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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

krimi, fantas, science-fiction, dystopi, steampunk

Der Hüter

Jasmin Jülicher , Jasmin Jülicher
Flexibler Einband: 328 Seiten
Erschienen bei Nova MD, 15.09.2017
ISBN 9783961114856
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Biota heißt die Stadt auf dem Meeresboden, die nach dem Großen Krieg gebaut wurde. Die Menschen dort, haben eine sichere Zuflucht, denn die Oberen haben dafür gesorgt, dass gewalttätige Tendenzen und Erinnerungen ausgelöscht wurden.

Alexander ist der oberste Hüter der Stadt und ermittelt mit der Biologin Nic zusammen in einem Mordfall, der so eigentlich gar nicht möglich sein dürfte. Eine fürchterlich entstellte Leiche taucht auf und das scheint erst der Anfang zu sein...

Steampunk, Fantasy und Krimi in einer Geschichte vereint-und was für eine!

Das Debüt von Jasmin Jülicher hat mich auf ganzer Linie überzeugt! Die hochspannende Story ist rasant und actiongeladen und weist zu keiner Zeit Längen auf!

Von Beginn an hat mich die Story gefesselt, was sicherlich auch daran liegt, dass ich eine Story in dieser Art noch nie gelesen habe! Mit Alexander und Nic sind Jasmin Jülicher zwei symphatische Protagonisten gelungen, die ich gerne durch die Story begleitet habe.

Bildgewaltig wird von der Autorin Biota und das ganze Drumherum beschrieben, sodass ich teilweise fast das Gefühl hatte, selber dort zu sein und tief versunken in der Story war!

"Der Hüter - Stadt der Tiefe" zeigt hier vorbildlich, dass Selfpublisher- Autoren viel mehr Beachtung geschenkt werden muss! Ich habe schon die ein oder andere Perle entdecken dürfen, wobei die Story um Biota zu einer der Besten gehört, was ich ganz klar und ohne zu übertreiben sagen kann!

Die Story ist zwar in sich abgeschlossen, jedoch wird es eine Fortsetzung geben, denn so ganz zu Ende erzählt ist das alles dann doch nicht... Gut für Fans von Steampunk, Dystopien, Krimi und Fantasy!

 Hier wartet ein echter Leckerbissen und deshalb vergebe ich auch gerne ein ganz großes Lob an  Jasmin Jülicher und natürlich eine absolute Leseempfehlung!

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Tags: dystopi, fantas, jasmin jülicher, krimi, steampunk   (5)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

koblenz, mord, polizist, 2017, traum

Freier Fall

Volker Dützer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei KBV, 15.08.2017
ISBN 9783954413829
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Enthält Spoiler zu Band eins "Der Schacht"!

Der zweite Fall für Ben Funke und Helen Stein!

Ben Funke wacht eines morgens neben seiner erschossenen Geliebten auf.Die Tote wurde mit Funkes Dienstwache ermordet. Funke kann sich zwar nicht mehr erinnern, ist sich aber sicher niemals Carola Wesseling ermordet zu haben. Kurzerhand lässt er die Leiche verschwinden und begibt sich auf eigene Faust auf die Suche nach dem Mörder. Allerdings ist ihm sein Feind, Berthold Kain, der Kriminalrat ist und die Ermittlungen leitet, auf den Fersen und der kann es gar nicht abwarten Funke zu stellen und als Mörder zu präsentieren

Währenddeseen jagt Helen Stein einen Serienmörder auf dessen Konto mutmaßlich sechs verschwundene Frauen gehen und begibt sich, ein Mal mehr, in große Gefahr!

Mein lieber Mann - was für eine Hetzjagd durch die spannende Story! Voker Dützer versteht es auch im zweiten Band um Helen Stein und Ben Funke den Leser von Anfang an ans Buch zu fesseln.

Ben Funke scheint sein Leben, nachdem er seine lange verschwundene Tochter, mit der Hilfe von Profilerin Helen Stein befreien konnte,wieder im Griff zu haben. Er ist eine neue Beziehung mit der verheirateten Carola Wesseling eingegangen und der Alkohol scheint auch nicht mehr sein größtes Problem zu sein. Umso geschockter ist er, als seine Geliebte tot neben ihm liegt, was ihn verständlicherweise aus der Bahn wirft. Fieberhaft versucht er die vergangenen Stunden zu rekonstruieren, was ihm nur schwer gelingt, denn offensichtlich hat er, mal wieder, zu viel getrunken. Wie kann das sein?

Helen Stein scheint schon, wie in Band eins, eine sehr toughe Profilerin zu sein. Allerdings sucht sie immer noch der letzte Fall heim, was sie allerdings nicht davon abhält, sich selbst auf der Suche nach einem irren Serienmörder in Gefahr und um Kopf und Kragen zu bringen. Der Charakter der Profilerin ist äußerst interessant und ich hoffe, bald noch mehr von ihr lesen zu dürfen.

Beide Ermittler sind symphatisch und authentisch gezeichnet. Das Team, dass beide um sich haben, scheint wie Pech und Schwefel zusammenzuhalten, auch gegen den äußerst unbeliebten Kriminalrat Kain, dem für eine erfolgreiche Karriere kein Mittel zu abwegig erscheint. Der Autor versteht es wunderbar, den Leser neugierig zu machen, warum zwischen Funke und Kain dieser glühende Hass, gerade auf Seiten des letztgenannten, besteht. Ein Thriller wäre kein Thriller, wenn nicht noch Ungeheuerliches aufgedeckt werden würde...

Volker Dützer jagt den Leser, zusammen mit Ben Funke und Helen Stein, durch eine mörderische und sehr actiongeladene Story, bei der ich ein paar Mal mit meinen Vermutungen komplett danebenlag. Auf den ersten Blick scheint auch nicht klar, ob und was der Serienmörder mit Carola Wesseling oder gar Ben Funke zu tun hat. Geschickt verwebt der Autor  beide Handlungsstränge bis zu, fulminanten Finale miteinander.

Das Ende...tja, lieber Volker Dützer, das lässt mich doch sehr auf einen nächsten Band hoffen, den ich sicherlich wieder sehr gerne lesen werde! Funke, Stein, Nora und Joker, der Labrador, sind mir doch sehr ans Herz gewachsen und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass deren Geschichten noch lange nich zu Ende erzählt sind! Gut so!

Von mir gibt es für den hochspannenden Thriller eine absolute Leseempfehlung!

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Tags: reih, thrille, volker dützer   (3)
 

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multiple sklerose, julia hubinger

Alles wie immer, nichts wie sonst

Julia Hubinger
Geheftet: 224 Seiten
Erschienen bei Eden Books, 07.09.2017
ISBN 9783959101240
Genre: Biografien

Rezension:

Als ich erfuhr, dass meine "Einblick"-Kollegin JuSu ein Buch schreibt, war mir klar, dass ich das unbedingt lesen musste, habe ich sie und ihre Familie doch schon kennenlernen dürfen.

Mich - und wahrscheinlich viele an MS-Erkrankte -  macht es immer ein bisschen traurig, manchmal auch ärgerlich, wenn über die Multiple Sklerose die wildsten Gerüchte kursieren. Nein, MS bedeutet nicht unbedingt und immer = Rollstuhl.

In "Alles wie immer, nichts wie sonst" erzählt uns Julia Hubinger über sich und ihre Familie und wie ihr Alltag mit der unheilbaren Krankheit aussieht.

Das Buch macht Mut, es ist authentisch, es klärt auf, es ist lustig, manchmal traurig und es ist rührend und bewundernswert wie sie und ihre Familie den Alltag zusammen meistern!

Ich habe schon einige Bücher über die multiple Sklerose gelesen und kann guten Gewissens sagen, dass "Alles wie immer, nichts wie sonst" eines der Besten, auf alle Fälle eines der Ehrlichsten ist!

Ich kann das Buch nur allen Erkrankten und auch nicht Erkrankten nur wärmstens ans Herz legen! Es gibt immer einen Weg, natürlich manchmal mit einigen Kurven, die trotzdem zum Ziel führen,  wie uns Julia Hubinger mit ihrer Geschichte zeigt!

Wer noch mehr von Julia Hubinger lesen möchte, sollte auch mal auf ihrem tollen Blog - Mama Schulze - vorbeischauen! Es lohnt sich!

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Tags: julia hubinger, multiple sklerose   (2)
 

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thriller, entführung, berlin, mord, rache

Der Totensucher

Chris Karlden
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 18.08.2017
ISBN 9783746633428
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit "Der Totensucher" habe ich mein erstes Buch von Chris Karlden gelesen und ich war sehr gespannt, ob mich der Autor mit dem Thriller, der mich nach Klappentext sehr neugierig gemacht hat, überzeugen kann.

Mit Adrian Speer betritt ein neuer, symphatischer und charismatischer Ermittler die Bühne. Zwei Jahre zuvor wurde seine Tochter Lucy, damals elf Jahre alt, entführt und Adrian suspendiert. Nun gib es eine neue Ermittlergruppe für besonders schreckliche Gewaltverbrechen, der Speer nun zugehörig ist. Mit seinem neuen Partner Bogner ermittelt er nun in einem Fall, bei dem eine schrecklich zugerichtete Leiche in einer alten Fabrikhalle gefunden wird. Tags drauf wird schon die nächste Leiche entdeckt, die nach dem selben Muster getötet wurde. Auf dem Handy des Opfers befindet sich ein neues Foto der damals entführten Lucy....

Mit "Der Totensucher" schickt Chris Karlden seine Leser auf ein Katz-und Maus-Spiel der besonders spannenden Art.

Adrian Speer macht sich Vorwürfe, weil er nicht verhindern konnte, dass seine Tochter, aus der Wohnung heraus, entführt wurde. Daran ist auch seine Ehe mit seiner Frau Franziska, die Profilerin beim BKA war, zerbrochen. Adrian gibt aber nicht auf und hat es sich zur Aufgabe gemacht, seine Tochter leben zu finden und zurückzubringen. Als er das Foto seiner Tochter entdeckt, schöpft Speer natürlich sogleich neue Hoffnung und macht sich fieberhaft und teilweise sogar mit Alleingängen auf die Suche seiner Tochter. Dabei muss er in tiefe Abgründe blicken, die nur schwer erträglich sind, malt sich die schlimmsten Dinge aus, die mit seiner Tochter geschen sein könnten Kann es wirklch sein, dass die aktuellen Morde irgendetwas mit Lucy und ihrer Entführung zu tun haben?Warum und wie häng das alles zusammen?

