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Rotkäppchen und der böse Wolf

Kimiko , Margaux Duroux
Fester Einband: 26 Seiten
Erschienen bei Moritz, 15.08.2016
ISBN 9783895653223
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Einen ganz anderen Blickwinkel wählen die beiden französischen Bilderbuchautorinnen Kimiko und Margaux Duroux, um das alte Märchen der Brüder Grimm von Rotkäppchen und dem bösen Wolf zu erzählen.
Sie orientieren sich dabei im Text an der Erzählweise von Charles Perrault, wählen aber für die bildliche Darstellung einen neuen Zugang. Sie haben für die handelnden Personen von ihnen selbst hergestellte Filzfiguren benutzt und in Szene gesetzt. Zunächst fotografieren sie diese Figuren in der freien Natur im Wald und auf Wegen, später, als Rotkäppchen das Haus der Großmutter erreicht hat, in einem von ihnen zum Teil auch aus Filz gebastelten Haus mit entsprechenden Innenräumen.

Es ist den beiden ein sehr schönes Kunstwerk gelungen, das mit seiner eigenen Ästhetik Eltern und Kinder ansprechen  wird.





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Tupfst du noch die Tränen ab

Jörg Mühle , Jörg Mühle
Pappbuch
Erschienen bei Moritz, 30.01.2017
ISBN 9783895653407
Genre: Kinderbuch

Rezension:


In vergangenen beiden Jahr hat der Kinderbuchautor Jörg Mühle im Moritz Verlag zwei sehr erfolgreiche und originelle Bilder- und Einschlafbücher für Kinder ab etwa zwei Jahren vorgelegt.  Im ersten musste ein kleines sympathisches Hasenkind muss ins Bett und die Kinder waren eingeladen durch Berührungen und eigene Aktivitäten sich das Buch anzueignen. Da muss der Schlafanzug angezogen werden, das Kissen wird zurecht geklopft. Und dann – wunderbar: noch kurz die Ohren kraulen und ganz sanft den Rücken streicheln. Das Hasenkind zudecken und ihm einen Gute-Nacht-Kuss geben und nicht vergessen: das Licht ausschalten.

Es war wohl der große Erfolg und vielleicht auch die Freude an weiteren Geschichten mit seinem Hasenkind, die Jörg Mühle bewegte, nun schon den zweiten Nachfolgeband zu zeichnen, in dem das Hasenkind hinfällt, weint und dann getröstet wird. Und wieder sind die das Buch betrachtenden Kinder eingeladen, das Hasenkind bei der ganzen Prozedur, die sie ja selbst allzu gut kennen, zu begleiten. Sie sollen drei Mal pusten, ihm ein Pflaster aufkleben, einen Zauberspruch „Heile, heile …“  aufsagen, es am Rücken streicheln und ihm die Tränen abwischen.

Eine schöne kleine Bilderbuchreihe, die Kinder lieben werden.












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Der Regenbogenfisch lernt verlieren

Marcus Pfister , Marcus Pfister
Fester Einband
Erschienen bei NordSüd Verlag, 10.02.2017
ISBN 9783314103810
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Seit im Jahr 1992 dem Schweizer Marcus Pfister mit seinem „Regenbogenfisch“ der große Durchbruch gelang, sind von diesem und den folgenden Bänden weltweit mehr als 30 Millionen Exemplare in  rund 50 Sprachen erschienen. Es gibt wohl in Deutschland kaum ein Kind, das über mehrere Jahre eine Tageseinrichtung für Kinder besucht hat, und während dieser Zeit eines dieser Bücher nicht kennengelernt hat.

In den Bilderbüchern mit dem Regenbogenfisch geht es Marcus Pfister darum, Themen wie Teilen, Gemeinschaft, Nächstenliebe, Freundschaft und Solidarität auf eine Weise zu thematisieren, die schon kleine Kinder sofort verstehen und mit entsprechender Aufmerksamkeit von Erzieherinnen schon in ihrer Einrichtung praktizieren lernen.

Auch in seinem neuen Abenteuer mit dem Regenbogenfisch geht es Marcus Pfister darum, den Kindern zu vermitteln, dass es Werte braucht, um friedlich miteinander zu leben.  Dass jeder mal verlieren kann, das weiß jedes Kind, das schon einmal mit anderen ein entsprechendes Spiel gemacht hat. Aber es ist nicht immer einfach, ein guter Verlierer zu sein. Diese zunächst bittere Erfahrung muss der Regenbogenfisch machen, als er bei einem Versteckspiel verloren hat. Er ist beleidigt, bricht das Spiel ab und lässt die anderen Mitspieler ratlos zurück. Doch seine Freundin Rotflosse zeigt ihm mit viel Verständnis den Weg in die Gemeinschaft zurück.

In einer Zeit, in der schon kleine  Kinder von ihren Eltern auf das Gewinnen im Leben getrimmt werden, in einer Zeit, wo in den Kindertagesstätten Kinder unterschiedlicher Kulturen (in den das verlieren auch schon mal an die Ehre geht) lernen, zusammenzuleben und ihre Konflikte zu lösen, wird auch dieses schöne neuen Buch vom Regenbogenfisch Erzieherinnen eine große Hilfe sein.


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Wie war das?

Olivier Tallec , Miriam Zimmer
Fester Einband
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 01.01.2017
ISBN 9783836959605
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Schon ihn seinem letzten Buch „Wer war das?“ hatte der französische Kinderbuchautor Olivier Tallec auf insgesamt zwölf im ungewohnten Querformat anzuschauenden Seiten jeweils Figuren abgebildet, witzig gezeichnet und originell verkleidet und den das Buch betrachtenden Kindern Fragen dazu gestellt, die ihr Gedächtnis trainieren sollten.

Auch das neue Buch „Wie war das?“ ist ähnlich aufgebaut und gestaltet. Hier geht es darum, sich vor dem nächsten Umblättern die Figuren und wie sie gekleidet sind, genau anzuschauen, weil auf der folgenden Seite eine Frage dazu gestellt wird. Es ist bereits das dritte Ratespiel, das Olivier Tallec vorlegt und dieses erfordert durch seitenübergreifende Fragen, Stanzungen und verkürzte Seiten noch mehr Konzentration.

Auch dieses Buch ist ein gutes Training für alle Kinder, die gerne genau hinschauen und sich Sachen merken können. Eine wirklich schöne Idee.


