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66 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 14 Rezensionen

hexen, cia, paris, 50er jahr, chaos ;

Baba Jaga

Toby Barlow , Giovanni und Ditte Bandini
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Atlantik Verlag, 11.03.2014
ISBN 9783455600001
Genre: Romane

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8 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

Die Schattenbande in Gefahr

Frank Maria Reifenberg , Gina Mayer , Gerda Raidt
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 06.10.2014
ISBN 9783845804958
Genre: Kinderbuch

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 1 Rezension

20er jahre, waisenkinder, krimi, entführung

Die Schattenbande jagt den Entführer

Frank Maria Reifenberg , Gina Mayer , Gerda Raidt
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 10.01.2014
ISBN 9783845803586
Genre: Kinderbuch

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39 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

kinderbuch, krimi, berlin, spannung, band

Die Schattenbande legt los!

Frank Maria Reifenberg , Gina Mayer , Gerda Raidt
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei bloomoon, 10.01.2014
ISBN 9783760799360
Genre: Kinderbuch

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132 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

zweiter weltkrieg, orient express, flucht, orientexpress, istanbul

Welt in Flammen

Benjamin Monferat ,
Fester Einband: 784 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Wunderlich, 29.08.2014
ISBN 9783805250696
Genre: Historische Romane

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 15 Rezensionen

horror, tiere, fackelwanderung, urlau, tier horror

HABITAT - Im Revier der Skulks

André Wegmann
E-Buch Text: 124 Seiten
Erschienen bei null, 23.03.2014
ISBN B00J7ZDIUS
Genre: Sonstiges

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111 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 41 Rezensionen

mobbing, zukunft, schule, norwegen, angst

Der Tag wird kommen

Nina Vogt-Østli , Dagmar Lendt
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 01.01.2014
ISBN 9783649613862
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Inhalt
Hans-Petter hat es nicht leicht: Andreas, der Rowdy der Schule, hat ihn auf der Abschussliste und macht ihm das Leben zur Hölle. Demütigungen und Prügel gehören zum Alltag. Seinen Eltern leben getrennt und seiner Mutter will er sich nicht anvertrauen, aus Angst alles noch schlimmer zu machen. Die Freizeit verbringt er am Liebsten allein am Computer. Aber tief in seinem inneren weiß er, dass seine Zeit noch kommen wird. Irgendwann wird er es allen zeigen und bis dahin muss er nur überleben.

Kritik
Die Bewertung dieses Buches ist nicht einfach: Einerseits eine großartiges Idee, eine in weiten Teilen interessante und vor allem unerwartete Umsetzung eines brisanten Themas und andererseits ein derart unsympathischer Protagonist, dass man das Verhalten seiner Mitschüler fast nachvollziehen kann. Gerade für ein Buch, das ein Opfer von Gewalt als Hauptfigur hat, wäre es aber doch von Vorteil, wenn man sich in den Charakter hineinversetzen könnte. Aber Hans-Petter wirkt eingebildet, so von sich selbst überzeugt, dass es einen nur wundern kann, dass er sich überhaupt derart unterdrücken lässt, statt sich zu wehren. Zudem hält er sich für überaus klug, ist angeblich sogar hochbegabt, verhält sich aber eigentlich wie ein riesiger Idiot – und das ist nun wirklich nicht nur dem Alter geschuldet.
Schade ist auch, dass die Geschichte hauptsächlich außerhalb der Schule spielt und so Hans-Petters Qualen kaum zum Ausdruck kommen. Vielleicht hätte ein etwas tieferer Einblick in seinen Schulalltag es vermocht mehr Sympathien zu wecken. Hin und wieder schafft es die Autorin dann aber doch dem Leser ein wenig Einblick in sein Seelenleben zur gewähren und ihn in einem anderen, traurigen, tragischen Licht erscheinen zu lassen, was nicht nur gut, sondern sehr nötig war um die Geschichte zu tragen.
Trotzdem habe ich das Buch gerne und sehr schnell gelesen, da es – trotz dieses wirklich schwer zu verstehenden Protagonisten – sehr eingängig geschrieben ist und sich leicht weglesen lässt. Außerdem ist die Umsetzung des Themas, die Handlung des Buches so faszinierend, dass man gar nicht anders kann als herauszufinden, was dahinter steckt. Das Ende hingegen lässt einen nachdenklich, sprachlos, wütend und seltsam unbefriedigt zurück. Und das schadet dem Buch nicht – im Gegenteil. Gerade das macht seinen Reiz aus. Die große Frage nach dem “Was wäre wenn?”

“Den Schulhof zu überqueren, ist immer gefährlich. [...] Ich wähle den kürzesten Weg, quer durch das dichteste Gewühl. Versuche, mich schnell zwischen den Cliquen durchzuschlängeln, ohne aufzufallen. 
Ich bin mittlerweile ein bisschen paranoid. Wenn irgendwo gelacht wird, versuche ich herauszufinden ob sie über mich lachen.” (Seite 50)

Fazit
Eine etwas andere Art sich dem Thema “Mobbing” zu nähern. Auch wenn einem der Protagonist über weite Teile der Geschichte seltsam fremd, wenn nicht gar unsympathisch, erscheint, ist es ein Buch, das man lesen sollte. Die Herangehensweise ist ungewöhnlich und die Kernfrage des Romans eine sehr wichtige, die sich im Nachhinein wohl jeder stellt und jeder für sich selbst beantworten muss. Ein Buch, das nachdenklich zurück lässt, wenn auch auf ganz andere Weise als man das vor dem Lesen erwartet.

