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74 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 44 Rezensionen

weihnachten, familie, cornwall, schnee, liebe

Schuld war nur der Mistelzweig

Judy Astley , Jenny Merling , Anna-Christin Kramer
Flexibler Einband
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 13.10.2016
ISBN 9783462048674
Genre: Liebesromane

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277 Bibliotheken, 3 Leser, 2 Gruppen, 25 Rezensionen

weihnachten, adventskalender, norwegen, reise, geheimnis

Das Weihnachtsgeheimnis

Jostein Gaarder , Gabriele Haefs , Rosemary Wells
Flexibler Einband: 270 Seiten
Erschienen bei dtv, 01.10.2002
ISBN 9783423621151
Genre: Jugendbuch

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7 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Detox

C.L. Taylor , Frauke Brodd
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.12.2016
ISBN 9783492303811
Genre: Krimi und Thriller

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49 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

gedanken, internet, dystopie, jugendbuch, geheimnisse

Die Schattensurfer

Hubert Wiest
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 24.10.2013
ISBN 9781493556175
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil


Auf Lovelybooks wurde ich vom Autoren höchstpersönlich auf seine Leserunde zu "Schattensurfer" aufmerksam gemacht. Da ich gerade wieder anfange, Dystopien zu lesen, kam das ganz gelegen und ich war froh, dieses Buch entdecken zu dürfen. "Die Schattensurfer" finde ich von der Aufmachung bereits gelungen und auch der Inhalt kann sich sehen lassen. Hubert Wiest hatte mich schon nach wenigen Seiten gefangen und ich konnte die Geschichte rund um Sansibar und Luan in vollen Zügen genießen.


"Die Schattensurfer" spielt in der Zukunft, die gar nicht einmal so weit entfernt liegt. Der technische Fortschritt geht so weit, dass sogar Gedanken "kontrolliert" werden. Sie werden durch einen Kristall in einen Zentralcomputer geschleust und dort, angeblich, zum Wohle der Allgemeinheit genutzt. Schon allein diese Idee fand ich genial und die Umsetzung ist dem Autoren ausgesprochen gut gelungen.


Das Buch ist besonders für jüngere Leser geeignet, die in erster Linie ein Abenteuer erleben möchten. Es geht vordergründig nicht um die Charaktere und deren Entwicklung, sondern um RUHL, die damit verbundenen Einschränkungen und ein gewisser Widerstand. Dabei unterscheidet sich die Geschichte eindeutig von bekannten Dystopien, da sie vom Aufbau doch eher wie ein spannender Jugendroman daherkommt. Gesellschaftskritik ist natürlich zwischen den Zeilen ebenfalls vorhanden.


Charaktere


- Luan -


Luan lebt in einer Art Waisenhaus und wartet, wie alle Jugendlichen, auf seine Kristallprüfung. Dann wird er jedoch beim Klauen von Geld erwischt und ehe er sich versieht, ist er auf der Flucht.


Luan ist ein enorm starker Charakter, eine Art Held, der wohl hier die Leserschaft spalten wird. Ich fand ihn sehr sympathisch, auch wenn die Dinge, die er in die Hand nimmt, natürlich alle viel zu leicht klappen. Trotzdem habe ich ihn in mein Herz geschlossen und konnte mit ihm mitfiebern, vor allem, da sich seine Geschichte teilweise in der sagenumwobenen Schattenstadt abspielt und sich ums Programmieren und Hacken dreht.


- Sansibar -


Auf der anderen Seite steht Sansibar, die ihre Kristallprüfung noch vor sich hat. An ihrer besten Freundin sieht sie, wie toll es sein muss, Mitglied von "RUHL" zu sein und den Kristall in der Öffentlichkeit zu tragen. Die Vorteile überwiegen am Anfang der Geschichte, doch Sansibar merkt schnell, dass sie nicht all ihre Gedanken teilen möchte. Was ist zum Beispiel mit den Geheimnissen über ihre Mutter?


Luans Sichtweise fand ich ungemein spannend, während ich bei Sansibar eher eine sensible Seite gespürt habe. Sie wird im Gegensatz zu Luan nicht direkt als Heldin dargestellt, sondern eher als nachdenkliches Mädchen, das ihren eigenen Weg nicht findet und lieber erst einmal nachdenken möchte, ob RUHL etwas für sie ist.


Sansibar und Luan treffen sich im Laufe der Geschichte immer wieder, was ich ausgesprochen spannend fand. Wer hier allerdings eine kitschige Liebesgeschichte erwartet, der wird enttäuscht werden! Das Buch handelt viel mehr von Freundschaft und Zusammenhalt und ein wenig knisternde Zuneigung! 


Meine Meinung


"Schattensurfer" ist ein Buch, das ich ohne Lovelybooks und die Leserunde wohl nie hätte lesen dürfen. Umso dankbarer bin ich dem Autoren, dass er mich auf sein Buch aufmerksam gemacht hat, denn ich denke, hier hätte ich als großer Dystopien-Fan etwas verpasst! Die Geschichte beginnt sofort mit einem riesigen Spannungsbogen, der über das gesamte Buch bestehen bleibt und mich als Leser das Buch kaum beiseite legen ließ.


Kommen wir aber erst einmal zur Welt, in der die Menschen hier leben müssen. Diese fand ich sehr gut beschrieben. Auf der einen Seite gibt es Technik, die das Leben bereichert, doch auf der anderen Seite wirkten die Menschen doch recht schwach, was vor allem an RUHL liegt. RUHL sammelt die Gedanken jeder Menschen mithilfe eines Kristalls, der auf der Stirn getragen wird, und wertet diese zum Nutzen der Gesellschaft aus. Ob dies tatsächlich anonym ist, sei erst einmal dahingestellt, aber welcher Mensch möchte schon, dass seine Gedanken gespeichert werden?


Hubert Wiest hat hier ein Zukunftsszenario erschaffen, das gar nicht einmal so fern ist. In der heutigen Zeit wir ebenfalls bereits viel kontrolliert und die meisten Menschen nehmen es stillschweigend hin. Dass auch noch die eigenen Gedanken kontrolliert und indirekt manipuliert werden, empfinde ich schon als sehr gruselige Vorstellung! In "Die Schattensurfer" fand ich besonders die Kristallprüfung interessant, also der Tag, an dem die Jugendlichen ihren Kristall bekommen und Teil dieser Gemeinschaft werden.


"Die Schattensurfer" besitzt so viele tolle Ideen, dass ich diese hier unmöglich in Worte fassen kann! Zum einen fand ich den Lunapark toll, zum anderen die Schattenstadt, aber auch die Charaktere konnten mich fesseln. Das gesamte Buch war für mich wie ein Abenteuer, das ich zusammen mit Sansibar und Luan bestreiten musste und auch wenn vieles zu einfach gelöst wurde und besonders Luan teilweise wie der Überheld schlechthin wirkte, muss ich sagen, dass ich dennoch vollständig in der Geschichte abtauchen konnte. Vorwiegend ist "Die Schattensurfer" wohl eine Geschichte für jüngere Leser (12+), aber ich denke, auch jugendliche und erwachsende Dystopie-Liebhaber werden hier einen kleinen Schatz finden!


Fazit


Mich konnte "Schattensurfer" von Hubert Wiest von der ersten Seite in den Bann ziehen. Das Buch ist eine spannende Dystopien mit originellen Ideen und liebenswerten Charakteren. Eine klare Empfehlung!

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Tags: dystopie, junge leser   (2)
 

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5 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

familie, weihnachten, deutschland

Weihnachten mit den Padderborns (Die Padderborns 1)

Sandra Pulletz
E-Buch Text
Erschienen bei null, 22.11.2016
ISBN B01N79FS41
Genre: Romane

Rezension:



Schreibstil

Passend zu Weihnachten ist von der lieben Sandra Pulletz eine unterhaltsame Weihnachtsgeschichte erschienen, die ich schon vorab lesen durfte und euch nun, zu Beginn der Weihnachtszeit gerne vorstellen würde. Sandra Pulletz bleibt ihren Stil treu und präsentiert hier wie zu Halloween wieder eine kurze und knackige Geschichte, die richtig schön Weihnachtsstimmung aufkommen lässt. (Und das will bei mir als Weihnachtsmuffel echt was heißen!)

Sandra Pulletz hat mit "Weihnachten bei den Padderborns" eine Geschichte über Weihnachtsstress, über die ewig gleichen Erwartungen und über das Beisammensein der Familie geschrieben. Dabei herrscht hier vor allem Chaos, denn mit Bettina hat sie sich eine recht schusslige und dennoch liebenswerte Protagonistin ausgesucht!

Meine Meinung

Es weihnachtet wieder einmal und bei den Padderborns soll es wie jedes Jahr das perfekte Weihnachten geben. Aber was ist schon perfekt? Während Bettinas Schwester Nadine alles bis ins kleinste Detail plant, lässt Bettina einfach alles auf sich zukommen und das erweißt sich schnell als riesiger Fehler. Wie kocht man das perfekte Weihnachtsmenü? Und was ist mit den Geschenken und dem Baum? Und wie geht man damit um, wenn die eigenen Eltern plötzlich von Trennung reden?

Mich hat die Kurzgeschichte "Weihnachten bei den Padderborns" von Sandra Pulletz zum Lachen gebracht. Mit Bettina konnte ich mitfühlen und ich mochte ihre liebevoll chaotische Art. Die ganze Familie war, trotz kleiner Macken, sehr liebenswert und ich habe mich glatt als Teil der Familie gefühlt. 

