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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

französisch, franzose, comic

Le Chat du Rabbin, tome 1 : La Bar-Mitsva

Joann Sfar
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei Dargaud, 25.10.2003
ISBN 9782205052077
Genre: Sonstiges

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48 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

beobachtungen, vögel, heimische tierwelt, tiere, meise

Das verborgene Leben der Meisen

Andreas Tjernshaugen , Paul Berf
Fester Einband: 234 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 23.10.2017
ISBN 9783458177234
Genre: Sachbücher

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54 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

paris, liebe, frauen, keine männer, kater

Das Haus ohne Männer

Karine Lambert , Pauline Kurbasik
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.10.2017
ISBN 9783453359628
Genre: Romane

Rezension:


An Büchern mit pinkfarbenem Umschlag gehe ich in der Buchhandlung meistens vorbei, weil die Geschichten, die sie beherbergen, oft etwas oberflächlich daherkommen. Von Karine Lambert hatte ich aber bereits den Vorgängerband "Und jetzt lass uns tanzen" gelesen und hatte eine entsprechend hohe Erwartungshaltung. Nun ist "Das Haus ohne Männer" in Wahrheit aber ihr Erstlingswerk und ich war überrascht, auf dem Umschlag zu lesen, dass es sich hier um ein "preisgekröntes Bestsellerdebüt" handeln soll.


Zur Geschichte: in einem mehrstöckigen Haus im 20. Arrondissement von Paris leben 5 Frauen unter einem Dach, die dem Leben mit Männern abgeschworen haben und diesen den Zutritt zu ihrem Reich verweigern. Als eine von ihnen zu einer mehrmonatigen Reise nach Indien aufbricht, zieht Juliette als Untermieterin ein, obwohl sie insgeheim noch immer von der großen Liebe träumt und sich davor fürchtet, allein in der Stille aufzuwachen.


Die Frauen, die in dem Haus der "Königin", einer alternden Primaballerina, leben, sind so unterschiedlich wie die Schicksale, die sie in das Haus geführt haben, pflegen aber das gemeinsame Ritual, sonntags zusammen zu kochen und zu essen.


Die Regel, keine Männer ins Haus zu lassen, wird von allen eisern befolgt und es scheint fast, als wäre bereits das Chatten im Internet mit diesen strafbar.
Doch Juliette will sich mit ihrem Schicksal nicht abfinden ...


Die Idee des Buches fand ich interessant, die Charaktere blieben allerdings alle recht flach und farblos und letztendlich ist es eben doch auf eine 'pinkfarbene' Story hinausgelaufen. Mir war alles ein bisschen zu dünn und die Königin mit ihren 'Funken' fand ich schon sehr extrem und unglaubwürdig. So ist das Buch meiner Meinung nach eher etwas für zwischendurch. Man kann es lesen, man muss es aber nicht. Ich hoffe, Karine Lambert kann mit ihrem nächsten Buch an die Klasse von "Und jetzt lass uns tanzen" anschließen.

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60 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

katzen, sachbuch, abigail tucker, statistik, katzenentwicklung

Der Tiger in der guten Stube

Abigail Tucker , Martina Wiese , Monika Niehaus , Jorunn Wissmann
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.09.2017
ISBN 9783806236477
Genre: Sachbücher

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

1960er

History of Murder

William Shaw , Conny Lösch
Flexibler Einband: 463 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 08.08.2016
ISBN 9783518466919
Genre: Krimi und Thriller

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46 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 28 Rezensionen

freundschaft, japan, insel, ziegen, käse

Die Insel der Freundschaft

Durian Sukegawa , Luise Steggewentz
Fester Einband: 348 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 19.09.2017
ISBN 9783832198619
Genre: Romane

Rezension:


Der 28jährige Koch Ryosuke nimmt einen Job als Bauarbeiter auf einer kleinen Insel im Süden Japans an. Mit von der Partie sind noch zwei weitere Tokioter: Ichizo Tachikawa, der seine Ausbildung abgebrochen hat und mehrmals den Job wechseln musste, sowie Kaoru Motomiya, eine junge Frau, die durch ihre vielen Nasenpiercings auffällt.
Den Insulanern sind die Drei von Anfang an ein Dorn im Auge, denn obwohl man immer wieder junge Leute anwirbt, erwartet niemand ernsthaft, dass diese auf Dauer bleiben.
Eine Besonderheit der Insel liegt darin, dass sie von Ziegen bevölkert wird, die von den Insulanern gejagt werden und aus deren Milch der Außenseiter Hashi einst erfolglos versucht hat, Ziegenkäse herzustellen.
Der stark Suizid-gefährdete Ryosuke freundet sich mit Hashi an, lässt ihn aber zunächst darüber im Unklaren, dass er eigentlich wegen ihm und ein paar unbeantworteter Fragen aus der Vergangenheit auf die Insel gekommen ist.
Statt dessen überredet er ihn dazu, einen zweiten Versuch der Käseherstellung zu wagen...


Die Geschichte entwickelt sich langsam und bedächtig, streckenweise geht es nur um Ziegenkäse, was sich meinem Empfinden nach stark in die Länge zog. Aber es geht auch um die Selbstfindung dreier jugendlicher Außenseiter, von denen der eine - Ryosuke - seine wahre Berufung entdeckt und sich trotz zahlreicher Rückschläge und Widerstände nicht unterkriegen lässt.
Daneben enthält die Geschichte viele kluge Gedanken, die man für sein eigenes Leben mitnehmen kann. All das macht das Buch zu einer durchaus lesenswerten Lektüre.

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

alkoholsucht, nachtlichter, natur, meer, sucht

Nachtlichter

Amy Liptrot , Bettina Münch
Fester Einband
Erschienen bei btb, 09.10.2017
ISBN 9783442757336
Genre: Biografien

Rezension:


Mit ihrem Erstling "Nachtlichter" hat Amy Liptrot  ein Buch über ihre Alkoholsucht und den harten Kampf geschrieben, trocken zu werden und vor allem trocken zu bleiben.
Aufgewachsen auf den Orkney-Inseln, zieht es die Autorin als junge Frau nach London, wo sie das pulsierede Stadtleben mit seinen wilden Parties genießt, bis sie immer tiefer in die Alkohol-Abhängigkeit abrutscht, aus der ihr nur noch ein Entzug mit anschließender Therapie heraushelfen kann.


Doch dies ist nur der Beginn eines langen Kampfes gegen die Alkoholsucht und die Suche nach Dingen, die den Alkohol als Stimulanzmittel und Seelentröster ersetzen können.
Sie kehrt zurück zu ihren Wurzeln und entdeckt mit einem Male Wunder, die ihr bisher verborgen waren wie den Wachtelkönig Crex crex, einen seltenen Rallenvogel, den sie nachts zwischen Mitternacht und 3 Uhr morgens für die RSPB (Royal Society for the Protection of Birds) aufspüren und erfassen muss.
Sie geht im kalten Meer schwimmen, um ihre Gedanken frei zu bekommen, besucht abgelegene Inseln, beschäftigt sich mit der Geschichte Orkneys und fängt an zu schnorcheln.


Als Leser begleitet man Amy Liptrot auf ihren Exkursionen, teilt ihre Entdeckungen und Erkenntnisse und drückt dieser lebensdurstigen Frau die Daumen, dass sie einen dauerhaften Weg gefunden hat, dem Leben mit seinen Wundern und Tücken auch ohne Alkohol zu begegnen.

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64 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 52 Rezensionen

südtirol, brenner, mord, commissario grauner, krimi

Nachts am Brenner

Lenz Koppelstätter
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 05.10.2017
ISBN 9783462050080
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Der Krimi von Lenz Koppelstätter verbreitet genau die richtige Atmosphäre, bei der man es sich hinterm Ofen gemütlich macht, während seine Kommissare draußen auf Mörderjagd gehen. Schauplatz ist der Brenner, den ich persönlich nicht kenne, der einem aber durch die durchaus gelungenen Beschreibungen des Autors nahe gebracht wird. Auch sonst ist viel los in dem Krimi Koppelstätters und das Ende wartet zudem mit einer echten Überraschung auf.
Warum also habe ich ihm nur 3 Sterne gegeben? Ich glaube, das liegt ganz einfach daran, dass ich vor lauter Akteuren und unterschiedlicher Schauplätze irgendwann ein bisschen den Überblick verloren habe, und dabei gehöre ich nicht zu der Sorte Leser, die 4 Bücher gleichzeitig liest, war also durchaus konzentriert bei der Sache.
Manches in dem Krimi hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht und ich war richtig dankbar, dass auf S. 316 eine Zusammenfassung der Ermittlungsergebnisse kam, weil ich sonst womöglich den Faden verloren hätte.
Trotz des überraschenden Endes ist der Krimi nicht ganz rund und hat mich irgendwie unzufrieden zurückgelassen.

