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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

hilfe, katholiken, protestanten, liebe, komplot

Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht

Claudia Ziegler
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.04.2013
ISBN 9783453357433
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Bartholomäusnacht in Frankreich, in welcher der Konflikt zwischen den Katoliken und protestantischen Hugenotten zu einem seiner Höhepunkte entbrannte, war bisher ein Ereignis, von dem mir gar nichts weiter bekannt war. Wie ich jetzt durch dieses Buch erfahren habe, eigentlich ein sehr spannendes historisches Ereignis, bei dem es durchaus sehr schade ist, dass es mir bisher so unbekannt war.

Dabei ist Madeleine eine Protagonistin, die ich sehr sympathisch finde, auch wenn sie in den Wirren zwischen ihren Visionen, die sie aus ihrem normalen Leben herausreißen, ihrem Dasein als Katholikin, den Hugenotten, denen sie unbewusst hilft, dem Hass, der ihr von manchem auf katholischer Seite nun entgegen schlägt, so wie dem Interesse der Medici, Mutter des französischen Königs, manchmal auch zu Entscheidungen und Sichtweisen neigt, die ich nicht ganz verstehe. Vor allem Madeleines Visionen sind etwas, das ich sehr gut beschrieben finde, da sie sich sehr harmonisch in diesen Roman einfügen und nicht zu arg aufgesetzt wirken, ihn nicht zu arg in eine Fantasyschiene verschieben, in die er eigentlich nicht gehört. In einigen Situationen ist mir Madeleine manchmal ein wenig naiv, dafür aber mit der Zeit immer klüger wirkend, was sie mir wieder sympathisch macht. Vor allen Dingen merkt man, wie sie daran reift, was ihr so widerfährt.

Viele historische Romane neigen dazu, dass sie immer mal wieder Längen entwickeln, was häufig daran liegt, dass sie eine sehr lange Zeitperiode abdecken. In diesem Buch sind diese Längen, wenn man sie überhaupt vorhanden nennen will, sehr minimal. Und viele der Nebencharaktere sind auch so interessant, dass die Handlung auch dann Spaß macht, wenn man nicht direkt Madelein folgt. Obwohl gewisse Geheimnisse für mich vielleicht ein bisschen zu leicht zu durchschauen waren, auch wenn ich meine Bestätigung sehr spät erst im Roman erhalten habe.

Insgesamt aber ein sehr lesenswertes Buch, zu einem historischen Ereignis, das wirklich sehr schlimm, aber dennoch auch wieder sehr interessant zu betrachten ist.

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97 Bibliotheken, 0 Leser, 6 Gruppen, 14 Rezensionen

thriller, paul cleave, serienkiller, christchurch, neuseeland

Opferzeit

Paul Cleave , Frank Dabrock , Alexander Wagner
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.10.2013
ISBN 9783453437494
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich kannte Paul Cleaves »Der siebte Tod« den Vorgänger von »Opferzeit« nicht, bevor ich dieses Buch angefangen habe und begann mich nach den ersten 50 Seiten ehrlich zu fragen, ob ich mich mit dieser Unkenntnis irgendwann wirklich noch in das Buch einfinden würde.

Es hat sehr lange gedauert, denn zunächst hatte ich ehrlich arge Probleme die Rolle mancher Charaktere, wie auch ihre Intention zu verstehen. Das war leider vor allen Dingen bei den Protagonisten der Fall, wie Melissa X oder auch Joe. Selbst mit dem ehemaligen Detective Schroder hatte ich leichte Probleme, auch wenn er fast noch am leichtesten zu greifen ist.

Joe ist ein ganz spezieller Charakter, was man auch daran merkt, dass seine Kapitel aus der Ich-Perspektive erzählt werden, alle anderen aus der dritten Person heraus. Joes Gedankengänge sind schon sehr spezielle und ich musste mich an einigen Stellen fragen, wie weit diese wirklich planmäßig von ihm so eingesetzt werden und in welchen Fällen man wirklich davon sprechen kann, dass Joe einfach wirklich so naiv oder ähnliches ist. Ich denke bei ihm hätte es sehr geholfen, wenn man den ersten Band wirklich gekannt hätte.

Was mir nicht so gefallen hat, auch wenn das Buch irgendwann deutlich interessanter wurde, als ich mich langsam anfing mit den Charakteren etwas besser zurecht zu finden, ist die Tatsache, dass ich immer darauf gewartet habe, dass die Ereignisse aus dem Klappentext geschehen, aber wirklich locker 3/4 des Buches nur darauf hin gearbeitet wird. Solche Dinge finde ich immer sehr frustrierend, da man vom Buch eigentlich etwas anderes erwartet, als man am Ende bekommt, was so gar nicht mein Fall ist. Für mich wäre es deutlich spannender gewesen, wenn dem Aspekt mehr Aufmerksamkeit geschenkt worden wäre. Auch wenn ich trotzdem sagen muss, dass das Buch bei weitem nicht uninteressant ist. Vor allen Dingen, was man zu Joe bzw. auch manchem der anderen Charaktere so erfährt, ist schon interessant. Auch wenn cih beeindruckt bin, was es dort alles für Abgründe gibt.

Ein Buch, das sicher besser für mich gewesen wäre, hätte ich den ersten Teil gekannt und das vor allem dann noch besser hätte sein können, wenn der Klappentext nicht eine andere Handlung suggerieren würde. Grundsätzlich aber durchaus ein lesenswerter Thriller.

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59 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, bernhard hennen, mytisch pur!, lieblingsroman, packend

Drachenelfen - Himmel in Flammen

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 1.104 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.03.2016
ISBN 9783453268890
Genre: Fantasy

Rezension:

Sie ist zu Ende, die Drachenelfen-Sage von Bernhard Hennen und auch, wenn ich leider nicht bei jedem der Charaktere letztendlich herausgefunden habe, wie die Geschichte für denjenigen zu Ende gegangen ist, mit bei wenigen selbst eine Antwort geben muss, ist dieser Abschlussband einfach wieder nur genial geworden.

Mit seinen über 1.000 Seiten hat er extrem viel Inhalt, vor allem auch einen sehr getrennten, besteht das Buch aus zwei Abschnitten, die zeitlich einiges auseinander liegen, aber die natürlich sehr zusammen hängen. Es spitzt sich mit dem ersten Abschnitt, dem Kampf um Asugar so einiges immer mehr zu und ich muss ehrlich gestehen, es geschehen in diesem Abschnitt schon so viele Dinge, die ich nicht erwatrtet hätte, so dass es extrem spannend ist.
Vor allem, dass Volodi hier eine so entscheidende Rolle spielt, ebenso wie auch Quetzalli, damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet, es hat mich aber ehrlich gesagt sehr erfreut. Man merkt auch einfach, dass alle wichtigen Charakter von Schauplatz, zu Schauplatz immer mehr zusammen rücken, Nandalee, Nodon, Aaron, Volodi, Galar, Nyr, Hornbori, die Drachen und die Devanthar. Alles spitzt sich zu, man kommt Geschehnissen näher, die auf die anderen Sagas, wie die Elfen-Saga ihre Auswirkungen haben und erkennt so einige Zusammenhänge. Es ist von Bernhard Hennen in meinen Augen einfach super gemacht, wie er es wirklich schafft am Ende wieder alles aufzulösen, vor allem auch, da es einfach so viele wichtige Charaktere gibt, um die es sich zu kümmern gilt.

Vor allem auch die abschließende Schlacht auf Nangog ist von ihm so grandios beschrieben, es bleibt im Buch immer spannend, ich selbst kann für mich keinerlei Längen feststellen und das bei der Dicke, dieses Buches. Und was ich Bernhard Hennen lassen muss, er hat mir nicht jeden meiner liebsten Charakter schon sehr früh im Buch genommen, was ich vor diesem Band und auch während des Lesens teilweise ein wenig befürchtet hatte.

Für mich ein ehrlich genialer Abschluss dieser Saga, der viele Fragen beantwortet und manche offen lässt, aber ich vermute, dass es auch auf diese noch Antworten geben könnte, erscheint 2017 ja ein weiterer Elfenroman, in welchem es zwar vorrangig um Emerelle und Meliander geht, aber bei dem ich mir gut vorstellen kann, dass man auch Charakteren begegnet, die einem in dem ein oder anderen Band über die Elfen schon über den Weg gelaufen ist. Ich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf dieses nächste Buch.

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112 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 39 Rezensionen

tabu, irland, thriller, dublin, mord

Tabu

Casey Hill , Barbara Christ
Flexibler Einband: 395 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.11.2011
ISBN 9783499256646
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach einem sehr interessanten und spannenden Beginn des Thrillers, beginnt man sich sehr schnell zu fragen, was der Prolog wohl genau aussagen soll, denn dass mit Jess, der jüngeren der beiden Schwestern, irgendetwas passiert sein muss, das ist einem schnell klar. Was aber genau wird sehr lange nicht erwähnt, einziges Indiz, die Szene aus dem Prolog.

