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Tödliche Sonate

Natasha Korsakova , Johannes Steck , Frank Arnold , Oliver Brod
Sonstiges Audio-Format
Erschienen bei Random House Audio, 08.10.2018
ISBN 9783837143102
Genre: Krimi und Thriller

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"allgäu-krimi, wangen im allgäu, thriller, cosy crime, executive, alexandra scherer":w=1

Executive: Allgäu-Krimi (Wangener Krimis)

Alexandra Scherer
E-Buch Text: 250 Seiten
Erschienen bei null, 13.11.2018
ISBN B07KHMKFGT
Genre: Sonstiges

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Bei sich selbst ankommen

Veronika Schantz
Flexibler Einband: 248 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 30.08.2018
ISBN 9783608961850
Genre: Sachbücher

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Freud

Joel Whitebook , Elisabeth Vorspohl
Fester Einband: 560 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 27.10.2018
ISBN 9783608962451
Genre: Biografien

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Rabenschwarze Beute

Nicola Förg , Michaela May
Audio CD
Erschienen bei OSTERWOLDaudio, 01.03.2018
ISBN 9783869523828
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch hier verarbeitet die Autorin viele aktuelle Themen: sehr gekonnt, zum Greifen nah, eindringlich und zugleich unterhaltsam.

Klappentext beschreibt die Ausgangssituation recht gut: „Silvester in Murnau: Ein Mann in Tarnanzug ballert mit einer Schreckschusspistole in die Nacht hinaus. Wegen der Knallerei dauert es eine Weile, bis jemandem auffällt, dass da wirklich einer totgeschossen wurde. Das Opfer, Markus Göldner, ist ein arrivierter Architekt, der aber vor allem durch sein aggressives Engagement im Vogelschutz auffiel: Er wetterte gegen Sommerfeuerwerke, gegen Böllerschützentreffen und gegen Windkraftanlagen.“

Irmi Mangold und Kathi Reinhold ermitteln zunächst den Mord an Markus Göldner. Als Nebenthema ist hier die der Bewertungsportale im Internet und die Auswirkungen der organisierten Hetze gegen bestimmte Dienstleister, in diesem Fall eine Ärztin, die darunter schwer zu leiden hat.

Auch auf die Böllerei und deren schädlichen Auswirkungen auf Kleinkinder und Tiere wurde hier ausführlich eingegangen. Die militanten Waffennarren sind hier genauso gut präsent wie die Tierschützer. Was dabei herauskommt, wenn die Letzteren die Oberhand gewinnen und das Sommertreffen der Schützenfreunde abgesagt wird, bekommt man hier bildhaft vermittelt.

Aber noch schwerwiegender fällt hier die Knallerei der Feuerwerke zum Silvester aus. Was aus einem Teenie-Streich werden kann, auch viele Jahre später, darüber erzählt die Haupthandlung auf eine beeindruckende Weise.

Die Figuren sind wie so oft bei Nicola Förg wie dem wahren Leben entsprungen. Die Mode- und Beauty-Bloggerin samt ihrer Entourage ist sehr gut gelungen. Auch andere Nebenfiguren haben ihre spannenden Lebensgeschichten, die ich gern kennengelernt habe.

Es gibt viele, die Irmi verdächtigt. Sie hätten die Gelegenheit, das Motiv usw. Haben es aber nicht getan. Und erst zum Schluss taucht die Person auf, die hinter dem ganzen Unfug steckt, denn nach Markus Göldner gibt es im Laufe der Geschichte noch weitere Opfer.

Michaela May hat wie immer großartig gelesen. Es hört sich fast wie ein Hörspiel an. Alle Figuren haben ihre eigenen Stimmen, sind sofort erkennbar samt ihren Gemütslagen etc. pp. Gern höre ich weitere Folgen in ihrer Darbietung.

Fazit: Ein komplizierter Fall mit einigen aktuellen Themen und guter Portion Gesellschaftskritik.   

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Tags: fesselnd, spannend, v, krimi-hörbuch, nicola förg   (3)
 

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Scharfe Hunde

Nicola Förg , Michaela May
Audio CD
Erschienen bei OSTERWOLDaudio, 03.04.2018
ISBN 9783869523873
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Hier sind zwei Themen verwoben worden, die der Gesellschaftskritik einen nahrhaften Boden bieten.

Klappentext beschreibt den Inhalt ganz gut: „Was haben der renitente Besitzer einer Outdoor-Agentur, ein holländischer Campingurlauber und eine begüterte Werdenfelser Oma miteinander zu tun? Erst einmal nichts, außer dass sie alle an einer Eisenhutvergiftung starben. Drei Suizide? Drei Morde? Doch bevor das Kommissarinnenduo Irmi Mangold und Kathi Reindl in die Ermittlungen eintauchen kann, stürzt vor dem Farchanter Tunnel ein ungarischer Lkw um. Heraus purzeln unzählige Käfige mit sehr jungen Hundewelpen. Der Fahrer schweigt. Merkwürdig ist jedoch, dass im Fahrerhaus die Adresse der verstorbenen Werdenfelser Oma entdeckt wird. Irmi und ihre Kollegin tauchen ein in ein Milieu, das dem der Waffenschmuggler und Drogenhändler in nichts nachsteht, denn es geht um unermesslich viel Geld...“

Irmi Mangold und Kathi Reindl versuchen zunächst den Mord am jungen Mann, dem Besitzer der Outdoor-Agentur zu ermitteln. Hier stoßen sie auf schreckliche Zustände in der Tourismusbranche. Einige Gastgeber, wie die Betreiberin der Farm, die Lamas zwecks Kinderunterhaltung hielt, sind pleite, da sie zwar viel Arbeit und tolle Auslastung haben, Geld verdienen tun sie aber dank der All-inklusiv-Karte nicht. Sie sind aber regelrecht gezwungen, da mitzumachen, denn sonst werden sie ausgegrenzt, sodass sie im Alleingang der Konkurrenz wohl kaum die Stirn bieten können, sie sind ja teurer, als das pauschale Angebot. Einige Gäste reizen so ein Pauschalangebot bis zum Anschlag aus und nehmen alle Attraktionen mit, denn Geiz ist geil, wie sie es aus der Werbung gelernt haben. Dass die Anbieter unter dem Kartenvertrag dann so wenig bekommen, dass sie ihr Geschäft nicht mehr aufrechterhalten können, spielt für solche Gäste keine Rolle.

In etwa ab der Hälfte kommt ein ganz anderes Thema zur Sprache. Die Hundeschiebemafia. Das gab es schon in einer der früheren Krimis von Nicola Förg. Die Hunde werden in Ungarn gezüchtet und in Deutschland für teures Geld verkauft. Dass die Tiere krank sind, physisch wie psychisch, da zu früh von der Mutter entfernt, spielt für solche Geschäftemacher keine Rolle, denn Geld ist Geld, da stinkt angeblich nicht.

Irmi muss zum Schluss zu ihrer Freundin nach Ungarn reisen, da findet sie so eine Farm. Die Zustände, die sie dort vorfindet, sind absolut nicht haltbar, tierverachtend bis zum geht nicht mehr. Irmi findet die Person, die diese Geschäfte betrieb. Tot.

Wer da den Racheengel gespielt hat, kann man eher raten, man bekommt aber gute Indizien.

