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433 Bücher, 177 Rezensionen

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12 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Und es schmilzt

Lize Spit , Helga van Beuningen
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 24.08.2017
ISBN 9783103972825
Genre: Romane

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28 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

philosophie, wuli highlights, psychologie

Das Spinoza-Problem

Irvin D. Yalom , Liselotte Prugger
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei btb, 11.05.2015
ISBN 9783442748778
Genre: Romane

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Release

Patrick Ness
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Walker Books, 04.05.2017
ISBN 9781406331172
Genre: Sonstiges

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225 Bibliotheken, 9 Leser, 2 Gruppen, 79 Rezensionen

freundschaft, neapel, italien, roman, studium

Die Geschichte eines neuen Namens

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 623 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.01.2017
ISBN 9783518425749
Genre: Romane

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Der Junge auf dem Berg

John Boyne , Ilse Layer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei FISCHER KJB, 24.08.2017
ISBN 9783737340625
Genre: Jugendbuch

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21 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Scythe – Die Hüter des Todes

Neal Shusterman , Pauline Kurbasik , Kristian Lutze
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 21.09.2017
ISBN 9783737355063
Genre: Jugendbuch

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168 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

klassiker, london, gedanken, england, selbstmord

Mrs Dalloway

Virginia Woolf , Klaus Reichert , Walter Boehlich
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 01.09.1997
ISBN 9783596140022
Genre: Klassiker

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239 Bibliotheken, 11 Leser, 1 Gruppe, 105 Rezensionen

bienen, roman, bienensterben, zukunft, vergangenheit

Die Geschichte der Bienen

Maja Lunde , Ursel Allenstein
Fester Einband: 512 Seiten
Erschienen bei btb, 20.03.2017
ISBN 9783442756841
Genre: Romane

Rezension:

In Die Geschichte der Bienen lädt uns die Autorin in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein. Dabei verfolgen wir drei ganz unterschiedliche Menschen und ihre Familien, zu ganz unterschiedlichen Zeiten. Was sie jedoch alle drei verbindet, ist die ausschlaggebende Rolle, die Bienen in ihren Leben spielen. Ob sie nun selbst Imker sind, Bienen erforschen oder in der Zukunft ihre Bestäubungsarbeit übernehmen, der Leser erhält durch sie einen Einblick in das Leben der Bienen und wird immer wieder darauf aufmerksam gemacht, wie essenziell sie für das menschliche Dasein sind. Das war für mich zwar grundsätzlich nichts Neues, aber die Faszination, die jede der drei Figuren gegenüber den Bienen ausstrahlte, war so ansteckend, dass man sich noch viel tiefgehender mit der Thematik auseinandersetzen wollte.


Vielleicht war es gerade diese neu aufkommende Bienenliebe, die mich davon abhielt, dass ich die drei Protagonisten, deren Geschichten sich schlussendlich auf gewisse Wege kreuzten, so richtig ins Herz schloss. Es gab zwar immer wieder gefühlvolle Kapitel, die auch mich nicht kalt ließen, doch im Großen und Ganzen war ich von den thematisierten Insekten mehr angetan als von ihren menschlichen Gefährten. Das kann einerseits daran liegen, dass mir einige Dinge bereits klar waren noch bevor die Protagonisten selbst darauf kamen. Ich weiß nicht, ob die Autorin diese "Erkenntnisse" als Handlungstwist oder Überraschung geplant hat. Falls ja, dann waren sie (in meinen Augen) sehr offensichtlich, falls nicht, wurde die Handlung nur künstlich in die Länge gezogen. Andererseits muss ich sagen, dass mir auch die Sprache des Buches zu simpel war und sich die drei Figuren, wie unterschiedlich sie charakterlich doch waren, stimmlich kaum unterschieden. Mag sein, dass dies mit der immer wiederkehrenden Thematik der Eltern-Kind-Beziehung zusammenhing, ich weiß es nicht genau, aber so wirklich überzeugen wollten sie mich alle drei nicht.


