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92 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

niederlande, malerei, delft, pest, porzellan

Nachtblau

Simone van der Vlugt , Eva Schweikart
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.07.2017
ISBN 9783959671064
Genre: Historische Romane

Rezension:

Das Buch "Nachtblau" von Simone van der Vlugt hält was das Cover verspricht. Es lädt ein in das Holland um 1650, wo wir die junge Catrjin begleiten. Und genau das hatte mich so gereizt: Holland. Ich bin ein großer Fan von historischen Romanen und hatte festgestellt, dass ich noch kein Buch gelesen hatte, das in diesem Land spielt. Also wollte ich es versuchen und ich bin froh, dass ich es tat. Holland war hier so atmosphärisch, dass es sich wie Urlaub angefühlt hatte. Außerdem geht es in der Geschichte ja um das Delfter Porzellan und das rundet in meinen Augen alles ab. Zusammen ergibt dies eine authentische und absolut glaubwürdige Kulisse. 
Der Schreibstil der Autorin verstärkte den "Sog" in die Geschichte, indem sie alles in der "Ich-Perspektive" beschreibt. Dadurch war ich voll in der Handlung und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. 
Die Charaktere waren sehr vielseitig und teilweise unberechenbar. Die Hauptprotagonistin Catrijn ist einerseits eine sehr starke, selbstbewusste Frau, die durchaus in der Lage ist, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, andererseits gibt es auch hin und wieder Einbrüche in ihrem Verhaltensmuster. 
Die vielen weiteren Charaktere bieten eine volle Breite an verschiedenen Eigenschaften. 
Die Geschichte war insgesamt begeisternd und hatte mich süchtig gemacht. Das Buch ist überwiegend dramatisch und rührend und ich musste die ein oder andere Träne verdrücken. Vor allem im Zusammenhang mit der Pest, die zu dieser Zeit über Holland kam, gab es viele Schicksale, die mir doch zusetzten. Es gab viele Momente im Buch, die mich sehr überraschen konnten. Jedes Mal, wenn ich dachte, ich habe die Geschichte durchschaut, kam das nächste unerwartete Ereignis.
Es war eine fantastische Reise zusammen mit einer starken Frau.

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109 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 62 Rezensionen

sterbebegleitung, sterben, tod, krebs, hospiz

Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster

Susann Pásztor
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.02.2017
ISBN 9783462048704
Genre: Romane

Rezension:

Zu Beginn des Buchen begleiten wir Fred auf dem Weg zu seinem ersten Fall als Sterbebegleiter. Es geht um Karla, welche aufgrund von Krebs nicht mehr lange zu leben hat. Jedoch stellt sich schnell heraus, dass die ältere Frau alles andere als kooperativ ist und ihren Weg aus dem Leben alleine gehen möchte. Fred ist ratlos, möchte aber auf keinen Fall aufgeben und schließlich erweist sich sein 14-jähriger Sohn Phil als Vertrauter von Karla. 

Die Geschichte gefiel mir gut, nur hatte ich das Gefühl, dass das Potential der Idee nicht gänzlich ausgeschöpft wurde. Was mich von Anfang an begeistern konnte, war der Schreibstil der Autorin. Er war sehr passend und ich mochte vor allem die Dialoge zwischen den Protagonisten sehr gerne. Es machte unwahrscheinlich Spaß, die Gespräche zu "belauschen". Stellenweise gibt es im Buch kleine Listen und Aufzeichnungen von Karlas Gedanken, welche einen tollen Einblick in den Kopf der älteren Frau boten. 
Die Charaktere selber waren mir auf Anhieb sympatisch und ich konnte mich schnell mit ihnen identifizieren. Sie erscheinen alle sehr unterschiedlich und gerade deswegen ergeben sich viele interessante Auseinandersetzungen im Laufe des Buches. Karla ist eine starke Frau, die auf ein bewegtes Leben zurückblicken kann. Fred kämpft mit vielen eigenen Problemen und Dingen aus seiner Vergangenheit. Phil hat noch ein ganzes Leben vor sich und schleppt trotzdem schon einiges vergangenes mit sich. 
Phil kristallisierte sich recht schnell als mein Lieblingscharakter heraus, auch wenn hier einige Klischees bedient werden: introvertiert, wenige Freunde, sehr intelligent, kreativ. Trotzdem hatte er etwas ganz eigenes und neues an sich. 

Nichtsdestotrotz gibt es aber auch ein paar Kritikpunkte in meinen Augen. Für die Thematik war das Buch zu kurz. Es hätte viel mehr Umfang bedurft, um wirklich tiefer gehen und viele Fragen klären zu können. Man erfährt nur sehr oberflächlich aus den Leben der Protagonisten und wenigstens über Karla hätte ich gerne mehr erfahren. Dafür gibt es einen Teil, den ich aus Spoiler-Gründen nicht weiter erwähnen möchte, der mir unnötig erschien und das Buch mit unnötigen Handlungen gestreckt hatte. Wie gesagt, anstatt dieser, wäre mir ein tieferer Einblick in die Geschichten der Charaktere lieber gewesen. Der Schluss des Buches kam mir dann sehr gehetzt vor. Plötzlich wurde alles abgehandelt und die Geschichte war rasch abgeschlossen. Mir persönlich ging das viel zu schnell, da der Rest des Buches ein sehr angenehmes, langsames Tempo hatte und ich eben genau dadurch den Bezug zu den Personen aufbauen konnte. Mit dem Ende wurde mir das alles entrissen und ich selber konnte nicht wirklich abschließen und mich verabschieden. 
Daher komme ich bei meiner Bewertung auf 3 Sterne, jedoch mit dem Hang zu den 4 Sternen. 
Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, denn es ist außerordentlich rührend und ich musste sogar ein paar Tränen verdrücken. Wer vor allem Geschichten gerne liest, die sich eher auf zwischenmenschliches beziehen, wird dieses Buch mögen.

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Tags: familie, sterben, vergangenheit   (3)
 

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85 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

liebe, hochzeit, frankreich, film, kamera

Die Liebeserklärung

Jean-Philippe Blondel , Anne Braun
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 30.01.2017
ISBN 9783552063334
Genre: Romane

Rezension:

In dem Buch geht es um den 27-jährigen Corentin. Er ist ein Hochzeitsfotograf und begleitet somit das Brautpaar an ihrem großen Tag mit der Kamera. Der junge Mann selber scheint nur leider kein Glück mit der Liebe zu haben. Auf der Hochzeit von Alines filmt er die Liebeserklärung der jungen Frau an ihren Zukünftigen und diese Worte verändern ihn. Inspiriert von diesem Erlebnis, filmt er andere Menschen, um sie offen und spontan über das Leben reden zu lassen.


