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248 Bibliotheken, 5 Leser, 1 Gruppe, 71 Rezensionen

dystopie, mord, kerry drewery, jugendbuch, manipulation

Marthas Widerstand

Kerry Drewery , Sabine Bhose
Fester Einband: 426 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 16.03.2017
ISBN 9783846600436
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Bei Marthas Widerstand handelt es sich um eine spannende Dystopie, denn es wird beleuchtet, wie sich das Recht weiterentwickeln könnte, dass sogar Strafe kommerzialisiert werden kann und dass die Medien für den Kommerz auf sämtliche Menschenrechte verzichten könnten – ohne, dass es die Bevölkerung zu stören scheint. Sehr fiese Entwicklungen, die mich oft zum Nachdenken gebracht haben.

Martha sitzt zu Beginn in einer von sieben Zellen, weil sie zugegeben hat, dass sie den berühmten und beliebten Menschenfreund Jackson Paige erschossen hat. Die Menschheit hat ein Rechtssystem entwickelt, in dem die Täter sieben Tage lang immer die Zelle wechseln, während im Fernsehen Sendungen laufen, die die Tat, den Täter und das Opfer beleuchten. Im Laufe der Geschichte merkt man, dass das System lediglich behauptet, demokratisch zu sein, weil am Ende jeder abstimmen kann, ob der Täter schuldig ist oder nicht. Auf die Abstimmung für schuldig folgt dann der Tod. Allerdings hat das mit Demokratie wenig zu tun. Davon abgesehen, dass es keine Grauzonen gibt, keine mildernden Umstände für Notwehr usw., sind die Sendungen extrem parteiisch und berichten an keiner Stelle objektiv über Täter und Opfer. Außerdem kann man nicht nur ein Mal abstimmen, sondern oft und das kostet auch noch Geld. Das heißt, dass die Demokratie keineswegs gewahrt wird, denn es bestimmen nach wie vor die Reichen und Mächtigen über den Ausgang der Abstimmung.

Martha selbst kommt aus der untersten Gesellschaftsschicht – aus den Kratzern (ehemalige Wolkenkratzer) und hat daher, wie so viele, keine Chance. Aber was ist, wenn sie sich freiwillig in das System begeben hat? Was, wenn sie etwas bestimmtes beweisen will? Und kann sie in dieser korrupten und kommerziellen Welt überhaupt etwas erreichen?

Ich fand das Thema sehr spannend, weil es darum geht, wie sich das Recht und die Medien weiterentwickeln können. Auch der Aufbau hat mir sehr gut gefallen, denn man hat nicht nur Marthas Sicht, in der nach und nach ihre Beweggründe aufgedeckt werden, sondern auch die Sicht ihrer psychologischen Betreuerin und Ausschnitte aus der Sendung „Death is Justice“. Dadurch bekommt man einen sehr guten Rundumblick über die Gesellschaft.

Warum ich trotzdem nur 3,5-4 Sterne gegeben habe, liegt daran, dass die Perspektive von Martha immer merkwürdiger wurde. Wenn sie einfach den Alltag in den Zellen, ihre Gedanken und Rückblicke geschildert hätte, wäre das für mich vollkommen in Ordnung gewesen. Aber sie hat begonnen, mit ihrem Freund zu reden. Ich kenne das auch, wenn man in Gedanken ein Gespräch durchgeht usw., aber dann denke ich mir auch beide Gesprächspartner. Ich kann mir ja schließlich auch selbst antworten. Aber Martha spricht in Gedanken irgendwie zu ihm und erzählt ihm die ganze Geschichte (wodurch der Leser darüber informiert wird). Nur stellt sich die Frage : „Warum?“ Denn die Person, der Martha in Gedanken alles erzählt, war live dabei und hat alles miterlebt – warum ihr also noch mal die ganze Geschichte erzählen? Diese Herangehensweise hat mir gar nicht gefallen und hatte mit der Zeit immer mehr Nervpotential, weil es so konstruiert erschien. Daher war das Buch mit all seinen spannenden Ideen insgesamt eher in Ordnung bis gut und leider nicht herausragend.

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902 Bibliotheken, 31 Leser, 1 Gruppe, 169 Rezensionen

mona kasten, liebe, feel again, monakasten, feelagain

Feel Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783736304451
Genre: Liebesromane

Rezension:

Feel Again ist der dritte und abschließende Band der „Again-Reihe“ von Mona Kasten. Die Reihe habe ich nun mit einem lachenden und einem weinenden Auge beendet. Grundsätzlich mag ich nämlich ihren Schreibstil sehr, denn sie schafft es ganz wunderbar, ihre Protagonisten mit tollen Hobbies und Macken zu versehen und miteinander agieren zu lassen. Auch wenn mir die Probleme der Protas manchmal eine Idee zu dramatisiert erscheinen, habe ich mich trotzdem wieder sehr wohl in Woodshill und mit dem Freundeskreis von Allie und Kaden gefühlt.

In diesem Band geht es um Saywer, die aufgrund ihrer Erlebnisse als Kind und Teenager eher schroff rüber kommt und selten jemanden an sich ran lässt. Dadurch stößt sie natürlich den einen oder anderen vor den Kopf und das hat sie für mich auch nicht immer sympathisch gemacht. Vor allem ihr Umgang mit Männern bzw. dass sie ihr Leben lang nur One Night Stands hatte und dann plötzlich der „Eine“ auftaucht, ist für mich immer etwas merkwürdig und arg konstruiert.

Isaak mochte ich allerdings sehr – er ist ein gut aussehender Nerd, der nicht nur die richtigen Serien schaut und mit dem Computer zaubern kann, sondern auch sehr liebevoll mit Kindern umgeht, seine Familie über alles liebt und von der Arbeit auf der Farm seiner Familie muskel-gestählt ist – alles in allem also ein Traumtyp, wenn sich Mona Kasten nicht aus Shades of Grey Mrs. Robinson ausgeliehen hätte – auch wenn der Erzählstrang um die ältere Freundin von Isaacs Mom dann irgendwie im Sande verläuft. Aber wenigstens erklärt es, warum der Nerd Isaak, der beim Gedanken an eine Frau sofort rot wird, eine Bombe im Bett ist – mehr oder weniger… Was meiner Meinung nach aber nicht die völlige Schüchternheit erklärt, denn Sawyer bietet ihm sogar einen Deal an und gibt ihm Nachhilfeunterricht im Flirten – er soll insgesamt selbstbewusster werden. Zu 100% habe ich da nicht verstanden, wie Isaak, der in einer riesigen Familie aufgewachsen ist, seine Schwestern trösten kann und allerhand sexuelle Erfahrungen mit einer älteren Frau gesammelt hat, dann irgendwie so schüchtern und verklemmt sein soll …

Daher muss ich sagen, obwohl ich den Freundeskreis, den Schreibstil und die Liebesgeschichten von Mona Kasten sehr mag, war „Feel Again“ für mich der schwächste Band der Reihe. Vor allem, was Sawyer in ihrer Vergangen passiert ist, war meiner Ansicht nach absolut überzogen, ebenfalls das Verhalten ihrer Tante zur Hochzeit ihrer Schwester … So komisch konstruiert kann ich mir das in der Realität einfach nicht vorstellen. Und Isaak war, so perfekt, wie ich ihn fand, als Person irgendwie merkwürdig und auch ein wenig unglaubwürdig zusammengebastelt – siehe seine Schüchternheit.

Ich habe den Roman trotzdem sehr gern gelesen und vergebe aufgrund der angesprochenen Schwächen noch 3,5 Sterne.

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553 Bibliotheken, 16 Leser, 1 Gruppe, 108 Rezensionen

fantasy, liebe, attentäter, verrat, das herz des verräters

Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Mary E. Pearson
Fester Einband: 528 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 26.05.2017
ISBN 9783846600429
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Ich war schon sehr gespannt auf die Fortsetzng von „Kuss der Lüge“ und habe mich daher auf das Buch gestürzt. Zur Handlung kann ich aufgrund der Spoiler-Gefahr allerdings nicht allzu viel verraten. Grundsätzlich geht es um Lia, die im ersten Band mit einem ihr unbekannten Prinzen verheiratet werden sollte und aufgrund der ganzen Zwänge bei Hofe flieht. Sie kommt in einem Dorf als Schankmaid unter – immer begleitet von ihrer treuen Zofe Pauline. Dabei waren ihr zwei Männer auf der Spur: der Prinz und ein Attentäter. Beide haben sie auch gefunden, allerdings wusste man als Leser zunächst nicht, wer von ihren neuen Männerbekanntschaften, wer ist. In einen davon hat sie sich verliebt – Gott sei Dank ist aber keine wirkliche Dreiecksgeschichte entstanden! Allerdings stellte sich heraus, dass noch andere Parteien hinter ihr her sind und letzten Endes musste sie wieder fliehen und konnte ihre Lage nicht wirklich verbessern. Dort beginnt der zweite Band, der wieder richtig schön atmosphärisch war und die Welt sehr gut rüber gebracht hat. Ich liebe zum Beispiel die Kleidung, Riten und Bräuche der verschiedenen Völker und bin sehr froh, dass sich Mary E. Pearson immer die Zeit bzw. den Raum dafür nimmt. Im Gegensatz zu „Auf immer gejagt“ von Erin Summerill, die irgendwie gar kein Worldbuilding betreibt, gefällt mir die Welt und Atmosphäre bei dieser Reihe sehr gut.

