Ulenfluchts Bibliothek

262 Bücher, 59 Rezensionen

Zu Ulenfluchts Profil
Filtern nach
262 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(15)

24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

glaube, wüste, philosophie, sahara, glück

Nachtfeuer

Eric-Emmanuel Schmitt , Marlene Frucht
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 21.09.2017
ISBN 9783103972986
Genre: Romane

Rezension:

Eric-Emmanuel Schmitt hat schon einige kluge Romane veröffentlicht, die immer das Thema Toleranz und Religion hatten. Seine Charaktere sind stets ein bisschen naiv, haben aber dennoch eine philosophische Ader und stellen die richtigen Fragen. Nun erlebt der Leser das erste Mal den Autor selber als eine solche Figur. In „Nachtfeuer“ berichtet er von dem Erlebnis, das ihn als junger Student zu dem Menschen machte, der er danach war und der der Welt eben jene kleinen, menschlichen Romane bescherte.


Eine Nacht alleine in der Wüste. Für die einen ist das ein romantischer Wunschtraum, für die anderen ein schrecklicher Albtraum. Für den Protagonisten ist es Letzteres. Als Mitglied einer Wandergruppe, die zehn Tage die Wüste erkundet und deren Teilnehmer dabei ganz unterschiedliche Anliegen und Ziel haben, stellt Schmitt sich existentielle Fragen, auch wenn er andere Antworten erhält als die gesuchten. Der Leser ist bei seinem Zweifeln dabei und auch bei seinem Verzweifeln. Bei seiner Leere im Kopf und vor allem immer wieder bei seiner unbestimmten Angst. Hier gelingt es dem Autor, mit wenigen Worten die Stimmung so zu verdichten, dass der Leser mitfühlt und ebenfalls grundlose Beklemmung erfährt.


Der Dreh- und Angelpunkt des Buches ist aber, wie er nicht nur unbestimmte Angst greifbar macht, sondern auch unbestimmte Hoffnung. Angst und Zweifel scheinen in der heutigen westlichen Gesellschaft eher weit verbreitet und akzeptiert, ja sogar gewünscht zu sein als unbestimmte Hoffnung. So ist dieser Lebensbericht ein Plädoyer für jene unbestimmte Hoffnung. Dass diese sich bei Schmitt auf eine mystische Erfahrung gründet, die er in eben jener einsamen Nacht in der Wüste macht, und die zum Gottesglauben führt, spaltet sicher die Leserschaft. Für die einen erscheint dies geradezu als Wunder und damit als annehmbare Rechtfertigung für plötzlichen Gottesglauben. Für die anderen bleibt Enttäuschung und Zweifel zurück, denn so sehr das Buch Fragen aufwirft und immer wieder Lösungsansätze bietet, so sehr verstört dann eine Erfahrung, die dem Leser selber vorenthalten bleibt.


Die Kunst des Lesens besteht also darin, das Buch so anzunehmen, wie es ist, als authentischen Lebensbericht, der nicht versucht Gott rational zu begründen. Für die zweite Lesergruppe der Zweifler ist das sehr schwierig und lässt diesen Bericht eher befremdlich wirken. Warum es dennoch auch für Glaubenszweifler sinnvoll zu lesen ist? Weil es zum Denken anregt und auch wenn man nicht religiös ist, so gehört Religion zum Verstehen der Menschheit dazu. Ein Bildungsbeitrag ist das Buch somit allemal, aber zum Schatzkästchen kann es nur für die eine Hälfte der Leserschaft werden.

  (2)
Tags: gott, religion, selbstfindung, wüste   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(102)

179 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

bretagne, krimi, frankreich, kommissar dupin, dupin

Bretonische Brandung

Jean-Luc Bannalec
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 15.09.2014
ISBN 9783442479283
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags: frankreich   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

nahrung, krieg um ressourcen, salz

Salz

Mark Kurlansky
Flexibler Einband: 575 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 01.02.2004
ISBN 9783548603841
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(19)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

emily, familie, mädchenbuch, maud, autorin

Emily in Blair Water

Lucy M. Montgomery , Dagmar Weischer (Übers.)
Fester Einband: 287 Seiten
Erschienen bei Loewe, 01.01.1994
ISBN 9783785527085
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

waisenkind, familie, emily, lucy m. montgomery, high school

Emily auf der High-School

Lucy M. Montgomery , Dagmar Weischer (Übers.)
Fester Einband: 306 Seiten
Erschienen bei Loewe Verlag, 01.01.1993
ISBN 9783785525807
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(83)

