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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

CHAINS Lass [nicht] los!

Johannes Wiedlich
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Thekla Verlag, 01.08.2017
ISBN 9783945711149
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Kaum an der Tür geklingelt hat Austauschstudent Matthew schon den Katzenfütterdienst für Kater "Nein" am Hals. Kontrollfreak Sirin nervt mit ihren Regeln nicht nur in der Wohnung, sondern auch im eigens eingerichteten What's App-Chat, den Matthew kurzerhand in "Alcatraz" umbenennt und seinen Mitbewohnern heimlich Spitznamen verpasst. Sirin wird zu Miss Bollywood, Karla, die entwedern Sport macht oder Klarinette bei ihrem Freund übt, nennt er Sporty Spice. Dann gibt es noch den kiffenden und zockenden Nerd Robert, mit dem Matthew sich erstaunlich gut versteht, und Luka, der blauhaarige Punk, der sich scheinbar alles erlauben darf, wird zum Kettenschlumpf. Und genau der ist es, der Matthew langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. Als würde sein eigener neuer Spitzname Snow White bzw. Schneewittchen nicht schon peinlich genug sein, so küsst Luka ihn in der Einführungsveranstaltung vor versammelter Studentenschaft rotzfrech mitten auf den Mund. Was will Luka eigentlich von Matthew, warum bringt er ihn einerseits immer wieder in mega peinliche Situationen, andererseits hilft er ihm aber auch, sich in der neuen Uni zurecht zu finden und verschafft ihm sogar Hilfe bei der ersten Klausur. Matthew, der eigentlich am Liebsten alle Menschen einfach nur in Ruhe hassen möchte und all das, was im letzten Jahr zu Hause geschehen ist, vergessen möchte, versteht die Welt nicht mehr. Bis ihm eines Tages endgültig der Kragen platzt und er Luka zur Rede stellt.

Das Buch ist witzig und mit viel sarkastischem Humor geschrieben worden, erzählende Passagen werden regelmäßig aufgelockert von Chatverläufen mit Familie, Freunden und WG. Auch das Titelbild finde ich passend gewählt, sowohl die Ketten, als auch der Apfel (Schneewittchen) finden sich im Buch wieder. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, als ich es einmal angefangen hatte, und vergebe gerne volle 5 Sterne!

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14 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

kurt cobain, lehrer-schüler-beziehung, lehrer-schüler-liebe, hamburg, erziehung

Der Himmel über Quickborn: Roman

Kirstin Messerschmidt
Flexibler Einband: 396 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 07.09.2017
ISBN 9781548212742
Genre: Sonstiges

Rezension:

Olivia, die viel lieber "Liv" genannt werden möchte, ist ein typischer Teenager der neunziger Jahre. Hat ein Teenager an sich schon genug mit sich selbst zu tun, so kommt es bei Liv noch viel dicker. Ihre Mutter ist eine unausstehliche despotische Frau, die nur glücklich ist, wenn sie andere niedermachen kann. Zum Glück sind Liv und ihr Vater ein eingeschworenes Team wenn es darum geht, die Launen von Charlotte (natürlich nicht deutsch ausgesprochen sondern englisch, das ist schicker!) zu ertragen. Als die Familie aus Hamburg in das ländliche Quickborn zieht, sieht sich Liv einer komplett neuen Schule und Mentalität gegenüber. Es scheint auf der Schule fast ausschließlich zukünftige Arztfrauen oder Neonazis zu geben. Nur ihr Mitschüler Walter lässt sich von Livs schroffen Art und ihren zahlreichen heftigen Wutausbrüchen nicht abbringen und steht ihr stets zur Seite. Als dann Kurt Cobain stirbt, die Liebe ihres Lebens, stürzt sich Liv in ein verbotenes Abenteuer mit ihrem Lehrer Marc. Ob das gut gehen kann erfährt der Leser im Laufe des Buches nur zu gut.

Ich finde, dass das Titelbild gut zum Buch passt. Wer hatte damals nicht einen der leise knisternden Polyester-Sportanzüge im Schrank. Auch die Stimmung im Buch und die gewählten Ausdrücke passen prima in die Zeit. Die Protagonistin Liv wurde mir schnell sympathisch, und ich konnte ihre Wut sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich über das Ausmaß des ein oder anderen Ausbruchs dann doch leicht erschrocken war. Teenager eben. Doch obwohl ich mittlerweile meine eigenen Teenagerjahre längst hinter mich gebracht habe, konnte ich mich gut in sie einfühlen. Auch die anderen Figuren im Buch finde ich gut nahe gebracht und authentisch.

Das einzige, was mich ein wenig gestört hat, waren die schnellen Wendungen und Ereignisse gegen Ende des Buches, da hätte ich mir teilweise ein wenig mehr Zeit für die Erzählungen gewünscht. Für mich ging es zum Schluss ein wenig zu schnell. Nichts desto trotz hat mich das Buch gut unterhalten und ich musste des öfteren ziemlich schmunzeln. Ich freue mich schon darauf, weitere Bücher der Autorin zu entdecken und vergebe gute 4 von 5 Sternen für dieses Buch.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

thriller, krimi, mord, eiskalter mörder, mord;

Die vier Söhne des Doktor March

Brigitte Aubert , Susanne Staatsmann
E-Buch Text: 208 Seiten
Erschienen bei dotbooks, 02.05.2017
ISBN 9783958249554
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Cover der Ebook-Ausgabe passt meiner Meinung nach wirklich gut zum Inhalt des Romans, denn hier geht es um das Schreiben eines mörderischen Tagebuchs, und genau das kommt auch so rüber.

Als die alkoholabhängige Haushaltshilfe Jeanie das Tagebuch des Mörders zufällig im Mantel ihrer Arbeitgeberin entdeckt, glaubt sie zunächst an einen geschmacklosen Scherz. Schnell wird ihr jedoch klar, dass das, was sie dort lesen muss, keineswegs ein Scherz ist, sondern die Notizen eines der vier Söhne ihres Arbeitgebers Doktor March. Doch wer von den Vierlingen ist nun wirklich der Mörder? Und wie kann er wissen, dass sie heimlich im Buch liest, denn plötzlich richtet sich seine Aufzeichnung nicht mehr an das unpersönliche Tagebuch, sondern direkt an sie. Jeanie muss schnell herausfinden, wer von den Vierlingen der Mörder ist, denn sein nächstes Ziel steht schon fest: Jeanie selbst.

Der Aufbau des Buches ist ungewöhnlich. Es gibt, bis auf im im Epilog zum Beispiel, keine Erzählerperspektive, die gesamte Handlung wird aus Sicht von Jeanie und dem Mörder wiedergegeben, indem sie in ihre jeweiligen Tagebücher schreiben. So entsteht erst nach und nach ein Bild der handelnden Personen und Orte, und der Leser erfährt ausschließlich das, was die beiden selbst erzählen. So bleiben die Protagonisten im Allgemeinen ziemlich flach, die Eindrücke der beiden sind hingegen umso intensiver beschrieben. Die Angst Jeanies, die Gefühle des Mörders vor, während und nach den Morden und wie er es genießt, Jeanie Angst zu machen, war schon ungewöhnlich eindrücklich.

Und genau das ist bei mir persönlich auch der große Kritikpunkt: Mir ging das zu nah, die Psyche des Mörders ist einfach zu abgedreht und hat mich sehr abgestoßen, und auch Jeanies Denkweise ist für mich ziemlich anstrengend gewesen. Wer Spaß an Psychothrillern hat, der wird hier denke ich eher auf seine Kosten kommen, für mich hat es dann leider nur für neutrale 3 von 5 Punkten gereicht.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

kinderbuch, fantasy, audrey harings, energi, fantasie

Sharj und das Salz der Erde

Audrey Harings
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei AH Tales and Stories S.L., 01.08.2017
ISBN 9788494667336
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nach Sharj und das Wasser des Lebens und Sharj und der Feuerkristall ist dies der dritte Band der vierteiligen Reihe um Sharj und José. Wie schon zuvor werden die beiden durch den magischen Kompass wieder in eine für sie vollkommen fremde Welt teleportiert, und dieses Mal müssen die beiden sich erst ziemlich lange getrennt voneinander als Roboter und Beduine durchschlagen, bevor sie sich wiedersehen und letztendlich die Geschichte zum Guten wenden können.
Auch in der realen Welt gibt es Ähnlichkeiten zu den Vorgängern, Otto ist bösartig und hinterhältig wie schon zuvor und auch die anderen Erwachsenen der Vorgängerbände spielen wieder mit. In diesem Buch wird auch aufgeklärt, warum der eine frischgeborene Welpe, der für sein Alter unmögliches vollbracht hat, anders ist als die anderen Welpen. Und ein schreckliches Familiengeheimnis wird langsam aufgedeckt, die Auflösung gibt es aber erst im vierten Teil der Buchreihe.

Das Buch ist in leseanfängerfreundlicher großer Schrift gedruckt, die Sprache ist nach wie vor kinderfreundlich einfach und unkompliziert. Für einen Erwachsenen ist die Art der Sprache und der kurzen Sätze wohl etwas steif und flach, für Kinder sind kurze Sätze und unkomplizierte Sprache aber von Vorteil.

Das Titelbild ist passend zum Inhalt gewählt und auch die Illustrationen im Buch sind wieder sehr schön gestaltet. Einige der Bilder sind auf der Seite der Autorin zu finden: klick.

Im zweiten Band gab es einige Passagen, die auf den ersten Blick absolut nichts mit der Geschichte an sich zu tun hatten und die überflüssig erschienen. Im dritten Band wird nun deutlich, dass diese Passagen sehr wohl ihre Berechtigung hatten, und die Geschichte in der realen Welt wird langsam richtig spannend.

