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Der Totenversteher

Sue Schwerin von Krosigk , Wilfried Schwerin von Krosigk
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei bebra verlag, 13.09.2018
ISBN 9783898095501
Genre: Krimi und Thriller

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Schlaf wirkt Wunder

Hans-Günter Weeß , Katja Spitzer
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.11.2018
ISBN 9783426277553
Genre: Sachbücher

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Die bessere Hälfte

Eckart Hirschhausen , Tobias Esch , Eckart Hirschhausen , Tobias Esch
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 14.09.2018
ISBN 9783844531404
Genre: Humor

Rezension:

Das Hörbuch tauchte plötzlich bei meinem Musik-/Hörbuchanbieter auf. Das habe ich gern gehört, gar 2x, denn das, was die beiden Herren da sagen, verdient durchaus der besonderen Aufmerksamkeit.

Klappentext beschreibt den Inhalt sehr gut: „DIE ZWEITE LEBENSHÄLFTE IST BESSER ALS IHR RUF!
In der Mitte des Lebens kann einem schon mal die Puste ausgehen. Alles stresst gleichzeitig: Beruf, Kinder, Eltern und die ersten körperlichen Macken, die nicht mehr weggehen. Geht es gefühlt ab 40 nur noch bergab? Nein, sagen Eckart von Hirschhausen und Tobias Esch.
Im Gegenteil. Die Zufriedenheit nimmt für die meisten Menschen in der zweiten Lebenshälfte zu! In einem inspirierenden Dialog gehen die beiden Ärzte auf die Suche nach dem Glück, das durch Erfahrung, Weisheit und Reife wächst. Sie finden persönliche Vorbilder, diskutieren über wissenschaftliche Forschung und knüpfen an eigene Erfahrungen an. Und so gelingt den beiden Glücksexperten das kleine Wunder: Man bekommt beim Lesen richtig Lust aufs Älterwerden! Ein Buch mit Gleitsicht, Weitsicht und Augenzwinkern!“

 

Das Hörbuch ist recht kurz: 1 St. 11 Min., hat es aber in sich. Es ist ein Dialog der beiden Ärzte, der zugegebenermaßen etwas gestellt wirkt, zudem kichert v. Hirschhausen an unpassenden Stellen, aber es kommt hier wirklich auf den Inhalt an.

Sie reden über das Leben. Was passiert in einzelnen Phasen: Prof. Esch erzählt etwas aus seiner Forschung: die U-Kurve oder auch über das ABC des Lebens. Beide reden über die Zufriedenheit, wann sie am meisten zu finden/zu erwarten ist und warum. Auch über sich selbst, über die Familie reden sie, erzählen über die eigenen Eltern und Großeltern, auch im Hinblick auf die sich in der zweiten Hälfte des Lebens einstellende Zufriedenheit mit sich selbst und mit dem Ganzen drum herum.

Auch das Kapitel über die Vorbilder fand ich sehr interessant und aufschlussreich. Eckart von Hirschhausen erzählt von einer Dame, die erst mit 75 angefangen hat zu tanzen. Ein Paradebeispiel, dass man durchaus im Alter etwas Neues anfangen kann. Und/ oder gar sollte.

Die schönen, klugen Gedichte zum Schluss runden die Ausführungen ab.

Alles in allem: Ein guter, unterhaltsamer Ratgeber in Sachen Lebenszufriedenheit. Kurz, aber echt gut.

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Tags: eckhart von hirschhausen, innere zufriedenheit, kleiner ratgeber, lebenszufriedenheit, leben und schicksal   (5)
 

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Quittengrab

Gabriela Kasperski
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 20.09.2018
ISBN 9783740804305
Genre: Krimi und Thriller

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 0 Rezensionen

Gehen. Weiter gehen

Erling Kagge , Ulrich Sonnenberg
Fester Einband: 140 Seiten
Erschienen bei Insel Verlag, 21.10.2018
ISBN 9783458177685
Genre: Sachbücher

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21 Lektionen für das 21. Jahrhundert

Yuval Noah Harari , Andreas Wirthensohn , Jürgen Holdorf
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Der Hörverlag, 17.09.2018
ISBN 9783844530414
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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19 Bibliotheken, 4 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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Der letzte Sterz

Günther Pfeifer
Flexibler Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 20.09.2018
ISBN 9783740804282
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Von diesem Krimi habe ich einen sehr guten Eindruck gewonnen: Atmosphärisch urig, humorig, mit spannender Handlung, oft skurrilen Figuren, sympathischen Protagonisten. Bis zum Schluss kann man rätseln, wer für den Mord verantwortlich ist.


Klappentext beschreibt diese Folge sehr gut: „Ein skurriler Kriminalroman aus der steirischen Idylle. 'Nicht Johann sollst du ehren, sondern Leuthold!' – Eigentlich ein schöner Satz. Aber mit Blut auf einen Sockel geschmiert wirkt er gleich etwas weniger schön. Und wenn auf dem Sockel statt der Statue des Erzherzogs Johann eine künstlerisch fragwürdige Betonfigur steht, ist das überhaupt nicht mehr schön. Und wenn in dieser Figur die Leiche eines Mannes steckt, dann gefriert einem leicht das Blut in den Adern. Hawelka und Schierhuber ermitteln und müssen bald auf einer steirischen 'Huabm' um ihr eigenes Leben fürchten.“


Das Geschehen umfasst zwei Wochen vom 7. bis zum 24. Dezember. Hawelka und Schierhuber ermitteln in der Gegend von Deutschlandberg in der Weststeiermark.

Gleich von der ersten Seite war ich gefesselt und las gespannt, was sich da zugetragen hatte. Bis zum Schluss wusste ich nicht, wer den Mann so zugerichtet hatte und warum. Am Ende wurde alles aufgeklärt.

Die Humorigkeit, die durch die meisten, zahlreichen Dialoge zieht, sorgte für gute Laune und paar Schmunzler. Ich fühlte mich prima unterhalten. Auch Tiefgang dank guter Portion Gesellschaftskritik zu den neoliberalen Entwicklungen, schön in Ironie verpackt, tat dem Ganzen sehr gut, wie auch einige schon fast gesagt poetische, leicht humorige Wetterbeschreibungen: Nici und ihr Treiben. Ich habe sie genossen.

Manches ist im Dialekt verfasst worden. Dadurch wirkt die Geschichte sehr authentisch und urig, was in der Fassung auf Hochdeutsch kaum möglich wäre. Man kommt aber problemlos durch, auch als „Preuße“. Die Bedeutung der Begriffe ist in Fußnoten oder direkt im Text erklärt worden. Die Fußnoten sind übrigens herrlich! Haben für so manchen Auflacher gesorgt.

Insg. ist das Ganze sehr gekonnt erzählt worden. Mir war, also ob ich einen kurzen Winterurlaub in Weststeiermark genossen und den beiden Ermittlern über die Schulter geschaut habe.

Hawelka und Schierhuber sind keine Super-Männer, die durchaus auch deshalb in Schwierigkeiten geraten. Sie kommen vllt auch deswegen so menschlich, so lebendig rüber. Frei nach dem Motto: Man kann ruhig dumm sein, man muss sich bloß zu helfen wissen, gelingt den beiden auch diese komplizierte und auch psychologisch nicht einfache Ermittlung.