Der Autor versteht es den Leser an die Story zu fesseln. Immer mal wieder gibt es Rückblenden in Adrians Leben und ich konnte sein Handeln sehr gut nachvollziehen. Chris Karlden spart auch nicht mit Cliffhangern am Ende des Kapitels und der Leser muss außerdem mit zahlreichen Wendungen rechnen, die den Spannungsbogen durchweg aufrecht erhalten und, je näher man der Auflösung kommt, noch steigert!

Das Ende der Story.?Hmmm.. ich will es mal so beschreiben: man sieht einen spannenden Film und dann scheint es, als ob jetzt etwas bahnbrechendes geschieht....  Zack-Fortsetzung folgt!

Zwischen Cliffhangern und mir besteht so eine Art Hassliebe, allerdings hat es Chris Karlden geschafft, dass ich nun sehnlichst auf den zweiten Band um Speer und Bogner warte! Ich hätte gerne etwas mehr von Franziska gelesen und erfahren aber wie schon gesagt, da kommt noch was!

Fazit: "´Der Totensucher" hat mir hochspannende Lesestunden beschert und noch eine Reihe, die ich sehr gerne weiterverfolgen werde! Hoffentlich bald...

Absolute Leseempfehlung!

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Tags: chris kalden, reihe, thriller   (3)
 

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thriller, wulf dorn, horror, mystery, die kinder

Die Kinder

Wulf Dorn
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 04.09.2017
ISBN 9783453270947
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich verzichte hier auf eine eigene Inhaltsangabe,denn der Klappentext ist mehr als ausreichend.

Wer die Bücher von Wulf Dorn kennt, wird festgestellt haben, dass der Autor viele verschiedene Facetten hat. Wir haben Fahlenberg und die Waldklinik kennengelernt, "Mein böses Herz" - einen Jugendthriller und mit "Die Nacht gehört den Wölfen" konnten sich die Leser überzeugen, dass Dorn auch wunderbar das Genre Roman kann, jedoch nicht ohne Gänsehaut bei der Leserschaft zu erzeugen.

Dieses Buch würde ich persönlich dem Genre Horror-Thriller zuweisen.

In seinem neuesten Werk hält Dorn seinen Lesern schonungslos den Spiegel vor und macht bildgewaltig und schockierend klar, dass jede Generation mit ihrem Handeln und ihren Entscheidungen verantwortlich für die Nächste ist, die nächste Generation - unseren Kindern. Den Kindern, die keine Entscheidungsgewalt haben und darauf vertrauen müssen, dass ihre Eltern das Richtige tun und ihnen eine möglichst heile Welt zurücklassen.

Wenn man so die Schlagzeilen liest, wird einem schnell klar, dass es nicht nur fünf vor Zwölf für unsere Welt ist, sondern gefühlt nur wenige Sekunden bleiben, das Ruder herumzureißen, was allerdings nur im Kollektiv möglich wäre. Deshalb sind wir geschockt über einen weiteren Terroranschlag, einen weiteren Umweltskandel, gewaltige Natureskapaden und uns tun die Kinder leid, die mit Arbeit ausgebeutet werden, die Hunger leiden müssen während andersdwo auf der Welt über 200 Millionen für einen Fussballspieler gezahlt wird. Wir sind schockiert über eine weitere Kinderleiche, die einem Mord, Misshandlung und/oder einem Missbrauch zum Opfer gefallen ist. Danach gehen wir zum Tagesablauf über und sind froh, dass es nicht unser eigenes Kind war....

In "Die Kinder" muss die Karrierefrau Laura Schrader erleben, was passieren kann, wenn es einfach genug ist! Die verletzte Frau wird aus einem Unfallauto geborgen, im Kofferraum eine Leiche. In dem Dorf aus dem sie zu kommen scheint, sind sämtliche Bewohner verschwunden und so fragt man sich natürlich wohin. Der Psychologe Robert Winter bekommt eine unglaubliche Geschichte über den Hergang der Geschehnisse zu hören, die sich bis zur erschreckenden Auflösung durch den Roman ziehen und teils für mich nur schwer zu ertragen waren und mir eine dicke Gänsehaut beschert haben, erschrocken über die Dinge, die überall auf der Welt so oder so ähnlich tatsächlich geschehen und als würde ich zum ersten Mal davon hören.

Ich habe "Die Kinder" in einem Rutsch verschlungen. Nach der spannenden Lektüre blieb Nachdenklichkeit, tatsächlich ein schlechtes Gewissen und ein Dank an Wulf Dorn für den mahnenden Hinweis, dass das Wort "Emergenz" eine mögliche Lösung wäre, was eigentlich glasklar sein sollte und den Menschen leider trotzdem nicht gelingt.

Fazit: "Die Kinder" ist kein "Who-done-it-Thriller" wie er vielleicht von dem Autoren erwartet wird, sondern eine erschreckende und mahnende Story, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man es erträgt den Spiegel vorgehalten zu bekommen!

Hätte mir jemand "Die Kinder" zum Lesen gegeben und ich hätte nach der Lektüre den Autor erraten müssen, hätte ich wahrscheinlich ohne mit der Wimper zu zucken auf Stephen King getippt!

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Tags: horror, mystery, thriller, wulf dorn   (4)
 

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thriller, chris carter, mord, los angeles, hunter

Death Call - Er bringt den Tod

Chris Carter , Sybille Uplegger
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.08.2017
ISBN 9783548289526
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Tanya Kaitlin bekommt einen Videoanruf ihrer besten Freundin., die gefesselt und geknelbelt auf einem Stuhl sitzt. Eine unheimliche Stimme erzählt Tanya, dass sie die Chance hat ihre Freundin zu retten, wenn sie ihm zwei einfache Fragen beantwortet, was von vorneherein schon zum Scheitern verurteilt ist. Die Frau wird bestialisch ermordet - somit werden Robert Hunter und Carlos Garcia mit dem Fall beauftragt...

Wieder ein hochspannender Pageturner aus der Feder des Thrillerkönigs Chris Carter!

Dieses Mal haben es Hunter und Garcia mit einem Serienmörder zu tun, der gerne Spiele spielt und seine Opfern in den sozialen Netzwerken aussucht. Anhand welcher Kriterien ist völlig offen, was es den beiden Detectives vom LAPD nicht gerade einfacher macht.

Einmal mehr gelang es Chris Carter mich von Beginn an an den Thriller zu fesseln. Wie von dem Autoren gewohnt, versteht er es wunderbar die Enden der Kapitel offen und spannend zu halten, sodass man gar nicht anders kann, als weiterzulesen. Die Hunter und Garcia Thriller sind für mich das beste Beispiel von" Ich-will-das-Buch-ganz-schnell-beenden/Ich-will-nicht-dass-es-schon-vorbei-ist". Eine durchgelesene Nacht und ich hatte das Buch beendet!Hurra und schade eigentlich...

Ich habe alle Bände der Reihe gelesen und bei noch keinem einzigen ist es mir gelungen, den Täter vorher zu entlarven! Deswegen liebe ich ja diese Thriller so sehr. Am Ende kommt dann dieser Aha-Effekt und ich muss mir dann auch nicht vorwerfen, dass ich eigentlich darauf hätte kommen müssen  - es ist mir schlichtweg unmöglich!

Eine einzige offene Frage treibt mich allerdings um.... Allerdings kann ich diese hier nicht formulieren ohne zu spoilern und deshalb werde ich eben weitergrübeln oder eben noch mal lesen.

Ich weiß nicht, was ich weiter zu diesem Thriller schreiben kann, ohne mich hier zu überschlagen, deshalb - lesen,lesen,lesen! Chris Carter spielt in einer ganz anderen Liga der Thrillerautoren und jetzt freue ich mich wieder auf den nächsten Fall von Hunter und Garcia! Nach Carter ist vor Carter!

Wie in bisher allen Bänden gibt es von mir eine Warnung an magenschwache und etwas zartbesaitetere Leser und eine absolute Leseempfehlung für alle Thrillerfans und die, die es werden wollen! Wer Carter nicht gelesen hat, hat was verpasst!

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Tags: chris carter, robert hunter und carlos carcia, thriller   (3)
 

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westerwald, voker dützer, reihe, entführung, koblenz

Der Schacht

Volker Dützer
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei KBV, 10.10.2016
ISBN 9783954413164
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

LKA-Profilerin Helen Stein wird nackt auf einem Parkplatz auf einer Autobahnraststätte gefunden. Die Frau war drei Tage lang in der Hand eines Serienmörders, der schon mehrere junge Frauen ermordet hat. An die Zeit der vergangenen 36 Stunden hat sie keinerlei Erinnerungen.
Unter ihrem Protest versetzt ihr Chef sie in eine kleine Polizeidirektion im Westerwald, wo kurz darauf auch eine Mädchenleiche gefunden wird....

Ich habe bereits "Nexx-Die Spur" von Volker Dützer lesen dürfen. Da mir der Thriller sehr gut gefallen hat, musste ich nicht lange überlgen als mir "Der Schacht" zur Rezension angeboten wurde.
"Der Schacht" ist der Auftakt zu einer Reihe um die Profilerin Helen Stein und dem, etwas schwierigen und bärbeißigen Ermittler, Ben Funke.

Als Helen im Westerwald ankommt, ist sie sich sicher nicht länger als notwendig dort zu bleiben. Untermauert wird ihre Entscheidung, als sie auf ihren neuen Chef Ben Funke trifft.

Funke ist auf dem besten Wege zum Alkoholiker, lebt in einem ziemlich runtergekommenen Wohnwagen und macht es Helen nicht leicht mit ihm zusammenzuarbeiten. Funkes drohende Alkoholsucht hat einen Grund. Seine Tochter Nora ist vor einem Jahr verschwunden und er selbst hat schlimme Schuldgefühle, denn sie verschwand plötzlich und von einem auf den anderen Moment unter seiner Obhut.

