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Magiefunken I: Der Magie verfallen V

Tanja Rast
Flexibler Einband: 217 Seiten
Erschienen bei Independently published, 10.11.2017
ISBN 9781973270669
Genre: Sonstiges

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Hundert minus einen Tag

Kim Leopold
Flexibler Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 24.11.2017
ISBN 9783746019062
Genre: Romane

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fantasy, hexen, magie, spannung, einmärchenvongutundböse

Black Heart: Ein Märchen von Gut und Böse

Kim Leopold
E-Buch Text: 102 Seiten
Erschienen bei Independently Published, 31.10.2017
ISBN B075Z7W7PV
Genre: Fantasy

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düster, mystery, schottland, abgründe, mystery, thriller, sascha lemon

Schattenbrandung: Thriller Neuerscheinungen 2017 (books2read)

Sascha Lemon
E-Buch Text: 282 Seiten
Erschienen bei books2read, 15.10.2017
ISBN 9783733785987
Genre: Krimi und Thriller

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fantasyroman

Feuerzauber: Der Magie verfallen IV

Tanja Rast
E-Buch Text: 226 Seiten
Erschienen bei null, 01.10.2017
ISBN B07642WN4M
Genre: Sonstiges

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liebe, vermont, true north, cider, sarina bowen

True North - Wo auch immer du bist

Sarina Bowen , Nina Restemeier , Wiebke Pilz
Flexibler Einband: 378 Seiten
Erschienen bei LYX, 24.04.2017
ISBN 9783736305601
Genre: Liebesromane

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9 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

thriller, gefahr, krimi, stalker, roman

Kalliope

Arthur Gordon Wolf
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 28.02.2017
ISBN 9783958351769
Genre: Krimi und Thriller

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dennis frey, rezension, fremder himmel, jahreshighlight, drachenmondverlag

Fremder Himmel

Dennis Frey
Flexibler Einband: 344 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 20.10.2017
ISBN 9783959914901
Genre: Fantasy

Rezension:

 Inhalt/Meinung
Schon als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich mir, dieses Buch musst du lesen! Es wird mit Sicherheit megagenial! Und bevor ich das Buch ausgelesen hatte, habe ich es auch schon überall empfohlen!
Macht man ja eigentlich nicht, denn das Ende kann ja immer noch die ganze Geschichte kaputt machen, egal wie gut sie war. Habe ich mir jetzt selbst ein Loch gegraben oder war meine Vorabempfehlung sinnvoll?

Mona ist eine junge Autorin, die von ihrer Geschichte absolut überzeugt ist. Das, was sie geschrieben hat, ist nahezu perfekt und jeder, der das Gegenteil behauptet, spinnt. Auch ihr Professor, der ihr immer wieder rät, zu Überarbeiten. Kritisch zu sein. Es sich nicht zu einfach zu machen. Eine neu erdachte Welt lebt von ihrer Glaubwürdigkeit, aber Mona ist sich sicher, dass sie an alles gedacht hat. Jetzt sucht sie jemanden, der ihre Geschichte liest, ihr womöglich mit einem Lektorat weiterhilft. Dass das gar nicht so einfach ist, merkt sie recht schnell, denn ihre Freunde geben zu, befangen zu sein.
Schließlich landet Mona bei Bragi, einem Lektor, der ihr versichert zu helfen. Sie muss ihm nur versprechen, nicht aufzugeben und die Kontrolle nicht zu verlieren. Das alles für lau.
Mona willigt ein. Und das Unheil nimmt seinen Lauf…

Mona landet in ihrer erdachten Fantasywelt Kaemnor. Jetzt fängt der Spaß erst richtig an!
Der Anfang der Geschichte war etwas ruhig und ich habe die ganze Zeit gewartet, dass irgendwas passiert. Die „Reise“ von Mona in ihre Geschichte ist vollkommen unspektakulär, aber gleichzeitig war ich total überrascht! Genau wie Mona, die ja auch erstmal nicht wusste, was los war. Ich erlebte zusammen mit ihr diese Welt, dass fand ich mit am besten, denn alles war auch für sie neu, obwohl sie die Welt ja erdacht hat. Ich sah Kaemnor und seine Bewohner und konnte zeitgleich durch Mona erfahren, ob das so war, wie sie sich das vorgestellt hatte oder eben nicht.
Und dieses „oder eben nicht“ gab es oft. :-D

Jetzt kommen wir aber mal zu potte, ich plappere ja hier rum… „Fremder Himmel“ ist eine Geschichte, die von einem Autor für Autoren geschrieben worden ist (natürlich nicht nur! Aber ich bin mir sicher, dass sich so mancher Schreiberling an einigen Stellen wiederfindet^^). Mona erlebt das, was sich wohl jeder Autor wünscht! Sie erlebt ihre Geschichte mit Haut und Haar! Reist mit ihren Figuren und sieht die Denkfehler, die sie beim Schreiben hatte. Das hat meine Autorenseite natürlich total angesprochen und ich war hin und weg!

Aber das war noch nicht alles! Die Welten, die Dennis Frey erschaffen hat (war er dort auch zu Besuch?!), sind beide total realistisch. Einmal die Mona-Realität. Mona hat Sorgen und Probleme, mit denen sie sich rumschlagen muss. Natürlich ist es toll, dass sie Kaemnor besuchen kann, andererseits zerrt das auch an ihrer Konstitution. Es fällt ihr zunehmend schwerer, sich zu konzentrieren und Mona-Realität mit Kaemnor zu unterscheiden. Diesen Aspekt fand ich sehr gut, denn alles muss ja irgendwie ein Ende haben und wenn Mona sich in beiden Welten wohl gefühlt hätte, wäre das ja auch irgendwie komisch gewesen.
In Monas Realität mischt sich mehr und mehr Bragi ein, bis etwas passiert, dass Mona an seiner Integrität zweifeln lässt. Auch das war super, denn schließlich ist nicht jeder gut, nur weil er es sagt. Und nicht jeder hilft total selbstlos anderen, schon gar nicht ein magisches Wesen.
Allerdings hätte ich von Bragi gerne mehr erfahren. Was waren seine Beweggründe? Warum hat er Mona geholfen? Sicherlich nicht nur aus Spaß an der Freude und auch nicht nur zu seiner eigenen Unterhaltung. Ja, Mona zehren die Reisen zwischen den Welten aus, aber dennoch hat er ihr geholfen. Bragi kam mir einfach zu kurz. Genau wie der Polizist, der mehr zu wissen scheint als er sagt. Aber dazu kann ich nichts sagen, denn mehr weiß ich da leider auch nicht.

Kaemnor ist einfach nur genial! Anders kann ich es nicht sagen. Es passieren Dinge, die Mona so nicht geschrieben hat und sie lernt, dass es nicht immer gut, den einfachen Weg beim Schreiben zu gehen. Figuren brauchen Ecken und Kanten, ein Ziel, eine Motivation. Und sie dürfen auch mal sehr unhöflich sein.
Natürlich hat die Welt auch ihre Schwächen, aber erstens sind die von Mona so geschrieben (und werden ausgebessert) und zweitens macht das diese Welt ja erst liebenswert. Ich muss zugeben, dass mir Kaemnor sogar noch besser gefallen hat als die Mona-Realität. Dennis Frey beweist wieder einmal, dass er fast schon ein Meister darin ist, sich Fantasywelten auszudenken, denn meiner Meinung nach denkt er an noch so kleine Details. Sind es nun die Dunkelelfen, denen ich nicht im Dunkeln begegnen will oder die Zwerge, deren Stadt ich gerne mal mit eigenen Augen sehen möchte. Egal ob Barbaren, Hexen (die waren MEGA!!), kleine urige Häuschen, Gilden, mysteriöse Mädchen, Ohrenformen, Blätterrauschen, Hintergrundgeschichten, gruslige Friedhöfe… es war wirklich alles dabei und auch wenn es natürlich so geschrieben war, dass Mona immer wieder was nicht bedacht hatte, so war diese Welt doch einfach nur so richtig genial!

