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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Kopfjagd

Peter Gallert , Jörg Reiter
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 22.09.2016
ISBN 9783954519408
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der  Völkerkundler Heiko Brandt, nun beim LKA in Berlin, Sonderdezernat für Tötungsdelikte mit fremdkulturellem Hintergrund, ist ein ganz anders gestrickter Ermittlertyp. Ein wenig verkopfter Wissenschaftler, ein wenig Eigenbrötler, aber mit ganz viel Herz auf dem rechten Fleck für die, um die sich keiner kümmern will.

Der Mord an einem arabischen Geschäftsmann, der noch dazu auf dem Golfplatz enthauptet wird, wird an ihn abgeschoben. Gleichzeitig teilt man ihm aber schon mit, was er alles nicht darf. Bericht nur an den Oberstaatsanwalt, keine Medien, keine anderen Beamten als seine Gruppe. Seine Gruppe besteht aber nur aus ihm und Jens, bisher sein Mitarbeiter, nun aufgebrochen zu anderen Ufern, weil er endlich Karriere machen möchte. Für Brandt hat er nur Spott und Hohn übrig, denn dem ist die Karriere piepegal.

In diese ohnehin schon angespannte Gemengelage platzt Oberkommissarin Zehra Erbay, türkischer Abstammung, ehrgeizig, motiviert. Sie wurde ihm als neue Assistentin zugeteilt, ohne sein Wissen selbstverständlich. Worauf er sie erst mal ignoriert. Kein besonders guter Anfang für die Zusammenarbeit.

Als der nächste Kopflose auftaucht, und bald klar ist, dass der selbe Mörder zugeschlagen hat, lernt Brandt allmählich die Qualitäten seiner neuen Mitarbeiterin zu schätzen. Vor allem haben sie viel mehr gemeinsam, als sie sich eingestehen wollen. Auch Zehra ist der Typ einsamer Wolf. Von ihrem Kulturkreis entfremdet, in Deutschland die Türkin, schlimmer noch: die Quotentürkin, die „guten Leuten den Platz wegnimmt“.

Ein Krimi, anders als der Mainstream, interessante Beschreibung der betroffenen Ethnien. Dazu eine spannende Handlung, in der die Beamten durch ihre Vorgesetzten laufend behindert werden, denn da spielt die hohe Politik mit hinein. Also absolut nachvollziehbar.

Absolute Leseempfehlung!

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52 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

flüchtlinge, schlepper, menschenhandel, mord, thriller

Als der Teufel erwachte

Jennifer B. Wind
Flexibler Einband: 432 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 22.09.2016
ISBN 9783954519804
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jutta Stern und Thomas Neumann, die mir schon aus „Als Gott schlief“ ein Begriff waren, ermitteln in einem neuen Fall.

In einer Autowerkstatt werden zwei Leichen im Kofferraum eines Autos entdeckt, und bald ist klar, dass es sich bei ihnen um Flüchtlinge handelt. Fraglich ist nur, wie sie in das Auto von Elke Fischer gelangt sind.

Was danach folgt, ist einerseits penible Ermittlerarbeit, andererseits die schonungslose Schilderung des Leides der syrischen Bevölkerung, der Exodus, die Methoden der Schlepper, die Aussichtslosigkeit, wenn alles schiefgeht, Elend und Tod.

Darüber hinaus gewährt uns Jennifer B. Wind Einblick in die mafiösen Strukturen der Schlepperbanden. Der Mensch ist für sie nur Ware, die gegen Wahnsinnspreis von A nach B gebracht wird. Ob tot oder lebendig ist den Leuten fast egal. Erwischt werden ohnehin immer nur die kleinen Fische.

Jennifer B. Wind legt hier ein hochdramatisches, gut recherchiertes und berührendes Buch vor. Sie hat ein Thema, das halb Europa in der Flüchtlingsfrage spaltet, in eine fesselnde Handlung verpackt, der man sich kaum entziehen kann. Bemerkenswert: Sie erzählt, aber sie wertet nicht. Ob es um die immer schwierigere Arbeit der Polizei geht, denn es kommen mit den Flüchtlingen auch unerwünschte Terroristen ins Land, oder um das Schicksal verzweifelter und auseinandergerissener Reste von Familien.

Ein starkes Buch, hochaktuell, atemberaubend erzählt.

