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66 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

humor, liebe, finanzamt, schwaben, catrin barnsteiner

Fräulein Schläpples fabelhafte Steuererklärung

Catrin Barnsteiner
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Berlin Verlag, 13.08.2013
ISBN 9783827011510
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „Fräulein Schläpples fabelhafte Steuererklärung“ von Catrin Barnsteiner erzählt die Geschichte einer turbulenten Liebe zweier Menschen, die gegensätzlicher nicht sein könnten. 

Inhalt

Fred Eisenbogen, Finanzbeamter des Finanzamtes in Böblingen, nimmt seinen Beruf sehr ernst. So ernst, dass manch einer behaupten könnte, Fred würde in seiner Korrektheit sogar Tipp-Ex pinkeln. Er ist mit der Arbeit immer pünktlich fertig und hat es bisher geschafft jedem Betrieb eine Steuerhinterziehung nachzuweisen. Woran er jedoch immer scheitert ist der Beamtenscheitel, der einfach nie sitzen will. Als er an einem verregneten Abend in der Post plötzlich auf die chaotische Gärtnerin Sandra Schäpple trifft und zum Helden erklärt wird, weiß er nicht mehr wo ihm der Kopf steht. Beeindruckt von ihrer Erscheinung, wagt er den ersten Regelverstoß seines Lebens und verstrickt sich dabei in eine Lügengeschichte rund um seinen Beruf. Zu allem Übel landet auch noch ihre verdächtige Steuererklärung auf seinem Schreibtisch, die er bearbeiten soll. Ob Fred es trotzdem noch schafft Sandras Herz zu erobern? 

Meine Meinung 

Eine Geschichte mit viel Witz und Charme und Protagonisten, die man ins Herz schließen kann. Die Autorin beschreibt die Charaktere im Buch sehr liebevoll und detailliert und mit manch einer Beschreibung, schafft sie es sogar dem Leser an der ein oder anderen Stelle ein Schmunzeln zu entlocken. Fred, der viel zu korrekte Finanzbeamte, der in seinem Leben nur die Ordnung und Arbeit kennt, trifft auf Sandra die chaotische Gärtnerin mit viel Herz. Das bei zwei so gegensätzlichen Charakteren einiges schief gehen kann, ist da vorprogrammiert. Die Thematik ist nicht neu, aber doch auf eine sehr originelle Art und Weise gestaltet. Die Autorin bringt gerade zu Beginn und zum Ende hin immer wieder neue Ideen ein. Es sind die witzigen Familienspielen, herzzerreißenden Liebeserklärungen und Beamtenwitze, die den Leser immer wieder amüsieren. Auch die restlichen Charaktere der Geschichte, haben alle ihre Eigenarten und komischen Seiten und füllen die Geschichte so mit Leben. Besonders herausragend ist dabei Rolf Schäpple, Sandras Vater. Der selbsternannte Robin Hood, der gerne mal das Finanzamt hintergeht, um  mit dem Geld Gutes zu tun und seiner Tochter immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Lernt man dieses Charakter richtig kennen, kann man nachvollziehen, woher Sandra ihre Leichtigkeit und ihr großes Herz her hat. Leider gab es einige Stellen in der Geschichte, in denen ich Sandras Handlungen nicht recht nachvollziehen konnte und sie mir doch anders erschien, als ich sie in der Geschichte wahrgenommen und kennengelernt habe. 

Insgesamt überzeugt die Autorin mit einem gut gewählten Schreibstil, der die Charaktere zum Leben erwecken konnte. Jedoch konnte die Handlung keine richtige Spannung aufbauen und verlor sich zwischenzeitlich etwas und kam dann zu einem Ende, dass man eigentlich schon zu Beginn erahnen konnte. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte eine unterhaltsame Lektüre, die man im Sommer oder mal Zwischendurch lesen kann und die einen manchmal doch berühren und zum schmunzeln bringen kann. 

Fazit

Eine unterhaltsame Geschichte für Zwischendurch, die durch ihren Witz und den oftmals etwas sonderbaren aber auch liebenswerten Charakteren besticht. 

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Tags: catrin barnsteiner, fräulein schläpples fabelhafte steuererklärung   (2)
 

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28 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

essen, couchsurfing, deutschlandreise, reise durch deutschlan, anhalter

Speisende soll man nicht aufhalten

Patrik Stäbler ,
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.06.2013
ISBN 9783499622274
Genre: Humor

Rezension:

„Speisende soll man nicht aufhalten“ erzählt die Geschichte des Autors Parick Stäbler, der sich auf eine kulinarische Reise durch Deutschland begibt, und dadurch nicht nur die regionaltypischen Gerichte, sondern auch ihre Menschen kennenlernt. 


Patrick Stäbler liebt gutes Essen, doch die landestypischen Gerichte kennt er nur vom Hörensagen. So wie wohl die meisten von uns.  Grund genug, sich auf eine Reise durch das kulinarische Deutschland zu begeben. Dabei soll die regionale Küche getestet, Mythen aufgeklärt und die Esskultur der Deutschen ergründet werden. Nicht aber wie gewöhnlich mit dem Auto und Übernachtungen im Hotel. Der Autor entschied sich 16 Bundesländer per Anhalter zu befahren und über das Portal „Couchsurfing“  Personen zu finden, die ihn kostenfrei beherbergen. Ein Abenteuer, dass vom stundenlangem Warten an Autobahnausfahrten, von skurrilen und liebenswerten Fahrern und Gastgebern erzählt. Vor allem aber, offenbart der Autor  leckeren Gerichte aus der deutschen Küche und berichtet von Menschen, die um deren Erhalt bemüht sind. 


