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Homegoing

Yaa Gyasi
Flexibler Einband
Erschienen bei Viking, 07.06.2016
ISBN 9780241242735
Genre: Romane

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biographie

Im Land der zornigen Winde

Amélie Schenk , Galsan Tschinag
Flexibler Einband: 237 Seiten
Erschienen bei Unionsverlag, 01.07.2010
ISBN 9783293201545
Genre: Romane

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Du bist der Hammer!

Jen Sincero , Elisabeth Schmalen
Flexibler Einband
Erschienen bei Ariston, 06.03.2017
ISBN 9783424201550
Genre: Sachbücher

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reise, weg, roman, catherine ryan hyde, campin

Wir kommen mit

Catherine Ryan Hyde
E-Buch Text: 432 Seiten
Erschienen bei AmazonCrossing, 10.11.2015
ISBN 9781503989023
Genre: Romane

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Du, ich und die Farben des Lebens

Noa C. Walker
Flexibler Einband: 404 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.08.2017
ISBN 9783548613642
Genre: Romane

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fantasy, kendare blake, giftmischer, penhaligon, magie

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.de


Um die Übersetzung von „Three Dark Crowns“ gab es jede Menge Hype. Sowohl im englischsprachigen, als auch im deutschsprachigem Raum wurde es in höchsten Tönen gelobt. Leider konnte es für mich nicht mit dem Hype mithalten.
Das soll nicht heißen, dass es kein gutes Buch war. Es war eine solide Fantasygeschichte mit einem sehr interessanten Konzept. Die drei Schwestern mit ihrer Magie und den Machtintrigen haben mir sehr gut gefallen und die über 400 Seiten waren durchaus unterhaltsam. Auch die Charaktere mochte ich sehr gerne, vor allem Jules und Arsinoe. Sie sind wild und stark und halten zusammen. Die Freundschaft zwischen den beiden ist wundervoll. Auch Mirabelle fand ich sehr sympathisch und ihre Loyalität und Gutmütigkeit fand ich durchaus ansprechend. Aber es war leider nicht das außergewöhnliche Buch, das alle prophezeit haben.
In diesem ersten Buch passiert kaum etwas. Es ist ein sehr, sehr ausführliches Worldbuilding, welches es absolut nicht gebraucht hätte. Erst am Ende nahm der Plot etwas Fahrt auf und den Cliffhanger fand ich sehr gelungen. Allerdings fand ich einige Handlungsstränge sehr unnötig. Zum Beispiel die ganze Sache mit Joseph und seiner… (nett formuliert) Polygamie war einfach nur langwierig, unlogisch und unnötig. Ich habe wirklich nichts gegen Polygamie oder Polyamorie in Büchern, aber nicht wenn sie so dargestellt wird und lediglich dazu dient Menschen zu verletzen und bestimmte Handlungen auszulösen. Als wäre der Autorin nichts besseres eingefallen um bestimmte Dinge geschehen zu lassen. Und wie ihm auch noch die ganze Zeit verziehen wird und er null aus seinen Fehlern lernt und… ach, ich will das jetzt gar nicht weiter ausführen, sonst spoilere ich. Ich habe ihn als sehr schwachen und nervigen Charakter empfunden, der nur als Werkzeug der Autorin gedient hat.
Auch den Schreibstil fand ich durchschnittlich. Er war keineswegs schlecht, aber auch nichts besonderes. Dasselbe galt für den Spannungsbogen. Er war da, aber nur sehr schwach und konnte mich nicht wirklich mitreißen.
Insgesamt war das Buch genau das: Gut, aber nicht umwerfend. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den zweiten Band lesen werde.

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World Identity /Weltidentität

Huschmand Sabet
Flexibler Einband
Erschienen bei Rosenheim ; Salzburg ; Genf : Horizonte-Verl., 01.01.1989
ISBN 9783926116109
Genre: Sonstiges

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Empathy

Raoul Martinez
E-Buch Text: 57 Seiten
Erschienen bei Canongate Books, 04.05.2017
ISBN 9781786892379
Genre: Sonstiges

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rockstar, liebe, jamie shaw, musik, rock my heart

Rock my Heart

Jamie Shaw , Veronika Dünninger
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 13.02.2017
ISBN 9783734102684
Genre: Liebesromane

Rezension:


2.5 / 5


Es ist schon eine Weile her, dass ich einen Rockstar-Roman gelesen habe, aber es war genau das, was ich jetzt gebraucht habe. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten, v.a. Rowan konnte mich als Protagonistin überzeugen. Sie nimmt sich selbst nicht all zu ernst, hat einen unglaublich wunderbaren Humor und ist ziemlich bodenständig. Die Freundschaften in der Band sind so gut geschrieben, dass ich gerne im Tourbus einziehen würde. Generell ist der Schreibstil ziemlich gelungen.
Ich hatte ein wenig Angst, dass das Buch - wie so viele im NA Genre - zu Sexismus neigt. Das war zum Glück nur in einem sehr eingeschränkten Maßstab der Fall. Ja, Sexismus gab es, aber es war noch annehmbar. Bis auf eine einzige Szene, macht Adam (oder einer der anderen Jungs) nie etwas, was sein Gegenüber nicht will. Er ist nicht wahnsinnig besitzergreifend oder verbietet ihr irgendwas o.ä.
Auch das Thema Sex finde ich hier ganz gut gehandelt, auch wenn ich das Vokabular bei den sexy scenes teilweise etwas merkwürdig fand, aber ansonsten waren auch diese gut geschrieben. Klar, es ist an manchen Stellen typisch NA, wird nie wirklich tiefgründig und man liest dauernd, wie "unglaublich heiß" Adam doch ist. Trotzdem war es besser als jedes andere NA Buch, was ich bisher gelesen habe. Dafür, dass ich das Genre sonst meide, konnte es mich hier tatsächlich überzeugen, was mich selbst überraschte.


