Trinexx

Trinexxs Bibliothek

9 Bücher, 7 Rezensionen

Zu Trinexxs Profil
Filtern nach
9 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(79)

165 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 5 Rezensionen

amnesie, spionage, roman, usa, thriller

Das zweite Gedächtnis

Ken Follett , Till R. Lohmeyer , Christel Rost
Flexibler Einband: 447 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 07.04.2012
ISBN 9783404270811
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(59)

91 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

liebe, hamburg, suizid, selbstmord, beziehung

Wenn die Nacht am stillsten ist

Arezu Weitholz
Buch: 160 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, A, 05.09.2012
ISBN 9783888977756
Genre: Romane

Rezension:

Der erste Teil der Geschichte besteht aus einem Monolog.
Anna wacht bei Ludwig, der mit Tabletten einen Selbstmordversuch unternommen hat. Sie ruft keinen Notarzt. Warum? Vielleicht deshalb: Zitat: Wenn einer sterben will, haben Außenstehende nicht über ihn zu befinden.
Am Morgen, beim Frühstück, hat Ludwig die Beziehung beendet, ganz lapidar.
Dabei war Anna perfekt für ihn. Sie müllte ihn nicht mit persönlichen Geschichten zu, verschonte ihn mit Gefühlen und Gefühlsausbrüchen. Sie passte sich an, stellte sich selbst zurück, um Ludwigs Ansprüchen zu genügen. Sie hat sich aus Liebe zu ihm selbst verleugnet.

Doch jetzt, wo Ludwig außer Gefecht ist, kann sie ihm aus ihrem Leben erzählen, was er in den vergangenen acht Monaten nicht hatte hören wollen. Von Opfern und Verlierern, von Leidenschaft, Trauer und Ohnmacht, von echten Menschen mit echten Gefühlen.

Im zweiten Teil wechselt die Perspektive zum personalen Erzähler.
Es geht um die Geschehnisse am Tag davor. Von Annas Besuch bei ihrer unheilbar depressiven Mutter im Altenheim, vom Kennenlernen zwischen Anna und Ludwig und weiteren Details aus ihrem Leben.
Sie arbeiten beide als Journalisten für ein Gesellschaftsmagazin.
Ludwig ist sehr erfolgreich in seiner Branche, einer Clique selbstverliebter, oberflächlicher Menschen, die über dem gemeinen Volk zu stehen glauben. Er schreibt erfolgreich Bücher, aber sein neuestes wird verrissen.
Anna ist noch relativ neu dabei, Ludwig zeigt ihr einmal, wie sie ihre Interviews „frisieren“ kann, damit sie interessanter zu lesen sind und sich besser verkaufen. Das tun ohnehin alle, auch Julius, Ludwigs bester Freund, mit dem er Machtkämpfe auszufechten hat. Um im Notfall einmal etwas gegen Julius in der Hand zu haben, schläft Ludwig mit Julius Freundin Tina. Doch die beichtet Julius schließlich die Geschichte, und Julius rächt sich, indem er die Sache mit den gefakten Storys aufliegen lässt.
Hat das den Ausschlag für Ludwigs Selbstmordversuch gegeben?
Er, der sagte, für so etwas gäbe es Anwälte und ein Jahr später wäre er wieder da, in einer besseren Position, mit noch besserem Gehalt?

Die Beziehung zwischen Anna und Ludwig bleibt geheim. Um Anna zu schützen, wie Ludwig meint. Es ist wie ein Spiel in einer Scheinwelt. Echtes Leben, ein Miteinander ist es nicht. Begierde, Liebe? Nicht zu spüren. Warum sie ausgerechnet an einem wie Ludwig hängen geblieben ist? Er ist sehr selbstsicher, er fühlt sich allem überlegen, unverwundbar – solche Typen mag sie eben.
Von Ludwig habe ich bis zum Schluss nur ein ungenaues Bild im Kopf. Sein Charakter bleibt unnahbar, steril.