Das Buch ist eine geschickt gewählte Mischung aus Abenteuerroman, Kochbuch und Komödie. Der leichte und ehrliche Schreibstil des Autors, ermöglicht es dem Leser durch das Buch zu schweben und in kulinarischen Welten zu verweilen. Die bildhaften Beschreibungen des Autors, lassen dem Leser oftmals das Wasser im Mund zusammenlaufen. Daher ist es besonders erfreulich, dass am Ende der Kapitel, die Rezepte zu den Gerichten beigefügt sind. Auch wenn manch ein Gericht für den heimischen Herd wohl doch zu aufwendig ist. Besonders gefallen, haben mir die Anekdoten zu den Couchsurfern und den oftmals sonderbaren, aber auch liebenswerten Fahrern.Vor allem aber auch der persönliche Blick auf die Bundesländer, die Gerichte und die Menschen. Wie der Buchtitel beschreibt, schaut der Autor bei seiner Reise nicht nur auf die Teller, sondern auch über den Tellerrand hinaus und lässt uns teilhaben an traurigen, schönen aber auch heldenhaften Geschichten. Man schließt die Personen, die der Autor kennenlernt, schnell ins Herz und ist traurig, dass sie so gleich wieder verschwunden sind. Aber auch genau diese Vielfalt an Charakteren, macht das Buch auch so interessant und lesenswert. Zudem lernt der Leser, wissenswertes über die Heimat, die  die den meisten doch so unbekannt ist. Denn jeder hat schon mal einen Döner, eine Pizza oder Spaghetti gegessen. Wer aber kennt den Dibbelabbes, die Teichelmauke oder Schnüsch? Oftmals ist es erschreckend, wie wenig man doch selbst über die eigene Landesküche, die Regionen oder die Esskultur weiß. Wie man oft den Medien glaubt, der Deutsche möge nur das schnelle und günstige Essen. Das Buch aber zeigt, dass es viele Menschen gibt, die sich ihrer Leidenschaft zum Essen hingeben und dafür sorgen dass unsere landestypische Küche nicht in Vergessenheit gerät. Genau aus diesem Grund, ist das Buch eine Bereicherung für jedes Bücherregal und für jeden der die Liebe zum Essen mit dem Autor teilt. Das Einzige was ich in diesem Buch vermisse, sind die süßen Leckereien, die Deutschland zu bieten hat. Einige wie die Schwarzwälderkirschtorte werden erwähnt und nahezu wahrhaftig beschrieben, jedoch fehlt am Ende das Rezept, um es auch Zuhause genießen zu können. Da sind aber auch die Geschmäcker verschieden und manch einer ist vollkommen zufrieden mit der herzhaften deutschen Küche. 


Ich kann dieses Buch nur wärmsten an diejenigen weiterempfehlen, die dem Essen und unserer Heimat verfallen sind, und mehr über das Land, die Leute und unsere herausragende Küche erfahren möchte. Ein schönes Buch, dass durch den persönlichen Charme des Autors und einer großen Portion Witz, genau meinen Geschmack getroffen hat. 


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Tags: speisende soll man nicht aufhalten   (1)
 

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757 Bibliotheken, 14 Leser, 6 Gruppen, 21 Rezensionen

mittelalter, kloster, krimi, italien, historischer roman

Der Name der Rose

Umberto Eco , Burkhart Kroeber
Flexibler Einband: 688 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.08.2008
ISBN 9783423210799
Genre: Historische Romane

Rezension:

"Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort"

Inhalt

Der Franziskanermönch William von Baskerville und sein Adlatus Adson von Melk besuchen im November des Jahres 1327 eine Benediktinerabtei im Norden Italiens. Dort soll ein Treffen zwischen den Abgesandten des Papstes und denen des Franziskanerorderns stattfinden, um die theologische Frage nach der Armut der Kirche und Jesus Christi zu klären. Bevor es jedoch zu diesem Treffen kommt, geschehen in der Abtei merkwürdige Dinge. Ein Miniaturenmaler wird Tod aufgefunden. Der Abt bittet den, für seinen scharfsinnigen Verstand bekannten, William von Baskerville den Mord aufzuklären und den Täter zu finden.  Kurz darauf verschwindet ein weiterer Mönch. Nach und nach offenbaren sich William und Adson weitere Geheimnisse, Intrigen und politische sowie auch religiöse Konflikte, die alle ihren Ursprung in der Bibliothek zu haben scheinen. Gepackt vom Untersuchungsfieber, entziffert William geheime Schriften, entschlüsselt fremde Schriftzeichen und kommt dem Geheimnis, welches die Abtei umhüllt, immer näher ...

Meine Meinung

Es fiel mir nicht leicht all diese Eindrücke, die das Buch in mir hinterlassen hatte, in Worte zu fassen. Ich hatte immer das Gefühl, dass alles was ich zu diesem Buch zu sagen hätte,  dem Buch und der Geschichte nicht annähernd gerecht werden könnte. „Der Name der Rose“ gehört nicht ohne Grund zu den Klassikern der Weltliteratur

Die Geschichte wird rückblickend von Adson von Melk wiedergegeben, der die Geschichte aus seiner Sicht erzählt und dabei auf sein Leben als Novize zurückblickt. Das Buch ist in 7 Kapitel unterteilt, die die 7 Tage und Nächte des Aufenthalts der beiden Protagonisten widerspiegeln. Außerdem werden die 7 Kapitel in sich noch einmal geteilt dem Tagesablauf der Mönche entsprechend, welcher bestimmte Gottesdienste oder vorgeschriebene Essenszeiten beinhaltet. Die Handlung und das Geheimnis um die Abtei reißen den Leser von der ersten Minute mit und man ist gefangen zwischen Intrigen, Streitigkeiten und Verschwörungen. Diese Spannung wird durch weitere Morde, neue Erkenntnisse immer weiter aufgebaut und lässt an keiner Stelle nach. Der Leser tappt lange im Dunkeln, wie auch Adson und William, und kann erst am Ende alle Puzzleteile zusammenfügen. Besonders einfühlen kann man sich als Leser, in die beiden Protagonisten William und Adson. William, der mit seinem Verstand und seinem unendlichen Wissen über Literatur, Geschichte und die Welt, den Leser nur staunen lassen kann. Jede seiner Bewegung, jede seiner Aussage wird von Adson analysiert und dem Leser geschildert. Aber auch die Gefühlswelt des etwas verunsicherten Adson wird dem Leser ausdrücklich dargestellt und man fühlt sich als Teil seiner selbst und seiner Gedanken. Wer genau hinsieht könnte einige Parallelen zu dem Ermitllerduo Sherlock Holmes und Dr. Watson finden. 

