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423 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

julianna grohe, die vierte braut, prinzen, märchen, brautschau

Die vierte Braut

Julianna Grohe
Flexibler Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 18.12.2015
ISBN 9783959911214
Genre: Jugendbuch

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1.379 Bibliotheken, 93 Leser, 6 Gruppen, 108 Rezensionen

schottland, zeitreise, liebe, outlander, highlands

Outlander - Feuer und Stein

Diana Gabaldon , Barbara Schnell
Flexibler Einband: 1.136 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.05.2015
ISBN 9783426518021
Genre: Historische Romane

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(452)

968 Bibliotheken, 52 Leser, 0 Gruppen, 140 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, rhysand, feyre

Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 720 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423761826
Genre: Jugendbuch

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(98)

181 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

fantasy, liebe, frühling, jahreszeiten, jennifer wolf

Nachtblüte. Die Erbin der Jahreszeiten (Buch 3)

Jennifer Wolf
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 03.03.2017
ISBN 9783551316172
Genre: Jugendbuch

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(33)

64 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

rachel cohn, liebesroman, david levitahn, winter, weihnachten

Dash & Lily

Rachel Cohn , David Levithan , Bernadette Ott
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 09.10.2017
ISBN 9783570311912
Genre: Jugendbuch

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(185)

556 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 124 Rezensionen

fantasy, magie, liebe, worte, amy harmon

Bird and Sword

Amy Harmon , Corinna Wieja
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX, 26.10.2017
ISBN 9783736305489
Genre: Fantasy

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(1.211)

2.062 Bibliotheken, 54 Leser, 3 Gruppen, 239 Rezensionen

harry potter, fantasy, hogwarts, theaterstück, zauberei

Harry Potter und das verwunschene Kind

J.K. Rowling , John Tiffany , Jack Thorne
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 24.09.2016
ISBN 9783551559159
Genre: Jugendbuch

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(254)

619 Bibliotheken, 21 Leser, 0 Gruppen, 58 Rezensionen

liebe, colleen hoover, nur noch ein einziges mal, ryle, häusliche gewalt

Nur noch ein einziges Mal

Colleen Hoover , Katarina Ganslandt
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.11.2017
ISBN 9783423740302
Genre: Jugendbuch

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(193)

502 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 89 Rezensionen

fantasy, liebe, die gabe der auserwählten, kaden, mary e. pearson

Die Gabe der Auserwählten

Mary E. Pearson , Barbara Imgrund
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.10.2017
ISBN 9783846600528
Genre: Jugendbuch

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(365)

730 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 116 Rezensionen

märchen, fee, hexenjäger, julia adrian, liebe

Die Dreizehnte Fee - Entzaubert

Julia Adrian
Buch: 220 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 28.10.2015
ISBN 9783959911320
Genre: Fantasy

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(124)

272 Bibliotheken, 7 Leser, 2 Gruppen, 56 Rezensionen

fantasy, krimi, william ritter, jackaby, jugendbuch

Jackaby

William Ritter , Dagmar Schmitz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei cbt, 11.07.2016
ISBN 9783570310885
Genre: Jugendbuch

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(4.379)

6.856 Bibliotheken, 43 Leser, 17 Gruppen, 91 Rezensionen

fantasy, harry potter, magie, zauberei, hogwarts

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

Joanne K. Rowling , Klaus Fritz
Flexibler Einband: 768 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 22.04.2011
ISBN 9783551354075
Genre: Jugendbuch

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(200)

492 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

illuminae, amie kaufman, liebe, künstliche intelligenz, jay kristoff

Illuminae

Amie Kaufman , Jay Kristoff , Gerald Jung , Katharina Orgaß
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423761833
Genre: Jugendbuch

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(740)

1.207 Bibliotheken, 11 Leser, 5 Gruppen, 78 Rezensionen

thriller, helgoland, sebastian fitzek, berlin, fitzek

Abgeschnitten

Sebastian Fitzek , Michael Tsokos
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2013
ISBN 9783426510919
Genre: Krimi und Thriller

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420 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

coldworth city, mona kasten, fantasy, mutanten, roman

Coldworth City

Mona Kasten
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426520413
Genre: Fantasy

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(28)

41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

freundschaft, familie, mütter, gewalt, mobbing

Tausend kleine Lügen

Liane Moriarty ,
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.01.2016
ISBN 9783404172931
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

In dem australischen Küstenstädtchen Pirriwee kreuzen sich auf der Einschulungsfeier ihrer Kinder die Wege von drei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Jane, die auf den ersten Blick wie ein Mauerblümchen wirkt und es seit der Geburt ihres Sohnes vor fünf Jahren nie lange an einem Ort ausgehalten hat. Madeline, das quirlige Energiebündel, das vor keiner Auseinandersetzung zurückschreckt. Und Celeste, die reiche, etwas in sich gekehrte Schönheit. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit schließen die drei Frauen schnell Freundschaft miteinander und verheddern sich nach und nach immer tiefer in einem Netz aus Lügen und Geheimnissen. Als es bei einem Elternschulfest dann zu einem Todesfall kommt, ist nicht klar, ob es nur ein Unfall oder nicht doch vielleicht Mord war.

