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26 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

golo mann, deutschland, deutsche geschichte, bürgerzeit, golo man

Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts

Golo Mann
Fester Einband: 1.063 Seiten
Erschienen bei Fischer, 01.03.2004
ISBN 9783103479058
Genre: Klassiker

Rezension:

Meine persönliche Story mit diesem Buch ist lang - man könnte sagen: Es war nicht "Liebe auf den ersten Blick". 
Aber wie im Leben so oft ist es ja am Ende nicht das "Strohfeuer", sondern die gemächliche Glut, die uns dauerhaft erwärmt! 
So auch hier: 
Die Geschichte begann 1976, als ich, 20-jährig, das Buch als "Anerkennung für gute Leistungen" im Rahmen meiner Ausbildung überreicht bekam. 
Oh je! 
Was macht ein 20-jähriger mit einem Geschichtsbuch, über 1000 Seiten dick und verfasst von einem Menschen mit dem seltsamen Vornamen "Golo"? 
Also, was macht ein durchschnittlicher 20-jähriger damit? 
Richtig: 
Wenn´s gut läuft, dann landet es im Regal bei den anderen Büchern, wenn´s schlecht läuft - beim Altpapier. 
Nun ja, bei mir lief es gut - 
und so stand das Buch für die nächsten 25 Jahre ungelesen im Bücherregal. 
Soweit die Vorgeschichte. 

"Viel hat der europäische Genius erfunden und der Welt gegeben; Böses und Gutes, solche Dinge zumeist, die zugleich gut und böse waren. Darunter den Staat; darunter die Nation." 

Mit diesen beiden Sätzen beginnt das Buch - und es sind Sätze wie diese, einfach, schön und schnörkellos, dabei scharfsinnig und treffend, die das Buch zu etwas Besonderem machen und Golo Manns monumentales Geschichtswerk auch sprachlich zum Kunstwerk erheben. 

Golo Mann versteht es wie kein Zweiter, die deutsche Geschichte mit großem Sachverstand, mit scharfem Urteilsvermögen und mit einem enormen Detailwissen zu erzählen. Dabei fesselt er den Leser mit seiner geradezu genialen, ungemein spannenden und lebendigen Erzählweise: Bereits nach wenigen Seiten liest man sich geradezu fest! 
Dabei ist sein Urteil stets ausgewogen, seine Darstellung stets objektiv. 
Die Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, beginnt bei derfranzösischen Revolution und endet beim Wirtschaftswunder. 
Die Entwicklung Deutschlands ist eng verküpft mit den Entwicklungen im europäischen Umfeld. Und so stehen die vielfältigen Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen der deutschen und der europäischen Geschichte folgerichtig im Fokus dieses Werkes, das sich mittlerweile längst als ein Standardwerk in der Geschichtsliteratur etabliert hat. Gleich nach seinem Erscheinen wurde es zum Bestseller. 
Deutschland mit seiner exponiert-zentralen Lage auf dem europäischen Kontinent, Spätzünder in seiner Entwicklung vom "Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation", vom bloßen Staatenbund also, zum Nationalstaat, mit seinen Höhen und Tiefen, mit all seinen Widersprüchen: 
Das Land der Dichter und Denker und gleichzeitig die Heimat des "Furor Teutonicus", ein Volk sowohl von furchterregender Effektivität als auch manchmal befallen von einer geradezu rätselhaft-typischen Melancholie, oft auch mit einer von den europäischen Nachbarn als Gefühlskälte empfundenen Pedanterie: 
Auch die deutsche "Seele" wird hier einer genaueren Betrachtung unterworfen! 
Wenn man Historie lediglich als Chronik, als Aufzählung von zurückliegenden Ereignissen also, als endlose, Aneinanderreihung von seelenlosen Fakten, Jahreszahlen und geografischen Daten betrachtet, dann wird man ihr nicht gerecht. 
Denn Historie ist mehr als das: 
Sie ist untrennbar verbunden mit dem menschlichen Leben, denn sie erzählt uns die Geschichte unserer Vorfahren, sie zeigt uns aber nicht nur deren äußeren Lebensumstände, nein, mehr noch: 
Sie lässt uns teilhaben an ihrem Innersten, an ihren Wünschen, Gefühlen und Meinungen, an ihren Zielen und Wertvorstellungen, an ihren Vorlieben und Abneigungen, kurz: Sie gewährt uns im Idealfall einen Blick in die Herzen, ja in die Seelen derjenigen, die uns vorangingen. 
Und Historie ist nichts Vergangenes oder Abgeschlossenes - nein, Historie ist allgegenwärtig, sie entsteht hier und jetzt, denn auch wir sind ein Bestandteil von ihr, und zwar vom Moment unserer Geburt an bis zu unserem Tode. 
Historie wirkt in die Zukunft, denn die Gesetze der Kausalität bewirken es, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft untrennbar miteinander verknüpft sind. Wer einen Beweis dafür verlangt, dass die Taten eines Julius Cäsar, eines Bismarck oder eines Ferdinand Lassale bis heute wirken, der möge sich die Frage stellen: Was wäre die Welt heute ohne jenen Unbekannten, der das Rad erfand? 
Wer also die Welt von heute verstehen will, der kommt nicht umhin, sich mit der Vergangenheit zu befassen: Eine hervorragende und unterhaltsame Möglichkeit, dies zu tun, ist die Lektüre dieses Buches! 

