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32 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

freundschaft, entführung, psychothriller, wahnsinn, intuation

WO IST JAY?

Astrid Korten
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.05.2017
ISBN 9781521310021
Genre: Sonstiges

Rezension:

Eines Tages verschwindet Jay spurlos. Keiner ihrer Freunde macht sich irgendwelche Gedanken. Jay wird schon wiederkommen. Noch nicht mal ihr Ehemann ist großartig beeindruckt. Nur Mia, Jays beste Freundin setzt alle Hebel in Bewegung um ihre Freundin zu finden.

Wow! Astrid Kortens neuester Psychothriller hat es in sich. Wenn man Freunde hat, braucht man manchmal keine Feinde mehr...

Mia ist beunruhigt als ihre Freundin Jay nach einem Girlfriend-Wochenende spurlost verschwindet. Zumal eine ermordete Frau im Stadtgarten gefunden wurde, die Jay sehr ähnlich sieht.

Mia, Jay und ihre Clique treffen sich regelmäßig und scheinen auf den ersten Blick allerbeste Freunde zu sein. Im Laufe der Story kristallisiert sich allerdings heraus, dass einige Freunde, zum Erstaunen Mias, Jay gar nicht so wohlgesonnen sind. Neid, Eifersucht und auch Liebe spielen in dem Psychothriller eine große Rolle und als Leser fängt man irgendwann an selbst seine Freundschaften zu hinterfragen.

Mia kann sich einfach nicht vorstellen, dass Jay einfach fortgegangen ist und ihre Familie, vor allem die beiden Kinder, einfach so verlassen hat. Sie bekniet Jays Ehemann zur Polizei zu gehen, beginnt die Wege, die Jay vor ihrem Verschwinden gegangen sein könnte zu rekonstruieren und steht damit ziemlich alleine da. Was ist mit Jay passiert? Mia meint auch in irgendeiner Form verfolgt zu werden, kann das allerdings nicht mit Sicherheit behaupten. Immer wieder versucht Mia ihre Freunde zu mobilisieren Jay zu suchen, die wollen allerdings davon so gar nichts wissen. Im Gegenteil, sie beginnen sogar zum Teil Mia deswegen anzufeinden, allen voran ihr eigener Ehemann.

Ich durfte bisher alle (Psycho)Thriller der  Autorin lesen und muss sagen, dass Astrid Korten von Buch zu Buch besser wird. "Wo ist Jay?" basiert auf Tatsachen und wurde von Astrid Korten sehr spannend und etwas verzwickt, allerbeste Psychothrillermanier eben, in ihrem Buch ausgearbeitet.

Die Charaktere sind authentisch gezeichnet. Unterschiedliche Charaktere die mit ihren Eigenschaften von naiv bis rätselhaft und symphatisch und unsymphatisch sehr lebhaft daherkommen.

Der Thriller baut sich langsam auf, wird immer spannender und endet in einem rasanten Finale, das ich so nicht erwartet habe. Ich habe diese Wendung noch nicht mal geahnt, denn die Autorin versteht es vorzüglich sich so lange bedeckt zu halten, bis die Geschehnisse einem fast den Boden unter den Füßen wegreißen!

Was soll ich noch sagen? Spannend mit einem mehr als überraschenden Ende und so gibt es von mir für "Wo ist Jay?" eine absolute Leseempfehlung.Außerdem wird sich der Psychohriller in meiner persönlichen Highlightliste einreihen! Unbedingt lesen!

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Tags: astrid korten, psychothriller   (2)
 

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

roman

Dead Letters – Schwestern bis in den Tod

Caite Dolan-Leach , Marie Rahn
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 16.06.2017
ISBN 9783548288987
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ava und Zelda sind Zwillingsschwestern. Die ganze Familie scheint dem Alkohol mehr oder weniger verfallen zu sein. Die Eltern der Schwestern besitzen ein Weingut das mehr schlecht als recht läuft. Die Mutter der Schwestern ist nicht nur Alkoholkrank sondern auch dement, der Vater hat die Familie verlassen.
Ava lebt mittlerweile in Frankreich und hat ihrer Familie den Rücken gekehrt. Eines Tages erhält Ava die Nachricht, dass Zelda ums Leben gekommen ist und reist nach Hause. Seltsamerweise erhält Ava rätselhafte eMails von Zelda, die nach ihrem Tod verfasst sind....

Bei "Dead Letters" handelt es sich um einen Familienroman, der Geheimnisse aufdeckt, die der Protagonistin Ava überhaupt nicht schmecken.

Zelda ist (angeblich) in einer Scheune verbrannt, jedoch kann Ava das nicht glauben, bekommt sie doch noch - mehr oder weniger - kryptische Nachrichten von Zelda. Ava ist mit dem Leben und der Arbeit, die hinter dem Weingut und der Pflege der Mutter steckt vollkommen überfordert. Ihre Mutter fordert viel Aufmerksamkeit und zudem hält sie Ava auch noch für die tote Schwester Zelda.

Nach und nach deckt Zelda in ihren Briefen und eMails Wahrheiten über die Familie auf, die natürlich wehtun und die Ava mur schwer verdauen kann.

Bei "Dead Letters" handelt es sich um einen Roman über Eifersucht, Neid, Hass und jeder Menge Geheimnisse . Beim Lesen des Romans wusste ich manchmal nicht, wem ich denn nun glauben sollte -Ava oder Zelda. Wie kann Zelda überhaupt eMails senden, wenn sie tot ist. Steckt dahinter ein ausgeklügelter Racheplan oder ist sie wirklich tot und wenn ja, wer schickt Ava diese Nachrichten und warum?

Avas Fortgehen von dem Weingut kam nicht von ungefähr. Sie hatte Gründe für ihr Handeln. Ob diese Gründe nun gut oder eher unzureichend für das Weggehen waren, muss der Leser selbst entscheiden. Ich für meinen Teil war hin und hergerissen und ich habe lange darüber nachgedacht.

"Dead Letters" ist kein Roman, den man einfach mal so weglesen kann, denn um die ganze Tragweite zu erfassen, erfordert der Roman aufmerksames Lesen. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich diese ewige "Weintrinkerei" im Laufe der Story furchtbar genervt hat. Der Alkohol nimmt eine Menge Raum ein und das nicht nur, weil die Familie ein Weingut besitzt. Zu allen guten oder schlechten Gelegenheiten wird eine Flasche aufgemacht und meist auch gleich ausgetrunken. Diese ständige Wiederholung wurde mir irgendwann etwas zu viel.

Ansonsten ist "Dead Letters" ein sehr interessanter und auch spannender Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.

Wer Familiengeheimnisse, verpackt in einer rätselhaften Geschichte mag, ist bei "Dead Letters" genau richtig! Somit kann ich eine Leseempfehlung aussprechen!

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Tags: roman   (1)
 

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thriller, vergnügungspark, jonas winner, mörder, zodiac island

Murder Park

Jonas Winner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453421769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zodiac Island ist ein beliebter Freizeitzpark bis dort drei fürchterliche Morde geschehen. 20 Jahre später soll der Park unter dem Namen "Murder Park" neu eröffnet werden. Dieses Mal jedoch, ist die Hauptattraktion ein Spiel, das wahrhaft Angst macht. Vor der endgültigen Eröffnung werden zwölf ausgewählte Personen, die über den Park berichten sollen, auf die Insel eingeladen. Drei Tage sollen sie dort verbringen und das Morden beginnt....

Mit Spannung und Vorfreude habe ich auf den neuesten Thriller von Jonas Winner gewartet. Sein Thriller "Die Zelle" hat mich schwer begeistert und so hatte ich natürlich hohe Erwartungen.

Zodic Island ist ein Vergnügungspark, der bei Familien mit Kindern sehr beliebt ist. Ein Killer geht um und ermordet drei alleineerziehende Mütter, worauf der Park geschlossen wird.

Nach 20 Jahren wird Paul Greenblatt und elf weitere Personen auf die Insel, in den Murder Park, eingeladen. Die Personen wurden mit einem Psychologen, der im Vorfeld Gespräche mit den Eingeladenen geführt hat, ausgewählt. Auffällig ist, dass alle Personen mit Zodiac Island in der Vergangenheit direkt oder indirekt zu tun hatten. Als den Leuten eröffnet wird, dass der Murder Park Singles zusammenbringen soll, indem sie in einem Spiel den "Killer" finden sollen, sind diese eher skeptisch. Einge von den Eingeladenen scheinen mehr zu wissen als Andere. Plötzlich geschieht ein Mord und keiner traut mehr dem Anderen. Gehört das nun zum Spiel oder ist es die Realität?

Mich hat der Thriller von Beginn an in den Bann gezogen und so habe ich "Murder Park" in einem Rutsch gelesen. Der Autor versteht es, seine Leser, wie auch seine Protagonisten dermaßen zu verwirren, dass diesen Hören und Sehen vergeht. Ich kann den Autoren fast sehen, wie er beim Schreiben diebisch gekichert und sich die Hände gerieben hat!

Das Thema des Murder Parks hört sich sehr spannend an, jedoch wird bald klar, dass das alles fast wie eine makabere Huldigung des damaligen und gefassten Täters Jeff Bohners anmutet. Mehr möchte ich zur Story gar nicht schreiben, denn ich möchte die Spannung nicht verderben.

"Murder Park" hatte eine unglaubliche Sogwirkung auf mich. Jonas Winner versteht es die Stimmung und die Ängste der Figuren so gut rüberzubringen, dass ich beim Lesen dann und wann schon mal über meine Schulter schauen musste um nachzusehen, ob ich noch alleine bin. Ich konnte mir, dank der bildhaften Beschreibung des Autoren, die Örtlichkeiten und auch die Personen sehr gut vorstellen und auch ich wusste irgendwann nicht mehr, wem ich trauen kann und wem nicht.

Wenn man denkt, dass es gar nicht mehr verwirrender sein kann, setzt Jonas Winner noch einen drauf, legt falsche ( oder doch richtige?) Fährten und baut Wendungen ein, wie bei einer Achterbahnfahrt! Das Ende des Thrillers? Wow! Was anderes fällt mir dazu nicht ein!

Mir hat es unheimlich Spaß gemacht "Murder Park" zu lesen und so gebe ich gerne eine absolute Leseempfehlung für diesen hochspannenden Thriller!

