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91 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, janet clark, ewig dein, jugendbuch, mystery

Deathline - Ewig dein

Janet Clark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.03.2017
ISBN 9783570173664
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 16jährige Josie und ihre Freunde Dana und Gabriel freuen sich auf die Sommerferien. Josie lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder auf einer Farm in Angels Keep, die sie gemeinsam bewirtschaften.

Josie möchte ihr Image, als unscheinbares Mädchen loswerden. Als in diesem Sommer auf der Farm der Greenie Ray als Saisonarbeiter zu arbeiten beginnt, scheint ihr Wunsch in Erfüllung zu gehen. Allerdings ahnt sie nicht, was sie mit ihrem Wunsch heraufbeschworen hat...

Ich muss zuerst etwas zu den Charakteren der Story loswerden: Josie ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie liebt die Ranch und packt bei allem was auf so einer Ranch anfällt mit an, ohne zu murren. Ihre Freundin Dana ist Mangafan und kleidet sich auch dementsprechend und Gabe ist ein bisschen nerdig! Er liebt Computerspiele und alles was mit Computern zu tun hat! Was für eine Mischung!

Der Greenie Ray, ein Indianer der Yowama, war anfangs nicht ganz greifbar für mich, allerdings war mir im Laufe der Story bald klar, warum er sich so verhält und dann war es, wie schon bei Josie, auch um mich geschehen! Josie verliebt sich in den jungen Mann und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Plötzlich geschehen Vorkommnisse auf der Ranch und in Angels Keep, die nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheinen. Josie und ihre Freunde möchten die heile Welt in Angels Keep wieder geraderücken, was alles andere als einfach ist.

Genug zur Story!

Von Beginn an war ich von der Story gefesselt! Ich liebe Mystery und Janet Clark ist mit dem ersten Band zu "Deathline" ein Jugendbuch gelungen, dass mich wahrhaft begeistert hat und ich hätte am liebsten, sofort nach beenden, den zweiten und letzten Band gelesen!

Ich lese zwar gerne aber nicht so oft Jugendbücher, was ich wohl dringendst nachholen sollte! Mich hat die Story ein bisschen an Twilight erinnert, jedoch kann ich allen Vampirgenervten versichern, dass in der Story weder Vampire noch Werwölfe auftauchen. Vielmehr geht es um eine alte Legende, die tatsächlich wahr zu sein scheint.

Die Geschichte um Josie und Ray war spannend und herzeerwärmend, die der Yowama Indianer interessant ( ich hätte gerne etwas mehr darüber gelesen!) und die Spannung kommt wahrhaft auch nicht zu kurz. Gerne gebe ich auch zu, dass ich ein paar Taschentücher beim Lesen benutzen musste, was nicht so sehr an meinem Schnupfen lag.

Am Ende blieben für mich ein paar Fragen offen aber ich war schnell wieder versöhnt, als ich mich bei der Autorin nach einem eventuellen Folgeband erkundigte, und Janet Clark mir versicherte, dass dieser gerade in der Mache sei! Wunderbar und ich freue mich sehr drauf!

Mir sind die Figuren so sehr ans Herz gewachsen, dass ich diese nach dem Zuklappen des Buches richtig vermisst habe!

"Deathline-Ewig Dein" ist ein Buch, nicht nur für Jugendliche, welches Liebe, Mystery und Spannung vereint! An die Leser, die mit Mystery nicht so viel am Hut haben - lasst euch einfach auf diese wundervolle Geschichte ein, ansonsten könntet ihr vielleicht etwas verpassen...

Von mir gibt es natürlich eine absolute Leseempfehlung!

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Tags: jugendbuch, mystery   (2)
 

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128 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 27 Rezensionen

spannung, entführung, amy gentry, vermisst, thriller

Good as Gone

Amy Gentry , Astrid Arz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.02.2017
ISBN 9783570103234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die 13-jährige Julie wird eines nachts aus dem Hause raus entführt. Da die Polizei keine verwertbaren Spuren hat, wird der Fall zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht vor dem Haus der Familie eine junge Frau auf, die behauptet Julie zu sein. Tom und Anna - die Eltern - sind überglücklich. Bald kommen Anna allerdings Zweifel und sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die 21jährige Frau...

Ich habe mich sehr auf "Good as Gone" gefreut und war gespannt, was mich erwartet! Dass "Good as Gone"  kein Thriller ist, kann man schon dem Cover entnehmen. Das Buch wird als Roman deklariert, was es auch ist. Trotzdem hatte ich auf einen Spannungsroman gehofft...

Der Anfang des Romans ist vielversprechend und auch spannend, allerdings hat bei mir die Spannung bald nachgelassen. Die Geschichte wird aus der Sicht Annas erzählt, allerdings habe ich einfach keinen Zugriff auf die Mutter und auch nicht auf die anderen Charaktere bekommen. Im zweiten Erzählstrang wird aus der Sicht unterschiedlicher Frauen berichtet, was mich zugegebenermaßen verwirrt hat. Ich konnte diesem Erzählstrang einfach nicht folgen, kann aber gar nicht so genau sagen, warum eigentlich, denn der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich bei Anna oder den Frauen, von denen erzählt wird bin, sondern eher außen vor. Mich konnten die Figuren einfach nicht berühren und ich war froh, wenn es wieder zu einem Kapitel, das Anna betrifft zuging, denn dieser hat mich weitaus mehr interessiert.

Bald wird dem Leser klar, was es mit den Frauen auf sich hat und langsam aber sicher geht der Roman einem Ende zu, das mir wiederum ganz gut gefallen hat. Die fehlende Spannung, die mich persönlich über das Buch begleitet hat, wurde mit Hochspannung zum Finale wieder wettgemacht. Trotzdem kam mir das Ende dann doch zu schnell und hat mich nicht zu 100% zufriedengestellt, denn es blieben doch einige Fragen, die mich umtrieben, offen.

Für mich waren einige Handlungen und auch Gefühle der Familie einfach nicht nachvollziehbar. Ich habe die ganze Zeit überlegt, ob ich mein Kind, wenn es mit 13 verschwinden würde, mit 21 nicht mehr oder nur schwer erkennen würde. Ich weiß es nicht und hoffe inständig, dass ich so etwas niemals erleben muss, deshalb erlaube ich mir da auch gar kein Urteil, sondern nehme es einfach so hin, dass Anna sich diesen Fragen und noch viel mehr stellen muss. Trotzdem hat es mich nachdenklich gemacht, was ich wiederum an Büchern, die das bei mir schaffen, sehr mag!

Alles in allem ist "Good as Gone"  ein solider Roman, der interessant ist und bei dem man unbedingt wissen muss wie er ausgeht, allerdings hat mir die Spannung etwas gefehlt. Manchmal ist der Zeitpunkt, zu dem man ein Buch liest, allerdings auch nicht der Richtige. Vielleicht habe ich so einen Zeitpunkt ja auch erwischt...

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Tags: amy gentry, roman   (2)
 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, myster, übersinnlich, stevan mena, seelenwanderung

Fürchte den Schlaf

Stevan Mena , Gertrud Wittich
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.12.2016
ISBN 9783442484898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective Jack Ridge ist todkrank. Er hat nicht mehr lange zu leben und hat sich zum Ziel gesetzt einen Fall, der ihn schon lange verfolgt, endlich abzuschließen. Drei Frauen wurden ermordet, die 18jährige Angelina wird vermisst. Eines Tages bekommt Jack einen Anruf von einem Freund, der Psychologe ist. Dieser bringt Jack auf eine ganz neue Spur: Die neunjährige Rebecca wird von Alpträumen gequält, jede Nacht. Außerdem kennt sie Details zu den Fällen der ermordeten Frauen, die sie unmöglich wissen kann...
 
Jack Ridge hat Krebs und erfährt von seinem Arzt, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Jack sagt niemandem etwas von seiner Krankheit und versucht, mehr oder weniger erfolgreich, die starken Schmerzen, die ihn quälen zu verstecken. Außerdem quält den Detective der Verlust seiner Frau, über den er einfach nicht hinwegkommt. Jack Ridge zieht sich zurück, auch von seinem Bruder, aus einem, für ihn selbst, guten Grund, der für mich nachvollziehbar war. Als er die neunjährige Rebecca kennenlernt, ist er fasziniert von dem Mädchen und auch von der Mutter...

Der Charakter Jack Ridge ist mir bald ans Herz gewachsen und Rebecca, das kleine Mädchen, hat mich unheimlich fasziniert. Rebeccas Eltern haben sich getrennt und Mutter und Tochter sind dabei sich ohne Ehemann und Vater ein neues Leben aufzubauen. Mit dem Umzug begannen allerdings Rebeccas schrecklichen Albträume, die Rebecca und vor allem die Mutter an die Grenzen bringen. Rebecca hat es nicht einfach, denn sie wird auch von ihrem Mitschülern gemobbt und zieht sich immer weiter in sich selbst zurück.

Was für ein Thriller!

Eine Bloggerkollegin hat mir dieses Buch empfohlen und so kam ich nicht umhin, diesen Thriller zu lesen, hat mich doch schon der Klappentext neugierig gemacht. 

Wer hier Mysteryelemente in Form von Geistern, Hellsehern oder dergleichen erwarte, liegt falsch. Ich möchte gar nicht sagen, um was es sich im Einzelnen handelt nur so viel, es geht um Dinge, von denen ich persönlich überzeugt bin. Eine Glaubens-und Einstellungsfrage. Fragen, die sich wahrscheinlich so ziemlich jeder mal gestellt hat. Ob man daran glaubt oder nicht, sei dahingestellt. Fakt ist, dass genau diese Mysteryelemente den Thriller so faszinierend machen.

Ich wurde in einen Sog gezogen, aus dem ich mich nicht befreien konnte, bin sogar morgens früher aufgestanden, um endlich weiterlesen zu können. Zu neugierig war ich, wie die Story weitergeht und vor allem, wie sie enden wird. Der Thriller war für mich von Beginn an spannend. Diese Spannung hat sich über das gesamte Buch gehalten und noch gesteigert, denn Stevan Mena versteht es  vorzüglich falsche Fährten zu legen.