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mobbing, jugendbuch, lügen

Das Jahr, in dem ich lügen lernte

Lauren Wolk , Birgitt Kollmann
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Hanser, Carl, 30.01.2017
ISBN 9783446254947
Genre: Jugendbuch

Rezension:



Annabelle, die in diesem Buch von dem „Jahr, in dem ich lügen lernte“ erzählt, ist zum Zeitpunkt der Handlung, die sich vom Herbst 1943 an über ein Jahr erstreckt, 12 Jahre alt. Sie lebt in einem kleinen, beschaulichen Dorf in Pennsylvania. Sie hat zwei kleinere Brüder, Henry (9) und James (7), auf die sie oft aufpassen muss und mit denen sie jeden Tag zusammen den Weg durch die Wolfsschlucht in die Schule geht. Der Vater ist Farmer, die Mutter kümmert sich zusammen mit den Großeltern um den Haushalt. Eine ledige Tante namens Lily betreibt die Poststelle im Ort und wird von der Familie trotz ihrer oft rigiden Ansichten wohlwollend toleriert.  Das Leben ist einfach dort, aber es fehlt ihnen an nichts. Die Gemeinschaft im Dorf funktioniert. Seit die USA gegen Nazideutschland in den Krieg gezogen sind, hängt aber eine unsichere Stimmung auch über dieser ländlichen Gemeinschaft und der schon seit Jahrzehnten dort lebende Deutsche Mr. Anselm sieht sich immer wieder Anfeindungen ausgesetzt.

Für Annabelle ändert sich ihr Leben schlagartig, als mit Betty ein schwererziehbares Mädchen auf den benachbarten Hof ihrer Großeltern zieht, weil ihre Mutter nicht mehr mit ihr klar kommt, nachdem der Vater verschwunden ist. Betty beginnt sofort Annabelle zu bedrohen und versucht sie einzuschüchtern. In der Schule ist eine bei über 40 Schülern in einer Klasse überforderte Lehrerin nicht in der Lage, der Aufsässigkeit von Betty Einhalt zu gebieten. Alle sind froh, wenn sie und der Bauerssohn Andy, mit dem sie sich angefreundet hat, nicht in die Schule kommen.

In der Nähe der Wolfsschlucht, wo Betty Annabelle regelmäßig auflauert, lebt der Einsiedler Toby in einer alten Hütte.  Er spricht nicht viel, aber sieht alles, was in der Umgebung geschieht. So wird er auch Zeuge mehrerer schlimmer Vergehen, die Betty in der Folgezeit begeht. Annabelle und ihre Mutter unterstützen den ehemaligen Soldaten Toby, der im Ersten Weltkrieg in Frankreich Unsägliches erlebt hat und seitdem mit seiner Schuld kämpft, immer wieder mit Kleidung und Essen.

Schnell jedoch gerät Toby in Verdacht, jenen Stein geworfen zu haben, der Mr. Anselm galt, aber Annabelles Schulfreundin Ruth traf und ihr ein Auge gekostet hat.

Annabelle kämpft mit sich und ihrer Angst. Erst recht, als Toby, mit dem sie sich angefreundet hat und der ihr von seinem Kriegserlebnissen erzählt hat, in Verdacht gerät und gejagt wird. Ein Gedanke gibt ihr Kraft:
„Wenn mein Leben nicht mehr war als eine einzige Note in einer endlosen Sinfonie, musste ich dann nicht diesen einen Ton so lang und so laut spielen, wie ich konnte?“

Sie versteckt Toby, offenbart sich schließlich ihren Eltern und diese wunderbaren Menschen mit ihrer klaren Lebenshaltung von Recht und Gerechtigkeit, glauben ihr und unterstützen sie.
Betty macht Erfahrungen von Mitmenschlichkeit und Zivilcourage, die sie ein Leben lang nicht vergessen wird.

Lauren Wolks erster Roman bei Hanser ist ein Jugendroman, der menschliche Schwächen schonungslos beschreibt. Ein Roman, der erzählt vom Band der Freundschaft über alle Widerstände hinweg, von Solidarität, von Gerechtigkeit und von der Bindungskraft einer Familie, in der sich Erwachsene und  Kinder ernst nehmen und achten.

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1517

Heinz Schilling
Fester Einband: 368 Seiten
Erschienen bei Beck, C H, 16.02.2017
ISBN 9783406700699
Genre: Sachbücher

Rezension:



In diesem Jahr begehen die protestantischen Kirchen der Welt die 500. Wiederkehr des Thesenanschlags von Wittenberg, mit dem der Mönch und Theologe Martin Luther nach herkömmlicher Lesart die Reformation einleitete, einen Prozess, der für die weitere Entwicklung in Europa und der Welt eine wichtige Bedeutung bekommen sollte.

Der emeritierte Professor für Europäische Geschichte der frühen Neuzeit an der Humboldt-Universität  in Berlin, Heinz Schilling, der zuletzt 2012 ebenfalls bei C.H. Beck in München eine viel beachtete Biographie über Martin Luther veröffentlichte, hat nun sozusagen querströmend zu den Dutzenden von Veröffentlichungen, die sich alleine mit der Reformation und ihrer Bedeutung damals und heute befassen ( man kann in der Flut den Überblick verlieren), ein Buch geschrieben, das die zweifelsohne wichtigen Elemente der lutherschen Erkenntnis und des Beginns der Reformation in einen sozusagen globalen Zusammenhang stellt.  

In zunächst sechs Hauptkapiteln verfolgt er wichtige und zentrale Veränderungen und Bewegungen in Europa und in anderen Teilen der Welt, die 1517 relevant sind:
1.    Zwei Weltreiche und ein Drittes Rom kündigen sich an, aber auch Sturm gegen Unterdrückung und Willkür
2.    Um Frieden und Stabilität des Geldes
3.    Europa und die weitere Welt
4.    Die Renaissance und ein neues Weltwissen
5.    Kollektive Ängste und Sehnsucht nach Sicherheit
6.    Der Papst in Rom- italienischer Souverän und universeller Pontifex

Erst dann beschreibt er in einem letzten Kapitel die Ereignisse in Wittenberg und ordnet sie in „einer globalhistorischen Aneignungstheorie“. Im Rahmen dieser Theorie schlägt er vor, „die nicht selten unmittelbar mit Luther und der Reformation in Verbindung gebrachte Rede von den ‚westlichen Werten‘ aufzugeben. Vielmehr ist zum Ausdruck zu bringen, dass längst die globale Aneignung eingesetzt hat, die Werte somit nicht mehr exklusiv westliche, sondern allgemeine Werte der Humanität und Freiheit sind.“

Auf diesem Weg der Aneignung, so Schillings Hoffnung, könne auch die bedrohliche fundamentalistische Gewalt der Gegenwart einmal überwunden werden, „so wie es seit Mitte des 17. Jahrhunderts mit der 1517 geborenen fundamentalistischen Feindseligkeit der christlichen Konfessionen gelungen ist.“

So wie damals und durch die weltweite Vernetzung für jeden Menschen beängstigend wahrnehmbar, ist auch heute die Welt in Bewegung. Wir spüren, dass das Jahr 2017 der Beginn von ähnlich schwerwiegenden Umwälzungen sein könnte wie damals.