Das Buch ist zwar Teil einer Buchreihe, lässt sich allerdings auch davon losgelöst lesen, da es am Anfang eine Zusammenfassung der ersten beiden Bücher gibt. Natürlich ersetzt diese nicht die ersten Bücher, bringt den Leser aber auf den nötigen Wissensstand, um dieses Buch hier gut lesen zu können.

Dieser Teil der Reihe ließ sich meiner Meinung nach etwas besser lesen als der zweite und ähnelt von der Spannung her dem ersten. Ich bin froh, dass die Reihe nach dem etwas schwachen zweiten Teil wieder Fahrt aufgenommen hat und bin nun wirklich gespannt auf den vierten und letzten Teil und vergebe heute gute vier von fünf Sternen.

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

geschichte, stadt, waylhaghiri, gesellschaftskritik, multimedial

Sumerland 2

Johannes Ulbricht
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 22.08.2016
ISBN 9783833233708
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Das Wichtigste vorab: Wer den ersten Teil "Sumerland: Prinzessin Serisada" noch nicht gelesen hat, der sollte hier jetzt nicht weiter lesen oder zumindest nicht den Abschnitt zum Inhalt und gegebenenfalls sofort zum Fazit springen. Die beiden Bücher gehören untrennbar zueinander und bauen aufeinander auf. Diese Rezension hier könnte also Spoiler für das erste Buch enthalten.

Das Spiel
Wie schon in meiner Rezension zum ersten Band möchte ich nochmal kurz das Thema der dazugehörigen App aufgreifen. Die Apparatu Memoria App schickt den Spieler auf die Suche nach geheimen Symbolen und ermöglicht es, hinter den Vorhang unserer Realität und in das Sumerland zu blicken. Wer keine Möglichkeit hat, die Symbole zu suchen, der kann sie auf der Seite endederwelt Punkt de auch so scannen. Wer alle Rätsel lösen kann, darf sich auf einen exklusiven Soundtrack der Gruppe QNTAL freuen und auf die Aufnahme in die Geheimgesellschaft, die ab Sommer diesen Jahres als Fantasy-Rollenspiel starten wird. Ich habe mittlerweile alle Rätsel lösen können und kann sagen, dass es mir Spaß gemacht hat daran zu knobeln. Manche waren eher einfach, andere sehr kniffelig, im Endeffekt sind aber entgegen meiner ursprünglichen Annahme (ja ich bin manchmal zu ungeduldig...) alle lösbar. Und der Spieler erhält durch die App noch mehr Einblick ins Sumerland als allein durch die Bücher. Zumal die Betreiber der oben genannten Seite sowieso die Bücher als "Roman zum Online-Fantasy-Game" bezeichnen. Ich kenne andere Bücher, die auf Spielen basieren, und die sind meistens eher für die Fans der Spiele interessant und eher nicht literarisch herausragend (jedenfalls meiner Meinung nach). Hier ist das anders, Spiel und Bücher greifen ineinander, eins wäre ohne das andere nicht komplett. Die Fusion zwischen Fiktion und Realität, die in den Büchern ja angestrebt wird, ist hier zumindest gut gelungen finde ich.

Zum InhaltPrinz Zazamael steht kurz vor seinem Ziel, dem Palast der Prinzessin Serisada, als ihn die Nachricht vom vermeintlichen Tod der Prinzessin erreicht. Tief bestürzt zieht er sich zurück und überlässt die Verwaltung der Stadt dem geheimen Rat. Währenddessen hat Serisada aber doch mithilfe eines alten Freundes überlebt und schwört Zazamael und dem Rat furchtbare Rache, da Ratsmitglied und Mentor Azethot nicht einmal versucht hat ihr zu helfen, und die Stadt einfach so den Tod eines ganzen Viertels in Kauf nimmt, ohne sich darum zu scheren. Auf ihrer Reise durch die untersten Schichten der Turmstadt hinauf zum Palast Zazamaels sammelt Serisada eine Menge Anhänger und zettelt mit deren Hilfe eine Revolution an, die das gesamte System der Stadt ins Wanken bringt. Im großen Finale stehen sich die beiden Königskinder Auge in Auge gegenüber. Wer wird siegen? Was ist die große Fusion und was ist hinter dem Silbersee? Und was hat Susannes Geschichte damit zu tun, ist das Sumerland Fakt oder Fiktion?
Auch Band 2 besteht wieder zu einem großen Teil aus den inneren Monologen der unbekannten Singlefrau, die beruflich mittlerweile eine andere Richtung eingeschlagen hat und weiterhin gebannt der Kinderspielgeschichte ihrer Nichte Susanne lauscht. Im Gegensatz zum ersten Band fand ich die Monologe hier allerdings weniger nervend, viel passender und auch spannender. Ich denke immer noch, dass die Frau einen Psychologen besuchen sollte, doch die Geschichte reißt den Leser so sehr mit, dass sich plötzlich alles zusammenfügt. Es gab Stellen, an denen ich unbedingt wissen wollte, wie Susannes Geschichte weiter geht, dann sprang das Buch aber wieder zu Serisada und ich wollte unbedingt wissen, was dort geschieht. Das Buch war so spannend, dass ich es in wenigen Tagen durchgelesen hatte. Die meisten Fragen bekommen zum Ende hin auch eine Antwort, und die leicht kryptisch geschriebene Geschichte bekommt einen sinnvollen Abschluss. Nur eine Frage bleibt offen, und ich fürchte, die muss der Leser selbst interpretieren. Welche das genau ist wird nicht verraten. ;)
Das CoverBand 2 zeigt ein Bild aus dem Inneren der riesigen Turmstadt, genauer gesagt den Basar der Tausend und abertausend Güter. Auf der Webseite vom Sumerland gibt es dieses und andere Bilder auch nochmal zum Anschauen. Das Coverbild lädt zum Verweilen und Betrachten ein, immer wieder fallen neue kleine Details auf. Ich finde es passend und gut gewählt für den zweiten Teil der Buchreihe.
FazitKurz gesagt: ich bin begeistert. Das Lesen des zweiten Bandes in Verbindung mit dem Handyspiel hat mir viel Spaß gemacht und war beides spannend. Die Sprache im Buch ist manchmal ein wenig abgehoben und kryptisch, trotzdem passt es zur Gesamtstimmung und zum Konzept. Die Geschichte hat mich komplett gepackt und ich kann nicht anders als volle fünf Sterne zu geben. 

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roma, kynos

Will sei Dank

Patricia B. McConnell
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Kynos, 01.04.2017
ISBN 9783954641352
Genre: Biografien

Rezension:

Patricia B. McConnell ist international bekannt als Honorarprofessorin für Tierverhalten, Hundeverhaltensberaterin und Bestseller-Autorin von Hundefachbüchern . Mit ihren Sachbüchern vermittelt sie Wissen und Verständnis zum Mysterium Hund und klärt viele kleine und große Irrtümer auf. Die Bücher "Das andere Ende der Leine" und "Die Hundegrundschule" habe ich im Rahmen meiner eigenen Ausbildung zur Hundetrainerin gelesen und kann beide absolut empfehlen. 

Mit Will sei Dank geht die Autorin nun einen anderen Weg, denn dieses Buch ist kein Sachbuch sondern ein emotionaler Einblick in ihre eigene traumatisierte Seele und die ihres Bordercollies. Will, der als zauberhafter Welpe zu ihr kam und trotz seines jungen Alters schon genauso traumatisiert zu sein schien wie sie es selbst war. Will, der in der einen Sekunde voller Vertrauen an sie gekuschelt da lag und in der nächsten förmlich explodierte, als würde es einen Bombenangriff geben und die Welt würde untergehen. Patricia "Trish" McConnell hatte seit ihrer Kindheit selbst mit eine Angst- und Panikstörung zu kämpfen und wurde durch die plötzlichen Ausraster ihres Hundes ebenfalls an ihre Grenzen gebracht. Anstatt dem Hund Ruhe zu vermitteln wurde sie selbst jedes Mal in Panik versetzt und musste einsehen, dass sie selbst noch eine Menge zu verarbeiten hat, damit sie sich und ihrem Hund das geben kann, was beide brauchen.

Die Autorin schafft es, den Leser mitzunehmen und springt zwischen ihrer eigenen Vergangenheit und dem Erlebten mit Will kapitelweise hin und her. Dabei wurde es nie langweilig, ich war gespannt, wie die Geschichte weiter geht und als nach und nach immer mehr aufgedeckt und erzählt wurde, ging mir die Erzählung wirklich nah.

Darüber hinaus berichtet sie auch von Erlebnissen mit Kunden und ihren Hunden aus der täglichen Praxis, und wie sie manche Fälle persönlich reifen und wachsen ließen.

Nur eine Kleinigkeit ließ mich ein wenig die Stirn runzeln: In den Neunzigern nahm Trish an einem Hoffmann-Seminar teil und bezeichnet es als augenöffnend und sehr hilfreich. Ich freue mich, dass es ihr geholfen hat, jedoch möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass diese Methode große Risiken eines emotionalen Zusammenbruchs birgt und nicht für schwer traumatisierte Menschen geeignet ist. 

