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bo leander, höllisches intermezzo, humor, erotik, azzael

Höllisches Intermezzo

Bo Leander
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei Lysandra Books Verlag, 26.05.2017
ISBN 9783946376316
Genre: Sonstiges

Rezension:

Azzael ist ein gefallener Engel. Als Handlanger Luzifers verbringt er seine Tage mit dem Eintreiben von Seelen oder noch lieber mit exzessiven Drogenkonsum. Das ändert sich, als er sich in die Vampirin Lilith verliebt. Doch natürlich dauert sein Glück nicht lange, denn Luzifer hat Liliths Tod befohlen, und Azzael soll der Vollstrecker sein. Azzael muss sich was einfallen lassen- und das ganz ohne Drogen.
Bo Leander entwirft das Bild eines alternativen Italien, in dem die Schatten wirklich Monster enthalten, und ein zufälliger und würdeloser Tod durchaus wahrscheinlich ist. Die Szenen sind so realistisch, dass ich bisweilen das Gefühl hatte, selbst durch die Katakomben der Stadt zu schleichen. Es ist düster, aber es ist noch was: zum Schreien komisch! Ob Azzael Bud Spencermäßig die Bösewichter vermöbelt, oder Gott und Luzifer sich über Skype zum G2-Gipfel verabreden, das ganze Buch ist ein Feuerwerk kreativer Ideen. Selbst wenn man einige Gags voraussieht- man lacht trotzdem.Der einzige Minuspunkt für mich war Lilith. Sie bleibt durch das Buch hindurch sehr blass. Sie hat rote Haare, smaragd- oder amethystfarbene Augen, und will Sex mit Azzael. Da hätte ich gerne mehr über ihren Charakter erfahren, ihre Ziele und allgemein ihr "Leben".
Trotzdem freue ich mich auf das nächste Buch der Autorin. Es ist so selten, wirklich kreative Ideen in einem Buch zu finden (und Blobfische! Hab ich die Blobfische erwähnt?), und ich bin gespannt darauf, in welche Richtung Bo sich als Autorin entwickeln wird.  

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drache, kurzgeschichte, fantasy, geister, anthologie

Morgentau & Abendreif

Tanja Rast
E-Buch Text: 95 Seiten
Erschienen bei OHNEOHREN, 25.07.2016
ISBN 9783903006676
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit ihrer Kurzgeschichtensammlung Morgentau und Abendreif versammelt Tanja Rast vier Geschichten unterschiedlichster Genres. Hier die Geschichten im Einzelnen:

Hochzeitsfeier handelt von dem Mönch Caldec, der loszieht, um einer Braut ihren größten Wunsch zu erfüllen. Gleich bei der ersten Geschichte bemerkt man die sprachliche Gewandtheit, mit der Tanja Rast agiert. Ihre Geschichten fließen, und man bleibt an keiner Stelle hängen.

Allerdings war diese Geschichte für mich die Schwächste der Viere. Sie plätschert so vor sich hin, und fast hatte ich das Gefühl, nicht in einer Kurzgeschichte, sondern in einem langsameren Teil einer größeren Geschichte gelandet zu sein. Freunde von langsamerer Entwicklung, von intensiven Beschreibungen werden diese Geschichte lieben.


Der Drache der Heiligen ist meine Lieblingsgeschichte. Zwei Kinder in einem von Krieg und Ungerechtigkeit gezeichneten Land, die viel zu früh erwachsen werden müssen, und eine Herausforderung annehmen, die Erwachsene fürchten würden. Aber sie sind nicht allein, sondern bekommen einen unwahrscheinlichen Begleiter an ihre Seite gestellt.

Ich finde diese Geschichte nicht nur am besten, sondern auch am durchdachtesten. Da sind Kinder, und die sehen sich einer himmelschreienden Ungerechtigkeit gegenüber. Die Lebensgrundlage wird einfach so entzogen, weil die Mächtigen das so wollen, die gleichzeitig vollständig ignorant gegenüber den Bedürfnissen derer sind, die sie regieren (und die sie letztlich ernähren). Tanja hat diese Situation perfekt eingefangen und ich glaubte am eigenen Leib die Ausgesetztheit der Kinder zu spüren- aber auch ihren Mut und ihre Bereitschaft, für sich selbst und sogar für ihre Gemeinschaft einzustehen.

Eine Kindergeschichte? Vielleicht, aber eine richtig Gute, und nicht nur für Kinder!


Krieg der Diebe ist düster! Ich meine, so richtig düster. Hier wird nichts beschönigt, romantische Helden sind weit fort. Stattdessen sind da Heyn, seines Zeichens Scharfrichter und sein Zugtier Tuv, eine Mischung aus einem Emu und den fiesen Dinos aus Jurassic Park.

