Talitha

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41 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

samuel beckett, paris, missbrauch, james joyce, emotional

Die Tänzerin von Paris

Annabel Abbs , Ulrike Seeberger
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.07.2017
ISBN 9783746633169
Genre: Romane

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32 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

mecklenburg, dorfidylle, krimi, dorffest, landfrauen

Mordsacker

Cathrin Moeller
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.07.2017
ISBN 9783956496813
Genre: Romane

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Tags:  
 

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28 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

köln, zahnärztin, krimi, spritzenphobie, zahnschmerzen

Auch Killer haben Karies

Isabella Archan
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 23.03.2017
ISBN 9783740800369
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: 2017, krimi, zahnärztin   (3)
 

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107 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 31 Rezensionen

island, vergewaltigung, krieg, deutschland, 2. weltkrieg

Eine Frau bei 1000°

Hallgrimur Helgason , Karl-Ludwig Wetzig
Fester Einband: 530 Seiten
Erschienen bei Tropen, 01.01.2012
ISBN 9783608501124
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: 2017, schicksal   (2)
 

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102 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

judenverfolgung, frankfurt, england, jüdin, oper

Solange die Hoffnung uns gehört

Linda Winterberg
Flexibler Einband: 471 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 14.06.2017
ISBN 9783746632896
Genre: Romane

Rezension:

Zum Inhalt: Als 1933 die Nazis an die Macht kommen, ahnt die jüdische Opernsängerin Anni noch nicht, was das für sie und ihre Tochter Ruth für Konsequenzen haben wird. Erst nach und nach dämmert ihr, in welcher Gefahr sie sich befinden und wie schwierig es ist, auszuwandern, vor allem, da sie als Alleinerziehende wenig Geld hat und keine Verwandten im Ausland, zu denen sie könnte. Schweren Herzens schafft sie ihre Tochter mit Hilfe der Kinderverschickung nach England, während sie weiter Tag für Tag im dritten Reich mit wachsenden Schikanen leben muss, bis schließlich die jüdische Bevölkerung durch die Straßen zu den Zügen getrieben wird...

Der Roman ist sehr mitreißend geschrieben. Ich war sofort in der Geschichte drin und habe mit Anni und Ruth mitgefiebert. Die Geschichte ist sehr dramatisch und emotional, was bei dem Thema kein Wunder ist. Die Zeit nach 1933 wird sehr treffend dargestellt, zuerst die Hoffnungen, dass der Wahnsinn bald ein Ende habe, dann die Erkenntnis, in welcher Gefahr sich die Menschen befanden, dann die Panik, das Land noch verlassen zu dürfen, die Angst vor der Entdeckung und dem Mord im KZ, von dem zumindest Gerüchte die Runde machten! Sehr erschreckend zu lesen und doch so ein wichtiges Thema, was hier gut verpackt erzählt wird! 

Mit Anni und Ruth, sowie einem guten Freund der Familie, sind sehr überzeugende und sympathische Charaktere geschaffen worden, denen man gerne durch das Buch folgt, auch wenn man ahnt, was passieren könnte, wenn man etwas geschichtliches Wissen hat.

Mein Fazit: Ein sehr gelungenes Buch, eine überzeugende Familiengeschichte und gleichzeitig ein Zeugnis von der wohl schlimmsten Zeit der deutschen Geschichte. Von mir gibt es eine volle Leseempfehlung! 

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Tags: 2017, familiengeschichte, nazi-terror, schicksal   (4)
 

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198 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 51 Rezensionen

italien, toskana, liebe, florenz, jenna evans welch

Love & Gelato

Jenna Evans Welch , Henriette Zeltner
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670913
Genre: Romane

Rezension:

Die 16-jährige Amerikanerin Lina verliert ihre Mutter an Krebs. Erst nach ihrem Tod lernt sie ihren Vater Howard kennen, der einen amerikanisches Kriegsgräberfeld in Italien, Nähe Florenz. Sie reist in den Sommerferien hin, mit der festen Absicht, danach wieder in die USA zurückzukehren. Eine Mitarbeiterin von Howard gibt ihr ein Tagebuch ihrer Mutter aus der Zeit vor Linas Geburt, als die Mutter als Kunststudentin in Florenz war. Bald ist Lina einem Familiengeheimnis auf der Spur...

Die Geschichte ist aus Linas Sicht geschrieben, was ich sehr gelungen fand, da man so der Hauptfigur als Leserin sehr nahe kommt. 

Die Beschreibungen von Italien, vor allem von Florenz fand ich sehr schön. Ich war schon einmal in der Stadt und hatte sogleich wieder Bilder im Kopf von den Örtlichkeiten.

