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Fette Beute: Warum die Bibel so dick ist

Eckhard Hagedorn
Flexibler Einband: 276 Seiten
Erschienen bei Fontis - Brunnen Basel, 23.08.2017
ISBN 9783038481287
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Bibel ist, seit es sie gibt, in unserer Welt überall präsent. Generationen von Menschen haben in ihr gelesen, sich inspirieren und ermutigen lassen. Doch heutzutage ist sie in gewisser Weise „unmodern“ geworden. Es handelt sich einfach um ein unglaublich dickes Buch, in dem unglaublich viel drinsteckt. Eckhard Hagedorn versucht in diesem Buch, den Gründen für den Bedeutungsverlust der Bibel in unserem Leben auf die Spur zu kommen. Dabei eröffnet er zunächst Spannungsfelder, die sich bei der Lektüre ergeben könnten und meistens auch tatsächlich ergeben. Darauf aufbauend kommt ein Kapitel über Perspektiven, die Antwort auf die Frage geben, warum die Bibel so dick sein muss. Es folgen ein paar Orientierungen, um Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Zum Schluss gibt es einige konkrete Tipps für die Praxis.


Meine Meinung: Ein grandioses, absolut lesenswertes Buch. Der Autor schreibt trotz der Ernsthaftigkeit und Schwere des Stoffes unglaublich klar und führt Zusammenhänge und Gegebenheiten scheinbar mühelos aus. Der Leser kann nicht nur gut folgen, sondern folgt sogar gerne. Das ist eine Kunst, die jedes Buch schon einmal sehr viel angenehmer zum Lesen macht. Dabei wird der Sachverhalt weder unnötig verkompliziert noch unsachgemäß vereinfacht. Es finden sich auch stets gut gewählte Bilder und Geschichten. Man merkt, dass der Autor weiß, wovon er spricht. Aber nicht nur das, es steckt auch viel Leidenschaft in seinem Plädoyer für die Bibel. Die Struktur ist ebenfalls gut gewählt und sinnvoll. So geht es los mit scheinbaren Widersprüchen, die vielleicht vielen Lesern bekannt vorkommen. Was passiert, wenn ich die Bibel lese? Vielleicht erwarte ich Bestätigung, aber muss erstmal Widerspruch akzeptieren. Solche Spannungen muss man zunächst aushalten, wenn man weiterkommen will. Auch die aufgezeigten Perspektiven machen Lust auf die Bibellektüre und räumen vielleicht mit Ausflüchten auf. Es gibt durchaus nachvollziehbare Vorteile einer dicken Bibel. Auch wenn es anschließend um die Missverständnisse geht, beispielsweise um Begriffe wie Gesetzlichkeit, Leistung und Freiheit und wie damit umgegangen werden kann, zeigt sich nicht nur ein tiefer Einblick in das Thema, sondern auch ein tiefes Gefühl, eine Liebe zu diesem Buch. Und ich muss eines sagen: Diese Liebe steckt an!

Neben Stil und systematischer Herangehensweise kann der Autor auch inhaltlich überzeugen. Was er schreibt, hat stets Hand und Fuß und passt zum stimmigen Gesamtkonzept.

Fazit: Ein sehr interessantes und lehrreiches Buch, das seinen Lesern die Bibel (wieder) näherbringen möchte. Dies gelingt auf jeden Fall, egal ob man nur lange nicht hineingesehen hat oder überhaupt noch nie richtig etwas damit zu tun hatte. Eckhard Hagedorn nimmt alle Leser gleichermaßen mit und eröffnet ihnen ein riesiges Feld an Herangehensweisen und Möglichkeiten. Das beste Buch zum Thema, das ich bisher gelesen habe, ich kann es wirklich nur empfehlen!

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vaterbild, werbung für weiterführende seminare, ozeanseelen, persönliche erfahrungsberichte, seele

Meine Seele ist wie ein Ozean - Warum versteht mich denn keiner?!

Walter Nitsche
Fester Einband: 236 Seiten
Erschienen bei Edition Philemon, 15.08.2017
ISBN 9783935368100
Genre: Sachbücher

Rezension:

Der Autor Walter Nitsche beschäftigt sich in seinem Buch mit der menschlichen Seele und zieht dazu einen sehr interessanten Vergleich heran. Er unterteilt in Ozeanseelen und Bergseeseelen. Dazu werden auch die Ozeanseelen nochmal unterschieden in Pazifikseelen usw. Für ihn sind das Menschen, die oft missverstanden werden, weil sie in ihren Monsterwellen untergehen oder gerade einen Tsunami hinter sich haben. Mit diesen Missverständnissen möchte er gerne aufräumen, weswegen er auch Seminare zu diesem Thema und zur ganzheitlichen Seelsorge allgemein gibt.

Insgesamt bin ich mit Spannung an das Buch herangegangen, da der Titel sehr vielversprechend klingt. Auch die Idee finde ich sehr schön, das Bild einer Ozeanseele, die sich mit Monsterwellen herumschlagen muss, hat mich auf jeden Fall angesprochen. Es war für mich ein neues und sehr passendes Bild, um zu versuchen, das Seelenleben von Menschen zu verstehen. Ganz wichtig ist auch, dass der Autor immer wieder betont, dass auch Ozeanseelen individuell sehr verschieden sein können.

Dennoch ist mir auch schnell einiges aufgefallen, was ich nicht so gut finde. Sehr störend beispielsweise ist die Angewohnheit des Autors, ständig irgendwelche Worte in Anführungszeichen zu setzen. Am Anfang dachte ich noch, dass er damit einfach etwas betonen will, aber es ist mir immer wieder als unpassend aufgefallen. Das hat die Lektüre für mich häufig gestört, weil es meistens völlig unnötig war. Zum anderen wird auch oft auf die Seminare bzw. deren Audioversion verwiesen. Das fand ich dann, als auch dieses häufiger vorkam, ebenfalls befremdlich. Wenn ich ein Buch zu einem bestimmten Thema lese, dann möchte ich nicht, dass ganz viele Punkte nur angeschnitten werden, und dann auf Seminare o.Ä. verwiesen wird. Außerdem hatte ich manchmal den Eindruck, dass sich die Inhalte wiederholen, also eigentlich in Grenzen halten.

Fazit: Mich hat das Buch leider nicht überzeugt. Der Schreibstil ist recht holprig und auch der Inhalt erscheint mir nicht so ganz rund. Deshalb nur drei Sterne von mir.

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Leben mit tausend Sternen

Beate und Olaf Hofmann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei adeo Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783863341688
Genre: Sachbücher

Rezension:

Beate und Olaf Hofmann fassen den Entschluss, ein Jahr lang jeden Monat eine Nacht im Freien zu verbringen, in der Natur. Was das in ihrem Leben bewirkt, davon haben sie am Anfang noch keine Ahnung. Doch sie wünschen sich, wieder intensiver zu leben, abenteuerlicher. Etwas anders zu machen als im Alltag, wo vieles oft auf der Strecke bleibt. In diesem Buch nehmen sie uns mit auf ihre Reise und lassen uns an diesen außergewöhnlichen Erlebnissen teilhaben.

Ein wunderschönes Buch! Schon der Titel ist sehr schön und lädt zum Lesen ein, erst recht wenn man selbst auch genau diese diffuse Sehnsucht verspürt, mal etwas anders zu machen. Beate und Olaf haben es getan und was sie erzählen, geht unter die Haut. In zwölf Abschnitten geht es um zwölf völlig unterschiedliche Erlebnisse und Möglichkeiten, den mutigen Vorsatz in die Tat umzusetzen. Sei es eine Nacht in einem Naturschutzgebiet, nicht weit von zu Hause entfernt, oder aber ein abenteuerlicher Wandertrip. Ein Park mitten in der Stadt oder das Baumhaus einer Familie, die sie gerade erst kennengelernt haben. Was dieses Buch vor allem durchzieht ist ein feines Gespür für die leisen Töne und die schönen Seiten des Lebens. In die Schilderungen fließen solche Beobachtungen ein wie beispielsweise das Erleben eines Sonnenaufgangs oder die besondere Atmosphäre an einem Lagerfeuer. So wird auch im Leser wieder die Sehnsucht geweckt, sich in die Natur zu begeben. Ein sehr schöner Nebeneffekt. Auch der gesamte Schreibstil des Buches ist sehr ansprechend. Offen und ehrlich wird erzählt, wie auch mal Zweifel an diesen Unternehmungen aufkamen, und welche Ängste es zu überwinden galt. Doch das Gefühl hinterher ist unbeschreiblich. Ich finde, es ist den Autoren hervorragend gelungen, ihre Erlebnisse und die dabei empfundenen Gefühle von Ehrfurcht und Staunen zum Ausdruck zu bringen. So wirkt an keiner Stelle im Buch das Beschriebene platt und verklärt, sondern immer authentisch und einladend.

