TharinaWagner

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

dämonen, ebook, gottheiten, erkenntnis, norwegen

Erkenntnis

Birgit Arnold
E-Buch Text: 266 Seiten
Erschienen bei neobooks, 13.03.2017
ISBN 9783742794338
Genre: Romane

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86 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, totenhaus, familie, bernhard aichner, selbstmord

Totenhaus

Bernhard Aichner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei btb, 14.11.2016
ISBN 9783442714421
Genre: Krimi und Thriller

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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

graz, krimi, stadt, fesselndes und emotionales buch, tolle wortwahl

Blutrot oder warum ist der Eber tot?

Tharina Wagner
Flexibler Einband: 238 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 01.05.2017
ISBN 9783956673078
Genre: Krimi und Thriller

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

krimi, mord, gottheit, schwert, tod

Trost und Spiele

Robert Preis
Buch: 222 Seiten
Erschienen bei Verlag Federfrei, 01.02.2017
ISBN 9783902784131
Genre: Krimi und Thriller

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282 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

rache, mord, thriller, totenfrau, vergewaltigung

Totenfrau

Bernhard Aichner
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei btb, 11.05.2015
ISBN 9783442749263
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Blum ist Bestatterin. Sie hatte eine alles andere als einfache Kindheit: Statt Liebe und Zuneigung boten ihr ihre Adoptiveltern eine, bereits im Kindesalter vorbestimmte Zukunft. Eben die als Bestatterin. Und wenn sie schon keinen Jungen adoptieren konnten, musste eben ein Mädchen als Erbin herhalten. Blum gewöhnte sich schnell an die Gesellschaft der Toten. Sie begann sogar so etwas wie Gefallen an ihrem Job zu finden. Das änderte jedoch nichts an der Beziehung zu ihren Eltern.

Doch dann lernt sie Mark kennen. Damit wird alles gut. Spät aber doch, erfährt sie was es heißt geliebt zu werden und selbst zu lieben. Die beiden heiraten, bekommen zwei Töchter. Noch Jahre nach ihrem Kennenlernen erscheint Blum ihr Familienglück wie ein Traum.

Dass dieser mit einem Schlag zu Ende sein kann, wird ihr erst bewusst, als es tatsächlich so weit ist: Mark wird auf seinem Motorrad überfahren. Und das vor ihren eigenen Augen. Eben noch gab er ihr den alltäglichen Abschiedskuss und nun ist er tot. Dem Autor ist es gelungen diese Szene so realitätsnah und dramatisch darzustellen, dass er mich damit an einem wunderschönen Sommernachmittag zum Weinen brachte. Allzu lange am Stück konnte ich "Totenfrau" nicht lesen, mit meinen schwachen Nerven.

Blums Welt bricht zusammen. Es fällt ihr immer schwerer, den Alltag zu ertragen. Plötzlich liegt ihr geliebter Mark vor ihr, auf dem Leichentisch. Es ist nicht irgendein Fremder, den sie erst als Toten kennenlernt. Sondern Mark, mit dem sie die schönsten Stunden ihres Lebens verbrachte.
Sie hat Schwierigkeiten damit, für ihre Töchter da zu sein. Zumindest steht ihr Massimo, der Ex-Kollege ihres Mannes, mit Rat und Tat zur Seite.
Als es Blum nach einiger Zeit gelingt, sich zumindest wieder einigermaßen aufzurichten, begibt sie sich in Marks Büro. Durch Zufall stößt sie auf seine letzten Ermittlungen, die ihre Neugierde erwecken. Ihr Interesse an diesen kreiert gleichzeitig eine seltsame Nähe zwischen ihr und ihrem toten Mann. Fast, als wäre er immer noch am Leben.
Blum gräbt weiter und stößt auf entsetzliche Verbrechen. Diese beanspruchen bald ihre gesamte Aufmerksamkeit. Je weiter sie bohrt, desto öfter stellt sie sich die Frage, ob der vermeintliche Unfall ihres Mannes wirklich einer war. Sie beschließt Marks Ermittlungen zu Ende zu führen – auf ihre eigene Art.

Ich habe seit längerer Zeit keinen so mitreißenden Thriller mehr gelesen. Das liegt bestimmt vor allem am Schreibstil des Autors: Er hält seine Sätze meist kurz – trotzdem gelingt es ihm Situationen wunderbar detailgetreu zu beschreiben und Stimmungen auf den Leser zu übertragen.
Aufgrund einiger Kritiken hätte ich mir eine blutrünstigere Geschichte erwartet – unnötiges Blutvergießen fällt allerdings weg. Viel mehr setzt der Autor auf Nervenkitzel. Klare Leseempfehlung.

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19 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

lernprozess, selbstverwirklichung, überm tellerrand schauen, nachhaken, denken

Sind alle Schwäne weiß?

Marvin Nowozin
Flexibler Einband: 182 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 23.01.2017
ISBN 9781540848796
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Sind alle Schwäne weiß?" ist ein durchaus aktueller Ratgeber. Auf dem Cover steht das Wort "weiß" als einziges in schwarz geschrieben. Das ist bereits ein kleiner Hinweis auf die wichtigen Themen Querdenken und Kreativität, die dieses Buch vor allem anspricht. Verfasst ist es in einem lockeren Stil, der zum Weiterlesen anregt. Dasselbe gilt für die vielen Absätze. Da sagt man sich gleich mal "Einer geht schon noch.", auch wenn die Augen eigentlich längst zufallen wollen. Dass der Leser mit "du" angesprochen wird, gefällt mir ebenso. Man fühlt sich dadurch persönlich in die Geschichten und Aufgaben involviert. Apropos Aufgaben: Genau, "Sind alle Schwäne weiß?" ist sogar interaktiv - es gibt nämlich mehrere kleine, aber feine Aufgabenstellungen zu bewältigen. Nichts allzu kompliertes oder langwieriges – ein paar Rätsel, ein paar Fragen... Das empfand ich als gelungene Abwechslung. Gleichzeitig regen diese den Leser zum Nachdenken an.
Obwohl ich das Buch sehr spannend fand, bin ich nicht sicher, ob ich es wirklich als "Inspiration zum kritischen Hinterfragen" bezeichnen würde. Das kann aber auch daran liegen, dass ich das (kritisch Hinterfragen) glücklicherweise schon die meiste Zeit tue. Deshalb interessierte es mich auch besonders, was andere Menschen zu diesem Thema zu sagen zu haben. Themen (wie etwa das Thema "Konstrukte") werden für meinen Geschmack etwas zu kurz angeschnitten. Der Autor hätte hier mehr in die Tiefe gehen können. Ich nehme an, dass er uns nur Anstöße geben wollte, anstatt uns seine Meinung "aufzudrängen". Trotzdem gebe ich dafür einen Stern Abzug. Auf der anderen Seite kann man das auch als positive Kritik sehen, da es schließlich bedeutet, dass mir das Buch nicht lang genug war ;) 


Die Tipps, die der Leser in diesem Werk bekommt, motivieren diesen hauptsächlich dazu, dessen Gewohnheiten zu hinterfragen, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken und gleichzeitig positiv zu denken. Der Autor bringt uns diverse Kreativitätstechniken wie die Zielsetzung und das 9 Punkte-Problem näher. Wenn wir diese Themen nicht schon zur Genüge im Gymnasium durchgenommen hätten, hätte er mich damit sehr beeindruckt. So brachte er mich dazu sie aus der letzten Schublades meines Hirns zu kramen. Das war eine nette Erinnerung daran, sich weder von seinem Umfeld, noch von seinen Gewohnheiten leiten zu lassen. Der Autor fordert uns dazu auf, bewusst wahr zu nehmen, was um uns herum geschieht und genauso bewusst darauf zu reagieren.
In "Sind alle Schwäne weiß" kommen verschiedene Gastautoren zu Wort. Sie alle haben etwas gemeinsam: Sie haben sich ein Projekt in den Kopf gesetzt (teils fielen ihnen die Ideen scheinbar zufällig oder aufgrund eines "Fehlers" zu) – und mit ihrem positiven Herangehen geschafft dieses umzusetzen. Diese Geschichten fand ich durchaus inspirierend.