Die Geschichte hatte mir gut gefallen. Die Grundidee klang sehr vielversprechend, doch leider wurden meine Erwartungen nur teilweise erfüllt. 
Ganz großartig fand ich den Schreibstil des Autoren, welcher nicht immer ganz flüssig war, aber gerade dadurch seinen Charme verliehen bekam. Mit den Charakteren konnte ich mich leider gar nicht identifizieren. Vermutlich lag es auch daran, dass das Buch relativ kurz ist, aber mir blieb der Einblick in die Leben der Personen zu oberflächlich. Ich hatte das Gefühl, niemanden wirklich zu kennen und dadurch erschienen mir auch die Gedanken und Handlungen dieser Menschen belanglos. Davon abgesehen war die Umsetzung der Idee gut und es gab durchaus Stellen im Buch, die mich beeindrucken konnten. Gerade die Dialoge gefielen mir sehr gut und es wirkte nicht aufgesetzt, wie es leider oft passiert, wenn ein Autor sich an das Thema "Liebe" wagt. Hier klang alles ehrlich, vor allem auch, da die Dinge oft fast schon nüchtern ausgesprochen wurden. 
Letztendlich fehlte mir aber der rote Faden in der Geschichte. Mir kam alles etwas durcheinandergewürfelt vor und willkürlich. Daher komme ich auf eine Bewertung von 3 Sternen.
Wer Liebesgeschichten mag, die mehr an die Wurzeln, also tiefer gehen, als die typischen Frauenromane, wird dieses Buch mögen. Auch Freunde der französischen Literatur kommen hier auf ihre Kosten. 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

schule, kurt dinan, jugendliche, streiche, freunde

Wir sind nicht zu fassen

Kurt Dinan , Petra Hucke
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Magellan, 25.07.2016
ISBN 9783734850233
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In dem Buch "Wir sind nicht zu fassen" von Kurt Dinan geht es vorrangig um den Jugendlichen Max, welcher wohl als der Durchschnittsschüler schlechthin gilt. Keiner kennt ihn wirklich und keiner möchte ihn kennen lernen. Doch damit will Max sich nicht mehr zufrieden geben und als er dann eine ominöse Einladung des legendären Chaos-Clubs erhält, sieht er darin seine Chance, seinem langweiligen Leben eine neue Wendung zu verschaffen. Zusammen mit ein paar anderen Jugendlichen aus seiner Schule stellt er jedoch zu spät fest, dass sie in eine Falle geraten sind und nur zu Opfern eines neuen genialen Streichs der Schullegenden wurden.
Doch Max hat genug und beschließt Rache zu nehmen...

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Vor allem die Thematik fand ich sehr ansprechend und erfrischend, da ich vorher noch nie eine Geschichte mit dem Hauptthema "Streiche" hatte. Ich musste feststellen, dass sich damit eine lustige und sehr unterhaltsame Geschichte erschaffen lässt.
Was mich außerdem positiv überraschte, war dass das Buch dadurch aber durchaus nichts an Ernsthaftigkeit verloren hatte. Denn obwohl dieser "Krieg der Streiche" im Vordergrund steht, bekommt man als Leser trotzdem einen Blick hinter die Kulissen, also in das Privatleben der sehr verschiedenen Jugendlichen und man stellt früh fest, dass jeder seine eigenen Päckchen zu tragen hat. Genau das gab der Geschichte noch mehr Tiefe und sie wirkte dadurch authentischer. Außerdem konnte man so auch diverse Reaktionen seitens der Protagonisten nachvollziehen. Mir gefiel es sehr gut, dass ein paar Elemente in dieser Geschichte etwas von "coming-of-age" hatten, was das ganze noch realistischer wirken ließ. Man sollte nämlich bedenken, in welchem Alter sich unsere Hauptprotagonisten befinden. Da ist es klar, dass es noch viele andere Probleme und Themen in deren Leben geben muss, als nur die Ausführung perfekter Streiche.
Hinzu kommt, dass ich an manchen Stellen wirklich überrascht wurde. Ich dachte ehrlicherweise, dass dies auch wieder einmal ein vorhersehbares Jugendbuch wird, doch ich lag definitiv falsch. Mehr als einmal ging die Geschichte plötzlich in eine Richtung, die ich so nicht erwartet hätte. Das fand ich sehr unterhaltsam und ließ mich oft mitfiebern.
Der Schreibstil von Kurt Dinan gefiel mir ebenfalls gut. Er ist nichts außergewöhnliches, aber trotzdem sehr angenehm zu lesen und entspricht genau dem, was man von einem guten Jugendbuch erwartet. 
Die Gestaltung des Covers ist für mich ein kleines Highlight. Allerdings konnte mich der Magellan-Verlag da noch nie enttäuschen, im Gegenteil. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte und insgesamt wirkt die Verarbeitung des Buches wieder sehr hochwertig. Im Bücherregal ist es ein wahrer Blickfang. 
Insgesamt kann ich das Buch also auf jeden Fall weiterempfehlen, vor allem an junge Leser, an die das Ganze ja auch eigentlich gerichtet ist. Trotzdem lege ich es auch den Lesern ans Herz, die die Schulzeit schon hinter sich gelassen haben. Mit diesem Buch erinnert man sich doch gerne wieder an die eigenen Schulstreiche zurück.

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Tags: jugendliche, schule, streiche   (3)
 

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

selbstfindung, liebe, wandern, kalifornien, wanderung

Jenseits des Weges

Sonja Yoerg , Edith Beleites
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.09.2016
ISBN 9783959670722
Genre: Romane

Rezension:

In dem Buch "Jenseits des Weges" von Sonja Yoerg geht es um die junge Liz, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, den John Muir Trail in Kalifornien zu laufen. Sie möchte sich mitten in der Natur wieder selbst finden, doch gibt es ein Problem: Ihr Freund Dante möchte sie begleiten...

Wie schon in meiner Überschrift zu lesen, war dieses Buch eine große Enttäuschung für mich, was auch daran lag, dass der Klappentext mich in die Irre geführt hatte. 
Versprochen wurde mir die tiefgründige Geschichte einer Frau, die sich mit der Wanderschaft auch auf den Weg der Selbstfindung macht. Leider hatte diese Story rein gar nichts damit zu tun, zumindest sehe ich das so.
Was mich sehr störte war unter anderem, die Tatsache, dass es vollkommen untergegangen ist, dass sie sich inmitten einer großartigen Landschaft befindet. Man hätte dies so gut mit dieser Selbstfindungsthematik verbinden können. Gerade die Natur gibt viele Denkanstöße und beeindruckende Eindrücke, doch die Hauptprotagonistin war ständig nur mit einem Problem beschäftigt: ihre aktuelle Beziehung zu ihrem Freund. 
Nebenbei werden zwar noch andere Themen angesprochen, die aber auch in Verbindung zu dieser Beziehung stehen. 
Fast jeder Gedanke war auf ihren Freund Dante bezogen und das hat für mich nichts mit Selbstfindung zu tun.
Die Charaktere waren ohne Ausnahme einfach nur nervig. Vor allem den bereits schon mehrfach erwähnte Freund der Protagonisten empfand ich nur als Klotz am Bein. 
Das Resultat daraus war dann, dass mir die Handlung, wie auch die Charaktere egal waren. Ich war die meiste Zeit genervt von der immer gleichen Thematik und davon, dass sich Liz mit ihren Gedanken immer nur im Kreis gedreht hat. 
Auch der Schreibstil der Autorin konnte da nichts mehr retten. 
Ich finde es sehr schade, dass das Potential der Idee nicht gänzlich ausgeschöpft worden ist. Denn gerade vor dem Hintergrund dieses Trails hätte man eine schöne, tiefgründige Geschichte einer Selbstfindung erschaffen können. 
Für die Leser, die sich gerne mit solchen Beziehungsthemen auseinandersetzen kann das natürlich trotzdem das richtige Buch sein. Für mich allerdings besteht das Leben aus weit mehr, als nur eine Liebesbeziehung.
Daher kann ich dieses Buch nicht weiterempfehlen und ich werde mir auch keine weiteren Werke der Autorin ansehen. 

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Tags: beziehungen, liebe, wandern   (3)
 

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52 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

philosophie, erwachsen werden, kinderbuch, bücher, roman

Wunderbare Möglichkeiten

Manfred Mai
Fester Einband: 127 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 15.08.2016
ISBN 9783944788401
Genre: Kinderbuch

Rezension:

In "Wunderbare Möglichkeiten" von Manfred Mai geht es um den 11-jährigen Maximilian, der sich im Leben viele Fragen stellt und begierig ist die Antwort darauf zu finden. Dabei begleiten wir ihn durch seinen Alltag und bekommen einen tieferen Einblick in die Gedankenwelt eines Jungen auf der Schwelle zur Pubertät. 

