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(217)

400 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 56 Rezensionen

geister, london, fantasy, geisterjäger, jonathan stroud

Lockwood & Co. - Die Raunende Maske

Jonathan Stroud , ,
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei cbj, 19.10.2015
ISBN 9783570159637
Genre: Jugendbuch

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309 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 33 Rezensionen

liebe, these broken stars, science fiction, gideon, galaxie

These Broken Stars - Sofia und Gideon

Amie Kaufman , Meagan Spooner , Stefanie Frida Lemke
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2017
ISBN 9783551583710
Genre: Jugendbuch

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(56)

109 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

aliens, raumschiff, science fiction, außerirdische, young adult

Guides - Die erste Stunde

Robison Wells
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959670937
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung

Dieses Buch hatte ich gewonnen bzw. ich durfte mir ein Buch aussuchen und meine Wahl fiel ganz spontan auf dieses hier, weil der Klappentext einfach total reizvoll klingt. Science-Fiction ist bei mir sowieso noch ein Dauerbrenner und ich kann gar nicht genug von solchen Geschichten bekommen. Ich habe auch keine schlechte Wahl getroffen, denn das Buch hat mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten.

Es ist mir total leicht gefallen in die Geschichte abzutauchen, denn der Schreibstil ist so locker und flüssig, dass man sehr leicht folgen kann und sofort mitgerissen wird. Unterschwellig schwingt ein feiner Humor mit, der zusätzlich den Spaßfaktor beim Lesen erhöht hat. Außerdem ist das UFO bereits gelandet, wenn man anfängt zu lesen und somit ist auch vom ersten Moment an Spannung da. Der Autor hält sich nicht groß mit Einleitungen und Erklärungen auf und man befindet sich zusammen mit Alice gleich im Geschehen wieder.

Alice war mir gleich sympathisch. Sie ist cool, macht ihr Ding und schaut dabei trotzdem auf ihre Mitmenschen. Natürlich gefällt es ihr nicht so richtig, dass ihr Vater sie auf ein Internat für Kinder reicher Eltern in Minnesota schickt, aber dafür ist sie ihm und somit auch der Absturzstelle des UFOs sehr nahe. Auf dem Internat selbst findet sie schnell Freunde in ihren beiden Mitbewohnerinnen und dem freundlichen Kurt. Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen.

Die Geschichte an sich entwickelt sich schnell sehr rasant und spannend. Wie bereits gesagt, kommt der Autor schnell auf den Punkt und deshalb bin ich auch nur so durch diese Story geflogen. Wir verfolgen zusammen mit den Schülern des Internats, was so mit dem Raumschiff passiert und sind ganz vorne mit dabei, als sich zum ersten Mal eine Tür öffnet und die Bewohner des Schiffes preisgibt.
Die Hintergründe rund um das UFO und die Aliens haben mich wirklich überrascht und fasziniert. Ich fand die Ideen toll, die der Autor hier eingebracht hat. Allerdings fand ich auch, dass an der ein oder anderen Stelle das Geschehen nicht ganz logisch war bzw. fand ich gewisse Entwicklungen seltsam. Vielleicht ist hier auch ein wenig die Schnelligkeit schuld, mit der das ganz voranschreitet.

Dennoch hatte ich wirklich Freude beim Lesen und auch wenn das Ende dann ziemlich schnell kam und auch genauso schnell abgehandelt wurde, hat es mir irgendwie gefallen. Vielleicht hätte ich es noch besser gefunden, wenn das Buch doppelt so dick gewesen wäre.

Fazit

Insgesamt eine rasante, actionreiche Story, die zu fesseln weiß und auf jeden Fall sehr viel Spaß macht. Ganz perfekt war es für mich nicht, dazu musste ich etwas zu oft die Stirn runzeln, aber dennoch einen genaueren Blick wert.

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352 Bibliotheken, 20 Leser, 2 Gruppen, 81 Rezensionen

dystopie, fantasy, tod, utopie, neal shusterman

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

Rezension:

So viele begeisterte Stimmen sind im Vorfeld auf mich eingeprasselt, da konnte ich mich nicht mehr dagegen wehren und musste - neugierig wie ich bin - einfach zu diesem Buch greifen und es sofort lesen. Und ja, die Leute hatten sowas von Recht mit ihrer Schwärmerei.

Es ging los mit einem Tagebucheintrag eines Scythe - in dem Fall den Einträgen von Citras und Rowans Ausbilder - und da merkt man als Leser schon, dass diese Geschichte etwas besonderes ist. Die Tagebucheinträge ziehen sich auch wie ein roter Faden durch das Buch und sind vor jedem Kapitel zu finden. Im nächsten Schritt lernen wir auch schon die Protagonisten kennen, die mir beide von Anfang an sympathisch waren und die ich gerne durch das Buch begleitet habe.

Citra ist ehrgeizig, direkt und aufbrausend, ein kleiner Wirbelwind, die weiß was sie will und für das einsteht, woran sie glaubt. Rowan hingegen ist ein Außenseiter, der aber durch viel Fein- und Mitgefühl auffällt und auf seine Art versucht das Richtige zu tun. Beide werden als Scythe-Lehrlinge vom Ehrenwerten Scythe Faraday ausgewählt und beide haben natürlich überhaupt keine Lust Scythe zu werden (was allerdings Grundvoraussetzung ist um Scythe-Lehrling zu werden). Binnen eines Jahres sollen die beiden nun das Handwerk des Tötens erlernen und dann ihre Prüfung ablegen. Allerdings geht bei einem der Zusammenkünfte der Scythe etwas schief und einer der Scythe verlangt, als Anreiz für die beiden Lehrlinge, dass der der die Prüfung besteht, den anderen töten muss. Kein guter Start ins Lehrjahr für Citra und Rowan, denn eigentlich mögen die beiden sich bereits.

Nicht nur das war ein spannender Aspekt der Geschichte, sondern auch die Thematik an sich und wie der Autor seine Ideenumgesetzt hat, haben mich total gefesselt. Die Frage was passiert, wenn die Menschen unsterblich sind, ist nicht nur interessant sondern regt auch sehr zum Nachdenken an. Die Konflikte die damit einher gehen können, wenn die Menschheit den Tod nicht mehr in die Hände der Natur legt sondern selbst übernimmt, werden vom Autor gründlich und auf unterhaltsame Art und Weise beleuchtet. Es ist schon erschreckend, aber wer sagt uns, dass das nicht ein mögliches Zukunftsszenario ist?

Den Schreibstil des Autors kannte ich ja bereits von seiner "Vollendet"-Reihe und auch hier mochte ich seine Art zu schreiben wieder sehr gerne. Er fängt diese beklemmende Atmosphäre des überall lauernden Todes in Menschengestalt zwar gut ein, behält sich aber dennoch eine gewisse Leichtigkeit und ein Stück schwarzen Humor. Ich fand diese Mischung sehr ansprechend und sie hat dafür gesorgt, dass ich schnell und leicht durch das Buch kam. Außerdem wurden so einige Wendungen und Überraschungen eingebaut, die die Spannung nochmal erhöht haben. Nach dem Ende freue ich mich sehr auf den zweiten Band, denn da ist glaube ich noch viel Stoff für die Geschichte vorhanden.

Fazit: Ein mehr als gelungener Auftakt für eine neue Buchreihe mit einer faszinierenden Thematik und viel Raum für Spekulationen. Ich bin ziemlich begeistert und sehr gespannt, wie der Autor diese Geschichte weiter erzählt. Im März kommt der 2. Band raus und den habe ich mir bereits vorbestellt. Von mir eine ganz klare Empfehlung.