Die Geschichte der Bienen ist zugleich auch die Geschichte der Menschheit, denn gäbe es die fleißigen kleinen Insekten nicht, so würden auch wir nicht existieren. Lundes Roman macht diese bedeutsame Beziehung zwischen Bienen und Menschen sehr deutlich und sollte wohl auch den bisher Uninteressiertesten dazu verleiten, sich ein bisschen mehr mit unseren summenden Freunden und deren wichtigen Aufgaben zu befassen. Damit bleibt dieses Buch, trotz kleiner Schwächen, ein lesenswertes Werk, was mit seiner Aktualität und folgeschweren Thematik glänzen kann.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

schizophrenie, paranoia, bipolarität, psychische störungen

Challenger Deep

Neal Shusterman
E-Buch Text: 325 Seiten
Erschienen bei HarperTeen, 21.04.2015
ISBN 9780062231727
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ich glaube, es gibt kaum etwas Schwierigeres als über psychische Störungen zu schreiben, wenn man selbst nie an einer litt. Und im Grunde würde ich ein solches Buch auch kaum ernst nehmen, wenn da nicht die Tatsache im Raum stände, dass Neal Shustermans Sohn als Inspiration für diesen Roman diente und ihn mit seinen Illustrationen, die er in dieser schweren Zeit gezeichnet hatte, bereicherte. Wer dieses Buch liest, wird kaum an seiner Authentizität zweifeln können, es steckt so voller unbequemer, manchmal sehr krankhafter Gedanken, voller Wissen bezüglich Diagnosen und Psychopharmaka und trotzdem auch voller Komik und Witz, dass man Caden Boschs Reise in die Tiefe Glauben schenkt, sie vielleicht sogar an einigen Stellen auch sehr gut nachvollziehen kann. 

Der Übergang zwischen Realität und Fiktion verschwimmt in den Kapiteln immer wieder und zeigt dem Leser, wie schwierig es sein kann, beides auseinander zu halten. Man fühlt sich oftmals selbst ganz durcheinander, weiß nicht, wem man vertrauen kann, wem nicht und kann so einen ganz kleinen Ausschnitt aus der Welt eines psychisch erkrankten Menschen erleben. Somit ist das Buch für all jene geeignet, die sich für psychische Störungen interessieren, vielleicht sogar selbst jemanden im Umkreis haben, der an einer leidet und verstehen wollen, wie sich das Versinken anfühlt. Ob nun im Krankenhaus oder auf dem Schiff des zwielichtigen Captains, der Leser wird feststellen müssen, dass beide Teile nicht unabhängig voneinander funktionieren und immer wieder Parallelen zwischen ihnen feststellen. 

Besonders gefallen hat mir auch die Positionierung des Autors. Er macht ganz klar deutlich, dass eine eindeutige Diagnose bei vielen psychisch erkrankten Personen nicht möglich ist, da jedes Krankheitsbild individuell ist und immer wieder Symptome verschiedener Störungen aufweisen kann. So wissen wir bis zum Schluss nicht wirklich, was Caden eigentlich genau hatte, erfahren aber, dass er Anzeichen von Schizophrenie, Bipolarität und Paranoia aufweist.  Genauso verhält es sich auch mit den Medikamenten, die ihm verschrieben werden. Zwar wird gesagt, dass sie die Symptome lindern können, doch wird nicht verschwiegen, wie lange der Prozess dauern kann, den richtigen "Cocktail" zu finden und wie betäubend solcher für die Patienten sein kann.

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Tags: bipolarität, paranoia, psychische störungen, schizophrenie   (4)
 

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163 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 13 Rezensionen

jugendbuch, fantasy, maggie stiefvater, wo das dunkel schläft, mystery

Wo das Dunkel schläft

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Loewe, 13.03.2017
ISBN 9783785583319
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Maggie Stiefvater ist eine Nummer für sich, das wissen wir alle. Ihre unkonventionelle Art zu schreiben und Erzählstränge immer dort entlangzuführen, wo der Leser sie am wenigsten erwartet, ist eine Kunst, die sie beherrscht wie keine andere Autorin. Ihre Figuren sind so echt, so fassbar und gleichzeitig so besonders, dass man sie nur lieben und ins Herz schließen kann. Die Raven Boys und Blue bilden dabei keine Ausnahme, nein, sie sind bisher sogar meine Lieblingsfiguren aus Stiefvaters Feder und werden es wahrscheinlich auch in Zukunft bleiben. An dieser Tatsache hat auch das große Finale Wo das Dunkel schläft nichts geändert, auch wenn es da hin und wieder ein paar Punkte gab, die mir das Ende etwas versauerten.

