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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Midnight, Texas

Charlaine Harris , Sonja Rebernik-Heidegger
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei Heyne, 12.02.2018
ISBN 9783453319103
Genre: Fantasy

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54 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

manchmal lüge ich, alice feeney

Manchmal lüge ich

Alice Feeney , Karen Witthuhn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 15.12.2017
ISBN 9783499273117
Genre: Krimi und Thriller

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

london, klassiker, krimi, sherlock holmes

Das Notizbuch von Sherlock Holmes.

Arthur Conan Doyle

Erschienen bei Leipzig und Weimar. Gustav Kiepenheuer Verlag. 1986., 01.01.1986
ISBN B0039OS0PG
Genre: Sonstiges

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149 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 5 Rezensionen

peter carrington, verhaftung, gefängnis, krimi, schlafwandeln

Und hinter dir die Finsternis

Mary Higgins Clark , Andreas Gressmann (Übers.)
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.12.2008
ISBN 9783453433748
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auf eine genaue Charakterbeschreibung verzichte ich an dieser Stelle und ich werde die Rezension auch so kurz wie möglich halten, denn ich muss leider sagen, dass mein heutiges "Ich" mit Mary Higgins Clark einfach nicht mehr warm wurde.


Obwohl die Geschichte rund um mehrere Morde, die in der Vergangenheit liegen und nie aufgedeckt wurden, interessant gestaltet wurde und auch viele Blickwinkel neues Licht auf das damalige Geschehen werfen, wirkt die Geschichte doch sehr altbacken. Es ist, als hätte man als Thrillerleser die Handlung so oder so ähnlich schon einmal gelesen - sie ist eben absolut austauschbar.


Diese Austauschbarkeit wäre im Grunde nicht schlimm - wenn denn die Unterhaltung stimmen würde. Ich konnte mich aber auf den Fall, der hier viele Jahre später noch einmal aufgerollt wird, nicht so recht einlassen. Das lag wohl in erster Linie an einer gewissen Nüchternheit, denn natürlich steht hier das Gesetz im Vordergrund. Wir haben es mit dem Gericht zu tun (Puhh, Gerichtsverhandlungen selbst finde ich in Büchern sehr anstrengend!), mit der Sicht der Anwälte und natürlich mit den Medien, die hier eine große Story wittern.


Was mir eindeutig gefehlt hat: Etwas mehr Persönlichkeit bei den Charakter. Im Zentrum des ganzen steht die junge Kay, die frisch verheiratet mit ansehen muss, wie ihr Ehemann beschuldigt wird, für mehrere Morde verantwortlich zu sein ... Sie will ihrem Mann natürlich beistehen und die Wahrheit herausfinden - erinnerte sie sich doch selbst an einige Dinge von damals ...


Schon zu Beginn wir das Kennenlernen von Kay und Peter fix abgearbeitet und als Leser konnte ich einfach nicht verstehen, wieso die beiden jetzt genau zusammen sind. Von Liebe war nichts spürbar und auch nach der Hochzeit verhalten sich beide irgendwie sonderbar.


Dieses Unnahbare zog sich für mich durchs gesamte Buch und dadurch konnte ich zwar miträtseln, aber nicht direkt mitfiebern. Für mich war diese Geschichte bis zum Ende durchschnittliche Krimikost, nicht mehr und nicht weniger, eine Story, die ich leider schon nach kurzer Zeit wieder vergessen haben werde!



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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Ymberra: Momente der Hoffnung

Jeidra Rainey
E-Buch Text: 295 Seiten
Erschienen bei null, 14.02.2018
ISBN B079QJB36R
Genre: Sonstiges

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258 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

john cleaver, thriller, dan wells, dämonen, mord

Ich will dich nicht töten

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2012
ISBN 9783492273855
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nun habe ich endlich den dritten Band gelesen, der mich zwar gut unterhalten konnte, aber dem das gewisse Etwas vom ersten Teil gefehlt hat. Schuld daran ist wohl, dass jedes Buch bis jetzt gleich angefangen hat: Wir haben das erste Opfer des nächsten Serienmörders und natürlich landen die Leichen wieder bei Johns Mutter im Bestattungsunternehmen, damit er sie sich anschauen kann.


Einzige Abwechslung bietet die Tatsache, dass auch an der Schule seltsame Dinge vor sich gehen ... Hier kommt es nämlich zu einigen rätselhaften Selbstmorden. Diese Geschichte wird allerdings erst ab der Hälfte direkt aufgegriffen!


Erst einmal geht es um einen neuen Serienmörder namens "Der Handlanger". Den Opfern werden die Hände und Zungen abgeschnitten, später dann auch noch andere Körperteile. Wer oder besser was steckt dahinter?


Durch den letzten Teil hat John ja bereits die Spur zu dem nächsten Dämon, beziehungsweise zur Dämonin namens Niemand aufgenommen. Ist der Handlanger in Wahrheit Niemand? Oder steckt dieses Mal ein Täter aus Fleisch und Blut dahinter?


Die erste Hälfte des Buches besteht aus der Annäherung von John und Marcie. Beide bilden wie aus dem Nichts ein Ermittlerteam und beschäftigen sich damit, den Täter durchschauen zu wollen. Das hat mich zu Beginn tatsächlich enorm gelangweilt, denn die Geschichte kommt nicht direkt voran. Außer dem Auffinden der verschiedenen Opfer passiert hier erst einmal nichts.


Zum Glück nimmt das Buch ab der Hälfte aber dann endlich Fahrt auf und auch die Selbstmord-Sache wird mit einbezogen. Toll fand ich hier auch, John und Marcie auf den Ball zu begleiten, denn hier beginnt die Geschichte endlich spannend zu werden! Auch John zeigt einmal eine menschliche Seite, was mir echt gut gefallen hat!


Das Ende fand ich mit der Auflösung und einem echten Schockmoment dann echt krass. Das hat den lahmen Anfang auf jeden Fall komplett ausgeglichen. Die letzten Seiten habe ich beinahe inhaliert und am Ende musste ich mir sogar ein paar Tränen verkneifen. Echt klasse!

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

paris, schule, unverständnis, sex, schön

Malika oder: Komm mit in meinen Traum


Flexibler Einband
Erschienen bei null
ISBN 9783980054294
Genre: Sonstiges

Rezension:

"Malika oder: Komm mit in meinen Traum" ist ein Buch, das sich mit Worten schwer beschreiben lässt, denn es ist ein Erlebnis. Als Leser werden wir zwischen Malika und Wilfried katapultiert, die sich aneinanderklammern, um dieser schrecklichen Welt zu entfliehen. Ihre Mutter ist früh verstorben, der Vater ist nur ein oder zwei Mal im Jahr bei ihnen, interessiert sich sonst aber nicht für sie. Die Haushälterin hält sich aus allem heraus, sieht gar nicht, was da vor sich geht.


Malika und Wilfried haben genug Geld, aber reicht das aus, um glücklich zu sein? Beide waren früh auf sich allein gestellt. Sie haben die Wohnung neu eingerichtet, denn ihr Vater ist ja eh nie anwesend. Ihr Umfeld ist komplett auf sie abgestimmt, wenn sie zusammen sind, sind sie frei und unbeschwert.


Wilfried trifft dann aber plötzlich seine Traumfrau, die ihn auch noch anspricht. Das, was andere in der Pubertät erleben, verwirrt ihn, denn immer und überall ist seine Schwester anwesend. Malika beherrscht seine Gedanken, seine Gefühle, ja sein ganzes Leben.


Sein Versuch, auszubrechen und "normal" zu sein, endet in einem echten Drama. Immer mehr triftet er in eine Traumwelt, die er sich mit seiner kleineren Schwester teilt. Das was zwischen ihnen ist, ist so intensiv, dass ich beim Lesen oft das Atmen vergessen habe. Ich wurde von den Gefühlen der beiden überrollt, denn Valérie Valère findet hier stets die richtigen Worte, die auf der einen Seite eine ungemeine Ehrlichkeit, auf der anderen auch eine gewisse Melancholie besitzen - denn sie wollen nicht in unsere "perfekte" Welt passen ...


Malika und Wilfried verziehen sich in einem Traum, denn nur ein Traum verspricht die echte Freiheit. Natürlich steht hier eine Frage im Zentrum der ganzen Geschichte: "Darf ich meine Schwester oder meinen Bruder lieben?"


Das Ende war so schmerzhaft, dass ich das Gefühl hatte, zu ertrinken. "Malika oder: Komm mit in meinen Traum" ist keine leichte Kost. Es ist vielmehr ein Buch, das sehr melancholisch ist und einen tief in ein Loch zieht. Zum Glück ist der Leser in diesem Loch nicht allein: Malika und Wilfried leisten ihm Gesellschaft! Die letzten paar Seiten haben mich fertig gemacht, mich aufgewühlt und innerlich zerrissen ...


Wer dieses Buch von Valérie Valère liest, muss offen und viel Verständnis aufbringen. In ihrer Meinung festgefahrene Menschen werden die Geschichten wohl mit ganz anderen Augen sehen, vielleicht sogar skandalös oder abartig finden. Wer aber der Gesellschaft kritisch gegenübersteht, nicht alles hinnimmt und selbst gerne mit- und nachdenkt, der wird die Botschaft dieses Buches verstehen!


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45 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

unheimliches, john saul, sereinkiller, thriller, morde

Blitze des Bösen

John Saul , Peter Schwertner
Flexibler Einband: 428 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.01.1996
ISBN 9783453108547
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Auf der Suche nach gutem Horror bleibe ich immer wieder bei Stephen King, Dean Koontz und John Saul hängen. Besonders John Saul gehört für mich so den Autoren, die es tatsächlich immer wieder schaffen, bei mir für etwas Gänsehautstimmung zu sorgen.


"Blitze des Bösen" ist hierbei allerdings kein echter Horrorroman, sondern vielmehr ein Thriller, der trotz der Serienkiller-Thematik recht ruhig erzählt wird. Eine gewisse Atmosphäre ist vorhanden, aber für mich hat hier der für den Autoren so typische bedrohliche Unterton gefehlt. Mir gefallen zudem seine Bücher, in denen das Böse unschuldige Kinder befällt, deutlich mehr!


