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48 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

susan mallery, verrat, mallery, 2016, roman

Wie zwei Inseln im Meer

Susan Mallery , Valerie Schneider
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670364
Genre: Romane

Rezension:

Bisher kannte ich von Susan Mallery hauptsächlich die »Fools Gold«-Reihe und muss gestehen, dass diese so gar nicht meinem Geschmack entspricht. Jedoch hatte ich gehört, dass dieser Roman vom Stil her doch ein ganz anderer sein soll und dadurch entschied ich, dass ich es nochmal mit der Autorin versuchen würde.

Diese Entscheidung bereue ich jetzt im Nachhinein nicht, denn Susan Mallery kann wirklich auch gute Bücher schreiben, die nicht nur albern und vollkommen an den Haaren herbeigezogen sind, denn dieses Drama hier ist einfach nur schön geworden. So ganz habe ich zwar zu Beginn nicht verstanden, was das genaue Problem von Michelle mit Carly ist, hat ja eigentlich Michelle Carly mit deren Verlobten betrogen und umgekehrt, aber da das, wie man schnell merkt nicht das einzige Problem zwischen den beiden Frauen und vor allen Dingen vom Roman im Allgemeinen ist, hat mich das nicht weiter gestört, bzw. habe ich es einfach hingenommen, dass die Menschen manchmal seltsame Gedankengänge haben. Der Inn, den die beiden Frauen zusammen betreiben und auch die Insel auf der er liegt, sind so schön beschrieben, dass ich auch gern mal dort zu Besuch wäre. Ich glaube, es würde mir da gefallen, es wirkt alles so idyllisch.

Die Probleme Michelles sich wieder in das normale Leben einzugewöhnen, vor allen Dingen mit der Verletzung und der Situation, aus der diese entstanden ist, heraus, sind einfach toll beschrieben und ich finde es sehr plastisch, wie wenig sie mit lauten Geräuschen klar kommt, die sie an Explosionen erinnern etc. Auch, dass sie gewisse Wege sucht, um mit allem klar zu kommen, die vielleicht nicht die besten, aber einfachsten sind. Ich finde die ganze Szene einfach sehr realistisch und vor allen Dingen auch emotional stimmig erzählt. Ebenso, auch alles rund um den Inn und wie sie diesen versuchen zu retten, da sie ja kurz vor etwas wie der Insolvenz stehen. Wie Carly und Michelle sich dann immer wieder annähern müssen, auch Carlys Tochter Gabby eine wichttige Rolle spielt und weitere Charakter mieser oder sympathischer Natur auftauchen und eine Rolle spielen, ist einfach so angenehm harmonisch gelöst, dass es Spaß macht das Buch zu lesen.

Vor allen Dingen auch das Ende finde ich sehr gelungen und auch den Weg dort hin. Es ist einfach ein wundervoll lockeres Buch mit trotzdem einigem an Tiefgang, das mir ganz viel Spaß gemacht hat und mir zeigen konnte, dass Susan Mallery doch auch gute Bücher schreiben kann, wenn sie nur etwas ernster und realistischer sind als ihre bekannteste Serie.

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916 Bibliotheken, 59 Leser, 3 Gruppen, 122 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, spannung

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die letzten beiden Thriller, die von Sebastian Fitzek erschienen sind, waren in meinen Augen nicht so gut, wie einige ältere Werke von ihm. »Das Paket« jedoch reiht sich eher wieder bei den älteren Werken ein und ist für mich wieder deutlich gelungener.

Allein schon den Prolog von »Das Paket« finde ich einfach sehr interessant, auch wenn man lange nicht direkt sagen kann, was dieser Part wirklich mit der restlichen Handlung zu tun hat, auch wenn es einem ein wenig die Persönlichkeit der Protagonistin als Kind näher bringt und man selbst als Leser auch in gewissen Dingen einen Verdacht hegen kann.

Später dann finde ich es, auch gerade trotz der wenigen Seiten, sehr gekonnt gemacht, wie man die Verwandlung Emmas, von einer eher taffen Frau zu der verängstigten und unsicheren Person erlebt, die sie durch ihr Erlebnis im Hotel wird. Spannend dabei, schon kurz nach dieser Begebenheit und diverser Dinge über Emma, die man auch direkt durch ihre Gedankenwelt erfährt, beginnt man sich zu fragen, was ist Einbildung, was ist Wahrheit. Für einen Psychothriller immer sehr gelungen, wenn man sich auch als Leser nie so richtig sicher sein kann, ob die Dinge nur in der Vorstellung bzw. Phantasie eines Charakters so vorgekommen sind oder ob sie tatsächlich real sind. Noch eindrücklicher wäre es wohl gewesen, wenn der Thriller auch aus der Ich-Perspektive von Emma erzählt würde, denn dann kann man als Leser meist noch weniger Wahn und Wirklichkeit auseinander halten, aber auch so schon ist es sehr gelungen. Vor allen Dingen auch, wie Emma sich dann zu gewissen Zeiten überwinden muss, über ihren eigenen Schatten zu springen bzw. ihre Angst zu besiegen.

Für mich ein sehr gelungener Thriller, der so einige interessante Wendungen macht, bei dem ich mir aber grundsätzlich durch eine Sache sehr früh einer gewissen Vermutung bewusst war, die zumindest Emma selbst betroffen hat. Zu Ermitteln, ob es einen Täter gab und falls ja, wer dieser sein könnte, fiel mir dabei schon deutlich schwerer. Von daher, durchaus gelungen, auch wenn mancher Zaunpfahl etwas kleiner hätte sein dürfen.

Ebenfalls erwähnenswert finde ich das Cover, bzw. die allgemeine Aufmachung des Buches, die ich in Kombination mit dem Titel einfach nur genial finde!

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404 Bibliotheken, 25 Leser, 1 Gruppe, 156 Rezensionen

krimi, taunus, mord, nele neuhaus, fuchs

Im Wald

Nele Neuhaus
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.10.2016
ISBN 9783550080555
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der mittlerweile achte Band der Taunus-Krimi Reihe von Nele Neuhaus rund um Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff, die ab diesem Band ihren neuen Nachnamen Sander trägt, den sie durch die Heirat mit dem Direktor vom Opelzoo Christoph Sander erworben hat. Für mich auf den ersten Seiten erhrlich noch etwas gewöhnungsbedürftig, dass Pia nun Sander heißt, aber daran habe ich mich dann doch schneller gewöhnt, als zunächst vermutet.

Insgesamt ist dieser achte Band in meinen Augen einer der besten Teile der Reihe, wenn nicht sogar der Beste, auch wenn es der wohl zunächst letzte mit einem Oliver von Bodenstein als Ermittler ist und das, wo man in diesem Band viel mehr über ihn, seine Persönlichkeit, seine Kindheit etc. erfährt, als in alle anderen Bänden zusammen. Für mich sehr schade, dass Oliver von Bodenstein eine Auszeit vom Dienst nehmen wird, aber ich hoffe ja, dass es vielleicht nur einen Band lang sein wird.

Der Ermittlungen, ausgelöst durch den Mord auf dem Campingplatz, bei dem einer aus dem Ort zu Tode kommt, den Oliver von Bodenstein schon aus seiner Kindheit und Schulzeit kennt und der dazu führt, dass das spurlose Verschwinden von Olivers von Bodensteins Kindheitsfreund Artur im Jahr 1972 wieder aufgerollt wird, da einige Indizien darauf hinweisen, dass die Fälle zusammen hängen könnten. Was man dann so alles über die Leute im Dorf und die Eigendynamik, die solche dörflichen Gemeinschaften entwickeln können erfährt und welche Blüten diese treiben kann, finde ich extrem spannend und interessant und hat mich richtig gefesselt beim Lesen. Zumal auch die Situation von Oliver von Bodenstein eine solche besondere ist, da er wirklich stark damit zu kämpfen hat, dass nicht immer alles so stimmt, was er so alles über gewisse Personen denkt etc. Besonders diesen Zwiespalt in dem er sich dadurch befindet, die Ermittlungen möglichst klar und objektiv zu sehen und sich nicht davon beeinflussen zu lassen, was er über die Menschen zu wissen glaubt, ist dabei einfach klasse heraus gearbeitet. Ebenso, wie Pia damit umgehen muss, dass ihr Chef dem Fall eigentlich schon ein bisschen zu nah ist.

Für mich ehrlich einer der besten Bände von Nele Neuhaus, der mir richtig viel Spaß gemacht hat beim Lesen, auch wenn es allgemein eher ein ruhiger Krimi mit sehr vielen Informationen ist, die gesammelt werden und weniger einer, der sehr temporeich ist.