Vier Bücher lang waren wir mit den fünf Freunden auf der Suche nach einem geheimnisvollen, magischen König, nur um schlussendlich herauszufinden, dass es vielmehr sie selbst waren, die die Romane mit Magie füllten. Der letzte Band der Reihe fühlte sich dabei so an, als wäre er gar nicht geplant gewesen (und irgendwie bilde ich mir immernoch ein, am Anfang hieße es, wir hätten es hier mit einer Trilogie zu tun). Alles, was vorher so durchdacht erschien, wurde von Figuren über den Haufen geworfen, die wie aus dem Nichts erschienen und dermaßen an Bedeutung gewannen, dass man in der Kürze des Buches überhaupt nicht die Möglichkeit hatte, sie für voll zu nehmen. Und während die erste Hälfte noch so dahinplätscherte, wie wir es von der Autorin gewohnt waren, wollte einen die zweite mit ihrer Fülle förmlich überrollen.  

Versteht mich nicht falsch, ich mochte das Buch, aber wenn man an einer Reihe solch ein Gefallen findet, so möchte man einerseits gar nicht, dass die Geschichte endet, andererseits fiebert man ihrem Ende und der Auflösung entgegen. Tja, und diese Auflösung war ... simpel? Ich muss gestehen, Frau Stiefvater hat es geschafft, dass ich ihren Plan erst zum Schluss erkannte, dennoch lässt er mich etwas unzufrieden zurück, denn auch wenn man die Figuren mag und möchte, dass es ihnen gut geht, war mir das Ende doch ein wenig zu nett. Auch eine gewisse Romanze, die mir eigentlich sehr zusagte, ging mir viel zu schnell und wirkte deswegen sehr künstlich und nicht so überwältigend, wie sie hätte sein können.

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158 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

krieg, fuchs, freundschaft, kinderbuch, pax

Mein Freund Pax

Sara Pennypacker , Birgitt Kollmann , Jonathan Klassen
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei FISCHER Sauerländer, 16.03.2017
ISBN 9783737352307
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Es mag nicht gerade professionell klingen, wenn man bei der Besprechung eines Buches sofort beginnt, über das Cover zu schwärmen, aber schaut es euch an! Die Kunst von Jon Klassen schmückt allerdings nicht nur den Deckel dieses schönen Kinderbuchs, sondern findet sich auch immer wieder im Fließtext und sorgt dabei für kleine Augenschmäuse. Schon allein für seine Illustrationen, lohnt es sich, das Buch einmal näher zu betrachten, doch auch die Geschichte hinter den Bildern hat es wahrlich in sich. 

Ein Kinderbuch über die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Tier scheint auf den ersten Blick nichts weiter Besonderes zu sein, gibt es von diesen Erzählungen doch schon genug in den Regalen der Buchhandlungen. Stellt man diese Freundschaft nun aber auf die Probe, lässt sie in Zeiten eines aufkommenden Krieges spielen und macht aus dem Tier ein Geschöpf der Wildnis, so wird aus einer einfachen Idee etwas viel Komplexeres. Mein Freund Pax erzählt von Trennungen, Schmerz, dem Erwachsenwerden, dem Finden des eigenen Selbst und vom Zähmen (sei es nun das von Tieren oder von Menschen).

