Leserpreis 2018

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Per sempre - In ewiger Liebe

Lucy M. Talisker
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.09.2018
ISBN 9783453422360
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Zum Inhalt:
Alessia, von ihrem Freund betrogen, entschließt sich das Jobangebot des Principe von Montepulciano anzunehmen und als Kuratorin seine zahlreichen Kunstgegenstände zu sichten und zu katalogisieren. Doch nicht nur ihre Arbeit fesselt sie, auch die zwei Söhne des Fürsten, wecken schnell ihr Interesse und sie findet sich ziemlich bald in einer Dreiecksgeschichte wieder.
Das Cover:
Sehr gelungen, die venezianische Maske verspricht Geheimnisse und Abenteuer, vielleicht auch etwas Verbotenes. Auf jeden Fall macht das Titelbild neugierig und ist insgesamt sehr stimmig.
Meine Meinung:
Leider hält die Geschichte nicht das was Klappentext und Cover versprechen. Alessia bleibt insgesamt zu blaß und die Geschichte erinnert einfach nur an 50 Shades of Grey: unbedarftes Mädchen, diesmal aus der deutschen Provinz, mit wenig sexueller Erfahrung, trifft auf geheimnisvollen Mann, der sie in die Welt von BDSM einführt. Zuvor hat sie noch ein Verhältnis mit dessen Brudern, der sich vom charmanten Italiener zum ätzenden Machotypen verwandelt um zumindest etwas glaubhaft, dann das entflammte Interesse für den anderen Bruder zu begründen.
Der Wechsel hier ging mir einfach zu schnell und nicht glaubhaft dargestellt. Auch war mir dann insgesamt die Darstellung der Sexszenen irgendwann zu "technisch" und nicht wirklich erregend.
Dazu kommt noch die Schlußszene, die mir einfach zu übertrieben vorkam.
Fazit:
Leider nicht wirklich überzeugend, mich ärgert an solchen Geschichten immer, dass die Frau die passive Rolle übernehmen muss, bzw. dass es letzendlich immer nur darum geht, dass der Mann seine sexuellen Fantasien auslebt. Auch hier stand irgendwo relativ am Ende des Romans, dass Alessia froh ist, dass Luca seine sexuellen Fantasien mit ihr auszuleben kann. Wieso entdeckt sie nicht erstmal ihre sexuelle Fantasien? Wieso kann sie nicht froh sein ihre Vorlieben auszuleben? Ja, vielleicht ist es genau das was sie sich immer gewünscht hat, aber dafür fehlen einfach die Hinweise, dass es das ist, was sie sich wünscht, so dass mir dann insgesamt hier etwas fehlt.

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Nebenan funkeln die Sterne

Lilly Adams
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei LYX, 28.09.2018
ISBN 9783736306882
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Emma lebt als Webdesignerin in London, einer der wahrscheinlich aufregendsten Städten der Welt. Glaubt man ihrem Instagram Profil genießt sie auch die Vorzüge der Stadt in vollen Zügen: ein hipper Freund, aufregende Parties, tolle Freunde. Doch tatsächlich sieht die Wahrheit anders aus: das virtuelle Leben ist nur Schein, denn ein Ereignis aus der jüngsten Vergangenheit, hat bei Emma eine traumatische Wirkung ausgelöst, so dass sie sich nicht mehr unter Menschen traut, jeglichen Kontakt auf ein Minimum reduziert und ihre Wohnung kaum verlässt.
Aber alles ändert sich als Nathan, in der Wohnung gegenüber einzieht und sie sich öfter auf der gemeinsam geteilten Terrasse treffen. So langsam gelingt es ihm ihre Panzer zu durchdringen. Doch auch Nathan kämpft mit seinen eingenen Dämonen, so dass Emma ihm nicht ganz vertrauen kann ... oder vielleicht doch?
Das Cover:
Ist wirklich zauberhaft gestaltet, die funkelnden Leuchten der Lichterkette, die den Eindruck kleiner Sterne widergeben sollen, dazu der Titel des Buches, der zwischen die aufgespannte Lichterkette rankt, finde ich wirklich gelungen und ist auf jeden Fall ein Hingucker.
Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr überzeugend, die Idee die Kapitelüberschrift mit Hashtags zu kennzeichnen finde ich toll und passt gut zu diesem Roman, der nicht nur ein Liebesroman ist, sondern auch den teilweise bestehenden Widerspruch zwischen dem schönen Schein der virtuellen Welt und der Wirklichkeit, die eben oft ganz anders ist.
Gut gefällt mir auch, dass wir nach und nach erfahren, was Emma dazu bewogen hat, diese selbstgewählte Isolation zu wählen. Die Geschichte entwickelt sich gut, man kann förmlich spüren, wie sich Emma nach und nach ihrer Umwelt öffnet und immer mehr wagt.
Auch Nathans Vergangenheit wird beleuchtet und fügt sich gut in die Geschichte ein. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, wobei ich allerdings sagen muss, dass mich Emma nicht ganz überzeugt hat.
Das Ereignis, das zu einem derartigen Rückzug führt, mag dramatisch gewesen sein, aber letzendlich ist es ja nicht so schlimm ausgegangen, wie Emma befürchtete und das Missverständnis wäre ja eigentlich mit einem Satz aufgeklärt worden. Da ist mir die Reaktion zu melodramatisch und etwas unglaubwürdig.
Nathan dagegen punktet absolut, hier finde ich die Geschichte um seine Vergangenheit auch durchdachter und wesentlich glaubwürdiger.
Fazit:
"Nebenan funkeln die Sterne" ist ein schöner Liebesroman, der auch eine Botschaft mit sich bringt. Stilistisch punktet der Roman bei mir voll, leider ist für mich einer der Hauptcharaktere nicht ganz überzeugend, so dass es zum Punktabzug kommt. Auch wird mir das Thema soziale Medien zu einseitig und plakativ behandelt, nicht alles was dort dargestellt wird, ist zwangsläufig eine Lüge. Als Mittel und Kontrast zum Rückzug Emmas aus der "echten Welt" ist es zwar gut dargestellt, aber insgesamt zu wenig ausgeleuchtet.

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Bösland

Bernhard Aichner
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei btb, 01.10.2018
ISBN 9783442756384
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


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Tags: golfschläger, krimi, mord, österreich, psychotherapie, thailand, therapeutische behandlung, thriller   (8)
 

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Der Klang eines Augenblicks

Kate Dakota
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Forever, 09.11.2018
ISBN 9783958183575
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt:
Britt reist kurz nach dem Tod ihrer Mutter nach Irland, dem Land, in dem sie als neunjährige ihren Vater hat sterben sehen. Das Geheimnis um dessen Tod hat sie nie losgelassen und sie will sich auf Spurensuche machen. Ein Tagebucheintrag über das berühmte Book of Kells ist ihre einzige Spur. Während sie das Geheimnis aufdecken will, trifft sie auf Declan, der nicht nur Kunsthistoriker ist, sondern auch umwerfend gut aussieht und ihr auf ihrer Suche helfen will. Doch auch ihn umgibt ein Geheimnis, dessen Entdeckung Britt an der Liebe zweifeln lassen.
Das Cover:
Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut, die felsige Küste mit dem Blick auf die Bucht, dazu der kleine Leuchtturm im Hintergrund. Ich finde es insgesamt stimmig und passend für einen Irland Roman.
Meine Meinung:
Die Geschichte ist schön aufgebaut, man hat Zeit die Hauptakteure und ihre Eigenschaften kennenzulernen und mit ihnen vertraut zu werden. Die Aufdeckung des Geheimnisses um den Tod von Britts Vater zieht sich wie ein roter Faden durch den Roman und die Geschichte ist gut konstruiert. Die Liebesgeschichte zwischen Britt und Declan fügt sich hier gut ein und man die kann auch diese Entwicklung gut nachverfolgen. Sie ist auch nie kitschig, sondern herzhaft-lebhaft und liebenswert erzählt. Und auch die lustigen Momente kommen nicht zu kurz. Dadurch, dass die Geschichte abwechselnd aus Britts und Declans Sicht erzählt wird und voranschreitet ist das ganze auch wirklich sehr kurzweilig.
Fazit:
Ein wirklich schöner Liebesroman vor der Kulisse Irlands. Die raue Landschaft, aber auch die herzlichen Menschen und die kulturellen Ereignisse spielen fast auch eine Hauptrolle in diesem Buch. Doch auch die Liebesgeschichte kommt nicht zu kurz und ist wirklich schön erzählt (inkl. einem gehörigen Überraschungsmoment, der aber nicht verraten wird). Manchmal hätte ich mir jedoch etwas mehr Tiefe gewünscht, irgendwie hat sich immer alles zu perfekt für alle Beteiligten in Wohlgefallen aufgelöst und auch die Lösung des Geheimnisses um den Tod von Britts Vater war dann etwas arg banal. Aber sonst, für einen gemütlichen Leseabend auf der Couch eine durchaus zu empfehlende Lektüre.