Mit dieser Auflösung hatte ich allerdings nicht gerechnet und so war dieser Thriller für mich rundum perfekt, mit einem perfekten Ende!  Endlich mal wieder ein echter Pageturner und Fingernagelkiller, der ganz weit oben auf meiner Highlightliste einziehen wird!

Leseempfehlung? Aber ja! Unbedingt und ganz dringend!

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Tags: myster, stevan mena, thriller   (3)
 

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176 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 118 Rezensionen

thriller, psychothriller, schweden, stockholm, krimi

Glücksmädchen

Mikaela Bley , Katrin Frey
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ellen Tamm ist Kriminalreporterin beim Fernsehen und wird von ihrem Chef, Jimmy, auf den Fall des Verschwindens der 8jährigen Lycke angesetzt. Ellen fällt es nicht leicht, den Auftrag auszuführen, denn ihre Zwillingsschwester ist mit  8 Jahren verschwunden. Seitdem ist Ellen besessen vom Tod, sammelt alles über brutale Mordfälle und ihr Interesse geht qweit über das normale Maß hinaus. Ellen ist der meinung, dass die Polizei nicht genug unternit um Lycke zu finden und so ermittelt sie selbst...

"Glücksmädchen" ist das Debüt der schwedischen Autorin Mikaela Bley und stellt den Auftakt zu einer Reihe um die Kriminalreporterin Ellen Tamm, die bei dem schwedischen Fernsehsender TV4 in Stockholm tätig ist, dar. Mit Jimmy, ihrem neuen Chef, hatte sie mal eine Beziehung und so fällt es ihr nicht leicht, mit ihm als Vorgesetzten zu arbeiten, denn über die Beziehung ist sie noch nicht hinweg.

Jimmy weiß, dass Ellens 8jährige Schwester Elsa damals verschwunden ist und so wundert sie sich, dass Jimmy sie überhaupt auf den Fall ansetzt, denn es scheint, als gehe es ihm nur um die Quoten, nicht um das Kind.

Lycke wächst bei ihren geschiedenen Eltern, die das gemeinsame Sorgerecht haben, auf. Jede Woche zieht sie zwischen Vater und Mutter hin-und her. Lyckes Vater ist erneut verheiratet und hat mit seiner jetzigen Frau, Chloe, einen kleinen Sohn. Der Charakter Chloe ist sehr liebevoll mit ihrem eigenen Kind, Lycke jedoch sieht sie lieber von hinten als von vorne und auch Lyckes Vater Harald, scheint sich nicht sonderlich für seine Tochter zu interessieren. Auch ihre leibliche Mutter macht nicht gerade den Eindruck einer liebevollen Mutter. In der Schule wird Lycke gemobbt und irgendwie interessiert sich nicht wirklich jemand dafür. Nur von ihrer, schon ältere Nanny Mona, erfährt das kleine Mädchen Zuneigung, ansonsten ist das Mädchen ziemlich alleine mit sich und ihren Problemen. Als Lycke verschwindet, sind allerdings Mutter, Vater und auch Stiefmutter in heller Aufruhr, scheinen sich aber mehr Sorgen darum zu machen, dass man sie selbst verdächtigen könnte...

So viel zur Story. "Glücksmädchen" ist ein sehr ruhiger, unblutiger Psychothriller,. Wer hier Action und Metzeleien erwartet liegt mit dem Buch vollkommen falsch. Vielmehr nimmt die Beziehung Lyckes zu ihren Eltern und der Stiefmutter viel Raum ein, was Mikaela Bley in einer bedrückenden Stimmung erzählt. Die Figur Lycke bleibt über die Geschichte sehr schemenhaft. Man erfährt von dem Kind nur, dass es eher ruhig und introvertiert ist und die tiefe Traurigkeit, die das Mädchen verspüren muss, ist fast greifbar.

Ellen Tamm ist eine sehr symphatische Person, die das Verschwinden ihrer Zwillingsschwester nicht wirklich verarbeitet hat und deswegen auch zu ihrer Mutter ein sehr distanziertes Verhältnis hat. Ellen setzt alles daran die kleine Lycke zu finden und macht sich die Aufklärung fast zum Lebensinhalt. Sie ist sehr panisch wegen Lycke. Über einen Informanten, den sie bei der Polizei hat, erfährt sie so einiges über den Fall, wird aber nicht ganz schlau daraus.

Mikaela Bley legt falsche Fährten und so hat man viele unerschiedliche Personen in Verdacht etwas mit dem Fall zu tun zu haben. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich recht schnell hinter die Identität des Täters gekommen bin, nur das Warum war mir bis zum Schluß nicht ganz klar. So hält der Psychothriller dann doch ein recht überraschendes aber doch logisches Ende parat.

"Glücksmädchen" zu lesen, hat mir spannende, bedrückende und interessante Stunden beschert. Ich mag Psychothriller, in denen es vordergründig um Zwischenmenschliches geht und so kann ich guten Gewissens eine Leseempfehlung geben, für Leser, die den ruhigen Thrill bevorzugen!

Ich bin gespannt, wie es mit Ellen Tamm weitergeht und freue mich schon auf den nächsten Band um die Kriminalreporterin!

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Tags: auftakt, mikaela bley, psychothriller, reihe   (4)
 

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

kinderheim, waisenkind, roman, schicksal

Mein Leben als Zucchini

Gilles Paris , Melanie Walz
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaus, 23.01.2017
ISBN 9783813507706
Genre: Romane

Rezension:

Icare ist neun Jahre alt und möchte am Liebsten nur Zucchini genannt werdn. Eines Tages findet Zucchini eine Pistole und erschießt versehentlich seine Mutter, dabei wollte er doch nur den Himmel umbringen. Da sein Vater auch nicht da ist, kommt Zucchini in ein Waisenhaus, lernt viele andere Kinder kennen und zum ersten Mal erfährt Zucchini, was Familie bedeutet...

Berührend, lustig, tragisch, traurig und so herrlich rein! Das ist die Geschichte um Icare, einen neunjährigen Jungen.

Wer hier erwartet ein Waisenhaus kennenzulernen, mit bösen Mitarbeitern liegt komplett falsch. Im Waisenhaus gibt es Regeln, die eingehalten werden müssen und überhaupt nicht unsinnig erscheinen. Icare lernt das ziemlich schnell und fühlt sich im Waisenhaus wohl besonders als die kleinen Camille ins Waisenhaus kommt.

Zucchinis Vater ist, laut seiner Mutter "mit einer Pute auf Weltreise gegangen" und nach Aussage seiner Mutter ist der Himmel an allem Schuld. Als Zucchini eine Pistole findet, erscheint es ihm logisch, den Himmel einfach zu erschießen, was gründlich danebengeht.

"Mein Leben als Zucchini" ist aus der Sicht eines neunjährigen Kindes, das es in seinem bisherigen Leben nicht leicht hatte, geschrieben, mit herrlichen Dialogen und Wortverdrehungen, die dem Leser ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Icare nimmt die Dinge, die ihm seine - dem Alkohol verfallene Mutter - erzählt, wörtlich. Raymond ist der Polizist, der Icare ins Waisenhaus gebracht hat und zwischen den Beiden entsteht eine Freundschaft. Raymond besucht Zucchini regelmäßig im Waisenhaus und so hat der freundliche und herzensgute Polizist von Anfang an mein Herz erobert.

Die anderen Kinder im Waisenhaus, haben alle eine berührende Geschichte hinter sich und so treffen die verschiedensten Charaktere aufeinander, die lernen müssen, miteinander auszukommen.

Ich habe beim lesen Rührung empfunden, Mitgefühl und natürlich musste ich auch schmunzeln, gerade wegen der herrlichen Dialoge und den Lebensweisheiten, die Icare so von sich gibt. Zitate möchte ich gar nicht in meiner Rezension schreiben, denn sonst müsste ich fast das ganze Buch abschreiben. Deshalb - unbedingt selber lesen und sich eine eigene Meinung bilden!

Das Ende hat mir unwahrscheinlich gut gefallen und so bekommt "Mein Leben als Zucchini" bei mir einen Platz im Schätzeregal und natürlich gebe ich eine unbedingte und dringende Leseempfehlung für diese berührende Geschichte!


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Tags: roman   (1)
 

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89 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

toskana, thriller, hamburg, sabine thiesler, kunstmaler

Nachts in meinem Haus

Sabine Thiesler
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453269699
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tom führt ein glückliches Leben. Er ist Kunstmaler, reich und führt eine glückliche Ehe. Eine Nachts geschieht in seinem Haus Schreckliches und Tom verkriecht sich in einem Dorf in der Toskana. Tom kommt mit der Einsamkeit nicht zurecht und denkt, verfolgt zu werden. Irgendwann merkt tom dass er mehr oder weniger in der Falle sitzt, denn er weiß nicht mehr, wem er noch vertrauen kann...

Ich möchte gar nicht schreiben, was Nachts in Tom Haus geschieht, denn ich möchte ungern spoilern. Der Kunstmaler Tom erscheint mir zu Anfangs als ein unsicherer und sehr sensibler Mann, den die Geschehnisse, die in seinem Haus passiert sind nun -verständlicherweise- komplett aus der Bahn werfen. Wie ngut, dass sein bester Freuns und Anwalt René ihm hilft und fast alleine beschließt, dass Tom nun fliehen muss. René hat ein Häuschen in der Toskana geerbt, gibt Tom Schlüssel und Adresse und verspricht sich um alles Weitere zu kümmern nd mit ihm in Kontakt zu bleiben.
Das sollte zur Story erst mal reichen.

Tom und sein Freundeskreis, zu dem nicht nur René und seine Frau, sondern noch ein weiteres Ehepaar gehören, treffen sich regelmäßig. Eigentlich sollte man meinen, dass die Freundschaft der Clique recht gut ist, allerdings hatte ich sio das Gefühl, dass der eine dem anderen nichts gönnt.

"Nachts in meinem Haus" startet sehr spannend und ich war gespannt, wie es Tom wohl in der Toskana ergehen mag. Leider hielt sich die Spannung für mich persönlich nicht durchgehend. Sabine Thiesler beschreibt wer wen wann und wie kennengelernt hat, was für meinen Geschmack etwas zu viel Raum eingenommen hat. Ich dachte eigentlich, dass die Story um Toms erste Ehe noch sehr wichtig werden wird, was es allerdings nicht wirklich war. Ich denke, dass diese Geschichte in der Geschichte nicht ganz so lang hätte ausgeführt werden müssen.