Allgemein ist es ein wenig so, dass man sehr lange braucht, um gewisse Dinge rund um Reilly Steel, ihre Situation und alles wirklich zu verstehen und bei manchem dauert es auch wirklich bis zum Ende des Buches, da einem vorher doch Informationen fehlen. Und auch, wenn Reilly eine Protagonistin ist, bei der man immer noch Fragen offen hat, ist sie durchaus nicht langweilig und ich hatte auch ein Bild von ihr vor Augen, auch wenn es mir manchmal ein bisschen widersprüchlich vorkam. Die beiden Ermittler, allen voran Chris, finde ich auch sehr stimmig, insbesondere, da nicht alle mit den neuen Methoden, welche Reilly aus den USA mitgebracht hat klarkommen. Chris ist mir dabei der sympathischste der Ermittler, was aber glaube ich, auch genau so von der Autorin gewollt ist. Von den Charakteren her bin ich mit diesem Buch auf jeden Fall sehr zufrieden.

Die Tabu-Morde sind auch sehr interessant, teilweise auch ein wenig eklig, aber nie so tiefgeifend beschrieben, dass der Ekel beim Lesen wirklich hoch kommt, auch wenn manches Tabu, das für einen der Morde herangezogen wurde, schon ziemlich heftig ist. Dabei finde ich es sehr interessant, wie der Täter Zitate von Freud oder andere Dinge, die auf den Psychoanalytiker hinweisen am Tatort hinterlässt. Ebenso, wie noch ein wenig persönlichere Hinweise, die teilweise noch schwerer ins Auge fallen. Mir ging es ab einem gewissen Punkt zwar so, dass ich eine starke Vermutung hatte, auf was manche Aspekte an den Taten hinauslaufen würden, insbesondere, was die Identität des Täters anbelangt, jedoch hat es bei mir sehr lange gedauert, bis ich das Motiv richtig greifen konnte.

Alles in allem ein gelungener Thriller, der nicht zu heftig, aber ehrlich gut gemacht ist, auch wenn ich bei ein zwei Punkten gerne noch etwas mehr an Auflösung gehabt hätte, da mir da durchaus die Erklärungen etwas zu lasch bis gar nicht vorhanden waren.

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65 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

fantasy, elfen, drachen, kobolde, bernhard hennen

Drachenelfen - Die letzten Eiskrieger

Bernhard Hennen
Fester Einband: 848 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.01.2015
ISBN 9783453270015
Genre: Fantasy

Rezension:

Mittlerweile schon der vierte Band der Drachenelfen-Saga und es wird immer spannender. Nandalee, bisher immer einer der wichtigsten Charaktere in dieser Reihe spielt in diesem vierten Teil nun eher eine untergeordnete Rolle, muss sie genau wie ich als Leser, erstmal den Tod Gonvalons im letzten Band verkraften. Ich frage mich ja häufig, warum Bernahrd Hennen mir immer meine Lieblingscharakter kurz vor dem Ende entreißt. Dadurch erhalten aber einige andere Charaktere eine deutlich größere Rolle und das macht diesen Band, zusätzlich zu allem anderen noch interessanter.

Ich bin froh, dass die Rolle Volodis immer größer zu werden scheint, denn dieser Charakter ist mir enorm ans Herz gewachsen. Irgendwie mag ich seine so klar Art, denn mit Volodi hat man einfach einen Charakter vor sich, der genau das sagt und tut, was er denkt, nicht an Intrigen und anderen Dingen interessiert ist. Von daher finde ich es richtig spannend seinen Teil der Geschichte zu erfahren, auch wenn man sich um ihn doch auch immer wieder Sorgen machen muss. Artax, bzw. Aaron wird mir auch immer sympathischer, denn ganz zu Beginn der Reihe fand ich die Erzählungen rund um die Menschen nicht ganz so toll, hatte ich mir doch mehr von den Elfen erwartet, aber gerade, wie er Kriege füht, mit Verlusten umgeht etc. ist einfach interessant. Ebenso seine Beziehung zu Shaya. Vor allem auch bei den Zwergen tut sich so richtig viel. Gerade die Passagen rund um Galar, Nyr und Hornbori werden auch immer spannender und ich bin gespannt, was noch alles passieren wird, da sie ja gleichzeitig für Albenmark unter der Führung der Drachen kämpfen, aber ihren Kampf gegen die Drachen, trotzdem nicht aufgeben wollen. Hornbori ist dabei einer der Charaktere, der mich am meisten zum Schmunzeln bringt, denn der Kerl hat einfach so viel Schwein, obwohl er, wie Galar immer so schön sagt, wirklich ein 'Schisser' ist.

Insbesondere spannend, ist in diesem Teil zum einen die Entdeckung des Verstecks von Tarkon, dem Wolkenschiffpiraten, der eine eigene Kolonie, irgendwo versteckt in Nangog gegründet hat, auch wenn man über diese noch nicht so viel erfährt, wie ich gerne schon gewusst hätte und die Expedition Koljas auf der Suche nach dem Traumeis. Was dort mit Kolja, dem Wolkensammler 'Wind von regenschwerem Horizont' und Nabor samt Mannschaft passiert, das ist auch einfach nur zu genial beschrieben. Spannend, phantastisch und noch vieles mehr. Und dann als zweiten Höhepunkt die Schlacht der Menschen gegen die Bewohner Albenmarks auf der Eisebene, was man noch über die Devanthar, sowie den Goldenen erfährt.

Alles in allem wieder ein in gewohnt genialer Manier geschriebener Roman von Bernhard Hennen, der einfach nur gelungen ist. Ich bin so gespannt, wie sich am Ende alles auflösen wird. Vor allem, da man durch die anderen Elfen-Bände ja grob erahnen kann, was mit den Drachen und meisten Devanthar geschehen muss. Ich hoffe nur, dass im letzten Band nicht alle meine Lieblinge unter den Charakteren das zeitliche segnen.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

tanten, ulrike, gerti, katja, burg hartenstein

Ulrike kommt ins Internat

Marie Louise Fischer
Flexibler Einband
Erschienen bei München; Wien: Franz Schneider Verlag, 01.01.1963
ISBN B0051JDKVG
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ein Buch, dem man deutlich anmerkt, dass es aus den 60er Jahren ist, das aber trotzdem total Spaß beim Lesen macht, auch wenn natürlich viele Dinge anders sind, als es heutzutage ist. Es ist schon durchaus ungewöhnlich, dass noch Briefe geschrieben werden und man deutlich merkt, dass fast jedwede moderne Technik fehlt. Ein Telefon ist noch das modernste, was im gesamten Buch auftaucht. Zu Beginn schreiben die Eltern sogar noch ein Telegramm aus der Schweiz, um ihre Ankunft zu Hause anzukündigen.

Ansonsten ist das Buch aber von seinem Thema her irgendwie immer noch sehr aktuell. Ulrike ist einfach ein eher sehr unsympathisches Mädchen, da sie durch das Zusammenleben mit ihren Tanten einfach zu erwachsen tut, obwohl sie erst zwölf ist und auch einfach sehr angeberisch, zickig und dergleichen ist. Eigentlich ist sie als Protagonistin kein Charakter, den man wirklich richtig gern hat, aber man merkt, dass hinter allem eigentlich doch ein guter Kern steckt, obwohl man sich die gesamte Geschichte hindurch nicht wundert, dass Ulrike bei andern so schlecht ankommt, denn durch ihr überhebliche Art und auch den Wunsch allein zu sein  und ihre Ruhe zu haben, da sie alles was mit anderen zusammenhängt irgendwie als nicht reif genug, kindisch etc. empfindet, kann sie auch einfach gar keine Freunde finden. Jedoch merkt man über den Verlauf des Buchs hinweg, dass es ihr sichtlich gut tut, dass sie mehr oder weniger dazu gezwungen ist, Zeit mit anderen zu verbringen. Vielleicht auch eine Sache, die sich heute mehr Kinder, aber auch Erwachsene zu Herzen nehmen sollten, mit anderen wirklich zu interagieren. Gaby, die zuammen mit Ulrike ins Internat muss, ist da das genaue Gegenteil und dabei so sympathisch, dass man sie einfach gern haben muss. Eine wie Gaby hätte ich in dem Alter auch gern zur Freundin gehabt.