In ihrem Vorwort schreibt McConnell:

Angefangen habe ich dieses Buch für mich selbst, aber beendet habe ich es für jemand anderen. Ich weiß nicht, wer diese Person sein wird, aber wenn Will sei Dank auch nur einer einzigen Person so viel helfen wird, wie das Buch Jenseits des Schweigens mir geholfen hat, dann war es die fünf Jahre wert, die mich sein Schreiben gekostet hat.
Ich weiß nicht, wie sehr ihr das andere Buch geholfen hat. Mir jedenfalls hat Will sei Dank in meiner persönlichen Geschichte so weit weiter geholfen, als dass ich nun neuen Mut geschöpft habe, meine eigene Geschichte aufzuarbeiten und die Hoffnung habe, eines Tages das Leben voll und ganz genießen zu können. Ich kann dieses Buch von Herzen weiterempfehlen, egal ob jemand eine eigene unschöne Geschichte hat oder nicht, Hundetrainer, -Besitzer oder -Interessierter ist, das Buch ist einfach toll zu lesen. Daher kann ich hier nichts anderes als 5 Sterne vergeben.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

schwarzer humor, psychiatrie, krim, a.c.scharp, serienmörde

Das forensische Gemetzel

A.C. Scharp
E-Buch Text: 264 Seiten
Erschienen bei null, 01.05.2017
ISBN B01MRCVP9H
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dass Autorin A. C. Scharp Bücher mit viel Humor und einer gewissen Schrägheit schreiben kann, hat sie bereits mit ihrem Debütroman "Gas und Galle" bewiesen. Ihr neuestes Buch "Das forensische Gemetzel" nimmt den Leser nun mit in die Welt einer forensischen Psychiatrie, in der tatsächlich nicht so ganz klar ist, ob nun die Patienten oder das Krankenhauspersonal verrückter ist. Da gibt es einen Anstaltsleiter, der seine Zeit am Liebsten fern von allen Mitarbeitern im Fitnessstudio oder auf Pornoseiten verbringt, eine nymphomane Therapeutin, der es ziemlich egal ist für wen sie nun gerade ihr Röckchen hebt, einen Arzt, dessen Methoden direkt aus Horrorfilmen zu stammen scheinen, eine vollbusige Schwester, die Jagd auf arme Chefpsychologen macht und ein Chefpsychologe, der sich auf einmal wünscht nie geboren worden zu sein. Dagegen wirken die forensischen Patienten doch ziemlich normal. Als wäre das noch nicht wild genug kehrt nun auch noch ein Serienmörder als neuer Patient in die alte Heimat zurück, in der er vor 15 Jahren vier Frauen ermordet hat. Klar, dass die vier Witwer das gar nicht lustig finden und versuchen, endlich Rache zu nehmen.

Trotz kleinerer Kritikpunkte am ersten Roman war ich schon allein aufgrund des Themas gespannt auf den zweiten. Psychiatrie bzw. Psychologie hat mich schon immer interessiert, und der Klappentext hat definitiv nicht zu viel versprochen. Die Autorin schafft es, vor allem dem Protagonisten einiges an Tiefe zu geben, und durch die Auflistung der handelnden Personen am Anfang des Buches fiel es mir dieses Mal auch nicht schwer, den Überblick zu behalten. Der schräge Humor und einige aberwitzige Situationen haben mich oft zum Lachen gebracht, und so war ich ein wenig traurig, als das Buch durchgelesen und die Geschichte zu Ende war. Am Liebsten würde ich noch mehr Geschichten rund um die Forensische Psychiatrie in Frackhausen lesen und so kann ich nicht anders als volle 5 Sterne für diesen herrlichen verdrehten Kriminalroman zu geben. Ich bin schon gespannt, ob und was als nächstes von Frau Scharp zu lesen sein wird. 😊

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

multimedial, andere welte, geschichte, augmented reality, ich-erzählerin

Sumerland 1

Johannes Ulbricht
Flexibler Einband
Erschienen bei Panini, 22.08.2016
ISBN 9783833233555
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich stelle heute nicht nur den ersten Band des Zweiteilers Sumerland vor, sondern auch die dazugehörige App, Daher gliedere ich der Übersichtlichkeit halber meine Rezension in kleinere Abschnitte.

Zum Inhalt
Die Wirklichkeit ist nicht das, was wir tagtäglich sehen. In Wirklichkeit gibt es nämlich nur eine einzige riesige Stadt auf der Welt namens Waylhaghiri, und ihre Bewohner sind sich oft gar nicht bewusst, dass sie eigentlich in dieser Turmstadt leben. Nur wenige Eingeweihte kennen die Wahrheit und können den Schleier der scheinbaren Realität lüften und in die Stadt sehen. Die Stadtbewohner bekommen jeden Tag neue Aufgaben vom Rat zugewiesen, und je nachdem wie erfolgreich sie sind bekommen sie abends einen mehr oder weniger guten Schlafplatz zugewiesen. Je erfolgreicher die Menschen sind, desto höher steigen sie in der Stadt auf und desto mehr Luxus und Glamour bekommen sie. Versagen sie jedoch müssen sie weiter nach unten und verlieren Privilegien und Ansehen. Prinz Zazamael, dem die Stadt offiziell untertan ist, wohnt natürlich ganz weit oben und lässt seine Stadt durch den Rat leiten und lenken. Alle in der Stadt streben nach der großen Fusion, was das ganz genau bedeutet wird allerdings erst nach und nach klarer. Schon viele viele Versuche sind fehlgeschlagen, und nun macht sich der Prinz mit einigen Soldaten auf ins Sumerland, in der Hoffnung, dort die fehlende Zutat zu finden, die das Gelingen der großen Fusion garantiert. Doch das Sumerland scheint gar nicht so friedlich zu sein, ein Attentäter reduziert die Elitesoldaten rund um den Prinzen immer weiter, und es scheint, dass der Prinz immer nur durch Glück und Zufall nicht Ziel des aktuellen Attentates wird. Wer ist der geheime Attentäter, warum kann man ihn nicht erwischen und wird der Prinz die geheime Zutat finden?

Zazamaels Gegenspielerin ist Prinzessin Serisada, Herrscherin über das wilde und natürliche Sumerland. Wie der Prinz ist sie Jahrhunderte alt, wirkt aber noch immer wie ein Kind. Durch die immer weiter vorrückende Okkupationsarmee des Prinzen sieht sie sich gezwungen, undercover in die Stadt zu schleichen und dort eine Revolution anzuzetteln, die den Prinzen hoffentlich stoppen wird. Die Stadt ist ganz anders als alles was sie bisher kannte, und sie Serisada muss sich anstrengen um nicht aufzufliegen. Wird es ihr gelingen?

Die dritte Erzählperspektive ist eine nicht weiter benannte Ich-Erzählerin, die einen stressigen Job in einer Marketingagentur hat und teilweise in das große Geheimnis eingeweiht wurde. Sie kann hinter den Schleier ins Sumerland und nach Waylhaghiri schauen und beobachtet den Prinzen und die Prinzessin auf ihren jeweiligen Missionen. Dabei führt sie innere Monologe mit einer Person aus ihrer Vergangenheit, die gestorben ist und sie nun scheinbar anklagend und stumm verfolgt wohin sie auch geht. Der Leser erlebt mit, wie die Erzählerin sich in ihrem tristen Alltag schlägt und wie sie zur Halb-Eingeweihten wurde.

Augmented Reality
Ich weiß nicht, ob ich in meinem Alter jenseits der 20er das Wort überhaupt benutzen darf, ich mache es trotzdem: Als ich die Sumerland-Bücher, die Realität und Fiktion miteinander mittels Augmented Reality verbinden, zur Rezension angeboten bekam, war ich sofort gehypt (die korrekte Schreibweise musste ich erstmal nachschlagen, also lass ich das lieber in Zukunft und drücke es anders aus 😋). Zu den beiden Büchern gehört nicht nur eine eigene Webseite ( http://www.endederwelt.de/ ) sondern auch eine faszinierende App, die Apparatu Memoria App (erhältlich in den üblichen Appstores). Mit dieser App, die nebenbei gesagt ganz ohne Werbung oder Datensammelkraken auskommt, kann man sich mittels einer Karte auf die Suche nach bestimmten Symbolen machen und es dann in der App scannen. Hat man keine der Symbol-Orte in der Nähe, kann man auch die Symbole auf der Webseite scannen. Das macht zwar weniger Spaß, ist aber trotzdem sehr faszinierend. Das Symbol scheint beim Scannen auf dem Handy zu zersplittern:


In diesem Beispiel ist schon der Turm vom Buchcover zu erkennen, nur dieses Mal hat es den Anschein, als könne man ihn wirklich in der Ferne sehen, er erscheint dreidimensional und wenn das Handy etwas hin und her bewegt wird bewegt sich das Bild mit, als ob man durch ein Fenster schaut. Die Teschnik dahinter hat wohl etwa 200.000 € gekostet und ist das fortschrittlichste Beispiel für Augmented Reality auf dem Markt.

Nach dem Scannen wird in der App ein Rätsel freigeschaltet. Die sind mal etwas einfacher wie zum Beispiel etwas auf einem Wimmelbild suchen, mal etwas schwieriger. Manche der Rätsel waren schon ganz gute Kopfnüsse, für mich als Rätselfan echt klasse gemacht. Zwei der 12 Rätsel habe ich bisher nicht lösen können, ich hoffe auf Hinweise dafür im zweiten Band.

Wer alle 12 Rätsel gelöst hat wird mit einem Code für ein geheimes Lied von der Band QNTAL belohnt. Dieses Lied ist nicht öffentlich und nur denjenigen zugänglich, die den Code einschicken.

Das Cover
Das Cover zeigt die einzige Stadt der Welt namens Waylhaghiri inmitten der endlosen Weiten des sommerlichen Sumerlandes. Im unteren Teil der Stadt befinden sich heute nur noch Slums und arme Bezirke, der Stil ist antik. Je weiter man in der Turmstadt nach oben geht, desto moderner und angesehener werden die Stadtbezirke. Ganz oben ist das modernste und neuste "Stadtviertel". Das 'A' im Titel ist das gleiche Symbol, das Prinz Zazamael auch auf seinem Kragen trägt.