"Wir hoffen, das, was die Nation von anderen Nationen immer unterschied und unterscheiden wird, auch wenn ephemere Gegensätze verschwunden sind, unsere schöne Sprache, werde nicht dürr und gemein werden, sondern ihren Adel erneuern; und mit ihr alles, was im Wort seinen Ausdruck findet. Geschähe es nicht, was würde alle wiedergewonnene Großmacht und Scheinmacht uns denn helfen?" 

Mit diesen Sätzen beschließt Golo Mann sein Buch. 
Könnte es ein besseres Schlußwort geben? 



Ausführliche Rezension: www.litterae-artesque.de

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Tags: deutsche geschichte, golo man   (2)
 

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terrorismus, raf, attenta, historie, brigitte mohnhaupt

Patentöchter. Im Schatten der RAF - ein Dialog

Julia Albrecht , Corinna Ponto
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.08.2012
ISBN 9783442157136
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Patentöchter" ist die bewegende Geschichte des Versuches der Bewältigung einer Tat, welche die langjährige Freundschaft zweier Familien zerstörte. 
30 Jahre nach dem Verrat der Susanne Albrecht, einem ungeheuerlichen Tabubruch ohne Beispiel, beschließt Julia Albrecht, jüngere Schwester von Susanne Albrecht und Patentochter des damals ermordeten Jürgen Ponto, etwas zu tun, was ihr Vater über Jahre hinweg versucht, aber niemals gewagt hatte: Sie schrieb einen Brief an Corinna Ponto, die Tochter des Mordopfers und Patentochter ihres Vaters. Aus dieser ersten Kontaktaufnahme entwickelte sich ein ergreifender Briefwechsel, dem wir in diesem Buch folgen dürfen. Schließlich finden beide Frauen den Mut, sich auch persönlich zu treffen. In vielen Gesprächen und zahlreichen Briefen erzählen sie sich gegenseitig, jede aus ihrer ganz persönlichen Perspektive, von ihrem Umgang mit dem Ungeheuerlichen, von den Qualen, die sie durchlitten, von der Trauer und der Verzweiflung, welche beide Familien durchlebt haben. Dabei wird schnell deutlich, dass Hass in den Köpfen beider Frauen keine Rolle spielt. Es ist vielmehr, auch nach 30 Jahren noch, eine unglaubliche Fassungslosigkeit, die aus ihrer beider Worten spricht und ein starkes Verlangen nach einer Erklärung für das Geschehene, ein Verstehenwollen, um das Furchtbare endlich verarbeiten zu können. 
Susanne Albrecht, die diesen furchtbaren Verrat beging,  bleibt in dem Buch seltsam schemenhaft und nicht-präsent. So wird sie grundsätzlich nur als "S." bezeichnet, so als würde das Ausschreiben, das Aussprechen ihres vollen Namens einem Tabubruch gleich kommen. Von ihrer jüngeren Schwester Julia wurde sie über 13 Jahre hinweg trotz ihrer schlimmen Tat sehr vermisst. Um so größer war der Paukenschlag, als Susanne Albrecht nach dem Zusammenbruch der DDR in Berlin verhaftet wurde. Sie war 1980 aus der RAF ausgestiegen und hatte sich in die DDR abgesetzt. Susanne Albrecht hatte in der DDR geheiratet und einen Sohn bekommen. Vor dem Oberlandesgericht in Stuttgart Stammheim legte sie ein umfassendes Geständnis ab und kam in den Genuss der sog. "Kronzeugenregelung". Von ihrer zwölfjährigen Freiheitsstrafe musste sie nur einen geringen Teil absitzen. Wie es heißt, arbeitet sie heute unter einem neuen Namen in Norddeutschland als Lehrerin für eine freien Träger. Zu einer Entschuldigung bei ihren Opfern bzw. deren Familien hat sie sich bis heute nicht bereit gefunden. Ihrer Schwester Julia gegenüber, die 13 Jahre lang um sie getrauert hatte, äußerte sie in einem Gespräch, sie habe "völlig vergessen, dass sie eine jüngere Schwester habe". 
Am Ende dieses zutiefst menschlichen und ergreifenden Buches, welches uns viele Informationen über die Tat und die Zusammenhänge liefert, müssen wir erkennen, dass die wichtigste Frage unbeantwortet bleiben muss, so lange die Täter schweigen: Die Frage nach dem Warum.