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

österreich, diktatur, lügenland, keine eigene meinung, leserunde

Lügenland

Gudrun Lerchbaum
Flexibler Einband
Erschienen bei Pendragon, 20.07.2016
ISBN 9783865325501
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In einer gar nicht so entfernten Zukunft wird aus "Nie wieder" ein "Noch einmal mit Gewalt". Intellektuelle Flachwurzler übernehmen die Regierung, geben den Ton an und machen die Gesetze, die jede Individualität, jedes selbstständige Denken fast unmöglich machen. Die ideologischen Sprüche für und gegen alles sind offensichtlich an vertraute Propaganda der Ausländer-raus-Parteien angelehnt. Personenkult um den „Kanzler“ inklusive. Da man dem möglicherweise intelligenteren Volk nicht trauen kann, überwachen Drohnen und Kameras allerorten das Geschehen.
Selbstverständlich sind die Grenzen rundum geschlossen und Reisen in andere Länder unmöglich, mit Ausnahme von Kriegseinsätzen.
Vor diesem Hintergrund beginnt die Geschichte Matteas, an ihrem letzten Tag als Soldatin. Sie ist keine sympathische Heldin. Von Kindheit an indoktriniert, plappert sie nach, was ihr vorgekaut wird. Sie trabt brav im allgemeinen Trott mit, ohne sich viel dabei zu denken. Doch plötzlich ändert sich ihre Welt dramatisch und sie selbst ist eine Ausgegrenzte, weil sie einer untergetauchten Revolutionärin ähnelt. Auf der Flucht dringt sie Schicht für Schicht in die Lügengebäude der Regierung ein, weil sie die Auswirkungen am eigenen Leib erfährt. Sie muss allerdings feststellen, dass auch die sogenannten Guten, hier die „Zecken“, Menschen manipulieren, ja sogar Unschuldige opfern, wenn es ihrer Sache dient.

All dies erzählt Gudrun Lerchbaum herrlich unaufgeregt und mit einem guten Schuss trockenem Humor, wobei einem oft das Grinsen im Hals stecken bleibt. Diesem Thriller kann man sich nicht entziehen, denn wenn man Nachrichten guckt und sieht, was rund um Österreich, in der Türkei, aber auch in Österreich selbst täglich passiert, dann stellt man voll Grauen fest, dass wir die Einbahnstraße in die Richtung „Demokratur“ wohl schon längst betreten haben.

Empfehlung: Dringend lesen. Und in Schulen sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre erklärt werden.

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6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

emotional, entführt, rätsel, selbstjustiz, verschwinden

FIDA

Stefanie Maucher
E-Buch Text: 489 Seiten
Erschienen bei Luzifer, 01.07.2013
ISBN B00D1BQK0O
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Wer noch nicht genug hat von den total gestörten Burschen, die ohne Grund töten und quälen, oder sich an Gewaltszenen an Kindern erfreuen kann, der ist hier gut bedient. Alle anderen sollten es lassen.

Die Personen sind ziemlich blass gezeichnet, Spannung kommt auch selten auf, denn man weiß von Anfang an, wohin die Geschichte führt. Die Story lebt daher echt von den Gewaltszenen. Und das ist doch etwas dürftig und auf eine ganz bestimmte Klientel abgestellt. Daher wundern mich ehrlich die vielen tollen Bewertungen der Story. Sie lassen aber auch gewissen Rückschlüsse auf die Leser zu.

Was in der ganzen Handlung fehlt, ist die treibende Kraft. Die Motivation für die Handlungen des Täters. Oder die Nicht-Handlung, wie bei der Polizei. Wurde überhaupt jemals ordentlich ermittelt? Und wenn ja, warum steht nichts davon im Buch?

Richtig abgetörnt wurde ich von den vielen Fehlern. Und wenn ein Satz geändert wird, dann sollte man vielleicht auch noch mal drüberlesen. Wenn Reste des vorherigen Satzes übrig bleiben, darf der Leser rätseln, was das nun heißen soll? Ich nehme an, dass dies ein Buch im Selbstverlag war und es kein Lektorat gab.

Warum dann zwei Sterne? Die Autorin kann schreiben, keine Frage. Das Thema ist ja leider auch immer noch aktuell. Aber das kann man auch anders aufbereiten.

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254 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

thriller, berlin, veit etzold, rache, mord

Todeswächter

Veit Etzold
Flexibler Einband: 445 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 15.08.2014
ISBN 9783404169917
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Spannend und brutal. Hat mir über weite Strecken gut gefallen.
Obwohl schon in der Mitte des Buches klar ist, wer der Mörder ist, tut das der Spannung keinen Abbruch.

Was den Spannungsbogen stört: Die langatmigen Erklärungen aus der Sektion. Da wäre aus meiner Sicht weniger mehr.
Was noch mehr stört: Dass diese Passagen – wohl für die dummen Leser – von den Polizeibeamten immer wieder wiederholt werden, oft sogar drei mal. Das ist ärgerlich.