Die Figuren sind wie dem wahren Leben entsprungen. Insg. konnte ich tief in die Geschichte eintauchen und mit Irmi und Kathi quasi mitermitteln.

Am Ende ist alles klar. Und Irmi kann sich um den nächsten Fall kümmern.

Fazit: Ein Krimi, der erst in der zweiten Hälfte zu einem wirklich spannenden Krimi mit überraschenden Wendungen wird. In der ersten Hälfte gibt es viel Gesellschaftskritik der unhaltbaren Zustände. Diese scheint ein Markenzeichen der Autorin zu sein. Gute vier Sterne kann ich hier vergeben.

Michaela May hat wie immer ganz wunderbar gelesen. Gern höre ich weitere Folgen, in ihrer Darbietung.

 

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Tags: hundemafia, krimi-hörbuch, nicola förg, tourismus-geschäft   (4)
 

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Das stille Gift

Nicola Förg , Michaela May
Audio CD
Erschienen bei OSTERWOLDaudio, 03.04.2017
ISBN 9783869523521
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Klappentext: „Ein Teil einer künstlichen Hüfte, das zwei Touristen aus einem Güllefass wie von einem Katapult abgeschossen um die Ohren fliegt, ist der Auslöser für die Suche nach einem lange verschwundenen Mann. Irmi Mangold und Kathi Reindl finden heraus, zu wem die Hüfte gehörte. Die Geschichte des Bauern ist ein Albtraum. Erst kommt sein behinderter Sohn ums Leben, dann verenden all seine Kühe an einer rätselhaften Krankheit, und schließlich gibt es kein Lebenszeichen mehr von ihm selbst. Alles deutet auf einen Giftskandal hin, der mehr Lügen und Verdächtige hervorbringt als das Garmischer Land Kuhfladen.“

Schon bei der vorigen Folge „Scharfe Hunde“ gab es viel Gesellschaftskritik. Hier hört man noch mehr davon: Umweltverschmutzung, insb. Verunreinigung des Grundwassers mit Glyphosat, Bepflanzung der Landflächen mit der Monokultur Mais, weshalb die Tiere es schwerhaben und die Bienen kaum Waldblüten mehr finden, insg. die neoliberale Ausrichtung der Landwirtschaft auf mehr Geld, mehr Profit auf Kosten der Natur wurde hier scharf kritisiert.

Der im Klappentext erwähnte Bauer ist das Opfer dieser Politik. Er hat alles verloren. Ursache: Botulinumtoxin im Boden und im Wasser. Aber die Behörden und andere Zuständige haben ihn für selbst schuldig erklärt: Bei ihm hätte es an Hygiene gemangelt. Er hat versucht, sich zu wehren, aber ohne Ergebnis. Und bevor er noch mehr an Machenschaften der Mächtigen ans Licht fördern konnte, war er verschwunden. Seine künstliche Hüfte in der Gülle.

Irmi und Kathi ermitteln und beginnen das Ausmaß des Problems nach und nach zu überblicken. Das Gesamtbild ist wirklich erschreckend, denn diese Zustände sind Fakten aus dem realen Leben. Kenne ich aus etlichen Sachbüchern.

Kathi hat es in dieser Folge nicht leicht. Sie hat Sorge um ihre dreizehnjährige Tochter, die nun einen sechzehnjährigen Freund aus der Familie der geflohenen Afghanen hat. Auch dieses Thema wurde hier miteingeflochten. Paar treffende Sätze gibt es dazu.

Die Figuren sind, wie meist bei Nicola Förg, wie dem wahren Leben entsprungen. Die Geschichte insg. hört sich sehr eindringlich und sehr authentisch an.

So viel Gesellschaftskritik, wohl recherchiert, habe ich nur in den Sachbüchern von Westend Verlag gesehen. Es ist aber wohl der Markenzeichen der Autorin.

Sehr beeindruckend und für alle verständlich macht sie es: Sie führt die Schicksale einfacher Menschen vor Augen der Leser vor, zeigt ihr Leid, die Konsequenzen des neoliberalen Wirtschaftens a lá Geld geht vor, wer die Kosten davon trägt und oft mit dem eigenen Leben bezahlt.

Michaela May hat auch hier großartig gelesen. Wie ein Hörspiel hört sich ihre Darbietung an. Gern höre ich auch weitere Folgen mit ihrer Beteiligung.

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Tags: krimi-hörbuch, landwirtschaftspolitik, nicola förg   (3)
 

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Scheunenfest

Nicola Förg , Michaela May
Audio CD: 5 Seiten
Erschienen bei OSTERWOLDaudio, 08.06.2015
ISBN 9783869522531
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein Krimi mit viel Gesellschaftskritik, gleich in einigen aktuellen Themen.

Der Klappentext fällt kurz aus, sagt aber das Wesentliche über die Ausgangssituation: „Bombenstimmung im Ammertal: Düster ragt das Skelett einer abgebrannten Scheune in den Himmel. Bei den Aufräumarbeiten werden darin die verkohlten Leichen zweier Frauen gefunden. Wurden die beiden Opfer eines tragischen Unfalls oder hat jemand versucht, die Spuren eines Verbrechens zu verschleiern? Ein neuer verzwickter Fall für Irmi Mangold und Kathi Reindl.“

Erst nach und nach wird klar, wer diese zwei Frauen sind. Die eine war eine junge Pflegerin aus Rumänien, die andere eine Studentin aus Island. Erst drehen sich die Ermittlungen um das Thema Pflege der älteren Menschen, mehrere Figuren in dem Alter samt ihren Verwandten und Problemen wurden vorgestellt. Alzheimer ist eine ernste Angelegenheit. Für alle Beteiligten. Dann schlägt die Richtung zu den wirtschaftlichen Themen hin. Das Mädchen aus Rumänien war an den Machenschaften der Männer der Pflegefamilie beteiligt.

Am Ende alles aufgeklärt, die Motive freigelegt.

Michaela May liest großartig. Es ist, als ob man einem Hörspiel lauscht. Jede Figur wurde so dargeboten, dass man diese Geschichte sehr wirklich und zum Greifen nah miterlebt.

Viele schwierige Themen wurden hier verarbeitet. Ich glaube, es ist generell bei der Autorin so. Ich höre bereits die nächste Folge, da schaut es auch recht düster aus.

 

 

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Tags: krimi-hörbuch, regio-krimi   (2)
 

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Cherringham - Folge 32

Matthew Costello , Neil Richards , Sabine Schilasky , Sabina Godec
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Erschienen bei Lübbe Audio, 20.12.2018
ISBN 9783838787510
Genre: Krimi und Thriller

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Bunburry - Folge 02: Oldtimer sterben jung

Helena Marchmont , Sabine Schilasky , Uve Teschner
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Lübbe Audio, 11.12.2018
ISBN 9783838790169
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
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Das verschollene Erbe der Wertheims: Die Geschichte meiner deutsch-jüdischen Familie

Carlos Guilliard
E-Buch Text: 336 Seiten
Erschienen bei Bastei Entertainment, 26.10.2018
ISBN 9783732560738
Genre: Biografien

Rezension:

„Das Verschollene Erbe der Wertheims“ habe ich sehr gern gelesen. Eine spannende Familiengeschichte, die sich fast wie ein Roman liest. Wohl geordnet, gekonnt und passioniert von einer professionellen Ghostwriterin geschrieben, wie man in der Danksagung liest, schenkt dieses Buch ihren Lesern einige erfüllte Lesestunden.