Der Schreibstil mag für manche zunächst gewöhnungsbedürftig sein, jedoch findet man sich sehr schnell ein und wird von der Handlung mitgerissen. Ein Hindernis könnten die zahlreichen Zitate der Lateinischen Sprache sein, die zwar kurz, jedoch für diejenigen Leser ohne Lateinkenntnisse, schwer zu entziffern sind. Die Übersetzungen der Zitate und andere Fremdwörter sind am Ende des Buches übersetzt und gelistet.

„Der Name der Rose“ ist sicherlich kein Buch für Zwischendrin oder etwas, dass man nebenher mal so liest. Auf dieses Buch und sein Wissen muss man sich vollkommen einlassen. Es sind nicht nur die zahlreichen Charaktere, mit ihren eigenen Geschichten, sondern vor allem auch die Einblicke in die Konflikte der Zeit, die volle Aufmerksamkeit des Lesers erfordern. Diese religiösen und auch politischen Konflikte, die dem Leser eröffnet werden, sind vom Autor sehr gut recherchiert und wiedergegeben. Neben dieser Streitigkeiten, werden auch philosophische Fragen aufgegriffen und von den Protagonisten und anderen Charakteren beantwortet und reflektiert. Dem Leser eröffnen sich während dem Lesen immer wieder neue Perspektiven und Sichtweise auf Dinge, die uns in der Welt begegnen und die Teil unserer Geschichte sind.

Fazit

Ein großartiges Buch, welches bis zum Ende hin spannend bleibt und den Leser teilhaben lässt an einer Zeit, die geprägt war von religiösen, politischen und auch philosophischen Konflikten. Kein Buch für Zwischendurch, denn es erfordert volle Aufmerksamkeit eröffnet dann aber seine volle Wirkung, die den Leser sprachlos zurücklässt. 

Normalerweise gehören Krimis nicht zu meinem Lieblingsgenre, aber dieses Buch wird mir immer in Erinnerung bleiben und ist definitiv eines der besten Bücher, welches ich bisher gelesen habe. 


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Tags: der name der rose, umberto eco   (2)
 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

gewalt, liebe, north carolina, nicholas sparks, flucht

Safe Haven

Nicholas Sparks
Flexibler Einband
Erschienen bei Grand Central Publishing, 02.08.2011
ISBN B0068HPULS
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „Safe Haven“ von Nicolas Sparks erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die auf der Flucht vor Ihrer Vergangenheit, wieder lernt zu lieben und zu vertrauen. 

“I truly believe that while love can hurt, love can also heal…” 

Inhalt: 

Die 27 jährige Katie ist in das kleine Städtchen Southport gezogen und lebt dort sehr zurückgezogen. Bisher hat sie kaum Anschluss gefunden, Sie hat aber auch nicht vor allzu lange zu bleiben. Sie arbeitet Vollzeit als Kellnerin im Ivan‘s und spart jedes Trinkgeld ,dass sie bekommt und kauft nur das Nötigste. Sie gibt sehr wenig von sich Preis und hat etwas Geheimnisvolles an sich. Etwas, das Alex nicht loslässt. Jedes Mal wenn Sie seinen Laden betritt, kann er nicht anders, als Sie zu bewundern. Immer sucht er einen Weg sie anzusprechen. Er schafft es ihr Näher zu kommen, näher als ihr lieb ist. Aber ist Katie schon bereit dazu? Denn Katie ist auf der Flucht. Auf der Flucht vor ihrer gewalttätigen Ehemann. Kann sie Ihre Vergangenheit zurücklassen? Oder wird die Vergangenheit sie wieder einholen?

Meine Meinung: 

Mir fällt nur ein Wort ein: Wow! Ich bin ein großer Fan von Nicholas Sparks und habe fast alle seine Werke gelesen. „The Notebook“ war für mich sein bisher bester Roman, die anderen haben mich auch berührt, kamen aber nicht an "The Notebook"  ran.  Bis ich Safe Haven gelesen habe. Es gehört mit Abstand zu seinen besten Werken. 

Nicholas Sparks hat einen Schreibstil, der es einem ermöglicht sich sofort in die Geschichte und ihre Protagonisten einzufühlen. Die Art und Weise wie er die Dinge beschreibt, lassen sie Wirklichkeit werden. 

Sparks erzählt die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, konzentriert sich dabei vor allem auf die beiden Protagonisten Katie und Alex. 

Katie ist eine starke und mutige Frau, die es wagt ihr altes Leben und ihre schreckliche Ehe hinter sich zu lassen und neu anzufangen. Sie ist Vorbild für viele Frauen, die ähnliches erleben und nicht ihren Mut haben. Im Laufe des Buches bekommen wir immer wieder Einblicke in ihre Vergangenheit, ihre schreckliche Ehe, die sie nicht loslässt. 

Bis Sie Alex trifft. 

Alex, ein Witwer und Vater von zwei Kindern, der versucht aus seiner Lage das Beste zu machen und seinen Kindern ein schönes Leben zu bieten. Er liebt bedingungslos und opfert alles für die Menschen, die ihm wichtig sind. Seine beiden Kinder, Kristen und Josh, wachsen einem sofort ans Herz und sind Zeugnis seiner gelungenen Erziehung.

