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Das Frostmädchen

Stefanie Lasthaus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453317291
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Neves Beziehung mit Gideon ist schon lange nicht mehr so romantisch und liebevoll wie sie es einst war. Um ihre Gefühle zueinander erneut zu wecken, begeben sich die beide auf einen Winterurlaub. Doch Neve merkt schnell, dass auch dort für Gideon nur ihre Gesellschaft erwünscht ist, wenn er seine Lust stillen möchte. Ansonsten verbringt er lieber seine Zeit mit Trinken und der Gesellschaft anderer. Nach einem heftigen Streit zwischen den beiden flieht Neve in die eiskalte Winternacht. Verzweifelt gibt sie sich der Kälte hin und hört auf, um ihr Leben zu kämpfen.
Lauri, der in einer abgelegenen Hütte wohnt, findet Neve während eines Abendspaziergangs und nimmt sie mit zu sich. Doch nachdem Neve aufgewacht ist, merkt sie schnell, dass sie nicht mehr die alte ist. Wärme ist ihr zuwider und Kälte verspürt sie nicht mehr. Nur Lauris Wärme erträgt sie, ja sehnt sich sogar nach ihr. Ebenso wird Lauri von Neve angezogen – sosehr wie noch bei keiner anderen Frau … Aber was ist in dieser Winternacht mit Neve passiert? Und kann sie sich von Gideon lösen?


Meine Meinung

Inhaltlich war ich etwas enttäuscht von dem Buch. Ich habe es auf Seite 272 abgebrochen. Das ist etwas, was ich überhaupt nicht gerne mache und mich viel Überwindung gekostet hat. Aber es hat sich für mich einfach nicht mehr gelohnt, die Geschichte weiterzulesen.
Der Klappentext hat mich eine ganz andere Geschichte vermuten lassen: eine fantasiereiche Liebesgeschichte zwischen Neve und Lauri. Die Handlung dreht sich aber mindestens genauso stark um die vergangene Liebesgeschichte zwischen Neve und Gideon. Die Aufarbeitung der vergangenen Beziehung nimmt daher für meinen Geschmack viel zu viel Raum ein.
Auch kommt für meinen Geschmack das Phantastische der Geschichte zu kurz. Da ich nicht spoilern möchte, gehe ich darauf nicht näher ein.
Insgesamt passiert auch bis zur Seite 272 nicht sonderlich viel. Neve ist zwischen der neuerwachten Sehnsucht nach der Kälte, der Sehnsucht nach Lauri und ihrer Vergangenheit mit Gideon hin- und hergerissen. Die Entwicklung der Geschichte und der phantastischen Elemente braucht daher relativ lange. Es gab schon Ereignisse, die ich nicht erwartet habe, aber doch gibt es nicht viele Ereignisse oder bewusste Handlungen.
Am meisten hat mich aber die Beliebigkeit des Sex gestört. Obwohl Neve sich so sehr von Lauri angezogen und sich bei ihm so sicher, geborgen und geliebt gefühlt hat, kehrt sie doch zu Gideon zurück und schläft mit ihm. An sich sind ihre Gefühle gut beschrieben und die Autorin lässt Neves Handeln verständlich werden, da auch noch Gideon nach einer längeren Beziehung Lust in ihr wecken kann. Doch dass sie dann einfach mit ihm schläft, obwohl er sie geschlagen und auch sonst schlecht behandelt hat, hat mir nicht gefallen. Ich hatte mir halt eine romantische Liebesgeschichte zwischen Lauri und Neve erhofft, die mit Fantasy-Elementen angereichert ist. Dieses Hin- und Her und die Beliebigkeit von Intimität haben mir nicht gefallen.
Nachdem ich überlegt habe, das Buch abzubrechen, habe ich kurz in das Ende reingelesen. Ich wollte wissen, ob es sich lohnt, die Geschichte zu Ende zu lesen. Doch das, was ich gelesen habe, hat mich nicht motiviert. Daher werde ich das Buch weiterlesen.


Fazit

Die Liebesgeschichte zwischen Neve und Lauri kann ich nicht weiterempfehlen, da ich sie selbst nicht zu Ende lesen wollte bzw. nicht zu Ende gelesen habe. Am meisten hat mir Missfallen, dass die ehemalige Liebesgeschichte zwischen Neve und Gideon so viel Raum einnimmt. Ich hatte einfach etwas anderes erwartet: nämlich eine romantische Liebesgeschichte zwischen Neve und Lauri mit Fantasy-Elementen. Doch leider hat mich auch der Fantasy-Bereich etwas enttäuscht. Ich hatte mir von der gesamten Handlung mehr erhofft und etwas anderes erwartet. Der Schreibstil von Stefanie Lasthaus hat mir aber gefallen.

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Tags: beziehung, eis, fantasy, kälte, liebe, liebesgeschichte, sehnsucht, vergangenheit, winter   (9)
 

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Braut auf Zeit

Jen Turano
E-Buch Text
Erschienen bei Gerth Medien, 16.01.2017
ISBN 9783961222346
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt

Normalerweise schreibe ich für Dich eine eigene Inhaltsangabe. Doch dieses Mal finde ich den Klappentext so treffend und verlockend, dass ich einfach mit keiner selbstkreierten Alternative zufrieden bin …

New York City, 1882: Die junge Hutmacherin Hannah Peabody liefert Ware an die vermeintliche Verlobte des reichen Junggesellen Oliver Addleshaw aus. Doch die Lieferung geht so gründlich schief, dass Hannah sogar ihre Anstellung verliert. Überraschend eröffnet sich ihr eine neue Perspektive: Da Oliver für seine Geschäfte dringend eine weibliche Begleitung braucht, engagiert er kurzerhand Hannah. Schon bald müssen die beiden feststellen, dass sie mehr füreinander empfinden, als es ihre "geschäftliche Vereinbarung" zulässt ...
Klappentext von Gerth Medien


Meine Meinung

Handlung und Charaktere
Diesen Roman hatte ich innerhalb weniger Tage – oder eher Nächte – durchgelesen. Genau so muss ein historischer Liebesroman sein!
Die Liebesgeschichte zwischen Hannah und Oliver entwickelt sich langsam, und dafür total romantisch. Anfängliche Schwierigkeiten und so manches Chaos werden mit der Zeit überwunden und die beiden finden näher zusammen. Doch ihre gemeinsame Zeit läuft ab, denn Oliver hat Hannah angestellt, nur für eine gewisse Zeit seine Freundin zu sein bzw. zu spielen. Zum Glück gibt es noch Hannahs Freundinnen Millie, Lucetta und die alte Dame Mrs Hart – und Olivers Großvater Archibald. Diese liebevollen Nebenfiguren machen das Buch erst zu diesem großartigen Wert! Und dann gibt es auch noch Hannahs Tante, die ihre ganz besondere – und düstere – Vergangenheit mit in die Geschichte bringt.
Ich kann Dir daher versichern, dass Dir beim Lesen von Braut auf Zeit ganz gewiss nicht langweilig wird. Die Geschichte ist so komplex, dass ich immer wieder von den Wendungen und Ereignissen überrascht wurde. Ich wurde von den einzelnen Charakteren und der Geschichte gefesselt und konnte kaum aufhören zu lesen. Am liebsten hätte ich das Buch an einem Stück verschlungen. Und auch wenn so viel um die Liebesgeschichte herum passiert, wodurch das Buch eben unglaublich spannend ist, kommt die Liebesgeschichte zwischen Hannah und Oliver nicht zu kurz. Sie ist für jedes romantische Frauenherz ein Genuss! Und das Ende erst … Mit diesem Ende hatte ich absolut nicht gerechnet. Es ist ereignisreich, spannend und so perfekt! Ich habe mich nicht nur in die einzelnen Charaktere – v.a. natürlich Oliver ;) – verliebt, sondern gleich in das ganze Buch!

Schreibstil
Der Schreibstil ist einmalig und wunderbar zu lesen. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, selbst vor Ort zu sein – ja Hannah selbst zu sein –, und alles hautnah miterlebt. Jen Turano hat sich nicht nur eine einzigartige und wunderbare Geschichte mit liebenswerten Charakteren ausgedacht, nein, sie hat diese einmalige Liebesgeschichte auch sprachlich zu etwas ganz besonderen gemacht.

Glaube
Der christliche Glaube spielt nur zweitrangig eine Rolle. Hannah und Oliver sind christlich geprägt und versuchen Gott wohlgefällig zu leben. Dies merkt man an ihren Handlungsweisen und Gedanken. Im Buch werden aber keine speziellen Glaubensthemen angesprochen.


Fazit

Ein wunderbarer historischer Liebesroman, der für jedes romantische Frauenherz ein Genuss sein wird! Ich bin auch noch Wochen später hin und weg von der Geschichte und ihren Charakteren. Da Hannah und Oliver zwar christlich geprägt sind, aber ansonsten der christliche Glaube nicht sonderlich stark in dem Buch thematisiert wird, kann ich das Buch auch jeder nicht christlichen Liebesromanleserin empfehlen! Wenn es Dich nach einem romantischen, unterhaltenden und gleichzeitig spannenden Buch sehnt, dann solltest Du sofort anfangen Braut auf Zeit zu lesen!

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Tags: christentum, glaube, historischer liebesroman, historischer roman, hutmacherin, intrige, liebesgeschichte, liebesroman, romantik, romanze   (10)
 

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christlicher roman, emotional, empfehlenswert, familie, glaube, gott, historischer roman, holland, krankenschwester, liebe, löwenbändiger, vergangenheit, vergebung, zirkus, zirkuswelt

Wo mein Herz zu Hause ist

Joanne Bischof , Renate Hübsch , Joanne Bischof , Daniela Sprenger
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 07.06.2017
ISBN 9783765520822
Genre: Historische Romane

Rezension:

Dieses Buch ist einfach der Hammer! Deshalb ist diese Rezension auch etwas anders als die anderen. Denn mir fällt es unglaublich schwer, Dir nicht zu viel zu verraten, sobald ich einmal ins Schwärmen über dieses Buch gerate. Aber ich gebe jetzt mein bestes, Dir Informationen zu geben, Dich neugierig auf das Buch zu machen und doch nicht zu viel Preis zu geben.


Diese historische Liebesgeschichte ist einfach sagenhaft! Wie bei (fast) jeder Liebesgeschichte, weiß man von Anfang an, um welche zwei Menschen sie handeln wird. Doch diese Liebesbeziehung hat es echt in sich. Ella und Charlie lernen sich ganz ungezwungen kennen und doch bringt Ella gleich zu Beginn ein großes Opfer. Allerdings nicht direkt für Charlie, sondern für Holland, das kleine Mädchen in seiner Obhut. Dadurch, dass Ella sich um die Kleine kümmert, kommt sie auch mit Charlie immer mehr in Kontakt. Die Beziehung entwickelt sich langsam und so romantisch … Am liebsten hätte ich das Buch an einem Tag durchgelesen. Doch leider fehlte mir dafür die Zeit.