Tom erschien mir sehr naiv. Er ist sehr sensibel und anfangs in meinen Augen eine regelrechte Memme. Klar, ist er verzweifelt und wen kann man trauen, wenn nicht seinen Freunden? So ist Tom  sehr dankbar für die Hilfe, die ihm entgegengebracht wird und merkt gar nicht, dass sein persönlicher Albtraum nur noch schlimmer zu werden scheint. Er vertraut fast blind und merkt als Letzter, dass ihm ziemlich übel mitgespielt wird. In vielen Dingen handelt Tom auch sehr unlogisch, wo der Leser sich schon an den Kopf greift...

Das Ende musste eigentlich so kommen, trotzdem war es für mich fast zu abrupt. "Nachts in meinem Haus" hat mich ganz gut unterhalten, war für mich allerdings nicht unbedingt ein Highlight.

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Tags: roman, sabine thiesler   (2)
 

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213 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 68 Rezensionen

thriller, psychothriller, spannung, saving grace, erpressung

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102639
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Grace lernt Jack in einem Park kennen und verliebt sich sehr schnell in den gutaussehenden Anwalt. Jack Angekl ist charmant, gutaussehend, erfolgreich und zuvorkommend. Die Beiden heiraten recht schnell, verspricht er Grace sogar, dass ihre Schwester, die an dem Down Syndrom leidet, bei ihnen wohnen kann. Schon kurz nach der Hochzeit, lässt Jack sein wahres Gesicht erkennen und Grace weiß nicht mehr wo oben und unten ist und vor allem hat sie keine Ahnung, wie sie diesem Menschen entkommen und ihre Schwester vor ihm schützen kann...

Der Thriller beginnt spannend und vielversprechend, allerdings habe ich mich schon zu Anfang gefragt, wie naiv man (Frau) eigentlich sein kann. Jack vespricht Grace den Himmel auf Erden und sie merkt gar nicht, dass er von Anfang an darauf abzielt, Grace von ihm abhängig zu machen. Sie kündigt ihren Job, soziale Kontakte darf sie nur halten, wenn er es ihr erlaubt und ansonsten hat sie sich zu fügen und wenn er mit ihr in der Öffentlichkeit auftritt oder die Angel`s  Gäaste haben, hat sie das glückliche Ehefrauchen zu mimen und die perfekte Ehe vorzugaukeln.

Jack und Grace reisen auch des öfteren nach Thailand, wo er sie im Zimmer einsperrt und er stundenlang verschwunden ist. Jedes mal wenn Grace ein Fluchtversuch unternimmt, nimmt Jack ihr mehr Annehmlichkeiten weg und so haust sie bald nur noch in einem Hotelzimmer oder ihrem Zimmer zu Hause, das dann nur noch aus einem Bett besteht. Außerdem hat Jack für Graces Schwester ganz besondere Pläne, wovor Grace sich fürchtet und fieberhaft überlegt, wie sie das verhindern kann.

Die Idee hinter dem Buch finde ich sehr gut, vielleicht hätte man aber mehr aus der Story rausholen können. Irgendwie hatte ich bald das Gefühl, dass die Geschichte sich nur noch im Kreis dreht und so ist "Savin Grace"  für mich immer mehr abgeflacht. Natürlich wollte ich schon wissen, welches Ende Graces Geschichte nimmt, muss aber sagen, dass das Ende -meiner Meinung nach- dann doch sehr weit hergeholt war.

Alles in allem ein Psychothriller, der in meinen Augen ganz okay war, mich aber nicht vom Hocker gerissen hat. Schade eigentlich...

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Tags: psychothriller   (1)
 

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thriller, trauma, mord, psychothriller; spannung, andré kussmaul

Blut will Blut

André Kussmaul
E-Buch Text
Erschienen bei Fahrenheitbooks, 01.12.2016
ISBN 9783492982733
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hannah entdeckt bei einem Spaziergang mit dem Hund eine Leiche im Tiergarten in Berlin. Sie meint den Toten aus ihrer schrecklichen Vergangenheit, die sie mit drei ihrer Freundinnen durchstehen musste, zu kennen. Hannah stürzt, schlägt sich den Kopf an und als sie im Krankenhaus aufwacht und man ihr mitteilt, dass da keine Leiche ist, kann sie das kaum glauben. Auch ihre Mutter und ihre Freundin glauben ihr nicht wirklich. Hannah rückt nicht davon ab, dass sie ihren toten Peiniger im Tiergarten gesehen hat. Fortan versucht Hannah mehr über Kuon, so heißt der perverse Verbrecher, zu erfahren. Außerdem ist da noch die Schuld, die seit damals schwer auf ihren Schultern lastet, denn sie alleine hätte das damalige Verbrechen verhindern können....

Ich musste nicht lange überlegen, als ich die Rezensionsanfrage zu "Blut will Blut" bekommen habe und so habe ich ohne mit der Wimper zu zucken angenommen und ich bin sehr froh über meine Entscheidung!

"Blut will Blut" ist für mich ein Psychothriller, den ich sehr, sehr gerne gelesen habe. Der Thriller beginnt schon äußerst spannend und ich habe mir die wildesten Theorien über den vermeintlichen Toten, denn die Psychologin Hannah gesehen haben will gemacht. André  Kussmaul hat mich in kurzen, rasanten Kapiteln durch die Story geführt und die Sache wurde immer verzwickter.

Hannah selbst und drei ihrer Freundinnen wurden im Teenageralter von einem perversen Täter, der fürchterliche Dinge mit ihnen anstellte, in einem Keller gefangengehalten. Natürlich habe ich gerätselt, warum ausgerechnet Hannah an dem, was damals geschehen ist, Schuld haben sollte. Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich allerdings immer mehr raus, dass Hannahs Schuldgefühle nicht ganz unbegründet sein können.

André Kussmaul erzählt dem Leser nicht nur die Geschichte von Hannah, sondern auch die Versuche eines normalen Lebens ihrer drei Freundinnen, die mehr schlecht als recht gelingen. Hannah hat von damals nur noch zu Inga Kontakt, ihrer einzig verbliebenen Freundin. Außerdem scheint Hannah auch noch einen Stalker am Hals zu haben! Ist es Kuon, der mittlerweile aus der Haft entlassen wurde oer doch ein ganz anderer und wenn ja, wer? Das gilt es für den Leser und für Hannah herauszufinden und ich kann versprechen, dass das nicht ganz so einfach ist. Der Autor legt geschickt falsche Fährten, sodass man sich nie so ganz sicher ist, was denn nun Sache ist. Sowas liebe ich einfach und noch mehr gefällt mir, wenn ich erst spät auf den Täter komme! Das alles ist André  Kussmaul gelungen und so war "Blut will Blut"  für mich ein perfekter Psychothriller, mit einer logischen Aufklärung, die mir sehr, sehr gut gefallen hat!

Wer einen Psychothriller, der durchweg spannend ist, absolut keine Längen aufweist und immer rätselhafter wird, lesen will, ist mit "Blut will Blut" bestens beraten! Absolute Leseempfehlung!

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Tags: andré kussmaul, thriller   (2)
 

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53 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

rache, jeff menapace, familie, thriller, spiele

Das Spiel - Rache

Jeff Menapace , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453677081
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Enthält Spoiler zu Band 1, "Das Spiel - Opfer" 


Die Lambert Familie, die im Herbst 2008 Opfer der Fannelli Brüder wurden, haben überlebt. Einer der Brüder ist tot und der andere sitzt hinter Gittern und wartet auf seinen Prozess. Die Lamberts versuchen mit dem Erlebten klar zu kommen, haben sich und ihre Kinder in Therapie begeben, allerdings erinnern sie ihre körperlichen  Wunden täglich immer wieder an die schrecklichen Ereignisse, die sich damals in der Hütte zugetragen haben. Eigentlich bräuchten sie keine Angst mehr zu haben, eigentlich, wären da nicht, Monica und John, die Arty bei seiner Rache an der Familie unterstützen wollen....
Die Spiel-Trilogie geht weiter und hat in Band zwei, "Rache", eine spannende Fortsetzung gefunden. Band  eins ist wahrlich nichts für schwache Gemüter, wobei die Fortsetzung genauso spannend ist, allerdings nicht ganz so blutdurchtränkt wie der erste Teil. 
In Band zwei lernt der Leser zwei neue, ebenso durchgeknallte Charaktere, wie die Fannelli-Brüder kennen. Beide sind wahrlich brutal, allerdings zielt "Rache" noch mehr auf Psychospielchen ab, die sich die Familie Lambert ausgesetzt sieht. Perfide Spiele, böse Spiele, die drohen, die Familie endgültig zu vernichten.Patrick Lambert hat geschworen, dass seiner Frau und seinen beiden Kindern nie wieder so etwas, wie damals in der Hütte, zustoßen wird und merkt als Erster, dass es noch nicht vorbei ist, als sich schlimme Vorkomnisse häufen und einfach nicht mehr dem Zufall geschuldet sein können.
Das Spiel, das die Fannelli Brüder begonnen haben geht weiter und die Familie holt sich im Laufe der Story Hilfe, die den Fannellis ebenbürtig zu sein scheint und der Familie Lambert endlich den wohlverdienten Frieden bringen will.
Arty Fannelli sitzt im Gefängnis und kommt einfach nicht damit zurecht, dass er und sein Bruder adoptiert wurden, noch weniger passt ihm, dass es in der Öffentlichkeit scheinen könnte, dass er ein ganz "gewöhnlicher" Mörder ist und eben nicht einzigartig! Er sieht seine Felle davonschwimmen, muss damit klarkommen, dass sein Gehirn eher nicht erforscht wird, wie ihm immer wieder von den allzu bösen Gefängniswärtern eindrucksvoll eingebleut wird, was Arty natürlich so richtig auf die Palme bringt! Er kann es einfach nicht abwarten, das begonnene Spiel würdig zu beenden, gerade die Rache an Patrick Lambert ist ihm das Wichtigste. So kommt ihm die Hilfe seiner, na ja... "Freunde" gerade recht!
Zur Story selbst ist genug erzählt! Ich war sehr spannend auf den zweiten Teil und eigentlich dachte ich, dass es böser schon gar nicht mehr geht aber was die Lambert`s  nun durchmachen müssen ist mindestens genauso schrecklich wie die Folter, die sie im Herbst 2008 durchstehen mussten. Vor allem wissen sie erst mal nicht, wer dieses mal ihr Gegener ist, was das ganze noch schwieriger macht.
Jeff Menapace legt einen hochspannenden zweiten Band der "Spiel-Trilogie" vor, die mich sehr neugierig auf den finalen Teil macht. Vor allem zerbreche ich mir nach dem Ende von "Rache" wirklich den Kopf, wie das wohl im dritten Band weitergehen könnte und das Warten fällt schwer!
"Das Spiel - Tod" erscheint am 10. April 2017 ebenfalls im Heyne Hardcore Verlag und so ist die Wartezeit dann doch nicht mehr so lange!
"Die Spiel-Trilogie" ist genau das Richtige für Thrillerfans, die es gerne noch mehr hardboiled mögen! Leser, die etwas zartbesaiteter sind, rate ich allerdings von der Trilogie ab! Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich diese Trilogie sehr gerne lese und dass ich mich sehr auf "Das Spiel - Tod" und noch viel mehr von Jeff Menapace freue! Deshalb gibt´s von mir eine absolute Leseempfehlung!