Als die Beiden sich begegnen scheint die Anziehung zunächst einseitig zu sein.  Als bindendes Element tritt „Jo“ auf, die Katie als Freundin zur Seite steht, und sie auf das aufmerksam zu machen scheint, was sie selbst schon so lange weiß aber Angst hat es sich einzugestehen. Beide haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, denn sie ist immer ein Teil von Ihnen man kann sie nicht ändern. Vor allem Katie kann Vergangenes kaum ablegen. Doch gemeinsam lernen sie wieder zu lieben, zu vertrauen und das Beste aus ihrer Situation zu machen. Diese Geschichte zeigt, das Liebe Berge versetzen kann. Auf der einen Seite kann Liebe schmerzhaft sein, sie kann Herzen brechen. Sie kann aber auch alte Wunden schließen und neue Wege in eine bessere Zukunft öffnen. Man muss nur den Mut haben sich einzulassen. Das Leben entwickelt sich nicht immer so wie man es sich wünscht oder vorgestellt hat. Trotz allem muss man versuchen das Beste daraus zu machen. Genau das haben Katie und Alex getan. 

Einige mögen kritisieren, dass Sparks sich auch in diesem Buch wieder einiger seiner typischen Elemente bedient. Die kleine Stadt in North Carolina, der Verlust einer geliebten Person und Krankheiten, die Leben nehmen, Liebe und Freundschaft. Trotz allem ist diese Geschichte ganz anders, als die anderen Romane. Sie zeigt neben den schönen Momente auch die dunklen Momente, in denen aus Liebe purer Wahnsinn und Hass werden können. Die Geschichte ist spannend, tragisch und schön zu gleich. Ich konnte das Buch nicht zur Seite legen. Habe gelächelt, geweint und mich gefürchtet. Mich hat die Geschichte berührt und wie immer finde ich in Sparks Romane Weisheiten, die mich zum nachdenken bringen. Ein Roman der Mut macht, neue Wege zu gehen und Altes zurück zu lassen. 

Fazit:

Definitiv eines der Besten Romane von Sparks! Eine Geschichte voller Spannung, Tragik, wundervoller Momente und Weisheiten. Eine Geschichte, die beweist das mit der Liebe sogar das Unmögliche möglich wird. 



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Tags: nicholas sparks   (1)
 

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237 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

autismus, familie, asperger-syndrom, mord, jodi picoult

In den Augen der anderen

Jodi Picoult , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 690 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.06.2013
ISBN 9783404168248
Genre: Romane

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252 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

1913, kunst, geschichte, berlin, literatur

1913

Florian Illies
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 25.10.2012
ISBN 9783100368010
Genre: Sachbücher

Rezension:


Das Buch „1913“ von Florian Illies beschreibt einen besonderen Schlüsselmoment der Kunst- und Literaturgeschichte, nämlich das Jahr 1913, mit all seinen großen Künstlern und den vielen kleinen und doch bedeutenden Veränderungen, die unsere Gegenwart prägen. 

Inhalt: 

Im Jahre 1912 der Untergang der Titanic, im Jahre 1914 der Beginn des 1. Weltkrieges und im Jahre 1913? Welch weltbewegende Momente haben sich in diesem erst unscheinbar wirkendem Jahr ereignet? Ein Jahr das ganz im Schatten der Unglückszahl steht? Oder doch ein Jahr in seiner vollen Blüte?

Die Mona Lisa ist verschwunden, Hitler und Stalin begegnen sich beim Spazieren gehen,  Kafka stellt zwei Heiratsanträge an Felice Bauer,  Prada eröffnet seine erste Boutique in Mailand, Brecht langweilt sich in der Schule und hat Herzklopfen, Rainer Maria Rilke wäre gerne ein Igel und die großen Köpfe der Zeit sind geplagt von der „Neurasthenie“. 

Florian Illies eröffnet dem Leser, ein Jahrhundert später, einen Einblick in das besondere Jahr 2013 und seinen großen Künstlern, die im Zwiespalt zwischen Moderne und Traditionellem stehen. Dabei schildert er anhand von Briefen, Tagebucheinträgen und Anekdoten mehr oder weniger bekannten Personen, die Atmosphäre eines besonderen Jahres, das im Zeichen der Extreme steht.  


Meine Meinung: 

Das Buch ist gegliedert in zwölf Abschnitte, die die zwölf Monate des Jahres beschreiben. Die Geschichte ist sehr genau recherchiert und gleicht auch durch ihrem Aufbau einem Geschichtsbuch, das auf unterhaltsame Weise Wissen vermittelt. Trotz allem entsteht ein fließender Text, der historische Ereignisse und künstlerische Meisterwerke geschickt verknüpft und Zusammenhänge findet, dort wo der Leser sie zunächst  nicht vermuten würde. Überwältigend viele Informationen werden vermittelt, die einen beinahe erschlagen und auch nur von Lesern verknüpft werden können, die bereits einige Kenntnisse oder zumindest ein Interesse an den Bereichen der Literatur und Kunst haben. Aber auch viel Unnützes Wissen wird dem Leser dargeboten, welches der Geschichte aber ihren besonderen Charakter verleiht. 

Deutlich wird, Illies versteht sein Handwerk. Das Buch zeichnet sich aus durch eine sehr gelungene und präzise Sprache, die einen eintauchen lässt, in die verschiedenen Momente dieses besonderen Jahres 1913. Sehr bildhaft und poetisch werden Ereignisse,  Gefühle und Charaktere dargestellt und durch etwas Humor und Gesellschaftskritik verfeinert. Das Buch bringt dem Leser Künstler der Zeit näher, macht sie zu Menschen, mit Problemen, Zweifeln und Ängsten. Zeigt uns, dass gerade die großen aber auch empfindsamen Köpfe geplagt sind von Krankheiten, wie dem „Burn-Out“, da sie alles was sie tun hinterfragen und sich viel zu oft und viel zu intensiv verlieben. Die Geschichte macht aber auch Lust, alte Klassiker, wie die „Buddenbrooks“ oder „Der Zauberberg“ von Thomas Mann, wieder auszugraben und neu zu entdecken. Gelangt man zum Ende des Buches fühlt man eine Leere und gleichzeitig ein überwältigendes Gefühl und muss all diese Eindrücke erst einmal auf sich wirken lassen. 