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Tags: attenta, brigitte mohnhaupt, christian klar, deutscher herbst, jürgen ponto, raf, susanne albrecht, terrorismus   (8)
 

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Firlefanz. Ganz und gar und gar und ganz

Jens Sparschuh , Katharina Fischer , Lieta Reklaitis , Jochen Streicher
Audio CD
Erschienen bei Audio Media Verlag, 01.09.2013
ISBN 9783868043099
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
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flucht, ketchum, john irving, irving, amerika

Letzte Nacht in Twisted River

John Irving , Hans M. Herzog , Verlags-ID
Flexibler Einband: 732 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.01.2012
ISBN 9783257240993
Genre: Romane

Rezension:

Drei ??? 

Letzte Nacht in Twisted River? 
In Wirklichkeit waren es viele Nächte oder doch zumindest Abende, die ich in Twisted River verbrachte: 
Zwar nur in Gedanken beim Lesen des Buches, aber es war kein leichter Aufenthalt für mich! 
Die Geschichte ist von komplizierter Einfachheit. Und kompliziert ist auch mein Verhältnis zu ihr und zu ihrem Autor. 
Was also soll in meiner Rezension stehen? 
Zunächst: Es war mein erster Irving – und zumindest für die nächste Zeit auch garantiert mein letzter! Ich brauch jetzt erstmal was leicht verdauliches! 
Soll das nun ein Verriss werden?? Nein, so einfach ist es nicht. 
Die Geschichte beginnt eigentlich ganz gut und Irving ist, dass muss man bescheinigen, ein guter Erzähler. Aber auch ein guter Erzähler muss darauf achten, dass er seine Leser bei der Stange hält. Dazu bedarf es einer Handlung, die fesselt. Die fand ich hier auf Dauer leider nicht. Oder anders gesagt: Ich fand einfach keinen Zugang zum Buch, zur Geschichte und zum Autor. 
So gut die Geschichte, wie bereits gesagt, auch beginnt (und obwohl es auch keinen Mangel an skurrilen Gestalten und Begebenheiten darin hat), sie zu lesen war aus irgend einem Grunde für mich sehr anstrengend. Aber Lesen soll doch mehr Vergnügen machen als anstrengen, dachte ich mir – und las trotzdem weiter. Kommt schon noch. 
Leider kam es nicht. Die Geschichte beginnt irgendwann sehr zähflüssig zu werden, eine Handlung im eigentlichen Sinne konnte ich über lange Strecken nicht so recht entdecken, bzw. diese wurde nicht vorangetrieben. Vielmehr wirkt das Ganze sehr statisch, in Reflexionen der Protagonisten verharrend, langatmig. 
Ich gestehe, ich bin an dem Buch gescheitert: In der Mitte angekommen, gab ich auf. 
Warum? 
Nun, da warten noch viele Bücher auf mich, die gelesen werden wollen. 
Und meine Zeit ist knapp! 

Fazit: 
Für Irving – Liebhaber möglicherweise ein empfehlenswertes Buch. 
Für alle anderen: Drei ??? 

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satire, hitler, berlin, humor, adolf hitler

Er ist wieder da

Timur Vermes
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.09.2012
ISBN 9783847905172
Genre: Romane

Rezension:

Berlin 2011.  
Auf einem Brachgelände mitten in Berlin erwacht unter nebulösen Umständen Adolf Hitler! 
Was nun folgt, ist eine Persiflage von besonderem Kaliber. 
Das Buch ist sowohl ernst als auch amüsant.  
Dennoch: Bei dieser Form der Satire bleibt dem Leser an vielen Stellen das Lachen "im Halse" stecken. 

