Ternolawitschman

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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lustig, skurril, rock n roll, thomas sabottka, witzig

Rock n Roll Sories 2, m. Audio-CD

Thomas Sabottka , Johannes Schönfeld
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 27.04.2011
ISBN 9783940767745
Genre: Comics

Rezension:

„Er ist seit über zwei Stunden da drin und reagiert auf kein Klopfen, kein Rufen, auf nichts!“ Ihre Stimme hatte einen panischen Unterton, der knapp an der Grenze zur Hysterie war. So legen die Rock’n’Roll Stories 2 von Thomas Sabottka los, in die er eine wilde Mischung verschiedener Geschichten verpackt hat. Ein Krankenwagenfahrer Tim, der Unfälle nach Punkten bewertet, ein Mitdreißiger-Spieleabend bei dem Klaus sich weniger für die Spielfiguren, als mehr den Vorbau von Bernds Freundin Birgit interessiert oder ein Kirchenmitarbeiter, der sich auf unkirchliche Weise die Brötchen dazu verdient.

Sabottka nennt sich selbst Popliterat mit Tiefgang. So schreibt er äußerst modern und hat sich von der Musik inspirieren lassen. Rock’n’Roll ist für den Autor „a state of mind“ – und so sind seine Geschichten auch rau, ehrlich, skurril und tragikomisch wobei der Leser auch eine ordentliche Portion Realsatire und Wahnsinn vorgesetzt bekommt. Es werden alle Register gezogen, die man bei „Shortstories“ eben ziehen kann. Mal sind das spontan loslegende Unterhaltungen, die einfach wirklich lustig sind, rasantes Actionkino mit derber Sprache oder traurig stimmende kurze Stücke – und Thomas Sabottka geizt auch nicht mit Pointen.

Besonders eindrucksvoll ist die direkte Art des Autors. Er schreibt wie man spricht, aber keineswegs grob und die Texte sind für eine Bühne perfekt konzipiert. Eigentlich sollte man sich die Rock’n’Roll Stories 2 bei einer Lesung anhören. Aber zum Glück kann sich der Käufer auf der beiliegenden CD von Sabottkas Vortragskünsten überzeugen. Denn ihre richtige Kraft und Dynamik entwickeln die Stories besonders im Vortrag, wenn sich der routinierte und radioerprobte Vorleser Sabottka voll ins Zeug legt. Hier wird offensichtlich, wie sehr der Autor hinter den Geschichten steht.

Am besten sollte man sich die Rock’n’Roll Stories 2 an einem Stück reinziehen. Denn die ganzen darin verpackten, lustigen und traurigen Emotionen werden so schnell und direkt rübergebracht, wie es eigentlich nur Musik kann. Mir persönlich gefielen besonders die lustigen Stücke. Wenn die Erzengel Michael und Gabriel bei Kippe und Bier über YouPorn und die Bahn reden oder Benny und Dirk auf Ü30-Party inklusive Begrüßungscocktail und Resteficken gehen, bringt Sabottka den Leser super zum Lachen.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

lustig, böse, witzig, satire, humorvoll

Armageddon TV

Christian von Aster
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Midas Publishing, 31.10.2004
ISBN 9783937449050
Genre: Romane

Rezension:

Ein Spielfeld, zwei Mannschaften und ein Ziel: Die Flagge des Gegners erreichen. Und hierfür werden in Christian von Asters Armageddon TV auch Waffen und sogar Panzer zur Hilfe genommen. Denn das Publikum der Zukunft ist von normalen Sportarten gelangweilt und so findet Krieg Einzug auf den Sportplätzen und in die Wohnzimmer der Zuschauer. Moderne Gladiatorenkämpfe sind der Gipfel des Unterhaltungsfernsehens. In seiner Mediensatire entwirft von Aster ein schreckliches Bild, wohin sich das Fernsehen und besonders wir als Konsumenten uns entwickeln könnten...

Der Roman ist eine Mischung aus mediengelenkter Zukunftsvision, Actionfilm und Verschwörungsthriller. Darum wird geballert, intrigiert und natürlich konsumiert. Besonders schockierend ist, wie man als Leser auf das alles reagiert. Schon komisch, wenn man feststellt, das man zum einen zwar von den Vorgängen angewidert ist, zum anderen aber auch irgendwie mitfiebert, wenn die Gladiatoren sich gegenseitig abballern. Dieses Spiel mit dem Leser macht das Werk so beängstigend. Denn das Buch spricht sowohl Kopf als Bauch an. Der eine denkt sich: Das ist ja furchtbar. Und der andere: Ich will mehr!