Charaktere


Anne Jeffers 


Anne Jeffers ist Journalistin und hat sich für die Hinrichtung des Serienmörders Richard Kraven eingesetzt. Dieser soll zahlreiche Morde begangen haben, streiten die Taten aber nach wie vor ab. Am Tag der Hinrichtung will er noch einmal mit Anne Jeffers sprechen, die allerdings hart bleibt und felsenfest davon überzeugt ist, dass er der Killer ist und damit den Tod verdient.


Diese Härte von Anne Jeffers hat mich gleich zu Beginn abgestoßen. Sie war für mich definitiv kein Sympathieträger, eher das Gegenteil! Sie ist zwar sehr schlagfertig, aber ihr Job geht ihr dabei über alles. Für die große Story würde sie wohl alles tun und diesen Charakterzug habe ich an ihr wahrhaft gehasst.


Ab und an spielt sie in diesem Roman die liebende Ehefrau und Mutter, doch ich wurde das Gefühl nicht los, dass sie ihrem Mann und auch ihren Kindern nicht sonderlich nahe stand. Ein weiterer Punkt, der sie leider recht unsympathisch erschienen ließ.


Glen Jeffers


Glen ist Anne Jeffers Mann. Er ist Architekt und erleidet zu Beginn der Geschichte einen Herzinfarkt, der wohl eigentlich tödlich hätte enden sollen .. Allerdings überlebt er, hat dann allerdings schreckliche Alpträume und verliert öfter einmal die Kontrolle über seinen Körper. Sind das die Nachwirkungen des Herzstillstandes? Oder steckt da doch etwas anderes dahinter?


Meine Meinung


"Blitze des Bösen" war für mich ein eher ungewöhnlicher Roman von John Saul, was vermutlich daran lag, dass ich bisher nur Bücher von ihm gelesen habe, in denen es um Kinder geht, die in den Sog des Bösen geraten. Nun geht es in diesem Werk allerdings hauptsächlich um einen Serienmörder, der hingerichtet wird, im Anschluss allerdings zurückkehrt und scheinbar weitermordet!


Die Grundidee hat mir sehr gut gefallen. Zu Beginn setzt sich Saul auch erst einmal mit der Todesstrafe auseinander. Ist die Ermordung eines Mörder moralisch oder nicht? Was, wenn es sich dabei um einen Unschuldigen handelt? Fakt ist eins: Richard Kraven hat bis zum Schluss seine Unschuld beteuert.


Toll fand ich, dass auch der Leser erst einmal nicht weiß, ob Richard Kraven denn nun tatsächlich der gesuchte Serienmörder war. Dieses Spiel mit dem Ungewissen hat mich durch das erste Drittel de Buches rasen lassen. Fesselnd sind hier zudem die kleinen Wendungen und Überraschungen und natürlich auch die paranormale Seite des ganzen Geschehens!


Weniger positiv, ja fast schon ernüchternd, empfand ich die Charaktere, da es in dieser Geschichte leider kaum einen Sympathieträger gibt. Wir haben zwar tolle Sichtwechsel und ein paar interessante Nebencharaktere, aber für mich war leider niemand dabei, mit dem ich mitfiebern konnte! Enttäuschend fand ich leider auch den Polizisten oder vielmehr die Konstellation von dem Polizisten und Anne Jeffers!


Der Roman ist aber durchwegs spannend, wenn auch an einigen Stellen leicht vorhersehbar. Wir haben hier keinen echten Horror, nur ein paar eklige Szenen, die aber glücklicherweise doch recht kurz gehalten sind. Schade fand ich, dass auf die Geschichte des Serienkillers nicht näher eingegangen wurde. Das Ende war zwar passend, aber doch recht kurz. Ich habe das Buch dennoch gerne gelesen, auch wenn es wohl nicht zu meinen Lieblingen des Autoren gehören wird!


Fazit


"Blitze des Bösen" ist ein interessanter Thriller, der mich die meiste Zeit gut unterhalten konnte! Enttäuschend waren für mich allerdings die Charaktere, die mir durchwegs unsympathisch waren und deshalb keinen Spielraum zum Mitfiebern boten. Mir haben andere Romane des Autoren deutlich besser gefallen!

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125 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

hamburg, liebe, 2. weltkrieg, kaffee, familiengeheimnis

Die Oleanderfrauen

Teresa Simon
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Heyne, 09.01.2018
ISBN 9783453421158
Genre: Romane

Rezension:

"Die Oleanderfrauen" war in diesem Jahr mein erstes Buch über Familiengeheimnisse. In dem Genre ist es, meine Meinung nach schwer, noch wirklich interessante Bücher zu finden, da sich alle vom Aufbau doch recht ähneln. Teresa Simon hat aber mit diesem Roman tatsächlich noch für Abwechslung sorgen können.


Anfangs dachte ich, dass die Geschichte doch recht vorhersehbar ist, doch es gab einige große Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte und die mir gut gefallen haben. Natürlich gab es aber auch wieder Handlungsstränge, die ein wenig vorhersehbar waren, aber ich denke, bei solchen Büchern kann man sich als Leser auch mal freuen, wenn man schon ein paar Dinge durchschaut hat!


Die Liebesgeschichte von Sophie und Hannes fand ich süß, aber sie ging mir hier leider nicht sonderlich nah. Mir haben hier ein wenig die Emotionen gefehlt, denn irgendwie muss ich gestehen, dass ich bei Hannes selbst stets ein schlechtes Gefühl hatte. Ich kann nicht genau sagen, woher es kam, aber für mich war immer Sophie die treibende Kraft dieser Beziehung.


Auch wenn für mich in dem Roman die ganz großen Gefühle ausblieben, konnte ich doch mit dem Charakteren mitfiebern. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Malte, der hier eine kleine eigene Geschichte hat. Er ist Sophies bester Freund und auch er muss mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten am eigenen Leib erfahren, was es heißt, ausgeschlossen zu sein.


Toll fand ich die Beschreibungen Hamburgs zur Zeit des Nationalsozialismus. Hier erfahren wir natürlich mehr über die Anfänge der Judenverfolgung und der Manipulation der Menschen. Lennie, Sophies kleiner Bruder, ist Mitglied der Hitlerjugend und als Leser wäre ich oft gerne ins Buch gestiegen, um ihn wachzurütteln. Erschreckend, wie bereits Kinder in solch einem Maße beeinflusst wurden konnten!


Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, muss allerdings gestehen, dass ich auch hier den Vergangenheitsstrang wieder deutlich stärker und intensiver fand. Manchmal musste ich mir, wenn ich gesehen habe, dass es im nächsten Kapitel mit Jule in der Gegenwat weitergeht, einen Ruck geben, um weiterzulesen, denn leider wurde ich mit ihr nicht so richtig warm, auch wenn ich ihr Umfeld und ihre Leidenschaft für die Kaffeezubereitung sehr interessant fand!



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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

liebhaber, schweden, skandinavien, verdacht, mord

Geschehnisse am Wasser

Kerstin Ekman , Hedwig M. Binder
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.07.2011
ISBN 9783492271943
Genre: Romane

Rezension:

Schreibstil


Wieder mal gab es für mich einen Zufallsfund in einem Bücherschrank, der sich unglaublich interessant angehört hat. "Geschehnisse am Wasser" von Kerstin Ekman ist einer der meistgelesensten Romane Schwedens und hat anscheinend zahlreiche Preise gewonnen. Dies liegt wohl in erster Linie an Kerstin Ekmans Schreibstil, der doch recht ungewöhnlich ist.


Die Autorin beschreibt alles bis ins kleinste Detail. Und mit "alles" meine ich wirklich alles! Dabei ist sie sehr mutig und schlägt einen eigenen Weg ein, der mir allerdings so gar nicht gefallen hat. Alles wirkt furchtbar hochtrabend, so gewollt und doch irgendwie komplett leer. Ich weiß nicht ob ich im Geiste noch viel zu jung für das Buch bin, aber allein der Stil kam mir furchtbar altmodisch vor.


Am Anfang fand ich die zahlreichen Landschaftsbeschreibungen noch schön, irgendwann haben mich auch diese genervt. Das Buch besitzt keinen roten Faden, es schweift dauernd ab und verliert sich in nichtssagenden Handlungssträngen.


Meine Meinung


An dieser Stelle muss ich auf eine Beschreibung der Charaktere verzichten, denn alle wirkten so kühl und distanziert, dass ich niemanden so richtig kennengelernt haben. Obwohl Annie und ihre Tochter Mia im Klappentext erwähnt werden, ist ihre Rolle in der Geschichte doch recht klein. Durch einen Zufall finden sie die beiden Leichen und das war es schon.


Vielmehr steht Johann im Zentrum des Ganzen. Er flieht, natürlich auch ganz zufällig, am Tag des Mordes vor seinen Brüdern, die ihm im Brunnen eingesperrt haben. Irgendwie gelangt Johann dann, mit einem Aal, den er aus dem Brunnen rettet, zu einer Frau und einer sonderbaren Kommune/Sekte/Was-auch-immer.


Warum ich den Aal erwähne? Er war hier tatsächlich noch der interessanteste "Charakter" und ich denke, wenn ich mich an das Buch zurückerinnere, wird mir in erster Linie der Aal in Erinnerung bleiben und das Mysterium, was es nun eigentlich mit ihm auf sich hat.


Die restliche Story ist sehr fad und besitzt keinen roten Faden. Wir haben hier den Mord an einem Mann und einer Frau, beide bleiben für den Leser unbekannt, was recht problematisch ist. Wie soll ich bei einer Aufklärung mitfiebern, wenn ich keinerlei Verbindung zu dem Opfer habe? Ach richtig, in dem Buch soll es ja vorwiegend um die ganzen Menschen gehen, die unmittelbar daran beteiligt sind ...


Da haben wir dann einen Ermittler, der nicht mehr ermitteln darf, einen Arzt, der von seiner Frau verlassen wird und einen pubertierenden Jungen, der zum ersten Mal aus seinem gewohnten Umfeld herausbricht. Ein roter Faden existiert hier aber nicht und die Charaktere sind allesamt furchtbar langweilig. An vielen Stellen war ich kurz davor, das Buch abzubrechen, aber ich dachte, dass ja irgendwas dran sein muss, dass dieser Roman einer der meistgelesensten Schwedens ist.