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Tags: geheimnis, irland, liebesgeschichte, liebesroman   (4)
 

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

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Die wilde Rose (Historisch, Liebe) (Historical Love-Reihe)

Patricia Cabot
E-Buch Text: 168 Seiten
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 02.08.2018
ISBN 9783960873396
Genre: Liebesromane

Rezension:

Zum Inhalt: Lord Edward Rawlings lebt zwar das ausschweifende Leben eines englischen Lebemanns, aber die Bürde und Verantwortung eines Herzogs möchte er nicht übernehmen. Da passt es sehr gut, dass da irgendwo - in ärmlichen Verhältnissen lebend - der Sohn seines Bruders ist, der die Herzogswürde übernehmen soll, während Edward seinem Lebensstil weiterfrönen kann. Wäre da nur nicht Pegeen MacDougal, die Tante des Jungen, Jeremy, die entgegen Edwards Erwartungen eben nicht die gemütliche "Gourvernante" in mittleren Alter ist, die er mit etwas Geld und Charme um den Finger wickeln kann. Pegeen entpuppt sich als selbstbewusste junge Frau, deren Anziehungskraft er sich nicht entziehen kann.
Das Cover:
Das Cover passt, mehr kann man eigentlich dazu nicht sagen, es wird dem Genre gerecht, abgebildet ist ein Paar in Umarmung, zum Kuss bereit, das von Rosen umrankt wird.
Meine Meinung:
Der Anfang verspricht durchaus Pfeffer und mal eine andere Herangehensweise. Pegeen stammt nicht - wie oft in solchen Romanen üblich - aus der Adelsschicht und musste mit Jeremy ein ärmliches und teilweise entbehrungsreiche Leben führen. Dazu sieht sie sich als Freigeist, setzt sich für soziale Belange ein und kann Edward durchaus Paroli bieten. Allerdings hält das nur so lange an, bis sie sich einverstanden erklärt, dass Jeremy die Herzogswürde annehmen soll und sie mit ihm nach Rawlings Manor zieht. Danach dreht sich dann alles nur noch um Kleider, die Faszination, die Edward auf sie ausübt und wie sie sich dieser widersetzen soll, es aber nicht kann usw. usw. Auch das könnte witzig sein, allerdings kippt es hier irgendwann, vielleicht weil die beiden zu schnell zu einander finden und die Spannung dann irgendwie raus ist, so dass zu viel um sie herum konstruiert wird.
Fazit:
Ein Buch, das ganz nett für zwischendurch ist, für einen verregneten Sonntag auf der Couch oder ähnliches. Man kann es gut quer lesen, der Schreibstil ist insgesamt in Ordnung wobei ich schon bessere Romane dieses Genres gelesen habe. Die Charaktere und auch die Handlung wirkt nicht ganz zu Ende durchdacht, das sorgt für einige Längen und macht das Buch auch irgendwann etwas langweilig. Auch sind mir die Protagonisten nicht wirklich sympathisch und in ihrer Liebesgeschichte fehlt es mir dann irgendwann an Spannung, Erotik und Anziehungskraft.

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206 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 124 Rezensionen

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Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Ali Benjamin , Petra Koob-Pawis , Violeta Topalova
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260498
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Zum Inhalt:
Suzy, 12 Jahre alt, ist ein kleiner Nerd, ein Sonderling - im Klassenverbund ist sie ein Außenseiter und fällt durch ihre unangepasste Art auf. In einer Altersphase, in der sich ihre Klassenkameradinnen schon anfangen für Klamotten, Schminke und Jungs zu begeistern, interessiert sie sich für Naturphänomene und analysiert diese bis ins kleinste Detail.
Lange stört sie die Außenseiter-Rolle nicht, weil sie Franny als Freundin an ihrer Seite hat. Doch Franny will nicht unangepasst sein, sie will dazu gehören und stellt sich gegen Suzy. Für Suzy ist das unbegreiflich, doch bwevor sie das mit Franny klären kann, stirbt diese tragischerweise bei einem Schwimmunfall während der Sommerferien. Da sie sich keine andere Erklärung für diesen tragischen Todesfall vorstellen kann entwickelt Suzy die Theorie, dass ein Quallenstich dafür verantwortlich ist und setzt alles daran, diese Theorie zu untermauern.
Das Cover:
Das Cover ist zauberhaft gestaltet, ein Mädchen, das auf einem Hügel steht und suchend aufs Meer blickt - vielleicht Suzy. Oder doch Franny, gefangen im Meer (da ja im blau des vermeintlichen Himmels Fische schwimmen), ein Quallententalekl in der Hand, quasi als Bestätigung von Suzy Theorie.
Meine Meinung:
Das Buch fesselt von der ersten Seite an, Suzy ist eine Protagonistin, mit der man gleichermaßen mitfühlt und die man beschützt werden wissen will, andererseits führen manche ihrer Ideen zu weit, so dass man (als Erwachsener) nur den Kopf schütteln kann. Während ihrer Suche nach einem geeigneten Quallenexperte, zur Untermauerung ihrer Theorie werden signifikante Themen wie Freundschaft, Mobbing, Tod und Trauer behandelt. Suzy muss und macht auch eine Entwicklung durch, die zeigt, dass man sich nicht anpassen muss um Freunde zu finden, sondern dass oft der besondere Moment entscheidend ist um wieder den einen wichtigen Schritt auf andere Menschen zu zumachen.
Fazit:
Ich wünsche mir mehr Bücher für (junge) Leser wie dieses. Ali Benjamin zeigt in ihrem Debut auf ganz einfühlsame Weise, wie man sich als junger Mensch in dem "altersmäßigen" NIemandsland zwischen Kind und Teenager fühlt. Vor allem wenn man durch seine Einzigartigkeit heraussticht, aber letztendlich zeigt es auch, dass man sich diese Einzigartigkeit bewahren kann und trotzdem Vertrauen, Hoffnung und Freunde finden kann.

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 15 Rezensionen

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Land im Sturm

Ulf Schiewe
E-Buch Text: 928 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 31.08.2018
ISBN 9783732560547
Genre: Historische Romane

Rezension:

Zum Inhalt:
Ulf Schiewes Epos lässt uns teilhaben an knapp 1000 Jahre  Geschichte. 5 exemplarische Ereignisse der deutschen Geschichte werden herausgezogen und wir begleiten die jeweiligen Protagonisten entweder nur episodenhaft oder zuweilen auch über einen längeren Zeitraum. Den Ursprung nimmt die Geschichte mit den Ereignissen um die Schlacht auf dem Lechfeld im Jahre 955. Hier begegnet uns Arnulf, ein junger Schmid aus Tirol, den es aufs Schlachtfeld verschlägt und der dort einen ungarischen Säbel erbeutet, der ebenso wie Arnulfs Nachfahren eine tragende Rolle in diesem Roman spielt. So folgen wir der Reise des Säbels zu den Wenden, begleiten ihn in der Endphase des Dreißigjährigen Krieges und durch die napoleonische Ära bis hin zur Deutschen Revolution von 1848.
Das Cover:
Passt hervorragend, der Reichsapfel in exponierter Stellung mitten auf dem Titelbild. Er liegt auf einer dunkelblauen Karte, der Titel quasi in goldenen Buchstaben eingerahmt. Das alles ergeben ein stimmiges Bild, das absolut passend für einen historischen Roman ist.
Meine Meinung:
Das Buch ist ein wahrer Schmöcker, das spürt man schon wenn man es das erste Mal in den Händen hält. Es ist mehr als nur ein Roman, es ist ein Geschichtsbuch, in dem viele Facetten der deutschen Geschichte angesprochen werden. Dass man es auch als Geschichtsbuch empfindet ist auch Schiewes Erzählstil geschuldet. Er erzählt eher  nüchtern und schnörkellos, dabei aber immer fesselnd und mit dem wesentlichen im Blick. Es fehlt dadurch vielleicht manchmal das persönliche Moment, aber letztendlich begleiten wir nicht einen Protagonisten, sondern seine (und auch andere Familien) in den jeweiligen Epochen. Zwischen den einzelnen Epochen liegen manchmal nur wenige Jahrzehnte und manchmal mehrere Jahrhunderte.
Die Familien, die im Vordergrund stehen haben sich verändert, manchmal räumlich, manchmal in ihrer gesellschaftlichen Stellung, manchmal weil sich der Zeitgeist auch verändert, dadurch wird die Familiengeschichte zu einer lebhaft erzählten Geschichtsstunde, der man gern folgt.
Fazit:
Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen, zwar fehlt es mitunter an der Verbundenheit, die man sonst bei historischen Romanen mit den Protagonisten empfindet, aber hier soll ja nicht der Einzelne im Vordergrund stehen, sondern das historische Ereignis und die Auswirkungen, die es auch über mehrere Jahrhunderte hinweg, auf die Menschen, die davon betroffen sind haben kann.

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Tags: deutsche geschichte, deutsche revolution, geschichte, geschichtsepos, historischer roman, schlacht auf dem lechfeld   (6)
 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Ich wähle den Highlander (Highland-Sehnsucht 3)

Jessi Gage
E-Buch Text: 337 Seiten
Erschienen bei Jessi Gage Romance Author, 20.08.2018
ISBN 9781941239322
Genre: Liebesromane

Rezension:

Ein Highlander zum Verlieben Connie lebt als Bauingenieurin im Chicago der 80-er Jahre, sie ist tough und zielstrebig und hat ihr Leben durchgeplant. Doch als ihr, ihr vermeintlicher Mr. Right einen Heiratsantrag stellt, zögert sie und ergreift die Flucht zu ihrer Zwillingsschwester nach Schottland. Mit Hilfe eines Zaubers gelingt es dort ihrer Schwester sie auf eine Zeitreise zu schicken, die Connie ins Schottland des 15. Jahrhunderts katapultiert. Dort trifft sie Wilhelm, den Sohn eines Laird, der sie nicht nur aus einer brenzligen (im wahrsten Sinne des Wortes) Situation rettet, sondern der ihr nüchternes Weltbild gehörig zum Wanken bringt. Der Schreibstil ist fesselnd und unterhaltend, die Geschichte (Zeitreise in die Highlands) bestimmt nicht neu, aber mit einem anderen Ansatz, der mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet und man fühlt mit Ihnen mit, die Nebencharaktere bleiben nach meinem Empfinden etwas blaß. Insgesamt ein schönes Buch für kurzweilige Lesestunden, ein Pünktchen ziehe ich ab, weil mir der historische Aspekt dann doch zu oberflächlich abgehandelt blieb (ein Frühstück mit Rührei, Schinken und Marmeladenbrötchen zum Beispiel, ist dann doch sehr modern). Aber ansonsten habe ich Wilhelm und Connie gerne auf ihren Abenteuern begleitet. Die Geschichte ist romantisch und mit einer guten Prise Humor geschrieben und mit einigen erotischen Momenten aufgepeppt.

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Tags: highlander, schottland, zeitreise   (3)
 

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Die englische Fotografin

Dinah Jefferies , Angela Koonen
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783785726167
Genre: Historische Romane

Rezension:

Eliza reist im als Fotografin Jahr 1930 an den indischen Fürstenstaat Juraipur, um dort im Auftrag der britischen Krone, das dortige Fürstenhaus, aber auch Land und Leute zu fotografieren. Als Kind lebte sie bereits einmal mit ihren Eltern in Indien und obwohl ein dramatisches Ereignis damals ihren Aufenthalt dort beendete, hat die Faszination für dieses Land sie nie losgelassen.
Im Palast angekommen begegnet ihr auch ziemlich bald der Bruder des Fürsten Jayant "Jay" Singh, der ihr, zumal er eine englische Ausbildung genossen hat als Begleiter zur Verfügung gestellt hat.
Schon bald merkt Eliza zum einen, das ihr englischer Förderer, Clifford Salter, ihr sowohl private Avancen macht, aber auch versucht die als Spionin am Hof einzusetzen. Zum anderen entwickelt sie trotz diverser verbaler Schlagabtäusche schnell eine Faszination für Jay, die erwidert wird.

Dinah Jeffries entführt uns in ihrem Roman "Die englische Fotografin" an einen farbenprächtigen Schauplatz, dessen Faszination man sich nicht entziehen. Mit Eliza schafft sie eine Protagonistin, die realistisch und authentisch ist und die trotz mancher Intrigen und Widrigkeiten ihren Weg geht. Die aufkeimende Liebe zwischen Eliza und Jay wird wunderschön erzählt und man bangt und hofft, dass die beiden die gesellschaftlichen Zwänge überwinden mögen. Sprachlich überzeugt das Buch durch ein hohes Niveau und setzt sich so von so mancherlei seicht gehaltenen Liebesroman wohltuend ab. Dazu wird der Fokus nicht nur rein auf die Liebesgeschichte gekehrt, sondern auch Land und Leute werden ausführlich beschrieben, ebenso wird das zum Teil arrogante Auftreten der Vertreter der englischen Regierung thematisiert und den Unmut, den sie dabei in der indischen Bevölkerung erzeugen. Auch die Intrigen am Hof sorgen für zusätzlichen Spannung. Mit Eliza schafft Dinah Jeffries eine Protagonistin, die realistisch und authentisch ist und die trotz mancher Intrigen und Widrigkeiten ihren Weg geht. Sie spielt nicht nur eine passive Rolle, sondern entwickelt sich in der Geschichte weiter, so wird sie mit einigen dunklen Kapiteln ihrer Vergangenheit konfrontiert, die sie zusätzlich bewältigen muss. Zunehmend bewertet sie auch die britische Oberherrschaft über das Land kritisch und versucht ihrerseits, gemeinsam mit Jay und dessen Mutter, der Not der Bevölkerung Abhilfe zu verschaffen.

Insgesamt ein historischer Liebesroman, der einfach in allen Belangen überzeugt: authentische Charaktere, eine interessante Epoche und ein wunderschöner Schauplatz, einige unerwartete Wendungen, dazu noch sprachlich und stilistisch nahezu perfekt erzählt, auf jeden Fall volle Punktzahl.

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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Gegen den Wind: Windstärke 4

Jana Seidel
E-Buch Text: 65 Seiten
Erschienen bei Edel Elements, 05.04.2018
ISBN 9783962150938
Genre: Sonstiges

Rezension:

Sorry, aber dieser Kurzroman wird leider keinem Anspruch gerecht, den man als Leser an den Tag legt. Ich lese viel und quer durch alle Genres, sog. anspruchsvolle Literatur gleichermaßen mit leichten Romanen, aber dieses Büchlein ist einfach nur unterirdisch. Die Ideen wirken wie aus einer Nachmittagsshow oder einer „Billigsoap“ bezogen und nerven in der Häufung und ihrer Klischeehaftigkeit. Der Schreibstil kann man als solchen nicht bezeichnen. Nachdem ich folgendes Zitat gleich am Anfang gelesen habe wollte ich eigentlich das Lesen gleich wieder abbrechen: "Eine Weile war ich dennoch so vermessen gewesen zu glauben, Frauen könnten heutzutage spielend leicht beides haben." Hätte ich das bloß getan, dann wären mir weitere Plattitüden wie " Der öffentliche Nahverkehr verwandelt unsere gute Laune allerdings schnell in eine Bombenstimmung –leider nicht im guten Sinn" und weiterhin erspart geblieben. Ich wollte jedoch meiner Leserunden-Verpflichtung nachkommen. Und keine Angst, man muss auch nicht die vorangegangenen Bände gelesen haben um dem Inhalt folgen zu können, die Frage ist eher wieso man das wollen würde. Die Charaktere sind überzogen dargestellt und dadurch komplett unsympathisch. Lisa mischt sich ungefragt in das Leben ihrer Nachbarin ein, stellt sich bei der Recherche nach deren Sohn komplett dilettantisch an und ihre Gedankengänge sind wirr und undurchsichtig. Dazu kommen noch immer mal wieder eingeschoben, die Gedanken des 15-jährigen Sohns ihres Mitbewohners. Dieser leidet - wenn ich es richtig lese - an Tourette Tics und versucht als „Heilung“ an Drogen zu kommen. Wie im Prinzip alle Themen in diesem Buch, wird das auch total unreflektiert dargestellt. Ein Punkt muss man ja leider vergeben, den gibt es definitiv fürs Cover, das tatsächlich sehr schön und kreativ gestaltet ist. Leider spiegeln sich diese Attribute nicht im Roman wieder, hier ist nichts leicht, amüsant oder witzig.

