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178 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 110 Rezensionen

pfadfinder, männer, freundschaft, amerika, generationen

Die Herzen der Männer

Nickolas Butler , Dorothee Merkel
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 11.02.2018
ISBN 9783608983135
Genre: Romane

Rezension:

Besonders

Auffällig bei diesem Buch ist schon das Cover, das einen Jungen von hinten zeigt, der den Kopf zur Seite neigt.

Dieses Cover passt sehr gut zur Geschichte, was mich gefreut hat, denn leider sind Cover auch oft nur „reißerisch“ haben aber leider mit der eigentlichen Geschichte nicht (mehr) viel zu tun...

Nickolas Butler erzählt hier auf 488 Seiten eine Geschichte, die eine Zeitspanne von drei Generationen umfasst.

Dieser Roman erkundet die Herzen der Männer: ihre Schwächen und Geheimnisse, ihre Bedürfnisse und Werte. Und das auf eine wirklich unterhaltsame Weise.

Bücher, die ins Genre „Literatur“ eingefasst werden, sind für mich oft zu „sperrig“, schwierig zu lesen. Das war hier anfangs ein wenig der Fall, aber ich kam dann doch schnell in die Geschichte hinein und fand so auch rasch den Zugang zu den Personen.

Es wird sehr lebensecht erzählt, man kann alles gut nachvollziehen.



Klappentext

In den Augen seines Vaters ist Nelson eine Enttäuschung. Wer will schon ein Kind, das weder Freunde noch Selbstbewusstsein besitzt? Je intensiver der verunsicherte Junge sich nach Zuwendung sehnt, desto stärker sondert sich der Vater ab, bis er irgendwann ganz aus dem Leben seines Sohnes verschwindet. Doch in einem Punkt hat er sich getäuscht. Nelson ist nicht allein. Jonathan, sein bester Freund aus dem Pfadfinderlager, ist das genaue Gegenteil von Nelson: bei allen beliebt, pragmatisch und mit einer unverwüstlichen Leichtigkeit ausgestattet. Was aber treibt jemanden wie Jonathan dazu, sich mit einem Außenseiter anzufreunden? Und stand Jonathan wirklich immer so rückhaltlos zu ihm? Das Leben im rauhen Wisconsin verlangt Nelson, Jonathan und dessen Familie Prüfungen ab, die Freundschaft und Loyalität auf eine harte Probe stellen.

Ein wirklich außergewöhnliches Buch mit einer ungewöhnlich bildhaften Sprache, sehr schön und sehr besonders.




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(60)

73 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

thriller, brutal, callmeabookaholic, düster, böseschwester

Böse Schwestern

Mikaela Bley , Katrin Frey
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783548288611
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Überzeugte mich

Dieser Krimi um die Kriminalreporterin Ellen Tamm erzählt nach „Glücksmädchen“ die Geschichte quasi weiter. Man muss „Glücksmädchen“ nicht gelesen haben, aber es schadet eben auch nicht... Ich kannte das Buch ja schon und hatte das Gefühl, dass das ein Stück weit hilfreich war...


Jahre nachdem sie ihre Familie zuletzt besucht hat, fährt Kriminalreporterin Ellen Tamm zum ersten Mal wieder von Stockholm in Richtung Norden. Mit ihrer alten Heimat Sörmland verbindet sie nichts Gutes. Ihre Zwillingsschwester wurde hier im Alter von acht Jahren getötet, unter bis heute ungeklärten Umständen. Jetzt wird die Leiche einer unbekannten Frau gefunden. Ellen versucht, ihre Identität aufzuklären. Doch ihre Fragen wühlen die alte Geschichte wieder auf — sie ist der Wahrheit über ihre Schwester näher, als sie ahnt.


Die Spannung ist wie bei einem Krimi eher „leiser Natur“, entwickelt sich auch recht langsam; das muss man mögen. Für Freunde nervenaufreibender Spannung ist das Buch eher nichts, diese sollten eher zu einem Thriller greifen. Aber wer einen gut strukturierten Krimi zu schätzen weiß, der ist hier gut aufgehoben und wird nicht nur gut, sondern auch spannend unterhalten werden.



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(58)

81 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 59 Rezensionen

thriller, road-movie, familie, flucht, rache

Die Rache der Polly McClusky

Jordan Harper , Conny Lösch
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 23.02.2018
ISBN 9783550081507
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Vater und Tochter auf der Flucht: „Jordan Harpers Sätze treffen mit der Wucht einer Shotgun“ Los Angeles Magazine

Dieses „Urteil“ ist absolut zutreffend, besser hätte man es nicht ausdrücken können..!

Polly McClusky ist elf und eigentlich zu alt für den Teddybär, den sie überallhin mitnimmt, als überraschend ihr Vater Nate vor ihr steht. Der ist aus dem Gefängnis ausgebrochen, um Polly das Leben zu retten. Denn auf Polly ist ein Kopfgeld ausgesetzt. Nate hat sich im Knast einen mächtigen Feind gemacht: die Gang Aryan Steel hat ihn und seine Familie zu Freiwild erklärt. Nates Exfrau wurde bereits getötet, Polly ist die Nächste auf der Liste. Auf der Flucht durch Kalifornien werden Vater und Tochter zu einem starken Team. Nates Kampftraining macht aus dem schüchternen Mädchen einen selbstbewussten Fighter. Und durch Pollys Scharfsinn halten sie den Vorsprung vor ihren Verfolgern. Bald ist Nate jedes Mittel recht, damit Polly wieder ein Leben ohne Angst führen kann.

Ein wenig wie „Thelma und Louise“, nur halt mit Vater und Tochter.

Fast schon läuft das Buch wie ein Film vor den Augen des Lesers ab und das meine ich absolut positiv.

Sehr spannend, unterhaltsam, besonders, schräg – einfach nur ein besonderes Buch, das mir richtig gut gefallen hat.