Ein bisschen skeptisch war ich anfangs bezüglich des thematisierten Krieges, doch schnell wurde mir klar, dass die Autorin zwar einerseits deutlich machte, wie grausam und schonungslos Krieg und Mensch sein können, andererseits aber auch so mit dem Thema umging, dass es ein Kind im Alter von 10 Jahren versteht, ohne traumatisiert zu werden. Sie schreibt dabei aus den Perspektiven des Jungen Peters und seines Fuchses Pax, die auf getrennten Wegen ein wenig mehr über sich lernen, aber stets auf der Suche nach dem jeweils anderen sind.
Das Ende ihrer Geschichte ist sehr emotional und zum Teil zufriedenstellend, auf der anderen Seite aber auch sehr offen und kaum als Ende erkennbar. Diese Tatsache hat mich etwas gestört, denn so blieben viele Fragen offen, die sich sicherlich auch die jüngeren Leser stellen werden.

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112 Bibliotheken, 6 Leser, 2 Gruppen, 46 Rezensionen

frankreich, kurzgeschichten, erzählungen, paris, ab morgen wird alles anders

Ab morgen wird alles anders

Anna Gavalda , Ina Kronenberger
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.01.2017
ISBN 9783446250499
Genre: Romane

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31 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

parabel, dorf, neugier, herdentrieb, gruppendynamik

Das Seil

Stefan aus dem Siepen
Flexibler Einband: 176 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2014
ISBN 9783423143455
Genre: Romane

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455 Bibliotheken, 23 Leser, 2 Gruppen, 113 Rezensionen

freundschaft, neapel, italien, armut, bildung

Meine geniale Freundin

Elena Ferrante , Karin Krieger
Fester Einband: 422 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 29.08.2016
ISBN 9783518425534
Genre: Romane

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229 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 36 Rezensionen

geister, london, fantasy, geisterjäger, lockwood

Lockwood & Co. - Das Flammende Phantom

Jonathan Stroud , Katharina Orgaß , Gerald Jung
Fester Einband: 432 Seiten
Erschienen bei cbj, 28.11.2016
ISBN 9783570159644
Genre: Jugendbuch

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171 Bibliotheken, 8 Leser, 1 Gruppe, 9 Rezensionen

nietzsche, philosophie, psychologie, psychoanalyse, 19. jahrhundert

Und Nietzsche weinte

Irvin D. Yalom , Uda Strätling
Flexibler Einband: 463 Seiten
Erschienen bei Piper
ISBN 9783492243285
Genre: Romane

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162 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

klassiker, insel, kinder, william golding, herr der fliegen

Herr der Fliegen

William Golding , Peter Torberg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei FISCHER Taschenbuch, 23.06.2016
ISBN 9783596950287
Genre: Klassiker

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

südkorea, korea

Die Vegetarierin

Han Kang , Ki-Hyang Lee , Rike Schmid , Thomas Loibl
Audio CD
Erschienen bei Argon, 30.11.2016
ISBN 9783839815601
Genre: Romane

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139 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

matt haig, echo boy, dystopie, jugendbuch, zukunft

Echo Boy

Matt Haig , Violeta Topalova
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 09.12.2016
ISBN 9783423717120
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Was macht einen Menschen zum Menschen? Ist es das Blut, das durch seine Adern fließt, sind es die Schmerzen, die er spüren kann, oder die Emotionen, die er hat? Das Thema, welches Matt Haig in seinem ersten Jugendbuch Echo Boy behandelt, ist nicht ganz neu, das steht außer Frage, doch die Art, wie er damit umgeht, ist wesentlich feinfühliger und überdachter, als ich es aus dem YA-Genre gewohnt war. Wer Matt Haig für seine Tiefgründigkeit mag, der wird auch mit diesem Roman auf seine Kosten kommen, muss sich gleichzeitig aber darauf einstellen, dass die Zielgruppe eine andere ist als die seiner vorherigen Bücher. 

Die Geschichte rund um Audrey und Daniel beginnt wie eine typische Dystopie. Der Leser wird in die neuen Technologien und Umstände dieser weitentwickelten und modernen Welt eingeführt, bekommt teilweise mit, wie sich die einzelnen Staaten entwickelt haben und wird dann auch schon in ein recht actionreiches Abenteuer geschickt. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die Handlung des Buches nicht wirklich fesseln konnte, war sie doch oftmals sehr vorhersehbar und für mich somit nicht weiter erwähnenswert. Schaut man sich jedoch die Gefühlswert der verschiedenen Charaktere an (Audreys Trauer; Daniels Ratlosigkeit ...), dann weiß man, warum Matt Haig schreibt. Er versteht es, Emotionen in Worte zu fassen und kreiert damit immer wieder Textpassagen, die man sich am liebsten ausdrucken und an die Wand hängen mochte.