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Tags: jonas winner, thriller   (2)
 

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90 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 32 Rezensionen

mord, krebs, thriller, krankheit, psychothriller

AMNESIA - Ich muss mich erinnern

Jutta Maria Herrmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2017
ISBN 9783426519974
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach "Hotline" und "Schuld bist du" nun der dritte Thriller von Jutta Maria Herrmann!

Helen lebt in Berlin, ist unheilbar an Lungenkrebs erkrankt und kehrt nach Südwestdeutschland zurück, um sich mit ihrer Mutter auszusöhnen und ihrer Familie von ihrer Krebserkrankung zu erzählen. Sie kommt bei Kristin und ihrem Mann Leon unter. Leon ist Helen nur zu gut bekannt, denn dieser hat vor vielen Jahren angeblich ihre beste Freundin Gela missbraucht. Helen hat den Verdacht, dass Leon ihre Schwester schlägt. Eines Tages ist Leon tot und  Helen ist sich, wegen ihren starken Medikamenten, die sie von Zeit zu Zeit ganze Zeitspannen vergessen lassen,  nicht sicher, ob sie Leon umgebracht hat. Der Tote wurde nämlich mit ihrem Messer erstochen...

Zuerst muss ich was zum Cover sagen - phänomenal! Dies lässt allerdings nicht auf die Geschichte hinter dem Buchdeckel schließen, deshalb gleich rein in die Story!

Helen hat Lungenkrebs, ihr Freund hat sich von ihr getrennt und sie meint, dass es nun an der Zeit wäre, ihrer Schwester und ihrer Mutter von ihrer Erkrankung in Kenntnis zu setzen. Helens Mutter ist recht schwierig, kalt, deshalb hat Helen so ihrer Probleme mit ihrer Mutter und möchte sich nun endlich mit ihr aussöhnen. Ganz anders Kristin. Die schwangere Schwester Helens freut sich sehr, dass Helen sie besuchen kommt und bietet ihr sogleich an, für ihrer Besuchszeit bei ihr und ihrem Mann Leon zu wohnen. Helens Verhältnis zu Leon ist mehr als unterkühlt, denn Helen hat nicht vergessen, was damals mit ihrer Freundin Gela geschehen ist.

Im Laufe ihrer Besuchszeit trifft sie auf Gela, die ihr Leben nicht im Griff hat und auf einen Jugendfreund, der Leon auch nicht unbedingt wohlgesonnen ist.

Medikamente spielen in "Amnesia-Ich muss mich erinnern" eine sehr große Rolle. Helen nimmt diese wie Lutschbonbons, gegen den Rat ihres Arztes, und hat so immer häufiger Gedächtnislücken. Helen hat verständlicherweise Angst vor ihrem bevorstehenden, nahen Tod. Die Tabletten helfen ihr, düstere Gedanken und Panikattacken zu unterdrücken und so konnte ich Helens Verhalten ganz gut nachvollziehen.

Dadurch, dass Leon nicht nur Freunde hat, gibt es natürlich einige Verdächtige, die Leon auf dem Gewissen haben könnten und fertig ist das Katz-und Mausspiel.  Im Laufe der Story erfährt der Leser natürlich mehr von den einzelnen Figuren und so drängt sich bald der Verdacht auf, dass jeder ein Motiv haben könnte Leon ermordet zu haben. Helens Ex-Freund Sven hat sich mit einem kurzen schriftlichen Satz von ihr getrennt, was ich auch sehr seltsam fand und so war ich mir lange Zeit nicht im Klaren darüber, wer denn nun den besten Grund gehabt hat Leon zu töten und vor allem, hat Sven sich wirklich so mir nichts dir nichts von der todkranken Helen getrennt?

Bei "Amnesia" handelt es sich um einen typischen Psychothriller und Wahrheit und Lüge verschwimmen ineinander, sodass ich sehr gerne bei der hochspannenden Story mitgerätselt habe. Zum Ende hält die Autorin eine Überraschung parat, mit der ich nicht gerechnet habe! So sollte ein Psychothriller sein!

Fazit: hochspannend, rasant, mit einigen Geheimnissen gespickt und so gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung! Ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch von Jutta Maria Herrmann!

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Tags: jutta maria herrmann, psychothriller   (2)
 

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königsberg, bücherverbrennung, 3.reich, roman, historischer roman

Das Haus der Bücher

Michael Paul
Fester Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Verlag Bunte Hunde, 10.03.2017
ISBN 9783947081004
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im zweiten Roman nach "Wimmerholz" nimmt Michael Paul den Leser ins Jahr 1933 nach Königsberg, in die größte Buchhandlung Europas mit. Wilhelm Kirchner, der Inhaber, wird von den Nazis aufgefordert alle "nichtdeutschen" Bücher zusammenzutragen und zu verbrennen.
Nichte Emma, die beiden Mitarbeiter Konrad und Otto und Wilhelm selbst ersinnen einen Plan um so viele Bücher wie möglich zu retten und begeben sich damit in große Gefahr...

Von Beginn an hat mich Michael Paul an das Buch gefesselt. Der Autor beschreibt die Buchhandlung und deren Mitarbweiter so authentisch, dass ich die Gerüche, die dieVerkaufsräume und der Keller ( ein zentraler Ortim Buch ) ausströmt, fast selbst riechen konnte.

Die Mitarbeiter, die die Liebe zu den Büchern verbindet, setzen alles daran die literarischen Schätze, die sich im Gebäude befinden zu retten. Ich fühlte mich so sehr nach Königsberg und nach 1933 versetzt, dass ich teilweise dachte, die Charaktere persönlich zu kennen und ich habe so gelitten und mitgefiebert! Mein bevorzugtes Genre ist eigentlich der (Psycho)Thriller und ich muss sagen, dass mich "Das Haus der Bücher" ebenso viele Fingernägel gekostet hat, wie mancher Thriller.

Michael Paul hat die damaligen historischen Ereignisse brilliant recherchiert und mich, nach beenden des Buches, selbst googeln lassen! So soll und muss es sein, denn das, was damals geschehen ist, darf niemals in Vergessenheit geraten und sich vor allem niemals wiederholen!

Ich selbst habe eine ganz besondere Beziehung zu meinen Büchern. Auch für mich sind meine Bücher wie meine Kinder und ich habe vor jedem Buch, vor jedem Autoren und deren Geschichten Respekt!

Da ich Buchbloggerin, bei Weitem keine Literaturkritikerin bin, fällt mir nur ein salopper Satz zu diesem Buchschatz, den der Autor geschaffen hat ein: ganz, ganz großes Kino Michael Paul! Vielen Dank für diese Buchperle, danke ans Erinnern, danke, dass ich das Buch und die Geschehnisse nicht vergessen werde! Danke für diese großartige Geschichte!

Absolute und dringende Leseempfehlung und ab auf meine persönliche Highlightliste!

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Tags: drittes reic, historischer roman, michael paul   (3)
 

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thriller, paula hawkins, selbstmord, mord, wasser

Into the Water

Paula Hawkins
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Doubleday, 02.05.2017
ISBN 9780857524430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich "Girl on the Train" verschlungen habe, war ich natürlich sehr gespannt auf den zweiten Streich der Autorin und habe mich sehr gefreut, das Buch endlich in den Händen zu halten.

Wie man schon dem Cover entnehmen kann, handelt es sich bei "Into the Water" nicht um einen thriller, sondern um einen Roman. Natürlich, verwöhnt, wie ich vom ersten Buch von Paula Hawkins war, habe ich auf einen Spannungsroman gehofft.

"Into the Water" beginnt auch sehr spannend. Es handelt sich um ein Gewässer, den Drowning Pool, indem schon Hexen gefoltert wurden und in dem sich bis heute einige Frauen das Leben genommen haben. Nel Abbot ist fasziniert vom Drowning Pool, schreibt sogar ein Buch über die Todesfälle, die sich dort ereignet haben und wird eines Tages selbst tot im Drowning Pool gefunden.

Julia, die Schwester von Nel, hat wenig bis gar keinen Kontakt zu Nel und wundert sich umso mehr, als diese sie anruft mit der  Bitte sie zurückzurufen. Nach Nels Tod fährt Julia nach Beckford, weil ihre Schwester eine Tochter hinterlassen hat, um die sie sich kümmern möchte.

Wie schon gesagt beginnt der Roman sehr spannend, flacht aber im Laufe der Story immer mehr ab. Für meinen Geschmack zog sich die Geschichte um Nel und Julia zu sehr in die Länge. Teilweise musste ich mich wirklich zum Weiterlesen zwingen. Tatsächlich haben mich die Kapitel um viele wechselnde Personen unheimlich verwirrt. Es war mir nur schwer möglich, nach zwei Tagen einfach weiterzulesen, weil ich jedesmal erst zurückblättern musste um verschiedene Passagen erneut zu lesen, sodass ich wenigstens einigermaßen durchblicke.

Wie schon bei "Girl on the Train" musste ich mich an den Schreibstil von Paula Hawkins gewöhnen, was mir allerdings bei "Into the Water" nur mäßig gelungen ist.

Alles in allem ist "Into the Water" ein raffiniert erzählter Spannungsroman, der mich jedoch dieses Mal leider nicht überzeugen konnte.

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Tags: roman, spannungsroman   (2)
 

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gebrüder grimm, märchen, hans christian andersen, unendliche welten

Das tapfere Schneiderlein

Brüder Grimm , Anton Lomaev
Fester Einband: 54 Seiten
Erschienen bei Wunderhaus Verlag, 24.02.2017
ISBN 9783946693000
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wer kennt die Geschichte von "Das tapfere Schneiderlein" nicht? Dehalb spare ich mir eine eigene Inhaltsangabe.

Ich liebe Märchen! Deshalb war ich sofort Feuer und Flamme, als mir vom Wunderhaus Verlag, im Rahmen der "Unendlichen Welten", dieses wunderschöne Buch zur Rezension angeboten wurde!

Dieses Buch ist nicht nur für Kinder schön anzusehen, auch Erwachsene werden ihre helle Freude daran haben, denn die Märchenbände eignen sich wunderbar zum Sammeln!

"Das tapfere Schneiderlein" ist wunderschön illustruiert von Anton Lomaev und ein echter Hingucker! Kinder werden von der Geschichte verzaubert sein und ich, als erwachsene Frau, habe in den Illustrationen, je öfter ich mir das Buch angeschaut habe, Details gesehen, die von der Liebe zum Illustrieren zeugen und fühlte mich, fernab von Disney, in meine Kindheit zurückversetzt! Schon der Einband ist ein Schmuckstück und ein echter Schatz!

