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Hemmungslos

Hugo Bettauer
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Erschienen bei Prinzenbuch, 23.03.2018
ISBN B07BNNVLMR
Genre: Sonstiges

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Ida

Katharina Adler
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Erschienen bei Argon Verlag, 25.07.2018
ISBN B07F2JX3C7
Genre: Sonstiges

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Keyserlings Geheimnis

Klaus Modick
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Erschienen bei Audiobuch Verlag OHG, 07.03.2018
ISBN B07B8NSNHM
Genre: Sonstiges

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Sieh mich an

Mareike Krügel
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Erschienen bei HörbucHHamburg HHV GmbH, 01.08.2017
ISBN B0747MS95X
Genre: Sonstiges

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Tags: adhs, brustkrebs, ehe, erwachsenwerden, familie, hörbuch, kindheit, krankheit, krebs, mutter-kind-beziehung, partnerschaft, sterben, tod   (13)
 

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Der Wald

Richard Laymon
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Erschienen bei Random House Audio, Deutschland, 01.06.2012
ISBN B00884GAMW
Genre: Sonstiges

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Schwere Knochen

David Schalko
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Erschienen bei HörbucHHamburg HHV GmbH, 12.04.2018
ISBN B07BZJPFTR
Genre: Sonstiges

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Widerfahrnis

Bodo Kirchhoff , Frank Arnold
Audio CD: 5 Seiten
Erschienen bei Audiobuch, 06.12.2016
ISBN 9783958620230
Genre: Romane

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Die vier Jahreszeiten des Sommers

Grégoire Delacourt , Thorsten Breitfeld , Heidi Jürgens
Audio CD
Erschienen bei steinbach sprechende bücher, 28.02.2017
ISBN 9783869742670
Genre: Romane

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Small World

Martin Suter
Flexibler Einband: 323 Seiten
Erschienen bei Diogenes, 26.02.1999
ISBN 9783257230888
Genre: Romane

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Süßer König Jesus

Mary Miller , Alissa Walser
Flexibler Einband: 256 Seiten
Erschienen bei dtv Verlagsgesellschaft, 01.05.2015
ISBN 9783423144001
Genre: Romane

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Professor Unrat

Heinrich Mann
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Erschienen bei Argon Verlag, 19.10.2005
ISBN B002TVQA0M
Genre: Sonstiges

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Die Legende vom heiligen Trinker

Joseph Roth
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Erschienen bei Audible Studios, 19.09.2014
ISBN B00NO3XAHA
Genre: Sonstiges

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Flucht ohne Ende

Joseph Roth
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Erschienen bei Diogenes Verlag AG, 18.02.2010
ISBN B0038ZEYGK
Genre: Sonstiges

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Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht

Joseph Roth , Peter Matić
Audio CD
Erschienen bei Der Audio Verlag, 18.03.2016
ISBN 9783862317226
Genre: Klassiker

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Krystyna

Liane Dirks
Flexibler Einband: 178 Seiten
Erschienen bei Kiepenheuer & Witsch, 24.08.2006
ISBN 9783462037418
Genre: Romane

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cagliari, freundschaft, hörbuch, liebe, palazzo

Die Welt auf dem Kopf

Milena Agus , Katja Danowski
Audio CD
Erschienen bei Jumbo, 23.04.2013
ISBN 9783833730894
Genre: Romane

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Die Gräfin der Lüfte

Milena Agus , Marie Biermann
Audio CD
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 16.02.2010
ISBN 9783455306828
Genre: Romane

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Die Frau im Mond

Milena Agus , Marion Martienzen
Audio CD
Erschienen bei Hoffmann und Campe, 01.11.2007
ISBN 9783455305838
Genre: Romane

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amour fou, eberstadt, eifersucht, liebe, liebesdrama, partnerschaft, puppenspieler, wut

Liebeswut

Fernanda Eberstadt , Judith Schwaab
Fester Einband: 685 Seiten
Erschienen bei Kindler
ISBN 9783463404646
Genre: Liebesromane

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Das Herz ist ein einsamer Jäger

Carson McCullers , Carson MacCullers , Susanna Rademacher
Fester Einband: 314 Seiten
Erschienen bei Süddeutsche Zeitung / Bibliothek, 13.11.2004
ISBN 9783937793337
Genre: Romane

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Der Turm

Uwe Tellkamp
Fester Einband: 972 Seiten
Erschienen bei Suhrkamp Verlag GmbH & Co. KG, 15.12.2008
ISBN 9783518420201
Genre: Romane