93 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 83 Rezensionen

hugenotten, frankreich, cevennen, krimi, südfrankreich

In tiefen Schluchten

Anne Chaplet
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 17.08.2017
ISBN 9783462050424
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Erfolg ruft Nachahmer auf den Plan, das ist nichts Neues. Leider haben Donna Leon und Jean-Luc Bannalec die Latte mit ihren Regionalkrimis so hoch gehängt, dass es schwer ist, auch nur in ihre Nähe zu kommen. Ganz besonders weit weg ist dieser Roman. Statt eines Kriminalromans verbirgt sich hier ein Entwurf eines Roman de la Terre hinter 306 Seiten, der aber gerne ein Krimi wäre. Denn der Fokus liegt nicht auf der Ermittlung nach einem Kriminalfall, sondern einfach auf einem Ausschnitt des Lebens der Protagonistin, der zudem spannungsärmer dargestellt ist, als er hätte sein können.

Der Klappentext müsste eigentlich heißen: Am Fuße der Cevennen, in der wilden Landschaft des Vivarais, lebt Tori Godon (…). Für eine Ausstellung soll sie die Geschichte ihres Hauses recherchieren und stößt dabei auf eine bewegte Vergangenheit. Zwischen Hugenotten und Résistance verbirgt sich ein dunkles Geheimnis (naja, oder so ähnlich. Klingt halt gut). Bald ist das ganze Dorf involviert, nur Tori ist auf dem Holzweg. Sie trinkt lieber Kaffee und bummelt mit einem Hund durch die Gegend, während um sie herum Menschen verschwinden oder sterben.

Ein Krimi ist es also nicht. Fakt 1. Fakt 2: Der Schauplatz übt keine Anziehungskraft aus, auch wenn er gut greifbar und mit Leidenschaft beschrieben ist. Fakt 3: Die Charaktere bleiben marionettenhaft und unscharf, man verwechselt sie beim Lesen. Demnach scheitert das Buch an seinen eigenen Ansprüchen. Schade eigentlich, denn mit ein paar Kniffen hätte man Spannung hereinbringen und die Geschichte rund machen können. Durch eine zweite Parallelgeschichte zur Zeit des Zweiten Weltkriegs etwa oder einfach indem man die Geschichte eher anfängt, vor dem Tod des Ehemanns, um den Antrieb der Protagonistin deutlicher zu machen. Auch hätte es nicht geschadet, den zahlreichen Figuren überraschendere Funktionen zu geben, etwa dem Restaurator Jan, der Tori anzieht oder der undurchsichtigen Bibliothekarin Monique. So wittert der Krimi-Leser überall Spuren, die sich dann als vollkommen harmlos herausstellen.

Was bleibt von diesem Buch? Die Autorin hat das Vivarais auf die literarische Landkarte gesetzt, zweifellos. Aber die Geschichte selber hätte lieber nicht den Weg aus der Schreibtischschublade gefunden.

  (1)
Tags: frankreich   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

17 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

paris, überleben, der zweite weltkrieg, getrenntsein, schicksal

Die Illusion des Getrenntseins

Simon Van Booy , Claudia Feldmann , Simon Van Booy
Flexibler Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 09.05.2015
ISBN 9783458360766
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

frankreich, 70er jahre, gay-themed, ich-erzähler, roman. autismus

Ein besonderer Junge

Philippe Grimbert , Holger Fock , Sabine Müller
Flexibler Einband: 184 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 24.07.2015
ISBN 9783423144254
Genre: Romane

Rezension:

Wir leben in einem Zeitalter des Wissens und verstehen doch immer weniger. Das ist einer der Gedanken, den einen dieser Roman einbringt. Für jede Abweichung von der Norm kennen Psychologie und Medizin einen Namen. Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Kind als wild galt oder als schlichtes Gemüt. Heute ist es hyperaktiv oder geistig behindert. Philippe Grimbert führt uns zurück in die Siebziger und zeichnet in wenigen Worten und Szenen das Porträt dreier Personen, die fehl am Platz sind in ihrer Zeit und die alle drei mit ihrer Einsamkeit kämpfen.

Der Ich-Erzähler Louis fährt zurück an den Urlaubsort seiner Kindheit in der Normandie, wo er einen Stundenjob annimmt, der sein Leben für immer verändert: Er betreut einen entwicklungsverzögerten, verschlossenen Jugendlichen ohne Sprache, ohne Zukunft. Seine Mutter schreibt erotische Literatur und sehnt sich ebenso nach Zuneigung. Eine explosive Mischung, die den Protagonisten erst überfordert und der dann doch einen Draht zu ihnen findet, sich öffnet und dadurch auch seine eigene Kindheit verarbeitet. Denn der Badeort trägt auch noch die Erinnerung an einen tragischen Verlust in sich und die Frage nach der Schuld eines Kindes.