Leider hat mich auch das Ende nicht überzeugt. Hier hat die Autorin einen Plot-Twist erschaffen wollen, der für mich einfach nicht funktioniert hat. Schlimm genug, dass ich als Leser keine Verbindung zu den Opfern hatte, jetzt blieb auch der echte Mörder im Hintergrund verborgen. Das Buch hat sich für mich so gelesen, als wollte die Autorin eine Mischung aus sämtlichen Genres erzeugen, wir haben unpassende "Erotik", einen unwichtigen Kriminalfall, eine recht oberflächliche Charakterstudie und natürlich auch noch den Flair von unendlichen Landschaftsbeschreibungen. Für mich ein echter Flop!


Fazit


"Geschehnisse am Wasser" von Kerstin Ekman war ein Buch, das ich von Anfang an nicht verstehen konnte. Sie hat zahlreiche Preise für diese Geschichte bekommen, die für mich keinen roten Faden besaß. Ihr Schreibstil war mutig und anders, aber viel zu hochtrabend und an vielen Stellen einfach nur inhaltslos. Für mich leider ein großer Flop!

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13 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Ein Ire zum Verlieben

Sandra Pulletz
Flexibler Einband: 290 Seiten
Erschienen bei Hawkify Books, 17.01.2018
ISBN 9783947288205
Genre: Romane

Rezension:




Schreibstil


Schon lange vor dem Erscheinen habe ich mich wahnsinnig auf Sandra Pulletz neues Buch gefreut, denn wir ihr vielleicht wisst, verfolge ich die Autorin schon seit beinahe Anfang an und bin jedes Mal aufs Neue von ihrem Talent begeistert. Im Laufe der letzten Jahren hat sie gerade mit ihren Kurzgeschichten viel Erfahrung sammeln können und so war es endlich an der Zeit für ein weiteres Buch, in diesem Fall ein Liebesroman, der in Irland spielt.


Ich liebe Sandra Pulletz Schreibstil, denn sie haucht wirklich allen Personen schon auf den ersten Seiten ungemein viel Leben ein. Alles ist flüssig zu lesen und die Autorin schafft es immer wieder, mich bereits nach den ersten Seiten gefangen zu nehmen. 


Charaktere


Laura


Mit Laura kann sich wohl jede Frau direkt identifizieren, denn ich denke, jeder steht im Laufe seines Lebens irgendwann an einem Punkt, an dem es nicht weiterzugehen scheint. Laura musste von ihrem Freund, der natürlich nun ihr Ex-Freund ist, hören, dass er längst eine Geliebte hat. Das lässt sie endlich ihre eigene Beziehung reflektieren - schnell stellt sie fest, dass Daniel und sie sich längst auseinandergelebt haben, doch dennoch ist sie wütend und traurig zugleich.


Laura ist eine sehr sympathische Frau, die erst einmal nicht so recht weiß, was sie mit sich anfangen soll. Zum Glück lernt sie im Laufe des Romans einige herzensgute Menschen kennen, die ihr den Weg weisen.


Spannend fand ich auch ihre Leidenschaft fürs Fotografieren. Es war toll zu sehen, wie Laura mit ihrer Kamera in der Hand immer wieder aufgeblüht ist!


Nebencharaktere


Toll fand ich in diesem Buch auch die Nebencharaktere, die alle eine kleine, eigene Geschichte besitzen. So ist da beispielsweise Lauras Vater, der in Irland lebt, Joey, den Laura im Flugzeug kennenlernt oder aber Niamh, die das Bed and Breakfast betreibt. Interessant fand ich zu Beginn auch Anna, eine herzensgute Frau, die wie aus dem Nichts erscheint und einfach für Laura da ist. Solche Menschen sollte es im echten Leben viel öfter geben!


Meine Meinung


Schon auf den ersten Seiten konnte mich "Ein Ire zum Verlieben" fesseln. Wir steigen als Leser nämlich gleich bei einem sehr schmerzhaften Moment für Laura ein: Sie hat gerade erfahren, das ihr fester Freund eine Geliebte hat. Hier habe ich sofort mit Laura mitfühlen können!


Laura irrt etwas ziellos umher und stößt dann zu einer sehr netten Frau namens Anna, die sie bereitwillig bei sich übernachten lässt. Diese Begegnung war wohl durch das Schicksal vorherbestimmt, denn sie ist für alles folgende verantwortlich. Laura besucht ihren Vater in Irland, lernt das Land kennen und dabei sich selbst. Sie gewinnt auf diese Weise Abstand von Daniel und ihrer missglückten Beziehung und vielleicht, ja, vielleicht ist sie schon bald bereit für eine neue, eine ehrlichere Beziehung!


"Ein Ire zum Verlieben" ist von der ersten Seite an ein "Wohlfühl"- Roman, der die echte Welt komplett ausblendet und der den Leser gedanklich nach Irland, aber auch inmitten einer Gruppe liebenswürdiger Menschen katapultiert. Alle Nebencharaktere besitzen eine Seele und sind wichtig für die gesamte Geschichte. Toll fand ich, wie sie alle eine kleine (oder aber auch große) Rolle spielen und niemand vergessen wurde!


Jedes Kapitel beginnt mit einem "irischen Seelenwunsch". Das sind kleine, sehr positive und aufbauende Sprüche, die den Roman perfekt wiederspiegeln. Die Beschreibungen Irlands fand ich wundervoll, gedanklich war ich auch Gast im B&B, inmitten dieser ganzen wundervollen Menschen!


Für die Liebesgeschichte lässt sich Sandra Puletz dieses Mal etwas Zeit. Die erste Hälfte des Buches widmet sie sich erst einmal den Charakteren und Lauras Entwicklung zur unabhängigen Frau, erst dann betritt besagter Ire namens Dean (Ein toller Name!) die Bildfläche! Hier wurde es dann aber sehr romantisch und süß und wie immer bei den Liebesgeschichten von der Autorin konnte ich auch hier mitfühlen!


Auch das Ende, das noch einige Überraschungen aufweist, konnte mich vollends überzeugen! Alles fügt sich zusammen, alle Nebengeschichten werden zuende erzählt und ich konnte das Buch einfach mit einem guten Gefühl schließen. Unbedingt mehr davon!


Fazit


Wieder einmal schafft es Sandra Pulletz mich von der ersten Seite an zu fesseln! "Ein Ire zum Verlieben" ist ein "Wohlfühl-Roman", der mich sofort gedanklich nach Irland hat reisen lassen. Tolle Nebencharaktere, eine süße, nicht kitschige Liebesgeschichte und tolle Schauplätze in Irland machen diesen Roman absolut lesenswert. Eine klare Empfehlung!

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71 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

jugendbuch, abenteuer, spannung & reise, psychiatrie, feuer;

Feuerschwester

Emiko Jean , Britta Keil
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 24.01.2017
ISBN 9783473401482
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil


"Feuerschwester" von Emiko Jean habe ich von einer lieben Buchfreundin bekommen, die absolut begeistert von dem Buch war. Der Klappentext klingt dabei furchtbar spannend und besonders das Setting der Jugendpsychiatrie hat mich hier brennend interessiert.


Emiko Jeans Schreibstil ist dabei passend für einen Jugendthriller. Er ist fesselnd, jugendlich, wenn auch recht distanziert - was aber auch an der Story liegt. Ich hatte leider nur ein großes Problem mit dem Buch: Ich habe es bereits nach dem Prolog durchschaut und deswegen mit anderen Augen gelesen. Dazu aber später mehr ...


Charaktere


Alice


Alice steht im Mittelpunkt der Geschichte. Sie hat gerade ihre erste große Liebe bei einem "Unfall" verloren, bei dem sie weiß, dass ihre Schwester Celia dafür verantwortlich ist. Nun sitzt sie in der Jugendpsychiatrie, auch weil sie für den Unfall verantwortlich gemacht werden soll ...


So ist hier erst mal die Ausgangslage und Alice hat es hier faustdick hinter den Ohren, Sie ist nicht unbedingt ein nettes Mädchen, sondern setzt vielmehr immer ihren Willen durch. Auch war zu Beginn keine große Trauer um Jason, ihren toten Freund spürbar, was mich stets irritiert hat, da ich so mit Alice leider überhaupt nicht mitfühlen konnte.


Chase


Interessanter als unsere Protagonistin fand ich definitiv Chase, der auch in der Psychiatrie sitzt und recht geheimnisvoll zu sein scheint. Wieso hilft er Alice so bereitwillig? Und wie ist seine eigene Vorgeschichte?


Meine Meinung


Puhh, ich muss hier zu Beginn gleich gestehen, dass "Feuerschwester" das erste Buch war, das ich nach geschlagenen vier Seiten durchschaut habe. Es gab gleich zu Beginn leider viel zu viele Hinweise, die sich beim Lesen der weiteren Kapitel so gehäuft haben, dass ich nur dachte: Oh nein, bitte lass das Buch nicht so enden ..."


Aus diesem Grund habe ich das Buch auch komplett anders gelesen, denn die Autorin konnte es leider nicht schaffen, mich hinters Licht zu führen. Jeden Hinweis habe ich belächelt und mich gefragt, warum es an einigen Stellen so offensichtlich gehalten ist ...


Die Tagebuch-Rückblenden fand ich gelungen, teilweise sogar erschreckend. Die Beschreibungen der Psychiatrie, der Gruppentherapien und des Miteinanders in der Klinik fand ich hingegen etwas schwach. Auch die Tatsache, dass es anscheinend so verdammt einfach sein soll, den Ärzten ihre Schlüsselkarten abzunehmen, wollte nicht so recht zur Geschichte passen!


Das Buch hier zu bewerten fällt mir an dieser Stelle daher extrem schwer. Auf der einen Seite war es flüssig zu lesen, es hatte ein paar echte tolle Momente, auch wenn es an einigen Stellen, besonders dem Klinikleben, doch furchtbar oberflächlich gehalten war. Auch mit Alice als Protagonistin kam ich nicht besonders gut klar, denn sie ist doch sehr unnahbar, auch wenn ich die Rückblenden in Tagebuchform doch richtig toll geschrieben und sehr emotional fand!


Ich denke, ich war für dieses Buch einfach schon etwas zu alt oder aber, ich habe bereits zu viele Thriller mit dieser "Wendung" gelesen. Die Hinweise waren für mich viel zu offensichtlich, schon nach den ersten Seiten wusste ich, wohin mich die Geschichte führen will, weswegen ich mich stellenweise leider arg gelangweilt habe.