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(186)

290 Bibliotheken, 18 Leser, 1 Gruppe, 154 Rezensionen

thriller, megan miranda, tick tack, lügen, nic

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Megan Miranda , Elvira Willems , Cathrin Claußen
Flexibler Einband: 430 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.11.2017
ISBN 9783328101628
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von Tag 15 bis Tag 1

erzählt die Autorin ihre Geschichte. Das ist mal etwas ganz Anderes – dieses „Rückwärts“-Erzählen. Anfangs war es etwas gewöhnungsbedürftig für mich, doch als ich mich einmal dran gewöhnt hatte, fand ich es doch recht gut.


Zehn Jahre ist es her, dass Nic ihre Heimatstadt von einem Tag auf den anderen verließ. Doch die Erinnerungen an die Nacht, in der ihre beste Freundin Corinne spurlos verschwand, haben sie nie losgelassen. Hatte jemand aus ihrem Freundeskreis etwas damit zu tun? Eines Tages erhält sie eine geheimnisvolle Nachricht: „Dieses Mädchen. Ich habe es gesehen.“ Nic weiß, dass nur eine damit gemeint sein kann – Corinne. Sie fährt zurück in das von dunklen Wäldern umgebene Städtchen, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Doch schon am selben Abend verschwindet erneut ein Mädchen – das Mädchen, das ihnen allen damals ein Alibi geliefert hatte …

Zwei Wochen später wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Wer ist sie? Was ist in der Zwischenzeit passiert? Auf unheimlich geschickte Weise erzählt Megan Miranda diese Geschichte rückwärts. Von Tag 15 zu Tag 14 zu Tag 13 bis schließlich zurück bis zu Tag 1 offenbart sich uns nach und nach, was seit Nics Rückkehr passiert ist – und was zehn Jahre zuvor mit Corinne geschah.

Das Schicksal der beiden Mädchen ist durchaus spannend erzählt, auch wenn die Spannung sich leider nicht das ganze Buch über hält, aber das ist ja oft so und für mich auch kein Grund für „Kritik“ an sich, nur erwähnen möchte ich es schon, denn wenn jemand hier einen nervenzerreißenden Thriller erwartet, würde er/sie evtl. enttäuscht werden/sein...

Trotzdem vermochte das Buch einen doch zu fesseln. Durch diese Erzählweise entsteht so etwas wie eine Art „Sog“ und man kann sich der Geschichte nicht wirklich entziehen, daher vergebe ich vier von fünf Sternen.


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(134)

157 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 119 Rezensionen

thriller, berlin, alanna, henry frei, kreuzigung

Böses Kind

Martin Krist
Flexibler Einband: 324 Seiten
Erschienen bei epubli, 26.10.2017
ISBN 9783745035292
Genre: Romane

Rezension:

Der erste Fall für Kriminalkommissar Henry Frei spielt in unserer deutschen Hauptstadt und hat mich gleich sowohl von Frei als auch vom Autor überzeugt (von diesem wieder mal, denn auch seine anderen Bücher fand ich sehr gut).

Das Opfer wurde erschlagen und gekreuzigt – ein bizzarer Mord...

Suse, heillos mit ihren Kindern überfordert, seit ihr Mann sie verlassen hat, ist in Panik: Ihre Tochter Jacqueline ist verschwunden. Die alarmierte Polizei glaubt der Mutter kein Wort.

Wo ist Jacqueline? Wer zieht seine blutige Spur durch Berlin? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt!

Der erste Fall für Kommissar Henry Frei ist absolut spannend und das bereits von der ersten Seite an.

Und das Schöne ist, dass diese Spannung auch nicht nachlässt.

Man „rast“ durch das Buch hindurch und ist fast schon enttäuscht, als es dann zuende geht. Wobei der „Plot“ auch überzeugt, ich hätte halt nur gerne noch weitergelesen... Hoffentlich gibt es bald Nachschub von diesem tollen, neuen Ermittler.


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(177)

266 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 149 Rezensionen

thriller, berlin, marc raabe, tom babylon, schlüssel 17

Schlüssel 17

Marc Raabe
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 09.02.2018
ISBN 9783548289137
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Ich habe schon mehrere Bücher von Marc Raabe gelesen und war bislang von jedem begeistert; hier war das nicht anders.

Mit „Schlüssel 17“ hat er wieder einen sehr spannenden, fesselnden und unterhaltsamen Thriller geschaffen, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Für 512 Seiten brauchte ich zwar auch ein Weilchen, aber das lag nur an der Zeitnot und nicht etwa daran, dass das Buch nicht spannend genug war, ganz im Gegenteil.

Wir lernen Tom Babylon kennen – einen neuen Ermittler. Allein schon der Name ist gut ausgesucht, kurzer, knackiger Vorname und ein cooler, eingängiger Nachname.

In der Kuppel des Berliner Doms hängt eine grausam zugerichtete Tote mit schwarzen Flügeln: Es ist die prominente Dompfarrerin Dr. Brigitte Riss. Um den Hals trägt sie einen Schlüssel. In den Griff ist die Zahl 17 geritzt. Tom Babylon vom LKA will diesen Fall um jeden Preis. Denn mit diesem Schlüssel verschwand vor vielen Jahren seine kleine Schwester Viola. Doch Tom bekommt eine unliebsame Partnerin für die Ermittlungen. Die Psychologin Sita Johanns fragt sich schon bald, wer in diesem Fall mehr zu verbergen hat: Tom oder der Mörder, der sie beide erbarmungslos vor sich hertreibt.

Wie Tom und Sita fühlt man sich als Leser wirklich durch die Seiten bzw. vor dem Mörder hergetrieben. Es gibt absolut keine Längen oder „Verschnaufpausen“, der Autor schont den Leser nicht. Und genau so mag ich meine Thriller auch, das kann man eigentlich nicht mehr besser machen/schreiben..!


Das Zusammenspiel von Sita und Tom ist interessant zu lesen. Zwei Protagonisten, die an sich erstmal so gar nicht zusammen zu passen scheinen. Fast schon hat Sita Tom unter der Lupe... Und doch müssen sie ein Team bilden, um diesen grausamen Mörder zu stoppen...


5 Sterne für diesen tollen Thriller !


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(64)

75 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 60 Rezensionen

nachkriegszeit, köln, eifel, mord, hungerwinter

Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée

Beate Sauer
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548289571
Genre: Historische Romane

Rezension:

Ich bin immer auf der Suche nach neuen, außergewöhnlichen Krimis und Thrillern und mit „Echo der Toten“ von Beate Sauer ist so einer.