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27 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

esel, pakista, brian sewell, pakistan, loyalität

Pawlowa

Brian Sewell , Claudia Feldmann
Fester Einband: 172 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 06.03.2017
ISBN 9783458177005
Genre: Romane

Rezension:


Dies ist die Geschichte von Mr. B, einem drahtigen kleinen Mann von 50 Jahren mit weißem Haar, der in Pakistan eine junge Eselin rettet und mit ihr zu Fuß nach London zurückkehren will.
Glücklicherweise bekommt er unterwegs Hilfe von mehreren Leuten, die ihn und seine Eselin in den unterschiedlichsten Gefährten mitnehmen wie einem Mercedes, einem Transporter mit königlichem Wappen und sogar einem echten Rolls Royce.
Sie übernachten in einem Kloster, lernen einen Teppich-Verkäufer kennen und geraten an einen Drogenkurier.
Unterwegs werden Mr. B und die Eselin gute Freunde und viele Leute bestaunen das wundersame Gespann.
All das wird von Brian Sewell in einer typisch britischen Art erzählt und so reist man als Leser auf der Balkan-Route, die man heute wohl vor allem mit den großen Flüchtlingsströmen der letzten Jahre assoziiert. So ist das Buch zugleich auch ein wehmütiger Blick zurück auf eine Zeit, in der man den Nahen Osten noch mit prachtvollen Teppichen verband und nicht mit Krieg und Terror.
Die Illustrationen von Sally Ann Lasson sind eine weitere Bereicherung für diese kleine charmante Geschichte.

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79 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

liebe, verlust, literatur, kinder, ex-freund

Die Deutschlehrerin

Judith W. Taschler
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.12.2014
ISBN 9783426304099
Genre: Krimi und Thriller

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90 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

frankreich, mord, schuld, beklemmend, roman

Drei Tage und ein Leben

Pierre Lemaitre , Tobias Scheffel
Fester Einband: 270 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 09.09.2017
ISBN 9783608981063
Genre: Romane

Rezension:


Der 12jährige Antoine erschlägt in einem Moment großer Frustration und aufbrausenden Zorns den 6jährigen Nachbarssohn Rémi mit einem Stock.
Das ist die Ausgangssituation für den Roman "Drei Tage und ein Leben" von Pierre Lemaitre. Ein Moment verändert das Leben des Kindes, das sich seiner Tat und deren Folgen durchaus bewusst ist und den Leichnam in seiner Verzweiflung in einem Erdloch versteckt.
Doch Antoine hat Glück. Ein Jahrhundertsturm gefolgt von Dauerregen unterbricht die Suche nach dem vermissten Rémi nicht nur, die Schäden, die "Lothar" hinterlässt, machen eine Fortführung über Jahre schlichtweg unmöglich.


Als Leser begleitet man Antoine während dieser drei Tage, in denen er mit seiner Angst vor Entdeckung kämpft und sein Umfeld beobachtet, das nicht ahnt, dass ein Kind der Mörder ist.
Das alles ist meisterhaft geschildert und liefert ein großartiges Psychogramm des Jungen, der mit der Situation zwangsläufig überfordert ist, aber auch niemanden hat, dem er sich anvertrauen könnte.


Die Geschichte macht einen zeitlichen Sprung und man begegnet Antoine 12 Jahre später wieder. Er studiert Medizin, hat eine Freundin und kehrt nur noch in seine Heimat zurück, wenn es sich nicht vermeiden lässt und er dort seine Mutter besucht.
Noch immer wird er von Albträumen heimgesucht, aber er hat die Situation unter Kontrolle. Selbst seine Freundin ahnt nichts von seiner blutigen Tat.
Doch wieder ist es ein kurzer Augenblick des Kontrollverlustes, der seinem Leben eine neue Wende gibt ...