Meine Meinung

„Tausend kleine Lügen“ war das erste Buch, das ich von Liane Moriarty gelesen habe. Schon der Einstieg konnte mich fesseln und mitreißen, da die Geschichte direkt mit dem Elternschulfest einsetzt und man als Leser zwar erfährt, dass eine Person an diesem Abend zu Tode gekommen ist, jedoch noch nicht weiß, um wen es sich dabei handelt und was die Todesursache war. Über diese Hintergründe lässt uns die Autorin auch noch eine ganze Weile im Unklaren, wodurch die Spannung mit jeder Seite weiter ansteigt und man sich als Leser ein wenig wie ein Detektiv fühlt.

Der Schreibstil von Liane Moriarty hat mir sehr gut gefallen, da die Geschichte sehr flüssig und locker geschrieben ist, dennoch aber eine gewisse Grundspannung herrscht. Die Kapitellängen sind sehr angenehm und da in jedem Kapitel die Geschichte aus einer anderen Perspektive erzählt wird, erschien mir die Handlung sehr abwechslungsreich und alles andere als ermüdend.

Die drei Protagonistinnen Jane, Madeline und Celeste fand ich zu Beginn vielleicht noch etwas gewöhnungsbedürftig, doch im Laufe der Geschichte habe ich jede von ihnen ins Herz geschlossen. Jeder der drei Charaktere verfügt über eine eigene Geschichte, über bestimmte Schwächen und Stärken und verborgene Ängste und Träume – kurz gesagt: Die drei Protagonistinnen haben Tiefe und erscheinen sehr gut ausgearbeitet. Damit macht es die Autorin dem Leser wahrlich nicht schwer, sich in die drei Frauen hineinzuversetzen.

Dadurch, dass man als Leser, wie bereits erwähnt, von Anfang an weiß, dass eine Person sterben wird und durch die Einschübe von einzelnen Polizeibefragungen besteht natürlich permanent eine gewisse Grundspannung. Dennoch handelt es sich bei dem Buch um keinen Krimi, sondern um einen Roman, was durch einen humorvollen Unterton und eine überwiegend positive Atmosphäre unterstrichen wird. Im Vordergrund des Romans stehen eindeutig die Geschichten der drei Frauen und ihre Freundschaft, nicht der Todesfall.

Die Auflösung des Todesfalls hat mich persönlich nicht sonderlich überrascht, jedoch hat mich die Autorin mit der Aufdeckung anderer Geheimnisse und Verstrickungen das ein oder andere Mal mehr als überrumpelt. Wie Liane Moriarty am Ende alle Stricke miteinander verbunden hat, hat mir äußerst gut gefallen und ich muss sagen, dass die Geschichte wirklich gut durchdacht ist.

Fazit

Ein Roman über Freundschaft, Geheimnisse und menschliche Abgründe gespickt mit einer Prise Humor und überzeugenden Charakteren. Zwar hätte die Geschichte für meinen Geschmack insgesamt noch etwas spannender und geheimnisvoller sein können, trotzdem hat mich das Buch aber gut unterhalten und mehrmals überraschen können.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

frauen, familie, eifersucht, schule, neid

Tausend kleine Lügen

Liane Moriarty , Sylvia Strasser , Luise Helm
Audio CD
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783785753675
Genre: Romane

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(117)

278 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

liebe, indianer, montana, jugendbuch, worte für die ewigkeit

Worte für die Ewigkeit

Lucy Inglis , Ilse Rothfuss
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 01.09.2016
ISBN 9783551520876
Genre: Jugendbuch

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(130)

280 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 79 Rezensionen

dystopie, kerry drewery, mord, todesstrafe, jugendbuch

Marthas Widerstand

Kerry Drewery , Sabine Bhose
Fester Einband: 426 Seiten
Erschienen bei ONE, 16.03.2017
ISBN 9783846600436
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhaltsangabe

"Martha ist des Mordes angeklagt und sitzt in der ersten von sieben Zellen. Sieben Tage lang stimmt das gesamte Volk darüber ab, ob sie freigesprochen oder in die nächste Zelle verlegt wird. Die Zellen werden dabei immer kleiner, genauso wie Marthas Chancen auf einen Freispruch. Denn die Umfragen zeigen, dass der Großteil der Bevölkerung sie sterben sehen will. Doch was wäre, wenn Martha genau darauf spekuliert?
Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, bei dem es um viel mehr als ein einzelnes Menschenleben geht …"
Quelle: Bastei Lübbe

Meine Meinung

Schon das Cover von „Martha Widerstand“ hat mich direkt angesprochen und spätestens nachdem ich den Klappentext  gelesen hatte, war absolut klar, dass ich das Buch lesen musste!

Der Schreibstil der Autorin war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, da sie viel Umgangssprache einfließen lässt, größtenteils kurze und präzise Sätze benutzt und einige Kapitel in Berichtform, fast wie bei einem Drehbuch, schildert. Je länger ich jedoch in dem Buch gelesen habe, umso besser bin ich auch mit dem Schreibstil zurechtgekommen. All das, was ich anfangs ungewohnt fand, hat der Geschichte nur noch mehr Lebendigkeit verliehen und dafür gesorgt, dass sich die Geschichte ungewohnt schnell hat lesen lassen. 

Obwohl Martha, wie der Klappentext schon verrät, natürlich die Protagonistin der Geschichte ist, wird die Handlung des Buches nicht nur aus ihrer, sondern aus verschiedenen Perspektiven, wie zum Beispiel der ihrer psychologischen Betreuerin Eve, wiedergegeben. Dadurch bekommt der Leser natürlich einen viel umfassenderen Blick auf die Geschichte und erhält Zugang zu den Gedanken und Gefühlen der anderen Charaktere. Die einzelnen Kapitel sind dabei eher knapp gehalten, was ich als sehr positiv empfunden habe, da dadurch die Geschichte auch sehr dicht erzählt wird und die Spannung stets aufrechterhalten bleibt.

Die Protagonistin Martha ist eine sehr starke junge Frau, die jedoch anfangs nur schwer greifbar ist, weil sie sehr wenig von sich preisgibt. Damit ist sie nicht nur den anderen Charakteren, sondern auch dem Leser ein Rätsel, was die Geschichte andererseits aber auch sehr spannend macht. Ich habe von Kapitel zu Kapitel daraufhin gefiebert mehr über Martha und ihren Plan zu erfahren, wobei ich die Auflösung zwar in Ordnung, aber leider nicht ganz so spannend fand wie ich es erwartet hätte.

Obwohl Martha natürlich im Zentrum der Geschichte steht, geht es in dem Buch um viel mehr als nur um ihr persönliches Schicksal. So ist ein wichtiger Teil des Buches die Zweiklassengesellschaft und die Ungerechtigkeit mit der der arme Teil der Gesellschaft jeden Tag kämpfen muss. 

Die Idee hinter der Geschichte finde ich sehr originell und spannend, jedoch auch ein wenig unrealistisch. Dass per Zuschauervoting über Schuld und Unschuld entschieden wird, könnte ich mir an sich schon vorstellen, jedoch unter anderen Bedingungen als im Buch. Vielleicht bin ich da aber auch zu kritisch, weil ich in einer Gesellschaft lebe, in der so was – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – undenkbar wäre. In anderen Teilen der Welt sieht es schon ganz anders aus, womit das Buch auch einen deutlichen Gegenwartsbezug besitzt.

Die Storyline ist von Anfang bis Ende gut durchdacht und vor allem super spannend. Zwar hält das Buch keine wahnsinnig schockierenden Wendungen bereit, jedoch gibt es aber genug Überraschungen, die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Bis kurz vor Schluss hatte ich keine Ahnung, wie die Geschichte enden könnte und war daher auf jeden Fall überrascht vom Ende. Die Geschichte ist allerdings noch nicht komplett abgeschlossen und so macht das Ende auf jeden Fall Lust auf den zweiten Teil. Dieser ist in den USA übrigens schon am 15. Juni dieses Jahr erschienen.

Fazit

Eine originelle und interessante Grundidee gepaart mit einem außergewöhnlichen Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen, lassen die Seiten beim Lesen nur so dahinfliegen. Einige Aspekte des dargestellten Gesellschaftssystems wirkten auf mich etwas überzogen und unrealistisch, im Großen und Ganzen ist es der Autorin aber trotzdem gelungen, mich zu überzeugen und vor allem unglaublich gut zu unterhalten. Den zweiten Teil werde ich mir sobald er im Deutschen erscheint auf jeden Fall unter den Nagel reißen!

