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203 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

thriller, schnee, berlin, rache, beute

Still

Zoran Drvenkar
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Eder & Bach, 01.09.2014
ISBN 9783945386002
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mika Stellar ist eigentlich Lehrer aber er hat ein Geheimnis. Er möchte Teil einer Gruppe von Männern werden, Männer die Dinge tun, für die die Gesellschaft kein Verständnis hat. Mika möchte zu ihnen gehören und er tut alles dafür. Er erzählt ihnen, dass er den Hunger spürt, den Hunger nach seiner eigenen Tochter. Es dauert nicht besonders lange bis er sie überzeugen kann und er zu ihnen gehört. Sie testen ihn, sie führen ihn hinters Licht und irgendwann trauen sie ihm. Und das ist genau das was Mika Stellar will. Doch Mika Stellar ist nicht Mika Stellar und was die Männer eigentlich tun übersteigt alles was man sich vorstellen kann.

“Still” ist der neue Thriller von Zoran Drvenkar, dem Mann mit dem unaussprechlichen Namen, der zu den besten Thriller-Autoren zählt, den Deutschland zu bieten hat. Nach “Sorry” und “Du” erscheint am ersten September sein neuer Thriller “Still”. Nachdem “Sorry” den Friedrich-Glauser-Preis erhalten hat und “Du” mit einer interessanten und außergewöhnlichen Erzählperspektive aufwarten konnte, ist die Erwartungshaltung an “Still” entsprechend hoch.

Außergewöhnlich ist in jedem Fall die Art und Weise wie “Still” verlegt wird. Der Verlag “Eder&Bach”, in dem der Thriller erscheint, wurde erst vor kurzem ins Leben gerufen. “Still” ist der erste Titel der bei Eder&Bach erscheint. Hinter dem Verlag stecken Klaus Fuereder und Felix Grisebach, ihres Zeichens Marketingprofi und Literaturagent. Ziel ist es wenige Toptitel im Jahr zu veröffentlichen und diese mit gezieltem und umfassendem Marketing aus der Masse der Veröffentlichungen herausstechen zu lassen.

Aber worum geht es im Buch?
Mika Stellar ist nicht der für den er sich ausgibt, denn er investiert seine Zeit in die Aufspürung einer gewissen Gruppe von Menschen, die mit der Entführung seiner Tochter zu tun haben. Er arbeitet sich Stück für Stück an sie heran und glaubt, dass er es schafft in ihren Kreis einzudringen und sie und ihre Vorgehensweise zu studieren. Langsam versucht er sie zu unterwandern und herauszufinden was mit seiner Tochter passiert ist.
Außerdem lernt man Lucia kennen, ein Mädchen, das es geschafft hat aus den Fängen der Männer zu entkommen. Seitdem hat sie kein Wort mehr gesprochen und niemand weiß was mit ihr passiert ist, wo sie festgehalten wurde oder wer es getan hat.
Und man lernt die Männer kennen, die Männer die den Hunger verspüren und wissen wie sie ihn kontrollieren können. Die gelernt haben damit umzugehen und damit zu leben, weil sie wissen was Leben bedeutet.

Ziemlich genial ist, dass das Buch aus drei verschiedenen Erzählperspektiven geschrieben ist. Zum einen aus der Ich-Perspektive, dabei lernt man die Welt aus den Augen von Mika kennen und fühlt und erlebt mit ihm die Geschichte. Zum anderen aus der Du-Perspektive, hier erzählt Mika über Lucia und Stück für Stück erfährt der Leser so mehr über das Schicksal des Mädchens. Die dritte Perspektive ist die Sie-Perspektive, in der die geheimnisvollen Männer beschrieben werden, die die Kinder entführen. Hier erfährt der Leser nur kryptisch und sehr langsam den wahren Hintergrund der Geschichte.

Diese dreigeteilte Erzählperspektive, der flüssige Schreibstil und die gute Story machen das Buch zu etwas ganz besonderem. Die Spannung die durch die Teilung in die verschiedenen Perspektiven entsteht ist unglaublich und lässt einen das Buch kaum aus der Hand legen. Immer wieder glaubt man, man hätte das Buch durchschaut und wüsste um was es geht und immer wieder wird man völlig überrascht von den Wendungen, den neuen Details, den Puzzleteilen, die sich langsam zu einem Bild zusammenfügen.
Und dann der Schluss, der dem ganzen nochmal die Krone aufsetzt und mit einem ordentlichen Knall und einem Aha-Effekt endet und einen sprachlos zurücklässt.

Zoran Drvenkar ist wieder ein außergewöhnliches Buch gelungen. Für mich ist “Still” eindeutig das Buch des Jahres und ich prophezeie, dass es einschlagen wird wie eine Bombe.

Von mir gibt es volle Punktzahl und eine eindeutige und nachdrückliche Leseempfehlung!


Mehr Rezensionen unter www.thrillerkiller.de

  (6)
Tags: buch des jahres, genia, lesetip, spannen, thriller, volle punktzahl   (6)
 

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196 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

thriller, berlin, religion, faris iskander, krimi

40 Stunden

Kathrin Lange
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 20.01.2014
ISBN 9783442381296
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, reporter, internet, rachel walling, zeitung

Sein letzter Auftrag

Michael Connelly , Sepp Leeb
Fester Einband: 493 Seiten
Erschienen bei Heyne HC, 21.02.2011
ISBN 9783453266452
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jack McEvoy ist seit 20 Jahren Reporter für die L.A. Times und zuständig für das Polizeiressort, doch ein neuer Besitzer ist dabei das Blatt umzustrukturieren. Genau 100 Redakteure sollen entlassen werden. Bisher bleib Jack verschont, doch nun hat es ihn auch erwischt. Nummer 99. Knapp vorbei ist eben auch daneben. Zu allem Überfluss soll er auch noch seine junge Nachfolgerin anlernen, was ihm zwar zusätzlich 2 Wochen Arbeit und Gehalt bringt, aber doch irgendwie demütigend erscheint.

Jack lässt sich darauf ein, doch er will seinen Posten nicht einfach so verlassen, er will mit einer letzten großen Story aussteigen. Eine Story die ihm ohne Zweifel einen Preis bringen wird und dann werden die Bosse schon sehen wen sie da gefeuert haben.

Jack möchte die Story über einen angeblich zu Unrecht inhaftierten Jugendlichen aufklären, der laut Polizei eine junge Frau ermordet und in den Kofferraum des Wagens gepackt haben, den er dann auf einem einsamen Parkplatz abgestellt hat. Dabei stößt er auf einen ähnlichen Mord in Las Vegas. Beide Opfer wurden mit Plastiktüten erdrosselt und danach in den Kofferraum ihres Wagens gelegt. Jacks Nachfolgerin soll in der Zeit die Arbeit im Ressort übernehmen, damit sich Jack voll und ganz auf die Story konzentrieren kann. Doch die eifrige junge Journalistin hält sich nicht an die Abmachung und recherchiert auf eigene Faust. Dabei stößt sie auf eine seltsame Homepage über Kofferraum-Morde. Doch Beide ahnen nicht, dass sie damit den wahren Mörder auf ihre Spur gebracht haben und nun ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn der wahre Täter verfügt über deutlich mehr Mittel und Wege, als man es eigentlich für möglich halten könnte.

Michael Connelly ist nicht irgendwer, auch wenn dieses Buch mein Connelly-Debüt war. Er wurde schon mit dem begehrten und renommierten “Edgar Award” ausgezeichnet und so kann man schon ein gewisses Niveau erwarten.

Man wird auch nicht enttäuscht, denn die Story ist sehr gut. Ein alter abgehalfterter Journalist, früher erfolgreich und mit Preisen ausgezeichnet, heute nur noch für einige Meldungen irgendwo im Innenteil der Zeitung gut, soll eine junge aufstrebende und deutlich billigere Journalistin anlernen, die dann seinen Platz übernimmt. Absolut demütigend. Man kann richtig mit dem armen Kerl mitfühlen. Das der Auftritt der jungen Mitarbeiterin aber von so kurzer Dauer sein wird hat mich dann doch etwas überrascht und schockiert, aber das war gut so. Damit weicht Connelly von den üblichen, mittlerweile ausgetrampelten, Pfaden ab und die Story entwickelt sich völlig neu. Dabei wird die Arbeit des Journalisten sehr realistisch dargestellt und nichts wird beschönigt.

Es ist ein Thriller voller Tempo, Action und Spannung, wenn auch etwas unheimlich wenn man sich die Frage stellt, ob eine solche Art der Opferwahl denn wirklich möglich wäre. Der Journalist Jack McEvoy wird zu keiner Zeit als übermächtiger Superheld dargestellt, ist aber sicher auch kein klassischer Antiheld.

Deshalb von mir 4 von 5 Sternen!

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

geheimdienst, verschwörung, schuld, flucht, thriller

Tödlicher Fehler

Gregg Hurwitz , Wibke Kuhn
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 09.02.2011
ISBN 9783426197882
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nick Horrigan hat eine belastende Vergangenheit mit der er nur schwer klar kommt. Er hat sich mit seinem Leben allerdings mittlerweile arrangiert, hat bis vor kurzem für eine Hilfsorganisation gearbeitet und lebt in einer kleinen gemütlichen Wohnung. Doch eines Tages holt in die Vergangenheit wieder ein, als der Secret Service in der Nacht sein Haus stürmt und ihn zu einer Bombendrohung in einem Atomkraftwerk bringt. Der Terrorist möchte explizit mit Nick sprechen. Der Secret Service schickt Nick zu ihm und stattet ihn mit einem Handy aus, dass er dem Terroristen für Verhandlungen überreichen soll, doch der angebliche Terrorist stellt sich als ungefährlich heraus. Er war ein Bekannter von Nicks Stiefvater, der ebenfalls Secret Service Agent war, und vor vielen Jahren ermordet wurde. Nick fühlt sich noch heute dafür verantwortlich. Von Charlie, dem angeblichen Terroristen erhält er einen Schlüssel für ein Schließfach in dem Nick viel über seinen Stiefvater, seine Ermordung und eine Geschichte finden wird, die den Präsidenten der Vereinigten Staaten betrifft.

