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449 Bibliotheken, 37 Leser, 0 Gruppen, 39 Rezensionen

darm, sachbuch, gesundheit, medizin, giulia enders

Darm mit Charme

Giulia Enders
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.11.2014
ISBN 9783550081088
Genre: Sachbücher

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100 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

fantasy, gesellschaftskritik, scifi, mobbing, umweltkatastrophen

Alle Vögel unter dem Himmel

Charlie Jane Anders , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 23.03.2017
ISBN 9783596036967
Genre: Fantasy

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258 Bibliotheken, 15 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

fantasy, kendare blake, giftmischer, penhaligon, magie

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung

Bereits vor Erscheinen war dieses Buch in aller Munde und hat auch mich sofort neugierig gemacht. Es hört sich einfach total nach einer Geschichte für mich an. Und mein Riecher hat mich nicht im Stich gelassen.

Abwechselnd lernen wir die Drillinge kennen, denn jedes Kapitel ist aus der Sicht einer anderen Schwester geschrieben. Und schnell wird klar, wie die Welt funktioniert in der sie leben und dass den  jungen Königinnen noch so einiges bevorsteht. Denn das Beltane-Fest rückt immer näher, was bedeutet, dass eine von ihnen zur Alleinherrscherin gekrönt wird. Doch dazu muss sie ihre zwei Schwestern töten. Hilfreich sind da die unterschiedlichen Fähigkeiten, die jede Schwester von Geburt an in sich trägt. So wächst Mirabella bei den Elementwandlern, Katharine bei den Giftmischern und Arsinoe bei den Naturbegabten auf, voneinander getrennt und darauf getrimmt, einander zu hassen.

Allein die Idee hat mich schon sehr begeistert und auch die Mädchen an sich konnten mich sofort in ihren Bann ziehen. Am liebsten bin ich mit der ruppigen, aber dennoch sympathischen Arsinoe und deren besten Freundin Jules unterwegs gewesen. Aber auch Katharines Handlungsstrang mochte ich sehr, weil vor allem sie in ihrer Ausbildung als Giftmischer-Königin einiges auszustehen hat und sie mir oft sehr leid tat. Allzu schwache Nerven sollte man nicht besitzen um das zu lesen. Mirabella, ein im Grunde herzensgutes Mädchen, blieb mir dann aber leider im Gegensatz etwas zu farblos. Dennoch hat es mir Spaß gemacht jede einzelne auf dem Weg bis hin zum Beltane zu begleiten und es gab keinen Moment, wo ich nicht von ihrer Geschichte gefesselt war.

Das Hauptaugenmerk liegt wirklich ganz eindeutig auf den Charakteren und wie sie mit ihren Schicksalen zurechtkommen. Wer von vornherein Action, Mord und Totschlag erwartet, ist hier an der falschen Adresse. Es entwickelt sich alles eher gemächlich, man lernt die Protagnonistinnen kennen und man wird dennoch von den Geschehnissen unweigerlich gepackt und in den Bann gezogen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Geschichte der drei Schwestern unheimlich dynamisch und spannend erzählt wird, allein schon durch die häufigen Perspektivwechsel wird man auf Trab gehalten. Natürlich spielen auch Männer in der Welt der Königinnen eine Rolle, aber auch hier fand ich die kleinen Liebesgeschichten fein eingewoben in die Geschichte.

Hinzu kommt ein interessanter Weltentwurf, der mit Ideenreichtum und Magie glänzt und einer Story, die so einige Intrigen und überraschende Wendungen parat hält. Dem ein oder anderen mag es vielleicht etwas zu viel erzwungenes Drama sein, ich für meinen Teil hatte aber meine helle Freude daran. Zu viel möchte ich zu der Geschichte nicht sagen, weil man sich, meiner Meinung nach, einfach reinfallen und begeistern lassen sollte. Ich habe mich jedenfalls immer gefreut, wenn ich Zeit hatte dieses Buch wieder in die Hand zu nehmen und nach Fennbirn abzutauchen.

Das Ende verspricht einen ebenso rasanten und spannenden zweiten Band, den ich schon jetzt kaum erwarten kann. Ich will unbedingt wissen, wie das tödliche Gerangel um den schwarzen Thron ausgeht. Zum Glück müssen wir "nur" noch bis Ende September warten.

Fazit

Sehr erfrischendes Buch, das mit tollen Ideen aufwarten kann und zudem wirklich grandios umgesetzt wurde. Mich hat es total gefesselt und war definitiv ein Highlight. Alle Fans von High Fantasy mit jungen Protagonisten, sollten sich das Buch auf jeden Fall mal näher anschauen.

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462 Bibliotheken, 17 Leser, 0 Gruppen, 157 Rezensionen

caraval, magie, spiel, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung

Wieder ein Buch, bei dem ich mich einfach nicht gegen die vielen positiven Meinungen wehren konnte und sofort neugierig geworden bin. Es klingt mysteriös und geheimnisvoll und genau das erwartet einen auch.


"Was jenseits dieses Tors geschieht, mag euch ängstigen oder begeistern, aber lasst euch davon nicht in die Irre führen. Wir werden versuchen, euch vorzumachen, dass alles wirklich ist, aber das ist Teil unserer Vorstellung. Es ist eine Welt voller Illusionen. Wir wollen euch davontragen, doch gebt acht, dass ihr nicht zu weit davongetragen werdet. Wahr gewordene Träume können wunderschön sein, aber sie können auch zu Albträumen werden, aus denen man nicht mehr erwacht." (S. 80)

Dieser Satz beschreibt es schon ziemlich genau, denn in Caraval ist wirklich alles Illusion. Man weiß nicht, was man glauben soll und was nicht, selbst als Leser fällt es einem schwer, hinter die Fassade zu blicken. Das war auf jeden Fall auch das, was mich an dem Buch am Meisten beeindruckt hat. Dieses Spiel mit der Wahrheit und dem Gefühl, dass man niemandem trauen kann. Das sorgt für beste Unterhaltung und zaubert einem gleichzeitig ein bisschen Gänsehaut auf die Arme.

