TanjaWekwerth

TanjaWekwerths Bibliothek

7 Bücher, 5 Rezensionen

Zu TanjaWekwerths Profil Zur Autorenseite
Filtern nach
7 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

tanja wekwerth, hebamme, das haus der hebamme, pregnitz, natur

Das Haus der Hebamme

Tanja Wekwerth
E-Buch Text: 176 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 07.10.2014
ISBN 9783955207311
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

familie, landleben, feuer, bauernhof, wiebkes eltern

Die Welt ist eine Scheibe

Alexandra Kuitkowski
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 19.02.2013
ISBN 9783455403596
Genre: Romane

Rezension:

Alexandra Kuis „Wiedergänger“ (2010 erschienen bei Hoffmann und Campe) ist mir nie ganz aus dem Kopf gegangen. Es war der ungewöhnliche Blick der Autorin auf das, was man sonst eher ahnt als sieht und die unaufgeregte Eindringlichkeit ihrer Sprache.

Soeben erschien „Die Welt ist eine Scheibe“, wieder bei Hoffmann und Campe.

Diesmal mit ausgeschriebenem Nachnamen, hat Alexandra Kuitkowski einen Roman vorgelegt, der dem „Wiedergänger“ in nichts nachsteht.

Es geht um Wiebke, ein aufrührerische Mädchen, ein Teenager, der dem drögen Provinzleben auf dem Hof seiner Eltern zu gern entfliehen möchte.

Eigentlich sitzt Wiebke gerade auf einem Baum und beobachtet, was das Feuer, das sie gelegt hat, so alles anstellt. Dieses Feuer „atmet kraftvoll und gleichmäßig: ein gesundes Mädchen“, so beschreibt es Alexandra Kuitkowski. Gesund? Das ist Wiebkes Familie schon lange nicht mehr.

In Rückblicken erfährt der Leser, wie der Vater sich einfach aus dem Familiengeschehen ausgeklinkt hat, fremd geht er außerdem und Depressionen hat er. Zum Bruder, dem Kronprinzen hat Wiebke keinen Draht, zur Mutter auch nicht wirklich, und die kleine Schwester ist neun Jahre jünger.

Wiebke klaut, ist rotzfrech und querschädelig und will doch eigentlich nur den Bann brechen. Es muss doch anderes auf der Welt geben, als einer Familie, die sich einfach nicht genug Mühe gibt, gerecht zu werden. Doch die Welt ist eine Scheibe. Manche fallen runter.

Wiebke sitzt auf der gewaltigen Buche und gibt uns weitere Einblicke in ihr Leben:

Sie flirtet mit Clemens, dem neuen Nachbarn, der mit Frau und kleinem Sohn in einen indigoblauen Neubau-Palast gezogen ist. Bald ist es mehr als ein Flirt. Das Unglück braut sich über dem Dorf, „das sich wie im Mittelalter in seinen eigenen Schatten duckt“, zusammen. Dann geht Clemens Sohn verloren, Feuer und Wasser kommen zusammen und Wiebke fällt!

Der hypnotischen Wirkung von Alexandra Kuitkowskis eigenwilligem Schreibstil kann man sich schwer entziehen. Ihre Sätze sind mal von poetischer Schönheit, dann wieder ruppig und kurz, sie bergen Untiefen und sind wirklich etwas ganz Besonderes.

Unbedingt lesen!  

  (7)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(44)

73 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

berlin, sommer, mops, liebe, hummer

Ein Hummer macht noch keinen Sommer

Tanja Wekwerth
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 17.06.2013
ISBN 9783442478125
Genre: Liebesromane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