Manfred Mais Schreibstil war einfach, direkt und sehr gut verständlich, was zum das Thema des Buches absolut gepasst hat, außerdem darf man als Leser nicht vergessen, dass es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt. 
In dem Buch setzt sich der Hauptprotagonist mit vielen Fragen des Lebens auseinander, wie z.B. "Ist alles, was wir tun vorherbestimmt, oder Zufall?", "Warum verspüre ich ein Kribbeln im Bauch, wenn ich diesen einen Menschen sehe?". Es werden in der Geschichte also schon philosophische Ansätze behandelt, welche aber aus Kindersicht beschrieben worden sind und genau das bereitete mir sehr viel Spaß. 
Für mich als "ältere" Leserin war es sehr spannend und interessant zu verfolgen, wie die Gedankenwelt eines 11-Jährigen aussieht und welche Meinungen er sich bildet. 
Für Leser, die jünger sind und sich in der gleichen Lebensphase wie unser Hauptprotagonist befinden, kann sich dieses Buch wahrer Schatz entpuppen. Man wird unkompliziert an tiefgründige Themen herangeführt und auch schon auf die Spuren der Philosophie geschickt. Ich mochte sehr, wie natürlich der Autor einen Zugang zu diesen Fragen des Lebens bereitet hat. Ich persönlich finde es wichtig, dass man sich schon im jungen Alter mit diesen Themen befasst, da sie auch den Charakter formen. Jedoch passiert es oft, dass sich Autoren zu sehr im wissenschaftlichen Teil der Philosophie verlieren und dabei gerade junge Menschen abschrecken. Manfred Mai hat es geschafft, dies zu vermeiden und trotzdem eine schöne, zum Nachdenken anregende Geschichte zu erschaffen. 
Natürlich darf man nicht erwarten, dass im Buch tatsächlich Antworten auf die Fragen gegeben werden. Wer kann das schon? Aber ich denke, darum geht es auch gar nicht. Vielmehr dient es hier als Anstoß sich weiterzubilden und weiter zu fragen. Für mich ist dieses Buch eine Art "Einführung" in die Philosophie und das macht es zu etwas besonderem. 
Ich finde, diese Geschichte ist perfekt dazu geeignet, um sich mit den eigenen Kindern hinzusetzen, ein Kapitel zu lesen und dies dann zu diskutieren, da diese auch sehr kurz gehalten sind. 
Um auch noch auf das Cover einzugehen möchte ich anmerken, wie großartig ich die Gestaltung finde. Es passt wie die Faust auf's Auge. Und auch generell wirkt das Buch sehr hochwertig und sehr gut verarbeitet. Es ist auf jeden Fall ein Blickfang im Regal! 
Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir dieses Buch unwahrscheinlich gut gefallen hat. Ich finde es sehr wichtig, dass man zu solchen Themen, die das Leben betreffen Bücher schreibt, die unseren Nachwuchs anspornen und mitnehmen, anstatt sie abzuschrecken. Ich würde mir mehr solcher wertvollen Geschichten wünschen. 
Ich kann daher das Buch nur warmen Herzens empfehlen, sei es für die eigenen Nachwuchsphilosophen in der Familie oder für sich selbst, denn man lernt nie aus. 

https://www.vorablesen.de/buecher/wunderbare-moglichkeiten/rezensionen/tiefgrundige-themen-schon-fur-kinder-zuganglich-gemacht

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Tags: lebensfragen, philosophisch, pubertät   (3)
 

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england, glaube, andrew michael hurley, fanatismus, roman

Loney

Andrew Michael Hurley , Yasemin Dincer
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 09.09.2016
ISBN 9783550081378
Genre: Romane

Rezension:

In dem Buch "Loney" von Andrew Michael Hurley geht es um den Hauptprotagonisten Tonto, der in einer streng christlichen Familie aufwächst. Das Buch ähnelt einem Bericht Tontos über die Geschehnisse während seines Aufenthalts in The Loney zusammen mit seinen Eltern, seinem stummen, älteren Bruder, einem jungen Pfarrer und noch vier weiteren Freunden der Familie. Wir befinden uns im Jahr 1976 und Ziel dieses Ausfluges soll die Heilung des älteren Bruders sein. Seine Mutter empfindet es als Last und Prüfung Gottes, dass ihr ältester nicht reden kann, doch sie hat einen Plan, wie sie sich selbst wieder Frieden verschaffen kann. 
Während ihres Aufenthaltes passieren plötzlich merkwürdige Dinge und dreißig Jahre später, wird an diesem Ort eine Babyleiche gefunden und die Brüder, nun erwachsen, sehen sich mit ihrer Vergangenheit konfrontiert. 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und konnte mich vollkommen fesseln und einnehmen. Vor allem die durchweg düstere Spannung im Buch kommt sofort rüber und lässt einen nicht mehr los, auch wenn man das Buch beendet hat. Der Schreibstil des Autors spielte dabei keine unwesentliche Rolle. Er wusste die Stimmung durch seine Wortwahl zu unterstützen. Im Zusammenhang mit der Religion, die in seinem Buch immer gegenwärtig ist, hat er es geschafft viele tiefgründige, aber auch kritisierende Gedanken zu formen. Sein Stil ist etwas anspruchsvoller, dennoch sehr angenehm zu lesen und ich hatte einfach nur Spaß an seinen Formulierungen. 
Die Geschichte blieb durchgehend spannend. Es gab nicht einen Moment, der mir unnötig in die Länge gezogen vorkam. Tatsächlich konnte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Ständig passierte etwas, das mich weiterlesen ließ. Vor allem gab es auch oft sehr unerwartete Geschehnisse, die einfach Gänsehaut bereiteten. Dazu kam, dass man ständig auf neue Geheimnisse stieß, die einen mehr und mehr dazu antrieben, das Buch zu beenden und herauszufinden, was es damit alles auf sich hat. 
Die Charaktere waren alle herausragend getroffen. Besonders die Familie des Hauptprotagonisten waren sehr interessant zu beobachten. Stellvertretend hierfür nenne ich die Mutter und das insgeheime Oberhaupt der Sippe. Sie ist absolut fanatisch, wenn es um ihren Glauben geht und sehr altmodisch. Dementsprechend reagiert sie auf die kleinsten Abweichungen der Norm sehr extrem und weigert sich Änderungsvorschläge auch nur in Betracht zu ziehen. In allem bezieht sie sich auf Gott, so auch wenn es darum geht, dass ihr ältester Sohn stumm ist. Die Religion hat sie sehr kalt und stumpfsinnig gemacht, wenn nicht sogar egoistisch. Im Laufe des Buches wird sie definitiv an ihre Grenzen stoßen. Ich fand es großartig, wie sehr mich dieser Charakter auch zum Nachdenken anregen konnte, besonders zum Thema "Wie viel Gottesfurcht und Leben nach Vorgabe ist gesund". 
Insgesamt hat mich das Buch absolut überzeugt, eben durch Schreibstil und der damit verbundenen Stimmung, aber auch den Charakteren. Es gab Stellen im Buch, die mich sehr rühren konnten und die mich auch jetzt noch nicht losgelassen haben. Den einen Stern Abzug gebe ich, weil ich mir am Schluss eine klarere Auflösung gewünscht hätte. Das Ende bleibt zwar nicht gänzlich offen, doch haben mir persönlich die Details gefehlt, da der Autor mich doch sehr neugierig gemacht hatte. Ich bin mir allerdings sicher, dass dies die Absicht des Autoren war. 
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, auch an Leute, die gerne Geistergeschichten lesen, denn von der Atmosphäre her war diese Buch dem gar nicht so unähnlich. 
Zum Schluss möchte ich noch meine Bewunderung und meinen Respekt an den Autoren aussprechen, denn es gilt zu beachten, dass "Loney" sein Debut-Roman war. Einen besseren Start als Autor kann mich sich, denke ich nicht wünschen!