Zur Geschichte: 
Hitler beginnt schon bald nach seinem rätselhaften Erwachen im Berlin des Jahres 2011 damit, mit messerscharfem Verstand und der ihm eigenen bizarren Logik unsere moderne Gesellschaft zu analysieren und ihre Schwachstellen sogleich für sich nutzbar zu machen. Zunächst bringt er aber mal seine Uniform in eine türkische! "Blitzreinigung"! 
In seinem Aussehen, seiner Sprache und seinem Habitus des originalen Hitlers, der er ja auch ist, wird er jedoch von seiner neuen Umwelt nicht ernst genommen: Man hält ihn fortan für einen perfekten Comedian, und alles, was er fortan von sich gibt, für Satire, die zwar manchmal die Grenzen des guten Geschmacks überschreitet, aber eben doch nur Satire ist. 
Hitler hingegen meint jedes seiner Worte ernst! 
Unübersehbar ist hier die Parallele zu seinem Buch "Mein Kampf", in dem er alles, was er später als "Führer" tun würde, beschrieben hat. Auch damals hat ihn niemand ernst genommen - was ein fataler Fehler war, wie später die Geschichte zeigte! 

Der Hitler aus unserer Satire, aller Machtmittel und "seiner SA" beraubt,  beginnt also eine steile Medienkarriere als Comedian und gewinnt so zunehmend Einfluss. Entlarvend auch hier die Beschreibung bestimmter Charaktere, die ihn offenbar durchaus durchschauen,  ihn aber dennoch um Geld und ihrer persönlichen Karriere Willen zu fördern bereit sind. 
Auch das erinnert uns stark an die Geschichte um den Aufstieg des wahren Hitlers. 
Um die Parallelen zur Wirklichkeit komplett zu machen, bemühen sich auch in unserer Satire Politiker zahlreicher Parteien, angefangen von Renate Künast! bis hin zu Sigmar Gabriel um Hitler, dessen Popularität sie sich gern zunutze machen würden!  
Nur die NPD, die für unseren Satire-Hitler nichts "als ein Haufen Waschlappen" ist, bei denen "ein anständiger Deutscher"! nichts verloren hat!", sieht in ihm einen "Nestbeschmutzer", welcher "den Führer" verhöhnt. Ironischerweise sind es dann auch rechte Schläger, die "unserem" Hitler eines Abends auflauern, ihn als "Judenschwein" beschimpfen und übel zusammenschlagen. 
Die Botschaft ist klar: Die rechten Dumpfbacken sind selbst dazu zu dämlich, "ihren Führer" zu erkennen, wenn er vor ihnen steht! 

Timur Vermes ist es gelungen, uns mit seinem Buch zu verdeutlichen, wie Manipulation funktioniert und wie nahe Ernst und Satire, Wahrheit und Verstellung oftmals beieinander liegen. Gleichzeitig wird offenkundig, wie oberflächlich und kritiklos unsere heutige Mediengesellschaft funktioniert und wie leicht man offenbar bereit ist, Geschmacklosigkeiten und selbst menschenverachtende Botschaften unter dem Label von vermeintlicher Komik und Satire zu bejubeln. 

Meine Bewertung: 
Ein lesenswertes Buch, basierend auf einer ungewöhnlichen Idee, das mit teilweise bissigem Humor aufwartet und das zum Nachdenken anregt! 

Diese Rezension findest Du auch unter: 
www.litterae-artesque.de

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Tags: hitler, satire, vermes   (3)
 

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abenteuer, eis, polarforschung, lewis-jone

Abenteurer im Eis

Huw Lewis-Jones , Martin Hartley
Fester Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Geo, D., 19.09.2009
ISBN 9783894057527
Genre: Sonstiges

Rezension:

Abenteurer im Eis... 
ist ein atemberaubender Bildband, der uns mit dem Antlitz des Abenteuers Polarforschung konfrontiert. 
Dieses Buch ist Zeugnis unvorstellbarer menschlicher Leistungen und Strapazen, die sich tief wie Gletscherspalten in die Gesichter der Forscher gegraben haben. 
So ist das Buch ein Kompendium und ein "who is who" der Polarforschung von den Anfängen bis zur Gegenwart und ein wunderbares Zeugnis der Fotografie im Dienste der Wissenschaft. 
Auf mehr als 285 Seiten gewährt das Buch dem Leser Einblick in eine bizarre, eisige Welt, die so fremd und lebensfeindlich ist, wie eine Welt nur sein kann. 
Und mehr noch: Wir sehen auf jeweils 50 historischen und aktuellen Aufnahmen in die vom Wetter gegerbten Gesichter jener Männer und Frauen, welche sich seit 1845 als Polarforscher einen Namen gemacht haben. 
Einige von ihnen bezahlten ihre Passion und ihren Wagemut mit ihrem Leben. 
Begeben Sie sich auf eine spannende und zugleich lehrreiche Reise auf den Spuren Amundsens, Franklins, Scotts und Co. 
Bereits für die Pioniere der Polarforschung war die Fotografie nicht nur ein Werkzeug für die wissenschaftliche Erforschung von Arktis und Antarktis, sondern ein unverzichtbares Medium für die spätere Vermarktung ihrer Expeditionen: Denn die Fotos, die sie von ihren Reisen mitbrachten, garantierten ihnen volle Säle bei ihren Vortragsreisen und ließen sich gut verkaufen. Indem sie so das Interesse der Gesellschaft auf die Fotografie lenkten, waren sie auch Pioniere des heraufziehenden Informationszeitalters. So gründete sich bereits 1847 in London der erste Fotoclub! 
Dabei ist die Leistung dieser Pioniere nicht zu unterschätzen, denn die Fotografie von damals ist nicht zu vergleichen mit dem, was wir heute darunter verstehen: Ihre Ausrüstung und ihre Kameras waren schwer und sperrig, und das Anfertigen einer Aufnahme verlangte bei Belichtungszeiten, die manchmal in Minuten zu messen waren, erhebliche Geduld und Disziplin. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Aufnahmen bei erheblichen Minusgraden und bei Wind und Wetter entstanden. Daneben waren sämtliche Chemikalien und Glasplatten, welche damals die noch nicht erfundenen Filme ersetzten, zu transportieren... eine Menge Aufwand also. Um so größer muss unsere Hochachtung vor jenen Männern sein, die mit oft einfachsten Mitteln unter widrigsten Umständen herrliche Aufnahmen zustande brachten! 

Für alle Freunde der Fotografie ist das Buch eine Fundgrube historischer Aufnahmen aus der Polarforschung und zugleich ein Kompendium der Portraitfotografie.


Ausführliche Rezension: www.litterae-artesque.de

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Tags: abenteuer, eis, lewis-jone, polarforschung   (4)
 

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25 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

poggio bracciolini, renaissance, renaissnace, greenblatt, lukkrez

Die Wende

Stephen Greenblatt , Klaus Binder
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Siedler, 23.04.2012
ISBN 9783886808489
Genre: Sachbücher

Rezension:

"Die Wende - Wie die Renaissance begann" handelt von der Wiederentdeckung des uralten Manuskriptes "De rerum natura", eines Buches des römischen Autors Lukrez durch Poggio Bracciolini, eines bibliophilen Schreibers und Sekretärs mehrerer Päpste und der grandiosen Wirkung dieses uralten Buches: 

"Im Winter 1417 reitet Poggio Bracciolini durch die bewaldeten Täler und Höhen Süddeutschlands seinem fernen Ziel entgegen, einem Kloster, von dem es heißt, es beherberge ein geheimes Lager alter Handschriften." 

So beginnt das Buch, das uns in spannender und unterhaltender Weise die Lebensgeschichte des Poggio Bracciolini erzählt und uns dabei eben mit jenen Zusammenhängen und ineinander verflochtenen Wirkungen vertraut macht, welche die Beschäftigung mit der Historie so spannend gestaltet. 
Dem Autor gelingt es, uns mit großer Sachkunde und mit seinem Erzählstil zu fesseln, so dass wir auf sehr angenehme Weise sowohl unterhalten als auch "gebildet" werden. 
Manchmal ist die Realität eben mindestens so spannend wie die Fiktion! 

"De rerum natura" (Über die Natur der Dinge) von Lukrez ist eine Darstellung des epikureischen Weltbildes in Versform und ist z.B. in einer kindle-Edition bei Amazon verfügbar. 
Stephen Greenberg gibt uns einen Überblick über den Inhalt dieses literarische Meisterwerkes der Antike, das nach seiner Wiederentdeckung durch Bracciolini eine durchschlagende Wirkung entfaltete und letztlich die Befreiung des menschlichen Geistes aus dem Kerker mittelalterlicher Dogmen und der Versklavung des Geistes durch den Klerus einläutete. 