Diese Liebesgeschichte zwischen Ella und Charlie ist nicht nur dadurch besonders, wie rücksichtsvoll, liebevoll, zärtlich und  hilfsbereit die beiden miteinander umgehen, sondern auch durch ihre jeweilige Vergangenheit. Ella birgt ein großes Geheimnis, an dem sie fast zerbrochen wäre und unter dem sie noch immer leidet. Ich möchte jetzt nicht verraten, um was es sich handelt. Doch es hat mich sehr berührt. Ich habe mit Ella gelitten. Es ist ein Geheimnis, das dem ganzen Roman eine Tiefe verleiht, die ihn bedeutsam werden lässt.

„Wo mein Herz zu Hause ist“ ist kein „Rosamunde Pilcher“-Roman, auch wenn er zum Verlieben schön ist. Die Charaktere haben schwere Zeiten durchgemacht, und stehen sie immer noch durch. Ella und Charlie müssen so einige Hürden gemeinsam überwinden und es wird auch nicht leichter für die beiden. Doch man spürt durch jede einzelne Seite hindurch die Liebe, die sie füreinander empfinden. Eine Liebe, die nicht auf Begehren gegründet ist. Sie wächst aus Opferbereitschaft und Dankbarkeit, Respekt, Mitgefühl und Hilfsbereitschaft. Aus dieser tiefen Liebe wächst die Sehnsucht zueinander und das Begehren.


Fazit

Es ist ein wundervoller Roman, der noch lange in meinem Herzen nachklingen wird. Ich kann es nur jedem Frauenherz empfehlen, das gerne historische Liebesromane liest. Und erst recht, wenn es sich keine kitschige Liebesgeschichte wünscht. Dieser Liebesroman hat Tiefgang wie es nur wenige haben. Mir fällt es so schwer, all das zum Ausdruck zu bringen, was er beinhaltet (ohne zu viel zu verraten) – wie er mich bewegt und berührt. Man muss ihn einfach selbst lesen!

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Tochter der Träume

Marie Weißdorn
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Eisermann Verlag, 30.06.2017
ISBN 9783961730148
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Band zwei beginnt genau an der Stelle, an der Band eins aufgehört hat. Leyna trainiert noch immer bei den Rebellen und bereitet sowohl ihre körperlichen als auch ihre magischen Kräfte für den Kampf gegen den König vor. Doch um noch stärker zu werden, muss sie sich erneut auf den Weg machen. Denn ihr neuer Lehrmeister wohnt ganz abgeschieden in einem geheimnisvollen Wald. Dort lernt sie nicht nur einiges über sich und die anderen kennen, sondern gerät auch in große Gefahr … Erreicht Sivan Leyna noch rechtzeitig, um sie zu retten?


Meine Meinung

Mir hat es sehr gut gefallen, dass Band zwei genau da weitermacht, wo Band eins aufgehört hat. Etwas schade war allerdings, dass sich dadurch die ersten Seiten etwas zogen. Zwar ist der Schreibstil noch immer klasse und es passiert auch so manches, während Leyna trainiert. Doch mir fehlte zu Beginn mehr Spannung. Aber zum Glück hat sich das schnell geändert und ich konnte meinen E-Reader gar nicht mehr aus der Hand legen. Kurze Nächte waren leider die Folge, aber dieses Buch war der verpasste Schlaf auf jeden Fall wert!
Die Freunde kommen sich auf unterschiedliche Weise näher und man kann weiterhin gespannt sein, wie sich die Beziehung zwischen Leyna und Sivan entwickelt … Auch in Band 2 kam mein romantisches Herz nicht zu kurz! Ganz im Gegenteil! Gerade gegen Ende war ich super neugierig und innerlich aufgedreht, weil ich UNBEDINGT wissen musste, wie es weitergeht.
Da ich Dich nicht spoilern möchte, kann ich leider nicht mehr zu der Handlung sagen, aber nur noch so viel: Ich liebe diese Geschichte! Sie beinhaltet einfach alles, was einen guten Fantasy-Roman ausmacht! Am liebsten hätte ich sofort mit Band drei „Göttliche Kräfte“ weitergelesen!


Fazit

Der Einstieg in Band zwei ist nicht ganz so spannend, wie der des ersten Bandes. Doch dafür wird man auf den weiteren, zahlreichen Seiten mehr als nur belohnt! Insgesamt hat mir die Handlung noch besser gefallen als im Band eins. Auch werden die Charaktere immer lebendiger und der Schreibstil ist weiterhin klasse und flüssig zu lesen! Absolute Leseempfehlung!

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Tags: abenteuer, fantasy, helden, kampf, liebe, mystisch, phantastische wesen, romantik, tochter der träume, wald   (10)
 

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Eine harte Liebe

Elisabeth Elliot , Friedhilde Horn
Flexibler Einband: 184 Seiten
Erschienen bei Christliche Literaturverbreitung, 17.12.2010
ISBN 9783893972944
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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Wenn du wartest ... bin ich bei dir

Ann Swindell
Flexibler Einband
Erschienen bei Brunnen, 12.02.2018
ISBN 9783765520846
Genre: Biografien

Rezension:  
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Unterwegs mit dir

Sharon Garlough Brown
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 16.01.2017
ISBN 9783957342164
Genre: Romane

Rezension:  
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Die Tochter des Emirs

Soheila Fors , Ingalill Bergensten , Friedemann Lux
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 04.01.2017
ISBN 9783765543098
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt

Soheila wächst im Iran als Prinzessin auf. Denn ihre Familie war früher die Königsfamilie und ist zum Zeitpunkt ihrer Kindheit noch immer sehr einflussreich. Doch als Soheila erst 6 Jahre alt ist, wird ihr Vater inhaftiert. Aufgrund seines Einflusses und seiner Macht ist er eine Gefahr für die amtierende Herrschaftsfamilie. Die Jahre der Haft waren für Soheila sehr trüb und belastend. Sie liebte ihren Vater unglaublich stark. Er erzog sie nicht wie andere iranische Mädchen. Dank ihm genoss sie viele Freiheiten, die anderen muslimischen Mädchen nicht vergönnt waren und noch sind.
Jahre später, immer noch ein Kind, muss sich Soheila während des Krieges um ihre ganze Großfamilie kümmern. Diese Umstände lassen Soheila sehr schnell erwachsen werden. Doch all dieses erlebte Leid ist nicht das letzte in ihrem Leben …
Nicht nur ihr Ehemann, sondern auch dessen Familie und später auch dessen zweite Frau behandeln Soheila wie eine Sklavin. Sie findet zwar immer wieder Unterschlupf bei ihrer Familie, doch sie entkommt nie ganz ihrem Ehemann. Aber dann begegnet sie Jesus und für sie beginnt eine lange Reise zu einem besseren Leben …


Meine Meinung


Soheila beschreibt eindrucksvoll und absolut nachvollziehbar ihre Erlebnisse aus der Kindheit. All ihre Gefühlen und Erinnerungen waren für mich so greifbar nah, so real. Ich wurde 1995 geboren und habe nichts von dem Krieg im Iran und all die Machenschaften mitbekommen. Doch als ich Soheilas Geschichte las, hatte ich zumindest einen Eindruck davon bekommen, wie es ist, ständig in Gefahr und später in einem Krieg zu leben. Auch wenn Soheila unglaublich gut die Ereignisse und Umstände beschreiben konnte, sage ich bewusst, nur einen Eindruck von den Umständen bekommen zu haben. Denn egal wie real und greifbar ein Buch auch geschrieben sein mag, solange man nur davon liest, wird man nie vollständig nachvollziehen zu können, wie es ist, all diese Schreckenstaten mitzuerleben. Ich kann mir nur im Entferntesten vorstellen, wie das ist. Ich habe nun eine leise Ahnung. Und allein diese Ahnung, trieb mir die Tränen in den Augen.
Soheilas Geschichte ist auch zum Teil die Geschichte Irans, da sie als Teil einer der mächtigsten kurdischen Familien die politischen Machenschaften selbst erlebt hat. Allein wegen ihrer Kindheitsgeschichte ist dieses Buch so unglaublich wertvoll und lesenswert!
Doch dabei bleibt es nicht. Ihre Geschichte zeigt auch, wie Frauen im Islam behandelt werden; welche Rechte sie haben – oder besser gesagt, welche Rechte sie nicht haben. Es schmerzt so sehr zu lesen, wie so viele muslimische Frauen und Mädchen ausgenutzt und misshandelt werden. Und das noch immer.
Doch dann kommt die große Wende in Soheilas Leben. Sie begegnet Jesus in ihren Träumen. Ihr Leben ändert sich danach nicht schlagartig. Aber Stück für Stück – auch mit einigen Rückfällen und Stürzen – geht ihr Leben bergauf. Es war ein langer Weg, denn auch als sie endlich nach Schweden flüchten darf, ist sie noch immer nicht sicher vor ihrem Mann und ihrer Verwandtschaft. Aber Soheila ist eine so unglaublich starke Frau, sodass sie all diese Hürden überwindet und nun mit ihren Tee- und Frauenhäusern unglaubliche Arbeit in Schweden leistet!


Fazit


Auch wenn es schon ein paar Woche her ist, als ich dieses fesselnde Buch gelesen habe, bin ich noch immer fasziniert – und auch schockiert – von Soheilas Leben im Iran und dann in Schweden. Es hat mich sehr nachdenklich gemacht. Ich kann es nur jedem weiterempfehlen. Egal, ob Du Dich über den Islam oder über den Iran informieren möchtest; ob Du eine Geschichte über die Kurden lesen möchtest, Dich für die Flüchtlinge in Europa interessierst oder Jesus begegnen möchtest. Dieses unglaublich gut geschriebene Buch wird Dich in jedem Fall in seinen Bann ziehen! Ich kann es jedem uneingeschränkt weiterempfehlen!