Man erfährt in Rückblenden viel über Annas Leben. Ein buntes, bewegtes und auch tragisches Leben bis dahin. Sie hat Drogenerfahrung, ist weit gereist, lebte zeitweise in Afrika als DJ, ist Musikjournalistin, sie saß sogar eine Nacht im Knast.
Sie fühlt sich nirgends richtig wohl und eigentlich immer fehl am Platz. Es begann vielleicht mit dem Tag, als ihr Vater sich erhängte.
Der Besuch bei Annas Mutter im Altenheim St. Annen ist lebendig, authentisch und originell erzählt. Nahegehend, ohne Rührseligkeit. Das hat mir besser gefallen, als die etwas undurchschaubare Geschichte zwischen Anna und Ludwig.

Vom Ende war ich dann allerdings enttäuscht. Sehr offen. Aber wie hätte es auch sonst enden können?
Will die Geschichte dem Leser etwas sagen?
Vielleicht nur soviel:
Die Liebe ist, was sie ist. Das Leben ist, wie es ist.
Facettenreich, nicht planbar.
Die Frage nach dem „Warum“ erübrigt sich, weil es manchmal eben kein "Darum" gibt.

Ich mochte das Buch, es ist tiefgründig mit geschmeidiger Erzählsprache. (Wahrscheinlich muss man es ein paar Mal lesen, zu viel schlüpft einem beim ersten Mal durch.)
Schöne fließende Sätze, ein bisschen Poesie, originelle, unverbrauchte Metaphern.
Ich mochte auch die kleinen eingestreuten Geschichten, die oft auch witzigen Begebenheiten und Beschreibungen. Schade, dass es nur 222 Seiten waren. Es steckt so viel drin, dass es in dieser Kürze gedrängt wirkt. Ich hätte gerne noch ein paar Hundert Seiten gelesen und die wichtigsten Geschehnisse näher beleuchtet gesehen.

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(126)

225 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

indien, adoption, amerika, familie, armut

Geheime Tochter

Shilpi Somaya Gowda , Ulrike Wasel , Klaus Timmermann
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 16.08.2012
ISBN 9783462044454
Genre: Romane

Rezension:

Schreibstil und Sprache sind einfach.
Das Thema: Geschlechterselektierung in Indien und Auslandsadoption.
Obwohl ich das Buch gerne gelesen habe und stellenweise auch sehr berührt war, habe ich mehr Kritikpunkte als Positives zu schreiben.

Kavita, eine junge, indische Bäuerin, bringt in der Geburtshütte ihres Dorfes ihr erstes Kind zur Welt. Ein Mädchen. Ihr Mann reißt es ihr enttäuscht und zornig aus den Armen und lässt es von einem Cousin „entsorgen.“ Bei ihrer nächsten Entbindung (wieder ein Mädchen), kämpft Kavita darum, das Kind zunächst zu behalten. Die schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse und gesellschaftliche Dogmen zwingen sie dazu, ihr Kind nach wenigen Tagen ins weit entfernte Waisenhaus zu bringen. Wenigstens soll dieses Mädchen leben.
Zur gleichen Zeit erleidet in Amerika die Kinderärztin Somer eine weitere Fehlgeburt. Sie fühlt sich unvollständig und sehnt sich nach Mutterschaft. Ihr Mann, Krishnan, Inder, Neurochirurg, der in Amerika studiert hat, schlägt vor, ein Kind aus Indien zu adoptieren.
Anfangs sträubt sich Somer, freundet sich aber schnell mit dem Gedanken an.
Kavita in Indien bekommt noch ein Kind. Endlich den ersehnten Sohn (Vijay). Nun gilt sie etwas, wird beschenkt und verwöhnt. Aber den Schmerz um ihre zweite Tochter, der sie einen Namen und einen Silberreif mitgegeben hat, kann sie nicht verwinden.

Somer fliegt mit Krishnan in dessen Heimatstadt, um ihre Adoptivtochter abzuholen.
In Indien fühlt sich Somer nicht wohl (Lärm, Gerüche, viel Familie - was hat sie erwartet?), obgleich ihr nichts Böses getan wird.