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verfilmt

Die Frau im Mond: Roman

Milena Agus
E-Buch Text: 137 Seiten
Erschienen bei HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH, 22.07.2013
ISBN 9783455811797
Genre: Romane

Rezension:

Sardinien zur Zeit des Zweiten Weltkriegs: Eine junge Frau ist von der einen, alles verzehrenden Sehnsucht erfüllt, die große Liebe zu erleben. Nur die Liebe, meint sie, macht ein bäuerliches Leben ihrer Zeit überhaupt erträglich. Da sie bildschön ist, hat sie viele Verehrer, das Verlieben fällt ihr nicht schwer. Trotzdem verschreckt irgendetwas an ihr die jungen Männer. Vielleicht liegt es an den leidenschaftlichen Gedichten, die sie ihnen schreibt, Gedichten, die nicht frei von Anzüglichkeiten sind. Vielleicht stimmt ja, was ihre Mutter meint: dass ihre Tochter den Teufel im Leib hat. Oder zumindest, dass sie verrückt ist. Das eine wie das andere lässt alle Verehrer früher oder später das Weite suchen: zu viel Leidenschaft ist schon fast wie eine Geisteskrankheit. Von der Mutter misshandelt und mit eisiger Missachtung gestraft, wohlgelitten vom Vater und den jüngeren Schwestern – die allerdings ihrer eigenen Zukunft zunehmend sorgenvoll entgegensehen, denn immerhin muss die älteste Tochter zuerst verheiratet werden – erscheint sie wie eine Frau vom Mond, wie ein Wesen, nicht von dieser Welt.

So geht die Frau schon auf die Dreißig zu, als sich endlich jemand ernsthaft für sie interessiert: ein Witwer, dessen Haus im Bombenhagel dem Erdboden gleichgemacht worden ist und der von der Bauersfamilie aufgenommen wird. Ist es pure Dankbarkeit, die ihn dazu veranlasst, um die Hand der ältesten Tochter anzuhalten? Egal! Die Erleichterung ist groß – nur nicht bei der Frau. Sie wird ihn niemals lieben, sagt sie ihm frei heraus. Das sei ihm gleich, entgegnet er, er liebe sie auch nicht. Sie würde ihm niemals eine Frau sein? Auch das akzeptiert er. Er wird einfach weiter ins Hafenviertel gehen.

Eines Tages erkrankt die Frau schwer: an der Steinkrankheit. Ein Arzt rät ihr zu einer Thermalkur. Dort trifft sie auf einen kriegsversehrten Mitpatienten, den Reduce. Der Mann schenkt ihr Aufmerksamkeit, fragt sie nach ihrer Meinung, sie teilt schließlich ihre geheimen Aufzeichnungen und Gedanken mit ihm. Im tristen Alltag des Sanatoriums findet die Frau, was sie sich immer gewünscht hat: die große Liebe. Die Dinge nehmen ihren Lauf. Neun Monate später bringt die Frau einen Sohn zur Welt.

Abgesehen davon, dass in Märchen wahrscheinlich grundsätzlich keine Freudenhäuser vorkommen, hat der Anfang des Romans etwas durchaus Märchenhaftes. Die schöne junge Frau, die böse Mutter (wenn auch nicht erklärtermaßen Stiefmutter), der liebevolle, aber schwache Vater, die Schwestern, die fürchten müssen, alte Jungfern zu werden, der Bräutigam schließlich als (zunächst) verschmähter König Drosselbart. Das Romangeschehen allerdings ist eindeutig zu vielschichtig für dieser Erzählform. Er wird von der Enkelin der Hauptperson (die im Roman immer nur als „Großmutter“ bezeichnet wird) erzählt. Diese Sichtweise ist insofern ungewöhnlich, weil ein Enkel in der Regel immer nur einen beschränkten Blick auf seine Großeltern hat, nämlich die des Kindes auf sehr viel ältere Bezugspersonen, also solche, die es hegen und pflegen, aber kein eigenes Leben haben. Die Erzählerin im Roman jedoch hat einen sehr viel weiteren Blick auf ihre Großmutter, kann sie doch von Erzählungen ihrer Mutter und von persönlichen Aufzeichnungen der Großmutter zehren. So entsteht ein Blickwinkel, der gleichzeitig von engen familiären Banden geprägt ist, aber auch Aspekte der Persönlichkeit der Großmutter gerade nicht ausspart, als diese noch eine junge Frau war, die eine sexuell erfüllte Ehe führte und eine große romantische Liebe zu einem anderen Mann erlebt hat. Sie erzählt von ihrer Großmutter als einer Frau, die mit einem reichen Gefühlsleben und viel Fantasie ausgestattet ist, im wahren Leben allerdings seltsam unbeholfen ist, die aneckt, so talentiert wie unverstanden ist – in einem anderen Leben wäre sie, der zweifellos vorhandenen Einschränkungen auch gesundheitlicher Natur zum Trotz, vielleicht eine Schriftstellerin geworden. Der Roman ist – was auch immer das heißt – nicht nur „gut geschrieben“, sondern feiert auch die Kraft der Kreativität und musischen Begabung – wenn sich auch manchmal erst in kommenden Generationen durchsetzend, ein dennoch tröstlicher Gedanke.

