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111 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

fantasy, glaube, ritter, könig, verrat

Das Lied des Blutes

Anthony Ryan , Hannes Riffel , Sara Riffel
Flexibler Einband: 777 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 19.03.2016
ISBN 9783608949711
Genre: Fantasy

Rezension:

Cover

Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich wusste einfach: Dieses Buch brauche ich als Hardcover! Es hat mich einfach nur umgehauen. Ich mag das Schwert und die gut geschützten Arme vor dem roten Gewand. Es passt sehr gut zum Inhalt der Geschichte und ich mag die Farben sehr gerne.

Meine Meinung

Vaelin Al Sorna wird mit zehn Jahren von seinem Vater zum sechsten Orden gebracht. Dort lernt er zu kämpfen, und zu überleben. Zusammen mit zehn anderen Jungen teilt sich Vaelin ein Zimmer beim Orden. Diese zehn Jungen sind seine Gruppe. Gemeinsam werden sie ausgebildet und müssen viele Prüfungen im Laufe des Buches ablegen. Die Ausbildung und auch die Prüfungen, welche sie durchstehen müssen, werden gut beschrieben und haben einen sehr guten Einblick in die Welt, in der diese Geschichte spielt, gegeben.
Vaelin ist ein talentierter Kämpfer. Schnell wird klar, dass er in vielen Disziplinen besser ist, als seine Mitschüler. Vor allem der Schwertkampf liegt ihm, wie sonst keinem. Ich bin der Meinung, dass Vaelins Talent und die Tatsache, dass er ein Überflieger zu sein scheint, noch gerade so an der Grenze zum übertriebenen oder gar nervigen sind. Mich hat es nicht so sehr gestört, dass er so stark aus der Masse heraussticht, da bereits im Klapptext und auch in der Einleitung deutlich wird, dass Vaelin ein herausragender Krieger ist. Auch hat der Autor darauf geachtet, dass er eben nicht in allen Disziplinen so überdurchschnittlich gut ist. Vielleicht hätte man noch etwas verdeutlichen können, mit wie viel Anstrengung er sich sein Können erworben hat.

Vaelin erzählt seine Geschichte dem kaiserlichen Geschichtenschreiber der ihn auf seiner letzten Reise zu den Piraten begleitet und von sich selbst behauptet ein gebildeter Mann zu sein und bereits alles über Vaelins Volk zu wissen. Wie sich jedoch schnell herausstellt, weis er überhaupt nichts. Ich mochte die Aufteilung der Geschichte. Sie ist in fünf Teilen geschrieben. Dazwischen gibt es immer ein Kapitel, welches von Vaelin in der “Gegenwart” erzählt, wie er zusammen mit Lord Verniers (dem Gelehrten) auf dem Schiff zu seinem Ende reist.
In diesen Zwischenkapiteln wird das zuvor gelesene zusammengefasst und es werden Schlüsse gezogen, die dem Leser anderes verborgen bleiben würden.

Was mir an Vaelin Al Sorna (abgesehen von seinem schönen Namen) besonders gut gefällt, ist seine Eleganz und beinahe schon Gelassenheit. Natürlich könnte man jetzt auch sagen, es ist einfach nur Arroganz. Da kann ich auch nicht einmal widersprechen, denn das ist er durchaus, allerdings nicht unberechtigt. Er tritt immer sehr überlegt auf und eben einfach elegant, wie ich finde. Auch fand ich es sehr faszinierend, dass er über die meisten seiner Taten sehr genau nachdenkt und sich mit möglichen Folgen auseinandersetzt. Er rennt nur selten kopflos irgendwo hin.

Neben Vaelin ist Nortah Al Sendahl eine meiner absoluten Lieblingsfiguren. Bereits zu Beginn des Buches ist er unglaublich arrogant und kann seinen Vater und seine Herkunft nicht vergessen oder gar verleugnen. Hier sei noch eingefügt, dass man mit Beitritt zum Orden seine Herkunft verliert und sozusagen keine Familie und vor allem keinen Vater mehr hat. Dieser Ausspruch ist im Laufe des Buches immer wieder ziemlich wichtig.
Auf seinen ersten Seiten konnte ich Nortah nicht leiden und habe recht schnell beschlossen, ihn nicht leiden zu können. Umso weiter die Geschichte fortschritt, desto mehr ist er mir allerdings ans Herz gewachsen. In meinen Augen macht er die beachtlichste Veränderung im Buch durch.

“Das Lied des Blutes” hat mich gefesselt und in Atem gehalten. Ich konnte das Buch teilweise gar nicht mehr aus den Händen legen. Vaelins Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und ich freu mich schon sehr darauf, bald Band 2 in den Händen zu halten. Dieser ist nämlich vor nicht allzu langer Zeit erschienen. Das war auch ausschlaggebend dafür, das ich mir endlich den ersten Teil gekauft habe. Rabenschatten ist eine Trilogie und ich habe wirklich keine Ahnung was noch auf Vaelin und seine Gefährten zu kommt, denn es kam alles anders, als ich geglaubt habe.

Das Buch tut sich noch in einem weiteren Punkt extrem hervor. Es ist das erste Fantasybuch seit sehr langer Zeit, das mich so sehr gefesselt hat und mir gezeigt hat, warum ich früher nur solche Bücher gelesen habe. In meinen Augen ist es auf jeden Fall eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe und ich bin sehr froh, es mir tatsächlich auch in der Hardcoverausgabe gekauft zu haben.

Mit gutem Gewissen kann ich euch dieses Buch empfehlen. Es ist ein genialer Fantasyroman, der den Leser mit in eine fremde Welt reißt und mit ihm zusammen auf den Spuren eines abenteuerlichen Lebens wandelt. Vaelin Al Sorna hat mich in seinen Bann geschlagen und ich will unbedingt wissen, was mit ihm geschieht.

Wertung (5/5)

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58 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

liebesroman, scheinehe, very british, blue heron, englisch

Lieber Linksverkehr als gar kein Sex

Kristan Higgins , Jutta Zniva
Flexibler Einband
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.02.2015
ISBN 9783956490859
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover

Hihi da ist ein halb nackter Mann auf dem Cover… hust Okay wieder normal werden. Das Cover (und der Titel zusammen) ist schon sehr lustig, aber ich muss auch sagen, dass ich es nicht so schön finde. Es ist mir schlicht und ergreifend zu Pink. Am besten mag ich das Cover zu Band 4 (Ja ich hab schon alle gelesen). Dieses hier passt sehr gut zur Geschichte, das war es aber auch schon, leider.

Meine Meinung

Ach Honor, schon im Teil eins mochte ich sie sehr gerne. Obwohl sie anderes (normaler) ist als die restlichen drei Holland-Geschwister (vor allem Pru wird von Band zu Band verstörender), ist sie mir ans Herz gewachsen. Sie trifft fast schon normale und rationale Entscheidungen. Hier noch eine kleine Warnung das diese Rezension Spoiler enthält!

Als ihr langjähriger bester Freund (und Bettgefährte) Brogan ihren Heiratsantrag ablehnt, bricht für Honor eine Welt zusammen. Sie möchte doch nichts lieber als ein Baby haben. Honor heult sich bei ihrer langjährigen Freundin Dana aus und beschließt dann Brogan zu vergessen. Leichter gesagt als getan, denn der Babywunsch ist ja immer noch da. Honor ist so verzweifelt, dass sie sich sogar auf eine arrangierte Ehe einlassen würde, mit Tom. Dieser braucht dringend eine Green Card, um bei seinem “Stiefsohn” Charlie zu bleiben. Tom war mit Charlies Mutter verlobt, ehe diese gestorben ist. Sein Verhältnis zu Charlie ist jedoch stark abgekühlt, obwohl er sich alle Mühe gegeben hat. Goggy ist absolut begeistert von Tom und bringt ihn und Honor zusammen.

Die beiden stellen beim ersten Treffen jedoch fest, das es vielleicht keine so gute Idee ist. Als Honor allerdings kurze Zeit später herausfindet, das Brogan verlobt ist, überlegt sie es sich noch einmal anderes. Denn dieser Vollidiot ist mit Dana verlobt und das fand ich so unfassbar dreist. Wie kann man seiner besten Freundin DAS antun?? Ich war und bin völlig sprachlos. Das ist auch der Grund, warum ich hier etwas Spoilern muss, denn oh mein Gott ich hasse Dana so abgrundtief. Es gibt keine Person in dieser Reihe, die ich mehr verabscheue!
Tom und Honor beschließen doch zu heiraten und stürzten sich tief ins Chaos, denn wie sollte es anders sein: Honor entwickelt Gefühle für den überaus attraktiven und mit britischem Akzent sprechenden Tom.
Für diesen scheint jedoch nur Charlie zu zählen.

Es gibt in diesem Buch viel Herzschmerz, eine wunderbar verrückte Familie Holland und einen heißen Briten! Was will man mehr?
Besonders hervorgehoben gehört noch einmal die Familie Holland mit all ihren verrückten Mitgliedern. Ich finde diese Familie so herrlich erfrischend und zum Schreien komisch. Das zeigt mir immer wieder, wie glücklich ich sein kann, eine verhältnismäßig normale Familie zu haben.

Mich hat das Buch sehr begeistert und ich war wirklich schnell damit durch und musste sofort mit Teil 3 weiter lesen! Honors Geschichte hat mir fast noch besser gefallen als die von Levi und Faith (Jeremy bleibt weiterhin Teil der Bücher und ist auch immer sehr lustig!). Für Leser, die ein Happy End brauchen ist, es definitiv ein sehr gutes Buch.

Wertung (5/5)

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466 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 42 Rezensionen

liebe, schauspielerei, leisa rayven, new adult, theater

Bad Romeo und Broken Juliet - Ich werde immer bei dir sein

Leisa Rayven ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 22.10.2015
ISBN 9783596033232
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover

Das Cover vom zweiten Teil gefällt mir sogar noch besser als das von Teil 1. Ein schönes leuchtendes Blau, das sich perfekt von dem goldenen Hintergrund abhebt. Dort wo das rote Herz warm gewirkt hat und aussah wie Feuer, ist dieses hier kalt und erinnert an ein Herz aus Eis. Bei diesem Cover muss ich auch immer mehr an Ethan als an Cassie denken.

Meine Meinung

Ethan kämpft für seine Liebe zu Cassandra und dafür, dass sie ihm glaubt. Doch immer wieder wirft ihm die Vergangenheit Steine in den Weg. Es gibt berechtigte Gründe, warum Cassie ihn eigentlich hassen sollte und nicht mehr sehen will. Sie sollte eigentlich wissen, warum es eine schlechte Idee ist, sich von Ethan küssen zu lassen. Doch ihr Herz ist anderer Meinung.

Während sie immer noch verzweifelt versucht sich nicht wieder in ihn zu verlieben wird dem Leser schnell klar, dass es so nicht funktionieren wird. Ich kann Cassie verstehen, auch wenn mir noch nie jemand zuvor so wehgetan hat. Es ist mir sehr leicht gefallen, mich als Leser in sie hinein zu versetzten. Allerdings werden auch Ethans Gefühle im zweiten Teil näher erläutert und er wirkt “Menschlicher” als vorher. Ich habe mich ihm näher gefühlt und wollte wirklich, dass er Cassie wieder zurück bekommen. Sehnsüchtig habe ich mir gewünscht, dass diese Liebe funktioniert. Ob sie es tatsächlich tut, könnt ihr nur herausfinden, wenn ihr die beiden Bücher lest (was ihr wirklich tun solltet).

Die Aussage: Eine wahre Liebesgeschichte hat kein Happy End, denn sie endet nie, passt so gut zu dem Buch. Sie beschreibt eigentlich den gesamten Inhalt in nur einem Satz und das muss man erst einmal schaffen. In Teil zwei geht es hauptsächlich darum, wie Ethan Cassie das Herz ein zweites Mal gebrochen hat. Bei vielen Textstellen hätte ich ihn einfach nur treten können. Er war wirklich dumm in seiner Vergangenheit, umso schöner und besser finde ich, dass er sich wirklich verändert hat und das auch Cassie daran arbeitet. Obwohl das Buch schon kitschig ist, wirkt es nicht billig kitschig und die Figuren sind auch nicht total hirnlos. Ganz im Gegenteil, sie gehen ihre Probleme auf eine wirklich sinnvolle Weise an.

Cassie und Ethan haben mein Herz berührt und mich begeistert. Beide Bücher sind vorbehaltslos fantastisch und zählen zu meinen Lieblingsbüchern.