Da war ein Moment, der mir den Spaß an dem Krimi vergällt hat. Russophobe Äußerungen hätte ich dort am liebsten nicht angetroffen. Sie haben mit dem Fall nichts zu tun und reichen sonst auch kaum jemandem zum Ruhme, daher hätten sie gern wegbleiben können. Lesen Sie zu dem Thema „Feindbild Russland: Geschichte einer Dämonisierung“ von Hannes Hofbauer und/oder Eiszeit von G. Krone-Schmalz etc.


Fazit: Ein spannender, gelungener Fall mit guter Portion Humor und Tiefgang. Eine schöne, mit einigen Abstrichen, Feierabend- bzw. Wochenend-Lektüre.

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Tags: atmosphärisch und dicht, emons verlag, hawelka & schierhuber, regio-krimi, skurille figuren, sprachgewandt und spannend geschrieben, unfassbar traurig, weststeiermark   (8)
 

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Der Zorn der Einsiedlerin: Kriminalroman

Fred Vargas
E-Buch Text: 512 Seiten
Erschienen bei Limes Verlag, 29.10.2018
ISBN 9783641223137
Genre: Sonstiges

Rezension:  
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Gschlamperte Verhältnisse

Felicitas Gruber , Tatjana Pokorny
Audio CD
Erschienen bei Audio Media Verlag, 10.09.2018
ISBN 9783963980008
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Folge 5 der Krimiserie „Die Kalte Sofie“ habe ich gern gehört. Leichte, nette Unterhaltung. Zum Nebenbei-Hören beim heimischen Werkeln geht es ganz wunderbar: Man kriegt gute Laune, die Arbeit geht leicht von der Hand.


Klappentext beschreibt die Folge ganz gut: „Zefix, was ist los in diesem Münchner Sommer? Eine männliche Leiche schwimmt in der Isar, drei Frauen verschwinden spurlos. Wer hat sie auf dem Gewissen, und was hat es auf sich mit den beinernen Schädelreliquien, die als Diebesgut von Kirchenräubern sichergestellt werden? Dazu kommt der gruselige Kellerfund in Charly Loessls neuem Haus. Zusammen mit Kriminalhauptkommissar Joe Lederer beginnt Dr. Sofie Rosenhuth tiefer zu graben und stößt dabei auf unerfüllte Sehnsüchte, weibliche Zukunftsträume und einen skrupellosen Täter, der unerkannt im Netz agiert – bis schließlich sogar Sofies Chefin Dr. Iglu in akute Lebensgefahr gerät …“


Zum einen muss Sofie sich zwischen Joe und Charly entscheiden. Darauf bezieht sich der Titel. Die Freundin aus Kindertagen ist aufgetaucht, die schöne und gescheite Maria. Joe scheint ganz nach ihrem Geschmack zu sein.

Zum anderen muss das Rätsel um die Schädelreliquien gelöst werden, Kellerfund und der tote Mann kommen noch dazu. Und zu allem Überfluss verlangt eine junge, schwangere Frau, dass der Tot ihres Mannes untersucht wird. Er war vergiftet, behauptet sie. Es gibt also viel zu tun.

Sofie ist in guter Form. Ihre Chefin auch. Im Frühsommer sind alle mit Liebesdingen beschäftigt, jede(r) auf eigene Art. Dr. Iglu auch. Dass sie sich dabei auf gefährliche Pfade begibt, wie die Maria auch, da sie den Ermittlungen helfen will, muss sie erst dahinterkommen.

Ganz ehrlich: Ab der Hälfte war klar, wer hinter den Schädelmorden steckt. Was blieb, war zu schauen, wann und wie auch die Sofie und Joe daraufkommen werden, und wie die Sache am Ende ausgeht. Paar Überraschungen hier und dort gab es auch, insg. ganz unterhaltsam.

Es war ein nettes Wiedersehen mit den liebgewonnenen Figuren: mit Vroni, dem Pfarrer aus Ghana, Charly, sein Onkel taucht auch kurz auf, usw. Eine schöne, atmosphärische Folge ist es geworden. Habe ich gern, fast in einem Rutsch, gehört.

Tatjana Pokorny hat, wie immer, wunderbar gelesen. Jede Figur, ob Man oder Frau, konnte ich gleich heraushören, ihr Gemütszustand, usw. Dialoge laufen meist im Dialekt ab, aber mit etwas Fantasie, Kombinationsgabe oder Erfahrung, versteht es auch jeder Preuße. Es hört sich schön urig an. Ohne wäre es nur halb so schön.

Freue mich auf weitere Folgen und vergebe gern vier Sterne und eine Hörempfehlung.

 

 

  (30)
Tags: atmosphärisch und dicht, bayerischer krimi, kalte sofie, krimi-hörbuch, leichtere unterhaltung, spaziergang durch münchen   (6)
 

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Neujahr

Juli Zeh , Florian Lukas
Audio CD
Erschienen bei Der Hörverlag, 10.09.2018
ISBN 9783844529791
Genre: Romane

Rezension:  
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Der Hundertjährige, der zurückkam, um die Welt zu retten

Jonas Jonasson , Wibke Kuhn , Dieter Hallervorden
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Der Hörverlag, 13.09.2018
ISBN 9783844530780
Genre: Romane

Rezension:

Ich habe auf kluge Unterhaltung auf gutem Niveau und somit paar vergnügliche Stunden gehofft. Stattdessen habe ich nur schlechte Laune bekommen und mich bis zum Schluss geärgert. Es ist alles andere als witzig oder lustig, eher eine Art Möchte-gern-Nonsens-Comedy. Frühere Folgen waren deutlich besser.

Dass man so viel Quatsch und Unsinn in einem Buch unterbringen kann, hätte ich nicht für möglich gehalten. Für wie dumm und naiv muss man die Leser halten, um überhaupt so etwas anzubieten?

Politik spielt hier eine große Rolle. Etwas Neues, Wissenswertes ist hier aber nicht dabei. Vielmehr wird aktiv mit Klischees hantiert und diese auf die Spitze getrieben. Mit Aktualität kann das Werk auch kaum aufwarten, denn die Handlung ist in der Zeit nach Trumps Wahl bis vor Merkels Wiederwahl angesiedelt. Die Zeiten sind längst passé.

In früheren, ehrlicheren Zeiten hießen solche Inhalte Propaganda. In diesem Pamphlet wird genau das betrieben, zwecks der weiteren Irreführung und Verdummung der Leser. Haarsträubend. Putin-Dämonisierung erreicht hier die neuen Tiefen. Merkel ist dagegen als selbstlose Weltretterin dargestellt worden. Trump und Kim Jong Un tauchen hier auch auf, denn die Handlung springt von Pontius zu Pilatus, was auch einen sehr „glaubwürdigen“ Eindruck hinterlässt. Die Darstellung der o.g. und einigen anderen Regierungschefs bleibt im Rahmen der wohl bekannten Klischees und wirkt als bloße Staffage für grässliches Russland-Bashing.

Ob die Handlung oder die Figuren: Kopfschütteln und Enttäuschung auf ganzer Linie. Schon schade, dass aus einem sympathischen schrulligen Hundertjährigen, der er in früheren Folgen war, eine alkoholabhängige Marionette wurde, die am Tablett hängt, dort nach Blödsinn sucht und sonst in den Särgen zu reisen pflegt.