Und mein ernst gemeinter Rat: Lest den Klappentext nicht. Ich weiß nicht WER den verfasst hat, aber mit dem Buch hat er so gut wie gar nichts tun.


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576 Bibliotheken, 5 Leser, 3 Gruppen, 120 Rezensionen

eisenheim, fantasy, liebe, schatten, flora

Stadt aus Trug und Schatten

Mechthild Gläser
Fester Einband: 412 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.01.2012
ISBN 9783785574027
Genre: Jugendbuch

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188 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

phoenix, hamburg, fantasy, dystopie, hexen

Phoenix - Tochter der Asche

Ann-Kathrin Karschnick
Buch: 400 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 02.10.2013
ISBN 9783944544052
Genre: Fantasy

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133 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 20 Rezensionen

geister, horror, bentley little, haus, geisterhaus

Haunted

Bentley Little
E-Buch Text: 300 Seiten
Erschienen bei Voodoo Press, 12.08.2013
ISBN 9783902802668
Genre: Krimi und Thriller

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73 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

historischer roman, pest, bremen, verfolgung, köln

Die Duftnäherin

Caren Benedikt
Flexibler Einband: 602 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 02.09.2013
ISBN 9783426512937
Genre: Historische Romane

Rezension:

Inhalt:

Lünen 1349: Die junge Anna leidet unter ihrem gewaltätigen Vater. Als er für drei Tage eingesperrt wird, weil er seine Schulden nicht bezahlen kann, nützt sie die Gelegenheit und flieht. Sie will nach Bremen, die Heimatstadt ihrer Mutter, um endlich in Frieden leben zu können. Auf ihrem Weg trifft sie auf Garwin, einen Waisen in ihrem Alter. Die beiden beschließen zusammen zu reisen und sich als Geschwister auszugeben, um weniger aufzufallen, nicht ahnend, dass ihnen diese kleine Notlüge irgendwann einmal große Probleme bereiten wird. In Bremen angekommen ist den beiden das Glück hold: Garwin bekommt eine Lehrstelle bei einem angesehenen Holzschnitzer und Anna etabliert sich als angesehene Schneiderin und Seifensiederin. Obwohl Anna für ihren Vater eine falsche Spur legt ist er ihr schon bald dicht auf den Fersen. Er ist näher als sie ahnt, er ist brutal, er ist wütend, er ist unbarmherzig und er sinnt auf Rache …

Kritik:

Wie viele meiner Lesen wissen, bin ich kein Fan des klassischen historischen Romans in der Form: “Starke, aber gequälte Frau findet, ganz allein, ihren Weg in einer, von Männern dominierten Welt”. Vielleicht einer der Gründe, warum mir die Romane (es gibt bisher zwei) von Caren Benedikt so gut gefallen. Natürlich ist die Protagonistin hier wieder eine Frau, die aus ihrem Leben ausbricht, um es andernorts besser zu haben. Und natürlich gelingt es ihr. Der Unterschied ist aber, dass sie eben genau das nicht alleine schafft. Sie hat Freunde an ihrer Seite, u.a. auch mächtige Männer, die ihr diesen Aufstieg ermöglichen. Zudem finde ich die Geschichten einfach ansprechend, im Gegensatz zu vielen anderen des Genres.

Ein anderer, viel bedeutenderer Grund sind aber die Charaktere selbst: Allesamt sympathische und liebenswerte Figuren mit Charakter, mit denen man sich gut identifizieren kann und die man gerne auf ihrem Weg begleitet. Natürlich sind sowohl Anna und Garwin, als auch ihre neuen Freunde vom Schicksal gezeichnet, aber das gehört zu diesem Genre einfach wie der Mord zum Krimi. Und es würde einen auch irgendwie verwundern, wenn der Pöbel im Mittelalter plötzlich ein angenehmes Leben gehabt hätte. Das würde schließlich so ziemlich allem widersprechen, was man sich je im Geschichtsunterricht mühsam an Wissen erarbeitet hat Aber auch die Schurken sind gelungen: Man kann die einen aus vollem Herzen verachten, aber bei anderen auch deren menschliche Seite entdecken und ein gewisses Verständnis für ihr Handeln aufbringen. Es ist nicht immer alles nur schwarz oder weiß – auch nicht in diesem Roman.

Die angenehm erzählende Art der Autorin trägt das Übrige dazu bei, dass man in diese Geschichte von der ersten Seite an tief eintauchen kann und die Protagonisten begleitet, als wäre man selbst dabei gewesen,- Ihre Freude, ihre Trauer und Angst sind fast spürbar.
Die Geschichte selbst besteht aus zwei Handlungssträngen, die zu einem spannenden Ende zusammenlaufen. Man begleitet einerseits Annas Flucht und ihren, nicht immer ganz einfachen, Weg nach Bremen sowie ihr neues Leben in der großen Stadt. Andererseits erlebt man auch die Gegenseite, erfährt Helmes Geschichte und erlebt seine Jagd auf Anna, von Lünen über Köln bis nach Bremen.