Die Geschichte selbst ist einfach sehr schön und locker erzählt und es ist schon interessant, wie das Leben im Internat so geregelt ist, an was Ulrike sich alles anpassen muss und wie diese Dinge sie immer weiter verändern, auch wenn es noch lange nicht so weit ist, dass man wirklich sagen kann, dass Ulrike wirklich anders geworden ist. Es kann in den weiteren Bänden der Reihe also noch so einiges kommen, aber es steht zu hoffen, dass Ulrike sich weiter zu ihrem positiven verändern wird.

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

südafrika, bennie griessel, kapstadt, afrika, swift code

Cobra

Deon Meyer , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 12.02.2016
ISBN 9783746631943
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Nachhinein habe ich herausgefunden, dass es sich bei diesem Buch um den Teil einer Reihe rund um den Ermittler und Protagonisten Bennie Griessel handelt. Allein nur durch die Geschichte selbst wäre mir das nicht wirklich klar geworden, was aber zumindest dafür spricht, dass man sich sehr gut in das Buch hinein- und mit den Charackteren zurechtfinden kann, auch wenn man die Vorgängerbände nicht kennt.

Bennie Griessel ist ein Charakter mit dem ich sehr gut zurecht gekommen bin, vor allem auch, da er zwar auch ein bisschen der typische kaputte Typ ist, den man mittlerweile als Ermittler gewöhnt ist, aber dabei eigentlich vollkommen auf dem Weg möglichst normal zu sein. Er kämpft immer noch damit, dass er eine Vergangenheit als Alkoholiker hat, ebenso seine etwas zerüttete beziehung zu seinen Kindern zu kitten. Seine Art macht ihn dabei einfach sympathisch und man spürt auch, dass einige Dinge dann doch wieder ganz anders sind, da das Buch in Südafrika spielt. Tyrone als zweiter Protagonist ist trotz seiner manchmal etwas zweifelhaften Gesinnung einfach ein Charakter den man mögen muss und es ist ihm auch sehr hoch anzurechnen, was er für seine Schwester alles in Kauf nimmt. Allgemein finde ich seine Charaktere alle sehr gut gezeichnet und man merkt auch stark, was für ein buntes Land Südafrika von seiner Kultur und seinen Bewohnern her ist.

Dabei ist sowohl der Kriminalfall, als auch die allgemeine Lage in Südafrika einfach richtig spannend. Was man so alles über dieses Land, seine Politik etc. erfährt, während man Bennie und seinem Team bei den Ermittlungen folgt, ist einfach nur spannend, interessant und richtig gut gemacht. Vor allen Dingen, da auch in viele eher negative Aspekte eingetaucht wird, wie die Diskreminierung, die Armut und den gesamten Schatten, den die Zeit der Apartheid noch auf das Land wirft und weiterhin seine Nachwirkungen hat.

Manchmal macht es den Roman etwas scherfälliger, dass er so tief in die Charaktere eintaucht und so viel von der politischen Lage und allem drum herum aufgreift, aber das macht ihn auch wieder sehr besonders. Von daher kann ich ihn auf jeden Fall jedem empfehlen, der gerne eine Mischung aus einem spannenden und interessanten Kriminalfall, dazu aber auch noch einiges an Informationen zu Südafrika und psychischen Aspekten zu den Charakteren haben möchte.

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173 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 46 Rezensionen

steampunk, erotik, liebe, england, fantasy

Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

Meljean Brook , Beate Bauer
Flexibler Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Egmont LYX, 04.11.2011
ISBN 9783802586064
Genre: Fantasy

Rezension:

Es sollte der erste Band eine Steampunk Serie sein, bei der ich gar nicht sicher bin, ob nach diesem Teil ausreichend weitere erschienen sind, dass man letztendlich von einer Serie sprechen kann. In meinen Augen ist das aber vielleicht auch gar nicht so verkehrt, denn wenn die Autorin sich nicht maßgeblich gesteigert hat, dann ist es durchaus besser, dass es nicht zu viele Bände dieser Serie gibt.

In meinen Augen ist die Idee hinter der Welt, wie sie sich einem hier darstellt eigentlich gelungen, denn die ganzen kleinen Maschinen und Erfindungen, was in dieser Steampunk-Welt möglich ist und was sich in Europa und der Welt alles getan hat, dass die Ausgangslage ist, vor der man steht, ist durchaus eine gute Idee, aber die Umsetzung ist ziemlich misslungen.

Zunächst finde ich es sehr ungünstig, dass man direkt in die Geschichte hinein geworfen wird, ohne dass auch nur ein kleines bisschen an Erklärung folgt. Man wird mit Begriffen wie Naniten, Bugs, Bugger, Bounder, die Horde etc. beworfen und kann sie nicht einordnen und eine Erklärung, nach der man halbwegs versteht was gemeint ist, folgt erst sehr spät in der Geschichte. Das hat mich dazu gebracht, dass ich das Buch nach den ersten Seiten erstmal wieder weggelegt habe, weil ich keine Lust mehr hatte. Irgendwann habe ich es dann doch wieder zu Hand genommen und ich muss wenigstens sagen, dass ich froh bin, dass es eine Story hat.

Die Handlung wird zum Ende hin zwar immer wilder und für mich unsinniger, weil der Fokus ab einer gewissen Stelle zu sehr auf den Anteil, der wohl romantisch sein soll und das Buch in eine solche Ecke schiebt. Romantic Fantasy, Romantic Thrill etc. sind ja allgemein irgendwie sehr en vouge. Jedoch schafft es das Buch nicht romatisch zu sein, es ist eher eine Mischung zwischen seltsamen Gebaren, eine zweifelhaften Vorstellung der Sexualität, einer mir vollkommen unerklärlichen Wortwahl und am Ende sehr viel Kitsch gepaart mit etwas, das mir unerklärbar bleibt. Aber ehrlich, wenn ein Mann immer nur von "ich vögel dich" in allen Konjugationen spricht, dann ist er weder romantisch, noch finde ich das als Frau anziehend. Dazu kommt noch, dass sein Verhalten teilweise in Richtung Zwang und Vergewaltigung geht und alles eh sehr seltsam ist. Für mich geht das gar nicht.

Alles in allem zwar eine ganz gute Idee, aber eine sehr seltsame Umsetzung, zumal Mina als Charakter zwar nicht unsympathisch ist, aber auch irgendwie ein bisschen seltsam und den Eisernen Herzog habe ich eh nie so wirklich verstanden in seinen Anwandlungen. Er tendierte bei mir eh zwischen neutraler Meinung und einer leichten Unsympathie.

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111 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

fantasy, elfen, drachen, zwerge, drachenelfen

Drachenelfen - Die gefesselte Göttin

Bernhard Hennen
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 18.11.2013
ISBN 9783453533462
Genre: Fantasy

Rezension:

Der dritte Band der »Drachenelfen«-Saga und ich muss ehrlich gestehen, dass ich ihn ebenso gerne mag, wie alle anderen Bücher Bernhard Hennens über seine Elfen.

Von Band zu Band merkt man mehr, wie sich die Lage auf Nangog immer mehr zuspitzt, die Angriffe der beiden Parteien, Devanthar und Drachen immer heftiger werden und auch einige der Charaktere immer wieder tiefer von diesen in ihre Pläne mit eingesponnen werden, sich dadurch verändern und auch die Geschicke der anderen Charaktere durch ihre Handlungen extrem beeinflussen.

Ich hätte selbst nie gedacht, dass mich vor allen Dingen auch die Handlungsstränge bei den Menschen so sehr fesseln würden, aber Artax ist einfach ein sehr sympathischer Charakter und ich mag auch einige der weiteren Charaktere, wie Shaya, Volodi etc. sehr gern, auch wenn sie bisher nur Nebencharaktere sind und hoffe, dass sie ein bisschen mehr noch mit in die Handlung eingebunden werden. Aber auch die einzelnen Passagen bei den Zwergen und Elfen sind einfach extrem spannend und ich finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich Hennens Charaktere doch sind und dass man selten welche hat, die sich wirklich sehr ähneln. Auch machen über die Zeit alle kleine und größere Veränderungen durch, wandeln sich, werden tapferer, intriganter, vorsichtiger, etc. Für mich einfach genial, wie sich die Charaktere so entwicklen.

In diesem Band geschehen einige sehr tragische Dinge, die weitreichende Folgen haben müssen, auch wenn man sie alle in diesem Band noch nicht spürt, aber man kann vieles erahnen. Vor allen Dingen ist es auch einfach spannend, dass Nangog selbst eine größere Rolle einnimmt und ich finde die Wesen auf dieser Welt sehr interessant. Insbesondere auch die grünen Geister, über die man in diesem dritten Band ja noch einiges Neues erfährt.
Mit manchen Dingen, die in diesem Teil geschehen sind, bin ich zwar nicht wirklich zufrieden, aber das liegt wohl daran, dass man sein Herz an gewisse Charaktere etwas mehr hängt, als an andere und man dann auch damit leben muss, wenn für diesen Charakter nicht alles positiv läuft.