64 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

frankreich, paris, besatzung, flucht, 2. weltkrieg

SUITE FRANCAISE

Irène Némirovsky , Sandra Smith
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Vintage, 02.03.2006
ISBN 9780701178963
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ohne etwas über das Schicksal der Autorin Irène Némirovski zu erfahren, lässt sich SUITE FRANCAISE, genau genommen ein Romanfragment, nicht vollständig begreifen.
SUITE FRANCAISE (entstanden 1941/42) sollte eigentlich, in Anlehnung an die musikalische SUITE (=Zyklus von Musikstücken die in vorgegebener Abfolge ohne längere Pausen gespielt werden) aus fünf Teilen bestehen.
Nur zwei Teile konnte Irène Némirovski fertig stellen, „Sturm im Juni“ und „Dolce“.
Noch während sie daran schrieb hatte sie wohl erkannt, dass sie keine Chance haben würde, zu überleben.
„Mein Gott! Was tut mir dieses Land an?“, schreibt sie im Juni 1940. Zu diesem Zeitpunkt ist sie 37 Jahre alt, verheiratet, Mutter zweier Töchter und lebt seit über 20 Jahren in Paris. Ursprünglich stammt sie aus Russland. Sie ist in Frankreich eine gefeierte Autorin. Romane wie „Jesabel“ und „David Golder“ haben sie berühmt gemacht. Doch sie ist Jüdin und staatenlos. Ihr Verleger hat sie fallenlassen, Frankreich bietet ihr keinen Schutz. Sie schreibt über dieses Land: „Da es mich von sich stößt, betrachten wir es kalten Blutes und schauen wir zu, wie es seine Ehre und sein Leben verliert.“ In diesem Monat beginnt sie mit der Niederschrift von „Suite Francaise“.
Sie beendet Teil 1 „Sturm im Juni“ und Teil 2 „Dolce“ in winziger Schrift, denn Papier und Tinte sind knapp. Dann wird sie verhaftet. Ein letzter Gruß erreicht die Familie: „Mein Geliebter, meine kleinen Herzliebsten, ich glaube, dass wir heute abfahren. Mut und Hoffnung – ihr seid in meinem Herzen, meine Vielgeliebten.“
Kurz darauf stirbt Irène Néminrovski am 17. August 1942 in Auschwitz.
Ihr Mann Michel Epstein begreift selbst lange nach ihrer Abreise nicht begriffen, dass die Festnahme gleichbedeutend mit dem Tod zu setzen ist. Jeden Tag wartet er auf Irénes Rückkehr, forschte nach ihrem Verbleib und schreibt schließlich an Marschall Pétain, dass seine Frau von zarter Gesundheit sei. (Zu diesem Zeitpunkt ist sie schon tot). Epstein bittet um die Erlaubnis, in einem Arbeitslager ihren Platz einzunehmen. Die Antwort der Vichy-Regierung lässt nicht lange auf sich warten: Michel Epstein wird im Oktober 1942 verhaftet und am 6. November 1942 nach Auschwitz deportiert, wo er sofort nach seiner Ankunft vergast wird. Als nächstes sollen die beiden kleinen Töchtern Denise und Elisabeth an die Reihe kommen. Fieberhaft wird nach ihnen gesucht.
Die Pflegemutter ist so geistesgegenwärtig, die Davidsterne von den Mänteln der Kinder zu lösen und mit ihnen zu flüchten. Sie verstecken sich in einem Kloster, dann in Kellern und Höhlen. Schließlich gelangen sie schwer krank und erschöpft außer Landes.
Immer dabei ist ein Koffer mit Familienpapieren, Fotos und dem Manuskript von Suite Francaise.
Nach dem Krieg warten die Töchter lange Zeit auf die Rückkehr der Mutter, die als „verschwunden“ gilt. Es dauert lange, bis Genaues bekannt wird. Dennoch wollen Denise und Elisabeth die Hefte nicht öffnen. „Es wäre an ihr gewesen, das zu tun“, sagt Denise Epstein.
Erst im Jahr 2004 wird das Vermächtnis der Mutter gelesen und veröffentlicht.
In SUITE FRANCAISE beleuchtet Némirovski alle Seiten Frankreichs während der deutschen Besatzung. Sie räumt mit dem Mythos der Résistance auf, wonach die meisten Franzosen gegen die Kollaboration gewesen wären. Opportunismus, Doppelmoral, Nächstenliebe, Patriotismus sind ihre Themen, oftmals mit erstaunlich viel Humor geschrieben. Die Szene in der Madame Péricand ihren alten, siechen Schwiegervater während der Flucht einfach irgendwo VERGISST, ist auf makabere Weise sehr lustig. Sie hat nur an das Silber und den Schmuck gedacht und an die Katze.
SUITE FRANCAISE ist das beeindruckende Werk einer Frau, die ihre eigene Lebenssituation und die Gefahr in der sie während des Schreibens schwebte, völlig ausspart. Dennoch bekommt man beim Lesen das Gefühl, diese Frau schreibt so drängend und intensiv, als hätte sie gewusst, dass ihr nicht mehr viel Zeit blieb.