 
"Sind alle Schwäne weiß?" kann ich LeserInnen empfehlen, die ein wichtiges (vor allem kreatives) Projekt anstehen haben, auch jenen, die nicht so recht wissen, was sie denn nun genau wollen und mit ihrer Zeit anstellen könnten. Bestimmt auch denen, die das Gefühl haben, versagt zu haben - Denn Marvin Nowozin erinnert uns in seinem Werk öfter als nur einmal daran, wieviel man aus seinen so genannten Fehlern lernen kann. Dabei verbreitet er eine Menge positiver Stimmung und verstreut Inspiration. Mich hat "Sind alle Schwänre weiß?" mit weniger Fragen als erwartet, aber dafür mit einem sehr angenehmen Bauchgefühl zurückgelassen. Und solche Bücher sind bekanntlich immer lesenswert. 

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Entdecke die Kraft der Meditation (inkl. CD)

Sharon Salzberg , Jochen Lehner
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.12.2013
ISBN 9783453702448
Genre: Sachbücher

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Troisieme humanité

Bernard Werber
Flexibler Einband: 690 Seiten
Erschienen bei Le Livre de Poche, P., 13.06.2014
ISBN 9782253194941
Genre: Romane

Rezension:

Dieser Roman wurde mir von einer Freundin empfohlen. Gleich zu Beginn muss ich sagen, dass unsere Geschmäcker damit seeeehr weit auseinander gehen. Ich weiß wirklich überhaupt nicht, was sie und der Rest der Welt an diesem Buch finden. Schließlich ist es ein Bestseller – was bisher übrigens an mir vorbeiging. Aber ich hab's wohl einfach nicht so mit dem Kommerziellen – ob wir jetzt von Musik oder Literatur sprechen.

"Troisième humanité" (ich finde leider den deuschen Titel nirgendwo, deshalb habe ich ihn oben frei übersetzt) habe ich in der französischen Originalversion gelesen. Der Autor erklärt uns zu Beginn, sein Roman spiele 30 Jahre nach der Zeit des Lesers. Das fand ich erst spannend, schließlich ging ich ohne Vorurteile an ihn heran.

Zum Inhalt: An der Universität von Sarbonne, in Paris, ist ein Wettbewerb ausgeschrieben: Mehrere Nachwuchsforscher präsentieren Projekte, deren Ziel es ist der Zukunft bzw. dem Überleben der Menschheit zu dienen. Das Projekt des Gewinners soll vom Staat finanziert werden.

In der Welt des Autors gibt es, genau wie zu unseren Zeiten, verschiedenste Konflikte. Vor allem die Atomwaffen des Iran stellen eine große Bedrohung da. Die USA und Frankreich, ihre Verbündeten, sind auf der Suche nach einer Lösung des Problems. Deshalb der Wettbewerb.
Die Schilderungen des Autors hinterließen mich vor allem mit einem negativen Gefühl. Natürlich ist es wichtig über zukünftige (und gleichzeitig doch auch gegenwärtige) Probleme zu schreiben – dadurch, dass mir seine Welt nicht gefiel, gelang es mir allerdings überhaupt nicht in sie einzutauchen. Er vermischt Realität mit Fiktion – das auf eine Art, dass der Leser sich teils verwirrt fragt was nun wahr und was erfunden ist. Das kann natürlich als eine Kunst an sich gesehen werden.

Die Protagonisten hingegen fand ich gut ausgearbeitet: Einerseits ist da der eigenbrödlerische David, der die Pygmäen erforschen will. Bessere Überlebenschancen und Anpassung durch Reduzierung der menschlichen Größe, lautet seine Theorie. Der Autor beschreibt auch den Forscher als klein, was wiederrum gut zu seiner Idee passt.
Eine seiner Konkurrentinnen ist Aurore, eine unabhängige, starke junge Frau, die ihrerseits ein türkisches Amazonenvolk erforscht. Durch die Überzahl an weiblichen Hormonen, zu denen sie durch ein Sekret aus einem Bienenstock kommen, werden sie unempfindlich gegen radioaktive Strahlen.

Weder David noch Aurore sollen den Wettbewerb gewinnen. Allerdings wird Natalia, die so etwas ist wie die Chefin einer staatlichen Elite-Einheit ist, auf sie aufmerksam. Mit ein bisschen Mühe überzeugt sie die beiden davon gemeinsame Sache zu machen. Als kurz darauf ein tödlicher Virus über die Menschheit kommt, heißt es handeln – und zwar schnell.

Hin und wieder lässt der Autor Mutter Erde sprechen, was an sich eine gute Idee ist. Ich erachte es als sehr wichtig, unsere Umweltprobleme immer wieder aufzuzeigen. Aber wieso das ganze in seltsame Halb-Mythen verpacken, wenn man einfach sagen könnte, was Sache ist? Wieder stört mich dieser schmale Grat zwischen Wahrheit und Fantasy. Die Protagonistin "Erde" gestaltet er in meinen Augen nicht so, wie man sich Mutter Erde vorstellen würde. Außerdem packt mir der Autor zu viel Information in diese Geschichte, er überladet sie ein wenig. Der Leser fühlt sich überfordert von den vielen verschiedensten Szenarien, die ich hier nicht im Detail erklären will – vielleicht hat ja doch der eine oder andere Lust darauf, sie selbst zu entdecken.

Nach einer mehrtägigen Lesepause habe ich diesen Roman schließlich bei Seite 508 von 584 weggelegt, da ich schlicht und einfach kein Interesse mehr am Ausgang der Geschichte hatte.

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Der Engel von Graz

Robert Preis
E-Buch Text: 224 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 15.10.2015
ISBN 9783863588953
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Der Engel von Graz" ist der neueste Teil der Serie rund um Inspektor Armin Trost. Unabsichtlich habe ich nämlich nicht mit dem ersten, sondern dem letzten Teil begonnen. Da der Fall allerdings, wie die meisten Krimifälle, in sich abgeschlossen ist, macht das gar nichts. Einzig Trosts Privatleben baut auf die davorigen Folgen auf. Die Zusammenhänge sind trotzdem bestens verständlich. Du hast also grünes Licht, lieber Leser, egal ob du bereits mit Trost vertraut bist oder nicht.

Trost ist ein bestens ausgearbeiteter Hauptprotagonist, dessen Gefühle teils im Gegensatz zu seinen Handlungen stehen. Das will ich keineswegs als Logikfehler hinstellen, denn solche Menschen gibt es einfach - in Büchern, sowie im echten Leben. Man denkt das eine, tut aber das andere, fühlt das eine, macht wieder ganz was anderes. Trost liebt seine Familie ja, die meiste Zeit verbringt er aber trotzdem bei der Arbeit. Und selbst wenn er dann endlich zuhause ist, denkt er immer noch an letztere. Damit ärgerte er mich manchmal richtig, da es ihm einfach nicht gelingt zu tun, was gut für ihn wäre. Der Leser merkt im Laufe des Romans ganz deutlich, wie sich sein Held Schritt für Schritt von seinem Happy End entfernt. Richtig geraten, ich fühlte mich emotional involviert und möchte allein deshalb auch sein nächstes Abenteuer lesen.

Nun aber erst einmal zur Handlung vom "Engel von Graz": Im Freilichtmuseum Stübing, in der Nähe der steirischen Hauptstadt findet man eine tote Frau. Trost wird nach Stübing gerufen, Trost ermittelt. Seine hübsche Kollegin, für die er insgeheim schwärmt, hilft ihm dabei. Der dritte im Bunde, dieser Schulmeister, kann ihnen im Moment nicht helfen, da er verschwunden ist, Unauffindbar. So unauffindbar, dass selbst Armin Trost kurz davor ist die Suche aufzugeben. Außerdem braucht er im Moment seine ganze Energie für den neuen Fall – vor allem da sich herausstellt, dass es nicht bei einer Leiche bleiben wird. Die Schauplätze sind auf eine spannende Art beschrieben. Sie lassen Graz teils richtig düster und unheimlich wirken. Seine Heimatstadt kennt der Autor wirklich gut, was der Leser daran merkt, dass er detailliertes Hintergrundwissen in die Geschichte einbringt. Das tut er allerdings auf eine sehr subtile Weise, nur dann wenn es wirklich zur Handlung passt.

