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Schwarzer Mond über Soho

Ben Aaronovitch , Christine Blum
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.07.2012
ISBN 9783423213806
Genre: Fantasy

Rezension:

Inhalt:

Kaum hat Constable Peter Grant seine ersten Gehversucher als Zauberlehrling überstanden, schon passiert wieder ungewöhnliches in London: Seltsame Todesfälle unter talentierten Jazzmusikern wecken sein Interesse, ebenso wie eine Frau die ihren Sexualpartnern das beste Stück abbeist – mit ihrer Vagina. Da sein Meister, Nightingale, noch immer vom vorherigen Kampf geschwächt ist, muss Peter sich beweisen und den Kampf gegen die Unterwelt alleine aufnehmen.  Und dann ist da auch noch die schöne Simone, die ihm den Kopf verdreht …

Kritik:

Fast nahtlos schließt die Handlung des zweiten Teils der Reihe an den Vorgänger an. In vielen Rückbezügen erfährt der Leser die Eckpunkte des ersten Falles noch einmal. Wenn man – wie ich – die Bände in einem Rutsch durchliest, dann wird das auf Dauer etwas nervig. Wer die Bücher mit größerem zeitlichen Abstand konsumiert dürfte allerdings über die ein oder andere Erklärung dankbar sein, da die magische Welt doch sehr komplex ist und man auch hier noch nicht ganz den Dreh raus hat, wie das eigentlich alles zusammenhängt.

Auch der Humor steht dem des Vorgängers in nichts nach. Ich hatte teilweise wirklich Tränen in den Augen vor lachen, gerade weil der Autor so bildlich beschreibt, dass man nicht anders kann, als die Welt vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen. Wie eine Art Comicstrip läuft somit das gesamte Geschehen vor dem inneren Auge, inklusive teilweise sehr absurder Manöver unseres Helden und/oder seiner Gegenspieler.

Schade ist nur, dass mir Peter hier phasenweise extrem auf die Nerven geht. Sobald irgendwo eine hübsche Frau auftaucht, scheint er sämtliches Denken in die unteren Körperregionen zu verlegen und sein Gehirn auf Durchzug zu schalten. Das bestätigt nicht nur sämtliche negativen Klischees über Männer, es ist auch noch extrem lästig, da es in London anscheinend nur so von drallen und überaus attraktiven, extrem hübschen Frauen wimmelt. Jaaa, genau!

Trotzdem ist die Story an sich gut durchdacht, der Fall spannend und interessant und man kommt dem großen Geheimnis, dessen Auflösung man ja noch nicht kennt, ein Stückchen näher. Die Lust die Reihe weiter zu verfolgen ist auf jeden Fall da, auch wenn ich “Schwarzer Mond über Soho” insgesamt als deutlich schwächer empfunden habe, als den Auftakt.

Fazit:

Auch wenn Ben Aaronovitch hier nicht so ganz überzeugt und vor allem durch die sehr naive Charakterisierung seine Protagonisten gelegentlich Unmut beim Lesen weckt, macht er vieles durch seinen Humor wieder wett. Auch der Fall an sich ist gut gemacht, die Zusammenhänge erschließen sich weitestgehend logisch und im Laufe der Handlung nimmt Peters Denkvermögen Gott sei Dank dann auch zu, so dass er nicht völlig hilflos aber dauergeil durch die Straßen Londons taumelt. Beginnen sollte man die Reihe mit diesem Teil sicher nicht, wer aber vor hat auch Teil 3 (und alle weiteren) zu lesen, dem ist die Lektüre dringen empfohlen, da man doch einiges an wichtigen Hintergrundinformationen erhält.

3,5 / 5 Sternen  

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201 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 80 Rezensionen

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Drecksspiel

Martin Krist
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.10.2013
ISBN 9783548285375
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Eine Prostituierte wird ermordet, ein Kind wird entführt, eine Familie versucht ihren Probleme zu entfliehen, ein Polizist tanzt nah am Abgrund, ein Privatermittler ist auf der Suche nach Gerechtigkeit Eine Stadt die lebt und vibriert, brodelt wie ein Vulkan und ihre Opfer fordert. Ein kleiner Stein, der ins Rollen gebracht wird und eine Lawine ungeahnten Ausmaßes auslöst …

“Er kann alles mit mir machen, solange er nur meine Tochter verschont!”

Kritik:

Der Prolog ist zunächst verwirrend, der Leser wird mitten in ein Geschehen geworfen, dass er sich weder erklären, noch verstehen kann. Aber man möchte wissen, was passiert ist, wie es dazu kommen konnte und worum es eigentlich geht. Der Anfang der Geschichte bringt wenig Erhellendes: Viele Figuren, viele Handlungsstränge, viele Perspektiven und über dem Kopf des Lesers ein riesiges, rotes Fragezeichen. Wäre das bei manchen Büchern ein Grund sie genervt in die Ecke zu werfen, ist hier genau das Gegenteil der Fall: Wie gebannt frisst man sich, Seite um Seite, Kapitel um Kapitel durch das Buch, fiebert mit den Charakteren, leidet mit ihnen, verflucht sie oder möchte sie manchmal einfach ihn den Arm nehmen und ihnen sagen, dass alles gut wird. Hoffentlich.

Martin Krist schafft hier ein wahres Meisterwerk – eine derart komplexe Geschichte zu erzählen ist allein schon eine Leistung. Sie dann aber auch noch so zu erzählen, dass man als Leser immer wieder einen Zipfel des roten Fadens zu sehen bekommt, der einem dann doch durch die Finger schlüpft, ist einfach genial. Vor allem, weil sich der Autor in seiner Geschichte keine Sekunde verrennt oder logische Brüche verursacht.

Gerade, dass man beim Lesen nachdenken, sich gelegentlich einen Zusammenhang selbst erarbeiten, auf jedes Detail achten muss, macht den Reiz dieses Thrillers aus. “Dreckspiel” ist definitiv kein Buch, dass man nach ein paar Seiten zuklappen und zwei Wochen später weiter lesen könnte. Kein Buch, dass man zur Entspannung Abends liest. Dieser Thriller erfordert Konzentration und nur dann macht er auch wirklich Spaß.

Dazu kommt die Direktheit der Geschichte – schonungslos erzählt, nicht nur in der Wortwahl des Autors, in der Gestaltung des Settings oder der Charakterisierung der Figuren, auch in der Sprache der Charaktere (Verfickte Scheiße!). Hart, brutal, ehrlich, ohne ekelerregend zu sein. Ja, es fließt Blut – sehr viel sogar, aber die Schilderung ist immer knapp unterhalb der Schmerzgrenze, des Zumutbaren. (Jedenfalls für meine Begriffe). Es passiert so viel, da bleibt kein Raum für “Schwarz oder weiß”, kein Raum für klare Grenzen und einfache Einordnung der Figuren. Kein Raum für Schema F: niemand ist böse, niemand ist gut, jeder ist zu allem fähig. Und immer, wenn man glaubt, dass man das “Drecksspiel” endlich durchschaut hat, dann ist nichts so, wie es scheint. Oder vielleicht doch?

Ich habe zu Beginn ein paar Seiten gebraucht, um in die Geschichte zu finden und in die Sprache des Autors, aber diese Klippe war schnell umschifft und danach ging es in rasantem Tempo – Story sowie meine Lesegeschwindigkeit – durch das Buch. Selbst wenn ich gewollt hätte: Ich hätte nicht aufhören können zu lesen.

Fazit:

Ein schonungslos erzählter Thriller, fernab der heilen Welt die wir in Büchern oft zu finden hoffen. “Drecksspiel” beschreibt ein etwas anderes Berlin, ein dreckiges, hartes, nervenaufreibendes Berlin – eines, dass wir aus den Nachrichten kennen und trotzdem nicht sehen wollen. Fäkalsprache inbegriffen.

Gleich einer Spinne webt Martin Krist ein Netz aus Spannung und Intrigen, wickelt den Leser hinterrücks in einen Kokon aus Nervenkitzel, fesselt ihn mit jeder Seite ein Stück mehr an die Geschichte und lässt ihn am Ende Fassungslos und mit dem Drang nach “mehr” zurück.  Genial erzählt! Volle Punktzahl von mir, für grandiose und atemberaubende Unterhaltung.

Wer auf Thriller nach dem Schema F steht, der sollte von diesem Buch die Finger lassen. Wer aber bereit ist, sich auf eine Geschichte einzulassen, voll und ganz in sie einzutauchen und ohne die Erwartung daran geht, dass hier ein Baukastenthriller aus der Schreibwerkstatt vor ihm liegt, der sollte zugreifen. Aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

5/5 Sternen 



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Tags: ehrlich, hart, martin krist, spannung, thriller   (5)
 

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(61)

90 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 44 Rezensionen

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Mordsmöwen

Sina Beerwald
Buch: 208 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 25.06.2013
ISBN 9783954511358
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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(282)

526 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 73 Rezensionen

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Danach

Koethi Zan ,
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 22.04.2013
ISBN 9783651000452
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Zehn Jahre nachdem Sarah,Tracy und Christine aus den Fängen eins sadistischen Psychopathen befreit wurden, steht seine mögliche Bewährung im Raum. Alle drei Frauen kämpfen immer noch mit den Nachwirkungen ihres Martyriums und Jennifer, Sarahs beste Freundin, hat die drei jährige Gefangenschaft nicht überlebt. Ihr Leiche jedoch blieb verschwunden. Um die Bewährung zu verhindern macht sich die schwer traumatisierte junge Frau auf die Suche nach der Wahrheit, nach den Hintergründen für die Tat und vor allem auf die Suche nach Jennifers Überresten, um den Täter doch noch wegen Mordes überführen zu können. Schon bald wird klar, dass es für Sarah nur einen Weg gibt – zurück zu dem Haus, in dem der Alptraum begann …

Kritik:

Mit einem Wort: WOW. Das Buch packt einen, hält einen fest und lässt bis zur letzten Seite nicht mehr los. Psychologisch und tiefgründig erzählt.

Vor allem das Schicksal der Protagonisten ist beängstigend realistisch dargestellt. Auch wenn Koethi Zan bewusst nicht mit ekelerregenden Details um sich wirft, so verrät sie genug um die Phantasie des Lesers anzuregen. Ich hatte beim Lesen regelmäßig Gänsehaut, musste das Buch sogar einige Male kurz zuklappen und mir bewusst machen, dass ich in keinem Keller bin, dass ich nicht angekettet in einem dunklen Verlies sitze, dass ich keine Angst haben muss. Das Buch ist überwältigend lebendig und sehr feinfühlig  geschrieben.  Obwohl die Geschichte komplett aus der Ich-Perspektive erzählt wird, wechseln sich Sarahs Monologe, in denen sie aus ihrer Vergangenheit berichtet, mit dem aktuellen Geschehen ab. Dadurch wird zusätzliche Spannung erzeugt, denn in dem Maße in dem Sarah ihre Vergangenheit bewältigt, wird der Leser dorthin zurück geführt. Vor allem aber wird es – trotz viel Storytelling – hier nicht langweilig. Gerade weil die Sprache der Autorin sehr ausdrucksstark ist: authentisch, wortgewandt, gespickt mit einer Prise Sarkasmus und Wortwitz, die das ansonsten sehr bedrückende Thema geschickt auflockern.

“Nach zwei Monaten an der Uni hegte ich insgeheim tatsächlich die Hoffnung, dass wir anfangen könnten, wie normale Menschen zu leben. Ich glaubte, dass wir die Ängste und Sorgen unserer Jugend einfach beiseiteschieben und wie unser Kinderspielzeug in Kartons verpacken könnten. In ketzerischer Abkehr von allem, woran wir glaubten, erwachte in mir der Gedanke, dass unsere Kindheitsobsessionen vielleicht nur das waren: Obsessionen. Und wir jetzt endlich erwachsen wurden.” (Seite 15)

Das Handeln der Protagonistinnen ist zu jeder Sekunde nachvollziehbar und glaubhaft erklärt, obwohl keine der Figuren wirklich “normal” ist.  Umso erstaunlicher ist es, wie leicht man sich – vor allem in Sarah – hineinversetzen kann, wie sehr man innerhalb weniger Seiten eine Beziehung zu den Figuren aufbauen kann und mit ihnen mitleidet, bzw. mitfiebert. Trotz unterschiedlicher Entwicklungen nach der Befreiung, empfindet man für Sarah, Tracy und Christine Verständnis, Mitgefühl, sogar Respekt und kann jede einzelne Reaktion nachvollziehen, egal wie befremdlich sie wirken mag.

“Danach” ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und eigentlich gibt es am Buch fast nichts zu meckern. Die Autorin hat die Gesamtstruktur der Geschichte sehr gut aufgebaut und die einzelnen Fäden zu einem logischen Netz verknüpft. Nur das Ende, das war mir dann fast einen Tick zu kurz und auch vorhersehbar.  Hier hätte ein längerer Showdown nicht geschadet. Es liegt nicht daran, dass am Ende zu wenig dramatisches passiert, sondern eher daran, dass man so tief in der Geschichte hängt, dass man gar nicht glauben kann, dass sie jetzt tatsächlich vorbei sein soll, denn eigentlich könnte man am Ende noch eine Geschichte erzählen, oder vielleicht sogar ein paar mehr.

‘Siehst du sie?,’ fragte ich, dass ich der Zurschaustellung von Upper-East-Side Perfektion den Rücken zudrehte.
‘Nein. Wahrscheinlich hat sie eines ihrer Kindermädchen geschickt.’, antwortete Tracy verächtlich.
‘Sie hat gleich mehrere?’
‘Das war vielleicht ein bisschen ungerecht, ich spekuliere nur. Oh warte, ich glaube da hinten kommt sie. Schwer zu sagen, diese Frauen sehen alle gleich aus … ” (Seite 119)

Fazit:

“Danach” von Koethi Zan ist ein ganz erstaunliches Debüt, eine Story die tief berührt, eine Geschichte, die man sich nicht mal im Ansatz vorstellen will. Ein feinfühliger, psychologisch sehr gut recherchierter Roman. Gleichzeitig spannend und fesselnd, wie ein guter Thriller sein soll und dabei so eindringlich und emotional erzählt, dass man nicht anders kann, als das Leid und die Verzweiflung der Protagonisten mitzuerleben. Sprachlich ist dieses Buch in jeder Hinsicht eine Wohltat. Nicht nur der vielfältige Wortschatz der Autorin, sondern auch die Leichtigkeit mit der sie Sprache und deren Wirkung einsetzt ist großartig.
Einzig das Ende ist mir einfach einen kleinen Tick zu kurz und zu schnell erzählt. Da wäre noch etwas mehr drin gewesen. Das ändert aber nichts an der Bewertung. Wer spannende, psychologische Thriller mag der wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

“Für uns gab es sowas wie das Schicksal nicht. Schicksal war ein Wort, das man benutzte, wenn man unvorbereitet war, wenn man leichtsinnig wurde, wenn die Aufmerksamkeit nachließ. Schicksal war die Krücke der Schwachen.” (Seite 10)

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56 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Tot ist nur, wer vergessen ist

C. J. Lyons , Dorothea Kallfass
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.03.2013
ISBN 9783802588440
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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32 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 13 Rezensionen

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Herr der Moore

Kealan Patrick Burke , Andreas Schiffmann
Buch: 312 Seiten
Erschienen bei Voodoo Press, 01.02.2013
ISBN 9783902802156
Genre: Krimi und Thriller

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145 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 37 Rezensionen

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Ohne jede Spur

Lisa Gardner , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 540 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.08.2011
ISBN 9783499255571
Genre: Krimi und Thriller

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90 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 13 Rezensionen

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Die Frucht des Bösen

Lisa Gardner , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 02.05.2012
ISBN 9783499257124
Genre: Krimi und Thriller

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70 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 2 Rezensionen

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Wer stirbt, entscheidest du

Lisa Gardner , Michael Windgassen
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Taschenbuch, 01.02.2013
ISBN 9783499258602
Genre: Krimi und Thriller

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

KIN

Kealan Patrick Burke
E-Buch Text: 274 Seiten
Erschienen bei null, 04.01.2012
ISBN B006TMA9ZE
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt

An einem heißen Sommertag wird eine bestialisch zugerichtete Frau am Straßenrand in Elkwood aufgegriffen. Claire Lambert hat unvorstellbares erlebt und entkommt als Einzige einem Martyrium ungeahnten Ausmaßes. Ihre Freunde sind tot. Aber die Schatten lassen sie nicht los, ihre Geister verfolgen sie bis in ihre Träume …
Ein ehemaliger, an PTBS erkrankter Soldat findet, nach der Rückkehr aus dem Irak, heraus, dass sein Bruder unter den Opfern in Elkwood ist. Er sinnt auf Rache.
Eine Kellnerin, die von ihrem, sie misshandelnden, Freund nicht los kommt, erhält unerwarteten Besuch aus der Vergangenheit, der einzigen wirklich glücklichen Zeit in ihrem Leben. Sie muss endlich kämpfen.

Drei Menschen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, wissen, dass es nur eine Möglichkeit gibt, um ihrer eigenen Hölle zu entfliehen: Sie müssen zurück nach Elkwood …

Kritik

Dieses Buch ist unglaublich. Eine Self-publishing Perle, wie man sie nur selten findet.

Von der ersten Seite an taucht man, überwältigt von den sprachgewaltigen Bildern, die der Autor zeichnet, in die Story ein und kommt nicht mehr davon los. Fast wie in einem Film ziehen die düsteren, beängstigend Bilder vor dem geistigen Auge am Leser vorbei. Kealan Patrick Burke schreibt hier mit einer solchen Intensität, dass man die Hitze fast fühlen kann, dass die Schmerzen und das Leid von Claire fast körperlich zu spüren sind und die Angst fast greifbar wird. Das alles, ohne sich in ekelerregenden Details völlig zu verlieren. Nichts desto trotz ist diese Geschichte grausam, brutal, schonungslos, zum Teil wirklich abartig und absolut nichts für schwache Nerven. In fast jedem Schreibkurs lernt man so ziemlich als erstes, dass man möglichst auf Vergleiche verzichten soll, dass zu viele Adjektive Gift für eine gute Geschichte sind, aber dem möchte ich hier ausdrücklich widersprechen. Der Stil des Autors lebt geradezu von eben jenen Vergleichen und Adjektivketten.

“Again she pushed, and again she was withheld. This time the barbs pierced her skin. Troubled, she took a half-step back, the black wire thrumming like a guitar string strummed by the breeze. A single drop of her blood welled from the iron tip of a barb and hung, suspended in time, refusing the sun, before it plummeted and colored crimson a finger of grass.”(Pos. 108) 

Die Charaktere selbst, die sehr zahlreich ausfallen, wirken lebendig und “echt”, auch wenn ich sie jetzt nicht als alltäglich bezeichnen würde. Die Biographien unterscheiden sich zum Teil – bedingt durch die Geschichte – deutlich von der Norm. Trotzdem fällt es einem leicht die Handlungen und Beweggründe nachzuvollziehen.

Der wirklich interessante Aspekt des Buches ist aber nicht die physische Brutalität, sondern vor allem die psychische Gewalt, die hier sehr eindrucksvoll geschildert wird. Dadurch hebt sich das Buch von der Masse der Splatter-Literatur ab. Diese Geschichte hat wirklich Tiefgang, geht unter die Haut und stellt einen mehr als einmal vor die bange Frage: “Was wäre wenn?”.

The thrid kind of silence was, when you were surrounded by people, all of them staring without seeming to breathe, none of them moving or saying a word because what they had to say was written in their eyes, and that message was not good. This was the worst kind of silence, the most dangerous kind. This was the one luke found himself faced with when he finally made it home. (Pos. 312)

Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, die Perspektive wechselt zwischen den verschiedenen Personen und Erzählsträngen, ohne zu verwirren. Das erhöht die vorhandene Grundspannung nochmal und man kann das Buch respektive den E-book Reader kaum aus der Hand legen. Von der ersten bis zur letzten Seite ein spannungsgeladener Pageturner, den man nicht so leicht verdaut.

Bisher gibt es das Buch nur auf Englisch, aber mit normalem Internet-Schulenglisch kommt man hier eigentlich gut durch. Gelegentlich ist der Griff zum Wörterbuch nötig,  im Großen und Ganzen ist es gut und relativ leicht zu lesen, trotz der außergewöhnlich wortreichen Sprache.

Fazit

“KIN” ist ein großartiger Hardcore-Thriller, eine überzeugende Geschichte, die nicht nur brutale Gewalt beschreibt, sondern vor allem durch psychologischen Tiefgang besticht. Die Charaktere erscheinen, trotz der zum Teil ungewöhnlichen Biographien, sehr wirklich, das Setting ist eindrucksvoll ge- und beschrieben. Fast wie in einem Film. Aber Vorsicht: Dieses Buch ist nichts für schwache Nerven, absolut nichts für den geneigten Krimi-Leser und wer Sebastian Fitzek brutal findet, der sollte hiervon die Finger lassen. Wer dieses Buch kauft, der sollte das im vollen Bewusstsein tun, dass das hier keine kuschelige Romanze mit ein bisschen Mord und kein softer Feierabend-Thriller ist.  Diese Geschichte ist harter Tobak: Kannibalismus inbegriffen. Krank, abartig, grausam aber verdammt gut!

Das Englisch ist gut verständlich und auch für den ungeübten Leser, ohne all zu häufigen Griff zum Wörterbuch, zu meistern.

5/5 Sternen


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17 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

j.r. rain, mrs. moon wittert blut, privatdetektiv, vampir, vampir detective

Vampire Detective. Mrs. Moon wittert Blut

J. R. Rain , Veronika Dünninger , ,
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.04.2013
ISBN 9783499259272
Genre: Fantasy

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Menschenjägerin

Taylor Stevens , Leo Strohm
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Goldmann Verlag, 01.07.2012
ISBN 9783442474820
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Vanessa Munroe, genannt Michael, ist Expertin in der Beschaffung von Informationen jeglicher Art. Eines Tages bekommt sie einen ungewöhnlichen Auftrag: Sie soll die, seit vier Jahren verschwundene, Tochter eines Ölmillionärs finden. Das Mädchen ist während einer Safari in Afrika verschollen und seither spurlos verschwunden. Zusammen mit Miles Badfort reist sie nach Äquatorialguinea. Dort gerät sie in einen Strudel aus Intrigen und Korruption. Aber Michael muss sich nicht nur gegen die Feinde von außen, sondern auch gegen die inneren Dämonen wehren, denn sie hat eine Vergangenheit in Afrika – ein unerfreuliche Vergangenheit.

Kritik:

Alles in allem ein gelungenes Buch. Vanessa Munroe ist ein sehr eindrucksvoller, wenn auch wenig realistischer Charakter: Aufgewachsen fernab jeglicher westlicher Regeln und Rituale, fällt es ihr schwer sich den Anforderungen der zivilisierten Gesellschaft anzupassen. Statt dessen reist sie in die hintersten Winkel der Welt, immer auf der Suche nach Informationen für ihre vielfältigen Auftraggeber. Sie ist eine effiziente Maschine, spricht 22 Sprachen fließend und kann sich problemlos jeder Situation anpassen. Sicher keine Protagonistin mit der man sich ohne weiteres identifizieren kann, aber trotz aller Superlative ein Charakter der neugierig macht.

Die Handlung des Romans ist eingebettet in eine blutrünstige, von Korruption und Willkür beherrschte Kulisse Afrikas: Drogenschmuggel, Waffenhandel, Polizeiwillkür auf der einen Seite – Freundschaft, Familienbande und Tradition auf der anderen Seite. Der Plot ist spannend, gut durchdacht und interessant aufgebaut.

Trotz der guten Unterhaltung, die auch durch die angenehmen Sprache unterstrichen wird, wirken manchen Szenen einen Tick zu konstruiert, ein bisschen zu überzogen, zu actionlastig und unwirklich. Allgemein sind mir die Charaktere etwas zu klischeehaft, etwas zu “gut”; zu “perfekt”, zu “effizient”. Sicherlich zum Teil passend, da der nette Mann von Nebenan kaum im Dschungel überlebt hätte, aber im Gegenzug zu ihrer angeblichen Professionalität machen sie mir zu viele Fehler, die dazu dienen die Geschichte voran zu treiben.

Zudem schweift die Autorin gelegentlich ab und verliert sich in den Schilderungen Afrikas, des politischen Systems, der Probleme und Schwierigkeiten. Vieles davon ist für das Verständnis des Buches zwar sinnvoll,aber einige absolut nicht nötig. Hier wäre manchmal weniger, mehr gewesen. Wobei ich das persönlich durchaus interessant fand und somit nichts dafür abziehe, aber es hemmt doch manchmal den Fluss den Geschichte.

Fazit:

Eine Mischung aus Abenteuerroman und knall hartem Action Thriller. Dieser Roman macht Lust auf mehr. Wer einen gut recherchierten Roman mit spannend ausgeklügelten Plot und interessanten, wenn auch sehr überzogenen Charakteren lesen möchte, der ist hier gut bedient. Einen kleinen Abzug gibt es für die ab und an etwas zu “Actionlastigen” Szenen, die mir persönlich einen Tick zu “glücklich” abgelaufen sind und für die vielen unnötigen Fehler, die die überprofessionellen Figuren trotzdem regelmäßig begehen.

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40 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 22 Rezensionen

angst, blut, computer, dotbooks, gewalt, hass, internet, internt, jugendlich, kalte berechnung, kindesmissbrauch, konzert, rache, selbstjustiz, stefanie maucher

Kalte Berechnung (German Edition)

Stefanie Maucher
E-Buch Text
Erschienen bei dotbooks GmbH, 04.07.2012
ISBN B008MVOEMY
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem dieses kleine Schmuckstück nun seit Wochen auf meinem Kindle versauern musste, habe ich heute die Gunst der Stunde genutzt und es gelesen. Endlich. Gott sei Dank!

Eine wirklich gelungene Geschichte, über die Gefühle und Gedanken einer Frau, und was zu tun sie bereit ist, wenn ... (Nein, ich glaube das verrät jetzt nicht zuviel :D) Und obwohl die Thematik "Rache" alt bekannt ist, ist dieses Buch sicher nicht "Schema F". Überraschungen an jeder Ecke. Aber nicht nur die Story kann Punkten. Auch sprachlich ist dieses Werk wirklich lohnenswert - angenehm zu lesen, gut verständlich, glänzt die Autorin nicht nur durch korrekte Verwendung der Deutschen Sprache, sondern auch mit einem großen Wortschatz, der sich nicht nur auf Klischee-Vergleiche und 100 mal gelesene Standardphrasen beschränkt.

Fazit:

Unbedingt lesen! Die perfekte Lektüre, auch dann, wenn man gerade nicht so viel Zeit hat.

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4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

No One Left To Tell

Karen Rose
E-Buch Text: 546 Seiten
Erschienen bei Headline, 05.01.2012
ISBN B006L9B63Y
Genre: Krimi und Thriller

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(23)

43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

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DAS SCHLOSS (Psychothriller)

Tim Svart
E-Buch Text: 273 Seiten
Erschienen bei null, 30.09.2012
ISBN B009K6K5PK
Genre: Krimi und Thriller

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 3 Rezensionen

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Der frühe Tod

Zoe Beck
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 22.07.2011
ISBN 9783404163090
Genre: Romane

Rezension:

Spannende, perfide Story.

Kurzkritik:
Eine wirklich spannende Geschichte, eingebettet in die zauberhafte Landschaft der schottischen Highlands. Die Figuren sind hier wirklich schön gezeichnet, man kann sich mit den Protagonisten identifizieren und mit ihnen die Zusammenhänge ermitteln. Geschickt gelegte falsche Spuren führen sogar den geübten Krimileser in die Irre - zumindest fast ;)

Hab das Buch in einem Rutsch gelesen, da ich es nicht aus der Hand legen konnte ohne zu wissen, was hinter dem Mord steckt und wie die beiden Handlungsstränge zusammenhängen.

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271 Bibliotheken, 2 Leser, 5 Gruppen, 94 Rezensionen

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Schnitt

Marc Raabe
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 11.05.2012
ISBN 9783548284354
Genre: Krimi und Thriller

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169 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 65 Rezensionen

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Der Architekt

Jonas Winner
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 01.10.2012
ISBN 9783426512753
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Der Stararchitekt Julian Götz wird des Mordes an seiner Familie angeklagt. Alles deutet auf ihn als Täter hin. Ben, ein relativ erfolgloser Autor, verspricht sich von der Story den großen Durchbruch und fängt an zu recherchieren und zu graben. Dabei verstrickt er sich mehr als ihm Lieb ist, in den Fall und bald weiß niemand mehr, vor allem nicht Ben, was Wahrheit und was Einbildung ist.

Kritik:

"Der Architekt" ist wieder einmal ein Buch, dass ich nur schwer bewerten kann. Das liegt zu einem großen Teil an den Charakteren. Keine Figur ist wirklich sympathisch, sie bleiben die gesamte Geschichte durch blass und nur oberflächlich beleuchtet. Gerade bei einem als "Psychothriller" klassifizierten Buch erwarte ich mir etwas anderes. Vor allem etwas mehr Psyche. Zwar verhält sich Ben, der Protagonist, wie ein durchgeknallter Irrer, aber das ist nicht zwingend das, was ein gutes Buch ausmacht. Ok, zugegeben: eigentlich verhalten sich alle Charaktere als würde ihnen eine längere Therapie nicht schaden.Die Beziehungen zwischen den Figuren sind nicht wirklich einleuchtend, die Gespräche und das Verhalten absurd bis lächerlich und in den wenigsten Fällen nachvollziehbar. Viele der geschilderten Situationen waren so weit an der Realität vorbei (z.B die Szene in der 2 DNA Proben an ein Vaterschaftstestlabor geschickt werden, um herauszufinden ob eine Übereinstimmung der Proben vorliegt. Das Ergebnis des Tests sollte dann auch noch in weniger als 24 Std. vorliegen ^^), dass es schon fast traurig war.

Der Roman selbst erzählt im Grunde drei verschiedenen Handlungsstränge die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die Geschichte um Ben, seinen Roman und den Mörder Julian Götz, die Geschichte um Mia und den Auftakt des Buches, das man vielleicht als "Prolog " bezeichnen könnte, dessen Personen aber im Laufe des Romans nicht mehr vor kommen. Verwirrt? Ja, ging mir auch so. Prinzipiell sind diese Perspektivenwechsel eine gute Idee und auch ein gern verwendetes Stilmittel. Hier aber kann ich mich nicht wirklich damit anfreunden. Vielleicht auch deshalb weil der Erzählstrang um Mia so völlig abgedreht ist. Man kann zwar ab einer gewissen Zeit die Verbindung zur Haupthandlung erahnen, aber der Versuch diese Szenen psychedelisch zu formulieren ist in meinen Augen gründlich misslungen. Unverständlich trifft es eher. Klar, es liest sich als wäre man - oder besser die Figur - auf einem schlechten Trip, allerdings wären gelegentliche "Aha - Effekte" während des Lesens nicht nur schön, sondern auch nötig gewesen um den Leser zu unterhalten.

Im Prinzip liest man dieses Buch nur weiter, weil man hofft, dass man am Ende noch positiv überrascht wird und die Verwirrungen aufgelöst werden. Man erwartet unterbewusst, dass der Autor irgendwie eine vernünftige Auflösung liefern kann. Das hätte den Leser mit einem guten Gefühl entlassen. Leider bleiben aber auch am Ende noch zu viele Fragen offen - und nicht solche, die einen interessiert weiter grübeln lassen, sondern solche auf deren Beantwortung man ungefähr 300 Seiten gewartet hat. Schade.

Auch sprachlich ist dieses Buch kein Meisterwerk. Eine all zu einfache Sprache, zeitweise hölzern und vor allem verwirrend erzählt, so dass man zum Teil manche Abschnitte mehrmals lesen musste um den Sinn zu begreifen. Auch die vielen sinnfreien und unrealistische bzw. unwirkliche Dialoge machen beim Lesen wenig Freude.

Der Anfang des Thrillers ist wirklich gelungen, der Autor schürt Interesse beim Leser und baut Spannung auf, die aber leider im Verlauf der Handlung immer weiter abflacht. Die Idee der Verbindung von Psyche und Architektur finde ich sehr schön, aber irgendwie ist sie zu kurz geraten, nicht völlig durchdacht und umgesetzt worden. Auch viel es mir schwer die beschriebenen Häuser (allen voran das von Julian Götz) vorzustellen. Zwischenetagen? Geheimgänge? Hmmm ...

Fazit:

Die Grundidee der Geschichte gefällt mir, eine Story die richtig Potential hat und viel Spannung verspricht. Was der Autor daraus macht ist leider nur mittelmäßig - und vielleicht nicht mal das. Unsympathische, nicht nachvollziehbar agierende Figuren, realitätsferne Situationen und eine wenig überzeugende Sprache lassen mich maßlos enttäuscht zurück. Ich hatte zu Beginn wirklich hohe Erwartungen an das Buch und die ersten Kapitel versprachen eine spannende Story. Die Ernüchterung kam aber relativ bald und am Ende bereue ich nicht nur den Kauf, sondern auch die investierte Zeit. Zwei Sterne deshalb, weil ich es trotz aller Kritik zu Ende lesen konnte. So war die Geschichte immerhin interessant genug, um das Ende erfahren zu wollen. Eine Leseempfehlung wird es aber von mir nicht geben.

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eifel, gemünd, gemünden, geschwister, gmünden, ina weinz, krimi, liebe, mord, neid, regatta, reihe, rigrl.gemünden, serie, tod

Luftkurmord

Elke Pistor
Flexibler Einband: 221 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 19.09.2011
ISBN 9783897058835
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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deutscher autor, eifel, eifelkrimi, eifler zorn, elke pistor, emons verlag, krimi, kriminalroman, regionalkrimi, spannend, spannung, top

Eifler Zorn

Elke Pistor
Flexibler Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 04.10.2012
ISBN 9783954510139
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Im beschaulichen Gemünd wird, bei Abrissarbeiten eines alten Gebäudes, die Leiche eines Jungen gefunden – grausam zu Tode geprügelt, mit abgeschnittener Hand. Niemand kennt ihn, niemand vermisst ihn. Wer ist der Tote und haben die satanischen Rituale, die seit kurzem im Nationalpark durchgeführt werden etwas mit dem Geschehen zu tun? Kurz darauf wird – an der selben Stelle – eine zweite Leiche geborgen. Wieder ohne Hand. Ina Weinz beginnt zu ermitteln und gerät in einem Sumpf aus Missgunst, Neid und Schikanen. Dann verschwindet auch noch ihre Stieftochter Henrike. Wird sie das nächste Opfer sein?

Kritik:

Gleich zu Beginn vermag dieses Buch zu fesseln: Es wird augenscheinlich geschildert, wie ein junger Mann zu Tode gefoltert wird. Gleich darauf springt die Handlung in Ort und Zeit und eine Baggerführerin findet durch Zufall eine Leiche, als sie in den letzten Zügen ihres Tagwerks ist. Diese sehr geschickt gemachten Perspektivwechsel ziehen sich durch das ganze Buch: zum einen wird die Geschichte des jungen Paul erzählt, der in einer undefinierten Zeit als Kind einer Arbeiterfamilie in ärmlichen Verhältnissen aufwächst. Zum anderen schildert die Autorin die aktuellen Geschehnisse in Gemünd aus Sicht diverser Charaktere und dem Leser ist schnell klar, dass sie vergangenen Ereignisse einen Bezug zu den Leichen der Gegenwart haben müssen. Nur welchen? Elke Pistor lädt den Leser geradezu ein mitzudenken und die Zusammenhänge aufzudecken, dabei führt sie den geneigten Rätselrater aber immer wieder aufs Glatteis. Unerwartete Wendungen in beiden Handlungssträngen sorgen für konstante Spannung und lassen einen das Buch kaum aus der Hand legen.

Wer Elke Pistor kennt, der kennt auch ihre Charaktere: Manchmal so erschreckend menschlich, dass man fast ins Buch springen möchte, um sie vor einer Dummheit zu bewahren, die man selbst auch begehen würde Manchmal ein bisschen nervig, wie gute Freunde es eben sind. bzw. sein können, aber in jedem Fall liebenswert. Wer sie kennen lernt, der wird nicht mehr auf sie verzichten wollen und man freut sich – so wie ich – bei jedem Buch auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten und darauf neue Figuren kennen zu lernen.

Zwar können die Bücher aus der Reihe um Ina Weinz einzeln gelesen werden, aber es empfiehlt sich doch das Leben und Wirken der Figuren von Anfang an mitzuerleben. Um so mehr wachsen sie einem ans Herz, denn natürlich bleiben auch die Geschehnisse der vorherigen Bücher nicht ganz folgenlos für den jeweils aktuellen Roman. Auch wenn mich “Gemünder Blut” und “Luftkurmord” schon sehr gut unterhalten haben, hat die Autorin bei diesem Buch noch einmal eins drauf gelegt: “Eifler Zorn” ist nach meinem Empfinden das bisher beste Buch der Reihe.

Fazit:

Auf sehr angenehme Art erzählt Elke Pistor authentische, aus dem Leben gegriffene Geschichten um glaubwürdige Charaktere, angesiedelt in einer eher unscheinbaren, aber sehr beschaulichen Gegend, verwoben in einem spannenden Krimi. Überraschende Verwicklungen und Verstrickungen, aber auch offensichtliche Zusammenhänge machen diesen literarischen Ausflug in die “mörderische Eifel” zu einem wahren Vergnügen. Auch für “wenig Leser” sind die Regionalkrimis von Elke Pistor sehr gut geeignet, da die Bücher mit ihren ca. 250 Seiten nicht übermäßig lang, dafür aber um so knackiger erzählt sind.
5/5 Sternen

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Tags: deutscher autor, regionalkrimi, spannung, top   (4)
 

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Das zerbrochene Fenster

Zoe Beck , Arne Kirschenberger
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 20.07.2012
ISBN 9783404160464
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

In Schottland herrscht Ausnahmezustand: Schnee und Kälte sorgen für ungewohnt chaotische Verhältnissen. Während des Schneesturms wird die Leiche einer Frau gefunden – die Witwe des kürzlich verstorbenen Lord Darney. Ihr Stiefsohn Cedric gerät ins Visier der Polizei, da er mit der Witwe im Streit um das Erbe des Vaters lag. Kurze Zeit später taucht eine Frau bei der Polizei auf und behauptet, dass ihr Freund der Mörder wäre. Allerdings stellt sich heraus, dass dieser Freund seit 7 Jahren als vermisst gilt und offiziell für Tod erklärt werden soll. Versucht die Frau nur dies zu verhindern oder hat sie tatsächlich Informationen, die für die Polizei von wert sein können? Als die Beamten das überprüfen wollen ist die Frau spurlos verschwunden …

Kritik:

Das Buch beginnt sehr spannend, mit dem Tagebucheintrag einer gewissen Philippa Murray und springt dann in der Handlung zum Auffinden des Mordopfers. Der Einstieg weckt sofort das Bedürfnis des Lesers herauszufinden, worum es geht und das die vergangene Handlung aus dem Tagebuch mit den aktuellen Ereignissen verknüpft.

Die beiden Erzählstränge, bestehend aus den Tagebucheinträgen sowie der Schilderung aktueller Ereignisse, ziehen sich durch das ganze Buch und zeigen somit die Geschichte von zwei Seiten auf. Man entdeckt die Hintergründe des Mordes sowie die Zusammenhänge der einzelnen Charaktere Stück für Stück und nähert sich von zwei Seiten der Wahrheit an: aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit.

Prinzipiell mag ich diese Struktur sehr gerne, weil es normalerweise einen tiefen Einblick in die Figuren, vor allem in den Erzähler und das nahe Umfeld bringt. Leider bleibt vor allem der Charakter der Philippa Murray sehr blass und ohne Tiefe. Sie wirkt bisweilen sogar langweilig. Auch die anderen Protagonisten werden nur sehr oberflächlich angerissen und sind mir – im gesamten – zu psychisch belastet. Kaum eine Figur die nicht in Therapie war, süchtig ist oder unter psychischen Störungen leidet. Für mich persönlich war das ein bisschen “too much”. Trotz der vielen Leidensgeschichten kann man eigentlich zu keinem Charakter eine wirkliche Bindung aufbauen, da sie einfach zu unwirklich sind. Es war auch schwer wirkliche Haupt- und Nebencharaktere auszumachen. Eventuell ist das auch das Problem des Buches: Es gibt zu viele wichtige Charaktere, um ihnen ausreichend Leben einzuhauchen. Nur Dana Murray und Cedric Darney sind mir im Laufe der Handlung etwas sympathischer geworden und menschlicher vorgekommen.

Zoe Beck hat einen sehr eigenen, fast eigenwilligen Schreibstil, der sich vor allem durch kurze, knackige Sätze auszeichnet. Trotzdem merkt man dem Buch ihre Verbundenheit zur “Insel” an. Im Gegensatz zu den Figuren sind die Landschaften und Orte ausgiebig beschrieben, so dass man sich wirklich in die Szenen hineinversetzen kann. Allgemein lässt sich ihr Stil sehr leicht und flüssig lesen.

Trotz dieser Kritik hab ich das Buch aber sehr gerne gelesen. Die Geschichte ist spannend, der Plot überzeugt und das Buch ist kurzweilig geschrieben, so dass man es kaum aus der Hand legen kann. Zum Teil fand ich die Tagebuchpassagen etwas zu langatmig, aber nicht so extrem, dass man das Buch deswegen weg legt. Wenn man einmal anfängt, will man wissen wie alles zusammenhängt und endet. Genau dieses Ende hat mir wirklich gut gefallen. Es hat perfekt zur Geschichte gepasst und somit einen glaubwürdigen und runden Abschluss geschaffen.

Besonders schön fand ich, dass diese Geschichte auf subtile Weise Spannung erzeugt, ohne permanent mit Ekelfaktoren oder Abartigkeiten aufzufahren. Das zeigt mal wieder sehr deutlich, dass ein Buch durchaus sehr gut sein kann, auch ohne brutale Superlative und Leichenberge.

Fazit:

“Das zerbrochene Fenster” ist ein spannendes, angenehm zu lesendes Buch, mit überzeugendem Plot und wunderbaren Landschaftsbeschreibungen. Leider sind die Protagonisten etwas zu kurz gekommen und wenig ausgeprägt gezeichnet. Trotzdem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Ein spannender Krimi der ohne großen Ekelfaktor und übermäßige Actionszenen auskommt und dennoch, oder gerade deswegen spannend zu lesen ist. Zoe Beck ist eine Autorin die zeigt, dass es nicht böser, härter, ekelhafter sein muss, um gut zu sein.

4/5 Sternen

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Tags: deutscher autor, spannung, thriller   (3)
 

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420 Bibliotheken, 4 Leser, 3 Gruppen, 67 Rezensionen

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Der Federmann

Max Bentow
Flexibler Einband: 383 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 01.07.2011
ISBN 9783442203932
Genre: Krimi und Thriller

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223 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

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Die Puppenmacherin

Max Bentow
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Page & Turner, 23.07.2012
ISBN 9783442204045
Genre: Krimi und Thriller

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41 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

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Der Finder

Michael Schreckenberg
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Gardez, 16.11.2010
ISBN 9783897962217
Genre: Krimi und Thriller

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288 Bibliotheken, 1 Leser, 6 Gruppen, 66 Rezensionen

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Der Regler

Max Landorff
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Scherz, 06.06.2011
ISBN 9783502110668
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Inhalt:

Die Hauptfigur des Buches ist ein gewisser “Tretjak”, ein “Geschäftsmann” aus München, der sich darauf spezialisiert hat, die Probleme Anderer, meist wohlhabender Klientel in Machtpositionen, zu lösen und ihre, oftmals rufschädigenden, Episoden aus der Vergangenheit zu entfernen. Mitten in einem, wie es scheint, einfachen Fall, wird aber der Regler selbst von der eigenen Vergangenheit eingeholt und diese ist weitaus schwieriger in den Griff zu kriegen, als das Leben fremder Menschen.

Kritik:

Das Cover des Buches ist sehr schlicht gestaltet, eine im Schatten verborgene Figur, deren Gesichtszüge man als männliche identifizieren kann, und die in Kleidung und Pose stark an James Bond erinnert “steht” auf, dem in blau gestalteten Titel des Buches. Dies verstärkt, den durch den Klappentext hervorgerufenen Eindruck, dass es sich beim Titelhelden um eine, im verborgenen agierende Figur handelt. Somit harmoniert die Covergestaltung durchaus mit der Geschichte und den Erwartungen an sie.

Das Buch selbst ist in drei Abschnitte unterteilt: Die Täuschung, Die Entfremdung, Am See.
Teil 1 beschreibt, in jeweils kurzen Abschnitten und ständig wechselnden Schauplätzen das Leben und Wirken Tretjaks, einzelne Episoden aus dem Leben seiner Klienten sowie die Ermittlungsarbeiten der Polizei bei einigen durchaus bestialischen Morden, die mit Tretjak in Verbindung zu stehen, scheinen. Das Hauptaugenmerkt liegt aber auf dem Regler selbst. Man erfährt neben Details seiner Arbeit auch viele Einzelheiten aus seiner Kindheit und seinen jungen Jahren und gewinnt einen Einblick in seine Psyche. Dabei spielt vor allem die Beziehung zu seinem Vater eine große Rolle.

Teil 2 spielt etwa vier Monate nach dem ersten Teil und erzählt wie das Leben der dort vorgestellten Personen, weiter geht, wie Tretjak mit der neuen Situationen, in der er sich befindet, umgeht und vor allem den Zwiespalt der Beteiligten, denen das Ende der Ermittlungen keine Ruhe lassen will.

Teil 3 schließlich ist das große Finale, bei dem fast alle Fäden zusammenlaufen. Das Ende lässt auch durchaus die Möglichkeit einer Fortsetzung offen.

Sprachlich ist das Buch sehr schön geschrieben, flüssig zu lesen aber dennoch anspruchsvoll. Die vielen wechselnden Personen und Schauplätze sind zeitweise etwas verwirrend, aber sie tun der Spannung keinen Abbruch. Sie wird gerade dadurch noch erhöht, dass immer im entscheidenden Augenblick eine neue Wendung eintritt, die so nicht vorherzusehen war. Aber gerade der “schnelle Leser” wird bei diesem Buch entweder sein Tempo drosseln, oder des öfteren mal ein paar Seiten zurück blättern müssen, um dem Geschehen wirklich folgen zu können.

Die Figuren sind schön gezeichnet, sehr gut beschrieben und gut charakterisiert, so dass man sie sich in seinem geistigen Auge problemlos vorstellen kann, aber dennoch genug Spielraum für eigene Interpretationen bleibt. Die Handlung ist in sich stimmig und logisch, auch wenn die Hauptarbeit des Reglers – wie er Informationen beschafft und verschwinden lässt – sein Geheimnis bleibt.

Die, in meinen Augen, einzigen wirklichen Kritikpunkte an diesem Buch sind zum einen, der relativ schwache Einstieg, der wahrscheinlich den ein oder anderen Leser um die Geschichte bringen wird. Zum Anderen der relativ offensichtlich zu erkennende Täter, auch wenn am Ende noch eine kleine Überraschung dafür sorgt, dass man nicht all zu enttäuscht darüber ist “mal wieder Recht gehabt zu haben”.

Fazit:

Alles in allem ein, wie ich finde, sehr spannender Thriller, der relativ unspektakulär beginnt, aber zunehmend an Fahrt gewinnt. Man will nach den ersten Seiten nicht unbedingt weiter lesen, weil man sofort gefesselt ist, sondern eher weil man wissen möchte worum es eigentlich geht. Aber nach ein paar Seiten ist man, auch aufgrund des angenehmen Sprachflusses tief in die Geschichte eingetaucht und es fällt einem schwer, das Buch auch nur für ein paar Minuten aus der Hand zu legen. Es besteht durchaus die Gefahr, dass es ein sehr “kurzes” Lesevergnügen wird, da man unter Umständen erst aufhören kann, wenn die letzte Seite gelesen ist.

Auch den “Rätselfreunden” unter den Lesern ist es möglich, selbstständig zu ermitteln um den Täter letztendlich zu entlarven. Aber aufgepasst: Wer hier einen Thriller mit detailliert ausgearbeiteter Ermittlungsarbeit erwartet und auf möglichst blutige Schilderungen der Tatorte hofft wird enttäuscht werden. “Der Regler” stellt die psychische Gewalt in den Vordergrund.

Letzten Endes bleibt es dem geneigten Leser selbst überlassen, zu entscheiden, ob er das Buch lesen möchte oder nicht – da kann auch “der Regler” nicht helfen

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