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Tags: angst, bekehrung, flucht, flüchtling, heilung, iran, islam, jesus, königsfamilie, kurden, misshandlung, prinzessin, schutz, schweden, sklavin, zuflucht   (16)
 

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19. jahrhundert, christlicher roman, deputy, glaube, historischer roman, historisscher roman, humor, journalismus, journalistin, liebe, liebesroman, missouri, reporterin, sheriff, verbrechen

Das vorwitzige Frauenzimmer

Regina Jennings
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 19.06.2017
ISBN 9783957342348
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt

Betsy Huckabee ist nach dem Tod ihrer Tante zu ihrem Onkel gezogen, um sich um dessen Kindern zu kümmern und ihm im Haushalt zu helfen. Doch inzwischen ist ihr Onkel erneut verheiratet und die Kinder werden auch immer selbstständiger. Ihr Wunsch auf eigenen Beinen zu stehen, wird immer brennender. Und so kommt es ihr gerade recht, dass ein neuer Deputy in der Stadt auftaucht. Es geht ihr keineswegs darum, sich ihn als Mann zu angeln, denn mit den Männern hat sie schon längst abgeschlossen. Doch durch die vielen Ereignisse, die die Ankunft des Deputy mit sich bringt, erhält Betsy nun endlich genügend Inspiration für ihre Geschichten, die sie an verschiedene Zeitungen verkaufen möchte. Als dann aber der Deputy von ihren Geschichten erfährt, ist er alles andere als begeistert …


Meine Meinung


Die Liebesgeschichte um Betsy und Deputy Pucket entwickelt sich langsam und humorvoll. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen eigentlich die zwei individuellen Leben von Betsy und Deputy Pucket. Beide versuchen, für sich selbst eine neue Zukunft aufzubauen und sind überhaupt nicht an einer Partnerschaft interessiert. Da aber der Deputy ohne es auch nur zu ahnen Betsy zu einer unabhängigen Existenz verhilft, treffen die beiden Charaktere immer wieder aufeinander. Und auch der Deputy ist auf Betsy angewiesen, denn als Außenstehender fehlt ihm häufig das Wissen über vergangene Ereignisse und über die Beziehungen der einzelnen Stadtbewohner zueinander. Betsys Hilfe und Auskunft kommen ihm da sehr gelegen, auch wenn er den neuesten Fall am liebsten alleine lösen möchte und er Betsys Hilfe selten willkommen heißt.
Der Glaube wird in diesem Liebesroman nicht sehr stark thematisiert, obwohl die beiden Hauptcharaktere jeweils sehr gläubig sind. Dies zeigt sich vor allem durch ihre Gedankengänge, aber auch durch ihre Gespräche und Handlungen. Die Geschichte ist also durchaus von dem christlichen Glauben geprägt, doch es finden keine Gespräche über den Glauben statt. Er ist durch die Charaktere gegenwärtig und selbstverständlich.
Das meine ich aber auf keinen Fall negativ! Ich finde es sehr schön davon zu lesen, wie für die beiden Protagonisten der Glaube ganz selbstverständlich dazu gehört – zu ihren Gedanken, ihren Gefühlen und Entscheidungen.
Er gehört ganz natürlich zu ihnen. So natürlich wie sich auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt. Ganz zwanglos, weil die Liebesgeschichte unterschwellig sich durch das Buch zieht. Die Charaktere finden zueinander, weil jeder sein Leben lebt und es langsam zu einem Leben wird, ohne dass sie dies beabsichtigt haben.


Fazit


Das vorwitzige Frauenzimmer ist eine sehr schöne Liebesgeschichte, bei der die Protagonisten so manches zusammen erleben, ohne dies beabsichtigt zu haben. Sie sind bei dem Versuch, eine unabhängige Zukunft aufzubauen, voneinander abhängig und wachsen so zusammen. Der Glaube spielt für beide Protagonisten eine große Rolle und ist so dem Leser immer wieder gegenwärtig, auch wenn dieser nicht explizit thematisiert wird.
Auch wenn der Deputy seinen Fall zu lösen hat und daher so einiges passiert, ist es doch keine mega spannende und fesselnde Geschichte. Das Buch ist ein wunderbarer Frauenroman für gemütliche Lesestunden. Er bietet romantische und humorvolle Unterhaltung. Doch man darf auch nicht zu viel von der Geschichte erwarten. Ich habe sie sehr gerne gelesen, doch sie hat mich nicht umgehauen. Ich kann sie daher für alle empfehlen, die gerne wieder einen romantischen und doch unterhaltsamen und witzigen historischen Liebesroman lesen wollen, bei dem der Glaube auch eine Rolle spielt, aber auch nicht zu viel von ihm erwarten.

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Tags: christlicher roman, historisscher roman, journalismus, liebe, liebesroman   (5)
 

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alaska, bitte um vergebung, christlicher roman, entführung, gebet, gierige familie, glaubensfragen, gottes führung, historischer roman, jesus, krankenschwester, kutschenunfall, leid, liebesroman, mord und brandstiftung

Bevor es Morgen wird

Tracie Peterson , Friedemann Lux
Flexibler Einband
Erschienen bei Brunnen, 24.05.2016
ISBN 9783765542961
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Lydia Gray wurde bereits sehr jung mit ihrem grausamen und gewalttätigen Mann Floyd verheiratet, der bereits vier Kinder aus seiner ersten Ehe hatte. Zärtliche Zweisamkeit hatte sie nie kennen gelernt. Ihr Mann hat sie verachtet und missbraucht. Doch nun ist er bei einem Unfall ums Leben gekommen und Lydia fühlt sich nach 12 Jahren Zwangs-Ehe endlich frei. Doch auch ihr Vater, der sie zu dieser Eher gezwungen hatte, ist bei diesem Unfall gestorben.
Und so währt Lydias Freiheit nur kurze Zeit. Denn die Testamente ihres Vaters und ihres Ehemanns sind eng miteinander verknüpft – und in diesem Fall zu ihrem Vorteil. Daher versuchen ihre Stiefkinder um jeden Preis doch noch alle Besitztümer an sich zu binden – selbst wenn sie dafür widerrechtlichen Mittel einsetzen müssen …
Lydia kann zwar noch rechtzeitig zu ihrer Tante nach Alaska fliehen, doch auch dort ist sie nicht auf Dauer vor ihren Stiefsöhnen sicher …


Meine Meinung


Dieser historische Liebesroman beinhaltet unglaublich viele verschiedene Thematiken und ist so vielseitig. Doch er wirkt auf mich nicht überladen oder überfüllt. Die Geschichte entwickelt sich nach und nach und wird zum Schluss richtig spannend!

Romantik
Die romantische Handlung spielt vor allem zwischen Lydia und Kjell, einem jungen Witwer aus Alaska, statt. Sie sind ein so traumhaftes Pärchen … Genau so wie es sein soll! Ich möchte nicht zu viel verraten, aber an alle romantischen Frauenherzen: Ihr werdet nicht enttäuscht!
Ich fand es nur etwas schade, dass manche Ereignisse und Umstände nur wage angedeutet wurden. Sie hätten ja nicht detailliert erzählt werden müssen, aber ein paar eindeutige Hinweise auf gewisse Geschehnisse hätte ich schön gefunden. Doch dieser Kritikpunkt fällt bei einem so herrlichen Roman kaum ins Gewicht.

Spannung

Obwohl dieser Roman eine romantische Liebesgeschichte enthält, ist er doch nicht einfach gestrickt. Ganz im Gegenteil! Neben Lydia wird auch das Leben von Genevieve Gray, Lydias jüngste Stieftochter, näher beschrieben. Auch sie ist in einer lieblosen Ehe gefangen und weiß als einzige der vier Gray-Kinder von Floyds dunkelstem Geheimnis …
Es passiert so viel in diesem Roman, so viele Tragödien und Rettungsversuche, von denen einige scheitern, dass ich Dir einen spannungsreichen Roman versichern kann. Doch da ich dich nicht spoilern möchte, verrate ich nicht mehr über die einzelnen Geheimnisse! Nur so viel: Ich war mehr als nur einmal überrascht, welche Wendung die Geschichte genommen hat und was als Nächstes passiert ist!

Glaube
Nach all den Jahren schrecklicher Demütigungen und Gewalttaten von Seiten ihres Ehemanns, aber auch von ihren Stiefkindern, hat sich Lydia von Gott abgewandt. Sie glaubt nicht, dass er sich für sie und ihr Leid interessiert. Erst in Alaska beginnt sie ganz langsam, und mit einer großen Portion Skepsis wieder zu Gott zu finden. Und das auch nur dank ihrer Tante und Kjell.
Und gerade das macht dieses Buch so einzigartig. Obwohl es sich so locker und flüssig lesen lässt, wie jeder andere Liebesroman und das Herz genauso sehr erfüllt, werden zugleich schwierige theologische Fragen thematisiert und ein Stück weit auch beantwortet. Und das auf eine sehr verständnisvolle und unaufdringliche Weise, die mich im positiven Sinne sehr erstaunt hat! Ganz natürlich entwickeln sich in diesem Roman Gespräche darüber, wie Gott Leid zulassen kann, wenn er uns doch liebt; oder was unser persönliches Gebet ausmacht; und wie wir in größter Not den Glauben an Gottes guter Führung nicht verlieren.
Mich hat es sehr beeindruckt, wie natürlich und unaufdringlich solch wichtige und zugleich schwierige Themen in einem an sich typischen Liebesroman angesprochen wurden. Dies geschieht auf solch einfühlsame und heranführende Weise, dass sich das Buch sehr für zweifelnde, suchende und nicht-gläubige Leserinnen eignet.


Fazit

Bevor es Morgen wird ist ein wunderbarer historischer Liebesroman, der zu den besten seines Genres gehört! Jede Leserin, die historische Liebesromane liebt, wird auch diese Geschichte verschlingen und nicht genug davon bekommen können!
Das Besondere an diesem Roman ist, dass es neben der romantischen Geschichte, die keinesfalls kitschig wird!!, sehr viele spannungsreiche Ereignisse passieren. Mehr als einmal nahm der Roman eine unerwartete Wendung.
Zugleich werden nebenbei wichtige und schwierige theologische Themen wie Leid, Gebet und Gottes Führung in der Not ganz praktisch und verständlich behandelt. Die dazugehörigen Gespräche sowie innere Haltungen, Gedanken und Gefühle der einzelnen Protagonisten entwickeln sich langsam und daher für den Leser absolut nachvollziehbar. Da diese Themen wie beiläufig besprochen werden, wird die Meinung der Protagonisten nicht dem Leser aufgezwungen. Das Buch eignet sich daher auch für fragende, suchende sowie zweifelnde und nicht-gläubige Leserinnen. Denn Lydia ist anfangs selbst sehr skeptisch und hinterfragt so einiges am Glauben ihrer Tante.

Mit diesem Roman wird demnach jede Leserin historischer Romane glücklich! Denn mit ihm ist der Autorin Tracie Peterson eine perfekte Mischung aus Romantik, Spannung und christlicher Werte gelungen!

