Leserpreis 2018

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29 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 19 Rezensionen

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Roma Nova

Judith Vogt
Flexibler Einband: 624 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 27.07.2018
ISBN 9783404209149
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die gelernte Buchhändlerin Judith Vogt und ihr Schreibpartner Christian sind schon lange im Genre des Steampunk und der Fantasy unterwegs. Nun, da die Grenzen verschwimmen, wagen sie sich auch in den Bereich der Space Opera und vermischen in „Roma Nova“ Elemente historischer Ereignisse mit einem futuristischen Setting.

INHALT
Von ihrem Planeten aus, haben die Römer ein viele Systeme umspannendes Reich geschaffen und viele andere Völker unterjocht, damit aber auch schlafende Feinde geweckt, die nur darauf lauern, das Reich anzugreifen, so wie die Dämonen, die sich innerhalb des Mare Nostrum verbergen.

Ein Überfall auf das Sternenschiff des mächtigen Legaten Lucius Marinus bringt die Ereignisse nach und nach ins Rollen. Denn die Seherin Marisa, die sie befreien, während alle anderen sterben, hat ein klares Ziel vor Augen und auch die Werkzeuge, die es für sie erreichen können: Die Gladiatoren, die zum Vergnügen der Römer ihr Leben in der Arena aufs Spiel setzen, allen voran Spartacus, ihr Mann …

MEINE MEINUNG
Auch wenn man in Geschichte nicht gerade bewandert ist und kaum Kenntnis über das erste vorchristliche Jahrhundert hat, so ist der Sklavenaufstand des Spartacus doch vielen durch Filme und Bücher ein Begriff. Diese historischen Ereignisse, einige ihrer Schlüsselfiguren und auch die politischen Intrigen im Hintergrund nutzt Judith C. Vogt um ihre eigene Geschichte zu spinnen, die den historischen Entwicklungen natürlich nur bedingt folgt.

Sie bewegt sich dabei auf verschiedenen Schauplätzen – nicht nur in der Arena und unter den Gladiatoren, sondern auch im römischen Adel, in dem Machtgier und Dekadenz einander die Hand reichen.

Verschiedene Figuren verbinden diese beiden Welten miteinander, so wie die Patriziertochter Constantia und der junge Gladiator Ianos, die als wichtige Identifikationsfiguren für die Leser dienen und dem Leser helfen in die Welt einzutauchen. Beide werden ausreichend charakterisiert, um sympathisch zu wirken.

Einige der Nebenfiguren besitzen genug Ecken und Kanten, sorgen für die ein oder andere Wendung, die die Geschichte nicht in allem vorhersehbar wirken lässt.

Der Stil ist flüssig, die Handlung wird flott erzählt und hat keine Längen, denn immer dann, wenn sie ins Stocken gerät sorgen Action und Entwicklungen für neue Spannung.

Dem Roman könnte man allenfalls vorwerfen, das das Setting beliebig und austauschbar ist, denn letztendlich sind Wissenschaft und Technik einfach nur Ambiente, werden nicht erklärt oder sind maßgeblich für das von den Figuren getragene Geschehen. Aber das ist eigentlich für das Genre der Space Opera normal – man denke nur einmal an „Star Wars“, in dem auch davon ausgegangen wird, dass die Technik funktioniert, aber gerade in den Anfangstagen nicht erklärt wurde, wie.

„Roma Nova“ ist Space Opera, wie sie im Buche steht, voller Intrigen und Action, übergroßen tragischen Helden und einem Hauch von Magie – flott erzählt und kurzweilig verfasst. Nur sollte man sich im Klaren sein, dass Technik und Wissenschaft in der Geschichte keine besondere Rolle spielen und der Roman in erster Linie unterhalten, aber nicht belehren und kritisieren will.