"Jeweils denkst du vielleicht von den dräuenden Worten der Priester 
Heftig bedrängt und bekehrt aus unserem Lager zu fliehen! 
Denn was könnten sie dir nicht alles für Märchen ersinnen, 
Die dein Lebensziel von Grund aus könnten verkehren 
Und mit lähmender Angst dein Glück vollständig verwirren ! 
Und in der Tat, wenn die Menschen ein sicheres Ende vermöchten 
Ihrer Leiden zu sehn, dann könnten mit einigem Grunde 
Sie auch der Religion und den Priesterdrohungen trotzen. 
Doch so fehlt für den Widerstand wie die Kraft so die Einsicht, 
Da uns die Angst umfängt vor den ewigen Strafen der Hölle." 
(Lukrez, de rerum natura, 1. Buch) 

Klarer kann man es nicht formulieren. Das Textbeispiel zeigt zugleich, dass de rerum natura sowohl von sprachlicher Schönheit als auch von nüchterner Deutlichkeit ist. Lukrez breitet in dieser Form das gesamte Spektrum der Erkenntnisse des Epikur vor uns aus, wobei einem oft Zweifel kommen, ob dieser Text tatsächlich auf einer Philosopie beruhen kann, die 2400 Jahre alt ist! 
De rerum natura ist in 6 Bücher und diese wiederum in Kapitel gegliedert. Beispielhaft seien einige der Kapitelüberschriften hier angeführt, um eine Ahnung von der unglaublichen Aktualität des Werkes zu geben: 

-Naturforschung als Erlösung (!) 
-II. Lehrsatz. Die unsichtbaren Atome 
-III. Lehrsatz. Das Vakuum 
-Unteilbarkeit der Atome 
-Unendlichkeit des Raumes 
-Krankheit und Tod 
-Freude und Schmerz 
-Unendlich viele Welten 
-Torheit der Seelenwanderungslehre 
-Vergänglichkeit der Seele 
-Die Welt ein Werk der Natur 
-Bildung von Sonne und Mond 
-Entstehung der Pflanzen und Tierwelt 
-Volksherrschaft !) 
-Wesen und Wirkung des Blitzes... 

...um nur einige zu nennen. 

Mit der Wiederentdeckung von "de rerum natura" und der erneuten Verbreitung des Werkes leitete Poggio Bracciolini eine Entwicklung ein, die in das Zeitalter der Renaissance mündete. 

Der aus dem Französischen entlehnte Begriff Renaissance (Wiedergeburt) wurde im 19. Jahrhundert geprägt und bezeichnet eine Epoche der europäischen Kultur, die den Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit vollzog. In der Renaissance erleben wir ein Aufblühen der Wissenschaft und Geistesforschung ebenso wie der schönen und bildenden Künste. Die Liste der hervorragenden Persönlichkeiten der Renaissance reicht, um nur einige zu nennen, von dem Universalgenie Leonardo da Vinci über Künstler wie Albrecht Dürer, Tizian, Donatello, William Shakespeare und Dante Alighieri bis hin zu dem Staatsphilophen Macchiavelli und dem bedeutenden niederländischen Gelehrte und Humanisten Erasmus von Rotterdam. 
Was wir in der Renaissance beobachten, ist ein Triumph des menschlichen Geistes, auf dessen Schwingen die Hochbegabten jener Zeit in den Naturwissenschaften, in der Kunst und in vielen anderen gesellschaftlichen Disziplinen zu neuen Höhenflügen ansetzten. Dieses Beispiel zeigt deutlich, welche enormen geistigen Kräfte freigesetzt wurden, als man den menschlichen Geist nach Jahrhunderten vom Joch geistiger Unterdrückung befreite! 

Das vorgestellte Buch ist, ein gewisses Interesse an der Materie vorausgesetzt, eine außerordentlich lohnende und zu empfehlende Lektüre. Dem interessierten Leser lege ich die Lektüre also wärmstens und in der Überzeugung an´s Herz, dass die Erwartungen nicht enttäuscht werden! 

Mehr auf: 
http://litterae-artesque.blogspot.de/2014/01/greenblatt-stephen-die-wende-wie-die.html

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Tags: greenblatt, humanismus, lukkrez, poggio bracciolini, renaissnace, sachbuch   (6)
 

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dublin, klassiker, irland, joyce, ulysses

Ulysses

James Joyce , Hans Wollschläger
Fester Einband: 987 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 30.10.2006
ISBN 9783518458167
Genre: Klassiker

Rezension:

Der 16. Juni 1904 war ein ganz gewöhnlicher Tag, und dennoch ist er in die Geschichte der  Weltliteratur eingegangen. An diesem Tag von acht Uhr früh bis drei Uhr morgens erlebt Leopold Bloom die Großstadt Dublin, und der Leser lernt mit ihm seine Handlungen, Begegnungen und Gedanken kennen: 
Ulysses, die "größte Schöpfung unter den Romanen des zwanzigsten Jahrhunderts". 
(NEW YORK TIMES) 

Die Rezension eines Buches wie Ulysses von James Joyce, das zum Kanon der Weltliteratur zählt, ist immer ein schwieriges Unterfangen, weil über solche Werke, und da macht der Ulysses keine Ausnahme, eigentlich schon alles dazu geschrieben und gedruckt, das Werk vielfach untersucht, gedeutet, eingeordnet, bewertet, interpretiert worden ist und letztlich sowieso jede Kritik an einem weltweit anerkannten literarischen Meisterwerk, noch dazu durch einen Laien, einer Majestätsbeleidigung gleich käme. 
Warum also noch eine Rezension des Buches? 
Die Antwort ist einfach: Weil es das Buch gibt! 
Man sollte nun aber keine wissenschaftlichen Abhandlungen von mir erwarten, die kann man an anderen Stellen nachlesen. 
Mir geht es bei der folgenden Rezension lediglich darum, eine leicht nachvollziehbare und verständliche Darstellung für all diejenigen abzugeben, die, wie ich, nicht Literaturwisschenschaften studiert haben, sowie den Eindruck wiederzugeben, den ich selbst während der Lektüre des Buches gewonnen habe. Ich möchte also gewissermaßen den Versuch unternehmen, das Buch für Frau und Herrn "Otto-Normal-Leser" vorzustellen.  
Ganz bewußt habe ich meiner Rezension dieses Buches den rückseitigen Text des Buchdeckels meiner hervorragenden und in edler Schlichtheit daherkommenden Suhrkamp - Ausgabe vorangestellt. 
Damit ist schon mal klar, dass wir es hier mit einem "großen Kaliber" zu tun haben, und das gilt für den Umfang, besonders aber für den Anspruch des Werkes!  
Und wir haben schon mal eine grobe Beschreibung des Inhalts. 
Der Titel Ulysses (zu deutsch Odysseus) verweist darauf, dass der Held des Romans gleich dem Helden der griechischen Sage eine Odyssee durchmacht,  die ihn an  e i n e m Tag (dem 16. Juni 1904) durch die irische Stadt Dublin des Jahres 1904 führt. Seither nennen die Iren diesen Tag "Bloomsday", weil Joyce seinen modernen Odysseus Leopold Bloom genannt hat. Der Roman entspricht vom Aufbau her dem Epos Homer´s und selbst die einzelnen Kapitel sind inhaltlich Spiegelungen der Abenteuer des Odysseus. 
Als "richtunsgweisend für den modernen Roman" hat man die Technik des James Joyce bezeichnet, nicht nur die äußere Handlung zu beschreiben, sondern die Gefühle, Ideen, Gedankenfetzen und Vorstellungen, kurz den "Bewußtseinsstrom" (stream of consciousness), welcher den Protagonisten in den geschilderten Situationen durch den Kopf geht, zum "zentralen Gestaltungselement" des Romans zu machen. 
Aus dem bisher Gesagten lässt sich bereits erkennen: Dies ist keine leichte Lektüre.  
Ja, es handelt sich meiner Meinung nach um eines jener literarischen Werke, denen man nachsagen kann, sie seien geeignet, einem Pennäler jegliche Lust auf Literatur für den Rest seines Lebens zu vermiesen, zwänge man ihn, das Buch zu lesen! 
Und dennoch: Die meisten von uns sind ja längst keine Pennäler mehr und deshalb auch nicht so leicht zu vergraulen! 
Sprach ich eben (ein paar Sätze weiter oben nämlich) von einer Handlung?
Ja, die gibt es auch, aber die ist eigentlich sehr sparsam, denn es geschieht vergleichweise wenig in diesem Buch. Kein Buch für Actionfans also! 
Vielmehr nehmen die inneren Reflexionen der Protagonisten, als da im Wesentlichen sind: Leopold Bloom, Zeitschriftenakquisiteur und Stephen Deadalus, Lehrer, den größten Raum ein.  
Man tut gut daran, sich ein Wenig vorzubereiten, bevor man in die Lektüre einsteigt. Etwas theoretische Vorbereitung wäre also hilfreich, z.B. indem man einen Artikel bei Wikipedia liest! 
Lässt man sich auf das Werk ein, dann gilt es Durchhaltevermögen zu zeigen. Das Buch liest sich nicht mal eben am Wochenende!  
Um ehrlich zu sein: Ich habe (mit Unterbrechungen) ungefähr 10 Monate gebraucht, um das Buch durchzulesen.  
Aber ich habe es am Ende nicht bereut! 
Wer es mir nachtun will, den erwartet ein außerordentlich tiefgehendes Werk, geschrieben in einer schönen Sprache und voller Liebe des Autors zu seiner Vaterstadt Dublin. Und wenn (neben dem Bildungseffekt) das Buch in mir eines bewirkt hat, dann den starken Wunsch, diese Stadt eines Tages zu besuchen! 
Lehnen wir uns nun aber entspannt zurück und geben wir uns, am Ende dieser Rezension, gleich unserem Romanhelden Leopold Bloom, als er des Nachts um drei Uhr nach Hause kommt und sich verkehrt herum zu seiner Frau in´s eheliche Bett legt, unserem Bewußtseinsstrom hin und lassen uns wie jener mit diesem treiben, so wie die Wasser des Flusses Liffey in Dublin in steter, gleichmäßiger Bewegung ihrer Mündung in der Dublin Bay zustreben. 