Helen Stein ist sich sicher, dass der "Maskenmann", ihr Peiniger ihr in den Westerwald gefolgt ist, um sein Werk zu vollenden. Um sich endlich an die Zeit ihres Martyriums erinnern zu können, nimmt sie Therapiestunden bei dem ansässigen Therapeuten Kaminsky und tatsächlich scheint es ihm zu gelingen, dass Helen sich langsam wieder erinnert.

Genug zur Story! Volker Dützer gelingt mit "Der Schacht" ein spannender und starker Auftakt zu der Reihe um Funke und Stein. Eigentlich mag ich es nicht sonderlich, wenn das Privatleben der Ermittler viel Raum in einem Thriller einnimmt, jedoch war es bei "Der Schacht" ganz anders. Sowohl Helen Steins als auch Ben Funkes Privatleben ist sehr spannend und unerlässlich für den Fall, den die beiden Ermittler bearbeiten.

Der Charakter Ben Funke war mir anfangs alles andere als symphatisch, Er scheint nicht sonderlich in seiner Arbeit aufzugehen und erweckt den Eindruck des Duckmäusers, gerade vor dem Ortsbürgermeister Haffner scheint er fast zu kriechen, denn dieser setzt ihn mehr oder weniger unter Druck nach seiner Pfeife zu tanzen. Im Laufe der Story wird allerdings klar, warum sich Funke so verhält und von Kapitel zu Kapitel konnte ich Funke besser verstehen und gerade er ist es, der mir unheimlich ans Herz gewachsen ist.

Ganz anders die Profilerin Stein. Sie selbst hat auch keine einfache Vergangenheit und nichts ist ihr wichtiger als den "Maskenmann" endlich zu entlarven und zur Strecke zu bringen,. Es ist auch Helen Stein, die Funke immer wieder antreibt sich zusammenzureißen. Sie schert sich nicht wirklich um die Anweisungen von "ganz oben" und ist nahezu besessen von dem unheimlichen Killer.

Die Charaktere Stein/Funke sind von Volker Dützer gut ausgearbeitet und erscheinen authentisch und sehr interessant.

Der Thriller weist zu keiner Zeit Längen auf und die Spannungskurve wird von dem Autoren stetig angezogen, Selbst als der Täter entlarvt war, gab es noch kein Durchatmen und das Mirfiebern war noch lange nicht vorbei!

"Der Schacht" ist actionreich und gerade im letzten Drittel so spannend, dass meine Fingernägel wieder mal leiden mussten. Ich liebe solche Thriller, genau nach meinem Geschmack und ich kann es kaum abwarten "Freier Fall", der zweite Band um Funke und Stein, in den Händen zu halten, denn ich muss dringendst wissen, wie es mit den beiden Ermittlern weitergeht.

Kriminalroman steht auf dem Buch, Thriller ist drin! Allzu lange wird es nicht mehr dauern, bis mir auch der zweite Thriller zum Opfer fallen wird und so gebe ich eine absolute Leseempfehlung! Unbedingt!

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Tags: auftakt, kriminalroman, reihe, thriller, voker dützer   (5)
 

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

roman, 2017, hollie overton, entführung, thriller

Babydoll

Hollie Overton , Marie-Luise Bezzenberger
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.05.2017
ISBN 9783442205202
Genre: Romane

Rezension:

Lily Riser wurde entführt. Nach acht Jahren gelingt ihr mit ihrer kleinen Tochter Sky, nur mit einem Schlafanzug bekleidet, die Flucht vor ihrem Peiniger, der auch der Vater ihrer Tochter ist.

Sogleich macht sie sich auf zu ihrem Elternhaus zu ihrer Zwillingsschwester und ihrer Mutter. Lily muss feststellen, dass ihr Vater mittlerweile tot ist und sich auch sonst Vieles verändert hat, was ein "normales Leben" fast unmöglich macht.

In der Zwischenzeit plant ihr Entführer im Gefängnis bereits die Bestrafung seiner Babydoll...


Der Roman erzählt die Geschichte eines Entführungsopfers, nachdem ihr Martyrium eigentlich beendet sein sollte. Lily hat es in ihrem freien Leben nicht einfach. Ihrer kleine Tochter vermisst ihren Vater, den Entführer Rick. Das Mädchen kennt nichts anderes als Gefangenschaft und so hat das Kind große Probleme in ihrem nun vermeintlichen normalen Leben.
Die Entführung hat natürlich bei Lily selbst, aber auch bei ihrer Familie tiefe Spuren hinterlassen. Was wäre gewesen,wenn damas dieses oder jenes anders verlaufen wäre? Ihre Zwillingsschwester Abby gibt sich selbst die Schuld an der Entführung Lilys, denn das letzte Mal, als die beiden sich gesehen haben, gab es einen dummen Streit. So zerfließt Abby fast in Selbstvorwürfen und setzt alles daran, ihren "Fehler" wieder gutzumachen.

Wer hier einen Thriller erwartet liegt mit "Babydoll" vollkommen falsch. Hollie Overton gewährt uns einen Einblick in die Köpfe der Opfer. Nicht nur Lily musste leiden, sondern ihre gesamte Familie und Freunde. Es geht eben nicht alles ganz normal weiter, was gewiss auch nicht möglich ist. Einfühlsam schildert die Autorin die Qualen, gerade in den Gedanken, der Familienmitglieder und Freunde, was man bei der Lektüre versucht zu verstehen und sich zu fragen beginnt, ob man selber vielleicht auch so gehandelt hätte.

Ich kann mich erinnern, welche Anfeindungen Natascha Kampusch über sich ergehen lassen musste, dabei hat meiner Meinung nach niemand das Recht, sich ein Urteil über die junge Frau erlauben zu dürfen. Das nur am Rande...

Die Story ist spannend und einfühlsam erzählt, allerdings musste ich schon dann und wann mal durchatmen, denn durch den wunderbaren Schreibstil der Autorin fiel es leicht, sich in Lily hineinzuversetzen.

Das Ende hat mich etwas schockiert, denn damit habe ich so nicht gerechnet und so hat mich die Autorin eiskalt erwischt.

Wer den ruhigen Spannungsroman bevorzugt, empfehle ich "Babydoll" allerwärmstens. Mir hat der Roman sehr gut gefallen und so komme ich nicht umhin eine absolute Leseempfehlung zu geben. Ich bin gespannt, was wir von Hollie Overton noch erwarten dürfen!

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Tags: roman   (1)
 

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203 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 126 Rezensionen

thriller, serienkiller, spannung, berlin, psychopath

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Mit Targa Hendricks lernen wir  eine recht ungewöhnliche Ermittlerin kennen. Sie lebt mit ihrem Hund in einem VW-Bus und ist dreißig Jahre alt. Als Baby wurde sie mit ihrer Zwillingsschwester Yella ausgesetzt. Yella ist erfroren, Targa hat durch die Kälte einen Zeh einbüßen müssen und ihrer Mutter hat sich umbegracht.

Targa ist Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit im BKA Berlin, hat keinerlei Angst, keine Gefühle, keine Familie, keine Freunde

Der Hochschuldozent Falk Sandman ist besessen von den letzten Worten Sterbender, allen voran seinen Opfern, die er auf perverse Art und Weise umbringt. Targa soll sich Sandman nähern, sein Vertrauen gewinnen und ihn letztendlich zur Strecke bringen.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich vor "Targa-Der Moment, bevor du stirbst" noch nichts von B.C. Schiller gelesen habe, es aber weit oben auf meiner Liste stand. Warum also nicht sofort mit dem Auftakt zu einer neuen Reihe des Autorenduos starten?

Ich hatte etwas Schwierigkeiten in die Story zu finden. Eine Ermittlerin wie die Figur der Targa Hendricks ist mir bis Dato noch nicht begegnet, was ich sehr interessant fand. Endlich mal ein ganz ungewöhnlicher Charakter, mit dem ich dennoch irgendwie nicht warm wurde. Im Laufe der Story lernt man Targa allerdings besser und besser kennen und kann, zumindest teilweise, ihr Tun nachvollziehen, ob sie dem Leser dadurch symphatisch(er) wird, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Mit Falk Sandman verhält es sich da schon anders. Ein Serienkiller, der sich für unbesiegbar hält und Frauen magisch anzuziehen scheint. Für ihn so ein Leichtes seine Opfer zu finden, ihr Vertrauen zu gewinnen und letztendlich umzubringen um ihre letzten Worte aufzunehmen, was die Motivation seiner Taten ist.

Es hat mir sehr gut gefallen, dass der Täter von Anfang an feststand. Solche Thriller liebe ich sehr, denn mir gefällt es ein bisschen "in den Kopf" des Täters zu sehen. Was ich da allerdings zu sehen bekam, war nichts Neues. Schwere Kindheit, was ja oft sehr gerne als Aufhänger für irre Serienkiller verwendet wird. 
 
Der Thriller kam für meinen Geschmack nur schwer in Gang bevor er spannend wird. "Targa"  hat mich zwar gut unterhalten, dennoch nicht zu 100% überzeugt. Zwischen Täter und Ermittlerin entwickelt sich ein Psychospiel, was durch den Charakter von Targa sehr interessant zu verfolgen war und mich zum Weiterlesen animiert hat.

Dennoch kam die Story für meinen Geschmack zu schwer in Gang und war mir teilweise zu langatmig und von allem ein bisschen "too much" und schwer nachvollziehbar.
 
Alles in allem hat es Spaß gemacht den Thriller zu lesen, obwohl mir die Spannung etwas gefehlt hat.

Trotzdem werde ich an der Serie dran bleiben, denn so ganz habe ich mit Targe Hendricks nicht abgeschlossen und ich bin schon neugierig, wie sich die Reihe entwickeln wird.

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Tags: reihe, reihenauftakt, thriller   (3)
 

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rache, mord, zucker, kolumbien, stevia

Blutzucker

Leif Tewes
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Größenwahn Verlag, 15.03.2017
ISBN 9783957711328
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Mit "Blutzucker" legt Leif Tewes einen Thriller mit einem äußerst interessanten Thema vor!