Ärgerlich auch, dass in den Krimis auf jeder Polizeistation der Kaffee müde aus der Maschine gurgelt und kaum zu trinken ist. Und dass – bevorzugt weibliche Ermittler – allein eine Verfolgung aufnehmen und dann das Handy leer ist. Und was macht die schlaue Tussi dann? Geht allein rein und sollte ob dieser Blödheit dort zu Tode kommen! Was natürlich nicht passiert. Denn irgendein Ritter in der weißen Rüstung, oder war das ein Prinz?, kann die Schöne vor dem Drachen retten. Prinzen, Drachen und Rüstungen kommen gar nicht vor? Tja, dann sollte die dumme Nuss doch dort sterben.

Im Ernst: Da muss es doch andere Lösungsmöglichkeiten geben. Besonders wenn diese Beamtin als intelligente Frau geschildert wird.
Veit Etzold ist zu empfehlen, was auch Frank Schätzing zu empfehlen ist: Nicht alles, was penibel recherchiert wurde, muss ins Buch. Allerdings muss man dafür nicht den Autor schelten, sondern Lektorat und Korrektorat, denen solche Doppelgleisigkeiten auffallen und die sie rausschmeißen sollten.
Und heldenhafte Alleingänge, die nicht notwendig sind, zeugen von Dummheit der Protagonisten und nicht von Mut.

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50 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

thriller, thomas raab, mörder, krimi, stille

Still Chronik eines Mörders

Thomas Raab
Flexibler Einband: 358 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.04.2016
ISBN 9783426305119
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Man nehme: Ein bisschen „Schlafes Bruder“, ein Quäntchen aus dem „Parfüm“, ein klein wenig „Kaspar Hauser“ und eine Prise Hermann Hesse, rühre gut durch und stülpe darüber eine altmodische, etwas langatmige Sprache. Das ergibt „Still“. Ist das große Literatur? Möglich.

Was es auch ist: eine Aufzählung der Gedanken des Autors zu Liebe, Glaube, Hoffnung, Tod. Normalerweise erzählt ein Buch eine Geschichte. Diese hier will sich mir nicht erschließen. Noch auf Seite 300 hoffe ich darauf, dass die Handlung endlich Fahrt aufnimmt. Vergeblich. Liegt es an mir, dass mich die langatmigen Schilderungen nicht abgeholt haben? Dass außer dem aus Liebe mordenden Kind die Figuren blass und eindimensional rüberkommen? Dass viele Taten der handelnden Personen ohne erkennbare Motive geschehen? Vielleicht.

Selten hat mich ein Buch so zwiespältig zurückgelassen. „Ein berauschendes Leseerlebnis“, wie in den Pressestimmen angeführt, ist es für mich nicht. Eines ist allerdings sicher: Dieses Buch ist anders als alles, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Lange Zeit dachte ich, die Geschichte spielt in einer weit zurückliegenden Zeit. Ohne Internet und Handys. Das hätte auch die Sprache erklärt. Doch das relativiert sich bald, da es einen Bezug zur Sonnenfinsternis 1999 gibt.

Kann ich das Buch weiterempfehlen? Jein. Nur für die LeserInnen, die sich durch langatmige Beschreibungen lustvoll durchbeißen. Die sich an einem antiquierten Stil nicht stoßen. Die sich nicht dadurch abschrecken lassen, dass ein Kind sinnlos mordet. Dessen Eltern kläglich in der Erziehung versagt haben. Insofern doch ein modernes Thema. Die Kinder heute morden halt eher bei IS. Oder prügeln wehrlose Mädchen und alte Männer zu Tode.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Himmelschlüssel

Kristina Ohlsson
E-Buch Text: 480 Seiten
Erschienen bei Limes Verlag, 24.11.2014
ISBN 9783641124663
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das Thema, Terrorismus ist hoch aktuell und Kristina Ohlsson, im Brotberuf Terrorexpertin der OSZE, hat wohl die besten Voraussetzungen für diesen Thriller.

Leider hält sie den Spannungsbogen nicht bis zum Schluß aufrecht. Und ab der Hälfte ärgert man sich eigentlich nur mehr über die Deppen von der Polizei, die den Täter nicht und nicht finden können, bowohl der Leser ihn schon die ganze Zeit kennt.
Trotzdem: Ein gutes und fundiertes Buch zum Thema Terrorismus und wie man aus dem Untergrund agieren kann.
Der Schluss mag zwar manchem nicht passen, ist aber sehr realistisch.

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241 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 63 Rezensionen

berlin, baby, thriller, vergangenheit, hotline

Hotline

Jutta Maria Herrmann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 03.11.2014
ISBN 9783426514566
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Erst mal: Es ist kein Thriller, schon gar kein Psychothriller. Es handelt sich hier um einen Krimi. Einen Lokalkoloritkrimi, genau genommen.