Ich wollte mehrmals abbrechen. Bis zum Ende durchgequält, in der Hoffnung, dass das Ganze noch die Kurve kriegt, ggf. dass es vllt nicht so schlimm gemeint war, wie es zunächst aussah. Vergebens. Zum Schluss gab es noch eine Schippe mehr Quatsch/Propaganda zwecks Irreführung, als ob das Ganze nicht schon vorher vor lauter Absurdität geplätzt hätte.

Auch die Art der Stoffdarbietung reicht dem Erschaffer nicht zum Ruhme. All die unnötigen Stoffwiederholungen und Erklärungen, damit der dümmlich antizipierte Leser bloß genau das eingeimpft bekommt, was ihm hier eingebläut wird. Nervig.

Schade um die wertvolle Hörzeit. Eigentlich mag ich das Genre. Gute Polit. Satire schätze ich sehr, habe schon etliche Werke gehört und toll gefunden. Was das hier ist… Ein grässliches Ding. Unverantwortliches Handeln derjenigen, die so etwas unter die Leute bringen wollen, kann ich dazu attestieren.

Dieter Hallervorden liest hochprofessionell, keine Frage. Seine Art muss man aber mögen. Seine Interpretation ist genauso vor Klischees triefend wie der Text, immer nach dem gleich ablaufenden Muster, was auf Dauer ermüdet und keineswegs zum Weiterhören anregt.


Ich schließe mit dem Zitat aus einer Rezension mit dem Titel: „Ein enttäuschendes, abstoßendes Buch“, was auch hier uneingeschränkt stimmt, zu einem ähnlich gelagerten Pamphlet: „All jenen, die ihre tägliche Dröhnung dumpfen Antirussismus brauchen, ist dieses Machwerk wärmstens zu empfehlen. Dagegen sollte jeder an Wahrheit und Realitätsnähe interessierte Mensch einen großen Bogen darum machen…“ und, ich füge hinzu, lieber folgende Bücher lesen:

Illegale Kriege“ von Daniel Ganser,

„Schwarze Flaggen“ von Joby Warrick,

„Armageddon im Orient“ und „Die den Sturm ernten“ von Michael Lüders,

„Lügen die Medien?“ von Jens Wernicke,
„Fassadendemokratie und Tiefer Staat“ von Ulrich Mies, Jens Wernicke,
„Die Angst der Eliten“ von Paul Schreyer,


„Wir sind die Guten“ von Mathias Bröckers und Paul Schreyer,
„Eiszeit“ und „Russland verstehen“ von Gabriele Krone-Schmalz, sowie


Werke von Noam Chomsky und Peter Scholl-Latour.

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Tags: ärgerlich, böswillige propaganda, der hundertjährige, der hundertjährige der aus dem fenster stieg und verschwand, dieter hallervorden, endloswiederholung, grotesken gesamtstil, hörbuch, m   (8)
 

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73 Bibliotheken, 14 Leser, 3 Gruppen, 22 Rezensionen

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Der Platz an der Sonne

Christian Torkler
Fester Einband: 592 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 02.09.2018
ISBN 9783608962901
Genre: Romane

Rezension:  
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Fear: Trump in the White House

Bob Woodward
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Simon & Schuster Audio UK, 11.09.2018
ISBN B07H3ZLGGQ
Genre: Sonstiges

Rezension:

Die Faustregel, wenn ein Buch als ein Enthüllungsbuch angepriesen wird, dann ist es keins, trifft auch auf dieses zu.

 Es ist bloß ein weiteres Werk eines langjährigen Schreiberlins der Eliten, das vor Augen der als dumm antizipierten Leser ausbreitet, welch ein unfähiger Mann Trump doch sei, was hohe Politik angeht; wie er seine Mitarbeiter beschimpft und vor aller Augen zur Schnecke macht; wie sich seine Mitarbeiter abfällig über ihn äußern; wie sie ihm wichtige Papiere vom Tisch entwenden oder erst gar nicht zukommen lassen usw. All das hat man bereits woanders gelesen/gehört.

 Etwas grundsätzlich Neues gibt es hier nicht. Woodward spricht viele Dinge in publikumswirksamen Stichwörtern an, manche gar paarmal, aber die bleiben einfach in der Luft hängen. Max. wird das nochmals gebracht, was man längst aus der Presse oder aus den Vorgängern über Trump kennt, und los geht es mit dem nächsten Thema, nach dem gleichen Muster. Also entpuppen sich die Stichwörter bloß als leere Versprechungen.

 Wer andere Bücher zu dem Thema gelesen hat, wie z.B. „Feuer und Zorn“ von Michael Wolff, was hier auch kurz zur Sprache kommt, weiß bereits, was man zu dem Thema wissen muss. Der Titel bezieht sich auf den von Trump als richtig gehaltenen Führungsstil. In paar Sätzen ist es auch abgehandelt, taucht etwas später nochmals auf und das war es, da geht es auch nicht weiter.

 Die Quellenangaben gibt es keine. Informantenschutz. Alles bewegt sich also auf dem Hörensagen-Niveau. Schlimmstenfalls liest/hört man hier reine Belletristik.

 Auch deshalb, wie auch vielerorts sonst, hatte ich den Eindruck, dass der Leser als äußerst uninformiert und kaum zum selbständigen Denken fähig eingeschätzt wird, daher das dürftige Resultat.

 Der Schluss hat auch für Kopfschütteln gesorgt. „Du bist ein verdammter Lügner“ ggü dem Präsidenten aus dem Munde eines Star-Anwalts, der Trump nicht mehr vertreten wollte (er hat es nicht wirklich gesagt, nur gedacht), wirkt unfreiwillig komisch. Bestimmt ist der Herr ein hochkarätiger Anwalt geworden, weil er in seiner Laufbahn immer nur die Wahrheit gesagt hatte ;-)

 Viele Schimpfwörter hört man hier. Es gibt selten Dialoge, die ohne die üblichen Verdächtigen wie f…& Co. auskommen.

 Robert Petkoff hat sehr gut gelesen. Eine angenehme, wohl erzogene Stimme, der ich die12 St. 20 Min. der ungekürzten Ausgabe problemlos lauschen konnte. Alles schön klar und deutlich ausgesprochen. Die einzelnen Figuren hört man prima heraus. Er liest auch wohl temperiert: nicht zu langsam, aber auch nicht zu schnell.

 Im Zweiten, in 19 Uhr Nachrichten vor paar Tagen, wurde als Fazit zum Buch gesagt: Nichts Neues. Ich wollte meine eigene Meinung dazu haben. Und ich gebe der Moderatorin recht: In der Tat: Nichts Neues, insb. wenn man die bekannten Vorgänger über Trump bereits kennt.

Man erhält hier bloß paar eher unbedeutende Updates.

Jeder muss selbst sehen, ob er es sich deshalb antun möchte.

Das Buch kommt im Oktober auf Deutsch.

 

 

  (26)
Tags: gegenwärtige politik zeitgeschehen, woodward   (2)
 

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Die Blutfinca

Jorge de la Piscina
Flexibler Einband: 250 Seiten
Erschienen bei Epyllion, 16.07.2018
ISBN 9783947805006
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Die Hungrigen und die Satten

Timur Vermes , Christoph Maria Herbst
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Lübbe Audio , 27.08.2018
ISBN 9783838789705
Genre: Romane

Rezension:

Den neuen Roman von Timur Vermes habe ich sehr gern gehört und empfehle das Hörbuch wärmstens auch weiter.