Im Laufe des Romans stellt sich heraus, dass die Morde alle in Verbindung zu historischen Gräueltaten stehen. Da ich selbst noch nie von diesen gehört hatte, machte ich mich erst einmal darüber schlau (wobei auch das nicht nötig ist, um den Roman zu verstehen - es hat mich einfach nur interessiert) Auch dabei wurde ich über das historische Wissen des Autors überrascht. Natürlich kann er sich auch selbst erst vor demVerfassen des Romans über besagte historische Kriminalfälle informiert haben. Eine Stimme in meinem Kopf sagt mir jedoch, dass es sich bei Robert Preis, als Journalisten um eine Art wandelndes Lexikon handeln könnte. Stimmen im Kopf oder nicht, wandelndes Lexikon, oder nicht – Das Lesen dieses Romans hat mir nicht nur Freude gemacht, sondern ich hab auch noch etwas gelernt. Die alten Geschichten verleihen dem "Engel von Graz" ein gewisses Etwas. Da glaubt man eine Stadt zu kennen und bekommt plötzlich eine ganz andere Seite davon präsentiert. Das und der mitreissende Schreibstil sind die Hauptgründe, weshalb ich von Anfang bis zum Ende mitgefiebert habe. Fazit: "Der Engel von Graz" bleibt bestimmt nicht der einzige Preis-Krimi in meinem Bücherregal.

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Buddha

Gautama Buddha , Karl E. Neumann , Karl E Neumann
Fester Einband: 1.197 Seiten
Erschienen bei Lempertz Edition und Verlagsbuchhandlung, 16.10.2006
ISBN 9783933070869
Genre: Biografien

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winter, thriller

Frag die Toten

Linwood Barclay
E-Buch Text
Erschienen bei Knaur eBook, 28.08.2013
ISBN 9783426420713
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich habe die französische Version dieses Thrillers gelesen. Für alle Sprachfreaks hier der Klappentext:

Une disparition ? Keisha est sur le qui-vive. C'est l'occasion rêvée pour elle d'exercer ses talents de voyante... ou plutôt d'arnaqueuse ! Elle débarque sans prévenir chez Wendell Garfield dont l'épouse s'est évaporée. D'abord franchement sceptique, celui-ci change brutalement d'attitude quand Keisha énonce certains détails de sa soi-disant vision. Et si le mari éploré ne l'était pas tant que ça ? Fausse vision, mais vrai danger, voilà Keisha dans de beaux draps !

Keisha gibt vor Medium zu sein. Sie bietet ihre Dienste reichen, verzweifelten Menschen an, die auf der Suche nach Familienmitgliedern sind. Verschwundenen Familienmitgliedern, versteht sich. Zum Beispiel entführt, oder aus Verzweiflung weggelaufen. Als Keisha wieder einmal knapp bei Kasse ist, ergibt sich ihr eine ausgezeichnete Möglichkeit: Wendell Garfields Frau ist unauffindbar. Ohne lange zu zögern, sucht Keisha ihn auf, um ihn an ihrer so genannten Vision teil haben zu lassen. Wie so oft, ist auch dieser gute Mann wenig überzeugt von ihren Fähigkeiten. Doch wohin seine  Ablehnung schließlich führt, hätte sich nicht einmal die gerissene Keisha ausmalen können...

"Celle qui en savait trop / Frag die Toten" ist das erste Buch, das ich von Linwood Barcley gelesen habe. Es ist ein kurzweiliger Roman. Der Schreibstil erscheint mir eher einfach, was natürlich auch an der Übersetzung vom Englischen ins Französische liegen kann.
Dem Autor ist eine überzeugende Hauptfigur gelungen; Keisha ist zwar eine Betrügerin – trotzdem kann der Leser nicht anders, als eine gewisse Sympathie für sie zu empfinden. Irgendwie ist ihr Handeln gar nachvollziehbar, muss sie sich doch um ihren Sohn kümmern. Dabei ist ihr ihr nichtsnutziger Lebensgefährte Kirk keinerlei Hilfe. Im Gegenteil – Keisha würde ihn lieber loswerden, was sich, aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse als gar nicht so einfach herausstellt....

Vor allem zum Ende hin ist der Roman sehr mitreißend. Ich kann nicht hundertprozentig begründen, wieso ich einen Stern abgezogen habe – wahrscheinlich ist das einfach Geschmackssache. Mir hat ein kleines, gewisses Etwas gefehlt, das "Celle qui en savait trop" von anderen Thrillern abheben hätte können. Fazit: Gute, spannende Unterhaltung.

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

krimi, landshut, landshuter hochzeit, markus flexeder, regional

Böse sind die anderen

Markus Flexeder
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei ars vivendi, 28.04.2016
ISBN 9783869136332
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Endlich ist es wieder Zeit für die Landshuter Hochzeit! Das ist ein mittelalterliches Stadtfest mit Ritterspielen und Umzügen, Volksgesängen und Bierzelten. Wie der Name schon verrät, findet dieses in Landshut, Niederbayern statt – und zwar alle vier Jahre. Diesmal werden die Feierlichkeiten allerdings schon im Vorhinein getrübt, nämlich von rechtsextremen Zusammenkünften. Als wäre das nicht genug, wird auch noch eine Leiche in der Isar entdeckt.

Der Autor hat es geschafft, eine sehr authentische Stimmung zu erzeugen. Teils benutzt er Dialekt-Ausdrücke, die Stadt beschreibt er hervorragend und am Ende des Romans findet der ortsunkundige Leser einen Stadtplan.

So ortsunkundig wie die norddeutschen Touristen ist der Hauptprotagonist Korbinian Lallinger eigentlich nicht. Ursprünglich kommt er sogar aus der Gegend. Nachdem er allerdings längere Zeit in München verbracht hat, fühlt er sich in Landshut nicht wirklich heimisch. Vor allem mit der ländlichen Geselligkeit, kann sich der eigenbrödlerische Journalist anfangs nur schwer anfreunden. Mit Lallinger ist dem Autor ein sympathischer Hauptprotagonist gelungen, in den sich der Leser einfühlen kann – der aber trotzdem Geheimnisse verbirgt. Wo wäre denn sonst die Spannung? Davon gibt es in "Böse sind die anderen" eine ganze Menge. Der Autor setzt nicht auf Kapitel, sondern auf kurze Abschnitte, die häufige Szenenwechsel mit sich bringen. Teils können diese ein bisschen verwirren, den Leser aber vor allem neugierig machen. Außerdem motivieren sie zum Weiterlesen, man sagt sich nämlich gleich einmal "Ein Teil geht noch". (oder in dem Fall vielleicht dann doch eher "Ana geht no.")

Während seines Urlaubs in Landshut, interessiert sich Lallinger nicht nur für die adrette Rezeptionistin im Dirndl, sondern auch für den Toten in der Isar. Tod durch Fremdverschulden, übrigens, denn sonst würde der nicht aussehen, wie er aussieht. Ich stelle ihn mir nicht besonders hübsch vor. Dem Leser werden Stück für Stück Familiengeheimnisse und andere Intrigen dargelegt.  Der Autor gibt uns Einblicke in die düstere Vergangenheit der "Bösen"; sowie in die (vielleicht ebenso düstere) Vergangenheit der „Guten“. Aber böse sind schließlich die anderen, oder etwa nicht?

Der Autor gibt dem Leser viele interessante Gedankenanstöße. Er wirft auf verschiedene Art Fragen über gut und böse auf. In seinem Werk gelingt es ihm nicht nur den Leser zu fesseln, sondern ihn außerdem immer wieder aufs Neue zu überraschen. Trotzdem ist die Handlung nicht nur mitreissend, sondern auch schlüssig. Es ist Flexeder gelungen mich zu begeistern,, mich anzuekeln, mich hoffen zu lassen und meine Gedanken auch nach dem Lesen noch mit der Thematik zu befassen. Ein klarer Fall für fünf Sterne.

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19 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 0 Rezensionen

buddhismus, wissen, glauben

Einführung in den Buddhismus

Dalai Lama XIV. ,
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 01.01.2009
ISBN 9783451049460
Genre: Sachbücher

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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, fantasy, vampire, fiona flame, verlag 3.0

Fiona - Entscheidungen

Zsolt Majsai
Buch: 300 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 30.06.2015
ISBN 9783956671685
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Fiona Flame. Erinnert ihr euch? Das ist diese junge Frau mit der großen Klappe und dem kurzen Top. Im ersten Teil lernten wir sie kennen und lieben – auch wenn sie manchmal so richtig ansträngend sein kann. Wegen dem großen Mundwerk vor allem und außerdem, weil sich bei ihr ständig alles immer um Sex drehen muss.