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106 Bibliotheken, 7 Leser, 1 Gruppe, 29 Rezensionen

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Mortal Engines - Krieg der Städte

Philip Reeve , Gesine Schröder , Nadine Püschel
Flexibler Einband: 336 Seiten
Erschienen bei FISCHER Tor, 24.10.2018
ISBN 9783596702121
Genre: Fantasy

Rezension:

Seit vielen Jahren ist Philip Reeve in seiner Heimat England ein erfolgreicher Autor, der vor allem durch sein „Mortal Engines“-Quartett die Aufmerksamkeit der Leserschaft gewann. Die Romane erschienen bereits Anfang des Jahrtausends in einem deutschen Verlag, dürften aber erst jetzt die breite Masse interessieren, da der erste Band „Krieg der Städte“ von Peter Jackson verfilmt wurde und diesen Dezember in die Kinos kommt.

INHALT
In einer fernen Zukunft ist die Erde verwüstet. Die Menschheit hat zwar überlebt, die meisten fristen aber ein eher elendes Leben in den wandernden Städten, die von gigantischen Motoren angetrieben werden. Man macht Jagd aufeinander, um an Nahrung und Rohstoffe zu kommen – nur wenige suchen in den Resten der Zivilisation nach diesen Dingen.


Die berühmteste und gefürchtetste der Städte ist London. Angeführt von einem skrupellosen Bürgermeister vereinnahmt sie jede andere wandernde Siedlung und pflegt eine strenge Hierarchie.

Eingebunden in diese ist auch der fünfzehnjährige Tom, der bisher nur ein Gehilfe ist, aber davon träumt, eines Tages in die Fußstapfen von Thaddeus Valentine zu treten, dem berühmtesten Sohn der Stadt und Chefhistoriker.

Doch als ein Mädchen mit einer tiefen Narbe im Gesicht sein Idol angreift und er dem Mann auch noch das Leben rettet, wird das Leben des Jungen auf den Kopf gestellt. Denn anstatt ihm zu danken, landet Tom dort, wo auch das Mädchen ist – in einem Müllschacht, der beide in die apokalyptischen Außenlande transportiert … und ein Abenteuer beginnt, dass es in sich hat.

MEINE MEINUNG
Die ersten Romane des Quartetts, zu dem es auch noch drei Prequels und eine Kurzgeschichtensammlung gibt, erschienen bereits Ende des 20. Jahrhunderts, als postapokalyptische Welten gerade erst wieder in Mode kamen und das Interesse der Leser weckten.

Philip Reeve verbindet dies aber auch mit einem sehr interessanten Setting, das auch Steampunk-Elemente aufweist und nicht nur in einer apokalyptischen Endzeit spielt. Denn die Menschen der wandernden Städte beherrschen die Technik lange nicht mehr so gut wie ihre Vorfahren, einige Bereiche müssen auch erst wieder erkundet und entschlüsselt werden. Doch selbst dann …

Die Geschichte ist als Jugendbuch konzipiert, das merkt man einerseits an der Gestaltung der Figuren und des Hintergrunds, aber auch an der verwendeten Sprache. Handlung und auch Erzählweise sind klar und überschaubar gehalten, viele technische Entwicklungen werden einfach als vorhanden und verwendbar vorausgesetzt.

Der Autor spart sich in einigen Bereichen einfach die Erklärungen und konzentriert sich mehr auf das Abenteuer, welches die Helden durch eine sterbende Welt führt, in der sich jeder selbst der nächste ist, Piratenstädte andere überfallen, berauben und die Bewohner entweder zu Sklaven machen oder umbringen. In London nehmen derweil die Intrigen weiter Lauf, die auch viel mit der Vergangenheit des narbigen Mädchens namens Hester und Tom zu tun haben, so dass der Autor am Ende auch wieder sauber die Fäden zusammenfügen kann.

Auch die Figuren sind eher simpel gestrickt, die meisten von ihnen auf ein paar Facetten reduziert, durch die sie genug Profil erhalten, um ihre Rolle in der Geschichte einzunehmen. Dabei wird auch mit Klischees nicht gespart.