Allerdings war auch dieses Buch nicht frei von Problemen.
So haben wir z.B. einen einzigen nicht-heterosexuellen Charakter und für diesen hat Shaw offenbar jedes Schwulen-Klischee genommen, das sie finden konnte, es noch mit Glitzer gewürzt, kräftig geschüttelt und daraus entstand dann Leti. Leti ist zwar sympathisch, ist meiner Ansicht nach aber keine gute Repräsentation der LGBTIQ+ Szene. Er trägt dauernd rosa, steht auf My little Pony und benimmt sich einfach... tuntig. Ich weiß, dass es (nicht-heterosexuelle) Menschen gibt, die sich genau so benehmen, aber ich habe mich beim Lesen dennoch gewunden. Nicht nur weil er der klischee-"Schwule-beste-Freund" war, sondern weil Shaw wirklich JEDES. EINZELNE. KLISCHEE. in ihm verbaut hat, was gibt. Als dann auch noch rauskam [Achtung, minimaler Spoiler], dass er gar nicht schwul, sondern bi ist und die Mädels davon vollkommen schockiert sind und dann "für ihn" beschließen, dass er "sowas von superschwul" ist, weil er in letzter Zeit nicht auf ein Mädchen stand.... ähm ja. Ne. Damit hatte es Shaw bei mir wirklich verkackt. Und das traurigste daran ist: Ich habe mir vor dem Kauf sehr sehr viele Rezensionen durchgelesen, um mein Geld nicht für sexistische Kackscheiße auszugeben. Und diese Problematik wurde nicht in einer einzigen (!) Rezension erwähnt. Nicht einer. Das finde ich absolut traurig.


Ein weiteres Problem ist in meinen Augen die "Girlpower" der Geschichte. Ja, Rowans beste Freundin Dee ist irgendwie cool und die beiden halten zusammen und auch Macy ist ganz nett, aber der Ton, mit dem ansonsten über Frauen / Mädchen gesprochen wird, fand ich nicht angemessen. Rowan ist nicht nur sehr krass eifersüchtig (irgendwo nachvollziehbar aber romantisch ist das bitte auch nicht), sondern bezeichnet auch alles, was eine Vagina hat und sich in die Nähe der Band begibt als "Schlampe" oder "Hure". Diese Frauen werden auch alle entsprechend billig gezeichnet, alle haben riesige Brüste, tragen "nuttige" Kleidung und benehmen sich wie Prostituierte. Keine von ihnen ist ernsthaft an der Band interessiert, alle wollen nur Sex und sind aus einem schlecht produzierten Porno entsprungen. Nicht nur, dass ich das einfach unsinnig finde (nicht alle Rockstargroupies fallen in ein und das selbe Raster, weder äußerlich noch innerlich), sondern ich finde es nicht in Ordnung deshalb jede von ihnen permanent als Hure zu bezeichnen. Das ist slutshaming und ging mir ganz gehörig auf die Nerven. 


Ein Thema, was in anderen Rezensionen oft kritisiert wurde, war der Umgang mit Alkohol und Drogen. Es stimmt, das Thema wird hier ziemlich verharmlost dargestellt und warum Adam unbedingt Raucher sein musste (Hat Jamie Shaw schonmal einen Raucher geküsst?), habe ich auch nicht verstanden. Man hätte es noch etwas mehr reflektieren können, ja, aber anderseits trinken viele junge Leute zwischen 18 und 20 einfach gerne und viel Alkohol. Und es war ja nicht so, dass sie alle dauernd kotzend im Graben lagen oder es als Ausrede für irgendwelche Taten galt. Es lockerte die Stimmung auf und war einfach etwas, das sie taten. 
Versteht mich hier bitte nicht falsch: Ich selbst habe dem Alkohol aus guten Gründen abgeschworen und finde es auch nicht gut, dass sein exzessiver Konsum in Bücher verharmlost / romantisiert wird. Aber ich finde, dass das in diesem Buch noch in Ordnung und tatsächlich auch realistisch war. Da fand ich die anderen zwei genannten Problematiken schlimmer.


Ich bin hin und hergerissen, ob ich dem Buch nun 2 oder 3 Sterne geben soll (da man ja hier offiziell keine halben Sterne vergeben kann). Es hat mich wirklich gut unterhalten, Rowans Charakter und der Schreibstil haben mir sehr gut gefallen und die Band ist mir ans Herz gewachsen. Es ließ sich schnell weglesen und brach mit einigen der NA-Klischees. Dennoch kann ich das Buch nicht mit guten Gewissen weiterempfehlen, weil die Probleme schwerwiegend sind. 

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Heimat

Simone Egger
Fester Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Riemann, 10.03.2014
ISBN 9783570501627
Genre: Sachbücher

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essay, heimat

Heimat als Utopie

Bernhard Schlink
Flexibler Einband: 51 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 24.07.2000
ISBN 9783518066133
Genre: Sonstiges

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Am Anfang war Heimat

Eberhard Rathgeb
Fester Einband
Erschienen bei Blessing, 08.03.2016
ISBN 9783896675415
Genre: Sachbücher

