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15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

dunkle wurzeln, vermisste kinder, sagen und mythen, schwarzwald, schattenmann

Dunkle Wurzeln

Diana Menschig , Alexa Waschkau
E-Buch Text: 280 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 31.08.2016
ISBN 9783958245204
Genre: Krimi und Thriller

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179 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

thriller, island, yrsa sigurdardóttir, mord, krimi

DNA

Yrsa Sigurdardóttir , Anika Wolff
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei btb, 26.09.2016
ISBN 9783442756568
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Es ist jemand im Haus“ wird Elísa von ihrer kleinen Tochter Margrét gewarnt. Doch Elísa glaubt ihr nicht und kurz darauf ist sie tot. Ermordet auf grausamste Weise und das siebenjährige Mädchen ist die einzige Zeugin. Vorsichtig versuchen die Beamten der Polizei mit Hilfe der Psychologin Freyja das traumatisierte Mädchen zu befragen und erfahren, dass Elísa wohl nicht das einzige Opfer bleiben wird. Freyja ist verblüfft als ihr der leitende Ermittlungsbeamte Huldar gegenüber steht. Ausgerechnet mit ihm hat sie vor kurzem eine Nacht verbracht und bisher glaubte sie, er sei Tischler.

Die Polizei hat kaum Anhaltspunkte, doch währenddessen gehen bei einem jungen Amateurfunker merkwürdige Zahlencodes ein. Sie scheinen mit dem Mord in Verbindung zu stehen und merkwürdigerweise auch mit seiner Person.

Mit „DNA“ startet Yrsa Sigurðardóttir in eine neue Reihe um Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja. Zunächst fällt auf: Es gibt mit Anika Wolff eine neue Übersetzerin. Vielleicht bleiben somit zukünftig Schnitzer wie der Schreibtisch auf dem Computer (gemeint war der Desktop) oder penetrantes Kontern („Das letzte Ritual“) zukünftig erspart.

Es ist das erste Mal, dass ich bei einem Buch von Yrsa Sigurðardóttir etwas zurückschrecke. Der Mord, der gleich am Anfang passiert, ist von unvorstellbarer Grausamkeit. Zwar wird zum Ende hin klar, warum er gerade so passieren musste, dennoch frage ich mich, warum es eigentlich immer perverser werden muss. Dennoch, eins muss ich ihr lassen. Yrsa Sigurðardóttir erzählt, was passiert ist, erspart aber dem Leser eklige Details und zwingt nicht widerliche Bilder auf, die schlaflose Nächte versprechen – vor allem kommt sie nicht immer wieder darauf zurück. Der Fokus liegt bei Yrsa Sigurðardóttir nach wie vor auf genial konstruierten Plots und spannenden Verwicklungen, von denen man zunächst nichts ahnt.

Der eigentlichen Handlung wird ein Prolog vorangestellt, in dem 28 Jahre zuvor drei verwaiste Geschwister voneinander getrennt werden. Immer wieder fragt sich so der Leser, welche Rolle diese Episode aus der Vergangenheit spielt und in welchem Zusammenhang sie zu den derzeitigen Ereignissen stehen könnte. Ein geschickter Schachzug, der mich bis zum Ende hat rätseln lassen, genauso allerdings wie der Titel „DNA“. Auch hier erschließen sich erst ganz zum Schluss Zusammenhänge.

Mit ihren beiden Protagonisten Haldur und Freyja schafft Sigurðardóttir ein ungleiches Pärchen, das sich als solches nicht sieht, und dadurch sehr viel Entwicklungspotenzial hat. Gute Voraussetzungen also für die Fortsetzungen. Überhaupt zeigt Sigurðardóttir bei der Entwicklung von Charakteren besonderes Einfühlungsvermögen, Beobachtungsgabe und Menschenkenntnis. Ihre Figuren sind wie aus dem Leben gegriffen und mit ihren Eigenarten sympathisch und authentisch. Dabei muss der Kommissar weder eine gescheiterte Existenz oder dem Suff verfallen sein, wie es in skandinavischen Krimis Usus zu sein scheint. Auch  die Nebenfiguren sind bildhaft gezeichnet und beleben den Plot auf ihre Weise. Dadurch, dass viel Wert auf eine anschauliche Charaktereisierung der Personen gelegt wird, könnten Leser einige Szenen als langatmig empfinden, vor allem wenn sie ihren Fokus mehr auf atemloser Spannung haben. Für mich war es denn auch eher Krimi als Thriller, wobei in meinen Augen der Spannungsbogen konsequent gehalten wurde.

Der Kriminalfall ist von den Mordmethoden her zwar echt widerlich, aber wie gesagt, man muss sich glücklicherweise nicht weiter damit auseinandersetzen, sondern kann sich vielmehr auf die Lösung desselben konzentrieren. Gar nicht so einfach, denn auch wenn keine falschen Fährten gelegt werden, ist der Fall so verzwickt, dass nicht einmal der zweite Handlungsstrang mit dem Amateurfunker wirklich Licht ins Dunkel bringt. Zwar frohlockte ich am Ende, dass ich wüsste, wer der eigentliche Mörder sei, aber nein, weit gefehlt, am Ende kam dann doch noch mal alles ganz anders – und ehrlich gesagt dann auch mit konsequent-logischer Aufklärung.

Mich hat Yrsa Sigurðardóttir mal wieder überzeugen können und ich freue mich auch schon auf den nächsten Fall von Haldur und Freyja.

© Tintenhain

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23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

südtirol, dolomiten, erster weltkrieg, gadertal, liebe

Ein Tal in Licht und Schatten

Marie Buchinger
Flexibler Einband: 656 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.08.2016
ISBN 9783426517550
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Ein Tal in Licht und Schatten“ – besser hätte der Titel kaum gewählt sein können. Immer wieder legt sich ein Schatten auf das Tal im südlichen Südtirol, wo Ladinisch gesprochen wird und nur langsam der Fortschritt Einzug hält. Doch das Leben geht weiter und mit Ausbruch des Ersten Weltkriegs hofft man um so mehr auf die kleinen Lichtblicke, die sich entgegen allen Erwartungen dennoch immer wieder abzeichnen.

Im Mittelpunkt stehen die Familien Kastlunger und Costa. Während die Kastlungers seit Generationen in dem Tal leben, hat Jakob Costa als junger Bursche das Tal für eine längere Zeit verlassen und in Italien eine eigene Familie gegründet. Mit seiner Entscheidung ins Val Badia, das Gadertal, zurück zu kehren, um Wein anzubauen, ist seine Familie todunglücklich. Tochter Chiara kann sich mit dem bäuerlichen Leben nicht anfreunden, und Sohn Vito hatte eigentlich vor zu studieren, statt irgendwo in den Bergen zu versauern.

Die Kastlungers, allen voran Elisa und Mischi, tun ihr Bestes, um die Nachbarsfamilie heimisch werden zu lassen. Elisa lernt  mit Vito Ladinisch und Deutsch, ein Umstand, der ihm später das Leben retten soll. Mischi nimmt Vito mit in die Berge und macht ihn mit den Sagen der Dolomiten vertraut. Langsam kommen auch die Costas im Tal an und zwischen und Elisa und Vito zeichnen sich zarte Bande ab.

Zunächst gemächlich und behutsam breitet sich das Leben im Tal vor dem Leser aus. Die schwere Arbeit der Bauern, die tiefe Gläubigkeit, aber auch die fröhlichen Feste und alten Bräuche zeichnen ein lebendiges Bild. Mehr als zehn Jahre begleiten wir die Bewohner des Tals bis das Ende des Ersten Weltkrieges das Schicksal Südtirols beschließt. Der Krieg bringt nicht nur Unruhe in die beschauliche Bergwelt, sondern zunehmend auch Fahrt in die Handlung. Von der Proklamation des Kaisers „An meine Völker“ an, gelang es mir nicht mehr, das Buch aus der Hand zu legen. Schlag auf Schlag folgen die Nachrichten von der Front, und der Überlebenskampf sowohl an der Front als auch im heimatlichen Gadertal hält den Leser in Atem. Dabei gelingt es Marie Buchinger, das Leben der Zivilisten und das der Soldaten anschaulich zu beschreiben und die inneren Konflikte der Menschen einfühlsam nahezubringen. Vito, halb Italiener, halb Tiroler, wird überall Misstrauen entgegen gebracht. Elisa unterstützt zunächst freiwillig, doch zunehmend widerwillig die deutsch-österreichischen Truppen, die sich am Eigentum der Bauern gütlich tun – im Namen des Kaisers. Doch Elisa gelingen immer wieder kleine Kniffe, sich der unliebsamen Besatzung zu erwehren und auch Vito findet seinen Weg durch die Wirren des Kriegs.

Geradezu liebevoll zeichnet Marie Buchinger ihre Charaktere, für die sie sich viel Zeit nimmt. Auch wenn Elisa anfangs beinahe zu oft die Hände ringt oder zornig aufstampft, so sind es doch gerade die rebellischen Charaktere, die man zunehmend ins Herz schließt. Besonders bewegend sind die Szenen zwischen Vater und Söhnen, es hat mir so manches Mal das Herz zerrissen. Auch die junge Liebe zwischen Vito und Elisa wird wunderbar zart erzählt und es gibt einige Szenen, die sehr zu Herzen gehen. Krieg ist natürlich grausam und auch wenn Marie Buchinger zurückhaltend ist, so spart sie doch auch die schlimmen Seiten des Krieges nicht aus. Verrohte Soldaten, sadistische Offiziere, Folter, Kriegsverbrechen – immer wieder muss man beim Lesen innehalten, zu aufgewühlt, um weiterzulesen. Doch stets gibt es auch einen Lichtstreif, weshalb ich den Titel so vortrefflich gewählt empfinde. Immer wieder setzt sich auch Menschlichkeit durch, Verbundenheit und Freundschaft. Besonders die Frauen haben mir sehr imponiert und ich würde sie als die wahren Kriegshelden bezeichnen.

„Ein Tal in Licht und Schatten“ ist ein sehr berührendes Buch, das mich oft hat innehalten lassen. Gleichzeitig bietet es Einblick in die ladinische Region Südtirols und über die Zeit des Ersten Weltkrieges an der Italienischen Frontlinie. Für mich war das sehr spannend, da ich mich in diesem Jahr erstmals mit der wechselhaften Geschichte Südtirols beschäftigt habe.
Um der Geschichte Authentizät zu verleihen, verwendet Buchinger Begriffe und Redewendungen aus dem Ladinischen, die zum Teil in einem Glossar erklärt werden, wobei sich die Bedeutungen ohnehin aus dem Text ergeben. Das dem Roman vorangestellte Personenregister kann helfen, mit der Vielzahl der Talbewohner zurecht zu kommen, andererseits hatte ich zu Beginn des Buches beim Lesen längere Pausen und wusste aufgrund der sehr gut ausgearbeiteten Charaktere immer sofort, um wen es ging.