Soweit klingt das ziemlich spannend und bewegend. Mehr wird auch nicht verraten.
Mir gefiel das Hin- und Hergleiten zwischen den beiden Extremen, nachher hat es mich genervt, weil die jeweiligen Abschnitte arg kurz sind (nur wenige Seiten). Kaum hatte ich mich eingelesen und eingefühlt, musste ich schon die Perspektive wechseln. Richtig darin zu versinken, war nicht möglich. Längere, zusammengefasste Teile hätten dem Buch gut getan.

Die ersten beiden Kapitel fand ich noch interessant. Besonders der Teil, der in Indien spielt, ist lebendig und plastisch geschildert. Die Spannung aufrecht erhielt der Gedanke an eine Begegnung zwischen Asha und ihren leiblichen Eltern.
Dagegen wirken die Abschnitte in Amerika leblos und unmotiviert.
Mit Somer und Krishnan, Ashas Adoptiveltern konnte ich nicht viel anfangen. Die Fähigkeit, Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten (beide Ärzte), spreche ich ihnen zu. Dabei wirken sie blass, nicht in der Lage, miteinander zu kommunizieren.
Somers naive, verkrampfte, frustrierte und schweigsame Art kann ich nicht nachvollziehen. Sie fühlt sich ausgestoßen. Wie es dazu kam, bleibt im Dunkeln.
Auch wenn Asha mehr ein Papakind ist, fehlt mir Ashas Motivation, ihre Mutter dermaßen abzulehnen. Somer hat alles getan, war eine gute Mutter, hat ihr berufliches Vorwärtskommen eingebüßt. Ich möchte Somer in ihrer sanften Duldsamkeit am liebsten schütteln. Die Frau kriegt die Zähne nicht auseinander, und kann Mann und Tochter nicht vermitteln, wie sie sich fühlt.
Ist aber auch kein Wunder, in der Geschichte passiert ein großer Zeitsprung. Die Kinder (Asha und Vijay) lernt man erst kennen, als sie bereits Teenager sind. (Naja, Vijay ist eher ein Durchgangscharakter.) Da fehlt dem Leser ein großer Teil der Entwicklungsgeschichte.

In Indien geht mir Ashas (erfolgreiche) Suche nach ihren leiblichen Eltern zu schnell und zu glatt. Etwas, das nahezu unmöglich erscheint, gelingt ihr innerhalb einiger Tage, ohne Hürden und nennenswerte Misserfolge? Gleich die dritte Familie der Treffer (sie hat nur drei in die engere Wahl genommen, wie und warum, erfährt man nicht). Tja, die Zahl drei – wie im Märchen. (Wie viele Millionen Menschen leben in dieser Stadt?)
Als Asha dann erfährt, dass die Familie einen Sohn hat, reagiert sie mit ungläubigem Entsetzen. Da habe ich mich richtig geärgert. So blauäugig und naiv kann sie gar nicht sein. Das ist mir zu unglaubwürdig.
Asha ist angehende Journalistin. Sie hat sich vor etlichen Monaten bei der Times um einen Praktikumsplatz in Indien für ihr Projekt über Kinderarmut beworben. Sie hat eine Mappe mit Hintergrundreportagen, weiß von der mengenmäßigen Geschlechterverschiebung. Sie ist Inderin, ihr Vater ist gebildeter Inder, sie lebt zu diesem Zeitpunkt in Indien bei der großen Familie ihres Vaters. Da ist ihr, mit diesem Hintergrund, nicht bekannt, aus welchen Gründen Kinder (insbesondere Mädchen) im Waisenhaus abgegeben werden? Ein Blick ins Internet hätte auch genügt.
Naja, wer erstmals in Indien mit 20 Jahren erfährt, dass man Körperhaare entfernen lassen kann, was vorher wohl in San Francisco ein Problem war…

Und auch in Indien gibt es unmotivierte, ins Leere laufende Ankündigungen. Bspw. fragt Ashas Adoptivvater, ob sie mit ihrem Großvater (auch Arzt) schon im Krankenhaus war. Später fragt er das noch einmal. Aber es trat nie ein, und ist auch kein Thema für Asha gewesen. (Warum taucht es dann im Buch auf?)
Der Großvater kommt in der Geschichte, bis auf einen winzigen Teil, nur vor, als er tot ist. Und diese Begebenheit bewegt mich nur wenig. Der Mann trat nie wirklich in Erscheinung. Mit Asha hat er kein einziges Wort gesprochen. Mit seinem ältesten Sohn, Ashas Adoptivvater Krishnan, der nach langen Jahren wieder einmal zu Hause ist, übrigens auch nicht. Ich weiß überhaupt nicht, warum der in der Geschichte vorkommt.
Umso plastischer, herzlich und fortschrittlich im Denken ist Dadima. Die hat mir gefallen.