Das Buch liest sich wie ein Krimi, bei dem man bereits zu Beginn den Mörder kennt, das neben seinen akribischen Beobachtungen aber auch noch mit ein paar unerwarteten Wendungen aufwarten kann.
All das ist gut gemacht und spannend zu lesen!

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76 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

freundschaft, berge, italien, alpen, einsamkeit

Acht Berge

Paolo Cognetti , Christiane Burkhardt
Fester Einband
Erschienen bei DVA, 11.09.2017
ISBN 9783421047786
Genre: Romane

Rezension:


Es geht um zwei Jungen, Pietro und Bruno, die sich zum ersten Mal als Kinder in den Bergen von Grana begegnen. Bruno hütet die Kühe seines Onkels, Pietro verbringt mit seinen Eltern hier den Sommer.
Sein Vater ist begeisterter Gipfelstürmer, eine Leidenschaft, bei der er hofft, sie möge auch auf seinen Sohn überspringen.Pietros Mutter ist es, die die beiden Jungen zusammen bringt und von da an verbringen sie viel Zeit mit einander.
In diesem 1. Teil, der sich "Berge der Kindheit" nennt, erfährt man als Leser auch viel über die schwierige Beziehung Pietros zu seinem Vater, die am Ende schließlich zerbricht.
Erst nach Jahren der Abwesenheit ist Pietro bereit, wieder einen Schritt auf seinen Vater zuzugehen, doch dieser verstirbt an einem Herzinfarkt, noch bevor Pietro seinen Plan in die Tat umsetzen kann.
Überraschenderweise hat ihm sein Vater ein Grundstück in den Bergen vermacht und so zieht die Neugier Pietro zurück in die Berge seiner Kindheit, wo er auch Bruno wieder begegnet.
In diesem 2. Teil, der sich "Haus der Versöhnung" nennt, kommen sich Pietro und Bruno wieder näher, deren Freundschaft durch die Intervention von Brunos Vater abrupt beendet wurde. Bruno ist inzwischen Maurer und hilft Pietro aus den Überresten einer Ruine, eine kleine Berghütte zu bauen. Beim Wandern in den Bergen stößt Pietro auf viele kleine Nachrichten seines Vaters, die dieser in den Gipfelbüchern hinterlassen hat und macht schließlich seinen Frieden mit ihm.
Teil 3, der sich "Winter eines Freundes nennt" ist der letzte und meiner Meinung nach auch der stärkste Teil des Buches. Beide Freunde haben inzwischen unterschiedliche Wege eingeschlagen. Der eine, Bruno, ist Bergbauer geworden, der andere, Pietro, Dokumentarfilmer, den es immer wieder in die Ferne zieht, vor allem in den Himalaya. Hier trifft er auf einen alten Nepalesen, der ihm eine weitere Lektion über die Welt und die Berge mitgibt. Hier erhält man auch den ersten Hinweis darauf, warum das Buch "Acht Berge" heißt.
Mehr will ich nicht verraten, weil man die Geschichte einfach selbst gelesen haben muss, um ihren Zauber zu verstehen. Paolo Cognettis Buch kommt ohne viel Schickschnack aus, hat einem aber unendlich viel zu sagen. Mich hat die Geschichte stark bewegt und ich empfehle sie allen, die ihre Freude an langsamen und tiefgründigen Romanen haben.

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57 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 27 Rezensionen

familie, geschwister, suche, finnland, zahnseide, brüde

Die Wurzel alles Guten

Miika Nousiainen , Elina Kritzokat
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Nagel & Kimche, 21.08.2017
ISBN 9783312010387
Genre: Romane

Rezension:


"Die Wurzel alles Guten" von Miika Nousiainen ist ein kurzweiliger Roman, in dem sich zwei Brüder erstmals auf bzw. vor dem Zahnarztstuhl begegnen: der eine, Pekka, geschieden, zweifacher Vater und in der Werbebranche tätig, der andere Esko, ledig, Zahnarzt aus Leidenschaft und eher nüchtern und wortkarg.


"Meiner Ansicht nach stellt das Leben uns vor drei große Fragen: Wer bin ich? Wohin gehe ich? Brauche ich eine Betäubung? Bisher habe ich erst auf die dritte Frage eine Antwort - ja, bitte betäuben.