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Tags: jeff menapace, thriller, trilogie   (3)
 

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 30 Rezensionen

thriller, horror, ring, jenny milewski, japa

Angstmädchen

Jenny Milewski , Maximilian Stadler
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453438804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die 19jährige Malin zieht in ein Studentenwohnheim. Ein Zimmer zu bekommen ist recht schwierig, darum freut sie sich umso mehr, dass es für sie geklappt hat. Auch wenn das Zimmer erst richtig wohnlich gestaltet werden muss, freut sie sich, denn ihr Zimmer ist das Einzige, das über eine Badewanne verfügt. Ihre Mitbewohner reagieren anfangs recht reserviert auf Malin aber die Studentin gibt sich große Mühe um "dazuzugehören". Später erfährt sie, dass kurz vor ihr eine Studentin namens Yuko in ihrem Zimmer gewohnt hat und sich in der Badewanne die Pulsadern aufgeschnitten hat und gestorben ist. Rätselhafte Dinge geschwehen. Malin sieht eine schemenhafte Gestalt im Spiegel, Schuhe, die sauber aufgeräumt waren liegen verstreut im Flur und Malin findet lange schwarze Haare in ihrer Badewanne. Das ist allerdings erst der Anfang....

So, anschnallen, es wird gruselig, sehr gruselig! Gerade jetzt, wo ich meine Rezension tippe, habe ich schon wieder eine Gänsehaut...

Bei "Angstmädchen" handelt es sich nicht um einen klassischen "Wer-ist-der-Täter-Thriller", sondern vielmehr um eine Gruselstory, die es in sich hat.

Der Thriller beginnt recht ruhig. Klar, habe ich auch gerätselt, wer und vor allem warum, der Geist Schuhe im Flur verteilt und was hat Malin damit zu tun? Jenny Milewski führt den Leser in kurzen Kapiteln durch die Story. Zuerst lernen wir die Mitbewohner von Malin kennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Es gibt einen Nerd, einen Besserwisser, einen Charmanten, eine - in meinen Augen fast nymphomanische - Studentin und eine Studentin, deren der Blick anderer auf ihr Erscheinungsbild das Wichtigste zu sein scheint. Irgendwie passt die ganz normale und sehr schüchterne Malin da gar nicht richtig rein. Allerdings gibt sie sich große Mühe um mit ihren Mitbewohnern gut auszukommen.

Malin fällt es schwer, ihren Mitbewohnern von ihren rätselhaften Erlebnissen zu erzählen und keiner mag ihr so richtig glauben. Als die Vorkommnisse immer heftiger werden kommen die Studenten allerdings auch zu dem Schluß, dass irgendetwas unheimliches geschieht.

Die Story liest sich sehr gut weg. Auf den ersten 100 - 150 Seiten begleitet den Leser Malins Angst, allerdings habe ich das mehr von außen betrachtet, fühlte mich nicht so mittendrin wie das sonst oft der Fall ist. Von einer Seite zur Anderen zieht der Thriller aber dermaßen an, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Story wird immer unheimlicher, gruseliger und ich gebe zu, dass mir das Buch echte Angst gemacht hat.

Ich lese ja bekanntlich viele Thriller. Axtmörder und dergleichen machen mir eigentlich keine große Angst, wenn es aber mit Übersinnlichen anfängt, schnellt mein Puls und mein Herzschlag in die Höhe.Tatsächlich war es so, dass ich das Buch nicht abends alleine mit meiner Leselampe lesen konnte, denn ich habe mich um meinen wohlverdienten Nachtschlaf gesorgt.

Ich habe zur Story eigentlich schon genug gesagt, man muss es einfach selber gelesen haben!

Das Buch ist unheimlich, stellenweise echt eklig und wenn man zartbesaitet ist - so wie ich, was paranormale Phänomene betrifft - ist "Angstmädchen" wirklich heftig! Deshalb eine Warnung vorweg!

Wer den Film "Ring" gesehen hat, wird "Angstmädchen" lieben, obwohl sich die beiden Storys nicht wirklich gleichen aber ich musste immer wieder an den Film während des Lesens denken. Ich für meinen Teil, kann diesen Film nicht sehen, ohne danach in Therapie gehen zu müssen :D

Lesen, im ersten Drittel durchhalten und dann warm anziehen. Die Gänsehaut, die mir "Angstmädchen" beschert hat, war echt erstklassig! Deshalb gibt es von mir natürlich eine Leseempfehlung! Viel Spaß beim Gruseln!

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Tags: horror, jenny milewski, thriller   (3)
 

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113 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 64 Rezensionen

thriller, mord, hamburg, bernhard aichner, totenrausch

Totenrausch

Bernhard Aichner
Fester Einband: 380 Seiten
Erschienen bei btb, 09.01.2017
ISBN 9783442756377
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Blum ist die Flucht aus Österreich geglückt. Nach einiger Zeit, die sie mit ihren beiden Kindern auf den Lofoten verbringt, nimmt sie ein LKW-Fahrer mit nach Hamburg. Dieser gibt ihr auch eine Adresse, wohin sie sich in Hamburg nach der Ankunft wenden kann. Die Adresse führt sie zu einem Zuhälter, von dem sie neue Pässe für sich und ihrer Kinder erbittet. Versteht sich von selbst, dass der Zuhälter das nicht ganz umsonst macht und so bietet Blum ihm im Gegenzug an, jemanden für ihn zu töten, was dieser auch nach einiger Zeit von Blum einfordert. Allerdings soll sie jemanden töten, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist...
Der finale Band der Totenfau-Trilogie. Eigentlich sehr schade, denn es fällt mir nicht ganz leicht mich von Blum zu trennen.
"Totenrausch" ist ein sehr rasanter Abschlußband, der mich begeistert hat.  Bernhard Aichner erzählt im Abschlußband der Trilogie Blums Versuche sich mit ihren beiden Kindern ein einigermaßen normales Leben, nach dem, was alles schreckliches geschehen ist, aufzubauen. Ich habe es Blum sehr gewünscht, denn nach wie vor ist mir die Bestatterin sehr symphatisch, auch nach den vielen Morden, die sie begangen hat. In kurzen Kapiteln hat mich der Autor durch die Geschichte gejagt und tatsächlich habe ich "Totenrausch" in einem Rutsch gelesen.
Die Charaktere um Blum, allen voran der schmierige Zuhälter Egon Schiele sind sehr authentisch gezeichnet und so habe ich mich schon dabei erwischt, dass ich gehofft habe, dass Blum diesen um die Ecke bringt - wie es geht, hat sie ja in "Totenfrau" und "Totenhaus" bewiesen....
Schiele besorgt Blum tatsächlich neue Pässe, eine schöne Wohnung in einer schönen Gegend von Hamburg. Blum findet einen Job in einem Bestattungsunternehmen und ihre Kinder gehen zur Schule. Es könnte alles so schön sein, bis Schiele seinen "Lohn" für ihr Leben in Hamburg einfordert.
Blum ist es zuwieder ( schon wieder )  töten zu müssen und sie möchte es eigentlich nicht tun aber welche Alternativen bleiben ihr? Blum hat in Schiele einen Gegner gefunden, der sie fast bis an den Rand der Verzweiflung bringt und ich hatte große Angst um Blum, denn sie muss Dinge erleiden, die sie, trotz der Taten, die sie begangen hat, einfach nicht verdient hat.
"Totenrausch" ist ein sehr rasanter Thriller, der dem Leser kaum eine Verschnaufpause zugesteht und so fliegt Kapitel um Kapitel nur so dahin. Das Ende hat mich verblüfft und mir ein ziemlich erstauntes "Ach!" entlockt. "Totenrausch" ist ganz gewiss nicht lustig, trotzdem habe ich mich dabei erwischt, wie ich das ein oder andere Mal grinsen musste. Ich glaube, es war ein ungläubiges und teils hämisches Grinsen, Asche auf mein Haupt!
Abschließend bleibt zu sagen, dass mich die "Totenfrau-Trilogie" begeistert hat und der finale Band für mich ein würdiger und perfekter Abschluß der Trilogie ist. Ich gebe zu, dass es mir sehr schwer gefallen ist, mich von den Figuren zu verabschieden und ich mir schon ein Tränchen verkneifen musste.
Ich kann "Totenrausch" sowie sie gesamte "Totenfrau-Trilogie" nur dringend weiterempfehlen und bin schon ein bisschen traurig, dass es nun mit Blum vorbei ist. In welcher Art und Weise es mit ihr vorbei ist, sölltet ihr schon selbst herausfinden und ich wünsche ganz viel Spaß und vor allem Spannung bei der Lektüre! Absolute leseempfehlung für die gesamte Trilogie!

