Tanja Asmus

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758 Bibliotheken, 6 Leser, 6 Gruppen, 96 Rezensionen

berlin, prostitution, studium, liebe, studentin

Fucking Berlin

Sonia Rossi
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 29.07.2008
ISBN 9783548372648
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich hatte das Glück zuerst das Nachfolgewerk „ Dating Berlin“ zu lesen umso dann neugierig auf Fucking Berlin zugreifen zu können. Und so ist mir natürlich auch aufgefallen das Sonia Rossi im zweiten Teil schon viel routinierter geschrieben hat als es im ersten Band war.

Trotz allen ist Sonia eine sehr klasse Persönlichkeit die man einfach mögen muss. Wie oft hört man, ich würde nie anschaffen gehen, oder meinen Körper verkaufen?? NIE!!! Auch Sonia hatte diese Gedanken, aber ist man erst einmal hungrig und weiß nicht wie man seine alltäglichen Kosten decken soll, kommt man schnell an einen Punkt wo man überlegt, wie komme ich schnell an viel Geld.
Dabei ist der Weg in die Prostitution unterschiedlich…

Sonia versuchte sich zuerst in einen Sexchat und merkt schnell das dass für Sie nichts ist. Also ging sie in einen Erotikmassagesalon und massierte nackt die Männer. Der Weg nun zum Körperverkauf war nicht mehr weit. War Handbetrieb immer gewünscht, konnte man sich auch aussuchen ob man für mehr Geld auch mal mit den Kunden schlief, und das tat Sonia ohne ein großherrlich schlechtes Gewissen zu haben. Immer wieder legte sie Pausen ein doch der Weg zurück in die Erotkibranche war nicht weit.

So kam sie irgendwann in ein kleines familiäres Bordell an und arbeitet als Hure. Witzig, nachdenklich und immer eine Spur von Selbstironie erzählt Sonia dem Leser ihren Spagat als Hure und Studentin. Man möchte als Leser in manchen Szenen Sonia schütteln und sagen: „ wach auf! Sei doch nicht so naiv“ Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl das Sonia nicht auf sich als Mensch achtete sondern immer bemüht war ihren Freund und späteren Ehemann Ladja alles vor den Latz zu tragen. Ladja hielt sich nur mit Tagesjobs unregelmäßig über Wasser und nutzte Sonia in allen Lebenslagen aus.
Fucking Berlin ist eine Biografie von Sonia Rossi und so leicht sich auch alles aus der Feder von Sonia anhört wird es mit Sicherheit nicht gewesen sein. Leider fehlte mir als Leser der Hinweis, dass diese Branche alles andere als einfach ist. So liest man das Werk wie einen tollen Roman und die Gefahr besteht das gerade junge Leserinnen das auch ausprobieren und ein ganz anderes Leben haben werden als Sonia Rossini.

Der Schreibstil ist wie auch im Nachfolgewerk einfach klasse. Man hat das Gefühl alles bildlich miterleben zu dürfen und hat zu Sonia schnell einen inneren Bezug hergestellt. Ich wünsche mir noch viel mehr von Sonia lesen zu dürfen, und vielleicht schreibt sie ja eines Tages tatsächlich einen dritten Band

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

limberg, wald, elke schwab, wildkammer, gerichtsmediziner

Hetzjagd am Grünen See

Elke Schwab
Buch: 295 Seiten
Erschienen bei CONTE-VERLAG, 01.08.2009
ISBN 9783936950953
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Forstwirt Harald Steiner hat vor Jahren seinen Dienst bei dem SEK quittiert weil ein Einsatz missglückt ist. Seit dem lebt er sehr zufrieden und zurück gezogen als Forstwirt. Er hat viel zu tun denn es machen ihn Wilderer das Leben schwer.

Bei einem Spaziergang mit seinen Hund Moritz findet er eine Leiche die mit seiner Vergangenheit zu tun hat und ein wichtiger Zeuge war. Als die Polizei eintrifft merkt er, dass er nicht als Zeuge gesehen wird der eine Leiche gefunden hat, sondern er als Täter in Betracht kommt. Steiner findet sich in einer Hetzjagd wieder und kämpft gegen einen Unbekannten…

Hetzjagd am grünen See war mein erster Krimiroman der Autorin Elke Schwab und mit Sicherheit nicht der letzte. Ich liebe den Schreibstil der Autorin die das saarländische Land beschreibt als ob man sich tatsächlich dort befindet. Die Autorin hat den Charme, wenn man den auf ruppige aber herzliche Protagonisten steht sehr gut eingefangen. Elke Schwab hat es geschafft mein Kopfkino einzuschalten und man könne meinen das man Freitagsabends vor dem Fernsehapparat sitzt und einen Krimi im Fernsehen anschaut und mit rätselt.

Es hat den Roman sehr gut getan, dass die Figuren nicht die perfekten Helden, sondern wirklich Menschen wie Du und ich sind. Besonders angetan hatte es mir unter den Protagonisten die Nebenfigur Micky, der das Down Syndrom hat. Es gibt eine seltsame aber interessante Mischung zu Steiner, der Machoallüren an den Tag legt, eine fast übertriebende Liebe zu seinen Hund Moritz besitzt und alles andere als aalglatt herüber kommt.

Die Landschaft und die Details zeigen dass die Autorin sehr intensiv recherchiert haben muss, und Menschen die direkt aus dem Saarland kommen, bestimmt viele Orte wiedererkennen werden. Die Autorin selbst kommt aus einer Jägersfamilie und hat so geschickt viel Detailwissen in ihren Roman eingeflochten.

Durch die nicht zu langen Kapitel, einem angenehmen Tempo geht der Roman zügig voran und der Leser wird immer tiefer in die Geschichte reingezogen. Die Spannungsbögen haben Wellengang und als Leser möchte man gerne noch mehr lesen.
Dieser Krimi ist für jede Altersgruppe lesenswert und man muss nicht unbedingt Saarländer sein um diesen Roman zu lieben.

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liebe, sonia rossi, studium, dating, berlin

Dating Berlin

Sonia Rossi
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2010
ISBN 9783548373157
Genre: Biografien

Rezension:

Ich habe dieses Buch gelesen ohne das erste Band Fucking Berlin zu kennen. Fucking Berlin war viele Wochen in der Spiegel-Bestsellerliste aufgeführt und erzählt von der Studentin und Teilzeit-Hure Sonia Rossi.

In Dating Berlin ist Sonia nicht mehr die Hure sondern Mutter und normale Arbeitnehmerin, die sich nach der Liebe des Lebens sehnt. So erzählt uns Sonia wie sie hauptsächlich im Internet auf der Suche nach ihrem Traumprinzen ist. Über Singleportale findet sie anfangs nette Menschen die sich leider als Spinner, Psychopaten oder einfach als ungeeignet herausstellen. Lernt sie doch mal einen vermeintlich perfekten Mann kennen ist die rosarote Wolke nach Wochen intensiven Liebens schnell wieder zerplatzt…..

Ich liebe dieses Werk und werde mit 100 % Sicherheit auch Fucking Berlin lesen. Sonia Rossi muss man einfach gerne haben. Nicht wegen ihrer wahren Geschichte sondern einfach als den Menschen den sie den Leser präsentiert. Mit der lockeren Sprache einer zugereisten Berliner Göre nimmt sie den Leser mit in ihr Leben. Man hofft und bangt ob es denn nun endlich der Mr. Right ist, den sie als nächstes trifft, man lacht über die Katastrophen die ein Blind Date nun mal haben können und ist traurig wenn Sonia kurze Einblicke in ihr Seelenleben gibt.
Äußerlich die taffe harte ExDienstleisterin die dazu steht eine Ex-Hure zu sein, gibt es viele Augenblicke wo man eine sehr verletzbare junge Frau sieht, die das krampfhaft zu verbergen versucht. Mich hat dieses Buch einfach angesprochen weil es die Sprache ist, die man spricht. Nichts ist gekünstelt, man lebt die Biografie 1:1 von Sonia einfach mit. Die Sprache ist temporeich und man versinkt in ein Leben das neugierig macht wie Sonia in die Prostitution reingerutscht ist und wie sie es schlussendlich geschafft hat da raus zu kommen.
Sonia ist Lebenslust pur und lebt es auch, und ihre Vergangenheit hat sie nicht abstumpfen lassen. In den Geschichten bekommt man kleinere Einblicke in ihre Vergangenheit und zeigt eine heute liebende Mutter. Als Leser wünscht man sich Sonia als Freundin und verbringt gerne stundenlang mit ihrem Werk.
Ob sie ihren Mr. Right gefunden hat werde ich natürlich nicht verraten aber ich wünsche mir sie weiter in ihrem Leben begleiten zu dürfen und hoffe das sie weiter so klasse unterhaltsame Lebensgeschichten schreibt.

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

frankreich, kz, paris, ritz, alltag

Endstation Ritz

Didier Goupil , Ines Schütz
Fester Einband: 99 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 15.02.2008
ISBN 9783852185507
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt
Eindringlich und schnörkellos erzählt der französische Autor Didier Goupil das bewegte Leben von „Madame“, die ihren Lebensabend verschwenderisch und weltabgewandt im mondänen Pariser Hotel Ritz zubringt.
Im Paris des Fin de siècle aufgewachsen, lebt sie in den 1930er-Jahren das sorgenfreie Leben einer großbürgerlichen Kunstliebhaberin. Vom eigenen Mann, einem Kollaborateur und politischen Opportunisten, an die Nazis verraten, wird sie ins Konzentrationslager deportiert. Nach der Befreiung kehrt sie nach Paris zurück, wo niemand ihre schicksalhafte Geschichte hören will. Ruhelos und gebrochen flüchtet sie vor ihrer Vergangenheit von Hotel zu Hotel, lässt die Bruchstücke ihrer Identität hinter sich, um schließlich namenlos als „Madame“ im Ritz einen Zufluchtsort zu finden. Die Leerstellen, die ihre schmerzhafte Vergangenheit und die einsame Flucht hinterlassen haben, versucht sie mit einem Leben in Luxus zu füllen, doch die traumatische Erinnerung an den Verrat bleibt stärker.

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Meinung
Als ich dieses Buch zugeschlagen habe, hatte ich eine Frage im Kopf: Was ist ein Klassiker im Sinne der Literatur?
Muss der Autor bereits verstorben sein oder eine bestimmte Verkaufszahl aufweisen?
Oder sind es die geschriebenen Worte, die sich beim Lesen im Kopf einbrennen?
Ich denke letzteres!