Doch Pekka, den sein Vater im Alter von 3 Jahren verlassen hat und der sich nur an einen Spruch von ihm erinnern kann, drängt so lange, bis sich die beiden Brüder gemeinsam auf die Suche nach ihren Wurzeln machen. Dabei entdecken sie, dass sie längst nicht die einzigen Kinder ihres Vaters sind, reisen nach Schweden, Thailand und schließlich nach Australien.
Der schweigsame Esko taut auf dieser Reise immer mehr auf und versäumt es natürlich nicht, auch die Zähne seiner neu dazugewonnenen Familienmitglieder zu versorgen.


Die Geschichte ist amüsant, auch wenn sie einen ernsten Kern birgt, denn alle Geschwister mussten ohne ihren Vater aufwachsen.
Dass der Autor den meisten von ihnen eine schwere Kindheit und Jugend auf den Leib geschrieben hat, fand ich persönlich ein bisschen 'too much', noch dazu, weil diese Themen alle eher an der Oberfläche bleiben. Getragen wird die Geschichte von den Hauptcharakteren Pekka und Esko, die aber im Laufe der Geschichte leider immer blasser werden.


Originell fand ich die Idee der Familienzusammenführung und das Thema Zähne. Es gab mehrere Stellen, an denen ich laut lachen musste ... für mich somit eine nette kleine Geschichte, bei der sich der Autor vielleicht etwas zu viel vorgenommen hat ...

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89 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 56 Rezensionen

adel, graf, wahrsagerin, schloss, belgien

Töte mich

Amélie Nothomb , Brigitte Große
Fester Einband: 112 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 23.08.2017
ISBN 9783257069891
Genre: Romane

Rezension:


Die Geschichte ist schnell erzählt: Graf Neville bekommt von einer Hellseherin, die seine Tochter halb erfroren im Wald gefunden hat, eine erschreckende Prophezeiung: er wird auf der jährlichen und noch dazu allerletzten Gartenparty einen Gast töten.
Verzweifelt überlegt Neville, wen er töten könne, als ihm seine jüngste Tochter Sérieuse den Vorschlag macht, an Stelle eines Gastes sie selbst zu töten.  Lässt sich die Weissagung noch abwenden?


Mein erstes Buch von Amélie Nothomb war "Die Reinheit des Mörders" und ich weiß noch, dass ich begeistert von der Geschichte und dem Schreibstil der Autorin war. Es folgte "Mit Staunen und Zittern", das ich sogar noch bemerkenswerter fand, was wohl auch daran liegt, dass ich Japanologin bin und selbst lange Zeit in einer japanischen Firma gearbeitet habe.
Jetzt also "Töte mich" und da frage ich mich nun, ob mich der Nothomb-Virus inzwischen verlassen hat oder ob das Buch einfach nicht so stark war wie seine Vorgänger. Klar, die Geschichte ist unterhaltsam und spielt auf viele klassische Dramen an, aber überzeugt hat sie mich diesmal leider nicht.





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191 Bibliotheken, 6 Leser, 1 Gruppe, 78 Rezensionen

liebe, alter, tod, frankreich, liebe im alter

Und jetzt lass uns tanzen

Karine Lambert , Pauline Kurbasik
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Diana, 06.03.2017
ISBN 9783453291911
Genre: Liebesromane

Rezension:


Wenn jemand gute Liebesgeschichten schreiben kann, dann sind es die Franzosen, dachte ich bisher, doch Karine Lambert stammt aus Belgien und hat einen so zauberhaften Roman vorgelegt, dass ich fast ein wenig eifersüchtig auf dieses Rentnerpaar geworden bin, das sich mit Mitte/Ende 70 ein zweites Mal verliebt.


Da ist auf der einen Seite Marguerite, die neben ihrem steifen und sie bevormundenden Gatten, ein Schattenleben führte und nach dessen Tod mit einem Mal allein klar kommen muss.
Auf der anderen Seite begegnen wir Marcel, der als Kind aus Algerien nach Frankreich kam und mit seiner Jugendliebe Nora ein glückliches und erfülltes Leben führte, bis diese plötzlich an einem Herzinfarkt verstarb.


Während Marcel trauert, reflektiert Marguerite ihre Ehe und wie es der Zufall will, werden sie beide zur Kur nach Bagnères-de-Bigorre geschickt, wo sie sich das erste Mal begegnen und Marcel einen unbeholfenen Annäherungsversuch startet. Dank Marcel taut Marguerite allmählich auf und die beiden beschließen, noch drei gemeinsame Tage in Collioure zu verbringen.


