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54 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 43 Rezensionen

arktis, spitzbergen, umweltschutz, gletscher, eis

Das Eis

Laline Paull , Dorothee Merkel
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Tropen, 31.03.2018
ISBN 9783608503524
Genre: Romane

Rezension:

Das Eis von Laline Paull



Wegen der schmelzenden Gletscher werden immer seltener Eisbären in der Arktis gesichtet. Und immer mehr wird die neue „Wasserstraße“ Anlass zu politischen Auseinandersetzungen.

Beim Ausspähen nach Eisbären in der Arktis kommt die „Vanir“ den Gletschern gefährlich nahe und die Passagiere erleben unmittelbar das Kalben eines solchen. Doch gleichzeitig gibt das Eis auch ein schauriges Geheimnis preis, die Leiche des vor 3 Jahren spurlos verschwundenen Naturaktivisten und Naturschützers Tom. Nur sein bester Freund kehrte von der damals statt gefundenen Expedition lebend zurück und er hat seitdem massive Albträume. Jedoch hindert ihn das daran weiterhin lukrative Geschäfte mit skrupellosen Ausbeutern und windigen Politikern zu betreiben.


Die Idee zu diesem Buch ist ausgefallen und der Klappentext hat mich sogleich für dieses Buch begeistert. Das Thema ist gut recherchiert und umgesetzt, für mich ist die Handlung total überzeugend.

Von der ersten Zeile an bin ich überrascht, wie plastisch mir die ganze Gegend vor Augen steht. Die riesigen eisigen Gletscher, die immer höher aufragenden glitzernden Steilhänge, die Stille und Weite der Arktis. Ich habe mich schon lange nicht von einem Thema so angesprochen gefühlt, es beschreibt ein vielschichtiges Drama, das direkt vor unseren Augen geschieht und uns eigentlich alle angeht. Laline Paull hat einen ansprechenden und präzisen Schreibstil, von Anfang an Neugier weckend, die Problematik spannend bis zum Ende gehalten. „Das Eis“ist für mich auch ein besonderer Krimi, er vermittelt gleichzeitig ein aktuelles Umweltproblem und zeigt gnadenlos beispiellose Machtgier und Korruption der Staaten und Großkonzerne auf. Das Buch gibt großen Anlass zum Nachdenken über unser weiteres Verhalten unserer Umwelt gegenüber.

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77 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 52 Rezensionen

zons, thriller, eingemauert, lebendig eingemauert, schwangerschaft

Knochenschrei

Catherine Shepherd
Flexibler Einband: 335 Seiten
Erschienen bei Kafel Verlag, 01.04.2018
ISBN 9783944676104
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Knochenschrei von Catherine Shepherd

Catherine Shepherd bringt uns die Handlung ihres 8. Zons-Thriller auf zwei Zeitzonen nahe.

Zons im Jahre 1497:

Unerwartet verschwindet eines Nachts die blutjunge Novizin Brunhilde hinter den Tiefen Mauern des Franziskanerklosters. Bastian, der zuerst vermutet dass sie heimlich davongelaufen wäre, wird eines besseren belehrt, als er plötzlich noch auf die Leiche einer anderen Nonne stößt. Die jungen Novizinnen des Klosters berichten flüsternd und voller Furcht von einem Teufel, der sie Nachts aufsucht und berührt. Und sie sollen nicht die Letzten sein.

Denn ohne Gnade lässt der Täter seine Opfer ausweglos in ihrer Dunkelheit zurück, für sie gibt es keine Rettung.

Zons in der Gegenwart:

Hinter der Kellermauer eines alten Gebäudes wird durch Zufall das uralte Skelett einer Nonne und ihres ungeborenen Kindes entdeckt. Und nach einer intensiven Untersuchung am Fundort wird eine weitere Leiche

entdeckt, lebendig eingemauert. Für Kommissar Oliver Bergmann beginnt ein Kampf auf Leben und Tod, denn der Täter hinterlässt eine makabre zukunftsweisende Botschaft versteckt im Unterleib des Opfers. Was dann in einer Baugrube ans Licht kommt ist unglaublich.

Knochenschrei“ ist mein erster Band aus der der 8-teiligen Reihe der spannenden Zons-Thriller von Catherine Shepherd, und durch die Aufteilung auf zwei unterschiedliche Zeitzonen hat er einen gewissen Reiz auf mich ausgeübt. Eindrucksvoll, glaubhaft und gruselig sind die Erzählungen aus der Vergangenheit. Ich habe mich sehr schnell in die Handlung eingelesen und war bestens unterhalten.

Die Charaktere und Gedanken der Akteure werden dem Leser glaubhaft und nachvollziehbar vermittelt.

Hartnäckig und unbeirrt treiben Bastian und Oliver die Ermittlungen bis zum Erfolg voran. Das Martyrium der Opfer und die Erkenntnis ihrer Ausweglosigkeit ist spürbar und greift meine Nervenzellen an.

Von Anfang an wird die Spannung in beiden Epochen bis zum Finale gut strukturiert aufgebaut und fesselt durch einen fließenden Schreibstil. Tatsächlich bis um Ende lässt uns die Autorin rätseln und im Dunkeln über die Täter und deren Motive.

„Knochenschrei“ ist kein blutrünstiger Thriller, schockiert jedoch durch seine Thematik und gekonnte Vermischung mit historischen Einflüssen.

Im Nachwort erklärt Catherine Shepherd die historischen Einflüsse und Wissenswertes für die Handlung und bindet auch Hildegard von Bingen mit ein.


„Knochenschrei“ ist ein lesenswerter Thriller und in sich ein runder und abgeschlossener Band.


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128 Bibliotheken, 3 Leser, 0 Gruppen, 70 Rezensionen

london, tony parsons, krimi, menschenhandel, schleuser

In eisiger Nacht

Tony Parsons , Dietmar Schmidt
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176212
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„In eisiger Nacht“ von Tony Parsons


Nachdem mir das Buch „Wer Furcht sät“ von ^Tony Parsons gefallen hat, wollte ich mir ein weiteres vornehmen und wurde nicht enttäuscht.


Schauplatz ist das winterliche London, als an einem Morgen eine entsetzliche Ladung in einem Kühllasters aufgefunden wird. Es sind 12 Leichen, erfrorene junge Frauen, unterschiedlichster Herkunft und Nation. Die Pässe der Frauen wurden im Fahrerhaus gefunden, gefälscht, doch es sind 13 Pässe und Wolfe zählt noch mal nach. Jetzt hat er gleich mehrere Dinge zu ermitteln. Wer sind die Frauen, was wollten sie in London und wer ist die vermisste 13te Person. Scheinbar, nach näherem Betrachten der Umstände, ist sie illegal nach England eingereist. Und dann ist sie in größter Gefahr. Denn es ist nicht bekannt, wer den Transporter ins Land gebracht hat und welches Ziel und welche Bestimmung die Frauen hatten.

Auch dieser Band „In eisiger Nacht“ war für mich wieder ein unterhaltsamer Griff ins Krimi-Genre. Die zeitnah und auch realistisch geschehenen Ereignisse haben mich doch sehr erschüttert und die Brutalität war körperlich spürbar. Die Handlung hat sich von Anfang immer weiter gesteigert und die Spannung war greifbar. Besonders angekommen ist die Bösartigkeit und die Heuchelei diverser Subjekte. Obwohl ich den Täter irgendwann auf dem Schirm hatte, war die Auflösung und die Machenschaften dann doch sehr hässlich und verachtenswert. Auch „In eisiger Nacht“ kommt das Thema Gerechtigkeit voll zum Tragen. Was ist richtig und was ist falsch. Doch mich lässt der Kriminalroman auch recht nachdenklich zurück.