Allerdings hatte die Handlung ein paar Längen und kam nicht immer voran. Ein wenig unzufrieden war ich auch mit dem Ende, da die Autorin, meiner Empfindung nach, einen ganz anderen Weg angeschnitten hatte und ich dann sehr überrascht und auch ein wenig überrumpelt war. Aber vielleicht geht es im nächsten Band wieder mehr in die von mir angedachte Richtung – ich bleibe gespannt!

Daher freue ich mich schon sehr auf den nächsten Band und vergebe auf „Das Herz des Verräters“ 3,5 bis 4 Sterne.

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331 Bibliotheken, 10 Leser, 0 Gruppen, 118 Rezensionen

erotik, lara adrian, liebe, for 100 days, milliardär

For 100 Days - Täuschung

Lara Adrian , Firouzeh Akhavan-Zandjani
Flexibler Einband: 400 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 24.04.2017
ISBN 9783802598210
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Auf „For 100 Days“ war ich doch recht gespannt, zumal ich von der Erfolgsautorin Lara Adrian noch nichts weiter gelesen hatte. Das Ergebnis war dann aber doch eher mäßig. Zunächst baut Lara Adrian eine toughe und kämpferische Protagonistin auf, die mir zu Beginn noch sympathisch war. Avery ist eine eher erfolglose Künstlerin, hält sich mehr schlecht, als recht, mit einem Kellner-Job über Wasser und wohnt quasi in einer überteuerten Streichholzschachtel. Recht früh erfährt sie, dass ihre Bilder nicht mehr in der Galerie ausgestellt werden und dass sie wohnungstechnisch vor die Tür gesetzt wird. Also eine gute Grundlage für eine spannende Geschichte über eine Kämpferin – die dann ja quasi noch mit dem Mann fürs Leben belohnt wird, zumal es noch einige Details aus ihrer Vergangenheit gibt, die das ganze noch dramatischer gestalten. Daher fieberte ich zu Beginn mit der Protagonistin und war sehr gespannt, wie sie das alles meistern wird.

Allerdings trifft sie dann auf Dominic Baine, einen reichen, arroganten und besitzergreifenden Abklatsch vieler anderer Männer dieses Genres und dann wird die Story immer unglaubwürdiger. Die treffendsten Worte für den guten Nick sind „besitzergreifend“ und „dominant“, denn diese werden inflationär bei jeder Tätigkeit benutzt – wie er dasteht, läuft bzw. sich bewegt, wie er sie ansieht, sie behandelt und generell auftritt – immer wieder das gleiche. Sobald sie zusammenkommen, vergisst sie auch quasi alles und gibt sich in allen Belangen kampflos geschlagen. Anstatt sich eine andere Galerie zu suchen, einen Zweitjob oder generell einen besseren Job, eine potentiell neue Wohnung usw. – nichts davon ist mehr wichtig und die lebt irgendwie nur noch vor sich hin – ein willenloses Sexobjekt ohne Persönlichkeit.

Die Geheimnisse aus der Vergangenheit werden zu einer großen Geschichte mit weitreichenden Konsequenzen hochgespielt, um Raum für weitere Bände zu schaffen. Ich fand Averys Handeln einfach generell unglaubwürdig und gegenüber sich selbst und ihrer Umwelt auch verantwortungslos. Dann kommt noch dazu, dass sie als Kellnerin während ihres Jobs jammert, dass sie aus der Wohnung weg muss und eine völlig Fremde ihr spontan 5000 Dollar dafür gibt, ihre Wohnung zu sitten, weil sie just an diesem Abend für vier Monate außer Landes fliegt. Ja klar … Wer macht sowas nicht!? So richtig nachvollziehen konnte ich das Handeln und Denken also nicht immer und die inflationären Sexszenen wurden durch ihre ständigen Wiederholungen auch recht schnell öde. Auch der Cliffhanger am Ende war recht lahm und es fühlte sich eher so an, also würde die sowieso schon recht handlungsarme Erotikgeschichte dadurch nur künstlich und unnötig in die Länge gezogen.

Alles in allem war die Grundstory also gar nicht so verkehrt und die Heldin mit ihren Problemen vielversprechend angelegt, aber durch das unnötige Strecken mit mehr oder minder guten Sexszenen und konstruierten Problemen hat viel von der Spannung genommen und ich habe recht wenig Lust, die Geschichte von Avery und Nick weiter zu verfolgen.

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136 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 36 Rezensionen

paris, liebe, buchladen, bücher, frankreich

Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine

Rebecca Raisin , Annette Hahn
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Rütten & Loening Berlin, 11.04.2017
ISBN 9783352008979
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine“ gehört zu den Büchern, die ich zehn Mal abbrechen wollte, es für die Rezension dann aber doch nicht getan habe. Gleich vorab: ich habe weder den Aufbau der Geschichte, noch die Protagonisten verstanden. Die Geschichte beginnt mit den üblichen Klischees – die durchaus gut ankommen können – mir aber zu gewollt waren. Sarah ist zu schüchtern, zu introvertiert, hat, glaube ich, mit 18 den Buchladen in einer kleinen Stadt eröffnet und ist dort ihre einzige Angestellte. Gegenüber ist ein wundervolles Café, in dem es leckere Törtchen und süßen Kakao gibt – und natürlich die besten Freunde der Buchliebhaberin. Schön fand ich ja Sarahs Liebe zu den Büchern, aber sie war zu gewollt schüchtern, hat noch nie einen Fuß oder auch nur einen Blick in die weite Welt gewagt und kann sich auch gar nicht verstehen, wie sie an den absolut tollen Ridge gekommen ist – der als Reporter ständig um die Welt jettet. Gefühlt sehen sie sich zwei Mal im Jahr, er gesteht ihr am Telefon ständig seine Liebe und wie sehr er sie begehrt – zu mehr reicht es aber nicht. Ich fand Ridge ziemlich egoistisch – obwohl er das ja alles „für sie beide“ getan hat – aber mir war das zu oberflächlich und ich habe nicht verstanden, auf was diese Beziehung eigentlich fußte.

Daran zweifelt Sarah auch ein kleines Bisschen und als eine Freundin in Paris ihr anbietet, dass sie die Buchläden tauschen sollten, wagt Sarah dann doch den Sprung und plötzlich ist sie die Chefin eines recht großen – mehrstöckigen – Buchladens, mit min. 3 Festangestellten und 20 ständig wechselnden Aushilfen. Natürlich mag sie dort erstmal keiner, gleich am Anfang lässt sie sich das Gepäck klauen (auf eine Art und Weise … – wie blöd kann man nur sein?) und insgesamt ist sie ziemlich unglücklich. Was mich am meisten gestört bis hin zu genervt hat, ist die Tatsache, dass wohl von einem Moment auf den anderen die Umsätze stark eingebrochen sind und dann wurden jeden Tag etwa 50€ geklaut und ich hatte nicht das Gefühl, dass Sarah etwas dagegen unternommen hat. Monate (und tausende Euro) später erfährt sie, wer es war und von einem Moment auf den nächsten sind die beiden dann beste Freunde. Und zum Schluss ist dann ja sowieso alles gut.

Ja, mir hat das Buch nicht gefallen, ich fand es zu willkürlich und da wurden Geschichten und Klischees aneinander gereiht, mit denen ich nicht viel anfangen konnte. Irgendwie finden sie dann noch alte Briefe, die nämlich auch zufällig eine ähnliche Problematik haben, wie Sarah und Ridge … Irgendwie hat das alles nicht gepasst. Ich vergebe noch 2,5 Sterne, weil mir die Liebe zu den Büchern und auch ein klein wenig zu Paris gefallen hat. Ansonsten gibt es aber bessere Liebesgeschichten – mit Büchern – und in Paris!

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37 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 23 Rezensionen

stress, ratgeber, gesundheit, frauen, hormone

Das Rushing Woman Syndrom

Libby Weaver
Flexibler Einband: 280 Seiten
Erschienen bei TRIAS, 26.04.2017
ISBN 9783432104331
Genre: Sachbücher

Rezension:

Da ich täglich mehrere To-Do-Listen pflege und das Gefühl habe, mehr Dinge gleichzeitig machen zu wollen, als gut für mich ist, denke ich, dass auch ich zu den Rushing-Woman gehöre. Außerdem haben sich über die letzten Jahre einige körperliche Veränderungen bemerkbar gemacht, von denen ich weiß, dass sie stressbedingt sind. Da ich aber keine Medikamente zur Unterdrückung nehmen möchte, sondern mich eher bemühe, an der Wurzel bzw. Ursache meiner Leiden zu arbeiten, kam mir das Buch gerade recht, denn Libby Weaver zeigt nicht nur auf, was Stress dem menschlichen Körper antut, sondern präsentiert auch einige Lösungsmöglichkeiten.