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317 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

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Ein Augenblick für immer - Das erste Buch der Lügenwahrheit

Rose Snow
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 21.08.2018
ISBN 9783473401697
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Blau gegen Grün, Lüge gegen Wahrheit June, 18 Jahre aus Frankfurt, entscheidet sich spontan ihr letzte Schuljahr im malerischen Cornwall zu verbringen. Das bietet sich vor allem deshalb an, da sie Halb-Engländerin ist und auch ohnehin plant nach der Schule in Studium in Oxford aufzunehmen. Nachdem ihr Vater den Kontakt zu seiner Familie komplett abgebrochen hat, war June jetzt seit 7 Jahren nicht mehr in Cornwall. Ihre Tante, die Schwester ihres Vaters ist mittlerweile verstorben und anders als erwartet wohnt die Familie nicht in einem kleinen Cottage an der Küste, sondern in einem herrschaftlichen Anwesen, dem Green Manor. Noch mehr überrascht ist die von ihren beiden Cousins Preston und Blake, die beide eine eigenartige Faszination auf sie ausüben. Die Geschichte ist flott und ansprechend erzählt, mit besonders viel Detailliebe, wenn es um die landschaftliche Schönheit Cornwalls geht. Gerne hätte nach meinem Empfinden auch noch mehr auf die Geschichten und Legenden, die sich um diese Landschaft ranken, eingegangen werden können. Bis auf die Gegend von Bodmin Moor und die Legenden, die sich um den dortigen Steinkreis ranken und die für den Fortgang der Geschichte wichtig sind, kommt mir hier zu wenig. Das Buch ist der erste Band einer Trilogie und es ist nachvollziehbar, dass vielleicht noch nicht allzu viel passiert, dass dafür mehr Platz für die Vorstellung und die Entwicklung der Charaktere geboten wird. Aber leider wird der erste Band diesem Auftrag nicht ganz gerecht, Preston und Blake bleiben mir irgendwie zu farblos und mit zu wenig Ecken und Kanten. Zu klischeehaft wird der eine als "Sonnyboy" hingestellt und der andere - passend zu seinem Namen - als der ewig wütende Rebell. Auch June hätte ich mir mutiger oder neugieriger, mehr hinterfragend gewünscht: sie erfährt, dass Preston und Blake Findelkinder waren und von ihrer Tante und Onkel adoptiert wurden, und stellt dazu keine Fragen, auch als die von ihrer Gäbe und der ihrer vermeintlichen Cousins erfährt st sie mir zu wenig neugierig, fängt dann aber an mit ihrer neuen Freundin Lilly nachzuforschen. Und überhaupt, dass sie nie irgendetwas über das Zerwürfnis ihres Vaters mit dem Rest der Familie zu erfahren versucht ist auch unbegreiflich. Insgesamt ist sie mir zu passiv, ich hoffe, dass sie in dem Punkt als Charakter wächst. Wirklich gut ausgearbeitet sind dagegen die Nebencharaktere, angefangen von Onkel Edgar, Betty, der Köchin und Junes Schulfreunden Lilly und Grayson. Ein insgesamt gelungener Auftakt zu einer neuen Trilogie, der mit Sicherheit neugierig auf die Fortsetzung macht. Die schönen Landschaftsbeschreibung lassen über die ein oder andere inhaltliche Schwäche hinwegsehen, die sympathischen und liebevoll gezeichneten Nebencharaktere lenken etwas von den schwächeren Protagonisten ab. Sollte hier in den Folgebänden eine bessere Balance gefunden werden, ist noch viel Spannung garantiert.

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43 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Himmelfahrtskommando - Ein Mordsacker-Krimi

Cathrin Moeller
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 02.07.2018
ISBN 9783956497995
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch ohne die vorangehenden zwei Bände zu kennen, fand ich mich direkt in Mordsacker zurecht. Klara, ihr Mann Paul und ihre Tochter Sophie müssen im Rahmen eines Zeugenschutzprogrammes in der beschaulichen mecklenburgischen Provinz untertauchen, die sich dann als gar nicht so beschaulich erweist. Während ihr Mann und ihre Tochter sich schnell mit den neuen Begebenheiten arrangieren, vermisst Klara ihr Großstadtleben als Schauspielerin in Berlin. Doch auch wenn häusliche Arbeiten wie Kirschmarmelade einkochen nichts für sie und auch wenn sie mit der neu entdeckten Vorliebe ihres Mannes für die Viehzucht nichts anfangen kann, als ein Mord geschieht fährt sie alle Antennen aus. Nachdem die ermittelnde Polizeibehörde, sowie das ganze Umfeld den Vorfall zum Selbstmord deklariert, nimmt Klara ihre Ermittlungen auf. Diese geht sie beherzt an und scheut nicht vor eifersüchtigen Hühnern, Trinkgelagen am Vormittag, einem zu Erpressung neigendem Staatsanwalt, russischen Schlägern okkulten Ritualen und anderen Widrigkeiten zurück. Das alles wird flott mit viel Sprachwitz erzählt, dazu mit viel liebe zu Detail für das ländliche Lokalkolorit. Klara ermittelt mit Haut und Haaren und das ist durchaus wörtlich gemeint. Dazu gesellt sich eine illustre Dorfgemeinschaft mit vielen skurrilen Charakteren, die liebevoll gezeichnet, dabei aber nie überzeichnet werden. Dass man bis zum Schluss, auch was den Mörder betrifft im dunklen tappt ist ein weiterer Pluspunkt, bis zum Ende ermittelt man und rätselt mit Klara mit, bis man dann - quasi in einem Himmelfahrtskommando- dem Mörder zusammen mit Klara gegenüber steht.

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Tags: cosycrime, himmelfahrtskommando, krimi, mordsacker, wohlfühlkrimi   (5)
 

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Das Glück wartet in Paris

Caroline Grollier
E-Buch Text: 374 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 01.09.2018
ISBN 9783732555352
Genre: Liebesromane

Rezension:

Antonia auch Toni genannt, lebt und arbeitet schon seit einer geraumen Zeit in Paris. Die Trennung von ihrem Freund nimmt sie zum Anlaß dich auch beruflich anderweitig zu orientieren, was wiederum eine tiefgreifende private Änderung mit sich bringt. Alexandre, Juniorchef eines Feinkosthandels aus Bordeaux hat sich eigentlich geschworen sich nie langfristig zu binden, bis ihm Toni über den Weg läuft und dabei nicht nur sein Hausboot erobert. Das hört sich zunächst nach einer hervorragenden Kulisse für einen sommerlich-leichten Liebesroman an und stellenweise kommt dieses Flair auch durch. Aber insgesamt baut sich die Geschichte zu langsam auf, fokussiert sich zu sehr auf den "beruflichen" Aspekt und konstruiert darum die Liebesgeschichte ohne ihr aber den entsprechenden Raum und Tiefgang zu bieten. Die Protagonisten bleiben blaß und ohne, dass man einen richtigen Bezug zu ihnen aufbauen kann, die weiteren Personen nerven zuweilen, weil die viel zu aufgesetzt wirken. Schriftstellerisch-"handwerklich" fand ich den Roman gut, gefallen hat mir, dass immer abwechselnd aus Sicht von Toni oder Alexandre berichtet wurde, insgesamt ist es auch kurzweilig geschrieben, mit Ausnahme der Dialoge, die einfach zu aufgesetzt waren. Ein Buch das man gut als Sommerlektüre lesen kann, ich denke was das Genre betrifft, gibt es durchaus besseres, jedoch kann man zumindest passagenweise von einem ganz guten Unterhaltungswert sprechen.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

