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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

china, botanik, liebesgeschichte, tee

Der englische Botaniker

Nicole C. Vosseler
Fester Einband: 500 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 08.05.2017
ISBN 9783959671033
Genre: Romane

Rezension:

Als der Botaniker Robert Fortune den Auftrag erhält, 1843 nach China zu reisen, um dort die Pflanzenwelt, vor allem die dekorativen Pflanzen zu katalogisieren und seltene Exemplare nach England zu bringen, ahnt er noch nicht, dass diese Reise sein ganzes Leben verändern wird.

Fern seiner Familie, soll er ein Jahr lang so viele Daten und Proben wie möglich sammeln. Doch seine Reise stößt immer wieder auf Hindernisse, Misstrauen und Ablehnung. Bisweilen kommt es sogar zu Übergriffen, so dass Robert Fortune nicht nur bei unbekannten schweren Krankheiten um sein Leben fürchten muss.

Dann aber lernt er die Kämpferin Lian kennen, die ihm unbekannte Pflanzen zeigt und ihm den Zugang zu unbekannten Gärten der Chinesen öffnet. Aber da ist noch mehr, was sich zwischen diesen beiden Menschen öffnet …

 

Lange musste ich auf den neuen Roman von Nicole C. Vosseler warten. Mit diesem Buch jedoch hat mich vollends überrascht. Anders als ihre bisherigen Bücher, taucht die Autorin in die Botanik Chinas ein, weckt den Zauber eines fernen Landes und zeitgleich die Lust auf fremde Pflanzen und Kulturen.

 

Zwar ist das Buch ein Roman, doch ich empfinde auch als Entdeckungsbuch, was nicht zuletzt das Layout verursacht. Die Geschichte wird vor allem aus den Perspektiven mit wechselnden Schriftbild von Robert Fortune und Lian erzählt. Aber auch seine Frau Jane darf immer wieder mal zu Wort kommen. Dazwischen gibt es Briefe, Anweisungen, die Robert von seinem Arbeitgeber erhält, aber auch Hinweise und Erklärungen zu Pflanzen, was für mich den besonderen Reiz zu einem Entdeckungsbuch ausmachte.

 

Der gewohnt schöne Schreibstil von Nicole C. Vosseler hatte mich auch dieses Mal wieder gepackt gehabt und so durfte ich bald schon eintauche in die schönen Beschreibungen der Umgebung, der Pflanzen und nicht zuletzt der beiden Protagonisten, die immer plastischer, sympathischer und greifbarer wurden.

 

Nicole C. Vossler schafft mit diesem Buch wieder ein wunderbares Kopfkino, das den Leser nach China ins 19. Jahrhundert versetzt. Sie lässt ihn teilhaben an der Schönheit der Gebiete, nimmt ihn mit durch Täler und Hügel Chinas und lässt ihn den Duft der, damals noch exotischen, heute meist bekannten Blumen riechen.

 

Fazit:

Abenteuerlich beginnt das Buch und wird dann schnell zu einem Roman, bei dem man Abtauchen, genießen, hoffen, bangen und mitfiebern kann, während man die Schönheit der Landschaft und den Duft der Exotik einatmet.

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Suri, das magische Zauberpony

Andrea Schütze , Ute Simon
Fester Einband
Erschienen bei Kaufmann, Ernst, 01.07.2015
ISBN 9783780629739
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Lena ist auf dem Weg zum Kindergarten. Es regnet in Strömen. Alles ist nass oder wird nass, nicht zuletzt Lena. Als sie auf ihrem Weg an einer Koppel vorbeikommen, betrachtet sie die Ponys darauf. Auch die sind ganz nass und Lena wünscht sich, dass es aufhört zu regnen und die Ponys schnell wieder trocken werden.

 

Genau dieser Wunsch ist es, der das Wunschpunktpony Suri herbeilockt. Denn bei ihrem Heimweg aus dem Kindergarten spricht Suri Lena an. Es erklärt Lena, dass nur Kinder, die an andere denken und sich für die etwas wünschen, Wunschpunkte auf Suris Fell zaubern.

 

Aber Suri hat ein Anliegen. Im Magischen Reich lebt eine verwunschene Prinzessin, die nicht mehr lachen kann. Nur ein Kind wie Lena kann ihr helfen und daher bittet Suri Lena, sie zu begleiten und die Prinzessin zu erlösen. Doch kann Lena wirklich helfen? Oder hat sich Lena das Wunschpunktpony Suri nur eingebildet?

 

 

Meine große Tochter (5) liebt alles, was mit Pferden und Ponys zu tun hat. Bergen diese Tiere dann noch ein besonderes Geheimnis, ist es ganz um sie geschehen. Von daher hat es mich nicht gewundert, dass sie dem Buch sogleich verfallen war.

 

Alleine das ansprechende Glitzer-Cover mit Suri und Lena reizte sie schon, das Buch in die Hand zu nehmen, darüber zu streichen und es durchzublättern. Sie hat die Geschichte zunächst alleine entdeckt, sich die wunderschönen Illustrationen angesehen und geriet dabei ins Träumen, wie wohl die Geschichte dazu lauten könne.

 

Am Abend war das Buch dann fällig. Unsere abendliche Leserunde drehte sich um das Buch und selbst ihre kleine Schwester (2) saß andächtig dabei. Die Geschichte ist einfach und kindgerecht gehalten. Einfache Worte, kurze Sätze, keine komplizierte oder verstrickte Handlung, so dass Kinder sie schon frühzeitig erfassen können.

 

Schnell konnten wir das Buch allerdings nicht lesen. Hatte ich den Text auf einer Doppelseite gelesen gehabt, fasste meine Tochter kurz zusammen, wiederholte und überlegte, wie es weiter gehen könnte. Auch schaute sie sich das Bild noch einmal genau an.

 

Ich kann sagen, wir hatten alle unseren Spaß mit dem Buch. Die Geschichte ist regelrecht zum Träumen. Ein Zauberpony, das jedes Mal einen bunten Punkt auf sein Fell bekommt, wenn Lena sich etwas wünscht, eine verwunschene Prinzessin, genau die Dinge, die ein kleines Mädchen interessieren und glücklich mit einer Geschichte werden lassen.

 

Fazit:

Nicht jeden Abend, aber doch häufiger darf ich dieses Buch vorlesen, während meine Tochter sich das Buch tagsüber auch gerne mal in Ruhe alleine ansieht. Die Geschichte kennt sie mittlerweile so gut, dass sie das Buch inzwischen sogar ihren Kuscheltieren „vorliest“.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

www.die-rezensentin.de, eifersucht, strandräuberin, historischer roman, neid

Die Strandräuberin

Ines Thorn
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 11.04.2017
ISBN 9783352008986
Genre: Historische Romane

Rezension:

Sylt, 1711: Das Leben ist hart auf Sylt. Jahr für Jahr warten die Frauen, dass ihre Männer heil und lebend vom Walfang zurückkehren. Jahr für Jahr werden einige von ihnen enttäuscht und müssen fortan sehen, wie sie alleine zurechtkommen.

 

Auch Jördis und ihre Großmutter leben auf Sylt, der Vater blieb auf See, die Mutter konnte diesen Verlust nicht verkraften und folgte ihm nach. Seit dieser Zeit leben Jördis und ihre Großmutter alleine in einer Kate, die etwas abseits liegt und werden von den anderen Bewohnern Sylts kritisch beäugt. Immerhin stammt die Großmutter noch aus Island und man munkelt, dass sie noch dem nordischen Irrglauben anhängt und diesen sogar noch praktiziert. Damit ist sie nicht zuletzt dem Pfarrer ein Dorn im Auge.

 

Dieser spinnt Intrigen gegen die Familie, um die zu vernichten. Zu diesem Zweck schleust er seine eigene Tochter bei den beiden Frauen ein, lässt sie zur Freundin von Jördis werden, umso näher an die beiden Frauen herankommen zu können. Doch Inge hält zu ihrer einzigen Freundin, deckt sie, so gut es geht gegenüber ihrem Vater. Bis, ja, bis sich die beiden Mädchen unglücklicherweise in den gleichen Mann, den jungen Schmid Arjen verlieben. Doch Arjen kann nur eine der beiden Mädchen lieben und ehelichen und es wird nicht Inge sein …

 

Als dann auch noch ein Unglück die Kirche beschädigt und ein Sturm die Insel heimsucht, scheinen die Tage von Jördis und ihrer Großmutter gezählt zu sein …

 

Die Geschichte beginnt zunächst ruhig, so dass man sich erst einmal auf die Gegebenheiten einstellen kann. Man lernt, wie sich die Menschen im 18. Jahrhundert auf Sylt durchgeschlagen haben. Wal- und Fischfang standen hier deutlich im Vordergrund. Wer nicht zur See fuhr, versuchte sein Glück als Strandräuber, in dem er angespülte Dinge sammelte oder gestrandete Schiffe ausraubte und die Beute dann verkaufte. Doch diese „Arbeit“ war nicht immer ungefährlich. Natürlich gab es Leute, die versuchten, die Strandräuber zu fangen und den Raub zu verhindern.