Die Story ist realistisch, nachvollziehbar und logisch (auch ganz wichtig für ein gelungenes Buch, finde ich). Die Zusammenhänge der Geschichte, die Verwicklungen, die Tagebucheinträge und die Auflösung sind schön verzwickt und überraschend. 

Nach dem Lesen der Geschichte muss ich auch noch erwähnen, dass Cover und Titel des Buches eher zu "leicht" und "oberflächlich" für den Roman ist. 

Es ist definitiv KEINE hirnlose ChickLit oder 0815-Teenie-Schmonzette, sondern ein tiefgründiger, emotional nachvollziehbarer, gut geschriebener Entwicklungsroman!

Daher gibt es von mir 5 Sterne und eine Weiterempfehlung!

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Tags: 2017, jugendroman   (2)
 

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265 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 86 Rezensionen

liebe, ruth hogan, freundschaft, verlorene dinge, down-syndrom

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge

Ruth Hogan , Marion Balkenhol
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 19.05.2017
ISBN 9783471351475
Genre: Romane

Rezension:

Die Asche eines Verstorbenen reist in einer Keksdose per Zug von London nach Brighton. Mr. Peardews, Schriftsteller und Sammler aller möglichen Sachen, findet sie und nimmt sie mit in seine traumhafte, fast märchenhaft anmutende Villa Padua. Sein Alter und Gebrechlichkeit geben ihm nicht mehr die Möglichkeit, selbst nach den Besitzern der vielen Sachen zu suchen, die er im Laufe eines Lebens angesammelt hatte und über die er jeweils eine Kurzgeschichte geschrieben hatte (die im Buch zwischen den Kapiteln abgedruckt sind). Daher beauftragt er seine Haushälterin und Alleinerbin Laura damit. Diese zieht nach seinem Tod in das Haus ein, in dem es auch noch zu spuken scheint. Bald helfen Laura bei ihrer Aufgabe die junge Sunshine mit Down Syndrom und der Gärtner Freddy...

Wenn man das Buch liest, schaltet man am besten zuerst einmal seinen Realitätssinn ab, denn dieses Buch ist eher in Richtung Märchen zu lesen. Die Ereignisse, die passieren, fügen sich ziemlich gut ineinander und lösen sich am Ende alle auf. Teilweise sind die Auflösungen für meinen Geschmack auch etwas zu zufällig und gleiten ins Kitschige ab.

Die Figuren fand ich teilweise etwas stereotyp geraten, vor allem die in den Kurzgeschichten, die die eigentliche Handlung unterbrechen und somit das Erzähltempo sehr drosseln. Der Sinn der Kurzgeschichten wird erst im Laufe des Romans deutlich, vorher musste ich mich da schon etwas durchbeißen bzw. habe ich sie eher überflogen.

Richtige Kritik muss ich lediglich am Erzählstil üben: Manche Szenen sind einfach nur nacherzählt oder zusammengefasst, auch welche, die ich für die Handlung als wichtig erachte. Das fand ich sehr schade und auch ärgerlich, weil man so als Leser gelangweilt und hingehalten wurde. Ich mag lieber die direkten Szenen, da sie wesentlich lebendiger und interessanter zu lesen sind. 

Mein Fazit insgesamt fällt positiv aus. Mit der richtigen Erwartungshaltung, einen eher märchenhaften, allegorischen Roman zu lesen, der auch bisweilen etwas mit Kitsch und Zufällen spielt, macht das Buch viel Freude und bringt unterhaltsame Lesestunden ein. 

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Tags: 2017   (1)
 

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

göttingen, krimi, regionalkrimi, serie, regional

Das Goldstein-Haus

Wolf S. Dietrich
Buch
Erschienen bei Prolibris, 21.04.2017
ISBN 9783954751471
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Göttingen, Gegenwart: Der wegen einer Krankheit im Rollstuhl sitzende Rudloff wird ausgeraubt. Der Täter nimmt neben dem Erbschmuck seiner Frau auch einen Gegenstand aus einem Kästchen mit, was Rudloff sehr aufregt. Er engagiert sogar einen Detektiv dafür, der sich auf die Spur des Täters setzt, der verzweifelt versucht, den Schmuck zu verticken. Währenddessen recherchiert die Journalistin Anna in einem alten Mordfall, der damals in Göttingen "Big Ben" genannt wurde, da die Frau aus England stammte. Der Mörder wurde nie gefunden...

Der Krimi ist gut geschrieben, unterhaltsam zu lesen und super zum Miträtseln geeignet. Man kann den verschiedenen Erzählsträngen gut folgen, auch denen, die in der Vergangenheit liegen und schließlich die Erklärungen für die Taten der Gegenwart liefern. 

Spannend bleibt der Krimi trotz des gewissen Informationsvorsprungs des Lesers vor der Journalistin und den Ermittlern bis zum Finale! 