„Ein Tal in Licht und Schatten“ erhält von mir eine ganz klare Leseempfehlung für einen gekonnt erzählten, anrührenden, zuweilen leidenschaftlichen, historischen Roman, der die Liebe zu den Bergen und der ladinischen Bevölkerung Südtirols ausdrückt.

Hinter Marie Buchinger verbirgt sich die Autorin Diana Menschig, die hiermit nach „Hüter der Worte“ und „So finster, so kalt“ ihren ersten historischen Roman vorlegt. Auf ihrem Blog „Seitenrauschen“ kann man den Entstehungsprozess verfolgen und Hintergründe zum Buch erfahren.

© Tintenhain
http://tintenhain.de

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Tags: dolomiten, erster weltkrieg, gadertal, historischer roman, liebe, südtirol   (6)
 

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dystopie, zombies, tom, alex, ashes

Ashes - Tödliche Schatten

Ilsa J. Bick , Robert A. Weiß , Gerlinde Schermer-Rauwolf , Sonja Schuhmacher
Fester Einband: 571 Seiten
Erschienen bei INK, 09.08.2012
ISBN 9783863960063
Genre: Jugendbuch

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177 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 86 Rezensionen

thriller, schönheit, mona lisa, goldener schnitt, kunst

Das Mona-Lisa-Virus

Tibor Rode
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.03.2016
ISBN 9783785725672
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Da ist sie also, meine Silvesterthriller-Herausforderung und es beginnt auf jeden Fall schon mal ganz nach dem Motto "Nackt und zerhackt", denn im Prolog machen wir die Bekanntschaft mit einem Unbekannten, der vor sich einen schönen, weiblichen Körper liegen hat, den er beabsichtigt chirurgisch zu verstümmeln. Mein erster Gedanke war natürlich "Oh mein Gott, kann ich das aushalten?"

Aber ja, denn Tibor Rode setzt in seinem Roman weniger auf eklige Szenen als auf eine gute Grundstory, die es sehr spannend macht, dem Roman auch in tiefere Schichten zu folgen. Auf den ersten Blick geht es um Entführungen mit schrecklichem Ziel, einen Psychopathen auf seinem Kreuzzug, einem suspendierten FBI-Beamten und eine Mutter, die um ihr Kind bangt. Der Stoff, der den Leser in Atem hält und von Seite zu Seite eilen lässt. Doch viel mehr geht es um Kunst, um Schönheit und was der Schönheitswahn der Jahrhunderte mit der Menschheit macht. Hier kann man durchaus auch ins Nachdenken kommen.

Tibor Rode lässt seinen Roman an vielen verschiedenen Orten spielen. Von New York bis Südamerika, von Polen über Italien und England bis nach Frankreich reicht die Suche nach einem mächtigen Mann, der in seinem Wahn die Welt zu zerstören droht. Es sind die schnellen Szenenwechsel, die eine regelrechte Sogwirkung entfalten. Meist befindet sich der Leser an der Seite von Helen, die verzweifelt nach ihrer aus einer Klinik entführten Tochter sucht, dann auch wieder ganz dicht bei dem Mann, der die Fäden in diesem perfiden Spiel in der Hand hält. Interessant sind auch die Szenen, die sich etwa 500 Jahre zuvor im Haus von Leonardo da Vinci abspielen, dokumentiert von einem bedeutenden Mathematiker seiner Zeit. Hier wird die Mona Lisa gemalt, das berühmte Gemälde, das der Anfang allen Übels ist.

Rode baut seinen Roman sehr geschickt auf, er komponiert aus vielen kleinen Szenen ein wunderbares Ganzes, das den Leser auf jeder Seite mitnimmt. Dabei spielt er durchaus mit den Abgründen der menschlichen Psyche, scheut sich aber auch nicht, in sehr geringem Maß ein phantastisches Element einzubauen, was mir sehr gut gefallen hat, weil man manche Dinge nicht mit Logik und Wissen erklären kann.
Während des Lesen hatte ich stets den Eindruck, dass hier sehr gut recherchiert worden ist. Ich bin ja jemand, der gern nebenbei googelt, wenn er auf interessante oder auch zweifelhafte Fakten stößt und ich war zu keiner Zeit enttäuscht. Zwar war ich dadurch Herrn Rode manchmal etwas voraus, aber ich fand es sehr spannend, wie geschickt die Fakten eingebaut wurden.

Mir wurde mit dem "Mona Lisa Virus" jedenfalls wieder ein wenig von meiner Psychothriller-Panik genommen, auch wenn ich weiterhin sehr vorsichtig auswählen werde.

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Tags: louvre, mona lisa, schönheit, thriller   (4)
 

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547 Bibliotheken, 15 Leser, 2 Gruppen, 80 Rezensionen

thriller, amnesie, fremd, poznanski, ursula poznanski

Fremd

Ursula Poznanski , Arno Strobel , Hafen Werbeagentur
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 30.10.2015
ISBN 9783805250849
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:
Joanna ist einer Panikattacke nahe als ein Fremder in ihre Wohnung eindringt. Ein Einbrecher? Ein Vergewaltiger? Doch es kommt ganz anders, der Fremde eröffnet ihr, er sei ihr Verlobter. Doch Joanna ist sich sicher, sie hat diesen Mann noch nie gesehen und alles deutet daraufhin, dass sie allein lebt. Wer ist dieser Mann, der gewaltsam in ihr Leben eindringt?

Erik kommt nach Hause, doch statt einer liebevollen Umarmung erwartet ihn seine Verlobte mit einem Briefbeschwerer in der Hand. Er ist fassungslos als sie ihn angreift und behauptet, ihn nicht zu kennen. Doch auch seine Sachen befinden sich nicht mehr im Haus. Ist er vielleicht derjenige, der verrückt ist?

Während Erik und Joanna versuchen herauszufinden, was los ist, wird ihre Situation immer verzweifelter. Und schon bald ist ihr Leben in Gefahr.

 

...
Die vollständige Rezension findet ihr auf
https://tintenhain.wordpress.com/2015/10/29/ursula-poznanski-arno-strobel-fremd-rezension/
...

Der Thriller “Fremd” ist aus einem kleinen Schreibexperiment zwischen Arno Strobel und Ursula Poznanski, quasi aus einer Bierlaune heraus entstanden. Sie schrieb ein Kapitel, er schrieb ein Kapitel und irgendwann stellten sie fest, die Story könnte funktionieren und ein Buch daraus entstehen. Es trifft sich gut, dass Joanna und Erik abwechselnd erzählen und so auch eine klare Verteilung bei den Autoren bestand. Abweichungen im Schreibstil erklären sich so von selbst bzw. helfen sogar beide Ich-Perspektiven auseinander zu halten. Trotzdem gibt es keine Brüche und der Roman liest sich wie aus einem Guss. Der flotte Sprachstil mit meist kurzen Sätzen und schnellen Dialogen unterstützt den Spannungsaufbau. Auch wenn man in der Hälfte des Buches ahnt, was eigentlich passiert sein muss und wie die Dinge liegen, so steht dennoch die Frage nach dem Warum im Raum und hält die Spannung aufrecht.

Was das Buch vor allem in der ersten Hälfte so spannend macht, ist, dass beide Charaktere außerordentlich glaubhaft dargestellt werden. Immer können sie auch in Bezug auf ihre Umgebung überzeugen. Man bekommt kaum einen Anhaltspunkt für die Wahrheit. Beide überzeugen den Leser absolut davon, dass ihre Wahrheit die richtige Wahrheit ist. Das macht einen großen Reiz in der Geschichte aus, und das beste daran ist, dass so absurd die Story beginnt, so überzeugend findet sie zu einem logischen und nachvollziehbaren Ende. Einzig die Tatsache, dass Erik sich nicht weiter daran stört, dass sämtliche seiner persönlichen Sachen verschwunden sind, hat mir widerstrebt.

Dass ein Thriller nicht immer auf Gewalt, Folter und Ekel setzen muss, um spannend zu sein, zeigen Poznanski und Strobel in diesem intelligenten und geschickt konstruierten Roman. Umso mehr freut es mich, dass die beiden Autoren bereits ein weiteres gemeinsames Projekt planen. Mich konnte das Buch auf ganzer Linie überzeugen und ich kann es auch denen empfehlen, die wie ich das Genre eher meiden.

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146 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 34 Rezensionen

syrien, exil, liebe, damaskus, flucht

Sophia oder Der Anfang aller Geschichten

Rafik Schami
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 24.08.2015
ISBN 9783446249417
Genre: Romane

Rezension:

Rafik Schami, der großartige Erzähler, der selbst 1971 seine Heimat Damaskus aus politischen Gründen verließ und seither nie wieder gesehen hat, gelingt mit seinem Roman " Sophia oder Der Anfang aller Geschichten" ein eindringliches Porträt eines Exilanten. Viele autobiographische Details halten Einzug in seine Geschichte und machen das Erleben intensiver und glaubhafter. Doch wie bei Schami zu erwarten ist, geht es um viel mehr als nur um die Erwartungen und Enttäuschungen eines Heimkehrenden. In seinem Roman verwebt er die Schicksale vieler Menschen, zeigt politische Umbrüche und Hintergründe auf und erzählt natürlich von der Liebe.

Es sind viele kleine Geschichten, die Schami wie kleine Schmuckstücke in seine Rahmenhandlung verwebt. Mit mehreren unterschiedlich intensiv angelegten Handlungssträngen springt er gekonnt zwischen Gegenwart und Vergangenheit, ohne dabei den Faden zu verlieren und überspannt dabei einen Zeitraum von etwa  80 Jahren. Die jüngere Geschichte Syriens wird in kleinen Häppchen serviert und es wird ein eindringliches Bild eines Landes gezeichnet, in dem die Angst vor einem erbarmungslosen und perfiden Regime die Menschen lähmt und sprachlos macht. Schami beschreibt gekonnt das Dilemma und die Sehnsucht, die Emigranten nie los werden, vor allem, wenn sie bei der Rückkehr in die Heimat Angst vor Verfolgung haben müssen. Die Sehnsucht wird mit den Jahren immer stärker, je älter der Mensch wird. Die Kindheit wird verklärt, das Erwachen aus diesem andauernden Traum kann aber nur in Konfrontation mit der Realität erfolgen.

Schami erzählt ausschweifend, weit ausholend und in ruhigem, geradezu genießerischem Ton. Es gelingt ihm immer eine intensive Atmosphäre herzustellen, sei es Weihnachten in Rom, das Partisanenleben im Norden Syriens oder die Beklemmung in der Anwesenheit eines Geheimdienstlers. Natürlich sind die Passagen, die vor allem in der Altstadt Damaskus' handeln, besonders intensiv, für Schamileser geradezu vertraut. Auch die Charaktere sind typisch angelegt und es schleicht sich schon das Gefühl ein, immer wieder auf ähnliche Schicksale zu treffen - vielleicht auch dadurch, dass Schamis Helden zuweilen ein Stück der eigenen Biographie in sich tragen. Immer wieder auch ist der Konflikt zwischen den Religionen Thema, vor allem wenn es um die Liebe geht. Es sind hier vor allem die Frauen, die für ihr Glück kämpfen, die immer wieder Möglichkeiten finden, ihren eigenen Weg zu gehen. Auch wenn dies oft mit Entbehrung und Brüchen verbunden ist. Es ist bezeichnend, dass Schamis Frauenfiguren oft sehr starke Charaktere sind, die im Hintergrund leise die Fäden ziehen.