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Das Gesetz der Eiche

Jessica van Houven
Flexibler Einband: 316 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 09.07.2018
ISBN 9783752803198
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nola nimmt ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften am renommierten Kings College auf. Schon bald wird sie auf einen Geheimbund aufmerksam, ihre Recherchen verstricken sie dann in immer mehr brenzlige Situationen und gemeinsam mit Shane und Bleu erfahren sie so einiges über das Gesetz der Eiche. Hinter der Idee steckt schon eine Menge "Dan-Brown-würdiges" Potential nd auch das Cover ist auf jeden Fall ein Eyecatcher. Die weit verzweigte Eiche, die über der nächtlichen Silhouette Londons steht ist einfach schön gemacht. Leider ist die Ausführung und auch die Quintessenz zu schwach, denn das Gesetz der Eiche besagt dann einfach nur, dass ein verdorbener Ast entfernt werden muss und das ist mir als Geschichte zu schwach. Ich hatte mir eine Geschichte gewünscht oder vorgestellt , die weit zurück in die Londoner Vergangenheit reicht, in der ein Geheimbund die Geschicke der Stadt beeinflusst. Heraus kommt aber ein Roman, der die Entstehungszeit des Geheimbundes und auch der konkurrierenden Bünde im 19. Jahrhundert ansiedelt, und es lediglich um den eigenen wirtschaftlichen Vorteil geht. Klar Geld ist natürlich Macht, aber mir bleiben die Ausführungen zu der Entstehungszeit der Bünde zu schwach (z.B. fortschreitende Industrialisierung, neue Entdeckungen, wissenschaftlicher Fortschritt) und auch darüber wie die Bpnde heute funktionieren, erfährt man sehr wenig. Dazu kommt, dass ich Nola als Protagonistin nicht sehr glaubhaft finde, zwar gibt es einen persönlichen Bezug zum Geheimbund"Sword&Eagle", über den man sehr spät etwas erfährt, aber ansonsten gibt es kein Motiv, keinen Anlass, dass sie in diese Suche treibt. Erzählerisch und handwerklich ist die Geschichte insgesamt gut, die Dialoge wirken zuweilen etwas hölzern und konstruiert. Inhaltlich finde ich es aus den beschriebenen Gründen eher nur ausreichend, auch mit "Plausibilitätsfehlern", die natürlich zum Teil aufgrund der schriftstellerischen Freiheit in Ordnung sind, aber dann geballt dich aufstoßen, wie z.B. der Showdown am Schluß. Die Geschichte selber wird zwar abgeschlossen, allerdings lässt das relativ offene Ende auch eine Fortsetzung zu.

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Das kleine französische Landhaus

Helen Pollard , Anke Pregler
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2018
ISBN 9783947610044
Genre: Romane

Rezension:

Emmy fällt aus allen Wolken, als sie während des gemeinsamen Urlaubs ihren Freund Nathan in flagranti mit Gloria, der Frau ihres Hotelbesitzers erwischt. Nachdem sich Nathan dann auch noch mit Gloria aus dem Stau macht und Rupert, dem das kleine Landhaus im Loire-Tal gehört, aufgrund eines Unfalls auf Hilfe angewiesen ist, entscheidet sich Emmy spontan dort auszuhelfen und sogar ihren Urlaub in Südfrankreich zu verlängern um Rupert zu helfen, aber auch um wieder zu sich selber zu finden.
In der Geschichte steckte eigentlich viel Potential, natürlich sind solche Liebesromane immer gewissermaßen vorhersehbar und natürlich weiß man, dass nach Irrungen und Wirrungen, die Protagonistin ihr Glück finden wird. So weiß man auch ziemlich schnell, dass Emmy und das kleine französische Landhaus, sowie die ganze Umgebung und die Menschen, die damit zu tun haben zusammengehören.
Vielleicht ist das auch die eigentliche Liebesgeschichte.
Emmy wendet sich zunächst, quasi für das schnelle Abenteuer dem Gärtner Ryan zu, ist aber auch gleichzeitig genervt-fasziniert von Alain, Ruperts Buchhalter. Und so versucht sie zwischen Besorgungen für das Hotel, Kochen für die Hotelgäste, dem spontanen Besuch ihrer Eltern und Ruperts ständigem Drängen doch in Frankreich zu bleiben um bei ihm zu arbeiten, ihr Leben neu zu ordnen.
Der Schreibstil ist im großen Ganzen in Ordnung, es ist aber nicht wirklich fesselnd, sondern plätschert eher dahin, der große Knall fehlt irgendwie. Und die Hauptakteuere bleiben eher blaß und wenig griffig und werden eher klischeehaft abgearbeitet: Emmy, die etwas steife Britin, die sich vom "savoir vivre" der Franzosen anstecken lässt und eigentlich selbstbestimmt ihr Leben führen sollte, sich aber von Rupert, der so leicht den Charme eines alternden Lebenmanns ausströmt und dem kleinen Frauchen (Emmy) sagen muss, wie sie ihre Zukunft führen muss. Der Gärtner Ryan, der natürlich total sexy ist und natürlich auch total auf Emmy abfährt, doch als sie sich entscheidet, dass sie eine platonische Freundschaft zu führen, er auch dafür zu haben ist usw.
Bei aller Vorhersehbarkeit, die solche Romane mit sich bringen, das hat dann in der Gesamtheit nicht voll überzeugt.
Ich vergebe wirklich gut gemeinte drei Sterne, zum einen, weil die Idee des Romans als solche ja ganz schön ist, zum zweiten, weil man bei der Schilderung des Landhauses und der Landschaft wirklich viel Liebe zum Detail spürt und der Roman dadurch viel gewinnt. Und zum hat mir die Szene im Zoo sehr gut gefallen, das war mal wirklich einer der wenigen kreativen Lichtpunkte.

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Tags: frankreich, liebesgeschichte, liebesroman, loire, val de loire   (5)
 

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101 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

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Ein Himmel voller Bücher

Amy Meyerson
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 04.06.2018
ISBN 9783959671620
Genre: Romane

Rezension:

MIranda hat in ihrer Kindheit ein ausgesprochen gutes Verhältnis zu ihrem Onkel Billy. Er ist mehr als nur ein Onkel, er ist ihr Verbündeter und ihr Geschichtenerzähler. In seiner Buchhandlung "Prospero Books" bringt er ihr die Klassiker der Weltliteratur nahe und stellt ihr Rätsel, die sie miteinander lösen.
Doch ein Zerwürfnis zwischen Billy und Mirandas Mutter führt dazu, dass er eines Tages komplett aus ihrem Leben verschwindet und nunmehr ein Hauch der Erinnerung an ihn zurückbleibt. Erst 16 Jahre später trifft sie wieder auf ihn - natürlich in Form eines Rätsels. Billy ist gestorben, aber zuvor erreicht Miranda eine Nachricht in Form eines Buches und eines beiliegenden Rätsels und damit beginnt ein aufregender Abschnitt in Mirandas Leben, der so einiges zum Wanken bringen wird.
Die Geschichte entwickelt sich gut, fängt im Prinzip in einer Rückblende an, bei der an so einiges über das Verhältnis Mirandas zu ihrem Onkel erfährt und auch das Zerwürfnis zwischen Billy und Mirandas Mutter mitbekommt.
Die eigentliche Geschichte entwickelt sich in zwei Strängen, einmal die Rätseljagd, die nach Lösen des vorangehenden Rätsels durch neue Hinweise in der Buchandlung oder von Bekannten ihres Onkels, die vor seinem Tod von ihm instruiert wurden, vorangetrieben wird. Und zum anderen hat Miranda die Buchhandlung vererbt bekommen und zunächst aus der Verpflichtung heraus, später aber auch aufgrund ihrer eigenen Liebe zu Geschichten und Geschichte, will sie denn finanziell klammen Laden und die Belegschaft nicht hängen lassen.
Die Idee finde ich klasse, ich liebe an sich schon Bücher mit Querverweisen zu anderen Büchern, das ganze dann noch in einer Art Schnitzeljagd zu verpacken ist auch toll. Allerdings finde ich es schade, dass Miranda die Leser nicht wirklich mitnehmt. Ich fühle mich nie so wirklich als Teil der Rätseljagd, sondern Miranda handelt eigentlich als einsame Akteurin, der man auch als Charakter nicht wirklich nahekommt. Zu distanziert ist sie gezeichnet, zu wenig erfährt man über ihre Gefühlswelt. Das wird dann schnell etwas langatmig, was ziemlich schde ist, denn aus der Bücherjagd hätte man nach meinem Empfinden mehr "Abenteuer" und mehr Spannung herausholen können.
Insgesamt lässt sich das Buch aber leicht lesen, der Schreibstil ist angenehm und mitunter auch an den richtigen Stellen fesselnd. Auf jeden Fall habe ich dank der vielen Querverweise und Zitate wieder mal richtig Lust auf die "Klassiker" bekommen.