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Tags: bernhard aichner, thriller, totenfrau-trilogie   (3)
 

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206 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 111 Rezensionen

schweden, krimi, fabian risk, dänemark, happy slapping

Minus 18 Grad

Stefan Ahnhem , Katrin Frey
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2017
ISBN 9783471351246
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Im schwedischen Helsingborg stürzt ein Mann nach mit seinem Auto ins Wasser. Als der Tote geborgen wird, stellt der Gerichtsmediziner fest, dass der Mann schon seit mindestens zwei Monaten tot ist. Kommissar Risk steht vor einem Rätsel denn der Mann wurde offensichtlich erst noch in der vorigen Woche quicklebendig gesehen...

Endlich bescherst und Stefan Ahnhem Band 3 um den symphatischen Ermittler Fabian Risk. Der Fall, mit dem es Risk zu tun bekommt, könnte rätslhafter nicht sein. Zu Anfang glaubt es die Ermittler, dass sich der Gerichtsmediziner geirrt haben muss, wurde der Tote doch lebend gesehen. Nach und nach stellt sich allerdings heraus, dass der Mörder die Identitäten seiner Opfer übernimmt und der Killer ist noch lange nicht fertig.

Nachdem ich schon "Und morgen du" und auch "Herzsammler" verschlungen habe, habe ich mich sehr auf "Minus 18°" gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Stefan Ahnhem gelingt es auch in Band 3 den Leser an den den hochspannenden Kriminalroman zu fesseln und erst wieder loszulassen, wenn das Buch beendet ist. Der Autor lässt zu Ende des Buches ein paar Fragen offen, sodass es ziemlich klar ist, dass die Reihe um Fabian Risk weitergehen wird .

Wie schon von dem Autoren gewöhnt, spielt auch der neueste Band sowohl in Schweden als auch in Dänemark.In Dänemark beschäftigen Dunja Hourgaard erschreckende Fälle des sogenannhten "Happy Slapping". Unschuldige Menschen werden zu Tode gequält, die Taten auf Video aufgenommen und ins Netzt geladen. Auf den ersten Blick haben die Fälle von Risk und Hourgaard nichts miteinander zu tun und doch gibt es Berührungspunkte.

Eigentlich bin ich kein großer Fan von den Privatleben der Ermittler, was jedoch bei Stefan Ahnhems Protagonisten ganz anders ist. Die Privatleben der Ermittler finde ich in dieser Reihe recht spannend. Fabian hat sowohl  Eheprobleme mit seiner Frau Sonja und auch seine Kinder, allen voran sein Sohn Theo, bereiten ihm Kopfzerbrechen.

"Minus 18°" ist ein mal mehr ein gelungener, hochspannender und rätselhafter Kriminalroman, den ich sehr gerne gelesen habe und für den es von mir eine absolute Leseempfehlung gibt!

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125 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 48 Rezensionen

thriller, janet clark, london, gedächtnisverlust, entführung

Black Memory

Janet Clark
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.12.2016
ISBN 9783453418332
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Clare wird in einem Boot vor der indonesischen Küste aufgefunden und verhaftet. Sie wird beschuldigt ein Mädchen entführt zu haben. Clare kann sich weder an ihren Namen noch an sonst irgendetwas erinnern. Kurz darauf wird sie von zwei Männern aus dem Gefängnis geholt und kehrt mit ihnen nach London zurück. Dort erkennt sie, dass das Geheimnis um ihr Vergessen nur mit der Hilfe des immer noch vermissten Mädchens aufzuklären ist...

Wow, was für ein Ritt! Ich liebe ja Thriller, die mich gerade mit ihren Wendungen fesseln  aber das neue Werk von Janet Clark  hat mich fast in den Wahnsinn getrieben..

Wir kennen ja Thriller, in denen die Protagonist(innin) ihr Gedächtnis verlieren und sie später alles wunderbar aufklärt. Oft ahnt der Leser auch, wie das alles ausgehen wird und liegt damit oft richtig. Bei diesem Thriller hier kann ich fast garantieren, dass dem nicht so ist! Immer wenn ich dachte, dass ich das nun alles aufgedröselt habe, nahm das Buch eine Wendung und ich habe mich fast dafür geschämt den oder die Falsche(n) verdächtigt zu haben, bis es am Ende des Kapitels wieder ganz anders aussieht. So konnte ich mich mit der Zeit auch immer besser in Clare hineinversetzen, denn sie selber weiß irgendwann auch nicht mehr wem sie nun trauen kann.

Die Charaktere in dem Thriller sind gut ausgearbeitet und haben ihre Ecken und Kanten, sind mehr oder weniger symphatisch und scheinen alle irgendwie ihre Geheimnisse zu haben, die es gilt aufzuklären aber wie denn, wenn dann sowieso wieder alles ganz anders ist? So habe ich mit Clare mitgelitten aber ich muss auch sagen, dass ich irgendwann gedacht habe, dass die Protagonistin einen an der Klatsche hat. Unglaublich...

Die ganze Story steht und fällt mit dem vermissten Mädchen, das eine einzigartige Begabung hat und diese Begabung wohl für einige Menschen sehr wichtig zu sein scheint. Warum erfährt man im Laufe der Story und ich fand es ungeheuerlich, weil ich, wie eben schon geschrieben, Clare dann auch nicht mehr getraut habe. Sie weiß, dass sie Ärztin ist, kann sich an all das, was sie geklernt hat peu a peu erinnern aber nicht an eben dieses Mädchen?  Wenn das wirklich alles so stimmt, was war dann so schrecklich, dass sie das alles verdrängt zu haben scheint?  Rätselhaft...

Ich mag nicht mehr zur Story schreiben und kann nur empfehlen, sich einfach auf diese wahnsinnige Story einzulassen und dieses tolle Leseerlebnis zu genießen!

Absolute Leseempfehlung für Fans des (Psycho)Thrillers und die, die es werden wollen! "Black Memory" macht süchtig!



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Tags: janet clark, thriller   (2)
 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

psychothriller, thriller, dastoteherz, frauenmörde, rainerwürth

Das tote Herz

Rainer Würth
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.08.2016
ISBN 9783442484508
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nicolas Kober bekommt ein Spenderherz, das von einem Serienmörder stammt. Natürlich weiß er das nicht, verändert sich aber zusehends. Das letzte Opfer des "Fotografen", Solveig Jacobson, hat überlebt. Nicolas lernt die Frau kennen und fühlt sich sehr stark zu ihr hingezogen...


Brrrr.... was für ein gruseliger, unglaublich guter Psychothriller! Man liest ja immer mal, gerade in der Boulevard-Presse, von Talenten und Eigenschaften, die manche Menschen nach einer Organtransplantation entwickeln oder die plötzlich einfach da sind. Man liest es, belächelt es vielleicht und geht zur Tagesordnung über. Was wäre aber wenn das teilweise wirklich so ist? Klavier spielen, Bilder malen und dergleichen sind ja sehr schöne Talente aber das Herz eines Frauenmörders verursacht schon Gänsehaut...

"Das tote Herz" steigert sich von Kapitel zu Kapitel, die von wechselnden Personen handeln. So taucht man immer tiefer ein, bis man das Buch gar nicht mehr weglegen kann. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, was noch mehr zur Spannung beiträgt! Das "Nur-noch-ein-Kapitel-Gefühl" war bei mir über das gesamte Buch präsent und so war ich auch in windeseile, bis zum wirklich verstörenden Ende, durch!

Ich bin keine Medizinerin und ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich so schnell nach einer Herztransplantation wieder so gut fühlt aber Hand aufs Herz - das war mir beim Lesen vollkommen egal! Wenn ich wissen will, wie schnell es wieder bergauf geht, lese ich ein medizinisches Sachbuch und bin danach schlauer oder auch nicht aber wenn ich eine fiktive Geschichte lese, einen Psychothriller, will ich Spannung und Nervenkitzel. Das ist dem Autoren bei mir sehr gut gelungen!

Meine Rezension hat so lange auf sich warten lasen, weil ich etwas getan habe, das ich noch nie gemacht habe. Ich habe das Buch einfach noch mal gelesen, weil ich das Gefühl hatte, dass der erste Durchgang einfach zu schnell war und mir so das ein oder andere entgangen ist, was tatsächlich so war! Ich sollte mich wirklich etwas zurückhalten beim Lesen, allerdings machen mir das manche Autoren, wie jetzt Rainer Würth, nicht wirklich leicht!

Ich bin unglaublich froh darüber, "Das tote Herz" entdeckt zu haben und gebe somit, gerade Psychothrillerfans, eine absolute und unbedingt Leseempfehlung!




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126 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

thriller, schweden, psychothriller, spannung, caroline eriksson

Die Vermissten

Caroline Eriksson , Wibke Kuhn
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Penguin, 08.08.2016
ISBN 9783328100386
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Greta rudert mit ihrere kleinen Tochter Smilla und ihrem Mann Alex auf einem See in Schweden. Vater und Tochter verlassen das Boot um auf Entdeckungstour zu gehen, während Greta im Boot bleibt. Viel Zeit vergeht, bis Greta realisiert, dass Mann und Kind nicht mehr zurückkommen. So macht sie sich ans Ufer und auf die Suche nach ihrer Familie, von der allerdings jede Spur fehlt. Greta wendet sich an die Polizei, die ihr allerdings nicht wirklich weiterhelfen kann, Greta dafür aber eine Enthüllung macht, die sie nur sehr schwer versteht....

"Die Vermissten" ist ein Psychothriller genau nach meinem Geschmack. Die Autorin lässt den Leser an Gretas Gedankenwelt teilhaben, die nicht immer leicht zu verstehen und manchmal auch schwer nachzuvollziehen ist.

Geschickt legt Caroline Eriksson falsche Fährten die mich mehr als ein Mal ins Bockshorn gejagt und mich verwirrt und völlig überrascht haben. Man taucht immer tiefer in die Psyche der Protagonistin ab, bis ich das Buch nicht mehr zur Seite legen konnte. Zu groß war meine Neugier auf die Auflösung.Hat Greta selbst vieleicht etwas mit dem verschwinden ihrer Familie zu tun?

Es ist sehr schwer mehr über das Buch zu erzählen ohne zu spoilern, denn ich bin der Meinung, dass ein falsches Wort von mir dazuführen könnte, dass ich zukünftigen Lesern die Spannung verderbe und das liegt mir fern.