Göttingen wird gut und anschaulich dargestellt, ebenso wie seine jüngere Geschichte bis in die Nazizeit hinein. Für mich ist das ein wichtiger Aspekt bei einem Regionalkrimi, damit die Stadt nicht nur Schauplatz ist, sondern richtig lebendig wird. Hier ist das wie gesagt gut gelungen!

Mein Fazit daher: Ein toller Krimi über Göttingen, seine Einwohner und die jüngere Geschichte, spannend und schön rätselhaft verwoben zu einem interessanten Fall! Meine vollste Empfehlung!

  (13)
Tags: 2017, göttingen, krimi, regionalkrimi   (4)
 

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54 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

amsterdam, hendrik groen, 2017, rentner, roman

Tanztee

Hendrik Groen , Wibke Kuhn
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492058278
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: 2017   (1)
 

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164 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

teufel, hölle, liebe, benne schröder, in der liebe ist die hölle los

In der Liebe ist die Hölle los

Benne Schröder
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783736304499
Genre: Fantasy

Rezension:

Die junge Catalea Morgenstern fängt in der Firma ihres Vaters an. Das wäre nun nicht wirklich erwähnenswert, wenn der Vater nicht ausgerechnet der Teufel wäre und es sich bei der Firma um eine Institution handelt, in der die Angestellten, die Todeshändler, die verlorenen Seelen der Sünder in die Hölle führen. Catalea hasst ihren Job, macht ihn aber zähneknirschend, bis sie zu einem Fall gerufen wird, einen Toten abzuholen, der jedoch noch gar nicht tot ist, aber in Gegenwart Cataleas stirbt und sie des Mordes verdächtigt wird. Nun ist sie, zusammen mit dem Totenanwalt Timur, den ihr Vater für sie engagiert hat, auf der Flucht. Während es zwischen Catalea und Timur ordentlich knistert, versuchen sie herauszufinden, wer der wahre Mörder ist...

Das Buch ist ein witziger, wendungsreicher und teilweise schön skuriler Unterhaltungs- und Liebesroman mit einem Schuss Krimi darin. 

Besonders die Thematik, Himmel/Hölle, Teufel und Sterben in die Moderne zu übertragen, fand ich super gelungen und kreativ  (z. B. gibt es immer wieder Auszüge aus einem "Ratgeber für die Toten", den die Verstorbenen bekommen, wenn sie die Hölle erreichen, alles im juristischen Ratgeberton gehalten. Fand ich sehr witzig). 

Catalea war mir sympathisch, das ist mir wichtig in solchen Büchern. Die dazu gehörige Liebesgeschichte fand ich stimmig und nicht zu übertrieben. Die Gestalt des Teufels war herrlich skuril, wie sie sein sollte. gg 

Mein Fazit: Absolut gelungen. Mir hat das Buch sehr gefallen, habe mich sehr amüsiert und gut unterhalten und würde sehr gerne mehr von Catalea und ihrer bizarren Familie lesen. Meine Weiterempfehlung! 

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Tags: 2017, liebesgeschichte, teufel   (3)
 

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84 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

roman, 2.weltkrieg, deutschland, nazis, nationalsozialismus

Die Wohlgesinnten

Jonathan Littell , Hainer Kober
Flexibler Einband: 1.392 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag Taschenbuch, 26.09.2009
ISBN 9783833306280
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Die Kunst, Schluss zu machen

Anna Stothard , Hans M. Herzog
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.01.2015
ISBN 9783257243079
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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61 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

historischer roman, mädchenreich, tondern, krieg in pommern, waisenhaus

Das Haus der schwarzen Schwäne

Jelle Behnert
Flexibler Einband: 491 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 17.05.2017
ISBN 9783746633145
Genre: Historische Romane

Rezension:

1693, auf einer kleinen dänischen Insel: Falka sammelt Wattwürmer im Wattenmeer. Ihre Familie ist so arm dass sie die Würmer essen. Als Falkas Liebster bei einem Schiffsunglück stirbt und sie in ihrem Aberglauben so genannte Angstmänner am Strand baut, die bewirken sollen, dass das Meer die Toten wieder herausrückt, wird sie von der Insel verbannt. Sie findet Arbeit in Tondern, muss unter miesesten Bedingungen mit anderen Leidensgenossinnen die berühmte Tondernspitze klöppeln. Als ihre Freundinnen kollektiv Selbstmord begehen, beschließt Falka, nur noch wunderschöne schwarze Trauerschleier zu klöppeln. Während der weibliche Teil der Bevölkerung begeistert ist, wird Falka bald von ihrem Ehemann, von der  Kirche und Spitzenindustrie verstoßen und verfolgt...