Meine Meinung zum Buch
Zugegebenermaßen kam ich am Anfang des Buches eher schwer in die Geschichte rein. Die Ich-Erzählerin scheint mir leicht psychisch gestört zu sein, sie beschreibt konfus ihren Alltag und erst nach und nach wird klar, mit wem sie da eigentlich die ganze Zeit redet. Sie tagträumt lieber vom Sumerland als ihrer Arbeit nachzugehen und beschreibt gefühlsmäßig kalt was sie selbst erlebt hat und was sie plant. Als Leser hatte ich starke Distanz-Gefühle, sympathisch wurde mir die Figur während des ganzen Buches nicht. Nun nimmt sie aber gut ein Viertel des ganzen Buches mit ihren Passagen ein, daher muss man sich wohl oder übel mit ihr auseinander setzen. In der Zeit beschäftigte ich mich öfter mit der oben genannten App und löste ein paar der Rätsel, so wuchs mir die Welt schließlich doch schnell ans Herz. Zum Ende hin fand ich dann auch diese Ich-Erzählerpassagen interessanter, da sich neue Informationen ergaben, die alles auf den Kopf stellen könnten.

Ganz anders die Passagen aus dem Sumerland und aus Waylhaghiri, die fand ich nämlich gut geschrieben und recht spannend. Man lernt das Leben in der Stadt näher kennen, erfährt mehr über die seltsame Flüssigkeit des Silbersees, den es sowohl inmitten des Stadtkegels als auch rund um den Palast der Prinzessin gibt. Ich bin sehr gespannt wie es mit den Königskindern weiter geht im nächsten Band, zumal es am Ende des Buches reichlich Cliffhanger gab.

Die beiden Bücher erscheinen mir nicht wie zwei Bände einer Buchserie sondern eher wie ein zweiteiliger Film zu sein, es macht keinen Sinn den zweiten Teil zu beginnen ohne den ersten zu kennen. Faszinierend fand ich auch, dass hinter der scheinbar harmlosen Geschichte um die beiden Herrscher reichlich Sozialkritik und Ironie versteckt. Sehr oft hatte ich das Gefühl, dass der heutigen Gesellschaft mit dem Buch ein Spiegel vorgehalten wird, und das in einer spannenden, frischen und ungewöhnlichen Geschichte verpackt.

Fazit
Ein interessantes Konzept, eine weitesgehend spannende Geschichte, eine tolle App - ich bin gespannt wie die Geschichte weiter geht. Für die etwas abschreckenden Monologe muss ich allerdings einen Punkt abziehen und vergebe daher 4 von 5 Sternen.

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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

natur, pflanzen, bäume, umwelt, biologie

Green net

Wilfried von Manstein , Sascha Morawetz
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Moritz Boerner Verlag, 01.12.2016
ISBN 9783942498203
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Es gibt Bücher, von denen man gar nicht genug bekommen kann. Bei denen man traurig ist, wenn sie enden, weil man die Figuren lieb gewonnen hat, sich gerne in deren Welt bewegt und / oder weil man die Geschichte noch weiter erleben und erlesen möchte. Bücher, mit denen man sich sehr beschäftigt, die einen nicht los lassen, zu denen man weiter recherchiert, weil man mehr über die darin vorkommenden Dinge erfahren möchte. Und zu denen man sich Gedanken macht. Was wäre wenn? Ist das wirklich möglich? Was würde ich tun, wenn...? Green Net ist für mich solch ein Buch. Anfangs ist mir nur der einfach gehaltene Sprachstil aufgefallen, was das Buch auch gut für ältere Kinder und Jugendliche lesbar macht. Doch dann hat es mich gepackt, und ich konnte nicht aufhören, es zu lesen. Was hat dieses Buch, was andere nicht haben?

Der Inhalt klingt zunächst wie eine Abenteuergeschichte eines Jugendromans. Ein Junge mit einer besonderen Gabe, zwei verfeindete Fronten und er mittendrin. Als "Kastanienkind" kann Mario sich mit Pflanzen unterhalten und erhält durch seine Pflanzenfreunde Zugang zum "Green Net", quasi ein Facebook der Pflanzenwelt. Jeder Baum, Strauch und Weizenhalm kann sich in das Green Net einklinken und mit einer Art Avatar an Versammlungen und Treffen teilnehmen. Dort erfährt Mario von den schlimmen Plänen der verrückten Würgefeige, die die Menschen mit Hilfe der Waffe eines gestrandeten zeitreisenden Professors verlangsamen und die verbündeten Pflanzen verschnellern will, so dass er und seine Gefolgschaft die Herrschaft über die Erde übernehmen können.

Gut, dass Mario nicht nur auf seine Baumfreunde zählen kann, sondern auch noch menschliche Freunde zur Unterstützung hat. Und nicht zuletzt einen kleinen geheimnisvollen Freund, der je nach Betrachtung die Form ändert und mit viel Charme und Witz Mario  und seinen Freunden zur Seite steht.

Nicht nur, dass ich während des Buches viel über Pflanzenarten, verschiedene Bäume die hierzulande eher selten sind und Waldgeister gelesen habe, es kamen auch oft Gedanken auf, wie viel Wahrheit eigentlich hinter der Geschichte steckt. Empfinden Pflanzen so wie Menschen, nur langsamer? Ist es grausam, sie zu schneiden, zu essen, in Vasen zu stellen oder zu vergessen sie zu gießen? Und schon wurde mir bewusst, dass der Roman viel mehr ist als nur ein abenteuerlicher Jugendroman. Er hat mich zum Nachdenken gebracht, zum Eintauchen in Gedanken, die ich mir vorher selten bis gar nicht gemacht habe, und er hat viele Fragen offen gelassen. Ein paar davon durfte ich dem Autor sogar persönlich stellen, das Interview mit Herrn von Manstein findet ihr morgen auf meinem Blog.

Mein Fazit: dieses Buch ist tatsächlich wie auf der Roman-Homepage geschrieben ein Buch für Menschen von 12 bis 112. Es ist spannend geschrieben, einfühlsam und macht wach für neue Gedankenansätze. Wenn ich könnte, würde ich 6 Sterne vergeben, so werden es "leider" nur 5 von 5 Sternen.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

kinderbuch, feuerkristall, sharj, fantasy, kompass

Sharj und der Feuerkristall

Audrey Harings
Flexibler Einband
Erschienen bei AH Tales and Stories S.L., 07.02.2017
ISBN 9788494667305
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Nachdem ich schon den ersten Band der Reihe (Sharj und das Wasser des Lebens) gelesen und für toll befunden habe, freute ich mich sehr über das Angebot, den zweiten Band zu lesen. Wie schon im ersten Buch fällt das bunt gestaltete Cover direkt ins Auge, und auch im Inneren gibt es Parallelen. Die wichtigsten Personen des Buches sind als kleine Porträtzeichnungen aufgelistet, die man am Anfang größerer Buchabschnitte auch wiederfindet. So weiß der Leser sofort, um wen es vorrangig im folgenden Abschnitt gehen wird. Auch die schön und aufwändig gezeichneten Bilder im Inneren des Buches haben mir wieder gut gefallen.

Die Handlung setzt direkt nach dem ersten Band ein, Sharj und José sind gerade erst wieder aus dem Elfenreich zurückgekehrt und wundern sich über die Eigenarten der beiden Kompasse, die sie von König Sloma geschenkt bekommen haben. Ein kurzer Rückblick klärt den Leser über die vergangenen Ereignisse auf, so dass es nicht schlimm ist, wenn der erste Band nicht vorher gelesen wurde.

Anders als im ersten Band bleiben die Handlungsstränge der normalen Welt und der neuen Welt Luciera jedoch sehr lange getrennt. Erst nach der Hälfte des Buches werden Sharj und José in die andere Welt gezaubert und nehmen dort auch andere Gestalt an. Nach der bis dahin eher dahin plätschernden Geschichte überschlagen sich dann die Ereignisse und auf einmal ist das Buch zu Ende.

Ich hätte gerne noch gelesen, wie sich das Leben nach den Ereignissen in Luciera wieder normalisiert, welche Auswirkungen das Ganz nun hatte. Stattdessen werden Nebenhandlungen erzählt, die absolut nichts zur Geschichte beitragen und schlicht unnötig sind. Sharjs Pflegeschwester Mona geht mit ihrer Freundin Tina in ein Feriencamp. Wir lernen sie dadurch zwar näher kennen, aber warum muss sie mit ihrer Freundin auf dem Weg dorthin unbedingt noch mit zum Arbeitsplatz von Tinas Vater und dort an einem Elektronenmikroskop herumspielen? Abgesehen davon, dass sie keine Ahnung hat, was ein Mikroskop überhaupt ist, so wird der Sinn des Ganzen auch nicht wirklich klar.

Dann gibt es noch einen Handlungsstrang mit Sharjs Pflegeeltern Otto und Claudia, die aus Geldgier Ottos alzheimergeplagte Tante vergiften wollen. Warum das Ganze? Auch das hat nichts mit der eigentlichen Geschichte zu tun.

Dann gibt es einige Punkte, die mich am Buch leider sehr gestört haben. Zum Beispiel wundert sich José über etwas und kommt zu einem Schluss, ein halbes Kapitel später wundert er sich über den selben Punkt, als ob er sich darüber noch nie Gedanken gemacht hätte. Auch gibt es über das Buch verteilt mehrere Rechtschreib- und Wortfehler, das empfinde ich für Leseanfänger als nicht so gelungen. Der Schreibstil an sich ist auch eher hölzern und steif, das habe ich im ersten Buch so nicht empfunden.