Die Geschichte um eine Beichthotline ist originell, doch sie schwächelt an einigen Stellen. Da sind einmal die erscheckend blass geschilderten Protagonisten. Keiner davon überzeugt oder ist auch nur sympatisch. Oft dachte ich: Warum sind die eigentlich befreundet? Die haben doch nichts gemeinsam.
Die Morde sind in zwei Fällen völlig unverständlich. Ermordet, weil sie mit den Protas befreundet sind? Oder weil sie zufällig dem Mörder über den Weg laufen? Hm. Ein überzeugendes Motiv ist das nicht gerade.

Besonders ärgerlich: Die ohnehin nicht sonderlich spannende Handlung erfährt ihre Auflösung gut 50 Seiten vor Schluss. Und dann folgt noch eine sehr langatmige Erklärung, warum das alles so war, was der Leser mittlerweile längst mitbekommen hat.

Fazit: Gute Idee, Ausführung verbesserungsfähig.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Dunkle Schatten

Günther Zäuner
Buch: 300 Seiten
Erschienen bei Verlag Federfrei, 01.09.2012
ISBN 9783902784186
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kokoschanskys 8. Fall beginnt ganz harmlos mit einem kleinen Eingriff in einem Wiener Spital. Zufällig wird an diesem Tag auch der Unterweltboss Robert Saller dort behandelt und kann mit Hilfe von Komplizen fliehen. Kokoschansky wird zufällig Zeuge der Flucht und gerät damit ins Fadenkreuz des BKA, das ihn als Komplizen verdächtigt und mit untergriffigen Methoden aus dem Verkehr ziehen möchte. Doch Koko riecht den Braten, taucht unter und beginnt zu erforschen, was hier läuft und warum man versucht, gerade ihn, den Aufdeckungsjournalisten, aus dem Verkehr zu ziehen.
Vor uns entrollt sich eine vertrackte Geschichte aus Korruption und politischen Machenschaften rund um eine Kärntner Bank und das Netzwerk aus Beziehungen und Freunderlwirtschaft, die bis in höchste politische aber auch Mafiakreise reichen.
Die Geschichte mag fiktiv sein, doch irgendwie gewinnt man dabei auch den Eindruck, man liest hier in gebündelter Form die bereits bekannten und vermutlich noch nicht aufgedeckten Schweinereien rund um die Buberlpartie eines verstorbenen Kärntner Politikers, die ein einziges Ziel zu haben schienen: sich auf Kosten Anderer zu bereichern, egal wie. Grenzen? Keine. Alles ist möglich. Bis dass der Tod sie scheidet.

Ein wichtiges Buch, das gerade durch die Vorgänge der letzten Jahre in Österreich hochaktuell ist. Auch wenn die Story (großteils) erfunden ist, könnte es so oder so ähnlich wirklich sein. Und keiner will daran rühren. Was die Vermutung nährt, dass noch viel mehr Personen aus Politik und Wirtschaft darin verwickelt sind, als man bis jetzt ahnt.

Wenn man das Buch aus der Hand legt, dann wünscht man sich nichts sehnlicher, als dass es diesen Kokoschansky bei uns wirklich gäbe und er endlich mal Licht in den Filz aus Korruption, Freunderlwirtschaft und Beamten, die sich gegenseitig die Mauer machen, bringen würde. Sozusagen Budgetdefizitabbau durch Beseitigung von Schmiergeldzahlungen und Zuwendungen an zwielichtige Gestalten, die selbst nicht wissen, wo ihre Leistung war.

Ganz nebenbei ist Günther Zäuner auch ein hervorragender Erzähler, sodass der Leser, die Leserin in der rasanten Handlung den Eindruck gewinnt, mitten im Geschehen zu stehen.

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123 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

antonia michaelis, dorf, mord, friedhof, krimi

Friedhofskind

Antonia Michaelis
Flexibler Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 29.01.2014
ISBN 9783954512867
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ist es ein Krimi oder der Roman über ein abgeschiedenes Dorf? Beziehungsgeschichte mit unerklärlichen Todesfällen? Friedhofskind ist all das und noch viel mehr.

Siri Pechton hat vom Kirchenverein den Auftrag, in einem kleinen namenlosen Ort an der Küste, nur ein paar Autostunden von Berlin entfernt, die Fenster der kleinen Kirche zu erneuern, die vor vielen Jahren in einer Sturmnacht alle zerbrochen sind. Doch als Siri die sehr zurückhaltenden Einwohner schön langsam kennen lernt, will sich keiner daran erinnern, wie die alten Fenster ausgesehen haben. Und auch sonst ist vieles in diesem abgelegenen Kaff anders als sonst in der Welt.