Klappentext beschreibt den Inhalt sehr gut.

Im Teil 1. „Wanderjahre“ erfährt man über den Gründer des Familienimperiums Joseph Wertheim, der als 20-Jähriger im Jahr 1854 nach Amerika fährt und dort bei Isaak Merritt Singer in seiner Nähmaschinenfirma arbeitet. Nach paar Jahren kehrt Joseph nach Frankfurt zurück, heiratet und gründet eigene Nähmaschinenfabrik, die dann später, davon liest man im Teil 2, nach Australien und Spanien, Barcelona, expandiert. Im Teil 3 geht es darum, wie die Erben mit dem Geschäft und dem Vermögen umzugehen wussten uvm. Wie der uneheliche Sohn von Carlos Wertheim auf den Spuren seiner Vorfahren wandert und versucht, mehr über die Familie und das verschollene Erbe zu erfahren, erzählt Teil 4. Im Anschluss gibt es einige Fotos, die das Ganze ungemein bereichern.

Gern war ich abends zu diesem Buch zurückgekehrt, um noch mehr über die Wertheims und ihre Nachkommen zu erfahren. Ein gutes Stück der deutschen Geschichte wurde hier miterzählt, denn die Ereignisse der Zeit konnten gar nicht unbemerkt bei dieser wohlhabenden und angesehenen Familie vorbeirauschen. Auch die Geschichte Spaniens war in der zweiten Hälfte gut dabei, da es um die Niederlassung der Nähmaschinenfabrik in Barcelona und Carlos Wertheim ging, der diese leitete. Sehr interessant und denkwürdig.

 „Schön geschrieben“, musste ich oft beim Lesen denken. Sachlich, dennoch eindringlich, genug Raum für Emotionen bietend, manches rührend und bewegend, wie z.B. das Schicksal von Ilse, einer der Wertheims Töchter, Augenschien ihres Vaters Joseph, die später von den Nazis erst enteignet, dann im KZ hingerichtet wurde.

All die Geschehnisse sowie die Familienmitglieder und ihre Lebenswege, eingebettet in die jeweilige Zeit, sind in diesem Buch so lebendig und zum Greifen nah!

Auch wenn es zum Schluss viele unbeantworteten Fragen wie so viel Unerklärtes gibt, erweist sich diese Familiengeschichte als ein sehr guter, süffiger, lehrreicher Lesestoff.

Fazit: Eine sehr gut geschriebene, spannende, aufschlussreiche Geschichte der deutsch-jüdischen Unternehmerfamilie. Gern vergebe ich 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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Tags: eine familiengeschichte, singer nähmaschinen, verlag bastei lübbe   (3)
 

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10 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Agatha Raisin und die Tote im Feld

M. C. Beaton , Sabine Schilasky , Julia Fischer , Daniela Utecht
Audio CD: 4 Seiten
Erschienen bei Lagato Verlag, 13.04.2015
ISBN 9783942748643
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieser Fall ist etwas subtiler aufgebaut. Bis zum Schluss weiß man nicht, wer hinter den Morden steckt.

Klappentext beschreibt den Anfang ganz gut: „Eine militante Wanderin, die ihr Ende im Feld des Erzfeindes findet - dieser Fall schreit förmlich nach einer Spürnase wie Agatha Raisin, meint Deborah, eine Freundin der Toten. Die geschmeichelte Agatha ist zwar gerade erst wieder in den Cotswolds angekommen, lässt sich aber nicht zweimal bitten. Ihr Plan: Sie und ihr Schwarm James schleusen sich als Ehepaar getarnt in den Wanderkreis des Opfers ein, um ungestört herumschnüffeln zu können. Gesagt, getan. Als kurze Zeit später ein weiteres Mitglied der Wandergruppe ermordet wird, schwant es den beiden, dass sie sich geradewegs in die Höhle des Löwen begeben haben...“

Hier sind einige Themen in den Erzählteppich verwoben worden, die der Autorin wohl wichtig waren. Von den Freikämpfern für ein freies Irland über die Selbstbestimmung der Frauen bis hin zu den alten Wegerechten, die den Wandergruppen den Durchgang durch das Privatgelände erlauben.

Agatha ermitteln nicht allein. James hilft ihr nach Kräften. Polizei tappt wie so oft im Dunklen, am Ende aber sagt Bill Wong, der erste richtige Freund Agathas aus der ersten Folge, sie hätten eh schon alles fast so weit gebracht.

Bloß das nächste Opfer konnte gerade in der letzten Minute gerettet werden. Wenn sich Agatha und James nicht beeilt hätten, wäre es eher schlecht um den nächsten gestanden, der sich zu widersetzen wagte.

Eine gute Folge, die ich gern gehört habe, wobei schon bei der näheren Beschreibung war klar, wer die Morde begangen hat. Die Motive waren aber trotzdem interessant zu erfahren.

Dies war leider die Letzte aus der Reihe der zurzeit verfügbaren Fälle mit Agatha Raisin, die ich noch nicht kannte. Aber eine neue kommt demnächst. Da bin ich wieder dabei.

 

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Tags: agatha raisin und die tote im feld, krimi-hörbuch   (2)
 

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Agatha Raisin und der tote Tierarzt

M. C. Beaton , Sabine Schilasky , Daniela Utecht , Julia Fischer
Audio CD: 4 Seiten
Erschienen bei Lagato Verlag, 13.04.2015
ISBN 9783942748636
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Es ist wieder ein klassischer who-done-it cosy Krimi, bei dem ich paar Mal auflachen musste.

Klappentext: „Auch nach einigen Monaten in den Cotswolds hat sich Ex-PR-Agentin Agatha Raisin noch immer nicht recht an das beschauliche Landleben gewöhnt. Doch es geht voran, Agatha konnte sogar eine Essenseinladung vom neuen Dorftierarzt ergattern, einem äußerst attraktiven Mann. Pech nur, dass dieser wenig später bei der Behandlung eines Rennpferdes stirbt. Ein Unfall, sagt die Polizei, doch Agatha zweifelt, dafür sind die Todesumstände zu verdächtig. Schließlich ermittelt sie auf eigene Faust - und gerät damit ins Visier eines hundsgemeinen Gegners.“

In dieser Folge wird dem Zuhörer viel geboten. Es gibt etliche Verdächtige, und Agatha klappert sie alle der Reihe nach gewissenhaft ab, bis sie am Ende doch den Richtigen erwischt und in Lebensgefahr gerät. Mal gut, dass der junge Polizist Bill Wong wieder mal rechtzeitig an Ort und Stelle aufkreuzt.

Agatha ist keine perfekte Ermittlerin. Sie hat zudem ihre Ecken und Kanten. Sie kann sich manchmal unmöglich benehmen, da sie eitel ist und sich einen schönen Mann angeln will. So bringt sie sich in seltsame Situationen, u.a. als sie mit ihrem gutaussehenden Nachbarn unterwegs ist. Situationskomik brachte im ersten Drittel paar Auflacher hervor. Dennoch, oder vllt auch deshalb, ist die Möchte-gern-berühmte Detektivin liebenswürdig, charmant, wenn sie es will, und kann die Reihe problemlos tragen.

Man erfährt einige Details aus dem Leben des Tierarztes. Noch weitere Schicksale der im Dorf lebenden Menschen säumen Agathas Ermittlungen. Ein weiterer Mord lässt auf sich nicht lange warten.