Aber (es gibt immer ein Aber, oder?) das Ende fühlte sich bei mir nicht wie ein Ende an. Dennis Frey hat einige rote Fäden in die Geschichte gewoben, die meiner Meinung nach einfach noch nicht beendet sind, allen voran der Polizist (Mona-Realität) und das mysteriöse Mädchen (Kaemnor). Zu beiden kann ich nichts sagen, außer dass sie in die Handlung eingreifen, aber ich als Leser erfahre leider kaum etwas über die beiden. Ich bin mir nicht sicher, ob man das noch hätte einbauen können, ober ob das allein schon reicht, um einen zweiten Teil zu schreiben. Verdient hätte es die Welt auf jeden Fall!

Fazit
„Fremder Himmel“ ist ein gelungener Mix zwischen Realität und Fantasy, wobei mir persönlich die Fantasywelt besser gefallen hat. Die Geschichte im Ganzen hat einige kleine Schwächen, was die roten Fäden und deren Ende, angeht, glänzt aber durch ihre geniale Idee und grandiose Umsetzung. Es lohnt sich auf jeden Fall zu diesem Buch zu greifen, denn Dennis Frey versteht es, Welten und deren Bewohner zu erschaffen! Ich hoffe, dass da noch mehr kommt, denn verdient hätte es die Geschichte. Außerdem könnte man so noch einige offene Fragen klären.

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Homo Serpentes III: Kampf um Shabitha

Divina Michaelis
E-Buch Text: 406 Seiten
Erschienen bei null, 28.02.2017
ISBN B06W2MVTM9
Genre: Sonstiges

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rezension, indie

Klosterschatz: Der Magie verfallen III

Tanja Rast
Flexibler Einband: 222 Seiten
Erschienen bei Independently published, 14.07.2017
ISBN 9781521733059
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Inhalt/Meinung
„Klosterschatz“ ist der 3 Band der „Magie verfallen“-Reihe, wobei jedes Buch für sich allein gelesen werden kann. Es stehen immer zwei grundverschiedene junge Männer im Mittelpunkt, die einige Hürden hinter sich bringen müssen, bis sie bemerken, dass sie eigentlich total gut zusammenpassen. Ob sie am Ende aber zusammenkommen steht oft in den Sternen. Passten der Klosterschatz und ich zusammen? Finden wir es heraus…

Im Fokus stehen Torik und Livan, wobei Torik am Anfang mehr weggetreten ist als alles andere. Livan rettet ihn und ein paar Nonnen vor einigen Gegnern und bringt es dann nicht übers Herz einfach wieder zu gehen. Er beschließt, die Gruppe bis zum nächsten Kloster zu begleiten, um ihre Sicherheit zu gewährleisten. Außerdem ist der zumeist sehr fiebrige Torik doch recht interessant, wie sich Livan sehr schnell eingestehen muss.

Livan war von Anfang an ein sehr netter Mann. Ich kann es nicht anders sagen. Er ist groß, stark und eben einfach nur nett, in allen Belangen. Livan fühlt sich zwar zu Torik hingezogen, würde in diese Richtung aber nie etwas unternehmen, solange der Kranke nicht ansprechbar ist. Livan hat es in seinem Leben nicht leicht gehabt und das merkt man auch immer wieder. Trotzdem hat er das Herz am rechten Fleck und weiß gut von böse zu unterscheiben. Und ihm ist bewusst, dass man die eigenen Belange manchmal auch zurückstellen muss, um dem großen Ganzen dienen zu können.

Torik ist dem Tod näher als dem Leben, als er von Livan gerettet wird. Selbst in seinem fiebernden Zustanden macht er sich mehr Sorgen um die Nonnen, will ihnen helfen und ist doch zu reiner Hilflosigkeit verdammt. Auch er war ein ziemlich lieber Kerl. Er heilt schnell und als Soldat hat er ein Ziel, das erreicht werden will, komme was da wolle. Oder wer da wolle, denn auch von Livan will er sich da nicht aufhalten lassen. Auch wenn er zu lieb ist, um es wirklich böse zu meinen.

Neben den beiden Männern gibt es da noch die Frauen, die eine sehr große Rolle spielen und zusammen mit dem fantastischen Setting wirklich Spaß gemacht haben. Sie sind stark und wissen was sie wollen. Und die Frauen setzen das auch durch, egal was auf sie zukommt. Die Welt ist wie immer großartig. Tanja Rast versteht es einfach wunderbar aus Wörtern Bilder zu zaubern. Ich hätte gern die eine oder andere Ruine besichtigt, denn sie sahen schon in meinen Gedanken wirklich mega aus.

Und wahrscheinlich nutze ich das Wort hier ein paar Mal zu viel, aber ich kann die beiden Protagonisten nicht anders beschreiben. Freundlich, liebenswürdig und …. Eben einfach nett. Mir fehlte der gewisse Biss, auch wenn zwischen den beiden eindeutig die Funken geflogen sind. Es las sich an manchen Stellen, als würde ich nur an der Oberfläche kratzen. Als würden Livan und Torik sich zurückhalten. Vielleicht waren sie auch schüchtern, schließlich kannten sie und ich uns noch nicht lange, aber ich beiße ja nicht (meistens^^). Sie hätten ruhig etwas mehr aus sich heraus gehen können.

Nichtsdestotrotz ist Klosterschatz eine richtig interessante Geschichte, die zum Nachdenken anregt. Was für Entscheidungen trifft man, wenn die eigenen Moralvorstellungen mit der Realität einfach nicht vereinbar sind? Wenn man die eigenen Prinzipien ganz schnell überdenken muss, weil es ums eigene Überleben geht? Und das es kein schwarz / weiß-Denken gibt, weil die Grautöne einfach zu vielseitig sind, um das man sie ignorieren könnte.

Fazit
„Klosterschatz“ ist eine solide Fantasy-Geschichte, mit großem romantischem Anteil und vielen leisen Tönen zwischen den Zeilen, die zum Nachdenken anregen. Die zwei Protagonisten hätten ruhig etwas mehr „nicht nett“ sein können, was aber nicht heißt, dass sie schlecht sind. Zusammen mit den starken weiblichen Nebenfiguren machen sie aus „Klosterschatz“ einen würdigen dritten Band der „Magie verfallen“-Reihe.

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Tags: indie, rezension   (2)
 

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Schattensplitter

Katharina Groth
Flexibler Einband: 392 Seiten
Erschienen bei GedankenReich Verlag, 29.09.2017
ISBN 9783947147045
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt / Meinung 


Es war einmal eine Leserin, die schlug ein Buch auf …

… und fand sich in einer neuen Geschichte von Katharina Groth wieder. Die mutige Leserin wusste nicht, was alles auf sie zukommen sollte, denn bisher war die Autorin eher unter „Dystopie“ zu finden. Aber die mutige Leserin scheute sich nicht, raffte ihre Schmusedecke zusammen und machte sich auf die Reise nach Mawuria, um herauszufinden, ob Katharina auch im Genre Fantasy glänzen konnte. Es sollte eine anstrengende, beschwerliche, schweißtreibende, heiße, kalte, schnelle, kurze, fremdartige, bunte, traurige Reise werden, in der unsere Leserin nicht nur neue Freunde fand …


Es war einmal eine Königin, die hasste ihre Stieftochter wie die Pest …

„Schattensplitter“ fängt da an, wo so manch andere Geschichte aufhört. Bei Hass, Trennungen und Zwietracht, der sich wie ein Geschwür durch die komplette Geschichte zieht, Wurzeln schlägt und sich ausbreitet, bis er nicht mehr zu zerstören ist. Man merkt schon im Einstiegskapitel, dass man hier keine lustige Sonnenschein-Fantasy-Glitzereinhorn-Geschichte vor sich hat, denn unsere Hauptprotagonistin, Jorana, und ihre Stiefmutter sind sich mehr als „nicht zugetan“. Schon im ersten Satz war ich in der Geschichte drin und sah Konflikte auf mich zukommen, die größer waren, als ein Gebirge. Gekonnt bringt Katharina Groth die Randkonflikte auf den Tisch und zeigt mir als Leser, dass manche Entscheidung besser nie getroffen hätten werden sollen. Ich lernte meine Bezugscharaktere kennen, verband mich mit ihnen und sie ließen mich nicht wieder gehen.