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238 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 159 Rezensionen

thriller, familie, jenny milchman, night falls, mord

Night Falls. Du kannst dich nicht verstecken

Jenny Milchman , Marie Rahn
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548287553
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wirkt der Thriller auf den ersten Seiten noch richtig spannend und interessant, verliert er spätestens ab dem ersten Rückblick, der in die Vergangenheit geht, für mich deutlich an Spannung. Ab diesem Punkt ist einfach zu viel schon zu durchschaubar klar, so dass viele Aspekte einfach nicht mehr die Wirkung hätten, als würde man genau so im Dunklen tappen, wie mancher der Charaktere.

Die Beziehung zwischen den Familienmitgliedern rund um Sandra, Ivy, Ben und auch und Mac ist toll beschrieben und gefällt mir auch sehr gut. Besonders die nicht ganz klare Haltung die Ivy als pubatäre Teenie-Tochter zu ihrer Mutter hat. Gerade die Probleme, die in dieser Phase entstehen und in dieser Extremsituation auch immer mal wieder zu Tage treten, weil Ivy nicht weiß, wie sie mit manchen Dingen umgehen soll, ist verdammt interessant. Auch die Einblicke in die Vergangenheit, was damals so abgelaufen ist und was vor allen Dingen der Charakter Barbara damals so für eine seltsame Gedankenwelt entwickelt hat, ist schon erhlich immer noch interessant, aber trotzdem zieht es sich, weil die Charaktere teilweise so lange brauchen.

Die Beziehung zwischen Nick und Harlan gefällt mir auch sehr gut, besonders da Harlan ein sehr interessanter Charakter ist mit seiner kindlichen, naiven Loyalität, die aus seiner sehr tumben Art resultiert. Harlan ist einer der für mich interessantesten Charaktere. Was so alles rund um die Geiselnahme von Sandra und Ivy passiert, ist in vielen Teilen ein wenig verrückt und ich habe mich manchmal erhlich gefragt, warum manches so kommen musste und auch wirklich für die Geschichte so viele Seiten benötigt wurden. Uninteressant ist sie nicht, aber ich war meist froh, wenn mal wieder ein Rückblick in die Vergangenheit zu Barbara stattfindet, da diese Handlung doch interessanter und spannender ist, als die rund um die Geiselnahme.

Zum Ende hin nimmt der Thriller noch einmal ein wenig Fahrt auf und es wird etwas spannender, auch wenn es das nicht mehr so ganz herausreißen kann, dass teilweise irgendwie gefühlt zu wenig passiert und man das mitunter interessanteste schon sehr früh erkennen kann.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 10 Rezensionen

thriller, roman, literatur, angst, amerika

Er wird dich finden

Margaret Carroll , Sabine Schilasky
Flexibler Einband: 429 Seiten
Erschienen bei Diana TB, 14.04.2009
ISBN 9783453354203
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich mag es ja eigentlich so gar nicht, wenn ich den Täter, den Bösen etc. schon von Beginn an kenne, denn meist ist es einfach so, dass das die Spannung ein wenig kaputt macht, weil man einfach schon zu viel weiß. Im Fall dieses Buches ist das aber so gar kein Manko, denn andere Details sind viel interessanter, wobei dazu kommt, dass es auch einfach spannend ist, zu lesen was für wirre Gedanken Porter, Carolines Ehemann so entwickelt.

Das allgemein spannendste an diesem Thriller sind ehrlich die vielen absurden Gedankengänge von Porter Moross, der extrem auf seinem Doktortitel besteht und zudem auch noch als freudscher Psychoanalytiker mit einer eigenen tiefsitzenden Psychose vollkommen verrückt und durchgeknallt ist. Diese total absurden Gedankengänge die ihm durch den Kopf gehen und welche für ihn vollkommen logischen Begründungen er dafür hat, sind einfach nur faszinierend beschrieben und ich musste mich an so vielen Stellen wundern, dass Caroline diesen Mann auch nur im Ansatz heiraten konnte. Vor allen Dingen, da er für mich von Beginn an sehr seltsam wirkte, auch in den Rückblicken, die man in die Vergangenheit der beiden hat. Alle Gedanken und vor allem auch die Taten, die aus diesem folgen, sind einfach verdammt interessant geschildert und gerade dadurch ist das Buch für mich extrem spannend.

Die Parts rund um Caroline und ihr Leben nach der Flucht vor Porter und der Angst um ihre Entdeckung in Storm Pass sind toll beschrieben, vor allen Dingen, da die Charaktere dort alle sehr sympathisch sind, man selbst gerne mal seine Zeit dort verbringen würde. Gerade auch dieser Kontrast zu Porters psychotischer Gedankenwelt und seinen Handlungen macht. Dabei ist vor allem Caroline auch eigentlich eine sehr sympathische Person, bei der man es erhrlich bedauert, dass sie aus irgendwelchen unverständlichen Gründen auf Porter hereingefallen ist und sich psychisch so sehr hat von ihm vereinnahmen und unterdrücken lassen.

Ein richtig gut gemachter Thriller, bei dem ich vor allen Dingen die Einblicke in Porters Psyche verdammt interessant finde.

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68 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, psychothriller, jilliane hoffman, krimi, mord

Samariter

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz , Hafen Werbeagentur
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.07.2016
ISBN 9783499253997
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Obwohl sie schon so viele Bücher geschrieben hat, ist »Samariter« mein erstes Buch von Jilliane Hoffman und ich muss gestehen, ich finde es spannend und interessant, aber auch in einigen Punkten nicht ganz so gelungen. Ein wenig zieht sich die Handlung für meinen Geschmack auch einfach.

Grundsätzlich gehört Faith, die eine Protagonistin, schon zu den Charakteren, die für mich ein Manko sind, da ich sie von ihrem Verhalten her einfach nicht verständlich finde. Auch, als immer mehr zu ihr, ihrem Charakter, ihrer Vergangenheit etc. zu Tage tritt, wird es in meinen Augen nicht besser. Ich kann zwar nicht verstehen, warum ihr alle anderen Vorwürfe machen, dass sie weder die Frau ins Auto gelassen, noch die Polizei gerufen hat, da ich als Frau mit meinem Kind im Auto mitten im nirgendwo und einem Tropensturm, sicherlich auch meine Autotür geschlossen gehalten hätte, allein um mich und das Kind zu schützen. Hilfe direkt in diesem Augenblick zu holen, war ihr ja auch nicht möglich, da sie ihr Handy in der Eile hatte liegen lassen. Verstehen kann ich alle anderen, dass sie ihr nachträglich Vorwürfe machen, ebenso, wie ich Faith nicht verstehen kann, dass sie aus so abweggigen Gründen diesen Vorfall nicht am nächsten Tag gemeldet hat. Insbesondere, da keiner mehr hätte nachweisen können, dass sie betrunken war oder auch, dass sie mehr gerammt hat, als die Mülltonnen, die immerhin eine super Ausrede gewären wesen, hätte sie nicht gleich einfach die Wahrheit sagen wollen.

Wie vertrackt so ein Fall werden kann, wenn die einzige Zeugin so dicht macht, bzw. natürlich ein vierjähriges Kind nicht voll als Zeuge gewertet werden kann, ist auf jeden Fall richtig spannend gemacht, auch die Tatsache, dass es mit reinen Indizienbeweisen etc. schwer ist, den eigentlichen Täter festzunageln, auch wenn man sicher ist ihn zu haben. Allgemein spielt der Thriller sehr viel mit der Psyche der Charaktere, der Angst von Faith, was passiert, wenn vollständig heraus kommt, was in jener Nacht geschehen ist oder dass der Täter auch auf sie und Maggie Jagd macht.
Trotzdem ist es zwischendrin ein wenig langatmig, denn man weiß eigentlich schon alles als Leser, das einzige was einem fehlt, ist die Auflösung für die Charaktere. Wird der Täter verurteilt, was kommt alles über Faith raus, wie beeinflusst dieses Wissen die Menschen etc. Das ist alles ein bisschen zu langatmig.

Wäre mir der Ermittler nicht so sympathisch gewesen, hätte mich das Buch glaube ich irgendwann glatt richtig gelangweilt.

Eine interessante Idee, die ich weitaus weniger spannend fand, als ich erst erwartet hatte, die aber vom Schreibstil und den Charakteren her an sich gelungen ist.

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die zerbrochene Welt

Ralf Isau
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 16.04.2012
ISBN 9783492268714
Genre: Fantasy

Rezension:

Bei Fantasy Romanen, die eher in Richtung High Fantasy gehen, wie es in meinen Augen bei »Die zerbrochene Welt« der Fall ist, also man als Leser in ein vollkommen unbekanntes Universum, eine vollkommen unbekannte Welt, bevölkert mit eventuell vollkommen unbekannten Wesen geworfen wird, ist es zunächst immer etwas schwerer sich dort wirklich zurecht zu finden.