Der Roman „Endstation Ritz“ handelt von Madame, die ein ganzes Jahrhundert erlebt. Erst eine fröhliche junge Frau, die ihre große Liebe heiratet; am Ende - eine einsame Person, die betrogen und verraten worden ist. Ihr reicher Mann Monsieur gibt den Ton an, nimmt Madame ihr liebstes Hobby und liefert sie an den Feind Deutschland aus.

Während der Wirren des Zweiten Weltkrieges wird Madame in ein Konzentrationslager verschleppt. Man beraubt sie ihrer Persönlichkeit, brennt ihr eine Identifizierungsnummer aufs Handgelenk und der Leser erkennt, warum Madame eben nur „Madame“ heißt.
Sie entkommt aus ihrer Gefangenschaft und kehrt nach Frankreich zurück, um ihre Vergangenheit zu verarbeiten. Elegant und vermögend widmet sie sich wieder ihrem Hobby, dem Kunsthandel, und kann sich jeden Luxus leisten. Innerlich aber zeigt sich eine gebrochene Frau, die nie wieder glücklich werden kann.

Sie ist eben die Madame, die zum Schluss hundert Jahre auf ihr Leben zurückblickt, wenn sie aus ihren Hotelfenstern auf die Straßen Frankreichs schaut … .

Dieses Buch ist eine Meisterleistung!
Poetisch, lyrisch, sehr eigenwillig und dennoch liebevoll zaubert der Autor Didier Goupil Wort für Wort auf die weißen Seiten. Jede Seite ist eine kleine Geschichte für sich…
Wenige Sätze, manchmal gar nur ein Wort, findet der Leser auf 99 Seiten. Auf den ersten Blick schreckt der Preis von 14.90 € den Leser eventuell ab, doch ich kann jedem nur nahelegen, sich dieses Buch für einen besinnlichen und anschließend nachdenklichen Abend zu gönnen.

Obwohl der Autor sich nur weniger Worte bedient, eröffnet sich dem Leser eine traurige Geschichte, die einem den Puls in die Höhe treibt.

Diese Geschichte könnte für Millionen Frauen stehen.
Verraten von einem Ehemann, der sie einfach nur loswerden will, um seinen zahlreichen Liebschaften zu frönen. Eine Frau, die zu unrecht in dem Konzentrationslager dahinvegetiert. Eine Zeit, wo Frauen sich dem Mann noch unterzuordnen haben. Madame hatte nur das Glück, dass sie nicht mittellos und trotz ihrer Vergangenheit eine Kämpfernatur war.

Die Aufmachung dieses Buches ist wunderschön. Das kleine Hardcover mit Schutzumschlag liegt beim Lesen sehr gut in der Hand. Ein schiefer Kronleuchter vom Hotel Ritz ziert das Titelbild. Ich finde das sehr passend gewählt, da die Geschichte rückwirkend aus dem Hotel erzählt wird und der schiefe Leuchter für mich für das nicht gerade Leben der Madame steht.
Didier Goupil, 1963 in Paris geboren, ist ein Geheimtipp, den man sich unbedingt merken muss.
Dieses Buch werde ich auf jeden Fall weiterempfehlen und sicherlich auch an einige Liebhaber guter Literatur verschenken.

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5.968 Bibliotheken, 63 Leser, 38 Gruppen, 627 Rezensionen

liebe, zeitreise, london, zeitreisen, fantasy

Rubinrot

Kerstin Gier
Fester Einband: 345 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.01.2009
ISBN 9783401063348
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kerstin Gier war mir immer ein Begriff in der Belletristik. Mit ihren tollen Schreibstil, ihren Humor und ihrer Lockerheit hat sie mich des Öfteren begeistert. So war klar das ich auch das Jugendbuch Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten lesen möchte.
Und es ist erstaunlich wie sehr ein Autor sich vom Stil verändern kann. Frau Gier konnte sich völlig auf die Zielgruppe ab 12 Jahren einlassen und schreibt eine schöne Geschichte, die gerade junge Mädchen begeistern werden. Die Figuren sind authentisch und werden sehr liebevoll beschrieben.

Die Grundidee des Romans fand ich sehr ansprechend doch hat mir, als erwachsener Leser die aufrechterhaltene Spannung einfach gefehlt. Der Roman nimmt erst ab Mitte des Romans an Fahrt auf, und als der Höhepunkt erreicht ist, endet leider das Buch schon wieder und der Leser bleibt mit sehr vielen Fragen zurück. Zum Glück kann man nun schon im Handel Saphierblau bestellen und diese Geschichte weiter verfolgen.

Ich werde es mir wohl nicht antun. Wer die Bücher von Frau Gier in der Belletristik kennt, wird vielleicht wie ich bemerken das die Autorin an manchen Stellen mit einer Bremse geschrieben hat.

Mir fehlte irgendwie der Überschwang oder der Übermut den ich immer an den Romanen so geschätzt habe. Allerdings ist dieses Buch ein Jugendbuch und ich auch nicht die Zielgruppe die angesprochen werden sollte. So ist das Buch für Kinder und junge Erwachsene bestimmt ein Highlight, gerade wenn man selber vielleicht zum ersten Mal verliebt ist.

So warte ich einfach ab bis Kerstin Gier wieder einen Roman für das etwas ältere Semester schreibt und wünsche den Kids schöne frohe Unterhaltung.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Der schwarze See

Barbara Büchner , Alisha Bionda
Buch: 192 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.03.2009
ISBN 9783940235756
Genre: Fantasy

Rezension:

Zum Inhalt
Birgit ist nicht gerade begeistert, dass sie ihre Sommerferien mit ihrer Mutter bei deren esoterisch angehauchten Freundin und deren nervigen Sohn verbringen soll. Erstens ist das Dorf Blauenswede total langweilig und außerdem kennt sie Patrick noch aus Kindertagen, wo er sich wie ein schokoladenfressendes Monster gab. Doch es kommt anders, denn Patrick hat sich zu einen coolen jungen Mann gemausert und Birgit ist froh, dass er ihr die Zeit ein wenig verkürzen will.
Birgit hasst Stauseen, da sie in ihren Träumen von Grabsteinen, von Wassermassen, die sie erschlagen, und monströse Geschöpfe, die ihr das Leben schwer machen, träumt. Und Blauenswede liegt an einen Stausee! Dieser wurde vor fast 10 Jahren angelegt und darunter befindet sich ein Dorf, das damals geflutet worden ist. Mystische Geschichten gab es über das Dorf schon immer. Hat ein junges Mädchen dort Selbstmord begangen, als es sich weigerte das Dorf zu verlassen, weil es geflutet werden sollte? Warum kommen immer wieder Gegenstände aus dem Dorf an die Wasseroberfläche ohne verottet zu sein? Wo ist der Taucher, von dem man alle Sachen unversehrt wiederfand, nur ihn nicht?
Patricks Freund Arthur, angeblich ein Dorftrottel, ist in letzter Zeit in heller Aufregung. Sein Hobby ist das Funken, und er hört seit längerem Stimmen aus dem See, die er aufzeichnet. Stimmen, die einem das Blut gefrieren lassen. Doch niemand will ihm glauben. Arthur ist sich sicher dass zum 10- jährigen Fest von Blauenswede das Dorf dem Untergang geweiht ist, weil Gefahr aus dem See und den darin verborgenen Alten Wesen droht. Aber Birgit glaubt dem Ganzen nicht….
Auch Simon ein weiterer Jugendlicher versucht Birgit zu überzeugen, das sie lieber aus dem Dorf verschwinden sollte, solange sie noch Zeit hat, denn die Stimmen werden immer eindringlicher, doch sie ist wie die Jungen der Meinung, dem Geheimnis des Sees auf den Grund zu gehen.

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Meinung
Das Vorwort macht schon Lust auf mehr, und das ist selten bei mir der Fall!
Der Leser erlebt aus der Sicht von Birgit, eine der Augenzeuginnen, diese mystische Geschichte mit. Die Handlung ist in mehrere Stränge & Kapitel geteilt. Jedes Kapitel ist mit einem Datum gekennzeichnet, so dass der Leser einen Überblick behält - bis der große Countdown beginnt.
Die Autorin versteht es die Spannung im Roman immer weiter zu steigern, und zeitweise eine beklemmende Stimmung hervorzurufen. Aufgelockert wird alles durch die jungen Protagonisten, die ihre erste Liebe miteinander erleben, und Freundschaften untereinander schließen.
Menschen sind in einer Sache alle gleich, nämlich wenn es darum geht, aufzudecken ob es anderes Leben gibt. Gibt es Aliens, gibt es andere Dimensionen? Diese Fragen machen, wenn man ehrlich ist, alle Menschen neugierig, und das hat die Autorin grandios genutzt. Sie mischt esoterisches Wissen mit Spannung und schon hat man einen Spitzenroman, den man nur ungern aus der Hand legt.
Die Autorin erzählt locker und flockig von der Hand, sodass dieses Buch gerade Jugendliche und junge Erwachsene geeignet ist.
Mich hat DER SCHWARZE SEE auf jeden Fall so neugierig gemacht, das ich ein wenig über Stauseen in der Schweiz gegoogelt habe, wo ja auch ganze Dörfer geflutet wurden und heute Taucher aus aller Welt anziehen; und ich freue mich schon auf weitere Bände der „Ars Litterae“ Reihe

Infos zum Buch:
Für das Covermotiv sowie die beiden Innnengrafiken ist Mark Freier zuständig, und dieses Cover ist wunderschön illustriert. Zeigt es einen schwarzen See, der in einem mystischen Licht erscheint und gleichzeitig das Innenleben eines alten Dorfs preisgibt. Für mich eines der schönsten und mystischen Cover, das ich in den letzten Jahren gesehen habe!!!
Aber auch das Reihenlayout des Atelier Bonzai kann sich sehen lassen, es verleiht der Reihe eine besondere, sehr gehobene Note mit Wiedererkennungswert, sodass sich das Sammeln der Bände lohnt.
Herausgeberin ist Alisha Bionda, die im März 2009 die neue „Ars Litterae“-Reihe im SiebenVerlag startete. Die Reihe bietet phantastische bis düster phantastische Lesekost in Form von Anthologien, Novellensammlungen und Romanen.
Mit dem Auftaktband konnte Alisha Bionda keine geringere Autorin wie Barbara Büchner gewinnen, die u.a. mit Werken wie „Blut und Rosen“, einem Erotikband oder mit dem Horrormärchen „Blaubarts Schloss“ bekannt geworden ist. Die Journalistin und Autorin schrieb aber schon vorher erfolgreich Fantasy. Mit den „Drachenwelt Chatunda“-Bänden schrieb Barbara Büchner unter dem Pseudonym Julia Conrad eine Fantasy-Saga im Piper Verlag.
Mit „Der schwarze See“ zeigt Barbara Büchner wieder ihr Können und legt einen All-Age Phantastikroman der besten Sorte vor.