Zucker in Lebensmitteln. Man findet ihn überall, manchmal zwar sehr gut versteckt und trotzdem immer da. Was wäre nun, wenn -  wie in dem Thriller beschrieben - Menschen absichtlich durch zu viel Zuckerkonsum krank gemacht werden sollen? Erschreckend! Fiktion oder längst schon durch irgendwelche Machenschaften real?

"Blutzucker" hat mir von Anfang an sehr gut gefallen! In einer spannenden Story verpackt stellt uns der Autor vor die Frage, ob wir eigentlich so genau wissen, was wir da eigentlich essen.

Zuckerersatzstoffe, wie in light Produkten werden oft verharmlost. Ob diese Stoffe aber wirklich so "gesund" sind, wie sie zum Teil angepriesen werden, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Der Konzernmanager Meininger möchte Menschen durch versteckten Zucker krank machen. Natürlich steckt da eine Idee dahinter, wie sie widerlicher nicht sein könnte. Die Lebensmittelfirma WorldFood hat einen Pharmakonzern für Diabetesmedikamente  aufgekauft. Nun muss man nur noch eins und eins zusammenzählen. Hilfe erhofft sich Meininger von dem Lebensmittelchemiker Paul Hartmann, der eine schwierige Vergangenheit hinter sich hat.....

Leif Tewes hat ausgezeichnet recherchiert und mich selbst zum googeln gebracht. "Blutzucker" ist ein rasanter und spannender Thriller, der alles beinhaltet, was zu einem guten Thriller gehört und bei dem man auch noch etwas lernt!

Ich möchte zur Story selbst eingentlich gar nichts mehr erzählen. Erstens möchte ich die Spannung nicht nehmen und zum Zweiten denke ich, dass sich jeder so seine eigenen Gedanken zum Storyverlauf und zu diesem hochbrisanten Thema machen sollte. Leif Tewes lädt mit seinem Roman Noir gerne dazu ein!

Fakt ist, dass mich "Blutzucker" sehr gut unterhalten hat, mir noch ein bisschen mehr die Augen geöffnet hat und mich - auch nach Beenden der Geschichte -  sehr nachdenklich gemacht hat. So wird mir der Thriller lange Zeit bestens im Gedächtnis bleiben und natürlich gebe ich eine absolute Leseempfehlung!

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Tags: leif tewes, thriller   (2)
 

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86 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

thriller, psychothriller, mord, münchen, clara weiss

Ich will brav sein

Clara Weiss
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.06.2017
ISBN 9783442486045
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Studentin Juli findet in München ein Zimmer in einer Dachwohnung bei der Schauspielerin Greta. Die beiden Frauen sind sich zunächst symphatisch, allerdings geschehen plötzlich seltsame Dinge. Juli findet auf dem Dachboden eine Leiche, ihre beste Freundin verscheindet von jetzt auf gleich und Greta benimmt sich auch höchst seltsam...

Ich habe schon das Debüt "Milchsblut" von Clara Weiss verschlungen und so freute ich mich natürlich sehr auf ihren zweiten Thriller. "Ich will brav sein"  ist ein Psychothriller, der genau meinen Geschmack trifft. Seltsame Dinge geschehen, die Juli nicht und der Leser schon gar nicht versteht und so beginnt das Ratespielchen und eine spannende Story!

Greta war mir auf anhieb irgendwie unsymphatisch. Die Gute scheint einen Putzzwang zu haben und auch sonst scheint sie ein sehr schwieriger Charakter zu sein. Juli wird auch von einem Gemüsehändler mit kryptischen Andeutungen vor Greta gewarnt, nimmt das aber erst mal nicht ernst. Allerdings beschleicht auch Juli das Gefühl, dass mit Greta irgendwas nicht stimmt und sie ihr nicht wohlgesonnen ist, obwohl dazu eigentlich gar kein Grund besteht. Sehr seltsam das alles...

Genug zur Story! "Ich will brav sein" hat mich, wie schon "Milchsblut" von Beginn an gefesselt. Ich liebe Psychothriller, in deren Handlung erst mal ziemlich undurchsichtige Dinge geschehen und ich liebe es mitzurätseln.

Clara Weiss hat einen sehr bildhaften Schreibstil und bei ihrer Beschreibung zu dem heißen Wetter, das in München herrscht, hab ich fast selbst Schweißausbrüche bekommen. Die Autorin hält dem Leser ab und zu mal Häppchen vor die Nase, die - ich zumindest - erst mal nicht greifen konnte. Ich habe mich auch ertappt, dass ich mich fragte, wie die Autorin aus dieser Nummer wieder rauskommen will und war so gespannt auf die Auflösung, dass ich das Buch irgendwann nicht mehr beiseite legen konnte!

Was soll ich sagen? Damit hatte ich so nicht gerechnet! Alles fügt sich zusammen und so beglückt uns die Autorin mit einem überraschenden, letzendlich aber logischen Ende!

Final kann ich nur sagen, dass ich mich auf Buch Nummer drei von Clara Weiss freue und sie wohl in mir eine neue Stammleserin gefunden hat!

Deshalb - absolute Leseempfehlung!

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Tags: psychothriller   (1)
 

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43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

freundschaft, entführung, hass, neid, psychothriller

WO IST JAY?

Astrid Korten
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Independently published, 18.05.2017
ISBN 9781521310021
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eines Tages verschwindet Jay spurlos. Keiner ihrer Freunde macht sich irgendwelche Gedanken. Jay wird schon wiederkommen. Noch nicht mal ihr Ehemann ist großartig beeindruckt. Nur Mia, Jays beste Freundin setzt alle Hebel in Bewegung um ihre Freundin zu finden.

Wow! Astrid Kortens neuester Psychothriller hat es in sich. Wenn man Freunde hat, braucht man manchmal keine Feinde mehr...

Mia ist beunruhigt als ihre Freundin Jay nach einem Girlfriend-Wochenende spurlost verschwindet. Zumal eine ermordete Frau im Stadtgarten gefunden wurde, die Jay sehr ähnlich sieht.

Mia, Jay und ihre Clique treffen sich regelmäßig und scheinen auf den ersten Blick allerbeste Freunde zu sein. Im Laufe der Story kristallisiert sich allerdings heraus, dass einige Freunde, zum Erstaunen Mias, Jay gar nicht so wohlgesonnen sind. Neid, Eifersucht und auch Liebe spielen in dem Psychothriller eine große Rolle und als Leser fängt man irgendwann an selbst seine Freundschaften zu hinterfragen.

Mia kann sich einfach nicht vorstellen, dass Jay einfach fortgegangen ist und ihre Familie, vor allem die beiden Kinder, einfach so verlassen hat. Sie bekniet Jays Ehemann zur Polizei zu gehen, beginnt die Wege, die Jay vor ihrem Verschwinden gegangen sein könnte zu rekonstruieren und steht damit ziemlich alleine da. Was ist mit Jay passiert? Mia meint auch in irgendeiner Form verfolgt zu werden, kann das allerdings nicht mit Sicherheit behaupten. Immer wieder versucht Mia ihre Freunde zu mobilisieren Jay zu suchen, die wollen allerdings davon so gar nichts wissen. Im Gegenteil, sie beginnen sogar zum Teil Mia deswegen anzufeinden, allen voran ihr eigener Ehemann.

Ich durfte bisher alle (Psycho)Thriller der  Autorin lesen und muss sagen, dass Astrid Korten von Buch zu Buch besser wird. "Wo ist Jay?" basiert auf Tatsachen und wurde von Astrid Korten sehr spannend und etwas verzwickt, allerbeste Psychothrillermanier eben, in ihrem Buch ausgearbeitet.

Die Charaktere sind authentisch gezeichnet. Unterschiedliche Charaktere die mit ihren Eigenschaften von naiv bis rätselhaft und symphatisch und unsymphatisch sehr lebhaft daherkommen.

Der Thriller baut sich langsam auf, wird immer spannender und endet in einem rasanten Finale, das ich so nicht erwartet habe. Ich habe diese Wendung noch nicht mal geahnt, denn die Autorin versteht es vorzüglich sich so lange bedeckt zu halten, bis die Geschehnisse einem fast den Boden unter den Füßen wegreißen!

Was soll ich noch sagen? Spannend mit einem mehr als überraschenden Ende und so gibt es von mir für "Wo ist Jay?" eine absolute Leseempfehlung.Außerdem wird sich der Psychohriller in meiner persönlichen Highlightliste einreihen! Unbedingt lesen!

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Tags: astrid korten, psychothriller   (2)
 

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17 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familie, roman, drama

Dead Letters – Schwestern bis in den Tod

Caite Dolan-Leach , Marie Rahn
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 16.06.2017
ISBN 9783548288987
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ava und Zelda sind Zwillingsschwestern. Die ganze Familie scheint dem Alkohol mehr oder weniger verfallen zu sein. Die Eltern der Schwestern besitzen ein Weingut das mehr schlecht als recht läuft. Die Mutter der Schwestern ist nicht nur Alkoholkrank sondern auch dement, der Vater hat die Familie verlassen.
Ava lebt mittlerweile in Frankreich und hat ihrer Familie den Rücken gekehrt. Eines Tages erhält Ava die Nachricht, dass Zelda ums Leben gekommen ist und reist nach Hause. Seltsamerweise erhält Ava rätselhafte eMails von Zelda, die nach ihrem Tod verfasst sind....

Bei "Dead Letters" handelt es sich um einen Familienroman, der Geheimnisse aufdeckt, die der Protagonistin Ava überhaupt nicht schmecken.

Zelda ist (angeblich) in einer Scheune verbrannt, jedoch kann Ava das nicht glauben, bekommt sie doch noch - mehr oder weniger - kryptische Nachrichten von Zelda. Ava ist mit dem Leben und der Arbeit, die hinter dem Weingut und der Pflege der Mutter steckt vollkommen überfordert. Ihre Mutter fordert viel Aufmerksamkeit und zudem hält sie Ava auch noch für die tote Schwester Zelda.