Große Themen, die nicht ausführlich behandelt, sondern nur angeschnitten werden und so den Kopf des Lesers die meiste Arbeit machen lassen. Mit einer melancholischen Leichtigkeit verquickt der Autor in diesem schmalen Bändchen die Leben dreier Einsamen und knüpft verblüffende und zarte Verbindungen unter ihnen. Der Protagonist erkennt sich ausgerechnet in diesem „besonderen“ Jungen wieder, der so die Essenz seiner selbst verkörpert und gleichzeitig für die Wiedergutmachung der Tragödie seiner Kindheit steht. So ist Ein besonderer Junge ein schöner, zarter Roman, der zum Nachdenken über Einsamkeit, Respekt und das Anderssein anregt.  

  (0)
Tags: frankreich   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

55 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

bretagne, frankreich, lamballe, deutschland, meer

Das tiefe Blau des Meeres

Marie Lamballe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.04.2015
ISBN 9783404171880
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Wo dunkle Geheimnisse schlummern“, steht hinten auf dem Deckel und verspricht außerdem „große Gefühle vor der atemberaubenden Kulisse der Bretagne.“ Große Gefühle gibt es und der Star des Buches ist sowieso der Schauplatz, aber beim besten Willen: Es gibt kein dunkles Geheimnis.

Katharina ist Lehrerin und findet nach dem Tod ihres Vaters nicht nur unbekannte Aquarelle auf dem Dachboden, sondern auch noch eine rätselhafte Fotografie in den Händen des Toten. Also macht sie sich auf, die Hintergründe zu erkunden und landet kurzerhand in der schönen Bretagne. Da dauert es nicht lange, bis sie auch in den Armen des Schlossbesitzers Ewan landen möchte, ebenso wie ihre ihr noch unbekannte Oma Margot. Erzählt wird somit die Geschichte zweier Frauen, die das Leben oder die Sehnsucht oder beides nach Frankreich verschlagen hat.

Es gibt allerhand Verwicklungen und Überraschungen, die den Roman immer wieder kurzweilig machen. Aber es gibt auch Phasen, in denen die Geschichte in die Länge gezogen wird und dieser Raum nur bedingt aufgefüllt wird mit Stärken in Persönlichkeitsentwicklung oder Entfaltung des Schauplatzes. Einige Kapitel sind deutlich zu lang angelegt und ermöglichen wenig sinnvolle Lesepausen, sodass der Lesefluss ins Stocken gerät. Auch sind nicht alle Charaktere durchgängig unterscheidbar und nicht halb so liebevoll gestaltet wie das Setting. Dennoch macht die Langsamkeit der Erzählung das Buch zu einem reizvollen Begleiter für mehr als nur ein paar Lesestunden. Man kann ganze Wochen damit verbringen und immer wieder eintauchen in diese magische Welt der Bretagne.

Familiengeheimnisse gibt es also eher wenige, aber eine schöne und abwechslungsreiche Familiengeschichte, die mit Liebe zum Detail erzählt wird. Kleine Schwächen hat das Buch bei den Charakteren, so manchen kitschigen Liebesgeständnissen und am Ende bei der Zusammenführung der Fäden. Was der Leser längst weiß, ist für die Protagonistin Katharina neu, ihre Überraschung so aber nicht mehr nachfühlbar. Das Lesevergnügen ist so zwar nicht perfekt, aber auch nur bedingt getrübt.

  (0)
Tags: bretagne, frankreich   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

8 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

2. weltkrieg, guernsey, liebe

Für immer, Vivienne

Margaret Leroy , Uta Rupprecht
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.08.2011
ISBN 9783548610542
Genre: Romane

Rezension:

Guernsey, 2. Weltkrieg. Diese Stichworte sind ein Versprechen für spannende Geschichten voller Dramatik und auch Lokalkolorit, denn während der Besatzungszeit ist diese kleine Kanalinsel ein sehr besonderer Ort gewesen. Eine Idylle, über die das Schrecken hereinbricht und die doch im insulären Stillstand verharrt, was den Schrecken nur noch größer macht.

Vivienne ist die Frau eines britischen Soldaten und bleibt mit ihren zwei Töchtern auf der Insel. Die Deutschen kommen und mit ihnen bekommen sie trotz all des Schweigens eine Ahnung ihrer Schreckensherrschaft. Dennoch steckt Vivienne im Zwiespalt, denn statt nur Monstern in Menschengestalt begegnen ihr hinter der Fassade ihrer Uniformen Menschen. Sie zweifelt an der Einfachheit von Gut und Böse und gibt sich nur allzu menschlichen Gefühlen hin, die niemals den Regeln einer Ideologie oder eines Ideals folgen: Sie verliebt sich in Hauptmann Gunther Lehmann, während um sie herum die Welt, die sie kannte, zusammenbricht und trotzdem dieselbe bleibt.