Die langfristige Sicht des Historikers, wie sie Heinz Schilling hier vorlegt, zeigt, dass heutige Verwerfungen und Konflikte durchaus nicht das Ende dessen bedeuten müssen, was wir als westliche Zivilisation und Demokratie für wertvoll und wichtig erachten, sondern möglicherweise der Beginn einer völlig neuen Ordnung.







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Ein Jahr mit den Buntspechten

Thomas Müller
Fester Einband
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 01.01.2017
ISBN 9783836959179
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Nach seinen wunderbaren Sachbilderbüchern über die Schwalben,  die Spatzen, die Eulen und die Störche, die Thomas Müller in den letzten Jahren bei Gerstenberg in Hildesheim veröffentlicht hat,  folgt nun mit "Ein Jahr mit den Buntspechten" der fünfte Band einer wirklich außergewöhnlich schönen und lehrreichen Sachbilderbuchreihe, wie es sie in ihrer Mischung aus naturwissenschaftlichen Informationen und detailgetreuen Illustrationen nur selten zu finden gibt.

Das Buch verfolgt das Leben eines Buntspechtpaares über ein ganzes Jahr von der Partnersuche, dem Höhlenbau in einem Baum, der gemeinsamen Sorge um das Gelege und die Aufzucht der Jungen. Dem Lernen der Jungen und ihrem Weg in ein eigenständiges Leben mit eigenem Revier und der veränderten Nahrungssuche im Winter ist der ganze zweite Teil des schönen Buches gewidmet

Auf den letzten beiden Seiten hat Thomas Müller Wissenswertes über den Buntspecht und seine Artverwandten den Grünspecht, den Schwarzspecht und den Mittelspecht zusammengestellt.




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italien, kinderemigration, mailand, süditalie

Das Leben wartet nicht

Marco Balzano , Maja Pflug
Fester Einband: 304 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 22.02.2017
ISBN 9783257069839
Genre: Romane

Rezension:



Viel Persönliches ist sicher eingeflossen in den dritten Roman, den der Gewinner des Premio Campiello 2015, der Mailänder Lehrer und Schriftsteller Marco Balzano, in diesem Frühjahr bei Diogenes in Zürich unter dem Titel „Das Leben wartet nicht“ vorlegt.

Selbst ein 1978 geborenes Kind von Süditalienern, die ihr Glück im Norden des Landes suchten und passionierter Lehrer lässt er einen Mann namens Ninetto seine Geschichte erzählen.

Sie beginnt mit einer von Ninetto geträumten Szene auf dem Gefängnishof des Knastes, in dem er zehn  Jahre seines Lebens verbringt, um dort eine Strafe abzusitzen. Für welche Tat er verurteilt wurde, bleibt in dem ebenso spannenden wie berührenden Buch lange unklar. Nineetto, wegen seiner spindeldürren Figur auch schon früh „Pelleosa“ genannt, sieht von seiner Zelle aus seinen ehemaligen von ihm verehrten Grundschullehrer Vincenzo über den Gefängnishof gehen. Und Ninetto erinnert sich daran, wie der begnadete Grundschullehrer ihm die Liebe zur Poesie ins Herz pflanzte, ihm von einem Herren namens „Schanschak Russo“ und der Entstehung des Privateigentums mit allen seinen furchtbaren Folgen für die Menschen und die Gesellschaft erzählte und ihm zum Abschied ein Tagebuch schenkte, als im zarten Alter von neun Jahren seinen süditalienischen Heimatort San Cono mit einem erwachsenen Nachbarn verließ, um im Norden, in Mailand sein Glück zu versuchen.

Marco Balzano berichtet in seinem Nachwort von seinen Recherchen zu diesem Buch und den Gespräch mit über einen  Dutzend Menschen, die in der Zeit zwischen 1959 und 1962 als Kinder ihre Heimat verließen und im Norden oft ganz auf sich allein gestellt waren.

Mit seiner Hauptfigur Ninetto lässt er einen von Ihnen sein Leben erzählen und verleiht so allen eine unverwechselbare Stimme.
Ninetto hat nie wirklich in das Tagebuch geschrieben, das ihm der Lehrer beim Abschied schenkte. Doch er hat ihn nie vergessen und seine Liebe zur Poesie hilft ihm schon früh über manches Leid hinweg. Nachdem er seinen ehemaligen Lehrer  gesehen zu haben glaubt, legt er sich auf seine Gefängnispritsche und lässt seine Geschichte Revue passieren bis zu dem Tag , als er aus dem Gefängnis entlassen wird und zurückkehrt zu seiner Frau Maddalena, die er mit fünfzehn heiratete, mit der er eine Tochter hat, und die ihn trotz seiner Tat nie im Stich ließ.

Marco Balzano lässt Ninetto erzählen von seinen ersten Jobs, den regelrechten Löchern, in denen die Emigranten wohnten. Wie dieser Junge, dessen Schicksal für viele steht, dies bewältigte, ist bewundernswert. Doch wie für so viele andere damals, ist der Tag des 15. Geburtstags, als er bei Alfa Romeo in Mailand ans Fließband kommt, eher en Ende als ein ersehnter Neuanfang: „Das Leben wurde eintönig, die Arbeit war entfremdend, einigen bot das herrschende Klima zwar auch Anregungen, doch die meisten waren von der Fabrik enttäuscht, nicht zuletzt wegen der gelegentlich sehr naiven Erwartungen, die sie diesbezüglich gehegt hatten. Kurzum, die anfängliche Begeisterung wich einem verlegenen, nicht selten traurigen Schweigen.“

Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, er ist 57 Jahre alt, versucht Ninetto wieder Arbeit zu finden, nach ein paar Hilfsarbeiterjobs schließlich erfolglos. An die ersten Orte seiner Mailänder Zeit zurückkehrend, erkennt er in den dort in den Wohnbaracken lebenden Flüchtlingen und Emigranten sein eigenes Schicksal wieder.

Was ihn umtreibt, beschreibt er so: „…(dass wir) nicht aufhören dürfen zu hoffen, dass dieses verdammte Leben sich bessert und uns das Unheil, das wir angerichtet haben, verziehen wird.“

Ob ihn dies gelingen wird, soll hier offen bleiben. Nicht offen ist allerdings die Einschätzung des Rezensenten, dass es sich bei diesem Roman von Marco Balzano um große engagierte und sozialkritische Literatur handelt.



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liebe, frankreich, hochzeit, film, fotograf

Die Liebeserklärung

Jean-Philippe Blondel , Anne Braun
Fester Einband: 160 Seiten
Erschienen bei Zsolnay, Paul, 30.01.2017
ISBN 9783552063334
Genre: Romane

Rezension:



In seinem neuen Buch erzählt der französische Schriftsteller und Lehrer Jean-Philippe Blondel die Geschichte eines jungen 27- jährigen Mannes namens Corentin. In den Sommermonaten arbeitet er als Assistent seines etwa 25 Jahre älteren Patenonkel Yvan. Dessen Geschäft ist es, nach vorherigen Absprache und Planung Hochzeitspaare an ihrem Festtag den ganzen Tag mit der Kamera zu begleiten und ihnen am Ende einen je nach vereinbartem Preis mehr oder weniger langen Film über den schönsten Tag ihres Lebens zu präsentieren. Meist begleiten die beiden Fotografen die Eheleute vom frühen Morgen mit den Vorbereitungen, über die verschiedenen Zeremonien bis zur Feier bis spät in die Nacht.  Insgesamt fünf verschiedene Paare in ihr Leben an diesem Tag werden in dem kleinen Roman beschrieben, doch schon beim ersten Paar geschieht etwas ganz Außergewöhnliches. Die Braut namens Aline bittet Corentin, ihr an einen stillen Ort zu folgen und sie dann zu filmen, während sie als Überraschung für ihren Bräutigam diesem eine Liebeserklärung macht.  

Corentin ist von Alines Worten sehr berührt und sie motivieren ihn, im Laufe der folgenden Monate selbst ähnliche Aufnahmen mit Geständnissen und Offenbarung unterschiedlicher Menschen, die er kennt zu machen. In allen diesen Geschichten geht es immer wieder um Freundschaft, die Bindungskraft von Familien, es geht um Gefühle und um kleine und große Lebensentscheidungen.  Die Charaktere, die Blondel in seinem Buch beschreibt, sind ganz normale Menschen, Menschen, die sich fragen, wie andere sie wahrnehmen, Menschen, die versuchen, sich beim Älterwerden ein wenig von ihrer Jugend zu erhalten.

Und es geht natürlich um Liebe. Als man jene Liebeserklärung, die Aline zu Beginn des Buches, Corentin in die Augen schauend, ihrem zukünftigen Mann  gemacht hat, als Leser schon fast wieder vergessen hat, da taucht sie am Ende überraschend wieder auf. Und das Leben einiger sympathischer Menschen nimmt  eine völlig neue Wendung.

Ein schöne, berührende romantische Komödie von einem absoluten Meister der kleinen Romanform.



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Das Eichhörnchenjahr

Eva Sixt
Buch
Erschienen bei Atlantis Verlag , 10.02.2017
ISBN 9783715207254
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Diese wunderschöne Sachbilderbuch erinnert ein wenig an die bisher fünf Bücher, die Thomas Müller in den letzten Jahren bei Gerstenberg über den Jahreslauf von verschiedenen Vogelarten veröffentlicht hat.

In dem vorliegenden Buch von Eva Sixt geht es um das Leben der Eichhörnchen, das sie über ein ganzes Jahr begleitet und beschreibt. Vom Bau des Kobels, über die Aufzucht der Jungen, die Nahrungssuche  und die natürlichen Feinde wird in wunderbaren und kindgerechten Bildern erzählt.

Von den vier Jungen, die die Eichhörnchenmutter in diesem Buch zur Welt bringt, bleiben nur drei im Wald. Das vierte sucht sich ein Revier in den Wohngebieten der Menschen, in Parks und auf Friedhöfen.

Das schöne Sachbilderbuch bietet mit relativ viel Text vielfältige Informationen über Eichhörnchen und andere verwandte Arten, ihren Lebensraum und Lebensweise, die Bedrohungen denen sie sich ausgesetzt sehen und viele nützliche Hinweise, wie man ihnen insbesondere im Winter helfen kann, oder was, man tut kann, wenn man ein kleines hilfloses Eichhörnchen findet.

Ein vorbildliches Sachbilderbuch für  Kinder im Grundschulalter. Doch auch zum Vorlesen für die Kleineren ist es gut geeignet.


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Der kleine Schweinswal und das Meer

Claudia H.M. Hangen , Alessa Dostal
Fester Einband
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 01.01.2017
ISBN 9783836959056
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Diese wunderschöne Sachbilderbuch erinnert ein wenig an die bisher fünf Bücher, die Thomas Müller in den letzten Jahren bei Gerstenberg über den Jahreslauf von verschiedenen Vogelarten veröffentlicht hat.

Hier geht es um das Leben der Schweinswale in der Nordsee. Es wird erzählt, wie sie sich mit Klicklauten verständigen, wie das Männchen das Weibchen anlockt und sie sich paaren.

Das Männchen verlässt danach wieder das Weibchen und schwimmt als Einzelgänger wieder in die offene See. Nach zehn Monaten, die das Weibchen im Schutz anderer Wale verbringt, kommt das Kalb zur Welt. Wie auch die anderen Bilder ist besonders die Abbildung der Geburt beeindruckend.

Das Buch verfolgt dann den Weg des jungen Schweinswals zwischen der norwegischen und der deutschen Küste, zeigt , wie er sich zur Nahrungssuche einer größeren Gruppe anschließt und  wie er später, als er selbst ein Weibchen gefunden hat, mit diesem bis in den Hamburger Hafen zur Nahrungsaufnahme schwimmt.

Auf den letzten beiden Seiten sind weitere Informationen über Schweinswale in aller Welt und über weitere Säugetiere in der Nordsee abgedruckt. Besonders letztere kann man bei einem Nordseeurlaub bei Wattwanderungen oder entsprechenden Bootsfahrten gut beobachten.

Ein in Wort und Bild gelungenes Sachbilderbuch über die Lebenswelt von Schweinswalen.

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Wehe, du bist alt und wirst krank

Raimund Schmid
Fester Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 30.01.2017
ISBN 9783407864369
Genre: Sachbücher

Rezension:



Es ist ein erschütterndes Bild, das der Gesundheits- und Medizinjournalist Raimund Schmid in seinem hier vorliegenden Buch von den „Missständen in der Altersmedizin“ zeichnet.

Angesichts des “demographischen Tsunamis“, den er auf unsere Gesellschaft zurollen sieht, wird der von ihm beschriebene Zustand meiner Meinung nach wohl auch nicht wesentlich besser werden, obwohl er am Ende jedes Kapitels einige zukunftsweisende Modelle mit praktikablen und an manchen Orten bewährten Methoden beschreibt.

Die Flut an Medikamenten, die auch Angehörige alter Patienten nicht mehr überblicken können, die Überlastung der Hausärzte angesichts immer mehr geriatrischer Patienten, das Auslaufmodell Hausbesuch, obwohl alte Menschen dringend auf solche Besuche angewiesen sind, die schlechte Versorgung in den Krankenhäusern und die katastrophalen Zustände bei der geriatrischen Reha und in manchen Altenheimen  - all diese Beschreibungen lassen einen bange jenem Tag entgegensehen, an dem ein altes Familienmitglied erkrankt und für es dieser Kreislauf beginnt, und erst recht ist man besorgt, wie es wohl in etlichen Jahren oder Jahrzehnten mit noch viel mehr hochbetagten Patienten einem selbst ergehen wird.

Der Rezensent hat diesen Weg im vergangenen Jahr bei einem Familienmitglied erlebt und begleitet und kann vieles von dem, was  Raimund Schmid in seinem Buch beschreibt, bestätigen. Deshalb habe ich die 45 wichtigen Tipps für Senioren und ihre Angehörigen, die er an das Ende seines Buches stellt, mit Aufmerksamkeit und Zustimmung gelesen.

Fazit ist, dass es schon heute rein rechtlich mehr Möglichkeiten und angemessene und menschliche Lösungen gibt, als herkömmlich bekannt ist. Es empfiehlt sich, sich frühzeitig, lange bevor es zu einer (oft plötzlichen über Nacht auftauchenden) Erkrankung kommt, kundig zu machen. Und dann, noch wenn der Patient im Krankenhaus ist, mit einem der zahlreichen örtlichen Pflegedienste Kontakt aufzunehmen. Auch die haben einen Ruf, über den man sich auch schon vor einer Erkrankung kundig machen kann. Pflegedienste arbeiten zwar alle nach den gleichen rechtlichen Vorschriften, haben aber ähnlich wie Altenheime sehr unterschiedliche Standards und Qualitätsansprüche an ihre Arbeit.

Die 20 Rezepte für die Politik bis 2020, die Raimund Schmid benennt, müssten angesichts der Dringlichkeit des Problems viel stärker in die politische Debatte auch angesichts der Wahlen in diesem Jahr aufgenommen werden. Diese Rezepte zeigen, dass durchaus sehr viel Positives getan werden kann, um eine menschenwürdige Versorgung im Alter zu ermöglichen und sicherzustellen.


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Die Kürbiskatze kocht Kirschkompott

Elisabeth Steinkellner , Michael Roher
Fester Einband: 60 Seiten
Erschienen bei Tyrolia, 01.09.2016
ISBN 9783702235611
Genre: Kinderbuch

Rezension:


In ihrem letzten gemeinsamen Bilderbuch „Ein Koffer voller Sand“ erzählten Elisabeth Steinkellner und Michael Roher mit zarten und sensiblen Illustrationen und viel Poesie vom Reisen und vom Wert von Reiseerfahrungen, aber auch davon, wie schön es ist, immer wieder nach Hause zu kommen.

Nun legen sie im Tyrolia –Verlag ein lustiges ABC- Buch vor, das zu jedem Buchstaben ein von Michael Roher beeindruckend entworfenes Tier darstellt, zu dem Elisabet Steinkellner jeweils einen mehr oder weniger sinnhaften, immer aber lustigen Satz gedichtet hat, bei dem die Anfangsbuchstaben seiner Wörter bis auf ganz wenige Ausnahmen ( um einen Sinn zu gewährleisten) alle gleich sind, z.B. beim K, das dem Buch seinen Titel gegeben hat:
„Die Kürbiskatze kocht Kirschkompott.“

Das Buch macht Kindern Spaß, vermittelt Freude an der Sprache, lädt zur Nachahmung ein und besticht durch phantasievolle und sehr ungewöhnliche Illustrationen.

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Bienen

Maria Höck , Britta Teckentrup
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Ars Edition, 16.01.2017
ISBN 9783845817767
Genre: Kinderbuch

Rezension:


Aus einer englischen Vorlage, die dort 2016 unter dem Titel BEE- Nature`s tiny miracle hat die freischaffende Künstlerin Britta Teckentrup ein farbenfroh gehaltenes Bilderbuch gemacht und Maria Höcks Übersetzung der englischen Reime ins Deutsche ist nicht minder gelungen.

Durch kleine Gucklöcher können die das Buch betrachtenden Kinder neben dem Hören der schönen Reime, die sie sicher bald nachsprechen werden, den Weg der Biene verfolgen und wie auf ihrem Weg von einer Blüte zur anderen immer ein wenig Blütenstaub übrig bleibt um die Sträucher und Bäume zu bestäuben.

Eine schöne Ode an die Natur. Eine farbenfrohe und sprachlich anmutige Darstellung eines der wichtigsten Phänomene der Natur. Eines, das durch den Tod so vieler Bienenstöcke sehr bedroht ist.

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Der geheimnisvolle Koffer von Herrn Benjamin

Pei-Yu Chang
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei NordSüd Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783314103827
Genre: Sonstiges

Rezension:


Es gab ihn wirklich, jenen geheimnisvollen Koffer, den der deutsch-jüdische Philosoph Walter Benjamin als letztes bei sich hatte, als er versuchte, über die „F-Route“ über die schmalen Pfade der Pyrenäen in die Freiheit zu flüchten, die ihn nach Amerika, wie viele seiner Freude oder nach Südamerika bringen sollte. Und es gab sie wirklich, jene Lisa Fittko, die zwischen 1940 und 1941 viele Menschen über diese Route in die Freiheit führte, bevor sie selbst aus Europa fliehen musste.

In „Der geheimnisvolle Koffer des Herrn Benjamin“ erzählt Pei-Yu Chang als Abschlussarbeit ihres Studiums bei Professor Felix Scheinberger die Geschichte der Flucht Walter Benjamins und seinem verschwundenen Koffer.

Die schwierige Aufgabe, ein solches Thema für Kinder in Wort und Bild aufzubereiten, hat Pei-Yu Chang meiner Meinung nach hervorragend gelöst. Eine Kritikpunkt habe ich: ganz zu Beginn des Buches stellt sie den Kindern Walter Benjamin als ein Philosoph vor, der „brillante Ideen aller Art“ hatte. Und weil das Land, in dem er lebte, diese Ideen für gefährlich hielt, wollten seine Soldaten ihn  verhaften. Dass Walter Benjamin aber auch verfolgt wurde, weil er ein Jude war, wird nicht benannt.

Mit sehr eindrucksvollen Bilder illustriert, beschreibt sie die Flucht und dass Frau Fittko ihm rät, nur die allernötigsten Sachen mitzunehmen. Der Koffer ist sehr schwer, und Herr Benjamin weigert sich ihn zurückzulassen: „Was in diesem Koffer ist, kann alles verändern. Er ist mir das Allerwichtigste, wichtiger als mein Leben.“

Im Gegensatz zu den anderen in der Gruppe, die unter der Leitung von Frau Fittko gemeinsam den Weg über die Berge gemacht haben, wird Walter Benjamin an der Grenze zu Spanien zurückgewiesen.  (Tatsächlich hat es einen Grenzübertritt gegeben. Erst danach erfolgte der Suizid, wohl aus Angst, doch noch inhaftiert zu werden).Der Selbstmord von Benjamin wird nicht thematisiert. Chang schreibt: „Dann war er verschwunden- und mit ihm sein Koffer, der ihm so wichtig gewesen war.“ Im letzten Drittel des Buches erzählt sie von den verschiedenen Lesarten und Theorien, was wohl in dem geheimnisvollen Koffer gewesen sein könnte. Es muss wohl etwas ganz Außergewöhnliches gewesen sein.

Mit dem Bild des tatsächlich verschwundenen geheimnisvollen Koffers macht die Autorin den Kindern Lust auf Geschichte, auf Ideen und ihre Bedeutung. Die Überzeugung, dass Ideen weiterleben und auch nach über sieben Jahrzehnte für heutige Menschen eine Bedeutung haben können, wird überzeugend dargestellt.

Ein anspruchsvolles Debütwerk, das neugierig macht auf weitere Kinderbücher von Pei-Yu Chang.





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Wazn Teez?

Carson Ellis , Carson Ellis , Jess Jochimsen , Anja Schöne
Fester Einband: 48 Seiten
Erschienen bei NordSüd Verlag, 13.01.2017
ISBN 9783314103865
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Über ihr erstes Bilderbuch bei NordSüd „Zuhause“ schrieb ich im vergangenen Jahr:

„Phantasievoll in Wort und Bild von der ersten bis zur letzten Seite passt das Buch außerordentlich gut in die Bilderbuchpalette von NordSüd. Vielleicht bekommen wir in den kommenden Jahren noch mehr von Carson Ellis zu sehen.“

Man hat gar nicht lange warten brauchen. Mit „Wazn Teez?“ hat der NordSüd Verlag in Zürich ein weiteres Bilderbuch von Carson Ellis in sein Frühjahrprogramm 2017 genommen.

In diesem Buch finden neugierige Libellen und Käfer  eine Pflanze, die sie nicht kennen und fragen sich „Wazn teez?“. Sie überlegen, ob man damit wohl ein Baumhaus bauen kann und setzen ihr Vorhaben auch mit Hilfe anderer Tiere um, bis der anbrechende  Herbst und die welkende Pflanze all dem ein Ende bereiten. Bis zum nächsten Frühjahr…

Das Bild einer Blume, die über das Jahr vielen Tieren Nahrung und Schutz bietet, im Herbst aber welkt um im nächsten Jahr wiederzuerstehen, hat man in Bilderbücher durch aus schon gesehen. Ungesehen und un-erhört aber ist die witzige Kunstsprache, in der Carson Ellis ihre Schmetterlinge, Käfer Libellen und Ameisen kommunizieren lässt. Voller lustiger Einfälle gezeichnet mit nicht enden wollenden Ideen und kräftigen Farben, treibt Carson Ellis ihre Wortschöpfung auf die Spitze. Wie der Kabarettist Jess Jochimsen und die Theaterregisseurin Anja Schöne das englische Sprachgewusel in eine deutsche Phantasiesprache „übersetzt“ haben, bleibt ihr Geheimnis.

Ich vermute einmal, dass Kinder, die das Buch betrachten, damit weniger Probleme haben als Erwachsene. Sie werden ihre helle Freude an „Wazn Teez?“ haben, da bin ich sicher.





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Krokonil und Tupfentiger

Gabriela Hoffmann , Michaela Noll
Fester Einband: 26 Seiten
Erschienen bei Tyrolia, 01.03.2015
ISBN 9783702234386
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Dies ist ein schönes Buch für Kinder, die selbst gerne mit der Sprache  und den Buchstaben experimentieren. Es erzählt die Geschichte von dem kleinen k und dem kleinen t.  Sie wohnen beide in einem dicken Buch  und führen eigentlich ein angenehmes und schönes Leben.

Doch da gibt es auch das große K und das große T. Und als sie sich alle eines Tages auf dem Spielplatz treffen beginnt ein großes Durcheinander und eine lustige Buchstabenverwirbelerei und ein spannender und phantasievoller Worterfindungswettbewerb.

Eine einfühlsame Geschichte, die nicht nur von Streit und Versöhnung, von Feindschaft und Zusammenarbeit erzählt, sondern ganz nebenbei auch ein Bewusstsein für logopädische Probleme schafft.


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sterbehilfe, vergänglichkeit, tod, sterben, krebs

Sterben

Cory Taylor , Ulrike Kretschmer
Fester Einband: 176 Seiten
Erschienen bei Allegria, 10.02.2017
ISBN 9783793423188
Genre: Sachbücher

Rezension:



Die 2016 im Alter von nur 61 Jahren verstorbene australische Schriftstellerin Cory Taylor gehörte als Drehbuchautorin und mit ihren beiden mit Auszeichnungen bedachten Romanen (nicht auf Deutsch erschienen) zu den bekannten Autoren des fünften Kontinents.
Nachdem sie schon seit etwa einem Jahrzehnt mit einem Hautkrebs zu tun hat (den sie mit früherer Vorsorge vielleicht besser in die Schranken hätte weisen können, wie sie zugibt). Zehn Jahre später hat sich im Gehirn eine Geschwulst gebildet, jenem Teil, der für die Bewegungen der rechten Körperseite zuständig ist. Sie willigt in eine Operation ein und hat bald darauf die Gewissheit, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Überall in ihrem Körper haben sich Metastasen breit gemacht und Cory Taylor schreibt in sehr kurzer Zeit dieses Buch. Sie tut es zunächst für sich selbst, setzt sich auseinander mit ihrem Leben und ihrer Familiengeschichte, aber auch mit ihrem Wunsch, ihrem Leid selbst ein Ende zu setzen. Dafür hat sie schon vor Jahren über das Internet aus China ein schnellwirkendes Mittel sich besorgt, dass in der Tiermedizin bei Pferden angewandt wird. Ob sie es schlussendlich angewandt hat, bleibt offen. Sie schreibt aber auch für ihre Familie, ihren Mann Shin, dem sie das Buch gewidmet hat und ihren beiden Kindern, die lange nichts von ihrer Erkrankung wussten.

In einer Rundfunksendung stellt sie sich den Fragen der Hörer und beantwortet sie für die Leser ihres Buches noch einmal ausführlich.  Glaubt sie an ein Leben nach dem Tod? Gibt es eine Liste von Dingen, die sie noch tun oder erleben möchte, bevor sie stirbt? Hat sie Angst vor dem Sterben? Hat sie an Selbstmord gedacht?

Besonders auf diese Frage nach einem selbstbestimmten Sterben und der Verantwortung dafür, was eine solche Entscheidung mit anderen Menschen, auch ihrer Familie machen würde, geht Cory Taylor ausführlich ein. Ihre Antwort auf die Frage nach einer Wunschliste hat mich sehr angesprochen, weil es mir genauso geht:
„Eine Wunschliste impliziert einen Mangel, einen Vorrat an unerfüllten Wünschen oder Zielen, die Sorge, man habe aus seinem Leben nicht genug gemacht. Sie impliziert, mehr Erfahrung sei besser, wobei das Gegenteil ebenso wahr sein könnte. Ich habe keine Wunschliste, weil es mich tröstet, mich an die Dinge erinnern zu können, die ich getan habe, statt den Dingen nachzutrauern, die ich nicht getan habe.
Was auch immer das sein könnte: Ich glaube, es war einfach nicht das Richtige für mich, und das vermittelt mir ein Gefühl der Zufriedenheit, das Abwerfen von Ballast auf meiner allerletzten Reise.“

Nach ihren Reflexionen über das Sterben und ihre Erfahrungen damit, beschreibt sie in einem  zweiten Teil des Buches ihre Kindheit und Herkunft, die Geschichte ihrer Mutter und ihres Vaters. Diese Erinnerungen passen sich ein in ihre Überlegungen im ersten Teil, denn es geht immer um ihr Leben, das bald zu Ende sein wird. Dennoch hatte ich beim Lesen das Gefühl, diese Teile seien schon zu einem früheren Zeitpunkt entstanden und dann in das Buch eingefügt worden.

Das ehrliche und berührende Buch von Cory Taylor zwingt den Leser zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Sterben und Tod, auch wenn er sich hoffentlich noch bei guter Gesundheit befindet. Menschen mit tödlicher Diagnose mögen in diesem Buch Trost finden und die Anregung, ähnlich dankbar und versöhnlich auf ihr Leben zu blicken um es leichter verlassen zu können.

Trotz traurigem Thema singt Cory Taylor mit ihren letzten öffentlichen Worten dem Leben in all seinem Reichtum und seiner Vielfalt ein Loblied.






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konflikt, streit, kindergarten, multikulturell

Echte Schätze!


Flexibler Einband
Erschienen bei mebes & noack, 01.11.2016
ISBN 9783939635079
Genre: Kinderbuch

Rezension:


In insgesamt fünf Sprachen ist das vorliegende kleine „Schatzbuch“ aus dem Petze-Institut für Eltern, Erzieher und Kinder nutzbar. Neben Deutsch und Französisch sind die verschiedenen Mutmachgeschichten noch auf Polnisch, Albanisch und auf Farsi abgedruckt.

In schönen Illustrationen von Lena Voß begleitet die Katze Kim und ihre „Starke-Sachen-Kiste“ die Kinder Felix, Aylin, Leon, Paula und Ben in ihre Kindertagesstätte. Die Kinder machen über den Tag unterschiedlich emotionale Erfahrungen. Da geht es um Gefühl wie Traurigkeit und Wut, das Recht, nicht berührt zu werden, das Gewissen quälende Geheimnisse und vieles mehr.

Und immer hat die Katze Kim etwas in ihrer Kiste, irgendeinen Gegenstand, der den Kindern hilft, ihr Probleme zu lösen. Immer geht es um einen Fokus, nämlich den allergrößten Schatz zu behüten, den die Kinder haben: sich selbst.

Ein schönes Buch, das in keiner Kindertagestätte fehlen sollte.
 




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Mama & das schwarze Loch

Leonora Leitl , Leonora Leitl
Fester Einband: 26 Seiten
Erschienen bei Tyrolia, 01.01.2015
ISBN 9783702234362
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Dieses mehrfach ausgezeichnete Bilderbuch von Leonora Leitl thematisiert die schwierige Lebenssituation einer alleinerziehenden Mutter und ihrer Tochter Adele. Es gibt noch eine Oma namens Mizzi, die manchmal zu Besuch kommt. Adeles Vater ist nur mit einem Foto an der Wand anwesend. Er selbst hat sich  schon vor Jahren mit einer Architektin aus dem Staub gemacht und das ganze Geld der Familie mitgenommen.

Adeles Mama ist mit ihrer Situation und der Doppelbelastung Arbeit, Haushalt und Erziehung zunehmend überfordert. Sie ist immer müde und ausgebrannt und verschwindet für Adele schließlich einem schwarzen Loch.

Doch der Feuerschlucker Fernando aus dem Zirkus weiß einen guten Rat und packt zusammen mit seinen Artistenkollegen an.

Wahrhaftig eine Geschichte aus dem wirklichen Leben.

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terror, is, warrick j

Schwarze Flaggen

Joby Warrick , Cornelius Hartz
Fester Einband
Erschienen bei Theiss, Konrad, 01.01.2017
ISBN 9783806234770
Genre: Sachbücher

Rezension:


Dieses mit dem Pulitzerpreis in den USA ausgezeichnete Buch des Journalisten der „Washington Post“ Joby Warrick erzählt wie in einem politischen Agentenroman auf spannende Weise die Geschichte des Aufstiegs des IS. Es ist eine packende Reportage eines begnadeten Erzählers, die das ganze Ausmaß einer neuen Bedrohung für Europa aufzeigt.

In den Vierteln europäischer Städte mit hohem Migrantenanteil, in den Banden mit klar definierten Regeln und Werten wie Furcht und Respekt dominieren, sieht Warrick ein schier unerschöpfliches Rekrutierungspotential für die „Schwarze Flagge“, weil der IS nach den gleichen „Codes der Gangsterbanden“ aufgebaut ist und funktioniert. „Zugleich bietet er seinen jungen Rekruten etwas, das die meisten von ihnen zu Hause niemals hatten: das Gefühl, dass sie endlich jemand sind.“

Weil die Zahl dieser jungen Menschen ohne Perspektive schon allein durch die höhere Geburtenrate der Migranten und ihre Bildungsferne , aber auch ihre Integrationsresistenz immer weiter zunehmen wird, sind das wenig hoffnungsvolle Aussichten für unsere Gesellschaften.

Ein ernüchterndes Buch.

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migration, flucht

Ramas Flucht

Margriet Ruurs , Nizar Ali Badr , Ulli und Herbert Günther , Falah Raheem
Fester Einband
Erschienen bei Gerstenberg Verlag, 01.01.2017
ISBN 9783836959735
Genre: Kinderbuch

Rezension:



In einem Nachwort zu diesem außergewöhnlichen Bilderbuch erzählt die Autorin der Geschichte des syrischen Mädchens Rama und ihrer Flucht von den großen Schwierigkeiten, bis es verwirklicht werden konnte. Durch Zufall im Internet auf die Steinbilder des syrischen Bildhauers Nizar Ali Badr aufmerksam geworden, ruhte sie nicht, bis zu dem immer noch in der syrischen Hafenstadt Latakia lebenden Künstler ein Kontakt hergestellt war und sie ihn für die Idee einer Zusammenarbeit gewinnen konnte.

Zu der Geschichte der Flucht von Ramas Familie, die sein ihm übermittelte, schuf er wunderbare und eindrucksvolle Bilder, die er aus am Meer gefundenen Steinen zusammensetzte. Uli und Herbert Günther haben das Buch aus dem Englischen übersetzt und  Falah Raheem ist verantwortlich für den arabischen Text.

Das Buch scheint mit sehr geeignet, etwa in Schulen mit vielen arabisch sprechenden Flüchtlingskindern eingesetzt zu werden.
„Wir haben jetzt ein neues Zuhause“, sagt Rama am Ende des Buches, „ein Zuhause mit neuen Geräuschen und Gerüchen und mit Menschen, die lächeln und helfen. Wir es für immer unser Zuhause bleiben? Oder werden wir eines Tages zurückkehren?“

Eine Frage, die noch sehr lange keine Antwort finden wird.,

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Liebende bleiben

Jesper Juul
Fester Einband: 252 Seiten
Erschienen bei Beltz, J, 30.01.2017
ISBN 9783407864406
Genre: Sachbücher

Rezension:




Aus zahlreichen früheren Veröffentlichungen des mittlerweile nach schwerer Krankheit an den Rollstuhl gefesselten Jesper Juul hat der Herausgeber Mathias Voelchert ein Buch gemacht, das mit kurzen Theorieteilen und vielen Fallberichten und Gesprächsprotokollen ein besonderes Erziehungsthema in den Fokus nimmt: die Beziehung der beiden Eltern. „Familie braucht Eltern, die mehr an sich denken“ ist der für manche vielleicht paradox klingende Untertitel eines Buches, das die These vertritt, dass Eltern sich selbst und ihre Beziehung, auch die romantischen Seite ihrer Liebe, nicht vergessen und verkümmern lassen dürfen, wollen sie glückliche Kinder haben.

Als besonders hilfreich empfand ich das vierte Kapitel mit dem Titel „Wann ist eine Trennung der bessere Weg?“, das viele positive Wege aufzeigt, die Kinder nicht unter einer Trennung leiden zu lassen.
Drei Regeln, die Jesper Juul für alle Eltern empfiehlt, können, recht beachtet und mit Leben gefüllt, vielleicht so manche Trennung vermeiden.

1.    „Wir können von unserem Partner niemals verlangen, sich zu ändern oder auf der persönlichen Ebene zu wachsen. Wenn wir in einer Beziehung unglücklich sind, sollten wir daran arbeiten, unser eigenes Verhalten zu ändern.“  Der dadurch angestoßene Wandel wirkt sich positiv auf die Familiendynamik aus.
2.    „Wir sollten unsere Partnerin oder unseren Partner fragen, wie wir sie oder ihn im Veränderungs- und Reifeprozess unterstützen können, und dabei nach Möglichkeit helfen.“
3.    „Wir alle können uns nur ändern, wenn wir uns anerkannt und geliebt fühlen, so, wie wir sind. Und wenn wir uns selbst uneingeschränkt akzeptieren. Liebe und Anerkennung sind die Grundvoraussetzungen für Veränderung.“

Ein wichtiges, ein hilfreiches Buch für alle Eltern, die bei aller Sorge und Liebe für ihre Kinder das Gefühl haben, selbst auf der Strecke zu bleiben.


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Löwenväter singen nicht!

Martin Baltscheit , Martin Baltscheit , Martin Baltscheit
Fester Einband
Erschienen bei Beltz, J, 30.01.2017
ISBN 9783407747594
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Als die Frau des Löwen Diogenes über das Wochenende zu ihrer Schwester fährt, lässt sie ihren Gatten mit den drei Äffchen, die offenbar zu ihrer Familie gehören allein. Der Löwe hat gerade mühsam das Wort „Vater“ lesen gelernt, als die drei Äffchen seine väterlichen Fähigkeiten immer wieder auf die Probe stellen. Nachdem sie eine Zeit alleine und vor allem laut gespielt haben, weil der Löwe dazu keine Lust hat, haben sie Hunger, verweigern aber das von Diogenes angebotene Fleisch. Nachdem er ihnen Bananen gepflückt hat, wollen sie eine Gute-Nacht-Geschichte, die Diogenes im dritten Anlauf recht gut gelingt für seine Verhältnisse.

Doch als die drei kleinen Affen von ihm noch ein Gute-Nacht-Lied verlangen bevor sie einschlafen, da hilft auch der gute Rat anderer Tiere nicht, die sich auf das Tönemachen verstehen.
Da erinnert sich der Löwe an das, was sein Vater getan hatte, wenn jemand ängstlich gewesen war. Und der Löwe tut, „ was Löwenväter tun, wenn sich jemand fürchtet.“

Er singt auf Löwen-Art.

Ein witziges Buch zum Vorlesen und ersten Selberlesen gewidmet allen Affenvätern.



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Flieg, Lela, flieg!

Günther Jakobs , Günther Jakobs
Fester Einband: 32 Seiten
Erschienen bei Thienemann ein Imprint der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, 17.01.2017
ISBN 9783522458504
Genre: Kinderbuch

Rezension:



Es ist schon Herbst, die Bäume verlieren ihre ersten Blätter, als das Eichhörnchen Pino bei seiner Futtersuche für den Winter in einem Baum  eine Schwalbe entdeckt, deren Flügel gebrochen ist, und die deshalb nicht mit den anderen in den Süden fliegen konnte. Sie stellt sich als Lela vor, nachdem Pino ihr vom Baum heruntergeholfen hat.

Denn ganzen Winter über darf Lela sich bei Pino in seiner Höhle ausruhen und sie erzählen sich viele Geschichten. Im Frühjahr lernt Lela zur Freude aller anderen Waldtiere wieder fliegen und alle verbringen zusammen einen schönen Sommer.

Doch als die ersten Blätter fallen, muss Lela mit den anderen Schwalben fort. Pino ist den ganzen Winter über traurig und einsam und denkt sehnsüchtig an die Zeit mit Lela zurück. Doch kaum hat er die ersten Frühlingsdüfte geschnuppert, ist Lela zurück und alle Tiere feiern ein tolles Frühlingsfest.

Ein schönes Bilderbuchdebüt von Günther Jakobs das erzählt von Freundschaft und dem immer wieder kehrenden Wechsel der Jahreszeiten



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