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378 Bibliotheken, 24 Leser, 0 Gruppen, 53 Rezensionen

jay kristoff, assassinen, nevernight, fantasy, mia corvere

Nevernight - Die Prüfung

Jay Kristoff , Kirsten Borchardt
Fester Einband: 704 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.08.2017
ISBN 9783596297573
Genre: Fantasy

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185 Bibliotheken, 13 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

fantasy, magie, der schwarze thron, kendare blake, fennbirn

Der Schwarze Thron - Die Königin

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 25.09.2017
ISBN 9783764531478
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung

Sehnsüchtig habe ich den 2. Band erwartet, da mich Band 1 einfach nur umgehauen hat. Gerade nach dem Ende war ich mehr als gespannt wie es wohl weiter gehen würde. Eine richtig tolle Fantasy Geschichte ganz nach meinem Geschmack. Und auch die Fortsetzung hat mich alles andere als enttäuscht.

Es geht nahtlos weiter mit den  Drillingen Arsinoe, Mirabella und Katharine, die um die Krone kämpfen. Alle drei haben sich weiter entwickelt, mal in eine positive, mal in eine negative Richtung. Meine Lieblinge blieben allerdings auch hier Arsinoe und ihre beste Freundin Jules. Aber auch alle anderen Handlungsstränge haben mir gut gefallen und waren sehr interessant. Es wurde zu keiner Zeit langweilig oder langatmig. Eigentlich hätte ich sogar noch 500 Seiten mehr lesen können, wenn es so weiter gegangen wäre.

Was die  Spannung betrifft, hat die Autorin in diesem Teil nochmal eine Schippe drauf gelegt. Durch ihren wunderbar flüssigen Schreibstil weiß sie zu fesseln und die Geschehnisse sind so gestrickt, dass ich nicht auf einen möglichen Ausgang des ganzen gekommen bin und durchaus überrascht wurde. Ich mochte zwar auch das eher ruhigere Geschehen in Band 1 und den Fokus auf den einzelnen Charakteren richtig gerne, aber mit viel  Action und immer mehr Verstrickungen hat es auch sehr gut funktioniert. Diejenigen, die sich von Band 1 vielleicht schon mehr erhofft hätten in diese Richtung kommen im 2. Band auf jeden Fall auf ihre Kosten.

Es werden noch mehr Geheimnisse gelüftet, Machenschaften aufgedeckt und mit allen Mitteln der Clans um die Herrschaft über die Insel Fennbirn gekämpft. Es gibt einige Wendungen und wie bereits gesagt konnte ich das  Ende nicht erahnen. Als es dann kam war ich gleichermaßen überrascht wie enttäuscht. Mit diesem Ausgang habe ich überhaupt nicht gerechnet und irgendwie habe ich das Gefühl in der Luft hängen gelassen zu werden. Man kann dieses Ende zwar als solches sehen, aber es bleibt eben auch noch einiges  offen. Ich würde gerne wissen, wie es nun für die Charaktere weiter geht und bin daher etwas traurig, dass es mit diesem Band wohl vorbei ist. Aber vielleicht wird es ja doch noch in irgendeiner Form weiter gehen? Mich würde das sehr freuen. Das Potential wäre vorhanden.

Fazit

Eine gelungene, spannende Fortsetzung, die allerdings nicht schafft alle Fragen zu klären, was ein bisschen ärgerlich ist. Dennoch kann ich diese Reihe nur jedem ans Herz legen, weil sie in meinen Augen etwas ganz besonderes ist, auf jeden Fall gut zu unterhalten weiß und man so richtig mitfiebern kann. Ich bin trotz des relativ offenen Endes sehr begeistert von der Geschichte.

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155 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

fantasy, prinz, liebe, abenteuer, magie

Schattenthron - Das Mädchen mit den goldenen Augen

Angelika Diem
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.07.2017
ISBN 9783841500915
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung

Ich wurde von der Autorin persönlich auf ihr neuestes Buch aufmerksam gemacht und nachdem ich mir den Klappentext und die Leseprobe durchgelesen hatte, wollte ich es auch wirklich gerne lesen, da es mich sofort angesprochen hat. Märchen und Fantasy: das geht bei mir ja sowieso immer.

Und das Buch ließ sich auch unheimlich schnell weglesen, die Seiten sind nur so dahin geflogen. Das lag zum Einen an dem wunderbar flüssigen Schreibstil, der den Leser einfach sofort gefangen nimmt und wie auf sanften Eulenschwingen durch die Geschichte trägt. Und zum Anderen natürlich an der märchenhaften Geschichte selbst.
Am Anfang gab es noch einen kurzen Moment der Verwirrung, da die Autorin Perspektivwechsel in die Geschichte eingebaut hat, die die Vergangenheit am Königshof schildern. Da das ohne Vorwarnung kam, musste ich mich kurz orientieren, aber das hat man wirklich schnell raus. 

Die Geschichte an sich hat mir auch richtig gut gefallen. Auch wenn das Rad nicht neu erfunden wurde, so hat man doch genug Raum für Spekulationen und man kann miträtseln und mitfiebern. Die märchenhafte Atmosphäre mit den Fantasy-Elementen tut ihr übriges. Ein paar Dinge sind zwar vorhersehbar, aber das fand ich nicht weiter schlimm, ich war trotzdem gefesselt. Gerade zum Ende hin gab es noch einige Wendungen die mich überrascht haben und die ich so nicht hatte kommen sehen. Es gibt eine böse, bedrohliche Macht die im Hintergrund schlummert und am Königshof selbst brodelt es hinter der Fassade. Es gibt so viele Geheimnisse und ungeklärte Fragen.

Am meisten hat mich die Protagonistin selbst begeistert. Angelika Diem hat mit ihrer Rahel einen starken Charakter entwickelt, der eigenständig handelt, vielleicht manchmal noch etwas naiv rüber kommt, aber dennoch ihre Frau steht. Ich bin immer unheimlich froh, wenn ich einer weiblichen Hauptfigur begegne, die nicht weinerlich ist und dauernd von ihrem Prinzen gerettet werden muss. Hier ist es tatsächlich sogar mal anders herum (wobei ich damit nicht sagen will, dass der Prinz in dieser Geschichte weinerlich ist, das ist er nämlich absolut nicht). 

Wie bereits erwähnt: natürlich wird unserer Rahel ein männlicher Part gegenüber gestellt, nämlich Prinz Leonard, der einiges auf dem Kerbholz zu haben scheint und sich eher distanziert gibt. Sein Vater hat eine Brautschau ausgerufen, damit er endlich verheiratet wird. Doch dahinter steckt noch viel mehr und natürlich bleibt auch unsere liebe Rahel nicht unbeteiligt, wie ihr euch sicher denken könnt. Aber auch den Part der Brautschau, die in Form von Prüfungen für die jungen Damen des Reiches stattfindet, habe ich gerne gelesen, da es doch irgendwie spannend und interessant war, obwohl man sowas in anderen Büchern ja schon hatte. Aber die Umsetzung war einfach super gelungen, so dass es mir wirklich Spaß gemacht hat Rahel und die anderen Kandidatinnen zu begleiten. 


Fazit

Insgesamt hat mir das Buch einfach wahnsinnig viel Freude bereitet und mich bestens unterhalten. Es macht einfach Spaß die Rätsel zu entwirren, unsere starke Heldin zu begleiten und auch zum Schluss gibt es noch einige offene Fragen, die mich neugierig auf den 2. Band machen. 4,5 Sterne möchte ich hierfür geben.