https://www.vorablesen.de/buecher/loney/rezensionen/sehr-duster-und-ergreifend

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Tags: fanatismus, geheimnis, unheimlich   (3)
 

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250 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 85 Rezensionen

familie, endzeit, weltuntergang, laufen, dystopie

Am Ende aller Zeiten

Adrian J Walker , Nadine Püschel , Gesine Schröder
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 25.08.2016
ISBN 9783596037049
Genre: Fantasy

Rezension:

In dem Buch "Am Ende aller Zeiten" von Adrian J. Walker geht es um den Familienvater Edgar Hill. Mitte dreißig und absolut unzufrieden mit sich und seiner Umwelt, fühlt er sich im Alltag verloren und sieht sich selbst als Versager. 
Schließlich soll alles anders werden, denn eines Tages stürzen Asteroiden auf die Erde und zerstören mit der Umwelt auch ein komplettes gesellschaftliches System. Edgar kann sich und seine Familie retten und so werden sie nach den Einschlägen von Soldaten gefunden und in einer Kaserne in Schottland mit anderen Menschen untergebracht. Eine neue Hilfsorganisation hat sich gegründet und diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, die letzten Überlebenden nach Cornwall zu bringen, um sie von dort per Schiff in den vermeintlich sichereren Süden zu bringen. So gelangt auch Edgars Familie in die Obhut der Organisation, während er selbst auf Erkundungstour war und dadurch das Rettungsunterfangen verpasste. Zusammen mit ein paar weiteren übrig gebliebenen macht er es sich zur Aufgabe zu Fuß von Schottland nach Cornwall zu laufen, um dort wieder mit seiner Familie vereint sein zu können. Auf seiner gefährlichen Reise durch ein zerstörtes Land trifft er auf kaputte Menschen und deren Abgründe. Doch Aufgeben ist keine Option und so findet Edgar schließlich zu sich selbst und kommt dem Sinn des Lebens Stück für Stück näher.

Mich persönlich konnte das Buch vollkommen überzeugen. Es konnte mir genau das geben, was ich mir auch erhofft hatte: eine authentische Geschichte vor düsterem Endzeitszenario. Da die Protagonisten nicht jünger als 30 sind musste man auch keine Angst vor kitschigem "Teeniegehabe" haben. 
Ich bin froh, endlich mal wieder eine wirklich gute Dystopie gelesen zu haben, was mittlerweile selten geworden ist, da der Markt schier überflutet wird mit 0-8-15 Dystopien, die alle nur einen Abklatsch der selben Idee liefern. 
Adrian J. Walker hatte viele gute Ideen in die Geschichte einbauen und dadurch permanent Spannung aufrechterhalten können. Auch die Charaktere haben mir alle auf ihre ganz eigene Art und Weise sehr gut gefallen. Vor allem die Entwicklung der Beziehungen untereinander waren sehr interessant zu beobachten und hatte mir viel Unterhaltung bieten können.
Ferner bekam man auch Einblicke in die Vergangenheit der einzelnen Charaktere, was dem ganzen noch mehr Tiefe gab. Bleiben wir aber bei unserem Hauptprotagonisten Edgar Hill. Ed steht oft im Kampf mit sich selbst, seinen Ängsten und seinen Gedanken. Er wirkte absolut realistisch und ich konnte jeden seiner Gedankengänge nachvollziehen, was mir den Charakter sehr nahe brachte. Man verfolgt seine Entwicklung durch das ganze Buch und man nimmt Stück für Stück Veränderungen war. Es war faszinierend zu beobachten, wie ein Mitte dreißig-jähriger noch eine solche Verwandlung durchmachen kann und seine augenscheinlich gefestigte Weltansicht langsam Risse bekommt, um gänzlich gesprengt zu werden. 
Der Autor beschwört viele grauenhafte Bilder herauf, die aber schlichtweg notwendig sind, um seinen Hauptprotagonisten diesen Weg gehen lassen zu können.
Adrian J. Walker hat einen sehr flüssigen Schreibstil und doch mit Anspruch. Insbesondere, wenn man wieder einen Einblick in Eds Gedankenwelt bekommt, wird einem klar, wie viel Potential der Autor mit sich trägt. Er schaffte einen perfekten Ausgleich zwischen Spannungsaufbau und fast schon philosophischen Denkens. Durch seinen Schreibstil konnte er dies perfekt ausdrücken.
Insgesamt ist die Stimmung im Buch natürlich durchgehend düster, etwas anderes sollte man aber von einer Dystopie nicht erwarten. Ich durchlebte oft richtige "Gänsehautmomente", vor allem, wenn die Gruppe auf neue Menschen stieß und man einen Einblick in die Psyche der anderen Überlebenden bekam und auch sehen konnte, welche menschlichen Abgründe sich da auftun können. Sehr erschreckend und realistisch geschildert! 
Das Buch wurde nie langweilig, sondern behielt immer an Tempo und Spannung, was in meinen Augen in solchen Endzeitgeschichten wichtig ist. 
Auch das Cover passt perfekt zum Inhalt des Buches und gefällt mir daher sehr gut.
Insgesamt konnte mich der Autor absolut überzeugen und beeindruckt zurücklassen. Noch jetzt lässt mich die Geschichte und ihre Charaktere nicht los. Das Buch ist ohne Zweifel nun eine meiner Lieblingsdystopien. Ich werde mir definitiv mehr von dem Autoren ansehen. 

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Tags: dystopie, endzeitstimmung, familie, selbstfindung   (4)
 

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

erwachsen werden, pädagogik, jugendliche, pfadfinder, jugend

Rovering to Success

Robert Baden-Powell , Harry Theodor Master , Harry Theodor Master
Flexibler Einband
Erschienen bei FiFa Fiction & Fantasy, 01.01.2007
ISBN 9783934432079
Genre: Sachbücher

Rezension:

In dem Buch Rovering to Success vermittelt der Autor Robert Baden-Powell seine Ideen und Gedanken zum Thema Erwachsenwerden.
Auch wenn Baden-Powell sich ganz offensichtlich ursprünglich an die Knaben gewendet hatte, gelten die meisten der angesprochenen Themen für beide Geschlechter gleichermaßen.
Der Autor gibt in verschiedenen Bereichen (z.B.: Was verhilft mir zu Glück, Religion, Sexualität, uvm.) Ratschläge, die die jungen Erwachsenen erfolgreich durch die Jugend und ihre Gefahren hin zu einem selbstsicheren und glücklichen Erwachsenenleben führen sollen. Dabei appelliert er stark an Ehrgeiz, Fleiß, Bescheidenheit und Lernbereitschaft. 