Die Authentizität der Sprache kann ich nicht beurteilen. Sie ist durchaus auf eine gewisse weiße als “modern” zu bezeichnen, die Autorin bedient sich aber einer altertümlichen Schreib- bzw. Sprechweise. Es reicht in jedem Fall aus, um sich in der Zeit zurück versetzt zu fühlen. Man sollte auch nicht vergessen, dass es sich hierbei um einen Roman aus dem 21, nicht um einen aus dem 14 Jahrhundert handelt. Es wäre- in meinen Augen – eher lächerlich als überzeugend, wenn der Sprachgebrauch dem unserer Zeit gänzlich widersprechen würde.

Die historischen Hintergründe um den Zeitraum, in den die Handlung des Romans eingebettet ist, sind gut recherchiert, wodurch “Die Duftnäherin” zu einer gelungen Mischung aus Fakten und Fiktion wird. Historisch belegte Persönlichkeiten treffen auf fiktive Figuren und bekommen dadurch ein ganz neues Leben eingehaucht. Gefällt mir gut.

Am Ende hätte ich mir nur einen etwas längeren Showdown gewünscht, aber das tut dem Vergnügen an sich keinen Abbruch. Außer, dass ich gerne noch ein paar Seiten mehr gelesen hätte.

Fazit:

Ein wirklich gelungener, fesselnder Roman, eingebettet in die historische Kulisse des 14 Jahrhunderts in Deutschland. Man begleitet liebenswerte Charaktere auf ihrem Weg in ein neues, besseres Leben, bangt, hofft, lacht und leidet mit ihnen. “Die Duftnäherin” ist eine sehr gelungene Unterhaltung, angenehme Sprache und ein spannender Plot sorgen für großes Lesevergnügen. Ich habe die 613 Seiten an einem Abend verschlungen – und eigentlich müsste man zu diesem Buch gar nicht mehr sagen Absolute Leseempfehlung von mir für alle Fans dieses Genres, aber auch für diejenigen, die damit eigentlich nichts anfangen können. Und ich erwarte mit Spannung die weiteren Bücher von Caren Benedikt.

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(442)

823 Bibliotheken, 16 Leser, 5 Gruppen, 78 Rezensionen

london, magie, krimi, jazz, fantasy

Schwarzer Mond über Soho

Ben Aaronovitch , Christine Blum
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2012
ISBN 9783423213806
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Kaum hat Constable Peter Grant seine ersten Gehversucher als Zauberlehrling überstanden, schon passiert wieder ungewöhnliches in London: Seltsame Todesfälle unter talentierten Jazzmusikern wecken sein Interesse, ebenso wie eine Frau die ihren Sexualpartnern das beste Stück abbeist – mit ihrer Vagina. Da sein Meister, Nightingale, noch immer vom vorherigen Kampf geschwächt ist, muss Peter sich beweisen und den Kampf gegen die Unterwelt alleine aufnehmen.  Und dann ist da auch noch die schöne Simone, die ihm den Kopf verdreht …

Kritik:

Fast nahtlos schließt die Handlung des zweiten Teils der Reihe an den Vorgänger an. In vielen Rückbezügen erfährt der Leser die Eckpunkte des ersten Falles noch einmal. Wenn man – wie ich – die Bände in einem Rutsch durchliest, dann wird das auf Dauer etwas nervig. Wer die Bücher mit größerem zeitlichen Abstand konsumiert dürfte allerdings über die ein oder andere Erklärung dankbar sein, da die magische Welt doch sehr komplex ist und man auch hier noch nicht ganz den Dreh raus hat, wie das eigentlich alles zusammenhängt.

Auch der Humor steht dem des Vorgängers in nichts nach. Ich hatte teilweise wirklich Tränen in den Augen vor lachen, gerade weil der Autor so bildlich beschreibt, dass man nicht anders kann, als die Welt vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen. Wie eine Art Comicstrip läuft somit das gesamte Geschehen vor dem inneren Auge, inklusive teilweise sehr absurder Manöver unseres Helden und/oder seiner Gegenspieler.

Schade ist nur, dass mir Peter hier phasenweise extrem auf die Nerven geht. Sobald irgendwo eine hübsche Frau auftaucht, scheint er sämtliches Denken in die unteren Körperregionen zu verlegen und sein Gehirn auf Durchzug zu schalten. Das bestätigt nicht nur sämtliche negativen Klischees über Männer, es ist auch noch extrem lästig, da es in London anscheinend nur so von drallen und überaus attraktiven, extrem hübschen Frauen wimmelt. Jaaa, genau!

Trotzdem ist die Story an sich gut durchdacht, der Fall spannend und interessant und man kommt dem großen Geheimnis, dessen Auflösung man ja noch nicht kennt, ein Stückchen näher. Die Lust die Reihe weiter zu verfolgen ist auf jeden Fall da, auch wenn ich “Schwarzer Mond über Soho” insgesamt als deutlich schwächer empfunden habe, als den Auftakt.