Zu guter Letzt wird noch erzählt, wie Josés Eltern bei der Geburt von Hundewelpen in der Nachbarschaft helfen. Die Informationen zum Geburtsvorgang und der Dokumentation dazu fand ich nicht uninteressant, im Gegenteil. Was allerdings nicht geht, ist zu erzählen, dass einer der frisch geborenen Welpen in die benachbarte Pferdebox huscht, dort das Pferd verrückt macht und dann wieder heraushuscht als der Tierarzt zum Schauen rein kommt. Frischgeborene Welpen huschen nicht. Die sind blind und taub und können maximal kurze Distanzen zur Mutterhündin robben, außer riechen wo die Zitze ist, trinken und schlafen können die nichts.

Eine zusammenfassende Beurteilung finde ich sehr schwierig. Das Buch ist auf das Lesealter 8 bis 12 ausgelegt, daher kann man die etwas steife Sprache auch als Vereinfachung sehen. Die Beschreibung der alltäglichen Vorgänge wie Abwaschen, Essen und Koffer packen kann ich auch noch verstehen, darin erkennen sich Kinder wieder. Die vielen überflüssigen Nebenhandlungen, die Fehler und die Kürze der eigentlichen namensgebenden Story wiegt für mich hingegen schon schwer. Aufgewogen wird das nur durch die wirklich schönen Bilder, und dass sie spannende Geschichte aus Band 1 eben fortgesetzt wurde. Ich möchte immer noch gerne wissen wie die Geschichte weiter geht, daher vergebe ich für diesen Band neutrale 3 von 5 Sterne.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

gas und galle, biogasanlage, dorf, sex, roman

Gas und Galle

A. C. Scharp
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 23.11.2016
ISBN 9781535580632
Genre: Humor

Rezension:

Endlich ist mal wieder etwas los im kleinen scheinbar idyllischen Örtchen Meckeringen. Nur siebzehn Bewohner gibt es hier, und davon sind drei noch Kinder. Nun sollte man meinen, in einer so kleinen Gemeinschaft herrsche Friede Freude Eierkuchen und man ist sich schnell über die anstehenden Themen und Vorgänge im Dorf einig, schließlich hat ein durchschnittlicher Dorfschützenverein schon mehr Mitglieder als Meckeringen Einwohner. Doch weit gefehlt. Protagonist Christian hat es nicht leicht. Sein neuer Chef möchte nicht länger einfacher Bauer sein sondern auf seinem Hof eine lukrative Biogasanlage bauen. Christians Frau Stephanie hingegen ist ein absolutes Naturkind und hält von diesen Plänen gar nichts. Prompt organisiert sie mit der örtlichen Quasselstrippe Nicole eine Bürgerinitiative, die die Bewohner gegen die geplante Anlage aufbringen soll. Doch wie soll Christian Stephanie nur erklären, dass er der zuständige Projektleiter werden wird? Und wird Julias Story in der Presse Aufsehen erregen? Hat Hans Chancen bei Nicole und wer wird ermordet und wer betrogen? 


Fragen über Fragen, die alle im Buch auf amüsante Weise beantwortet werden. Auch ob die Biogasanlage nun gebaut wird oder nicht. Was mir allerdings ein wenig gefehlt hat waren Informationen über Biogasanlagen, ein paar Vor- und Nachteile hätte ich schon gerne erfahren, die kann man ja ganz gut auch nebenbei in einen Roman einfließen lassen. Die vielen Namen haben mich am Anfang ein wenig überfordert bis ich mich ein wenig eingelesen hatte, dann ging es besser. Es gab einige überraschende Wendungen, die ich natürlich nicht verraten möchte, das hat mir gut gefallen. Mir fehlte jedoch ein wenig der rote Faden, die Geschichte plätscherte ein wenig vor sich hin und ich weiß nun wieder, warum ich so gerne vom Dorf in die Stadt ziehen wollte damals. Hier kann ich auch mal im Jogginganzug zum Postkasten, ohne dass es hinterher das ganze Dorf weiß ;) 


Das Cover finde ich schön gestaltet und passend zur Geschichte, das Papier fasst sich meines Empfindens nach ein wenig seltsam gummiartig an und es hat sich bei hoher Luftfeuchtigkeit ziemlich gewellt. Zum Glück hat das keinen Einfluss auf den Inhalt, der ist nämlich trotz der Kritikpunkte amüsant geschrieben. Daher vergebe ich gerne vier von fünf Sternen.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Hunde im Großstadt-Dschungel

Nick Oehme , Susanne Wille
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Kynos, 01.09.2016
ISBN 9783954640980
Genre: Sachbücher

Rezension:

Als Hundetrainerin in Ausbildung fand ich das Buch schon aus beruflicher Sicht spannend. Es interessiert mich aus persönlichen Gründen und natürlich auch für die Hundeschulbesucher, auf welche Besonderheiten für Stadt-Hundehaltung die Autoren hier hinweisen.
Schon das Cover des Buches ist ansprechend gestaltet und das Buch selbst macht schon von außen einen wertigen Eindruck. Hunde im Großstadt-Dschungel ist in mehrere aufeinander aufbauende Themen-Bereiche eingeteilt:
1. Hunde und die Großstadt
2. Vor dem eigentlichen Stadttraining: Wichtig zu wissen und zu können
3. Das Verlassen des Baus: Wir erkunden die Stadt
4. Training für den Stadtalltag
5. Hund trifft Hund
6. Beschäftigungsideen für den Stadthund

Das Thema des Buches ist aktuell und geht viele hundeinteressierte Menschen an: Ist es möglich, einen Hund artgerecht in der Stadt zu halten und ihm ein abwechslungsreiches Leben zu bieten? Die Autoren zeigen auf, dass es sehr wohl möglich ist und was es dabei alles zu beachten und zu bedenken gibt. Ist die Wohnung groß genug, sind Gassirunden möglich, gibt es Plätze, an denen der Hund sich lösen kann wenn der eigene Garten fehlt? Was tun bei Regenwetter und wie bereite ich den Vierbeiner überhaupt auf das laute und eventuell stressige Leben in einer Stadt vor?

Mit vielen Bildern werden Situationen gezeigt, Tipps vermittelt und Übungen präsentiert, die den neuen Hund sicher und gut in einer Stadtwohnung leben lassen. Das Buch gibt eine gute Übersicht für Ersthundebesitzer in Großstädten, aber auch in kleineren Städten und großen Ortschaften, denn auch dort kann es an einer Hauptstraße schon recht turbulent vorgehen und die Tipps sind die selben, egal ob 500.000 oder 500 Einwohner.

Ich bin also insgesamt recht begeistert von dem Buch, kleinere Mankos sind mir dennoch aufgefallen die es zu bedenken gilt. Die theoretischen Themen vom Lernverhalten des Hundes oder der Hundepsychologie sind ziemlich kurz gefasst. Da würde ich weitergehende Literatur empfehlen, denn wenn ich weiß wie mein Hund lernt, was es mit meinem Hund macht wenn er dies oder jenes erlebt (Thema Schreckreize durch donnernde LKWs zum Beispiel), dann kann ich besser verstehen warum er gestern problemlos eine bestimmte Stelle mitläuft und heute in den Sitzstreik geht.

Auch die Übungen sind meiner Meinung nach für absolute Hundeanfänger etwas zu ehrgeizig. Bestimmte Dinge lassen sich einfach nicht aus Büchern lernen, und das sage ich nicht weil ich Hundetrainerin werde sondern weil ich es selbst erlebt habe in meinen Hundeanfängerjahren. Da ist es gut, wenn jemand mit drauf schaut der Erfahrung hat und weiß worauf er / sie achten muss. Ist jedoch schon ein wenig Erfahrung vorhanden (oder steht jemand dem Hundehalter entsprechend zur Seite) finde ich die meisten Übungen sehr sinnvoll. Auch die Beschäftigungsideen finde ich gut gemacht.

Fazit: Das Buch gibt einen tollen Überblick über Hunde in Städten, was es zu beachten und zu üben gibt und hat viele schöne anschauliche Bilder passend dazu. Weiterführende Literatur wird empfohlen wenn es in Richtung Lernverhalten der Hunde geht und bei den Übungen sollte jemand mit Erfahrung und Wissen mitwirken. Insgesamt kann ich das Buch aber guten Gewissens mit den kleinen Einschränkungen empfehlen und vergebe daher gerne 5 Sterne.

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

guatemala, bremen, maya, liebe, familie

Im Land des ewigen Frühlings: Guatemala-Roman

Christiane Lind
E-Buch Text: 332 Seiten
Erschienen bei null, 01.12.2016
ISBN B01MRLM8B2
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch hat mich sofort mitgenommen und in die spannende Familiengeschichte rund um Margarete und Elis um 1902 und Isabell und Fabian im Jahr 2016. Isabell hat gerade eine schlimme Trennung mit anschließender Scheidung hinter sich und hat nun außerplanmäßig ein halbes Jahr Freizeit, da sie die geplante Weltreise mit ihrem Ex natürlich nicht mehr antreten mochte. Also hilft sie ihrer Großmutter Lina bei deren neuestem Projekt. Es geht um den Nachlass von Linas Großmutter Elise, die eine erfolgreiche Forscherin Anfang des 20. Jahrhunderts war und bisher von den Medien und Autoren gänzlich falsch bzw. überhaupt nicht dargestellt wurde. Das soll sich ändern, also wühlen Isabell und Lina sich durch alte Tagebücher in Kurrentschrift und stoßen dabei auf Margarete Seliger, die scheinbar eng mit Elise befreundet war und eine erfolgreiche Kaffeerösterei gegründet hat. Margaretes Ururenkel Fabian interessiert sich ebenfalls sehr für die Geschichte seiner Familie und gemeinsam begeben sie sich auf Spurensuche. Was dabei alles zutage kommt und ob Isabell und Fabian mehr als nur Forscherdrang am anderen schätzen erfahren wir im Laufe des Buches.