Schön atmosphärisch ist diese Folge. Man hat den Eindruck, man wäre in Cotswolds und begleite Agatha auf ihren Wegen.

Eine recht gute Folge, zog sich bloß ein wenig in die Länge. Bin schon dabei, die nächste zu hören.

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Tags: agatha raisin und der tote tierarzt, cotswolds, krimi-hörbuch   (3)
 

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Agatha Raisin und die tote Gärtnerin

M.C. Beaton , Julia Fischer , Daniela Utecht
Audio CD: 4 Seiten
Erschienen bei Lagato Verlag, 30.10.2014
ISBN 9783942748612
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Diese Folge bietet vergleichsweise weniger an als die anderen Folgen.

Klappentext beschreibt den Fall ganz gut: „Home Sweet Home. Als Agatha Raisin nach einer anstrengenden Weltreise ihr Cotswolds-Cottage betritt, ist sie heilfroh, endlich wieder zu Hause zu sein. Die Freude währt allerdings nicht lange, denn in Agathas Abwesenheit hat ihr attraktiver Nachbar James doch tatsächlich mit einer anderen Frau angebandelt! Mary Fortune heißt das blutjunge Ding, das leidenschaftlich gern gärtnert - ganz im Gegensatz zu Agatha. Trotzdem ist diese sich sicher, die unliebsame Konkurrentin in der bevorstehenden Gartenschau zu übertrumpfen. Doch dazu kommt es erst gar nicht, denn ausgerechnet Agatha stolpert eines Nachts über Marys Leiche - und die steckt kopfüber in einem Blumenkübel.“

Agatha kann es wieder nicht lassen und fängt an zu ermitteln, wer die ach so beliebte Mary Fortune so gehasst haben musste.

Nach und nach stellt sich heraus, dass der schöne Schein trug. Mary konnte ganz schön beleidigend sein, das haben mehrere Befragten aus dem Dorf bestätigt. So ein Verhalten seitens Mary hat Agatha auch auf eigener Haut erlebt, war sie doch mit Mary so etwas wie befreundet, nur um dem besser nachzugehen, was zwischen ihr und James Lacey da lief.

Viele hätten einen Groll auf die „perfekte“ Mary. Aber gleich Mord? Und dann auf diese Art und Weise?

Agatha ermittelt. James gesellt sich zu ihr. Die Polizei is not amused, dass sie herumschnüffeln, kann aber auch selbst keine nennenswerten Fortschritte vorweisen. Bis ein Zufall den beiden hilft. Ab da geht es sehr schnell und der Fall ist vollends aufgeklärt.

In dieser Folge war mir ein wenig langweilig. Die Situationskomik war schon dabei, all die Verwicklungen um Agathas Schummeleien wegen des Gartens, da sie unbedingt das Gartenwettbewerb gewinnen wollte, ohne etwas vom Gärtnern zu verstehen. Aber es hat den Fall bloß in die Länge gezogen.

Drei Sterne passen hier ganz gut. Nebenbei kann man den Fall hören, wenn nichts besseres da ist.

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Tags: agatha raisin und die tote gärtnerin, krimi-hörbuch   (2)
 

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Tee? Kaffee? Mord! - Folge 06

Ellen Barksdale , Vera Teltz
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Lübbe Audio, 21.12.2018
ISBN 9783838790282
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dieser cosy Krimi aus Cotswolds ist nicht nur atmosphärisch, weihnachtlich, er ist zudem spannend und trägt zum Schluss Züge eines Politthrillers. Diese Folge verdient gute fünf Sterne.

Klappentext beschreibt die Serie und den Ausgangspunkt der Folge ganz gut: „Davon stand nichts im Testament... Cottages, englische Rosen und sanft geschwungene Hügel - das ist Earlsraven. Mittendrin: das "Black Feather". Dieses gemütliche Café erbt die junge Nathalie Ames völlig unerwartet von ihrer Tante - und deren geheimes Doppelleben gleich mit! Die hat nämlich Kriminalfälle gelöst, zusammen mit ihrer Köchin Louise, einer ehemaligen Agentin der britischen Krone. Und während Nathalie noch dabei ist, mit den skurrilen Dorfbewohnern warmzuwerden, stellt sie fest: Der Spürsinn liegt in der Familie.

Folge 6: Tod eines Schneemanns
Weihnachten steht vor der Tür und Nathalie genießt den Winter in Earlsraven in vollen Zügen. Über den großen Schneemann, der eines Morgens auf ihrem Parkplatz steht, wundert sie sich zunächst, doch er passt einfach perfekt zum verschneiten Pub. Aber dann passiert es: Auf der vereisten Straße kommt ein Transporter ins Rutschen, fährt mitten in den Schneemann - und enthüllt eine Leiche! Wer um Himmels Willen versteckt eine Leiche in einem Schneemann? Nathalie und Louise wollen wissen, was mit dem Toten vor ihrem Pub wirklich geschehen ist. Ihre Ermittlungen führen sie bis in die höchsten Kreise und schon bald müssen sie feststellen, dass dem Täter auch kurz vor Weihnachten nichts heilig ist...“

Diesmal müssen Nathalie und ihre Co-Ermittlerin Louise nicht lange nach einer Leiche suchen. Sie steht praktisch vor ihrer Tür. Constable Stratner ist auch zur Stelle und leitet das Notwendige ein, um mehr über den Schneemann zu erfahren. Bald wissen die Drei, dass der Tote schon paar Tage tot war, bevor er in der schneereichen Nacht vor dem Pub landete. Der neue Pathologoanatom ist eine recht skurrile Figur. In den Pausen geht er seinem Hobby nach und backt Torten in der Kantinenküche, solange die Ergebnisse aus dem Labor auf sich warten lassen.

Wer der Tote war, sagt viel, warum er ermordet wurde. Sein Archiv dürfte eine klare Bedrohung für die Politiker in den höchsten Instanzen sein. Paar gesellschaftskritische Momente, die durchaus gekonnt hier eingepflegt wurden, schlagen in diese Kerbe. Nathalie fragt sich z.B., warum es in der Gegend wenig junge Leute und Familien mit Kindern gibt. Aber ganz in der Nähe, halbwegs geheim, befindet sich ein Internat für die Kinder reicher Eltern aus London, damit diese möglichst weit weg von der Familie „geparkt“ werden können.

Louise, als ehem. Geheimagentin, lässt ihre Connections spielen und zeigt, wie problemlos es ist, sich in ein Facebook account einzuhacken, wenn man über die entspr. Rechte verfügt. Wenn man das vernimmt, in einem cosy Krimi, darf sich auch die Schulterklopfen, wenn man kein FB Konto hat, Stichwort Datenschutz samt dem Recht auf Privatsphäre.

Einige Entwicklungen im privaten Bereich lockern das Ganze auf und lassen die Geschichte recht weihnachtlich ausfallen.

Fazit: Ein guter, spannender Krimi! Habe den zufällig bei meinem Abo-Hörbüch-und Musik-Anbieter entdeckt und fast in einem Rutsch gehört.

Vera Teltz hat wie immer sehr gut gelesen. Gern höre ich weitere Folgen dieser Reihe.