Ich mochte die Geschichte, und mochte sie gleichzeitig nicht. Ich mag keine zu gruseligen Geschichten, und Tanja hat diese deprimierend beängstigende Stimmung so richtig gut eingefangen. Es gab keinen Helden, mit dem man sich identifizieren könnte/möchte. Heyn ist pragmatisch, aber niemand, den man gern zum Tee hätte. Stilistisch und vom Spannungsbogen her ist die Geschichte fabelhaft, und ich würde sie Lesern von Game of Thrones empfehlen.


Geisterstunde ist eine Hommage an die Victorianische Ära, und Liebhabern von Agatha Christie und Dorothy Sayers werden ihre Lieblinge wiedererkennen: die gestrenge und etwas exzentrische Großtante, den englischen Lord der sich in seine Bibliothek zurückzieht. Und wie in den Krimis gibt es auch hier ein Rätsel und ein Gegenstand, der wiederbeschafft werden muss.

Mit dieser Geschichte endet die Sammlung auf einer leichten Note, und ich habe sie in vollen Zügen genossen.


Fazit: Tanja Rast spannt mit dieser Sammlung einen Überblick über ihre Fähigkeiten, von historischer Fantasy über Grim und Gritty bis zu Victorianischen Geistergeschichten. Für Fans von Tanja Rast ist die Sammlung sowieso ein Muss. Für Fantasyliebhaber, die sich für Tanjas wachsendes Werk interessieren, wäre die Sammlung ein perfekte erster Einstieg, bevor sie sich über die dickeren Bücher hermachen.

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schweden, elche, im ausland leben, ventuelche, schwede

EventuElche: Das schwedische Gefühl

Tina Skupin
E-Buch Text: 143 Seiten
Erschienen bei null, 20.06.2016
ISBN B01HCXA5VG
Genre: Sachbücher

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Spielende Götter

Alessandra Reß
E-Buch Text: 358 Seiten
Erschienen bei OHNEOHREN, 30.11.2015
ISBN 9783903006409
Genre: Fantasy

Rezension:

Lucie ist ein ganz normales Mädchen ihrer Gesellschaft: eine Beta-Ludens, und somit Teil der mittleren Kaste. Über ihr stehen die Alpha-Ludens, die Elite, unter ihr die Laborans, die Arbeiter. Große Teile ihrer Freizeit verbringt Lucie, wie alle Alpha und Beta-Ludens, im Holus, einer virtuellen Realität ähnlich eines Online-Rollenspiels. Aber in einem unterscheidet sich Lucie von ihren Mitschülern: sie kann ihre große Klappe nicht halten. Das macht sie zum beliebten Ziel ihrer Mitschüler, vor allem von Cyrillian und seinen Kumpels, den Klassenbullies. Als Teil einer mächtigen Alpha-Familie genießt Cyrillian quasi Narrenfreiheit, und Lucie bezieht regelmäßig Prügel. Als Siard, der Familienchauffeur und Lucies Freund, von der Bande krankenhausreif geschlagen wird, hat Lucie genug. Cyrillian muss aufgehalten werden, und auch wenn er im wirklichen Leben quasi unangreifbar ist, dann nimmt sich Lucie eben seinen Avatar im Holus vor!


Im Holus ist Cyrillian ein mächtiger Statthalter, und Lucie braucht Hilfe. Die findet sie in den Virtuellen (Computergenerierte Figuren) Anpharis und seinem Bruder, denen sie vorlügt, dass die Götter über Cyrillian (bzw. dessen Avatar Zian) erbost seien und sie quasi im göttlichen Auftrag einen Aufstand führen müssten. Weiterhin bekommt sie Hilfe von der Alphs-Ludens Ophelia, die nach Zians Ableben die Herrschaft in der Stadt übernehmen soll. Zunächst läuft alles nach Plan, doch schon sehr schnell eskaliert die Situation, on- und offline. Die Figuren des Holus sind weitaus mehr als seelenlose computergesteuerte Wesen, und für Lucie stellt sich die Frage, ob sie (oder überhaupt einer der Ludens) das Recht hat, sie aufeinander zu hetzen... Und ob sie die von ihr in Gang gesetzten Taten überhaupt aufhalten könnte, wenn sie es wollte.


Spielende Götter ist ein rundum gelungenes Debüt. Beide Welten und alle Akteure werden wortgewaltig eingeführt, und ich hatte keine Probleme, mir den desillusionierten aber immer noch idealistischen Krieger Anpharis, seinen diebischen Bruder oder den machtbewusten Zian vorzustellen. Allein mit Lucie hatte ich Probleme. Sie wirkt mir oft wenig zielstrebig und passiv, und die wichtigen Fragen des Buchs („Sind die Bewohner des Holus lebendig? Hab ich das Recht, sie gegeneinander aufzustacheln“) werden zwar von ihr gestellt, aber selten komplett durchdacht. Der heimliche Hauptcharakter des Buchs ist aber für mich sowieso nicht Lucie, sondern Ophelia. Sie ist eine der grandiosesten Antiheldinnen (Oder doch Bösewichtin?), die ich je gelesen hab, ruchlos und für ihre Ziele über Leichen gehend in einer Konsequenz, die ich nur bewundern kann (auch wenn ich ihr nie begegnen möchte). Auch wenn man nicht so wild auf Dystopien ist- Allein für Effi lohnt sich, das Buch zu lesen!