Ich freue mich auf jeden Fall schon extrem auf den nächsten Teil und bin richtig gespannt, wie es weitergehen wird, denn Bernhard Hennen hat in meinen Augen eine enorme Phantasie, ein tolles Erzähltalent und einen Schreibstil, der mir einfach sehr viel Spaß macht.

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75 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

freundschaft, schwarzwald, liebe, tod, glück

Eine Handvoll Sommerglück

Heike Wanner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.03.2015
ISBN 9783548286600
Genre: Romane

Rezension:

Betrachtet man allein Cover und Titel, dann denkt man an einen lockeren, leichten Sommerroman, eine typische siechte Frauenlektüre, die zum Entspannen einlädt. Was man nicht sofort sieht, aber erahnen kann, wenn man dann den Klappentext liest, etwas mehr steckt dann doch hinter dem Roman, denn allein der Grund aus dem Christine auf die Alm fährt, ist sehr bezeichnend. Es ist nämlich doch ein sehr trauriger und tragischer Grund und aus diesem erwächst schon ein wenig Tiefgang, wie auch durch manche Begegnung, die Christine oben auf der Alm noch hat, wie ihren Nachbar Norbert.

Der Roman macht aber auch einfach Spaß beim Lesen, denn er hat auch sehr viele humoristische Momente, einige sehr sympathische Charaktere und er lässt einen ein wenig lernen, was man eigentlich am Leben schätzen lernen sollte, denn es kann doch immer wieder schneller vorbei sein, als man sich das einmal ausgemalt hat. Toll finde ich dabei die Idee, dass Lexi, Christines verstorbene Freundin, ihr eine Handvoll Briefe hinterlassen hat, die einfach wunderbar geschrieben sind, ein wenig zum Nachdenken anregen, einem vielleicht auch selbst manchmal ein wenig die Augen öffnen können, wenn man ähnliches kennt.

Es ist fast ein bisschen wundersam wie viele Themen die Autorin in diesem einen Roman unter bekommen hat, ohne dass er überladen wirkt, sowohl von Themen, als auch von Charakteren.
Besonders lieb gewonnen habe ich Christines Tochter, Nachbar Norbert und Christine selbst, ihre Mutter Helga, ist wohl eine der wenigen Personen, die mir manchmal ein wenig auf die nerven gegangen ist, aber das darf in einem solchen Buch gerne, so sein.

Klar weiß man schon, wie alles letztendlich irgendwie ausgehen wird, denn solche Romane sind immer irgendwie vorhersehbar, aber alles in allem ist es einfach ein tolles und sehr gelungenes Buch, das mit vielen Emotionen daher kommt, aber auch einfach nur Spaß macht.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schlüssel, magie, fantasy

Rauer Donnerstag

Garth Nix , Axel Franken
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.05.2010
ISBN 9783404206209
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit den Donnerstag ist man im vierten Band der Reihe um die Schlüssel zum Königreich und Arthur Penhaligon. Nach seinem vorangegangenen Abentuer in der Grenzsee und dem Zusammentreffen mit Lady Mittwoch versucht Arthur mal wieder das Haus zu verlassen und in seine Welt zurück zu kehren, kann dies aber nicht, da ein Nichtling, seinen Platz eingenommen hat und er dann zu allem Überfluss auch noch in die Armee des Hauses in der vierten Ebene einberufen wird. Wieder ist die Ebene des Hauses wieder ganz speziell und stellt sich dieses mal als sich bewegendes und veschiebendes Labyrinth da, ein wenig, wie man es aus dem Spiel "Das verrückte Labyrinth" kennt.

Für mich spannend, Arthur wird in die Armee seines Gegners und Treuhänders des vierten Schlüssels Sir Donnerstag einberufen und da er von allen für ein Kind des Pfeifers gehalten wird, verfahren sie mit ihm, wie sie es mit all diesen Kindern zu bestimmten Zeiten machen und Arthur wird der Kopf gewaschen wodurch er zeitweise seine Erinnerungen verliert und nicht mehr wirklich weiß, wer er eigentlich ist. Dieser Aspekt macht diesen vierten Teil der Reihe wieder ganz besonders spannend, da man sich immer wieder fragen muss, ob Arhur die Chance hat, dass die Erinnerung daran wer er ist und was er alle erlebt hat jemals zurück kehr. Ebenso, wie es ja auch die Mission gefährdet, da er ja weiterhin den vierten Teil des Vermächtnisses finden und den Schlüssel an sich bringen müsste.

Auch die Geschehnisse rund um Blatt und den Doppelgänger außerhalb des Hauses sind wieder sehr interessant. Dazu kommt noch, dass weitere neue Wesen hinzu kommen und mancher Charakter, dem man gewisse Dinge nie zugetraut hätte, sich dann doch als jemand anderes entpuppt, als ich jemals erwartet hätte. Arthur gerät durch seinen Einsatz in der Armee auch in noch größere Gefahren, als in den anderen Bänden bisher, was die Spannung gleich noch ein wenig erhöht.

Ich muss erhlich gestehen, dass ich diese Reihe richtig gelungen finde, besonders auch, da Garth Nix verdammt viel Phantasie haben muss, um sich dies alles so gut auszudenken.

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jugendfantasy, schlüssel, arthur_penhaligon

Kalter Mittwoch

Garth Nix , Axel Franken
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.11.2009
ISBN 9783404206094
Genre: Fantasy

Rezension:

Der dritte Band der Reihe um Arthur Penhalgion und die Schlüssel zum Königreich und eindeutig einer, der anders ist, als seine beiden Vorgänger, was wohl an Kalter Mittwoch liegt. Mittwoch ist ein bisschen anders, als die beiden Wochentage zuvor, denn auch wenn Montag nicht der enthuiastischste war und Dienstag doch ein ziemlich übler Gesell, ist Mittwoch irgendwie so ganz anders. Zu tief kann ich da nicht in die Analyse gehen, da ich dann wohl ein bisschen zu viel über diesen Band verraten würde.

Wie auch schon die anderen Bände um Arthur und seine Reise durch das Haus, um die Schlüssel zu erlangen und die bösen Treuhänder, die sich nach Wochentage benannt haben, zu besiegen, ist dieser Band wieder mit einigen sehr humorvollen Stellen gespickt, dabei aber auch wieder sehr spannend und interessant. Allein schon da die Grenzsee im Haus wieder ein ganz besonderer Ort ist, genau, wie sich eigentlich alle Orte im Haus durch sehr spezielle Eigenschaften auszeichnen.

Anders, als in den ersten beiden Bänden wird diesmal jedoch nicht nur Arthur ins Haus befördert, sondern mit Blatt, einer Freundin, noch ein weiterer Mensch. Im Verlauf der Erlebnisse in der Grenzsee lernt man noch einige Charakter, wie Dr. Scramendos kennen, bei denen man das Gefühl bekommt, dass sie noch eine etwas größere Rolle bei allem spielen könnten und ich muss ehrlich sagen, das Vermächtnis wird mit jedem Band ein wenig anstrengender. Dabei sind aber einige der Geschöpfe, die auftauchen wieder einfach nur genial, wie die erhobenen Ratten, die vom Pfeifer in das Haus gebracht wurden.

Die Grenzsee ist auf jeden Fall ein Handlungsort, den ich genial ausgearbeitet finde und vor allen Dingen auch Lady Mittwoch ist ein richtig interessanter Charakter. Besonders einige ihrer Handlungen zum Ende dieses Bandes hin haben mich sehr fasziniert und teilweise auch arg überrascht.

Ich muss ehrlich sagen, dass es sich sehr lohnt diese Reihe zu lesen und ich richtig Spaß mit ihr habe.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Beutelschneiderin

Helga Glaesener
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548613109
Genre: Historische Romane

Rezension:

Für alle, die den Titel eventuell ein bisschen verwirrend finden, da sie dem mittelalterlichen Sprachgebrauch nicht so nahe stehen, es handelt sich bei einer Beutelschneiderin bzw. einem Beutelschneider um einen Taschendieb, nicht um eine Person, die Beutel schneidert.

Was mir sehr gefallen hat, ist diese Kombination aus Krimi und historischem Roman, die sich in diesem Buch bietet, da ich selbst einfach sehr gern Krimis lese und zudem auch noch die Geschichte interessant finde. Dabei ist es hier einfach zu gut kombiniert, dass man einen großen Spannungsbogen über das Buch hinweg hat und die Dinge, die noch so alle rund um die titelgebende Beutelschneiderin Cressi und den Geistlichen David, der ihr zur Rettung wird, geschieht und zudem viel zu den Missständen und allgemeinen Begebenheiten dieser Zeit erfährt. Gerade auch die Zeit um 1522, während der Bauernkriege ist eine, von der ich bisher seltener gelesen habe, bzw. bei der nie so direkt darauf hingewiesen wurde, die ich aber auch sehr spannend von der allgemeinen Ausgangslage her empfinde. Von daher hat das Buch einfach schon viele Punkte, die es für mich sehr interessant und auch spannend machen.