Alles in allem ist "Die Vermissten" ein spannender, teils verwirrender, sehr interessanter und ruhiger Psychothriller, der mir allerdings von Zeit zu Zeit schon unheimlich war. Wer Action erwartet, liegt mit diesem Buch allerdings definitiv falsch! Genau so muss ein Psychothriller für mich sein. Allerdings empfehle ich, an der Geschichte dran zu bleiben und das Buch nicht allzu lange zur Seite legen, denn dann besteht die Gefahr, so war es zumindest bei mir, dass man den Faden verliert, denn die Verwirrung war teilweise wirklich groß.

Es gibt nicht sehr viele Charaktere in dem Psychothriller, die Wenigen allerdings, haben mich schon vor Rätsel gestellt und mich Fragen lassen, was das Eine nun mit dem Anderen zu tun hat. Dieses Rätsel wird aber gekonnt im Laufe der Story aufgelöst und hat mich zum größten Teil auch zufriedengestellt.

"Die Vermissten" ist der perfekte Psychothriller für ein spannendes Wochenende auf der Couch, wobei ich denke, dass das Buch polarisieren wird. Man mag es oder eben nicht. Ich glaube, dazwischen gibt es nicht sehr viel. Mir hat der Psychothriller sehr gut gefallen und so gebe ich gerne eine Leseempfehlung für Fans des psychologischen Genres!

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39 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

neid, hass, gewalt in der ehe, thriller, liebe

ZEILENGÖTTER: Bis dass der Tod uns scheidet

Astrid Korten
E-Buch Text
Erschienen bei AK Astrid Korten, 30.11.2016
ISBN B01NCAQL36
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Malin, eine junge Literaturstudentin, heiratet den viel älteren Autoren Adrian Bartósz. Die junge Frau muss so einiges erdulden, bis sie sich von ihrem Mann trennt.
Viele Jahre später, Malin Remy ist nun eine erfolgreiche Autorin, liest sie in Paris aus ihrem autobiografischen Roman "Ehe". Adrian Bartósz sitzt im Pubikum und Malin ahnt, dass das, was sie in ihrer Ehe erleiden musste von ihrem Exmann noch gesteigert werden kann...

Wer mich kennt weiß, dass ich im psychologischen Thriller zu Hause bin. Ich liebe Geschichten, in denen es um die Abgründe der menschlichen Seele und deren Beweggründe geht. So habe ich nicht lange gezögert und "Zeilengötter" fand den Weg auf meinen Reader.

Adrian musste in seiner Kindheit schon einiges erdulden. Er fühlte sich wenig geliebt und Abweisungen standen auf der Tagesordnung. Auch seine schriftstellerischen Ambitionen finden zu Anfang wenig Begeisterung. Erst als sein Vater, Adrian war zu dem Zeitpunkt 17 Jahre alt, ein kleines Mädchen adoptiert, fühlt er sich wirklich gebraucht. Malin beobachtet er schon sehr lange und da sie sehr viel jünger ist als er selbst, wartet Adrian so lange, bis Malin alt genug ist, um sich eventuell auf ihn einzulassen.

Malin fühlt sich geschmeichelt. Der große Adrian Bartósz interessiert sich für sie und so zögert sie nicht lange und heiratet ihn.  Malin ist Literaturstudentin und findet mit ihren Geschichten bei Adrian wenig Anklang und so schreibt sie heimlich an ihrem erotischen Roman "Rouge" den, wie es nicht anders sein kann, Adrian eines Tages auf dem Computer entdeckt und nun erst Recht fuchsteufelswild wird, da er meint, sich in einer der Romanfiguren wiederzuerkennen. Fortan geht Malin durch die Hölle, bis sie sich endlich von Adrian befreien und trennen kann.

Der Psychothriller wird in der Ich-Perspektive von Malin erzählt, und wechselt sich mit Kapiteln, in denen es um Adrians Geschichte geht, ab. Mir hat der poetische Schreibstil der Autorin, gerade in  den Adrian-Kapiteln unheimlich gut gefallen.

Allerdings ist nichts ganz so wie es scheint und stellt man sich anfangs auf die Seite von Malin, muss man bald erkennen, dass auch Malin nicht ganz koscher zu sein scheint.

Der Thriller handelt von Zurückweisung, Liebe, Neid, Gewalt in der Ehe und Abgründe, die man so nicht erwartet hätte.

Der Showdown und das Finale selbst hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und mich teilweise überrascht und so muss ich sagen, dass von allen bisher erschienenen Thrillern von Astrid Korten, mir "Zeilengötter" am besten gefallen hat!

Deshalb gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung für den gerade erschienenen Psychothriller!

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Tags: astrid korten, psychothriller   (2)
 

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119 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 82 Rezensionen

thriller, familiengeheimnis, michael theißen, psychothriller, unfall

Leons Erbe

Michael Theißen
E-Buch Text: 232 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 02.05.2016
ISBN 9783732525102
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Katjas Sohn Leon kommt bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht ums Leben. Sechs Monate zuvor ist schon ihre Schwester Nicci spurlos verschwunden und so brichrt für Katja die Welt komplett zusammen. Kurz nach der Trauerfeier bekommt Katja einen Anruf von einem Notar. Leon hat für sie dort ein Kistchen hinterlassen. In dieser Kiste findet Katja das Armband ihrer verschwundenen Schwester. Nun stellen sich für Katja natürlich einige Fragen. Wie kommt Leon an das Armband und wieso hat er es für sie beim Notar hinterlegt?
 
Michael Theissen ist mit seinem Erstlingswerk  - "Leons Erbe" - ein solider und spannender Thriller gelungen.


Ich konnte mich teilweise gut in die Hauptprotagonistin Katja hineinversetzen, wenngleich ich nicht alles nachvollziehen konnte, da mir einige ihrer Handlungen doch recht merkwürdig und teils auch unglaubwürdig erschienen. Wie viel kann ein Mensch ertragen und wie weit würde man gehen um die Wahrheit über den Tod des eigenen Sohnes und das Verschwinden der Schwester aufzuklären? Dass dabei Familiengeheimnisse, die sie lieber nicht gewusst hätte, ans Licht kommen, macht das ganze für sie fast unerträglich.
 
Wenn ich einen (Psycho) Thriller lese, stehen bei mit erst mal alle unter Generalverdacht. Gut gefallen hat mir, dass Michael Theissen dies mit seinen Charakteren, die mir allesamt sehr merkwürdig erschienen, untertstützt hat. So habe ich gerne Kapitel um Kapitel gelesen um der Lösung auf die Spur zu kommen und ich war gespannt, wie der Autor die Story um Leon und Nicci verknüpft, was ihm meiner Meinung nach recht gut gelungen ist. Auch das Legen von falschen Fährten gehört für mich zu einem guten Thriller und auch das versteht der Autor sehr gut! Die Auflösung hat mir wirklich gut gefallen und so konnte ich das Buch zufrieden schließen.


Michael Theissens Debüt hat mir im Großen und Ganzen gut gefallen und ich werde den Autor gerne weiterbeobachten und auch gerne mehr von ihm lesen!
 
Von mir gibt es für "Leons Erbe" eine Leseempfehlung für Freunde des spannenden und kurzweiligen Thrills -  gerne auch für Jugendliche!

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33 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

neonatizid, interessantes thema, verdrängte schwangerschaft, familie, bewegend

Niemandsmädchen

Eva-Maria Silber
E-Buch Text: 217 Seiten
Erschienen bei Midnight, 14.10.2016
ISBN 9783958190900
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine junge Frau entbindet im Krankenhaus ein Kind. Die Ärtzte und Schwestern sind von Beginn an verwundert über das seltsame Verhalten der Frau. Kurz darauf sind Mutter und Kind verschwunden. Die Ärtze informieren voller Sorge die Polizei. Krminalkommissarin Hannah Adams macht sich mit der Untertstützung der Staatsanwältin Leyla Zapatka auf die Suche nach Mutter und Kind. Unterdessen kollabieren in Etzel drei Erdgaskavernen und die Bevölkerung im Umkreis wird evakuiert....

Der Krimi behandelt ein schwieriges und bedrückendes Thema. Ich habe mitgefiebert und Angst um das neugeborene Mädchen gehabt, denn das Verhalten der Mutter lässt das Schlimmste befürchten. Irgendwie waren die Gründe, die die junge Mutter veranlasst haben überraschenderweise nachvollziehbar, was nicht heißt, dass man sie restlos verstehen muss. Wie ich schon beschrieb, ein schwieriges und wie ich finde auch sehr mutiges Thema für einen Krimi.

Interessant sind die beiden Hauptprotagonisten Adams und Zapatka. Die Kommissarin war mir anfangs überhaupt nicht symphatisch. Die Unfreundlichkeit und Verbittertheit in Person, wogegen die junge Saatsanwältin auf den ersten Blick mehr auf der Sonnenseite steht. Sollte man meinen... Ihre privaten und gesundheitlichen Probleme verbirgt Zapatka allerdings sehr geschickt und so waren die beiden sich auch überhaupt nicht zugetan und ich war gespannt ob und wie die beiden sich zusammenraufen werden.

Die Entwicklung, die die beiden Charaktere im Laufe der Story durchgemacht haben, hat mir sehr gut gefallen und mich auch überrascht!

Die Autorin versteht es über den gesamten Krimi den Spannungsbogern hoch zu halten und ich war gespannt was die Umweltkatastrophe nun mit dem Fall der verschwundenen Mutter zu tun hat...

"Niemandsmädchen" hat mir spannende und unterhaltsame Lesestunden geschenkt, sodass ich dem Ostfriesenkrimi den Fans des Genres gerne eine Leseempfehlung gebe und hoffe, dass es bald mehr von dem Ermittlerteam zu lesen geben wird!

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233 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 100 Rezensionen

thriller, island, mord, krimi, psychologin

DNA

Yrsa Sigurdardóttir , Anika Wolff
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 26.09.2016
ISBN 9783442756568
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine junge Mutter wird nachts in ihrer Wohnung auf bestialische Weise getötet. Ihre kleine Tochter, die sich unterm Bett versteckt hält, muss alles miterleben, kommt aber mit dem Leben davon. Die Psychologin Freyjya, die versucht dem 7jährigen Mädchen Details zur Tat zu entlocken und Komissar Huldar, der das erste Mal in so einem Fall die Ermittlungen leitet arbeiten zusammen um den Täter auf die Spur zu kommen. Kurz darauf wird eine zweite Frau ermordet.