Es ist viel, was Schami an Themen in diesen Roman hinein packt, er schweift beim Erzählen immer wieder ab, denn es sind so viele Geschichten, die dieses Mal erzählt werden wollen. "Doch das ist eine andere Geschichte" - ein Satz, den ich mit Rafik Schami verbinde - dieser Satz kommt nur einmal vor.

Mir hat "Sophia oder Der Anfang aller Geschichten" sehr gut gefallen. Schamis Schreibstil ist einfach unverwechselbar und macht süchtig nach mehr. Ich habe zwar nicht alle, aber doch die meisten seiner Bücher gelesen und möchte behaupten, dass dieses sein politischstes Buch ist. Auch wenn sich Schami vor allem auf den (kleineren) wohlhabenderen Teil der Bevölkerung bezieht und der Roman vor der Revolution und dem Bürgerkrieg spielt, so gelingt es ihm ein Bild zu zeichnen, mit dessen Hintergrund ein tieferes Verständnis der politische Lage der zur Zeit nach Europa strömenden Flüchtlinge möglich ist.

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766 Bibliotheken, 27 Leser, 2 Gruppen, 142 Rezensionen

jugendbuch, thriller, ursula poznanski, layers, obdachlos

Layers

Ursula Poznanski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Loewe, 17.08.2015
ISBN 9783785582305
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dorian lebt auf der Straße. Unterschlupf sucht er in U-Bahnstationen, sein Essen hinter den Supermärkten. Als er eines Morgens mit einem Messer in der Hand neben einem toten Obdachlosen erwacht, zweifelt er an seinem Verstand. Soll er etwa den Mann getötet haben? Dorian kann sich an nichts erinnern, doch ein Mann scheint Zeuge geworden zu sein und bringt Dorian in Sicherheit vor der Polizei.
In der Villa, in die Dorian gebracht wird, leben noch mehr Jugendliche. Sie erhalten Kleidung, Essen, Bildung – doch nichts ist umsonst. Die jungen Leute führen leichte Arbeiten für den Villenbesitzer Raoul Bornheim aus, wie Flugzettel verteilen oder versiegelte Werbegeschenke überbringen. Doch als eine solche Übergabe schief geht, ändert sich Dorians Leben auf einen Schlag. Plötzlich wird er gnadenlos gejagt.

Was ich an Ursula Poznanskis Thrillern so mag, ist dass sie immer aktuelle oder besondere Themen aufgreift und auf ihre Weise umsetzt. Nach der Gefahr von Computerspielen (“Erebos”), dem Reiz von Liverollenspiel (“Saeculum”) oder Geocaching (“Fünf”) nun also die Möglichkeiten und damit auch dem Missbrauch zukunftsweisender Hightech. Poznanski führt langsam zum eigentlichen Thema hin. Lange ist nicht klar, was es mit den titelgebenden “Layers” auf sich hat. Doch der Titel ist gut gewählt. Schicht für Schicht offenbart sich nämlich, in was für ein perfides System Dorian hineingeraten ist.

Von Anfang an gelingt es der Autorin Spannung aufzubauen und weitestgehend durch das Buch zu halten. Genauso ahnungslos wie Dorian muss der Leser erst herausfinden, was hinter Bornheims Villa und den mysteriösen Aufträgen steckt. Natürlich ist von Anfang an klar, dass es sich um ein abgekartetes Spiel handelt. Der Leser ist Dorian zwar oft an Wissen voraus, wird aber schnell von Dorians Erkenntnissen eingeholt, so dass es nicht öde wird. Am Ende überschlagen sich (wie üblich) die Ereignisse und auch wenn mir an dieser Stelle zeitweise die Logik abhanden kam, so rücken die Puzzleteile dann doch wieder an ihren Platz.

Poznanskis Charaktere sind wie immer gut ausgearbeitet und authentisch. Man hat immer ein ganz genaues Bild vor Augen, was die Charaktere unverwechselbar macht. Dorian ist ein kluger, reflektierter Junge, der eigentlich genau weiß, was er will und was für ein Potential in ihm steckt. Seine persönliche Familiengeschichte wirft ihn zwar aus der Bahn, aber eben nicht ganz. Hier zeigt sich, dass er vor allem viel Charakterstärke hat, auch wenn er sich manchmal für meinen Geschmack doch ein wenig als zu naiv erwies.
Gehadert habe ich generell mit der Naivität der Jugendlichen in Bornheims Villa. Sind sie wirklich so dankbar, dass sie das Denken abschalten? Sie werden in Bornheims Villa nicht nur gut aufgenommen, sondern auch gleich farblich sortiert in Gruppen unterteilt. Unterricht wird von den Jugendlichen selbst durchgeführt, nur Ethik und Sport unterrichten Erwachsene. Aller Dankbarkeit für ein warmes Zuhause  zum Trotz hätte ich hier doch ein wenig mehr Skepsis erwartet. Doch nichts dergleichen, auch der intelligente Dorian fügt sich ins System und hinterfragt nur ansatzweise.

Poznanski schreibt gewohnt spannend und in einem leichten, anschaulichen Stil. Das Kopfkino schaltet sich sofort ein und zieht den Leser in seinen Bann. Ein wenig wundert es mich, dass “Layers” nicht in Ich-Perspektive geschrieben wurde. Der Leser ist die ganze Zeit bei Dorian, vielleicht wäre so manches auch nachvollziehbarer geworden. Möglicherweise hätte das Buch dann aber noch konstruierter gewirkt? Denn ein wenig konstruiert ist die Story eben schon, um vor allem am Anfang eine möglichst geheimnisvolle Atmosphäre auszubauen. Am Ende werden jedoch nicht alle Fragen zu meiner Zufriedenheit geklärt.

“Layers” ist auf jeden Fall ein lesenswerter und gut erzählter Jugendthriller mit interessanten Ideen und einem spannenden Plot. Ein extra Augenmerk verdient übrigens das wundervolle, vielschichtige Cover, das mich auf den ersten Blick für sich eingenommen hat.

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rassismus, usa, südstaaten, harper lee, amerika

Gehe hin, stelle einen Wächter

Harper Lee , ,
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei DVA, 17.07.2015
ISBN 9783421047199
Genre: Romane

Rezension:

Anfang des Jahres wurde “Go Set a Watchman”, so der Originaltitel, als literarische Sensation gefeiert. Ein verschollenes Manuskript, das Jahrzehnte in einer Schublade lag. Das Manuskript, aus dem nach einer sehr starken Überarbeitung und Veränderung der amerikanische Klassiker “Wer die Nachtigall stört” (Rezension) entstanden ist. Alle Welt wartete auf die Veröffentlichung des Buches, dem bereits vor Veröffentlichung kritische Stimmen entgegen schlugen.

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, nachdem mir “Wer die Nachtigall stört” so sehr gut gefallen hat, dass ich es anschließend in sämtliche Bücherrunden mitnahm und weiterempfahl. Beim Lesen der “Fortsetzung” muss dem Leser immer bewusst sein, dass es sich eigentlich um den Vorgänger und um das ursprüngliche Manuskript des bekannten Klassikers handelt. Jedoch ist das ursprüngliche Werk durch die Verlegung in eine frühere Zeit und einem anderen Fokus so stark verändert worden, dass sich erstaunlich wenig Gemeinsamkeiten wiederfinden. Nicht nur ist der “Wächter” in der distanzierteren dritten Person geschrieben, auch sind es nur wenige Personen, die den beiden Büchern gemeinsam sind. Kinderfreund Dill, der eine wichtige Rolle spielt, wird im “Wächter” kaum erwähnt. Die merkwürdigen Nachbarn, die bei der Nachtigall eine große Rolle spielen und letztendlich zur Titelgebung “Wer die Nachtigall stört” beitragen, gibt es nicht. So bekommt man einen Eindruck, wie die “Nachtigall” vielleicht entstanden ist. Was schon vorher da war und was ergänzt und ausgebaut wurde. Die Gerichtsverhandlung, die den Kern von “Wer die Nachtigall stört” ausmacht, wird nur beiläufig erwähnt.

Auch wenn der Ton in der Erzählung unverwechselbar der Harper Lees ist, hat für mich “Wer die Nachtigall stört” eindeutig die Nase vorn und vor allem atmosphärisch viel voraus. Bei der “Nachtigall” spürt man förmlich die Luft flimmern, während der “Wächter” doch eher mit der Diskussion über moralische Werte punktet. Was das erzählerische Können und das schriftstellerische Handwerk betrifft, ist “Gehe hin, stelle einen Wächter” das Gesellenstück während “Wer die Nachtigall stört” eindeutig das Meisterstück ist. Es ist jedoch interessant zu sehen, was aus dem Wildfang Scout geworden ist. Die Rückblenden in die Kindheit machen einen Großteil des Charmes des “Wächters” aus, so dass durchaus verständlich ist, warum Lees Lektorin damals vorschlug, diesen Teil zum Inhalt der “Nachtigall” zu machen.

Scout wirkt als Erwachsene wenig gereift. Man spürt noch immer die kindliche Naivität, der Abschied von der Kindheit ist noch nicht vollzogen. Bei der Rückkehr nach Maycomb wirkt sie erstaunt, dass das Leben ohne sie weiter ging. Für ihren Kinderfreund Henry kann sie sich nicht richtig entscheiden. Sie will bewahren und sieht nicht den Fortgang der Zeit. Der Schock, ihren Vater zusammen in einer Versammlung mit Mitgliedern des Ku-Klux-Clanes zu sehen, erweckt ihre alte Starrköpfigkeit. Es braucht eine Weile und viel Überzeugungsarbeit des Onkels bis sie sich dem stellen kann, dass es nicht nur schwarz und weiß, gut und böse, gibt.

“Gehe hin, stelle einen Wächter” wirkt meiner Meinung nach nur in Zusammenhang mit der besseren Version “Wer die Nachtigall stört”. Auch wenn der “Wächter” unterhaltsam und nicht schlecht geschrieben ist, so kann er allein nicht komplett überzeugen. In Bezug auf die berühmte, zeitlose vollständige Überarbeitung aber interessant, weil das Buch manches klarer sehen lässt. So wird zum Beispiel deutlich, dass die den Vater vergötternde kleine Scout letztendlich nur ihre eigene, kindliche Sichtweise auf Atticus beschrieben hat, und Atticus nie der über allem stehende Vater war, von dem auch die Leserschaft so begeistert war. Auch erscheinen die in meiner Rezension beschriebenen Brüche in der Erzählweise von Scout in der “Nachtigall” begründet in der Nachbearbeitung.