Noch bevor Nick weitere Fragen stellen kann, detoniert ein Sprengsatz im Handy, dass Nick mitgebracht hat, tötet Charlie und verletzt Nick schwer. Verwirrt von den Informationen und geschockt von den Ereignissen ist sich Nick nicht sicher was er tun soll und wem er trauen kann. Soll er der Geschichte auf den Grund gehen? Will er das überhaupt? Wird er sich danach besser fühlen? Nick entscheidet sich den Hinweisen nach zu gehen, doch damit zieht er auch die Aufmerksamkeit einiger Agenten auf sich, die verhindern möchten, dass die geheimen Informationen ans Licht kommen. Ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem Secret Service und Nick beginnt und mit Hilfe seiner Ex-Freundin und seiner Mutter versucht Nick nicht nur zu überleben, sondern auch herauszufinden wer seinen Stiefvater ermordet hat, warum er sterben musste und was dies alles mit seinen gefunden Informationen zu tun hat.

Tödlicher Fehler ist eine sehr gut gelungene, temporeiche Mischung aus Polit- und Agententhriller, die zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. Nick Horrigan ist einem von Anfang an sympathisch. Mit seiner paranoiden Art und dem bisher gescheiterten Leben stellt Hurwitz ihn als einen Verlierertyp dar, der von Schuldgefühlen zerfressen, bisher immer nur vor Schwierigkeiten davon gelaufen ist. Diesmal packt er es aber an, wenn er auch oft kurz davor steht alles hinter sicher zu lassen. Das macht ihn unheimlich sympathisch und man hofft für ihn, dass er es schafft den Geheimnissen auf den Grund zu gehen.

Die ganze Story ist sehr spannend und man weiß am Anfang nicht wie man die ganzen Hinweise einzuordnen hat. Trotzdem war mir der Schluss dann doch etwas zu vorhersehbar, was angesichts des sonst unheimlich spannenden Buches etwas schade ist. Insgesamt liest es sich aber sehr gut und flüssig. Gregg Hurwitz hat einen angenehmen Schreibstil und schafft es auch trockene Politthemen spannend unterzubringen. Insgesamt für mich ein sehr gutes Buch, wegen des etwas schwachen Endes dann aber nur 4/5 Sternen.

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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

unterhaltung, christoph wittmann, martin semesch, england, spannung

Schwarz / Weiß. Der Tod hat zwei Gesichter

Martin Semesch , Christoph Wittmann
Flexibler Einband: 182 Seiten
Erschienen bei Acabus Verlag, 01.02.2011
ISBN 9783862820009
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Grauenhafte Morde passieren in London. Ein verrückter Mörder richtet Frauen aus dem Rotlicht-Milieu bestialisch zu und legt sie dann in dunklen Seitengassen ab. Detective Sergeant Duncan McGregor und sein Partner beginnen dem ganzen auf den Grund zu gehen, doch nach 2 Morden scheint der Täter nicht mehr aktiv zu sein. Vielleicht also doch ein verschmähter Liebhaber oder ein unzufriedener Freier? Nach 2 Wochen beginnen die Morde erneut und diesmal wird einem Report, der schon lange Zeit tief im Alkoholsumpf steckt, ein Brief zugespielt in dem der Mörder sich zu den Morden äußert. Nun nimmt sogar Duncans Vorgesetzter Carlyle die Sache ernst. Doch je mehr die Ermittlungen voranschreiten, desto mehr gerät Duncans Partner in Verdacht, denn er bewegt sich, seit seine Frau ihn verlassen hat, genau in den Vierteln in denen die Morde begangen wurden und neben einer der Frauenleichen wird ein Kondom mit seinem Sperma gefunden und seine Fingerabdrücke sind auf der Leiche. Ist tatsächlich ein Polizist der Serienkiller? Duncan beginnt mittlerweile selbst zu zweifeln. Inzwischen hat sich Duncan in die hübsche Ehefrau seines Chefs verliebt, die ihren Mann für ihn verlassen will. Aber erst nachdem sie den Köder für den Ripper gespielt hat. Doch dann geschieht das Unfassbare…

Ein Buch weitab von Bestsellerlisten und geschickten Marketingfeldzügen. Ein Buch mit lediglich 182 Seiten und simplem Layout. Ein schlechtes Buch? Ganz und gar nicht!

Ich war wirklich sehr positiv überrascht. Eigentlich konnte ja eigentlich nichts schief gehen. Das graue, triste und neblige London, die Morde von Jack The Ripper im Hinterkopf und 2 Detectives mit vielen Problemen. Die beiden Österreicher beschreiben auf eine Art und Weise die Morde, dass man Gänsehaut bekommt, ohne dabei geschmacklos zu werden. Die Probleme der Detectives sind ebenfalls gut dargestellt und stören die Story nicht im geringsten. Etwas länger hätte die Geschichte dann aber doch sein dürfen. Den Reporter hätte man noch ein wenig länger in die Geschichte einbauen können, denn der ist mir etwas zu schnell gestorben. Auch die Vorgehensweise des Mörders hätte man etwas detaillierter beleuchten können. Warum sucht er sich diese Frauen aus? Woher weiß er so viel über sie? Wie sucht er sie? Zufall? Hat er einen Plan? Das Ende und damit die Auflösung hingegen ist sehr gut gelungen. Die Beiden haben mich mehr als einmal aufs Glatteis geführt, als ich dachte, dass der Mörder ja der und der sein muss und dass das ganze dann ja recht vorhersehbar war. War es nicht!

Was mich am Anfang des Buches ein wenig gestört hat, waren die abgehackten Sätze. Mich hat man in der Schule immer vor so etwas gewarnt, weil es unsauber klingt. Ich hatte allerdings das Gefühl, dass es gegen Ende des Buches immer besser wurde. Vielleicht habe ich aber auch in meinem Kopf statt der Punkte einfach ein Komma gesetzt und so darüber gelesen, wie es sich für mich richtig angehört hat.

Mein Fazit ist: nicht abschrecken lassen von dünnen Büchern, einfachem Layout oder unbekannten Namen. Es war ein wirklich kurzweilige Vergnügen und nahm lediglich die Zugfahrt von Wien nach Salzburg in Anspruch! Es lohnt sich oft mehr als man glaubt und wer weiß, vielleicht findet man diese Namen bald auf den Bestsellerlisten?!

Für mich ganze 4/5 Sterne!
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89 Bibliotheken, 0 Leser, 6 Gruppen, 21 Rezensionen

thriller, brandanschläge, club der ermittlerinnen, san francisco, lindsay boxer

Die 7 Sünden

James Patterson , Leo Strohm (Übers.)
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Limes, 20.07.2009
ISBN 9783809025504
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Grausame Morde beschäftigen Lindsay Boxer und Rich Conklin vom San Francisco Police Department. Mehrere Ehepaare werden tot in ihren verbrannten Häusern vorgefunden. Ermordet, wie sich schnell herausstellt, denn an Händen und Füßen finden sich noch Reste von Klebeband. Am Tatort wird jedes mal ein Buch gefunden in das lateinische Sprüche gekritzelt wurden. Kurzzeitig fällt der Verdacht auf den Brandursachenermittler Chuck Hanni, doch schnell stellt sich heraus, dass es mehr als ein Täter gewesen sein muss.

Gleichzeitig verhandelt Yuki, eine junge Staatsanwältin und gute Freundin von Lindsay, den Fall um den verschwundenen Michael Campion. Der Junge aus reichem Hause wurde mit einem Herzfehler geboren und sein Leben wurde von den Medien begleitet, in der Hoffnung ein Heilmittel für sein Leiden zu finden. Bis er plötzlich spurlos verschwand. Ausgerechnet die junge Prostituierte Junie Moon, mit mädchenhaftem Aussehen und einem unschuldigen Gesicht, soll die letzte Person gewesen sein die Michael lebend gesehen hat.

Lindsay und Conklin vernehmen Junie und nachdem sie auf Junies Wunsch hin die Kamera im Vernehmungsraum abschalten, gesteht sie, dass Michael in ihren Armen gestorben ist und sie ihn danach gemeinsam mit ihrem Freund in ihrer Badewanne zerstückelt und entsorgt hat. Das Problem nur, vor Gericht streitet Junie alles ab und widerruft ihr Geständnis. Damit hat Yuki ein Problem, denn sie hat nichts außer Junies Geständnis gegen sie in der Hand.

Weder Lindsay noch Yuki ahnen in welch großer Gefahr sie schweben und dass sich selbst ein netter und berühmter Mann, als gefährlich herausstellen könnte. Und auch im Fall der verbrannten Ehepaare läuft plötzlich alles schief.

Mein erster Patterson und damit wieder einmal ein Lesedebüt für mich. Lange Zeit habe ich mich gegen diverse Buchserien gewehrt, doch irgendwie kommt man nicht drum rum. Mit 7 Sünden steige ich irgendwo zwischendrin in der Serie um die Ermittlerin Lindsay Boxer und den Woman’s Murder Club ein.