Die Erzählperspektive wechselt im Buch immer wieder zwischen den vier Hauptfiguren Isabell, Fabian, Margarete und Elise und zwischen den Zeiten Anfang 20. Jahrhundert und heute. So lernen wir die vier gut kennen, erfahren ihre Gefühle und Gedanken und können uns besser in sie hineinversetzen. Auch die exotische Landschaft in Guatemala, das Los der Kaffeebauern und das Leben in der Stadt Bremen wird gut dargestellt.

Mein Fazit: die Geschichte fand ich spannend, gut geschrieben und habe einiges gelernt, nicht zuletzt über die Kultur der Maya und das mir bisher eher unbekannte Guatemala. Daher vergebe ich für dieses Buch volle fünf Sterne und kann ruhigen Gewissens eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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22 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

fernbus, geschichten, witzig, sina pousset, kurzweilig

"Keine Ahnung, wo wir hier gerade sind"

Sina Pousset
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.10.2016
ISBN 9783442159079
Genre: Humor

Rezension:

Busfahren - als Kind Horror für mich, da ich sehr schnell reisekrank wurde. Die hinteren Busreihen waren für mich stets ein unerreichbarer Ort, zumindest wenn ich dort mehr als nur ein paar Minuten bleiben wollte. Jetzt als Erwachsene ist das zum Glück wesentlich besser geworden und in der letzten Zeit kam das Thema Fernbus als Alternative zu Bahn oder Auto schon das ein oder andere Mal auf. Außerdem lese ich leidenschaftlich gerne Berufsblogs, zum Beispiel von Apothekern, Ärzten, Bestattern, Taxifahrern und so weiter, und liebe dabei vor allem die Geschichten rund um die verschiedensten Menschen. Kleine Einblicke in deren Leben, Eigenarten und Kuriositäten, witzige und traurige Momente, all das in kleine Geschichten verpackt. Gute Voraussetzungen also für ein Buch, das mir einen Einblick in die mir bisher fremde Welt des Fernbusfahrens geben will.

Neugierig begann ich also zu lesen, doch schon nach den ersten paar Seiten kamen mir leise Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit der Autorin. Frau Pousset schleppt Laptops, Handys und sonstiges Gerät zum Arbeiten im Bus mit sich herum, ist jedoch nicht in der Lage, sich den Weg zur Fernbus-Haltestelle zu merken. Ich meine, wenn ich nicht in der Lage bin, mir etwas länger als fünf Minuten zu merken (ich bin auch jemand, der sich eher an Orten / Gebäuden orientiert, und das ist in fremden Städten ja eher nicht möglich weil man die Gegend nicht kennt), dann sollte man sich entweder den Weg aufschreiben / ausdrucken oder zumindest das eigene Handy benutzen und sich per Navigation zum richtigen Ort lotsen lassen. Allerdings gestaltet sich das erste Kapitel so, als ob Fernbusreisende nur rein zufällig den richtigen Weg finden weil auch andere schwitzende schnaufende Leute in die gewählte Richtung unterwegs sind und man sich in kleinen Horden auserwählter Verirrter zusammenschließt und gemeinsam am Ende doch noch die Haltestelle zu finden. Hm.

Weiter geht es mit Erlebnissen, wie man drei Busse hintereinander verpassen kann weil man nicht das Datenvolumen sondern das grottige Busbahnhof-WLAN benutzt. Hmhm. Würde ich wohl anders machen.

Dann folgen Geschichten, die mir persönlich das Fernbusreisen dermaßen unsympathisch machen, dass ich lieber darauf verzichten möchte. Ob seltsame Körpergerüche, Schnarchen, feuchte Aussprache und Sabbern, verdreckte oder verstopfte Toiletten inkl. einschlägiger WC-Gerüche, verrückt spielende Klimaanlagen, von Stalkern und furchtbaren Flirtversuchen mal ganz zu schweigen. Die Autorin scheint Menschen im Allgemeinen nicht sonderlich zu mögen, entweder hat sie wirklich dermaßen viele seltsame Menschen getroffen oder sie schmückt die Geschichten einfach sehr aus, anders kann ich es mir nicht erklären, wie man von einem Stereotypen zum anderen springt.

Nach einigen Kapiteln habe ich den Rest nur noch überflogen und mir einzelne Geschichten von weiter hinten herausgepickt in der Hoffnung, ein paar nette Stories zu finden. Geschichten aus dem Leben eben. Doch da die Autorin um jeden Preis Kontakt mit ihren Mitfahrern vermeiden möchte sobald sie die Haltestelle denn gefunden hat, suchte ich solche Geschichten vergebens. Gut, von Zeit zu Zeit wurde auch ein wenig geflirtet, doch eine Zigarette später war das auch wieder vorbei.

Mein Fazit: Zum Fernbusreisen wird mindestens eine Indiana-Jones-Ausbildung benötigt. Oder alternativ könnte man auch einfach den gesunden Menschenverstand einschalten und aufhören, Menschen zu verurteilen, die genauso sind wie die Autorin selbst. Ich werde jedenfalls in der nächsten Zeit keinen Fernbus benutzen und vergebe mit zwei zugedrückten Augen noch zwei Sterne.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

nachdenken, chef, meeting

Morbus Meeting

Thomas Biermann
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Wildau Verlag, 15.10.2016
ISBN 9783945560075
Genre: Comics

Rezension:

Ich mag es, kurze Geschichten aus dem Berufsalltag zu lesen, daher habe ich entsprechend viele Berufsblogs abonniert. Manager waren bisher nicht dabei, und als ich den Klappentext dieses Büchleins auch noch ansprechend fand, entschied ich mich dafür, dieses Buch gerne lesen zu wollen.

Nun unterscheidet sich dieses Büchlein mit seinem sehr ungewöhnlichen aber handlichen Format schon sehr von den Geschichten, die von Blogs gewohnt bin. Vielmehr sind es klassische Kurzgeschichten wie ich sie noch aus dem Deutsch-Leistungskurs aus der Oberstufe kenne. Der Leser wird entweder aus der Ich- oder der Erzählperspektive in eine Situation gebracht, die zumeist einen humoristischen oder sozialkritischen Unterton besitzt. Die Pointe oder Moral der Kurzgeschichten ist nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich, der Leser muss zwischen den Zeilen lesen können und nicht selten habe ich nach der ein oder anderen Geschichte kurz innegehalten und noch einmal über die Bedeutung der gerade gelesenen Geschichte nachgedacht. Hier wurde also auch des öfteren das klassische Eisbergprinzip angewandt, bei dem sich unter der auf den ersten Blick sichtbaren Oberfläche noch sehr viel mehr verbirgt.

Ich möchte gar nicht näher auf den Inhalt der einzelnen Geschichten eingehen, ich kann aber sagen, dass mich mehrere Geschichten in diesem Buch gut unterhalten oder nachdenklich gemacht haben. Nur ein paar wenige waren gar nichts für mich, das ist aber Geschmackssache.

Was mich etwas irritiert hat war die Tatsache, dass die Geschichten zeitlich sehr unterschiedlich angesiedelt waren. Ich hatte das Gefühl, aus den Siebzigern ins aktuelle Millennium und zurück in die Achtziger zu springen, was sich unter anderem am Erzählstil und an der von den Protagonisten verwendeten Technik ablesen ließ. Die Kurzgeschichten scheinen mir über einen langen Zeitraum entstanden zu sein, auch die Erzählweise scheint mal moderner und mal etwas altmodisch, was durchaus seinen Reiz hat, mich aber auch ab und an aus der Geschichte geworfen hat.

Insgesamt fand ich das Buch aber unterhaltsam und bin wieder auf den Geschmack der klassischen Kurzgeschichte gekommen, deshalb vergebe ich hier gute vier von fünf Sternen.

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384 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 181 Rezensionen

magie, aurafeuer, fantasy, das erbe der macht, urban fantasy

Das Erbe der Macht - Aurafeuer

Andreas Suchanek
E-Buch Text
Erschienen bei Greenlight Press, 30.09.2016
ISBN 9783958342170
Genre: Fantasy

Rezension:

Wie schon bei seinen bisherigen Serien wie "Heliosphere 2265" und "Ein M.O.R.D.s-Team" handelt es sich auch bei Suchaneks neuestem Projekt um eine Buchreihe, die in regelmäßigen (kurzen) Abständen fortgesetzt wird. Die Bücher der Serie "Das Erbe der Macht" erscheinen im Monatsrhythmus und alle drei Monate soll es einen Sammelband als Hardcover-Sammelband geben. Dieses Konzept war mir schon aus einer früheren Rezension bekannt, und ich finde es nach wie vor interessant. So kann der Leser für kleines Geld feststellen, ob die Geschichte interessant ist und zum Weiterlesen anregt, und mich beschleicht dabei immer ein leicht nostalgisches Gefühl wie damals, als ich immer auf das neueste Lustige Taschenbuch gewartet habe :-)

Dementsprechend gespannt war ich auf diese neue Reihe und ich wurde nicht enttäuscht. Nach dem ersten Drittel hatte ich mich ins Buch eingelesen und in der Welt einigermaßen zurecht gefunden. Der Leser ist am Anfang genau wie der Protagonist Alexander Kent ahnungslos, was sich da für eine neue Welt vor ihm entfaltet. Neue Begriffe wie Essenzstäbe (statt Zauberstäbe) oder Nimags (=Nicht-Magier, also normale Menschen), Gebräuche und viele neue Gesichter, das ist schon ziemlich verwirrend. Doch dann nimmt die Geschichte Fahrt auf und hat mich richtig gepackt. Auch die geliebten trockenen Antworten, Wortwitze und Anspielungen, die ich bereits von Suchaneks Figuren gewohnt bin, sind wieder dabei und brachten mich beim Lesen regelmäßig zum Lachen. Schon beim Spruch mit Hogwarts (das ja eigentlich im Harry Potter-Universum zu Hause ist), musste ich sehr schmunzeln.