“Gehe hin, stelle einen Wächter” ist auf jeden Fall lesenswert und immer noch zeitgemäß. Das Buch bietet viel Diskussionsstoff und eignet sich meiner Meinung nach excellent für Lesekreise.

© Tintenelfe
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751 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 161 Rezensionen

dystopie, hacker, jugendbuch, zukunft, luna

Mind Games

Teri Terry ,
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2015
ISBN 9783649667124
Genre: Jugendbuch

Rezension:

England in der Zukunft, im digitalen Zeitalter nach dem dritten Weltkrieg: Aus Angst vor einer wiederholten Machtübernahme, die zu einem Krieg führen könnte, werden Intelligenz gepaart mit Rationalität über alles gestellt. Vor allem, wer irrational ist, ist gefährlich. Das Leben spielt sich in der virtuellen Welt ab: Der Unterricht, die Freizeit, ja selbst Dates sind sicherer, wenn sie online passieren. Die siebzehnjährige Luna jedoch verweigert; ein Implantat, mit dem sie sich jederzeit einloggen kann, möchte sie nicht haben. Dafür nimmt sie jede Menge Unannehmlichkeiten in Kauf, aber sie hat ihre Gründe und die müssen geheim bleiben. Völlig unverständlich erscheint ihr daher die Einladung des Konzerns PareCo, der mittels Tests den Weg in die Elite ebnet. Luna ahnt, dass mehr dahinter stecken muss, schließlich war ihre Mutter Astra eine berühmte Hackerin. Doch wie gefährlich es wirklich wird, kann sie nicht erahnen.

Eine Welt, in der sich die Menschen fast nur noch in virtuellen Räumen aufhalten, ist mir bereits bei “Ready Player One” von Ernest Cline begegnet. Das Thema ist insofern ähnlich als in beiden Romanen eine alles kontrollierende Firma den Zugang zur Virtualität schafft und die Welten und damit auch deren Nutzer kontrolliert. Während bei “Ready Player One” jedoch die Jagd nach dem wertvollsten Easter Egg aller Zeiten im Vordergrund steht, beschäftigt sich “Mind Games” mehr damit, wie Macht erworben, ausgebaut und manipuliert wird. Wie Konzerne sich Menschen untertan machen, ohne dass es jemand bemerkt.

Teri Terry schafft wie bereits in ihrer “Slated Trilogie” eine düstere Zukunftsvision. Über das Leben in dieser Zeit erfährt man nur wenig, gerade so viel, wie Luna es als Ich-Erzählerin in ihrem eigenen Erleben erfährt. So wird bei einer Fahrt mit der Fahrradhochbahn klar, dass es Bereiche gibt, in denen sich besser Gestellte abschotten. Da es für Lunas Situation nicht wichtig ist, wird auch im Weiteren nicht näher darauf eingegangen. Dadurch hungert man als Leser zwar durchaus nach mehr Hintergrundinformationen, aus der Sicht Lunas ist es jedoch wiederum verständlich, dass nicht alles lang und breit erklärt wird.

Mit Luna, benannt nach Luna Lovegood aus der Harry-Potter-Welt, in der sich ihre Eltern kennengelernt haben, hat Teri Terry eine starke Protagonistin geschaffen, die einerseits manchmal etwas blauäugig durchs Leben geht, allerdings immer bereit ist, etwas zu tun und zu verändern, wenn es nötig scheint. So fällt bei ihr der Groschen zuweilen sehr langsam, aber wenn er dann fällt, dann klimpert es gewaltig. Auch die Nebenfiguren sind authentisch und lebendig. Nicht immer ist klar, was sie unter Umständen im Schilde führen, nie weiß man, wem man vertrauen kann. Das macht auch einen Teil der Spannung aus, und spannend ist das Buch auf jeden Fall!

Die sieben Kapitel werden mit sehr passenden Zitaten eingeleitet, was mir sehr gut gefallen hat. Teri Terry schreibt gewohnt ausdrucksvoll, in kurzen Sätzen und schnellen Dialogen. Wieder einmal gelingt es ihr, Gefühle dezent zu beschreiben und dieses Mal eine Liebesgeschichte nur anzudeuten.

Mir hat “Mind Games” richtig gut gefallen und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Natürlich ist das Buch ziemlich dicht an der “Slated-Trilogie”, die ich für eine der besten aktuellen Jugend-Dystopien halte. Terry spielt (und kokettiert) auch ein wenig damit – lasst euch überraschen!

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32 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

Verrückt nach New York - Regen im Herzen

Katrin Lankers
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2015
ISBN 9783649617884
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Einfach toll, wenn man bei einer Reihe nach Beenden eines Bandes gleich weiter lesen kann! Maxi und ihre Freunde haben mich verzaubert und ich habe es sehr genossen, mit ihnen zusammen den Frühling in New York verbringen. Inzwischen konnte ich ja feststellen, dass jedes der vier Bücher in einer anderen Jahreszeit spielt. Eine tolle Möglichkeit, New York auch in dieser Hinsicht zu erleben.

Die Charaktere habe ich längst ins Herz geschlossen. Ich-Erzählerin Maxi, die für ein Praktikum bei einem Lifestyle-Magazin ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten gekommen ist und auch hier immer genug Gummibärchen auftreiben kann, um ihre Sucht zu befriedigen. Die unzugängliche Saida, die sich vehement für den Tierschutz einsetzt und ihren Prinzipien immer absolut treu bleibt. Die verträumte Abby, die sich nichts sehnlicher wünscht, endlich mit dem Mann ihrer Träume vor den Altar treten zu können und die dabei ein ungeahntes Talent entdeckt. Pam, die sich nicht entscheiden kann, ob sie lieber eine seriöse Theaterschauspielerin oder doch lieber ein Musicalstar sein möchte. Sportfreak Rick, Sohn einer italienischen Einwandererfamilie, der so sehr um Harmonie bemüht ist und dabei sich beinahe selbst vergisst. Und dann ist da natürlich auch noch der geheimnisvolle Alex, der Maxi immer wieder über den Weg läuft und dabei jedes Mal ein Stückchen mehr ihr Herz erobert. Alex nimmt in diesem Band viel mehr Raum ein als bisher. Doch ob die beiden sich nun endlich näher kommen, das verrate ich natürlich nicht.

Katrin Lankers gelingt es mit ihren Figuren, viele Facetten des Lebens in den USA zu zeigen. Sie kommen aus unterschiedlichen Schichten, haben verschiedene familiäre und zum Teil migrantische Hintergründe. Abbys Eltern gehören einer strengen christlichen Kirche an, und Abby geht zu Treffen der Gruppe “Wahre Liebe wartet“, ein Beispiel für die christliche Keuschheitsbewegung, die sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe propagiert und die auch in Deutschland einen gewissen Bekanntheitsgrad hat. Für einen kurzen Ausflug in die South Bronx sorgt Saida, die Sozialstunden ableisten muss. Vieles wird nur sehr kurz angerissen, sorgt aber für ein authentisches Gefühl beim Lesen.

Die Autorin ist mit den Sorgen und Nöten der jungen Erwachsenen nah am jungen Leser. Mit ihrem leichten, flotten Sprachstil sorgt sie für einen leichten Lesegenuss. Wie immer wird Ich-Erzählerin Maxi unterbrochen vom nicht direkten Erleben der Mitbewohner, das aus der dritten Person erzählt wird. Es gibt wieder Blogeinträge, aber dieses Mal auch Dialogfetzen, die davon zeugen, dass mal wieder intrigante Machenschaften im Hintergrund laufen. Geheimnisse gehören ja in dieser Reihe einfach dazu, wobei mir Alex’ Geheimnis in diesem Band dann doch recht schnell offensichtlich wurde. Dem Spaß beim Lesen hat das aber keinen Abbruch getan, für mich gab es dieses Mal genau die richtige Mischung aus Gefühl und Drama – ja, es wird ab und zu sehr dramatisch, weil oft genug fünffach gehäuft.

Ich kann die turbulente Reihe um Maxis Chaos-WG nach wie vor nur empfehlen und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, die leider dann auch schon den Abschluss bilden wird. Wer ein genaueres Bild von den vielen Lieblingsplätzen der WG-Bewohner wünscht, der wird übrigens auf der offiziellen Website zur Reihe fündig. Zwei kleine Anmerkungen hätte ich allerdings noch. Mir ist nicht ganz klar, warum die Altersempfehlung auf 12 Jahre herabgesetzt wurde. Bisher wurde die Reihe ab 14 Jahren empfohlen, was ich für angemessener halte. Und, psst, in Band 2 verdient der Anwalt 700$ in der Stunde, in Band 3 sind es dann 800$. ;-)

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51 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

erpressung, intrige, pinkstone

Verrückt nach New York - Kleine Fehler, große Folgen

Katrin Lankers , Sara Vidal
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2015
ISBN 9783649617594
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Auch im zweiten Band, der nahtlos an den ersten Teil “Willkommen in der Chaos-WG” anschließt, geht es munter und chaotisch zu. Maxi fühlt sich in ihrer WG inzwischen zu Hause, auch wenn die fünf nach wie vor um den Erhalt ihres Hauses kämpfen müssen. Gute Dienste leistet dabei noch immer der sehr populäre Pinkstone-Blog von Maxi. Der Fokus liegt in diesem Band aber mehr auf dem Miteinander der WG-Bewohner, ihren Geheimnissen und wie sie damit umgehen. Das heißt, eigentlich ist es kein richtiges Miteinander, da jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Maxi wird den Gedanken an Alex nicht los, der immer wieder auftaucht und dann plötzlich wieder verschwunden ist. Dann ist da auch noch die Lüge um die Hochzeit mit Rick. Abby nimmt einen Job an, bei dem der Ärger schon vorprogrammiert ist. Saida verhält sich merkwürdig und nimmt sogar ihr Essen mit aufs Zimmer, während Pam ständig zur Toilette rennt. Als dann auch noch Maxis Mutter wieder in ihr Leben tritt, meint Maxis, dass es schlimmer gar nicht kommen kann.

Es macht Spaß, mit Maxi New York und seine Besonderheiten kennen zu lernen, dieses Mal im Winter mit viel Schnee und Kälte.die verschiedenen, zum teil gegensätzlichen Charaktere sorgen für Abwechslung und interessante Geschichten. Das Intermezzo mit Maxis Mutter ist feinfühlig und glaubhaft beschrieben, immerhin hat Maxi ihre Mutter seit vielen Jahren nicht gesehen. Überhaupt liegt hierin eine Stärke der Reihe: Beziehungen, seien es Liebesbeziehungen, Familienkonflikte oder auch innere Konflikte werden sehr authentisch und nachvollziehbar erzählt. Dabei wird es nie kitschig oder gefühlsduselig, trotz dem es der Geschichte nicht an Herz und Wärme fehlt.

