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389 Bibliotheken, 8 Leser, 3 Gruppen, 19 Rezensionen

thriller, dänemark, entführung, flaschenpost, sekten

Erlösung

Jussi Adler-Olsen , Hannes Thiess
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.02.2014
ISBN 9783423214933
Genre: Krimi und Thriller

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Walpurgisnacht - Das magische Mal

Sandra Pulletz
E-Buch Text
Erschienen bei Selfpublisher, 23.04.2017
ISBN B071KT6THX
Genre: Fantasy

Rezension:

Meine Meinung


Mittlerweile gibt es ja kaum noch einen Feiertag ohne die Geschichte von Sandra Pulletz und das ist auch gut so! Ihre Geschichte bringen mich immer in die perfekte Stimmung, sei es zur Weihnachtszeit bei einem Fest der besonderen Art, an Valentinstag mit einer zuckersüßen Geschichte, die Appetit auf mehr macht oder an Halloween mit einer gruseligen Party.


Zur Walpurgisnacht, die ich im übrigen auch sehr gerne mag, gibt es dieses Mal eine magische Kurzgeschichte über eine Junghexe, die auf ihr magisches Mal wartet, damit sie endlich eine vollwertige Hexe ist und auch an der Walpurgisfeier teilnehmen darf. Bis jetzt scheint es aber, als würde sich ihr Mal nicht zeigen wollen. Ist sie etwa gar keine echte Hexe?


Ellie als Protagonistin dieser Kurzgeschichte fand ich gut gewählt. Sie ist ungeduldig und wartet auf ihren großen Tag. Sie hat einen Schwarm namens Till, bei dem sie aber nicht direkt weiß, ob er sie auch mag. Am Tag der Walpurgisfeier ändert sich dann aber plötzlich alles ... Ob zum Positiven oder Negativen werde ich hier nicht verraten, ich kann aber sagen, dass nicht jeder den Hexen gutgesinnt zu sein scheint!


Sandra Pulletzs Schreibstil hat mich wieder einmal begeistert und mich perfekt in die Stimmung für diesen Feiertag gebracht. (Vielleicht sollte ich mit meinem Besen endlich mal zum Blocksberg fliegen! :P) Ich mag ihre Art, Geschichten zu schreiben, die sowohl jüngere Leser, als auch ältere in den Bann ziehen und hoffe noch viel mehr von ihr lesen zu dürfen!

Fazit


Eine passende Geschichte zur Walpurgisnacht. Jugendlich, magisch und überraschend!

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(200)

432 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 113 Rezensionen

liebe, liebesbriefe, briefe, jenny han, familie

To all the boys I’ve loved before

Jenny Han , Birgitt Kollmann
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446250819
Genre: Jugendbuch

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(38)

55 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

wesley king, daniel is different, zwangsstörung, krankheit, magellan verlag

Daniel is different

Wesley King , Claudia Max
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Magellan, 18.01.2017
ISBN 9783734847103
Genre: Jugendbuch

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22 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

geheimnisse, roman, liebe, familiengeschichte, kate riordan

Die Sanduhr unserer Liebe

Kate Riordan , Heike Holtsch , Angelika Lieke
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453419841
Genre: Liebesromane

Rezension:

Schreibstil


Es war mal wieder an der Zeit für einen Roman über ein Familiengeheimnis, auch wenn ich aus diesem Genre in diesem Monat schon viel gelesen habe. Bei "Die Sanduhr unserer Liebe" hat mich erst einmal England angesprochen, aber auch die Zeit, in der die Frauen unterdrückt wurden.


Das Buch besteht aus zwei Sichtweisen. Einmal haben wir Grace im Jahre 1922, die, wie ihre Großmutter viele Jahre zuvor, im Fenix House als Gouvernante anfängt. Der zweite Strang beschäftigt sich mit der Großmutter Harriet, die 1879 selbst in dem Haus als Gouvernante anfängt. Beide Frauen entdecken das Haus, aber auch die Menschen, die dort gerade leben und Grace bekommt nach und nach die Wahrheit über ihre Großmutter präsentiert!


"Die Sanduhr unserer Liebe" war mein erstes Buch von Kate Riordan und bestimmt nicht mein letztes. Ihr Schreibstil ist sehr bildhaft und voller Empfindungen. Zwar gibt es in diesen Buch einige Längen, aber insgesamt hat mich die Geschichte tief in sich aufgesogen.


Charaktere


- Harriet -


Harriet ist die Großmutter von Grace und war 1879 selbst als Gouvernante im Fenix House. In dem Buch geht es darum, was damals passiert ist, denn schnell wird klar, dass die Geschichten, die sie ihrer Enkelin erzählt hat, nur die halbe Wahrheit sind.


Wie der Titel vermutet lässt, geht es in ihrer Geschichte um Liebe und ich konnte tatsächlich mit ihr mitfühlen, habe mich aber auch immer gefragt, ob ich Harriet selbst wirklich vertrauen kann. Sie wirkt zwar sehr freundlich und zurückhaltend, doch sie hat auch einen guten Grund die Hausherrin zu hassen.


Ihr Leben in Fenix House ist nicht einfach. Sie freundet sich zwar schnell mit den Kindern an und hat Spaß an ihrer Arbeit, doch letztendlich gibt es auch dort Probleme, denn sie verliebt sich leider in eine Person, die sie nicht lieben darf ...


- Grace -


Grace ist Harriets Enkelin und sie hat schon viel über Fenix House gehört. Es überrascht sie, als ihre Großmutter plötzlich verlangt, dass sie in ihre Fußstapfen tritt und selbst Gouvernante in Fenix House wird. Schnell wird klar, dass sich das Haus verändert hat - das alles ist ja auch mehr als 50 Jahre her ... 


Grace selbst blieb eigentlich nur eine Randfigur. In ihren Abschnitten lernen wir das Haus und die Menschen viele Jahre später kennen und finden mit Grace gemeinsam heraus, was mit ihrer Großmutter passiert ist.


Meine Meinung


Der Einstieg in das Buch ist mir gut gelungen. Der Schreibstil mit den zarten Beschreibungen der Umgebung und den Menschen hat mir gleich zugesagt und der Prolog aus dem Jahr 1910 hat sofort eine unheimliche Stimmung aufgebaut. Alles beginnt hier nämlich mit einem Zugunglück, bei dem Grace ihre Eltern verloren hat. Sie wächst bei ihrer Großmutter auf, wird allerdings nach Fenix House geschickt, als dort eine Gouvernante gesucht wird. Was Grace noch nicht weiß: Der Junge, auf den sie aufpassen soll, ist kein normaler Junge und das Haus ist nicht mehr das Haus aus Harriets Erzählungen!


Im Wechsel erfahren wir hier nun die Geschichten der beiden Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten und mit unterschiedlichen Erwartungen nach Fenix House kommen. Spannend ist die Geschichte auf jeden Fall, besonders wenn man im Hintergrund behält, dass auch das Zugunglück eine wichtige Role zu spielen scheint.


Während Grace erst einmal Probleme mit dem derzeitigen Hausherren Mr. Pembridge hat, lebt sich Harriet in ihrer Zeit gut ein, muss aber mit Erschrecken feststellen, dass sie die Hausherrin kennt. Auch hier verbirgt sich eine düstere und böse Geschichte, die darauf deuten lässt, dass es vielleicht kein Zufall ist, dass Harriet nach Fenix House gekommen ist.


Die zwei Sichtweisen haben mir gut gefallen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich an manchen Stellen leicht verwirrt war. Grace und Harriet sind sich charakterlich doch recht ähnlich und da sie beide als Gouvernante dort anfangen, hatte ich im Kopf manchmal Überschneidungen. Es fiel mir manchmal schwer, umzudenken, da natürlich in Graces Abschnitten auch Personen aus der Vergangenheit vorkamen. Ein Art Stammbaum hätte das Lesen hier sicher erleichtert, denn diesen musste ich mir im Verlauf selbst zulegen, um wirklich alle Verbindungen zu verstehen!


"Die Sanduhr unserer Liebe" ist mit 544 Seiten kein kurzes Lesevergnügen. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass mir die Geschichte ein wenig zu ausgeschweift war. Als Leser erfahren wir einige Dinge früher als Grace, dennoch werden diese von ihr noch einmal durchgekaut. Für mich hätte es ausgereicht, Graces Abschnitte kürzer zu halten und Harriets Geschichte mehr Beachtung zu schenken. Um ehrlich zu sein fand ich Graces Abschnitte nämlich viel schwächer als die von Harriet!


Das Ende konnte mich aber begeistern, auch wenn es wohl recht typisch für dieses Genre sein dürfte. Zum Glück habe ich aber noch nicht allzu viel im Bereich der Familiengeschichten gelesen, sodass ich mit den Auflösungen rundum zufrieden war. Ich werde bestimmt bald wieder ein Buch der Autrin lesen.


Fazit


"Die Sanduhr unserer Liebe" ist eine interessante Geschichte über eine Frau und die Liebe und über Lügen, die erst viele Jahre später ans Tageslicht kommen ... Trotz einiger Längen konnte mich das Buch begeistern und ich hatte einige schöne Stunden im Fenix House!

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15 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

australien, geheimnisse, liebe

Am dunklen Fluss

Anna Romer , pociao , Roberto Hollanda
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 20.03.2017
ISBN 9783442486267
Genre: Romane

Rezension:

Schreibstil


"Am dunklen Fluss" war mein erstes Buch von Anna Romer. "Das Rosenholzzimmer" von ihr steht schon länger auf meiner Wunschliste, auch wenn ich dazu eher gemischte Meinungen gehört habe. Das neue Buch von Anna Romer hat mich daher ein wenig mehr gereizt, vor allem aber auch, da es schon fast wie ein Thriller klang. Ich dachte, im Fokus steht hier die Geschichte einer Frau, die nach und nach herausfindet, was mit ihrer Schwester passiert ist. Im Grunde ist "Am dunklen Fluss" aber eher eine "Familiengeheimnis"- Geschichte, der etwas anderen Art.


Zum Schreibtil muss ich leider sagen, dass ich sehr große Probleme hatte, in die Geschichte hineinzufinden. Auch wenn Anna Romer eigentlich einen angenehm flüssigen Schreibstil hat, so muss ich doch sagen, dass er mir teilweise zu ruhig und geradlinig war. Mein Kopfkino hat eigentlich erst im letzten Drittel eingesetzt und leider gab es einige Momente, wo ich mir selbst die Frage gestellt habe, ob ich das Buch überhaupt noch weiterlesen möchte. Für mich hätte die Geschichte an einigen Stellen flotter erzählt werden müssen, ich habe mich selten animiert gefühlt, weiterzulesen ...