Zu Beginn des zweiten Teiles möchte der Leser meinen, Fiona wäre ruhiger geworden. Da lebt sie nun dahin, als verheiratete Frau, geht jeden Morgen als brave Firmenchefin im braven Firmenkostüm in die Firma (brave Firma hätte dann doch blöd geklungen). Ich hätte schon fast gedacht "Und jetzt kommt dann ein Baby..." (weil Hund gibt's ja tatsächlich schon) und glücklich sind sie alle bis ans Lebensende... Aber nein, das ist eben nur der Anfang dieses Teils. Kurz darauf geht's so richtig los. Der erste Teil war zwar sehr actionreich, ich hätte ihn aber nicht unbedingt als Fantasy-Roman bezeichnet. Dafür gibt es einen ganz einfachen Grund: Es war erst der Beginn einer ganzen Serie, die Teil der Kristallwelten-Saga ist. (mehr dazu auf der Seite vom Verlag 3.0) Im ersten Teil erkannte der Leser zwar, dass Fiona übermenschliche Kräfte hat, ansonsten wirkte er allerdings wie ein gewöhnlicher Thriller.

In "Fiona - Entscheidungen" ist es dann so weit: Dem Leser wird eine genauso fantastische wie actionreiche Parallelwelt präsentiert. Fiona, die ich ja bereits in meiner ersten Rezi als "Anti-Heldin" bezeichnete, hat am Beginn von "Entscheidungen" überhaupt keine Lust die Welt zu retten. Dafür ist sie viel zu beschäftigt mit ihrem Durchschnittsleben. Seltsam also, dass es ihr überhaupt in den Sinn kommt den geheimnisvollen Besucher zu kontaktieren, der damals an ihrem Krankenbett auftauchte – noch dazu zwei Jahre später. Wahrscheinlich tut sie das aus einem sechsten Sinn heraus – oder sie hat das friedliche Alltagsleben insgeheim satt. Die Frage, wer dieser seltsame Besucher sein könnte, lässt sie nicht los... Fiona bekommt Antworten. Manche sind schön, andere weniger. Verstörend sind beide. Fiona stößt auf Wahrheiten, die ihr gesamtes bisheriges Weltbild völlig auf den Kopf stellen. Spätestens als mehrere Frauen entführt werden, kann Fiona nicht mehr weiterleben wie bisher. Sie stellt sich ihrem Schicksal. Erst einmal nimmt sie ihr Kampftraining wieder auf – was eine sehr gute Entscheidung ist. Schließlich steht sie schon bald Kreaturen mit übermenschlichen Kräften gegenüber. Glücklicherweise hat sie die schöne und geheimnisvolle Katharina an ihrer Seite. Auch sie bringt Fiona ganz schön durcheinander...

Wie der Titel schon sagt, liegt es im zweiten Teil an Fiona eine (bzw. mehrere) Entscheidung(en) zu treffen und auch dazu zu stehen. Bei allem, was während dieser Episode passiert, ist das alles andere als einfach. Für meinen Geschmack passiert sogar ein bisschen zu viel. Ich bin Fan der langen Einleitungen und Ausführungen, gemütlichen Handlungen, die vor sich hin plätschern.
"Fiona – Entscheidungen" strotzt vor Action, Fantasy und nicht zu vergessen Erotik. Es ist ein aufregender Roman, der mich fesselte. Manchmal hat mich die dichte Handlung (typisch Fantasy?) allerdings etwas überfordert, weshalb ich einen Stern abziehe. Fazit: Fantasy-Herzen werden höher schlagen.

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vorurteile, frankreich, blassrosa, liebe, haus

Blassrosa oder die geheime Taktik des Monsieur F

Tharina Wagner
Buch: 255 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 30.05.2015
ISBN 9783956671524
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

nordpol, trau, rockstar, subkultur, pinguin

Der Flug des Pinguins

HC Roth , Arne Kulf
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei edition subkultur, 07.03.2013
ISBN 9783943412017
Genre: Romane

Rezension:

Auf Hc Roth kam ich durch den Club Wakuum in Graz. Dort haben wir vor kurzem eine gemeinsame Lesung abgehalten. Hc ist ein ziemlich abgedrehter Typ, der sich anscheinend hin und wieder für einen Rockstar hält. Dementsprechend unterhaltsam sind auch seine Lesungen. 

„Der Flug des Pinguins“ passt hervorragend zu einem, sich mit Gitarre am Boden wälzenden Autoren. Die Grundidee dieses Romans finde ich sehr originell. Und zwar passieren hier zwei Geschichten parallel – was an sich ja nichts Neues ist, in dieser Form allerdings schon – zumindest für mich. 

Lasst mich mit der ersten Geschichte beginnen; der eines erfolglosen Autoren, der den großen Namen Rilke trägt. Doch selbst sein Name kann ihn nicht davon abhalten, sich in seiner versifften Bude lauwarmem Bier hinzugeben und im Selbstmitleid zu versinken. Das hat der Autor sehr bildhaft beschrieben – ich konnte mir sehr gut eine viel zu dunkle, muffig riechende Wohnung vorstellen. Ein bisschen Schimmel in den Zimmerecken, diverse Körperbehaarung zwischen Essensresten am Boden verstreut. Der Grund für besagtes Selbstmitleid ist, dass sich kein Verlag für Rilkes Debütwerk interessiert - falls die „Verlagsmenschen“ sich überhaupt die Zeit nehmen, um sich sein Meisterwerk anzusehen. Das bezweifelt Rilke. Zusammen mit Pizzakartons und leeren Bierdosen stapeln sich Absagen in seiner Wohnung, die ja eigentlich gar nicht seine, sondern die Wohnung des Vaters seiner Freundin ist. Das ist SIE - die einzige Person, die an ihn glaubt und doch eigentlich viel zu perfekt ist, um Interesse an ihm und seinem verkümmerten Dasein zu haben – was Rilke, wie üblich erst dann merkt, als sie ihn tatsächlich sitzen lässt – auf diesem dreckigen Sofa, in der dreckigen Wohnung voller lauwarmer Bierdosen. Von da an geht es für unseren Anti – Helden nur noch steiler bergab. Scheinbare Zufälle hindern ihn daran sich wieder aufzurappeln. Das einzige, was seine Laune immer ein bisschen verbessern kann, ist sein eigener Roman, in dem er, immer wieder aufs Neue, liest. Genau dieser Roman ist die parallele Handlung. 

Rilkes Roman erzählt die Geschichte eines Pinguins – eines wirklichen Pinguins, gar nicht metaphorisch gemeint. Dieser heißt Billy Pinguin und lebt am Südpol. Abgesehen davon, dass es ihm dort viel zu kalt ist, hat er große Zweifel daran, an diesem Ort jemals seinen großen Traum, nämlich Rockstar zu werden, erfüllen zu können. So lässt er seine Mutter und seine Heimat hinter sich und macht sich auf den Weg nach Amerika. Obgleich der Pinguin auch seine Höhen und Tiefen erlebt, scheint er es um einiges leichter zu haben, als Rilke selbst. Manchmal könnte man sogar meinen, sein Erfinder sei ein wenig neidisch auf ihn. Wahrscheinlich absichtlich weisen die beiden Geschichten mehrere Parallelen auf – wie zum Beispiel die Suche nach der Erfüllung des großen Traums. Obwohl Rilke von Anfang an eher wie ein Versager wirkt, gelingt es dem Autor eine positive Grundstimmung zu schaffen. Das Thema „großer Traum“ gefällt mir persönlich immer sehr gut, egal wie unrealistisch die Geschichte dazu sein mag. Macht es nicht gerade besonders Spaß beim Lesen in eine Welt, weit weg von der Realität einzutauchen? Zumindest solange die Botschaft stimmt. „Der Flug des Pinguins“ hat neben mehreren Botschaften auch sehr viel Witz.