Die “Verrückt nach New York”-Reihe macht einfach Spaß. Man merkt der Autorin ihre Leidenschaft für die Stadt an. Die Story ist flott geschrieben. Dabei wechselt hin und wieder der Erzählstil, auch wenn  der Hauptanteil weiterhin Maxis Ich-Perspektive bildet, die ja auch bei den eingestreuten Blogeinträgen zu Tragen kommt. Auf der offiziellen Website zur Serie gibt es übrigens tolle Bilder und Infos zu New York – natürlich sind auch die Orte dabei, an denen Maxi und ihre Freunde sich aufhalten.

Am Ende des zweiten Bandes bleibt natürlich noch Vieles offen, aber es gibt Perspektiven. Ich bin sehr gespannt, was im dritten Teil der auf vier Bände angelegten Reihe auf mich zukommt.

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78 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

familie, wuli highlights, kindheit, roman, schuld

Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke

Karen Joy Fowler , Marcus Ingendaay
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Manhattan, 11.05.2015
ISBN 9783442547371
Genre: Romane

Rezension:

Wie gut, dass ich nicht gern Klappentexte lese und auch Covern nicht allzu viel Aufmerksamkeit im Detail schenke. So wurde ich nicht um die Überraschung und das Erstaunen nach dem ersten Viertel des Buches gebracht. So wusste ich nur, es geht um eine Familiengeschichte und konnte mich ganz auf ein ungewöhnliches Erzählerlebnis einlassen. Und genau das empfehle ich auch jedem, der dieses Buch lesen mag: Nach dieser Rezension einfach das Buch kaufen, den Schutzumschlag entfernen (sollte man sowieso immer) und loslesen, ohne vorher noch mal nach rechts und links geguckt zu haben.

Rosemary ist als Kind eine unglaubliche Plappertasche, ihr Mund steht niemals still und sie kommt vom hundersten ins tausendste. Der Rat ihrer Eltern: “Wenn dir zwei Dinge einfallen, die du sagen willst, nimm die schönere, die beste Sache!” und “Fang in der Mitte an!”
So beginnt die Ich-Erzählerin Rosemary auch in ihrer Erzählung in der Mitte, an dem Tag 1996 als ein Zwischenfall in der Mensa unerwartet dafür sorgt, dass sie an ihre Kindheit erinnert wird. Ihre Kindheit, in der ihre Schwester Fern im Alter von fünf Jahren von einem auf den anderen Tag verschwand. Auch der große Bruder verließ die Familie. Ein doppeltes Trauma, das Rosemary zu einer introvertierten, schweigsamen Frau hat werden lassen. Rosemary sieht sich gezwungen, über die Ereignisse von vielen Jahren nachzudenken und Stück für Stück kommen der jungen Studentin die Erinnerungen wieder. Der Tag an dem das Schweigen Einzug hielt. Als die Mutter die Zeit zunehmend im Bett verbrachte und der Vater, Wissenschaftler und Verhaltensforscher, sich verändert und sich ganz auf nüchterne Betrachtungsweisen zurück zieht. Als der große Bruder aus der Bahn geworfen wird und die fünfjährige Rosemary die Welt nicht mehr versteht. Natürlich möchte ich nicht zuviel vorwegnehmen und verraten, warum Fern ein so besonderes Kind war. Es traf mich wie ein großer Paukenschlag und alle Puzzleteilchen fielen an ihren Platz.

Die Ungewissheit, in der man auf den ersten 90 Seiten des Buches gelassen wird, hat mich zugegebenermaßen anfangs zunehmend genervt. Doch Rosemary erklärt, warum sie des Rätsels Lösung um ihre Schwester Fern nicht eher enthüllt und versöhnt somit den Leser für die Durststrecke. Ab dem Augenblick entfaltet Karen Joy Fowlers Roman um eine sehr außergewöhnliche Familiengeschichte eine regelrechte Sogwirkung. Die ganze Bandbreite an Gefühlen wird angesprochen: Man schwankt zwischen Freude, Entsetzen, Erstaunen, Ekel, Wärme, Geborgenheit und Liebe. Beeindruckend ist auch die sehr gute Recherche und wissenschaftliche Detailgenauigkeit. Vieles aus meinem Studium (Psychologie im Nebenfach) habe ich wieder erkannt, Vieles geht darüber hinaus.

Fowler erzählt mit vielen Zeitsprüngen, jedoch klar strukturiert. Ihre Sprache ist ausdrucksvoll und kraftvoll. Das Buch gibt einem viel zum Nachdenken auf, lässt philosophische Gedanken anklingen und rührt an Moral und Ethik.

Es ist wirklich sehr schwer, dieses Buch zu rezensieren und ihm dabei gerecht zu werden. Ich hätte so unglaublich viel zu sagen und darf es nicht, ohne euch um den Knalleffekt zu bringen. Ob Karen Joy Fowler sich dessen bewusst war, als sie ihre Geschichte konzipierte? Wie soll man das Buch empfehlen, ohne verraten zu dürfen, worum es eigentlich geht? Ihr müsst mir also einfach vertrauen und euch auf eine ungewöhnliche Geschichte mit einem sehr realen Hintergrund einlassen.

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48 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

liebe, katrin bongard, leserunde, missverständisse, paperback

Loving more

Katrin Bongard
E-Buch Text: 324 Seiten
Erschienen bei Red Bug Books, 06.05.2015
ISBN 9783943799767
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ella und Luca sind zusammen – und glücklich. Doch nicht jeder gönnt ihnen ihr Glück. Vor allem Lucas Exfreundinnen beobachten seine neue Beziehung argwöhnisch. Ella, die plötzlich in der Schule im Rampenlicht steht, fühlt sich damit eher unwohl. Ist das der Preis dafür, mit Luca zusammen zu sein? Ihrem Blog tut ihre neue Popularität allerdings wohl und als sie sich als Booktuberin versucht, geraten die Dinge ins Rollen, denn die Neider stehen schon bereit.

Und so lebten sie glücklich bis ans Ende aller Tage!? Wie ist das eigentlich mit Liebesromanen? Am Ende überwinden die Liebenden alle Schranken und Hindernisse und schreiten zusammen in den Sonnenuntergang. Und dann? Was passiert eigentlich nach dem Buchende? Geht es immer romantisch und leidenschaftlich weiter? Oder machen sich nach dem Happy End Alltag und Langeweile breit?
Irgendwie ist man ja so glücklich, wenn sie sich am Ende endlich doch noch kriegen und manchmal ist es vielleicht besser, wenn man gar nicht erfährt, wie es weiter geht.

Katrin Bongard stellt sich in der Fortsetzung ihrer wunderbaren Liebesgeschichte “Loving” (Rezension) dieser Frage. Zunächst schweben Ella und Luca gemeinsam auf Wolke sieben. Doch als die Schule wieder anfängt, wird insbesondere Ella auf den Boden der Tatsachen zurück geholt. Sie sieht sich im Fokus der Mädchen, die ihr die Beziehung zu Luca neiden. Doch auch Sonnenschein Luca bekommt zu spüren, dass Glück nicht immer selbstverständlich ist.

“Ich weiß. Man muss um seine Beziehung kämpfen, man muss durch Höhen und Tiefen zusammen gehen. Das gehört dazu. Alles andere gehört in Kitschromane, wo das Happy End an jedes Riesendrama angeklatscht wird, als ob eine Beziehung alle Probleme lösen würde.” (Ella in “Loving more”, eBook, Pos. 2456)

Romantik und Leidenschaft kommen auch in der Fortsetzung nicht zu kurz. Das Prickeln ist immer noch spürbar und Ella und Luca sind nach wie vor ein süßes Paar. Katrin Bongard ist wie gewohnt ganz nah an ihren jugendlichen Protagonisten und versteht es, den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und Zeit und Raum vergessen zu lassen. Nebenfiguren wie Fritz rücken in einen stärkeren Fokus, andere wie Zoe weichen weiter zurück. Allen Nebenfiguren gemein bleibt, dass sie Luca und Ella lediglich von Zeit zu Zeit flankieren und ihnen eine Bühne bereiten. In “Loving more” erzählen Ella und Luca abwechselnd aus ihren Perspektiven, wobei es immer eindeutig ist, bei wem man sich befindet. Dies eröffnet auch einen besseren Einblick in Lucas Gefühlsleben und ein Gefühl dafür, wie Jungs ticken. Auch macht diese Erzählweise die Beziehung intensiver erlebbar und zeigt auf, wie leicht Missverständnisse entstehen können. Bongards reduzierter, temporeicher Erzählstil, der sich sowohl im Plot als auch sprachlich auf das Wichtigste konzentriert, lässt “Loving more” als Kopfkino pur entstehen und den Leser mittendrin dabei sein.

“Loving more” ist eine rundum gelungene Wohlfühlstory, die ihrem zauberhaften Vorgänger in Nichts nachsteht. Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Ella, Luca und den anderen und bin gespannt, wie es in “Loving one more” weitergeht.

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126 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

new york, party, schrill new yor, wg, bunt

Verrückt nach New York - Willkommen in der Chaos-WG

Katrin Lankers , Sara Vidal
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2015
ISBN 9783649617587
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die neue Reihe von Katrin Lankers ist genau die richtige Lektüre für den Sommer: Voller Leichtigkeit, Überschwang, Spaß und einem Hauch von Abenteuer. Einem Hauch? Eigentlich ist es ganz schön abenteuerlich, wie Maxi ganz auf sich allein gestellt ihr neues Leben in New York beginnt. Nicht nur, dass sie sich im Großstadtdschungel zurecht finden muss, auch das von Deutschland aus gebuchte Zimmer entpuppt sich als der wahre Horror, so dass Maxi bereits am nächsten Tag praktisch auf der Straße steht. Nur gut, dass Maxi das Chaos liebt. In der neuen WG, die sie durch Zufall auftut, findet sie nicht nur vier verrückte Mitbewohner vor, sondern auch ein Problem, das die praktisch veranlagte junge Frau sofort angeht. Da kommt es gerade recht, dass der Blog, mit dem sie in der Redaktion einen Platz für ein Jahrespraktikum ergattern will, ein spektakuläres Thema  braucht, mit dem sie den arroganten Chris an die Wand spielen kann.

Langweilig wird es in diesem Roman auf keinen Fall. Allein die bunten Charaktere sorgen für Abwechslung und jede Menge kleine Storys. Da ist die brave Abby, die sich nichts sehnlicher wünscht, als dem Mann fürs Leben zu begegnen - am besten einem, der wie Prinz William aussieht. Pamela, die angehende Schauspielerin, treibt mit ihrem Method Acting die Mitbewohner in den Wahnsinn. Sportfanatiker Rick hingegen braucht für die Familientreffen am Wochenende eine Vorzeigefreundin, um die Familie zufrieden zu stellen. Und dann ist da noch die schnoddrige Saida, die trotz ihres Namens überhaupt nicht glücklich wirkt, dafür aber alles daran setzt, dass wenigstens die Tiere es sind.