Nach und nach deckt Zelda in ihren Briefen und eMails Wahrheiten über die Familie auf, die natürlich wehtun und die Ava mur schwer verdauen kann.

Bei "Dead Letters" handelt es sich um einen Roman über Eifersucht, Neid, Hass und jeder Menge Geheimnisse . Beim Lesen des Romans wusste ich manchmal nicht, wem ich denn nun glauben sollte -Ava oder Zelda. Wie kann Zelda überhaupt eMails senden, wenn sie tot ist. Steckt dahinter ein ausgeklügelter Racheplan oder ist sie wirklich tot und wenn ja, wer schickt Ava diese Nachrichten und warum?

Avas Fortgehen von dem Weingut kam nicht von ungefähr. Sie hatte Gründe für ihr Handeln. Ob diese Gründe nun gut oder eher unzureichend für das Weggehen waren, muss der Leser selbst entscheiden. Ich für meinen Teil war hin und hergerissen und ich habe lange darüber nachgedacht.

"Dead Letters" ist kein Roman, den man einfach mal so weglesen kann, denn um die ganze Tragweite zu erfassen, erfordert der Roman aufmerksames Lesen. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich diese ewige "Weintrinkerei" im Laufe der Story furchtbar genervt hat. Der Alkohol nimmt eine Menge Raum ein und das nicht nur, weil die Familie ein Weingut besitzt. Zu allen guten oder schlechten Gelegenheiten wird eine Flasche aufgemacht und meist auch gleich ausgetrunken. Diese ständige Wiederholung wurde mir irgendwann etwas zu viel.

Ansonsten ist "Dead Letters" ein sehr interessanter und auch spannender Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.

Wer Familiengeheimnisse, verpackt in einer rätselhaften Geschichte mag, ist bei "Dead Letters" genau richtig! Somit kann ich eine Leseempfehlung aussprechen!

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Tags: roman   (1)
 

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304 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 134 Rezensionen

thriller, jonas winner, murder park, vergnügungspark, freizeitpark

Murder Park

Jonas Winner
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2017
ISBN 9783453421769
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Zodiac Island ist ein beliebter Freizeitzpark bis dort drei fürchterliche Morde geschehen. 20 Jahre später soll der Park unter dem Namen "Murder Park" neu eröffnet werden. Dieses Mal jedoch, ist die Hauptattraktion ein Spiel, das wahrhaft Angst macht. Vor der endgültigen Eröffnung werden zwölf ausgewählte Personen, die über den Park berichten sollen, auf die Insel eingeladen. Drei Tage sollen sie dort verbringen und das Morden beginnt....

Mit Spannung und Vorfreude habe ich auf den neuesten Thriller von Jonas Winner gewartet. Sein Thriller "Die Zelle" hat mich schwer begeistert und so hatte ich natürlich hohe Erwartungen.

Zodic Island ist ein Vergnügungspark, der bei Familien mit Kindern sehr beliebt ist. Ein Killer geht um und ermordet drei alleineerziehende Mütter, worauf der Park geschlossen wird.

Nach 20 Jahren wird Paul Greenblatt und elf weitere Personen auf die Insel, in den Murder Park, eingeladen. Die Personen wurden mit einem Psychologen, der im Vorfeld Gespräche mit den Eingeladenen geführt hat, ausgewählt. Auffällig ist, dass alle Personen mit Zodiac Island in der Vergangenheit direkt oder indirekt zu tun hatten. Als den Leuten eröffnet wird, dass der Murder Park Singles zusammenbringen soll, indem sie in einem Spiel den "Killer" finden sollen, sind diese eher skeptisch. Einge von den Eingeladenen scheinen mehr zu wissen als Andere. Plötzlich geschieht ein Mord und keiner traut mehr dem Anderen. Gehört das nun zum Spiel oder ist es die Realität?

Mich hat der Thriller von Beginn an in den Bann gezogen und so habe ich "Murder Park" in einem Rutsch gelesen. Der Autor versteht es, seine Leser, wie auch seine Protagonisten dermaßen zu verwirren, dass diesen Hören und Sehen vergeht. Ich kann den Autoren fast sehen, wie er beim Schreiben diebisch gekichert und sich die Hände gerieben hat!

Das Thema des Murder Parks hört sich sehr spannend an, jedoch wird bald klar, dass das alles fast wie eine makabere Huldigung des damaligen und gefassten Täters Jeff Bohners anmutet. Mehr möchte ich zur Story gar nicht schreiben, denn ich möchte die Spannung nicht verderben.

"Murder Park" hatte eine unglaubliche Sogwirkung auf mich. Jonas Winner versteht es die Stimmung und die Ängste der Figuren so gut rüberzubringen, dass ich beim Lesen dann und wann schon mal über meine Schulter schauen musste um nachzusehen, ob ich noch alleine bin. Ich konnte mir, dank der bildhaften Beschreibung des Autoren, die Örtlichkeiten und auch die Personen sehr gut vorstellen und auch ich wusste irgendwann nicht mehr, wem ich trauen kann und wem nicht.

Wenn man denkt, dass es gar nicht mehr verwirrender sein kann, setzt Jonas Winner noch einen drauf, legt falsche ( oder doch richtige?) Fährten und baut Wendungen ein, wie bei einer Achterbahnfahrt! Das Ende des Thrillers? Wow! Was anderes fällt mir dazu nicht ein!

Mir hat es unheimlich Spaß gemacht "Murder Park" zu lesen und so gebe ich gerne eine absolute Leseempfehlung für diesen hochspannenden Thriller!

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Tags: jonas winner, thriller   (2)
 

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132 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

mord, thriller, krebs, krankheit, psychothriller

AMNESIA - Ich muss mich erinnern

Jutta Maria Herrmann
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2017
ISBN 9783426519974
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nach "Hotline" und "Schuld bist du" nun der dritte Thriller von Jutta Maria Herrmann!

Helen lebt in Berlin, ist unheilbar an Lungenkrebs erkrankt und kehrt nach Südwestdeutschland zurück, um sich mit ihrer Mutter auszusöhnen und ihrer Familie von ihrer Krebserkrankung zu erzählen. Sie kommt bei Kristin und ihrem Mann Leon unter. Leon ist Helen nur zu gut bekannt, denn dieser hat vor vielen Jahren angeblich ihre beste Freundin Gela missbraucht. Helen hat den Verdacht, dass Leon ihre Schwester schlägt. Eines Tages ist Leon tot und  Helen ist sich, wegen ihren starken Medikamenten, die sie von Zeit zu Zeit ganze Zeitspannen vergessen lassen,  nicht sicher, ob sie Leon umgebracht hat. Der Tote wurde nämlich mit ihrem Messer erstochen...

Zuerst muss ich was zum Cover sagen - phänomenal! Dies lässt allerdings nicht auf die Geschichte hinter dem Buchdeckel schließen, deshalb gleich rein in die Story!

Helen hat Lungenkrebs, ihr Freund hat sich von ihr getrennt und sie meint, dass es nun an der Zeit wäre, ihrer Schwester und ihrer Mutter von ihrer Erkrankung in Kenntnis zu setzen. Helens Mutter ist recht schwierig, kalt, deshalb hat Helen so ihrer Probleme mit ihrer Mutter und möchte sich nun endlich mit ihr aussöhnen. Ganz anders Kristin. Die schwangere Schwester Helens freut sich sehr, dass Helen sie besuchen kommt und bietet ihr sogleich an, für ihrer Besuchszeit bei ihr und ihrem Mann Leon zu wohnen. Helens Verhältnis zu Leon ist mehr als unterkühlt, denn Helen hat nicht vergessen, was damals mit ihrer Freundin Gela geschehen ist.

Im Laufe ihrer Besuchszeit trifft sie auf Gela, die ihr Leben nicht im Griff hat und auf einen Jugendfreund, der Leon auch nicht unbedingt wohlgesonnen ist.

Medikamente spielen in "Amnesia-Ich muss mich erinnern" eine sehr große Rolle. Helen nimmt diese wie Lutschbonbons, gegen den Rat ihres Arztes, und hat so immer häufiger Gedächtnislücken. Helen hat verständlicherweise Angst vor ihrem bevorstehenden, nahen Tod. Die Tabletten helfen ihr, düstere Gedanken und Panikattacken zu unterdrücken und so konnte ich Helens Verhalten ganz gut nachvollziehen.

Dadurch, dass Leon nicht nur Freunde hat, gibt es natürlich einige Verdächtige, die Leon auf dem Gewissen haben könnten und fertig ist das Katz-und Mausspiel.  Im Laufe der Story erfährt der Leser natürlich mehr von den einzelnen Figuren und so drängt sich bald der Verdacht auf, dass jeder ein Motiv haben könnte Leon ermordet zu haben. Helens Ex-Freund Sven hat sich mit einem kurzen schriftlichen Satz von ihr getrennt, was ich auch sehr seltsam fand und so war ich mir lange Zeit nicht im Klaren darüber, wer denn nun den besten Grund gehabt hat Leon zu töten und vor allem, hat Sven sich wirklich so mir nichts dir nichts von der todkranken Helen getrennt?

Bei "Amnesia" handelt es sich um einen typischen Psychothriller und Wahrheit und Lüge verschwimmen ineinander, sodass ich sehr gerne bei der hochspannenden Story mitgerätselt habe. Zum Ende hält die Autorin eine Überraschung parat, mit der ich nicht gerechnet habe! So sollte ein Psychothriller sein!

Fazit: hochspannend, rasant, mit einigen Geheimnissen gespickt und so gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung! Ich freue mich schon sehr auf das nächste Buch von Jutta Maria Herrmann!

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Tags: jutta maria herrmann, psychothriller   (2)
 

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

königsberg, bücherverbrennung, 3.reich, roman, historischer roman

Das Haus der Bücher

Michael Paul
Fester Einband: 444 Seiten
Erschienen bei Verlag Bunte Hunde, 10.03.2017
ISBN 9783947081004
Genre: Historische Romane

Rezension:

Im zweiten Roman nach "Wimmerholz" nimmt Michael Paul den Leser ins Jahr 1933 nach Königsberg, in die größte Buchhandlung Europas mit. Wilhelm Kirchner, der Inhaber, wird von den Nazis aufgefordert alle "nichtdeutschen" Bücher zusammenzutragen und zu verbrennen.
Nichte Emma, die beiden Mitarbeiter Konrad und Otto und Wilhelm selbst ersinnen einen Plan um so viele Bücher wie möglich zu retten und begeben sich damit in große Gefahr...

