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Loslassen

Katharina Finke
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei MALIK, 01.03.2017
ISBN 9783890294810
Genre: Biografien

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

unheimlich, area x

Auslöschung #1 Southern-Reach-Trilogie

Jeff VanderMeer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.03.2017
ISBN 9783426518045
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.de


Sobald ich an dieses Buch denke bekomme ich Gänsehaut und es schüttelt mich. Ich bin kein Fan von Thrillern oder Horrorbüchern, weshalb dieses Buch (das offiziell unter SciFi läuft) ein Experiment für mich war. Zum Glück ein gelungenes.
„Auslöschung“ ist der erste Band einer Trilogie und ein Buch, das mich mit gemischten Gefühlen zurücklässt. Es ist so ganz anders als alles, was ich jemals gelesen habe. Manche Aspekte haben mich gestört, passten aber irgendwie gleichzeitig super zur Grundstimmung dieses Buches. Deshalb fällt es mir auch gerade schwer, geordnete Worte zu finden.
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, war aber durch seine Andersartigkeit perfekt für dieses Buch. Es ist im Stil eines Forschungstagebuchs geschrieben, einer ganz besonderen Gattung aus sachlichem Bericht und persönlichen Erlebnissen. Die Protagonisten haben keine Namen, genau wie vieles in dieser Geschichte ohne Namen oder Erklärung bleiben wird. Durch die Sachlichkeit hindurch spürt man die ganze Zeit eine Anspannung, eine Erwartung, die mich immer wieder schaudern ließ. Anfangs konnte ich immer nur wenige Seiten auf einmal lesen, weil ich mit dieser inneren Nervosität, die dieses Buch in mir auslöste, nicht gut umgehen konnte. VanderMeer spielt hier mit dem großen Unbekannten, schafft es Spannung aufzubauen obwohl im ersten Drittel faktisch nicht viel passiert. Aber hier und da wirft er einem in Halbsätzen Informationen zu, die einen kurz inne halten lassen und die ungute Vorahnung vor dem drohenden Grauen in Area X verstärken und somit die Spannung nie sinken lassen.
Wer hier auf Action hofft, ist allerdings fehl am Platz. Der Trumpf des Buches ist seine gespenstische Ruhe. Selbst wenn etwas „actionreiches“ passiert (was vor allem im letzten Drittel der Fall ist), wird dies in einem so monotonem Ton geschrieben, dass man zwar von der Szene gefesselt wird, aber nicht das Gefühl hat, dass sich plötzlich alles rasant verändert.
Genau dieser monotone Aspekt war es, der mich gestört und gleichzeitig fasziniert hat. Die Protagonistin hatte in meinen Augen sehr wenig Persönlichkeit, in der ersten Hälfte des Buches erfahren wir quasi nichts über sie und selbst als wir mehr über sie wissen, bleibt sie eine leere Hülle. Sie agiert wenig, reagiert und beobachtet höchstens. Ist nur ein Auffanggefäß der Eindrücke. An vielen Stellen habe ich mir mehr … wie soll ich es nennen? Mehr Romanhaftiges gewünscht? Einfach mehr Beschreibungen ihrer Gefühle. Aufgrund der Tatsache, dass es ein „Forschungsbericht“ war zeichnet sie natürlich nicht auf, ob sie z.B. Hunger hatte oder wie genau ihre Emotionen aussahen, aber genau das hätte mich interessiert. Wie geht sie in dieser unnatürlichen Wildnis mit natürlichen Bedürfnissen wie Hunger, Durst, Harndrang, ihrer Periode, etc um? Wie genau fühlt sie sich? Hatte sie schwitzige Hände als sie im „Turm“ stand? Schlug ihr Herz schneller?
Stattdessen bleibt der Großteil der Aufzeichnung extrem emotionslos, sie selbst komplett ohne jeden Bezugspunkt, komplett entrückt von unserer alltäglichen Wirklichkeit. Sie scheint einfach ein Teil dieser Umgebung zu sein, komplett definiert durch ihre wissenschaftlichen Züge und dem „Leuchten“, was ich hier gerade nicht weiter erklären kann. Aber genau das ist es auch, was mich fasziniert. Denn auf diese merkwürdige Art und Weise passte es perfekt zur Geschichte. Zu viel Persönlichkeit, zu viel Impulsivität, zu viele Emotionen, zu viel Menschlichkeit hätten nicht gepasst und hätten eventuell sogar das ganze Konstrukt des Buches zerstört.
Die Handlung an sich ist zu jedem Moment unerwartet. Selbst wenn nichts passiert, ist das eine Überraschung, denn Area X ist ein so geheimnisvoller und unheilvoller Ort, das theoretisch alles passieren kann. Also wirklich… alles. VanderMeer hat hier etwas erschaffen, das nach meiner derzeitigen Leseerfahrung einmalig ist und das mich noch sehr sehr lange heimsuchen wird. Er kroch mir mit seinen Worten tief unter die Haut und wird dort wohl noch eine Weile bleiben.
Ich verstehe aber vollkommen, wenn das Buch nicht für jeden etwas ist. Es ist ziemlich außergewöhnlich und dementsprechend auch gewöhnungsbedürftig und sicher nicht jedermanns Geschmack. Mich lässt es mit Begeisterung, Unbehagen und einem zweischneidigen „ich will mehr“ zurück. Ich werde die anderen beiden Bände definitiv lesen.