Für junge Leser ist das Buch aber auf jeden Fall zu empfehlen. Wer sich einfach auf die Geschichte einlässt und vielleicht nicht alles sofort analysiert, wird am Ende mit Sicherheit überrascht werden. Ich fand es allerdings schade und denke, dass es dem Buch besser getan hätte, schon zu Beginn nicht dermaßen viele Hinweise zu streuen ... Für mich persönlich daher leider nur ein Durchschnittsbuch.


Fazit


An dieser Stelle fällt es mir schwer, das Buch irgendwie zu bewerten, denn ich hatte nach den ersten Seiten bereits das Ende komplett vorausgesehen, da es viel zu viele Hinweise gab! Das Buch konnte ich, trotzt gelungenem Schreibstil, daher leider nicht genießen, denke aber, dass es junge Leute dennoch begeistern könnte! Für Viel-Leser in dem Bereich aber sicher nicht geeignet!


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84 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

entführung, thriller, psychothriller, bestseller, neid

Die Rivalin

Michael Robotham , Kristian Lutze
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 27.12.2017
ISBN 9783442314096
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Vor Jahren habe ich mich bereits an zwei Büchern von Michael Robotham versucht, beide habe ich direkt wieder abgebrochen, da er mir vom Stil einfach viel zu distanziert war und ich einfach nicht in der Geschichte ankam.


Nun habe ich dem Autoren, der jetzt einen echten Psychothriller herausgebracht hat, eine weitere Chance geben - und wurde direkt positiv überrascht. "Die Rivalin" geht schon nach den ersten Seiten direkt unter die Haut. Hier zeigt der Autor schon auf den ersten Seite eine ungemeine Nähe zu den Charaktere, eine Nähe, die den Leser direkt in die Gedankenwelt zweier recht verschiedener Frauen katapultiert ...


Michael Robothams Schreibstil ist hier intensiv, eindringlich. Er lässt uns an der Gedankenwelt von zwei Schwangeren teilhaben, schubst uns aber dabei in die Abgründe der menschlichen Seele. Ich hatte beim Lesen an vielen Stellen eine Gänsehaut und stets ein mulmiges Gefühl in der Magengegend!



Charaktere


Agatha


Agathas Geschichte ist hier tatsächlich ungemein traurig und schrecklich. Sie arbeitet als Aushilfe in einem Supermarkt, hat kein Geld und ist schwanger. Immer wieder sieht sie die äußerlich so perfekte Meghan, die ebenfalls bald ein Baby bekommt und die all das hat, was Agatha niemals haben durfte: Einen Mann, Kinder und ein geregeltes Leben.


Im Laufe des Buches durchleben wir mit Agatha eine Wandlung, die nicht schrecklicher sein könnte. In Rückblenden erfahren wir von früheren Schwangerschaften. Nach und nach erschafft der Autor hier das Bild einer zerbrochenen Frau, mit der ich als Leser absolut mitfühlen konnte - auch wenn es dann zu einer schockierenden Wende kommt ...


Meghan


Meghan, kurz Meg, ist eine äußerlich perfekte Frau. Sie bekommt ihr drittes Kind, sieht gut aus, hat tolle Freundinnen und auf einen liebenden und überaus erfolgreichen Ehemann. Doch hier trügt der Schein und der Autor zeigt hier auf, dass es unter der Oberfläche brodeln kann, auch wenn alles nach außen hin furchtbar perfekt erscheint. Aber gibt es Perfektion überhaupt?


Meg hat Probleme mit ihrem Mann, der eigentlich kein drittes Kind wollte und sie im schwangeren Zustand auch nicht besonders attraktiv findet. Zudem gibt es noch ein anderes Problem, das sie und ihre Beziehung zu gefährden scheint.


Meg empfand ich auch als sehr interessanten und vielschichtigen Charakter. Nach und nach lernen wir auch ihre schlechten Seiten kennen und begreifen, dass es niemals so ist, wie es auf den ersten Blick scheint!


Meine Meinung


Eine Schwangerschaft scheint eins der wichtigsten Momente im Leben einer Frau zu sein. Auch wenn ich mich persönlich gegen Kinder entschieden habe und dieses "Wunder" deswegen wohl nie am eigenen Leib spüren werde, konnte ich mich hier gut in die Lage unserer beiden Protagonistinnen versetzen, ja, teilweise habe ich nachts sogar davon geträumt, selbst eine Babykugel vor mich herzutragen - was nicht unbedingt ein positiver Traum war! ;)


"Die Rivalin" von Michael Robotham war ein Roman, der mich von der ersten Seite fesseln konnte, obwohl er sehr ruhig erzählt ist. Diese Ruhe braucht dieser Psychothriller aber auch, denn der Autor lässt hier nicht nur einmal eine riesige Bombe platzen. Etliche Male hat er mich schockiert und mir den Boden unter den Füßen weggerissen, denn mit einigen Wendungen hatte ich hier so niemals gerechnet.


Abwechselnd erfahren wir das Geschehen aus der Sicht von Meg und Agatha, zwei recht unterschiedliche Frauen, die aber beide schwanger sind. Immer wieder kreuzen sich die Leben der beiden und ist interessant zu sehen, wie sich ihre einzelnen Leben entwickeln, sich aber immer wieder berühren.


Der Autor hat hier eine interessante und ungemein tiefgründige Charakterzeichnung abgeliefert, denn nach und nach betrachten wir hier die Schattenseiten der menschlichen Seele, wir erfahren, wie ein Mensch kaputt geht und was Verzweiflung so alles anrichten kann. Besonders mit Agatha konnte ich mitfiebern, auch wenn sich ihre Geschichte in eine wirklich bitterböse Richtung entwickelt.


Nach der ersten ruhigen, aber dennoch fesselnden Hälfte kommt es zu einer Schlüsselszene der besonderen Art und ab hier ist das Buch definitiv nichts für schwache Nerven. Unzählige Lügen schlagen ihre Wellen und er Leser steht praktisch zwischen den Stühlen - was mich innerlich wirklich zerrissen hat, denn irgendwie fiel es mir schwer, mich für eine Partei zu entscheiden ...


Am Ende konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, ich hatte schweißnasse Finger und ein rasenden Puls, denn die Geschichte war für mich wie eine Achterbahnfahrt. In erster Linie ist das Buch hier definitiv ein Psychothriller, der unter die Haut geht und so tiefgründig ist, dass ich manchmal das Gefühl hatte, hier mit der herben Realität konfrontiert zu sein.


"Die Rivalin" war für mich echt ein Highlight und seit langem mal wieder ein Psychothriller, der mich absolut vom Hocker hauen konnte - und das, obwohl ich hier nach zwei abgebrochenen Büchern des Autoren gar nicht so viel erwartet hatte!


Fazit


"Die Rivalin" ist ein erschreckender Psychothriller, der meinen Puls zum rasen gebracht hat und mich von der ersten Seite an überzeugen konnte. Michael Robotham dringt hier tief in die Psyche zwei unterschiedlicher Frauen und lässt den Leser selbst entscheiden, auf welcher Seite er stehen will. Absolut fesselnd!





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411 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 19 Rezensionen

horror, stephen king, feuer, pyrokinese, vater

Feuerkind

Stephen King ,
Flexibler Einband: 16 Seiten
Erschienen bei Heyne, 03.09.2007
ISBN 9783453432734
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:




Charaktere


Andy


Obwohl es in dem Buch um seine kleine Tochter Charlie geht, die das "Feuerkind" ist, also Pyrokinese beherrscht, steht Andy doch im Fokus des ganzen Geschehens, ist er doch für sein kleines Mädchen verantwortlich.


Er besitzt selbst eine Gabe/Fähigkeit, die durch ein schreckliches Experiment hervorgerufen wurde. Als Student brauchte er nur etwas Geld und jetzt ist sein ganzes Leben zerstört. Die meisten der Teilnehmer des Experiments sind nämlich längst tot ...


Andys Geschichte war auf jeden Fall interessant, auch wenn ich zugeben muss, dass ich gehofft hätte, das Geschehen viel öfter aus Charlies Sicht zu erfahren. Dass Stephen King die kindlichen Sichtweisen meisterhaft beherrscht, hat er ja schon in anderen Büchern bewiesen, schade, dass es hier viel zu wenig Abschnitte aus Charlies Sicht gibt!


Charlie


Charlie steht wie gesagt im Zentrum des Ganzen. Ihre Fähigkeit, die wohl gleichzeitig ein Fluch ist, war wahnsinnig faszinierend, aber auch erschreckend zugleich. Feuer ist sowieso etwas, das mir angst macht und zu Beginn der Geschichte kann Charlie dieses noch nicht kontrollieren.


Charlie selbst tat mir furchtbar leid. Sie ist ein kleines Mädchen, das kein normales Leben führen darf, weil sie anders ist als andere Kinder. Das tat mir beim Lesen wirklich weh, denn sie ist seit ihrer Geburt doch mit dieser Pyrokinese gestraft, die sie nicht einmal richtig kontrollieren kann. Ihre Angst, Menschen zu verletzen, ist ihr ständiger Wegbegleiter und teilweise kam sie mir furchtbar reif und erwachsen vor.


Meine Meinung


Den Anfang von "Feuerkind" hat Stephen King hier bereits sehr spannend gestaltet. Wir sind mit Andy und Charlie auf der Flucht vor einer Organisation, die sich "die Firma" nennt. Die beiden sind ohne Geld unterwegs, haben nur ihre Fähigkeit und müssen sie weise einsetzen, um am Leben zu bleiben. Andy geht dabei an seine Grenzen und Charlie agiert dabei fast als seine Beschützerin.


Ich fand dieses Vater-Tochter-Gespann hier wirklich interessant und absolut fesselnd fand ich, dass nach und nach die Vorgeschichte aufgearbeitet wird. Wir erfahren mehr über das Experiment, mehr über den Beginn der Flucht und natürlich auch mehr über Charlie und ihre Fähigkeiten.


Etwas schade fand ich, dass Charlie zwar im Mittelpunkt des Geschehens steht, aber Andy der wahre Protagonist ist. An einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, mehr aus der Sicht unseres "Feuerkinds" zu erfahren.


Ab der Hälfte hat sich die Geschichte für mich auch gewandelt. So interessant ich die Abschnitte aus der Sicht der "Firma" auch fand, so sehr habe ich mir stellenweise auch gewünscht, lieber mehr über Andy und Charlie zu erfahren. Die Organisation ist auf jeden Fall kaltblütig, allerdings ist sie meiner Meinung nach nicht so gut organisiert, wie es auf den ersten Blick scheint ... Sie begehen doch einige Fehler, die mir teilweise furchtbar schwach vorkamen ...