Von Beginn an hat mich Michael Paul an das Buch gefesselt. Der Autor beschreibt die Buchhandlung und deren Mitarbweiter so authentisch, dass ich die Gerüche, die dieVerkaufsräume und der Keller ( ein zentraler Ortim Buch ) ausströmt, fast selbst riechen konnte.

Die Mitarbeiter, die die Liebe zu den Büchern verbindet, setzen alles daran die literarischen Schätze, die sich im Gebäude befinden zu retten. Ich fühlte mich so sehr nach Königsberg und nach 1933 versetzt, dass ich teilweise dachte, die Charaktere persönlich zu kennen und ich habe so gelitten und mitgefiebert! Mein bevorzugtes Genre ist eigentlich der (Psycho)Thriller und ich muss sagen, dass mich "Das Haus der Bücher" ebenso viele Fingernägel gekostet hat, wie mancher Thriller.

Michael Paul hat die damaligen historischen Ereignisse brilliant recherchiert und mich, nach beenden des Buches, selbst googeln lassen! So soll und muss es sein, denn das, was damals geschehen ist, darf niemals in Vergessenheit geraten und sich vor allem niemals wiederholen!

Ich selbst habe eine ganz besondere Beziehung zu meinen Büchern. Auch für mich sind meine Bücher wie meine Kinder und ich habe vor jedem Buch, vor jedem Autoren und deren Geschichten Respekt!

Da ich Buchbloggerin, bei Weitem keine Literaturkritikerin bin, fällt mir nur ein salopper Satz zu diesem Buchschatz, den der Autor geschaffen hat ein: ganz, ganz großes Kino Michael Paul! Vielen Dank für diese Buchperle, danke ans Erinnern, danke, dass ich das Buch und die Geschehnisse nicht vergessen werde! Danke für diese großartige Geschichte!

Absolute und dringende Leseempfehlung und ab auf meine persönliche Highlightliste!

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Tags: drittes reic, historischer roman, michael paul   (3)
 

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123 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

thriller, paula hawkins, selbstmord, mord, wasser

Into the Water

Paula Hawkins
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Doubleday, 02.05.2017
ISBN 9780857524430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich "Girl on the Train" verschlungen habe, war ich natürlich sehr gespannt auf den zweiten Streich der Autorin und habe mich sehr gefreut, das Buch endlich in den Händen zu halten.

Wie man schon dem Cover entnehmen kann, handelt es sich bei "Into the Water" nicht um einen thriller, sondern um einen Roman. Natürlich, verwöhnt, wie ich vom ersten Buch von Paula Hawkins war, habe ich auf einen Spannungsroman gehofft.

"Into the Water" beginnt auch sehr spannend. Es handelt sich um ein Gewässer, den Drowning Pool, indem schon Hexen gefoltert wurden und in dem sich bis heute einige Frauen das Leben genommen haben. Nel Abbot ist fasziniert vom Drowning Pool, schreibt sogar ein Buch über die Todesfälle, die sich dort ereignet haben und wird eines Tages selbst tot im Drowning Pool gefunden.

Julia, die Schwester von Nel, hat wenig bis gar keinen Kontakt zu Nel und wundert sich umso mehr, als diese sie anruft mit der  Bitte sie zurückzurufen. Nach Nels Tod fährt Julia nach Beckford, weil ihre Schwester eine Tochter hinterlassen hat, um die sie sich kümmern möchte.

Wie schon gesagt beginnt der Roman sehr spannend, flacht aber im Laufe der Story immer mehr ab. Für meinen Geschmack zog sich die Geschichte um Nel und Julia zu sehr in die Länge. Teilweise musste ich mich wirklich zum Weiterlesen zwingen. Tatsächlich haben mich die Kapitel um viele wechselnde Personen unheimlich verwirrt. Es war mir nur schwer möglich, nach zwei Tagen einfach weiterzulesen, weil ich jedesmal erst zurückblättern musste um verschiedene Passagen erneut zu lesen, sodass ich wenigstens einigermaßen durchblicke.

Wie schon bei "Girl on the Train" musste ich mich an den Schreibstil von Paula Hawkins gewöhnen, was mir allerdings bei "Into the Water" nur mäßig gelungen ist.

Alles in allem ist "Into the Water" ein raffiniert erzählter Spannungsroman, der mich jedoch dieses Mal leider nicht überzeugen konnte.

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Tags: roman, spannungsroman   (2)
 

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

gebrüder grimm, märchen, hans christian andersen, unendliche welten

Das tapfere Schneiderlein

Brüder Grimm , Anton Lomaev
Fester Einband: 54 Seiten
Erschienen bei Wunderhaus Verlag, 24.02.2017
ISBN 9783946693000
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Wer kennt die Geschichte von "Das tapfere Schneiderlein" nicht? Dehalb spare ich mir eine eigene Inhaltsangabe.

Ich liebe Märchen! Deshalb war ich sofort Feuer und Flamme, als mir vom Wunderhaus Verlag, im Rahmen der "Unendlichen Welten", dieses wunderschöne Buch zur Rezension angeboten wurde!

Dieses Buch ist nicht nur für Kinder schön anzusehen, auch Erwachsene werden ihre helle Freude daran haben, denn die Märchenbände eignen sich wunderbar zum Sammeln!

"Das tapfere Schneiderlein" ist wunderschön illustruiert von Anton Lomaev und ein echter Hingucker! Kinder werden von der Geschichte verzaubert sein und ich, als erwachsene Frau, habe in den Illustrationen, je öfter ich mir das Buch angeschaut habe, Details gesehen, die von der Liebe zum Illustrieren zeugen und fühlte mich, fernab von Disney, in meine Kindheit zurückversetzt! Schon der Einband ist ein Schmuckstück und ein echter Schatz!

"Das tapfere Schneiderlein" ist nicht das Einzige Märchenbuch, das im Wunderhaus erschienen ist! "Die kleine Meerjungfrau" von H.C. Andersen ist ebenso schön und lädt zum Träumen ein!

Für Kinder und Eltern sind die "Unendlichen Welten" ein absolutes Muss und Sammler werden verzückt sein! Ich freue mich sehr, dass "Das tapfere Schneiderlein" bei mir Einzug gehalten hat und werde es in Ehren halten! Hierbei noch mal ein herzliches Dankeschön an den Wunderhaus Verlag!

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Tags: gebrüder grimm, hans christian andersen, märchen, unendliche welten   (4)
 

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27 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

roman, england

Schlafe still

Luana Lewis , Elke Link
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.04.2017
ISBN 9783442205301
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vivien und ihre kleine Familie führen ein tolles Leben. Vivien wird eines Tags tot in ihrem Badezimmer aufgefunden. Kurz darauf taucht Cleo, die Exfreundin von Viviens Ehemann Ben auf. Viviens Mutter Rose ist sehr verwundert, weil Cleo ihr gesteht, dass sie nie aufgehört hat Ben zu lieben. Als Rose in Cleos Wohnung eine ganze Bilderwand von Vivien entdeckt, wird ihr klar, dass ihre tochter von Cleo offensichtlich gestalked wurde. Plötzlich beginnt Cleo auch noch sich Vivien anzuziehen und zurechtzumachen...

Nach "Lügenmädchen" von Luana Lewis, das mir persönlich nicht so gut gefallen hat, wollte ich "Schlafe Still" eine Chance geben.

Wie auch beim Debütroman, hat sich der Klappentext sehr spannend angehört. In dem Wissen, dass es sich hier um einen Roman handelt und nicht um einen Thriller oder Psychothriller, bin ich recht gut in die Story gestartet.

Rose, die Mutter von Vivien, schleppt seit Jahren mit sich herum, dass sie Vivien eigentlich keine gute Mutter war. Rose hat ihre Karriere meist vor ihr Kind gestellt und so plagt sie sich mit einem schlechten Gewissen. Um das alles wettzumachen, möchte sie sich nun engagierter um ihre achtjährige Enkelin kümmern, was allerdings Ben nicht allzu recht zu sein scheint, was ich ganz gut nachvollziehen konnte.

Seltsamerweise hat es den Anschein, dass Cleo, Bens Exfreundin, diese Rolle, mit Einverständnis von Ben übernimmt. Cleo geht in dem Zuhause von Ben und seiner Tochter ein und aus und sie erdreistet sich auch noch, der Großmutter Rose, das Enkelkind mehr oder weniger zu entziehen.

Genug zur Story erzählt. Anfangs hat mir das Buch wirklich gutgefallen, allerdings nahm die Story für mein persönliches Empfinden immer mehr an Spannung ab. Mir war bewußt, dass es sich hier um keinen Thriller handelt, dennoch hatte ich doch mit etwas mehr Spannung gerechnet. Der Lauf der Story und auch das Ende wurde mir von Kapitel zu Kapitel klarer, sodass mir die Spannung irgendwann vollends abhandenkam, wenngleich die Auflösung doch sehr erschreckend ist und nachdenklich macht.

Alles in allem kann ich sagen, dass die Story sehr interessant ist, allerdings zu vorhersehbar und deshalb für mich nicht wirklich spannend.

Deshalb gibt es von mir leider nur eine bedingte Leseempfehlung

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Tags: roman   (1)
 

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264 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 88 Rezensionen

thriller, haus, the girl before, psychothriller, london

The Girl Before

JP Delaney , Karin Dufner
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 25.04.2017
ISBN 9783328100997
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jane musste einen furchtbaren Schicksalsschlag hinnehmen. Nun bekommt sie die Gelegenheit in ein modernes, sehr ungewöhnliches Haus, in London einzuziehen. Als sie den Architekten des Hauses, Edward, kennenlernt, wird ihr bald klar, dass dieser sich zu ihr hingezogen fühl. Später erfährt Jane, dass die Vormieterin Emma, die ihr sehr ähnlich sah, in diesem Haus ums Leben gekommen ist...