Die Handlung ist teilweise sehr grausam, brutal und tragisch, so wie ich es für einen Roman, der im sozial schwachen Milieu im Dänemark des 17. Jahrhunderts spielt, erwartet hatte.

Wer hier eine seichte Liebesgeschichte oder Familiengeschichte erwartet, mit starken Frauen und glücklichen Wendungen, der wird wohl eher enttäuscht werden. 

Auf den Roman muss man sich wirklich erst einmal einlassen. Er zeigt ungeschönt die heute oftmals verklärte harte Zeit der frühen Neuzeit und die schreckliche ohnmächtige Stellung der Frauen, gerade in den niederen Schichten. 

Mir hat das Buch gut gefallen und ich kann es unter den obigen beschriebenen Aspekten definitiv weiterempfehlen!

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Tags: 2017, historischer roman   (2)
 

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60 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

häusliche gewalt, schuld, berlin, naturkundemuseum, erinnerungen

Museum der Erinnerung

Anna Stothard , Kathrin Bielfeldt
Flexibler Einband
Erschienen bei Diogenes, 26.04.2017
ISBN 9783257300482
Genre: Romane

Rezension:

Die junge Cathy ist frisch verlobt mit Tom. Beide arbeiten im Naturkundemuseum in Berlin. Ausgerechnet am Tag des Jubiläums des Museums bekommt Cathy ein Paket. Ihr ist sofort klar, von wem es stammt. Daniel, ihr gewalttätiger Ex-Freund, vor dem sie vor Jahren aus England geflohen ist, hat sie gefunden. Vergangenheit und Gegenwart, die Cathy mit Hilfe eines Schrankes an Erinnerungsstücken bislang trennen konnte, drohen sich nun  zu begegnen. Cathys Beziehung, Zukunft und bald auch ihr Leben sind in Gefahr...

Das Buch spielt im Naturkundemuseum, inmitten von ausgestopften Tieren, Knochen und Artefakten, die die Handlung so einrahmen wie die Erinnerungsstücke Cathys Leben einrahmen. Vergangenheit und Gegenwart sind geschickt verwoben. Als Leser bekommt man die Informationen nur häppchenweise, was den Spannungsbogen bis zum Schluss extrem hoch hält, ohne dass besondere Action notwendig wäre. 

Die Figuren sind super gezeichnet. Man kann sich in ihre jeweilige Perspektive sehr gut einfinden und die Motive nachvollziehen. 

Der ausgefeilte Erzählstil rundet die ganze Sache dann noch gelungen ab. Das Buch ist angenehm zu lesen. Ich konnte kaum die Finger davon lassen und hätte es am liebsten an einem Stück durchgelesen. Ein richtiger Pageturner, dabei unaufgeregt und philosophisch zugleich. 

Mein Fazit daher: Ein absolut überzeugender Roman, der mir sehr gefallen hat. Er hätte gern noch länger sein können, was wirklich ein Qualitätsmerkmal ist, da ich sonst eher kurze Geschichten bevorzuge. Hier konnte ich einfach nicht genug von dieser Geschichte bekommen. Ein faszinierendes Buch mit Figuren, die mir ans Herz gewachsen sind. Sehr sehr zu empfehlen!!! 




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43 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

boxen, working class, kalifornien, usa, armut

Fat City

Leonard Gardner , Gregor Hens
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 11.04.2017
ISBN 9783351050399
Genre: Romane

Rezension:

Ende der 1950er Jahre in den USA, Kalifornien: Der Ex-Boxer Billy Tully, 29, geschieden, heruntergekommen im Suff und depressiv, begegnet in einem Fitness Club einem 18-jährigen Box-Naturtalent: Ernie Munger, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird... 

Normalerweise mag ich gerne Bücher über die so genannte "Unterschicht" lesen, aber hier waren mir die Figuren und ihre Leben leider im gesamten Roman über fremd. Dabei gab es genug "Abgründe" und Szenen, in denen es anders hätte sein müssen, z. B. Ernie und seine Freundin oder die Sache mit den Erntehelfern. 

Irgendwie sprang jedoch der Funke bei mir nicht über. 

Dabei war der Erzählstil wirklich sehr angenehm zu lesen, sehr sachlich und prägnant, mit interessanten Dialogen. 

Mein Fazit daher: Ein interessantes Buch, aber irgendwie bin ich damit nicht ganz warm geworden. Am Thema lag es nicht, ich finde Boxen sehr faszinierend, ebenso wie soziale Abgründe. Ich grüble noch weiter, woran es lag, vielleicht lese ich es noch ein zweites Mal und ergänze dann meine Rezension. 

Am besten macht sich jeder mit einer Leseprobe selbst ein Bild. So richtig empfehlen oder abraten kann ich nicht vom Buch. Es bleibt irgendwie seltsam in der Schwebe, halt ein typisches 3 Sterne-Buch: nicht umwerfend, aber auch nicht schlecht. 

