Unzertrennlichs Bibliothek

352 Bücher, 229 Rezensionen

Zu Unzertrennlichs Profil
Filtern nach
353 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

39 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

horror, hex, thriller

Hex

Thomas Olde Heuvelt , Julian Haefs
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Heyne, 16.10.2017
ISBN 9783453319066
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(147)

208 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 128 Rezensionen

hamburg, sturmflut, liebe, usa, schlaganfall

Sturmherz

Corina Bomann
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783548288390
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(49)

124 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

richard laymon, thriller, die gang, eins vorweg: richard laymon muss eine seeehr kranke und ausgeprägte fantasie haben, kalifornien

Die Gang

Richard Laymon , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 520 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.09.2013
ISBN 9783453676404
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(598)

1.337 Bibliotheken, 48 Leser, 3 Gruppen, 218 Rezensionen

fantasy, fae, das reich der sieben höfe, liebe, sarah j. maas

Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen

Sarah J. Maas , Alexandra Ernst
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423761635
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(6)

15 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Kind der Rache

John Saul , Rolf Jurkeit
Flexibler Einband: 347 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.05.2000
ISBN 9783453168923
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Im Moment muss ich ein wenig meinen SUB abbauen, deswegen gab es wieder einmal ein Buch von John Saul. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass John Saul ein toller Autor ist, der vor allem das Horrorgenre geprägt hat.


Bei "Das Kind der Rache" handelt es sich aber in erster Linie um einen Roman. Es ist die Geschichte eines Jungen, der einen schweren Autounfall überlebt, danach aber nicht mehr derselbe ist. Das Buch ist sehr ruhig, fast schon ungewohnt ruhig für ein Buch von John Saul!


Charaktere


Alex Lonsdale


Alex steht im Zentrum der Geschichte. Er ist eigentlich zu Beginn ein normaler Teenager, der eine Freundin hat und einfach nur auf einen Schulball und eine Party gehen möchte. Auf der Party streitet er sich jedoch mit seiner Freundin Lisa und dadurch kommt es später zu einem tragischen Unfall.


Im Krankenhaus machen die Ärzte den Eltern on Alex wenig Hoffnung, dass ihr Sohn wieder vollständig genesen kann. Im Grunde ist er eigentlich schon tot. Durch den Speziallisten Dr. Torres wird dann aber das Unmögliche möglich und Alex überlebt, ist von da an aber ein anderer Mensch!


Alex wird nach der OP zu einem gefühlslosen Menschen, der einfach nur noch zu funktionieren scheint. Ihn fand ich als Charakter sehr interessant, auch wenn er nur noch wenig Menschlichkeit besitzt!


Meine Meinung


Eigentlich dachte ich, mit "Das Kind der Rache" wieder einmal einen Ausflug ins Horrorgenre zu machen, doch die Geschichte ist eine sehr ruhige Erzählung. Wir haben hier eine kleine Vorgeschichte über spanische Siedler in Amerika, die eine Hazienda besitzen, von dort aber vertrieben werden sollen. Die Familie wird bestialisch ermordet, nur ein Junge überlebt, der Rache schwort.


Diese Vorgeschichte bleibt lange Zeit unwichtig. Ins Zentrum der Geschichte rückt dann nämlich Alex und sein Unfall. Hier merkt man wieder einmal den Faible des Autoren für Medizin, Technick und das menschliche Gehirn. (Ähnlich wie bei "Schule des Schreckens") Vor Augen halten muss man sich, dass dieses Buch 1999 herausgekommen ist, eine Zeit, in der all das hier beschriebene noch reine Fiktion war.


Interessant fand ich in "Das Kind der Rache" auf jeden Fall den Einblick in die Gehirnforschung, auch wenn die OP, die hier an Alex vollzogen wird, auch nach heutigen Erkenntnissen wohl noch nicht möglich ist. Alex überlebt zwar, allerdings ist er nicht der Mensch, der er zuvor gewesen ist. Er ist kein rebellischer Teenager mehr, hat kein Interesse mehr an seiner Freundin und versteht menschliche Gefühle wie Liebe, Mitgefühl oder auch Wut nicht.


Stattdessen erinnert sich Alex an Dinge, die lange zurück liegen, Dinge, die er einfach nicht wissen kann. Hier kommen wir dann auch zu der Verbindung zu den spanischen Siedlern. Für mich waren die Zusammenhänge zwar schon gegeben, allerdings passte meiner Meinung nach nicht alles zusammen. Die Rache, die der Klappentext und auch der Titel vermuten lässt, wird hier mehr zur Nebenhandlung, im Zentrum stehen Alex Probleme mit sich selbst und seinem Umfeld.


Schade fand ich, dass die "Morde" sehr schnell abgehandelt wurden und sehr erzwungen wirkten. Leider gab es aus diesem Grund auch keine gruselige Atmosphäre und keinerlei Horrormomente in "Das Kind der Rache", was etwas schade war. Auch das Ende wirkte für mich zu schnell und der Wandel von Alex war für mich nicht nachvollziehbar!


Fazit


"Das Kind der Rache" ist ein interessanter Roman über einen Jungen, der nach einem Autounfall von einem Chirurgen operiert wird und überlebt, danach aber nicht mehr der unbeschwerte Teenager ist, der er einst war. Die Verbindung zu dem "Kind der Rache" fand ich allerdings zu schwach und letztendlich auch unnötig. Leser sollten sich bei dem Buch auch eher auf einen Roman einstellen, echten Horror findet man eher in anderen Werken des Autoren!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(396)

1.314 Bibliotheken, 21 Leser, 2 Gruppen, 174 Rezensionen

mondprinzessin, mond, ava reed, liebe, fantasy

Mondprinzessin

Ava Reed
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Drachenmond-Verlag, 01.10.2016
ISBN 9783959913164
Genre: Fantasy

Rezension:

Schreibstil
Ava Reed und ihre Bücher habe ich schon sehr oft auf den verschiedensten Blogs gesehen und mittlerweile war ich echt neugierig auf ihre Bücher. "Mondprinzessin" ist ein sehr kurzes Buch, zeigt hier jedoch, wie originell die Autorin ihre Geschichten aufbaut.
Sie verzichtet beinahe komplett auf Nebensächlichkeiten und setzt ihre Geschichte sehr geradlinig fort. Auf den gut 252 Seiten lernen wir unsere Protagonistin sehr gut gehen, allerdings bleiben ein paar der handelnden und eigentlich wichtigen Personen recht blass.
Das Buch hatte für mich von Anfang einen ungemeinen Sog, es war spannend und sehr interessant, hätte für meinen Geschmack aber deutlich länger sein können!
Charaktere
- Lynn - 
Lynn feiert zu Beginn der Geschichte einen sehr einsamen Geburtstag. Sie hat keine Familie mehr und verweilt in einem Waisenhaus. Alles ändert sich jedoch, als ihr Arm plötzlich zu leuchten beginnt und sich ein Sternenbild abzeichnet. Ab hier ändert sich ihr Leben. Sie findet sich plötzlich auf dem Mond wieder und wird damit konfrontiert, dass sie eine echte Prinzessin ist und in die Fußstapfen ihrer Eltern treten soll.
Lynn selbst hasst Kleider und ist sehr eigen. Ich mochte ihre Art, mit der sich bestimmt auch jüngere Mädchen sehr gut identifizieren können!
Meine Meinung
Die Geschichte rund um die "Mondprinzessin" ist sehr flott und spannend erzählt. Schon der Einstieg hat mich sofort in die Handlung gezogen, denn hier erfahren wir, wer Lynn wirklich ist. Sie wurde nämlich vor vielen Jahren entführt und auf die Erde gebracht, nun wurde sie aber gefunden und soll einen Prinzen heiraten.
Lynn konnte ich sofort in mein Herz schließen. Sie ist etwas rebellisch, aber auch sehr nachdenklich. Schade ist hier, dass aufgrund der Kürze viele Nebencharaktere zu kurz kommen. Ich hätte sehr gerne noch mehr zu einzelnen Personen erfahren.
Süß fand ich den Waschbären, der Lynns Gefährte oder besser; Gefährtin wird. Auch die Beschreibungen des Mondes und der kleinen "Vorgeschichte" fand ich toll, auch wenn ich mir hier ebenfalls noch mehr Fakten gewünscht hätte.
Die Liebesgeschichte, die der Klappentext bereits andeutet, fand ich gut, auch dass sich Lynn im Verlauf der Geschichte entscheiden muss, ob sie diese Liebe für den Planeten und ihre Familie aufgibt. Hier hatte ich einen ähnlichen inneren Konflikt wie Lynn, denn hier steht viel auf dem Spiel.
Witzig fand ich die "Prinzenwahl", die mich an "Selection" erinnert hat. Für meinen Geschmack hätte diese Suche nach dem Partner auch noch etwas ausgebaut werden können, denn ich fand es sehr unterhaltsam.
Das Ende hat mich dann besonders mitgenommen. Als Lynn endlich eine Entscheidung trifft, gerät alles aus den Fugen und es gibt für sie hier leider kein Happy End. Ich liebe offene Enden, hoffe aber, dass es hier noch eine Fortsetzung geben wird!
Meine Meinung
"Mondprinzessin" von Ava Reed ist ein sehr unterhaltsamer Roman mit einer tollen Protagonisten und einem überraschenden und auch traurigen Ende. Für meinen Geschmack war das Lesevergnügen aber zu kurz, ich hätte gerne viel mehr über Lynn und den Mond als Lebensraum erfahren!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(4)

17 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

The Watcher - Sie sieht dich

Ross Armstrong , Christine Strüh
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 27.07.2017
ISBN 9783651025462
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Ich habe in meinem Leben mittlerweile schon einige hundert Thriller gelesen und meistens keine Probleme gehabt, dem Geschehen zu folgen. Gegen ein gutes Verwirrspiel habe ich nichts, ganz im Gegenteil, doch mit "The Watcher - Sie sieht dich" habe ich jetzt zum ersten Mal einen Thriller gelesen, der so unglaublich schwer zu folgen ist.