In ihrem Buch bespricht sie das Nervensystem, die Hormone – dabei geht sie sowohl auf die Stresshormone Adrenalin und Cortisol ein, als auch die Sexualhormone einer Frau – weiterhin die Funktion der Schilddrüse und das Verdauungssystem. Was sie dabei aufzeigt, fand ich überzeugend und habe mich in einigen Punkten wiedergefunden. Zwar habe ich keine Probleme mit der Schilddrüse, allerdings spüre ich, dass meine Hormone im Ungleichgewicht sind – zu spüren an Herzrasen in Stresssituationen und Menstruationsbeschwerden.

Sie führt zum Beispiel die klischeehafte dauergestresste Frau auf, die sich den ganzen Tag mit Kaffee auf den Beinen hält und Abends mit Alkohol abschaltet. Vom Stress einmal abgesehen versetzt der Kaffee den Körper immer wieder in eine Kampfsituation und wir schütten Stresshormone aus. Dies ist ihrer Meinung auch der Grund, warum auch schlanke Frauen bei gleichbleibender Ernährung zunehmen – man ist im Überlebensmodus und der Körper lagert ein. Der zusätzliche Alkohol tut sein Übriges und erhöht zudem noch das Brustkrebsrisiko. Beides bekämpft lediglich die Oberfläche bzw. Auswirkungen, nämlich der Kaffee die Müdigkeit und der Alkohol die Angespanntheit – an die Wurzel, nämlich den Stress, geht es dabei nicht.

Auch wenn mir das Buch generell zu sehr auf Kaffee und Alkohol gepolt war – Libby Weaver ist selbst Beraterin und spricht möglicherweise aus Erfahrung – steckt dahinter sicherlich etwas Wahres. Ich habe seitdem auf meine zweite Tasse Kaffee verzichtet (davon habe ich Nachtmittags auch manchmal Herzrasen bekommen) und Alkohol trinke ich generell selten. Dann geht sie noch auf den bekannten Schlafmangel ein, von dem auch ich betroffen bin. Seit ich denken kann, schlafe ich nachts schlecht ein. Da ich immer so 1-2 Stunden wach liege, habe ich mir angewöhnt, die Nacht mit Freunden oder meinem Partner zu schreiben oder zu verbringen (je nach Situation), Videos bei YouTube oder Filme zu schauen oder ein Buch zu lesen. Ist nur blöd, wenn man 1 Uhr immer noch wach ist und um 6 der Wecker klingelt. Libby Weaver hat dahingehend bei mir voll ins Schwarze getroffen, denn sie meint, dass gegen 22-22.30 Uhr noch mal ein Stresshormon ausgeschüttet wird, was uns dann wach hält. Sie empfiehlt daher bereits vor 22 Uhr ins Bett zu gehen. Das war mir zwar ultra früh und auch irgendwie ein wenig peinlich, aber oh Wunder, ich schlafe jetzt in der Regel vor 23 Uhr ein und bin, wenn nicht gerade um 6 der Wecker bereits der Wecker klingelt, immer zwischen 6 und 7 Uhr wach. Wer hätte das gedacht? Ich fühle mich super ausgeschlafen und starte motiviert in den Tag.

Weiterhin empfiehlt sie meditative Entspannungsübungen und ich werde mich demnächst näher mit Yoga befassen – schließlich weiß ich jetzt schon, dass das neue Schuljahr extrem stressig sein wird und ich wenige Wochen nach den Sommerferien wieder den altbekannten Erschöpfungszustand verspüren werde. Daher möchte ich bis dahin gerüstet sein!

Natürlich wird auch auf andere Stressursachen eingegangen – bei mir ist die Ursache zum Teil beruflich (da kann man sicher noch an einigen Einstellungen drehen) und zum Teil emotional. An den Ursachen muss ich definitiv noch arbeiten und dabei kann mir Libby Weaver nicht helfen. Alles in Allem denke ich aber, dann man sich in den Buch gut wieder finden kann und bereits an einigen Stellschrauben drehen kann. Ich glaube, dass weit mehr körperliche Probleme auf Stress zurückzuführen sind und dass wir uns viel mehr darum bemühen sollten, daran zu arbeiten, als irgendwelche Medikamente gegen die Auswirkungen zu schlucken. Ich hoffe, dass ich meinem Ziel etwas näher gekommen bin und kann dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen!

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18 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

christina lauren, pippa, beautifu, beautiful, jensen

Beautiful

Christina Lauren , Ira Panic
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 12.06.2017
ISBN 9783956497186
Genre: Romane

Rezension:

„Beautiful“ ist der abschließende Band der fünfbändigen Beautiful-Reihe, obwohl es schon schade ist, dass es keinen besseren Titel bekommen hat – Beautiful Bastard, Beautiful Stranger, Beautiful Player und Beautiful Secret hießen ja die Bände zuvor. Aber sei es drum, schließlich findet Jensen Pippa dann auch einfach nur schön, also interpretiere ich das mal als die Idee dahinter.

Auch in diesem Band tauchen wieder die Charaktere der letzten Bände auf – Jensen ist der Bruder von Ziggy und der beste Freund von Ziggys mittlerweile Ehemann Will. Und Pippa ist eine sehr gute Freundin von Ruby, die in meinem Lieblings Band „Beautiful Secret“ ihren Deckel gefunden hat. Der Freundeskreis möchte zusammen eine Weinverkostungs-Tour machen und schleppt die Singles Pippa und Jensen mit. Denn Jensen versinkt seit seiner Scheidung in Arbeit und Pippa erwischt ihren Freund in der berühmt berüchtigten Mittagspause mit einer anderen. Als Jensens Exfrau Becky auftaucht tut er so, als wäre Pippa seine Frau und der Trip ihre Hochzeitsreise und das Chaos ist perfekt. Obwohl beide sich bereits auf dem Flug nach Boston begegnet sind und vielleicht nicht den besten Start hingelegt haben, so fängt es doch recht bald an zu knistern und sie beginnen eine Urlaubs-Affäre. Was natürlich nicht dabei bleibt und dann zu Komplikationen führt. Alles nicht neu, nicht das vor Erotik prickelndste Buch der Reihe, aber meiner Meinung nach auf Platz 2 nach „Beautiful Secret“. Das liegt zum einen daran, dass die Weingut- und später auch Einsame-Holzhütte-Im-Wald-Atmosphäre echt super gelungen ist, zum anderen aber auch daran, dass ich Pippa echt mochte und sie sich nicht wie Idioten aufgeführt haben (was bei der Reihe durchaus mal vorgekommen ist). Pippa ist nämlich immer für eine Überraschung gut, für eine Mathematikerin recht chaotisch und neigt zu guter und teurer, v.a. aber bunt zusammengewürfelter Kleidung und bunten Haaren – natürlich habe ich sie geliebt! Der Erzählstrang mit Jensen Exfreundin hinkte aber immer mal ein wenig und ich habe mich immer wieder gefragt, warum ihr nicht einfach mal jemand sagen konnte, dass sie stört und nicht überall ihre Nase reinhängen soll.

Nun bin ich traurig, dass die Reihe vorbei ist, v.a. da ich mit der Wild-Seasons-Reihe des Autorinnen-Dous bisher keine guten Erfahrungen gemacht habe. „Beautiful“ kann ich aber auf jeden Fall empfehlen und wenn man die anderen vier Bände kennt, wartet auf die Fans zum Schluss noch eine Handvoll Epiloge für alle Paare der Reihe. Eine sehr gelungene und herzerwärmende Idee für den Abschluss!