Besonders aufgefallen ist mir, dass James Patterson erstaunlich “einfach” schreibt. Oftmals ist es so, dass man ein wenig Mühe hat mit dem Schreibstil des Autors klar zu kommen. Man stolpert manchmal einfach über gewisse Formulierungen oder auch den Satzbau. Das war bei Patterson niemals der Fall. Auch die Aufteilung in kurze Kapitel von meist nur wenigen Seiten und die Teilung in 3 große Teile trägt zu diesem übersichtlichen Eindruck bei. Die Geschichte war durchweg spannend und auch das Ende war in einem Fall überraschen, im anderen eher schockierend.

Wer allerdings hofft, dass die Stränge am Schluss zusammengeführt werden und sich ein großes Ganzes ergibt, der wird leider enttäuscht. Es handelt sich einfach um 2 Fälle in einem Buch die parallel von den Ermittlern bearbeitet werden.

Das Buch hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Ich schwanke wirklich zwischen 4 und 5 Sternen. Vergleiche ich es mit Arno Strobels Büchern, so empfinde ich Patterson als etwas besser, vergleiche ich allerdings Deavers Schreibstil und Aufbau mit dem von Patterson, so kommen unterm Strich nur 4 Sterne heraus. Ich entscheide mich damit für 4 Sterne, denn es war zwar sehr spannend, unterhaltsam und gut zu lesen, aber zu 5 Sternen fehlt mir einfach noch ein wenig.

Somit: 4/5 Sterne.

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761 Bibliotheken, 9 Leser, 13 Gruppen, 138 Rezensionen

aachen, thriller, mord, psychiater, psychothriller

Das Wesen

Arno Strobel
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.12.2010
ISBN 9783596186327
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kommissar Menkhoff und Seifert arbeiten schon seit mehreren Jahren gemeinsam bei der Aachener Kriminalpolizei. Ihr erster gemeinsamer Einsatz galt einem ermordeten Mädchen. Damals im Fadenkreuz der Ermittlungen war Psychiater Dr. Joachim Lichner. Er wurde von den beiden überführt und verurteilt. Heute, genau 15 Jahre später, werden die beiden Polizisten erneut durch einen anonymen Anrufer auf ein verschwundenes Mädchen aufmerksam. Als sie an der genannten Adresse ankommen treffen sie auf Dr. Joachim Lichner. Sofort beginnen alte Wunde aufzureißen und längst vergessene unbeantwortete Fragen, vor allem bei Kommissar Seifert geraten wieder ans Licht.

Hat Menkhoff damals vielleicht doch Beweismittel gefälscht um Lichner zu verurteilen? Je mehr sie ermitteln, umso näher kommen sie der Wahrheit. Doch als Menkhoffs Tochter entführt wird, beginnt plötzlich alles aus dem Ruder zu laufen.

Menkhoff wird von den Ermittlungen abgezogen, ermittelt aber trotzdem weiter und Seifert muss sich entscheiden, traut er seinem langjährigen Partner oder nicht?

Nachdem ich “Der Trakt” von Arno Strobel gelesen hatte, was übrigens mein erstes Buch von Arno Strobel war, war ich ein wenig enttäuscht. Der Klappentext sprach mich schon damals nicht an und ich habe das Buch mehr oder weniger nur aus Neugier auf den Autoren gekauft. “Der Trakt” war mir zu oberflächlich, zu konstruiert.

“Das Wesen” hat mich allerdings positiv überrascht. Gekauft hätte ich mir das Buch nicht, aber da es mir zum Probelesen zur Verfügung gestellt wurde, habe ich es natürlich dankend angenommen.

Man spürt deutlich, dass sich Strobel für diesen Roman mehr Mühe gemacht hat. Ich habe das Gefühl, dass er deutlich besser recherchiert hat, was er in seiner Danksagung ja auch andeutet. Diesmal schafft er es auch einen verblüffenden Schluss zu kreieren der keine Fragen offen lässt.

Die Zeitsprünge zwischen den ersten Ermittlungen 1994 und denen im Jahre 2009 sind meiner Meinung nach gut gelungen, wenn auch ab und zu ein wenig undurchsichtig, wodurch man aufpassen muss, dass man im eigenen Kopf das erzählte auch der jeweiligen Zeit zuordnet.

Insgesamt bin ich aber positiv überrascht und würde tatsächlich 4/5 Sternen vergeben.

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143 Bibliotheken, 1 Leser, 5 Gruppen, 41 Rezensionen

mord, psychothriller, missbrauch, berlin, pädophil

Die Stille nach dem Schrei

Isolde Sammer , , ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.09.2010
ISBN 9783499253706
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Irenes leben verändert sich schlagartig als ihr Stiefsohn Martin ihren leiblichen Sohn Jonas ermordet, weil dieser angeblich einen anderen Jungen auf brutale Weise ermordet haben soll. Irene ist sich ganz sicher, dass Jonas niemals etwas derart abscheuliches tun könnte und verdächtigt ihren Stiefsohn sowohl den Jungen als auch seinen Halbbruder ermordet zu haben. Die Polizei ermittelt unter der Leitung von Hanno Schneider und Martin wird von der Staatsanwaltschaft angeklagt. Das Gericht verurteilt ihn allerdings nicht wegen der Morde sondern nur wegen Körperverletzung mit Todesfolge und die Strafe war bereits mit der Untersuchungshaft abgegolten. Martin war also wieder frei und ob es Irene gefiel oder nicht, er würde wieder bei ihr einziehen. Doch ist Martin unschuldig? Hat Jonas die schreckliche Tat in der Scheune begangen? Und stimmt es, dass Martins Vater ihn jahrelang missbraucht hat? Irene beginnt Martin beschatten zu lassen, vor allem nachdem dieser eine Freundin findet. Hanno Schneider hilft ihr dabei, doch die beiden haben keine Ahnung mit welcher Art Mensch sie es zu tun haben!

Der Klappentext des Buches gibt nicht viel her und auch die Geschichte an sich ist bis auf wenige Highlights recht unspektakulär. Hätte ich das Buch im Buchladen stehen sehen, hätte ich es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht gekauft. Dabei ist es überhaupt nicht so schlecht wie man Anfangs meinen könnte. Es ist eben einfach nur anders. Das Buch bedient sich einiger Themen die in unserer Gesellschaft meist tabu sind. Da ist der Missbrauch von Kindern, Pädophilen-Chats im Internet und das Thema Homosexualität. Isolde Sammer versucht dabei die Themen auch von der Seite der Täter zu beleuchten, versucht sich in deren Situation zu versetzen. Das ganze ist reichlich unheimlich, stellt man sich vor, dass es Menschen gibt für die Sex mit Minderjährigen etwas gutes ist, die argumentieren, dass Eltern ihre Minderjährigen Kinder in die Sexualität einführen sollten, weil sie ihre Schützlinge doch viel besser kennen und ihnen so unliebsame Erfahrungen nehmen könnten. Eine absolut abscheuliche Argumentation und Rechtfertigung für Pädophilie, allerdings halte ich es durchaus für sogar sehr wahrscheinlich, dass Menschen die so etwas tun genau so denken.

Doch zurück zum Buch. Was Isolde Sammer hier schreibt ist glücklicherweise keine detaillierte Beschreibung pädophiler Taten. Sie beschreibt eher den Weg und die Möglichkeiten, die sich Pädophilen bietet, um an ihre Opfer heranzukommen. Sie schreibt das ganze aus verschiedenen Sichtweisen, wobei es sich im Kern um den Bericht von Tina dreht, der Freundin von Martin, nachdem dieser aus dem Gefängnis kommt. Sie schreibt einen Brief an den Polizisten Hanno Schneider in dem sie ihm erklärt was alles zwischen ihr und Martin vorgefallen ist, wie es zu allem kam und welche Rolle sie dabei gespielt hat. Eine sehr interessante Art und Weise Spannung aufzubauen, denn am Anfang weiß man zwar, dass da am Ende des Buches irgend etwas erschütterndes kommt, aber man weiß nicht was. Gewalt gibt es im Buch kaum. Ganz am Anfang wird ziemlich detailliert auf die Tat in der Scheune eingegangen, aber sonst dreht sich das Buch eher um Martins Entwicklung, die Beziehung zwischen Tina und Martin und die Bemühungen von Irene und Hanno Martin zu stoppen.

Für meinen Geschmack eine Spur zu oberflächlich, eine Spur zu “lasch”. Zu wenig um mir das Gefühl zu geben, dass ich jetzt unbedingt weiterlesen muss. Trotzdem ist das Buch nicht schlecht und bekommt von mir deshalb 3/5 Sternen.

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210 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 18 Rezensionen

thriller, flucht, mord, jeffery deaver, doppelmord

Nachtschrei

Jeffery Deaver , Thomas Haufschild
Flexibler Einband: 508 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 18.10.2010
ISBN 9783442374717
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Brynn McKenzie ist Polizistin einer kleinen Polizeistation in Wisconsin. Als eines Nachts ein mysteriöser Notruf die Polizeistation erreicht, bittet Brynns Chef sie, trotz ihres freien Tages, nach dem Rechten zu sehen. Da sich der Ort, von dem der Notruf abgesetzt wurde, weit abseits befindet und er lediglich das Wort „dies“ enthielt, soll einer der Polizisten der sich am nächsten zur ermittelten Herkunft des Notrufes befindet zur Kontrolle vorbei fahren. Außer Brynn wäre dies nur Eric Munce, der allerdings als Cowboy bekannt ist, weshalb schließlich die Polizistin, die deutlich mehr Erfahrung und Feingefühl hat, den Auftrag übernimmt.