Die Handlung wartet mit erstaunlich vielen Brutalitäten auf, auch wenn die Grausamkeit der Menschen nicht all zu explizit ausgeführt wird. Der Autor bleibt aber konsequent, was den Darwinismus angeht, der den Hintergrund durchzieht und lässt gerade einmal seine Helden überleben, damit die auch noch weitere Geheimnisse ihrer Welt ergründen können, denn das Abenteuer findet zwar einen vorläufigen Abschluss, viele Fragen bleiben aber offen.

Erzählt wird das ganze in einem flotten Stil, der nicht lange um bestimmte Sachen herumredet und oft gleich zur Sache kommt, so dass auch durch ihn und nicht nur einige böse Wendungen genug Spannung entsteht, um auch ältere Leser bei der Stange zu halten.

„Krieg der Städte“ bietet einen so dramatischen wie auch phantasievollen Auftakt des „Mortal Engines“-Quartetts. Die Geschichte bietet ein abwechslungsreiches, für jüngere Leser ab zwölf Jahren gut überschaubares Abenteuer vor einer Kulisse, die gekonnt Elemente aus gleich mehreren Genres miteinander vermischt, so dass auch erwachsene Fans ihren Spaß haben und bestens unterhalten werden.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Reiseziel Utopia

Stefan Holzhauer
Flexibler Einband: 366 Seiten
Erschienen bei Edition Roter Drache, 09.03.2018
ISBN 9783946425458
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Die meisten SF- Anthologien, die einen Blick in die Zukunft wagen, sehen diese meistens finster und grausam, zeichnen kein angenehmes Bild von dem was auf uns zukommen wird – angefangen mit dem totalitären Überwachungsstaat bis hin zu Aliens, die keine Skrupel haben, die menschliche Rasse auszuschalten. Diesem doch eher depressiven futuristischen Bild setzt Stefan Holzhauer nun lichtere Visionen seiner Autoren entgegen. So ist die Stimmung in den 21. Geschichten von „Reiseziel Utopia“ durchweg positiv oder zumindest hoffnungsvoll.

INHALT
Ein irdisches Forschungsschiff beobachtet den Krieger einer Rasse, die sich nach und nach in den Untergang treibt. Die Crew würde gerne eingreifen, aber es gibt Regeln auf die der Captain beharrt und die nicht übertreten werden dürfen. Bis zu dem Moment, in dem ein Besatzungsmitglied eine Lösung findet.

Die Nanobots und Maschinen sollen das Leben der Menschen erleichtert, aber ein Mädchen hat massive Schwierigkeiten damit und ist deshalb gegenüber ihren Altersgenossen weit zurück. Deshalb verzweifelt sie und beschließt wegzulaufen, in der Hoffnung, dass sie andere findet, die so sind sie wie sie.

Eine Kolonie hat längst vergessen, dass sie einst von den Sternen kamen und pflegt eigenartige Bräuche, Menschen entdecken Maschinen, die terraformen können, aber noch eine andere Lebensform hat bei der Gestaltung anderer Welten mitzureden. Es geht um interessante Erstkontakte, die Hoffnung, den Untergang der eigenen Welt zu überstehen, aber auch um Konflikte, die endlich beigelegt werden, um damit endlich voneinander zu profitieren.

MEDIADATEN

…Herausgeber: Stefan Holzhauer
…Autoren: Olaf Stieglitz, Ingo Muhs, Carmen Capiti, Gerhard Huber, Anja Bagus u.a.
…Verlag: Edition Roter Drache
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 364
…Erschienen : März 2018
…ISBN: 978-3946425458
…Preis: 14,95 EUR (eBook: 3,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Das sind nur einige der Erzählungen, mit denen die Autoren an die Zukunftsvisionen anknüpfen, die noch bis in die frühen 1970er Jahre den Markt beherrschten. Dort wurden andere Planeten ohne Probleme besiedelt und die Sternenreiche entstanden friedlich, technische Entwicklungen wurden nicht von vorneherein verteufelt und auch die Menschen folgten wie man es auch aus „Star Trek“ kennt noch eher den humanistischen Gedanken als der eigenen Machtgier.