Wertung (5/5)

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927 Bibliotheken, 18 Leser, 0 Gruppen, 155 Rezensionen

liebe, theater, leisa rayven, romeo und julia, schauspieler

Bad Romeo & Broken Juliet - Wohin du auch gehst

Leisa Rayven ,
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.07.2015
ISBN 9783596033225
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover

Das rote, zersplitterte und ehrlich gesagt ziemlich zerstörte Herz passt sehr gut zur Geschichte. Ich mag das Cover sehr gerne. Es ist eines der Bücher, die ich wegen dem Cover unbedingt im Regal stehen haben wollte.

Meine Meinung

Ich hab den Klapptext des Buches gelesen und war ihm schon absolut verfallen. Sehnsüchtig habe ich auf das Buch gewartet und es direkt am Erscheinungstag gekauft und verschlungen.
Cassandra ist Theaterschauspielerin und auf dem Weg zu den Proben für ein neues Stück. Eigentlich freut sie sich darauf, denn sie mag den Regisseur und ihr gefällt das Drehbuch. Einziger Haken ist dabei Ethan Hold. Ihr Exfreund und die männliche Hauptbesetzung.
Obwohl sie ihn eigentlich irgendwie ziemlich hasst, stimmt die Chemie zwischen ihnen. Auf der Bühne jedenfalls. Cassandra hat Angst, Ethan könnte ihr erneut das Herz brechen, zum dritten Mal. Sie tut alles um ihn von sich weg zustoßen, doch er hat andere Pläne.

Ethan will Cassandras Herz zurückerobern. Er liebt sie immer noch und möchte wieder mit ihr zusammen sein. Cassandras Zurückweisung scheint ihm nicht wirklich etwas auszumachen. Er ist so fest davon überzeugt, dass sie ihn ebenfalls liebt, dass er an etwas anderes gar nicht denkt.
Ethan ist mir schnell ans Herz gewachsen. Er hat viele Fehler gemacht und Cassie sehr verletzt, doch er hat sich geändert. Das allerdings muss er Cassie erst noch beweisen.

Ich bin verliebt, in Ethan Hold. Den besten Book-Boy-Friend den es gibt. Er ist ein Bad Boy wie man ihn sich schöner und besser nicht wünschen kann und Cassie ist seine Prinzessin. Schon innerhalb der ersten Seiten war ich ihm absolut verfallen. Die Geschichte von Cassie und Ethan wird immer in Abschnitten erzählt. Es wird abgewechselt zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. Man erfährt so häppchenweise, warum Cassie Ethan nicht traut und wie er sie verletzt hat, was er alles angestellt hat. Als Leserin wurde ich nicht so mit Informationen zugeschüttet. Mir hat es sehr gut gefallen, immer wieder in der Zeit hin und her zuspringen. Es ist auch nicht schwierig das zu unterscheiden, denn die Autorin hat die einzelnen Kapitel schön gekennzeichnet, so findet man sich immer zurecht.

Die Geschichte von Cassie und Ethan hat mich sehr berührt. Ich wurde über ein paar Stunden hinweg gut unterhalten und habe sowohl gelacht, als auch Tränen vergossen. Leisa Rayven hat mit ihrem Buch ganze Arbeit geleistet. Empfehlen kann ich es für alle die eine Liebesgeschichte lesen wollen, die einfach ein bisschen mehr ist. Es ist eine Geschichte, die einem wirklich ans Herz geht.

Wertung (5/5)

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

techno thriller

Krieg der Maschinen

Christopher Golden ,
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.10.2015
ISBN 9783734102097
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Cover

Ansich finde ich es ist ein interessantes und ansprechendes Cover. Mich irritiert allerdings das menschliche Gesicht in dem Kampfroboter. Das passt so überhaupt nicht zu der Beschreibung des Autors. Es ist auf jeden Fall ein Bild, das einem sofort ins Auge springt, vor allem mit all den zum Teil hellen (fast schon grellen) Farben deinen starken Kontrast zum Roboter und der Skyline bilden.

Meine Meinung

Gleich vorneweg möchte ich sagen, dieses Buch hat mich aus meiner Komfortzone gezerrt, denn es gehört definitiv nicht zu meinem üblichen Lesestoff. Ich liebe Dystopien und Fantasy, aber mit Science-Fiction kann ich normalerweise nur sehr wenig anfangen. Doch jetzt erst ein Mal zum Buch:
Die Hauptfigur ist Danny Kelso, ein junger amerikanischer Soldat, der in Wiesbaden stationiert ist. Dort gehört er zu einer der Tin-Men-Einheiten. Das sind Roboter, die auf dem ganzen Globus verstreut sind und für Frieden sorgen. Hier möchte ich gleich einwerfen, wie unglaublich komisch ich es fand, das die Kommandozentrale der Roboter in Wiesbaden war. Beim ersten Mal lesen war ich mir gar nicht sicher, ob ich die Textstelle richtig gelesen hatte. Jedes Mal wenn der Name der Stadt genannt wurde, musste ich wieder grinsen. Das hat einfach nicht so richtig dazu gepasst zu der Geschichte.

Danny gefällt sein Job. Er nimmt das Leben trotz aller Katastrophen nicht zu ernst und lebt vor sich hin. Als es jedoch einen Anschlag gibt, der jegliche Kommunikation unterbindet, wird es auch für ihn auf einmal ernst. Er ist mit seinem Roboter in Damaskus stationiert. Zusammen mit seiner Einheit versucht er, zurück nach Wiesbaden zu kommen. Jedoch müssen auch die Verantwortlichen festgenommen werden. Danny begibt sich mit seinen Teammitgliedern auf eine gefährliche Reise. Wobei, so gefährlich ist sie dann doch nicht, denn die Tin-Men sind beinahe unzerstörbar. Es gibt einen Punkt, den man allerdings drei Mal treffen muss, trotzdem schaffen es die Terroristen, einige Roboter auszuschalten.

Anstatt Mitleid zu empfinden, war ich beinahe schon begeistert. Die Selbstbeweihräucherung der Amerikaner hat mich bereits in den ersten Sätzen des Buches so gestört, das ich es am liebsten weg gelegt hätte. Mir ist durchaus bewusst, dass die Amerikaner sich gerne als Retter der Welt darstellen und als Friedensbringer, doch das sind sie mit Sicherheit nicht. Auch der amerikanische Autor lässt es in seinem Buch so klingen, als hätte Amerika sich erbarmt und würde für Frieden auf der Welt sorgen. Doch die Kriege toben weiter und irgendwie funktioniert das mit dem Frieden nicht so wirklich. Der Gefangene der Truppe um Danny Kelso bringt ein paar interessante Denkansätze, die alle darauf abzielen, dass die westliche Welt sich aus den Angelegenheiten des Orients heraushalten soll. Inwieweit dass nun optimal ist oder nicht, will ich gar nicht entscheiden, dennoch fand ich diese Seite des Buches interessant und war auch erstaunt darüber, dass der Autor hier etwas Derartiges erwähnt.

Eine Textstelle zu Beginn des Buches hat es mir besonders angetan:

Fernseher wären tot. Telefone. Keine Kinofilme mehr. Kein Internet.
Mein Gott, dachte Danny. Kein Internet. Sämtliche Daten, die dort gespeichert waren, alle Bücher und Zeitschriften … das gesamte Wissen … das nicht auf Papier gedruckt worden war… alles würde für immer verschwunden sein. Es war, als ob die Bibliothek von Alexandria die ganze Welt eingeschlossen hätte und von deisen verdammten Anarchisten, in deren Diensten Hanif Kahn stand, niedergebrannt worden sei.
– Seite 195, Krieg der Maschinen von Christopher Golden

Diese Stelle ist meiner Meinung nach eine der Besten und Sinnvollsten des Buches.

Im Laufe der Zeit lernt man neben Danny noch weitere Figuren kennen. Zum Beispiel wäre da Corporal Kate Wade. Sie ist eine junge Soldatin, die im Krieg schon ihre Beine verloren hat. Durch die Tin Men kann sie jedoch wieder aktiv Kämpfen und eine “ganz normale” Soldatin sein. Sie führt den Zug von Danny nach Athen. Dort will sie ihren Vater retten, der als Berater des Präsidenten bei einer Konferenz ist. Ganz neben bei retten sie natürlich auch den Präsidenten. Im Gepäck haben sie dabei zeitweise einen verletzten Anarchisten und die Tochter des Botschafters von Damaskus.

Während die Soldaten sich nach Athen aufmachen, flüchtet der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zusammen mit dem Vater von Kate Wade. Lustigerweise gehört ihrer kleinen Gruppe auch der russische Präsident an, der natürlich nicht nachgeben will und sehr stereotypisch dargestellt wird. Die Geschichte ihrer Flucht hat mich verhältnismäßig wenig interessiert.

Ein dritter Handlungsstrang spielt in Wiesbaden (hier kindisches Gekicher einfügen). Dort wollen die Techniker herausfinden, wie sie alles wieder in Ordnung bringen. Außerdem kommt es zu einem Aufstand und es gibt Verrat. Ja, genau so abgebrüht und knapp wie ich das jetzt geschrieben habe, kam mir das Ganze vor. Es hat mich wenig interessiert und auch wenig berührt.

Alle drei Handlungsstränge werden abwechselnd erzählt, interessant war für mich jedoch nur der um Danny.

Schade fand ich die Tatsache, dass bis zur Abreise aus Damaskus alles Ewigkeiten gedauert hat, danach aber alles kaum schnell genug gehen konnte. Vor allem das Ende war mehr als enttäuschend. Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, aber ich saß vor dem Buch und hatte das Gefühl, der Autor wollte nur noch so schnell wie möglich fertig werden. Es war, als hätte er das Ende der Geschichte nur noch in kurzen Sätzen zusammengefasst.

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Anarchisten. Es gibt nur einen Anarchisten, mit dem man wirklich konfrontiert wird: Hanif Kahn. Er und seine Bot-Killer sind aber nicht einmal annähernd wichtig. Für Hanif Kahn hat die Aktion persönliche Gründe, die ich hier nicht weiter ausbreiten möchte. Es gibt allerdings keine höher gelegene Macht, die aktiv in die Geschichte eingebunden wird. Es wird zwar davon geredet, doch im Endeffekt tut man nichts dagegen.
Mir kommt es teilweise so vor, als wäre dieses Buch nur der Anfang einer Geschichte, die nicht fertig erzählt und hastig beendet wurde.

Abschließend kann ich sagen, dass ich dieses Buch öfter weglegen musst, aus dem einfachen Grund: Ich hätte mich sonst nur aufgeregt, vor allem über die Amerikaner, die machen mich wirklich wahnsinnig. Das Buch hat mich nicht wirklich gefesselt und ich bin sehr froh, dass ich es mir nur ausgeliehen und nicht selbst gekauft habe. Ich wurde überhaupt nicht überzeugt.

Wertung (2/5)

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810 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 109 Rezensionen

liebe, jugendbuch, familie, boston, freundschaft

Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte

Jessica Park , Bea Reiter
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Loewe, 21.07.2014
ISBN 9783785578674
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Mir gefällt das Cover sehr gut. Es passt gut zur verspielten Art von Julie, der Protagonistin. Es ist kein Cover, dass ich unbedingt im Regal stehen haben muss, aber ich mag es wirklich sehr gerne. Mir gefallen die verschiedenen Schriftarten und auch die Regentropfen (? Es könnten auch Tränen sein?) im Hintergrund.

Meine Meinung

Eigentlich sollte Julie das erste Collegejahr und vor allem den ersten Collegetag genießen, doch nichts da. Ihre Wohnung ist praktisch nicht existent und sie weiß nicht unter welcher Brücke in Boston sie am Besten schlafen soll. Es grenzt beinahe an ein Wunder, dass ihre Mutter eine alte Freundin hat, die in Boston wohnt und ein Zimmer für Julie hat. Schnell stellt diese jedoch fest, das bei der Familie Watkins etwas ganz und gar nicht stimmt.
Matt Watkins, der Nerd, ist die meiste Zeit unausstehlich und scheint Julia fast schon zu hassen.
Celeste, seine kleine Schwester, schleppt die ganze Zeit eine Pappfigur ihres großen Bruders mit sich herum und mit die ganze Zeit, meine ich vierundzwanzig Stunden am Tag. Finn, so heißt ihr großer Bruder der gerade auf einer Weltreise ist, begleitet sie überall hin. Er sitzt neben Celestes Bett und geht mit ihr in die Schule. Das sorgt unteranderem auch dafür, dass die 13-jährige von ihren Mittschülern ausgegrenzt wird. Julies Aufgabe ist es unteranderem auf Celeste auf zupassen und sich um sie zu kümmern. Für alle aus der Familie ist es normal, dass Celeste die Pappfigur immer mit sich herumträgt.

Julie gibt sich alle Mühe und versucht Celeste und Papp-Finn voneinander zu trennen. Matt ist weiterhin unausstehlich und die Eltern Watkins versuchen so zu tun, als wäre alles normal.
Zwischen den vielen Statusupdates auf Facebook, Nachrichten von Finn und Streits mit Matt versucht Julie zu studieren und Celeste wieder auf die richtige Spur zu bringen.