Guernsey ist dem Spiel der Jahreszeiten unterworfen und die atmosphärischen Darstellungen der Insel sind sehr gelungen, ein poetisches Spiel mit Bildern, aus Worten geschaffen. Auch die Figuren haben Alleinstellungsmerkmale und wirken authentisch. Die Spannung ergibt sich nicht aus großen Ereignissen, sondern diesen kleinen Veränderungen und Geschehnissen, die einen doch so prägen, wenn sie das Gesamtbild mehrerer Jahre ergeben. Eine Schwachstelle ist, dass der Titel zwar im Original The Soldier‘s Wife heißt, sich also auf ihren Ehemann bezieht, dieser jedoch niemals Mittelpunkt von Viviennes Zerrissenheit ist. Dabei dürfte ein Ehebruch in diesen Zeiten keinesfalls undramatisch gewesen sein, auch für das eigene Gewissen.

Margaret Leroys Roman kommt leise daher und hat nichts mit dem anderen großen Guernsey-Roman unserer Zeit gemeinsam, Deine Juliet von Mary Ann Shaffer und Annie Barrows und auch nicht einen Hauch von Humor. So ist es ein eigenständiges Werk, das jedoch sicher nicht minder historisch korrekt und authentisch ist. Es ist ein Buch über das Leben von Frauen im Zweiten Weltkrieg, die ihren Weg finden müssen. Ein schönes, leises und melancholisches Buch, das den Schmerz der Zeit abbildet, aber immer auch den universellen Schmerz der Frau: Sehnsucht, Liebe, Menschlichkeit in einer Umgebung, die zu hart ist für das Stück Himmel auf Erden, nach dem sie sich sehnt.

  (0)
Tags: 2. weltkrieg, guernsey   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

italien, toskana, königin, frankreich, medici

Katharina von Medici

Irene Mahoney
Fester Einband: 442 Seiten
Erschienen bei Diederichs
ISBN 9783424012293
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

weltpolitik, portugal, peter scholl-latour, gesellschaft, geschichte

Die Angst des weißen Mannes

Peter Scholl-Latour
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 13.10.2010
ISBN 9783548373591
Genre: Sachbücher

Rezension:  
Tags: politik   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

paris, markus spiegelhalder, stadtführer, hardcover, spiegelhalder

Paris

Markus Spiegelhalder
Fester Einband
Erschienen bei Provinz Verlag, 06.10.2016
ISBN 9788899444082
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Paris ist die Stadt, wo nichts aufhört, wo das Vergangene dauernd mitlebt. Paris ist immer zugleich Gegenwart und Erinnerung“, schrieb Franz Hessel einst und Markus Spiegelhalder hat sich auf den Weg gemacht, das zu beweisen. Paris – Lichte Straßen im Abglanz der Zeiten baut diese Weltstadt vor den Augen des Lesers auf, Schicht für Schicht, von der Antike zur Moderne und ist damit eine äußerst interessante Paris-Biografie.

Sie ist ein feines Nachschlagewerk, das man jedoch ebenfalls als Ganzes lesen und entdecken kann. So ist es zwar nützlich und spannend, den Aufbau von Beginn an zu verfolgen, dennoch liegt die Stärke des Buches darin, dem Leser jede spontane Frage, die er in Bezug auf Paris haben kann, verständlich und wortgewandt zu beantworten. Was bedeutet die Seine für die französische Hauptstadt? Welche Spuren hat die Revolution von 1789 hinterlassen? Welche Geschichte erzählt Notre-Dame? Dieses Buch bleibt keine Antwort schuldig.

Antworten, die passenderweise eingebettet sind in die Betrachtungen des Flaneurs, des Entdeckers, der am Ende jeder Besucher ist. Diese Perspektive ist es auch, die dieses Buch besonders macht. So scheint durch den Text eine frische Neugierde hindurch, die manchem Wissenschaftler abhanden gekommen sein mag. An keiner Stelle wirkt es belehrend oder wie ein Fachtext, sodass man auch getrost Fehler in den Zitierregeln außer Acht lassen kann.

Einem Fachtext fehlt das, was ein Essay wie dieses im Überfluss bietet: Inspiration. Der kundige Paris-Besucher und Kultur-Interessierte findet in diesem Porträt Denkanstöße und willkommene Anreize zum Abschweifen. Baudelaire kommt einem in den Sinn, dem Meister des Flanierens, der dem Flüchtigen das Ewige entreißen wollte. Ebenso Zola mit seinen Betrachtungen zum Leben im Zweiten Kaiserreich, welches die Grundsteine für das moderne Paris und dem Aufstieg zur Welthauptstadt zugleich legte. Leider kommen sowohl Baudelaire als auch Zola nicht oder nur am Rande vor in Markus Spiegelhalders Paris-Porträt, was äußert schade ist.