Es war einmal eine Prinzessin, der ging es gepflegt am Ar*** vorbei, dass sie Prinzessin war …

Jorana. Die liebenswerte, aber total verwöhnte und verzogene Prinzessin von Mawuria. Sie liebt ihr Leben, geht auf in dem was sie tut und steht zu ihrer Meinung. Ja, sie hat eine eigene Meinung als Prinzessin. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass sie nicht im Schloss aufwächst, sondern mit ihrem Vater durch die Lande reist. Neben ungehobelten Männern aufwächst, gerne mal einen trinkt und hübsche Kleider genauso sinnvoll findet wie gute Manieren und Besteck zum Essen. Kurz gesagt: Ich liebte sie von ganzem Herzen und das von Anfang an. Sie war eine junge Frau mit Persönlichkeit! Nichts flaches und klischeebehaftetes. Jorana stand zu ihren Problemen und ging sie an wie ein Mann. Auch wenn ihr Weg nicht immer auf Zustimmung fand und sie selbst es nie leicht hatte, stellt sie sich ihrer Aufgabe, ihrem Schicksal, und versucht, das Beste daraus zu machen. Zu Anfang ist sie sehr uneinsichtig und engstirnig, ein bisschen arrogant und egoistisch, aber je länger ihre persönliche Reise dauert und je mehr sie von ihrem eigenen Land sieht, verändert sie sich. Sie versucht am Ende noch immer, ihre Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, aber nicht mehr auf Kosten anderer.


Es war einmal (k)eine Prinzessin, die in ihrer dunkelsten Stunde, die mutigsten und ehrlichsten Freunde fand …

Natürlich geht eine Prinzessin nie allein auf eine Reise, auch wenn sie keine sein will, lässt da das Schicksal nicht mit sich reden. Jorana geht es da nicht anders und an ihrer Seite steht ihr Knappe Geral. Vom Leben gezeichnet, kämpft er selbst mit seinem Schicksal und durchlebt wohl von allen die größte und tiefste Veränderung. Geral ist ein scheuer, junger Mann, der vom eigenen Vater geschnitten wird und im Grunde nicht mehr wert ist, als der Dreck im Schlosshof. Erst als er Jorana kennenlernt, die ihn wie einen Menschen behandelt, merkt er, dass viel mehr in ihm steckt, als alle Welt ihm weißmachen wollte. Geral ist mutig, ehrlich, clever und einer der besten und interessantesten Charakter der Geschichte. Erst dachte ich, dass ja jede Prinzessin ihren Knappen braucht, aber das hier ist viel mehr als das. Es sind Freunde, die sich zusammen gegen das Schicksal stellen und egal, was für Steine ihnen in den Weg gelegt werden, sie sind beide bereit für alles, was da noch kommen mag! Alle Figuren, egal wie nebensächlich oder klein sie erschienen, waren real! Sie hatten Sorgen, Probleme, waren glücklich und traurig. Sie hatten eine Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Es waren Buchcharaktere in 3D.


Es war einmal ein Schatten, der sich über die Welt legte und das Licht angriff …

Die Welt, die Katharina Groth hier erschaffen hat, ist einmalig! Ich bin ehrlich, mit Fantasy hab ich es nicht wirklich und meistens komme ich wirklich schwer in die komplett neu ausgedachten Welten rein. Nicht so hier! Ohne Probleme fand ich mich in Mawuria zurecht. Die Autorin zaubert mit Worten die aus reiner Magie zu bestehen scheinen Bilder in meinen Kopf, sodass ich in der Geschichte versank und fühlte, was die Figuren fühlten. Spürte den Sand auf meiner Haut, die Sonne in meinem Gesicht und den Schmerz in der Brust. Ich sah die Schattentiger, ritt auf einen und streichelte sie ohne Unterlass. Schattenmagie umgab mich, kühles Schattenglas war so faszinierend, dass mich nur die Schattengöttin davon ablenken konnte.
Nicht ein einziges Mal fühlte ich mich von den Infos dieser neuen Welt erschlagen, denn ich wurde ganz langsam herangeführt. Sah, was die Figuren sahen und alles, was neu für mich als Gast in Mawuria war, lernte ich im Laufe des Textes kennen. Und lieben. Am Ende fühlte es sich an, als würde ich schon immer in diesem einzigartigen und wundervollen Land leben. Ich war bereit, alle seine Geheimnisse zu ergründen und bin mir sicher, dass diese Welt noch viel von sich hören lassen wird.


Es war einmal eine Geschichtenerzählerin, die viele Gesichter hatte …

Ich wusste ja, dass Katharina Groth eine talentierte Dystopie-Schreiberin ist und war doch etwas skeptisch, als ich hörte, nun kommt Fantasy! Aber … SIE KANN ES! Ich kenne jede Geschichte von der Autorin und was ich im Verlauf ihrer Karriere lesen durfte, wird von Buch zu Buch besser! Der Schreibstil ist immer passend zur Geschichte, der Erzählstil zieht den Leser zwischen die Worte und lässt sie nicht mehr gehen! Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll, außer: macht euch selbst ein Bild und lest ihre Bücher?!
Nein, im ernst. „Schattensplitter“ ist eine reine Fantasygeschichte, die so harmonisch abgestimmt ist, dass man denken könnte, die Autorin war selbst dort und hat alles, was sie uns Lesern erzählt, mit eigenen Augen gesehen. Die einfachsten Dinge, wie eine Holzkiste, werden zu magischen Schatztruhen, die den Leser locken und reizen.
Liebe Autorin, willkommen im Fantasy-Genre, wir hoffen, Sie sind gekommen um zu bleiben!


Es war einmal ein Ende, das kein Ende sein wollte …

Genau wie Jorana keine Prinzessin ist/war/sein wollte, ist das Geschichts-Ende kein Ende, sondern eine Pause. Eine Unterbrechung, eine Luft holen, ein Aufblähen der Probleme, die Ruhe vor dem Sturm, die Stille vor dem finalen Angriff. Als ich das Ende „hinter mir hatte“ (Warum ist es schon vorbei???^^) dachte ich zuerst: „Oookay, irgendwie hatte ich es mir epischer vorgestellt…“. Dann kam die Erkenntnis: Es ist ja gar kein Ende! Es ist ein Staffelfinalencliffhänger! Es ist ein Reihenhöhepunktsminifinale!
Es! Ist! Noch! Nicht! Vorbei!
Denn die Figuren mussten zu diesem Punkt kommen, mussten am Ende sein, mussten sich finden und verlieren, denn nur so finden sie die Kraft, um sich dem wahren, epischen Ende zu stellen. Und wie ein verdammt schlauer Mann einmal sagte: „Am Ende wird alles gut. Wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende!“ (Oscar Wilde)

Fazit


„Schattensplitter“ ist keine Geschichte. „Schattensplitter“ ist die Erfahrung, viele Leben zeitgleich zu erleben. Es ist wie Urlaub in einer anderen Welt, wie ein Kampf um das eigene, selbstbestimmte Leben. „Schattensplitter“ ist der Anfang, vom dem ein Ende noch lange nicht in Sicht ist. Es ist viel mehr als eine Geschichte. Ist für uns Leser die Möglichkeit, viele neue Freunde zu finden, Mawuria kennen zu lernen und niemals wieder von dort fort zu wollen! „Schattensplitter“ ist für mich der Beginn einer ganz großen, epischen Reihe, von der ich viel Erwarte und bei der ich noch Großes kommen sehe!

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

5, rezension, indie, sprin

Jahreszeiten-Märchen / Spring

Kaitlin Spencer
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei epubli, 13.06.2017
ISBN 9783745063752
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Inhalt/Meinung
„Spring“ ist das zweite Jahreszeiten-Märchen aus der Feder von Kaitlin Spencer und es lag viel zu lange auf meinem Kindle rum! Warum? Ich habe keine Ahnung! Vielleicht habe ich auch das passende Wetter gewartet. Oder aber ich brauchte zur rechten Zeit etwas fürs Herz. Denn genau das ist „Spring“.