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Tags: bücher, bücherjagd, los angeles, rätseljagd   (4)
 

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41 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

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Annas (fast) perfekte Hochzeit

Marion Stieglitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Feelings, 02.05.2018
ISBN 9783426216521
Genre: Liebesromane

Rezension:

Obwohl Anna schon seitdem sie ein kleines Mädchen war ihre Traumhochzeit minutiös geplant hat, gestalten sich in Wirklichkeit ihre echten Planungen tatsächlich alles andere als einfach. Schon allein der Heiratsantrag, der im Prinzip darin besteht, dass ihr Verlobter Bernd sie reinlegt, über die Bauarbeiten im gewählten Lokal über die mißglückte Frisur.
Super läuft es dagegen in ihrem gemütlichen kleinen Laden, dem "Vintage Salon", vor allem auch nachdem sich Anna entscheidet, dort auch das Thema Hochzeit zu einem der zentralen Verkaufsthemen zu machen.
Und so können wir in diesem kleinen Roman mitverfolgen, wie sich Annas Leben rund um die Hochzeitsvorbereitungen gestaltet.
Das Buch ist kurzweilig geschrieben und genau richtig für einen verregneten Nachmittag auf der Couch oder einen entspannten Sonnenliegentag im Garten. In die Geschichte kommt man gut rein und auch der Schreibstil ist angenehm und die Autorin schafft es meistens die Spannung hoch zu halten. 
Bestimmt ist das Buch nicht langatmig, aber ich hätte mir die ein oder andere Länge oder sagen wir eher, längere Ausführung gewünscht. Der Stil ist eher tagebuchähnlich-kalenderarisch oft werden die Ereignisse nach meinem Empfinden zu schnell abgewickelt. Die Idee die Kapitel wochenweise zu führen und jedem Kapitel dann noch einen Kalenderspruch voranzustellen, der auch zum Inhalt passt finde ich wiederum klasse.
Was bei mir ganz klar zum Punktabzug führt, ist dass mir die Protagonistin Anna zu nahezu dreiviertel des Buches nicht sehr sympathisch rüberkommt. Zu unentschlossen führt sie ihr Leben, zu sehr lässt sie sich von ihrem Umfeld leiten, zu wenig vertritt sie mal ihre Meinung. Man erfährt auch im Prinzip ziemlich wenig persönliches, so dass keine richtige Bindung entstehen kann. Da sind mir andere weibliche Charaktere im Buch, wie ihre Freundin Katja oder auch Ute, die bei ihr arbeitet wesentlich sympathischer.
Es wäre bei einer eventuellen Fortsetzung, interessant zu sehen ob  Anna ihr neu gewonnenes Selbstbewusstsein weiter ausbauen kann und auch wie sich ihr neues Leben gestaltet.

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Tags: hochzeit, liebesroman, münchen   (3)
 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

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Das Erbe von Broom Park

J. C. Philipp
E-Buch Text
Erschienen bei dp DIGITAL PUBLISHERS, 28.06.2018
ISBN 9783960873846
Genre: Historische Romane

Rezension:

Hazel McAllister, lebt mit Ihrer Familie in der Nähe der schottischen Küste. Schon von klein auf fühlt sie sich zum veralssenen Herrensitz - Broom Park - hingezogen und schleicht sich regelmässig Sonntags heimlich in den Besitz um im Ballsaal zu tanzen und von einer schöneren Zukunft zu träumen.
Dort trifft sie eines Tages den Besitzer, Simon, der den Sitz renovieren will um diesen als Hauptwohnsitz zu nutzen. Beide sind fasziniert voneinander und eine Liebesgeschichte entspannt sich, die auch Auswirkung auf ihre Familie und auch auf ihr ganzes Leben hat.
Die Idee an sich fand ich wirklich innovativ, eine Liebesgeschichte im 19. Jahrhundert über Standesgrenzen hinweg ist jetzt nicht das alltägliche Thema eines Regency Romanes.
Leider ist die Ausarbeitung nicht ganz zu gelungen, mir fehlt es an Tiefe, die Ereignisse reihen sich aneinander - mitunter durchaus nich tunspannend - aber werden nur oberflächlich angekratzt ohne ins Detail zu gehen. Das Buch hätte locker 100 - 200 Seiten mehr vertragen und die Geschichte so mehr ausgeschmückt werden hätte können. Das hätte auch den Charakteren bestimmt zu mehr Tiefe verholfen. Die fast schon tabellarisch-biographische Abarbeitung der Ereignisse verhindert nämlich auch eine Annäherung an die Hauptcharaktere, ich habe eigentlich kaum Sympathie (oder auch Antipathie) empfunden, da es der Erzählstil einfach nicht hergab.
Der Schreibstil an sich ist gar nicht so schlecht, vor allem in der zweiten Hälfte gibt es Passagen, die auch einen gefesselt haben und überzeugend waren. Aber mir fehlte ein bißchen der rote Faden, zu sprunghaft war dann alles (die Ereignisse in Broom Park, dann die Arbeiteraufstände, dann der neue Mann in Hazels Leben, die Reise nach Indien, die Ereignisse dort vor Ort usw. usw.) und manchmal lief auch alles einfach zu glatt für Hazel, das wirkte dann nicht ganz überzeugend.
Insgesamt nicht ganz überzeugend aufgrund einiger inhaltlicher Mängel und der nüchternen Erzählweise, stilistisch und von der Idee her nicht uninteressant.


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55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

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Mr Fixer Upper

Lucy Score , Uta Hege
Flexibler Einband: 408 Seiten
Erschienen bei Forever, 06.07.2018
ISBN 9783958189676
Genre: Liebesromane

Rezension:

Gannon King Handwerker und Star einer Reality Show und die Aufnahmeleiterin Paige treffen in ihrem Job aufeinander. Von Beginn istdie Anziehung zwischen den beiden vorhanden und nach der ein oder anderen Irrung und Wirrung finden sie selbstverständlich am Schluß zusammen. Auch wenn mich das Titelbild zunächst nicht wirklich angesprochen hat (es ist mir einfach zu "effekthascherisch") fand ich die Idee mit dem Setting einfach super, denn es versprach doch einige Konfliktpotentiale, an denen sich die beiden Protagonisten aufreiben können. Und zu Beginn fand ich die Streitereien inmitten des Filmsets sehr unterhaltend, aber die Spannung ist dann doch schnell raus. Gannon entpuppt sich schnell als gar nicht so hart und unnahbar, sondern als netter Kerl, der sich ziemlich schnell zu Paige bekennt. Diese ziert sich zunächst, aber insgesamt finden sie dann schnell zueinander. Das unterbricht dann doch nur den Erzählfluß und nimmt komplett die Spannung raus. Auch der anschließend zu langatmig aufgebauschte Konflikt rund um Gannons Ex-Freundin und den Vertrauensbruch, den Paige daraus konstruiert sind dann einfach nur zu langatmig, mitunter zu langweilig. Insgesamt eine nette Lektüre für zwischendurch oder einen entspannten Urlaubstag, die insbesondere durch das Setting und den starken Anfangsteil punktet. Lässt aber ab der Hälfte stark nach und ist dann etwas zu langatmig und zu konstruiert.