 

Auch Jördis hat sich diese gefährliche Aufgabe zu eigen gemacht und kam bisher ungestraft damit durch. Schon bald merkt man als Leser, dass Jördis es nicht leicht im Leben gehabt haben muss, sie schnell erwachsen werden musste und daher nach außen recht hart wirkt, dennoch einen recht unsicheren Kern hat. Nach und nach wächst sie dem Leser ans Herz, man versucht sie zu beschützen und wünscht ihr, dass sich alles zum Besten wenden wird in ihrem Leben.

 

Ganz anders dazu Inge, die Tochter des Pfarrers. Unterdrückt und gedemütigt von ihrem Vater, wächst Inge zu einem regelrechten Biest heran. Mit ihrer Art und ihren Entscheidungen macht sie sich schnell nicht nur beim Leser unsympathisch.

 

Fazit:

Zwar ist die Atmosphäre im ganzen Buch recht düster und trist, dennoch konnte ich wieder das Salzwasser schmecken, was Ines Thorn hervorragend versteht zu beschreiben. Aber auch die Landschaft, das Dorf und die seine Bewohner tauchen schon bald vor dem inneren Kopfkino auf und man wird zu einem unsichtbaren Beobachter der Geschichte, in die man zwar eingreifen will, jedoch hilflos von außen zusehen muss.

 

 

 

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Die Rettung der Welt

Dieter Nuhr
Fester Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 16.03.2017
ISBN 9783431039597
Genre: Humor

Rezension:

Dieter Nuhr dürfte vielen ein Begriff sein. Als ich las, dass ein neues Buch von ihm auf den Markt kommt, das zudem noch den Untertitel „Autobiografie“ trägt, war ich natürlich sehr gespannt, auch wenn ich mir nicht vorstellen konnte, dass auf mich eine ernsthafte Lektüre warten würde.

 

Und genauso kam es dann auch. Dieter Nuhr geht in seinem Buch chronologisch von seiner Geburt in den 60er Jahren immer Jahrzehnteweise vor. Wichtige Ereignisse wie beispielsweise die Mondlandung in den 60er Jahren, die Hippiezeit der 70er, der Eiserne Vorhang in den 80er, der Mauerfall, 9/11 bis hin zu den Flüchtlingen finden natürlich Erwähnung in seinem Buch, ergänzt um seinen höchstpersönlichen Anteil an diesem Ereignis.

 

Man muss das Buch wahrlich mit einem zwinkernden Auge lesen, denn sonst legt man es bereits nach wenigen Seiten kopfschüttelnd zur Seite. Allerdings kennt man Dieter Nuhr und seine Art, ist es genau das, was man von ihm erwarten kann: Eine wenig ernstzunehmende, unterhaltsame, leicht und flüssig geschriebene fiktive Biografie, bei der wichtige Ereignisse der Weltgeschichte zwar vorkommen und genannt werden, diese aber gedanklich so verändert werden, dass sie einen Bezug zu Dieter Nuhr haben könnten.

 

Der Unterhaltungswert ist gewiss hoch, aber Ernsthaftigkeit darf man hier nicht erwarten. Von daher war ich zwar zunächst erstaunt, aber es erfüllte dann letztlich doch das, was ich erwartet hatte: Unterhaltung pur à la Dieter Nuhr.

 

Fazit:

Erwartet man keine ernsthafte Autobiografie, so findet man hier ein witziges Buch vor, dessen Unterhaltungswert man nicht absprechen kann. Chronologisch arbeitet sich der Autor durch die Jahrzehnte und lässt den Leser teilhaben an seiner ganz eigenen Sicht der Ereignisse und wie er selbst daran Teil gehabt haben könnte.

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29 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

hölle, benne schröder, rezension, lyx, liebe

In der Liebe ist die Hölle los

Benne Schröder
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783736304499
Genre: Fantasy

Rezension:

Sieht man Catalea Morgenstern auf der Straße, könnte man sie für eine ganz normale 25jährige junge Frau halten. Eine Frau, die mitten im Leben steht, studiert und gerade von ihrem Freund verlassen wurde.

Doch Catalea ist leider nicht so normal. Sie verbirgt einige Geheimnisse, die schon bei ihrem Nachnamen anfangen. Dieser wurde eingedeutscht, denn „Luzifer“ ist wahrlich kein schöner Nachname und dennoch ist er passend. Denn Catalea ist die Tochter des Teufels und damit ein Halbblut.

Diese Kombination macht es Catalea so schwer im Leben. Sie möchte nichts anderes sein, als eine ganz normale junge Frau, nicht die Tochter des Teufels und erst recht möchte sie nicht für ihn arbeiten. Doch ihr bleibt keine andere Wahl und so tritt sie ihre Stelle als Todeshändlerin in der „Firma“ an.

Doch dann geht alles schief. Bei einem Auftrag trifft sie auf Alexander Weiß, dem Erben eines Hauses der Hölle. Das wäre noch nicht das Problem, würde Alexander nicht direkt vor ihren Augen ermordet werden und sie plötzlich zur Tatverdächtigen werden. Immerhin war sie am Tatort und ihre Fingerabdrücke sind auf der Mordwaffe. Ehe sie es sich versieht, wird sie gejagt, von der Polizei aber auch von den Mitgliedern der Häuser der Firma.

Catalea bleibt nur die Flucht und die Hoffnung, den Mord auf eigene Faust aufklären zu können, aber wem kann sie jetzt noch trauen?

 

Der Roman entpuppte sich genau als das, was ich mir vom Cover und von der Kurzbeschreibung her erwartet habe – als eine witzige, unterhaltsame Geschichte, getränkt mit schwarzem Humor. Catalea ist eine sehr sympathische, wenn auch manchmal recht tollpatschige und leicht naive junge Protagonistin. Sie kämpft sehr mit ihrer Zugehörigkeit zu den zwei Welten, möchte dabei eigentlich weniger mit der „Firma“ zu tun haben. Doch leider ist diese Welt ein Teil von ihr.

Sehr plastisch beschreibt der Autor nicht nur Catalea, auch andere Figuren gewinnen nach und nach an Gestalt und selbst die Umgebung, wird im Kopfkino sichtbar. Wehrt sich Catalea noch zunächst gegen den Totenanwalt Timur, der ihr helfen und sie beschützen soll, beginnt es schon bald zwischen den beiden zu knistern und ein Hauch von Erotik zieht in das Buch ein.

Catalea verändert sich mit Voranschreiten der Geschichte, ebenso wie Timur, was mir sehr gut gefallen hat. Bekämpfen sie sich erst gegenseitig, bilden sie bald eine Einheit, die einem schnell an Herz wächst.

Für ein wenig Auflockerung sorgen kleine Ausschnitte aus dem „Ratgeber für die Toten. 783. Auflage, Verlag der Finsternis“, die mit „repräsentativen Erhebungen“ einen kleinen Einblick in das gewähren, was eine Seele nach ihrem Tod in der „Firma“ zu erwarten hat.

 

Fazit:

Flüssiger Schreibstil, gepaart mit Spannung, Dramatik, aber auch einem Hauch von knisternder Erotik, lassen den Leser eintauchen in eine fremde Welt, die man so eigentlich nicht betreten möchte.

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single, romance, neubeginn, rezension, manche tage muss man einfach zucker

Manche Tage muss man einfach zuckern

Tamara Mataya , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453421691
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach ihrem Rauswurf aus einer Anwaltskanzlei versucht Sarah verzweifelt einen Job zu bekommen. Auf der Internetseite Craigslist durchstöbert sie daher alle möglichen Anzeigen, bewirbt sich und geht zu Vorstellungsgesprächen. Aber die Seite bietet noch mehr. Unter der Rubrik Missed Connection kann man eine Anzeige aufgeben, wenn man jemanden gesehen hat, ihn aber vielleicht nicht angesprochen hat und so wiederfinden will.

 

Diese Seite hat auf Sarah einen fast noch größeren Reiz als die Jobsuche. Immer wieder fragt sie sich, was hat denjenigen dazu getrieben, eine solche Anzeige zu schalten? Wird der Gemeinte diese auch irgendwann lesen und alle glücklich werden? Und wurde sie vielleicht auch von ihrem Traummann gesehen und er hat sich nur nicht getraut, sie anzusprechen? Immerhin ist sie ja nicht nur arbeitslos, sondern auch noch Single.

 

Als sie schließlich den Job als Empfangsdame bei Inner Space ergattert, ist Sarah zunächst erleichtert. Endlich muss sie ihrem besten Freund Pete nicht mehr auf der Pelle sitzen und sein Sofa besetzen, sondern kann eine eigene kleine Wohnung beziehen. Doch die Inhaber von Inner Space entpuppen sich als Hippies mit recht verqueren Vorstellungen. Und auf Missed Connection erscheint eine Anzeige, mit der sie gemeint sein könnte. Was nun? Job kündigen, sich mit dem Unbekannten treffen oder alles so lassen, wie es ist und weiterhin ihre Affäre mit Jack, dem Bruder von Pete, pflegen?

 

Die Autorin hat eine Geschichte geschaffen, bei der man wunderbar abschalten, schwelgen und lachen kann. Sarah ist eine junge dynamische Frau, die leider sehr oft in irgendwelche Fettnäpfchen tritt. Schnell wächst sie dem Leser ans Herz, er fühlt mit ihr, wenn sie von ihren Kollegen gequält wird, ahnt, dass einfach kündigen auch keine wirkliche Option ist, wenn man nicht auf der Straße stehen will und hofft und bangt mit ihr, dass Mr. Right irgendwann doch noch um die Ecke biegen wird.

