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Batman: A Celebration of the Classic TV Series by Bob Garcia, Joe Desris (September 9, 2016) Hardcover


Fester Einband
Erschienen bei null, 01.01.1702
ISBN B0164JUHRG
Genre: Sonstiges

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Der flexible Mr. Ripley

Wieland Schwanebeck
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Böhlau Köln, 01.10.2014
ISBN 9783412223632
Genre: Sachbücher

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amazonas, südamerika, mato grosso, percy fawcett, brian fawcett

Die versunkene Stadt Z

David Grann , Henning Dedekind
Flexibler Einband: 413 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 14.07.2011
ISBN 9783442156665
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Klappentext führte mich - wie so oft - in die Irre: Ich vermutete einen spannenden Abenteuerroman... doch es wurde mir eine noch viel spannendere Lebensgeschichte eines britischen Archäologen und Forschers präsentiert.

Percy Harrison Fawcett: 1867 in England geboren und vermutlich mit seinem Sohn Jack im brasilianischen Dschungel 1925 verschollen.

Man kennt die Romane über Allan Quatermain oder die Indiana Jones-Filme. Sie alle sind wagemutig, halsbrecherisch, höchst abenteuerlich und erzählen immer von der Suche nach großen Schätzen und verborgenen oder versunkenen Städten und Reichen.
Mit Spannung und großer Begeisterung folgte man diesen Geschichten oder den Filmhandlungen... aber seien wir ehrlich: Haben wir uns je Gedanken darüber gemacht, ob diese Geschichten nicht auch auf tatsächlichen Personen und Begebenheiten beruhen könnten?
Der Erfinder Quatermain's - H. Rider Haggard - sowie Sir Arthur Conan Dolye, der neben Sherlock Holmes auch Abenteuerromane wie "The Lost World" (inspiriert von Fawcett's Reisen) schrieb, zählten zum Freundeskreis des kühnen Artillerieoffiziers.

Dieses Buch schildert in atemberaubender Art und Weise das Leben und die Besessenheit dieses Briten, der von der renommierten Royal Geographical Society ausgebildet wurde und später sogar für den Secret Service in Nordafrika arbeitete und dort weiter seine Kenntnisse in der Erkundung unbekannten Geländes und dem Kartenzeichnen perfektionierte.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts galt es für die britische Oberschicht als schick, sich einen Safarihut aufzusetzen, eine Machete und einen Kompass zu schnappen und in die damals vielfach noch nicht kartografierten Gegenden Südamerikas aufzubrechen, um dann die weißen Flecken auf den Landkarten mit exakter Geländevermessung zu füllen.
Mit zunehmenden Jahren und dem technischen Fortschritt mehrte sich die Zahl der wohlhabenden Abenteurer und verminderten sich die unerforschten Flecken der Erde... Die verwegene Romantik verlor sich langsam.

1906 brach Fawcett mit 39 das erste Mal im Auftrag der Royal Geographical Society zur Erkundung des Dschungelgebietes im Grenzgebiet von Brasilien und Bolivien auf.
Sechs weitere Expeditionen bis 1924 - durchgeführt mit bescheidensten Mitteln jener Zeit und teilweise unter aus heutiger Sicht naivsten Vorstellungen - folgten.
Während der einzelnen Expeditionen hatte Fawcett immer wieder Kontakte mit indianischen Völkern. Diese Begegnungen waren oft konfliktreich, doch Fawcett's große Gabe der Kommunikation ebnete meist den Weg. In den Siedlungen und bei Ausgrabungen stieß er auf Artefakte und in Gesprächen mit den Häuptlingen und beim Studium von Unterlagen der Konquistadoren wuchs in Fawcett die Überzeugung, dass es die sagenumwobene Stadt "El Dorado" in irgendeiner Weise gäbe und benannte diesen Ort fortan "Z".

1925 schlußendlich unternahm Percy Fawcett mit seinem Sohn Jack und dessen besten Freund Raleigh Rimell den letzten Versuch, diese geheimnisvolle Stadt zu finden... Und wie viele Forscher und Abenteurer vor ihm verschwanden die Drei im Urwald und gelten seither als verschollen.

Der Autor David Grann schildert in einer faszinierenden Art und Weise anhand von Tagebuchaufzeichnungen, Logbüchern, Briefen, Zeitungsartikeln und Radioaufzeichnungen den Lebensweg dieses "letzten großen Einzelforschers". Es ist unglaublich fesselnd, wie man vor mehr als hundert Jahren mutig und unausgebildet in Gebiete aufbrach, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat! Die Schilderungen der Reisen, die Begegnungen mit den Eingeborenen, die Krankheiten und Verluste... das Bangen der Familienmitglieder all die Jahre nach der letzten Nachricht aus der "grünen Hölle"... Kein Roman könnte spannender sein! Hier handelt es sich um reale Expeditionsberichte!

Was das Buch noch so lesenswert macht ist die Tatsache, dass sich der Autor 2005 selbst auf die Reise in den Dschungel machte und dort das Volk der Kalapalo besuchte, welche als letzter Stamm Kontakt mit den drei Entdeckern hatte.

Auf drastische Weise zeigt diese Lebensgeschichte auch sehr deutlich, wie der Europäer in seiner Expansionssucht und Geldgier den Holocaust in von der Zivilisation verschonte unberührte Gebiete brachte und ganze Stämme mit den eingeschleppten Krankheiten, der Versklavung, der Christianisierung oder einfach nur durch reine Blutlust ausrottete. Während des Lesens steigt die Schamesröte immer wieder ins Gesicht.
Noch heute werden die Wälder abgeholzt und dabei Pflanzen vernichtet, die noch nicht einmal erforscht wurden und für die Medizin vielleicht von großem Nutzen wären.

Dieser ABSOLUT LESENSWERTE Mix aus Biografie und Expeditionshistorie fesselt, fasziniert, lässt staunen und gruseln und zeigt einmal mehr, wie notwendig es immer schon war, Visionären den Weg zu ebnen!

"Die versunkene Stadt Z" wurde 2016 von Brad Pitt produziert und mit Charlie Hunnam ("Sons Of Anarchy") als Percy Fawcett und Tom Holland ("Spiderman") als Sohn Jack verfilmt. Robert Pattinson gibt den treuen Weggefährten Henry Costin.
Der Film sollte im April 2017 in die Kinos kommen...

  (21)
Tags: albino, alexander hamilton rice, amazonas, archäologe, bolivien, brasilien, brian fawcett, colonel, dead horse camp, dschungel, dulipé, el dorado, entdecker, expedition, forscher, george miller dyott, henry costin, holocaust, indianer, jack fawcett, james lynch, james murray, mato grosso, michael heckenberger, nina fawcett, percy fawcett, percy harrison fawcett, raleigh rimell, royal geographical society, südamerika, vergoldete mann, vermessung, versunkene stadt, xingu, z   (35)
 

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schwul, queer, bilder, gay, texte

Mein schwules Auge

Anja Müller , Mathias Trostdorf , Anja Muller , Mathias Trostdorf
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei konkursbuch, 10.08.2004
ISBN 9783887693916
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der erste Band gab eine gewisse Messlatte (kicher... nettes Wortspiel für diese Rezension) vor, welche dieser beinahe 300 Seite dicke Band von der Vielfalt der Bild- und Textbeiträge her nicht ganz schafft.

Die Geschichten sind vielschichtig, interessant und lesenswert und geben einen Einblick in die mann-igfaltige Erlebniswelt der queer community.
Bei der Auswahl der Bildbeiträge bleibt man hier etwas zurück. Gezeigt werden Bilder und Illustrationen in schwarz/weiß und Farbe - mal ästhetisch, mal provozierend hart und direkt.
Auch beim visuellen Oeuvre offenbart sich eine große flexible erotische Spielwiese.

Autoren wie Simon Rhys Beck und Rinaldo Hopf schreiben erhebend und Kingdome 19 oder Felix Droubek geben künstlerisch-erotische Blickwinkel preis.

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Tags: bilder, essay, gay, queer, schwul, texte   (6)
 

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fiver, watership down, hazel, kaninchen, richard adams

Neues vom Watership Down

Richard Adams
Flexibler Einband
Erschienen bei Ullstein TB
ISBN 9783548245492
Genre: Fantasy

Rezension:

1972 erschien das Buch "Watership Down" von Richard Adams und wurde zu seinem erfolgreichsten Werk. Über 50 Millionen Bücher sind von dieser wunderschönen und spannenden Geschichte um eine Gruppe Wildkaninchen, die aus ihrem bisherigen Gehege fliehen und sich eine neue Heimat finden muss, verkauft worden.
1978 wurde das Buch verfilmt und der Titelsong von Art Garfunkel ("Bright Eyes") ein Welthit.

1996 folgte dann "Neues vom Watership Down"... Dieses Buch ist keine wirkliche Fortsetzung des eingangs erwähnten Buches, sondern enthält neben neuen Sagen um El-ahrairah eine Sammlung kurzer Geschichten.