Als Schwäche muss man herausstellen, dass die umfassenden Betrachtungen nach Haussmanns Umgestaltung enden. Jener Baron mag zwar der Letzte gewesen sein, der das Stadtbild von Paris architektonisch verändert hat, aber er war nicht der Letzte, der es prägte. Die Menschen der Belle Epoque mit ihren Erfindungen und ihrem Reichtum, dem Fortschrittsstreben und schließlich auch der Revolution der Fortbewegung, kommen nicht vor. Zuletzt vermisst man auch eine zumindest kleine Würdigung der Künstler, welche die Café-Kultur perfektionierten, die Paris noch heute so gerne zeigt. Sartre und Beauvoir beispielsweise, die hier unbeachtet bleiben genauso wie jenes von Maupassant noch so verspottete und nun von allen geliebte Wahrzeichen: Der Eiffelturm wird nur am Rande erwähnt.

Markus Spiegelhalder Vorhaben, sich dem „Riesengebilde Paris“ zu nähern, ist durchaus gelungen und strebt an, umfassend zu sein. Der einzige Vorwurf, den der Leser dem Autor machen kann, ist es, dieses Vorhaben nicht bis zum Schluss umgesetzt zu haben: Dieses schöne und lesenswerte Buch ist zu kurz.

  (0)
Tags: frankreich, paris   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(5)

18 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

frankreich

Himmlische Träume

Joanne Harris , Adelheid Zöfel
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.08.2014
ISBN 9783548286297
Genre: Romane

Rezension:

Ein Dorf hat ein Problem und wo Hilfe gebraucht wird, ist Vianne Rocher nicht weit. Denn sie kann bekanntermaßen mehr als nur Schokolade herstellen. Das ist auch gut so, denn diesmal kann die Schokolade Lansquenet nicht retten. Das Örtchen im Südwesten Frankreichs hat ein „Ausländerproblem“, so würden es die Einwohner wohl selber bezeichnen. Also ruft die Tote Armande ihre Freundin Vianne zur Hilfe und die hört diesen Ruf natürlich. Hat ja magische Kräfte und der Wind, der Wind, das himmlische Kind, ist auch allzu verlockend.


Nach und nach entblättern sich die Hintergründe, es gibt schlechte Stimmung, Verzweiflung und gar Gewalt gegen einen Geistlichen, der niemand Geringeres ist als der Hauptbeschuldigte in einem Brand, dessen Opfer die rätselhafte Inès Bencharki ist. Von Kopf bis Fuß verschleiert zieht sie die Kontroverse richtig an. Inès ist auch schriftstellerisch gesehen faszinierend und plastisch, ebenso Vianne und ihre Töchter und diverse andere Nebenfiguren. Die große Menge der „Fremden“ jedoch stellte die Autorin offensichtlich vor eine zu große Herausforderung. So kommt es, dass einige essentielle Figuren nicht aus der Menge herausstechen und man gar einige Namen und Familienverhältnisse bis zum Schluss nicht durchschauen kann.


Joanne Harris hat ein Gespür dafür, das Besondere zu sehen und darzustellen. Sie streut Magie ein und das kann einem solchen Buch ein interessantes Flair geben. Ich persönlich bin für derlei vollkommen unempfänglich, sodass mir Passagen, in denen Farben gesehen werden und Voodoo-mäßig kleine Missgeschicke veranlasst werden, nicht zusagen.


Ein Lob verdient jedoch der Umgang mit dem Thema Islam. Sensibel nähert man sich jenen Punkten, die in der hiesigen Gesellschaft mit Argwohn betrachtet werden und Konfliktpotential sind. Die Auflösung von allem ist dann doch überraschend und man würde sich fast wünschen, dass diese Probleme auch in der Wirklichkeit einfach so gelöst werden können, weil nur Einzelne dafür verantwortlich sind. Tatsächlich ist Lansquenet überall, Ab- und Ausgrenzung allgegenwärtig. Dieses Buch ist trotz allem ein Unterhaltungsroman und daher nur bedingt ein Beitrag zum gesellschaftlichen Diskurs.


Für Fans von „Chocolat“ ist es eine gelungene Fortsetzung, für alle anderen ein durchschnittlicher Roman, den man lesen kann, aber nicht muss. „Himmlische Träume“ verbergen sich darin nicht.