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8 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Stories of Your Life And Others

Ted Chiang
Flexibler Einband: 281 Seiten
Erschienen bei Consortium Book Sales & Dist, 26.10.2010
ISBN 9781931520720
Genre: Sonstiges

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263 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

physik, jugendbuch, verlust, liebe, anspruchsvol

Ein bisschen wie Unendlichkeit

Harriet Reuter Hapgood , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 23.02.2017
ISBN 9783737340335
Genre: Jugendbuch

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142 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

weltreise, reisetagebuch, gewinn, freiheit, reisen

Das große Los

Meike Winnemuth
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei btb, 14.07.2014
ISBN 9783442748051
Genre: Biografien

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149 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

syrien, damaskus, exil, liebe, flucht

Sophia oder Der Anfang aller Geschichten

Rafik Schami
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.08.2015
ISBN 9783446249417
Genre: Romane

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85 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

geheimbund, archäologie, geheimnis, krimi, barbara wood

Spur der Flammen

Barbara Wood
Flexibler Einband: 495 Seiten
Erschienen bei Fischer Taschenbuch, 01.10.2005
ISBN 9783596158829
Genre: Liebesromane

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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

restaurant, marokko, geschichten, familie, wie 1001 nacht

Aminas Restaurant

Michael Lüders
Flexibler Einband: 161 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.04.2008
ISBN 9783499246616
Genre: Romane

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Legion: Skin Deep

Brandon Sanderson
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Orion Publishing Group, 20.08.2015
ISBN 9781473212497
Genre: Fantasy

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Legion

Brandon Sanderson
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Orion Publishing Group, 16.07.2015
ISBN 9781473212633
Genre: Fantasy

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Deadline

Constantin Seibt
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kein + Aber, 01.06.2014
ISBN 9783036959221
Genre: Sonstiges

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103 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