Fazit: Ich kann mich nur wiederholen, ein wunderschönes Buch über eine wunderschöne Idee! Das kann ich nur weiterempfehlen.

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selbsterkennung, enneagram, 2017, enneagramm, identität

Wer du bist

Ian Morgan Cron , Suzanne Stabile
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 28.08.2017
ISBN 9783957342522
Genre: Sachbücher

Rezension:

Das Enneagramm ist ein System zur Darstellung unterschiedlicher Persönlichkeitstypen, und beschreibt, wie Menschen untereinander agieren und warum das so sein könnte. Dabei gibt es, wie bei solchen Konzepten wohl immer, viele Verstrickungen untereinander, und mindestens ebenso viele Ratgeber zum Thema. Doch in diesem Buch wird versucht, den Bezug zum Glauben herzustellen. Ungeachtet dessen, ob man nun das System des Enneagramms an sich für nachvollziehbar hält oder nicht viel von solchen und ähnlichen Konzepten hält, muss man dem Buch zugutehalten, dass eine gewisse Grundstimmung spürbar ist. Ein ehrliches Bemühen um Verstehen und verstanden werden, ohne direkt in Schubladen zu stecken. Das merkt man, finde ich, ganz deutlich, und das gibt dem Buch eine besondere Note, die es vielleicht von ähnlichen Ratgebern abhebt

Zum Inhalt: Es ist schwer, über den Inhalt etwas zu schreiben, da solche Systeme ja stets Befürworter und Gegner haben. Nichtsdestotrotz ist das Enneagramm wahrscheinlich in vielen Fällen sehr hilfreich. Um ein Zitat aus dem Buch zu zitieren:

„Alle Modelle sind falsch. Aber viele sind nützlich."

Und es gelingt den Autoren sehr gut, dieses doch ein wenig komplizierte System verständlich und übersichtlich zu erklären. Dabei widmen sie jedem der neun Persönlichkeitstypen ein eigenes Kapitel und beleuchten unterschiedliche Facetten wie beispielsweise die Entwicklung in der Kindheit, Auswirkungen im Beruf und in Beziehungen und Möglichkeiten für einen Reifeprozess. Denn darum geht es im Prinzip: Zu erkennen, wo die eigenen Schwächen liegen, sie zu akzeptieren und dennoch zu versuchen, daran reifer zu werden. Außerdem werden Stress- und Trostpunkt eines jeden Typs, also Verhalten in Stresssituationen und unter entspannten Bedingungen, unter die Lupe genommen. Ich möchte hier auch nicht weiter auf den Inhalt eingehen, dazu solltet ihr einfach das Buch lesen. Für mich ist die Idee hinter dem Buch gut und das Konzept des Enneagramms sehr spannend. Es wird nachvollziehbar und mit Humor erklärt. So berichtet beispielsweise einer der Autoren aus seiner eigenen Familie und liefert so anschauliche Beispiele, die auch zum schmunzeln sind.

Fazit: Ein gelungenes Buch zu einem schwierigen Thema, da lohnt es sich, ein wenig Zeit zu investieren!

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glaube, verlag: gerth, lebenshilfe, ermutigung, sachbuch

Heute ist dein Tag

Joel Osteen
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 19.06.2017
ISBN 9783957342515
Genre: Sachbücher

Rezension:

In diesem Buch möchte der Autor Wege aufzeigen, wie eine vielleicht nicht gerade angenehmen oder optimale persönliche Situation zum Besseren gewandt werden kann. Dabei geht es ihm vor allem darum, wie wir Gott näher kommen können, damit er in unserem Leben wirken kann.

Das Buch ist aufgeteilt in drei Teile. Im ersten geht es nach und nach um acht unterschiedliche Wege, die jeweils eine bestimmte Verhaltensweise beinhalten. So etwa, dass wir aktiv Gottes Güte in unserem Leben erwarten sollen, oder dass wir darauf achten, wie wir über uns selbst reden. Im Prinzip geht es darum, eine positive Einstellung dem Leben gegenüber zu entwickeln, nur dass dabei auch noch Gott ins Spiel gebracht wird. Im zweiten Teil richtet der Autor das Augenmerk auf einen ganz wichtigen Aspekt der ganzen Geschichte, nämlich die individuelle Vergangenheit, die uns oft im Weg steht. Und im dritten Teil warten schließlich im Anhang zahlreiche Bibelzitate.

Der Schreibstil von Joel Osteen gefällt mir gut, er ist anschaulich und humorvoll und findet klare Worte, ohne zu viel drumherum zu reden. Jedoch muss ich ansonsten sagen, dass mir die Idee hinter diesem Buch nicht ganz klar war. Es wirkt, als hätte er einfach ein bisschen von allem in einen Topf geschmissen und daraus ein Buch gemacht. Den ersten Teil fand ich noch am besten, weil er hier einige gute Ratschläge gibt. Im Großen und Ganzen erinnert mich jedoch auch dieser sehr an ein Ratgeberbuch, wie es viele gibt. Nichts Besonderes. Auch die Aussagen dahinter erscheinen mir nicht außergewöhnlich überraschend oder spektakulär. Im zweiten Teil wird viel wiederholt, und der dritte besteht fast nur aus Bibelzitaten. So kann ich insgesamt nur sagen: Vielleicht ganz nett zum lesen, von mir bekommt es noch vier Sterne, aber eben nichts Besonderes.

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Das Beste fürs 21. Jahrhundert: Gelesen von Philipp Schepmann

C. S. Lewis
CD-ROM: 4 Seiten
Erschienen bei Fontis - Brunnen Basel, 09.12.2016
ISBN 9783038488156
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das und noch viel mehr kann man bei C.S. Lewis finden. In seinen Büchern vertritt er oft bemerkenswerte und unorthodoxe Standpunkte und argumentiert messerscharf. Nun haben wir hier eine Sammlung aus verschiedenen Werken zu verschiedenen Themen. Dennoch zieht sich ein roter Faden durch all die verschiedenen Essays und Betrachtungen.

Wie auch sonst, gilt natürlich hier ebenso: Man muss ihm nicht in allen Punkten zustimmen, um anzuerkennen, dass seine Argumentationen unglaublich vielfältig und interessant sind, und viele neue Facetten eines scheinbar altbekannten Themas aufwerfen. Teilweise genial, teilweise beunruhigend, weil sie festgefahrene Überzeugungen auf den Kopf stellen. Aber immer erschütternd und nie völlig abwegig. Wenn man den Autor C.S.Lewis, den ich persönlich für sehr lesenswert halte, schon kennt und schätzt, dann wird man auch dieses Hörerlebnis zu schätzen wissen. Es ist eben noch einmal etwas anderes, ob man etwas liest oder zuhört. Auf den CDs sind viele Stunden Material vorhanden, die man nicht einfach so nebenbei hören kann. Manches musste ich mir oft anhören, und einiges werde ich mir noch oft anhören. Ein unglaublicher Schatz, der sehr zum Nachdenken anregt, jedes mal aufs Neue. Wenn man C.S.Lewis noch nicht kennt, ist dies vielleicht auch nicht die schlechteste Art und Weise, sich ihm anzunähern.

Egal, ob ihr C.S. Lewis schon einmal anderweitig begegnet seid oder noch nicht, ich kann ihn euch nur ans Herz legen. Und dieses Hörbuch beinhaltet sehr viele sehr interessante Texte des Autors. Von mir fünf Sterne.


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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, zeitreise, technik, geschichtsunterricht, time transmitter

Time Travel Girl: 1989

Susanne Wittpennig
Flexibler Einband: 516 Seiten
Erschienen bei Fontis – Brunnen Basel, 21.03.2017
ISBN 9783038481089
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Dieses Buch stammt von der Autorin Susanne Wittpennig, welche auch die Buchreihe „Maya und Domenico“ geschrieben hat. Diese habe ich mit Begeisterung verschlungen, weshalb ich auf das neue Buch sehr gespannt war. Vielleicht waren meine Erwartungen dementsprechend zu hoch, jedenfalls war ich nach der Lektüre doch etwas enttäuscht, denn ich hatte mir mehr versprochen von dieser Geschichte, die auf dem Cover noch ganz spannend klang.