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich stellte überrascht fest, dass die Botschaft heute noch genauso aktuell ist, wie damals. Die typischen "Jugendlichen-Probleme" sind die selben geblieben, was ich anfangs nicht vermutet hätte. 
Besonders mochte ich den Schreibstil des Autoren und, dass er des öfteren auch von eigenen Erfahrungen spricht. Er tut sich nicht als strenger Lehrer hervor, der den Jugendlichen ein System aufzwingen möchte. Ich konnte glücklicherweise das Gegenteil feststellen. Robert Baden-Powell wirkte absolut menschlich und war viel mehr ein Begleiter durch das Buch. Er hat sich selbst nie als was Besseres hingestellt, sondern auch von eigenen Fehlern berichtet und was er daraus lernen konnte. Angesichts der Zeit, in der der Autor gelebt hatte (1857 - 1941) hatte ich sehr konventionelle, wenn nicht sogar sehr christliche Ansichten und Lektionen erwartet. Dies war aber überhaupt nicht der Fall und es wurde jedes Thema sehr offen besprochen. Robert Baden-Powell hat bei mir einen sehr sympathischen Eindruck hinterlassen und ich würde ihn definitiv als ein erstrebenswertes Vorbild bezeichnen. Seine Rolle als "Lehrer" hat er ausgezeichnet erfüllt und daher kann ich dieses Buch vor allem den jüngeren Lesern sehr ans Herz legen. Aus diesem Buch kann man viel für sich mitnehmen.

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Tags: erwachsen werden, jugendliche, leben   (3)
 

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23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

london, multikulti, britischer humor, marina lewycka, wohngeld

The Lubetkin Legacy

Marina Lewycka
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Fig Tree, 05.05.2016
ISBN 9780241249215
Genre: Romane

Rezension:

In dem Buch The Lubetkin Legacy geht es um Berthold Sidebottom, welcher sich bereits in den Fünfzigern seines Lebens befindet und dennoch wieder zu seiner Mutter zieht. Zurück ins alte Kinderzimmer getrieben, aufgrund einer gescheiterten Ehe muss er wieder ins Leben zurückfinden. Jedoch verstirbt seine Mutter kurz darauf im Krankenhaus. Bevor die Sanitäter die ältere Frau aus der Wohnung tragen konnten, verlangte sie von Ihrem Sohn das Versprechen, dass er "Ihnen" nicht die Wohnung überlassen soll. Berthold holt sich daraufhin Inna Alfandari zu Hilfe, eine alte Frau, die er im Krankenhaus kennen lernte. Sie soll seine Mutter spielen, damit nicht herauskommt, dass diese bereits verstorben ist, um zu vermeiden, dass man ihm die Wohnung nimmt. Inna ist eine verwirrte alte Dame mit eher schlechten Englischkenntnissen. Eine nervenaufreibende Zeit für Berthold.
Daneben verfolgen wir außerdem das Leben der jungen Voilet. Durch einen neuen Job, der er viel abverlangt zieht sie in das selbe Haus, in dem auch Berthold mit seiner "Scheinmutter" lebt. Doch hinter der Fassade ihres angesehenen Berufes lauern auch Schattenseiten, die die junge Frau nicht loslassen.
Mir hat das Buch leider nur mittelmäßig gefallen. Das Cover versprach mir eine heitere und lustige Geschichte, doch der Humor in dem Buch war nicht ganz meins und auch die Charaktere fand ich nach einer gewissen Zeit sogar nervig. Ich konnte mich in keinen einzigen hineinversetzen. Die Geschichte verlor sich immer mehr im Laufe des Buches und so auch mein Interesse. Es gab viele Stellen, die sich nur sehr zäh lesen ließen. Auch der Schreibstil der Autorin konnte leider nichts besser machen. Ich konnte den Sinn hinter dieser Geschichte nicht wirklich ausmachen und daher gebe ich dem Buch 2 Sterne, was ich sehr schade finde, da ich hohe Erwartungen hatte. 

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Tags: england, london   (2)
 

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586 Bibliotheken, 5 Leser, 4 Gruppen, 28 Rezensionen

liebe, cecelia ahern, suche, irland, verschwinden

Vermiss mein nicht

Cecelia Ahern , Christine Strüh
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 15.05.2012
ISBN 9783596512119
Genre: Liebesromane

Rezension:

In dem Buch Vermiss mein nicht von Cecelia Ahern geht es um Sandy Shortt, die an einer Art "Zwangsstörung" leidet: sie kann nicht aufhören nach verlorenen Dingen zu suchen bis sie sie endlich gefunden hat. Damit angefangen hat sie mit 10 Jahren, als eine Mitschülerin von ihr spurlos verschwindet und nicht gefunden wird. Durch dieses Ereignis verändert sich Sandy und hat das Gefühl einen Teil ihres Ichs verloren zu haben. In ihrer Unruhe stürzt sich die junge Frau ins Berufsleben. Sally führt ihr eigenes Unternehmen, das sich der Suche nach vermissten Menschen widmet. Jack Ruttle vermisst seit einem Jahr seinen jüngeren Bruder, der auf dem Nachhauseweg verschwand. In seiner Verzweiflung wendet sich Jack an Sandy, doch die taucht zum verabredeten Treffen nicht auf. Die junge Frau verläuft sich während dem Joggen und landet in einer völlig fremden Welt. Hier landen nicht nur alle verloren gegangene Dinge und Erinnerungen, sondern auch plötzlich verschwundene Menschen. Während sie viele bekannte Gesichter trifft, findet sie auch sich selbst Stück für Stück wieder.
Vermiss mein nicht gehört ab sofort zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Cecelia Ahern konnte mich noch mit jedem ihrer Bücher überzeugen, aber dieser Roman hat mich schlichtweg begeistert. Der Schreibstil war wie gewohnt sehr angenehm und flüssig. Auch die Charaktere wurden wieder sehr liebevoll gestaltet und ich hatte sie sofort in mein Herz geschlossen. Cecelia Ahern verknüpft gerne realistische Geschichten mit fantastischen Elementen, wie es auch hier wieder der Fall war. Die Idee in diesem Buch fand ich super gelungen und die Autorin hatte mich schon auf der ersten Seite für sich gewonnen. Ich konnte das Buch keine Sekunde aus den Händen legen, da es durchgehend spannend gehalten wurde. Auch sehr gut gelungen fand ich wiedermal den perfekten Ausgleich zwischen lustigen und emotionalen Momenten. Sandys Geschichte hat mich berührt und ich werde sie so schnell nicht vergessen. Die Hauptprotagonistin war mir sofort sympatisch und sie wirkte sehr realistisch, da man jeden ihrer Gedanken nachvollziehen konnte. Alles machte Sinn wodurch selbst der "Fantasy-Teil" vollkommen authentisch wirkte. Auch die Stimmung im Buch hatte mich vollkommen eingenommen und ich fühlte mich wohl. Cecelia Ahern hat mir mal wieder bewiesen, dass sie eine tolle und vielseitige Autorin ist. Sie konnte mich abermals verzaubern und Teil ihrer Welt werden lassen. Es war ein reines Lesevergnügen für mich, daher kann ich das Buch nur weiterempfehlen.

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Tags: magisch, sich wiederfinden, suche, verlorene erinnerungen   (4)
 

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(20)

53 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 1 Rezension

hippies, drogen, lsd, ken kesey, acid

Der Electric Kool-Aid Acid Test

Tom Wolfe , Bernhard Schmid
Flexibler Einband: 559 Seiten
Erschienen bei Heyne, 02.02.2009
ISBN 9783453406216
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

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(198)

365 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 105 Rezensionen

cornwall, kate morton, familie, liebe, vergangenheit

Das Seehaus

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Fester Einband
Erschienen bei Diana, 29.02.2016
ISBN 9783453291379
Genre: Romane

Rezension:

In dem Buch Das Seehaus von Kate Morton verfolgt der Leser zwei verschiedene Zeitstränge. Der erste spielt in den 20 bis 30er Jahren und erzählt von der vornehmen und wohlhabenden Familie Edevane. Ihr Zuhause in Cornwall gleicht einem Paradies mit großem Anwesen und See in dessen Mitte sich sogar eine Insel befindet. Am Morgen nach eines großen Mittsommernachtfestes bemerken die Dienstleute das Fehlen des jüngsten Kindes der Familie. Theo Edevane ist gerade mal 11 Monate alt, als er spurlos verschwindet. Alle Unternehmen um den verloren Sohn zu finden bleiben ergebnislos.
Der zweite Zeitstrang spielt im Jahr 2003. Hier geht es um Sadie, eine junge Polizisten, die aufrund beruflicher Schwierigkeiten nicht ganz freiwillig zu ihrem Großvater in Cornwall fährt, um dem Trubel in London zu entkommen. Doch auch in dem ruhigen Dörfchen lässt sich ihre Leidenschaft für Rätsel nicht ignorieren und als sie dann durch Zufall auf das alte Anwesen der Edevanes stößt sind ihre Instinkte geweckt. Sadie macht sich auf die Suche nach Hinweisen, um das Verschwinden des Kindes nach all den Jahren doch noch aufzuklären. Dabei stößt die junge Polizistin auf viele Geheimnisse der nach außen hin glücklich scheinenden Familie. 
Die Geschichte um die Familie Edevane hat mir außergewöhnlich gut gefallen. Ich wurde in die Geschichte gezogen und sie lässt mich auch jetzt noch nicht mehr los. Das Buch war ein einziger Pageturner, denn es blieb durchweg spannend. Ich konnte es nicht mehr aus den Händen legen, da es so viele Geheimnisse gab, die es zu lüften galt. Hinzu kommt, dass mich die Atmosphäre der Geschichte nicht mehr losgelassen hat. Man fühlt sich schon ab der ersten Seite richtig wohl und ich hatte das Gefühl selbst in dem großen, bunten und traumhaften Garten der Familie zu sitzen. Ich habe jede Szene in vollen Zügen genossen. Auch der Schreibstil der Autorin gefiel mir unwahrscheinlich gut. Kate Morton machte die Bilder in meinem Kopf lebendig und erschuf einen einzigartigen Film in meinem Kopf. Ihr Talent, Charaktere zu erschaffen hat mich überzeugt und so habe ich jeden einzelnen ins Herz geschlossen. Insgesamt ist das Seehaus von Kate Morton ein spannendes, buntes Buch mit einer Wortgewalt, die den Leser im Buch versinken lässt. Das war mein erster Roman der Autorin und ich ging mit hohen Erwartungen an ihr Werk ran. Sie wurden mehr als nur erfüllt, sie wurden übertroffen und ich bereue es nicht schon eher ein Buch der Autorin zur Hand genommen zu haben.Ich kann das Buch daher nur weiterempfehlen und es wird bestimmt nicht mein letztes von Kate Morton gewesen sein.

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Tags: cornwall, familiendrama, vergangenheit   (3)
 

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(31)

57 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

roboter, scifi, aliens, politik, wissenschaft

Sleeping Giants

Sylvain Neuvel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Michael Joseph, 21.04.2016
ISBN 9780718181680
Genre: Science-Fiction

Rezension:

In Sleeping Giants geht es um ein Forscherteam bestehend aus Wissenschaftlern, Soldaten, Studenten und co, welche sich mit der Untersuchung bizarrer Funde beschäftigen.Leiterin des Teams ist Dr. Rose Franklyn, welche als 11-jährige in ein Grube stürzte und somit die erste merkwürdige Entdeckung machte. Im Laufe der Jahre werden weitere Funde dieser Art gemeldet und nun interessiert sich auch das amerikanische Militär für den Nutzen der Objekte. Das Forscherteam muss sich vielen Fragen stellen: "Was sind diese Objekte?", "Welchen Nutzen haben sie?" und "Wer oder was hat sie erschaffen?"

Sleeping Giants ist der Debutroman des Autoren Sylvain Neuvel und gleichzeitig der erste Teil der The Themis Files-Reihe. Das Buch setzt sich aus verschiedenen Interviews und Berichten zusammen. Mir erschien die Geschichte dadurch nochmal authentischer und ich konnte mich besser hineinversetzen. Man bekam einen sehr genauen Einblick in die Köpfe und Psyche der Charaktere, da sich hier überraschenderweise nicht alles ausschließlich auf die Wissenschaft und Politik bezieht, sondern auch auf die Vergangenheit der Teammitglieder und deren Beziehungen untereinander. Damit konnte mich das Buch schlichtweg begeistern. Ich empfand die Geschichte als durchgehend spannend. Ständig kamen neue Fragen und Theorien über die Funde auf und ich began selber Vermutungen aufzustellen. Das Buch konnte mit vielen Wendungen und Überraschungen punkten. Vor allem der Schluss war ein kleines Highlight für mich und machte mich sprachlos. Daher kann ich es kaum erwarten den zweiten Band in die Finger zu bekommen, auch wenn ich da wohl erstmal etwas warten muss.Eine große Empfehlung an alle Sci-Fi Liebhaber und die, die es einmal werden wollen. 

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Tags: außerirdische, politik, rätsel   (3)
 

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(27)

45 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

toscana, freundinnen, italien, frauen um 50, liebesroman

Sommerreise

Åsa Hellberg , Hanna Granz
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.04.2016
ISBN 9783548612508
Genre: Romane

Rezension:

Sommereise war ein sehr schönes Buch, welches unter Anderem mit anschaulichen Landschaftsbeschreibungen punkten konnte.
Ich fühlte mich beim Lesen dadurch an diese Orte versetzt und genoss dies in vollen Zügen.
Auch der Aufbau der Geschichte gefiel mir sehr gut und hielt so manche Überraschungen für mich bereit. Als ich das Buch in die Hand nahm erwartete ich eine leichte "Urlaubslektüre" zum Lachen vor mir zu haben. Tatsächlich gab es auch viele Stellen im Buch, die mich laut auflachen ließen, aber dennoch hatte der Roman so viel mehr zu bieten. Der Leser wird Teil mehrerer Enthüllungen, die mich schockierten und die ich in dieser Form niemals erwartet hätte. Daher blieb das Buch spannend und so las ich es in einem Rutsch weg. Die Geschichte konnte mich begeistern und fesseln, denn ich musste sowohl laut lachen, als auch eine Träne vergießen.
Die Charaktere passten gut in die Geschichte und besonders der Umgang der beiden Hauptprotagonistinnen untereinander war sehr erheiternd und authentisch. Es bereitete mir sehr viel Spaß die beiden zu beobachten. Die Geschichte wird sehr gut durch tolle Nebencharaktere ergänzt, die dem Buch zu einem schönen Gesamtbild verhelfen.
Einen Abzug muss ich dennoch geben, wegen mehreren Reaktionen der Hauptprotagonistinnen auf bestimmte Situationen. Für mich stand da der Charakter im Widerspruch zu seiner Reaktion. Ich konnte in diesen Stellen keinen Sinn erkennen und ärgerte mich darüber auch, weil es einfach nicht passte. Ich hatte manchmal das Gefühl, dass die Geschichte zu stark in die Richtung "erotischer Roman" abdrifted und das störte mich im Lauf der Geschichte immer mehr. Mir erschien es im Zusammenhang mit der Geschichte, den Charakteren und deren Vergangenheit einfach unrealistisch und unlogisch.
Trotzdem ist das Buch im Ganzen gut gelungen und die Autorin hat mit liebenswürdigen Charakteren in einer traumhaften Umgebung eine, schöne Geschichte zum Entspannen und Eintauchen erschafft. Urlaubsgefühle sind definitiv aufgekommen und ich werde mich nach weiteren Büchern der Autorin umsehen. Daher empfehle ich dieses Buch ohne Bedenken weiter.