Die Autorin erzählt ihre Geschichte so herrlich leicht, dass ich dieses Buch in einem Rutsch gelesen habe und es absolut liebe. Ich hatte die Bilder vor meinem inneren Augen und mochte die vielen Beschreibungen und den herrlichen Witz der Autorin unglaublich gerne. Von ihr könnte ich jeder Zeit ein weiteres Buch lesen.

Allgemein lässt sich sagen, dass Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich habe einerseits sehr viel gelacht, da Julie wirklich nicht auf den Mund gefallen ist. Das Buch sprüht nur so vor Witz und Charme. Mir haben die Unterhaltungen zwischen Matt und Julie sehr gut gefallen und es hat nicht lange gedauert, bis ich Celeste ins Herz geschlossen hatte. Andererseits hat mich dieses Buch auch zu Tränen gerührt und zur Verzweiflung gebracht.
In meinen Augen ist es ein unglaublich süßes Buch und sehr empfehlenswert.

Wertung (4/5)

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582 Bibliotheken, 26 Leser, 0 Gruppen, 122 Rezensionen

pandemie, dystopie, überleben, apokalypse, shakespeare

Das Licht der letzten Tage

Emily St. John Mandel ,
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.09.2015
ISBN 9783492060226
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Cover

Wie so oft schon habe ich mich hier beim ersten Blick auf das Cover verliebt. Die Farben sehen so unglaublich toll aus. Es erinnert mich an einen fantastischen Sonnenuntergang. Die in rosafarbenes Licht getauchte Skyline sieht aus, als wäre es dort sehr neblig. Mir gefällt der Farbverlauf von dem dunklen Blau in das helle und strahlende rosa sehr gut. In meinen Augen passt das Cover hervorragend zu dem Buch.

Meine Meinung

Ja wie fang ich am Besten an. Es ist gar nicht so leicht, denn ich will nicht zu viel verraten. In dem Buch gibt es keinen wirklich zentralen Handlungsstrang. Es gibt verschiedene Figuren, die wir kennenlernen.

Im Mittelpunkt von allem steht Arthur Leander, ein berühmter Schauspieler. Alle Figuren, die in dem Buch ihre Geschichte erzählen, haben irgendwie mit ihm zu tun. Alles scheint sich um ihn zu drehen und die Kreise werden immer Enger. In verschiedenen Rückblenden wird von Arthurs Leben erzählt. Er stirbt wenigen Stunden vor dem Ende der Welt an einem Herzinfarkt, als er König Lear auf der Bühne spielt. Bereits in dieser Szene trifft man auf zwei Menschen, die im weiteren Verlauf der Geschichte immer wieder vorkommen. Die eine Person ist Jeevan Chaudhary. Er ist Rettungssanitäter und versucht noch Arthur widerzubeleben. Leider scheitert er mit diesem Versuch. Während dem Ende der Welt lebt er lange bei seinem Bruder.

Die zweite Person ist Kristen Raymonde, zum Zeitpunkt der Epidemie ein kleines Mädchen. Sie spielt eine Tochter von König Lear.
Ach ja, das hätte ich nun beinahe vergessen. Das Ende der Welt ist eine Krankheit, die sich die georgische Grippe nennt und ihre Opfer in wenigen Stunden dahinrafft. Sie ist extrem ansteckend und sehr tödlich. Das hat mich fast ein bisschen an das Spiel Plague Inc. erinnert. Das ist ein Handyspiel (bzw. eine App), bei dem es darum geht, eine Krankheit zu entwickeln, die die Menschheit ausrottet. So ungefähr ist nämlich auch diese Georgische Grippe. Die Menschen haben nicht einmal Zeit, ein Gegenmittel zu entwickeln, weil einfach alle sterben. Die Welt zerfällt regelrecht und man kann dabei zusehen.
Kirsten kann sich an die ersten Jahre danach nicht mehr wirklich erinnern. Erst ist sie bei ihrem Bruder, dann schließt sie sich der fahrenden Synphonie an um dort zu schauspielern. Diese Synphonie reist durch Teile Amerikas und führt Shakespear-Stücke auf.

Eine weitere Figur ist Miranda Carroll, eine der Exfrauen von Arthur Leander. Sie tritt hauptsächlich in den Rückblicken auf, als Arthur noch lebt.

Hauptsächlich wird die Geschichte von Arthur erzählt und wie sehr die übriggebliebenen Menschen durch eine einzige Person verbunden sind. Das fand ich sehr gut dargestellt und unglaublich ausgearbeitet. Man leidet und fühlt mit den Personen mit. Immer wieder habe mich mitgefiebert wie sich das nun Entwickelt, was wohl aus den einzelnen Bekannten von Arthur wird. Es war sehr spannend die Geschichte zu lesen. Für mich war es jedoch kein Buch, das ich schnell mal eben gelesen habe. Ich musste mir wirklich Zeit dafür nehmen um auch die Verstrickungen der Charakter zu verstehen und über wie viele Ecken diese sich nun eigentlich kennen.

Die Autorin hat das Buch sehr spannend geschrieben. Es hat mich gefesselt und absolut begeistert. Nicht nur das Cover ist sehr schön, sondern auch die Geschichte zwischen den Buchdeckeln fasziniert mich. Mir hat dieses Buch tatsächlich ein paar sehr schöne Tage beschert, weil ich es einfach nur sehr langsam lesen konnte und wollte. Ich habe mir regelrecht gewünscht, dass es nicht endet und als es schließlich doch so weit war, wurde ich richtig traurig.
Mich hat die Geschichte restlos begeistert und ich würde mich freuen, noch mehr von der Autorin zu lesen.

Wertung (5/5)

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324 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

lynn raven, magie, windfire, djinn, fantasy

Windfire

Lynn Raven
Flexibler Einband: 500 Seiten
Erschienen bei cbt, 14.12.2015
ISBN 9783570161029
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Mir gefällt das Cover sehr gut. Es passt zu den anderen Büchern von Lynn Raven. Das Gold unter den Augen der dunkelhaarigen Frau passt gut zum sandigen Thema des Buches. Auch die etwas größeren Goldtropfen, die an Sommersprossen erinnern, finde ich passend. Der Buchtitel ist genau auf die gleiche Art und Weise geschrieben bzw. gestaltet. Ich mag den starken Kontrast zwischen der hellen Haut, dem Gold und den schwarzen Haaren bzw. dem dunklen Hintergrund sehr.

Meine Meinung

Lynn Raven hat mich bis jetzt noch nie mit einem ihrer Bücher enttäuscht. Ich glaube, bis auf eines habe ich alle von ihr gelesen, oder eher verschlungen, das passt besser.

Die Idee mit den Djinn hat mir sehr gut gefallen. Das ist mal etwas Neues und etwas sehr Aufregendes. Ich bin absolut neugierig auf die Geschwister von Shane, dem Halbdjinn. Seine Brüder, die Djinnprinzen, sind bereits mehrere Hundert Jahre alt. Er ist Fotograf und hat in den letzten Jahren in Krisengebieten gearbeitet und dort spektakuläre Bilder gemacht.

Jessie ist eine Hexe. Sie schlägt sich durch, um die Krankenhausrechnungen ihres Stiefbruders zu bezahlen. Dieser liegt ihr sehr am Herzen und sie würde alles für ihn tun. Als Shane auftaucht, gerät ihre Welt ziemlich ins Wanken. Er sucht ein altes Schmuckstück, das sie just vor ein paar Tagen verkauft hat. Auf der Jagd nach diesem Schmuck kommen sie sich etwas näher und entdecken gleichzeitig, wie gefährlich sie beide doch sein können. Jesse zum Beispiel wusste überhaupt nichts von den Kräften, die in ihr schlummern. Sie ist etwas überfordert, begleitet Shane jedoch auf seiner Suche nach seinen Brüdern und des Rätsels Lösung um das Schmuckstück.

Mir hat es sehr gut gefallen, dass Jessie ziemlich schnell bereit war, mit Shane zu gehen und ihn auf der Suche zu begleiten. Ihre Neugierde hat mir gut gefallen und sie für mich auch sehr sympathisch gemacht. Die Beiden halten zusammen, auch wenn Jessie zu Beginn des Buches nicht viel auf Shane gibt. Er jedoch scheint sehr schnell zu bemerken, wie sehr sie sich zueinander hingezogen fühlen.

Das Buch hat mich gefesselt und meine Erwartungen sogar übertroffen. Es ist im Vergleich zu “Blutbraut” oder
“Seelenkuss” etwas kürzer, aber auf keinen Fall schlechter. Ich glaube mehr, Seiten hätten dem Buch sogar geschadet.
Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass Lynn Raven zu den wenigen Autoren zählt, bei denen ich zu einem kleinen Fangirl mutiere. Um an dieses Buch zu gelangen, habe ich es sogar in Kauf genommen, zu einem Treffen mit einer Freundin zu spät zukommen und das soll bei mir etwas heißen, denn ich hasse das normalerweise. Für mich führte an diesem Tag kein Weg an diesem Buch vorbei. Umso mehr freue ich mich darüber, das meine Erwartungen nicht enttäuscht wurden. Ich würde definitiv gerne mehr Bücher über Djinn lesen, die haben es mir dank Shane nämlich ziemlich angetan und auch seine Brüder wirkten auf mich sehr sympathisch und angenehm.

Lynn Raven hat mit Windfire meiner Meinung nach ein wirklich fantastisches Buch geschrieben. Sie entführt mich in eine sehr sandige Welt. Manchmal hatte ich beim Lesen das Gefühl den Sand und den Wind auf den Lippen zu spüren. Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen und ich bin absolut begeistert davon. Lest es!

Wertung (5/5)

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752 Bibliotheken, 14 Leser, 2 Gruppen, 161 Rezensionen

dystopie, hacker, jugendbuch, zukunft, luna

Mind Games

Teri Terry ,
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.06.2015
ISBN 9783649667124
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Die Farben des Covers sind schön zusammengestellt. Sie sind kräftig und ausdrucksstark. Mir ist das Buch deshalb auch extrem stark ins Auge gesprungen. Obwohl ich die Farbe Lila überhaupt nicht mag, gefällt mir dieses Cover sehr gut. Es hat auch dazu beigetragen, dass ich dieses Buch unbedingt als Hardcover haben wollte. Mir gefällt das Cover sehr gut.

Meine Meinung

Im Allgemeinen finde ich die Idee des Buches genial und sehr, sehr spannend. Am meisten habe ich darauf hingefiebert, wie sie umgesetzt wurde.

Auf der einen Seite haben wir Luna, eine Verweigerin. Sie trägt kein Implantat und besucht keinen virtuellen Unterricht. Sie hat ein äußerst reales Leben und loggt sich nie in die virtuelle Welt ein. Das hat zwei Gründe: Erstens wird ihr davon schlecht und zweites hat ihre Großmutter es ihr mehr oder weniger verboten, sagen wir, sie hat ihr davon abgeraten. Auch ist Lunas Mutter gestorben, während sie eingeloggt war. Faszinierend ist nämlich, man muss sich eigentlich nicht ausloggen. Es gibt ein System, das einen am Leben erhält. Man wird praktischer ernähert und eigentlich ist es so, dass man schläft, während man eingeloggt ist, nicht so Luna. Sie ist sich ihres Körpers bewusst, und zwar die ganze Zeit. Das heißt, wenn sie eingeloggt ist, ist sie wach. Da Menschen an Schlafmangel sterben können, ist es für sie sehr ungesund, aber ich möchte jetzt nicht zu viel verraten. Nur so viel: Mich hat die Umsetzung einfach total umgehauen. Die Ideen waren der Hammer und die Ausführung ist unglaublich gut. Ich könnte mir dieses Szenarium für unsere Zukunft tatsächlich sogar vorstellen.

Neben Luna gibt es noch Gecko. Er ist ein Hacker oder besser gesagt ein Shacker. Shacker können den Nullraum beeinflussen und Dinge dort erschaffen, während Hacker nur in bereits bestehenden Welten “arbeiten” können. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied, der später im Buch noch eine wichtige Rolle spielt. Gecko und Luna lernen sich bei einem Test für die Universität kennen. Gecko hat ein Implantat und nimmt dadurch Dinge anders wahr, als Luna es tut. Allein bei Gedanken daran, dass meine Wahrnehmung beeinflusst werden könnte, ist es mir eiskalt den Rücken hinunter gelaufen. Das kann einem schon Angst machen, wenn man einmal länger darüber nachdenkt. Gecko gehört zu einer Organisation, die gegen die “Bösen” kämpft.