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unheimlich, area x

Autorität #2 Southern-Reach-Trilogie

Jeff VanderMeer
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2017
ISBN 9783426518052
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Puuuuuh. Was soll ich zu diesem Buch bloß sagen? Ich habe mich bereits mit dem ersten Band der Reihe ein wenig schwer getan, da der Schreibstil alles andere als rasant ist. Die Bücher lesen sich zäh wie Schleim, was im ersten Band jedoch wenigstens zum erzählenden Charakter und der Stimmung passte. In diesem zweiten Band aber, hatte ich mir ein wenig mehr Action und vor allem ein wenig mehr Information erhofft. Wir verfolgen diesmal nämlich keinen Teilnehmer einer Expedition, sondern einem Mitarbeit der Southern Reach Basis, die kurz vor der Grenze zu Area X liegt und die Untersuchungen dazu leitet. Das schreit doch gerade zu danach, uns endlich ein paar mehr Hintergrundinformationen in die Hand zu geben und das Mysterium „Area X“ aus einer anderen Perspektive zu sehen und besser zu verstehen. Das ganze Buch deutet auch immer wieder darauf hin, dass Control, unser Protagonist, am Ende Entdeckungen machen wird und endlich herausfindet, was genau in dem Gebiet eigentlich vor sich geht. Man liest sich also durch die langatmigen, zähen und unspektakulären ersten 300 Seiten und bekommt dann auf den letzten 60 Seiten… nichts. Ja, hier und da wird mal ein kleiner Informationsfetzen hingeworfen, aber für das Gesamtbild bringt es einem herzlich wenig. Es gibt keine Auflösung, es gibt nicht einmal eine Andeutung darauf. Es passieren ein Haufen unzusammenhängender, seltsamer Dinge und leider werden die nicht einmal mit der nötigen Spannung erzählt. Dazu noch die unleidlichen Charaktere, bei denen ich für nicht einmal einen einzigen Empathie entwickeln konnte.
Desto länger ich darüber nachdenke, desto weniger erschließt sich mir, wozu dieser zweite Band nun wirklich dienen soll. Ja okay, wir haben mal in die „Außenwelt“ und die Southern Reach Organisation hinein geschnuppert und bekommen ein paar Theorien zu hören. Aber sonst? Welchen Sinn hatte dieser zweite Band?
Die Geschichte war creepy und mysteriös, sie zeichnet ein Bild, das weniger auf wilde Natur, als auf paranoide und andere psychische Störungen hindeutet. Leider konnte mich dieser zweite Teil nicht weit genug überzeugen, um die Reihe fortzusetzen.

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94 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

aliens, science fiction, außerirdische, young adult, absturz

Guides - Die erste Stunde

Robison Wells
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959670937
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Als ich die Synopsis dieses Buches las, wusste ich: Ich muss es lesen! Es klang so sehr nach dem Film "Arrival", nur im Jugendbuchstil, dass es mich magisch anzog.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Zwar ist das Buch nur in gewissem Maße creepy, aber es war etwas ziemlich besonderes. Denn Wells schafft es hier, viele Elemente, die ich sehr zu schätzen weiß, in einem Buch zu kombinieren.
So ist unsere Protagonistin, Aly, zur Hälfte Navajo, hat also Wurzeln in einem der nordamerikanischen Indianerstämme. Auch ihr Äußeres spiegelt das wieder und sie ist stolz darauf. Außerdem spielt es im weiteren Verlauf des Buches noch eine große Rolle. Zwar kann ich hier aufgrund von Spoilern nicht ins Detail gehen, aber auch andere indigene Völker Nordamerikas sind in dieser Geschichte von ausschlaggebender Bedeutung und ich liebe es. Vor allem, weil man es ganz am Anfang nicht erwarten würde.
Für mich war Aly auch deshalb interessant, weil sie eines dieser superreichen Teenies ist, für die Geld nicht viel bedeutet und die alles haben können. Am Anfang dachte ich, sie würde deshalb vielleicht arrogant sein. War sie aber überhaupt nicht. Sie hatte Humor - vor allem einen wundervollen Sarkasmus - und ihr waren Freundschaften das allerwichtigste. Außerdem ist sie ziemlich taff, bleibt aber trotzdem ein Teenie.
Dass reiche Eltern ihre Kinder aufgrund ihrer Arbeit vernachlässigen, ist definitiv ein Thema, aber Alys Vater, der bei der NASA arbeitet, interessiert sich trotzdem für seine Tochter, was ich schön fand. Sie sahen sich nicht oft, aber sie konnte ihn immer anrufen und er wusste, was in ihrem Leben gerade wichtig war und hatte ein ernsthaftes Interesse daran, dass es ihr gut ging. In einem Buch zu sehen, dass auch stark arbeitende Eltern (in dem Fall ein alleinerziehender Vater) gut für ihr Kind da sein können, fand ich schön.
Auch das Thema Technik wird hier gut dargestellt: Aly und ihre Freunde hingen viel am Handy, kommunizierten darüber mit anderen, usw. Es war auf natürliche Weise eingebunden und etwas, was ich in anderen Büchern oft vermisse.
Ich könnte hier noch viele, viele weitere Elemente - kleine und große - aufzählen, die ich richtig gut fand, weil man sie so nicht oft in Jugendbüchern findet. Aber ich möchte auch nicht zu viel vorweg nehmen.
Auch zur Story kann ich leider nicht viel sagen, ohne zu spoilern. Das Buch ist so kurz und - trotz des Untertitels - ein Standalone. Das machte es erfrischend und schnell zu lesen, aber man merkte auch deutlich, wie viel hier weggestrichen worden war. Die Story war insgesamt relativ platt, wenn auch spannend, und am Ende blieben viele Fragen unbeantwortet, obwohl das nicht hätte sein müssen. Auch innerhalb des Textes fehlte mir oft etwas (eine Reaktion, ein Gefühl, eine Beschreibung der Umgebung, etc). Das was der Story aber am meisten Potenzials geraubt hat, war, wie einfach es sich der Autor mit den Aliens gemacht hat. Es machte zwar alles am Ende Sinn, aber ich fand, dass er sich da durchaus noch mehr Problematiken hätte ausdenken können - so war es glatt zu einfach. Aber damit habe ich eigentlich schon viel zu viel gesagt.
"Guides" ist definitiv ein Buch, das man selbst entdecken sollte und das viel Potenzial birgt. Es ist schnell, unterhaltsam und etwas ganz besonderes, wenn auch leider nicht ganz rund.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

geborgenhei, flucht, heimat

Zuhause

Daniel Schreiber
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 20.02.2017
ISBN 9783446254749
Genre: Biografien

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297 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

magie, london, fantasy, diebin, weltenwandler

Vier Farben der Magie

V. E. Schwab , Petra Huber
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.04.2017
ISBN 9783596296323
Genre: Fantasy

Rezension:

Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.deDie Übersetzung von „A Darker Shade of Magic“ war mein allererster Re-Read. Natürlich kannte ich demnach schon viel von der Handlung, weshalb diese Rezension nicht von meinem ersten, überwältigten Eindruck geprägt ist, wie das sonst der Fall ist.
Als ich das Buch aufschlug, war es wie nach Hause kommen. Die Welt war mir bereits vertraut, auch wenn ich einige Details vergessen hatte. Sofort fiel mir auf, dass die Übersetzung von Petra Huber hier ziemlich gut gelungen ist, auch wenn ich nicht – wie im Englischen – von den zitierwürdigen und typischen Sätzen überwältigt war, die aus der Originalausgabe kannte. Ob das jetzt an mir oder der Übersetzung lag, kann ich nicht genau sagen. Aber prinzipiell ist die Übersetzung sehr gelungen.
Schwabs Schreibstil fand ich immer noch hervorragend, wenn auch manchmal etwas zu beschreibend. Aber diese Passagen voller Umschreibungen kommen nicht all zu oft vor, weshalb sie im Lesefluss nicht wirklich stören. Diese Welt(en), die sie hier im ersten Band aufsetzt sind spannend, lebhaft und wunderbar durchdacht. Ich liebe Schwab für ihre Originalität – die sie auch mit dieser Reihe wieder voll auslebt.
Bei den Charakteren hat sich bei mir tatsächlich etwas verändert. Während ich beim ersten Lesen damals begeistert von Lila war, ging sie mir diesmal schrecklich auf die Nerven. Diesen Wandel meinerseits hatte ich überhaupt nicht erwartet und war auch etwas traurig darüber. Aber sie erschien mir plötzlich sehr leichtsinnig, naiv und ein bisschen… blöd. Die Tatsache, dass alle paar Seiten explizit „Aber sie war ja nicht auf den Kopf gefallen“ (o.ä.) stand, machte es nicht wirklich besser. Sie ist trotzdem eine spannende Protagonistin, auch wenn ich sie leider nicht mehr so gerne mochte wie noch vor zwei Jahren. Bei Rhy ging es mir übrigens genau umgekehrt – während ich den Prinzen damals nicht so gern mochte, mutierte ich nun zu einem absoluten Fan.
Kell ist dagegen nach wie vor einer meiner Favoriten. Er ist eine wunderbare Mischung aus ernst und locker, mächtig und bodenständig und ängstlich und mutig. Er weiß, welche Verantwortung er hat, was ihn aber nicht vor Fehlern bewahrt. Er akzeptiert die Konsequenzen und versucht, immer für das Richtige einzustehen. Er ist sympathisch, aber manchmal rastet er auch aus. Er ist sehr menschlich und das, obwohl er nicht wirklich ein Mensch ist.
Auch meine Meinung zur Magie in diesem Buch bleibt die selbe: Ich liebe sie. Ich mag das System und die Machtstrukturen und das Fantastische an diesem Buch einfach wahnsinnig gerne. Man verliert sich richtig in der Geschichte und taucht ein in eine Welt, die vier sehr verschiedene Seiten hat.
Allem in allem kann ich nur sagen, dass Schwab eine großartige Autorin und Petra Huber eine gute Übersetzerin ist. Und dass ich einfach nur glücklich bin, dass die Bücher nun auch auf Deutsch publiziert werden – und dann auch noch mit so tollen Covern. Definitiv eine Empfehlung!

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148 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

götter, fantasy, yeine, nahadoth, intrigen

Die Erbin der Welt

N.K. Jemisin
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 01.06.2010
ISBN 9783442266692
Genre: Fantasy

Rezension:

Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.de
Schon seit Jahren verstaubte diese Fantasyreihe bei mir im Regal. Und nun, endlich, nahm ich der ersten Band von "Das Erbe der Götter" zur Hand.

Kritik
Ich gebe zu, dass ich einen sehr schweren Einstieg hatte. Jemisin hält sich nicht mit Worldbuilding oder Erklärungen auf, man wird mitten hineingeworfen in unzählige unbekannte Begriffe, verwirrende Namen, eine fremde Welt mit einzigartiger Magie und den Spuren eines Götterkrieges. Auch wird uns nicht all zu viel über die Protagonistin oder ihre Vergangenheit erzählt. Das machte es einem schwer, reinzukommen. Die ersten 50 bis 100 Seiten war ich konstant verwirrt und sehnte mir einen Glossar herbei (den es übrigens gibt. Versteckt zwischen Ende des Buches und Leseprobe für Band 2 - war also meine eigene Schuld, dass ich den erst am Ende fand). Aber irgendwann wurde es klarer und ich verstand die Welt, die Magie, die Götter und die Systeme im Palast.
Was dem Buch eigen ist und was mich fast durchgehend gestört hat, waren immer wieder Absätze, die den normalen Lesefluss unterbrachen und willkürliche Anmerkungen in den Raum warfen, mit denen ich nichts anfangen konnte. Da wechselte die Perspktive und scheinbar vollkommen kontextlose "Gedanken" wurde eingeworfen. Ich meine, nach Beenden des Buches, verstanden zu haben, wozu sie dienten, aber sie störten leider den lockeren Lesefluss extrem.
Mein letzter Kritikpunkt, bevor wir zu den positiven Aspekten kommen, ist Yeine, unsere Protagonistin. Während ich alle Charaktere immer wunderbar bildlich vor Augen hatte, blieb sie für mich immer unnahbar. Sie akzeptiere vieles sehr schnell, obwohl sie genauso in diese Welt geschmissen wurde wie der Leser. Es gab wenig emotionales von ihr, manchmal wirkte sie deshalb sehr kühl. Es wird zwar beschrieben, dass sie z.B. Tränen in den Augen hat, aber ihre Gefühle an sich werden nie umrissen, was ich sehr schade fand.

Diversität
Denn Yeine war eine großartige Protagonistin. Sie war nicht nur von dunkler Haut (auch wenn das bei dem Cover nicht zu erwarten wäre - *hust* White Washing *hust*), sondern sie war auch klein, nicht dem gesellschaftlichen Schönheitsideal angepasst und hatte kurze Locken. Noch dazu war sie unglaublich taff, schlagfertig und manchmal auch voller Sarkasmus. Ihr Temperament war wild und sie war stark und mutig, aber nie arrogant. Ihr kultureller Hintergrund ist sehr spannend: Ihr Mutter kommt aus der Königsfamilie (wurde aber verstoßen), ihr Vater is ein einfacher Mann eines "Barbarenvolks". Inmitten dieses Volkes, welches übrigens matriachalisch organisiert ist, wächst sie auf und legt ihren Hintergrund auch nie ab. Auch die anderen Charaktere hatten oft anderweitige, kulturelle Einflüsse und es wird immer wieder erwähnt, wie vielfältig die Welt ist. Für Diversität bekommt dieses Buch auf jeden Fall eine Bestnote.