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(291)

491 Bibliotheken, 36 Leser, 0 Gruppen, 43 Rezensionen

darm, gesundheit, medizin, sachbuch, giulia enders

Darm mit Charme

Giulia Enders
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.11.2014
ISBN 9783550081088
Genre: Sachbücher

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(32)

135 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 17 Rezensionen

fantasy, gesellschaftskritik, scifi, mobbing, umweltkatastrophen

Alle Vögel unter dem Himmel

Charlie Jane Anders , Sophie Zeitz
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 23.03.2017
ISBN 9783596036967
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung

Ich hatte nach lesen des Klappentextes sofort Lust dieses Buch zu lesen. Es hört sich so anders und innovativ an. Leider konnte mich die Umsetzung nicht so richtig überzeugen und hat mich eher irritiert und etwas zwiespältig zurück gelassen.


Der  Anfang des Buches war noch wirklich vielversprechend und es ging gut los. Aber so nach und nach häuften sich die komischen Szenen, die für mein Gefühl sehr deplatziert wirkten und nichts zu der Geschichte beigetragen haben.

Vielleicht lag es am  Schreibstil, der ein wenig gewöhnungsbedürftig daher kommt. Es wechselt zwischen tollen, bildhaften Beschreibungen und eher groben Ausdrücken. Wahrscheinlich ein gewolltest Stilmittel der Autorin, aber leider nicht mein Geschmack. Dieses Ungleichgewicht hat mich stutzig gemacht und irgendwie dazu beigetragen, dass ich die Lektüre nicht richtig genießen konnte. Es hat mich immer wieder raus gebracht und keinen angenehmen Lesefluss ergeben.
Ab der  zweiten Hälfte, als die Protagonisten bereits erwachsen sind, wurde es dann etwas besser. Trotzdem gab es auch da zwischendurch immer wieder diese seltsamen Szenen und Beschreibungen der Autorin, die mir kein gutes Lesegefühl gegeben haben.

Ich versuche mal ein  Beispiel zu geben: Es gibt eine Szene, in der Protagonist Laurence nackt in einen Schuppen gesperrt wird. Alles ganz schlimm und dramatisch, eigentlich möchte ich mit Laurence mitleiden wie er da hockt und dann kommt ein Satz wie "seine Eier lagen auf dem kalten Boden"... äh... Entschuldigung, aber: too much Information. Oder wie eine Zeile aus einem Liedtext von "Die Ärzte" besagt: Das sind Dinge, die ich gar nicht wissen will.
Versteht ihr was ich meine? Es gab dauernd solche  Störfaktoren, die skurril wirken und der Geschichte eine besondere Note verleihen sollten, für mich aber letztendlich nur lächerlich waren.

Die  Idee an sich und was für ein Gedanke hinter der Story steckt, fand ich aber richtig toll. Auch der Genremix und wie die Autorin die Elemente Fantasy und Sci-Fi miteinander verbunden hat, war super und hätte genug Stoff für eine fantastische Geschichte geboten. Es hätte wirklich eine wunderschöne Geschichte werden können, wenn die  Umsetzung etwas anders gewesen wäre und nicht stellenweise so... plump. Denn es gab auch durchaus Szenen die super beschrieben wurden. Die Autorin hätte es also gekonnt, wenn sie gewollt hätte. Aber so konnte ich leider nichts damit anfangen.

Die  Charaktere an sich waren schon so gestaltet, dass man sie durchaus mögen kann. Es sind keine perfekten Menschen, beide teilen ein ähnliches Schicksal, sind die Außenseiter der Schule und raufen sich zusammen. An sich also gar nicht mal so unsympathisch und manche Gefühlsregungen konnte ich auch gut nachvollziehen. Aber auch hier fehlte mir ein wenig der Feinschliff.

Auch das  Ende und wie der große Showdown gestaltet wurde, hätten meiner Meinung nach eine etwas detailliertere Ausarbeitung vertragen können. Plötzlich war es so weit, das Ende naht. Man wird als Leser vor vollendete Tatsachen gestellt, man nimmt es zur Kenntnis, aber so richtig spannend und fesselnd war es dann leider nicht. Die Auflösung hat mir eher ein genervtes "Echt jetzt?! Das war's?" entlockt, als ein befriedigtes Zuklappen der Lektüre. 


Fazit

Schade, aber es hat mich tatsächlich ein wenig enttäuscht. Es war nett für zwischendurch, aber es gab so viele seltsame Stellen in diesem Buch, die es mir einfach ein bisschen vermiest haben. Und ich hätte mir wirklich gewünscht, dass die Autorin noch mehr aus dieser tollen Thematik herausholt. So leider nur schwaches Mittelmaß und nicht wirklich eine Empfehlung. 2,5 Sterne von mir.

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(303)

711 Bibliotheken, 45 Leser, 0 Gruppen, 105 Rezensionen

fae, rhysand, fantasy, das reich der sieben höfe, feyre

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

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(173)

448 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 104 Rezensionen

fantasy, kendare blake, magie, penhaligon, königin

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Kendare Blake , Charlotte Lungstrass-Kapfer
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Penhaligon, 09.05.2017
ISBN 9783764531447
Genre: Fantasy

Rezension:

Meinung

Bereits vor Erscheinen war dieses Buch in aller Munde und hat auch mich sofort neugierig gemacht. Es hört sich einfach total nach einer Geschichte für mich an. Und mein Riecher hat mich nicht im Stich gelassen.

Abwechselnd lernen wir die Drillinge kennen, denn jedes Kapitel ist aus der Sicht einer anderen Schwester geschrieben. Und schnell wird klar, wie die Welt funktioniert in der sie leben und dass den  jungen Königinnen noch so einiges bevorsteht. Denn das Beltane-Fest rückt immer näher, was bedeutet, dass eine von ihnen zur Alleinherrscherin gekrönt wird. Doch dazu muss sie ihre zwei Schwestern töten. Hilfreich sind da die unterschiedlichen Fähigkeiten, die jede Schwester von Geburt an in sich trägt. So wächst Mirabella bei den Elementwandlern, Katharine bei den Giftmischern und Arsinoe bei den Naturbegabten auf, voneinander getrennt und darauf getrimmt, einander zu hassen.

Allein die Idee hat mich schon sehr begeistert und auch die Mädchen an sich konnten mich sofort in ihren Bann ziehen. Am liebsten bin ich mit der ruppigen, aber dennoch sympathischen Arsinoe und deren besten Freundin Jules unterwegs gewesen. Aber auch Katharines Handlungsstrang mochte ich sehr, weil vor allem sie in ihrer Ausbildung als Giftmischer-Königin einiges auszustehen hat und sie mir oft sehr leid tat. Allzu schwache Nerven sollte man nicht besitzen um das zu lesen. Mirabella, ein im Grunde herzensgutes Mädchen, blieb mir dann aber leider im Gegensatz etwas zu farblos. Dennoch hat es mir Spaß gemacht jede einzelne auf dem Weg bis hin zum Beltane zu begleiten und es gab keinen Moment, wo ich nicht von ihrer Geschichte gefesselt war.