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Tags: cosy krimi, cotswolds, ermittlungen vor ort, krimi-hörbuch, krimi-serie   (5)
 

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Agatha Raisin und die tote Urlauberin

M.C. Beaton , Sabine Schilasky , Julia Fischer , Daniela Utecht
Audio CD
Erschienen bei Lagato Verlag, 01.03.2016
ISBN 9783942748742
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Agatha macht Urlaub auf Nordzypern. Eine atmosphärische Folge, die eben ganz woanders und nicht in England spielt.

Klappentext: „Agatha Raisin ist fassungslos: Ihr Verlobter James hat sich einfach aus dem Staub gemacht. Nach Zypern. Dorthin, wo sie die Flitterwochen verbringen wollten. Eigentlich.

Bevor er die Hochzeit platzen ließ. Doch Agatha wäre nicht Agatha, wenn sie tatenlos zusehen würde, wie ihr Glück den Bach runtergeht. Beherzt packt sie ihre Koffer und reist James hinterher. Doch Agathas Traum von der romantischen Versöhnung unter mediterraner Sonne ist schnell ausgeträumt: Kaum gelandet, muss sie sich mit englischen Urlaubern und einem Mörder rumschlagen, der es auf ebendiese abgesehen hat.“

Agatha sucht James in Nordzypern und findet ihn auch, wobei er den Eindruck macht, dass er nicht gefunden werden möchte. Statt der Versöhnung gibt es nur Kälte und später Streit. James will mit ihr nicht viel zu tun haben.

Agatha lernt Charles kennen, einen Baronet, der sich auch dort herumtreibt und viel Langeweile hat. Die beiden sind wie für einander geschaffen. Zusammen versuchen sie dahinterzukommen, wer die Rose umgebracht hat. Aber so leicht ist es nicht. Dann passiert noch ein Mord. Und die örtliche Polizei ist der Meinung, Agatha steckt dahinter. Nun führt kein Weg dran vorbei, als die Morde aufzuklären.

Wie auch andere Agatha Raisin Folgen kann ich diese auch prima nebenbei hören. Es plätschert ein wenig vor sich her, aber gut, in einem gemütlichen Krimi darf das. Sonst ist sie atmosphärisch – man fühlt sich quasi wie im Urlaub auf Nordzypern. All diese Lebensgeschichten und Verwicklungen folgen dem bekannten Muster, aber das stört nicht.

Am Ende sind auch diese Morde aufgeklärt. Und Agatha ist froh, in ihr Dorf zurückzukehren, in dem scheinbar nichts passiert. Aber wie die nächste Folge erzählt, die habe ich schon gehört, gibt es da in der Nachbarschaft einen Streit um die Wasserquelle, der Agatha wieder auf die Barrikaden ruft.

Julia Fischer liest wie immer sehr gut.

Fazit: Ganz nett fürs Nebenbei.

Mal sehen, ob ich die früheren Folgen 1-4 mir auch anhöre.

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Kaisermord

Hubert vom Venn
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Erschienen bei SAGA Egmont, 23.08.2018
ISBN B07G823J2P
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Diesen Krimi habe ich echt genossen. Obwohl aus dem Jahr 2000, hört er sich sehr aktuell an.

Klappentext beschreibt den Fall ganz gut: „Kaiser Karl ist nicht mehr als eine Erfindung der Geschichtsschreibung. Das jedenfalls behauptet ein Historiker - und löst einen Aufschrei in Aachen aus. Bald danach kommt der Wissenschaftler als Gast-Referent ins Kármán-Auditorium. Womit keiner gerechnet hat: es fallen tödliche Schüsse. Gemeinsam suchen ein Kripo-Beamter und eine Journalistin den Mörder und während sie den ersten Spuren folgen kommt es in der Nähe der Burg Seffent zu einem weiteren Mord, der eine unerwartete Wendung mit sich bringt. Wer steckt tatsächlichen hinter diesen Taten?“

Der Autor ist Kabarettist und Schriftsteller. Das merkt man dem Krimi auch an. In einem humorig-ironischen Erzählstil verfasst, leuchtet diese Geschichte nicht nur das Alltagsgeschäft von provinziellen Journalisten, Polizisten und das des Oberbürgermeisters samt seinem Team durch. Auch die rechte Szene in der Aachener Kaserne spielt eine Rolle, denn um zu begreifen, wer den Historiker erschossen hat, graben die Journalisten auch in diesen Gefilden. Die Befunde sind derart, dass man nicht weiß, ob man da lachen oder weinen soll, v.a. vor dem Hintergrund, dass sich die Lage in der Hinsicht seit 2000, Erscheinungsjahr des Romans, wohl kaum gebessert hat.

Am schönsten war die Figur vom Kaiser Karl, der, warum auch immer, durch die Straßen von Aachen stolziert, sich mit den Studenten besäuft und lustige, aber nicht sinnfreie Reden schwingt. Alle halten ihn für einen aus der Anstalt Entlaufenen. Doch als auch er gewaltsam stirbt, geht es mit den Ermittlungen richtig los.

Da gibt es noch mehr Erzählstränge, die dann zu einem Ganzen zusammenkommen.

Fazit: Ein richtig guter Regio-Krimi aus Aachen. Schön gesellschaftskritisch, spannend, lustig, ich musste paar Mal auflachen, in einem reifen Schreibstil sehr gekonnt verfasst. Man kriegt gute Laune und ist bestens unterhalten. Bitte mehr davon.

Jörg Pintsch hat kongenial gelesen. In seiner Darbietung lebt das Ganze so richtig auf. Gern höre ich weitere Bücher mit seiner Beteiligung.


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Tags: krimi-hörbuch, regio-krimi   (2)
 

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Agatha Raisin und der tote Richter

M.C. Beaton , Julia Fischer , Daniela Utecht
Audio CD
Erschienen bei Lagato Verlag, 30.10.2014
ISBN 9783942748605
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Nachdem ich die späteren Folgen mit Agatha Raisin gehört habe, wollte ich wissen, die das Ganze angefangen hat.

Klappentext beschreibt den Fall ganz gut: „Ein eigenes Cottage in den malerischen Cotswolds - davon hat Agatha Raisin schon immer geträumt. Jetzt ist dieser Wunsch endlich wahr geworden. Womit die Ex-PR-Beraterin aus London allerdings nie gerechnet hätte, ist die Abneigung ihrer neuen Nachbarn: Die Dörfler wollen offenbar lieber unter sich bleiben! Doch Agatha ist es gewohnt, ihren Kopf durchzusetzen. Um Eindruck zu schinden, reicht sie beim örtlichen Backwettbewerb eine Feinkost-Quiche ein, die sie als ihre eigene ausgibt. Dumm ist allerdings, dass einer der Preisrichter stirbt und in Agathas Quiche Gift gefunden wird. Nun muss sie nicht nur zugeben, dass sie gemogelt hat, sondern auch versuchen, den Mordverdacht gegen sich auszuräumen.“

Im Grunde ist es ein klassischer who-done-it Krimi. Ziemlich früh wird eine Person aus dem näheren Kreis des Ermordeten verdächtigt. Aber erst wird die Vergiftung, auch vom Gericht, als Unfall abgetan. Agatha lässt dies keine Ruhe. Da sie das Dorfleben eh langweilig findet und am liebsten wieder zurück nach London und in die Arbeit stürzen würde, versucht sie ihre Langeweile mit Ermittlungen zu bekämpfen. Zu schaffen macht ihr auch die Feindseligkeit der Dorfbewohner. Doch das kann Agatha nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Mit der Zeit findet sie die richtigen Leute wie die nette Frau des Vikars oder auch den Polizisten Bill Wong, die sie so nehmen, wie sie nun mal ist, und ihr so etwas wie Freundschaft anbieten.