Die Novelle besitzt einige Überraschungen, sehr viel Witz und eine Wärme, die den eisigkalten Winter vergessen lässt! Ich bin nach wie vor von Sandra Pulletz Schreibstil begeistert und ich denke, wir werden noch viel von ihr hören beziehungsweise lesen! 

Fazit

"Weihnachten bei den Padderborns" ist eine Novelle, die sich schnell lesen lässt und garantiert für Weihnachtsstimmung sorgt. Eine absolute Empfehlung von mir! 

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48 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

psychothriller, london, dominanz, misshandlung, perfektion

Saving Grace - Bis dein Tod uns scheidet

B.A. Paris , Wulf Bergner
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.11.2016
ISBN 9783734102639
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Psychothriller gehören schon lange zu meinen liebsten Buchgenres und deswegen war ich auf "Saving Grace" gespannt, denn der Klappentext hat sich sehr mysteriös und spannend angehört. Und ich wurde nicht enttäuscht. 


"Saving Grace" ist der erste Roman/Psychothriller von B.A. Paris und ich kann gleich sagen, dass sich so manch andere Autoren in diesem Genre eine Scheibe von ihr abschneiden können. Warum? B.A, Paris hat einen solch fesselnden Schreibstil, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Desweiteren beweist sie guten Menschenverstand und ich finde, genau das macht einen guten Psychothriller aus.


Beim Lesen konnte ich mich direkt in Grace hineinversetzen und ich musste ihre ausweglose Situation am eigenen Leib spüren. Mit Grace zusammen habe ich einige Fluchtversuche unternommen und bin gleichzeitig halb verzweifelt. 


Mit der Figur von Jack hat die Autorin hier einen Psychopathen der besonderen Art erschaffen, ein Psychopath, der nichts dem Zufall überlässt und der gleichzeitig nach außen hin wie der perfekte Ehemann erscheint. Ja, ich muss sagen, dass ich solch "böse" Charaktere liebe!


Charaktere


Grace


Grace ist eine junge, hübsche Frau, die augenscheinlich in einer perfekten Beziehung steckt. Der Klappentext lässt allerdings vermuten, dass doch nicht alles vor Perfektion glänzt - ganz im Gegenteil ...


Grace selbst ist eine starke Frau, vor allem auf psychischer Ebene. Das Geschehen erfahren wir komplett aus ihrer Sicht und ich habe mich beim Lesen komplett in ihre Lage versetzen können. Ich habe mit ihr gelitten und mich immer wieder selbst gefragt, was ich in einer solchen Situation machen würde. Ich wäre unter diesem ganzen Druck wahrscheinlich zerbrochen!


Jack 


Jack ist der augenscheinlich so perfekte Ehemann von Grace. Im Verlauf der Geschichte erfahren wir nebenbei seine Hintergründe und auch, wie er Grace kennengelernt beziehungsweise um den Finger gewickelt hat.


Ich möchte hier nicht allzu viel verraten, nur so viel, dass Jack für mich einer der schlimmsten Psychopathen war, die ich je in einem Buch getroffen habe und das nicht, weil er seiner Frau körperliche Gewalt zufügt. Nein, in "Saving Grace" geht es vordergründig um psychische Gewalt und um den Aufbau einer Scheinwelt.


Wie sehr ich Jack beim Lesen gehasst habe, kann ich gar nicht in Worte fassen. (Dagegen ist Joffrey aus Game of Thrones nichts!) Manchmal hätte ich das Buch gerne vor Verzweiflung einfach weggeworfen, doch der Drang, mit Grace endlich eine Lösung zu finden, war stärker.


Meine Meinung


"Saving Grace" beginnt ganz harmlos mit einem Dinner unter Freunden. Das Leben von Grace und Jack ist die reine Perfektion, die beiden lieben sich und zeigen dies der Welt. Sie haben ausreichend Luxus, süße Geschichten über ihr Kennenlernen und werden von all ihren Freunden bewundert. Dem aufmerksamen Leser werden aber schon in diesem ersten Kapitel einige Ungereimtheiten auffallen, eine Dinge, die absolut nicht in dieses Bild der Perfektion passen wollen, Details, die beim genaueren Betrachten Risse in dieser Seifenblase erzeugen.


Genau dort setzt B.A. Paris an und schafft eine Geschichte des Grauens. Das Buch erzählt teils die Geschichte, wie Grace und Jack sich kennengelernt haben, wie sie zusammen gekommen sind sie sie geheiratet haben, doch gleichzeitig erfahren wir aus der Gegenwart, wie es Grace momentan ergeht. Die Autorin verstreut hier zu Anfang erst kleine Schnipsel, die aber immer größer werden und das Gesamtbild schließlich endgültig trüben. 


Grace hat eine junge Schwester, die an dem Down-Syndrom leidet. Jack erscheint wie der fürsorgliche Ehemann, der sich auch um diese kranke Schwester kümmern will. Nach außen hin betrachtet kommt man tatsächlich drumherum, Jack als perfekt zu bezeichnen. Er trägt seine Frau nach außen hin auf Händen, liest ihr jeden Wunsch von den Augen ab und wird von jedem bewundert, doch wenn Grace mit ihm allein ist, offenbart sich sein wahres Gesicht.


"Saving Grace" war mal wieder ein Buch, das ich nur selten beiseite legen konnte. Grace Geschichte ist grausam, so grausam, das ich an manchen Stellen am liebsten in die Seiten gestiegen wäre, um ihr zu helfen. Der psychische Druck war kaum auszuhalten und als Leser habe ich mich ebenso hilflos gefühlt wie Grace!


In diesem Jahr habe kein Buch gelesen, dass mich so aufgewühlt hat. Für mich war die Geschichte wie eine Achterbahnfahrt. Es gab immer kleine Hoffnungsschimmer, Momente, in denen ich gedacht hätte, Grace würde es endlich wieder schaffen, doch diese wurden immer wieder von Jack zerstört. Das Ende hat mir ausgesprochen gut gefallen und es ist ebenso bitterböse wie das gesamte Buch!


Fazit


Mich hat "Saving Grace" von B.A. Paris von der ersten Seite in den Bann gezogen. Ich habe mit Grace gelitten, mich an jedem Strohhalm geklammert und Angst und Mitleid empfunden. Für mich ein Highlight in diesem Jahr und für Fans von Psychothrillern ein absolutes Muss!

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Tags: perfektion, psychothriller   (2)
 

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1.183 Bibliotheken, 39 Leser, 4 Gruppen, 225 Rezensionen

fantasy, liebe, masken, sabaa tahir, elias

Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken

Sabaa Tahir , Barbara Imgrund
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.05.2015
ISBN 9783846600092
Genre: Jugendbuch

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47 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

wüste, arabien, gefahr, geheimnisse, webb

Das Versprechen der Wüste

Katherine Webb , Babette Schröder , Katharina Volk
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Diana, 14.11.2016
ISBN 9783453291843
Genre: Historische Romane

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

familie, feminismu, verbreche

Stimmen in der Nacht

Laura Brodie
E-Buch Text: 336 Seiten
Erschienen bei Deutscher Taschenbuch Verlag, 18.12.2013
ISBN 9783423413329
Genre: Romane

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124 Bibliotheken, 14 Leser, 0 Gruppen, 54 Rezensionen

london, selbstjustiz, krimi, gericht, tony parsons

Wer Furcht sät

Tony Parsons
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 11.11.2016
ISBN 9783404174423
Genre: Krimi und Thriller

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123 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

fantasy, frost, das frostmädchen, fantasie, stefanie lasthaus

Das Frostmädchen

Stefanie Lasthaus
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453317291
Genre: Fantasy

Rezension:



Schreibstil


Dieser Monat lief bis dato eigentlich echt gut und ich dachte, in diesem Monat tatsächlich einmal auf einen echten Flop verzichten zu können. Leider trudelte dann "Das Frostmädchen" bei mir ein. Das Buch habe ich bereits in der Verlagsvorschau von Heyne gesehen und dort ist mir das überaus hübsche Cover sofort ins Auge gestochen. Auch die Ankündigung, dass es sich hier um einen Epos über Liebe, Magie und dunkle Geheimnisse handelt, hat mich neugierig gemacht. Leider muss ich sagen, dass diese Versprechungen nichts als heiße Luft sind ...


Was ist ein Epos eigentlich? Wikipedia sagt, dass dies eine ausschweifende Erzählung ist. "Das Frostmädchen" von Stefanie Lasthaus ist meiner Meinung das genaue Gegenteil, denn die Geschichte ist über mehrere hundert Seiten so künstlich aufgebauscht, dass ich zum Ende hin ganze Absätze nur noch überflogen habe. Auch der Schreibstil der Autorin konnte mich leider nicht den Bann ziehen und war mir stellenweise einfach zu kitschig. Bei mir setzte während des Lesens kein Kopfkino ein.


Anscheinend handelt es sich bei "Das Frostmädchen" nicht um den ersten Roman der Autorin. Das hat mich tatsächlich erstaunt. Er wirkt stellenweise sehr aufgebauscht, sehr eintönig und die Geschichte kommt nach den ersten 100 Seiten nicht mehr voran und dümpelt vor sich hin. Viel Inhalt beziehungsweise Handlung hat das Buch leider nicht und das ist das Hauptproblem. Die fast 400 Seiten sind so extrem in die Länge gezogen mit Wiederholungen, immer wieder den gleichen Gedankengängen unserer Protagonisten und einer Handlung, die sich im Kreis dreht. Magie beziehungsweise Fantasy war nicht zu spüren und leider auch keine echte Gefahr.