Er spielt im Jahr 1947, als ein Mord in der Eifel geschieht.

Richard Davies von der britischen Military Police soll das Verbrechen aufklären. Doch der einzige Zeuge ist ein sechsjähriger Junge, der sich weigert zu sprechen...

Friederike Matthée von der Weiblichen Polizei in Köln wird Richard zur Seite gestellt. Sie kommt, wie der Junge, aus Ostpreußen und findet einen Zugang zu seiner verletzten Seele. Doch die Erinnerungen an die schrecklichen Erlebnisse während der Flucht sind noch so frisch, dass Friederike an ihrer Kraft zweifelt.

Und Richard Davies muss mit Menschen zusammenarbeiten, die schwere Schuld auf sich geladen haben...

Beide Protagonisten, sowohl Richard Davies als auch Friederike Matthée, sind sehr charismatisch und haben mir gut gefallen, denn sie wirken beide glaubwürdig und authentisch.


Gerade dass der Krimi in der Vergangenheit spielt, hat mir sehr gut gefallen. Das war mal etwas ganz Anderes und man merkt, dass Frau Sauer gut recherchiert hat, alles wird sehr lebensnah und echt erzählt. Man hat fast das Gefühl, man war selbst dabei.



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(109)

144 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 98 Rezensionen

sauerland, krimi, spieluhr, journalisten, mord

Das Lied der toten Mädchen

Linus Geschke
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.01.2018
ISBN 9783548289311
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Liegt für mich „im guten Mittelfeld“ der Kriminalromane

Das Lied der toten Mädchen ist bereits der dritte Fall für den Reporter Jan Römer und liegt für mich „im guten Mittelfeld“ der Kriminalromane.

Soll heißen, er hat mich jetzt zwar nicht vollends von sich überzeugt, weil mir die Spannung nicht immer durchgehend genug war, aber das ist andererseits bei Thrillern auch eher der Fall. Krimis sind dann doch „ruhiger“ und „leiser“ erzählt manchmal und das ist ja auch gut so.

Andererseits war er aber auch so gut geschrieben, dass ich immer wissen wollte, wie es weitergeht, auch wenn es kleine „Durststrecken“ gab.

Klappentext

Herbst 1997: Auf dem Wilzenberg wird eine junge Frau tot aufgefunden, ermordet durch einen Stich ins Herz. Der Täter lässt nichts zurück außer einer Spieluhr, die »Hush little baby« spielt.

Gegenwart: Jan Römer, Reporter für ungelöste Kriminalfälle, rollt mit seiner Kollegin Mütze das Verbrechen neu auf. Warum trug das Opfer trotz der Kälte nur ein dünnes rotes Kleid? Warum kann niemand etwas zu dem Gästehaus im Wald sagen, in dem sie damals arbeitete? Dann wird wieder eine Frau getötet. Auch neben ihrer Leiche wird eine Spieluhr gefunden. Und Jan Römer begreift, dass die Vergangenheit nicht tot ist …

Von daher vergebe ich hier auch 4,5 Sterne, abgerundet auf 4, weil es mir für die volle Punktzahl - im Vergleich zu anderen Büchern - dann doch nicht ganz gereicht hat.


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(158)

224 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 133 Rezensionen

thriller, hangman, daniel cole, london, köder

Hangman - Das Spiel des Mörders

Daniel Cole , Conny Lösch
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783548289212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Ragdoll“ sollte man schon vorher gelesen haben

Daniel Cole hat es nun wirklich drauf, anders kann ich das gar nicht ausdrücken. Er weiß genau, wie man so nervenzerfetzende Thriller schreibt, dass der Leser quasi an den Seiten „klebt“, bis die Geschichte ihr Ende findet.

Allerdings hatte ich hier das Gefühl, dass man „Ragdoll“ schon gelesen haben sollte, bevor man sich „Hangman“ widmet. Es ist nicht so, dass man dieses Buch sonst nicht versteht, das nicht – aber es macht die Geschichte dann erst richtig „rund“ in meinen Augen.

»Wie fasst man einen Mörder, der längst tot ist?« Eine wirklich gute Frage...

Denn in New York wurde ein Toter an der Brooklyn Bridge aufgehängt, das Wort „Köder“ tief in seine Brust geritzt. Das lässt nur einen Schluss zu: Ein Killer kopiert den berühmten Londoner „Ragdoll-Fall“. Chief Inspector Emily Baxter wird sofort von den US-Ermittlern angefordert.

In den USA ist der Druck der Medien enorm. Als ein zweiter Toter entdeckt wird, diesmal mit dem Wort "Puppe" auf der Brust, dreht die Presse völlig durch und mit ihr die Internet-Communities.

Baxter und ihre Kollegen von FBI und CIA werden zum Spielball des grausamen Mörders – wer kann seinen Irrsinn stoppen?

Und wer hält im Hintergrund die Fäden in der Hand?

Die Geschichte an sich ist schon mal sehr bemerkenswert gestaltet und zudem so fesselnd präsentiert, dass man das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen kann – und mit der Meinung stehe ich nicht alleine da; das sahen bisher alle so, die das Buch auch lasen. Von daher gibt es von uns auch 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.





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(122)

190 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

schweden, krimi, fjällbacka, kriminalroman, band 10

Die Eishexe

Camilla Läckberg , Katrin Frey
Fester Einband: 752 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 02.01.2018
ISBN 9783471351079
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Camilla Läckberg schafft es immer wieder, eine neue Geschichte aus/um Fjällbacka zu erzählen, die einen derart „aus dem Alltag ziehen“, dass man ihre Bücher kaum aus den Händen legen kann.

752 Seiten sind natürlich auch bei mir nicht mal eben so ausgelesen und so gab es schon Lesepausen, aber die waren eher unfreiwilliger Natur und nicht etwa, weil das Buch nicht spannend genug war. Denn das ist es absolut !