Die Bösen sind in diesem Fall, wie so oft, eine Firma. PareCo produziert die Implantate und eigentlich die komplette virtuelle Welt. Sie leiten Forschungen und haben Tests entwickeln. Bei diesen Tests geht es um Intelligenz und Rationalität. Luna lebt in einer Welt, in der Rationalität höher gestellt wird, als bloße Intelligenz. Auch das ist ein äußerst faszinierender Denkansatz. Was passiert, wenn man intelligent, aber irrational ist, zu was für einem Menschen macht einen das? Diese Frage habe ich mir oft gestellt. Oder auch die Frage, wie ich wohl in diesem System eingestuft werden würde, wahrscheinlich nicht als besonders rational. In diesem System ist es so, das intelligente, aber irrationale Menschen aussortiert werden. Luna sieht sich selbst als eine solche Person und auch Gecko gehört mehr oder weniger dazu.

Zusammen versuchen sie das System auszutricksen, und einfach nur frei zu sein. Denn das ist das Einzige, was Gecko sich wünscht. Auch darüber musste ich eine ganze Weile nachdenken. Für uns ist es selbstverständlich frei zu sein. Wir können gehen wohin wir wollen und tun was wir wollen, natürlich nur so lange es im Rahmen des Gesetzes ist. Wir werden von keinem übergeordneten System kontrolliert, jedenfalls nicht so wie in Mind Games. Niemand manipuliert unsere Realität. Der Gedanke ist schon sehr erschreckend.

Mind Games hat mich gefesselt und ich konnte wirklich nicht damit aufhören. Es war ein Weihnachtsgeschenk und ich hab es tatsächlich an einem Tag durchgelesen, weil ich es einfach nicht weglegen konnte. Ich musste wissen, wie es endet. Ehrlicherweise muss ich hier auch gestehen, dass ich dieses Ende noch nicht ganz verkraftet habe. Das Buch hat mich geschockt und mir Angst gemacht. Es hat mich nicht mehr losgelassen und ich bin jetzt noch in Gedanken über diese Welt. Ich frage mich, ob meine Welt wohl jemals so aussehen kann und dass macht mir irgendwie Angst. Das letzte Buch, welches eine solche starke Reaktion hervorgerufen hat, war “The Circle” und dass war auch ein sehr extremes Buch.

Ich bin gerade an einem Punkt angelangt, an dem ich nicht mehr beschreiben kann, was dieses Buch mit mir gemacht hat. Es begeistert mich, da ich wirklich komplett gefesselt bin und es mich auch so langfristig zum Nachdenken bringt. Das gefällt mir unglaublich gut daran.

Wertung (5/5)

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275 Bibliotheken, 6 Leser, 0 Gruppen, 67 Rezensionen

solitaire, jugendbuch, alice oseman, depression, jugendroman

Solitaire

Alice Oseman ,
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 21.08.2015
ISBN 9783423761192
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Dieses Cover hat mich definitiv angesprochen und ich muss ehrlich zugeben, es war ein reiner Kauf des Covers wegen. Die vom Himmel regnenden Zauberwürfel und das Mädchen mit dem Regenschirm passen gut zum Buch selbst. Mir hat dieses Cover sehr gut gefallen. Es ist geheimnisvoll und doch hell, erfrischend und irgendwie etwas anderes.

Meine Meinung

Wie ich oben schon zugegeben habe, wollte ich dieses Buch nur wegen dem Cover. Der Klapptext hat mich nicht ganz so angesprochen, erst die Beschreibung im Buch selbst hat mir etwas besser gefallen.

In Solitaire geht es um die sechzehnjährige Tori Spring. Sie verzweifelt an ihrem Leben. Eigentlich sollte sie jetzt gerade die beste Zeit ihres Lebens haben, doch es gibt so viele Dinge um sie herum, die sie beschäftigen. Aus dieser Starre und Verzweiflung wird sie sowohl von Michael Holden als auch der Gruppe Solitaire gerissen.

Michael ist neugierig, anderes und vieles, das Tori nicht besonders hoch schätzt. Zu Beginn ist sie beinahe schon abgestoßen von ihm, je länger er jedoch bei ihr ist, desto mehr fasziniert sie Michael. Obwohl er eine Fassade der Freunde und der Zufriedenheit nach außen hin trägt, ist er innerlich jedoch genau so zerrissen wie Tori und sehr wütend. Wütend auf die Welt, die den Teenagern vorgaukelt, wie sie zu leben haben. Ich muss ehrlich gestehen, die charakterliche Tiefe von Michael hat mich absolut begeistert.
Wo Tori mir manchmal fast schon zu depressiv und auch ziemlich anstrengend erschien, war Michael einfach toll, lustig und sehr liebenswert.
Ich glaube auch, dass dieser Effekt gewollt ist. Denn in unserer Gesellschaft sollte es keine depressiven Teenager geben, die an ihrem “Weltschmerz zerbrechen”. Uns geht es so gut, dass wir Probleme sehen, wo es eigentlich keine gibt. Im Vergleich zu vergangenen Generationen haben wir ein ruhiges und angenehmes Leben. Manchmal habe ich so den Eindruck, das wir einfach zu viel Zeit haben, um über alles nachzudenken.

So geht es auch Tori. Sie lebt praktisch im Internet, bloggt viel und verkriecht sich praktisch die meiste Zeit in ihrem Zimmer. Sie kennt es nicht anders, denn ihre Eltern (vor allem ihre Mutter) sind beinahe schon Internet-Zombies. Diesen Eindruck hatte ich als Leserin und ganz ehrlich, wenn meine Eltern so wären, hätte ich auch einen Knacks oder wäre mehr wie Tori. Das hat mich jedes Mal schockiert, wenn ich wieder zu einer Stelle mit Toris Mutter kam.

Eine oder besser gesagt zwei Figuren muss man ganz besonders hervorheben. Charlie und Nick (zu den beiden gibt es auch eine extra Geschichte) sind einfach der Wahnsinn. Zwei wirklich schöne und liebenswerte Figuren, die man einfach nur in den Arm nehmen möchte. Neben Michael mochte ich die beiden am liebsten und ich werde bestimmt irgendwann ihre Geschichte auch lesen.

Im Allgemeinen kann ich sagen, das mich Toris Geschichte sehr gefesselt hat. Da ich so etwas überhaupt nicht erwartet hatte, bin ich auch jetzt im Nachhinein noch ziemlich überfahren von dem Buch, aber auf eine positive Weise. Es hat mir sehr gut gefallen und ich werde es bestimmt wieder lesen. Ich mochte den jugendlichen Schreibstil und war auch nicht überrascht, als ich erfahren habe, dass die Autorin in meinem Alter ist.
Das Buch beschreibt gut, wie sehr wir doch alle mit Scheuklappen durch die Gegend laufen und wie wenig wir von unserer Umgebung mitbekommen und auch sehen wollen.
Während des Lesens dachte ich mir sehr oft, wie Recht die Autorin doch hatte.
Solitaire hat mich sehr nachdenklich gestimmt, vieles, was im Buch beschrieben ist, stimmt und ist zugleich auch sehr erschreckend. Man bekommt einen ungewohnten Einblick in die “Seele” eines Teenagers. Mir hat es gut gefallen, wie die Autorin die Probleme und auch die sozialen Verstrickungen dargestellt hat. Das Buch beschreibt eine Tatsache, vor der wir (vor allem Erwachsene) gerne die Augen verschließen und ich finde es wichtig, dass es so ein Buch wie Solitaire gibt.

Unschwer ist zu erkennen, dass ich ziemlich begeistert bin von diesem Buch. Beim Kauf hätte ich niemals etwas so Großes erwartet. Nie hätte ich gedacht, dass ich so viel und so lange über dieses Buch noch nachdenken kann. Gerade weil das so war, kann ich das Buch für Teenager sehr gut empfehlen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es sie sehr anspricht, da identifizieren konnte.

Wertung (5/5)

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180 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 38 Rezensionen

fantasy, liebe, tana, tajan, lichter

Die Messertänzerin

Susanne Rauchhaus
Fester Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Ueberreuter, 01.01.2011
ISBN 9783800056033
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Am besten gefallen mir an dem Cover die Ornamente, die wie ein Wasserzeichen darauf liegen. Es gibt einen kleinen, aber feinen Einblick in die Welt, die in diesem Buch liegt. Die orientalisch gekleidete Frau und das geschwungene Messer sind Zeichen für eine andere Welt, wie wir sie kennen.

Meine Meinung

Divya ist Dienerin in einer Mädchenschule. Obwohl sie zur untersten Kaste gehört, hatte sie doch immer die Hoffnung eines Tages ebenfalls in der Schule lernen zu dürfen, diese wird jedoch zerschlagen und Divya bleibt Dienerin. Die Geschichte beginnt, als Divya 12 Jahre alt ist. Da sie sich über 6 Jahre hinwegzieht, kann man Divyas Entwicklung gut nachverfolgen. Zu Beginn der Geschichte trifft sie wesentlich kindischere und weniger vorausschauende Entscheidungen als später mit 18 Jahren.
Ich mochte Divya sehr gerne, weil sie ihren Weg geht. Sie ist sehr neugierig und wissbegierig. Außerdem gehört sie dem Volk der Tassari an. Dieses wird unter der Herrschaft von Fürst Wakan unterdrückt, weil es an die Macht der Lichter glaubt. Die Tassari werden erst innerhalb der Stadt eingesperrt und später sogar außerhalb. Divya setzt alles daran, ihnen zu helfen.

Im Laufe ihrer Zeit als Dienerin lernt Divya den Sujim Tajan kennen. Er ist Wächter und hat die Aufgabe bekommen, die Mädchenschule zu bewachen. Er ertappt Divya dabei, wie sie tanzt, was ihr verboten ist. Denn in der Welt, in der Divya lebt, gibt es eine sehr klare Rangordnung. Jeder gehört einer Kaste an und “benimmt” sich so, wie es für diese Kaste angebracht ist. Divya gehört zu der grauen Kaste, der untersten. Sie hat kein Recht darauf tanzen oder gar kämpfen zu lernen.
Zwischen Tajan und Divya herrscht eine Spannung, doch bald schon merkt man, dass sie sich eigentlich mögen. Als Divya sich der Rebellion anschließt, verändert sich ihr Verhältnis.

Die Autorin hat mit Die Messertänzerin ein fantastisches Buch geschrieben. Da ich es bereits vor ein paar Jahren gelesen habe, musste ich es mir jetzt doch kaufen, als ich wieder darüber gestolpert bin. Man taucht tief in die Welt ein, in der Divya lebt. Sie ist farbenfroh und so ganz anders, als die Welt in der wir leben. Mit ihrem kurzen, aber sehr klaren Schreibstil schafft es die Autorin, den Leser direkt in diese Welt fallen zu lassen. Wenn ich so darüber nachdenke, ist das Buch eigentlich ziemlich “dünn” für den ganzen Inhalt. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, die Autorin würde nicht genug beschreiben oder zu weniger auf ihre Figuren eingehen, eher ganz im Gegenteil. Die vielen Informationen überfordern den Leser nicht, sondern sind angenehm gestreut.

Die Informationen werden allerdings etwas dürftig, wenn es um Fürst Warkan geht. Er ist der Bösewicht, der Geschichte und das zurecht, denn er lässt sich einiges einfallen, um wirklich böse zu sein. Jedoch wird nie erläutert, warum und es gibt, auch keine offensichtlichen Gründe für sein Verhalten. Ich fand es etwas schade, das er so wenig beschrieben wurde und damit in meinen Augen einer der eher weniger interessanten Bösewichte war.

Auch den Klapptext finde ich etwas unpassend. Er beschreibt einerseits sehr gut, was auf den Leser zu kommt, andererseits ist er etwas irreführend. Der Prolog hat mich absolut verwirrt zurückgelassen. Doch diesen fand ich sehr gut gewählt und geschrieben. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wann diese Szene kommt und wie sie überhaupt zustande kam.

Ich möchte nicht noch mehr über den Inhalt verraten, deshalb nur so viel: Es ist ein spannendes Buch mit vielen Facetten. Ich habe es sehr gerne gelesen und kann es wärmstens empfehlen.

Wertung(4/5)

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83 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 7 Rezensionen

agatha christie, krimi, insel, klassiker, mord

Und dann gab's keines mehr

Agatha Christie , Sabine Deitmer
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Fischer (TB.), Frankfurt, 13.10.2009
ISBN 9783596511143
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Cover

Ich mag das Cover meiner Ausgabe sehr gerne (deswegen hab ich sie gekauft). Obwohl es eigentlich nicht wirklich zum Text passt, gefallen mir die bunten Farben auf dem eher schlichten Hintergrund. Das Cover sticht vielleicht nicht unbedingt ins Auge, aber es hebt sich in seinem Genre doch von der Masse ab.