Ich bin mir sicher, dass Stefanie Lasthaus Talent zum Schreiben hat, denn hin und wieder funkelte eine gewisse Leidenschaft durch. Meiner Meinung nach ist das allerdings noch ausbaufähig, was aber keine Schande ist. Nur die Schreibroutine hilft, besser zu werden und seinen eigenen Stil zu finden.


Charaktere


- Neve -


Leider sind der Autorin auch die Charaktere nicht besonders glaubhaft gelungen. Es fehlte an einer gewissen Nähe, an einer Hintergrundgeschichte. Ich habe mich teilweise so gefühlt, als würde ich ins kalte Wasser geworfen werden. Neve ist nämlich ein recht schwieriger Charakter, aber warum sie so schwierig ist, erfahren wir nicht. Am Rande bekommen wir nur mit, dass sie vor ihrem gewalttätigen (Ex-) Freund geflohen ist. Ansonsten bleibt sie recht farblos und ihre Handlungen konnte ich teilweise nicht nachvollziehen.


Neve war mir leider auch überhaupt nicht sympathisch, sondern das genaue Gegenteil. Teilweise hat sie mich genervt, denn sie wird als sehr unschuldig und schüchtern beschrieben, ist aber streckenweise doch sehr berechnend. Wie sollte ich also Emotionen für ihre Liebesgeschichte aufbringen?


- Lauri -


Neves Gegenpart ist Lauri, ein junger Künstler, der in einer Hütte einfach nur in Ruhe arbeiten will, dann aber Neve in einem Schneeberg halb erfroren findet. Natürlich verliebt er sich in den ersten 24 Stunden so unsterblich in sie, dass er am liebsten immer an ihrer Seite sein will ...


Die Anziehung der beiden konnte ich nicht verstehen, aber ich bin wohl auch einfach nicht der Typ für solche oberflächlichen Liebeleien. Lauri war mir zu Beginn halbwegs sympathisch, aber irgendwann verlor sich auch das. Für mich war zwischen den beiden leider keinerlei Liebe spürbar, denn dafür ging es mir zu schnell. Die beiden haben kaum ein Wort gewechselt und dann soll es die große Liebe sein? Selbst Edward und Bella haben sich mehr Zeit gelassen! (Sorry, den konnte ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen!)


Meine Meinung


Leider weckt das Cover und auch der Klappentext ganz andere Erwartungen an das Buch. Ich bin von einer jugendlichen Love-Story mit Fantasyelementen ausgegangen, doch stattdessen sind sowohl Neve als auch Lauri bereits Erwachsene, die sich vorrangig sexuell zueinander hingezogen fühlen. Die Emotionen, die von der Autorin vermutlich beabsichtigt waren, sind bei mir leider nicht angekommen. Ganz im Gegenteil, ich hatte schon nach den ersten 50 Seiten solch eine Langeweile gespürt, dass ich das Buch am liebsten abgebrochen hätte. In der Hoffnung, dass die Geschichte irgendwann Fahrt aufnimmt, habe ich weitergelesen.


Leider wollte das Kopfkino bei mir einfach nicht einsetzen. Es war, als würde ich die Geschichte aus der Ferne betrachten. Einzig die Beschreibungen der Umgebung sind der Autorin anschaulich gelungen. Die frostige Eislandschaft war spürbar, aber leider hat das nicht gereicht, um den Buch ausreichend Leben einzuhauchen. Es blieb alles kalt und für mich lief alles recht geradlinig ab. Höhen und Tiefen habe ich vergebens gesucht und Verständnis konnte ich für einige Handlungen leider nicht aufbringen. (Hier sei besonders ein gewisser Mord erwähnt ...)


Rückblickend betrachtet fand ich die reine Grundidee nicht schlecht, aber hier hapert es eindeutig an der Umsetzung. Der Schreibstil liest sich sehr abgehackt und erzeugte keine Bilder in meinem Kopf. Die Charaktere wirkten blass und ohne Leben, teilweise hatte ich das Gefühl, die Autorin würde ihre eigenen Personen nicht so recht kennen und leider wird die ganze Geschichte ohne erkennbaren Spannungsbogen erzählt. Einzig die Aufmachung des Buches gefällt mir, passt aber leider überhaupt nicht zum Inhalt.


Zum Ende möchte ich an dieser Stelle nicht viel sagen. Es passt, ist aber genau so zu erwarten und erinnert ein wenig an die Happy Ends aus gängigen Märchen. Mir fiel die Rezension an dieser Stelle wirklich schwer, denn leider konnte ich dem Buch nichts Positives abgewinnen. Streckenweise hatte ich zum Ende hin nur noch überflogen, denn Spaß hatte ich beim Lesen leider nicht! Ich möchte die Autorin an dieser Stelle aber auf keinem Fall demotivieren. Talent ist spürbar und sie soll unbedingt weiterschreiben! 


Fazit


Es tut mir leid, das Buch an dieser Stelle nicht besser bewerten zu können. "Das Frostmädchen" war das komplette Gegenteil von dem, was ich erwartet hatte. Die Geschichte ist zäh, die Charaktere sind blass und der Schreibstil zu aufgebauscht! 

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Tags: fantasy, roman   (2)
 

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24 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

familie, band 2, tragische zufälle, fortsetzung, rache

Das Spiel - Rache

Jeff Menapace , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 14.11.2016
ISBN 9783453677081
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


Schreibstil

Lange habe ich mich auf den zweiten Teil der "Spiel"-Trilogie gefreut. Der erste Band war für mich ein Highlight in diesem Jahr, denn die Geschichte rund um zwei psychopathische Brüder, die ein bitterböses Spiel spielen wollen, hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistern können.

Im zweiten Band bleibt sich Jeff Menapace weiterhin treu, doch die psychopathische Seite, die ich im ersten Teil so gerne mochte, blieb recht seicht, denn schließlich ist einer der Brüder tot und der andere sitzt im Gefängnis. Trotzdem fand ich es wieder toll, die Lamberts zu treffen, auch wenn ich sagen muss, dass der Horror hier ein wenig ausblieb und es viel mehr in Richtung Action ging!

Charaktere

- Amy und Patrick -

Wie im ersten Teil begleiten wir auch hier die Familie Lambert, die noch immer mit den Folgen aus dem Geschehen an Crescent Lake zu Kämpfen hat. Ihr Sohn Caleb empfindet keine direkte Trauer und auch wenn die Beziehung von Amy und Patrick auf dem ersten Blick so liebevoll wie zuvor wirkt, brodelt es doch unter der Oberfläche.

Ich mochte Amy und Patrick sehr, denn im ersten Teil habe ich ihren Kampfgeist kennengelernt und war über ihren Zusammenhalt erstaunt. Dieser ging hier im zweiten Teil ein wenig verloren. Die beiden entfernen sich ein wenig von einander und das fand ich sehr schade.

- Monica und John -

Als Gegenpart in diesem Band haben wir nun nicht mehr die verrückten Fannelli-Brüder, sondern Monica und John. Wie die beiden zu den Brüdern stehen, möchte ich hier nicht verraten, denn das würde einen Teil der Spannung wegnehmen. Ich fand sie passend, aber für meinen Geschmack zu überlegen. Sie wirken ein wenig wie die typischen "Superbösewichte", die von niemanden geschnappt werden können. Besonders Monica mochte ich daher überhaupt nicht! 

Meine Meinung

Lange habe ich mich darauf gefreut, die Lamberts erneut treffen zu dürfen. Die Geschichte fängt zwar sehr ruhig, aber dennoch interessant an. Wir erfahren, wer Monica ist und warum sie plötzlich auf Artys Seite steht. Arty selbst ist noch immer im Gefängnis und kommt da wohl so schnell nicht raus. Oder?

Während im ersten Band noch eine gruselige Stimmung vorherrschte, liegt der Fokus hier eher im Actionbereich. Das eigentliche Spiel, das im Zentrum des ersten Bandes stand, wird hier nicht mehr mit der Intensität fortgeführt, wie im ersten Teil. Plötzlich ist da Monica, die lautlos wie eine Assassine alle tötet und vollkommen überlegen ist. Mir hat die übertriebene Art der beiden Brüder ein wenig gefehlt.

Ich muss sagen, dass ich viel von diesem Buch erwartet habe, denn schließlich hat mich der erste Band vollständig überwältigt. Er war von vorne bis hinten mein Geschmack, denn ich liebe Horrorfilme, die sich um völlig kranke Personen drehen. Auch der Überlebenskampf der Lamberts im ersten Teil und die vielen kleinen Überraschungen haben mich in den Bann gezogen. Das alles war in "Das Spiel - Rache" kaum noch vorhanden.

Trotz meiner Kritik muss ich sagen, dass ich das Buch gerne gelesen haben. Zwar gab es einige sehr zähe Momente, aber es gab dennoch Spannung und das Gefühl, zusammen mit Amy und Patrick gegen diesen Alptraum kämpfen zu müssen. Der Autor erzählt seine Geschichte wirklich flott und es gibt zudem einige kleine Wendungen, aber für mich war das Buch leider nicht mit dem ersten Band zu vergleichen.