Der Notruf wurde aus einem großen Park weitab aller Ortschaften, aus einem von 3 exklusiven Ferienhäusern in der Nähe eines Sees abgesetzt. Doch als Brynn dort ankommt, findet sie die Besitzer des Ferienhauses tot auf dem Küchenfußboden und zu allem Übel befinden sich die Täter noch ganz in der Nähe. Als die Täter und die Polizistin aufeinander treffen gibt es einen Schusswechsel und Brynn gelingt die Flucht zu ihrem Wagen. Sie wird von den Tätern verfolgt, die weiter mit einer Schrotflinte auf sie feuern. Beim Versuch mit ihrem Wagen zu entkommen stürzt sie in den See, doch glücklicherweise schafft sie es sich aus dem Wagen zu befreien und ans Ufer zu schwimmen. Um den Mördern zu entkommen flüchtet sie in den angrenzenden Wald und trifft dort auf die verstörte Freundin des ermordeten Ehepaares die mit im Haus war aber entkommen konnte, bevor die Mörder auch sie umbringen konnten.

Gemeinsam versuchen sie den Tätern zu entkommen, doch diese lassen sich nicht abschütteln. Eine Hetzjagd durch dichtes Unterholz beginnt und sie laufen um ihr Leben, dabei weiß Brynn allerdings nicht in welcher großer Gefahr sie wirklich schwebt.

Wer meinen Blog regelmäßig liest, wird sicher wissen, dass ich ein sehr großer Deaver-Fan bin. Im Vorfeld zu diesem Buch habe ich viel schlechte Kritik gelesen, bei der vor allem der einfache Plot und die simple Story kritisiert wurde.

Ich persönlich kann diese Kritik allerdings nicht bestätigen. Natürlich ist es nicht eine der originellsten Ideen, doch was Jeffery Deaver daraus gemacht hat ist wieder einmal absolute spitze. Er schafft es einfach in noch so simplen Situationen Spannung aufkommen zu lassen und ist einfach perfekt darin unvorhersehbare Wendungen einzubauen. Mir war bis zum Schluss nicht klar, wer eigentlich hinter dieser ganzen Sache steckt, wer die Fäden zieht und vor allem weshalb. Der Schluss ist unglaublich spannend und überrascht mit ständig neuen Wendungen.

Einen kleinen Kritikpunkt hat es aber dann doch gegeben. Als die beiden Frauen vor den Mördern durch den Park flüchten haben sie diverse Möglichkeit was ihr Ziel und die Wahl ihres Weges dorthin angeht. Die Verfolger der beiden Frauen sehen dabei auffallend oft den nächsten Zug ihrer „Beute“ voraus. Einmal oder auch zweimal ist es vielleicht durchaus realistisch und fällt auch nicht weiter auf, doch im Verlauf des Buches kommt es deutlich häufiger vor.

Allerdings trübt dies auf keinen Fall die gesamte Story. Deaver schreibt unheimlich spannend und „Nachtschrei“ wird so zum echten Pageturner, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich könnte mir auch dieses Buch wieder verfilmt vorstellen und ich bin mir sicher es würde ein guter Film werden.

Ein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch für alle Fans die auf echten Thrill stehen. Punktabzug gibt es wegen der oben angesprochenen Kritikpunkte, allerdings komme ich trotzdem zu einem hervorragenden Ergebnis von 4/5 Sternen.

http://thrillerkiller.wordpress.com

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Tags: brynn mckenzie, erwachsene, gegenwart, thriller, usa, verfolgungsjagd, winsconsin   (7)
 

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132 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

vergewaltigung, psychothriller, folter, profiler, liebe

Seelenmörder

Kylie Brant ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 16.08.2010
ISBN 9783442470778
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Abbie Phillips ist Profilerin einer hochangesehenen Profiler-Agentur. Als in Svannah mehrere Frauen brutal vergewaltigt werden, nachdem ihnen eine Droge injiziert wurde, wird die Profilerin von der Polizei von Savannah angefordert um ein Profil des Vergewaltigers anzufertigen. Ryne Robel, der leitende Ermittler des Falls ist nicht sonderlich begeistert, als er Abbie statt eines zusätzlichen Ermittlers zugeteilt bekommt. Er ist der Meinung, dass ein externer Psychologe nicht besser ist, als ihre eigenen Polizeipsychologen und dass ein zusätzlicher erfahrener Ermittler ihnen behiflicher sein würde.

Trotzdem beginnen die beiden zusammen den Fall zu bearbeiten und je mehr sie sich gegenseitig das Leben schwer machen, umso näher kommen sie sich. Während der Vergewaltiger weiterhin frei rum läuft taucht plötzlich auch noch Abbies Schwester in Savannah auf und macht ihr das Leben schwer. Sie ist psychisch labil und sollte eigentlich Medikamente nehmen, die sie jedoch absetzt, was den Umgang mit ihr nicht gerade vereinfacht.

Die Beziehung zwischen Abbie und Ryne wird immer intimer und es entwickelt sich eine heiße Affäre. Durch einen Tipp kommen sie dem Vergewaltiger immer mehr auf die Spur doch keiner der beiden ahnt, dass sich Abbie damit in allergrößte Gefahr begibt.

Kylie Brant schreibt eigentlich romantic suspense und legt mit „Seelenmörder“ ihren ersten Thriller vor. Leider merkt man das im ganzen Buch…die Story dreht sich zu 70% um die Beziehung zwischen Ryne und Abbie und die Beschreibung ihrer romantischen Aktivitäten und ihrer Gefühle zieht sich dabei über zig Seiten. Nichts für Leser die auf harte Action oder atemberaubenden Thrill stehen, denn von der Hauptstory, nämlich der Suche nach einem Vergewaltiger bekommt man fast nichts mit. Sie läuft leider eher beiläufig und es mag durchaus sein, dass die Ermittlungen in der Realität so zäh verlaufen, aber in einem Buch, dass mich unterhalten soll ist die Geschwindigkeit eher einschläfernd. Viel zu viel Seiten werden damit verschwendet zu beschreiben welche emotionalen Schwierigkeiten Abbie mit Ryne und ihrer Schwester hat und dabei vergisst Kylie Brant leider den Thriller zu entwickeln. Die Story hätte durchaus Potential, wenn man den Handlungsstrang besser entwickelt hätte und viel mehr über den Vergewaltiger und seine Pläne geschrieben hätte, hätte daraus durchaus ein guter Thriller werden können. So wirkt alles sehr konstruiert und das Ende ist meiner Meinung nach sehr dürftig, viel zu schnell und zu durchsichtig. Wer das Buch zu Ende liest wird wissen was ich meine. Insgesamt hat mich dieses Buch mehr als enttäuscht. Ich gebe zu, dass ich es in mehreren Etappen gelesen habe und ich finde dass es dann schwierig ist richtig in ein Buch reinzufinden, trotzdem kann ich meine Enttäuschung nicht nur darauf zurückführen. Aufgrund dessen, kann ich dem Buch leider nur eine schlechte Wertung geben, vergebe aber für den guten Willen noch 1/5 Punkten. Wer auf viel Emotionen und Liebeskram steht, der ist hier genau richtig. Wer es hart und atemberaubend spannend braucht, der sollte um dieses Buch einen großen Bogen machen!

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(232)

346 Bibliotheken, 3 Leser, 6 Gruppen, 85 Rezensionen

thriller, serienmörder, ohio, amisch, kate burkholder

Die Zahlen der Toten

Linda Castillo , Helga Augustin
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.09.2010
ISBN 9783596184408
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kate Burkholder ist die neue Polizeichefin von Painters Mill, einem verschlafenen kleinen Nest in Ohio. Sie gehörte früher der Glaubensgemeinschaft der Amish an, von denen sehr viele in Painters Mill leben und die das einfache Leben bevoruzugen, bevor sie dem Glauben den Rücken kehrte und aus der Gemeinschaft verbannt wurde.
Eines Abends wird die Leiche einer Frau im Schnee auf einem Feld entdeckt. Sie wurde nicht nur brutal zugerichtet und misshandelt, sonder der Killer hat auch sein Markenzeichen zurückgelassen, eine römische Zahl eingeritzt in den Unterleib der Toten. Kate muss den Mörder finden, denn diese Morde erinnern stark an einige Morde die bereits vor 16 Jahren in Painters Mill stattgefunden haben. Damals wurden ebenfalls Frauenleichen mit Einritzungen im Unterleib gefunden, doch damals war Kate Burkholder noch ein Kind und die Morde haben plötzlich aufgehört. Kate weiß allerdings mehr über die Morde als sie vorgibt zu wissen und so versucht sie alles mögliche um den Täter so schnell es geht zu fassen. Nicht nur, um weitere Morde zu verhindern, sondern auch, um sich und ihre Familie zu schützen. Sie möchte deshalb keine externen Ermittler zum Fall hinzuziehen, der Bürgermeister und die Stadträtin fordern aber hinter ihrem Rücken Verstärkung beim Büro des Sheriffs und des BCI, dem Bureau of Criminal Identification and Investigation von Ohio, an. Das setzt Kate stark unter Druck, denn sie muss um jeden Preis versuchen ihr Geheimnis zu wahren. Sie hat allerdings nicht mit der Hartnäckigkeit des BCI Ermittlers gerechnet, dessen Ermittlerinstinkt ihm sagt, dass irgendetwas an Kate faul zu sein scheint. Zu allem übel verlieben sich die beiden auch noch und es wird immer schwerer für Kate die Wahrheit zu verbergen. Währenddessen gehen die Morde ungehindert weiter, doch niemand ahnt dass der Mörder allen näher ist als sie glauben.