eis wie feuer, sara raasch, fantasy, meira, sararaasch

Eis wie Feuer

Sara Raasch , Antoinette Gittinger
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.01.2017
ISBN 9783570311202
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.de
Zwei Jahre, zwei verdammt lange Jahre, mussten wir auf die deutsche Übersetzung von "Ice like Fire" warten. Während im Englischen die Reihe längst abgeschlossen ist, dauerte es zwei Jahre, bis wir endlich weiterlesen konnten. Das führte dazu, dass ich, als ich voller Freude endlich Band Zwei aufschlug, nichts mehr von Band Eins wusste. Zwar erklärt Raasch hier und da noch einmal, was zuvor geschah, aber wirklich rein kam ich erst nach über 100 Seiten, was ziemlich schade ist.
Als ich dann endlich in die Geschichte eingestiegen war, erinnerte mich das Lesefeeling ziemlich an Throne of Glass, was eigentlich nichts schlechtes ist, mich aber trotzdem stellenweise ein wenig verwirrt hat. Leider hatte es auch ähnliche Schwächen, wie man sie auch in ToG findet: Die ewig nervende Dreiecksbeziehung, bei der ich gehofft hatte, sie mit Band Eins hinter mir gelassen zu haben. Nein, sie war noch da und trieb mich in den Wahnsinn. Vor allem weil vollkommen offensichtlich war, dass einer der beiden ein ziemlich hinterlistiger Idiot ist und sie das einfach nicht gerafft hat. 2/3 des Buches lässt sie sich von ihm den Mund verbieten, lässt ihn ihre Autorität untergraben, fragt nicht nach wo sie sollte und redet die ganze Zeit davon wie "einfüüüühlsaaaaaam" er doch ist und besorgt und liebevoll, obwohl er sie schlecht behandelt und sie ihn eigentlich zur Rede stellen sollte. Selbst als dann ein Wendepunkt kam und sie endlich mal angefangen hat, nachzudenken, kam trotzdem noch ungefähr 20mal vor, wie lieb er sie doch ansieht, usw. Was das angeht, war ich geneigt, das Buch aus dem Fenster zu werfen.
Generell war Meira in diesem Buch... einfach schwach. In Band Eins liebte ich sie für ihre rebellische Art, für ihren Kampfgeist und für ihre Stärke. In Band Zwei war das alles wie weggewischt. Sie ist schwach, redet nicht viel, lässt alle anderen immer für sie entscheiden und steht meistens einfach schweigend daneben, während andere ihr Leben versauen. Glückwunsch.
Zu ihrem Schweigen kam hinzu, dass sie auf den Reisen in die anderen Königreiche ziemlich seltsame Begegnungen hat. Und damit meine ich die Audienzen bei anderen Königen und Königinnen. Sie sind alle super kurz und in vielen Fällen nicht einmal für den Plot relevant, der Großteil der Zeit wird darauf verwandt zu beschreiben, was Meira für Kleidung trägt. Außerdem sagt sie in einigen von ihnen kein einziges Wort, sondern lässt andere reden und steht dann mit offenem Mund da, wenn jemand respektlos ist (o.ä.). Sie ist einfach unglaublich passiv - im ganzen Buch, aber vor allem bei diesen Audienzen, die eigentlich Schlüsselszenen hätten sein sollen. Interessanterweise kam es auch bei so ziemlich jeder Audienz vor, dass sie zwei Schritte vom jeweiligen Herrscher wegstand und noch mit ihren Vertrauten geplauscht hat - über vertrauliche und geheime Dinge oder wie wenig sie den jeweiligen Herrscher mag. Liebe Sara Raasch, auch Könige haben Ohren.
Es gab noch mehr Szenen in denen unangebrachter Weise Pläuschchen gehalten wurden, obwohl dafür weder Zeit noch die richtige Situation dafür war. Das fand ich ein wenig fragwürdig.
Kommen wir aber mal zu den positiven Aspekten des Buches. Es hatte einen guten Schreibfluss, ließ einen in die Welt eintauchen und packte einen mit der allgemeinen Stimmung und dem Plot rund um die Magie. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet - v.a. die neu eingeführten. Auch fand ich es großartig, dass Meira diese Reise durch verschiedene Königreiche gemacht hat, denn so lernt man diese Welt, die Raasch erschaffen hat, ganz gut kennen und die Location wechselte oft. Auch der Plottwist war gut gemacht und das Ende lässt auf einen interessanten dritten Band hoffen. Das Buch hat mich prinzipiell gut unterhalten und mir einige nette Lesestunden beschert, aber es gab eben auch Dinge, die mich gestört haben. Wer aber solche Bücher - im Stil von ToG - mag und über die Macken hinwegsehen kann, wird viel Freude an diesem Buch haben.

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Die Seele der Welt - Von der Weisheit der Religionen

Frédéric Lenoir ,
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.12.2015
ISBN 9783423348652
Genre: Sachbücher

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

liebe, kirgisien, klassiker, roman, liebesgeschichte

Dshamilja

Tschingis Aitmatow , Gisela Drohla , Louis Aragon
Flexibler Einband: 122 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 14.11.2011
ISBN 9783458357858
Genre: Liebesromane

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Nujeen - Flucht in die Freiheit

Nujeen Mustafa , Christina Lamb , Wolfram Ströle , Friedrich Pflüger
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Lübbe Audio ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783961090020
Genre: Sachbücher

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487 Bibliotheken, 33 Leser, 1 Gruppe, 84 Rezensionen

rat der neun, veronica roth, jugendbuch, galaxie, gezeichnet

Rat der Neun - Gezeichnet

Veronica Roth , Petra Koob-Pawis , Michaela Link
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei cbt, 17.01.2017
ISBN 9783570164983
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Ich habe das Buch vorab als unkorrigiertes Leseexemplar bekommen, kann also nicht garantieren, dass alle Fehler, die mir aufgefallen sind, auch im fertigen Buch Eingang gefunden haben. Diese Rezension ist spoilerfrei.