  (0)
Tags: frankreich   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Laufsteg des Lebens: Roman

Nadja Reinbach
E-Buch Text
Erschienen bei dotbooks Verlag, 18.01.2013
ISBN B00B2QMSOW
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(14)

14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

frankreich, normandie, liebe, neue wege gehen, familie

Ein Sommer in der Normandie

Nadine Roux
Flexibler Einband: 296 Seiten
Erschienen bei epubli, 29.06.2017
ISBN 9783745090352
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: familie, frankreich, liebe, normandie   (4)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

liebe, zweiter weltkrieg, provence, paris, frankreich

Der Duft der verlorenen Träume

Fiona McIntosh , Theda Krohm-Linke
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 17.03.2014
ISBN 9783442377121
Genre: Romane

Rezension:

Gibt es das Genre des Liebesthrillers? Meistens würde man ein solches Buch in die Drama-Kategorie einordnen, aber das würde diesem nicht gerecht werden. Fiona McIntosh legt nämlich eine spannende Agentengeschichte vor, die atemlos durch das Finale des Zweiten Weltkriegs spurtet, unerwartete Wendungen nimmt und sich gut verschlingen lässt.


"Der Duft der verlorenen Träume", das klingt so kitschig und oberflächlich, dabei ist es der Inhalt in weiten Teilen gar nicht. Es wird wenig gesäuselt und getrauert, wer wogende Lavendelfelder erwartet hat, wird enttäuscht.


McIntosh ist Meisterin der langen Szenen, die dennoch nicht langweilig werden. Die Geschichte entwickelt sich aus Begegnungen und Dialogen heraus, die oft nicht so ausgehen wie man das erwartet hat. Und das ist gut. Die Figuren sind klar gezeichnet aber schon stereotyp, mit wenigen Ausnahmen. Den "guten Nazi" hat man nicht erwartet und dass die Protagonistin tatsächlich zwischen zwei Männern steht und beide liebt, ist nachvollziehbar dargestellt, auch die Sympathie der Leserin schwankt.


Insgesamt ein schönes Leseerlebnis für den Garten mit interessantem historischem Hintergrund. Aber ein literarisches Highlight ist es nicht.

  (0)
Tags: frankreich, liebe, zweiter weltkrieg   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(59)

127 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

liebe, paris, krieg, berlin, 2. weltkrieg

Die weissen Lichter von Paris

Theresa Révay , Barbara Röhl
Flexibler Einband: 571 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 13.07.2009
ISBN 9783442470594
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: 2. weltkrieg, frankreich   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(9)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

lamballe, bretagne, frankreich

Der Leuchtturm auf den Klippen

Marie Lamballe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.07.2016
ISBN 9783404173761
Genre: Romane

Rezension:

Finistère. Windumtostes Land, raue Landschaft, verschrobene Menschen. So stellt man sich diesen Teil der Bretagne vor und so erwarte ich auch eine unterhaltende Geschichte, die dort spielt. Marie Lamballes Roman enttäuscht einen nicht, sondern übererfüllt die Erwartungen.

Susanne Meyer-Schildt ist Kind reicher Eltern und studiert in Paris, bevor sie - nach Willen ihrer Familie - irgendwo ins obere Management einsteigt. Sie gerät aber an den zwielichtigen Paul und wird in einen Verkehrsunfall verwickelt. Danach erinnert sie sich an nichts und trampt in die Bretagne. In dem Glauben, sie sei Anne-Marie LeBars, die Adressatin eines Briefs, den sie in ihrer Manteltasche gefunden hatte. An der windigen Küste nördlich von Brest findet sie dann das, was sie nie hatte: Bodenständigkeit, Geborgenheit, das Gefühl, so gemocht zu werden wie man ist. Aber das Geheimnis ihrer wahren Identität droht immer am Horizont und es ist klar, dass das die Idylle ducheinanderwirbeln wird.

Marie Lamballe kreiert einen atmosphärisch dichten Unterhaltungsroman, der die Sehnsucht nach der Bretagne atmet und exzellent herübergebracht wird. Nicht erwartet hätte ich so manche sprachliche Feinheiten, hervorragende Dialoge mit Herz, die von genauer Beobachtungsgabe zeugen, und ein gutes Händchen für runde, wiedererkennbare Charaktere. Da wären die schwerhörigen und verschrobenen Geschwister Enora und Armelle mit ihrer kleinen Lebens- und Nebengeschichte oder Malo, der so schweigsam und schüchtern und doch ein tiefes Wasser ist. Und natürlich Alan, der sich nur langsam mit Anne-Marie bzw. Susanne anfreundet. Nicht zuletzt ist auch der Hund Bri-Bri ein kleiner Star.