"Das tapfere Schneiderlein" ist nicht das Einzige Märchenbuch, das im Wunderhaus erschienen ist! "Die kleine Meerjungfrau" von H.C. Andersen ist ebenso schön und lädt zum Träumen ein!

Für Kinder und Eltern sind die "Unendlichen Welten" ein absolutes Muss und Sammler werden verzückt sein! Ich freue mich sehr, dass "Das tapfere Schneiderlein" bei mir Einzug gehalten hat und werde es in Ehren halten! Hierbei noch mal ein herzliches Dankeschön an den Wunderhaus Verlag!

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Tags: gebrüder grimm, hans christian andersen, märchen, unendliche welten   (4)
 

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roman

Schlafe still

Luana Lewis , Elke Link
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.04.2017
ISBN 9783442205301
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vivien und ihre kleine Familie führen ein tolles Leben. Vivien wird eines Tags tot in ihrem Badezimmer aufgefunden. Kurz darauf taucht Cleo, die Exfreundin von Viviens Ehemann Ben auf. Viviens Mutter Rose ist sehr verwundert, weil Cleo ihr gesteht, dass sie nie aufgehört hat Ben zu lieben. Als Rose in Cleos Wohnung eine ganze Bilderwand von Vivien entdeckt, wird ihr klar, dass ihre tochter von Cleo offensichtlich gestalked wurde. Plötzlich beginnt Cleo auch noch sich Vivien anzuziehen und zurechtzumachen...

Nach "Lügenmädchen" von Luana Lewis, das mir persönlich nicht so gut gefallen hat, wollte ich "Schlafe Still" eine Chance geben.

Wie auch beim Debütroman, hat sich der Klappentext sehr spannend angehört. In dem Wissen, dass es sich hier um einen Roman handelt und nicht um einen Thriller oder Psychothriller, bin ich recht gut in die Story gestartet.

Rose, die Mutter von Vivien, schleppt seit Jahren mit sich herum, dass sie Vivien eigentlich keine gute Mutter war. Rose hat ihre Karriere meist vor ihr Kind gestellt und so plagt sie sich mit einem schlechten Gewissen. Um das alles wettzumachen, möchte sie sich nun engagierter um ihre achtjährige Enkelin kümmern, was allerdings Ben nicht allzu recht zu sein scheint, was ich ganz gut nachvollziehen konnte.

Seltsamerweise hat es den Anschein, dass Cleo, Bens Exfreundin, diese Rolle, mit Einverständnis von Ben übernimmt. Cleo geht in dem Zuhause von Ben und seiner Tochter ein und aus und sie erdreistet sich auch noch, der Großmutter Rose, das Enkelkind mehr oder weniger zu entziehen.

Genug zur Story erzählt. Anfangs hat mir das Buch wirklich gutgefallen, allerdings nahm die Story für mein persönliches Empfinden immer mehr an Spannung ab. Mir war bewußt, dass es sich hier um keinen Thriller handelt, dennoch hatte ich doch mit etwas mehr Spannung gerechnet. Der Lauf der Story und auch das Ende wurde mir von Kapitel zu Kapitel klarer, sodass mir die Spannung irgendwann vollends abhandenkam, wenngleich die Auflösung doch sehr erschreckend ist und nachdenklich macht.

Alles in allem kann ich sagen, dass die Story sehr interessant ist, allerdings zu vorhersehbar und deshalb für mich nicht wirklich spannend.

Deshalb gibt es von mir leider nur eine bedingte Leseempfehlung

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Tags: roman   (1)
 

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thriller, spannung, haus, psychothriller, london

The Girl Before

JP Delaney , Karin Dufner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 25.04.2017
ISBN 9783328100997
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jane musste einen furchtbaren Schicksalsschlag hinnehmen. Nun bekommt sie die Gelegenheit in ein modernes, sehr ungewöhnliches Haus, in London einzuziehen. Als sie den Architekten des Hauses, Edward, kennenlernt, wird ihr bald klar, dass dieser sich zu ihr hingezogen fühl. Später erfährt Jane, dass die Vormieterin Emma, die ihr sehr ähnlich sah, in diesem Haus ums Leben gekommen ist...


Ich war mehr als gespannt auf diesen Thriller und habe mich sehr gefreut, als dieser endlich auf meinem Reader eingezogen war.


Ich werde nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern euch gleich in meine Rezension zu diesem ungewöhnlichen Thriller schmeißen.


Würdet ihr in ein Haus einziehen, bei dem es Voraussetzung ist vorher dem Vermieter, sehr, sehr ungewöhnliche Fragen zu beantworten? Wo ihr euch mit der Unterschrift zu noch ungewöhnlicheren Dingen verpflichtet? Ihr verpflichtet euch, dass niemals etwas herumliegen darf, dass ihr keine Bilder oder Lampen aufhängen dürft, Teppiche gehen gar nicht und die Möbel, die ihr besitzt dürft ihr nicht mitbringen. Unheimlich, oder? Trotzdem unterschreibt Jane, wie auch ihre Vormieterin Emma, den Mietvertrag.


Das Haus ist so hochmodern, dass es, mittels einses Armbandes, das die Mieter tragen, erkennt, wie ihr euer Wasser in der Dusche eingestellt haben wollt und um Himmels Willen, verstoßt ja nicht gegen eine der Regeln, denn dann könnte euch morgens, im wahrsten Sinne des Wortes, zur "Bestrafung" eine sehr kalte Dusche erwarten.

Genauso ungewöhnlich und auch unheimlich ist der Architekt und Vermieter der Hauses, Edward. Er hat äußerst seltsame Ansichten, die mich beim Lesen den Kopf schütteln ließen.

JP Delaney hat mich mit dem Thriller, der eine unheimliche Sogwirkung auf mich hatte, von Beginn an beeindruckt. Ich musste unbedingt wissen was mit Emma geschehen ist, warum Edward so ein ungewöhnliches Haus konstruiert hat und was die Frauen dazu bewog in dieses Haus einzuziehen und bereitwillig die abstrusesten Fragen zu beantworten.

"The Girl Before" ist ein Thriller über Abhängigkeit, Obsessionen und Abgründe, der mich unwahrscheinlich gefesselt hat, mit einer Story, die immer bizarrer wird und Wendungen beinhaltet, mit denen ich so nicht gerechnet hatte! Ich liebe es mitzurätseln und am Ende überrascht zu werden! Das ist JP Delaney hervorragend gelungen!

Wer denkt, dass sein Mietshaus oder sein Vermieter seltsam ist, sollte "The Girl before" unbedingt lesen und ich schwöre, dass ihr euren Vermieter danach mit ganz anderen Augen seht.

Natürlich gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung für diesen hochspannenden, mysteriösen und unheimlichen Thriller! Bitte mehr davon! 

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Tags: psychothriller, thriller   (2)
 

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

roman, kate riordan, geheimnisse, kinde, zwei zeitebene

Die Sanduhr unserer Liebe

Kate Riordan , Heike Holtsch , Angelika Lieke
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453419841
Genre: Liebesromane

Rezension:

Harriet Jenner beginnt im Jahr 1878 als 21jährige Frau eine Tätigkeit als  Gouvernante in Fenix House. 50 Jahre später tritt ihre Enkelin, Grace Fairford im gleichen Hause ebenfalls die stelle der Cpuvernante an. Laut ihrer Großmutter ist Fenix house ein traumhafter Ort. Allerdings muss Grace bald feststellen, dass das Haus wenig mit den Erzählungen ihrer Großmutter gemeinsam haben, allerdings ein Geheimnis hüten...

Ich tauche gerne literarisch in längst vergangene Zeiten ein und gerade solche Häuser wie Fenix House haben es mir angetan.

Kate Riordan beschreibt bildhaft das Haus, die unterschiedlichen Charaktere, die von liebevoll über interessant bis hin zu unsympathisch reichen und auch die Zeiten, in denen der Roman handelt.
 Sehr gerne habe ich mich ins Jahr 1887 entführen lassen und erfahren, was sich in dieser Zeit geschickt hat und was eher nicht. Zeitweise habe ich mir sogar gewünscht selber mal, mit Hilfe einer Zeitmaschine, in dieses Zeitalter zu reisen, da ich es sehr spannend finde und mich oft frage, wie die Menschen damals gelebt haben, ohne all den technischen Schnickschnack, der uns heute eben so umgibt.

Jede Familie hat so seine Geheimnisse, so auch die Familie Pembridge, bei denen Harriet, sowie Grace einige Jahre später angestellt sind. Harriet erzäht ihrer Enkelin von einem wunderschönen Haus und einem wundervollen Garten, liebevollen Angestelten  und schmückt das Ganze noch dermaßen aus, dass Grace einfach denken muss, dass dieses Haus und auch das Umfeld, wie ein Märchen sein muss.

Dort angekommen muss Grace allerdings feststellen, dass das alles wenig mit den Erzählungen ihrer Großmutter zu tun haben und würde am liebsten wieder auf dem Absatz kehrt machen und nach Hause reisen. Warum ist ihrer Großmutter ganz wild darauf, dass Grace in ihre Fußstapfen tritt? Schritt für Schritt und ganz langsam kommt Grace einem Geheimnis auf die Spur, mit dem sie niemals gerechnet hätte.

"Die Sanduhr unserer Liebe" ist spannend erzählt, allerdings wies der Roman, für meinen Geschmack, auch einige Längen auf. Allerdings wurde mir am Ende bewusst, dass diese Erläuterungen so absolut notwendig waren. Trotzdem habe ich mir ab und an gewünscht, dass die Story jetzt doch noch mal anziehen müsste und so muss ich gestehen, dass ich den Roman schon ab und an mal zur Seite gelegt habe und manchmal musste ich mich auch zum Weiterlesen zwingen, bin aber letztendlich froh, den Roman bis zum Ende gelesen zu haben.

Für Fans leichter Frauenlektüre gibt es von mir deshalb eine Leseempfehlung!