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1.280 Bibliotheken, 12 Leser, 13 Gruppen, 166 Rezensionen

thriller, berlin, psychothriller, amnesie, unfall

Splitter

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 02.06.2009
ISBN 9783426198476
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn es ist Deutschland einen Thrillerkönig gibt dann werden wohl jeder zweite Befragte den Namen Sebastian Fitzek nennen. Nicht nur das er auf Lesungen immer wieder außergewöhnliches darbietet, nein auch seine Romane sind außergewöhnlich. Wie in seinen neuen Buch „Splitter“

Marc Lucas verursacht einen Unfall wo seine schwangere Frau Sandra ums Leben kommt. Marc fällt in ein tiefes Loch bis er eines Tages eine Zeitungsannonce findet die damit wirbt, Erinnerungen auszulöschen. Nach anfänglicher Scheu geht er zu dem Institut und will sich beraten lassen. Doch nachdem er dieses wieder verlässt ist nichts mehr so wie es einmal war….
Der Schlüssel passt nicht mehr in seine Wohnung und nach Klopfen macht ihn seiner verstorbenen Frau die Tür auf. Sandra aber erkennt ihn nicht. Als er sein Handy nutzen möchte stellt er fest dass alle Nummern raus gelöscht wurden. Nur noch seine eigene Nummer kennt er und ruft sich an, umso erschrockener ist er das eine männliche Stimme abnimmt und sich mit Marc Lucas – seinen eigenen Namen meldet.
Langsam wird Marc verrückt und sein Splitter im Nacken ein Überbleibsel aus dem Unfall nimmt ihn die Kraft…

Dies war mein erster Thriller von Fitzek obwohl ich alle Rezensionen zu den anderen Büchern verschlungen habe. Für mich steht fest das ich auch diese lesen werde denn mit Splitter hat er mich dermaßen gefesselt das ich das Buch in einen Rutsch lesen musste.
Was auf den ersten Blick paranoid wirkt, kann schnell Wirklichkeit werden doch dazu gibt der Autor im Nachwort sein eigenes Statement ab.
Den Protagonisten Marc muss man einfach gerne haben und er ist in einer sehr starken Tiefe gezeichnet dass man atemlos mit fiebert. Man weiß selber Gar nicht wie man helfen kann um Marc aus dieser Situation rauszuholen.
Zeitgleich schafft Fitzek auch die Geschichte von Marcs Bruder spannend zu erzählen der um sein Leben kämpfen muss da er sich mit den falschen Leuten angelegt hat. Neide Stränge führen zusammen und Fitzek schafft es die Spannungen immer wieder zu erhöhen.
Das Ende ist sowas von überraschend gelöst das ich über diese Genialität einfach den Mund staunend auf hatte. Niemals wäre ich auf diese Lösung gekommen und als ob das nicht genug wäre hat er dies dann nochmals gaaaaanz zum Schluss mit Überraschungseffekt ausgestattet.
Splitter ist für mich eindeutig ein Highlight 2009 bislang gewesen und ich hoffe das er bald wieder eine Lesung hier in Braunschweig abhält…... ich würde sicher in der ersten Reihe sitzen wollen….

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364 Bibliotheken, 13 Leser, 14 Gruppen, 92 Rezensionen

gott, glaube, hütte, jesus, liebe

Die Hütte

William Paul Young , Thomas Görden
Fester Einband: 301 Seiten
Erschienen bei Allegria, 09.06.2009
ISBN 9783793421665
Genre: Romane

Rezension:

Mit „Der Hütte“ ist dem Autoren William P. Young ein Überraschungserfolg gelungen. Alleine in den USA wurde das Buch über 6 Millionen Mal verkauft und gilt jetzt schon als Weltbestseller.
Jeder der dieses Buch lesen wird, wird dieses Buch auch anders auffassen und ich kann hier nur meine Meinung wiedergeben. Dieses Buch ist mit so einer wunderbaren Sprache geschrieben das man dieses Buch nicht gerecht würde es nur annähernd zu beschreiben. Trotzdem werde ich versuchen es zu tun, damit dieses Buch noch viele Leser erreichen wird.
Mack hat seine 6 jährige Tochter an einen Serienmörder verloren und die Leiche wurde nie gefunden. Als ob dies nicht schlimm genug ist, wurde Missy genau in diesen Moment entführt als Mack seinen Sohn das Leben vorm Ertrinken rettete. Nicht ist mehr so wie es einmal war und die große Traurigkeit senkt sich über Mack. Er verfällt in Depressionen, und kann sich mit der Welt nicht mehr aussöhnen.

Doch eines Tages erhält er einen Brief

Mackenzie,
es ist eine Weile her. Ich vermisse Dich.
Ich bin am nächsten Wochenende bei der Hütte,
wenn Du mich treffen möchtest.
Papa

Diese Hütte ist der Ort wo seine Tochter umgebracht wurde und die er seitdem nicht mehr betreten hatte. Aber was soll dieser Adressant? Papa ist Gott wie Nan seine Frau ihn liebevoll nennt. Doch Gott schreibt doch keine Briefe…… oder etwa doch?

Dieses Buch ist so wunderschön beschrieben mit der Begegnung mit Gott. Besonders schön finde ich dass dieses Buch keine Religionen aufzwängen will, nein es erklärt auch das Gott es nie gewollt hat das es Religionen gibt. Er möchte einfach nur in Mack (und in uns Menschen) leben dürfen.

Genialer weise hat der Autor sich auch die Idee einfallen lassen Jesus, den heiligen Geist und schlussendlich Gott andere Körper zu geben, denn es ist nicht notwendig sich die drei mit einen aufgedrückten Stempel vorzustellen denn es geht im viel mehr, nämlich dem Inneren.
Es geht um Vertrauen und Beziehungen die man braucht um Lieben zu können. Es geht um theologische Grundsatzfragen die wohl in jeden von uns Menschen stecken. Je nach Gefühlsauffassung und auch unterschiedlicher Charaktere wird der Leser dieses Buch anders auffassen. Dieses Buch wird man sicher mehrmals lesen und doch immer wieder neue Dinge erleben.

Ein Zitat von Seite 111 hat mich Tränen gekostet, da es mir sehr nahe ging.

Seelischer Schmerz stutzt uns unsere Flügel und hält uns davon ab zu fliegen. Und wenn er dich über einen langen Zeitraum im Griff hat, kann es geschehen, das du deine Fähigkeit zu fliegen fast völlig vergisst.

Als ich das Buch nun beendet habe, war ich sehr traurig Mack und Gott alleine zu lassen und doch weiß ich nun das ich niemals alleine sein werde, wenn ich zulasse das auch Gott in meiner Hütte wohnen darf.
Für mich ein Buch des Jahres 2009 ohne das man religiös sein muss oder unbedingt glauben muss, was man braucht ist einfach nur ein wenig Mut zum Vertrauen

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

gedichte, wunderland, liebesgedichte, andrea kossmann, liebe

Wunderland der Liebe

Andrea Kossmann , Grafik Werkstatt Bielefeld , Andrea Kossmann , Yvonne Wagner
Buch: 48 Seiten
Erschienen bei Grafik Werkstatt "Das Original", 01.08.2009
ISBN 9783940466815
Genre: Gedichte und Drama

Rezension:

Wer Geschenkbände mag, wird nicht um herkommen die Bilder der Grafik Werkstatt Bielefeld schon mal bewundert zu haben. Aber auch Postkarten, Kalendern zieren diese außergewöhnlichen Fotografien und gerade die kleinsten Details lassen uns Freude ins Herz scheinen. Es liegt also nahe das eine Zusammenarbeit mit der Autorin Andrea Koßmann nicht lange auf sich warten ließ.

Mit Wunderland der Liebe präsentiert Andrea Koßmann ihre schönsten Liebesgedichte in einen wundervollen Geschenkband, die von der oben genannten Grafikwerkstatt Bielefeld kommen. Text und Illustrationen harmonieren so schön miteinander, als ob sie gegenseitig nur auf sich gewartet haben!

Aber nicht nur das äußerliche Erscheinungsbild ist außergewöhnlich, sondern das A. Koßmann die erste Autorin ist, die ein komplettes Gedichtband in diesem Verlag untergebracht hat.
Wenn man die Gedichte liest weiß man auch warum, denn mit romantischen, humorvollen und dennoch sinnlichen Texten lädt sie die Leser zum Träumen und erinnern ein.

23 Gedichte, wärmen und umarmen den Leser. Einfache Worte bekommen ein Gewicht, und man möchte den Moment unendlich auskosten.

Das Buch ist wie die Texte hochwertig, denn man hält ein aufgepolstertes mit Stoff bezogenes Band in den Händen. Preis/Leistungsverhältnis stimmt hier perfekt überein so das man auch für den kleinen Geldbeutel ein passendes Geschenk in den Händen hält.

Wer Liebe fühlt und Liebe geben kann, hat hier das richtige Geschenk für seinen Liebsten gefunden, und dazu muss nicht erst Valentinstag sein, sondern Liebe kann man immer schenken.