Als die kleine Linnea Berg vermisst gemeldet wird, starten die Bewohner von Fjällbacka eine Suchaktion in den umliegenden Wäldern. Schon einmal wurde ein Mädchen dort getötet. Dreißig Jahre ist das nun her. Damals fand man Stella Strand an dem einsam gelegenen Waldsee. Zwei 13-Jährige bekannten sich zur Tat – um wenig später ihr Geständnis zu widerrufen. Der Fall wurde nie geklärt. Kurz darauf beging der Chef der Polizeistation Tanum Selbstmord.
Hauptkommissar Patrik Hedström findet keine Ruhe. Und plötzlich reden alle von der Eishexe. Dem bodenständigen Kommissar widerstrebt es, dass eine Legende um ein misshandeltes Mädchen aus dem 17. Jahrhundert die Ermittlungen beeinflusst. Doch im Ort herrscht Hysterie. Nur seine Frau, Schriftstellerin Erika Falck, scheint einen kühlen Kopf zu bewahren. Schon lange recherchiert sie in dem alten Fall. Gemeinsam versuchen sie, Licht in das Dickicht aus Geschichten und Gerüchten zu bringen.


Die Autorin schreibt fast schon von der ersten Seite an sehr spannend und die Geschichte ist so vielschichtig, dass sie immer wieder mit neuen Komponenten aufwartet, sowohl aus der Vergangenheit, als auch aus der Gegenwart.D


Die Charaktere sind ebenfalls authentisch und glaubwürdig. Man nimmt ihnen ihre Handlungen wirklich ab und ich finde sie auch „tiefgründig“, also nicht „blutleer“, sondern durchaus lebensecht.


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(257)

384 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 200 Rezensionen

thriller, kreuzfahrt, mord, ruth ware, journalistin

Woman in Cabin 10

Ruth Ware , Stefanie Ochel
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 27.12.2017
ISBN 9783423261784
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Etwas zu vorhersehbar leider...

Eine Kreuzfahrt kann sehr entspannend sein und man kann fremde Kulturen entdecken.

Die Journalistin Lo Blackwood macht allerdings eine aus beruflichen Gründen.

Es geht durch die norwegischen Fjorde – ein Traum eigentlich. Doch für Lo wird dieser zum Albtraum, denn in der ersten Nacht auf See erwacht sie von einem Schrei aus der Nachbarkabine und hört, wie etwas ins Wasser geworfen wird. Etwas Schweres – wie ein menschlicher Körper...

Sie alarmiert den Sicherheitsoffizier. Aber die Nachbarkabine ist leer, ohne das geringste Anzeichen, dass hier jemand wohnte. Die junge Frau aus Kabine 10, mit der Lo noch am Vortag gesprochen hat, scheint nie existiert zu haben...


Ich muss zugeben, ich hatte etwas mehr Spannung erwartet...

Die Geschichte war schon sehr gut erzählt und auch spannend, aber die Auflösung fand ich dann doch etwas zu vorhersehbar und auf der Weg dahin war zeitweise leider nicht spannend genug für meine Begriffe.


Daher vergebe ich 3,5 Sterne, abgerundet auf 3, denn für 4 Sterne reicht es meiner Meinung nach hier leider nicht...



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(72)

108 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

berlin, thriller, true crime, andreas gößling, blutig

Wolfswut

Andreas Gößling
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 12.01.2018
ISBN 9783426521328
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Andreas Gößling kenne ich schon von einem gemeinsamen Buch mit Michael Tsokos. Dieses hier hat er nun ohne diesen verfasst und es ist ebenfalls ein sogenannter „True Crime“-Roman, d.h. einer wahren Geschichte „nachempfunden“. Manchmal hält das Leben ja ebenso spannende Geschichten bereit wie die Fiktion eines Autors und das war hier erfreulicherweise auch der Fall bzw. berichtet Gößling den Fall so spannend, dass man das Buch kaum aus der Hand legen konnte.


Klappentext

Ein paar harmlos aussehende Fässer aus dem Nachlass ihres verstorbenen Vaters verwandeln das Leben von Lotte Soltau in einen Trümmerhaufen: In den Fässern lagern fünf brutal zerstückelte Frauen, teilweise müssen die Verstümmelungen bei lebendigem Leib zugefügt worden sein.

Während Lotte noch versucht zu begreifen, wie ihr Vater, ein geselliger, musisch begabter Mann, zu solchen Taten fähig sein konnte, geschieht ein neuer grausiger Mord, diesmal an einem 16-jährigen Jungen. Und die Tat trägt eindeutig die Handschrift des toten Soltau …

Eine ganz besondere Herausforderung für Hauptkommissarin Kira Hallstein vom LKA Berlin, die erstmals mit ihrem jungen bayrischen Kollegen Max Lohmeyer ermittelt. Nicht allein die Brutalität und Komplexität des Falles sind es, die ihr zu schaffen machen. Seit ihrer Jugend versucht sie das spurlose Verschwinden ihres Bruders zu verkraften. Der damals ebenfalls ein Teenager war.


Gößling schreibt wirklich sehr authentisch – man kann sich sowohl in Lotte als auch in die Kommissarin hineinversetzen und ist so quasi hautnah am Geschehen dran.


Ein wirklich fesselnder Schreibstil und ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Ich würde von diesem Autor wirklich gerne mehr lesen – und die Kriminalfälle geben doch sicherlich noch Stoff für ein neues Buch her...



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(53)

77 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 46 Rezensionen

schweden, tagebücher, lehrer, mord, schule

Der Fall Kallmann

Hakan Nesser
E-Buch Text: 576 Seiten
Erschienen bei btb Verlag, 30.10.2017
ISBN 9783641208172
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Rätselhafte
Todesfälle



Von
Hakan Nesser habe ich bislang zwar nicht alle Bücher gelesen, doch
die die ich gelesen habe, gefielen mir immer sehr gut; von daher war
ich sehr gespannt auf dieses hier...