Für mich ist der Gradmesser, ob eine Dystopie als Geschichte funktioniert immer, ob wirklich die Gefühle der Personen sowie die Vernetzung in das Gesellschaftskonstrukt lebendig rüberkommen. Und das schafft von Aster auf gekonnte Weise. Zum einen ist das alles kein exotischer Gedanke, sondern eine Steigerung der realen Gegebenheiten. Alles wird für die Quote getan und das Volk macht mit. Und zum anderen sieht man nicht alles aus dem Blickwinkel einer Person, die irgendwo in den Mühlen dieser Gesellschaft umherirrt. Denn auch die Mächtigen und Großen dieses abstoßenden Medienstaates bekommen genügend Raum, ihre Angestellten und die Sportler wie Marionetten zu lenken. Und hier dreht sich mehrmals der Magen des Lesers um: Wenn man mit ansieht, wie Hal Davidson von Euphorie gelenkt in den Abgrund geführt werden soll, nur damit die Quote gesteigert wird.

Insgesamt also ein Leseerlebnis, das auf unterhaltende und schockierende Weise berührt. Zwar dauert es etwas, bis sich die vielen Machenschaften entfalten und die schrecklichen Actionszenen sind rar gestreut, aber hierdurch wird wiederum Spannung aufgebaut. Man fiebert einfach dem großen Showdown im Armageddon Dome entgegen, während die düstere Vision vor dem Leser entworfen wird. Und wer mehr von den blutigen Spielen sehen will, muss vielleicht einfach noch ein bisschen warten, bis auch unser Fernsehen so was ausstrahlt.

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

to-do-liste, claudius pläging, witzig, humor, trennung

Häkchen-Harakiri

Claudius Pläging
Flexibler Einband: 134 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 01.03.2011
ISBN 9783940767660
Genre: Romane

Rezension:

Mit Konrad Roth hat Claudius Pläging in Häkchen-Harakiri eine Figur des modernen deutschen Großstadtheldentums erschaffen. Kopfweh statt Bienen im Arsch, ganz leicht verdrehte Prinzipien und ein Riesentalent im Fettnäpfchentreten. Aber eins ist er vor allem: konsequent. Und so kündigt er, als seine Freundin ihn verlässt, gleich noch seinen Job dazu. Sein Motto: Wenn schon bei Null anfangen, dann auf ganzer Linie. Und in der freien Zeit erstellt er sich eine To-do-Liste mit 10 Dingen, die man normal nicht macht und besonders Konrad normal nie machen würde: Im Supermarkt klauen oder eine Prügelei anfangen. Als Leser kann man kaum erwarten, wie die skurrilen Ideen in die Tat umgesetzt werden.

Ein superlustiges Buch! Zum Glück ist es für TV-Autoren nicht mehr ungewöhnlich, mit ihren Ideen auch in die Öffentlichkeit zu treten. Und so hat sich auch Claudius Pläging an sein erstes Buch gemacht, in dem er den von Neurosen und Sonderlichkeiten gelenkten Konrad nach und nach skurrile Situationen abklappern lässt. Ein bisschen Herr Lehmann, ein bisschen Monk und ein klein wenig Amélie Poulain. Konrad Roth ist einer dieser sympathischen Loser, denen man einfach gerne beim Denken und Nichtfunktionieren zuschaut. Gerade die Innenansichten Konrads und das Verhältnis zu Familie, Freunden und Arbeitskollegen sind gnadenlose Realsatire auf ganz gewöhnlichen Menschen und ganz normale Alltagssituationen. Und das funktioniert einfach perfekt, denn der Klappentext hat definitiv recht: Wir sind alle ein bisschen Konrad.

Aber nicht nur die Figuren, sondern auch die Aufgaben sind urkomisch. Besonders wenn Konrad, der schon panische Angst hat, in einem Supermarkt einzukaufen, plötzlich versucht, dort etwas zu stehlen und sich einen Schlachtplan zurechtlegt und die schlimmsten Konsequenzen ausmalt, kugelt man sich fast vom Stuhl. Oder wenn die WG, die keine Wohn- sondern eine Wohlfül-, Witz- und Weiterkommensgemeinschaft ist, mit dem Außenseiter Konrad konfrontiert wird... einfache und reale Sachen werden hier auf erfrischende Weise auf die Spitze getrieben. Eigentlich bietet aber die Rahmenhandlung die lustigsten Szenen. Und weil man ebendiese Situationen kennt und sie schon durchlebt hat, ist es ein Vergnügen mal zu lesen, wie man alltägliche Aufgaben auch lösen kann – oder besser nicht löst.