 

Aber auch Jack kommt recht plastisch herüber und die Szenen ihrer Affäre bringen nicht nur Sarah ein wenig ins Schwitzen. Erotisch und dennoch dezent beschreibt die Autorin die Anziehung zwischen den beiden und was daraus entsteht.

 

Fazit:

Wie schon das kunterbunte Cover suggeriert, erwartet den Leser hier eine schöne leichte und vor allem humorvolle Geschichte, bei der es auch nicht an knisternder Erotik fehlen darf. Perfekt zum Abtauchen, Eintauchen und Welt-vergessen nach einem anstrengenden Tag.

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

rügen, krimi, mor, rache, serie

Rabenaas

Klara Holm
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.03.2017
ISBN 9783499272721
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kerstin Sonntag, die Kollegin von Hauptkommissar Luka Kroczek, begleitet einen Streifenpolizisten zu einem Routineeinsatz. Ausgerechnet bei den Schreppers, wegen denen es Unmengen an Anzeigen hagelt und deren Mutter überall als Rabenaas verschrien ist. Zunächst sieht der Fall recht harmlos aus, doch dann fällt plötzlich ein Schuss.

Kerstin, die den Schuss abgegeben hat, steht im Kreuzfeuer und muss sich verantworten. Doch war es Notwehr? Oder ein grundlos abgegebener Schuss? Wieso hat Kerstin geschossen?

Die Mutter, Martha Schrepper, schwört bittere Rache für den Schuss auf ihre Tochter. Luka Kroczek möchte sich aus diesem Disput heraushalten und hofft auf die Untersuchung durch eine unabhängige Dienststelle und das abschließende Gerichtsurteil. Doch dann geht es plötzlich rund auf Bullerbü, dem kleinen Flecken Erde auf Rügen, auf dem eine Wohnsiedlung aus gerade mal drei Häusern die Polizisten schwer in Atem halten.

Als es den ersten Toten gibt, weiß Luka, dass wohl mehr dahinter steckt als nur der Schuss seiner Kollegin auf die Tochter von Martha Schrepper…

 Bereits zum dritten Mal durfte ich Luka, Kerstin, Conny und die anderen auf Rügen besuchen. Anschaulich beschreibt die Autorin nicht nur die wunderschöne Landschaft, die Dörfer und Menschen, sondern auch die Konflikte, mit denen sich nicht zuletzt Luka herumschlagen muss.  Schnell wird klar, dies ist kein einfacher Fall, da er sehr emotional geladen ist und auch auf das Privatleben von Luka übergreift.

 Nachvollziehbar wird jeder Schritt geschildert, die Verzweiflung, Angst, aber auch der Wille, den Fall endlich zu lösen ist selbst für den Leser körperlich spürbar und lässt ihn regelrecht mitfiebern.

Immer wieder neue Wendungen, neue Erkenntnisse und der Zeitdruck, endlich das Ganze stoppen zu können, treiben die Geschichte voran. Letztlich löst sich alles auf und man freut sich auf ein baldiges Wiedersehen auf Rügen.

Zwar handelt es sich bei dem Buch um den dritten Band mit Luka Kroczek, dennoch kann man ihn unabhängig von den Vorgängerbänden lesen, denn alle Beziehungen, die für die Geschichte wichtig wären, werden in aller Kürze verständlich erläutert. Dank der Karte im Deckel findet man sich auch schnell als Ortsunkundiger auf Rügen zurecht und bekommt sogar noch ein wenig Geschichte von Rügen mitgeliefert.

 Fazit:

Erneut ein spannender und atemberaubender Ausflug auf die schöne Insel Rügen, bei der alles nicht so ist, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Kreative Zauber-Folien: Tiere: Set mit 10 Zaubertafeln, 20 Folien und Anleitungsbuch

Anton Poitier
Flexibler Einband: 16 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.02.2017
ISBN 9783551187215
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Ich bin immer auf der Suche nach etwas Neuem, etwas zum Basteln, das Spaß machen könnte und was meine Töchter begeistern könnte. Jetzt fand ich in einer Buchhandlung dieses Set mit Zauberfolien. Ich konnte mir zunächst nicht wirklich etwas darunter vorstellen. Aber die Beschreibung klang interessant und der Preis mit 6,99 EUR annehmbar. Daher nahm ich es mit.

Was bekommt man geliefert?
In einer buchähnlichen Hülle findet man dann
-    10 Zauber-Tafeln
-    1 Anleitung mit vielen Tipps und Anregungen
-    20 Folien in zwei Päckchen

Zunächst ging es ans Auspacken. Die Folien wie auch die Tafeln sind eingeschweißt, die Folien 10er-weise. Dann wurde die Anleitung studiert. Diese ist erstaunlich übersichtlich und einfach. Auf 15 Seiten findet man neben der doppelseitigen Anleitung auch Anregungen zum Weiterverarbeiten der Bilder, z.B. als Lesezeichen, Notizbuch, Urkunde.

Wie ist die Anleitung?
Die Anleitung selbst ist übersichtlich, wenig Text, dafür viele erklärende Bilder. Kindgerecht, selbst für Kinder, die noch nicht lesen können verständlich. Gedacht ist das Set laut Hersteller für Kinder zwischen 5 und 10 Jahren.
Meine große Tochter ist fast 6 Jahre alt und fand die Idee sehr interessant. Also haben wir uns kurz die Anleitung angesehen, noch einmal darüber gesprochen und schon konnte sie loslegen.

Was muss man tun?
Im Prinzip ist es recht einfach:
1.    Tafel mit einem Tier auswählen. Bei 10 Tafeln findet man hier
-    Hund
-    Schmetterling
-    Eule
-    Elefant
-    Affe
-    Giraffe
-    Löwe
-    Papagei
-    Hase
-    Katze
2.    Wir haben uns für die Eule entschieden. Als nächstes muss man sich eine Folie auswählen und die gewünschte Klebefläche auf dem Bild freimachen. Dazu wird einfach ein Stückchen Papier abgezogen, die Fläche darunter klebt.
3.    Darauf legt man dann die Folie und rubbelt mit dem Finger drüber. Sobald die Folie sich gelöst hat und auf dem Untergrund klebt, kann man das Folienblatt wieder entfernen.
4.    An dieser Stelle gibt es dann deutliche Qualitätsunterschiede. Während sich die einen Folien sehr leicht und einfach von der Trägerfolie lösen, bleiben andere derart daran haften, dass man die Folie fast nicht mehr vom Bild selbst lösen kann. Wie das dann aussieht, kann man auf dem beigefügten Bild erkennen.

Wie ist der Spaßfaktor?
An für sich ist es eine tolle Idee und es macht viel Spaß, das Bild nach und nach zum Glitzern zu bringen. Leider wird der Spaßfaktor durch Folien, die sich partout nicht lösen wollen doch arg getrübt.

Ist es für Kinder ab 5 Jahre geeignet?
Ja, sofern die Eltern mithelfen. Denn gerade bei den schwergängigen Folien muss man als Elternteil dann doch einmal eingreifen und unterstützen. Meiner Tochter gefällt das Set sehr gut, sie kommt auch gut damit zurecht, lediglich bei den schwergängigen Folien benötigt sie meine Hilfe, was ich aber auch verstehen kann.

Was gibt es sonst noch zu sagen?
Es entsteht eine Menge Müll, denn für jedes noch so kleine Detail gibt es ein Stückchen Papier, das gelöst und entsorgt werden muss. Auch die Trägerfolien müssen am Ende entsorgt werden, ebenso wie die Pappstreifen, die zwischen den einzelnen Folien liegen.
Auch sollte man darauf achten, dass die gewünschte Klebestelle komplett mit der Folie ausgefüllt wird, sonst bleiben Klebeflächen zurück, auf die dann entweder andere Folienfarben geraten oder man am Ende immer mit den Fingern hängen bleibt.
Beim Lösen des Papierstücks darf man das Bild nicht zu sehr knicken, sonst bricht es durch. Die Stanzung war an manchen Stellen etwas arg tief geraten.

Wie bewerte ich das Set?
Das Set hat trotz seiner erwähnten Schwächen viel Spaß gemacht und gerade kleine Mädchen, bei denen es nie genug glitzern kann, werden begeistert sein. Dennoch sollte man sich der Schwächen bewusst sein, damit es zu keinen größeren Enttäuschungen kommt. Meine Tochter ist nach wie vor begeistert und sie weiß, sollte mal wieder eine Folie sich nicht lösen wollen, kommt sie einfach zu mir und wir lösen sie gemeinsam ab.

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Thomas Müller

Jörg Heinrich
Flexibler Einband: 200 Seiten
Erschienen bei Die Werkstatt, 25.11.2016
ISBN 9783730702772
Genre: Sachbücher

Rezension:

Fußballfan oder nicht. Sportbegeistert oder eher –muffel, an ihm kommt kaum einer vorbei. Thomas Müller ist selbst mir bekannt, obwohl ich nur selten, wenn überhaupt Fußball schaue. Und auch wenn die aktuelle Saison für ihn gerade alles andere als gut verläuft, so bleibt er dennoch ein Sympathieträger, den man so schnell nicht vergisst.

 

Das Buch ist keine ernste Autobiografie, wie man zunächst vielleicht denken könnte. Vielmehr hat sich der Autor dem Charakter von Thomas Müller angepasst. Daher ist das Buch mehr mit einem Augenzwinkern geschrieben, was erfrischend wirkt.