Der Autor Tony Parsons hat hier wieder ein emotionales Buch geschrieben, die Ausdrucksweise ist klar und lebhaft.

Schon die Struktur und Beschaffenheit des Einbands gibt mir beim Lesen immer wieder ein ungutes Gefühl.

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47 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 34 Rezensionen

krimi, kopenhagen, geheimdienst, axel steen, dänemark

Aisha

Jesper Stein , Patrick Zöller
Flexibler Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 26.01.2018
ISBN 9783462050783
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

„Aisha“ von Jesper Stein


„Aisha“ ist der 4. Mordfall den Kommissar Axel Steen aufzuklären bekommt und für mich ist es der erste, den ich lese. Aufgrund der Bewertungen vorangegangener Bände war ich neugierig und wurde leider nicht überzeugt.


Kurz hintereinander werden zwei ehemalige Mitarbeiter des dänischen Geheimdienstes PET auf brutalste Weise ermordet aufgefunden. Axel Steen wird vom Geheimdienst in die Ermittlungen eingebunden und stößt auf merkwürdige Ungereimtheiten in der Vergangenheit sowohl bei den Opfern, wie auch im Verhalten und Vorgehen des Geheimdienstes. Selbst Mitarbeiter seines eigenen Teams, mit denen er zur Zeit zusammenarbeitet, sind auf unerklärliche Weise mit den Begebenheiten verbunden. Doch wer ist diese Aisha eigentlich, die in den Geheimakten immer öfter auftaucht?



Meine Lesegeduld wurde bei „Aisha“ auf eine harte Probe gestellt. Erst in den allerletzten Kapiteln wurde die Handlung spannend und temporeich abgearbeitet. Bis dahin war keine Spannung bzw. Spannungsaufbau zu erkennen. Auch der im Titel erwähnte Name Aisha, wurde erst sehr spät in die Handlung aufgenommen. Die Vorabinformationen und der Aufbau bis zur eigentlichen Handlung zogen sich bis weit über die Hälfe des Thrillers hinaus, wobei ich weder Gänsehaut noch Kribbeln verspürte. Auch die Handlung hat mich im Nachhinein nicht komplett überzeugt oder beeindruckt. Aber ich kenne dafür jetzt Kopenhagen. Möglich, dass ich noch ein weiteres Buch von Jesper Stein lesen werde, denn der Schreibstil hat mir doch recht gut gefallen.

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43 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

nordsee, mobbing, eisskulpturen, krimi, morde

Eisige Flut

Nina Ohlandt
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 26.01.2018
ISBN 9783404176373
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eisige Flut von Nina Ohlandt


Benthiens fünfter Fall führt ihn an die Nordseeküste, wo ein eisiger Wind weht und es zu einer seltsamen Begegnung mit einer Eisskulptur kommt. Erst nach näherem Betrachten entpuppt sich diese als Leiche, in einen Eispanzer gehüllt. Schaurig sieht sie aus, wie sie da so an der Hauswand ihrer Eltern lehnt um Einlass bittend, als wolle sie gerade nach Hause kommen. Für Benthien und sein Team ein schier unlösbares Rätsel, wo soll er mit den Ermittlungen ansetzen? Und plötzlich sieht er sich von weiteren kuriosen Eisskulpturen umgeben. Nichts verbindet diese so unterschiedlichen toten Menschen miteinander, oder doch? Warum wurden sie alle auf makabre Art und Weise zur Schau gestellt, nur eines ist offensichtlich, alle wurden mit einem kleinen Geschenk in den Tod geschickt. Erst spät wird klar, dass die Ursache der Morde in der Vergangenheit liegen muss.

Es ist wahrhaftig eine „Eisige Flut“ von Leichen deren Tod Benthien hier aufzuklären hat. Mit akribischer Sorgfalt geht er mit seinem Team den kleinsten Spuren nach. Eine schier endlose Befragung der Bevölkerung wird eingeleitet, mögliche DNA Spuren gesichert, Tag und Nacht bis zur Erschöpfung ist das Team unterwegs in diesen mysteriösen Fällen eine Spur zu finden, die zur Aufklärung verhilft.

Nina Ohlandt liebt die Kälte und die Nordsee, was anhand ihrer bisher erschienenen Titel zu ersehen ist und ich war neugierig auf diese Autorin.

Allerdings so spannend der Kriminalroman begonnen hat, je mehr ich gelesen habe, umso enttäuschter war ich vom fehlenden Spannungsaufbau und auch die Dramatik hielt sich in Grenzen. Mir saß kein Nervenkitzel im Nacken, und leise Vermutungen oder Ahnungen haben mich nicht gefesselt. Ansehnlich turbulent wurde die Auflösung der Fälle dann zum Finale hin, so dass sich die Ereignisse dann überschlugen.

Die vielen agierenden Personen im Krimi erschienen mir etwas blass und hinterließen deshalb bei mir keinen nachhaltigen Eindruck.

„Eisige Flut“ ist für mich ein seichter Krimi und unblutig, für sanfte Gemüter zu empfehlen. Gefallen haben mir die Personenlisten am Anfang und am Ende des Krimis, sodass ich schnell die Bedeutung der einzelnen Personen nachschlagen konnte.

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90 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

thriller, spannung, entführung, helen fields, schottland

Die perfekte Gefährtin

Helen Fields , Frauke Meier
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.12.2017
ISBN 9783404176199
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die perfekte Gefährtin von Helen Fields


Reginald King ist frustriert und gedemütigt, weil kein weibliches Wesen an der Universität, an der er arbeitet, seine wahren Werte erkennt und schätzt. Sein Hass steigert sich mittlerweile ins Unermessliche und er beginnt seine Situation zu ändern, indem er junge Frauen entführt und einsperrt. Doch weil er schlau ist hinterlässt er der Polizei Fundstücke bzw. Beweisstücke am Tatort und lässt sie glauben, die Frauen wären tot.

Detective Inspector Luc Callanach, aus dubiosen Umständen von Interpol nach Schottland versetzt, muss sich mit DI Ava Turner und seinem neuen Team mächtig ins Zeug legen, die Hintergründe der mysteriösen Fälle aufzudecken, zumal der Täter in weitere Aktionen verstrickt ist. Immer näher kommt der Täter ihm und seinen neuen Freunden, und sie tappen prompt in die Falle.

Mit einer lebendigen und bildhaften Sprache sowie einem ansprechendem Schreibstil hat die Autorin Helen Fields einen unterhaltsamen Thriller geliefert. Als Debüt und Auftakt einer Krimireihe um die DI Callanach und Turner recht ansehnlich. Gleich zu Beginn des Thrillers beschert er dem Leser wohlige Gänsehautschauer. Nicht nur im Fall King wird ermittelt, auch gut eingebunden im Thriller ist ein weiterer Fall mit einem sehr brisanten Thema. Die Detective Inspectors Luc Callanach und Ava Turner kommen sich trotz ihrer eigenen Traumata menschlich näher. Nach einigen Längen im Mittelteil geht der Thriller über in ein actionsreiches Finale und beim Leser bleiben keine Fragen mehr offen. Ausführlich und nachvollziehbar sind die Charaktere der Hauptakteure ausgearbeitet. Das gelungene Cover zieht den Blick des Thrillerfreundes an, jedoch am meisten hat mich der Titel neugierig gemacht.

„Die perfekte Gefährtin“ist ein erfrischender Thriller, kurzweilig und facettenreich, nicht blutrünstig und hat mich doch von Anfang bis Ende angenehm unterhalten.


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67 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 43 Rezensionen

kinderbuch, sinclair, schottland, geister, sabine städing

Johnny Sinclair - Beruf: Geisterjäger

Sabine Städing
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Baumhaus , 16.03.2017
ISBN 9783833904677
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Johnny Sinclair von Sabine Städing


Johnny Sinclair auf Greyman-Castle in Schottland eifert mit seinen 12 Jahren dem großen Vorbild bei Scotland Yard nach.

Der grölende Highländer mit seinem feuersprühenden Schwert macht ihm das Leben auf der Burg schwer, ein verschleiertes Geistermädchen verfolgt ihn, und noch weitere Geister besuchen ihn nachts in dem alten Gemäuer und lassen ihm keine Ruhe. Als er glücklicherweise den sprechenden Totenkopf im Moor findet, der sich mit Gruselbekämpfung auskennt, wird Johnny wieder Herr der Lage und seiner Burg und wird am Ende der Geistervertreibung als mutigster Geisterjäger bejubelt.


Dass aus diesen kuriosen Situationen herrliche Abenteuer, verzwickte Situationen und auch Missverständnisse entstehen, davon erzählt dieses Buch.

Für etwas ältere Leseratten mit ersten Englischkenntnissen ist es eine fantastische Geisterjagd. Ich war oft beeindruckt von den gruseligen Szenen und der Dramatik der Geisterauftritte. Die Spannung in der Handlung ist wunderbar aufgebaut und steigert sich bis zum glücklich erkämpften Ende. Ein angenehmer Schriftstil sowie eine kindgerechte saubere Wortwahl runden das Abenteuer ab. Zeitweise sah ich sogar alles in Bildern vor mir und fand das ganze fast filmreif. Das geheimnisvolle Cover müsste jede Leseratte dazu animieren zuzugreifen und sofort zu lesen. Ich kann dieses Buch gerne empfehlen. Es ist eine abenteuerliche Geschichte für kleine Helden, über Freundschaft, Ehrlichkeit und auch die Höflichkeit kommt zum Ausdruck.


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49 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 35 Rezensionen

entführung, herbst, abenteuer, basteln, hexe

Petronella Apfelmus - Hexenbuch und Schnüffelnase

Sabine Städing , Sabine Büchner
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Boje, 29.09.2017
ISBN 9783414824882
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Petronella Apfelmus Hexenbuch und Schnüffelnase

von Sabine Städing - illustriert von SaBine Büchner


Petronella Apfelmus ist eine lustige und auch mutige kleine Hexe, die in einem Apfelhaus wohnt. Mit dem Hexen tut sie sich aber im Moment etwas schwer, da sie zum Zaubern ihr Zauberbuch braucht, was sie aber gerade erst an ihre Schwester verliehen hat. Und somit kommt sie ganz schön in Not, als ihre hilfsbereiten Freunde, die 4 kleinen Apfelmännchen, plötzlich wie vom Erdboden verschluckt sind und niemand sie finden kann. Zum Glück hat sie überall viele kleine Helferlein, draußen in Wald und Flur, die ihr bei der Suche und Befreiung helfen. Auch die Zwillinge Lea und Luis sind wieder mit Begeisterung bei dem neuen Abenteuer. Ein stinkfauler Gnom hat die Apfelmännchen entführt, damit sie für ihn die Arbeit erledigen sollen. Aber Petronella Apfelmus und ihren Freunden gefällt das gar nicht.


Bereits beim Lesen von Petronella Apfelmus Überraschungsfest für Lucius war ich verzaubert von der kleinen Hexe und ihren fleißigen Helferchen. Bei Hexenbuch und Schnüffelnase ist es ein schönes herbstliches Abenteuer für Groß und Klein in der frischen Natur.

Petronella ist eine quirlige und lustige kleine Hexe, die niemandem etwas Böses zufügen kann, freundlich, gesellig und immer hilfsbereit. Ausgesprochen gut gefällt mir an der Erzählung die Freundschaft der Figuren und die Hilfsbereitschaft untereinander und doch auch die Fröhlichkeit, Unbeschwertheit und Naturverbundenheit.

Lustige und kindgerechte Bilder, illustriert von SaBine Büchner, diesmal in schwarz-weiß, unterstreichen den Text und lassen keine Langeweile aufkommen. Durch die große Schrift ist es ebenso für kleine Leseanfänger bestens geeignet. Auch zum Vorlesen für die Kleineren kann ich Petronella empfehlen.

Das gesamte Buch macht einen freundlichen Eindruck und der Einband ist rustikal genug um ungeübten Fingern stand zu halten.

Petronella im Wald als Blickfang auf dem Einband ist entzückend und das Grün-Gelb als Hintergrundfarbe ist sehr ansprechend.

Vielen Dank an Sabine Städing für ein weiteres zauberhaftes Abenteuer mit einer sehr lebendigen Erzählung und an SaBine Büchner für die vielen lustigen Illustrationen.

Petronella Apfelmus-Hexenbuch und Schnüffelnase kann ich wärmstens empfehlen nicht nur für kleine Leseratten.


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8 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 6 Rezensionen

dünnes eis, pferde, kinder lesen, freundschaft, spurensuche

Auf dem Eis

Anja Stroot
Flexibler Einband: 76 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 21.08.2017
ISBN 9783743164437
Genre: Kinderbuch

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25 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 21 Rezensionen

wien, brüder, krimi, drogen, polizeigewalt

Schmidt ist tot

Raoul Biltgen
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Verlag Wortreich, 04.09.2017
ISBN 9783903091313
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Schmidt ist tot von Raoul Biltgen

Patrick Schmidt bekommt eines Tages einen Anruf von einem Herrn Müller, Polizist aus Wien, sein Bruder René Schmidt wäre verstorben und er würde zur Bestattung vor Ort erwartet. Weitere Auskünfte wurden ihm am Telefon nicht erteilt. Patrick kann den Tod seines Bruders nicht glauben und hält es zuerst für einen gelungenen Scherz. Doch in Wien wird er eines besseren belehrt. Nach Angaben weiterer Polizeibeamter soll sein Bruder sogar ein gefährlicher Terrorist gewesen sein und nach der Verhaftung Selbstmord begangen haben. Erst als Renés Freundin Engl mit ihm Kontakt aufnimmt und ihn von der Unschuld seines Bruders überzeugen kann, beginnt eine abenteuerliche Suchaktion nach Beweisen, denn jetzt gerät auch Patrick in das Visier der Beamten und mit Engl in tödliche Gefahr.


Dieser Roman hat einen sehr eigenwilligen Charakter und dadurch von Anfang an meine Neugier geweckt. Der Autor Raoul Biltgen versteht es auf ungewöhnliche Art mit Worten umzugehen und mich gerade deshalb an die Handlung zu fesseln. Der Schreibstil ist zeitweise sehr kurz gehalten, man könnte sagen aufs Minimale reduziert. Durch eine klare und emotionale Ausdrucksweise erhält er eine Eindringlichkeit, bei der ich mich direkt mitten in diesem Geschehen fühle. Immer wieder habe ich dabei das Empfinden, ich selbst wäre eine dieser Personen. Besonders die Gedanken von Patrick vermitteln mir dieses Empfinden. Die Handlung fühlt sich für mich sehr real an und ich habe mich direkt mitten im Geschehen gesehen. Anhand des Titels und der Verwicklungen in diesem Roman würde ich ihn eigentlich eher als Krimi bezeichnen. Lesenswert ist „Schmidt ist tot“ auf jeden Fall für alle diejenigen, die nicht immer nur Standards lesen wollen.



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281 Bibliotheken, 14 Leser, 1 Gruppe, 123 Rezensionen

harry hole, norwegen, oslo, thriller, krimi

Durst

Jo Nesbø , Günther Frauenlob
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 15.09.2017
ISBN 9783550081729
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Durst von Joe Nesbo



Fall Nr. 11 für Hauptkommissar Harry Hole.

In „DURST“ herrscht Hochspannung und Gänsehaut von der ersten Seite an bis zum Ende. Das ist Jo Nesbo wie ich ihn kenne.

Der Täter sucht und findet seine Opfer auf einer Datingseite im Internet. Mit Stahlzähnen malträtiert er die Frauen und lässt sie anschließend ausbluten. Verzweifelt versucht Harry Hole mit seinem Team die Opfer zu retten und wird immer wieder an der Nase herumgeführt und der Täter treibt ein perfides Spiel mit Hole.


Wie erwartet, greift Jo Nesbo meine Nerven gleich zu Beginn an, also ein gelungener Start.

Jo Nesbo versteht es perfekt mich immer wieder auf falsche Fährten zu schicken, wer ist der Täter, sind es vielleicht sogar mehrere? Welches Motiv steht für die Morde? Der Täter hinterlässt grausame und sehr blutige Spuren, nichts für seichte

Gemüter. Der Schreibstil des Autors ist kurz und knapp, so entsteht Spannung pur und geheimnisvolles Rätselraten um den Mörder beginnt.

Viele spannende Ansätze zum Grübeln und interessante Wendungen vermitteln Gänsehaut und ich bin von der Handlung gefesselt.

Die Charaktere sind ihrer Rolle entsprechend sympathisch oder nicht, familiäre Probleme sind genauso berücksichtigt und zeichnen ein emotionales Bild der Darsteller. Die Handlung geht für mich über einen Krimi hinaus, also würde ich ihn eher als Thriller einstufen, jedoch absolut lesenswert.

Was mich jedoch schaudern ließ war eine Nachricht im Internet während ich das Buch lese:

Polizei München (mit Telefonnummer-Angabe)

Polizei sucht einen Mann ca. 30 Jahre alt, 175 cm groß,

Er hat am 26. September 2017 ein 13jähriges Mädchen in München in den Hals gebissen und daran gesaugt. Zusätzlich hat er mit seinen Fingernägeln die Wangen des Mädchens zerkratzt.????????


Jo Nesbo hat es wieder prima verstanden, mich total aufs Glatteis zu führen. Auf vielen gedanklichen Irrwegen ging es ins Finale. Auf dieses Ende war ich nicht vorbereitet.

Es ist für mich wieder ein echter Jo Nesbo Krimi, der mich bestens unterhalten hat und meine Nerven strapazierte.

Ein Muss für alle, die Harry Hole's Leidensgeschichte verfolgen.

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159 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 76 Rezensionen

psychothriller, thriller, mord, selbstmord, ich soll nicht lügen

Ich soll nicht lügen

Sarah J. Naughton , Marie Rahn
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Ullstein Taschenbuch Verlag, 08.09.2017
ISBN 9783548289182
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich soll nicht lügen von Sarah J. Naughton


Als anerkannte Anwältin kann Mags nicht einfach hinnehmen, dass sich ihr Bruder Abe aus großer Höhe hinuntergestürzt haben soll und jetzt im Koma liegt. Gibt es dafür einen Grund? Es kommt ihr nicht richtig vor. Deshalb fliegt sie von USA schnellstens nach England und trifft dort am Krankenbett die total aufgelöste Jody, die behauptet Abes Verlobte zu sein. Recht schnell stellen sich bei Mags Fragen der Aufrichtigkeit seitens Jody ein und auch die restlichen Hausbewohner verhalten sich merkwürdig ihr gegenüber. Welches Leben hat ihr Bruder bisher geführt um jetzt so enden zu wollen?


Anhand der spannenden Leseprobe habe ich bedeutend mehr erwartet, unter einem Psychothriller. Die Handlung ist zwar dramatisch, dafür jedoch etwas seicht abgearbeitet. Der Anfang ist etwas verwirrend, bis man die einzelnen Personen etwas näher kennen gelernt hat. Bei vielen Kapiteln war mir lange nicht klar, von wem eigentlich hier erzählt wurde. Der Schreibstil gefällt mir, er ist flüssig zu lesen, aber eher für Jugendliche angebracht, mit denen die Autorin ja bereits beste Erfolge erzielt hat. Das Thema ist gut durchdacht und auch folgerichtig dargestellt, konnte mich aber nicht dauerhaft fesseln. Aus Sicht von Jody und Mags sowie einer weiteren weiblichen Person gesehen verlieren sich die Frauen gedanklich immer wieder in ihre Vergangenheit, was wahrscheinlich die vielen Lügen rechtfertigen soll. Im Grunde sind es lauter höchst traumatisierte Personen, die hier agieren, für mich ein paar zu viele. Es war eindeutig der Titel und die Leseprobe, die mich zum Lesen animiert haben. Meine Meinung: Ein lesenswerter unblutiger Roman.





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102 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 67 Rezensionen

krimi, norwegen, frankreich, mord, munch

Kreuzschnitt

Øistein Borge , Andreas Brunstermann
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Droemer Taschenbuch, 01.09.2017
ISBN 9783426306048
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:



Kreuzschnitt von Oistein Borge


Die Familie von Kommissar Bogart Bull aus Oslo wurde durch ein krankes Gehirn ausgelöscht. Als er sich nach langer Zeit aus dem schwarzen Loch wieder befreien kann, schickt ihn seine Chefin kurzerhand nach Südfrankreich zu einem seltsamen Mordfall. Ein steinreicher 90 jähriger norwegische Unternehmer, Axel Krogh, wurde auf mysteriöse Weise getötet, nichts außer einem Wandbild, das einen Dämonen abbildet, wurde entwendet. Für Kommissar Bull ein schwieriger Fall, denn der Täter hat keinerlei Spuren hinterlassen. Als kurz darauf auch die Tochter des Ermordeten auf fast identische Weise aufgefunden wird tappt Kommissar Bull im Dunkeln. Denn die Tochter war die Alleinerbin des Vermögens. Handelt es sich um eine Familientragödie, was steckt hinter den symbolischen Tatspuren? Bull macht sich auf die Fährte und dringt immer mehr in eine grausige und grausame Vergangenheit vor.

Hier ist ein Debütroman, von Oistein Borge, was ich immer spannend finde, dies mal aus Norwegen. Spannung aufbauend in den Handlungen kommt der Autor mit dem Kriminalroman recht gut an. Der Schreibstil ist ganz angenehm und flüssig, wirkt allerdings etwas veraltet, durch viele eingearbeitete Redewendungen. Zeit mäßig geht der Autor bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück, deckt Teile der französischen Résistance ab, und vergisst auch nicht die Gräueltaten des 2. Weltkriegs in die Handlung einzubauen. Etwas viel für einen Krimi, doch gut zusammengestellt und gedanklich nachvollziehbar ausgearbeitet. Die Charaktere der „Guten“ blieben mir in den meisten Fällen etwas undeutlich. Ich bin erschüttert, was ein einzelner durch seine Perversität zerstören konnte, bis in die Gegenwart, absolut gewissenlos, skrupellos. Daher durfte ein bisschen Romantik für den angeschlagenen Kommissar natürlich nicht fehlen. Zum Schluss lässt der Autor vermuten, dass es weitergehen wird mit Kommissar Bogart Bull und seinem Erzfeind, der seine Familie zerstört hat und selbst mit dem Leben davon gekommen ist.



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97 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 24 Rezensionen

krimi, elisabeth herrmann, berlin, bank, ddr

Stimme der Toten

Elisabeth Herrmann
Fester Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 14.08.2017
ISBN 9783442313914
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Stimme der Toten von Elisabeth Herrmann


Judith Kepler wird als Tatortreiniger in eine Bank bestellt um Spuren eines angeblichen Selbstmordes zu entfernen. Sie ist immer zur Stelle, wenn irgendwo sichtbare Spuren eines Unfalls oder dergleichen hinterlassen werden. Dabei stößt Judith auf Blutspuren, die von der Polizei übersehen wurden. Zudem versuchen Hacker gegenwärtig die Bank für ihre Zwecke zu manipulieren und gehen mit äußerst gewalttätigen Mitteln ans Werk. Als Judith ihre Beobachtung der Polizei meldet gerät sie unerwartet zwischen die Fronten des KGB und BKA, lange zurück liegende Ereignisse kommen an die Oberfläche und sind wieder aktuell. Auch Judiths Familie ist darin verstrickt. Ihr Großvater und ihre Eltern waren nicht das, was man sich als normale Eltern vorstellt und wünscht.


Eigentliche habe ich mich noch nie gefragt, wer all die Spuren nach einem Unfall bzw. Todesfall beseitigt. Klar muss es jemand geben, wie Judith, die mit den entsprechenden Mitteln alles wieder in Ordnung bringt. Judith ist mir sehr ans Herz gewachsen. Trotz ihres tristen Berufs ist sie menschlich geblieben, humorvoll und äußerst entschlossen. Unerschrocken folgt sie den Spuren ihrer Vergangenheit und die Wahrheit ist nicht das was sie zu finden hoffte. Ihre Fürsorge für Tabea hat sie mir sehr sympathisch gemacht. Die Hauptfigur des Tatortreinigers ist gut durchdacht und mit Ihrer speziellen Verbindung in die „Stasizeit“ ist der Krimi turbulent und vielschichtig. Den Vorgänger „Zeugin der Toten“ habe ich leider nicht gelesen, werde ihn aber im Auge behalten. „Stimme der Toten“ ist ein Krimi mit einem erfrischenden Schreibstil, der sehr kurzweilig und facettenreich ist und mich von Anfang bis Ende bestens unterhalten hat.

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(97)

187 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 72 Rezensionen

thriller, narzissmus, psychologie, mord, lügen

Kalte Seele, dunkles Herz

Wendy Walker , Maria Poets
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei FISCHER Scherz, 07.09.2017
ISBN 9783651025578
Genre: Krimi und Thriller

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(190)

374 Bibliotheken, 8 Leser, 0 Gruppen, 126 Rezensionen

thriller, fbi, spectrum, geiselnahme, ethan cross

Spectrum

Ethan Cross , Rainer Schumacher
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 21.07.2017
ISBN 9783404175550
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Spectrum von Ethan Cross

Dr. August Burke, gerade dem Teenageralter entwachsen, besitzt eine seltene Gabe. Durch sein Asperger Syndrom ist er menschenscheu, doch gerade deshalb funktioniert sein Gehirn speziell. Es erkennt außergewöhnlich schnell verborgene Zusammenhänge und genau deshalb wird er vom FBI zu diesem Geiseldrama hinzugezogen. Es geht um mehrere Geiseln, die in einer GoBox Filiale festgehalten werden. Die Geiselnehmer verlangen kein Geld, sie verlangen die Anwesenheit eines CIA Agenten. Als die Filiale gestürmt wird finden die Ermittler dort ein Geheimlabor der besonderen Art und die Geiselnehmer sind auf geheimnisvolle Weise entkommen.


Der Einstieg in den Thriller ist schon recht brutal und blutig. Grausame Szenen, die ich mir bildlich nicht verinnerlichen möchte. Sehr turbulent und temporeich geht es von Anfang bis zum Finale. Viele Szenen und noch mehr Akteure kommen ins Spiel und lassen mir keine Erholungspause. Hochspannende Szenen, ständige Gefahr, nervenaufreibende und bangende Augenblicke, dramatische Drohungen folgen ohne Unterbrechung. Dieser Thriller ist voll gespickt mit ständig aufeinanderfolgender Dynamik.

Somit haben sich mir einzelne Charaktere auch nicht besonders eindringlich eingeprägt. Manches entstandene Mitgefühl wurde im nächsten Moment durch Kaltblütigkeit wieder zerstört. Ich war neugierig, wie es dem Autor gelingt, die Figur des Dr. Burke mit dem Asperger-Syndrom in die Aktion einzubauen, da darf noch mehr nachkommen.

Spectrum ist mein erster Thriller von Ethan Cross und mir erschien er zeitweise etwas überladen und sprunghaft.

Der Schreibstil ist gefällig und flüssig und an den richtigen Stellen aufs Nötigste beschränkt, wodurch die Spannung aufrecht erhalten wird.

Die kurzen Kapitel enden oft in knappen Sätzen und lassen damit meiner Fantasie freien Lauf.

Hier ist ein guter und steil vorgelegter Auftakt für eine neue Thriller-Serie gelungen. Dr. Burke und weitere Darsteller werden demnächst noch weiterhin für Spannung sorgen.







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68 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 40 Rezensionen

thriller, norwegen, insel, langatmi, psychologischer thriller

... und morgen werde ich dich vermissen

Heine Bakkeid , Ursel Allenstein
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 23.06.2017
ISBN 9783499290558
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

.. und morgen werde ich dich vermissen von Heine Bakkeid


So hatte Thorkild Aske sich das nicht vorgestellt, erst Verhörspezialist bei der norwegischen Polizei, dann suspendiert und jetzt im Gefängnis. Sein Versuch im Gefängnis aus dem Leben zu scheiden, verlief auch ergebnislos. Nach seiner Entlassung bringt auch das nette Gespräch bei der Arbeitsvermittlerin keine rosigen Zukunftsaussichten für ihn. Nur deshalb nimmt er das Angebot seines Psychiaters und Freundes an, einen jungen Mann aufzufinden, der bei einem Tauchgang verschwunden ist. Rasmus Eltern sind verzweifelt, denn es gibt bisher keine Leiche. Zur Zeit des Verschwindens lebte Rasmus auf der Leuchtturminsel im Norden Norwegens und die ortsansässige Polizei vermutet einen Tauchunfall. Nachdem Thorkild auf der Insel eintrifft und auf sofortige Spurensuche geht, wird er von einer Leiche überrascht an der ein fremder Unterarm angekettet ist, doch es ist nicht Rasmus.


Die gesamte Handlung wird aus Sicht von Thorkild in der Gegenwartsform berichtet und ich habe das Gefühl im Geschehen anwesend zu sein. Der Thriller ist angenehm zu lesen, die Sprache ist ungewöhnlich bildhaft und eindringlich. Mit einigen Längen ab und an nimmt er dann Fahrt auf und wird richtig spannend bis zum Ende. Überraschend und unvorhersehbar ist dem Autor die Auflösung zum Finale gelungen. Thorkild ist ein Ermittler an dessen Eigenarten man sich langsam gewöhnen muss. Er scheint mir recht durchgeknallt, ein Einzelgänger ein krasser und schräger Typ mit immer wiederkehrenden Selbstmordgedanken, vielleicht sind deshalb die restlichen Charaktere so schwer zu greifen und sich vorzustellen. Es gibt für mich wenig Sympathieträger in diesem Thriller. Düster, etwas atmosphärisch und nicht bluttriefend besitzt der Thriller doch eine gewisse Anziehungskraft.

Für mich ein positiver Einstieg des Autors Heine Bakkeid ins Kriminalgenre und ein guter Auftakt für den suspendierten Verhörspezialisten Thorkild Aske und seinen Freund und Psychiater Ulf und bestimmt nicht sein letzter Fall als Privat-Ermittler.


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192 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 87 Rezensionen

thriller, julia corbin, mannheim, kriminalbiologie, die bestimmung des bösen

Die Bestimmung des Bösen

Julia Corbin
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Diana, 09.05.2017
ISBN 9783453359345
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Bestimmung des Bösen von Julia Corbin


Der Schauplatz und Tatort des abartigen Serienkillers ist Mannheim und Umgebung. Verschränkt drapierte Leichen zweier junger Frauen werden in einen Waldstück am Rhein gefunden. An ihrem Hals deutliche schrecklich tiefe Wundmale von Drahtschlingen. Wieder benötigen die Kommissarin Alexis Hall und ihr Partner Oliver Zagorny wie des öfteren die Hilfe der Biologin Karen Hellstern, Alexis bester Freundin. Für Problemfälle wird sie für die Rechtsmedizin immer wieder eingespannt. Mit Hilfe der Aufspürung von Kleinstlebewesen an den Leichen und den örtlichen Beschaffenheiten des Tatorts ergeben sich für die Ermittler wertvolle Einblicke und Kenntnisse. Noch während der Auswertungen der Untersuchungen werden zwei weitere Leichen junger Frauen aufgefunden, ähnlich verunstaltet und getötet wie die ersten. Alexis wird bei deren Anblick jedoch mit ihren eigenen immer wiederkehrenden Alpträumen konfrontiert und verunsichert. Hat sie etwas getan, woran sie sich nicht mehr erinnert? Was ist die schreckliche Wahrheit, darf sie sich nach ihrer Vergangenheit noch selbst trauen?

Die Autorin hat in diesem Thriller ihre speziellen Kenntnisse als Biologin gut und detailliert eingesetzt ohne schulmeisterlich zu wirken. Nur kurz hatte ich zwischenzeitlich Bedenken wurde aber schnellstens eines Besseren belehrt und der Thriller hat bis zum Finale voll überzeugt.

Ich wusste bisher nicht, dass man anhand des Mageninhalts einer Mücke einen Täter identifizieren kann und es ist gut, dass man diese Möglichkeiten hat, Mörder zu entlarven. Die wenigen Rückblenden in die Vergangenheit wirken sich positiv auf die Spannung aus.

Eine gut ausgearbeitete Handlung mit vielen Aspekten und einer bestens gelungenen Aufklärung geben mir ein gutes Lesegefühl. Ich spüre deutlich die Verzweiflung und Ohnmacht der Kommissarin und auch Oliver ist ein angenehmer und sympathischer Typ. Karen, die aktive Biologin landet bei mir positiv.

Dies ist der erste Thriller der Fantasy-Autorin Kerstin Pflieger, die hier unter Pseudonym schreibt. Für mich ist „Die Bestimmung des Bösen“ ein gelungener regionaler Thriller mit etwas Nervenkitzel und Gänsehaut.

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127 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 86 Rezensionen

thriller, schweden, stockholm, skandinavien, wolf

Die Fährte des Wolfes

Mons Kallentoft , Markus Lutteman , Christel Hildebrandt
Flexibler Einband: 458 Seiten
Erschienen bei Tropen, 07.09.2017
ISBN 9783608503715
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Die Fährte des Wolfes von Mons Kallentofft und Markus Luttemann


Brutale Morde an jungen Prostituierten in Stockholm, grausame Verstümmelungen wie von einem Raubtier verursacht, gnadenlose Drogen- und Bikerbanden im Krieg miteinander. Die Spur führt immer wieder zu Massagesalons.

Dies sind nur einige Fälle, die der Kommissar Zack Herry zu lösen hat. Er ist der jüngste der Stockholmer Sondereinheit für besondere Kriminaldelikte und steht fast schon an der Spitze der Truppe. Von seinem nächtlichen exzentrischen Eigentouren wissen seine Kameraden aber nichts. Drogen, ungehemmter Sex und willkommene Schlägereien finden dann ihren Durchbruch. Dann beginnen alte unterdrückte Dämonen in seinem Kopf zu tanzen. Und weiter geht das Morden in den Massagesalons. Was ist das Motiv für diese Taten? Ungezügelter Frauenhass, rassistische Beweggründe, etwa illegaler Menschenhandel mit Frauen, Perversionen gewisser Abartiger? Zack geht mit ungewohnten und gefährlichen Methoden an die Aufklärung, die nicht immer die Zustimmung seines Teams bekommen.


Ganz ehrlich, so müssen Thriller geschrieben sein. Die gesamte Handlung von Anfang bis Ende atemraubend.

Schockierend sind die Szenen in jeder Phase der Aktion. Die Dramatik nimmt im Laufe des Thriller immer mehr zu, steigert sich bis zum Finale. Die ungewöhnlichen Aktionen des Zack Herry bereichern die Ermittlungen und manchmal ist er mir sogar richtig sympathisch. Seine Sichtweise auf seine Polizeiarbeit: „In der besten aller Welten ist alles Schwarz und Weiß, aber in meiner Welt hier ist nur grau, grau, grau.“ gefällt mir und zeigt mir einen Teil seiner persönlichen Gedanken und Gefühle. Und trotzdem sind zwischenmenschliche Gefühle Zack nicht fremd. Mit seiner tragischen Familiengeschichte passt er zum Team. Die Kindheitserlebnisse seiner Partnerin Deniz haben mich schwer schlucken lassen. Und auch die Berufsunfälle von Sirpa und Rudolf zeigen wie gefährlich ihre Arbeit ist. Nur Douglas Juste, den Chef der Sondereinheit konnte ich noch nicht so richtig einordnen.

Der Schwedenthriller hat bei mir voll eingeschlagen. Ich werde ihn wärmstens an Thrillerfans weiter empfehlen. Gruselig, brutal, hart, aber nicht schmutzig.

Jedenfalls die Zusammenarbeit der beiden Autoren zu diesem gemeinsamen Debüt-Thriller hat sich richtig gelohnt. Hier haben beide mit klaren, unverschnörkelten Worten bei mir ein Gefühl von ständiger Gänsehaut, Kribbeln im Nacken und Furcht erzeugt. Eine gut durchdachte Handlung sauber abgearbeitet. Auch Schwedens Hauptstadt Stockholm und seine Umgebung sind mir jetzt bildhaft ein Begriff.

Möglicherweise kommt eine Fortsetzung, da mir das Trauma von Zack noch etwas unklar ist und sein Chef Douglas vielleicht noch ein Geheimnis hütet.

Wer weiß?

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218 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 119 Rezensionen

thriller, dänemark, mord, geheimbund, geheimdienst

Oxen - Das erste Opfer

Jens Henrik Jensen , Friederike Buchinger
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 08.09.2017
ISBN 9783423261586
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

OXEN das erste Opfer von Jens Henrik Jensen


Hochdekoriert und mit der einzigen und höchsten dänischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet, gerät der Ex-Elitesoldat Niels Oxen trotz allem ins Visier einer gewaltigen und mächtigen Organisation. Mehrere Wirtschaftsbosse und Regierungsgrößen wurden ermordet. Der oberste Geheimdienst übernimmt und lässt die örtliche Polizei im Regen stehen. Um die Ungeheuerlichkeiten zu vertuschen kommt ihnen Niels Oxen als Täter gerade recht, er ist aber auch immer am falschen Ort. Sein treuer Gefährte Mr. White musste bereits grausam sterben. Und auch Niels kommt immer wieder in sehr brisante Situationen.


Jens Henrik Jensen hat hier ein überraschend spannendes Debüt für eine Trilogie hingelegt. Gleich zu Beginn fesselt er mit angedeuteten Visionen und es gelingt ihm mich durch den gesamten Thriller immer wieder mit neuen Vermutungen zu verblüffen und in die Irre zu leiten. Immer wieder treten unvermittelt Niels Nahtot-Erlebnisse als Gedankenblitze oder Alpträume auf, die mich bestürzen und mir unter die Haut gehen. Inzwischen wurde seine Mitstreiterin Margarethe Franck vom Geheimdienst klarer und mir durch ihre eigenen traumatischen Erlebnisse sympathischer.

Die verabscheuungswürdigen Charaktere der Verschwörer haben sich in meinem Kopf festgesetzt. Der Schreibstil des Autors ist bezwingend und baut den Spannungsbogen bis zum Ende auf. Als ausgebildeter Journalist in der Nachrichtenbranchen kommt hier sein Wissen für die Machenschaften der Politik und Wirtschaft in diesem Thriller voll zum tragen.

Ich freue mich diesen Thriller demnächst auf der Leinwand zu sehen, denn die Fortsetzung der Trilogie folgt 2018 mit: „Der dunkle Mann“ und „Gefrorene Flammen“. Möglicherweise auch filmreif.

Ich kann „Oxen - Das erste Opfer“ bedenkenlos weiterempfehlen, er ist turbulent, geheimnisvoll und verwirrend.

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104 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 63 Rezensionen

england, dorfleben, krimi, dorf, britisch

Eine von uns

Harriet Cummings , Walter Goidinger
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 24.07.2017
ISBN 9783552063358
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Eine von uns von Harriet Cummings


Nicht alles was uns an Erzählungen überliefert wird, heißt dass es nicht wahr sein kann.

Diese Erkenntnis hat die britische Autorin Harriet Cummings zum Anlass für diesen Debüt-Roman genommen. Eine Geschichte, die zur Zeit ihrer Geburt in England so oder so ähnlich geschehen sein soll.


Eigentlich ist er ja gar kein ein Einbrecher, oder? Denn er stiehlt nichts Wertvolles, Kleinigkeiten nur, oder hinterlässt kleine Andenken, aber am meisten fürchten die Einwohner seine heimlichen Besuche in ihren vier Wänden, die sie nicht deuten bzw. beweisen können. Manchmal weht nur ein sanfter Hauch über ihr Angesicht. Ein gespenstisches Gefühl des Beobachtet Werdens und der Kontrollverlust macht sie unsicher. Am schlimmsten jedoch trifft die Gemeinde, als eine junge Frau aus ihrer Mitte von jetzt auf nachher spurlos verschwunden ist.

Jeder misstraut jedem, jeder fühlt sich im Recht, Vorurteile und Verdächtigungen zu äußern und jeder hat jeden in Verdacht.

Ein außergewöhnlicher und gelungener Debüt Roman mit kleinen, aber verzeih baren Spannungsschwächen, jedoch mit einem ungewöhnlichen knallharten Ende. Auf eine berührende Weise hat mich die Hauptfigur in meinen Gefühlen sehr betroffen gemacht und im Nachhinein zur eigenen Einstellung nachdenklich gestimmt.

Aus vier verschiedenen Blickwinkeln von Betroffenen werden ihre Ansichten und Einstellung vermittelt. Doloris, eine jung verheiratete Frau die sich in ihrem Luxusleben langweilt; Brian, ein Schulfreund der Vermissten und Ermittler bei der ortsansässigen Polizei; Jim, Kirchenvorstand des Ortes, doch vom Dekanat mehr geduldet als anerkannt; und Stan, der eine ungewöhnliche Vorliebe hat.

Die Gefühle dieser Parteien werden während die Suchaktion läuft eindrucksvoll geschildert und allgemeine Ungewissheit herrscht.

Viele Dorfbewohner kommen ins Fadenkreuz der Ermittler und jeder bekommt sein eigenes Spiegelbild vorgehalten und wird an seine eigene Unzulänglichkeit bzw. Ignoranz ermahnt.


Von der Geschichte war ich von Anfang an gefangen, die Ungewissheit der Vermissten gab mir bis zum Schluss Rätsel auf.

Der Schreibstil ist etwas ungewohnt, jedoch einfühlsam, bezwingend und geheimnisvoll.

Ein unterhaltsamer Roman, ein bisschen Krimi, großes Rätselraten, und garantiert ein gelungener Start der englischen Autorin mit ihrem Debütroman auf dem deutschen Büchermarkt.



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thriller, psychothriller, puppe, berlin, max bentow

Das Porzellanmädchen

Max Bentow
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Goldmann, 17.07.2017
ISBN 9783442205110
Genre: Krimi und Thriller

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94 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 31 Rezensionen

italien, krimi, buchverlosung gewonnen, der nebelmann, das ende anders als erwartet

Der Nebelmann

Donato Carrisi , Karin Diemerling
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Atrium Zürich, 04.08.2017
ISBN 9783855350162
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

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Der Nebelmann von Donato Carrisi


Es ist Weihnachtszeit als die 16 jährige Anna Lou Kastner im abgelegen Alpendorf Avechot geräuschlos und spurlos verschwindet. Wohlbehütet lebt sie in einer streng religiösen Familie, war als zurückhaltend beliebt, schüchtern und unauffällig, bis dato.

Sonderermittler Vogel, erfahren und erfolgreich, versucht mit Hilfe der Medien den Mörder zu entlarven, wobei er tatkräftig von Assistent Borghi in seinen Ermittlungen unterstützt wird.

Doch viele Wochen später wird Vogel eines Nachts auf einer abgelegenen Straße blutverschmiert aufgegriffen, will sich an nichts mehr erinnern können. Und die Hilfe eines ortsansässigen Psychiaters nimmt er nur bedingt und zögerlich an.