An dieser Stelle kann ich nicht beurteilen, ob es an der Übersetzung lag oder aber auch das Original so unglaublich schwer zu lesen ist. Ich fand in "The Watcher - Sie sieht dich" jedenfalls einen Thriller vor, bei dem die Handlung keinerlei roten Faden besaß, Szenen schwer zu verstehen waren und alles furchtbar wirr und zusammenhangslos wirkte.


Ich hätte das Buch wohl abgebrochen, dachte aber, dass wir hier am Ende noch eine geniale Auflösung vorfinden oder sich diese "Verwirrtheit" unserer Protagonistin irgendwie logisch erklären lässt. Nach dem Zuschlagen hat mich das Buch aber noch ratlose zurück gelassen!


Charaktere


Lily Gullick


Wir verfolgen in dieser Geschichte eine Frau, die gerne Vögel und ihre Nachbarn beobachtet. Klingt schräg? Ist es auch. Obwohl das Ausgangsszenario echt gut gewählt ist, auch mit dem Beobachten der Nachbarn, aber auch mit der Thematik des Birdings, verwickelt sich Lily hier in eine undurchsichtige Geschichte über einen Vermisstenfall und einen Mord.


Als Leser bekommen wir das Geschehen als Art Tagebuch präsentiert, vielleicht ist dies auch der Grund, warum die Geschichte so furchtbar wirr ist. Es ist schwer, Lilys Gedankengänge zu folgen, ihren Antrieb, aber auch die Situationen überhaupt zu begreifen, in die sie da gerät.


Meine Meinung


Ich war mir erst unsicher, ob ich zu diesem Buch überhaupt eine Rezension schreiben soll oder nicht. Es war für mich sehr schwer zu lesen und überhaupt zu begreifen, was der Autor hier überhaupt erzählen will. Es ist auf der einen Seite nämlich eine Geschichte über eine Frau, die gerne Vögel beobachtet, auf der anderen Seite aber irgendwie auch ihre Nachbarn stalkt. Schon das empfand ich als recht unsympathisch, konnte mich aber doch drauf einlassen.


Nicht drauf einlassen konnte ich mich jedoch auf ihre Art, die Leute zu befragen, um mehr herauszufinden. Manche Dummheit von ihr hat mich einfach den Kopf schütteln lassen, auch wenn sie in vieles nur hineingerutscht ist. (Ich sage nur: Es ist nicht so intelligent, sich als Ärztin auszugeben, wenn man keinerlei Wissen hat ...) Auch ihren Antrieb, ihre Motivation hinter dem Ganzen war für mich nicht nachvollziehbar.


Hinzu kommt eine sonderbare Geschichte bezüglich ihres Ehemanns, die ich auch nach dem Lesen nicht so recht zusammenfassen konnte. "The Watcher - Sie sieht dich" ist wirklich das allererste Buch, das ich nicht komplett verstanden habe. Erst einmal empfand ich den Schreibstil als sehr schwierig zu folgen, mein Kopfkino wollte leider überhaupt nicht anspringen, desweiteren waren die Personen recht oberflächlich beschrieben und das Auseinanderhalten fiel mir sehr schwer. Besonders als unsere Lily nachzuforschen beginnt.


Die Idee, die Geschichte zwischen Neubau und Sozialsiedlung spielen zu lassen, war sehr interessant, aber die Story kommt einfach nicht in Gang. Ich muss sagen, dass ich mich bei Thrillern selten so gelangweilt habe. Da nützte es auch nichts, die Kapitel mit einer Art Countdown beginnen zu lassen, wenn doch im Inneren keinerlei Spannung erzeugt wurde.


Das einzig gute an diesem Buch: Ich habe es tatsächlich zuende gelesen, muss jedoch gestehen, dass ich tatsächlich zum ersten Mal bei einem Thriller nicht alle Zusammenhänge verstanden habe. Der Täter stand irgendwann schnell fest, ich hätte irgendwie aber beim Lesen eher mit einem Psychothriller gerechnet, es wird jedoch recht einfach beendet. Dennoch war das ganze Buch für mich aber so wirr, dass ich auch nach langem Nachdenken nun keinen richtigen roten Faden entdecken kann. Echt schade!


Fazit


Aus einer interessanten Grundidee wurde für mich hier nur eine wirre, undurchsichtige und leider auch sehr langweilige Geschichte aufs Papier gebracht, die keinerlei Spannung besaß und die mich einfach nur verwirrt zurückgelassen hat. Schade, aber ich werde das Buch wohl eher in schlechter Erinnerung behalten!

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

The Watcher – Sie sieht dich

Ross Armstrong , Christine Strüh , Ulrike Kapfer
Audio CD
Erschienen bei Argon, 27.07.2017
ISBN 9783839815854
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(406)

892 Bibliotheken, 12 Leser, 2 Gruppen, 134 Rezensionen

rache, furien, freundschaft, jugendbuch, liebe

Im Herzen die Rache

Elizabeth Miles , Birgit Salzmann
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 16.01.2013
ISBN 9783785573778
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil


Das Thema "Rache" finde ich in Büchern immer sehr interessant, besonders auch im Jugendbuchbereich. Mit "Im Herzen die Rache", dem Auftakt der sogenannten Furientrilogie wollte ich daher schon lange einmal beginnen, auch wenn die Rezensionen dazu eher durchwachsen sind.


Zu Beginn liest sich das Buch wie ein typischer Jugendroman mit den typischen Jugendproblemen. Wir haben hier Eifersucht, erste Gefühle, aber auch den Zwang, unbedingt dazugehören zu müssen. Die Autorin lässt sich erst einmal viel Zeit, ihre Charaktere einzuführen, auch wenn diese durch ihre Schwächen recht unsympathisch wirken ...


Charaktere


- Em -


Emily, kurz Em, verliebt sich in den Freund ihrer besten Freundin und kommt gegen ihre Gefühle nicht an. Als ihre beste Freundin Gabby wegfährt, nähern sich die beiden an und es kommt wie es kommen muss ... Moralisch gesehen handelt Emily natürlich falsch und als Leser, der sie natürlich überhaupt nicht kennt, musste ich dieses Verhalten erst einmal verurteilen, auch wenn sie sich schlimme Vorwürfe macht.


Ems Geschichte fand ich dennoch interessant, besonders ab dem Punkt, als sie einsieht, einen schrecklichen Fehler gemacht zu haben. Sympathisch wurde sie mir aber erst viel später, vielleicht, weil ich ihr das alles dennoch übel nehmen musste ...


- Chase -


Chase mochte ich von Anfang an überhaupt nicht, obwohl erst sehr spät klar wird, was er überhaupt getan hat. Er kommt aus sehr ärmlichen Verhältnissen und möchte um jeden Preis dazugehören. Irgendwie gelingt es ihm, aber so recht akzeptiert wird er dennoch nicht.


Chase empfand ich als recht schweren Charakteren, seine Ansichten und Taten konnte ich leider überhaupt nicht gutheißen, weswegen er mir auch die gesamte Geschichte recht unsympathisch war. Ich denke aber, dass dies von der Autorin beabsichtigt war, auch wenn an einem gewissen Punkt Mitgefühl doch vom Vorteil gewesen wäre ...


Meine Meinung


Das Buch liest sich zu Beginn wie ein recht typischer Jugendroman. Abwechselnd lernen wir Chase und Em näher kennen, beide recht eigenwillige Charaktere mit einigen Schwächen. Am Anfang musste ich etwas durchhalten, besonders bei Chases Abschnitten, denn hier wird zwar viel Wert auf die Einführung der Charaktere gelegt, aber es fehlte einfach an Sympathie.


Durchhalten lohnt sich aber, genau wie das Akzeptieren der Charaktere. Besonders Emily, die eigentlich selbst nicht so recht weiß, was sie da getan hat, wurde mir im Verlauf doch noch sympathisch und ich konnte mit ihr mitfiebern.


Die Geschichte steigert sich zudem in der Spannung. Während am Anfang alles recht ruhig verläuft, gibt es zum Ende hin noch den einen oder anderen Kracher, besonders in Bezug auf Chase.


Ich muss sagen, dass ich ein Mensch bin, der Gerechtigkeit wichtig findet. Deswegen fand ich die Rache-Thematik hier auch interessant, auch wenn dies bei den Furien, die in die Stadt kommen, um Leute büßen zu lassen, vielleicht etwas ausartet. Es ist wohl schwer hier einen Ausgleich zu finden, eine Wage, die wirklich das Gleichgewicht hält. Den Furien selbst gelingt das nicht so recht, obwohl ich vor dem Lesen dachte, sie würde hier das Karma darstellen.