Charaktere


- Ruby -


Ruby hat viele Jahre geglaubt, bei dem Tod ihrer Schwester hätte es sich um einen Unfall gehalten, doch plötzlich gibt es Andeutungen, dass damals viel mehr dahintersteckt haben muss. Sie reist nach Lyrebird Hall, um dort nach Antworten zu suchen und nach und nach kommt sie der Wahrheit auf die Spur und "löst" nebenbei noch ein altes Familiengeheimnis ...


Puhh, Rubys Geschichte fängt mit einem kleinen Beziehungsdrama an und wir lernen erst einmal eine recht charakterschwache Ruby kennen, die recht viel wegsteckt und mit sich machen lässt. Diese Ruby entwickelt sich im Lauf der Geschichte allerdings noch, konnte bei mir beim Lesen aber keinerlei Gefühl der Nähe erzeugen. Bei ihr hatte ich dauernd eine Barriere, es war, als würde ich die ganze Suche mit all den Rückblicken nur aus der Ferne beobachten!


- Brenna -


Der Erzählstrang aus dem Jahr 1898 behandelt die Geschichte einer jungen Frau, die eigentlich nur glücklich sein möchte, aber in eine Ehe gerät, die ihr ganzes Leben verändern soll ... Mehr kann ich an dieser Stelle erst einmal von der Story nicht verraten, aber Brenna war eine der wenigen Personen in "Am dunklen Fluss", die mich zum mitfiebern animieren konnten. Ihre Geschichte ist sehr tragisch und ich muss sagen, dass die Autorin in der Sicht der Vergangenheit viel mehr Herzblut in das gesamte Geschehen gepackt hat. Allerdings konnte mich auch hier der Schreibstil nicht direkt fesseln ... 


Meine Meinung


"Am dunklen Fluss" von Anna Romer war mal wieder so ein Buch, mit dem ich von Anfang an so meine Probleme hatte. Im Vorfeld habe ich nach einer spannenden Geschichte gerechnet, die sich auf die Geschichte von Ruby und ihrer Schwester konzentriert. In Wahrheit erzählt dieses Buch aber drei Geschichten: Die von der verloren Ruby in der Gegenwart, die von ihr als Kind in dem Jahr, als ihre Schwester starb und die Geschichte eines Mädchens/einer Frau namens Brenna aus dem Jahr 1898.


Diesen Vergangenheitsstrang fand ich am Stärksten, auch wenn es mir hier schlicht und ergreifend an Spannung gefehlt hat. Das ganze Buch ist sehr ruhig und deswegen fiel es mir oft sehr schwer, am Ball zu bleiben. Schon zu Beginn hatte ich das Gefühl, nur an der Oberfläche zu schwimmen und das Geschehen nur aus der Ferne zu beobachten. Mittlerweile weiß ich, dass dies meistens ein schlechtes Zeichen bei Büchern ist, aber dennoch habe ich versucht, noch durchzuhalten.


Die Geschichte rund um Brenna beginnt in Australien, was ich sehr interessant fand. Es gibt Einblicke in die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, doch aus diesem Umfeld wird Brenna schnell gerissen, als sie gezwungenermaßen einen Mann heiraten muss. Lange Zeit habe ich mich gefragt, wie dieser Handlungsstrang in das Gesamtbild hineinpasst, muss aber sagen, dass ich am Ende etwas enttäuscht war, dass es nur wenige Parallelen zur Gegenwart gab. Leider hatte dies für mich den fahlen Beigeschmack, dass die eigentliche Geschichte irgendwie gestreckt werden muss.


Schade ist auch hier, dass der Vergangenheitsstrang, der nur wenig mit Rubys Geschichte zu tun, nur einen minimalen Einfluss auf das Geschehen nimmt. Zwar gibt es ein kleines Geheimnis, das auch etwas überraschend konnte, aber es fehlte mir der "Wow-Effekt". Das Ende ist aber definitiv der stärkere Teil in diesem Buch, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass die Autorin etwas Tempo gewinnt. Leider aber fehlt es der Geschichte schlicht und ergreifend an Elan und die Aufdeckung der "Geheimnisse" konnten bei mir nicht die erwünschte Wirkung erzielen. Schade, ich denke aber, dass mir der Schreibstil dieser Autorin einfach nicht liegt!


Fazit


"Am dunklen Fluss" ist ein sehr ruhiger Roman, der mich leider nicht mit auf die Reise nach Australien nehmen konnte. Die Geschichte hat einige interessante Wendungen, war mir im Gesamtbild aber zu vorhersehbar und die Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart waren mir zu schwach ausgearbeitet! Echt schade! Von mir würde es 2,5 geben, ich runde aber auf 3 auf!

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51 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

single, romance, neubeginn, rezension, manche tage muss man einfach zucker

Manche Tage muss man einfach zuckern

Tamara Mataya , Evelin Sudakowa-Blasberg
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453421691
Genre: Liebesromane

Rezension:

Schreibstil


Ich hatte tatsächlich mal wieder Lust auf einen Liebesroman - wer hätte es gedacht? "Manche Tage muss man einfach zuckern" klang dabei wie ein echt süßer und witziger Roman, bei dem mir besonders die Idee mit der Internetseite "Missed Connections" gefallen hat!


Der Schreibstil der Autorin ist auf jeden Fall sehr leicht und ich kam gut in der Geschichte rein. Zwar konnte ich manche Auffassungen und manche Botschaften in diesem Buch nicht unbedingt teilen, aber dennoch bot die Geschichte rund um Sarah, ihren neuen Arbeitsplatz und ihrer Suche nach Mr. Right einige unterhaltsame Stunden!


Charaktere


- Sarah -


Sarah verliert ihren Job bei der Anwaltsfirma, bei der sie lange gearbeitet hat und zieht gezwungenermaßen bei ihrem besten schwulen Freund ein. Pete bietet ihr immer eine Schulter zum ausheulen und hat auch noch einen sehr ansehnlichen Bruder, den Sarah einfach unwiderstehlich findet. Doch mit Jack will sie unter keinen Umständen etwas anfangen, denn er ist als echter Frauenheld bekannt. Wie lange kann sie der Versuchung widerstehen?


Erst einmal muss sich Sarah aber um einen neuen Job kümmern und landet direkt in einem Hippie-Wellnesstempel. Sie passt null in diesen Job, versucht aber alles richtig zu machen und sich irgendwie anzupassen.


Sarah als Charakter zu beurteilen, fällt mir recht schwer. Sie kommt an einigen Stellen doch recht oberflächlich daher, verurteilt schnell, verlangt aber, genau wie ihre "Hippie"-Kollegen, Respekt. Ich weiß nicht recht, ob sie das unbedingt sympathisch macht. Witzig fand ich sie, aber sie ist kein Charakter, mit dem ich mich identifizieren könnte oder mit dem ich im echten Leben zutun haben möchte.


- Jack - 


Jack wird zu Beginn des Buches als typischer Frauenheld dargestellt, was aber auch nur eine recht oberflächliche Sicht ist. In ihm steckt mehr, doch Sarah will das irgendwie nicht so recht glauben. Für sie ist er nur der heiße Bruder ihres besten Freundes! 


Jack mochte ich als Charakter sehr gerne, fand allerdings, dass er nicht direkt zu Sarah passt. Ob die beiden zusammenkommen oder ob es nur bei der Affäre bleibt, wird an dieser Stelle natürlich nicht verraten!


Meine Meinung


Okay - bei Liebesromanen muss man seit "Fifty Shades of Grey" wohl immer mit einer gehörigen Prise Erotik rechnen, auch wenn ich bei dem Titel "Manche Tage muss man zuckern" eher eine kitschig romantische und zuckersüße Geschichte erwartet habe. Ganz ehrlich: Erotik ist n Bücher nie so meins und hier kam mir besonders Sarahs Verhalten recht primitiv vor. Sie findet Jack einfach nur körperlich anziehend und will nur Sex mit ihm haben, weil sie denkt, dass er eh kein Typ für eine feste Beziehung ist. Indirekt möchte sie damit auch sich selbst schützen, um nicht verletzt zu werden.


Interessant fand ich hier die Idee von "Missed Connections". Sarah selbst ist besessen von der Internetseite und hofft, dass irgendjemand sie dort einmal sucht und sie so Mr. Right findet. In ihrer Obsession schaut sir dort jeden Tag vorbei, doch findet sie wirklich eine Anzeige, die genau auf sie abzielt?


Viel Platz nimmt auch Sarahs neuer Job ein, bei dem sie jede Menge Stress hat und förmlich gemobbt wird - von Hippies, die unsere Welt einfach schrecklich finden ... Ein bisschen oberflächlich geht die Autorin hier schon an die ganze Sache heran, teilweise waren die Momente in dem Hippie-Wellnesstempel zwar witzig und ich konnte auch viel lachen, aber gleichzeitig wurde hier zu vorschnell geurteilt. Manchmal befindet sich die Wahrheit eben doch in der Mitte ...



Neben dem katastrophalen Job geht es natürlich auch um Liebe, auch wenn ich sagen muss, dass sich bei mir keine echten Emotionen eingestellt haben. Mir war es teilweise zu körperlich, zwar gibt es einige sehr süße Stellen, die mich auch Schmunzeln ließen, aber die echte Liebe, die Sarah hier eigentlich sucht, ist nicht spürbar. Die Geschichte selbst rund um die mysteriöse Anzeige im Internet und Jack, der Affäre, ist recht vorhersehbar und als Leser weiß man schnell, welches Ende einen erwartet. Ob dies so gewollt ist, kann ich schlecht sagen, denn ich lese nicht so oft Liebesromane, aber ich hätte mir am Schluss tatsächlich noch eine Überraschung gewünscht!


Fazit


Eine witzige Geschichte zum Schmunzeln, die mein Herz aber leider nicht berühren konnte. Mir war die Liebesgeschichte eine Spur zu oberflächlich und mit Erotik kann ich in Büchern leider gar nichts anfangen. Welche Tage denn hier auch überhaupt gezuckert werden sollen erschloss sich mir doch nicht so recht, denn es gibt wenige romantische Momente. Trotz meiner Kritik ist es aber dennoch ein unterhaltsames Buch für Zwischendurch mit einem guten Schuss Humor und einer Protagonisten, der man manchmal am liebsten die Augen öffnen würde!