Machtdynamik
Was ebenfalls unglaublich interessant war, war die Machtdynamik in dieser Geschichte. Yeine ist einerseits stark und mächtig und traut sich sehr viel, andererseits ist sie aber im Vergleich zu manchen (z.B. den Göttern) ein Nichts und ist sich dessen auch immer bewusst. Sie ist nie überheblich oder sieht auf andere herab. Niemand wird von ihr aufgrund des Standes schlechter oder besser behandelt. Sie weiß, dass sie stärker ist als manche, aber auch schwächer. Und sie bietet selbst den Mächtigen immer wieder Paroli, bleibt dabei aber bodenständig. Sie greift nach dem Höheren, ohne habgierig zu sein. Sie geht auf ihre ganz eigene Weise mit den Göttern um, obwohl sie weiß, dass ihre Existenz für sie auf lange Sicht wenig bis keine Bedeutung haben wird. Sie ist einerseits devot und gleichzeitig dominant. Außerdem erkennt sie, dass es Dinge auf dieser Welt gibt, die ein Mensch niemals verstehen wird. Was wahr ist und die Geschichte sehr bereichert hat.
Aber nicht nur die Machtdynamik zwischen Yeine und den anderen war interessant, sondern auch die zwischen den Göttern mit den Menschen, bzw mit den anderen Göttern. Oder auch innerhalb der Königsfamilie. Es war einfach sehr sehr spannend, darüber zu lesen, auch wenn ich es jetzt - ohne zu spoilern - nicht gut erklären kann.

Naradoth - oder der Reiz des Bösen
Wer jetzt bei Diversität und Machtdynamiken abgeschreckt wurde, weil es alles etwas "trocken" klingt, wird eine Überraschung erleben. Obwohl das Buch viele Macken hat und Yeine manchmal etwas "emotionslos" daher kommt, hat es auch einige Elemente, die einen dazu verleiten, süchtig zu werden. Zum Beispiel Naradoth, der Gott der Finsternis. Er ist ein exzellentes Beispiel für den Reiz des bösen, mächtigen Gottes, dem man verfällt, selbst man das gar nicht will. Auch Yeine tut das und Jemisin spart nicht an den Fantasien, die sie von ihm hat. Sex und Verführung spielen eine zentrale Rolle in diesem Buch, aber auch Zärtlichkeit, Zuneigung, Verlust und Macht. Naradoth ist dieser klassische Charakter, der eigentlich ein Monster ist, den man aber trotzdem lieben lernt und der auch Zärtlichkeiten übrig hat. Und obwohl ich bei sowas eigentlich die Augen rolle, bin ich ihm verfallen. Restlos.

Einzigartigkeit
Was mich an diesem Buch aber am meisten begeistert hat, war die Individualität. Nicht nur Yeines diverser, kultureller Hintergrund oder die interessanten Machtdynamiken machten es originell, sondern einfach viele kleine Elemente. Jemisin weiß, wie sie provozieren kann und setzt somit einen komplexen Prozess des Nachdenkens in Gang. So spielt sie z.B. mit den Themen Inzest, Sadismus/Masochismus, mit Ängsten, mit Veränderungen, mit Liebe und Hass und ihrer Kombination, mit Verrat, mit dem Thema Sklaverei und schlicht und ergreifend göttlicher Macht, die ein Mensch - also auch der Leser - nicht verstehen kann. Viele Fragen bleiben am Ende offen, aber das ist okay.

Fazit
Das Buch ist sicherlich nicht für jeden etwas. Der Schreibstil ist schwierig und der Einstieg ist alles andere als leicht. Das Buch ist bei weitem nicht frei von Fehlern und verpasstem Potenzial, aber mich konnte es dank seiner Besonderheiten und der spannenden Magie und der interessanten Welt, am Ende nicht nur überzeugen, sondern richtig fesseln. Ich wollte es zum Schluss gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich freue mich schon sehr auf die anderen zwei Bände, auch wenn sie nicht mehr aus Yeines Perspektive geschrieben sind.

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

feminismus, england, frau, frauen, biografie

How to be a woman

Caitlin Moran , Susanne Reinker
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 01.04.2012
ISBN 9783550080029
Genre: Sachbücher

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124 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

science fiction, blake crouch, thriller, chicago, parallelwelten

Dark Matter. Der Zeitenläufer

Blake Crouch , Klaus Berr
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.03.2017
ISBN 9783442205127
Genre: Romane

Rezension:

Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.deEigentlich hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben, dass mich irgendein Buch in der nächsten Zeit aus der Leseflaute ziehen würde. Doch dann kam „Dark Matter“ und ich inhalierte dieses unfassbare Buch. So etwas habe ich noch nie gelesen. Vielleicht liegt es an meiner geringen Erfahrung mit Science Fiction und Thrillern, aber für mich war diese Geschichte einzigartig und von so einer Intensität, dass ich es beim Lesen kaum aushielt. Ich musste zur nächsten Seite blättern und zur nächsten und zur nächsten. Es war eins dieser Bücher, bei denen man nicht möchte, dass sie aufhören, gleichzeitig aber gar nicht schnell genug weiter lesen kann.
Ich habe lange überlegt und finde tatsächlich fast gar nichts, was ich an diesem Buch aussetzen kann. Ja, die Diversität hätte man noch erhöhen können und Jasons Verliebtheit grenzt an manchen Stellen fast schon an Besessenheit (was allerdings in Anbetracht der Umstände tatsächlich irgendwie angemessen war). Auch das Cover – so hochwertig der Umschlag auch sein mag – finde ich etwas zu unaufällig, aber das war es dann auch schon mit meiner Kritik.
Crouch schreibt rasant. Er hält sich nicht auf mit langen Beschreibungen und Schachtelsätzen auf. Er schreibt direkt und mitreißend. Aber nicht ohne Gefühl. Ich konnte jede Emotion, die Jason (aber auch die Nebencharaktere) spüren, nachempfinden. Mein Herz raste beim Lesen, mein ganzer Körper war unruhig, wenn es mal wieder spannend wurde (also quasi fast die ganze Zeit). Die Charaktere hatten Ecken und Kanten, waren authentisch und mit Persönlichkeit. Manche waren sympathisch, andere nicht, aber keiner von ihnen war nur flach oder oberflächlich dargestellt.
Doch das Buch ist mehr als pure Spannung. Es ist Science Fiction, in einer unglaublich genialen Form. Ich kann, wenn ich nicht spoilern möchte, nicht viel zum Inhalt sagen, außer, dass er mich irgendwo zwischen Glück, Faszination und Angst zurück gelassen hat. Denn das Szenario, das er beschreibt, wäre rein theoretisch nicht unmöglich. Und ich rede hier nicht von „In 100 Jahren könnte das passieren“. Sondern hier, jetzt, heute. In dieser Sekunde.
In dieser Geschichte steckt ein Kern, der eventuell wahr sein könnte, eingebettet in ein normales Familienleben, das durch ein Verbrechen und jede Menge Quantenphysik vollkommen aus unserer Realität gerissen wird. Es ist ein cleveres Buch, das mich nicht mehr los lässt. Mein Gehirn spinnt die Theorien, die Crouch hier in eine fiktive Realität umsetzt, weiter. Ich kann nicht aufhören an all die Wendungen und Möglichkeiten zu denken und an all das, was unser menschliches Gehirn gar nicht so ganz begreifen kann, obwohl Crouch es hier alles schlüssig darlegt. Vor allem der „Plottwist“ im letzten Drittel, der eigentlich nur eine logische Schlussfolgerung ist, lässt mich gar nicht mehr los. Ich frage mich seit dem immer wieder „Was wäre, wenn es wahr wäre?“
Die „Was wäre, wenn…“ Frage ist ein zentrales Element des Buches und erfüllt neben fesselnder, prägender und sehr intelligenter Unterhaltung, noch einen anderen Zweck: Crouch lehrt uns, dankbar für das Leben zu sein, das wir führen. So alltäglich und „langweilig“ es vielleicht auch scheinen mag, ist es doch ein Geschenk. Und jede Entscheidung, die wir treffen, ist von unglaublicher Bedeutung.
Dieses Buch hat mich zutiefst beeindruckt und erschüttert. Es gehört jetzt schon zu meinen liebsten Büchern aller Zeiten, denn ich bin an diesem Buch nicht nur als Mensch gewachsen und habe so über meinen Tellerrand geblickt, wie ich es sonst nie getan hätte, sondern war auch atemlos, weil es mich beim Lesen vollkommen begeistert hat. Ich war und bin süchtig nach diesem Buch.

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Rückkehr zur Menschlichkeit

Dalai Lama , Lutz Riedel , Waltraud Götting (Übers.) , Kerstin Kaiser (Regie)
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.01.2012
ISBN 9783785745342
Genre: Sachbücher

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fantasy, gesellschaftskritik, scifi, mobbing, umweltkatastrophen

Alle Vögel unter dem Himmel

Charlie Jane Anders , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 23.03.2017
ISBN 9783596036967
Genre: Fantasy

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Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.de