Antonia Michaelis bringt uns die Verklemmtheit und eng begrenzten Interessen einer abgeschiedenen Dorfgemeinschaft ganz nahe. Die vorgefassten Meinungen, der Aberglaube, der kollektive Hass auf alles Neue von außen. Die Abneigung der Einheimischen gegenüber den Urlaubern und Sommerhausbesitzern, die miteinander nichts gemein haben.

Und dann sind da die Todesfälle. Anscheinend sind die Katalysatoren immer junge Mädchen und Frauen, die als Gäste ins Dorf kommen. Unfälle sind es zumeist, zumindest wird das behauptet. Doch das Dorf hat schon längst einen Täter gefunden. Das Friedhofskind. Wer sich mit dem auch nur irgendwie einlässt, wird das nächste Opfer. Die meisten schweigen – aus Angst. Doch eine Gruppe nicht mehr ganz junger Halbstarker will den Mörder endlich erledigen. Aber es gibt keine Beweise. Und solange es die nicht gibt, könnte sie von der Polizei selbst wegen Mordes belangt werden.
Als nun Siri auftaucht und sich sogar noch mit dem Friedhofskind anzufreunden scheint, geht das Morden wieder los. Und ausgerechnet alle, die einen Hinweis darauf liefern wollen, wer der Mörder ist, leben nicht mehr lange genug, ihr Wissen weiterzugeben.

Eine beklemmende Studie über die ländliche Befindlichkeit der Einzelnen und als Kollektiv. Heute so aktuell wie vor hundert Jahren.
Hervorragend geschrieben. Dringende Leseempfehlung!

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Der Teufel in Thannsüß

Rupert Mattgey
E-Buch Text: 489 Seiten
Erschienen bei marianen verlag, 29.09.2013
ISBN B00FJFGHWG
Genre: Sonstiges

Rezension:

Am Anfang dachte ich, es ist eine Variation von "Das finstere Tal". Bis zur Hälfte machte die Geschichte ja noch halbwegs Sinn. Aber dann: Jeder hat irrationale Ängste, die selten konkretisiert werden, ein Haufen Psychopathen agiert im Umfeld von noch mehr geistig Verwirrten. Und dann kippt die Geschichte in ein Horror-Zombies-Szenario. Die Logik bleibt gezwungenermaßen auf der Strecke.
Die Geschichte als solche wäre mir nur einen Stern wert gewesen. Der zweite Stern ist für Stil und Schreibtechnik. Die sind nämlich gut. Die Spannung hält sich ob der sinnfreien Geschichte allerdings in Grenzen.

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

amsterdam, callboy, klavierlehrerin, frauenmorde, maximiliane mikulicz

Amsterdam blutrot

Lena Avanzini
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 16.07.2015
ISBN 9783954516612
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Das blutrote Fis treibt die Klavierlehrerin Maxi Mikulicz fast in den Wahnsinn. Wo es doch, weil C-Dur, ein sanftes blaues F hätte sein sollen. Maxi – gesegnet mit den untalentiertesten Klavierschülern von ganz Amsterdam – hat die gar nicht so seltene Gabe, Töne nicht nur zu hören sondern sie auch in Farben zu sehen, Synästhesie im Fachchinesisch genannt. Aber nicht nur das: Sie stolpert auch gern über Leichen und zum Ärger von Hoofdinspecteur Cornelius Bontekoe mischt sie sich auch noch in die Ermittlungen ein.

Wer Amsterdam kennt und liebt, selbst liebend gerne mal auf einem Hausboot gelebt hätte und dazu ein Faible für völlig durchgeknallte Typen hat, der liegt hier absolut richtig.
Selbst die Nebenfiguren sind derart liebevoll gezeichnet, dass man sie ins Herz schließen muss, auch wenn sie von einer Pleite in die andere schlittern.

Amsterdam blutrot erhebt nicht den Anspruch, ein hochliterarisches Werk zu sein. Es ist aber eine unglaublich unterhaltsame Urlaubslektüre, abseits vom faden Lokalkoloritkrimi-Mainstream.

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30 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 25 Rezensionen

mord, freizeit, krimi, niederösterreich, betroge

Wer mordet schon in Niederösterreich?

Jennifer B. Wind , Veronika A. Grager
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Gmeiner-Verlag, 06.07.2016
ISBN 9783839219645
Genre: Krimi und Thriller

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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

wienerwald, krimi, grenzgebiet, österreich, vermisst

Herbstlaub

Thomas Eppensteiner
Flexibler Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 17.09.2015
ISBN 9783954516810
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine düstere Geschichte, die im herbstlichen Wienerwald rund um und in Mödling spielt.