"Im Herzen die Rache" fand ich dennoch sehr unterhaltsam und zum Ende hin so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die letzten Seiten haben mich regelrecht mitgenommen und der Cliffhanger hat mir Lust auf den zweiten Teil gemacht!


Fazit


"Im Herzen die Rache" fängt etwas schwach an, steigert sich aber im Verlauf noch bis zu einem sehr bösen und spannenden Ende. Ich denke, die Folgeteile werden sich noch steigern können empfehle diesen Auftakt deswegen gerne an Leser weiter, die schwierigeren Charakteren eine Chance geben und diese nicht sofort verurteilen!



  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(87)

177 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 26 Rezensionen

mord, liebe, vergangenheit, usa, zeugin

Die letzte Zeugin

Nora Roberts , Margarethe van Pée
Fester Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Verlag, 25.03.2013
ISBN 9783764504694
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Ich hatte mal wieder Lust auf eine leichtere Lektüre und da ich gerade auf einigen Blogs wieder Bücher von Nora Roberts gesehen hatte, habe ich mich an meine Jugend zurückerinnert. Damals habe ich ihre Bücher sehr gerne gelesen, denn sie waren recht einfach und dennoch fesselnd gehalten.


Die Geschichte von "Die letzte Zeugin" beginnt auch sehr spannend und fast wie ein Thriller. Leider wandelt sich das Buch nach dem Beginn komplett und es geht mit einem eher ruhigen Roman weiter, der mit jeder weiteren Seite nachlässt. Für mich wirkte das Buch leider so, als wüsste die Autorin selbst nicht direkt, in welche Richtung sie gehen möchte.


Alles wirkt enorm in die Länge gezogen. Auf den gut 576 passiert nahezu nichts und es ist klar, auf welches Ende es alles hinarbeitet. Leider habe ich auch die Aussage hinter dem Buch nicht verstanden und es besaß auch keinen großen Unterhaltungswert für mich.


Charaktere 


- Liz -


Highlight in dem Buch war die "Vorgeschichte". Liz ist 16 Jahre alt und bekommt keinerlei Freiheiten von ihrer Mutter. Kein Wunder also, dass die Sache irgendwann in einem Streit eskaliert. Die Mutter verschwinden und Liz beginnt endlich zu leben. Sie lernt ein Mädchen kennen, geht in einem Club, gerät dort aber in einen Mord, den sie nicht hätte sehen sollen ... 


Ja, die Geschichte von Liz war stark und in dem Niveau, das mir von Nora Roberts in Erinnerung geblieben ist. Allerdings wandelt sich die Geschichte dann komplett ...


- Abigail -


Hier lernen wir nämlich Abigail kennen. Sie lebt recht abgeschieden mit Waffen und einem Hund, der sie beschützt. Wie die Verbindung zu Liz ist, sollte hier klar sein. Eigentlich hätte Abigail als Charakter echt interessant und spannend sein können. Leider ist sie recht eindimensional und fast schon naiv, was einfach nicht zu dem Bild passt, das die Autorin von ihr erzeugen wollte ...


- Brooks -


Brooks ist der Polizeichef der Stadt und plötzlich an Abigail interessiert. Schnell wird klar, dass er sie eigentlich nur ins Bett kriegen will, doch dann verliebt er sich natürlich unsterblich in sie. 


Oh man, Brooks ging mir echt auf die Nerven, seine plötzliche Entwicklung vom Macho zum zahmen Ehemann hat sich einfach nicht richtig angefühlt. Aber Abigail brauchte für den Plot wohl einfach einen Polizisten an ihrer Seite.


Meine Meinung


Es ist bestimmt bereits spürbar, wie sehr mich "Die letzte Zeugin" von Nora Roberts frustriert hat. In der Hoffnung, einen leicht zu lesenden, dennoch spannenden Krimi/Roman vorzufinden, habe ich mich in dieses "Abenteuer" begeben und habe nach den ersten Seiten tatsächlich das Gefühl gehabt, wieder eine spannende Geschichte für Zwischendurch zu lesen. Dann entwickelt sich die Story jedoch in eine andere Richtung!


Am Anfang ging es noch um Gangster, genauer um die russische Mafia. Nicht unbedingt meins, aber dennoch wenigstens fesselnd. Als sich der Leser von Liz jedoch "verabschieden" muss, geht es mit einer recht kitschigen und teilweise nicht nachvollziehbaren Liebesgeschichte weiter. Hier geht es vorwiegend um Erotik, um Sex und die daraus resultierende "große" Liebe, was absolut nicht mehr mein Fall war.


Das Buch hat immer weiter nachgelassen. Allein die Protagonistin Abigail war mir zu naiv und nichtssagend. Ich konnte nicht mit ihr mitfühlen, obwohl die Geschichte eigentlich von ihrem Standpunkt aus echt emotional hätte sein könnte. Hinzu kam der Brooks als typischer Macho und überaus "heißer" Polizeichef und die damit verbundene Erotikschiene. Das alles war absolut nicht mehr meins.


Ich habe dennoch durchgehalten, auch um herauszufinden, inwiefern die Geschichte vom Anfang noch aufgegriffen wird. Leider bleibt diese nur Nebenhandlung und recht schwach, zudem auch noch sehr vorhersehbar und viel zu schnell aufgelöst. Leider konnte ich der Story deswegen überhaupt nichts abgewinnen. Die Charaktere waren mir zu oberflächlich und die Handlung lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen und ist eigentlich nicht der Rede wert. Echt schade!


Fazit


Mit "Die letzte Zeugin" von Nora Roberts habe ich mal wieder gehörig danebengegriffen. Der Anfang war echt stark, aber danach lässt die Geschichte komplett nach und entwickelt sich in eine kitschige Liebesgeschichte mit teilweise 1lächerlicher Erotik. Dieses Buch war absolut nicht mein Geschmack!



  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

46 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

thriller, japan, horror, wald, selbstmord

Suicide Forest

Jeremy Bates
E-Buch Text
Erschienen bei Luzifer-Verlag, 29.09.2016
ISBN 9783958351820
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

39 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

nationalsozialismus, behinderung, erbgutgesetze, im lautlosen, hamburg 1926

Im Lautlosen

Melanie Metzenthin
E-Buch Text: 526 Seiten
Erschienen bei Tinte & Feder, 11.07.2017
ISBN 9781542095969
Genre: Historische Romane

Rezension:

Schreibstil


Da ich mal wieder Lust auf einen historischen Roman mit dem Bezug zum Nationalsozialismus hatte, fiel mir dieses Buch auf, das bereits sehr viele gute Bewertungen hat und einen interessanten Einblick in die psychiatrischen Einrichtungen der damaligen Zeit versprach.


Positiv erwähnen muss ich an dieser Stelle erst einmal die tolle Recherche-Arbeit, die Melanie Metzenthin hier geleistet hat. Es gibt hier einen tiefgründigen Einblick in die Zeit von 1926 bis nach dem zweiten Weltkrieg. Beim lesen habe ich sehr viel gelernt, besonders über das Gesundheitssystem, die Situation, zwischen den beiden Kriegen mit dem Machtaufstieg der NSDAP und natürlich auch bezüglich des Weltkrieges. Wahnsinn, wie toll die Autorin all diese Fakten in ihre Geschichte gewebt hat!


Auf der anderen Seite muss ich hier aber auch gestehen, dass ich das Buch jetzt trotz der Thematik eine ganze Woche mit mir herumgeschleppt habe und mich trotz des interessanten Inhalts oft nicht animieren konnte, weiterzulesen. Es hat einige Längen und hat sich für mich stellenweise nicht direkt nach einem Roman angefühlt. Der Schreibstil war mir zu nüchtern, zu distanziert und so konnte ich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen.


Charaktere


Richard


Richard ist ein sehr interessanter Charakter. Wir lernen ihn zusammen mit Paula beim Studium kennen und begleiten ihn später bei seiner Karriere an einer psychiatrischen Anstalt. Er steht mit beidem Beinen im Leben und ist ein gutherziger Mensch, der sich dem System nicht anpassen will. Er kann sich mit den neuen Gesetzen der Nazis nicht arrangieren, besonders da sie sich auch auf seine Patienten auswirken. Er möchte einfach nur helfen, vielleicht sogar die psychiatrischen Kliniken revolutionieren, doch dazu lebt er wohl in der falschen Zeit ...


Ich fand Richard sehr beeindruckend und seine Abschnitte habe ich viel lieber gelesen als die von Paula. Bei ihm erleben wir nämlich, wie es einen Arzt, beziehungsweise einen Psychologen, in der Zeit der Nationalsozialisten erging.


Paula


Paula blieb mir persönlich etwas zu blass. An ihrem Beispiel gibt es zwar einige Anspielungen auf den Feminismus, aber so recht kennengelernt habe ich sie beim Lesen nicht. Ihre Abschnitte hätte es für mich daher hier nicht gebraucht!


Meine Meinung


Puhh, "Im Lautlosen" von Melanie Metzenthin ist seit langem mal wieder ein Buch, das mich etwas zwiegespalten zurücklässt. Aus diesem Grund fällt mir die Rezension an dieser Stelle sehr schwer. Auf der einen Seite ist "Im Lautlosen" eine sehr wichtige Geschichte mit interessanten historischen Fakten, auf der anderen Seite musste ich mich stellenweise zum Weiterlesen zwingen.