Das Ende hat meine Erwartungen nicht wirklich erfüllt. Zwar versöhnlich, dennoch bleiben Fragen offen.
Insgesamt habe ich das Gefühl, das Buch hätte gut und gerne noch hundert Seiten vertragen, um tiefer eintauchen zu können. Ich hätte mir Charaktere mit Ecken und Kanten gewünscht, die begründet sind.
Und die Moral von der Geschichte: Seht her, einen Jungen zu bekommen, bedeutet nicht automatisch, Glück zu haben. Auch ein Mädchen kann alles erreichen und erfolgreich sein.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(35)

60 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

teheran, iran, familie, ostfriesland, jugend

Hinter dem Mond

Wäis Kiani
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 16.08.2012
ISBN 9783455403831
Genre: Romane

Rezension:

Das Buch liest sich gut, lebendig, detailreich und auch spannend. Ich hatte es schnell durch. Die Sprache ist einfach, der Plot interessant.
(Gäbe es halbe Punkte zu vergeben, hätte ich noch einen draufgepackt.)
Es ist aus Lillys Sicht geschrieben, obwohl ich an einigen Stellen merke, dass es eher die Rückerinnerung einer Erwachsenen ist.

In einem ostfriesischen Dorf wächst Lilly frei und unbeschwert auf. Sie kennt keine Verbote, Einschränkungen und Konsequenzen.
Puh – Aber Lilly ist schon ein ziemlich unsympathisches, selbstsüchtiges, verwöhntes, altkluges und gewaltbereites Kind. Aber vielleicht ist das der Preis, den sie bei mangelnder Liebe, ungenügender Aufmerksamkeit und fehlender Wertevermittlung durch die Eltern zu zahlen hat.

Die Familie ist privilegiert, reich. In Persien, zu Zeiten der Pahlewis, herrscht ein westlich geprägter Wind, in dessen Genuss vor allem die Wohlhabenden kommen. Und plötzlich soll sich die wilde Lilly in einem Land, dessen Kultur ihr fremd ist, zu einem braven, angepassten Kind entwickeln. Lilly beobachtet und träumt lieber, und schafft sich in Gedanken eine Traumwelt - und bleibt unangepasst.
Sie ist meist alleine, aber sie liest viel und lernt aus den Geschichten viel über sich selbst.
Lilly träumt weiter von Schönheit, Reichtum und Glamour.
Irgendwie hat die Familie nichts anderes im Kopf als Geld und Luxus, und niemand in Lillys Umgebung interessiert sich anscheinend groß für Kinder.

Nach dem ersten Kapitel ging mir Lillys arrogante, egoistische und rotzige Art ziemlich auf die Nerven und die ihrer Eltern auch. Man lechzt geradezu nach ein bisschen Gefühl.
(Und es dauert, bis zumindest bei Lilly eine Wandlung zu erkennen ist)
Die Kälte der Protagonisten (Lilly, Mutter, Vater) lässt mich bei den (durchaus) witzigen Stellen nur verhalten schmunzeln.
Anfangs fand ich die Tante Mahin recht originell, weil sie sich immer aberwitzig für Lilly opfern wollte. Leider taucht die später nicht mehr auf. Wie auch die Großeltern nicht, in deren Haus die Familie immerhin lebt. Wenn, dann ist es episodenhaft erzählt.
(Ich frage mich, warum Lillys Eltern überhaupt in den Iran zurückgegangen sind? Sie pflegen keine großen familiären Kontakte).

