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47 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

schweden, schären, vergangenheit, eis, winter

Heimwärts über das Eis

Gunilla Linn Persson , Stefan Pluschkat
Flexibler Einband: 334 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 12.12.2016
ISBN 9783458361879
Genre: Romane

Rezension:

Cover und Klappentext:

Das Cover passt einfach super zu einem solchen Roman. Bedenkt man, dass man sofort an Schweden denken muss, wenn man dieses kleine rote Holzhaus sieht, welches für mich einfach typisch für Schweden ist. Ein bisschen düster wirkt das Cover, als sei fast schon Nacht, aber vielleicht soll es auch einfach die Zeit des Winters andeuten, zu der es in Schweden ja auch noch etwas düsterer ist. Vom Klappentext her hätte ich mir einen ähnlichen Inhalt vorgestellt, wie den, welchen einen das Buch auch bietet.

 

Inhalt/Idee:

Die Idee hinter diesem Buch finde ich einfach sehr interessant. Vor allen Dingen, dass solch eine Sache, wie die, die damals auf dem Eis passiert ist, immer noch solche Auswirkungen auf die heutige Zeit hat. Auch in vielen Dingen finde ich es interessant, dass die Autorin eine Schäreninsel beschreibt, die wirklich noch sehr altmodisch ist von dem, was man auf ihr hat. Allein dadurch, dass die Leute dort nicht einmal Strom haben, fühlt man sich sofort in eine andere Zeit versetzt, auch wenn die Geschichte rund um Ellinor und Herrmann ja doch in der heutigen Zeit spielt.

 

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:

Ich muss gestehen, dass ich mir das Buch ein bisschen weniger ruhig vorgestellt hätte. Vielleicht auch mit ein bisschen mehr Spannung. Jedoch musste ich feststellen, dass es zum einen eine sehr ruhige Erzählung ist, zum anderen auch die Spannung nicht in dem Sinn da ist, wie ich sie mir zunächst erwartet hätte. Das führt dazu, dass ich wirklich auch immer etwas länger an einzelnen Kapiteln und Abschnitten gesessen habe. Irgendwie schafft es die Autorin gekonnt, einen in eine Zeit zurück zu versetzen, die es schon lange nicht mehr gibt und das, obwohl man im hier und jetzt ist, nur diese Insel von ihrer Ausstattung und ihren Bewohnern sehr speziell ist. Gerade auch die Charaktere machen in diesem Buch wirklich viel aus und die Unterbrechungen, in denen man immer wieder kleine Abschnitte zur Vergangenheit erfährt, die ja doch auf dieser Schäreninsel eine große Auswirkung auf die Gegenwart hat. Dafür, dass ich zunächst nicht eine solche Art der Geschichte erwartet hätte, fand ich sie überraschend gut. Vor allen Dingen fängt man ein wenig zu träumen an.

 

Charaktere:

Ellinor wirkt auf mich durchaus ein ganzes Stück weltfremd, aber wenn man bedenkt, wie diese Schäreninsel ist, wie ihr Vater ist etc. dann wundert es mich kein Stück, dass sie ist, wie sie ist. Aber doch kann man sich solch eine Person nur schwer in unserer sehr technisierten Welt vorstellen. Herrmann, dadurch, dass er die Schäre verlassen hatte ist da ein ganz anderer Typ, auch wenn er doch auch nicht der ganz typische Mann nach üblichen Klischees ist, neigt er doch auch dazu ein Träumer zu sein. Dadurch passen die Szenen von ihm und Ellinor für mich auch sehr zusammen, da sie beide nicht ganz, wie von dieser Welt wirken. Einer der interessantesten Charaktere ist für mich eindeutig Ellinors Vater, der schon sehr speziell ist und eine solch große Einwirkung auf Ellinor hat, dass er, obwohl nur Nebencharakter eindeutig sehr spannend ist. Am spannendsten finde ich jedoch die Jugendlichen, von denen in den Episoden der Vergangenheit erzählt wird, auch von ihren Persönlichkeiten her, aus Spoilergründen will ich darauf aber nicht weiter eingehen.

 

Fazit:

Irgendwie eine sehr spezielle, aber interessante Geschichte, die, so vermute ich, auch einfach das Leben auf den Schären, vor allen Dingen auf solchen wie der beschriebenen sicherlich sehr gut einfängt, denn wenn man an einem solchen Ort lebt und eigentlich nicht von dort wegkommt dann ist es auch kein Wunder, dass man ein wenig wunderlich wird. Mit am besten gefallen hat mir jedoch die Erzählung aus der Vergangenheit, die interessant ist und vor allem auch von ihrer Auflösung her durchaus eine kleine Überraschung bietet. Ein einfach sehr gefühlvolles und ruhiges Buch, auf das man sich wirklich einlassen muss, aber dann zeigt es Wirkung.

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34 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

www.die-rezensentin.de, westfalen, mord, kapelle

Mordkapelle

Carla Berling
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453419964
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover und Klappentext:

Eine einsame Kapelle auf weiter Flur. Irgendwie passt dieses Bild zum Titel einfach sehr gut und auch, wenn es vielleicht nicht direkt den Gegebenheiten im Buch entspricht, mir gefällt dieses Cover ausgesprochen gut. Was ich auch richtig genial finde, man aber am Bild gar nicht direkt merkt, dieses etwas Düstere, das Cover etwas verschwommen erscheinen lassende, was man an ihm irgendwie erkennen kann, ist auch haptisch zu erspüren, wenn man das Buch in den Händen hält. Es hat allgemein eine sehr raue Oberfläche dadurch, die ich persönlich sehr angenehm empfinde. Zumal dies auch einfach mal ein bisschen etwas anderes ist.

Auch der Klappentext macht einfach nur neugierig, verrät vielleicht schon ein bisschen zu viel des Guten, was aber nicht zwingend schlimm ist, da keine Details genannt sind. Neugierig war ich aber sofort, was jemand getan haben muss, damit ihm ein solcher Tod beschert wird.

 

Inhalt/Idee:

Für mich nichts vollkommen neues, aber doch nicht so häufig vorkommendes bei einem Kriminalroman, dass die Protagonistin weder bei der Polizei noch Detektiv, sondern Reporter ist. Von daher aber eine Abwechslung, die ich sehr schön finde. Auch, dass Ira eher ungewollt etwas zu dicht an den Täter heran gerät und damit auch ins Fadenkreuz desjenigen kommt, finde ich sehr stimmig. Es ist eindeutig eher ein sehr ruhiger Krimi, der von vielen Recherchen geprägt ist, was mir auch sehr zusagt. Vor allen Dingen auch wie Ira an die Informationen kommt, finde ich immer wieder spannend gemacht. Obwohl es mich teilweise wundert, dass die Reporter wirklich so nah von den Angehörigen an sich heran gelassen werden. Die Aufklärung des Falls hätte ich so zunächst nicht erwartet. Vielen Aspekten kommt man mit jeder Erkenntnis Iras immer näher, aber gerade der letztendliche Schluss ist dann doch noch spannender geworden, als ich ihn erwartet hätte. Vor allen Dingen aber was wirklich hinter Ludwig Hahnwald und seiner Vergangenheit steckt, einfach spannend, interessant und erschreckend.

 

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:

Es ist nicht der erste Band rund um Ira Wittekind und das merkt man auch ein wenig. Die Charaktere und manche Örtlichkeiten werden deutlich so beschrieben, dass man sie eigentlich schon kennen sollte und sie nur dem Neuling noch bekannt gemacht werden. Gut in dem Sinn, dass man schnell in die Geschichte hinein kommt. Ansonsten merkt man einfach, dass es ein irgendwie doch deutlich anderer Stil ist, ob ein Mordfall durch einen Polizisten oder einen Reporter bearbeitet wird. Dabei ist in meinen Augen extrem gut dargestellt an welche Informationen Ira überhaupt kommen kann und mit welchen Mitteln. Gerade die Darstellung dieser Einschränkungen und auf welche Ideen sie kommt, finde ich sehr gelungen. Ein wenig überzogen vielleicht, wie extrem sie an dem Fall dran ist und wie sehr ihr Freund Andy auch manchmal darunter leiden muss. Einfach spannend und interessant geschrieben.

 

Charaktere:

Ich mag Ira, auch wenn ich ihren Arbeitseifer an mancher Stelle ehrlich nicht nachvollziehen konnte, sie mir manchmal vielleicht auch ein bisschen zu hohe Risiken eingegangen ist. Ihre beste Freundin, die Taxifahrerin, finde ich einfach nur den Knaller, denn sie bringt eindeutig ein wenig frischen Wind in alles, ebenso wie die beiden Tanten von Andy, die mit auf dem Hof Eskendor leben, einfach zwei Unikate sind, die ein solches Buch einfach super gebrauchen kann. Die zwei sind irgendwie knuffig, vor allen Dingen, wie sie immer wieder erstmal ein Schnäpschen trinken wollen. Einfach alle rund um Eskendor sind im Grunde sehr sympathische Charaktere, selbst die, die wirklich eine kleine Rolle spielen.

Die Familie rund um Ludwig Hahnwald finde ich einfach nur extrem interessant und auch die Facetten hinter den einzelnen Charakteren sind sehr gelungen. Man beginnt auch sehr schnell Sympathien und Unsympathien zu entwickeln, die einen immer mehr zu einem oder dem anderen tendieren lassen, wer wohl hinter dem Mord stecken könnte. Allgemein sehr gelungene Charaktere.

 

Fazit:

Ein Krimi, der mal ein wenig anders ist, was die Ermittlerin angeht, da sie den Fall ja eigentlich gar nicht unbedingt lösen müsste, sondern es aus eigenem Ansporn tut und das vielleicht auch ein bisschen zu intensiv. Vor allem das Gespinst aus Lügen und Beziehungsgeflechten im Haus Hahnwald finde ich einfach nur klasse beschrieben und bringt gut Spannung in diesen Krimi. Und mit den Bewohnern auf Eskendor und Iras Privatleben wird es zudem noch ein wenig aufgelockert. Für mich einfach eine sehr angenehme Mischung, die viel Spaß beim Lesen macht.

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32 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

lustig, liebesroman, unterhaltungsroma, rezension, phantasievoll

Ein Dorf zum Verlieben

Dorothea Böhme
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.02.2017
ISBN 9783734103384
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover und Klappentext:
Das Cover weckt in mir genau die Erwartungen, die der Roman am Ende auch zu erfüllen schafft, da es mich sofort an einen lockeren Frauenroman denken lässt, der auf dem Land spielt und ein wenig auch schon auf eine etwas chaotischere Protagonistin abzielen könnte. In meinen Augen einfach nur passend. Auch der Klappentext verrät mir nicht zu viel und passt auch wirklich zum Inhalt. Für mich eine wirklich gelungene Kombination.

Inhalt/Idee:
Die Geschichte hat grundsätzlich den typischen Ablauf eines solchen Frauenromans, geht es doch irgendwie wieder um die Liebe. Etwas besonders spezielles ist das noch nicht, wären da nicht Wandas Omas und die gesamten Dorfbewohner, die dieses Buch einfach zu einem grandiosen Leseerlebnis machen, denn wie sie ihre Wanda unterstützen wollen, bloß nicht wieder von diesem Mann, Richard enttäuscht zu werden und auf was für verrückte Ideen die Omas ansonsten noch so kommen, um ihre Wanda glücklich zu machen, ist einfach nur genial. Es ist einfach nur zu gekonnt beschrieben, wie alle Dorfbewohner immer wieder versuchen es zu verhindern, dass Richard und Wanda sich auch nur irgendwie begegnen.