Die Autoren toben sich jedenfalls aus und versuchen verschiedene Aspekte des Genres abzudecken. Die friedliche Expansion in den Weltraum und Forschungsreisen stehen dabei im Vordergrund, aber auch das Selbstverständnis der Menschen wird immer wieder auf den Prüfstand gestellt.

Letztendlich denken die Protagonisten nach und reden, versuchen friedliche Lösungen zu finden und nicht zu schießen, wie man es etwa aus der Space Opera kennt.

Wenngleich auch nicht alle Stories das gleiche Niveau erreichen, so sind sie doch alle gut lesbar und unterhaltsam gemacht, es gibt keine die wirklich nach unten hin ausreißt und den Leser völlig enttäuscht zurück lässt.

Manches mag in den Augen der Leser, die auf Dystopien geprägt sind, schon ein wenig naiv erscheinen, aber mit der Zeit gewöhnt man sich auch daran, weil wir einfach verlernt haben, positiv zu denken. Letztendlich wird vermutlich jeder seine Lieblinge und seine Flops finden, auch wenn die positivsten Beispiele eher am Anfang stehen. Zugleich bekommen hier auch fast nur Autoren eine Chance, die sich bisher in der Szene noch keinen großen Namen machen konnten, so dass ein frischer Wind durch die Sammlung weht.

„Reiseziel Utopia“ ragt ein wenig aus der Masse der deutschen Anthologien heraus, denn die „Geschichten aus einer hellen Zukunft“ sind eine gelungene Abwechslung zu den ganzen zynischen Endzeit-Dystopien, die die Szene prägen und erinnern daran, dass die Science Fiction auch sehr positive Utopien kennt, die man nicht vergessen sollte.

MEINE WERTUNG
4 von 5 hellen Reisezielen


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173 Bibliotheken, 20 Leser, 0 Gruppen, 69 Rezensionen

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NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Andreas Eschbach
Fester Einband: 800 Seiten
Erschienen bei Bastei Lübbe, 28.09.2018
ISBN 9783785726259
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der 1959 in Unna geboren Andreas Eschbach, welcher Luft- und Raumfahrttechnik studiert und aktuell im Software-Umfeld tätig ist, hat es geschafft, über Jahre hinweg, immer wieder SciFi-Werke zu verfassen die vielen Lesern tolle Lesestunden bereitet haben. Nun hat sich Eschbach einer Fiktion angenommen, die nicht unbedingt Neu erscheint und auch nicht ist, aber doch einen gewissen Reiz in sich trägt. So nimmt Eschbach als Handlungsort die Zeit des Dritten Reiches und mischt dieses mit den aktuellen technischen Errungenschaften wie etwa Internet, E-Mail, usw.

INHALT
Helene hat sich während ihrer Schulzeit zu einer der besten Programmstrickerinnen im Deutschen Reich entwickelt. Sie beherrscht Komputer im Schlaf und kann Sachen die Andere nie erreichen werden. So ist es auch kein Wunder, das sich nach Helenes Schulabschluss direkt das „Nationale Sicherheits-Amt“ standesgemäß per Elektrobrief bei ihr meldet. Dabei handelt es sich um einen Geheimdienst, welcher besonderen Wert auf „Geheim“ legt und nicht vielen Leuten bekannt ist.

Während ihrer Tätigkeit lernt Helene Eugen kennen, dieser ist als Datenanalyst fürs Amt tätig. Beide haben sich schnell in ihren Jobs verloren und arbeiten stupide einfach ihren Stapel ab. Bis sich eines Tages hoher Besuch, nämlich Heinrich Himmler – Reichsführer SS ankündigt, um sich ein genaues Bild vom NSA zu machen und dessen weitere Zukunft zu bestimmen. Dies scheint eine einmalige Chance zu sein und so legen sich die Mitarbeiter ins Zeug und präsentieren Himmler nicht nur eine Datenflut, sondern zeigen ebenfalls was man mit den gesammelten Einzeldaten über jeden Bürger herausfinden und somit entsprechende Maßnahmen beschließen kann. Helene wird durch diese Präsentation förmlich aus ihren Träumen gerissen und versteht erst nach und nach für welches System sie sich hat instrumentalisieren lassen.