Unterdessen versucht ein Amateurfunker kryptische Botschaften, die er empfängt zu entschlüsseln und ahnt nicht, in welche Gefahr er sich dabei begibt.

Die Bücher von Irsa Sigurdadottir möchte ich euch gerne besonders ans Herz legen! Vielleicht ist euch das Buch "Geisterfjord" bekannt, das mich wahrlich umgehauen hat.

Mit "DNA" startet die isländische Autorin eine neue Thrillerreihe und gleich mit dem Auftakt, konnte die Autorin mich einmal mehr begeistern.

Ich habe schon viel gelesen. Opfer wurde literarisch erstochen, erwürgt, gehängt, gehäutet und erschossen aber das, was sich die Autorin für ihren Killer und die Opfer ausgedacht hat, hat mir erst mal nur ein erstauntes "Oh" entlockt. Unglaublich, was einem im Haushalt so alles "passieren" könnte und ich sehe meinen Staubsauger nun mit anderen Augen.

Yrsa Sigurdadottir schreibt von Seite eins an beklemmend und durchweg hochspannend. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, sodass es kaum möglich ist, nicht auch noch das nächste Kapitel sofort zu lesen, was schlecht für den wohlverdienten Schlaf ist. 

Kommissar Huldar und Psychologin Freyja waren mir auf Anhieb symphatisch und ich war gespannt, wie sich die beiden zusammenraufen, verbindet sie doch eine gemeinsame Nacht, in der der Kommissar sich nicht gerade vorbildlich verhalten hat.

Der Thriller beginnt mit einem beklemmenden Prolog und einem sehr ernsten Thema. Wie das alles zusammenhängt und wie die Autorin die Handlungsstränge verknüpft, ist logisch und authentisch aufgebaut und führt zu einem Ende, das mich zufriedengestellt hat.

Ich freue mich heute schon auf Band 2 und werde diese Reihe gerne weiter begleiten! Absolute Leseempfehlung!

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Tags: thriller, yrsa sigurdardottir   (2)
 

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

düsseldorf, peter kürten, susann brenner, deutsch, blut trinken

Der Vampir vom Niederrhein - Peter Kürten

Susann Brennero
Flexibler Einband: 315 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 03.08.2016
ISBN 9783839219379
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In unmittlerbarer Nähe zu einer Baustelle wird im Februar 1929 die Leiche einer 9jährigen Bäckerstochter, bestialisch erstochen und missbraucht, gefunden. In der Nachbarschaft lebt der Journalist Egon Kron, den der Mord an dem Kind weder beruflich noch privat loslässt. Er befreundet sich mit dem leitenden Ermittler und möchte den Täter dingfest machen. In Düsseldorf verdächtigt und bespitzelt jeder jeden und weitere Morde geschehen...

Peter Kürten - wer hat noch nicht von dem Serienmörder, der in Düsseldorf sein Unwesen trieb gehört..

Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse konnte ich mit der Autorin, Susann Brennero unterhalten. Nach unserem sehr interessanten Gespräch, war mir klar, dass ich ihren biografischen Kriminalroman lesen musste und ich wurde nicht enttäuscht.

Mich hat die unglaublich gute Recherchearbeit der Autorin beeindruckt und so entstand ein hochspannender und aufschlussreicher Krimi, der auf den bestialischen Taten des Vampirs von Düsseldorf basiert. Die Autorin führt den Leser mit ihrem bildhaften Schreibstil von Tatort zu Tatort und obwohl ich noch nie in Düsseldorf war, konnte ich mir die Örtlichkeiten vor meinem geistigen Auge sehr gut vorstellen. Ich habe natürlich auch im Internet nach dem Serienmörder gesucht um mir nochmals Informationen über diesen Teufel in Menschengestalt einzuholen, so bekam ich ein noch besseres Bild über den Fall.

Der Roman beschreibt, in der Zeit der Weimarer Republik, die Sorge und Nöte der Menschen und vor allem, was diese Morde aus den Menschen damals gemacht hat und wie diese damit umgegangen sind. Ich habe den Gerichtsreporter Egon Kron begleitet und noch glaubhafter, interessanter und vorstellhaftert machen den Krimi die Zeitungsberichte des Egon Kron, die die Autorin immer wieder in die Story einbettet.

Für mich persönlich war "Der Vampir vom Niederrhein - Peter Kürten" ein echtes Highlight und ich kann jedem, der sich mit wahren Verbrechen befasst aber auch jeden der gerne spannende Krimis liest, diesen biografischen Kriminalroman wärmsten ans Herz legen und vergebe somit eine absolute Leseempfehlung!

Meine persönliche Highlightliste ist nun um ein Buch reicher!

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82 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

thriller, soziopath, psychiater, philadelphia, mord

Niemand sieht mich kommen

Lisa Scottoline , Kathrin Bielfeldt
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 17.06.2016
ISBN 9783352008849
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eric Parrish ist Arzt und Chef einer psychiatrischen Klinik. Sein Leben gestaltet sich schwierig, denn seine Frau möchte die Trennung und die gemeinsame 7jähige Tochter Hannah. Als ob das alles nicht genug wäre, möchte seine (Noch) Frau das gemeinsame Haus verkaufen und hat auch noch einen neuen Lebensgefährten.

Als Max den Wunsch einer sterbenskranken Dame, sich ihren Enkel Max anzusehen erfüllt, gerät alles komplett aus der Reihe. Max liebt seine Großmutter abgöttisch, hat natürlich Angst um deren bevorstehenden Tod und gesteht Eric ein Mädchen, in das er verliebt ist, zu stalken. Kurz darauf wird ebendieses Mädchen ermordet und Eric ist der Letzte, der die junge Frau lebend gesehen hat. Obendrein bezichtigt ihn auch noch eine seiner Medizinstudentinnen der sexuellen Belästigung und plötzlich findet sich Eric Parrish in seinem ganz persönlichen Albtraum wieder...

Ich habe "Niemand sieht mich kommen" sehr gerne gelesen! Der Thriller hat alles, was zu diesem Genre gehört und obendrein taucht der Leser tief in die Arbeit einer psychiatrischen Klinik ein. Der Protagonist Eric Parrish war mir auf Anhieb symphatisch und er hat mir auch ein wenig leid getan, denn was er erleben muss, wünscht man seinem ärgsten Feind nicht. Der Arzt ist sich seiner Pflicht den Patienten gegenüber sehr bewusst und auch nachdem das Mädchen, das Max nach eigenen Angaben stalkt, ermordet wird, glaubt Eric an die Unschuld seines Schützlings. Max ist nicht nur von dem Mädchen besessen, sondern hat obendrein noch eine Zwangsneurose, die ihm das Leben nicht unbedingt leicht macht. Eric möchte auf eigene Faust herausfinden, wer das Mädchen ermordet hat und ahnt nicht, in welche Gefahr er sich dabei begibt.

Die Autorin beschreibt in einem fesselnden Schreibstil einen Mann, der sein Leben einfach wieder in den Griff bekommen will. Die Qualen, die Eric in seinem Privatleben durchstehen mus, gerade der Kampf um das Sorgerecht,machen die Figur sehr authentisch auch wenn ich manchmal Erics Handeln nicht ganz nachvollziehen konnte. Wenn man allerdings bedenkt, wieviele "Baustellen" sich für ihn aufgetan haben, sieht es schon wieder anders aus und man kann ihn doch irgendwie verstehen.

Das Buch war von Beginn an spannend und endet in einem überraschenden Finale, mit dem ich so nicht gerechnet habe und mir auch sehr gut gefallen hat! "Niemand sieht mich kommen"  gehört für mich eher in die Psychothrillerschiene und für Fans des Genres gebe ich sehr gerne eine Leseempfehlung!

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berlin, ddr, mord, krimi, friedhof

Wintertod

Thomas Nommensen
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 21.09.2016
ISBN 9783499271984
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf einem stillgelegten Friedhof in Berlin wird die Leiche einer verscharrten Frau gefunden. Arne Larsen, der sich nach seinem letzten Fall von Kiel nach Berlin versetzen ließ, nimmt mit seiner neuen Kollegin Mayla Aslan die Ermittlungen auf, die sich schwierig gestalten und viele Rätsel aufgeben.

Zeitgleich entdeckt eine Lehrerin einen Hilferuf eines Mädchens. Das Kind hat "Hilfe" in ihr Aufsatzheft gekritzelt. An dieser Grundschule sind die Dinge auch nicht wie sie eigentlich sein sollten. Wie kann es sein, dass sich eine Lehrerin vor ihren Schülern fürchtet...

Nach "Ein dunkler Sommer", den hochspannenden ersten Fall für Arne Larsen, war es logisch, dass ich den Ermittler auch in seinem nächsten Fall begleiten wollte und ich wurde nicht enttäuscht.

Für Arne Larsen gestaltet sich die neue Stelle in Berlin etwas schwierig. Mit Mayla Aslan, die die Ermittlungen in dem Fall der Leiche auf dem Friedhof leitet, wird er anfangs nicht richtig warm. Als er dann, außerhalb seiner Dienstzeit eine weitere Leiche entdeckt, fördert das nicht gerade das Verhältnis der beiden.

Die Kapitel wechseln sich zwischen den Ermittlungen und der Lehrerin Lea Zeisberg ab. Als dann auch noch Dinge, die sich in der Gegend 1979 abspielten und ehemalige DDR-Funktionäre, die damals dort wohnten, ins Spiel kommen kommt der Krimi so richtig in Fahrt und die Seiten flogen nur so dahin!

Thomas Nommensen versteht es falsche Fährten zu legen, wirft Fragen und Rätsel auf und kommt am Ende doch zu einer logischen, wenn auch erschreckenden, Auflösung! Angst wabert immer so ein bisschen mit nach allerbester Psychothrillermanier, in dessen Genre ich eigentlich zu Hause bin.

Ich bin wirklich nicht unbedingt Krimileserin, allerdings ist "Wintertod" für mich mehr Thriller als Krimi, der hervorragend in die herbstliche Lesezeit passt!