Es war einmal in einem fernen Land…

… das aufgeteilt war in Jahreszeiten. Winter kennen wir schon. Jetzt erleben wir unser Abenteuer im Königreich Frühling und dem Fürstentum Tulpenland. Die ganze Geschichte ist an den Frühling angepasst und es ist ein Traum, von Gänseblümchentee und Stiefmütterchenwein zu lesen. An jedes Detail wurde gedacht und es macht schon allein deswegen sehr viel Spaß, diese Geschichte zu lesen.

Die Geschichte beginnt mit einer wütenden Zauberin und ich dachte erst „Huch. Was ist denn jetzt los?“ Mir Prologen habe ich immer so meine Problemchen, weil ich oftmals denke, dass die hätten auch weggelassen werden können, weil man die Infos auch anderweitig einbauen kann. Prologe lese ich gerne, wenn sie die Spannung steigern, einfach weil die Autoren einen als Einstieg brauchen. Und das war hier der Fall. Denn nach dem Prolog geht die eigentliche Geschichte erst los. Der Einstieg hat mir super gefallen und ich war auch sofort in der Geschichte drin. Kein langes Überlegen oder rantasten an die Figuren.

Blossom ist Prinzessin und alles andere als verwöhnt. Ich mochte ihre offene, ehrliche und sensible Art. Dennoch weiß sie, wie sie sich verteidigen muss, sollte es notwendig sein und kann auch mit anpacken. Sie scheut sich nicht davor, schmutzig zu werden oder vorlauten Rittern die Meinung zu sagen. Denn auch wenn sie gerne im Garten arbeitet oder ihre Amme zu Fuß besuchen geht, weiß sie, wo ihr Stand ist und dass sie zukünftige Königin von Frühling sein wird.

Die Autorin schafft es mit sicheren, klaren Worten, das Bilder in den Köpfen der Leser entstehen. Das Setting ist einfach nur ein Traum und die Beschreibungen wunderschön (im Schönen Teil von Frühling!). Die Figuren haben Ecken und Kanten. Probleme, Sorgen und Kämpfe auszuführen, mit denen sie nicht gerechnet haben.

Während des Lesens hatte ich mich über einige Situationen ein bisschen gewundert (genauere Infos gibt es da nicht, wegen der Spoilergefahr!), aber man darf nie vergessen, dass „Spring“ ein Märchen ist. Und Märchen haben in meinen Augen ihre eigenen Regeln, an die sie sich halten. Es sind keine Romane, keine Fantasygeschichten oder sonst was. Ein Märchen soll verzaubern, soll wenn möglich eine Moral haben und Spaß machen.

Fazit
„Spring“ ist ein Jahreszeiten-Märchen, dass meiner Meinung nach, hält, was es verspricht. Ganz viel Frühling, ganz viel Märchen-Charme und eine taffe Protagonistin, die bereit ist, alles zu geben, damit es ihrem Königreich gut geht.
Ein Fluch, ein Prinz, ein Ritter und ein bisschen Herzklopfen. „Spring“ ist die perfekte Geschichte für zwischendurch, wenn man als Leser mal „was fürs Herz“ braucht.

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Tags: 5, indie, rezension, sprin   (4)
 

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49 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

sommer, drachenmondverlag, leserunde, ewig, drachenmond

Ewig und ein Sommer

Kerstin Arbogast
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783959911177
Genre: Jugendbuch

Rezension:

 Inhalt/Meinung
Dieses Buch ist aus dem März 2017 und hat genau 22 Rezensionen (Stand Anfang Oktober 2017). Das war das Erste, was mir auffiel, als ich mich über die Geschichte schlau machte und ich fragte mich, warum? Der Klappentext machte mich neugierig – ich mag verrückte Geschichten mit Protagonisten, die nicht angepasst sind und gegen den Strom schwimmen. Also stürzte ich mich ins Abenteuer „Ewig und ein Sommer“, ließ alles auf mich zukommen und ja, erwartete Nichts.

Und doch bekam ich so viel! Ganz ehrlich, ich habe es nicht kommen sehen! Diese Geschichte fing an, wie ein ruhiger, frischer Tag im Frühling. Leichtes Vogelgezwitscher, ein paar weiße fluffige Wolken, dezenter Wind. Alles ganz angenehm und nett. Sophie macht ihr Ding, redet und redet. Konrad taucht irgendwann auf und ich dachte nur, warum er ihr nicht einfach den Mund zuklebt. Ernsthaft, ich bin sicher Sophie atmete über die Haare!
Es war alles ziemlich freundlich, lieb und … langweilig.

Aber … ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, denn obwohl (oder gerade deswegen?) Sophie oftmals echt viel Quatsch redet und auch macht (ich sag nur Weihnachtskekse im Sommer^^), hatte ich sofort einen Draht zu ihr. Ja klar, sie ist eindeutig verrückt, aber auf eine positive Art und Weise. Auf eine Lorelai Gilmore-Art und Weise! Sie labert ohne Ende, aber sie hat ein so großes Herz, dass ihr Körper dafür viel zu klein erscheint. Sie verstellt sich nicht, denn Sophie ist in allem was sie sagt und tut grundsätzlich sie selbst. Dadurch, dass die Geschichte aus ihrer Sicht beginnt, merkt man auch gar nicht, dass sie seltsam und anders ist. Es ist vollkommen normal für sie (und dem Leser), dass sie ihren alten Dackel im Fahrradkorb ausfährt. Dass sie mit ihrer Mutter und der Oma in einem Haus wohnt.
Ich liebte Sophie. Vielleicht war es keine Liebe auf den ersten Blick. Aber sie entwickelte sich langsam und womöglich war sie deswegen auch tiefer.

Erst als Konrad mit seiner Sichtweise die Geschichte zusätzlich erzählt, merkte ich, dass Sophie nicht nur viel Quatsch redet, sondern generell anders ist. Seltsam. Sie passt nicht in die Vorstellung der Leute von einem jungen Mädchen. Sie zieht Kleidung an, die kaum bis gar nicht zusammenpasst und eher ihrer Urgroßmutter gehören könnte. Oder einem 20iger Jahre Pinn Up-Girl. Sie will das Leben mit jeder Faser ihres Körpers spüren. Ewig und einen Sommer lang.
Konrad ist ruhig. Wirkt sehr introvertiert und ist gerade am Anfang fast noch seltsamer. Er hat Geheimnisse, dass ist offensichtlich, aber ich merkte auch, dass er von der lebenslustigen Art und Weise von Sophie angesteckt wird. Er will auch wieder etwas spüren.
Das ist sicher der einzige Grund, warum er am Sommerferienanfang bei ihr vor der Tür auftaucht. Sicher! Da gibt es bestimmt nichts anderes… *hust hust* ^^

Er braucht Sophie und sie braucht ihn. Und auch wenn sie glaubt, dass in Liebesdingen ein Fluch auf ihrer Familie liegt, kann sie Konrad doch auch nicht aus dem Weg gehen. Sie merken beide, wie viel Spaß sie zusammen haben. Und langsam kommt Konrad aus seinem Schneckenhaus. Auch wenn manche Menschen nicht gerettet werden wollen, brauchen sie doch manchmal einen kleinen Schubs und dazu eine helfende Hand. Das reicht schon, damit sie sich selbst retten können.

„Ewig und ein Sommer“ ist wie Erdbeermarmelade auf frischem Toast. Oder wie ein feiner Nieselregen an einem heißen Sommertag. Wie Vanilleeis, denn damit kann man nie etwas falsch machen. So süß wie Schokosoße und so bitter wie eine Zitrone. Bittersüß, denn obwohl die Geschichte wie eine bunte, total irre Achterbahnfahrt war, habe ich ständig weinen müssen. Ich habe Rotz und Wasser mit Sophie geheult, ich habe Tränchen mit Konrad verdrückt. Und am Ende habe ich mit und für beide geweint. Und gelacht. Geflucht. Kurzzeitig gehasst.