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:
Das Buch hat einfach eine angenehm lockere Schreibweise und vor allen Dingen gibt es auch immer wieder Szenen, die sowohl in ihren Dialogen, als auch einfach von der Szene an sich nur zu amüsant sind. Die meiste Zeit hatte ich ein großes Grinsen im Gesicht, während ich dieses Buch gelesen habe. Es strotzt einfach nur so vor amüsanter Szenen, hat natürlich auch eine gewisse ernste Note, ebenso, wie eine emotionale, die bei einer solchen Liebesgeschichte natürlich nicht fehlen darf.

Charaktere:
Dieser Bereich ist einer der genialste im gesamten Buch. Wanda als Protagonistin ist zwar ein bisschen naiv manchmal und fast schon einer der etwas blasseren Charaktere, auch wenn ich sie sehr gern habe. Jedoch kommt gegen ihre beiden Omas einfach niemand an. Eine Oma vollkommen der Hippie, extrem junggeblieben für ihr Alter und noch auf der aktiven Suche nach neuen Männern und das zur Not auch im Internet. Die andere vollkommen die typische Oma. Auch Jahre nach dessen Tod noch ihrem Mann treu, zudem sehr dem Backhandwerk zugetan und einfach etwas altmodisch eingestellt. Gerade auch die beiden im Zusammenspiel sind einfach der Knaller. Richard ist mir auch sehr sympathisch und ich kann verstehen, dass Wanda ihm nachtrauert. Auch die vielen kleinen Nabencharaktere, wie Wandas beste Freundin und auch alle anderen Dorfbewohner mag ich irgendwie ziemlich gern und ich stelle es mir durchaus amüsant vor dort zu leben.

Fazit:
Ein sehr angenehm zu lesender Roman, bei dem man einfach nur Spaß hat, der ein wenig etwas fürs Herz ist und den ich nur jedem empfehlen kann, der ein wenig lockere Unterhaltung genießen möchte. Von mir auf jeden Fall eine klare Empfehlung, wenn es nicht extrem tiefgründig sein muss und auch auf jeden Fall total die Urlaubslektüre.

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256 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

smoke, rauch, london, fantasy, dan vyleta

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover und Klappentext:

Eine düstere Geschichte, die in England spielt, gepaart mit einem düsteren Cover, auf dem man eindeutig London erkennen kann. Für mich schon einmal eine sehr passende Covergestaltung. Zumal man auch im unteren Bereich ein wenig den titelgebenden Rauch erahnen kann. Ebenso wie der Klappentext neugierig macht, man sich die Frage zu stellen beginnt, was es mit diesem Rauch genau auf sich hat, man sofort erkennen kann, dass die Geschichte wirklich eher einen düsteren Anklang haben dürfte und bei mir die Neugier geweckt wurde.

 

Inhalt/Idee:

Der Rauch ist einfach eine extrem interessante Idee und auch sehr gut beschrieben. Ich hätte zwar noch gerne etwas mehr zu ihm erfahren, seiner Herkunft, wie gewisse Dinge wirklich funktionieren, die mit dem Rauch zu tun haben etc. Allgemein hätte es noch so einiges gegeben, was ich leider nicht zum Rauch habe erfahren können. Trotzdem finde ich die Idee dahinter, dass wirklich jeder negative Gedanke oder auch nur im allgemeinen stärkere Gefühle, die eher zu den Todsünden zählen, dazu führen, dass sich dieser Rauch entwickelt und das auch noch in so vielen Facetten.

Der Rauch ist eine extrem spannende Idee und ihn zusammen mit Thomas und Charlie ein wenig zu ergründen auch. Vor allem, da es lange Zeit für mich nicht klar war, auf was die Geschichte hinauslaufen wird, in die diese beiden hineingezogen werden. Jedoch ist es beeindruckend, was für eine düstere Atmosphäre der Autor zu schaffen vermag. Denn anders, als extrem düster kann man dieses Buch schwer beschrieben.

 

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:

Allein die Idee hinter dem Rauch gefällt mir einfach enorm gut, auch wenn mir der Autor ein bisschen zu wenig detailliertere Informationen liefert woher dieser gekommen sein könnte oder auch, warum es wirklich noch Ecken auf der Welt gibt, in denen dieser Rauch scheinbar so nicht existiert. Lange war mir auch nicht wirklich klar, ob es nur England betrifft oder zumindest ganz Europa. Über dieses Drumherum schweigt sich der Autor ein wenig aus. Leider! Das Buch ist auf jeden Fall in vielen Punkten sehr spannend umgesetzt und doch hat es auch irgendwie wieder seine Längen, einfach Abschnitte in denen Gefühlt wenig passiert und wenn, sich nur die düstere Atmosphäre einfach nur verdichtet und das Buch noch wieder ein ganzes Stück düsterer wird. Vor allem der Anfang hat mir sehr gut gefallen, eigentlich genau der Abschnitt, bevor die Handlung richtig beginnt und man mehr oder weniger erst einmal richtig eingeführt wird in diese Welt. Als die Handlung dann fahrt aufnimmt, wird alles leider ein wenig zu undurchsichtig, stagniert teilweise ein bisschen. Ich hatte mir ehrlich etwas mehr erhofft, aber schlecht ist das Buch trotzdem nicht, aber eher auf einer anderen Ebene interessant, als der, die reine Handlung betreffend. Eher durch die Charaktere und manches Detail um den Rauch.

 

Charaktere:

Wodurch »Smoke« wirklich ein wenig brilliert, sind die Charaktere. Thomas und Charlie allein sind schon interessant genug, denkt man zu Beginn noch, dass Charlie eher ein unbedeutender Nebencharakter neben Thomas sein könnte, mausert er sich immer mehr aus dem naiven Aristokratensohn, den man zunächst in ihm sieht, zu einer durchaus interessanten Persönlichkeit, die ich noch spannender finde, als Thomas. Thomas ist eher eine etwas düster angehauchter Charakter, der sich selbst für eher schlechter hält, oftmals auch eine negative Ausstrahlung besitzt und mir doch irgendwie im Verlauf des Romans erst unsympathischer und dann wieder sympathischer wird. Vor allen Dingen aber sehr spannend finde ich alle Charaktere die sich zu sehr verschließen, Gefühle eigentlich gar nicht zulassen, um so dem Rauch keine Chance zu geben, so wie Livia. Und vor allen Dingen Julius der als Antagonist und in seiner Wandlung durch das Buch wirklich ein erschreckend interessanter Charakter ist, der in meinen Augen eine extrem geniale Darstellung erfährt. Gerade ihn finde ich gleichsam grausig, wie einfach nur interessant und extrem gelungen.

 

Fazit:

Es ist doch eine unerwartet schwere Kost, vor allem wohl auch, weil man zwar etwas Spannung erfährt, aber vor allem von dieser düsteren Atmosphäre, dem Rauch, den teilweise doch sehr obskuren Persönlichkeiten in diesem Roman ein wenig erschlagen wird. Dazu kommt, dass das Ende für mich nicht wirklich stimmig ist. Es bleibt einfach viel zu viel offen, verdammt viele Fragen werden nie geklärt, man wir einfach ein wenig damit allein gelassen, was wohl jetzt eigentlich ist. Mich hätte ein bisschen mehr Aufklärung an einigen Stellen und ein weniger offenes Ende deutlich mehr zufriedengestellt. Ebenso muss ich gestehen, hätte es teilweise etwas mehr an Handlung sein dürfen, denn die kam mir eigentlich nicht wirklich gehaltvoll vor. Trotzdem habe ich das Buch irgendwie auch gern gelesen, da ich die Charakterstudien interessant finde, denn einige der Persönlichkeiten sind schon sehr genial durchdacht und vor allen Dingen auch dargestellt. Man sollte wissen, worauf man sich einlässt, wenn man dieses Buch beginnt, denn ein lockerer Fantasy-Roman ist etwas vollkommen anderes.

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1.022 Bibliotheken, 48 Leser, 2 Gruppen, 247 Rezensionen

prinz, fantasy, prinzessin, der kuss der lüge, attentäter

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover und Klappentext:

Das Cover passt sehr zu dieser eher mittelalterlich angehauchten Welt, in der die Geschichte spielt und ist meines Erachtens nach einfach nur sehr treffend und schön gestaltet. Zwar ähnelt das Mädchen, welches auf dem Cover dargestellt ist, nicht wirklich der Protagonisten, aber trotzdem finde ich es, vor allen Dingen auch mit den Aspekten im Hintergrund einfach sehr gut. Auch der Klappentext ist in vielem einfach sehr stimmig, obwohl er mich, was die beiden Männer und Lias Gefühle für sie, ein wenig in eine falsche Erwartung gebracht hat. Das aber nicht in einem solch großen Maß, dass es schlimm gewesen wäre.

 

Inhalt/Idee:

Die Idee hinter dieser Trilogie gefällt mir, soweit ich sie bisher absehen kann, sehr gut, denn ehrlich zugegeben, muss ich gestehen, dass ich bisher nicht wirklich weiß, worauf manches hinauslaufen wird. Jedoch den Aspekt, dass Lia vor ihrer arrangierten Hochzeit flieht und dann doch Gefühle für eben diesen Mann bzw. einen Attentäter entwickeln könnte, der es eigentlich auf sie abgesehen hat, finde ich schon sehr gelungen. Auch ist der Auftakt einfach sehr gut, da man alle drei Charaktere, ihre Gefühle zueinander und ihre sich entwickelnden Beziehungen untereinander einfach zu gut vorstellen kann und es spannend wird, wie weitere Geschehnisse in den anderen Bänden dies verändern bzw. Unausgesprochenes und Verschwiegenes zu weiteren Dingen führen könnte. Ein wenig schade finde ich, dass man in diesem ersten Band, neben der sich entwickelnden Liebesgeschichte nicht wirklich herausfindet, warum der Attentäter wirklich das Attentat verüben soll, denn das Motiv des Prinzen ist deutlich klarer.

 

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:

Ich finde es zu Beginn des Buches einfach nur grandios gemacht, dass man nicht weiß wer bei Kaden und Rafe Prinz bzw. Attentäter ist. Man sich langsam selbst anfängt ein Bild der beiden zu machen, immer wieder darüber nachzudenken, wer nun welcher sein könnte, dazwischen immer wieder Kapitel hat, die von einem der beiden erzählt werden, bzw. auch Kapitel, die ganz klar den Prinz bzw. Attentäter als Erzähler haben, ohne, dass man wirklich zu einhundert Prozent sagen könnte, welcher genau wer ist. Das gemischt mit den Kapiteln aus Lias Perspektive macht das Buch einfach nur irre spannend. Und auch später, als es dann raus ist, wer der beiden wer ist, bleibt es so, dass man immer mal wieder aber auch Kapitel aus ihrer Perspektive hat, was einfach das Buch super auflockert. Auch der Inhalt der Geschichte gefällt mir darin sehr gut, dass die sich entwickelnden Gefühle zwischen den Charakteren zwar wichtig sind und eine Rolle spielen, aber es auch noch deutlich mehr darum herum gibt. Vor allen Dingen auch die Welt und manche Dinge, wie die Gabe, von der immer wieder gesprochen wird, klingen einfach sehr interessant, auch wenn mir immer noch ein wenig die Erklärungen zu manchem fehlen, die ich mir in den nächsten Teilen erhoffen würde.