Klappentext



Wer
war Eugen Kallmann? Warum musste der beliebte Gesamtschullehrer in
der beschaulichen schwedischen Kleinstadt sterben? Wirklich nur ein
Unglücksfall, wie die Polizei behauptet? Als sein Nachfolger im
Schwedischunterricht, Leon Berger, nach der langen Sommerpause seinen
Dienst antritt, findet er im Pult unter Kallmanns Sachen eine Reihe
von Tagebüchern, die sich als eine Mischung aus Dichtung und
Wahrheit entpuppen und ihn schon bald daran zweifeln lassen, dass
sein Vorgänger tatsächlich eines natürlichen Todes gestorben ist.
Denn in seinen Einträgen behauptet Kallmann unter anderem, er würde
die Gabe besitzen, in den Augen anderer Menschen erkennen zu können,
ob sie gemordet haben. Und er scheint in den letzten Monaten seines
Lebens einem nie entdeckten und nie gesühnten Verbrechen auf der
Spur gewesen zu sein. Leon Berger will den Fall Kallmann lösen –
seine privaten Ermittlungen setzen etwas in Gang, das schließlich
die ganze Kleinstadt erschüttert.






Der
Autor erzählt atmosphärisch dicht und sehr eindringlich – man
kann sich seinen Worten kaum entziehen und wähnt sich immer mitten
im Geschehen. Sowas ist selten und gefiel mir besonders hier sehr
gut, weil man sich die Landschaft und die Gegebenheiten so sehr gut
vorstellen konnte, wie bei einem Film.






Die
Spannung ist zwar nicht durchgehend gleich hoch, aber das machte mir
absolut nichts aus, weil es auch zur Geschichte passt, dass es mal
„ruhiger“ wird.




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(80)

117 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

thriller, psychothriller, iain reid, the ending, droemer

The Ending

Iain Reid , Anke Kreutzer , Eberhard Kreutzer
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 02.11.2017
ISBN 9783426306192
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:




Ich
bin großer Hitchcock-Fan und wurde so auf dieses Buch aufmerksam,
durch die Werbung „Der
Überraschungs-Hit des Kanadiers Iain Reid - subtiler Psycho-Horror
für Fans von Stephen King und Hitchcock“. Diese hatte mich
allerdings nur zur Hälfte „überzeugt“, denn mit Stephen King´s
Werken konnte ich bis auf „ES“ nun nicht wirklich etwas
anfangen... Aber gut, erstmal ein eigenes Urteil bilden, sage ich
immer und so gab ich dem Buch eine Chance...







Und
es hat mir auch gut gefallen – nach einigen
„Anlaufschwierigkeiten“... Doch die waren rasch beseitigt.
Anfangs fand ich den Stil ein wenig gewöhnungsbedürftig, doch wie
gesagt, gab sich das schnell wieder.






„Du
wirst Dich fürchten. Und Du wirst nicht wissen, warum...“


Im
Allgemeinen weiß man das allerdings doch... Ein „Eye-Catcher“,
dieser Satz, ganz klar – aber logisch..? Eher nicht... Denkt man
erst – aber nach der Lektüre der 240 Seiten wird einem Vieles
klar(er). Man muss diesem Buch „Raum“ geben, um zu wirken meiner
Meinung nach. Einfach nur „runterlesen“, dann weiß man es nicht
zu schätzen. Und bei 240 Seiten kann man sich doch auch ein wenig
Zeit lassen/nehmen.


Eine
Frau fährt mit ihrem neuen Freund Jake durch die winterliche Weite
Kanadas. Trotz ihrer besonderen Verbindung denkt sie darüber nach,
die Sache zu beenden. Und während draußen die Dämmerung das
einsame Land in Dunkelheit hüllt, werden drinnen im Wagen Gespräche
und Atmosphäre immer unheimlicher: Weshalb hält die Erzählerin
einen Stalker vor Jake geheim, der ihr seit längerem Angst macht?
Warum gibt Jake nur bruchstückhaft etwas von sich preis?
Wort für
Wort steigt aus den Seiten ein kaum greifbares Unbehagen auf, denn
eines ist von vornherein klar: Das junge Paar steuert unaufhaltsam in
die Katastrophe ...


„Ein
raffiniertes, stilistisch brillantes Psycho-Drama über Identität,
menschliche Abgründe, Einsamkeit und Wahn“ - besser kann man das
nicht zusammenfassen. Einfach brillant geschrieben, sehr spannend und
tiefgründig. Volle Punktzahl von mir für „The Ending“ !





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(93)

113 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 91 Rezensionen

krimi, berlin, havelland, profiler, strichermilieu

Dunkel Land

Roxann Hill
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 13.11.2017
ISBN 9783959671385
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Interessante
Charaktere



Eine
übel zugerichtete Leiche wird auf einem Berliner Bauplatz gefunden
und die Spuren weisen in die rechte Szene...



Das
wird der erste Fall für Dr. Carl von Wuthenow, der nach einem
Schuss Betreuung benötigt und Verena Hofer, eben dieser Betreuung,
die den Job allerdings nur aus Geldnot angenommen hat – und Carl
ist auch nicht unbedingt begeistert darüber, dass seine Tante das
„angeleiert“ hat... Da heißt es nun zusammenraufen... Des Falls
willen...







Dieser
Kriminalroman ist so spannend wie ein Krimi, hat überzeugende
Charaktere und eine Geschichte, die einen an das Buch zu binden
vermag. Was braucht man mehr ?







Ich
hatte das Buch in einem Rutsch durch – und das ist bei mir eher
selten der Fall; meistens aus Zeitmangel, aber auch, wenn das Buch
nicht allzu spannend ist. Hier konnte ich kaum aufhören zu lesen –
da war dann auch die Zeitnot nicht mehr so wichtig; erstmal zuende
lesen ! Sehr, sehr gut !





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(48)

65 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

fehlurteil, irrtum, mord, psychologen, echte fälle

Der Serienkiller, der keiner war

Dan Josefsson , Stefan Pluschkat
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei btb, 13.11.2017
ISBN 9783442715664
Genre: Biografien

Rezension:


Neben
Krimis und Thrillern lese ich auch gerne mal ein Sachbuch, das
ähnliche Themen behandelt.