Womit ich mich persönlich nicht identifizieren kann, da mich diese Musikschiene gar nicht interessiert, sind die oft angesprochenen Rockmusiker und –Titel. Trotzdem passen diese natürlich bestens zur Geschichte, machen diese sogar noch authentischer. 

Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse ein wenig, was mich kurz verwirrt und vor allem überrascht hat. Ich habe mich währenddessen gefragt, wie der Autor da wohl zu einem passenden Ausgang finden würde – doch es gelingt ihm, überzeugt euch selbst davon. Ich hatte großen Spaß an der Geschichte über den erfolglosen Autoren und den animalischen Rockstar und kann sie nur weiterempfehlen. 

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Tags: der flug des pinguins, hc roth, nordpol, pinguin, rockstar, subkultur, trau   (7)
 

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

mord, krimi, bankenbetrug, österreich, bilanzfälschung

Hintermänner

Werner Stanzl
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Styria Premium in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG, 04.11.2015
ISBN 9783222135217
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Was macht man als Bankdirektor einer der wichtigsten österreichischen Banken, wenn diese dabei ist langsam, aber sicher den Bach runter zu gehen? Man holt sich den Landeshauptmann mit ins Boot, um diese zur retten -und geht gemeinsam den Bach runter. Oder vielleicht nicht – einen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Um besagte Bank zu retten, geht man nicht nur ein sehr hohes Risiko ein – eher geht man über Leichen. Schließlich hat man eine überaus wichtige Mission zu erfüllen. 

Die erste, nun nicht sprichwörtliche, Leiche lässt nicht lange auf sich warten: Ein junger Mann, erdrosselt mit einer Seidenschnur, wird am Strand von Grado angeschwemmt. Da kommt Kommissar Vossi, der Hauptprotagonist ins Spiel. Mit ihm ist Stanzl ein durch und durch sympathischer Charakter gelungen. Vossi ist klug, gebildet, liebenswürdig, menschlich. Für mich ist er nicht nur der Hauptprotagonist, sondern gleichzeitig Überbringer hochinteressanten Wissens, das der Autor im Laufe seiner jahrelangen Tätigkeit als Journalist gesammelt hat. Dabei lässt sich seine Recherchearbeit nicht nur sehen, sondern den Leser staunen, den Kopf schütteln, sich verwirrt fragen was denn in diesem Buch real und was erfunden sein könnte. 
 
Das umfangreiche Wissen des Autors drängt sich dem Leser jedoch nicht auf. Viel mehr verpackt Stanzl es in eine mitreißende Geschichte, der es an Spannung nicht fehlt. Deren Charaktere sind gut durchdacht und -beschrieben. Einwandfrei präsentiert er den Bösewicht von der ersten Zeile an als solchen. Mit den „Guten“ sympathisiert der Leser von Anfang an. Stanzl fesselt diesen aber nicht nur, sondern bringt ihn auch zum Nachdenken. Er bringt ihn dazu, sich für wichtige geschichtliche Ereignisse zu interessieren, die dieser unter Umständen bisher links liegen gelassen hat. Beispielsweise erfahren wir ganz nebenbei so einige geschichtliche Hintergründe zu den schockierenden Völkermorden der Tchetniks. 

Bei einem einzigen Mord bleibt es in Commissario Vossis zweitem Fall natürlich nicht. Er stößt auch auf eine unbekannte Dame im Gefrierschrank, in diesem Fall erstochen. Und da wäre dann noch dieser Wiener Politiker – tot in seinem Hotelzimmer aufgefunden. Welchen Zusammenhang es zwischen all diesen Toten gibt, kann ich euch an dieser Stelle natürlich nicht verraten. Aber raten kann ich euch- Findet es selbst heraus! 

Einen Stern ziehe ich den Hintermännern ganz gefühlsmäßig ab, da mir der Schreibstil nicht immer hundertprozentig zusagt. Manchmal ist mir dieser zu wenig bildhaft, zu „journalistisch“, zu nüchtern. Das sollte euch, als potentielle Leser jedoch keinesfalls abschrecken – es lohnt sich nämlich durchaus euch Vossis zweiten Fall näher anzusehen. 

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familie, ziel, traum, liebe, frankreich

Träume ernten: Eine junge Frau, ein altes Weingut und ein neues Leben

Lidewij van Wilgen
E-Buch Text: 287 Seiten
Erschienen bei Lübbe Digital, 21.06.2013
ISBN 9783838725017
Genre: Romane

Rezension:

Man hat mir diesen biografischen Roman empfohlen, da er in der Region spielt, in der ich wohne: dem Languedoc Roussillon. Kennt ihr diese Region? Das ist Südfrankreich abseits vom Schicki-Micki: Scheinbar unangetastete Wälder zwischen Steinklippen - Schafsherden, die von niemandem anders gehütet werden, als einem Schäferhund. Rötliche Erde, die an Westernfilme erinnert. Und vor allem: Weinfelder. Wein ist nämlich das Hauptexportgut des Languedoc Roussillon.

Die Autorin Lidewij van Wilgen ist, wie ich, in diese Gegen ausgewandert. Da hören unsere Gemeinsamkeiten auch schon auf – zum Beispiel aus dem Grund, dass sie und ihr Mann Aad sich einfach einmal leichten Herzens dazu entscheiden können, ein Weingut zu kaufen. Zu Beginn der Geschichte leben die beiden als erfolgreiche Marketingmanager mit ihren drei Töchtern in Amsterdam. Diese besuchen, wie alle Kinder in ihrem Freundeskreis, teure Montessori – Schulen. Der Familie mangelt es an nichts – und doch sehnen sie sich nach einer Veränderung. Aad ist ein bisschen mehr Weinkenner und -Liebhaber als Lidewij. Doch auch sie ist begeistert von seiner Idee, sich ein Weingut in Südfrankreich zuzulegen.

Und so finden sie sich schon bald auf einem genauso idyllischen, wie renovierungsbedürftigen "Mas" in Murviel-les-Béziers wider. Dort sind sie zwar umgeben von rauen Landsleuten mit dem singenden Akzent des Südens – aber trotzdem nicht Teil deren Gemeinschaft. Vor allem Lidewij hat einige Schwierigkeiten sich einzuleben. Auf der einen Seite gefällt ihr das neue Leben am Land natürlich. Auf der anderen stellt der Umzug ihren gesamten Alltag völlig auf den Kopf. Von den, Teils Macho-haften Nachbarn und Angestellten wird sie anfangs als nerviges Anhängsel ihres Mannes (der sich ja zumindest mit Wein auskennt, auch wenn es ein reicher, ausländischer Schnösel ist) gesehen. Noch schwieriger wird es für sie, als dieser einen neuen Werbe-Auftrag in Amsterdam annimmt. Von da an kommt er nur noch am Wochenende zu seiner Familie nach Frankreich. Zu Lidewijs Eingewöhnungsproblemen kommen nun ganz andere – sie kümmert sich gleichzeitig quasi alleine um ihre drei Töchter und die Leitung des Weinguts. Dazu kommt die Einsamkeit der großen, alten Steinhäuser, die man sich fast nicht ausmalen kann, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Nicht zu vergessen die schrulligen, teils sexistischen Weinbauern, die nur darauf warten, dass sie auf die Schnauze fällt. Schließlich ist es absehbar, dass eine reiche, aus den Niederlanden dahergelaufene, Wochenend-Ehefrau es nicht hinkriegt ein Weingut zu leiten. Oder? Und ob Lidewij das hinkriegt! Erstens packt sie selbst richtig mit an, anstatt "la merde" den Arbeitern zu überlassen. Dabei lernt sie gleich so einiges dazu, anstatt sich in ihrem großen Haus zu verstecken. Zweitens kümmert sie sich um all den anfallenden Papierkram, die Abrechnungen, Marketing... und drittens gibt es da auch noch, ganz nebenbei drei Mädchen, die natürlich auch ein bisschen Auferksamkeit brauchen – wenn sie sich auch schneller an die neue Umgebung gewöhnen, als ihre Mutter. Um sich zur tatsächlichen Weinkennerin zu meistern, besucht Lidewij außerdem eine Winzerschule. Wie der Leser sich das vorstellt, wird sie dort anfangs überhaupt nicht ernst genommen; was sich aber aufgrund ihrer Zielstrebigkeit ganz schnell ändert. Und das Resultat ist von "hinkriegen" ganz weit entfernt – aber davon dürft ihr euch gerne selbst überzeugen!