Fazit:

Auch wenn Ben Aaronovitch hier nicht so ganz überzeugt und vor allem durch die sehr naive Charakterisierung seine Protagonisten gelegentlich Unmut beim Lesen weckt, macht er vieles durch seinen Humor wieder wett. Auch der Fall an sich ist gut gemacht, die Zusammenhänge erschließen sich weitestgehend logisch und im Laufe der Handlung nimmt Peters Denkvermögen Gott sei Dank dann auch zu, so dass er nicht völlig hilflos aber dauergeil durch die Straßen Londons taumelt. Beginnen sollte man die Reihe mit diesem Teil sicher nicht, wer aber vor hat auch Teil 3 (und alle weiteren) zu lesen, dem ist die Lektüre dringen empfohlen, da man doch einiges an wichtigen Hintergrundinformationen erhält.

3,5 / 5 Sternen  

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174 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 75 Rezensionen

thriller, berlin, martin krist, entführung, mord

Drecksspiel

Martin Krist
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783548285375
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Eine Prostituierte wird ermordet, ein Kind wird entführt, eine Familie versucht ihren Probleme zu entfliehen, ein Polizist tanzt nah am Abgrund, ein Privatermittler ist auf der Suche nach Gerechtigkeit Eine Stadt die lebt und vibriert, brodelt wie ein Vulkan und ihre Opfer fordert. Ein kleiner Stein, der ins Rollen gebracht wird und eine Lawine ungeahnten Ausmaßes auslöst …

“Er kann alles mit mir machen, solange er nur meine Tochter verschont!”

Kritik:

Der Prolog ist zunächst verwirrend, der Leser wird mitten in ein Geschehen geworfen, dass er sich weder erklären, noch verstehen kann. Aber man möchte wissen, was passiert ist, wie es dazu kommen konnte und worum es eigentlich geht. Der Anfang der Geschichte bringt wenig Erhellendes: Viele Figuren, viele Handlungsstränge, viele Perspektiven und über dem Kopf des Lesers ein riesiges, rotes Fragezeichen. Wäre das bei manchen Büchern ein Grund sie genervt in die Ecke zu werfen, ist hier genau das Gegenteil der Fall: Wie gebannt frisst man sich, Seite um Seite, Kapitel um Kapitel durch das Buch, fiebert mit den Charakteren, leidet mit ihnen, verflucht sie oder möchte sie manchmal einfach ihn den Arm nehmen und ihnen sagen, dass alles gut wird. Hoffentlich.

Martin Krist schafft hier ein wahres Meisterwerk – eine derart komplexe Geschichte zu erzählen ist allein schon eine Leistung. Sie dann aber auch noch so zu erzählen, dass man als Leser immer wieder einen Zipfel des roten Fadens zu sehen bekommt, der einem dann doch durch die Finger schlüpft, ist einfach genial. Vor allem, weil sich der Autor in seiner Geschichte keine Sekunde verrennt oder logische Brüche verursacht.

Gerade, dass man beim Lesen nachdenken, sich gelegentlich einen Zusammenhang selbst erarbeiten, auf jedes Detail achten muss, macht den Reiz dieses Thrillers aus. “Dreckspiel” ist definitiv kein Buch, dass man nach ein paar Seiten zuklappen und zwei Wochen später weiter lesen könnte. Kein Buch, dass man zur Entspannung Abends liest. Dieser Thriller erfordert Konzentration und nur dann macht er auch wirklich Spaß.

Dazu kommt die Direktheit der Geschichte – schonungslos erzählt, nicht nur in der Wortwahl des Autors, in der Gestaltung des Settings oder der Charakterisierung der Figuren, auch in der Sprache der Charaktere (Verfickte Scheiße!). Hart, brutal, ehrlich, ohne ekelerregend zu sein. Ja, es fließt Blut – sehr viel sogar, aber die Schilderung ist immer knapp unterhalb der Schmerzgrenze, des Zumutbaren. (Jedenfalls für meine Begriffe). Es passiert so viel, da bleibt kein Raum für “Schwarz oder weiß”, kein Raum für klare Grenzen und einfache Einordnung der Figuren. Kein Raum für Schema F: niemand ist böse, niemand ist gut, jeder ist zu allem fähig. Und immer, wenn man glaubt, dass man das “Drecksspiel” endlich durchschaut hat, dann ist nichts so, wie es scheint. Oder vielleicht doch?

Ich habe zu Beginn ein paar Seiten gebraucht, um in die Geschichte zu finden und in die Sprache des Autors, aber diese Klippe war schnell umschifft und danach ging es in rasantem Tempo – Story sowie meine Lesegeschwindigkeit – durch das Buch. Selbst wenn ich gewollt hätte: Ich hätte nicht aufhören können zu lesen.

Fazit:

Ein schonungslos erzählter Thriller, fernab der heilen Welt die wir in Büchern oft zu finden hoffen. “Drecksspiel” beschreibt ein etwas anderes Berlin, ein dreckiges, hartes, nervenaufreibendes Berlin – eines, dass wir aus den Nachrichten kennen und trotzdem nicht sehen wollen. Fäkalsprache inbegriffen.

Gleich einer Spinne webt Martin Krist ein Netz aus Spannung und Intrigen, wickelt den Leser hinterrücks in einen Kokon aus Nervenkitzel, fesselt ihn mit jeder Seite ein Stück mehr an die Geschichte und lässt ihn am Ende Fassungslos und mit dem Drang nach “mehr” zurück.  Genial erzählt! Volle Punktzahl von mir, für grandiose und atemberaubende Unterhaltung.