Diese Liebe zu Details machen das Buch zu einem Lesevergnügen. Ohne sie könnte man die Geschichte für langatmig halten und sich gar ein wenig langweilen, denn es dauert ewig, bis sich alles entwickelt und auflöst. Marie Lamballe zähmt dadurch die Neugierde und macht ihren Roman von einem Glas Wasser zu einem Glas Wein: Langsam trinken, langsam lesen und genießen. Keine große Literatur, aber ein Muss für Bretagne-Fans.

  (0)
Tags: frankreich   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

23 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

bretagne, kommissar dupin, salz, fleur de sel, dupin

Bretonisches Gold

Jean-Luc Bannalec
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.10.2015
ISBN 9783462048407
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jean-Luc Bannalecs drittes Werk ist ein gut gelungener, sanfter Krimi: Hier steht nicht die Schilderung von Grausamkeiten im Mittelpunkt, sondern politische Verstrickungen, bretonische Angelegenheiten und vor allem das Land selber.

Die Salzgärten bei Guérande sind eine der großen Sehenswürdigkeiten der südlichen Bretagne, eine Welt für sich. Der Autor erweckt diesen Schauplatz zum Leben und dichtet ihm eine verrückte Geschichte an, von der man trotzdem das Gefühl hat, dass sie wahr sein könnte.

Der Aufbau des Buches ist klassisch, aber nie vorhersehbar. Die Spannung ist wohldosiert und macht den Krimi zu einem, den man getrost genießen und auch langsam lesen kann, wenn man möchte. Die perfekte Urlaubslektüre also. Man merkt dem Autor die Liebe zur Bretagne an und staunt auch, wie kundig er ist. Der Blick in das Innerste dieser Region fasziniert. Nur zu gerne fährt man im Kopf mit Dupin mit (natürlich viel zu schnell) und lässt Landschaft, Essen und das Meer auf sich wirken.

Ein gelungener Regio-Krimi, den man gerne auch mehrfach lesen möchte.

  (2)
Tags: frankreich, krimi   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(38)

91 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

thailand, reisen, backpacker, urlaub, roman

Nächster Halt: Thailand

Katy Colins , Marina Ignatjuk , Cathérine Fischer
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 08.05.2017
ISBN 9783956496936
Genre: Romane

Rezension:

Weiße Strände, türkisfarbenes Wasser und ewiger Sommer. Man erwartet einen fröhlichen Aussteigerroman, eine Reise zu sich selbst, die philosophische Züge hat und natürlich die eines Abenteuers und eines Aufbruchs.
So stellt man sich Thailand vor. Aber natürlich ist das nur die halbe Wahrheit. Schmutz, Partytouristen, Ungeziefer ist Teil der anderen und die Autorin lässt ihre Leser hier beide erleben. Das ist zwar gut, aber nicht gut gemacht. Man bekommt nicht von dem Erwarteten, stattdessen: Peinliche Witze, Oberflächlichkeiten und Widersprüche.

"Im Tuk Tuk ins Glück" ist ein Versprechen, das zwar für die Protagonistin Georgia gilt, aber für den Leser nicht mehr ist als noch das gelungenste sprachliche Stilmittel, denn von Erzählkunst hat Katy Colins scheinbar noch nichts gehört. Sie versucht die Ich-Erzählerin krampfhaft locker und lustig zu sein, bewirkt aber nur Peinlichkeit im Auge des Lesers. Sie möchte eine Mischung aus Bridget Jones und Eat Pray Love schreiben, nimmt aber gerade die Hürde eines Groschenromans für Bravo-Leser. Ihr Roman wirkt wie eine Ansammlung von Ideen eines fünfminütigen Brainstorms. Klar, dass da nur Dinge herauskommen wie eine geplatzte Hochzeit, der  betrügerische Traumtyp, ein Wiedersehen mit dem Beinahe-Bräutigam in Kotze stehend an einer Mülltonne und ein Brustwarzenpiercing nach dem Komasaufen. Gähn.

Natürlich erwartet niemand Hochliterarisches und allerneuste Witze, aber durch ein bisschen mehr Finesse und Kreativität kann man auch die ausgelutschteste Idee noch unterhaltsam darstellen. Das passiert hier aber gar nicht. Die Dialoge sind platt und wirken wie hingeworfen, die Charaktere sind Holzschnitte und dann auch nocht widersprüchlich. Die Autorin möchte eine schüchterne Außenseiterin ins Leben zurückführen, sie hat aber keine Ahnung, wie eine schüchterne Außenseiterin sich wirklich verhält, was sie sagt, denkt und fühlt. Georgia ist somit der wandelnde Widerspruch und statt sich als Leser wie die beste Freundin zu fühlen, gerät man fast in Versuchung, der dummen Gans jedes erdenkliche Fettnäppfchen zu wünschen, in das sie dann auch tatsächlich tritt. Überraschung. Katy Colins hat hier nicht das Rad neu erfunden, dafür aber Vorhersehbarkeit neu definiert, indem sie ihre Leser für genauso dumm wie ihre Protagonistin hält.