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Tags: kate riordan, roman   (2)
 

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38 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

trilogie, thriller, band 3, rezension, miissbuchblog

Das Spiel - Tod

Jeff Menapace , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453677098
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Enthält Spoiler zu Band 1 & 2
Ihr erinnert euch gewiss an die Fannelli-Sippe. Eine entzückende Familie....  In Band eins sind uns die beiden Brüder Arty und Jim begegnet. Die Beiden haben sich für ihre perfiden Folter-Spiele die Lambert Familie mit dem Familienvater Patrick,Mutter Amy und die beiden Kinder Caleb und Carrie ausgesucht. Das hat keinen besonderen Grund. Die Familie war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Allerdings haben die beiden Brüder nicht mit so viel Widerstand gerechnet, was dazu geführt hat, dass Jim tot und Arty nun seine Zeit im Gefängnis verbringt. Alles gut, oder?
In Band zwei begegnet uns nun allerdings der Rest der Sippschaft, nämlich Papa Fannelli und Monica, das herzallerliebste Schwesterlein, die sich nun an den Lamberts rächen wollen. Weil die Lamberts nun ganz schön verängstigt sind, holen sie sich den befreundeten Domino, ein Schrank von einem Mann, an die Seite um im Fall der Fälle gerüstet zu sein. Wie es kommen muss, spüren die Fannellis die Lamberts auf. Ende vom Lied, Papa Fannelli segnet das Zeitliche und leider auch Patrick, der liebe Familienvater. Monica weilt auch nicht mehr unter den Lebenden und so kann ein neuer Lebensaufbau für die verbliebende Lambert-Familie beginnen....
Nun zum finalen Band der Trilogie. Monica tot? Denkste! Die hat es nun auf Domino abgesehen, weil der ihren Vater umgebracht hat. Die durchgeknallte Massenmörderin ist von ihren Rachegefühlen zerfressen und holt sich mit Kelly, ein entzückendes 16jähriges Mädchen, die nicht nur Mordfantasien hat, sondern diese auch längst umgesetzt hat, ein "Auszubildende" ins Boot. Es kommt zum Showdown...
Schade, nun ist die Trilogie vorbei! Es hat mir einen Heidenspaß gemacht, die Geschichte um die Fannellis und Lamberts zu lesen! Wie schon in den vorigen beiden Bänden, geht es in diesem Thriller zur Sache, allerdings nicht ganz so blutig wie gewohnt. Nicht ganz so blutig heißt nicht, dass hier nicht auch literweise Blut fließt - das nur zum Verständnis.
Jeff Menapace gelingt, meiner Meinung nach, ein perfekter Abschluß der Trilogie und ich muss sagen, dass ich nun irgendwie die Figuren, ob gut oder böse, ein bisschen vermisse. Der Thriller beginnt recht gediegen, bevor der Autor dann gnadenlos zuschlägt. Wo hat der Mann nur diese Fantasien her? Eigentlich ist es mir egal, ich bin nur ziemlich froh, dass er diese Fantasien mit Thrillerfans teilt.
Allerdings beschleicht mich so ein bisschen das Gefühl, dass Jeff Menapace doch noch was zu der Trilogie zu erzählen hat. Bleiben am Ende Fragen offen? Ja und Nein. Entweder spinnt der Autor die Geschichte noch ein bisschen weiter oder überläßt dies ganz den Fantasien seiner Leser. So oder so ist das Ende befriedigend.
Ihr merkt schon, dass ich meine Rezension mit einem Augenzwinkern geschrieben habe und damit sollte man die Trilogie auch lesen! Splatter, Spannung, Übertreibungen machen diese Trilogie aus, die, meiner Meinung nach, zum Kult werden könnte! Ich für meinen Teil liebe die Fannellis, rein literarisch natürlich! Für mich waren alle drei Bände ein ganz besonderes Lesevergnügen!
Trotzdem eine Warnung an zartbesaitete Leser. Die Trilogie ist wirklich nur was für hartgesottene Thrillerfans! Deshalb gibt es von mir nun für die komplette Trilogie eine absolute Leseempfehlung!

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Tags: hardcore, thriller, trilogie   (3)
 

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56 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

krieg, london, emotional, berlin, herzklopfen

Die verbotene Zeit

Claire Winter
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.02.2017
ISBN 9783453359215
Genre: Romane

Rezension:

1975: Carla hat einen Autounfall bei dem sie einen Teil ihrer Erinnerungen verliert. Sier lernt den Journalisten David Grant kennen, der behauptet, dass sie auf der Suche nach ihrer totgeglaubten Schwester gewesen sei, die sechzehn Jahre zuvor an der Küste von Cornwall verschwunden ist. Carla weiß nicht, ob und warum ihre Eltern sie anlügen, auch ihr Ehemann benimmt sich höchst seltsam und scheint kein großes Interesse daran zu haben, dass Carla ihre Erinnerungen wiederbekommt. Carla forscht nach bis in die Dreißigerjahre in Berlin und stößt auf einer sehr ungewöhnliche Freundschaft...

1922: Edith und Dora sind allerbeste Freundinnen. Doras Mutter arbeitet im Haus der reichen Eltern von Edith als Hausmädchen. Die beiden Mädchen sind unzertrennlich, was Doras Mutter weniger begeistert, denn die Freundschaft gilt in dieser Zeit als unschicklich. Trotz aller Widrigkeiten bleiben die beiden Mädchen ihr ganzes Leben lang befreundet. Beide Frauen heiraten.Dora ist mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer glücklich und Edith bemerkt schnell, dass sie mit der Heirat des unsymphatischen Adligen Maximilian von Stettenheim einen großen Fehler begangen hat. Ihre wahre Liebe Jules Cohn scheint aber unerfüllt zu bleiben, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Eines Tages bittet Edith ihre Freundin um einen schier unmöglichen Gefallen,der das Leben aller für immer verändern wird...

Claire Winter hat hier einen Roman geschaffen, der den Leser in die Anfänge der Nazizeit katapultiert. Unglaublich spannend und interessant schildert sie die Geschichte der beiden Freundinnen Dora und Edith. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deren Freundschaft allerdings ein ganzes Leben lang anhält. Ich habe gerade mit Edith mitgefiebert und mitgelitten, denn ihr Tun in der Nazizeit ist unheimlich gefährlich und ich hatte große Angst um sie und um Jules. Ediths Mann Maximilian von Stettenheim ist nicht der Mann zu, den er vorgibt zu sein. Unglaublich arrogant, hochnäsig und unsymphatisch schwebt er mehr oder weniger durchs Leben, als könnte ihm niemals irgendetwas passieren. Ich konnte Edith nicht verstehen, so einen Unsympath geehelicht zu haben. Allerdings bewegt sich Maximilian eben in der Gesellschaftsschicht, in der auch Edith heimisch ist. So scheint es dann doch nicht allzu verwunderlich.

Dora ist ein unheimlich starke Frau. Was ihr in ihrem Leben widerfährt, wünscht man niemanden. Paul und Doras Liebe ist so groß, dass man das Gefühl hat, dass es nichts gibt, was die beiden je trennen könnte. Schon alleine das Kennenlernen der beiden findet auf ungewöhnliche und gleichzeitig gefährliche Weise statt. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten.

Ich mache nun mal einen Zeitsprung ins Jahr 1975 zu Carla: nach ihrem Autounfall setzt sie alles daran, die Monate, die ihr Gedächtnis gelöscht hat zu rekonstruieren. Carlas Mann ist nicht unbedingt die größte Hilfe, denn man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass der irgendwas verbirgt. Auch ihre Eltern schweigen sich aus, sodass Claire keine andere Möglichkeit hat, als auf eigene Faust zu recherchieren. An ihrer Seite hat sie den Journalisten David Grant, der ihr bei ihrer Suche hilft. Was die beiden Stück für Stück rausbekommen ist erschütternd, herzergreifend und unglaublich.

Die Autorin verwebt hier geschickt die beiden Geschichten zu einer Logischen Story, deren Spannung man sich nicht entziehen kann. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl mittendrin zu sein. Spazierte sowohl durch das Berlin der Dreißigerjahre, wie auch an der Küste Cornwalls. Der bildhafte Schreibstil der Autorin hat es mir möglich gemacht, mir sämtliche Örtlichkeiten gut vorzutellen. Auch die Zeichnung der Charaktere ist authentisch, ihr Tun nachvollziehbar und logisch.

Mir hat es großen Spaß gemacht, das Buch von der ersten bis zur letzten Seite zu lesen. Am liebsten hätte ich es gar nicht mehr weggelegt, allerdings musste ich das dann doch, um die Geschichte erstmal etwas sacken zu lassen. Gerne, sehr, sehr gerne mehr davon!

Absolute Lessempfehlung!

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Tags: historisch, roman   (2)
 

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psychothriller, thriller, wahn, sabine trinkaus, stalking

Seelenfeindin

Sabine Trinkaus
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 23.03.2017
ISBN 9783740800833
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Konstanze Friedrichs wird in eine Privatklinik eingeliefert, da sie unter Verfolgungswahn zu leiden scheint. Die bekannte TV-Moderatorin verlangt, ausschließlich von der Psychiaterin Nadja Schönberg behandelt zu werden. Bald befindet sich Nadja in einem rätselhaften Spiel. Was ist Wahn, was ist die Wahrheit und irgendwie scheint Nadja irgendwie in die Sache verwickelt zu sein...

Als ich den Klappentext gelesen hatte, war es um mich geschehen! Es dürfte ja nun mittlerweie bekannt sein, dass der Psychothriller mein absolutes Lieblingsgenre ist und ich es liebe mitzurätseln und gerade verzwickten Fällen auf die Spur zu kommen!

Konstanze Friedrichs schwört gesehen zu haben, wie ihr Ex-Mann ihrem Hund vor ihren eigenen Augen die Kehle durchgeschnitten hat, in ihrem eigenen Garten. Allerdings befindet sich kein Kadaver an der Stelle und auch sonst keinerlei Spuren. Nadja Schönberg führt viele Gespräche mit Konstanze, allerdings auch mit ihrem Ex-Mann, dessen Version volkommen anders aussieht.

"Seelenfeindin" von Sabine Trinkaus führte mich dermaßen in die Irre, dass mit Hören und Sehen verging! Ich habe festgestellt, dass ich sehr oft meine zu wissen, wie das alles zusammenhängt, dies war mir allerdings bei "Seelenfeindin" absolut nicht möglich!

War mir Konstanze Friedrichs im ersten Moment total symphatisch, hatte sich das im nächsten Kapitel schon wieder geändert und plötzlich tat mir ihr Ex-Mann, der mittlerweile wieder verheiratet ist, unendlich leid. Im übernächsten Kapitel dachte ich schon wieder, dass dieser Mann ein sehr guter Schauspieler zu sein scheint! Oder doch Konstanze? Verflixt, wer lügt hier und vor allem warum?

Genauso muss sich wohl die Protagonistin Nadja gefühlt haben, denn auch sie hat so ihre liebe Not die Wahrheit herauszufinden und dann kommt noch hinzu, dass ihre Patientin prominent ist, was die ganze Sache nicht einfacher macht, denn der Agent von Konstanze, möchte seinen Schützling schnellstmöglich wieder arbeiten sehen.

