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Mein allerschönstes Wörterbuch

Richard Scarry , Kati Hertzsch
Fester Einband
Erschienen bei Diogenes, 26.10.2016
ISBN 9783257011906
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Dieses wunderschöne Bilderbuch ist ein  Klassiker, der in vielen Ländern erschienen ist und nun dankenswerterweise von Diogenes in Zürich wieder aufgelegt wird.

1963 zum ersten Mal in Wisconsin in den USA veröffentlicht, erschienen in verschiedenen Verlagen in den Siebzigern und Achtzigern des vergangenen Jahrhunderts deutsche Ausgaben. Deshalb werden nicht nur die Kinder, die in den letzten Jahren geboren sind, sich über dieses zweisprachige Wörterbuch freuen, sondern auch ihre Eltern, die vielleicht selbst als Kind mit diesen tollen Zeichnungen ihren Wortschatz auf Deutsch und Englisch erweitert haben.

Die Kinder können einen kleinen Bär begleiten, der zu Hause und auf vielen Ausflügen viele Dingen erlebt und sieht. Die Sachen und Gegenstände sehen natürlich alle so aus, wie sie vor über 60 Jahren aussahen, aber das gibt dem Buch heute einen ganz besonderen Charme.

Insbesondere für Kinder, die zweisprachig mit Deutsch und Englisch aufwachsen ist das Buch geeignet. Aber auch für die anderen schadet es sicher nicht, schon vor der Grundschule manche Dinge auch mit einen englischen Wort benennen zu können.

Ich hoffe, dass Diogenes noch viele der über 300 Bücher (sie wurden oft in Zeichentrickserien umgesetzt) des 1994 verstorbenen Richard Scarry wieder auflegt.

Mit diesem Wörterbuch jedenfalls werden Ihre Kleinen einen großen Spaß haben. Man kann sich wie in einem Wimmelbuch stundenlang damit beschäftigen.


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gebet, alltag, mut, verlag: gerth, frauen

Im Vertrauen weitergehen

Ellen Nieswiodek-Martin
Fester Einband: 192 Seiten
Erschienen bei Gerth Medien, 29.08.2016
ISBN 9783957341433
Genre: Biografien

Rezension:



Ellen Nieswodiak-Martin, die Herausgeberin dieses ermutigenden Buches, hat über die christliche Zeitschrift Lydia, in der Frauen offen darüber erzählen, wie sie Schwierigkeiten und Ängste überwinden, wie sie Gott begegnen und dabei Erstaunliches erleben, Hunderte von Zuschriften erhalten in der Vergangenheit.

Unter folgenden thematischen Überschriften hat sie insgesamt 36 davon in einem Buch zusammengefasst mit „wahren Geschichten, die Mut machen“:
•    Wenn ich Angst und Sorgen habe
•    Wenn es anders läuft als geplant
•    Wenn Gott mich überrascht
•    Wenn alles aussichtslos erscheint
•    Wenn ich Schritte ins Ungewisse gehe
•    Wenn ich krank bin
•    Wenn ich mich einsam fühle
•    Wenn ich Angst vor der Zukunft habe
•    Wenn das Leben schwer zu ertragen ist

So unterschiedlich die Frauen sind, die da über ihre Erfahrungen mit Gott in ihren Lebenskrisen  berichten, so unterschiedlich ist auch ihre Sprache. Dies zeigt auf eine berührende Weise, wie reich und vielfältig das Leben ist und wie unterschiedlich und einzigartig jeder Mensch geschaffen ist.

Es sind Geschichten, wie sie das Leben schreibt, das Leben, das manchmal hart ist und schwer. Die Frauen, die sie erzählen, brechen ihr Schweigen darüber und helfen anderen, es ihnen nachzutun und den Spuren Gottes mitten im Leid, der Einsamkeit, Krankheit und Dunkelheit der Seele zu folgen.

Hier wird bis auf Ausnahmen nicht erzählt von spektakulären Wundern, sondern von der erschütternden Erkenntnis, das uns Gott gerade da begegnet, wo ihn nicht vermuten. Vertrauen auf seine Gegenwart und Hilfe  mitten im „finsteren Tal“ (Psalm 23) verheißt auch der Segenswunsch von Ruth Heil, der auf Seite 95 abgedruckt ist, der auf wunderbare Weise beschreibt, wie Gottes Beistand und Segen unsere Kraft für Veränderung und Wandel ermächtigt und uns hilft, neue Lebenswege zu gehen:

„Möge Gott dir Weisheit schenken
bei allen Entscheidungen.

Möge er dir Entschlusskraft schenken,
neue Wege einzuschlagen.

Möge er dir das Vertrauen geben,
dass er einen Weg für dich schaffen kann.“








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Das Kind der Anderen

Bethan Roberts , Astrid Gravert
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Kunstmann, A, 14.09.2016
ISBN 9783956141218
Genre: Romane

Rezension:



Bethan Roberts erzählt in ihren zutiefst verstörenden Romanen meist von einfachen Menschen und ihren Wünschen und Träumen, vor allem aber von ihrer Angst, das zu verlieren, was sie haben.

Genau wie in „Stille Wasser“, obwohl sie auch dort das Ende ganz am Anfang erzählt, wird auch ihr neuer Roman „Das Kind der Anderen“ zu einem wahren Psychothriller, spannend bis zur letzten Seite mit einem Psychogramm einer ganz normalen Familie in einem ganz normalen Leben, das, ohne eine entsprechende Sprache dafür zu finden, von Anfang bis zum bitteren Ende erfüllt ist von einer tiefen und weitreichenden Sehnsucht nach eben diesem Leben.

In ihrem  neuen Buch erzählt sie von der jungen, aber einsamen Maggie Wichelo. Sie arbeitet als Nanny bei ihrer Kusine Nula, die nachdem ihr Sohn Samuel zwei Jahre alt geworden ist, wieder arbeiten geht und die Betreuung ihrer Kusine anvertraut hat. Nula und ihr Mann hätten keine bessere Betreuung für ihr Kind finden können.

Doch heute, und mit dieser Entscheidung beginnt das Buch, wird Maggie Samuel entführen. Sie wird ihn mitnehmen in ein altes Bootshaus auf der walisischen Insel Anglesey. Dort, so erzählt der Roman in vielen Rückblicken, ist es, wo Maggies lange Geschichte beginnt. Eine Geschichte, in der auch ihre Kusine Nula eine wichtige Rolle spielt, eine dramatische Geschichte, die erzählt von Liebe und Verlust, dem verzweifelten Versuch einer jungen Frau ihr in tausend Stücke zerbrochenes Leben wieder zusammenzuführen.

Bethan Roberts verwebt im Wechsel Vergangenheit und Gegenwart zu einer spannenden Handlung. Langsam wird deutlich, warum Maggie den kleinen Samuel entführt und welchen Plan sie eigentlich verfolgt.

Aber sie beschreibt nicht nur Maggies Erleben, sondern sie versetzt sich auch einfühlsam in die Gefühlswelt einer jungen Mutter, die unter postnatalen Depressionen leidet und ihr Kind manchmal als eine Belastung erlebt.

In einem wie ein Thriller geschriebenen Drama entfaltet sie die Psychodynamik einer Familie mit ihren unterdrückten Gefühlen, Eifersucht, Verletzungen, Unterlassungen und Taten.

Man kann kaum aufhören mit dem Lesen, denn immer wieder neue Wendungen, die Bethan Roberts dem Leser offenbart, erzählen von einer Vergangenheit, in der all die gegenwärtigen Konflikte ihren Ursprung haben.

Leider wird Bethan Roberts, deren Romane bei Kunstmann in München erscheinen, von der Kritik und von den Lesern noch nicht so wahrgenommen, wie es ihrer literarischen Leistung gebühren würde.

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Aller Tod ist nur Geburt

Olaf Daecke
Fester Einband: 96 Seiten
Erschienen bei Urachhaus, 12.10.2016
ISBN 9783825151010
Genre: Sonstiges

Rezension:





Nicht nur die Anthroposophie, sie aber ganz besonders,  geht davon aus,  dass unser menschliches Leben von der Geburt bis zum Tod verschiedene Entwicklungsstufen durchläuft. Während viele Menschen durch immer größer gewordenen  Druck gar keine Muße mehr finden, über ihr Leben nachzudenken um es gegebenenfalls auch in eine andere Richtung zu lenken, haben die Dichter zu allen Zeiten diese Poesie besessen, indem sie die Verschiedenartigkeiten der menschlichen Lebens- und der Entwicklungsstufen  beschrieben und charakterisiert haben.

Olaf Daecke hat 2014 in seinem Buch „Und mancher ist noch auf dem Weg“ insgesamt acht dieser Lebensstufen identifiziert  und zu jeder eine Anzahl von Gedichten und auch Prosatexten  von Dichtern verschiedener Epochen ausgewählt. Wertvolle Texte hatte er damit zur Verfügung gestellt, die bei Wendepunkten im Leben und in Krisen helfen können, zu neuen orientierenden Einsichten  und Vertiefungen zu kommen.


Nun setzt er diese Arbeit mit einem ähnlich aufgemachten Büchlein führt, in dem er Dichter und Philosophen zu dem letzten Wendepunkt im Leben, dem Tod befragt und auch nachspürt, was sie zum Thema Trauer zu sagen haben. Sie sollen helfen, „den Tod als eine  Übergang, als eine Schwelle auf dem Weg von einem Dasein in ein anderes und in eine geistige Welt verstehen zu lernen.“

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Endspurt

Wolfgang Bosbach , Hugo Müller-Vogg
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 14.10.2016
ISBN 9783869950921
Genre: Sachbücher

Rezension:



In diesem langen Gespräch mit dem ebenfalls aufrecht konservativen Journalisten Hugo Müller-Vogg bilanziert der bekannte CDU-Politiker Wolfgang Bosbach nicht nur sein politisches Leben.
Es ist die Geschichte eines aufrechten Konservativen, der auch innerhalb seiner Partei oft gegen den Strom schwamm, wenn es darum ging, seine Meinung und Haltung zu vertreten und sich billigen, oft nur dem Machterhalt dienenden Kompromissen zu verweigern.

Allenthalben wird davon geredet und geschrieben, dass durch die Sozialdemokratisierung der CDU unter Angela Merkel die bürgerlichen Konservativen dort ihre Heimat verloren haben und die rechten Ränder mit der AfD unnötig gestärkt wurden. Diesem Heimatverlust und nicht nur seiner Prostatakrebserkrankung ist auch geschuldet, das Wolfgang Bosbach nach dem Ende der laufenden Legislaturperiode sein Mandat aufgibt.

Ob er dann all das, was er nach eigenen Angaben in seiner Familie und in seinem Privatleben versäumt hat, noch nachholen kann, wage ich zu bezweifeln. Denn bei allem Respekt vor den bürgerlich-konservativen Überzeugungen dieses gradlinigen Mannes, glaube ich, dass man auch nach der Aufgabe seines Mandats viel von ihm hören und lesen wird, solange es eine Krankheit zulässt. Wolfgang Bosbach ist ein Mensch, der gar nicht mehr anders kann, der die Öffentlichkeit braucht. Er hat nie wirklich Nein sagen können zu Anfragen an ihn.

Wenn man das von Hugo Müller-Vogg geführte Gespräch liest, wird die Achtung vor Bosbachs wohlbegründeten Überzeugungen ähnlich groß wie das Gefühl, dass da einer durchaus auch mit seiner Rolle, seiner Bekanntheit und seiner Haltung kokettiert. Aber das machen die meisten anderen Politiker auch, quer durch die Parteien.

Mein Fazit: dieser Mann und Politiker wird dem Bundestag fehlen, die Positionen, die er vertritt, dürfen aber nicht auswandern aus der CDU, weil sie sonst viele bürgerlich konservativ denkende Menschen (und es gibt davon mehr, als man denkt und als diese zugeben) heimatlos machen würden. Und: Politik ist ein Geschäft, das sich eigentlich nicht verträgt mit dem Leben in einer Familie und der Verantwortung für Kinder. Was das für Politikerkarrieren in der Zukunft bedeutet, wage ich mir nicht vorzustellen.


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Das große Buch vom kleinen Nick

René Goscinny , Jean-Jacques Sempé , Hans Georg Lenzen , Jean-Jacques Sempé
Fester Einband: 600 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.10.2016
ISBN 9783257011883
Genre: Kinderbuch

Rezension:



In diesem schönen und repräsentativen Geschenkband sind die 50 besten Abenteuer vom kleinen Nick versammelt, einem der erfolgreichsten Kinderbuchhelden aller Zeiten. Sie bestechen allesamt durch einen unwiderstehlichen Alltagshumor, der Erwachsene wie Kinder begeistert.
Rene Goscinny fesselt durch exzellente, treffgenaue Erzählungen von Allerweltsbegebenheiten aus Kindersicht. Sempé wiederum versteht es diesen Band durch Karikaturen zu bereichern, bei deren Betrachtung immer wieder neue, witzige Kleinigkeiten zum Vorschein kommen.


Diese Geschichten versetzen den Leser in die eigene Kindheit mit all ihren Streichen, die man selbst erlebt oder ausgeheckt hat. Obwohl sie bereits über 50 Jahre alt sind, haben sie weder an Aktualität noch an Attraktivität verloren und werden auch in vielen Jahren noch aktuell sein und Generationen von Lesern verzaubern.

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Reich gedeckt

Nora Steen
Fester Einband: 156 Seiten
Erschienen bei Neukirchener Aussaat, 03.08.2016
ISBN 9783761563588
Genre: Sachbücher

Rezension:


Nora Steen, die Autorin des vorliegenden Andachtsbuches, ist Pfarrerin in der deutschen Gemeinden in Lissabon und einer größeren Öffentlichkeit bekannt geworden als Sprecherin des Wortes zum Sonntag in der ARD.

Die 52 HerzensStärkungen versteht sie als Tischgeschichten in der Tradition Martin Luthers. Dabei hat sie für jede Woche bzw. einzelne Festtage eine Andacht verfasst. Angelehnt an eine biblische Geschichte oder auch nur ein einzelnes Bibelwort, erzählt sie eine selbst erlebte oder gehörte Geschichte, die sie mit einem Gebet oder einem Gedicht abschließt.

Sie möchte mit ihren Geschichten einen Gesprächsraum eröffnen, „in den ich meine Spur eintrage. Und wenn es gut läuft, dann kommen viele weitere Spuren dazu.“
Geschichten, die Körper und Geist gut tun und einen frisch gestärkt weitergehen lassen.

Das Buch ist hervorragend geeignet für den Einsatz in kirchlichen Gruppen oder vor Gremiensitzungen und lädt ein zum Gespräch.


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In einer weißen Winternacht

Jean E. Pendziwol , Brigitte Elbe , Isabelle Arsenault
Fester Einband: 36 Seiten
Erschienen bei Freies Geistesleben , 01.12.2016
ISBN 9783772526824
Genre: Kinderbuch

Rezension:




Was geschieht alles draußen in einer weißen Winternacht, während  der kleine Junge im Haus in seinem warmen Bett liegt und versucht einzuschlafen?

In einem wunderschönen zart und einfühlsam illustrierten Gute-Nacht-Buch haben Jean Pendziwol und Isabelle Arsenault mit Worten und Bildern das leise Leben in einer Winternacht eingefangen.

Beides hat es mit angetan und mich berührt: die poetischen Texte von Jean Pendziwol, die vorgelesen werden wollen wie Gedichte, langsam und mit Ausdruck und die warmen Zeichnungen von Isabelle Arsenault, die in dem kleinen Betrachter eine ganz tiefen und friedlichen Eindruck hinterlassen.

Eine Geschichte, die so wunderbar ist wie ein Traum.

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Geld, Gesellschaft und Gewalt

Eugen Drewermann
Fester Einband: 392 Seiten
Erschienen bei Patmos Verlag, 03.08.2016
ISBN 9783843608176
Genre: Sachbücher

Rezension:



Wie man es von Eugen Drewermann gewohnt ist, geht er auch in dieser neuen Veröffentlichungsreihe mit dem Untertitel „Kapital & Christentum“ sein Thema grundsätzlich an, mit unendlich viel von ihm bearbeiteten Material, historischem und noch mehr zeitgenössischem, Verweisen auf die Literatur und unzähligen Anmerkungen und Verweisen.

Was in seinen früheren Büchern schon immer durchleuchtete, wird hier grundsätzlich und grundlegend behandelt: seine Kritik an der zerstörerischen Kraft des Kapitalismus. Hatte der Theologe und Psychoanalytiker früher oft auf die Folgen dieser Wirtschafts“ordnung“ und Produktionsweise für die einzelnen Menschen und ihr Zusammenleben hingewiesen, so legt er in diesem ersten Band seiner neuen Reihe den Fokus auf die Zerstörung der Umwelt und der hemmungslosen Ausbeutung  aller natürlichen Ressourcen durch den Menschen. Doch nicht nur die Natur und ihre Grundlagen werden mit einer großen Aggressivität zerstört, sondern der Kapitalismus in seiner neoliberalen Form mit seinem Wachstumswahn und seinem ihm immanenten Konkurrenzzwang zerstört langsam und immer mehr die Grundlagen und die Strukturen unserer Demokratie.  Politiker werden beschrieben, die nur noch als Getriebene handeln können. Man kann sie regelmäßigen Abstanden in den Medien beobachten.

In drei großen Kapiteln
•    Faire Preise
•    Faire Löhne
•    Fairer Handel

erklärt Drewermann sehr verständlich, aber wie immer mit vielen Details, die Bedeutung der wirtschaftlichen Strukturen. Immer wieder betont er die historischen Zusammenhänge der gegenwärtigen Lage und formuliert Lösungswege, die einleuchtend und tatsächlich realisierbar scheinen.

Er plädiert für eine nachhaltige und nicht länger wachstumsorientierte Wirtschaftsform. Interessant und aufschlussreich fand ich, dass Drewermann immer wieder sein tiefenpsychologisches Fachwissen einbringt, um damit gegenwärtige globale Phänomene zu beschreiben und zu erklären.

Was das alles mit der christlichen Tradition zu tun hat, wird, so nehme ich an, in den nächsten Bänden der Reihe erläutert.




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Das Kamasutra der Frösche

Tomi Ungerer
Fester Einband: 72 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.10.2016
ISBN 9783257021387
Genre: Comics

Rezension:


In seinem 1982 zum ersten Mal veröffentlichten Karikaturenband „Das Kamasutra der Frösche“ nimmt der Schweizer Künstler Tomi Ungerer das vermeintlich freie Liebesleben und die Sexwelle der 60er und 70er Jahre aufs Korn. Komisch und mit großer Lust an der Provokation illustriert Ungerer das Kamasutra auf seine erotomane Art. Er setzt die ehrwürdigen Kamasutra-Weisheiten und erotischen Ratschläge auf seine Art um – durch respektlose Frösche.

Ein Klassiker des erotischen Komik.

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Wer wir waren

Roger Willemsen , Insa Wilke
Fester Einband: 64 Seiten
Erschienen bei S. FISCHER, 24.11.2016
ISBN 9783103972856
Genre: Sachbücher

Rezension:



Menschen und Intellektuelle wie der verstorbene Roger Willemsen fehlen unserem Land wie das Wasser der Wüste. Das spürt man wieder deutlich, wenn man die schmale Fassung seiner Zukunftsrede liest, die er eigentlich zu einem großen Buch unter dem Titel „Wer wir waren“ veröffentlichen wollte. Aus der Perspektive der Zukunft wollte er die Gegenwart betrachten und das Nötige dazu sagen:
„Wir waren jene, die wussten, aber nicht verstanden, voller Informationen, aber ohne Erkenntnis, randvoll mit Wissen, aber mager an Erfahrung. So gingen wir, von uns selbst nicht aufgehalten.“

Mit einer beeindruckenden Gabe der Beobachtung und glasklarer Analyse spricht er von einer neuen „Qualität der Flüchtigkeit“ und hält trotz der tief melancholischen Stimmung seines Textes ein flammendes Plädoyer dafür, dass wir unser Sein in der Gegenwart wieder ernst nehmen, anstatt uns von einem Augenblick und einer Aufmerksamkeit zur nächsten zu hangeln und dabei immer oberflächlicher und leerer werden. Sein und aktiv sein in der Gegenwart, sich engagieren, kritisch selbst zu denken, die Zukunft aktiv mitgestalten, anstatt sie den Machern zu überlassen. Über die Gegenwart, auch die der eigenen Existenz, hinausdenken, Vorstellungen eines anderen Lebens zu entwickeln und auch umzusetzen, sich nicht mehr fremdbestimmen lassen.

Das ist bei allem melancholischen Pessimismus, den die Rede doch ausstrahlt, das Plädoyer dieses leider viel zu früh verstorbenen Autors.
Jeden Augenblick des Lebens bewusst zu leben und zu gestalten – das ist die fast schon spirituelle Botschaft von Willemsen.



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302 Bibliotheken, 9 Leser, 0 Gruppen, 98 Rezensionen

zeitreise, liebe, leuchtturm, vierundzwanzig stunden, new york

Vierundzwanzig Stunden

Guillaume Musso , Eliane Hagedorn , Bettina Runge
Flexibler Einband: 384 Seiten
Erschienen bei Pendo Verlag, 01.06.2016
ISBN 9783866124011
Genre: Romane

Rezension:



Wieder hat Guillaume Musso, einer der erfolgreichsten Autoren in Frankreich, einen Roman vorgelegt, in dem er seine Meisterschaft darin beweist, in einer Mischung aus Liebesgeschichte und Psychothriller den Leser zu fesseln und nicht ruhen zu lassen bis er das wieder total überraschend Ende gelesen hat und die Auflösung des Rätsels kennt.

Der ich-erzählende Protagonist heißt Arthur Costello. Er hat von seinem Vater einen alten Leuchtturm geerbt, den dessen Vater schon erworben hatte. Arthur muss seinem todgeweihten Vater versprechen, eine bestimmte Tür im Keller des Turms niemals zu öffnen.

Doch er hält sich nicht daran und öffnet vor lauer Neugierde die Tür im Keller des Turms. Er stürzt nach unten und fällt durch die Zeit. Er landet genau ein Jahr später in New York, wo er die Schauspielerin Lisa kennenlernt, die hm dabei hilft, seinen Großvater Sullivan aus der Psychiatrie zu befreien. Vom ihm erhofft er sich Aufklärung über seine Zeitreisen.

Denn die wiederholen sich jährlich. Nur für vierundzwanzig Stunden kommt  Arthur jeweils zurück, um dann wieder zu verschwinden. Während dieser Stunden versucht er immer neu, das Rätsel aufzulösen.
Es beginnt 1971 und endet 24 Jahre später mit einem Schluss, der  überraschend ist, aber auch für Musso überraschend schwach. Er hat mir nicht eingeleuchtet, und mich nach der fast atemlosen Lektüre doch etwas enttäuscht und verwirrt zurückgelassen.


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14 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

weihnachten, kinderbuch, familie, freunde, hummel

Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten

Britta Sabbag , Maite Kelly , Joëlle Tourlonias
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 18.10.2016
ISBN 9783845816456
Genre: Kinderbuch

Rezension:


 

Mit ihren ersten beiden Bilderbüchern über die kleine Hummel Bommel haben sich Britta Sabag und Maite Kelly in das Herz vieler Kinder, aber auch erwachsener Vorleser geschrieben.

 

Nun folgt mit „Die kleine Hummel Bommel feiert Weihnachten“ das dritte Bilderbuch, wieder liebevoll erzählt und illustriert. Man muss die kleine Hummel noch nicht kennen, um sie nach diesem Buch zu lieben.

 

Es ist der Morgen des Weihnachtstags. Doch da die Bescherung erst abends stattfindet, entschließt sich Bommel, zuerst noch ein paar Freunde in der Nachbarschaft zu besuchen. Doch bei jedem dieser Freunde ist an diesem Vormittag irgendetwas falsch gelaufen. Der eine ist krank und musste zum Arzt, dem anderen sind die Plätzchen verbrannt, wieder ein  anderer hat keine Laune, weil er keine Idee für eine Weihnachtsrede hat und der letzte ärgert sich über einen mickrigen Weihnachtsbaum. Ob man mit einer solchen Laune Weihnachten feiern kann, ist fraglich.

 

Doch die Freunde erkennen, dass es bei Weihnachten auf etwas anderes als Äußerlichkeiten ankommt. Sie entdecken, dass die Gemeinschaft und die gegenseitige Unterstützung wichtig sind und die Freude darüber, dass sie einander haben und liebhaben.

 

Ein Rezept von Bommels Honigkeksen am Ende des von Joelle Tourlonias schön illustrierten Buches lädt ein zum Nachmachen.

 



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21 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Das Café der Existenzialisten

Sarah Bakewell , Rita Seuß
Fester Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 02.12.2016
ISBN 9783406697647
Genre: Sachbücher

Rezension:



Für Philosophiegeschichte habe ich mich schon seit meinen Gymnasialzeiten interessiert, doch war es immer auffällig für mich, dass mich der von Jean-Paul Sartre, Albert Camus und anderen geprägte Existentialismus nie angesprochen hat. Als Theologe dann stand diese philosophische Richtung dann immer unter dem Verdacht, so ganz konträr zu dem zu sein, wonach ich sonst mein Leben, meine Beruf und meinen Alltag ausrichtete.

Dennoch bestanden all die Jahrzehnte über immer der Wunsch und das Bedürfnis, mich mit dieser Philosophie  und Lebenseinstellung einmal auseinanderzusetzen. Das vorliegende Buch der Londoner Schriftstellerin Sarah Bakewell gab mir dazu endlich die Gelegenheit. Brillant und mit leichter Feder erzählt sie in einem absolut verständlichen und köstlich unterhaltsamen Buch die Geschichte des Existentialismus völlig neu.

Zentrale und philosophischen Laien vielleicht bislang unverständlich gebliebene Ideen bringt sie mit viel britischem Humor auf den Punkt.

Dabei wählt sie in einem gelungenen Mix aus Unterhaltung und Sachbuch den Weg, dem Leser die wichtigen und den Existentialismus prägenden Menschen zunächst mit ihrer persönlichen und privaten Seite nahezubringen. Wie war ihre Lebensgeschichte? Wie gestaltete sich ihr Verhältnis untereinander?

Das „Cafe“ als ein Ort der gesellschaftlichen, politischen und philosophischen Auseinandersetzung gibt es so nicht mehr. Seine moderne Form der Talkshows ist ein Abklatsch und eine Verhöhnung ernsthafter intellektueller Auseinandersetzung und Lebensdeutung.

Insofern habe ich aus der Lektüre dieses Buches nicht nur sehr viel über das für mich vorher eher dunkle Kapitel „Existentialismus“ gelernt, sondern auch viel über unsere heutige Armut in der Debattenkultur.


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16 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Dazwischen: Ich

Julya Rabinowich
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 22.08.2016
ISBN 9783446253063
Genre: Jugendbuch

Rezension:



In ihrem ersten Jugendbuch hat die selbst als Kind emigrierte Schriftstellerin Julya Rabinowich die Geschichte eines Flüchtlingsmädchens erzählt.

Sie heißt Madina und ist aus einem Land im Krieg zusammen mit ihrer Familie nun endlich in einem Land angekommen, das ihnen Sicherheit verspricht. Sie fühlt sich wohl, hat mit Laura aus ihrer Klasse eine Freundin gefunden, die für sie mitten in der Fremde so etwas wie Heimat ist. Dennoch ist sie wie zerrissen:
„Ich war einerseits ganz glücklich und andererseits traurig. Hier kann Damals einfach nicht ersetzen. Gegenwart kann die Vergangenheit nur abschwächen, sie verschleiern, sie überdecken. Dann spürt man sie nicht mehr so tief und schneidend. Aber sie ist dennoch da.“

Madina, die ihre Geschichte selbst erzählt, ist diejenige, die bei den ermüdenden Behördengängen, in dem sie Dutzende Male immer wieder ihre Geschichte erzählen müssen, für die Familie übersetzt. Ihre Eltern und ihre fast stumme Tante Amina tun sich sehr schwer. Sie tragen etwas mit sich aus ihrer Vergangenheit in der Heimat, was Madina zunächst nur spürt, dann aber, als sie es herausbekommt, fast zerreißt.

Aber es ist nicht nur ihre Freundin Laura, die sie unterstützt, auch Frau King, die Lehrerin, die ihr Nachhilfe gibt und Frau Wischmann von der Schulsozialarbeit helfen ihr, wo sie können.

Als Madinas Vater aus Gründen, die hier nicht verraten werden, in seine Heimat zurückwill, weil Ehre und Werte es von ihm fordern, muss Madina eine schwerwiegende Entscheidung treffen…

„Dazwischen Ich“ ist eine bewegende und auch Mut  machende Geschichte. Ihre Arbeit mit Flüchtlingen hat der Autorin sehr geholfen dabei, eine authentische Erzählung zu schaffen, die dem Leser einen vertieften Einblick zu geben vermag in die vergangene und aktuelle Lebenswelt von Flüchtlingen und wie beide sich vermengen.

Ja, das Buch macht Mut, aber es macht auch nachdenklich angesichts der vielen Probleme – hier im Buch sind es vor allem familiendynamische und psychosoziale Konflikte- denen sich Flüchtlinge hier bei uns gegenüber sehen.




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Puh!

Ghislaine Roman , Tom Schamp
Fester Einband
Erschienen bei Bohem Press, 18.07.2016
ISBN 9783959390378
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Welch eine wunderbare Idee hier mit diesem schönen und außergewöhnlichen Bilderbuch umgesetzt wurde! Zu kurzen, wie kleine Gedichte verfassten poetischen Texten der Schriftstellerin Ghislaine Roman, die seit 20 Jahren Romane für jugendliche Leser schreibt, hat der Künstler Tom Schamp sehr ausdrucksvolle Bilder gemalt. Er hat sie in einem schwierigen und langen Prozess auf Holz gemalt, passend zu dem Thema des Buches.

Denn es geht um das Leben eines Baumes, einer Eiche und welche Zufälle und glücklichen Umstände es über all die Jahrzehnte  brauchte, bis am Ende Kinder in seiner Krone in einem Baumhaus spielen können.
Welche Gefahren und Unglücke musste er erleben: schon dass er als Eichel nicht von einem anderen Tier gefressen wurde, dass Sturm, Feuer und Kälte ihm über all die Jahre seines Wachsens nichts anhaben konnten, dass er stehen bleiben durfte, nachdem aus dem Waldstück zunächst Feldfläche und dann ein Baugebiet wurde…

Die Ähnlichkeiten mit einem ähnlich langen Menschenleben sind durchaus gewollt. Wieviel Bewahrung und Schutz haben wir erfahren, bis wir das wurden, was wir jetzt sind! Das kann man nach dem Betrachten und Vorlesen des Buches durchaus auch mit noch kleinen Kindern besprechen und ihnen die entsprechende Dankbarkeit dafür ins Herz legen.  So wie der Eichenbaum im Buch tragen auch wir Menschen Narben davon. Sie können uns erinnern an erlebte Bewahrung und Schutz.

Auch unser Leben ist ein Glück, in jedem Augenblick. Diese spirituelle Weisheit sollten wir unseren Kindern schenken, unabhängig davon, wie wir religiös geprägt sind oder nicht. Nichts ist selbstverständlich, alles ein Geschenk.


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12 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte

Usch Luhn , Torben Kuhlmann
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Ellermann, 26.09.2016
ISBN 9783770723768
Genre: Kinderbuch

Rezension:



In seiner weltberühmten Weihnachtsgeschichte schildert der englische Dichter Charles Dickens, wie die Begegnung mit drei unheimlichen Geistern dazu führt, dass sich der hartherzige und geizige Mr. Scrooge in einen wohlwollenden Menschen wandelt und zum Schluss das feiert, was in diesen Tagen sich jeder wünscht und sich ersehnt: ein frohes und versöhnliches Weihnachtsfest.

Usch Luhn hat für diesen Band des Ellermann Verlags die klassische Geschichte verständlich und zum Vorlesen geeignet nacherzählt. Kindern, die schon lesen können, wird durch kurze Sätze und einfache Sprache ermöglicht, die Geschichte auch selbst zu lesen.

Buch und Geschichte gewinnen durch die meisterhaften Illustrationen von Torben Kuhlmann etwas Warmes, Anheimelndes. Vorleser und Zuhörer gleichermaßen werden bei entsprechender Gestaltung des Rahmens etwas spüren von der weihnachtlichen Freude, die den ganzen Weltkreis erfasst, wie es in der Weihnachtsgeschichte heißt.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

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Jens Sembdner
Fester Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Gütersloher Verlagshaus, 24.10.2016
ISBN 9783579086514
Genre: Sachbücher

Rezension:



Als vor 14 Jahren seine Ehefrau sich das Leben nahm, das brach für Jens Sembdner, den 1967 geborenen Autor des vorliegenden Buches und Gründungsmitglied der Popgruppe „Die Prinzen“ seine ganze Welt zusammen. In einem langen Weg wandert er von tiefem Schmerz und großer Verzweiflung, in der der gläubige Christ, der lange in  Dresdner Kreuzchor sang, Gott vorwirft, sich bei Wahl des Opfers vergriffen zu haben hin zu neuer Orientierung, die er in dem Bibelwort „Die Wege des HERRN sind unergründlich“ findet.

In dem vorliegenden Buch erzählt er ganz offen von seinem Leben, seinem Schmerz und der Aufgabe seiner selbst. Und er erzählt, wie er auch durch dieses Bibelwort erkennen durfte, dass auch das Negative, auch das Leid eine sinnhafte Bereicherung für das eigene Leben sein kann.

Wenn man einmal die Nichtigkeit so vieler Ängste und Sorgen erkannt hat, die Menschen sich tagtäglich machen um ihr Leben und ihr Wohlergehen, dann erfährt man die lebensspendende Kraft neuer Wertigkeiten.

Das Buch zeigt, dass und wie man auch heute noch erzählen kann mit dem eigenen Ringen mit Gott, wie man durch die Anklage hindurchstößt zu einer neuen Lebenswirklichkeit, wie sich die zunächst so festgefügte Ordnung auf den Kopf stellt und umgewertet wird.

Es ist ein berührendes und bewegendes Beispiel dafür, wie man auch die tiefsten Lebenskrisen überwunden kann, wenn man sich und dem Geist die Zeit dazu gibt.

Menschen, die von tiefem Leid, Schmerz, Tod und Abschied betroffen sind, und die bereit sind, sich etwas zu öffnen für christliche und religiöse Dimensionen, wird dieses Buch weiterhelfen.

Vielleicht können auch sie dann jenen Satz für sich lebendig machen: „Die Wege des HERRN sind unergründlich.“


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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

FC Bayern München: Zu Besuch beim FC Bayern

Klaus Puth
Fester Einband: 10 Seiten
Erschienen bei riva, 07.11.2016
ISBN 9783742300126
Genre: Sachbücher

Rezension:



Dies ist ein wunderbares Geschenk für kleine Bayernfans, die zwar noch nicht lesen können, aber dennoch gerne so wie vielleicht der Papa ein Buch über den FC Bayern ihr eigen nennen würden.
In sehr großem Format hat Klaus Puth auf insgesamt fünf Doppelseiten Wimmelbilder mit Szenen vor und in der Münchner Allianzarena und bei der Meisterfeier vor dem Münchner Rathaus gezeichnet.
Die Ankunft der Fans vor dem Station, der emotionsgeladene Einlauf der Spieler ins Stadion, das erste Tor, die Besprechung in der Halbzeitpause und die Meisterfeier am Ende einer erfolgreichen Saison – auf allen fünf Bildern können die Kinder  viel entdecken und neue Geschichten und Details finden. Und auch immer wieder das Maskottchen Bernie…

Wenn Sie Ihren kleinen Bayernfan dieses Buch schenken – rechnen Sie damit, ihn irgendwann mitnehmen zu müssen in die Allianzarena.

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7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Wie ein Licht im Wind

Philippe Hayat , Christiane Landgrebe
Fester Einband: 360 Seiten
Erschienen bei Thiele & Brandstätter Verlag , 10.03.2016
ISBN 9783851793314
Genre: Romane

Rezension:



Ausgezeichnet mit dem begehrten französischen „Prix du Premier Roman“ ist das Debüt des Franzosen Philippe Hayat, im Hauptberuf, Ingenieur und Unternehmer, tatsächlich ein beeindruckendes Stück Literatur. Auf einer wahren Geschichte basierend, lässt er seinen vierzehnjährigen jüdischen Ich-Erzähler Maurice Moscowitz ein lebendiges Zeugnis geben von seinem Mut und Überlebenswillen.

Den muss er nämlich haben, als er sich zusammen mit seiner Schwester Marie an einem Morgen im Jahr 1941 plötzlich in einer Abstellkammer in der Nähe der Pariser Markthallen wiederfindet.

Ihre Eltern sind verhaftet und deportiert worden und nur durch die schnelle Reaktion ihres Nachbarn Monsieur Surreau, bekommen die beiden jüdischen Kinder eine Chance, der Verfolgung der Nazis zu entgehen . Er setzt sie in der besagten Abstellkammer ab.

In der Dachkammer nebenan wohnt die Prostituierte Belle. Sie nimmt sich liebevoll der beiden Kinder an und tröstet sie. Maurice fällt es zu, für sich und seine Schwester täglich etwas zu Essen zu besorgen. Dafür schleicht er nachts durch die Markthallen, wo er bald darauf schon die Bekanntschaft einfacher Marktleute macht, die ihn ins Herz schließen und ihm Jobs vermitteln. Bald schon trägt der Junge wegen seinem Mut und seiner Pfiffigkeit den Namen „Momo des halles“, was auch der Titel des französischen Originals ist. Er zeigt sich sehr geschäftstüchtig und schafft es, sich und seine Schwester durchzubringen, auch als sie eines Tages denunziert werden.
Philippe Hayet beschreibt auf eine bewegende Weise das Schicksal zweier jüdischer Kinder im nazibesetzten Frankreich. Ihm ist mit seinem Buch ein wunderbares literarisches Debüt gelungen. Obwohl das Buch schon März erschienen ist, habe ich trotz intensiver Suche keine Erwähnung in der Kritik gefunden. Das finde ich schade, und das hat das Buch nicht verdient. Ich möchte ihm mit meiner Besprechung zu etwas mehr Aufmerksamkeit verhelfen.
Christiane Landgrebe hat den schönen Roman aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt.

 

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60 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 45 Rezensionen

roman, tod, cooper, novella, schicksal

Cooper

Eberhard Rathgeb
Fester Einband: 144 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 25.07.2016
ISBN 9783446252813
Genre: Romane

Rezension:



Meistens denken wir nicht daran. Wir leben unser Leben und unseren Alltag mehr oder minder glücklich und zufrieden. Doch wie zerbrechlich alles Glück sein kann, das beschreibt mit einer knappen sehr metapher- und bildreichen Sprache der Schriftsteller Eberhard Rathgeb in seinem neuen schmalen Roman mit dem Titel „Cooper“.

Er erzählt von Lisa und ihrem Mann Jakob und ihren beiden Kindern Carlotta und Nora.  Der Leser erfährt zunächst, dass Lisa, die Mutter unter schweren Depressionen und Angstzuständen leidet, die in einem Suizidversuch müden. Nach einer langen Kur, während der die Kinder extrem verunsichert sind, kehrt sie zurück und alles scheint wieder in Ordnung zu sein. Doch mit viel Geschick hat Rathgeb all die Zeit mit kleinen Andeutungen im Leser die Erwartung befeuert, dass das richtige Unglück erst noch geschehen wird.

Nachdem die Familie in ihr neu gekauftes Ferienhaus gefahren ist (schon auf der Fahrt geschehen seltsame Dinge), widerfährt dem Vater und seinen beiden Töchtern ein schreckliches Unglück, das aber nicht näher beschrieben wird.

Auf sich allein gestellt, wechselt Lisa ihren Wohnort und trifft dort auf Cooper, einen Mann, der ganz in sich selbst ruht und ihr gut tut. Aber hat Lisa ihre große Angst und ihre Depression wirklich überwunden?

„Cooper“ ist ein Roman, der einen stellenweise schauern lässt und zum Nachdenken einlädt darüber, was im Leben, auch und gerade im eigenen, wirklich wichtig ist.




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Mein kleiner roter Flitzer auf großer Fahrt

Tina Schulte
Pappbuch
Erschienen bei Coppenrath, 17.08.2016
ISBN 9783649670322
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Als mein mittlerweile dreizehnjähriger Sohn noch ganz klein war, so etwa zwischen zwei und fünf Jahren, da gehörten die gereimten Bilderbücher von Tina Schulte über den roten Flitzer, das grüne Polizeiauto oder die rote Feuerwehr zu seinen absoluten Lieblingsbüchern zum Vorlesen, zumal er jeweils ein entsprechendes Holzauto hatte, das dem Buch beigefügt war, mit dem er dann spielen konnte.

Nun lässt Tina Schulte ihren kleinen roten Flitzer zurückkommen und auf große Fahrt gehen. Der kleine Junge mit der roten Mütze, der das Auto fährt, wird schnell zur Identifikationsfigur für jeden anderen kleinen Jungen, der dieses Buch geschenkt bekommt. Leider ist in dieser Ausgabe das Holzauto nicht dabei, dafür aber ein Stoffbutton, der in das Buch eingelassen ist, den die Kinder drücken können um zu hupen.

Ein schönes Buch mit wunderbaren Reimen.

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60 Jahre Champions League

Ulrich Kühne-Hellmessen
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei riva, 10.10.2016
ISBN 9783742300089
Genre: Sachbücher

Rezension:



Keine andere Liga hat eine derart reiche Geschichte an Triumphen, Tragödien und denkwürdigen Momenten. Oder bietet so viel Nervenkitzel, so viele Emotionen und so viel Drama. Und keine andere Liga verdient den Titel Königsklasse so sehr wie die Champions League.

Passend zum Jubiläum ist nun der Bildband "60 Jahre Champions League" von Ulrich Kühne-Hellmessen zum Ereignis im riva Verlag erschienen. Weit mehr als "nur" eine Chronik, beschreibt das Buch die legendärsten Spieler, lässt die spektakulärsten Momente Revue passieren und erzählt die größten Geschichten dieser Ausnahme-Liga: Von Ancelotti bis Zidane, von Beckenbauer bis Ronaldo, vom ersten deutsch-deutschen Duell bis zum Torfall von Madrid.
Und natürlich dürfen auch die großen deutschen Sieger nicht fehlen: Der FC Bayern, der Hamburger SV und Borussia Dortmund. Ergänzt werden diese packenden Momente durch eine Fülle an emotionalen Bildern, die das Buch zu einem Erlebnis für Fußball-Begeisterte macht - nicht nur in Bezug auf die Champions League.
Abgeschlossen wird das 160-seitige Werk durch einen ausführlichen Statistikteil, der einige Überraschungen für Nicht-Champions League-Kenner enthält. Insgesamt ein schönes Werk für alle Fußballbegeisterten.

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Der Atlas zur Reformation in Europa

Tim Dowley
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Neukirchener Aussaat, 19.10.2016
ISBN 9783761563311
Genre: Sachbücher

Rezension:



„Eine Karte ist nicht einfach eine abgemessene Darstellung der Welt. Eine Karte erschließt Welten und erschafft Bedeutung. Sie formt eine Brücke zwischen dem Hier und dem Dort, zwischen zwei ungleichen Gedanken, von denen wir nicht einmal wussten, dass sie zusammengehören.“

Dieses Zitat des Schriftstellers Reif Larsen („Die Karten meiner Träume“) hat Tim Dowley einem Werk vorangestellt, das er den „Atlas zur Reformation in Europa“ genannt hat, und das in dieser Form die erste und einzigartige Form der Erklärung eines Phänomens darstellt, das Europa auf eine bis heute spürbare Form veränderte und das sich 2017  zum 500. Mal jährt: die Reformation.

Es geht um die Ursprünge, Hintergründe und die Ausbreitung der Reformation und ihre Folgen für Europa und die ganze Welt. Auch auf die katholische Reform und die Gegenreformation wird eingegangen und die politischen und militärischen Konflikte, die aus diesen theologischen und kirchlichen Veränderungen entstanden sind, werden genau beleuchtet.

Wer sich vielleicht auch anlässlich des Jubiläums im kommenden Jahr näher  mit den Ursprüngen der Reformation befassen möchte und die zahllosen schon erschienenen und noch erscheinenden meist dicken Werke eher scheut, dem sei mit diesem Atlas und seinen sehr verständlichen Texten eine wirklich erhellende Alternative empfohlen.

Ich wünschte, ich hätte bei meinem Studium ein solches Buch zur Verfügung gehabt.

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Die neue Völkerwanderung

Prinz Asfa-Wossen Asserate
Fester Einband: 224 Seiten
Erschienen bei Propyläen Verlag, 20.10.2016
ISBN 9783549074787
Genre: Sachbücher

Rezension:



War der große Strom von Flüchtlingen, der im vergangenen Jahr nach Europa und hier hauptsächlich nach Deutschland kam, noch den Konflikten, Kriegen und Notständen in den Ländern des Nahen Ostens  geschuldet, kommt in der letzten Zeit eine Wanderungsbewegung ungleich größeren Ausmaßes in den Blick der Gesellschaften in Europa.

Zunächst nur von den Fachleuten wirklich wahrgenommen, haben sich schon Hundertausende von Menschen aus den Ländern Afrikas in Richtung Mittelmeer aufgemacht, um von dort mit Booten nach Europa überzusetzen. Und täglich kommen mehr dazu. Im herkömmlichen Jargon werden sie „Wirtschaftsflüchtlinge“ genannt und viele Politiker und Menschen lehnen ihre Aufnahme in ihren Ländern ab. Ja, wenn man auf die bevorstehenden Wahlen in Österreich, in Frankreich und auch in Deutschland schaut, muss man befürchten, dass es immer mehr werden, die einer vollständigen Abschottung ihrer Länder und Europas das politische Wort reden.

Als langjähriger Afrika-Berater deutscher Unternehmen kennt Prinz Asserate, der Autor des vorliegenden Buches, die Missstände genau. Er beschreibt detailliert die Ursachen. Sein Buch ist ein flammender Appell an die europäische Politik, ihre Afrikapolitik grundlegend zu ändern, denn durch westliche Handelsbarrieren und Agrarprotektionen verliert Afrika jährlich das Doppelte dessen, was es an Entwicklungshilfe erhält.  Es sind gerade die jungen gebildeten Menschen, die ihren Ländern den Rücken kehren und gehen, Menschen, die diese Länder dringend für ihre Entwicklung bräuchten.

Den ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler zitierend, der sagte, „Europa (sei) der Lackmustest,  an dem sich Europas Humanität erweist“  appelliert Asserate in seinem Buch an die europäischen Staaten, Afrika endlich als gleichberechtigten Partner gerade in wirtschaftlicher Hinsicht zu behandeln, Handelsbarrieren abzubauen, beim Aufbau demokratischer Strukturen zu helfen und so Millionen von fluchtbereiten Afrikanern eine menschenwürdige Zukunft auf ihrem eigenen Kontinent zu ermöglichen.

„Europa wird sich nicht abschotten, können, wenn es sein Gesicht nicht verlieren will“, schreibt er abschließend in der Hoffnung auf einen Sinneswandel.

Doch was ist, so gebe ich skeptisch zu bedenken, wenn Europa sein Gesicht schon verloren hat, bzw. mitten dabei ist, es zu tun?  Was unter dem Namen Frontex z.B. in der letzten Zeit schon alles an hochgerüsteten Abwehrmaßnahmen ergriffen wurde und die Äußerung aller maßgeblichen Politiker deuten in diese Richtung.

Doch Asserate sagt, es gibt keine Alternative. Denn die Millionen von fluchtbereiten jungen Afrikaner werden sich auch durch Waffengewalt, Mauern oder Zäune nicht abhalten lassen….

Ich persönlich glaube nicht daran, dass Europa in den nächsten Jahren in der Lage sein wird, diese zukunftsweisenden Veränderungen umzusetzen. Man wird weiter auf Abschottung setzen, so wie es rund um die Welt zwischen den Reichen und den Armen immer gängigere Praxis geworden ist.

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