 

Von seiner Kindheit, seinem Aufstieg, seinen Erfolgen, alles wird, wenn oft leider auch nur angeschnitten, so doch zumindest kurz erwähnt. Dazu gibt es einige Interviews, Sprüchesammlungen, Statistiken und jede Menge Spaß beim Lesen.

 

Wie ernst das Buch ist, zeigen die Bildgalerien, wo dann ein z.B. ein „Thomaskantor“ mit einem „Thomas kann Tor“ verglichen wird.

 

Fazit:

Man erfährt einiges über Thomas Müller, stets mit einem Augenzwinkern und Lachtränen in den Augenwinkeln, aber genau so kennt man ihn ja.

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56 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

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Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

Anna Basener
Flexibler Einband
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783847906254
Genre: Romane

Rezension:

Schon in jungen Jahren war für Omma Änne klar, hinter einer Theke kommt man nicht weit. Da ist der Job als Hauswirtschafterin im Puff deutlich besser und vor allem eher für sie geeignet. Ungeachtet der Tatsache, dass sie für Herbert zwar arbeitet, zündet sie dann doch das Haus an, als dieser die Mädchen und allen voran Mitzi misshandelt.

 

Um alles hinter sich lassen zu können, zieht Omma Änne zusammen mit Mitzi nach Berlin zu Bianca. Aber eigentlich wollte Bianca doch auf eigenen Beinen stehen …?

 

Man muss schon eine gewisse Affinität für diese Art von Romanen haben. Immerhin geht es doch recht rau, berlinerisch, frech und nicht unbedingt politisch korrekt zu. Mag man allerdings solche Romane, wird man mit diesem Buch seinen Spaß haben.

 

Omma Änne ist eine Seele von Mensch, auch wenn sie auf den ersten Blick nicht so scheint. Aber sie hat das Herz eindeutig am rechten Fleck. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr humorvoll. Kess und aufmüpfig lässt sie ihre Protagonisten durch die Geschichte streifen, durch den Dialekt unterhalten und mit dem ausgefeilten Humor begeistern.

 

Fazit:

Ja, man muss schon in der Stimmung für dieses Buch sein oder grundsätzlich Bücher dieser Art mögen, denn dann hat man eine tolle Unterhaltung mit Änne, Mitzi und Bianca in Berlin.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Ein Geschenk vom Universum: Eine Liebes-Geschichte

Christiane Gohl
E-Buch Text
Erschienen bei Edel:eBooks, 26.02.2016
ISBN 9783955308049
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mareike mag nicht mehr. Immer diese vergebliche Suche nach dem vermeintlichen Mr Right. Kaum denkt man, man hat ihn gefunden, stellt er sich doch als Ente heraus. Nach einem Urlaub, bei dem Mareike schon ein wenig mit spirituellen Gedanken gefüttert wird, setzt ihre beste Freundin Jana dem Ganzen noch die Krone auf, indem sie behauptet, man könne vom Universum ein Geschenk fordern. Schließlich will das Universum einen glücklich sehen. Aber stimmt das? Kann man wirklich eine Bestellung beim Universum aufgeben?

Wünsche einfach beim Universum aufgeben und schon gehen sie in Erfüllung? An sich ein toller Gedanke. Mareike glaubt zunächst nicht daran und dann geht ihr Wusch doch in Erfüllung, aber ganz anders als gedacht…

Liest man den Klappentext, so hört es sich nach einer locker – leichten Unterhaltungskomödie an, die genau richtig ist, für Abends auf der Couch oder auf der Terrasse beim Entspannen. Und das hätte es auch werden können, wären da nicht einige Mängel…

Der Einstieg fiel mir zunächst leicht, bis der erste Sprung kam. Eben noch in Deutschland am Flughafen, plötzlich dann im Urlaub beim Träumen am Strand. Gut, ich dachte, dies wäre eine Ausnahme, aber leider kamen solche Sprünge immer wieder vor, von Ort und Zeit, ohne Ankündigung durch eine Überschrift oder sonstiger Kenntlichmachung.

Die Charaktere, zunächst gut beschrieben, auf dem Weg plastisch zu werden, wurden plötzlich farblos. Gerade bei Mareikes Freundin Jana ist dies sehr deutlich zu bemerken. Sie spielt zwar nur eine Nebenrolle, jedoch verschwindet sie plötzlich – als beste Freundin – ganz von der Bildfläche, um gegen Ende noch einmal aufzutauchen und schnell eine Szene zu haben. Gerade diese Szene hätte man ausweiten können, früher schon einfließen lassen und damit auch Jana stärker machen können. So verschwindet Jana plötzlich von der Bildfläche.

Die Geschichte selbst ist einfach gehalten, natürlich haben die Hunde hier einen großen Sympathiefaktor, auch wenn manchmal die Worte „Köter“ oder „Vieh“ fallen. Diese sind aber situativ bedingt und daher verkraftbar. Einzig meine Verwunderung, wieso sich Jana für den Hund entscheidet, ohne große Überlegungen und warum sie plötzlich ein Fachwissen über Hunde aufweisen kann, störte mich etwas.

Fazit:

Die Geschichte birgt wie auch die Thematik ein großes Potenzial. Die Schreibweise ist super, leicht zu lesen und fesselnd. Leider machen es die Sprünge in Raum und Zeit schwierig, das Buch am Stück zu genießen. Auch verlieren sich die Figuren ab Mitte etwas und das Ende kam zu überstürzt. Lieber einige Seiten mehr und damit ausgereifter als zu stark gekürzt und dadurch ein getrübtes Lesevergnügen.

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88 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 58 Rezensionen

fbi, nero wolfe, new york, krimi, detektiv

Es klingelte an der Tür

Rex Stout , Conny Lösch , Jürgen Kaube
Fester Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.03.2017
ISBN 9783608981117
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die reiche und verwitwete Rachel Bruner kauft 10.000 Exemplare eines Enthüllungsbuches auf und verschenkt diese landesweit an die unterschiedlichsten Personen. Dabei denkt sie sich nichts schlimmes, bis sie plötzlich feststellt, dass offenbar das FBI sie überwachen lässt.

In ihrer Not wendet sie sich an Nero Wolfe, den berühmten Privatermittler von New York, mit der Bitte um Hilfe. Dabei bietet sie ihm bereits als Vorschuss einen Scheck über $100.000 an, nach oben keine Grenzen gesetzt. Nero Wolfe möchte diesen Fall nicht übernehmen und ist über jede anders geartete Ablenkung dankbar. Der Mord an einem Journalisten kommt ihm dabei sehr gelegen. …

Die Geschichte ist nicht neu, sondern wurde nur neu aufgelegt. Aber das ist gerade das spannende daran. Das Buch bietet einen klassischen Kriminalroman mit dem unvergleichlichen Charme der 60iger Jahre. Zu Zeiten, als es weder Internet, noch Smartphones gab und ein Privatermittler noch ganz klassisch seiner Arbeit nachgehen musste.

Fazit:
Eine tolle Wiederentdeckung eines alten Krimis, der mir ohne die Neuauflage gewiss entgangen wäre und den ich so doch noch genießen konnte.

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

ashford, agatha christie, mesopotamien, orient

Die Frau im Orient-Express

Lindsay Jayne Ashford
E-Buch Text: 386 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 14.03.2017
ISBN 9781477820582
Genre: Sonstiges

Rezension:

Nach einem großen Skandal um ihre Scheidung reist die damals schön berühmte Agatha Christie unter falschem Namen mit dem Orient-Express nach Bagdad. Agatha Christie ist eher auf der Flucht, als dass sie ein konkretes Ziel vor Augen hat. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sie Katharina zu den Ausgrabungen in Mesopotamien begleitet. Aber nicht nur Agatha und Katharina sitzen im Orient-Express nach Bagdad, auch die junge Nancy. Alle drei Frauen werden von ihrer Vergangenheit getrieben, doch ihre Zukunft wird auch nicht viel besser sein …

 

Ich liebe Bücher, in denen entweder andere Bücher vorkommen oder Menschen, die irgendwie bekannt sind. So wie in diesem Buch, bei dem die berühmte Krimischriftstellerin Agatha Christie eine tragende Rolle spielt.

 

Teils biografisch angehaucht beinhaltet die Geschichte aber auch noch genügend Fiktion, um die Fantasie des Lesers anzuregen, was denn nun gewesen sein könnte und was sich die Autorin ausgedacht hat.

 

Das Buch lässt sich gut lesen, es wird aus der Sicht der drei Frauen geschrieben, so dass man selbst erst einmal die drei Lebensgeschichten für sich sortieren muss. Aber schon bald sind einem die Frauen vertraut und man kann eintauchen in die Geschichte und die Exotik des Handlungsorts.

 

Fazit:

Eine spannende Geschichte, die nicht nur Fans von Agatha Christie gefallen wird, sondern auch allen, die sich auf eine Reise in den Orient begeben wollen, bei der eine Krimiautorin mit von der Partie ist.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Tecumah und der Wal

Marcel Schmäling , Gabi Lindinger
Pappbuch: 32 Seiten
Erschienen bei TraumFänger Verlag GmbH & Co. Buchhandels KG, 14.02.2013
ISBN 9783941485174
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Tecumah, ein kleiner Indianer vom Stamme der Makah, ist von sich selbst enttäuscht. Er hat die Jäger bei der Bärenjagd alleine gelassen und ist geflohen. Als einige Monate später die Waljagd ansteht, ist auch Tecumah wieder dabei. Zusammen mit den stärksten Jäger seiner Sippe teilt er sich ein Boot. Doch dann kentert das Boot und Tecumah muss um sein Leben kämpfen …

 

Die Geschichte wird von Marcel Schmäling erzählt, die Bilder dazu wurden von den Kindern des Pöringer Kindergartens gemalt.