Fazit: 

Eines der gelungensten Bücher, die ich 2013 gelesen habe. Ein Geschichtsbuch, dass auf unterhaltsame Weise unheimlich viel Wissen vermittelt und Einblicke gibt, in ein besonderes Jahr und seine großen Künstler, die intensiv lieben und leiden. 

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1.521 Bibliotheken, 81 Leser, 3 Gruppen, 156 Rezensionen

satire, hitler, berlin, humor, adolf hitler

Er ist wieder da

Timur Vermes
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.09.2012
ISBN 9783847905172
Genre: Romane

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423 Bibliotheken, 6 Leser, 9 Gruppen, 16 Rezensionen

london, nick hornby, freundschaft, liebe, hornby

About a Boy

Nick Hornby , Clara Drechsler , Harald Hellmann
Flexibler Einband: 346 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 14.03.2011
ISBN 9783462043075
Genre: Romane

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11.274 Bibliotheken, 172 Leser, 6 Gruppen, 840 Rezensionen

liebe, sterbehilfe, behinderung, jojo moyes, unfall

Ein ganzes halbes Jahr

Jojo Moyes , Karolina Fell
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 21.03.2013
ISBN 9783499267031
Genre: Romane

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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebe, flucht, gewalt, north carolina, kinder

Safe Haven

Nicholas Sparks
Flexibler Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Sphere, 25.03.2011
ISBN 9780751543001
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „Safe Haven“ von Nicolas Sparks erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die auf der Flucht vor Ihrer Vergangenheit, wieder lernt zu lieben und zu vertrauen. 

“I truly believe that while love can hurt, love can also heal…” 

Inhalt: 

Die 27 jährige Katie ist in das kleine Städtchen Southport gezogen und lebt dort sehr zurückgezogen. Bisher hat sie kaum Anschluss gefunden, Sie hat aber auch nicht vor allzu lange zu bleiben. Sie arbeitet Vollzeit als Kellnerin im Ivan‘s und spart jedes Trinkgeld ,dass sie bekommt und kauft nur das Nötigste. Sie gibt sehr wenig von sich Preis und hat etwas Geheimnisvolles an sich. Etwas, das Alex nicht loslässt. Jedes Mal wenn Sie seinen Laden betritt, kann er nicht anders, als Sie zu bewundern. Immer sucht er einen Weg sie anzusprechen. Er schafft es ihr Näher zu kommen, näher als ihr lieb ist. Aber ist Katie schon bereit dazu? Denn Katie ist auf der Flucht. Auf der Flucht vor ihrer gewalttätigen Ehemann. Kann sie Ihre Vergangenheit zurücklassen? Oder wird die Vergangenheit sie wieder einholen?

Meine Meinung: 

Mir fällt nur ein Wort ein: Wow! Ich bin ein großer Fan von Nicholas Sparks und habe fast alle seine Werke gelesen. „The Notebook“ war für mich sein bisher bester Roman, die anderen haben mich auch berührt, kamen aber nicht an "The Notebook"  ran.  Bis ich Safe Haven gelesen habe. Es gehört mit Abstand zu seinen besten Werken. 

Nicholas Sparks hat einen Schreibstil, der es einem ermöglicht sich sofort in die Geschichte und ihre Protagonisten einzufühlen. Die Art und Weise wie er die Dinge beschreibt, lassen sie Wirklichkeit werden. 

Sparks erzählt die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven, konzentriert sich dabei vor allem auf die beiden Protagonisten Katie und Alex. 

Katie ist eine starke und mutige Frau, die es wagt ihr altes Leben und ihre schreckliche Ehe hinter sich zu lassen und neu anzufangen. Sie ist Vorbild für viele Frauen, die ähnliches erleben und nicht ihren Mut haben. Im Laufe des Buches bekommen wir immer wieder Einblicke in ihre Vergangenheit, ihre schreckliche Ehe, die sie nicht loslässt. 

Bis Sie Alex trifft. 

Alex, ein Witwer und Vater von zwei Kindern, der versucht aus seiner Lage das Beste zu machen und seinen Kindern ein schönes Leben zu bieten. Er liebt bedingungslos und opfert alles für die Menschen, die ihm wichtig sind. Seine beiden Kinder, Kristen und Josh, wachsen einem sofort ans Herz und sind Zeugnis seiner gelungenen Erziehung.

Als die Beiden sich begegnen scheint die Anziehung zunächst einseitig zu sein.  Als bindendes Element tritt „Jo“ auf, die Katie als Freundin zur Seite steht, und sie auf das aufmerksam zu machen scheint, was sie selbst schon so lange weiß aber Angst hat es sich einzugestehen. Beide haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, denn sie ist immer ein Teil von Ihnen man kann sie nicht ändern. Vor allem Katie kann Vergangenes kaum ablegen. Doch gemeinsam lernen sie wieder zu lieben, zu vertrauen und das Beste aus ihrer Situation zu machen. Diese Geschichte zeigt, das Liebe Berge versetzen kann. Auf der einen Seite kann Liebe schmerzhaft sein, sie kann Herzen brechen. Sie kann aber auch alte Wunden schließen und neue Wege in eine bessere Zukunft öffnen. Man muss nur den Mut haben sich einzulassen. Das Leben entwickelt sich nicht immer so wie man es sich wünscht oder vorgestellt hat. Trotz allem muss man versuchen das Beste daraus zu machen. Genau das haben Katie und Alex getan. 