Wer hier beim Lesen denkt, dass das doch alles auf der Hand liegt, wird höchstwahrscheinlich falsch liegen, denn Sabine Trinkaus hält für den Leser ein sehr überraschendes Ende bereit, dass mir zumindest, den Mund offen stehen lies!

"Seelenfeindin" ist für Fans des wirklich verzwickten Psychothrillers ein absolutes Must-Read!

Ein hochspannendert Pageturner, der - und so soll es bei einem Psychothriller sein - mit wenig Blut auskommt und sich in meinem Kopf wahrhaft festgesetzt hat! Bitte und sehr, sehr gerne mehr davon!
Absolute Leseempfehlung!

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Tags: emon, psychothriller, sabine trinkaus   (3)
 

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44 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

muse, rabe, fantasy, apollonia, berlin

Ausgerechnet Muse

Carola Wolff
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 17.02.2017
ISBN 9783944788432
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Apollonia ist, wie ihre Mutter, eine Muse, was sie aber gar nicht sein will. Lieber möchte sie frei sein und mit dem Motorrad durch Schottland fahren. Als sie den Musiker Nick kennenlernt und dieser ihr einen Song widmet, verliebt sich Apollonia, was Viktor Tyrell, einem Konzernchef, nicht passt. Dieser möchte die verbindung zwischen Apollonia und Nick trennen und hetzt Nick die schwarze Muse Velika auf den Hals...

"Ausgerechnet Muse" hat mich schon alleine wegen des wunderschönen Covers neugierig gemacht. Der Klappentext hat sein Übriges dazugetan und so wollte ich diese Story natürlich gerne lesen.

Die Geschichte um Apollonia ist gut durchdacht, mit  Fantasyelementen, ist mystisch und  ungewöhnlich. Ich liebe Jugendbücher, gerne auch mal Fantasy, allerdings war mir persönlich die Geschichte teilweise ein bisschen zu schräg, was nicht gleichbedeutend mit schlecht sein soll, das ist sie nämlich mit Sicherheit nicht.In dem Buch begegnen dem Leser sprechende Tiere, Walküren und natürlich Musen. Sehr gut gefallen hat mir die Ausdrucksweise des Raben Lyngx, was mich oft schmunzeln lies und mir wirklich Spaß gemacht hat!

Die Story ist spannend, dennoch hat sie mich nicht zu 100% erreicht. Ich konnte mich irgendwie weder mit Apollonia, noch mit den anderen Charakteren identifizieren, fühlte mich außen vor, obwohl die Protagonisten wirklich gut und liebevoll ausgearbeitet sind.
Mir hat da ein bisschen die Vorstellungskraft gefehlt. Allerdings gilt auch zu beachten, dass es sich bei dem Roman um ein Jugendbuch handelt!

"Ausgerechnet Muse" empfehle ich gerne für jugendlichen Fantasyfans ab 12 Jahren, denn diese werden sich gewiss auf die Story stürzen. Mir persönlich hat die Geschichte, schon alleine weil sie sehr ungewöhnlich ist, wirklich gut gefallen und ich hatte Spaß beim Lesen.

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Tags: jugendbuch   (1)
 

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rache, thriller, thrille, buchflüsterer, marina heib

Drei Meter unter Null

Marina Heib
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Heyne, 06.03.2017
ISBN 9783453271111
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Heute gibt es mal eine etwas andere Rezension von mir. Der Klappentext reicht zur Story vollkommen aus und auch sonst werde ich zur Story nur wenig verraten.

Ich vermeide immer andere Rezensionen und Meinungen zu einem Buch zu lesen, das ich selbst noch nicht gelesen habe und rezensieren möchte. So auch bei "Drei Meter unter Null". Eine sehr gute Entscheidung. Ich hatte nur den Klappentext gelesen. Hatte eine ähnliche Story wie bei der "Spiel-Trilogie" von Jeff Menapace erwartet, vielleicht auch ähnlich zur Totenfrau-Trilogie von Bernhard Aichner. Was ich dann zu lesen bekam war allerdings unvergleichlich zu irgendeinem anderen Thriller.

Wir haben es hier mit einem Thriller zu tun, der anders ist, was schon auf den ersten Seiten vollkommen klar wird. Ich weiß nicht, mit welchem Buch ich den Schreibstil vergleichen könnte, denn mir fällt da kein Thriller ein. Den Schreibstil extra in einer Rezension zu erwähnen halte ich eigentlich für unnötig und ich mache das auch nicht gerne aber bei diesem Buch muss das unbedingt gesagt werden, denn die Autorin ist wortgewandt, wie ich es selten in Thrillern erlebt habe. Phänomenal!

"Drei Meter unter Null" behandelt ein Thema, das für mich sehr schwer zu ertragen war. Natürlich kommen Morde in der Story wahrlich nicht zu kurz, allerdings ist das nicht das Erschreckende, denn das gehört einfach zu einem Thriller. Das grausame ist das Warum. Gibt es einen "guten Grund" zu töten? Nein, eigentlich niemals. Eigentlich.... In "Drei Meter unter Null" ist Vieles "eigentlich"  aber eigentlich habe ich die Hauptperson sehr gut verstehen können.

Die Hauptperson war schon immer anders. Es fällt ihr schwer "normal" zu sein. Als Kind wollte sie Pipi Langstrumpf werden oder Winnetou. Sie wächst behütet auf, mit liebevollen und verständnisvollen Eltern. Vor allem ihr Vater unterstützt seine Tochter immer, steht immer hinter ihr und die Liebe, die er für seine Tochter empfindet ist in dem Buch allgegenwärtig. Trotzdem hat sie Anpassungsschwierigkeiten. Sie nimmt sich zusammen, ist sehr gut in der Schule, hat demzufolge später einen guten Job, ist erfolgreich. Dann nimmt sie ein Sabbatjahr. Nicht zur Selbstfindung oder doch? Sie will töten. Rache.Sie ist die Wölfin.

Man erfährt viel von der Kindheit der namenlosen Protagonistin, bis Marina heib gnadenlos zuschlägt und plötzlich hatte ich eine Gänsehaut, die ich gar nicht mehr wegbekommen habe. Selbst jetzt, beim Schreiben meiner Rezi, überzieht eine Gänsehaut meinen Rücken und meine Arme.

Es kommt so gut wie nie vor, dass ich Taschentücher beim Lesen eines Thrillers brauche, ich gebe aber zu, dass ich das Buch immer wieder für ein paar Minuten weglegen musste um das Gelesene zu verarbeiten, wobei einige Tränen geflossen sind.

"Drei Meter unter Null" ist für mich ein Highlight, einer der grausamsten Thriller, die ich jemals gelesen habe und die Story werde ich wahrscheinlich niemals mehr vergessen.

Hat es Spaß gemacht das Buch zu lesen? Nein. Ich habe mich gequält, was allerdings überhaupt nicht an dem Buch selbst lag. Ich hatte einfach Angst, wieviel ich von der Protagonistin noch erfahren muss, ob es noch schrecklicher kommen wird und es kam schlimmer, viel schlimmer.

Ich gebe eine absolute Leseempfehlung mit Einschränkungen. Ich denke, man sollte einigermaßen gefestigt und nicht zu sensibel sein um "Drei Meter unter Null" zu lesen. Dann ist der Thriller allerdings ein Must-Read. Unbedingt! Ein echtes Highlight!

Großes Kompliment, Marina Heib! Brilliant!

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Tags: marina heib, thrille   (2)
 

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psychothriller, berlin, intrige, stade, susanne kliem

Das Scherbenhaus

Susanne Kliem
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei carl's books, 20.03.2017
ISBN 9783570585665
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Carla wird von einem Stalker verfolgt, der ihr verstörende Fotos schickt. Da kommt es wie gerufen, dass Carla von ihrer Halbschwester Ellen nach Berlin gebeten wird. Ellen ist Architekitin und hat das "Safe Haven", einen luxuriösen und hypermodernen Wohnkomplex mit bester Sicherheitsausstattung, entworfen. Kurz nach Carlas Ankunft verschwindet ellen und wird kurze Zeit später tot aus der spree geborgen. Carla glaubt nicht an einen Unfall. Da sie von Ellen das Safe Haven geerbt hat, bleibt sie in Berlin um die wahrheit herauszufinden. Bald muss Carla allerdings feststellen, dass die Bewohner des Safe Haven allesamt ziemlich seltsam sind...

Das war das zweite Buch, das ich von Susanne Kliem gelesen habe und wieder wurde ich nicht enttäuscht!

Carla Brendel hat große Angst. Sie bekommt verstörende Fotos von einem Unbekannten geschickt und die Polizei kann ihr nicht wirklich weiterhelfen. Carla hat eigentlich keinen regen Kontakt mit ihrer Halbschwester, umso erstaunter ist sie, dass Ellen sie nach Berlin bittet und ihr dort sagt, dass, falls ihr was geschehen sollte, sie nicht an einen Unfall glauben soll. Außerdem sagt sie ihr noch, dass sie mit den Bewohner des Hauses sprechen soll. Als Ellens Handy klingelt und sie sich kurz nach draußen verabschiedet um ungestört telefonieren zu können, verschwindet Ellen spurlos.

Zuerst muss ich sagen, dass mir das Safe Haven sehr unheimlich war. Alles sehr modern, mit den neuesten Sicherheitsausstattungen versehen und doch hat es mich gegruselt. Ich würde niemals in so einem Haus leben wollen. Die Bewohner des Hauses scheinen untereinander wie eine Familie zu sein, die, so schien es mir, von einem einzigen, älteren Bewohner zusammengehalten wird. Alles sehr seltsam...
Ich habe zwar geahnt, wem es zuzuschreiben ist, dass Ellen verschwunden ist, einzig das Warum war mir völlig schleierhaft. Die Autorin legt geschickt falsche Fährten, sodass ich mir plötzlich dann doch nicht mehr so sicher war.

Der Psychothriller hat mich von Beginn an in den Bann gezogen. Von Anfang bis Ende ist "Das Scherbenhaus"  unglaublich spannend, subtil und es schwingt immer die Angst Carlas mit, die fast körperlich spürbar war. Erhöhter Pulsschlag ist also vorprogrammiert!

Die Handlungen der symphatischn Protagonisten waren immer nachvollziehbar, sodass man sich auch sehr gut in Carla hineinversetzen konnte.