Es ist eins dieser Bücher, das für mich weder gut noch schlecht war. Es hatte einige tolle Elemente, aber auch einige mit denen ich nichts anfangen konnte. Die Grundidee sprach mich an, es versprach Magie, Science Fiction und einen kritischen Umgang mit dem Thema Umweltverschmutzung / Klimawandel. Ich hatte so viel Gutes gehört, sodass ich eine epische Geschichte erwartete, die mich wirklich berühren und beeinflussen würde. Das hat sie zwar nicht getan, ich kann das Buch jedoch trotzdem nicht schlecht bewerten (ich weiß, einige halten 3 von 5 Sterne für schlecht – ich sehe das nicht so), da es einige sehr gute Passagen und Denkansätze hatte.
Für ein Jugendbuch fand ich es sehr wichtig, denn es zeigte, dass unser Handeln immer Folgen hat. Dass, auch wenn man sich mal aus den Augen verliert, man sich immer wieder finden kann, wenn beide das möchten. Dass so viel möglich ist, was wir uns jetzt noch gar nicht vorstellen können. Dass Technik neutral ist – sie wird nur gut oder böse, wenn wir etwas mit ihr machen. Dass man nicht auf die anderen hören sollte, die einen fertig zu machen versuchen. Dass Freundschaft wichtiger ist als alles. Dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient.
Diese Nachrichten, die hier indirekt vermittelt werden, fand ich großartig. Leider konnte mich die Umsetzung dieser ganzen, komplexen Metaebene aber nicht gänzlich überzeugen. Die erste Hälfte des Buches hatte ich das Gefühl, nur so durch die Seiten zu stolpern. Ich kam weder mit dem Schreibstil, noch mit den Charakteren, noch mit dem World Building, noch mit der Magie klar. Alles wirkte abgehakt, unlogisch, unpersönlich, eindimensional. Die Familien der beiden Kinder werden z.B. nur sehr flach dargestellt, Anders geht hier nicht einmal ansatzweise in die Tiefe. Sie haben alle genau eine Charaktereigenschaft (Patricias Schwester ist z.B. einfach nur „fies“) und sonst nichts. Die Magie wirkt kindisch und unbeholfen, der Antagonist wie eine absurde Karrikatur ohne jede Authentizität. Auch wird nichts beschrieben – wie sieht die Umgebung aus? Wie leben sie? Wie fühlen sich alle? Es fehlte mir hier so viel, dass ich schon Angst hatte, das Buch würde mich komplett enttäuschen.
Doch dann sprangen wir in die Zukunft und ab diesem Zeitpunkt wurde es auf einmal besser. Plötzlich hatten Laurence und Patricia eine Persönlichkeit, die Welt war klar und auch die Nebencharaktere waren keine blassen Pappfiguren mehr, sondern die meisten waren tatsächlich gut dargestellte Personen. Ich hörte auf durch die Seiten zu stolpern, auch wenn es immer wieder Passagen gab, in denen Anders zu dem Schreibstil der ersten Hälfte zurückkehrt und die mich doch etwas gestört haben. Jetzt lief die Geschichte flüssig und mit Spannung ab. Sie war dennoch bei weitem nicht perfekt, es fehlte mir hier z.B. noch viel Input rund um das „Hexennetzwerk“ und das Weltgeschehen. Es wird immer wieder etwas erwähnt wie „Nach der Sache in Korea…“, aber es wird nicht weiter erläutert. Ich konnte auch nicht umhin, die Augen zu verdrehen, dass mal wieder zwei Menschen aus den USA den ganzen Globus retten sollen. Diversität: Fehlanzeige. Einige der Nebencharaktere hatten zwar andere Sexualitäten und andere Hautfarben, aber diese Personen spielen im Endeffekt keine tragende Rolle im Plot.
Das Potenzial dieses Buches – ein geschicktes, fesselndes Jugendbuch zu werden, das Fantasy, SciFi und klare Kritik an unserem Umgang mit dem Planeten verbindet, hat es leider verfehlt. Dafür waren mir die Statements zur Umweltzerstörung nicht klar genug – man kann zwar erahnen, woher all die Unglücke kommen, aber darüber wird nur mit den Achseln gezuckt und irgendwie weitergemacht. Anders versucht immer wieder, in die richtige Richtung zu gehen, zieht sich dann aber immer wieder schnell zurück. (z.B. gibt es eine ganz kurze Passage, in der Patricia sagt, dass die Perspektive der Tiere genauso wichtig ist, wie die der Menschen, auch wenn sie sich von der unseren in Art und Form unterscheidet. Dass alle Lebewesen dieser Erde gleich viel wert seien – Laurence wettert dagegen, das Thema wird fallen gelassen und spielt im restlichen Buch keine Rolle mehr.)
Nichtsdestotrotz, war es ein solides Jugendbuch, das mir vermutlich deutlich besser gefallen hätte, wenn ich nicht so hohe Erwartungen gehabt hätte. Es gibt viel Interpretationsspielraum in dieser Geschichte, weshalb sie wohl auch sehr viele unterschiedliche Meinungen hervorrufen wird. Ich freue mich über den Versuch Anders, dieses wichtige Buch zu schreiben, bin aber gleichermaßen traurig, dass sie es nicht so geschafft hat, wie ich es mir gewünscht hätte. Es gab einfach noch zu viel Luft nach oben.

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Stress ade

Roland Geisselhart , Christiane Hofmann
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Haufe-Lexware, 22.02.2013
ISBN 9783648038901
Genre: Sachbücher

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russland, couchsurfing, malik verlag, reisebericht, couchsurfing in russland

Couchsurfing in Russland

Stephan Orth
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei MALIK, 20.03.2017
ISBN 9783890294759
Genre: Sachbücher

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Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.de


Es ist ziemlich genau zwei Jahre her, dass ich „Couchsurfing im Iran“ gelesen und geliebt habe. Deshalb waren meine Erwartungen an Stephan Orths zweites Couchsurfing Buch besonders hoch. Und obwohl ich es nicht für möglich gehalten habe, hat er diese Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen.
Russland. Ein riesiges Land, von dem wir ziemlich wenig wissen. Wir kennen DashCam Videos, Fotos vom ‚coolen‘ Putin, über die wir lachen, wir kennen die Sprache. Und sonst? Bei fast allen dürfte das Russland-Bild stark von den Medien geprägt sein. Viele schlechte Nachrichten, fast alles dreht sich um Politik. Das diese nicht immer richtig läuft (z.B. wenn es um LGBTQ+ Fragen geht), ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Stephan Orth macht es sich jedoch mit seinen Couchsurfing Projekten immer zur Aufgabe, hinter die Fassade zu blicken. Er verleugnet dabei nicht die Probleme des Landes, seien sie nun politisch oder anderweitig, aber er rückt die Menschen in den Vordergrund. Und zeichnet so ein ganz neues, sehr buntes, nicht immer fehlerfreies, aber doch wundervolles Bild dieses Landes.
Sein Schreibstil zeugt von seiner Erfahrung als Journalist und seinem puren Können, die perfekte Balance zwischen Humor, Sarkasmus, detaillierter Recherchearbeit und den ernsten Themen des Lebens zu schaffen. Er spart die schlechte Momente nicht aus, das Buch verliert aber nie seine Leichtigkeit. Man versinkt im Reiseflair dieser Seiten und lernt dabei trotzdem unglaublich viel dazu. Ich wusste zum Beispiel herzlich wenig über die verschiedenen Regionen und Religionen und Kulturen, die innerhalb Russlands vereint sind. Ich wusste nicht, dass in Russland die größte Buddhastatue Europas steht und auch nicht, dass viele Gebiete komplett eigenständige (aber trotzdem abhängige) ethnische Gruppen sind. Ich wusste nicht, dass in Russland oft nur Slawen als „Russen“ bezeichnet werden und ich wusste auch nicht, dass es dort eine Diamantenmiene gibt, deren Fotos mich bereits unruhig werden lassen. Ich wusste nicht, warum Russen so wenig lachen und auch nicht, wie viel Deutsche und Russen eigentlich gemeinsam haben. Im Endeffekt wusste ich sehr wenig, das wurde mir beim Lesen immer wieder bewusst. Orth schafft es aber, dass man sich dafür nicht schämt, sondern nur seine Wissenslücken füllen möchte. Denn Russland ist ein unglaublich spannendes und vielfältiges Land, das aus weit mehr besteht als aus Putin, Bären und Schnee.
Auf seiner Reise gibt er uns Einblicke in das Alltagsleben der Menschen. Er beschreibt sie mit so viel Fingerspitzengefühl und Ehrlichkeit, dass man sie einfach lieben muss. Zudem ist das Buch dank kurzer Kapitel, Infokästchen und Fotos sehr kurzweilig. Man möchte immer weiter lesen und ist dann am Ende enttäuscht, wenn man plötzlich schon am Ende angekommen ist. Danach bleiben einem nur zwei Möglichkeiten: Entweder Stephan Orth zu bitten noch unzählige weitere Bücher zu schreiben, oder selbst nach Russland zu reisen und die Menschen dort kennen und lieben zu lernen.
Diese wenigen Seiten haben mir Augen und Herz für ein Land geöffnet, von dem ich nichts wusste und in dem es unglaublich viel zu entdecken gibt. Trotz seiner Probleme. Diese spricht Orth übrigens auch an. „Couchsurfing in Russland“ ist sehr aktuell und in meinen Augen auch sehr relevant, da er mit seiner Erfahrung als deutscher Journalist und Russland-Reisender eine interessante Perspektive einnehmen kann. Auf den letzten Seiten bespricht er sogar noch kurz über die derzeitige Situation mit Trump und sein Verhältnis zu Russland. Mehr muss ich zur Aktualität des Buches nicht mehr sagen, oder? Also, lest es. Es wird euren Horizont um ein vielfaches erweitern.