Das in drei Teile geteilte Buch beginnt mit größtenteils belanglosen Geschichten. Erst der dritte Teil blüht zum Charme des ersten Buches auf und lässt die Lust entstehen, den Kampf gegen General Woundwort abermals zu lesen.

Eine milde Enttäuschung für die Freunde des visionären Fiver, der sein Gehege mehr als nur einmal rettet und seines Bruders Hazel, des Anführers der Sandleford-Flüchtlinge und all der anderen liebenswerten Figuren.

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Tags: berser-kerl, bigwig, downs, el-ahrairah, fiver, flyairth, hazel, hyzenthlay, inlé, kaninchen, kreidehügel, marsch, rubscuttle, schwarzes kaninchen, sumpf, unten am fluss, watership down   (17)
 

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putzteufel, blatella germanica, bibliothek, zigeunerin, rechtsanwalt

La Cucaracha oder Die Stunde der Kakerlaken

Daniel E. Weiss
Flexibler Einband
Erschienen bei Goldmann
ISBN 9783442095780
Genre: Romane

Rezension:

Ein glorioses Buch!
Allein die Idee der Kakerlakenkolonie, die bis zum Fortgang der bisherigen Freundin des New Yorker Rechtsanwalts Ira Fishblatt friedlich und genüsslich in dessen Wohnung lebt und durch das Auftauchen der neuen Freundin in dieser himmlischen Existenz bedroht wird, lässt pausenlos schmunzeln.

Dieses Schmunzeln gerät zu einem permanenten vergnüglichen Lächeln während des ganzen Buches.
Der Autor erzählt eine clevere Geschichte voller witziger Charaktere mit einem Hauch ungewöhnlicher Erotik und mit etwas Trauer.

Die Kampfansage der durch die legere und lustvolle Exfreundin des Anwalts verwöhnten Kakerlakenkolonie gegen die Hygienefanatikerin Ruth gerät etwas in Turbulenzen, als sich die Liebe ins Kampfgetümmel einmischt...
Da scheinen sogar Kakerlaken machtlos... ein faszinierendes Finale - ein königlicher Schluß!

Ein Muß!


  (24)
Tags: bibliothek, blatella germanica, cucaracha, hygiene, ira fishblatt, kakerlake, new york, putzteufel, rechtsanwalt, ruth, schädlinge, zigeunerin   (12)
 

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serienmord, killer, kamera, kalifornien, sex

Sprung

Dennis Cooper
Flexibler Einband
Erschienen bei Passagen Verlag, 01.01.1994
ISBN 9783851651256
Genre: Sonstiges

Rezension:

Der 1953 geborene Schriftsteller Dennis Cooper präsentiert nie leichte Kost.
Seine Romane sind literarische Hochseilakte und dem Leser seien solch Drahtseilnerven empfohlen.

In 8 Kapiteln schildert der Erzähler sein mit Sex- und Drogenparties und Serienmorden durchsetztes Leben.
Er sieht sich selbst als Kamera und die Geschehnisse werden mit der präzisen Unbeteiligtheit eines Objektivs, der wechselnden Tiefenschärfe seiner Linse im Tonfall unterkühlter Sachlichkeit festgehalten.

Verwirrend und teils abstoßend und frei von gesellschaftlicher Wirklichkeit erzählt der Autor vom gestellten Foto einer sadomasochistischen Fesselszene, von einem gekauften Pornostar als lebenden Fetisch fürs forschende Fühlen, Riechen und Schmecken bis hin zum kannibalistischen Ritualmord.

Dort wo sich andere Autoren vielleicht distanzieren, schaut der Autor hin und bietet in einem klaren Schreibstil keineswegs leichte Lesekost!

  (20)
Tags: dennis cooper, drogenparties, gay, kalifornien, kamera, killer, serienmord, sex   (8)
 

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Mein schwules Auge 3


Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei konkursbuch, 05.12.2006
ISBN 9783887693930
Genre: Sonstiges

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thriller, missbrauch, wahnsinn, bad bederkesa, mord

Eric

Marco Monetha
Flexibler Einband: 243 Seiten
Erschienen bei Schardt, M, 15.06.2016
ISBN 9783898418935
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein gewaltiger Erstling des Autors.
Bei diesem Roman findet sich der Leser gleich zu Beginn des Buches inmitten einer grausamen Szenerie: Die Mutter des Protagonisten wurde auf furchtbare Art und Weise geschändet und ermordet.
Auf den kommenden Seiten rätseln Protagonist und Leser über die Beweg- und Hintergründe dieser gräulichen Tat.
Fasziniert erfährt der Leser, dass der gebeutelte Hinterbliebene Eric Harmann einen Verdacht hegt und folgt ihm neugierig bei der Überprüfung dieser Vermutung... nur um zu erfahren, dass sich diese Ahnung als falsch erweist und fortan klar ist, dass ein böses Spiel mit Eric und dem fälschlich von ihm Verdächtigten getrieben wird.

In bester Cliffhanger-Manier je Kapitel erzählt Monetha in präzise gewählten schlanken Sätzen eine bluttriefende Geschichte über zwei Menschenschicksale.
Die Charaktere sind exzellent ausgearbeitet und deren Vita glaubhaft ausgeleuchtet erzählt. Die Motivationen der handelnden Figuren lassen sich dadurch gut nachvollziehen - man wird gekonnt in Balance zwischen Abscheu und Sympathie gehalten.

Das Buch ist durch exzellentes Switchen zwischen Gegenwart und Vergangenheit sowie wunderbar natürlich auftauchender Twists im Plot ein gekonnter Pageturner und man fühlt sich manchmal an den ebenfalls sympathischen Serienmörder "Dexter" erinnert.

Der Roman entbehrt überflüssiger Handlungsstränge und Ausführungen und hält daher einen straffen Spannungsbogen mit einem großartigen Pool an handelnden Personen.
Das Lokal- und Zeitkolorit ist perfekt und authentisch präsentiert und macht die Geschehnisse rund um die geistig wie körperlich gebeutelten Handlungsträger nur noch dramatischer und dunkler.
Durch feines Timing versteht der Autor unaufdringlich Prisen von Romanze und Humor in das garstige Drama rund um und mit Eric einfließen zu lassen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass dieser Roman nicht die letzte publizierte Arbeit dieses Autors bleiben wird.

Ein toller pointierter und klarer Schreibstil sowie ein Gespür für dramatische Szenenwechsel in guter alter Hollywoodmanier und das Talent, mit realen Bezugspunkten wie Helene Fischer, den heutigen Reality-TV-Shows oder Hinweisen auf Filme wie "Dumm und dümmer" das Grauen seiner Geschichte noch grausamer zu gestalten, lassen auf noch Großes und hoffentlich Abgründiges aus deutschen Landen hoffen!

Für Freunde gestörter Existenzen, mieserabler Familienzustände und grausamer Meucheleien in ländlicher Idylle sei "Eric" blutigst empfohlen!



  (82)
Tags: bad bederkesa, buck, dana, edmund peters, eric, förster, francisco de goya, harmann, inzest, jasmin, jugendfreunde, kindesmissbrauch, maler, michaela dürrkopp, mirko reich, rafael, ritual, thomas reich, torsten werner, untreue, vergewaltigung   (21)
 

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kgb, russen, berlin, constantine skabichev, kalter krieg

The Liquidator (Boysie Oakes Thriller Book 1)

John Gardner
E-Buch Text: 182 Seiten
Erschienen bei Endeavour Press, 05.11.2013
ISBN B00GGOBZXA
Genre: Sonstiges

Rezension:

1964: Im Augst des Jahres stirbt Ian Fleming, der Autor der "James Bond"-Romane. Im September kommt "Goldfinger" in die Kinos und stürzt die Welt in eine Bond-Hysterie.
Film und Fernsehen reagieren auf diesen neuen Trend - doch auch der Buchmarkt giert nach einer ähnlichen Figur wie Bond und da tritt John Gardner auf den Plan:

Er erfindet in seinem Erstling den fälschlich als eiskalten Soldaten verstandenen Boysie Oakes - der eigentlich alles andere als eiskalt ist: Brian Ian Oakes hat Flugangst, verabscheut Gewalt, hat Höhenangst und ist der holden Weiblichkeit hoffnungslos ergeben.
Diese dem Superagenten 007 so konträre Figur wird ein sofortiger Erfolg... sieben weitere Romane und vier Kurzgeschichten mit dem sympathischen Helden erscheinen.
Der vorliegende Roman wird 1965 unter gleichem Titel mit Rod Taylor als Boysie und Terence Howard als Vorgesetzten Mostyn verfilmt. Leider bleibt der Film hinter seinen Erwartungen zurück und die Etablierung eines weiteren Film-Franchise unterbleibt.