Alles in allem hat dieser erste Band im letzten Drittel zwar ein paar kleinere Längen, aber diese sind nicht wirklich richtig störend und ein bisschen Spannung in dem Sinn, dass die Zeit einfach auch verstreicht und alles etwas knapper wird, ist ja auch nicht verkehrt.

 

Charaktere:

Die Charaktere gefallen mir irgendwie alle ausgenommen gut. Sowohl Rafe, als auch Kaden sind beide sehr interessante Männer. Ebenso, wie der Prinz und der Attentäter. Gerade auch die kleinen Unterschiede der beiden gefallen mir einfach. Vor allem, da man so vieles über sie erfährt, beide Charaktere aber immer noch ein kleines Rätsel bleiben, auch wenn man den Eindruck bekommt, dass man anfängt ihre Persönlichkeit ein wenig zu durchschauen. Lia ist zwar manchmal ein bisschen naiv, aber das nur im geringen Maß, allgemein wirkt sie auf mich ziemlich taff und vor allem sehr sympathisch. Als Protagonisten mag ich sie sehr gern, da sie eine sehr eigenständige Person ist und das, obwohl ihr als Prinzessin sicher viele Dinge abgenommen wurden bzw. sie gar nicht machen durfte. Sehr schön wird das in ihren ersten Tagen nach der Flucht auch dargestellt. Dazu kommt, dass viele der Nebencharaktere einfach interessante Facetten zeigen, bei denen ich schon sehr gespannt bin, was einen damit noch in den nächsten Teilen erwartet. Zu denen ich aber nicht zu viel sagen mag, da ich das schon als Spoiler empfände.

 

Fazit:

Ein wirklich gelungener Auftakt zu einer neuen Trilogie, bei der ich schon sehr auf die nächsten Teile gespannt bin. Es ist zwar ein wenig schade, dass jetzt die Spannung des Anfangs, welche Rollen Rafe und Kaden einnehmen würden, jetzt geklärt ist, denn dieses Spiel mit dem Leser hat mir besonders gut gefallen, aber die Geschichte birgt noch so viel Potential in ihren Charakteren, dass es mich extrem neugierig macht, wie es weitergehen wird. Vor allem auch, da ich bei einigen Dingen immer noch keinerlei Ahnung habe was dahinter stecken könnte und einfach wissen möchte, wie diese noch aufgelöst werden und auch sehr hoffe, dass man einfach noch mehr dazu erfährt.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

sharj, feuerkristall, kinderbuch, fantasy, kompass

Sharj und der Feuerkristall

Audrey Harings
Flexibler Einband
Erschienen bei AH Tales and Stories S.L., 07.02.2017
ISBN 9788494667305
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Sharj und der Feuerkristall

Cover und Klappentext:

Das Cover passt sehr gut zu diesem Buch, auch wenn es einem zunächst noch ein bisschen Rätsel aufgeben kann, was es wohl mit der Geschichte zu tun haben könnte. Aber hat man das Buch dann einmal gelesen, ist das Cover einfach sehr stimmig gewählt, zumal man auch sofort zu Beginn erkennen kann, dass es sich um eine eher phantastische Geschichte handelt. Ebenso passend ist der Klappentext gestaltet, der einen sofort in die richtige Richtung schubst, um erkennen zu können, was für eine Geschichte man vor sich hat, zu wissen, dass es schon der zweite Teil ist und auch ein bisschen schon erahnen zu können, was auf einen zukommt, einem aber eindeutig noch nicht zu viel verrät.

 

Inhalt/Idee:

Die Idee hinter den Reisen, die Sharj und ihr Freund José in fremde Welten unternehmen, finde ich ziemlich genial. Vor allen Dingen auch, da die beiden dort nicht sie selbst sind, sondern sich in ihrer Erscheinung der Welt anpassen, zu Elfen, Drachen oder ähnlichem werden, so dass sie zum einen in diese Welt passen und zudem einen Körper bzw. eine Funktion an diesem haben, die ihnen bei ihrer Mission, wie sie eben dieser Welt und ihren Bewohnern helfen können, sehr hilfreich ist. Auch die Welt, in die Sharj und José in diesem zweiten Band geraten gefällt mir irgendwie, auch wenn man nur Bruchstücke über sie erfährt, aber einige dieser Bruchstücke finde ich schon sehr eindrücklich.

 

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:

Richtig gut gefällt mir an diesem Buch, dass man zu Beginn des Bandes eine Auflistung aller wichtigen Charaktere hat und das auch noch mit kleinen Bildern. Dazu kommt, dass diese Bilder samt eines weiteren größeren immer wieder am Beginn einzelner Abschnitte auftauchen, so dass man schon gleich erkennen kann, mit wem man es im nächsten Kapitel zu tun bekommen wird. Eine sehr charmante Idee. Ansonsten merkt man dem Buch an, dass es eher ein Kinder- bzw. Jugendbuch ist, da es doch an einigen Stellen ein wenig simpler formuliert ist. Die Sätze sind oftmals sehr einfach und es lässt sich daher auch sehr problemlos und schnell lesen. Ab und an wirkt es ein bisschen einfach, aber gerade bei einem Buch für eine eher junge Lesergruppe finde ich das nicht unbedingt verkehrt. Etwas schade finde ich, dass neben der Hauptgeschichte rund um Sharj und José noch so viel von der Familie erzählt wird, von der Sharj adoptiert wurde und die ihr eher nicht unbedingt gutes wollen. Das lenkt einfach ein bisschen sehr von der eigentlichen Handlung ab, auch wenn diese Erzählstränge an sich nicht uninteressant sind.

 

Charaktere:

Ich mag Sharj und José wirklich sehr gern. Man kann sich die beiden schon sehr gut vorstellen, auch wenn ich es unter anderem manchmal sehr niedlich finde, wie sie miteinander umgehen. Ein bisschen war ich mir ehrlich unsicher, wie alt die beiden eigentlich wirklich sein sollen, da ich das nicht richtig erkenne konnte und es auch nicht erwähnt wird. Manchmal wirken sie nämlich deutlich reifer, als in anderen Szenen, in denen sie mir noch sehr jung und unreifer vorkommen. Die Bösen sind in meinen Augen ein bisschen blass beschrieben, außer vielleicht die Mitglieder von Sharj Familie, bei denen Vater Otto schon einen sehr klaren Charakter hat und seine Frau auf mich einfach nur wie das kleine Dummchen wirkt, die ihrem Mann nach dem Mund redet. Schon eine sehr urige Familie, aber man kann sie sich durchaus gut vorstellen.

 

Fazit:

Ein durchaus lesenswertes Buch, auch wenn es noch ein paar kleine Schwächen aufweist. In meinen Augen wäre es einfach schöner gewesen, wenn noch mehr Fokus auf Sharj und José gelegen hätte, eventuell auch noch ein kleiner auf ihren Adoptiveltern, aber die gesamte Erzählung rund um ihre „Schwester“ hätte nicht unbedingt sein müssen. Auch wäre manchmal ein kleines bisschen mehr Abwechslung in der Satzstruktur bzw. Worten, die die wörtliche Rede einleiten bzw. kennzeichnen schön gewesen, aber das sind zumeist nur Kleinigkeiten. Alles in allem eine schöne Geschichte, bei der es schon interessant ist, wohin Sharj und José beim nächsten Mal verschlagen werden.

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69 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 50 Rezensionen

spanking, thriller, schweden, journalist, demut

Demut

Mats Olsson , Leena Flegler
Flexibler Einband: 736 Seiten
Erschienen bei btb, 27.02.2017
ISBN 9783442714643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover und Klappentext:

Das Cover finde ich sehr gelungen, hat man doch bei diesem Muster etwas distinguiertere Sessel oder auch in diversen Etablissements aufgrund der Dekoration verwendeter Rückenlehnen von Bettgestellen im Kopf. Vor allem, wenn man dann den Klappentext mit dem Cover in Verbindung bringt, dann passt das in meinen Augen schon sehr gut zusammen. Der Klappentext selbst macht neugierig, verrät aber eindeutig auch sehr wenig. Vielleicht fast schon ein bisschen zu wenig. Trotzdem finde ich diese Kombination schon sehr stimmig.

 

Inhalt/Idee:

Was an der Idee hinter diesem Thriller eigentlich wohl nur halbwegs neu ist, ist die Verkettung der Vorlieben des Protagonisten mit den Taten des Täters. Ein bisschen skurril ist es ja schon, dass Harry Svensson Vorlieben hat, die der Täter bei seinen Taten irgendwie auch auslebt. Ansonsten springt der Thriller vielleicht ein bisschen auf den durch »Fifty Shades of Grey« ausgelösten Hype rund um SM, verpackt das Ganze aber auf eine deutlich andere Art und Weise und vor allem wohl auch die Motive des Täters sind dabei sehr interessant, weil sie ein wenig von dem abweichen, was man so im ersten Moment wohl vermuten würde.

 

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:

Ich musste mich erst einmal an Olssons Schreibstil gewöhnen. Vor allen Dingen, da es mir zu Beginn des Thrillers oftmals schwer fiel wirklich zu erkennen, wer eigentlich der Erzähler in einem der Abschnitte ist. Es hat bei mir oftmals sehr lange gedauert, bis mir wirklich klar war, dass der Erzähler Harry ist oder doch der Täter. Dadurch hatte ich ein wenig Einstiegsschwierigkeiten, da ein Durcheinanderkommen manches Mal nicht ganz vermeidbar war.

Interessant ist, dass der Thriller über einen sehr langen Zeitraum verläuft und man auch einige räumliche Sprünge vornimmt, was aber durch kurze Kapitel und dazu noch Angaben bei jedem wo und wann es spielt sehr gut gelöst wurde. Allgemein ist es eigentlich ein verhältnismäßig ruhiger Thriller, was ich bei den Schweden auch eher erwartet hatte. Spannend, aber mit vielen weiteren Themen um den eigentlichen Fall herum, die teilweise damit zusammenhängen, aber in manchen Punkten auch nicht. Die Faszination für das sogenannte Spanking, was in diesem Thriller eine große Rolle spielt, kann ich zugegeben nicht verstehen und fand es oftmals auch eher einfach nur seltsam, was aber für die Atmosphäre sehr gut war.

 

Charaktere:

Harry Svensson ist ein Protagonist, den ich irgendwie mag und doch wieder auch nicht. Seine Vorlieben sind mir ein bisschen suspekt, seine Art mit seinen Nachforschungen und teilweise anderen umzugehen auch und trotzdem wirkt er einfach sehr real, sehr menschlich. Harry hat so viele Ecken und Kanten und kommt doch in einigen Augenblicken wieder so sympathisch rüber, dass er einfach ein extrem stimmiger Charakter ist. Auch viele andere Nebencharaktere finde ich sehr gelungen, wie Arne Jönsson, einen Kollegen Harrys oder auch weitere seiner Bekannten, andere, die er während seiner Ermittlungen kennenlernt etc. Ein bisschen seltsam kommt mir die Ermittlerin Eva Månsson vor, die ab und an ein wenig aus der Rolle fällt.

Den Täter finde ich sehr interessant charakterisiert, auch wenn er definitiv nichts spektakuläres Neues ist, aber er ist ziemlich gut geschnitten, so dass man seine Taten nachvollziehen kann.