Das Hauptaugenmerk liegt wirklich ganz eindeutig auf den Charakteren und wie sie mit ihren Schicksalen zurechtkommen. Wer von vornherein Action, Mord und Totschlag erwartet, ist hier an der falschen Adresse. Es entwickelt sich alles eher gemächlich, man lernt die Protagnonistinnen kennen und man wird dennoch von den Geschehnissen unweigerlich gepackt und in den Bann gezogen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Geschichte der drei Schwestern unheimlich dynamisch und spannend erzählt wird, allein schon durch die häufigen Perspektivwechsel wird man auf Trab gehalten. Natürlich spielen auch Männer in der Welt der Königinnen eine Rolle, aber auch hier fand ich die kleinen Liebesgeschichten fein eingewoben in die Geschichte.

Hinzu kommt ein interessanter Weltentwurf, der mit Ideenreichtum und Magie glänzt und einer Story, die so einige Intrigen und überraschende Wendungen parat hält. Dem ein oder anderen mag es vielleicht etwas zu viel erzwungenes Drama sein, ich für meinen Teil hatte aber meine helle Freude daran. Zu viel möchte ich zu der Geschichte nicht sagen, weil man sich, meiner Meinung nach, einfach reinfallen und begeistern lassen sollte. Ich habe mich jedenfalls immer gefreut, wenn ich Zeit hatte dieses Buch wieder in die Hand zu nehmen und nach Fennbirn abzutauchen.

Das Ende verspricht einen ebenso rasanten und spannenden zweiten Band, den ich schon jetzt kaum erwarten kann. Ich will unbedingt wissen, wie das tödliche Gerangel um den schwarzen Thron ausgeht. Zum Glück müssen wir "nur" noch bis Ende September warten.

Fazit

Sehr erfrischendes Buch, das mit tollen Ideen aufwarten kann und zudem wirklich grandios umgesetzt wurde. Mich hat es total gefesselt und war definitiv ein Highlight. Alle Fans von High Fantasy mit jungen Protagonisten, sollten sich das Buch auf jeden Fall mal näher anschauen.

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(254)

597 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 112 Rezensionen

fantasy, liebe, attentäter, prinzessin, verrat

Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

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(353)

604 Bibliotheken, 27 Leser, 0 Gruppen, 193 Rezensionen

magie, spiel, caraval, fantasy, liebe

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung

Wieder ein Buch, bei dem ich mich einfach nicht gegen die vielen positiven Meinungen wehren konnte und sofort neugierig geworden bin. Es klingt mysteriös und geheimnisvoll und genau das erwartet einen auch.


"Was jenseits dieses Tors geschieht, mag euch ängstigen oder begeistern, aber lasst euch davon nicht in die Irre führen. Wir werden versuchen, euch vorzumachen, dass alles wirklich ist, aber das ist Teil unserer Vorstellung. Es ist eine Welt voller Illusionen. Wir wollen euch davontragen, doch gebt acht, dass ihr nicht zu weit davongetragen werdet. Wahr gewordene Träume können wunderschön sein, aber sie können auch zu Albträumen werden, aus denen man nicht mehr erwacht." (S. 80)

Dieser Satz beschreibt es schon ziemlich genau, denn in Caraval ist wirklich alles Illusion. Man weiß nicht, was man glauben soll und was nicht, selbst als Leser fällt es einem schwer, hinter die Fassade zu blicken. Das war auf jeden Fall auch das, was mich an dem Buch am Meisten beeindruckt hat. Dieses Spiel mit der Wahrheit und dem Gefühl, dass man niemandem trauen kann. Das sorgt für beste Unterhaltung und zaubert einem gleichzeitig ein bisschen Gänsehaut auf die Arme.

Protagonistin Scarlett hat es noch nie wirklich leicht gehabt. Ihr Vater ist gewalttätig, was sie dazu bringt, sogar einer Heirat mit einem ihr völlig fremden Grafen zuzustimmen und ja, sich sogar darauf zu freuen. Ihr größter Traum seit Kindertagen ist allerdings, an Caraval teilzunehmen und sich einen Wunsch zu erspielen. Was eines Tages ja auch Realität wird. Zusammen mit ihrer Schwester Donatella, für die sie wirklich alles tun würde, und dem geheimnisvollen Seemann Julian, begibt sie sich nach Caraval. Doch ihre geliebte Schwester wird entführt und für Scarlett wird das Spiel zu einem gefährlichen Spießrutenlauf. 

Manchmal fand ich Scarlett ein wenig nervig und ich konnte ihre Gedanken und Handlungen nicht immer nachvollziehen. Gerade was ihre Schwester betrifft, ist sie wirklich sehr beschützend und aufopferungsvoll, obwohl sich diese ihr gegenüber manchmal schrecklich benimmt. Und gegenüber Julian ist Scarlett hin und wieder wirklich zickig. Nun ist Julian auch nicht unbedingt ein unbeschriebenes Blatt, aber so richtig sympathisch war mir die Gute halt trotzdem nicht. Was mich zudem etwas irritiert hat ist, dass Scarlett Gefühle mit Farben beschreibt. So ist Hoffnungslosigkeit beispielsweise dunkelgelb. Für mich war das jetzt eher befremdlich und hat mich im Lesefluss ein wenig gestört, weil ich ständig gestutzt habe, wenn sowas kam, aber das ist wahrscheinlich auch Geschmackssache. 

Je mehr man aber von Caraval in den Bann gezogen wird und je tiefer man in dieses verworrene Spiel abtaucht und zusammen mit den Charakteren den Hinweisen folgt, desto spannender wird es und lässt einen nicht mehr los. Es gibt viele fantastische Ideen und Wendungen, die man nicht kommen sieht. Eine Welt voller gefährlicher Magie, einer zeitweise düsteren Atmosphäre, aber auch Schönheit und Ausgelassenheit. Das hat die Autorin wirklich super geschafft, dem Leser diesen ganz speziellen Zauber ihrer Welt näher zu bringen. 

Das Ende hat wieder so einige Überraschungen parat gehalten und ich wusste zeitweise selbst nicht mehr, was ich glauben soll. Wenn es einen zweiten Band gibt, dann werde ich den wahrscheinlich auch noch lesen.

Fazit

Tolles Buch, was so seinen ganz eigenen Reiz mit sich bringt. Ich kann verstehen, warum viele es so mögen. Für mich war es nicht ganz perfekt, aber es hat mich auf jeden Fall großartig unterhalten.

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(73)

289 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 40 Rezensionen

dornröschen, märchen, märchenadaption, rhiannon thomas, hundertjähriger schlaf

Ewig - Wenn Liebe erwacht

Rhiannon Thomas , Michaela Kolodziejcok
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 23.02.2017
ISBN 9783737354691
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(139)

296 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 111 Rezensionen

smoke, rauch, london, fantasy, dan vyleta

Smoke

Dan Vyleta , Katrin Segerer
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei carl's books, 13.03.2017
ISBN 9783570585689
Genre: Fantasy

Rezension:



Inhalt:
Die 16-jährigen Jungen Charlie und Thomas haben sich auf dem Elite-Internat, auf das sie gehen, kennen gelernt und sich schnell angefreundet. Das ist auch nötig, wenn man gegen Julius, den ungekrönten König des Internats, bestehen will, der ihnen allen regelmäßig das Leben zur Hölle macht. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass die zwei Freunde in einer Welt leben - genau genommen in England, Ende des 19. Jahrhunderts - die vom Rauch beherrscht wird. Jede noch so kleine Verfehlung, jeder Schmerz, jede Lüge und jeder schlechte Gedanke manifestiert sich als wabernder Rauch um die Menschen und macht so für jeden ihre Gefühlsregungen sichtbar. Der Rauch steht für Sünde und die Obrigkeiten nutzen ihn aus, um die Menschen zu unterdrücken. Charlie und Thomas machen sich jedoch Gedanken und stoßen schon bald auf Ungereimtheiten. Was hat es wirklich mit dem Rauch auf sich?