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Tags: alaska, christlicher roman, gebet, gottes führung, historischer roman, jesus, leid, liebesroman, not, romantik, sitka, spannung, zwangsehe   (13)
 

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Sunnie und Polli - Im Land der Monate

Joachim Sohn
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 01.03.2015
ISBN 9783944544403
Genre: Fantasy

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bastei lübbe, des, dorf, dryade, dryaden, dunklen, düster, familie, fantasy, katharina seck, liebe, natur, romantik, tochter des dunklen waldes, wald

Tochter des dunklen Waldes

Katharina Seck
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.11.2017
ISBN 9783404208807
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt

Lilah wächst als Weise bei ihrem Onkel und ihrer Tante in einem kleinen Dorf auf, das an einen großen und düsteren Wald grenzt. Nicht nur eine dunkle Geschichte kursiert über diesen mächtigen Wald, der das angrenzende Land unglaublich fruchtbar macht.
Und so sehr sich Lilah auch davor fürchtet, ihn zu betreten, hält sie ihre Angst doch nicht davon ab, Dorean in den Wald zu folgen. Denn auch wenn er sich ihr gegenüber in den letzten Wochen sehr distanziert hat, liegt ihr doch so unglaublich viel an diesem jungen Mann, dass sie sich ihrer Furcht stellt und dabei zu sich selbst findet …


Meine Meinung

Märchen- oder Fantasygeschichte?
An sich hat mir die Geschichte sehr gut gefallen. Sie fängt wie eine märchenhafte Geschichte an. Doch bald wandelt sich dieser märchenhafte Charakter zu einer „typischen“ Fantasygeschichte. Dies soll nicht abwertend klingen, denn die Geschichte ist weiterhin märchenhaft angehaucht, doch eben nur noch unterschwellig.

Charaktere und Romantik

Wie gesagt, hat mir die Haupthandlung, die Grundidee zu dieser Geschichte sehr gut gefallen. Auch die Widersprüchlichen Gefühle, die in Dorean wüten, sind sehr gut nachvollziehbar und anschaulich beschrieben. Für alle Romantiker unter uns könnte aber die Liebesgeschichte zwischen Lilah und Dorean etwas zu kurz kommen. Mir hat das aber nichts ausgemacht. Dieser Roman ist eben hauptsächlich ein Fantasyroman mit einem Hauch von Romantik und kein Liebesroman mit einem Hauch Fantasy!

Unausgereifte Umsetzung der Handlung
Doch leider war für mich persönlich die Geschichte in manchen Bereichen zu unausgereift. Es gab (für mich) zu viele offene Fragen und ungeklärte Umstände. Leider kann ich hier jetzt nicht weiter ins Detail gehen, da ich sonst einiges verraten müsste. Und ich möchte euch nicht die Überraschungsmomente rauben!

Schlechtes Lektorat
Aber was mich am allermeisten an diesem Roman gestört hat, ist, wie schlecht er lektoriert bzw. Korrektur gelesen wurde. Es befinden sich unglaublich viele Fehler in diesem Roman! Ich glaube, ich habe noch nie sooo viele Fehler in einem Buch entdeckt! Und das sind nicht nur Komma- oder Tippfehler!
Mich hat das sehr in meinem Lesefluss gestört und mir teilweise stark die Freude am Lesen genommen. Das finde ich unglaublich schade und hat bei mir einen faden Beigeschmack hinterlassen. Dabei hatte ich mich so auf dieses Buch gefreut, weil mir Die silberne Königin, ebenfalls von Katharina Seck, unglaublich gut gefallen hat! Doch aufgrund des schlechten Lektorats und der nicht gänzlich durchdachten Handlung kann Tochter des dunklen Waldes für mich nicht mit Die silberne Königin mithalten.


Fazit

Die Geschichte an sich hat mir richtig gut gefallen. Doch leider wurde ich dennoch von Katharinas neuer Geschichte enttäuscht. Es befinden sich unglaublich viele Fehler in diesem Buch, welche meinen Lesefluss und somit auch die Freude an der Geschichte stark beeinträchtigt haben. Auch die offenen Fragen bzw. nicht weiter durchdachten (oder erwähnten) Umstände, wie beispielsweise die „Existenz“ ihrer Eltern, haben meine Lesefreude getrübt.
Tochter des dunklen Waldes ist demnach eine Geschichte mit viel Potenzial und einer unglaublich guten Grundgeschichte, doch sie ist meiner Meinung nach nicht ausgereift und schlecht lektoriert bzw. korrigiert und daher auch nicht das Geld wert. Es gibt genügend andere Bücher, die sowohl eine richtig gute Handlung, einmalige Charaktere und einen wunderbaren Schreibstil haben!


Weitere Fantasy-Rezensionen von TrustInTheLord

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Tags: dryade, fantasy, märchenhafte fantasy, romantik, wald   (5)
 

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andacht, christentum, jesus, psalme, timothy kelelr

Ein Jahr mit den Psalmen: 365 Andachten

Timothy Keller , Kathy Keller
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 15.08.2017
ISBN 9783765509827
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

Dieses Buch beinhaltet 365 Andachten zu den Psalmen. Innerhalb eines Jahres liest man so jeden Psalm ein Mal. Da es mehr Tage im Jahr als Psalme gibt, sind einige Psalme auf mehrere Tage verteilt.


Meine Meinung


Zu jedem Psalm bzw. Psalm-Abschnitt gibt es einige weiterführende Gedanken und Erklärungen und abschließend ein Gebet. Da jede Andacht nur eine Seite in Anspruch nimmt, sind die Gedanken und das Gebet recht kurz gehalten und enthalten dadurch auch nicht immer bahnbrechend Neues. Doch das finde ich überhaupt nicht schlimm. Der kurze Abschnitt nach dem Bibeltext regt zum Weiterdenken und Vertiefen an. Das Gebet bildet einen schönen Abschluss.
Für mich waren gerade diese kurzen Einheiten sehr praktisch, da ich morgens vor der Arbeit kaum Zeit habe und so doch wenigstens einen kurzen biblischen Impuls erhalten habe. Zudem finde ich es klasse, mithilfe dieses Buches in einem Jahr einmal alle Psalme gelesen zu haben. Da manche Psalme ziemlich lang sind, finde ich die Aufteilung über mehrere Tage sehr praktisch. So kann man sich viel besser auf den Inhalt konzentrieren und überliest nicht einfach etwas. Die einzelnen Bibelverse gewinnen mehr an Bedeutung.
Wer sich allerdings eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit den Psalmen wünscht, sollte von diesem Buch Abstand nehmen. Schließlich ist es als Andachtsbuch angelegt und nicht für das vertiefte Bibelstudium.


Fazit


Für alle, die gerne die Psalme lesen und sich immer wieder mit ihnen auseinander setzen wollen, ist dieses Buch auf jeden Fall ein Muss! Da die Psalme chronologisch behandelt werden und so leicht zu finden sind, kann man dieses Buch auch sehr gut zur Erstellung eigener Andachten oder für die persönliche Vertiefung einzelner Psalme nutzen.

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19. jh., christlicher roman, ehe, ehepaar, farm, glaube, gott, heirat, hilfe, historischer roman, hoffnung, liebe, trilogie, usa, vergebung

Weil du mir versprochen bist

Joanne Bischof , , ,
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 01.06.2015
ISBN 9783765520334
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Leonie ist ein einfaches Mädchen aus dem 19. Jahrhundert und lebt mit ihren Geschwistern, ihrer willensschwachen Mutter und ihrem gewalttätigen Vater zusammen in Virginia. Nach einer Feier im Dorf soll ihr Bruder Leonie nach Hause begleiten. Doch dieser drückt sich davor und „zwingt“ den bekannten, jungen Frauenheld Gideon, Leonie nach Hause zu bringen.
Auf dem Heimweg zeigt sich Gideon von seiner besten Seite, weshalb Leonie ihm einen Gute-Nacht-Kuss gewährt. Ihren ersten Kuss. Doch Gideon möchte noch weit mehr und küsst sie immer weiter. Leonie kann sich glücklicherweise aus der eisernen Umarmung befreien und ins Haus fliehen.
Doch am nächsten Tag stellt sich heraus, dass ihr Vater diesen schrecklichen Zwischenfall mitbekommen hat und zwingt die zwei jungen Leute zu heiraten. Denn er behauptet, dass weit mehr zwischen den beiden vorgefallen wäre und nur auf diese Weise der Familie die Schande erspart bleiben kann.
Und so beginnt Leonies unglückliche Ehe mit Gideon, der nur an sich selbst interessiert ist und Leonie kaum Beachtung schenkt. Doch als Leonie mit ihren Kräften absolut am Ende ist, taucht Jebediah auf und trägt sie zu sich und seiner Frau nach Hause. Leonies und Gideons Ehe erfährt durch dieses ältere Ehepaar eine zweite Chance, die Gideon nicht nur einmal aufs Spiel setzt …


Meine Meinung


Weil du mir versprochen bist
ist ein historischer Liebesroman, der das romantische Herz höher schlagen lässt. Anfangs scheint alles nur schief zu gehen und immer schlechter zu werden, doch ab der Mitte des Buches werden mit dem Erscheinen von Jebediah Leonies Lebensumstände Stück für Stück besser.
Es passiert einiges in dem Buch, mit dem ich nicht gerechnet hatte. Und gleichzeitig ist diese Liebesgeschichte wie so oft im Großen und Ganzen vorhersehbar. Dennoch habe ich beim Lesen einige wunderschöne Stunden verbracht. Joanne Bischof versteht es nicht nur, das Herz einer Frau zu bewegen, sondern kann auch wunderbar schreiben. Mit Leonie hat sie eine starke Figur geschaffen, deren Stärke auf ihren Glauben und ihr Vertrauen in Gott beruht. Sie ist zwar eine gehorsame, geduldige und körperlich schwache Frau – ja lässt sogar fast alles mit sich machen. Doch sie weiß genau was Recht und Unrecht ist und geht dagegen an. Sie erduldet zwar viel, doch sie handelt nie unrecht. Darin und in ihrem starken Glauben spürt man ihren starken Charakter während jeder einzelnen Zeile. Ihr Glaube und ihr Vertrauen durchziehen die Geschichte und sind fast greifbar.


Fazit


Joanne Bischof hat demnach einen wunderbaren, christlich geprägten Liebesroman geschrieben, der dem romantischen Frauenherz einige schöne Lesestunden beschwert. Doch man darf von einem Frauenroman auch nicht mehr erwarten, als wunderbare Lesestunden zu verbringen, während denen man vor sich hinträumen und sich verzaubern lassen kann.