 

Fazit:

Ein durchaus mal anderer Thriller, da ich einfach den Protagonisten sehr speziell finde und auch seine Vorgehensweise. Zudem ist es ein für einen Thriller sehr ruhiges Buch, das sich auch einfach über einen sehr langen Zeitraum zieht, in meinen Augen sehr dem typischen skandinavischen Krimi gleicht, nur, dass der Täter vielleicht ein wenig härter vorgeht, als in diesen. Alles in allem aber ein durchaus lesenswertes Buch, bei dem man aber keinen Thriller im typisch amerikanischen Stil erwarten darf, da er doch schon sehr anders ist.

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234 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

schweden, krimi, fabian risk, dänemark, mord

Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover und Klappentext:
Das Cover passt, wie bisher bei allen Bänden der Reihe wieder wirklich gut zu einem skandinavischen Krimi bzw. Thriller. Was mir aber vor allen Dingen sehr gut gefällt, ist der Titel, denn wenn man einmal richtig nachdenkt, dann kann man ziemlich leicht darauf kommen, um was es in diesem Buch unter anderem geht. Er sagt eigentlich schon ziemlich viel aus und gerade das ist etwas, das ich ziemlich gelungen finde, denn man kommt wirklich nur drauf, wenn man durch den Inhalt des Buches wirklich darauf gestoßen wird oder wenn man einmal wirklich nachdenkt.
Auch der Klappentext ist in meinen Augen gelungen, weist er einen klar darauf hin, um was es in diesem Roman geht, aber verrät dabei bei weitem nicht genug, dass man den Inhalt wirklich vorausahnen kann, auch wenn es für mein Gefühl fast noch ein bisschen weniger Informationen hätten sein dürfen.

Inhalt/Idee:
Die Idee hinter diesem Thriller ist in gewissen Punkten nichts, was man bisher so noch nie hatte, weist aber eindeutig Aspekte auf, die ich so bisher wirklich noch in keinem Thriller oder Krimi aufgefunden habe, was mir einfach sehr gut gefällt. Ebenso, dass wieder Dunja und Fabian eine größere Rolle spielen, auch wenn sie diesmal nicht am identischen Fall arbeiten, sondern Dunjas Fall zwar entfernt etwas mit Fabian und Schweden zu tun hat, aber es sind doch vollkommen voneinander unabhänigege Handlungsstränge.
Dabei ist für mich jedoch der Fall, in dem Fabian arbeitet deutlich spannender, zumal er auch durchaus relativ vielschichtig ist und es wirklich Aspekte in diesem Thriller gibt, mit denen ich eindeutig so nicht gerechnet hatte. Auf jeden Fall bleibt er einfach bis zum Ende hin spannend, hat einige Wendungen und manches hatte ich vielleicht irgendwie befürchtet, aber so nie vom gesamten Bild her erwartet.

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:
Ich finde es wieder sehr gut, dass die Geschichte aus so vielen Blickwinkeln erzählt wird. Mal erlebt man Szenen, die von Fabian erzählt werden, mal von seiner Tochter, seinem Sohn, seiner Frau Sonja oder auch von Dunja oder einem der Opfer. Gerade das bringt einfach viele Facetten in die Geschichte und macht sie noch ein bisschen spannender, da man immer mal wieder auch schon etwas weiß, das andere Charaktere noch nicht wissen.
Vom Schreibstil her ist es einfach ein Typischer Ahnhem, der sich super gut lesen lässt, gleichzeitig die Ruhe der skandinavischen Krimis in sich hat, aber auch mit verdammt viel Spannung auch schnelleren Szenen aufwarten kann.
Was mich selbst ein wenig überrascht hat, ist das Ende bei dem noch ein Aspekt hinein gebracht wird, den ich so definitiv nie erwartet hätte und bei dem ich schon sehr neugierig bin, wie sich dieser in den weiteren Bänden noch entwickeln wird. Genauso, wie die Kapitel X am Ende jedes Bandes für mich immer interessanter werden.

Charaktere:
Gerade die Konstellationen innerhalb der Familie Risk finde ich immer interessanter. Sowohl Fabians Tochter, die immer reifer wird, als auch sein Sohn, der durch das Trauma in »Und morgen du« deutliche Probleme hat und auch durch seine Art immer mehr ins Löcher rutscht, in die er sich teilweise auch durch ungünstige Umstände hinein monövriert. Insbesondere auch Sonjas Verhältnis zu ihrer Familie, insbesondere Fabian, finde ich sehr spannend, da es oftmals so wirkt, als gäbe sie ihm alle Schuld an Schwierigkeiten, von ihrer Seite her scheint sie mir aber immer sehr wenig zugänglich. Fabian mag ich gern, da er einfach sehr menschlich wirkt, Schwächen zeigt, etc. Gerade auch seine Schwächen machen ihn sehr sympathisch, zumal seine Familie für ihn auf jeden Fall wichtig ist, egal, wie sehr er mit seinem Kopf in einem Fall steckt. Auch Dunja ist ein Charakter, den ich sehr gern mag, auch wenn ihre Alleingänge manchmal etwas sehr stur von ihr sind. Obwohl ich verstehen kann, dass man so wird, wie sie, wenn man immer wieder vor solche Probleme gestellt wird, wie Sleizner ihr immer noch beschert.
Neben den wichtigsten Charakteren, finde ich auch die Nebencharaktere, wie Fabians oder Dunjas Kollegen, Opfer und Täter sehr gut charakterisiert und gelungen.

Fazit:
Insgesamt ist es wieder ein sehr guter Thriller, der mir richtig gut gefällt und bei dem ich schon sehr gespannt auf den nächsten Teil bin, da man doch aus diesem Teil mit zwei Rätseln heraus geht. Zum einen der Erkenntnis, die Fabian am Ende des Buches ereilt, zum anderen diese Kapitel X, die mich immer neugieriger machen, denn existieren tut dieses Kapitel auch in den anderen Bänden und bisher weiß man immer noch nicht, was sich dahiner genau verbirgt. Ich freue mich schon auf den nächsten Band um Fabian und Dunja.

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stockholm, schweden, mord, organhandel, fabian risk

Herzsammler

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.05.2016
ISBN 9783548613147
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover und Klappentext:
Das Cover finde ich insgesamt sehr stimmig und schön. Es passt für mich auch einfacher sehr gut zu einem skandinavischen Krimi bzw. Thriller. Auch wenn ich nach dem Lesen des Buchs schon sagen kann, dass Cover und Inhalt eigentlich nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben. Der Klappentext hingegen trifft sehr gut, um was es in dem Buch geht und verrät trotzdem bei weitem nicht zu viel, so dass es einfach sehr stimmig ist. Einziger Punkt, den man gern hätte noch erwähnen können, da es das als zweites erschienene Buch der Reihe ist, dass es von der Handlung her jedoch früher spielt. 

Inhalt/Idee:
Das Buch ist eindeutig nichts für schwache Nerven und zeigt einem zudem auf, wie es bei Fabian Risk dazu gekommen ist, dass er im ersten Band, der von Stefan Ahnhem erschienen ist, nicht mehr in Stockholm, sondern in Helsingborg ermittelt. Auch wenn mich dieser Aspekt schon ein wenig verwirrt hat, da der erste Band etwas her war und ich dann doch irritiert war, was alles anders ist. Da hätte es durchaus ein wenig geholfen das schon zu wissen. Trotzdem ist der Fall bzw. sind die Fälle, da auch Dunja, die man in »Und morgen du« auch schon kennenlernen durfte, in diesem Band ebenso mit von der Partie ist und einen ebenso spannenden Fall, wie den untersucht, in dem Fabian ermittelt. Interessant finde ich dabei, dass beide Fälle, so unterschiedlich sie anmuten, doch einige Parrallelen aufweisen.

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:
Ich finde es, wie schon im ersten Band, »Und morgen du«, sehr gut, dass man nicht nur Fabian als Erzähler hat, sondern auch einige andere Charakter, so unter anderem natürlich wieder Dunja. Aber auch Fabians Kollegin Malin, diverse Opfer, den Täter etc. Im Nachheinein habe ich mich eine ganze Zeit gefragt, was der Prolog wohl mit dem Rest des Buches zu tun haben könnte, aber auch da gibt es dann eine sehr stimmige und schlüssige Aufklärung. Ich muss zwar gestehen, dass mir manches am Ende nicht sonderlich gefallen hat, vor allen Dingen den Handlungsstrang Dunja betreffend, aber trotzdem ist das Buch ehrlich wieder sehr gut geschrieben und hat mich auch durchgehend gefesselt, obwohl ich zur Mitte hin tatsählich kurz dachte, "Huch, was ist das jetzt".

Charaktere:
Ich mag es sehr, dass die Charaktere von Stefan Ahnhem eine gewisse Tiefe haben, eindeutige Schwächen besitzen, die immer wieder geringer oder auch sehr stark zum Tragen kommen und manchmal auch dafür sorgen, dass gewisses passiert, das ohne diese Schwäche so nie hätte passieren können. Vor allen Dingen auch bei Fabian. Dabei gefällt es mir, dass seine Ehe zwar zerrüttet ist, aber er eigentlich kein psychisches Wrack ist, wie in vielen anderen Krimis, sondern immer noch dabei ist, dass er um diese Ehe und seine Familie kämpft. Niva, die mir bisher nur in diesem Band über den Weg gelaufen ist, hat einen doch sehr speziellen Charakter und ich muss gestehen, dass ich sie nicht wirklich mochte, aber ich denke, in gewisser Weise ist das auch, neben allem anderen, was sie tut, ihr Job in dieser Handlung. Sehr interessant ist, wenn man »Und morgen du« schon kennt, alles rund um Dunja, da man die Entwicklung zwischen ihr und ihrem Chef Kim Sleizner etwas besser verstehen lernt, da dieses Verhältnis vor allen Dingen in »Und morgen du« eine wichtige Rolle spielt.

Fazit:
Ich muss sagen, dass ich »Und morgen du« noch ein bisschen realitätsnäher empfand und mir dieser Band daher etwas besser gefallen hat, aber trotzdem ist die Geschichte hier richtig gut geschrieben und aufgebaut, auch wenn sie doch ziemlich harter Tobak ist. Sehr gefallen hat mir auch einfach, dass man noch mehr zum Hinergrund der Charaktere herausgefunden hat. Zudem ist das Buch wirklich durchweg spannend und zum Ende hin tauchen noch einige Dinge auf, die man so vielleicht nicht unbedingt erwartet hätte, die aber auch nicht so abwegig sind, dass ich es als unstimmig empfunden hätte, sie passen einfach, sind aber nicht so naheliegend, dass man direkt drüber stolpern muss.

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34 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

verrat;, wikinger bashing, dafür werden den autor die asen bestrafen, grotesk, klischeereiterei

Projekt Rahanna

Uli Wohlers
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Braumüller Verlag, 01.02.2017
ISBN 9783992001774
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover und Klappentext:
Ich muss gestehen, dass ich insbesonder Cover und Klappentext bei diesem Buch ziemlich gelungen finde. Das Cover passt einfach super zu dem Wikingerthema, zieht es aber nicht zu sehr in eine historische Richtung, die dieses Buch auch einfach nicht erfüllen würde. Beim Klappentext trifft dieser in vielen Punkten das Buch auch sehr gut, obwohl ich ein wenig etwas anderes erwartet hätte, als am Ende auf mich zu kam.