Doch während Marcels Tochter Manou sich aufrichtig für ihren Vater freut, beobachtet Marguerites Sohn Frédéric die Veränderung seiner Mutter mit Misstrauen und verfrachtet sie kurzerhand in ein Pflegeheim, nachdem diese beim Auswechseln einer Glühbirne gestürzt ist.


Die Situation erinnert ein wenig an die Geschichte um eine weitere Rentnerliebe, die ich in diesem Jahr gelesen habe und die im September ins Kino kommt: "Unsere Seelen bei Nacht" von Kent Haruf.
Doch anders als bei Haruf, bei dem sich seine Figuren letztendlich dem äußeren Druck beugen, gönnt Lambert ihren Protagonisten ein echtes Happy End, wie es sich wohl nur eine Französin ... ähm ... Belgierin ausdenken kann.


Klare Leseempfehlung!











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18 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Der dunkle Fluss

Chigozie Obioma , Nicolai von Schweder-Schreiner
Flexibler Einband: 313 Seiten
Erschienen bei Aufbau TB, 05.12.2016
ISBN 9783746632421
Genre: Romane

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102 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 69 Rezensionen

afrika, kolonialismus, kapitalismus, sandmaler, reise

Der Sandmaler

Henning Mankell , Verena Reichel
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 21.08.2017
ISBN 9783552058545
Genre: Romane

Rezension:


Meine Mutter hat mich gefragt, was der Titel "Der Sandmaler" bedeutet und ich konnte es ihr nicht sagen. Jetzt, wo ich mit der Lektüre durch bin, weiß ich, was bzw. wer damit gemeint ist und die Stelle markiert auch gleichzeitig das, was mir an dem Buch am besten gefallen hat: die Lehre, dass man nicht alles mitnehmen kann, so wie es Touristen gerne machen ...


Ansonsten trägt das Buch meiner Meinung nach die Züge eines jungen Autors, der bereits mit 23 Jahren für seine Sache entbrannt ist und die Annäherung an Afrika anhand seiner Protagonisten Stefan und Elisabeth darstellt.
Der eine, Stefan - es könnte auch ein typischer Ballermann-Tourist sein - reist nach Afrika, um seinen Horizont mit viel Alkohol und Sex mit einer Farbigen zu erweitern, bevor er in das Unternehmen seines Vaters eintritt, die andere, Elisabeth, aus einfachen Verhältnissen stammend und mit einer kranken Schwester daheim, entscheidet sich für Afrika, um die Zeit der Arbeitslosigkeit zu überbrücken und weil ihr eine Reise nach Afrika spannender vorkommt als etwa nach Spanien.
Stefan und Elisabeth hatten einst eine kurze Liebesbeziehung, die aber für beide Seiten eher unbefriedigend war und treffen sich nun im Flieger wieder.
Beide sind unterschiedlich untergebracht, haben unterschiedliche Ansichten und nähern sich dem ihnen unbekannten Land auf unterschiedliche Weise. Dabei gehört die Sympathie des Lesers eindeutig Elisabeth, die sich Land und Leuten öffnet, auch wenn ihr Manches Angst macht.
Und dann ist da noch Sven, der 'Aufgeklärte', der Elisabeth über Kolonialismus und Ausbeutung belehrt.


Die Geschichte ist schlicht und lässt sich schnell weg lesen. Leider war mir manches zu "schwarz-weiß" dargestellt. So etwa die Botschaft: "Der Kapitalismus ist schlecht, der Sozialismus die Rettung."
Dann die Stelle mit dem Geier: "Das rechtfertigte nicht die Tierquälerei, machte sie aber begreiflich. So musst du es sehen, dachte sie. Das ist der Hintergrund."
So etwas verstehe ich dann wieder nicht. Genauso gut könnte man dann auch Stefans Handlungen "begreifen", der aus keinem liebevollen Elternhaus kommt und das mit viel Alkohol und oberflächlichem Sex kompensiert...
Auch das Paar aus Göteborg kommt schlecht weg: Sensations-Touristen, die das Hobby haben, Leprakranke zu fotografieren ... hier hätte ich ja wirklich sehr gerne gewusst, ob diese ein reales Vorbild haben oder ob sie Mankells Fantasie entspringen. Denn von so  einem ungeheuerlichen Verhalten habe ich vorher noch nie gehört!