Aber ich bin auch mit ihnen gewachsen, denn Sophie und Konrad lernen voneinander. Sie lernen dass das Leben nicht immer eine Konfettikanone ist. Sie lernen, dass das Leben nicht immer nur aus Trübsal und schlechten Gedanken besteht und dass manchmal auch ein Luftballon voll von kleinen Papierschnipseln reicht, um das Leben bunter zu machen, ohne darin zu ersticken.

Das Ende, fand ich persönlich …seltsam. Nein, nicht das Ende an sich, sondern die Konversation der beiden gegen Ende hat mir so nicht gefallen, da ich nicht in mehr in die Gedankenwelt von Sophie und Konrad eintauchen konnte. Ich weiß nicht, ob das Absicht war, aber da war irgendwie die Verbindung zu beiden weg.

Fazit
„Ewig und ein Sommer“ ist mehr als ein Jugendbuch, dass im Sommer spielt. Es ist gleichzeitig Sonne und Gewitter im Sommer. Es ist, als hätte man was Süßes und was Saures im Mund, und müsste nun mit beiden Geschmacksrichtungen auf der Zunge klarkommen. Sophie und Konrad sind gemeinsam, nicht einsam, aber auch noch nicht zusammen und doch verbunden. (Wahrscheinlich rede ich schon wie Sophie^^).
Kurz gesagt: Ich liebte die emotionale Fahrt während der Geschichte. Lachen, weinen, lachen, fluchen, noch mehr lachen und lachen und weinen.

  (6)
Tags: 5, drachenmond, rezension   (3)
 

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72 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 16 Rezensionen

london, krimi, geister, stalker, beerdigungsinstitut

Die Seelen von London

A. K. Benedict , Alice Jakubeit
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.06.2017
ISBN 9783426520550
Genre: Fantasy

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56 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

vampire, melody of eden, sabine schulter, dark diamonds, liebe

Melody of Eden - Blutrache

Sabine Schulter
E-Buch Text
Erschienen bei Dark Diamonds, 28.04.2017
ISBN 9783646300093
Genre: Fantasy

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

steampunk, erfinder, kurzgeschichten, detektiv, explosion

Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé

Katharina Fiona Bode , Martin Knipp , Archibald Leach , Markus Cremer
Sonstige Buchform: 260 Seiten
Erschienen bei Art Skript Phantastik, 05.07.2016
ISBN 9783945045046
Genre: Science-Fiction

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90 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 33 Rezensionen

fantasy, berun, magie, krieg, blaustein

Die Blausteinkriege - Sturm aus dem Süden

T. S. Orgel
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Heyne, 11.10.2016
ISBN 9783453317062
Genre: Fantasy

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305 Bibliotheken, 9 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

fantasy, magie, krieg, heyne, blaustein

Die Blausteinkriege - Das Erbe von Berun

T.S. Orgel
Flexibler Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.10.2015
ISBN 9783453316881
Genre: Fantasy

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Vollstrecker der Königin - Drei Tropfen Dunkelheit

Angelika Diem
Flexibler Einband: 292 Seiten
Erschienen bei Machandel-Verlag, 23.03.2017
ISBN 9783959590495
Genre: Fantasy

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

2017, sciencefantasy, rezension;, gedankenreichverlag;, rezension

Weltenmalerin: Im Geist des Riesen

Jaqueline Kropmanns
E-Buch Text: 368 Seiten
Erschienen bei GedankenReich Verlag, 25.08.2017
ISBN 9783947147090
Genre: Fantasy

Rezension:

 Inhalt/Meinung
„Weltenmalerin“. Ein Buch, so malerisch wie eine weitläufige Landschaft an einem frühen Herbsttag, wenn der Nebel über den Feldern hängt und die Sonne ihre ersten Strahlen durch rotgoldenes Laub schickt. Etwas verschwommen, kaum greifbar aber doch wunderschön.
Genauso hörte sich der Klappentext an und auch das Cover ließ darauf schließlich.
Also ließ ich mich in das feuchte Gras fallen, starrte die Wolken an und begann mir ein paar Welten zu malen…

Ich gebe zu, ich habe mich ein bisschen vor dieser Rezension gedrückt. Nicht, weil ich nicht wüsste, was ich zu dem Buch sagen soll, sondern eher, weil ich nicht weiß, wie ich es sagen soll. Es stimmt, der Inhalt dieses Buches ist schwer greifbar wie Nebel im Herbst. Undurchsichtig wie Sternenstaub. Schwankend wie unausgereifte Gedanken an einem Sommerabend. Ich gerate in Versuchung, das ganze Buch mit Metaphern zu beschreiben, aber ich halte mich zurück. Versprochen!
(Auch wenn das nicht leicht fällt, denn das Buch weckt meine poetische Seite :-D )

Die Schreibweise ist wirklich so traumhaft, dass ich sie nochmal erwähnen möchte. Manchmal wiederholt sich zwar einiges vom Inhalt her, aber ich hab selten so einen poetischen Schreibstil gelesen. Er passt zur Geschichte, denn sobald der Fokus nicht mehr auf der Protagonistin liegt, wird auch der Stil etwas anders und passt sich der Geschichte an. Aber die Protagonistin ist selbst irgendwie reinste Poesie, weswegen diese leicht geschwollene Erzählart perfekt zu ihr passt.

Reegan, die Protagonistin. Oder besser gesagt, eine Protagonistin, denn obwohl sie die Haupthandlungsträgerin ist, spielen doch die anderen Figuren auch eine große, wichtige Rolle. Reegan war… anders. Sie ist recht eigen in ihrem Denken und Handeln und leider konnte ich nicht immer nachvollziehen, was die gerade tut und warum sie es tut. Hin und wieder widerspricht sich ihr Verhalten mit ihrem Charakter und allzu oft tut sie während der Geschichte im Grunde nichts. Sie ist als Protagonistin meiner Meinung viel zu oft passiv und agiert nur, ohne zu reagieren.

Die Geschichte als solche ist sehr interessant. Die verschiedenen Welten, auf denen Reegan und die Gruppe um sie herum immer wieder landen sind fantastisch und ich liebte sie alle. Reegan hat eine Aufgabe und verfolgt unbewusst das Ziel, diese zu erledigen. Die Planeten gehören dazu und bei denen hat die Autorin wirklich eine fantastische Fantasie bewiesen! In dem Fall hätte ich sogar gern noch mehr von den Planeten gesehen, weil ich das Gefühl hatte, dass sie hin und wieder doch zu kurz gekommen sind. Sie sind so reich gefüllt mit Figuren und Geschichten, dass da sicherlich noch mehr möglich gewesen wäre.

Auch die Gruppe, auf die Reegan am Anfang trifft, ist mir viel zu kurz gekommen. Das waren wirklich superinteressante Charaktere, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Ich denke, dass das auch der Geschichte als solcher gut getan hätte, wenn die Hauptfokus nicht nur auf Reegan gelegen wäre, sondern man die Handlung noch aus einer anderen Sichtweise beleuchtet hätte. So ist vieles nicht ganz klar, weil es bei den anderen passiert hat, Reegan das aber eben nicht wissen kann, weil das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist. Ich hab einfach das Gefühl gehabt, dass ich irgendwas verpasst habe oder einfach nicht verstehen konnte, weil mir nicht alles mitgeteilt worden ist.

Fazit
„Weltenmalerin: Im Geist des Riesen“ ist ein sehr poetisch geschriebenes Buch, das wunderschöne Textpassagen hat, in die sich der Leser vollends hineinfallen lassen kann.
Leider dümpelte die Geschichte hin und wieder etwas vor sich hin und verschenkte die aufkommende Spannung durch die ganze Poesie. Auch Reegan hätte vielleicht etwas mehr Schwung gutgetan. Ich hab das Buch gern gelesen, weil mich die poetischen Vergleiche angesprochen haben, bei der Handlung als solchen fehlte mir die ganze Zeit irgendwie das gewisse Etwas.