Inhalt/Idee:
Die Idee hinter dem Buch, dass Bornholm von einer Truppe Aktivisten, die sich wie Wikinger kleiden und verhalten, eingenommen wird und die vollkommen in ein Verhalten von der Zeit der Wikinger zurück wollen, da sie gegen die Umweltverschmutzung, die industrielle Haltung von Tieren und was damit in die Lebensmittel übergeht, sind, finde ich irgendwie schon sehr klasse. Allein, da ich bisher noch nie eine Buch hatte, dass auf diese Weise an ein solches Thema heran geht.

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:
Eine sehr geniale Idee, die, wie ich finde etwas seltsam umgesetzt wurde. Ich hätte zum Beispiel nach dem Klappentext gedacht, dass sich die ganze Handlung auf einen etwas längeren Zeitraum verteilt, aber letztendlich sind es vielleicht zwei bis drei Tage und nicht wirklich mehr. Das hat mich dann schon etwas irritiert. Vor allen Dingen, wenn man den Kommentar bezüglich des Ermittlers Stig betrachtet, der an dem Ganzen dann doch gefallen finden würde. Allgemein ist alles ein wenig abgehackt erklärt. Mir werden auch die Gründe, die hinter dem Verhalten der einzelnen Charaktere stehen, ein bisschen zu wenig erläutert und die Auflösung am Ende ist auch ein wenig sehr wild.
Beim Schreibstil ist es so, dass dieser sich sehr gut lesen lässt in den meisten Fällen, ich dann aber manchmal schon etwas irritiert über die unflätige, ausfallende, teils die Sprache wechselnde Wortwahl der Charaktere erstaunt war. Ebenso, wie sie alle so aufführen. Es ist insgesamt manches Mal so, dass der Autor vielleicht fast schon ein bisschen zu sehr versucht mit Worten und Stilmitteln zu spielen und dann teilweise die Charaktere auf mich nicht mehr ganz stimmig wirkten.

Charaktere:
Es ist überraschend, wie viele Charaktere dieses Buch hat, die dann doch auch wirklich eine wichtigere Position einnehmen. Stig Tex Papuga als Protagonist ist dabei einer der für mich zwischenzeitlich am wenigsten nachvollziehbaren Charaktere, weil er von einer recht normalen Person von jetzt auf gleich vollkommen seltsam im Verhalten wird und ich gestehen muss, dass ich diesen extremen und schnellen Sinneswandel nicht wirklich verstanden habe. Andere Charaktere, wie Rahanna, König Knud und Blut-Eigil waren dabei eher Personen, die sich für mich konstant, wenn auch nicht unbedingt normal verhalten haben. Vor allen Dingen Blut-Eigils drang nach Gewalt und Macht finde icht wirklich gelungen dargestellt.

Fazit:
Ich hatte das Buch durchaus ein wenig verrückt und abgedreht vermutet. Vielleicht nich ganz in dem Maß, in dem ich es am Ende erleben durfte. Trotzdem finde ich das Buch nicht schlecht, wenn auch lange nicht so gelungen, wie ich es mir gehofft hatte, da von der Idee der Aktivisten sehr viel angefangen, aber wenig so umgesetzt wird, dass man wirklich mal eine Art kleines Ergebnis sehen kann, außer Gewalt. Für zarter besaitete Menschen ist das Buch in meinen Augen daher auch eher nichts. Vor allem nicht für große Tierfreunde.

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hilfe, katholiken, protestanten, liebe, komplot

Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht

Claudia Ziegler
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.04.2013
ISBN 9783453357433
Genre: Historische Romane

Rezension:

Die Bartholomäusnacht in Frankreich, in welcher der Konflikt zwischen den Katoliken und protestantischen Hugenotten zu einem seiner Höhepunkte entbrannte, war bisher ein Ereignis, von dem mir gar nichts weiter bekannt war. Wie ich jetzt durch dieses Buch erfahren habe, eigentlich ein sehr spannendes historisches Ereignis, bei dem es durchaus sehr schade ist, dass es mir bisher so unbekannt war.

Dabei ist Madeleine eine Protagonistin, die ich sehr sympathisch finde, auch wenn sie in den Wirren zwischen ihren Visionen, die sie aus ihrem normalen Leben herausreißen, ihrem Dasein als Katholikin, den Hugenotten, denen sie unbewusst hilft, dem Hass, der ihr von manchem auf katholischer Seite nun entgegen schlägt, so wie dem Interesse der Medici, Mutter des französischen Königs, manchmal auch zu Entscheidungen und Sichtweisen neigt, die ich nicht ganz verstehe. Vor allem Madeleines Visionen sind etwas, das ich sehr gut beschrieben finde, da sie sich sehr harmonisch in diesen Roman einfügen und nicht zu arg aufgesetzt wirken, ihn nicht zu arg in eine Fantasyschiene verschieben, in die er eigentlich nicht gehört. In einigen Situationen ist mir Madeleine manchmal ein wenig naiv, dafür aber mit der Zeit immer klüger wirkend, was sie mir wieder sympathisch macht. Vor allen Dingen merkt man, wie sie daran reift, was ihr so widerfährt.

Viele historische Romane neigen dazu, dass sie immer mal wieder Längen entwickeln, was häufig daran liegt, dass sie eine sehr lange Zeitperiode abdecken. In diesem Buch sind diese Längen, wenn man sie überhaupt vorhanden nennen will, sehr minimal. Und viele der Nebencharaktere sind auch so interessant, dass die Handlung auch dann Spaß macht, wenn man nicht direkt Madelein folgt. Obwohl gewisse Geheimnisse für mich vielleicht ein bisschen zu leicht zu durchschauen waren, auch wenn ich meine Bestätigung sehr spät erst im Roman erhalten habe.

Insgesamt aber ein sehr lesenswertes Buch, zu einem historischen Ereignis, das wirklich sehr schlimm, aber dennoch auch wieder sehr interessant zu betrachten ist.

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100 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 15 Rezensionen

thriller, paul cleave, serienkiller, christchurch, neuseeland

Opferzeit

Paul Cleave , Frank Dabrock , Alexander Wagner
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.10.2013
ISBN 9783453437494
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich kannte Paul Cleaves »Der siebte Tod« den Vorgänger von »Opferzeit« nicht, bevor ich dieses Buch angefangen habe und begann mich nach den ersten 50 Seiten ehrlich zu fragen, ob ich mich mit dieser Unkenntnis irgendwann wirklich noch in das Buch einfinden würde.

Es hat sehr lange gedauert, denn zunächst hatte ich ehrlich arge Probleme die Rolle mancher Charaktere, wie auch ihre Intention zu verstehen. Das war leider vor allen Dingen bei den Protagonisten der Fall, wie Melissa X oder auch Joe. Selbst mit dem ehemaligen Detective Schroder hatte ich leichte Probleme, auch wenn er fast noch am leichtesten zu greifen ist.

Joe ist ein ganz spezieller Charakter, was man auch daran merkt, dass seine Kapitel aus der Ich-Perspektive erzählt werden, alle anderen aus der dritten Person heraus. Joes Gedankengänge sind schon sehr spezielle und ich musste mich an einigen Stellen fragen, wie weit diese wirklich planmäßig von ihm so eingesetzt werden und in welchen Fällen man wirklich davon sprechen kann, dass Joe einfach wirklich so naiv oder ähnliches ist. Ich denke bei ihm hätte es sehr geholfen, wenn man den ersten Band wirklich gekannt hätte.

Was mir nicht so gefallen hat, auch wenn das Buch irgendwann deutlich interessanter wurde, als ich mich langsam anfing mit den Charakteren etwas besser zurecht zu finden, ist die Tatsache, dass ich immer darauf gewartet habe, dass die Ereignisse aus dem Klappentext geschehen, aber wirklich locker 3/4 des Buches nur darauf hin gearbeitet wird. Solche Dinge finde ich immer sehr frustrierend, da man vom Buch eigentlich etwas anderes erwartet, als man am Ende bekommt, was so gar nicht mein Fall ist. Für mich wäre es deutlich spannender gewesen, wenn dem Aspekt mehr Aufmerksamkeit geschenkt worden wäre. Auch wenn ich trotzdem sagen muss, dass das Buch bei weitem nicht uninteressant ist. Vor allen Dingen, was man zu Joe bzw. auch manchem der anderen Charaktere so erfährt, ist schon interessant. Auch wenn cih beeindruckt bin, was es dort alles für Abgründe gibt.

Ein Buch, das sicher besser für mich gewesen wäre, hätte ich den ersten Teil gekannt und das vor allem dann noch besser hätte sein können, wenn der Klappentext nicht eine andere Handlung suggerieren würde. Grundsätzlich aber durchaus ein lesenswerter Thriller.

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71 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, bernhard hennen, drachen, elfen, packend

Drachenelfen - Himmel in Flammen

Bernhard Hennen
Flexibler Einband: 1.104 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.03.2016
ISBN 9783453268890
Genre: Fantasy

Rezension:

Sie ist zu Ende, die Drachenelfen-Sage von Bernhard Hennen und auch, wenn ich leider nicht bei jedem der Charaktere letztendlich herausgefunden habe, wie die Geschichte für denjenigen zu Ende gegangen ist, mit bei wenigen selbst eine Antwort geben muss, ist dieser Abschlussband einfach wieder nur genial geworden.

Mit seinen über 1.000 Seiten hat er extrem viel Inhalt, vor allem auch einen sehr getrennten, besteht das Buch aus zwei Abschnitten, die zeitlich einiges auseinander liegen, aber die natürlich sehr zusammen hängen. Es spitzt sich mit dem ersten Abschnitt, dem Kampf um Asugar so einiges immer mehr zu und ich muss ehrlich gestehen, es geschehen in diesem Abschnitt schon so viele Dinge, die ich nicht erwatrtet hätte, so dass es extrem spannend ist.
Vor allem, dass Volodi hier eine so entscheidende Rolle spielt, ebenso wie auch Quetzalli, damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet, es hat mich aber ehrlich gesagt sehr erfreut. Man merkt auch einfach, dass alle wichtigen Charakter von Schauplatz, zu Schauplatz immer mehr zusammen rücken, Nandalee, Nodon, Aaron, Volodi, Galar, Nyr, Hornbori, die Drachen und die Devanthar. Alles spitzt sich zu, man kommt Geschehnissen näher, die auf die anderen Sagas, wie die Elfen-Saga ihre Auswirkungen haben und erkennt so einige Zusammenhänge. Es ist von Bernhard Hennen in meinen Augen einfach super gemacht, wie er es wirklich schafft am Ende wieder alles aufzulösen, vor allem auch, da es einfach so viele wichtige Charaktere gibt, um die es sich zu kümmern gilt.

Vor allem auch die abschließende Schlacht auf Nangog ist von ihm so grandios beschrieben, es bleibt im Buch immer spannend, ich selbst kann für mich keinerlei Längen feststellen und das bei der Dicke, dieses Buches. Und was ich Bernhard Hennen lassen muss, er hat mir nicht jeden meiner liebsten Charakter schon sehr früh im Buch genommen, was ich vor diesem Band und auch während des Lesens teilweise ein wenig befürchtet hatte.

Für mich ein ehrlich genialer Abschluss dieser Saga, der viele Fragen beantwortet und manche offen lässt, aber ich vermute, dass es auch auf diese noch Antworten geben könnte, erscheint 2017 ja ein weiterer Elfenroman, in welchem es zwar vorrangig um Emerelle und Meliander geht, aber bei dem ich mir gut vorstellen kann, dass man auch Charakteren begegnet, die einem in dem ein oder anderen Band über die Elfen schon über den Weg gelaufen ist. Ich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf dieses nächste Buch.