Beinah wäre der Fall nicht aufgeklärt, bzw. als Unfall in die Annalen eingegangen. Bloß Agatha sah etwas, in alten Fotos von den Dorffesten, was sie stutzig gemacht hatte. Da recherchierte sie noch ein wenig und dann ging schnurstracks zu der verdächtigen Person hin und stellte sie zur Rede. Es hätte auch schiefgehen können, aber Agatha hat, dank ihrem neuen Freund Bill Wong, viel Glück gehabt und nur mit paar Blessuren davongekommen.

Fazit: Ein guter, wenn auch nicht herausragender Auftakt der Reihe. Aber als ein atmosphärischer cosy Krimi taugt er auf jeden Fall, vor allem wenn man ihn nebenbei beim heimischen Werkeln hört.

Julia Fischer hat sehr gut gelesen. Ich bin schon dabei, den nächsten Fall zu vertilgen.


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Was von uns übrig bleibt

Sven Stillich
Fester Einband: 288 Seiten
Erschienen bei Rowohlt, 20.11.2018
ISBN 9783498093969
Genre: Sachbücher

Rezension:  
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Zukunftsblind: Wie wir die Kontrolle über den Fortschritt verlieren

Benedikt Herles
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Audible Studios, 02.11.2018
ISBN B07JHY161X
Genre: Sonstiges

Rezension:

„Zukunftsblind“ habe ich auch gehört. Praktisch, wenn man zwischen Hörbuch und Print schalten kann.

Fazit hier: Man kann das Buch auch ganz gut hören.

Julian Horeyseck hat ganz nett gelesen. Allerdings habe ich da mehr Professionalität gewünscht. So manches war seltsam ausgesprochen, wie z.B. BIP (Bruttoinlandspridukt), sodass Horeysecks Aussprache verwirrte, und ich musste kurz überlegen, was gemeint sein sollte.

Die Stimme hätte auch insg. mehr Schulung vertragen. Einerseits passt sie zu den Jungdynamikern, die im Buch erwähnt wurden, andererseits war sie mir auf Dauer recht anstrengend. Habe Pausen einlegen müssen und im Buch weitergelesen.

Die Art der Darbietung war in Ordnung, aber etwas neutraler insgesamt wäre besser gewesen.

9 Stunden 5 Minuten der ungekürzten Ausgabe habe ich doch noch zu Ende gehört.

Wer nicht sicher ist, kann sich die Hörprobe anhören. In etwa so wird es bis zum Schluss bleiben.

Das Buch an sich finde ich gut und lesenswert. Mehr dazu lesen Sie in der Rezension zur Printausgabe.

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Tags: perspektivkorrekturen, philosophie. politik, sachbuch-bestseller, sammelsurium von weltverbesserungsvorschlägen, wirtschaftsordnung, zukunft deutschlands   (6)
 

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Agatha Raisin und der tote Ehemann

M.C. Beaton , Sabine Schilasky , Julia Fischer , Daniela Utecht
Audio CD
Erschienen bei Lagato Verlag, 01.02.2016
ISBN 9783942748735
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In diese Folge, Nr. 5, wollte ich erst nur reinhören, dann doch hängengeblieben und zu Ende gehört.

Klappentext beschreibt den Anfang ganz gut: „In den Cotswolds herrscht Feierstimmung: Agatha Raisins lang ersehnte Hochzeit mit ihrem Nachbarn, dem stets korrekten James Lacey, steht vor der Tür. Doch dann taucht urplötzlich Agathas tot geglaubter Ehemann Jimmy im Standesamt auf. Die aufgebrachte Agatha geht Jimmy an die Gurgel, der gedemütigte James sucht das Weite, die Hochzeit platzt.

Als Jimmy am nächsten Tag ermordet im Straßengraben liegt, sind Agatha und James prompt die Hauptverdächtigen. Kann Agathas Spürnase ihr auch diesmal wieder aus der Patsche helfen?“

Dafür, dass ihr James so gekränkt war, überlegte er es sich recht schnell anders. Diesen Fall ermitteln sie zusammen. In den späteren Folgen, die ich kenne, machte er sich rar. Es war also interessant, ihn in Aktion zu erleben, sehen, wie er zu Agatha steht, dass er das Ermitteln, trotz all den Warnungen der Polizei, genauso gern betreibt wie seine beinah Angetraute. Gefährliche Vorkommnisse, paar weitere Morde obendrauf, kommen die beiden vom Schnüffeln keineswegs abbringen.

Agatha hat in dieser Folge eine Frau getroffen, die noch unausstehlicher sein kann als sie selbst. Und das muss man erstmal bringen.  

So manche Wendung war mir etwas fragwürdig, der Zufall spielte schon eine große Rolle, und der Schluss, bei dem die Überraschung fehlte, konnte mich nicht so recht begeistern, aber ich konnte die Folge insg. ganz gut nebenbei hören.

Julia Fischer hat ganz gut gelesen.

Gern höre ich weitere Folgen mit Agatha Raisin.

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Tags: agatha raisin und der tote ehemann, cotswolds, krimi-hörbuch, netter cosy krimi   (4)
 

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Treibts zua!

Lisa Brandstätter , Clemens Wenger
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Emons Verlag, 11.10.2018
ISBN 9783740804558
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Ein guter Regio-Krimi, der zwischen Berchtesgadener Land und Salzburg spielt und zur Geschichte und den alten Sagen der Region einen klaren Bezug hat: atmosphärisch, leicht humorig, mit einer deutlichen Portion Gesellschaftskritik.

Klappentext beschreibt den Krimi sehr gut.

Bei einem Toten bleibt es nicht. Bald folgen einige andere. Das deutsch-österreichische Ermittlerduo tappt lange im Dunklen, bis die beiden auf Karl den Großen und sein Wappen kommen. Zum Schluss wird es richtig spannend. Es gilt, ein weiteres Opfer zu retten und den Mörder zu fassen.

Die beiden Ermittler Lilly Engel und Sigmund Huber bilden einen schönen Kontrast. Sie ist eine hübsche, alleinerziehende Mutter zweier kleiner Kinder, im täglichen Kampf mit ihrem mühsam-chaotischen Mutteralltag. Ihr Kollege Huber, der in Salzburg allein lebt, ist ein Gourmet, hat das Herz auf dem rechten Fleck und ruht in sich. Abgeklärt-humorig bringt er die Dinge stets auf den Punkt. Huber mag Lilly. Eine Art zarte Annäherungsgeschichte, die evtl. in der Fortsetzung weitergesponnen wird, trug zur subtilen Spannung bei.

Die Dialoge habe ich genossen. Paar Schmunzler haben sie mir entlockt.

Auch die Nebenfiguren erwiesen sich als eine große Bereicherung für diese Geschichte: Da ist eine Wahrsagerin, die ein Kosmetiksalon betreibt; da der Prof. Lange, seines Zeichens Schaumschläger, eine lustige Szene mit ihm; da ist ein Geistlicher, der die Ermittler mit schmackhaften Kuchen füttert; da ist ein Obdachloser, der über den Sinn des Lebens philosophiert. Zum Schluss kommen noch die bayrischen Herren, die regionale Bräuche dem norddeutschen Licht Lilly offenbaren usw.