Zum Inhalt: Zeitmaschinen und Zeitreisen, Freundschaft und Mut – das sind Themen, die in dem Buch vorkommen. Lisa und ihr Freund Zac tüfteln an einer Maschine, die Energie in ein Wurmloch verwandeln soll, mit dem man durch die Zeit reisen kann. Doch es kommt ihnen so einiges in die Quere, nicht zuletzt die entstehenden Verwirrungen im Raum-Zeit-Kontinuum sorgen für Aufregung. Nun kann alles, was Lisa tut, ihre Zukunft verändern, die zwar noch nicht geschrieben steht, aber in irgendeiner Zeitschleife doch schon zu existieren scheint.

Bewertung; Im Großen und Ganzen ist das Buch unterhaltsam, jedoch habe ich einiges zu bemängeln. Zunächst einmal ist die Geschichte nicht besonders einfallsreich. Da taucht wirklich nichts Überraschendes auf, keine unerwartete Wendung und nichts, was man nicht schon von einer Zeitreisegeschichte erwarten würde. Hinzu kommt, dass die Handlung sich ein wenig hinschleppt, ohne dass am Ende des doch nicht ganz dünnen Buches besonders viel passiert wäre. Viel Mühe ist in die Dialoge gegangen, welche mich jedoch ebenso wenig überzeugt haben. Oft waren die Charaktere einfach nicht authentisch und die Dialoge nicht glaubwürdig, sondern eher steif und leblos. Oder übertrieben umständlich. Das fand ich schade, da die Figuren auf jeden Fall mehr Potenzial gehabt hätten.

Insgesamt kann ich dem Buch nur drei Sterne geben. Man kann es lesen, sollte jedoch nicht zu viel erwarten. Es holpert und hakt doch noch an einigen Stellen.

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

verfolgung, gnade, bonhoeffer, bergpredigt, drittes reich

Nachfolge

Dietrich Bonhoeffer , Peter Zimmerling
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 18.11.2016
ISBN 9783765509483
Genre: Sachbücher

Rezension:

Dietrich Bonhoeffers theologische Schriften sind durchdrungen von einer konsequenten Endgültigkeit, wie man sie nur selten findet. So auch dieses Buch, wohl eines seiner bekanntesten. Worauf kommt es beim Glauben an? Laut Bonhoeffer vor allem auf Gehorsam. Wenn wir die Anweisungen der Bergpredigt nicht ernst nehmen, sondern nur halbgare Überzeugungen vertreten, schaffen wir Raum für eine billige Gnade, die die Kirche zerstören wird. Was es im Einzelnen bedeutet, wirklich in der Nachfolge zu leben, darum geht es in diesem Buch. Die ersten Abschnitte beschäftigen sich mit dem Ruf in die Nachfolge, dem einfältigen Gehorsam und schließlich mit den Zusammenhängen zwischen Nachfolge, Kreuz und jedem einzelnen Menschen. Anschließend werden die Bergpredigt und die Aussendung der Jünger in der Nachfolge Stück für Stück analysiert.

Dietrich Bonhoeffer macht keine halben Sachen. Was er denkt und schreibt, das zeigt er auch durch Taten, in seinem ganzen Leben. Und das merkt man auch in seinen Büchern. Sie sind von solcher Klarheit und argumentatorischer Wucht, dass sie auch nach dem Lesen noch lange nachhallen. Dieses Thema der Nachfolge ist auch heute noch genauso wichtig wie damals. Schließlich finden wir auch unsere heutige Kirche darin wieder, wenn es um die billige Gnade geht. Nachfolge wirklich ernst zu nehmen, ist etwas ganz anderes. Bonhoeffers Buch inspiriert und leitet an zur Nachfolge. Ergänzt wird das Ganze durch ein ausführliches Vorwort, in dem die Hintergründe und Umstände des Werkes erläutert werden. Ein durch und durch eindrückliches Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.  

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

glaube, behinderung, familie, adoption, akrobatik

Alles ist möglich

Jen Bricker , Dorothee Dziewas
Flexibler Einband: 171 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.01.2017
ISBN 9783868276343
Genre: Biografien

Rezension:

Jen Bricker ist ohne Beine zur Welt gekommen. Zur Adoption freigegeben, findet sie ein neues Zuhause voller Liebe, wo ihre neuen Eltern ihr eine grundlegend positive Einstellung dem Leben gegenüber vermitteln. Sie lernt, dass es wichtig ist, Dinge anzupacken und nicht aufzugeben, unabhängig davon, wie die äußeren Bedingungen sind. In diesem Buch lässt sie uns an einem einzigartigen Leben teilhaben, das wohl wie kaum ein anderes dafür geeignet ist, eine Botschaft von Hoffnung, Liebe und Lebensfreude weiterzugeben.

Ich war oft sprachlos beim Lesen, und immer wieder gerührt über einen solchen Beweis von Gottes Güte. Denn diese ist in Jen Brickers Leben überall zu spüren. Auf den ersten Blick würde sie wahrscheinlich zu den Menschen zählen, mit denen wir erstmal Mitleid haben. Wie schön kann es schon sein, ohne Beine leben zu müssen? Ist es nicht so, dass man dann vieles nicht machen kann und immer auf Hilfe angewiesen ist? Solche und ähnliche Gedanken vergehen beim Lesen dieses Buches schnell und es ist vielmehr mein eigenes Leben, das ich mit Mitleid betrachten sollte. Jen Bricker macht eindrücklich klar, dass es oft oberflächliche Dinge sind, denen wir Beachtung schenken. Sie erzählt von den Höhen und Tiefen ihres Lebens, das genauso wie unseres voll von schönen und traurigen Momenten ist. Vielleicht ist der einzige Unterschied die Einstellung, mit der jemand an sein Leben herantritt. Bei Jen ist es diese: Alles ist möglich! Und in ihrem Leben scheint tatsächlich alles möglich zu sein, was sie sich vornimmt. Humorvoll und ehrlich erzählt sie uns von Rückschlägen und Mutlosigkeit, aber vor allem lehrt sie uns, glaube ich, eines: Dankbarkeit, etwas das wir viel zu selten an den Tag legen.

Auch von der Aufmachung her überzeugt das Buch. Es ist in übersichtliche Kapitel gegliedert und zwischendurch kommen vertraute Menschen aus Jens Umfeld zu Wort. Im Mittelteil sind einige Fotos, die den Text noch unterstützen, denn sie zeigen eine junge Frau mit einer wahnsinnig tollen und positiven Ausstrahlung. Ich kann nur sagen: Dies ist die faszinierende Geschichte eines faszinierenden Menschen, von dem wir als Leser noch viel lernen können und sollten. Von mir bekommt das Buch fünf Sterne.

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christlicher roman, frauen, maria, erzählungen, christlicher roma

Saat des Segens

Francine Rivers
Fester Einband: 608 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.02.2017
ISBN 9783957341846
Genre: Romane

Rezension:

Francine Rivers hat dieses Buch in den Spuren von fünf außergewöhnlichen und mutigen Frauen aus der Bibel geschrieben: Tamar, Rahab, Ruth, Batseba und Maria. Ich muss zugeben, dass ich nicht alle diese Frauen vorher kannte. Aber die Autorin hat es geschafft, sie mir näherzubringen. Sie alle spielten eine Rolle im Stammbaum von Jesus. Natürlich ist ein großer Teil der Geschichten hinzugefügt worden, jedoch nicht so, dass sie im Kontext der Bibel unglaubwürdig würden. Die vorhandenen Informationen wurden zu packenden und emotionalen Lebensläufen verknüpft. Das ist eine Kunst, die Francine Rivers in allen ihren Büchern beherrscht.