Echo Boy
ist nur am Rande eine Liebesgeschichte, was mich ziemlich beruhigte. Wer also auf große Gefühle zwischen den Protagonisten hofft, kann diese zwar finden, wird aber damit leben müssen, dass sie nur eine Nebenrolle spielen. Trotzdem rutscht das Buch hin und wieder in die sentimentale Schiene, was zwar die Emotionen noch eindeutiger sichtbar machte, in meinen Augen aber manchmal auch zu viel des Guten war. In diesen Momenten habe ich gemerkt, dass mir der Roman wahrscheinlich besser gefallen hätte, wenn er für Erwachsene geschrieben worden wäre. So gefiel mir das Jugendbuch zwar recht gut, ließ mich aber auch oft spüren, dass ich dem Genre entwachsen bin.

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83 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

kindheit, erinnerungen, 70er jahre, bundeskanzler;, freiheit

Raumpatrouille

Matthias Brandt
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 08.09.2016
ISBN 9783462045673
Genre: Romane

Rezension:

Es war pure Langeweile und die Tatsache, dass sich gerade kein Buch meines SUBs in der Nähe befand, die mich dazu trieben, nach Matthias Brandts erster Geschichtensammlung voller Kindheitserinnerungen (ob wahr oder nicht, man weiß es nicht genau) zu greifen. Ich erwartete wirklich nicht viel, kannte ich den Herrn doch bisher nur als Schauspieler (besser als ich es von deutschen gewohnt bin zwar, aber eben immer nur als Schauspieler) und hatte damit die Befürchtung, da wolle sich ein Künstler nur mal eben in einer anderen Kunst probieren, um dann schnell wieder damit aufzuhören. Also schlug ich das kleine Bändchen auf, begann zu lesen und...

...war hin und weg. Was bis dato völlig an mir vorbeigegangen war: Matthias Brandt ist der jüngste Sohn Willy Brandts und so zeichnen sich neben seinen ganz normalen Erinnerungen auch immer wieder solche ab, die vollkommen anders waren, als die seiner Mitschüler. Wachmänner im Garten des viel zu großen Hauses, vorgeplante, zwanghafte Familienausflüge, ein berühmter Vater, der von den einen verehrt, von den anderen verachtet wird und dazwischen immer wieder ein heranwachsender Junge, verträumt, verspielt, aber irgendwie auch einsam. Ich habe diesen Jungen sehr schnell in mein Herz geschlossen, was nicht daran lag, dass er mir leidtat, sondern weil ich mich immer wieder in ihm wiedererkannte.

Es sind nämlich vielmehr die ersten wunderlichen Gedanken und Fragen eines Kindes, die einem beim Lesen nicht mehr loslassen und zum Schmunzeln, wie zum Nachdenken bringen werden. Egal, ob es dabei um seinen Hund, die ersten Berufswünsche oder die Mutter geht, mir persönlich fielen dabei selbst immer wieder Szenen aus meiner Kindheit ein, die sich mit denen Brandts in irgendeiner Weise glichen. Die Geschichten sind dabei nicht chronologisch geordnet, folgen aber einer gewissen Logik und waren für mich in dieser Reihenfolge auch perfekt sortiert. Einziges Manko: Es hätten noch ein paar hundert Seiten mehr sein können.

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163 Bibliotheken, 10 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

usa, klassiker, rassismus, südstaaten, vergewaltigung

Wer die Nachtigall stört ...