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Tags: christlicher roman, jesus, liebesroman   (3)
 

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botschaft, christentum, glaube, jesunachfolge, jesus, liebe, schuld, sünde, trennung, tür, vergebung, weitermachen

Die offene Tür

David Gregory , Julian Müller , mauritius images / Johnér
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 12.09.2017
ISBN 9783765509858
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Emmas Freund zieht für einen Job weg, ohne es vorher mit ihr zu besprechen. Sie versuchen dennoch die Beziehung aufrecht zu erhalten, doch nach drei Monaten Fernbeziehung ist es aus. Emma bleibt tief verletzt zurück und die ersten Glaubenszweifel schleichen sich ein. Dann erhält Emma aber unerwartet eine Karte mit anonymen Absender, auf der steht: Für ein echtes Abenteuer mit Jesus gehe durch die nächste offene Tür. Und so beginnt Emmas Abenteuer mit Jesus.
Da es ein fiktiver Roman ist, erlebt Emma Seite an Seite mit Jesus einige biblischen Ereignisse aus dem 1. Jahrhundert und lernt wie sie als Christin auch in ihrer Zeit und Situation ein Abenteuer mit Jesus erleben kann. Tag für Tag.


Meine Meinung

Nicht nur Emma lässt sich auf ein Abenteuer ein, als sie durch die erste offene Tür geht. Denn schließlich begleitet der Leser sie und schlüpft so in Emmas Rolle.
Obwohl ich mich zu dem Zeitpunkt, als ich das Buch gelesen habe, nicht in Emmas Ausgangssituation befand (Trennung von dem langjährigen Lebensgefährten), konnte ich mich sehr gut in Emma hineinversetzen. Zudem wurde durch die persönlichen Begegnungen zwischen Emma und Jesus, mir Jesus auf für mich neue Art lebendig. Natürlich muss man sich hier immer bewusst sein, dass die Jesus-Figur nicht zu 100% dem wahrhaftigen Jesus entsprechen kann. Aber dadurch, dass biblische Szenen ausgewählt wurde, die man dann auch selbst nachlesen und vergleichen kann, habe ich den Eindruck, dass die Jesus-Figur im Buch unserem wahren Erlöser doch sehr nahe kommt.
Emmas Reise zur Zeit Jesu besteht zum einen darin, wie sie die Trennung von ihrem Freund überwinden kann, und zum anderen darin, was es bedeutet als Christ zu leben - mit und in Jesus zu leben. Themen wie beispielsweise Vergebung, die im Bezug auf die Trennung zu ihrem Freund behandelt wird, lassen sich gut auch auf andere Situationen und Gegebenheiten übertragen. Ich konnte daraus viel für mein eigenes Leben herausziehen und erhielt einige für mich neue Denkanstöße. Ich denke zwar nicht, dass man gleich alle Aussagen über den Glauben für wahr halten sollte, die in einem fiktiven Roman niedergeschrieben wurde. Doch man sollte sie definitiv überdenken und dieses Buch gab mir einiges zu bedenken und viele neue Einsichten, die für mich der Wahrheit entsprechen.
Gerade als es um den Gegensatz zwischen erlöster Christ und gleichzeitig Sünder sein ging, habe ich dank dem Buch endlich eine plausible "Lösung" gefunden. Ich weiß nicht, ob es wirklich so ist – darüber möchte ich noch einmal mit erfahreneren Christen reden - doch endlich ergibt diese ganze Thematik für mich einen Sinn. Das war für mich das bereichernste in diesem Buch: zu erfahren, wie ich als Christ rein sein kann und dank Jesu Opfer und Erlösung rein bin, und zugleich doch immer wieder sündige. Schritt für Schritt erklärt die Jesus-Figur einem, wie diese beiden Tatsachen in einem existieren können, wie beides wahr ist und kein sich gegenseitig ausschließender Widerspruch. Das war für mich der Höhepunkt dieses Buches. Man wird behutsam darauf vorbereitet, sodass man gut der Geschichte und den Erklärungen folgen kann.
Dies gelingt dem Buch dadurch, dass vor den theologischen Gesprächen zwischen Emma und Jesus, Emma Situationen aus der Bibel erlebt, die Jesus in seinen Erklärungen als Beispiele heranzieht. Die Erläuterungen werden so lebendig und für jeden nachvollziehbar, da man die Situation durch Emma sozusagen selbst miterlebt hat.


Gestaltung

Dank seiner kleinen Ausgabe als Hardcover (es ist nur 10,5x16,5 cm groß) eignet dieses Buch sich auch ideal als Geschenk. Die Textinnengestaltung ist ebenfalls liebevoll umgesetzt worden. Es ist eine reine Freude dieses Buch zu lesen.


Fazit


Ich kann dieses Buch nur empfehlen! Es richtet sich vor allem an Christen, die bereits länger ihren Weg mit Jesus gehen. Es ist aber auch für erst vor kurzem wiedergeborene Christen geeignet.
Da es ein kleines(!) Hardcover mit nur um die 150 Seiten ist, eignet es sich auch perfekt für Lesemuffel.
Zwar ist Die offene Tür ein Roman, doch die behandelten Themen sind sehr tiefgründig und regen an, über das eigene Leben nachzudenken. Durch den Romanstil liest man die einzelnen Seiten nur so weg. Jesus war mir dabei viel näher, als wenn ich in der Bibellese (das fällt mir noch etwas schwer). Die Geschehnisse waren für mich so lebendig und verständlich, dass ich es wirklich unbedingt jedem Christen empfehle. Besonders denen, die sich mit dem Bibellesen etwas schwer tun oder Fragen zu Vergebung, Liebe, Schuld/Sünde und Erlösung haben. Diese Begriffe werden sehr verständlich thematisiert. Und dank der Geschichte darum herum ist es ein lockeres, flüssig lesbares Buch, das diese Themen nicht theoretisch, sondern praktisch und lebendig behandelt.

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Tags: christentum, jesunachfolge, jesus, liebe, schuld, sünde, trennung, vergebung   (8)
 

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arabien, bibel, christentum, erfahrungen, evangelisation, geduld, glaube, islam, mission, mut, reisen, verlag: scm hänssler, vertrauen

Vor aller Augen

Deborah Meroff , Tom Hamblin
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 31.08.2017
ISBN 9783775157940
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt

Tom Hamblin nimmt uns mit auf seine Reise durch fremde Länder im Auftrag Gottes. Er reist vor allem durch verschiedene Länder im Nahen Osten. Dabei berichtet er nicht nur von all den vielen Wundern, die er meist selbst erlebt hat, sondern auch von der dort vertretenen Kultur, den staatlichen Strukturen und dem Alltag.
Zusammen mit seiner Frau bringt er nicht nur Tausende von Bibeln, Neue Testamente oder andere christliche Literatur in den Umlauf, sondern hilft auch beim Aufbau einer zerstörten Kirche und eines Krankenhauses mit. Doch lest am besten selbst, was Tom alles in den vielen Jahren im Ausland erlebt hat!


Meine Meinung


Nach einem kurzen Einblick in seine Abenteuer erfährt man erst einmal ausführlich etwas über Toms Kindheit und Jugendjahre. Diese Kapitel fand ich sehr interessant und gut zu lesen. Denn Toms Weg zu Jesus ist allein schon ein eigenes Buch wert! Zwischenzeitlich hatte ich dann auch ganz vergessen, dass es in dem Buch ja eigentlich um etwas ganz anderes gehen soll … Doch wie gesagt, diese Kapitel waren sehr flüssig zu lesen, absolut spannend und wichtig, um Tom besser kennen zu lernen und ihn zu verstehen,
Danach wird Toms leben noch spannender und mitreißender. Aber leider leidet der Schreibstil darunter. Tom hat einfach so viel erlebt und dabei auch so viele Wunder, die es wert sind erzählt zu werden und auch erzählt werden sollten. Doch werden all diese Dinge teilweise nur sehr kurz angerissen. Kaum hat man sich in die Situation hineingefunden, wird auch schon von einer anderen erzählt.

Für mich persönlich wären diese Kapitel leichter zu lesen gewesen, wenn zwischen diesen Erzähleinheiten eine Leerzeile gewesen wäre oder wie es ab und zu vorkam, ein Zwischenelement. So wie es umgesetzt ist, hat man allerdings das Gefühl, von einem Erlebnis zum nächsten zu hetzten. Und dieses Gefühl mag ich überhaupt nicht beim Lesen. Eine andere Leserin hat es sehr treffend beschrieben: Es ist wie eine Diashow, die zu schnell abgespielt wird.
Ab und zu wird zwar auch etwas länger über ein Ereignis berichtet, doch das sind eher die Ausnahmen, wie die Kapitel über Jemen.

Dennoch bin ich froh, das Buch gelesen zu haben. Denn all die Wunder, die Jesus in Toms Leben und bei seinen Mitmenschen gewirkt hat, bestärken meinen eigenen Glauben ungemein. Zudem lassen sie einen wieder an die unglaubliche Macht Gottes glauben. Wahrhaftig daran glauben. Daran glauben, dass für Gott einfach wahrlich nichts unmöglich ist. Und dass er auch gerne unsere Mitmenschen bei solchen Wundern als seine Werkzeuge integriert.

Auch die Erzählungen über das Leben im Nahen Osten bringen einem eine fremde Kultur näher. Der Nahe Osten, also die arabischen Länder, die vor allem durch ihren islamischen Hintergrund geprägt sind, ist so ganz anders. Viel unterschiedlicher zu unserer westlichen Denkweise, als wir es uns oft vorstellen können. Dort herrschen andere Normen, Werte, Denk- und Handelsweise. Es ist wie eine andere Welt, die man erst anfängt zu verstehen, wenn man ein Teil von dieser wird. Und Tom gibt dem Leser einen kleinen, aber doch nachhaltigen Eindruck von dieser anderen Welt. Vor allem bekommt man die dort vorherrschenden politischen bzw. staatlichen Strukturen und Machtverhältnisse mit.

Schade fand ich allerdings, dass Toms Frau immer wieder nur am Rande erwähnt wurde. Ebenso seine Kinder. Mich hätte das tägliche Leben als Missionar noch viel mehr interessiert; vor allem seinen Alltag mit Frau und Kinder betreffend. Auch hätte ich es schön gefunden, ein wenig mehr Einblick in die Tätigkeiten von Toms Frau zu bekommen. Sie scheint kaum an Toms Reisen teilzunehmen. Was macht sie in der Zwischenzeit? Und wie geht es ihr dabei? Aber nun gut, man kann halt nicht alles haben.