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71 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

humor, krimi, tatjana kruse, mord, pension

Der Gärtner war's nicht!

Tatjana Kruse
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 10.04.2017
ISBN 9783458362654
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Konny und Kriemhild sind zwei sehr ungleiche Schwestern über 60. Sie führen eine kleine schlecht gehende Bed & Breakfast-Pension in der Pampa. Das soll sich ändern, als ein Musikproduzent eine Band in dem Haus einquartiert, da er sie dort vor den Medien in Sicherheit wähnt. Doch bald ist einer der Musiker tot...

Der Erzählstil ist gut geschrieben und angenehm zu lesen. Man kommt sofort in die Geschichte rein. Vor allem Konny ist schön schrullig und dabei sympathisch, während ihre Schwester Kriemhild eher verschroben und grantig ist. Zusammen einfach ein witziges Dreamteam.

Die Geschichte ist durchgängig unterhaltsam und amüsant, so dass die Seiten nur so beim Lesen wegfliegen. 

Mein Fazit: Gelungener Auftakt zu einer Serie, von der ich gerne noch weitere Bände lese, sobald sie erschienen sind. Von mir eine Leseempfehlung! 

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Tags: 2017, humor, krimi   (3)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

polen, hundetrainer, wilhelmshaven, 2017, polnisches heiratsinstitut

Friesenschwindel

Olaf Büttner
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 18.04.2017
ISBN 9783740800444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Reent Reents, 42 Jahre alt, selbsternannter Privatdetektiv in Wilhelmshaven, Hundehasser und verliebt in seine polnische Nachbarin Marietta bekommt einen neuen Fall: Der Imbissbudenmagnat Janßen misstraut seiner polnischen Frau. Reent soll herausfinden, ob sie ihn betrügt. Doch Reent findet etwas ganz anderes heraus, nämlich, dass Marietta offenbar entführt wurde. Da muss der eigentliche Fall erstmal hintenan bleiben. Zusammen mit Mariettas Jack Russell Ricky, mit dem Reent telepathisch verbunden erscheint (die Alternative wäre, dass Reent einen an der Waffel hat ;-) ), ermitteln sie bald gemeinsam. Die Partnervermittlungsagentur Polski Tenderness von Marietta und der Hundetrainer Dose stehen ganz oben auf der Liste...

Der Krimi ist im Ich-Erzähler-Stil gehalten, d. h. man bekommt als Leser die verwinkelten Gedankengänge Reents hautnah mit, was sehr unterhaltsam ist, wenn man auf skurile und schrullige Figuren steht. Mich erinnerte Reents Logik oftmals an Georg Kleins Figuren (Barbar Rosa), was ich super finde, da ich den Autor sehr schätze. 

Auch die norddeutsche Tiefebene ;-) kommt gut zur Geltung, sowie die Stadt Wilhelmhaven. Plattdeutsch gibt es leider nicht, dafür aber schön ungewöhnliche Metaphern, in denen die norddeutschen Eigenheiten und Gegenstände vorkommen, z. B. der Schlickschlitten. ;-)

Die Story an sich ist eher ruhig gehalten, so richtige Action gibt es nur am Schluss. Da hätte ich gerne etwas mehr Spannung gut gefunden. Der Krimi fällt so eher in die Kategorie Rätselkrimi, auch wenn man eher keine Chance hat, auf die Lösung zu kommen.

Mein Fazit: Gelungener, unterhaltsamer Krimi mit schrulligen Figuren und interessantem Thema. Von mir eine Weiterempfehlung!

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Tags: 2017, krimi, regionalkrimi   (3)
 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

krimi, kriminalroman, regionalkrimi, mostviertel, killer

Mostschlinge

Helmut Scharner
Flexibler Einband: 373 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 05.04.2017
ISBN 9783839220467
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im niederösterreichischen Mostviertel, in Waidhofen geht ein Frauenmörder um, der seine Opfer erdrosselt. Das Bundeskriminalamt ermittelt in Gestalt von Kommissar Brandner. Während Juliana Haidinger überlegt, aufgrund der Ereignisse aus dem ersten Band, den ich leider nicht kenne, wegzuziehen, stalkt der seltsame Hans Mayer weiterhin seine Schwester. Auch ein ehemaliger Verurteilter, der vor Jahrzehnten seine Freundin gewürgt hatte, gerät ins Visier der Ermittler. Währenddessen gehen die Morde weiter...

Ich kenne den ersten Band nicht, was ich in diesem Falle schwierig fand, weil es viele Andeutungen und Informationen in diesem Krimi gab, die ich nicht so richtig zuordnen konnte. 