Besonders enttäuschend fand ich das Ende. Im ersten Teil ging es noch ums nackte Überleben, um echte Angst, ums Kämpfen . Im zweiten Teil fügt der Autor einen "Superhelden" ein, der vollkommen überlegen ist. Klar, wenn die Charaktere selbst nicht aus der Sache rauskommen, brauchen sie halt einen Hulk, der ihnen hilft und das für sie erledigt ... Hier hätte ich mir gewünscht, dass die Lamberts wieder selbst aus der Sache rauskommen müssen. So war das Gesamtwerk hier nur ein mittelmäßiger Actionroman, bei dem das Besondere des ersten Bandes leider vollständig fehlte!

Fazit

Statt Horror geht es im zweiten Band der Spiel-Trilogie eher um Action. Spannend ist das Buch, aber es ist nicht mit der Stärke des Vorgängers vergleichbar!

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

liebe, dämonen, jugend, fantasy, dämon

Daniel Taylor und das dunkle Erbe

Monica Davis
E-Buch Text
Erschienen bei Lübbe Digital, 28.03.2013
ISBN 9783838726281
Genre: Sonstiges

Rezension:



Schreibstil


Schon lange habe ich kein Fantasy-Buch mehr gelesen, da dieses Genre von mir eigentlich kaum Beachtung findet. Da ich aber in letzter Zeit wieder im "Supernatural"-Fieber bin, wollte ich unbedingt ein Buch über Dämonen lesen. So bin ich auf diese Reihe von Monica Davis gestoßen! 


Das Buch ist ein typischer Jugendroman, wobei ich sagen muss, dass es eine gute Mischung aus "Love-Story" und "Fantasy" ist. Es dreht sich natürlich, wie der Titel vermuten lässt, alles um Daniel Taylor, einem Außenseiter, der plötzlich mit seltsamen Dingen konfrontiert wird und schließlich herausfinden muss, dass er schon bald ein dunkles Erbe antreten soll!


Den Schreibstil von Monica Davis fand ich angenehm, doch es gab einiges, was mir eher nicht gefallen hat. So ist beispielsweise jeder in diesem Buch "superschön" und hat "einen perfekt geschwungenen Mund". Nach dem gefühlt zehnten Mal mit dieser Beschreibung, konnte ich nur noch die Augen verdrehen. Ich muss sagen, dass ich solch überaus perfekte Charaktere nie besonders mag. Daniel und Nessa, die hier im Fokus stehen, scheinen kaum Fehler zu haben  und das hat mich dann doch ein wenig gestört.


Charaktere


- Daniel Taylor -


Daniel Taylor ist der typische Schönling, der aber komischerweise der Außenseiter in der Schule ist und eigentlich keine Freunde besitzt bis auf seine Nachbarin Nessa. Zu Beginn merken wir als Leser schnell, dass Daniels leben nicht perfekt ist und das er sich seit einiger Zeit seltsam fühlt. Es scheint, als wollte eine dunkle Macht Besitz von ihm ergreifen!


Ich mochte Daniel, auch wenn er mir zu glatt und perfekt vorkam. Die zarte Liebesgeschichte, die hier im ersten Teil aufblüht und wohl noch in den nächsten Bänden fortgesetzt wird, fand ich absolut passend!


- Vanessa -


Vanessa, die von Daniel liebevoll Nessa genannt wird, ist seine Nachbarin und gleichzeitig seine beste Freundin. Schnell wird klar, dass Nessa auf Daniel steht, aber nie den ersten Schritt gemacht hat. Werden die beiden tatsächlich zueinander finden?


Meine Meinung


In dem ersten Band dieser digitalen Trilogie geht es um Daniel und Nessa, aber auch um ein dunkles Geheimnis und zu meiner großen Freude kamen Dämonen vor. Ja, ich stehe auf Dämonen. ;)


Die Geschichte beginnt mit einem Rückblick in die Vergangenheit, als ein junger Mann namens James, der ein Wächter ist, auf einen Stab stößt und damit eine unsagbare Macht freisetzt. Wie dieser Mann in die Geschichte passt und was er mit den Dämonen zu tun hat, will ich hier nicht verraten, aber Monica Davis hat ihre Geschichte wirklich gut durchdacht und es gibt so einige Überraschungen und Wendungen.


"Daniel Taylor und das dunkle Erbe" ist ein eher ruhiges Buch, das zwar nie abflacht, aber auch keinen Spannungsbogen besitzt. Die Geschichte ließt sich recht flott und ist interessant, aber es fehlt ein großes Final oder ein Ereignis, das den Höhepunkt hier darstellt. Das ist die Schwachstelle in diesem Buch, denn bis jetzt bin ich ein wenig zwiegespalten, ob ich auch die Fortsetzungen lesen werde.


Das Buch ist auf keinen Fall schlecht, aber es ist vollgequetscht mit Informationen und demzufolge leidet die Handlung. Die Liebesgeschichte fand ich süß und passend, doch dadurch kam die Fantasygeschichte ein wenig zu kurz, denn diese wird immer nur angedeutet. Eine wahre Bedrohung war in diesem Buch nicht spürbar.


Fazit


Trotz meiner kleinen Kritik habe ich das Buch gerne gelesen. Es hat mich nie direkt gelangweilt, aber es fehlte mir das gewisse Etwas. Es ist eine nette Geschichte für Zwischendurch, die hoffentlich im zweiten Teil richtig Fahrt aufnehmen wird. Potenzial ist vorhanden, denn die ganze Idee fand ich toll!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

fee, grabstätte

Highschool Halloween

Sandra Pulletz
E-Buch Text: 35 Seiten
Erschienen bei null, 23.10.2016
ISBN B01MFBU4E2
Genre: Sonstiges

Rezension:

Schreibstil

Vor wenigen Tagen ist die Kurzgeschichte einer lieben Autorenkollegin herausgekommen und diese musste ich natürlich unbedingt lesen, denn ich durfte bereits ein anderes Büchlein von ihr testlesen und war von ihrem Schreibstil mehr als angetan.

Bei "Highschool Halloween" handelt es sich um eine Mini-Kurzgeschichte, die ich in 20 Minuten gelesen habe und die mich ein wenig an meine Kindheit/Jugendzeit und meine damaligen Lieblingsbücher der "Gänsehaut"-Reihe von R.L Stine erinnert hat.

Sandra Pulletz schreibt hier lockerleicht und sehr jugendlich, was absolut zu dieser süßen, kleinen Highschool-Geschichte passt. Zwar ist die Story wohl eher dem Fantasygenre anzusiedeln, aber das Gefühl von Halloween bringt die Autorin auf jeden Fall rüber!

Meine Meinung

"Highschool Halloween" ist eine jugendliche Kurzgeschichte über ein stinknormales Mädchen, eine Party und einer unerwarteten "Rache". Mehr zum Inhalt will ich hier natürlich nicht sagen, denn es gibt in dieser Kurzgeschichte noch eine kleine und fiese Wendung!

Da ich mich dieses Jahr nicht direkt mit "Halloween"-typischen Büchern eingedeckt habe, war ich froh, hier wenigstens eine Kurzgeschichte lesen zu können, um ein wenig in Halloween-Stimmung zu kommen! Das ist der Autorin auch sehr gut gelungen. Ich habe mich so gefühlt, als wäre ich selbst zu dieser Party eingeladen!

Ich kann Sandra Pulletz Kurzgeschichte empfehlen, denn ich war direkt traurig, als sie bereits zu Ende war. Ich würde mir mehr "richtige" Bücher von ihr wünschen, denn ich denke, wir werden noch viel von ihr hören!

Fazit

Eine süße Kurzgeschichte, die perfekt zu Halloween passt! In diesem Sinne: Happy Halloween!

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20 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

brown, winter

Ein Märchen im Winter

Kate Lord Brown , Elke Link
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Piper, 02.11.2016
ISBN 9783492302029
Genre: Romane

Rezension:

Schreibstil


Es ist kalt, bei uns ist gerade die Heizung ausgefallen und ich habe die Tage mit der Nase in einem winterlichen Buch verbracht. Wenn schon Kälte, dann richtig!


Kate Lord Browns "Ein Märchen im Winter" ist ein gut zu lesendes Buch mit einer bezaubernden Geschichte, die sich von der Vergangenheit bis in die Gegenwart streckt! Die Geschichte ist sehr ruhig erzählt, besitzt aber zahlreiche Wendungen. Mir hat Kate Lord Browns Schreibstil gut gefallen, wenn auch die vielen Dialoge oft ein wenig gekünstelt wirkten. Das Buch besitzt zudem schon einen gewissen Kitsch, hat aber eine süße Geschichte, die das Leben verschiedener Menschen miteinander verbindet!


Charaktere


- Grace -


Im Mittelpunkt der Geschichte steht Grace, die ihren Mann verloren hat und nun auf einem Haufen Schulden sitzt. Von ihrer Großmutter bekommt sie eine seltene Brosche, die Teil eines Diadems zu sein scheint. Doch wo ist der Rest davon?


Halb zu Ablenkung, halb um ihr Leben wieder in die richtigen Bahnen zu werfen, bekommt sie eine Stelle bei einem Schriftsteller, der recht eigen ist und aufgrund einer Prophezeiung glaubt, noch in diesem Jahr zu sterben. Er möchte zuvor seine Memoiren niederschreiben und stellt Grace als seine Assistentin ein.


Grace selbst konnte ich zu Beginn der Geschichte noch nicht so recht einschätzen. Ich hatte immer im Hinterkopf, dass sie bei dem Schriftsteller Fraser nur angefangen hat, um mehr über die Brosche zu erfahren. Deswegen war sie mir als Hauptcharakterin nicht so sympathisch wie ich es erhofft habe!