Ich hatte vorher schon einige ihrer anderen Bücher gelesen und mich daher sehr auf dieses Buch gefreut. Enttäuscht bin ich eigentlich nie von ihr. Dennoch muss ich sagen: Diese fünf Romane haben mir nicht ganz so gut gefallen wie ihre sonstigen Werke. Die Geschichten zogen sich ein wenig in die Länge. Nichtsdestotrotz habe ich alle gerne gelesen und es war immer wieder spannend, was aus den spärlichen Informationen der Bibel herausgeholt wurde. Gleichzeitig werden die Geschichten durch dieses Buch nicht aus der Bibel herausgeholt, sondern sie bieten einen guten und, wie ich finde, authentischen Einblick in die Welt der Bibel. Vor allem aber zeigen sie eines: Es lohnt sich immer, auf Gott zu vertrauen, egal was für Probleme sich einem in den Weg stellen. Also: Dieses Buch ist auf jeden Fall lesenswert, wie alle Bücher von Francine Rivers. Von mir erhält es jedoch nur vier Sterne.

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

basics, glaubensthemen, menschliches miteinander, roman, altes testament

Jesus war kein Christ: und andere überraschende Nachrichten.

Jefferson Bethke
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.02.2017
ISBN 9783957341747
Genre: Sonstiges

Rezension:

...so könnte man den Inhalt des Buches wohl am besten überschreiben. Mal wieder geht es darum, Christ zu sein und was das eigentlich bedeutet. Doch schreibt der Autor sehr erfrischend und natürlich, ohne in Klischees abzurutschen. Stattdessen holt er den Leser da ab, wo er steht, und nimmt ihn mit, Schritt für Schritt. Aber nicht nur das Buch ist anders, als man vielleicht auf den ersten Blick denkt. Es geht auch um ganz viele Dinge, die anders sind, als wir denken. Wie sieht es aus mit oft antiquiert und angestaubt erscheinenden christlichen Praktiken und Inhalten wie Abendmahl, Anbetung, Sabbat (oder Sonntag) – was hat das für Konsequenzen, wenn ich es wirklich ernsthaft mache? Wen oder was bete ich an? Warum feiern wir den Sabbat? Es geht nicht nur darum, die Regeln Buchstabe für Buchstabe einzuhalten…Wie können wir mit unserer Zerbrochenheit umgehen? Wie mit uns selbst und mit anderen Menschen? Es sind sehr essentielle Fragen, die der Autor hier stellt, und er gibt natürlich keine universellen Antworten. Er führt uns vielmehr auf den Weg, uns Gedanken um all das zu machen.

Dabei schafft der Autor die Gratwanderung, sich mit einem solchen Thema ernsthaft zu beschäftigen, ohne im Oberflächlichen zu verharren oder sich an Kleinigkeiten aufzuhalten. Ich finde, er schafft ein gutes Gleichgewicht zwischen allem, worauf es ankommt. Dabei ist er sich auch nicht zu schade, selbst Anekdoten oder Erlebnisse zu berichten, die teilweise zum Schmunzeln sind, aber immer gut zum Thema passen. Auch spricht er den Leser direkt an, ein weiterer Pluspunkt. So spielt er auf Erfahrungen an, die die meisten wahrscheinlich schon gemacht haben, versucht aber, sie neu und anders zu erklären. Um das Ganze nochmal zu verdeutlichen, spielt er oft beispielsweise auf bekannte Filme an, oder zitiert auch andere Schriftsteller. Alles in allem finde ich, wir haben hier einfach eine sehr gute Mischung und ein sehr interessantes Buch mit vielen lohnenswerten Gedanken. Ich habe es sehr gerne gelesen und kann es auch nur weiterempfehlen!

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Liebe im Überfluss

Max Lucado
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Thomas Nelson, 06.06.2008
ISBN 9783865912954
Genre: Sachbücher

Rezension:

Max Lucado setzt sich in diesem Buch intensiv mit dem Bibeltext aus 1. Korinther 13 auseinander, den wir alle als das Hohelied der Liebe kennen. Dabei beschäftigt ihn vor allem die Frage, wie wir dieses in unserem Alltag anwenden können. Es geht darum unseren Nächsten zu lieben, doch auch uns selbst. Und wie gehen wir mit diesen hehren Anforderungen um, wo haben wir Ausreden parat und wo könnten wir relativ einfach etwas anders machen?

Max Lucado ist der Meinung, dass man Liebe durchaus lernen kann. Da geht es nicht um Vorschriften, Regeln und Verbote, die wir dafür einhalten müssen. Vielmehr geht es darum, einfach zu lieben – ohne groß nachzudenken, wie das gerade aussieht. Uns an Jesus zu orientieren. Und vor allem geht es auch um eines: Dass wir uns zuerst lieben lassen. Denn das ist der Punkt, an dem alles oft scheitert. Wir können keine Liebe weitergeben, wenn wir keine empfangen haben. Wenn wir aber erkennen, dass wir zuerst geliebt wurden, bleibt uns keine andere Möglichkeit, selbst auch Liebe zu schenken, dann wollen wir lieben.

Das Buch ist so aufgebaut, dass der Autor sich an besagter Bibelstelle entlanghangelt und dabei alle Eigenschaften, die laut dem biblischen Autor der Liebe zugeschrieben werden, genauer unter die Lupe nimmt. Dies ist mit Sicherheit eine wunderschöne Aufzählung, der nur leider kein Mensch gerecht wird. Auch der Autor selbst nimmt sich davon nicht aus, und das macht ihn sehr sympathisch. Er berichtet, oft mit einem Augenzwinkern, von Ereignissen, in denen er selbst vielleicht auf die eine oder andere Art an diesen Anforderungen gescheitert ist. Auch sonst ist der Schreibstil klar und locker, aber auch sehr direkt und ehrlich. Das Lesen macht somit auch Spaß und lässt den Leser nachdenklich zurück, und voller guter Vorsätze. Dieses Buch zählt auf jeden Fall zu den Büchern, die ich nicht zum letzten Mal aufgeschlagen habe. Ich fand es unglaublich ermutigend und würde auch euch dieses Erlebnis wünschen. Max Lucado mit seinem eindrücklichen Schreibstil geht hier wirklich ans Eingemachte, und es lohnt sich!

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Schöpfung und Fall

Dietrich Bonhoeffer , Peter Zimmerling
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 15.11.2016
ISBN 9783765509513
Genre: Sachbücher

Rezension:

Von Dietrich Bonhoeffer haben wahrscheinlich die meisten schon einmal gehört. Schon in jungen Jahren hat er sehr beeindruckende theologische Abhandlungen verfasst, von denen dies hier nur eine ist. Nachdem es zugegebenermaßen nicht ganz einfach war, mich in das Buch hineinzulesen, war ich doch gefesselt von der ungewohnten, faszinierenden Art, sich mit diesem Bibeltext auseinanderzusetzen. Drei Abschnitte, die wir meinen, zur Genüge zu kennen und durchleuchtet zu haben, und doch lässt Bonhoeffer mich mit dem Gefühl zurück, dass ich keinen Bibeltext jemals mehr als oberflächlich gelesen habe. Er zieht aus den bekannten Worten so viel mehr als das, was normalerweise darüber geschrieben oder geredet wird – und vor allem widerspricht er vielen vorschnellen Schlussfolgerungen, die oft getroffen werden, so aber gar nicht in der Bibel zu finden sind. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch heute sind seine Worte keineswegs angestaubt oder veraltet, sondern sie weisen immer noch auf etwas anderes, jenseits unseres Vorstellungsvermögens hin. Bonhoeffer belässt es aber nicht bei einfachen Erklärungen, sondern geht jedem Wort und jeder Formulierung auf den Grund, so dass ich seinen Ausführungen nur atemlos gefolgt bin. Er schafft es, einen gewissen Bezug herzustellen zwischen dem Bibeltext, seiner Aussage und unserem Leben heute. Wir merken: Das geht auch mich etwas an, das ist nicht etwa nur irgendwann passiert, sondern es hat konkret mit mir zu tun. Ein wahnsinnig weitreichender Text, der weit über normale Bibellektüre hinausreicht und unglaublich viel Stoff zum Nachdenken bietet. Seine Auslegungen haben eine solche inhaltliche Tiefe und weitreichende Konsequenzen für unser Verständnis der Bibel, dass es viel, viel mehr davon geben müsste. Hinzu kommt, dass dieses Buch wirklich auch für theologische Laien verständlich ist, es wimmelt weder von Fremdworten, noch gibt es auch nur eine einzige gelehrte Anmerkung. Trotzdem, oder gerade deshalb sind seine Worte sehr klar. Ich fand es ungemein inspirierend, diese Auslegungen zu lesen, und habe einen großen Respekt vor dem Mann, der das alles so deutlich zu Papier gebracht hat. Ein sehr beeindruckendes Leseerlebnis, von dem ich noch lange etwas haben werde und das ich auch euch nur empfehlen kann.