Temporeich und lebendig erzählt Katrin Lankers von der Liebe zu New York und seinen Einwohnern. Unterbrochen wird der in Ich-Perspektive erzählte Text ab und an von Maxis Blogeinträgen im Pinkstone-Blog. Der Erzählstil wechselt häufig: Von nummerierten Aufzählungen über minutiös beschriebene Szenen bis zu Episoden, die einzelnen Protagonisten zugeschrieben werden - mal aus Maxis Erleben, mal ohne dass Maxi dabei ist. Klingt chaotisch? Ist es auch. Aber das Buch lebt ja auch vom Chaos.

Mir hat das Buch sehr viel Spaß gemacht. Es ist witzig und unterhaltsam, die Charaktere sind liebenswert und die Story ausdauernd spannend. Zwar gibt es auch mal einen Moment, bei dem die Lösung schnell offensichtlich ist oder Maxi sich (bei der Suche nach dem Testament) selten dämlich anstellt, aber das furiose Finale macht alles wieder wett. Es gibt keine schmalzige Liebesgeschichte, dafür aber ein bisschen Bauchkribbeln - wohldosiert und mit einem Verspechen auf mehr. Viele Fragen sind noch ungeklärt, daher steht für mich fest, dass ich Maxi und ihre Chaos-WG weiter verfolge. Ich freue mich auf die Fortsetzungen und hoffe, vor allem noch mehr über das Zusammenleben in der WG zu erfahren.

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59 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

drachen, 1001 nacht, fantasy, flammenwüste, wüste

Flammenwüste - Das Geheimnis der goldenen Stadt

Akram El-Bahay
E-Buch Text
Erschienen bei Bastei Entertainment, 16.05.2014
ISBN 9783838759845
Genre: Fantasy

Rezension:  
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89 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

lügen, trauma, ivonne keller, familiendrama, familie

Lügentanz

Ivonne Keller
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 04.05.2015
ISBN 9783426515730
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Michaela ist verwirrt. In letzter Zeit passieren ihr ständig Dinge, die sie an ihrem Verstand zweifeln lassen. Warum steht sie ratlos mit einem Telefonhörer in der Hand im Flur? Hatte ihr Mann nicht erst heute morgen, ausgerechnet an ihrem Geburtstag, gesagt, dass er sie nicht mehr liebe und sie verlassen wolle? Sie ist sich sicher, aber David versichert ihr, dass er so etwas nie gesagt habe. Michaela braucht Abstand - von ihrem Mann, ihrer Tochter Klara und den neugierigen Nachbarinnen, die schon hinter den Gardinen auf Michaelas nächsten Aussetzer lauern. Die Annonce, mit der Florian Grunwald einen Wohnungs- und Hundesitter sucht, kommt Michaela vor wie ein Wink des Schicksals. Sie zieht in seine Wohnung ein und hofft, nun Ruhe zu finden. Doch ihre Mitbewerberin Lena steht unvermittelt auf der Matte und bringt ordentlich frischen Wind in Michaelas Leben.

Nach ihrem Debütroman "Hirngespenster" ist Ivonne Keller mit "Lügentanz" erneut ein spannender, psychologisch raffinierter Roman gelungen. Es wird von Anfang an Spannung aufgebaut. Man fragt sich immer wieder, ob Michaela Wahnvorstellungen hat oder vielleicht doch die Menschen in ihrer Umgebung dahinter stecken könnten.

Michaela ist eine sehr ambivalente Person, mal scheint sie ganz zu wissen, was sie will, dann wiederum lässt sie sich manipulieren und ist unsicher. Die Liebe zu ihrer Tochter ist mal stark und fürsorglich, mal scheint sie eher distanziert und unzugänglich zu sein. Entsprechend schwierig ist es auch als Leser einen Zugang zu Michaela zu finden. In der Zeit mit Lena in der Wohnung des verreisten Florian Grunwald, weit weg von der Familie und der Enge der Vorstadtsiedlung, bekommt man jedoch einen Eindruck, was für eine Frau in Michaela steckt.

Für Spannung sorgen auch die zwischengeschalteten eMails von Michaelas bester Freundin Bea an Michaela, die erst nach der Handlung geschrieben wurden und somit vorweggreifen, ohne zuviel zu verraten. Die Hauptfiguren Michaela, Lena und Bea eint ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit bzw. Jugend. Sie alle haben ihre Eltern verloren, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Wie verschieden die Frauen mit ihren Traumata umgehen und wie sie ihr Leben dennoch leben können, davon handelt dieser Roman.

Ivonne Kellers Figuren sind lebensnah, seien es der beruflich gestresste Ehemann, die neugierigen, gelangweilten Nachbarinnen, die flippige Lena, die allerbeste Freundin, die sich aufopferungsvoll und rührend seit den Tagen im Kinderheim um Michaela sorgt. Sie alle sind lebendig gezeichnet und könnten nebenan wohnen. Allein die Namen einiger Personen wirkten auf mich (unfreiwillig?) komisch: Michaela Michalsen, Bea Bern oder mein Lieblingsname Frau Leber-Schädler.

Die Spannung des Romans begründet sich auf zwei Ebenen. Einerseits ist da immer die Frage, ob Michaela halluziniert oder ob die Dinge tatsächlich geschehen. Anderseits werden die Details aus der Vergangenheit der drei Frauen nur langsam, aber stetig enthüllt. Als Leser ist man manchmal ein wenig voraus, aber immer nur soweit, dass es nicht langweilig wird und man sich auch nicht permanent vor den Kopf schlagen will, warum denn die Protagonisten auf der Leitung stehen.

Trotzdem hat der Roman einige Längen. Hätte ich das Buch nicht an einem Stück lesen können, sondern wie üblich jeden Tag nur bis zu 10 Seiten, hätte ich vermutlich Schwierigkeiten gehabt, immer wieder in die Geschichte hinein zu finden. So aber konnte der Roman seine Sogwirkung entfalten und auf eine spannende Reise in seelische Abgründe entführen, wofür es 4 sehr gute Tintenfässchen gibt.

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172 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 84 Rezensionen

liebe, jugendbuch, katrin bongard, erste liebe, stolz und vorurteil

Loving

Katrin Bongard
Buch: 296 Seiten
Erschienen bei Oetinger Taschenbuch, 01.04.2015
ISBN 9783841503480
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ella hält sich selbst ein bisschen für einen Nerd. Im Deutschunterricht hat sie immer den Finger oben, ein Buch muss stets dabei sein und und dann bloggt sie auch noch über Bücher. Mit ihrer dicken Brille erfüllt sie das Klischee einer richtigen Büchereule und auf Schulpartys ist sie nie anzutreffen. Als sich ihre Freundin Zoe in den attraktiven Luca verliebt, hat sie nur wenig Verständis dafür. Ausgerechnet in den Schulcasanova? Doch bei einem Schulprojekt über Jane Austens “Stolz und Vorurteil” lernt Ella Luca besser kennen. Sich nicht zu verlieben – einfach unmöglich.

Die sanfte und zugleich leidenschaftliche Liebesgeschichte, die mitten ins Herz trifft, wird mit “Stolz & Vorurteil reloaded” untertitelt. Kein Wunder – lernen sich Ella und Luca doch beim gemeinsamen Deutschprojekt zu Jane Austens Klassiker näher kennen. Für Ella ein Volltreffer, es handelt sich um ihr Lieblingsbuch. Die Buchbloggerin ist in ihrem Element und nicht nur als selbst bloggende Leserin schwimmt man gleich mit Ella auf einer Wellenlänge. Der Bloggeralltag nimmt nur wenig Raum ein, aber ein Kurztrip nach Leipzig zur Buchmesse ist allemal drin.

“Stolz und Vorurteil” muss man nicht unbedingt gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen – aber natürlich, weil es einfach ein toller Roman ist, den man kennen sollte. Katrin Bongard bezieht sich in ihrem Roman zwar auf das Buch, lässt es aber keinesfalls zu einem modernen Abklatsch verkommen. Natürlich gibt es Parallelen zwischen Ella und Luca sowie Mr. Darcy und Elizabeth, doch die Autorin nutzt einen kleinen Kniff, der mich jedenfalls manchmal etwas herausgefordert hat, diese zu finden. Das Buch liefert Ella auch Gedankenanstöße, was eigentlich eine Ehe und Beziehung ausmacht. Sind es nur die großen Gefühle oder braucht eine Beziehung mehr, um langfristig zu bestehen?

Im Thema der ersten Liebe mit ihren Unsicherheiten, dem Überranntwerden von bisher unbekannten Gefühlen hat Katrin Bongard offensichtlich ihr literarisches Zuhause gefunden. Bereits in “Flying Moon“, “Lasse” und “Junimond” (das sind die Bücher, die ich gelesen habe) konnte sie mit Einfühlsamkeit und dem richtigen Tonfall der Zielgruppe überzeugen. Es gelingt ihr überzeugend und ausdrucksvoll, die Gefühle ihrer Protagonisten zu beschreiben. Die Liebesszenen sind stets sensibel und leidenschaftlich zugleich, ohne dabei ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Nur bei Ella und Luca ging es mir zunächst doch etwas schnell, da Ella sich Lucas zu diesem Zeitpunkt noch unsicher ist.

Bongards Protagonisten sind selbstbewusste, reflektierte Menschen, die ihren Weg suchen und finden werden. Ella als Ich-Erzählerin ist dabei zugänglicher und bietet mehr Identifikation. Luca bleibt bis zum Schluss ein wenig geheimnisvoll, Vieles bleibt zwischen den Zeilen und kann nur erahnt werden. Ähnlich ist es auch mit den Nebenfiguren, ein wenig mehr Tiefe hätte ich mir bei allen Figuren gewünscht.

Bongards flüssiger, eingängiger Sprachstil, der sich durch kurze Sätze und wenig Schnickschnack auszeichnet, gerät beim Lesen schnell aus dem Bewusstsein. Sprache ist ausschließlich Mittel zum Zweck und dient allein dazu, der Geschichte eine große Bühne zu bieten, ihren Verlauf voranzutreiben. So lässt sich das Buch auch gut filmisch umgesetzt vorstellen, tatsächlich hatte ich die ganze Zeit amerikanische Teenagerfilme á la “Zehn Dinge, die ich an dir hasse” vor Augen, obwohl die Geschichte in Berlin/Potsdam angesiedelt ist. Schnelle Dialoge, Wortwitz und eine Handlung, die immer wieder neue Wendungen erfährt, unterstreichen diese Vorstellung und lassen die Seiten nur so dahin fliegen.

“Loving” ist ein wunderbar romantischer Roman (nicht nur) für Jugendliche, der einfühlsam erzählt ist und eine unglaubliche Sogwirkung auf mich hatte. Wann habe ich es das letzte Mal geschafft, bis weit nach Mitternacht zu lesen?!