 

Wir waren dieses Jahr auf der Leipziger Buchmesse unterwegs, als mich meine große Tochter (5,5 Jahre) am Stand des Traumfänger Verlags vorsichtig am Ärmel zupfte. Sie wollte sich ein Buch ansehen, das dort stand und traute sich nicht, die Dame vom Stand danach zu fragen. Also übernahm ich es und schon saßen wir am Stand, schauten uns das Buch und die Bilder an, lasen ein wenig von dem Text und am Ende war klar, das Buch musste mit.

 

Seit dem lese ich ihr die Geschichte immer wieder mal vor oder sie schaut sich die Bilder alleine an. Für sie ist es toll, wie Kinder, die wohl in ihrem Alter etwa sind, die Bilder zu der Geschichte gemalt haben. Mittlerweile kann sie auch die Geschichte anhand der Bilder nacherzählen.

 

Die Geschichte selbst ist sehr einfach und kindgerecht in kurzen Sätzen geschrieben, die ein Kind in dem Alter erfassen, aufnehmen und verarbeiten kann. Selbst die Intension des Autors hat meine Tochter verstanden, immerhin geht es um Mitgefühl und Achtung vor anderen Lebewesen. Ich erkenne dies immer daran, dass die Geschichte sie beschäftigt und wir darüber sprechen, warum Tecumah etwas tut oder wie er sich entscheidet.  

 

Als Erwachsener finde ich die Bilder manchmal gelungen, bei einigen kann ich nicht wirklich erkennen, was es darstellt. Doch darauf kommt es mir auch nicht an. Die Geschichte hingegen finde ich gut gelungen. Dadurch, dass die linke Seite sich dem Text widmet, die recht das dazu passende Bild darstellt, ist es als Vorlesebuch sehr gut geeignet.

 

Fazit:

Uns beiden hat das Buch sehr gut gefallen. Wir haben es schon einige Male durchgeschaut und die zweite Tochter schaut uns auch schon regelmäßig zu, auch wenn sie die Geschichte an sich noch nicht verstehen dürfte. Die Bilder jedenfalls, begeistern beide Mädels.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Schoko-Leiche

Petra Scheuermann
E-Buch Text: 220 Seiten
Erschienen bei KSB Media GmbH, 20.10.2014
ISBN 9783945195253
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im schönen Heidelberg, in der Nähe der Heiliggeistkirche, gibt es einen kleinen, ganz besonderen Laden – eine Chocolaterie … das Reich von Tanja Eppstein. Neben köstlichen Pralinen, der allseits beliebten Anti-Kummer-Schokolade, hat Tanja aber auch immer in offenes Ohr für ihre Kundschaft und ihre Freundinnen.

 

Doch dann wird ihre kleine Welt erschüttert. Eine ihrer Kundinnen wird erschlagen aufgefunden, von oben bis unten mit Schokoladen-Peeling aus ihrem Laden eingerieben. Aber damit nicht genug. Der Mörder soll ausgerechnet der Freund ihrer Tochter sein.

 

Tanja sieht sich gezwungen, eigene Nachforschungen anzustellen und verliebt sich dabei ausgerechnet in ihren Hauptverdächtigen …

 

Tanja ist eine alleinerziehende Mutter zweier Kinder, die sich mit ihrem Laden einen Traum erfüllt hat. Mit viel Herzblut stellt sie ihre kleinen Köstlichkeiten her und da man Tanja auch gerne mal über die Schulter blicken darf, bekommt man so schnell Lust auf eine kleine Nascherei. Ich weiß bis jetzt nicht, ob es gut oder schlecht war, dass ich gerade in dem Moment, da ich das Buch gelesen habe, KEINE Schokolade im Haus hatte.

 

Immerhin konnte ich mich so mehr auf den Fall konzentrieren, wurde nicht durch Naschereien abgelenkt und habe nicht zugenommen. Der Krimi an sich ist spannend, verworren, es gibt viele mögliche Täter einen Hauptverdächtigen und immer mal wieder eine unerwartete Wendung.

 

Tanja ist eine herzliche und sympathische Protagonistin, die oft eine witzige und schlagfertige Antwort auf den Lippen hat. Zeitgleich meldet sich immer wieder ihre innere Stimme und sorgt damit für einige Situationskomik.

 

Damit der Hunger bis zum nächsten Buch oder zum nächsten Besuch einer Chocolaterie überbrückt werden kann, findet man im Anhang des Buches einige Rezepte, u.a. auch das für die Anti-Kummer-Schokolade.

 

Fazit:

Wie auch schon das Cover und der Titel vermuten lässt, handelt es sich hierbei um einen eher witzigen, unterhaltsamen Regionalkrimi. Schnell hat man Tanja und ihre Freundinnen ins Herz geschlossen und möchte am liebsten beim nächsten Heidelbergbesuch auf eine Anti-Kummer-Schokolade bei Tanja reinschauen.

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

oxford, krimi, gastronomie, rosmarin, sterneköchin

Bloody Rosemary

Katharina M. Mylius
Buch: 254 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 21.04.2015
ISBN 9783940258519
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es hätte so ein schöner Tag für Inspector Heidi Green werden können. Ein freier Tag, zusammen mit ihrer Freundin in einer Sauna. Doch dann klingelte das Telefon – ein Mord war geschehen und Heidi Green wurde gebraucht.

 

Blutüberströmt liegt die Sterneköchin Rosemary Hogan in ihrem Oxforder Gourmetrestaurant. Brutal wurde sie mit einem Grillspieß ermordet. Doch wer ist der Täter? Und warum wurde der Toten ein Rosmarinzweig zwischen die Finger geschoben?

 

Heidi Green und ihr Partner Frederick Collins nehmen die Ermittlungsarbeit auf. Doch noch während die Ermittlungen stocken, geschieht ein weiterer Mord in der Szene der Spitzenköche Oxfords …

 

Auch im zweiten Band befindet sich der Leser schnell wieder in Oxford, eine Karte im vorderen Bereich des Buches unterstützt ihn dabei. Dieses Mal trifft es die Goumetköche von Oxford, unter denen ein Mörder sein Unwesen treibt. Heidi Green und ihr Partner Frederick Collins müssen wieder unter Hochdruck arbeiten, ohne dabei auf Familie oder Privatleben groß Rücksicht nehmen zu können.

 

Denn neben dem eigentlichen Fall, erfährt der Leser auch einiges aus dem Leben von Heidi Green und Frederick Collins, ihren Sorgen, Problemen und Nöten. Dabei konnte ich als begeisterte Leserin von britischen Krimis feststellen, dass sich offenbar in diesem Buch Figuren untereinander auch einmal besuchen.

 

Ella Martin, die Protagonistin der Canterbury Krimis von Gitta Edelmann, kommt nach Oxford zu Besuch und übernachtet bei Heidi Green. Das war für mich eine freudige Überraschung. Ich mag Ella Martin, sie spielt in diesem Buch zwar nur eine Nebenrolle, dennoch war es schön, sie quasi wieder zu sehen, ohne direkt ein Buch über sie zu lesen.

 

Neben den persönlichen Aspekten, die die Protagonisten plastischer wirken lassen und dem Leser näher bringen, steht vor allem der Fall im Vordergrund. Gemeinsam mit Heidi und Frederick geht der Leser dabei auf Jagd nach dem Mörder, sucht das noch so kleine Puzzleteil, um nach und nach ein Gesamtbild erhalten zu können. Der Krimi ist zwar eher ruhig, aber für einen Cosy Krimi angemessen. Die Spannung ist da, aber es bleibt dennoch Zeit, um sich Oxford ansehen zu können oder die privaten Verhältnisse von Heidi und Frederick kennen zu lernen.

 

Für Hobbyköche hat die Autorin noch ein ganz besonderen Bonus: Im Anhang findet 14 Rezepte zu Vorspeisen, Hauptgerichten, Desserts und Drinks, die alle im Roman an der einen oder anderen Stelle vorkamen und einem dort schon das Wasser im Mund haben zusammenlaufen lassen.

 

Fazit:

Auch der zweite Krimi von Katharina M. Mylius hat nichts von seinem Reiz verloren. Ein britischer Cosy Krimi vom Feinsten!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

missionare, china, politiker, zwingli, bach

Gesichter und Geschichten der Reformation

Roland Werner , Johannes Nehlsen
Flexibler Einband: 756 Seiten
Erschienen bei Fontis – Brunnen Basel, 18.10.2016
ISBN 9783038480914
Genre: Biografien

Rezension:

 

Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder Menschen, die die Kirche und den Glauben erneuern wollten. Dabei lag der Fokus dieser Frauen und Männer nicht etwa auf Neuerung oder gar Trennung, sondern auf einer Erneuerung der Kirche und des Glaubens.

