Wolfgang Brunner

Wolfgang Brunners Bibliothek

297 Bücher, 41 Rezensionen

Zu Wolfgang Brunners Profil Zur Autorenseite
Filtern nach
297 Ergebnisse
Wähle einen Buchstaben, um nur die Titel anzuzeigen, die mit diesem beginnen.



LOVELYBOOKS-Statistik

(154)

340 Bibliotheken, 18 Leser, 4 Gruppen, 9 Rezensionen

zeitreise, amerika, schottland, liebe, diana gabaldon

Der Ruf der Trommel

Diana Gabaldon , Barbara Schnell
Flexibler Einband: 1.196 Seiten
Erschienen bei Blanvalet, 01.05.2004
ISBN 9783442361083
Genre: Fantasy

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

anthologie, wolfgang brunner, franz kafka

Kafka - Ein Doppelgänger zweier Welten

Maria Luise König , Karin Dust
Flexibler Einband: 204 Seiten
Erschienen bei Geest-Verlag, 06.08.2013
ISBN 9783866854192
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: anthologie, franz kafka, wolfgang brunner   (3)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

das haus am zeilenweise platz

Das Haus am Zeilenweise-Platz

Hartmut W.H. Köhler
Flexibler Einband: 148 Seiten
Erschienen bei Pressel, J, 02.10.2011
ISBN 9783937950983
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: das haus am zeilenweise platz   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

cryptanu

Cryptanus - Der Geruch des Todes

Wolfgang Brunner
E-Buch Text: 414 Seiten
Erschienen bei null, 23.11.2014
ISBN B00Q37XMCM
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: cryptanu   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(0)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

wolfgang brunner, horror

Nachtzug

Wolfgang Brunner
E-Buch Text: 438 Seiten
Erschienen bei Wolfgang Brunner, 30.10.2014
ISBN 9781502397638
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: horror, wolfgang brunner   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

2 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

zeitreise

Die hellen Schatten der Zeit

Wolfgang Brunner , Rolf Lindau
Flexibler Einband: 444 Seiten
Erschienen bei CreateSpace Independent Publishing Platform, 12.12.2014
ISBN 9781505447569
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags: zeitreise   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

6 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Hadschi Halef Omar

Jörg Kastner , Lothar Schmid , Bernhard Schmid , Bernhard Schmid
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Karl-May-Verlag, 01.08.2010
ISBN 9783780201904
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Ich-Erzähler Kara Ben Nemsi erreicht mit dem Schiff Algier (Algerien) im Nordwesten Afrikas. Er möchte Land und Leute erkunden. Auf der Fahrt lernt er Mademoiselle Clairon Latreaumont kennen, die ihm erzählt, dass ihr Verlobter auf der Suche nach einem mysteriösen Ort namens „Die Oase des Scheitans“ ist.

Durch die Erzählung neugierig geworden, aber auch weil er der Mademoiselle helfen will, ihren Verlobten zu finden, begibt sich Kara Ben Nemsi auf Spurensuche nach der geheimnisvollen Oase.

Während verschiedener Abenteuer lernt er Hadschi Halef Omar kennen, einen liebenswürdigen Beduinen, der jedoch einen zwanghaften Hang zur Prahlerei besitzt. Hadschi Halef folgt Kara Ben Nemsi und schon bald werden sie nicht nur zu Herr und Diener, sondern auch zu Freunden.

*

Der Roman „Hadschi Halef Omar“ beschreibt auf sehr unterhaltsame, und vor allem auch gut durchdachte, Weise die Vorgeschichte zu Karl Mays „Durch die Wüste“.

Auch wenn Kastner im Nachwort schreibt, dass es nicht in seiner Absicht lag, einen weiteren Karl May Roman zu schreiben, so schafft er es dennoch auf faszinierende Weise, das May’sche Universum aufleben zu lassen.

Kleine Anspielungen erfreuen den May-Fan ebenso wie die detaillierten Schilderungen der Abenteuer und vor allem der Umgebungen, in denen sich die Prota- und Antagonisten tummeln. Kurzzeitig, vor allem, wenn man sich auf die Geschichte einlässt, vergisst man tatsächlich streckenweise, dass man NICHT ein Buch von Karl May, sondern von Jörg Kastner in der Hand hält.
Kastner versteht es wirklich, den Charme der alten Orient-Romane einzufangen und spielt mit guten und interessanten Ideen, die durchaus Logik hinsichtlich des sechsbändigen Orient Zyklus’ von Karl Mays ergeben.

Wir werden Zeuge, wie Kara Ben Nemsi und Hadschi Halef Omar sich kennenlernen und ihr erstes gemeinsames Abenteuer bestehen. Und das in einem gehobenen Schreibstil, der dem von Karl May übrigens wirklich sehr ähnlich ist, ohne jemals nachgemacht zu wirken. Gut recherchiert wirkt die Geschichte überzeugend, wenngleich ich am Ende den Eindruck hatte, dass dem Autor plötzlich hinsichtlich des Ideenreichtums die Luft ausgegangen ist. Dennoch absolut lesenswert und erfreulicherweise bietet der Roman auch einige Überraschungen, die Spaß machen.

Bei dem vorliegenden Buch aus dem Karl May-Verlag handelt es sich um eine überarbeitete und erweiterte Fassung des bereits im Jahr 2000 erschienenen Romans „Die Oase des Scheitans“.

*

Fazit: 4 von 5 Sternen für einen Roman, der sich nahezu perfekt ins May-Universum eingliedert und die erste Begegnung von Kara Ben Nemis und seinem treuen Diener Hadschi Halef Omar schildert, wie May es nicht viel besser gekonnt hätte. Hut ab vor dieser Leistung, Herr Kastner!

© Cryptanus für Buchwelten 2013

  (4)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(10)

24 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 5 Rezensionen

thriller, 80er, der, kopfjäger, festa verlag

Der Kopfjäger

Michael Slade
Flexibler Einband: 544 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.11.2012
ISBN 9783865521859
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

In Vancouver geht ein brutaler Mörder um, der Jagd auf Frauen macht und sie … köpft! Die Ergebnisse der ersten Ermittlungen sind sehr undurchsichtig, weil die Motive nicht klar sind: Morde aus purer Lust? Ein unkontrollierbarer Sexualtrieb? Oder eine tief sitzende Psychose, die nicht leicht zu durchschauen ist?

Superintendent DeClerq stößt auf einen alten Fluch kanadischer Indiander, bei dem Kannibalismus eine Rolle spielt. Ist er dem Täter auf die Schliche gekommen?

Die Jagd bleibt jedoch weiterhin schwierig, bis die Spur nach New Orleans zu einem Voodoo-Kult führt. Doch je tiefer DeClerq in die verschachtelte Geschichte eindringt, desto bestürzender sind die Erklärungen, die er dabei findet …

*

Michael Slade ist das Pseudonym mehrerer Autoren, die unter der Anleitung von Jay Clark, einem Fachanwalt für geistesgestörte Kriminelle, zusammenarbeiten. Das Ergebnis, in diesem Fall „Der Kopfjäger“ überzeugt. Rasant und flüssig geschrieben wird ein Kriminalfall erzählt, der den Leser mitfiebern lässt. Die Brutalität, die dabei ins Spiel kommt, ist keinesfalls störend, sondern eher „ver“störend, weil sie die rigorose Vorgehensweise des Täters glaubhaft (und dadurch natürlich auch erschreckend) macht. Der Autor, der sich hinter Michael Slade verbirgt, ist kein hochliterarischer Schreiber, dafür schafft er es aber konsequent, einen angenehmen Spannungsbogen zu zaubern, der bis zum mega-überraschenden Ende konstant das Level hält.

„Der Kopfjäger“ unterhält perfekt. Was überrascht, ist, dass es einem nicht auffällt, dass dieser Roman schon fast dreißig Jahre „auf dem Buckel“ hat und die Ermittlungsmethoden noch nahezu aus der Steinzeit wirken müssten, was sie aber nicht tun. Wie gesagt, man merkt überhaupt nicht, dass keiner der Protagonisten mit einem Handy herumwedelt oder mit Hilfe eines Hightech-Computers recherchiert.

Dem Autor gelingt es tatsächlich, dass man all diese Dinge und „Feinheiten“ vergißt, während man mit DeClerq und seinen Mannen unterwegs ist, um den brutalen Psychopathen zu schnappen. „Der Kopfjäger“ ist sicherlich nicht das letzte Buch, das ich von Michael Slade lese.

*

Fazit: 4 von 5 Sternen für einen soliden Krimi, der zwar nicht mit Brutalitäten geizt, aber dennoch nicht in ein „Splatter“-Buch abdriftet, sondern einen überzeugenden Kriminalfall schildert. Die Ent- und Verwicklungen ergeben mit den oftmals überraschenden Wendungen einen unterhaltsamen Mix, dem man sich schwer entziehen kann. 

© Cryptanus für Buchwelten 2013

  (3)
Tags: festa-verla   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(29)

61 Bibliotheken, 0 Leser, 4 Gruppen, 11 Rezensionen

thriller, horror, kindheit, usa, selbstmord

Blutiges Frühjahr

Greg F. Gifune , Michael Weh
Flexibler Einband: 440 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.03.2011
ISBN 9783865520975
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als sich Bernard selbst tötet, stehen seine Jugendfreunde Alan, Rick und Donald vor einem Rätsel. Keiner hätte gedacht, dass Bernard derart große Probleme hatte, um sich das Leben zu nehmen. Ein paar Tage nach seinem Tod erhält einer der drei Freunde einen Brief mit einem Tonband. Die Nachricht stammt von Bernard, der diese ein paar Tage vor seinem Tod aufgegeben hat. Die Worte des Toten verheißen nichts Gutes, deuten sie doch auf verschlüsselte Weise darauf hin, dass Bernard Morde verübt hat.

Alan begibt sich zusammen mit seinen Freunden auf eine Reise in die Vergangenheit des Verstorbenen, um zu erfahren, was an der „Beichte“ ihres verstorbenen Freundes wahr ist. Dabei wird auch ihre eigene Kindheit wieder lebendig und je mehr sie jene Zeiten nach Hinweisen über Bernards Leben durchstöbern, desto dunklere Geheimnisse offenbaren sie.

Nichts ist mehr, wie es wahr, als die ersten verstümmelten Frauenleichen in den nahegelegenen Wäldern gefunden werden.

*

Gifune fesselt von der ersten Seite an! Sein Gespür für atmosphärische Dichte ist nahezu unschlagbar und ich fühlte mich von Anfang an direkt im Geschehen. Oft fühlte ich mich bei der Story an die Kurzgeschichte „Stand by me – Die Leiche“ und die Romane „Love“ oder „Wahn“ von Stephen King erinnert. Gifune kopiert aber niemals , sondern hat seinen eigenen, faszinierenden Schreibstil, der immer gehoben und anspruchsvoll daher kommt.

Die Charakterzeichnung der Protagonisten ist überzeugend und realistisch, so dass ich oft vergaß, einen Roman zu lesen. Vielmehr gerät man Seite für Seite immer mehr in den hypnotischen Sog einer Geschichte, wie Anne Rice seinerzeit mit „Interview mit einem Vampir“ erschaffen hat.

„Blutiges Frühjahr“ ist für mich ein Kultroman, den ich mit Sicherheit noch einmal lesen werde. Wie schon erwähnt, nimmt einen die dichte Atmosphäre gefangen, und wie bei seinen anderen Werken versteckt Gifune geschickt so manch philosophische Bemerkung zwischen den Zeilen eines ruhigen Psycho-Thrillers.

*

Fazit: Volle Punktzahl für einen spannenden, dennoch sehr ruhigen, melancholischen Thriller, der in seiner sich durch den ganzen Roman durchziehenden Stimmung seinesgleichen sucht.

Gifune gehört für mich zu den ganz großen Thriller-Autoren unserer Zeit. Wie schon mit “Die Einsamkeit des Todbringers” begeistert mich sein Schreibstil und seine Ideen uneingeschränkt. Was Nick Cave für den melancholischen Rock bedeutet, ist Greg F. Gifune meiner Meinung nach im Bereich des Dark-Fiction-Mystery-Thrillers.

© Cryptanus für Buchwelten 2013

  (4)
Tags: festa-verlag, greg   (2)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(11)

23 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

gifune, unheimlich, erzählung, horror, fluch

Die Einsamkeit des Todbringers

Greg F. Gifune
Fester Einband: 220 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 19.08.2011
ISBN 9783865520982
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Dignon Malley ist ein Einzelgänger, der zurückgezogen mit seinem Kater Mr. Tibbs in einer namenlosen Stadt lebt und von seinen Kindheitserinnerungen gepeinigt wird.

Hin und wieder trifft er sich mit seinem schwulen Bruder, ansonsten beschäftigt er sich mit seinen Gedanken.

Eines Tages erwirbt Malley in einem Antiquariat ein Buch mit dem Titel Mystische Wesen in einer sterblichen Welt. Als er am Abend darin blättert, findet er eine Telefonnummer und den Namen Bree Harper auf der ersten Seite. Immer wieder denkt er an die Frau und widersteht der Versuchung, die angegebene Nummer zu wählen. Er kann nicht erklären, wieso ihn der Gedanke an Bree Harper nicht mehr loslässt, bis er sich schließlich entschließt, die Unbekannte einfach anzurufen.

Er lernt die hübsche, aber rätselhafte Bree kennen und bemerkt, dass er sich in sie verliebt. Mit der Zeit wird ihm allerdings immer klarer, dass es kein Zufall war, dass er Mystische Wesen in einer sterblichen Welt fand.

Fast scheint es, als hätte Bree etwas mit den im Buch erwähnten mystischen Wesen zu tun. Und irgendwie bekommt Malley das Gefühl nicht los, das sie sogar mit seiner eigenen Vergangenheit in Verbindung steht.

*

Greg F. Gifune ist, laut Brian Keene, einer der absolut besten Erzähler der Dark-Fiction. Dem kann ich mich guten Gewissens anschließen. Gifunes Schreibstil ist sehr gehoben und zieht den Leser bereits ab der ersten Seite in Bann. Die melancholische, keineswegs störende, Atmosphäre zieht sich konsequent durch den Roman und ließ mich immer wieder an einen Film von David Lynch denken. (Der könnte Die Einsamkeit des Todbringers übrigens meiner Meinung nach kongenial verfilmen.)

Gifune zeichnet seine Figuren, es sind nicht viele in diesem Roman, liebevoll und stattet sie mit allerhand merkwürdigen, aber durchaus nachvollziehbaren und sympathisch wirkenden, Eigenschaften aus.

Malleys Verhalten wirkt an keiner Stelle konstruiert oder falsch. Die Gedanken dieses Einzelgängers sind stimmig und fesseln.

Gifunes teils philosophischen Aussagen über die Einsamkeit und Liebe eines Menschen sind grandios und haben mich manchen Satz mehrmals lesen lassen, so gut haben mir diese Formulierungen und Gedanken gefallen.

Die Einsamkeit des Todbringers ist ein hypnotisierendes Buch über Einsamkeit, Liebe, Ängste und Hoffnungen.

Erst zum Ende kommen Mystik- und Thrillerelemente ins Spiel. Ansonsten erzählt Gifune die Leidensgeschichte eines verlassenen Mannes, der auf der Suche nach Liebe ist und seine Kindheitserinnerungen bewältigen will.

*

Fazit: Ich vergebe 5 von 5 Sternen für eine fesselnde Geschichte über die Liebe und das Leben. Kafkaesk wird ein von Einsamkeit und Kindheitstrauma geprägtes Leben geschildert, das einen beim Lesen berührt und bestens geeignet für eine Verfilmung durch David Lynch wäre. Gifune ist ein großer Erzähler.

© Cryptanus für Buchwelten 2013

  (5)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(20)

43 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 7 Rezensionen

horror, hölle, engel, dämonen, tagebuch aus der hölle

Tagebuch aus der Hölle

Jeffrey Thomas
Sonstige Buchform: 256 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.07.2011
ISBN 9783865520968
Genre: Fantasy

Rezension:

Ein Mann begeht Selbstmord. Er denkt, alles wäre ab dem Moment vorbei, in dem er sich mit einem Gewehr den Schädel wegpustet. Doch weit gefehlt!

Er erwacht in der Hölle, die nicht dem entspricht, was der Mann sich immer darunter vorgestellt hat, obwohl er nie an sie glaubte. Alle Menschen, außer bibelfeste Christen, müssen dort ihr Dasein fristen.

All diese Ungläubigen werden von Dämonen auf brutalste Arten gefoltert, um ihre Sünden (nämlich ihre Ungläubigkeit an den Schöpfer) zu büßen. Es gibt Universitäten, an denen religiöser Kram gelehrt wird, Folterfabriken und Angriffe von Engeln, die aus den Sphären des Himmels in die Hölle hinabsteigen, um sich einen Spaß daraus zu machen, die armen Seelen der Ungläubigen mit abartigen „Spielen“ zu drangsalieren.

Der Mann besitzt ein in Menschenhaut gebundenes Buch, das er, außer für seine Uni-Einträge, als Tagebuch benutzt und seine Erlebnisse niederschreibt. Er hofft, dass er diese eines Tages in die Welt der Lebenden bringen kann.

Als der Mann dann eines Tages eine schwerverletzte Dämonin, also eine seiner Peinigerinnen, trifft und sie rettet, löst er damit unbeabsichtigt eine Kettenreaktion aus. Die Hölle verändert sich, als Engel und Dämonen einen Krieg beginnen.

Schon als Jugendlicher begeisterte mich die Thematik eines Lebens nach dem Tod und ich habe bereits viele Werke (Sachbücher und Belletristik) darüber gelesen. Jeffrey Thomas greift das Thema anders auf und das hat mir gefallen. Auch wenn die Story leider zum Ende hin ein wenig abflacht und irgendwie klischeehaft auf mich wirkte, überzeugte mich Thomas’ Hölle.

Der Schreibstil ist an vielen Stellen gehoben und ausdrucksstark. Hin und wieder gleitet Thomas in einen umgangssprachlichen Jargon, der aber keinesfalls störend wirkt.

Insgesamt kann der Autor mit einigen gelungenen Ideen aufwarten, die der Hölle, entgegen der Vorstellungen, wie man sie aufgrund Dantes Inferno immer hatte, einen fast schon „coolen Touch“ geben. Gerade die erste Hälfte macht ungemein Spaß, weil man wirklich gespannt ist, was sich Jeffrey Thomas noch alles ausgedacht hat.

Unbedingt erwähnt werden müssen die Illustrationen von Erik Wilson, die das Buch perfekt abrunden und dem Werk einen Hauch von Clive Barkers Weltenschöpfungen verleihen. Selten haben mir Illustrationen so überzeugend eine Romanhandlung nahegebracht. Die Bilder sind grandios und machen das Buch zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis.

Wie immer bei Festa, lassen sowohl Titelbild wie auch der Einband in Lederoptik keine Wünsche offen. Toll ist, dass im Festa-Verlag immer wieder solche “Schätze” wie dieser Roman, die kein anderer Verlag auf den Markt bringen würde, erscheinen.

Ob es sich bei „Tagebuch aus der Hölle“ wirklich um einen „blasphemischen Roman“ handelt, wie Schriftstellerkollege F. Paul Wilson behauptet, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich halte nicht viel von Religionen und fühlte mich daher kein einziges Mal angegriffen. Da ich aber weder Christ bin, noch einer anderen Religion angehöre, weiß ich dank Jeffrey Thomas jetzt schon, was mich erwartet.

Fazit: 4 von 5 Sternen für eine andere Interpretation der Hölle. Trotz der Grausamkeiten vermittelt der Autor eine fast schon reizvolle Welt, die uns nach dem Sterben erwartet. Jeffrey Thomas’ Ideen sind oft genial und sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Meinen traf der Autor meistens und ich bin gespannt, was er uns noch bescheren wird.

  (4)
Tags: blasphemie, dämonen, engel, festa-verlag, hölle, horror, jeffrey thomas, qualen, tagebuch aus der hölle, thriller von cryptanus. permanentlink.   (10)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(32)

59 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 12 Rezensionen

horror, wüste, fabrik, thriller, banküberfall

Red Sky

Nate Southard
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.03.2012
ISBN 9783865521460
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Danny Black braucht Geld. Der Banküberfall in El Paso sollte eigentlich so „easy“ sein wie immer, aber Danny hat die beiden „Neuen“ nicht bedacht. Der Routinejob wird zum Albtraum und Danny sieht sich plötzlich in einer misslichen Lage.

Als eine der „Neuen“ ausrastet und wild um sich schießt, gerät die Lage vollends außer Kontrolle und die Bankräuber sehen sich genötigt, mit einer Geisel das Weite zu suchen.

Nach einer atemberaubenden Verfolgungsjagd mit der Polizei, gelingt ihnen schließlich die Flucht in die Wüste New Mexikos, wo sie auf ein abgesperrtes Gelände stoßen, auf dem ein anscheinend verlassenes Fabrikgebäude steht.

Mit einem Schwerverletzten und einer Geisel im Schlepptau ist eine Ruhepause unausweichlich und Danny entschließt sich, die Nacht in der Fabrik zu verbringen.

Doch es dauerte nicht lange und ein Hubschrauber landet in der Nähe des Gebäudes. Zuerst denkt Danny, dass es sich um eine Polizeitruppe handelt, die auf der Suche nach ihnen ist. Als die Geisel fliehen will und ohne Vorwarnung auf sie geschossen wird, denkt Danny allerdings anders darüber. Erneut in einer schier aussichtslosen Situation, wie Stunden zuvor noch in der Bank, entdecken Danny und seine Begleiter, dass die Männer aus dem Hubschrauber bei weitem nicht das Gefährlichste sind, das sie bedroht: denn im Inneren der Fabrik ist etwas grauenhaftes, das zum Leben erwacht, als die Sonne untergeht …

.

„Natural Born Killers“ trifft auf „Resident Evil“. Diese beiden Filme fallen mir spontan ein, wenn ich dieses Buch kurz und knapp beschreiben müsste. Was wie ein Film von Quentin Tarantino anfängt, endet in einer Splatterorgie.

Southard schreibt gut, wenngleich ihm die Finesse eines Literaten irgendwie fehlt. Aber sein Schreibstil vermittelt Filmbilder, und das ist es auch, was diesen Roman ausmacht. Die Dialoge scheinen einem Drehbuch zu entstammen, so umgangssprachlich, aber treffend sind sie. Die Gespräche und Diskussionen haben mir mit am besten an „Red Sky“ gefallen.

Die Handlung ist eigentlich nicht der Rede wert, da gibt es nicht viel Potential. Aber das ist im Grunde genommen egal, denn so wie genregleiche Filme unterhalten, schlägt auch Southard den Leser mit seinem Roman in Bann.

Mit einem wahnsinnigen Tempo schlägt die Geschichte vom Thriller zu Horror um. Unweigerlich denkt man an Tarantinos „From Dusk Till Dawn“ und das ist vermutlich sogar Southards Absicht.

Fazit: 4 von 5 Sternen für ein Buch, das einen Film im Kopfkino ablaufen lässt, der bestens unterhält. Vor allem die Dialoge sind es, die Spaß machen und die Geschichte rasant vorantreiben. „Red Sky“ ist sicherlich nicht das letzte Buch, das ich von Nate Southard lesen werde.

© Cryptanus für Buchwelten 2013

  (5)
Tags: festa-verlag, horror, nate southard, quentin tarantino, red sky, rezension, spannung, splatter, thriller   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(165)

322 Bibliotheken, 10 Leser, 4 Gruppen, 40 Rezensionen

zeitreise, lee harvey oswald, kennedy, vergangenheit, anschlag

Der Anschlag

Stephen King , Wulf Bergner
Fester Einband: 1.055 Seiten
Erschienen bei Heyne, 23.01.2012
ISBN 9783453267541
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jake Epping kann nicht glauben, was sein Freund Al ihm erzählt: im Vorratsraum seines Diners befindet sich so etwas ähnliches wie ein Zeitloch, durch das man exakt am 09. September 1958 um 11.58 Uhr die Vergangenheit erreicht. Al ist von dem Plan besessen, das Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern, um die Geschichte neu, und besser zu schreiben. Es gilt, etwas über 5 Jahre in der Vergangenheit zu leben, um an just diesen Zeitpunkt zu gelangen, an dem man in der Lage wäre, Lee Harvey Oswald, den vermutlichen Mörder JFKs, aus dem Weg zu räumen und den Mord am amerikanischen Präsidenten zu verhindern. Jede Zeitreise, egal wie lange sie in der Vergangenheit dauert, lässt nur etwa zwei Minuten in der Gegenwart verstreichen. Doch Al kann seinen Plan nicht mehr ausführen, denn er ist an Krebs erkrankt und wird zuenehmend schwächer. Er bittet Jake, seine Rolle zu übernehmen und für fünf Jahre in der Vergangenheit zu leben, um den Anschlag auf Kennedy zu vereiteln. Was hätte er denn schon großartig zu verlieren? Zwei Minuten der Gegenwart, mehr nicht.

Jake zögert, kann aber den Reiz des Möglichen nicht vergessen und lässt sich auf das Abenteuer ein. Dass er sich in einer Zeit, in der er selbst noch nicht einmal geboren ist, unsterblich in eine Frau verliebt konnte er nicht ahnen. Und dann gibt es da auch noch den sogenannten „Schmetterlingseffekt“, dem man nachsagt, dass die kleinste Veränderung riesige Auswirkungen auf die Zukunft haben kann.

Als eingefleischter Stephen King Fan konnte ich es kaum erwarten, seinen neuen Roman zu lesen, hatte mich doch sein letzter ‘Schinken’ „Die Arena“ zwar begeistert, aber leider nicht vollends überzeugt.

Schon die Thematik von „Der Anschlag“ machte mich neugierig, vermutete ich dahinter einmal eine etwas andere Geschichte des „Horror-Königs“. Und ich wurde keineswegs enttäuscht, sondern viel eher von der einfühlsamen Komplexität dieses Buches völlig überrumpelt. King hat nicht immer einen anspruchsvollen Schreibstil, man denke nur an seine manchmal arg übertriebenen Dialektdarstellungen oder an oft umgangssprachliche Äußerungen seiner Protagonisten (die zugegebenermaßen auch oft perfekt passen).

Ich würde „Der Anschlag“ als den größten Wurf Stephen Kings seit „The Green Mile“ bezeichnen. Schon am Anfang bemerkte ich den veränderten, gehobeneren Schreibstil Kings und war begeistert. Als sich dann aber die Handlung von einem „Zeitreise-Polit-Thriller“ in eine andere, nämlich völlig unkitschige, tief ergreifende Liebesgeschichte, entwickelte, begann ein Abenteuer, wie ich es von King nicht erwartet hätte.
Die Charaktere der Protagonisten besitzen einen Tiefgang und eine Glaubhaftigkeit, bei der man schon bald der festen Überzeugung ist, sie und vor allem all ihre Ängste und Hoffnungen tatsächlich zu kennen.

Die unterschwellige Melancholie in manchen Szenarien nahm mich mit und berührte mich teilweise so stark, dass ich so manches Mal den Tränen nahe war.

Diese „Zwischen den Zeilen-Botschaft“ wird für mich allerdings erst nach mehrtägigem darüber Nachdenken immer noch stärker und ich merke, dass ich, während ich diese Rezension schreibe, Lust verspüre, das Buch in die Hand zu nehmen und zurück zu kehren in die Welt von Jake im Jahre 1958 ff.
So intensiv nimmt mich selten ein Buch in Besitz, hinterläßt es (jedenfalls bei mir) ein melancholisches Gefühl über all die verpassten Chancen seiner eigenen Vergangenheit und wie es wohl wäre, sie bei einem kurzen Ausflug zu korrigieren.

King hat etwas geschafft, dass nur wenigen Büchern auf diese besondere Art und Weise zu eigen ist: Man möchte Tag und Nacht lesen, vergißt die Zeit um sich und ist IN DER GESCHICHTE.

Zuletzt passierte mir das bei Tad Williams (Otherland), Dan Simmons (Terror) und selbstverstädnlich J.R.R. Tolkien (Der Herr der Ringe).

Auch wenn „Der Anschlag“ nur eine ‘kleine’ Geschichte ist und nicht episch-bombastisch wie zwei der obengenannten: die Größe liegt im Gefühl, dass dieser Roman hinterlässt. Wenn ich an bestimmte Stellen denke, bekomme ich eine Gänsehaut und wünsche mir, wieder dabei sein zu dürfen.

King hat es auch hervorragend geschafft, eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte so glaubwürdig darzustellen, dass man über hanebüchene ‘Fehler’ hinwegsieht, ohne darüber nachzudenken. Wie das Paradoxon von Zeitreisen erklärt wurde, klang (zumindest für mich) absolut logisch.

Man merkt, wie begeistert ich bin und ich kann jedem, der Stephen King, historische Geschichte und unkitschige, ehrliche Liebesgeschichten mag, das Buch nahelegen.

Fazit: Ich kann schwer meine Begeisterung für dieses Werk von Stephen King zügeln. Obwohl die Handlung relativ ruhig ist, erwartet den Leser eine (in meinen Augen) spektakuläre und vor allem unvergessliche Zeitreise in die 50er und 60er Jahre. Und eine Liebesgeschichte, die es in sich hat: Jake und Saddie gehören für mich neben Scarlett und Rhett mit zu den beeindruckendsten Liebespaaren der Literatur.

Uneingeschränkte Leseempfehlung und für mich eines der besten Bücher der letzten zehn Jahre. 5 von 5 Sternen und ein Plus dazu!

© Cryptanus für Buchwelten 2013

  (6)
Tags: der anschlag, heyne, jfk, kennedy attentat, lee harvey oswald, liebesgeschichte, stephen king, thriller, zeitreise   (9)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(30)

82 Bibliotheken, 1 Leser, 2 Gruppen, 15 Rezensionen

horror, wald, graham masterton, festa verlag, irrenanstalt

Irre Seelen

Graham Masterton
Flexibler Einband: 448 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.11.2012
ISBN 9783865521644
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Jack Reed stößt durch Zufall auf ein verlassenes Gebäude mitten im Wald von Wisconsin. Es handelt sich um ein altes Klinikum, das Jack in ein exklusives Ferienhotel umbauen möchte. Geradezu besessen ist er von dem Haus und kann sich seiner Faszination schwer entziehen. Immer wieder sucht er das Gelände auf und untersucht die Räumlichkeiten.

Als er Kontakt mit einem Makler aufnimmt, festigt sich sein Entschluß, das Gebäude zu erwerben. Zusammen mit seinem neunjährigen Sohn Randy streift er durch die verlassenen Zimmer und malt sich in seiner Vorstellung aus, wie das Hotel einst aussieht. Randy macht in einem der Räume eine unheimliche Entdeckung: aus der Wand löst sich eine Gestalt und spricht zu ihm. Wenige Augenblicke später ist Randy spurlos verschwunden.

Jack recherchiert zusammen mit Karen in der Geschichte des Hauses und stößt auf ein unheimliches Geheimnis: bei der Klinik handelte es sich um eine Anstalt für geisteskranke Patienten. Doch das wäre nicht das Schlimmste. Viel erschreckender ist, dass 135 Patienten durch „Druiden-Magie“ verflucht und in die Wände des Gebäudes verbannt wurden, wo sie noch immer, 60 Jahre danach, auf ihre Rettung warten.

Und sie sind nicht nur geisteskrank, sondern auch extrem freiheitssüchtig und sehen in der Geiselnahme von Jacks Sohn endlich einen Weg, den Wänden, ihrem jahrzehntelangen Gefängnis, zu entkommen.

*

Graham Masterton ist mir seit seinem Debüt „Der Manitou“ ein Begriff und ich mag seine Geschichten, sind sie doch in der Regel von unheimlicher Art, die an alte Horror-Filme erinnern.

„Irre Seelen“ beginnt gut, vermittelt sofort die gruselige Atmosphäre, die ich von einem Masterton-Roman auch erwartet hatte. Die Ausgangssituation gefiel mir und auch die Idee, dass über hundert geisteskranke Patienten über Jahrzehnte in den Wänden eines verlassenen Klinikgebäudes festsitzen, machte mich neugierig.

Zuerst fand ich das Buch auch faszinierend und konnte es schlecht aus der Hand legen. Doch je weiter ich las, desto enttäuschter wurde ich. Das lag zum einen am nicht besonders guten Schreibstil (ich war anderes von Masterton gewöhnt), der plötzlich die Story störte. Es mag an der Übersetzung liegen, ich weiß nicht genau, aber ich fand Formulierungen wie „Ich zahl dir was bar auf die Kralle“, „Du Schlawiner!“ oder „Willst du mich verarschen?“ in so einer an sich dramatischen Geschichte völlig fehl am Platz.

Da sind über hundert Psychos, die aus Wänden ausbrechen und sich auf Menschenjagd machen und dann kommt ein Kommentar wie: „ … hackte seiner dreijährigen Schwester den Kopf ab. Ach was, die meisten von ihnen hatten noch weitaus mehr auf dem Kerbholz. Sie waren völlig plemplem.“

Solche Sätze / Äußerungen nahmen mir jegliche Gruselstimmung.

Und wenn mein neunjähriger Sohn verschwinden würde, dächte ich nicht an Burger essen oder mit einer Frau schlafen. Da würde ich schlaflos die ganze Nacht überlegen, was ich für die Rettung meines Sohnes unternehmen könnte. Solch dramatischen Situatuionen wirkten oft unglaubwürdig, zumal die Protagonisten manchmal „Witzchen“ reißen, die unangebracht wirken.

Ich mag Graham Mastertons Romane im Großen und Ganzen, aber „Irre Seelen“ hat mich (leider) enttäuscht, obwohl das Grundgerüst für eine wirklich unheimliche Geschichte gegeben gewesen wäre.

Fazit: Von der Ausgangssituation und Grundidee gute Story, die aus meiner Sicht unprofessionell umgesetzt wurde und der durch saloppe Sprache leider die meisten Gruselmomente verloren gingen. Unterhaltsame, aber anspruchslose Mystery-Geschichte, die allzu oft ins Lächerliche abgleitet, weil sich die Protagonisten vollkommen unnatürlich und nicht der ernsten Situationen entsprechend verhalten. Meine Wertung: 2,5 von 5 Punkten!

© Cryptanus für Buchwelten 2013

  (5)
Tags: buchwelten, festa-verlag, graham masterton, horror, irre seelen, rezension   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(60)

117 Bibliotheken, 0 Leser, 2 Gruppen, 20 Rezensionen

gewalt, horror, thriller, vergewaltigung, kannibalismus

Verkommen

Bryan Smith
Flexibler Einband: 377 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.03.2012
ISBN 9783865521408
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Als Jessica einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, wird sie von dem Verkäufer zur Vertragsunterzeichnung nach Hause gelockt. In dessen Wohnung fällt der Mann über sie her und vergewaltigt sie. Jessica gelingt es danach, den Täter zu überwältigen. Sie beschließt, ihn, mit dem nunmehr geklauten Gebrauchtwagen, zu entführen und in der Wildnis zu eschießen.

Als Jessica dabei ist, ihre Selbstjustiz auszuführen, wird sie von, teils verstümmelten, Menschen angegriffen und ergreift die Flucht.

Was Jessica noch nicht weiß, aber bald auf schreckliche Weise in Erfahrung bringen wird: sie befindet sich in der Nähe von Hopkins Bend, einem bösen Ort, wo die inzüchtigen Einwohner über Generationen hinweg ein grauenvolles Geheimnis bewahren und nur darauf warten, bis sich jemand in ihre Nähe begibt …

.

Bryan Smith, Amerikas Slasher-König, lebt in Tenessse und trägt seltsamerweise den gleichen Namen wie der Autofahrer, der Stephen King 1999 überfuhr. Fünf Jahre später erschien Smiths erster Roman – Zufall oder handelt es sich um eine Pseudonym?

Als Leser aller Genres, darunter fällt selbstverständlich auch Extreme Horror, war ich neugierig auf die „Neuentdeckung“ des Festa-Verlages, der sich anscheinend zur Aufgabe gemacht hat, seine brutalen Romane nach und nach zu veröffentlichen.

Das Buch bringt mich in einen gewissen Zwiespalt. Der Einstieg könnte aus einem Film von Qunetin Tarantino stammen und macht auch dementsprechend Spaß. Wie Jessica mit ihrem Vergewaltiger umgeht … das hat schon einen gewissen Reiz.

Auch die erste Hälfte des Buches übte eine Faszination auf mich aus, schafft Smith es doch, konträr zu vielen seiner Kollegen, eine Inzuchtgesellschaft darzustellen, die gefühlvoll und manches Mal sogar tatsächlich „nachvollziehbar“ wirkt. Das hat mir sehr gut gefallen. Die Schilderungen, wie eine Frau denkt, die in so einer Gesellschaft/Familie lebt, waren aus meiner Sicht absolut überzeugend. Smith hat, zumindest in der ersten Hälfte von „Verkommen“ einen manchmal gar gehobenen, angenehmen Schreibstil, der mich überzeugt hat und mit dem ich bei einem „Slasher-König“ nicht gerechnet habe. Auch die Handlung entwickelte sich bis zur Hälfte sehr ansprechend, wenn auch teils extrem brutal, und erinnerte mich an den ein oder anderen Slasher-Film der 80er- bzw. 90er-Jahre.

Und dann?

Ab der Mitte des Buches driftet die Handlung in ein Klischee ab, das ich nicht mochte und mich an wöchentlich erscheinende Heftchenromane vor 40 Jahren erinnert hat. Seltsamerweise ändert sich ab diesem Zeitpunkt auch, zumindest aus meiner Sicht, der Schreibstil von Bryan Smith und nähert sich der Richtung oben erwähnter „Groschenromane“.

Ich kann es nicht einmal genau erklären, wo für mich das Problem lag, Quintessenz ist aber: die erste Hälfte bekommt von mir die volle Punktzahl und die zweite Hälfte dümpelt zwischen 2,5 und 3 Bewertungssternen herum. Sicherlich gab es vereinzelte Stellen in der zweiten Hälfte, die mir wieder gut gefallen haben, aber dennoch wurde der Plot durch einige „Patzer“ immer wieder zerstört.

Nichtsdestotrotz ist „Verkommen“ defintiv nicht der letzte Roman von Bryan Smith, denn dafür hat es einfach viel zu viel Spaß gemacht.

Das Motiv auf dem Buchumschlag, der in der für den Festa-Verlag typischen Lederoptik gehalten wird, passt hervorragend zum Anfang der Story, begeistert mich und verführt defintiv immer wieder zum Lesen, sobald man das Buch zu sehen bekommt.

.

Fazit: Harter, brutaler Thriller, der am Anfang so richtig in Fahrt kommt und gegen Ende hin leider etwas nachlässt. Smith ist unübersehbar ein Horrorfreak und das kommt in seinem Roman auch stimmungsmäßig voll zum Tragen. Eine tolle erste Hälfte wird von einer eher mäßigen zweiten abgelöst und somit vergebe ich als Gesamtwertung leider nur 3,5 von 5 Sternen.

® Cryptanus für Buchwelten

  (6)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(33)

64 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 8 Rezensionen

horror, edward lee, splatter, hinterwäldler, brutal

Creekers

Edward Lee
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783865521620
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Der Polizist Phil Straker verläßt das Städtchen Crick City, um in einer Großstadt Karierre zu machen. Doch eines Tages erschießt er aus Versehen während des Dienstes ein Kind und wird suspendiert. Während er dem unbefriedigenden Beruf eines Nachtwächters nachgeht, bekommt er vom Polizeichef seines damaligen Heimatstädtchens Crick City das Angebot, dort wieder in den Polizeidienst zu wechseln. Mangels Alternativen nimmt Phil an und kehrt zurück in das beschauliche Städtchen.

Als er dort seinen ersten Fall, die Suche nach einem vermissten Mädchen, übernimmt, stößt er bei seinen Ermittlungen bald schon auf die Creekers, einen Clan, der sich seit Jahrhunderten durch Inzucht vermehrt und in den nahe gelegenden Wäldern lebt. Nicht nur Drogen und Korruption begleiten die Spur der Creekers. Es sind weitaus schlimmere Dinge, die Phil aufdeckt. Damönische Rituale, sexuelle Exzesse und Mord sind nur der Anfang. Etwas weitaus Schlimmers nimmt unaufhaltbar seinen Lauf.

.

Edward Lee war absolutes Neuland für mich, umso gespannter war ich auf die (Zitat von Richard Laymon) „literarische Körperverletzung“.

Ich war angenehm überrascht, weil Lee eine Stimmung erzeugte, in der ich mich heimelig fühlte. Das Heimkommen des Protagonisten machte Spaß und vermittelte eine Art „Rambo – First Blood“- Feeling. Lees Schreibstil ist nichts besonderes, aber auch nicht so einfach wie der von Richard Laymon. Kurze knackige Sätze wechseln sich mit manchmal sogar „hochwertigen“ Schachtelsätzen ab, was mir angenehm auffiel. Auch die Handlung machte ungemein Spaß, weil sie sich meiner Sicht nach von den trivialen Geschichten, in denen Inzestfamilien die Hautprolle spielen, abhob.

Nach der Beschreibung des Buches rechnete ich mit einem Horror-Roman, bekam aber dann, zum größten Teil jedenfalls, einen harten Thriller serviert. Das Ganze kommt sehr realistisch rüber und man merkt, dass Lee selbst einmal Polizist war.

Lee nimmt kein Blatt vor den Mund und gesellt sich meiner Meinung nach in die „Sex & Crime“ Gesellschaft von Richard Laymon, der, wie viele von uns wissen, ebenfalls gerne das weibliche (und männliche) Geschlecht beschreibt. Aber diese Darstellungen stören nicht (mich haben sie das jedenfalls nicht), weil sie teilweise auch für die Handlung wichtig sind. Und wer so etwas nicht lesen mag, wird zu so einem Buch eh nicht greifen, und wenn doch, sollte man einfach darüber hinwegsehen.

Wie oben schon erwähnt, ging Lee mit der Inzest-Thematik anders um, als von mir erwartet. Allein deswegen hat Edward Lee ein Stein bei mir im Brett.

Insgesamt fand ich Creekers absolut unterhaltsam und eine gelungene Mischung aus Cop-Thriller und Horror-Reality. Einzig am Schluß ließ Lee deutlich nach und tappte in eine genreübliche Höhepunkt-Falle, indem er nämlich ein Ende servierte, das jedem B-Movie gerecht wäre.

Nichsdestotrotz empfehlenswerte, brutale Kost für starke Nerven.

Wie immer beim FESTA-Verlag begeistert die Lederoptik des Einbands. Über das Titelbild läßt sich streiten. Es wirkt provokativ, passt aber zum Inhalt des Buches.

.

Fazit: Brutaler, spannender Cop-Thriller, der teils in realistischen Horror wechselt. Für Fans von Richard Laymon, Jack Ketchum oder Bryan Smith geeignet. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

© 2013 Cryptanus für "Buchwelten"

  (6)
Tags: brutal, creekers, edward lee, festa-verlag, horror, thriller   (6)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(51)

103 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

richard laymon, splatter, erotik, http://buchwelten.wordpress.com/tag/festa-verlag/, horror

Licht aus!

Richard Laymon
Flexibler Einband: 272 Seiten
Erschienen bei Festa Verlag, 23.05.2012
ISBN 9783865521668
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Brit sitzt im Spukpalast, dem angesagtesten Kino in der Stadt, und will eine Nacht mit Horrorfilmen erleben. Zwischen den beiden Filmen des Double Features wird ein Kurzfilm gezeigt, in dem Schreck, ein brutaler Zeitgenosse, die Hauptrolle spielt. Der Film zeigt, wie eine Frau bestialisch gefoltert und auf grausame Weise ermordet wird! Brit mag zwar solche Filme, ist aber irritiert, weil sie in der Darstellerin Tina, ihre Freundin, erkennt. Und die ist definitiv keine Schauspielerin.

Brit ahnt nicht, dass auch sie bald in die Rolle eines Opfers der Schreck-Kurzfilm-Reihe schlüpft und darin ebenfalls von Freunden erkannt wird.

Es sind keine „normalen“ Produktionen, die im Spukpalast zwischen den Hautpfilmen über die Leinwand flimmern, sondern reale Aufnahmen, die von einem gewissenlosen Perversen inszeniert werden und als eine besondere Art von „Snuff Movie“ gezeigt werden.

Laymon macht es wie immer: ohne Umschweife kommt er zur Sache, schmeißt den Leser in einen Achterbahnwagen und fährt los. Wie gewohnt gibt es keine Bremse und in der Regel fährt der Waggon in einem irren Tempo nach unten, selten wird man zum Luftholen wieder nach oben gezogen.

Literarischen Anspruch kann Laymon nicht, dafür aber handfeste Popcorn-Lektüre. Und die macht bei Licht aus! echt Spaß. Ich mache mir zugegebenermaßen bei Romanen oft Gedanken über Logik und Charakterzeichungen der Figuren. Bei Richard Laymon tu ich das nicht, denn so wie er schreibt, interessiert mich im Grunde genommen gar nicht großartig, welche Charakterzüge die Protagonisten besitzen. Sie werden früher oder später sowieso das Zeitliche segnen … oder als Held/Heldin enden.

Genau deswegen mache ich mir bei Laymons Bücher keinen Kopf darüber. Seine Bücher, und so auch Licht aus!, sind reine Unterhaltung. Und wenn ich so ein Werk in die Hand nehme, dann will ich auch nichts anderes.

Das Spiel mit den „Snuff Movies“ gefällt, wirkt zwar manchmal etwas hölzern und gekünstelt, aber durch die permanente Spannung durchaus hinnehmbar.

Viele empfinden diesen Kurzroman mit knapp 300 Seiten als einen von Laymons schlechteren. Ich finde, er bewegt sich im oberen Mittelfeld, weil er wirklich spannend geschrieben ist und vor allem sehr kurzweilig unterhält.

Durch die kurz gehaltenen Kapitel bin ich nur so durch die Handlung gerast, weil ich wissen wollte, was weiter passiert. Die in anderen Rezensionen angekreidete Liebesgeschichte fand ich persönlich sogar einen netten „Lückenfüller“ für die ansonsten derbe Handlung. Aber die Geschmäcker sind nun mal verschieden.

Was mir gut gefallen hat, war die Auflösung, die eher durch einen Zufall vonstatten ging, mit dem ich nicht gerechnet habe. Die Idee hatte schon was.

Die Lederoptik des Einbands bekommt, wie auch das Titelbild, volle Punktzahl von mir. Da setzt der FESTA-Verlag schon irgendwie Maßstäbe im Horrorbereich.

Fazit: 4 von 5 Sternen für einen kurzweiligen, spannenden Lesegenuß, der, wie bei Richard Laymon gewohnt, keine literarische Hochleistung, dafür aber knackiges, auf den Punkt gebrachtes Popcorn-Kino zum Lesen ist.

© "Cryptanus" für Buchwelten 2013

  (6)
Tags: http://buchwelten.wordpress.com/tag/festa-verlag/   (1)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(309)

463 Bibliotheken, 4 Leser, 1 Gruppe, 25 Rezensionen

liebe, vampire, bella, edward, werwölfe

Bella und Edward: Biss 1-4 im TB-Schuber

Stephenie Meyer , Karsten Kredel , Sylke Hachmeister
Flexibler Einband
Erschienen bei Carlsen, 01.11.2011
ISBN 9783551311085
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Lange Zeit habe ich mich gewehrt, die Bis(s)-Bücher zu lesen. Ich mochte den Hype nicht, der um die Bücher gemacht wird und bin eigentlich jemand, der nicht mit dem Mainstream geht. Und nun?

Ich habe es getan, und zwar schnell (alle 5 Bände in 3Wochen!), begeistert und das als Mann!

Kurz zum Inhalt, obwohl den die meisten wohl bereits kennen:

Bella zieht zu ihrem Vater nach Fork, weil ihre Mutter mehr Zeit für sich und ihren neuen Ehemann haben möchte. Dort findet Bella schnell Freunde, widmet aber ihr Hauptaugenmerk auf Edward Cullen, einen hübschen, geheimnisvollen Jungen, der sich zuerst sehr zurückhaltend ihr gegenüber verhält, später aber ihre Nähe sucht.

Die beiden verlieben sich ineinander, bis Bella von Jakob, einem Indianer aus dem nahegeleghenen Reservat, erfährt, dass Edward ein Vampir sei. Für Bella scheint diese Information die Lösung für Edwards Verhalten und Schönheit zu sein und ab diesem Zeitpunkt wünscht sie sich nichts sehnlicher, als selbst zum Vampir zu werden, um für alle Zeiten als Unsterbliche an seiner Seite zu sein.

Doch Bella hat nicht damit gerechnet, dass es noch mehr Vampire und Gestaltwandler/Werwölfe auf der Welt gibt, die es nicht einfach für sie machen, selbst zu einem Vampir zu werden.

Ich rezensiere die Bände 1-4 (und die Novelle “Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl) in einem Text, weil die Handlung für mich ineinander übergeht und ich (bis auf Teile des letzten Bandes) alle Bücher gleich gut finde.
Es wird immer wieder behauptet, Stephenie Meyers „Twilight“-Reihe wäre kitschig und vor allem langweilig. Genau diese beiden Dinge haben mir auf Anhieb gefallen, wobei ich die Romane keinesfalls für typisch, im negativen Sinne, kitschig halte.

Die Liebe zwischen den beiden Teenagern (und etwas anderes sind Bella und Edward nicht, auch wenn Edward ein paar Jährchen älter als seine Freundin ist), kommt so glaubhaft rüber, dass ich das Buch schon nach den ersten Seiten nicht mehr aus der Hand legen konnte. Erste Liebe wie sie schöner nicht sein könnte und von der viele von uns sicherlich im Teenageralter geträumt haben.

Sicherlich ist es relativ unwahrscheinlich, dass eine Liebe, vor allem eine erste, derart intensiv und bedingungslos ist. Aber dennoch versteht Meyers es, sie in meinen Augen glaubhaft, nachvollziehbar und vor allem dem Alter der Protagonisten entsprechend rüberzubringen.

Zum Thema „Action“: die ersten drei Bände sind verhältnismäßig ruhig und vermitteln eine tolle Stimmung, in der ich mich extrem wohl fühlte. Im letzten Band geht es dann ein wenig actionreicher zu und das war dann auch das Buch, das mir innerhalb der Reihe am wenigsten gefallen hat.

Dafür mochte ich viel zu sehr die Liebeleien der beiden, das Hin und Her, die Unschlüssigkeit und dennoch bedingungslose Ergebenheit dem anderen gegenüber. Das ist Jugend und Erwachsenwerden pur und macht unglaublich viel Spaß. Für mich war die Tatsache, dass es um Vampire ging, letztendlich ohne Bedeutung, dafür mochte ich die reine Liebesgeschichte zwischen Bella und Edward zu sehr. Sicherlich versank die Story bisweilen in romantischem Kitsch, aber für mich war es schöner Kitsch, weil ich ihn in dieser Form selbst mag und lebe.

Die Hintergründe der Vampir- (und auch Werwolf-) clans erinnerten mich teilweise an eine schlecht kopierte Anne Rice, taten aber der Handlung keinen Abbruch und hatten sicherlich auch im Gesamtbild einen Sinn. Ich empfand diese „Erklärungen“ auch nicht wirklich als störend, nichtsdestotrotz aber eher unwichtig.

Ich habe mich immer wieder gefreut, wenn Bella oder Edward (oder beide) in den Vordergrund traten.

Doch nicht nur Bellas Liebe zu Edward gefiel mir, auch die (andere) Liebe zu Jakob, Bellas Zerrissen- und Unsicherheit hinterließen einen tiefen Eindruck in mir, denn auch diese Seite der Liebe konnte ich ohne weiteres nachvollziehen. Und auch die war von Stephenie Meyers wirklich toll beschrieben und emotional glaubhaft dargestellt.

Insgesamt ein wirklich tolles, unterhaltsames und sehr gefühlvolles Werk.

In der Novelle „Bis(s) zum ersten Sonnenstrahl“ erzählt Meyers dann noch die Geschichte der jungen Vampirin Bree Tanner, die sich zusammen mit anderen Vampiren auf den Weg macht, um die Familie Cullen (und auch Bella) zu vernichten. Als Novelle war die Geschichte ganz „nett“, aber mehr auch nicht. Sie hat mit den Bis(s)-Büchern meiner Meinung nach nicht wirklich viel zu tun, erzählt einen Nebenstrang, der am Ende auf die Haupthandlung trifft, aber irgendwie keinen tieferen Sinn ergibt. Auf dieses Buch hätte ich ohne weiteres verzichten können, bin aber froh, es in Hinsicht auf das „Gesamtwerk“ dennoch gelesen zu haben.

Fazit:

Gefühlvolles Teenager-Liebesabenteuer mit Gruselfaktor, das aber in meinen Augen ein All Age-Roman ist, da (wenn man sich darauf einläßt) die Gefühlswelt auch ohne weiteres für Erwachsene nachvollziehbar ist.

Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.

© Buchwelten 2013

  (5)
Tags: bella, biss reihe, edward, jacob, liebe, rezension, schuber, stephenie meyers, teenager, trilogie, twilight, vampire, werwölfe   (13)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

karl may, karl may verlag, stefan schmatz, rezension, friedhelm spürkel

Carl Lindeberg - Ein Illustrator für Karl May

Stefan Schmatz , Friedhelm Spürkel
Fester Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Karl-May-Verlag, 01.09.2012
ISBN 9783780201942
Genre: Sachbücher

Rezension:

Nach drei Bänden „Traumwelten“ ein erneuter Band über Illustrationen von Mays Werken? Da mag man zuerst denken, dass so ein Buch langweilig wirken müsste.
Doch es verhält sich anders. Unglaublich, aber wahr, was die beiden Autoren in diesem wunderbaren Bildband noch zu Tage fördern.

Wohl wissend, dass Lindeberg einer der bedeutendsten, wenn nicht gar der bedeutendste, Illustrator für Karl Mays Werke ist, war ich dann von der Vielfalt seiner Werke, die bei Weitem nicht nur Karl May betreffen, beeindruckt und positiv überrascht.

Schmatz und Spürkel erzählen neben den Bildunterschriften auch viel über Leben und Wirken des Künstlers Lindeberg, machen seine Person greifbar und interessant, sodass es während des Lesens überhaupt nicht auffällt, dass man von den Autoren bisweilen aus dem Dunstkreis seiner Karl May Illustrationen in eine völlig andere Richtung gelenkt wird und sich plötzlich in der Betrachtung von Titelbildern für Kinderbücher, Blechdosen und Umschlagbildern von Romanen anderer Autoren ertappt.

Das Autorenduo hat hervorragend recherchiert und vermittelte dem Leser Unmengen an Informationen. Viele seltene, zum Teil von Originalvorlagen stammende Bilder werden gezeigt.

Interessant ist, wie vielfältig und wandelbar Lindeberg als Künstler war. Schmatz und Spürkel zeigen Postkarten, Sammelbilder und Malbögen. Immer wieder kommen sie aber auf die kongeniale Ergänzung zwischen Karl May und Lindeberg zurück, die sich nicht einmal persönlich kannten. Die typischen, an Holzschnitte erinnernden Zeichnungen Lindebergs zieren noch heute die „Gesammelten Werke“ und wurden auch für unzählige Karl May-Publikationen im Ausland verwendet. Die lange Zusammenarbeit mit dem Karl May-Verlag trug maßgeblich zur Beliebtheit des Volksschriftstellers Karl May in der Bevölkerung bei, da Lindeberg durch seine Illustrationen den Geist der May’schen Geschichten zum Leben erweckte, obwohl die Motive oft nichts mit dem Inhalt der Romane zu tun hatten.

Der ansprechende Bildband macht Spaß und ergänzt hervorragend die dreibändige „Traumwelten“-Reihe, für die ebenfalls Stefan Schmatz mit verantwortlich ist.

Fazit:
Interessanter Bildband über einen Künstler, der nicht nur Karl May-Werke illustrierte, sondern sich auf vielfältige Weise auch in anderen Bereichen „tummelte“. Hauptsächlich werden in diesem Buch Lindebergs Arbeiten für Karl Mays Bücher behandelt, dennoch bietet dieses tolle Werk einen Einblick in den „ganzen“ Carl Lindeberg, was keinesfalls störend wirkt.

Ich vergebe 4,5 von 5 Punkten.

.

Ich danke dem Karl May-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

.

.

© Buchwelten 2013

  (4)
Tags: carl lindeberg, friedhelm spürkel, illustrator, karl may, karl may verlag, rezension, stefan schmatz   (7)
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Nscho-tschi und ihre Schwestern

Katharina Maier
Fester Einband: 480 Seiten
Erschienen bei Karl-May-Verlag, 01.10.2012
ISBN 9783780201935
Genre: Biografien

Rezension:

Ein Buch über Frauen, die in Karl Mays „Männer-Abenteuerromanen“ eine wichtige Rolle spielen, mag im ersten Moment seltsam klingen. Vor allem, wenn man sich mit dem Autor nicht näher befasst hat, erliegt man schnell dem (Vor-)Urteil, Mays Geschichten wären lediglich spannende Abenteuer ohne Tiefsinn.

Katharina Maier, Magistra der Philosophie, gelingt es schon auf den ersten Seiten, den Leser zu fesseln, in dem sie die Bedeutung der Frauen in Karl Mays Werken (den sogenannten „Mayden“) hervorhebt und erklärt.

Mit Akribie stellt Maier Verbindungen zwischen den Orient- und Wildwestromanen her, die faszinieren und zum Nachdenken anregen. Fast meint man als Karl May-Interessierter, durch die fundierten Worte der Sachbuchautorin die Romane plötzlich aus anderen Augen zu sehen und die Geschichten besser zu verstehen.

In der ersten Hälfte des Buches werden Männer (leider) so manches Mal als Menschen dargestellt, die der Liebe nicht fähig sind und nur ihre Macho-Qualitäten im Sinn haben. Das stieß mir (als Mann) hin und wieder sauer auf, obwohl ich (noch immer) nicht sicher bin, ob es Karl Mays „Absicht“ war, die Männer so darzustellen und ich Frau Maier hier Unrecht tue .

Aber, wie gesagt, es sind nur ein paar Sätze und in der zweiten Hälfte des Buches sind die schnell wieder vergessen, weil Maier dann, zumindest aus meiner Sicht, so richtig zulegt.

Besonders das Kapitel über Old Shatterhand und sein „Herzle“, die Klara, hat mich wirklich ergriffen. Die Empathie zwischen Shatterhand und „Herzle“ wird mit der Beziehung Karl Mays und seiner zweiten Frau Klara verglichen und „analysiert“. Und das auf enorm packende Weise. Das mag daran liegen, dass ich eine ähnliche „Symbiose“ in meiner Partnerschaft erleben darf, dennoch ist es Katharina Maier in diesem Kapitel hervorragend gelungen, die „wahre“ Meinung Karl Mays über Frauen darzustellen.

Und ab diesem Kapitel geht es dann genauso spannend weiter. Maria Durimeh, die Große Mutter, ist nur eine der weiteren Frauengestalten, die Maier präzise über die Werke, in denen sie erscheint, verfolgt und deren Bedeutung aufs Genaueste erklärt.

Der Leser/die Leserin nimmt teil an mystisch-philosophischen Interpretationen von Mays Spätwerk und entdeckt fesselnde, interessante Details.

Wir lernen tapfere Kriegerinnen, kluge Scheikinnen und liebenswerte Matriarchinnen kennen. May verbaut diese Frauen immer nur kurz in seinen Geschichten, als verschaffe er ihnen Cameo-Auftritte, um durch dieses „rar machen“ ihre Bedeutung hervorzuheben.

Wer Hintergründe über Karl Mays Romane erfahren möchte, ist mit diesem Buch bestens bedient.

Fazit:

Ich vergebe 4 von 5 Sternen für diesen außergewöhnlichen Ausflug in die „Frauenwelt“ von Karl Mays angeblich von Männern dominierten Abenteuern.

Katharina Maier hat mich mit ihren Interpretationen und Darstellungen der Frauengestalten in Karl Mays Werk gefesselt, fasziniert und überzeugt. Für Karl May-Interessierte, die nicht nur die Romane lesen, sondern auch die Bedeutung der „Weiblichkeit“ in Mays Gesamtwerk begreifen wollen, aus meiner Sicht ein Muss, denn Maier schafft Bezüge zwischen den verschiedenen Romanen (auch Orient- und Wildwestgeschichten), die man als „Laie“ wahrscheinlich niemals erkennen würde.

Das Buch wurde dem Aussehen der Gesamtausgabe Karl Mays im Bamberg Verlag angepasst und findet somit einen perfekten Platz in der Sammlung.

© cryptanus/Buchwelten 2012

  (2)
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(2)

7 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die weiße Frau

Wolfgang Brunner , Mathias V. Beckmann
Flexibler Einband: 426 Seiten
Erschienen bei Bächtold, Pia, 17.12.2011
ISBN 9783940951823
Genre: Historische Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(247)

457 Bibliotheken, 11 Leser, 2 Gruppen, 44 Rezensionen

bar, usa, new york, kindheit, alkohol

Tender Bar

J. R. Moehringer , Brigitte Jakobeit (Übersetz.)
Fester Einband: 464 Seiten
Erschienen bei Fischer, S, 15.02.2007
ISBN 9783100496027
Genre: Romane

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(64)

163 Bibliotheken, 1 Leser, 3 Gruppen, 13 Rezensionen

mumie, horror, museum, richard laymon, erotik

Der Käfig

Richard Laymon , Marcel Häußler
Flexibler Einband: 512 Seiten
Erschienen bei Heyne, 08.03.2011
ISBN 9783453435308
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(3)

4 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

anthologie, deutsche literatur, gänsehaut, phantastik, spannende kurzgeschichten

Navi des Grauens

Vera Klee , Astrid Pfister , Astrid Pfister , Pia Bächtold
Flexibler Einband: 351 Seiten
Erschienen bei Bächtold, Pia, 27.06.2011
ISBN 9783940951694
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:  
Tags:  
 

LOVELYBOOKS-Statistik

(1)

1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 0 Rezensionen

Träume aus Glas.

Jean M. Gawron
Flexibler Einband
Erschienen bei Heyne, 01.01.1999
ISBN 9783453161757
Genre: Sonstiges

Rezension:  
Tags:  
 
297 Ergebnisse