John Gardner schreibt sehr detailgenau, plastisch und humorvoll. Sein Talent, Figuren, Situationen und Locations zu beschreiben bringt ihm 1979 das Angebot der Glidrose Publications ein, im Namen der Ian Fleming-Nachlassverwalter weitere Romane mit der Figur des James Bond zu schreiben. Er ist damit so erfolgreich, dass er 14 neue Bond-Romane und zwei 007-Filmadaptionen verfasst.
Sein Schreibstil ist der Fleming's ähnlich und somit machen sowohl seine Oakes- wie auch Bond-Romane großen Spaß.

Der Roman beschreibt sehr kurzweilig und nachvollziehbar die "Geburt" des im Geheimen operierenden Auftragskillers der britischen Regierung mit dem Codenamen "L" - "Liquidator".
Die englischen Geheimdienste müssen mit Erschrecken feststellen, dass ihre Organisationen von "roten Spionen" durchsetzt sind. Es gilt, diese Maulwürfe zu finden und zu eliminieren. Der Leiter des "Department of Special Security" - Mostyn - wird im Namen der Regierung beauftragt, dafür im Geheimen einen Mann zu verpflichten, der ohne "offizielles Wissen Ihrer Majestät" die Bereinigungsarbeiten durchführt.
Auf der Suche nach dem idealen Mann erinnert sich Mostyn an einen britischen Soldaten, der ihm im August 1944 in Paris das Leben rettete.
Diese "Rettung" allerdings lief tatsächlich ganz anders als von Mostyn verstanden ab und Boysie Oakes - zum Zeitpunkt des Angebots bankrott und vor der Zwangsräumung stehend - berichtigt diese Falschannahme nicht... locken ihn doch ein hohes Salär, eine tolle Wohnung und ein sportlicher Flitzer.
So genießt der Leser zügig und detailreich die Erzählung vom Aufbau eines tatsächlich Gewalt verabscheuenden und mit Höhen- und Flugangst gesegneten Mannes zum weltgewandten und stilsicheren und "eiskalten" Agenten ihrer Majestät.

Boysie hatte schon lange ein Auge auf die junge attraktive Geheimdienstmitarbeiterin Iris geworfen und schafft es schlußendlich, diese zu einem erotischen Wochenende nach Südfrankreich zu entführen.
Dort allerdings entwickeln sich die Dinge unerotisch und kippen in Entführung und Mord.
Dem Feigling Oakes sind diese Wendungen gar nicht willkommen und ehe er sich versieht, ist er nicht nur in einen Anschlag auf ein Mitglied der königlichen Familie, sondern auch in einen Flugzeugdiebstahl verwickelt...

Ein sehr launiger und unterhaltsamer Start einer Agentenserie, die den damaligen Hype eloquent parodiert und dennoch bei der Erzählung einen gut durchdachten und spannenden Spionagefall offeriert.

Boysie rocks!

 

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Tags: airbase, berlin, boysie oakes, brian ian oakes, chekhov, chesham place, constantine skabichev, co-ordinator, coral white, department of special security, flugangst, iris macintosh, james george mostyn, kalter krieg, kgb, liquidator, nizza, paris, russen, sheriek, spionage, spionageabwehr   (22)
 

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jordan baker, parties, myrtle wilson, long island, west egg

Der große Gatsby

F. Scott Fitzgerald
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei HörbucHHamburg HHV GmbH, 30.04.2011
ISBN B004YQR7XY
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Roaring Twenties auf Long Island... Die Headline dieser Rezension gibt die Unterhaltung zwischen den beiden Protagonisten dieses 1925 geschriebenen Klassikers wieder und beschreibt bündig den Dreh- und Angelpunkt des Romans:
Die große Liebesgeschichte zwischen Jay Gatsby und Daisy Fay Buchanan, die während des I. Weltkrieges beginnt und durch den Einsatz Gatsby's in Übersee unterbrochen wird.
Die Liebe Gatsby's wird zu einer Obsession und Jahre später kehrt er in die Staaten zurück und versucht mit aller Gewalt, die Vergangenheit der sich einst Liebenden zu wiederholen.

Burghart Klaußner (bekannt aus Filmen wie "Das weiße Band" oder "Der Vorleser") liest mit beeindruckender Stimme wunderbar betont und vielstimmig in 341 Minuten diesen hier in wunderbarer Neuübersetzung vorliegenden sehr atmosphärischen Klassiker über die Genusssucht und Langeweile der Roaring Twenties und der Sinnlosigkeit des mondänen Lebens. F. Scott Fitzgerald demontiert mit seinem "Opus magnus" den "amerikanischen Traum"...

Erstaunlich, wie nahe sich die letzte Verfilmung dieses Romanes an das Buch hält... Viele Szenen sind direkt in den Film übernommen - die von Fitzgerald geschilderte Szene vom Treffen Gatsby's mit Daisy zum Tee im kleinen Häuschen Carraway's ist im Buch genauso unterhaltsam und berührend wie die filmische Umsetzung mit DiCaprio, Mulligan und Maguire...
Das grüne Licht...
Lediglich den Schluß des Buches spart Luhrmann im Film aus.

Ein herrlich zu hörendes Sittengemälde mit einer faszinierenden Hauptfigur und einer großen verhängnisvollen Liebesgeschichte.

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Tags: aschental, daisy buchanan, george wilson, grünes licht, jay gatsby, jordan baker, long island, meyer wolfshiem, myrtle wilson, new york, nick carraway, parties, roaring twenties, tom buchanan, west egg   (15)
 

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schönbrunn, wien, suche, taugenichts, poker

Das Buch vom Süden

André Heller , André Heller
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 29.04.2016
ISBN 9783785753156
Genre: Romane

Rezension:

Was für eine wunderschöne Geschichte!
Was für ein eleganter, detaillierter und akribischer Umgang mit Worten...
Welch Seltenheit!
Welch pure Wonne den Beschreibungen und Erzählungen der Familie Passauer und im Speziellen die des einzigen Sohnes Julian, vorgetragen durch die unvergleichliche magisch-erotische Stimme des Autors selbst, zu folgen!

Wer das Schloß Schönbrunn selbst schon einmal besucht hat, wird sich sofort durch die Schilderungen Heller's der Räumlichkeiten, der Umgebung und der Pflanzen selbst dort wiederfinden. Mit einer unvergleichlichen Akkuratesse wird die Stadt Wien, der Wiener selbst und die österreichische Mentalität beschrieben und man muss sehr oft schmunzeln, wie treffend es Heller gelingt, den Finger exakt auf die Psyche des Österreichers zu legen.

Die Lebensgeschichte von Julian Passauer wird keine Minute langweilig und die Geschichten von seiner ersten Liebe, über seine Afrikaumrundung und Zeit als professioneller Pokerspieler bis hin zu seinem Punkt im Süden, in San Celeste, regen zum schmunzeln, lachen, nachdenken und auch ein wenig zum Traurigsein an.
Seine Beziehung zu den Eltern und zu den Frauen in seinem Leben werden so real und liebevoll erzählt, dass man manch erzählte Gedanken gern als Leitfaden für sich und seinen Umgang mit wichtigen Menschen nehmen möchte.

"Das Buch vom Süden" lebt von originellen Charakteren und intelligenten Geschichtchen... Wenn man Heller's Stimme lauscht und wirklich bewusst auf seine Wortwahl achtet... dann ist man mehr als einmal sprachlos ob der bezaubernden und gewaltigen Gabe dieses außergewöhnlichen Mannes...
Man folgt gerne dieser Sehnsucht des Vaters und Sohnes Passauer nach dem Süden... und vermeint sie am Schluß des Buches als eigene Sehnsucht zu spüren... vielleicht.

Ein absolutes Muss für Leser, die wohlüberlegte Wortwahl und zaubrische Sätze zu schätzen wissen... die nochmehr an Wucht und Magie durch die Lesung André Heller's gewinnen!

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Tags: afrika, aimee, dr granda, eidechsengarten, gardasee, graf eltz, hugo cartor, italien, juden, julian passauer, naturhistorisches museum, poker, schönbrunn, sonja, süden, taugenichts, villa piazzoli, wien   (18)
 

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mord, krimi, clyde wynant, verschwinden, julia wolf

Der dünne Mann

Dashiell Hammett , Tom Knoth
Flexibler Einband: 231 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 30.01.2004
ISBN 9783257202953
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach Vollendung des Romans "The Glass Key" 1931 hielt die Alkoholabhängigkeit Hammett drei Jahre lang fest im Griff, ehe er 1934 seinen letzten Roman "The Thin Man" veröffentlichen konnte.

Die Hauptpersonen dieses Romans sind das recht trinkfeste Ehepaar Nick und Nora Charles, die Weihnachten in New York verbringen. In einem Lokal wird Nick, der einst ein Detektiv war und sich seit seiner Verehelichung nur noch um das Vermögen seiner Ehefrau kümmert, von der Tochter des Erfinders Clyde Wynant's angesprochen und gebeten, ihr bei der Suche nach ihrem verschwundenen Vater zu helfen...

