH, 17.02.2017
ISBN 9783455814224
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Pieter Posthumus hat einen neuen Fall als privater Ermittler. Er arbeitet eigentlich für das so genannte "Büro der einsamen Toten", dem Bestattungsteam von Amsterdam, das Verwandte von anonym Verstorbenen ausfindig machen und die Beerdigung planen muss. 
Doch nur den Fall abzuwickeln, wie es seine Kollegen machen, reicht Pieter nicht. So wundert er sich als Einziger, warum ein toter Junkie einen feinen und teuren Kamelhaarmantel trägt und kommt tatsächlich einer Verbindung zum Mord an einem Teilnehmer der in Amsterdam stattfindenden Umweltkonferenz auf der Spur.

Dieses Mal ist auch der Kommissar De Boer für Pieters private Ermittlungen erstaunlich aufgeschlossen, so dass beide fast Hand in Hand ermitteln, eine sehr faszinierende und unerwartete Entwicklung in der Serie...

Der Krimi ist sehr spannend, dieses Mal auch sehr dramatisch und actionreich. Pieter begibt sich in Lebensgefahr, auch eine völlig neue Situation für den eher an ein ruhiges Puzzlespiel gewohnten Leser der Reihe.

Ich finde es super, dass die Reihe mich immer wieder überraschen kann und nicht in einem festen Schema bleibt. So gibt es immer Neues zu entdecken, was die Serie wirklich sehr lesenswert macht.

Mein Fazit: Mir hat der Krimi sehr gut gefallen und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band. Von mir gibt es eine vollste Leseempfehlung! 

  (9)
Tags: 2017, amsterdam, krimi, regionalkrimi   (4)
 
689 Ergebnisse