Mit einer gelungenen Wortwahl ist „Der Nebelmann“ phantastisch geschrieben. Die Handlung nimmt den Leser von Anfang an gefangen, jeder Abschnitt ist dramatisch, beschwörend und beklemmend zugleich. Ahnungslos und diffus geistert dabei in meinem Hinterkopf das ungewisse Schicksal von Anna Lou, lebt sie überhaupt noch?

Der Star-Ermittler Vogel steht im Vordergrund, berühmt wie er ist versteht er es grandios die Medien zu manipulieren und für sich arbeiten zu lassen. Wobei er sich nicht immer der feinsten Methoden bedient.

Die Dramatik und das ständig Ungewisse zwischen den Zeilen haben mich tief beeindruckt und an das Buch bis zum unvorhergesehenen Ende gebunden.

Unglaublich und schockierend ist der Medienrummel, sensationslüstern das Publikum.


Für mich handelt es sich hier weniger um einen Thriller, eher um ein eindrucksvolles Drama mit kriminalistischer Auflösung. Aber gerade deswegen empfehlenswert, weil eine anziehende Ausstrahlung auch ohne Blutvergießen davon ausgeht.

Zum Schluss eine kleine Empfehlung: bitte lesen sie die Rückseite des Einbandes erst nach dem Inhalt.



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61 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 49 Rezensionen

drogen, krimi, gewalt, altglück, dunkels gesetz

Dunkels Gesetz

Sven Heuchert
Flexibler Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Ullstein Buchverlage, 14.07.2017
ISBN 9783550081781
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dunkels Gesetz von Sven Heuchert


Altglück liegt in der Provinz an der belgischen Grenze, und ist Schauplatz der Handlung. Um seine Urlaubskasse aufzubessern übernimmt Exsöldner Dunkel die Aufsicht über ein stillgelegtes Abbaugelände um Gesindel fernzuhalten. Doch in der Einöde beherrscht Drogenhandel und Trostlosigkeit das Umfeld. Auch Marie und ihre Mutter bekommen ihr Teil davon zu spüren. Nachdem Dunkel dem Drogenmillieu auf die Spur kommt und dies auszumerzen beginnt bringt er ausgerechnet diese in tödliche Gefahr. Und er hat nicht mit der Brutalität der Dealer gerechnet und das Ende kommt anders als geplant.

Dieser Krimi fesselt durch seine kurzen, teils abgehackt wirkenden Sätze, die ein gewisses Maß an Konzentration und Mitdenken erfordern. Eine derbe und schroffe Ausdrucksweise, jedoch genau abgestimmt auf das Umfeld und die Protagonisten. Gut beschrieben die Einöde und Trostlosigkeit der Umgebung, sie geben dem Krimi den richtigen Hintergrund. Die Einteilung in viele kurze szenenreiche Kapitel bringen Lebendigkeit und Spannung in die Handlung. Es herrscht Brutalität und Gefühlskälte innerhalb der Banden, die ich mir bildlich nicht vorstellen möchte. Die Grausamkeiten sind wohl bei den entsprechenden Gewerben gang- und gebe. Richard Dunkel ist trotz seiner Erlebnisse aus übelsten Krisengebieten noch nicht verdorben und noch Mensch geblieben, er tritt zwar hart auf, ist aber gefühlsmäßig nicht abgestumpft. Ich hätte mir noch etwas mehr Aussage über die Charaktere und Gefühlswelt der restlichen Personen gewünscht, z. B. wie sie in diese Abhängigkeiten geraten konnten. In Dunkels Gesetz habe ich mich zügig eingelesen und war gut unterhalten und gefangen von einer Sichtweise, die ich so bisher noch von keinem Krimi kannte. Seltsamerweise wirkt es auf mich gleichermaßen anziehend wie erschreckend.

Für mich ist „Dunkels Gesetz“von Sven Heuchert ein gutes und gelungenes Debüt für einen Krimi.

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19 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

jugendbuch, jugendthriller, thriller

Hundert Lügen

Alice Gabathuler
E-Buch Text: 304 Seiten
Erschienen bei Thienemann Verlag in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 20.07.2017
ISBN 9783522621526
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Hundert Lügen von Alice Gabathuler


Seit ihrem Aufenthalt in Sommercamp für Kinder ist nichts mehr wie es einmal war. Die Eltern sagten es wäre nur ein Spiel. Doch seitdem zerstören Selbstzweifel Kris und Manons junges Leben, bis heute überwältigen sie Schuldgefühle versagt zu haben. Ihre Dämonen haben ein Eigenleben, immer wieder kratzen sie zaghaft an der Oberfläche. Jeder Versuch ihr Leben halbwegs in den Griff zu bekommen scheitert. Als ihr Vater dann Manon und Kris nach Jahren des Exils unerwartet nach Hause zitiert gerät das aufgebaute Lügengerüst ins wanken.

Auslöser für den Rückruf sind Drohbriefe die seinen Familienfrieden gefährden. Als Banken- und Firmenretter skrupellos, dreht sich bei ihm alles um Machtausübung und Geldgier. Umweltaktivisten, die aktuell gegen Ausbeutung und Ausgrenzung in seiner Stadt demonstrieren steigern noch seine bedrohliche Situation und erneut beginnt ein grausam arrangiertes Spiel.

Das Geschwisterpaar Kris und Manon sind in diesem Roman charakterlich und gefühlsmäßig stark aufgestellt. Beinahe körperlich spürbar sind die Selbstzweifel und Schuldgefühle, die sie beide all die Jahre quälen. Derart belogen und alleingelassen, ja sogar verstoßen zu werden, muss jede Kinderseele zerstören. Jedes Selbstvertrauen im Keim ersticken. Dieser Roman führt mich an Grenzen meiner Empfindungen und ich bin einfach überwältigt und sprachlos von solch krankem Egoismus und Selbstverherrlichung. Ich bin erschüttert, was ein einzelner über Jahre hinweg zerstören kann, gewissenlos, skrupellos, daher für mich verabscheuungswürdig. Die Nebenfiguren spielen ihre Rollen nachvollziehbar bzw. einfühlsam wie es ihnen zugeschrieben ist und ich kann mich mit ihnen inhaltlich arrangieren. Auch in die Beweggründe von Lenny und ihrer Truppe kann ich mich gedanklich hineinversetzen. Wie am Ende Kris und Manon aus ihrer Verzweiflung finden hat mich berührt, endlich dürfen sie ihr Leben leben.


Die Autorin Alice Gabathuler hat mich in „Hundert Lügen“ durch unglaublich faszinierende Gedankengänge beeindruckt. Alles fühlt sich echt an, die Verwirrung der Kinder, der Vertrauensverlust, die Ignoranz des Vaters. Hier ist Hochspannung von Anfang bis Ende angesagt durch eine verstörende Handlung mit beklemmender Atmosphäre. Im Cover spiegelt das verschüchterte Mädchen die ganze Hoffnungslosigkeit und Verzagtheit ihres Lebens. Und es wirkt gleichermaßen anziehend wie geheimnisvoll.

„Hundert Lügen“ ist ein eindrucksvolles und nachdenklich stimmendes Jugendbuch das mir sehr nahe geht und mich von Anfang an rührt. Auch für Erwachsene ist das Lesen dieses Buches wirklich empfehlenswert. Angenehm überrascht bin ich von der klaren und emotionalen Ausdrucksweise der Autorin. Zu Recht ist die Schweizerin eine preisgekrönte Jungendbuchautorin.

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