Ich weiß nicht direkt, ob es an Melanie Metzenthins Schreibstil lag, mit dem ich einfach nicht klar kam. Er war mir von Anfang an zu distanziert, sodass ich keine Verbindung zu Paula und nur eine recht oberflächliche zu Richard aufbauen konnte. Das war schade, denn so hatte ich trotz der interessanten Thematik nicht das Gefühl, wirklich nah am Geschehen zu sein.


Spannend fand ich auf jeden Fall, dass hier die "dunkle" Seiten der Psychiatrie beziehungsweise des ganzen Gesundheitssystems angesprochen werden. Hitlers Ansichten bezüglich seiner Gesundheitsreform sind wirklich das letzte und Melanie Metzenthin hat es hier an einigen Stellen sehr deutlich gemacht, wie ungerecht das Leben für (geistig-) Kranke in dieser Zeit war. Unverständlich fand ich an dieser Stelle die Behandlung damaliger Patienten.


Das Buch erstreckt sich über einen sehr langen Zeitraum. Wir begleiten Paula, Richard und ihre Freund von ihrem Studium, zu ihren ersten Jobs, erleben mit ihnen die Anfänge der NSDAP, den Ausbruch des Krieges und unterstützen sie bei ihrem stillen Kampf gegen das System. "Im Lautlosen" ist auf jeden Fall ein wichtiges Buch, ein Buch, das einen sehr tiefen Einblick in eine Zeit gibt, auf die wir in Deutschland nicht stolz sein können!


Fazit


Die Bewertung fällt mir an dieser Stelle recht schwer. Ich bin hin und hergerissen, denn es gibt tatsächlich einen interessanten und schonungslosen Einblick in die damalige Zeit, doch auf der anderen Seite konnten mich die Charaktere und auch der Schreibstil nicht so recht überzeugen. Alles war recht nüchtern und distanziert, besonders Paula war mir zu nebensächlich und nach dem Lesen hatte ich nicht das Gefühl, sie wirklich zu kennen ... Ich hätte dem Buch wohl 3,5 gegeben, werden aber fairerweise dann doch auf die 4 gehen, denn diese Geschichte ist wichtig und sollte daher gelesen werden!

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(366)

817 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 48 Rezensionen

dystopie, gelöscht, teri terry, jugendbuch, terrorismus

Gelöscht

Teri Terry , Marion Hertle
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 19.02.2015
ISBN 9783733500382
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil


"Gelöscht" von Teri Terry lag jetzt schon eine ganze Weile auf meinem SUB und ich habe mich, trotz unzähliger toller Rezensionen, erst jetzt dazu animieren können, diese Reihe zu starten. Warum habe ich eigentlich so lange damit gewartet?


Das Buch ist in erster Linie eine Dystopie über eine Welt, die unserer gar nicht so unähnlich ist. Dabei stehen aber gar nicht einmal so sehr die Beschreibungen des ganzen Umfelds im Vordergrund, sondern vielmehr die Menschen, die von dieser neuen "Ordnung" betroffen sind. Die Charakterisierung der einzelnen Personen ist der Autorin hierbei sehr gut gelungen und dies steht auch im Fokus der ganzen Geschichte. Wir begleiten unsere Protagonistin auf dem Weg zur Wahrheit.



Charaktere


Kyla


Kyla wurde geslated, was bedeutet, dass ihre gesamten Erinnerungen ausgelöscht wurden. Also in der Theorie. Kyla scheint nämlich ein Spezialfall zu sein, denn sie hat Albträume und kann sich an kleine Details erinnern. So merkt sie beispielsweise, dass sie Linkshänderin ist und das die etwas mit ihrem alten Leben zu tun hat.


Kyla kommt zu Beginn der Geschichte zu ihrer neuen "Familie", bei der sie in Zukunft leben soll. Sie versteht das Leben, das sie erwartet nicht so recht, denn natürlich wurden auch alle Erinnerungen an die alltäglichsten Erinnerungen gelöscht. Hier fand ich es besonders spannend, mit Kyla alles von Null an zu entdecken.


Die Nähe zu ihr hat mir gut gefallen. Natürlich habe ich mich auch gefragt, ob Kyla zuvor eine Terroristin gewesen war und was sie verbrochen hat, um letztendlich geslatet zu werden.


Meine Meinung


Endlich habe ich den ersten Band dieser Reihe gelesen und ich war von der ersten Seite an tief in der Geschichte drin. Durch die Nähe, die sofort zu unserer Protagonistin aufgebaut wird, begeben wir uns auf eine spannende und mysteriöse Suche nach der Wahrheit und Kyras echtem "Ich".


Auch wenn die Welt, in der diese Dystopie spielt, kaum beschrieben wird, fand ich doch die Grundidee hinter dem "Slaten" sehr interessant. Menschen, beziehungsweise Jugendliche, die Straftaten begangen haben, bekommen so eine neue "Chance", indem ihnen all ihre Erinnerungen gelöscht werden und sie unter ständigen Kontrolle eines Gerätes namens Levo stehen, das an ihrem Handgelenk befestigt ist. Dieser misst, inwiefern die Person sich noch unter Kontrolle hat. Fällt der Wert unter 3 wird es kritisch und es kommt zu Ohnmacht und eventuell sogar zum Tod.


Diese Grundidee hat mir ausgesprochen gut gefallen, denn Kyla steht somit unter ständiger Kontrolle. Dies wird im Verlauf der Geschichte auch noch extrem gefährlich, denn natürlich gibt es hier auch Leute, die Slater nicht mögen und nur darauf lauern, sie wütend genug zu machen. Das System, das hier angesprochen wird, ist ähnlich grausam wie unsere Welt. Ich mag Dystopien, die einen Bezug zu unserer heutigen Gesellschaft haben und deswegen fand ich besonders die Thematik der Kontrolle, Überwachung und der Ausgrenzung sehr interessant.


Natürlich darf auch ein Hauch Liebe in der Geschichte nicht fehlen. Für mich war dies aber eher Nebensache und deshalb auch nicht besonders emotional. Es ging mir hier auch alles etwas schnell und eine Sache, die Kyla und ihr Freund später durchziehen, fand ich eher unpassend und irgendwie auch ein wenig unüberlegt.


Das Ende fand ich deswegen auch etwas plötzlich und es wurden noch kaum Fragen beantwortet, was natürlich Lust auf den zweiten Teil macht, aber mich auch ein wenig enttäuscht hat. Es gibt zwar einen Cliffhanger, der echt gemein ist, aber dennoch hätte ich mir irgendwie noch eine andere Entwicklung gewünscht. Ich bin dennoch auf den zweiten Teil gespannt!


Fazit


"Gelöscht" ist ein gelungener Auftakt, der Lust auf mehr macht. Besonders toll fand ich die Grundidee rund um das "Slaten" und die Nähe zu unserer Protagonistin. Das Ende besitzt einen fiesen Cliffhanger, war mir aber ansonsten etwas zu schwach. Dennoch bin ich auf den zweiten Teil gespannt!



  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(17)

37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

liebesroman, gegenwartsliteratur, schicksal, das wahre leben, liebe

Weil du die Liebe meines Lebens bist

Sarah Kleck
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Montlake Romance, 13.12.2016
ISBN 9781503943292
Genre: Liebesromane

Rezension:

Schreibstil


"Weil du die Liebe meines Lebens bist" war ein Buch, für das ich mich recht spontan entschieden habe. Ich brauchte etwas leichtere Kost, ein Buch für "Zwischendurch" eben, das sich locker und leicht lesen lässt und für das ich als Leser keine besondere Konzentration brauche.


Ein solche Geschichte verbirgt sich hinter diesem doch recht kitschigen Titel. Es ist die Story eines Lebens voller Höhen und Tiefen, besonders originell empfand ich hier die Idee, dass der Leser die Protagonistin Annie viele Jahre begleiten darf. Es beginnt in der Schulzeit mit ihrem ersten Schwarm und geht bis zur ihrer Hochzeit und den echten großen Gefühlen, beinhaltet aber auch die schmerzhaften Seiten des Lebens.


Auch wenn sich das Buch doch sehr leicht lesen lässt, es eben "nur" die Geschichte einer Frau erzählt, hat es bei mir doch einige melancholische Momente hervorgerufen. Ist dies etwas das 0815-Leben das jeder still und heimlich führt?


Charaktere


- Annie -


Wie bereits angesprochen begleiten wir Annie beinahe ihr halbes Leben. Wir bekommen mit, wie ihre erste Beziehung zu Bruch geht, wie sie studiert und dort die "Liebe ihres Lebens" kennenlernt, wie sie heiratet, einige Tiefschläge kassiert und wie sie doch immer wieder aufsteht. Das Buch ist voll von "echtem" Drama und ist so oder so ähnlich bestimmt schon dem ein oder anderen Menschen passiert.


Ob ich für Annie wirklich Sympathie empfand, kann ich an dieser Stelle schwer sagen. Sie war mir teilweise zu "normal", was jetzt aber keinesfalls abwertend gemeint ist. Es war einfach stellenweise so, dass mir ihr Leben, so hart es hier auch klingen mag, zu langweilig erschien. Sie durchlebt die "typischen" Probleme, sie geht durch die erste Liebe zur angeblichen "Liebe ihres Lebens" und doch erschien sie mir als Charakter zu einfach.