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Tags: freundschaft, italien, lebensträume, schweden   (4)
 

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(28)

53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

reisen, reise, abenteuer, reiseberichte, transnistrien

Atlas der unentdeckten Länder

Dennis Gastmann , Frank Ortmann
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 15.04.2016
ISBN 9783871348259
Genre: Sachbücher

Rezension:

In Atlas der unentdeckten Länder geht es um den Autor Dennis Gastmann, der den typischen Urlaubsorten den Rücken kehrt, um die noch vom Touristenstrom unberührten Flecken der Erde zu erkunden und um über sie zu berichten. So wird der Leser unter anderem zu Orten wie Ladonien, Transnistrien oder Ra's al-Chaima geführt und bekommt nicht nur einen Einblick in die Natur der Orte, sondern auch in deren Geschichten und Menschen. 
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und das lag zum großen Teil auch an dem Schreibstil des Autors. Er beschreibt sehr witzig und heiter die verschiedenen Länder und Menschen, sodass ich des öfteren laut auflachen musste. Die Charaktere sind jeder einzelne sehr gut durchdacht und liebevoll gestaltet. Nicht selten hatte ich das Bedürfnis einfach in die Geschichte hineinzuspringen, um an den Gesprächen aktiv teilnehmen zu können. Die Geschichte hatte mich an Kulturen herangeführt, die ich bisher noch nie näher betrachtet hatte und daher waren sehr lehrreiche Stellen für mich dabei gewesen. Da ich von Natur aus sehr gerne reise, war dieses Buch natürlich perfekt für mich. Es hat in mir die Lust geweckt alle diese Orte zu besuchen, um mir selber auch nochmal ein Bild machen zu können.Wenn man das Buch zur Hand nimmt, wird dem Leser sofort klar, dass hier ein Profi am Werk war. Man spürt, dass der Autor von seiner Leidenschaft schreibt und dass er zu 100% informiert ist. Ich hatte nicht einen Moment an dem Geschriebenen gezweifelt, auch wenn es noch so verrückt klang. Das Buch hat mir daher eine große Freude bereitet und mich richtig hibbelig gemacht, meine nächste Reise bald anzugehen.
Ich kann Atlas der unentdeckten Länder nur weiterempfehlen!

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Tags: fremde länder, kulturen, reisen   (3)
 

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(9)

28 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

historischer roman schottland

Die Königin des Feuers

Barbara Erskine , Ursula Wulfekamp
Flexibler Einband: 862 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 03.09.2009
ISBN 9783453406599
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

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(65)

114 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

krankheit, schnecke, roman, schnecken, mensch und tier

Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

Elisabeth Tova Bailey , Kathrin Razum
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.01.2014
ISBN 9783492302371
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: krankheit, lebenslust, poetisch, schnecken   (4)
 

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(13)

34 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

jesus, gott, glaube, lebensbejahend, emotional

Der Weg

William Paul Young
E-Buch Text: 260 Seiten
Erschienen bei Ullstein eBooks, 09.11.2012
ISBN 9783843704014
Genre: Sonstiges

Rezension:

In dem Buch Der Weg geht es um den Multimillionären Anthony Spencer, welcher sich mittels Ehrgeiz, Erfolgsstreben, Arroganz und Unbarmherzigkeiten an die Spitze gearbeitet hat. Dass er dabei über Leichen geht interessiert ihn nicht. Auch, davon dass die eigene Familie sich von ihm abwendet möchte er nichts wissen.Anthonys Lebensmotto lautet: Vertraue niemandem, außer dir selbst.
Durch einen Unfall fällt Anthony ins Koma und seine Seele gelangt in eine Art Zwischenwelt in der er auf einen Mann trifft, der sich als Jesus vorstellt und eine Frau, die behauptet sie sei der heilige Geist.Anthony wird plötzlich mit seinen schlechten Eigenschaften konfrontiert. Er sieht, was er damit in sich selbst angerichtet hat und muss vieles lernen. Von Gott erhält er eine zweite Chance.


Der Weg war ein nahezu unbeschreibliches Leseerlebnis für mich.Dieses Buch bezieht sich nicht überwiegend auf religiöse Themen, was man aufgrund der Inhaltsbezeichnung denken mag, sondern auf die Persönlichkeit des Menschen. Die Entwicklung und auch wie man damit als Teil einer großen Gemeinschaft auf seine Umgebung wirkt. Dabei findet man im Buch des Öfteren auch schon philosophische Ansätze, die zum Nachdenken anregen und mir persönlich sogar Inspiration geben konnten. Der Autor konnte mir neue Ansichten vermitteln, wodurch mir dieses Buch so wertvoll erscheint. Der Schreibstil wird dem Ganzen mehr als gerecht und trotzdem geht man in diesem komplexen Thema nicht unter. Diese Leistung muss man dem Autor wirklich hoch anrechnen. Die Protagonisten sind authentisch und man schließt sie sofort ins Herz. Vor allem bereitete es mir eine große Freude die Entwicklung des Hauptprotagonisten zu beobachten.
Das Buch hatte mir unwahrscheinlich gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen. Man sollte sich von diesen religiösen Anteilen im Buch nicht abschrecken lassen, denn sie dienen mehr der Begleitung, als dem Hauptbestandteil der Geschichte. Das ist nämlich die Psyche des Menschen und seine Persönlichkeitsentwicklung. Dieses Buch eignet sich auch hervorragend, wenn man sich als "Anfänger" in philosophische Werke einlesen möchte, denn hier wird man nicht mit Informationen überschüttet. 
Ein großartiges Buch, das bei mir definitiv Spuren hinterlassen hat.

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Tags: charakterentwicklung, drama, familiendrama, glaube   (4)
 

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(68)

154 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 2 Rezensionen

drachen, fantasy, nebel, männlicher protagonist, prophezeihung

Das Drachentor

Jenny-Mai Nuyen
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei cbt, 01.09.2010
ISBN 9783570306857
Genre: Fantasy

Rezension:

In dem Buch Das Drachentor geht es um den Menschen Revyn und die junge Elfe Yelanah, welche sich unter dramatischen Bedingungen das erste Mal treffen und sofort eine besondere Bindung zueinander empfinden. 
Es herrscht Krieg zwischen verschiedenen Völkern, wodurch die Drachen zu verschwinden drohen. Eine dunkle Macht entzieht ihnen ihren Willen und lässt sie verschwinden. Eine Prophezeiung des Elfenvolkes verspricht einen Ende des Krieges, der jedoch mit großen Opfern einher gehen wird. Revyn und Yelanah versuchen ihren Platz in der Prophezeiung zu finden und kommen dabei an ihre Grenzen.

Das Drachentor ist ein sehr gutes Buch mit einer tollen Idee, die ich so noch nicht gesehen habe. Vor allem der Schreibstil von Jenny-Mai Nuyen gefiel mir wieder ausgesprochen gut. Die junge Frau gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsautoren im Genre Fantasy. Sie hat es wieder geschafft eine einzigartige und fesselnde Atmosphäre zu erschaffen und auch diesmal glänzt sie mit großartigen Charakteren. Jede Figur erscheint authentisch und hat ihre Geschichte. Durch viele dramatische Schilderungen aus der Vergangenheit eines Charakters kann der Leser bestimmte Handlungen und Reaktionen nachvollziehen. 
Die Geschichte war für mich etwas komplett neues und einzigartig. 
Das Buch beinhaltet viele dramatische Szenen, die mich manchmal schier sprachlos zurückließen.

Trotzdem ziehe ich einen Stern ab, für die teilweise in die Länge gezogenen Stellen im Buch. Ich hätte diese Abschnitte nicht gebraucht, da sie für das Hauptgeschehen im Buch völlig irrelevant waren.
Insgesamt ist Das Drachentor aber wieder ein wundervolles Buch einer sehr talentierten Autorin. Jenny-Mai Nuyen konnte mich überzeugen und ich bin schon neugierig auf die weiteren Werke, die folgen werden.