Leider war für mich der Krimi zu detailliert erzählt. Das verlangsamte das Erzähltempo sehr und ich fand es nicht so spannend, wiederkehrende Alltagsbeschreibungen zu lesen, wie etwas eine detaillierte Autofahrt mit genauem Weg mit Abbiegen etc. oder Wäsche waschen oder Yoga. Auch die Sexszenen fand ich etwas befremdlich, da sie aber zum Fall dazu gehörten, brachten sie die Handlung mehr voran als die besagten Alltagsbeschreibungen und waren daher in Ordnung.

Der Erzählstil war sehr angenehm und gut zu lesen. Das Österreichische fiel gar nicht auf, was mich etwas verwunderte. Man kann den Krimi auch als Norddeutsche sehr gut verstehen. Dialekt kam nur sehr selten und verhalten vor. 

Inhaltlich war die erste Hälfte deutlich spannender als die zweite, weil leider erzähltechnisch ein für einen Krimi doch ärgerlicher Patzer eingebaut wird: der Mörder wird zu früh "enttarnt". Da ich gerne miträtsel, war ab dem Zeitpunkt für mich ein großes Maß an Spannung weg und kam auch nicht wieder, obwohl es zum Showdown noch einmal richtig dramatisch wurde.

Mit den Figuren wurde ich auch nicht richtig warm, was aber meiner Meinung nach daran lag, dass ich den ersten Band nicht kannte und die Figuren einfach nicht einschätzen konnte, z. B. Hans Mayer, aber auch Juliana, die neben dem etwas verpeilten Kommissar die Hauptfiguren bildeten.

Mein Fazit: Der Krimi ist in weiten Teilen unterhaltsam, allerdings wie gesagt sehr detailliert. Zum Ende hin gefiel er mir aus den schon besagten Gründen leider nicht mehr so, daher ist er für mich insgesamt 3 Sterne wert. 

Ich empfehle auf jeden Fall, mit dem ersten Band anzufangen, weil dadurch vermutlich viele Probleme, die ich beim Lesen hatten, verhindert werden können. 

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Tags: 2017, regionalkrimi   (2)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

2017

Roman unserer Kindheit

Georg Klein , Anke Feuchtenberger , Cathrin Günther , any.way
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.08.2011
ISBN 9783499244872
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: 2017   (1)
 

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34 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

westfalen, krimi, laufente lothar, wuthering heights, dante

Erwin, Mord & Ente

Thomas Krüger
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.10.2013
ISBN 9783453411524
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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30 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

münchen, krimi, jack the ripper, sanktus, 2017

Schlachtsaison

Andreas Schröfl
Flexibler Einband
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 08.02.2017
ISBN 9783839220504
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Alfred Sanktjohanser, genannt Sanktus, hat ein Problem: Die Freundin seiner Schwester Anna wurde vom Münchener Ripper ermordet, der in der Stadt sein Unwesen treibt, ganz nach seinem berühmtem Londoner Vorbild, und Anna bittet den Sanktus darum, den Fall zu übernehmen, während Kathi, die Freundin vom selbigen, schwanger und strikt gegen jede Gefährdung des werdenden Vaters ist. Doch ein Jagdhund kann nicht anders als einer Fährte folgen, und so muss auch der Sanktus wieder ermitteln und bringt dieses Mal nicht nur sich, sondern auch seine neue kleine Familie in höchste Lebensgefahr...

Wie man es von den Sanktus-Krimis kennt, gibt es auch in diesem 3. Band wieder jede Menge Gaudi: witzige und skurile Szenen, Schlagabtäusche und schrullige Figuren, verschiedene Dialekte, Missverständnisse und Slapstick.

Was dieses Mal neu ist, ist der gleichzeitige Horror, den der Ripper im Krimi durch seine brutalen und blutigen Morde verursacht. Mir hat es zwischenzeitlich wirklich extrem gegraust, wenn die Morde beschrieben wurden, sowohl die neuen als auch die des Vorbilds Jack the Ripper. Teilweise war das für mich schon arg an der Schmerzgrenze, so brutal und detailliert beschrieben. Da musste ich das Buch schon einige Male weglegen und durchatmen.

Nichtsdestotrotz ist es wieder ein sehr gelungener Krimi mit den gewohnten und liebgewonnenen Figuren rund um den Sanktus, besonders die schrulligen, die ich sehr mag. 

Nächstes Mal darf es trotzdem wieder etwas weniger brutal zugehen, denn die witzige Seite des Sanktus gefällt mir dann doch einfach zu sehr als dass ich so bibbern und mich ekeln muss mit so fiesen Morden. 

Mein Fazit: Gelungener Münchener Krimi und von mir daher eine volle Leseempfehlung! 