  (6)
Tags: 3, gedankenreich, rezension   (3)
 

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5, rezension, geheimnisse, indie, träume

Drei Wochen und ein ganzes Leben

Kerry Greine
E-Buch Text: 247 Seiten
Erschienen bei null, 17.08.2017
ISBN B074RKCCF1
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Inhalt/Meinung
Entgegen meinem Ruf lese ich doch gern mal schöne Liebesromane. Gern mit viel Herzschmerz und auch mit einer reichlichen Portion Tränen meinerseits. Deswegen konnte ich an „Drei Wochen und ein ganzes Leben“ nicht vorbeigehen, denn der Klappentext versprach mir genau das, was ich mir von diesem Genre verspreche.
Verlor ich mich im Süden, zwischen Pasta und Rotwein oder fuhr ich mit dem ersten Zug wieder nach Hause?

Die Protagonistin in der Geschichte ist Sienna, die augenblicklich zu so etwas wie einer neuen Freundin wurde. Ich hatte sofort einen Draht zu ihr und konnte verstehen, was sie bewegt und warum sie diese Reise machen will. Und vor allem, warum sie diese Reise allein machen möchte. Ihre Eltern, besonders ihr Vater, erdrücken sie mit ihre Fürsorge und den Vorschriften. Sie will ein letztes Mal für sich entscheiden, bevor sie als Anwältin in der Kanzlei ihres Vaters anfängt. Sienna ist sich sicher, dass sie dann keine eigene Meinung mehr haben darf. Eigentlich will sie auch gar nicht Anwältin werden, aber so richtig weiß sie allerdings nicht, wie ihre Alternativen aussehen, denn es gab nie einen anderen Weg, als Jura zu studieren. Ihre Eltern haben ihren beruflichen Weg von Anfang an geplant und Sienna fügte sich. Die Reise gleicht einem kleinen Ausbruch aus dem Alltagstrott. Einem letzten Aufbäumen, bevor Sienna zwischen Akten und Vorschriften verloren geht.

Die Reise entpuppt sich als sehr interessant. Denn trotz diesen ganzen Vorschriften und Regeln der Eltern, ist Sienna sehr offen, spontan und entscheidungsfreudig. Sie wirkte auf mich nicht verloren, sondern optimistisch und lebenshungrig. Wenn irgendwas nicht so lief, oder so aussah, wie sie sich das vorgestellt hatte, dann stellte Sienna sich augenblicklich auf die neue Situation ein und ließ alles auf sich zukommen. Die Rundreise war zwar mehr oder weniger geplant, aber wenn es ihr an einem Ort gefiel, dann blieb sie eben einen Tag länger dort. Sienna offenbarte mir eine Seite von ihr, die ganz anders war, als mir der Anfang der Geschichte erzählte. Aber diese neue Seite gefiel mir! Ich mochte Sienna wirklich gern und begleitete sie supergern auf ihrem Trip, der auch – oder in erster Linie – eher eine Reise zu sich selbst war.

Sienna liebt das Leben und genießt die Reise in voll Zügen. Leider ist nicht alles rosig, denn sie glaubt, beobachtet zu werden. Als sie den vermeintlichen Verfolger anspricht, stellt sich heraus, dass sie sich irrt und so lernt sie Toni, den Fotografen kennen. Toni will einen Bildband herausbringen und fotografiert fröhlich durch die Gegend. Die zwei merken schnell, dass sie sich super verstehen und dass da viel mehr zwischen ihnen ist. Sie beschließen, die übrige Reise gemeinsam anzutreten und Sienna lässt sich auf das Abenteuer „Urlaubsflirt“ ein.

Toni *hach*. Toni heißt eigentlich Antonio und ist total wundervoll. Ich hab mich sofort ein wenig in ihn verliebt, denn er war zuvorkommend, liebevoll und einfach nur hinreißend. Vielleicht sogar ein bisschen zu viel, aber es war im Urlaub! Ich denke, da ist alles erlaubt. Sienna gibt sich dem Gefühl der Freiheit voll hin und genießt die Zeit mit Toni. Er scheint es mit Sienna ernst zu meinen und die beiden geben ein tolles Team ab. Mochte ich Sienna und Toni einzeln sehr gern, waren beide zusammen wirklich klasse! Sie haben sich ergänzt ohne irgendwie schnulzig zu sein.
Und manchmal muss man sich eben auch was trauen, vor allem wenn man nur drei Wochen Zeit hat!

Dadurch, dass ich Sienna auf ihrem Tripp begleitete, bekam ich eine gratis Rundreise durch Italien geschenkt. Die Autorin malte Bilder der Städte und Orte in meinen Kopf. Es fühlte sich alles sehr echt an, die Eindrücke, Gerüche, kaltes Wasser auf der Haut, die Emotionen. Ich flog durch die Seiten, verfolgte Siennas Wandlung, Tonis Zerrissenheit und in mir machte sich außerdem noch Urlaubsfeeling breit. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig.
Die Spannung steigerte sich von Seite zu Seite und auch wenn es mal kurze, ruhige Szenen gab, ließ diese nie nach.

Das Ende rundet meiner Meinung nach eine wundervolle Geschichte richtig gut ab. Wie der passende Wein zu einem Teller Pasta an einem lauen Sommerabend mit Sonnenuntergang und ein paar malerischen Wolken am Himmel.
Nicht kitschig, aber für den Augenblick einfach nur wunderbar.

Fazit
„Drei Wochen und ein ganzes Leben“ ist das perfekte Buch für den Sommer. Abends auf dem Balkon sitzen, ein Glas Wein, ein paar Weintrauben, Füße hochgelegt und dann in der Geschichte von Sienna und Toni versinken. Sich auf  eine Reise nach Italien machen, ohne den gemütlichen Leseplatz zu verlassen. Die Liebe, Lachen und Herzschmerz finden.
Manchmal muss man sein altes Leben abstreifen und sich was trauen, sich auf das Gefühl einlassen, dass aus einem selbst kommt und das Leben leben, das man eigentlich führen möchte. Und wenn es nur für drei Wochen ist.

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Tags: 5, indie, rezension   (3)
 

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distophie, verarbeitung, rezension, krimi, monika grasl

Die Chronik der Dämonenfürsten

Monika Grasl
Flexibler Einband: 228 Seiten
Erschienen bei Shadodex - Verlag der Schatten, 19.12.2016
ISBN 9783946381143
Genre: Fantasy

Rezension:

 Inhalt/Meinung
Ich gebe zu, hier hat mich der Klappentext neugierig gemacht. Ich lese gerne Geschichten über Engel und finde alles, was dazu gehört, echt interessant. Und dann noch ein Engel des Todes? Na, da konnte ich ja kaum widerstehen! Also setzte ich mich hin und ließ mich von den Engeln gefangen nehmen…

In der Geschichte geht es um Evy Munro. Sie erfährt, dass sie an Lungenkrebs erkrankt ist und bald sterben wird. Als wäre das nicht schon genug, stellt sich ihr verhasster, arroganter Nachbar als ihr persönlicher Engel des Todes heraus, der sie auf ihrem letzten Weg begleiten soll. Und um dem noch die Krone aufzusetzen, offenbart sich ihr, dass ihre Seele wichtig für den Erhalt der Welt ist.
Auch wenn Evy gerade am Anfang sehr trotzig und missmutig ist, schafft sie es dennoch irgendwie mit alldem klar zu kommen. Natürlich nimmt sie alles erst einmal nicht an. Sie will weiterleben, schließlich hat sie Pläne! Große Pläne! Und so schnell ist sie nicht bereit, diese aufzugeben. Allerdings gibt es da einfach keinen Ausweg, denn der Krebs ist nun mal da und auch ohne Engel des Todes ist das ein Los, das nicht leicht zu tragen ist. Das ihr Engel dieses Los zwar leichter machen will, sie damit aber in den Wahnsinn treibt, hilft ihr nicht im Geringsten.
Evy war eine starke Protagonistin, die einen Moment brauchte, um in ihr aufgedrängtes Schicksal zu finden. Auch wenn sie es zuerst nicht annehmen wollte, so fand sie sich im Laufe der Geschichte damit ab und war gegen Ende sogar bereit, es ganz und gar anzunehmen.