Protagonistin Scarlett hat es noch nie wirklich leicht gehabt. Ihr Vater ist gewalttätig, was sie dazu bringt, sogar einer Heirat mit einem ihr völlig fremden Grafen zuzustimmen und ja, sich sogar darauf zu freuen. Ihr größter Traum seit Kindertagen ist allerdings, an Caraval teilzunehmen und sich einen Wunsch zu erspielen. Was eines Tages ja auch Realität wird. Zusammen mit ihrer Schwester Donatella, für die sie wirklich alles tun würde, und dem geheimnisvollen Seemann Julian, begibt sie sich nach Caraval. Doch ihre geliebte Schwester wird entführt und für Scarlett wird das Spiel zu einem gefährlichen Spießrutenlauf. 

Manchmal fand ich Scarlett ein wenig nervig und ich konnte ihre Gedanken und Handlungen nicht immer nachvollziehen. Gerade was ihre Schwester betrifft, ist sie wirklich sehr beschützend und aufopferungsvoll, obwohl sich diese ihr gegenüber manchmal schrecklich benimmt. Und gegenüber Julian ist Scarlett hin und wieder wirklich zickig. Nun ist Julian auch nicht unbedingt ein unbeschriebenes Blatt, aber so richtig sympathisch war mir die Gute halt trotzdem nicht. Was mich zudem etwas irritiert hat ist, dass Scarlett Gefühle mit Farben beschreibt. So ist Hoffnungslosigkeit beispielsweise dunkelgelb. Für mich war das jetzt eher befremdlich und hat mich im Lesefluss ein wenig gestört, weil ich ständig gestutzt habe, wenn sowas kam, aber das ist wahrscheinlich auch Geschmackssache. 

Je mehr man aber von Caraval in den Bann gezogen wird und je tiefer man in dieses verworrene Spiel abtaucht und zusammen mit den Charakteren den Hinweisen folgt, desto spannender wird es und lässt einen nicht mehr los. Es gibt viele fantastische Ideen und Wendungen, die man nicht kommen sieht. Eine Welt voller gefährlicher Magie, einer zeitweise düsteren Atmosphäre, aber auch Schönheit und Ausgelassenheit. Das hat die Autorin wirklich super geschafft, dem Leser diesen ganz speziellen Zauber ihrer Welt näher zu bringen. 

Das Ende hat wieder so einige Überraschungen parat gehalten und ich wusste zeitweise selbst nicht mehr, was ich glauben soll. Wenn es einen zweiten Band gibt, dann werde ich den wahrscheinlich auch noch lesen.

Fazit

Tolles Buch, was so seinen ganz eigenen Reiz mit sich bringt. Ich kann verstehen, warum viele es so mögen. Für mich war es nicht ganz perfekt, aber es hat mich auf jeden Fall großartig unterhalten.

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220 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 31 Rezensionen

rhiannon thomas, märchenadaption, dornröschen, hundertjähriger schlaf, fluch

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

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244 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

smoke, rauch, london, fantasy, 19. jahrhundert

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

Rezension:



Inhalt:
Die 16-jährigen Jungen Charlie und Thomas haben sich auf dem Elite-Internat, auf das sie gehen, kennen gelernt und sich schnell angefreundet. Das ist auch nötig, wenn man gegen Julius, den ungekrönten König des Internats, bestehen will, der ihnen allen regelmäßig das Leben zur Hölle macht. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass die zwei Freunde in einer Welt leben - genau genommen in England, Ende des 19. Jahrhunderts - die vom Rauch beherrscht wird. Jede noch so kleine Verfehlung, jeder Schmerz, jede Lüge und jeder schlechte Gedanke manifestiert sich als wabernder Rauch um die Menschen und macht so für jeden ihre Gefühlsregungen sichtbar. Der Rauch steht für Sünde und die Obrigkeiten nutzen ihn aus, um die Menschen zu unterdrücken. Charlie und Thomas machen sich jedoch Gedanken und stoßen schon bald auf Ungereimtheiten. Was hat es wirklich mit dem Rauch auf sich?

Meinung:
Ich habe mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, denn die Thematik klingt einfach unglaublich spannend und mal nach etwas neuem, was man noch nie gelesen hat. Und das war es durchaus, aber nach der Reihe: Der Einstieg hat mir unglaublich gut gefallen. Wir lernen Charlie und Thomas, die zwei sehr gegensätzlichen Hauptcharaktere, bereits in einer spannenden und heiklen Situation auf dem Internat kennen. Es geht also gleich unheimlich und interessant los, man wird in die Geschichte geworfen und bekommt einen guten Eindruck von dieser düsteren Version von England. Mich hat es total in den Bann gezogen und auch der Schreibstil hat mich ziemlich schnell überzeugt. Der Autor erschafft nicht nur eine dichte, bedrückende Atmosphäre, er kann meiner Meinung nach auch ganz hervorragend mit den Worten umgehen und zaubert dem Leser lebhafte Bilder in den Kopf. Mir hat sowohl die Atmosphäre als auch der Schreibstil vom ersten Augenblick an sehr gut gefallen.

Auch die Charaktere waren mir zumindest zu Beginn ganz symptathisch. Charlie, eher ruhig und überlegt, sehr höflich mit einem einnehmenden Charme. Ganz der englische Gentleman. Und Thomas im Gegensatz dazu sehr impulsiv und stolz, ein rastloser Wildfang. Im späteren Verlauf stößt noch eine junge Dame zu unseren beiden Helden dazu, die so einiges aufwirbelt. Livia ist ein etwas speziellerer Charakter, den man nicht unbedingt sofort ins Herz schließt. Aber auch mit ihr konnte ich mich gut arrangieren.