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

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Das Geheimnis der Königin: Ein Tudor-Roman

Mari Griffith
E-Buch Text: 405 Seiten
Erschienen bei beHEARTBEAT by Bastei Entertainment, 22.05.2018
ISBN 9783732551323
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ein Roman über den Beginn der Tudor Dynastie, die französische Königstochter Catherine de Valois heiratet im Jahr 1421 den englischen König Heinrich V. Doch ihre zweite (geheime) Ehe mit dem Waliser Owen Tudor wird für die Geschicke Englands weitaus bedeutender sein, denn es macht Catherine zur Begründerin der Tudor Dynastie.
Zwischen diesen beiden Ehen zeichnet dieser Roman die Geschichte Catherines am englischen Königshof auf. Die Intrigen, auf die sie als Französin trifft, die Trennung von ihrem erstgeborenen Sohn und die aufkeimende Liebe zu Owen Tudor.
Das alles ist gut skizziert und in einem flüssigen Stil beschrieben. Die historischen Fakten sind gut herausgearbeitet und werden im Roman nur grob umrissen und passen sich so dem allgemeinem Erzählstil an.
Dieser ist leicht plätschernd und eher oberflächlich, lässt sich leicht lesen, aber man bleibt nicht hängen. Es ist nicht einer der historischen Romane, wo man gespannt auf das nächste Ereignis wartet, das den Protagonisten wiederfahren könnte. Es fehlt insgesamt der Tiefgang und die Spannung und mitunter wird der Roman zu langatmig, er wirkt eher so als ob eine Liste gut recherchierter Ereignisse abgearbeitet wird, aber er rückt diese dann eben nicht in den Fokus.
Ich denke Fans großer historischer Schmöker, werden hier nicht unbedingt auf ihre Kosten kommen, dafür ist die historische Einbettung einfach zu dünn, aber für jemanden der zum ersten Mal in dieses Genre hineinliest ein guter Einstieg.
Ich kann hier leider nur wohlwollende drei-einhalb Sterne vergeben, das Thema ist interessant, die Zeit ist spannend, der Höhepunkt des 100-jährigen Krieges zwischen England und Frankreich ist eine hervorragende Kulisse und auch der Schreibstil ist durchaus ansprechend.
Aber die dünne historische Decke, das eher oberflächliche Abarbeiten der Ereignisse und auch die geringe emotionale Bindung, die ich zu den Charakteren entwickeln konnte führen zu dieser Bewertung.

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Tags: catherine de valois, england, englische geschichte, geschichte, heinrich v, historischer liebesroman, historischer roman, owen, owen tudor, tudor, tudor-dynastie   (11)
 

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(30)

33 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

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Ein halbes Jahr zum Glück

Julie Lawson Timmer , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 27.04.2018
ISBN 9783431040876
Genre: Liebesromane

Rezension:

Markie, frisch geschieden und bislang von allen Widrigkeiten des Lebens verschont geblieben muss mit ihrem Teenager-Sohn Jesse einen Neuanfang wagen.
Weit weg von ihrem vorher glamourösen Leben, in einem kleinen Häuschen, neben einer Nachbarin, mit dem bezeichnenden Namen Mrs. Saint, die die verschiedenste Leute und Charaktere um sich versammelt hat und die sich auch permanent in Markie Leben einmischt. Das was zunächst als nervig und penetrant von Markie wahrgenommen wird, soll ihr letztendlich zum Glück verhelfen.
Als ich den Klappentext las, hatte ich eine romantische Liebeskomödie erwartet mit viel Humor und lustigen Verwicklungen. Um es vorneweg zunehmen, das bringt der Roman nicht.
Handwerklich solide geschrieben und bestimmt mit der ein oder anderen überraschenden Wendung und auch lustigen Szene, aber insgesamt ist das Buch sehr zäh.
Das liegt insbesondere an dem Hauptcharakter Markie, wer Wut auf den betrügenden Ehemann, auf die übermächtigen Eltern und auf die ständig sich in alles einmischende Nachbarin erwartet, der ist fehl am Platz. Markie, aus deren Sicht das Buch auch geschrieben ist ergeht sich in Selbstmitleid und will sich komplett von der Außenwelt abkapseln und erzählt permanent darüber wieso das so wichtig für sie ist. Mir war das zu überzogen und machte sie eigentlich ziemlich früh ziemlich unsympathisch.
Der einzige Charakter für den ich wirklich aufrichtite Sympathie empfand ist ihr Sohn Jesse, der in den meisten Punkten reifer, mitfühlender und zu sozialen Interaktionen eher fähig ist als seine Mutter.
Auch die Wendung am Schluß (ich möchte nicht spoilern), die Einblick in die Vergangenheit von Mrs. Saint gibt ist für mich total aus dem Zusammenhang gerissen und war für mich von der Thematik einfach nicht passend. Und, dass ausgerechnet Mrs. Saint mit ihrem Hintergrund andere Menschen als "Mängelexemplare" (auch mit der Intention ihnen helfen zu wollen) geht gar nicht und relativiert für mich die Botschaft, die der Roman vielleicht versteckt hält komplett.
Insgesamt kann ich nur drei sehr wohlmeinende Sterne geben, der Schreibstil insgesamt ist flüssig und handwerklich gut, die Idee an sich ist bestimmt auch nicht schlecht, aber dann sollte man auf jeden Fall den Klappentext anders halten. Und ein Sternchen gibt es für Jesse, der das Buch einigermaßen unterhaltend macht.

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(12)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Blumen des Todes: Ein Fall für Pereira und Bain

Douglas Lindsay
E-Buch Text: 352 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 10.04.2018
ISBN 9783732541874
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das Buch beginnt mit einem spannenden und vielversprechenden Szenario: Archie Wilson frischgebackener Lotto-Millionär aus wird in dramatischer Pose drapiert tot auf einem Friedhof in Glasgow aufgefunden. DI Aliya Pereira und ihr Kollege DS Marc Bain sollen in dem Fall ermitteln, beide scheinen selber das ein oder andere Päckchen mit sich herumzutragen.
Das bringt schon mal viel Potential mit sich, aber leider reicht dieser kaum über die ersten Kapitel hinaus.
Zu bemüht und undurchschaubar oder zu bemüht undurchschaubar wirken die familiären Probleme, die DI Pereira mit sich trägt. Sei es die Beziehung zu ihrem Vorgesetzten Cooper oder die Trennung von ihrer Ex-Freundin an der sie knabbert oder die wenig Zeit, die sie mit ihren Kindern verbringt. Das alles wird zu listenmäßig abgearbeitet, nach dem Motto, wir haben hier einen Inspector und der muss einfach alle möglichen Probleme mit sich tragen.
Das kann erfrischend sein, wenn es den Charakter weiterbringt, aber hier führt es nur zu Stagnation, am Ende war ich von Pereira einfach nur genervt.
Sie nimmt dann auch als Charakter zu viel Raum ein, von ihrem Kollegen erfahren wir nichts privates und auch das Team in dem sie arbeitet bleibt eher nebulös im Hintergrund.
Die Geschichte selber entwickelt sich auch nicht so rasant wie erwartet, die Erzählweise ist ziemlich eintönig und langweilig, als stilistisches Mittel sticht immer wieder die unmögliche Umgangsweise aller Personen gegenüber den ermittelnden Beamten hervor.
Natürlich soll hier vielleicht verdeutlicht werden, auf welche Probleme Polizisten während ihrer Ermittlungsarbeit stoßen können, aber irgendwann ist es einfach nur langweilig.
Das wäre auch im Prinzip mein Fazit zu diesem Krimi, ziemlich langweilig und uninspiriert, die Charaktere bleiben weitgehend blaß bis unsympathisch. Schade, ich hatte mich auf eine schöne Krimireihe á la Lynley und Havers gefreut, aber ich glaube hier werde ich den zweiten Band nicht lesen. 