Zudem lebt die Geschichte auch einfach davon, dass Cressi und David zwar zwei sehr unterschiedliche, mir aber sympathische Charaktere sind. Vor allen Dingen auch Cressi ist einfach sehr authentisch. Ich kann einfach alle ihre Handlungen und Gedankengänge so gut nachvollziehen und wenn man bedenkt, wei schwer das Leben damals teilweise ist und was ihr so alles widerfährt, muss man schon sagen, dass sie auch ein Charakter ist, den man ziemlich bewundern kann.

Für mich ein wirklich gelungener Roman, der beim Lesen viel Spaß macht, bei dem man noch einiges über die Zeit um 1522 rund um Nürnberg lernen kann und der zudem wirklich spannend ist und auch, wenn man sich manchmal ein wenig wundert, was für Handlungen mancher Charakter da durchführt, da man zunächst den Sinn und Zweck nicht direkt erkennen kann, macht am Ende alles Sinn, ist logisch nachvollziehbar und man lernt immer mehr zu verstehen, welche Motive hinter einzelnen Handlungen stehen.

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49 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

susan mallery, verrat, mallery, 2016, roman

Wie zwei Inseln im Meer

Susan Mallery , Valerie Schneider
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670364
Genre: Romane

Rezension:

Bisher kannte ich von Susan Mallery hauptsächlich die »Fools Gold«-Reihe und muss gestehen, dass diese so gar nicht meinem Geschmack entspricht. Jedoch hatte ich gehört, dass dieser Roman vom Stil her doch ein ganz anderer sein soll und dadurch entschied ich, dass ich es nochmal mit der Autorin versuchen würde.

Diese Entscheidung bereue ich jetzt im Nachhinein nicht, denn Susan Mallery kann wirklich auch gute Bücher schreiben, die nicht nur albern und vollkommen an den Haaren herbeigezogen sind, denn dieses Drama hier ist einfach nur schön geworden. So ganz habe ich zwar zu Beginn nicht verstanden, was das genaue Problem von Michelle mit Carly ist, hat ja eigentlich Michelle Carly mit deren Verlobten betrogen und umgekehrt, aber da das, wie man schnell merkt nicht das einzige Problem zwischen den beiden Frauen und vor allen Dingen vom Roman im Allgemeinen ist, hat mich das nicht weiter gestört, bzw. habe ich es einfach hingenommen, dass die Menschen manchmal seltsame Gedankengänge haben. Der Inn, den die beiden Frauen zusammen betreiben und auch die Insel auf der er liegt, sind so schön beschrieben, dass ich auch gern mal dort zu Besuch wäre. Ich glaube, es würde mir da gefallen, es wirkt alles so idyllisch.

Die Probleme Michelles sich wieder in das normale Leben einzugewöhnen, vor allen Dingen mit der Verletzung und der Situation, aus der diese entstanden ist, heraus, sind einfach toll beschrieben und ich finde es sehr plastisch, wie wenig sie mit lauten Geräuschen klar kommt, die sie an Explosionen erinnern etc. Auch, dass sie gewisse Wege sucht, um mit allem klar zu kommen, die vielleicht nicht die besten, aber einfachsten sind. Ich finde die ganze Szene einfach sehr realistisch und vor allen Dingen auch emotional stimmig erzählt. Ebenso, auch alles rund um den Inn und wie sie diesen versuchen zu retten, da sie ja kurz vor etwas wie der Insolvenz stehen. Wie Carly und Michelle sich dann immer wieder annähern müssen, auch Carlys Tochter Gabby eine wichttige Rolle spielt und weitere Charakter mieser oder sympathischer Natur auftauchen und eine Rolle spielen, ist einfach so angenehm harmonisch gelöst, dass es Spaß macht das Buch zu lesen.

Vor allen Dingen auch das Ende finde ich sehr gelungen und auch den Weg dort hin. Es ist einfach ein wundervoll lockeres Buch mit trotzdem einigem an Tiefgang, das mir ganz viel Spaß gemacht hat und mir zeigen konnte, dass Susan Mallery doch auch gute Bücher schreiben kann, wenn sie nur etwas ernster und realistischer sind als ihre bekannteste Serie.

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1.263 Bibliotheken, 76 Leser, 4 Gruppen, 185 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, spannung

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die letzten beiden Thriller, die von Sebastian Fitzek erschienen sind, waren in meinen Augen nicht so gut, wie einige ältere Werke von ihm. »Das Paket« jedoch reiht sich eher wieder bei den älteren Werken ein und ist für mich wieder deutlich gelungener.

Allein schon den Prolog von »Das Paket« finde ich einfach sehr interessant, auch wenn man lange nicht direkt sagen kann, was dieser Part wirklich mit der restlichen Handlung zu tun hat, auch wenn es einem ein wenig die Persönlichkeit der Protagonistin als Kind näher bringt und man selbst als Leser auch in gewissen Dingen einen Verdacht hegen kann.

Später dann finde ich es, auch gerade trotz der wenigen Seiten, sehr gekonnt gemacht, wie man die Verwandlung Emmas, von einer eher taffen Frau zu der verängstigten und unsicheren Person erlebt, die sie durch ihr Erlebnis im Hotel wird. Spannend dabei, schon kurz nach dieser Begebenheit und diverser Dinge über Emma, die man auch direkt durch ihre Gedankenwelt erfährt, beginnt man sich zu fragen, was ist Einbildung, was ist Wahrheit. Für einen Psychothriller immer sehr gelungen, wenn man sich auch als Leser nie so richtig sicher sein kann, ob die Dinge nur in der Vorstellung bzw. Phantasie eines Charakters so vorgekommen sind oder ob sie tatsächlich real sind. Noch eindrücklicher wäre es wohl gewesen, wenn der Thriller auch aus der Ich-Perspektive von Emma erzählt würde, denn dann kann man als Leser meist noch weniger Wahn und Wirklichkeit auseinander halten, aber auch so schon ist es sehr gelungen. Vor allen Dingen auch, wie Emma sich dann zu gewissen Zeiten überwinden muss, über ihren eigenen Schatten zu springen bzw. ihre Angst zu besiegen.

Für mich ein sehr gelungener Thriller, der so einige interessante Wendungen macht, bei dem ich mir aber grundsätzlich durch eine Sache sehr früh einer gewissen Vermutung bewusst war, die zumindest Emma selbst betroffen hat. Zu Ermitteln, ob es einen Täter gab und falls ja, wer dieser sein könnte, fiel mir dabei schon deutlich schwerer. Von daher, durchaus gelungen, auch wenn mancher Zaunpfahl etwas kleiner hätte sein dürfen.

Ebenfalls erwähnenswert finde ich das Cover, bzw. die allgemeine Aufmachung des Buches, die ich in Kombination mit dem Titel einfach nur genial finde!

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496 Bibliotheken, 34 Leser, 1 Gruppe, 184 Rezensionen

krimi, nele neuhaus, mord, taunus, wald

Im Wald

Nele Neuhaus
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.10.2016
ISBN 9783550080555
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der mittlerweile achte Band der Taunus-Krimi Reihe von Nele Neuhaus rund um Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff, die ab diesem Band ihren neuen Nachnamen Sander trägt, den sie durch die Heirat mit dem Direktor vom Opelzoo Christoph Sander erworben hat. Für mich auf den ersten Seiten erhrlich noch etwas gewöhnungsbedürftig, dass Pia nun Sander heißt, aber daran habe ich mich dann doch schneller gewöhnt, als zunächst vermutet.

Insgesamt ist dieser achte Band in meinen Augen einer der besten Teile der Reihe, wenn nicht sogar der Beste, auch wenn es der wohl zunächst letzte mit einem Oliver von Bodenstein als Ermittler ist und das, wo man in diesem Band viel mehr über ihn, seine Persönlichkeit, seine Kindheit etc. erfährt, als in alle anderen Bänden zusammen. Für mich sehr schade, dass Oliver von Bodenstein eine Auszeit vom Dienst nehmen wird, aber ich hoffe ja, dass es vielleicht nur einen Band lang sein wird.