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185 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

liebe, trauer, tod, verlust, witwe

Himmelblau und Rabenschwarz

Lolly Winston
Flexibler Einband: 461 Seiten
Erschienen bei Droemer/Knaur, 01.08.2006
ISBN 9783426631676
Genre: Liebesromane

Rezension:

Inhaltsangabe
Sophie ist nach kurzer Ehe zur Witwe geworden denn ihr Mann Ethan stirbt an Krebs. Sie schlittert in eine Depression in die nächste und kommt eines Tages in Ihr Büro mit einen Bademantel an, sehr ungepflegt und völlig verwirrt. Ihr Vater selbst mal in dieser Lage, als seine Frau und Sophies Mutter gestorben ist, kümmert sich liebevoll um seine Tochter und bringt sie in eine Selbsthilfegruppe für Trauernde. Langsam findet sie wieder aus dem einen Loch um dann Chrystel kennen zulernen. Chrystel ist eine 13 jährige pupertäre Göre, die jeden zur Weißglut bringen kann. Von ihrer Mutter kaum beachtet schneidet sie sich sich die Haut und lebt ein einsames Leben, wo keine Freundinnen Platz haben. Langsam findet Sophie Zugang und versucht Chrystel auf den richtigen Weg zu bringen. Und ob sie noch nicht genug zu bewältigen hat, kommt noch Ethans Mutter dazu, eine liebenswürdige Schwieger-Mutter die an Alzheimer erkrankt ist und anfängt Handschuhe in den Toaster zu toasten, Autoschlüssel zu klauen, um dann einen Unfall zu verschulden, und einfach der Meinung ist das Ethan nicht tod ist.
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Meine Rezension
2006 scheint ein Jahr gewesen zu sein, wo Bücher wie dieses die Buchläden überschwemmt haben. Das Thema immer gleich. Einsame Frau findet mit vielen Höhen und Tiefen wieder rein ins Leben. Die Idee wie dieses Buch verpackt ist, ist eigentlich gut, nur wurde es einfach nicht leserfreundlich geschrieben. Ich habe es tatsächlich geschafft mich durch 300 Seiten Kaugummi zu lesen, um dann wirklich richtig klasse 160 Seiten zu lesen. Warum hat es Frau Winston nicht geschafft das Buch von Anfang an so zu schreiben, wie die letzten Seiten??? Die Protagonisten sind alle sehr liebenswürdig doch ihnen fehlt irgendwie die Tiefe, einzig an Sophie kann man sich identifizieren.

Gerade für Trauernde Leser beinhaltet das Buch aber viele Denkanstösse, was ich als positiv hier anmerken möchte, und ich glaube das es auch Trauernden ein wenig hilft zu lesen das es Mensch ähnlich geht. Auch wenn das hier eine fiktive Geschichte ist, ist sie realitätsnah ohne Übertreibungen. Was ich auch als positiv empfunden habe ist, das man trotz Trauer auch noch die Gefühle rüberbringt, das man sich Sex wünscht, menschliche Nähe vermisst und sich dann doch sehr schämt, diese Gefühle zu haben. Als nette Lektüre für den zeitvertreib vergebe ich zwei Punkte und hoffe das die folgenden Bücher der Autorin mit mehr Tempo beschrieben werden.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

krimi, kleve, deutschland, kripo, borrmann mechtild

Morgen ist der Tag nach gestern

Mechtild Borrmann
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Pendragon, 08.08.2007
ISBN 9783865320773
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kurzbeschreibung
Gustav Horstmann war Beiratsmitglied einer Stiftung, die sich um in Not geratene Familien kümmerte. Als er tot in seinem ausgebrannten Haus gefunden wird, nehmen Böhm und sein Team von der Kripo Kleve die Ermittlungen auf. Im Keller finden sie auf einem PC Fotos von vermissten Kindern aus multikulturellen, geschiedenen Ehen. Was ist mit den Kindern geschehen?

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Über den Autor
Mechthild Borrmann wurde 1960 geboren und lebt in Bielefeld. Ihre Kindheit und Jugend verbrachte sie am Niederrhein. Sie arbeitete u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin. Heute ist sie Inhaberin eines Restaurants in der Bielefelder Altstadt. Im Jahr 2006 erschien ihr Krimi "Wenn das Herz im Kopf schlägt".

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Meinung
Als erstes möchte ich dem Pendragonverlag für dieses Leseexemplar danken. Dadurch habe ich einen wirklich durchaus gelungenen Krimi verschlungen.

Die Autorin Mechthild Borrmann hat verschiedene Geschichtsstränge durch das Buch gezogen und zum Schluss zu einen ganzen zusammen geflochten. Unsere Protagonisten wären zum einen Frank Zech, ein etwas anderer Nachbar, mit der krankhaften Neigung zum spannen. Im Laufe der Geschichte lehrt er einen das fürchten.

Seine Mutter, nicht gerade dem Idealbild einer Mutter entsprechend und nicht einfach für Frank ( und dem Leser ) fürchtet ihn auch, und sie hat allen Grund dazu. Die Autorin hat die paranoiden Gedanken von Frank so authentisch beschrieben, das es mir mehr wie einmal den Rücken eiskalt runter lief.

Kleves Polizeirevier, eine Einheit am Niederrhein, hat ein sehr schwerwiegendes Problem. Gustav Horstmann ehemaliger Stadtrat und Beiratsmitglied der Stiftung Maria Stöder, wird Tod in seinem ausgebrannten Haus aufgefunden. - Das Nachbarhaus von Frank Zech. Und dieser weiß Bescheid, er weiß eben alles, doch er wird schweigen. Die Polizei findet im Keller von Horstmann ein seltsames Verlies und beschlagnahmen einen Computer mit brisanten Bildmaterial. Was hat Horstmann damit zu tun, wo er als sittsamer und ehrenhafter Bürger in Kleve gilt.

Besonders gut hat mir der "Strang" mit Protagonist Wolfgang Wessel gefallen. in einen Schulheft seiner vermissten Tochter schreibt er seine eigene Lebensgeschichte auf, die ich mit Spannung verfolgt habe. Traurig, depressiv, dann wieder wütend wird der Leser langsam in die Gedankengänge eines Vaters geführt, der verdächtigt wird, seine Tochter versteckt zu halten. Seine Ehefrau wendet sich auch ab, und so bleibt seine Trauer nur schriftlich zu verarbeiten.

Frau Borrmann hat ein Tabuthema angesprochen, was leider immer mehr in unserer Zeit normal wird. Dazu ist sie noch nicht mal ins Detail gegangen sondern kratz nur an der Oberfläche. Aber sie musste auch nicht tiefer gehen, denn ihre erschaffenen Figuren, reichen schon aus, den Albtraum jeder Eltern wahr werden zu lassen.

Dies war mein erster Krimi der in Deutschland spielte, und ich muss sagen, ja ich habe Lust auf mehr bekommen, - Lust auf mehr von der Autorin Mechthild Borrmann. Dieses Werk hat 221 Seiten und ist sehr zügig und flüssig zu lesen. Erscheinen in dem Programm Krimi bei Pendragon

Eine kleine Anmerkung sei mir noch erlaubt.

Viele Leser neigen dazu die letzte Seite zu lesen. Davon würde ich abraten, zumindesten den Epilog zu lesen, da die Autorin sich da noch eine kleine Überraschung einfallen lassen hat. Ich war sehr erstaunt, hatte ich doch die ganze Zeit eine andere Vorstellung von einen der Protagonisten.

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papua-neuguinea

Philomela und der Vogel des Paradieses

Christian Krug
Flexibler Einband: 169 Seiten
Erschienen bei Allitera Verlag, 01.01.2006
ISBN 9783865202079
Genre: Romane

Rezension:

Einleitung :
Dieses Buch bekam ich für eine Rezension mit netter Widmung vom Autor und ich war gespannt, was mich erwarten würde. Den Autor kannte ich bislang nicht also wagte ich mich, ohne große Erwartungen an das Buch heran. Die Randdaten des Romans machten mich einfach neugierig...

Düster, mitreißend, und leidenschaftlich- >> Philomela und der Vogel des Paradiesesik, Glück und beflügelter Phantasie beginnt. Sie erleben eine Seelenverwandtschaft, ausgeprägt mit philosophischen Gedanken und Gesprächen. Zwei Gegensätze, die doch zusammen ein Ganzes ergeben.

Als Philomela die Chance bekommt, mit einem Forscherteam nach einem sagenumwobenen Vogel im Paradies zu forschen, bricht sie nach Neu-Guinea auf, um dort im tiefsten Dschungel eine ihr völlig neue Welt lieben zu lernen. Sie lernt fernab der Zivilisation Naturvölker kennen, die zuvor nie ein Mensch gesehen hat. Ein Land, das eigene Gesetze hat, einfach ein Paradies, was Philomela nicht mehr loslässt. Mit einer SMS, Monate später, verabschiedet sich Philomela von ihrer alten Welt und bricht jeden Kontakt zu ihrer Liebe ab. Doch unser Erzähler kann nicht ruhen und macht sich auf den Weg, um seine Philomela zu finden.

*********

Meine Rezension:
Dieses Buch zieht einen gleich in seinen Bann. Als ich mit dem Lesen anfing, fiel mir sofort dieser träumerische Schreibstil auf, der außergewöhnlich ist, denn dieser Roman wurde von einen männlichen Autor geschrieben. Die Protagonisten bekommen dadurch, trotz anfangs minimaler äußerlicher Beschreibung, eine sehr starke Tiefe. Da man aber als Leser gleich erfährt, dass Philomela sich auf eine nicht so schöne Art verabschiedet hat, bekommt man ein zwiespältiges Gefühl.
Einerseits merkt man, dass Philomelas Traum aus Freiheit und Natur besteht, andererseits wird man gleich auf die Seite des Erzählers gezogen, den man in seiner Traurigkeit einfach in den Arm nehmen möchte. Was soll man auch als Daheimgebliebener denken, wenn bloß eine SMS mit dem Text kommt:


ICH HABE DIE SCHÖNHEIT ENTDECKT. VERZEIHE MIR! ICH WERDE DICH NIE WIEDER SEHEN.

So sehr ich Philomela in diesem Moment gehasst habe, umso mehr Angst hatte ich, als bekannt wurde, dass der Forschungsleiter der Gruppe die Aktion abbrach. Philomela ließ sich nicht beirren: Sie wollte den Vogel des Paradieses sehen. In einer unbekannten Welt, in der es noch Kannibalismus gab, Männer über Frauen herrschten und einem giftige Tiere über den Weg laufen. Dort war Philomela auf sich selbst gestellt.
Lebt sie noch, hatte sie tatsächlich den Vogel des Paradieses entdeckt, oder fand sie vielleicht die Liebe zu einem Eingeborenen? Das sollte jeder Leser selber beim Lesen herausfinden. Aber manchmal sind Dinge eben anders, als sie auf den ersten Blick erscheinen.

Aufmerksame Leser werden viele Randdaten über das Land Papua-Neuguinea finden, die nach meinen Suchen über Google auch stimmen. Dieses Land, das der Autor Christian Krug beschreibt, muss so unwahrscheinlich schön sein, dass man selber Fernweh bekommt. Grenzen - die mit wenigen Schritten zwei vollkommen verschiedene Welten zeigen. So besitzt die Hauptstadt Port Moresby Internet, Telefon und Fernsehen, doch nur wenige Kilometer weiter fängt schon das unbekannte Land an, wo Abenteuer beginnen. Es ist ein Land, wo Menschen nur mit einem ledernen Penis-Etui bekleidet sind, oder kaputte und dreckige Klamotten am Leib tragen müssen. Strom und Wasser sind pure Luxusgüter, die nur die wenigsten Menschen dort überhaupt kennen. Die Menschen glauben noch an Geister und Dämonen und viele von ihnen leben tief im Regenwald in kleinen Gruppen, die andere Menschen noch nie gesehen haben.