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658 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 96 Rezensionen

bücher, fantasy, klassiker, liebe, jugendbuch

Die Buchspringer

Mechthild Gläser
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.02.2015
ISBN 9783785574973
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Sie wollen alles hinter sich lassen. Als Amy und ihre Mutter beschließen, den Sommer auf der kleinen Insel Stormsay verbringen, ahnt Amy nicht, dass sie hier nicht nur ihre Verwandten kennen lernen wird. Sie erfährt, dass sie als eine vom Geschlecht der Lennox of Stormsay über eine besondere Gabe verfügt. Sie ist eine Buchspringerin und kann in Geschichten reisen.
So lernt sie Schir Khan aus dem Dschungelbuch kennen und freundet sich mit dem jungen Werther an. Doch schnell muss sie feststellen, dass Seltsames in der Welt der Bücher geschieht. Dinge verschwinden, Personen sind nicht mehr auffindbar und die Geschichten werden ihrer Essenz beraubt. Zunehmend verschwimmen Realität und Fiktion und spätestens als ein Mord geschieht, muss Amy eingreifen.

Neu ist die Idee, in Büchern “spazieren zu gehen” beileibe nicht, doch Mechthild Gläser versteht es, die Idee in eine interessante und gut geschriebene Geschichte zu verpacken. Bereits auf den ersten Seiten gelingt es ihr, eine wunderbare Atmosphäre zu zaubern. Amy gelangt mit ihrer Mutter aus der sehr lebensnahen, uns vertrauten Welt aus Mobbing, Patchwork-Familie und unglücklicher Liebe wie durch einen Zaubernebel auf die Insel Stormsay, wo sich ihr eine neue Welt erschließen wird. Von Anfang an begegnet der Leser wohlbekannten Figuren aus der Literatur, wobei sich die Autorin auf die Klassiker der Weltliteratur beschränkt. Von Kinderbuchklassikern wie “Peter Pan” und “Alice im Wunderland” über Goethe, Jane Austen und Charles Dickens bis zu “Anna Karenina” und “Krieg und Frieden” ist alles dabei. Für die Zielgruppe ab 12 ist das natürlich etwas hoch gegriffen, aber hoffentlich macht es sie neugierig, diese Bücher später auch einmal selbst zu lesen.
Aufregend ist auf jeden Fall auch Amys eigene Geschichte. Da ist auf der einen Seite die Familiengeschichte und die Jahrhunderte währende Fehde mit dem Clan der Macalisters, mit deren Nachkommen Amy gemeinsam Unterricht im Buchspringen nehmen muss. Auf der anderen Seite gerät just nach Amys Ankunft auf der Insel und der Entdeckung ihrer außergewöhnlichen Begabung ein Stein ins Rollen, der nicht nur den Einsatz der neuen Fähigkeiten erfordert, sondern auch Vertrauen verlangt. Ein Gefühl, das Amy verloren zu haben glaubt.

Es gelingt Mechthild Gläser nicht nur, eine geheimnisvolle und bibliophile Atmosphäre zu erschaffen, die jedem Buchliebhaber das Herz höher schlagen lässt, sondern auch eine phantastische, spannende, gefühlvolle, ja, auch ein bisschen romantische Geschichte zu erzählen.

Eine wunderbar phantastische Reise durch die Literatur nicht nur für Buchliebhaber!

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140 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

cupcakes, sonja kaiblinger, cover schön, 01/2016, verliebt in seri

Lilien und Luftschlösser - Verliebt in Serie

Sonja Kaiblinger
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.03.2015
ISBN 9783785578797
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Abby wurde von ihrer Schwester Deborah gewarnt: Bringe nie die beiden Parallelwelten durcheinander. Lass alles da, wo es hingehört. Nun hat Abby aber versehentlich ausgerechnet den smarten Jasper mit nach New York genommen und versucht, ihm verzweifelt einzureden, das alles wäre nur ein Traum. Ob das gut gehen kann? Abby muss auf jeden Fall aufpassen, dass sie sich nicht verplappert, vor allem weil auch die durchgeknallte Tante Gladys etwas zu wissen scheint.
Auch wenn es Abby zunehmend Spaß macht, bei den Intrigen der Serie mitzumischen und sie die Charaktere immer lieber gewinnt, möchte sie eigentlich nichts Dringlicheres als dass diese nervtötende Serienspringerei aufhört. Wie soll sie denn dem tollen Trevor näher kommen, wenn sie ständig verschwindet? Zusammen mit Deborah und ihrer besten Freundin Morgan schmiedet sie eifrig Pläne für ein Happy End, doch die Dramaturgie der Serie macht ihr immer wieder einen Strich durch die Rechnung.

Die Idee, jeden Abend in eine total überkanditelte, britische Adelssoap gebeamt zu werden, verliert auch im zweiten Band nicht ihren Reiz und sorgt für jede Menge lauthalses Lachen. Mit viel Humor, spritzigen Dialogen, die an Kerstin Gier erinnern, und geradezu slapstickartigen Szenen setzt sich Abbys Abenteuer, das im ersten Band “Rosen und Seifenblasen” (Rezension) seinen Anfang nahm, nahtlos fort. Warum nun Jasper in New York landet und wofür das für den Fortgang der Story wichtig ist, hat sich mir zwar nicht erschlossen, aber vielleicht wird ja noch im nächsten Band darauf zurück gegriffen. Darüber hinaus beginnt der zweite Band etwas schleppend, wenn auch durchgehend unterhaltsam. Es dauert eine ganze Weile bis wieder Spannung aufgebaut wird, erst dann entfaltet der Roman wieder die bekannte Sogwirkung.

Wirklich grandios in Szene gesetzt sind die schablonenartigen Charaktere der Serie: Die exzentrische, herrschsüchtige Lady Ashworth und ihr unter dem Pantoffel stehender Ehemann; der schöne Stammhalter, bei dessen Anblick die Mädels reihenweise in Ohnmacht fallen; die durchgeknallte Tante Gladys; der zwielichtige Bösewicht, der vor nichts zurückschreckt und sein sprichwortverdrehender Helfer, bei dem ich manchmal ins Stolpern kam, weil ich selbst überlegen musste, wie es denn nun richtig heißt. Sie alle werden getragen von Abbys ironisch-bissigem Von-Außen-Blick, mit dem sie immer wieder die Gesetzmäßigkeiten von Soap-Operas zu analysieren versucht. So sind übrigens verschlossene Serientüren immer leicht mit Haarnadeln zu öffnen, während Safes erst in letzter Sekunde (möglichst durch Ex-Ganoven mittels Stethoskop) geöffnet werden können. In den Charakteren, den witzigen Szenen und dem humorvoll-umgangssprachlichen Sprachstil liegt letztendlich die Stärke der Reihe. Die romantischen Szenen sind wohldosiert und keinesfalls soapmäßig schmalzig. Die Handlung an sich wirkt jedoch manchmal recht sprunghaft und nicht immer zu Ende gedacht.

In “Lilien und Luftschlösser” erfährt Abby nicht nur, warum ausgerechnet sie immer wieder in der Serie mitspielen muss, wo doch ihre Schwester als Soap-Fan und Intelligenzbestie die weitaus bessere Besetzung wäre, sondern es wird auch ein wenig versucht, die Hintergründe für die Sprünge zu erklären. Für mich jedoch nicht wirklich nachvollziehbar. Mich bringt auch immer noch ins Grübeln, dass die Dinge auf der Isle of Roses geruchlos sind, jedoch nie davon gesprochen wird, dass demzufolge auch alles fade schmecken müsste.

Alles in allem bietet “Lilien und Luftschlösser” witzige Unterhaltung, die man durchaus als Chicklit für (jüngere) Teenager bezeichnen könnte, mit einem Schuss Romantik und natürlich einem echt soapmäßigen Cliffhanger.

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liebe, jugendbuch, sommer, zeitreise, tanya stewner

Der Sommer, in dem die Zeit stehenblieb

Tanya Stewner
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 19.02.2015
ISBN 9783596854264
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Eigentlich ist das hier ein Buch, bei dem man keinesfalls zuviel verraten darf. Glücklicherweise habe ich mich auf das Buch eingelassen, ohne vorher auch nur irgend etwas darüber zu wissen. Allein der Name Tanya Stewner machte mich neugierig, vor allem im Zusammenhang mit einem Jugendbuch. Bisher kannte ich nur ihre Kinderbücher.

Juli ist anders als die meisten Mädchen in ihrem Alter und nur bei ihrer Freundin Whoopi kann sie so sein, wie sie ist. Selbst zu Hause bei den Eltern spielt Juli in einer Schmierenkomödie mit, die Situation ist beinahe unerträglich. Doch das Mädchen hat gelernt, dass sich unangenehme Gedanken mit einem Golfschläger fort schlagen und unangenehme Gefühle unter einen braunkarierten Teppich kehren lassen. Doch alles wird anders, als Juli auf ihrer geheimen Lichtung den Jungen Anjano kennengelernt. Er sieht sie, wie sie wirklich ist und es entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte. Doch es wäre kein besonderes Buch, wenn Anjano nicht auch ein ganz besonderer Junge wäre. Dies zeigt sich nicht nur an seinem seltsamen Benehmen, sondern auch an seiner Wortwahl. Hier ist Tanya Stewner, die schon Tiere und tollpatschige Elfen sprechen lassen hat, ganz in ihrem Element. Wortschöpfungen wie "eigenwürdig", "Wohnwinkel" oder  "Gedankenabenteuer" verleihen dem Buch einen ganz besonderen Zauber. Gerade zu Beginn des Buches überwiegen Sprachwitz und Humor, während der Roman später zunehmend in tiefere, ruhigere Fahrwasser gerät.

Tanya Stewner lässt Juli diese bezaubernde und romantische Geschichte selbst erzählen, und verleiht ihr mit ihren ungeschminkten Worten Authentizität und Sympathie. Es ist bemerkenswert, zu sehen, wie Juli sich in diesem Sommer verändert und gleich einer Raupe zum Schmetterling wird, dessen Flügelschlag die Welt verändern kann. Die Geschichte ist in sich rundum stimmig und gut durchdacht, es erwartet den Leser so manche Überraschung. Zwischen all den Dystopien, die in den letzten Jahren erschienen sind, sticht "Der Sommer, in dem die Zeit stehen blieb" mit seiner positiven Vision unserer Zukunft ganz klar heraus. Das Buch regt zum Nachdenken an und lädt zum Diskutieren ein. Es hat mich überraschend stark berührt und bekommt eine unbedingte Leseeempfehlung.

Der Roman wird Kindern ab 12 Jahren empfohlen, was sprachlich sehr gut passt, inhaltlich aber meiner Meinung nach noch etwas früh ist. Zumindest kann ich mir vorstellen, dass 12jährige von der sehr intensiven Liebesbeziehung etwas überfordert sein könnten.