Natürlich ist der gute (und besser werdende) Wein eines der Hauptthemen dieses Romans. Ich muss zugeben, dass mich dieser persönlich sehr, sehr wenig interessiert. Der Roman gefällt mir aber trotzdem. Einer der Hauptgründe dafür ist der, dass ich die Region und deren Einwohner kenne. Gerade deshalb finde ich es wirklich fantastisch, dass es Lidewij nicht nur gelungen ist, sich hervorragend zu integrieren, sondern sich und ihrem Weingut auch noch einen Namen zu machen. Natürlich könnte man sagen "Sie war eben reich und da kann man sich schnell mal ein Weingut kaufen." Was man allerdings nicht kaufen kann, sind die Sympathien der Nachbarn, die Erfahrungen, den Fleiß und Willen etwas aus dem "Mas des Dames", wie sich das Weingut nennt, zu machen. Deshalb bewundere ich Lidewij, die den Traum, der eigentlich aus dem Kopf ihres Mannes entsprungen ist, nicht nur zu ihrem eigenen macht, sondern auch noch erfüllt.

Im Laufe des Romans entsteht eine tiefer werdende Kluft zwischen Lidewij und Aad; zwischen Lidewijs Alltag in Murviel und dem ihres Mannes, der die meiste Zeit in Amsterdam verbringt. Die Autorin erzählt uns von ihren Zweifeln, ihren aufkommenden Beziehungsproblemen. Eines schönen Tages stellt Aad sie dann tatsächlich vor die Wahl; Das alte Leben oder das neue? - Die Scheinwelt der amsterdamer Werbebranche oder die raue Natur? - Wir beide in Amsterdam, oder du alleine auf dem Weingut?

Diese Geschichte bewegt bestimmt vor allem die Leser, die sich im Languedoc Roussillon ein bisschen auskennen – vielleicht auch grundsätzlich solche, die sich mit dem Thema "Auswandern" oder "Zielsetzung" beschäftigen. Denn für mich ist Ludiwij ein Paradebeispiel eines Stehaufmännchens, das sich, ziemlich dickköpfig, etwas in den Kopf gesetzt hat und das auch durchzieht. "Träume ernten" ist eine schöne Geschichte, die mich zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken gebracht hat.

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Tags: familie, frankreich, liebe, traum, weingut, ziel   (6)
 

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pest, paris, ratten, krimi, mord

Fliehe weit und schnell

Fred Vargas , Barbara Meerkötter , Suzanne von Borsody
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, DAV, 01.08.2007
ISBN 9783898136754
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Flieh weit und schnell“ ist der erste Roman von Fred Vargas, den ich gelesen habe. Die Autorin erzählt uns die Geschichten zwei sehr unterschiedlicher Personen, die nach und nach zu einander finden. Schauplatz ist eine meiner Lieblingsstädte, nämlich Paris. Das war einer der Gründe, warum ich interessiert an diesem Roman war. In Wahrheit hätte „Flieh weit und schnell“ allerdings auch am uninteressantesten Ort der Welt spielen können – denn es sind die Handlung und natürlich vor allem die spannende Art der Autorin diese zu erzählen, die den Leser besonders fesseln. Innerlich sieht dieser die Protagonisten vor sich, wie sie in den dunklen Straßen von Paris ihren Aufgaben nachgehen. Paris, diese wunderbare Stadt, die plötzlich von der Pest heimgesucht werden soll – was doch eigentlich in der heutigen Zeit nicht wahr sein kann, oder etwa doch?

Zu Beginn des Romans lernen wir Joss Le Guern kennen. Das ist ein ehemaliger Kapitän, ein Bretone. Das Leben scheint es nicht gut mit ihm zu meinen, denn er steht plötzlich, aufgrund seines Temperaments, ohne Job da. Dabei hat er doch ein gutes Herz – er ist einfach nur ein roher Kerl. Ohne sein geliebtes Schiff beginnt Le Guern, der eines schönen Tages am Gare Montparnasse ankam, langsam aber sicher zu verkümmern. Eines Tages erscheint ihm einer seiner verstorbenen Vorfahren und legt ihm die Tätigkeit des „Ausrufens“ ans Herz. Was das genau bedeutet? Der Ausrufer liest mit lauter Stimme Nachrichten des Volkes vor, die dieses ihm zuvor zukommen ließ. Das können Kleinanzeigen sein, Liebesbriefe, aber auch Hasstiraden oder andere unmoralische Botschaften. Letztere kann der Ausrufer natürlich un-vorgetragen beiseitelegen, wenn er das bevorzugt. Anfangs skeptisch, beschließt Le Guern tatsächlich den altmodischen Beruf des Ausrufers auszuüben und hat auch noch Erfolg damit. Von Tag zu Tag gesellen sich mehr interessierte Passanten zu ihm auf den Platz. Was sie allerdings nicht verstehen, sind diese immer öfter auftauchenden, verschlüsselt wirkenden, in altmodischer Sprache verfassten, Nachrichten. Le Guern versteht sie genauso wenig. Doch da der anonyme Verfasser ihm ein anständiges Entgelt in seiner Urne lässt, sieht er es nur als angebracht, diese auch vorzutragen. Die Le Guerns sind schließlich keine Gauner. Außerdem haben diese seltsam aufgebauten Sätze keinerlei unmoralischen Hintergrund. Oder etwa doch? 

Die Idee des Ausrufens finde ich sehr gut gewählt, sie hat mich sofort mitgerissen. Obwohl die Geschichte in unserer Zeit spielt, fühlt sich der Leser dadurch sogleich in die Vergangenheit versetzt. Das gibt diesem Roman ein ganz besonderes Flair. 

Die, am Anfang bereits erwähnte, zweite Hauptperson des Romans, ist Kommissar Adamsberg. Dieser kommt ins Spiel, als einer jungen Frau seltsame Markierungen auf verschiedenen Türrahmen auffallen. In seinen schmuddeligen T-Shirts passt der Kommissar gar nicht zu seinen Kollegen. Die meiste Zeit verbringt er damit, darauf zu warten, dass die Polizeistation, auf die er gerade versetzt wurde, renoviert wird. Nebenbei geht er vor allem gerne seinen Intuitionen nach und fertigt Notizen zu seinen neuen Mitarbeitern an, deren Namen er sich einfach nicht merken kann. Auch mit Kommissar Adamsberg ist der Autorin ein überzeugender Protagonist gelungen. Als besagte besorgte Frau am Revier auftaucht, ist Adamsberg erst nicht sicher, ob er sie ernst nehmen soll. Türmarkierungen – das klingt schließlich nach einem Jugendstreich. Seine Intuition ist allerdings Feuer und Flamme und soll auch noch Recht behalten…

Mit ihrem ganz eigenen, bildhaften Schreibstil weiß Vargas zu fesseln. Als Fazit kann ich also mit absoluter Sicherheit sagen, dass es zwar der erste, allerdings nicht der letzte ihrer Romane sein wird, den ich vorhabe zur verschlingen. 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

südfrankreich, héraul, reisen, auswandern

Allez, on y va!: Mein langer Weg nach Südfrankreich

Gabriele Poweleit
E-Buch Text: 258 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 16.08.2012
ISBN 9783844889093
Genre: Biografien

Rezension:

1977 beschließen Gabriele und Ditmar, ein junges deutsches Ehepaar, eine Frankreich-Rundreise im Wohnmobil zu starten. Tochter Sabine und der Hund sollen natürlich ebenfalls am Abenteuer Teil haben. Dieses beginnt in Paris und zieht sich quer durchs ganze Land – egal ob bei Sturm, Regen oder Krankheit.
Die Autorin erzählt uns von ihren Eindrücken und Erlebnissen, der französischen Kultur und Geschichte – wobei humorvolle Anekdoten natürlich nicht fehlen dürfen. Beispielsweise „beschuldigt“ sie die Franzosen die wahren Erfinder der „toilette de turc“(türkischen Toiletten) zu sein, was diese „starr von sich weisen“. (Man stelle sich an dieser Stelle einen schmallippigen, kopfschüttelnden Herrn mit Baguette unterm Arm vor, wobei der Kopf sich leicht ins Rot zu verfärben beginnt – was natürlich meine persönliche Klischee-Interpretation ist) Interessant finde ich hier, dass Gabriele und Ditmar ihr Wohnmobil zu dieser Zeit anscheinend an allen erdenklichen Orten parken konnten, ohne irgendwelche Strafzettel dabei einzukassieren. Das führt mich gleich zu dem Punkt, der diese Biografie für mich besonders interessant gemacht hat: Als Auswandererin (obwohl ohne Wohnmobil) erkannte ich mich beim Lesen oft selbst in Gabriele wieder und fand vor allem den Vergleich zwischen dem damaligen und jetzigen Frankreich interessant. Hie und da waren mir die detaillierten Ausführungen zu Beginn allerdings etwas zu langatmig. 