Dieses
hier war anhand des Klappentextes







Schweden,
1991: Sture Bergwall, ein homosexueller Drogenabhängiger und
Kleinkrimineller, wird in die geschlossene psychiatrische Einrichtung
Säter nördlich von Stockholm eingewiesen. Dort macht er eine
Therapie und wird mit Psychopharmaka behandelt. Im Zuge der
Behandlung glaubt er, sich an schlimme Traumata aus seiner Kindheit
zu »erinnern« und gesteht, als monströser Serienkiller Thomas
Quick mehr als 30 Opfer vergewaltigt und getötet zu haben. Fast 20
Jahr später stellte sich heraus: seine Geständnisse waren frei
erfunden. Seine Motive: verschreibungspflichtige Drogen,
Geltungsbewusstsein und der Einfluss seiner Therapeutin und deren
Zirkel, die glaubten, mit diesem Fall Geschichte schreiben zu können.



besonders
interessant, auch wenn man natürlich am Ende nicht wirklich eine
Überraschung erlebt. Man weiß ja schon, dass es sich hierbei um ein
Justizirrtum handelte...







Warum
erfindet jemand so etwas ? Das war für mich die zentrale Frage –
und die wurde auch recht gut beantwortet.







Auch
wenn der Sachbuch-Charakter natürlich immer gegenwärtig ist, ist
das Buch spannend geschrieben und man erfährt viele Hintergründe,
viel über den Menschen, eine Art „Psychogramm“, das aber
unterhaltend präsentiert wird.





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(86)

122 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 73 Rezensionen

krimi, england, weihnachten, mord, klassiker

Geheimnis in Rot

Mavis Doriel Hay , Barbara Heller
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 20.12.2017
ISBN 9783608961898
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Die
lieben Verwandten sind ja oftmals gar nicht so lieb, wie wir
sicherlich alle wissen - denn hat nicht jeder jemanden in der
Familie/Verwandtschaft, den er nicht so gerne mag wie die Anderen ?
Eine Art "schwarzes Schaf", das immer ein wenig außen vor
ist, weil keiner so wirklich mit ihm/ihr klarkommt..?



Ich
denke, das kennen wir doch alle...







Und
Tante Mildred hat es eben auch schon immer geahnt: Die Verwandtschaft
an Weihnachten zu versammeln ist keine gute Idee...



Das
traditionelle Familienfest im Hause Melbury beginnt wenig
beschaulich, als Sir Osmond von einem als Weihnachtsmann verkleideten
Gast ermordet aufgefunden wird. Die Trauer der anwesenden
Verwandtschaft hält sich jedoch in Grenzen, da Sir Osmond ein
beträchtliches Erbe hinterlässt. Jedes der eingeladenen
Familienmitglieder zieht seinen Nutzen aus dem Tod des Patriarchen –
nur der Weihnachtsmann, der genug Gelegenheiten hatte, den alten
Herrn ins Jenseits zu befördern, besitzt kein Motiv. Inmitten von
Missgunst, Verdächtigungen und Abscheu stellt sich schließlich
heraus: Es kann nicht nur einen verkleideten Weihnachtsmann gegeben
haben.







„Dieser
neuentdeckte Klassiker von Mavis Doriel Hay ist ein Muss für alle
Krimifans und perfekt geeignet, von den eigenen Familiendramen an
Weihnachten abzulenken“.



Nicht
dass wir Dramen an Weihnachten hätten zuhause, aber dieser Klassiker
ist einfach wirklich ein schönes Buch, das auch zur
Vorweihnachtszeit schon prima passt und es liest sich flüssig. Ich
konnte es kaum aus der Hand legen, der Stil ist wirklich
außergewöhnlich, so „alt“ irgendwie, aber das war schön, mal
was Anderes.









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64 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 51 Rezensionen

schweden, krimi, mord, selbstjustiz-notwehr, ermittlung

Dominotod

Jonas Moström , Nora Pröfrock , Dagmar Mißfeldt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.12.2017
ISBN 9783548288925
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Jonas
Moström hat anscheinend schon mehrere Krimis um die Psychiaterin
Nathalie Svensson geschrieben... „Dominotod“ war mein erster und
ich hatte auch nicht das Gefühl, dass ich Vorwissen gebraucht hätte.







Der
Klappentext







In
den tiefen Wäldern Nordschwedens wird der Arzt Thomas Hoffman tot
aufgefunden. Alles weist darauf hin, dass er mehrere Tage
gefangengehalten und gequält wurde. Einer der Kollegen des Toten ist
spurlos verschwunden, nur sein Namensschild und ein Dominostein sind
zurückgeblieben. Er scheint in die Hände desselben Mörders geraten
zu sein. Psychiaterin Nathalie Svensson, Spezialistin für die
härtesten Fälle, wird nach Sundsvall gerufen. Ausgerechnet ihre
eigene Schwester war die letzte, die das Entführungsopfer lebend
gesehen hat. Ist sie in den Fall verwickelt?







hatte
mich neugierig gemacht und da ich auch gerade – nach zig sehr
dicken Büchern... - auf der Suche nach einem nicht ganz so dicken
Wälzer war, möglichst spannend, fiel meine Wahl auf dieses hier.







Und
der Autor hat mich auch nicht enttäuscht.







Für
einen Kriminalroman ist die Spannung wirklich sehr hoch, fast schon
Thriller-Niveau und blieb auch fast durchgehend vorhanden, das hat
mir sehr gut gefallen.







Die
Personen sind auch glaubwürdig und Nathalie Svensson eine
charismatische „Ermittlerin“.




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72 Bibliotheken, 2 Leser, 3 Gruppen, 51 Rezensionen

münchen, krimi, trauer, friedrich ani, ex-kommissar

Ermordung des Glücks

Friedrich Ani
Fester Einband: 317 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 11.09.2017
ISBN 9783518427552
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wenn ein Kind den Tod findet, ist das für die Hinterbliebenden besonders schwierig zu verstehen und zu verarbeiten – besonders wenn das auch noch auf gewaltsame Art und Weise geschieht...


In einem kalten November verschwindet der 11-jährige Lennard und es dauert lange 34 Tage, bis die traurige Gewissheit ans Licht kommt: er wurde ermordet.

Das Glück der Eltern verschwindet damit – es wurde somit auch ermordet...