PS: Der (mit gut 130 Seiten kurze) Roman ist 2006 im Original als „Mal di pietre“ erschienen und wurde mehrfach ausgezeichnet. Was im Italienischen immer noch Klang hat, macht sich im Deutschen als „Steinkrankheit“ weniger gut, weshalb kaum verwunderlich ist, dass sich der deutsche Verlag für das klingendere „Die Frau im Mond“ entschieden hat, einem Titel, der zudem (aber längst nicht selbstverständlich) immer noch Widerhall im Roman hat. Zehn Jahre später wurde er von der französischen Regisseurin Nicole Garcia mit Marion Cotillard in der Hauptrolle verfilmt. Der Film entfernt sich allerdings erheblich von der Romanvorlage. Die Handlung wurde nicht nur von Italien nach Frankreich verlegt, das Sanatorium der Bilder wegen von einer eher tristen in eine imposante Landschaft versetzt, sondern offenbar erachtete man es für unabdingbar, entscheidende Elemente zu verändern. Das trägt nicht unbedingt zur Glaubwürdigkeit der Handlung bei, ist aber, betrachtet man den Film als eigenständiges Werk für sich, verschmerzbar,  wenn man meint, dass Dinge in einem Film zugespitzt gehören, Ecken gerundet und manchmal mit roten, fetten, dreifachen Unterstreichungen gearbeitet werden muss. Wenn man das nicht meint, sollte man dem Buch den Vorzug geben.

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Beichte eines Mörders

Joseph Roth
E-Buch Text
Erschienen bei null, 28.03.2011
ISBN B004UBE2WM
Genre: Romane

Rezension:  
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hörbuch, karrierismus, nationalsozialismus, opportunismus, verfilmt, völkische bewegung, weimarer republik

Das Spinnennetz

Joseph Roth ,
Audio CD
Erschienen bei Diogenes, 24.03.2009
ISBN 9783257802573
Genre: Klassiker

Rezension:  
Tags: hörbuch, verfilmt   (2)
 

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Und es schmilzt

Lize Spit
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Erschienen bei Lübbe Audio, 25.08.2017
ISBN B074CGBR5M
Genre: Sonstiges

Rezension:

Das flämische Bovenmeer ist kein Ort, an den es einen groß zurückzieht, wenn man ihm einmal entronnen ist. In Bovenmeer hießen der Bäcker, der Metzger, der Krämerladen mangels Konkurrenz schlicht „Der Bäcker“, „Die Schlachterei“, „Das Lädchen“, solange, bis irgendwann ein Bordell  eröffnete, dem man den lyrischen Namen „Das Glück“ angedeihen ließ. Ab da änderten sich auch die Namen der alteingesessenen Geschäfte – was aber auch nichts daran änderte, dass Bovenmeer das Kaff blieb, das es immer war. Folgerichtig erhält Eva, die inzwischen in Brüssel lebt, nicht nur eine Einladung zum Gedenken an  einen lange zurückliegenden Todesfall, sondern gleichzeitig zur Einweihung einer vollautomatischen Melkmaschine. Eva beschließt, der Einladung zu folgen, packt einen Eisblock in den Kofferraum ihres Wagens und fährt zurück in den Ort ihrer Kindheit.