Man sollte aber mit den ersten Sätzen zuhause anfangen und nicht gleich in der U-Bahn loslegen. Denn man muss aufpassen, nicht sofort laut loszuprusten, wenn Pläging seine Geschichte startet und Konrad in Schlamassel um Schlamassel schliddern lässt. Ein Buch, bei dem man sich schon beim ersten Mal freut, die einzelnen Szenen wieder zu lesen. Und es ist ein Beweis dafür, dass Bücher auch (und oft auch besser als Filme) wunderbare Komödien erzählen können. Hoffentlich folgt von Konrad Roth oder Claudius Pläging noch mehr!

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

schardt verlag, martell beigang, roman

Zu Gast im eigenen Leben

Martell Beigang
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Schardt, M, 01.03.2011
ISBN 9783898415866
Genre: Romane

Rezension:

Der Autor Martell Beigang ist eigentlich bekannt durch seine Band M. Walking on the Water und die Beteiligung an Dick Brave and the Backbeats.Nun hat er sich aber mal so nebenbei an sein bereits zweites Buch gemacht. Und wieder dreht sich alles um Ben, den Musiker aus Beigangs Erstlingswerk „unverarschbar“, der jetzt allerdings genug hat von der Musik und diesmal keinen Guerillakrieg führt. Denn ihn zieht es aus dem aufregenden Leben der Großstadt ins kleine Quadrath-Ichtenfurth, um am Ort seiner Jugend einen Brötchenlieferdienst zu eröffnen. Und die Fernsehsendung, die er nur mit dem Ziel erschaffen hat, seine Freundin Tine zurrück zu gewinnen, wird auch irgendwie erfolgreich... Klingt zunächst mal nach einer ziemlich absurden Idee, den Entwicklungsroman mal rückwärts laufen zu lassen, aber funktioniert durch die Mischung aus Humor und Nachdenklichen Tönen erstaunlich gut.

Zunächst liegt das daran, dass der Autor einige lustige Anekdoten in das Werk verpackt hat. Die Freunde von Ben stecken voller drastischer und krasser Einfälle und Aktionen, wie sie eben nur die alten durchgeknallten Kumpanen aus seiner alten Band SERVOKINGS bieten können. Und zum anderen ist „Zu Gast im eigenen Leben“ einfach ein Buch, dass vor allem durch seine Authentizität besticht. Es wirkt nicht alles konstruiert, die Figuren unterhalten sich lebensecht und haben normale Probleme. In den Dialogen schimmert so für einen eine interessante Vielschichtigkeit mit. Irgendetwas kann man immer noch in die Figuren hineininterpretieren. Und die Gefühle die Ben empfindet kommen einem auch äußerst bekannt vor... wenn man schon 2-3 unterschiedlichste Lebensabschnitte sein eigen nennen kann. Wie das ist, wenn diese wieder aufeinander treffen und man Sachen, mit denen man eigentlich schon abgeschlossen hat und die nur noch eine vage Erinnerung sind, plötzlich mit dem neuen Leben kollidieren. Das kriegt der Autor sehr stark hin. Die alten Saufkollegen, die Familie und Plätze voller Erinnerungen treffen auf den Protagonisten.

Und dieses Nichtkonstruiertsein macht den Roman spannend, lässt ihn aber gleichzeitig leider etwas langsam ins Rollen kommen. Nach ein paar Seiten denkt man sich schon, wo das jetzt wohl hinführt und ob mal der Plottwist kommt...oder war er schon da? Man muss sich teilweise etwas gedulden, wird aber mit einer lebhaften und humorvollen Geschichte belohnt, die ein kurzweiliges Leseerlebnis bietet - Popliteratur der ehrlichen Art also.