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113 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 39 Rezensionen

tabu, irland, thriller, dublin, mord

Tabu

Casey Hill , Barbara Christ
Flexibler Einband: 395 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.11.2011
ISBN 9783499256646
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach einem sehr interessanten und spannenden Beginn des Thrillers, beginnt man sich sehr schnell zu fragen, was der Prolog wohl genau aussagen soll, denn dass mit Jess, der jüngeren der beiden Schwestern, irgendetwas passiert sein muss, das ist einem schnell klar. Was aber genau wird sehr lange nicht erwähnt, einziges Indiz, die Szene aus dem Prolog.

Allgemein ist es ein wenig so, dass man sehr lange braucht, um gewisse Dinge rund um Reilly Steel, ihre Situation und alles wirklich zu verstehen und bei manchem dauert es auch wirklich bis zum Ende des Buches, da einem vorher doch Informationen fehlen. Und auch, wenn Reilly eine Protagonistin ist, bei der man immer noch Fragen offen hat, ist sie durchaus nicht langweilig und ich hatte auch ein Bild von ihr vor Augen, auch wenn es mir manchmal ein bisschen widersprüchlich vorkam. Die beiden Ermittler, allen voran Chris, finde ich auch sehr stimmig, insbesondere, da nicht alle mit den neuen Methoden, welche Reilly aus den USA mitgebracht hat klarkommen. Chris ist mir dabei der sympathischste der Ermittler, was aber glaube ich, auch genau so von der Autorin gewollt ist. Von den Charakteren her bin ich mit diesem Buch auf jeden Fall sehr zufrieden.

Die Tabu-Morde sind auch sehr interessant, teilweise auch ein wenig eklig, aber nie so tiefgeifend beschrieben, dass der Ekel beim Lesen wirklich hoch kommt, auch wenn manches Tabu, das für einen der Morde herangezogen wurde, schon ziemlich heftig ist. Dabei finde ich es sehr interessant, wie der Täter Zitate von Freud oder andere Dinge, die auf den Psychoanalytiker hinweisen am Tatort hinterlässt. Ebenso, wie noch ein wenig persönlichere Hinweise, die teilweise noch schwerer ins Auge fallen. Mir ging es ab einem gewissen Punkt zwar so, dass ich eine starke Vermutung hatte, auf was manche Aspekte an den Taten hinauslaufen würden, insbesondere, was die Identität des Täters anbelangt, jedoch hat es bei mir sehr lange gedauert, bis ich das Motiv richtig greifen konnte.

Alles in allem ein gelungener Thriller, der nicht zu heftig, aber ehrlich gut gemacht ist, auch wenn ich bei ein zwei Punkten gerne noch etwas mehr an Auflösung gehabt hätte, da mir da durchaus die Erklärungen etwas zu lasch bis gar nicht vorhanden waren.

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74 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

drachen, fantasy, elfen, kobolde, bernhard hennen

Drachenelfen - Die letzten Eiskrieger

Bernhard Hennen
Fester Einband: 848 Seiten
Erschienen bei Heyne, 26.01.2015
ISBN 9783453270015
Genre: Fantasy

Rezension:

Mittlerweile schon der vierte Band der Drachenelfen-Saga und es wird immer spannender. Nandalee, bisher immer einer der wichtigsten Charaktere in dieser Reihe spielt in diesem vierten Teil nun eher eine untergeordnete Rolle, muss sie genau wie ich als Leser, erstmal den Tod Gonvalons im letzten Band verkraften. Ich frage mich ja häufig, warum Bernahrd Hennen mir immer meine Lieblingscharakter kurz vor dem Ende entreißt. Dadurch erhalten aber einige andere Charaktere eine deutlich größere Rolle und das macht diesen Band, zusätzlich zu allem anderen noch interessanter.

Ich bin froh, dass die Rolle Volodis immer größer zu werden scheint, denn dieser Charakter ist mir enorm ans Herz gewachsen. Irgendwie mag ich seine so klar Art, denn mit Volodi hat man einfach einen Charakter vor sich, der genau das sagt und tut, was er denkt, nicht an Intrigen und anderen Dingen interessiert ist. Von daher finde ich es richtig spannend seinen Teil der Geschichte zu erfahren, auch wenn man sich um ihn doch auch immer wieder Sorgen machen muss. Artax, bzw. Aaron wird mir auch immer sympathischer, denn ganz zu Beginn der Reihe fand ich die Erzählungen rund um die Menschen nicht ganz so toll, hatte ich mir doch mehr von den Elfen erwartet, aber gerade, wie er Kriege füht, mit Verlusten umgeht etc. ist einfach interessant. Ebenso seine Beziehung zu Shaya. Vor allem auch bei den Zwergen tut sich so richtig viel. Gerade die Passagen rund um Galar, Nyr und Hornbori werden auch immer spannender und ich bin gespannt, was noch alles passieren wird, da sie ja gleichzeitig für Albenmark unter der Führung der Drachen kämpfen, aber ihren Kampf gegen die Drachen, trotzdem nicht aufgeben wollen. Hornbori ist dabei einer der Charaktere, der mich am meisten zum Schmunzeln bringt, denn der Kerl hat einfach so viel Schwein, obwohl er, wie Galar immer so schön sagt, wirklich ein 'Schisser' ist.

Insbesondere spannend, ist in diesem Teil zum einen die Entdeckung des Verstecks von Tarkon, dem Wolkenschiffpiraten, der eine eigene Kolonie, irgendwo versteckt in Nangog gegründet hat, auch wenn man über diese noch nicht so viel erfährt, wie ich gerne schon gewusst hätte und die Expedition Koljas auf der Suche nach dem Traumeis. Was dort mit Kolja, dem Wolkensammler 'Wind von regenschwerem Horizont' und Nabor samt Mannschaft passiert, das ist auch einfach nur zu genial beschrieben. Spannend, phantastisch und noch vieles mehr. Und dann als zweiten Höhepunkt die Schlacht der Menschen gegen die Bewohner Albenmarks auf der Eisebene, was man noch über die Devanthar, sowie den Goldenen erfährt.

Alles in allem wieder ein in gewohnt genialer Manier geschriebener Roman von Bernhard Hennen, der einfach nur gelungen ist. Ich bin so gespannt, wie sich am Ende alles auflösen wird. Vor allem, da man durch die anderen Elfen-Bände ja grob erahnen kann, was mit den Drachen und meisten Devanthar geschehen muss. Ich hoffe nur, dass im letzten Band nicht alle meine Lieblinge unter den Charakteren das zeitliche segnen.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

tanten, ulrike, gerti, katja, burg hartenstein

Ulrike kommt ins Internat

Marie Louise Fischer
Flexibler Einband
Erschienen bei München; Wien: Franz Schneider Verlag, 01.01.1963
ISBN B0051JDKVG
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Ein Buch, dem man deutlich anmerkt, dass es aus den 60er Jahren ist, das aber trotzdem total Spaß beim Lesen macht, auch wenn natürlich viele Dinge anders sind, als es heutzutage ist. Es ist schon durchaus ungewöhnlich, dass noch Briefe geschrieben werden und man deutlich merkt, dass fast jedwede moderne Technik fehlt. Ein Telefon ist noch das modernste, was im gesamten Buch auftaucht. Zu Beginn schreiben die Eltern sogar noch ein Telegramm aus der Schweiz, um ihre Ankunft zu Hause anzukündigen.

Ansonsten ist das Buch aber von seinem Thema her irgendwie immer noch sehr aktuell. Ulrike ist einfach ein eher sehr unsympathisches Mädchen, da sie durch das Zusammenleben mit ihren Tanten einfach zu erwachsen tut, obwohl sie erst zwölf ist und auch einfach sehr angeberisch, zickig und dergleichen ist. Eigentlich ist sie als Protagonistin kein Charakter, den man wirklich richtig gern hat, aber man merkt, dass hinter allem eigentlich doch ein guter Kern steckt, obwohl man sich die gesamte Geschichte hindurch nicht wundert, dass Ulrike bei andern so schlecht ankommt, denn durch ihr überhebliche Art und auch den Wunsch allein zu sein  und ihre Ruhe zu haben, da sie alles was mit anderen zusammenhängt irgendwie als nicht reif genug, kindisch etc. empfindet, kann sie auch einfach gar keine Freunde finden. Jedoch merkt man über den Verlauf des Buchs hinweg, dass es ihr sichtlich gut tut, dass sie mehr oder weniger dazu gezwungen ist, Zeit mit anderen zu verbringen. Vielleicht auch eine Sache, die sich heute mehr Kinder, aber auch Erwachsene zu Herzen nehmen sollten, mit anderen wirklich zu interagieren. Gaby, die zuammen mit Ulrike ins Internat muss, ist da das genaue Gegenteil und dabei so sympathisch, dass man sie einfach gern haben muss. Eine wie Gaby hätte ich in dem Alter auch gern zur Freundin gehabt.

Die Geschichte selbst ist einfach sehr schön und locker erzählt und es ist schon interessant, wie das Leben im Internat so geregelt ist, an was Ulrike sich alles anpassen muss und wie diese Dinge sie immer weiter verändern, auch wenn es noch lange nicht so weit ist, dass man wirklich sagen kann, dass Ulrike wirklich anders geworden ist. Es kann in den weiteren Bänden der Reihe also noch so einiges kommen, aber es steht zu hoffen, dass Ulrike sich weiter zu ihrem positiven verändern wird.

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

südafrika, bennie griessel, kapstadt, afrika, swift code

Cobra

Deon Meyer , Stefanie Schäfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 12.02.2016
ISBN 9783746631943
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im Nachhinein habe ich herausgefunden, dass es sich bei diesem Buch um den Teil einer Reihe rund um den Ermittler und Protagonisten Bennie Griessel handelt. Allein nur durch die Geschichte selbst wäre mir das nicht wirklich klar geworden, was aber zumindest dafür spricht, dass man sich sehr gut in das Buch hinein- und mit den Charackteren zurechtfinden kann, auch wenn man die Vorgängerbände nicht kennt.

Bennie Griessel ist ein Charakter mit dem ich sehr gut zurecht gekommen bin, vor allem auch, da er zwar auch ein bisschen der typische kaputte Typ ist, den man mittlerweile als Ermittler gewöhnt ist, aber dabei eigentlich vollkommen auf dem Weg möglichst normal zu sein. Er kämpft immer noch damit, dass er eine Vergangenheit als Alkoholiker hat, ebenso seine etwas zerüttete beziehung zu seinen Kindern zu kitten. Seine Art macht ihn dabei einfach sympathisch und man spürt auch, dass einige Dinge dann doch wieder ganz anders sind, da das Buch in Südafrika spielt. Tyrone als zweiter Protagonist ist trotz seiner manchmal etwas zweifelhaften Gesinnung einfach ein Charakter den man mögen muss und es ist ihm auch sehr hoch anzurechnen, was er für seine Schwester alles in Kauf nimmt. Allgemein finde ich seine Charaktere alle sehr gut gezeichnet und man merkt auch stark, was für ein buntes Land Südafrika von seiner Kultur und seinen Bewohnern her ist.