Eva ist ein mittleres Kind, mit älterem Bruder und jüngerer Schwester. Die drei wachsen in den 1990-er- und Nullerjahren auf. Die Geschwister erleben, wie der Vater den ersten PC nach Hause bringt, die Hysterie um den vermeintlichen Millenium Bug. Eine behütete Kindheit in einer Art belgischem Bullerbü ist das offensichtlich nicht: Wenn die Mutter dreimal am Tag in den Stall geht, dann nicht, um nach den Hühnern zu sehen, sondern um ihren Alkoholpegel stabil zu halten. Der Vater indes erklärt Eva, wie man einen Henkersknoten knüpft, damit der die erzielte Wirkung auch entfaltet – und gibt ihr im selben Atemzug den Rat, ihre Frisur zu ändern. Ungeheuerlichkeiten und Banalitäten liegen eng beieinander im Leben der drei Kinder. Evas Schwester Tessje entwickelt nicht von ungefähr zahlreiche Zwangsneurosen, die die älteren Geschwister schließlich zwingen, ärztlichen Rat einzuholen; die Eltern haben dafür kein Auge.

Die Eltern leben immer noch in Bovenmeer, als Eva zurückkehrt. Genauso wie die beiden inzwischen erwachsenen Jungen, mit denen Eva einst eine enge Freundschaft verband: Pim und Laurens. Der eine Bauern-, der andere Metzgerssohn. Als die drei in die Pubertät kommen, ändert sich alles. Man erfindet ein Spiel: eine Art Strip-Poker, nur nicht mit Karten, sondern mit einem Rätsel verknüpft. Allein Eva kennt die Lösung. Eva wird gleichzeitig als Köder von den Jungen ausgenutzt, um die Mädchen anzulocken, und sie macht sich mitschuldig. Die Jungen werden immer übergriffiger. Bald ist man bei sexuellen Nötigungen angelangt. Eva ist nicht wohl dabei, gleichzeitig weiß sie nicht, wie sie sich dem entziehen soll, ohne ihre Freundschaft mit den Jungen aufs Spiel zu setzen.  

Letztendlich fallen alle Hemmungen. Das „Spiel“ kulminiert in einem Akt roher und brutaler Gewalt. Dieser Wendepunkt lässt Eva Jahre später den Eisblock in den Kofferraum packen und in den Ort ihrer schlimmsten Demütigung zurückkehren.

Wie diese Zeit- und Handlungsebenen ineinander verwoben werden, gehört zu den klaren Stärken des Buches. In den Handlungsablauf der Reise Evas zurück nach Bovenmeer, das Fest, das sie vom Rande aus beobachtet, flicht die Autorin die Ereignisse der Vergangenheit gekonnt ein. Dabei hält sie manches erst einmal zurück, macht Andeutungen, erzählt einen Teil, enthüllt die ganze Geschichte aber erst am Schluss.

Der Roman war in Belgien ein Bestseller, die Autorin – zumal mit einem Debüt! – von jetzt auf gleich in aller Munde. „Ein Buch, das alles gibt und alles verlangt“, ist auf der deutschen Ausgabe zu lesen. Das könnte pures Werbegeklingel sein. Eine Verlockung, die gleichzeitig Warnung sein soll – vorgeblich. Der farbige Buchschnitt, die erhabenen Buchstaben auf dem Cover, Lesebändchen – wertige Aufmachung, ein bisschen zu verspielt, könnte man meinen. Denn Lize Spit hält nichts von Andeutungen. Sie schont ihre Leser nicht. In dieser Hinsicht erinnert mich das Buch an „Ein wenig Leben“, das seinen Lesern auch einiges abverlangt. Man kann sich fragen, ob das sein muss. Ob nicht weniger mehr ist. Ob man sich das antun will. Alles zurecht! Es ist harter Stoff, zweifellos, man muss kein zartes Gemüt haben, um das zu finden. Eine weitere Stärke des Buches ist aber gerade, dass die Ich-Erzählerin Eva diese Geschichte, mit allen grausamen Details, so lakonisch erzählt, ohne Pathos. Das ist manchmal wie ein Schlag ins Gesicht – und anderswo einfach nur beneidenswert gute Prosa. Lize Spit kann erzählen. Man verzeiht ihr, dass das Rätsel so schwierig nicht ist, man nimmt ihr die Story ab, bis hin zu den Übertreibungen. Sind die Jungen nicht doch arg monströs gezeichnet? Eva zu nobel, zu selbstlos, auch in der Sorge um ihre Schwester? Aber es ist eine Geschichte, und als solche hat ein Autor/eine Autorin jedes Recht, sie auch so zu erzählen. In diesem Fall: so schonungslos. Es ist auf jeden Fall ein Buch, das man nicht so schnell vergisst.

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Tags: debüt, hörbuch   (2)
 
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