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1.654 Bibliotheken, 30 Leser, 1 Gruppe, 403 Rezensionen

erin watt, paper princess, liebe, erotik, new adult

Paper Princess

Erin Watt , Lene Kubis
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Piper, 01.03.2017
ISBN 9783492060714
Genre: Erotische Literatur

Rezension:


Der Hype um Paper Princess ist ja groß und ich musste meine Neugier befriedigen - was ist dran an der 17jährigen Stripperin, die plötzlich bei der reichen Familie Royal einziehen darf und dafür auch noch Geld bekommt?
Die Story hat auf jeden Fall seinen Spannungseffekt, da Ella in einen Haushalt einzieht, in dem fünf Brüder wohnen, die ihr nicht trauen und sie nach Möglichkeit wegekeln wollen - und da sie die Stars der reichen Privatschule sind, sorgen sie nicht nur zu Hause, sondern auch in der Schule für ein feindliches Klima. Natürlich sehen sie alle überdurchschnittlich gut aus, sind umschwärmt und auch Ella kann sich dem Charme nicht entziehen. Moment mal - welcher Charme? Sie wird wie Dreck behandelt, muss sich mit Schimpfwörtern, Verleumdungen und sexuellen Belästigungen auseinander setzen und findet das auch noch anziehend? Ja genau, denn Reed, der besonders fies zu ihr ist, sieht auch noch am besten von allen aus und deswegen schlägt ihr Herz höher.
Mit der recht flachen Geschichte kann ich ja noch leben, da es schon spannend ist, wie Ella sich behauptet und die Jungs langsam auftauen - selbst wenn sie lange Zeit einfach unter der Gürtellinie sind und das ganze auch noch zum Teil in einer Gossensprache erzählt wird. Es kommt trotzdem genug Spannung auf, um das Buch in kürzester Zeit wegzusuchten.
Restlos vorbei war es mit mir aber, da letzten Endes keine einzige Person in diesem Buch auch nur hinreichend glaubhaft gezeichnet ist, sie Null Tiefgang haben (weder charakterlich, noch emotional) und ich mich die meiste Lesezeit über gefragt habe, was mit dem Vater, den Brüdern und den jeweiligen weiblichen Protagonistinnen schon wieder los ist. Von dem einfach nur hinrissigen Ende einmal ganz abgesehen. Mir ist absolut unklar, wie man als Autor so viele unsinnige Szenen, Charaktere und Entscheidungen aneinander reihen kann. Davon abgesehen, dass die Mutter eine ziemliche Geburtenmaschine gewesen sein muss, bei fünf Jungs, bei denen der älteste etwa 20, der zweite etwa 18, der mittlere etwa 17 und die Zwillinge 15 oder 16 sein müssen. Und kein einziger davon pflegt einen auch nur annähernd vernünftigen Umgang mit Frauen + Reed muss sich ständig prügeln, Easton ist alkohol- und spielsüchtig und die Zwillinge, die Null Individualität abbekommen haben, teilen sich auch noch die Mädels. So viel Murks auf einen Haufen ist ganz schön unglaubwürdig. Das Ende war dann die Krönung des ganzen Unsinns. Ich vergebe aufgrund des Unterhaltungswertes noch 2 Sterne und werde mich definitiv von Erin Watt fernhalten!

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1.288 Bibliotheken, 59 Leser, 5 Gruppen, 194 Rezensionen

thriller, sebastian fitzek, achtnacht, berlin, fitzek

AchtNacht

Sebastian Fitzek
Flexibler Einband: 416 Seiten
Erschienen bei Knaur Taschenbuch, 14.03.2017
ISBN 9783426521083
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"AchtNacht" ist auf der Grundlage von The Purge geschrieben, was ich mega genial fand. Es findet ein Experiment statt und am 08.08. werden um 8 Uhr 8 ein bis zwei Personen genannt, die für 12 Stunden vogelfrei sind und für ein Preisgeld von 10 Mio Euro gejagt werden dürfen. Legitimation erhalten die Menschen, indem behauptet wird, dass die Regierung der Jagd zustimmt, da die Gefängnisse überfüllt sind und los gehts...

Ich finde die Grundidee nach wie vor genial, da sie, wie auch in "Anonym" von Strobel/ Poznanski, die Sensationslust und Moralität der Menschen vorführt, die in der aufgeputschten Masse zu Monstern werden und vieles glauben, was in den sozialen Netzwerken steht bzw. erzählt wird. Dieses doch recht kritische Bild von uns Menschen ist gar nicht mal so unrealistisch und das Thema "gefakte Medien" ist ebenfalls aktuell. Spannend wird daher die Jagd auf Ben, der irgendwie in den Lostopf gelangte und sich vor der irren Masse, aber auch vor dem Spielleiter Oz, retten muss.

Soweit gut und spannend, aber wie in dem Paket hat Fitzek eine Side-Story entwickelt, die sicherlich die Spannung voran treiben soll, die mich allerdings inhaltlich gestört hat und die völlig an den Haaren herbeigezogen war. Gemeint ist ein gelangweilter, koksender Russe und ein Taxifahrer, der mit speziellen Filmchen Geld verdient. Diese Zusatzgeschichte hat mich sogar so sehr gestört, dass ich das Buch ein paar Wochen lang auf Eis gelegt habe.

Alles in allem also eine spannende Geschichte, aber von einem sensationellen Thriller weit entfernt und sicher auch nicht der beste Fitzek auf dem Markt.

Bewertung: 3,5 Sterne

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123 Bibliotheken, 5 Leser, 0 Gruppen, 64 Rezensionen

krimi, glasgow, mord, streifenpolizist, schottland

Die Mädchen von Strathclyde

Denzil Meyrick
E-Buch Text: 80 Seiten
Erschienen bei HarperCollins, 10.04.2017
ISBN 9783959676656
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

"Die Mädchen von Strathclyde" ist das Prequel zu "Tödliches Treibgut" in dem D.C.I. Jim Daley in Glasgow ermittelt. In dieser Vorgeschichte lernt man den Streifenpolizist Daley kennen - er ist allerdings noch kein Ermittler - das kommt erst im ersten Band. Da die Mordkommission aber unterbesetzt ist und er auf Streife die Leiche einer Prostituierten findet, wird er abgeordnet und darf sich bei den Ermittlungen beteiligen. Trotz steigender Überstunden ist Daley Feuer und Flamme - schließlich wollte er nicht ewig Streife fahren und sieht seine Chance. 
Die Geschichte ist nur 70 Seiten lang und der Mordfall wird recht schnell zu einem Mehrfachmord und kommt fix zum Abschluss. Vielleicht etwas kurz und überstürzt, dadurch aber sehr rasant. Glasgow um 1986 bietet zudem ein interessantes Setting und ich musste an einigen Stellen wegen der VHS-Kassetten und der aktuellen Musik schmunzeln. Alles in allem recht spannend und ein netter Einstieg, der Lust auf den ersten Band macht!

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(990)

1.886 Bibliotheken, 57 Leser, 16 Gruppen, 77 Rezensionen

fantasy, westeros, krieg, drachen, das lied von eis und feuer

Der Thron der Sieben Königreiche

George R. R. Martin , Andreas Helweg , Sigrun Zühlke , Thomas Gießl
Flexibler Einband: 574 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 21.06.2011
ISBN 9783442268221
Genre: Fantasy

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(55)

96 Bibliotheken, 1 Leser, 1 Gruppe, 35 Rezensionen

lissabon, portugal, krimi, erbe, mord

Portugiesisches Erbe

Luis Sellano
Flexibler Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Heyne, 13.06.2016
ISBN 9783453419445
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ich wollte „Portugiesisches Erbe“ unbedingt lesen, weil sich die Grundstory um ein geerbtes Antiquariat in Lissabon und einen damit verbundenen Kriminalfall sehr spannend angehört hatte. Henrik Falkner, ein ehemaliger Polizist aus Deutschland, reist nach Lissabon und findet zwischen den verschrobenen und verstaubten Antiquitäten Hinweise auf ungelöste Mordfälle – das klingt doch nach einer tollen Lektüre.

Aber manchmal kommt es ganz anders, als man denkt. Ein Drittel des Buches beschäftigt sich mit den Bewohnern des Hauses in den sich das Antiquariat befindet und mir hat die Erzählweise dabei nicht gefallen. Irgendwie hat man viele Informationen bekommen, aber auch keine richtigen und weiter gebracht hat mich das auch nicht. Es zog sich ewig hin, weder Handlung noch Charakterentwicklung gingen voran und der Funke wollte einfach nicht überspringen. Man erfuhr dann einiges über Henrik, v.a. warum er seinen Dienst quittierte, aber sympathisch wurde er mir nicht. Vor allem lamentierte er sehr oft über seine tote Frau, an die er ständig denken musste, schläft aber in den fünf Tagen gleich mit zwei weiblichen Nebencharakteren. Diese blieben dann aber sehr farblos, degradiert zu schmückendem Beiwerk und Beischlafobjekt. Aber nicht nur bei den Figuren sprang der Funke nicht über, auch die reiseführerartigen Beschreibungen Lissabons entflammten in mir kein Feuer und der ungelöste Kriminalfall war ein eher laues Flämmchen.

Insgesamt muss ich daher sagen, dass ich schon weitaus bessere und spannendere Krimis gelesen habe und mich das Buch dank meiner Erwartungen ziemlich enttäuscht hat. Mein Fazit ist daher: kann man lesen, muss man aber nicht.