Meinung:
Ich habe mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, denn die Thematik klingt einfach unglaublich spannend und mal nach etwas neuem, was man noch nie gelesen hat. Und das war es durchaus, aber nach der Reihe: Der Einstieg hat mir unglaublich gut gefallen. Wir lernen Charlie und Thomas, die zwei sehr gegensätzlichen Hauptcharaktere, bereits in einer spannenden und heiklen Situation auf dem Internat kennen. Es geht also gleich unheimlich und interessant los, man wird in die Geschichte geworfen und bekommt einen guten Eindruck von dieser düsteren Version von England. Mich hat es total in den Bann gezogen und auch der Schreibstil hat mich ziemlich schnell überzeugt. Der Autor erschafft nicht nur eine dichte, bedrückende Atmosphäre, er kann meiner Meinung nach auch ganz hervorragend mit den Worten umgehen und zaubert dem Leser lebhafte Bilder in den Kopf. Mir hat sowohl die Atmosphäre als auch der Schreibstil vom ersten Augenblick an sehr gut gefallen.

Auch die Charaktere waren mir zumindest zu Beginn ganz symptathisch. Charlie, eher ruhig und überlegt, sehr höflich mit einem einnehmenden Charme. Ganz der englische Gentleman. Und Thomas im Gegensatz dazu sehr impulsiv und stolz, ein rastloser Wildfang. Im späteren Verlauf stößt noch eine junge Dame zu unseren beiden Helden dazu, die so einiges aufwirbelt. Livia ist ein etwas speziellerer Charakter, den man nicht unbedingt sofort ins Herz schließt. Aber auch mit ihr konnte ich mich gut arrangieren.


Allerdings wurden mir die Charaktere mit Voranschreiten der Geschichte nicht unbedingt sympathischer, sondern leider eher das Gegenteil. Sie entwickeln sich in eine recht merkwürdige Richtung. Mir fiel es dann irgendwann nicht mehr so leicht, alles nachzuvollziehen und sie überhaupt noch gern zu haben. Auch die Liebesgeschichte, die sich da entwickelt, fand ich leider unnötig und nahm zum Ende hin Ausmaße an, die mir persönlich leider nicht zugesagt haben. Das Buch hätte meiner Meinung nach an dieser Stelle auch mit weniger auskommen können. 

Was die Idee und den Verlauf der Story anging, war ich allerdings bis zum Schluss guter Dinge und sehr gespannt auf die große Auflösung. Die Thematik mit dem Rauch, die Darstellung von Gut und Böse, die Moral von der Gesichichte: all das fand ich wirklich grandios und war tatsächlich mal etwas erfrischend anderes. Ab der Hälfte des Buches begann das ganze allerdings etwas zu stocken. Es wurde stellenweise zäh zu lesen, aber trotzdem passierte immer irgendwas, so dass ich trotzdem unbedingt weiter lesen wollte. Und schließlich war ich ja auch auf die Antworten gespannt. Leider hat sich die Story aber zum Ende hin immer mehr verlaufen und ich habe irgendwie das unbefriedigende Gefühl nicht alle Fragen beantwortet bekommen zu haben. Vielleicht wurde ich durch das immer mehr aufbauschende Drama und die Raserei mancher Charaktere auch zu sehr verwirrt und abgelenkt, so dass ich nicht alles mitbekommen habe... Aber das Gefühl nach Beenden des Buches ist auf jeden Fall kein sehr Positives gewesen. 

Man muss schon damit umgehen können, dass es ein doch eher offenes Ende gibt. Mit Gewaltszenen hat man ebenfalls zu rechnen, was für mich jetzt an sich nicht schlimm gewesen wäre. Allerdings kann ich Gewalt gegen Tiere überhaupt nicht leiden und das war hier leider mindestens zwei Mal der Fall... Wer also massive Probleme damit hat, für den wäre das Buch wahrscheinlich eher nichts. Das Gleiche gilt für Gewalt gegen Kinder.

Fazit:
Grandiose Idee, toller Gedanke hinter der Geschichte und wirklich mal etwas neuartiges. Wer mit den von mir kritisch angemerkten Punkten kein Problem hat, der sollte gerne mal zu diesem Buch greifen, es lohnt sich. Für mich hat es leider zum Ende hin nachgelassen und ich war mit der ganzen Entwicklung nicht hundertprozentig glücklich. Trotzdem bereue ich nicht, es gelesen zu haben.
3,5 Sterne

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22 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

science fiction, englisch, adult, fiction, gender-diversity

The Long Way to a Small, Angry Planet

Becky Chambers
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Hodder Paperbacks, 31.12.2015
ISBN 9781473619814
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

Der Axolotlkönig

Sylvia Rieß
E-Buch Text: 205 Seiten
Erschienen bei null, 11.02.2017
ISBN B06W542NGP
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(40)

84 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

musik, punk, freunde, englisch, patrick

The Perks of Being a Wallflower

Stephen Chbosky
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Simon & Schuster UK, 01.09.2012
ISBN 9781471100482
Genre: Romane

Rezension:  
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(602)

1.381 Bibliotheken, 54 Leser, 2 Gruppen, 284 Rezensionen

fantasy, prinz, der kuss der lüge, prinzessin, attentäter

Der Kuss der Lüge

Mary E. Pearson ,
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.02.2017
ISBN 9783846600368
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Meinung:

Nachdem ich einige positive Meinungen über dieses Buch gehört hatte, bin ich, wie so oft, neugierig geworden. Spontan habe ich es dann mal zur Hand genommen und war auch von Anfang an ziemlich angetan.

Es liest sich super flüssig und ich war sofort in der Geschichte drin. Die erste Hälfte flutschte mir nur so durch die Finger, auch wenn es eher ruhig blieb und nichts großartig spannendes passiert ist. Auch wenn ich in der zweiten Hälfte, dank Leseflaute, nicht mehr so aktiv dabei war, hat auch der Rest des Buches mir grundsätzlich gefallen. Vor allem, weil es dann auch spannender wurde und die Story so richtig ins Rollen kam. So langsam und ruhig die Geschichte auch anfing, desto mehr hat sie sich mit der Zeit aufgebaut und desto mehr Hintergründe, über die Welt und die Völker dort, kamen ans Licht. Ich habe sowohl den gemäßigten Anfang, als auch den etwas spannenderen zweiten Teil gemocht, auch wenn die Handlung jetzt nicht konstant spannend oder durchweg interessant war und es die ein oder andere Länge gab. 

Lia als Protagonistin hat mir ebenfalls gefallen, denn sie weiß sich durchaus zu behaupten und ist im Auftreten recht stark und kein typisches Prinzesschen. Auf ihrer Flucht wird Lia von ihrer besten Freundin Pauline begleitet, die ich ebenfalls gut leiden konnte und die Lia eine wirklich gute und treue Freundin ist. Was Lias männliche Gegenspieler Kaden und Rafe betrifft, so fand ich auch diese gut ausgearbeitet. Gerade Kaden hat etwas mysteriöses an sich und das mag ich immer sehr. Rafe nimmt da den Part des sympathischen Charmebolzen ein, der aber offensichtlich auch seine Geheimnisse mit sich herum trägt. Beide sind so gestaltet, dass sie nicht leicht zu durchschauen sind. 