Friedrich Ani ist ein feiner Beobachter der menschlichen Abgründe, der Seelenqualen, der Hintergründe der Figuren. Es handelt sich hiermit also trotz der Geschichte eher nicht um einen Krimi – daher wurde es auch im Bereich „Roman“ angesiedelt – weil hier die Folgen der Tat, insbesondere die Wirkung auf die Hinterbliebenden, im Mittelpunkt stehen.


Ani beschreibt all das sehr eindringlich, eindrucksvoll stark und detailliert.


Ein besonderes Buch mit einer Geschichte, die so fesselnd erzählt wurde, wie ich das sonst nur aus Thrillern kenne und das mich wirklich beeindruckt hat.


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127 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

thriller, schweden, stockholm, skandinavien, wolf

Die Fährte des Wolfes

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Tropen, 07.09.2017
ISBN 9783608503715
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Ermittler, der Kokain konsumiert – das würde nicht funktionieren...

Denkt man erstmal...

Doch Mons Kallentoft und Markus Lutteman sehen das offenbar anders – und ich nach der Lektüre dieses spannenden Thrillers ebenso !

Die Hauptfigur muss einem ja nicht sympathisch sein – mir ist das jedenfalls nicht so wichtig. Charismatisch, interessant, glaubwürdig - das ist mir viel wichtiger und das ist hier absolut der Fall.

Klappentext

Zack Herry hat eine glänzende Karriere bei der Stockholmer Polizei hingelegt. Als Mitglied einer Sonderkommission jagt der junge Polizist die Kriminellen der Stockholmer Unterwelt. Nachts zeigt sich jedoch seine dunkle Seite. Zack hängt in Clubs ab, konsumiert unkontrolliert Kokain und lässt sich auf Schlägereien ein. Während ihm die internen Ermittler auf den Fersen sind, versucht Zack herauszufinden, warum vier thailändische Frauen in einem Massagesalon gnadenlos hingerichtet wurden. Handelten die Mörder aus blindem Frauenhass oder steckt ein rassistisches Motiv hinter dem Mordanschlag? Als eine Zeugin zugibt, dass auch illegaler Frauenhandel nicht auszuschließen ist, geraten die um das Prostitutionsmonopol konkurrierenden Banden der Stadt in Zacks Blickfeld. Doch woher stammen die brutalen Bisswunden am Körper einer der Frauen? Und sind möglicherweise noch weitere Personen in Gefahr?

Meiner Meinung nach „trägt“ Zack Henry hier zum Großteil die Geschichte. Wäre er nicht so außergewöhnlich, hätte die Geschichte vielleicht nicht so gut für mich „funktioniert“, ich weiß es nicht genau... Aber er ist mal ein erfrischend anderer Ermittler als der „einheitsbrei“, der einem sonst so vorgesetzt wird und hat mir daher sehr gut gefallen und sich vier Sterne verdient.


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krimi, gesine cordes, bestatter, friedhofsgärtnerin, friedhof

Wildeule

Annette Wieners
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.08.2017
ISBN 9783548612591
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Annette Wieners legt mit „Wildeule“ nach „Kaninchenherz“ und „Fuchskind“ nun schon den dritten Krimi um die ehemalige Kommissarin Gesine Cordes vor und hat mich leider auch mit diesem nicht wirklich überzeugen können...


Klappentext

Die ehemalige Kommissarin Gesine Cordes hatte sich nach dem Tod ihres kleinen Sohns aus ihrem alten Leben zurückgezogen. Erst in der Arbeit als Friedhofsgärtnerin fand sie Trost. Doch ihre geliebte Idylle wird jäh gestört, als während einer Beerdigung entdeckt wird, dass der Sarg nicht richtig geschlossen ist. Und nicht der erwartete Leichnam im Sarg liegt, sondern ein bekannter Bestattungsunternehmer – er wurde ermordet. Gesine ermittelt undercover auf dem Friedhof und kommt skandalösen Praktiken im Bestattergewerbe auf die Spur. Bald gerät ausgerechnet ihr bester Freund, der Bestatter Hannes, unter Verdacht. Gesine muss sich entscheiden: Wird sie sich weiter vor der Welt verstecken? Oder kann sie Hannes retten, den Mord aufklären und womöglich sogar in ihr altes Leben zurückkehren?


Ich hätte mir einfach ein wenig mehr Spannung gewünscht...

Ich erwarte bei einem Krimi ja gar keine nervenaufreibende Spannung wie bei einem Thriller, aber hier „plätscherte“ mir die Geschichte dann doch zu sehr vor sich hin, ohne dass sie mich hätte „packen“/begeistern können.


Ich kann auch nicht genau sagen, woran das liegt, aber mich hat die Protagonistin auch irgendwann genervt... Ihre Art, ihre Handlungsweisen, das fand ich alles nicht authentisch, so „aufgesetzt“...


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61 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

krimi, steiermark, martin schult, kriminalroman, berlin

Dem Kroisleitner sein Vater

Martin Schult
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.07.2017
ISBN 9783550081743
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Dem Kroisleitner sein Vater“ ist der Auftakt zu einer Krimiserie, in dessen Mittelpunkt der bärbeißige Polizeiobermeister Frassek steht.

Martin Schult kannte ich bis dato noch nicht, fand den Klappentext und besonders den Titel als Bayern-Fan aber super und dachte „Hey, da werfen wir mal einen näheren Blick rein..!“

»Eine Oper im Dreivierteltakt – Heimatfilm, Bergdrama und Krimi, so wird das Buch beworben und ich muss sagen, das trifft es genau auf den Punkt. Besser kann man das Buch nicht beschreiben.

Klappentext

Dem Kroisleitner Karl sein Vater ist tot. 104 war der alte Kroisleitner, aber noch topfit, das lag an der guten Luft oder am Marillenschnaps. Schon bald ermittelt die Kriminalpolizei aus der nahen Bezirkshauptstadt, was der wortkarge Wanderer mit der schlechten Ausrüstung damit zu tun hat.

Ebenjener mit dem Namen Frassek, seines Zeichens Polizeiobermeister aus Berlin, hatte sich doch nur in der Steiermark von seinem letzten, gelinde gesagt unglücklich verlaufenen, Fall erholen wollen - und von seiner pubertierenden Tochter.

Inmitten von Lügen, Intrigen und Dorfklatsch wird Frassek unversehens vom Tatverdächtigen zum Ermittler.