 

Die beiden Herausgeber haben zusammen mit 125 Autorinnen und Autoren 366 Kurzbiografien zusammengetragen, um so für jeden Tag des Jahres eine neue herausragende Persönlichkeit im Kampf um den Glauben dem Leser vorzustellen. Dabei beschränken sich die Herausgeber nicht nur auf die Zeit nach Luthers Thesenanschlag, sondern beginnen bereits im 1. Jahrhundert nach Christus.

 

Für die Herausgeber ist nämlich nicht nur Luther ein Reformator des Glaubens, schon viel früher gab es immer wieder Frauen und Männer, die für eine Erneuerung der Kirche und das Evangelium entbrannt waren.

 

Jeder Persönlichkeit wurden zwei Seiten gewidmet, auf denen man die Lebensjahre, ein Bild, ein spezifisches Zitat und die Kurzbiografie finden kann. Viele Namen waren mir ein Begriff, aber bei einigen musste ich passen. Weder kannte ich deren Namen, noch ihr Leben oder gar ihren Einsatz für den Glauben. Auch bei den bekannten Namen war mir nicht immer alles geläufig, was die Kurzbiografie hergab.

 

Fazit:

Das Buch ist eine tolle Sammlung an Lebensbildern aus verschiedenen Epochen, in der man stöbern, gezielt suchen oder sich inspirieren lassen kann. Bei so mancher Kurzbiografie hatte ich danach Lust, mehr über die Person zu erfahren und machte mich auf die Suche nach weiteren Quellen.

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Toms Grillwerkstatt

Tom Heinzle
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Dorling Kindersley, 20.02.2017
ISBN 9783831030668
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nicht nur im Sommer, nicht bloß bei schönem Wetter … wenn sich die Gelegenheit bietet, werfen wir den Grill an. Einen Holzkohlegrill von Weber wohlgemerkt.

Dabei sind wir längst über das „einfache Würstchen vom Grill“ hinaus und grillen Salate, machen Braten und backen Pizzen auf dem Grill. Immer wieder inspiriert von tollen Rezepten und Grillaktionen im Radio.

 Nun gab es kürzlich eine Lesung im Thalia Mannheim, bei der Tom Heinzle vor Ort sein und dabei grillen sollte. Grillen? In einer Buchhandlung? Ich gebe zu, alleine diese Kombination machte das Ganze interessant. Noch interessanter waren jedoch das Buch und der Autor. Ich kannte den Autor noch nicht wirklich. Sicher, ich hatte ihn mal im Fernsehen bei einer Show gesehen, aber live? Und das Buch? Kaum hielt ich es in den Händen, war ich auch schon verliebt.

Tom Heinzle beschreibt sich selbst als Querdenker, als jemand, der einfach gerne neue Sachen ausprobiert, kombiniert oder bekanntes abwandelt und verfeinert.

In der Tat bietet das Buch zwar auf der einen Seite „bekannte“ Gerichte, wie beispielweise die Currywurst, jedoch hat Tom Heinzle sie nach seinen eigenen Vorstellungen umgesetzt. Dazugehört neben der bayrischen Weißwurst eine unvergleichliche Soße. Aber auch andere Rezepte glänzen zunächst mit einem bekannten Element, geben dann erst beim genaueren Hinsehen ihre Besonderheit preis.

Dabei reist der Autor durch die unterschiedlichsten Länderküchen, lässt dem Leser das Wasser im Mund zusammen laufen. Denn was mir gleich gut gefallen hat an dem Buch, sind neben dem Druck, der Bindung und Aufmachung, die Fotographien. Diese wirken nicht gestellt. Sie wurden nicht in einem Fotolabor oder –studio aufgenommen, sondern sind direkt aus dem Leben gepickt. Für mich wirken diese Bilder dadurch lebendiger, echter und vor allem zeigen sie, dass man selbst das Gericht in dieser Form nachkochen kann.

 Und das kann man. Denn der Schwierigkeitsgrad ist für einen normalen Griller durchaus machbar. Der Autor gibt immer noch Tipps im Buch, erklärt ausführlich und verständlich. Die Bilder sprechen zudem eine klare Sprache. Zudem verwendet der Autor keine exotischen Zutaten, sondern Produkte, wie man sie regional bekommen kann.

 

Der Inhalt des Buches gestaltet sich wie folgt:

Grillgeräte – Die Qual der Wahl Direkte und indirekte Hitze Wichtige Hilfsmittel Gute Zutaten zur richtigen Zeit Kerntemperaturen Vorsicht, heiß! Richtig reinigen Rezepte Meine Lieblingsgrillstücke vom Schwein Meine Lieblingsgrillstücke vom Rind Wintergrillen Wildfleisch – Ein unterschätztes Lebensmittel Grillen mit Genuss, Stil & Atmosphäre Gut geplant ist halb gegrillt Beilagen – Was passt zu was? Grillmenüs

 

Für Tom Heinzle hört ein Essen nicht beim Grill auf, auch legt er Wert auf ein stilvolles Ambiente, passende Beilagen und, was für mich ganz neu war, bietet sogar komplette Grillmenüs am Ende des Buches an. Da kann doch praktisch nichts mehr schief gehen.

Fazit:

Nicht nur an dem Abend, auch danach ging es mit dem Grillen weiter. Das Buch lockt und lädt regelrecht dazu ein. Es macht Spaß, etwas Neues auszuprobieren, Alt-Bekanntes mit Tom Heinzles Ideen zu verändern und somit zu einem veränderten Gericht werden zu lassen. Der Sommer ruft und wir werden Grill wohl nicht so schnell erkalten lassen.

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paris, louvre, napoleon, ballett, intrige

Celeste - Zwischen Himmel und Erde

Annabelle Tilly
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Amazon Publishing, 13.12.2016
ISBN 9781503943056
Genre: Historische Romane

Rezension:

1794, Die 9-jährige Celeste de Lefèbre überlebt ein schreckliches Unglück, das plötzlich ihre Familie heimsucht. Zusammen mit ihrem Welpen Filou ist sie auf einmal alleine in der Welt…

Zehn Jahre später reist Viktor von Löwenstein nach Paris, um im Louvre, Paris zu arbeiten. Bei einem Besuch des Theaters begegnet er Celeste, die als fliegende Ballerina dort arbeitet. Aber nicht nur Viktor besucht das Theater, auch Bertrand Lalique, ein Mann, der 10 Jahre zuvor Celestes gesamte Familie ausgelöscht hat und mit dem auch Viktor wohl eine Rechnung offen hat. Gemeinsam begeben sich Celeste und Viktor auf die Spur von Bertrand Lalique und tauchen ein in die Untergründe und Katakomben von Paris.

Die Geschichte beginnt sehr erschreckend. Eben noch spielt die kleine Celeste mit einem Welpen und schon im nächsten Moment steht sie alleine da, denn ihre gesamte Familie wurde ausgelöscht. Umso mehr freute es mich, dass Celeste zehn Jahre später zu einer Gauklertruppe gehört, die sich liebevoll um sie kümmert und bei denen sie auch das Seiltanzen erlernt hat.

Celeste ist so gut, dass der Ballettmeister der Pariser Oper auf sie aufmerksam wird und sie engagiert. Doch Celeste hat noch eine Rechnung offen und trifft ihren Gegner im Theater wieder.

Die Autorin hat es geschafft, mit Celeste nicht nur eine zauberhafte Protagonistin zu schaffen, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter entwickelt, sie hat auf die Liebe zum Tanz und Ballett auf die Seiten gebannt. Zeitgleich darf der Leser einen Einblick in den Louvre nehmen, die Arbeiten dort kennenlernen und Viktor von Löwenstein ein wenig über die Schulter linsen.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden Protagonisten ist zwar absehbar, jedoch wird diese von der Jagd auf Bertrand Lalique überschattet. Das Paar muss daher so manches Hindernis überwinden und nimmt den Leser dabei mit. Viktor steht dabei hinter Celeste etwas zurück, wirkt etwas blasser, aber dennoch ist er präsent und eine wundervolle Ergänzung zu Celeste.

Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ich war sogar überrascht, wie schnell ich mich festgelesen hatte und ich in der Geschichte abtauchen konnte. Ein wundervoller Roman, mit Spannung, Dramatik, Tanz und einem Hauch von Liebe.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

anthologie, kurzgeschichtenanthologie, science fiction, kurzgeschichte, sciencefiction

Sternenfeuer

Stefan Barth , Jana Becherer , Moritz Greenman , Anke Höhl-Kayser
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 27.06.2016
ISBN 9783956690624
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In dieser Anthologie finden sich alle Kurzgeschichten, die es im Bereich Science-Fiction auf die Shortliste 2015 des DrachenStern-Verlags geschafft haben. 20 verschiedene Autoren haben in dieser Anthologie einen Platz für ihre Geschichte bekommen. 