Vielleicht ist es ja auch einfach ein Unterschied, ob man als junger Mann allein auf Reisen geht oder als Frau, denn als ich mit 18 zu meiner ersten weiten Reise nach Süd-Ost-Asien aufgebrochen bin, habe ich nicht nur gute Erfahrungen gemacht ... vor allem im muslimisch geprägten Teil Malaysias. Ein etwas differenzierteres Bild hätte mir daher eher zugesagt, aber das Buch ist ein Jugendwerk Mankells und als das muss man es wohl lesen ...

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108 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

angola, revolution, afrika, isolation, portugal

Eine allgemeine Theorie des Vergessens

José Eduardo Agualusa , Michael Kegler
Fester Einband: 200 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 21.07.2017
ISBN 9783406713408
Genre: Romane

Rezension:


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"Eine Allgemeine Theorie des Vergessens" erzählt die Geschichte von Ludovica Fernandes Mano, die sich vor den Wirren der angolanischen Revolution 30 Jahre in ihrer Wohnung einmauert, nachdem sie zuvor einen Einbrecher erschossen hat.
Während draußen der Bürgerkrieg wütet, züchtet Ludovica auf der Dachterrasse Gemüse und Bananen, jagt Tauben und schreibt Gedichte und Tagebuchnotizen. Nur ihr Albino-Hund Fantasma leistet ihr Gesellschaft, außerdem steht ihr eine umfangreiche Bibliothek zur Verfügung.


Als ihr das Papier ausgeht, schreibt Ludovica die Wände mit Kohle voll. Nach und nach werden Parkett und Bücher verheizt. 30 Jahre sind eine lange Zeit: Hunger, Kälte und Einsamkeit nagen an Ludo...


Während Ludovica hinter ihrer Mauer ums Überleben kämpft, begegnen wir draußen Opfern und Tätern der Revolution, deren Schicksale auf manch seltsame Weise mit einander verknüpft sind.
Das Ganze wirkt zunächst wie ein großes Rätsel, das es als Leser zu entwirren gilt und das in einem großen Showdown gipfelt, als nach 30 Jahren alle Akteure noch einmal vor Ludovicas Tür zusammentreffen...


Die Geschichte, die José Eduardo Agualusa hier erzählt, ist so vielschichtig und verschachtelt, dass man sie im Anschluss eigentlich gleich noch einmal lesen müsste, um alle Erzählstränge, Hintergründe und Symbole genau zu verstehen.
Mich hat der Roman durch und durch begeistert! Neben den liebevollen Dialogen, die Agualusa seinen Figuren z.T. in den Mund legt, erwartet einen an mancher Stelle eine regelrechte 'Schrecksekunde', dann wieder überraschende Entwicklungen und faszinierende Auflösungen. Ich habe gelesen und gestaunt!


Ein wunderschönes Buch, das ganz sicher zu meinen Lesehighlights 2017 gehört!

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

soziale konflikte, erinnerung, familie, armut, brandstiftung

In Almas Augen

Daniel Woodrell , Peter Torberg
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.07.2015
ISBN 9783453437913
Genre: Romane

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Backen mit Obst – frisch und fruchtig

Sabrina Sue Daniels
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Edition Michael Fischer, 11.04.2017
ISBN 9783863556365
Genre: Sachbücher

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81 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 33 Rezensionen

teufel, humor, london, ehe, dichter

Der Gentleman

Forrest Leo , Cornelius Reiber
Fester Einband: 296 Seiten
Erschienen bei Aufbau Verlag, 11.04.2017
ISBN 9783351036737
Genre: Romane

Rezension:


Tja, was soll ich sagen? Der Autor des Buches, Forrest Leo, Jahrgang 1990, hat ein Buch geschrieben, an welchem sich die Geister scheiden. Viele fühlten sich gut unterhalten, andere waren genervt von Fußnoten und Dialogen und einer recht spärlichen Handlung.
Ich gehöre zu letzteren, da sich bei mir der Lesegenuss nicht so recht einstellen wollte. Zum Schluss hatte ich Assoziationen zum Ohnsorg-Theater ... ich glaube, ein Theaterstück wäre der Geschichte besser gerecht geworden.