Diese Buch war eines der wenigen, dass meine Freundin tatsächlich auch mal zu Ende gelesen hat. Schon nach den ersten Seiten sagte sie, dass ihr der Schreibstil sehr gut gefällt. Linda Castillo schreibt den Thriller nämlich in der Ich-Form aus der Sicht von Kate Burkholder. Dadurch fühlt der Leser enorm mit der jungen Polizeichefin und lernt ihren Konflikt aus ihren Augen zu sehen, was sowohl der Spannung, als auch dem Charakter der Protagonistin gut tut.
Ein weiterer Grund weshalb man dieses Buch durchaus von vielen anderen abheben kann, ist die Beschreibung der ermordeten Frauen. Teilweise schreibt Castillo so detailliert, dass man es sich nicht nur vorstellen kann, sondern sogar muss und da bleibt einem ab und zu schonmal die Spucke weg. Deshalb ist dieses Buch sicher nichts für zarte Seelen, die vor allzuviel Gewalt zurückschrecken.
Linda Castillo schafft es den Leser über die gesamte Strecke des Buches zu fesseln. Angefangen vom Geheimnis Kates, über die brutalen Morde, bis hin zur Ermittlung des wirklich überraschenden Täters.

Sehr interessant ist auch, dass sie die Glaubensgemeinschaft der Amish ins Buch miteinbezieht. Sie beschreibt deren Lebensweise, wie z.B., dass sie keine Autos fahren, Landwirtschaft betreiben und sehr einfach leben, und sie beschreibt die Konflikte zwischen den Amish und der restlichen Bevölkerung, die die Amish nur als “Die Englischen” bezeichnen. Man erfährt ebenfalls, dass die Amish nicht nur Englisch, sondern vor allem Pennsylvaniadeutsch reden. Diese Sprache kommt tatsächlich aus Deutschland und ähnelt am ehesten dem pfälzischen Dialekt, bzw. hat sich aus diesem und neben diesem entwickelt. Wer mehr über diese wirklich interessante Sprache wissen möchte, der kann sich diesen Artikel anschaun: http://de.wikipedia.org/wiki/PennsylvaniaDutch%28Sprache%29

Insgesamt ist dieses Buch mit eines der besten, dass ich in diesem Jahr gelesen habe und deshalb bekommt es von mir 5/5 Sternen.

http://thrillerkiller.wordpress.com

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69 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

krimi, mord, lektor, schriftsteller, ann arbor

Böse Dinge geschehen

Harry Dolan ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.11.2010
ISBN 9783423248129
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sie wären gerne Schriftsteller? Vielleicht sollten Sie sich das doch noch einmal durch den Kopf gehen lassen, denn scheinbar lebt man als Schriftsteller ziemlich gefährlich!

David Loogan ist ein verdammt mysteriöser Mann. Über seine Vergangenheit erfährt man erstmal nichts. Stattdessen erlebt man ihn direkt am Anfang des Buches beim Kauf diverser Utensilien um einen Toten zu vergraben, und zu allem Überfluss stellt er sich auch noch vor die Kassiererin zu töten.

Doch am besten mal ganz von vorn:
David Loogan ist vor kurzem nach Ann Arbor gezogen. Er liebt das Leben und verbringt den Großteil seiner Zeit mit Besuchen im Kino, in Cafés oder Restaurants. Er lebt in einem Haus, das eigentlich nicht ihm, sondern einem Geschichtsprofessor gehört, der ein Freisemester im Ausland genommen hat. Aus Langeweile schreibt er eine Geschichte und wirft sie durch ein offenes Oberlicht in die Büroräume eines Krimi-Magazins. Nach etlichen verbesserten Versionen trifft er im Büro auf den Besitzer des Magazins, der ihm einen Job anbietet, aber nicht als Schriftsteller, sondern als Lektor. Lektor kann man nämlich nicht lernen, es ist etwas, das einem passiert!
Eines Tages bittet sein Chef ihn um einen Gefallen. Loogan soll ihm helfen eine Leiche zu vergraben. Von da an nehmen die Dinge ihren Lauf, denn kurze Zeit später stirbt Loogans Chef und weitere Morde folgen. Loogan versucht den Mörder zu fassen und beginnt Nachforschungen anzustellen, doch damit gerät er nicht nur ins Visier des Killers, sondern auch auf die Fahndungsliste der Polizei.

„Böse Dinge geschehen“ wurde von Harry Dolan verdammt gut und mit viel Witz geschrieben. Karin Slaughter sagte über das Buch des studierten Philosophen:“Eine verdammt gute Geschichte“ und da stimme ich ihr absolut zu. Ein mysteriöser Protagonist über dessen Vergangenheit man zuerst im Unklaren gelassen wird und eine verworrene und doch interessante Geschichte. Am Anfang des Buches ist es schwer hinein zu kommen und bis ungefähr zur Hälfte, hätte ich das Buch auch sicher eher als mittelmäßig eingestuft, aber dann kommt ein Punkt ab dem man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen möchte. Ein Highlight jagt das nächste, die Geschichte wird immer verrückter und bis zum Schluss hatte ich absolut keine Ahnung wer der Täter sein könnte.
Etwas schade ist dagegen, dass der Charakter der Ermittlerin meiner Meinung nach etwas blass ist. Man hätte ihr durchaus von Anfang an mehr Tiefe geben können, allerdings verbessert sich das ganze gegen Ende des Buches.
Unheimlich verblüffend sind hingegen die Wendungen, nicht nur im Hinblick auf die Vergangenheit von David Loogan, sondern auch auf die Auflösung des ganzen. Da Harry Dolan mehrere Jahres als freier Redakteur gearbeitet hat, es in der Story auch um Schriftsteller geht und man das ein oder andere über ihre Eigenheiten erfährt, sollte dieses Buch viele von euch wahrscheinlich noch mehr interessieren. Wegen des relativ langweiligen Anfangs gibts einen Punkt Abzug und daher „nur“ 4 von 5 Punkten.

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529 Bibliotheken, 3 Leser, 7 Gruppen, 83 Rezensionen

berlin, thriller, serienmörder, krimi, engel

Die Reinheit des Todes

Vincent Kliesch
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 10.05.2010
ISBN 9783442374922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Julius Kern war Ermittler beim LKA Berlin. Bei seinem letzten Fall konnte er den Täter jedoch nicht überführen. Dabei ging es um brutale Morde in einer Scheune. Zwar wurde der Täter von Kern gefasst, aber man konnte ihn nie überführen. Stattdessen versucht dieser nun mit seinen Morden Geld zu verdienen, indem er ein Buch auf den Markt bringt. Er möchte Julius Kern dazu gewinne ihm beim fertig schreiben des Buches zu helfen.
Doch dann wird Juluis Kern von seinem Freund Quirin zurück ins LKA Berlin gebeten, wo er an einem seltsamen Fall mitarbeiten soll. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, der nicht nur tötet, sondern hinterher alles klinisch rein säubert und damit keinerlei Spuren hinterlässt. Gemeinsam versuchen sie dem Mörder auf die Spur zu kommen, doch das gestaltet sich so schwierig, dass sie sogar den Täter der brutalen Scheunenmorde um Hilfe bitten müssen. Doch niemand ahnt, dass sich die beiden Rivalen damit näher kommen als Kern lieb ist.

Vom Comedian zum Thriller-Autor, das ist der Weg von Vincent Kliesch. Bisher kannte ich den Autor allerdings nicht einmal als Comedian. Umso unbekannter war er mir als Thrillerautor. „Die Reinheit des Todes“ ist allerdings auch das Debüt des Berliners. Der gelernte Restaurantfachmann bekam die Idee zum Buch in einem Restaurant und lässt auch eigene Erfahrungen mit in sein Buch einfließen. Sein Schreibstil ist durchaus angenehm. Kurze Kapitel, die das Lesen sehr leicht machen und ständige Perspektivenwechsel die Spannung aufbauen sollen, unterstützen dabei die Geschichte.
Leider ist es für meinen Geschmack etwas oberflächlich. Auf nur 313 Seiten hat man das Gefühl, dass die Persönlichkeiten der Protagonisten nur oberflächlich angekratzt werden. Gerne hätte ich am Anfang etwas mehr über die Psyche des Täters erfahren. Während relativ viel auf die vorangegangenen „Scheunenmorde“ verwendet wird, werden die Taten von Raphael von Bergen nur wenig, sogar fast beiläufig ausgearbeitet. Manches passiert für meinen Geschmack einfach zu schnell und zu leicht.
Trotzdem ist der Thriller durchaus lesenswert und als Debüt gut gelungen. Ich bin deshalb schon gespannt was die nächsten Thriller, die bereits angekündigt wurden, bringen werden! 3/5 Sternen.

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163 Bibliotheken, 3 Leser, 11 Gruppen, 43 Rezensionen

oktoberfest, münchen, thriller, geiselnahme, anschlag

Oktoberfest

Christoph Scholder
Fester Einband: 603 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 12.08.2010
ISBN 9783426198889
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor einiger Zeit war ich in der Buchhandlung und bin über dieses Buch gestolpert. Zuerst dachte ich, dass es sich dabei um ein Buch ÜBER das Oktoberfest handeln würde und es wäre im Bereich Thriller/Krimi nur falsch eingeordnet. Dann las ich den Klappentext und wurde eines besseren belehrt. Trotzdem riss mich das Buch vom Design, Klappentext, etc. nicht wirklich vom Hocker. Ich dachte mir „Hmm…ein deutsches Buch über Terror und Angst auf dem Münchner Oktoberfest? Lieber nicht!“. Doch in den nächsten Wochen wurde das Buch mit Lob überschüttet und als Droemer Knaur anbot mir das ganze zukommen zu lassen, hab ich natürlich nicht nein gesagt!