Die Suche wird eher widerwillig zwischen einzelnen Drinks der Protagoniosten zu den verschiedensten Tages- und Nachtzeiten aufgenommen und führen Nick und Nora zu recht schrulligen und schrägen Charakteren, die so ihre Schwierigkeiten mit Wahrnehmung, Wahrheitsfindung und Wahrheit haben.
Dieses Hin und Her zwischen verschiedenen Wohnungen, Lokalen und anderen Locations und die Diskussion über wahre und falsche Spuren, Hinweise und echten Begebnissen beginnt aber irgendwann zu langweilen... lediglich das trinkfröhliche Ehepaar und die Kinder des verschwundenen Wynant begeistern durch ihre Spleens und Schrulligkeiten.

Hammett's Schreibstil ist prägnant und sparsam. Seine Figuren sind sehr gut ausgearbeitet - auch der Fall um den verschwundenen Erfinder sowie die Auflösung.  Die einzelnen Szenen liefern auch Situationskomik und Kurzweil...

Noch im Jahr des Erscheinens wurde der Roman in abgeänderter Form mit dem idealen Filmduo William Powell und Myrna Loy verfilmt - die Beiden haben das Ehepaar Charles perfekt auf die Leinwand übertragen. Bis heute kannte ich nur die Filme und nun nach dem Roman befinde ihre Darstellung getreu präsentiert. Der Film war so erfolgreich, dass es fünf Fortsetzungen gab...
Bei den Fortsetzungen "After the Thin Man" und "Shadow of the Thin Man" schrieb Hammett sogar die Drehbücher.

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Tags: alkohol, anwalt, asta, chris jorgensen, clyde wynant, detektiv, dorothy wynant, dünne mann, erfinder, gilbert, john guild, julia wolf, macaulay, mimi jorgensen, mord, nick charles, nora charles, trinker, trinkfest   (19)
 

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mission impossible, enterprise, poet, fotograf, schauspieler

Leonard: My Fifty-Year Friendship with a Remarkable Man

William Shatner , David Fisher
Audio CD
Erschienen bei MacMillan Audio, 16.02.2016
ISBN 9781427273239
Genre: Sonstiges

Rezension:

Im Februar 2015 verstarb der Schauspieler, Fotograf, Poet, Regisseur, Autor und Musiker Leonard Nimoy mit 83 Jahren an der Lungenerkrankung COPD.

1966 erschuf er eine der legendärsten Serienfiguren der TV-Geschichte: Mr. Spock, seines Zeichens erster Wissenschaftsoffizier an Bord des "Raumschiffs Enterprise".

79 Folgen lang bestritt er an der Seite von William Shatner (Captain Kirk) spannende und teilweise auch philosophische Abenteuer in den unendlichen Weiten des Alls. Obwohl sich Shatner und Nimoy auch schon zuvor beruflich begegnet waren, bildete sich erst während der Drehzeit eine zuerst lockere Freundschaft, die sich nach Beendigung der Serie und während der Conventions und Kinofilme vertiefte und für Beide solider Grundpfeiler ihres Daseins wurde.

Shatner erzählt mit seiner angenehmen Stimme vom schweren und von Entbehrungen gekennzeichneten Beginn Nimoy's Schauspielkarriere und sehr, sehr viel von den gemeinsamen Erlebnissen und Entwicklungen, die das Phänomen "Star Trek" bis zum heutigen Tag für die beiden Schauspieler schuf. Immer wieder fließen bei der Schilderung von Nimoy's bewegtem Leben (Typecasting, Alkoholprobleme, 2 Ehen, Entfremdung der Kinder, Erfolge als Regisseur und Fotograf, Erkrankung) auch Stationen von Shatner's eigenem Leben und Karriere ein (ebenfalls Alkoholprobleme, Ego, mehrere Ehen, mysteriöser Tod einer Ehefrau) - das macht diese Biographie doppelt wertvoll: Hier werden zwei Biographien erzählt, die für sich allein schon ihr Geld wert sind.

Bis zum Schluß war Nimoy auf der Leinwand präsent, war ein Unterstützer der Künste, schrieb zwei sehr erfolgreiche Biographien (beide von mir rezensiert: "I'm not Spock", "I Am Spock") und schaffte es gegen Ende seines Lebens, den Weg zurück zu engen Familienbanden zu finden. Während all der Jahrzehnte begleitete ihn William Shatner und vermag während der Lesung Vertrautheit, Nähe und Respekt zu vermitteln.

Irgendwie jedoch lassen Shatner's Worte aber auch Zweifel aufkommen, wenn man sein Leben und sein Verhältnis zu all den mit "Star Trek" verbundenen Menschen näher betrachtet. Arroganz und Überheblichkeit werden dort und da immer wieder in verschiedenen Quellen angeführt und Shatner's Abwesenheit bei der Beerdigung seines "engsten Freundes" sorgte auch für Spekulationen. Während Nimoy immer wieder zu Gastauftritten in den "Trek"-Serien/Filmen gebeten wurde, geschah dies nie mit Shatner... Gerüchten nach soll er nun als ältester noch lebender Star der Original-Serie 2017 bei der NEUEN "Star Trek"-Serie "Discovery" einen Gastauftritt haben... Waren immer andere Ursachen, die eine Rückkehr Kirk's verhinderten, schuld daran oder vielleicht doch der schwierige Umgang mit dem Star?

Doch dies ist ein kleines Manko und fällt nur auf, wenn man sich mit den Leben und Karrieren rund um "Star Trek" intensiv auseinander setzt. Sonst ist dieses Hörbuch ein kurzweiliger und sehr informativer Quell über den "faszinierenden" Mister Leonard Nimoy - erzählt von einem nicht minder uninteressanten Schauspieler namens Bill Shatner.

Live long and prosper - LLAP!

 

 

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Tags: biographie, boston, captain kirk, enterprise, fotograf, kobra, leonard nimoy, mission impossible, mr spock, poet, regisseur, schauspieler, star trek, william shatner   (14)
 

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ginsberg, fourier, jim carroll, mark twain, samuel clemens
Rezension:

New York war Mitte des 19. Jahrhunderts durch Senator William "Boss" Tweed um Multimillionen von Dollars an Steuergeldern erleichtert und durch seine politischen Intrigen und Manipulationen an den Rand der Handlungsunfähigkeit und des finanziellen Ruins gebracht worden. Die 1873 einsetzende Rezession sorgte dann noch für hohe Arbeitslosigkeit, gewalttätige Aufstände und Streiks.
Philip Hubert war zu einigem Reichtum gelangt und beschloss mit seiner Familie nach New York zu ziehen und seine Architekturkünste umzusetzen.
Von seinem Vater hatte er die Gedanken von Charles Fournier mitbekommen, der in seinem Werk "Die falsche Industrie" von einem bedingungslosen Grundeinkommen ausging - ein jeder Einzelne der Gesellschaft hat ein Recht auf das Lebensnotwendige.
Und in jenen Tagen des "Gilded Age" mussten erstmals Reiche und Arme, Gebildete und Ungebildete in öffentlichen Räumen zusammen sitzen und die harte Realität überstehen... mit dem Bau des unter dem Fournier'schen Gedanken entworfenen Appartementkomplexes wurde 1883 begonnen...
1905 wurde es zu einem Hotel.

Sherill Tippins erzählt kurzweilig und spannend nicht nur die Geschichte dieses wohl einzigartigen Hotels, sondern bringt auch die Geschichte Amerikas und speziell New York's vom Beginn des Baus bis herauf ins 21. Jahrhundert näher.
Es ist eine faszinierende Reise durch die Zeit... das Chelsea Hotel zog über all die Jahrzehnte die schillerndsten Personen an und zwischen den Wänden dieses 12stöckigen, 250 Zimmer umfassenden Hotels spielten sich unglaubliche Geschichten und Beziehungen bar der damaligen "gesellschaftlichen Normalität" ab...
In den späten 50ern wohnten Ginsberg, Kerouac und Burroughs dort und schufen die "Beat Generation"... Andy Warhol, Patti Smith mit Robert Mapplethorpe waren Gäste - Arthur C. Clarke tippte das Script zu "2001" im Chelsea und Arthur Miller verarbeitete seine gescheiterte Ehe mit Marilyn Monroe und später ihren Tod in den Hotelzimmern.
In den 60ern und 70ern gab sich alles Schrille und Schräge ein Stelldichein... Janis Joplin, Jim Carroll, Harry Smith oder Stanley Kubrik... das "Chelsea Hotel" war ein eigenes Universum.
In den 1960ern schrieb Leonard Cohen nach seiner Zeit im Hotel den Song "Chelsea Hotel No. 2" - 1978 erlangte Zimmer 100 traurige Berühmtheit: Sid Vicious's Freundin Nancy Spungen starb durch einen Messerstich dort und im Jahr darauf er selbst an einer Überdosis Drogen.