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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

islam, koran, christentum, kommunikation, bibel

Koran und Bibel: Die zwei größten Religionen im Vergleich

Thomas Schirrmacher
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 30.01.2017
ISBN 9783775157742
Genre: Sonstiges

Rezension:

In diesem Buch macht der Autor sich an den Versuch, die beiden heiligen Bücher der größten Weltreligionen zu vergleichen: Koran und Bibel. Was sind Gemeinsamkeiten und Unterschiede hinsichtlich der historischen Berichte, der Entstehungsgeschichte und des Gottesbildes? Wie können wir die Botschaft dieser beiden Bücher verstehen?


Für mich war dieses Buch leider nur ein Versuch, aber auch nicht mehr. Nach dem Titel und dem Klappentext hatte ich gehofft, vielleicht über beide Religionen etwas lernen zu können, und auch darüber, wie sie in unserer heutigen Zeit klug miteinander umgehen können. Doch es fehlten mir die tiefschürfenden Erkenntnisse. Für das gestellte Thema ist das Buch eindeutig nicht umfangreich genug, deshalb kratzt es allenfalls an der Oberfläche. Vieles von dem Geschriebenen erschien mir sehr pauschal. Ebenso kenne ich vieles, von dem hier behauptet wird, dass es nur auf den Umgang von Gläubigen mit dem Koran zutreffe, aber gewiss nicht auf die Bibel, sehr wohl auch aus christlichen Kreisen.

Zudem finde ich auch die Struktur des Buches nicht sehr gelungen. Jedes kleine Kapitel ist in drei Teile aufgeteilt: Eine Überschrift, meist in Form einer Frage, dann jeweils ein kursiver Text zu jedem der beiden Bücher, der in Kurzform behandelt worum es geht und anschließend der Hauptteil, das Ganze nochmal ausführlich. Oft jedoch verraten die Kapitelüberschriften schon den Kapitelinhalt, da sie sehr ausführlich sind. Im Text steht dann nur sehr wenig an Mehrinhalt, da viel wiederholt oder drumherumgeredet wird. Im Prinzip steht also alles dreimal da, man hätte sich von dem sowieso schon nicht dicken Buch ungefähr die Hälfte sparen können. Hinzu kommt noch, dass auch die Kapitel untereinander sich sehr ähneln. Nach einigen Kapiteln kommt außerdem nochmals eine Tabelle, die wiederum eine Zusammenfassung darstellt. Insgesamt, dafür dass der Autor schreibt, dass er wegen der Kürze des Buches vieles nicht mit aufgenommen hat, sehr enttäuschend. Ich hatte das Gefühl, ständig nur das Gleiche zu lesen, und das macht die Lektüre doch sehr ermüdend.


Im Prinzip behandelt der Autor hier ein durchaus sehr interessantes Thema, da er auch viele Probleme und populäre Fragestellungen angeht. Trotzdem hatte ich oft das Gefühl, dass die eigentlichen Fragen nicht angeschnitten werden, bzw. oft erschienen mir in den scheinbar klaren Widersprüchen doch Ähnlichkeiten zu bestehen. Nicht immer waren die Widersprüche auch Widersprüche. Einiges kann auch nicht verglichen werden, weil das Verständnis so völlig anders ist, ein Versuch kann daher nur missglücken. Zudem setzt der Autor viele Annahmen voraus, über die man durchaus streiten kann. Er proklamiert dabei sein Verständnis eines bestimmten Begriffes als allgemeingültig. Insgesamt hat mich auch sehr gestört, dass unterschwellig immer das Christentum als die bessere Religion dargestellt wird, obwohl im Vorwort steht, dass er explizit den Islam nicht abwerten möchte. Genau das tut er jedoch. Insgesamt kann ich nur sagen, dass ich sowohl sein wissenschaftliches als auch sein sachliches Herangehen an die Thematik kritisch sehe. Dieses Buch würde ich Interessierten keinesfalls empfehlen!

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

energie, beten, glaube, gebete, verlag: gerth medien

Schwerelos: Mit Leichtigkeit durchs Leben.

Déborah Rosenkranz
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.02.2017
ISBN 9783957342157
Genre: Sonstiges

Rezension:

Deborah Rosenkranz hat hier eine Art Andachtsbuch bereitgestellt, in welchem wir am Anfang jeder Woche einen Gedanken finden, der uns helfen soll, leichter und „schwereloser“ durch die Woche zu kommen. Dabei wird immer ein Grund genannt, warum wir dies tun sollten, den wir uns im Laufe der Woche immer wieder vor Augen halten können. Dazu beschreibt die Autorin in jedem Abschnitt eine kleine Episode aus ihrem Leben und verknüpft diese dann mit der „Lektion“, die sie daraus gelernt hat und mutmachenden Sprüchen.


Zunächst zum Äußeren des kleinen Büchleins: Das ist ziemlich hübsch gestaltet, mit einem Schmetterling, der seine Flügel ausgebreitet hat. Auch die Idee des Buches finde ich nicht schlecht und viele der Ideen hinter den einzelnen Abschnitten sind auf jeden Fall lohnenswert in unserem Alltag. Jedoch finde ich die Umsetzung ziemlich schwach, beziehungsweise nichtssagend. Ein Buch, das sich einreihen kann in viele Andachtsbücher und mindestens ebenso viele Ratgeber- und Mutmachbücher. Es wimmelt nur so von oberflächlichen Tipps und platten Sprüchen, die man endlos wiederholen könnte, die aber nicht besonders viel aussagen. Das klingt auch alles ganz schön, hat aber leider meiner Meinung nach wenig Inhalt. Dass die Autorin diese Episoden aus ihrem Leben erzählt ist natürlich keineswegs selbstverständlich, weil sie teilweise sehr intim sind. Dafür Hut ab! Dennoch ist die gesamte Mischung in diesem Buch nicht so richtig ausgewogen. Auch beispielsweise die Gebete am Schluss jedes Kapitels fand ich oft einfach nur störend. Ich bin der Meinung, solche vorgefertigten Gebete können für den Großteil der Leser nichts bedeuten, weil es nicht ihre Gebete sind. Und auch zum beten lernen sind sie denkbar ungeeignet. Auch hatte ich das Gefühl, dass hier ebenfalls „typische“ Sätze aneinander gereiht wurden. Alles in allem, auch wenn es sich nur um Vorschläge und Ideen handelt, finde ich das Gesamtbild nicht so stimmig. Mir persönlich konnte das Buch nicht besonders viel geben, wobei ich nicht bezweifeln möchte, dass es Leser gibt, bei denen das anders ist. Aber von meiner Sicht her kann ich diesem Buch leider keine so gute Bewertung geben. Dafür fehlte einfach das Besondere, Mitreißende daran.

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familie, irische einwanderer, lieben, alkoholsucht, freunde

Alles aus Gnade

Brennan Manning , John Blase
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 16.01.2017
ISBN 9783957341983
Genre: Biografien

Rezension:

Brennan Manning erzählt in diesem Buch seine Geschichte: Eine Geschichte voller Sünden und voller Gnade. Wie er zum Priesterseminar kam und sich zwischen dem Priesterleben und der Ehe entscheiden musste. Wie er immer wieder anfing zu trinken und sich versteckte und immer wieder von Gott gefunden wurde. Dies ist nicht nur ein Buch, in dem Brennan von der Gnade berichtet, die er immer wieder in seinem Leben empfangen hat. Es berührt auch den Leser mit eben dieser Gnade und lässt ihn in gewisser Weise daran teilhaben.