MEDIADATEN

…Autor: Andreas Eschbach
…Verlag: Bastei Lübbe
…Format: Hardcover
…Seiten: 600
…Erschienen: September 2018
…ISBN: 978-3785726259
…Preis: 22,90 EUR (eBook: 16,95 EUR)

MEINE MEINUNG
Mit „NSA – Nationales Sicherheits-Amt“ serviert Andreas Eschbach uns Lesern einen gut sechshundertseitigen Brocken welcher es trotz seiner Mischung schafft einen aktuellen Eindruck, durch die gesellschaftlichen Entwicklungen, zu hinterlassen.

Eschbach gelingt die Mischung aus Dystopie, Historie und Thriller zwar und das gebotene Setting, welches sich stark an die Geschehnisse in den 1930+1940 anlehnt, gemischt mit der technischen Entwicklung von heute, bringt doch erschreckendes hervor und man stellt sich öfters die Frage „Was wäre, wenn…“.

Die beiden Protagonisten Helene und Eugen treiben die Story konstant voran, allerdings verliert sich Eugen nachher ein wenig und ich stellte mir öfters die Frage, worum man diesen Charakter so sehr ins Buch verwoben hat um ihn dann so zu vernachlässigen.

Die Rasanz der Story nimmt stetig zu, und man merkt förmlich wie man auf das Finale zusteuert, es wird zu schnell, zu viel. Am Anfang und in der Mitte des Buches hat man eindeutig zu viel Platz für, aus meiner Sicht, belanglose Beschreibungen verloren. Diese Beschreibung hätte nicht sein müssen, da ich mir sicher bin, das ein Großteil der Leserschaft weiß was manch technische Errungenschaft ist. Dies nervt nach einiger Zeit, nicht nur weil es da ist, und plump einen anderen Namen verpasst bekommen hat, sondern weil es den Anschein der Oberlehrerhaftigkeit hat.

Auch wenn ich letztlich einen Artikel zu politischen Aussagen in der SciFi und Fantasy gelesen habe und da Zustimme, dass dies in den letzten Jahren immer weniger der Fall ist, schafft es Eschbachs Werk schon durch das Cover für Aufmerksamkeit und Diskussion zu sorgen. Allerdings schwingt bei mir das Gefühl nach, dass man sich für dieses Cover nicht bei einem neuen Autoren entschieden hätte.

Alles in allem ist „NSA – Nationales Sicherheits-Amt“ ein guter Versuch, reißt mich aber nicht vom Hocker wie andere Eschbach-Werke. Schade!

MEINE WERTUNG
3 von 5 Überwachungsm

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 12 Rezensionen

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Mörderspiel - LARP-Krimi

Daniela Beck
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 06.08.2018
ISBN 9783961880546
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Kriminalgeschichten gibt es wie Sand am Meer, aber nur wenige Autoren würden vermutlich auf die Idee kommen, die in einem Setting anzusiedeln, das vielen Lesern fremd ist. Daniela Beck beweist nun mit ihrem Buch „Mörderspiel“, dass sie nicht nur ziemlich mit dem vertraut ist, über das sie schreibt, sondern die sich daraus ergebenden Besonderheiten auch Neulingen nahe bringen kann.

INHALT
Lilli und Marksu sind ein perfektes Paar. Sie harmonieren in so ziemlich allen Bereichen, nur an das seltsame Hobby, dass ihr Freund pflegt, muss sich die junge Frau noch gewöhnen. Deshalb bleibt sie zunächst auch erst einmal ziemlich skeptisch, als er sie einlädt, an einem solchen Wochenende teilzunehmen, das von einer Bekannten organisiert wird und in kleinem Rahmen abläuft. LARP, oder besser „Live-Action-Roleplaying“, ist das für erwachsene Menschen nicht ziemlich albern?


Sie muss in die Rolle einer jungen Frau aus den 1960er Jahren schlüpfen, die in einem alten Herrenhaus zu Besuch ist und dort ein Verbrechen aufklären soll. Zunächst ist sie skeptisch, doch schon bald, nach dem Fund eines alten Tagebuchs leckt sie Blut und ist mehr oder weniger Feuer und Flamme.