Das Ende der Flucht hat auch meinen Lesefluß etwas zerstört. Die Abwechslung über den Schauplatzwechsel konnte ich nicht direkt genießen, denn hier wurde die Geschichte für mich zu typisch. Das Ende lief mir (und auch den anderen Leserunde-Teilnehmern) dann auch viel zu schnell ab. Ein Ausgang konnte zwar überraschen, doch die letzten Seiten wirkten zu kurz und wurden der restlichen Geschichte nicht gerecht ...


Fazit


"Feuerkind" war für mich ein eher schwächerer Roman von King. Den Anfang fand ich stark, doch ab dem Schauplatzwechsel ging es für mich bergab. Die Abschnitte aus der Sicht der "Firma" fand ich spannend, aber ich hätte mir gewünscht, noch viel mehr aus der Sicht von Charlie zu erfahren. Das Ende war zwar in einem Punkt überraschend, doch letztendlich hat es für mich die Geschichte auch etwas zerstört, da es viel zu kurz war ...

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70 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

hexen, magie, cooper, kate, magic circle

Hilferuf aus dem Jenseits

Isobel Bird
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Egmont Franz Schneider Verlag, 01.07.2001
ISBN 9783505116131
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil


Direkt nach dem Lesen des zweiten Teils hatte ich auch schon den dritten in der Hand, denn die Reihe, rund um die drei Nachwuchshexen Kate, Annie und Cooper begeistert mich momentan total. Besonders gefreut hat mich die Tatsache, dass wir hier endlich Cooper begleiten und mehr über sie und ihr Leben erfahren.


Auf den ersten Seiten wird hier auch klar, dass dieser Teil definitiv düsterer als seine Vorgänger ist. Für mich hat sich der Schreibstil der Autorin in diesem Band enorm gesteigert, die ganze Stimmung dieser Geschichte ist unheimlich und mysteriös und stellenweise liest sich das Buch wie ein Jugendthriller.


Charaktere


- Cooper -


Endlich! Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass dieses Mal Cooper im Mittelpunkt der Handlung steht. Wir erfahren mehr über sie und ihr Leben. Überrascht war ich besonders, was für tolle Eltern sie hat, denn irgendwie habe ich erwartet, dass sie durch ihre verrückte Art eher aus zerrütteten Verhältnissen kommt.


Cooper ist aber auf jeden Fall mein Liebling von den drei Hexen. Sie ist etwas durchgeknallt, wirkt manchmal recht forsch und abweisend, hat ihr Herz aber auf dem rechten Fleck. Das beweist auch diese Geschichte, in der sie plötzlich Visionen eines toten Mädchens bekommt und alles daran setzt, ihr zu helfen.


Meine Meinung


Das Buch startet bereits mit einer von Coopers Visionen, wodurch ich sofort von der Geschichte gefesselt war. Schnell wird klar, dass ein Mädchen an der Schule vermisst wird. Elisabeth Sanger war ein ehr zurückhaltendes Mädchen, das scheinbar nicht viele Freunde hat. Schnell kursieren die wildesten Gerüchte und eine nervige Journalistin belagert die Schule.


Cooper selbst bereift erst einmal gar nicht, dass es bei ihren Visionen um Elisabeth geht. In dem Zirkel aus dem letzten Band muss sie erst einmal lernen, die Kontrolle darüber zu erlangen. Interessant fand ich hier, dass die Autorin auch einmal eine andere Seite der Magie aufzeigt. Es gab nämlich schon einige Mord- und Vermisstenfälle, die nur Dank eines Mediums oder eines Parapsychologen aufgeklärt wurden.


Ich finde diese Seite der Magie furchtbar spannend und da ich eh an Geister glaube, konnte ich mich gut auf die Geschichte einlassen. Der Mordfall steht definitiv im Zentrum des Geschehens und Cooper und ihre Freundinnen setzen alles daran, den Mörder zu finden.


Bis zur letzten Seite war das Buch ungemein spannend und auch die Auflösung hat mir gut gefallen, auch wenn sie eingefleischte Thrillerleser wohl nicht vom Hocker reißen wird. Alles fügt sich aber zusammen und ich muss sagen, dass mir dieser Teil aufgrund seiner düsteren Stimmung bis jetzt am besten gefallen hat!


Fazit


Endlich lernen wir Cooper näher kennen, die in diesem sehr düsteren Teil von einem Geist kontaktiert wird! Die Geschichte ist durchwegs spannend und weißt eine interessante Thematik auf. Wer an Magie und Geister glaubt, sollte sich diese Buchreihe unbedingt mal näher anschauen!



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34 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, gefängnis, schafot, galgen, japan

13 Stufen

Kazuaki Takano , Sabine Mangold
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Penguin, 13.11.2017
ISBN 9783328101536
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Lange ist es her, dass ich zum letzten Mal zu einem japanischen Buch gegriffen habe. Ich habe immer das Gefühl, etwas Probleme mit den Namen und Orten/Begebenheiten zu haben, finde die Kultur aber wahnsinnig interessant. Auf "13 Stufen" von Kazuaki Takano bin ich ganz zufällig gestoßen und besonders die Thematik der Todesstrafe hat mich hier direkt angesprochen.


Schon nach dem ersten Seiten wurde mir klar, dass "13 Stufen" eine ganz eigene Atmosphäre besitzt und komplett anders aufgebaut ist, als beispielsweise amerikanische oder deutsche Romane. Das Buch besitzt einen ungemeinen Sog, obwohl Kazuaki Takanos Schreibstil sehr ruhig ist. Vielleicht war es aber gerade die Ruhe, die mich so begeistern konnte. Er lässt sich viel Zeit, seine Charaktere zu beschreiben und schafft es, viele kritische Sichtweisen zu kombinieren.


Natürlich unterscheidet sich die Kultur Japans deutlich von unserer, aber genau das macht den Roman so interessant. Er ist emotional, obwohl viele Charaktere ihre Gefühle größtenteils verborgen halten und er geht in eine Tiefe, die den Leser zwingt, sich selbst ein Urteil zu bilden!



Charaktere


-Jun'ichi-


Erst einmal lernen wir Jun'ichi kennen, der gerade auf Bewährung aus dem Gefängnis kommt. Er hat einen Mann umgebracht, allerdings kann man die Tat hier mehr oder weniger als Notwehr betrachten.


Er war selbst nur zwei Jahren im Gefängnis, hat durch die Zeit aber schon einige Schattenseiten des Justizsystems erfahren. Innerlich bereut er die Tat eigentlich nicht und es scheint, dass er auch etwas mit dem Mord zu tun hat, der vor 10 Jahren geschah. Nur was?


Als Jun'ichi wieder draußen ist, wird klar, dass das Leben sich auch für seine Eltern verändert hat. Schrecklich zu sehen war hier, dass diese eine Tat dunkle Schatten auf das Leben der ganzen Familie gezogen hat. Einerseits sehen sie sich mit den relativ negativen Meinungen der Gesellschaft konfrontiert, andererseits haben sie auch finanziell einen großen Schaden davongetragen, denn sie mussten Schadenersatz an die Familie des Opfers zahlen.


Jun'ichi fühlt sich selbst schuldig und das ist wohl der Grund, warum er den recht sonderbaren Auftrag annimmt, den wahren Täter hinter einem Mord zu suchen, für den anscheinend gerade jemand in der Todeszelle sitzt.


Nangō


Auf der anderen Seite haben wir hier Nangō, einen Gefängnisaufseher, der schon lange mitbekommen hat, dass das System nicht auf Gerechtigkeit beruht. Er findet heraus, dass Jun'ichi damals, zur Zeit des Mordes, ebenfalls in dem Ort des Geschehens war. Zufall?


Durch einen anonymen Auftraggeber bekommt er die Aufgabe, den wahren Täter zu suchen, denn bei dem Mord von damals gibt es so manche Ungereimtheiten. Zusammen mit Jun'ichi bildet er hier ein recht ungewöhnliches, aber dennoch sehr erfrischendes Ermittlerduo.


Meine Meinung


Über die Todesstrafe, die es noch in vielen Ländern dieses Welt gibt, zu diskutieren, führt wohl zu den unterschiedlichsten Meinungen. Ist es angemessen Gleiches mit Gleichem zu vergelten? Dürfen wir Menschen wirklich Gott spielen, nur um eine Straftat zu vergelten? Und was ist mit jenen, die vielleicht unschuldig in solch einer Todeszelle sitzen?


Kazuaki Takano beschäftigt sich mit diesen Fragen in dieser Geschichte, die teilweise ein Roman, teilweise Krimi und zum Teil sogar ein Drama ist. Kritisch betrachtet er dabei das Justizsystems Japans, das definitiv nicht fehlerfrei funktioniert. Das beweißt der Fall rund um den Mord an einem älteren Ehepaar, der eigentlich nie ganz aufgeklärt wurde. Tatsache ist nur, dass Ryó Kihara in der Nähe des Tatorts gefunden wurde, allerdings mit einer Kopfverletzung, die eine Amnesie hervorgerufen hat. Er kann sich an die Tat also nicht erinnern ...


Sollte also jemand, der sich an einen angeblichen Mord nicht erinnern kann, einfach hingerichtet werden? Wenn es nach dem japanischen Gericht geht, dann schon. Seit sieben Jahren sitzt Ryō Kihara jetzt in der Todeszelle und weiß, dass er irgendwann, wenn 13 Beamte seiner Hinrichtung zugestimmt haben, sterben wird ...


Dies ist das erschreckende Ausgangsszenario dieses Buches. Der Fall wird 10 Jahre später jetzt noch einmal aufgerollt - von einem anonymen Auftraggeber, der hier auch noch ein recht ungleiches "Ermittlerduo" einsetzt. Auf der einen Seite haben wir den Gefängnisaufseher Nangō, der das Justizsystem damit kennt, auf der anderen Seite ist es Jun'ichi, der selbst ein Mörder ist, also selbst an eigenem Leben zu spüren bekam, wie das System versucht, für Recht und Ordnung zu sorgen. Dieses Gespann hat mir sehr gut gefallen, weil beide unterschiedliche Blickwinkel mit in die Ermittlungen bringen.