Auch bei »Die zerbrochene Welt« dem ersten von drei Romanen, die in dieser zerbrochenen Welt spielen geht es mir so. Vor allen Dingen wohl auch, da die Wesen doch alle vollkommen unbekannt sind, denn mir ist bisher kein Drache, Elf oder ähnliches begegnet, sondern nur Wesen, wie die Schwallwesen, Ätherschlangen etc, mit denen man den Äther rund um die zerbrochenen Welten breisen kann. Also alles vollkommen unbekannt und dabei auch so groß, dass es mir zunächst nicht so einfach gefallen ist. Ich kann aber schon vorwegnehmen, am Ende dieses Buches habe ich die Welt in großen Teilen verstanden, auch wenn ich sicherlich noch nicht alles greifen kann.

Das mit der Einstieg ein wenig schwer gefallen ist, liegt sicher auch daran, dass er vor allem sehr temporeich ist, denn man wird sofort in die Geschichte hinein geschmissen, schon nach den ersten paar Seiten findet der erste Kampf statt und als Leser hat man von Tuten und Blasen eigentlich noch keine Ahnung. Gut dabei das Taramis ein Charakter ist, mit dem ich sehr schnell war geworden bin, auch wenn er sein Licht manchmal unter den Scheffel stellt. Vor allem seine spezielle Waffe, der Stab Ez ist auch ein sehr interessanter Aspekt, den der Autor in die Geschichte mit eingebracht hat.

Nachdem ich mich langsam eingewöhnt hatte, wurde die Geschichte auch immer spannender und interessant und ist es bis zum Ende geblieben. Dabei muss ich gestehen, man erwartet gar nicht mehr so unbedingt, dass es noch weitergehen wird, aber trotzdem ist das Ende offen genug, dass es weitergehen kann, was der Autor sehr gekonnt gemacht hat. Ich finde es nämlich gut, dass man das Buch sowohl als Teil der Reihe, aber auch als Einzelband lesen könnte.

Die Charaktere sind durch ihre spezifischen Eigenheiten, die teilweise daraus resultieren, was für Wesen sie eigentlich sind, richtig interessant und dieser Fantasy-Roman ist auch definitiv eher etwas für Erwachsene, gibt es doch einige eher heftige Szenen. Zumal er auch einen eher ernsten Anklang hat.

Für mich mal wieder ein sehr anderer Fantasy-Roman, was sicher auch an der Art der zerbrochenen Welt liegt, wie auch daran, dass die Wesen, die dort leben doch spezieller und so ganz anders sind, der mir selbst aber auch ehrlich Spaß gemacht hat.

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

geheimes netzwerk, wand aus schweige, toter verbrecher, krimi, sexualdelikte

Der Fänger

Andreas Franz , Daniel Holbe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 22.08.2016
ISBN 9783426516492
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich kenne kaum welche von den Julia Durant Bänden, die noch von Andreas Franz selbst geschrieben wurden, mittlerweile aber alle, die von Daniel Holbe sind. Was mir persönlich langsam immer mehr auffällt, Julia Durant ermittelt sehr häufig, nämlich auch in diesem Fall, mit ihrem Offenbacher Kollegen Peter Brandt zusammen. Ich mag beide Charaktere sehr und auch die kleinen Stichelein zwischen den Offenbachern und den Frankfurtern lockern die Dialoge immer sehr auf, so dass ich diese Tatsache sehr angenehm finde.

Die Kriminalfälle in diesem Band, denn es sind doch ein paar mehr, wirken zunächst etwas verwirrend, da es aussieht, als hätte man einige sehr unabhängige Fälle vor sich, die eigentlich nicht viel miteinander zu tun haben, wobei der eine, um den Selbstmordversuch einer Kollegin zunächst nicht einmal eine offizielle Ermittlung ist, da es etwas dauert, bis allen klar wird, woher diese Tat herrührt. Letzendlich bleibt die Frage lange offen, hängen welche von den Fällen zusammen oder sind sie vollkommen unabhängig, warum soll der eine Fall abgegeben und von den Ermittlern nicht weiter beachtet werden etc. etc. Es stellen sich Julia und Peter, sowie ihren Kollegen, in diesem Band so einige Steine in den Weg, so dass die Ermittlungen nicht wirklich glatt laufen. Trotzdem sind sie für mich die meiste Zeit hindruch auch wirklich spannend, besonders, da die Kollegen teilweise ein sehr seltsames Verhalten an den Tag legen, vor allen Dingen alles um die Kollegin Marion Brückner betreffend.

Ich muss zwar ehrlich gestehen, dass ich das Ende ein bisschen sehr abgehoben finde, so in gewissen Punkten, denn zumindest eine Aufklärung finde ich ein bisschen sehr weit hergeholt, auch wenn Täter und Motiv relativ schnell zu erkennen waren. Trotzdem kann ich mir einfach nicht wirklich vorstellen, dass es solche Dinge in der Realität wirklich geben könnte. In einem eher realitätsnahen Krimi finde ich sowas immer ein wenig schade, was den Krimi dieses Mal auch ein kleines bisschen abwertet, denn ansonsten finde ich ihn, ebenso wie die anderen Teile der Reihe wieder sehr lesenswert und angenehm geschrieben, auch wenn mir mancher Charakter, der in der Serie nicht mehr so aktiv vorhanden ist, schon ein wenig fehlt.

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

geteert und gefedert, abgründe, nina malik, kommissarin, szene

Schwarze Federn

Nina Malik
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 25.04.2016
ISBN 9783764505721
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mitunter am Beeindruckensten an diesem Thriller bzw. Krimi ist eindeuig gleich zu Beginn die Szene, in der Marlies Seelers, eine der Protagonistinnen die als Liesbespaar arrangierten Leichen in ihrem Wintergarten auffindet. Diese Szene ist so genial beschrieben, dass man sich diesen schrecklichen Ort verdammt gut vorstellen kann. Den Teer, die Federn und die beiden Menschen in der Mitte des Ganzen.

Insgesamt ist das Buch gut gemacht von seiner Handlung, eher etwas ruhiger im Großteil seines Verlaufs, daher für mich fast schon eher Krimi, denn Thriller, aber trotzdem gut. Manchmal zogen sich diverse Szenen ein wenig in die Länge, aber trotzdem lässt sich das Buch gut lesen. Franka Jahnsen und Simon Ackermann als Ermittler in diesem Fall sind beides interessante Charaktere, wobei bir Simon deutlich mehr zusagt, da er ein sympathischer, nicht wirklich verschrobener Charakter ist. Bei Franka wird schon wieder angedeutet, dass in ihrer Vergangenheit etwas geschehen ist und auch ihre Art ist manchmal ein wenig seltsam. Jedoch denke ich, dass zu ihren Problemen, die nicht ganz aufgedeckt werden, in einem der Folgebände sicher noch etwas kommt, da Simon sie sehr schnell durchschaut. Die beiden sind aber ein interessantes Ermittlerduo, was sich auch sehr gut ergänzt.

Der Fall selbst ist interessant, vor allem, da man Marlies nicht so richtig trauen kann mit ihrer Erkranknung, denn, wie viel hat sie wirklich mitbekommen, wie belastbar ist sie als Zeugin etc. Dann gibt es immer noch wieder Kapitel mit einem Jugendlichen namens Noah, die im ersten Augenblick etwas befremdlich wirken, bei denen aber klar ist, dass sie noch etwas mit dem Rest zu tun haben dürften. Dabei hat sich die Autorin einige interessante Ideen zurecht gelegt, welches Motiv bei diversen Charakteren dafür sorgt, dass derjenige als Täter in Betracht kommen könnte und zunächst gibt es erhlich einige Verdächtige. Für mich ging es dann zwar etwas zu schnell den Fall zu durchschauen und das Ende ist danach nicht mehr wirklich überraschend, wenn auch sehr schlüssig.

Insgesamt ein ordentliches Debüt, das ein paar kleine Aspekte aufweist, die für mich etwas verbesserungswürdig sind, wie teilweise die leichten Längen in der Geschichte, aber ansonsten durchaus gelungen ist und bei dem ich schon neugierig auf den nächsten Band bin, allein, um herauszufinden, was es mit Frankas Problemen genau auf sich hat.

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295 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

thriller, ethan cross, entführung, serienkiller, ich bin der schmerz

Ich bin der Schmerz

Ethan Cross ,
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 12.11.2015
ISBN 9783404172580
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der dritte Band rund um Marcus, Francis Ackerman und die Shepherd Organisation und mit all dem Wissen, was man aus den anderen Bänden schon mitgenommen hat, muss ich gestehen, in gewisser Weise ein interessanter Band, aber für mich eindeutig eher wieder schwächer, als sein Vorgänger.