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Tags: dystopie, jugendbuch, rezension   (3)
 

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748 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 103 Rezensionen

götter, liebe, fantasy, titanen, halbgötter

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 12.06.2017
ISBN 9783959670968
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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(28)

35 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

fantasy, götter, erwachen des lichts, jennifer l armentrout, liebe

Erwachen des Lichts

Jennifer L. Armentrout , Barbara Röhl , Jacob Weigert , Merete Brettschneider
Audio CD
Erschienen bei Lübbe Audio , 28.06.2017
ISBN 9783961080342
Genre: Jugendbuch

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42 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

selbstmord, jackie lea sommers, rezension, lynn, jugendroman

Das Glück oder was auch immer passiert

Jackie Lea Sommers , Petra Koob-Pawis
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 05.05.2017
ISBN 9783423740234
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Der Klappentext von „Das Glück oder was auch immer passiert“ verspricht jede Menge Sommerstimmung, eine zarte Liebesgeschichte und eine gute Portion Dramatik, wodurch mich das Buch sofort angesprochen hat.

Die Geschichte ist in einer amerikanischen Kleinstadt namens Green Lake City angesiedelt und setzt zu Beginn der Sommerferien ein. Lynn, die 17 jährige Protagonistin, ist anfangs alles andere als gut gelaunt: Ihr Freund Elliot arbeitet die ganzen Sommerferien, um sich ein Auto finanzieren zu können, und ihre beste Freundin ist zu einem Sommercamp aufgebrochen. Nicht gerade das, was sie sich von ihren Sommerferien erwartet hat. Die Ausgangssituation ist also alles andere als berauschend, was sich jedoch abrupt ändert, als Lynn auf den neu zugezogenen Silas Hart trifft. Dies passiert direkt auf den ersten paar Seiten, was ich äußerst positiv fand, da die Geschichte so ziemlich schnell ins Rollen kommt.

Lynn ist die Tochter des Pfarrers von Green Lake City und verhält sich demgemäß auch sehr brav und überlegt. Sie ist das typische Mädchen von nebenan, wodurch sie zu Beginn etwas langweilig wirkt, was sich jedoch im Laufe der Geschichte ändert. Generell macht sie eine deutliche Entwicklung durch; sieht sie sich selbst anfangs noch als ein Mensch ohne Konturen, so kann man deutlich mitverfolgen, wie sie zunehmend Form annimmt und sich selbst besser kennenlernt. Mit diesem Selbstfindungsprozess geht auch ein zunehmend rebellisches Verhalten einher, was sich jedoch noch im Rahmen gehalten hat und Lynn meiner Meinung nach nur noch authentischer gemacht hat. Jedoch muss ich sagen, dass sie im Hinblick auf ihren Umgang mit ihrem Freund Elliot bei mir leider deutlich an Sympathie eingebüßt hat. Sie war mir an einigen Stellen einfach zu egoistisch und selbstbezogen, was im Teenageralter vielleicht auch teilweise normal ist, mich aber doch ziemlich gestört hat.

Silas hingegen war mir während des gesamten Verlaufs der Geschichte sympathisch. Auch er hat seine Ecken und Kanten, wodurch er für mich aber nur noch sympathischer wurde. Sehr besonders an ihm ist seine Leidenschaft für die Poesie und seine Tiefgründigkeit. Silas wirkt oft sehr ernst und nachdenklich, hat jedoch auch seine lustigen Momente, in denen er Lynn nicht nur zum Lachen, sondern oft auch auf hundertachtzig bringt. Diese Mischung hat mir richtig gut gefallen und so hat es auch nicht lange gedauert, bis ich Silas in mein Herz geschlossen hatte.

Die Nebencharaktere finde ich im Großen und Ganzen durchaus interessant. Besonders Silas Zwillingsschwester Laurel hat es mir angetan. Sie ist ein äußerst komplexer Charakter mit einer unglaublich spannenden Geschichte. Ich muss sagen, dass mir die Geschichte um sie am besten in diesem Buch gefallen hat, jedoch steht diese natürlich nicht im Mittelpunkt der Geschichte und wird deshalb leider nicht so tiefgehend behandelt, wie ich es mir gewünscht hätte.

Die Liebesgeschichte, die sich im Laufe des Buches entwickelt fand ich ganz süß, allerdings auch nicht besonders ergreifend oder mitreißend.