Ich war sehr gespannt auf "Rat der Neun" (OT: Carve the Mark) und als ich es unerwartet früh im Briefkasten hatte, war ich natürlich geehrt und glücklich. Aber ich war auch froh, dass ich aus dem englischsprachigen Raum bereits einige der Diskussionen rund um dieses Buch mitbekommen habe. Denn so konnte ich kritisch an die Geschichte heran gehen und das ist hier auch definitiv nötig!
Der größte Punkt, den ich aufgrund seiner Wichtigkeit hier gleich zu Anfang nenne, ist der Diversity-Aspekt. In "Rat der Neun" gibt es Menschen mit dunkler Hautfarbe, was ja an sich eigentlich toll wäre, wenn Roth nicht diese Charaktere alle als furchtbar aggressiv und unsympathisch dargestellt hätte. Das mag vielleicht manchen Leuten im ersten Moment unwichtig erscheinen, aber es fördert Vorurteile, verletzt Gefühle, prägt unser Unterbewusstsein und ist demnach sehr wohl relevant. Diesen Punkt sollte man also immer als kritische Stimme im Hinterkopf behalten, während man es liest.
Auch mir ist das aufgefallen und obwohl sich Roth v.a. gegen Ende bemüht einige der unsympathischen Charaktere noch liebenswert zu machen, hat das in meinen Augen nicht funktioniert. Es gab in den gesamten 600 Seiten kaum jemanden, den ich wirklich mochte oder mit dem ich eine emotionale Bindung eingehen konnte. Die Charaktere waren mir nicht wichtig und auf mich wirkten sie durch die Bank (bis auf wenige Nebencharakter-Ausnahmen) hart und unnahbar. Außerdem kamen sie mir viel älter vor, als sie in der Geschichte waren (eher so 30 statt 18) und ich verstehe nicht, wieso man aus dieser Geschichte voller Kampf und Gewalt ein Jugendbuch gemacht hat. Es hätte auch das Potenzial für normales SciFi gehabt.
Dementsprechend waren auch alle "intensiven Gefühle", die v.a. gegen Ende der Geschichte eine Rolle spielen, für mich leider nicht glaubhaft und ich konnte sie nicht nachempfinden. Das führte wiederum dazu, dass ich vor allem das letzte Viertel als sehr anstrengend empfunden habe, weil ich Roths Bemühungen, hier plötzlich Romantik und Freundschaft und Gefühle in den Vordergrund zu stellen, nicht nachvollziehen konnte und deshalb viele Szenen einfach unnötig und nervig fand.
Allerdings waren - neben den Diversity Problemen - die Charaktere tatsächlich mein größtes Problem. Die Geschichte fand ich nämlich an sich interessant, genau wie die Lebensgabe und die ganzen Grundideen des Buches, so wie die Welt, die sie hier erschafft. Ich sage deshalb interessant (und nicht großartig), weil man viele Dinge nur kurz mitbekommt, obwohl man hier noch viel tiefer hätte eintauchen können. Für die Folgebände würde ich mir wirklich wünschen, dass die Geschichte nicht mehr so auf die Charaktere und ihr Leben und ihre Kämpfe fokussiert wird, sondern mehr auf die Welt um sie herum und die "Magie" und die Kulturen und Menschen dieser fiktiven Galaxie.
Für mich war es ein mittelmäßiges, aber sehr interessantes Buch, das gleichermaßen viele Fehler, aber auch viel Potenzial birgt. Ich bin gespannt, ob Roth es im zweiten Buch besser macht oder die Macken fortführen wird.

Interessantes Buch mit unliebsamen Charakteren

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

This Savage Song

V. E Schwab
E-Buch Text: 400 Seiten
Erschienen bei Titan Books, 07.06.2016
ISBN 9781785652752
Genre: Sonstiges

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

children, fiction

A Boy Called Christmas

Matt Haig
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Canongate Books, 03.11.2016
ISBN 9781782118268
Genre: Sonstiges

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190 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

fantasy, abenteuer, amazonas, jugendbuch, südamerika

Die Stadt der wilden Götter

Isabel Allende , Svenja Becker
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 14.03.2007
ISBN 9783518455951
Genre: Fantasy

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Physik der Schwermut

Georgi Gospodinov , Alexander Sitzmann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 11.11.2016
ISBN 9783423145336
Genre: Romane

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9 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Blaue Stunden

Joan Didion , Antje Rávic Strubel
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.08.2013
ISBN 9783548611532
Genre: Romane