Allerdings wurden mir die Charaktere mit Voranschreiten der Geschichte nicht unbedingt sympathischer, sondern leider eher das Gegenteil. Sie entwickeln sich in eine recht merkwürdige Richtung. Mir fiel es dann irgendwann nicht mehr so leicht, alles nachzuvollziehen und sie überhaupt noch gern zu haben. Auch die Liebesgeschichte, die sich da entwickelt, fand ich leider unnötig und nahm zum Ende hin Ausmaße an, die mir persönlich leider nicht zugesagt haben. Das Buch hätte meiner Meinung nach an dieser Stelle auch mit weniger auskommen können. 

Was die Idee und den Verlauf der Story anging, war ich allerdings bis zum Schluss guter Dinge und sehr gespannt auf die große Auflösung. Die Thematik mit dem Rauch, die Darstellung von Gut und Böse, die Moral von der Gesichichte: all das fand ich wirklich grandios und war tatsächlich mal etwas erfrischend anderes. Ab der Hälfte des Buches begann das ganze allerdings etwas zu stocken. Es wurde stellenweise zäh zu lesen, aber trotzdem passierte immer irgendwas, so dass ich trotzdem unbedingt weiter lesen wollte. Und schließlich war ich ja auch auf die Antworten gespannt. Leider hat sich die Story aber zum Ende hin immer mehr verlaufen und ich habe irgendwie das unbefriedigende Gefühl nicht alle Fragen beantwortet bekommen zu haben. Vielleicht wurde ich durch das immer mehr aufbauschende Drama und die Raserei mancher Charaktere auch zu sehr verwirrt und abgelenkt, so dass ich nicht alles mitbekommen habe... Aber das Gefühl nach Beenden des Buches ist auf jeden Fall kein sehr Positives gewesen. 

Man muss schon damit umgehen können, dass es ein doch eher offenes Ende gibt. Mit Gewaltszenen hat man ebenfalls zu rechnen, was für mich jetzt an sich nicht schlimm gewesen wäre. Allerdings kann ich Gewalt gegen Tiere überhaupt nicht leiden und das war hier leider mindestens zwei Mal der Fall... Wer also massive Probleme damit hat, für den wäre das Buch wahrscheinlich eher nichts. Das Gleiche gilt für Gewalt gegen Kinder.

Fazit:
Grandiose Idee, toller Gedanke hinter der Geschichte und wirklich mal etwas neuartiges. Wer mit den von mir kritisch angemerkten Punkten kein Problem hat, der sollte gerne mal zu diesem Buch greifen, es lohnt sich. Für mich hat es leider zum Ende hin nachgelassen und ich war mit der ganzen Entwicklung nicht hundertprozentig glücklich. Trotzdem bereue ich nicht, es gelesen zu haben.
3,5 Sterne

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

science fiction, englisch, adult, fiction, gender-diversity

The Long Way to a Small, Angry Planet

Becky Chambers
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Hodder Paperbacks, 31.12.2015
ISBN 9781473619814
Genre: Science-Fiction

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Der Axolotlkoenig

Sylvia Rieß
E-Buch Text: 205 Seiten
Erschienen bei null, 11.02.2017
ISBN B06W542NGP
Genre: Sonstiges

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68 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

wallflower, adoleszenz

The Perks of Being a Wallflower

Stephen Chbosky
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster UK, 01.09.2012
ISBN 9781471100482
Genre: Romane

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938 Bibliotheken, 44 Leser, 2 Gruppen, 232 Rezensionen

fantasy, der kuss der lüge, prinzessin, prinz, mary e. pearson

Die Chroniken der Verbliebenen - Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

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395 Bibliotheken, 21 Leser, 2 Gruppen, 147 Rezensionen

weltraum, hexen, kai meyer, science fiction, raumschiff

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht. Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft – und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt. (Klappentext by Fischer TOR)

Meinung

Dieses Buch klang einfach nur unheimlich interessant und auch das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen, weswegen ich es unbedingt besitzen und lesen wollte. Bisher hatte ich auch überwiegend positive Rezensionen dazu gelesen, was meine Neugier noch mehr geweckt hat. Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen...

Wer mich und meinen Blog schon etwas länger kennt, dem wird schon mal aufgefallen sein, dass ich bei den Büchern von Kai Meyer immer von einer Art Hassliebe spreche. Auf der einen Seite behandelt er tolle Themen, die mich sehr interessieren, aber auf der anderen Seite schafft er es nur ganz selten, mich auch mit seinen Geschichten zu fesseln. So war das auch hier wieder der Fall. Auch im Bereich Science-Fiction hat er mich nicht komplett von sich überzeugen können, was ich wirklich schade finde. Ich hätte mir so sehr einen Durchbruch mit einem seiner Bücher gewünscht... Ich werde mich wohl damit abfinden müssen, dass ich nie zu seinen Fans gehören werde...

Aber wie gesagt: Die Grundidee war mal wieder super erdacht und auch der Weltenentwurf hat mich in seiner Komplexität wirklich beeindruckt. Allerdings hätten wir mit der Komplexität schon mein erstes Problem, denn ich habe mir gerade zu Beginn einfach nicht alle Details merken können und auch im späteren Verlauf sind viele Dinge einfach auf der Strecke geblieben. Auch die Charaktere habe ich ständig durcheinander bekommen, was meinen Lesefluss leider ziemlich gehemmt hat. Vielleicht war ich auch zu unkonzentriert bei der Sache, aber das hat es natürlich nicht einfach für mich gemacht in die Geschichte abzutauchen. 

Die Charaktere waren dafür aber ein Aspekt an dem Buch, der mir gut gefallen hat. Das sind so richtige "Typen", die man einfach mögen muss. Von daher fühlte ich mich schon gut unterhalten, weil es Spaß gemacht hat, unsere Helden Iniza, Shara, Kranit, Glanis und vor allem die Muse, auf ihrem actionreichen Abenteuer zu begleiten. Wenn mir nur nicht immer wieder der Handlungsstrang aus den Fingern geglitten wäre...