Ich war mehr als gespannt auf diesen Thriller und habe mich sehr gefreut, als dieser endlich auf meinem Reader eingezogen war.


Ich werde nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern euch gleich in meine Rezension zu diesem ungewöhnlichen Thriller schmeißen.


Würdet ihr in ein Haus einziehen, bei dem es Voraussetzung ist vorher dem Vermieter, sehr, sehr ungewöhnliche Fragen zu beantworten? Wo ihr euch mit der Unterschrift zu noch ungewöhnlicheren Dingen verpflichtet? Ihr verpflichtet euch, dass niemals etwas herumliegen darf, dass ihr keine Bilder oder Lampen aufhängen dürft, Teppiche gehen gar nicht und die Möbel, die ihr besitzt dürft ihr nicht mitbringen. Unheimlich, oder? Trotzdem unterschreibt Jane, wie auch ihre Vormieterin Emma, den Mietvertrag.


Das Haus ist so hochmodern, dass es, mittels einses Armbandes, das die Mieter tragen, erkennt, wie ihr euer Wasser in der Dusche eingestellt haben wollt und um Himmels Willen, verstoßt ja nicht gegen eine der Regeln, denn dann könnte euch morgens, im wahrsten Sinne des Wortes, zur "Bestrafung" eine sehr kalte Dusche erwarten.

Genauso ungewöhnlich und auch unheimlich ist der Architekt und Vermieter der Hauses, Edward. Er hat äußerst seltsame Ansichten, die mich beim Lesen den Kopf schütteln ließen.

JP Delaney hat mich mit dem Thriller, der eine unheimliche Sogwirkung auf mich hatte, von Beginn an beeindruckt. Ich musste unbedingt wissen was mit Emma geschehen ist, warum Edward so ein ungewöhnliches Haus konstruiert hat und was die Frauen dazu bewog in dieses Haus einzuziehen und bereitwillig die abstrusesten Fragen zu beantworten.

"The Girl Before" ist ein Thriller über Abhängigkeit, Obsessionen und Abgründe, der mich unwahrscheinlich gefesselt hat, mit einer Story, die immer bizarrer wird und Wendungen beinhaltet, mit denen ich so nicht gerechnet hatte! Ich liebe es mitzurätseln und am Ende überrascht zu werden! Das ist JP Delaney hervorragend gelungen!

Wer denkt, dass sein Mietshaus oder sein Vermieter seltsam ist, sollte "The Girl before" unbedingt lesen und ich schwöre, dass ihr euren Vermieter danach mit ganz anderen Augen seht.

Natürlich gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung für diesen hochspannenden, mysteriösen und unheimlichen Thriller! Bitte mehr davon! 

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Tags: psychothriller, thriller   (2)
 

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36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

kate riordan, roman, geheimnisse, kinde, riordan

Die Sanduhr unserer Liebe

Kate Riordan , Heike Holtsch , Angelika Lieke
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453419841
Genre: Liebesromane

Rezension:

Harriet Jenner beginnt im Jahr 1878 als 21jährige Frau eine Tätigkeit als  Gouvernante in Fenix House. 50 Jahre später tritt ihre Enkelin, Grace Fairford im gleichen Hause ebenfalls die stelle der Cpuvernante an. Laut ihrer Großmutter ist Fenix house ein traumhafter Ort. Allerdings muss Grace bald feststellen, dass das Haus wenig mit den Erzählungen ihrer Großmutter gemeinsam haben, allerdings ein Geheimnis hüten...

Ich tauche gerne literarisch in längst vergangene Zeiten ein und gerade solche Häuser wie Fenix House haben es mir angetan.

Kate Riordan beschreibt bildhaft das Haus, die unterschiedlichen Charaktere, die von liebevoll über interessant bis hin zu unsympathisch reichen und auch die Zeiten, in denen der Roman handelt.
 Sehr gerne habe ich mich ins Jahr 1887 entführen lassen und erfahren, was sich in dieser Zeit geschickt hat und was eher nicht. Zeitweise habe ich mir sogar gewünscht selber mal, mit Hilfe einer Zeitmaschine, in dieses Zeitalter zu reisen, da ich es sehr spannend finde und mich oft frage, wie die Menschen damals gelebt haben, ohne all den technischen Schnickschnack, der uns heute eben so umgibt.

Jede Familie hat so seine Geheimnisse, so auch die Familie Pembridge, bei denen Harriet, sowie Grace einige Jahre später angestellt sind. Harriet erzäht ihrer Enkelin von einem wunderschönen Haus und einem wundervollen Garten, liebevollen Angestelten  und schmückt das Ganze noch dermaßen aus, dass Grace einfach denken muss, dass dieses Haus und auch das Umfeld, wie ein Märchen sein muss.

Dort angekommen muss Grace allerdings feststellen, dass das alles wenig mit den Erzählungen ihrer Großmutter zu tun haben und würde am liebsten wieder auf dem Absatz kehrt machen und nach Hause reisen. Warum ist ihrer Großmutter ganz wild darauf, dass Grace in ihre Fußstapfen tritt? Schritt für Schritt und ganz langsam kommt Grace einem Geheimnis auf die Spur, mit dem sie niemals gerechnet hätte.

"Die Sanduhr unserer Liebe" ist spannend erzählt, allerdings wies der Roman, für meinen Geschmack, auch einige Längen auf. Allerdings wurde mir am Ende bewusst, dass diese Erläuterungen so absolut notwendig waren. Trotzdem habe ich mir ab und an gewünscht, dass die Story jetzt doch noch mal anziehen müsste und so muss ich gestehen, dass ich den Roman schon ab und an mal zur Seite gelegt habe und manchmal musste ich mich auch zum Weiterlesen zwingen, bin aber letztendlich froh, den Roman bis zum Ende gelesen zu haben.

Für Fans leichter Frauenlektüre gibt es von mir deshalb eine Leseempfehlung!



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Tags: kate riordan, roman   (2)
 

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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

trilogie, thriller, band 3, jeff menapace, rezension

Das Spiel - Tod

Jeff Menapace , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453677098
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Enthält Spoiler zu Band 1 & 2
Ihr erinnert euch gewiss an die Fannelli-Sippe. Eine entzückende Familie....  In Band eins sind uns die beiden Brüder Arty und Jim begegnet. Die Beiden haben sich für ihre perfiden Folter-Spiele die Lambert Familie mit dem Familienvater Patrick,Mutter Amy und die beiden Kinder Caleb und Carrie ausgesucht. Das hat keinen besonderen Grund. Die Familie war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Allerdings haben die beiden Brüder nicht mit so viel Widerstand gerechnet, was dazu geführt hat, dass Jim tot und Arty nun seine Zeit im Gefängnis verbringt. Alles gut, oder?
In Band zwei begegnet uns nun allerdings der Rest der Sippschaft, nämlich Papa Fannelli und Monica, das herzallerliebste Schwesterlein, die sich nun an den Lamberts rächen wollen. Weil die Lamberts nun ganz schön verängstigt sind, holen sie sich den befreundeten Domino, ein Schrank von einem Mann, an die Seite um im Fall der Fälle gerüstet zu sein. Wie es kommen muss, spüren die Fannellis die Lamberts auf. Ende vom Lied, Papa Fannelli segnet das Zeitliche und leider auch Patrick, der liebe Familienvater. Monica weilt auch nicht mehr unter den Lebenden und so kann ein neuer Lebensaufbau für die verbliebende Lambert-Familie beginnen....
Nun zum finalen Band der Trilogie. Monica tot? Denkste! Die hat es nun auf Domino abgesehen, weil der ihren Vater umgebracht hat. Die durchgeknallte Massenmörderin ist von ihren Rachegefühlen zerfressen und holt sich mit Kelly, ein entzückendes 16jähriges Mädchen, die nicht nur Mordfantasien hat, sondern diese auch längst umgesetzt hat, ein "Auszubildende" ins Boot. Es kommt zum Showdown...
Schade, nun ist die Trilogie vorbei! Es hat mir einen Heidenspaß gemacht, die Geschichte um die Fannellis und Lamberts zu lesen! Wie schon in den vorigen beiden Bänden, geht es in diesem Thriller zur Sache, allerdings nicht ganz so blutig wie gewohnt. Nicht ganz so blutig heißt nicht, dass hier nicht auch literweise Blut fließt - das nur zum Verständnis.
Jeff Menapace gelingt, meiner Meinung nach, ein perfekter Abschluß der Trilogie und ich muss sagen, dass ich nun irgendwie die Figuren, ob gut oder böse, ein bisschen vermisse. Der Thriller beginnt recht gediegen, bevor der Autor dann gnadenlos zuschlägt. Wo hat der Mann nur diese Fantasien her? Eigentlich ist es mir egal, ich bin nur ziemlich froh, dass er diese Fantasien mit Thrillerfans teilt.
Allerdings beschleicht mich so ein bisschen das Gefühl, dass Jeff Menapace doch noch was zu der Trilogie zu erzählen hat. Bleiben am Ende Fragen offen? Ja und Nein. Entweder spinnt der Autor die Geschichte noch ein bisschen weiter oder überläßt dies ganz den Fantasien seiner Leser. So oder so ist das Ende befriedigend.
Ihr merkt schon, dass ich meine Rezension mit einem Augenzwinkern geschrieben habe und damit sollte man die Trilogie auch lesen! Splatter, Spannung, Übertreibungen machen diese Trilogie aus, die, meiner Meinung nach, zum Kult werden könnte! Ich für meinen Teil liebe die Fannellis, rein literarisch natürlich! Für mich waren alle drei Bände ein ganz besonderes Lesevergnügen!
Trotzdem eine Warnung an zartbesaitete Leser. Die Trilogie ist wirklich nur was für hartgesottene Thrillerfans! Deshalb gibt es von mir nun für die komplette Trilogie eine absolute Leseempfehlung!