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Tags: drachen, elfen, prophezeihung   (3)
 

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(22)

43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

frankreich, freundschaft, engländer, bauer, beziehungen

Eines Morgens auf dem Land

Gérard Georges , Christiane Landgrebe
Fester Einband: 266 Seiten
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag, 01.08.2011
ISBN 9783851791679
Genre: Romane

Rezension:

In Eines Morgens auf dem Land geht es um den schon älteren, einsamen Bauern Ferdinand Pélissier. Der alteingesessene Junggeselle lebt alleine auf seinem Hof und wird dort täglich von kraftraubenden Erinnerungen aus seinem bewegten Leben heimgesucht. Geschehnisse innerhalb der Familie und vor allem der Krieg haben aus ihm einen Außenseiter gemacht. Ferdinand hat mit der Welt und seinen Menschen abgeschlossen.
Eines Tages zieht ein britisches Ehepaar auf den Nachbarhof, um dort ein Bed & Breakfast zu eröffnen. Mit dabei ist die kleine Tochter Peggy, die nicht auf den Mund gefallen ist. Plötzlich scheint Ferdinands Leben eine Wendung zu nehmen.

Eines Morgens auf dem Land ist ein sehr emotionales Buch mit vielen Anregungen zum Nachdenken. Das Buch hatte mir gut gefallen, was auch am Schreibstil des Autors lag. Es wurde viel Wert auf Beschreibungen der Umgebung gelegt und ich fand es gut gelungen, wie zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt worden ist. Einen älteren Menschen durch den Alltag zu begleiten und dabei zu sehen, wie sehr er nach so vielen Jahren immer noch unter dem Krieg leidet, den er damals mitkämpfen musste ist sehr aufwühlend und schockierend. Hinzu kommen diverse Vorkommnisse innerhalb der Familie, die Ferdinand sehr zusetzten. Er ist ein ziemlich trauriger Charakter, der nur dann Lebensfreude empfindet, wenn er mit seiner treuen Hündin reden kann. Viele Rückblenden aus seinem Leben sind sehr dramatisch und ließen mich oft nachdenklich zurück.Mit dem Zuzug der Familie aus England started einen große Veränderung in Ferdinands Leben und man wird als Leser des Öfteren aufgrund unerwarteter Wendungen aus der Bahn geworfen. Trotzdem bekommt man aber auch schöne und lustige Momente, die dieses traurige Thema etwas auflockern und aufwärmen.
Insgesamt hatte mir das Buch gut gefallen. Vor allem gefühlsmäßig hatte die Geschichte so einiges in mir rühren können.Leider gibt es aber trotzdem zwei Sterne Abzug. Zum Einen gab es des Öfteren Stellen bei denen der Autor mir etwas zu ausfällig wurde. Ich für meinen Teil fand dies im Zusammenhang mit der Hauptthematik des Buches nicht angebracht und dadurch büßte der Autor Ernsthaftigkeit ein. Mein zweiter Kritikpunkt betrifft ein paar "zähe" Stellen. Ich hatte das Gefühl, dass man hier die Geschichte strecken wollte und das störte mich etwas im Lesefluss.
Trotz alledem haben wir hier ein gutes Buch mit einer wichtigen Thematik, die auch heute noch in unserer Gesellschaft präsent ist. Man sollte sich mit dieser Geschichte einfach der Erfahrung wegen mal auseinandergesetzt haben.Mir hat der Autor auf jeden Fall noch etwas beigebracht und deswegen bin ich froh, sein Buch gelesen zu haben.

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Tags: emotionen, freundschaft, krieg   (3)
 

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(596)

1.113 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 181 Rezensionen

magie, magisterium, cassandra clare, fantasy, holly black

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth

Cassandra Clare , Holly Black , Anne Brauner
Fester Einband: 332 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.11.2014
ISBN 9783846600047
Genre: Jugendbuch

Rezension:

In dem Buch geht es um den 12-jährigen Callum Hunter, der ins Magisterium muss, eine Schule für junge Magier. Auch, wenn sein Vater dies immer vermeiden wollte, muss er sich den Vorschriften beugen und ihn für die Schule verlassen. Doch warum reagiert sein Vater wütend, sobald das Thema Magie zur Sprache kommt, wo die Schule doch eigentlich ganz schön erscheint? Call kommt einem dunklen Geheimnis auf die Schliche und es scheint unvorstellbare Ausmaße anzunehmen.

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth ist der erste Teil der gemeinsamen Reihe von Holly Black und Cassandra Clare. Bevor ich das Buch in die Hand nahm wurde ich oft gewarnt, dass es sich hierbei um einen Harry-Potter-Abklatsch handeln soll. Dem kann ich ganz und gar nicht zustimmen. Wir haben hier zwar auch den Hintergrund einer Zauberschule und wieder sind die Hauptprotagonisten zwei Jungs und ein Mädchen, doch sind dies auch schon die einzigen Parallelen, die ich zu den Büchern von J. K. Rowling ziehen kann. 
Der Schreibstil ist ein komplett anderer und er gefiel mir sehr gut. Die Atmosphäre wurde dadurch nochmal eine ganz andere und ließ mich schlichtweg im Buch versinken. Wir haben teilweise sehr düstere Stellen, die für Holly Black Fans allerdings nichts neues sein dürften. Trotz alledem gibt es auch ruhige und lustige Stellen zum Aufatmen. Die Charaktere gefielen mir sehr gut und vor allem Callum war so ganz anders als ich am Anfang vermutete, was mich aber positiv überraschte. Die Idee der Geschichte finde ich einfach genial und vor allem zum Schluss hin wird es richtig spannend. Für mich war der vorläufige Schluss alles andere als vorhersehbar und war daher ein riesen Lesevergnügen für mich.

Den einen Stern Abzug gebe ich für die etwas "zähen" Stellen im Hauptteil des Buches. Davon gibt es aber auch nicht sonderlich viele. Der Lesefluss wird dadurch nicht sonderlich eingeschränkt, aber ich fragte mich an diesen Stellen dann doch hin und wieder wohin das Ganze führen soll. 

Im Großen und Ganzen kann ich dieses Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, denn es bereitete mir eine große Freude. Auch für den Harry Potter Fan ist es bestens geeignet, wobei man dann aber auf große Vergleiche der beiden Reihen verzichten sollte. Dieses Buch ist es wert, sich vollkommen unvoreingenommen darauf einzulassen und die Story für sich stehen zu lassen.

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(10)

19 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

südamerika, mädchen, indianer, kindheit, amazonas

Das Mädchen vom Amazonas

Catherina Rust
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei Knaus, A, 28.09.2011
ISBN 9783813504460
Genre: Biografien

Rezension:  
Tags: dschungel, indianer, kindheit, südamerika   (4)
 

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(1.414)

2.675 Bibliotheken, 84 Leser, 5 Gruppen, 180 Rezensionen

liebe, briefe, jojo moyes, liebesbriefe, affäre

Eine Handvoll Worte

Jojo Moyes , Marion Balkenhol , ,
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 04.10.2013
ISBN 9783499267765
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: liebesbeziehungen, vergangenheit   (2)
 

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(110)

236 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

fantasy, hohlbein, bibliothek, wolfgang hohlbein, urban fantasy

Das Buch

Wolfgang Hohlbein , Heike Hohlbein , Wolfgang und Heike Hohlbein
Flexibler Einband: 859 Seiten
Erschienen bei cbt, 04.03.2010
ISBN 9783570306420
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags: hohlbein, super fantasyvoll   (2)
 
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