Der Schah und seine Familie verlassen das Land. Chomeini kehrt nach 20 Jahren im Exil zurück. Lillys gewohnte Freiheit wird extrem eingeschränkt.
Wie es weitergeht, möchte ich nicht verraten.
Nur so viel noch: Das Ende ging mir zu schnell. Da hätte ich gerne noch ein bisschen mehr erfahren.

Ich hatte mich darauf gefreut, ein von einer „Einheimischen“ verfasstes, freches, ehrliches Buch zu lesen. Ehrlich ist es wohl, auch frech, aber ein Buch, das mich nach dem Lesen noch weiter bewegt und berührt, ist es nicht.
Dazu fehlt mir bei den Charakteren die Tiefe, Vielschichtigkeit, Reflexion.

  (8)
Tags: chomeini, iran, mädchen, persien, schah, teenager   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(143)

311 Bibliotheken, 7 Leser, 5 Gruppen, 10 Rezensionen

irland, armut, kindheit, limerick, familie

Die Asche meiner Mutter

Frank McCourt , Harry Rowohlt
Flexibler Einband: 762 Seiten
Erschienen bei btb, 19.04.2010
ISBN 9783442741007
Genre: Romane

Rezension:

Eines meiner Lieblingsbücher. (Schade, dass Frank McCourt erst so spät zu Schreiben begonnen hatte, von ihm hätte ich gerne noch viel mehr gelesen).

Trotz der fürchterlichen Lebensumstände in der damaligen Zeit schreibt Frank McCourt seine Autobiografie mit einem Augenzwinkern, schelmisch. Leid und Lachen liegen nahe beieinander. Als Leser ist man ganz dicht dabei, nichts wird beschönigt, nichts weggelassen.
Der Schreibstil empfand ich anfangs gewöhnungsbedürftig, aber wohltuend anders. Hinterher kamen mir "normal geschriebene" Bücher fast langweilig vor.

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(629)

1.100 Bibliotheken, 12 Leser, 3 Gruppen, 59 Rezensionen

australien, cornwall, liebe, england, familie

Der verborgene Garten

Kate Morton , Charlotte Breuer , Norbert Möllemann
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Diana, 06.04.2010
ISBN 9783453354760
Genre: Romane

Rezension:

Ich empfinde das Buch als langweilig, kitschig und oberflächlich.
Flache, blutleere Charaktere, denen die Autorin versucht, Leben einzuhauchen.
Die Handlung ist häufig mit „Deus ex machina“ so hingebogen, dass ich nur den Kopf schütteln konnte.
Den Schreibstil empfinde ich banal und klischeehaft. Tausendfach gelesene Redewendungen.
...pochte ihr Herz, …seufzte sie, …geweitete Augen (gefühlte tausend Mal), …schürzte die Lippen, …hob die Augenbrauen ... Gähn.

Schade drum. Denn allein Nells Überfahrt mit dem Schiff hätte eine spannende Episode sein können, eine Fülle an Eindrücken, die man riechen, schmecken, sehen, hören und fühlen kann.

Von Bestseller-Aufklebern und Presse-Rezensionen werde ich mich nie wieder beeindrucken lassen!

Einen Stern vergebe ich, weil das Cover recht schön ist.

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(57)

133 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 11 Rezensionen

flucht, holzfäller, john irving, irving, amerika

Letzte Nacht in Twisted River

John Irving , Hans M. Herzog , Verlags-ID
Flexibler Einband: 732 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 24.01.2012
ISBN 9783257240993
Genre: Romane

Rezension:

Mit dem Buch habe ich mich schwer getan, obwohl John Irving zu meinen Lieblingsschriftstellern gehört. Ich habe sieben Monate gebraucht, um es zu Ende zu lesen.

Das Buch und seine Charaktere haben mich einfach nicht gepackt, zu flach und eindimensional. Sporadisch (und sportlich) habe ich es zur Hand genommen und weitergelesen. Es konnte doch nicht sein, dass mich ein Irving so dermaßen langweilt. Erst ab ca. Seite 400 hatte ich das Gefühl „drin“ zu sein und bis zum Ende durchlesen zu können. Die einzigen Charaktere, die mir in Erinnerung bleiben, sind „Ketchum“ und sein letzter Hund „Hero“.