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Tags: kirche, krimi, schottland, thriller   (4)
 

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(46)

59 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

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Der Pub der guten Hoffnung

Alexandra Zöbeli
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Forever, 08.06.2018
ISBN 9783958189591
Genre: Liebesromane

Rezension:

Sam und seine Frau Hannah erleben einen Schicksalschlag, der seinesgleichen sucht. Ihr Sohn und einziges Kind stirbt, aber nicht nur das er nimmt noch weitere Menschen

mit in den Tod (ich will nicht allzuviel spoilern).

Dieses Ereignis zerrüttet das ohnehin schon fragile Band, das ihre Ehe zusammenhielt, nun versucht jeder für sich die Geschehnisse zu verarbeiten.

Während sich Hannah zunächst komplett abkapselt ergreift Sam die Gelegenheit das (vermeintlich) verlassene Cottage eines Freundes in Irland als Zufluchtsort.

Aber das Cottage ist nicht verweist, dort wohnen eine junge Frau – Hope – mit ihrem Nichten und Neffen. Selber in eine Notsituation geraten, nutzten sie

wiederum das Cottage als Zufluchtsort.

Ich fand den Anfang der Geschichte fulminant, vor allem aufgrund der Vorgeschichte, die die beiden Hauptcharaktere aufzuarbeiten haben. Die Charaktere

und ihr Schmerz sind gut gezeichnet und man nimmt ihnen ihre Trauer ab, auch wenn man vielleicht manchmal nicht für jeden Weg Verständnis hat.

Die Entwicklung Sams in Irland ist ebenfalls einfühlsam gezeichnet und man kann selber die Hoffnung auf ein Weitergehen, auf ein neues Leben, die Sam ergreift,

sehr gut mitempfinden. Natürlich ist auch absehbar, dass sich eine Liebesgeschichte abzeichnet, das ist auch in Ordnung.

Allerdings wird dann irgendwann die Geschichte zu langatmig. Wahrscheinlich zu sehr aus dem Bemühen heraus, für jede Figur ein gutes Ende zu finden, werden immer

neue „Baustellen“ geöffnet, die dann irgendwann das ganze nur zu sehr in die Länge ziehen.

Da wäre mir für die ein oder andere Figur ein offenes Ende mit angedeutetem Ausblick lieber gewesen.

Dennoch ist es insgesamt ein schöner Roman, der niemals seicht ist, sondern schon allein aufgrund des Schicksalschlags der Protagonisten einen berührt und fesselt.

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Tags: irland, liebesroman, schicksalschlag   (3)
 

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

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Der kleine Igel und das verlorene Entchen

M Christina Butler , Tina Macnaughton
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 19.01.2018
ISBN 9783765558702
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Der Titel des englischen Originals lautet "One Perfect Day" und das ist es auch wirklich. Die Tiere rund um den kleinen Igel freuen sich über das schöne Frühlingswetter und beschließen einen Ausflug zu veranstalten, zu Picknicken und unterwegs nach Tierbabys Ausschau zu halten. So begegnen sie auch der Entenmama mit ihren Küken und als eines davon verloren geht machen sich alle Tiere gemeinsam auf die Suche nach dem kleinen Ausreißer. Die liebevollen Zeichnungen untermalen den Charakter des Buches, man spürt deutlich den Frühling in der Luft. Die Tiere sind zwar "vermenschlicht" in ihren Handlungsweisen, aber die Illustrationen wirken dennoch natürlich ohne ins comichafte abzudriften. Auch die Moral der Geschichte ist für kleine (Mit)-Leser verständlich, wenn alle gemeinsam anpacken, dann kann man noch so schwierige Aufgaben auch bewältigen. Neben dem kleinen Igel, der hier immerhin schon sein 12. Abenteuer besteht, steht auch die knallig rote Zipfelmütze im Mittelpunkt. Denn die ist schön samtig, so dass die kleinen Mitleser was zum Anfassen und Fühlen haben. Das Sprachniveau und die Länge des Buches ist absolut kindgerecht, so dass schon die kleinsten gut folgen können und Erstleser den Text auch selber flüssig lesen und begreifen können. Ein wirklich zauberhaftes kleines Buch rund um die Abenteuer des kleinen Igels, in der Geschichte und Illustrationen voll überzeugen.

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LOVELYBOOKS-Statistik

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Hoffnung auf Gansett Island

Marie Force ,
Flexibler Einband: 274 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 17.06.2014
ISBN 9781612184746
Genre: Liebesromane

Rezension:

Luke Harris und Sydney Donovan lernten sich auf Gansett Island kennen und lieben. Während Luke in Gansett Island sein zu Hause hatte, verbrachte Sydney ihre Sommerferien dort. Doch ihre unterschiedlichen Lebensweisen, privillegiertes Elternhaus bei Sydney und der eher in ärmlichen Verhältnisse aufwachsende Luke, der sich dann auch noch um seine pflegebedürftige Mutter kümmern musste sorgen dafür, dass sie sich trennen und jeder seinen eigenen Weg geht.  Während Luke auf der Insel bleibt und sich – vermeintlich – nicht weiterentwickelt, heiratet Sydney einen erfolgreichen Investmentbanker, bekommt zwei Kinder und führt das Leben, für das sie sich entschieden hat.
Aber Sydney erleidet ein Schicksalschlag, der durch nichts zu greifen und zu beschreiben ist, sie verliert bei einem tragischen Autounfall ihre Familie. Jetzt, etwas mehr als ein Jahr nach dem Unglück, kehrt sie zurück auf Gansett Island um Abstand zu bekommen und um Entscheidungen zu treffen, die ihren weiteren Lebensweg betreffen.
Hier setzt die Geschichte an: Luke und Sydney treffen wieder aufeinander und man spürt gleich, dass die Anziehung noch da ist. Sydney ist eine starke Protagonistin, zwar gebrochen und mit vielen Schrammen, die noch großes Leid in sich trägt, aber die den täglichen Kampf aufnimmt. Was mir gut gefällt, ist dass sie nicht nur ihren Schmerz reflektiert, sondern auch Gefühle zulässt,  egal ob es „nur“  Freundschaft ist, Maddie gegenüber oder die Verbundenheit ihrem Hund Buddy gegenüber und natürlich auch die Gefühle für Luke.
Ich habe mich am Anfang selber erwischt, dass ich ungläubig reagierte, mich fast schon ärgerte, dass sie so weitermacht, aber es gibt glaube ich eine Szene, in der Sydney ihren Eltern gegenüber erwähnt, was denn die angemessene Frist zum weitermachen wäre, wenn einen so ein Schicksalsschlag ereilt und ja tatsächlich, die kann es nicht geben.
Lukes Liebe zu Sydney hat die ganzen Jahre gegenüber nicht nachgelassen, er ist für sie da, bedrängt sie nicht, aber macht sich bemerkbar. Ihn hätte ich mir als Charakter gerne manchmal ein bisschen vielschichtiger gewünscht, er nimmt sich zuweilen komplett zurück, aber ich denke auch auf ihn wirkt die gesamte Situation erschlagend, er will Sydney nicht leiden sehen.
Auch die Nebenschauplätze und Nebencharaktere finde ich sehr gut, der Schreibstil ist fesselnd, ich habe das Buch in nicht mal zwei Tagen ausgelesen, auch wenn das Ende bei solchen Romanen bestimmt voraussehbar ist (aber deswegen liest man sie ja auch), will man wissen was sonst noch passiert. Was die Stadt und die Bewohner besonders liebenswert macht, ist dass eben nicht alles „heile Welt“ ist, es gibt Konflikte und Probleme, die es zu bewältigen gilt.

Das war mein erster Roman rund um die McCarthys und ich kann schon sagen, dass ich mit Sicherheit nicht solange warten werde wie Sydney, bis ich wieder nach Gansett Island zurückkehre.

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Tags: gansett island, liebesroman, marie force, mccarthys, schicksalschlag, zweite chance   (6)
 
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