Die Geschichte ist von Anfang an fesselnd und wirft unzählige Fragen auf, zum Beispiel, warum Jun'ichi selbst damals im selben Ort war, als der Mord geschah. Es gibt sehr viele Spuren, denen die beiden im Laufe der Geschichte nachgehen - genauso viele Vermutungen und auch Tatverdächtige tun sich auf. Wer hier allerdings einen waschechten Thriller oder Krimi erwartet, wird wohl enttäuscht werden. Lange Zeit, ich würde sagen fast die Hälfte des Buches, verläuft die Geschichte sehr ruhig, viele falsche Fährten tun sich auf und es gibt sehr wenig greifbare Hinweise.


Zugegeben: Manche Schlussfolgerungen waren für mich nicht nachvollziehbar und an einigen Ecken fehlte es mir an eine gewisse Logik bei den Ermittlungen, aber das konnte ich diesem Buch verzeihen.


Während Nangō und Jun'ichi kaum Fortschritte machen, erfährt der Leser mehr über die Hintergründe der Todesstrafe und betrachtet sie aus den verschiedensten Blickwinkeln, was mir absolut gut gefallen hat, auch wenn die Aufklärung des Mordfalls etwas in den Hinterrund gerückt wurde. Der Autor lässt sich hier viel Zeit und geht kritisch, aber auch offen, mit den verschiedensten Meinungen um, ohne direkt in eine Richtung zu drängen!


Das Ende liest sich beinahe wie ein Thriller, alles deckt sich hier erst auf und es ist ungemein spannend. Alles fügt sich, mehr oder weniger logisch, zusammen und mich hat die letztendliche Auflösung komplett zufriedengestellt. Auch hier läuft es wieder darauf aus, selbst nachzudenken, was nun richtig oder falsch ist ...


Fazit


"13 Stufen" ist ein ungemein interessanter und kritischer Roman, der ganz leicht eine Krimi-beziehungsweise Thrillerrichtung einschlägt, mich aber besonders durch die Charaktere und die vielen Blickwinkel zur Todesstrafe begeistern konnte! Für mich ein sehr wichtiges Buch!


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74 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

hexen, magie, zauberei, pendel, liebe

Geheimnisvolle Offenbarung

Isobel Bird
Flexibler Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Egmont Franz Schneider, 01.07.2001
ISBN 9783505116070
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil


Nachdem ich im letzten Jahr bereits den ersten Teil der "Magic Circle" - Reihe gelesen habe und wirklich positiv überrascht über die Geschichte und den Bezug zur echten weißen Magie war, mussten natürlich auch die restlichen Bände her. Auf deutsch sind neun Teile erschienen und ich werde sie euch hier nach und nach vorstellen.


Auch der zweite Band ist natürlich wieder sehr Jugendlich gehalten. Aus der Sicht von Kate erfahren wir, wie es mit den drei "Neu-Hexen" weitergeht und vor allem auch, was aus ihrer Beziehung zu Scott wurde. Interessant ist hier, dass die Geschichte die typischen Teenagerprobleme anspricht, zeitgleich aber einen tollen Einblick in die Welt der Magie gibt.


Charaktere


Kate 


Kate kennen wir ja schon aus dem ersten Teil. Ihr Liebeszauber hat ja für ein großes Chaos in ihrem Leben geführt, aber auch eine Freundschaft zu Annie und Cooper hervorgebracht.


Im Zentrum dieses Teils steht auf jeden Fall Kate und ihre Beziehung zu Scott, die ich teilweise nicht ganz so gut nachvollziehen kann. Auch Kate selbst hat ein paar Sympathien verloren, vor allem, da das, was sie und Scott verbindet, doch recht oberflächlich ist!


Sascha


Sascha ist ein Mädchen, das neu in die Stadt kommt und auch Magie ausüben möchte - allerdings vielleicht aus dem falschen Gründen. Sie ist noch recht unreif, doch sie hat eine ganz eigene Hintergrundgeschichte, die mich wirklich überrascht hat. Ich muss sagen, dass ich hier wohl auch viel zu vorschnell geurteilt habe, denn für mich ging ihre Art zu Beginn überhaupt nicht. Das Buch zeigt aber mal wieder, das unter der Oberfläche noch so viel verborgen liegt ...


Meine Meinung


Der zweite Teil von "Magic Circle" hat mich genau wie der erste wieder toll unterhalten und mich in meine Jugend zurückkatapultiert. Das Thema Magie finde ich hier gut umgesetzt, vor allem, da es hier um "echte" Rituale geht und es somit einen guten Einblick in das Wiccatum und besonders in die weiße Magie gibt.


Natürlich spricht die Autorin hier auch wieder die Gefahren der Magie an, denn schließlich kommt alles, was man aussendet, drei Mal so stark zurück. Das mussten ja unsere drei Nachwuchshexen bereits im ersten Teil lernen. In "Geheimnisvolle Offenbarung" nehmen die Freundinnen deswegen erst einmal an einen Magie-Grundkurs teil, lernen andere Gleichgesinnte kennen und bereiten sich gemeinsam auf ein Jahr voller Magie zu.


Toll fand ich, dass hier die Hintergründe der Magie nähergebracht werden. Es geht nicht darum, sich einen Vorteil zu verschaffen oder gar Böses anzurichten, sondern sein Leben mithilfe der Magie in Einklang zu bringen. Ich muss sagen, dass ich allein durchs Lesen dieser Geschichte wieder total Lust bekommen habe, selbst einmal ein Ritual auszuprobieren.


Natürlich beinhaltet das Buch auch wieder eine Liebesgeschichte. Zum einen haben wir wieder Kate und Scott, die hier eine wahre Achterbahnfahrt erleben. Zum anderen haben wir dann noch einen geheimnisvollen Jungen mit goldenen Augen, der auch Teil des Zirkels ist. Jugendliche werden hier mit Sicherheit ihren Spaß haben!


Mir gefällt die Reihe nach wie vor sehr gut, aber einen großen Wunsch hätte ich doch: Ich würde gerne mehr über Annie und Cooper erfahren. Besonders die durchgeknallte Cooper finde ich wahnsinnig interessant und ich hoffe, dass sie in einem der nächsten Bände einmal im Zentrum des Geschehens steht!


Fazit


Auch der zweite Band konnte mich durch die vielen Fakten zum Thema "weiße Magie" wieder absolut überzeugen! Wir nehmen mit Kate, Annie und Cooper an einem Frühlingsritual teil und bekommen die Grundlagen der Magie gelehrt. Nur die Liebesgeschichte kommt mir als Erwachsener leider furchtbar oberflächlich vor, ist aber objektiv betrachtet wohl absolut passend für ein Jugendbuch ... Ich hoffe nur, im nächsten Band endlich mehr über Annie und Cooper zu erfahren!

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145 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 66 Rezensionen

science fiction, dan wells, bluescreen, zukunft, jugendbuch

Bluescreen

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Piper, 04.10.2016
ISBN 9783492280211
Genre: Fantasy

Rezension:

Ich muss zugeben, dass ich bei "Bluescreen" in erster Linie eine Dystopie erwartet habe, was vermutlich hier ein großer Fehler war, denn schon nach den ersten Seiten war ich maßlos überfordert. Statt auf eine interessante Zukunftskritik zu treffen, nehmen wir erst einmal an einem Online-Spiel teil, das sich als normales Ballerspiel entpuppt. Als wir dann aber in die "echte" Welt katapultiert werden, stellen wir schnell fest, wie stark das Online-Leben die Menschen beeinflusst.


Beinahe alle Leute tragen ein Implant im Kopf, das sogenannte Djinni, das es einem ermöglicht, rund um die Uhr mit dem Internet verbunden zu sein. Klingt anstrengend? Ist es auch ... So spielt sich das ganze Internet in dieser Welt direkt vor den eigenen Augen ab, die Leute steuern alles direkt mit ihrem Kopf, wodurch natürlich auch die "echte Welt" mit dieser virtuellen Welt kollidiert.


Das Djinni ist auf jeden Nutzer abgestimmt, es gibt Werbung, egal wohin man tritt und natürlich lässt sich das gesamte Leben über diesen Internetzugang regeln. Dieser technische Fortschritt bringt aber auch Schattenseiten mit sich: Es gibt immer weniger Arbeitsplätze, weil die Technik praktisch alles übernimmt, sei es das Putzen oder aber die Lieferung von Essen.


Klingt erst mal nach einer interessanten Welt? Ja, wäre da nur nicht die fehlende Kritik. In diesem Roman akzeptieren nämlich alle, unsere Protagonistin eingeschlossen, dieses System und deswegen wird auch kaum etwas in Frage gestellt. Vielmehr geht es nun um die Droge "Bluescreen", die dieses ach so tolle Leben bedroht.


Puhh, ich muss sagen, dass ich das Buch fast eine Woche mit mir herumgeschleppt habe und immer gehofft habe, dass jetzt doch noch irgendwas kommt. Die Grundidee mit diesem technischen Fortschritt ist gut, wenn auch nicht neu, aber mir fehlte es hier einfach an einer kritischeren Betrachtung.


Hinzu kommt leider, dass ich mir die Welt kaum im Ganzen vorstellen konnte. Meiner Meinung nach gab es einige Ungereimtheiten bezüglich der verwendeten Technik, aber ich möchte mich hier auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da es leider so gar nicht mein Interessengebiet ist. Ich war beim Lesen an vielen Stellen auf jeden Fall stark überfordert und ich hätte mir echt gewünscht, mehr Erklärungen zu bekommen.


Geschockt war ich, als ich gelesen habe, dass "Bubble Tea" das supercoole Getränk der Zukunft sein soll. Ernsthaft? Ist der Trend um dieses klebrige und ungesunde Zeug nicht längst vorüber? Und warum kleiden sich die Jugendliche in diesem Buch so sonderbar? Und die Frage aller Fragen: Was sollte der Handlungsstrang mit diesem Onlinespiel? Sollte es nur irgendwie das Buch füllen?


Auch Emotionen kann das Buch leider nicht bieten, was noch ein großer Kritikpunkt ist. Die Freunde sind allesamt nicht so recht sympathisch und besitzen überhaupt keinen Hintergrund, weswegen das Gemeinschaftsgefühl bei mir leider nicht aufkam. Die Geschichte ist zwar an einigen Stellen recht spannend, doch die langweiligen Abschnitte überwiegen leider, sodass ich leider überhaupt nicht in den Lesefluss kam. Schade, denn eigentlich hat es Dan Wells echt drauf!