Timur Vermes ist eine geniale Gesellschaftssatire gelungen, die dem Publikum Spiegel vors Gesicht hält: klug, mit Niveau, bis zu den Wurzeln der Dinge durchblickend, ironisch-sarkastisch, schonungslos. Die erste Hälfte hörte ich dauerschmunzelnd, paarmal musste ich auflachen. Zum Schluss wurde es immer ernster. 

Christoph Maria Herbst hat kongenial gelesen. Hörgenuss auf der ganzen Linie, 15 St. 13 Min. der ungekürzten Ausgabe.

Die Handlung spielt in naher Zukunft. Für weitere Inhaltsangaben s. Klappentext. Der beschreibt das Wesentliche sehr treffend.

Sowohl die Figuren als auch die Handlung sind sehr überzeugend, alles hat Hand und Fuß. Von den Figuren gibt es meist die schrägen, bei denen man anfangs des Öfteren auflacht. Alles hat Sinn und einen festen Platz in der Handlung.

Oft wurde zwischen den Figuren geschaltet, aber umso spannender und abwechslungsreicher wurde das Ganze.

Viele Politiker kommen hier vor, zwar unter anderen Namen oder gar ohne welche, wie der Nachfolger von Merkel, der in etwa so auch genannt wurde, aber man kommt schon dahinter, wer eigentlich gemeint ist, auch weil C.M. Herbst dies mit seiner Darbietung nahelegt.

Der Privatsender, der die Starmoderatorin in das Flüchtlingslager schickt, ist eine der tragenden Figuren und offenbart viel Intimes im Verhältnis privates Medium und seine Zuschauer. Schön bissig, schonungslos die Tatsachen offenbarend und stets auf den Punkt. Wenn man auf diese Seite des Geschehens achtet, bekommt man viel Wahres in der Hinsicht vermittelt. Diese Geschichten von Astrid von Roel, die für die Starmoderatorin schreibt! So genau auf die Zielgruppe der Privatsenderzuschauer zugeschnitten, Werbung und alles, was damit zu tun hat inkl.

Nach und nach sieht man den Unterschied, die Kluft zwischen der rauen Realität und dem, was der Sender an sein Publikum vermittelt. Welch haarsträubenden Märchen da erzählt werden. Eklatant, auf welch Nebensächlichkeiten der Fokus stets fällt. Das eigentlich Wesentliche wird aber sicher ausgeklammert, kühn voraussetzend, dass der Zuschauer so etwas gar nicht wissen möchte/sollte.

Das Wie der Roels Märchen tut das Übrige. Dieses Verklärende und Getragene des Erzählstils, den die gewiefte Geschichtenerfinderin des Privatsenders hinter den Kulissen bemüht! Unbedingt mit einer Ladung von in Rosa getauchter, schnulziger Romantik. Sehr treffend und toll insg. dargeboten.

Eine der Aussagen des Romans: Alle, die können, versuchen, an den Flüchtlingen zu verdienen, egal wie verschlagen es aussehen mag. Die Fragen der Moral werden erst gar nicht gestellt. Dieser neoliberale Grundgedanke, dass man auch an menschlicher Elend Geld verdient, und davon am besten nicht wenig, ist hier im Laufe der Handlung in mehreren Szenen meisterhaft dargestellt worden.

Klar wurde auch die Tatsache, dass es um 150.000 Flüchtlinge nach Deutschland zu bringen einer strammen Organisation, eines Chefs mit Geld wie mehrere Ausführungskräfte bedarf, die Wasser, Energie-, Sanitäts- und andere Versorgung täglich zur Verfügung stellen, um so ein komplexes Unterfangen wie ein Fußmarsch von Nordafrika nach Deutschland fertig zu bringen. Und warum? Weil der clevere Boss auf noch mehr Geld spekuliert, von der EU, von den dt Steuerzahlern usw.

Man kann noch vieles über dieses tolle Werk schreiben, besser, man hört es selbst und gelangt zur eigenen Meinung.

C. M Herbst hat, wie bereits erwähnt, kongenial gelesen. Schon allen das Lachen von Mojo, was man da so alles heraushört! Grenzenlosen Egoismus, Selbstzufriedenheit, Hochmut, Spott, Häme, Hinterlist uvm. Auch andere Figuren sind ähnlich großartig, jede auf ihre eigene Art, dargestellt worden.

Man muss dieses Werk unbedingt hören, sonst entgeht einem viel. So toll lesen kann man selbst nicht.

Fazit: Geniale Groteske zum akuten Thema. Urkomisch, ironisch, Spiegel vors Gesicht der Gesellschaft haltend, unterhaltsam, zum Nachdenken anregend uvm. Unbedingt hören! Ein Hör-Highlight dieses Sommers!

P.S. Wer beim Thema Meiden nicht so ganz auf dem Laufenden ist, liest bei Gelegenheit „Lügen die Medien?“ von Jens Wernicke. Danach wird vieles klarer.

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Tags: afrikanische flüchtlinge, christophmariaherbst, moritzmatthies, flüchtlingskrise, geniale, grotesken gesamtstil, grotesk komisch, timur vermes, urkomisch, urkomische stellen, wunderbarer humor   (10)
 

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Miss Daisy und der Mord unter dem Mistelzweig: Kriminalroman (Miss Daisy ermittelt 11)

Carola Dunn
E-Buch Text: 296 Seiten
Erschienen bei Aufbau Digital, 14.09.2018
ISBN 9783841216328
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 

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3 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Das Haus der schönen Dinge

Heidi Rehn
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Lindhardt og Ringhof, 24.08.2018
ISBN B07GRTXJDC
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Das Haus der schönen Dinge“ von Heidi Rehn habe ich im Hörbuchformat kennengelernt. Bei meinem Hörbuchanbieter gab es plötzlich im Programm, und bin da eher einer zwiegespaltenen Meinung.

Es ist ein seichter Unterhaltungsroman, der über eine jüdische Kaufmannsfamilie in München am Anfang des 20 Jh. erzählt und über mehrere Generationen hinausreicht. Für so einen Frauenroman ist das Ganze recht nüchtern erzählt. Von Gefühlsduselei kann man hier wahrlich nicht reden. Dass man aber mit einer Figur durch den Roman gehen, mit ihr lachen und weinen könnte, davon kann auch keine Rede sein. Alle bleiben schön auf Distanz, manche Frauenfiguren weniger, die anderen mehr.

Dass die Hirschvogls jüdisch sind, und wie die Münchner Upper-Class von damals mit ihnen im Laufe der Jahre umging, kam sehr deutlich rüber. Für meinen Geschmack war das Thema sehr präsent und doch recht überzeichnet.

Sonst gab es recht interessante Schicksale, typische Konflikte zwischen den Generationen, viele Dialoge, die das Zwischenmenschliche auskundschafteten und die höheren wie die niederen Handlungsmotive der Figuren offenlegten.

Manchmal brauche ich etwas Leichtes zum Nebenbeihören, dafür war es gut.

Allerdings musste ich mich erst an die Vorleserin Lisa Rauen gewöhnen. Sie las zwar gut, deutlich, aber zu schnell, als ob sie in vorgegebener, knapp bemessener, Zeit mit dem Buch fertig sein musste. Dieses Hektische hat das Hörvergnügen auch beeinträchtigt. Etwas mehr Professionalität insg. habe ich da auch gewünscht.