Im Einzelnen enthalten sind folgende Geschichten:

·         Planetenasche - Stefan Barth

·         Falsche Flammen - Jana Becherer

·         Chronik eines Weltuntergangs - Moritz Greenman

·         Seelenfeuer - Anke Höhl-Kayser

·         Die Herrenrasse - Bernhard Horwatitsch

·         Feuerflammen Tropfen nicht - Annabelle Kahmann

·         Pandemonium - The Future ist you - Simon Käßheimer

·         Was passiert, wenn sie kommen - Philipp Karn

·         Amygdala - Gerd Kramer

·         Sternenfeuer – 3745-A007 - Stefan Lochner

·         Die Wächter - Uli Lucas

·         Der Krieg der Kinder - Dietmar W. Pritzlaf

·         Der letzte Marsflug des 19. Jahrhunderts - Martin Riesen

·         Smoke in your eyes oder Armer toter Einstein - Fritz J. Schmidhäusler

·         Was man nicht erwarten konnte - Michael Schultheis

·         AD-2600 - Alexander Sülzle

·         Zwickmühle - Dieter Symma

·         Exoten - Oliver Trompeter

·         Die dritte Erde - Britta Voß

·         Notwehr - Ute Walenski

Die Geschichten sind sehr unterschiedlich lang, die kürzeste (Bauernopfer) geht gerade mal über fünf Seiten. Jede Geschichte verfügt über eine Art Deckblatt auf dem man auf der einen Seite Titel und Autor, sowie ein Raumschiff findet, auf der Rückseite eine Kurzbiografie zum Autor. Erst dann beginnt die eigentliche Geschichte.

Wie das bei Anthologien so üblich ist, haben mir nicht alle Geschichten gleich gut gefallen. Die eine war besser, die andere schlechter. In Summe war es aber eine gute Durchmischung, die man sich als Science-Fiction-Leser einmal ansehen sollte. Am besten haben mir persönlich übrigens die Geschichten von Uli Lucas und Stefan Barth gefallen.

Fazit:
Eine tolle Anthologie, die den Leser mitnimmt zu einer Reise in ferne Galaxien, der Entwicklung neuer Technologien und der Entdeckung der tiefsten Abgründe der menschlichen Seele.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

gemälde, paul gauguin, biografie, reisen, keramik

Gauguin

Karin Sagner , Burkhard P Bierschenck
Fester Einband: 132 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 01.01.2016
ISBN 9783937357973
Genre: Sachbücher

Rezension:

Von Karin Sagner kannte ich bereits das Buch „Monet – Einladung nach Giverny“. Damals faszinierte und fesselte mich die Autorin mit ihren Ausführungen zu und über Monet, sein Leben und seine Werke. Bildhaft, ansprechend und selbst für Menschen, die keine spezialisierten Kunstkenner sind, verständlich geschrieben, konnte ich in die Welt von Monet eintauchen.

 

Nun hat die Autorin ein weiteres Buch geschaffen. Dieses Mal jedoch widmet sie sich Paul Gauguin (1848 -1903) und legt in diesem Buch den Fokus auf die Jahre 1883 – 1903.

Der Text wird mit vielen Bildern, Fotos wie Werke von Gauguin aufgelockert. Auch lässt die Autorin Gauguin und viele Zeitzeugen mit wörtlichen Zitaten, z.B. aus Briefen,  kurz zu Wort kommen. Neben den persönlichen Zeitzeugen, werden auch Gauguins Inspirationen betrachtet. So waren u.a. sein Lehrer Camille Pissarro und Vincent van Gogh Maler, die ihn beeinflusst und geprägt haben. Erst ab 1891 fand Gauguin seinen eignen, unverwechselbaren Stil, den er bis Lebensende beibehielt und ausbaute.

 

Das Buch ist in die Lebensabschnitte Paul Gauguins gegliedert. So findet man nach einer kurzen Einführung das Kapitel zu

 

-          Kindheit und Jugend

-          Lehrjahre im Banne des Impressionismus (1883 – 1875)

-          Pont-Aven – Panama – Le Pouldu: Synthetismus – ein neuer Malstil

-          Erste Tahiti-Reise 1891 – 1893 (Der Traum vom freien und wilden Leben)

-          Letzter Aufenthalt in Paris 1893 – 1895 („Der Wolf ohne Halsband“)

-          Das Südseeparadies 1895 – 1903 (Die große Utopie)



Im Anhang findet man eine übersichtliche tabellarische Auflistung seines Lebens mit den wichtigsten Stationen und Ereignissen.

Es folgen die Fussnoten, in denen die Autorin ihre Quellen für z.B. die Zitate angibt sowie einige Lesetipps.


Paul Gauguin dürfte so ziemlich jedem ein Begriff sein. Doch nur wenige kennen sein Leben, seine Werke und wie die Geschichte hinter seinen Bildern ist. Karin Sagner hat Kunstgeschichte und Germanistik studiert und sich mit Paul Gauguin intensiv befasst. Dabei scheint sie auch eine gewisse Faszination für den Maler entwickelt zu haben denn diese Faszination spürt man deutlich beim Lesen dieses Buches. Statt - wie ich zunächst befürchtet habe - ein weiteres trockenes Sachbuch zu schreiben, lies sie all ihr Herzblut in ihre Zeilen fließen, so dass der Text frisch und lebendig wirkt.

Ich habe mit Kunstgeschichte recht wenig zu tun und war daher sehr skeptisch, ob mir das Buch überhaupt zusagen würde. Doch schon nach den ersten Zeilen war ich gefangen. Gefangen von Paul Gauguin, seinen Werken, seinem Leben, sein Weg zu einem Südseemaler und dem frischen und fesselnden Schreibstil der Autorin.

Sehr gut gefallen haben mir nicht nur die zahlreichen Abbildungen von Gauguins Werken, sondern vor allem die Passagen, in denen Gauguin oder Zeitzeugen zu Wort kamen. Sie lockern den Text nicht nur optisch auf, da sie in einem anderen Schrifttyp und mit roten Anführungszeichen deutlich gekennzeichnet sind, sondern sie geben dem Buch den gewissen Touch, etwas Besonderes zu sein. Die Zitate fügen sich dabei geschickt in den Fließtext, so dass dieser nicht unterbrochen, sondern ergänzt wird. Auch wenn ich die Stimmen der zitierten Personen nicht kenne - gar nicht kennen kann, hörte ich beim Lesen doch einen gewissen Personenkreis sprechen und fühlte mich in dem Buch zu Hause.

Als tolle Boni sehe ich das schicke dunkelblaue - zum Einband passende - Lesebändchen an. Glanzpapier ist bei dieser Art von Buch ein Muss und wurde auch hier, ebenso wie ein farbenprächtiger Druck, verwendet. Durch die Ausgestaltung des Buches wirkt der Band, obwohl er mit rund 150 Seiten recht dünn ist, sehr edel und stellt eindeutig eine Bereicherung für meine Bibliothek dar.

Fazit:
Obwohl ich mich nur wenig für Kunstgeschichte interessiere, hat mich dieses Buch überzeugt, gefesselt und regelrecht eingeladen. Für Kunst-Interessierte ein Muss, aber auch für Laien eine spannende Lektüre und ein tolles Buch, das sich zum Verschenken eignet.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Maikäfersommer

Lilo Beil
Flexibler Einband
Erschienen bei CONTE-VERLAG, 17.11.2010
ISBN 9783941657236
Genre: Historische Romane

Rezension:

In ihrem vierten Erzählband lockt die Autorin Lilo Beil den Leser wieder in die Pfalz und Kurpfalz mit ihren Erinnerungen an Kindheit und Jugend. Kleine, kurze Geschichten und Anekdoten, zeitlos und über alle Jahreszeiten gestreut, bieten eine wunderbare Zerstreuung, die man gut zwischendurch genießen kann.

Aber es ist nicht nur der reine Unterhaltungswert, der dieses Buch ausmacht, die Geschichten sind bisweilen recht tiefgründig, lassen den Leser nachdenklich zurück, nur um ihn dann mit der nächsten Geschichte wieder zum Lachen zu bringen. Die Geschichten spiegeln Erinnerungen wider, wie man sie von sich selbst bisweilen kennt.

Gerade dieses Wechselspiel machte für mich den Reiz des Buches aus. Der regionale Bezug (Mannheim, Heidelberg und die Pfalz) weckten mein Interesse an dem Buch, der Inhalt jedoch machte das Buch zu etwas Besonderem. Einem Buch, das man nicht nur liest und dann in den Schrank stellt, sondern es immer wieder mal hervorzieht, die eine oder andere Geschichte liest, erzählt oder das Buch sogar an liebe Menschen verschenkt.

Nach wie vor ist die Geschichte „Der freundliche Briefträger“ (S. 25) mein Liebling, nicht zuletzt wegen einer gewissen Pralinenschachtel.

Insgesamt sind 27 Geschichten in dem Buch enthalten:

-          Maikäfersommer

-          Die heiligen Hühner

-          Das aufklärerische Ostergedicht

-          Das Goldfischbegräbnis

-          Ein ungleiches Rennen

-          Die „Handwerksburschen“

-          Der freundliche Briefträger

-          Die vertagte Theatervorstellung

-          Die Gruselaugen

-          Der Besuch aus der Stadt

-          Jerusalembalsam

-          Die zwei Sorten Urlaub

-          Von allerlei Wörtern

-          Noch mal vom Gruseln

-          Die Herbstsehnsucht

-          Die Sache mit den Pluralen

-          Von Winter und Weihnacht

-          Der Affenkäfig

-          Von der Babette, der Marie und dem Zuckerbrot

-          Das Christkind und der „Griwwelbisser“

-          Gauklerweihnacht

-          Eislauf mit einer Prinzessin

-          Nächtliche Schlittenfahrt mit einer Barockdame

-          Der Teufelsbraten

-          Der Garten Eden

-          Betrachtungen über die Erotik im Straßenverkehr

-          Die Entfernung

 

Fazit:

Ein wundervolles Buch zum Schmökern, Stöbern oder Verschenken, denn hier findet man zu jeder Jahreszeit und vielen Situationen gewiss die passende Geschichte.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Schwarzer Mann

Daniel Holbe ,
Audio CD: 6 Seiten
Erschienen bei Audio Media Verlag, 03.08.2015
ISBN 9783956390203
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf einer Anhöhe wird ein Mann erhängt, kopfüber. Kommissar Ralph Angersbach, der leihweise in seine alte Heimat zurückgekehrt ist, soll in dem Fall ermitteln. Der Tote, Veith Gruber, ist ein ehemaliger Terrorist und wurde erst kürzlich aus der Haft entlassen. Wurde er deswegen getötet, wegen einer Sache, die lange Jahre her ist?