Vincent, oder auch Engel des Todes, ist gar nicht begeistert, dass Evy sein neuer Schützling ist. Aber er nimmt seine Berufung sehr ernst und tut alles, um Evy auf ihrem Weg zu begleiten. Ich muss zugeben, dass ich ihn sogar etwas mehr mochte als Evy. Er wirkte auf mich immer ehrlich, aber nicht verletzend. Er meinte, was er sagte und wollte trotzdem immer nur das Beste. Für Evy, allen voran für sie. Egal, ob die Welt gerettet werden musste oder nicht.
Am besten fand ich, dass er auch auf emotionaler Ebene mit Evy verbunden war. Es machte ihr Leiden, das man ihr nicht immer ansah, für mich authentischer. Denn auch wenn sie es verbirgt, ist es ja trotzdem da. Je mehr Evy innerlich litt, desto mehr sah man es an Vincents Äußeren.

Die ganze Hintergrundgeschichte hat mich am meisten interessiert. Die Dämonen, der Papst, die Tore, die für die bösen Dämonen geöffnet wurden. All das war so interessant, dass ich Evy  zeitweise vergaß, auch wenn sie natürlich als Protagonistin immer wieder kam. Da „Der Engel des Todes“ der 1. Teil einer Reihe ist, erfahre ich natürlich noch längst nicht alles, aber genug, um neugierig zu sein, was noch passiert.

Das Ende war etwas, das mir dann aber dennoch irgendwie aufgestoßen ist. Es ging dann einfach zu schnell. Evys Seele soll geschützt und zeitgleich geopfert werden. Die Welt geht ihrem Ende entgegen. Ein Dämonenfürst steht kurz vor der Befreiung. Das sind alle Handlungsstränge die aufeinander zulaufen und zusammenfinden. Die auf eine gewaltige Explosion hindeuten, nur um dann irgendwie zu verpuffen. Ich weiß nicht, ob das Absicht war, da es ja irgendwie noch weitergeht, aber in diesem Augenblick war es leicht enttäuschend.

Fazit
„Die Chronik der Dämonenfürsten: Der Engel des Todes“ – Band 1 ist ein Einstieg in die Fantasyreihe von Monika Grasl, der neugierig macht. Ihr Schreibstil zieht den Leser sofort in die Geschichte und lässt ihn auch nur schwer wieder raus. Das ganze Drumherum lässt die Geschichte um Evy zwar etwas in den Hintergrund rutschen, sorgt aber so für sehr viel Spannung, die den Leser kontinuierlich im Buch hält.

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Tags: rezension   (1)
 

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5, 19. jahrhundert, rezension, krimi, indie

Stadt der Tiefe (Der Hüter)

Jasmin Jülicher
E-Buch Text: 247 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 23.06.2017
ISBN 9783744840941
Genre: Sonstiges

Rezension:

 Inhalt/Meinung
„Die Stadt der Tiefe – Der Hüter“ war für mich der Einstieg in die Welt von Jasmin Jülicher. Ich steh total auf Steampunk und stelle immer wieder fest, dass ich viel zu wenig aus diesem Genre lese. Deswegen hab ich mich echt auf diese Geschichte gefreut!

Am Anfang gibt es einige Kapitel, die den Leser mit auf die Reise nehmen, um die Vorgeschichte zu ergründen. Die Stadt in der Tiefe ist nämlich genau das, was sie vorgibt zu sein. Eine Stadt unter vielen Kuppeln in der Tiefe des Meeres. Als Leser „sehe“ ich also, wie es überhaupt dazu kam, dass diese Stadt entstand und ich gebe zu, dass ich darüber gerne noch mehr gelesen hätte. Ich gehe sogar soweit, dass ich behaupte, eine eigenständige Vorgeschichte wäre vielleicht eine Möglichkeit gewesen. Andererseits, hätte man diese auch in die eigentliche Story einbauen können. Ich weiß nicht, wie wichtig die Vorgeschichte noch wird, deswegen fällt es mir echt schwer, mich da auf eine Meinung festzulegen. Soviel sei aber gesagt; die Vorgeschichte ist mega interessant und ich hätte gerne noch mehr darüber gelesen. Über die Golems, deren Erschaffung und Ausbreitung auf der Welt. Über den Konflikt, der sich dadurch unter den Wissenschaftlern ergibt… all das beinhaltet so viel Wissen und macht echt neugierig.

Erst, nachdem der Leser „aufgeklärt“ ist und über die Vorgeschichte Bescheid weiß, startet die eigentliche Erzählung. Es geht um Alexander. Er ist Hüter in Biota, der Stadt in der Tiefe. Biota wirkt im ersten Augenblick perfekt. Jeder hat seine Stellung und weiß, was er tun muss, tun darf und was er unterlassen sollte. Der Hüter passt auf, dass das alles eingehalten wird und hat eigentlich auch kaum etwas zu tun, denn es gibt kaum Streit, kaum Dreck und Gewalt. Es ist schön. Für jedes Bedürfnis wird gesorgt und jeder scheint mit seinem Leben rundum zufrieden.

Dass dem nicht so ist, findet Alexander heraus, als eine Leiche auftaucht und er im Grunde nicht weiß, was er machen soll, denn so etwas hat es bis jetzt noch nie gegeben. Die „Regierung“ will das vor den Menschen geheim halten und daran muss sich auch der Hüter halten. Diese Auflage arbeitet allerdings gegen den Drang von Alexander, den Mord aufzuklären. Er ist viel zu neugierig, um wirklich die Finger davon zu lassen. Außerdem scheint er nicht ganz hinter den Regeln von Biota zu stehen, was ihn nur noch interessanter gemacht hat. Er hasst es, dass die Oberen sich Freiheiten nehmen, die den anderen Menschen nicht zugestanden werden und er hasst es, dass sie einen Mörder nicht bestrafen wollen.

Zum Glück gibt es noch Nic. Sie ist Biologin und hat durch ihre Stellung zeitgleich einen höheren Rang als Alexander. Er darf sie nur besonders ansprechen, am besten eigentlich gar nicht. Und was sie sagt, muss getan werden. Aber auch Nic nimmt die Regeln nicht so genau und hasst die Zwänge, die in Biota herrschen. Das Auftauchen der Leiche nimmt sie als willkommene Abwechslung auf und genießt fast schon die Aufregung, die damit einhergeht. Natürlich weiß sie Dinge, von denen Alexander niemals wissen dürfte und so begeben sich die beiden auf eine sehr gefahrvolle Reise, bei der das Ende ungewiss ist.
                  
Die Geschichte um Alexander und Nic hatte mich sehr schnell in ihren Bann gezogen und entließ mich tatsächlich erst, als das Buch vorbei war. Es war spannend, zusammen mit Alexander und Nic die Stadt und deren verschiedene Bewohner kennen zu lernen und zu entdecken. Die vielen Ebenen, Biosphären und Andersartigkeiten waren interessant und ich bekam davon kaum genug.

Der Erzählstil von Jasmin Jülicher war sehr bildgewaltig, sodass mein Kopfkino auch die Dinge bildete, die ich ja eigentlich gar nicht kannte. In Biota gab es Bekanntes und Unbekanntes, aber die Autorin verstand es wunderbar, beides zu verbinden und mir als Leser so den Zugang zur Stadt zu vereinfachen. Ich ging neben Alex und Nic durch die Gänge und verschwand in den Tiefen unter Biota. Ich roch den Dreck, den andere zu versteckten versuchten und spürte die Angst, als ich mich mit ihnen verbergen musste.

„Der Hüter“ ist in sich abgeschlossen, das Ende macht allerdings viel Lust auf mehr und ich bin wirklich gespannt, was die Autorin aus dieser Geschichte noch herausholt! Keinen Druck, liebe Jasmin, aber die Erwartungen liegen hoch!^^

Fazit
„Der Hüter“ ist der Auftakt zu mehreren Bänden, die alle im Steampunk-Genre angesiedelt sind. Der Schreibstil hatte mich sofort in der Geschichte gefangen. Auch wenn ich gerne noch mehr von der Vorgeschichte gelesen hätte, war die eigentliche Geschichte über Alexander, den Hüter, so interessant und spannend, dass die Vorgeschichte alsbald in den Hintergrund rückte. Es ist m.M.n. schwer, dem Steampunk-Genre gerecht zu werden, den Steampunk ist für mich ein Gefühl, eine Art zu Leben und nicht immer leicht in Worte zu fassen. Jasmin Jülicher wird dem aber vollkommen gerecht und schafft es, dass ich mich ganz in ihrem Biota verlieren konnte.
Klare Kaufempfehlung!