Alles, was unter der Oberfläche schlummerte wurde immer wieder überladen von fetzigen Actionszenen, hier eine Flucht, da ein wildes Gehetze mit Raumschiffen durchs All... Wenn das zu viel in einer Geschichte vorkommt, langweilt es mich leider eher, als dass es meine Spannung aufrecht hält. Sowas kann ich mir super im Kino ansehen. Aber lesen möchte ich das dann nicht. Jedenfalls nicht in dem Ausmaß, wie es hier stattgefunden hat. Diese Action-Film Atmosphäre war einfach nicht mein Fall und hat leider für mich auch zu sehr von der eigentlichen Story abgelenkt. Und im Nachhinein ist auch nicht wirklich etwas von der Geschichte bei mir hängen geblieben. Deshalb werde ich mir die weiterführenden Bände wohl sparen, auch wenn das Ende recht offen ist und daher schon einen Anreiz bieten würde.

Fazit

Ganz nett, aber leider einfach nicht mein Fall. Es ist mir unheimlich schwer gefallen, mich auf die Geschichte einzulassen, auch wenn die Charaktere wirklich sympathisch waren. Es war mir einfach zu künstlich aufgeblasen, mit zu viel Action, Gehetze, seltsamen Namen und Zusammenhängen usw., so dass ich der eigentlichen Handlung gar nicht richtig folgen konnte. Was wahrscheinlich spannend sein sollte, hat bei mir leider das Gegenteil bewirkt. Schade.
2,5 Sterne von mir

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36 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, zukunft, mittelalterlich, science-fiction, science fiction

Das Geheimnis der Sternentränen

Anke Höhl-Kayser
Buch: 350 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 03.01.2017
ISBN 9783956690730
Genre: Science-Fiction

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293 Bibliotheken, 29 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

freundschaft, ein wenig leben, missbrauch, hanya yanagihara, roman

Ein wenig Leben

Hanya Yanagihara , Stephan Kleiner
Fester Einband: 958 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 30.01.2017
ISBN 9783446254718
Genre: Romane

Rezension:


Inhalt

Wir begleiten die Leben von vier befreundeten Männern, die sich seit dem College kennen und zwar unterschiedliche Wege gehen, aber sich niemals aus den Augen verlieren. Eine zentrale Rolle spielt hierbei das Leben und vor allem die Vergangenheit von Jude St. Francis, ein zurückhaltender, höflicher junger Mann, der allerdings ein großes Geheimnis zu verbergen scheint. Nicht nur körperlich ist er versehrt, auch psychisch scheinen schlimme Dinge mit Jude zu geschehen. Seine Freunde sind ratlos, denn er kann sich ihnen einfach nicht anvertrauen. Trotzdem bleiben sie an seiner Seite, besonders sein bester Freund Willem kann und will Jude nicht aufgeben. Stück für Stück offenbart sich Willem, warum Jude zu dem zerbrochenen Menschen wurde, der er ist...

Meinung

Was für ein Buch. Ich weiß gar nicht wo ich da anfangen soll. Nicht nur die Seitenzahl verschafft einem Respekt, auch der Inhalt ist nichts für schwache Nerven und definitiv etwas, das man erstmal verdauen muss. Den Einstieg habe ich noch als ein wenig langatmig empfunden. Natürlich wurden einem erstmal die Charaktere vorgestellt und es gab Rückblicke und Einsichten in die Leben von allen vier Freunden. Auch wie sie zueinander stehen und sich ihre Gruppendynamik gestaltet, wurde gründlich beleuchtet, bevor es dann ungefähr nach einem Drittel des Buches so richtig in Sachen ging. Denn hauptsächlich geht es hier um Jude und ihm widmet sich ein Großteil des Buches. Und da kommt im Laufe der Zeit so einiges ans Licht, bei dem man sich hinterher nicht sicher ist, ob man das wirklich alles erfahren wollte...

Die Charaktere sind mir im Laufe der Zeit wirklich ans Herz gewachsen. Nette junge Männer, manche ein wenig verrückt, manche ganz bodenständig, aber alle so gestaltet, dass man Interesse an ihrem Schicksal hat. Gerade Willem und Jude machen es einem einfach, mit ihnen mitzufühlen und schon bald lassen ihre Erlebnisse einen nicht mehr kalt. Wir begleiten sie quasi ihr ganzes Leben lang, von der Kindheit (welche hauptsächlich in Flashbacks erzählt wird), bis hin ins hohe Erwachsenenalter durchleben wir jede Zeitspanne mit ihnen gemeinsam.

Die Autorin hat einen wirklich eindringlichen Schreibstil, ausschweifend und doch irgendwie so auf den Punkt, dass man früher oder später gefesselt wird und nicht mehr aufhören kann zu lesen. Und was sie da alles über Jude erzählt ist so unfassbar schlimm und grauenvoll, dass ich nicht nur ein mal das Gefühl hatte, ich muss mich mit etwas anderem aufheitern, damit ich nicht zusammen mit Jude ins nächste tiefe Loch stürze. Denn was einigermaßen harmlos und einleitend beginnt, entpuppt sich am Ende als eine Abwärtsspirale aus Leid, Ratlosigkeit und wütender Verzweiflung.

Ganz erstaunlich fand ich aber, dass die Autorin es geschafft hat, mich nicht nur in diesen schwarzen Sumpf aus negativen Gefühlen zu ziehen, sondern auch gleichzeitig aufgezeigt hat, wie wichtig und wundervoll bedingungslose Liebe und Freundschaft sein kann. So sehr dieses Buch einen innerlich zerschmettert, so sehr macht es einem auch Hoffnung, dass es Menschen gibt, die all das für einen anderen Menschen aushalten und ihn immer noch wie etwas wertvolles ansehen können. Wer wünscht sich nicht eine solche Freundschaft oder Liebe?