Und das war auch gut so! Denn das was mich da auf rund 600 Seiten erwartet hat ist mit Abstand das beste, das ich seit einiger Zeit gelesen habe.

Die Geschichte beginnt ganz harmlos mit der Erzählung über Karl Romberg, der in München ein Transportunternehmen betreibt. Als sich ein junger, engagierter Mann namens Werner Vogel bei ihm bewirbt beginnen die Beiden zusammen das Geschäft immer weiter auszubauen und werden in den nächsten Jahren sehr erfolgreich. Der Erfolg reicht so weit, dass sie irgendwann für den größten Gastronomen des ganzen Oktoberfestes die Lieferung der Lebensmittel übernehmen.

Was im ersten Jahr schon gut geklappt hat, sollte im 2. Jahr doch kein Problem sein?! Doch es kommt ganz anders! Eine russische Spezialeinheit die vor vielen Jahren ausgebildet wurde, um in Deutschland verdeckt zu operieren plant einen Giftgasanschlag auf das Münchner Oktoberfest. Sie schaffen es im Zuge der Vorbereitungen bereits Männer in den Zeltaufbau einzuschleusen, besetzen bei Beginn des Oktoberfestes das Beneditkiner-Zelt und halten alle anderen Besucher in den anderen Zelten als Geiseln. Sie behaupten alle Zelte mit Giftgas ausgestattet zu haben und sollte die Polizei versuchen eines der Zelte zu räumen, werden Menschen sterben. Die Situation wird immer dramatischer. Beim Versuch der Polizei ein Zelt zu räumen machen die Geiselnehmer ihre Drohungen wahr und setzen in dem Zelt Giftgas frei. Dabei sterben 2000 Menschen, Besucher und Polizisten. Im weiteren Verlauf ruft die Situation immer mehr Behörden und Spezialisten auf den Plan. Weitere Versuche das Zelt der Geiselnehmer irgendwie zu erreichen schlagen fehl und fordern noch mehr Opfer. Der einzige Mann der in dieser Situation noch helfen kann ist Poseidon oder Zerberus? Oder Herr Müller? Oder heißt der Mann Härter? Er ist Mitglied einer geheimen Spezialeinheit des Nachrichtendienstes, von dessen Existenz nicht einmal der Bundeskanzler weiß. Sogar die Bundeswehr wird hinzugezogen, um die innere Sicherheit zu gewährleisten. Als sich dann der Bundespräsident, das Staatsoberhaupt der Bundesrepubilk Deutschland, freiwillig als Geisel im Austausch mit den Geiseln eines Zeltes anbietet droht die Situation zu eskalieren. Ein wirres Katz und Maus Spiel zwischen Behörden und Geiselnehmern beginnt und die Frage ist: Woher wissen die Täter so viel über Deutschland? Wie haben sie es geschafft solch hochgefährliche Waffen und neuste Technik auf das Oktoberfest zu schmuggeln? Wie wollen sie fliehen? Und warum nehmen sie die Journalistin und Freundin von Werner Vogel, Amelie Karman, auf ihrer Flucht als Geisel mit?

Ein äußerst spannender Thriller, der trotz seiner 600 Seiten auf keiner Seite langweilig war. Sogar am Anfang der Geschichte, in der über den Werdegang von Romberg und Vogel geschrieben wird ist man sich ständig darüber bewusst, dass gleich etwas passieren wird. Durch die verschiedenen Perspektiven schafft Christoph Scholder eine unglaubliche Spannung und man fühlt sich mitten im Geschehen. Durch Zeitsprünge erfährt der Leser langsam alles über die Planung und Beschaffung der Täter. Am Schluss spitzt sich die ganze Situation sogar noch dramatisch zu. Ein sehr interessanter Charakter ist dabei der, des „BKA-Manns Müller“ bzw. des Dr. Röhli bzw. des Kapitäns zur See Härter. Er ist etwas wie der deutsche James Bond. Mit klugem Kopf, viel Verbindungen und enormem Kampfgeist versucht er hinter das Geheimnis der Täter zu kommen und ihnen so das Handwerk zu legen.

Im Laufe des Buches bekommt man manchmal den Eindruck, dass Christoph Scholder etwas Kritik an der deutschen Bürokratie übt, bei der die eine Hand nicht weiß, was die andere tut und bei der Revierkämpfe verschiedener Behörden nichts beschleunigen, sondern nur verlangsamen. Am Ende des Buches wirken manche Dinge leider etwas zu vorhersehbar und leicht konstruiert, allerdings trübt das in keinem Fall den Spaß am Buch und tut der Spannung auch nichts.

Ich möchte mich bei Droemer Knaur recht herzlich für dieses Exemplar bedanken, denn ohne die netten Menschen dort hätte ich das Buch wohl trotz des Lobes nicht gelesen! Wer sich immer noch nicht sicher ist, ob er das Buch lesen soll oder nicht, dem kann ich nur raten: TU ES! Es lohnt sich! 5/5 Sternen!

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(550)

1.027 Bibliotheken, 19 Leser, 10 Gruppen, 95 Rezensionen

dänemark, thriller, mord, gewalt, rache

Schändung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.09.2010
ISBN 9783423247870
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Carl Mørck (im übrigen wird der Name wie Mörck ausgesprochen) ist Vizepolizeikommissar und Ermittler des Sonderdezernat Q, einer Spezialabteilung der dänischen Polizei die ungelöste Fälle bearbeitet. Zusammen mit seinem, aus dem arabischen Raum stammenden Kollegen Assad ist Carl im Keller des Polizeigebäudes untergebracht.
Eigentlich kommt Carl gerade erst aus dem Urlaub, was er direkt schmerzlich feststellt aber da liegt bereits ein neuer Fall auf seinem Schreibtisch und ein ungewöhnlicher noch obendrein, denn eigentlich ist der Fall schon gelöst. Der Täter hat bereits gestanden und sitzt hinter Gittern, doch irgendjemand hat den Fall Carl Mørck auf den Tisch gelegt. Weder Assad noch Carls Chef haben eine Ahnung wer den Fall bei ihm abgelegt haben könnte, doch Carl beginnt zu ermitteln. Es handelt sich dabei um einen, rund 20 Jahre alten, brutalen Doppelmord in einem Strandhaus, bei dem heute recht prominente Männer unter Verdacht standen.
Je tiefer Carl gräbt umso mehr bekommt er zu spüren, dass die Männer einen enormen Einfluss in der Gesellschaft haben, denn irgendwann wird Carl von der Polizeipräsidentin höchstpersönlich suspendiert und vom Fall abgezogen. Das hindert Carl allerdings nicht daran trotzdem weiter zu ermitteln. Zu allem Überfluss zieht nun auch noch eine neue Sekretärin zu Carl und Assad in den Keller und richtet ein heilloses Durcheinander an. Rose Kudsen entpuppt sich aber schnell als echte Hilfe, wenn auch als echt Nervensäge.
Der damalige Fall dreht sich auch um die mittlerweile verschwundene Kimmi. Kimmi lebt seit ihrer Flucht aus der Öffentlichkeit auf der Straße und schlägt sich alleine durch. Nach einer Schwangerschaft mit anschließender Totgeburt ist sie psychisch nicht mehr ganz auf der Höhe und schwört Rache an ihren ehemaligen Freunden Ditlev Pram, Ulrik Dybøl-Jensen und Torsten Florin. Die 4 waren früher gemeinsam mit dem nun inhaftierten Bjarne Thørgesen eine Clique gewesen, die sich daran ergötzte anderen Menschen Leid zuzufügen. Kimmi spielte dabei eine zentrale Rolle, denn sie wurde von den anderen dazu benutzt ihr sexuelle Gier zu befriedigen.
Carl kommt der Wahrheit immer mehr auf die Spur und findet die Stellen in der Polizei die versucht haben seinen Fall zu sabotieren. Je näher Carl den wahren Tätern allerdings kommt, desto mehr wird er selbst ein Ziel, bis er schließlich um sein Leben fürchten muss.

„Schändung“ ist ein solider dänischer Thriller der unter die Haut geht. Erschreckend ist vor allem die Brutalität der Clique, die Gewalt als sexuelles Vorspiel betrachtet und Vergewaltigung als den Höhepunkt. Adler-Olsen hat einen guten Schreibstil, allerdings war es für mich etwas schwer mit den vielen dänischen Namen umzugehen. Die dänische Sprache hat viele Buchstaben und Wortzusammensetzungen, die einem im Deutschen äußert ungewöhnlich erscheinen und so stolpert man sehr oft über die verschiedenen Namen für Städte, Personen oder ähnliches. Zusätzlich ist das dänische Polizeisystem scheinbar grundlegend anders aufgebaut, als das Deutsche oder auch das Amerikanische. Hier gibt es Vizepolizeikommissare und Hilfspolizisten, die gemeinsam in Mordfällen ermitteln. Sogar der Sekretärin, die keinerlei polizeiliche Ausbildung zu haben scheint, erledigt wichtige Ermittlungsarbeit. Insgesamt ist das Buch allerdings sehr gut geschrieben. Die verschiedenen Perspektiven und die Zeitsprünge lassen den Leser schnell begreifen wie die verschiedenen Charaktere ticken und trotzdem ist es erschreckend wie weit sie gehen. Für jeden Thriller-Fan empfehlenswert, für jeden Fan von dänischen Thrillern ein absolutes MUSS!