Von 1946 bis 2005 leitete die Familie Bard die Geschicke des berüchtigten Hotels... doch der Zahn der Zeit nagte an den Gemäuern des Hotels und die Kosten einer Grundsanierung war der Gier der Vorstandsmitglieder nach höheren Profiten im Wege. 2005 wurde Stanley Bard nach über 50 Jahren aufopfernder und generöser Tätigkeit als Direktor entlassen und 2007 mit Betretungsverbot belegt.
2008 wurde der Verkauf des Hotels eingeleitet... 2011 erstand die sehr zurückhaltend auftretende Chetrit Group um 80 Millionen Dollar das Hotel... Seitdem ist es geschlossen und wird "renoviert".

Von den einst dreihundert Haushalten des Hotels bestehen heute noch ca. 80 Haushalte... es gibt noch Bewohner im Hotel aufgrund des Schutzes vor Zwangsräumung...
Es gibt unzählige Prozesse und Gerüchte... auch dieses, dass die Familie Bard nach Investoren sucht, um dieses wunderbare und einzigartige Hotel wieder in den Besitz zu bringen.

Ein wunderbares Buch mit viel Geschichte und erstaunlichen Anekdoten über ein Haus voller Atmosphäre und mit eigenen Gesetzen... Ein Haus in der 222 West 23rd Street in NY, welches Frauen und Männer beherbergte, die tiefe Eindrücke im kulturellen Bewusstsein des 20. Jahrhunderts hinterließen!




  (75)
Tags: albert brisbane, arthur c. clarke, arthur miller, beats, bob dylan, burroughs, chelsea, chelsea association, dylan thomas, fourier, ginsberg, gore vidal, harry smith, hotel, jack kerouac, jackson pollock, janis joplin, jim carroll, kult, künstler, leonard cohen, marilyn monroe, mark twain, mystery, new york, patti smith, peggy guggenheim, philip hubert, robert mapplethorpe, samuel clemens, san remo bar, sid vicious, stanley kubrick, thomas wolfe   (34)
 

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tondu, schock, gin, allumette, harry

Der diabolische Herr Schock

Will , Maurice Rosy , Eckart Schott
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Eckart Schott Verlag, 23.08.2011
ISBN 9783899083972
Genre: Comics

Rezension:

Es ist den "Salleck Publications" hoch anzurechnen, dass der Verlag sich seit 2011 dieses humorigen Detektiv-Duos annimmt und die Abenteuer neu übersetzt und mit einheitlicher Namensgebung der Akteure als Gesamtausgaben auf den Markt bringt.

Ich erinnerte mich an die Abenteuer von "Gin & Fizz" - so hießen sie beim legendären Kauka-Verlag ("Lupo") in den 60ern des letzten Jahrhunderts. Damals gefielen mir die Abenteuer des Bärtigen und des Mannes mit dem breiten Scheitel (O-Ton aus "Die 2", wo Glatzklöpfige so umschrieben werden) sehr und jetzt über 40 Jahre später unterhalten die Geschichten aus den späten 50er und 60er Jahren noch immer.

Ein lebendiger, aktiver Zeichenstil sowie eine gute Neuübersetzung, eine sehr gefällige Kolorierung und eine hochwertige Verarbeitung der Gesamtausgabe 1 bereiten fröhlichen Lesegenuss.

In diesem vorliegenden Band werden die ersten drei Abenteuer von Harry & Platte, die Will als Zeichner und Rosy als  Texter betreuten, aus den Jahren 1956-58 und deren erste furchterregende Begegnung mit dem gesichtslosen "Monsieur Choc" ("Herr Schock") präsentiert.

Sehr atmosphärisch und nostalgisch erlebt man die Zeit von mysteriösen und vielseitig agierenden Meisterverbrechern im Stile eines Fantômas, gemütlichen Urlauben in Villen, neuartigen Erfindungen, Festnetztelefonen und Telegrammen nochmals mit... Die Herren tragen Anzüge, rauchen Zigaretten mit Spitz und die Damen geben schwer behängt mit Juwelen Dinnerparties und Gesellschaften in eleganten Roben...

Zeitlos unterhaltsam und zu empfehlen!

 

 

  (54)
Tags: allumette, choc, comic, fizz, gin, harry, platte, salleck, schock, tif, tondu   (11)
 

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agenten, gimmicks, sammlerstücke, napoleon solo, james bond

The Incredible World of Spy Fi: Wild and Crazy Spy Gadgets, Props and Artifacts from TV and the Movies

Danny Beiderman
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Chronicle Books, 26.11.2004
ISBN 9780811842242
Genre: Sonstiges

Rezension:

Dieses Buch ist ein "Must Have" für Freunde von Agentenfilmen oder kultigen TV-Serien der 60er des letzten Jahrhunderts.
Es weckt für jene Leser tolle Erinnerungen, die in ihren Kindertagen den Abenteuern von John Steed und Emma Peel in "Mit Schirm, Charme und Melone" oder Jim Phelps und seinem "Mission Impossible"-Team folgen durften. Aber auch jene Leser, die schon erwachsener waren und im Kino  James Bond, Derek Flint oder Harry Palmer verfolgten, werden beim Durchblättern in Entzücken geraten.

Danny Biederman begann als Teenager Utensilien aus den damaligen Hit-Serien zu sammeln und besitzt heute Unikate aus TV-Serien, die damals bahnbrechend fürs Fernsehen waren:
Die Waffen aus "Man from U.N.C.L.E.", die Lederhosen, die Diana Rigg als Emma Peel trug, das Schuhtelefon des Maxwell Smart oder die ägyptische Geheimtür eines Bösewichts aus "Wild, Wild West" - um nur einige Gustostückerl zu nennen.
Unzählige andere Sammlerstücke wie Drehbücher, Plakate, Spielzeug oder Fotos und Blaupausen für Kulissen sammelte Biederman über die Jahrzehnte... dies führte schließlich dazu, dass die C.I.A. an seine Tür klopfte und ihn einlud, im C.I.A.-Hauptquartier eine Ausstellung dieser so tolle Erinnerungen weckenden Exponate zu organisieren.
Deswegen findet sich in dem Buch auch ein Vorwort des ehemaligen Direktors des C.I.A. Technical Services...

Biederman offeriert in diesem Buch unzählige wunderschöne Fotos der faszinierenden technischen Spielereien und garniert diese mit interessanten Details zur Serie und zur Beschaffung. Es gibt auch informative Backgroundinfos und jede Seite atmet die Liebe des Autors für eine Fernsehepoche, in der unglaublich viel Innovation, Kreativität und Experimentierfreude durch eine Vielzahl von Serien vermittelt wurde.

Das Buch ist ein toller Ausflug in eine Zeit des Aufbruchs und der Begeisterung... Ein perfektes Buch für Menschen, denen Film und Fernsehen etwas mehr bedeutet als nur Zeitvertreib und Berieselung.





  (50)
Tags: 60er, agenten, ausstellung, austin powers, derek flint, emma peel, gadgets, geheimorganisation, gimmicks, james bond, john steed, kobra, kult, kultserien, memorabilia, mission impossible, napoleon solo, sammlerstücke, sixties, spione, tv-serien, tv-shows, uncle   (23)
 

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vampire, vampir, nekromant, horror, düster

Vampirblut

Brian Lumley
Flexibler Einband: 254 Seiten
Erschienen bei Festa, 01.11.2001
ISBN 9783935822343
Genre: Fantasy

Rezension:

Die ESP-Organisationen des Westens und Ostens brechen in den Kampf auf. Der Nekromant Dragosani trifft auf den Totenhorcher Harry Keogh, der immer mehr seiner Kräfte kennenlernt und die legendäre Möbius-Schleife zu bedienen weiß.
Eine kurzweilige Fortsetzung - flüssig zu lesen mit einigen netten neuen Einfällen versetzt.

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Tags:  
 

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ehealltag, sommer, urlaub, mord, fernweh

Sonne, Mord und Meer

Conny Anken , Dimitros Athanasiou , Richard Birkefeld , Ulrike Anna Bleier
Flexibler Einband
Erschienen bei Der Kleine Buch Verlag, 04.05.2016
ISBN 9783765091131
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Sammlung der überwiegend von Autorinnen verfassten Geschichten ist wie ein Urlaub selbst:
Man gibt sich der Stimmung hin, lässt sich von der Atmosphäre einlullen und unbeschwert durch den Tag tragen.
Die 19 Geschichten schaffen eine gleichmäßige träge Laune wie sonnendurchflutete Tage mit leichter Brise und dem Zirpen der Grillen irgendwo im Mediterraneum.
Doch in jedem sommerlichen Urlaub gibt es auch Tage mit Gewittern, Sturm, Regen oder Hagel. Willkommene Abwechslung der lähmenden Schwüle eines Sommerurlaubstages.
In dieser Anthologie gibt es auch solch erfrischende und beeindruckende Momente...

Vom Schreibstil sind die AuorInnen allesamt souverän und lesenswert - die Qualität der Geschichten selbst ist aber durchwachsen. Einer Anthologie gemäß drehen sich die Erzählungen immer um das gleiche Thema - das ist gut so... doch bei der Mehrzahl der Geschichten hier sind die Aufhänger sehr ähnlich und all die sich wiederholenden Beziehungskonstellationen, die meist zu einem unrühmlichen Ausgang führen, beginnen bald zu langweilen.