Im Vorfeld hatte ich schon öfter gehört, dass man als Leser nicht weiß, wer von den beiden nun der Prinz und wer der Attentäter ist. So ganz klar war es mir am Anfang auch nicht, ich hatte nur eine Vermutung, aber als die Auflösung kam, war es total logisch und hat mich nicht überraschen können. Trotzdem fand ich die Idee der Autorin gut, den Leser darüber ein wenig im Dunkeln tappen und miträtseln zu lassen. Zudem wird die Geschichte nicht nur aus Lias, sondern zwischendurch auch aus Kadens und Rafes Perspektive erzählt. Davon bin ich sowieso immer ein Freund, denn es bringt nochmal eine schöne Dynamik in die Story. 

Auch die fantastische Welt, in der wir uns bewegen, war toll ausgearbeitet und man möchte ab einem gewissen Punkt einfach mehr erfahren. Denn gerade zum Ende hin offenbart sich einiges und man bekommt Häppchen zugeworfen, die man irgendwie nicht so stehen lassen will. Es endet leider auch mit einem Cliffhanger, so dass ich jetzt auf jeden Fall neugierig auf den 2. Teil geworden bin. 

Fazit:

Insgesamt ein solides Jugend-Fantasy-Buch, welches mich auf jeden Fall gut unterhalten konnte und einige Fragen offen lässt. Ein guter Reihenauftakt, der mich zwar nicht vollkommen überzeugen konnte, aber dennoch einen gewissen Eindruck hinterlassen hat.

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425 Bibliotheken, 18 Leser, 3 Gruppen, 155 Rezensionen

weltraum, hexen, science fiction, kai meyer, raumschiff

Die Krone der Sterne

Kai Meyer , Jens Maria Weber
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 26.01.2017
ISBN 9783596035854
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Das galaktische Reich von Tiamande wird von der allmächtigen Gottkaiserin und ihrem Hexenorden beherrscht. Regelmäßig werden ihr Mädchen von fernen Planeten als Bräute zugeführt. Niemand weiß, was mit ihnen geschieht. Als die Wahl auf die junge Adelige Iniza fällt, soll sie an Bord einer Weltraumkathedrale auf die Thronwelt gebracht werden. Ihr heimlicher Geliebter Glanis, der desillusionierte Kopfgeldjäger Kranit und die Alleshändlerin Shara Bitterstern tun alles, um den Plan der Hexen zu vereiteln. Im Laserfeuer gewaltiger Raumschiffe kämpfen sie um ihre Zukunft – und gegen eine kosmische Bedrohung, die selbst die Sternenmagie der Gottkaiserin in den Schatten stellt. (Klappentext by Fischer TOR)

Meinung

Dieses Buch klang einfach nur unheimlich interessant und auch das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen, weswegen ich es unbedingt besitzen und lesen wollte. Bisher hatte ich auch überwiegend positive Rezensionen dazu gelesen, was meine Neugier noch mehr geweckt hat. Ich hätte es eigentlich besser wissen müssen...

Wer mich und meinen Blog schon etwas länger kennt, dem wird schon mal aufgefallen sein, dass ich bei den Büchern von Kai Meyer immer von einer Art Hassliebe spreche. Auf der einen Seite behandelt er tolle Themen, die mich sehr interessieren, aber auf der anderen Seite schafft er es nur ganz selten, mich auch mit seinen Geschichten zu fesseln. So war das auch hier wieder der Fall. Auch im Bereich Science-Fiction hat er mich nicht komplett von sich überzeugen können, was ich wirklich schade finde. Ich hätte mir so sehr einen Durchbruch mit einem seiner Bücher gewünscht... Ich werde mich wohl damit abfinden müssen, dass ich nie zu seinen Fans gehören werde...

Aber wie gesagt: Die Grundidee war mal wieder super erdacht und auch der Weltenentwurf hat mich in seiner Komplexität wirklich beeindruckt. Allerdings hätten wir mit der Komplexität schon mein erstes Problem, denn ich habe mir gerade zu Beginn einfach nicht alle Details merken können und auch im späteren Verlauf sind viele Dinge einfach auf der Strecke geblieben. Auch die Charaktere habe ich ständig durcheinander bekommen, was meinen Lesefluss leider ziemlich gehemmt hat. Vielleicht war ich auch zu unkonzentriert bei der Sache, aber das hat es natürlich nicht einfach für mich gemacht in die Geschichte abzutauchen. 

Die Charaktere waren dafür aber ein Aspekt an dem Buch, der mir gut gefallen hat. Das sind so richtige "Typen", die man einfach mögen muss. Von daher fühlte ich mich schon gut unterhalten, weil es Spaß gemacht hat, unsere Helden Iniza, Shara, Kranit, Glanis und vor allem die Muse, auf ihrem actionreichen Abenteuer zu begleiten. Wenn mir nur nicht immer wieder der Handlungsstrang aus den Fingern geglitten wäre...

Alles, was unter der Oberfläche schlummerte wurde immer wieder überladen von fetzigen Actionszenen, hier eine Flucht, da ein wildes Gehetze mit Raumschiffen durchs All... Wenn das zu viel in einer Geschichte vorkommt, langweilt es mich leider eher, als dass es meine Spannung aufrecht hält. Sowas kann ich mir super im Kino ansehen. Aber lesen möchte ich das dann nicht. Jedenfalls nicht in dem Ausmaß, wie es hier stattgefunden hat. Diese Action-Film Atmosphäre war einfach nicht mein Fall und hat leider für mich auch zu sehr von der eigentlichen Story abgelenkt. Und im Nachhinein ist auch nicht wirklich etwas von der Geschichte bei mir hängen geblieben. Deshalb werde ich mir die weiterführenden Bände wohl sparen, auch wenn das Ende recht offen ist und daher schon einen Anreiz bieten würde.

Fazit

Ganz nett, aber leider einfach nicht mein Fall. Es ist mir unheimlich schwer gefallen, mich auf die Geschichte einzulassen, auch wenn die Charaktere wirklich sympathisch waren. Es war mir einfach zu künstlich aufgeblasen, mit zu viel Action, Gehetze, seltsamen Namen und Zusammenhängen usw., so dass ich der eigentlichen Handlung gar nicht richtig folgen konnte. Was wahrscheinlich spannend sein sollte, hat bei mir leider das Gegenteil bewirkt. Schade.
2,5 Sterne von mir

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39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

fantasy, zukunft, mittelalterlich, science-fiction, science fiction

Das Geheimnis der Sternentränen

Anke Höhl-Kayser
Buch: 350 Seiten
Erschienen bei Bookspot Verlag, 03.01.2017
ISBN 9783956690730
Genre: Science-Fiction

Rezension:  
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384 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 52 Rezensionen

freundschaft, missbrauch, ein wenig leben, liebe, roman

Ein wenig Leben

Hanya Yanagihara , Stephan Kleiner
Fester Einband: 958 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin, 30.01.2017
ISBN 9783446254718
Genre: Romane

Rezension:


Inhalt

Wir begleiten die Leben von vier befreundeten Männern, die sich seit dem College kennen und zwar unterschiedliche Wege gehen, aber sich niemals aus den Augen verlieren. Eine zentrale Rolle spielt hierbei das Leben und vor allem die Vergangenheit von Jude St. Francis, ein zurückhaltender, höflicher junger Mann, der allerdings ein großes Geheimnis zu verbergen scheint. Nicht nur körperlich ist er versehrt, auch psychisch scheinen schlimme Dinge mit Jude zu geschehen. Seine Freunde sind ratlos, denn er kann sich ihnen einfach nicht anvertrauen. Trotzdem bleiben sie an seiner Seite, besonders sein bester Freund Willem kann und will Jude nicht aufgeben. Stück für Stück offenbart sich Willem, warum Jude zu dem zerbrochenen Menschen wurde, der er ist...

Meinung

Was für ein Buch. Ich weiß gar nicht wo ich da anfangen soll. Nicht nur die Seitenzahl verschafft einem Respekt, auch der Inhalt ist nichts für schwache Nerven und definitiv etwas, das man erstmal verdauen muss. Den Einstieg habe ich noch als ein wenig langatmig empfunden. Natürlich wurden einem erstmal die Charaktere vorgestellt und es gab Rückblicke und Einsichten in die Leben von allen vier Freunden. Auch wie sie zueinander stehen und sich ihre Gruppendynamik gestaltet, wurde gründlich beleuchtet, bevor es dann ungefähr nach einem Drittel des Buches so richtig in Sachen ging. Denn hauptsächlich geht es hier um Jude und ihm widmet sich ein Großteil des Buches. Und da kommt im Laufe der Zeit so einiges ans Licht, bei dem man sich hinterher nicht sicher ist, ob man das wirklich alles erfahren wollte...

Die Charaktere sind mir im Laufe der Zeit wirklich ans Herz gewachsen. Nette junge Männer, manche ein wenig verrückt, manche ganz bodenständig, aber alle so gestaltet, dass man Interesse an ihrem Schicksal hat. Gerade Willem und Jude machen es einem einfach, mit ihnen mitzufühlen und schon bald lassen ihre Erlebnisse einen nicht mehr kalt. Wir begleiten sie quasi ihr ganzes Leben lang, von der Kindheit (welche hauptsächlich in Flashbacks erzählt wird), bis hin ins hohe Erwachsenenalter durchleben wir jede Zeitspanne mit ihnen gemeinsam.

Die Autorin hat einen wirklich eindringlichen Schreibstil, ausschweifend und doch irgendwie so auf den Punkt, dass man früher oder später gefesselt wird und nicht mehr aufhören kann zu lesen. Und was sie da alles über Jude erzählt ist so unfassbar schlimm und grauenvoll, dass ich nicht nur ein mal das Gefühl hatte, ich muss mich mit etwas anderem aufheitern, damit ich nicht zusammen mit Jude ins nächste tiefe Loch stürze. Denn was einigermaßen harmlos und einleitend beginnt, entpuppt sich am Ende als eine Abwärtsspirale aus Leid, Ratlosigkeit und wütender Verzweiflung.

Ganz erstaunlich fand ich aber, dass die Autorin es geschafft hat, mich nicht nur in diesen schwarzen Sumpf aus negativen Gefühlen zu ziehen, sondern auch gleichzeitig aufgezeigt hat, wie wichtig und wundervoll bedingungslose Liebe und Freundschaft sein kann. So sehr dieses Buch einen innerlich zerschmettert, so sehr macht es einem auch Hoffnung, dass es Menschen gibt, die all das für einen anderen Menschen aushalten und ihn immer noch wie etwas wertvolles ansehen können. Wer wünscht sich nicht eine solche Freundschaft oder Liebe?

Die Autorin hat selbst über ihr Buch gesagt, dass sie es mit der Dramatik auf die Spitze treiben wollte und das ist ihr auch perfekt gelungen. Doch auch wenn es mit etwas Distanz alles sehr überspitzt wirkt, so komme ich doch nicht umhin zu denken, dass es solche Menschen mit dieser Art Erlebnissen irgendwo auf der Welt gibt. Für mich ist das Szenario durchaus realistisch und deshalb war es für mich auch so ein aufwühlendes und geniales Leseerlebnis.

Fazit

Abschließend kann ich nur sagen, dass ich jedem dieses Buch ans Herz legen kann. Es stehen entsetzliche, schlimme Dinge darin, die einen emotional aufrühren werden. Doch gleichzeitig kann man auch positive Botschaften daraus mitnehmen. Ein intensives Buch, das definitiv etwas mit dem Leser macht.

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261 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

fantasy, winter, stefanie lasthaus, das frostmädchen, heyne

Das Frostmädchen

Stefanie Lasthaus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453317291
Genre: Fantasy

Rezension:


 
Neve macht mit ihrem Freund Gideon Winterurlaub in Longtree, doch anstatt ein paar harmonische Tage in der märchenhaft verschneiten Gegend zu verbringen, kracht es zwischen den Beiden gewaltig. Als Gideon eines Abends handgreiflich wird, flieht Neve Hals über Kopf bei Eiseskälte in den Wald. Dort wird sie von Lauri gefunden, der in einer Hütte von Freunden den Winter im Wald verbringt um zu malen. Er nimmt Neve mit zu sich in die Hütte, päppelt sie auf und schnell bahnt sich etwas zwischen ihnen an. Doch was Lauri nicht weiß: da draußen im Schnee ist etwas mit Neve passiert...

 
Mir war bewusst, dass dieses Buch unheimlich viel negative Kritik gesammelt hat. Doch nachdem ich auch die ein oder andere begeisterte Stimme gehört hatte, wollte ich dem ganzen eine Chance geben und mir eine eigene Meinung bilden. Leider muss ich sagen, dass ich zu der Mehrheit gehöre, die das Buch nicht mitreißen konnte. 
 
  Die Idee an sich fand ich wirklich gut, allerdings war die Umsetzung nicht mein Geschmack. Das winterliche Setting passte zwar wunderschön zur Jahreszeit und ich verstehe durchaus, was für eine Atmosphäre die Autorin dem Leser vermitteln wollte, aber mich konnte es trotzdem nicht bei der Stange halten und letztendlich war ich leider mehr gelangweilt als angetan. Es plätscherte die ganze Zeit mehr oder weniger vor sich hin, Spannung war nur sehr wenig vorhanden und die Autorin hat sich förmlich in Beschreibungen (sei es von Gefühlen, der Umgebung, was auch immer) verloren. Selbst wenn der Schreibstil an sich nicht einmal schlecht war, war es für mich einfach zu viel des guten. Zu viele blumige, ausschweifende Sätze, zu wenig Handlung.
 
  Auch die Protagonisten waren einfach nicht mein Fall. Ich konnte mich weder mit Neve, noch mit Lauri in irgendeiner Form identifizieren und ihre Handlungen nachvollziehen. Viele kritisieren, dass die Liebesgeschichte zwischen den Beiden zu schnell geht und unglaubwürdig sei, aber das hat mich jetzt gar nicht mal gestört. Die Liebesgeschichte ist in Ordnung, bei mir war es eine reine Antipathie den Charakteren gegenüber. Ich konnte einfach nichts mit ihnen anfangen und deswegen haben mich auch ihr Schicksal und ihre Gefühle völlig kalt gelassen. Dass die Perspektive zwischen den beiden wechselt, konnte dann leider auch keinen Schwung mehr in die Geschichte bringen. 
 
  Was mich wohl am meisten gestört hat war, dass sich die Story gefühlt permanent im Kreis gedreht hat. Es war ein ständiges hin und her zwischen dem Wald und Lauris Hütte, immer das gleiche. Neve wird von etwas angelockt oder abgelenkt, sie haut ab, wandert durch den Wald, Lauri hinterher, dann finden sie sich doch wieder, ab zurück zur Hütte und argh... Das war zum Haare raufen. Und nichts gegen Sexszenen, aber hier fand ich sie irgendwie unangebracht... 
Zum Ende hin wurde es dann nochmal kurz interessant, aber da war das Kind leider schon in den Brunnen gefallen. 

 
Nein, das war einfach nicht mein Buch. Ich hätte es aufgrund der Thematik und des Settings gerne mögen wollen, aber die Protagonisten und die Umsetzung haben es mir wirklich nicht leicht gemacht. Ich muss mich an dieser Stelle wohl den negativen Stimmen anschließen und kann diese Buch nicht guten Gewissens weiter empfehlen.

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402 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 38 Rezensionen

fantasy, kuss des feuers, kristen callihan, london, liebe

The Darkest London - Kuss des Feuers

Kristen Callihan , Firouzeh Akhavan-Zandjani
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.09.2013
ISBN 9783802589836
Genre: Fantasy

Rezension:  
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503 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 81 Rezensionen

diabolic, liebe, science fiction, weltall, dystopie

Diabolic

S.J. Kincaid , Ulrich Thiele
Fester Einband: 488 Seiten
Erschienen bei Arena, 03.01.2017
ISBN 9783401602592
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt

Das Schicksal von Nemesis ist genau vorherbestimmt. Denn Nemesis ist eine Diabolic, ein auf Aggression und Skrupellosigkeit "gezüchteter" Mensch, deren einzige Aufgabe es ist, denjenigen zu beschützen, auf den er geprägt wurde. Nemesis ganze Welt dreht sich einzig und allein um Sidonia von Impyrean, die Tochter eines hohen Senators. Doch der Senator erregt zusehens das Missfallen des regierendes Kaisers, der daraufhin Sidonia als Geisel an den Hof beordert. Natürlich darf sich der Senator nicht weigern, doch seine kostbare Tochter einfach dem Feind zu überlassen ist ebenso wenig eine Option. So kommt es, dass an Stelle von Sidonia Nemesis an den Hof geschickt wird, was diese nur zu gerne tut, um Sidonia zu schützen. Auf sich allein gestellt und fern von der Person, für die sie ihr Leben geben würde, muss sie lernen, was es bedeutet sich als instinktgetriebenes, impulsives Wesen in den intriganten Adelskreisen zu bewegen...

Meinung

Als ich mich informiert habe, worum es in diesem Buch geht, war ich schon total angefixt und wollte es sofort lesen. Sci-Fi liegt mir im Moment sowieso total und ich wurde auch von diesem Buch (bis auf eine Ausnahme, aber dazu gleich mehr) auch nicht enttäuscht.

Der Einstieg ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, durch die fremdartige Welt und die neuen Begriffe, geht aber schon direkt sehr interessant los. Wir treffen die sehr junge Nemesis, als sie von ihren neuen "Besitzern" zum Schutz für deren Tochter gekauft wird. Schnell wird klar, dass Nemesis kein normaler Mensch ist. Erst als sie auf Sidonia geprägt wird, ist sie überhaupt in der Lage so etwas wie Liebe zu empfinden. Ansonsten ist sie als sogenannte Diabolic eine richtige Kampfmaschine, die jede potenzielle Gefahr für ihren Schützling ohne mit der Wimper zu zucken aus dem Weg räumt. Und das liest sich mitunter auch ziemlich brutal. Ihre Verbundenheit zu Sidonia und wie diese mit Nemesis umgeht, ist dafür umso herzlicher. Sie wachsen gemeinsam auf und sind quasi unzertrenntlich, denn nicht nur Nemesis spürt diese Verbindung zu Sidonia, auch umgekehrt liegt die ruppige Diabolic der sensiblen Senatorentochter sehr am Herzen. 

Umso dramatischer ist da der Abschied, als Nemesis an Sidonias Stelle an den kaiserlichen Hof reist. Da geht es dann auch so richtig rund und Nemesis wird zusehends aus ihrer Komfortzone gedrängt, was für den Leser sowohl spannend als auch amüsant zu verfolgen ist. Denn obwohl Nemesis recht aggressiv und mit einseitigem Denken daher kommt, so gibt ihr die Autorin doch genug Emotionen mit auf den Weg, um als Leser mit ihr mitfiebern zu können. Mir hat es auf jeden Fall sehr gefallen, mal eine etwas andere Protagonistin zu haben. Eine, die beinahe unmenschlich stark und von einer Opferrolle so weit entfernt ist, wie der Pluto von der Sonne.
Wo wir gerade beim Pluto sind: Das Setting hat mir ebenfalls sehr gefallen, denn wie ihr euch bei "Science-Fiction" vielleicht schon denken könnt, spielt die Geschichte sich im Weltraum ab. Dabei spielen Raumschiffe und Raumstationen eine zentrale Rolle, zumindest für die Adligen. Nur der niedere "Überschuss" lebt noch auf Planeten und wird von den hohen Herrschaften so ziemlich verabscheut. Auch die Religion spielt eine zentrale Rolle, denn obwohl man in einer solchen "Welt" meinen könnte, dass Technik und Fortschritt absolut wichtig für die Menschen sind, so präsentiert sich hier das genaue Gegenteil. Schon vor sehr langer Zeit haben die Menschen der Wissenschaft abgeschworen, ihre wertvollen, technischen Luxusgegenstände werden von Maschinen gewartet. Sie selbst könnten keine dieser Dinge mehr reproduzieren, da der Glaube an den Kosmos, der alles zusammenhält, der einzig wahre Glaube ist und Wissenschaft wird als etwas böses und überflüssiges angesehen. Sehr interessanter Ansatz, der der Autorin auch überraschend plausibel in der Umsetzung gelungen ist.

Insgesamt war die Geschichte wirklich sehr spannend zu verfolgen und die ersten 2/3 des Buches wären durchaus 5-Sterne wert gewesen. Dann hat sich die Autorin allerdings etwas geleistet, womit weder ich, noch meine Lesepartnerin Misty so richtig glücklich waren. Es gab einen Plottwist, den wir so ziemlich unnötig fanden und der unseren Lesefluss kurzzeitig ins Stocken gebracht hat.


Glücklicherweise hat die Autorin dies zum Ende hin wieder einigermaßen wett gemacht, aber ich hätte mir an der Stelle einfach mal ein bisschen mehr Kosequenz und eine andere Lösung gewünscht. So wurde dann leider doch wieder so ziemlich jedes Jugendbuch-Klischee erfüllt, auch wenn die Ideen drumherum wirklich mal sehr neuartig und spannend waren. 

Wenn ich sage Klischees, muss ich euch wahrscheinlich nicht sagen, dass es selbstverständlich auch eine Liebesgeschichte gibt, oder? Für alle, die es interessiert: Ja, der Kaiser hat einen wirklich gutaussehenden Neffen ;). Mehr sage ich an dieser Stelle mal nicht dazu.

Mit dem Ende kann ich leben, es könnte sogar einigermaßen so für sich stehen bleiben, denn einen riesen Cliffhanger gibt es glücklicherweise nicht. Ich werde es aber sicherlich noch mit Band 2 versuchen, wenn er denn erscheint. 

Fazit

Bis auf ein paar kleine Schwächen ein tolles Lesevergüngen, was aber möglicherweise nicht für jeden etwas ist. Mir hat es Spaß gemacht und war, bis auf das übliche Jugendbuch-Schema, mal wirklich was anderes. Gerade die außergewöhnliche Protagonistin und das Worldbuilding haben mir sehr zugesagt.

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