Das Finale des Psychothrillers habe ich so nicht erwartet. Eines fügt sich wie ein Puzzle zum anderen und so war ich dann doch einigermaßen überrascht!

Für Fans des subtilen Psychothrills und die, die es werden wollen, gibt es von mir eine Leseempfehlung! Mir hat es großen Spaß gemacht "Das Scherbenhaus" zu lesen!

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thriller, london, ragdoll, serienmörder, wolf

Ragdoll - Dein letzter Tag

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 27.03.2017
ISBN 9783548289199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective William Oliver Layton-Fawkes, kurz Wolf genannt, wurde suspendiert, nachdem er einem freigesprochenen Beschuldigtem bei der Gerichtsverhandlung fast umgebracht hätte. Zurück im Dienst wird eine Leiche, die aus sechs Opfern zusammengenäht wurde in einer Wohnung aufgefunden. Wolfs Ex-Frau Andrea, eine Reporterin, erhält eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit Todeszeitpunkt angekündigt werden. Der letzte Name auf der Liste lautet Detective William Fawkes...

Wie lange im Vorfeld wurde "Ragdoll" schon angepriesen und beworben. Oft ist es ja leider so, dass so hochgehypte Thriller sich als ein laues Lüftchen entpuppen, dem ist allerdings beim Debüt von Daniel Cole absolut nicht so!

Der Charakter Wolf war für mich schwer zu greifen. Ich wusste nicht so genau, ob ich ihn nun symphatisch finden sollte oder nicht. Seine unkonventionellen Methoden, die er bei seiner Arbeit anwendet, machen ihn nicht gerade beliebt, sind aber wirkungsvoll. Wolf scheint auf den ersten Blick ein verdammt harter Hund, wie er einem oft in Thrillern begegnet, zu sein. Dem ist aber nicht wirklich so, denn im Laufe der Story lernt man Wolf besser und besser kennen und wirft einen Blick hinter dessen Fassade. Allerings habe ich mich gefragt, ob das eine Fassade ist oder ob er einfach so ist. Das herauszufinden war neben dem eigentlichen Fall schon sehr spannend für mich.

Neben Wolf spielt Detective Emily Baxter eine große Rolle. Diese Ermittlerin war mir von Beginn an symphatisch.Sehr gewissenhaft macht sie ihren Job und sie nimmt vor allem kein Blatt vor den Mund. Das hat mir sehr gefallen und mir ab und an sogar ein Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert.

Zur Story selbst möchte ich gar nicht so viel schreiben, außer, dass es absolut nichts bringt, sich in irgendeiner Weise selbst auf die Suche nach dem Täter zu begeben-aussichtslos!

Ich habe mitgefiebert, hätte nie gedacht, dass es einem Autoren gelingt mich mit dessen literarischen Mordmethoden noch zu überraschen - Daniel Cole ist es definitiv gelungen!

Als Leser begibt man sich auf eine atemlose Hetzjagd, denn man weiß, dass der Täter nicht lange fackeln wird und die geplanten Morde durchziehen wird, irgendwie und dass es ihm gelingen wird! So tickt die Zeit für Wolf gnadenlos herunter...

"Ragdoll-Dein letzter Tag" ist weiß Gott nichts für allzu zarte Gemüter, gnadenlos spannend und hat mich mit einem Ende überrascht, das ich nicht wirklich fassen konnte! Ein unglaublich gut durchdachter Thriller, der mir atemlose Spannung beschert und mich einige Fingernägel gekostet hat!

Für Thrillerfans ein absolutes Must-Read! Daniel Cole könnte der brische Chris Carter werden und ich freue mich hoffentlich bald viel, viel mehr von dem Autoren lesen zu dürfen!

Absolute, dringende und unbedingte Leseempfehlung! Ich bin begeistert!

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Tags: daniel col, ragdoll, thriller   (3)
 

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liebe, janet clark, deathline, ewig dein, ranch

Deathline - Ewig dein

Janet Clark
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei cbj, 20.03.2017
ISBN 9783570173664
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 16jährige Josie und ihre Freunde Dana und Gabriel freuen sich auf die Sommerferien. Josie lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder auf einer Farm in Angels Keep, die sie gemeinsam bewirtschaften.

Josie möchte ihr Image, als unscheinbares Mädchen loswerden. Als in diesem Sommer auf der Farm der Greenie Ray als Saisonarbeiter zu arbeiten beginnt, scheint ihr Wunsch in Erfüllung zu gehen. Allerdings ahnt sie nicht, was sie mit ihrem Wunsch heraufbeschworen hat...

Ich muss zuerst etwas zu den Charakteren der Story loswerden: Josie ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie liebt die Ranch und packt bei allem was auf so einer Ranch anfällt mit an, ohne zu murren. Ihre Freundin Dana ist Mangafan und kleidet sich auch dementsprechend und Gabe ist ein bisschen nerdig! Er liebt Computerspiele und alles was mit Computern zu tun hat! Was für eine Mischung!

Der Greenie Ray, ein Indianer der Yowama, war anfangs nicht ganz greifbar für mich, allerdings war mir im Laufe der Story bald klar, warum er sich so verhält und dann war es, wie schon bei Josie, auch um mich geschehen! Josie verliebt sich in den jungen Mann und das Schicksal nimmt seinen Lauf. Plötzlich geschehen Vorkommnisse auf der Ranch und in Angels Keep, die nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheinen. Josie und ihre Freunde möchten die heile Welt in Angels Keep wieder geraderücken, was alles andere als einfach ist.

Genug zur Story!

Von Beginn an war ich von der Story gefesselt! Ich liebe Mystery und Janet Clark ist mit dem ersten Band zu "Deathline" ein Jugendbuch gelungen, dass mich wahrhaft begeistert hat und ich hätte am liebsten, sofort nach beenden, den zweiten und letzten Band gelesen!

Ich lese zwar gerne aber nicht so oft Jugendbücher, was ich wohl dringendst nachholen sollte! Mich hat die Story ein bisschen an Twilight erinnert, jedoch kann ich allen Vampirgenervten versichern, dass in der Story weder Vampire noch Werwölfe auftauchen. Vielmehr geht es um eine alte Legende, die tatsächlich wahr zu sein scheint.

Die Geschichte um Josie und Ray war spannend und herzeerwärmend, die der Yowama Indianer interessant ( ich hätte gerne etwas mehr darüber gelesen!) und die Spannung kommt wahrhaft auch nicht zu kurz. Gerne gebe ich auch zu, dass ich ein paar Taschentücher beim Lesen benutzen musste, was nicht so sehr an meinem Schnupfen lag.

Am Ende blieben für mich ein paar Fragen offen aber ich war schnell wieder versöhnt, als ich mich bei der Autorin nach einem eventuellen Folgeband erkundigte, und Janet Clark mir versicherte, dass dieser gerade in der Mache sei! Wunderbar und ich freue mich sehr drauf!

Mir sind die Figuren so sehr ans Herz gewachsen, dass ich diese nach dem Zuklappen des Buches richtig vermisst habe!

"Deathline-Ewig Dein" ist ein Buch, nicht nur für Jugendliche, welches Liebe, Mystery und Spannung vereint! An die Leser, die mit Mystery nicht so viel am Hut haben - lasst euch einfach auf diese wundervolle Geschichte ein, ansonsten könntet ihr vielleicht etwas verpassen...

Von mir gibt es natürlich eine absolute Leseempfehlung!

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Tags: jugendbuch, mystery   (2)
 

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196 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

entführung, thriller, familie, spannung, amy gentry

Good as Gone

Amy Gentry , Astrid Arz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei C. Bertelsmann, 27.02.2017
ISBN 9783570103234
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die 13-jährige Julie wird eines nachts aus dem Hause raus entführt. Da die Polizei keine verwertbaren Spuren hat, wird der Fall zu den Akten gelegt. Acht Jahre später taucht vor dem Haus der Familie eine junge Frau auf, die behauptet Julie zu sein. Tom und Anna - die Eltern - sind überglücklich. Bald kommen Anna allerdings Zweifel und sie macht sich auf die Suche nach der Wahrheit über die 21jährige Frau...

Ich habe mich sehr auf "Good as Gone" gefreut und war gespannt, was mich erwartet! Dass "Good as Gone"  kein Thriller ist, kann man schon dem Cover entnehmen. Das Buch wird als Roman deklariert, was es auch ist. Trotzdem hatte ich auf einen Spannungsroman gehofft...

Der Anfang des Romans ist vielversprechend und auch spannend, allerdings hat bei mir die Spannung bald nachgelassen. Die Geschichte wird aus der Sicht Annas erzählt, allerdings habe ich einfach keinen Zugriff auf die Mutter und auch nicht auf die anderen Charaktere bekommen. Im zweiten Erzählstrang wird aus der Sicht unterschiedlicher Frauen berichtet, was mich zugegebenermaßen verwirrt hat. Ich konnte diesem Erzählstrang einfach nicht folgen, kann aber gar nicht so genau sagen, warum eigentlich, denn der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig. Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich bei Anna oder den Frauen, von denen erzählt wird bin, sondern eher außen vor. Mich konnten die Figuren einfach nicht berühren und ich war froh, wenn es wieder zu einem Kapitel, das Anna betrifft zuging, denn dieser hat mich weitaus mehr interessiert.

Bald wird dem Leser klar, was es mit den Frauen auf sich hat und langsam aber sicher geht der Roman einem Ende zu, das mir wiederum ganz gut gefallen hat. Die fehlende Spannung, die mich persönlich über das Buch begleitet hat, wurde mit Hochspannung zum Finale wieder wettgemacht. Trotzdem kam mir das Ende dann doch zu schnell und hat mich nicht zu 100% zufriedengestellt, denn es blieben doch einige Fragen, die mich umtrieben, offen.

Für mich waren einige Handlungen und auch Gefühle der Familie einfach nicht nachvollziehbar. Ich habe die ganze Zeit überlegt, ob ich mein Kind, wenn es mit 13 verschwinden würde, mit 21 nicht mehr oder nur schwer erkennen würde. Ich weiß es nicht und hoffe inständig, dass ich so etwas niemals erleben muss, deshalb erlaube ich mir da auch gar kein Urteil, sondern nehme es einfach so hin, dass Anna sich diesen Fragen und noch viel mehr stellen muss. Trotzdem hat es mich nachdenklich gemacht, was ich wiederum an Büchern, die das bei mir schaffen, sehr mag!