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550 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 62 Rezensionen

liebe, drogen, zwangsstörung, wenn du dich traust, kira gembri

Wenn du dich traust

Kira Gembri
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.06.2015
ISBN 9783401601496
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil
Hach ja, lange ist es her, dass ich zum letzten Mal einen guten Liebesroman gelesen habe. Für die Feiertage habe ich mir aber direkt einen ausgesucht, um einfach mal abzuschalten und einer witzigen und süßen Geschichte zu folgen, die kein großes Nachdenken erfordert.
"Wenn du dich traust" von Kira Gembri ist eine typische "Bad Boy"-Geschichte, die mich vom Aufbau an "Kirschroter Sommer" und "Türkisgrüner Winter" erinnert hat. Abwechselns erfahren wir das Geschehen aus der Sicht von Jay, dem Bad Boy und Lea dem zerbrochenen Mädchen mit Zwangsstörung!
Die Autorin hat hier wirklich eine zuckersüße Geschichte verfasst, die komplett ohne Kitsch daherkommt und mich gut unterhalten konnte! Ihr Schreibstil ist lockerleicht und jugendlich, doch sie scheut sich auch nicht, die Probleme ihrer Protagonisten anzusprechen. Leas Sicht mit den Zwangsstörungen wir sehr sensibel angepackt, während Jay eher der Bad Boy mit der harten Schale und dem weichen Kern ist.
Charaktere
- Lea -
Lea konnte ich sofort in mein Herz schließen. Sie ist gefangen in ihrer Zwangsstörung. Sie zählt alles und hat ein abendliches Ritual, bei dem sie den Herd und sämtliche Steckdosen kontrolliert. Irgendwas scheint ihr Angst zu machen und sie kann sich davon nicht befreien. Als zuhause etwas passiert, sieht sie ein, dass sie nicht mehr bei ihren Eltern wohnen kann. Sie ist eine Gefahr für sich und andere und lässt sich einweisen. 
In der Psychiatrie fühlt sie sich allerdings auch nicht sonderlich wohl. Als sie Jay, einen Typen, der dort Sozialstunden ableisten muss, trifft, nutzt sie die Chance und "erpresst" ihn. Sie will einfach nur raus und anfangen zu leben - doch das erweist sich als schwieriger als gedacht, als sie in seiner Bruchbude ankommt, die er auch noch mit anderen Jungs teilt ...
Lea ist eine interessante Person, die selbst weiß, wie zerbrochen sie ist, sich aber dagegen nicht wehren kann. Vielschichtig und tiefgründig wird ihre Geschichte erzählt und nach und nach werden auch die Hintergründe ihrer Zwangsstörung deutlich.
- Jay -
Jay ist der Bad Boy der Geschichte. Zu Beginn war er mir eine Spur zu klischeehaft. Er verkauft Drogen, wird deswegen festgenommen und zu Sozialstunden verdonnert. Von der Psychiatrischen Anstalt hält er allerdings nicht viel und findet alle Patienten echt verrückt. 
Jay ist der typische Frauenaufreißer, der am liebsten jede Nacht eine andere hat. Er liebt eigentlich nur sich selbst und findet Lea auch echt durchgeknallt ... Zu Beginn findet er Lea auch echt nervig und abstoßend, er möchte sie am liebsten so schnell es geht wieder loswerden ...
Es war natürlich von der Autorin beabsichtigt, mit Jay einen eher schwierigen und unsympathischen Charakter zu haben. Bad Boys sind in Geschichten eh meist nicht meins, aber in "Wenn du dich traust" fand ich seine Entwicklungen toll. Außerdem bekommt auch er eine eigene Hintergrundgeschichte, die es mir erleichtert hat ihn zu verstehen. Es ist eben doch immer verkehrt, nur nach dem äußeren Auftreten zu urteilen!
Meine Meinung
"Kirschroter Sommer" und "Türkisgrüner Winter" von Carina Bartsch waren bislang die einzige "Bad Boy trifft schüchternes Mädchen"-Geschichte, die mich begeistern konnte. Jetzt gesellt sich aber ein weiteres Buch dazu: "Wenn du dich traust" von Kira Gembri konnte mich als Liebesroman-Muffel tatsächlich begeistern!
Die Geschichte ist locker, lädt zum Abtauchen ein und ist sehr humorvoll erzählt. Mit Lea haben wir eine sehr vielschichtige Person, die durch ihre Zwangsstörung kein normales Leben führen kann. Sie betritt ein Leben, das ihr völlig fremd ist, das sie aber anscheinend wieder auf den richtigen Weg bringt.
Witzigerweise dachte ich zu Beginn echt, dass aus Lea und Jay niemals etwas werden könnte. Jay ist selbst sehr voreingenommen und möchte mit dieser "Verrückten" am liebsten nichts zu tun haben. Teilweise habe ich ihn am Anfang echt gehasst, weil er viel zu vorschnell und viel zu oberflächlich geurteilt hat. Dann war mir allerdings klar, dass auch ich ihn sehr schnell beurteilt habe. Man muss Menschen einfach Chancen geben und sie näher kennenlernen, um sich wirklich ein Urteil bilden zu können!
Der letztendliche Umbruch ging dann zwar etwas schnell und ich hätte mir hier noch mehr Seiten gewünscht, aber letztendlich ist manchmal so im Leben. Die Liebe ist eben unberechenbar! 
Es gibt in "Wenn du dich traust" viele süße Szenen, viele witzige Momente, aber auch einige sehr erschreckende. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen und hätte am liebsten noch viel mehr Seiten über Jay und Lea gelesen. Ich werde auf jeden Fall nach weiteren Büchern der Autorin Ausschau halten!
Fazit
Eine zuckersüße Geschichte über ein Mädchen mit Zwangsstörungen und Bad Boy, der eigentlich nur an sich selbst denkt und psychische Erkrankungen gar nicht so ernst nimmt. Witzig und doch ernst wird hier eine Liebesstory erzählt, die ganz ohne Kitsch funktioniert! Klasse!

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

trilogie, serie, thriller, band 3, fortsetzung

Das Spiel - Tod

Jeff Menapace , Sven-Eric Wehmeyer
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453677098
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Der erste Teil der "Spiel"-Trilogie hat mich im vergangenem Jahr echt umgehauen und ich habe gedacht, hier wieder einen vielversprechenden neuen Horrorautoren entdeckt zu haben. Der erste Teil war auch echter Backwood-Horror über eine Familie, die ums nackte Überleben kämpfen muss und Teil eines perfiden Spiels wird. Das Buch hat mich so begeistert, dass ich gespannt auf die weiteren Teile gewartet habe.


Leider hat der Stil des Autoren schon im zweiten Teil eine 180 Grad Wendung hingelegt. Statt um psychologischen Horror ging es plötzlich nur noch um Action. Meiner Meinung nach hat sich der Autor keinen großen Gefallen dabei getan, Monica und Domino als Charaktere einzuführen. Leider geht es nämlich auch im dritten Teil nicht mehr wie der Klappentext verspricht um die Lamberts, sondern um den Endkampf zwischen Profikillerin und Ex-Soldat.



Charaktere


- Domino -


Ich kann gar nicht sagen, wie enttäuscht ich bin, dass ich hier bei den Charakteren nicht Amy Lambert oder die Kinder erwähnen kann. Diese spielen in dem Buch nämlich keine große Rolle mehr, stattdessen geht es um Domino, der sich nach den Ereignissen des zweiten Bands die Schuld für einen gewissen Tod gibt und Amy und die Kinder noch immer beschützt - obwohl Monica seiner Auffassung nach längst tot sein muss ...


Domino ist eben ein Ex-Marine, ein Bodyguard und übertrieben stark, sowohl geistlich als auch körperlich. Er ist eine Maschine und in jedem Action-Film würde er wohl als Superkämpfer dargestellt werden - mir war er schlicht und ergreifend zu übertrieben, was ich ja bereits beim zweiten Teil erwähnt hatte.


- Monica -


Auf der anderen Seite, die Seite des Bösen, haben wir Monica, die verbliebene Schwester der Fanelli-Brüder, die natürlich noch immer ihre Rache will. Sie ist eine Profikillerin und verfügt über das Know how und die nötigen Mittel, um ein letztes Spiel zu spielen ...


Puhh, ich fand die Fanelli-Brüder im ersten Teil einfach origineller. Sie waren nicht "übermnschlich" dargestellt, waren keine Profikiller und hatten andere Auffassungen zum besagten Spiel. Durch Monika fehlt leider ein gewisses psychologisches Element, was den ersten Teil so unfassbar gut gemacht hat. Zwar steigt sie wenigstens im letzten Teil auf ein paar originelle Folterideen um, aber ich konnte mit ihr einfach nicht so mitfiebern wie mit den Fanelli-Brüdern ...


Meine Meinung


Der dritte Teil von "Das Spiel" konnte mich leider wieder nicht vom Hocker reißen. Obwohl der Klappentext andeutet, dass es hier wieder um die Lamberts gehen soll, steht doch der Endkampf zwischen Domino und Monica im Vordergrund und das Buch beschreibt eigentlich nur den Weg, den Monica beschreitet, um endlich ihre Rache zu kommen.


Durch die kurzen Kapitel ist zwar ein stetiger Spannungsbogen da, aber die Geschichte ist leider nicht mehr böse und als Leser wusste ich nicht so recht, mit wem ich mitfiebern sollte. Monica stellt zwar das Schlechte da und Domino das Gute, aber dennoch waren mir beide Charaktere einfach zu übertrieben. (Ich muss dazu sagen, dass ich Horror liebe, Actionthrillern aber leider nichts abgewinnen kann ...)


Kurzweilige Unterhaltung bietet das Buch auf jeden Fall. Es lässt sich flüssig lesen, hat nur diesen gewissen bitterbösen Flair vollständig verloren. Der Autor macht es sich teilweise auch viel zu einfach. Obwohl gerade im letzten Drittel sehr viel Potenzial vorhanden ist und es einige "Saw"-mäßige "Fallen" zu bestaunen gibt, wirkte es auf mich so, als hätte er zum Ende hin die Lust verloren. Viel zu schnell und unlogisch wird die Geschichte zuende gebracht - Hauptsache, es ist eben irgendwie vorbei ...


Abschließend kann ich zu der Reihe nur sagen, dass sie unfassbar stark angefangen hat, der erste Teil war echt ein bitterböser Beginn, doch auf mich wirkte es, als hätte der Autor versucht, die Geschichte zwanghaft auf die Action-Schiene zu verfrachten. Leider hat die Reihe dadurch an Originalität verloren ...


Fazit 


Aus einer ehemals tollen Idee um ein bitterböses Spiel zweiter Brüder wurde ein lahmes Action-Gemetzel ohne großes Mitfiebern. Ich kann den ersten Band als eigenständiges Buch empfehlen, die Fortsetzungen waren allerdings überhaupt nicht mehr meins ...  



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31 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 3 Rezensionen

psychothriller, jack ketchum, krimi, horror, roman

SCAR

Jack Ketchum , Lucky McKee , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Heyne, 10.04.2017
ISBN 9783453677173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Von Jack Ketchum habe ich schon eine ganze Weile nichts mehr gehört. Mit "Evil" hat er mich vor vielen Jahren begeistern können, "Beutezeit" war aufrund der vielen Klischees dann aber eher ein Flop für mich! 


Sein neues Buch, das er mit dem Autoren, Schauspieler und Regisseuren Lucky McKee hat mich vom ersten Moment brennend interessiert. Ich bin mit den Erwartungen, einen spannenden Horrorroman zu lesen, doch im Grunde ist "Scar" ein recht jugendliches Buch, das sehr emotional und tiefgründig ist und nicht mit "Evil" oder "Beutezeit" gemein hat.


