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ostfriesland, nordsee, krimi, serie, neuharlingersiel

Mörderjagd mit Inselblick

Christiane Franke , Cornelia Kuhnert
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.04.2017
ISBN 9783499290619
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ja, atemlos durch die Nacht, trifft es wohl am Besten! Aber auch am Tag hat mich die "Mörderjagd mit Inselblick nicht losgelassen.
Lange nicht mehr so köstlich amüsiert! Ein Krimi, der alle Sinne in mir ansprach...


In ihrem vierten Fall ermittelt das ostfriesische Kulttrio auch auf den Inseln Norderney, Wangerooge und Spiekeroog.


Sommer in Neuharlingersiel. Die Vorbereitungen zum Hafenfest laufen auf Hochtouren. Mittenmang lauter Autoren, die sich bei ihrem Treffen ordentlich in die Wolle kriegen. Und dann fällt auch noch der erste tot um. Ausgerechnet beim Klönen mit Rosa! Als ein zweiter auf Norderney zusammenbricht, wird Rosa hellhörig. Aber Dorfpolizist Rudi will von Mord nichts wissen. Die Kripo in Wittmund schon gar nicht. Von Postbote Henner ist auch keine Hilfe zu erwarten. Der kurt seelenruhig auf Norderney. Als es eine weitere Tote gibt, erwacht Rosas Jagdinstinkt. Bei Mord versteht sie keinen Spaß. Und als bei allen dreien die gleiche Todesursache festgestellt wird, ist das Trio in Alarm …


Wie schreibe ich bloß eine gute Rezension, ohne dass sie in reine Lobhudelei ausartet oder sich eine Superlative nach der anderen aneinanderreiht?
Denn das neue Buch des Erfolgduos Kuhnert/Franke ist einfach ein Knaller!  Zudem hat mir eine andere Rezensentin (auf Amazon) mit ihrer Rezension fast schon die Worte aus dem Mund genommen, so dass ich gezwungen bin, jetzt neue Sätze finden, um meine Eindrücke über dieses fulminante Buch darzulegen.
Aber ganz ehrlich, man kann von dem 4. Fall über Rosa, Henner und Rudi nur begeistert sein und seine Mütze in die Luft werfen! Denn gleich am Anfang geht´s schon richtig zur Sache. 


Zunächst möchte ich aber das tolle Cover lobend erwähnen. Da hat sich jemand wirklich viel Mühe gegeben. Es ist sehr ansprechend und bringt einen sofort  in die richtige Lesestimmung. 
Meta Hinrichs, die Vorsitzende des Lesezirkels hat ein Literaturevent auf Norderney ins Leben gerufen.  Die ersten Autoren und Literaturagenten kommen gerade an. Gesche Anders, eine bekannte Literaturkritikerin,  die sich auf ein Wiedersehen mit ihrem Geliebten Alexander Paulssen, einem erfolgreichen Autor und verheiratet mit der rassigen, temperamentvollen Italienerin Francesca, freut, ertappt ihn am Bahnhof mit einer anderen Frau. Schnell stellt sie fest, dass er sie sang- und klanglos einfach abserviert hat. Das kann sie sich nicht einfach so gefallen lassen, findet sie. Ebenso sieht das auch Francesca, die überraschenderweise plötzlich dort auftaucht.  Beide Frauen machen ihm die Hölle heiß. 
Ein anderer Literaturagent, Robert Goldbach, ist für die Lehrerin Rosa interessant. Sie möchte ihn für ihren ersten Roman gewinnen und bemüht sich daher besonders um Goldbach, um ihr Anliegen unterzubringen. Fast wäre es ihr vielleicht sogar gelungen, aber der gute Mann stirbt zu ihrem Unglück gleich als einer der ersten. Vor ihren Augen erliegt er einem Herzinfarkt. So scheint es zunächst...
Viele Leichen werden noch folgen, aber das ahnt zu diesem Zeitpunkt  noch keiner.
Zufällig bekommt Rosa mit, dass Alexander Paulssen und Gesche Anders eine lautstarke Auseinandersetzung führen. Sie kann allerdings nur ihre Stimmen hören und wird später erfahren, dass beide später zum Opfer von fiesen Anschlägen werden. 
Henner weilt zur Zeit auch auf Norderney und kurt gemütlich vor sich hin. Er will eigentlich nur seine Ruhe haben und die Reha genießen. Da hat er aber leider die Rechnung ohne Dörte gemacht, die er aus der Not heraus einmal ins Kino begleitet und ihr die Tränen aus dem Gesicht gewischt hat, als sie bei dem rührseligem Film so weinen musste. Seitdem hängt sie an ihm wie eine Klette und lässt nichts unversucht, um sich Henner zu Eigen zu machen. Sogar seine Familie, die froh darüber ist, dass Henner so vielleicht endlich unter die Haube kommt,  spannt sie für ihre Zwecke dermaßen geschickt  ein,  dass Henner vollkommen hilflos, zunächst einfach alles über sich ergehen lässt. Seine Versuche, sie loszuwerden, sind dermaßen witzig geschrieben, dass ich über die unfreiwillig komischen Momenaufnahmen  öfter mal ziemlich laut lachen musste und Leute sich schon nach mir umgesehen haben, wenn ich im Cafe das Buch gelesen habe.