Der Ermittlungen, ausgelöst durch den Mord auf dem Campingplatz, bei dem einer aus dem Ort zu Tode kommt, den Oliver von Bodenstein schon aus seiner Kindheit und Schulzeit kennt und der dazu führt, dass das spurlose Verschwinden von Olivers von Bodensteins Kindheitsfreund Artur im Jahr 1972 wieder aufgerollt wird, da einige Indizien darauf hinweisen, dass die Fälle zusammen hängen könnten. Was man dann so alles über die Leute im Dorf und die Eigendynamik, die solche dörflichen Gemeinschaften entwickeln können erfährt und welche Blüten diese treiben kann, finde ich extrem spannend und interessant und hat mich richtig gefesselt beim Lesen. Zumal auch die Situation von Oliver von Bodenstein eine solche besondere ist, da er wirklich stark damit zu kämpfen hat, dass nicht immer alles so stimmt, was er so alles über gewisse Personen denkt etc. Besonders diesen Zwiespalt in dem er sich dadurch befindet, die Ermittlungen möglichst klar und objektiv zu sehen und sich nicht davon beeinflussen zu lassen, was er über die Menschen zu wissen glaubt, ist dabei einfach klasse heraus gearbeitet. Ebenso, wie Pia damit umgehen muss, dass ihr Chef dem Fall eigentlich schon ein bisschen zu nah ist.

Für mich ehrlich einer der besten Bände von Nele Neuhaus, der mir richtig viel Spaß gemacht hat beim Lesen, auch wenn es allgemein eher ein ruhiger Krimi mit sehr vielen Informationen ist, die gesammelt werden und weniger einer, der sehr temporeich ist.

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241 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 160 Rezensionen

thriller, familie, jenny milchman, night falls, mord

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken

Jenny Milchman , Marie Rahn
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548287553
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wirkt der Thriller auf den ersten Seiten noch richtig spannend und interessant, verliert er spätestens ab dem ersten Rückblick, der in die Vergangenheit geht, für mich deutlich an Spannung. Ab diesem Punkt ist einfach zu viel schon zu durchschaubar klar, so dass viele Aspekte einfach nicht mehr die Wirkung hätten, als würde man genau so im Dunklen tappen, wie mancher der Charaktere.

Die Beziehung zwischen den Familienmitgliedern rund um Sandra, Ivy, Ben und auch und Mac ist toll beschrieben und gefällt mir auch sehr gut. Besonders die nicht ganz klare Haltung die Ivy als pubatäre Teenie-Tochter zu ihrer Mutter hat. Gerade die Probleme, die in dieser Phase entstehen und in dieser Extremsituation auch immer mal wieder zu Tage treten, weil Ivy nicht weiß, wie sie mit manchen Dingen umgehen soll, ist verdammt interessant. Auch die Einblicke in die Vergangenheit, was damals so abgelaufen ist und was vor allen Dingen der Charakter Barbara damals so für eine seltsame Gedankenwelt entwickelt hat, ist schon erhlich immer noch interessant, aber trotzdem zieht es sich, weil die Charaktere teilweise so lange brauchen.

Die Beziehung zwischen Nick und Harlan gefällt mir auch sehr gut, besonders da Harlan ein sehr interessanter Charakter ist mit seiner kindlichen, naiven Loyalität, die aus seiner sehr tumben Art resultiert. Harlan ist einer der für mich interessantesten Charaktere. Was so alles rund um die Geiselnahme von Sandra und Ivy passiert, ist in vielen Teilen ein wenig verrückt und ich habe mich manchmal erhlich gefragt, warum manches so kommen musste und auch wirklich für die Geschichte so viele Seiten benötigt wurden. Uninteressant ist sie nicht, aber ich war meist froh, wenn mal wieder ein Rückblick in die Vergangenheit zu Barbara stattfindet, da diese Handlung doch interessanter und spannender ist, als die rund um die Geiselnahme.

Zum Ende hin nimmt der Thriller noch einmal ein wenig Fahrt auf und es wird etwas spannender, auch wenn es das nicht mehr so ganz herausreißen kann, dass teilweise irgendwie gefühlt zu wenig passiert und man das mitunter interessanteste schon sehr früh erkennen kann.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

thriller, roman, literatur, angst, amerika

Er wird dich finden

Margaret Carroll , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 429 Seiten
Erschienen bei Diana TB, 14.04.2009
ISBN 9783453354203
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich mag es ja eigentlich so gar nicht, wenn ich den Täter, den Bösen etc. schon von Beginn an kenne, denn meist ist es einfach so, dass das die Spannung ein wenig kaputt macht, weil man einfach schon zu viel weiß. Im Fall dieses Buches ist das aber so gar kein Manko, denn andere Details sind viel interessanter, wobei dazu kommt, dass es auch einfach spannend ist, zu lesen was für wirre Gedanken Porter, Carolines Ehemann so entwickelt.

Das allgemein spannendste an diesem Thriller sind ehrlich die vielen absurden Gedankengänge von Porter Moross, der extrem auf seinem Doktortitel besteht und zudem auch noch als freudscher Psychoanalytiker mit einer eigenen tiefsitzenden Psychose vollkommen verrückt und durchgeknallt ist. Diese total absurden Gedankengänge die ihm durch den Kopf gehen und welche für ihn vollkommen logischen Begründungen er dafür hat, sind einfach nur faszinierend beschrieben und ich musste mich an so vielen Stellen wundern, dass Caroline diesen Mann auch nur im Ansatz heiraten konnte. Vor allen Dingen, da er für mich von Beginn an sehr seltsam wirkte, auch in den Rückblicken, die man in die Vergangenheit der beiden hat. Alle Gedanken und vor allem auch die Taten, die aus diesem folgen, sind einfach verdammt interessant geschildert und gerade dadurch ist das Buch für mich extrem spannend.

Die Parts rund um Caroline und ihr Leben nach der Flucht vor Porter und der Angst um ihre Entdeckung in Storm Pass sind toll beschrieben, vor allen Dingen, da die Charaktere dort alle sehr sympathisch sind, man selbst gerne mal seine Zeit dort verbringen würde. Gerade auch dieser Kontrast zu Porters psychotischer Gedankenwelt und seinen Handlungen macht. Dabei ist vor allem Caroline auch eigentlich eine sehr sympathische Person, bei der man es erhrlich bedauert, dass sie aus irgendwelchen unverständlichen Gründen auf Porter hereingefallen ist und sich psychisch so sehr hat von ihm vereinnahmen und unterdrücken lassen.

Ein richtig gut gemachter Thriller, bei dem ich vor allen Dingen die Einblicke in Porters Psyche verdammt interessant finde.

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86 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

thriller, psychothriller, jilliane hoffman, krimi, mord

Samariter

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz , Hafen Werbeagentur
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.07.2016
ISBN 9783499253997
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Obwohl sie schon so viele Bücher geschrieben hat, ist »Samariter« mein erstes Buch von Jilliane Hoffman und ich muss gestehen, ich finde es spannend und interessant, aber auch in einigen Punkten nicht ganz so gelungen. Ein wenig zieht sich die Handlung für meinen Geschmack auch einfach.

Grundsätzlich gehört Faith, die eine Protagonistin, schon zu den Charakteren, die für mich ein Manko sind, da ich sie von ihrem Verhalten her einfach nicht verständlich finde. Auch, als immer mehr zu ihr, ihrem Charakter, ihrer Vergangenheit etc. zu Tage tritt, wird es in meinen Augen nicht besser. Ich kann zwar nicht verstehen, warum ihr alle anderen Vorwürfe machen, dass sie weder die Frau ins Auto gelassen, noch die Polizei gerufen hat, da ich als Frau mit meinem Kind im Auto mitten im nirgendwo und einem Tropensturm, sicherlich auch meine Autotür geschlossen gehalten hätte, allein um mich und das Kind zu schützen. Hilfe direkt in diesem Augenblick zu holen, war ihr ja auch nicht möglich, da sie ihr Handy in der Eile hatte liegen lassen. Verstehen kann ich alle anderen, dass sie ihr nachträglich Vorwürfe machen, ebenso, wie ich Faith nicht verstehen kann, dass sie aus so abweggigen Gründen diesen Vorfall nicht am nächsten Tag gemeldet hat. Insbesondere, da keiner mehr hätte nachweisen können, dass sie betrunken war oder auch, dass sie mehr gerammt hat, als die Mülltonnen, die immerhin eine super Ausrede gewären wesen, hätte sie nicht gleich einfach die Wahrheit sagen wollen.