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jugendbuch

Salt & Storm. Für ewige Zeiten

Kendall Kulper , Yvonne Hergane , Sascha Maria Icks
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 21.08.2014
ISBN 9783839840764
Genre: Jugendbuch

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liebe, forschung, forscher, völker, ethnologin

Euphoria

Lily King ,
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 18.12.2015
ISBN 9783406682032
Genre: Romane

Rezension:

Disclaimer: Bevor ich mit meiner Buchbewertung loslege, muss ich hier kurz klarstellen, dass ich selbst Ethnologie studiere und deshalb eventuell einen etwas anderen Blickwinkel auf diese Geschichte habe als ein Laie, der vielleicht vorher nicht einmal wusste, was Ethnologie ist. Außerdem habe ich ein Thesenpapier zu dem Buch erstellt, was meinen fachinternen Blick auf das Buch noch verstärkt. 

Es fällt mir außerordentlich schwer, dieses Buch zu bewerten und zu rezensieren. Denn es hatte einige gute Elemente und einiges, das mich sehr gestört hat. Fangen wir mit den guten Aspekten an: Mir hat der Schreibstil recht gut gefallen und das Buch hat mich definitiv unterhalten, ich flog nur so durch die Seiten und konnte in das Geschehen abtauchen. Auch wirkte es auf den ersten Blick authentisch, was mir hier sehr wichtig war, da ich sehr hohe Erwartungen an das Buch hatte. Es macht eine breite Leserschaft auf das Fach der Ethnologie, deren Arbeit und auf eine ihrer Ikonen, Magaret Mead, aufmerksam und zeigt ihnen auf eine spannende Art etwas von dieser so unbekannten Wissenschaft.
Auch werden einige Themen angesprochen, die auch in der Ethnologie selbst mehr diskutiert werden sollten und die unsere Disziplin beschäftigen. So vor allem die Sexualität während Forschungsreisen, die Einsamkeit im Feld oder die Selbstzweifel der Forscher und die Frage, wie man anderen die eigene Arbeit näher bringen kann.

Aber stellenweise störte mich auch genau das. Ich habe versucht, mich in einen Leser hinein zu versetzen, der vorher noch nie etwas von Ethnologie gehört hat. Ich wäre vermutlich stellenweise - insbesondere am Anfang - sehr verwirrt gewesen, hätte mich gefragt wer denn "Papa Boas" ist und warum es den Anschein erweckt, dass alle Forscher irgendwie mal miteinander geschlafen zu haben scheinen.  Ich hätte mich gefragt, was zur Hölle die "Forscher" da tun und wieso sie sich so arrogant über die "primitiven Völker", wie King sie hier noch in der alten, mittlerweile unüblichen Sprache, bezeichnet, hinwegsetzen. Wieso plötzlich mitten in der Geschichte die Information vorkommt, dass eine andere Forscherin (die weder davor noch danach eine Rolle spielt), angeblich von einem kannibalischen Stamm gegessen worden sein soll. Ich hätte vermutlich eine ganze Menge Dinge falsch verstanden, denn: Diese Geschichte spiegelt in keiner Weise die zeitgemäße Ethnologie wieder. 
Leider wird in meinen Augen nicht deutlich genug erwähnt, dass sich die Disziplin nach 1930 (die Zeit Magaret Meads, also dieses Buches) massiv weiterentwickelt hat. Dass wir extrem viel selbst reflektieren und niemandem mehr als "primitiv" bezeichnen würden und uns nicht mehr anmaßen besser zu sein als die anderen. Oder, wie der unglaublich unsympathische Charakter Fen, einfach heilige Gegenstände eines Volkes klauen und dafür nicht nur, ohne mit der Wimper zu zucken, ein Menschenleben opfern, sondern auch einen Krieg zwischen zwei Stämmen provozieren würden. 1930 war noch die Zeit des Kolonialismus und es schüttelt mich, wenn ich daran denke, dass Laien dieses Buch lesen und denken könnten, dass die Ethnologie immer noch genau das ist, was hier präsentiert wird. Denn das ist nicht der Fall.