Es handelt sich hierbei um eine beeindruckend ehrliche und direkte Biographie, die nichts beschönigt oder versucht, alles zu erklären. Sie hält einfach an den unterschiedlichsten Stationen eines bewegten Lebens an und versucht, einen Menschen so zu zeigen, wie er sich im Laufe seines Lebens gezeigt hat: als notorischen Sünder, der nichtsdestotrotz die Hoffnung auf Gnade nie aufgegeben hat und diese Hoffnung nicht nur gepredigt, sondern auch selbst gelebt hat. Ich habe in dem Buch viele feine Nuancen des Zwischenmenschlichen gefunden, wenn immer wieder die Frage gestellt wird, wie viel wir Menschen eigentlich voneinander wissen können. Und auch die Frage nach dem Warum, der Begründung für unser Handeln, taucht auf. Wie können wir immer wieder sündigen, obwohl wir wirklich an Liebe und Gnade glauben? Die Antwort, die in diesem Buch gegeben wird, ist ebenso simpel wie erschöpfend: Das passiert eben. Nicht mehr und nicht weniger. Und dann heißt es, immer wieder aufstehen und weitermachen. Vielleicht ist deshalb Brennans Geschichte so wertvoll, weil er uns zeigt, wie so ein Aufstehen und Weitermachen, immer und immer wieder, funktionieren kann.


Fazit: Ein sehr ehrliches und authentisches Buch über einen Menschen, dessen Leben sich in vielen Dingen nicht groß von unserem unterscheiden wird. Vielleicht ein Hinweis, wie wir mit unserer eigenen Schwäche umgehen können, ohne ihr zu viel Raum zu geben. Dabei klar und eindrucksvoll geschrieben. Sehr empfehlenswert!


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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

geschichten, gedicht, obdachlos, illustrationen, sehnsucht

Die Rosen in Annas Garten

Rainer Haak , Sabine Waldmann-Brun
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei adeo, 16.01.2017
ISBN 9783863341343
Genre: Sonstiges

Rezension:

Anna ist stets fröhlich und weiß immer Rat, wenn man mit seinen Sorgen zu ihr kommt. Sie hat eine ganz besondere Ausstrahlung. Dabei versteht sie es, die Leute nicht vor den Kopf zu stoßen, sondern zu beruhigen und zu ermutigen.

Dies ist zunächst ein sehr hübsches kleines Büchlein. Es ist wunderschön aufgemacht mit einem himmelblauen Cover, und auch innendrin sind immer wieder schöne Bilder. So macht es wirklich den Eindruck eines Geschenkbüchleins, wozu auch die Geschichten ihren Teil beitragen. Sie können sehr gut unabhängig voneinander gelesen werden, da sie nichts miteinander zu tun haben. Auch sind sie relativ neutral gehalten, sodass die einzige Person, deren Namen wir erfahren, Anna ist. Alle anderen Personen begegnen ihr und verschwinden wieder, stellen ihr eine Frage, die auch der Leser sich vielleicht schon einmal gestellt hat. Es sind also „Allerweltsmenschen“ wie du und ich, mit denen sich zu identifizieren dem Leser daher leicht fällt. Die Sprache der kleinen Geschichten ist bewusst sehr einfach gehalten. Kurze Sätze und einfache Worte. Gerade das regt dazu an, genauer hinzuschauen, denn oft verbirgt sich eine Menge dahinter. Es wird viel mit Metaphern und Vergleichen gearbeitet, die der Leser sich selbst erschließen muss. Das, was Anna von sich gibt, hat jedoch immer Hand und Fuß und es verbergen sich viele wichtige Lektionen dahinter. Allerdings sind einige dieser Geschichten doch ziemlich banal und nichts Besonderes. Insgesamt jedoch versprüht dieses Buch einen besonderen Charme und sorgt insgesamt beim Lesen für eine Atmosphäre, die es dem Leser erlaubt, zu entspannen und nachzudenken. Daher ein sehr hübsches kleines Büchlein, gerade für Leser, die hübsche kleine Geschichten oder kluge Sprüche lieben. Dann ist es mit Sicherheit wesentlich netter als eins dieser vielen anderen Büchlein, die lediglich mit den immer gleichen Sprüchen aufwarten können.

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ängste, praktischer ratgeber, freundschaft mit sich selbst, selbstreflektion, fähigkeiten und talente erkennen

Freunde fürs Leben

Melanie Wolfers
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei adeo, 11.10.2016
ISBN 9783863341138
Genre: Sachbücher

Rezension:

Melanie Wolfers schreibt über die Kunst, mit sich selbst Freundschaft zu schließen. Wie oft beschimpfen wir uns selbst, können uns nicht verzeihen oder wollen unsere Grenzen nicht akzeptieren? Es sind Verhaltensweisen, die wohl die meisten kennen, welche für unser Leben oft niederdrückende oder schädliche Auswirkungen haben.

„Das Gute ist: Um mich mit mir selbst anzufreunden, brauche ich nur wenig. Eigentlich brauche ich nur mich selbst. Wo auch immer ich mich gerade befinde, genau dort kann ich anfangen!“

Ein Buch, was mich definitiv positiv überrascht hat. Melanie Wolfers schreibt mit sehr viel Tiefgang und zwischenmenschlichem Feingefühl. Gleichzeitig ist das, was sie schreibt, sehr angenehm zu lesen. Kein Buch, durch das man sich als Leser irgendwie nur durchquälen kann. Vielmehr voller praktischer Anregungen, bei denen mit Sicherheit jeder das eine oder andere Hilfreiche für das eigene Leben finden wird. Sie beschreibt eine Freundschaft mit sich selbst, die wirklich erstrebenswert ist. Dabei werden unterschiedliche Bereiche angesprochen, in denen allen die Auswirkungen einer solchen Freundschaft oder evtl. einer „Feindschaft“ deutlich zu spüren sind. Die Autorin gibt einen umfassenden Überblick darüber, wie facettenreich das Thema ist, ohne aber ins Banale abzudriften. Sie bleibt stets klar in ihrer Aussage und Struktur. Zur Sprache kommen beispielsweise unsere Gefühle, und wie wir gut mit ihnen umgehen können. Auch der weise Umgang mit Verletzungen und Grenzen wird angesprochen. Beim Lesen wird schnell klar, wie wichtig die ganze Thematik für das eigene Leben sein kann, auch wenn vielleicht nicht unbedingt auf den ersten Blick hier ein Defizit erkennbar ist. Daher mein Fazit: Ein sehr gutes, sehr wichtiges, sehr lohnenswertes Buch. Ich kann es nur allen weiterempfehlen. Das Lesen macht Spaß und nebenbei gibt es viele Anregungen und wertvolle Gedanken!


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26 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

glaube, liebe, vergangenheit, freundschaft, vergebung

Ein Brief für dich

Dorothea Morgenroth
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.02.2017
ISBN 9783957341907
Genre: Romane

Rezension:

Die alleinerziehende Esther fällt in ein Loch aus Verlorenheit und Hoffnungslosigkeit, als ihre jüngste Tochter auszieht. Sie weiß nicht, wie sie die langen Tage ausfüllen soll. Außerdem belasten sie immer mehr finanzielle Sorgen. Erst ein anonymer Brief schafft es, ihr wieder Mut zu machen.


Äußerlich sieht dieser Roman ganz nett aus, und auch der Inhalt ist genau das: ganz nett. Aber leider auch nicht mehr. Die Charaktere sind, auch abgesehen von den einfallslosen Namen, recht platt und bieten weder irgendwelche Überraschungen noch eine Entwicklung im Verlauf der Geschichte. Es fällt schwer, sich als Leser mit einem von ihnen auch nur ansatzweise zu identifizieren oder mitzufühlen, denn ihre Gefühle und Gedanken werden immer nur sehr distanziert und in banalen Worten beschrieben. Auch das, was die Personen in diesem Buch von sich geben, ist nicht überzeugend. Alles viel zu glattgeschliffen, als würde man irgendeinen Ratgeber vor sich liegen haben. Aber leider halt nicht so, wie Menschen im echten Leben reden, und das finde ich immer wichtig, gerade bei Romanen. Sehr schade.

Was die Handlung betrifft: Es ist schon relativ früh klar, wie alles zusammenhängt und worauf das Ganze hinausläuft. Also auch hier keine Überraschungen. Die Geschichte ist dabei ebenfalls ganz nett, aber auch nicht mehr. Da wirkt einiges doch genauso, als hätte eine ambitionierte Romanautorin sich das alles nur ausgedacht. Der Schreibstil ist allerdings nicht schlecht, flüssig und angenehm zu lesen. Auch die Aufteilung der Kapitel hat mir gefallen, sie werden jeweils von einem mutmachenden Spruch oder Vers eingeleitet. Zwischen den Kapiteln werden die einzelnen Abschnitte mit kleinen Büchern voneinander getrennt, auch das eine hübsche Idee.