Die Autorin hat selbst über ihr Buch gesagt, dass sie es mit der Dramatik auf die Spitze treiben wollte und das ist ihr auch perfekt gelungen. Doch auch wenn es mit etwas Distanz alles sehr überspitzt wirkt, so komme ich doch nicht umhin zu denken, dass es solche Menschen mit dieser Art Erlebnissen irgendwo auf der Welt gibt. Für mich ist das Szenario durchaus realistisch und deshalb war es für mich auch so ein aufwühlendes und geniales Leseerlebnis.

Fazit

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich jedem dieses Buch ans Herz legen kann. Es stehen entsetzliche, schlimme Dinge darin, die einen emotional aufrühren werden. Doch gleichzeitig kann man auch positive Botschaften daraus mitnehmen. Ein intensives Buch, das definitiv etwas mit dem Leser macht.

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238 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 61 Rezensionen

fantasy, winter, stefanie lasthaus, das frostmädchen, heyne

Das Frostmädchen

Stefanie Lasthaus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453317291
Genre: Fantasy

Rezension:


 
Neve macht mit ihrem Freund Gideon Winterurlaub in Longtree, doch anstatt ein paar harmonische Tage in der märchenhaft verschneiten Gegend zu verbringen, kracht es zwischen den Beiden gewaltig. Als Gideon eines Abends handgreiflich wird, flieht Neve Hals über Kopf bei Eiseskälte in den Wald. Dort wird sie von Lauri gefunden, der in einer Hütte von Freunden den Winter im Wald verbringt um zu malen. Er nimmt Neve mit zu sich in die Hütte, päppelt sie auf und schnell bahnt sich etwas zwischen ihnen an. Doch was Lauri nicht weiß: da draußen im Schnee ist etwas mit Neve passiert...

 
Mir war bewusst, dass dieses Buch unheimlich viel negative Kritik gesammelt hat. Doch nachdem ich auch die ein oder andere begeisterte Stimme gehört hatte, wollte ich dem ganzen eine Chance geben und mir eine eigene Meinung bilden. Leider muss ich sagen, dass ich zu der Mehrheit gehöre, die das Buch nicht mitreißen konnte. 
 
  Die Idee an sich fand ich wirklich gut, allerdings war die Umsetzung nicht mein Geschmack. Das winterliche Setting passte zwar wunderschön zur Jahreszeit und ich verstehe durchaus, was für eine Atmosphäre die Autorin dem Leser vermitteln wollte, aber mich konnte es trotzdem nicht bei der Stange halten und letztendlich war ich leider mehr gelangweilt als angetan. Es plätscherte die ganze Zeit mehr oder weniger vor sich hin, Spannung war nur sehr wenig vorhanden und die Autorin hat sich förmlich in Beschreibungen (sei es von Gefühlen, der Umgebung, was auch immer) verloren. Selbst wenn der Schreibstil an sich nicht einmal schlecht war, war es für mich einfach zu viel des guten. Zu viele blumige, ausschweifende Sätze, zu wenig Handlung.
 
  Auch die Protagonisten waren einfach nicht mein Fall. Ich konnte mich weder mit Neve, noch mit Lauri in irgendeiner Form identifizieren und ihre Handlungen nachvollziehen. Viele kritisieren, dass die Liebesgeschichte zwischen den Beiden zu schnell geht und unglaubwürdig sei, aber das hat mich jetzt gar nicht mal gestört. Die Liebesgeschichte ist in Ordnung, bei mir war es eine reine Antipathie den Charakteren gegenüber. Ich konnte einfach nichts mit ihnen anfangen und deswegen haben mich auch ihr Schicksal und ihre Gefühle völlig kalt gelassen. Dass die Perspektive zwischen den beiden wechselt, konnte dann leider auch keinen Schwung mehr in die Geschichte bringen. 
 
  Was mich wohl am meisten gestört hat war, dass sich die Story gefühlt permanent im Kreis gedreht hat. Es war ein ständiges hin und her zwischen dem Wald und Lauris Hütte, immer das gleiche. Neve wird von etwas angelockt oder abgelenkt, sie haut ab, wandert durch den Wald, Lauri hinterher, dann finden sie sich doch wieder, ab zurück zur Hütte und argh... Das war zum Haare raufen. Und nichts gegen Sexszenen, aber hier fand ich sie irgendwie unangebracht... 
Zum Ende hin wurde es dann nochmal kurz interessant, aber da war das Kind leider schon in den Brunnen gefallen. 

 
Nein, das war einfach nicht mein Buch. Ich hätte es aufgrund der Thematik und des Settings gerne mögen wollen, aber die Protagonisten und die Umsetzung haben es mir wirklich nicht leicht gemacht. Ich muss mich an dieser Stelle wohl den negativen Stimmen anschließen und kann diese Buch nicht guten Gewissens weiter empfehlen.

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379 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

fantasy, kuss des feuers, london, kristen callihan, the darkest london

The Darkest London - Kuss des Feuers

Kristen Callihan , Firouzeh Akhavan-Zandjani
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.09.2013
ISBN 9783802589836
Genre: Fantasy

Rezension:  
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429 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 75 Rezensionen

diabolic, science fiction, liebe, weltall, dystopie

Diabolic

S.J. Kincaid , Ulrich Thiele
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602592
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Das Schicksal von Nemesis ist genau vorherbestimmt. Denn Nemesis ist eine Diabolic, ein auf Aggression und Skrupellosigkeit "gezüchteter" Mensch, deren einzige Aufgabe es ist, denjenigen zu beschützen, auf den er geprägt wurde. Nemesis ganze Welt dreht sich einzig und allein um Sidonia von Impyrean, die Tochter eines hohen Senators. Doch der Senator erregt zusehens das Missfallen des regierendes Kaisers, der daraufhin Sidonia als Geisel an den Hof beordert. Natürlich darf sich der Senator nicht weigern, doch seine kostbare Tochter einfach dem Feind zu überlassen ist ebenso wenig eine Option. So kommt es, dass an Stelle von Sidonia Nemesis an den Hof geschickt wird, was diese nur zu gerne tut, um Sidonia zu schützen. Auf sich allein gestellt und fern von der Person, für die sie ihr Leben geben würde, muss sie lernen, was es bedeutet sich als instinktgetriebenes, impulsives Wesen in den intriganten Adelskreisen zu bewegen...