Wer einen Roman über die Schönheit Papua-Neuguineas, ein spannendes Abenteuer mit Liebe, Erotik und kriminalistischem Feingespür sucht, wird dieses Buch wie ich lieben. Wer nun aber denkt, dass er eine Art Reiseführer in der Hand hält wird hierbei enttäuscht. Obwohl ich dieses Buch verschlungen habe, würde ich aber nur 5 Sternen von 6 vergeben.

Die wichtigen Infos, die man braucht, um in diese Geschichte einzutauchen, sind nicht immer gleich einsehbar. Manchmal gingen die Perspektivenwechsel der Protagonisten zu schnell, so dass ich überlegen musste, befindet man sich in der Gegenwart oder Vergangenheit. Auch kleine, vom Lektor übersehene Schreibfehler sind ärgerlich, denn dieses Buch sollte, wie die darin erzählte Geschichte rein sein. Die Philosophie dieses Buches beflügelt die Fantasie und macht das Gelesene greifbar. Man wird das Buch nicht einfach aus der Hand legen und vergessen können. Man wird sich an dieses schöne Land erinnern, an Philomela und ihren Kellner, die das Spiel des Lebens kennen lernten. Aber man wird sich auch erinnern, wie brutal dieses Leben sein kann, wie schnell aus Träumen Albträume werden können. Gerade das zweite Kapitel, das aus der Sicht von Philomela erzählt wird, ist düster, schmerzhaft und grauenvoll, und doch saugt man jedes Wort auf, um Philomelas Traumwelt kennen zu lernen

Man sollte bereit sein, sich auf den Autoren einzulassen, um in diese Fantasiewelt eintauchen zu können. Viele Stunden mit den Protagonisten ermöglichen uns, eine Welt kennen zu lernen, die ihre Schönheit entfaltet und doch mehr als nur gefährlich ist.


*
********

Fazit: Dieses Buch sollte in keinem Regal fehlen. Einzig der Preis von 15,90 Euro könnte abschreckend wirken, der für mich aber gerechtfertigt ist. Auch sollte man sich nicht vom Cover abschrecken lassen, ich hätte sicher ein anderes gewählt, aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache.


**********

Anmerkung: Der Name Philomela bedeutet übersetzt Nachtigal und passender hätte der Name unserer Protagonistin nicht ausfallen können. Der Name kommt aus dem Griechischen. Ein weiteres Indiz dafür, dass Christian Krug für diesen Roman gut recherchiert hat.

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1.400 Bibliotheken, 10 Leser, 26 Gruppen, 118 Rezensionen

vampire, liebe, elena, stefano, fantasy

Tagebuch eines Vampirs - Im Zwielicht

Lisa J. Smith , Ingrid Gross , Kerstin Windisch
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.11.2008
ISBN 9783570304976
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Verliebt in einen Vampir
Vierhundert Jahre ist es her, dass die Florentiner Brüder Stefano und Damon aus Liebe zu der schönen Catarina zu erbitterten Feinden - und durch Catarinas Fluch zu Vampiren wurden. Und noch immer ist der Kampf der Brüder nicht entschieden.
Spannung und Romantik groß geschrieben!•
Pageturner mit Suchtgefahr•
Für alle Fans von »Biss zum Morgengrauen«

Meinung:
Ich habe die Bücher „Tagebuch eines Vampirs 1 – 4“ in einen Pack vom Weltbild Verlag günstig ersteigern können. Ich bin sehr neugierig geworden da ich Vampire liebe und alle Welt momentan von der Serie auf Pro 7 redet.
Das erste Band ist sehr flüssig zu lesen und man bekommt leichte Kost auf einen Leseteller serviert. Die Reihe aus den 1990er Jahren ist eine amerikanische Bestsellerserie. Vampire und vorallen romantisch veranlagte Vampire finden bei einen großen Publikum Gefallen. Diese Serie eignet sich allerdings eher für die jüngeren Leser die mit dem Genre Phantastik ihre ersten Bekanntschaften machen.
Die Geschichte handelt von der 17 jährigen Elena die die unbestrittene Highschool-Queen auf ihrer Schule ist. Sie ist ein verwöhntes Modepüppchen und die Mädchen himmeln sie einfach an. Was Elena sagt ist Gesetz und alle Mädchen wollen ihr gefallen. Läuft es aber doch mal nicht so wie sie es gerne hätte, schmollt sie und bricht auch schon mal in Tränen aus. Sie ist ein hübsches Mädchen und die Jungs sind verrückt nach ihr. Doch sie spiel nur mit ihnen und verletzt so manchen Jungen, was ihr allerdings nicht groß auffällt oder ihr auch egal ist.

Das macht Elena nicht unbedingt sympatisch für den Leser und man lernt ganz langsam eine andere Seite kennen, die im Herzen recht einsam ist.
Nach den Ferien und im letzten Schuljahr kommt Stefano an die Schule. Ein richtig cooler Junge mit Sonnenbrille und Designerklamotten. Elena wittert neue Beute und verlässt ihren derzeitigen Freund. Nur dumm das Stefano so rein gar nichts von ihr wissen möchte……

Zeitgleich passieren auf einmal komische Dinge und es wird ein obdachloser Bürger schwerverletzt aufgefunden. Elena zweifelt an ihren Verstand denn sie steht auf einmal im Mittelpunkt den sie gerne entrinnen würde…..

Die Story ist typisch amerikanisch und man kann sich alles gut vorstellen. Jungs spielen Football, Mädchen hängen in Gruppen zusammen und ihre Probleme sind die eines typischenTeenager. Trotz das ich nun jenseits der Zielgruppe liege, und mich auf den einfachen Erzählstil einlassen können und ich will natürlich wissen wie das ganze weiter geht. Es verspricht spannend zu werden da man eine vielzahl an Figuren kennen gelernt hat und hoffentlich weiter begleiten darf.
Wer denkt er hat nun einen munteren und romatischen Vampirroman vor sich, wird vielleicht enttäuscht sein, denn die Eigenschaften eines Vampirs sind im ersten Band sehr zurückhaltend verwendet. Auch die körperliche Liebe wird mehr angedeutet und ist „amerikanisch zensiert“.

Auf starke blutige Kampfszenen wurde weitgehend verzichtet so das man es Kindern ab 12 Jahren gerne in die Hand geben kann.

Fazit:
Für junge Leser sehr empfehlenswert. Erfahrene Genreleser sollten sich bewusstsein, das es sich um eien Jugendreihe handelt um vielleicht nicht ganz so entäuscht zu sein.

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1.099 Bibliotheken, 6 Leser, 21 Gruppen, 57 Rezensionen

vampire, liebe, damon, elena, stefano

In der Dunkelheit

Lisa J. Smith , Ingrid Gross , Kerstin Windisch
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.11.2008
ISBN 9783570304990
Genre: Jugendbuch

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1.171 Bibliotheken, 9 Leser, 20 Gruppen, 75 Rezensionen

vampire, liebe, damon, elena, stefano

Bei Dämmerung

Lisa J. Smith , Ingrid Gross , Kerstin Windisch
Flexibler Einband: 254 Seiten
Erschienen bei cbt, 03.11.2008
ISBN 9783570304983
Genre: Jugendbuch

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953 Bibliotheken, 14 Leser, 8 Gruppen, 128 Rezensionen

thriller, psychothriller, schwarzer mann, trigger, psychiatrie

Trigger

Wulf Dorn
Flexibler Einband: 429 Seiten
Erschienen bei Heyne, 05.10.2009
ISBN 9783453434028
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Elli, Psychologin in der Waldklinik übernimmt einen BIF- einen sogenannten Besonders interessanten Fall. Ihr Freund und Kollege Chris sind kurzfristig zu einer Reise angetreten und hat ihm das Versprechen gegeben sich um seine Patienten zu kümmern. Dort trifft sie auf eine namenlose unbekannte Frau, die schwerst misshandelt ist und die Elli vor den schwarzen Mann warnt. Elli bekommt einen Notfall dazwischen und als sie wieder auf die Station kommt ist die Patientin weg…

Schlimmer noch, niemand will diese Patientin gesehen haben, es gibt noch nicht mal einen Hinweis in einer Krankenakte. Doch der schwarze Mann meldet sich bei Elli und ein grausames Spiel beginnt. Elli hat 2 Tage Zeit, um den schwarzen Mann zu erkennen und die namenlose Frau zu retten. Schon sehr schnell begreift sie, dass sie am besten niemand mehr in ihrem Umfeld trauen kann, und ist selber bald kurz vor dem Wahnsinn

Meinung:
Selten habe ich so einen genialen wie temporeichen Thriller gelesen. Der Leser wird mit psychischen Ängsten der Protagonistin Elli und der unbekannten Frau konfrontiert und sehr schnell wird der Leser selber beklemmende Angst spüren.

Dieses Buch ist nichts für Opfer die mit Gewalt und Missbrauch Erfahrungen gemacht haben, ich möchte hier auch eindringlich vor warnen!


Mein Herzschlag hat sich einige Male erhöht und hat auch bei mir unterbewusste Ängste hochgeholt, Wulf Dorn ist ein Meister in seinen Erzählstil.

Der Leser hat das Vergnügen mit Elli den schwarzen Mann zu jagen und immer wenn man als Leser dachte, jawohl sie hat ihn, hat Dorn es geschafft den Leser wieder in eine andere verworrene Szene zu werfen. Bis ganz zum Schluss hält Dorn die Spannung und man will einfach wissen wer der Täter nun ist. Die Figuren sind anfangs sehr oberflächlich geschildert, und dies dient zum erhöhten Spannungsinhalt, doch nach und nach packt der Leser wie bei einen Geschenk die Lösungen aus, und wird trotzdem sehr überrascht vom Ende sein…

Wulf Dorn, ein Muss für jeden Thriller-Liebhaber und diesen Namen muss man sich in Zukunft merken.