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276 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

serienkiller, thriller, john cleaver, dan wells, fantasy

Mr. Monster

Dan Wells , Jürgen Langowski
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.05.2011
ISBN 9783492271851
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Nachdem ich euch vor ein paar Tagen "Bluescreen" von Dan Wells vorgestellt habe, geht es nun direkt mit "Mr. Monster" weiter. Beide Bücher habe ich zur selben Zeit gelesen, obwohl ich sagen muss, dass gerade beim Schreibstil Welten zwischen beiden Geschichten liegen.


Die "Ich-Perspektive" hat mir hier schon im ersten Teil gefallen, denn sie schafft jene Nähe, die bei "Bluescreen" leider komplett gefehlt hat. Als Autor weiß ich, wie schwer die "Ich-Perspektive" ist, weswegen ich Dan Wells Schreibstil hier absolut brilliant fand. Er hat es geschafft, einen Jungen, der eine dunkle, ja gar böse Seite besitzt, sehr sympathisch erscheinen zu lassen. Als Leser freunden wir uns mit John Wayne Cleaver an, nehmen an seiner recht vertörenden Gedankenwelt teil und können dennoch Verständnis für ihn aufbringen!


Charaktere


John Wayne Cleaver


Hach, habe ich in meiner letzten Rezension schon erwähnt, wie interessant ich John finde? Er ist kein normaler Junge, denn in ihm schlummert eine dunkle Seite, die er aber um jeden Preis verdrängen will. John Wayne möchte nämlich noch immer kein Serienkiller sein!


Toll an diesem Band fand ich, dass er merkt, dass er auch dazugehören kann. Da ist zum Beispiel Brooke, die er ja schon im ersten Teil recht anziehend findet. In dieser Geschichte kommt er ihr näher und es ist spannend zu sehen, dass er sich teilweise auch wie ein "normaler" Jugendlicher fühlen kann. Er schafft es, das Monster in ihm, im Zaum zu halten.


Meine Meinung


Nachdem der erste Teil durch die Mischung von Thriller und Paranormalen für mich bereits ein echtes Highlight war, musste ich auch direkt den zweiten Teil lesen. Die Geschichte spielt direkt nach den Geschehnissen des ersten Teils. Der "Clayton-Killer" ist verschwunden, auch wenn John natürlich weiß, was wirklich mit ihm passiert ist.


John Wayne versucht erst einmal, normal zu sein. Das ist aber schwerer als gedacht. Seine Mutter möchte mit ihm über die Vorkommnisse nicht sprechen und hat klare Regeln aufgestellt, die verhindern sollen, dass John die Kontrolle verliert. Lauren, Johns Schwester, bringt einen neuen Kerl mit zu einem Familienessen, was sich als harte Probe entpuppt. Curt ist nämlich nicht unbedingt der Freund, den sich eine Mutter für ihre Tochter wünscht ...


Johns Famillienleben ist also mal wieder recht kompliziert, hinzu kommt, dass sich Brooke scheinbar für John interessiert und so kommt es zu einem Date zwischen den beiden. Dies fand ich besonders interessant, da John hier zeigt, wie stark er ist. Er will niemanden verletzten, obwohl der Drang in ihm immer stärker wird.


Natürlich taucht auch wieder ein Serienmörder in Clayton auf. Es werden mehrere Leichen gefunden, doch John kommt dieses Mal nicht dazu, echte Nachforschungen anzustellen, denn der "Killer" scheint es wieder auf ihn abgesehen zu haben. Für meinen Geschmack ging alles hier etwas zu schnell, auch wenn ich die Auflösung, was die Identität des Mörders betrifft, wieder einmal absolut überraschend fand. Ich hätte mit einer ganz anderen Person gerechnet.


Das Ende fand ich dann auf jeden Fall wieder sehr fesselnd, allerdings muss ich sagen, dass mir manche Dinge einfach zu schnell gingen. Gerade was den großen Showdown am Ende angelangt, hätte ich mir noch etwas mehr Spannung gewünscht. Meiner Meinung hätte die Geschichte hier noch gut 100 Seiten länge sein können! 


Fazit


Der zweite Band der Reihe rund um John Wayne Cleaver konnte mich auf jeden Fall wieder überzeugen. Die Mischung aus Thriller und Paranormalen finde ich absolut toll, nur hätte in "Mr. Monster" der große Showdown gerne etwas länger sein dürfen. Alles wirkt auf den letzten 100 Seiten recht schnell abgearbeitet! Dennoch kann ich das Buch empfehlen, auch wenn ich den ersten Teil etwas stärker fand!

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

krimi, mitraten, sherlockholmes, rätsel, ermitteln

Spiele-Comic Krimi: Sherlock Holmes 02 - Der Moriarty-Fall (Hardcover)


Fester Einband
Erschienen bei Pegasus Spiele Gmbh, 01.11.2017
ISBN 9783957891211
Genre: Sonstiges

Rezension:

Heute stelle ich euch einmal wieder einmal ein Buch der besonderen Art vor. Der erste Teil des "Spiele-Comics" von Pegasus Spiele hat mich im letzten Jahr, in dem ich auch meine große Leidenschaft für Sherlock Holmes entdeckt habe, regelrecht vom Hocker gehauen. Die Idee, einen Comic mit diesem typischen "Abenteuerspielebüchern" zu verbinden, hat mir ausgesprochen gut gefallen und die ganzen Rätsel fand ich kniffelig und überaus genial!


Auffallend ist erst einmal der Zeichenstil: Im ersten Teil war er kindlicher gehalten, im zweiten ist er düsterter und das hat mir eindeutig viel besser gefallen!


An der Seite von Sherlock Holmes und Watson haben wir im ersten Teil vier Fälle lösen müssen, im zweiten Teil sind es zwar nur drei, aber diese sind intensiv und sehr gut konstruiert.


Die Spielmechanik wird im zweiten Teil nur kurz erläutert, es gibt aber dieses Mal kein Tutorial, weswegen ich Anfängern im Bereich der Abenteuerspielebücher empfehlen würde, erst den ersten Teil auszuprobieren.


Wie gehabt können wir uns den Ermittler aussuchen, allerdings gibt es ein großes Highlight in diesem Teil: Ab dem zweiten Teil können wir auch Moriarty, als Sherlocks Erzfeind wählen, der eine besondere Fähigkeit hat: Er kann Leute bedrohen, um ihnen ein Geheimnis zu entlocken!


Ich bin die Fälle zusammen mit meinem Mann angegangen und wir hatten viel Spaß dabei, alles zu rekonstruieren. In der ersten Geschichte haben wir uns für Sherlock Holmes entschieden, der deutlich schwerer ist, da er den Verdächtigen "nur" drei Fragen statt vier stellen darf. Ich bin allerdings so ein großer Fan, das ich einfach in seine Rolle schlüpfen musste.


Der erste Fall hat es hier bereits in sich. Es gibt viele kleine Rätsel, die wir lösen müssen und die uns Stück für Stück der Lösung näher bringen. Außerdem müssen wir in der Rolle des Ermittlers selbst eins und eins zusammenzählen, ganz gleich wie viele Hinweise wir überhaupt gefunden haben! Zusätzlich sammeln wir hier Edelsteine, die uns am Ende noch behilflich sein werden!

Wir müssen sagen, dass die Rätsel hier deutlich schwerer sind als die im ersten Teil. Wir sind auf einige Dinge gekommen, andere Details konnten wir nicht einordnen. Die Stories sind auf jeden auf dem Niveau der Geschichten von Arthur Conan Doyle!


Den zweiten Fall sind wir dann mit Moriarty angegangen, was ebenfalls tierischen Spaß gemacht hat. Hier verlassen wir den Zug, der hier im Zentrum aller Fälle steht, kurz und müssen den Mord am Bankdirektor aufklären. Dieser Fall war auch der einzige, den ich fast vollständig lösen konnte!

Der letzte Fall war dann aber mein absoluter Favorit. Es geht um eine vermisste Prinzessin und auch hier waren wir auf der richtigen Spur, waren dann aber doch überrascht, was die Auflösung angeht. Ich würde sagen, dass die Fälle recht schwer sind, mit einigem Überlegen aber dennoch lösbar. Natürlich kommt es auch hier wieder einmal darauf an, welche Hinweise gefunden werden und was die Verdächtigen einen erzählen!

Hier kommen wir auch zu unserem einzigen Kritikpunkt, der uns aber gerade zu Anfang extrem verwirrt hat: Wiggins. Wer zur Hölle ist Wiggins? Immer wieder wird erwähnt, dass einzelne Dinge nur mit Wiggins gefunden werden können, doch leider treffen wir Wiggins nirgends ... Gerade am Anfang waren wir deswegen so verwirrt, dass wir viele Wege doppelt gegangen sind, um zu schauen, ob wir etwas übersehen haben ... Leider klärt der Verlag erst am Ende auf, dass es sich bei Wiggins um einem Charakter handelt, den sie auf Spielemessen verteilt haben, der also für den normalen Leser erst einmal nicht auffindbar ist ...


Die Sache mit Wiggins war echt schade und hat uns ein wenig verärgert, aber letztendlich hat doch der Spielspaß überwogen und wir freuen uns schon jetzt auf einen weiteren Teil, in dem hoffentlich wieder Moriarty mit dabei ist!


Fazit


Drei wahnsinnig knifflige Fälle, die wir hier an der Seite von Sherlock Holmes, Watson oder Moriarty lösen müssen. Alle drei Geschichten haben das Niveau der alten Holmes-Stories und haben mich als riesiger Fan absolut überzeugen können. Die Sache mit Wiggins, der für den normalen Leser nicht auffindbar ist, hätte eigentlich einen Abzug verdient, aber ich hatte solch einen großen Spaß und so viele tolle Ratestunden, dass ich dem Verlag dies verzeihe! Weitere Spiele-Comics mit Sherlock Holmes bitte!

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251 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 101 Rezensionen

thriller, vergangenheit, familie, drama, perfect girl

Perfect Girl - Nur du kennst die Wahrheit

Gilly Macmillan , Maria Hochsieder
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.02.2017
ISBN 9783426520567
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


„Perfect Girl“ beginnt mit einem Konzert, das Zoe mit ihrem Stiefbruder Lucas geben soll, das dann aber von einem Mann gestört wird, der sie schmerzhaft an ihr „erstes Leben“ erinnert. Nach und nach wird jetzt in der ersten Hälfte des Buches aufgedeckt, was damals passiert. Dabei betrachten wir als Leser unterschiedliche Zeitebenen und erfahren das Geschehen aus der Sicht von vielen verschiedenen Personen.