  (10)
Tags: auschwitz, drittes reich, flucht, frankreich, judenverfolgung, schicksal, tragödie   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(47)

109 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 9 Rezensionen

karibik, sklaven, sklaverei, new orleans, saint-domingue

Die Insel unter dem Meer

Isabel Allende , Svenja Becker
Flexibler Einband: 552 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 14.11.2011
ISBN 9783518462904
Genre: Romane

Rezension:

Farbenfroh, sinnlich und packend erzählt Isabel Allende vor dem Hintergrund der historischen Sklavenaufstände in der Karibik die Lebensgeschichte des kleinen Sklavenmädchens Zarité. Als sie neun Jahre alt ist, wird sie vom Plantagenbesitzer Toulouse Valmorain gekauft, nur wenige Jahre später bekommt sie ihr erstes Kind von ihm. Doch es wird ihr fortgenommen und weggegeben wie ein ungeliebtes Haustier. Valmorains Ehefrau bringt ebenfalls einen Sohn auf die Welt, wenig später stirbt sie. Auch Zarité wird wieder schwanger von ihrem Besitzer. Diesmal ist es ein kleines Mädchen, das zwar bleiben darf, aber von Valmorain nur als Tochter der Sklavin geduldet wird. Dann kommt es in Saint Domingue zum Sklavenaufstand. Die Hafenstadt Le Cap geht in Flammen auf, die französischen Soldaten kommen gegen die Aufständischen nicht an. Alles versinkt in Gewalt.
Die merkwürdige Patchwork-Familie, bestehend aus dem Plantagenbesitzer, seinem weissen Sohn, seiner nicht anerkannten, dunkelhäutigen Tochter und seiner Sklavin, flüchtet über Kuba nach New Orleans. Dort soll ein neues Leben beginnen. Doch Zarité und ihre Tochter sind immernoch Sklavinnen. Werden sie jemals frei sein?
Isabel Allende gelingt es, ihre faszinierende Geschichte weitgehend klischeefrei zu erzählen. So sind nicht alle Schwarzen lieb und alle Weissen böse, und selbst Valmorain, dieser feige, lüsterne Kerl, ist letztendlich nichts weiter als ein schwacher Mann.
Ein großartiges Buch, das mir so gut gefallen hat, dass ich es bald wieder lesen werde.

  (8)
Tags: aufstände, farbenfroh., karibik, le cap. sinnlich, new orleans, sklaven   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(67)

164 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 21 Rezensionen

amnesie, liebe, familie, ehe, australien

Vergiss ihn nicht

Liane Moriarty , Sylvia Strasser
Flexibler Einband: 541 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.10.2010
ISBN 9783404165698
Genre: Romane

Rezension:

Durch einen Sturz auf den Kopf verliert Alice die Erinnerung an die letzten 10 Jahre. Sie glaubt wieder 29 Jahre alt, glücklich verheiratet mit Nick und schwanger mit dem ersten Kind zu sein. Doch die Wahrheit ist: sie ist beinahe 40, hat inzwischen drei Kinder und ihre Ehe steht vor dem Aus…
Alice stellt fest, dass sie sich in eine anstrengende Super-Mutter verwandelt hat, die sich nicht nur mit dem Ehemann zerstritten hat, sondern auch mit der Nachbarschaft. Sie hat tolle Kleider, eine schicke Frisur, nervige Kinder und das Haus hat sich von einer Bruchbude in ein edles gestyltes Heim verwandelt. Und wer ist bloß dieser gut aussehende Mann, der die ganze Zeit um sie herumschwirrt? Er scheint ihr Liebhaber zu sein… Alice ist verwirrt, sie liebt doch eigentlich nur Nick, ihren Mann. So war es zumindest mal gewesen.
Alice hat viel zu tun, sie muss ihr Leben entwirren, ihre eigenen Kinder kennenlernen, sie muss herausfinden, was innerhalb von zehn Jahren alles schief gegangen ist. Die jüngere Version von Alice rückt durch ihre Unbefangenheit vieles zurecht, die ältere meldet sich bruchstückhaft zu Wort, und dann… kommt die Erinnerung plötzlich zurück wie ein Sturzbach: Bilder, Worte, Emotionen. Erschüttert fragt sich Alice, wie betriebsblind man in einer Ehe werden kann. Geht es am Ende nur noch darum, Recht zu haben? Wann hat man aufgehört, einander zu respektieren und ist einfach im Alltag untergegangen?
Es zeigt sich, dass nichts auf dieser Welt nur schwarz oder nur weiß ist. Dazwischen gibt es eine Million Schattierungen. Manchmal scheint ein kleiner Schlag auf den Hinterkopf, die wesentlichen Dinge wieder zurechtzurücken, und vielleicht kann man die Zeit ja doch noch mal zurückdrehen und alles wieder gut werden lassen?
Ein wirklich origineller, intelligent und witzig geschriebener Roman, der nachdenklich macht.