Jahre nach der Reise im Wohnwagen zieht es Gabriele und Ditmar (jetzt ohne Tochter, da erwachsen und der Hund… gab es den Hund da eigentlich noch?) immer mehr in den Hérault, ans Mittelmehr, nach Südfrankreich. Da wurde es natürlich wieder besonders interessant für mich, da ich in genau dieser Region lebe. Eine zauberhafte Region übrigens, was die Autorin sehr schön in ihren Erzählungen beschreibt. Sie teilt mit dem Leser ihre Einwanderer-Erfahrungen und gibt nebenbei noch detailliertes Wissen über die Region und deren Sehenswürdigkeiten preis. Falls du, lieber Leser, vor hast zu uns auf Urlaub zu kommen, hat „Allez – on y va“ so einige Tipps für dich auf Lager. 


Zum Schmunzeln brachte mich die Autorin bei ihrem Bericht über einen ihrer Friseurbesuche in der Region. Dort wurde sie, da sie zur Sicherheit ein bisschen zu früh erschien, bis weit über die vereinbarte Uhrzeit hinaus, ignoriert – und das während sich die Friseurin bei Kaffee mit einer Freundin unterhielt. Mit ihren guten und schlechten Eigenheiten sind die Südfranzosen ein Völkchen für sich (übrigens nicht zu vergleichen mit den Franzosen aus anderen Regionen) – und das wird in „Allez – on y va“ mit einigen anschaulichen Beispielen dargestellt. Den Poweleits gelingt es trotzdem sich gut zu integrieren und schnell Bekanntschaften zu machen. Doch nichts verläuft ohne Schwierigkeiten – vor allem als Ditmars Gesundheit gefährdet ist, werden die beiden auf die Probe gestellt…


Neben der eigenen Geschichte erzählt uns Gabriele von südfranzösischen Traditionen und teilt einige leckere Rezepte mit uns, was diesen Roman zu einem bunten Mix aus Erzählungen, Ratschlägen und Ideen macht. Zum Ende hin fand ich das Ganze ein wenig zu unstrukturiert, vor allem als ich auf ein Kapitel gestoßen bin, in dem sich Gabrieles Briefwechsel an einander reihen. Ansonsten eine entspannende (Urlaubs-) Lektüre, vor allem für alle Frankreich-Liebhaber und die, die es noch werden wollen. 

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Tags: auswandern, héraul, reisen, südfrankreich   (4)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

abenteuer, jürgen friemel, fantasy

Quasarmagie

Jürgen Friemel
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Belle Epoque Verlag, 24.07.2015
ISBN 9783945796221
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Da ich nicht viel von Gewohnheiten halte, habe ich beschlossen nach einiger Zeit wieder einmal zu Fantasy zu greifen. 
 
Den Prolog, der nicht sonderlich lang ist, fand ich etwas langatmig. Gleichzeitig verstehe ich natürlich, dass bei den meisten Fantasy-Romanen Prologe, die die geschaffene Welt erklären, nötig sind. Im Nachhinein finde ich die Vorgeschichte auch gar nicht mehr so uninteressant, währenddessen hoffte ich allerdings nur, dass sich der Roman an sich spannender gestalten würde. Ich hatte Glück, denn dieser ist alles andere als langatmig, im Gegenteil – die Handlung hat mich mitgerissen. Der Autor entführt den Leser in eine mittelalterliche Welt, ganz anders als die unsere. Ein bisschen hat mich „die Hüter Amas“ an „Herr der Ringe“ erinnert. 

Die Geschichte beginnt mit dem sechzehnten Geburtstag des Hauptprotagonisten Ragnor. Mit diesem Tag startet seine Ausbildung als Jäger und Krieger, die er bereits mit freudiger Aufregung erwartete. Seine Kindheit verbrachte er behütet in einem abgelegenen Dorf. Jahre zuvor fanden ihn seine Zieheltern als Säugling, neben ihm ein Schwert und einen Dolch, die sie ihm zu seinem Ehrentag überreichen. Ob Ragnor durch diese Waffen etwas über seine Herkunft herausfinden kann? 

Ich musste mich ein wenig einlesen, vor allem die Beschreibung der Jagd zu Beginn war mir zu detailliert. Das ist natürlich Geschmackssache und auch wenn ich die Details nicht so spannend fand, ist es doch bewundernswert wie der Autor zu seinem Wissen kam. Es kann natürlich sein, dass er einfach eine blendende Phantasie hat, oder aber er hat 1. eine blendende Phantasie und 2. selbst „überlebenskünstlerische“ Abenteuer bestritten. Sobald dieser erste Abschnitt überwunden ist, geht es auch schon richtig zur Sache, denn die Truppe (die aus Ragnor und seinen Jagd-Ausbildnern besteht) trifft auf Banditen. Der Frieden im gesamten Königreich ist durch das Treiben mehrere Rebellen-Gruppen bedroht. So ist Ragnor dazu gezwungen schneller erwachsen zu werden als ihm lieb ist. Er lernt, dass nicht alle Bewohner des Königreichs die Werte teilen, die man ihm selbst ans Herz gelegt hat. Schon während der ersten Kämpfe stellt sich heraus, dass Ragnor mehr als nur ein außergewöhnliches Talent für den Schwertkampf hat. Ohne Zweifel besteht eine besondere Verbindung zwischen ihm und seinen Waffen. Könnte dabei Magie im Spiel sein? 
 
Im Laufe seines Abenteuers lernt Ragnor auch positive Seiten des Erwachsenwerdens kennen, wie etwa die Liebe. Wie es sich für einen wahren Helden gehört, rettet er der Geliebten erst das Leben und wird anschließend von ihr mit ihrer körperlichen Zuneigung entlohnt und gleich in der darauffolgenden Nacht entjungfert. Dabei spart der Autor nicht mit Details und lässt so ein wenig knisternde Erotik aufkommen. Obwohl sich schon bald herausstellt, dass es sich bei den beiden nicht nur um Sex dreht, bleiben wir weit entfernt von einer kitschigen Erotikromanze. Im Vordergrund bleiben außerdem weiterhin die Abenteuer, die Ragnor und die anderen Krieger auf ihren Reisen erleben.
Ob Ragnor und seine Geliebte eine Zukunft haben steht in den Sternen – oder aber vielleicht doch im zweiten Teil, auf den ich nach diesem ersten Abenteuer schon richtig neugierig geworden bin. „Die Hüter Amas“ ist nämlich ein sehr lesenswerter Roman. Obwohl der Aufbau reichlich Spannung erzeugt, hat der Leser doch ein Gefühl von Sicherheit, denn für einen so liebenswürdigen Protagonisten wie Ragnor können die bevorstehenden Abenteuer doch nur gut ausgehen, oder sollte ich mich da irren? In seiner naiven Gutherzigkeit ist er ein sehr glaubwürdiger Charakter, der einem schnell ans Herz wächst. Auch der Schreibstil des Autoren ist sehr angenehm und leicht zu lesen. 
Das „Risiko“ zu diesem Fantasy-Roman zu greifen lohnt sich. 

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Tags: abenteuer, fantasy, jürgen friemel   (3)
 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

fiona, kristallwelten, zsolt majsai, action, mord

Fiona

Zsolt Majsai , Clara Vath
Buch: 260 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 30.05.2014
ISBN 9783956670428
Genre: Fantasy

Rezension:

Zu Beginn der Geschichte wirkt die Hauptfigur Fiona Carter wie eine typische Millionärstochter; verwöhnt und oberflächlich. Schon bald merkt der Leser allerdings, dass sie so einige Überraschungen in sich birgt - und das tut auch dieser Roman. 