Fazit

Tom lässt uns an unglaublich vielen, beeindruckenden Momenten in seinem Leben teilhaben. Durch all diese wunderbaren Ereignisse wurde auch mein persönlicher Glaube bereichert. Vor allem dadurch, dass mir wieder deutlich bewusst wurde, wie mächtig unser Vater ist, und dass für ihn wirklich nichts unmöglich ist.
Das Buch lässt sich anfangs sehr gut und flüssig lesen. Doch nach den Kapiteln über seine Kindheit und Jugend wird gefühlt nur noch ein Ereignis nach dem anderen angerissen. Ich fühlte mich teilweise ziemlich gehetzt. Das war dann leider kein entspanntes Leseerlebnis mehr.
Daher: Inhalt top, Schreibstil teilweise mangelhaft.

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glaube, gott, hass, islam, liebe, vergebung

Hass gelernt, Liebe erfahren

Yassir Eric
Fester Einband: 244 Seiten
Erschienen bei adeo Verlag, 28.08.2017
ISBN 9783863341770
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt

Yassir Eric gewährt dem Leser einen tiefen Einblick in sein Leben und das vieler anderer Araber:
Yassir wächst im Sudan, umgeben von einem konservativen, extremistischen Islam, auf. Bereits als Kind wird er von einem Tag auf den anderen in eine weit entfernte Koranschule gebracht, die mit Strenge und Lieblosigkeit die Kindern den Koran auswendig lernen lässt. Viele Ereignisse in dieser Zeit prägen ihn stark und als er nach Hause zurückkehren darf, ist er innerlich kein Kind mehr. Die schweren Jahre haben ihn erwachsen werden lassen und ihn in seiner extremistischen Meinung gestärkt. Und so ist es nicht verwunderlich, dass all sein Hass sich auf seinen christlichen, südsudanesischen Mitschüler – Zakaria – richtet. Yassir ist in und mit einer lebensfeindlichen Gesellschaft aufgewachsen. Die Tötung von Ungläubigen – und dazu zählt jeder, der nicht genau den gleichen islamischen Glauben oder die entsprechende Stammeszugehörigkeit besitzt – ist eine gute Tat im Sinne Allahs. Der Tod bzw. der Mord eines Ungläubigen ist sogar eine sehr gute Tat. Ist es da noch verwunderlich, dass Yassir in diesem Glauben seinen Mitschüler Zakaria mit einigen Freunden auflauert und zu Tote prügelt? Er möchte Allah gefallen und in den Himmel kommen. Und dafür tut er alles, was aus seiner Sicht und aus der Sicht seiner Verwandtschaft nötig ist.
Doch nachdem sich Yassirs geliebter, kritisch denkender Onkel zum Christentum bekehrt und daraufhin von der Familie ausgestoßen wird, ändert sich Yassirs Leben von einem Moment auf den anderen grundlegend …


Meine Meinung


Ich selbst bin in einer christlichen Familie aufgewachsen und entscheide mich immer wieder neu dazu, Jesus nachzufolgen. Doch Yassir hat mich trotz der gegensätzlichen Prägungen und Lebensumstände mit in seine Welt genommen. Während jeder Zeile konnte ich mich in ihn hineinversetzten; konnte verstehen, wieso er so gedacht und gehandelt hat, wie er es getan hat; konnte verstehen, wie sich seine frühkindlichen Prägungen auf ihn ausgewirkt haben.
Immer wieder unterbricht er seine biographischen Berichte und kommentiert die Ereignisse und seine Handlungen aus seiner heutigen, christlichen Sicht. Diese typographisch abgesetzten Erläuterungen tragen auch sehr zum Verständnis der ganzen Situation bei.

Ich habe dieses Buch geradezu verschlungen. Es ließ in mir wieder ganz neu das Verständnis für Muslime und arabisch geprägte Menschen wachsen. Diese Menschen sind so ganz anders aufgewachsen, haben teilweise komplett unterschiedliche Prägungen und Werte erfahren.

Yassir berichtet auch über seine ersten Jahre in Deutschland; wie schwer für ihn zum Teil die Eingliederung war. Gerade für uns Selbstverständlichkeiten wie Mülltrennen und diesen in die richtige Tonne – und nicht in die des Nachbars – zu werfen, erweisen sich für Yassir als Herausforderungen. Wie ihm geht es momentan vielen Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind. Menschen, die in einer ganz anderen Kultur und Werteordnung aufgewachsen sind. Yassirs Geschichte hat mir auch neues Verständnis für all die Flüchtlinge gebracht, neue Erkenntnisse, wie mein Umgang mit ihnen sein sollte und wie ich ihnen helfen kann. Diese Erkenntnisse erlangte ich vor allem dadurch, dass Yassir mich als Leser direkt angesprochen hat. Denn besonders in diesen Kapiteln wendet er sich oft aus seiner heutiger Sicht an den Leser. Er beschreibt und erklärt, welche Maßnahmen und Hilfen für Araber in Deutschland wirklich hilfreich sind und welche nicht. Viele gut gemeinte Hilfen erfüllen nicht ihren Zweck, weil sie an der falschen Stelle ansetzen. Dieser Teil von Yassirs „Ansprachen“ an den Leser haben mir besonders gefallen und sind für alle in Deutschland lebende Menschen wichtig zu wissen – nicht nur für Christen oder Muslime.


Gestaltung


Das Buch ist sehr edel gestaltet. Der schwarze Schutzumschlag umhüllt das weiße Hardcover mit dem weißen Lesebändchen. Auf dem Vorsatzpapier ist eine Karte des Sudans und von dessen angrenzenden Ländern abgedruckt. Ungefähr in der Mitte des Buchs befinden sich einige Fotoseiten, die durch den schwarzen Hintergrund sehr edel wirken und die Bilder perfekt zur Geltung bringen.


Fazit

Hass gelernt. Liebe erfahren ist ein so gewaltiges Buch, dass jeder gelesen haben sollte – egal ob Christ, Muslim oder Atheist. Denn Yassir beschreibt seine Jahre im Sudan und später in Deutschland so nachvollziehbar, dass man sich unglaublich gut in ihn hineinversetzen kann. Dieses Verständnis für unsere arabischen Mitmenschen ist absolut notwendig, um einen gegenseitig respektvollen Umgang pflegen zu können – einen Umgang der Grenzen der Missverständnisse aus dem Weg räumt und Platz für gegenseitige Wertschätzung schafft.
Dieses Buch ist aber nicht nur deshalb auch für Menschen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind, von unglaublichem Wert. Denn Yassir erzählt auch von seinen ersten Jahren in Deutschland; was ihm schwer fiel und was seiner Meinung nach anders gehandhabt werden sollte, um die Eingliederung der Flüchtlinge in die deutsche Gesellschaft und in unser Wertesystem zu ermöglichen.
Er gewährte mir viele Einblicke in seine Gedanken- und Gefühlswelt, die in mir ein ganz neues Verständnis für Araber, Muslime und Flüchtlinge ermöglicht haben. Ich kann dieses Buch jedem uneingeschränkt empfehlen!

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Bete für deinen zukünftigen Ehemann

Robin Jones Gunn und Tricia Goyer
Fester Einband
Erschienen bei CLV, 01.01.2017
ISBN 9783866992832
Genre: Sonstiges

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6 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Ehe

Timothy Keller , Kathy Keller , Ralf Simon
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 14.09.2017
ISBN 9783765513053
Genre: Sachbücher

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beziehung, frauen

Weisst du nicht, wie schön du bist?

Stacy und John Eldredge , John Eldredge
Fester Einband: 285 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 19.09.2017
ISBN 9783765519345
Genre: Sachbücher

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bibliomantik, bücher, die seiten der welt, die seiten der welt - nachtland, exlibri, fantasy, finnian, furia, jugendbuch, kai meyer, libropolis, magie, nachtland, trilogie, widerstand

Die Seiten der Welt - Nachtland

Kai Meyer
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 25.06.2015
ISBN 9783841421661
Genre: Jugendbuch

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behinderung, biografie, ehe, gott, halswirbelbruch, heirat, hochzeit, jesus, joni, krebs, lähmung, leid, liebe, tetraplegie, trauversprechen

Joni & Ken

Ken Eareckson Tada , Joni Eareckson Tada , Larry Libby , Anja Findeisen-Mackenzie
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Brunnen, 01.10.2014
ISBN 9783765518492
Genre: Sonstiges

Rezension:

Inhalt

Dieses wundervolle Buch handelt von der Liebesgeschichte zwischen Joni und Ken. Allerdings merkt man beim Lesen nur zu deutlich, dass es auch darum geht, Jesus als Paar zu dienen. Dabei ist Joni nicht nur ab dem Hals abwärts gelähmt, sondern Ken leidet zwischendurch unter Depressionen und dann erkrankt Joni auch noch an Brustkrebs. Doch durch all das Leid hindurch bleiben sie Jesus treu ergeben und finden immer wieder zueinander zurück.



Anmerkung

Diese Rezension ist anders, als meine restlichen Rezensionen, da mich das Buch durch eine besondere Lebensphase begleitet hat und deshalb diese mehr als das Buch selbst in dem Vordergrund steht. Ich hoffe, dass Du dennoch oder gerade deswegen erkennen kannst, wie wunderbar und hilfreich dieses Buch ist.


Meine Meinung

Ich habe das Buch gelesen, als ich in einer für mich schwierigen Umbruchsphase war. Nach dem Studium hatte ich mich bei zwei Stellen beworben. Die eine war entfernt von meiner Familien und meinem Freund, aber dafür ein christlicher Arbeitgeber und gleich eine Festanstellung – die andere war in der Stadt meines Freundes, mit dem ich seit guten 2,5 Jahre eine Fernbeziehung führe, aber dafür wäre diese Stelle nur ein Volontariat gewesen.
Ich wollte so unbedingt endlich in der Nähe meines Freundes sein. Doch ich wusste, dass es nur funktionieren kann, wenn auch Gott mich dort haben will. Also gab ich die Entscheidung an Gott ab und nun habe die Stelle fernab meines Freundes und meiner Familie.
In dieser Zeit habe ich sehr gerungen und noch immer fällt es mir schwer, dies zu akzeptieren.
Aber Joni und Ken haben mir gezeigt, dass man Gott immer bedingungslos vertrauen kann. Dass selbst aus einer so schrecklichen Diagnose wie Krebs etwas Gutes wachsen kann. Dass man für die Herausforderungen, die Gott einen stellt, dankbar sein soll. Er wendet alle Dinge zum Guten, auch wenn ich manches noch nicht sehen kann.
Zwar kann ich mir momentan nicht vorstellen, wie diese Distanz der Beziehung zu meinem Freund förderlich sein kann, aber Gottes Wege müssen nicht immer für uns rational verständlich sein. Und auch wenn ich dachte, wir hätten doch mit den 2,5 Jahren schon genug durchgemacht und hätten endlich Nähe zueinander verdient, stimmt das wohl nicht. Genauso dachte ich, Joni hätte schon genug durchgemacht, indem sie sich nicht mehr bewegen kann. Warum dann also noch der Krebs?
Joni wurde mir zum Vorbild, Gottes Herausforderungen anzunehmen, an seine Liebe und seinen guten Willen zu glauben. Wer weiß womit er mich beschenkt und ob ich nicht doch bald in die Nähe meines Freundes ziehen kann, auch wenn ich momentan mir nicht vorstellen kann, wie das funktionieren soll.
Joni und Ken haben mir auch gezeigt, dass es nicht darum geht, sich als Paar gegenseitig zu dienen. Sondern darum, wie man als Paar Gott besser dienen kann. Das Schöne daran ist, dass sie sich wahrscheinlich gerade deshalb so sehr lieben, aneinander freuen und sich gegenseitig dienen, weil sie Jesus lieben, sich an ihm erfreuen und ihm dienen. In einer Partnerschaft ist es wichtig, dass Jesus immer im Mittelpunkt bleibt und nicht der eigene Partner. Das ist wohl ein Punkt an dem ich dringend arbeiten muss, doch Joni und Ken werden mir Dank ihres Buches dabei eine große Hilfe sein.