  (8)
Tags: ehekrise, gedächtnislücke, zeitreise.   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(12)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

ägypten, liebe, historischer roman, kairo, 19. jahrhundert

Eine Liebe in Luxor

Kate Pullinger , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 269 Seiten
Erschienen bei bloomsbury taschenbuch, 12.10.2011
ISBN 9783833307959
Genre: Historische Romane

Rezension:

Während die Geschichte der Autorin Lucie Duff Gordon bekannt ist (vor allem für ihr Buch „Letters from Egypt“, das 1865 erschien und bis heute gedruckt wird), weiß man eigentlich nichts über ihre Zofe Sally Naldrett. „Eine Liebe in Luxor“ lässt nun diese Frau, die bereits als junges Mädchen im Dienste ihrer Lady Duff Gordon gestanden hat, aus dem Schatten der Vergessenheit treten und zu Wort kommen…
Aufgrund einer schweren Tuberkuloseerkrankung muss Lady Lucie das feucht-kühle England verlassen. Sie braucht zum Überleben ein warmes Klima und macht sich mit ihrer treuen Zofe Sally auf den Weg nach Ägypten. Ehemann, Kinder und Mutter der Lady bleiben in England. Es ist ein schwerer Abschied. Die beiden Frauen kommen schließlich in Luxor an, wo sie sich in einem komfortablen Haus einrichten und einen Diener zur Seite gestellt bekommen: Omar Abu Halawy, der außerdem kocht und die Frauen arabisch lehrt.
Der Drei-Personen-Haushalt versteht sich bestens, die Lady und ihre Zofe genießen die ägyptische Gesellschaft und verlieben sich in das warme, prächtige Land, in dem sie sich bald wie zu Hause fühlen.
England, mit all seinen Konventionen und Vorschriften, tritt immer weiter in den Hintergrund. Mit dem Abstreifen ihrer Korsetts und dem Tragen von Haremshosen und weiten Hemden verschwimmen auch die Grenzen zwischen Herrschaft und Personal und Lady Lucie und die Zofe Sally werden beinahe Freundinnen.
Doch dann verlieben sich Omar und Sally ineinander, es ist die große, wahre Liebe, ein Kind wird geboren und für die Lady bricht eine Welt zusammen. Sie empfindet Sallys großes Liebesglück als persönlichen Hochverrat und verweist sie des Hauses. Das Baby soll bei Omars Familie untergebracht werden und Sally muss nach England zurückkehren.
Doch Sally will endlich ihr Leben selbstbestimmt in die Hand nehmen. England ist schon lange nicht mehr ihre Heimat und sie beschließt, auf eigene Faust in Ägypten zu bleiben: eine von der englischen Gesellschaft Geächtete mit einem Baby.
Kate Pullinger hat einen wundervollen Roman geschrieben, der lange nachschwingt. Gefühlvoll beschreibt sie zwischenmenschliche Facetten. Berauschend zu lesen sind ihre Landschaftsbeschreibungen: die im Sand vergrabenen Paläste, die Königsgräber, Luxor und Kairo in glühender Hitze. Man bekommt Fernweh und möchte das Buch gleich noch einmal lesen. Wenn möglich auf einer Nil-Kreuzfahrt.
Gemeinsam mit „Das Siegel der Tage“ von Isabel Allende ist „Eine Liebe in Luxor“ mein Lieblingsbuch 2012.

  (5)
Tags: ägypten, kairo, kate pullinger, lady, liebe, liebesgeschichte, luxor, neunzehntes jahrhundert, nil, zofe   (10)
 
7 Ergebnisse