Einige mögen kritisieren, dass Sparks sich auch in diesem Buch wieder einiger seiner typischen Elemente bedient. Die kleine Stadt in North Carolina, der Verlust einer geliebten Person und Krankheiten, die Leben nehmen, Liebe und Freundschaft. Trotz allem ist diese Geschichte ganz anders, als die anderen Romane. Sie zeigt neben den schönen Momente auch die dunklen Momente, in denen aus Liebe purer Wahnsinn und Hass werden können. Die Geschichte ist spannend, tragisch und schön zu gleich. Ich konnte das Buch nicht zur Seite legen. Habe gelächelt, geweint und mich gefürchtet. Mich hat die Geschichte berührt und wie immer finde ich in Sparks Romane Weisheiten, die mich zum nachdenken bringen. Ein Roman der Mut macht, neue Wege zu gehen und Altes zurück zu lassen. 

Fazit:

Definitiv eines der Besten Romane von Sparks! Eine Geschichte voller Spannung, Tragik, wundervoller Momente und Weisheiten. Eine Geschichte, die beweist das mit der Liebe sogar das Unmögliche möglich wird. 



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819 Bibliotheken, 7 Leser, 9 Gruppen, 48 Rezensionen

reise, wüste, liebe, philosophie, ägypten

Der Alchimist

Paulo Coelho , Cordula Swoboda Herzog (Übers.)
Fester Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 04.10.1996
ISBN 9783257061260
Genre: Fantasy

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1.770 Bibliotheken, 36 Leser, 7 Gruppen, 278 Rezensionen

krebs, liebe, tod, freundschaft, krankheit

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

John Green , Sophie Zeitz
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.07.2012
ISBN 9783446240094
Genre: Jugendbuch

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483 Bibliotheken, 8 Leser, 8 Gruppen, 71 Rezensionen

berlin, freundschaft, auto, jugend, lada

Tschick

Wolfgang Herrndorf ,
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 17.09.2010
ISBN 9783871347108
Genre: Romane

Rezension:

Der Roman „Tschick“ von Wolfgang  Herrendorf erzählt die Gesichte zweier Jungs, die sich mit einem geklauten Lada, auf eine ungewisse Reise durch das Ihnen unbekannte Deutschland, begeben. 

„Es war ein euphorisches Gefühl, ein Gefühl der Unzerstörbarkeit. Kein Unfall, keine Behörde, kein physikalisches Gesetz konnte uns aufhalten. Wir waren unterwegs, und wir würden immer unterwegs sein.“ 

Inhalt

Maik Klingenberg, Schüler der 8. Klasse des Hagecius-Gymnasiums in Berlin, fällt wohl am meisten dadurch auf, dass er seiner Umgebung gar nicht erst auffällt. Doch ganz im Geheimen, hat er sich unsterblich in die schöne Tatjana verliebt, die ihn gar nicht wahrzunehmen scheint. Tatjanas Geburtstagsfeier ist das Gesprächsthema der Klasse, jedoch sind die Langweiler und Asis nicht eingeladen, darunter auch Maik. So kommt es, dass er die Sommerferien nun alleine in der Villa seiner wohlhabenden Eltern verbringen soll. Die Mutter ist mal wieder in einer Entzugsklinik, der Vater mit seiner Assistentin auf „Geschäftsreise“. Da taucht vor seiner Haustür der Neue der Klasse auf. Andrej Tschiachtschow, kurz „Tschick“, kommt aus einer Asi Gegend Berlins und hat es von der Förderschule aufs Gymnasiums geschafft. In der Schule ist er meistens betrunken, schläft oder schreibt zur Abwechslung mal gute Noten. Außerdem hat er einen geklauten Wagen. Ein paar Spiele und Flaschen Bier später, entschließen die beiden einfach mal Urlaub zu machen. Mit dem geklauten Lada, einem Stapel Tiefkühlpizzas und ohne Kompass oder Karte, starten Tschick und Maik eine unvergessliche Reise ins Ungewisse. 

Meine Meinung

Was für ein Roadmovie! Der Jugendroman „Tschick“ nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die sommerliche Provinz Deutschlands, erzählt aus der Perspektive eines 14-jährigen Jugendlichen. Mit Maik kann man zu Beginn der Geschichte nur Mitleid haben. Unglücklich verliebt, zerrüttete Familienverhältnisse und dann soll er die ganzen Sommerferien auch noch alleine verbringen. Er wirkt sehr unscheinbar und schüchtern und findet deswegen kaum Anschluss. Bis plötzlich Tschick in sein Leben tritt. Wer von uns hätte nicht gerne einen Tschick in seinem Leben? Er ist so ganz anders als Maik, interessiert sich nicht dafür was andere von ihm halten, er ist spontan, ein bisschen kriminell, aber eben doch liebenswert. Er schafft es, Maik von einem Abenteuer zu überzeugen, dass er alleine wohl nie gewagt hätte. Die Beziehung der Beiden entwickelt sich im Laufe der Geschichte zu einer richtigen Freundschaft, die nichts mehr trennen kann. Sie sind so unterschiedlich, aber bestreiten doch jedes Abenteuer gemeinsam und lassen den anderen nicht hängen. 

Herrendorf gelingt es mit den knappen Sätzen und dem authentischen Jugendslang eine Geschichte zu erzählen, die genau den Ton der Jugend trifft. Die Geschichte ist so leicht zu lesen und enthält immer wieder urkomische und zugleich traurige Momente. Man fühlt die Freiheit der Beiden und möchte gerne ein Teil ihrer Geschichte miterleben. 

Es ist für mich trotz allem keine besonders fesselnde oder tiefgründige Geschichte, sondern viel mehr etwas leichtes für Zwischendurch, gerade an einem schönen Sommertag. Ich habe die Geschichte gerne gelesen, aber im Nachhinein nicht viel darüber nachgedacht. Es hat viele schöne und traurige Momente, jedoch konnte ich mich nicht ganz in der Geschichte verlieren. Trotz allem ist es ein gelungener Roman für Jung und Alt. 