Fazit:
Wolf Dorn ist die deutsche Antwort auf Paul Cleave

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wien, vampir, vampire, hamburg, liebe

Das Herz der Nacht

Ulrike Schweikert
Fester Einband: 478 Seiten
Erschienen bei Egmont LYX, 05.10.2009
ISBN 9783802582233
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung
Wien im 19. Jahrhundert. Auf den prunkvollen Bällen am kaiserlichen Hof wird der Vampir András Báthory von den Damen umschwärmt. Doch ihn verlangt es nach geistreicher Unterhaltung, wie er sie in den Gemächern der klugen Gräfin von Traunstein findet. Dort lernt er die hübsche Pianistin Karoline kennen und beginnt, bei ihr Unterricht zu nehmen. Doch Karoline hütet ein dunkles Geheimnis. Da wird die Gräfin von Traunstein ermordet aufgefunden, und alles deutet darauf hin, dass in der Stadt ein weiterer Vampir sein Unwesen treibt. Er scheint es auf Báthory abgesehen zu haben und auf alle, die ihm nahe stehen.


Meinung
Ulrike Schweikert ist in der Romantic Fantasy & im historischen Genre keine unbekannte Autorin mehr. Als Rike Speemann startet die Autorin 2003 im Droemer Knaur Verlag die Vampir-Reihe um den Charismatischen Vampir Peter von Borgo. Leider ist diese Auflage heutzutage vergriffen und nur wenige Leser haben diese Erstausgabe noch. Später nahm der Lyxverlag die beiden Bände um Peter von Borgo in ihrem Programm auf, die unter den tatsächlichen Namen Ulrike Schweikert seither viele neue Fans hinzugewinnen konnten. Spielten diese beiden Bände im heutigen Hamburg, ging Schweikert diesmal in ein zauberhaftes Wien zurück, das eine atemberaubende Zeitreise für alle historischen Romanliebhaber sein wird. Eine Zeit wo Peter von Borgo sich noch András Petru Báthory nannte.

Die Geschichte beginnt um das Jahr 1840. Es zeigt ein authentisches Wien wo der Hochadel, ihre Tanzpaläste und Kaffeehäuser im Einklang mit der Welt standen. Hervorragend recherchiert erlebt der Leser ein Wien wo die Zeit still gestanden ist. Die historische Kulisse erwacht im geistigen Auge und es ist ein wahrer Genuss in dieser vergangenen Zeit zurück geführt zu werden.

Neben dieser detaillierten Kulisse schafft es die Autorin mühelos den sprachlichen Charme der Wieder einzufangen, und man fühlt sich einfach als stiller Beobachter sehr wohl beim lesen. Das ganze wird mit einer Prise Spannung, Mystik, Romance und Krimielementen verrührt und es kommt ein wahrer Lesefluss bei raus.

Dies ist nicht zuletzt den Protagonisten und ihrer Geschichte zu verdanken. Graf András Petru Báthory rettet die Fürstin Theresa Kinsky bei einer Kutschfahrt als ihre Pferde durchgegangen sind. Sie lernen sich immer besser kennen und hegen eine sehr enge Freundschaft miteinander. András zeigt Therese auf sehr aufmerksamer Weise, das es viel mehr gibt als sich täglich von einem brutalen Mann schlagen zu lassen. Durch die Fürstin lernt er die Pianistin Karoline Wallberg und ihre Tochter Sophie kennen. Sophie ist ein blindes Kind und sieht durch ihre anderen Sinne. Sie entdeckt in András den Tod doch fürchtet sie ihn nicht. Karoline bringt indes in Klavierstunden András das spielen bei und auch dort erblüht langsam eine Freundschaft. Gerade ihre Tochter Sophie wickelt nach und nach den Grafen um ihre Finger.

Graf András könnte in Frieden in Wien leben wären da nicht unerklärliche Morde die alle ihn im Zusammenhang zeigen würden. Das Spiel um den unbekannten Mörder nimmt immer weiter Fahrt auf und die Schlinge zieht sich um András immer weiter zu. Doch wer ist der Unbekannte der András Weg mit Leichen pflastert?

Schnell hat der Leser seine Lieblings-Protagonisten gefunden. Ist es die Fürstin die mit ihrem lauten Mundwerk schnell die Leser auf ihre Seite zieht und für den damaligen Gessellschaftsstatus alles andere als untergeben ist? Oder ist es András selber der durch Höflichkeit und Charme die weiblichen Leserherzen höher schlagen lässt. Oder mag man lieber die junge Pianistin die nicht nur durch ihre Pianokünste sich in das Herz der Leser schummelt. Die Figuren haben eine sehr bewegende Tiefe und sind detailliert herausgearbeitet worden.

Neben diesen fiktiven Figuren hat es sich die Autorin nicht nehmen lassen auch wahre Persönlichkeiten in ihren Roman einzubauen wie zb Franz Grillparzer und seine Verlobte Katharina Fröhlich oder die Schriftstellerin Karoline Pichler.
Kleine Längen im Roman dienen dazu die Spannung immer weiter zu steigern und in einem großartigen Finale in Hamburg über den Leser explodieren zu lassen. Auch hierbei bedient sich die Autorin einer wahren historischen Begebenheit,- den Brand in Hamburgs Altstadt im Mai 1842.


Ich möchte dieses Werk von Ulrike Schweikert all denen ans Herz legen die Historische Romane lieben. Für alle Vampirfans ist dieses Werk sowieso ein MUSS!!! Nach diesem Werk werde ich mit 100% Sicherheit auch die weiteren Werke um Peter von Borgo lesen und mich in weitere Lesestunden einfach verzaubern lassen.

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

vampire, young adult, jugendbuch, fantasy, england

Cedars Hollow

Charlotte Schaefer
Buch: 200 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.03.2009
ISBN 9783940235732
Genre: Fantasy

Rezension:

Kurzbeschreibung
Nach dem mysteriösen Tod ihrer Mutter, findet sich Hazel in einer Welt aus Schweigen und Mitleid wieder. Einziger Lichtblick in einem immer schwerer zu ertragenden Alltag, ist ihre Freundschaft zu dem charismatischen Dave, den sie am Tag der Beerdigung ihrer Mutter zum ersten Mal trifft. Bald entdeckt Hazel jedoch, dass sich mehr hinter Dave verbirgt, und dass das Leben im beschaulichen britischen Städtchen Cedars Hollow gefährlicher ist, als sie es je erahnen konnte. Und was hat es mit dem Jungen auf sich, der Hazel auf Schritt und Tritt verfolgt? Die beiden jungen Männer sind so gegensätzlich wie Blut und Wasser, und doch haben sie etwas gemeinsam. Ein Hauch unheimlicher Faszination umgibt sie, der Hazel magisch anzieht. Als die Ereignisse bedrohlich werden, weiß Hazel nicht mehr, wem sie noch vertrauen kann. Sagen Vampire überhaupt jemals die Wahrheit?

Meinung
Mit Cedars Hollow ist der Autorin Charlotte Schaefer ein wunderschönes Debüt gelungen. Mit flüssiger und spritziger Sprache entführt sie den Leser in die englische Stadt Cedars Hollow. Diese kleine Stadt konnte bislang in Frieden leben, doch zieht sich eine düstere Mordserie quer durch die Stadt. Auch Hazels Mutter wird zum Opfer, und Hazel zieht sich immer mehr zurück.

Als Dave auftaucht und ihr Vertrauen gewinnt, blüht sie auf und freut sich auf jeden neuen Tag mit ihrem neuen Freund. Doch plötzlich taucht noch ein anderer Junge auf, und Dave und er scheinen sich nicht besonders zu mögen. Bald steckt Hazel in der Zwickmühle und weiß nicht mehr was sie noch glauben soll.

Cedars Hollow eignet sich für Leser/innen ab 12 Jahre. Gewaltszenen sind zwar vorhanden, dennoch soweit umschrieben, dass man es ab der Lesealterempfehlung getrost lesen lassen kann. Ältere Leser werden wahrscheinlich auch die Erotik vermissen, die es sonst in Vampirromanen gibt, doch kommt hier die erste Liebe zweier Teenager zur Sprache.
Beim Lesen hatte ich Parallelen zu Stephenie Meyers erkennen können, dennoch ist dieses Buch auch mit neuen Ideen gespickt.

Die Hauptprotagonisten haben eine schöne Tiefe, so dass gerade junge Leser sich damit identifizieren können.

Für mich kommt der Wunsch hoch, gern noch weiter diese Geschichte zu verfolgen, und ich hoffe, dass Charlotte Schaefer weiterschreibt.

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2.465 Bibliotheken, 52 Leser, 20 Gruppen, 289 Rezensionen

liebe, seelen, fantasy, zukunft, freundschaft

Seelen

Stephenie Meyer , Katharina Diestelmeier
Fester Einband: 864 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 14.08.2008
ISBN 9783551581907
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden weil ich das Cover einfach nur genial fand. Zudem bin ich ein Anhänger der Biss-Reihe und so war klar das ich dieses Buch irgendwann lesen werde.
Meine Erwartungen waren sehr hoch denn ich liebe den Schreibstil von Meyers aus der Bissreihe und ich fragte mich ängstlich ob sie fern ab von Bella und Edward einen weiteren Bestseller hinbekommen könnte…..
Meine Angst war unbegründet und ich muss sagen „Seelen“ ist noch um Längen besser als ihre Vampir-Jugendreihe. Weiter war ich vorher skeptisch ob mir ein Science Fiction Buch gefallen könnte denn so wird es unter anderen ja beworben. Auch diese Überlegungen wurden sofort zunichte gemacht und ich fand mich sofort in einer Geschichte wieder die so Spannend war das ich für das Buch genau 2 Tage benötigte.
Das Buch wird hauptsächlich aus der Sicht von der außerirdischen Seele Wander erzählt. Seelen werden den Menschen implantiert damit der Mensch alle negativen Charaktereigenschaften verliert und die Welt vom Bösen gerettet wird. Normalerweise verliert der Mensch sein Bewusstsein und die Seele wird den Körper als Wirt nutzen. Doch diesmal hat die Seele es mit einen starken menschlichen Geist zu tun und kann ihn nicht verdrängen. Zwei Seelen, ein Körper das kann nicht gut gehen vor allen wenn die Liebe dann auch noch zuschlägt.
Melanie, der Mensch führt Wanda zu dem Versteck der Menschen und muss dort lange Zeit als Gefangene leben, da die Menschen Wanda/Melanie nicht trauen. Nach und nach muss Wanda erkennen ob es nicht besser gewesen wäre einen anderen Planeten zu besetzen und hinterfragt ihre eigenen Gesetze…

Dieses Buch hat eine deutliche Botschaft. Auch wenn wir Menschen in vielen Dingen brutal, aggressiv agieren, und nicht fehlerfrei sind, ist jeder Mensch mit seinen Gefühlen ein wichtiger Bestandteil unserer Welt. Man darf nicht über Menschen fremdbestimmen ob er eine andere Hautfarbe hat oder eine andere Meinung.
Mit viel Gefühl schafft es die Autorin eine Welt zu schaffen, die den Leser von einer Spannungswelle zur nächsten treibt. Man will mehr über diese Wesen wissen die eigentlich nur aus guten Gedanken die Menschen besetzen.

