Leserpreis 2018

WinfriedStanzicks Bibliothek

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DIE NIMMTES-NIMMTES-FRAU

Kveta Pacovska
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei Michael Neugebauer Edition, 01.10.2018
ISBN 9783865663313
Genre: Kinderbuch

Rezension:


 

Ein sehr kunstvoll und anspruchsvoll-aufwendig gestaltetes Bilderbuch legt der Michael Neugenbauer Verlag hier vor. Der hohe Preis von 45,00 Euro erklärt sich durch die aufwendige Drucktechnik und den durch kleine Papierbrücken verbunden einzelnen Seiten. Es ist eine bibliophile Rarität und deswegen wahrscheinlich fast ausschließlich für Sammler von besonderen Bilderbüchern von Interesse.

 

Das Buch erzählt mit außergewöhnlichen Bildern die Geschichte der Nimmtes-Nimmtes- Frau. Sehr neugierig ist diese Person und oft nimmt sie sich das, was ihr gefällt. Was mag wohl in dem Haus sein? Welches der drei Tellerlein, welches der drei Löffelchen mögen wohl zu ihr passen? In welchem Bettchen liegt man wohl am besten?

Kveta Pacovska erzählt voller Erinnerungen an ihre eigene Kindheit in ihren eigenen Worten diese Geschichte einer Frau, die sich neugierig im Haus der drei Bären umsieht, während diese im Wald sich aufhalten um dort Honig zu sammeln.

 

 

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Heja!

Gregor Schnittker
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Die Werkstatt, 26.11.2018
ISBN 9783730703434
Genre: Sachbücher

Rezension:


 

 

Borussia Dortmund hat eine lange Geschichte. Als ich selbst mit 10 Jahren 1964 begann Fußball zu spielen und schnell die Rolle des Torwarts wählte, schon da waren Hans Tilkowski, Siggi Held und Lothar Emmerich meine Idole. Obwohl meine Fußballbegeisterung in späteren Jahren etwas nachgelassen hat, ist und bleibt Borussia Dortmund so etwas wie mein Verein, obwohl ich in der Nähe Frankfurts und Darmstadts lebe.

 

Deshalb habe ich auch mit großem Interesse den vorliegenden großzügig gestalteten Bildband von Gregor Schnitker angeschaut. In sechszehn Kapiteln mit jeweils kurzen Texten erzählen die ausgewählten Bilder von der bewegten Geschichte eines begeisternden Vereins. Die meisten Bilder stammen aus der jüngsten Vergangenheit und wollen wohl die aktuellen Fans ansprechen.

 

Wer eine richtige Vereinschronik des Vereins sucht, sollte zu diesem Buch nicht greifen. Wer aber sich von wunderbaren Bildern anstecken lassen will von einer Begeisterung, die der Verein gerade wieder national und international hervorruft, der legt mit diesem Bildband absolut richtig.

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Der Froschkönig

Jacob und Wilhelm Grimm , Sybille Schenker
Fester Einband: 44 Seiten
Erschienen bei Michael Neugebauer Edition, 01.09.2018
ISBN 9783865663184
Genre: Kinderbuch

Rezension:


 

Diese von Sybille Schenker mit eindrucksvollen Scherenschnitten und Schattenbildern illustrierte Ausgabe des bekannten Märchens vom Forschkönig ist nicht nur ein anspruchsvolles Bilderbuch für schon etwas größere Vorschulkinder, sondern auch ein wahres Sammelstück für alle bibliophilen Menschen.

Die aufwendige Herstellung rechtfertigt auch den für ein Bilderbuch hohen Preis. Einer alten Geschichte wird durch ungewöhnliche Darstellung neues Leben eingehaucht.

Wie schon in ihrem viel gelobten Bilderbuch "Hänsel und Gretel" und dem Buch „Rotkäppchen“ schafft es Sybille Schenker durch die raffiniert gestalteten Seiten, neue Perspektiven entstehen zu lassen. Scherenschnittartige Zwischenblätter und die besondere Bildführung geben jedem Abschnitt der Geschichte seinen eigenen Charakter. Hohe Bilderbuchkunst vom Feinsten, auch für die Großen.

 

 

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Alles ist möglich

Elizabeth Strout , Sabine Roth
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Luchterhand, 12.11.2018
ISBN 9783630875286
Genre: Romane

Rezension:


 

Das neue Buch der amerikanischen Schriftstellerin Elizabeth Strout, die spät zum Schreiben kam, aber mit ihren bisherigen Romanen auch in Deutschland sehr erfolgreich war, besteht aus einer langen  Reihe locker miteinander verbundener einzelner Geschichten. Sie porträtieren Menschen und ihr Leben in ihren Familien in der ganzen Bandbreite menschlicher Gefühle. Da geht es um Hass und Neid, um tiefe Einsamkeit und brennende Wut und immer wieder um etwas, was den Menschen erst zum Menschen macht, die Liebe zu anderen und zu sich selbst. Diese Menschen sehnen sich nach Liebe und nach Glück, trotz ihres Kummers und ihres Schmerzes, den sie regelmäßig erleben.

 

All diese Menschen, die in den jeweiligen Kapiteln im Mittelpunkt stehen, kennen sich mehr oder weniger  oder sind sogar miteinander verwandt. Sie alle leben in oder um die (fiktive) amerikanische Kleinstadt Amgash in Illinois (USA), „einem Kaff zwischen Mais- und Sojabohnenfeldern“.

Da ist zunächst Tommy, ein ehemaliger Farmer, dem vor langer Zeit sein ganzer Hof abgebrannt ist. Der vermutete Brandstifter wurde nie gefunden. Er findet einen Job als Hausmeister in der örtlichen Schule und lernt über die Zeit viele Kinder und Familien und ihre sozialen Hintergründe kennen, die in der Folge in dem Roman eine Rolle spielen. In der Sorge um andere findet er im Alter einen Sinn für sich und sein Leben.

 

Da sind die beiden Schwestern  Patty und Angelina, die ihr Leben auf verschiedene Weise meistern wollen. Oder Dottie, die eine Frühstückspension betreibt und dabei eine große Menschenkenntnis erwirbt. Leser, die Elizabeth Strouts Roman „Die Unvollkommenheit der Liebe“ gelesen haben, treffen hier wieder auf die mittlerweile in New York lebende erfolgreiche Schriftstellerin Lucy Barton, erfahren etwas über ihre schwere und armselige Kindheit und über ihre relativ erfolglose Heimkehr nach Amgash.

 

Elizabeth Strout beschreibt ihre Figuren und ihre Schicksale mit Einfühlungsvermögen und Sympathie. Wir erfahren von Liebessglück und der schrecklichen Einsamkeit im Alter, von nachbarschaftlicher Solidarität und ebenso von nachbarschaftlichem Tratsch.  Immer wieder lässt sie in ihren Figuren eine Haltung durchblicken, die wir aus früheren Romanen von ihr kennen, dass nämlich eine gewisse Bescheidenheit und Anspruchslosigkeit und die Anerkennung dessen, was ist, dem Leben der Menschen einen Sinn geben können. Sie schreibt berührend über die Natur des Menschen in all seiner Verletzlichkeit und Stärke und über die unendliche Vielfältigkeit des Lebens.

 

Wie schon ihr 2010 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneter Debütroman „Mit Blick aufs Meer“ ist auch “Alles ist möglich“ ein leiser, ein sensibler Roman, dem es gelingt, hinter die Oberfläche menschlicher Schwächen und Sehnsüchte zu blicken und in ihnen durch seine Personen das zu sehen, was sie sind: Menschen, die kämpfen um ihr Leben und ihr Glück, so wie jeder andere in jeder anderen Stadt der Welt.

 

 

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214 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 126 Rezensionen

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Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren

Ali Benjamin , Petra Koob-Pawis , Violeta Topalova
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 23.07.2018
ISBN 9783446260498
Genre: Jugendbuch

Rezension:


 

In diesem außergewöhnlichen schon 2015 im englischen Original erschienenen Jugendbuch von Ali Benjamin geht es immer wieder darum was es heißt, am Leben zu sein. Die Hauptperson des Buches, die ich-erzählende Suzy Swanson, kann es nicht akzeptieren, dass Dinge einfach so geschehen.  Sie macht sich über vieles Gedanken: den Schlafrhythmus von Schnecken, die jährliche Zahl der Quallenstiche oder wie alt man ist, wenn das Herz 412 Millionen Mal geschlagen hat – gerade mal 12 Jahre.

 

Genau in diesem Alter ist Suzys beste Freundin Franny im Urlaub ertrunken. Suzy kann das einfach nicht verstehen denn Franny war eine gute Schwimmerin. Die Erklärung ihrer Mutter, dass es eben Dinge gibt im Leben die einfach so passieren überzeugt sie nicht. Sie will tiefer gehen, wirklich verstehen, was passiert ist und warum. Sie will die Ursache jenes furchtbaren Unglücks herausfinden. Als sie eines Tages mit ihrer Klasse ein Aquarium besucht, lässt sie danach der Gedanken  nicht mehr los, das Franny vielleicht von einer Qualle gestochen wurde und deshalb ertrunken ist. Sie beginnt geradezu rastlos, sich mit Quallen zu befassen und alles über sie herauszufinden.

 

Der plötzliche Tod Frannys entzieht Suzy auch die Möglichkeit ihrer Freundin wieder näher zu kommen, denn diese hatte die vorher unverbrüchliche Freundschaft kurz vor ihrem Tod auf rüde Weise beendet, weil sie von allen anerkannt werden wollte und die Stärke von Suzy nicht mehr ertragen konnte.

Weil Suzy beschlossen hat, nicht ehr zu sprechen, wird sie zu einer Therapeutin geschickt. Die zeigt Verständnis und hilft ihr langsam zu begreifen,  dass der einzige Trost manchmal ist, Dinge anzunehmen, die man nicht ändern kann.

 

Suzy, die Ali Benjamin auf einfühlsame und warmherzige, aber auch oft sehr witzige Weise ihre Geschichte erzählen lässt, ist ein starkes Mädchen, das sich nicht von ihrem Ziel und Weg abbringen lässt. Solche Menschen werden oft sowohl bewundert wie gehasst. Das ist der tiefe Sinn und Hintergrund dieses wunderbaren Buches.

 

Es ist eine ergreifende Geschichte der Selbstfindung und ein großer Blick auf unsere Existenz.

 

 

 

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Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein

Notker Wolf , Hans-Günther Kaufmann
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei bene!, 01.10.2018
ISBN 9783963400070
Genre: Sachbücher

Rezension:


 

Ein sehr persönliches Buch, geschrieben fast wie ein Lebensvermächtnis, legt der vielgereiste ehemalige Abtprimas Notker Wolf hier im neuen Bene-Verlag der Droemer Gruppe vor.

 

Durch seine vielen Reisen rund um die Welt weiß Notker Wolf sehr genau, wie es sich anfühlt, fremd und auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Geboren in einem kleinen Ort im Allgäu hat er in seinem langen Leben nicht nur viel Fremdes erfahren, sondern auch immer wieder die Hoffnung wachsen spüren, die er so beschreibt:

„Ich habe Hoffnung für diese Welt, weil ich weiß, wo ich hingehöre und dass es den einen gibt, der alles in seinen Händen trägt, auch wenn wir ihn nicht sehen können.“

 

Wissen wo man hingehört. Was ist das, Heimat? Was macht sie aus?  Fühlen wir uns dort heimisch, wo wir eine gemeinsame Sprache sprechen? Notker Wolf definiert für sich selbst: "Heimat – das sind für mich vor allem die Menschen, mit denen ich sie teile".

 

In seinem persönlich gehaltenen und  lesenswerten Buch diskutiert er den Heimatbegriff aus verschiedenen Perspektiven und stellt auch die Frage nach einer immer wieder behaupteten typisch deutschen Kultur. Denn diese ist für ihn der Schlüssel im Umgang mit dem Fremden, von dem wir uns nicht abschotten können.

Nicht zuletzt wegen seiner großen Erfahrungen, die er selbst in der Fremde gemacht hat, hat er einen besonderen Blick auf die Menschen, die als Geflüchtete und Migranten zu uns nach Deutschland kommen. Für ihn steht als Christ zweifelsfrei fest, dass wir uns in Deutschland nicht abschotten können. Längst seien wir ein Land der vielen Kulturen geworden, sagt er, ein Land, in dem wir alle miteinander nach Wegen suchen müssen, um ein friedliches Zusammenleben zu gestalten. Sozusagen gemeinsam Heimat zu begründen und spürbar werden zu lassen. Doch für ihn ist ebenso zweifelsfrei klar, dass es für dieses Miteinander Grenzen gibt. Wer sie überschreitet, wer sich weigert, sie anzuerkennen und zu achten, der „muss dahin zurück, woher er kommt“.

Wo und warum fühlen wir uns geborgen und in unserem eigenen Leben zu Hause? Wie kann mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen ein gutes Leben gelingen?

 

Indem Notker Wolf diesen Fragen sehr verständlich nachgeht, lädt er seine Leser ein, ihm auf seine Erkundungsreise zum Thema Heimat zu folgen und nachzudenken darüber, wo genau seine Heimat ist und wer unverzichtbar dazugehört. Mit Sicherheit wird man fündig werden.

 

Ein empfehlenswertes, auf dem persönlichen Hintergrund des eigenen  christlichen Glaubens geschriebenes Buch.

 

 




 

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Werte für die Medizin

Giovanni Maio
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Kösel, 12.11.2018
ISBN 9783466346882
Genre: Sachbücher

Rezension:


 

Unzählige Menschen in den Arztpraxen, bei den Physiotherapeuten, in den Alten- und Pflegeheimen und viele mehr haben tagtäglich zu tun  mit Patienten unterschiedlichen Alters und mit den unterschiedlichsten Beschwerden und Bedürfnissen. Die allermeisten Menschen haben diesen Beruf gewählt aus dem Motiv heraus, Menschen zu helfen. Sie sind menschenaffin. Sie treibt alle, meist leider unausgesprochen, eine Ethik, die sie motiviert, sich um ihre Patienten zu sorgen.

 

Das vorliegende Buch des Philosophen und Arztes Giovanni Maio will all diesen Menschen Mut machen. Es will ihnen aufzeigen, wie wertvoll und unverzichtbar ihre Tätigkeit ist. Die Entscheidungen, die sie dabei treffen, wirken sich nicht selten auf die gesamte Biografie ihrer Patienten aus. Kleider herrscht in unseren Gesundheitssystemen eine Ökonomie vor, die oft genau den Werten die die Grundlage des Heilens bilden, widerspricht.

 

Giovanni Maio konstituiert in seinem empfehlenswerten Buch so etwas wie eine neue Ethik der Fürsorge. Er plädiert daher für eine Rückbesinnung auf Werte wie Geduld, Behutsamkeit, Reflexivität und Demut, ohne die Fürsorge für den Menschen nicht möglich ist. All diese Werte, die doch für viele die Motivation waren und sind, sich für einen Heilberuf zu entscheiden drohen verloren zu gehen.

Giovannis Maios Buch ist als ein Appel zu verstehen, alle medizinischen Berufe wieder zu entschleunigen und dem Gedanken der sozialen Verantwortung wieder den deutlichen Vorrang zu geben vor der Gewinnorientierung. Dazu ist eine Rückbesinnung auf Werte wie Geduld, Behutsamkeit, Reflexivität und Demut notwendig.

 

Für alle, die täglich mit Patienten zu tun haben, wo und wie auch immer ist dieses Buch eine wichtige Orientierung und Selbstvergewisserung.

 

 

 

 

 

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Spirit of the North

Selma Slabiak
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei teNeues Media, 01.10.2018
ISBN 9783961711529
Genre: Sachbücher

Rezension:


 

Die aus Dänemark stammende New Yorker Star-Mixologin Selma Slabiak teilt ihren Lesern in diesem interessanten Buch nicht nur ihre besten Cocktailrezepte aus Skandinavien mit, sondern versucht mit ihnen auch die Leser zum Nachahmen einzuladen und die einfachen Freuden des Lebens gemeinsam mit Freunden und der Familie zu genießen, eine Tradition, die insbesondere in den skandinavischen Ländern eine lange Geschichte hat.

 

Ihr persönlicher und beruflicher Anspruch, für Geselligkeit und Miteinander zu sorgen, geht Hand in Hand mit ihrem innovativen Fachwissen: Wo sind die besten Zutaten zu finden und wie kommen sie vom Erzeuger direkt auf den Tisch um daraus fantasievolle Longdrink- und Cocktailrezepte für ein facettenreiches Buch zu machen?

In einem so inspirierenden wie originellen Rezeptband für unwiderstehliche nordische Cocktails kombiniert sie vertraute Aromen und ausgefallene Zutaten mit skandinavischen Traditionen und nostalgischen Geschichten aus ihrer Kindheit in Dänemark damit wir alle das Außergewöhnliche im Alltäglichen entdecken und genießen können.

 

Für Freunde der skandinavischen Kultur und ihres ganz besonderen Flairs und für Liebhaber außergewöhnlicher Cocktails und Drinks sehr zu empfehlen.

 

 

 

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Schatz, ich habe das Klo repariert

Marc Steiner
Flexibler Einband: 160 Seiten
Erschienen bei riva, 05.11.2018
ISBN 9783742306586
Genre: Humor

Rezension:


 

Seit 2012 betreibt Marc Steiner die Facebookseite „Pfusch am Bau“, und bringt damit seit vielen Jahren einer immer größer werdende Fangemeinde zum Lachen und Staunen. Mehr als eine Million Menschen klicken täglich seine Seite an.

 

Nachdem er unter dem Titel: „Das kannste schon machen, aber dann isses halt kacke“ eine ganze Menge Schandtaten vermeintlicher Handwerkerprofis veröffentlicht hatte (2014 ebenfalls bei Riva) legt er nun unter dem Titel „Schatz, ich habe das Klo repariert“ mit weiteren ‚Meisterstücken der Heimwerkerkunst‘ nach.

 

Von improvisierten Gerüsten über versteckte Steckdosen bis hin zu phantasievollen Befestigungstechniken bringen über einhundert Bilder den Betrachter zum Lachen.

 

Für versierte Heimwerker ein schönes kleines Mitbringsel, wenn sie dir mal wieder etwas repariert haben, was du nicht konntest.

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Tatort Eden 1919

Maja Nielsen
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 25.06.2018
ISBN 9783836956819
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Erneut hat die mehrfach preisgekrönte Jugendbuchautorin Maja Nielsen ein Buch vorgelegt, das historische und aktuelle Themen in einer spannenden und unterhaltsamen Geschichte mit zwei Handlungssträngen verbindet.

 

Im ersten in der jüngsten  Gegenwart spielenden Handlungsstrang erzählt der 17-jährige Biko. Biko ist der Sohn einer ghanaischen Familie und ist im Sauerland aufgewachsen. Als er 2015 von einer renommierten Artistenschule für eine dreijährige Ausbildung überraschend angenommen wird, reist er in die große Metropole Berlin, um seine Ausbildung zu beginnen. Als er in Berlin angekommen, wird er dort für einen Flüchtling gehalten und erlebt am eigenen Leib, wie nah in diesen Zeiten Anfeindung und herzliche Anteilnahme beieinander liegen können.

 

In der Schule selbst lebt er sich schnell ein und gerät dort an einen Brief, der in einem geheimen Fach eines Requisitenkoffers steckte. Sein Dozent Monsieur Vite, dem der Koffer gehört, erklärt  Biko alle Details zum Hintergrund des Schriftstücks.

 

Aus diesen Erläuterungen ergibt sich in einer langen Erzählung von Monsieur Vite der zweite 1918 beginnende Handlungsstrang dieses Jugendbuches. Er ist vom ersten durch ein fetteres Schriftbild sofort unterscheidbar. In diesen Erzählungen  geht es um den Protagonisten Pico, der als Kriegsheimkehrer aus dem Ersten Weltkrieg an seine ehemalige Dienststelle im Hotel Eden im Jahr 1918 in Berlin zurückkehrt.

Dort trifft er auf seine alte Freundin Donna, die im Untergrund der Novemberaufstände, rund um Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, nach dem Ersten Weltkrieg aktiv ist. Im Laufe der Zeit wird Pico wird ebenfalls Teil des Widerstandes und versorgt, als Maulwurf unter Waldemar Pabst, seine Mitwisser mit Informationen.

Immer wieder wechselt Maja Nielsen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, wobei die letztere den größeren Teil des Buches ausmacht. Immer wieder ergeben sich daraus Parallelen, die sich am Ende auflösen.

 

Ein gelungener Versuch, Jugendliche mit der revolutionären Situation in Berlin 1918/1919 bekannt zu machen.

 




 



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After Work

Tobi Rosswog
Flexibler Einband: 144 Seiten
Erschienen bei oekom verlag, 01.10.2018
ISBN 9783962380564
Genre: Sachbücher

Rezension:


Das vorliegende Buch ist in seinem Ansatz radikal. Es begnügt sich in Bezug auf die Bewertung der abhängigen Lohnarbeit nicht mehr mit Reformvorschlägen, sondern will echte Alternative aufzeigen, vom Job-Sharing bis zur Karriereverweigerung, vom Arbeiten im Kollektiv ohne Chef bis zur Debatte um ein Grundeinkommen für alle. Tobi Rosswog stellt immer wieder die Frage, warum sich Menschen einem krankmachenden Arbeitssystem ausliefern, das unsere Beziehungen belastet und schlecht für die Umwelt ist?

 

Grundlegend sei, so schreibt er, dass man sich damit auseinandersetzt, wie man wirklich leben möchte. „Sinnvoll tätig sein, statt sinnlos schuften“ ist das Motto seines Buches.

 

Beginnend mit den Fragen „Was brauche ich wirklich?“ und „Was ist mir wichtig?“ tritt der Autor mit seinem Leser in einen Dialog, regt ihn  immer wieder zum ehrlichen Nachdenken an und zeigt viele Alternativen zur gängigen Arbeitspraxis auf. Er thematisiert die Ängste, die eine Veränderung hervorruft, und beschreibt an vielen Beispielen, wie Menschen den Ausstieg aus dem Arbeitssystem gewagt haben und welche Erfahrungen sie dabei gemacht haben.

 

Ich persönlich bin bei allen diesen Ideen schon immer skeptisch gewesen. Auch bei den Ideen, die von SPD und Grünen im Augenblick als Alternative zur Hartz IV diskutiert werden. Sie mögen für einzelne Menschen, die  wenig brauchen, interessant sein. Aber reicht das erwirtschaftete Einkommen aus solcher Art von Arbeit auch für ein Leben im Alter, oder ein Leben in einer Familie mit Kindern?

 

 

 

 

 

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Durchgeboxt

Thomas Braun
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 02.10.2018
ISBN 9783667114440
Genre: Sachbücher

Rezension:


 

Schon seit kurz nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die heutige Zeit ist der Käfer von Volkswagen wegen seiner einfachen Bauweise ein beliebtes und dankbares Objekt für Umbauten verschiedener Art. Weil Volkswagen sich weigerte, anderen Herstellern Bodengruppen ohne Karosserie zu liefern, waren diese auf ihre eigene Phantasie und Kreativität angewiesen.

 

Über viele Jahrzehnte hinweg entstanden auf dieser Basis unzählige Coupes und Cabrios mit Sonderkarosserien, oder auch mit veränderten Technik und leistungsgesteigerten Motoren, oft auch von der Schwestermarke Porsche.

Auf diese Weise ist bis heute eine große Fülle von Modellen zusammengekommen, die der Autor des vorliegenden schwergewichtigen Bandes, Thomas Braun, für den Delius Klasing Verlag erstmals katalogisiert und chronologisch aufbereitet hat.

 

Mit informativen Texten zur Technik und Geschichte der mehr als 2000 Sonderumbauten und mit zahlreichen, z.T. unveröffentlichten Fotos lässt sich mit dem Buch die ganze Vielfalt einer Szene erleben, die unverändert aktiv ist.

 

Es enthält unter anderem:

• erschöpfende Übersicht über alle VW-Sonderkarosserien
• mehr als 2000 Modelle von rund 470 Herstellern

Ein für alle Autofans interessantes beeindruckende Ergebnis jahrelanger detektivischer Arbeit.

 



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Stories for Boys Who Dare to be Different - Vom Mut, anders zu sein

Ben Brooks , Ulrich Thiele , Bea Reiter , Anja Seelow
Fester Einband: 208 Seiten
Erschienen bei Loewe, 09.10.2018
ISBN 9783743202597
Genre: Kinderbuch

Rezension:


 


Jungs brauchen Vorbilder – heute mehr denn je. In diesem aufwändig gestalteten Buch finden sie über 100 ganz persönliche Geschichten von Künstlern, Wissenschaftlern, Umweltaktivisten, Fußballern, Politikern und Entdeckern – von großen und kleinen Helden aus der ganzen Welt und aus allen Epochen, die Grenzen überschritten haben und gegen den Strom geschwommen sind. Sie alle hatten den Mut, ihren eigenen Weg zu gehen und so ihre Träume zu verwirklichen.

Autor Ben Brooks erzählt  in diesem Buch für Jungen ab etwa 8 Jahren von Persönlichkeiten, die Erstaunliches erreicht und die Welt auf ihre Art ein Stück besser gemacht haben – jenseits von stereotypen Männlichkeitsbildern und Rollenklischees.

Die Botschaft des Buches ist: Man muss sich nicht mit großen Kämpfern identifizieren, die Drachen töten und Prinzessinnen retten, um zum Helden zu werden. Dieses Buch zeigt in vielen Porträts, dass man auch als Querdenker, als sensibler oder introvertierter Junge, als einer der eher der Außenseiter ist und von anderen wenig beachtet wird, später im Leben Außergewöhnliches zu leisten vermag. Das Buch kann kleine und große Jungs darin bestärken, ihren eigenen Weg zu gehen, zu sich selbst zu stehen und seine eigene Fähigkeiten und Talente wertzuschätzen


Mit spannenden Biografien von großen Persönlichkeiten, etwa:
Ai Weiwei, Barack Obama, Benjamin Zephaniah, Bill Gates, Christopher Paolini, Confucius, Daniel Radcliffe, Galileo Galilei, Hans Scholl, Harvey Milk, Jamie Oliver, Jesse Eisenberg, Jim Henson, John Green, John Lennon, Lionel Messi, Louis Armstrong, Louis Braille, Ludwig van Beethoven, Mahatma Gandhi, Muhammad Ali, Nelson Mandela, Nikola Tesla, Oscar Wilde, Patch Adams, Ralph Lauren, Roald Dahl, Salvador Dalí, Siddhartha Gautama, Stephen Hawking, Steven Spielberg, Tank Man, Thomas Edison, Vincent van Gogh

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Hausboot Love

Jutta Riegel
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Delius Klasing, 22.01.2018
ISBN 9783667112088
Genre: Sachbücher

Rezension:


 

Die Fotografin und Autorin hat in Frankreich auf dem Canal de Bourgogne ganz unterschiedliche Menschen besucht und fotografiert, die ihren Traum von einem Leben auf dem Waser oft schon seit sehr langer Zeit wahr gemacht haben und allein, mit Hund oder mit Partner auf einem Hausboot wohnen und leben.

 

Etwa zwei Dutzend ganz unterschiedliche Boote und ihre Eigentümer werden in diesem kleinen Buch beschrieben und vorgestellt. Originelle Fotografien insbesondere auch von den Innenräumen der Boote, die man normalerweise von außen nicht sehen kann. Bilder, die ausnahmslos zeigen, mit welcher Liebe und Phantasie ihre Eigentümer/innen diese Boote oft über Jahrzehnte eingerichtet und unterhalten haben.

 

Für Liebhaber von Booten und für alle Menschen, die schon einmal von einem Leben auf dem Wasser geträumt haben und sei es auch nur befristet, ist dieses Buch eine Augenweide.

 

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Der Wundergarten

Barb Rosenstock , Brigitte Elbe , Claire A. Nivola
Fester Einband: 44 Seiten
Erschienen bei Freies Geistesleben, 29.08.2018
ISBN 9783772528866
Genre: Kinderbuch

Rezension:


 

Was würden Sie antworten, wenn sie in einer Unterhaltung über Indien oder ggf. in einem  Quiz gefragt würden, was dort nach dem Taj Mahal, den jeder Mensch kennt, das zweitmeist besuchte Kulturdenkmal ist?

 

Es ist der nahe der Stadt Chandigarh gelegene riesige Wundergarten mit Tausenden von Figuren: Göttinnen und Göttern, Menschen und Tieren. Ein einzelner Mensch hat über sein ganzes Leben hinweg von seiner Jugend an dies alles geschaffen aus allem, was er fand und verwerten konnte. Sein Name ist Nek Chand.

In seiner Kindheit am Fuße der mächtigen Berge des Himalaya
hörte Nek Chand von Göttinnen erzählen, von magischen Gänsen und geheimnisvollen Dschungeln. Das war sein Glück. Denn als seine Familie nach Indien fliehen musste – in die fremde, hochmoderne Stadt Chandigarh –, lebten die Geschichten in ihm weiter und machten ihn erfindungsreich. Denn all das wollte er vor sich sehen und um sich haben.

Und so baute er sein Leben lang in der Fremde an einem Reich, in dem die Geschöpfe aus den Geschichten seiner Kindheit Gestalt bekamen.

 

Diese wunderbare und beeindruckende Lebensgeschichte, von der ich selbst erst durch dieses faszinierende Bilderbuch erfahren habe, hat Barb Rosenstock zunächst für eine englische Veröffentlichung erzählt.

 

Brigitte Elbe hat sie ins Deutsche übersetzt und Claire A. Nivolas farbenfroh illustriert. Ein biographischer Essay und eine ausführliche Bibliografie befinden sich am Ende des Buches.

Nek Chand ist am 12. Juni 2015 im neunzigsten Lebensjahr in seinem Felsengarten gestorben.

 

 

 

 

 

 

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Die Klarheit. Alkohol, Rausch und die Geschichten der Genesung

Leslie Jamison , Kirsten Riesselmann
Fester Einband: 638 Seiten
Erschienen bei Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG, 05.11.2018
ISBN 9783446258563
Genre: Sachbücher

Rezension:


 

Die Liste der berühmten Trinker und Trinkerinnen in der Musikgeschichte, aber insbesondere in der Literaturgesichte ist lang. Der Alkohol, der Rausch, andere Bewusstseinszustände wurden in diesem Zusammenhang immer wieder auf durchaus positive Weise hervorgehoben. Die Autorin des vorliegenden Buches wird in ihren Schreibschuljahren immer wieder damit konfrontiert.

 

Irgendwann fing sie an selbst zu trinken. Sie trank, weil sie ihre Mängel verbergen und um jeden Preis besonders sein wollte. Als sie zum ersten Mal zu einem Treffen der Anonymen Alkoholiker ging, die in den Folgejahren sie von ihrer Sucht retteten, begriff sie, dass sie erst von ihrer Sucht genesen würde, wenn sie nicht mehr auf ihrer Originalität beharrte.

 

Aufrichtig und authentisch erzählt sie in diesem sehr persönlichen Buch von ihrer Abhängigkeit und versucht die populären Mythen trunkener Genialität in der Kulturgeschichte zu entzaubern. Das Buch ist auch ein Einblick in die wenig zauberhafte Welt der Anonymen Alkoholiker und ihrer Arbeit, die Leslie Jamison endlich half, trocken zu werden und sie in der Folge sich mit Schriftstellern beschäftigen ließ, die das auch erlebt hatten.

 

Die Klarheit“ ist eine persönliche und kollektive Geschichte des Trinkens und des nüchternen Lebens – klug, bewegend aufrichtig und von unverhoffter Schönheit.

 

Für Menschen, die selbst mit ihrer Sucht kämpfen oder versuchen trocken zu bleiben, ist das Buch sicher eine ermutigende und stützende Lektüre.

 

 

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Classic Cars Review

Michael Görmann , Michael Brunnbauer
Fester Einband: 400 Seiten
Erschienen bei teNeues Media, 18.10.2018
ISBN 9783961711062
Genre: Sachbücher

Rezension:


 

Immer mehr Menschen und nicht nur Männer interessieren sich in den letzten Jahren für Oldtimerfahrzeuge. In vielen Orten haben sich dafür regelrechte Vereine gebildet, die gesellige Treffen, Reparatur- und Ersatzteileberatung und mehrmals im Jahr Rundfahrten und Ausstellungen ihrer Fahrzeige organisieren, auf die sie unendlich stolz sind und für die sie einen Großteil ihrer Freizeit opfern. Auch in meinem Wohnort gibt es seit etlichen Jahren einen solchen rührigen Verein.

Die Fahrzeuge, die sie stolz präsentieren, sind zwar alle älter als 25 Jahre, aber es ist auch nicht nur annähernd irgendeines jener Prachtstücke dabei, die der vorliegende schwergewichtige und prachtvoll ausgestattete Band aus dem teNeues Verlag zeigt.

 

Eine Augenweide für alle Liebhaber seltener und alter Sportwagen und Limousinen sind die hier auf 400 Seiten gezeigten Fahrzeuge. Es gibt aber auch für Autosammler wichtige weitere Kapitel, die den zweiten Teil des Buches ausmachen.  Da gibt es Hinweise und Beschreibungen von zahlreichen Events in ganz Europa, wo sich Liebhaber mit ihren Autos treffen und austauschen. Zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung dient auch das Kapitel „connections“, in dem es um die unterschiedlichen Formen des Kontaktes in der Szene der Autosammler geht.

 

Der vierte und letzte Abschnitt ist mit „Photography“ überschrieben. Hier zeigen vier renommierte Fotografen ihre sehr unterschiedlichen Verfahren und Techniken beim Fotografieren von Automobilen.

 

Sie suchen ein wertvolles Weihnachtsgeschenk für einen Autoliebhaber: hier ist es.

 

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Mein Papa und ich

Ulf Nilsson , Ole Könnecke , Heike Herold
Fester Einband: 80 Seiten
Erschienen bei Moritz, 15.08.2018
ISBN 9783895653629
Genre: Kinderbuch

Rezension:


 

Der bekannte Kinder- und Jugendbuchautor Ulf Nilsson hat ein kleines Buch geschrieben, in dem er in acht kurzen Vorlesegeschichten vom Alltag der vierjährigen Maja mit ihrem Papa erzählt. Die freiberufliche Grafikerin Heike Herold hat das Buch mit zarten und witzigen Bildern trefflich illustriert.

 

In der ersten Geschichte führt Majas Papa sie ausgestattet mit einer leistungsfähigen Taschenlampe in den Keller ihres Hauses, weil sie Klas Andersson aus der Weihnachtskiste holen wollen.

 

Wir merken, wir befinden uns in der Vorweihnachtszeit im Advent. Folgerichtig gehen die beiden in der nächsten Geschichte zu einem großen Platz in der Stadt, wo sie einen Tannenbaum kaufen. Wie schon nach der ersten Geschichte und dann auch nach allen folgenden fasst Maja das gerade Erlebte in einem kleinen Gedicht zusammen. Sie alle beginnen mit der gleichen ersten Zeile:

„Papa und ich, Papa und ich,

wir kauften eine Tanne,

so lang wie unsere Badewanne,

und obendrauf kommt eine – Kaffeekanne.“

 

Auch hier sieht man, was die folgenden Geschichten noch mehrmals unter Beweis stellen werden, Maja und ihr Papa verstehen sich nicht nur gut, sondern der Papa ist einer, der auch mal zu ungewöhnlichen Sachen, wie sie Kinder mögen, aufgelegt ist.

 

Der Vater Majas ist ein geduldiger, liebevoller Lebensbegleiter seiner Tochter, der voller Interesse die neugierige Welterkundung seiner Tochter verfolgt und unterstützt. Auch vor größeren Herausforderungen, von denen manchen Geschichten erzählen, lässt er sich nicht irre machen.

 

Das sind auch sprachlich ansprechende Vorlesegeschichten für muntere Kindergartenkinder und agile Mädchenväter.

 

 

 

 

 

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Das Hirtenlied

Max Bolliger , Štepán Zavrel
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Bohem Press, 05.09.2018
ISBN 9783855815272
Genre: Kinderbuch

Rezension:


 

 

Diese schon jahrzehntealte Geschichte von Max Bolliger mit den eindrucksvollen Illustrationen von Stepan Zavrel, die der Bohem Verlag hier in einer lange erwarteten Neuauflage wunderschön in Leinen gebunden vorlegt, zählt zu den schönsten Weihnachtsgeschichte, die ich kenne, weil sie auf zarte Weise davon erzählt, worauf es beim Fest der Geburt des Heilandes wirklich ankommt.

 

Es wird erzählt von einem alten Hirten in Palästina. Ein Mann, der die Nacht liebt und den Lauf der Gestirne kennt. Schon lange wartet er, dass sich die Wahrsagungen der Propheten, dass der Messias kommen wird, erfüllen werden. Manchmal, wenn er seinem Enkel davon erzählt, er wird es selbst nicht mehr erleben. Sein Enkel kann auf faszinierende Weise mit seiner Flöte die Herzen anderer Menschen erreichen und fragt seinen Großvater Löcher in den Bauch. Er kann sich das Kommen des Messias nur in grandiosen Bildern vorstellen. Obwohl er selbst anderer Meinung ist, bestärkt der Großvater den Jungen zu seinem eigenen Leidwesen.

 

Eines Nachts steht über Stadt Betlehem ein großer Stern und der Junge läuft dem Licht entgegen; die anderen Hirten und der Großvater folgen ihm.

Doch angesichts der einfachen Armut der Szene im Stall und dem Kind in der Krippe zweifelt der Junge, der doch von einem grandiosen Erscheinen des Messias geträumt hatte und er hat sich schon ein Stück wieder von der Krippe entfernt, als ein Weinen ihn zurückholt. Und als er dann spielt auf seiner Flöte, das Lächeln des Kindes mitten in sein Herz geht, das spürt er „wie das Lächeln ihn reicher machte als Gold und Silber.“

 

Eine zeitlos schöne Weihnachtsgeschichte. Gut, dass nun auch gegenwärtige Menschen, Groß und Klein, sie lesen und hören können.

 

 

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Von den hellen Farben der Seele

Uwe Böschemeyer
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Ecowin, 22.11.2018
ISBN 9783711001726
Genre: Sachbücher

Rezension:


 

"Im kommenden Jahr werde ich 80. Gut 50 Jahre davon arbeite ich mit Menschen, deren Leben nicht leicht war oder ist. Im letzten Jahr kam ich auf die Idee, meine Erfahrungen in einem Buch zusammenzufassen, nicht trocken, sondern lebendig und farbig wie das Leben selbst. Ich möchte die Zeiten meines Lebens veranschaulichen, die Einfluss auf meinen beruflichen Lebensweg genommen und ihn im Besonderen geprägt haben. Vor allem liegt mir daran, Antworten auf brennende Fragen unserer Zeit zu geben. Ich habe sie in einem dritten Weg neben Psychotherapie und Lebens- und Sozialberatung als eigenständiges System und als logotherapeutisches Präventionskonzept beschrieben."

 

Uwe Böschemeyer ist neben seiner vielfältigen Tätigkeit als Therapeut und Vortragsredner auch ein unermüdlicher Produzent von Büchern, mit denen er Menschen, die sich von sich selbst entfremdet haben und in ihrem Leben kein Glück erfahren,  helfen möchte, zur Erkenntnis ihrer selbst zu kommen und die schwierige, aber auch freudvolle Veränderungsarbeit am eigenen Selbst zu wagen.

Sehr häufig werden in der Therapie und in diversen Ratgebern jene dunklen Farben der Seele thematisiert, die unsere innere Realität verdunkeln und unser Leben und unsere Lebensfreude hindern an ihrer vollen Entfaltung.  In ausdrücklicher Anerkennung dieser dunklen Nachtseite des Lebens, widmet sich Böschemeyer aber in seinem neuen Buch den „hellen Farben der Seele“. Er möchte „in einer Zeit, in der die Angst zum lebensbestimmenden Gefühl geworden ist“ etwas entgegensetzen. Denn sie sei nur deshalb so groß, sagt er, weil der Mangel an Sinn so groß sei: „Der Mangel an Sinn ist so groß, weil der Halt im Leben so gering ist. Der Halt im Leben ist so gering, weil die Suche nach Sinn so schwierig geworden ist.“

 

Er setzt dieser Entwicklung etwas entgegen, was er die „hellen Farben der Seele“ nennt. Gemeint sind damit Werte wie Freiheit, Verantwortung, Liebe, Mut, Hoffnung, Kreativität, Spiritualität, all das, was Sinn vermittelt, Freude am Leben macht und uns voller Hoffnung auch angesichts des Todes leben lässt. Er erzählt davon, indem er wie nebenbei auch sein eigenes Leben und seine beruflichen Stationen (er war viele Jahre ev. Pfarrer!) reflektiert, erzählt von seinen Erfahrungen und seinen Entwicklungen.

Jeder Mensch trägt das Licht des Lebens in sich, davon ist er überzeugt, eine alte Weisheit des Christentums. Es kommt nur darauf an, es wiederzufinden, denn wir haben es so oft verloren, was wiederum unser Leben so dunkel macht. Der abstumpfende Alltag und das Streben nach Materiellem hindern es am Leuchten und unsere Seele an ihrer Entwicklung.

Die einzelnen Kapitel des Buches erzählen von dieser Wiederentdeckung, davon „wie wir lernen, aus uns selbst heraus zu leben“:

 

 

·        Prägungen - Wie ich wurde, was ich beruflich bin

·        Was sind Werte?

·        Die Macht der Gedanken

·        Die neun Gesichter der Seele (vgl. sein Buch über das Enneagramm „Du bist viel mehr“ (2010)

·        Wege zur Versöhnung, mit sich und mit anderen.

 

Das Buch ist verständlich geschrieben. Wer andere Bücher von Uwe Böschemeyer kennt, wird vieles Bekanntes darin finden, hier ist es aber wie in einer Lebenssumma noch einmal zusammengestellt.

 

Ich kann es allen Menschen für eine aufrichtige und selbsterkennende Suche nur empfehlen.

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Ein gewisser Monsieur Piekielny

François-Henri Désérable , Sabine Herting
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei C.H.Beck, 20.07.2018
ISBN 9783406727627
Genre: Romane

Rezension:


 

Der französische Schriftsteller Francois-Henri Deserable, eingefleischter Eishockeyspieler und - fan, will mit Freunden zu einem Eishockeyturnier in Minsk fliegen. Weil für einen von ihnen im Flugzeug kein Platz mehr ist, erklärt er sich bereit, einen Flug nach Vilnius zu nehmen und von dort mit dem Zug nach Minsk zu fahren.

Während des mehrstündigen Aufenthaltes in Vilnius stößt er in einer Straße zufällig auf das Geburtshaus des berühmten Schriftstellers Romain Gary, ein Haus und eine Straße, das Gary in seinem wohl bekanntesten Roman „Frühes Versprechen“ erwähnt. Der Autor steht mitten im Regen staunend davor, liest die am Haus angebrachte Plakette und spricht zu seiner eigenen Überraschung laut folgenden Satz aus „Frühes Versprechen“: „In der großen Pohulanka Nr. 16 in Vilnius lebte ein gewisser Herr Piekielny.“

 

Der rätselhaften Gestalt jenes Monsieur Piekielny verdankt der Autor, dass er viele Jahre zuvor sein Abitur geschafft hat, denn Romain Garys Roman war er einzige auf der langen Bücherliste, den er während seiner mangelhaften Vorbereitung gelesen hatte. Die entscheidende Frage nach dem siebten Kapitel von Garys autobiographischem Roman (er wird übrigens zurzeit verfilmt), in dem von Monsieur Piekielny erzählt wird, kann er bravourös beantworten.

Von diesem Augenblick an ist Deserable regelrecht gefangen von der Idee, dieser rätselhaften Figur, einem wohl in einem KZ umgebrachten älteren jüdischen Mann nachzugehen und mehr über seine Person du sein Schicksal herauszufinden. Er wird sich dazu auch mit dem Leben von Romain Gary beschäftigen müssen und dabei so manche Ähnlichkeit zu seinem eigenen Leben feststellen. So waren beide Mütter, die von Gary und die von Deserable ganz erpicht darauf, ihren Söhnen den Weg zu ebnen für eine große Karriere:

„Romain hatte f ü r seine Mutter angefangen zu schreiben, ich bin dank und t r o t z meiner Mutter Schriftsteller geworden.“

Der vaterlose Gary, damals noch Roman Kacew, lebte in den 1920er Jahren mit seiner Mutter in Vilnius. Während der Ehrgeiz der Mutter, die in ihrem Sohn das zukünftige Genie sah, eher für Belustigung sorgte, lud Monsieur Piekielny den jungen Romain zum Tee ein und bat ihn, sollte er einst berühmt werden, sich seiner zu erinnern und ab und zu seinen Namen zu erwähnen – was Gary später tatsächlich immer wieder tat. Er hat Monsieur Piekielny niemals vergessen.

 

Doch gab es ihn wirklich? Mehrfach reist der Autor auf den Spuren von Gary und Piekielny nach Vilnius, ohne eine wirklich belastbare Information zu finden. Was er allerdings herausfindet bei seinen Recherchen sind viele biographische Informationen über Romain Gary, seine vielen Stationen als französischer Diplomat und Schriftsteller, seine Ehe mit Jean Seberg, sein lockerer Umgang mit der Wahrheit von biographischen Informationen (etwa über die Identität seines Vaters) und sein Suizid 1980 und die möglichen Gründe dafür.

 

Und er spürt fast manisch Monsieur Piekielny nach und erzählt wie nebenbei die Geschichte der Juden in Vilnius und in Litauen, die er mit seinem Buch ebenso dem Vergessen entreisst, wie es offenbar Gary mit seiner Reminiszenz an Monsieur Piekielny tat.

 

Absolut zufällig wird Deserable während eines Theaterstücks von Gogol (Der Revisor), der übrigens in dem Buch eine große Rolle spielt, auf eine Spur aufmerksam, die eine Lösung anbietet, was sich hinter der Identität jenes jüdischen Mannes, der Gary eine große Zukunft in Aussicht gestellt hatte, verbirgt.

 

Désérables Roman ist ein leichtfüßiges, hervorragend recherchiertes, bewegendes und melancholisches literarisches Meisterstück, eine Hommage an Romain Gary, an die litauischen Juden und nicht zuletzt an die Nebenfiguren, die Unscheinbaren und Kleinen in der Weltliteratur, die sonst vergessen werden.

Er schreibt am Ende dazu:

„Manches Mal behauptet man, die Literatur vermöge nicht sonderlich viel, sie bewirke nichts gegen den Krieg, gegen die Ungerechtigkeit und die Allmacht der Finanzmärkte – und das stimmt vielleicht sogar. Doch zumindest vermag sie dies: dass ein junger Franzose, den es nach Vilnius verschlägt, den Namen eines kleinen Mannes ausspricht, der siebzig Jahre zuvor in eine Grube geworfen oder in einem Ofen verbrannt wurde- ein traurige Maus mit scharlachroter Haut, von Kugeln durchlöchert oder in Rauch aufgegangen, die aber weder die Nazis noch die Zeit vollständig auslöschen können, weil ein Schriftsteller sie dem Vergessen enthoben hat.“

 

Ganz nebenbei ist sein bemerkenswerter Roman, der es bis zur Auswahl für den Prix de Goncourt geschafft hat, eine tiefgehende Erörterung der literarischen Frage des Verhältnisses zwischen Realität und Fiktion:

 „Letztendlich bedeutete es mir wenig zu wissen, ob er  tatsächlich gelebt hatte, ob er aus der wohlbekannten Hand Garys hervorgegangen war oder aus etwas anderem, aus dem Bauch einer Frau, die niemand mehr kennt: Wenn er denn nur aus Tinte und Papier war, bedeutete das den unzweifelhaften, glänzenden Triumph der Literatur durch die Fiktion.“

 

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Die Nervensäge, meine Mutter, Sir Tiffy, der Nerd und ich

Michael Gerard Bauer , Ute Mihr , Julia Nachtmann
Audio CD
Erschienen bei HÖRCOMPANY, 07.02.2018
ISBN 9783945709672
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Michael Gerard Bauer ist eine großen Zahl von Schülern durch seine Ismael - Trilogie bekannt geworden, deren einzelnen  Teile in vielen Ländern zum Schulkanon Deutsch der Mittelstufe zählen. Sein neues Buch ist eine Art literarische Sitcom, in der zunächst einmal alles durcheinander geht und sich nach langem Wirbel am Ende in einem geradezu karthartischen Prozess alles zum Besten kehrt.

 

Die ich-erzählende Maggie Butt lebt mit ihrer Mutter alleine, seit ihr Vater sie beide verlassen hat. Sie hält ihr eigenes Leben für relativ unperfekt und nimmt sich deshalb in ihrer neuen Schule drei Dinge vor, die sie unbedingt erreichen will. Sie will eine beste Freundin finden, eine Eins in Englisch und sie braucht eine männliche Begleitung für ihren Abschlussball, mit der sie sich sehen lassen kann.

 

Doch als das Buch beginnt und das Schuljahr nur noch zwei Monate dauert, ist sie keinem dieser drei Ziele auch nur einen Schritt näher gekommen. Und als ob das alles nicht dramatisch genug wäre, hat ihre Mutter einen neuen Lover kennengelernt. Maggie nennt ihn die Nervensäge, weil sie befürchtet, dass er sich zwischen sie und ihre geliebte Mutter stellen wird. Danny, so heißt der Mann, arbeitet als Pfleger im Krankenhaus, und hat Maggie und so auch ihre Mutter kennengelernt, als sie vor etlicher Zeit volltrunken dort eingeliefert wurde.

Er kommt immer öfter zu Besuch, gibt zu allem seinen Senf dazu und bringt irgendwann den verlotterten Perserkater Sir Tiffy einer sterbenden Patientin von ihm vorbei. Maggie, die gerade unter einer absolut verkorksten Frisur leidet. Von ihrer Englischlehrerin Schwester Evangelista, einer alten durchaus sympathischen Nonne immer wieder liebevoll in den sprachlichen Senkel gestellt und eine hoffnungsvolle Chance auf einen Tanzpartner vergeigend, scheint bei Maggie alles schief zu laufen.

Mit viel Wortwitz und Komik erzählt Bauer über lange Strecken des Buches  vom ganz normalen Wahnsinn im Leben dieses jungen Mädchens, das an sich selbst und ihrer Welt zu verzweifeln scheint.

 

Doch als sie bei den Sozialstunden im Altersheim dem scheuen Nerd Jeremy langsam näher kommt, und auch Sir Tiffy sich zunehmend als Schmusekatze entwickelt, kommt langsam Licht ins Lebensdunkel von Maggie.

 

Und auch die ungeliebte Nervensäge Danny wird noch eine positive Rolle spielen bei einem fulminanten Finale bis hin zu einem versöhnlichen Schluss.

 

Ein lustiges Buch, das auch sprachlich in die besondere Welt von Jugendlichen eintaucht und es perfekt versteht, sie auf eine Weise zu beschreiben, die voller Situationskomik ist.

 

Julia Nachtmann hat in dem vorliegenden Hörbuch den sprachlichen Witz und die situative Komik dieses Buches auf eine warmherzige Weise eingefangen und interpretiert.

 

 

 

 

 

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tiptoi® CREATE Die verrückte Weltreise

Anna Fuchser , Igor Lange
Spiralbindung: 16 Seiten
Erschienen bei Ravensburger Buchverlag, 04.09.2018
ISBN 9783473554171
Genre: Kinderbuch

Rezension:


 

Vor vielen Jahren hatte der Ravensburger Verlag 2010 mit seinem TipToi Stift und den entsprechenden Büchern eine vollkommen neue  Weise ermöglicht, wie Kinder interaktiv mit Büchern und neuem Wissen umgehen können. Tip Toi ist ein audiovisuelles Lernsystem für Bücher und Spiele, mit dem die Kinder die Welt spielerisch entdecken. Tippt das Kind mit dem Stift auf ein Bild oder einen Text oder ein entsprechendes Symbol, erklingen passende Geräusche, Sprache oder auch Musik. Eine intelligente Elektronik ermöglicht Kindern, Bücher und Spiele völlig eigenständig immer wieder neu zu erleben.

 

Nun hat der Verlag einen neuen Stuft produziert, „TiptoiCreate“, und wird wohl alle neuen Bücher nach diesem System ausrichten. Zusätzlich zum alten Stift ist im neuen ein Mikrofon integriert, das es Kindern ermöglicht, Geräusche und Sprache selbst aufzunehmen. Nach wie vor ist der Stift leicht zu bedienen und passt in jede Kinderhand.

 

In dem vorliegenden neuen Buch von Anna Fuchser mit Illustrationen von Igor Langewerden die beiden Kinder Lily und Leo auf eine verrückte Weltreise entführt, die sie mittels eines Teleporters unternehmen, den ihr Hund Balu bei einem Stadtfest in einem geheimnisvollen Päckchen gefunden hat. Ihre erste Station ist die Wüste, dann werden sie auf ein Musikfest nach London gebeamt, danach in die Antartkis. Es folgen die Chinesische Mauer, der Central Park in New York, die Mayaruinen, bevor sie an einem australischen Strand von ihrer Reise ausruhen können.

 

 

 

Auch auf dieser verrückten Weltreise ist die Mithilfe der das Buch betrachtenden Kinder zwischen sechs und 9 Jahren nötig. Es gilt Geschichten zu erfinden, Logbuch zu führen oder Witze zu erzählen. Ganz spielerisch trainiert tiptoi® CREATE so die Kreativität und Sprachkompetenz kleiner Entdecker.

 

Hat man den Stift einmal angeschafft, kann er sicher für viel Jahre und viele weitere Bücher nach diesem System genutzt werden.

 

 

 

 

 

 

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Frohe Weihnacht

Marjolein Bastin
Fester Einband: 240 Seiten
Erschienen bei Coppenrath, 25.09.2018
ISBN 9783649630975
Genre: Sonstiges

Rezension:


 

Selten habe ich schöneres Hausbuch zur Weihnachtszeit in meinen Händen gehabt, als diese wunderbare Auswahl an klassischen und modernen Geschichten, Liedern und Gedichten, geeignet für große und keine Menschenkindern, die sich in der Adventszeit neben einer brennenden Kerze etwa die Zeit nehmen, sich miteinander an diesen Texten und Liedern zu freuen, sie sich vorlesen oder vorlesen lassen und so, ob sie nun  sehr religiös sind oder nicht, den zunehmenden Zauber dieser Zeit der Erwartung auf das Fest der Liebe spüren und in sich aufnehmen.  Die einzelnen Geschichten erzählen vom Winter, Advent und dem Fest der Liebe, von Vorfreude und Weihnachtsgefühlen.

 

Ein zauberhaftes Cover und ein lange bei einem Buch nicht mehr gesehener goldener Schnitt sowie insgesamt drei Lesebändchen für den Vorleser, der sich vorher etwas ausgesucht hat, machen es zum einem wahren Schmuckstück.

 

Inga Hagemann hat eine hervorragende Auswahl getroffen und Marjolein Bastin hat mit ihren zauberhaften Illustrationen Texte und Lieder eingerahmt.

 

Ein bibliophiles Prachtstück, das gut behandelt, über Jahrzehnte immer wieder im Advent herausgeholt werden wird.

 

 

 

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Die Nervensäge, meine Mutter, Sir Tiffy, der Nerd & ich

Michael Gerard Bauer , Ute Mihr
Fester Einband: 280 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 29.01.2018
ISBN 9783446258624
Genre: Jugendbuch

Rezension:


Michael Gerard Bauer ist eine großen Zahl von Schülern durch seine Ismael - Trilogie bekannt geworden, deren einzelnen  Teile in vielen Ländern zum Schulkanon Deutsch der Mittelstufe zählen. Sein neues Buch ist eine Art literarische Sitcom, in der zunächst einmal alles durcheinander geht und sich nach langem Wirbel am Ende in einem geradezu karthartischen Prozess alles zum Besten kehrt.

 

Die ich-erzählende Maggie Butt lebt mit ihrer Mutter alleine, seit ihr Vater sie beide verlassen hat. Sie hält ihr eigenes Leben für relativ unperfekt und nimmt sich deshalb in ihrer neuen Schule drei Dinge vor, die sie unbedingt erreichen will. Sie will eine beste Freundin finden, eine Eins in Englisch und sie braucht eine männliche Begleitung für ihren Abschlussball, mit der sie sich sehen lassen kann.

 

Doch als das Buch beginnt und das Schuljahr nur noch zwei Monate dauert, ist sie keinem dieser drei Ziele auch nur einen Schritt näher gekommen. Und als ob das alles nicht dramatisch genug wäre, hat ihre Mutter einen neuen Lover kennengelernt. Maggie nennt ihn die Nervensäge, weil sie befürchtet, dass er sich zwischen sie und ihre geliebte Mutter stellen wird. Danny, so heißt der Mann, arbeitet als Pfleger im Krankenhaus, und hat Maggie und so auch ihre Mutter kennengelernt, als sie vor etlicher Zeit volltrunken dort eingeliefert wurde.

Er kommt immer öfter zu Besuch, gibt zu allem seinen Senf dazu und bringt irgendwann den verlotterten Perserkater Sir Tiffy einer sterbenden Patientin von ihm vorbei. Maggie, die gerade unter einer absolut verkorksten Frisur leidet. Von ihrer Englischlehrerin Schwester Evangelista, einer alten durchaus sympathischen Nonne immer wieder liebevoll in den sprachlichen Senkel gestellt und eine hoffnungsvolle Chance auf einen Tanzpartner vergeigend, scheint bei Maggie alles schief zu laufen.

Mit viel Wortwitz und Komik erzählt Bauer über lange Strecken des Buches  vom ganz normalen Wahnsinn im Leben dieses jungen Mädchens, das an sich selbst und ihrer Welt zu verzweifeln scheint.

 

Doch als sie bei den Sozialstunden im Altersheim dem scheuen Nerd Jeremy langsam näher kommt, und auch Sir Tiffy sich zunehmend als Schmusekatze entwickelt, kommt langsam Licht ins Lebensdunkel von Maggie.

 

Und auch die ungeliebte Nervensäge Danny wird noch eine positive Rolle spielen bei einem fulminanten Finale bis hin zu einem versöhnlichen Schluss.

 

Ein lustiges Buch, das auch sprachlich in die besondere Welt von Jugendlichen eintaucht und es perfekt versteht, sie auf eine Weise zu beschreiben, die voller Situationskomik ist.

 

 

 

 

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