Gut gefallen haben mir die Einschübe von Poesie und die tiefschürfenden Gespräche zwischen Silas und Lynn, die mich mehrmals zum Nachdenken angeregt haben. Durch den lockeren Schreibstil der Autorin ist das Buch aber trotzdem flüssig zu lesen und eher leichte Kost, die sich bestens für einen entspannten Sommertag eignet.

Kritisieren muss ich, dass die Geschichte ziemlich lange gebraucht hat, bis sie so richtig an Fahrt aufgenommen hat. Die ersten beiden Drittel waren zwar ganz schön und nett, aber leider auch ein bisschen langweilig. So richtig Spannung kam für mich leider erst im letzten Drittel der Geschichte auf. Hier hat es die Autorin dann aber auf jeden Fall geschafft, mich zu überraschen und emotional mitzureißen.

Fazit


Die Geschichte um Silas und Lynn ist besonders für all diejenigen empfehlenswert, die Poesie mögen und nach einer Sommerlektüre mit einer zarten Liebesgeschichte suchen. Die erstem beiden Drittel des Buches konnten mich leider nicht vom Hocker hauen, gegen Ende hin hat es die Autorin dann aber doch noch geschafft, mich zu überraschen und emotional mitzureißen.

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730 Bibliotheken, 22 Leser, 1 Gruppe, 125 Rezensionen

fantasy, liebe, attentäter, prinzessin, verrat

Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ONE, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Das Herz des Verräters“ setzt genau dort an, wo „Der Kuss der Lüge“ geendet hat: Lia und Rafe werden als Gefangene durch die Gassen von Venda getrieben, während die Brücke hinter ihnen wieder hochgezogen wird, wodurch klar wird, das es keinen Weg zurück gibt.

Wie schon im ersten Teil wird die Geschichte hauptsächlich aus Lias Perspektive erzählt, jedoch gibt es auch wieder einzelne Kapitel, die aus der Sicht von Kaden, Rafe und auch Pauline erzählt werden. Dabei schafft es die Autorin über die gesamte Geschichte hinweg, unnötige Wiederholungen zu vermeiden und die Spannung aufrechtzuerhalten. Durch die Mehrpespektivität kommt meiner Meinung nach sogar noch mehr Spannung in die Geschichte, da einige Handlungsverläufe nur angedeutet und erst einige Zeit später wieder aufgegriffen werden.

Auch bereits bekannt aus dem ersten Teil sind die Fragmente von Vendas Lied, Gaudrels Vermächtnis und dem heiligen Text von Morrighan, die einigen Kapitel vorangestellt sind und von der Vergangenheit der Königreiche erzählen. Im ersten Band haben mich diese bruchstückhaften Erzählungen noch überwiegend verwirrt, während im zweiten Band äußerst interessante Details ans Tageslicht gekommen sind, die mir Stück für Stück mehr Klarheit verschaffen haben. Ich bin gespannt, was der dritte und vierte Teil der Reihe hinsichtlich der Vergangenheit von Morrighan und Venda noch offenbaren werden, und wie sie den Bogen zur Gegenwart spannen werden.

Mit Venda hat die Autorin wieder eine ganz eigene Welt mit speziellen Sitten und Bräuchen entworfen, die eine besonders düstere Ausstrahlung hat und einige Geheimnisse in sich birgt. Der bildliche und detaillierte Schreibstil von Mary E. Pearson war wieder genauso großartig wie schon in Band eins und so hatte ich wie auch bei dem kleinen Fischerstädtchen Terravin vom Königreich Venda stets ein genaues Bild vor Augen.

Da „Das Herz des Verräters“ an einem neuen Schauplatz angesiedelt ist, treten natürlich auch eine ganze Menge neue Charaktere auf die Bildfläche. Da wäre zum Beispiel der Komizar, von dem man im ersten Teil schon immer mal wieder gehört hat, aber auch andere Bewohner Vendas werden dem Leser nach und nach vorgestellt, wodurch die Geschichte neuen Schwung bekommt. Nichts desto trotz schafft es die Autorin allerdings auch, liebgewonnene Nebencharaktere aus dem ersten Teil immer wieder geschickt einzubauen, worüber ich mich besonders gefreut habe.

Schon in meiner Rezension zum ersten Teil habe ich die Protagonistin Lia für ihre Stärke gelobt, doch in diesem Teil ist sie in vielerlei Hinsicht noch weiter über sich hinausgewachsen. So hat sie Stück für Stück verstehen gelernt, dass sich das Leben nicht immer nur in schwarz und weiß einteilen lässt, was sich auch auf ihr Handeln ausgewirkt hat. Insgesamt wirkt sie noch erwachsener und lässt ihr impulsives, unüberlegtes Verhalten größtenteils hinter sich, ohne dabei jedoch unsympathisch zu wirken, da sie trotz allem immer noch ein Mensch ist, der zuallererst auf sein Herz hört. Dadurch konnte ich mich stets gut in sie hineinversetzen und habe sie noch ein bisschen mehr in mein Herz geschlossen als es nach Band eins sowieso schon der Fall gewesen war.

Rafe war ja schon im ersten Teil der Reihe mein absoluter Favorit und das hat sich auch in diesem Buch nicht geändert. Jedoch stand er dieses Mal etwas im Hintergrund und hat leider nicht ganz so viel Raum bekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass sich das im nächsten Teil wieder ändern wird.

Kaden mochte ich gegen Ende des ersten Teils immer weniger, dies hat sich jedoch mit „Das Herz des Verräters“ wieder etwas relativiert. Das, was Rafe an Raum einbüßt, kommt Kaden zugute. Der Leser erfährt viel über seine Vergangenheit und seine Beweggründe, wodurch ich sein Verhalten jetzt viel besser nachvollziehen kann als zuvor.

Zu kritisieren habe ich eigentlich nur zwei Dinge. Zum einen fand ich den Mittelteil nicht ganz so spannend wie in „Der Kuss der Lüge“ – was allerdings nicht heißen soll, dass ich mich gelangweilt hätte, das war nämlich definitiv nicht der Fall – und zum anderen ging das Ende für meinen Geschmack etwas zu schnell über die Bühne. Nichtsdestotrotz haben mich die letzten Seiten aber mehr als neugierig auf den nächsten Teil gemacht, sodass ich es kaum noch abwarten kann, bis er endlich erscheint.

Fazit

Wie schon im ersten Teil der Reihe besticht Mary E. Pearson mit ihrem detaillierten und bildlichen Schreibstil und einem faszinierenden Worldbuilding. Die Charaktere sind komplex und vielschichtig, die Storyline spannend und stimmig und zudem versteht es die Autorin bestens, die beiden Handlungsstränge von Vergangenheit und Gegenwart geschickt miteinander zu verweben. Zu kritisieren habe ich nur, dass mich der erste Teil besonders in der Mitte noch ein bisschen mehr packen konnte und mir das Ende in diesem zweiten Band etwas zu schnell kam.
Wenn ihr phantastische Jugendbuchreihen mögt, kann ich nur eines sagen: LEST DIESE BUCHREIHE!

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137 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

nicholas sparks, wenn du mich siehst, liebe, gegensätze, familie

Wenn du mich siehst

Nicholas Sparks , Astrid Finke
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.07.2017
ISBN 9783453421936
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe bisher wohl von keinem Autor so viele Bücher gelesen wie von Nicholas Sparks. Besonders in meiner Teenagerzeit haben es mir Bücher wie „Wie ein einziger Tag“ und „Zeit im Wind“ sehr angetan und seit dem lese ich auch mindestens einmal im Jahr noch einen Sparks. Ich liebe die Mischung aus Herzschmerz, Sommerstimmung und ganz großen Gefühlen, die seine Bücher bereithalten. Umso gespannter war ich natürlich auch auf das im letzten Frühjahr erschiene Werk „Wenn du mich siehst“, doch wie das immer so ist, gibt es noch unzählige andere Bücher auf dem SuB, die gelesen werden wollen und die ein oder andere Neuerscheinung muss erst einmal warten. Doch in diesem Monat war es endlich so weit und „Wenn du mich siehst“ durfte bei mir einziehen, an dieser Stelle auch noch einmal vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Der erste Eindruck des Buches war durchaus positiv. Das Cover ist meiner Meinung nach wunderschön und versprüht direkt eine gehörige Portion Sommer, Sonne, Sonnenschein. Da ich, als das Buch bei mir ankam, gerade wahnsinnig Lust auf eine schöne Sommerlektüre hatte, habe ich auch nicht lange gefackelt und direkt mit dem Lesen begonnen.