 

Doch dann ergeben sich bei der Obduktion neue Erkenntnisse. Veith Gruber war der Halbbruder von Ralph Angersbach und plötzlich erkennt Ralph, dass mehr dahinter steckt …

 

Sabine Kaufmann hat dagegen ganz andere Sorgen. Das Kommissariat in Bad Vilbel, wo sie sich wegen ihrer Mutter hin versetzen hat lassen, soll geschlossen werden. Damit würde die Möglichkeit, in der Nähe ihrer kranken Mutter arbeiten zu können, verschwinden. Aber auch ihrer Mutter geht es deutlich schlechter. Plötzlich fühlt sie sich verfolgt, hat Todesangst und schließlich geschieht ein Unglück…

 

Bei diesem Band steht weniger Sabine Kaufmann, als mehr Ralph Angersbach im Fokus. Seine eigene Vergangenheit spielt in diesem Buch eine große Rolle und es werden immer wieder neue Geheimnisse und Verwickelungen aufgedeckt. Die Zusammenhänge ergeben sich nach und nach, so dass der Leser selbst erst zum Ende des Buches alle Verbindungen erkennen und zu sortieren kann.

 

Daniel Holbe hat hier ein recht persönliches Buch über seinen Protagonisten Ralph Angersbach geschrieben. Aber auch Sabine Kaufmann kommt nicht zu kurz, obwohl sie hinter Ralph zurückstecken muss. Sie kämpft um ihre Mutter, ihre Arbeitsstelle und zuletzt auch noch um ihren Ex-Freund. Aber was wäre sie für eine Kollegin und Freundin, würde sie Ralph nicht unterstützen? Und so mischt sie an vielen Fronten gleichzeitig mit, durchlebt sehr emotionale Momente und wird dem Leser damit wieder ein Stückchen sympathischer und plastischer.

 

Ich habe mir das Buch mal wieder zweigleisig angesehen. Zum einen habe ich das Hörbuch gehört, zum anderen immer wieder im Buch die gehörten Passagen nachgelesen bzw. schon mal vorgelesen, wenn eine Stelle gerade besonders spannend war.

 

Das Hörbuch wird von Herbert Schäfer gelesen, der eine volle, warme Stimme hat, aber auch die weiblichen Parts sehr gut sprechen kann. Es dauerte nicht lange und ich war mit ihm und Ralph Angersbach auf der Suche nach Hinweisen, Spuren und seiner eigenen Vergangenheit.

 

Fazit:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist spannend, die Anzahl der Personen übersichtlich, aber die Zusammenhänge verworren genug, um nicht gleich auf die Lösung zu kommen. Jetzt heißt es warten, auf den nächsten Band und wie es mit Sabine und Ralph künftig weiter gehen wird, sollte die Dienststelle in Bad Vilbel doch geschlossen werden.

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110 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

liebe, garten, gegen liebe ist kein kraut gewachsen, trauer, gärtnern

Gegen Liebe ist kein Kraut gewachsen

Abbi Waxman , Katharina Naumann
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 24.03.2017
ISBN 9783499272769
Genre: Liebesromane

Rezension:

Nach dem Tod ihres Mannes Dan, versucht Lilian ihre beiden Töchter mit der Unterstützung ihrer Schwester durchzubringen und einen einigermaßen normalen Alltag wieder herzustellen. Als ihre Chefin sie zu einem Gärtnerkurs anmeldet, ist Lilian daher eher mäßig begeistert, immerhin nimmt dieser mehrere Samstage Zeit in Anspruch. Aber was will sie machen? Immerhin soll sie die Enzyklopädie dazu mit passenden Bildern ausstatten, da sollte sie wohl schon wissen, wie eine Aubergine aussieht und vor allem, wie viel Herzblut man in einen Garten stecken kann, ehe sie es auf Papier malt.


Doch ganz so schlimm scheint der Gärtnerkurs dann doch nicht zu werden. Immerhin begleitet sie nicht nur ihre Schwester, auch ihre beiden Töchter dürfen an dem Kurs teilnehmen und eigentlich ist der Leiter des Kurses gar nicht so unsympathisch. Aber darf Lilian sich überhaupt wieder neu verlieben? Nach dem Tod ihres Mannes?

 

Lilian ist immer noch schwer erschüttert und traumatisiert von dem Tod ihres Mannes. Sie plagen heftige Zweifel, Unsicherheit und eigentlich versucht sie nur irgendwie mit Scheuklappen den Alltag zu bewältigen. Für Blicke nach rechts oder links oder gar auf eine neue Liebschaft, hat sie nicht die Kraft. Eine große Stütze erhält Lilian in Gestalt ihrer Schwester, die sich nicht nur liebevoll um die Kinder kümmert, sondern auch für Lilian immer wieder ein offenes Ohr hat, sie auch mal aus dem Trott herausreißt und ihr zeigen will, was das Leben an schönen Seiten zu bieten hat.

 

Schnell war ich von dem Buch gefangen, tauchte ein die Welt von Lilian, in ihre Zweifel und Unsicherheiten, spürte ihre Liebe zu den Kindern, ihrer Schwester und fühlte ihren schmerzlichen Verlust. Der Gärtnerkurs bot eine willkommene, wenn auch zunächst eher ungewollte, Abwechslung, die Lilian sichtlich gut tat. Zwar geht das Buch nicht zu sehr ins Detail, jedoch merkt man die Liebe zum Gärtnern, bekommt nach jedem Kapitelende Tipps, Anleitungen und Tricks, die man zum Gärtnern und Anpflanzen brauchen kann. Schon während des Lesens bekam ich selbst Lust, etwas im Garten zu machen, was herrlich zur derzeitigen Jahreszeit passte.

 

Letztlich störten mich nur zwei Dinge. Mal war Lilians Mann Dan drei, dann wieder vier Jahre tot. Dieses Durcheinander verwirrte mich beim Lesen etwas. Auch die Liebe zu Edward, dem Leiter des Kurses, war mir nicht ausgefeilt genug gewesen. Hier hätte ich die aufkeimende Liebe gerne etwas deutlicher gespürt, ähnlich wie die Liebe und den Verlust zu ihrem verstorbenen Mann Dan.

 

Fazit:

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es lässt sich leicht weglesen, macht Lust aufs Gärtnern und man träumt sich in einen eigenen kleinen idyllischen Garten weg. Für die beginnende Frühlingszeit die perfekte Lektüre, um einfach mal abschalten zu können.

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fluch, schiller, krimi, großherzog, weimar

Durch Nacht und Wind

Stefan Lehnberg
Fester Einband: 237 Seiten
Erschienen bei Tropen, 11.03.2017
ISBN 9783608503760
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Großherzog von N. ist ein sehr abergläubischer Mensch. Als ihm ein Brief von einem Professor Kranigk zugestellt wird, der ihn vor dem Fluch eines Ringes warnt, bittet er Goethe und Schiller zu Hilfe. Denn der verfluchte Ring befindet sich in seinem Besitz.

Goethe und Schiller glauben nicht an einen Fluch, bestärken den Großherzog aber in seiner Angst, da er ihnen beiden unsympathisch ist. Tags drauf ist der Großherzig tot, jedoch war es keine natürliche Todesursache. Mord oder Selbstmord scheinen aber irgendwie auszuscheiden. Hat der Fluch zugeschlagen? Goethe und Schuller gehen der Sache auf den Grund …

Goethe und Schiller, zwei Freunde, wie sie auch im realen Leben einst zu finden waren. Der Autor lässt in seinem Buch Schiller zu Wort kommen, ihn die Geschichte niederschreiben, die sich da einst zugetragen hat. Dabei passt der Autor bewusst die Sprache ein wenig den damaligen Gegebenheiten an, was man zum einen an den Schreibweisen mancher Worte erkennt, aber auch in der Wortwahl und dem Satzbau.

Nichtsdestotrotz hat man schnell eingelesen, taucht in die Geschichte ein, begibt sich mit Schiller und Goethe auf Mörderjagd und Rätselraten. Dabei wird man noch unterhalten, zum einen von den Überlegungen der beiden, zum anderen von der Situationskomik und dem Wortwitz.

Der Autor zeichnet die Charakter der beiden großen Dichter etwas nach, lässt sie lebendig werden vor dem inneren Auge und zieht den Leser förmlich in einen Sog aus genießerischem Lesen und Spannung bis zum Schluss.

Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, nur ungern habe ich Goethe und Schiller wieder verlassen und hoffe, obwohl dieser verzwickte Fall zwar gelöst ist, dass es weitere Folgen mit dem Ermittlerduo Goethe und Schiller geben wird.

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