Alles in allem ist "Good as Gone"  ein solider Roman, der interessant ist und bei dem man unbedingt wissen muss wie er ausgeht, allerdings hat mir die Spannung etwas gefehlt. Manchmal ist der Zeitpunkt, zu dem man ein Buch liest, allerdings auch nicht der Richtige. Vielleicht habe ich so einen Zeitpunkt ja auch erwischt...

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Tags: amy gentry, roman   (2)
 

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24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

thriller, myster, übersinnlich, stevan mena, seelenwanderung

Fürchte den Schlaf

Stevan Mena , Gertrud Wittich
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.12.2016
ISBN 9783442484898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Detective Jack Ridge ist todkrank. Er hat nicht mehr lange zu leben und hat sich zum Ziel gesetzt einen Fall, der ihn schon lange verfolgt, endlich abzuschließen. Drei Frauen wurden ermordet, die 18jährige Angelina wird vermisst. Eines Tages bekommt Jack einen Anruf von einem Freund, der Psychologe ist. Dieser bringt Jack auf eine ganz neue Spur: Die neunjährige Rebecca wird von Alpträumen gequält, jede Nacht. Außerdem kennt sie Details zu den Fällen der ermordeten Frauen, die sie unmöglich wissen kann...
 
Jack Ridge hat Krebs und erfährt von seinem Arzt, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Jack sagt niemandem etwas von seiner Krankheit und versucht, mehr oder weniger erfolgreich, die starken Schmerzen, die ihn quälen zu verstecken. Außerdem quält den Detective der Verlust seiner Frau, über den er einfach nicht hinwegkommt. Jack Ridge zieht sich zurück, auch von seinem Bruder, aus einem, für ihn selbst, guten Grund, der für mich nachvollziehbar war. Als er die neunjährige Rebecca kennenlernt, ist er fasziniert von dem Mädchen und auch von der Mutter...

Der Charakter Jack Ridge ist mir bald ans Herz gewachsen und Rebecca, das kleine Mädchen, hat mich unheimlich fasziniert. Rebeccas Eltern haben sich getrennt und Mutter und Tochter sind dabei sich ohne Ehemann und Vater ein neues Leben aufzubauen. Mit dem Umzug begannen allerdings Rebeccas schrecklichen Albträume, die Rebecca und vor allem die Mutter an die Grenzen bringen. Rebecca hat es nicht einfach, denn sie wird auch von ihrem Mitschülern gemobbt und zieht sich immer weiter in sich selbst zurück.

Was für ein Thriller!

Eine Bloggerkollegin hat mir dieses Buch empfohlen und so kam ich nicht umhin, diesen Thriller zu lesen, hat mich doch schon der Klappentext neugierig gemacht. 

Wer hier Mysteryelemente in Form von Geistern, Hellsehern oder dergleichen erwarte, liegt falsch. Ich möchte gar nicht sagen, um was es sich im Einzelnen handelt nur so viel, es geht um Dinge, von denen ich persönlich überzeugt bin. Eine Glaubens-und Einstellungsfrage. Fragen, die sich wahrscheinlich so ziemlich jeder mal gestellt hat. Ob man daran glaubt oder nicht, sei dahingestellt. Fakt ist, dass genau diese Mysteryelemente den Thriller so faszinierend machen.

Ich wurde in einen Sog gezogen, aus dem ich mich nicht befreien konnte, bin sogar morgens früher aufgestanden, um endlich weiterlesen zu können. Zu neugierig war ich, wie die Story weitergeht und vor allem, wie sie enden wird. Der Thriller war für mich von Beginn an spannend. Diese Spannung hat sich über das gesamte Buch gehalten und noch gesteigert, denn Stevan Mena versteht es  vorzüglich falsche Fährten zu legen.

Mit dieser Auflösung hatte ich allerdings nicht gerechnet und so war dieser Thriller für mich rundum perfekt, mit einem perfekten Ende!  Endlich mal wieder ein echter Pageturner und Fingernagelkiller, der ganz weit oben auf meiner Highlightliste einziehen wird!

Leseempfehlung? Aber ja! Unbedingt und ganz dringend!

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thriller, psychothriller, schweden, stockholm, krimi

Glücksmädchen

Mikaela Bley , Katrin Frey
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288444
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ellen Tamm ist Kriminalreporterin beim Fernsehen und wird von ihrem Chef, Jimmy, auf den Fall des Verschwindens der 8jährigen Lycke angesetzt. Ellen fällt es nicht leicht, den Auftrag auszuführen, denn ihre Zwillingsschwester ist mit  8 Jahren verschwunden. Seitdem ist Ellen besessen vom Tod, sammelt alles über brutale Mordfälle und ihr Interesse geht qweit über das normale Maß hinaus. Ellen ist der meinung, dass die Polizei nicht genug unternit um Lycke zu finden und so ermittelt sie selbst...

"Glücksmädchen" ist das Debüt der schwedischen Autorin Mikaela Bley und stellt den Auftakt zu einer Reihe um die Kriminalreporterin Ellen Tamm, die bei dem schwedischen Fernsehsender TV4 in Stockholm tätig ist, dar. Mit Jimmy, ihrem neuen Chef, hatte sie mal eine Beziehung und so fällt es ihr nicht leicht, mit ihm als Vorgesetzten zu arbeiten, denn über die Beziehung ist sie noch nicht hinweg.

Jimmy weiß, dass Ellens 8jährige Schwester Elsa damals verschwunden ist und so wundert sie sich, dass Jimmy sie überhaupt auf den Fall ansetzt, denn es scheint, als gehe es ihm nur um die Quoten, nicht um das Kind.

Lycke wächst bei ihren geschiedenen Eltern, die das gemeinsame Sorgerecht haben, auf. Jede Woche zieht sie zwischen Vater und Mutter hin-und her. Lyckes Vater ist erneut verheiratet und hat mit seiner jetzigen Frau, Chloe, einen kleinen Sohn. Der Charakter Chloe ist sehr liebevoll mit ihrem eigenen Kind, Lycke jedoch sieht sie lieber von hinten als von vorne und auch Lyckes Vater Harald, scheint sich nicht sonderlich für seine Tochter zu interessieren. Auch ihre leibliche Mutter macht nicht gerade den Eindruck einer liebevollen Mutter. In der Schule wird Lycke gemobbt und irgendwie interessiert sich nicht wirklich jemand dafür. Nur von ihrer, schon ältere Nanny Mona, erfährt das kleine Mädchen Zuneigung, ansonsten ist das Mädchen ziemlich alleine mit sich und ihren Problemen. Als Lycke verschwindet, sind allerdings Mutter, Vater und auch Stiefmutter in heller Aufruhr, scheinen sich aber mehr Sorgen darum zu machen, dass man sie selbst verdächtigen könnte...

So viel zur Story. "Glücksmädchen" ist ein sehr ruhiger, unblutiger Psychothriller,. Wer hier Action und Metzeleien erwartet liegt mit dem Buch vollkommen falsch. Vielmehr nimmt die Beziehung Lyckes zu ihren Eltern und der Stiefmutter viel Raum ein, was Mikaela Bley in einer bedrückenden Stimmung erzählt. Die Figur Lycke bleibt über die Geschichte sehr schemenhaft. Man erfährt von dem Kind nur, dass es eher ruhig und introvertiert ist und die tiefe Traurigkeit, die das Mädchen verspüren muss, ist fast greifbar.

Ellen Tamm ist eine sehr symphatische Person, die das Verschwinden ihrer Zwillingsschwester nicht wirklich verarbeitet hat und deswegen auch zu ihrer Mutter ein sehr distanziertes Verhältnis hat. Ellen setzt alles daran die kleine Lycke zu finden und macht sich die Aufklärung fast zum Lebensinhalt. Sie ist sehr panisch wegen Lycke. Über einen Informanten, den sie bei der Polizei hat, erfährt sie so einiges über den Fall, wird aber nicht ganz schlau daraus.

Mikaela Bley legt falsche Fährten und so hat man viele unerschiedliche Personen in Verdacht etwas mit dem Fall zu tun zu haben. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich recht schnell hinter die Identität des Täters gekommen bin, nur das Warum war mir bis zum Schluß nicht ganz klar. So hält der Psychothriller dann doch ein recht überraschendes aber doch logisches Ende parat.

"Glücksmädchen" zu lesen, hat mir spannende, bedrückende und interessante Stunden beschert. Ich mag Psychothriller, in denen es vordergründig um Zwischenmenschliches geht und so kann ich guten Gewissens eine Leseempfehlung geben, für Leser, die den ruhigen Thrill bevorzugen!

Ich bin gespannt, wie es mit Ellen Tamm weitergeht und freue mich schon auf den nächsten Band um die Kriminalreporterin!

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Tags: auftakt, mikaela bley, psychothriller, reihe   (4)
 

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kinderheim, meinlebenalszucchini, rezension, blogger, waisenkind

Mein Leben als Zucchini

Gilles Paris , Melanie Walz
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Knaus, 23.01.2017
ISBN 9783813507706
Genre: Romane

Rezension:

Icare ist neun Jahre alt und möchte am Liebsten nur Zucchini genannt werdn. Eines Tages findet Zucchini eine Pistole und erschießt versehentlich seine Mutter, dabei wollte er doch nur den Himmel umbringen. Da sein Vater auch nicht da ist, kommt Zucchini in ein Waisenhaus, lernt viele andere Kinder kennen und zum ersten Mal erfährt Zucchini, was Familie bedeutet...

Berührend, lustig, tragisch, traurig und so herrlich rein! Das ist die Geschichte um Icare, einen neunjährigen Jungen.

Wer hier erwartet ein Waisenhaus kennenzulernen, mit bösen Mitarbeitern liegt komplett falsch. Im Waisenhaus gibt es Regeln, die eingehalten werden müssen und überhaupt nicht unsinnig erscheinen. Icare lernt das ziemlich schnell und fühlt sich im Waisenhaus wohl besonders als die kleinen Camille ins Waisenhaus kommt.

Zucchinis Vater ist, laut seiner Mutter "mit einer Pute auf Weltreise gegangen" und nach Aussage seiner Mutter ist der Himmel an allem Schuld. Als Zucchini eine Pistole findet, erscheint es ihm logisch, den Himmel einfach zu erschießen, was gründlich danebengeht.