- Fraser -


Ach, ich liebe ja alte, knausrige Schriftsteller, die eigentlich gar keine Schriftsteller sind! Deswegen musste ich Fraser einfach in mein Herz schließen. Er hat Grace sofort an seinem Gut aufgenommen und sie nicht nur wie eine einfache Angestellte behandelt.


Fraser selbst möchte die Geschichte seiner Familie niederschreiben, damit sein Ursprung nie vergessen wird. Schnell wird klar, dass seine eigene Vergangenheit selbst nicht so toll aussah, denn damals hat ihn die Liebe seines Lebens einfach sitzen gelassen. Was genau ist damals passiert?


Meine Meinung


In "Ein Märchen im Winter" begeben wir uns ins Jahr 1979 und nach England. Grace steht vor einem Trümmerhaufen, doch sie ist stark und kommt wieder auf die Beine, weil sie sich um ihre Tochter kümmern muss. Als Leser erleben wir mit, wie sie bei Fraser unterkommt, dort ein kleines Häuschen hat und endlich lernt, was Zusammenhalt heißt.


In solchen Büchern finde ich es immer wieder beeindruckend, wie uneigennützig die Menschen doch sind. Natürlich wäre das im echten Leben eher nicht der Fall, dass eine Frau, die kaum Referenzen hat, bei einem Schriftsteller angestellt wird, ein Haus bekommt  und schnell zum Teil der Familie wird. Alle sind so überaus freundlich in diesem Buch, dass es mir wirklich fast schon "too much" war. 


Das soll aber nur ein winziger Kritikpunkt sein, denn eigentlich finde ich einen solchen bedingungslosen Zusammenhalt ja schön, auch wenn man ihn meistens nur in Büchern findet. Die Liebesgeschichte beziehungsweise die Liebesgeschichten haben mich gut unterhalten, auch wenn bei mir die ganz großen Emotionen ausblieben. Die Autorin hat die Geschichten geschickt miteinander verstrickt und sorgt für die eine oder andere Überraschung, was mich positiv überrascht hat.


Originell fand ich die Idee mit den Geburtssteinen, die auch in der Story noch eine kleine Rolle spielen. Das Buch ist in mehrere Abschnitte eingeteilt, die stets mit dem Monat und dem dazugehörigen Stein beginnen. Da ich ein großer Fan von Edelsteinen bin, fand ich diese Idee wirklich süß!


Es gibt so einige Wendungen, einige Offenbarungen und sehr viele Momente, die mich tatsächlich schocken konnten. Allerdings kamen mit einige Teile der Geschichte zu kurz, beispielsweise Graces vermisster Ehemann oder auch die Geschichte von Frasers Familie aus der Vergangenheit.


Ich muss hier anmerken, dass dieses Buch nicht direkt im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschrieben ist. Fraser, der seine Memoiren schreibt, erzählt Ausschnitte aus dem Leben seiner Eltern und aus seinem eigenen, doch wir erfahren nichts hautnah, was ich sehr schade fand. Dies ist meine Hauptkritik an das Buch, denn es fiel mir dadurch schwer die ganzen Zusammenhänge zu verstehen. Ich hatte nicht das Gefühl, die Personen aus der Vergangenheit kennenlernen zu dürfen und das hat mich oft grübeln lassen, wenn wieder ein neuer Name auftauchte!


Das Ende fand ich passend und ich habe das Buch mit einem guten Gefühl zugeschlagen. Ganz rund war die Geschichte für mich im Gesamtbild zwar nicht, aber ich hatte dennoch viel Spaß beim Lesen!


Fazit


Trotz einiger Schwächen kann ich das Buch dennoch weiterempfehlen. Es ist eine süße Geschichte über Liebe, Verlust, Hoffnung und Gemeinschaft! 


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65 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 10 Rezensionen

krimi, kreatives schreiben, mord, schreiben, kalifornien

Die Dramaturgie des Tötens

Jincy Willett , Gabriele Weber-Jaric
Flexibler Einband: 398 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 20.10.2009
ISBN 9783499249143
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


"Die Dramaturgie des Tötens" liegt jetzt schon geschlagene fünf Jahre auf meinem SUB. Obwohl sich der Klappentext so toll angehört und zu einem Spontankauf animiert hatte, habe ich immer nur in das Buch hineingelesen, es aber dann immer beiseite gelegt? Warum eigentlich? Es ist doch eigentlich genau mein Thema und Humor ...


In erster Linie richtete sich das Buch vorwiegend an Autoren, die wissen, wie groß die Selbstzweifel sind, wie groß die Sucht, aber auch wie groß die Angst vor einer Niederlage ist. "Die Dramaturgie des Tötens" nimmt aber zeitgleich das ganze Verlagswesen und die Autoren, die um jeden Preis einen Bestseller schreiben wollen, auf die Schippe.


Dabei ist das Buch kein Krimi der herkömmlichen Sorte, denn für mich waren die seltsamen Vorkommnisse und die Morde nur Nebensache. Tatsächlich war der Einblick in das Schreibseminar und in die Gruppe, die aus verschiedenen schreibenden Menschen besteht, das wahre Highlight in diesem Buch. Die Autorin hat einen sehr bissigen Schreibstil voller Humor, aber auch versteckter Wahrheiten. Ich musste beim Lesen sehr oft lachen, hab mich aber auch, zugegebenermaßen, in manchen Eigenheiten der Schreiberlinge wiedererkannt!

Charaktere


- Amy -


Amy lernen wir als recht mürrische Lehrerin kennen, die eigentlich gar nicht so viel von ihrem Schülern hält. (Die bringen halt Geld ein, werden aber wohl nie ein gutes Buch schreiben!) Die Gruppe, die Amy während dieses Kurses bekommt, scheint aber anders zu sein. Sie wachsen zusammen, weil sie alle die Liebe zu den geschriebenen Worten antreibt und das ist auch spürbar.


Amy selbst entwickelt sich im Laufe der Geschichte. Die ehemalige Schriftstellerin, die nie besonderen Wert darauf gelegt hat, berühmt zu sein, zieht einfach ihr eigenes Ding durch und das fand ich bemerkenswert!


- Die Gruppe -


Ich werde hier verzichten, alle Charaktere einzeln zu beschreiben, da die Seminargruppe doch recht groß ist. Interessant fand ich hier die unterschiedlichen Motivationen zum Schreiben. Da ist der Arzt, der einfach seiner Leidenschaft nachgeht und einen Medizinthriller schreibt oder die Ehefrau, der man auf dem ersten Blick nichts zutraut.


Meine Meinung


"Die Dramaturgie des Tötens" ist ein satirischer Kriminalroman mit jeder Menge Humor, der sich definitiv von der Masse abhebt. Das Buch ist bereits 2008 erschienen, doch ist auch heute noch aktuell. Es gibt immer mehr Autoren, immer mehr Menschen, die schreiben wollen, um berühmt zu werden. Dabei vergessen sie das Grundlegendste: Es geht in erster Linie nichts ums Geld verdienen. (Jedenfalls sollte es so sein!) und Talent allein reicht meistens nicht aus. Das Schreiben ist ein lebenslanger Prozess, der sich stets verbessert, wenn man am Ball bleibt!

Jincy Willet zeigt in diesem Buch den harten Alltag eines Autoren, die Selbstzweifel, die depressiven Phasen, aber auch die positiven Seiten wie die Gefühle während des Schreibprozesses oder auch das Selbstvertrauen, das der Autor mit der Zeit entwickelt. Als Schriftsteller muss man stark sein, um mit Kritik gut umgehen zu können. Dabei ist ihr Buch sehr locker gehalten, denn viele Dinge werden einfach nicht ernst genommen. Abwechslungsreich sind zudem die vielen Listen, Blogbeiträge, Emailkontakte und Kurzgeschichten und Gedichte, die teilweise eingeworfen werden.


Auf den ersten 200 Seiten ist kaum Gefahr zu spüren und als Leser dürfen wir erst einmal an dem Kurs teilnehmen, um alle Charaktere kennenzulernen. In jeder Stunde dürfen zwei Teilnehmer eine ihrer Geschichten diskutieren lassen. Hier bekommen wir als Leser gelehrt, was es mit der Dramaturgie des Schreibens zu tun, was die typischen Fehler sind und wie der Autor mit Kritik umgehen sollte. Viele Texte werden auseinandergenommen, aber Amy stellt auch schnell fest, dass es einige talentierte Schreiber in ihrem Kurs gibt!


Diese Gruppe ist etwas Besonderes, da ist sich Amy schnell sicher. Dann geschehen jedoch seltsame Dinge. Es fängt damit an, dass die Manuskripte der Teilnehmer mit seltsamen Kommentaren bekritzelt sind und es reicht schließlich bis zum ersten Mord. Schnell wird klar, dass einer der Teilnehmer dafür verantwortlich ist. Wer von ihnen ist so von seinem Schreiben besessen, dass er dafür über Leichen gehen würde? Wer möchte den Kurs frühzeitig beenden?


"Die Dramaturgie des Tötens" ist ein Buch, das sich eindeutig von der Masse abhebt. Ich bin mir jedoch nicht ganz so sicher, wie man als "Nicht-Autor" den recht satirischen Einblick in das Schreiberleben empfindet. Das Buch ist kein traditioneller Krimi in dem es um die Aufklärung eines Mordes geht, vielmehr ist es mit schwarzem Humor bestückter Roman mit einer zynischen, aber liebenswerten Protagonistin und einer Gruppe Schreibsüchtiger!