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jugendbuch, whisper island, geheimnisse, vertrauen, gedankenleserin

Whisper Island - Feuerbrandung

Elizabeth George , Bettina Arlt , Ann Lecker
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei INK, 02.10.2014
ISBN 9783863960032
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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liebe, chicklit, lena hooge, frauenroman, essen

Bauchgefühle

Lena Hooge
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.09.2014
ISBN 9783426514726
Genre: Liebesromane

Rezension:

Bist Du auch der Typ, der bei Kochshows die Leute im Publikum beneidet, wenn sie probieren dürfen? Der gern mal mit Rainer Calmund in der “Kocharena” die Rollen tauschen und gleich den ganzen Teller leer essen oder sich wenigstens mal bei “Das perfekte Dinner” bekochen lassen möchte? Dann sei vor diesem Buch gewarnt! Man kriegt nämlich echt Hunger, wenn man Mari, die ihre Leidenschaft für gutes Essen zum Beruf gemacht hat, bei ihrem Job als Restaurant-Kritikerin eines Gourmet-Magazins begleitet. Die junge, lebenslustige Frau weiß eigentlich recht genau, was sie will: Karriere machen und bloß keine feste Beziehung eingehen. So sind ihr am liebsten One-Night-Stands, bei denen es grundsätzlich sie ist, die am nächsten Morgen verschwunden ist. Doch als Mari schwanger wird, steht ihre Welt Kopf und es dämmert ihr, dass Glück auch anders aussehen kann.

“Bauchgefühle” ist ein heiterer, leichter Chicklit-Roman, der mich trotz witziger Szenen auch mit ernsteren Themen, ja geradezu Tiefgang überrascht hat. So stolpert Mari nicht chicklit-typisch, tollpatschig-chaotisch von einem Fettnäpfchen ins nächste, sondern setzt sich vielmehr mit ihrer Einstellung zu Familie, Beziehungen und Karriere auseinander. Unterstützend zur Seite steht ihr dabei die Freundin ihres Vaters, die ihrerseits gerade eine Beziehungskrise durchlebt. So bleibt Mari auch nicht die Einzige, die gezwungen ist, ihre Vorstellungen von Liebe und Partnerschaft auf den Prüfstand zu stellen. Die Charaktere sind glaubwürdig und prägnant, es macht Spaß sie näher kennen zu lernen und ich könnte mir sogar vorstellen, noch mehr von ihnen zu lesen. – Deshalb habe ich mir auch gleich den kostenlosen “Appetithappen” heruntergeladen, der die Vorgeschichte von Mari und Simon enthält.

Doch trotz des ernsthaften Grundtenors bleibt “Bauchgefühle” ein witzig-charmanter Frauenroman, der Spaß und gute Unterhaltung verspricht. So werden zum Beispiel die soapartigen Restauranttester-Shows, in denen heruntergewirtschafteten Gaststätten wieder Publikum zugeführt werden soll, amüsant aufs Korn genommen. Lena Hooges angenehmer Schreibstil macht den Roman dann auch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen. So habe ich das  Buch in kürzester Zeit verschlungen. Ich hoffe, dass es in absehbarer Zukunft mehr von Lena Hooge zu lesen gibt.

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Tags: chick lit, gourmets, restaurantkritikerin, romantik   (4)
 

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stolz und vorurteil, jane austen, liebe, historischer roman, england

Im Hause Longbourn

Jo Baker , Anne Rademacher
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Knaus, 08.09.2014
ISBN 9783813506167
Genre: Historische Romane

Rezension:

“Stolz und Vorurteil” ist vielleicht das populärste Werk der englischen Autorin Jane Austen. Die Irrungen der Liebe, die Zwänge der Gesellschaft und die sprachlich wunderbaren romantischen Beschreibungen lassen heute noch auch junge Leserinnen zu diesem Buch greifen und anschließend vom wunderbaren Mister Darcy schwärmen, der als literarische Figur inspiriert und auch Eingang in andere Romane gefunden hat.

“Im Hause Longbourn” wagt einen Blick hinter die Kulissen des wohlhabenden, aber einfachen Haushaltes der Familie Bennet. Haben die Dienstboten in “Stolz und Vorurteil” nur eine unbedeutende Nebenrolle als Überbringer von Nachrichten, helfende Hände beim Ankleiden oder Auftragen des Essens gespielt, so kommt ihnen nun eine tragende Rolle zu.

Sarah, das junge Hausmädchen der Bennets, träumt von fernen Ländern und der großen Stadt London, während sie Tag für den Tag in harter Arbeit putzt, kocht und die Wäsche macht. Zeit zum Träumen bliebt hier wenig, denn der Haushalt der Bennets fordert ständige Aufmerksamkeit rund um die Uhr. Ein Hauch von Abenteuer weht in die Küche als der junge, gut aussehende James Smith unter nicht ganz durchsichtigen Umständen als Diener in den Haushalt aufgenommen wird. Sarah ist schnell klar, dass ihn ein Geheimnis umgibt und ist gewillt, diesem auf die Spur zu kommen. Auch der Diener der Bingleys, der Halbmulatte Ptolemy, beschäftigt ihre Gedanken mehr als der Haushälterin Mrs. Hill lieb sein kann.

“Im Hause Longbourn” bietet nicht nur einen tieferen Einblick in das Leben der Bennets, sondern vor allem auch in das harte Leben der Hausangestellten, das nur wenig Raum für Privates lässt und vollständig von den Wünschen der Herrschaften beherrscht wird. Was in Austens Roman am Rande erwähnt wird, kann sich für die Dienstboten zu einer eigenen Geschichte entwickeln. So sind es auch kurze Zitate aus dem Originalroman, die die Kapitelüberschriften bilden und mit “Longbourn” an diesem roten Faden eine Parallelwelt entstehen lassen. Dabei geht Bakers Roman jedoch weiter. Nicht nur geht die Handlung über den Zeitraum von “Stolz und Vorurteil” hinaus, auch widmet sich Jo Baker vertieft gesellschaftlichen und politischen Themen wie den napoleonischen Kriegen zu dieser Zeit. Auch ihr kritischer Blick auf Austens Protagonisten lässt so manchen Charakter in einem anderen Licht erscheinen und vereinzelt tiefer blicken.

Besonders anschaulich wird der Arbeitsallstag der Dienstboten beschrieben. Die Handlungsabläufe beim Herstellen von Seife, Kochen, Waschen und Wäsche ausbessern sind detailliert und zeugen von ausführlichen Recherchen.Gleiches gilt für die Speisen, die im Hause der Bennets zu sich genommen werden.

Die eigenwillige Sarah, die mit ihren Wünschen und Träumen auch Dinge in Frage stellt, steht im Gegensatz zur Haushälterin Mrs. Hill, die reine Befriedigung aus ihrer Arbeit schöpft und dabei bis zur Selbstaufgabe geht. Überraschend ist eigentlich, wie wenig die Liebesgeschichten der Bennet-Schwestern das Hauspersonal berühren, wie wenig sie davon überhaupt mitbekommen, von den zu überbringenden Nachrichten und gegenseitigen Besuchen mal abgesehen. So gerät “Im Hause Longbourn” auch nicht zu einer Nacherzählung, sondern kann auch als eigenständiges, unabhängiges Werk betrachtet werden.

“Im Hause Longbourn” ist ein ruhiger Roman, der trotzdem zu fesseln versteht und sich zu einem richtigen Schmöker entwickelt. Dabei versucht sich Jo Baker nicht an einer Kopie des Sprachstils Jane Austens, sondern findet ihren eigenen Weg, die Geschichte berührend und interessant zu erzählen.

Jane Austen Fans kommen voll auf ihre Kosten und für alle anderen ist “Im Hause Longbourn” ein wunderbarer, gefühlvoller, historischer Roman.

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liebe, roman, chicklit, autorin, schreiben

Gesucht: Traummann mit Ente

Alice Golding
E-Buch Text: 214 Seiten
Erschienen bei null, 27.08.2014
ISBN B00N455NUA
Genre: Liebesromane

Rezension:

So schwer kann es doch nicht sein, einen Roman zu schreiben! Und dann erst der Ruhm und das Geld! Die Hotelrezeptionistin Valerie ist überzeugt davon, dass ihr neues Leben als erfolgreiche Autorin nur wenige Augenblicke entfernt liegt. Enthusiastisch schreibt sie darauf los. Als sie ihrem Ente fahrenden Traummann Erik begegnet, erzählt sie ihm, dass sie Schriftstellerin sei. Doch dann zeigt Eriks Freund, ein bekannter Verleger, Interesse an dem entstehenden Roman und stürzt Valerie in Verlegenheit. Wenn sie doch nur schon mehr als drei Sätze geschrieben hätte! Nun ist guter Rat teuer, doch Valerie ist unbeirrbar und hat da auch schon eine Idee…

Alice Golding ist mit ihrem witzigen Chicklit-Roman ein Feuerwerk aus schlagfertigem Humor und originellen Ideen gelungen. Ich habe lange nicht mehr so viel und laut beim Lesen gelacht. Es ist einfach zu komisch, wie Valerie sich blauäugig ins Schreiben stürzt und dabei von einer amüsanten Situation zur nächsten gerät. Dabei ist sie immer herrlich authentisch, und man nimmt ihr ihre Unwissenheit und Arglosigkeit bedingungslos ab. Valeries Nachbarin Rosina, die einem merkwürdigen Gewerbe nachzugehen scheint, eine kuriose Autorengruppe und der tägliche Wahnsinn im Hotel, in dem sie arbeitet, würzen die Geschichte und sorgen für jede Menge herzhafter Lacher.
Natürlich werden auch Liebe und Romantik groß geschrieben. Erik ist ein echter Traummann, bei dem man sich unwillkürlich fragt, warum der denn noch als Single durch die Gegend läuft. Bodenständig, humorvoll und gutmütig bildet er das perfekte Gegenstück zur quirligen, fantasievollen Valerie.

Alice Golding überrascht mit witzigen Ideen und einer Menge Situationskomik, ohne dabei den Bogen zu überspannen. Dabei spielt sie gekonnt mit Klischees. So darf auch der in der chick-lit-Literatur allgegenwärtige schwule beste Freund nicht fehlen, der idealerweise gerade selbst Liebeskummer hat. Valerie selbst ist natürlich der typische, kumpelhafte Tollpatsch, der sich liebenswert von einem Fettnäpfchen zum nächsten hangelt. Sehr sympatisch fand ich dabei, dass sie kein einziges Mal vor dem Spiegel steht und über ihre Figur jammert. Die Autorin überzeugt mit ihrem vergnüglich-leichten Schreibstil und einem guten Gespür für heitere Situationen und liebenswerte Charaktere.

Wer sich also von dem märchenhaft schönen Cover von “Gesucht: Traummann mit Ente” angesprochen fühlt, kann beherzt zugreifen und sich sicher sein, ein unterhaltsames Buch mit hohem Spaßfaktor zu lesen. Ich für meinen Teil hoffe, dass es schon bald Nachschub für meine Lachmuskeln und natürlich auch fürs Herz gibt.

© Tintenelfe

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