  (16)
Tags: carl morck, erbarmen, gewalt, jussi adler-olsen, schändung, thriller   (6)
 

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(4)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

hell's kitchen, brandstiftung, gegenwart, new york, thriller

Feuerzeit / Ein tödlicher Plan

Jeffery Deaver , Marcel Bieger , Helmut Splinter
Flexibler Einband: 502 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 13.04.2010
ISBN 9783442374861
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

John Pellam ist Dokumentarfilmer und möchte einen Film über Hell’s Kitchen drehen, einen Stadteil von New York, doch als plötzlich das Haus, in dem Pellam viele Interviews geführt hat, vor allem mit Ettie Washington, in Flammen aufgeht ändert sich alles.
Die über 70 Jahre alte Ettie Washington wird verdächtigt einen Brandstifter bezahlt zu haben, um die Versicherung zu betrügen und wird verhaftet.
Pellam glaubt nicht an die Schuld der alten Dame und beginnt damit, selbst Nachforschungen anzustellen.

Dabei bewegt er sich die ersten 200 Seiten nur langsam durch die Story und irgendwie findet man keinen richtigen Draht zu ihm. Man ist verwirrt über die Beteiligung der alten Frau und deshalb will auch so recht kein Mitleid aufkommen, als diese im Gefägnis ins Fadenkreuz ihrer Mithäftlinge gerät und daraufhin in Einzelhaft genommen wird. Pellam kehrt immer wieder zum abgebrannten Haus zurück, verfolgt Spuren die am Ende doch im Sand verlaufen und stellt eine Theorie nach der anderen auf, die sich recht schnell als Unsinn entlarvt.
Die scheinbar unfähige Feuerpolizei versucht mit allen Mitteln Ettie zu verurteilen, weil für sie der Fall ziemlich klar ist und nach und nach verschwinden alle Zeugen, die Pellam irgendwie helfen könnten das Gegenteil zu beweisen.

Erst auf den letzten 100-150 Seiten beginnt ein wenig Dynamik in die Story zu kommen. Zusammen mit Etties Anwalt kommt Pellam dem wahren Geheimnis der Brandstiftungen langsam aber sicher auf den Grund ohne zu wissen, dass er mittlerweile selbst zum Ziel geworden ist. Dann geht alles ganz schnell und es fällt etwas schwer den ganzen Wendungen zu folgen. Wie die Story am Ende ausgeht, ob Pellam überlebt und der Brandstifter gefasst wird und warum sich sogar der Gouverneur in Lebensgefahr befindet und es am Schluss gar nicht um einen Dokumentarfilm geht das lesen Interessierte am besten selbst!

Ich denke ich brauche nicht zu wiederholen, dass ich eigentlich ein großer Deaver Fan bin. Mit „Feuerzeit“ hatte ich allerdings meine Schwierigkeiten. Nicht nur, dass ich mich fast zwingen musste das Buch fertig zu lesen, weil ich es stellenweise so langweilig fand, auch zum Protagonisten hatte ich nicht wie üblich einen guten Zugang. Normalerweise zeichnen sich Figuren von Deaver vor allem durch ihren komplexen Charakter und ihre Tiefe aus, was mir persönlich hier aber gänzlich fehlte. Berühmt ist Deaver auch für seine verblüffenden Wendungen, die hier zwar vorhanden aber eher lustlos und konstruiert wirken. Der Protagonist schreint am Anfang von sich selbst gelangweilt zu sein und schlürft etwas unmotiviert durch die Gegend. Erst am Ende dreht er auf und beginnt logisch zu kombinieren und seinen Biss zu finden. Auch der Täter und seine Motive gefallen wenig.

Insgesamt würde ich nur 3 von 5 Sterne vergeben, denn für mich macht es den Eindruck als hätte Deaver selbst ein wenig mit der Story zu kämpfen gehabt und wäre die ersten 200 Seiten ähnlich unmotiviert gewesen, wie sein Protagonist Pellam. Vielleicht ist das der Grund weshalb Randomhouse „Feuerzeit“ zusammen mit „Ein tödlicher Plan“ in einem Buch für nur 8€ verkauft?!

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Tags: brandstiftung, ettie washington, gegenwart, hell's kitchen, john pellam, langweilig, new york, thriller, usa, versicherungsbetrug   (10)
 

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(670)

1.203 Bibliotheken, 16 Leser, 15 Gruppen, 203 Rezensionen

thriller, berlin, psychothriller, blind, kinder

Der Augensammler

Sebastian Fitzek
Fester Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 27.05.2010
ISBN 9783426198513
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(30)

47 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

praktikum, praktikant, ausbeutung, copy man, web 2.0

Copy Man

Markus Henrik
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Eichborn, 28.01.2010
ISBN 9783821860848
Genre: Romane

Rezension:

Zuerst mal möchte ich mich entschuldigen! Dafür, dass ich bei diesem Buch nicht meinem Lieblings-Genre treu geblieben bin, aber nun gut man sollte auch mal über den Tellerrand schaun.

Aufmerksam geworden auf dieses Buch, bin ich durch eine Live-Lesung via Internet. Eine sehr gute und witzige Idee und was ich da hörte klang sehr lustig. Bei dieser Live-Lesung konnte man auch signierte Exemplare gewinnen und mich hat die Glücksfee, unter anderem, auch ausgewählt und so kam ich 3 Tage später in den Genuss, dieses Buch in meinem Briefkasten vorzufinden.

Markus Henrik spielt sehr geschickt mit den üblichen Studenten-Klischees, aber ganz offensichtlich weiß er wovon er da schreibt, denn an vielem ist etwas wahres dran und so fühlt man sich als Student gut aufgehoben ohne das Gefühl zu haben auf die Schippe genommen zu werden. Henrik hat einen sehr frischen Stil zu schreiben und verpackt seine Kritik in lustigen Szenen.

Er bezieht die aktuellen Trends wie Flashmobs, Social Networks usw. in sein Buch mit ein, wodurch das ganze sehr realistisch wirkt und es würde mich nicht wundern wenn sich das ganze genau so zugetragen hätte!

Mit seiner lustigen Art schickt er den Protagonisten Anton durch 2 Wochen Praktikum mit vielen Hindernissen und da ausgerechnet Sophia, sein verpatztes Date, eine Konkurrentin ist, sind peinliche Situationen und männliches Macho-Gehabe vorprogrammiert.

Die Beziehung zwischen den beiden ist sehr nett beschrieben und nachdem man am Anfang noch dachte, dass es mit ihnen sicherlich nichts wird, folgt dann doch ein Bilderbuch-Happy-End!

Ich musste wirklich mehr als einmal schmunzeln, da mir viele Situationen sehr bekannt vorkamen.

Auf der anderen Seite steht natürlich die Kritik die Henrik mit dem Buch zwischen den Zeilen und auch ganz konkret äußert und damit hat er auch ganz recht. Viele Firmen beuten junge arbeitssuchende Uni-Absolventen systematisch aus, um an günstige Arbeitskräfte zu kommen.

Und ganz ehrlich, wer hat sich nicht irgendwann gewünscht sich an einer Firma, einem ehemaligen Arbeitgeber oder seinem Chef mal so richtig fies zu rächen?

Deshalb sollte jeder dieses Buch lesen und sich köstlich über die diversen Aktionen der „Generation Protest 2.0″ amüsieren.

Trotz des abweichenden Genres war ich von diesem Buch begeistert! Deshalb eine ganz klare Leseempfehlung und volle Punktzahl!

http://thrillerkiller.wordpress.com

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Tags: lustig, praktikum, protest, student, uni, web 2.0   (6)
 

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(18)

45 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 4 Rezensionen

jeremy, psychologe, usa, krankenhaus, thriller

Der Pathologe

Jonathan Kellerman , Jochen Stremmel
Flexibler Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 10.09.2007
ISBN 9783442465941
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Pathologe

Kurzbeschreibung (Quelle: amazon.de)

Nachdem seine Freundin Jocelyn ermordet wurde, versucht der Psychologe Jeremy Carrier sein Leben wieder in den Griff zu bekommen und beginnt eine Beziehung mit der jungen Angela. Dann erhält er mysteriöse Botschaften, die ihn auf die Spur von Jocelyns Mörder bringen sollen. Als Jeremy das Rätsel gelöst zu haben glaubt, verschwindet Angela spurlos …

Langatmig am Anfang, fesselnd zum Schluss

Ich muss ehrlich zugeben, dass das Buch auf mich am Anfang keinen interessanten Eindruck gemacht hat.

Das Cover, meiner Meinung nach eines der wichtigsten „äußeren“ Dinge eines Buches, ist schlicht und ergreifend langweilig, trist, öde und hat in keinster Weise einen Bezug zum Inhalt. Ich musste sogar mehrmals hinschaun und das Cover sehr genau betrachten, bevor ich erkennen konnte um was es sich da überhaupt handelt.

Aber nun gut, es geht ja um mehr als nur das äußere Erscheinungsbild. Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass man sich so richtig in die Hauptfigur fühlen konnte. Ein Arzt, Psychologe, dessen geliebte Freundin von einem Serienmörder abgeschlachtet wird und dann verdächtigt die Polizei auch noch den Arzt selbst. Ein Horror! Man kann sehr gut mitfühlen wie gestresst, traurig und mitgenommen der Psychologe ist.

Dann versucht der alte Dr. Chess, seines Zeichens Pathologe, mit ihm ins Gespräch zu kommen, was von Jeremy, dem Psychologen, nicht gerade begrüßt wird. Er wäre lieber allein, ein Einzelgänger.

Bis zu diesem Punkt war das Buch teilweise sehr schleppend und langatmig. Ich hatte schon Zweifel, dass es noch besser werden würde, doch dann wird Jeremy von Dr. Chess zum Abendessen mit einem Haufen seltsamer Bekannter eingeladen und ab diesem Punkt beginnt die Story spannend zu werden.