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Tags: 5, indie, rezension   (3)
 

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21 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

irland, liebe, das glück ist einen flügelschlag entfernt, stefanie lahme, roadtrip

Das Glück ist einen Flügelschlag entfernt: Ein Irland-Roman

Stefanie Lahme
E-Buch Text: 378 Seiten
Erschienen bei Forever, 07.08.2017
ISBN 9783958182059
Genre: Liebesromane

Rezension:

 Inhalt/Meinung
Irland. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
… Moment, das war was anderes.
Aber … nachdem ich „Das Glück ist nur einen Flügelschlag entfernt“ gelesen habe, bin ich mir sicher, dass es auch in Irland tausendundzwei Möglichkeiten gibt! Und Pubs.
Ich greife vor. Fangen wir doch am Anfang unserer Reise an.

Unser Protagonist Lukas liebt die Ordnung! Alles hat seinen angestammten Platz und das wird auch gerne halbstündlich geprüft. Alle paar Minuten ein Blick auf die Uhr gehört genauso zum Tagesablauf wie das Überprüfen des Reiseplans, der natürlich geordnet, geheftet und sortiert in einer Mappe steckt. Die einen festen Platz im Rucksack hat. Der auf eine bestimmte Art gepackt ist…  So ist Lukas und so lernen wir ihn auch kennen. Dezent neurotisch, mit seinen Macken und Zwangshandlungen. Aber das heißt nicht, dass er nicht liebenswert ist. Er ist geradlinig und plant einfach gerne. Lukas will wissen, wo seine nächsten Schritte ihn hinführen und wie das Ziel aussieht.
Lukas war, trotz seiner Macken, eine Figur, mit der ich mich sofort angefreundet hatte. Ich mochte ihn und seine latent schrullige Art. Oftmals hat er mich, wahrscheinlich unbeabsichtigt, genau deswegen zum Lachen gebracht.
Und natürlich hat er seinen Irlandurlaub minutiös durchgeplant!

Und da wären wir auch schon bei Protagonist Nummer zwei. Josefine, genannt Jo. Durchgeknallt, Verrückt, Abenteuerlustig und für jeden Spaß zu haben. Sie ist offen für Neues, findet schnell neue Freunde, weil sie gerne mit Menschen redet und auch immer ein Thema findet und macht sich keine Sorgen über das Morgen. Alles kommt, wie es kommen soll. Sie hat keine Angst, ungeplant in einen Ort zu gehen, denn sie findet schon eine Schlafunterkunft. Außerdem ist sie sich sicher, dass ein geplanter Urlaub keinen Spaß machen kann! Nur, wenn man sich auf dieses Abenteuer einlässt, erlebt man wirklich Etwas und hat Spaß.
Auch Jo war mir sofort sympathisch, vor allem weil sie auf Lukas zugeht und ihn nicht als Spinner abgetan hat. Durch ihre offene Art, hat sie mich gleich für dich gewinnen können.

Seien wir mal ehrlich, Lukas und Jo können nicht unterschiedlicher sein. Das ist schon so krass, dass ich mir fast sicher bin, noch nie Figuren getroffen zu haben, die so wenig gemeinsam haben. Ich war mir von Anfang an sicher, dass das mit den beiden nix werden kann. Ja, Gegensätze ziehen sich an, aber null Gemeinsamkeiten sind echt hart. Außerdem streiten sich die beiden permanent. Lukas drückt mit jeder Haltung, Mimik oder Heben des Koffers seinen Unmut über die Situation aus. Ja, sie haben den Aufenthalt in einem Ferienhaus gewonnen. Ja, das ist toll! Nein, sie wollen nicht teilen. Er hat die meisten Fragen beantwortet, er will das Haus. Punkt.
Aber Jo findet das nicht so toll und schlägt vor, den Weg tageweise aufzuteilen. Jeder hat einen Urlaubstag, den er gestalten kann, und wer am Ende die meisten Punkte hat, bekommt denn Gewinn. Planung versus Chaos! Eine grandiose Ausgangssituation mit so viel Konfliktpotenzial, das mir ganz schwindelig wurde.

Und dieses Potenzial nutzt die Autorin auch perfekt aus! Lukas und Jo geraten öfter aneinander als ihnen lieb ist, aber auf ihre eigene, verquere Art und Weise finden beide Spaß an der ganzen Sache. Und dann ist da ja auch noch Irland. (Wenn es nicht gerade im Nebel versinkt.)

Als ich das Buch bekam, erhielt ich auch eine Warnung: Pass auf! Nach dem Lesen willst du unbedingt nach Irland!
Ich lachte. Ja klar. Als ob! Mal ehrlich, klar, man hat nach dem Lesen schon mal das Gefühl, den Ort im Buch gerne mal aufsuchen zu wollen, aber unbedingt? Niemals!
Neugierig geworden, las ich die ersten Seiten und … klappte das Buch zu. Am Abend. WEIL ich es DURCHGELESEN hatte. Am Stück. Weglegen unmöglich! Ich war wie im Rausch.
Im Irland-Lukas-Jo-Rausch! Es war mir nicht möglich, die Finger von der Geschichte zu lassen. Das lag nicht nur an den zwei Verrückten, die auf ihre eigenen Art super sympathisch waren, sondern auch und zu einem großen Teil, an den Beschreibungen von Irland.
Während des Lesens habe ich meine eigene kleine Irlandrundreise gemacht und hab so viel erlebt, so viel gesehen, gerochen und gefühlt. Es war alles so echt, die Bilder erschienen wie von allein in meinem Kopf. Ich radelte mit Jo durch die Gegend, beobachtete mit Lukas Papageientauchen und aß mit beiden Nudeln und Scones ohne Ende. Wir betranken uns, lachten und lernten neue Menschen kennen.

Dabei war das noch gar nicht alles! Es waren hier tatsächlich die kleinen Töne, die zwischen einer atemberaubenden Kulisse erklangen und den Weg in mein Ohr fanden. Die Dinge, die zwischen den Zeilen passierten. Lukas und Jo sind offensichtlich 10 Tage zusammen unterwegs. Nur ein Urlaub. Ein paar Ausflüge, Sight Seeing eben. Aber das, was mit ihnen und zwischen ihnen passiert ist so klein, süß und unaufhaltsam, dass ich es auch kaum bemerkte. Erst als ich schon mittendrin war, lichtete sich der Nebel und gab die Sicht auf Schubladendenken, Vorurteile und Geheimnisse preis. Die beiden lernen in der kurzen Zeit sehr viel, auch voneinander, bis sie sich am Ende zu den Menschen entwickelt haben, der sie hätten sein sollen. Der sie sein können.
Manchmal bedarf es einer kurzen, eindrucksvollen Reise mit einem Fremden, um zu sich selbst zu finden. Erst dann kann man sich jemand anderen voll öffnen.

Fazit/Bewertung
„Das Glück ist nur einen Flügelschlag entfernt“ war ein so wundervolles Buch, dass ich es glatt nochmal lesen könnte. Neben der traumhaften Kulisse Irlands, stachen besonders die Beschreibungen hervor, aus denen man herauslas, dass die Autorin mit Herzblut bei der Sache war. Sie zog den Leser damit unweigerlich an einen Ort, von dem man nie wieder weg wollte.
Lukas und Jo sind zwei wahnsinnig liebenswürdige Verrückte, mit denen ich sehr gerne noch viel mehr Zeit verbracht hätte. So unterschiedlich sie auch sind, so viel können sie voneinander lernen und durch ihre manchmal recht abstrusen Dialoge habe ich echt lachen müssen.

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Götterschlacht

Torsten Scheib , Constantin Dupien
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 19.04.2017
ISBN 9783958695627
Genre: Krimi und Thriller

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