Das Donnergrollen und den erfrischenden Regenguß in diesem Band bringen die Geschichten von Ilka Stitz mit "Sie haben ihr Ziel erreicht" (da fühlt man sich sehr an vertraute Situationen erinnert), Anne Griesser mit "Regen" (originell witzig vermittelt die Autorin die Idee, Urlaubsprospekte künftig zwischen den Zeilen zu lesen), Sven-André Dreyer mit "Vier Himmelsrichtungen" (die Kürze seiner Erzählung weist für mich die größte Wucht in dieser Erzählsammlung auf), Nadine Buranaseda mit "Auf der anderen Seite" gelingt Ähnliches wie Dreyer, "Die Quelle des heiligen Giovanni" von Gina Greifenstein weiß durchaus zu erfrischen, Harry Michael Liedtke's "Love and Lee" amüsiert und unterhält am meisten wegen der gekonnten Wortspielereien und einem originellen Plot, den auch Christian Linker mit "Strausseneier im Schnee" kurzweilig zu vermitteln weiß... Der Beitrag der Herausgeberin Regina Schleheck mit dem Titel "Die Schlampe" ist eine souveräne Geschichte, die ebenfalls Erinnerungen zu wecken versteht.

Das Ziel der Herausgeberin, einen kurzweiligen, leichten Sammelband für den Urlaub zusammenzustellen, ist erreicht worden.
Von all den Autoren hofft man bald wieder lesen zu dürfen!

  (29)
Tags: betrug, beziehungsstress, ehealltag, ehekrise, fernweh, flucht, frust, mord, sommer, tod, urlaub   (11)
 

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heinrich von below, henriette vogel, helen keller, 19. jahrhundert, sebastian del moro

Geschichte einer ungeheuerlichen Liebe

Carl-Johan Vallgren , Angelika Gundlach
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 19.05.2008
ISBN 9783518460153
Genre: Romane

Rezension:

In einer Winternacht des Jahres 1812 werden zwei Kinder in einem Königsberger Bordell geboren:
Ein wunderschönes gesundes Mädchen, welches auf den Namen Henriette getauft wird und eine schauerliche Mißgeburt, der man keinen Tag Überleben zutraut und der man Namen und Taufe verweigert...
Doch dieser bös mißgestaltete Junge weigert sich zu sterben und legt einen unglaublichen Überlebenswillen an den Tag. Er wird kräftiger und kräftiger und man entschließt sich schlußendlich, ihm deswegen den Namen Hercule zu geben.
Da seine Arme und Hände kaum ausgebildet sind, bewerkstelligt Hercule alles mit seinen kleinen Beinen - so kommt er zu seinem Familiennamen: Barfuss.
Und diese kaum ein Meter große verkrüppelte, taubstumme und deformierte Gestalt wird der große Held einer von Carl -Johan Vallgren in wunderschöne und berauschende Worte gepackten Geschichte über eine Liebe, die sich in Kindertagen entwickelte, sich über visuelle Attribute, Trennung durch Zeit und Raum bis über das physische Leben hinaus hinweg fortsetzt.

Vallgren vermag eine spannende und bewegende Geschichte über einen Mißgestalteten zu erzählen, welche am Stärksten in den Beschreibungen der Gefühle, der Lokationen und der gesellschaftlichen und technischen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts ist und am Schwächsten, wenn es um den Kern der Erzählung geht: Dieser unendlich, ungeheuerlich tiefen und alles verzehrenden Liebe zwischen Henriette und Hercule.
Hier bleibt der Autor unglaubwürdig, matt und vermag nicht wirklich der Beziehung der Beiden Leben einzuhauchen. Auch nimmt das effektive Zusammensein der Protagonisten in dem Buch nur eine geringe Zeit ein - alles liest sich gehuscht und die Geburt von Hercule's erster Tochter erscheint unglaubwürdig.

Der Roman lässt sich in vier schöne Abschnitte teilen:
Hercule's Reisen durch Europa auf der Suche nach seiner Liebe Henriette -
Ihr Finden und ihre kurze glückliche Zeit miteinander, ehe dieses Glück durch die Kirche ein grausames Ende findet -
Hercule's brutalste Racheaktionen an den Kirchenmitgliedern, die ihm und seiner geliebten Henriette Furchtbares antaten und
seine Läuterung und das spätere Leben auf Martha's Vineyard.

Eine wunderbare Übersetzung aus dem Schwedischen: Die Beschreibungen sind detailreich, opulent und man schwelgt in Wörtern jener Zeit. Die Orte, Riten und Personen sind intensiv dargestellt und die geschilderten Emotionen glaubwürdig.
Trotz der kleinen Schwachstellen verbleiben all die Sterne wegen eines gekonnt variierenden Schreibstils und dieser schönen Mär von der großen Liebe...

Sehr zu empfehlen!

  (71)
Tags: 19. jahrhundert, aurelio rivero, barefoot, barnaby wilson, bettelmönch, bordell, charlotte, doktor götz, freakshow, gebärdensprache, gehörlos, heinrich von below, helen keller, henriette vogel, hercule barfuss, industrialisierung, inquisition, jesuit, johannes langhans, julian schuster, kirche, königsberg, madame schall, martha's vineyard, missgeburt, monstrosität, orgel, rache, sebastian del moro, wien, zwerg   (31)
 

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selbstmord, paris, sylvie vartan, diplomat, heimliche freundschaften

Herzbube

Roger Peyrefitte

Erschienen bei HEYNE WILHELM, 01.08.1982
ISBN 9783453012486
Genre: Sonstiges

Rezension:

1964 während der Verfilmung seines Romans "Heimliche Freundschaften" (1944 erschienen) lernte der damals 57jährige Autor den damals 13jährigen Alain-Philippe Malagnac, der als Statist in dem Film mitwirkte, kennen und verliebte sich in ihn. Über zwanzig Jahre sollte diese Liebesbeziehung halten, bis der junge Mann vor dem Finanzamt aus Frankreich flüchten musste und 1979 die Gay-Ikone Amanda Lear in den Vereinigten Staaten heiratete.

Der authentische Roman "Herzbube" berichtet von einer dramatischen und turbulenten Zeit nach einem Selbstmordversuchs Alain-Philippe's, der hier im Roman unter dem Namen "Astolphe" figuriert wird.
Man muss wissen, dass sowohl der Autor wie auch sein jugendlicher Lover aus wohlhabenden Familien stammten, denn sonst würde man während des Lesens ungläubig und kopfschüttelnd die Geschichte verfolgen, in der ein Mittzwanziger zwei Rolls-Royce als seine gewöhnlichen Transportmittel in Paris sein eigen nennt und wo Peyrefitte wie sein Lover mit Millionen an französischen Francs jonglieren und prassen...
Der große Schwachpunkt dieses Romans, der als wunderbare Ergänzung zum Roman "Heimliche Freundschaften" und zur Verfilmung (sehr atmosphärisch mit exquisiten Darstellern. Auch 52 Jahre nach dem Entstehen sehr intensiv und sehenswert!) dient, liegt in dem Wiederkäuen der finanziellen Probleme, in die Peyrefitte nach dem erfolglosen Selbstmordversuch Astolphe's gestürzt wird. Der junge Mann war ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen: Er betrieb Nachtclubs, besaß Villa und Wohnungen und produzierte Theaterstücke und die großartige Sylvie Vartan... Er hatte wie sein väterlicher Liebhaber (später adoptierte Peyrefitte ihn sogar!) keinerlei realen Bezug zu Geld und als Mitte der 70er Jahre plötzlich viele Wechsel und Kredite fällig wurden, sah er sich nicht mehr anders aus als sich mit Schlaftabletten voll zu pumpen...

Und so wird nach einer sehr atmosphärischen und authentischen Schilderung der Pariser haute société und deren Mechanismen das Lesen bald mühsam, wenn nur noch von den Versuchen erzählt wird, den gewaltigen Schulden durch Zwangsverkäufe wertvoller Bücher, Münzen und antiker Plastiken Herr zu werden. Umgerechnet 1,5 Millionen Euro musste Peyrefitte in den Monaten nach dem "Unfall" aufbringen, um die schweren finanziellen Fesseln seines jugendlichen Lovers abzuwerfen!
Schulden schienen damals wie heute en vogue gewesen zu sein - nur konnte man diese allein aufgrund seines Titels oder seiner gesellschaftlichen Stellung leichter prolongieren und jonglieren. Die Bankdirektoren solcher Bankhäuser wie das der Familie Rothschild kamen persönlich bei Peyrefitte zu Hause vorbei, um Konditionen der Rückzahlung zu verhandeln... Man genoss in Paris hohes Ansehen, wenn man ein zweistelliges Autokennzeichen oder eine niedrige Telefonnummer besaß!
Urlaube genoss man in Italien oder Griechenland und man fuhr zur Erholung in die Schweizer Alpen...  Schöne gute alte Zeit!
Das "alte Geld" hatte immer schon Eleganz und Stil - in jenen Tagen noch mehr als heute. Wenn man dieses Buch liest, dann schaut man lächelnd und mitleidig auf die heutigen Millionäre, die von natürlichem und klassensicheren Umgang mit ihrem Vermögen keinerlei Ahnung haben...