Sonja Aumann, eine junge Journalistin, verschwindet spurlos, ihr Auto bleibt unversperrt auf einem abgelegenen Parkplatz zurück. Allerdings deutet am Anfang nichts darauf hin, dass ihr etwas passiert sein könnte. Wäre ja auch möglich, dass sie mit einem Freund in dessen Auto weitergefahren war und nur vergessen hatte, ihres abzusperren. Es dauert daher einige Zeit, bis auch die Polizei mit der Möglichkeit eines Verbrechens rechnet.

Der Weg bis dahin ist lang und der Autor versteht es meisterhaft, Dinge anzudeuten, ohne wirklich einen Hinweis zu geben, was wirklich passiert ist.

Chefinspektor Schirmer von der Kriminalpolizei Mödling ist ein grantiger mittelalterlicher Mann, der mit den Veränderungen im Polizeidienst nicht zu Rande kommt. Das betrifft sowohl die technischen Neuerungen – schon ein Computer ist ihm ein Buch mit 7 Siegeln. Als auch die personelle Ausdünnung und die organisatorischen Umstrukturierungen, die er für vernünftige Aufklärungsarbeit als kontraproduktiv erachtet. Und damit eckt er immer wieder an, bei seinen Mitarbeitern ebenso wie beim Chef.

Die Geschichte ist spannend geschrieben, die Charaktere gut gezeichnet. Und wiewohl kaum sympathische Menschen darin vorkommen, zieht die Story den Leser in seinen Bann. Was bedächtig beginnt, nimmt zusehends Fahrt auf und lässt nicht mehr los, bis die letzte Seite umgeblättert ist.


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24 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 16 Rezensionen

österreich, niederösterreich, wien, detektiv, detektiv-in

Schlossteichleich

Veronika A. Grager
Flexibler Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 17.09.2015
ISBN 9783954516827
Genre: Krimi und Thriller

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212 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

thriller, entführung, andreas gruber, familie, toskana

Herzgrab

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.11.2013
ISBN 9783442480173
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine Frau aus Wien reist zum Begräbnis ihrer Brüder in der Toskana und verschwindet spurlos. Ein berühmter Maler wird vermisst – und es kann ja wohl kein Zufall sein, dass die vermisste Frau mit ihm verwandt ist.

Der Wiener Polizist Peter Gerink ermittelt mit seinem Partner in Italien zu der verschwundenen Teresa del Vecchio. Seine getrennt lebende Frau ist Detektivin und sucht auf Wunsch von Monica, der Tochter des verschollenen Malers Salvatore del Vecchio, nach ihm.

Bald merken die beiden Ermittler, dass die Fälle miteinander zusammenhängen müssen. Eine Tour de Force durch die Toskana und die Gefühle der beiden Ermittler beginnt und endet in einem fulminanten Showdown auf einem Friedhof. Man möchte fast sagen, wie immer bei Andreas Gruber, in einem mächtigen Gewitter.

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29 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

schokolade, mord, hildesheim, kaffee, genusskrimi

Mord & Schokolade

Klaudia Zotzmann-Koch
Flexibler Einband: 202 Seiten
Erschienen bei KSB-Media, 01.03.2014
ISBN 9783941564893
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein gelungener Debütroman in einem Milieu, über das ich nicht sonderlich gerne lese: die katholische Kirche, Priester, Bischöfe. Trotzdem fand ich den Roman spannend, kurzweilig aufgrund der Protagonisten und informativ über die Stadt Hildesheim, die ich nicht kenne, aber jetzt zu kennen glaube, so nahe hat sie mir Klaudia Zotzmann gebracht.

Kurz zum Inhalt: Susi ist frisch geschieden, kommt aber nicht so ganz von ihrem Exmann und Polizeihauptkommissar Volker los. Sie zieht zu ihrer Tante Paula, die in Hildesheim das kleine Lokal Bittersweet betreibt, Spezialistin für Kaffee und Schokolade. Nicht weit von der süßen Versuchung liegt der Hildesheimer Dom, der eben generalsaniert wird und wo es einen Toten gibt.

Sowohl Paula als auch Susi werden erst völlig unerwartet in die Ermittlungen hineingezogen. Doch beide erweisen sich als sowohl neugierig als auch abenteuerlustig und beteiligen sich lebhaft an den Ermittlungen durch die Polizei – sehr zum Ärger Volkers, der sich berechtigte Sorgen um die Sicherheit der beiden Damen macht.

An dieser Stelle gleich einmal eine Warnung: Ununterbrochen nehmen die Protagonisten Schokolade in fester oder flüssiger Form zu sich. Und wenn sie es nicht tun, reden sie darüber. Also: Notration bereitstellen, sonst übersteht man die Lektüre schwer ohne triefende Lefzen und bösem Magenknurren.