Dennoch war ich insgesamt sehr enttäuscht von dem Buch und werde von der Autorin mit Sicherheit auch keine weiteren Bücher mehr lesen. Dazu fehlte einfach an allen Ecken zu viel. Für mich nur ein höchstens mittelklassiger Roman.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

vergangenheit, christlicher roman, liebe, briefe, familie

Jolas Briefe

Lisa Wingate , Silvia Lutz
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.01.2017
ISBN 9783868276299
Genre: Romane

Rezension:

Tandi Reese hat in ihrem Leben noch nicht besonders viel Schönes erlebt, deshalb möchte sie mit ihren beiden Kindern auf einer Insel im Atlantik nochmal von vorne anfangen. Doch sie hat Angst, dass ihre Vergangenheit, vor der sie geflohen ist, sie einholt. Dann entdeckt sie zufällig die Gebetsbriefe einer alten, gerade verstorbenen Frau, die ihr ganzes Leben dokumentieren. Fasziniert versinkt sie in einer Welt voller Hoffnung und Wärme und lässt langsam zu, dass auch sie selbst Heilung erfahren kann.

Ein wunderschönes Buch der Autorin Lisa Wingate, die es wirklich versteht, die Leser mitzureißen und gleichzeitig eine unglaublich berührende Geschichte zu schreiben. Die Protagonistin ist eine junge Frau, die hohe Mauern um ihr Inneres gebaut hat – zu oft wurde sie schon verletzt. Doch sie erfährt so viel Liebe, Anteilnahme und Zuwendung, dass die Mauer langsam zu bröckeln beginnt. Das ist in dem Buch sehr einfühlsam und vor allem authentisch beschrieben. Diese Briefe sind eine wunderbare Idee und handeln auf ihre Weise von einer zweiten Protagonstin, einer ebenfalls sehr sympathischen Frau, die ihr Leben lang Gott vertraut hat und seine Wunder überall in der Welt gesehen hat. Selbst in schlimmen Katastrophen konnte sie seine Gnade erkennen. Das ist eine Sichtweise bzw. Einstellung der Welt und dem Leben gegenüber, die ich sehr bewundere. Ihre segenbringenden Resultate werden ebenfalls in dem Buch beschrieben. Diese Briefe sind voller Weisheit und sehr poetisch geschrieben. So unterbrechen sie die Haupthandlung immer auf angenehme Weise. Der Leser ist gespannt, was nun wieder erzählt wird und findet mit Sicherheit auch für sich selbst die eine oder andere Weisheit, die vielleicht gerade passt. Die anderen Charaktere in dem Buch sind ebenfalls authentisch und passen gut in die Geschichte. Die Rollen sind zwar immer recht klar verteilt, aber es ergeben sich trotzdem immer wieder auch unvorhergesehene Spannungen.

Das Schöne an diesem Buch ist vor allem auch die unglaublich positive Einstellung dem Leben gegenüber, die auch auf den Leser ein wenig überspringt. Da gibt es so viel Gnade in unserem Leben! Auch der Schreibstil der Autorin ist warmherzig und gut zu lesen. Alles in allem ein rundum gelungener Roman, den ich absolut nur weiterempfehlen kann!

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

liebe, gott, familie, umwege, nachfolge jesu

Nach Hause geliebt

Chrissy Cymbala Toledo
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.02.2017
ISBN 9783957341921
Genre: Biografien

Rezension:

Chrissy wächst in einem behüteten Elternhaus auf, ihr Vater ist Pastor. Sie macht viele positive Erfahrungen mit dem Glauben, bis sie sich in jemanden verliebt, der ihr Leben völlig aus den gewohnten Bahnen wirft. Die Beziehung ist sehr schwierig, doch sie kommt nicht von ihm los und wird schwanger. Es ist ein langer Weg, bis sie wieder zurück zu Gott findet.

Ein sehr spannendes autobiografisches Buch, das unter die Haut geht. Chrissy erzählt aus ihrer Kindheit, dem bedingungslosen Vertrauen, das sie ihrem Vater entgegenbringt. Doch all die Liebe und Geborgenheit, die sie erfährt, verhindern nicht, dass sie sich nicht gut genug findet. Ihr Aussehen wird zu einer Obsession und diese vergiftet ihr ganzes Leben. Viel mehr will ich von der Geschichte nicht verraten, aber es ist sehr, sehr spannend. Außerdem unglaublich authentisch und offen, wie wir hier Chrissys Weg verfolgen dürfen. Sie gibt Irrtümer und Fehler ehrlich zu, ohne etwas zu beschönigen. Das Buch ist sehr lebendig geschrieben, sodass ich von Anfang an gerne weitergelesen habe. An vielen Stellen möchte man das kleine Mädchen und die junge Frau in dem Buch in die Arme schließen, so herzerwärmend traurig ist ihre Geschichte. Es ist eine Geschichte von Gefühlen, die wahrscheinlich die meisten weiblichen Leser kennen, wenn auch vielleicht nicht in diesem Ausmaß. Aber Chrissy beschreibt sehr gut, wie es ist, in einer Gesellschaft zu leben, in der alle ständig nach ihrem Äußeren beurteilt werden und in der das Gefühl, nicht zu genügen, allgegenwärtig ist. Trotz aller Liebe in ihrem Leben ist es auch ein sehr enges Umfeld, in dem Chrissy aufwächst, sodass ihre Sehnsucht nach der Welt da draußen vielleicht gar nicht so unverständlich ist. Einziger kleiner Kritikpunkt: Der Text auf der Rückseite ist doch etwas irreführend und teilweise auch einfach falsch. Das ist ein bisschen schade, tut allem übrigen aber keinen Abbruch.

Fazit: Ein Buch, welches von einer mutigen Frau erzählt, die trotz allem kämpft und nicht aufgibt. Spannend wie jede gute Geschichte, aber auch berührend und traurig. Kann ich nur weiterempfehlen!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

beziehungen, stachelschwein-dilemma, alltag, verlag: gerth, lebenshilfe

Jeder ist normal, bis du ihn kennenlernst: Wie zwischenmenschliche Beziehungen gelingen.

John Ortberg
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 27.02.2017
ISBN 9783957341976
Genre: Sonstiges

Rezension:

Wir Menschen sind auf Gemeinschaft und Beziehungen ausgerichtet. Dennoch fahren wir anderen Menschen gegenüber immer wieder unsere Stacheln aus, welche gelungene Beziehungen erschweren. Welche anderen Möglichkeiten gibt es, sich gegenseitig zu achten?

Bei diesem Buch war ich zunächst skeptisch, schließlich klingt es wie eines der typischen Ratgeberbücher. Jedoch kannte ich schon ein anderes Buch von dem Autor, welches ich sehr gelungen fand, daher habe ich mich auf das Buch eingelassen und wurde positiv überrascht. Zunächst einmal schreibt John Ortberg sehr gut, klar und auf den Punkt, dabei aber auch sehr einfühlsam und humorvoll. Er macht es dem Leser wirklich leicht, in das Buch einzutauchen. Aber auch abgesehen von dem wirklich tollen Schreibstil ist der Inhalt des Buches längst nicht so langweilig und überflüssig, wie die Beschreibung vielleicht erwarten lässt. Im Gegenteil gelingt es dem Autor, viele neue Aspekte aufzuwerfen oder alte miteinander in Beziehung zu setzen. Er benutzt die Metapher des Stachelschweins, jedoch auch nicht übermäßig. Vor allem geht es um die grundlegenden Bausteine in einer funktionierenden Beziehung: Achtung, Vertrauen, Annahme, Empathie usw. All diese Themen beleuchtet John Ortberg aus verschiedenen Perspektiven und nie nur einseitig. Außerdem gelingt es ihm hervorragend, sie mit christlichem Gedankengut und Vorstellungen zusammenzubringen. Er geht nicht blauäugig an das Thema heran, sondern bleibt durchaus auch kritisch, betont aber immer wieder den bleibenden Wert gewisser Denkweisen. Ich konnte ihm eigentlich immer nur zustimmen.

Fazit: Ein sehr wertvolles Buch, aus dem ich viel gezogen habe. Dazu leicht und locker geschrieben, aber inhaltlich von erstaunlicher Tiefe.