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(43)

94 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

christina lauren, weil ich dich will, dirty rowdy thing, sex, familie

Dirty Rowdy Thing - Weil ich dich will

Christina Lauren , Tilly Johanson
Flexibler Einband: 304 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 18.07.2016
ISBN 9783956495823
Genre: Erotische Literatur

Rezension:

Ich hatte „Dirty Rowdy Thing“ als Rezensionsexemplar angefragt, weil ich bereits vier Bücher des Autorinnen-Dous gelesen habe und besonders den letzten extrem gut fand. Umso enttäuschter war ich dann von dieser Geschichte. Harlow und Finn hatten sich in Vegas kennen gelernt und sich betrunken geehelicht. Die Ehe haben sie dann nach einer Nacht voller Sex am nächsten Tag gelöst. Harlow besuchte ihn dann noch mal in Kanada, aber auch dort haben sie wenig geredet und hauptsächlich hirnlos gevö**lt. Diese Vorgeschichte beschreibt eigentlich auch alles weitere, denn die beiden führen kaum sinnvolle Gespräche, sie haben beide Probleme, über die sie nicht reden, die sie mit viel Sex betäuben und sich dann irgendwie verlieben.

Bis zum Ende habe ich für diese unsterbliche Liebe, oder überhaupt für die Anziehungskraft zwischen den beiden, keine wirkliche Grundlage finden können. Ich fand beide irgendwie unecht konstruiert, nicht wirklich sympathisch und der Sex und die Gespräche darüber waren sehr primitiv. Insgesamt fehlte mir die Spannung und auch ein wenig der Sinn hinter dem ganzen Hin und Her. 

Statt das Buch zu empfehlen, werde  ich es abstoßen und lieber „Beautiful Secret“ noch einmal lesen. Alles in Allem wirklich eine enttäuschende Geschichte, Erotik und Charaktere. Hätte man meiner Meinung nach in der Schreibtischschublade lassen können…

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9 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 4 Rezensionen

adolf, moers, total, sammelband, walter

Adolf total

Walter Moers
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Penguin, 11.10.2016
ISBN 9783328100690
Genre: Humor

Rezension:

„Adolf total“ ist ein Sammelband von Walter Moers mit den drei Bänden „Adolf – äch bin wieder da“, „Äch bin schon wieder da“ und der „Bonker“. Im Mittelpunkt steht Adolf Hitler, der in seinem „Bonker“ verschiedene Abenteuer erlebt. Wichtig ist hierbei aber, dass es sich um eine Parodie handelt. Man erlebt zwar alles aus Adolfs Perspektive, entwickelt deswegen aber keine Sympathie zu diesem Charakter. Der Leser sollte allerdings vorher wissen, ob er bereit ist, über Adolf Hitler zu lachen oder ob er das für ein NoGo hält. Wer der Meinung ist, dass man über Hitler und den zweiten Weltkrieg keine Witze reißen sollte, für den wird dieser Band wahrscheinlich kein Vergnügen sein.

Ich für meinen Teil denke nicht, dass Hitler sakrosankt ist und hatte extrem viel Spaß mit den Bildern und Texten. Hitler muss hierbei mit dem verlorenen Krieg klar kommen, trifft auf Hermann Göring, der mittlerweile eine Geschlechtsumwandlung hatte und als Hermine Geld für seinen Drogenkonsum anschaffen muss. Er wird von Aliens entführt, reist durch die Zeit, ist für die Attentate auf Kennedy und den österreichisch-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand verantwortlich und hat außerdem Kurt Cobain, Mutter Theresa und Lady Di auf dem Gewissen. Was Hitler alles verzapft ist haarsträubend und absolut absurd. Manche Situationen und Bilder haben mich sogar ein wenig verstört.

Die Sprache war allerdings teilweise etwas deftig und es wurde mit vielen Schimpfwörtern und Fäkalausdrücken gearbeitet. Das war mir zum Teil etwas too much, aber ich hatte insgesamt viel Spaß und ordentlich was zu lachen. Wer unsere Geschichte mit Humor nehmen kann und kein Problem mit absurden Ideen rund um Adolf Hitler hat, der kann sich ruhig die Zeichnungen von Walter Moers anschauen.

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253 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 70 Rezensionen

the cage, megan shepherd, science fiction, entführt, dystopie

The Cage - Entführt

Megan Shepherd , Beate Brammertz
Flexibler Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Heyne, 29.08.2016
ISBN 9783453268937
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„The Cage“ ist der Auftakt zu einer Jugend-Dystopie, die von der Idee her ganz nach meinem Geschmack war. Sechs Jugendliche werden von Aliens entführt und auf einen fremden Planeten gebracht – mit dem Ziel des Artenschutzes. Oder doch nicht?

Das Setting hat mir hierbei sehr gut gefallen und war für eine gute Dystopie ordentlich perfide. Die Jugendlichen müssen in der für sie geschaffenen Umgebung klar kommen und erst nach und nach herausfinden, was das eigentlich soll. Da sie die Auflagen haben, sich gesund zu ernähren und Rätsel zu lösen, sich regelmäßig gesundheitlich durchchecken lassen müssen und sich zum Ziele des Artenschutzes fortpflanzen sollen, kommen sie sich wie Laborratten vor. Doch irgendwer sät Zwietracht und ihre Fluchtpläne werden immer weiter sabotiert. Das alles und ein ganz wunderbarer bzw. fieser Cliffhanger haben mir unheimlich viel Spaß gemacht, weswegen ich äußerst gespannt die Fortsetzung erwarte.

Allerdings muss ich dennoch Abstriche machen, denn die Gestaltung der Jugendlichen, ihre Handlungen, Dialoge und Gedanken fand ich relativ oft unverständlich und unlogisch. Die Kapitel sind aus verschiedenen Blickwinkeln geschrieben, weswegen es mehr als eine Person gab, die mich zum Kopfschütteln animiert hat. Und damit meine ich nicht das übliche: warum verliebt sie sich plötzlich in den Typen, wo sie doch gar nicht zueinander passen. Es waren schon recht unübliche logische Probleme, die mir das Lesen nicht immer schmackhaft gemacht haben. Einige Stellen waren aus meiner Perspektive sogar so unsinnig, dass ich vor Ärger das Buch weglegen musste.

Da ich durch die spannende Grundstory und die zwischenmenschlichen Unsinnigkeiten ziemlich zwiegespalten war bzw. bin, wusste ich zunächst nicht, wie ich das Buch bewerten soll. Die dystopische Idee für sich verdient mindestens 4 Sterne, die Handlungsweise und Dialoge der Charaktere maximal 3. Daher bewerte ich „The Cage – Entführt“ insgesamt mit 3,5 von 5 Sternen und bin dennoch sehr gespannt auf den nächsten Band!

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(1.103)

2.212 Bibliotheken, 51 Leser, 1 Gruppe, 359 Rezensionen

mona kasten, liebe, begin again, new adult, vergangenheit

Begin Again

Mona Kasten
Flexibler Einband: 496 Seiten
Erschienen bei LYX ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 14.10.2016
ISBN 9783736302471
Genre: Liebesromane

Rezension:

„Begin Again“ ist eine fluffig, leichte New Adult Liebesgeschichte mit toll ausgestalteten Charakteren und einer ordentlichen Portion kinsternder Spannung zwischen Allie und Kaden. Allie startet einen Neuanfang und zieht bei dem recht wenig begeisterten und unfreundlichen Kaden ein. Ich muss sagen, dass mir richtig gut gefallen hat, wie im Laufe der Geschichte zwischen den beiden immer mehr die Fetzen und die Funken geflogen sind. Das hat Mona Kasten ganz fantastisch hinbekommen und es sorgte definitiv für einen richtig tollen Suchtfaktor beim Lesen! Vor Allem hat mir auch Allie gefallen, die genau wie ich auf allerlei Badeprodukte von Lush steht und sich am liebsten Serien mit Superhelden anschaut, z.B. The Flash oder Arrow – extreeem sympathisch!

Nach und nach wurden dann die Geheimnisse aufgedeckt und ein Stück weit verarbeitet. Was Allie widerfahren ist, ist definitiv nicht schön und hat mich auch sehr ergriffen. Mona hat ihre Geschichte ganz wundervoll und spannend eingebettet. Aber was dann Kaden passiert ist, erschien mir doch zu konstruiert und übertrieben in Hinblick auf das, was sowieso schon mit Allie geschehen ist. Meiner Meinung nach muss man nicht immer noch eins oben drauf setzen, sondern manchmal ist weniger einfach mehr.

Alles in Allem aber ein guter New Adult Roman mit richtig sympathischen Charakteren und einem enormen Suchtfaktor. Daher freue ich mich auch schon sehr auf die Fortsetzung zu Allies und Kadens Freunden „Trust Again“!