Mir selbst gefällt einfach die Art von Marcus immer weniger. In meinen Augen verändert sich dieser Charakter mit jedem Band ein bisschen mehr zum negativen hin. Die Sympathie, die ich für ihn im ersten Band gehegt habe, geht bei mir immer weiter verloren. Dafür mag ich Francis immer lieber, der gerade durch seine spezielle Art, die er als Bösewicht hat, aber auch seine Fixierung auf Marcus sehr interessant ist. Maggie ist mir immer noch nicht viel sympathischer, aber ihre Rolle in diesem Teil ist so groß, dass man sie deutlich besser kennenlernt und auch Marcus Partner Andrew spielt eine noch größere Rolle, als im Vorgänger. Dieser Aspekt gefällt mir sehr, da ich Andrew gern mag und als Charakter mit am liebsten habe.

Bei der Handlung selbst sollte man sich nicht zu sehr vom Klappentext leiten lassen, denn dieser verspricht einem eine Handlung, die es so nicht gibt, da sie nur einen geringen Teil des Thrillers einnimmt, der noch vor der Hälfte ein doch auch sehr unerwartete Wendung nimmt, die dann die gesamte Handlung durcheinander wirft. Grundsätzlich nicht schlecht, aber eindeutig nicht das, was ich nach dem Klappentext erwartet hätte. Allgemein wird alles noch ein bisschen abgehobener, als es in den anderen Teilen schon war und das Ende sagt mir nicht so wirklich zu, wie ich gestehen muss.

Da ich weiß, dass es noch einen weiteren Teil geben wird, bin ich gespannt, ob dieser wieder besser ist, denn in diesem fehlte mir einfach etwas. Grundsätzlich war er zwar auch spannnend und interessant, aber die gesamte Geschichte rund um Francis, Marcus und Francis Vater ist mir hier zu sehr aus dem Ruder gelaufen, wie ich finde.

Ein Thriller, den ich nur dann zu lesen empfehlen würde, wenn man mindestens einen der Vorgänger kennt. Ansonsten sollte man es lieber lassen, da er dann ganz wirr wirken könnte.

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93 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

schweden, krimi, rassismus, tom stilton, rassenhass

Die Strömung

Cilla Börjlind , Rolf Börjlind , Christel Hildebrandt
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei btb, 08.03.2016
ISBN 9783442753956
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hätte ich nicht nachträglich durch einen Zufall herausgefunden, dass es sich bei »Die Strömung« schon um den dritten Band einer Reihe um die Kommissare Olivia Rönning und Tom Stilton handelt, hätte ich dies nicht gemerkt. Man kommt in diesen dritten Band sehr gut hinein und auch die Charaktere wirkten auf mich nicht sonderlich fremd, sondern wurden nochmal so gut und ausreichend eingeführt, dass ich keinerlei Einstiegsprobleme hatte.

Interessant finde ich, dass die beiden Komissare zum einen an vollkommen unterschiedlichen Einsatzorten und doch irgendwie wieder zusammen ermitteln, obwohl Tom Stilton ja eigentlich nicht richtig aktiv im Dienst ist, sondern aus diesem Ausgeschieden. Olivia scheint mir ein relativ gradliniger Charakter, der mir sehr sympatisch ist, besonders auch, die sie ein relativ normales Leben für eine polizeibeamtin hat, was ja ein verhältnismäßig seltener Fall in der Romanwelt ist. Tom Stilton passt da schon besser ins Klischee und um ehrlich zu sein wundert es mich bei diesem Mann auch wenig, dass er aktuell nicht im Dienst ist, ob nun freiwillig gegangen oder was auch immer. Irgendwie  ist ich mir das nicht vollständig klar geworden. Trotzdem mag ich es wieder sehr, dass man auch einiges Privates zu den beiden Protagonisten erfährt, denn solche Szenen bereichern in meinen Augen jedes Buch.

Die Kriminalfälle selbst sind spannend, wenn auch nicht durchgänig auf dem identischen Niveau, da sich die Spannung zwischendrin für mein Empfinden ein wenig verlagert. Weg von den Kriminalfällen, hin zu den Kommissaren. Grundsätzlich nicht verkehrt, aber ich fand es doch sehr deutlich. Man spürt zwar noch, dass die Ermittlungen vermutlich im Hintergrund immer noch damit zu tun haben, aber es ist nicht ganz so deutlich. Allgemein wird dieser Krimi eher von einem ruhigeren Tempo bestimmt, bis er dann kurz vor Ende richtig an Fahrt aufnimmt.

Die Lösung des Falls ist vielleicht ein bisschen sehr voluminös, eher schon ein bisschen unrealistisch, aber dennoch sehr stimmig. Von daher kann ich nur sagen, dass mich der Krimi sehr gut unterhalten hat und ich gespannt bin mehr von Olivia und Tom zu lesen.

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(222)

467 Bibliotheken, 13 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

thriller, mord, ethan cross, serienkiller, anarchist

Ich bin die Angst

Ethan Cross
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.11.2014
ISBN 9783404170784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch wenn ich selbst den ersten Band der Reihe zwar nicht schlecht, aber dennoch eher etwas gewöhnungsbedürftig empfunden habe, da mir dieses gesamte Konstrukt mit der Shepherd Organisation nicht so sonderlich gefällt, war ich doch irgendwie neugierig, wie es mit Marcus und Francis Ackerman junior weitergehen würde.

Grundsätzlich kann man der Reihe auf jeden Fall nicht vorwerfen, dass sie langweilig sei, denn für ausreichend Spannung und Action ist eindeutig gesorgt und diese kommt, wie auch schon im ersten Teil, eindeutig nicht zu kurz. Und auch, wenn ich die Organisation als solche immer noch nicht wirklich glaubhafter oder besser finde, mag ich wenigstens die Charakere, die in dieser Reihe mitspielen, auch wenn Maggie, nie mein Lieblingscharakter werden wird, die sie irgendwie besonders seltsam ist. Allgemein muss man in dieser Reihe wohl damit leben, dass keiner der Charaktere irgendwie eine recht simple bzw. gesunde Psyche hat, da auch alle Mitglieder der Organisation auf irgendeine Weise psychisch vorbelastet sind, was man bei Marcus auch immer wieder sehr spürt. Das gibt dem Thriller zwar noch eine weitere Ebene, die nicht zu verachten ist, aber trotzdem denke ich manchmal, dass es auch mal interessant wäre, wenn nicht immer alle so tiefgreifende Probleme hätten. Vor allem, da es dem Autor dadurch schwerer fallen könnte, diese extreme tiefe in die Persönlichkeiten hinein zu bringen. Aber naja, dieser Fakt tut der Geschichte keinen Abbruch. Besonders bei Francis, bei dem ich es am passendsten finde, dass er eine eher zerrüttete Psyche hat, mag ich seine Gedankengänge und dass er sich immer wieder einmischen muss. Obwohl einer der Bösen, gehört er zu meinen Lieblingscharakteren.

Der Fall um den Anarchisten ist auch wieder spannend und man hat so einige Möglichkeiten zum Miträtseln und Ermitteln, die wirklich Spaß machen, auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass diese Ermittlung nur Mittel zum Zweck ist, um dem Leser noch mehr zu den wichtigsten Charakteren zu vermitteln.

Auf jeden Fall aber eine gute Fortsetzung und ich bin gespannt, wie der Autor die Reihe weiterführen wird.

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188 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

münchen, gina angelucci, krimi, cold case, inge löhnig

Gedenke mein

Inge Löhnig
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.01.2016
ISBN 9783548612287
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Irgendwie dachte ich bei diesem Buch, als ich es zum ersten Mal gesehen habe, dass es sich um einen weiteren Band der Reihe um Komissar Dühnfort handeln würde. Ich durfte dann jedoch feststellen, dass der Protagonist diesmal nicht Dühnfort ist, sondern seine Lebensgefährtin Gina Angelucci.

Das hat für mich den Einstieg in das Buch gleich erstmal ein wenig erleichtert, da mit dem Leser ein bisschen so umgegangen wird, als hätte er die Charaktere bisher noch nicht kennengelernt, was grundsätzlich ganz angenehm ist. Zumal Gina mir als Protagonistin auch sehr gefällt, ebenso, wie die Tatsache, dass es hier um Cold Cases geht, also Fälle, die man zu den Akten gelegt hat, da die Ermittlungen ohne Ergebnis eingestellt wurden.

Gina und ihr direkter Kollege Holger sind schon ein sehr amüsantes Gespann, da sie durch eine Schwangerschaft, mit der sie aber noch nicht an die Öffentlichkeit will, teilweise etwas amüsante Anwandlungen hat, vor allen Dingen auch die Kulinarik betreffend, ihr Kollege jedoch sehr im Fitnesswahn ist und diese so gar nicht nachvollziehen kann, merkt er ja nur, dass sie eigentlich ziemlich ungesund sind, des Öfteren aneinander gerät. Allgemein haben die beiden aber so einige sehr amüsante Kabbelein, mit denen sie sich immer wieder aufziehen, was ich sehr mag. Die Dialoge zwischen diesen Charakteren finde ich sehr gelungen. Ebenso, wie es mich freut, dass auch Tino Dühnfort ein paar Auftritte hat.