Vielleicht wollte die Autorin an dieser Stelle auch mit einem Fingerzeig auf das eigene Leben deuten, auf die eigenen Fehler und animieren, sein Leben zu ändern, sollte man ebenso festgefahren sein.


Meine Meinung


Bei "Weil du die Liebe meines Lebens bist" habe ich nach dem Lesen des Klappentextes eine ganz andere Geschichte erwartet. Es stellt sich heraus, dass wir in diesem Buch nämlich der ganzen Lebensgeschichte beziehungsweise Liebesgeschichte einer Frau folgen, beginnend bei der ersten Highschool-Romanze bis hin zu dem Mann, der zu ihr sagen soll, dass sie die "Liebe seines Lebens ist".


In erster Linie ist das Buch eine Liebesgeschichte voller Höhen und Tiefen mit der Dramatik des Lebens, aber auch mit dem Glück, das sich oftmals in kleinen Momenten versteckt. Ich fand es interessant, Annies Entwicklungen zu beobachten. Teilweise gab es auch einige witzige Momente, die mich zum Schmunzeln bringen konnten, wie zum Beispiel Annies und Holdens erstes Aufeinandertreffen.


Weniger toll fand ich die Erotikschiene, die Sarah Kleck kurzzeitig fahren musste, die aber Gott sei Dank schnell vorbei war. Verstehen konnte ich die Liebe zwischen Annie und Holden auf jeden Fall, doch selbst konnte ich beim Lesen keine allzu großen Emotionen spüren, dazu ist die Geschichte zu klein, zu alltäglich und vielleicht auch eine Spur zu realitätsnah.


Was will ich als Leser, wenn ich in einem Buch eintauche? In erster Linie vor der Realität fliehen, mich nicht länger mit dieser ach so unfairen Welt auseinandersetzen. Unter diesem Gesichtspunkt war "Weil du die Liebe meines Lebens" bist vielleicht die falsche Lektüre für mich, auch wenn ich der Autorin hier zu Gute halten muss, eine Geschichte direkt aus dem Leben gegriffen zu haben.


Gelesen habe ich das Buch dennoch gerne, auch wenn ich mich selbst nicht so recht mit Annie identifizieren konnte. (Besonders zum Ende hin!) Manche Entscheidungen von ihr konnte ich nicht nachvollziehen, was aber vielleicht auch daran lag, dass zwischen dem Geschehen oftmals viele Jahre lagen und Menschen sich eben weiterentwickelt. Die Botschaft des Buches ist auch klar: Es gibt viele Wege im Leben, viele Abzweigungen und viele Entscheidungsmöglichkeiten, man sollte immer das tun, was man für richtig hält.


Dennoch hat mich das Buch etwas melancholisch gestimmt und das, obwohl ich eigentlich eher etwas Heiteres lesen wollte. das Hoffnung spendet. Besonders das Ende fand ich leider überhaupt nicht toll und viel zu schnell abgearbeitet. Insgesamt wurde mir Annie am Schluss noch einmal so richtig fremd, was wirklich schade ist. Das Ende fand ich daher sehr unpassend, fast schon zu übertrieben auf "Drama" ausgelegt, weswegen ich kaum etwas empfinden konnte. Manchmal ist das Leben aber wohl so und Happy Ends gehören zum Alltag wohl einfach nicht dazu ...


Fazit


"Weil du die Liebe meines Lebens bist" ist kein typischer Liebesroman, auch wenn er die typische Lebensgeschichte einer Frau aufgreift. Als Leser leben wir ein ganzes Leben, das Leben von Annie, die sich verliebt und vielleicht die Liebes ihres Lebens findet, sich eventuell aber für einen anderen Weg entscheidet und vom Schicksal ausgetrickst wird ... Trotz des Humors war das Buch für mich zu melancholisch, vielleicht, weil es uns einen Spiegel vor die Augen hält und keinerlei Fluchtmöglichkeit zulässt!

  (1)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Mein Sommerspaziergang

Rita Berman , Rita Berman
Flexibler Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 24.04.2017
ISBN 9783404609291
Genre: Sachbücher

Rezension:

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein sehr gestresster Mensch bin, ich litt früher stark unter Panikattacken und ich hatte/habe eigentlich immer das Gefühl, unter Strom zu stehen. Entspannen kann ich eigentlich selten so richtig, was absolut nicht gut ist, denn Stress ist nicht gut für den Körper. Vor einiger Zeit habe ich daher begonnen, Bilder auszumalen. Das klingt im ersten Moment vielleicht recht kindlich, doch mittlerweile sind Malbücher zu einem großen Trend geworden.


Mittlerweile besitze ich einige Ausmalbücher für Erwachsene, unter anderem liebe ich gerade das Buch "Imagimorphia" von Kerby Rosanes. Bei deutschen Büchern hatte ich bisher aber immer Pech, bei den meisten habe ich schnell das Interesse verloren.


Ganz anders war es aber bei dem Buch von Rita Berman. Ich mag ihren Stil sehr gerne. Zwar sind in jedem Malbuch immer mal wieder Bilder, die einem weniger gefallen, aber in "Mein Sommerspaziergang" überwiegen doch die großartigen Motive. Neben sehr einfachen Mustern gibt es auch sehr detaillierte Bilder, die dazu einladen, seine Kreativität auszuleben.


Ich selbst verwende zum Malen Buntstifte von Koh-I-Noor und ich finde die Ergebnisse toll. Zwar bin ich kein Profi, aber es geht in erster Linie doch um die Entspannung, die man beim Ausmalen spürt und die Freude über das fertige Ergebnisse. Nebenbei höre ich gerne Hörbücher und ich merke tatsächlich, wie es mir dadurch besser geht und wie ich einfach "runter komme"! Durchschnittlich brauche ich für ein Bild zwischen 3 und 5 Stunden, was bedeutet, dass dieses Malbuch wirklich unzählige Stunden Malspaß ermöglicht!


"Mein Sommerspaziergang" ist momentan beim liebstes Malbuch, was bestimmt auch an den sommerlichen Temperaturen draußen liegt. Die Bilder sind sehr abwechslungsreich, bestehen aus Blumen, Häusern, Beeren und vielem mehr. Ich habe großen Spaß beim Ausmalen und kann euch das Buch nur ans Herz legen. Im Winter werde ich mir definitiv noch "Mein Winterspaziergang" holen.


Fazit


Ein tolles Malbuch, das sowohl für Profis als auch für Anfänger geeignet ist. Die Motive sind sehr sommerlich und abwechslungsreich und bestimmt ist für jeden Geschmack etwas dabei. Von mir eine klare Empfehlung für dieses bezaubernde und sommerliche Malbuch!


  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

67 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

freundschaft, familienschicksale, waise, lauren willig, kate morton

Ashford Park

Lauren Willig , Mechthild Sandberg-Ciletti , ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 28.11.2014
ISBN 9783499247019
Genre: Romane

Rezension:

Schreibstil


Wieder einmal war es Zeit für eine Familiengeschichte über ein dunkles Geheimnis, das nach und nach aufgedeckt wird. "Ashford Park" lag schon länger auf meinen Sub und nun war ich direkt in Stimmung dafür.


Die Geschichte wird wie gewohnt in zwei Zeitebenen erzählt. Erst einmal haben wir die Vergangenheit, in der nach und nach das Geheimnis offenbart wird, dann haben wir die Gegenwart, in der eine Verwandte, in diesem Fall die Enkelin, Nachforschungen anstellt.


Lauren Willig beschreibt dabei in erster Linie die Personen und wenig die Umgebung. Das empfand ich bei diesem Buch als sehr angenehm, auch wenn das Anwesen "Ashford Park" und die spätere Zeit in Kenia dabei etwas in den Hintergrund rückt.


Erwähnen muss ich hier auch noch, dass ich die Übersetzung teilweise nicht ganz so passend fand. Es gab einige englische Begriffe, die anders treffender übersetzt hätten werden können. Allerdings werde ich das nicht in meine Bewertung einfließen lassen, da die Autorin dafür nichts kann!


Charaktere


- Addie -


Addie lernen wir im zarten Alter von sechs Jahren kennen. Nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind, kommt sie zu ihrer Tante und Onkel nach Ashford Park. Dort führt sie ein unbeschwertes Leben und lernt ihre Cousine Bea kennen, die schnell zu einer guten Freundin wird.


Addie selbst treffen wir in der Gegenwart nur kurz an ihrem 99. Geburtstag. Dort nennt sie ihre Enkelin Clemmie plötzlich Bea. Nach und nach wird hier dann Addies Geschichte aufgedeckt, in der auch Clemmies Großvater Frederick eine wichtige Rolle spielt ...


So ganz mitfiebern konnte ich mit Addie nicht, obwohl sie mir von allen Charakteren noch am sympathischsten war. Sie ist eine intelligente junge Frau, auch wenn sie einige Fehler begeht ...


- Clemmie -


Ich muss zugeben, dass ich Clemmies Sicht weniger interessant fand. Sie stammt gerade aus einer zerbrochenen Beziehung und vergräbt sich in Arbeit. Für ihre Großmutter hat sie sich eigentlich nie so recht interessiert, erst an dessen Lebensende will sie mehr über sie erfahren.