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75 Bibliotheken, 2 Leser, 2 Gruppen, 7 Rezensionen

japan, kurtisane, samurai, liebe, tokio

Die Kurtisane und der Samurai

Lesley Downer , Susanne Aeckerle
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Bertelsmann, C, 02.11.2011
ISBN 9783570100851
Genre: Romane

Rezension:

„Die Kurtisane und der Samurai“ ist eine gut recherchierte Geschichte über das Leben in Japan um 1868. Von Lesley Downer habe ich bereits vor Jahren „Geishas. Von der Kunst, den Kimono zu binden“ gelesen und war damals schon begeistert von der tiefgründigen Recherchearbeit (das war aber mehr ein Sachbuch, als ein Roman). Da es sich hierbei um einen Roman handelt, bekommt man auf wunderbar unterhaltsame Weise historische Fakten, aber auch Kunst, Kultur und Brauchtum präsentiert. Da ich die japanische Kultur rund um Geishas und Teehäuser seit Jahren sehr interessant finde, habe ich mich daher auch an diese Geschichte gewagt. Wobei ich gehofft hatte, dass die in der Inhaltsangabe beschriebene Liebesgeschichte nicht den ganzen Raum einnimmt und auch Platz für die kulturanthropologischen Aspekte lässt.

Man erfährt die Geschichte jeweils abwechselnd in zwei Kapiteln zu Hana und zwei Kapitel zu dem Samurai Yozo. Hana ist zu Beginn die junge Frau eines (tyrannischen und jähzornigen) Samurai, der dann aber in den Krieg zieht und sie mit dem Gesinde zurück lässt. Als Haus und Hof überfallen werden, flieht sie nach Yoshiwara und landet unabsichtlich in einem Kurtisanenhaus. Da sie dorthin „verkauft“ wurde und ihr die Flucht nicht gelingt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihre Schulden abzuarbeiten und so arrangiert sie sich Stück für Stück mit dem Leben als Kurtisane.

Die Kapitel um Yozo entführen den Leser an die Kriegsschauplätze und sind daher sehr düster und geprägt von vielen kriegerischen Handlungen, Strategien, Kanonenfeuer und Tod. Da ich daran aber nicht ganz so viel Freude habe, habe ich die Kapitel aus Hanas Sicht lieber gelesen. Nach über der Hälfte treffen sich die beiden und dann verschwindet die 2:2 Kapitelaufteilung nach und nach. Es gibt eine Liebesgeschichte, aber sie nimmt nicht den ganzen Raum ein, was ich auch gut fand. Sie müssen auch mit einigen Problemen kämpfen, was man sich aber denken kann. Hier muss ich aber sagen, dass alles dann recht rasant aufgelöst wurde und auch wenn ich die Lovestory persönlich nicht gebraucht hätte, wurde sie dann dennoch viel zu leicht aufgelöst. So ganz stimmig war das aus meiner Perspektive dann leider nicht.

Mehr will ich an dieser Stelle jedoch nicht verraten. Ich fand die Entführung in diese Zeit und Kultur sehr spannend und kann die Geschichte durchaus empfehlen, v.a. wenn man Interessen in dieser Richtung hat. Wer lieber eine ganz dramatische Liebesgeschichte mit ein wenig kulturellen Flair lesen möchte, ist hier aber nicht ganz richtig. Da empfehle ich eher „Die Geisha“ von Arthur Golden. Ich muss aber auch gestehen, dass die vielen Kriegskapitel mein Lesevergnügen auch etwas gedämpft haben, so dass ich alles in allem 3,5 von 5 Sterne vergebe.

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156 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 39 Rezensionen

1001 nacht, magie, wüste, fantasy, märchen

Tausend Nächte aus Sand und Feuer

E. K. Johnston , Petra Koob-Pawis
Fester Einband: 350 Seiten
Erschienen bei cbt, 24.05.2016
ISBN 9783570164068
Genre: Jugendbuch

Rezension:

„Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ ist neben „Zorn und Morgenröte“ die zweite Märchenadaption rund um die Geschichte von tausendundeiner Nacht. Ich habe zwar gehört, dass sich manche darüber aufregen und nachzuweisen hoffen, wer wohl bei wem abgeschrieben hat, aber ich habe beide gelesen und meiner Meinung nach, haben die beiden Bücher nichts miteinander zu tun. Es geht bei beiden um die Grundgeschichte, dass ein Herrscher ständig junge Frauen heiratet und diese dann sterben müssen, aber da hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Beide Romane haben ebenfalls eine völlig unterschiedliche Herangehensweise und Auflösung des ganzen Dramas und ich vermute fast, dass es daher eher wenig Leser geben wird, denen beide Bücher gleichzeitig gefallen – gerade, weil sie so unterschiedlich sind.

Die Geschichte beginnt mit einem kleinen Wüstendorf und der Angst der Protagonistin, dass der Herrscher dieses Mal in ihr Dorf kommt und das hübscheste Mädchen auswählen wird, nämlich ihre Schwester. Leider haben beide Mädchen keinen Namen, außer dass sie jeweils als die Schwester der anderen bezeichnet werden, daher kann ich immer nur von „Protagonistin“ oder „Heldin“ sprechen. Das ist übrigens auch ein Minuspunkt von mir an das Buch: es gibt eigentlich nur zwei Personen, die einen Namen haben, nämlich der Herrscher: Lo-Melkhinn und eine Wache. Die Heldin bekommt ganz am Ende einen Namen verpasst, aber man kann eigentlich nicht von einem Rufnamen sprechen. Die Entscheidung, ansonsten keine Namen zu verwenden, fand ich persönlich schade, weil dadurch eine gewisse Identifikation verlorengeht. Namen haben ja bekanntlich Macht und diese ist für mich ein Stück weit verloren gegangen.

Die Heldin hat also Angst, dass Lo-Melkhinn ihre Schwester mitnimmt und sorgt mit einem Trick dafür, dass sie statt dessen ausgewählt wird. In dem Märchen würde sie dem Herrscher jede Nacht eine Geschichte erzählen, die so spannend ist, dass sie den Morgen überlebt und es Abends wieder von vorn beginnt. Wie ich aber bereits sagte, ist dieses Buch zwar angelehnt an das Märchen, die Erklärung ist aber eine völlig andere – sowohl für das Handeln des Herrschers, als auch für das Überleben des Mädchens. Warum sie viele Wochen überlebt, will ich hier nicht verraten, aber es hat nichts mit dem Erzählen von Geschichten gemein (auch wenn das in der Inhaltsangabe steht – keine Ahnung warum der Verlag sich dafür entschieden hat, denn es entspricht nicht wirklich der Handlung) und er verliebt sich auch nicht in sie. Und auch wenn ich es gut fand, dass sie sich nicht einfach (grundlos und instant) verlieben, so hat mir die Interpretation leider nicht gefallen. Es spielt sehr viel Magie eine Rolle und wie das alles miteinander verflochten ist, wurde zwar märchenhaft-malerisch erzählt, aber mir persönlich hat diese Umsetzung nicht gefallen.

Ich kann „Tausend Nächte aus Sand und Feuer“ grundsätzlich allen Liebhabern von arabischen Märchen empfehlen, aber wem die Umsetzung gefallen wird und wem nicht, kann ich leider nicht abschätzen. Vom Schreibstil her hat mir das Buch absolut gefallen (bis auf die fehlenden Namen), ich bin wunderbar in der Welt versunken und habe mich gen Osten entführen lassen. Aber die Umsetzung mit der ganzen Magie, dem Feuer, dem Weben und die Tiere, die später entstehen (müsst ihr selbst lesen!), war mir zu weit hergeholt bzw. hat mir einfach nicht gefallen. Geschmäcker sind aber verschieden, weswegen ich das Buch wirklich empfehlen kann, auch wenn ich nur 3 von 5 Sternen vergeben werde.

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114 Bibliotheken, 0 Leser, 3 Gruppen, 46 Rezensionen

köln, mittelalter, mord, historischer roman, adelina

Frevel im Beinhaus

Petra Schier , ,
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei ROWOHLT Taschenbuch, 02.08.2010
ISBN 9783499254376
Genre: Historische Romane

Rezension:

„Frevel in Beinhaus“ ist der vierte Band aus der Adelina-Krimi-Reihe von Petra Schier. Bisher hatte ich mich noch nicht an ihre historischen Romane gewagt, weil ich mich zwar ab und an in das Genre bewege, die Bücher aber meistens dick und recht behäbig sind. Jetzt bin ich aber ganz froh, dass ich mir Band vier zur Brust genommen habe, denn ich bin hellauf begeistert und habe mir gleich im Anschluss den Nachfolgeband bestellt.

Kurz zur Geschichte: Adelina ist Apothekerin in Köln und hat in den letzten Bänden eine Familie gegründet. Zumindest gehe ich davon aus, dass sie im ersten Roman noch allein war, denn solche Reihen machen ja immer eine gewisse Entwicklung durch. Ich habe die ersten drei Bände zwar noch nicht gelesen (werde dies ganz bald nachholen), aber man hat absolut kein Problem, in der Geschichte anzukommen. Mit nur wenigen Sätzen hier und da holt Petra Schier den Leser komplett ab und nach einigen Kapiteln hatte ich schon das Gefühl, dass ich die Familie seit Jahren kenne und schon allerlei Abenteuer mit ihnen durchgestanden hätte. In jedem Band ereignet sich ein Mord und Adelina schreitet tatkräftig zur Auflösung des jeweiligen Falles. Also sie ist deswegen jetzt nicht gleich eine Detektivin, aber man kann ja Nachforschungen anstellen, sich umhören oder zur rechten Zeit am rechten Ort sein – oder am falschen, je nachdem. In diesem Band geht es um die Schändung eines Beinhauses und den brutalen Mord an einer hochschwangeren Frau und ihrem Baby. Nebenher wird Adelinas Mann der Ketzerei und des Mordes angeklagt, was natürlich zu Handlungen aufruft. Mehr will ich mal nicht verraten.

Adelina ist, ganz klassisch, eine mutige und dickköpfige Frau, die im Mittelalter ihre Interessen durchsetzt. Ich denke, dass es wenige Mittelalter-Romane gibt, in denen die Protagonistin anders ist. Mir hat ihr Auftreten sehr gut gefallen, es war nicht übertrieben und Adelina war mir von der ersten Seite an sympathisch. Auch ihre Familie und Freunde habe ich sofort in mein Herz geschlossen und die Entwicklungen teilweise atemlos verfolgt. Das war am Ende nämlich ganz schön knapp Als Geschichtslehrerin ist mir das mittelalterliche Treiben in Köln nicht ganz fremd, aber ich habe noch viel dazu gelernt (z.B. die Konfekt-Herstellung) und bin der Meinung, dass Petra die Geschehnisse mit viel Liebe und Sorgfalt recherchiert und umgesetzt hat.

Auch wenn ich mit Band vier mitten in der Reihe angefangen habe, bin ich dem Buch restlos verfallen und kann es kaum erwarten, dass mir der Postbote das nächste Buch herbeischafft. Ich werde es ihm vermutlich aus den Händen reißen, da es gewisse Entwicklungen gibt, die ich sofort weiter verfolgen möchte. Ihr seht also, dass ich das Buch mit 5 von 5 Sternen jedem Fan von historischen Romanen bzw. historischen Krimis nur wärmstens ans Herz legen kann. Ich habe die 352 restlos verschlungen und bin sehr froh, dass ich mein Glück mit der Reihe versucht habe!

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(70)

106 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 55 Rezensionen

erbschaft, liebe, nordsee, lichterhaven, hund

Körbchen mit Meerblick

Petra Schier
Flexibler Einband: 332 Seiten
Erschienen bei MIRA Taschenbuch, 10.06.2016
ISBN 9783956495762
Genre: Liebesromane

Rezension:

Wie in der Inhaltsangabe beschrieben, geht es um Melanie und eine Erbschaft. Nicht beschrieben wird allerdings Melanies Charakter und der ist für die Geschichte nicht unwichtig. Sie ist nämlich geprägt von dem ständigen Männer- und Wohnortwechsel ihrer Mutter und hat dadurch nie wirklich Wurzeln schlagen können. Sie lebt allein, mag es einfach und anonym und meidet tiefergehende Männerbekanntschaften. Eigentlich meidet sie insgesamt festere Beziehungen zu Menschen, denn das überfordert sie. Umso überraschter ist sie, dass ihre Tante, die sie seit rund 20 Jahren nicht mehr gesehen hat, ihr nun ein Haus, ein Antiquitätengeschäft und einen Hund vererben möchte. Und das in dem kleinen Nest in Lichterhaven, wo jeder jeden kennt und Melanie nicht mehr in der Anonymität der Großstadt verschwinden kann.

Der Leser kann sich also denken, dass das alles gar nicht nach Melanies Geschmack ist. Aber ich denke mal, dass jeder davon ausgeht, dass sie sich dann doch in den Ort, die Hündin Schoki und den Nachlassverwalter Alex verlieben wird. Ich denke, dass ich da nicht zu viel verrate, denn man liest solche „Frauenromane“ ja, weil man am Ende zufrieden und glücklich das Buch schließen möchte. Das habe ich auch getan und war wirklich unglaublich zufrieden!

Petra Schier hat mit Lichterhaven einen ganz wundervollen Ort geschaffen, wo die Menschen noch freundlich und hilfsbereit sind, wo man bei Spaziergängen, Gartenarbeit und Backen entspannen und mit Freunden die Probleme vergessen kann. Ich fand Lichterhaven so idyllisch, dass ich am Liebsten meine Sachen gepackt und mich auf den Weg gemacht hätte. Wie Melanie habe ich mich ebenfalls in den Ort verliebt und habe jede Seite dieses wundervoll, locker-leichten und liebevollen Romans genossen.

Ein Manko hatte ich doch, wobei ich davon ausgehe, dass das viele Leser nicht stören wird. Dem Roman würde ich grundsätzlich sofort 5 von 5 Sternen geben, aber mich hat ein Detail gestört und zwar durfte die Hündin Schoki zu Wort kommen. Ich weiß, dass das viele niedlich finden und ich mochte Schoki auch sehr, aber ich kann mit Hunde-Monologen, die über mehrere Sätze gehen, einfach nichts anfangen. Also der Hund konnte jetzt nicht sprechen, aber Petra hat sich ausgedacht, wie sie wohl sagen würde, dass sie sich freut, mit Mel spazieren gehen möchte usw. Das war nicht so ganz meins. Aber, wie gesagt, andere Leser werden dafür sogar noch einen Stern mehr geben, weil sie es sehr niedlich finden.

Auf jeden Fall kann ich das Buch nur empfehlen, ich fand es wirklich gut geschrieben, es war eine unterhaltsame und wunderschöne Liebesgeschichte, eine Hommage an kleine Orte am Meer und eine Rückbesinnung auf das, was wirklich zählt. Ein toller Mix für entspannte Tage auf dem Balkon oder der gemütlichen Couch!

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164 Bibliotheken, 4 Leser, 2 Gruppen, 51 Rezensionen

dystopie, die auslese, joelle charbonneau, trilogie, auslese

Die Auslese - Nichts ist, wie es scheint

Joelle Charbonneau
E-Buch Text: 384 Seiten
Erschienen bei Penhaligon Verlag, 24.05.2016
ISBN 9783641158972
Genre: Fantasy

Rezension:

Allzu viel verraten darf ich ja nicht, da es sich um den dritten und abschließenden Teil der Auslese-Trilogie handelt. Grundsätzlich geht es darum, dass junge Menschen eine Auslese durchlaufen müssen, wenn sie in der Hauptstadt studieren wollen. Da es nur der „Elite“ erlaubt ist, wichtige Posten zu übernehmen und ihrem Land dadurch umfassend zu dienen, ist Cia überglücklich, dass sie ausgewählt wurde. Doch die Auslese ist nicht wirklich das, was sie erwatet hatte und am Ende werden ihre Erinnerungen gelöscht. Das ist der Grundriss vom ersten Band. Im zweiten erlangt sie ihre Erinnerungen wieder, studiert aber trotzdem, weil sie manche der ungerechten Vorgänge verändern möchte. In dieser Zeit formiert sich ein Widerstand, an dem sie mitwirken möchte.

Zwar mussten wir ein Jahr auf die Fortsetzung warten, aber Joelle Charbonneau hat den Leser sehr gut abgeholt, denn der dritte Band geht dort weiter, wo der zweite aufgehört hat. Einige Kleinigkeiten werden geschickt wiederholt, so dass der Leser sofort wieder mitten im Geschehen ist.

Auch der dritte Teil beginnt mit einer Erkenntnis, denn Cia musste erneut feststellen, dass auch in der Widerstandsbewegung nicht alles so ist, wie es scheint. Darauf weist der Untertitel ja schon hin und dieser passt eigentlich auf diesen Band bzw. eigentlich sogar auf die ganze Reihe. Als Leser hält man sich ja manchmal für schlauer (nicht selten ist man auch schlauer als der Protagonist, sonst hätte das Buch recht wenig Sinn) und denkt, dass das, was Cia gerade wieder herausgefunden hat, bestimmt nur die halbe Wahrheit ist. Soll heißen, dass ich manche Wendungen tatsächlich erwartet habe, aber ich muss sagen, dass die Autorin tatsächlich noch das eine oder andere Ass im Ärmel hatte und dann doch noch den Leser (also mich) verwirren konnte. Das hat mir tatsächlich gut gefallen, denn dadurch ist die Handlung spannend geblieben und hat mich gut unterhalten.

Ebenfalls hat mir gut gefallen, dass die Autorin sich treu geblieben ist und Cia und ihren Verbündeten viele Steine in den Weg gelegt hat. Das waren durchaus auch brutale Szenen und Verluste, eben, wie man sich eine Dystopie vorstellt. Schließlich hätte es wenig Sinn, wenn Cia viele Strapazen in einem ungerechten System auf sich nehmen müsste und zum Schluss fällt ihr der Sieg in den Schoß. Allerdings war ich dann mit dem Ende doch etwas unzufrieden, da einige Dinge ungeklärt blieben und Probleme ungelöst zurück gelassen wurden und mir der Schluss daher etwas schwammig vorkam. Ebenfalls hatte dieser Band einige Längen, in denen die Handlung nicht wirklich voran kam. Insgesamt ist die Reihe daher aus meiner Perspektive eine wirklich gelungene Dystopie, aber weder der zweite, noch der dritte Band kommen an den ersten heran. Das ging mir bei „Der Bestimmung“ oder „Die Tribute von Panem“ aber auch schon so, vielleicht sind meine Erwartungen daher zu hoch. Auf jeden Fall kann ich die Reihe jedem Fan von Jugend-Dystopien empfehlen!