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alessandra reß, hu, organraub, kurzgeschichten, datenüberwachung

Verschlusssache

Markus Cremer , Melanie Vogltanz , Luisa Meißner , Sebastian Bartoschek
E-Buch Text: 254 Seiten
Erschienen bei OHNEOHREN, 01.06.2015
ISBN 9783903006270
Genre: Sonstiges

Rezension:

Mit den verschiedensten Verschwörungstheorien beschäftigt sich die Anthologie Verschlusssache aus dem OhneOhren Verlag, und ich hatte das Glück, bei der Leserunde hier bei Lovelybooks teilnehmen zu dürfen. Das waren einige vergnügliche Stunden mit Cthulu und Aliens, Organräubern und Undercoverkatzen. Meine Lieblingsgeschichten waren „die verpatzte Mondlandung“ von Diana Menschig und „Pascualita“ von Marion Jaggi.


Es hat recht lange gebraucht, diese Rezi zu schreiben, weil...

Kennt ihr das: ihr geht ins Restaurant, wollte mal was Neues ausprobieren, und bestellt ein exotisches Gericht. Und dann kommt es, und es schmeckt euch nicht. Es liegt nicht am Gericht. Die Zutaten sind fantastisch, die Zubereitung exzellent, es ist einfach nur so, dass das Gericht nicht euer Geschmack ist. Genauso ging es mir mit dieser Sammlung. Die Geschichten sind handwerklich solide bis absolut grandios. Die Zusammenstellung „passt“ und es gibt keine Geschichte, die den Gesamteindruck zerreißen oder zerstören würde. Aber... Verschwörungstheorien sind nicht mein „Ding“, wenn ich eine Verschwörungstheorie höre, will ich den Erzähler schütteln oder mich darüber kaputtlachen, und diese Geschichten, die diese Theorien wahr werden lassen, haben mich deswegen seltsam kalt gelassen.

Ich weiß aber, dass Leute, die Spaß an so einer Art Geschichte haben, die paranoid-skurril mit einem Touch Horror mögen, diese Anthologie lieben werden. Und allen solchen Lesern möchte ich die Anthologie wärmstens empfehlen. Die Anthologie bekommt von mir 4 Sterne. Sie ist gut, richtig gut, und dafür, dass ich nicht kompatibel bin, sollte ich keine Sterne abziehen.  

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samhain, mystisch, fantasy

Fantasy-Lesebuch 2

Florian Albrod , Renée Engel , Corinna Schattauer , Markus Unger
E-Buch Text: 52 Seiten
Erschienen bei OHNEOHREN, 09.03.2015
ISBN 9783903006256
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich liebe Kurzgeschichten, vor allem in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Durch sie kann ich neue Autoren erkunden, manchmal sind richtige Schätze dabei.

Der zweite Teil des Fantasy-Lesebuchs enthält 5 solcher Kurzgeschichten für die ganze Arbeitswoche ;-) Die Geschichten reichen von klassischer Detektivgeschichte (Deadline) über Geschichten fremder Völker (Auf leisen Sohlen) bis hin zu leichten Gänsehautgeschichten (Samhain, Zwischen Himmel und Erde).
Die Detektivgeschichte Deadline war meine Lieblingsgeschichte, auch die anderen Geschichten waren sehr lesenwert. Insgesamt eine sehr gelungene Anthologie!

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steampunk, afrika, dschungel, matamba, abenteuer

Matamba

Kirsten Brox
Buch: 296 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 01.02.2015
ISBN 9783867622271
Genre: Fantasy

Rezension:

Im Steampunk-Universum ist die Zeit der großen Entdeckungsreisen angebrochen! Kirsten Brox führt uns in ihrem Buchdebüt „Matamba“ in eine Parallelwelt, in der Fluggeräte mit Dampf betrieben werden, riesige Ozeankreuzer die Meere beherrschen und zwei Männer sich auf der Suche nach der sagenhaften Nilquelle einen spektakulären Wettlauf liefern. Auf der einen Seite Morton Stanley, der Kriegsveteran, dem sein ruhiges Leben zu Friedenszeiten so gar nicht schmeckt, unterstützt von seinem Freund Mac und dessen Leguan Victoria (nein wirklich). Sein Gegner ist Jack, der schwarze Anthropologieprofessor, der bisweilen Gedanken lesen kann. Der wird begleitet von Zhinga, der Afrikanerin mit dem Herz aus Gold, die zufällig aus der Gegend kommt, die erforscht werden soll. Jack und Morton machen sich auf den Weg, nicht ahnend, dass sie Opfer  einer riesigen Verschwörung werden sollen.