Ebenso geht es mir aber auch mit dem Fall, der teilweise sehr emotional ist, vielleicht auch ein bisschen da Gina als Schwangere die Verlustgefühle der Mutter, deren Kind vor vielen Jahren verschwunden ist, doch auch noch etwas mehr nachvollziehen kann. Dabei ist der Fall durchgängig einfach sehr spannend und ich finde es richtig gut gelöst, wie sich nach und nach immer mehr Fakten zusammentragen lassen, besonders, da man dabei auch sieht, wie kompliziert die Polizeiarbeit wird, je älter so ein Fall ist. Gerade dies macht diesen Krimi aber noch ein ganzes Stück spannender, da es so eine andere Art der Ermittlung ist.

Ein sehr gelungener Reihenauftakt der neuen Reihe von Inge Löhning, die ich gerade durch die Cold Cases total interessant finde und bei der ich mich schon auf den nächsten Band freue.

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265 Bibliotheken, 3 Leser, 3 Gruppen, 13 Rezensionen

thriller, kathy reichs, tempe brennan, knochen, krimi

Knochenarbeit

Kathy Reichs , Klaus Berr
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.09.2011
ISBN 9783453435575
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der zweite Band um die forensische Anthropologin Temperance Brennan, die manchem auch aus der Serie "Bones - Die Knochenjägern" bekannt sein dürfte. Für mich war es die erste bewusste Begegnung mit diesem Charakter, da ich bisher weder eins der Bücher um sie gelesen, noch die Serie gesehen habe.

Der Einstieg in dieses Buch hat mir irgendwie gut gefallen, auch wenn er nicht ganz so übersichtlich war, da mir Temperance noch nicht so gut bekannt war und die Szene selbst etwas sehr surreales hatte mit dieser Ausgrabung der Knochen im tiefsten Winter. Ich musste mich ehrlich erstmal hinein finden und trotzdem muss ich zugeben, finde ich den Einstieg nicht schlecht, sondern sogar eher sehr stimmig zum restlichen Roman.

Die Figur der Temperance Brennan ist dabei für mich sehr interessant, da man nach und nach mehr über ihr Privatleben, wie auch ihren Charakter erfährt und obwohl sie tagein, tagaus mit Leichen zu tun hat, ist es doch interessant, wie unterschiedlich sie ihre Arbeit wahrnimmt. Im Fall der Nonne, die sie Exhumieren soll, was eher wissenschaftlich begründet ist, merkt man, dass es ihr sehr wenig ausmacht, aber sobald dann die Aktualität des Falls zunimmt, die Leichen weniger aus wissenschaftlichen, denn ermittlungstechnischen Gründen untersucht werden müssen, merkt man ihr an, dass sich die Einstellung deutlich ändert. Auch interessant finde ich Temperance Arbeits- und Wohnsituation, die ja durch die zwei sehr unterschiedlichen Orte schon interessant ist. Ebenso hat sie weder ein einfaches sehr direktes Privatleben, noch, wenn man ihre Verwandschaft mit hinein bringt. Für eine Serie finde ich es aber super, dass man auch aus diesem Bereich so einiges erfährt.

Für mich war es zwischenzeitlich etwas schwer, dass letztendlich drei unterschiedliche Fälle auf Temperances Tisch liegen und alle zunächst für sich genommen betrachtet werden können, aber dann, obwohl fast ein wenig unwahrscheinlich, zusammenwachsen. Obwohl ich zugeben muss, dass ich es durchweg spannend fand, auch wenn man manchmal Bedenken bekommen kann, ob man den Überblick immer noch hat oder er einem schon verloren gegangen ist.

Allgemein aber ein spannendes Buch, das noch ein bisschen Entwicklungspotential in seinem Handlungsverlauf bzw. Spannungsbogen hat, da ein bisschen weniger vielleicht dann doch mehr gewesen wäre. Trotzdem habe ich es sehr gern gelesen und auch Lust, es mit weiteren Büchern zu Temperance zu versuchen, auch wenn ich immer noch Probleme mit diesem Vornamen habe, da er mir so kompliziert vorkommt.

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255 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

thriller, melanie raabe, mord, die falle, falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Allein die Idee, dass eine Person so abgeschottet lebt, wie die Protagonistin und Romanautorin Linda Conrads in »Die Falle« und alles, weil sie Angst hat, dass ihr der Mörder ihrer Schwester wieder begegnen könnte, ist schon als Ausgangslage sehr interessant. Insbesondere auch, da sich nach und nach immer mehr Dinge auftun, bei denen man sich beginnt zu fragen, ob Linda nicht eventuell durch ihre Abschottung oder auch andere Dinge, die vorher schon passiert sein könnten, psychisch angeknackst ist.

Gerade der Aspekt, dass dieser Thriller vor allen Dingen auf einer psychischen Ebene spielt, macht ihn für mich einmal wieder interessant, da man die andere Art von Thriller viel zu oft vorfindet. Linda ist dabei eine Protagonistin bei der ich mir nie so richtig sicher war, was ich von ihr halten soll. Lange habe ich auch wirklich gegrübelt, ob sie wirklich den Täter wiedererkannt hat oder ob sie sich das alles, was sie meint, dass passiert sei in ihrem Kopf zusammen phantasiert. Das hat die Autorin einfach sehr gekonnt hinbekommen, denn als Leser schwankt man immer wieder zwischen der Überzeugung, dass Linda die Wahrheit sagt und der Meinung, dass sie sich alles nur in ihrem Kopf zurecht gelegt hat, um der eigentlichen Wahrheit aus dem Weg gehen zu können.

Dabei ist es verdammt interessant, wie sie nach und nach den Plan fasst, den Mann, den sie für den Mörder ihrer Schwester hält in eine Falle laufen zu lassen, das Interview von ihm mit ihr langsam plant, alles so genau wie nur möglich durchdenkt etc. Es ist eher ein langsamer Thriller, der aber trotzdem irgendwie spannend ist und bleibt. Vor allem dann auch, als die beiden Kontrahenten aufeinander treffen, wie das Interview zwischen ihnen abläuft, welche kleinen Spitzen sie gegeneinander verteilen, wie vor allem auch bei Linda die Unsicherheit langsam wächst, weil sie sich selbst nicht mehr richtig traut. Einfach nur spannend. Und vor allen Dingen auch die Auflösung zum Schluss hat mir sehr gefallen, da relativ lange nicht ganz klar war, wer von beiden nun der wahre Schuldige ist.

Ein sehr gelungener Thriller, der mal ganz anders ist, als die meisten anderen, dabei aber wirklich gut.

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

thriller

Bald ruhest du auch

Wiebke Lorenz
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Diana, 11.07.2016
ISBN 9783453359000
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Thriller, der mir sehr gut gefallen hat, denn ich muss ehrlich gestehen, dass ich die Verstrickungen hinter der Tat, der möglichen Entführung der kleinen Emma und auch das Motiv richtig spannend finde. Zumal es einige interessante Wendungen gibt, vor allem auch noch ganz am Schluss. Und die ist so gut gemacht, dass man zu diesem Zeitpunkt damit wohl nicht mehr unbedingt gerechnet hätte.

Richtig gelungen ist der Thriller auch gerade, da Lena ihre Tochter nicht so sehr lieben kann, wie sie es gern vielleicht würde, da sie zu sehr noch in der Trauer um ihren Mann gefangen ist, der bei einem Autounfall ums Leben kam und dann die Tochter verschwindet, die von Lena in gewissen Punkten eher als Last gesehen wurde. Zunächst liegt da die Vermutung auch nah, dass es sein könnte, dass Lena selbst für Emmas Verschwinden gesorgt hat, um diese Last los zu werden. Vor allen Dingen, da sie den Menschen in ihrer Umgebung Emmas Verschwinden zu verschweigen versucht. Dabei ist es dann interessant, als Niklas, Bruder des Fahrers des zweiten Wagens beim Unfall von Lenas Mann auftaucht, da er sie näher kennenlernen will, da sie ein ähnliches Schicksal teilen würden.

Welche Untiefen dann über Lena, Niklas, Lenas Schwiegermutter, die ihr immer mit Emma zur Seite gestanden hat, die Vergangenheit von Lena und ihrem Mann Daniel sowie dem Bruder von Niklas. Allgemein treten einfach so viele Dinge zu Tage, die rund um das Verschwinden von Emma langsam ans Licht kommen, dass es durchweg spannend bleibt, es immer wieder neue Wendungen gibt, man seine Meinung zu manchem Charakter revidieren muss und bei anderen in seinem Gefühl bestärkt wird.

Ein extrem spannender Thriller, der vor allem auch durch die psychische Komponente richtig gelungen ist. Besonders auch die Gefühle von Lena zu Emma finde ich super dargestellt, wie diese von erst eher Last, sich langsam immer mehr zu dem wandeln, was man bei einer Mutter erwarten sollte und dann auch noch diese Sorge emotional beim Leser ankommt.

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142 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

familie, homosexualität, freundschaft, england, gewalt in der ehe

Als Gott ein Kaninchen war

Sarah Winman , Carolin Müller
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.08.2013
ISBN 9783442377626
Genre: Romane

Rezension:

Ich kann gar nicht genau sagen, was ich von diesem Buch eigentlich erwartet habe, gekauft habe ich es allein wegen des Titels, den ich sehr amüsant und innovativ empfand, weniger wegen des Klappentextes, der jedoch grundsätzlich auch nicht vollkommen uninteressant klingt, wenn man ihn denn dann mal liest, aber leider auch eher wenig mit dem Buch als solches gemein hat.

Elly ist ein sehr spezielles Kind, wie ich finde, das merkt man in jeder Seite dieses Buches und je weiter die Geschichte voranschreitet, desto seltsamer wird Elly in meinen Augen. Das liegt wohl auch teils daran, was sie so erlebt, aber auch einfach an ihrer Persönlichkeitsstruktur. Wirklich 'normal' kommt sie mir aber nie vor, selbst als Erwachsene nicht, die sie irgendwann ist, sondern immer irgendwie anders. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass aber viele der Menschen in ihrer Umgebung einfach anders sind. Sowohl ihre Eltern, als auch ihr Bruder, sein bester Freund Charlie, der ältere Nachbar mit dem Elly Zeit verbringt, ihre Tante Nancy und Arthur, den sie im Verlauf der Geschichte noch irgendwo aufgabeln. Ganz besonders aber auch ihre beste Freundin Jenny Penny, die durch ihre alleinerziehende Mutter - das in den 70er Jahren - , die nicht gerade die beste Erziehungsbeauftragte ist, ein sehr wunderlicher Mensch ist. Noch am normalsten in diesem Buch ist wohl GOTT, Ellys Kaninchen, dass sie in ihrer Kindheit geschenkt bekommt.

Irgendwie fänd ich die Geschichte selbst eher ein wenig langweilig und langatmig, wären die Charaktere nicht alle irgendwie so anders, seltsam, besonders, teilweise irre und komisch. Für micht ist das Buch zwar irgendwie ein Erlebnis gewesen, aber keins, das ich wirklich klar als positiv, noch als negativ empfinde. Es war so, wie alle Charaktere in diesem Buch - anders.

Man sollte sich nicht zu sehr vom Klappentext leiten lassen, trifft dieser zwar die Beziehung zwischen den Geschwistern sehr gut, aber den Großteil der Geschichte nicht wirklich, denn der Aspekt zwanzig Jahre später ist wohl der geringste im Roman und gar nicht so eklatant wichtig, wie vieles andere. Trotzdem kann man das Buch gut lesen und will man mal etwas irgendwie anderes, dann ist man hier auf jeden Fall richtig, denn in gewissem Maß philosophisch kann man auch noch ein bisschen etwas aus dieser Lektüre für sich mitnehmen. Nur spannend, das war das Buch für mich irgendwie nicht, eher etwas träge, ohne klaren roten Faden worauf das Buch hinauslaufen könnte.

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216 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

thriller, horror, die blutschule, schule, gewalt

Die Blutschule

Max Rhode
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783404175024
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zu Beginn rechnet man bei diesem Werk noch damit, dass es sich um einen normalen Thriller handeln dürfte, merkt aber schnell, dass es doch eher zu einem Thriller mit einem großen Anteil Mysterie wird. Etwas verwirrend ist der Aspekt, warum der Vater im Klappentext so dargestellt wird, als entpuppt dieser sich als Monstrum, denn zu Beginn des Buches ist er wirklich noch richtig sympathisch und die Familie auch sehr harmonisch. Das Einzige, was man sofort merkt, richtig überzeugt sind Mutter und Kinder von dem Umzug noch nicht und auch das Haus, in das sie ziehen entspricht nicht ganz dem, was ihnen erzählt wurde. Es ist eher so, dass der Ort im Allgemeinen ziemlich heruntergekommen wirkt.

Mark und Simon sind dabei beides Protagonisten, die ich sehr mag und ich finde es auch sehr sympathisch, dass die beiden Brüder so eng zusammen stehen und zusammen halten. Besonders, da das Umfeld in diesem Dorf merktlich unsympathisch ist. Vor allem die anderen Kinder bzw. Jugendlichen, auf die die beiden treffen. Selbst der Nachbar, der wegen Kindesmissbrauch, der ihm nachgesagt wird, sehr suspekt von allen im Ort gesehen wird und vor denen Max und Simon schnell gewarnt werden, ist deutlich sympathischer, als diese Truppe Jugendlicher. Man merkt daher sehr schenll, dass bei denen auch irgendetwas nicht ganz stimmig ist.

Nach und nach offenbart sich dann auch, dass dies nicht logisch erklärbarer Natur ist, sondern durch etwas eher Übersinnliches, Mysteriöses ausgelöst wird. Die Veränderung, die dann mit einigen der Charaktere vor sich geht und auch der Horroraspekt, der dann deutlich zum Tragen kommt, ist vom Autor sehr gut herausgearbeitet worden. Allgemein muss ich nur gestehen, zieht sich das Buch zu sehr an Klischees aus diesem Genre lang, was ich ein wenig langweilig empfinde, ebenso wie den langen auftakt, bis dann endlich richitig etwas passiert, auch wenn es ansonten nicht schlecht geschrieben ist.

Wohl am interessantesten und gut zu wissen, es handelt sich bei "Die Blutschule" um das Werk, das Max Rohde, der Protagonist aus Fitzeks "Das Joshua-Profil" geschrieben haben soll, wodurch ich es stimmiger finde, wenn man beide Bücher lesen möchte, dass man mit dem unter Fitzeks Namen anfängt.

Allgemein mal ein anderes und irgendwie interessantes Werk des Autors, auch wenn ich seine Thriller persönlich doch lieber mag.

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743 Bibliotheken, 16 Leser, 2 Gruppen, 128 Rezensionen

liebe, blaubeeren, sommer, mary simses, großmutter

Der Sommer der Blaubeeren

Mary Simses ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.04.2014
ISBN 9783442382170
Genre: Liebesromane

Rezension:

Allein schon das Cover macht Lust auf Sommer und Blaubeeren und passt einfach wunderbar zum Titel. Zudem handelt es sich bei dem Buch um genau das, was ich nach dem Cover erwartet habe: Einen lockeren, leichten Roman, der in einigen Punkten seiner Handlung sehr vorhersehbar ist, aber den man einfach so weglesen kann, der viel Spaß macht und der einfach nur zum Träumen ist.

Ellen als Protagonistin ist durchaus eine irgendwie sympathische Person, auch wenn sie manchmal ein wenig zickig, tollpatschig oder ähnliches sein kann. Vor allem gleich zu Beginn, als sie einen Fehler macht, merkt man, wie sie diese Aktion, die ihr durchaus auch peinlich ist damit zu überdecken versucht, dass sie die Schuld jemand anderem in die Schuhe schieben will. Ebenso ist sie der typische Typ, der alles was hip ist mitmachen muss, zumindest, wenn es um die Gesundheit geht, von daher steht sie Kohlenhydraten sehr skeptisch gegenüber, was ich fast schon ein wenig amüsant bis teilweise etwas nervig empfunden habe und froh war, dass da irgendwann auch eine Veränderung in ihrer Einstellung wahrzunehmen ist. Grundsätzlich mag ich sie aber und finde es auch schön, wie sie immer mehr beginnt sich auch der Kleinstadt und der Natur drum herum zu öffnen und dem Ganzen nicht so skeptisch entgegen steht. Ihr Verlobter mit seiner Art ist mir persönlich nicht wirklich sympathisch, was aber sicher auch gewollt ist, da ja absehbar sein dürfte, dass sie auch irgendwann anfängt was anderes zu wollen. Ebenso ging mir ihre Mutter, die irgendwann noch auftaucht, auch ein wenig auf die Nerven.

Das Geheimnis der Großmutter ist nicht gerade wirklich das Größte und Spektakulärste, aber es macht einfach Spaß dieses Buch zu lesen und es ist sehr niedlich geschrieben, hat teilweise Stellen, an denen man sehr schmunzeln muss und die Liebesgeschichte hat mir auch einfach gut gefallen, auch wenn sie in vielen Punkten sehr dicht am typischen Klischee solcher Geschichten liegt.