Ein weiterer Aspekt, der mich stirnrunzelnd zurücklässt, ist die Darstellung der Sexualität. Ich weiß, dass diese Geschichte fiktiv ist und dass Magaret Mead die perfekte Vorlage für polygame Sexfantasien im Regenwald abgibt, aber es war mir wirklich zu viel des Guten. Denn irgendwie scheint es, als würde Mead (im Buch: Nell Stone) sich durch die gesamte Forschungsszene huren und als hätte jeder Ethnologe mal mit jedem Kollegen was gehabt, was an den Haaren herbeigezogen ist. So habe ich z.B. auch nicht verstanden, was Bett in dieser Geschichte zu suchen hatte. Sie spielt überhaupt keine Rolle, außer dass Bankson einmal kurz zu ihr fährt, sie vögelt und wieder abreist?
Viel schwerwiegender war dagegen für mich, dass es hier um Magaret Mead, die Vorlage für Nell, ging. Eine Frau, die die Ethnologie und die Themen Sexualität und Frauen in anderen Kulturen revolutioniert hat. Sie soll die Hauptprotagonistin sein, das Buch ist aber nicht einmal aus ihrer Sicht geschrieben. Hier und da blitzt zwar etwas von diesem revolutionären Ansatz und der Relevanz weiblicher, sexueller Bedürfnisse durch, aber im Endeffekt ist dieses Buch voller Penisse (gefühlt jedes 5. Wort war Penis, Phallus, o.ä.) und männlicher Lust. Es geht um Fen, der seine Frau schwängern will und mit ihr Sex hat, auch wenn sie keine Lust hat. Es geht um Fen und seine unfassbare Männlichkeit und es geht um Bankson, der eigentlich einfach nur krass untervögelt ist und der Nell unbedingt mal rannehmen möchte. Es soll eine erotische Liebesgeschichte sein, aber es las sich eher wie der animalische Trieb sehr einsamer Menschen.
King arbeitet hier auch mit sehr vielen Klischees: Fen, der in dem Stamm zu einem Mann mutiert, wie er im Klischee-Buche steht: Er betätigt sich viel körperlich, denkt nicht nach, ist grob zu seiner Frau, denkt andauernd an Sex, sieht nie die Schuld bei sich, geht vollkommen darin auf nackt durch den Wald zu laufen, sich nicht zu waschen und zu beweisen wie männlich er doch ist. Nell Stone dagegen ist einfühlsam, ruhig, besonnen und als sie abreisen müssen, weint sie weil die Dorfbewohner ihre Freunde geworden sind. Und Bankson, der zwar bodenständig und nachdenklich ist, aber eigentlich auch nur von seinem Penis gesteuert wird wie von einer Wünschelrute und der natürlich gegen den starken, starken Fen nicht ankommt, Es mag sein, dass solche Charakterzüge oft im Feld verstärkt werden, weil auch die Umstände dieses Verhalten manchmal herausfordern, aber ich fand es abgedroschen und die Feministin in mir knurrte zwischenzeitlich die Seiten an.

Und der letzte Punkt, den ich kritisieren möchte ist die Zweidimensionalität der Charaktere. Sie waren alle ziemlich flach und auf ihre Arbeit und ihre Triebe reduziert. Sex und Arbeit schienen das Einzige, was diese Menschen ausmachte und so spannend das auch stellenweise war, hätte ich mir einfach noch mehr Leben gewünscht. Mehr Dimensionen, mehr Komplexität der Charaktere und ihrer Geschichte.

Das Buch lässt mich also mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Es war wundervoll, die Ethnologie mit so viel Hingabe in einem belletristischen Bestseller portraitiert zu sehen und die Liebe der Forscher für ihre eigene Arbeit zu spüren, aber die nicht mehr zeitgemäße Repräsentation der Wissenschaft, die flachen Charaktere und die klischeeüberladene, sehr männliche Darstellung der Sexualität, machten mir dieses Buch leider ziemlich kaputt, weshalb ich es nur bedingt und an sehr kritische Leser weiterempfehlen kann.


Anmerkung: Wer wirklich etwas von Ethnologie und ethnologischer Arbeit wissen möchte, sollte sich vielleicht lieber Berichten von Ethnologen selbst zuwenden. Ich plane, in Zukunft mehr ethnologischer Romane oder Forschungsberichte zu lesen, damit ich euch auf dem Blog auch mal explizit Texte und Bücher empfehlen kann. 

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35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

hass, freiwillig, töten, erste begegnung, ehefrau

Honig und Gift

Renée Ahdieh
E-Buch Text: 31 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 01.12.2016
ISBN 9783732538775
Genre: Sonstiges

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

literatur, mehr feminismus, belletristi, zeitgenössische autoren, essay, z

Mehr Feminismus!

Chimamanda Ngozi Adichie , Anette Grube
Flexibler Einband: 112 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.09.2016
ISBN 9783596036769
Genre: Sachbücher

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