Dabei ist sowohl der Kriminalfall, als auch die allgemeine Lage in Südafrika einfach richtig spannend. Was man so alles über dieses Land, seine Politik etc. erfährt, während man Bennie und seinem Team bei den Ermittlungen folgt, ist einfach nur spannend, interessant und richtig gut gemacht. Vor allen Dingen, da auch in viele eher negative Aspekte eingetaucht wird, wie die Diskreminierung, die Armut und den gesamten Schatten, den die Zeit der Apartheid noch auf das Land wirft und weiterhin seine Nachwirkungen hat.

Manchmal macht es den Roman etwas scherfälliger, dass er so tief in die Charaktere eintaucht und so viel von der politischen Lage und allem drum herum aufgreift, aber das macht ihn auch wieder sehr besonders. Von daher kann ich ihn auf jeden Fall jedem empfehlen, der gerne eine Mischung aus einem spannenden und interessanten Kriminalfall, dazu aber auch noch einiges an Informationen zu Südafrika und psychischen Aspekten zu den Charakteren haben möchte.

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178 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 46 Rezensionen

steampunk, erotik, liebe, england, fantasy

Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht

Meljean Brook , Beate Bauer
Flexibler Einband: 479 Seiten
Erschienen bei Egmont LYX, 04.11.2011
ISBN 9783802586064
Genre: Fantasy

Rezension:

Es sollte der erste Band eine Steampunk Serie sein, bei der ich gar nicht sicher bin, ob nach diesem Teil ausreichend weitere erschienen sind, dass man letztendlich von einer Serie sprechen kann. In meinen Augen ist das aber vielleicht auch gar nicht so verkehrt, denn wenn die Autorin sich nicht maßgeblich gesteigert hat, dann ist es durchaus besser, dass es nicht zu viele Bände dieser Serie gibt.

In meinen Augen ist die Idee hinter der Welt, wie sie sich einem hier darstellt eigentlich gelungen, denn die ganzen kleinen Maschinen und Erfindungen, was in dieser Steampunk-Welt möglich ist und was sich in Europa und der Welt alles getan hat, dass die Ausgangslage ist, vor der man steht, ist durchaus eine gute Idee, aber die Umsetzung ist ziemlich misslungen.

Zunächst finde ich es sehr ungünstig, dass man direkt in die Geschichte hinein geworfen wird, ohne dass auch nur ein kleines bisschen an Erklärung folgt. Man wird mit Begriffen wie Naniten, Bugs, Bugger, Bounder, die Horde etc. beworfen und kann sie nicht einordnen und eine Erklärung, nach der man halbwegs versteht was gemeint ist, folgt erst sehr spät in der Geschichte. Das hat mich dazu gebracht, dass ich das Buch nach den ersten Seiten erstmal wieder weggelegt habe, weil ich keine Lust mehr hatte. Irgendwann habe ich es dann doch wieder zu Hand genommen und ich muss wenigstens sagen, dass ich froh bin, dass es eine Story hat.

Die Handlung wird zum Ende hin zwar immer wilder und für mich unsinniger, weil der Fokus ab einer gewissen Stelle zu sehr auf den Anteil, der wohl romantisch sein soll und das Buch in eine solche Ecke schiebt. Romantic Fantasy, Romantic Thrill etc. sind ja allgemein irgendwie sehr en vouge. Jedoch schafft es das Buch nicht romatisch zu sein, es ist eher eine Mischung zwischen seltsamen Gebaren, eine zweifelhaften Vorstellung der Sexualität, einer mir vollkommen unerklärlichen Wortwahl und am Ende sehr viel Kitsch gepaart mit etwas, das mir unerklärbar bleibt. Aber ehrlich, wenn ein Mann immer nur von "ich vögel dich" in allen Konjugationen spricht, dann ist er weder romantisch, noch finde ich das als Frau anziehend. Dazu kommt noch, dass sein Verhalten teilweise in Richtung Zwang und Vergewaltigung geht und alles eh sehr seltsam ist. Für mich geht das gar nicht.

Alles in allem zwar eine ganz gute Idee, aber eine sehr seltsame Umsetzung, zumal Mina als Charakter zwar nicht unsympathisch ist, aber auch irgendwie ein bisschen seltsam und den Eisernen Herzog habe ich eh nie so wirklich verstanden in seinen Anwandlungen. Er tendierte bei mir eh zwischen neutraler Meinung und einer leichten Unsympathie.

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118 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

fantasy, elfen, drachen, zwerge, drachenelfen

Drachenelfen - Die gefesselte Göttin

Bernhard Hennen
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Heyne, 18.11.2013
ISBN 9783453533462
Genre: Fantasy

Rezension:

Der dritte Band der »Drachenelfen«-Saga und ich muss ehrlich gestehen, dass ich ihn ebenso gerne mag, wie alle anderen Bücher Bernhard Hennens über seine Elfen.

Von Band zu Band merkt man mehr, wie sich die Lage auf Nangog immer mehr zuspitzt, die Angriffe der beiden Parteien, Devanthar und Drachen immer heftiger werden und auch einige der Charaktere immer wieder tiefer von diesen in ihre Pläne mit eingesponnen werden, sich dadurch verändern und auch die Geschicke der anderen Charaktere durch ihre Handlungen extrem beeinflussen.

Ich hätte selbst nie gedacht, dass mich vor allen Dingen auch die Handlungsstränge bei den Menschen so sehr fesseln würden, aber Artax ist einfach ein sehr sympathischer Charakter und ich mag auch einige der weiteren Charaktere, wie Shaya, Volodi etc. sehr gern, auch wenn sie bisher nur Nebencharaktere sind und hoffe, dass sie ein bisschen mehr noch mit in die Handlung eingebunden werden. Aber auch die einzelnen Passagen bei den Zwergen und Elfen sind einfach extrem spannend und ich finde es immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich Hennens Charaktere doch sind und dass man selten welche hat, die sich wirklich sehr ähneln. Auch machen über die Zeit alle kleine und größere Veränderungen durch, wandeln sich, werden tapferer, intriganter, vorsichtiger, etc. Für mich einfach genial, wie sich die Charaktere so entwicklen.

In diesem Band geschehen einige sehr tragische Dinge, die weitreichende Folgen haben müssen, auch wenn man sie alle in diesem Band noch nicht spürt, aber man kann vieles erahnen. Vor allen Dingen ist es auch einfach spannend, dass Nangog selbst eine größere Rolle einnimmt und ich finde die Wesen auf dieser Welt sehr interessant. Insbesondere auch die grünen Geister, über die man in diesem dritten Band ja noch einiges Neues erfährt.
Mit manchen Dingen, die in diesem Teil geschehen sind, bin ich zwar nicht wirklich zufrieden, aber das liegt wohl daran, dass man sein Herz an gewisse Charaktere etwas mehr hängt, als an andere und man dann auch damit leben muss, wenn für diesen Charakter nicht alles positiv läuft.

Ich freue mich auf jeden Fall schon extrem auf den nächsten Teil und bin richtig gespannt, wie es weitergehen wird, denn Bernhard Hennen hat in meinen Augen eine enorme Phantasie, ein tolles Erzähltalent und einen Schreibstil, der mir einfach sehr viel Spaß macht.

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79 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 28 Rezensionen

freundschaft, schwarzwald, liebe, tod, glück

Eine Handvoll Sommerglück

Heike Wanner
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 06.03.2015
ISBN 9783548286600
Genre: Romane

Rezension:

Betrachtet man allein Cover und Titel, dann denkt man an einen lockeren, leichten Sommerroman, eine typische siechte Frauenlektüre, die zum Entspannen einlädt. Was man nicht sofort sieht, aber erahnen kann, wenn man dann den Klappentext liest, etwas mehr steckt dann doch hinter dem Roman, denn allein der Grund aus dem Christine auf die Alm fährt, ist sehr bezeichnend. Es ist nämlich doch ein sehr trauriger und tragischer Grund und aus diesem erwächst schon ein wenig Tiefgang, wie auch durch manche Begegnung, die Christine oben auf der Alm noch hat, wie ihren Nachbar Norbert.

Der Roman macht aber auch einfach Spaß beim Lesen, denn er hat auch sehr viele humoristische Momente, einige sehr sympathische Charaktere und er lässt einen ein wenig lernen, was man eigentlich am Leben schätzen lernen sollte, denn es kann doch immer wieder schneller vorbei sein, als man sich das einmal ausgemalt hat. Toll finde ich dabei die Idee, dass Lexi, Christines verstorbene Freundin, ihr eine Handvoll Briefe hinterlassen hat, die einfach wunderbar geschrieben sind, ein wenig zum Nachdenken anregen, einem vielleicht auch selbst manchmal ein wenig die Augen öffnen können, wenn man ähnliches kennt.

Es ist fast ein bisschen wundersam wie viele Themen die Autorin in diesem einen Roman unter bekommen hat, ohne dass er überladen wirkt, sowohl von Themen, als auch von Charakteren.
Besonders lieb gewonnen habe ich Christines Tochter, Nachbar Norbert und Christine selbst, ihre Mutter Helga, ist wohl eine der wenigen Personen, die mir manchmal ein wenig auf die nerven gegangen ist, aber das darf in einem solchen Buch gerne, so sein.

Klar weiß man schon, wie alles letztendlich irgendwie ausgehen wird, denn solche Romane sind immer irgendwie vorhersehbar, aber alles in allem ist es einfach ein tolles und sehr gelungenes Buch, das mit vielen Emotionen daher kommt, aber auch einfach nur Spaß macht.

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schlüssel, magie, fantasy

Rauer Donnerstag

Garth Nix , Axel Franken
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 25.05.2010
ISBN 9783404206209
Genre: Fantasy

Rezension:

Mit den Donnerstag ist man im vierten Band der Reihe um die Schlüssel zum Königreich und Arthur Penhaligon. Nach seinem vorangegangenen Abentuer in der Grenzsee und dem Zusammentreffen mit Lady Mittwoch versucht Arthur mal wieder das Haus zu verlassen und in seine Welt zurück zu kehren, kann dies aber nicht, da ein Nichtling, seinen Platz eingenommen hat und er dann zu allem Überfluss auch noch in die Armee des Hauses in der vierten Ebene einberufen wird. Wieder ist die Ebene des Hauses wieder ganz speziell und stellt sich dieses mal als sich bewegendes und veschiebendes Labyrinth da, ein wenig, wie man es aus dem Spiel "Das verrückte Labyrinth" kennt.

Für mich spannend, Arthur wird in die Armee seines Gegners und Treuhänders des vierten Schlüssels Sir Donnerstag einberufen und da er von allen für ein Kind des Pfeifers gehalten wird, verfahren sie mit ihm, wie sie es mit all diesen Kindern zu bestimmten Zeiten machen und Arthur wird der Kopf gewaschen wodurch er zeitweise seine Erinnerungen verliert und nicht mehr wirklich weiß, wer er eigentlich ist. Dieser Aspekt macht diesen vierten Teil der Reihe wieder ganz besonders spannend, da man sich immer wieder fragen muss, ob Arhur die Chance hat, dass die Erinnerung daran wer er ist und was er alle erlebt hat jemals zurück kehr. Ebenso, wie es ja auch die Mission gefährdet, da er ja weiterhin den vierten Teil des Vermächtnisses finden und den Schlüssel an sich bringen müsste.