Harper Lee , Claire Malignon , Nikolaus Stingl , any.way
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 22.07.2016
ISBN 9783499217548
Genre: Jugendbuch

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(598)

1.424 Bibliotheken, 43 Leser, 2 Gruppen, 259 Rezensionen

dystopie, flawed, cecelia ahern, jugendbuch, fehlerhaft

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 29.09.2016
ISBN 9783841422354
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hachja, die gute alte Dystopie hat mich zurück und ich muss schon sagen, dass ich es eine ganze Weile ohne sie ausgehalten habe (und das auch ganz gut). Im Grunde hat mich Flawed auch nur ein weiteres Mal gelehrt, dass ich in der Zwischenzeit nicht viel scheine verpasst zu haben, denn was mir Cecilia Aherns erstes Jugendbuch geboten hat, war altbekannter Stoff im halbwegs neuem Kleid. Ein bunter Ideenmix aus (sehr viel) Infernale, Panem und Co. Trotzdem hatte das (Hör)Buch durchaus seine Stärken, die ich euch nicht vorenthalten will.

Celestine ist eine recht vernünftige Protagonistin, die zwar ab und an ihren Hormonen unterliegt und an manchen Stellen auch ein wenig zu naiv für ihre hohe Intelligenz ist, mit ihren langen, inneren Monologen und ausschweifenden Überlegungen aber wesentlich sympathischer daherkommt, als manch andere Jugendbuchheldin. Dagegen wirken jedoch alle anderen Figuren (mal abgesehen von ihrem Großvater) oftmals wie gefühlskalte, ja beinahe asoziale Monster. Und dies ist auch mein größter Kritikpunkt an diesem Roman: ich konnte die politische Struktur und die Gesellschaft nicht ernst nehmen. Erst einmal war mir die historische Herleitung des Systems zu simpel für solch drastische Maßnahmen und zweitens kam mir jede agierende Person neben Celestine so dämlich und feige vor, dass ich mich fragen musste, ob sie der einzige Mensch mit einem inneren Moralverständnis sein sollte.

Lassen wir das mal außen vor, so begegnen wir auch in Aherns Buch all jenen Klischees, die ich bereits in anderen Dystopien kritisiert habe: Liebesdreieck, vorhersehbare "Wendungen", eine anstehende Rebellion, eine Heldin, die zur Leitfigur der Bewegung wird etc. Dagegen muss man der Autorin allerdings zugutehalten, dass sie die Thematik der Diversiät (ja, Celestine ist schwarz) sehr gekonnt einsätzt und in ihrer Gesellschaftsordnung Phänomene wie Rassismus und Homophobie einfach mal ausradiert und keine Rolle spielen lässt, da sie scheinbar in der Zukunft besiegt worden sind (interessant wäre hier nur: wie?). Flawed ist ruhig und bietet wenig Action, dafür umso mehr ethische Gedankengänge, die man sich auch sehr gut als das von Merete Brettschneider gesprochene, ungekürzte Hörbuch anhören kann.

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(46)

60 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

flawed, perfektion, hörbuch, cecelia, lesenwert

Flawed – Wie perfekt willst du sein?

Cecelia Ahern , Anna Julia Strüh , Christine Strüh , Merete Brettschneider
Audio CD
Erschienen bei Argon, 29.09.2016
ISBN 9783839815199
Genre: Jugendbuch

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(145)

410 Bibliotheken, 12 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

fantasy, ransom riggs, bibliothek, roman, london

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Ransom Riggs , Silvia Kinkel
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.11.2016
ISBN 9783426520277
Genre: Fantasy

Rezension:

Seit langem habe ich mich nicht mehr dermaßen auf ein Finale gefreut, wie auf Die Bibliothek der besonderen Kinder. Fünf Jahre (FÜNF JAHRE!!!) ist es nun her, dass mich Die Insel der besonderen Kinder verzaubern und für sich gewinnen konnte, und im Gegensatz zu vielen anderen Buchreihen, fand die Liebe zu Ransom Riggs Büchern an keiner Stelle ihren Abbruch. Auch jetzt, nach Beendigung des dritten Bands, bin ich ein großer Fan dieser Trilogie und musste mit Jacob, Miss Peregrine und ihren besonderen Kindern einen ganzen Haufen guter Freunde hinter mir lassen.