Schon bald taucht sie ganz ein in ihre Rolle, Die Grenzen zwischen Spiel und Realität verschwimmen, denn schon bald zeigt sich, das hinter den ganzen Hinweisen und Andeutungen eine grausame Wahrheit verbirgt.

MEINE MEINUNG
Die Handlung selbst mag eher überschaubar gestrickt sein, wird aber spannend präsentiert, denn die Autorin springt gekonnt zwischen den Ebenen hin und her, um ihre Hinweise zu verstreuen und die Handlung voran zu treiben. Auf der einen Seite ist da das Tagebuch einer verstorbenen Frau namens Charlotte, die von dem seltsamen Verhalten einiger Personen in ihrem direkten Umkreis und das in der Mitte der 1950er Jahre berichtet, dann die reale Welt, in der Lilli erst Bedenken hat und immer wieder die Erlebnisse mit ihrem Freund und den anderen Mitspielern bespricht – und schließlich das fiktive Szenario, in dem sie als Ermittlerin auch ihren Freund ganz neu kennen lernen muss, aber schon bald in Gefahr gerät, weil jemand verhindern möchte, dass das Geheimnis ans Licht kommt.

Der Wechsel kommt nicht abrupt, da man durch die Kapiteltitel genau weiß, ob die Ich-Erzählerin jetzt sie selbst ist oder eben gerade in ihrer Rolle steckt. Auf spielerische Weise wird dem Leser, der sich nicht mit der Szene auskennt, so nach und nach diese Form des Rollenspiels vorgestellt, Fans, die selbst schon in andere Rollen geschlüpft sind, werden so manches wieder erkennen.

Natürlich hat die Autorin alles ein wenig begrenzt und auch die Figurenanzahl auf das Wesentliche beschränkt, folgt teilweise klassischen Handlungsmustern aber die Geschichte verfehlt ihre Wirkung dennoch nicht.

Obwohl die Figurenzeichnung eher oberflächlich bleibt, nimmt man doch Anteil am Wirken, Denken und Handeln der Charaktere und entwickelt Sympathien. Noch viel wichtiger ist das Ambiente, dass sehr glaubwürdig vermittelt wird und vielleicht bei dem ein oder anderen die Lust weckt, selbst einmal an so etwas teil zu nehmen. Die Mission des Buches wird damit mehr als erfüllt.

Alles in allem ist „Mörderspiel“ eine unterhaltsame und spannende Einführung in die LARP-Szene, die für Fans und Neueinsteiger gleichermaßen interessant ist, da man sich wie die Heldin nach und nach in diese ganz eigene Welt einfindet, in der es möglich ist, für eine gewisse Zeit in ein anderes Leben zu schlüpfen. Leichtfüßig erzählt die Autorin einen vielleicht nicht innovativen, aber sehr stimmungsvollen Krimi.

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14 Bibliotheken, 2 Leser, 1 Gruppe, 11 Rezensionen

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Die Hilfskräfte - Die wahren Herren des Dungeons

Stefan Cernohuby , T.S. Orgel , A. S. Bottlinger ,
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 31.03.2018
ISBN 9783958693548
Genre: Sonstiges

Rezension:

Von Anfang an waren sie in den „Pen & Paper“-Rollenspielen beliebt und wurden gerne genutzt, die mit unzähligen Fallen gespickten Tunnelsysteme unter der Erde, in der junge Abenteurer gegen Monster kämpfen und kostbare Schätze erbeuten konnten. Welchen Sinn und Zweck diese aufwendigen Katakomben hatten, war mehr oder weniger unwichtig, auch wer den Betrieb in ihnen aufrecht erhielt, da die Helden sicherlich nicht die ersten waren, die dort eindringen. Diese Bildungslücke möchte nun die Anthologie „Die Hilfskräfte“ beheben, in der sich die Autoren augenzwinkernd über „Die wahren Herren des Dungeon“ auslassen.

INHALT
Vierzehn Geschichten entführen die Leser hinter die Kulissen einer Welt, in der es niemals hell wird und das Leben auf Tunnel und Schächte begrenzt wird. Da ist etwa die unterdrückte Schankmagd, die mehr oder weniger unfreiwillig Mitläuferin in einer Heldengruppe wird, aber erst im Dungeon ihre Bestimmung findet.

Mehrfach müssen die Betreiber eines Dungeons die Prüfung durch die Beamten der IDO über sich ergehen lassen, denn immerhin bestimmt die „Internationale Dungeon Ordnung“, was die Helden dort erwarten darf, und was nicht. Man lernt die Leute kennen, die hinter den Helden aufräumen oder die Monster füttern, wenn mal kein Abenteurer zur Stelle ist, die Bürokräfte, die versuchen, den Laden am Laufen zu halten, auch wenn ihre Untergebenen unangenehme Fehler begehen oder das Geld knapp wird.

Dann wieder gibt es die Helfer, sie sogar einmal Freundlichkeit gegenüber denen zeigen, die sich am Inhalt der Gänge und Kerker vergreifen wollen, aber sind die Helden aus der Oberwelt es wert, dass man ihnen entgegenkommt und sie unterstützt?

MEDIADATEN

…Herausgeber: T. S. Orgel, A. S. Bottlinger & S. A. Cernohuby
…Verlag: Amrun Verlag
…Autoren: Christian von Aster, Ju Honisch, Judith & Christian Vogt, Susanne Pavlovic, u.a.
…Format: broschiert
…Seiten: 298
…Erschienen: März 2018
…ISBN: 978-3958693548
…Preis: 13,00 EUR (eBook: 4,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Die meisten der Erzählungen machen sich gekonnt über die Klischees lustig, die sich im Laufe der letzten Jahrzehnte entwickelt haben, nur einige wenige haben einen etwas ernsteren Unterton, wie die allererste und die, in der ein Dunkelzwerg sein Herz entdeckt und etwas tut, was höchst ungewöhnlich ist.

Meistens sind es die Unterdogs, die in den Geschichten auftrumpfen dürfen, seien es nun diejenigen, die den Dreck aufräumen dürfen, weil sie angeblich zu nicht mehr taugen … und dabei doch die eigentlichen Helden sind, dann wieder diejenigen, die die Fallen reparieren dürfen und ab und an mit den Abenteurern zu tun bekommen.

Man erfährt, dass das ganze eigentlich ein großes Geschäft ist, ein gut laufender Vergnügungspark für Oberflächenbewohner, die sich aussuchen können, welcher Gefahr sie sich überhaupt aussetzen wollen. Andere wieder kämpfen um jeden Besucher, weil ihnen von neueren Dungeons der Rang abgelaufen wird und müssen sich wirklich etwas einfallen lassen, um weiter zu bestehen.

Letztendlich kommen aber so endlich einmal die Figuren zu ihren Recht, die sonst nur immer wie Kanonenfutter behandelt werden, nicht einmal einen Namen und schon gar keine Persönlichkeit erhalten. Das ist hier anders und wirkt manchmal sehr amüsant, denn wer hat schon einmal einer Hydra in die Köpfe geschaut, oder mit einem Goblin gefühlt? Alles in allem ist keine Geschichte wirklich schlecht, viele hinterlassen sogar Eindruck und fast alle ein gutes Gefühl.

Die Auswahl, die die Herausgeber getroffen haben, ist sehr abwechslungsreich, so dass vermutlich jeder Leser seine Highlights finden wird, sei es nun unter den schrägen und humorvollen Erzählungen, in denen die Gags das Wichtigste sind oder die kleinen Abenteuer, die spannend durch den Dungeon führen und so manche kleine Überraschung enthüllen.

Alles in allem ist „Die Hilfskräfte“ eine runde Sache, die vor allem passionierte Rollenspieler zum Schmunzeln bringt, weil so manches Klischee auf den Kopf gestellt wird, das sie selbst gerne genutzt haben, aber auch normale Leser ohne Abstriche ansprechen kann. Die Autoren bieten eine Vielzahl unterhaltsam ausgeführter Ideen über die man trotz Ähnlichkeiten jedes Mal aufs Neue schmunzeln kann.