Gut, es war von Irving (oder Danny) so gewollt (?), das „Ketchum“ der „eigentliche“ Protagonist ist. (Hat Irving einen Roman geschrieben, in dem ein Charakter diesen Roman schreibt?)

Der Anfang war noch vielversprechend, aber dann langweilte mich die Handlung nur noch. „Cookie“ blieb blass, während die Frauen in seinem Leben (ob in der Küche oder im Bett) etwas Farbe hinein brachten. Ebenso der Sohn und Enkel. Figuren, die es bei mir nicht geschafft haben, vom Papier ins Leben zu gelangen.

Langatmig und wirr habe ich es insgesamt empfunden, und das Verweilen bei interessanten Menschen zu kurz. Zudem die vielen Namen/Namensänderungen. (Ich habe schon ständig Dominic und Daniel/Danny verwechselt). Die meiste Zeit hatte ich eh vergessen, dass „Der alte Cowboy“ noch gefährlich sein könnte und nach „Cookie“ sucht. Die ständigen Sprünge im Text lassen die Handlung völlig auseinander brechen.

Insgesamt fand ich die Geschichte zu weit hergeholt oder auch nicht skurril genug. Vielleicht hatte ich auch einfach keine „Irving-Zeit, aber noch einmal werde ich das Buch nicht lesen.

  (1)
Tags: fluss, irving   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(217)

371 Bibliotheken, 9 Leser, 4 Gruppen, 14 Rezensionen

familie, wien, hotel, bär, liebe

Das Hotel New Hampshire

John Irving
Fester Einband: 596 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 01.03.1995
ISBN 9783257016307
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(135)

293 Bibliotheken, 9 Leser, 3 Gruppen, 10 Rezensionen

indien, zirkus, zwerge, bombay, mord

Zirkuskind

John Irving ,
Flexibler Einband: 969 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 28.03.1997
ISBN 9783257229660
Genre: Romane

Rezension:

John Irving ist mein Lieblingsautor, auch wenn mir seine Bücher nicht immer zu 100 % gefallen.

Mit Zirkuskind" hat John Irving wieder ein Buch ganz nach meinem Geschmack geschrieben.
Skurril und bizarr wie gewohnt, verschiedene Handlungsstränge, die nach und nach zueinanderfinden.
Es dauert ein bisschen, bis man mit den Charakteren warm wird und man sich eingelesen hat. Aber man wird reich belohnt!(Es geht nicht alles gut aus. Aber das ist im richtigen Leben ja auch so).
Hat man sich erst einmal eingelesen, öffnet sich wieder ein Füllhorn.
Die Handlung insgesamt ist rasant wie in einem Zirkus. Menschen suchen ihren Platz in dieser Welt/diesem Zirkus, der Manege des Lebens.
Eine Suche nach der eigenen Identität, jedenfalls bei den Hauptakteuren.

Die Geschichte ist prall gefüllt mit interessanten Charakteren und Themen.
Dr. Daruwalla - Orthopäde, der nach dem Zwergen-Gen sucht, ist der Erzähler.
Da sind Deepa und Vinod, ein Zwergen-Ehepaar. Deepa hatte die Nase des Orthopäden schon einmal unbeabsichtigt an ihrem Steißbein, und Vinod ist, nach einem skurrilen Unfall im Zirkus, Taxiunternehmer und privater Chauffeur von Dr. Daruwalla, wenn er in Indien ist.
Mr. Sethna, der Butler im Duckworth Club, der alles missbilligt.

Es begegnen einem bemalte Mordopfer, Transsexualität, Homosexualität, Christentum, ein Filmschauspieler in Bollywood, ein Bettlerjunge, eine Kinderprostituierte, ein rassistischer Affe, und und und.
Lesen und Staunen, wie bei einer Zirkus-Attraktion.

Ist das Buch ausgelesen, sollte man gleich noch einmal von vorne anfangen, weil einem bestimmt vieles entgangen ist.

Intensiven Lesegenuss wünscht
Trinexx

  (6)
Tags: bizarr, intensiv, skurril   (3)
 
9 Ergebnisse