Kellerman beginnt damit langsam und sehr behutsam Verdachtsmomente zu streuen und tröpfelt dem Leser und damit auch Jeremy einen Hinweis nach dem andern hin. Geradezu genial sind die scheinbar zusammenhanglosen, seltsamen Zeitungsartikel die Jeremy bekommt, während Dr. Chess auf Reisen ist. Stück für Stück setzt sich ein Bild zusammen und es wird dem Leser überlassen wen er für den Mörder hält.

Am Schluss wird die Spannung nahezu unerträglich. Ein Hinweis folgt dem nächsten, die Puzzle-Teile setzen sich zusammen und Jeremy beginnt zu begreifen. Mit diesen überraschenden Wendungen kann der Leser nicht rechnen und es ist verblüffend wie alles zusammenhängt. Etwas vollmundig fand ich im Nachhinein das im Klappentext erwähnte, plötzliche Verschwinden von Angela, Jeremys neuer Freundin, denn so plötzlich und vor allem so bedrohlich, habe ich das Verschwinden garnicht empfunden. Es wird, wie ich finde, nur am Rande und nicht wirklich spannungsfördernd erwähnt.

Neben all dem sieht man wie Jeremy wieder neuen Lebensmut schöpft und mit Angela, seiner neuen Liebe, glücklich ist. Ab und zu hat man ein wenig Angst um die Beziehung der beiden, denn sie arbeiten viel und sind sehr gestresst. Das sind die Tücken des Arztberufes, die Kellerman sehr gut beschreibt. Es ist also durchaus auch für alle Romantiker etwas dabei.

Insgesamt fand ich das Buch doch gelungen. Ein paar Kleinigkeiten haben mich gestört, wie beispielsweise der langatmige Anfang und die teilweise wirklich häufig gebrauchten unnötigen medizinischen Fachbegriffe. Ohne die wäre es sicher auch glaubwürdig genug geworden. Der Schluss entschädigt allerdings, denn da kommt man um zerknabberte Fingernägel nicht herum. Alles in allem ein gelungener Psychothriller ohne unnötige Beschreibungen von Gemetzel, Mord und Totschlag, den ich jedem Thriller-Fan ans Herz legen kann!

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Tags: amerika, carrier, dr. chess, jeremy, medizin, pathologe, psychologe, psychothriller, thriller, usa   (10)
 

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(279)

473 Bibliotheken, 8 Leser, 9 Gruppen, 76 Rezensionen

thriller, internet, entführung, usa, mädchenfänger

Mädchenfänger

Jilliane Hoffman , Sophie Zeitz ,
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 16.07.2010
ISBN 9783805208925
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach ihrem super Start mit „Cupido“ und dem passablen Nachfolger „Morpheus“, war ich von ihrem 3. Buch „Vater Unser“ leider sehr enttäuscht. Ich kann nicht mehr genau sagen warum, dafür ist es zu lange her, aber jeder Bücherwurm weiß, dass man so etwas nicht vergisst.
Dann war es lange Zeit ruhig um Jilliane Hoffman bis letzte Woche endlich ihr neues Buch „Mädchenfänger“ auf den Markt kam. Ich konnte vorab schon durch die Leseprobe hineinschnuppern und es wurde direkt klar, dass es wieder was neues und frisches ist und glücklicherweise nichts mit „Vater Unser“ gemeinsam hat.
Im Mittelpunkt stehen die Möglichkeiten die vor allem Sexualverbrecher und Pädophile heute mit Hilfe des Internets haben, um an ihre Opfer zu kommen. Dies geht von „harmlosen“ Trojanern mit deren Hilfe die Webcam gesteuert werden kann, bis hin zu ausgeklügelten Profilen auf Social Network Seiten auf denen sie sich als 17 jährige Highschool-Schüler ausgeben, um sich mit den jungen Mädchen zu treffen. Jilliane Hoffman zeigt hier auf wie einfach es heutzutage ist sich Opfer im Internet zu suchen und wie leicht es ist an Informationen über seine Opfer zu kommen.

Hoffman hat das Buch in sehr viele kleine Kapitel eingeteilt, was ich persönlich sehr angenehm finde, denn es hilft alles etwas aufzulockern. Sie springt zwischen verschiedenen Perspektiven hin und her, erzählt einmal aus der Sicht von Bobby Dees, dem Ermittler, aus der Sicht von Lainey, der Entführten und aus der Sicht des Bösen. Zu keiner Zeit fühlt man sich verwirrt oder verloren zwischen den verschiedenen Personen und Hoffman versteht es dem Leser geschickt falsche Fährten zu legen. Brisanz bekommt das ganze, als man erfährt, dass auch die Tochter von Dees verschwunden ist und möglicherweise vom selben Mann entführt wurde, denn Lainey lernt durch die Wände ihres Gefängnisses eine Katy kennen, die schon länger in der Gewalt des Entführers ist.

Die Autorin verrät dem Leser nie genau, was der Entführer mit den Mädchen anstellt, aber man kann es sich durchaus denken. Ein sehr schönes Mittel die Spannung zu steigern ist die Beschreibung der Gemälde, die der Reporter Fielding vom Mörder erhält und auf denen die Mädchen kurz vor ihrer Ermordung zu sehen sind.
Sehr gut steigert sich die Spannung von der Entführung Laineys, den ersten Verdächtigen, dem scheinbaren Tod des Entführers und der darauf folgenden Beurlaubung von Dees bis hin zu den überraschenden Wendungen am Schluss. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, denn ich kann nur jedem ans Herz legen diesen Thriller selbst zu lesen, denn es ist endlich wieder ein Buch, dass seinen Platz auf den Bestsellerlisten meiner Meinung nach verdient hat. Volle Punktzahl!

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Tags: bobby dees, entführung, florida, internet, lainey, usa   (6)
 

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(123)

203 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 33 Rezensionen

headhunter, kunstraub, thriller, oslo, norwegen

Headhunter

Jo Nesbø , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 15.07.2010
ISBN 9783548280455
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein fesselnder Thriller

Ich hatte das Glück als einer der Vorableser gezogen zu werden, um diesen Thriller exklusiv vor erscheinen lesen zu dürfen. Leider machte dann der Verlag einen Strich durch die Rechnung, sodass ich das Buch erst erhielt, als es schon in den Regalen stand.
Trotzdem habe ich mich natürlich darüber gefreut, ist es doch mein erster Nesbo-Roman!

Ich musste mich am Anfang erst in den Erzählstil und die Art und Weise wie Nesbo schreibt einfinden. Durch die vielen norwegischen Ortsnamen, Straßennamen, usw. ist das teilweise gar nicht so einfach. Als ich dann aber etwa ein Drittel des Buches gelesen hatte war ich voll drin und kam sehr gut zurecht.

Im ersten Moment, und das hat auch die Leseprobe vermittelt, vermutet man hinter Headhunter einen Wirtschaftsthriller. Jedem den dieser Thriller nur aufgrund dieser Tatsache interessiert, sei gesagt, dass es keiner ist. Roger Brown ist zwar Headhunter aber das ist mit einer der einzigen Punkte an denen das Buch das Wirtschaftsleben tangiert. Okay ganz am Schluss bei Aufklärung der Geschichte erneut, aber von einem Wirtschaftsthriller im klassischen Sinne kann man nicht reden.

Abgesehen davon ist das Buch klasse geschrieben. Nesbo erzählte aus der Ich-Perspektive, sodass man ein gutes Gefühl für Roger Brown bekommt und genug Raum für Vermutungen bei allen anderen Personen bleibt.
Roger macht im Laufe des Buches eine Wandlung durch. Vom intelligenten, berechnenden Headhunter, über den gehetzten Dieb, dessen Leben den Bach hinunter zu gehen scheint bis hin zum kaltblütigen und scharfsinnigen Rächer.

Ein sehr gutes Buch, dass man nach dem etwas langweiligen aber notwendigen Anfang einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Der Schluss ist dann so überraschend, dass ich verblüfft mehrmals zurückblättern und alte Passagen erneut lesen musste, um dieses „AHA“-Erlebnis zu haben. Ein wirklich geschickt ausgeklügelter Thriller mit vielen Wendungen, viel Spannung und einem gänzlich unerwarteten Ende.

Einen negativen Punkt möchte ich aber hier noch ansprechen:
Ich hasse es, wenn sich bei einem Buch beim lesen die Seiten lösen. Es stört mich schon, wenn es sich dabei um ein einziges Blatt handelt. Bei diesem Buch allerdings lösten sich fast die kompletten letzten 30 Seiten. Das finde ich sehr ärgerlich und damit hier eine böse Rüge an die Druckerei oder wer auch immer dafür verantwortlich sein sollte!

http://thrillerkiller.wordpress.com

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cia, the ghost, adam lang, thriller, terror

Der Ghostwriter

Robert Harris , Wolfgang Müller
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 03.02.2010
ISBN 9783453503809
Genre: Krimi und Thriller

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thriller, hotel, creepers, mord, spannung

Creepers

David Morrell , Christine Gaspard (Übers.)
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.12.2006
ISBN 9783426634479
Genre: Krimi und Thriller

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stalker, thriller, psychothriller, bedrohung, psychoduell

Hinterhältig

Roderick Anscombe , Charlotte Breuer / Norbert Möllemann (Übers.) , Deutsche Erstausgabe
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Droemer Knaur, 01.04.2008
ISBN 9783426638293
Genre: Krimi und Thriller

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waffenhandel, dr. house, geheimagent, england, humor

Bockmist

Hugh Laurie , Ulrich Blumenbach
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Heyne, W, 03.03.2008
ISBN 9783453433243
Genre: Krimi und Thriller

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