Ich kann hier drei Sterne vergeben.

 

  (45)
Tags: belletristik. historischer roman, heidi rehn, hörbuch oder roman, leichter frauenroman   (4)
 

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Tee? Kaffee? Mord! - Der Club der Giftmischer (Nathalie Ames ermittelt 5)

Ellen Barksdale
E-Buch Text: 174 Seiten
Erschienen bei beTHRILLED by Bastei Entertainment, 14.08.2018
ISBN 9783732559374
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diese Serie kannte ich bisher nur im Hörbuchformat, Folgen 1-3. Bis 4 und 5 als Hörbücher kommen, dauert es noch. Zudem wollte ich schauen, wie diese Kurzkrimis auf mich wirken, wenn ich sie selbst lese. Folge 5 hörte sich recht vielversprechend an.

Klappentext beschreibt den Fall ganz gut: „Ein gemütlicher Abend im Black Feather ... Doch plötzlich fasst sich ein Gast an den Hals, röchelt und fällt vom Stuhl - und Nathalie und Louise schauen ungerührt zu! Aber natürlich gibt es eine Erklärung. Das "Opfer" gehört zum sogenannten "Club der Giftmischer": Etwa zwei Dutzend Apotheker halten ihr jährliches Treffen in Earlsraven ab und der Höhepunkt ist eine große Show mit "Heiterem Symptome-Raten" , "Tabletten-Bingo" und dem überaus beliebten "Rate das Gift" . Doch aus dem heiteren Spaß wird tödlicher Ernst, als der Apotheker Travis Bertram tot auf der Bühne umfällt - vergiftet.
Nathalie und Louise helfen Constable Strutner bei den Ermittlungen und diesmal gibt es jede Menge Verdächtige - nämlich den gesamten Club! Und je mehr die beiden sich mit dem Fall beschäftigen, desto klarer wird, dass Liebe und Gier oftmals nah beieinander liegen ...“

Erst passierte aber nicht viel. Ein Viertel war vorbei, kein Mord in Sicht. Dafür aber die detaillierten Beschreibungen der seltsamen Show mit „Heiterem Symptome-Raten“ oder der Auftritt der singenden Künstlerband, die plötzlich in Nathalies Pub aufgetaucht war und ihre Kunden belästigt hatte, oder auch die neue Figur des frisch hinzugezogenen jungen Anwalts, der wie ein bekannter Drakula-Schauspieler aussieht. Da war ich schon am Rätseln, was all das mit dem Fall zu tun hatte. Nun aber, bei 26% passierte der Mord. Zwar nicht wirklich originell, so etwas gab es schon in diversen Krimis, auch bei Barnaby, aber ok, Hauptsache Mord 😉.

Nathalie und Louise ermitteln wieder. Bis zum Schluss weiß man nicht, wer dahintersteckt. Auch weil dem Leser keine Chance gegeben wurde, selbst dahinter zu kommen. Eine Überraschung zum Schluss gab es aber schon. Die Erklärung der Motive war auch gleich da, bevor noch der zweite Mord passiert wäre. Gerade noch alles gut gegangen.

Die 174 Seiten waren recht schnell vorbei. Bin bei ¾ beinah eingenickt, aber gut, bei cosy Krimis kann so etwas schon mal passieren. Entspannte 2,5 Stunden waren mir sicher.

Recht atmosphärisch, wie ein Kurzbesuch im englischen Dorf war es auch.

Manchmal passen einfach Kurzkrimis. Ich vergebe hier vier Sterne mit viel Wohlwollen und bleibe auf weitere Folgen gespannt, dann aber wieder im Hörbuchformat.

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Tags: buchserie, england krimi whodunit, krimi-serie, netter cosy krimi   (4)
 

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Ein Trauerfall in der Familie: Cherringham - Landluft kann tödlich sein 24

Matthew Costello , Neil Richards
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Lübbe Audio, 25.11.2016
ISBN B01N06080M
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diesen Fall halte ich für sehr gelungen. Den habe ich schon zum zweiten Mal gehört und empfehle ihn gern weiter.

Klappentext fast die Folge ganz gut zusammen: „Als der gebrechliche Harry Platt bei einem Treppensturz zu Tode kommt, sieht alles nach einem tragischen Unfall aus. Doch Anwalt Tony Standish wird misstrauisch, als er entdeckt, wie groß Harrys Nachlass ist und wer seine Erben sind.

Er bittet Jack und Sarah um Hilfe, die bei ihren Nachforschungen auf ein lange gehütetes Familiengeheimnis stoßen - und eine schwere Entscheidung treffen müssen. Und für Jack ändert ein plötzlicher Anruf aus Amerika alles … “

Jack und Sarah ermitteln wieder und stoßen dabei auf eine interessante Familiengeschichte. Der alte Harry Platt hatte wohl ein bewegtes Leben. Seine Vergangenheit, als er noch ein junger Mann gewesen war und in Indien gedient hatte, birgt so manches Geheimnis, das wiederum bei der Aufklärung seines Todes behilflich ist. Wie immer arbeiten die beiden Ermittler Hand in Hand und fragen sich behutsam durch, bis sie Beweise für ihre Hypothese und den Mörder überführt haben.

Atmosphärisch ist es, wie immer in Cherringham. Dieses gemütliche, schöne, freundliche Miteinander tut gut und macht auch Spaß.

Sabina Godec hat wie immer toll gelesen. Ihre Stimme verbinde ich fest mit Cherringham-Serie. Alle Figuren und ihre emotionalen Zustände kann ich wie gewohnt prima heraushören. Weiter so.

Das ist eine der besseren Folgen der gesamten Serie, die mittlerweile 30 Folgen führt. Ich freue mich auf die 31.ste und vergebe sehr gute vier Sterne.

Gemütlich, atmosphärisch und spannend zugleich. Eine interessante und gut gelungene Folge.

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Tags: cherringham, england. serie, jack und sarah teil 1, krimi-hörbuch   (4)
 

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Ein Winter in Sokcho

Elisa Shua Dusapin , Andreas Jandl
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Blumenbar, 14.09.2018
ISBN 9783351050511
Genre: Romane

Rezension:

Diese eine Art Novelle, 144 S. der gedruckten Ausgabe, habe ich ganz gern gelesen. Sehr talenteiert und gekonnt erzählt sie über eine romantische Begegnung zweier junger Menschen im verschlafenen kleinen Küstenort in Südkorea.


Klappentext beschreibt den Inhalt sehr gut: „Im eiskalten Sokcho, einem Küstenort kurz vor Nordkorea, begegnen sie sich: die junge Angestellte der Pension und der Künstler aus der Normandie. Während er die Stille von Sokcho zum Zeichnen sucht, möchte sie ihr entfliehen. Mit jedem Gespräch, jedem Spaziergang durch das winterliche Nirgendwo kommen die beiden einander näher. Zwei Gestrandete, die sich nach einem Neuanfang sehnen und ihn jeder auf seine Weise wagen.“


Die junge Koreanerin erzählt uns diese Geschichte. Man erfährt über ihr Leben in diesem kleinen Ort, unweit von der nordkoreanischen Grenze, der im Sommer überfüllt von Touristen ist, im Winter aber recht ruhig und verlassen wirkt. Ihre Mutter ist Fischhändlerin, daher spielen Meeresfrüchte und ihre Zubereitung eine Rolle, sowie der Alltag in der Pension mit all den Verpflichtungen. Wie die junge Frau ihre Freizeit verbringt, wie das große Fest gefeiert wurde, bekommt man ebenfalls, recht detailliert erzählt, mit.