Zum Schluss hat man einen richtig dicken Kloß im Hals und man legt das Buch nicht einfach nur beiseite.
Erfreulich ist das die Autorin noch zwei weitere Bände schreiben will und ich hoffe sie lässt ihre Fans nicht all zu lange warten.

5 volle Punkte für ein Buch das Jung und Alt zu unterhalten weiß

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(703)

1.437 Bibliotheken, 17 Leser, 19 Gruppen, 220 Rezensionen

liebe, träume, fantasy, nachtmahr, colin

Splitterherz

Bettina Belitz
Fester Einband: 630 Seiten
Erschienen bei script5, 01.01.2010
ISBN 9783839001059
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kurzbeschreibung
Es gibt genau einen Grund, warum Elisabeth Sturm nicht mit fliegenden Fahnen vom platten Land zurück nach Köln geht, und dieser Grund heißt Colin. Der arrogante, unnahbare, aber leider auch äußerst faszinierende Colin gibt Ellie ein Rätsel nach dem anderen auf, und obwohl sie sich mit aller Macht dagegen wehrt, kann sie sich seiner Ausstrahlung nicht entziehen. Bald muss Ellie einsehen, dass Colin viel mehr mit ihrer Familie verbindet, als sie sich je vorstellen könnte. Ihr Vater Leo verbirgt ein Geheimnis, das ihn und Colin zu erbitterten Gegnern macht – und das Ellie in tödliche Gefahr bringt. Dass sie mit ihren seltsamen nächtlichen Träumen den Schlüssel zu dem Rätsel in der Hand hält, begreift Ellie erst, als ihre Gefühle für Colin alles zu zerstören drohen, was sie liebt.

*************

Zum Inhalt
Elli, die 17 jährige Abiturientin zieht mit ihren Eltern aufs Land, und soll da ihr letztes Abschlussjahr absolvieren. Für ein Großstadtkind wie Elli ist Kauenfeld aber alles andere als ein Highlight an Großveranstaltungen, und Freizeitmöglichkeiten. Ihr Vater, ein sehr begabter Psychiater bekommt eine leitende Stelle im Westerwald und so zieht die Familie dort hin.

Die Landluft scheint Elli aber nicht zu vertragen, denn sie ist immer müde, überreizt und fällt immer wieder in Ohnmacht. Die Kommunikation in ihr „altes“ Leben ist auch fast unmöglich, denn sie hat kaum Empfang mit ihrem Handy, und ihre alten Freunde scheinen sie vergessen zu haben. Aber neue Freunde finden ist für Elli nicht leicht. Sie ist für die Landjugend, das kleine Modepüppchen, das arrogant wirkt und keinen an sich ran lässt. Aber auch Ellis zahlreichen Ängste machen es schwer Kontakt aufzunehmen so das Elli sehr einsam ist in dem 400 Seelen Dorf. Mit ihren Eltern ist es auch schwer…. Mutter immer gestresst und der Vater Migräne geplagt.

Als sie auf den unnahbaren Collin das erste Mal trifft geht es auch gleich in die Hose, und Ellis innere Zerrissenheit lässt sie in eine tiefe Dunkelheit fallen….

*************

Meinung
Selten hat mich ein Buch so gefesselt wie Splitterherz es getan hat und noch nie war ich so traurig, die Figuren am Schluss alleine zu lassen. Mit „ Splitterherz“ ist Bettina Belitz ein zauberhaftes Debüt gelungen und lädt den Leser zum Träumen ein…

Träumen,- ein Stichwort, wird in dem Buch großgeschrieben. Die Hauptprotagonistin Elli (Elisabeth Sturm) besticht durch ihre Charakterzüge und ihre Träumereien. Man begleitet das junge Mädchen sehr gerne und beobachtet wie eine junge Frau mit vielen Ängsten über ihren eigenen Schatten springt. Sie steht von Anfang an in einer Außenseiterposition und der Leser kann gar nicht anders als sich zu ihr hingezogen zu fühlen.

Den männlichen Hauptpart bekommt Collin, ein junger Mann der sehr unnahbar scheint. Er ist nicht der typische Traummann sondern seine Ausstrahlung macht ihn schön. Er lebt ein Einsiedlerleben und ist für sein Alter doch sehr verbittert. Er lebt als Forstarbeiter im Wald, hat ein unberechenbares Pferd, und ist sehr naturverbunden. Collin ist nicht der Mensch der gerne einen an sich heran lässt und das macht den Leser neugierig zu erfahren warum er so kauzig ist. Für mich der stärkste Charakter in der Geschichte, einfach toll

Selbst die Nebenfiguren aus Bettina Belitz Feder haben eine unglaubliche Tiefe, so dass die Figuren sehr dreidimensional wirken. Sie sind zu greifen nahe, und das Kopfkino spielt einen wunderbaren Film ab. Es würde mich auch nicht wundern wenn dieses Jugendbuch verfilmt wird, denn dazu eignet es sich wunderbar.

Wie gerade erwähnt ist Splitterherz im Jugendbuchbereich zu finden, allerdings erfreut diese Geschichte Jung und alt.

Gerade die älteren Leser, die in den 70zigern geboren sind, werden viele kleine Anspielungen zwischen den Zeilen lesen können. Ich als Leserin habe mich in meine eigene Jugend zurückgesetzt gefühlt ohne dass man sich dabei lächerlich vorkommen müsste. Im Gegenteil, ich habe diese Geschichte die als Trilogie vorgesehen ist einfach nur noch genießen können.

Mit einem angenehmen flüssigen Schreibstil, einer warm verbreiteten Stimmung, die nicht zuletzt durch eine anschauliche Erzählweise entsteht, entführt die Autorin den Leser, viele Stunden in ihre Welt, mitten in Deutschland.

Dieses Buch kann auch als eigenständiges Werk betrachtet werden, und der Leser ist nicht gezwungen die beiden nachfolgenden Bände zu kaufen, aber er wird es aus freien Stücken tun, da bin ich mir als Leser sehr sicher.

*************

Fazit
Splitterherz ist für all diejenigen gedacht die das Träumen noch nicht verlernt haben. Ein Schmuckstück und ein MUSS für jedes Buchregal!

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Tags: albtraum, angst, ängste, collin, förster, friese, kater, liebe, louis, mr. x, pferd, romantik, spinnen, träume, wald   (15)
 

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

paris, 17. jahrhundert, historischer roman, liebe, geister

Das Orakel von Paris

Antonia Munoz
Flexibler Einband: 210 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.09.2008
ISBN 9783940235237
Genre: Historische Romane

Rezension:

Wir befinden uns Ende des 16. Jahrhunderts in Frankreich. Jeanne Fleur Meunier wächst als Halbwaise bei ihrem Vater, einem Müller auf. Sie wird von allen gemieden. Die Leute munkeln über Sie und meinen, sie sei nicht ganz dicht. Als dann ihre Stiefmutter ins Haus kommt, fangen Jeannes Probleme erst richtig an. Als Georg sich dann noch an Jeanne vergreift, wird George vom Hof gejagt. Doch Jeanne ist entehrt.
Eines Tages kommt der Marquis de Saint Fleur auf den Hof, um nach den Steuern des Müllers Ausschau zu halten und entdeckt Jeanne. Er bestellt sie zu sich und für Jeanne beginnt eine Zeit als Mätresse. Sie besitzt viele Luxusgüter, muss aber ihrem Liebhaber stets zu Diensten sein.

Es gelingt ihr die Flucht nach Paris. Bei einem Apotheker wird sie anstellig und lernt dort die Kräuterkunde. Auf einem ihrer Botengänge lernt sie die Schneiderin Madame Dumonde kennen, und sieht deren verstorbenen Sohn in einer Ecke sitzen. Damit ist der kometenhafte Aufstieg von Jeanne nicht mehr zu stoppen und sie wird zu La Dame Rouge, einem angesehenen Medium. Schnell hat sie aber auch Neider auf den Plan gerufen und muss schon bald auch ihr Leben fürchten.

Antonia Munoz hat das geschafft was kaum ein Autor/in bei mir schafft, und zwar mich von der ersten Zeile so zu fesseln, dass ich dieses Buch förmlich verschlungen habe. Wer Diana Gabaldons Highlandsaga mag wird Munoz’ Das Orakel von Paris lieben. Zwar bedient sich die Autorin keineswegs irgendwelcher Zeitsprünge, doch ist gerade die Vermischung von den Genres Historisch und Mystisch ist das, was gerade die weiblichen Leser anziehen dürfte.

Ich habe mich völlig in einem Frankreich der vergangenen Zeit wiedergefunden. Wunderbar recherchiert, zeigt sie die Seiten, die alles andere als einfach für eine Frau waren. Jeanne wurde aber mit einem entzückenden Sturkopf sowie jeder Menge Mut ausstaffiert, so dass das Leben von ihr stimmig ist. Besonders gut haben mir die Dialoge zwischen ihr und Gabrielle gefallen, die nicht von dieser Welt ist. Das Buch wurde durch den unterschwelligen Witz immer wieder gelockert, so dass man einen flüssigen Schreibstil vorfindet. Als Leser kann man immer erahnen, in welche Gefahr Jeanne rein schlittern wird, was einen dazu bringt, die Protagonistin schütteln oder warnen zu wollen. Trotzdem ist es nicht im herkömmlichen Sinne voraussagbar. Die Spannungsbögen wechseln sich mit ruhigen Phasen ab, und man kann kleine Atempausen machen.

Dem weiblichen Leser werden zudem auch einige erotische Szenen geboten, denn eine Liebesgeschichte zieht sich durch das Buch. Dies und die phantastischen Elemente machen das Buch zu einem reinen Lesevergnügen.

Das eigentliche Ende wurde dankbarer Weise von der Autorin noch etwas hinausgezögert, und man erfährt zum Schluss noch ein Familiengeheimnis. Kleine Fragen bleiben offen, die aber nicht zwingend notwendig beantwortet werden müssen. So bleibt mir zu hoffen, dass die Geschichte von Jeanne Fleur eines Tages weiter gehen wird.
Das Orakel von Paris ist eines der besten historischen Bücher, die ich dieses Jahr lesen durfte und man darf gespannt sein, was uns von der Autorin noch alles geboten wird.