Die Geschichte setzt direkt mit einem fesselnden Prolog ein, bei dem der Leser auf einen Unbekannten trifft, der eine junge Frau beobachtet und dabei starke Rachegedanken hegt. Was es genau damit auf sich hat, bleibt jedoch erst einmal offen, wodurch gleich zu Beginn des Buches eine gewisse Grundspannung herrscht.
Im darauffolgenden Kapitel lernt man Colin kennen. Ziemlich schnell wird klar, dass er ein sehr spezieller Protagonist mit einer dunklen Vergangenheit ist, doch je mehr man über ihn erfährt, umso deutlicher wird, dass er eigentlich ein gutes Herz hat und alles daran setzt, nicht mehr der zu sein, der er früher einmal war. Nicht selten kommt ihm dabei allerdings sein aufbrausendes Temperament in die Quere. Kurz darauf begegnet der Leser auch Maria. Sie ist durch ihre zurückhaltende und brave Art auf den ersten Blick das komplette Gegenteil von Colin, doch im Laufe der Geschichte wird klar, dass die beiden doch einige Gemeinsamkeiten haben und besser zusammen harmonieren als ihre erste Begegnung vermuten lassen würde. Maria hat deutlich weniger Ecken und Kanten als Colin, wirkt jedoch trotzdem glaubhaft, wenn vielleicht auch ein wenig blasser neben Colin. Die Geschichte wird übrigens von einem auktorialen Erzähler erzählt, sodass der Leser sowohl einen Einblick in Marias als auch in Colins Gefühle und Gedanken bekommt, wobei das immer kapitelweise wechselt.
Wie immer ist der Schreibstil von Nicholas Sparks sehr flüssig und angenehm zu lesen, worin sich dieses Werk allerdings von den meisten seiner anderen Bücher unterscheidet sind die starken Thrillerelemente, die er hier eingebaut hat. Es gibt zwar auch einige andere Bücher von ihm, die über Thrillerelemente verfügen, doch in diesem Buch haben sie zumindest im zweiten Teil der Geschichte stark über die Liebesgeschichte dominiert. Und hier komme ich auch schon zu einem meiner Kritikpunkte. Wie schon geschrieben erwarte ich von einem Nicholas Sparks Roman Herzschmerz, Romantik und eben die ganz großen Gefühlen und genau das kam mir in diesem Buch etwas zu kurz. Und auch mit den Thrillerelementen war ich nicht ganz zufrieden. Wenn sie schon einen so großen Raum einnehmen, würde ich mir noch mehr Spannung und Unvorhersehbarkeit wünschen, in diesem Fall waren sie nämlich leider eher lasch.
Der Spannungsbogen hat sich direkt von Beginn des Buches bis zum Schluss hin aufgebaut, wobei sich der Mittelteil etwas gezogen hat. Anfang und besonders Schluss der Geschichte waren jedoch ziemlich fesselnd. Auch wenn ich vergeblich auf einen überraschenden Plottwist gewartet habe, war das Ende für mich in dieser Form jedoch nicht vorhersehbar, aber durchaus schlüssig, was dem Buch noch mal einen dicken Pluspunkt eingebracht hat.
Was ich ein wenig schade fand, war, dass das Buch deutlich weniger Sommerstimmung versprüht hat als ich es sonst von Nicholas Sparks gewohnt bin. Die zweite Hälfte der Geschichte war eher im Herbst angesiedelt, was nicht ganz zu dem Cover passt, dass eine gewaltige Portion Sommerstimmung versprüht.

Fazit

„Wenn du mich siehst“ unterscheidet sich in gewissen Punkten deutlich von den anderen Werken des Autors. Zum einen verfügt es über starke Thrillerelemente, hinter denen die Liebesgeschichte teilweise eher in den Hintergrund tritt und zum anderen geht auch die für seine Bücher sonst so typische Sommerstimmung etwas unter. Jedoch konnten mich die Charaktere und das in sich schlüssige Ende des Buches, wie natürlich auch der gewohnt flüssige Schreibstil des Autors überzeugen. Insgesamt verfügt das Buch über eine solide Geschichte, die vor allem im letzten Drittel durchaus spannend ist und mich gut unterhalten hat.

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paris, runa, historischer roman, hysterie, vera buck

Runa

Vera Buck
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Limes, 24.08.2015
ISBN 9783809026525
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Runa“ ist ein Buch, das lange Zeit auf meiner Wunschliste stand. Der Klappentext verspricht eine dunkle und spannende Geschichte rund um ein kleines Mädchen namens Runa. Schon auf den ersten Seiten begann ich allerdings zu ahnen, dass Runa anders wie man aufgrund des Titels und des Klappentextes meinen könnte, nicht die Protagonistin der Geschichte ist – im Gegenteil: Sie erscheint erst im späteren Verlauf der Geschichte auf der Bildfläche.