Ich muss sagen, dass ich am Anfang etwas verwundert war aufrund eines Rechtschreibfehlers hinten auf dem Klappentext. In letzter Zeit hatte ich gerade bei größeren Verlagen oft das Problem mit nur oberflächlichen Lektoraten und dadurch auch Probleme beim Schreibstil. Zum Glück ließ sich "Scar" aber sehr flüssig lesen und ich war nach wenigen Seiten schon komplett in der Geschichte gefangen.


Das Buch wird aus den Sichten aller Familienmitglieder verfasst, so bekommen wir einen tiefen Einblick in die zerrüttete Beziehung zwischen Vater, Muter, den beiden Kindern und dem Hund Caity. "Scar" ist eine sehr tiefgründige Geschichte, an vielen Stellen ist sie sehr emotional und ladet zum Nachdenken über unsere heutige Gesellschaft ein!


Charaktere


- Delia -


Delia ist mit ihren 11 Jahren bereits ein gefeierter Kinderstar und wird von Job zu Job geschleift. Sie ist die große Einnahmequelle der Familie und lässt eigentlich alles mit sich machen. Ihre geliebte Hündin Caity steht ihr bei und scheint ihr einziger Freund auf dieser Welt zu sein. 


Während zu Beginn der Geschichte noch alles recht unterschwellig abläuft, ändert sich alles, nach einem schrecklichen Unfall. Delia ist entstellt, doch ihre Eltern wollen weiterhin mit ihr Geld verdienen ...


Delia muss man als Leser einfach ins Herz schließen. Sie steht zwar im Fokus der Familie, aber nur, weil sie ein Goldesel ist. Sie wird beachtet, solange sie schön ist, gehorcht und einfach funktioniert. Das Leben von Delia ist kein schönes Leben. Sie hat keine Freunde, darf nicht zur Schule gehen und wird von ihrer Familie nur benutzt. Ich fand es richtig schlimm, den ganzen Druck zu spüren, der auf ihr lastet!


- Pat und Bart -


Hier haben wir Delias Eltern. Pat ist selbst sehr hübsch, aber sie hat selbst nie den Durchbruch geschafft. Also muss jetzt ihre Tochter ran. Pat symbolisiert jene strebsamen Eltern, die in ihren Kindern eine Art zweite Chance sehen, endlich Erfolg zu haben. Ich fand Pat einfach nur abartig und schrecklich, zumal sie noch einige Geheimnisse hat ...


Bart ist ähnlich egoistisch, ihm geht es aber in erster Linie ums Geld. Er kauft sich vom Geld seiner Tochter ein fettes Auto und mehrere Fernseher. Ja, er schmeißt das Geld förmlich zum Fenster raus und interessiert sich nur für den Luxus, den er sich nun leisten kann! Er war für mich ebenso abartig wie seine Frau ...


- Caity -


Caity ist der Hund der Familie und war mein absoluter Lieblingscharakter in diesem Buch. Sie und Delia verbindet eine ganz besondere Art der Freundschaft und Verbundenheit, die einfach nur mein Herz erwärmt hat. 


Caity tut alles für Delia und das ist das ganze Buch über spürbar. Die Verbindung der beiden bricht auch nicht ab, als so einige schlimme Dinge passieren ...


Meine Meinung


Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit der Erwartung an das Buch gegangen bin, mal wieder einen blutigen und verstörenden Horrorroman von Jack Ketchum zu lesen, doch "Scar" ist komplett anders. Fast schon kindlich erzählt es erst einmal die Geschichte eines Mädchens, das in ihrer Familie nur als Geldquelle benutzt wird.


Durch die verschiedenen Sichtweisen bekommen wir Einblick in die gesamte Familie, einschließlich des Hundes Caity. Es wird deutlich, wie zerbrochen die Familie längst ist und von welchem Egoismus jeder einzelne geleitet wird. Beim Lesen hatte ich einen regelrechten Hass auf die Eltern, die ihr Kind so dermaßen ausnutzen und echt nur an Ruhm und Geld interessiert sind.


Interessant finde ich, dass das erste Drittel des Buches damit Spannung aufbaut, dass Delia anscheinend Angst vor Geistern in ihrem Puppenhaus hat. Caity spürt ebenfalls etwas und versucht Delia zu beschützen, doch dann kommt alles anders als gedacht und es gibt echt eine bitterböse Wendung!


Mitgefühl ist von der Familie kaum zu spüren, stattdessen sehen sie weiterhin nur ihr eigenes Leben im Vordergrund. Delia selbst entwickelt sich im Laufe der Geschichte in eine tolle Richtung - wird aber weiterhin vermarktet. Die beiden Autoren zeigen hier wieder einmal, in was für einer grauenhaften Welt wir leben. Geld und Erfolg scheint das wichtigste zu sein, dabei wird oftmals die Menschlichkeit vergessen.


Horror findet man in "Scar" überhaupt nicht. Stattdessen ist die Geschichte voller psychologischer Spannung, voller Schockmomente und voll mit Emotionen. Teilweise musste ich echt weinen, da mir die Geschichte von Delia und Caity ungemein nahe ging! Das Ende selbst ist so zwar abzusehen, aber dennoch absolut spannend und es gibt wenigstens einen Hauch Vergeltung ...


Fazit


"Scar" ist fast schon ein Jugendroman über eine zerrüttete Familie und die wundervolle Verbindung von einem Mädchen und ihrem Hund! Auch wenn ich Horror erwartet hatte, muss ich doch sagen, dass ich angenehm überrascht über diese tiefgründige und teils sehr traurige Geschichte war, die mich bestimmt noch einige Tage oder Wochen begleiten wird! Eine klare Empfehlung!

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Tags: jack ketchu, roman   (2)
 

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26 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

stalker, autorin, exmann, thriller, scheidung

Mein Wille geschehe

Jennifer Benkau
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ehrenwirth, 16.03.2017
ISBN 9783431039818
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Schon lange wollte ich ein Buch von Jennifer Benkau lesen, denn ich habe auf anderen Blog sehr viel von ihr gehört. Neben Fantasy, das selten komplett meinen Geschmack trifft, schreibt sie auch Thriller und "Mein Wille geschehe" hat mich sofort angesprochen!


Ich muss sagen, dass ich etwas gebraucht habe, um komplett in die Geschichte abtauchen zu können. Fast tastend musste ich mich erst einmal mit unserer Protagonistin Derya vertraut machen, die ich zu Beginn noch nicht so recht einschätzen konnte. Als dann aber offenbart wurde, dass Derya eine Autorin ist, aber schon lange nicht mehr geschrieben hat, war für mich dann das Eis gebrochen (Ja, Autoren müssen untereinander doch zusammenhalten!) und ich konnte mit ihr mitfiebern.


Jennifer Benkaus Schreibstil ist zu Beginn recht einfach, entwickelt sich dann aber in einer wunderbare Richtung. Besonders Deryas Melancholie hat sie toll umgesetzt und es gibt einige superschöne Abschnitte! Interessant fand ich auch die Rückblicke und eine gewisse Spannung, die im weiteren Verlauf stetig aufgebaut wird!


Charaktere


- Derya -


Derya ist auf sich allein gestellt, seit sie sich von ihrem Mann Robert getrennt hat. Dann denkt sie plötzlich, ihre Jugendliebe Jakob zu sehen, der sie in Jugendjahren recht verwirrt zurückgelassen hat. Nach und nach gibt es Einblicke in ihre jugendliche Beziehung und ebenso in das Leben, das Derya gerade führt. Sie hat nur eine richtige Freundin und lernt auf der Straße eine Obdachlose kennen, mit der sie anscheinend etwas verbindet.


Wie bereits gesagt, fand ich Derya zu Beginn nicht sonderlich sympatisch und bei einem Psychothriller möchte ich entweder mit dem Protagonisten mitfiebern oder ihn hassen. Zum Glück entwickelt sich das im Verlauf noch, auch wenn es von der Autorin beabsichtigt war, hier einen eher undurchschaubaren Charakter zu haben.


- Jakob -


Ich war mir unsicher, ob ich Jakob hier erwähnen sollte. Er ist auf jeden Fall Deryas Jugendliebe und jetzt, im Verlaufe der Geschichte, erwacht diese Liebe scheinbar zum neuen Leben! Aber ob das so gut für Derya ist?


Jakob hab ich weder gemocht, noch gehasst. Er war eher immer so ein Charakter, den ich im Auge behalten habe, weil ich seine Absichten nicht entschlüsseln konnte!


Meine Meinung


Die Geschichte hinter "Mein Wille Geschehe" ist recht ruhig erzählt, wie ein echter Psychothriller eben und setzt dabei auf eine sich stets steigernde Spannung. Toll fand ich, hier eine Autorin als Protagonistin zu haben - allerdings bin ich als Schreiberling wohl schon so tief in der Materie, dass mir dann leider das Ende, obwohl es eigentlich echt genial ist, schnell klar war ...


Nun aber erst einmal zurück zum Anfang. Zu Beginn fand ich das Buch ehrlich gesagt nicht sonderlich spannend. Ich habe aber durchgehalten, da ich von anderen Rezensenten bereits gehört habe, wie genial und ausgetüftelt das Ende sein soll. Irgendwann hat mich die Geschichte dann auch tatsächlich gepackt und ich wollte wissen, wie alles zusammenpasst.


Der Schreibstil selbst ist zu Beginn recht einfach, aber entwickelt sich wirklich in eine ausgesprochen tolle Richtung! Man merkt schnell, dass es sich bei der Protagonistin um eine Schriftstellerin handelt und deswegen habe ich Derya tatsächlich irgendwann gemocht.


Jakob und Robert, die Jugendliebe und der Exmann, spielen hier auch weiterhin eine zentrale Rolle. Wer steckt hinter den ganzen Dingen, die Derya plötzlich passiert? Mich hat das Buch enorm an eine meiner Lieblingsgeschichte erinnert, nämlich "Das heimliche Fenster, der heimliche Garten" von Stephen King.


Das Ende selbst, so genial ich es auch fand, hat mich bei dem Buch etwas zwiegespalten zurückgelassen. Ich muss hier ehrlich bleiben, denn solch eine "Auflösung" liest man in ähnlicher Form als Thriller-Leser recht oft. Es ist meiner Meinung nach durch die vergangenen Jahre etwas ausgelutscht und konnte daher nicht die Wirkung erzielen, die sich die Autorin wohl gewünscht hat!


Fazit


Ein echter Psychothriller mit tollem Schreibstil und einer interessanten Protagonistin, allerdings kann ich mich den zahlreichen positiven Stimmen über das Ende nicht anschließen. Genial ist es auf jeden Fall, aber es war schon hunderte Male in anderen Thrillern da. Das fand ich etwas schade, kann das Buch aber dennoch weiterempfehlen!