Ausführliche Fassung der Rezension unter www.litterae-artesque.de  

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Tags: dublin, joyce, leopold bloom, odysseus, ulysses, weltliteratur   (6)
 

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schweden, krimi, mord, liebe, sommer

Kim Novak badete nie im See von Genezareth

Hakan Nesser , Christel Hildebrandt (Übers.) , Håkan Nesser
Flexibler Einband: 317 Seiten
Erschienen bei btb, 29.09.2008
ISBN 9783442738908
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einem angenehm leichten Erzählstil beginnt Håkan Nesser die Geschichte von Erik und seinem Freund Edmund. Lange "plätschert" die Geschichte im Schweden der 1960´iger Jahre locker aber keinesfalls langweilig so vor sich hin und der Leser beginnt bereits, den Roman als leicht wehmutsvolle Reminiszens des Autors an die Zeit der Pubertät und der Adoleszens zu betrachten. Doch dann kommt ein Paukenschlag: Eine Leiche wird gefunden und damit die Frage: 
Wer war der Mörder, der nie ermittelt wurde? 
Viele Jahre sollen vergehen und wir treffen Erik schließlich als erwachsenen Mann wieder, der am Ende jene Person wiedersieht, die letztlich der Schlüssel für all jene Ereignisse ist, die nun Jahrzehnte zurückliegen. 
Und ja: Wir erfahren ganz am Ende auch, wer der Täter war und welche Motive ihn zu einer grausamen Tat trieben, die er niemals bereute! 

Pressestimmen: 

"Nesser schreibt so, wie ein See im Sommer in der Sonne liegt - in schlichter Schönheit, poetisch ganz ohne ornamentales Kunstbemühen. Und er gibt dem Leser eine harte Nuss zu knacken: Der Täter ist nicht nur völlig frei von Gewissensbissen, er kommt auch noch ungeschoren davon." (Berliner Zeitung) 

"Schwedische Kinder haben's gut: Für die steht dieses schöne Buch als Schullektüre auf dem Lehrplan!" (BRIGITTE) 

"Es duftet wie selten nach Sommer und Erwachsenwerden und dem Verlust der Unschuld aus jeder Zeile." (Literatur-Tipp in Focus von Elmar) 

Ein absolut beeindruckendes und spannendes Buch, das zweifellos mehr als ein Kriminalroman ist. Nesser ist ein hervorragender Autor! 

Håkan Nesser ist ein bekannter und für seine 
Krimis mehrfach ausgezeichneter schwedischer 
Autor, dessen Geschichten durch genaue 
Beobachtung und psychologische stimmige 
Zeichnung der Charaktere und ihrer Motive 
überzeugen. 

"Kim Novak badete nie im See Genezareth" ist eines jener Bücher, die nach der letzten Seite im Leser eine gewisse Leere hinterlassen, weil man sich erst einmal nicht an den Gedanken gewöhnen kann, ein anderes Buch zu beginnen. Abweichend von anderen Rezensenten vergebe ich deshalb 5 Sterne!

Ausführliche und bebilderte Fassung: 
http://www.litterae-artesque.blogspot.de/2014/02/nesser-hakan-kim-novak-badete-nie-im.html

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Der letzte Mohikaner (Roman)

James Fenimore Cooper
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Anaconda Verlag, 30.11.2013
ISBN 9783730600375
Genre: Romane

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