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 2 Rezensionen

erzählungen, magischer realismus, kurzgeschichten, lateinamerikanische literatur, argentinische literatur

Fiktionen

Jorge Luis Borges
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.05.1992
ISBN 9783596105816
Genre: Romane

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

brillant!, the picture of dorian gray, london, picture, seele

The Picture of Dorian Gray

Oscar Wilde , Coralie Bickford-smith , Robert Mighall
Fester Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Penguin Group USA, 27.10.2009
ISBN 9780141442464
Genre: Klassiker

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45 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

new york, comics, usa, comic, freundschaft

Die unglaublichen Abenteuer von Kavalier & Clay

Michael Chabon , Andrea Fischer
Fester Einband: 811 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 15.08.2002
ISBN 9783462031362
Genre: Romane

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

spannung, thriller, polit-thriller, afghanistan, terrorismus

Pakt des Bösen

V. S. Gerling
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 01.04.2011
ISBN 9783940767752
Genre: Krimi und Thriller

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364 Bibliotheken, 3 Leser, 6 Gruppen, 23 Rezensionen

zamonien, fantasy, rumo, wolpertinger, moers

Rumo & Die Wunder im Dunkeln

Walter Moers
Fester Einband: 693 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.09.2003
ISBN 9783492045650
Genre: Fantasy

Rezension:

Kaum wagt der kleine Wolpertinger Rumo seine ersten Schritte auf der Farm seiner Herrchen, wird diese auch schon von den schrecklichen Teufelszyklopen überfallen, alle Bewohner entführt und der Aufstieg des Welpens zum größten Krieger Zamoniens nimmt seinen Lauf. Aus einer schon vorher durch die Werke „die 131⁄2 Leben des Käpt’n Blaubär“ und „Ensel und Krete“ bekannten Fantasyreihe von Walter Moers, die sich durch ihre Kombination klassischer Fantasymotive mit satirischem Humor und skurrilen Einfällen auszeichnet, begleitet der Leser den Titelhelden im vom klassischen Abenteuerroman inspirierten Buch „Rumo & die Wunder im Dunkeln“ auf seiner Reise durch Zamonien und im Kampf gegen Monster, Betrüger, für die Liebe und seine Heimat.

„Da ich einen Abenteuerroman schreiben wollte, dachte ich, so eine kleine Lokomotive, die nicht allzu viel reflektiert, ist das beste, um die Handlung voranzutreiben.“ Walter Moers stellt für seinen dritten Zamonienroman nicht den redegewandten Käpt‘n Blaubär in den Mittelpunkt sondern mit dem Wolpertinger Rumo einen Protagonisten, der erst im Laufe der Handlung das Sprechen lernt und sich vielmehr durch Taten beweist. Aus dieser Konstellation heraus wird dem Leser eine Story durchsetzt von aufregende Kampfszenen geboten, deren Inszenierung sich gekonnt auch bei modernen Filmvorlagen bedient. Erschreckende Bösewichte, gruselige und düstere Szenerien machen das Buch zu einem wahren Fest für Actionfans.

Dennoch kreuzen Rumos Wege auch häufig interessante und vielschichtige Figuren, die besonders aus den naiven Augen des Helden wie der gesamte Handlungsverlauf immer undurchschaubar und für eine Überraschung gut sind. Der intelligente aber gierige Phistomefel Smeik, der größte zamonische Wissenschaftler Dr. Abdull Nachtigallers und schließlich das Volk der Wolpertinger, alle scheinen dem unbedarften Helden in ihrer Erfahrung überlegen. Walter Moers schafft es sehr gut, das etwas unbeholfene und ängstliche Tappen Rumos durch eineunbekannte Welt auf den Leser zu übertragen.

Insgesamt ist Rumo damit der handwerklich ausgereifteste Roman aus Moers Zamonienreihe. Zeichneten sich seine Vorgänger „die 131⁄2 Leben des Käpt‘n Blaubär“ und „Ensel und Krete“ noch durch ihre kreativen Ideen, welche mehr in episodenhafte Ereignisse statt eine durchgehende fesselnde Story verpackt waren aus, bietet Rumo eine durchgehend unterhaltende Geschichte, die ohne große Abschweife den Leser 700 Seiten lang ans Buch fesselt.

Hier liegen aber auch kleinere Kritikpunkte. Da die Handlung auf kurzweilige Unterhaltung ausgelegt ist, merkt man manchen Randfiguren ihre reine Zweckerfüllung und geringe Tiefe an. Räuber und Wegelagerer verhalten sich eben so, wie sie sich dem Klischee folgend verhalten würden. Die Figuren sind zwar oft für eine Überraschung gut, man merkt aber gerade in diesen Momenten, dass Moers mehr auf das Fortschreiten der Handlung als eine Legitimation des Figurenhandelns zielt. Ausserdem ist gerade aufgrund des düsteren Settings und der Gewaltdarstellung das Buch definitiv als Erwachsenenroman zu betrachten und trotz der grundsätzlich niedlichen Aufmachung nur eingeschränkt für Kinder zu empfehlen.

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