Die junge Frau arbeitet in der Firma ihres Vaters, der für seine Tochter nicht viel mehr als eine große Portion Gleichgültigkeit übrig hat. Erst als Fionas jüngerer Bruder ermordet wird, scheint ihm bewusst zu werden, dass dieser bisher nicht sein einziges Kind war. Fiona wird auch etwas bewusst – nämlich, dass über so einige spezielle (körperliche und geistige) Fähigkeiten verfügt, die für die Aufklärung des Mordfalles ganz und gar nicht unpraktisch sind. Keineswegs hat sie nämlich vor diese Arbeit der Polizei zu überlassen. Schritt für Schritt bringt die junge Frau die Intrigen einer verbrecherischen Organisation ans Licht, die um einiges mehr zu verantworten hat als nur den Tod ihres Bruders. 

Überrascht, oder sogar leicht irritiert hat mich anfangs die direkte Ausdrucksweise der Hauptprotagonistin. Sie profiliert sich beispielsweise damit mit mindestens zwei Dutzend Männern geschlafen zu haben, was wohl die wenigsten der Leser als besondere Heldentat betrachten. Das hat sie für mich kurz unsympathisch gemacht. Ob es sich nun um sexuelle oder andere „Errungenschaften“ handelt – grundsätzlich ist Angeberei für mich immer ein Minuspunkt. Sobald der Leser diese erste Überraschung überwunden hat, sollte es ihm gelingen Fiona trotz oder vielleicht sogar für ihre/r Fehler lieben (oder zumindest mögen) zu lernen. Auf alle Fälle wird er im Laufe der Geschichte immer besser verstehen, dass ihre Bemerkungen einwandfrei zum Rest ihres Charakters passen. Dem Autoren ist es hier gelungen eine Protagonistin zu erschaffen, die durch und durch stimmig ist, eine „Anti-Heldin“, die man vielleicht gerade deshalb mag, weil ihr herzlichst egal ist, ob sie gemocht wird. Auch die restlichen Figuren sind gut durchdacht, ihr Verhalten zu ihrer Geschichte und dem Rest ihres Charakters passend. 
 
„Fiona – der Beginn“ ist vor allem ein actionreicher, spannender Roman. Darin eingeflochten sind einige, teils leicht poetische Erkenntnisse, die den Leser zum Nachdenken anregen. Ein oder zwei Dialoge wirkten allerdings leicht aufgesetzt auf mich; Zum Beispiel fand ich es nicht sehr realistisch, dass der Kopf der Verbrecherbande, sich am Höhepunkt einer actionreichen Entführung beinahe freundschaftlich an den von der Polizei geschickten Piloten annähert. Abgesehen davon sind die Handlungsstränge absolut nachvollziehbar – abgesehen davon, dass es einer jungen Frau gelingt ganze Verbrecherbanden zu verprügeln – doch da versteht der Leser dann, weshalb es sich um einen Fantasy-Roman handelt. Fiona ist nicht nur stärker und geschickter als ihre Gegner - auch ihre Verletzungen heilen in Windeseile. Wo sie in diesem Teil noch dabei ist, diese Fähigkeiten selbst zu entdecken, nehme ich an, dass sie sie im nächsten noch gezielter einsetzen und ausbauen wird. 

Aufgrund des abwechslungsreichen Schreibstils, der viele Dialoge beinhaltet,  haben viele Schnellleser "Fiona - der Beginn" bestimmt in einem Zug durch. Ich als bekennende „Langsam-Leserin“ habe, so gut ich konnte, versucht das Ende dieses Romans heraus zu zögern. Denn es hat mir wirklich Spaß gemacht, Fiona auf ihrem Weg durch ihr großes Abenteuer zu begleiten – und so wird es mir mit Sicherheit auch beim nächsten Teil ergehen. 

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Tags: action, verlag 3.0, zsolt majsai   (3)
 

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

abschiebung, kosovo, migration, lesbenroman, transgender

Amra und Amir

Maria Braig
Buch: 190 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 23.04.2015
ISBN 9783956671371
Genre: Romane

Rezension:


Gerade ist Amra 18 geworden. Da sollte sie doch eigentlich mit etwas alltäglicheren Problemen zu kämpfen haben - wie zum Beispiel dem, weshalb sie sich nicht für Jungs zu interessieren scheint. Oder dem, was sie denn wieder einmal auf der Lehrstelle in der Werkstatt verbockt haben könnte. Doch in Amras Leben ist nichts wirklich alltäglich: Ihre Eltern flüchten noch vor ihrer Geburt aus dem Kosovo. Amras Mutter, die sie Ma-am nennt, wird seitdem von den schrecklichen Erinnerungen des Krieges verfolgt. Ihr Vater stirbt, als sie noch klein ist. Seitdem ist es Amra, die sich so gut wie möglich um Ma-am kümmert. Ihre eigene Stütze ist ihre beste Freundin Nina. Doch selbst die kann nicht helfen, als die unglaubliche Nachricht eintrifft: Amra soll abgeschoben werden. Amra, die in Deutschland geboren ist, weder die Sprache ihrer „Landsleute“ spricht, noch jemals den Boden des Kosovo betreten hat, soll von fort an dort leben. Obwohl ihr großer Freundeskreis verschiedene Pläne ausheckt, um die Abschiebung zu verhindern, hat am Ende das Gesetz das Sagen. In ihrer „Heimat“ angekommen bemerkt Amra sehr schnell, dass im Kosovo ganz andere Sitten herrschen. Als Frau scheint sie dort weder Rechte, noch Chancen zu haben – und Autos reparieren, das kann sie schon gar nicht. Nach kurzem Überlegen kommt sie zum Entschluss, dass es nur eine erträgliche Lösung gibt; die von Amra zu Amir zu werden. Ob das normal ist, dass es sich auch noch so richtig gut anfühlt ein Mann zu sein? 

Zu Beginn des Buches fragte ich mich kurz, wie es Maria Braig denn gelingen würde zwei Themen, die aktueller denn je sind (die Abschiebung und die Geschlechterrollen) in eine Geschichte zu verpacken. Im Laufe dieser fließen allerdings beide ganz natürlich in einander, so, dass die Geschichte für den Leser sehr nachvollziehbar ist. Die rebellische Amra, sowie der tapfere Amir wachsen dem Leser schnell ans Herz und so fiebert dieser von Anfang bis zum Ende mit. Dadurch, dass dieser Roman so realitätsnah ist, geht er besonders unter die Haut. Eine Kleinigkeit fand ich etwas unrealistisch; und zwar, dass sich ständig alle jungen Menschen im Roman bei Menschenrechtsorganisationen engagieren. Ich denke, dass es in Wirklichkeit zwar viele gibt, die das gerne tun würden – durch den Aufbau unserer Gesellschaft werden sie aber quasi dazu gezwungen sich mehr mit sich selbst, als mit anderen zu beschäftigen. Selbst in meinem eigenen Bekanntenkreis, der aus vielen kritisch denkenden Personen besteht, gibt es wenige, die es schaffen sich aktiv in einer Organisation zu engagieren.
Interessant ist, dass die Autorin Kapitel für Kapitel aus einer anderen Perspektive erzählt. So erhält der Leser Einblick in die Gedankenwelt verschiedener Charaktere, so zum Beispiel auch in die traditionelle Sichtweise des Onkels. Maria Braig ist es (wieder einmal) gelungen den Leser zum Nachdenken zu bringen, der von der ersten bis zur letzten Seite auf einen guten Ausgang der Geschichte hofft – ein bisschen so wie Amra und Amir – und viele Menschen, denen ihr vielleicht bereits begegnet seid und die zwischen Angst und Erwartungen im Ungewissen über Schicksal leben. 

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4 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Blassrosa oder die geheime Taktik des Monsieur F

Tharina Wagner
E-Buch Text: 255 Seiten
Erschienen bei Verlag 3.0 Zsolt Majsai, 30.05.2015
ISBN 9783956671548
Genre: Krimi und Thriller

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Der Weg zum sinnvollen Leben

Dalai Lama XIV. , Jeffrey Hopkins , Johannes Tröndle
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Verlag Herder, 11.08.2011
ISBN 9783451061226
Genre: Sachbücher

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