Der junge Künstler aus der Normandie sucht Ruhe und Inspiration für sein neues Projekt. Er zeichnet mit Tusche Comics und ist recht erfolgreich auf dem Gebiet.

Die beiden unterhalten sich mal über den Helden, der in seinen Comics schon viele Orte in der Welt bereist hat, mal über die jungen Frauen, mal über die Geschichten insg. Man erfährt auch die Meinung der jungen Frau über Seoul, wo sie studiert hat: „Den Alkohol, das Lachen, wie die Lichter einem die Augen ausrissen, der Lärm den Körper zerfetzte und an all diese Frauen, überall diese jungen Frauen und Männer aus Plastik in dieser Stadt, die ständig posierte und mit dem Hintern wackelte und immer weiterwuchs…“

Eine Art offenes Ende überrascht etwas zum Schluss, passt aber ganz gut ins Gesamtbild.


Fazit: Ein schönes Stück Literatur aus der Feder der jungen Autorin, geb. 1992. Authentisch, atmosphärisch, bildhaft und talentiert erzählt. Gern lese ich weitere Werke von ihr.

E-book Ausgabe.


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Tags: atmosphärisch dicht erzählt, hochtalentiert, novelle, romantische geschichte, sehr gut erzählt, süd-korea   (6)
 

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Asia 2030

Karl Pilny
Fester Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Campus, 07.09.2018
ISBN 9783593508337
Genre: Sachbücher

Rezension:

Bei „Asia 2030“ von Karl Pilny kommt stark darauf an, wie weit man bereits im Thema ist, mit welchen Vorkenntnissen man an das Buch herangeht und was man insg. erwartet. Für Einsteiger, Schüler, ggf. Studenten ist es gut geeignet.

Das Buch ließ sich ganz gut lesen. Das Wesentliche der heutigen Lage in Asien, mithilfe von Daten und Zahlen, wurde kurz und bündig vermittelt, sowie die aktuellen Entwicklungsrichtungen, die bis 2030 bestimmte Ergebnisse bringen werden, und wie es mit dem Zusammenspiel mit der EU heute aussieht.

Das Buch ist gut strukturiert. Rund 310 Seiten sind in 3 Teile geordnet:

I.                 Neue Mächte, darin ein Überblick über die asiatischen Länder: China, Indien, Japan, Korea, ASEAN-Staaten (Indonesien, Malaysia, Philippinen, Myanmar, Vietnam, Singapur) u.a. nach Punkten „Hard Power“, „Soft Power“, „Smart Power“ plus noch paar anderen dazu.

II.                Neue Märkte, darin: Die Seidenstraßen-Initiative, Digital God, Green Revolution, Rohstoffe, Ressourcen und Wettlauf zum Mars, Neue Methoden – Industrie 4.0.

III.              Neue Menschen, darin Kulturrevolution 2.0, Konfuzianismus 2.0, Demografie und Urbanisierung, Smart Life 2030 (KI), Herausforderungen für die EU, Alte Wege, neue Ziele.

Epilog, Literatur, Register.

 

China wird bald USA an der Spitze der Weltmacht ablösen. Nach einigen Kriterien ist dies bereits der Fall. Auch andere asiatischen Länder entwickeln sich rasant, sind in Aufbruchstimmung und lassen sich immer neue Dinge einfallen, die sie weiter nach vorn bringen. Asien boomt. Und Europa wäre angeraten, sich da nicht allzu sehr abhängen zu lassen, so Pilny.

Die Teile 2 und 3 sind sehr China-orientiert. Andere asiatischen Länder kommen da viel weniger zur Sprache. Im Teil 3 gibt es Ausführungen zum Konfuzianismus heute, recht gut und auf den Punkt.

Einiges erschien etwas zu knapp, z.B. bei der Seidenstraßen-Initiative S. 199ff., bei Entwicklungen im Handel, S. 219 ff. Wer mehr über die chinesische Wirtschaft wissen möchte, liest „Chinas Bosse“ von Wolfgang Hirn, ebenfalls von Campus Verlag.

Im Großen und Ganzen bliebt Pilny im Erzählrahmen der Leitmedien, was sich nicht unbedingt vorteilhaft für Erkenntnisreichtum des Inhalts auswirkt. Etwas zu viel Zeitungswissen und Allgemeinplätze insg.

Was mir durchgehend im Buch gefehlt hat, waren die Quellenangaben. Bei all den Zahlen wäre sehr hilfreich zu wissen gewesen, aus welchen Quellen sie stammen und wie aktuell sie sind. Fußnoten und Anmerkungen sind in solchen Fällen ein Muss. Fehlte hier leider. Hinten gibt es Literatur, paar Titel, die keinen direkten Bezug zum Text aufweisen.

Das Buch ist hochwertig gestaltet. Festeinband in Tiefblau, Umschlagblatt aus glattem, festem Papier, Lesebändchen in Dunkelblau. Die Schrift ist etwas klein. Dafür gibt es viel Text auf jeder Seite.

Fazit: Für Einsteiger auf dem Gebiet ist „Asia 2030“ eine gute Adresse. Man bekommt den Überblick, das Wesentliche, kurz und knapp, gut strukturiert in einem Buch zusammengefasst.

 

 

 

 

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Tags: asia markt, campus verlag, sachbuchm populärwissenschaftlich   (3)
 

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Kriegslicht (2 MP3-CDs)

Michael Ondaatje , Anna Leube , Frank Stieren
Schallplatte
Erschienen bei Audiobuch, 21.08.2018
ISBN 9783958620711
Genre: Romane

Rezension:

„Kriegslicht“ von Michael Ondaatje, gelesen von Frank Stieren, habe ich sehr gern gehört. Es ist eine ungewöhnliche Familiengeschichte, dazu unkonventionell und sehr gekonnt erzählt.

 

Klappentext beschreibt das Hörbuch sehr gut: „1945, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, lassen die Eltern des 14-jährigen Nathaniel ihn zusammen mit seiner Schwester Rachel allein in London zurück. Die Kinder bleiben in der Obhut des mysteriösen Mannes. Sie vermuten, dass er ein im Schmuggler sein könnte, doch sie geben ihre Vorbehalte auf, als sie seine exzentrischen Freunde kennenlernen. Es sind Männer und Frauen, die im Krieg an verschiedenen Missionen teilgenommen hatten. Sie werden zur Ersatzfamilie für Nathanael und Rachel. Ihre Erziehung ist dabei fürsorglich wie unkonventionell. Doch sind diese Menschen in Wahrheit auch jene, für sie sich geben? Ebenso eigenartig ist die Rückkehr der Mutter der beiden, ohne den Vater, ohne irgendeine Erklärung zu geben und ohne sich zu entschuldigen. Zwölf Jahre später beginnt Nathaniel all das aufzudecken, was er in jener Zeit nicht wissen und nicht verstehen konnte und dieses Unternehmen erzählt Ondaatje anhand von Fakten, Erinnerungen und Phantasie in einem seiner schönsten Romane.“

 

Kopfkino war sofort da und blieb bis zur letzten Minute. Erst erzählt der 14-jährige Nathaniel, dass er und seine Schwester zunächst für ein Jahr ohne Eltern leben müssen, in Obhut eines seltsamen Mannes, den sie den Falter nennen. Dann kommt ein weiterer Mann dazu, der Boxer, der dem Jungen rät, er soll sich seine eigene Familie selbst suchen. Am Ende werden diese Worte in einem ganz anderen Kontext wieder präsent.