Wer gesellschaftskritische und schockierende Geschichten mag, ist bei "Wintertod" allerbestens aufgehoben! Mir hat auch Band zwei um Arne Larsen hervorragend gefallen und so kann ich gar nicht anders, als eine absolute Leseempfehlung auszugeben!

Hut ab, Thomas Nommensen!

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thriller, psychothriller, hamburg, entführung, spannung

Die Wahrheit

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei btb, 29.08.2016
ISBN 9783442754922
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Sarahs Mann, Philipp Petersen, verschwindet bei einer geschäftlichen Reise nach Südamerika spurlos. Sarah muss den gemeinsamen Sohn alleine großziehen. Gerade hat sie sich soweit damit abgefunden, dass ihr Mann nicht mehr auftaucht, allerdings weigert sie sich daran zu glauben, dass er tot ist. Nach sieben langen Jahren bekommt sie einen Anruf, dass Philipp aufgetaucht ist. Natürlich macht sich Sarah mitsamt Sohn sofort auf zum Flughafen um ihren Mann wieder in die Arme zu schließen. Allerdings wird sie herbe enttäuscht, denn der Mann ist nicht Philipp. Keiner scheint ihr zu glauben, denn dieser Mann weiß alles über sie, ihrer Ehe und dem Sohn. Der Fremde droht Sarah damit, ihr Leben zu zerstören, wenn sie sein Spiel nicht mitspielt...

Ich habe mich, nachdem ich schon "Die Falle" verschlungen habe, sehr auf den zweiten Thriller von Melanie Raabe gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Normalerweise gehe ich auf den Schreibstil eines Buches generell nicht ein, allerdings muss ich sagen, dass der Schreibstil von Melanie Raabe für mich wie Musik ist. Ich weiß nicht, wieviele Zitate ich mir markiert habe, denn ich möchte nicht, dass diese sätze für mich verlorengehen. Ganz großes Kino und eine lobende Erwähnung wert!

Zur Story:

Die Autorin schildert uns die Geschichte zweier Menschen, die mich von Beginn an gefesselt hat. Sarah leidet sehr darunter, dass ihr Mann verschwunden ist, doch bald schon wird klar, dass die Frau irgendein Geheimnis mit sich herumschleppt und ihr ganzes Handeln in irgendeiner Art und Weise damit zusammenhängen muss.

Zu dem "Fremden" wie Sarah den Mann, der behauptet Phillip zu sein, nennt, hatte ich zwiespältige Gefühle. Wenn er nicht Phillip ist, warum und woher weiß er soviel über sie? Einerseits war mir "der Fremde" symphatisch, andererseits gelang es mir lange nicht, sein Spiel zu durchschauen. Auch er hat ein Geheimnis, dass es galt rauszufinden.

Im Leben des Ehepaares gab/gibt es einige Menschen, die Phillip entlarven könnten, allerdings kann man den Mann einfach nicht greifen. Selbst die demente Mutter, deren Verhältnis zu Sarah angespannt ist, behauptet, das "der Fremde" nicht ihr Sohn sei. Doch inwieweit kann man ihr glauben?

So entwickelt sich zwischen Sarah und dem Fremden ein Katz-und Mausspiel, dass sehr interessant und hochspannend ist! Ich habe "Die Wahrheit" kaum zur Seite legen können, denn ich musste unbedingt wissen, welche Geschichte hinter dem Fremden und Sarah steckt.

Einziger Kritikpunkt ist für mich das Ende, welches mir ziemlich weit hergeholt erschien, jedoch war ich trotzdem damit ganz zufrieden und ich kann auch nicht sagen, was ich eigentlich erwartet habe. Allerdings wiegt die Spannung, die sich über die ganze Geschichte zieht, das für mich, kleine Manko, wieder auf!

Fans von Psychothrillern werden ihre helle Freude an "Die Wahrheit" haben und mit ihrem zweiten gelungenen Buch, hat Malenie Raabe in mir einen Fan gefunden! Ich freue mich auf das nächste Buch!

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thriller, berlin, martin krist, spannung, kannibalismus

Märchenwald

Martin Krist
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2016
ISBN 9783548287645
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der elfjährige Max wird nachts von seiner Mutter geweckt. Diese sperrt ihn, zusammen mit seiner vierjährigen Schwester in einen Wandschrank ein. Max kann nur noch hören, wie seine Mutter den Kindern aufträgt, dass sie zu Opa gehen sollen. Kurz darauf schreit seine Mutter und dann folgt Stille.
Max erzählt seiner Schwester Ellie vom Märchenwald und dann machen sich die beiden alleine auf den Weg zu Opa.

Unterdessen erwacht auf dem Alexanderplatz eine Frau, blutüberströmt und ohne Gedächtnis...

Wer die Thriller von Martin Krist kennt, weiß, dass der Autor nicht gerade zimperlich mit seinen Figuren und auch nicht mit seinen Lesern umgeht. Als Mutter habe ich fast Schnappatmung gekriegt, wenn ich mich in die Kinder, die alleine durch Berlin irren, um zu ihrem Opa zu gelangen, hineinversetze. Die gelang mir sehr gut und von Beginn an, war ich von dem Thriller gefangen und habe ihn auch tatsächlich in einem Stück verschlungen.

Martin Krist erzählt eine Geschichte, in der auf den ersten Blick erst mal nichts zusammenpasst und ich bin immer wieder erstaunt, wie sich Kapitel um Kapitel das Dunkel lichtet und immer mehr zu einer schlüssigen Story wird. Bei "Märchenwald" handelt es sich um einen knallharten, hochspannenden Thriller, bei dem ich magenschwachen Lesern empfehle, nicht unbedingt bei der Lektüre zu essen und wenn das dann doch sein muss, das eben Gegessene auch bei sich zu behalten.

Max hat mich beeindruckt. Mit seinen elf Jahren denkt und handelt er mutig und logisch um seine Schwester, der er während ihrer Odysee erzählt, dass das alles nur ein Spiel ist und sie sich einfach vorstellen sollen, dass sie sich im Märchenwald befinden, einigermaßen sicher durch Berlin bis zum Ziel zu schleusen.

Die Frau ohne Gedächtnis hat mir leid getan. Auf der Suche nach sich selbst, muss sie sich teilweise auf zwielichtige und nicht gerade freundliche Menschen verlassen. Viel mehr möchte ich nicht dazu schreiben, denn spoilern liegt mir - wie immer - fern.

Kalkbrenner und Muth sind zusammen ein tolles Team,bei dem sich nach wie vor einer auf den anderen verlassen kann und natürlich fehlen Kalkbrenners "Helferlein" auch in diesem Band nicht. Ich muss gestehen, dass ich nicht die gesamte Reihe um Paul Kalkbrenner gelesen habe, trotzdem hatte ich keinerlei Schwierigkeiten in die Story zu finden. "Märchenwald" ist der fünfte Band aus der Reihe.

Fazit: hochspannend, rasant und gespickt mir Ekelszenen! Der "böse Bube" der Thriller wird immer böser und so wünsche ich zukünftigen Lesern im doppelten Sinne guten Appetit und vergebe gerne eine absolute Leseempfehlung!

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entführung, psychothriller, wien, mädchen, krimi

Das Böse in euch

Rhena Weiss
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 16.05.2016
ISBN 9783442483211
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zuerst mal hat mich das Cover dazu animiert, das Buch zu lesen und wenn dann auch noch vorne drauf Psychothriller steht, bin ich sofort zu Hause!

Michaela Baltzer wird zu einem Tatort gerufen, an dem man die 16-jährige Tanja entdeckt. Auf deren Leiche findet sich die DNA von zwei weiteren, vermissten Mädchen. Als dann eine zweite Leiche auf schreckliche Art und Weise auftaucht bekommt Michaela bald Angst um ihre Nichte Valerie, denn die lebt seit kurzem bei Michaela, weil dernen Eltern ein Jahr im Ausland verbringen. Dann geschieht das Befürchtete und Valerie ist verschwunden.

Die Komissarin Michaela Baltzer ist ein sehr sympatischer Charakter. Sie hat jetzt nicht nur ihre Arbeit, die sie nach den Vermisstenfällen auf Trab hält, sondern auch noch Valerie, um die sie sich kümmern muss und auch gerne kümmern will. Auch Valerie habe ich ganz schnell ins Herz geschlossen. Sie ist ein normaler Teenager und weiß schon ganz genau, dass sie in die Fußstapfen von Michaela treten will und später auch mal bei der Polizei arbeiten möchte. Valerie beginnt auf eigene Faust in den Vermisstenfällen zu ermitteln und ahnt gar nicht, in welche Gefahr sie sich dabei gibt...

"Das Böse in euch" ist ein rasanter Psychothriller, mit einem Täter, der mir so in noch keinem Buch begegnet ist. Mir gefällt es immer sehr gut, wenn Kapitel aus der Sicht des Täters erzählt werden und so wird einem schnell bewusst, was für eine kaputte Existenz im Entführer lebt und welche traurige und sehr erschreckende Geschichte ihn umtreibt und zu seinen Taten zwingt.

Ein Psychothriller wäre kein Psychothriller, wenn der Leser nicht miträtseln kann, wer sich hinter dem Entführer verbirgt.Bei mir stehen erstmal immer alle unter Generalverdacht und so ab dem letzten Drittel hatte ich eine Ahnung, war mir aber nicht ganz sicher und so flogen die letzten Kapitel, wie auch schon die Vorigen einfach so dahin, bis der Täter endlich identifiziert war!Tatsächlich ist es so, dass ich "Das Böse in euch" in einem Rutsch gelesen habe, denn von Seite eins an bis zum Schluss ist und bleibt die Story hochspannend, sodass das Weiterlesen nicht schwer fällt.

Ich hoffe sehr, dass es einen zweiten und noch viel mehr Bände um die symphatische Ermittlerin Micha Baltzer geben wird und so warte ich geduldig...

Fazit: Hochspannend, erschreckend, traurig, Gewürzt mit tollen Charakteren = ein brillianter Psychothriller, den man auf keinen Fall verpassen sollte! Absolute Leseempfehlung und ein Platz in meiner persönlichen Highlightliste ist sicher!

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