Kurz gesagt: Absolute Leseempfehlung, ich bin gespannt wie die Geschichte sich weiter entwickelt und vergebe volle Punktzahl. Die nächsten beiden Bände liegen jedenfalls schon auf meinem Lesestapel. ;-)

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

freundschaft, comic, roboter, familie, schule

Hilo 01

Judd Winick
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei POPCOM, 13.10.2016
ISBN 9783842030817
Genre: Comics

Rezension:

Heilige Makrele! Mit Popcom hat Deutschlands zweitgrößter Mangaverlag Tokyopop ein eigenes Comiclabel abseits der Mangawelt ins Leben gerufen, um tollen neuen Comics aus Deutschland und den USA einen eigenen Platz einzuräumen. Eines dieser Comics ist ein Kinder- und Jugendcomic namens Hilo, und nicht nur das schöne bunte Cover hat mir sofort gefallen. Auch die Story fand ich interessant, und da ich großer Comicfan bin, habe ich mich sehr über die Möglichkeit gefreut, Hilo probelesen zu dürfen.


Hilo ist ein neugieriger, aufgeweckter kleiner Junge, der eines Tages in das Leben des zehnjährigen D.J. im beschauliche Kleinstädtchen Berke County kracht. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn er fällt wie ein Komet vom Himmel, ohne Erinnerung wer (oder eher was) er ist und nur bekleidet mit einer silbernen Unterhose. D.J. nimmt den offenbar verwirrten Jungen, der AAAAAHHHHH! für eine coole Begrüßungsformel hält und versucht Gras zu essen, erstmal mit nach Hause. Zum Glück ist niemand da, denn alle in der Familie können etwas besonderes und gehen ihren Hobbys oder der Arbeit nach. Als mittleres Kind von fünf Geschwistern konnte D.J. seiner Meinung nach nur eins wirklich gut: Mit Gina, seiner Sandkastenfreundin, befreundet sein, doch seit sie weggezogen ist kommt er sich furchtbar unnütz und alleine vor. Während die anderen Familienmitglieder entweder superschlau, sehr sportlich, musikalisch oder alles zusammen sind, verbringt er seine Zeit im alten Clubhaus und trauert Gina hinterher. Als Hilo in sein Leben tritt hat er scheinbar endlich eine Aufgabe: er möchte dem wuseligen Blondschopf helfen sich wieder an seine Vergangenheit zu erinnern, und als Gina wieder zurück in die Stadt zieht scheint D.J.s Leben wieder toll zu werden. Doch dann kommen die Erinnerungen von Hilo Stück für Stück wieder und mit ihnen auch eine große Gefahr für die Erde, die bereits Hilos Heimatplaneten in Schutt und Asche gelegt hat. Gemeinsam kämpfen die drei gegen eine übermächtige außerirdische Invasion.


Hilo Band 1: Der Junge, der auf die Erde krachte! ist hübsch und niedlich gezeichnet und hat einige Running-Gags, die ich auch als Erwachsene noch witzig fand. Besonders das AAAAHHH! hat mich mehrmals schmunzeln lassen. Die Story ist spannend und ich habe das Buch bis zum Schluss nicht aus der Hand legen können, habe sogar mit den Protagonisten ein wenig mitgefiebert. Was mir auch gefällt ist, dass die Kinder und Jugendlichen nicht nur eine tolle Geschichte lesen, sondern auch noch etwas über Freundschaft, Mut, Vertrauen und Hoffnung lernen können. Am Ende scheint die Geschichte abgeschlossen, doch dann folgt noch eine Art Epilog und nun bin ich sehr gespannt auf Hilo Band 2: Die ganze weite Welt retten, der im März nächsten Jahres erscheint.


Fazit: Absolute Leseempfehlung, denn auch wenn das Buch eigentlich eher für jugendliche Leser gedacht ist, hat es mich trotzdem wunderbar unterhalten. Und Das Lustige Taschenbuch wird schließlich auch noch von vielen Erwachsenen gelesen ;)

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

finnland, humor, sex, elche, sex und junge männer

Die Kunst, Elch-Urin frisch zu halten

Rochus Hahn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.08.2016
ISBN 9783442484492
Genre: Humor

Rezension:

Es gibt eine bestimmte Sorte Humor bzw. Bücher im Allgemeinen, die die Leute polarisiert. Entweder man mag diese Art oder man findet sie vulgär und ziemlich unlustig. Das Buch "Feuchtgebiete" ist zum Beispiel eines dieser Exemplare, und ich bin geneigt, dieses Buch hier ebenfalls in diese Kategorie zu stellen.

Eigentlich sind Tim und Bullwinkel zwei ganz nette aber noch ein wenig unreife Typen, die nichts lieber wollen als zwei schnieke Stewardessen ins Bett zu bekommen. Leider sind sie bei dem Versuch, die verrückte Droge namens Elch-Urin zu besorgen, weder besonders geschickt noch tiefsinnig. Dafür erwartet den Leser jede Menge witzige und ulkige Situationen, die bei mir den ein oder anderen Lacher ausgelöst haben. Insgesamt war mir das Buch dann aber doch too much, die ganzen Andeutungen, Sextalks und Flachwitze gingen mir irgendwann ein wenig auf die Nerven.

Schade, ich finde, das Buch hat auf jeden Fall Potential und ich bin gespannt, ob der Autor Rochus Hahn sich aus der Kinderbuch- und Drehbuchautor-Ecke noch zu einem Autor entwickelt, der meinen Geschmack mehr trifft. Insgesamt finde ich seinen Schreibstil nämlich durchaus angenehm und sein nächstens Buch werde ich mir definitiv wieder anschauen.

Mein Kurzfazit: Kurzweiliger Roman mit viel Flachwitz, der leider nicht jeden Geschmack trifft aber durchaus Potential hat. Ich vergebe gut gemeinte drei von fünf Sternen.

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156 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 99 Rezensionen

krimi, max broll, totengräber, bernhard aichner, österreich

Interview mit einem Mörder

Bernhard Aichner
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Haymon Verlag, 13.09.2016
ISBN 9783709971338
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Aichners "Interview mit einem Mörder" ist bereits der vierte Band um den kultigen Totengräber Max Broll, der sein aufregendes Journalistenleben gegen das beschauliche Dorfleben eines Totengräbers eingetauscht hat. Er genießt die Ruhe und Unaufgeregtheit des Landlebens am Liebsten bei einem Bierchen, in seiner eigens angelegten Saune am Friedhof oder mit seinem besten Freund Baroni, mit dem er schon durch dick und dünn gegangen ist. Ausgerechnet am Eröffnungstag von Baronis neuem Würstlstand überredet der neue Pfarrer Max zu einer ausgedehnten Runde Gras, und so bekommt Max den Anschlag auf seinen besten Freund nur im Nebel mit. Er ist sich jedoch sicher, dass er den Attentäter erkannt hat, und als ihm niemand glauben will ermittelt er auf (zugegeben sehr eigenwillige) eigene Faust weiter und verfolgt den Verdächtigen sogar bis auf ein Kreuzfahrtschiff. Auf wen er dort trifft und ob er den Täter letztendlich überführen kann wird hier jedoch noch nicht verraten ;-)

Obwohl dies schon der vierte Band der Reihe ist war es für mich das erste Buch um Max Broll und seine Freunde. Ich kam jedoch beim Lesen schnell in die Geschichte hinein und kann daher bestätigen, dass man die ersten drei Bände nicht gelesen haben muss, um der Geschichte gut folgen zu können. Aichners Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, hat mir aber gut gefallen. Einige Sätze sind eher abgehackt, als ob Gedankensplitter aufgefangen wurden. Dialoge sind nicht wie üblich mit Anführungszeichen gekennzeichnet sondern die Sätze stehen untereinander mit Bindestrichen aufgelistet. Manchmal kam ich dabei durcheinander wer nun was genau gesagt hat, aber das passiert bei wörtlicher Rede auch ab und zu und soll hier nicht als Kritik aufgefasst werden.

Das Buch ist allerdings insgesamt für meinen Geschmack ein klein wenig kurz geraten, die Geschichte hätte meiner Meinung nach an der ein oder anderen Stelle noch mehr hergegeben und manchmal fehlte mir ein wenig mehr Hintergrund. Vielleicht liegt das daran, dass ich die anderen Bücher nicht gelesen habe, andererseits ging es mir auch bei Figuren so, die nachweislich erst in diesem Band aufgetaucht sind wie die Journalistin auf dem Schiff.

Weil ich mich trotzdem gut unterhalten habe und dies bestimmt nicht das letzte Buch der Reihe für mich sein wird vergebe ich gute 4 von 5 Sterne.

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

kinderbuch

Sternenwelt

Amanda Koch
Fester Einband: 36 Seiten
Erschienen bei familia Verlag, 05.11.2015
ISBN 9783943987560
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Das Cover dieses Buches ist mir sofort ins Auge gefallen, und da ich mich schon als Kind für Sternbilder interessiert habe, freute ich mich sehr als ich es schließlich in Händen hielt.