Liest man einen Roman über einen exotischen Ort, so wünscht man sich, diesen auch durch die Worte zu spüren, zu schmecken und zu hören. Aber auch hier bekommt der Leser nur Plattitüden vorgesetzt. Dabei merkt man dem Roman zwar durchaus an, dass sich die Autorin vor Ort auskennt, aber sie schafft nur ansatzweise, den Flair Thailands wiederzugeben und das auch erst, als der schlechte Eindruck schon besiegelt ist. Auch Georgias gewünschte Reise zu sich selbst gerät arg kurz und zu Reflexionen kommt es in nur vereinzelten Sätzen. Selbsterfahrung als Schwupps-Moment auf einer Wunderinsel mit neuen besten Freunden und dem absoluten Traumtyp.

Man muss der Autorin jedoch den Versuch anrechnen, ihrem Roman auf den letzten Metern durch ein plötzliches Ereignis etwas an Tiefe zu geben. Dass auch der an Oberflächlichkeit scheitert ist selbstverständlich, aber immerhin war sie bemüht und einen Versuch war es wert.

So bleibt am Ende die Enttäuschung, hier nicht gut unterhalten, sondern veräppelt worden zu sein. Das hier ist weder ein Aussteigerroman noch lustige, lockere Unterhaltung. Es ist ein mit der heißen Nadel gestrickter Groschenroman.

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(64)

111 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

provence, frankreich, roger blanc, krimi, cay rademacher

Mörderischer Mistral

Cay Rademacher
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei DuMont Buchverlag , 21.03.2017
ISBN 9783832163167
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(40)

94 Bibliotheken, 1 Leser, 4 Gruppen, 32 Rezensionen

argentinien, cornwall, liebe, familie, pferde

Das Lilienhaus

Sarah Harvey , Frauke Brodd
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.07.2015
ISBN 9783492302074
Genre: Romane

Rezension:  
Tags: argentinien   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(54)

111 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

liebe, krieg, dem glück so nah, louise walters, 2. weltkrieg

Dem Glück so nah

Louise Walters , Gabi Reichart-Schmitz
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 18.06.2015
ISBN 9783404172085
Genre: Romane

Rezension:

Zwei Frauen, zwei Geschichten, die miteinander verbunden sind. Das klingt nach einem guten Rezept für spannende Unterhaltung. Wenn dann noch auf dem Klappentext was von einem "kleinen Buchladen" zu lesen ist, möchte man am liebsten gleich Urlaub einreichen und sich im Garten verkrümeln, den Wälzer auf dem Schoß und ein kühles Getränk in der Hand. Versucht man das mit diesem Buch, geht es leider schief, denn es lässt einen seltsam unbefriedigt zurück.

Roberta findet zwischen den Seiten eines Buches ihrer Großmutter, das sie verkaufen soll, einen Brief ihres Großvaters, der erbost erklärt, sie nicht heiraten zu können. Das bringt Robertas Welt ins Wanken, denn bisher war ihr eine ganz andere Familiengeschichte bekannt. Auf die Suche nach einer Erklärung macht sie sich aber nicht, sondern lässt ihr eintöniges Leben einfach weiterplätschern. Der Leser hingegen erfährt nach und nach alles und soll wohl so dem Ende entgegenfiebern.

Das hätte so schön sein können, funktioniert aber nicht. Da wären die beiden blassen Protagonistinnen Roberta und ihre Großmutter Dorothy, die zwischen Gleichgültigkeit und Lamentieren schwanken. Oder der historische Rahmen, der mir nicht ausreichend recherchiert wirkt. Völlig zusammenhanglos sind auch die anderen Briefe von Fremden, die Roberta dauernd findet und einsteckt. Die Geschichte nimmt trotz der spannenden Ausgangssituation wenig Fahrt auf, sondern plätschert dahin und wird am Ende gänzlich unglaubwürdig und wenig berührend. Dabei hätte sie Potential gehabt, denn falsche Fährten gibt es genug. Statt aber wohlig zu verwirren und Fragen aufzuwerfen, verstören sie nur.

  (1)
Tags: 2. weltkrieg, england, liebe   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

56 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

freiheit, philosophie, selbstverwirklichung, spiritualität, sehnsucht

Die Möwe Jonathan

Richard Bach , Jeannie Ebner
Flexibler Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2012
ISBN 9783548284514
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 
262 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks