Vielhaber_Juergens Bibliothek

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roman. belletristik

Leere Herzen: Roman

Juli Zeh
E-Buch Text: 353 Seiten
Erschienen bei Luchterhand Literaturverlag, 13.11.2017
ISBN 9783641195748
Genre: Sonstiges

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die zweisamkeit der einzelgänger, joachim meyerhoff

Die Zweisamkeit der Einzelgänger

Joachim Meyerhoff
Fester Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 09.11.2017
ISBN 9783462049442
Genre: Romane

Rezension:

Es gibt einen schönen,kleinen Film von 1992,Kleíne Haie mit noch sehr jungem Jürgen Vogel und Meret Becker.Der spielt im Millieu der Schauspielschulen, und seine Bilder blitzten manchmal bei mir auf als ich nun Mayerhoffs vierten Band las.
Als blutiger Anfänger wecselt er vom Theater Bielefeld nach Dortmund...Und wer schon mal an Provinztheatern festhing,der schmunzelt nicht nur einmal...
Gewohnt pointenreich erzählt,jedoch bei einigen Gelegnheiten trägt er einfach zu dick auf,namentlich die Todesfuge -das glaub ich einfach nicht!
Ob seine Lebe zu Hanna,die ehre sexuelle Beziehung zuFranka und die platonische,weil kulinarische zu Bäckerin Ilse exakt so gelaufen sind,weiß nir der Autor selbst,
Er versteht es großartig,die so unterschiedlichen Frauen zu schildern.
Auch wenn der vierte Band im Ganzen etwas schwächelt,hoffe ich sehr sehr stark,das es nicht der letzte dieser Reihe war....Ein schönes Geschenk allemal....

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BUNTE Republik Deutschland

Patricia Riekel
Fester Einband
Erschienen bei Prestel, 09.10.2017
ISBN 9783791383934
Genre: Sachbücher

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1968

Armin Fuhrer
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Palm Verlag, 15.10.2017
ISBN 9783944594835
Genre: Sachbücher

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Atlas der erfundenen Orte

Edward Brooke-Hitching , Lutz-W. Wolff
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 13.10.2017
ISBN 9783423281416
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ein Buch für große Jungs,gerade rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft auf den Marktgebracht.Sehr schön ausgestattet gibt Brooke-Hitching Geschichten zum besten von Hochstaplern,von mörderischen Polarforschern,doch auch von den Ehrenhaften, denen es lediglich um den Ruhm ging,wenn schon nicht für sie so doch wenigstens für ihre Sponsoren.
Es gibt oder gab erstaunlich viele Inseln,gar ganze Länder,nie vorhanden,jedoch länger als existent angesehen wurden. Zum Beispiel kalifornienals vom restlichen Amerika separierte Insel.
Brooke-Hitching haucht den alten Karten so etwas wie Leben ein.Er brennt für sein Thema,das merke ich mit jeder Seite mehr.
Diese eher staubtrockene Thema kam mir durch die erlesene Bildauswajhl um einiges näher...Beshäftige ich mich sonst mit Geographie nur zur Urlaubsplanung...
Doch es hat eine Zeit vor dem Navi gegeben...Wir werden erschüttert,wenn vermeintliche Fakten sich als Fake entpuppen.
Brooke-Hitchings Werk ist die ideale Ergänzung zum herkömmlichen Atlas.Der verfasser ermuntert uns, noch genauer hinzuschauen.
Längst ist noch nicht alles entdeckt,alles hinterfragt.
Sicher wird auch Brooke-Hitchings Suche weitergehen,auch diese Ergebnisse wird er uns zugänglich machen.
So hoffe ich als begeisterter Leser...

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Mit Blick auf See

Odile Kennel
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 04.08.2017
ISBN 9783423281133
Genre: Romane

Rezension:

Odile Kennel war mir bis dato unbekannt,auf Mit Blick auf See bin ich dann auch eher aufmerksam geworden, weil sie das Thema Deutscher Herbst einbaut. Gerade in diesen Tagen des "Jubiläums" sehe ich mich mit einer Flut vonArtikeln konfrontiert,sowie einigen Neuerscheinungen.
Bis jetzt bei Romanen zu diesem Thema eher skeptisch...Doch Kennel lässt ihre Hauptfigur Beatrice Interviews zu eben diesem Thema abtippen und schafft es so, viele Facetten auf geschickte Art in die eher gemächliche Handlung einzubeziehen.
Eine Frau um 50 fängt neu an, zieht aufs Land in eine alte Mühle,lässt Jobin der Agentur und einiges andere hinter sich. Durch die anfangs eher lästigen Fragen eines jungen Mannes beginnt auch sie, sich an die bleierne Zeit zu erinnern.Zu Begiinn noch sicher,mit dem Deutschen herbst keine eigenen erinnerungen zu verbinden, wird ihr langsam eine andere Wahrheit bewußt. Aber wie sicher ist Erinnerung? Hatte Bea sich wirklich in die Schwester eines Studienkollegen verliebt und ist diese während der eigenen Geburtstagsparty abgetaucht? In den Rückblicken ist Kennek sehr gut geklungen,die damals zwischen Hysterie und Resignation changierendeStimmung einzufangen. Ob Beatrice wirklich die Mutter des jungen Alexander gekannt hat,ist sekundär,sie erinnert für sie wichtige Begegnungen.
Kennel erzählt diskret,leise entwickelt sich ein zunehmender Sog. Ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen.
Da ich selbst zum Deutschen Herbszt schreibe, hat mich dieses Buch sehr inspiriert.

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juanmartinguevara, #book, #summerbook, cuba, #ernestocheguevara

Mein Bruder Che

Juan Martín Guevara , Armelle Vincent , Christina Schmutz , Frithwin Wagner-Lippok
Fester Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Tropen, 02.06.2017
ISBN 9783608503746
Genre: Biografien

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blinden flecken, raf, deutscher herbst, terror, politik

Die blinden Flecken der RAF

Wolfgang Kraushaar
Fester Einband: 423 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 05.08.2017
ISBN 9783608981407
Genre: Sachbücher

Rezension:

In seinem aktuellen Buch legt der renommierte politikwissenschaftler zu einigen Aspekten der RAF sehr interessante Fakten vor.Nein, es ginge ihm nicht um die krininologische Klärung der vielen ungeklärten Morde, warnt Kraushaar gleich zu Beginn.
Aber dieses Genre wird an andrer Stelle hinreichend bedient...
Hier geht es um die Defizite, die sich auf Analyse oder Interpretation beziehen.
Insbesondre die Anfänge der RAF, die Rolle der Frauen,der Anwälte ,der Religion, aber auch die Hintergrundgeschichte des Fritz Rodewald, bis dato lediglich als Meinhofs letzter Quartiergeber bekannt, beschreibt Kraushaar spannend und anrührend.
Der Antisemitismus der RAF wie der radikalen Linken überhaupt ist eins von Kraushaars Schwerpunktthemen.
Hier stellte er sehr anschaulich die so widersprüchlich scheinende Biographie des Horst Mahler dar.
Mindestens zu den Unzterstützern der ersten RAF-Generation zählt Wilfried Böse, der spätere Luftpirat.
Auch auf dessen von Irrtümern gepflasterten kurzen Lebensweg geht der Autor sehr präzise und gut lesbar ein.
Auch die gegensätzlichen Positionen,die dann zum Ende der RAF führen, benennt er und hilft,sie einzuordnen.
Das Gefängnis Stammheim ist untrennbar mit der RAF und deren juristischer Aufarbeitung verbunden.
Wolfgang Kraushaar verdeutlicht die zeitgeschichtliche Bedeutung der Anstalt, nicht ohne den Mythos Stammheim zu entlarven...
Einmal mehr zegt Herr Kraushaar mit diesem Buch, das er zu Recht als RAF-Experte gilt.
So hebt er sich klar aus den zahlreichen Veröffentlichungen zu dem durch die 40. Jahrestage wieder aktuellen, unabhängig davon jedoch immer wichtigen Thema ab.

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wackernagek

RAF oder Hollywood

Christof Wackernagel
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei zu Klampen Verlag - zu Klampen & Johannes GbR, 10.08.2017
ISBN 9783866745582
Genre: Biografien

Rezension:

Nicht nur wegen der momentanen Gedenktage (40 Jahre Deutscher Herbst), deswegen am wenigsten, ist Wackernagels Buch sehr zu empfehlen!Er gibt einigen, die der Durchschnittsleser nur von Fahndungsplakaten kennt,eine berührende Lebendigkeit.
Besonders Willy (Stoll) und Angela(Speitel), bisher eher als RAF-Killer bekannt,waren enge Freunde.Aber auch Brigitte Mohnhaupt, Elisabeth von Dyck und viele andere stellt uns der Autor nun als Menschen vor.
Das macht diese Memoiren so besonders.ziemlich schonungslos beschreibt er seine opposition, die schon Mitte der 60er beginnt und auch mit seiner Rolle als Dchauspieler zu tun hat.Eindrücklich wie der deutsche Underground aus Protest und Drogen eine Generation prägte.
Wie kaum einer beherrscht Wackernagek namedropping, ohne in banalen Klatsch abzugleiten.
Frech und erfrischend auch seine Bewunderung für die Stammheimer Gefangenen, ganz gegen den Trend des momentanen RAF-Bashings.
Das Ende hinterlässt bei mir eine schalen Beigeschmack, jedoch macht das Buch Lust auf mehr...

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stammheim

Terrorismus, Recht und Freiheit

Sabine Bergstermann
Fester Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Oldenbourg, 01.03.2016
ISBN 9783110404821
Genre: Sonstiges

Rezension:

Viel ist und wird noch geschrieben über die Vorgänge des Jahres 1977, den sogenannten Deutschen Herbst.Die Mordserie, die eine Gruppe junger Leute um Brigitte Mohnhaupt inszenierte, um die Gesinungsfreunde freizupressen.
Die JVA Stammheim ist zum Symbol geworden,
im eigens erbauten Gerichtssaal fanden fast alle RAF-Prozesse statt.Aber auch jener gegen die Gründer, Baader,Meinhof,Raspe, Ensslin.
Sabine Bergstermann hat nun ein umfangreiches Buch vorgelegt.
Erstmals wird auch die Historie der Anstalt näher beleuchtet von der Grundsteinlegung zum Reformgefängnis.
Die Studie ist in neun umfangreiche Kapitel unterteilt.
Im ersten Kapitel geht die Autorin auf Forschungsinteresse,methodische Aspekte und ihre Quellen ein.
Weiter geht es mit der Konstituierung der RAF, Strafrechtsreform, der Komplex der Inneren Sicherheit.
Die Entwicklung des Gefängniswesen, speziell in der Bundesrepublik der 60er Jahre, zunehmend kritische Stimmen in den frühen 70ern, die spezielle Rolle der JVA Stammheim, auch der architektonische Stil,die Öffentliche Meinung...all das behandelt das dritte Kapitel.
Die Strategien der RAF, Haftbedingungen,die Vereinnahmung von Begriffen seitens der RAF, längst vergessen geglaubte Schlagwörter wie Isolationsfolter, Vernichtungshaft,Politische Gefangene werden in den damligen Kontext gestellt.
Eher knapp die Geschichte der Komitees gegen Folter,aus denen die meisten Mitglieder der zweiten,und die wenigen bekannten der dritten RAF- Generation hervorgingen.Hier ist insbesondere die Rolle der Anwaltsbüros Croissant und Groenewold zu erwähnen,mindestens 15 spätere Terroristen waren dort beschäftigt.
Der fatale Hungertod des Holger Meins,einmal das Radikalisierungsmoment aber auch seine Bedeutung für das umstrittene Instrument der Zwangsernährung.
All das führt Frau Bergstermann dem Leser vor Augen.Auch ihrem Resümee,das eigentliche Bedrohungspotential der RAF sei erst nach 1972 entwickelt worden, kann man folgen.
So geht es im 5.Kapitel um die Privilegien für einige Wenige im siebten Stock der JVA. Untrennbar damit verbunden die Rolle der Anstaltsärzte.
Die Taktik der Gefangenen hieß nicht nur, den eigenen Körper als Waffe einzusetzen,auch ein subtiler Widerstand gegenüber allen Bediensteten bis zu Übergriffen war an der Tagesordnung.
Die logische Folgerung, die RAF-Häftling waren nicht zu disziplinieren.
Auch eher wenig bekannte Facetten wie die Beziehungen der weiblichen Häftlinge untereinander, die Konkurrenz um Baader, fördert die Autorin zu Tage.
Das sechste Kapitel beschreibt juristische Feinheiten, die StPO-Verschärfung 1974, die Einführung des 129a, Verteidigerstrategien,
aber auch den Selbstmord der Meinhof, die Aussagen des Kronzeugen Gerd Müller, die Absetzung des Richters Prinzing, das Urteil im April 1977.
Weiter untersucht sie die Rolle Stammheims im Deutschen Herbst,der Vorgänge September-Oktober 1977,gipfelnd in der Selbstmordnacht zum 18.10.1977.
Sabine Bergstermann gelingt es,bis heute eher mythisch umrankte Ereignisse wie die Vernehmugen des Kuriers Speitel, das Einschmuggeln der Waffen, die einzelnen Todesursachen sachlich und mit der nötigen Ausführlichkeiz darzustellen.
Schließlich geht sie im achten Kapitel auf Stammheim im linken wie auch im konservativen Diskurs ein.
Schlüsselbegriffe sind Vernichtung durch haft, Vernichtung durch Recht, Vernichtung durch Mord.Die Auseinandersetzung ging um Haftbedingungen, den Prozeß und schließlich die Ursache der Tode.
Auf vier Ebenen der Erinnerung fasst Bergstermann zusammen, was danach blieb:
Stammheim als das RAF-Gefängnis schlechthin, als einer der bekanntesten Gerichtsorte der BRD,als Ort der bis heute bleibenden Widersprüche ( 2012 forderte u.a. Gottfried Ensslin ein Wiederaufnahme verfahren). Aber auch die erste Anstalt,die Humanität und Sicherheit vereinen sollte,
was zumindest bei den RAF - Häftlingen nicht gelungen ist.

Eine große,exzellente,nachhaltige Studie,sehr detailreich.
Leider bleibt die Zeit nach 1977 im Dunkeln,was aber auch den Rahmen geprengt hätte.
Eine wertvolle Ergänzung zu den Rückblicken von Aust und Peters.

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messmer

Zelle

Arwed Messmer
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Hatje Cantz Verlag, 11.11.2016
ISBN 9783775741859
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ausgehend vom momentan oft beschriebenen 2.Juni 1967zeigen die Aufnahmen aus der Eigenproduktion der Berliner Schutzpolizei auch die massive Gewalt, die gegen Demonstranten ausgeübt wurde.
Dies führte bei einigen zu einem Radikalisierungsschub und indirekt zu Ereignissen wie der Entführung des CDU- Politikers Lorenz im Februar 1975. Eine bis dahin nicht gelkannte Großfahndung überzog West-Berlin.Als Pfand für Lorenz wurden Gesinnungsgenossen aus der Haft befreit.
Die Fotos zeigen Ina Siepmann und die später oft erwähnte Verna Becker.
Der Kriminalfall sei auserzählt,sagr Fotograf Messmer unlängst dem WDR.Da kann man geteilter Meinung sein. Messmers Blick ist der fotografische, er löst die Aufnahmen aus dem Kontext und ermöglicht so neue Blickweisen.
West-Berliner Ermittleralltag in Schwarz-Weiß, Fritz Teufel und Gabriele Rollnik nach ihrer Verhaftung im September 1975.
Aber auch Farbaufnahmen von den Altbauwohnungen ind den Farben der Hippiezeit, mutmaßlich von Sympathisanten. Unwillkürlich schweift der Blick über die Titel der vielen Bücher, die angepinnten Fotos.Ein längst vergessenes Millieu wird sichtbar.
Ein großartiges Buch, erzählt es doch mehr über diese Zeit als die zahlreichen Rückblicke.
Eine Fortsetzung zum Deutschen Herbst, aber auch der Ära von 67-77, erscheint Ende September.
Im Essener Folkwang-Museum läuft noch bis 3. September die Ausstellung RAF-NO EVIDENCE. Sehr sehenswert...

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Younger Than Yesterday

Antonius Weixler , Gerhard Kaiser , Christoph Jürgensen , Moritz Baßler
Flexibler Einband
Erschienen bei Wagenbach, K, 13.03.2017
ISBN 9783803136640
Genre: Sachbücher

Rezension:

Die Autoren Kaiser,Jürgensen und Weixler sehen eine Wende, hervorgerufen durch das Gesamtkunstwerk Sergeant Pepper, erschienen am 1.Juni 1967.Diese Wende bringt eine Neuerfindung der Ware POP mit sich.

Bereits seit 1965 wird der sonst eher naive POP selbstreflexiv. Ermüdet von der Beatlemania, wollen die Beatles nach 1966 nicht mehr live aufteten.
Erstmals erscheinen mehr Alben als Singles auf dem Markt: Pink Floyd, Velvet Underground and Nico, Bowie, Hendrix, Grateful Dead, Aretha Franklin, Byrds, Airplane, um die berühmtesten zu nennen...
Der vorliegende Bandtransportiert die Idee der fröhlichen Wissenschaft, beim Lesen bekomme ich Lust, die besprochenen Platten zu hören.
Ein Geist der Freiheit ist ihnen allen gemein, diese Freiheit seht mancherorts zur Disposition, was dem Buch Aktualität verleiht.
Frank Witzel schreibt in einem eher schwachen Beitrag über Sergeant Pepper, betont die extreme Produktivität. Der damals 12 jährige fühlte sich jedoch von seine Idolen verlassen, zu normal waren die "großen Brüder" mittlerweile geworden,
Am besten empfand ich Aus der schönen Pophölle von Kelleter.Sehr inspirierend seine Zeilen über Nico und ihre Nähe zur Baader-Meinhof-Gruppe.
Das Pink Floyd doch mehr kann als eine "klanggewordene Designtapete" zu sein wird ebenso heraufbeschworen wie die früh verstorbene Hendrix und Morrisson, die Anfänge Bowies , die besondere Rolle der Aretha Franklin...und einige mehr machen das Werk komplett.
Schade nur,das Moritz Basslers " In der Raupenbahn" sich als Quelle für die Stimmungslage in der damaligen BRD eher auf BRAVO und twen verlässt.
Alles in allem sehr gelungen, Wissenschaft, die Spaß und Lust auf mehr macht!

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über, grenzen

Über Grenzen

Lutz Taufer
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Assoziation A, 01.06.2017
ISBN 9783862414574
Genre: Biografien

Rezension:

Im Gegensatz zu seinem Mittäter Dellwo, der momentan wegen seiner Äußerungen zu den G20-Krawallen einiges an Kritik, jüngst vom Ex-Mescalero in der taz, auf sich zieht, scheut sich Lutz Taufer nicht,klares Bedauern für die Morde von Stockholm zu äußern ,mehr noch...er bezeichnet sie als grausam.
Sein Ton ist unaufgeregt,wohltuend bei einem Thema, das auch nach über 40 Jahren für heftige Emotionen auf beiden Seiten sorgt.
Das Schweigen der meisten Überlebenden ist auch eine Emotion.
Anschaulich erzählt Taufer seine Jugend,sein Studium,zeichnet seine Weg zum SPK nach... hier skizziert er,bleibt diskret.
Sein Zusammenwohnen mit Sieglinde Hofmann beschreibt er nicht weiter,auch wenn sicher einige darauf warten.
Der Schnittpunkt ist für ihn wie für die meisten Mitglieder der 2.Generation, der Hungertod von Meins im November 1974.
Selbst die Schilderung der grausig schiefgelaufenen Botschaftsbesetzung ist lesbar.
Besonders finde ich,was Taufer über seine Haftzeit mitteilt.
Stammheim mit den erkämpften Privilegien war für knapp zwei Jahre für bis zu acht Gefangene die große Ausnahme.
Wie aber der Vollzug für die mindestens fünfzig anderen RAF oder 2.Juni-Gefangenen war, die Geschichte nach 1977 bis mindestens 1989, liegt im Dunkeln.Hier hellt Taufers Bericht einiges auf.
Viele aus diesem Zusammenhang machten ähnliche Erfahrungen wie Taufer.Das nach vielen Jahren einigen der Kleingruppenstatus zugestanden wird,mildert die erfahrenen Beschädigungen.
Vielleicht liegt hier auch ein Grund für das unselige Schweigekartell, dem sich die meisten noch lebenden RAF-Mitglieder unterworfen haben.
Um so mutiger und wichtiger nun der Bericht von Lutz Taufer...Sehr spannend auch seine Emigration, er wollte dem Prestige des Ex-RAF-Gefangenen entfliehen...aber das ist schon fast ein eigenes Buch, ein Reisebericht der ganz besonderen Art...
Wichtiges Buch für alle, die eine andre Facette der RAF-Debatte kennenlernen möchten...

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antidepressiva, nebenwirkungen, pharmakartell, depressionen, erfahrungsberichte

Unglück auf Rezept: Die Antidepressiva-Lüge und ihre Folgen

Peter Ansari , Sabine Ansari
E-Buch Text: 288 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 24.09.2016
ISBN 9783608100334
Genre: Sonstiges

Rezension:

Zwei Tabus, die das Autorenpaar Ansari hier angeht.
Wider besseren Wissen sind Depressionen -obwohl "Volkskrankheit"- ein Nischenthema,das nur herbvorgeholt wird, wenn Prominente daran leiden oder auch sterben.
Meist meide ich Bücher, die schon im Untertitel mit dem Wort Lüge aufwarten.Hier überzeugen die Autoren mit deprimierend realen Fakten.
Welche Macht die Pharmaindustrie wird hier sehr anschaulich und journalistisch integer beschrieben.
Selbst auf verschiedenste Art dem Thema nah, brauchte ich schon zwei Anläufe.
Dann zog mich das Buch wie ein Krimi in seinen Bann...leider ist es tragische Realität...
Dieses Buch sollte in keinem von Depression betroffenem Haushalt fehlen.

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beratug, coaching beratung und gehirn, coachig, klett cotta verla, sachbuch

Coaching, Beratung und Gehirn: Neurobiologische Grundlagen wirksamer Veränderungskonzepte

Gerhard Roth , Alica Ryba
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 24.09.2016
ISBN 9783608949445
Genre: Sonstiges

Rezension:

Hier bietet Gerhard Roth, untertsützt von Coaching-Expertin Alice Ryba, ein erstes Grundlagenwerk für eine wirksame Beratung.
Unter welchen Bedingungen sich die Persönlichkeit entwickelt, wird sehr anschaulich erklärt. Verschiedene Interventionsmodelle werden vorgestellt.

Bestenfalls hilft ein Coach dabei, Einschränkungen im Erleben bzw.Verhalten zu erweitern.
Wie gelingt das in der beratenden Praxis?
Welche wissenschaftlich fundierten Methoden benötige ich dazu?
Naturwissenschftler Roth und Personalentwicklerin Ryba stellen die Frage, ob Mensch sich verändern lässt.
Wenn überhaupt, dann ganz schwierig. Coaching ist eher die Therapie für diejenigen, die keine Psychotherapie benötigen und bezieht sich dabei auf den Arbeitsalltag. Das Unterstützende bei Problemlösungen haben beide gemeinsam, dem Coaching fehlt allerdings der theoretische Überbau.

Den Lerntheorien Freuds und Erikson folgend, wird deren Wirksamkeit auch überprüft. Hierbei ist die beziehung zwischen Therapeut und Klient ungemein wichtig. Wenn die Chemie stimmt, wird eibn Sozialhormon ausgeschüttet, dadurch gelingt die Neuorientierung besser.
Beispiel:
Ein Klient behauptet: Ich mache alles falsch. Förderlich ist hier,ihm zu erklären, das und was der Klient gut und richtig macht.
Für tiefersitzende Probleme reicht Coaching eher nicht aus.
Viele Fragen sind aufgeworfen.
Ein erstes Grundlagenwerk, für alle Praktiker unbedint zu empfehelen!

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1967

1967

Ernst Hofacker
Fester Einband: 264 Seiten
Erschienen bei Reclam, Philipp, 12.10.2016
ISBN 9783150110867
Genre: Sachbücher

Rezension:

Ernst Hofacker legt ein sehr schön gestaltetes buch vor. Bei den Illustrationen wird der Versuchung widerstanden, die oft bemühten Bilder noch einmal zu präsentieren. Diese liebevoll ausgesuchten Fotografien zeigen auch, wie nah Hofacker am Thema ist.

Und wie viel "Neues" er dem Leser erzählt...

Die Geschichte des Summer of Love ist und wird in diesem Jahr bestimmt noch oft erzählt. Hofacker erzählt die legende von Haight-Ashbury  mit vielen unbekannten Details aus dem Mosaik einer heute noch faszinierenden Zeitspanne.

Auch die politischen Hintergründe werden verdeutlicht, die nicht zu unterschätzende Bedeutung der Droge LSD. Er führt uns zurück zum ersten wirklichen Rockfestival, das er das unschuldigste Pop-Event aller Zeiten nennt, alles ohne falsche Nostalgie. Wichtig beim Monterey-Festival war die Teilnahme zweier Afro-Amerikaner, neben Hendrix Otis Redding. Und im nächsten Kapitel geht es um das Dilemma der schwarzen Musik, auch hier nicht ohne politisch relevante Details wie Black Power/Rassenunruhen.

Bob Dylan, The Band, aber natürlich auch Velvet Underground, Warhol und die oft unterbewertete NICO in der sagenumwobenen Factory sind die nächsten Kapitel gewidmet.

Doch auch Muhammad Ali, technische Innovationen, TV-Serien wie Enterprise und Orion finden Erwähnung.

Besonders die Beatles, auch die Beach Boys werden ausführlich besprochen. Auch groteske und damals unverstandene Acts wie die Monks werden dem Leser vorgestellt.

Die schon legendäre Afri-Cola-Werbung von Wilp wird genauso wenig vergessen wie der folgenreiche Schah-Besuch in West-Berlin.

Die Eskapaden der Kommune 1 fehlen natürlich auch nicht.

Hofacker fragt, was die damaligen Ideen und Utopien heute für einen Stellenwert haben, wie aktuell einiges heute noch scheint.

Ein mehr als empfehlenswertes Buch für alle, die mehr als die üblichen 50 Jahre Jubiläumsberichte lesen wollen!

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2.juni

Der 2. Juni 1967

Uwe Soukup
Fester Einband: 180 Seiten
Erschienen bei Transit, 14.03.2017
ISBN 9783887473433
Genre: Sachbücher

Rezension:


Aus der einigermaßen erstaunlichen Menge an Veöffentlichungen ragt ein schmaler Band hervor, herausgegeben vom Berliner Transit-Verlag. Es sind die zahlreichen Schwarz-Weiß- Aufnahmen, die gerade heute im bildüberfluteten 2017, in ihrer Klarheit bestechen.
Die Fotos machen neugierig und ermöglichen so einen Zugang zu dem Schuß, der bei der Radikalisierung einiger eine nicht unwesentliche Rolle spielt.
Jedoch sind auch die Erkenntnisse und Rechercheergebnisse, die Uwe Soukop in drei Kapiteln vorstellt, erster Klasse.
Nur ein Satz von Seite 150: "Es war nicht leicht, in dieser Situation nicht zu irren."
Gerade in Zeiten von Fake News und stumpfen Heilsbotschaften sind Warner wie Soukop unschätzbar wichtig....
Ein MUß für alle,für die 1967 mehr ist als die Einführung des Farbfernsehens.

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Ein Tag im Herbst

Anne Ameri-Siemens
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Rowohlt Berlin, 10.03.2017
ISBN 9783871348341
Genre: Sachbücher

Rezension:

Anne Siemens legt rechtzeitig zum 40jährigen Jubiläum der sogenannten Offensive 77 ein Buch zum Fall Schleyer vor. Bereits vor zehn Jahren hatte sie eine wichtige Sichtweise der RAF-Geschichte etabliert, die bis dahin beim Thema RAF vernachlässigt worden war.

Die Perspektive der Opfer, stellvertretend von Angehörigen wie Mirbach, Ponto, Schleyer, Hillegart von Braunmühl sowie Geiseln der Landshut-Entführung erzählt, von Staatsseite tat Schmidt seine Sicht kund.

Das hatte sehr berührende Momente, daraus erwuchs auch Corinna Pontos vielbeachtetes Buch "Patentöchter". Nun erzählen Schleyer und von Mirbach ihre Sichtweise auf die Tage im September, Oktober des Jahres 1977.

Aber auch Politiker und Autoren wie Stefan Aust(der an der vierten Ausgabe des Baader-Meinhof-Komplex sitzt),Gerhart Baum, Patricia Clough, Delius. Eschen, Hirsch, Monika Hohlmeier, Peter Jesse, Kraushaar, Reemtsma, Heribert Prantl, Wegener erzählen eindringlich und mit teils unbekannten Details vom Deutschen Herbst 1977, als zwanzig junge Leute den Rechtsstaat mit Morden dazu zwingen wollte, ihre Idole und Mittäter aus der Haft zu entlassen.

besonders interessant für mich die Kapitel von Aust,Kraushaar und Reemtsma. Selbstverständlich ist die menschliche Tragik kaum nachvollziehbar. Durch ein Panorama verschiedenster Sichtweisen wird das Klima des Ausnahmezustands-zum Glück-nicht wieder lebendig, aber gut spürbar. Auch die Aussagen des Stammheimer  Bediensteten Jesse sind sehr interessant und ergänzen einige noch bestehende Lücken in der Stammheim-Geschichte.

Zur Geschichte der RAF wiederholt Frau Siemens den Ablauf, den sie auch schon vor zehn Jahren beschrieben hat.

Da wünscht man sich mehr, aber ihr Schwerpunkt liegt eindeutig bei den Angehörigen, den Opfern. Und so ist ihr ein gut lesbares, wichtiges Stück Zeitgeschichte gelungen.

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1967, roman, chronik

1967 - Das Jahr der zwei Sommer

Sabine Pamperrien
Fester Einband: 384 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 10.02.2017
ISBN 9783423281270
Genre: Sachbücher

Rezension:

Sabine Pamperrien legt zum 50jährigen Jubiläum des Jahres eine sehr schön gestaltete Chronik vor.

Ihr Schwerpunkt, wie der Untertitel schon verrät, liegt beim mythenumrankten Summer of Love der kalifornischen Hippies.

Aber nicht nur Human Be Ins, die NPD, Gammler, DDR-Flucht, Raumfahrt, Neckermann-Katalog, Joachim Fernau, Muhammad Ali, Keith Richards, Beatles, Tankerhavarie, Che Guevara, Twiggy, Kommune 1, ein Schulexperiment in Palo Alto(später auch als die Welle bekannt), Grand Prix Eurovision, Adenauers Ende, Bee Gees, Boston Marathon, Vietnam, Bahnerpresser, Kaufhausbrand in Brüssel, Euthanasieprozesse,7 Tage -Krieg, Schahbesuch, Monterey-Pop,  Schwarzen-Riots in den USA, Farbfernsehen, Buchmesse, Fritz Bauer, Barnards Herz-OP, Alice Schwarzers Führerschein....

All diese Facetten bereitet Frau Pamperrien sehr lesenswert auf.

Zur Geschichte der Hippies und der damaligen Starbands teilt sie teils unbekannte Fakten mit, bereitet aber auch die vergessene Geschichte des Bahnerpressers Roy Clark auf.

Nicht zuletzt stellt sie den Alltag der Familie eines Bahnbeamten dar und schafft so auch, das ganz normale Leben jenseits der Schlagzeilen zu beleuchten.

Alles spannend und sehr anschaulich, auch vor Politik  (das Aufleben der NPD) scheut sie nicht zurück.

Einige wenige, ausgesuchte Illustrationen runden diese erstklassige Zeitreise ab.

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krimi, stalking, filmsternchen, 2016, notwehr

Ein Schlag ins Gesicht

Franz Dobler
Fester Einband: 365 Seiten
Erschienen bei Tropen, 13.02.2017
ISBN 9783608502169
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dobler schreibt einen Krimi ohne Serienkiller, ohne Autopsie,ohne Mafia. Der Ex-Bulle Fallner als Antiheld....lakonisch...Schwarze Serie 2.0.

Und dann die Hauptfigur: ein Sex-Sternchen der ach so vermissten 70er....ein Deja vu für die Generation BabyBoomer..

Zuerst sah ich Ingrid Steeger vor meinem geistigen Auge,dann Andrea Rau...oder meint er Uschi Buchfellner???

Aber nein: zweifelsohne Christine Schuberth...die Mutzenbacherin mit Comeback.

Nicht uninteressant: das Katz-und Maus-Spiel zwischen Fallner und ihr.

Marie Meyer ist unschwer als Sylvia S .zu erkennen...Weihnachtsvierteiler, danach Leere...

Dafür das Fallner sich "nicht berechtigt fühlt, diesen 70er jahren so nahe zu kommen", nimmt er sich viel heraus.

Und im Endeffekt unterhält er zumindest mich damit prächtig.

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meinung, theater

Theater hassen: Eine dramatische Beziehung

Jan Küveler
E-Buch Text: 144 Seiten
Erschienen bei Tropen, 24.09.2016
ISBN 9783608100532
Genre: Sonstiges

Rezension:

Ein durchaus provokanter Titel,den Küveler bereits im bereits im Untertitel relativiert.
Im Prolog stellt der Leiter des Theaterressorts bei der WELT klar,das er sowohl ängstliches,feiges aber auch selbstgefälliges und arrogantes Theater hasse,vor allem,weil er Thater liebt.
Und so kritisiert er kenntnisreich einenhistorischen Bogen spannend, das"immer die gleichen Regisseure über die großen,deutschen Bühnen gejagt werden".
So fasst er die Gründe zusammen,die ihn so denken lassen: eine halbtote Vergangenheit werde in einem künstlichen Koma gehalten.
Theater habe einen Minderwetigkeitskomplex und leide gleichzeitig an Größenwahn.
Zur Untermauerung dieser These bezieht er sich auf die Kult-TV-Serie Monaco Franze aus 1983.
Mit einem angenhm witzigen Unterton seziert erkenntnisreich den eigenen Berufsstand,kommt zur Diagnose: hass und Selbsthass,gemischt.Was ihn am aktuellen Theater besonders nervt,stellt er an Beispielen wie Andrea Breth und Jelinek heraus.
das es aber auch ganz anders geht,zeigt ihm das Beispiel Milo Rau.
Ein Gespräch mit dem gerade sehr angesagten Ersan Mondtag,interessante Rückblicke auf Neuenfels-,Fassbinder-und lawinsky-Skandale vervollständigen dieses kurzweilige Buch.
Sehr lesenswet auch für Theaterlaien....
 

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terror, raf, biografie, ingeborg gleichauf, terrorismus

Poesie und Gewalt - Das Leben der Gudrun Ensslin

Ingeborg Gleichauf
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 03.02.2017
ISBN 9783608949186
Genre: Biografien

Rezension:

Zu Anfang des Jahres,in dem sich ihr Todestag zum 40:Mal jährt,
legt Ingeborg Gleichauf die Biographie Ensslins vor.
Vieles ist geschrieben worden über die Frau,
in deren Namen die BRD der siebziger Jahre durch Mord und Anschläge erschüttert wurde.

Gemessen an der Fülle des Materials,das über ihre Mitangeklagten Baader und Meinhof
vorliegt,blieb sie jedoch eher im Hintergrund,mit Mythen überlagert.
Gleichauf konzentriert sich auf Ensslin als intelligente,sensible,junge Frau,ihren Hunger nach Literatur,ihre Begabungen,ihre schwierige Beziehung zu Bernward Vesper.
Zwar ist auch diese Zeit bereits von Koenen durchleuchtet, von Veiel filmisch aufbereitet.
Aber waren dies die Ereignisse aus männlicher Sicht,zeigt Gleichauf sehr diskret und zurückhaltend die weibliche Seite.
Sich auf die Lektüren Ensslins stützend, gibt Gleicauf dem Leser eine neuen Zugang zu Gudrun Ensslin.
Aber so gut das auch gelingt,umso rätselhafter bleibt Ensslins Entwicklung nach 1967.
Eine genauere Darstellung der Jahre im Untergrund und die fünf Jahre in Haft bleibt aus.
Das ist sehr schade,insbesondere weil Gleichauf die männliche Geschichtsschreibung der RAF-Experten kritisiert.
Leider stellt sie nichts dagegen.Absolut lesenswert aber vorallem durch die gelungee Darstellung der frühen 60er Jahre.

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