Gestaltung

Das Hardcover mit Silberprägung ist edel gestaltet. Es besitzt einen Schutzumschlag und farbige Bilder in der Buchmitte, die mit ihrem schwarzen Hintergrund sehr hochwertig wirken.
Auch die einzelnen Kapitel wurden sehr liebevoll gestaltet. Zu Beginn jedes Kapitels befindet sich ein passendes, christliches Zitat. Größere Sinnabschnitte sind innerhalb eines Kapitels durch Verzierungen getrennt


Fazit

Joni und Ken haben mich in dieser schwierigen und ungewissen Zeit vieles gelehrt. Sie haben mich begleitet; haben mir gezeigt, Gott bedingungslos zu vertrauen, selbst wenn ich es nicht verstehen kann und gerade dann, wenn ich nicht weiß, was auf mich zukommt.
Ich kann daher das Buch nur jeden empfehlen, der gerade eine schwere Zeit durchmacht – egal ob man gerade in einer Partnerschaft ist oder sich als Single durch den Alltag kämpft. Jeder kann so viel aus Joni und Kens Nachfolge lernen. Es ist einfach ein beeindruckendes Buch über zwei wunderbare Menschen.
Lies es am besten einfach selbst!

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bürgerkrieg, christentum, christenverfolgung, evangelisation, extremist, irak, iran, is, islam, islamischer staat, israel, jesus, jesusnachfolge, krieg, nächstenliebe

Im Sturm der Verfolgung

Tom Doyle , Greg Webster , Friedemann Lux
Buch
Erschienen bei Brunnen, 07.02.2018
ISBN 9783765543166
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt

Im Sturm der Verfolgung erzählt von acht beeindruckenden und prägenden Lebensgeschichten von Christen im Nahen Osten. Manchmal handelt es sich dabei um ehemalige Muslime, die während der Geschichte zu Jesus finden; manchmal erzählen auch langjährige Christen von prägenden Begegnungen mit Muslimen, die dann zu Jesus gefunden haben. Es gibt aber auch Geschichten, die von Begegnungen zwischen Christen, Kurden und Juden berichten.
Jede Geschichte handelt von einer ganz anderen Facette des Lebens im Nahen Osten. Ein paar sind sogar durch einzelne Personen miteinander verknüpft. Und in jeder Geschichte spürt man ganz deutlich Gottes Kraft, die dahinter steckt.


Meine Meinung

Innerhalb weniger Tage hatte ich dieses Buch durchgelesen. Und hätte ich genügend Zeit gehabt, hätte ich es an einem Stück verschlungen. Jede Geschichte berührt das Herz. Man wünscht sich am Ende des Kapitels, mehr von den Personen zu erfahren. Doch dann kommt gleich die nächste Geschichte und man ist von dieser genauso – wenn nicht sogar noch mehr – gefesselt. Die Geschichten sind so unterschiedlich und vielfältig, dass man einfach nicht genug davon bekommen kann.
Die Brutalität des Islams, die in diesem Buch deutlich beschrieben wird, steht in jeder Geschichte zu einem solchen Kontrast zu der Liebe Gottes, der Liebe Jesu. In mehreren Geschichten finden extremistische Muslime durch Jesus inneren Frieden und Liebe. Und diese Liebe wurde ihnen von anderen Christen übermittelt. Und auch wenn nun die Geschichten ähnlich, nach einem Schema F klingen, könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Einmal liest ein Cousin seinem anderen Cousin die Bibel vor, während letzterer im Koma liegt, und berührt so sein Herz. Dann gibt es Pastoren, die selbst einem Muslim, der ihnen mit dem Leben droht, einen Besuch abstatten und für ihn beten. Und es gibt eine Muslima, die mit einem fanatischen Imam verheiratet ist, und dennoch zu Jesus findet. Denn nur er spendet ihr bedingungslose Liebe und Friede.
Im Nahen Osten treffen aber nicht nur die verschiedensten Muslime auf Christen, sondern auch Christen auf Juden oder Kurden. Jede Geschichte erzählt dabei von Liebe, Friede und Gottes Kraft.
Doch sie verschönigen nicht das dortige Leben. Ganz im Gegenteil. Sie zeigen die brutale Realität:
„Als ob die Zerschlagung seiner Ausbildungsträume noch nicht genug war, hatte Medo auch Angst um seine Familie – vor allem seine Schwestern. Eine der abscheulichsten Aktionen des IS war die Anwendung seiner „Vergewaltigungstheologie“ auf die Frauen von Mosul. Laut den IS-Führern waren für alle „Kämpfer“ Frauen Freiwild; selbst Mädchen, die noch keine zehn Jahre alt waren, wurden zu „Ehen“ gezwungen, […] Jesidische Frauen wurden zu begehrten Sexsklavinnen.“ (Seite 148/149)
Gerade mir als Frau gehen diese Beschreibungen sehr nahe. Man kann sich gar nicht vorstellen, was diese Frauen und Mädchen durchmachen.

Die einzelnen Geschichten sind sehr persönlich erzählt. Man erfährt, was in den einzelnen Menschen vorgeht: ihre Gedanken, Gefühle, Sehnsüchte und Wünsche. Man erfährt so vieles über ihre Beziehungen zu den einzelnen Familienmitgliedern, zu Freunden oder Glaubensgefährten. Ich konnte mir zuvor nie wirklich vorstellen, wie es ist, in Syrien oder allgemein im Nahen Osten zu leben. Ich konnte mir nie vorstellen, wie es ist im Krieg zu leben; wenn der IS die Stadt einnimmt; wenn Bomben neben einem einschlagen und alles zerstört ist. Ich konnte mir auch nicht das Leben dort vor diesem ganzen Krieg vorstellen. Doch diese Geschichte lassen einen hautnah miterleben, wie das Leben zuvor war: wie junge Muslime studierten und Menschen heilen wollten, wie sie eine Zukunft und aufblühende Städte hatten. Und nun kann ich mir auch annähernd vorstellen, wie es ist im Krieg zu leben.
Die Geschichten sind unglaublich gut erzählt. Sie nehmen einen mit, fesseln einen und lassen das träge, westliche Christenherz wird neu für Jesus aufflammen. Diese Christen haben mir wieder neuen Aufwind, neuen Glaubenswillen und neuen Mut gegeben. Ich möchte so für Jesus leben, wie sie es tun. Und dadurch, dass am Ende jedes Kapitels die jeweiligen Hauptpersonen noch einmal das Wort persönlich an uns westliche Christen richtet, macht das Ganze noch so viel vertrauter. Wir sind eine Familie.

Der Schreibstil ist auch einfach überwältigend. Die Dialoge sind perfekt an unseren Sprachgebraucht angepasst, enthalten aber doch orientalische Elemente, sodass die einzelnen Personen vertraut reden und man ihnen doch anmerkt, dass sie aus dem Orient stammen. Es ist eine perfekte Mischung zwischen deutschen Redewendungen und arabischen Begriffen. Diese Begriffe werden teilweise in Fußnoten erklärt und sind teilweise auch durch den Kontext selbsterklärend. Dadurch bekommen die Dialoge einen orientalischen Charakter. Insgesamt sind die Dialoge sehr natürlich und ungezwungen geschrieben. Man liest die ganzen Geschichten so, als würden sie gerade genau so stattfinden.


Fazit


Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Die einzelnen Geschichten berühren das Herz und rappeln das träge Christenherz aus dem Westen wieder auf ganz für Jesus zu leben und seine Liebe zu verbreiten. In mir ist während dem Lesen ein starker Tatendrang gewachsen, anderen zu helfen. Die Chance der Flüchtlingswelle zu nutzen, Jesu Liebe unter andere Völker zu verbreiten und den Christen vor Ort – also im Nahen Osten – mehr zu unterstützen. In diesem Buch sind sehr bewegende Geschichten in einem wunderbaren Schreibstil erzählt, die auch Nicht-Christen faszinieren und fesseln werden. Man bekommt durch sie einen so guten Eindruck über das Leben im Nahen Osten vor dem Krieg und währenddessen. Es ist einfach ein unglaubliches Buch, das jeder gelesen haben muss!


Predigt

Eine passende Predigt von Pastor Bernd Bierbaum handelt davon, ganz für Jesus zu leben. Er verwendet in dieser Predigt zur Veranschaulichung sogar eine Geschichte aus dem Buch: „Der IS-Kämpfer aus Mosul“. Wie die Christen in diesem Buch zeigt auch Pastor Bierbaum uns was es bedeutet, sein Leben ganz nach Jesus auszurichten; welche Opfer wir auch hier im Westen bringen müssen und welchen Segen wir für andere sein können und auch selbst empfangen. Eine sehr gute Predigt passend zu einem sehr, sehr guten Buch!