Meine Meinung

So, ich lese eigentlich nie Krimis, überhaupt nicht. Ich mag sie nicht, weil wenn ich einmal weiß, wer es war, kann ich sie nicht mehr lesen. Warum mich das bei anderen Büchern nicht stört, weiß ich nicht.
Warum also, habe ich dieses Buch gelesen?
Nicht etwa, weil es eines der am meisten verkauften Agatha Christie Bücher ist. Auch nicht, weil es ihr Blutigstes ist, nein. Es hat einen ganz banalen Grund: Die BBC hat eine dreiteilige Adaption gedreht, mit Aidan Turner in einer der Hauptrollen. Wer mich etwas kennt (und diesen Blog verfolgt) weiß, dass Aidan Turner im Moment mein Lieblingsschauspieler ist. Ich sehe also, dass es diese Adaption gibt, und musste unbedingt vorher das Buch lesen.

Ich war überrascht…
Als Erstes muss ich sagen, hat mich der Anfang amüsiert. Es wurde extra erwähnt, dass in der Zeit, in der Agatha Christie dieses Buch geschrieben hat, Rassismus noch kein so ein Thema war wie heute. Hätte ich jetzt so nicht erwartet, da auch ich den Kinderreim “Zehn kleine Negerlin” kenne, allerdings eine etwas harmlosere Version aus dem Buch. Die ganze Geschichte von Agatha Christie basiert auf diesem Kinderreim.

Zehn wahllos zusammen gewürfelte Menschen werden auf eine Insel eingeladen. Dort stellt sich dann heraus, was sie alle gemeinsam haben. Sie haben ein Verbrechen begangen, dass nie bestraft wurde, weil niemand es wusste. Diese zehn Menschen sind sehr verschieden.

Da wären zum einen Mr. und Mrs. Rogers, den Butler und die Köchin. Beide sind bereits einen Tag vor den anderen angereist und wurden über eine Agentur angestellt.

Anthony Marston ist ein äußerst rücksichtsloser Fahrer, er wird auf die Insel eingeladen um zu feiern.

General MacArthur wird auf die Insel geladen, um seine alten Kameraden zu treffen.

Bei Richter Wargrave verhält es sich ähnlich, wie bei General MacArthur, er will alte Freunde bzw. Bekannte treffen.

Emily Brent wird ebenfalls auf einen Urlaub eingeladen, von einer Bekannten.

Dr. Armstrong soll der Frau des Besitzers der Insel bei gesundheitlichen Problemen helfen.

William Blore ist ein ehemaliger Polizeiinspektor und soll dort alles etwas im Auge behalten und auf Ungewöhnliches achten.

Vera Claythorne soll als Sekretärin der Besitzer arbeiten.

Und zum Schluss: Philip Lombard, ein “Glücksritter”, der schon allerlei Gräueltaten verübt hat. Er ist ein wirklich böser Mensch und wird gespielt von Aidan Turner.

Wie man sieht, eine Fülle an Figuren, die einem nicht sehr schnell ans Herz wächst. Tatsächlich ist es so, dass man jene, welche bereits zu Beginn sterben am Ende völlig vergessen hat. Die, die aber zum Ende hin erst sterben, bleiben lange im Gedächtnis. Ich möchte jetzt auch gar nicht verraten in welcher Reihenfolge und wie sie sterben.
Sie tun es auf jeden Fall alle.

Tatsächlich hat mich dieses Buch absolut gefesselt und ich konnte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Obwohl all diese Menschen etwas Schlimmes getan haben, mochte ich manche von ihnen sogar. Einige mehr als andere, aber das hat auch viel mit der Miniserie zu tun, wie ich ehrlich zugeben muss. Agatha Christie schafft es, dass man immer am Ball bleibt. Sie beschreibt alles sehr gut und genau, verschwendet aber nie ein Wort. Die Geschichte ist unglaublich gut durchdacht.

Und dann gab’s keines mehr hat mir viel besser gefallen, als ich erwartet hätte. Die Geschichte ist sehr spannend und auch kurzweilig. Sie zieht sich nicht und ich habe angefangen, mit den Figuren zu sympathisieren.
Als ich schließlich die Miniserie der BBC gesehen hatte, war ich absolut begeistert. Sie sind sehr nah an der Vorlage geblieben (mit einigen Ausnahmen) und haben das Buch sehr schön inszeniert. Die Figuren waren zum Großteil sehr gut ausgewählt, die Schauspieler absolut fantastisch.

Ich bin ein großer Fan sowohl des Buches, als auch der Serie geworden.

Wertung (5/5)

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85 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 49 Rezensionen

liebe, trauer, verlust, leben, tod

For Good

Ava Reed , Nadine Kapp
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Booklover, 01.01.2016
ISBN 9783981755039
Genre: Romane

Rezension:

Cover

Mir gefällt das Cover sehr gut. Es passt unglaublich gut zur Geschichte und hat einen schönen melancholischen Charakter. Ich mag die hellen und freundlichen Farben, die ja doch irgendwie im Kontrast zum etwas düsteren Thema des Buches passen.

Meine Meinung

Charlie hat ihren Mann Ben verloren. Er war ihr ein und alles. Dieser Verlust reißt ihr den Boden unter den Füßen weg und nimmt ihr die Luft zum Atmen. Alles woran Charlie denken kann, ist Ben.
Das Buch lebt von den Rückblenden, den Erinnerungen Charlies an ihren verstorbenen Mann. In diesen Erinnerungen wird von ihrem kennenlernen erzählt. Man erfährt, wie Charlie und Ben sich in einander verliebt und schließlich geheiratet haben.
Charlie ist Tierärztin und Ben Polizist. Sie lernen sich kennen, nachdem Charlie Bens Hund verarztet hat. Der Funke springt über und es dauert nicht lange bis sie lichterloh brennen. Charlie ist eine unglaublich liebenswerte Person. Sie liebt ihren Beruf und geht völlig darin auf. Ben geht ihr sofort direkt unter die Haut. Schnell verliebt sie sich in ihn und genießt seine Nähe.
Ben hatte es im Leben nicht leicht, doch als er Charlie trifft, ist das für ihn ein Glücksfall. Er betet sie beinahe an und erfüllt ihr jeden Wunsch.

Ich mochte beide Figuren sehr gerne. Sie sind mir ans Herz gewachsen. Einziges Manko war für mich Charlies Realität. Zu Beginn hat sie mir noch furchbar leid getan und ich hatte das starke Bedürfniss sie in den Arm zu nehmen. Doch je mehr ich gelesen habe, umso mehr wollte ich sie schütteln. Mir ist klar, dass jeder anders trauert, aber sie ist absolut darin aufgegangen und hat regelrecht darin gebadet. Das erschien mir manchmal etwas zu viel und etwas übertrieben. Mich hat sie damit einfach nicht erreicht, sondern das hat eher dazu geführt, dass ich diese Seiten überflogen habe, bis wieder die Vergangenheit mit Ben kam. Sie verliert jeglichen Bezug zur Rationalität. Die Geschichte hat es leider nicht geschafft mich zu Tränen zu rühren oder sonst irgendwie großartige emotionale Reaktionen hervorgerufen. Ich habe mich mit Charlie gefreut, ihre Trauer konnte ich jedoch nicht wirklich nachfühlen. Das fand ich sehr schade, denn dieses Buch lebt von der Trauer der Hauptfigur.

Positiv möchte ich jedoch noch den Erzählstil der Autorin hervorheben. Die Abwechselung zwischen Erinnerung und Realtiät fand ich gut. Mir hat es gefallen, mit Charlie zusammen durch ihre Erinnerungen zu wandern, denn dieser Teil ist der Autorin gut gelungen.

Mir gefällt die Geschichte von Ben und Charlie und ich finde sie ziemlich romantisch! Trotzdem muss ich sagen, habe ich nicht nur positive Gefühle. Es gab einfach am Ende zu viel, dass ich nicht verstehen oder nachempfinden konnte. Jeder Mensch trauert anderes, doch die Art wie Charlie ihre Trauer ausgelebt hat, war für mich völlig unverständlich. Das Buch lässt mich mit sehr stark gemischten Gefühlen zurück.

Wertung (2/5)

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551 Bibliotheken, 11 Leser, 3 Gruppen, 159 Rezensionen

roadtrip, liebe, krebs, james patterson, freundschaft

Heart. Beat. Love.

James Patterson , Emily Raymond , Stephanie Singh
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.04.2015
ISBN 9783423761079
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Ich liebe dieses Cover definitiv. Die einzelnen Bilder des Roadtrips sind absolut klasse. Das Cover hat mich magisch angezogen. Mir gefallen Roadtrip-Bücher meistens sehr gut. Wenn ich dieses Buch sehe, muss ich immer an ein Fotobuch eines Roadtrips denken und das passt, wie ich finde, sehr gut.

Meine Meinung

Axi möchte einfach nur noch weg aus ihrem Leben und aus ihrer Stadt. Ihr Vater und sie haben kein gutes Verhältnis, ihre kleine Schwester ist vor Jahren an Krebs gestorben und ihre Mutter ist auch schon aus diesem Leben davon gelaufen, warum also nicht auch Axi. Sie beschließt, zusammen mit ihrem besten Freund Robinson, wegzugehen. Eigentlich hatte sie geplant mit dem Bus zu fahren, doch irgendwie landet sie auf einer geklauten Harley. An dieser Stelle der Geschichte habe ich mich gefragt, wie haben sie das mit dem Gepäck gemacht? Klar, auf dem Roadtrip hat man nicht so viel dabei. Hatte die Harley etwa Seitentaschen? Oder trug Axi einen großen Rucksack? Hatten beide Rucksäcke? Entweder ich habe diese Stelle überlesen, aber das hat mich so lange beschäftigt wie die beiden ihre Harley hatte

Ich mochte Axi sehr gerne. Sie ist überhaupt nicht irrational, sondern steht mit beiden Beinen im Leben. In genau diesem Leben möchte sie aber mehr für sich. Mir hat die Idee mit dem Roadtrip gut gefallen. Immerhin impliziert es, dass Axi wieder zurückkehren wird, vielleicht nur wiederstrebend, aber sie kommt zurück. Zu Beginn scheint es so, als würde Robinson sie nur begleiten, doch bald wird klar, wie wichtig diese Reise auch für ihn ist und wie viel sie im bedeutet.

Mir sind beide Charatere sehr ans Herz gewachsen und haben mich viel zum Lachen und auch fast zum Weinen gebracht. Robinson ist nahezu das komplette Gegenteil von Axi. Er ist freier, lockerer und unbeschwerter. Robinson könnte ich mir gut als Weggefährten vorstellen.

Ich bin auch froh, dass ich mir dieses Buch als Hardcover gekauft habe, denn es enthält hin und wieder ein Bild und auf dem E-Reader ist das immer so fürchterlich zu lesen. Mein Reader braucht immer ewig, bis er Seiten mit Bild lädt… Daher rate ich dazu, sich dieses Buch eher als tatsächliches Buch zu kaufen.

Die Geschichte von Axi und Robinson war toll. Es gibt vielleicht ein oder zwei Dinge, über die ich die Stirn gerunzelt habe, aber alles in allem war es ein wirklich tolles Buch, vielleicht etwas zu vorhersehbar, aber sehr schön. Ich konnte mir gut vorstellen, zusammen mit den beiden auf Reisen zu gehen.

Wertung (4/5)


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409 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 37 Rezensionen

liebe, häusliche gewalt, rebecca donovan, thriller, liebe verletzt

Liebe verletzt

Rebecca Donovan , Christine Strüh
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei FISCHER Kinder- und Jugendtaschenbuch, 25.09.2014
ISBN 9783733500313
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Obwohl das Cover nichts mit dem Inhalt zu tun hat, gefällt es mir sehr gut. Es passt zum Buch, auch wenn ich nicht unbedingt beschreiben kann, warum. Es strahlt etwas Melodramatisches aus, etwas Trauriges. Kastanien werden mit Herbst und dem Jahresende assoziiert. Ich finde es ziemlich passend zu dem Buch.

Meine Meinung

Emma lebt bei ihrer Tante, ihrem Onkel und deren beiden kleinen Kinder. Ihre Mutter ist nicht in der Lage sie zu versorgen und auf sie aufzupassen. Emmas Tante hingegen ist nicht sonderlich begeistert davon, Emma im Haus zu haben. Sie verlangt viel von ihr, schlägt sie und misshandelte sie schwer. Ihr Onkel schaut weg und sagt ihr, sie solle ihrer Tante eben aus dem Weg gehen und diese nicht so reitzen. Emma selbst würde niemals etwas sagen, denn witzigerweise behandelt ihre Tante nur sie wie den letzten Dreck. Ihre eigenen Kinder liebt sie abgöttisch.