Wie vertrackt so ein Fall werden kann, wenn die einzige Zeugin so dicht macht, bzw. natürlich ein vierjähriges Kind nicht voll als Zeuge gewertet werden kann, ist auf jeden Fall richtig spannend gemacht, auch die Tatsache, dass es mit reinen Indizienbeweisen etc. schwer ist, den eigentlichen Täter festzunageln, auch wenn man sicher ist ihn zu haben. Allgemein spielt der Thriller sehr viel mit der Psyche der Charaktere, der Angst von Faith, was passiert, wenn vollständig heraus kommt, was in jener Nacht geschehen ist oder dass der Täter auch auf sie und Maggie Jagd macht.
Trotzdem ist es zwischendrin ein wenig langatmig, denn man weiß eigentlich schon alles als Leser, das einzige was einem fehlt, ist die Auflösung für die Charaktere. Wird der Täter verurteilt, was kommt alles über Faith raus, wie beeinflusst dieses Wissen die Menschen etc. Das ist alles ein bisschen zu langatmig.

Wäre mir der Ermittler nicht so sympathisch gewesen, hätte mich das Buch glaube ich irgendwann glatt richtig gelangweilt.

Eine interessante Idee, die ich weitaus weniger spannend fand, als ich erst erwartet hatte, die aber vom Schreibstil und den Charakteren her an sich gelungen ist.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die zerbrochene Welt

Ralf Isau
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2012
ISBN 9783492268714
Genre: Fantasy

Rezension:

Bei Fantasy Romanen, die eher in Richtung High Fantasy gehen, wie es in meinen Augen bei »Die zerbrochene Welt« der Fall ist, also man als Leser in ein vollkommen unbekanntes Universum, eine vollkommen unbekannte Welt, bevölkert mit eventuell vollkommen unbekannten Wesen geworfen wird, ist es zunächst immer etwas schwerer sich dort wirklich zurecht zu finden.

Auch bei »Die zerbrochene Welt« dem ersten von drei Romanen, die in dieser zerbrochenen Welt spielen geht es mir so. Vor allen Dingen wohl auch, da die Wesen doch alle vollkommen unbekannt sind, denn mir ist bisher kein Drache, Elf oder ähnliches begegnet, sondern nur Wesen, wie die Schwallwesen, Ätherschlangen etc, mit denen man den Äther rund um die zerbrochenen Welten breisen kann. Also alles vollkommen unbekannt und dabei auch so groß, dass es mir zunächst nicht so einfach gefallen ist. Ich kann aber schon vorwegnehmen, am Ende dieses Buches habe ich die Welt in großen Teilen verstanden, auch wenn ich sicherlich noch nicht alles greifen kann.

Das mit der Einstieg ein wenig schwer gefallen ist, liegt sicher auch daran, dass er vor allem sehr temporeich ist, denn man wird sofort in die Geschichte hinein geschmissen, schon nach den ersten paar Seiten findet der erste Kampf statt und als Leser hat man von Tuten und Blasen eigentlich noch keine Ahnung. Gut dabei das Taramis ein Charakter ist, mit dem ich sehr schnell war geworden bin, auch wenn er sein Licht manchmal unter den Scheffel stellt. Vor allem seine spezielle Waffe, der Stab Ez ist auch ein sehr interessanter Aspekt, den der Autor in die Geschichte mit eingebracht hat.

Nachdem ich mich langsam eingewöhnt hatte, wurde die Geschichte auch immer spannender und interessant und ist es bis zum Ende geblieben. Dabei muss ich gestehen, man erwartet gar nicht mehr so unbedingt, dass es noch weitergehen wird, aber trotzdem ist das Ende offen genug, dass es weitergehen kann, was der Autor sehr gekonnt gemacht hat. Ich finde es nämlich gut, dass man das Buch sowohl als Teil der Reihe, aber auch als Einzelband lesen könnte.

Die Charaktere sind durch ihre spezifischen Eigenheiten, die teilweise daraus resultieren, was für Wesen sie eigentlich sind, richtig interessant und dieser Fantasy-Roman ist auch definitiv eher etwas für Erwachsene, gibt es doch einige eher heftige Szenen. Zumal er auch einen eher ernsten Anklang hat.

Für mich mal wieder ein sehr anderer Fantasy-Roman, was sicher auch an der Art der zerbrochenen Welt liegt, wie auch daran, dass die Wesen, die dort leben doch spezieller und so ganz anders sind, der mir selbst aber auch ehrlich Spaß gemacht hat.

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53 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

frankfurt, mädchenhandel, wand aus schweige, toter verbrecher, serienmord

Der Fänger

Andreas Franz , Daniel Holbe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 22.08.2016
ISBN 9783426516492
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich kenne kaum welche von den Julia Durant Bänden, die noch von Andreas Franz selbst geschrieben wurden, mittlerweile aber alle, die von Daniel Holbe sind. Was mir persönlich langsam immer mehr auffällt, Julia Durant ermittelt sehr häufig, nämlich auch in diesem Fall, mit ihrem Offenbacher Kollegen Peter Brandt zusammen. Ich mag beide Charaktere sehr und auch die kleinen Stichelein zwischen den Offenbachern und den Frankfurtern lockern die Dialoge immer sehr auf, so dass ich diese Tatsache sehr angenehm finde.

Die Kriminalfälle in diesem Band, denn es sind doch ein paar mehr, wirken zunächst etwas verwirrend, da es aussieht, als hätte man einige sehr unabhängige Fälle vor sich, die eigentlich nicht viel miteinander zu tun haben, wobei der eine, um den Selbstmordversuch einer Kollegin zunächst nicht einmal eine offizielle Ermittlung ist, da es etwas dauert, bis allen klar wird, woher diese Tat herrührt. Letzendlich bleibt die Frage lange offen, hängen welche von den Fällen zusammen oder sind sie vollkommen unabhängig, warum soll der eine Fall abgegeben und von den Ermittlern nicht weiter beachtet werden etc. etc. Es stellen sich Julia und Peter, sowie ihren Kollegen, in diesem Band so einige Steine in den Weg, so dass die Ermittlungen nicht wirklich glatt laufen. Trotzdem sind sie für mich die meiste Zeit hindruch auch wirklich spannend, besonders, da die Kollegen teilweise ein sehr seltsames Verhalten an den Tag legen, vor allen Dingen alles um die Kollegin Marion Brückner betreffend.

Ich muss zwar ehrlich gestehen, dass ich das Ende ein bisschen sehr abgehoben finde, so in gewissen Punkten, denn zumindest eine Aufklärung finde ich ein bisschen sehr weit hergeholt, auch wenn Täter und Motiv relativ schnell zu erkennen waren. Trotzdem kann ich mir einfach nicht wirklich vorstellen, dass es solche Dinge in der Realität wirklich geben könnte. In einem eher realitätsnahen Krimi finde ich sowas immer ein wenig schade, was den Krimi dieses Mal auch ein kleines bisschen abwertet, denn ansonsten finde ich ihn, ebenso wie die anderen Teile der Reihe wieder sehr lesenswert und angenehm geschrieben, auch wenn mir mancher Charakter, der in der Serie nicht mehr so aktiv vorhanden ist, schon ein wenig fehlt.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

kriminalroman, geteert und gefedert, abgründe, fetisch, nina malik

Schwarze Federn

Nina Malik
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 25.04.2016
ISBN 9783764505721
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mitunter am Beeindruckensten an diesem Thriller bzw. Krimi ist eindeuig gleich zu Beginn die Szene, in der Marlies Seelers, eine der Protagonistinnen die als Liesbespaar arrangierten Leichen in ihrem Wintergarten auffindet. Diese Szene ist so genial beschrieben, dass man sich diesen schrecklichen Ort verdammt gut vorstellen kann. Den Teer, die Federn und die beiden Menschen in der Mitte des Ganzen.

Insgesamt ist das Buch gut gemacht von seiner Handlung, eher etwas ruhiger im Großteil seines Verlaufs, daher für mich fast schon eher Krimi, denn Thriller, aber trotzdem gut. Manchmal zogen sich diverse Szenen ein wenig in die Länge, aber trotzdem lässt sich das Buch gut lesen. Franka Jahnsen und Simon Ackermann als Ermittler in diesem Fall sind beides interessante Charaktere, wobei bir Simon deutlich mehr zusagt, da er ein sympathischer, nicht wirklich verschrobener Charakter ist. Bei Franka wird schon wieder angedeutet, dass in ihrer Vergangenheit etwas geschehen ist und auch ihre Art ist manchmal ein wenig seltsam. Jedoch denke ich, dass zu ihren Problemen, die nicht ganz aufgedeckt werden, in einem der Folgebände sicher noch etwas kommt, da Simon sie sehr schnell durchschaut. Die beiden sind aber ein interessantes Ermittlerduo, was sich auch sehr gut ergänzt.