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The Universe Has Your Back: How to Feel Safe and Trust Your Life No Matter What by Gabrielle Bernstein (2016-09-27)

Gabrielle Bernstein
Flexibler Einband
Erschienen bei Hay House Uk, 01.01.1892
ISBN B01N2GCRQV
Genre: Sonstiges

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Loslassen

Katharina Finke
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei MALIK, 01.03.2017
ISBN 9783890294810
Genre: Biografien

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Diese Rezension ist eine Kopie des Originals auf tasmetu.de
Manchmal freut man sich so sehr auf ein Buch, dass es einem wörtlich das Herz bricht, wenn es dann eine Enttäuschung ist. Genau das ist hier leider passiert. Laut dem Klappentext geht es darum, wie Katharina Finke nach einer schweren Trennung aufbricht und nur mit sehr wenig Besitz die Welt erkundet. Es verspricht Minimalismus, Nachhaltigkeit, Einsichten, Emotionen und vor allem eins: spannende Reiseerfahrungen. Doch dieses Buch ist vieles, nur eben nicht das. Und das tut mir so unendlich leid, denn das ursprüngliche Konzept wäre so großartig gewesen.
Zunächst einmal beginnt das Buch mit dem Auflösen ihrer Wohnung, was an sich ein guter Einstieg in die Geschichte war, doch leider verfängt sie sich hier ein wenig, schreib seitenweise über alte Erinnerungsstücke und den Flohmarkt. Eigentlich sollte es danach ja mit dem großen Reisen losgehen, stattdessen springt sie zurück in die Vergangenheit. Und zwar nicht ein Jahr zurück, wo die tatsächliche Trennung stattfand, sondern in ihre Kindheit und ihren ersten Reiserfahrungen. Sie holt mit privaten Erinnerungen unglaublich weit aus, erzählt zwischen unwichtigen Nebendetails sehr hektisch und kurz angebunden von ehemaligen Reisen und Praktika als Studentin, rollt ihren ganzen Lebenslauf inklusive allen Überlegungen und Zweifeln aus und kommt einfach nicht zum Punkt. Wir erfahren alles über ihr Studium, ihre Oma und ihr Problem, keinen Weg für sich zu finden.
Versteht mich nicht falsch. Solche Themen haben durchaus ihre Berechtigung und natürlich sind sie für Finke wichtig, denn sie machen sie zu dem Menschen, der sie ist und sorgen im Endeffekt für ihre radikale Lebensänderung. Manchmal habe ich mich sogar in ihr wiedergefunden. Aber es war einfach nicht das Thema des Buches, weshalb es irgendwann nur noch anstrengend war. Denn es mag vielleicht unsensibel von mir sein, aber ich habe das Buch wegen der Reiseerfahrung und ihrem neuen Lebensstil zur Hand genommen und nicht weil ich alles über ihre Oma wissen wollte. Und um so etwas gut einzubinden, schreibt sie leider auch nicht mitreißend genug, auch wenn der Schreibstil ansonsten nicht schlecht ist.
Es dauert über die Hälfte des Buches, bis wir überhaupt wieder zeitlich an dem Punkt sind, wo das Buch begann und dieser „minimalistische Reisestil“ theoretisch losgehen sollte. Theoretisch. Denn dieses „hektische Abfrühstücken“ ihrer Reiseerfahrungen hört leider auch jetzt nicht auf. Sie springt von Ort zu Ort und Entscheidung zu Entscheidung und von den Reisezielen und ihren Erfahrungen dort erfahren wir fast gar nichts. Immer wieder gibt es gute Passagen, wo sie Entscheidungen reflektiert und mit den Konsequenzen ihres neuen Lebensstils konfrontiert wird, Dinge in Frage stellen muss und wichtige Lebenslektionen lernt. Leider konnte sie diese aber nicht wirklich gut rüberbringen und sie gingen in den sprunghaften, halbherzigen Reisebeschreibungen unter. Erst ganz am Ende des Buches wird es besser und interessanter. Ansonsten bleibt Finke mir fremd, genau wie die Orte, die sie besucht. Ich wollte heulen, denn ich hatte mich SO! SEHR! auf dieses Buch gefreut.
Ich möchte nicht sagen, dass das Buch komplett schlecht ist. Doch es steht in starkem Kontrast zu dem, was es verspricht zu sein. Es konnte deshalb meine Erwartungen nicht erfüllen und ich dachte immer wieder, dass man es wohl besser als Memoiren statt als Reisebericht vermarkten sollte. Denn in einem anderen Kontext wäre das Buch durchaus gut gewesen. Auch die Grundaussagen, die sie trifft, kann ich nur unterstreichen. Wer aber – so wie ich – Reiseberichte voller Herzblut und spannenden Erfahrungen eines minimalistischen, nachhaltigen Reisestils lesen möchte, wird leider enttäuscht werden.

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