Man kann noch viel über diesen Krimi schreiben. Besser, man liest den selbst.

Fazit: Ein netter, atmosphärischer Regio-Krimi, der durchaus einen verregneten Sonntag retten kann. Sehr gute Idee, die alten Sagen einer Krimigeschichte zugrunde zu legen, prima umgesetzt. Gern vergebe ich vier hell leuchtende Sterne und eine Leseempfehlung.

 

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Tags: brutal emordet, eiskalter psychopath, emons verlag, regio-krimi, schwierige ermittlungen, seltsame bräuche, wien; salzburg   (7)
 

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Tod eines Surfers

Evelyne Weissenbach
Buch: 215 Seiten
Erschienen bei Prolibris, 18.08.2017
ISBN 9783954751501
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Auftakt der Reihe vom Neusiedlersee fokussiert auf das Zwischenmenschliche.

Klappentext beschreibt den Fall ganz gut: „‘Ein leckeres Kerlchen!‘, hätte Oberst Doktor Luise Pimpernell unter anderen Umständen wohl über den feschen Clemens Holzbauer gedacht. Doch angesichts seiner Leiche verbot sie sich einen solchen Gedanken.
Vielleicht hätte die liebenswert-schrullige Ermittlerin mit der Vorliebe für skurrile Kopfbedeckungen bei dem passionierten Surfer sogar Chancen gehabt. Der war hinter jedem Rock her, warum also nicht hinter dem langen mit Gummibund, den Luise gern trägt?
Zum Surf Opening traf Holzbauer stets am Neusiedlersee ein und lebte den ganzen Sommer lang seine beiden Leidenschaften hemmungs- und rücksichtslos aus. Von hier aus ging er dann auch seinen manchmal windigen Versicherungsgeschäften nach.
Motive und Verdächtige für einen Mord gibt es daher mehr als Luise und ihrem Assistenten Roman Grümpl lieb sein können. Die Pimpernell, die eher ihrer Intuition als den modernen Ermittlungstechniken traut, glaubt an eine Frauengeschichte. Hoffentlich lockt die Eingebung sie diesmal nicht auf eine falsche Fährte ...“


Luise muss alle Frauen im Ort und außerhalb sprechen, die in den Genuss des „leckeren Kerlchens“ gekommen waren, was sich bei seiner Virilität schnell als eine Herausforderung für die beiden Ermittler erweist. Luise geht methodisch vor und spricht sie auf ihre Beziehung zu Clemens an. Da tun sich die Abgründe auf: Falsche Freudinnen, die eher zu dem Motto passen: „Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr“, unglückliche Ehen, überlastete Ehefrauen, Ehemänner, die ihre Zeit und Geld lieber in Amüsierlokalen verprassen, statt sich um ihre Familien zu kümmern, etc. Aber auch junge Mädchen, die sich auf den Partys hübsch aussehende Männer anlachen, die nichts weiter als schnellen Sex haben wollen, was die Mädchen nicht unbedingt so meinten usw.

Es gab aber auch urige Typen wie der Dachdeckermeister oder der Geschäftsmann in seiner schicken Villa mit dem Blick auf den See. Die beiden konnte ich lebendig vor meinem inneren Auge sehen. Auch viele anderen Figuren erschienen mir wie dem wahren Leben entsprungen.

Auf den alten Emser habe ich mich gefreut. Den habe ich hier noch kurz kennenlernen können. Im zweiten Teil, den ich sehr gut fand, geht es um seinen Tod und die Ermittlungen dazu.

Paar Sätze zu Gesellschaftskritik, wohl beobachtet und prima zum Ausdruck gebracht finden sich hier auch, als es z.B. um die Wegwerfgesellschaft oder auch um „dieses konsumlastige, Kommunikation vortäuschende, unaufrichtige Getue“ ging, welche Luise nicht gutheißen kann.

Die persönliche Reife, psychologische Ader der Autorin ließ sich gut herauslesen.

Am Ende ist alles geklärt, die Motive freigelegt. Wer es war, weiß man bis zum Schluss nicht.

Fazit: Wer gern Geschichten über Beziehungen, zwischenmenschliche Verwicklungen liest, kann hier gut zugreifen.

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Tags: burgenland, familie, w, mord. ermittlungen, österreich krimi, regional-krimi, regionalküche   (6)
 

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Agatha Raisin und der tote Gutsherr

M. C. Beaton , Julia Fischer , Daniela Utecht
Audio CD
Erschienen bei Lagato Verlag, 01.03.2018
ISBN 9783942748988
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Diese 10.te Folge fand ich recht amüsant. Passt zum Spätherbst mit all den Verwicklungen und gar den Elfenlichtern.

Klappentext beschreibt den Fall ganz gut: „Um ein für alle Mal über den vermaledeiten James Lacey hinwegzukommen, zieht Agatha Raisin nach Norfolk. Hier, im Osten Englands, sind die Leute ziemlich seltsam: Sie glauben sogar an Elfen. Was für ein Blödsinn!, findet Agatha. Dennoch möchte sie einen guten Eindruck im Dorf machen und behauptet, einen Kriminalroman zu schreiben, der Tod auf dem Landgut heißt.

Das hat ungeahnte Folgen, als auf dem nahegelegenen Landgut tatsächlich ein Mord geschieht und Agatha unter Tatverdacht gerät. Kann sie ihren Kopf aus der Schlinge ziehen? Und was hat es mit den angeblichen Elfen auf sich?“

Agatha kann es wieder nicht lassen. Sie fängt an, den Mord an dem Landgutherren aufzuklären, den sie vor Kurzen kennengelernt hat. Ihr Freund Charles, von dem sie die Finger gelegentlich auch nicht lassen kann, reist zu ihr. Zu zweit geben sie ein eigenartiges Hobby-Ermittler-Duo ab, das durchaus seine Erfolge feiern kann.

Agatha ist alles andere als nett. Sie verfolgt ihre eigenen Interessen, ohne Rücksicht auf Verluste, egal welcher Art die sein mögen. Charles hat etwas mehr Feingefühl, was ihm auch hilft, an die nötigen Infos ranzukommen. Mit etwas Glück kommen sie dahinter, wer hinter dem Mord steckt, es gibt später noch einen zweiten, obwohl hier auch Missverständnisse und reiner Bluff die entscheidenden Erfolgsmomente brachten. Sie entgehen einem Mordanschlag und liefern die Verbrecher der Polizei.

Ein cosy Krimi aus England, den man gut nebenbei hören kann. Agatha ist nicht sonderlich nett, hat aber ihren eigenen Charakter und Durchsetzungswillen, die ihr bei den Ermittlungen gut weiterhelfen.

Insgesamt ist die Geschichte schön atmosphärisch. Man hat den Eindruck, man wäre in England und ermittele zusammen mit Agatha.  

Julia Fischer hat sehr gut gelesen. Ich konnte alle Figuren samt ihren emotionalen Befindlichkeiten auf Anhieb heraushören. Gern höre ich weitere Folgen mit Agatha.

5 St. 19 Min., gekürzte Ausgabe.

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Zukunftsblind

Benedikt Herles
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Droemer, 02.11.2018
ISBN 9783426277317
Genre: Sachbücher

Rezension:

„Zukunftsblind“ von Benedikt Herles halte ich für recht gut gelungen. Vier hell leuchtende Sterne sind auf jeden Fall drin.