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157 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

klassiker, insel, kinder, william golding, herr der fliegen

Herr der Fliegen

William Golding , Peter Torberg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596950287
Genre: Klassiker

Rezension:

Charaktere


- Ralph -


Zu Beginn lernen wir Ralph kennen, der auf einen dicken Jungen trifft und erst einmal realisieren muss, was geschehen ist. Sie finden ein Muschelhorn und blasen hinein und schnell kommen die restlichen Überlebenden des Flugzeugabsturzes zusammen und sie begreifen, dass keine Erwachsenen auf der Insel sind. 


Ralph wird ziemlich schnell zum Anführer gewählt, demokratisch natürlich, doch er merkt schnell, dass es schwer ist, alles zu koordinieren. Zum Teil ist das Erlebnis auf der Insel für die Jungs ein großes Abenteuer, doch natürlich möchten sie auch gerettet werden.


- Piggy -


Piggy ist der besagte dicke Junge, der aber auf keinen Fall Piggy genannt werden wollte. Doch das interessiert niemanden, denn Piggy ist der typische Aussenseiter, ist aber sehr intelligent und behält oft den Durchblick, als die anderen Jungs nicht mehr weiter wissen. 


Leider wird er in der Gruppe nicht direkt akzeptiert, sogar Ralph, dem er eigentlich vertraut, macht sich teilweise lustig über ihn. Er symbolisiert hier eine schwache Person, einen Menschen, der zwar versucht, gehört zu werden, aber keinen richtigen Anschluss findet.


Piggy war der Charakter, den ich in diesem Buch am meisten mochte. Er verliert sich nicht wie die anderen, ist kein Mitläufer und folgt seinen eigenen Auffassungen.


- Jack -


Jack ist das Gegenteil von Ralph. Er ist ein Abenteurer und wird mit seinen Chorjungen schnell zum Jäger. Während er anfangs noch Skrupel hat, ein Schwein zu töten, verliert er nach und nach die Hemmschwelle, denn hier geht es ja schließlich ums Überleben? Dabei passt er sich so sehr der neuen Umgebung an, dass es oft schein, als wollte er nicht gerettet werden.


Während Ralph von allen zum Anführer gewählt wurde, muss Jack um seine Macht erst einmal kämpfen. Er nutzt die Ängste der anderen und für mich symbolisierte er hier einen Diktator.


Meine Meinung


"Herr der Fliegen" von William Golding beginnt direkt nach dem Flugzeugabsturz und wir finden uns zusammen mit einem Haufen englischer Schuljungen auf einer einsamen Insel wieder. Schnell finden sich die Kinder und Jugendlichen zusammen und überlegen, wie sie überleben können. Auf der Insel befinden sich ausreichend Früchte und es gibt Schweine. Sie bauen sich Hütten, versuchen aber gleichzeitig, stets mit einem Feuer auf sich aufmerksam zu machen.


Schnell bilden sich zwei Lager. Zum einen ist da Ralph, der Piggy an seiner Seite hat und deswegen immer wieder zur Vernunft kommt und Jack nicht blind folgt, doch dann ist da Jack mit seiner Jägergruppe, die immer mehr zu Wilden werden.


Auf der Insel sind auch kleine Kinder, die urplötzlich von einem Monster reden. Einer Art Schlange, ein Ungetüm, das durch den Dschungel streift. Ist es die Angst der Jungen oder sind sie auf der Insel wirklich nicht allein?


William Goldings Roman "Herr der Fliegen" ist ein Buch, das von der Botschaft her echt unter die Haut geht, es ist eine Geschichte, die man begreifen muss und sie sich auch wieder aktuell auf unser Leben übertragen lässt. Auf der Insel entwickelt sich schnell eine Gruppendynamik, es gibt die Starken und die Schwachen, die Mitläufer und die Rebellen. Vor Augen halten muss man sich hier, dass dies alles Kinder sind.


Besonders das Ende des Buches hat mir so einige Gänsehaut-Momente verursacht. Besonders eine Szene fand ich besonders schlimm, die wohl alle Leser aufwühlen wird. Das Buch beschreibt die Ungerechtigkeit des Lebens, die Sinnlosigkeit des Krieges und den Wahn, den die Menschheit in den letzten Jahrhunderten öfters verfallen sind ... 


Fazit


Ein toller Klassiker, der zum Nachdenken anregt und uns wieder einmal zeigt, in welch einer Gesellschaft wir leben. Damals wie heute hat sich wenig verändert und deswegen ist "Herr der Fliegen" noch immer aktuell. Der leicht wirre Schreibstil sollte nicht abschrecken, denn hier verbirgt sich wahrlich ein kluges Buch mit Gänsehaut-Momenten!

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Herr der Fliegen

William Golding , Hermann Stiehl ,
Audio CD
Erschienen bei Argon Sauerländer Audio ein Imprint von Argon Verlag, 13.10.2009
ISBN 9783866107526
Genre: Kinderbuch

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Der Achtsamkeits-Begleiter

Sarah Jane Arnold , Karin Weingart
Flexibler Einband
Erschienen bei Lotos, 13.03.2017
ISBN 9783778782712
Genre: Sachbücher

Rezension:

Meine Meinung


Heute stelle ich euch einmal keine Geschichte vor, sondern ein Ausmalbuch für Erwachsene, das gegen Stress helfen soll. Solche Malbücher gefallen mir seit ein paar Monaten echt gut, denn es hilft tatsächlich, in dieser recht hektischen Welt einfach mal abzuschalten und auf sich selbst zu hören.


"Der Achtsamkeits-Begleiter" von Dr. Sarah Jane Arnold ist noch eine Steigerung zu den Ausmalbüchern anderer Verlage. Die Autorin, die freiberuflich als psychologische Beraterin tätig ist, gibt zu Beginn des Buches Einblick darin, was Achtsamkeit überhaupt bedeutet. Das erklärt sie klar und flüssig und stellt auch gleich eine Verbindung zum Ausmalen her. 


Die Aufmachung des Buches ist echt schön. Mit einem hübschen Band kann es geschlossen werden und es ist so klein und kompakt, dass es in jede Tasche passt. Und dafür ist es auch gedacht. Es ist perfekt dafür geeignet, um unterwegs ein paar Minuten einfach abzuschalten - sei es in der Bahn oder einfach auch kurz in der Pause auf Arbeit.


Kommen wir nun aber zu dem Punkt, der mich am meisten begeistern konnte: Zu jedem Bild gibt es eine Übung, die unsere Achtsamkeit stärken soll. Das ist verständlich erklärt, bedarf allerdings auch erst einmal einigen Versuchen, sich mein Malen wirklich auf das Geforderte zu konzentrieren. Aber dazu sind die Übungen auch da, man soll sich einfach einmal fallen lassen und das ganze "Drumherum" vergessen. Leider vergessen wir viel zu oft, einfach mal auf unsere innere Stimme zu hören!


Die Bilder selbst in "Der Achtsamkeits-Begleiter" sind sehr einfach gehalten, meistens sind es nur verschiedene verschlungene Formen, aber auch Blumen oder Federn. Ich hatte, als ich das Buch bekommen, ein kleines Problem bei der Stifteauswahl. Filzstifte sind zu dick für die recht kleinen Felder und auch meine Aquarellstifte waren nicht geeignet. Da ich keine Fineliner mag (die sicher am besten geeignet wären) habe ich mich für Buntstifte entschieden, die aber für die filigranen Bilder sehr gut angespitzt werden sollten. Ich denke, ich werde das Buch vorwiegend für Unterwegs benutzten und kann es als "Wegbegleiter" auf jeden Fall weiterempfehlen!


Fazit


"Der Achtsamkeits-Begleiter" ist ein Ausmalbuch der besonderen Art. Dr. Sarah Jane Arnold stellt zu jedem Bild eine Übung vor, die dem Malenden hilft, Stress abzubauen und Achtsam durchs Leben zu gehen. Aufgrund des kompakten Formats und der recht kleinen Ausmalbilder werde ich das Buch allerdings vorwiegend unterwegs benutzen!




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471 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 45 Rezensionen

indien, england, liebe, lucinda riley, dartmoor

Die Mitternachtsrose

Lucinda Riley , Sonja Hauser
Flexibler Einband: 576 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 22.06.2015
ISBN 9783442479702
Genre: Romane

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99 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 21 Rezensionen

psycho, düster, psychothriller, angst, beängstigend

Das Mädchen im Dunkeln

Jenny Blackhurst , Anke Angela Grube
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.02.2017
ISBN 9783404174164
Genre: Krimi und Thriller

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306 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 50 Rezensionen

bloody mary, spiegel, internat, horror, angst

Sag nie ihren Namen

James Dawson , Frank Böhmert
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 02.07.2015
ISBN 9783551314192
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil


"Sag nie ihren Namen" von James Dawson stand schon lange auf meiner Wunschliste und zu Weihnachten habe ich es von meiner lieben Wichtelmama bekommen. Seid meiner Jugend stehe ich total auf Slasher und auch auf urbane Legenden. So war mir Bloody Mary und ihre Geschichte nicht sonderlich fremd und ich konnte mich gleich ins Abenteuer stürzen.


Natürlich beinhaltet "Sag nie ihren Namen" nicht viel Neues, aber das war mir von Anfang an auch klar gewesen. Das Buch ist eine Slasher-typische Jugendgeschichte über drei Teenies, die Bloody Mary rufen und dann nur noch ein paar Tage zu leben haben. Zwar habe ich mir gewünscht, mal wieder richtigen Grusel zu spüren, aber ich hatte bereits erwartet, dass mich das Buch hier nicht direkt durch eine tolle Atmosphäre begeistert. 


Der Schreibstil von James Dawson ist aber auf jeden Fall flüssig und das Buch lässt sich flott lesen. Auch wenn es keine echten "Horror"- Momente enthält, weiß es doch, eine mysteriöse Spannung zu erzeugen und die alte Legende um Bloody Mary noch einmal aufleben zu lassen!


Charaktere


- Bobbie -


Unsere Protagonistin ist ein stinknormales Mädchen, nicht besonders beliebt, aber dennoch ein Charakter, mit dem man sich als Leser identifizieren kann. (Und die wohl typisch für jeden Horrorfilm ist!)


Bobbie, die eigentlich Roberta heißt, schreibt gerne Geschichten. Ihre Mutter lebt und arbeitet in New York und interessiert sich fast nur für ihr eigenes Leben. Deswegen ist Bobbie auf dem Internat und hat dort auch eine beste Freundin.


Typischerweise gibt es in diesem Buch auch eine kleine Liebesgeschichte, aber dazu verrate ich an dieser Stelle nichts weiter!


- Caine -


Caine ist ein recht beliebter und cooler Typ, auf den die Mädchen abfahren. Zu Beginn gibt es eine Art Halloweenparty, auf der er mit seinen Freunden und ein paar Mädchen aus dem Internat ist. Bobbie, Naya und er erklären sich bereit, Bloody Mary zu rufen und dann nimmt das Übel auch schon seinen Lauf.