Evan zieht mit seiner Familie in die Stadt, in der Emma lebt. Er findet das ruhige Mädchen äußerst faszinierend und die beiden kommen sich immer näher. Er versucht alles um Emma zu beschützen und um ihr das Leben schöner zu machen. Zusammen mit Sara, Emmas bester Freundin, versucht er Emma zu helfen und ihr da Leben leichter zu machen.

Sara weiß von Emmas Familie und den Zuständen, die dort herrschen. Emma darf Sara auch nur besuchen, weil diese die Tochter des Bürgermeisters ist. Jedoch schafft es auch sie nicht, Emma aus der Gewalt ihrer Tante zu befreien. Sie deckt Emma und ihre Verletzungen, versorgt sie und hilft ihr immer wieder “auszubrechen”. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich manchmal gefragt habe, wie Sara das mitmachen konnte und wie sie glaubt, dass ein rosafarbener Pulli das Leben so viel besser macht. Sara schaut, wie alle anderen auch nur zu, wie Emma misshandelt wird. Natürlich könnte man jetzt sagen, sie akzeptiert die Entscheidung von Emma, aber ich glaube, manchmal ist das auch nicht richtig. Sara hätte mehr darauf drängen müssen, etwas zu sagen, stattdessen ist sie nur eine weitere Zuschauerin am Rande von Emmas Leben.
Auch Evan gehört mehr oder weniger zu diesen Zuschauern. Emma kann keine Beziehung zu ihm eingehen, da er ja sonst herausfinden würde, dass ihr körperliche Gewalt angetan wird.

Obwohl das Hauptthema des Buches häusliche Gewalt ist, geht es doch sehr viel um alltägliche Teenagerprobleme, die noch etwas aufgepeppt werden, in dem das Mädchen regelmäßig geschlagen wird. Das mag jetzt wirklich hart klingen, aber das hat mich schon irgendwie gestört. Niemand in diesem Buch ergreift irgendwie initiative. Niemand versucht etwas besser zu machen, sie belassen es alle dabei, so wie es ist, weil es ja noch schlimmer sein könnte.
Es ist nicht so, dass mir dieses Buch nicht gefallen hätte, ganz im Gegenteil, ich mochte es sehr. Doch während ich hier diese Rezension schreibe, desto deutlicher wird, dass es mich schon gestört hat. Mir tut Emma furchtbar leid und ich werde auf jeden Fall den zweiten und dritten Teil auch lesen, weil mich dieses Buch auch zum Verzweifeln gebracht hat. Der Schluss hat mich völlig in der Luft hängen lassen und mich zum Verzweifeln gebracht. Ich will wissen, wie es mit Emma weiter geht. Mit ziemlicher Sicherheit werde ich auch in den beiden folgenden Büchern noch Szenen finden, die mich aufregen und schier wahnsinnig machen, doch das gehört ja auch dazu. Denn trotz alldem will ich wissen, ob und wie sie es schafft, sich zu lösen. Emma liegt mir trotz ihrer etwas nervigen Art und ihrer verdrehten Sichtweise auf die Welt am Herzen.

Kann ich dieses Buch weiterempfehlen? Nur bedingt muss ich gestehen. Es hat mir gefallen, aber irgendwie ist es doch auch sehr speziell. Mit über 500 Seiten nicht gerade kurz und es zieht sich an manchen Stellen auch ziemlich hin. Auch wenn mir die Figuren ans Herz gewachsen sind, betrachte ich sie oft noch etwas distanziert. Es gibt niemand, dem ich komplett verfallen bin und keine besonders herausstechende Figur. Alles in allem ein durchschnittliches Buch.

Wertung (3/5)


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1.097 Bibliotheken, 20 Leser, 1 Gruppe, 196 Rezensionen

liebe, colleen hoover, love and confess, tod, auburn

Love and Confess

Colleen Hoover ,
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 20.11.2015
ISBN 9783423740128
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Abgesehen von der Farbe (rosa/pink) gefällt mir das Cover sehr gut. Es ist das Bild, das Owen malt, als er Dalles das erste Mal begegnet ist, für mich zumindest stellt es das dar. Mir gefällt die Idee, das Gemälde als Cover zu haben. Das originale Cover ist allerdings wesentlich schöner. Dort ist eine Leinwand zu sehen mit Farbspritzern. Das deutsche Cover hingegen wirkt so melancholisch, wie die Geschichte es ist.

Meine Meinung

Auburn lebt in Dallas und arbeitet als Friseurin in einem kleinen Salon. Durch einen Zufall hilft sie Owen eines Nachmittags bei einer seiner Ausstellungen. Er sucht “ganz dringend” eine Aushilfe, da die Letzte nicht aufgetaucht ist. Auburn mochte ich sehr gerne. Sie ist vielleicht etwas zu opferwillig, aber darüber kann man hinweg sehen, wenn man bedenkt, was sie bereits alles verloren hat. Dabei wurde mir das Herz zeitweise ganz schön schwer. Mir ist es leicht gefallen, mit Auburn mitzufiebern und ihrer Geschichte zu folgen. Es war leicht ihre Handlungen nachzuvollziehen. Manches fand ich etwas übertrieben, aber ich möchte nicht zu viel verraten. Sicher ist: Auburn ist eine tolle weibliche Hauptfigur. Sie kämpft für das, was sie liebt und ist durchaus bereit auf ihr eigenes Wohl zu verzichten, damit es anderen Menschen besser geht.

Owen ist Künstler in Dallas. Er lässt sich für seine Gemälde von Geständnissen inspirieren. Diese Geständnisse können Passanten anonym in seinen Briefkasten werfen. Einmal im Monat verkauft er dann einige seiner Bilder. Manchmal sind es ganz viele, manchmal ist es nur ein einziges. Es dauert nicht lange, bis Owen sich in Auburn verliebt. Er ist absolut davon überzeugt, sie wäre viel zu gut für ihn und kann doch irgendwie die Finger nicht von ihm lassen. Als das Schicksal den beiden dann auch noch übel mitspielt, glaubt Owen er hätte Auburn für immer verloren.

Die Geschichte von Auburn und Owen ist tragisch und zum Teil wirklich sehr traurig, doch es wirkt nicht übertrieben oder an den Haaren herbei gezogen. Man kann sich tatsächlich vorstellen, dass es diese Geschichte wirklich gibt, auch wenn ich das nicht hoffe. Es war für mich einfach, die Entscheidungen der Figuren nachzuvollziehen. Die meisten davon erschienen mir sogar logisch und begründet, was ja bei dieser Art von Geschichte nicht immer der Fall ist.

Auburn und Owen haben mich für ein paar Stunden sehr gut unterhalten und ich habe das Buch nahezu verschlungen. Ich konnte in der Geschichte versinken und alles um mich herum vergessen und völlig ausblenden.
Die Autorin hat bereits gezeigt, dass sie unglaublich tolle Liebesgeschichten schreiben kann. Mein Favorit, wird mit abstand aber weiterhin Weil ich Layken liebe bleiben.

Wertung (4/5)

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144 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 26 Rezensionen

amber, erotik, young adult, dreiecksbeziehung, liebe

Amber to Ashes - Ungebändigt

Gail McHugh , Christina Kagerer
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Piper, 14.09.2015
ISBN 9783492305945
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Cover

Mit dem Cover dieses Buches kann ich mich so gar nicht anfreunden. Es gefällt mir überhaupt nicht. Ich finde weder die Personen darauf ansprechend noch deren Pose. Wegen dem Cover hätte ich es mir auf keinen Fall gekauft. Sehr schade! Es entspricht allen Erwartungen, die man an ein Buch aus diesem Genre hat.

Meine Meinung

Amber ist eine so stereotypische Figur für dieses Genre, dass es mir beinahe körperliche Schmerzen bereitet hat, je mehr ich über sie gelesen habe. Abgesehen davon, dass sie mir wahnsinnig auf den Keks gegangen ist, konnte ich sie so überhaupt nicht verstehen. Sie ist extrem oberflächlich und unsäglich herablassend (von dem Rassismus will ich gar nicht anfangen!!!). Selten war mir eine weibliche Hauptfigur so unsympathisch wie Amber. Sie hat kein bisschen mein Herz berührt und die meiste Zeit habe ich mich gefragt, was sie denn gerade tut und warum sie das tut. Ich habe das ganze Buch darauf gehofft, dass es noch zu irgendeinem Punkt kommt, an dem ich sie verstehen kann. Leider kamen wir dazu nicht, stattdessen gab es eine Menge Sex und Gespräche und Handlungen, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte und wenn ich ehrlich bin, habe ich das an einem gewissen Punkt auch gar nicht mehr gewollt.

Abgesehen von Amber hätten wir da noch Brock Cunningham. Ihn lernt Amber zu Beginn des Semsters kenn und natürlich ist er suuuuuper heiß (hier bitte ungläubiges Husten einfügen) und sowieso total toll, sexy und anbetungswürdig. Brock war mir fast genau so unsympathisch wie Amber, eigentlich war es sogar noch schlimmer, denn ihn hab ich teilweise richtig gehasst, weil er einfach so unsäglich dumm ist. Fragt mich nicht wie, aber selbst der Bösewicht in einer Geschichte, ist mir selten so unsympathisch wie Brock und der gehört zu den “Guten”. Seine Handlungen und Entscheidungen sind zum Teil noch weniger nachvollziehbar, als die von Amber. Er begiebt sich, seinen besten Freund und auch Amber in Gefahr, nur wegen des Nervenkitzels. Eigentlich hat Brock es auch nicht nötig während dem Studium zu arbeiten, da seine Eltern sehr wohlhabend sind, trotzdem tut er es auf die eine oder andere Weiße, darüber möchte ich jetzt aber nicht mehr schreiben, sonst spoilere ich am Schluss noch.

Die letzte nennenswerte Figur ist Ryder Ashcroft, der Amber mit einem Kuss ein Stück ihrer Seele gestohlen hat. An dieser Stelle war ich nur noch eine Winzigkeit davon entfernt, dieses Buch abzubrechen. Abgehalten hat mich der Hauch von Sympathie, den ich Ryder entgegengebracht hat. Natürlich wird auch er nur auf sein Aussehen reduziert (darüber will ich jetzt nicht einmal etwas negatives sagen), aber die Tatsache, dass Amber sich NUR aufgrund seines Aussehens in ihn verliebt ist schon sehr bitter. Bereits beim dritten Treffen ist Amber alles, woran Ryder denken kann und natürlich ist sie anders als die anderen Mädchen (Nicht!) und etwas ganz besonderes (Nicht!). Er fällt sich absolut idiotisch, sowohl Brock gegenüber als auch bei Amber und die Sympathie war schnell dahin.

Ich weiß ehrlich nicht, was Autoren sich bei solchen Geschichten denken. Viele werden sich bestimmt auch fragen, warum hat sie das Buch denn dann fertig gelesen, wenn es ihr so wenig gefallen hat? Die Antwort ist ganz einfach: Es war wie ein Unfall, man konnte einfach nicht wegsehen. Es gab so viele, die dieses Buch wirklich gelobt haben und ich kann einfach nicht verstehen warum. Mir blieb die Faszination völlig verborgen. Allerdings bedauere ich es nicht wirklich, denn es gab nichts, was mir an diesem Buch gefallen hat und ich bereue es sehr, Geld dafür ausgegeben zu haben.

Dieses Buch ist etwas für Menschen, die Geschichten mit total verworrenen, verdrehte Dreiecksbeziehungen mögen. Das Ständige hin und her zwischen den Dreien hat mich schier wahnsinnig gemacht und ich war sehr froh, als ich das Buch beendet hatte. Mir hat es absolut nicht zu gesagt und ich glaube, dass ich von dieser Autorin kein Buch mehr lesen werde…

Wertung (1/5)

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230 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

liebe, wette, emma hart, erotik, vergangenheit

Love Games - Spiel ohne Regeln

Emma Hart
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 21.08.2014
ISBN 9783596030446
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Cover

Ein absolut typisches Cover für dieses Genre. Es sticht nicht aus der Masse heraus, passt aber gut zum Buch. Abgesehen davon gefällt es mir sogar besser als die englischsprachigen Cover, denn die heben sich noch weniger von der Masse ab. Während man bei der deutschen Ausgabe keine Gesichter sieht, sind auf mindestens zwei englischsprachigen Ausgaben nur die Gesichter der zwei Personen zu sehen. Da gefällt mir dann das deutsche Cover wesentlich besser, es ist frecher.

Meine Meinung

Maddie ist ein liebes Mädchen, anders kann man sie nicht beschreiben. Sie sorgt für ihren Vater, der zuhause geblieben ist, während sie studiert. Sie hat eine Abneigung gegen Bad Boys und ist ziemlich schüchtern. Auch ist sie sehr ruhig und ganz anderes als Braden, der Playboy, auf den ihre Freundinnen sie ansetzten. Maddie war mir sympathisch, keine Frage, aber auch sie war nicht wirklich etwas Besonderes. Wie zu erwarten erfüllt sie den Stereotypen, der bei diesem Genre zu erwarten ist. Trotzdem mochte ich sie und konnte auch mit ihr mitfühlen. Sie ist nett und liebenswürdig, aber leider niemand, der mir als Leserin im Kopf geblieben ist.