Die Form ähnelt dem beliebten Denkmuster der Consultants „Situation-Komplikation-Lösung“.

In 5 größeren Kapiteln, in kürzere, leserfreundliche Segmente heruntergebrochen, wurden dem Leser spannende Inhalte dargereicht:

1.      Situation heute (Beschleunigte Geschichte, Zeitenwende)

2.      Spaltungsrisiko (Wohlstandskonzentration, Geteilte Spezies)

3.      Herrschaftsrisiko (Poststaatlichkeit, Algokratie)

4.      Gesinnungsrisiko (Politische Abgründe, Volksdepression)

5.      Agenda (Generationenaufgaben, Zehn-Punkte-Plan).

Herles gibt zunächst den Überblick über die Situation heute. Hier und dort liest man Kritik an den Entwicklungen in Deutschland, z.B. Hierzulande gibt es nur SAP als großes, bekanntes IT-Unternehmen, alle anderen sitzen in USA, die die Federführung in diesem und vielen anderen zukunftsrelevanten Bereichen seit Jahrzehnten ausüben. Er spricht auch über das, was heute an ausgefeilten Technologien und anderen Entwicklungen da ist, z.B. über die Fortschritte im Bereich Künstlicher Intelligenz, über Brain-Computer-Interface, Kryptowährungen, über den Gen-Upgrade zwecks der Optimierung der nachkommenden Generationen, über die Trends der weiteren Entwicklungen uvm. Hier geht er in Sachen Wissensvermittlung ein Stück weiter als z.B. Harari in „Homo Deus“, dankenswerterweise ohne unnötige Theatralik, Effekthascherei und Provokationen des Letzteren.

Herles schreibt in einem ruhigen, sachlichen Ton, hin und wieder mit feinem Augenzwinkern, was dem Ganzen sehr guttut.

Er weist auch darauf hin, dass der technologische Fortschritt, in seiner Komplexität und der rasanten Geschwindigkeit, in der dieser in den letzten Jahren vorangetrieben wurde, schon an sich eine große Herausforderung für die Menschheit darstellt, die es, in vielerlei Hinsicht, zu meisten gilt.

Herles spricht auch über die Risiken der heutigen Situation, sehe Kap. 2-4. Matthäus-Kräfte nennt er die zugrundeliegenden Verteilungsmechanismen von heute: „Wer hat, dem wird gegeben. Wer weniger hat, ist chancenlos. Ab einem bestimmten Grad der Konzentration ist Wettbewerb so gut wie ausgeschlossen.“ S. 152. Hier wurden die allseits bekannten größeren Konzerne angeführt, „…die sich de facto jeder demokratischen Ordnungsmacht entziehen. Ihr ökonomischer, gesellschaftlicher und politischer Einfluss ist im wahrsten Sinne grenzenlos“ auf S. 166 mit dem weiteren Hinweis, dass es so etwas in der Geschichte schon mal gab. Und hier kommt meine Kritik: Die weiteren Ausführungen bei dem Thema helfen nicht weiter. Es ist vllt unterhaltsam, über die Königin Elisabeth I. zu lesen, aber die Versuche, aus der Vergangenheit die Schlüsse über die Gegenwart oder gar die Zukunft zu ziehen bergen so ihre Risiken, wie die Erfahrung lehrt, und lassen eher an die Flucht denken, denn hier, wie auch in einigen anderen Stellen im Buch, wurde zu schnell die Grenze gezogen und rückwärts oder sonst wohin gegangen, i.e. Fluchtergriffen, sobald es ins Eingemachte ging. An dieser Stelle hätte man um die eigentliche Verteilung der Macht, die Selbstbestimmung der Menschen ausbremst, und diejenigen, die die Geschicke der Menschheit nicht gerade zu ihrem, aber zum eigenen großen Vorteil in Sachen Geld und Einfluss, seit hunderten von Jahren bestellen, sprechen müssen, mehr dazu s. z.B. bei:

Dirk Müller in „Machtbeben“, Rainer Mausfeld in „Warum schweigen die Lämmer?“, auch in „Angst der Eliten“ von Paul Schreyer, „Die Abgehobenen“ von Michael Hartmann, in Werken von Noam Chomsky, z.B. in „Kampf oder Untergang“, „Wer beherrscht die Welt“ uva.

Auch die Rede über diese „Matthäus-Kräfte“ ist v.a. der Wunsch, die eigentlichen Treibkräfte der heutigen Entwicklungen hinter solche Begriffe zu verstecken und den Eindruck zu erwecken, es wären die abstrakten Kräfte, die die Ungleichheit in der Welt vorantreiben, und gegen die folglich man gar nicht vorgehen kann, denn sonst hätte man hier über die Plutokraten und ihre Interessen reden zu müssen. „Political correctness“, die hier zelebriert wurde, hilft der Aufklärung der breiten Massen aber herzlich wenig, was (die Aufklärung) die Ausrichtung, vllt auch Sinn und Zweck, dieses Werkes im großen Maße bestimmt.  

Gut ist wiederum, dass es hier nicht nur auf die heutige Situation und die Risiken eingegangen, sondern auch vernünftige Lösungsansätze angeboten werden, s. Kap. 5. Der Zehn-Punkte-Plan kann sich durchaus sehen lassen: Er fängt mit der Steuergerechtigkeit, dem bedingten Grundeinkommen und der Beteiligung an Unternehmenserfolg an, geht zur Bildungsrevolution - diese wäre längst überfällig, und reicht über die Zukunftsbeteiligung, Zukunftsministerium, Staatstransparenz, Algorithmen- und Datenkontrolle, Euro-Genplan zu der Globalen Kooperation.

Die kurze Träumerei, wie Deutschland in 2051 aussehen könnte, vorab eine Seite zu „Wer, wenn nicht wir“, rundet das Ganze auf optimistische Weise ab. Schön. Man träumt und wünscht das Beste, v.a. wenn man sein Leben noch plant und die Weltordnung mitgestalten möchte. Alles gut, bloß es ist ein wenig so, als wenn man die Rechnung ohne den Wirt machen würde. An guten Vorschlägen hat es auch vorher nicht gemangelt. Was ist bloß daraus geworden…? Andererseits: Wenn zumindest etwas davon für die Menschen, ihr Wohl und lebenswerte Zukunft zu erreichen wäre, wäre dies schon ein guter Schritt voran.

Fazit: Ein durchaus lesenswertes Werk, das sowohl auf der rein informativen Ebene allerhand Wissenswertes liefert, als auch für wertvolle Denkanstöße sorgt und spannende Themen für die Diskussionen im Kreis der Freunde und Kollegen bietet.

Wer z.B. „Homo Deus“ aufgrund der dort vermittelten Informationen gut fand, der wird auch an diesem Buch seinen Gefallen finden. Hier wurden auch die guten Lösungsvorschläge unterbreitet, was das Ganze ungemein aufwertet.

Das Buch ist hochwertig gestaltet: Festeinband in Schwarz, Umschlagblatt mit sich haptisch und optisch abgebenden Buchstaben des Titels. Prima als Geschenk.

 

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Tags: droemer knaur verlag, fachbuch/sachbuch, zukunft deutschlands, zukunftsträume   (4)
 
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