Meinung

Als ich mich informiert habe, worum es in diesem Buch geht, war ich schon total angefixt und wollte es sofort lesen. Sci-Fi liegt mir im Moment sowieso total und ich wurde auch von diesem Buch (bis auf eine Ausnahme, aber dazu gleich mehr) auch nicht enttäuscht.

Der Einstieg ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, durch die fremdartige Welt und die neuen Begriffe, geht aber schon direkt sehr interessant los. Wir treffen die sehr junge Nemesis, als sie von ihren neuen "Besitzern" zum Schutz für deren Tochter gekauft wird. Schnell wird klar, dass Nemesis kein normaler Mensch ist. Erst als sie auf Sidonia geprägt wird, ist sie überhaupt in der Lage so etwas wie Liebe zu empfinden. Ansonsten ist sie als sogenannte Diabolic eine richtige Kampfmaschine, die jede potenzielle Gefahr für ihren Schützling ohne mit der Wimper zu zucken aus dem Weg räumt. Und das liest sich mitunter auch ziemlich brutal. Ihre Verbundenheit zu Sidonia und wie diese mit Nemesis umgeht, ist dafür umso herzlicher. Sie wachsen gemeinsam auf und sind quasi unzertrenntlich, denn nicht nur Nemesis spürt diese Verbindung zu Sidonia, auch umgekehrt liegt die ruppige Diabolic der sensiblen Senatorentochter sehr am Herzen. 

Umso dramatischer ist da der Abschied, als Nemesis an Sidonias Stelle an den kaiserlichen Hof reist. Da geht es dann auch so richtig rund und Nemesis wird zusehends aus ihrer Komfortzone gedrängt, was für den Leser sowohl spannend als auch amüsant zu verfolgen ist. Denn obwohl Nemesis recht aggressiv und mit einseitigem Denken daher kommt, so gibt ihr die Autorin doch genug Emotionen mit auf den Weg, um als Leser mit ihr mitfiebern zu können. Mir hat es auf jeden Fall sehr gefallen, mal eine etwas andere Protagonistin zu haben. Eine, die beinahe unmenschlich stark und von einer Opferrolle so weit entfernt ist, wie der Pluto von der Sonne.
Wo wir gerade beim Pluto sind: Das Setting hat mir ebenfalls sehr gefallen, denn wie ihr euch bei "Science-Fiction" vielleicht schon denken könnt, spielt die Geschichte sich im Weltraum ab. Dabei spielen Raumschiffe und Raumstationen eine zentrale Rolle, zumindest für die Adligen. Nur der niedere "Überschuss" lebt noch auf Planeten und wird von den hohen Herrschaften so ziemlich verabscheut. Auch die Religion spielt eine zentrale Rolle, denn obwohl man in einer solchen "Welt" meinen könnte, dass Technik und Fortschritt absolut wichtig für die Menschen sind, so präsentiert sich hier das genaue Gegenteil. Schon vor sehr langer Zeit haben die Menschen der Wissenschaft abgeschworen, ihre wertvollen, technischen Luxusgegenstände werden von Maschinen gewartet. Sie selbst könnten keine dieser Dinge mehr reproduzieren, da der Glaube an den Kosmos, der alles zusammenhält, der einzig wahre Glaube ist und Wissenschaft wird als etwas böses und überflüssiges angesehen. Sehr interessanter Ansatz, der der Autorin auch überraschend plausibel in der Umsetzung gelungen ist.

Insgesamt war die Geschichte wirklich sehr spannend zu verfolgen und die ersten 2/3 des Buches wären durchaus 5-Sterne wert gewesen. Dann hat sich die Autorin allerdings etwas geleistet, womit weder ich, noch meine Lesepartnerin Misty so richtig glücklich waren. Es gab einen Plottwist, den wir so ziemlich unnötig fanden und der unseren Lesefluss kurzzeitig ins Stocken gebracht hat.


Glücklicherweise hat die Autorin dies zum Ende hin wieder einigermaßen wett gemacht, aber ich hätte mir an der Stelle einfach mal ein bisschen mehr Kosequenz und eine andere Lösung gewünscht. So wurde dann leider doch wieder so ziemlich jedes Jugendbuch-Klischee erfüllt, auch wenn die Ideen drumherum wirklich mal sehr neuartig und spannend waren. 

Wenn ich sage Klischees, muss ich euch wahrscheinlich nicht sagen, dass es selbstverständlich auch eine Liebesgeschichte gibt, oder? Für alle, die es interessiert: Ja, der Kaiser hat einen wirklich gutaussehenden Neffen ;). Mehr sage ich an dieser Stelle mal nicht dazu.

Mit dem Ende kann ich leben, es könnte sogar einigermaßen so für sich stehen bleiben, denn einen riesen Cliffhanger gibt es glücklicherweise nicht. Ich werde es aber sicherlich noch mit Band 2 versuchen, wenn er denn erscheint. 

Fazit

Bis auf ein paar kleine Schwächen ein tolles Lesevergüngen, was aber möglicherweise nicht für jeden etwas ist. Mir hat es Spaß gemacht und war, bis auf das übliche Jugendbuch-Schema, mal wirklich was anderes. Gerade die außergewöhnliche Protagonistin und das Worldbuilding haben mir sehr zugesagt.