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1.145 Bibliotheken, 23 Leser, 1 Gruppe, 254 Rezensionen

1001 nacht, orient, liebe, märchen, jugendbuch

Zorn und Morgenröte

Renée Ahdieh , Dietmar Schmidt
Fester Einband: 390 Seiten
Erschienen bei ONE ein Imprint der Bastei Lübbe AG, 12.02.2016
ISBN 9783846600207
Genre: Jugendbuch

Rezension:


"Zorn und Morgenröte" ist eine Märchenadaption der Erzählungen aus Tausendundeiner Nacht. Auch hier haben wir den scheinbar grausamen Kalifen Chalid, der jeden Tag eine andere Braut heiratet und diese im Morgengrauen umbringen lässt. Da Sharzad dadurch ihre beste Freundin verliert, meldet sie sich freiwillig und möchte dem Grauen ein Ende bereiten. Wie in dem Märchen überlebt sie die erste Nacht, indem sie dem Kalifen eine spannende Geschichte erzählt und ihn mit einem Cliffhanger zurück lässt. Sie versucht also so lange wie möglich zu überleben und wartet auf die passende Gelegenheit, um ihn  überwältigen zu können.

Tja, so einfach ist das aber leider nicht, denn es entwickelt sich allmählich eine gewisse Anziehung zwischen den beiden, der sie sich nicht entziehen können, auch wenn beide gern darauf verzichtet hätten (grundsätzlich wollen sie sich ja umbringen, nicht wahr!?). Doch wie kann man sich in einen herzlosen Mädchenmörder verlieben?

Während der Leser Stück für Stück in die wundervolle arabische Welt aus Tausendundeiner Nacht entführt wird, wartet man voller Spannung auf die Auflösung dieses Konflikts. Und das Geheimnis hinter Chalids Handeln ist wirklich ein ganz fieses!

Leider Stehen Chalid und Sharzi daher einige Steinbrocken im Weg und am Ende des Buches wird man in der Wüste zurück gelassen, denn es gibt eine Fortsetzung, die noch nicht auf dem Markt ist. Wirklich schade, denn die Geschichte und das wundervolle orientalische Flair haben mich voll und ganz in seinen Bann gezogen.

Ich habe nur einen kleinen Bewertungsabzug: es dauert nämlich, meiner Meinung nach, bis man sich in der Welt des Morgenlandes zurecht gefunden hat und ich hatte zu Beginn ein paar Schwierigkeiten, in die Geschichte reinzukommen. Ansonsten ist "Zorn und Morgenröte" aber ein ganz wundervolles Buch und eine unbedingte Leseempfehlung für alle Märchenfans, z.B. von Jasmin und Aladin ;-)

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228 Bibliotheken, 3 Leser, 1 Gruppe, 67 Rezensionen

märchen, liebe, maya shepherd, märchenhaft erwählt, märchenhaft

Märchenhaft erwählt

Maya Shepherd
Fester Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Books on Demand, 27.08.2015
ISBN 9783734760020
Genre: Fantasy

Rezension:  
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10 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

kinderbuch, timm milan, freundschaft & familie, geheimnis, krimi

Geheimnis Nr. 32

Timm Milan , Alexander Knorre
Fester Einband
Erschienen bei Beltz, J, 01.02.2016
ISBN 9783407821102
Genre: Kinderbuch

Rezension:

„Geheimnis Nr. 32“ ist ein von der Idee her spannendes Kinderbuch, wobei mir aber die Umsetzung nicht wirklich gefallen hat. Im Vordergrund stehen die zwei Jungen Daniel und David, die in ihrem Umfeld, v.a. in der Schule, immer mal auf Geheimnisse treffen und diese schriftlich festhalten. Die Geheimnisse hüten sie in einer Pringles-Dose. Im Laufe der Geschichte um das 32. Geheimnis werden immer Mal die vorangegangenen Geheimnisse erwähnt oder abgedruckt – manche davon waren auch recht spannend, andere empfand ich eher als Platzhalter. Die Idee mit dem Aufgreifen der vorangegangenen Geheimnisse fand ich aber sehr gut, da ich recht neugierig auf den geheimnisvollen Inhalt der Dose war.

Auch der Fall mit dem Diebstahl der Einnahmen für den Klassenausflug war grundsätzlich spannend. Nebenbei wurden zwei brisante Probleme angesprochen, nämlich Missbrauch bzw. Nötigung und der Umgang von Kindern mit der Scheidung ihrer Eltern. Aber leider wurden die Probleme wirklich nur aufgeworfen, aber nicht wirklich geklärt. Ich habe kein tiefschürfendes Kinderbuch erwartet, aber ich hatte schon das Gefühl, dass das Buch oberflächlich vor sich hin dümpelte und das war bei dem ganzen angesprochenen Potential sehr schade. Das Geheimnis selbst war durchaus spannend, aber die Auflösung durch völlig subjektive Selbstjustiz hat mir leider nicht gefallen und gibt auch kein wirklich gutes Beispiel dafür, wie man Konflikte lösen sollte.

Die Charaktere haben auf mich ebenfalls einen recht oberflächlichen Eindruck gemacht. Wenn mal etwas Tiefe eingeflochten wurde, z.B. ein Konflikt zwischen den Jungen oder eine Lüge, wurde das einfach so geklärt oder abgetan, ohne die Charaktere wirklich arbeiten zu lassen. Das ganze Buch war aus meiner Perspektive also schon etwas seicht, ich fand es weder besonders humorvoll oder spannend, weder pädagogisch wertvoll noch wurde mit den thematisierten Problemen etwas sinnvolles herausgearbeitet. Besonders sympathisch war mir keine der Figuren und so konnte ich nicht wirklich mitfiebern. Potential war also durchaus vorhanden, aber irgendwie ist daraus ein oberflächliches und seichtes Kinderbuch geworden und ich konnte nicht wirklich etwas damit anfangen.

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2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

kinder, spaß, zaubern, bookshouse, claudia donno

Kikki Krümel und die verhexten Hexen

Claudia Donno
Buch: 171 Seiten
Erschienen bei Bookshouse, 08.04.2016
ISBN 9789963534180
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Kikki Krümel und die verhexten Hexen“ ist die vierte Geschichte aus der Kikki-Krümel-Reihe. Dabei steht im Vordergrund die sympathische kleine Hexe Kikki Krümel, deren Stiefel in einer Gefahrensituation gerne mal weglaufen wollen und deren Lieblingsgetränk Froschaugentee ist. Ihr seht also, es handelt sich um ein Hexenmädchen, das viele Kinderherzen höher schlagen lässt! Diese Beschreibung von Kikki hatte mir auch schon im ersten Band sehr gefallen bzw. war dieser so zauberhaft und witzig, dass ich damals 5 von 5 Sternen vergeben habe.

Warum also dieses Mal nur drei Sterne? An der Geschichte lag es auf jeden Fall nicht, eher an der Umsetzung. Es findet der alljährliche Zaubertrankwettbewerb statt, bei dem Kikki aufgrund ihres Alters noch nicht mitmachen kann. Zum Glück, denn es geht etwas schief und ein gelber Regen verändert das Verhalten der guten Waldhexen und der fiesen Moorhexen, aber auch der menschlichen Bewohner von Waldheim. Die ehemals guten Hexen spielen plötzlich Streiche, die fiesen Waldhexen wollen Kikkis Freunde werden und bei den Menschen zwingen z.B. Eltern ihre Kinder die ganze Nacht aufzubleiben, die Schule findet nur noch im Freibad statt und der Polizist klaut Fahrräder. Grundsätzlich für Kinder bestimmt lustig, aber ich fand die Dinge, die ausgewählt wurden, um sie ins Gegenteil umzukehren, völlig willkürlich zusammen gestellt und dadurch hat die ganze Geschichte für mich viel an ihrer Glaubwürdigkeit verloren. Klar, es ist ein Kinderbuch und Kinder werden damit sicherlich ihren Spaß haben (obwohl auch Kinder Dinge hinterfragen können). Mich hat diese zufällige und inkonsequente Auswahl aber ziemlich gestört und dadurch hat mir dieses Abenteuer von Kikki weitaus weniger gefallen als andere. Trotzdem kann ich die Reihe v.a. jungen Lesern sehr empfehlen, da die Hexenwelt insgesamt schon recht süß und liebevoll gestaltet ist.

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