Das Buch ist etwa 280 Seiten lang und ich konnte es in einem Rutsch durchlesen. Ich mochte die Charaktere, vor allem Victoria, den Leguan, der für mehr als eine witzige Situation sorgte. Die Geschichte lief immer dann zu ganz großer Form auf, wenn es um die Steampunkelemente ging, und Himmel, davon gab es einen Haufen! Telikos (Käferartige Fluggeräte mit Scharfschützenausrüstung), Bibliophon (der Steampunk-Kindle) und die hydraulisch anhebbare Tower Bridge seien nur als einige als Beispiele an dieser Stelle genannt, alle so anschaulich beschrieben, dass man glauben könnte, Brox wäre eines Nachts in die virtuelle Werkstatt von Jules Verne eingebrochen und hätte einige Prototypen seiner Fantasie mitgehen lassen. Mein Favorit war das Telektroskop, eine Art Steampunk-Webcam zwischen London und New York.
Ebenfalls sehr gut beschrieben, und das klingt jetzt vielleicht etwas seltsam, sind die „schlimmen Seiten“ der Ära. Steampunk nimmt ja manchmal einen recht verklärten und modernen Blick auf die Zeit der Industrialisierung und der Viktorianischen Ära ein. Aber nicht bei Brox! Es gibt zwar einen schwarzen Professor, und Frauen haben deutlich mehr Rechte, als es in der Industriellen Zeit denkbar gewesen wäre. Aber es gibt auch offenen Rassismus, Männer, die ihre Männlichkeit mit Großwildjagden unter Beweis stellen und den Sklavenhandel. Vor allem letzter nimmt eine zentrale Rolle in dem Buch ein, man spürt das Leid der Menschen, und an diesen Stellen wird diese leichte Geschichte plötzlich sehr ernst und ernsthaft. Sehr gute Balance!

Andere Sachen haben mir nicht so gut gefallen: Liebevoll eingeführte Charaktere verschwinden und tauchen nie wieder auf. Die Handlungen der Personen waren für mich nicht immer nachvollziehbar und ich bin dadurch einige Male aus dem Lesefluss geflogen. Am Ende des Buches häufen sich diese Ungereimtheiten und am Ende des Buches blieben mir so viele Fragen offen, dass ich mich fragte, ob da nicht noch ein Kapitel fehlt. Ich mag an sich Bücher, in denen nicht alles dem Leser vorgekaut wird, aber hier war es mir zu heftig.

Insgesamt aber ein sehr gutes Buchdebüt und empfehlenswert vor allem für Freunde des Steampunks.

Starke 3,5 Sterne.

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schweden, stockholm, krimi, polizistenmord, krimi schweden

Lebenslänglich

Liza Marklund , Dagmar Lendt , Anne Bubenzer ,
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 01.04.2010
ISBN 9783499239014
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Liza Marklund schafft es, wahnsinnig spannende Krimis zu schreiben. ich schlage die erste Seite auf, und schon bin ich gefangen und muss in einem bis zum Ende lesen - teilweise bis in die frühen Morgenstunden. Die Storys sind spannend geschrieben, Stockholm springt einem von den Seiten förmlich entgegen, und die Lösungen sind nicht zu weit hergeholt, so dass man der Lösung des Krimis gut miträtseln kann.

Scheinbar anders als viele anderen hatte ich keine Probleme mit der Hauptperson Annika Bennzon. Ich hatte ein Problem mit so ziemlich jeder anderen Person in dem Buch, die allesamt schlimm sind. Ich meine nicht, schlecht geschrieben, sondern: furchtbare Menschen!
Da ist Annikas beste Freundin, die Annika mit ihren Kindern aufsucht, nachdem ihr Haus Opfer eines Brandanschlags wurde. Antwort der besten Freundin: "Das ist doch nicht mein Problem, dass du und deine Kinder obdachlos sind. Ich habe einen heißen Mann und deshalb schlag ich dir jetzt die Tür vor der Nase zu."
Und so ziemlich jeder in dem Buch ist so!  Zugegebenermaßen, Annika hat einen ziemlichen Schaden, und einige Dinge, die sie tut, sind unkonventionell oder schlicht bescheuert. Aber wenn ich von solchen Leuten umgebe wäre, wäre ich schon längst in der Geschlossenen gelandet.
Das ist der einzige Minuspunkt (leider ein dicker) in einem richtig guten, richtig spannenden Krimi. Wer Schwedenkrimis mag, findet in "Lebenslänglich" eines der besten Bücher der letzten Jahre!

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