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Tags: hardcore, thriller, trilogie   (3)
 

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72 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

krieg, london, emotional, berlin, herzklopfen

Die verbotene Zeit

Claire Winter
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Diana, 13.02.2017
ISBN 9783453359215
Genre: Romane

Rezension:

1975: Carla hat einen Autounfall bei dem sie einen Teil ihrer Erinnerungen verliert. Sier lernt den Journalisten David Grant kennen, der behauptet, dass sie auf der Suche nach ihrer totgeglaubten Schwester gewesen sei, die sechzehn Jahre zuvor an der Küste von Cornwall verschwunden ist. Carla weiß nicht, ob und warum ihre Eltern sie anlügen, auch ihr Ehemann benimmt sich höchst seltsam und scheint kein großes Interesse daran zu haben, dass Carla ihre Erinnerungen wiederbekommt. Carla forscht nach bis in die Dreißigerjahre in Berlin und stößt auf einer sehr ungewöhnliche Freundschaft...

1922: Edith und Dora sind allerbeste Freundinnen. Doras Mutter arbeitet im Haus der reichen Eltern von Edith als Hausmädchen. Die beiden Mädchen sind unzertrennlich, was Doras Mutter weniger begeistert, denn die Freundschaft gilt in dieser Zeit als unschicklich. Trotz aller Widrigkeiten bleiben die beiden Mädchen ihr ganzes Leben lang befreundet. Beide Frauen heiraten.Dora ist mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer glücklich und Edith bemerkt schnell, dass sie mit der Heirat des unsymphatischen Adligen Maximilian von Stettenheim einen großen Fehler begangen hat. Ihre wahre Liebe Jules Cohn scheint aber unerfüllt zu bleiben, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Eines Tages bittet Edith ihre Freundin um einen schier unmöglichen Gefallen,der das Leben aller für immer verändern wird...

Claire Winter hat hier einen Roman geschaffen, der den Leser in die Anfänge der Nazizeit katapultiert. Unglaublich spannend und interessant schildert sie die Geschichte der beiden Freundinnen Dora und Edith. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deren Freundschaft allerdings ein ganzes Leben lang anhält. Ich habe gerade mit Edith mitgefiebert und mitgelitten, denn ihr Tun in der Nazizeit ist unheimlich gefährlich und ich hatte große Angst um sie und um Jules. Ediths Mann Maximilian von Stettenheim ist nicht der Mann zu, den er vorgibt zu sein. Unglaublich arrogant, hochnäsig und unsymphatisch schwebt er mehr oder weniger durchs Leben, als könnte ihm niemals irgendetwas passieren. Ich konnte Edith nicht verstehen, so einen Unsympath geehelicht zu haben. Allerdings bewegt sich Maximilian eben in der Gesellschaftsschicht, in der auch Edith heimisch ist. So scheint es dann doch nicht allzu verwunderlich.

Dora ist ein unheimlich starke Frau. Was ihr in ihrem Leben widerfährt, wünscht man niemanden. Paul und Doras Liebe ist so groß, dass man das Gefühl hat, dass es nichts gibt, was die beiden je trennen könnte. Schon alleine das Kennenlernen der beiden findet auf ungewöhnliche und gleichzeitig gefährliche Weise statt. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten.

Ich mache nun mal einen Zeitsprung ins Jahr 1975 zu Carla: nach ihrem Autounfall setzt sie alles daran, die Monate, die ihr Gedächtnis gelöscht hat zu rekonstruieren. Carlas Mann ist nicht unbedingt die größte Hilfe, denn man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass der irgendwas verbirgt. Auch ihre Eltern schweigen sich aus, sodass Claire keine andere Möglichkeit hat, als auf eigene Faust zu recherchieren. An ihrer Seite hat sie den Journalisten David Grant, der ihr bei ihrer Suche hilft. Was die beiden Stück für Stück rausbekommen ist erschütternd, herzergreifend und unglaublich.

Die Autorin verwebt hier geschickt die beiden Geschichten zu einer Logischen Story, deren Spannung man sich nicht entziehen kann. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl mittendrin zu sein. Spazierte sowohl durch das Berlin der Dreißigerjahre, wie auch an der Küste Cornwalls. Der bildhafte Schreibstil der Autorin hat es mir möglich gemacht, mir sämtliche Örtlichkeiten gut vorzutellen. Auch die Zeichnung der Charaktere ist authentisch, ihr Tun nachvollziehbar und logisch.

Mir hat es großen Spaß gemacht, das Buch von der ersten bis zur letzten Seite zu lesen. Am liebsten hätte ich es gar nicht mehr weggelegt, allerdings musste ich das dann doch, um die Geschichte erstmal etwas sacken zu lassen. Gerne, sehr, sehr gerne mehr davon!

Absolute Lessempfehlung!

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Tags: historisch, roman   (2)
 

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psychothriller, thriller, wahn, sabine trinkaus, stalking

Seelenfeindin

Sabine Trinkaus
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 23.03.2017
ISBN 9783740800833
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Konstanze Friedrichs wird in eine Privatklinik eingeliefert, da sie unter Verfolgungswahn zu leiden scheint. Die bekannte TV-Moderatorin verlangt, ausschließlich von der Psychiaterin Nadja Schönberg behandelt zu werden. Bald befindet sich Nadja in einem rätselhaften Spiel. Was ist Wahn, was ist die Wahrheit und irgendwie scheint Nadja irgendwie in die Sache verwickelt zu sein...

Als ich den Klappentext gelesen hatte, war es um mich geschehen! Es dürfte ja nun mittlerweie bekannt sein, dass der Psychothriller mein absolutes Lieblingsgenre ist und ich es liebe mitzurätseln und gerade verzwickten Fällen auf die Spur zu kommen!

Konstanze Friedrichs schwört gesehen zu haben, wie ihr Ex-Mann ihrem Hund vor ihren eigenen Augen die Kehle durchgeschnitten hat, in ihrem eigenen Garten. Allerdings befindet sich kein Kadaver an der Stelle und auch sonst keinerlei Spuren. Nadja Schönberg führt viele Gespräche mit Konstanze, allerdings auch mit ihrem Ex-Mann, dessen Version volkommen anders aussieht.

"Seelenfeindin" von Sabine Trinkaus führte mich dermaßen in die Irre, dass mit Hören und Sehen verging! Ich habe festgestellt, dass ich sehr oft meine zu wissen, wie das alles zusammenhängt, dies war mir allerdings bei "Seelenfeindin" absolut nicht möglich!

War mir Konstanze Friedrichs im ersten Moment total symphatisch, hatte sich das im nächsten Kapitel schon wieder geändert und plötzlich tat mir ihr Ex-Mann, der mittlerweile wieder verheiratet ist, unendlich leid. Im übernächsten Kapitel dachte ich schon wieder, dass dieser Mann ein sehr guter Schauspieler zu sein scheint! Oder doch Konstanze? Verflixt, wer lügt hier und vor allem warum?

Genauso muss sich wohl die Protagonistin Nadja gefühlt haben, denn auch sie hat so ihre liebe Not die Wahrheit herauszufinden und dann kommt noch hinzu, dass ihre Patientin prominent ist, was die ganze Sache nicht einfacher macht, denn der Agent von Konstanze, möchte seinen Schützling schnellstmöglich wieder arbeiten sehen.

Wer hier beim Lesen denkt, dass das doch alles auf der Hand liegt, wird höchstwahrscheinlich falsch liegen, denn Sabine Trinkaus hält für den Leser ein sehr überraschendes Ende bereit, dass mir zumindest, den Mund offen stehen lies!

"Seelenfeindin" ist für Fans des wirklich verzwickten Psychothrillers ein absolutes Must-Read!

Ein hochspannendert Pageturner, der - und so soll es bei einem Psychothriller sein - mit wenig Blut auskommt und sich in meinem Kopf wahrhaft festgesetzt hat! Bitte und sehr, sehr gerne mehr davon!
Absolute Leseempfehlung!

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Tags: emon, psychothriller, sabine trinkaus   (3)
 

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muse, rabe, fantasy, ausgerechnet muse, berlin

Ausgerechnet Muse

Carola Wolff
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei fabulus Verlag, 17.02.2017
ISBN 9783944788432
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Apollonia ist, wie ihre Mutter, eine Muse, was sie aber gar nicht sein will. Lieber möchte sie frei sein und mit dem Motorrad durch Schottland fahren. Als sie den Musiker Nick kennenlernt und dieser ihr einen Song widmet, verliebt sich Apollonia, was Viktor Tyrell, einem Konzernchef, nicht passt. Dieser möchte die verbindung zwischen Apollonia und Nick trennen und hetzt Nick die schwarze Muse Velika auf den Hals...

"Ausgerechnet Muse" hat mich schon alleine wegen des wunderschönen Covers neugierig gemacht. Der Klappentext hat sein Übriges dazugetan und so wollte ich diese Story natürlich gerne lesen.

Die Geschichte um Apollonia ist gut durchdacht, mit  Fantasyelementen, ist mystisch und  ungewöhnlich. Ich liebe Jugendbücher, gerne auch mal Fantasy, allerdings war mir persönlich die Geschichte teilweise ein bisschen zu schräg, was nicht gleichbedeutend mit schlecht sein soll, das ist sie nämlich mit Sicherheit nicht.In dem Buch begegnen dem Leser sprechende Tiere, Walküren und natürlich Musen. Sehr gut gefallen hat mir die Ausdrucksweise des Raben Lyngx, was mich oft schmunzeln lies und mir wirklich Spaß gemacht hat!

Die Story ist spannend, dennoch hat sie mich nicht zu 100% erreicht. Ich konnte mich irgendwie weder mit Apollonia, noch mit den anderen Charakteren identifizieren, fühlte mich außen vor, obwohl die Protagonisten wirklich gut und liebevoll ausgearbeitet sind.
Mir hat da ein bisschen die Vorstellungskraft gefehlt. Allerdings gilt auch zu beachten, dass es sich bei dem Roman um ein Jugendbuch handelt!

"Ausgerechnet Muse" empfehle ich gerne für jugendlichen Fantasyfans ab 12 Jahren, denn diese werden sich gewiss auf die Story stürzen. Mir persönlich hat die Geschichte, schon alleine weil sie sehr ungewöhnlich ist, wirklich gut gefallen und ich hatte Spaß beim Lesen.

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Tags: jugendbuch   (1)
 
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