Wer auf Thriller nach dem Schema F steht, der sollte von diesem Buch die Finger lassen. Wer aber bereit ist, sich auf eine Geschichte einzulassen, voll und ganz in sie einzutauchen und ohne die Erwartung daran geht, dass hier ein Baukastenthriller aus der Schreibwerkstatt vor ihm liegt, der sollte zugreifen. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

5/5 Sternen 



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Tags: ehrlich, hart, martin krist, spannung, thriller   (5)
 

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86 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 42 Rezensionen

sylt, krimi, möwen, mord, möwe

Mordsmöwen

Sina Beerwald
Buch: 208 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 25.06.2013
ISBN 9783954511358
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(20)

36 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

horror, gewalt, psychothriller, monster, splatter

INFAM - Die Nacht hat tausend Augen

André Wegmann
E-Buch Text: 177 Seiten
Erschienen bei null, 30.09.2013
ISBN B00FKEERU0
Genre: Krimi und Thriller

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394 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 87 Rezensionen

schriftsteller, mord, liebe, freundschaft, aurora

Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert

Joël Dicker ,
Fester Einband: 736 Seiten
Erschienen bei Piper, 13.08.2013
ISBN 9783492056007
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

In der idyllischen Kleinstadt Aurora wird, auf dem Grundstück des erfolgreichen Schriftstellers Harry Quebert, die Leiche eines vor über 30 Jahren verschwundenen Mädchens gefunden – zusammen mit dem Manuskript seines Bestsellers. Er gerät unter Mordverdacht, Sein Schützling und Freund Marcus Goldman, ein aufstrebender Schriftsteller, glaubt nicht an Harrys Schuld und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Er sticht in ein Wespennest, denn irgendjemand versucht mit allen Mitteln ihn an der Suche nach der Wahrheit zu hindern. Was ist nur passiert, damals, in Aurora, am 30. August vor 33 Jahren? Und wer will verhindern, dass die Wahrheit ans Licht kommt?

Kritik

Dieses Buch ist der Wahnsinn. Eine einzige Liebeserklärung an die Literatur, an das Leben, an die Liebe und an den Leser. Eine Geschichte die so tief berührt wie kaum ein Liebesroman oder Drama, spannender als die meisten Thriller und trotz der großen Seitenzahl keine Sekunde langweilig. Selbst jetzt, nachdem ich das Hörbuch drei mal gehört habe, bin ich noch nicht ganz sicher, wie ich diese Gefühle in Worte fassen soll.

Fangen wir mit dem Einfachsten an: Der Sprecher ist hervorragend gewählt. Er transportiert die Atmosphäre des Buches sehr überzeugend und haucht jeder Figur Leben ein. Jeder Charakter bekommt seine eigene, unverwechselbare Stimme, die großartig mit den Attributen der Figur harmoniert. Ein absoluter Hörgenuss: Ein kraftvolles Buch, gelesen mit ausdrucksstarker Stimme. Torben Kessler war für mich bisher kein Begriff als Sprecher, er hat hier aber wirklich beeindruckende Arbeit geleistet.

“Die Liebe, immer die Liebe. Die Liebe hat gar nichts zu bedeuten, Goldman. Die Liebe ist ein Trick, den sich die Männer ausgedacht haben, damit sie ihre Wäsche nicht selbst waschen müssen.” (aus “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert)

Interessant ist aber auch der Aufbau der Geschichte. Das Buch ist in 31 Kapitel unterteilt, die zum Großteil eine von Harry Schriftstellerregeln zum Thema haben. Die Geschichte springt zwischen den Zeiten und Orten hin und her, ohne klare zeitliche Linie. Die Kapitelreihenfolge ist umgekehrt von 31 bis 1 und die Inhalte eines Kapitels  orientierten sich auch jeweils an der zu Beginn genannten Regel.

Die Story selbst ist komplex und derart vielschichtig, dass, allein die Planung der Handlung eine wahre Meisterleistung gewesen sein muss – vom Schreiben ganz zu schweigen. Der Autor führt seine Leser in jeder Beziehung immer und immer wieder aufs Glatteis, zeigt ihm eine Wahrheit, nur um dieses direkt wieder zu hinterfragen, überzeugt durch schlagkräftige Argumente und widerspricht sich anschließend selbst, ohne je den roten Faden zu verlieren, oder vom Weg abzukommen. Grandios.

Halten Sie die Liebe in Ehren Marcus. Machen Sie sie zu ihrer schönsten Errungenschaft, zu ihrem einzigen Ziel. Nach den Menschen kommen andere Menschen, nach den Büchern kommen andere Bücher, nach dem Ruhm kommt anderer Ruhm, nach dem Geld kommt anderes Geld.  Aber nach der Liebe, Markus, nach der Liebe bleibt nur das Salz der Tränen.” (aus: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert)

Auch die Anzahl der agierenden Personen ist beachtlich. Grob überschlagen sind es in etwa 15 wiederkehrende Charaktere, dazu noch einige mit kurzen Gastspielen in ein oder zwei Szenen. Während man zumeist in einem Roman ein oder zwei gut durchdachte und ausgearbeitete Protagonisten findet und die restlichen Figuren als Randcharaktere ihr Dasein fristen, gelingt es Joël Dicker jede Figur mit  unverwechselbaren Charakterzügen und einer individuellen Biographie auszustatten, ohne den Leser bei deren Erzählung zu langweilen. Selbst die Randfiguren wirken irgendwie lebensecht. Besonders erwähnenswert finde ich hier Markus Mutter. Warum verrate ich nicht, einfach lesen und herausfinden. Diese Figur ist einfach nur großartig.