Fazit


Als Autor habe ich mich teilweise selbst in den Charakteren wiedergefunden und beim Lesen habe ich mich sehr oft weggeschmissen vor Lachen. Für Leute, die einen rabenschwarzen Humor haben und Einblick in das Leben eines Schriftstellers bekommen wolle, ist dieser Roman/Krimi ein absolutes Must Read! 

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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

schweden, siri bergman, skandinavischer krimi, stockholm, psychotherapeutin

Bevor du stirbst

Camilla Grebe , Åsa Träff , Gabriele Haefs
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei btb, 08.09.2014
ISBN 9783442747672
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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31 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

legasthenie, jugendbuch, mobbing, cbt verlag, lynda mullaly hunt

Wie ein Fisch im Baum

Lynda Mullaly Hunt , Renate Weitbrecht
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei cbt, 31.10.2016
ISBN 9783570164204
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil


"Wie ein Fisch im Baum" von Lynda Mullaly Hunt hat mich bereits vor einigen Wochen beim Betrachten des Covers in den Bann gezogen. Ich muss sagen, dass ich bisher keine Bücher zum Thema Legasthenie, also der Lese-Rechtschreibschwäche gelesen habe, da ich das Gefühl habe, dass dies gerade bei Heranwachsenden ein absolutes Tabuthema ist.


Umso erstaunter war ich, dass ich hier beim Lesen sofort mit Ally mitfühlen konnte. Schon auf den ersten Seite konnte ich ihre Verzweiflung verstehen und hatte durchgehend feuchte Augen beim Lesen. Lynda Mullaly Hunt besitzt einen wundervollen und tiefgründigen Schreibstil ohne ihre Zielgruppe aus den Augen zu verlieren. Das Buch ist nämlich in erster Linie für Jugendliche geschrieben, besitzt aber viele Weisheiten, die ich auch erwachsenden Lesern ans Herz legen möchte. 


Es ist eine Geschichte, die berührt, aber auch Hoffnung schenkt. Ich kann mir dieses Buch tatsächlich gut als Schullektüre vorstellen, denn es regt zum Nachdenken an und zeigt gleichzeitig, dass mit einer Lese-Rechtschreibschwäche sensibel umgegangen werden sollte. Was an den meisten Schulen ja leider nicht der Fall ist!


Charaktere


- Ally -


Ally ist mir sofort ans Herz gewachsen. Sie möchte eigentlich nur dazugehören und "normal" sein. Sie hat Angst vor jedem Schultag, davor, wieder schreiben oder etwas lesen zu müssen. Die Autorin zeigt hier zu Beginn auch auf, wie sehr Ally sich unter Druck gesetzt fühlt. Es gibt einige peinliche Momente, die Ally mit ihrer rebellischen Art ausgleicht - nur damit niemand erfährt, was wirklich mit ihr los ist!


Ally ist eine Außenseiterin in der Klasse, was vor allem an Shay liegt, die keine Gelegenheit auslässt, um Ally zu mobben. Wer mich kennt, weiß sehr mich das Thema Mobbing mitnimmt. Umso schlimmer fand ich es, dass wir es hier Elfjährigen zu tun haben. Oft hatte ich beim Lesen eine ungemeine Wut im Bauch, denn das, was die Autorin hier aufzeichnet, ist alles andere als Fiktion. So etwas passiert täglich an unzähligen Schulen und oft gibt es keine Hilfe für die Betroffenen!


- Keisha und Albert -


Im Laufe der Geschichte freundet sich Ally mit Keisha und Albert an. Keisha ist ein Mädchen, das immer den Mund aufmacht, wenn ihr etwas nicht passt. Sie ist eine starke Persönlichkeit, die mich ebenfalls tief berührt hat!


Dann haben wir noch Albert, der in diesem Buch mein absoluter Lieblingscharakter war. Er ist superschlau, doch da er immer die gleichen Klamotten trägt und äußerlich nicht mit den geforderten Standards mithalten kann, wird er ausgeschlossen. Er hat sich selbst den Spitznamen "Elefant" gegeben, denn er ist ein Dickhäuter, der vieles einfach an sich abprallen lässt.


Seine Aussagen in diesem Buch haben mich echt sprachlos gemacht und mir oft eine Gänsehaut verursacht. Ob natürlich die Worte wirklich zu Elfjährigen passen, sei jetzt dahin gestellt, aber ich fand ihn einfach unglaublich! Ich wünschte, die Autorin würde ein Buch aus seiner Sicht verfassen!


- Mr Daniels -


Mr Daniels ist der neue Lehrer der Klasse. Ein Lehrer, wie man ihn in der Realität nicht oft findet. Er ist mit Herzblut bei der Sache und will den Schülern helfen. Doch wie soll er Allys Fassade durchbrechen?


Leider hatte ich nie einen solchen Lehrer. Wenn ich an meine Schulzeit zurückdenke, dann ist da nur eine ungemeine Leere. Es gab Lehrer, die bei Mobbing weggesehen haben, Lehrer die teilweise mitgemacht haben und Lehrer, die einfach nichts sehen und verstehen wollten. Mr Daniels ist das Gegenteil davon. Er hat einen enormen Respekt vor seinen Schülern und möchte sie fördern. Solch einen Lehrer sollte es in jeder Klasse geben.


Meine Meinung


Aus unmöglich wird möglich. So kann man das Buch wohl am besten beschreiben. Ich bin im Geiste noch immer bei der Geschichte, die mich wirklich bewegen konnte. Selten hatte ich so viele Tränen in den Augen wie bei Allys Geschichte, nicht, weil irgendwas besonders Brutales passiert, sondern wegen all dem Druck, den sie sich auferlegt. Sie muss perfekt sein, muss überspielen, dass sie nicht lesen und schreiben kann und muss verhindern, dass sie anderen Kinder davon erfahren.


Was sie nicht sieht: Alle in in ihrer Klasse haben ihre Eigenheiten. Da ist Albert, der Wissenschaftler-Nerd, Oliver, der nie weiß, wann er aufhören muss zu reden oder Keisha, die zwar ruhig und besonnen wirkt, aber bei Ungerechtigkeiten nicht die Augen verschließen kann. Hier hat die Autorin gezeigt, wie unterschiedlich Menschen doch sein können und das dieser Unterschied auf keinen Fall schlecht ist!


Das Buch dreht sich um das Thema Legasthenie, also einer Lese-Rechtschreibschwäche und bleibt durchgehend sehr sensibel. Zu Beginn der Geschichte lernen wir die ängstliche Ally kennen, die sich schämt, wenn sie etwas falsch schreibt oder falsch vorliest und deswegen so tut, als wäre das beabsichtigt. Sie ist als Rebellin, die durchgehend den Unterricht stört, bekannt und muss viel Zeit bei der Direktorin verbringen. Das alles ändert sich erst, als der neue Lehrer an die Schule kommt ...


Mehr möchte ich vom Inhalt nicht verraten. Es gibt viele schlimme Momente, die mir beim Lesen weh getan haben, aber auch viele Augenblicke, in denen ich vor Freude weinen musste. Das Buch hat mich an "Wunder" von Raquel J. Palacio erinnert, ebenfalls eine Geschichte, die mich zutiefst bewegen konnte.


"Wie ein Fisch im Baum" hat so viele tolle, inspirierende und hoffnungsvolle Aussagen, Worte voller Melancholie und Worte voller Ehrlichkeit. All das habe ich von einem Jugendbuch nicht erwartet, aber dennoch bekommen. Da ich beim Lesen durchgehend feuchte Augen hatte und weiß, dass es eine Geschichte ist, die noch lange nachwirken wird, kann ich schon jetzt behaupten, ein Jahreshighlight entdeckt zu haben! 


Fazit


"Wie ein Fisch im Baum" hat mich zutiefst bewegt und mir gezeigt, wie ungerecht die Welt auf der einen Seite sein kann, aber wie viel Hoffnung doch in jedem Menschen steckt! Für mich bereits ein Jahreshighlight! 


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136 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 14 Rezensionen

schottland, historischer roman, glencoe, clan, massaker

Glencoe

Charlotte Lyne
Flexibler Einband: 640 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 17.08.2012
ISBN 9783404166886
Genre: Historische Romane

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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

letzte beichte, helen fitzgerald

Letzte Beichte

Helen Fitzgerald , Steffen Jacobs
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 07.01.2013
ISBN 9783462044423
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Vor meiner Bloggerzeit habe ich natürlich auch schon viele, viele Bücher gelesen und eins davon ist mir besonders in Erinnerung geblieben. "Furchtbar lieb" von Helen FitzGerald hat mich damals mit einer irren Geschichte echt begeistern können und nach über fünf Jahren ist das Buch noch immer in meinem Kopf. Das muss was heißen, dachte und habe mir mal wieder ein Buch von Helen FitzGerald zugelegt.


"Letzte Beichte" ist indirekt eine Art Fortsetzung von "Furchtbar lieb", lässt sich aber auch ohne Vorwissen lesen. Die Autorin hat mich auch hier wieder mit ihrem schwarzen Humor überzeugen können und ich war froh, der durchgeknallten Krissie noch einmal begegnen zu dürfen!


Charaktere


- Krissie -


Krissie hat einen neuen Job, nachdem sie sich nur um ihren kleinen Sohn gekümmert hat. Sie fängt als Bewährungshelferin an und hier fängt der Spaß des Buches auch gleich an. Die Autorin, die selbst aus dieser Branche kommt, nimmt diese Arbeit auf die Schippe und lässt ihre Protagonistin erst mal leiden.