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Tags: 2017, krimi, münchen, regionalkrimi   (4)
 

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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

krimi, hamburg, kunstraub, mord, kunst

Das gefälschte Lächeln

Kay Jacobs
Flexibler Einband: 313 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 08.03.2017
ISBN 9783839220313
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

1911 wird die Mona Lisa aus dem Louvre gestohlen. Zwei Jahre später taucht sie in Florenz wieder auf. Ein Jahrhundert später, in Hamburg, wird der 73-jährige Industrielle und Kunstliebhaber Mackenbach mit einem Bild erschlagen: eine Kopie der Mona Lisa, gemalt auf Holz. Doch in der Gerichtsmedizin wird eine erstaunliche Entdeckung gemacht. Es handelt sich angeblich um das Original. Bevor man weiter untersuchen kann, wird das Bild aus dem Keller der Gerichtsmedizin gestohlen... Kriminalhauptkommissar Unger ermittelt nun in zwei Fällen: Mord und Kunstdiebstahl, die irgendwie miteinander verwoben zu sein scheinen...

Das Thema Kunstdiebstahl, gerade von so einem berühmten Gemälde, fand ich sehr spannend zu lesen. Man erfährt neben der Krimihandlung Vieles über die Logiken des Kunstmarktes und die Macken der Kunstsammler und über die Geschichte des Raubes der Mona Lisa von 1911.

Der Krimi ist gut geschrieben und flüssig zu lesen. Das Erzähltempo ist eher gemächlich, was der Spannung aber keinen Abbruch tut, da die Szenen von damals und heute gekonnt miteinander verwoben wurden. Man kann als Leser gut miträtseln und bekommt eine reele Chance, auf die Lösung zu kommen. 

Mir hat der Krimi sehr gut gefallen, daher gibt es von mir eine volle Leseempfehlung! 

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Tags: 2017, krimi, kunstgeschichte   (3)
 

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ostfrieslandkrimi, ostfriesland, mord, menschliche abgründe, blindgänger

Blindgänger

Moa Graven
Flexibler Einband: 260 Seiten
Erschienen bei cri-ki-Verlag, 01.01.2017
ISBN 9783945372982
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ostfriesland, Dienststelle Aurich: Die Kollegen Jan Krömer und Lisa Berthold haben nicht wirklich viel zu tun, bis eine Vermisstenanzeige eingeht: Der Förster Frerich Hellmers ist verschwunden. Bald wird sein Hund erschlagen gefunden. Neben der Polizei ermittelt noch eine selbsternannte Suchmannschaft aus Bewohnern der Umgebung, um den Förster zu suchen. Und noch eine andere Frau vermisst ihren Mann, gibt es einen Zusammenhang?

Der Krimi ist als Ostfrieslandkrimi gekennzeichnet. Leider besitzt er jedoch keine der wichtigen Attribute eines Regionalkrimis, wie besondere Landschaft, Dialekt, Eigenheiten der Anwohner, Sehenswürdigkeiten, Geschichten/Sagen/Gerüchte oder Geschichtliches. Der Krimi hätte überall spielen können.

Der Erzählstil hat mir leider auch überhaupt nicht gefallen. Die Sätze sind teilweise sehr schwurbelig, Namen und Pronomen werden durcheinander benutzt, so dass man teilweise zweimal lesen muss, um den Sinn zu verstehen. Daneben gibt es gerade an den Satzanfängen Häufungen von "Und", "Daher" und "Denn" und "Doch", die auf einer Seite angesammelt schon sehr auffallen. Normalerweise kann ich über solche kleinen Stilblüten hinwegsehen, hier waren sie aber einfach zu gehäuft. Im Verlauf des Krimis wurde es eher noch schlimmer als besser. Auch die Kommasetzung war eher kreativ.

Was aber für mich am Schlimmsten war, waren die hölzernen, unrealistischen, unlebendig beschriebenen Figuren und Dialoge. Letztere waren selbst für norddeutsche mundfaule Verhältnisse einfach viel zu plump und seltsam abgehackt und brachten die Handlung kaum voran.

Das Motiv des Täters habe ich nicht nachvollziehen können. Die Ermittler waren meiner Meinung nach nicht professionell, ließen sich nur von Vorurteilen (z. B. gegenüber der Bundeswehr) und Küchenpsychologie leiten und waren insgesamt eher lustlos bei der Sache (sie wären am liebsten gar nicht erst tätig geworden im Fall des Vermissten, langweilten sich aber gleichzeitig auf ihrer Dienststelle). 

Alles zusammen war dann doch eher ernüchternd und enttäuschend für einen Krimi. Ein echter Blindgänger, im wahrsten Sinne des Wortes, leider, da ich sonst Ostfrieslandkrimis sehr liebe. Dieser hier hat mir jedoch gar nicht gefallen. 

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2017, krimi, krankenhaus, arztkrimi

Wiederbelebung

Christoph Spielberg
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei bebra verlag, 22.02.2017
ISBN 9783898095464
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dr. Hoffmann, Oberarzt der Inneren der Berliner Humanaklinik steht im Kreuzfeuer der Kritik, nachdem ein verpatzter Auftritt in einer Fernsehsendung falsch im Internet zitiert wird und die Patienten nicht mehr von ihm behandelt werden wollen. Die Geschäftsführerin Beate, gleichzeitig Freundin von Hoffmanns Freundin Celine, gibt ihm den Auftrag, einen Spind voll unbearbeiteter Akten des vor Monaten plötzlich verschwundenen Dr. Ahmed abzuschließen. Beim Sichten des Aktenbergs kommt Dr. Hoffmann bald ein furchtbarer Verdacht: Während der Zeit, in der der palästinensische Arzt in der Klinik war, erhöhten sich die Wiederbelebungen und gleichzeitig die Sterberate besonders unter den jüdischen Patienten auf der Intensivstation rapide. Die Geschäftsführerin ist von Hoffmanns Ermittlungen nicht erfreut. Sie würde die Sache lieber vor Justiz und Presse vertuschen...

Die Geschichte wird in der Ich-Form von der Hauptfigur Dr. Hoffmann erzählt, wodurch man nahe an der Figur und am Geschehen ist und Inneneinsichten in die Denkweise eines Arztes erhält, was bei diesem Krimi wirklich wichtig ist, da er direkt im Krankenhaus-Kosmos spielt. Hoffmanns Zynismus, Kritik, Vorurteile und Scharfsinn werden so in jedem Satz deutlich und sind sehr unterhaltsam zu lesen.

Man merkt, dass der Autor selbst Arzt ist, da Krankheiten, Diagnosen und Behandlungen sehr realistisch erzählt werden, ebenso wie der stressige Krankenhausalltag, von dem der Laie ja ansonsten nichts mitbekommt (und der natürlich ganz anders ist als in Arztserien suggeriert wird ;-) ).Auch wird im Krimi wiederholt leise und teilweise auch heftig und offen Kritik an der Situation der medizinischen Versorgung in Deutschland und der mächtigen Pharmalobby geübt, was ich sehr gelungen finde! 

Der Krimi ist durchgehend spannend und gut zum Miträtseln geeignet. Besonders die Diskrepanzen zwischen Hoffmann und Celine als Privatermittler und dem offiziellen Ermittler, Kommissar Czernowske, sind super beschrieben und witzig zu lesen. 

Mein Fazit daher: Mir hat der Krimi sehr gut gefallen. Er ist wirklich Unterhaltung auf hohem Niveau und gibt interessante Einblicke in den Krankenhausalltag. Daher gibt es von mir meine vollste Leseempfehlung!













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Tags: 2017, arztkrimi, krankenhaus, krimi   (4)
 

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eisenhut, gift, krimi, darmstadt, 2017

Nimmergrün

Elinor Bicks
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 08.02.2017
ISBN 9783839220108
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Odenwald wird die Erweiterung des Hugenotten- und Waldenserpfades durch eine rätselhafte Baumkrankheit gefährdet. Eine Schrift auf der Burgmauer der Veste Otzberg verkündet Unheil nach einem uralten Fluch der Waldenser. Bald sind etliche Kühe und sogar zwei Kinder tot. Die Bevölkerung gerät in Panik. Ist es wirklich eine Folge der seltsamen Krankheit oder treibt ein Irrer sein gefährliches Spiel?

Der Erzählstil ist gut gelungen. Handlung und wissenswerte Informationen verknüpfen sich gekonnt, so dass es nicht langweilig wurde. Es gab sowohl zu den Pflanzen und Giften als auch zu den Waldensern und der Geschichte der Region eine Menge zu erfahren, was ich sehr interessant fand.

Die Figuren waren gut ausgearbeitet und überzeugend in ihren Motivationen. Die Hauptfigur Lore, die mit ihren Pflanzen- und Giftkenntnissen aufwarten kann, fand ich besonders gut. Sie ist eine Art Miss Marple und war mir sofort sympathisch. 

Die Handlung war schön rätselhaft und spannend zugleich, mit vielen Wendungen und Überraschungen. Dass ich die vorigen Bände noch nicht kenne, hat nicht geschadet. Es gibt genug Andeutungen, um alles zu verstehen, ohne dass es zu ausschweifig erklärt würde, so dass man im Nachhinein auch noch die anderen Bände lesen kann, ohne vorher zuviel verraten zu haben.

Mein Fazit: Ein gelungener, atmosphärisch dichter, packender und tiefgründiger Regionalkrimi, wie man sich ihn wünscht! Von mir daher eine klare Weiterempfehlung! 



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