So gibt es beispielsweise Abschnitte aus der Sicht von Sam, den Anwalt, der Zoe damals geholfen hat, der aber auch heute noch in die ganzen Familienangelegenheiten verstrickt ist. Wir lernen hier auch Tessa, Marias Schwester und damit Zoes Tante kennen, die selbst ein recht schwieriges Leben führt und Richard, Tessas Mann, der eigene Probleme hat. Es war ungemein interessant, das Geschehen aus den verschiedenen Blickwinkeln zu erfahren.


Häppchenweise bekommen wir immer ein Stückchen der Wahrheit präsentiert und das hat mir hier absolut gut gefallen, denn das ganze Geschehen scheint sehr mysteriös zu sein und immer wieder wird angedeutet, das auch in der Gegenwartssicht, also direkt nach dem Konzert, etwas schreckliches passieren wird.


Die ganze Stimmung in „Perfect Girl“ ist sehr ruhig gehalten. Die Autorin konzentriert sich auf ihre Charaktere und gibt Einblick in die verschiedenen Leben. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen, denn schnell wird klar, dass hier niemand so recht „perfekt“ ist und dass sie alle ihre Lasten zu tragen haben.


Äußerlich mag die die ganze Familie wie eine Bilderbuchfamilie wirken, doch diese Idylle zerbricht sehr schnell.  Zoe bekommt ein sonderbares, selbstverfasstes Drehbuch von Lukas, das ebenfalls nach und nach das Puzzle dieser zerbrochenen Menschen zusammensetzt. Zwar gibt es einige Wiederholungen, besonders was Zoes Gedanken betrifft, aber dennoch ist Gilly McMillan mit „Perfect Girl“ ein vielschichtiger und ungemein fesselnder Roman gelungen!

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thriller, lebensretter, horror, psychothriller, übernatürliche kräfte

Die Kälte des Feuers

Dean Koontz , Andreas Brandhorst
Flexibler Einband: 446 Seiten
Erschienen bei Heyne, 01.01.2001
ISBN 9783453075313
Genre: Fantasy

Rezension:

In der ersten Hälfte des Buches begleiten wir erst einmal Jim, der verschiedene Leute rettet. Er hat dabei jedes Mal "Anfälle", bei denen er erstarrt und plötzlich weiß, dass er irgendwo gebraucht wird. Dabei wird er allerdings wie von einer höheren Macht gelenkt einfach auf die Reise zu schicken - ohne zu wissen, was er dort eigentlich tun soll.


Zu Beginn der Geschichte rettet er so einen Jungen - wird dabei aber von der Journalistin Holly Thorne beobachtet, die später noch Nachforschungen anstellt und dann herausfindet, dass Jim an verschiedenen Rettungsaktionen beteiligt ist.


Es hat Spaß gemacht, Jim bei seinen "Missionen" zu begleiten. Sie sind alle sehr unterschiedlich, allerdings sehr spannend. (Besonders die Szenen im Flugzeug haben mir gut gefallen!)


Nach der Hälfte ändert sich das Buch allerdings und es geht vielmehr darum, mit Holly und Jim herauszufinden, was jetzt genau dahinter steckt. Sie tauchen dabei in die Vergangenheit und kommen der Wahrheit Stück für Stück näher ...


Wie ich bereits zu Beginn erwähnt habe, verliert sich Dean Koontz in vielen seiner Geschichten irgendwann. Es wirkt manchmal so, als wüsste er selbst nicht so genau, wie er all das zuende bringen soll. Das ist leider auch hier der Fall. Teilweise verstrickt er sich so sehr, dass das Buch etwas seinen Sog verliert und streckenweise etwas langweilig wirkt, als verschiedene Erklärungen der Geschehnisse offenbart werden.


Die letztendliche Auflösung, was jetzt hinter Jim und seiner "Gabe" steckt, fand ich toll und passend, der Weg dahin war aber teilweise etwas langatmig. Gerade die Spannung von Jims Rettungsaktionen geht am Ende etwas verloren ...


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weihnachten, liebe, waisenkind, familie, angelika schwarzhuber

Der Weihnachtswald

Angelika Schwarzhuber
Flexibler Einband
Erschienen bei Blanvalet, 18.09.2017
ISBN 9783734101366
Genre: Romane

Rezension:

Schreibstil


Es ist wieder einmal so weit: Weihnachten steht vor der Tür und wie jedes Jahr habe ich mir vorgenommen, wenigstens ein weihnachtliches Buch zu lesen. In diesem Jahr fiel meine Wahl auf "Der Weihnachtswald" von Angelika Schwarzhuber,


Der Stil der Autorin ist sehr einfach, an einigen Stellen zwar etwas holprig, im Großen und Ganzen aber gut lesbar. Es ist eine Geschichte, die wohl vor allem für Weihnachsmuffel geeignet ist, zu denen ich auf jeden Fall zähle. Sie ähnelt etwas der Idee von "Eine Weihnachtsgeschichte" von Charles Dickens, denn auch in "Der Weihnachtswald" haben wir eine sehr griesgrämige und wenig sympathische Protagonistin ...


Charaktere


Eva


Puhh, Eva war hier wirklich eins sehr schwerer Charakter, mit dem ich einfach nicht warm werden wollte. Sie lebt eigentlich nur für ihre Arbeit und besucht einmal im Jahr zu Weihnachten ihre Großmutter Anna, von der sie aber denkt, dass sie eh bald sterben wird. Dieses pragmatische Denken habe ich an Eva leider nicht leiden können, sie wirkte dadurch von Anfang an furchtbar unsympathisch.


Natürlich ist dies von der Autorin so beabsichtigt, sie soll sich schließlich hier im Laufe des Buches entwickeln und vor allem, mit sich selbst ins Reine kommen. Leider ging mir die Entwicklung auch zu schnell und war für mich wenig nachvollziehbar, sodass ich mich auch am Ende mit der "veränderten" Eva nicht anfreunden konnte.


Antonie


Eigentlich müsste ich an dieser Stelle noch Philipp erwähnen, aber über ihn erfahren wir reichlich wenig. Stattdessen konzentriere ich mich hier auf Antonie, die ich wirklich süß finde.


Antonie wird am Anfang der Geschichte von der Großmutter aus dem Waisenhaus geholt und natürlich frat sich der Leser, wie ihre Rolle in dem Ganzen ist. Ich empfand Antonie als tolles und liebenswertes Mädchen und konnte es einfach nicht verstehen, warum niemand sie haben wollte! Sind die Menschen wirklich so oberflächlich, dass sie ein armes, stotterndes Mädchen so schnell verurteilen?


Meine Meinung


Ich brauchte ein Paar Seiten, um mit der Geschichte so richtig warm zu werden. Das erste Kapitel hat mir hier allerdings sehr gut gefallen, denn dort lernen wir das stotternde Mädchen Antonie kennen, das im Waisenhaus ist und sich eigentlich schon damit abgefunden hat, von niemanden gewollt zu werden. Dann kommt jedoch eine alte Dame, die den Kindern jedes Jahr Geschenke bringt und diese nimmt Antonie mit.


Hier sind wir dann auch schon kurz vor den gemeinsamen Weihnachtstagen im Anwesen der Großmutter. Eva fährt wie jedes Jahr hin, ist aber sehr gestresst, als plötzlich auch noch ein Bankangestellter auftaucht und sie erfährt, wie es um das Anwesen steht. Leider war mir Eva wie bereits erwähnt recht unsympathisch, vor allem da sie auch schon an die Zeit nach dem Tod ihrer Großmutter denkt. Das konnte ich ihr leider während der gesamten Geschichte nicht verzeihen.


Natürlich gibt es hier auch eine kleine Liebesgeschichte und eine Reise in die Vergangen. Auf dieses Abtauchen in die Vergangenheit habe ich mich besonders gefreut, auch wenn ich etwas vollkommen anderes erwartet habe. Dennoch konnte ich ab hier das Buch endlich mehr genießen, auch wenn mir Eva selbst noch immer recht unsympathisch blieb!


Es hat aber auf jeden Fall Spaß gemacht, mit den beiden Protagonisten ins Jahr 1931 zu reisen, auch wenn die Autorin hier wenig wert auf die Beschreibung der Zeit gelegt hat. Interessant war aber hier das Familienleben, das im Mittelpunkt dieses Romans steht. Eva trifft in dieser Zeit natürlich auch auf ihre Großmutter, die damals aber sehr jung war. Hier schließt sich aber der Kreis rund um diese sonderbare "Zeitreise" und das hat mir ausgesprochen gut gefallen!


Die Geschichte in "Der Weihnachtswald" ist gut konstruiert, war mir aber eine Spur zu monoton. Zwar passiert am Ende noch ein Ereignis, das unsere Protagonisten kurzzeitig aus der Bahn läuft, aber das was es auch schon. Die Liebesgeschichte von Eva und Phillip zog einfach an mir vorbei, ich konnte sie nicht recht nachvollziehen und deswegen konnte sie mich auch nicht berühren.


Evas Entwicklung hat mir zwar gut gefallen, aber insgesamt ging mir alles zu schnell und teilweise lief mir die Handlung etwas zu monoton ab. Ich sag dies bei Büchern nicht gerne, aber ich habe mich streckenweise tatsächlich gelangweilt und musste mich zwingen am Ball zu bleiben. Für mich daher leider eine, trotz Happy End, keine Geschichte, die mich nun in Weihnachtsstimmung bringen konnte! Schade!


Fazit


Von meiner diesjährigen weihnachtlichen Lektüre hätte ich mir wahrlich mehr erwartet. Das Thema der kurzen "Zeitreise" klang hier interessanter, als es letztendlich umgesetzt wurde. Die Liebesgeschichte ließ mich recht kalt und letztendlich war es mehr eine nette Geschichte für zwischendurch, die ich aber wohl schnell wieder vergessen haben werde ...



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dystopie, fantasy, zukunft, tod, neal shusterman

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

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london, england, historischer roman, der heiratsplan, adel

Der Heiratsplan

Sophia Farago
Flexibler Einband: 312 Seiten
Erschienen bei Dryas Verlag, 03.11.2015
ISBN 9783940855602
Genre: Historische Romane

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