Im Mittelpunkt von „Runa“ steht der Medizinstudent Jori Hell, der an der Salpêtrière-Klinik seinen Doktor machen möchte, um dann seiner kranken Freundin Pauline helfen zu können. Jori war mir zwar nicht durchgehend sympathisch, trotzdem hat es dir Autorin aber irgendwie geschafft, dass ich mit ihm mitfiebere. Was er alles auf sich nimmt, um Pauline zu helfen, ist beachtenswert, allerdings verliert er dabei oft das Wesentliche aus den Augen und geht zeitweise mit Scheuklappen durch die Welt, was mich ziemlich an ihm gestört hat. Andererseits ist Jori aber auch ein Charakter mit Entwicklungspotenzial, was die Autorin auch definitiv ausnutzt.

Die Geschichte wird zwischendurch allerdings immer wieder auch aus anderen Perspektiven erzählt – unter anderem aus der eines ehemaligen Polizisten, der sich mittlerweile selbst zum Verbrecher ernannt hat, oder auch aus der eines Jungen, der den größten Teil seiner Zeit damit verbringt, seine Leidenschaft für die Poesie vor seinem Vater zu verbergen. Der Wechsel der Perspektiven hat mich zu Beginn des Buches ziemlich verwirrt, was dann aber im Laufe der Geschichte deutlich besser wurde, als ich die einzelnen Perspektiven zuordnen konnte.

Besonders beeindruckt hat mich an dem Buch, dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht und die Autorin sehr viel Recherchearbeit geleistet hat. So wurden im neunzehnten Jahrhundert in der französischen Salpêtrière-Klinik unter der Leitung von Dr. Charcot tatsächlich Frauen mit Hysterie behandelt. Der Einblick in die Behandlungsmethoden und den Klinikalltag ist dabei so interessant wie erschreckend. Ich hatte vor dem Lesen dieses Buches überhaupt gar kein Hintergrundwissen über die ganze Thematik und empfinde das Buch schon alleine deshalb als eine Bereicherung.

Kritisieren muss ich, dass sich die Geschichte für mich ungemein in die Länge gezogen hat. Durch die vielen unterschiedlichen Perspektiven erhält man natürlich einen umfassenden Blick auf das Geschehen, jedoch ist die Geschichte für meinen Geschmack einfach nicht dicht genug erzählt. Zwischendrin kommt es immer wieder zu Längen, die für einen deutlichen Abfall der Spannung sorgen. Einige Seiten weniger hätten der Geschichte in diesem Hinblick sicher nicht geschadet. 

Gut gefallen hat mir die Entwicklung der Storyline. Die verschiedenen Sichtweisen sind meiner Meinung nach mit einzelnen Puzzleteilen vergleichbar, die zusammen nach und nach ein Gesamtbild ergeben. Vera Buck ist es gelungen, die einzelnen Perspektiven auf geschickte Art und Weise miteinander zu verknüpfen, sodass alle gemeinsam schließlich zum Höhepunkt der Geschichte führen.

Das Ende des Buches war definitiv der spannendste Teil der Geschichte, jedoch auch der unausgereifteste. Während die Autorin im restlichen Teil des Buches nicht vor Längen zurückschreckt, wirkt es so, als wäre für das Ende nicht mehr genug Platz übrig gewesen. Insgesamt bleiben einfach viel zu viele Fragen offen. Besonders über Runas Vergangenheit, aber auch über ihre gegenwärtige Situation hätte ich mir noch viel mehr Informationen gewünscht. Generell bleibt sie im Laufe der Geschichte relativ blass und ungreifbar, was ich sehr schade finde, da der Titel des Buches etwas andere erwarten lässt.

Fazit

Vera Buck hat mit „Runa“ einen aufwendig recherchierten Roman geschrieben, der dem Leser jede Menge Wissen über die Behandlung von sogenannten „Hysterikerinnen“ hinter den Mauern der französischen Salpêtrière-Klinik im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert liefert. Die Geschichte rund um das kleine Mädchen Runa beinhaltet jede Menge Spannung, steht jedoch, anders als der Titel des Buches vermuten lässt, leider nicht im Mittelpunkt des Romans. Meine beiden größten Kritikpunkt beziehen sich auf die Längen innerhalb der Geschichte, die einen wirklichen Spannungsaufbau leider immer wieder verhindert haben, und auf das für mich unbefriedigende Ende. Begeistern konnte mich hingegen, wie geschickt die Autorin die einzelnen Perspektiven miteinander verwoben hat, wodurch die Storyline besonders zum Ende hin sehr interessant wurde.

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