Worum geht es? Lionel Savage, ein 22 jähriger Aristokrat und Dichter, hat aus Geldmangel geheiratet und bringt seitdem keine Verse mehr zu Papier. Als ein Gentleman in sein Arbeitszimmer kommt, der sich als Teufel zu erkennen gibt, klagt er diesem sein Leid und kurz darauf ist seine Frau wie vom Erdboden verschluckt. Savage ist sich sicher, dass der Teufel sie mitgenommen haben muss, entdeckt mit einem Male seine brennende Liebe zu seiner Frau und beschließt, sie zurückzuholen ...


Forrest Leo, ein 27jähriger Nord-Amerikaner, hatte sichtlich Spaß daran die britische Upperclass des 19. Jahrhunderts mit ihren Lebensentwürfen und gestelzten Umgangsformen auf die Schippe zu nehmen und gehörig aufzumischen ...
Vielleicht muss man ein paar Jahre jünger sein, um diese Begeisterung zu teilen. Mir war vieles einfach zu wirr oder zu albern.
Das ungewöhnliche Buchcover hatte mich angelockt, und da muss ich immerhin zugeben, dass es ausgesprochen gut zu Geschichte und Stil des Autors passt.

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italien, toskana, katzen, katze, katzenbabys in der scheune

Katzenglück und Dolce Vita

Hermien Stellmacher
Flexibler Einband: 268 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 08.05.2017
ISBN 9783458362746
Genre: Romane

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new york, politischer umbruch, london, graf, berlin

Die Fotografin

William Boyd , Ulrike Thiesmeyer , Patricia Klobusiczky , Elisabeth Günther
Audio CD
Erschienen bei Audio Media Verlag, 01.02.2016
ISBN 9783956390777
Genre: Romane

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china, korruption, krimi

99 Särge

Xiaolong Qiu , Susanne Hornfeck
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 03.02.2014
ISBN 9783552056770
Genre: Krimi und Thriller

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freundschaft, identität, generation praktikum, realistisch, debüt

Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten

Kristina Pfister
Fester Einband: 253 Seiten
Erschienen bei Tropen, 11.02.2017
ISBN 9783608501599
Genre: Romane

Rezension:


Wie schreibt man eine Rezension zu einer Geschichte, die davon lebt, dass eigentlich nichts Großartiges passiert? Denn genau darum geht es in dem Roman "Die Kunst, einen Dinosaurier zu falten" von Kristina Pfister: die Leere am Ende der Jugend


Annikas Leben ist auf einem Tiefpunkt angekommen, nachdem sie in der Vergangenheit von einem Praktikum zum nächsten pendelte, ohne irgendeine Perspektive für sich und ihr Leben erkennen zu können. In einem Wohnheim trifft sie auf die lebensgierige und überdrehte Marie-Louise und verbringt mit ihr einen Abend mit viel Alkohol johlend auf dem Dach. Danach trennen sich ihre Wege, bis sich die beiden zufällig im Krankenhaus ihrer gemeinsamen Heimatstadt wieder treffen.
Sie verbringen einen Sommer zusammen, trinken, machen mit Jungs rum, erstellen eine Liste mit Abenteuern, die sie in ihrem Leben noch erleben wollen. Marie-Louise ist die treibende Kraft, Annika lässt sich mitschleifen und besucht auf Anraten ihrer Mutter gleichzeitig einen Psychologen, der ihr aus ihrem Tief heraushelfen soll.
Als Leser begleitet man Annika auf ihrem Weg der Lustlosigkeit und Langeweile und fragt sich mitunter, ob die beschriebene "Generation Praktikum" wirklich so trostlos ist, wie in dem Buch dargestellt und ob Annika nur durch die Unsicherheit und Strukturlosigkeit ihres Lebens so abgestumpft ist oder woher das Problem dieser Protagonistin rührt, die sich von einer durchgeknallten Marie-Louise durch den Sommer zerren lässt.
Zwar lässt sich der Schreibstil von Kristina Pfister flüssig lesen und es gab auch ein paar echt komische Stellen, aber eine Story ohne wirkliche Geschichte ist für meinen Geschmack dann doch etwas zu dünn ...
Das Cover hätte nicht passender gewählt werden können. Das was drauf ist, ist in diesem Fall auch wirklich drin ;-)

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