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481 Bibliotheken, 17 Leser, 1 Gruppe, 89 Rezensionen

fantasy, magie, wald, naomi novik, zauberer

Das dunkle Herz des Waldes

Naomi Novik , Marianne Schmidt , Carolin Liepins
Fester Einband
Erschienen bei cbj, 21.11.2016
ISBN 9783570172681
Genre: Jugendbuch

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matt haig, echo boy, dystopie, jugendbuch, zukunft

Echo Boy

Matt Haig , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.12.2016
ISBN 9783423717120
Genre: Jugendbuch

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725 Bibliotheken, 12 Leser, 1 Gruppe, 147 Rezensionen

fantasy, marie lu, young elites, jugendbuch, die gemeinschaft der dolche

Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche

Marie Lu , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2017
ISBN 9783785583531
Genre: Jugendbuch

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115 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

liebe, tod, flora, emotionen, spannung bis zum ende

Das Spiel von Liebe und Tod

Martha Brockenbrough , Jessika Komina , Sandra Knuffinke
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Loewe, 25.07.2016
ISBN 9783785582626
Genre: Jugendbuch

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liebe, dystopie, wir zwei in fremden galaxien, kate ling, science fiction

Wir zwei in fremden Galaxien

Kate Ling , Anja Hackländer
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783846600412
Genre: Jugendbuch

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liebe, götter, raisa, könig, schreiben

Feuer und Feder

Kathy MacMillan , Julian Haefs , Carolin Liepins
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 03.04.2017
ISBN 9783407747969
Genre: Jugendbuch

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862 Bibliotheken, 30 Leser, 3 Gruppen, 162 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Auf der jungen Jägerin Feyre lastet ein enormer Druck. Ihr Vater, ein verarmter Kaufmann mit einem lahmen Bein und ihre zwei Schwestern sind auf sie angewiesen, denn wenn Feyre es nicht auf sich nehmen würde in den Wäldern für ihre Familie zu jagen, hätten sie nichts zu essen und würden sich nur schwer durchschlagen können. Doch eines Tages passiert ihr im Wald etwas, das ihr ganzes Leben umkrempeln wird. Sie erschießt einen Wolf, der allerdings kein normaler Wolf war, wie sie feststellen muss. Er war ein gefährlicher Fae, eine von den Menschen gefürchtete, magische Rasse, die tief verborgen leben. Aufgrund ihrer Tat wird sie von Tamlin, einem hohen Lord der Fae, verschleppt und durch einen uralten Vertrag an ihn gebunden. Doch eine Bedrohung liegt über dem Land der Fae und Feyre merkt schnell, dass ihr Tamlin und sein Reich längst nicht mehr so egal sind, wie sie es sein sollten...

Meinung 

Ich war zugegebenermaßen etwas skeptisch, nicht nur aufgrund des enormen Hypes um dieses Buch, sondern auch, weil mir "Throne of Glass" von der Autorin nicht so gut gefallen hatte. Aber da sich die Geschichte so toll anhörte und ich generell bei keiner Adaption von "Die Schöne und das Biest" nein sagen kann, wollte ich es dann doch lesen. Und ich bin zum Glück alles andere als enttäuscht worden.

Der Einstieg war sehr leicht und durch den flüssigen Schreibstil kam ich sofort in die Geschichte rein. Nach einer kurzen Sequenz in der wir Feyre und ihre Familie kennenlernen, geht es auch schon zur Sache und Feyre wird verschleppt. Am Hof des Fae-Lords Tamlin geht es dann Anfangs auch noch recht ruhig zur Sache, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen, denn in der zweiten Hälfte des Buches überschlagen sich die Ereignisse und es wird richtig spannend. Außerdem mochte ich die ruhigeren Passagen und das Kennenlernen von Feyre und Tamlin und dessen Leibwächter Lucian sehr. Es ergaben sich sowohl prickelnde, ernstere, als auch lustige Situationen, die mir sehr gefallen und eine gute Mischung ergeben haben. Ich fühlte mich von der ersten bis zur letzten Seite bestens unterhalten.

Sowieso waren die Charaktere ein unglaublicher Pluspunkt an diesem Buch. Es gab wirklich keinen, der mir nicht irgendwie gefallen hätte. Feyre wirkte auf mich sehr authentisch. Sie ist sehr aufopferungsvoll, pflichtbewusst, aber auch stark und mutig. Ich mochte ihre Art einfach, sie ist nicht so anstrengend wie so viele andere weibliche Charaktere in Büchern. Tamlin ist natürlich der gutaussehende, charmante, beschützende männliche Gegenpart. Ganz typisch, aber trotzdem hat er mir sehr gefallen. Vor allem auch, weil sich die Sache zwischen ihm und Feyre langsam entwickelt und auch auf emotionaler Ebene für den Leser alles ganz nachvollziehbar geschieht. Am liebsten mochte ich aber Lucian, Tamlins bissigen Leibwächter mit dem fehlenden Auge.

Selbstverständlich haben wir auch einen bösen Gegenspieler in der Geschichte, der hauptsächlich ab der zweiten Hälfte des Buches mit ins Spiel kommt und die Karten neu mischt. Auch diesen Part fand ich sehr spannend gestaltet und Widersacher Rhysand hat auch durchaus seinen Reiz als Mann. Man kommt als weibliche Leserin also wirklich voll auf seine Kosten. Aber auch der Nervenkitzel kommt nicht zu kurz und man fiebert sehr mit seinen liebgewonnenen Charakteren mit.

Auch wenn das alles nicht neu klingt und auch definitiv das Genre mit diesem Buch nicht neu erfunden wurde und viele der gängigen Klischees bedient wurden, hatte die Geschichte etwas besonderes an sich, das mich in den Bann gezogen hat. Was die Autorin geschaffen hat, hat mich einfach komplett eingelullt und in ihre fantastische Welt abtauchen lassen. Sowas ist nicht einfach, von daher hat sie meinen größten Respekt, dass sie mit ihren Worten eine solche Atmosphäre erzeugen konnte, dass man einfach mitgerissen wird. Das Ende ist nicht wirklich offen, man könnte es sogar so für sich stehen lassen. Dennoch bin ich jetzt natürlich total gespannt auf die weiteren Bände.