Mitfiebern konnte ich auf jeden Fall mit den Charakteren, aber es ist wie bei einem typischen Horrorfilm: Die Personen kommen einem nicht besonders nahe. (Was ich hier aber nicht als Kritik ansehe!)


Meine Meinung


"Sag nie ihren Namen" von James Dawson verbindet alles, was ein recht klischeehafter, aber dennoch unterhaltsamer Horrorfilm ausmacht: Eine alte Legende, die nach und nach offenbart wird, eine Gefahr, die abzuwenden ist, ein Haufen Teenies mit Teenieproblemen und ein gruseliges Geistermädchen, das nach Rache schreit. Ich liebe Slasher, das muss ich zugeben, obwohl die meisten stets nach dem gleichen Muster ablaufen.


Auch "Sag nie ihren Namen" macht da keine Ausnahme. Ich wusste aber von Anfang an, worauf ich mich einlasse: einfach nur gute Unterhaltung. Schade fand ich zwar, dass die Gruselmomente teilweise zu kurz kamen, aber etwas anderes hatte ich hier auch nicht erwartet. Es ist eben sehr klischeehafte Geschichte, die aber bewusst so gehalten ist!


Zum Inhalt brauche ich hier wohl nicht viel sagen, die Geschichten ist zwar recht vorhersehbar, bietet aber dennoch noch ein paar sehr spannende Momente und besonders die Legende um Mary Worthington (Bloody Mary) fand ich hier interessant umgesetzt. Witzigerweise ist diese Mary Worthington auch eine Charakter in "Supernatural" und ich habe mal das Internet durchforstet und über die "echte" Person nicht viel gefunden.


Abschließend kann ich sagen, dass mich "Sag nie ihren Namen" gut unterhalten hat. Es war, als hätte ich bewusst einen Slasher eingeschalten, einfach um ein wenig abzuschalten und in Klischees zu tauchen. Meiner Meinung ist das Buch genau dafür gedacht. Ein Spiel der typischen Horrorfilm-Elemente, nicht mehr und nicht weniger!


Fazit


"Sag nie ihren Namen" von James Dawson ist eine recht typische Gruselgeschichte über eine der bekanntesten düsteren Legenden. Ein Buch zum Abschalten, das mit allen Klischees spielt, aber dennoch zu unterhalten weiß!

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71 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 24 Rezensionen

pferde, jugendbuch, cecily von ziegesar, dark horses, jugendbuc

Dark Horses

Cecily von Ziegesar , Sandra Knuffinke , Jessika Komina , Cornelia Niere
Fester Einband: 418 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 06.03.2017
ISBN 9783407747952
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil


Lange ist es her, dass ich zum letzten Mal ein Pferde-Buch gelesen habe, obwohl ich früher sehr gerne geritten bin und diese anmutigen Tiere noch immer wunderschön finde. "Dark Horses" hat mich zugegebenermaßen in erster Linie angesprochen, weil es von der Autorin von "Gossip Girl" ist. Die Bücher zu dieser tollen Serie wollte ich immer mal lesen, habe es aber nie in Angriff genommen.


Mit "Dark Horses" hat Cecily von Ziegesar eine sehr emotionale Geschichte über ein Pferd und ein Mädchen verfasst und bei mir dabei für einige Tränen gesorgt. Abwechselnd wird hier aus der Sicht von Red, dem Pferd erzählt und von einem Mädchen namens Merritt, die mit einem schlimmen Verlust umgehen muss. Diese ständigen Wechsel und besonders die Sichtweise des Pferdes fand ich so ungemein fesselnd.


Charaktere


- Merritt -


Merritt ist total abgestürzt seit dem Tod ihrer geliebten Großmutter und deren Pferd namens Noble. Sie lässt sich total gehen, ist schlecht in der Schule und nimmt schließlich an einem wichtigen Test einfach nicht mehr teil. Besonders schlimm fand ich ihre Eltern, die stur einfach ihr eigenes Leben verfolgen und nicht sehen, wie es ihrer Tochter ergeht.


Merritt ist ein recht in sich gekehrtes Mädchen, das recht langsam auftaut. Ich konnte sie vollkommen verstehen, denn sie hat sich die Schuld am Tod ihrer Großmutter gegeben. Im Laufe der Geschichte muss sie noch weitere herbe Verluste einstecken und ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr ich mit ihr mitfühlen konnte.


- Red -


Der interessanteste Charakter in "Dark Horses" ist auf jeden Fall Red, der wilde und zu Beginn recht aggressive Fuchs, der niemanden so recht an sich heran lässt. Zu Beginn erfahren wir etwas zu seiner "Vorgeschichte", die mich berühren konnte. Auch der Prolog hat mich schon auf ein eher schlimmes Ende eingestimmt.


Ich mochte Red sehr, auch wenn er in seinem Abschnitten sehr berechnend gewirkt hat und auch so manch einen Unsinn anstellt. Einmal geht er sogar viel zu weit, aber trotzdem konnte ich ihn einfach nicht hassen. Seine Liebe zu Merritt und seine Treue ihr gegenüber hat mich sehr berührt!


- Beatrice - 


Eigentlich ist Beatrice selbst nur ein Nebencharakter, aber ich muss sie einfach erwähnen, weil ich auch sie sehr gern mochte! Sie ist genau wie Merritt ein zerbrochenes Mädchen, das nach Good Fences kommt, dort aber rebelliert und schließlich rausgeschmissen wird. Ihre Eltern haben Red für sie gekauft, aber sie kommt von Anfang an nicht mit ihm klar und hasst ihn schließlich auch.


Auch Beatrices Geschichte, so tragisch sie auch ist, konnte mich berühren, denn sie ist nicht nur das harte Mädchen, das sie nach außen hin sein möchte. In ihr steckt mehr und eigentlich finde ich es fast schade, was in diesem Buch mit ihr passiert ...


Meine Meinung


Bücher mit Pferden oder allgemein Tieren lese ich viel zu selten, denn ich bin da leider viel zu emotional. Das hat sich auch bei "Dark Horses" gezeigt, denn schon allein der Prolog hat mein Herz rasen lassen und ich ahnte bereits, dass im Verlauf der Geschichte eine böse Überraschung auf mich warten wird. 


Kommen wir aber erst einmal zum Anfang! Der Einstieg ins Buch ist mir sehr gut gelungen. Abwechselnd erfahren wir erst einmal die Vorgeschichte von Red und anschließend von Merritt. Interessant ist hier natürlich die Sichtweise von Red. Zwar denkt er recht menschlich, aber ich fand dies absolut originell und auch passend für die Geschichte. Besonders rührend fand ich die Songtexte, die er im Radio aufgeschnappt hat und immer wieder von sich gibt!


Merritt landet ziemlich schnell in "Good Fences", doch dort bleibt sie nicht allzu lange, was mich erst einmal ein wenig verwundert hat, denn ich nahm an, dass die gesamte Geschichte in diesem "Heim für schwierige Mädchen und schwierige Pferde" spielt, doch dem ist nicht so. Vielmehr freundet sich Merritt dort mit Red an, der sich auch sofort zu ihr hingezogen fühlt.


In "Good Fences" beginnt die Freundschaft (oder sollte ich es besser Liebe nennen?) zwischen Merritt und Red und die beiden werden ein unschlagbares Team. Auch Beatrice, die eigentliche Besitzerin von Red, spielt noch eine kleine, aber wichtige Rolle. Alle Charaktere sind der Autorin ausgesprochen gut gelungen. Hier muss ich auch noch Carvin erwähnen, der erst im späteren Verlauf dazustößt.


"Dark Horses" ist meiner Meinung nach eine Mischung aus Jugendbuch, Thriller und Drama. Es gibt einige unschöne Momente, in denen man als Leser Red regelrecht hassen könnte, doch irgendwie habe ich dies nie geschafft. Red war für mich ein sehr schwieriges Pferd mit einem eigenem Kopf, das viele Fehler tut, aber Merritt wirklich aufrichtig liebt und genau deswegen habe ich ihn in mein Herz geschlossen!


Kommen wir nun zu der Liebesgeschichte. Natürlich kommen auch die zwischenmenschlichen Gefühle nicht zu kurz, doch für mich stand ganz klar die Liebe zwischen Merritt und dem Fuchs Red im Vordergrund und diese fand ich sehr bewegend. So bewegend, dass ich nach dem letzten Kapitel aus Reds Sicht erst einmal minutenlang weinen musste. Mich hat "Dark Horses" mit auf eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle genommen. Ich konnte mich über Red ärgern, mich mit ihm freuen, als er in Merritt eine echte Freundin gefunden hat, mit ihm hassen, als er wieder allein gelassen wurde, aber auch tiefe Trauer empfinden, als das passiert, was eben unweigerlich passieren musste ...


Fazit


"Dark Horses" war ein Buch, das mich nach dem Zuschlagen erst einmal lange traurig zurück ließ. Die Geschichte besticht durch eine originelle Erzählweise, tolle und tiefgründige Charaktere und sehr vielen Emotionen! Für mich ein echtes Highlight!

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Tags: drama, jugendbuc, pferde, roman, weinen   (5)
 

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149 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 76 Rezensionen

entführung, thriller, baby, lösegeld, psychothriller

The Couple Next Door

Shari Lapena , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 16.03.2017
ISBN 9783785725856
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil

Bücher mit englischen Titel häufen sich ja in letzter Zeit auf dem deutschen Buchmarkt und ich bin eigentlich niemand, der gerne mit dem Strom schwimmt. Dennoch hat sich der Klappentext für mich sofort ansprechend angehört und ich hatte aufgrund des eher unscheinbaren Covers wieder einmal die Vermutung, dass sich hier ein richtig toller Thriller versteckt.

"The Couple Next Door" ist ein Debüt, das sich sehen lassen kann! Aus unterschiedlichen Perspektiven wird die Geschichte um eine Kindesentführung von mehreren Seiten beleuchtet. Ich hatte das Gefühl, sofort in die Geschichte reinzurutschen, denn es beginnt mit der Party bei den Nachbarn und der plötzlich leeren Wiege und schon beginnt sich die Wahrheit nach und nach zu offenbaren. So macht ein Buch Spaß und so fesselnd muss ein guter Thriller sein!

Charaktere

- Anne -

Anne ist die Mutter der vermissten Cora. Sie hatte schon vor der Party bei den Nachbarn bedenken und wollte ihr Baby eigentlich überhaupt nicht allein lassen, wird dann aber von Marco, ihrem Mann, überredet. Abwechselnd schauen sie alle halbe Stunde nach ihrer Kleinen und haben zudem das Babyfon eingeschaltet.