Hey? Krissie und Bewährungshelferin? Wie passt das zusammen? Ja, irgendwie so gar nicht, denn die Gute bekommt schon in ihren ersten Fällen einige Schwierigkeiten. Da ist zum Beispiel ein Pädophiler, der alles daran setzt, seine Kinder wiedersehen zu können und dann ist da noch unsere Hauptstory über Jeremy, der eigentlich gar nicht wie ein Mörder aussieht ...


Ich bin froh, Krissie wieder einmal in einem Buch getroffen zu haben. Zwar kann ich mich nicht mehr an die ganze Geschichte von "Furchtbar lieb" erinnern, doch Krissies Eigenarten kamen mir gleich bekannt vor. Es war, als würde ich einer alten Freundin begegnen.


- Jeremy -


In diesem Buch geht es hauptsächlich um Jeremy, der des Mordes an einer Frau angeklagt ist. Krissie ist sofort von seiner Unschuld überzeugt und beginnt, wie Clarice Starling in "Das Schweigen der Lämmer" zu ermitteln.


Die Geschichte von Jeremy und seiner Freundin/Verlobter/Braut ließt sich erst einmal wie ein normaler Krimi mit der Frage "Wer ist der Mörder", aber die Autorin holt aus dieser Geschichte weit mehr heraus. Ihre Charaktere sind einmalig, einfach nur durchgeknallt und für Normalos gar nicht einmal so leicht zu durchschauen!


Meine Meinung


Ich muss gestehen: Ich finde Helen FitzGeralds Schreibstil einfach nur cool und megagenial. Mein Humor geht schon extrem ins Sarkastische und deswegen lese ich ihre Bücher furchtbar gerne. Sie bringt mich jedes Mal wieder zum Lachen. Schade, dass Helen Fitzgerald in Deutschland weiterhin so unbekannt ist. (Ich würde mal behaupten, die meisten Leser hier haben nicht diese Art von Humor!)


"Letzte Beichte" hat mich von der ersten Seite zum Lachen gebracht. Es gibt viele kleine Anekdoten und dennoch ist die Geschichte unendlich spannend und gut konstruiert. Zwar muss ich sagen, dass ich von "Furchtbar lieb" damals noch eine Spur mehr begeistert war, aber dennoch kann ich dieses Buch weiterempfehlen. (Sofern man schwarzen Humor steht!)


Die Story prescht mit einem solche Tempo voran, dass mir als Leser oft die Puste ausging. Im Fokus steht zwar Krissie und der Fall rund um Jeremy, aber es gibt auch einige Nebensächlichkeiten, die für Abwechslung sorgen. Zum einen ist da Krissie und ihre Beziehung, die plötzlich auf wackligen Beinen steht und dann ist da noch Amanda, die Freundin/Verlobte/Frau von unserem Jeremy. Hinzu kommen einige Verbrecher, die ebenfalls für Abwechslung sorgen.


Da ich bereits wusste, dass Helen FitzGerald am Ende noch mindestens eine Wendung einbaut, habe ich versucht, mich vorzubereiten - und wurde dennoch eiskalt erwischt. Wieder einmal eine geniale Auflösung beziehungsweise Entwicklung und ich muss sagen, dass ich weiterhin begeistert von dieser Autorin bin. Das nächste Buch kann also kommen!


Fazit


Wer ein bitterbösen Roman sucht und auf schwarzen Humor steht, der wird hier nicht enttäuscht werden. Helen FitzGerald schreibt genial und fern des Mainstreams! Daher eine klare Empfehlung!




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(134)

256 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 62 Rezensionen

thriller, melanie raabe, mord, die falle, falle

Die Falle

Melanie Raabe
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei btb, 11.04.2016
ISBN 9783442714179
Genre: Krimi und Thriller

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165 Bibliotheken, 6 Leser, 4 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, krieg, thailand, england, familiengeheimnis

Das Orchideenhaus

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 30.04.2012
ISBN 9783442478040
Genre: Liebesromane

Rezension:


Schreibstil

"Das Orchideenhaus" ist mittlerweile mein drittes Buch von Lucinda Riley und ich bin noch immer begeistert. Ich habe mir vorgenommen, nach und nach all ihre Bücher zu lesen, da diese für mich wahre Schätze sind, und ich einfach nie enttäuscht wurde!

"Das Orchideenhaus", so heißt es, soll eins ihrer besten Bücher sein und dem kann ich nur zustimmen. Das Buch hat mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen und ich war, ähnlich wie so einige Charaktere in dem Buch, oft geschockt.

Erstaunlich finde ich, dass die Autorin immer die richtigen Worte findet und selten in einen gewissen Kitsch abrutscht. Diese Gefahr besteht bei solchen Büchern ja immer, doch Lucinda Riley schreibt mit einer Ehrlichkeit und so intensiv, dass alles in ihren Geschichten so glaubhaft erscheint. Vieles von dem Geschehen kann so tatsächlich passiert sein und das schockiert.

In ihren Büchern gibt es meistens keine Helden, sondern nur Menschen, die einfach nur leben, ihrem Herzen folgen, Fehler machen und sich ihrem Schicksal fügen müssen. Der historische Hintergrund, der sich perfekt mit der Atmosphäre verschiedener Orte (Hier ist es Thailand, England und Frankreich) vermischt, hat mich ein Teil dieses Buches werden lassen!

Charaktere

- Julia -

Julia lernen wir zu Beginn der Geschichte in der Gegenwart kennen. Sie ist eine begnadete Pianistin, doch vor ein paar Monaten hat das Schicksal zugeschlagen und sie ist in ihre ehemalige Heimat geflüchtet. Dort erinnert sie sich an ihre Zeit in Wharton Park, ein Anwesen, zu dem sie sich schon als Kind magisch hingezogen gefühlt hat. Sie trifft zudem auf Kit, dem Erben von Wharton Park und freundet sich schnell wieder mit ihm an.

In solchen Büchern packt mich der Vergangenheitsstrang meistens viel mehr, als es die Gegenwart tut. Das war auch in "Das Orchideenhaus" der Fall. Jedenfalls zu Beginn. Als Gesamtwerk betrachtet, mit all den kleinen Hinweisen, passen sich aber beide Stränge perfekt zusammen und am Ende musste ich sogar bei Julias Abschnitten ein paar Tränen vergießen!

- Olivia -

Olivia war eine junge und selbstbewusste Frau und kam zur Zeit des zweiten Weltkrieges nach England. Dort hat sie sich Hals über Kopf in einen jungen Mann verliebt, doch was erst einmal wie der Beginn einer wundervollen Liebe klingt, verändert sich im Laufe doch in eine ganz andere Richtung ... 

Olivia tat mir die ganze Zeit leid. Ihre Lebensgeschichte zeigt, wie aus einem lebensfrohen und freundlichen Menschen, eine verbitterte Frau ohne Perspektive werden kann. Ihr Schmerz war für mich in diesem Buch kaum auszuhalten gewesen!

- Harry -

Über Harry möchte ich an dieser Stelle nicht allzu viel verraten, denn ich denke, sein Anteil an dem Ausgang des ganzen Übels ist einfach zu groß. Ich habe ihn gehasst, ihn verflucht, versucht Verständnis aufzubringen und mich über seine Entscheidungen aufgeregt. Ja, ich denke, ich bin ein Mensch, der bis zu einem gewissen Grad tatsächlich Verständnis hat, aber darüber hinaus ist es bei mir sehr schwer. Harry hat diese Grenze recht schnell überschritten.

Meine Meinung

"Das Orchideenhaus" ist wieder einmal ein Buch, das von der ersten bis zur letzten Seite ein wahrer Genuss war. Ich war vollständig in der Geschichte gefangen, habe mit Olivia und Harry gelitten und bin mit Julia auf der Suche nach ihrer Vergangenheit gegangen. Ich hätte nie gedacht, dass mich Romane über Familiengeheimnisse so begeistern können, denn im "echten" Leben bin ich alles andere als ein Familienmensch. Lucinda Rileys Bücher zeigen aber immer wieder, wie sensibel ich doch eigentlich bin!

Ich habe beim Lesen einige Tränen vergießen müssen. Tränen des Schmerzes, aber auch Tränen der Verzweiflung und Tränen des Glücks. Bücher, die den Leser emotional auf eine Reise mitnehmen, findet man selten. Lucinda Riley schafft eine Nähe zu den einzelnen Charakteren, die kaum in Worte zu fassen ist! Ich habe besonders mit Olivia so gelitten, dass ich an manchen Stellen das Buch am liebsten vor Wut in die Ecke geschleudert hätte!

Über das Ende möchte ich nicht viel verraten. Es ist aber tatsächlich ein Geheimnis, dass ich so nicht erwartet hätte. (Auch wenn ich eine Vermutung hatte, in welche Richtung es gehen wird!) Überrascht hat mich besonders Julias Sicht am Ende, denn hier gibt es noch eine Wendung, die ich so nicht erwartet hätte. Eigentlich bin ich ja nicht direkt der Typ für Happy Ends, aber bei Lucinda Rileys Büchern muss das einfach sein. Ich glaube, ansonsten hätte mich das Buch überhaupt nicht mehr losgelassen!

Fazit

"Das Orchideenhaus" war für mich wieder einmal ein intensives Leseerlebnis, bei dem ich viele Tränen vergossen habe! Für mich bis jetzt das beste Buch von Lucinda Riley! 