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18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

amerika, liebe, niederlande, auswanderung, glaube

Töchter der Küste

Lynn Austin , Dorothee Dziewas
Fester Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Francke-Buchhandlung, 01.12.2016
ISBN 9783868276251
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dieses Buch spielt in zwei Welten. Da ist zum einen das Leben von Geesje, die mit ihrer Familie zusammen nach Amerika auswandert. Jedoch lässt sie den Mann, den sie liebt, in den Niederlanden zurück. Es folgen viele Krisen und schwere Entscheidungen, bis sie sich 50 Jahre später entschließt, ihre Erinnerungen aufzuschreiben. Gleichzeitig lernen wir Anna kennen, deren Leben auf geheimnisvolle Weise mit dem von Geesje verbunden ist.

Für mich das erste Buch dieser doch recht bekannten Autorin, und es hat mich wirklich überzeugt. Sie schreibt warmherzig und einfühlsam und hat dabei auch keine platte und oberflächliche Geschichte geschaffen. Vielmehr ein Auf und Ab der Gefühle mit vielen überraschenden Wendungen. Besonders spannend sind die Schilderungen von Geesje, die immer wieder zwischendurch weitergeführt werden. Dabei geht es um Glaube und Heimat, und vor allem um eines: Liebe. Es fällt ihr unendlich schwer, den Geliebten zurückzulassen. Im weiteren Verlauf der Geschichte zweifelt sie immer mehr an Gott, glaubt aber auch immer weiter an ihn. Daher für mich eine sehr ermutigende und schöne Geschichte, in der auch Zweifel am Glauben ihren Raum haben. Geesje kann uns viel beibringen, glaube ich. Sie ist zu einigen Wahrheiten gelangt, die sich einfach anhören, aber schwer erkämpft sind.

Aber auch die Teile, die von der jungen Anna erzählen, sind spannend und gut geschrieben. Es geht auch hier um die Liebe, und um Identität und Selbstfindung. Ganz nebenbei erfahren wir auch viele Einzelheiten, die damals das Leben bestimmten, ungeschriebene Regeln und Gesetze. Es sind sehr sympathische Charaktere, die um diese Regeln wissen, aber sich dagegen zur Wehr setzen.

Ein bisschen schade fand ich das Ende, welches nicht sehr befriedigend ist. Viele Stränge der Handlung bleiben irgendwie offen oder werden nur unbefriedigend beendet. Trotzdem ein schöner Roman, der auf jeden Fall eine Lesereise wert ist.

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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

wendepunkt, (neu-)anfang, familie, schmerz, gefühle

was es ist

Julia Willmann
Fester Einband: 230 Seiten
Erschienen bei Fontis – Brunnen Basel, 07.02.2017
ISBN 9783038481065
Genre: Romane

Rezension:

In Violas Leben geht es vor allem um eines: Kontrolle. Sie führt ein ziemlich einsames Leben. Aber dann fällt ihre Mutter ins Koma und nun kann sie sich nicht länger aus allem raushalten.

Dies ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Buch. Ich finde es gelungen, kann aber auch bisher geäußerte Kritik nachvollziehen. Der Schreibstil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig und fordert den Leser heraus, zwischen den Zeilen zu lesen. Teilweise sind die Sätze sehr kurz und abgehackt, was dem Ganzen eine gewisse Härte verleiht. Trotzdem ist das Buch auch sehr feinfühlig und tiefgründig. Aber es sind eher leise Töne, die mehr indirekt anklingen. An manchen Stellen sind diese knappen Sätze auch genau richtig und viel treffender als umständliche.

Es kann auch sein, dass ich Teile der Geschichte nicht verstanden habe, weil außerdem Gegenwart mit Vergangenheit gemischt wird, aber beides immer nur bruchstückhaft. Erst nach und nach ergibt sich überhaupt ein Bild. Aber es ist eine tragische und sehr traurige Geschichte, die zum Vorschein kommt. Deshalb ist die Atmosphäre im Buch auch ein wenig bedrückend. Nichtsdestotrotz muss ich noch einmal betonen, dass ich das Buch gut finde. Es thematisiert Einsamkeit und vieles andere, ohne die traurigen und negativen Seiten zu verschweigen oder schönzureden. Das ist etwas sehr Wertvolles. Viola als Protagonistin bleibt ein wenig verschwommen, sie ist nicht leicht zu durchschauen. Es wird eher distanziert geschildert, was passiert. Vielleicht ist das so, weil Teile der Geschichte fehlen. Viel wird angedeutet, aber nicht weiter ausgeführt. Das ist natürlich auch ungewohnt, aber nicht schlecht. Gerade in den Andeutungen kann man so viel herauslesen. Auch der Titel ist sehr poetisch und schön.

Fazit: Ein sehr sanftes und ruhiges Buch, das man nicht einfach so zwischendurch lesen kann. Man sollte es auf keinen Fall zur Seite legen, nur weil der Einstieg ungewohnt ist. Es lohnt sich!


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13 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

iran, familie, muslimin, perser, christentum

Liebe statt Furcht

Flor Namdar
E-Buch Text
Erschienen bei Gerth Medien, 16.01.2017
ISBN 9783961222414
Genre: Biografien

Rezension:

Flor Namdar verbringt ihre Kindheit und Jugend in ihrer Heimat, dem Iran. Dort erlebt sie als Tochter eines persischen Schiiten und einer kurdischen Sunnitin zunächst nichts von den weitreichenden Spannungen, die ihr Land zerrütten. Doch dann bricht die Islamische Revolution aus und Flor verliert ihre vorher privilegierte gesellschaftliche Stellung. Von nun an bestimmen Hoffnungslosigkeit und Angst ihr Leben. Nach einer unglücklichen Ehe beschließt sie, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Doch sie überlebt und lernt Jesus kennen. Dies verändert ihr Leben grundlegend und macht aus der depressiven, verzweifelten jungen Frau eine mutige Kämpferin, die sich für andere einsetzt.


Dieses Buch hat großen Spaß beim Lesen gemacht. Nicht nur dass die Geschichte hochaktuell und spannend ist, auch die Sprache ist sehr schön, klar und geht unter die Haut. Flor Namdar hat mir sehr imponiert. Sie erzählt aus ihrem ereignisreichen Leben und geht dabei auch ausführlich auf die Vorgeschichte und die zeitgeschichtlichen Umstände ein, unter denen sie aufwächst. Daher bietet dieses Buch auch einen hochinteressanten Einblick in das Leben im Iran vor und nach der Islamischen Revolution und die weitreichenden Veränderungen, die diese mit sich gebracht hat. Ein wichtiges Thema, das die meisten von uns wahrscheinlich eher mit ihrem gesunden Halbwissen in Verbindung bringen können anstatt mit wirklich fundierten Vorstellungen. Es ist ein völlig anderes Leben, das Flor geführt hat. Viele Einzelheiten zeichnen ein Bild dieses Landes, in dem Flor eine wirklich glückliche Kindheit verbracht hat. Ihr Bericht zeigt auch klar, dass nicht alle muslimischen Frauen unterwürfig sind und unterdrückt werden. Nicht nur Flor selbst ist eine starke Frau, auch der Rest ihrer Familie entspricht keineswegs dem typischen Bild, das wir uns von Muslimen im Allgemeinen machen.


Flor Namdar schreibt sehr ehrlich und offen über viele Ereignisse aus ihrem Leben. Dabei wirkt sie durchgehend authentisch. Sehr schön ist die Wirkung ihrer Begegnung mit Jesus und der Bibel beschrieben. Da ist nichts übertrieben Mysthisches oder Achtung Heischendes, einfach der Bericht einer Frau, die ihre Erfahrungen mit anderen Menschen teilen möchte. Nicht ganz so ausführlich wie die Zeit im Iran wird ihr Leben hier in Deutschland beschrieben. Dennoch nicht weniger spannend beschreibt sie ihren langen Weg, der viele Jahre lang eine mühsame Arbeit ohne viel sichtbare Ergebnisse von ihr fordert. Doch dann findet sie eine erfüllende Aufgabe als Pastorin einer kleinen wachsenden persischen Gemeinde. Flor musste sich vieles erkämpfen und hat viele Jahre lang auch gelitten, sie sah kein Licht am Ende des Tunnels. Dennoch ist sie zu einer beeindruckenden Frau geworden, die durch dieses Zeugnis mit Sicherheit einige Menschen erreichen wird.


Fazit: Ein wahnsinnig spannendes und hochinteressantes Buch über eine starke Frau. Ich kann es wirklich nur weiter empfehlen!

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