Auf der Party selbst hat Anne kaum Spaß. Sie sieht, wie Cynthia, die Nachbarsfrau, mit ihrem Mann flirtet und fühlt sich selbst dick und hässlich. Im Verlauf der Geschichte stellt sich heraus, dass sie an einer postnatalen Depression leidet. Nach der Geburt ihres Kindes hat sich ihr Leben komplett verändert, doch da schlummert noch mehr in ihrer Vergangenheit ...

Mit Anne konnte ich sehr gut mitfühlen. Der Verlust des Babys hat auch mich mitgenommen (Und das, obwohl ich keinerlei Bezug zu Kindern habe!!!!) und ich konnte verstehen, dass sie sich schuldig gefühlt hat, denn schließlich ist sie die Mutter und trägt damit auch die Verantwortung. Nach und nach kommen aber auch die Fragen auf, ob Anne selbst vielleicht etwas mit der Entführung zu zun haben könnte ...

- Marco -

Marco ist Annes Ehemann. Er liebt seine Frau, hat auf der Party aber zu viel getrunken und flirtet mit Cynthia, der Nachbarsfrau. Als sein Baby verschwindet ist auch er außer sich, gerät aber genau wie seine Frau bald ins Zentrum der Ermittlungen. Auch er hat Geheimnisse, die nach und nach offenbart werden.

Meine Meinung

Wow! "The Couple Next Door" war mal wieder eine Achterbahnfahrt der besonderen Art. Durch den leichten Einstieg wird der Leser sofort ins kalte Wasser geschubst und muss sich mit den traurigen Tatsachen anfreunden: Das Baby eines jungen Paares wurde anscheinend aus der Wohnung entführt. Anne und Marco geben sich selbst die Schuld und natürlich stürzt sich auch bald die Presse auf den tragischen Umstand, dass die Eltern zur Zeit der Entführung auf einer Party im Nachbarhaus waren.

Natürlich darf in einem Thriller wie diesen auch ein Ermittler nicht fehlen. Verwirrt hat mich zu Beginn der Geschichte, dass dieser sofort die Eltern als schuldig ansieht. Er geht nicht von einem unbekannten Entführer aus, sondern ist sich sicher, dass Anne und Marco etwas zu verbergen haben. Er fühlt beiden also auf den Zahn und bringt nach und nach die ganze Wahrheit ans Tageslicht.

Ich mag Ermittler in Büchern selten (wie oft ich diesen Satz doch auf meinem Blog schon geschrieben habe!), fand es aber angenehm, dass die Autorin sich hier überhaupt nicht mit zäher Polizeiarbeit beschäftigt hat, sondern den Augenmerk auf die Charaktere gelegt hat. So agiert der Ermittler zwar als Spurenleser, hat aber keine eigene Handlung, die den Lesefluss eh nur gestört hätte. Stattdessen werden Anna und Marco, die Nachbarn und auch Annas reiche Eltern näher beleuchtet.

Spannend ist an dem Buch erst einmal die Tatsache, dass jeder verdächtig erscheint. Beim Lesen hatte ich tatsächlich jede Person mindestens einmal im Verdacht und so muss meiner Meinung nach ein guter Thriller sein! Nach und nach fügt sich wie ein Puzzle die gesamte Geschichte zusammen und ich fand es unendlich toll, wie sich wirklich am Ende ALLE Fragen beantwortet haben.

Die letztendliche Auflösung konnte mich als eingefleischter Thriller-Fan tatsächlich noch überraschen und ich mochte auch das letzte, bitterböse Kapitel sehr gerne. Ich hoffe, noch mehr Bücher von Shari Lapena lesen zu dürfen, denn mit diesem Debüt hat sie bewiesen, dass ihr dieses Genre liegt!

Fazit

Ein Thriller, der sich im Verlauf zum echten Pageturner entwickelt und so einige spannende Wendungen enthält. Für mich ein absolutes Highlight in diesem Genre! Bitte mehr davon!

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Tags: entführung, psychothriller, thrille   (3)
 

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342 Bibliotheken, 30 Leser, 0 Gruppen, 108 Rezensionen

caraval, spiel, magie, fantasy, stephanie garber

Caraval

Stephanie Garber , Diana Bürgel
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Piper, 20.03.2017
ISBN 9783492704168
Genre: Jugendbuch

Rezension:  
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231 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 60 Rezensionen

demon road, derek landy, dämonen, fantasy, vampire

Demon Road - Hölle und Highway

Derek Landy , Ursula Höfker
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 19.09.2016
ISBN 9783785585085
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Schreibstil 


Als großer "Supernatural"- Fan stand dieses Buch trotz zahlreicher eher negativer Kritik schon lange auf meiner Wunschliste. Ich wollte gemeinsam mit Amber die Demon Road bereisen und gegen Hexen, Vampire und Untote kämpfen. Genau so abenteuerlich beginnt das Buch auch, hat jedoch soviel Handlung, dass mir beim Lesen leicht schwindelig wurde!


Derek Landy hat echt eine tolle Fantasie, doch ich denke, er ist sich über seine Zielgruppe nicht so recht bewusst. Sehr brutale Stellen wechseln sich mit einem recht seltsamen und teilweise recht "dummen" Humor ab. Eigentlich liebe ich Sarkasmus total, aber hier konnte ich leider kaum schmunzeln. (Ich kann mir aber vorstellen, dass der Humor im Original anders rüberkommt!) Es schwankt zwischen diesem recht kindlichen Stil und einer gewissen Härte, die ich persönlich Lesern ab 14 noch nicht zumuten würde!


Originell ist die Geschichte rund um die sagenumwobene Demon Road auf jeden Fall, doch die Charaktere sind leider alle recht schwierig, allen voran Amber. Auch die Übersetzung fand ich teilweise echt nicht gelungen, es gab Momente, die mich echt aus dem Buch katapultiert haben, da sie irgendwie nicht stimmig beziehungsweise flüssig gewirkt haben.


Charaktere


- Amber -


Amber wird zu Beginn der Geschichte als typische Außenseiterin beschrieben. Sie hat keine Freunde, ist dick und deswegen auch alles andere als Selbstbewusst. Schnell wird klar, dass auch ihre Eltern nicht für sie da sind und sich eigentlich überhaupt nicht für sie interessieren. Sie sprechen nicht mit ihr und integrieren sie auch nicht - bis auf den Tag, der alles verändern soll.


In dem Schnellrestaurant, in dem Amber arbeitet, gibt es einen Vorfall und auf dem Nachhauseweg wird sie von zwei Jungs blöd angemacht, die dann aber schnell ihre Lektion lernen, denn plötzlich wird Amber zu einem Monster. Ja, richtig gehört: Amber ist ein Dämon und plötzlich überaus interessant für ihre Eltern, die ihre Tochter plötzlich am liebsten verspeisen würden!


Amber in ihrer normalen menschlichen Form fand ich sehr interessant, sie war zu Beginn der Geschichte so schön unperfekt, hatte Ecken und Kanten und konnte damit gut Leben, immer als "hässlich" bezeichnet zu werden! In ihrer Dämonenform ist sie jedoch das komplette Gegenteil: Sie ist schlank, überaus anziehend und plötzlich fahren alle Männer auf sie ab. Die Aussage dahinter fand ich weniger schön und sie hat mich ein wenig geärgert, denn teilweise ist das Denken der Menschen in diesem Buch sehr oberflächlich ...


Amber als Dämon wirkt zudem recht unberechenbar. Sie wird selbstbewusst, wenn sie sich verwandelt (kein Wunder, bei dem Aussehen *Augen verdreh*), aber auch teilweise sehr egoistisch. Sie denkt weniger über ihr Handeln nach und das hat mich im Laufe der Geschichte arg gestört!


- Milo -


Der einzige echte Sympathieträger in diesem Buch war für mich Milo. Er ist Ambers Begleiter auf dem Road Trip und zum Ende der Geschichte erfahren wir auch noch etwas über seine Vergangenheit. Milo ist einfach ein cooler Typ, den ich als Leser gleich in mein Herz geschlossen habe!


- Glen -


Vom coolen Typen kommen wir jetzt zum nervigen Typen. Glen soll wohl für einen gewissen Humor in diesem Buch sorgen, hat mich aber teilweise echt stark genervt. Eigentlich brauchen Amber und Milo ihn überhaupt nicht, er ist nur eine Last mit einem eigenem Problem. Trotzdem werden sie zu so etwas wie Freunden und unterstützen sich gegenseitig. (Naja, fast gegenseitig ...)


Meine Meinung


Gleich vorneweg: Dieses Buch hat eher wenig mit der Welt von "Supernatural" zu tun. Eigentlich sind die einzigen Parallelen der coole Wagen, den Milo fährt und die Wesen, die sie auf ihrer Reise treffen. (Es hatte tatsächlich etwas von Sam und Deans typische Fällen!)


Uneigennützig handelt in "Demon Road" aber so gut wie niemand. Hier geht es nur um Ambers Leben, das durch ihre Eltern bedroht wird und ihren Versuch, ebenfalls mit einem mächtigen Dämonen einen Pakt einzugehen. Auf ihrer Reise trifft sie, wie der Klappentext schon andeutet, einige Gestalten und es wird eigentlich nie langweilig - eher das Gegenteil: Das Buch ist so vollgepackt, dass mir beim Lesen teilweise schwindelig wurde!


Die Idee hinter der "Demon Road" ist echt genial, der eigentliche Road Trip ist dann aber nicht sonderlich überraschend. Sie kommen von einem Übel ins Nächste, vieles wird dem Zufall überlassen (oder aber Ambers plötzlicher Stärke) und es geht kaum um das Zwischenmenschliche. (Oder Zwischen-DÄMONISCHE?) Auf jeden Fall kamen mir die Charaktere viel zu kurz. Positiv zu erwähnen ist zwar, dass der Autor komplett auf eine Liebesgeschichte verzichtet, aber im selben Atemzug hat er auch sämtliche Emotionen aus seiner Geschichte verbannt.


Auch die Aussage bezüglich Amber und ihrer plötzlich so ansehnlichen Dämonenform hat mir nicht sonderlich gefallen und mir das Buch doch recht oberflächlich erscheinen lassen. Leider zog sich das durch die gesamte Geschichte. In ihrer normalen Menschenform wird Amber weiterhin nicht wahrgenommen - während sie in ihrer Dämonenform plötzlich interessant auf andere wirkt. Ich hoffe, dass sie sich im nächsten Teil noch in eine andere Richtung entwickeln wird!


Wie zuvor angesprochen, war auch der Humor nicht so meins. Er passt meiner Meinung nach eher zu einem Kinderbuch, was "Demon Road" aufgrund einiger sehr gewalttätiger Szenen aber definitiv nicht ist! Zwar liebe ich Sarkasmus, aber hier waren mir manche Stellen einfach zu dumm. (Besonders Glen und die Toilette ...)