Frassek stolpert also sozusagen lediglich in den Fall hinein, wenn man so will und das zu lesen war schon irgendwie unterhaltsam.

Allerdings leider auch sehr verworren teilweise und langatmig zudem... Teilweise hätte ich das Buch fast abgebrochen, weil ich dachte, das geht gar nicht, habe es dann aber doch zuende gelesen. Doch leider konnte es mich nicht überzeugen, da mir auch die Spannung in wesentlichen Momenten doch gefehlt hat. Klar ist das ein Krimi und kein Thriller, aber trotzdem sollte doch Spannung vorhanden sein und die hat mir hier fast durchgängig leider gefehlt...



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134 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 99 Rezensionen

thriller, action, spannung, auftragskiller, evan smoak

Projekt Orphan

Gregg Hurwitz , Mirga Nekvedavicius
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 07.08.2017
ISBN 9783959671088
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

SO begeistert wie Harlan Coben von diesem Buch war, war ich leider nicht...

Nicht, dass es mir gar nicht gefallen hat, aber die an sich nicht wirklich zahlreichen 416 Seiten zogen sich ab einer bestimmten Stelle (erstes Drittel) dann doch sehr in die Länge für mich leider... Ich hatte nicht mehr große Lust, weiterzulesen, habe es aber gemacht und schlecht war das Buch nicht, nahm noch mal etwas „Fahrt“ auf später, konnte aber eben nicht komplett überzeugen leider...


Klappentext

Evan Smoak ist der "Nowhere Man". Ein geflüsterter Name unter Kriminellen, den manche für einen Spuk halten. Er hilft denen, die keinen Ausweg mehr haben. Dies ist seine Art sich seine Menschlichkeit zu erhalten, nachdem er jahrelang unter dem Decknamen "Orphan X" im geheimen Auftrag der US-Regierung getötet hat. Während er einer Jugendlichen hilft, den Fängen eines Mädchenhändlerrings zu entkommen, wird er überwältigt und entführt. Jetzt muss Evan all sein Können aufbringen, um sich selber zu befreien, bevor es zu spät ist … Denn es gilt weiterhin sein 10. Gebot: Lasse niemals einen Unschuldigen sterben.


Evan Smoak würde sich in einem Film ganz gut machen... Man kann das Geschehen quasi bildlich vor sich sehen, der Schreibstil gefiel mir also wirklich gut.


Auch die Figuren, gerade Smoak, sind schon glaubwürdig und Evan ist ein charismatischer Protagonist.


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222 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 132 Rezensionen

thriller, spannung, serienkiller, berlin, targa

Targa - Der Moment, bevor du stirbst

B. C. Schiller
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 10.07.2017
ISBN 9783328101512
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieses Buch ließ mich ein wenig „gespalten“ zurück, um ehrlich zu sein...

Einerseits fand ich es ganz gut, andererseits hätte ich es mir aber auch ein wenig spannender gewünscht...


Targa Hendricks hat keine Freunde, keine Liebe, nichts zu verlieren. Doch vor allem hat sie keine Angst – und genau das macht sie so verdammt gut in ihrem Job. Denn als Undercover-Ermittlerin einer Sondereinheit des BKA ist es ihre Aufgabe, Serienkiller auf frischer Tat zu überführen, und dazu gibt es nur zwei Wege: Targa muss sich einem Mörder ausliefern – oder ihn glauben lassen, sie sei wie er.

Falk Sandman ist Hochschuldozent, charismatisch, clever und besessen von den letzten Worten Sterbender – seiner Opfer. Eines Tages trifft er eine junge Frau, die sich für seine dunkle Seite interessiert. Sie will von ihm lernen, und Sandman fasziniert ihr gefühlloses Verhalten. Zunächst ist er skeptisch, doch allmählich vertraut er ihr.

Ein tödliches Spiel beginnt. Wer wird gewinnen?

Das klingt alles nach einem wirklich spannenden Thriller, doch leider war er das – zumindestens für mich – nicht; jedenfalls nicht durchgängig und das finde ich bei Thrillern schon wichtig... Die Spannung ging hier für mich irgendwie rauf und runter und das hat mich nach einer Zeit fast ein wenig genervt...


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krimi, norwegen, oslo, serienmor, brutal

Teufelskälte

Gard Sveen , Günther Frauenlob
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei List Verlag, 16.06.2017
ISBN 9783471351499
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Unvergessliche Spannung aus dem hohen Norden“

verspricht ja schon viel...

Ich fand allerdings auch, dass dieses Versprechen durchaus auch gehalten wurde.

Klappentext

Oslo, 1988. Der eiskalte Winter hat die Stadt fest im Griff, als der junge Kommissar Tommy Bergmann einen grausigen Fund macht: Im Wald liegt, halb unter Schnee begraben, die brutal verstümmelte Leiche einer jungen Frau. Sie ist die erste in einer langen Reihe von Morden. Die Spur führt Tommy Bergmann in den einsamen Norden Norwegens. Jahrzehnte später, Tommy Bergmann ist inzwischen dafür bekannt, selbst die schwierigsten Fälle zu lösen. Doch sein erster Mordfall bereitet ihm bis heute Alpträume. Auch wenn er den Mörder eigentlich sicher verwahrt hinter Gittern weiß. Ein neuer Leichenfund lässt seine schlimmsten Befürchtungen wahr werden: Wieder ist eine junge Frau gestorben, und alles sieht aus wie damals. Ein Nachahmer? Oder hat er den Falschen verhaftet und dafür gesorgt, dass ein bestialischer Mörder seit Jahren frei herumläuft?


Die Befürchtung, dass der Mörder noch auf freiem Fuss sein könnte, ist sehr spannend erzählt. Natürlich ist diese Idee auch nicht neu, doch so gut erzählt, dass einem das gar nicht so vorkommt.


Die „Spannungskurve“ ist auch fast konstant und die paar Teile, bei denen das nicht so ist, fielen für mich nicht weiter ins Gewicht und sind daher auch kein Grund, hier Sterne abzuziehen.


Ein sehr guter Thriller, der mich ganz schön auf Trab gehalten hat.


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