Der Fall selbst ist interessant, vor allem, da man Marlies nicht so richtig trauen kann mit ihrer Erkranknung, denn, wie viel hat sie wirklich mitbekommen, wie belastbar ist sie als Zeugin etc. Dann gibt es immer noch wieder Kapitel mit einem Jugendlichen namens Noah, die im ersten Augenblick etwas befremdlich wirken, bei denen aber klar ist, dass sie noch etwas mit dem Rest zu tun haben dürften. Dabei hat sich die Autorin einige interessante Ideen zurecht gelegt, welches Motiv bei diversen Charakteren dafür sorgt, dass derjenige als Täter in Betracht kommen könnte und zunächst gibt es erhlich einige Verdächtige. Für mich ging es dann zwar etwas zu schnell den Fall zu durchschauen und das Ende ist danach nicht mehr wirklich überraschend, wenn auch sehr schlüssig.

Insgesamt ein ordentliches Debüt, das ein paar kleine Aspekte aufweist, die für mich etwas verbesserungswürdig sind, wie teilweise die leichten Längen in der Geschichte, aber ansonsten durchaus gelungen ist und bei dem ich schon neugierig auf den nächsten Band bin, allein, um herauszufinden, was es mit Frankas Problemen genau auf sich hat.

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317 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

thriller, ethan cross, entführung, serienkiller, ich bin der schmerz

Ich bin der Schmerz

Ethan Cross ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.11.2015
ISBN 9783404172580
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der dritte Band rund um Marcus, Francis Ackerman und die Shepherd Organisation und mit all dem Wissen, was man aus den anderen Bänden schon mitgenommen hat, muss ich gestehen, in gewisser Weise ein interessanter Band, aber für mich eindeutig eher wieder schwächer, als sein Vorgänger.

Mir selbst gefällt einfach die Art von Marcus immer weniger. In meinen Augen verändert sich dieser Charakter mit jedem Band ein bisschen mehr zum negativen hin. Die Sympathie, die ich für ihn im ersten Band gehegt habe, geht bei mir immer weiter verloren. Dafür mag ich Francis immer lieber, der gerade durch seine spezielle Art, die er als Bösewicht hat, aber auch seine Fixierung auf Marcus sehr interessant ist. Maggie ist mir immer noch nicht viel sympathischer, aber ihre Rolle in diesem Teil ist so groß, dass man sie deutlich besser kennenlernt und auch Marcus Partner Andrew spielt eine noch größere Rolle, als im Vorgänger. Dieser Aspekt gefällt mir sehr, da ich Andrew gern mag und als Charakter mit am liebsten habe.

Bei der Handlung selbst sollte man sich nicht zu sehr vom Klappentext leiten lassen, denn dieser verspricht einem eine Handlung, die es so nicht gibt, da sie nur einen geringen Teil des Thrillers einnimmt, der noch vor der Hälfte ein doch auch sehr unerwartete Wendung nimmt, die dann die gesamte Handlung durcheinander wirft. Grundsätzlich nicht schlecht, aber eindeutig nicht das, was ich nach dem Klappentext erwartet hätte. Allgemein wird alles noch ein bisschen abgehobener, als es in den anderen Teilen schon war und das Ende sagt mir nicht so wirklich zu, wie ich gestehen muss.

Da ich weiß, dass es noch einen weiteren Teil geben wird, bin ich gespannt, ob dieser wieder besser ist, denn in diesem fehlte mir einfach etwas. Grundsätzlich war er zwar auch spannnend und interessant, aber die gesamte Geschichte rund um Francis, Marcus und Francis Vater ist mir hier zu sehr aus dem Ruder gelaufen, wie ich finde.

Ein Thriller, den ich nur dann zu lesen empfehlen würde, wenn man mindestens einen der Vorgänger kennt. Ansonsten sollte man es lieber lassen, da er dann ganz wirr wirken könnte.

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92 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 54 Rezensionen

schweden, krimi, rassismus, tom stilton, rassenhass

Die Strömung

Cilla Börjlind , Rolf Börjlind , Christel Hildebrandt
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei btb, 08.03.2016
ISBN 9783442753956
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hätte ich nicht nachträglich durch einen Zufall herausgefunden, dass es sich bei »Die Strömung« schon um den dritten Band einer Reihe um die Kommissare Olivia Rönning und Tom Stilton handelt, hätte ich dies nicht gemerkt. Man kommt in diesen dritten Band sehr gut hinein und auch die Charaktere wirkten auf mich nicht sonderlich fremd, sondern wurden nochmal so gut und ausreichend eingeführt, dass ich keinerlei Einstiegsprobleme hatte.

Interessant finde ich, dass die beiden Komissare zum einen an vollkommen unterschiedlichen Einsatzorten und doch irgendwie wieder zusammen ermitteln, obwohl Tom Stilton ja eigentlich nicht richtig aktiv im Dienst ist, sondern aus diesem Ausgeschieden. Olivia scheint mir ein relativ gradliniger Charakter, der mir sehr sympatisch ist, besonders auch, die sie ein relativ normales Leben für eine polizeibeamtin hat, was ja ein verhältnismäßig seltener Fall in der Romanwelt ist. Tom Stilton passt da schon besser ins Klischee und um ehrlich zu sein wundert es mich bei diesem Mann auch wenig, dass er aktuell nicht im Dienst ist, ob nun freiwillig gegangen oder was auch immer. Irgendwie  ist ich mir das nicht vollständig klar geworden. Trotzdem mag ich es wieder sehr, dass man auch einiges Privates zu den beiden Protagonisten erfährt, denn solche Szenen bereichern in meinen Augen jedes Buch.

Die Kriminalfälle selbst sind spannend, wenn auch nicht durchgänig auf dem identischen Niveau, da sich die Spannung zwischendrin für mein Empfinden ein wenig verlagert. Weg von den Kriminalfällen, hin zu den Kommissaren. Grundsätzlich nicht verkehrt, aber ich fand es doch sehr deutlich. Man spürt zwar noch, dass die Ermittlungen vermutlich im Hintergrund immer noch damit zu tun haben, aber es ist nicht ganz so deutlich. Allgemein wird dieser Krimi eher von einem ruhigeren Tempo bestimmt, bis er dann kurz vor Ende richtig an Fahrt aufnimmt.

Die Lösung des Falls ist vielleicht ein bisschen sehr voluminös, eher schon ein bisschen unrealistisch, aber dennoch sehr stimmig. Von daher kann ich nur sagen, dass mich der Krimi sehr gut unterhalten hat und ich gespannt bin mehr von Olivia und Tom zu lesen.

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490 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 35 Rezensionen

thriller, mord, ethan cross, ich bin die angst, anarchist

Ich bin die Angst

Ethan Cross
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.11.2014
ISBN 9783404170784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch wenn ich selbst den ersten Band der Reihe zwar nicht schlecht, aber dennoch eher etwas gewöhnungsbedürftig empfunden habe, da mir dieses gesamte Konstrukt mit der Shepherd Organisation nicht so sonderlich gefällt, war ich doch irgendwie neugierig, wie es mit Marcus und Francis Ackerman junior weitergehen würde.

Grundsätzlich kann man der Reihe auf jeden Fall nicht vorwerfen, dass sie langweilig sei, denn für ausreichend Spannung und Action ist eindeutig gesorgt und diese kommt, wie auch schon im ersten Teil, eindeutig nicht zu kurz. Und auch, wenn ich die Organisation als solche immer noch nicht wirklich glaubhafter oder besser finde, mag ich wenigstens die Charakere, die in dieser Reihe mitspielen, auch wenn Maggie, nie mein Lieblingscharakter werden wird, die sie irgendwie besonders seltsam ist. Allgemein muss man in dieser Reihe wohl damit leben, dass keiner der Charaktere irgendwie eine recht simple bzw. gesunde Psyche hat, da auch alle Mitglieder der Organisation auf irgendeine Weise psychisch vorbelastet sind, was man bei Marcus auch immer wieder sehr spürt. Das gibt dem Thriller zwar noch eine weitere Ebene, die nicht zu verachten ist, aber trotzdem denke ich manchmal, dass es auch mal interessant wäre, wenn nicht immer alle so tiefgreifende Probleme hätten. Vor allem, da es dem Autor dadurch schwerer fallen könnte, diese extreme tiefe in die Persönlichkeiten hinein zu bringen. Aber naja, dieser Fakt tut der Geschichte keinen Abbruch. Besonders bei Francis, bei dem ich es am passendsten finde, dass er eine eher zerrüttete Psyche hat, mag ich seine Gedankengänge und dass er sich immer wieder einmischen muss. Obwohl einer der Bösen, gehört er zu meinen Lieblingscharakteren.

Der Fall um den Anarchisten ist auch wieder spannend und man hat so einige Möglichkeiten zum Miträtseln und Ermitteln, die wirklich Spaß machen, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass diese Ermittlung nur Mittel zum Zweck ist, um dem Leser noch mehr zu den wichtigsten Charakteren zu vermitteln.

Auf jeden Fall aber eine gute Fortsetzung und ich bin gespannt, wie der Autor die Reihe weiterführen wird.

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