Braden ist ein Playboy, wie er im Buche steht. Er legt alles flach, was nicht bei drei auf den Bäumen ist und auch nur im Ansatz attraktiv, so kam es mir auf jeden Fall vor. Er hat einen sehr extremen Lebenswandel und was er studiert und später einmal machen will, interessiert ihn gar nicht. Seinen Freunden gegenüber ist er äußerst loyal und das ist meiner Meinung nach einer seiner besten Wesenszüge. Megan, seine beste Freundin, behandelt er wie eine kleine Schwester und lässt niemals zu das jemand schlecht über sie spricht oder sonst etwas tut, dass er nicht für ehrbar erachtet. Obwohl ich diesen Punkt einerseits sehr süß finde, könnte man andererseits auch wieder darüber streiten. Er selbst ist ein Frauenheld und hat einen Verschleiß, der jenseits von Gut und Böse ist, Megan darf sich allerdings kein Kerl auf zehn Meter nähern und auch mit Maddie, seinem Objekt der Begierde, ist es das gleiche. Bereits eine einfache Unterhaltung ist unter diesen Bedingungen nicht möglich.

Maddie und Braden spielen beide miteinander und es ist definitiv ein Spiel mit dem Feuer. Während es Bradens Ziel ist, Maddie zu verführen, soll sie ihn so weit bringen, sich in sie verlieben. Wessen Vorhaben nun das schlimmere ist, sei nun dahin gestellt. Sicher ist jedoch, es wird am Ende gebrochene Herzen geben.

An sich ist die Idee nichts Neues, doch die Autorin verpackt sie mit den Figuren so nett und schön, dass mir dieses Buch gut gefallen hat. Die Freundinnen von Maddie sind unglaublich herzlich, sehr verschieden aber sie halten zusammen wie Pech und Schwefel. Von ihnen war ich absolut begeistert. Kay, Megan und Lily sind zusammen mit Maddie ein super gespannt. Kay mag etwas stereotypisch sein, aber darüber konnte ich hinweg sehen, weil mir die vier Mädchen einfach super gefallen haben.

Der erste Teil dieser Reihe hat mich gut unterhalten, allerdings gibt es durchaus Dinge, die mich immer mal wieder etwas gestört haben. Trotzdem hatte ich beim Lesen Spaß und darauf kommt es an.

Wertung (3/5)


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457 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

jahreszeiten, fantasy, liebe, jennifer wolf, morgentau

Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Carlsen, 28.07.2016
ISBN 9783551315953
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Das Mädchen auf dem Cover passt super zu der Beschreibung von Maya. So etwas finde ich immer total klasse. Wenn schon Menschen auf dem Cover, dann soll es auch passen. Über den rosafarben (ähnlichen) Hintergrund lässt sich jetzt streiten, ich mag diese Farbe einfach nicht. Das Cover ist deswegen aber nicht hässlich! Es gefällt mir einfach nur nicht ganz so gut.

Meine Meinung

Maya Jasmine Morgentau ist die Hauptfigur dieses Buches und ich muss ehrlich sagen, der Name ist mir wirklich zu viel. Maya selbst als Person finde ich total lieb und ich habe sehr gerne ihre Geschichte gelesen. Sie lebt als Hüterin im Orden. Dieser Orden betet die Göttin Gaia an, die Schöpferin der Welt. Sie hat vier Söhne: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Alle hundert Jahre wird ein Mädchen aus dem Kreis der Hüterinnen ausgewählt, um einen der Söhne zu heiraten. Auch während Maya dort lebt, wird ein Mädchen zur Auserwählten, nämlich sie.

Nach einem Jahr muss sie zusammen mit Gaia in deren Heimat gehen, um dort ihre Söhne zu treffen. Aviv, Sol, Jesien und Nevis sind mehr oder weniger gespannt auf ihre neue Braut, doch nur zu einem fühlt Maya eine wirklich starke Anziehungskraft.
Die vier Brüder sind sehr unterschiedlich:
Aviv, der Frühling, ist eigentlich schüchtern und zurückhaltend, versucht dies aber zu überspielen. Er erträgt die Einsamkeit nur schwer.
Sol, der Sommer, ist sehr von sich selbst überzeugt manchmal fast schon etwas arrogant und überheblich. Neben Aviv waren bei ihm die meisten Mädchen.
Jesien, der Herbst, ist mir sofort ans Herz gewachsen. Er ist lustig, liebenswert und trink ziemlich viel Alkohol, als Halbgott scheint ihm dieser jedoch nicht zu Kopf zusteigen. Jesien ist in meinen Augen der Herzlichste. Bei ihm ist bisher nur ein Mädchen geblieben und er hat auch nur zwei kennengelernt.
Nevis, der Winter, ist kalt und abweisend Maya gegenüber. Bei ihm war noch nie ein Mädchen, er fristet sein Dasein in Einsamkeit. Gaia hat ihm die wichtige Aufgabe übertragen, den Planeten unter einer dauerhaften Eis- und Schneedecke einzufrieren.

Am meisten habe ich Jesien ins Herz geschlossen, den Herbst. Er ist so herzlich und liebenswert. Mayas Wohl liegt ihm sehr am Herzen und er will, dass sie die richtige Entscheidung trifft. Er bietet ihr eine Schulter zum Weinen und steht ihr bei, so gut er kann.

Die Geschichte von Maya wird spannend erzählt und ich konnte dass Buch nicht aus der Hand legen. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Maya ist mir dabei auch ans Herz gewachsen. Ich konnte richtig gut mit ihr mitfühlen und habe mit ihr zusammen an allem gezweifelt, was ihr wichtig erschien. Absolut gut hat mir auch gefallen, dass Maya mit den Konsequenzen ihrer Entscheidung leben muss. Es gibt kein Happy-End, in dem alle Regeln umgeworfen und auf den Kopf gestellt werden. Sie hat ihre Entscheidung getroffen und niemand kann ihr diese wieder abnehmen. Sie hat einiges zu impulsiv entschieden.

Alles in allem ein wirklich tolles Buch, das mich gut unterhalten hat. Es mag vielleicht nicht für jeden etwas sein, doch mir hat es gut gefallen. Es ist romantisch, süß und es hat ein herrliches Happy End. Definitiv eines der Bücher, die ich noch öfter lesen werde. Daher vergebe ich 4 von 5 Monstern.


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305 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 68 Rezensionen

liebe, jennifer wolf, abendsonne, jahreszeiten, herbst

Abendsonne - Die Wiedererwählte der Jahreszeiten

Jennifer Wolf
E-Buch Text
Erschienen bei Impress, 02.07.2015
ISBN 9783646600902
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

Das Cover gefällt mir viel besser als das zu Teil eins. Ich mag die blau und auch die lila Töne des Lavendelfeldes vor dem Dahlia steht. In dieses Cover habe ich mich im ersten Moment verliebt. Es gefällt mir richtig gut und passt sehr gut zum ersten. Einfach nur herrlich!

Meine Meinung

Dahlia Evangeline Abendsonne. Ja, die Autorin hat es mit bedeutungsschwangeren Namen, die für meinen Geschmack einfach viel zu überladen sind. Aber nach Maya hatte ich schon mit so etwas gerechnet. Dahlia ist ganz anderes als Maya. Sie ist nicht darauf vorbereitet eine Außerwählte zu werden, denn sie ist keine Hüterin, sondern ein normales Mädchen aus Hemera. Außerdem ist sie alles andere als begeistert davon, dass sie erwählt wird. Sie will nicht in Gaias Reich und deren Söhne kennenlernen. Dahlia möchte ihre Welt erkunden, als Grenzerin arbeiten und den Grenzstreifen erforschen. Es passt ihr überhaupt nicht in den Kram, dass sie jetzt fortgehen soll. Nach einigen Unannehmlichkeiten erreicht sie jedoch das Reich von Gaia und trifft auf Jesien, den Herbst. Er zieht sie beinahe magisch an und das, obwohl er sich ihr gegenüber seltsam verhält.

Ja Jesien ist einfach nur toll. Bereits im ersten Band war er mein absoluter Lieblingscharakter und das ging hier so weiter. Auch wenn er nicht immer nett und lieb zu Dahlia war, konnte ich ihm einfach überhaupt nicht böse sein. Er ist ein Engel, ein Goldstück. Ich könnte jetzt noch seitenweise über ihn schwärmen und davon erzählen, wie toll er doch ist, aber ich belasse es hierbei. Jesien ist einer der besten Charaktere, die mir seit Langem untergekommen sind!

Durch Dahlias aufmüpfigen Charakter ist die Geschichte ganz anderes als Teil eins. Sie bekommt einen Biss, der mir vorher etwas gefehlt hat. Dahlia ist schlagfertig, frech und lässt sich nichts sagen. Zwischen ihr und Jesien gibt es einen Schlagabtausch, der sich wirklich gewaschen hat. Es macht richtig viel Spaß zu lesen, wie die beiden sich gegenseitig ärgern.

Am wenigsten mag ich in diesem Buch tatsächlich wieder Sol. Er ist einfach so arrogant und abgehoben. Ich finde es schade, das er meistens so schlecht dargestellt wird, im Vergleich zu seinen Brüdern. Mich beschleicht langsam die Befürchtung, dass ich sein Verhalten in seinem eigenen Buch nicht so ganz nachvollziehbar oder glaubhaft finden werde und das ist ziemlich schade, aber wir werden sehen. Dazwischen gibt es ja noch Aviv.

Bis jetzt hat mir dieses Buch am besten gefallen und ich glaube auch nicht, dass es noch von Platz 1 verdrängt werden kann. Jesien und Dahlia sind zusammen einfach ein tolles Paar. Ihre Geschichte ist so schön romantisch und bringt mich richtig zum Träumen. Daher vergebe ich gerne fünf volle Monster!

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

Den Freund der Schwester klaut man nicht - oder?

Sophie Ranald , Babette Schröder
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 19.01.2015
ISBN 9783442481682
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover
Sehr Pink! Das war mein allererster Gedanke zu diesem Buch, und wenn ich ehrlich bin, spricht mich das Cover nicht wirklich an. Pink ist schlicht und ergreifend nicht meine Farbe. Allerdings passt das Cover sehr gut zum Buch. Es spiegelt in gewisserweise das Wesen der Hauptfigur wider.

Meine Meinung
Ellie ist verliebt. In Oliver, den Freund ihrer Schwester. Das ist äußerst ungewöhnlich, denn normalerweise haben Rose und Ellie nicht einmal im Ansatz denselben Geschmack. Rose ist sehr schön und elegant. Ellie hingegen ist eher praktisch veranlagt und etwas gemütlicher. Die beiden Schwestern werden so beschrieben, dass der Eindruck entsteht, sie wären das komplette Gegenteil voneinander.
Ellie beginnt sich, für Oliver zu verändern. Sie fängt mit dem Sport an, gibt sich mehr Mühe mit ihrem Aussehen. Neben diesen doch eher weniger schlimmen Veränderungen kündigt sie auch ihren Job um einen anderen anzunehmen, der sie erfolgreicher machen soll. Das fand ich ehrlich gesagt sehr bedenklich und nicht nur ich, auch Ellies Freunde kommen mit den Veränderungen nicht unbedingt gut zu Recht und ehe sich Ellie versieht, gleitet ihr alles aus den Händen und sie muss zusehen, wie ihr Leben eine Wendung annimmt, die ihr nicht unbedingt gut gefallen.

Ein sehr kurzweiliges und schönes Buch. Ellie ist eine liebenswerte Person. Sie kümmert und sorgt sich um ihre Freunde und gibt sich große Mühe ihnen bei der Lösung all ihrer Probleme zu helfen. Auf mich hat sie von Anfang an einen verträumten, aber eigentlich trotzdem sehr bodenständigen Eindruck gemacht. Ich mag ihre Lebenseinstellung und kann diese nur zu gut nachvollziehen und auch vertreten, denn mir geht es ähnlich. Es gibt wichtigere Dinge, als schöne Kleidung oder gutes Aussehen, was zählt, sind die Taten der Menschen.
Wenn es jedoch um Oliver geht, setzt bei Ellie manchmal der rational denkende Teil ihrer selbst etwas aus, so ist zumindest mein Gefühl. Das alles ist jedoch nicht weiter schlimm, wenn man sich vor Augen führt, wie verliebt Ellie in den jungen Mann ist.