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apostel, bekehrung, christentum, drogenabhänige, evangelisation, familie, freiheit, jesus, jesusnachfolge, mission, nächstenliebe, obdachlose, woodstock

Ungezähmt für Jesus

Stephan Maag , Daniel Gerber
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei SCM Hänssler, 27.02.2017
ISBN 9783775157629
Genre: Biografien

Rezension:

Inhalt

Stephan wächst in einer gläubigen christlichen Familie auf. Doch während seiner Pubertät entfernt er sich immer weiter von Gott – bis dieser ihm ganz fremd ist. Als er Jahre später trotz allen Erfolgs und Wohlstand innerlich leer ist, gibt Stephan Gott eine neue Chance. Und Gott krempelt daraufhin Stephans Leben ganz schön durch. Das passierte nicht von jetzt auch nachher, sondern Stück für Stück. Inzwischen leitet Stephan verschiedenste Evangelisationsveranstaltungen, lebt mit seiner Frau und den Kindern in einer Wohngemeinschaft, in der auch Obdachlose herzlich willkommen sind und durfte schon so manches Wunder miterleben.


Meine Meinung


Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen. Man konnte Stück für Stück miterleben wie Stephan aufgewachsen ist, dass Gott verloren hat und ihn wiederfand. Doch leider waren die Kapitel – abgesehen von dem Prolog – relativ sachlich erzählt. Man erfährt zwar schon seine Gedanken und Gefühle, aber sie dringen nicht wirklich zum Leser durch.
Später wurden auch für mich interessante Umstände nur nebenbei erwähnt. Von einem Moment auf den anderen hatte er eine neue Freundin, obwohl er ein paar Seiten zuvor sich erst von seiner „alten“ Freundin getrennt hatte. Vor allem in diesem Bereich fehlen etwas die Gefühle. Zwar redet Stephan offen über Sex, aber leider fehlt diese persönliche Distanz sonst.
Vor allem, nachdem Stephan wieder zu Jesus gefunden hat, scheint ein Ereignis das andere zu jagen. Innerhalb weniger Seiten wird von mehreren Evangelisationsereignissen erzählt. Die verschiedensten Wunder und Begegnungen werden genannt. Doch das alles gleicht mehr einer Auflistung all seiner Taten bzw. der Taten von dem von ihm gegründeten Verein Fingerprint. Kaum taucht man in eine Geschichte ein, wird man schon wieder herausgerissen und in die nächste geschmissen. Mir ging das alles zu rasant. Ein paar Geschichten weniger und dafür andere ausführlicher hätte ich schöner gefunden. Stephan wirkt hier sehr als „Superapostel“, obwohl er sich so selbst nicht sieht – zumindest wenn ich ihn im Buch richtig wahrgenommen habe. Doch man bekommt so schnell den Eindruck, dass er über allen steht, weil durch ihn so viele Wunder gewirkt werden. Zwar erwähnt er hin und wieder auch seine Schwächen, oder sagt, dass Aktionen auch völlig in die Hose gegangen sind. Aber diese Aktionen werden nur kurz erwähnt und scheinen dadurch im Vergleich zu den anderen unbedeutend. Auch erfährt man sehr wenig darüber, wie er bei den ganzen Aktionen als Familienvater und Ehemann lebt. Da hätte ich ein paar mehr Einblicke schön gefunden.

Abgesehen davon sind mir manche Aktionen von Stephan suspekt. Ich hätte nicht alles so mitmachen oder vertreten können. Manche Aktionen würde er so selbst nicht mehr durchführen. Aber das ist wohl auch Geschmackssache. Schließlich ist die Gemeinde Christi sehr vielfältig. Daher ist es gut möglich, dass Du Dich durch die ein oder andere Aktion eher angesprochen fühlst, als ich selbst.


Zielgruppe
Zudem ist es mir ein Rätsel, an wen sich das Buch nun eigentlich richtet. Mir scheint, als wolle man mit diesem Buch sowohl Nicht-Christen als auch Christen erreichen und erreicht am Ende womöglich überhaupt niemanden.
Am Ende jedes Kapitels befinden sich fragen, die sich vor allem an gläubige Menschen richten und diese i. d. R. auffordern, darüber nachzudenken, ob man nicht mehr tun könnte („Viele Menschen haben eine innere Leere. Die Not der Seele ist unglaublich groß, viele suchen Gemeinschaft und spirituelle Erfahrung und Sinn im Leben. Bist du bereit, ihnen zu helfen, diese durch ihren Schöpfer füllen zu lassen?“ Seite 52). Diese Art von Fragen hat mich so gut wie nie angesprochen, da die meisten Antworten für mich so offensichtlich waren, dass ich nicht von jemand anderes diesbezüglich gefragt werden muss. Zudem hatte ich gedacht, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, dass ich das Buch auch weniger gläubige Menschen ausleihen könnte, da Stephan sich auch eine Weile von Gott abgewandt hat. Doch mit solchen Fragen können nicht gläubige Menschen doch nichts anfangen. Dazu kommt, dass meiner Meinung nach die Fragen nicht immer zu dem jeweiligen Kapitel passen.
Nach den Fragen befindet sich noch ein Bibelvers, der ebenfalls nicht immer 100%ig passt. Im Nachwort richtet sich Stephan nochmal direkt an den Lesern, was mir an sich gefallen hat, doch dann enthält das Nachwort gleich zu Beginn ein Übergabegebet und Hilfestellungen für ein Leben mit Jesus. Ein paar Zeilen danach richtet sich Stephan wieder an bereits gläubige Menschen.
Dadurch fühle ich mich nicht über das ganze Buch hinweg angesprochen. Ich hätte es besser gefunden, wenn man sich hier auf eine Zielgruppe ausgerichtet und nicht versucht hätte, alle zu erreichen.


Gestaltung


Die Textgestaltung hat mir persönlich gut gefallen. Die Überschriften sind besonders hervorgehoben und schön gestaltet. In der Buchmitte befinden sich 16 Fotoseiten. Leider sind die Bilder nicht immer in der Reihenfolge angeordnet, wie die Ereignisse in dem Buch.


Fazit

Es ist unglaublich was Stephan alles mit Gottes Hilfe auf die Beine gestellt hat. Doch leider liest sich das Buch nicht so schön. Ein Ereignis jagt das andere, sodass man sich selbst beim Lesen gestresst fühlt. Es scheint mir, als wollte man ganz viel Inhalt auf möglichst wenige Seiten quetschen. Schade, dass sich ein so eindrucksvolles Leben nicht genauso faszinierend liest.

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biographie, erfülltes leben, feuer, glaube, lebensführung, mut, ratgeber, verbrennung, verbrennungspatient

On fire

John O' Leary
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei adeo Verlag, 27.02.2017
ISBN 9783863341329
Genre: Sachbücher

Rezension:

Inhalt

John spielte als kleines Kind mit Feuer und Benzin. Wie nicht anders zu erwarten fing der Benzinkanister Feuer und explodierte – direkt neben John. Auf wundersame Weise ist er bei dieser verheerenden Explosion nicht gestorben, obwohl fast das ganze Haus in Flammen aufging und neu aufgebaut werden musste. Mit 100% verbrannter Haut sind auch seine Überlebenschancen nach der Explosion schwindet gering. Doch John kämpft sich durch. Nach monatelangen Krankenhausaufenthalt, Amputationen der Finger und dicke Narben auf dem ganzen Körpern kämpft sich John immer weiter zurück ins Leben und lernt sogar wieder zu schreiben – wie gesagt: ohne Finger! Doch das musste er nicht ganz allein geschafft, von den unterschiedlichsten Seiten bekam er Unterstützung.
Dieses Buch erzählt die wundersame Geschichte von John und seinen Helden, ohne die er nicht überlebt hätte. Doch vor allem richtet sich John mit seiner Geschichte an Dich! Sieben Fragen musste er sich stellen, um ein erfülltes Leben zu erlangen. Und nun stellt er diese Fragen Dir. Bist du bereit Deine Antworten zu finden?


Meine Meinung


Anfangs dachte ich, das Buch handle vor allem von Johns Geschichte. Doch eigentlich richtet sich John vor allem an den Leser. Seine Geschichte veranschaulicht „nur“ seine Hilfestellungen ein erfülltes Leben zu erreichen. Sieben Entscheidungen sind dafür nötig.
Er erzählt seine Geschichte aber nicht chronologisch. Die Zeitstufen werden immer wieder vermischt – mal wird aus seiner Kindheit erzählt, dann aus der Collegezeit, aus seinem Berufsleben und dann wieder aus seiner Kindheit. Obwohl das anfangs verwirrend klingen mag, fügt sich seine Geschichte so perfekt ineinander. Man kann ihm jederzeit gut folgen.
Seine Geschichte hat mich unglaublich gefesselt und beeindruckt. Darüber hinaus konnte ich auch seine Erkenntnisse und Lernprozesse auf mein Leben übertragen. Ich konnte aus seinen Erfahrungen einiges für mein eigenes Leben herausziehen.
Obwohl John ein gläubiger Christ ist und dieser Glaube in dem Buch auch hin und wieder erwähnt wird, richtet sich John nicht speziell an Christen. Die sieben Entscheidungen zu einem erfüllten Leben sind zwar essentiell, aber nicht christlich geprägt. Sie betreffen also jeden Menschen. Man muss dafür nicht erst Jesus nachfolgen.


Gestaltung

On Fire ist vielseitig gestaltet. Die Rückblicke sind in einer anderen Schriftart gesetzt, als der Haupttext. Zwischendurch sind wichtige Sätze sogar fett markiert. Am Ende jedes Kapitels findet sich dann noch eine kleine Zusammenfassung, die die jeweilige Entscheidung für ein erfülltes Leben auf den Punkt bringt. Diese Seiten sind ebenfalls besonders, wenn auch schlicht, gestaltet.
Was mich etwas irritiert und auch gestört hat, ist, dass manchmal Johns Antworten innerhalb eines Gesprächs kursiv gedruckt sind, anstatt mit Anführungszeichen markiert. Manchmal weiß man dann nicht so recht, ob er das jetzt nur denkt, oder wirklich gesagt hat. Warum man seine Antworten anders als üblich ausgezeichnet hat, ist mir daher ein Rätsel. Denn direkte Rede wird sonst in dem Buch mit Anführungsstrichen gekennzeichnet.
Achja, in der Buchmitte gibt es noch 8 Fotoseiten mit ganz vielen Bildern!


Fazit

Johns tragische und zugleich wunderbare Geschichte begleitet einen auf dem Weg zu einem zutiefst erfüllten Leben. Über die Kapitel hinweg, erlangt man alles, was man dazu benötigt. Allerdings spielt Johns Glaube keinen bzw. kaum eine Rolle. Daher richtet sich das Buch nicht speziell an Christen.
Wer mit seinem Leben unzufrieden ist oder sich nach mehr sehnt, sollte dieses Buch lesen und von John lernen! Wenn ein Junge ohne Finger und mit starken Narben am ganzen Körper ein glückliches Leben mit Frau, Kindern und Karriere führt, warum solltest Du dann nicht auch so leben können?

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