Clemmie war mir nicht gerade sympathisch. Sie war mir zu verbissen, teilweise zu egoistisch. Die Liebesgeschichte mit ihr in der Hauptrolle fand ich unpassend und viel zu kitschig.


- Frederick -


Frederick war eine Person, die ich nicht verstehen konnte. Er handelt meiner Meinung nach sehr widersprüchlich, weswegen er mir wenig glaubhaft vorkam. Er steht im Grunde zwischen Bea und Addie und ich glaube, er weiß lange Zeit selbst nicht, was er denn nun eigentlich will ...


Meine Meinung


Die Geschichte beginnt sehr spannend mit einem späteren Aufeinandertreffen von Bea und Addie in Afrika. Dort wird schnell klar, dass zwischen den jungen Frauen etwas vorgefallen ist und im Zentrum des Ganzen Beas Ehemann Frederick steht, den wohl auch Addie ganz toll fand.


Nach einem Zeitsprung zum Jahre 1999 lernen wir Clemmie kennen, die Enkelin der heute 99 Jahre alten Addie. Hier wird klar, dass Clemmie einen Großvater names Frederick hatte, was bedeutet, das damals in Kenia irgendwas geschah, dass Bea und Frederick auseinandergebracht hat. Dieses Ausgangsszenario hat eine tolle Spannung erzeugt. Den Anfang des Romans fand ich daher sehr stark, da es mir als Leser viele Fragen aufgeworfen hat.


Nach und nach wird Addies Geschichte offenbart, wie sie nach Ashford Park kam, wie Bea und sie so gute Freunde wurden und wie sie Frederick kennengelernt hat. Zugegebenermaßen muss ich anmerken, dass ich einige Dinge nicht nachvollziehen konnte, unter anderem Beas egoistisches Verhalten.


Auch Clemmie in der Gegenwart deckt die Geschichte nach und nach auf. Sie hat sich eigentlich nie sonderlich für ihre Großmutter interessiert, doch plötzlich ist ihr Interesse geweckt. Ihre Abschnitte enthalten einige interessante Hinweise, waren mir aber ansonsten zu langweilig. "Ashford Park" ist wieder mal ein klassischer Fall in diesem Genre, in dem der Vergangenheitsstrang deutlich stärker ist. Manchmal empfand ich Clemmies Privatleben als zu unwichtig und ihre Liebesgeschichte hätte meiner Meinung nach gänzlich weggelassen werden können.


"Ashford Park" selbst ist nur kurzzeitig Schauplatz des Geschehens. Lauren Willig legt hier aber wenig Wert auf die Beschreibung der Umgebungen, was ich echt erfrischend fand. Wichtiger sind hier die Charaktere, persönlich hätte ich mir aber mehr Sympathieträger gewünscht!


Obwohl ich für die einzelnen Charaktere wenig Verständnis aufbringen konnte, ist die Geschichte rund um Addie und dem Geheimnis der Vergangenheit doch sehr interessant. Es gibt einige Offenbarungen und Wendungen und am Ende fügt sich wie immer alles zusammen, sodass ich das Buch zufrieden zuschlagen konnte. "Ashford Park" hinterließ zwar keinen Wow-Effekt, ist aber dennoch ein lesenswertes Buch über ein kleines Geheimnis, das seine Wellen bin in die Gegenwart schlägt!


Fazit


Trotz meiner Kritikpunkte ist "Ashford Park" ein lesenswerter Familienroman mit einer interessanten Geschichte aus der Vergangenheit, die sich nach und nach aufdeckt.

  (0)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(21)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

fantasy, königin, tearling, krieg, geschichte

Die Königin der Schatten - Verbannt

Erika Johansen
E-Buch Text: 600 Seiten
Erschienen bei Heyne Verlag, 13.06.2017
ISBN 9783641165284
Genre: Sonstiges

Rezension:

Schreibstil


Lange habe ich auf den dritten und letzten Teil von "Die Königin der Schatten" gewartet. Nach dem eher mittelmäßigen zweiten Teil habe ich hier gehofft, dass Erika Johansen das Niveau vom Anfang zurückfindet, muss jedoch gleich zu Beginn der Rezension gestehen, dass auch der abschließende Teil mich nicht so recht überzeugen konnte.


In ihrer Danksagung spricht Erika Johansen den enormen Druck an, unter dem dieses Buch hier entstand und beim Lesen hatte ich bereits die ganze Zeit das Gefühl gehabt, dass es einfach nicht mehr die Geschichte vom ersten Teil ist. Damals lag so viel Liebe im Detail, mühevoll hat die Autorin eine neue Welt erschaffen und mit Kelsea einen Charakter eingeführt, mit dem sich die Leser identifizieren konnten.


Leider war es bereits im zweiten Teil so, dass ich mit der "neuen" Kelsea nicht mehr mitfiebern konnte. Sie war zu stark, zu mächtig und das schwache Mädchen mit zu wenig Selbstvertrauen war komplett verschwunden.


Der Schreibstil ist meiner Meinung nach mit jedem Buch nüchterner geworden. Während ich es im ersten Teil noch toll fand, dass es keine Liebesgeschichten gab, habe ich doch in diesem Teil eine gewisse Emotionalität gebraucht. Mit keinem der Charaktere, so grausam seine Geschichte auch war, konnte ich mitfiebern, was vor allem an den fehlenden Gefühlen lag ...


Charaktere


- Kelsea -


Kelsea stand in den Vorgängerbänden im Fokus der Handlung, in diesem bleibt sie allerdings sehr lange nur ein Nebencharakter. Schade fand ich, dass ihr Charakter noch stärker werden musste. Ich hätte mir mehr Schwächen und mehr Menschlichkeit gewünscht. Mitfiebern oder gar identifizieren konnte ich mich mit Kelsea leider nicht mehr.


- Nebencharaktere -


Auf den ersten 200 Seiten hatte ich enorme Probleme, die Charaktere zuzuordnen. Hier hätten kleine Rückblenden oder Andeutungen den Einstieg verbessert. Bei vielen Personen wusste ich nicht einmal mehr, wer sie waren oder welche Rolle sie in der Geschichte hatten. So zum Beispiel Aisa, die gleich zu Beginn vorkommt, an die ich mich aber nicht mehr erinnern konnte.


Aus diesem Grund hatte ich lange Zeit Probleme, mir die Personen vorzustellen und die Zusammenhänge zu verstehen. Leider kommen hier auch sehr viele Charaktere vor, die zwar alle still und leise ihre eigene Geschichte erzählen, den Fokus aber von der Haupthandlung lenken. Manche Erzählstränge fand ich letztendlich auch relativ unwichtig.


Meine Meinung


Der erste Band von "Die Königin der Schatten" war 2015 eins meiner Jahreshighlights. Ich hatte das Buch damals förmlich verschlungen und mochte besonders die Protagonistin Kelsea. Schon der zweite Teil im vergangenem Jahr hat mich allerdings zutiefst enttäuscht. Obwohl die Handlung dort sehr spannend war, hat mich Kelseas Entwicklung deprimiert. Von dem jungen, unsicheren Mädchen hat sie sich dort in eine ansehnliche Frau mit Macht verwandelt. Identifizieren konnte ich mich schon dort nicht mehr mit ihr.


Der Einstieg in diesen letzten Teil der Trilogie fiel mir sehr schwer. Ich hatte zwar die Handlung noch im Kopf, die Figuren waren mir aber fremd. Auf den ersten 200 Seiten geht es zudem auch nur um die Nebencharaktere, die ich nur schwer der Handlung zuordnen konnte. Dennoch habe ich mich durchgebissen und irgendwann nahm die Geschichte tatsächlich Fahrt auf.


Wie im zweiten Band geht es auch in diesem um die Hintergründe von Tearling, was durchaus interessant ist, aber komplett von den momentanen Problemen ablenkt. Die rote Königin, die Herrscherin über Mortmesne, wurde in Band davor als sehr böse dargestellt, während sie hier plötzlich sehr schwach erscheint. Für mich waren die Entwicklungen vereinzelter Charaktere nicht nachvollziehbar, unter anderem kam mir auch der Fetch hier viel zu kurz, der mir zudem zuvor vollkommen anders erschien.


Leider muss ich sagen, dass mich der letzte Teil noch mehr enttäuscht hat als der Teil zuvor. Es gibt hier wenig Handlung, es ist kein roter Faden vorhanden und die Geschichte wirkt unreif, nicht durchdacht und teilweise sehr wirr. Die Entwicklungen der Charaktere empfand ich als seltsam und nicht nachvollziehbar, zudem blieben viele Fragen offen. Einzig das Ende, das dann noch überraschend und irgendwie "anders" ist, konnte mich dann doch noch teilweise zufrieden stellen, denn das war ein Niveau, das ich mir für die gesamte Reihe gewünscht hätte!


Meine abschließend Worte zur gesamten Reihe: Sie hat wahnsinnig stark begonnen, allerdings für mich schon im zweiten Band nachgelassen. Die letztendliche Auflösung ist gut gelungen und überraschend, doch der Weg dahin ist zäh und ich als Leser musste Durchhaltevermögen beweisen. Empfehlen kann ich die Reihe daher nur bedingt ...