Allgemein einfach ein tolles Buch für den Sommer oder einfach mal so zwischendurch, wenn man eher etwas lockeres zum Entspannen sucht.

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274 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 27 Rezensionen

thriller, psychiatrie, mord, psychatrie, salzburg

Stimmen

Ursula Poznanski ,
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 26.02.2016
ISBN 9783499267437
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein spannendes Setting und dazu zwei Komissare, die ich persönlich sehr gern mag, geben diesem dritten Teil der Reihe um Beatrice Kaspary und ihren Kollegen Florin Wenninger einen interessanten Start.

Allein die Idee, dass der Mord in einer psychatischen Klinik stattgefunden hat, macht ihn in meinen Augen ganz besonders spannend, da es eine offene Station in dem Sinn ist, dass sich die Patienten dort frei bewegen können, also sowohl Patienten, als auch Mitarbeiter als Täter in Frage kommen. Dabei gibt es unter den Verdächtigen so einige sehr spezielle Charaktere, dass es vom Ermitteln her noch ein wenig spannender wird. Der Oberarzt, der so karrieregeil ist, dass er hofft den Großteil der Geschehnisse irgendwie vor der Welt zu verbergen, ein Pflger, der scheinbar bei jedem beliebt ist, eine Ärztin, die mit der Kombination aus Arbeit und ihrer Rolle als alleinerziehende Mutter Schwierigkeiten zu haben scheint bzw. unter großer Belastung und Stress steht, ein sehr chauvinstischer Arzt, der durch seine überhebliche Art so unsympathisch, wie verdächtig ist und dazu alle Patienten, die schon allein aufgrund ihrer Erkrenkung schwer zu taxieren sind. Darunter ein Patient der ständig stimmen hört oder eine Patientin, bei der man das Gefühl bekommt, dass sie eigentlich kaum etwas von ihrer Umwelt auch nur wahrnimmt.

Für mich ein sehr spannender und interessanter Fall, vor allen Dingen da die Ermittlungen in diesem Umfeld nicht die leichtesten sind und es auch im Verlauf des Krimis immer verworrener wird. Motiv und Auflösung zum Ende hin sind auch sehr schlüssig und stimmig und zumindest zum Fall bleiben keine offenen Fragen. Anders ist das bei den beiden Kommissaren, denn die Reihe lebt auch viel davon, dass man Privates zu den beiden Ermittlern erfährt und ich hoffe ja schon seit dem ersten Teil, dass Bea und Florin zusammen kommen, da sie in meinen Augen ein sehr stimmiges Pärchen abgeben würden und sich sichtlich gern haben. Es ist zwar in diesem Teil leider so, dass Bea sehr verzweifelt, fast ein bisschen sehr jammernd in bezug auf dieses, wirkt, vor allen Dingen ihre Kinder und ihr restliches Leben betreffend und ich auch nicht verstehen kann, dass sie sich trotzdem nicht wirklich helfen lassen will.

Trotzdem freue ich mich auf den nächsten Band und hoffe ja insgeheim immer noch, dass es nicht nur einen weiteren spannenden Fall geben, sondern auch die Beziehung zwischen Bea und Florin etwas klarer wird.

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155 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 93 Rezensionen

maulwurf, mord, krimi, sterbegeld, frankfurt

Sterbegeld

Judith Winter
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 18.12.2015
ISBN 9783423216166
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Allein schon der Einstieg in diesen dritten Band der Reihe um die Ermittlerinnen Em Capelli und Mai Zhou ist extrem spannend. Die in Skriptform geschriebene Aufnahme des Telefonats der Notrufzentrale mit dem kleinen Jungen, dessen Familie bedroht wird, ist einfach schon so spannend zu lesen und so gut gemacht, da man aus dem Dialog richtig heraus hört, wie jung der Gesprächspartner noch ist und wie die Angst ihn auch gefangen genommen hat.

Wäre dieser Aspekt des Romans nicht schon spannend genug, da man sich wirklich die Frage stellen muss, was diese sehr normal und harmonisch wirkende Familie wohl angestellt haben muss, dass der Täter sie alle umbringt, selbst die Kinder, nur um der Mutter größtmöglichen Schmerz zu bereiten, was man ja an seinem Vorgehen erkennen kann, kommt dann noch dazu, dass auch bei der Polizei intern etwas nicht richtig zu stimmen scheint. Die zweite Ermittlung, in die die beiden Frauen hinein gezogen werden, ist einen Maulwurf in den eigenen Reihen zu finden, da in einer Sondereinheit, bei der Em zufällig viele Mitarbeiter besser kennt, vermutlich Kollegen einem Maulwurf zum Opfer gefallen sind. Diese persönliche Ebende, die diese Ermittlung bekommt ist dabei mit das interessanteste, da es schon schwierig ist, Personen, die man gut kennt, objektiv zu beurteilen. Was dabei dann jedoch teilweise für Abgründe hinter den Menschen zum Vorschein kommen, ist einfach nur spannend.

Bei dem Fall rund um die ermordete Familie ermittelt vor allen Dingen Mai Zhou und es ist schon mehr als spannend zum einen ihre Sicht auf den Fall und den Verdächtigen zu erleben, als auch die des Anwalts Karel Schubert, der große Bedenken an der Schuld seinen Mandanten hat und daher auch der Intensität, mit der er an den Fall heran geht, spannend bleibt.

Interessant finde ich diesmal auch, dass Mai Zhou und Em fast schon getrennt voneinander ermitteln, trotzdem aber immer den Kontakt zum anderen und dem anderen Fall halten und man bei beiden merkt, dass sie als Team auch immer mehr zusammen wachsen. Zu Beginn der Reihe waren die beiden sich gefühlt ja eher spinnefeind, aber mittlerweile merkt man richtig, wie sehr sie den anderen schätzen und sich auch aufeinander verlassen und mit leiden, wenn sie Bedenken haben, dass ihrer Partnerin etwas zustoßen könnte.

Ein Thriller, der mit einigen interessanten Wendungen aufwarten kann, bei dem ich auch irgendwann jeweils einen leisen Verdacht hatte, wie die Zusammenhänge sein dürften, der aber nie so offensichtlich wurde, dass er die Spannung irgendwie verloren hätte.

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101 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

friedhof, krimi, georgien, gesine cordes, findelkind

Fuchskind

Annette Wieners
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 17.06.2016
ISBN 9783548612515
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Der zweite Band um die ehemalige Komissarin und heutige Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes, bei dem ich mir, wenn ich mir den Klappentext des ersten Bandes angucke, vorstellen kann, es nicht von Nachteil ist, wenn man den ersten Band kennt, da man dann etwas mehr verstehen kann, warum Gesine den Beruf gewechselt hat und warum sie ist, wie sie ist oder handelt, wie sie handelt, denn manchmal war ich schon etwas überrascht.

Man merkt sehr schnell, dass Gesine noch immer ihrem toten Sohn hinterher trauert und auch nach den Jahren, die das schon her ist, nicht über dessen Tod richtig hinweg gekommen ist. Ich habe so den Eindruck, dass man sie vor allen Dingen in diesem Aspekt noch besser verstehen könnte, wenn man den ersten Band kennt, denn so rätselt man lange, was es denn mit seinem Tod auf sich hat, denn außer, dass es mit einer giftigen Pflanze im Zusammenhang stehen dürfte, so sehr, wie Gesine über die Pflanzen nachdenkt, erfährt man zunächst nicht wirklich viel zu diesem Thema. Man merkt es jedoch sofort, als sie anfängt sich um den Säugling zu kümmern, wie sehr ihr alles zusetzt. Von daher gefällt sie mir als Charakter grundsätzlich sehr gut, auch wenn ich sie in manchen Situationen etwas unaufmerksam oder einmischend empfunden habe. Sie ist allgemein eine Person mit einem nicht ganz einfachen Charakter.

Auffällig, immer wieder kommen kleinere Auszüge zu diversen Giftpflanzen vor, die sehr zu Gesines Charakter und Gesinnung passen, aber nicht unbedingt sehr zum Fall, daher zwar interessant sind, aber manchmal dezent störend wirken.

Der Fall um die Frauenleiche, Gesines Ex-Mann, der wieder aufgetaucht ist und für einiges an Verwirrung sorgt und die Indizien und Fakten, die zu diesem Fall auftauchen, ist durchaus nicht uninteressant, aber hätte für mich gern noch etwas spannender sein dürfen, denn manche der Charaktere verraten sich viel zu schnell, durch  häufige Äußerungen zu bestimmten Themen oder andere Taten, so dass es einfach viel zu leicht war herauszufinden, wie die einzelnen Puzzelteile zusammengehören dürften. Trotzdem sind die Themen, die aufgegriffen werden einfach interessant und auch der psychologische Anteil am Geschehen wertet den Krimi noch einmal auf.