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Der Keltenfürst

Daniel Daub
Flexibler Einband: 184 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.10.2008
ISBN 9783940235268
Genre: Fantasy

Rezension:

Thomas kommt durch eine Erbschaft mit seiner Familie in das idyllische Waldburgen. Doch schon das Ankommen dort zeigt, dass die Idylle trügt. Ewiger Regen, kautzige Bewohner und eine Schreibblockade sind nur einige Dinge, die Thomas zu dem Wunsch bewegen, bald wieder in die Stadt zurück zu ziehen.
Doch Waldburgen hat auch eine Attraktion zu bieten. Auf einem Hügel wurde ein Keltengrab gefunden, wo ein Fürst mit seinen Druiden begraben wurde. Staub beginnt sich zu interessieren, da er über die Kelten schreibt.

Zeitgleich lernt er den mystischen Buchhändler Ralf kennen und schon bald zweifelt er an seinem Verstand.

Dieses Buch passt hervorragend in die düstere Jahreszeit. Dunkel, regnerisch und mystisch. Ich las das Buch mit meiner Kuscheldecke und Schummerlicht und befand mich schon bald mitten im Geschehen.

Anfangs musste ich mich auf den Stil des Autores einstellen, denn er hat eine sehr lebhafte und informative Sprache. Ich fragte mich oft, wie kann man so viel Info in nur einen Satz packen. Dies soll auf keinen Fall negativ aufgefasst werden, eher im Gegenteil, denn man wird dadurch praktisch in das Buch hineingezogen und sieht alles mit seinen eigenen Augen.

Die Figuren sind tief gezeichnet und gerade weil diese gar nicht so perfekt sind, kann man sich schnell mit ihnen identifizieren. Besonders hervorheben möchte ich, dass dieser Roman in Deutschland spielt. Der Autor zeigt, dass auch Deutschland Mystik vorweisen kann ohne lächerlich zu wirken. Das Thema Kelten, Religion und ein Schuss Fantasy zeigt, das alles gut harmonieren kann. Allerdings muss man sich darauf einlassen können.

Die Sichtweise vom Jenseits fand ich vom Autor einfach nur wunderschön beschrieben und kann ich mit meinem christlichen Glauben voll annehmen.
So hatte ich nicht nur ein schönes Lesevergnügen sondern auch jede Menge neue Informationen, die neugierig machen.
Neugierig wurde ich auf diesen Autor, und ich hoffe, das dies nicht sein letztes Werk ist.

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Erben der Schuld

Bettina Reiter
Flexibler Einband: 228 Seiten
Erschienen bei Sieben-Verlag, 01.05.2008
ISBN 9783940235183
Genre: Historische Romane

Rezension:

Bettina Reiter hat mit ihrem Debütroman wirklich ein tolles Unterhaltungswerk geschaffen. Der Leser fiebert mit der Protagonistin Mary-Ann mit. Ihr Ehemann James White entpuppt sich nach der Hochzeit als wahres Monster. Vergewaltigungen, Züchtigungen und Intrigen gehören für ihn zur Tagesordnung. Er vergreift sich nicht nur an seiner Ehefrau, sondern auch an seinem Personal, um an seine Ziele zu kommen.
Aber auch James ist nur ein Werkzeug von seinen Großvater gewesen. Für den Leser wird es nachvollziehbar warum James so handelt, allerdings wird der Leser sich nie auf seine Seite stellen können. Mary-Ann wird in diesem Roman eine immer stärker werdende Rolle übernehmen und auf den letzten Seiten habe ich mich ertappt, die Seiten zu überspringen um schnell zu erfahren wie die Geschichte ausgeht.
Mir hat die bildhafte Sprache der Autorin sehr gut gefallen und ich habe mich in einer unbekannten Zeit wiedergefunden. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite.

Einige Teile des Romans sind historisch wiederzufinden doch die Hauptfiguren sind fiktive Gestalten. Alle Protagonisten sind unterschiedlich und haben eine schöne Tiefe. Doch auch mit nur kurz angeschnittenen Figuren wird man mitleiden, wenn die grausamen Taten von James White beschrieben werden.
In einer Lesepause fragte ich mich, warum man eigentlich immer sagt früher war alles besser. Die Szenen, die Bettina Reiter beschreibt, sind alles andere als schön und ich bin froh in einer Zeit zu leben wo Frauen etwas zu sagen haben.
Leser, die Missbrauch und Gewalt am eigenen Leib erfahren haben, sollten dieses Buch vielleicht nicht lesen, da ihre Erinnerungen sie sonst überrollen könnten. Auch würde ich dieses Buch erst ab 16 Jahren empfehlen. Allerdings eignet sich dieses Buch hervorragend als Einstieg in das Genre Historischer Roman. Gerade junge Frauen werden sich freuen die Liebesgeschichte von Mary-Ann mitzuerleben, die sich im Laufe des Romans eröffnet.

Das Ende ist unerwartet und die Autorin hat sich die Chance gelassen, eventuell einen weiteren Band über Mary-Ann zu schreiben. Fragen bleiben allerdings nicht offen, sodass man das Buch mit einen guten Gefühl zuschlägt.

Fazit
Ein wundervolles Debüt einer jungen Autorin, die ihre privaten Erfahrungen mit in den Roman einfließen lässt.

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liebe, e-mail, internet, email, leo

Alle sieben Wellen

Daniel Glattauer
Fester Einband: 219 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 04.02.2009
ISBN 9783552060937
Genre: Liebesromane

Rezension:

Das Buch ist so, so, so schön um es mal mit Emmis Worten auszudrücken. Nachdem ich nun „Gut gegen Nordwind“ verschlungen hatte da es so viele positive Bewertungen bekommen hatte, war klar dass ich das zweite Werk von Daniel Glatthauer unbedingt lesen musste.

Ich wurde ziemlich unbefriedigt im ersten Roman als Leser zurück gelassen und war mehr wie gespannt wie es denn nun mit Emmi und Leo weitergeht.
Und wie es weitergeht.

Emmi nimmt den Kontakt wieder zu Leo auf und beide müssen erst einmal einige Hürden überstehen. Emmi musste sich eingestehen das ihre Ehe nicht das verspricht was sie sich immer gewünscht hat, und Leo frisch aus Boston eingetrudelt hat eine neue Beziehung. Nach anfänglicher Emailscheu legen aber beide bald wieder gewohnt sprachlich per Emails los und der Leser bekommt bald wieder Gänsehaut über soviel sprachlicher Liebe.

Diesmal kommt es auch zu einem …zweiten…. Treffen und auch das hat Glatthauer gut gelöst. So erlebt der Leser nicht live die Treffen mit sondern erst in den Mails die geschrieben Wörter über das Treffen. So steigert der Autor nicht nur die Spannung beim Leser sondern steigert die ganze Geschichte bis zum Ende hin. Der rote Faden weicht kein Stück ab, und zieht den Leser bis zum Ende des Romans mit.

Ich habe das Buch in einem Stück gelesen und war wie auch im ersten Werk sehr traurig die beiden alleine zu lassen.

Der Leser kann sich Problemlos in beide Protagnisten reinversetzen und man kann Emmi und Leo einfach nur gerne haben. Gerade weil beide Figuren Menschen wie Du und ich sind, mit normalen Problemen macht es einen leicht sich mit ihnen zu identifizieren.

Weibliche Leser wünschen sich natürlich einen Leo der sie mit Worten verzaubert und auch männliche Leser ( Ja auch für Männer ist dieses Buch geeignet um zu lernen wie man eine Frau verwöhnt ) würden wohl gerne eine schlagfertige humorvolle Emmi wünschen.

Auch das zweite Band ist sprachlich sehr hoch geschrieben und umschrieben so dass es einfach nur Spaß macht dieses Buch zu lesen.

Auch dieses Buch hat ein sehr offenes Ende, was den Leser aber nicht traurig hinterlässt sondern Hoffnung macht das wir vielleicht doch nochmal etwas über Emmi und Leo zu lesen bekommen. Denn dann könnte sich Daniel Glatthauer der Herausforderung stellen, ein Buch zu schreiben wo der Leser eben mal keine Mails zu lesen bekommt.

Ich würde mich auf jeden Fall freuen.
Für mich ein absoluter Kauftipp für das Frühjahr 2009!!!

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liebe, e-mail, internet, freundschaft, email

Gut gegen Nordwind

Daniel Glattauer
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 07.07.2008
ISBN 9783442465866
Genre: Romane

Rezension:

Durch Zufall oder nennen wir es lieber Tippfehler einer Emailadresse lernen sich Emmi & Leo kennen, und der Leser liest eine der schönsten unerfüllten Liebesgeschichten die es in der Belletristik gibt.
Leo hat eine Liebe verloren und Emmi glaubt in ihrer Liebe zu ihren Mann. Doch zwischen den Zeilen und den täglichen Emails wird die Sehnsucht unserer beiden Protagonisten immer mehr.
Dieses Buch möchte ich allen Lesern an das Herz legen die flüssige Belletristik mit hohen Sprachniveu lieben. Der Leser bekommt den Schriftwechsel anhand Emails vor Augen und fühlt sich so sofort zu den Protagonisten hingezogen.
Oftmals wollte ich einfach anstatt der Figuren antworten nur um die Handlung ein wenig schneller voran zu treiben da ich sehr ungeduldig war.
Ich als Frau wünsche mir auch einen eigenen Leo denn dieser verwöhnt mit Worten, Phantasie und jede Menge Humor, aber auch Emmi ist schlagfertig, quirlig und witzig.
Das Ende ist für mich unbefriedigend gewesen, und hat mich traurig gemacht an stelle Leo, doch gibt es im Handel bereits den zweiten Band und dieser wird sicher bald bei mir einziehen.
Die hohe Kunst der deutschen Sprache und das Zeitgemäß sowie ein Thema wie es jeden von uns treffen könnte macht das Buch zu einen Bestseller. Auch die Gefühle füreinander ohne zu wissen wie der andere hinter dem Bildschirm aussieht, verursacht ein Bauchkribbeln. Man ist mit den Protagonisten sehr aufgeregt wie das erste Treffen wohl ausgehen mag, und ist vergleichbar mit unseren Kopfkino das wir beim Lesen einschalten, denn jeder hat doch von seiner Emmi und seinem Leo eine andere Vorstellung
Für mich ein Absoluter Kauftipp!!!

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