Die Figuren sind liebevoll und sympathisch gezeichnet. Ich kam sehr schnell in die Geschichte hinein und habe einige Male herzhaft gelacht. Die Autorin spielt gekonnt mit den Ängsten, die die Menschen aus unterschiedlichen Gründen plagen, meist unbegründet. Aber das wissen die Beteiligten zu diesem Zeitpunkt nicht.

Einziger Kritikpunkt: das fehlende oder mangelhafte Lektorat. Mich stören einfach Sätze mit drei Fragezeichen, Fettdruck mitten im Text oder klein geschriebene Hauptwörter, Fallfehler, etc. Das trübt mein Lesevergnügen und dafür gibt es einen Stern Abzug.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Mir träumte, du lägest im Grab.

Eva Holzmair
Buch: 192 Seiten
Erschienen bei Edition Mokka, 13.09.2012
ISBN 9783902693433
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Anna Schaller hat zwar Theaterwissenschaften studiert, in Wien aber keinen passenden Job gefunden. Wenig ehrgeizig, verdient sie sich ihre Brötchen als Garderobiere an der Pariser Oper. Eigentlich ist sie aus ihrer Familie entflohen, vor den konservativen Eltern, die stets die jüngere Schwester bevorzugten. Und auch vor der Schwester, die alles das verkörperte, was sie nicht war: schön, lebenslustig, bei den Männern erfolgreich. Erst ging Anna ans Theater in Bern, wo sie den berauschenden Job einer Hilfsgarderobiere ergatterte, später ein winziger Karrieresprung nach Paris.

Als in der Pariser Oper eine Tänzerin in einer Loge ermordet wird, kurz darauf eine zweite zu Tode kommt und eine dritte spurlos verschwindet, gerät Anna in den Strudel der Ereignisse rund um die Ermittlungen, ja sie landet sogar auf der Liste der Verdächtigen und zuletzt im Visier des Mörders. Um ihre Verwirrung komplett zu machen, taucht plötzlich ihre Schwester mit Liebhaber und neuem Baby in der Nähe von Paris auf.

Eva Holzmair zeichnet ein anschauliches Bild vom Balletbetrieb an der Oper. Sie beschreibt den Irrsinn hinter der Bühne und zeichnet die Protagonistin Anna liebevoll und bis in kleine Details glaubwürdig. Paris ist selbstverständlich eine wundervolle Kulisse und dass ein Teil der Handlung auf dem Cimetière Montmartre spielt, verleiht der Geschichte einen zusätzlichen Reiz.

Die Krimistory ist gut durchdacht, die Handlung aller Beteiligten schlüssig und das Ganze mit einer Portion Humor gewürzt. Lediglich die Person des Mörders wird im Gegensatz zu allen anderen Beteiligten eher schwach charakterisiert. Sein Motiv ist nicht so überzeugend wie der Rest der Geschichte.

Ein wunderbarer Debütroman, der allen gefallen wird, die es nicht wirklich blutig haben müssen.

Minimale Grundkenntnisse der französischen Sprache wären nicht hinderlich, sind allerdings nicht unbedingt notwendig, da in einem Glossar die Begriffe und Redewendungen übersetzt werden.

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82 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 47 Rezensionen

kirche, thriller, kindesmissbrauch, katholische kirche, wien

Als Gott schlief

Jennifer B. Wind
E-Buch Text: 403 Seiten
Erschienen bei dotbooks Verlag, 01.05.2014
ISBN 9783955204945
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Da begriff ich, dass die Hölle aus vielen Zimmern bestand. Und ich war nur von einem in das andere gegangen.“ Zitat aus „Als Gott schlief“

Dieser Satz, der mir besonders unter die Haut ging, beschreibt eindringlich, was man eigentlich nie hören, wissen oder lesen wollte und was man trotzdem nicht aus der Hand legen kann, auch wenn einem die Tränen in den Reader tropfen.

Aber der Reihe nach:
In Wien werden binnen Kurzem zwei katholische Kirchenmänner bestialisch ermordet. Bevor die Kriminalbeamten Jutta Stern und ihr Partner Tom Neumann noch Erkenntnisse über die möglichen Täter bekommen konnten, weil sie überall an Mauern des Schweigens prallen, geht die Mordserie in Deutschland weiter.