Insgesamt ein solider Krimi, mit einer interessanten Protagonistin, die gerade durch ihren ehemaligen Beruf einen interessanten Aspekt hinein bringt, da sie sich aufs Ermitteln versteht, es aber ja eigentlich nicht mehr dürfte, aber auch nicht so richtig sein lassen kann.

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291 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 110 Rezensionen

zodiac, sternzeichen, fantasy, weltall, romina russell

Zodiac

Romina Russell ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 09.11.2015
ISBN 9783492703819
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eine interessante Welt, mit der man sich hier erst einmal zurecht finden muss.  Die Menschen leben auf zwölf unterschiedenlichen Planeten bzw. Planetenansammlungen, welche nach den unterschiedlichen Tierkreiszeichen benannt sind und bei denen es zudem auch noch so ist, dass den jeweiligen Bewohnern der einzelnen zwölf Tierkreiszeichen unterschiedliche Eigenschaften zugesagt werden, wie den Krebsen Familienverbundenheit. Dazu hat jeder dieser Planeten unterschiedliche Herrscherstrukturen und Verbindungen zu den anderen Planeten, sie treiben Handeln miteinander und regieren das Geschehen aller Welten in einem großen Rat. So weit schon eine relativ komplexe und interessante Struktur, die ich ziemlich gelungen finde. Vor allen Dingen, da wirklich auch die Charaktere alle von dem Leben in ihrem Kulturkreis geprägt und daher sehr abwechslungsreich sind.

Rho ist dabei eine noch sehr junge Protagonistin, bei der es eigentlich schon ziemlich abwegig ist, dass sie zum Oberhaupt ihres Planeten wird, aber da die Strukturen dort sehr klar sind, wie dies von statten gehen muss, passiert genau dies und alles durch eine Katastrophe im Weltraum rund um den Planeten Krebs, der eine Station auf einem seiner Monde vollkommen zerstört und dabei viele Opfer gefordert hat. Rho und ihre Begleiter, vor allem die, die sie auf ihrer weitern Reise kennenlernt, sind alle sehr liebevoll ausgestaltet, ich muss nur ehrlich gestehen, dass ihnen ziemlich häufig etwas zu leicht anzumerken war, welche Hintergedanken sie haben, wem man vertrauen kann und wem nicht.

Die Handlung als Auftakt ist auf jeden Fall gelungen, wenn auch in manchen Aspekten etwas zu vorhersehbar, wie auch die Charaktere, von daher ist das auch keine große Überraschung. Trotzdem macht es Spaß das Buch zu lesen und diese unterschiedlichen Welten zu entdecken, da man merkt, mit wie viel Liebe sie ausgedacht wurden. Vor allem, dass Rho so jung ist und nicht richtig ernst genommen wird von den meisten, macht dieses Buch schon sehr spannend und interessant. Man selbst als Leser weiß ja, dass sie mit ihren Erkenntnissen recht haben dürfte und wie fatal es ist, dass ihr nicht direkt geglaubt wird.

Auf jeden Fall ein gelungener Auftakt, bei dem ich gespannt bin, wie es wohl weitergehen wird und eine Geschichte bei der es mir gefällt, dass zwar die Liebe nicht ganz vernachlässigt wird, aber auch nicht im Fokus der Handlung steht.

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258 Bibliotheken, 8 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

krimi, organspende, nele neuhaus, oliver von bodenstein, pia kirchhoff

Die Lebenden und die Toten

Nele Neuhaus
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 25.09.2015
ISBN 9783548287768
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem der letzte Band um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein schon ein Thema behandelt hat, bei dem es sich ehrlich um harten Tobak handelt, wird es auch bei diesem Fall nicht leichter und die Abgründe, die sich hinter den Taten auftun und vor allen Dingen, welches Motiv hinter den Taten steht, ist schon erschreckend.

Ich finde es bei diesem Fall vor allen Dingen so interessant und spannend, dass der Täter nach dem Gedanken vorgeht, dass der eigene Tod desjenigen, den er eigentlich treffen will, viel zu milde ist und es viel mehr Leid für diesen verursacht, wenn ihm etwas genommen wird, was ihm sehr wichtig ist, wie ein anderer geliebter Mensch. Allein dieses Vorgehen und die Frage, was für Taten hinter den Verwandten der Opfer stehen, dass sie so etwas verdienen in den Augen des Täters, ist einfach extrem spannend. Dazu kommt, dass es die Morde für mich noch schlimmer macht, da die Opfer wirklich gar keine Schuld trift und noch sinnloser aus dem Leben gerissen werden, wie manch anderes Opfer.

Was sich dann als Hintergrund herauskristallisiert, ist dann fast schon so grausam, dass man als Leser hofft, dass es wirklich nur aus der Phantasie der Autorin stammt und nicht auch im wirklich Leben so übel ist, auch wenn man leider zu diesem Thema auch in der Realität so einiges gehört hat, was einen vermuten lässt, dass die Beschreibungen in diesem Krimi nicht all zu weit weg von der Realität liegen, so tragisch das ist. Worum es sich jedoch genau dreht, will ich hier nicht verraten, da es einfach ein bisschen zu viel vorweg nehmen würde.

Bei unseren beiden Protagonisten finde ich es fast schon niedlich, wie Pia zunächst zu verbergen sucht, dass sie ihren Freund und Zoodirektor Christoph Sander, geheiratet hat und interessant, dass sie sogar ihre Flitterwochen nicht wahrnimmt, da sie diesen Mord aufklären will. Auch rund um Oliver von Bodenstein gibt es wieder so einiges privates, was nebenbei immer wieder zur Sprache kommt, sich aber wie auch schon bei den restlichen Teilen sehr angenehm in die restliche Handlung einfügt.

Insgesamt ein spannender Fall und vor allem auch die Gedanken, die sich die Protagonisten immer mehr machen, lassen auch ihre Zusammenarbeit und vor allem ihre Zukunft noch spannend werden.

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109 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

schweden, krimi, winter, tod, schuld

Dein totes Mädchen

Alex Berg
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.05.2013
ISBN 9783426513453
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In der Einsamkeit der schwedischen Berge, in einem kleinen Dorft und ihrer Heimat ihrer Kindheit und Jugend versucht Caroline über den Unfalltod ihrer Tochter Lianne hinweg zu kommen, was mich allein vom Ort her sehr begeistert hat, denn die Gegend wirkt auf mich einfach traumhaft, die so noch etwas recht wildes ausstrahlt.

Caroline selbst ist für mich ein Charakter, den ich nicht ganz so sympathisch finde, da man ihr durchweg anmerkt, dass sie etwas verbrigt, aber man nicht richtig weiß was und warum und was alles noch so dahinter steckt. Trotzdem fühlt man mit ihr mit, denn die Trauer um ihre Tochter kann man nur zu gut verstehen, besonders nachdem sich immer mehr klärt, was alles zwischen den beiden zuvor noch vorgefallen war, wie der letzte Kontakt der beiden Frauen gewesen ist, zusätzlich noch zu dem, dass es eh schwer sein muss sein eigenes Kind auf eine solch tragische Art zu verlieren.

Ulf, Carolines Jugendliebe, der jetzt als Polizist in der Hauptstadt lebt und arbeitet, ist mir irgendwie deutlich sympathischer, da er doch eher wie der bodenständige Typ wirkt, auch wenn man bei ihm ebenso merkt, dass auch bei ihm die Vergangenheit noch sehr nachwirkt, er auch Caroline nie vergessen konnte. Was sich dann so alles auch noch rund um diese beiden und vor allen Dingen in der Kombination mit einem Kriminalfall, den Ulf auf den Tisch bekommt und den er während der Zeit in seiner Heimat weiter verfolgt, ist ehrlich ziemlich spannend.

Durch all die vielen kleinen Querbeziehungen, dem Wissen, was man nach und nach von Carolines und Ulfs Vergangenheit, ihrer eigenen und gemeinsamen erfährt und wie sich nach und nach aus diesen vielen Puzzelstücken ein Bild ergibt, ist wirklich richtig gelungen und auch spannend. Ab einem gewissen Punkt werden einem zwar manche Dinge klar, aber die Autorin schafft es, dass nicht alles sofort klar wird, noch manche Überraschung offen bleibt. Ein typischer Thriller ist dieses Buch eher nicht, aber ich wüsste auch nicht wirklich, in welches Genre man ihn stecken könnte.

Ein spannendes Buch, bei dem ich es vor allen Dingen sehr gern mochte, dass man sowohl Carolines, als auch Ulfs Erzählperspektive hat.

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