Fazit


Nachdem der erste Band zu "Die Königin der Schatten" eins meiner Highlight war, hatte schon der zweite Band enorm nachgelassen. Auch der dritte Band besaß zu viele Längen, zu viele unwichtige Handlungsstränge und Charakterentwicklungen, die für mich einfach nicht nachvollziehbar waren. Einzig das Ende hat die Reihe dann für mich doch noch gerettet, allerdings ist dieser Band definitiv der Schwächste ...

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(91)

212 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 18 Rezensionen

entführung, baby, angst, kinderheim, thriller

Qual

Stephen King , Richard Bachman , Jürgen Bürger
Flexibler Einband: 382 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.02.2009
ISBN 9783453406124
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(219)

458 Bibliotheken, 13 Leser, 5 Gruppen, 67 Rezensionen

sherlock holmes, krimi, bienen, england, detektiv

Young Sherlock Holmes - Der Tod liegt in der Luft

Andrew Lane , Christian Dreller
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.02.2012
ISBN 9783596193004
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil


Da ich in letzter Zeit wieder auf den Geschmack der alten Sherlock Holmes-Geschichten von Sir Arthur Conan Doyle gekommen bin, dachte ich, dass ich die Reihe um den jungen Sherlock Holmes unbedingt mal ausprobieren sollte.


Jugendlich und sehr modern präsentiert Andrew Lane hier die Geschichte des jungen Sherlock Holmes und seinem ersten Fall. Ich muss sagen, dass Sherlock für mich hier auch Hans Peter hätte heißen können, denn den kleinen Held brachte ich hier in keinerlei Verbindung mit dem überaus intelligenten, wenn auch sehr melancholischen Meisterdetektiv, den wir alle so lieben.


Das Buch ist daher eher für jüngere Leser. Der Fall ist gut nachvollziehbar, sehr einfach gehalten und der Actionanteil überwiegt. Dennoch gibt es einige interessante Thematiken, die angesprochen werden, die ich aber hier in der Rezension aufgrund von Spoilern leider nicht benennen kann. Neben Sherlock Holmes selbst gibt es auch noch einige sehr interessante Personen!


Charaktere


Sherlock Holmes


Zu Beginn der Geschichte wird unser junger Sherlock von der Schule abgeholt. Eigentlich erwartet er seinen Vater, doch stattdessen taucht sein Bruder Mycroft auf und erklärt, dass Sherlock die Ferien nun bei seiner Tante und seinem Onkel verbringen soll. Dort angekommen stellt er jedoch fest, dass er alles andere als willkommen ist. Zum Glück findet er in einem Straßenjungen namens Matty einen guten Freund und bekommt durch seinen Hauslehrer später auch Unterstützung.


Den jungen Sherlock Holmes habe ich mir ganz anders vorgestellt. Es wird zwar kurz angeschnitten, dass er auf der Schule keine Freunde hat, ansonsten wirkt er aber einfach zu normal. Er ist aufgrund seines Alters noch sehr unerfahren. Zwar versucht er sich an ersten Schlussfolgerungen, aber im Grunde ist er einfach nur ein Junge, der noch gar kein so großes Interesse am Ermitteln hat und auch noch kaum Wissbegierde zeigt.


Zwar werden einige typische Dinge angesprochen, die den späteren Sherlock Holmes ausmachen, aber ich konnte ihn einfach nicht in Verbindung mit ihm bringen. Aus diesem Grund war er in meiner Vorstellung auch ein eigenständiger Charakter.


Amyus Crowe


Amyus Crowe wird der Hauslehrer von Sherlock Holmes und er bringt ihm vor allem das logische Schlussfolgern bei. Ihn fand ich fast interessanter als Sherlock, einfach weil er eine gewisse Charakterstärke besitzt und den jungen Sherlock in die richtige Richtung lenkt.


Interessant ist hier auch die Hintergrundgeschichte von Amyus Crowe. Er hat zudem eine Tochter, die sich im späteren Verlauf mich Sherlock anfreundet.


Meine Meinung


Voller Vorfreude habe ich mich in den "ersten" Fall von Sherlock Holmes gestürzt, bin aber wohl mit zu großen Erwartungen herangegangen. Der Einstieg ins Buch ist mir zwar gut gelungen, doch ich konnte den jungen Sherlock hier einfach nicht als den Sherlock von Arthur Conan Doyle sehen. In meinem Kopf zeichnete sich ein eigenständiges Bild des kleinen Detektiven ab, was aber auf keinen Fall negativ zu betrachten ist.


Die Geschichte lässt sich gut lesen und der Fall ist ebenfalls sehr interessant. Es geht um einen seltsamen Rauch, der sowohl von Sherlock, als auch von dem Straßenjungen Matty kurz vor dem Fund einer Leiche beobachtet wird. Große Beulen lassen vermuten, dass es sich um eine Krankheit handelt und im Ort bricht Panik aus, denn alle gehen davon aus, dass es die Pest sein muss.


Die Beschreibungen des Umfelds haben mir sehr gut gefallen. London ist ein toller Schauplatz und durch die jugendliche Sprache werden auch jüngere Leser animiert, in eine frühere Zeit einzutauchen. Der Fall selbst ist sehr einfach gehalten und gut nachvollziehbar, es sind also keine komplizierten Verstrickungen wie teilweise bei Arthur Conan Doyle zu erwarten.

Dadurch, dass der Fall so einfach ist, fehlte mir bei dem Buch aber auch das gewisse Etwas. Es gibt zwar viele spannende Szenen, einiges an Action und viele Interessante Fakten, aber leider ist die Auflösung schnell klar, die zweite Hälfte des Buches dient nur noch, das "Unheil" aufzuhalten. Für mich ist die Reihe persönlich daher eher nichts, ich denke aber, besonders jüngere Leser werden damit ihre Freude haben und auch Krimi-Einsteiger werden kaum Probleme haben, dem jungen Sherlock Holmes bei seinem ersten Fall zu begleiten.


Fazit


"Young Sherlock Holmes" ist eine interessante Krimi-Reihe rund um den jungen Sherlock Holmes, die sehr modern gehalten ist und deswegen wohl besonders jüngere Leser begeistern dürfte. Für mich persönlich waren es zu wenig Schlussfolgerungen und zu viel Action, der Fall selbst war mir zu einfach. Ich konnte das Buch als Lektüre für Zwischendurch aber dennoch genießen und kann es daher dennoch weiterempfehlen!


  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(65)

123 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 8 Rezensionen

mobbing, freundschaft, erinnerung, mord, holland

Klassentreffen

Simone van der Vlugt , Eva Schweikart , Simone Vlugt
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Heyne, Wilhelm, Verlag in Verlagsgruppe Random House GmbH, 01.10.2009
ISBN 9783453722514
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(60)

98 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 37 Rezensionen

liebe, david levithan, andrea cremer, was andere menschen liebe nennen, fantasyroma

Was andere Menschen Liebe nennen

David Levithan , Andrea Cremer , Bernadette Ott
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei cbt, 26.06.2017
ISBN 9783570163559
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil


"Was andere Menschen Liebe nennen" war ein Buch, das mich in der Verlagsvorschau sofort angebrochen hat. Ich habe eine lockere und doch emotionale Liebesgeschichte erwartet, muss jedoch gleich zu Beginn der Rezension sagen, dass der Fantasyanteil in diesem Buch doch überwiegt.


Der Schreibstil ist sehr jugendlich und frisch, ein paar Mal kam ich ins Stolpern, aber dies könnte auch and der deutschen Übersetzung liegen. Insgesamt bin ich aber schnell in der Geschichte angekommen, was besonders auch an dem tollen und sehr tiefgründigen Anfang lag, denn hier erzählen die beiden Autoren die Geschichte des unsichtbaren Jungen Stephen, der still und unbemerkt sein Leben lebt, unbemerkt zwischen all den anderen Menschen ...


Diese Emotionalität verliert sich allerdings etwas, als es zur Liebesgeschichte kommt, die recht einfach aufgebaut ist und sehr schnell abläuft. Ich denke, als Leser sollte man sich von Cover und Klappentext nicht in die Irre führen lassen, denn im Zentrum der Handlung steht der Fluch, die Hintergrundgeschichte von Stephen und wie Elizabeth, Laurie und er darum kämpfen, das Böse abzuwenden.


Charaktere


- Stephen -


Stephen ist bereits seid seiner Geburt unsichtbar. Er kennt das Leben also gar nicht anders, ist aber seit dem Tod seiner geliebten Mutter furchtbar einsam. Der Vater hat die Familie schon früh verlassen und nun hat er niemanden mehr.


Die Geschichte von Stephen hat mich von der ersten Seite an mitgenommen. Hat sich nicht jeder von uns schon einmal gewünscht, unsichtbar zu sein? Da ich überhaupt nicht sozial bin, würde ich damit wahrscheinlich sehr gut zurechtkommen - bei Stephen sieht es aber anders aus. Er wünscht sich jemanden an seiner Seite, was ich auch absolut verstehen konnte.


- Elizabeth -


Elizabeth zieht mit ihrer Familie in das Haus, in dem Stephen lebt. Auf dem Flur begegnen sich die Beiden und es ist eigentlich alles furchtbar normal, denn sie kann ihn sehen. Stephen ist natürlich erst einmal geschockt, klammert sich dann aber an sie, weil sie eben der einzige Mensch ist, der ihn bis dahin wirklich sehen konnte.