Nervend und für mich auch nicht nachvollziehbar die "blinde Liebe" des Autors zu seinem Freund. Im Zuge all der sich auftuenden finanziellen Abgründe erfährt Peyrefitte auch von den Unterschriftenfälschungen auf Wechseln und der Verpfändung seiner eigenen Wohnung durch Astolphe... Er vergibt dem jugendlichen Leichtsinn alles. Das muss wohl "wahre Liebe" sein...
Beide sterben im Jahr 2000... wie im "Selbstmord-Pakt" zu Beginn ihrer großen Liebe vereinbart.
Peyrefitte an Parkinson im November, Malagnac d'Argens de Villele im Dezember an einer Rauchgasvergiftung.

Ein tolles Sittenbild der 1970er Jahre.

  (58)
Tags: 1970er, alain-philippe malagnac d'argens de villele, astolphe, auktionen, diplomat, heimliche freundschaften, homosexuell, klassengesellschaft, kredite, kunstsammler, päderast, pädophilie, paris, roger peyrefitte, schriftsteller, selbstmord, sylvie vartan   (17)
 

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girl from u.n.c.l.e., spionage, illya kuryakin, stephanie powers, agenten

Man From U.N.C.L.E. Book: The Behind-the-Scenes Story of a Television Classic

Jon Heitland
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei St. Martin's Press, 15.12.1987
ISBN 9780312000523
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich mag die Arbeiten des Regisseurs Guy Ritchie sehr und so sah ich mir 2015 auch einen weiteren Wiederbelebungsversuch Hollywood's (anscheinend tut man sich heutzutage schwer, eigenständige und neue Figuren und Handlungen zu erfinden und bedient sich so des unendlichen Fundus der Film- & TV-Gesellschaften) unter seiner Führung an: "Codename U.N.C.L.E.".
Der Film bestach durch Ritchie's Gabe, Zeitkolorit perfekt mit heutigen Einflüssen zu verbinden und durch hervorragende Darsteller zu transportieren.
Der Film machte Spaß und Lust, die TV-Serie kennenzulernen, auf die der Kinofilm aufbaute.
Ein Glücksfall war, dass "Warner Brothers" kürzlich die komplette 1. Staffel (mit vielen nie in deutsch ausgestrahlten und daher auch nicht synchronisierten Folgen) unter dem TV-Serientitel "Solo für O.N.C.E.L." veröffentlichte.
Sofort gekauft und seitdem genieße ich die schwarz/weiß-Folgen bei einer guten Tasse Tee...
Doch ich war immer schon an Hintergrundinfos zu Filmen und Serien interessiert und so besorgte ich mir dieses Buch zur Serie:

Jon Heitland bietet auf 264 Seiten eine wahre Fülle nutzvoller Informationen zur Entstehung der Serie.
1962 stellte der TV-Produzent Norman Felton fest, dass das US-Fernsehpublikum genug von Ärzten, Anwälten und Psychiatern habe und es Zeit wäre, dem Zuseher etwas Neues, Spannendes zu präsentieren.
Als er sich nach Inspiration umsah, stieß er auf das Buch "Thrilling Cities" seines Landsmannes Ian Fleming. Ein Reisebuch, in welchem Fleming von den besten Plätzen zum Essen und Trinken weltweit erzählt.
Der erste James Bond-Film war gerade in die Kinos gekommen - Felton selbst wusste noch nichts über die Bond-Romane Flemings.
Und so trafen sich der TV-Produzent und der Romanautor in New York und begannen Figuren für eine Serie zu entwickeln...
Doch dann kam der Bond-Hype und die Produzenten Broccoli & Saltzman nahmen Fleming unter Exklusivvertrag und verboten Felton und dem produzierenden Studio jegliche Ähnlichkeit in bezug auf Bond... Sei es der Name (die TV-Serie sollte zuerst "Solo" nach dem Namen der Hauptfigur Napoleon Solo heißen - nur heißt ein Bösewicht in "Goldfinger" so und damit war der Serientitel verboten) oder sonstige Ähnlichkeiten zu Bond (Solo fuhr im Entwurf einen Bentley - darf nicht sein: Bond fährt Aston Martin).
So endete Fleming's Schöpfungsakt fürs Fernsehen nicht durch ihn, sondern durch die Anwälte der Bond-Filmproduktionsfirma.

Dies ist nur eine der faszinierenden Backgroundgeschichten zu dieser richtungsweisenden TV-Serie. Sie leitete die stete und bald überbordende Präsenz an Agenten und Spionen mit ihren weltumspannenden Einsätzen und unzähligen technischen Gimmicks in der TV-Welt ein und wurde Mitte des 4. Produktionsjahres auch Opfer dieser Schwemme.

Durch den immensen steten Zeitdruck, dem die Produktion einer TV-Serie unterworfen ist, musste sich der Hauptkameramann nach Möglichkeiten umsehen, zeitsparender und auch leichter das für eine Krimi/Agentenserie notwendige Actionmaterial zu drehen. Anfang der 60er Jahre waren die Kameras noch unglaublich sperrig und schwer und Actionsequenzen konnten nur mühselig eingefangen werden.
Kameramann Til Gabbani arbeitete in München an einem Marlon Brando-Film und sah die dortige Filmcrew mit einer leichtgewichtigen Handkamera arbeiten, die sich Arriflex nannte.
Er überredete MGM, die Arriflex zu kaufen. Er entwickelte das Zubehör weiter und heute gehört diese Kamera zum Standardequipment einer jeden Filmcrew.
Dieses System verhalf nicht nur, die Serie kostengünstiger zu produzieren - Arriflex trat durch "U.N.C.L.E." auch den weltweiten Siegeszug an.

Und so informativ und unterhaltend geht es in dem Buch weiter. Man lernt über die ganzen Produktionsabläufe bis hin zu den Marketingstrategien und die auch damals alles dominierenden Quoten viel Überraschendes.
Zum Abschluß des Buches gibt es noch einen ausführlichen Episode-Guide zur Serie und der Schwester-Serie "The Girl from U.N.C.L.E.", in welcher Stephanie Powers ("Hart aber herzlich") die Hauptrolle spielte.
Aufstieg und Fall einer TV-Serie, die in der turbulenten Zeit der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts richtungsweisend und innovativ war.

Buch, TV-Serie und die Ritchie-Verfilmung seien jedem TV-Buff herzlichst empfohlen!

Open Channel D!




  (36)
Tags: agenten, david mccullum, geheimorganisation, girl from u.n.c.l.e., ian fleming, illya kuryakin, kultserie, lewis g. carroll, man from u.n.c.l.e., robert vaughn, sixties, solo für o.n.c.e.l., solo napoleon, spionage, stephanie powers, tv-show, weltweit   (17)
 

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sherlock holmes, london, arzt, great wyrley, jean leckie

Arthur & George

Julian Barnes , Gertraude Krueger
Flexibler Einband: 524 Seiten
Erschienen bei btb, 01.07.2008
ISBN 9783442735624
Genre: Romane

Rezension:

Julian Barnes erzählt mit diesem Roman eine wahre Geschichte aus dem Leben von Sir Arthur Conan Doyle, dem Schöpfer des beratenden Meisterdetektivs Sherlock Holmes.

1903 werden in der Grafschaft Staffordshire mehrere Tiere gewaltsam verstümmelt und in auftauchenden anonymen Briefen an die Polizei wird der Sohn des lokalen Pfarrers, der Inder ist, dieser Taten bezichtigt. George Edalji, Mischlingskind und angehender beratender Rechtsanwalt, gerät dadurch ins Zwielicht und wird trotz fadenscheiniger und nicht stichhaltiger Beweise von der Justiz zu drei Jahren Haft verurteilt.

1906 wird der Schriftsteller A. C. Doyle auf den Fall aufmerksam und beginnt selbst hartnäckig zu recherchieren und sieht bald all die Versäumnisse und Vorurteile der Polizei und Bevölkerung bestätigt.
Seiner Berühmtheit und Hartnäckigkeit ist es zu verdanken, dass Edalji's Fall immer wieder aufgegriffen und schlußendlich auch durch das Innenministerium neu behandelt werden muss.

Der Roman schildert das Leben des Schriftstellers und der Familie Edalji sowie die ganze Geschichte der anonymen Drohbriefe und der schrecklichen Tiermorde sehr genau. All die kleinen Erfolge und auch heftigen Rückschläge in diesem Kampf der beiden Protagonisten gegen die Justiz und gegen vermeintliche Vorurteile sind sehr dicht erzählt... und ermatten beim Lesen.