Fazit

„Tschick“ ist eine komische und leichte Geschichte, die durch die jugendliche Sprache und dem Leichtsinn der beiden Freunde eine besondere Würze erhält. Für einen warmen Sommertag ist es genau das Richtige! 

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Tags: wolfgang herrendor   (1)
 

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schweden, humor, freundschaft, lebensgeschichte, elefant

Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei carl's books, 29.08.2011
ISBN 9783570585016
Genre: Romane

Rezension:

„Vor Priestern musst du dich in Acht nehmen. Und vor Leuten, die keinen Schnaps trinken. Am allerschlimmsten sind die Priester, die keinen Schnaps trinken“


Jonas Jonassons Debütroman „Der Hundertjährige“ erzählt die Lebensgeschichte des 100 jährigen Allan Karlson, der beschließt an seinem Geburtstag aus dem Altersheim auszubüxen und mit seiner Flucht das Leben seiner Weggefährten komplett auf den Kopf zustellen. 

Anlässlich des hundertsten Geburtstags des Altenheimbewohners, Allan Karlson, findet eine große Geburtstagsfeier mit samt Stadtrat und der Presse statt. Jedoch beschließt einer gar nicht erst aufzutauchen - das Geburtstagskind Allan Karlson. Ohne Vorwarnung steigt dieser aus dem Fenster und begibt sich mit einem gestohlenen Koffer und 50 Millionen Kronen auf eine ungewisse Reise. Dabei trifft er auf den Gelegenheitsdieb Julius, den ewigen Studenten Benny, der fluchenden und doch schönen Gunilla, mit samt ihrer Elefantendame Sonja und dem Hund Buster.  Dieses Gespann flieht quer durch das Land, ob auf einer Draisine oder im Wagen, vor der Ganovenbande und der Staatsgewalt und schafft nebenbei, auch eher zufällig, Leichen aus dem Weg. Zu dieser Gruppe stoßen im Weiteren Verlauf noch Bennys ehemals böser Bruder Bosse, Ex-Ganove und mittlerweile evangelische Piranha, sowie der vereinsamte Kommissar Aronsson. Gemeinsam lügen sie sich ihre Unschuldsgeschichte zusammen und machen sich auf in ein neues Leben auf der warmen indonesischen Insel. 


Der zweite Handlungsstrang beginnt mit Allans Kindheit und endet kurz vor seiner Flucht, und erzählt dabei die etwas absurde Lebensgeschichte des Alten Karlsons. Dieser verlässt die Schule, um in einer Dynamitfabrik zu arbeiten und Sprengstoffexperte zu werden. Im weiteren Verlauf seines Lebens, gerät der völlig unpolitische Allan, meist zufällig, in Weltpolitische Geschehnisse und scheint diese auch noch maßgeblich zu beeinflussen. Dabei trinkt er Tequila mit Präsident Truemann, diniert mit Stalin und verrät dabei eher ausversehen, sowohl dem Westen, als auch dem Osten, das Geheimnis der Atombombe. 


Kapitelweise wechselt die Geschichte zwischen der Gegenwart und Vergangenheit und verknüpft diese so geschickt, dass der Leser oftmals nicht sicher scheint in welcher Zeit er sich gerade befindet. In manchen Kapiteln scheinen die Erzählungen des Alten dann aber doch etwas langatmig, werden jedoch durch die Komik des Erlebenden wieder aufgewertet. 

Der Roman ist ein Roadmovie erster Klasse mit einem Hauch von Krimiroman, dass vor allem durch  Komik und Sarkasmus. der Gesichte besticht. Es erzählt die Weltgeschichte, beleuchtet von einem einfach gestrickten Mann, auf eine absurde aber dennoch interessante Art und Weise. Dabei lernen Geschichtsmuffel politische Aspekte der Weltgeschichte auf unterhaltsame Weise, wenngleich man nicht allen Erzählungen Glauben schenken darf. Ob ein Hobbysprengstoffexperte tatsächlich dem bekannten Physiker Oppenheimer das Geheimnis über die Teilung von Uran verraten hat, dass ist doch wohl fraglich. Unterschwellig findet sich ebenso eine Kritik an unserer Gesellschaft, die vor allem an die Staatsgewalten und ihre Methoden gerichtet ist. 

Wer genau hinsieht, wird auch eine Liebesgeschichte erkennen, die jedoch ohne viele Worte und Kitsch auskommt. Somit vereint dieser Roman unterschiedliche Aspekte und wird deswegen in keinem Moment langweilig. 

Der Hauptprotagonist Allan überzeugt mit einer Bescheidenheit und Unbeschwertheit, getreu seinem Lebensmotto „ Es ist wie es ist, es es kommt, wie es kommt“. Er trägt sein Herz auf der Zunge und begegnet jeder Situation, jedem Staatschef ohne Scheu und handelt meist ohne viel darüber nachzudenken. Sein Optimismus steckt den Leser an und zeigt, dass es möglich ist mit dem Glauben und einem guten Schnaps, aus jeder so noch so scheinbar misslichen Lage, einen Ausweg zu finden. Auch wenn es manchmal doch etwas unserem moralischen Verständnis widerspricht, wie die Protagonisten, sich ihrer misslichen Lage entledigen und dafür nicht einmal zur Rechenschaft gezogen werden. 


Ich kann den Roman nur wärmstens an diejenigen weiter empfehlen, die auf der Suche sind nach einer komischen und dennoch charmanten Geschichte, die einem immer wieder den ein oder anderen Lacher entlockt.  

Ein "Prost" auf diesen gelungenen Roman! 