Manche Passagen des Buches werden wiederholt, manche Szenen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet, manche Geschehnisse immer wieder rekonstruiert und obwohl man erwarten könnte, dass diese Wiederholungen nerven oder der Spannung abträglich sind, ist genau das Gegenteil der Fall. Sie kommen zur richtigen Zeit am richtigen Ort und ohne sie wäre die Geschichte wahrscheinlich nur halb so gut.

“Wissen Sie, Herr Doktor, da kriegt man Kinder und will, dass sie die glücklichsten Geschöpfe dieser Welt werden. Aber dann macht einem das Leben einen Strich durch die Rechnung.
“Wie meinen Sie das?”
“Sie fragt mich ständig und in allem nach Rat. Ständig hängt sie an meinem Rockzipfel und fragt ‘Ma, wie macht man das? Ma, wohin kommt das? Ma hier, Ma dort. Ma, Ma, Ma. Aber ich werde nicht immer für sie da sein. Eines Tages werde ich nicht mehr auf sie aufpassen können, verstehen Sie? Wenn ich daran denke spüre ich das hier im Bauch. Es ist als würde sich mein ganzer Magen zusammenkrampfen. Das tut richtig weh …” (aus: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert)

Eine klare, schnörkellose Sprache zeichnet den Schreibstil aus, Einfache Sätze, die trotzdem Poesie transportieren und den Leser so tief in die Geschichte saugen, dass man das Gefühl hat in Aurora zu stehen, durch die Straßen zu gehen, den Figuren zu begegnen und den Gesprächen als stiller und unsichtbarer Zuhörer zu lauschen. Wenn man das Buch beendet hat (oder besser: beenden musste, weil das Buch leider zu ende ist), dann ist es ein Gefühl, als würde man aus einer anderen Welt ganz langsam wieder in die Realität zurück kehren und das tut man mit großem Bedauern. Eigentlich, ganz eigentlich möchte man für immer in Aurora bleiben, in diesem Sommer im Jahre 1975, als alles möglich war.

Fazit

Ich bin verliebt. In Nola, in Harry, in Marcus, in alles und jeden, in Aurora, in dieses Buch! Eine Meisterleistung in jeder Hinsicht und ich weiß gar nicht, wie ich es anders sagen soll. Überwältigend erzählt, Überragende Figuren, lebensecht und individuell, eine Geschichte die zu Herzen geht. “Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert” ist ein absolut gigantisches Buch. Ein KrimiLiebesgeschichtenDramaSchicksalsroman.

Obwohl einige Szenen wiederholt oder aus anderen Blickwinkeln beleuchtet werden ist dieses Buch nicht eine Sekunde langweilig, nicht den Bruchteil einer Sekunde uninteressant und man hat nie, aber auch wirklich nie das Gefühl, dass man eine Pause bräuchte. Hier kann man getrost 700 Seiten am Stück lesen und am Ende ist man traurig, weil es schon vorbei ist. Joël Dicker ist hier ein Roman gelungen, der seinesgleichen sucht, aber wahrscheinlich kaum finden wird. Nur wenige Bücher schaffen es, mich nachhaltig so zu begeistern und zu beschäftigen.

Dieses Buch belebt den Glauben an die Menschheit im selben Maße, wie es ihn zerstört, es weckt die Sehnsucht nach der ganz große Liebe und zeigt doch, dass sie nicht zwingen glücklich macht. Vor allem aber macht diese Geschichte so viel Lust auf das Leben, sie erinnert daran, nein, sie ermahnt einen seinen eigenen Weg zu gehen, an sich zu glauben, sein Leben zu leben und jeden einzelnen Tag zu genießen.  Unbedingt lesen! Nicht überlegen ob, sondern einfach machen.

Das Hörbuch ist ein echter Genuss, trotzdem weiß ich, dass ich dieses Buch auch noch als gedrucktes Exemplar zu Hause haben möchte. Und wenn ihr es lest, dann achtet hinterher auf die Danksagung.

5/5 Sternen (aber ich würde mehr geben, wenn es ginge)

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(1.313)

2.427 Bibliotheken, 80 Leser, 5 Gruppen, 168 Rezensionen

liebe, briefe, jojo moyes, liebesbriefe, london

Eine Handvoll Worte

Jojo Moyes , Marion Balkenhol , ,
Flexibler Einband: 592 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 04.10.2013
ISBN 9783499267765
Genre: Romane

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(94)

173 Bibliotheken, 7 Leser, 0 Gruppen, 18 Rezensionen

familie, roman, daniel kehlmann, brüder, schicksal

F

Daniel Kehlmann ,
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Rowohlt , 30.08.2013
ISBN 9783498035440
Genre: Romane

Rezension:

Inhalt

Die Geschichte von drei Brüdern die sich finden, einem ungläubigen Pfarrer, einem gescheiterter Investmentbanker, einem glücklosen Maler. Ein Roman über einen unfähigen Vater, über Wahrheit und Lüge, Realität und Fiktion, Gedankenspiele mit dem Leben und dem unausweichlichen Ende. Ein Buch darüber was passiert, wenn nichts ist wie es scheint und alles scheint wie es ist.