Hervorzuheben ist die Idee des Autors, die Biographien der beiden Männer abwechselnd und nicht parallel in einzelnen Kapiteln zu erzählen. So gestaltet sich bis zur Mitte des Buches ein herrlicher biographischer Handlungsbogen, welcher dann im Zusammentreffen der beiden Herren in einem Londoner Hotel kulminiert.
Der Roman ist vielmehr eine Biographie des Mannes Doyle als ein Kriminalfall, der den Anwalt Edalji betrifft.

So gerät die Erzählung selbst um Doyle's Recherche, seine Lösungen und seinen Kampf mit der Obrigkeit um die Rehabilitierung des Halbinders George zu einem zähen zweiten Teil des Buches.

Der Schreibstil und die akribische Aufbereitung sind hier zu loben und wohl auch die Tatsache, dass Doyle dank seiner Berühmtheit durch seinen Detektiv in England mit diesem Fall zur Einrichtung des britischen Berufungsgerichts beitrug.


  (40)
Tags: anwalt, arzt, augenarzt, birmingham, constabulary, elizabeth foster, george edalji, great wyrley, inspector campbell, jean leckie, london, louisa hawkins, pfarrei, schriftsteller, sergenant upton, shapurji, sheridan hope, sherlock holmes, sir arthur conan doyle, solicitor, staffordshire, tiermorde, touie, zeitungsroman   (24)
 

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musikgruppe, fernbeziehung, stalker, sex, szene

Unzensiert

Aiden Shaw
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bruno Gmünder, 01.05.2012
ISBN 9783867872362
Genre: Biografien

Rezension:

1966 ist er geboren... wenn man den zweiten Teil seiner Lebensgeschichte liest, dann wundert man sich mehr als nur einmal, dass dieser Mann noch unter uns weilt...

Wenn man sich seine aktuellen Bilder im Internet ansieht, dann sieht man natürlich die Spuren eines sehr abwechslungsreichen, intensiven Lebens... doch all das Grau in seinen Haaren und seinem Bart steht im krassen Widerspruch zu einem noch immer hervorragend in Schuss gehaltenen Körper... mit 19 begann er, regelmäßig ins Fitness-Studio zu gehen und hat seitdem nie mehr damit aufgehört.
Ein "perfekter" Körper ist das Um und Auf in der Porno- und Sexworker-Branche.
Auf beiden Gebieten hat Aiden Shaw viele, viele Jahre gearbeitet und es fasziniert, dass sich dieser Mann - wenn man denn seinen Zeilen größtenteils Glauben schenken mag - trotz all der Anonymität in der gefühlskalten, mechanischen von Trieb und Geld geprägten Branche anscheinend ein Herz bewahrt hat und sich immer wieder zu verlieben vermochte.
Doch seine Beziehungen waren vielerlei Belastungen und innerer wie äußerer Dämonen ausgesetzt...

Der Legastheniker Shaw schreibt wie schon beim Vorgänger sehr plastisch, direkt, detailliert über seine Gefühlswelt und die Welt um ihn herum.
Eine von Drogen und anderen Abhängigkeiten diktierte Welt, die sich überwiegend in Bars, Clubs, Saunen, Hotelzimmern, Filmstudios und auf Musikbühnen manifestiert und viele Menschen jeglichen Alters und Geschlechts keinesfalls unbeschadet aus ihren Fängen lässt.
Viele von Shaw's Freunden und Bekannten haben die tödliche Spirale von Sex, Drugs and Rock'n'Roll plus Variationen nicht überlebt und auch er selbst überlebte knapp einen schweren Verkehrsunfall auf dem Weg zu einer Party und ist seit Jahren HIV positiv...

Während das erste Buch (auch in meiner Bibliothek rezensiert) interessante und abwechslungsreiche Stationen seines Lebens schildert, so plätschert dieser zweite Band passionslos vor sich hin und reiht eine Drogensession an eine weitere Orgie, aus welcher sich zwischen zwei Musikauftritten die eine oder andere unglückliche Romanze mit einem anderen Kerl entwickelt.
Der Autor schreibt von sich wiederholenden Abläufen und Routinen - dies macht das Lesen mühsam... schlußendlich kommt Shaw am Ende des Buches wieder dort an, wo er begann: Beim falschen Mann.

Diese Fortsetzung bietet keine Tiefe, keine Läuterung und keine Entwicklung. Sie zerstört nur das Klischee vom Leben eines Pornodarstellers, der sich dank eines nie enden wollenden Stroms an Drogen glücklich durchs Leben vögelt und Millionen verdient.

Shaw erzählt von einer Tretmühle, wie sie der Leser wohl auch nur zu gut kennt: tagein, tagaus die gleiche Routine... Der Leser lebt nur die ungefährlichere Variante.



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Tags: clubs, crystal, depression, drogen, escort, fernbeziehung, freier, gay porn, liebe, musikgruppe, sex, stalker, stricher, szene, verkehrsunfall, whatever   (16)
 

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aiwass, abtei thelema, bisexualität, bergsteiger, heriz smith

Aleister Crowley: Biographie eines modernen Magiers

Christian Bouchet
Fester Einband: 214 Seiten
Erschienen bei Königsfurt-Urania Verlag, 01.10.2000
ISBN 9783908654094
Genre: Sonstiges

Rezension:

Als der britische Justizminister erfuhr, dass Aleister Crowley gestorben war, lautete seine Stellungnahme:
"Wir haben die obszönste Person des vereinigten Königreichs verloren!"

Edward Alexander Crowley wurde im Oktober 1875 geboren und änderte später seinen Vornamen aufgrund seines Interesses am Keltentum auf Aleister.
Er war geistig frühreif, ein bekannter Schachspieler und Autor und bestieg mit 20 Jahren allein den Eiger. Weiters war er Poet, Maler und Sozialkritiker.

Crowley war ein eingefleischter Reisender. Er durchstreifte die Welt, konsumierte allerlei Drogen und eroberte viele Frauen und Männer. Als Drogenexperte führte er das Peyotl (das er in Mexiko entdeckt hatte) in diversen intellektuellen Zirkeln Europas ein und gab, um initiiert zu werden, Katherine Mansfield Opium, Cole Porter Kokain, Aldous Huxley Peyotl oder H.G. Wells Haschisch.

Warum wird Crowley als "DER Magier des 20. Jahrhunderts" bezeichnet?
Er war der Erbe und Erneuerer einer Strömung aus dem Dunkel der Zeiten, nämlich der Magie, die er selbst und einige seiner Anhänger Magick nannten:
Für ihn war dies die Gesamtheit der quasi-wissenschaftlichen Methoden, die bei jenen, die sie ausüben, bekannte und ähnliche Wirkungen hervorrufen. In früheren Zeiten galt die Magie als Entdeckung des Göttlichen im eigenen Selbst (oder die Begegnung mit dem Schutzgeist), später als das Verschwinden des Unterschieds zwischen Ich und Nicht-Ich und die Vereinigung mit dem Göttlichen (Unio Mystica).

Dieses Buch widmet sich der faszinierenden und schillernden Biografie des durch falsche Medienberichte und skandalgeilen Biografen zu einem Satanisten abgestempelten Mannes nur in traurigerweise geringem Ausmaße. Der Schwerpunkt des Buches liegt in den Erläuterungen von Crowley's Magie zwischen Mystik und Messianismus.
Es wird neben den zugegebenermaßen etwas verwirrenden Erläuterungen der einzelnen Lehren des Meister Therion auch auf die aus seiner geschaffenen Basis heraus entstandenen Orden und Konventikel eingegangen wie auch auf seinen Einfluss auf die moderne Kultur.
Abschließend werden auch Auszüge aus weniger bekannten Dokumenten dieses faszinierenden Mannes präsentiert.

Die Beatles, die Rolling Stones, David Bowie und der LSD-Papst Timothy Leary waren/sind Sympathisanten Crowley's und wer die Werke eines gewissen Lafayette Ron Hubbard, dem Begründer der Dianetik und der Scientology, liest, erkennt unschwer Hubbard's Entlehnungen aus Crowley's thelemitischen Erbe.
Hubbard war Mitglied des Ordo Templi Orientis, welchen Crowley neu belebte. Einer der Söhne Hubbard's bestätigte in einem Zeitungsinterview den starken Einfluss des Magiers.
Auch die neureligiöse Bewegung der "Wicca" baut auf dem O.T.O. auf.

Ein interessantes Buch, welches mehr Einblick in die Lehren gibt als in das Leben eines hochinteressanten Mannes. Gibt es solch vielschichtige, beeindruckende und richtungsweisenden Männer mit schillerndem Charakter heute noch?
Wer sich für die Templer, Rosenkreuzer, Geheimlogen und auch fürs Okkulte interessiert - dieses Buch ist ein passender Einstieg.


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Tags: abtei thelema, aiwass, astrum argentinum, bergsteiger, bisexualität, eiger, geheimgesellschaft, golden dawn, heriz smith, k 2, laird of boleskine, liber legis, mystik, okkultismus, ordo templi orientis, o.t.o., reisender, sexualmagie, the beast 666   (19)
 
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