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Tags: jonas jonasson, rezension   (2)
 

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selbstmord, freundschaft, suizid, london, england

A Long Way Down

Nick Hornby , Clara Drechsler , Harald Hellmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 19.12.2013
ISBN 9783426615362
Genre: Romane

Rezension:

Nick Hornbys „A Long Way Down“ erzählt die Geschichte von vier Fremden, die sich in der Silvesternacht auf einem Hochhausdach begegnen, als sie sich das Leben nehmen wollen. Martin, ehemaliger TV Moderator, hat nicht nur seinen Job, seine Frau und Kinder, sondern vor allem jeden Respekt vor sich selbst verloren. Daher beschließt er allem dem ein Ende zu setzen, und sich an Silvester von einem Hochhaus in London zu stürzen. Mit dieser Idee ist er jedoch nicht allein. So kommt es dass sein Vorhaben durch das Auftreten von Maureen,einer allein erziehenden Mutter eines behinderten Sohnes und Jess, einem gerade verlassenen und fluchenden Teenage Punk, unterbrochen wird. Als dann noch der ehemalige Musiker und Pizzalieferant JJ zu ihnen stößt, ist das Quartett komplett. Bei einer kalten Pizza erzählen die vier sich ihre Lebensgeschichte und beschließen ihr Vorhaben zu nächst weiter aufzuschieben und zunächst den längeren Weg nach unten zu wählen. So kommt es, dass vier sich völlig Unbekannte eine Gemeinschaft gründen, um sich gegenseitig zu helfen, obwohl diese sich noch nicht einmal richtig leiden können. 


Nick Hornbys Roman ist in drei Abschnitte gegliedert und wechselten dabei zwischen den Perspektiven der Protagonisten hin und her.  Das ermöglicht dem Leser, die Gründe des Einzelnen besser zu verstehen und sich mit dem ein oder anderen Charakter zu identifizieren. Sie alle haben ihre Gründen warum Sie in dieser Nacht auf dem Dach stehen, die einem mehr die anderen weniger verständlich. Diese vier unterschiedlichen Charaktere, zeigen bestimmte Merkmale, die sich in den von Ihnen erzählten Teile widerspiegeln.

Jess scheint dabei besonders das Augenmerk auf sich zu ziehen. Sie fällt auf, durch ihre sehr direkte Art Dinge anzusprechen. Sie flucht und schreit, ohne Rücksicht auf Verluste und geht den Menschen in Ihrer Umgebung damit ziemlich auf die Nerven. Auf den ersten Blick, scheint sie nicht mehr zu sein als ein vorlautes Mädchen ohne Ahnung vom Leben. Auf den zweiten Blick findet man, ein Mädchen, dass im Schatten der Schwester gelebt und deswegen viel durchgemacht haben muss. Trotzdem trägt sie ihr Herz am richtigen Fleck, auch wenn sie das auf oft seltsame Weise zeigt. Schließlich ist es sie, die immer wieder versucht, das Leben der anderen auf den richtigen Weg zu bringen. 

Maureen, die Stille der Gruppe setzt sich und ihr Leben immer wieder in Beziehung zu Gott. Die Religion bestimmt ihr Verhalten und ihre Art zu denken, setzt ihr dabei oft Grenzen, aber bietet ihr auch Zuflucht. Sowohl die Leser, als auch die Protagonisten, haben mit ihr wohl am meisten Mitleid. Aufgrund der Behinderung ihres Sohnes hatte Sie nie die Möglichkeit ein normales Leben zu führen. Gerade deswegen ist es ergreifend zu sehen, wie die für uns normalen Dinge, ihr so viel Freude bereiten können. 

Martin, für mich der am wenigsten sympathische Charakter, wirkt oftmals sehr überheblich und rücksichtslos. Dabei scheint er gerade zu Jess eine Besondere Beziehung zu haben, auch wenn diese meist auch Streitereien besteht, die er nicht gewinnen kann. 

JJ der Träumer der Gruppe, der verloren hat was er am meisten geliebt hat: Die Musik. Musik und Literatur sind die Kräfte, die ihn antreiben oder auch zurück werfen. 

Alle vier, so unterschiedlich sie auch sind, haben eines gemeinsam: Sie sehen keinen Ausweg mehr aus ihrer Lage. Doch die Schicksalhafte Begegnung auf dem Dach, hat ihr Leben komplett verändert. Sie haben gefunden, was sie in diesem Moment gebraucht haben: Menschen, wie sie, die auf ihre Art das gleiche durchlebt haben. Menschen, die nicht versuchen, sie davon zu überzeugen, wie lebenswert das Leben ist oder ihnen vorhalten wie verwerflich es ist solche Gedanken zu haben. Ehrliche Worte, jede Menge Streit, wöchentliche Treffen im Starbucks und eine Große Portion Herz, haben diese vier Fremden, Freunde werden lassen. Sie haben das Leben der anderen ein Stück weit lebenswerter gemacht. Die Probleme sind noch keineswegs gelöst oder vom Erdboden verschwunden, aber sie sind zusammen doch viel leichter zu ertragen. 


Die Geschichte behandelt ein so ernstes Thema, mit einem gewissen Humor, doch aber auch einer Tiefe, die mit vielen Lebensweisheiten gespickt ist. Dabei wird das Thema Suizid in keiner Weise heruntergespielt oder lächerlich gemacht. Hornby wählt den Weg, eine traurige Geschichte auf eine humorvolle Art zu erzählen, sodass der Leser nicht deprimiert zurückgelassen wird. Im Gegenteil findet sich auf jeder Seite ein Kommentar, dass einem, einen Lacher entlockt. Die Charakter können den Leser manchmal in den Wahnsinn treiben, sind allesamt aber doch nur menschlich. Die Geschichte zeigt, dass mit den richtigen Menschen an der Seite, jede noch so aussichtslose Situation, überstanden werden kann. 

Etwas enttäuschend ist lediglich das Ende, da es die Geschichte nicht richtig abrundet, sondern den Leser mit einem nichts sagenden Ende zurück lässt. 


Mein zweiter Hornby Roman, für mich bisher der Beste. Ein Roman voller Weisheiten, Humor und vielen F-Wörtern. Sorry, Maureen ;) 

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Tags: a long way down, nick hornby   (2)
 
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