Fazit

Es macht einfach nur unheimlichen Spaß in diese Story abzutauchen und Feyre und ihren Fae-Lord zu begleiten und mit ihnen mitzufiebern. Von daher kann ich es eigentlich nur jedem empfehlen, der dem Genre noch immer zugetan ist und sich für solche Geschichten interessiert. Für mich ein absolutes Wohlfühlbuch mit spannenden Elementen und tollen Charakteren.
4,5 Sterne von mir

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becky chambers, der lange weg zu einem kleinen zornigen planeten, science fiction, galaxie, scifi

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten

Becky Chambers , Karin Will
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 27.10.2016
ISBN 9783596035687
Genre: Science-Fiction

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Die Aufgabe des schäbigen Raumschiffes "Wayfarer" ist schnell umrissen: Es ist ein sogenanntes Tunnelerschiff, das Wurmlöcher ins Weltall bohrt und somit Transportwege von einer Galaxie zur anderen schafft. So eintönig diese Aufgabe klingen mag und so ramponiert wie das Raumschiff aussieht, so bunt und vielfältig ist ihre Besatzung. Neuzugang auf der Wayfarer ist die junge Marsianerin Rosemary Harper, die die Crew als Verwaltungsassistentin unterstützen soll.  Als der Captain des Schiffs beschließt, einen sehr lukrativen und schwierigen Job anzunehmen der sie quer durch die Galaxis zu einem Planeten mit aggressiven Bewohnern führt, erlebt Rosemary zusammen mit der Crew ihr langwierigstes und zugleich aufgregendstes Abenteuer.  

 
Habt ihr schon mal gleich zu Beginn eines Jahres euer Jahreshighlight gelesen? Nun, ich bin mir nicht sicher, was da jetzt noch kommen soll, nachdem ich dieses grandiose Buch gelesen habe. 

Erwartet hier bitte keine fetzige Weltraumaction, denn dieses Buch ist vom Tempo her eher ruhig und konzentriert sich stark auf die Charaktere und deren persönliche Geschichten. Schließlich gilt es einen "langen weg zu einem kleinen zornigen Planeten" zu überbrücken. Der Titel ist also Programm und das ist in keinster Weise von Nachteil. Denn die Charaktere sind so unglaublich liebenswürdig, vielfältig und detailiert ausgearbeitet, dass es ein Genuss ist, alles über sie zu erfahren.

Uns begleiten auch nicht nur Menschen auf der Reise, sondern die Crew der Wayfarer beherbergt die unterschiedlichsten Spezies. Die Pilotin ist ein mitfühlendes, echsenähnliches Wesen, der Navigator mit einem Virus infiziertes, schwächlichs Alien, der Koch und gleichzeitig Arzt des Schiffes gehört einer beinahe ausgestorbenen Spezies an usw. Und alle sind ein eingespieltes Team und die besten Freunde, die man sich vorstellen kann. Mittendrin Neuling Rosemary, eine junge Menschenfrau, die fortan die Verwaltungsarbeit übernehmen soll und noch keinerlei Weltraumerfahrung hat und mit der wir gemeinsam als Leser an den Herausforderungen wachsen, die das All und die vielen verschiedenen Welten beherbergen. 

Ich habe wirklich jedes einzelne Mitglied der verrückten Wayfarer Crew augenblicklich ins Herz geschlossen. Alle sind auf ihre Art besonders und haben das gesamte Buch für mich zu etwas besonderem gemacht. Ihre Freundschaft und wie sie sich gegenseitig aufbauen und füreinander da sind, hat mich beinahe wünschen lassen, ich könnte bei ihnen am Tisch sitzen.

"Wenn du einen Knochenbruch hast und ich mir jeden einzelnen Knochen meines Körpers gebrochen habe, lässt das deinen Bruch verschwinden? Tut es weniger weh, wenn du weißt, dass ich stärkere Schmerzen habe?" (S. 285)

Passend dazu, hat die Autorin einen wundervollen Schreibstil: flüssig, mitreißend und sie bedient sich sowohl eines feinen Humors, als auch einer nachdenklichen Tiefe. Ich mochte ihren feinen Sinn dafür, gewisse Stimmungen zu kreieren, die auf jede Situation perfekt abgestimmt waren. Sie hat es geschafft, das ich mich einfach rundum wohlgefühlt habe in der Geschichte. 

Wenn ich überhaupt so etwas wie Kritik an diesem Buch üben müsste, dann wäre es vielleicht, dass zu schnell von Konflikt zu Konflikt gesprungen wird und sich immer alles in Wohlgefallen auflöst. Allerdings hat mir persönlich das keineswegs die Freude an dem Buch genommen und ich konnte mich gut damit arrangieren. Denn die Konflikte an sich waren durchaus spannend, wichtige Themen wurden angesprochen, die man auch auf uns hier übertragen könnte und zum Nachdenken anregen. Zum Ende hin kam sogar Nervenkitzel auf und die Ereignisse überschlugen sich. Auch wenn das Ende an sich schon so stehen bleiben könnte, will ich unbedingt mehr über die Wayfarer und ihre Crew lesen.

 
Ich habe gelacht, mich wohl gefühlt, war erschrocken, traurig, hoffnungsvoll, habe mit den Cahrakteren gebangt und mich an ihrer Freundschaft erfreut. Ein ungewöhnlicher, aber herzerwärmender Science-Fiction Roman, voll schöner Gedanken und wichtigen Botschaften. Ich bin absolut begeistert und kann es nur jedem empfehlen, der sich darauf einlassen möchte.

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586 Bibliotheken, 26 Leser, 1 Gruppe, 53 Rezensionen

liebe, amy ewing, fantasy, das juwel, dystopie

Das Juwel – Der Schwarze Schlüssel

Amy Ewing , Andrea Fischer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.04.2017
ISBN 9783841440198
Genre: Jugendbuch

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