Wieder eine etwas andere Rezension, weil man manche Bücher eben nicht so einfach in Worte fassen kann.

Kritik und Fazit

„F“ von Daniel Kehlmann ist kein Unterhaltungsroman, keine Lektüre vor dem zu Bett gehen und kein Buch für Zwischendurch. „F“ ist ein Roman für den man ein bisschen Zeit und vor allem die nötige Ruhe braucht. Vor allem aber ist es ein Buch, das man nicht so einfach rezensieren kann, daher gibt es – passend zur teilweise sehr fragmentierten Geschichte – hier ein paar meiner Gedankenfragmente zum Buch. Manchmal muss eine Rezension subjektiv sein.

Die Geschichte ist unglaublich intensiv und eindringlich erzählt, in einer schweren, düsteren, zum Teil melancholischen Sprache, aber dennoch von einer gewissen Leichtigkeit umnebelt. Kein farbenfrohes Kopfkino, eher bedrückende Bildfetzen. Aufwühlend, verwirrend, faszinierend – ein Buch wie das Leben selbst. Unbegreifliche Zusammenhänge, Vor- und Rückblenden, versteckte Hinweise, die man erst am Ende entschlüsseln kann, wenn man die Antwort kennt … man müsste das Buch eigentlich direkt noch einmal lesen, um alles zu begreifen!

Daniel Kehlmann spielt gekonnt mit Sprache und dem Moment, beleuchtet alle Facetten eines Augenblicks mit allen Facetten des Wortes, rührt bisweilen zu Tränen und lässt den Leser be- und entgeistert zurück.

„F“ ist  kurz gesagt: Großartige Unterhaltung auf hohem  Niveau. „F“ sind Geschichten tief und schwer, wie ein Ozean, voll von kleinen und großen Wahrheiten!  Ein gigantisches, sprachgewaltiges Buch, dass man kaum am Stück lesen, aber noch weniger aus der Hand legen kann.

Viele Geschichten – und doch nur dieses eine Leben, viele Leben in nur einer einzigen Geschichte. Am Ende wie am Anfang steht die gleiche Frage: Wofür steht eigentlich das „F”. Ich habe meine Antwort gefunden. Findet ihr sie auch?
Ich spreche eine klare Leseempfehlung für dieses Buch aus, für alle, die nicht nur 0-8-15 Unterhaltung erwarten, für alle die bereit sind, sich auf ein Buch einzulassen OHNE irgendetwas zu erwarten und für alle, die einfach mal etwas wagen wollen.


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127 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

familie, amerika, basketball, usa, jugend

Alle Toten fliegen hoch - Amerika

Joachim Meyerhoff
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 14.02.2013
ISBN 9783462044362
Genre: Romane

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109 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

japan, jugendbuch, kloster, samurai, 12. jahrhundert

Die Samuraiprinzessin - Der Spiegel der Göttin

Corina Bomann
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Baumhaus Verlag, 16.08.2013
ISBN 9783833902420
Genre: Jugendbuch

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550 Bibliotheken, 13 Leser, 4 Gruppen, 70 Rezensionen

labyrinth, thriller, jugendbuch, liebe, das labyrinth jagt dich

Das Labyrinth jagt dich

Rainer Wekwerth
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Arena, 01.08.2013
ISBN 9783401067896
Genre: Jugendbuch

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463 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 65 Rezensionen

thriller, folter, gefangenschaft, keller, entführung

Danach

Koethi Zan ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 22.04.2013
ISBN 9783651000452
Genre: Krimi und Thriller

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Inhalt:

Zehn Jahre nachdem Sarah,Tracy und Christine aus den Fängen eins sadistischen Psychopathen befreit wurden, steht seine mögliche Bewährung im Raum. Alle drei Frauen kämpfen immer noch mit den Nachwirkungen ihres Martyriums und Jennifer, Sarahs beste Freundin, hat die drei jährige Gefangenschaft nicht überlebt. Ihr Leiche jedoch blieb verschwunden. Um die Bewährung zu verhindern macht sich die schwer traumatisierte junge Frau auf die Suche nach der Wahrheit, nach den Hintergründen für die Tat und vor allem auf die Suche nach Jennifers Überresten, um den Täter doch noch wegen Mordes überführen zu können. Schon bald wird klar, dass es für Sarah nur einen Weg gibt – zurück zu dem Haus, in dem der Alptraum begann …

Kritik:

Mit einem Wort: WOW. Das Buch packt einen, hält einen fest und lässt bis zur letzten Seite nicht mehr los. Psychologisch und tiefgründig erzählt.

Vor allem das Schicksal der Protagonisten ist beängstigend realistisch dargestellt. Auch wenn Koethi Zan bewusst nicht mit ekelerregenden Details um sich wirft, so verrät sie genug um die Phantasie des Lesers anzuregen. Ich hatte beim Lesen regelmäßig Gänsehaut, musste das Buch sogar einige Male kurz zuklappen und mir bewusst machen, dass ich in keinem Keller bin, dass ich nicht angekettet in einem dunklen Verlies sitze, dass ich keine Angst haben muss. Das Buch ist überwältigend lebendig und sehr feinfühlig  geschrieben.  Obwohl die Geschichte komplett aus der Ich-Perspektive erzählt wird, wechseln sich Sarahs Monologe, in denen sie aus ihrer Vergangenheit berichtet, mit dem aktuellen Geschehen ab. Dadurch wird zusätzliche Spannung erzeugt, denn in dem Maße in dem Sarah ihre Vergangenheit bewältigt, wird der Leser dorthin zurück geführt. Vor allem aber wird es – trotz viel Storytelling – hier nicht langweilig. Gerade weil die Sprache der Autorin sehr ausdrucksstark ist: authentisch, wortgewandt, gespickt mit einer Prise Sarkasmus und Wortwitz, die das ansonsten sehr bedrückende Thema geschickt auflockern.