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65 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

england, orchideen, thailand, familiengeheimnis, familiensaga

Das Orchideenhaus

Lucinda Riley , Simone Kabst
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 06.05.2011
ISBN 9783867177658
Genre: Romane

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73 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

krimi, journalismus, südostasien, ritualmorde, psychothriller

Das schwarze Blut

Jean-Christophe Grangé , Barbara Schaden
Flexibler Einband: 541 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 16.05.2011
ISBN 9783404270651
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Schon seit vielen Jahren habe ich mir vorgenommen, ein Buch von Jean-Christophe Grangé zu lesen, aber irgendwie habe ich mich nie so recht herangewagt. Ich hatte immer ein paar Seiten gelesen und dann das Interesse verloren und mich für eine andere Lektüre entschieden.


Als Kind hatte ich "Die purpurnen Flüsse" gesehen und war ein wenig verwirrt von dem Film. Das war zu einer Zeit, in der ich mit Thrillern noch recht wenig anfangen konnte und völlig im Horrorgenre verloren war. Trotzdem hat mich der Aufbau des Thrillers mit seinen Wendungen begeistert und ich hatte mir geschworen, irgendwann einmal ein Buch von Jean-Christophe Grangé zu lesen.


Lange hat es gedauert, aber ich habe es tatsächlich geschafft. Nachdem ich mich an die vielen französischen Namen und die ungewohnten Handlungsorte (Teilweise spielt das Buch im Dschungel von Kuala Lumpur und auf einer Insel namens Phuket) gewöhnt hatte, konnte ich das Buch tatsächlich genießen. Es ist vom Schreibstil keine 0815-Thriller-Durchschnittskost, sondern ein Buch, das echte Bilder des Schreckens erzeugt und Platz für jeden Charakter lässt. "Das schwarze Blut" als mein Erstling von Grangé war nicht einfach zu lesen, aber es hat sich gelohnt!


Charaktere


- Marc Dupeyrat -


Mark Dupeyrat ist Journalist und scheint von dem Fall des Serienmörders Jacques Reverdi, der in Malaysia auf sein Todesurteil wartet. Zwischen den beiden ist sofort eine Verbindung zu spüren, die ich hier einfach einmal "Wahn" nenne.


Mark schafft es durch einen Trick mit Reverdi Kontakt aufzunehmen. Er begibt sich auf die Spuren Reverdis, um dessen Taten zu verstehen. Dabei kommt er auch an seine eigenen Grenzen ...


- Jacques Reverdi -


Reverdi hat mich ein wenig an Hannibal Lecter erinnert, denn ihn treibt die gleiche Lust am Töten an. Er ist recht überheblich und sich seiner Macht bewusst. Allerdings muss ich sagen, dass er bei mir keine Gänsehaut erzeugen konnte. Ganz im Gegenteil. Jacques Reverdi wirkte auf mich sehr gebildet und deswegen auch recht sympathisch. 


Meine Meinung


Das Buch ist zum größten Teil eine Art Schnitzeljagd. Mark Dupeyrat, der sich als die schöne Studentin Elisabeth ausgibt, wird auf die Reise geschickt, um Reverdi und seine Taten zu verstehen. Dabei reist er zu verschiedenen Orten, an denen Reverdi sich vor seiner Inhaftierung aufgehalten hat. Reverdi gibt Mark so einige Rätsel auf, die er lösen muss und nach und nach fügt sich das Bild eines Serienmörders zusammen.


Leider erzählt der Klappentext bereits fast die gesamte Handlung des Buches, aber ich denke, dass dies hier kein Thriller ist, der mit großartigen Wendungen punkten will. Nein, er soll in erster Linie Einblick in die Gedanken eines Serienmörders geben und zeigen, wie leicht Menschen doch zu manipulieren sind.


Interessant fand ich zudem, wie der Autor sich mit dem Thema Blut auseinandergesetzt hat. Wir bekommen viele interessante Fakten präsentiert und ich verrate nur so viel: Der Name des Buches hat noch eine tiefere Bedeutung! ;)


Obwohl einige Sachen im Gesamtbild recht unlogisch erscheinen, ist "Das schwarze Blut" dennoch ein lesenswertes Buch, das zwar recht blutig ist, sich aber dennoch von den Durchschnittsthrillern abhebt. Jean-Christophe Grangé hat komplett seinen eigenen Stil gefunden und das fand ich bewundernswert an diesem Buch. Ich denke, mit "Das schwarze Blut" habe ich endlich einen Zugang zu diesem tollen Autoren gefunden und irgendwann werde ich bestimmt zu einem weiteren Werk von ihm greifen!


Fazit


Ein blutiger, toll geschriebener Thriller, der das Leben eines Serienmörders skizziert!

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(17)

48 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

roman, das geheimnis der schwimmerin, erika swyler, poetisch, limes

Das Geheimnis der Schwimmerin

Erika Swyler , Werner Löcher-Lawrence
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Limes, 17.10.2016
ISBN 9783809026488
Genre: Romane

Rezension:

Schreibstil


Das Buch ist mir bereits vor einem Monat wegen des unendlich schönen Covers aufgefallen und da ich in diesem Jahr meine Liebe zu solchen Geschichten, die sich von der Vergangenheit in die Gegenwart erstrecken, entdeckt habe, musste ich "Das Geheimnis der Schwimmerin" unbedingt lesen.


Zu Beginn muss ich anmerken, dass dieses Buch ein Debüt ist, aber Erika Swlyer schreibt mit einer solchen Leichtigkeit und mit solch einem Gefühl, dass sie mich direkt an Lucinda Riley erinnert hat. Zwar gibt es in diesem Buch einige Längen, aber Erika Swlyer hat ein großes Talent, eine melancholische Stimmung zu erzeugen und den Leser tief in das Geschehen zu ziehen.


Charaktere


- Simon Watson - 


Seiner Geschichte verfolgen wir in der Gegenwart. Er bekommt von einem sonderbaren und ihm unbekannten Buchhändler ein altes und teilweise zerstörtes Buch zugeschickt. Angeblich würden sich im Inneren Hinweise zu seiner Familie finden lassen.


Simon ist ein recht melancholischer Mensch. Das liegt bei ihm wohl einfach in der Familie. Er bewohnt das Haus seiner verstorbenen Eltern, kommt aber alleine kaum über die Runde. Als er dann auch noch seinen Job verliert und seine Schwester urplötzlich anreist, verliert er sich in der Geschichten der alten Wandergruppe.


- Amos -


Amos empfand ich als interessantesten Charakter in diesem Buch. Als stummer und verstoßender Junge kommt er zu der Wandertruppe rund um Hermelius Peabody und sein Leben bekommt dort einen Sinn. Er ist plötzlich Teil der Show und entwickelt sich, als Teils dieser neuen Familie, zu einem jungen Mann.


Amos Geschichte hat mich berührt und nachdenklich gestimmt. Obwohl er nicht reden kann, haucht die Autorin ihm so viel Leben ein, dass man ihn als Leser einfach mögen muss, auch wenn er alles andere als perfekt ist!


Meine Meinung


"Das Geheimnis der Schwimmerin" hat mich von der ersten Seite an magisch in den Bann gezogen. Zwar ist das gesamte Buch sehr ruhig gehalten und es kommen auch einige Längen auf, aber ich habe mich dennoch nie gelangweilt. Besonders die Geschichte aus der Vergangenheit hat mich begeistern können, denn die Autorin hat diese Zeit wirklich gut getroffen.


Die Gruppe von Schaulustigen empfand ich als Highlight des Buches. Wir lernen Amos als Kind kennen und kommen mit ihm zusammen zu der Truppe und müssen lernen, wie man sich am besten zur Schau stellt. Dieses Geschäft ist bitter, aber umso intensiver ist der Zusammenhalt dieser Menschen, die von Stadt zu Stadt reisen und zu einer Familie zusammenwachsen.


Ich muss gestehen, dass ich den Erzählstrang der Vergangenheit um einiges interessanter fand, als den der Gegenwart. Simon ist zwar ein interessanter Charakter, aber seine Nachforschungen waren, wenn ich jetzt das Ende betrachte, doch recht eintönig. Ich kann zwar verstehen, warum er das alles rausfinden möchte und auch die Entdeckungen auf die er stößt, konnten bei mir Spannung erzeugen, aber dennoch fehlte mir hier der gewisse Biss, die Geschichte auch geradlinig zu Ende zu bringen.


Erika Swyler hat in "Das Geheimnis der Schwimmerin" einen sehr poetischen Schreibstil, der sehr blumig ist und deswegen wohl nicht jeden Leser in den Bann ziehen wird. Ich mag eine gewisse Theatralik in Bücher und ich finde, dass dieser Stil zu diesem recht ruhigen Buch perfekt passt.


"Das Geheimnis der Schwimmerin" hat es beinahe geschafft, einen Platz unter meinen Lieblingsbüchern zu schaffen. Leider muss ich aber hier noch erwähnen, dass ich das Ende zu schwach für die Intensität des Vergangenheitsstranges empfand. Es wurden nicht alle Fäden zusammengeführt und besonders die Frage nach dem 24. Juli muss der Leser am Ende selbst beantworten. 


Fazit


Ich denke, wir werden noch viel von Erika Swyler hören. "Das Geheimnis der Schwimmerin" hat mir trotz des Endes gut gefallen. Ihr Schreibstil hat mich teilweise mehr begeistert, als es der Aufbau der Geschichte tun konnte. 

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