Alles in Allem geht es in "Mörderjagd mit Inselblick" richtig zur Sache und hat alles, was für mich ein unterhaltsames Buch ausmacht: Gut ausgearbeitete Protagonisten, die mir durch die anderen Bände schon sehr ans Herz gewachsen sind, viele spannungsgeladene Szenen, sprühende Situationskomik und Lokalkolorit. 
Manchmal fühlte ich mich in meine Jugend zurückversetzt und dachte mir: Mensch, das ist fast wie die Abenteuer der  5 Freunde von Enid Blyton, allerdings in diesem Fall für Erwachsene! Konflikte, Abenteuer, Gänsehaut, ein gekonnter, sich durch das ganze Buch ziehender Spannungsbogen, sehr schöne Landschaftsbeschreibungen, phantastische Figuren und viel ostfriesischer Charme.
Die Rezepte am Ende des Buches haben mich zum nachkochen animiert und ich werde sie auf jeden Fall alle ausprobieren. 


Fazit:
"Mörderjagd mit Inselblick" ist für mich ein Krimi, der sich von vielen Anderen so wohltuend unterscheidet wie Champagner von Sekt.


Ich wünsche mir, dass die beiden Autorinnen diese Serie noch ganz lange weiterschreiben und uns Leser an den Geschehnissen um die Lehrerin Rosa, den Postboten Henner und den Dorfpolizisten Rudi teilhaben lassen.








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Starker Tobak

Biggi Ahlers
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 18.07.2016
ISBN 9783741250231
Genre: Romane

Rezension:  
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krimi, ostfriesland, mord, rache, klaus-peter wolf

Ostfriesenfeuer

Klaus-Peter Wolf
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 20.02.2014
ISBN 9783596190430
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klaus-Peter Wolf hat auch mit dem achten Band seiner Reihe um die sympatische Kommissarin Ann Kathrin Klaasen wieder einen hochspannenden Krimi für seine Leser/Innen ins Regal gestellt.


Schlüssig fügt sich Ostfriesenfeuer in die lange Serie seiner Vorgänger ein. Endlich wird geheiratet - was viele Fans schon immer gefordert haben. Doch die lang ersehnte Hochzeit des Paares Klaasen/Weller rückt in den Hintergrund, als eine Leiche im Osterfeuer am Strand von Norddeich gefunden wird.

Ann Kathrin Klaasen und Frank Weller verschieben ihre Hochzeitsreise, um diesen Fall zu lösen.

Nicht zuletzt deshalb, als dass auch ihr Chef Ubbo Heide unerwartet schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert wird und noch nicht klar ist, ob er je wieder seinen Dienst versehen kann.


„Dieser Mörder sucht die Öffentlichkeit. Er deponiert seine Leichen an Orten, an denen sich viele Menschen begegnen.
Das traditionelle Osterfeuer fiel in diesem Jahr etwas anders aus als sonst. Denn aus den verkohlten Resten ragten am nächsten Morgen menschliche Knochenreste.
Als eine weitere Leiche auf einem Spielplatz gefunden wird, ahnt Ann Kathrin Klaasen, dass dieser Mörder nicht einfach nur tötet.
Er inszeniert seine Morde regelrecht und will die Welt daran teilhaben lassen.
Wer ist der Nächste?“


Der Mann, der sich in allen Fettnäpfchen breitmacht, die irgendwo zu finden sind, ist auch bei Ostfriesenfeuer wieder sehr präsent.

Zur Aufklärung des Falles begibt sich Rupert, der fiese Chauvi in Wolfs Ostfriesenkrimis eigenmächtig nach Mallorca, um einer Spur nachzugehen. Nicht, wie man annehmen könnte und auch gut zu ihm passen würde, zum Epizentrum der Party-Exzesse, dem sogenannten Ballermann, zwischen Bierstraße, Schinkenstraße und der Promenade der Playa de Palma. Nein, er landet bei seiner Spurensuche in einem spirituellen Therapiezentrum und erlebt außerdem auf der Insel ein persönliches Highlight, als er versehentlich für einen Rockstar gehalten wird und auf den nackten Busen hingerissener, weiblicher Fans seine Signatur hinterlassen darf.

Das das nicht ohne Folgen bleibt, kann sich jeder selbst ausrechnen...

Eine Hommage an die Schar ständig ansteigender Rupert Fans. So sorgt er beständig selbst dafür, dass er sich immer wieder selbst in die Bredouille bringt.



Ähnlich wie bei der "Ostfriesenfalle" ist dieser Krimi schon fast ein Thriller.

Der Killer inszeniert seine Taten in der Öffentlichkeit. Schnell wird klar, dass er ein Serientäter ist. Doch was drängt ihn dazu, die Öffentlichkeit zu suchen ? Warum sind seine Taten so grausam und was hat Ann Kathrin Klaasens Sohn mit allem zu tun ?

Akribisch legt Wolf falsche Fährten, sorgt damit immer wieder für neue Spannung und dafür, dass man das Buch nur ungern aus der Hand legt, um z. B. zu schlafen. Letzteres ist mir wirklich sehr schwer gefallen. Lieber hätte ich die Kapitel in einem Rutsch weggelesen...


Wie tief die Abgründe der menschlichen Seele sein können, erschliesst sich einem nicht erst am Ende des Buches. Denn immer wieder wird man durch die Geschehnisse mitten hineingezogen. Man leidet, hofft, ängstigt sich - wie die jeweiligen Opfer.

Doch Protagonisten wie Rupert, Ubbo Heide und nicht zuletzt Ann Kathrin Klaasen und Frank Weller, sowie vieler realer "Akteure" lockern den Spannungsbogen auf, ohne ihn allerdings aus den Augen zu verlieren.


Die ostfriesische Landschaft, welche Wolf auch im Ostfriesenfeuer wieder vortrefflich beschreibt und die Menschen, die in dieser Heimat leben, zeichnen das Buch auch diesmal wieder besonders aus.

Und ganz ehrlich, wer bekommt beim Lesen der Ostfriesenkrimis von Klaus-Peter Wolf nicht Lust darauf, in seinem Urlaub einmal einen ehrlichen, leibhaftigen Marzipanseehund von dem real existierenden Cafe ten Cate zu probieren ? Das gehört einfach zu Norden, der Stadt, in welcher der Autor lebt und in der die Kommissarin Ann Kathrin Klaasen ermittelt.

Klaus-Peter Wolf schreibt spannend, lebendig, recherchiert brilliant, bleibt immer authentisch und schafft es bravourös, die verschiedenen Handlungsstränge am Schluss aufzulösen oder zu vereinen.


Fazit:


Ein Krimi, der einen sehr gut unterhält und stimmig an die vorhergehenden sieben Bände anschliesst, ohne den Anspruch zu erheben, diese gelesen haben zu müssen. Man findet leicht in das Buch hinein. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man im Anschluss nicht Lust darauf bekommt, auch die anderen Ostfriesenkrimis zu lesen...


















 




















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