Die Geschichte finde ich schön geschrieben und das Happy End der Geschichte gefällt mir auch. Die Geschichte ist zudem sehr hübsch illustriert und der lila Farbton zieht sich durch das gesamte Buch.
Im hinteren Teil sind die Sternbilder zum Teil abgedruckt und regen dazu an, den nächtlichen Sternenhimmel gemeinsam zu erkunden und die Bilder im Buch zu vervollständigen. Im Glossar werden nochmal alle Begriffe erklärt und die Sternbilder vollständig gezeigt.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie mein Vater uns früher den Nachthimmel gezeigt und die Sternbilder erklärt hat, das weckt sehr viele schöne Erinnerungen. Wenn meine Nichten und Neffe soweit sind werde ich dieses Büchlein bestimmt nochmal zur Hand nehmen.

Die empfohlene Altersempfehlung von 8 bis 10 Jahren finde ich etwas schwierig. Die Geschichte an sich können bestimmt auch schon jüngere Kinder gut aufnehmen, die Sternbilder vervollständigen erfordert aber denke ich schon das angegebene Alter.

Einziges Manko: Ich hätte mir mehr Informationen gewünscht, mehr Sternbilder, vielleicht etwas über die wichtigsten Planeten oder unser Sonnensystem. Auf dem Umschlag steht "Astronomie für Kinder", das ist ein weitgefasster Begriff in den ich ein wenig viel hineininterpretiert habe denke ich. Ein paar mehr Seiten und Informationen hätten dem Buch aber meiner Meinung nach gut getan, so ist es eher ein informatives Bilderbuch.

Ich vergebe für dieses hübsche Kinderbuch dennoch 4 von 5 Sternen.

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fantasy, kinderbuch, fantasie, helfen, sharj

Sharj und das Wasser des Lebens

Audrey Harings
Flexibler Einband: 244 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 01.08.2016
ISBN 9783741208614
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Sharj war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn sie es nicht leicht hat. Ihre Pflegeeltern haben Sharj aufgenommen weil sie reichlich Geld geerbt hat, nutzen sie aus und lassen sie Hausarbeiten verrichten, die eigentlich Aufgabe der Pflegemutter wären, doch Sharj macht das alles trotzdem und bleibt immer nett dabei. Auch ihr bester Freund José hat ein reines Herz, und so werden die beiden bei einem Ausflug für ein Schulprojekt von einem wunderlichen Hasen ausgewählt, um die verborgene Welt voller Elfen, Drachen und anderer Wesen vor dem bösen König aus dem Nachbarland zu retten. Gut, dass Sharj den wunderlichen Hasen getroffen hat, denn in der normalen Welt schmieden ihre Pflegeeltern einen finsteren Plan, um sie loszuwerden und trotzdem an ihr Geld zu kommen. Gut, dass ein kleiner weißer Hase manchmal auch ein ganz großer Retter sein kann.

Beim Lesen musste ich manchmal an andere Geschichten denken wie zum Beispiel Alice im Wunderland (der weiße Hase und die andere Welt), doch diese Geschichte ist dann doch ganz anders umgesetzt und ich fand sie sogar als Erwachsene noch spannend und sehr charmant. Ich bin gespannt, wie es mit Sharj und Josè weiter geht.

Die Figuren finde ich gut beschrieben, zum Beispiel wurde Otto nicht nur durch sein Aussehen auf den Bildern unsympathisch, sondern auch durch die Beschreibung.

Die Schrift ist etwas größer und die empfohlene Altersangabe von 8-12 Jahre erscheint mir passend. Mir sind nur wenige kleine Fehlerchen aufgefallen, zum Beispiel ein Leerzeichen wo keines hingehört, aber darüber kann man gut hinwegsehen denke ich. Allerdings habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wie man die Protagonistin wohl aussprechen soll. Ich habe mich dann für "Schari" entschieden.

Dieses Buch hat mich vor dem Lesen vor allem durch das Cover angesprochen, und als ich es dann in Händen hielt konnte ich noch viele weitere tolle Zeichnungen im selben Stil entdecken. Ganz am Anfang sind die Hauptfiguren der Geschichte mit kleinen Porträts abgebildet, und diese findet man auch immer wieder im ganzen Buch. Vor fast jedem (größeren) Kapitel findet sich eine Zeichnung mit kleinen Bildern der Figuren, die in dem Kapitel vorkommen, und einem großen Bild passend zum Inhalt, so dass man gleich ein wenig eingestimmt wird auf das was kommen wird. So ist dieses Buch nicht nur etwas zum Lesen, sondern auch zum anschauen.

Mein Fazit: ein schön gestaltetes Buch mit tollen Bildern, charmanten Hauptfiguren und einer spannend geschriebenen Geschichte. Von mir gibt es dafür 5 von 5 Sternen.

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kinderbuch, fantas

Das magische Fenster im Bild

Jolanta Lieser
Flexibler Einband: 152 Seiten
Erschienen bei Renaissance Verlag Wetzlar, 09.02.2015
ISBN 9783939442936
Genre: Romane

Rezension:

Als erstes ist mir das hübsche Cover ins Auge gefallen. Das helle Blau und das bunt gestaltete Fenster geben einen schönen Ausblick auf die Geschichte der Protagonistin Kaya, die sich im Gegensatz zu ihren Freunden so gar nicht auf die bevorstehenden Schulferien freut. Sie befürchtet, dass sie mal wieder viel Zeit alleine verbringen muss weil ihr Eltern kaum da sind und ihre Freunde verreisen. Wütend und frustriert streift sie durch die Wohnung, auf der Suche nach etwas Ablenkung gegen ihre Langeweile. Als das Bild über dem Sofa auf einmal lebendig wird und ein Blumenzwerg sie in seine Welt einlädt, fürchtet sie sich zunächst sehr, dann fasst sie jedoch Mut und springt in eine Welt voller Abenteuer und wunderlicher Gestalten; sprechende Riesenkatzen und rennende Torten sind dabei noch nicht einmal die ungewöhnlichsten. Bleibt sie so mutig und hilft den Bewohnern ihre Welt zu retten?


Das Buch gliedert sich in fünf Kapitel mit jeweils kleineren Abschnitten, die sich gut zum Vorlesen für jüngere Kinder eignen. Für das Buch konnte ich keine Altersempfehlung finden, ich denke aber, dass es für Kinder im Grundschulalter ganz gut geeignet ist. Durch die etwas größere Schrift als bei typischen Erwachsenenbüchern lässt es sich auch für Leseanfänger ganz gut lesen, je nach Kind ab Klasse zwei oder drei.


In der Geschichte geht es vor allem darum, dass Kaya mehr Selbstbewusstsein und Mut erlangt. Sie glaubt am Anfang, dass sie weder Liebens- noch überhaupt etwas wert ist, und die verschiedenen Figuren im Buch geben ihr nach und nach Bestätigung, wie mutig und liebenswert sie doch ist. Auch Dinge wie Ehrlichkeit, Fehler eingestehen und sich überwinden werden durch die verschiedenen Abenteuer vermittelt.


Jedes Kapitel wird durch eine Zeichnung eingeleitet von der Figur, der Kaya in dem Kapitel begegnen wird. Die Zeichnungen haben mir persönlich vom Stil her nicht so gut gefallen, meine sechsjährige Nichte fand sie aber toll. Sie wirken wie selbstgezeichnet und mit Buntstiften ausgemalt und passen zum Inhalt des Folgekapitels.


Der Schreibstil ist sehr adjektivlastig, das heißt alles wird in sehr schillernden Worten beschrieben. Farben findet man in fast jedem Satz, da trägt Kaya zum Beispiel einen gelben Pullover und klettert mit nackten Füßen auf das weiße Sofa unter dem bunten Bild mit den roten Tulpen und dem Zwerg mit der grünen Perle. Mir waren es teilweise fast zu viele Adjektive und Metaphern, für Kinder finde ich das jedoch absolut in Ordnung da es die Geschichten noch bildhafter und vorstellbarer macht.

Im ersten Kapitel war ich erst etwas irritiert, weil Kaya von einem Ort zum nächsten springt und erst gegen Ende des Kapitels aufgelöst wird, was da passiert ist. Das fand ich etwas konfus und chaotisch und setzte sich zum Glück in den folgenden Kapiteln nicht weiter fort.


Bis auf das etwas gruselige Kapitel drei kann ich das Buch auch für Kinder unter sechs Jahren empfehlen. Das Kapitel drei sollten sich die Eltern am Besten vorher einmal durchlesen und selbst einschätzen, wie das eigene Kind so etwas verpacken kann.

Insgesamt finde ich das Buch hübsch gestaltet, die Geschichten sind kindgerecht, enthalten auch Moral und Sinn und deshalb vergebe ich vier von fünf Sternen.

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15.445 Bibliotheken, 103 Leser, 32 Gruppen, 452 Rezensionen

dystopie, liebe, panem, hungerspiele, jugendbuch

Die Tribute von Panem - Tödliche Spiele

Suzanne Collins , Sylke Hachmeister , Peter Klöss , Werbeagentur Hauptmann & Kompanie
Buch: 416 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783841501349
Genre: Jugendbuch

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fantasy, harry potter, magie, hogwarts, zauberei

Harry Potter und der Stein der Weisen

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 21.07.1998
ISBN 9783551551672
Genre: Jugendbuch

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thriller, verschwörung, kirche, paris, louvre

Sakrileg - The Da Vinci Code

Dan Brown ,
Flexibler Einband: 618 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 08.04.2006
ISBN 9783404154852
Genre: Krimi und Thriller

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