Trotz meiner Abneigung gegen die vielen Veränderungen Ellies, war es doch äußerst faszinierend zu sehen, wie sehr gut sie in eine "neue Rolle" schlüpfen kann und diese dann auch lebt. Es hat mich ziemlich überrascht, denn ich bin mir sicher, ich selbst hätte das nicht so gut gekonnt.

"Den Freund der Schwester klaut man nicht - oder?" ist auf jeden Fall ein tolles Buch. Ich habe mich sehr amüsiert und gut unterhalten gefühlt. Der Schreibstil ist sehr spritzig und frisch. Mir hat es sehr gut gefallen, daher gibt es von mir auch eine absolute Empfehlung!

Wertung (4/5)

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137 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

tod, familie, liebe, krebs, leben

Für immer und einen Tag

Amanda Brooke , Karin Diemerling
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.02.2014
ISBN 9783442480074
Genre: Romane

Rezension:

Cover

Ein wunderschönes, melancholisches Cover ziert dieses Buch. Es passt ausgesprochen gut zum Inhalt des Buches. Das Cover hat mich dazu bewogen, mir das Buch näher anzusehen. Ich werde bei schönen Covern unglaublich schnell schwach und so auch hier. Die Farben sehen unglaublich toll aus.

Meine Meinung
“Für immer und einen Tag” hinterlässt bei mir äußerst gemischte Gefühle. Einerseits hat das Buch so ziemlich meinen Erwartungen entsprochen. Man durchlebt als Leser zusammen mit Emma die Höhen und Tiefen iheres Lebens. Zusammen mit ihr meistert der Leser den Alltag.
Emma ist 29 Jahre jung und hat Krebs. Für sie bricht eine Welt zusammen. All ihre Träume und Wünsche werden hinfällig. Während dem Lesen habe ich mich selbst immer wieder gefragt, was ich mir denn von meinem Leben erwarte. Wie würde ich an Emmas Stelle reagieren? Doch wenn ich ehrlich bin, so genau kann ich das gar nicht sagen. Sicher ist aber, ich wäre nicht so stark wie Emma. Voller Tatendrang und mit einem ziemlich deutlich hervortretenden Befehlston in der Stimme geht sie ihr Leben an.
Zusammen mit ihrer Familie und ihren Freunden schafft sie es, das Beste aus dem einen Jahr zu holen.

Aus Angst zu Spoilern möchte ich an dieser Stelle nicht auf weitere Charaktere eingehen. Nur so viel: Sie sind schön gestaltet und gut herausgearbeitet. Niemand kommt zu kurz und die meisten davon sind unglaublich liebenswert. Schön fand ich auch, dass unwichtige Charakter ebenso eine Wandlung vollzogen haben, wie Emma selbst.

Mir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist schön flüssig und auch der Sprung zwischen Realität und Emmas Buch war durch die kursive Formatierung schön ersichtlich. Die eingefügten Buchpassagen haben den Lesefluss nicht so sehr gestört, wie ich am Anfang vermutet hatte. Ich fand es sehr schön, zusammen mit Emma in ihre Fantasiewelt einzutauchen und das Leben zu führen, das sie sich gewünscht hat.

Obwohl das Buch wirklich sehr traurig ist, habe ich es geschafft nicht zu weinen. Erst bei der Danksagung der Autorin standen mir dann Tränen in den Augen. Amanda Brooke hat selbst Erfahrungen mit Krebs gemacht. Ihr Sohn ist im Alter von drei Jahren an Leukämie gestorben. Ich finde es unglaublich stark und mutig das sie trotzdem und auch gerade deswegen dieses Buch geschrieben hat.

Wertung (4/5)

Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Leseexemplar.

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307 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 46 Rezensionen

amisch, liebe, amish, freundschaft, eliza

Draußen wartet die Welt

Nancy Grossman , Doris Hummel
Flexibler Einband: 420 Seiten
Erschienen bei cbj, 10.02.2014
ISBN 9783570402153
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Cover

In meinen Augen gibt es kein Cover für dieses Buch, das besser passt. Das Glas mit den Schmetterlingen ist ein Symbol für Eliza. Ich finde es stellt die Gefühle von Eliza sehr gut in einem Bild dar.

Meine Meinung
Ein außergewöhnliches Thema, wie ich finde. Noch nie zu vor habe ich mich mit den Amish beschäftigt. Ich hatte von ihnen gehört und auch schon Bilder in Filmen gesehen, mir aber noch weiter Gedanken über ihre Lebensweise gemacht.
Elizas Leben ist völlig anderes als mein eigenes. Ich fand es unglaublich faszinierend, in ihre Welt einzutauchen. Die Autorin hat diese unbekannte Welt sehr gut beschrieben. Sie schafft es mit ihren Worten, die buntesten Bilder in meinen Kopf zu zaubern. Elizas Leben wird schön beschrieben. Man erfährt etwas über ihren Alltag bei den Amish und auch eine ganze Menge über die Lebensweise dieser Volksgruppe.

Endlich in der modernen (englischen) Welt angekommen, ist es äußerst faszinierend, wie Eliza all die Dinge wahrnimmt, die für mich absolut normal sind. Es war als würde man eine völlig neue Welt betreten. Die Anspannung und Aufregung Elizas wird sehr gut vermittelt und ich habe zum Teil meine eigene Aufregung wieder erkannt, wenn es um etwas ging, das ich auch irgendwann zum ersten Mal gemacht habe.

Das Buch ist in meinen Augen sehr feinfühlig geschrieben. Weder die Amish noch die “englische” Welt werden in den Schmutz gezogen oder übermäßig schlecht dargestellt. Von beiden Seiten werden die Vor- und Nachteile aufgeführt und dargestellt.

Ich fand es sehr spannend, zu lesen, wie Eliza auf gleichaltrige Jugendliche trifft. Sie wirkt im Vergleich mit ihnen ziemlich naiv. Mir ist auch aufgefallen, dass es einen gewaltigen Unterschied gibt, wenn es um die Erziehung geht. Es hat mich schockiert und auch erschreckt mit wie wenig Feingefühl einige Menschen aus Joshs Umkreis mit Eliza umgingen. Auch Josh selbst hat hin und wieder einfach vergessen, woher Eliza kam.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist etwas ganz anderes, als ich sonst in letzter Zeit lese und ich habe mich auch schon lange darauf gefreut. Zwischen zeitlich musste ich es etwas auf die Seite legen, das war ungefähr bei 2/3 des Buches. Danach hat es ehrlich gesagt auch etwas nachgelesen und das letzte Drittel ist nicht ganz so schön wie der Anfang. Trotzdem finde ich das Buch ist ein gutes Gesamtpaket und allein die Tatsache, dass es ein in sich abgeschlossener Band ist, sagt mir sehr zu.

Wertung (4/5)

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63 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 17 Rezensionen

vergangenheit, liebe, verrat, sicherheit, schnüffler

Act of Passion

Jane Christo
E-Buch Text
Erschienen bei Sieben Verlag, 01.10.2014
ISBN 9783864434488
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Cover

Ein durchaus ansehnlicher Männerrücken ziert hier das Cover. Sonderlich auffällig ist es leider trotzdem nicht, denn so in etwa sieht jedes dieser Young Adult-Buch aus. Ich finde es etwas schade. Allerdings kann man auch nicht sagen, das Cover wäre hässlich, denn das ist es definitiv nicht. Es passt zum Buch.

Meine Meinung

Während meiner Young Adult-Phase (die wohl immer noch andauert) ist auch dieses Buch in meinen Einkaufskorb gerutscht. Es hat mich angesprochen und klang sehr interessant.
Maya lebt in Boston. Sie kellnert in einer kleinen Bar und ist Fotomodell für Aktfotos. Ihr Traum war es Kunst zu studieren, doch diesen Traum musste sie begraben. Ihre Vergangenheit hat ihr einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eben diese Vergangenheit holt sie langsam aber sicher wieder ein, als Maya sich auf Avery einlässt.

Avery ist ein sehr erfolgreicher Anwalt und er will Maya. Er besitzt bereits einige Fotografien von ihr und begehrt sie. Es scheint alles ziemlich perfekt sein. Doch auch Avery ist nicht vor seiner Vergangenheit sicher. Er gibt sich mit Menschen ab, die Maya das Leben schwer machen und versuchen ihn zu manipulieren.

Neben Avery gibt es auch noch Carter. Er “überwacht” Maya für Avery, allerdings tut er dies nur zu Beginn der Geschichte und schnell wird klar, dass er manchmal nicht ganz eigennützig handelt. Anderes als Avery, konnte ich ihn relativ schnell gut leiden. Er ist nicht so distanziert wie der junge Anwalt und scheint auch Maya in gewisser Weise näher zu stehen.

Am Besten hat mir an dem Buch gefallen es nicht nur darum ging sofort mit einandner zu schlafen und Kinder in die Welt zu setzten. Auf diesem Gebiet ist das Buch etwas zurückhaltender als andere. Auch hat mir der Aufbau der Dreiecksbeziehung zwischen Avery, Maya und Carter gut gefallen.
Das Buch ist spannend und schön erzählt, allerdings gab es Phasen, in denen ich trotzdem mit den Augen gerollt habe. Manchmal laufen Dinge einfach zu glatt. Es gibt Klischees, die unbedingt erfüllt werden müssen und natürlich wird immer alles perfekt.
Als dann irgendwann das Drama dazu kommt, war es mir einfach viel zu viel.

Ich bin von dem Buch nicht wirklich enttäuscht, aber auch nicht begeistert. Es hat mich nicht so berührt und bewegt, wie andere davor. Allerdings kann ich auch nicht sagen, dass es schlecht war. Die Autorin hat es nicht geschafft, dass ich eine Verbindung zu Hauptfigur gefunden habe. Wenn ich an das Buch denke, dann meistens mit einem Schulterzucken. Ob ich den zweiten Band lesen werde, weiß ich noch nicht mit Sicherheit, da mir hier der Klapptext weniger gefallen hat.

Für begeisterte Leser von Young Adult-Büchern ist dieses hier gewiss geeignet. Für all die Menschen, die damit eher weniger anfangen können, wäre es ein Einstieg, denn schlecht ist “Act of Passion” nicht.

Wertung (3/5)

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26 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

trennung, ehe, selbstfindung

Das Schwagermonster

Pippa Wright , Carolin Müller
Flexibler Einband: 450 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 16.03.2015
ISBN 9783442383283
Genre: Liebesromane

Rezension:

Cover

Ein wirklich sehr hübsches Cover, auch wenn ich am Anfang nicht ganz verstanden habe, warum darauf ein Tiger-Kaninchen abgebildet ist. Mittlerweile jedoch finde ich das äußerst passend. Der das Tigerfell steht für das Monster, während das Kaninchen die Unschuld in Person repräsentiert. Wirklich sehr gut gemacht!

Meine Meinung
Abgesehen vom Cover, hat mich hier auch der Klapptext sehr angesprochen. Er klingt äußerst vielversprechend und so war ich schon ziemlich gespannt auf das Buch.

Kate lebt im Haus ihrer verstorbenen Großmutter in ihrem Heimatstädtchen Lyme Regis, wo Klatsch und Tratsch schneller die Runde machen als eine gute Erkältung. Ich hatte unglaubliches Mitleid mit ihr. Sie ist äußerst liebenswürdig und zuweilen etwas wild. Mir hat es gefallen, das sowohl aus ihrer Vergangenheit beim Fernsehen, als auch ihrer Gegenwart in Lyme Regis erzählt wird. Die Kapitel wechseln sich ab und ich finde es extrem spannend, zu sehen, wie sie zu der Frau wurde, die man am Anfang kennenlernt.

In ihrer Heimat wird fürchterlich über Kate getratscht, denn abgesehen von ihrem Welpen hat sie keine nennenswerte Aufgabe. Das ändert sich jedoch, als sie beschließt, den zukünftigen Ehemann ihrer Schwester zu erziehen.
Lange bleibt unklar, was mit ihrer eigenen Ehe passiert ist, erst ganz zum Schluss löst sich das Gewirr aus Gedanken und Vermutungen, die ich als Leserin aufgestellt habe. Tatsächlich endet es völlig anderes, als ich vermutet hatte. Sicher ist aber, dass es mir wirklich sehr gut gefallen hat.

Es gab durchaus Momente, während denen ich mir an den Kopf gefasst und mich gefragt habe, was Kate sich dabei gedacht hat. Trotzdem und vielleicht gerade deshalb wirkt dieses Buch so authentisch und nicht unbedingt so weit hergeholt, wie andere Bücher des Genres.
Der Schreibstil der Autorin ist leicht und locker. Ihre Sprache ist nicht zu hochtrabend und passt sehr gut zu den Figuren. Ehrlich gesagt hab ich mich völlig überraschend in dieses Buch verliebt. Es ist definitiv anders, als andere Bücher die ich davor gelesen habe.

Wertung (4/5)

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