“Nach zwei Monaten an der Uni hegte ich insgeheim tatsächlich die Hoffnung, dass wir anfangen könnten, wie normale Menschen zu leben. Ich glaubte, dass wir die Ängste und Sorgen unserer Jugend einfach beiseiteschieben und wie unser Kinderspielzeug in Kartons verpacken könnten. In ketzerischer Abkehr von allem, woran wir glaubten, erwachte in mir der Gedanke, dass unsere Kindheitsobsessionen vielleicht nur das waren: Obsessionen. Und wir jetzt endlich erwachsen wurden.” (Seite 15)

Das Handeln der Protagonistinnen ist zu jeder Sekunde nachvollziehbar und glaubhaft erklärt, obwohl keine der Figuren wirklich “normal” ist.  Umso erstaunlicher ist es, wie leicht man sich – vor allem in Sarah – hineinversetzen kann, wie sehr man innerhalb weniger Seiten eine Beziehung zu den Figuren aufbauen kann und mit ihnen mitleidet, bzw. mitfiebert. Trotz unterschiedlicher Entwicklungen nach der Befreiung, empfindet man für Sarah, Tracy und Christine Verständnis, Mitgefühl, sogar Respekt und kann jede einzelne Reaktion nachvollziehen, egal wie befremdlich sie wirken mag.

“Danach” ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und eigentlich gibt es am Buch fast nichts zu meckern. Die Autorin hat die Gesamtstruktur der Geschichte sehr gut aufgebaut und die einzelnen Fäden zu einem logischen Netz verknüpft. Nur das Ende, das war mir dann fast einen Tick zu kurz und auch vorhersehbar.  Hier hätte ein längerer Showdown nicht geschadet. Es liegt nicht daran, dass am Ende zu wenig dramatisches passiert, sondern eher daran, dass man so tief in der Geschichte hängt, dass man gar nicht glauben kann, dass sie jetzt tatsächlich vorbei sein soll, denn eigentlich könnte man am Ende noch eine Geschichte erzählen, oder vielleicht sogar ein paar mehr.

‘Siehst du sie?,’ fragte ich, dass ich der Zurschaustellung von Upper-East-Side Perfektion den Rücken zudrehte.
‘Nein. Wahrscheinlich hat sie eines ihrer Kindermädchen geschickt.’, antwortete Tracy verächtlich.
‘Sie hat gleich mehrere?’
‘Das war vielleicht ein bisschen ungerecht, ich spekuliere nur. Oh warte, ich glaube da hinten kommt sie. Schwer zu sagen, diese Frauen sehen alle gleich aus … ” (Seite 119)

Fazit:

“Danach” von Koethi Zan ist ein ganz erstaunliches Debüt, eine Story die tief berührt, eine Geschichte, die man sich nicht mal im Ansatz vorstellen will. Ein feinfühliger, psychologisch sehr gut recherchierter Roman. Gleichzeitig spannend und fesselnd, wie ein guter Thriller sein soll und dabei so eindringlich und emotional erzählt, dass man nicht anders kann, als das Leid und die Verzweiflung der Protagonisten mitzuerleben. Sprachlich ist dieses Buch in jeder Hinsicht eine Wohltat. Nicht nur der vielfältige Wortschatz der Autorin, sondern auch die Leichtigkeit mit der sie Sprache und deren Wirkung einsetzt ist großartig.
Einzig das Ende ist mir einfach einen kleinen Tick zu kurz und zu schnell erzählt. Da wäre noch etwas mehr drin gewesen. Das ändert aber nichts an der Bewertung. Wer spannende, psychologische Thriller mag der wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

“Für uns gab es sowas wie das Schicksal nicht. Schicksal war ein Wort, das man benutzte, wenn man unvorbereitet war, wenn man leichtsinnig wurde, wenn die Aufmerksamkeit nachließ. Schicksal war die Krücke der Schwachen.” (Seite 10)

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429 Bibliotheken, 15 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

geige, liebe, sumatra, london, geheimnis

Der Mondscheingarten

Corina Bomann
Flexibler Einband: 528 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 12.04.2013
ISBN 9783548285269
Genre: Romane

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45 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

thriller, krimi, mord, amerika, gefängnis

Tot ist nur, wer vergessen ist

C. J. Lyons , Dorothea Kallfass
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.03.2013
ISBN 9783802588440
Genre: Krimi und Thriller

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33 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 14 Rezensionen

moor, nebel, brent prior, monster, bestie

Herr der Moore

Kealan Patrick Burke , Andreas Schiffmann
Buch: 312 Seiten
Erschienen bei Voodoo Press, 01.02.2013
ISBN 9783902802156
Genre: Krimi und Thriller

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