Die Ahnung, dass hier Rache im Spiel sein muss, stellt sich beim Leser ziemlich bald ein, nämlich spätestens zu dem Zeitpunkt, wo man in Rückblenden mit Szenenausschnitten der Kindheit Rebeccas in einem katholischen Kinderheim konfrontiert wird. Man will sich so etwas nicht vorstellen, nicht dass überhaupt Menschen das Kindern antun können. Und doch kann man nicht aufhören zu lesen, selbst wenn man fast tränenblind weiterkämpft. Ja, kämpft. Denn ein Kampf ist es allemal, sich diese Grausamkeiten vor Augen zu führen und nicht beschämt, angeekelt und unendlich traurig zu resignieren.
Denn die bittere Realität ist, dass solche Dinge nicht nur damals passiert sind. Nicht in Entwicklungsländern oder in kleinen Kommunen fernab der wirklichen Welt. Nein, sie passierten mitten unter uns, gestern, heute und wahrscheinlich auch morgen. Und in einem nie gewesenen Ausmaß seit es das Internet gibt. Oder glaubt irgendwer, dass die Kinderschänderfotos gestellt sind?

Jutta Stern und Tom suchen verzweifelt nach einer Verbindung der Opfer. Denn sie sind mittlerweile davon überzeugt, dass sie es mit einem Serienmörder zu tun haben. Aber selbst als sie das Bindeglied finden, sind sie keinen Schritt weiter, was den möglichen Mörder betrifft.

Dieses Krimidebüt von Jennifer B. Wind geht unter die Haut. Berührt, trifft mitten ins Herz. Und wenn man denkt, schlimmer kann es jetzt nicht mehr kommen, beweist uns die Autorin, das geht allemal.

Ich würde gerne 6 Punkte vergeben. Doch leider stehen nur 5 zur Verfügung.

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thriller, struwwelpeter, andreas gruber, wien, todesfrist

Todesfrist

Andreas Gruber
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 18.03.2013
ISBN 9783442478668
Genre: Krimi und Thriller

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österreich, salzburg, kulissen, egon schiele, eifersucht

Bildermord

Ingrid J. Poljak
Buch: 288 Seiten
Erschienen bei Berenkamp, 14.09.2012
ISBN 9783850933032
Genre: Krimi und Thriller

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österreich, krimi, reihe: dorli und lupo schatz, idefix, provinz

Saupech

Veronika A. Grager
Buch: 176 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 12.03.2013
ISBN 9783954510733
Genre: Krimi und Thriller

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Volksfest

Rainer Nikowitz
E-Buch Text: 320 Seiten
Erschienen bei Rowohlt (com), 01.11.2012
ISBN 9783644478114
Genre: Krimi und Thriller

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Tirolertod

Lena Avanzini
E-Buch Text: 253 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 08.10.2012
ISBN 9783863581459
Genre: Krimi und Thriller

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stromausfall, europa, hacker, blackout, katastrophe

BLACKOUT - Morgen ist es zu spät

Marc Elsberg
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 19.03.2012
ISBN 9783764504458
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Blackout war der 3. totale Stromausfall, den ich mir innerhalb eines Jahres gegönnt habe. Vorher las ich „Rattentanz“ von Michael Tietz und „Die Quelle“ von Uwe Schomburg.
Einerseits war es „more of the same“, andererseits aber doch etwas seriöser verfasst. Besonders bei Tietz geht es ja schon am ersten stromlosen Tag drunter und drüber, mit Mord und Totschlag.
Marc Elsberg geht die ganze Geschichte gelassener an. Doch auch er tappt in die Falle, möglichst viele Geschichten aus möglichst jeder Ecke der Welt zu erzählen – ähnlich wie Frank Schätzing bei „Limit“. Wer nicht über ein ausgezeichnetes Gedächtnis verfügt, wird spätestens ab der Hälfte des Wälzers einfach über die Stellen blättern, deren Figuren ihm nichts mehr sagen. Das nimmt die Spannung, genauso wie wenn man zurückblättern muss, um herauszufinden, wer zum Teufel das war. Hier wäre weniger mehr gewesen.
Im großen und ganzen schildert er eine vorstellbare Situation, die vermutlich früher oder später wirklich eintreten wird, da die mittlerweile fast gänzlich privatisierte Energiewirtschaft wesentlich mehr am schnellen Geld als an einer ordentlichen Leitungssicherheit interessiert ist. Und das trifft nicht nur für Europa, sondern in wesentlich größerem Ausmaß für die USA zu. Dort gehören tagelange Stromausfälle - auch in Großstädten - schon heute zum Alltag.
Auf der sicheren Seite ist niemand. Denn ohne Strom geht nichts mehr. Schon gar nicht über einen längeren Zeitraum. Das hat Elsberg in „Blackout“ eindringlich und wirklichkeitsnah geschildert.
Eine Lektüre, die man Politikern und Entscheidungsträgern der E-Wirtschaft auf den Nachttisch legen sollte!

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