"Mein Leben als Zucchini" ist aus der Sicht eines neunjährigen Kindes, das es in seinem bisherigen Leben nicht leicht hatte, geschrieben, mit herrlichen Dialogen und Wortverdrehungen, die dem Leser ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Icare nimmt die Dinge, die ihm seine - dem Alkohol verfallene Mutter - erzählt, wörtlich. Raymond ist der Polizist, der Icare ins Waisenhaus gebracht hat und zwischen den Beiden entsteht eine Freundschaft. Raymond besucht Zucchini regelmäßig im Waisenhaus und so hat der freundliche und herzensgute Polizist von Anfang an mein Herz erobert.

Die anderen Kinder im Waisenhaus, haben alle eine berührende Geschichte hinter sich und so treffen die verschiedensten Charaktere aufeinander, die lernen müssen, miteinander auszukommen.

Ich habe beim lesen Rührung empfunden, Mitgefühl und natürlich musste ich auch schmunzeln, gerade wegen der herrlichen Dialoge und den Lebensweisheiten, die Icare so von sich gibt. Zitate möchte ich gar nicht in meiner Rezension schreiben, denn sonst müsste ich fast das ganze Buch abschreiben. Deshalb - unbedingt selber lesen und sich eine eigene Meinung bilden!

Das Ende hat mir unwahrscheinlich gut gefallen und so bekommt "Mein Leben als Zucchini" bei mir einen Platz im Schätzeregal und natürlich gebe ich eine unbedingte und dringende Leseempfehlung für diese berührende Geschichte!


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Tags: roman   (1)
 

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thriller, sabine thiesler, toskana, heyne, nachts in meinem haus

Nachts in meinem Haus

Sabine Thiesler
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2017
ISBN 9783453269699
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tom führt ein glückliches Leben. Er ist Kunstmaler, reich und führt eine glückliche Ehe. Eine Nachts geschieht in seinem Haus Schreckliches und Tom verkriecht sich in einem Dorf in der Toskana. Tom kommt mit der Einsamkeit nicht zurecht und denkt, verfolgt zu werden. Irgendwann merkt tom dass er mehr oder weniger in der Falle sitzt, denn er weiß nicht mehr, wem er noch vertrauen kann...

Ich möchte gar nicht schreiben, was Nachts in Tom Haus geschieht, denn ich möchte ungern spoilern. Der Kunstmaler Tom erscheint mir zu Anfangs als ein unsicherer und sehr sensibler Mann, den die Geschehnisse, die in seinem Haus passiert sind nun -verständlicherweise- komplett aus der Bahn werfen. Wie ngut, dass sein bester Freuns und Anwalt René ihm hilft und fast alleine beschließt, dass Tom nun fliehen muss. René hat ein Häuschen in der Toskana geerbt, gibt Tom Schlüssel und Adresse und verspricht sich um alles Weitere zu kümmern nd mit ihm in Kontakt zu bleiben.
Das sollte zur Story erst mal reichen.

Tom und sein Freundeskreis, zu dem nicht nur René und seine Frau, sondern noch ein weiteres Ehepaar gehören, treffen sich regelmäßig. Eigentlich sollte man meinen, dass die Freundschaft der Clique recht gut ist, allerdings hatte ich sio das Gefühl, dass der eine dem anderen nichts gönnt.

"Nachts in meinem Haus" startet sehr spannend und ich war gespannt, wie es Tom wohl in der Toskana ergehen mag. Leider hielt sich die Spannung für mich persönlich nicht durchgehend. Sabine Thiesler beschreibt wer wen wann und wie kennengelernt hat, was für meinen Geschmack etwas zu viel Raum eingenommen hat. Ich dachte eigentlich, dass die Story um Toms erste Ehe noch sehr wichtig werden wird, was es allerdings nicht wirklich war. Ich denke, dass diese Geschichte in der Geschichte nicht ganz so lang hätte ausgeführt werden müssen.

Tom erschien mir sehr naiv. Er ist sehr sensibel und anfangs in meinen Augen eine regelrechte Memme. Klar, ist er verzweifelt und wen kann man trauen, wenn nicht seinen Freunden? So ist Tom  sehr dankbar für die Hilfe, die ihm entgegengebracht wird und merkt gar nicht, dass sein persönlicher Albtraum nur noch schlimmer zu werden scheint. Er vertraut fast blind und merkt als Letzter, dass ihm ziemlich übel mitgespielt wird. In vielen Dingen handelt Tom auch sehr unlogisch, wo der Leser sich schon an den Kopf greift...

Das Ende musste eigentlich so kommen, trotzdem war es für mich fast zu abrupt. "Nachts in meinem Haus" hat mich ganz gut unterhalten, war für mich allerdings nicht unbedingt ein Highlight.

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thriller, psychothriller, spannung, saving grace, erpressung

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102639
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Grace lernt Jack in einem Park kennen und verliebt sich sehr schnell in den gutaussehenden Anwalt. Jack Angekl ist charmant, gutaussehend, erfolgreich und zuvorkommend. Die Beiden heiraten recht schnell, verspricht er Grace sogar, dass ihre Schwester, die an dem Down Syndrom leidet, bei ihnen wohnen kann. Schon kurz nach der Hochzeit, lässt Jack sein wahres Gesicht erkennen und Grace weiß nicht mehr wo oben und unten ist und vor allem hat sie keine Ahnung, wie sie diesem Menschen entkommen und ihre Schwester vor ihm schützen kann...

Der Thriller beginnt spannend und vielversprechend, allerdings habe ich mich schon zu Anfang gefragt, wie naiv man (Frau) eigentlich sein kann. Jack vespricht Grace den Himmel auf Erden und sie merkt gar nicht, dass er von Anfang an darauf abzielt, Grace von ihm abhängig zu machen. Sie kündigt ihren Job, soziale Kontakte darf sie nur halten, wenn er es ihr erlaubt und ansonsten hat sie sich zu fügen und wenn er mit ihr in der Öffentlichkeit auftritt oder die Angel`s  Gäaste haben, hat sie das glückliche Ehefrauchen zu mimen und die perfekte Ehe vorzugaukeln.

Jack und Grace reisen auch des öfteren nach Thailand, wo er sie im Zimmer einsperrt und er stundenlang verschwunden ist. Jedes mal wenn Grace ein Fluchtversuch unternimmt, nimmt Jack ihr mehr Annehmlichkeiten weg und so haust sie bald nur noch in einem Hotelzimmer oder ihrem Zimmer zu Hause, das dann nur noch aus einem Bett besteht. Außerdem hat Jack für Graces Schwester ganz besondere Pläne, wovor Grace sich fürchtet und fieberhaft überlegt, wie sie das verhindern kann.

Die Idee hinter dem Buch finde ich sehr gut, vielleicht hätte man aber mehr aus der Story rausholen können. Irgendwie hatte ich bald das Gefühl, dass die Geschichte sich nur noch im Kreis dreht und so ist "Savin Grace"  für mich immer mehr abgeflacht. Natürlich wollte ich schon wissen, welches Ende Graces Geschichte nimmt, muss aber sagen, dass das Ende -meiner Meinung nach- dann doch sehr weit hergeholt war.

Alles in allem ein Psychothriller, der in meinen Augen ganz okay war, mich aber nicht vom Hocker gerissen hat. Schade eigentlich...

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thriller, psychothriller, tiergarten, psychothriller; spannung, andré kussmaul

Blut will Blut

André Kussmaul
E-Buch Text
Erschienen bei Fahrenheitbooks, 01.12.2016
ISBN 9783492982733
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hannah entdeckt bei einem Spaziergang mit dem Hund eine Leiche im Tiergarten in Berlin. Sie meint den Toten aus ihrer schrecklichen Vergangenheit, die sie mit drei ihrer Freundinnen durchstehen musste, zu kennen. Hannah stürzt, schlägt sich den Kopf an und als sie im Krankenhaus aufwacht und man ihr mitteilt, dass da keine Leiche ist, kann sie das kaum glauben. Auch ihre Mutter und ihre Freundin glauben ihr nicht wirklich. Hannah rückt nicht davon ab, dass sie ihren toten Peiniger im Tiergarten gesehen hat. Fortan versucht Hannah mehr über Kuon, so heißt der perverse Verbrecher, zu erfahren. Außerdem ist da noch die Schuld, die seit damals schwer auf ihren Schultern lastet, denn sie alleine hätte das damalige Verbrechen verhindern können....

Ich musste nicht lange überlegen, als ich die Rezensionsanfrage zu "Blut will Blut" bekommen habe und so habe ich ohne mit der Wimper zu zucken angenommen und ich bin sehr froh über meine Entscheidung!

"Blut will Blut" ist für mich ein Psychothriller, den ich sehr, sehr gerne gelesen habe. Der Thriller beginnt schon äußerst spannend und ich habe mir die wildesten Theorien über den vermeintlichen Toten, denn die Psychologin Hannah gesehen haben will gemacht. André  Kussmaul hat mich in kurzen, rasanten Kapiteln durch die Story geführt und die Sache wurde immer verzwickter.

Hannah selbst und drei ihrer Freundinnen wurden im Teenageralter von einem perversen Täter, der fürchterliche Dinge mit ihnen anstellte, in einem Keller gefangengehalten. Natürlich habe ich gerätselt, warum ausgerechnet Hannah an dem, was damals geschehen ist, Schuld haben sollte. Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich allerdings immer mehr raus, dass Hannahs Schuldgefühle nicht ganz unbegründet sein können.

André Kussmaul erzählt dem Leser nicht nur die Geschichte von Hannah, sondern auch die Versuche eines normalen Lebens ihrer drei Freundinnen, die mehr schlecht als recht gelingen. Hannah hat von damals nur noch zu Inga Kontakt, ihrer einzig verbliebenen Freundin. Außerdem scheint Hannah auch noch einen Stalker am Hals zu haben! Ist es Kuon, der mittlerweile aus der Haft entlassen wurde oer doch ein ganz anderer und wenn ja, wer? Das gilt es für den Leser und für Hannah herauszufinden und ich kann versprechen, dass das nicht ganz so einfach ist. Der Autor legt geschickt falsche Fährten, sodass man sich nie so ganz sicher ist, was denn nun Sache ist. Sowas liebe ich einfach und noch mehr gefällt mir, wenn ich erst spät auf den Täter komme! Das alles ist André  Kussmaul gelungen und so war "Blut will Blut"  für mich ein perfekter Psychothriller, mit einer logischen Aufklärung, die mir sehr, sehr gut gefallen hat!

Wer einen Psychothriller, der durchweg spannend ist, absolut keine Längen aufweist und immer rätselhafter wird, lesen will, ist mit "Blut will Blut" bestens beraten! Absolute Leseempfehlung!

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