Riggs führt mit seinem Finale all das fort, was er für mich bereits in den Vorgängern richtig gemacht hat: sein Werk ist düster, spannend und originell, sodass dem Leser auf den über 500 Seiten kaum eine Atempause bleibt. Es häufen sich ausweglose Situationen, bekannte Handlungsstränge werden durchbrochen und man lernt auch diesmal wieder neue Figuren kennen, die eine wichtige Rolle in der Welt der Besonderen spielen sollen. Generell strotzt dieses Buch vor neuen Ideen und ersehnten Antworten, sodass ich die Buchdeckel fast vollkommen zufrieden schließen konnte.

Aber da ist eben dieses "fast", denn wie so oft, ist es wohl das Ende des Romans, das einen etwas ernüchtert zurücklässt. Riggs nimmt sich für seine Geschichte und die darin agierenden Figuren viel Zeit. Seine handelnden Personen wirken niemals nur wie Statisten, sondern haben Seele und Persönlichkeit. Betrachtet man dagegen den Schluss, so sieht dieser dagegen sehr simpel und einfallslos aus. Das mag an der fehlenden Erklärung liegen, oder eben an der Kürze, aber in meinen Augen hätte dieses wichtige Ende ein wenig mehr Platz verdient, schließlich entscheidet es über die Zukunft der Protagonisten.

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107 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 29 Rezensionen

mord, hamlet, london, drama, embryo

Nussschale

Ian McEwan , Bernhard Robben
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.10.2016
ISBN 9783257069822
Genre: Romane

Rezension:

Schon allein die Idee, ein ungeborenes Kind die dramatische Geschichte seiner zerrissenen Eltern zu erzählen, ist es wert, einen Blick in Ian McEwans Nussschale zu werfen. Wer diesen ersten Schritt einmal gewagt hat, wird sich seiner Erzählkraft höchstwahrscheinlich nicht mehr entziehen können, bringt dieses Kind doch Wahrheiten auf den Punkt - gesellschaftlich wie politisch - die kaum jemand sonst aussprechen mag. Als stiller Beobachter analysiert es das Verhalten seines Umfelds, horcht heimlich Radio und bekommt ein erstes Bild von der Welt, die es bald betreten soll. Gefangen zwischen der Angst vor seiner Zukunft und der Gier, endlich das Leben zu beginnen, folgt der Leser mit seinen Augen der Planung und Durchführung eines hinterhältigen Verbrechens.

Seit Abbitte wollte ich unbedingt ein weiteres Buch des Autoren lesen, was mich dermaßen fesseln und begeistern könnte. Und auch wenn mir einzig und allein der Fötus, der trotz seines passiven Zustands so aufgeklärt und tabulos die Welt beschreibt, wirklich sympathisch war, reichte dieser aus, um mich für diesen Roman zu gewinnen. Dabei könnte die Handlung banaler nicht sein: eine schwangere Frau, der einfach gestrickte Liebhaber, ein betrogener Ehemann und der Plan, diesen loszuwerden. Erzählt man sie jedoch aus der Perspektive eines Kindes, welches für die Motive der Beteiligten nur Vermutungen aufstellen und sich über die Phänomene der zwischenmenschlichen Kommunikation nur wundern kann, so kommt es dem Leser vor, als würde er eine ihm unbekannte Geschichte hören.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen und mochte insbesondere die philosophischen Gedanken des Fötus. Ist ein Kind gezwungen, seine Mutter zu lieben, selbst wenn sie grausame Dinge getan hat? Kann man noch auf diesem Planeten leben wollen, wenn man bereits vor der Geburt hören muss, was täglich für Ungerechtigkeiten darauf geschehen?
Ein wenig unbefriedigt lässt mich jedoch das Ende des Romans. Es ist nicht klar, ob das Kind seine Allwissenheit nach der Geburt verliert, oder es ewig mit dem gesammelten Wissen leben muss. Vielleicht ist dies auch überhaupt nicht wichtig, aber es hätte mich dennoch interessiert, entscheidet dieser Fakt doch über den weiteren Verlauf der Geschichte.

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