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kolumbien, waffenhandel, schutzgelderpressung, mord, krimi

Friedensengel

Marion Feldhausen
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Blanvalet Taschenbuch Verlag, 18.03.2013
ISBN 9783442378463
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Auch in ihrem zweiten Roman "Friedensengel" nimmt sich die Autorin Marion Feldhausen eines sehr heiklen Themas an. Es geht diesmal um die menschenverachtenden Machenschaften der Waffenindustrie und derer, die diese Waffen gnadenlos gegen Unschuldige richten und töten. Im Klartext: Es geht auch um Kriegsverbrechen. Wobei "Kriegsverbrechen" quasi ein Pleonasmus in einem einzigen Wort ist, da jeder Krieg ein staatlich legalisiertes Verbrechen ist.

Was mich an der Autorin gleichermaßen verwundert und begeistert, ist die Tatsache, dass sie, obwohl "Friedensengel" erst ihr zweites veröffentlichtes Buch ist, schon jetzt ihren eigenen und unverwechselbaren Stil gefunden hat. 

Wer ihren ersten Roman "Himmelskinder" gelesen hat, dem kommen Kommissar Alvermann und seine Crew schon fast so vertraut vor, wie Menschen, die in unmittelbarer Nachbarschaft leben und mit denen man hin und wieder mal in der Kneipe um die Ecke ein Bier trinken geht. Das liegt einfach daran, dass Frau Feldhausen ihre Romane in ihrer eigenen Sprache erzählt und man nicht das Gefühl hat, im Sessel zu sitzen und einen spannenden Bericht zu lesen, sondern sich unweigerlich mitten im Geschehen wähnt. 

In den Romanen von Feldhausen sucht man vergeblich nach Superhelden oder nach Hollywood-Kinoscenen. Aber genau das ist es, was für den Leser die Spannung ausmacht. Man will einfach wissen, wie die Menschen, um die es hier geht, weiterhin agieren und welches Schicksal sie ereilen wird.

Besonders gefällt mir auch in diesem Buch wieder, wie es die Autorin versteht, ihre Geschichte in verschiedenen Zeitebenen zu erzählen und zwar so, dass man beim Lesen nie das Gefühl hat, der jeweilige Handlungsstrang ginge bis ins Unendliche. Durch immer wieder genau zum richtigen Zeitpunkt wechselnde Orte und Situationen variiert einerseits die Spannung, wird aber gerade dadurch auch aufrecht erhalten. 

Genau so - und nur so - kann man einen glaubwürdigen Roman schreiben: Liebe zum Detail, akribische Recherche und brennendes Interesse an der Thematik.

Diese Kriterien sind in "Friedensengel" erfüllt und daher gibt es von mir fünf Sterne.

  

   

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