Abschließend möchte ich aber noch einmal sagen, dass ich das Buch wirklich sehr originell fand, es gibt sehr viel Inhalt und die ganzen Ideen mit den Dämonen, Vampiren und Hexen haben mir ausgesprochen gut gefallen. So gut, dass ich vermutlich auch noch den zweiten Teil lesen würde - ich hoffe hier aber, dass sich unsere Protagonistin noch entwickelt und die Geschichte endlich richtig rund wird!


Fazit


Lange habe ich mich auf "Demon Road" von Derek Landy gefreut, doch leider konnte es meine Erwartungen nur zum Teil erfüllen. Die Charaktere konnten mich bis auf Milo nicht so recht in den Bann ziehen und manche Handlungen und Ereignisse waren mir zu unlogisch und viel zu zusammengeschustert. Dennoch mochte ich die Grundidee und die Geschichte der Demon Road sehr gerne und hoffe, dass der nächste Teil besser werden wird! 


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21 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

thriller, it-girl, netzwerk, krimi, twitter

Die Gästeliste

Sanne Averbeck
Flexibler Einband: 350 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.02.2017
ISBN 9783736302402
Genre: Krimi und Thriller

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richard laymon, laymon, richard

Die Tür

Richard Laymon , Kristof Kurz
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.03.2017
ISBN 9783453676732
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schreibstil


Es ist wieder Zeit für einen neuen Laymon! Klar, auch wenn Richard Laymon jetzt schon seit mehr als zehn Jahren tot ist, kommen noch immer die "vergessenen" Romane/Novellen von ihm aus dem Werk, also jene Werke, die im Englischen nie so viel Anklang gefunden haben.


Zugegebenermaßen war ich etwas enttäuscht, als das Buch dann bei mir ankam. Es ist echt dünn und es stellte sich heraus, dass "Die Tür" nur eine von zwei Novellen ist. Da mir die letzten bei Heyne erschienen Bücher schon nicht mehr gefallen haben, ging ich mit wenigen Erwartungen an das Mini-Büchlein heran - wurde dann aber überrascht.


Auch wenn das Buch noch mit einem Vorwort, einer Leseprobe und der Auflistung aller Werke von Laymon in die Länge gezogen wurde, so versteckt sich im Inneren doch wieder einmal etwas, das ich als "typisch Laymon" beschreiben würde. Wie Jack Ketchum im Vorwort so schön sagt: "Laymons Stil ist so schön unperfekt ..." und genau das liebe ich an ihn so. Er ist ein Schriftsteller, der sich zu Lebzeiten nicht verbiegen hat lassen und einfach seinem Stil treu geblieben ist und das wird auch in diesen beiden Kurzgeschichten wieder deutlich!


Tolle Dialoge, eine geniale Atmosphäre und der typische schwarze Humor, das finden wir besonders in der ersten Kurzgeschichte, während die zweite uns mit auf einem Camping Ausflug nimmt und besonders am Ende noch eine kleine Wendung parat hält. Beide Geschichte habe ich gerne gelesen, auch wenn sie natürlich viel zu kurz waren. Aber was sollen wir tun? Genauso unvollendet hat Laymon diese Werke wohl hinterlassen und genau so müssen wir sie eben nun genießen!


Meine Meinung


"Die Tür" soll laut Klappentext der vierte "Keller-Roman" sein. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass "Der Keller" zu den wenigen Büchern zählt, die ich bis jetzt noch nicht gelesen habe, aber das sollte ich wohl schnell ändern! In der besagten ersten Kurzgeschichte werden wir in das Horrorhaus gebracht, in dem anscheinend die Morde in den "Keller-Romanen" stattfanden. Mark, der Protagonist, hat dort ein Date mit einem Mädchen, das er mag und das sich von ihm dort einschleusen lassen möchte.


Die Geschichte, wie Mark das "Horrorhaus", das mittlerweile eine art Museum ist, betritt, fand ich sehr atmosphärisch und es hat mir gezeigt, dass ich "Der Keller" unbedingt lesen muss. Besagter Keller kommt in "Dir Tür" nämlich auch fort und dort gibt es ein lLch, aus dem anscheinend eine Bestie gestiegen kam ... 


Tolle Dialoge verbinden sich hier wieder mit einer teilweise sehr verrückten Geschichte, Schade ist allerdings, dass der Titel irreführend ist, denn besagte Tür spielt nur eine ganz unwichtige Nebenrolle, viel treffender ist da doch der Originaltitel, nämlich "Friday Night in Beast House", denn genau darum dreht sich diese Kurzgeschichte, um eine Nacht in dem Horrorhaus!


Die erste Kurzgeschichte/Novelle geht bis Seite 128 und ja, sie wirkt unfertig, ist aber dennoch lesenswert und ist wieder auf einem Niveau, das die letzten Bücher (Besonders "Das Haus" und "Der Killer") nicht haben halten können. Das Ende ist nicht blutig, aber irgendwie verrückt und es hat mich auf jeden Fall zum Lachen gebracht. Der Humor ist absolut meins und ich bin froh, mal wieder einen echten Laymon gelesen zu haben


Kommen wir nun zur zweiten Novelle, die den Namen "Die Wildnis" trägt. Sie ist in Form eines Reisetagebuchs verfasst und führt den Leser, wie der Titel schon vermuten lässt, in die freie Natur auf einem Campingausflug eines Jungen, der gerade von seiner Freundin verlassen wurde. Auf seinem Trip trifft der Junge so einige Gestalten und das Buch ist vergleichbar mit Werken wie "In den finsteren Wäldern" oder "Die Jagd". 


Insgesamt hat mir "Die Tür" von der Atmosphäre besser gefallen, doch die krankere Geschichte war auf jeden Fall "Die Wildnis", die mich besonders zum Ende hin begeistern konnte. Auch dieses Werk wirkt wieder leicht unfertig, aber wir werden wohl nie rausfinden, ob beide Kurzgeschichten nun der Anfang von etwas Neuem sein sollten oder nicht!


Ich kann das Buch aber dennoch empfehlen. Hier zeigt Laymon wieder seinen genialen Stil und auch, wenn wohl einige Szenen im deutschen etwas entschärft wurden, bieten beide Novellen doch gute Unterhaltung!


Fazit


Meine erste Enttäuschung darüber, dass dieses Buch so dünn ist und eigentlich "nur" aus zwei Novellen besteht, schlug beim Lesen wieder in Begeisterung um. Für Laymon-Fans ist dieses Buch wohl wieder ein Muss und macht wieder Appetit auf mehr Werke dieses viel zu früh verstorbenen Schriftstellers!

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island, familiengeheimnis, geheimnis, liebe, vergangenheit

Das Leben ist nur ein Moment

Heike Fröhling
Flexibler Einband
Erschienen bei Amazon Publishing, 09.02.2016
ISBN 9781503935129
Genre: Romane

Rezension:

Schreibstil


Es war mal wieder Zeit für einen Roman über ein Familiengeheimnis und da ich mal Lust hatte, gedanklich nach Island zu reisen, fiel meine Wahl auf "Das Leben ist nur ein Moment" von Heike Fröhling. Von der Autorin habe ich bisher noch nichts gehört, fand aber Cover und Klappentext direkt ansprechend.


Der Stil dieser deutschen Autorin ist recht einfach und flüssig. Zu Beginn der Geschichte kam er mir zwar ein wenig eintönig vor, aber er hat sich in eine angenehme Richtung entwickelt und der Lesefluss war im späteren Verlauf auch kein Problem mehr. Vielmehr war es dann der Plot, der, trotz der kürze des Buches, doch nicht so recht Fahrt aufnahm ...


Charaktere


- Isabell -


Isabell findet, wie im Klappentext angedeutet, im Nachlass ihrer Großmutter eine Kiste, die ihr Fragen aufwirft. Sofort ist ihre Neugierde gepackt und sie reist, völlig überstürzt, nach Island, um der Vergangenheit ihrer Großmutter auf die Spur zu gehen.


Isabell ist unsere Gegenwarts-Perspektive und recht typisch für solche Romane wird hier nach und nach die Geschichte offenbart, die in der Vergangenheit ihren Anfang nahm und natürlich auch Isabells Leben beeinflusst.


Mit Isabell selbst wurde ich beim Lesen nicht so recht warm. Ich habe keinen rechten Bezug zu ihr finden können und deswegen blieb hier das Mitfiebern leider auf. Außerdem fand ich ihre viel zu überstürzte Art teilweise ein wenig unpassend.


- Emma -


Der Vergangenheitsstrang hat mir auf jeden Fall besser gefallen. Er ist intensiver, auch wenn ich mir hier mehr historische Fakten gewünscht hätte. Emma ist die Großmutter von Isabell und ihre Geschichte beginnt bereits zum Ende des zweiten Weltkriegs. Sie geht nach Island, um dort ein neues Leben anzufangen. Doch wird ihr das gelingen?


Echte Sympathie konnte ich auch zu Emma nicht empfinden, was aber auch an ihren Entscheidungen lag, die sie im Laufe des Romans trifft. Auch hier hat mir leider eine emotionale Bindung gefehlt!


Meine Meinung


Seit gut einem Jahr lese ich nun Bücher über Familiengeheimnisse und ich habe schon einige Autoren ausprobiert. Vielleicht war mein Fehler, mit Lucinda Riley anzufangen, denn dadurch habe ich im Kopf eine Art Messlatte, die ich immer wieder etwas herunterschrauben muss!

"Das Leben ist nur ein Moment" ist eine recht leichte Lektüre. Das Lesen fällt nicht schwer, die Story ist durchaus nachvollziehbar, hielt für mich aber kaum Höhepunkte parat. Leider konnten mich beide Liebesgeschichten nicht so recht packen und die ganzen Zusammenhänge waren zwar recht komplex, aber irgendwie auch schnell zu durchschauen. 


Insgesamt ist die Geschichte recht kurz und das ist wohl der Grund, warum kein Platz da war, die Geschichte intensiv zu erleben. Für mich war da kein Raum für echtes Gefühl und es kam mir fast nur wie eine nette Nacherzählung von Erlebnissen vor. Ich war beim Lesen leider meilenweit von den Charakteren entfernt und konnte deswegen auch nicht mitfiebern!


Die Beschreibung Islands fand ich allerdings gelungen und das Buch hat auch ein paar echt schöne Momente, doch leider wirkte es auf mich teilweise sehr gehetzt, was wohl vor allem an der Länge lag.


Fazit


"Das Leben ist nur ein Moment" ist wirklich ein netter Roman, der mir aufgrund der Kürze aber kaum Möglichkeiten bot, mich näher mit den Charakteren auseinanderzusetzen. Island als Setting fand ich toll, doch der Plot konnte mich leider nicht so recht mit auf die Reise nehmen ...

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kindesentführung, thriller, entführung, drama, familie

Es beginnt am siebten Tag

Alex Lake , Stefanie Kruschandl
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 05.12.2016
ISBN 9783959670555
Genre: Krimi und Thriller

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