Elizabeth hat auch eine kleine Hintergrundgeschichte, die aber in erster Linie ihren Bruder betrifft. Sie selbst bleibt leider recht blass. Auch wenn ich sie sehr sympathisch fand, fehlte mir doch ein gewisser Charakter. Sie hier zu beschreiben fällt mir deswegen schwer, denn außer der Tatsache, dass sie gerne Comics zeichnen/schreiben möchte, erfährt man, von ihrer menschlichen Seite, recht wenig über sie.


- Laurie -


Laurie, Elizabeths Bruder, muss ich an dieser Stelle auch unbedingt erwähnen. Er ist ein cooler und lustiger Typ, den ich fast interessanter als Elizabeth fand. Aus Stephen, Laurie und Elizabeth wird im Buch eine Art Dreiergespann. Gemeinsam versuchen sie, den Fluch zu lösen.


Meine Meinung


"Was andere Menschen Liebe nennen" hat mich besonders durch die Geschichte rund um den unsichtbaren Jungen Stephen begeistern können. Allerdings muss ich hier gleich sagen, dass der englische Titel "Invisibility" deutlich besser passt, denn in dem Buch steht eher der Fluch im Zentrum und weniger die Liebesgeschichte.


Das erste Kennenlernen von Stephen und Elizabeth fand ich dennoch sehr süß, auch wenn alles recht schnell und daher leider auch sehr oberflächlich ablief. Die beiden kennen sich kaum, verlieben sich aber unsterblich ineinander - was aber vor allem daran liegt, dass Elizabeth die einzige ist, die Stephen sehen kann. Ich hätte mir hier gewünscht, dass die zwei sich eher zaghafter annähern und sich wirklich charakterlich kennenlernen.


Die Liebesgeschichte läuft recht schnell ab und dann geht es auch schon zur Hauptstory: Wie wird Stephen den Fluch wieder los? Nach und nach erfahren wir die spannende Vorgeschichte und müssen uns dann gemeinsam mit Stephen, Elizabeth und Laurie einem Kampf gegen das Böse stellen.


Mich hat die Geschichte auf jeden Fall in den Bann gezogen, auch wenn ich ehrlich gesagt, etwas völlig anderes erwartet hätte. Die Beziehung unserer Hauptcharaktere steht nicht im Mittelpunkt, vielmehr geht es um die Welt der Flüche und der Magie. Ob Elizabeth, Laurie und Stephen es schaffen, den Fluch zu brechen, werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten, ich kann aber sagen, dass ich das Ende nicht ganz so passend fand. Vielleicht wird es hier aber noch einen zweiten Teil geben ...


Fazit


"Was andere Menschen Liebe nennen" ist mehr eine Fantasygeschichte als ein jugendlicher Liebesroman. Dennoch fesselt das Buch durch die interessanten Charaktere, dem stätigen Spannungsaufbau und einigen süßen Momenten zwischen Stephen und Elizabeth. Für meinen Geschmack hätte aber die Liebesgeschichte viel tiefgründiger sein müssen!

  (3)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(34)

86 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

thriller, psychothriller, mord, münchen, clara weiss

Ich will brav sein

Clara Weiss
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.06.2017
ISBN 9783442486045
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Auf "Ich will brav sein" von Clara Weiss war ich schon seit der Verlagsvorschau gespannt. Schon das Cover verbreitete eine unheimliche Atmosphäre und so habe ich mich gleich nach Erhalt des Buches in dieses psychologische Abenteuer gestürzt.


Clara Weiss hat einen sehr einfachen und angenehmen Schreibstil. Obwohl ihre Charaktere um die 30 sind, las sich dieses Buch für mich eher wie ein guter Jugendthriller und ist meiner Meinung auch für jüngere Leser absolut geeignet. Obwohl einige Tote vorkommen, so ist die Geschichte doch mehr auf eine psychologische Ebene ausgelegt und das ist der Autorin, bis auf die Streuung viel zu vieler Hinweise, auch sehr gut gelungen. Ihr Schreibstil ist zwar sehr einfach, aber dennoch atmosphärisch und tiefgründig.


Charaktere


- Juli -


Juli studiert Psychologie und ist auf der Suche nach einer neuen Wohnung. Im Zug findet sie in ihrer Tasche einen Hinweis, dass sie am schwarzen Brett der Kunsthochschule suchen soll und so kommt sie zu der im Klappentext beschriebenen Wohnung im Dachgeschoss. Wohnungen im Dachgeschoss sind nie besonders empfehlenswert, aber hier trifft Juli auch noch auf eine Mitbewohnerin, die recht eigen ist.


Juli selbst wirkt recht wirr, sehr ängstlich und irgendwie auch sehr verloren. Für mich war sie dennoch eine sehr angenehme Protagonistin, die ich hier in der Geschichte gerne begleitet habe.


- Greta - 


Greta ist die Vermieterin und neue Mitbewohnerin von Juli. Sie ist Schauspielerin und hat einen regelrechten Ordnungswahn. Hinzu kommt, dass sie recht eigen ist, oft viel zu streng reagiert und irgendetwas zu verbergen scheint. Sonderlich sympathisch war mir Greta nicht, was definitiv an ihrer überheblichen Art lag. Auch die Beziehung zu ihrem Freund ist alles andere als normal und liebevoll ...


Meine Meinung


Durch den sehr einfachen Schreibstil hat mich das Buch schon nach wenigen Seiten gefangen genommen. Zu Beginn erfahren wir als Einstieg eine Art Prolog/Vorgeschichte über ein Mädchen, das in eine Kammer gesperrt wird und dort Angst vor einer Zauberin zu haben scheint. Sehr atmosphärisch wird die Geschichte dieses Kindes immer mal wieder eingeschoben und so fügt sich nach und nach ein sehr grausames und trauriges Leben zusammen.


"Ich will brav sein" geht unter die Haut, die Geschichte ist eindringlich, tiefgründig und sehr atmosphärisch. Besonders den Dachboden empfand ich als sehr unheimlichen Ort, auch wenn es hier eher weniger Beschreibungen der Morde,Toten und Taten gibt, sodass dieses Buch definitiv auch für jüngere Leser geeignet ist.


Interessant fand ich, dass es mehrere Rätsel gab und auch einige tolle Nebencharaktere. So ist da zum Beispiel der Obsthändler, der sehr mürrisch wirkt und seinen Laden nicht gerade optimal führt. Ihn fand ich von Anfang an sehr sonderbar, ich hatte förmlich Angst vor ihm.


Dann ist da Greta mit ihrem Freund, eine eher weniger harmonische Beziehung. Auf der anderen Seite steht Juli, die ebenfalls in einer Beziehung steckt, ihren Freund bei ihrem Umzug aber zurückgelassen hat. Sie will nach ihren Wurzeln forschen und sucht einen bestimmten Garten aus den Erzählungen ihrer Mutter.


"Ich will brav sein" hat mich von Anfang an bestens unterhalten, auch wenn ich jetzt zu meiner einzigen Kritik kommen muss: Die Auflösung war mir schon nach einigen Seiten klar, beziehungsweise direkt nach dem Fund der Notiz im Zug und dem Anruf beim Einzug. Hier bin ich der Meinung, dass es besser gewesen wäre, weniger Hinweise zu verstreuen oder ganz darauf zu verzichten. Leider war das Ende für mich, trotz der interessanten Hintergrundgeschichte, eher der schwächste Teil des Buches, einfach weil es nur diese eine Auflösung gab, um alles erklären zu können. Hier würde mich die Meinung von anderen Leser interessieren, ob diese Hinweise wirklich so offensichtlich sind oder ob ich einfach nur Glück hatte!


Fazit


"Ich will brav sein" war für mich ein guter und lesenswerter Psychothriller mit einigen tollen Geheimnissen und Verstrickungen. Durch den einfachen Schreibstil und dem Aufbau denke ich, dass dieses Buch besonders jüngere Leser begeistern sollte. Die letztendliche Auflösung war für mich als Erwachsener schnell absehbar, weswegen mich das Ende ein wenig enttäuscht hat. Dennoch empfehle ich diesen Psychothriller gerne weiter!

  (4)
Tags: psychothriller, spannung   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

8 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

krimi, mordfall, holmes, sherlock, großbritannien

Sherlock Holmes - Das Tal der Furcht

Arthur Conan Doyle
Pappbuch
Erschienen bei Bindlach : Loewe, 01.01.1992
ISBN B0026L9WV4
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

8 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

krimi, mordfall, holmes, sherlock, großbritannien

Sherlock Holmes - Das Tal der Furcht

Arthur Conan Doyle
Pappbuch
Erschienen bei Bindlach : Loewe, 01.01.1992
ISBN B0026L9WV4
Genre: Kinderbuch

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(7)

10 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

hörspiel, krimi-hörspiel, das tal der furcht, folge 06, maritim

Das Tal der Furcht

Arthur Conan Doyle , Christian Rode (Sprecher) , Peter Groeger (Sprecher)
Audio CD
Erschienen bei maritim, 03.12.2004
ISBN 9783937070872
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 
353 Ergebnisse

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach!

Hol dir mehr von LovelyBooks