Nach Jahren kommt die Mutter zurück. Nathaniel verbringt auch Zeit mit ihr, lernt sie aber nicht wirklich kennen.

Später erzählt der erwachsene Nathaniel, was aus den beiden zurückgelassenen Kindern geworden, wie es ihnen ohne Eltern ergangen, was aus Rachel geworden war, wie unterschiedlich die Kinder auf das Verschwinden und Wiederauftauchen der Mutter reagiert haben.

Nach Mutters Tod, kraft seines Jobs, erhält Nathaniel den Zugang zu den relevanten Daten, die die bis dahin geheimnisvolle Lebensgeschichte seiner Mutter ganz anders beleuchten. Nach und nach, aus mehreren Puzzlestücken setzt sich die wahre Geschichte zusammen. Auch die beiden Betreuer, der Falter und der Boxer, haben ihre wahren Geschichten, die zum Schluss auch ans Licht kommen und z.T. eine ganz schöne Überraschung bereiten.

Oft wurde zwischen den Zeiten, Personen und Ereignissen gewechselt. Die Orientierung ist aber absolut kein Problem. So wirkt das Ganze authentischer, als ob man Nathaniel vor sich hat und seinen Erinnerungen an seine Kindheit und seine Familie lauscht, die manchmal vllt rein assoziativ einander folgen.

Der Roman regt schön zum Nachdenken an: Was ist eine glückliche Kindheit? Was ist eine glückliche Familie? Wie weit darf der Job in das Leben der Familie eingreifen? Wie nachhaltig beeinflusst der Krieg das Leben der Kinder, auch nach dem er beendet wurde? Und noch vieles mehr. Die Rolle der Mutter, Mutter-Sohn, Mutter-Tochter Beziehung, die Rolle der Väter, sowie die Beziehung der beiden Geschwister wurden eingängig thematisiert und von mehreren Blickwinkeln betrachtet.

Am Ende hat Nathaniel die Antworten auf die ihn umtreibenden Fragen gefunden, und die Tür im Haus seiner verstorbenen Mutter, auch im symbolischen Sinn, zugesperrt.

Frank Stieren hat kongenial gelesen. Seiner professionell ausgebildeten, wohlklingenden Stimme habe ich sehr gern gelauscht. Alle Figuren und ihre Gemütszustände konnte ich prima heraushören. Die 512 Minuten der ungekürzten Ausgabe waren schnell vorbei. Laut Klappentext „…brilliert er (Frank Stieren, meine Anmerkung) mit seiner Interpretation und verleiht Ondaatjes facettenreichem Roman einen zusätzlichen Zauber.“ Das stimmt, sehe ich auch so.

Die 2 mp3 CDs wurden in einer praktischen Klappbox aus festem Karton mit glatter, wasserabweisender Oberfläche geliefert. Prima als Geschenk.

Fazit: Ein toller Roman. Unbedingt hören!

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Tags: eine familiengeschichte, kindererzieher, kinder; mutter-tochter-beziehung, kinder ohne eltern, michael ondaatje, mutter-sohn-beziehung, toll erzählt, weltkrieg ii   (8)
 

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Der Brezen-Trick. Ein kurzer Schwabenkrimi: Schäfer und Dorn 2.5

Franz Hafermeyer
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Lübbe Audio, 14.08.2018
ISBN B07FXDTSX1
Genre: Sonstiges

Rezension:

Diesen Kurzkrimi habe ich gern gehört. Zum Nebenbei ist er ganz in Ordnung.


Klappentext beschreibt den Inhalt ganz gut: „Elsa Dorn hat ihr Traumkleid gefunden! Doch als sie es im Laden ihrer Freundin Cordula abholen möchte, erwartet sie eine böse Überraschung: In die Augsburger Edelboutique wurde eingebrochen. Und Elsas Kleid? Zerschnitten! Die Kommissarin ist erst schockiert - und dann fest entschlossen, den Übeltäter zu erwischen. Einbruch ist nur kein Delikt für eine Kommissarin der Sitte. Deshalb beauftragt Elsa Dorn den Privatschnüffler Sven Schäfer damit, den Einbrecher zu finden. Doch was hat es mit der Drohung auf sich, die der Einbrecher in Cordulas Boutique hinterlassen hat? Schließlich muss Elsa doch noch selbst ermitteln. Undercover. Als Putzfrau...“


Das Meiste ermittelt der Schäfer. Er ist in Thailand, als Elsa ihn erreicht und um einige Nachforschungen vor Ort bittet. Zurück in Deutschland geht für ihn die Ermittlung weiter. Elsa ist im Spezialeinsatz und erstmal außer Gefecht gesetzt.

Am Ende kommt sie doch dazu und der Fall wird aufgeklärt, die Motive freigelegt.

Insg. wirklich in Ordnung. Gekonnt erzählt. So manches ist etwas übertrieben, kommt schon fast klamaukhaft rüber. So manches vllt etwas konstruiert. Aber insg. als nette, leichte Unterhaltung beim heimischen Werkeln geht das Hörbuch ganz gut.

Kordula Leiße hat sehr gut gelesen. Die Figuren konnte ich prima heraushören. Die 3 Stunden 11 Minuten sind sehr schnell vergangen.

Auf weitere Folge mit Elsa und Schäfer bleibe ich gespannt und vergebe gute vier Sterne.

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Tags: augsburger, krimi-hörbuch   (2)
 

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Das Nest

Cynthia D’Aprix Sweeney , Nicolai von Schweder-Schreiner , Johann von Bülow
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 29.10.2016
ISBN 9783862318254
Genre: Romane

Rezension:

Diesen Roman habe ich vor paar Jahren gelesen, als er neu herauskam. Nun sah ich, dass es den auch als Hörbuch gibt, und konnte der Versuchung nicht widerstehen. Im Nachhinein habe ich mich dafür beglückwünscht.


Klappentext beschreibt das Buch recht gut: „Melody, Jack, Bea und Leo sind Geschwister. Sie sind in ihren Vierzigern, stehen mitten im Leben und haben immer gewusst, dass sie eines Tages viel Geld erben würden. Und das können sie in New York zu Zeiten der Finanzkrise auch alle gut gebrauchen. Doch kurz bevor der ersehnte Fonds ausgezahlt wird, verwendet ihre Mutter ihn, um dem ältesten Sohn Leo aus einer Notlage zu helfen. Unfreiwillig wiedervereint, müssen die Geschwister sich mit altem Groll und falschen Gewissheiten auseinandersetzen. Aber vor allem müssen sie irgendwo frisches Geld auftreiben.
Ein geistreicher und scharfsinniger Familienroman - gelesen von Johann von Bülow.“


Johann von Bülow hat so toll gelesen, dass mir jede Minute ein Genuss war. DA standen sie mir alle lebendig vor Augen: die gesamte Familie Plump mit all ihren Besonderheiten und Neurosen der Großstädter in New York der Gegenwart. Bemerkenswert fand ich, dass fast alle, obwohl sie, wie es so schön heißt, mitten im Leben stehen, auf das Geld aus dem „Nest“ angewiesen sind. Als Gegenbilder gibt es die Freunde und Lebenspartner, die diese Erbschaft nicht so wichtig nehmen und die Plumps eher darauf hinweisen, dass es besser wäre, auf das Geld nicht zu hoffen und es aus eigener Kraft zu beschaffen, was sie selbst auch nach Kräften taten.

Unterschiedlich und bezeichnend sind die Plump Geschwister an sich: DA ist der selbstverliebte Leo, der nur an sich und die eigenen Vorteile denkt. Wie er endet, spricht Bände. DA ist die jederzeit aufopferungsbereite Melodie, die alles für ihre Zwillinge tut, auch das, was sie hätte lieber nicht tun sollen. Bea, die Geistreiche, die sich hpts. mit ihrem Schreiben beschäftigt, oder auch nicht, sie steckt ja seit Jahren in der Schaffenskrise. Jack, der Leo sehr ähnelt, und seine finanziellen Möglichkeiten über die Gebühr strapaziert hat, was für ihn schwere Folgen bedeutet uvm.

Da gibt es noch mehr interessante Figuren, die nicht-Plumps. Das Werk ist eine wahre Portraitgalerie der New Yorker Upper-Class von heute.

Ich bin all den Figuren wieder gern begegnet und ihren Geschichten sehr gern gelauscht, was mich sehr zum Nachdenken während des Hörens angeregt, aber auch toll unterhalten hat.

Die knapp 12 Stunden ungekürzter Ausgabe waren sehr schnell vergangen, auch weil Johann von Bülow den Roman so großartig erzählt hat.

Ich weiß, für den Roman habe ich vier Sterne vergeben, hier vergebe ich 5 Sterne, da er durch die Leistung des Erzählers besser zur Geltung kam. Ich habe den sehr gern gehört.

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Tags: amerikanische literatur new york, familienromane, usa, m   (3)
 

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Gott der Barbaren

Stephan Thome
Fester Einband: 719 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp, 10.09.2018
ISBN 9783518428252
Genre: Romane

Rezension:

„Gott der Barbaren“ von Stephan Thome habe ich sehr gern gelesen. Wenn es nach mir ginge, wäre dieser Roman der Gewinner des dt Buchpreises 2018.

Das Lesen machte richtig Spaß. Schön süffig, charismatisch, sehr gekonnt, mit viel Kenntnis der Materie das Ganze erzählt. Ich genoss jede Seite. Das Buch mochte ich gar nicht aus der Hand legen.

Klappentext beschreibt den Inhalt sehr treffend.

Es ist ein opulenter historischer Roman vom Feinsten, mit Niveau und Tiefgang, der seinen Lesern paar erfüllte Lesestunden bereitet.

Das Kopfkino startete sofort auf der ersten Seite. Die Figuren, es gibt jede Menge schräge und schrullige dabei, denn man besucht auch entsprechende Schauplätze, wurden wunderbar authentisch gezeichnet. Die Figuren agierten wie lebendige Menschen mit ihren Ecken und Kanten, ihrem Größenwahnsinn, Zweifeln, religiösem und anderem Fanatismus usw. vor meinem inneren Auge.

Es gibt im Wesentlichen zwei Erzählstränge:

Die Auseinandersetzungen der Engländer und Chinesen in China des 19 Jh. Authentisch, spannend und aufschlussreich dargestellt. Weltmachtgehabe der Engländer, die in China einen Krieg vom Stapel brechen, da sie der Meinung sind, dass sie die „chinesischen Barbaren“, wie sie die lokale Bevölkerung nennen, u.a. zivilisieren müssen, ist sehr plastisch, bildhaft, zum Greifen nah dargestellt worden. Auch die chinesische Seite steht in der Hinsicht, auf ihre eigene Art, im Nichts nach. Auch für die Chinesen sind die europäischen Endringlinge Barbaren, denn sie kamen in ihr Land und waren dabei, ihre Art von Ordnung aufzuzwingen.

Im Wechsel wurde das Schicksal eines jungen Mannes namens Philipp Johann Neukamp, des Sohnes eines Zimmermeisters aus dem Märkischen, erzählt. Er ging als Mitarbeiter der Basler Missionsgesellschaft nach China. Dort freundete er sich mit einigen vor Ort lebenden Engländern und Chinesen an, und wollte eines Tages, da es mit dem Missionieren nicht so rund lief, seinen chinesischen Bekannten, der nach eigenen Angaben nun einen hohen Posten bekleidete, in Nanking besuchen. Das bedeutete, dass er ein gutes Stück vom Süden nach Norden zurücklegen musste. Der Vorhaben wurde zu einem atemberaubenden und beinah das Leben raubenden Abenteuer, der seinesgleichen suchte.

Bis S. 305 wurde im Wesentlichen die Vorgeschichte erzählt, die auch sehr gut und spannend ist. In Shanghai im Sommer 1860 geht das Ganze dann richtig los.

Es hat echt viel Spaß gemacht, dieses Feinhumorige und Tiefgründige des Romans! Man versinkt in diesen Geschehnissen, folgt den Überlegungen des englischen Lords Elgin, der es mit den Chinesen aufgenommen hat und das Ganze von seiner Warte aus betrachtet. Er denkt über vieles nach: über die chinesische Sprache, über ihre Art zu denken, zu leben, über ihren Charakter usw. Man lauscht auch gern den Antworten seines chinesischen Sekretärs, der schon länger in China lebt und sich dort viel besser auskennt. Man hört aber auch gern von Philipp und folgt ihm auf seinen spannenden Abenteuern.

Nach und nach entsteht ein üppiges, farbenprächtiges Gemälde der damaligen Zeit mit all den hist. Ereignissen, Besonderheiten und Tücken, ob es um die gebunden Füße der chinesischen Frauen, sowie ihrer Stellung in der Gesellschaft insg., geht oder auch um die Rebellen und ihr Streben nach Macht usw. Bei all dem ist man auf den Seiten dieses Romans hautnah dabei und erlebt das Ganze unmittelbar mit. Es gibt da auch paar gruselige Ereignisse, Opium wird reichlich konsumiert, Köpfe abgehackt, dies ist aber nie ein Selbstzweck, wird eher nüchtern und kurz erwähnt.

Bin gern abends zum Roman zurückgekehrt, sich schon tagsüber darauf gefreut, da weiter lesen zu können.

Wer oder was nun Gott der Barbaren ist, soll jeder selbst für sich entscheiden. Genug Stoff zum Nachdenken bekommt man auf jeden Fall. Spätestens in der Mitte des Buches kommt man drauf. Paar gute Tipps sind hier und dort im Text verstreut.

Man kann noch viel über diesen großartigen Roman erzählen, besser, man liest den selbst.

Das Buch ist hochwertig gestaltet:

Zwei geographische Karten von China: vorn die Ostküste und hinten am Einband die Gegend um Peking, runter zur Küste bei Beitang, helfen, die beschriebenen Ereignisse zu verbildlichen.

Die Schrift ist von angenehmer Größe, es gibt genug Text auf jeder Seite. 

Festeinband in kräftigem Rot, Lesebändchen in Bordeaux, Umschlagblatt aus glattem, festem Papier. Toll als Geschenk.

 

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