Auch die Geschehnisse rund um Blatt und den Doppelgänger außerhalb des Hauses sind wieder sehr interessant. Dazu kommt noch, dass weitere neue Wesen hinzu kommen und mancher Charakter, dem man gewisse Dinge nie zugetraut hätte, sich dann doch als jemand anderes entpuppt, als ich jemals erwartet hätte. Arthur gerät durch seinen Einsatz in der Armee auch in noch größere Gefahren, als in den anderen Bänden bisher, was die Spannung gleich noch ein wenig erhöht.

Ich muss erhlich gestehen, dass ich diese Reihe richtig gelungen finde, besonders auch, da Garth Nix verdammt viel Phantasie haben muss, um sich dies alles so gut auszudenken.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

jugendfantasy, schlüssel, arthur_penhaligon

Kalter Mittwoch

Garth Nix , Axel Franken
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 09.11.2009
ISBN 9783404206094
Genre: Fantasy

Rezension:

Der dritte Band der Reihe um Arthur Penhalgion und die Schlüssel zum Königreich und eindeutig einer, der anders ist, als seine beiden Vorgänger, was wohl an Kalter Mittwoch liegt. Mittwoch ist ein bisschen anders, als die beiden Wochentage zuvor, denn auch wenn Montag nicht der enthuiastischste war und Dienstag doch ein ziemlich übler Gesell, ist Mittwoch irgendwie so ganz anders. Zu tief kann ich da nicht in die Analyse gehen, da ich dann wohl ein bisschen zu viel über diesen Band verraten würde.

Wie auch schon die anderen Bände um Arthur und seine Reise durch das Haus, um die Schlüssel zu erlangen und die bösen Treuhänder, die sich nach Wochentage benannt haben, zu besiegen, ist dieser Band wieder mit einigen sehr humorvollen Stellen gespickt, dabei aber auch wieder sehr spannend und interessant. Allein schon da die Grenzsee im Haus wieder ein ganz besonderer Ort ist, genau, wie sich eigentlich alle Orte im Haus durch sehr spezielle Eigenschaften auszeichnen.

Anders, als in den ersten beiden Bänden wird diesmal jedoch nicht nur Arthur ins Haus befördert, sondern mit Blatt, einer Freundin, noch ein weiterer Mensch. Im Verlauf der Erlebnisse in der Grenzsee lernt man noch einige Charakter, wie Dr. Scramendos kennen, bei denen man das Gefühl bekommt, dass sie noch eine etwas größere Rolle bei allem spielen könnten und ich muss ehrlich sagen, das Vermächtnis wird mit jedem Band ein wenig anstrengender. Dabei sind aber einige der Geschöpfe, die auftauchen wieder einfach nur genial, wie die erhobenen Ratten, die vom Pfeifer in das Haus gebracht wurden.

Die Grenzsee ist auf jeden Fall ein Handlungsort, den ich genial ausgearbeitet finde und vor allen Dingen auch Lady Mittwoch ist ein richtig interessanter Charakter. Besonders einige ihrer Handlungen zum Ende dieses Bandes hin haben mich sehr fasziniert und teilweise auch arg überrascht.

Ich muss ehrlich sagen, dass es sich sehr lohnt diese Reihe zu lesen und ich richtig Spaß mit ihr habe.

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Die Beutelschneiderin

Helga Glaesener
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2016
ISBN 9783548613109
Genre: Historische Romane

Rezension:

Für alle, die den Titel eventuell ein bisschen verwirrend finden, da sie dem mittelalterlichen Sprachgebrauch nicht so nahe stehen, es handelt sich bei einer Beutelschneiderin bzw. einem Beutelschneider um einen Taschendieb, nicht um eine Person, die Beutel schneidert.

Was mir sehr gefallen hat, ist diese Kombination aus Krimi und historischem Roman, die sich in diesem Buch bietet, da ich selbst einfach sehr gern Krimis lese und zudem auch noch die Geschichte interessant finde. Dabei ist es hier einfach zu gut kombiniert, dass man einen großen Spannungsbogen über das Buch hinweg hat und die Dinge, die noch so alle rund um die titelgebende Beutelschneiderin Cressi und den Geistlichen David, der ihr zur Rettung wird, geschieht und zudem viel zu den Missständen und allgemeinen Begebenheiten dieser Zeit erfährt. Gerade auch die Zeit um 1522, während der Bauernkriege ist eine, von der ich bisher seltener gelesen habe, bzw. bei der nie so direkt darauf hingewiesen wurde, die ich aber auch sehr spannend von der allgemeinen Ausgangslage her empfinde. Von daher hat das Buch einfach schon viele Punkte, die es für mich sehr interessant und auch spannend machen.

Zudem lebt die Geschichte auch einfach davon, dass Cressi und David zwar zwei sehr unterschiedliche, mir aber sympathische Charaktere sind. Vor allen Dingen auch Cressi ist einfach sehr authentisch. Ich kann einfach alle ihre Handlungen und Gedankengänge so gut nachvollziehen und wenn man bedenkt, wei schwer das Leben damals teilweise ist und was ihr so alles widerfährt, muss man schon sagen, dass sie auch ein Charakter ist, den man ziemlich bewundern kann.

Für mich ein wirklich gelungener Roman, der beim Lesen viel Spaß macht, bei dem man noch einiges über die Zeit um 1522 rund um Nürnberg lernen kann und der zudem wirklich spannend ist und auch, wenn man sich manchmal ein wenig wundert, was für Handlungen mancher Charakter da durchführt, da man zunächst den Sinn und Zweck nicht direkt erkennen kann, macht am Ende alles Sinn, ist logisch nachvollziehbar und man lernt immer mehr zu verstehen, welche Motive hinter einzelnen Handlungen stehen.

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

roman, verrat, susan mallery, blackberry island, alkohol

Wie zwei Inseln im Meer

Susan Mallery , Valerie Schneider
Flexibler Einband: 415 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 15.08.2016
ISBN 9783959670364
Genre: Romane

Rezension:

Bisher kannte ich von Susan Mallery hauptsächlich die »Fools Gold«-Reihe und muss gestehen, dass diese so gar nicht meinem Geschmack entspricht. Jedoch hatte ich gehört, dass dieser Roman vom Stil her doch ein ganz anderer sein soll und dadurch entschied ich, dass ich es nochmal mit der Autorin versuchen würde.

Diese Entscheidung bereue ich jetzt im Nachhinein nicht, denn Susan Mallery kann wirklich auch gute Bücher schreiben, die nicht nur albern und vollkommen an den Haaren herbeigezogen sind, denn dieses Drama hier ist einfach nur schön geworden. So ganz habe ich zwar zu Beginn nicht verstanden, was das genaue Problem von Michelle mit Carly ist, hat ja eigentlich Michelle Carly mit deren Verlobten betrogen und umgekehrt, aber da das, wie man schnell merkt nicht das einzige Problem zwischen den beiden Frauen und vor allen Dingen vom Roman im Allgemeinen ist, hat mich das nicht weiter gestört, bzw. habe ich es einfach hingenommen, dass die Menschen manchmal seltsame Gedankengänge haben. Der Inn, den die beiden Frauen zusammen betreiben und auch die Insel auf der er liegt, sind so schön beschrieben, dass ich auch gern mal dort zu Besuch wäre. Ich glaube, es würde mir da gefallen, es wirkt alles so idyllisch.

Die Probleme Michelles sich wieder in das normale Leben einzugewöhnen, vor allen Dingen mit der Verletzung und der Situation, aus der diese entstanden ist, heraus, sind einfach toll beschrieben und ich finde es sehr plastisch, wie wenig sie mit lauten Geräuschen klar kommt, die sie an Explosionen erinnern etc. Auch, dass sie gewisse Wege sucht, um mit allem klar zu kommen, die vielleicht nicht die besten, aber einfachsten sind. Ich finde die ganze Szene einfach sehr realistisch und vor allen Dingen auch emotional stimmig erzählt. Ebenso, auch alles rund um den Inn und wie sie diesen versuchen zu retten, da sie ja kurz vor etwas wie der Insolvenz stehen. Wie Carly und Michelle sich dann immer wieder annähern müssen, auch Carlys Tochter Gabby eine wichttige Rolle spielt und weitere Charakter mieser oder sympathischer Natur auftauchen und eine Rolle spielen, ist einfach so angenehm harmonisch gelöst, dass es Spaß macht das Buch zu lesen.

Vor allen Dingen auch das Ende finde ich sehr gelungen und auch den Weg dort hin. Es ist einfach ein wundervoll lockeres Buch mit trotzdem einigem an Tiefgang, das mir ganz viel Spaß gemacht hat und mir zeigen konnte, dass Susan Mallery doch auch gute Bücher schreiben kann, wenn sie nur etwas ernster und realistischer sind als ihre bekannteste Serie.

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1.862 Bibliotheken, 55 Leser, 6 Gruppen, 295 Rezensionen

thriller, psychothriller, sebastian fitzek, fitzek, das paket

Das Paket

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Droemer, 26.10.2016
ISBN 9783426199206
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die letzten beiden Thriller, die von Sebastian Fitzek erschienen sind, waren in meinen Augen nicht so gut, wie einige ältere Werke von ihm. »Das Paket« jedoch reiht sich eher wieder bei den älteren Werken ein und ist für mich wieder deutlich gelungener.

Allein schon den Prolog von »Das Paket« finde ich einfach sehr interessant, auch wenn man lange nicht direkt sagen kann, was dieser Part wirklich mit der restlichen Handlung zu tun hat, auch wenn es einem ein wenig die Persönlichkeit der Protagonistin als Kind näher bringt und man selbst als Leser auch in gewissen Dingen einen Verdacht hegen kann.

Später dann finde ich es, auch gerade trotz der wenigen Seiten, sehr gekonnt gemacht, wie man die Verwandlung Emmas, von einer eher taffen Frau zu der verängstigten und unsicheren Person erlebt, die sie durch ihr Erlebnis im Hotel wird. Spannend dabei, schon kurz nach dieser Begebenheit und diverser Dinge über Emma, die man auch direkt durch ihre Gedankenwelt erfährt, beginnt man sich zu fragen, was ist Einbildung, was ist Wahrheit. Für einen Psychothriller immer sehr gelungen, wenn man sich auch als Leser nie so richtig sicher sein kann, ob die Dinge nur in der Vorstellung bzw. Phantasie eines Charakters so vorgekommen sind oder ob sie tatsächlich real sind. Noch eindrücklicher wäre es wohl gewesen, wenn der Thriller auch aus der Ich-Perspektive von Emma erzählt würde, denn dann kann man als Leser meist noch weniger Wahn und Wirklichkeit auseinander halten, aber auch so schon ist es sehr gelungen. Vor allen Dingen auch, wie Emma sich dann zu gewissen Zeiten überwinden muss, über ihren eigenen Schatten zu springen bzw. ihre Angst zu besiegen.

Für mich ein sehr gelungener Thriller, der so einige interessante Wendungen macht, bei dem ich mir aber grundsätzlich durch eine Sache sehr früh einer gewissen Vermutung bewusst war, die zumindest Emma selbst betroffen hat. Zu Ermitteln, ob es einen Täter gab und falls ja, wer dieser sein könnte, fiel mir dabei schon deutlich schwerer. Von daher, durchaus gelungen, auch wenn mancher Zaunpfahl etwas kleiner hätte sein dürfen.

Ebenfalls erwähnenswert finde ich das Cover, bzw. die allgemeine Aufmachung des Buches, die ich in Kombination mit dem Titel einfach nur genial finde!

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