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1 Bibliothek, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Die Kreuzfahrerstraße

Michael A. Stackpole , Anke Steinbacher
Flexibler Einband: 376 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 21.06.2018
ISBN 9783867622851
Genre: Fantasy

Rezension:

Michael A. Stackpole ist schon ein alter Hase, was Romane zu etablierten Welten betrifft und bewegt sich in allen phantastischen Genres sicher. Nun steuert er mit „Die Kreuzfahrerstraße“ auch einen Roman zur Welt der „Pathfinder-Saga“ bei.

INHALT
Fürstin Tyressa Vishov kann nicht verhindern, dass ihre Familie aufgrund von Intrigen ihre Ländereien in Ustalav verliert und dann auch noch verbannt wird. Soll sie mit dem verbliebenen Besitz ein armseliges Leben fristen und hoffen, dass ihre Kinder es irgendwann einmal wieder schaffen, gesellschaftlich aufzusteigen, oder wagt sie den Weg ins Ungewisse.

Tatsächlich entscheidet sie sich dafür, mit allen, die sie begleiten wollen, in die wilden und noch nicht erschlossenen Flusskönigreiche vorzustoßen und dort eine neue Existenz aufzubauen und findet auch einige Unterstützer, die sie mit den notwendigen Dingen versorgen.


Der Schritt ist gewagt, denn in den Wäldern lauern viele Gefahren, angefangen mit den Feenwesen, Ogern und Goblins, hin zu Räuberbanden und Raubrittern. Und können sie wirklich jedem der anderen Siedler trauen, die sich bereits in der Wildnis niedergelassen haben?

Der Baron von Schwarzbach macht sehr schnell deutlich, dass er keine Konkurrenz zulassen wird, aber Tyressa und ihre Kinder sind bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen, was auch immer auf sie zukommen mag. Und dass jeder von ihnen besondere Talente hat, das zeigt sich schon bald.

MEINE MEINUNG
In Pathfinder dreht es sich mehr oder weniger um die Erschließung noch unerforschter wilder Regionen am Rande der etablierten Königreiche. Der Spieler kann dabei in verschiedene Rollen schlüpfen – in den Romanen ist der Autor nur wenig an die Archetypen gebunden, auch wenn er die ein oder anderen in der Geschichte auftauchen lässt.

Erzählt wird eine typische Siedler-Geschichte, wie man sie aus Wildwest-Romanen und anderen historischen Geschichten kennt.

Mit viel Mut und Naivität ziehen diejenigen, die den Neuanfang wagen wollen aus, einige von ihnen hadern recht schnell mit der Wildnis und den ihnen fehlenden Errungenschaften. Wer sich allerdings nicht anpassen will, geht schnell unter.

Wie man sich denken kann, umschiffen die Heldin und ihre Familie alle Klippen und lassen sich nicht beirren, Lady Tyressa ist eine starke Frau, die auch Kampfesmut beweist und sich nicht hinter ihren Männern verstecken muss, auch die verborgenen Talente ihrer Kinder kommen nach und nach ans Licht.

In der Hinsicht bietet die Geschichte keine Überraschungen, denn es wird dabei der ganze Katalog an gefährlichen und fruchtbaren Begegnungen abgespult, die vermutlich auch im Spiel selbst zu finden sind.

Allein das Ende wirkt ein wenig hastig, wird die Intrige, die für die Action sorgt, doch erst sehr spät eingeleitet. Gerade die Tatsachen, dass die Helden ihren wahren Gegenspieler nicht erkennen, lässt vermuten, dass es noch eine Fortsetzung geben wird.

Ansonsten ist die Handlung weitestgehend in sich geschlossen und bietet auf dem Weg dahin solide, wenn auch nicht tiefer gehende Unterhaltung. Die Figuren sind ausreichend charakterisiert, so dass man mit ihnen fühlt, wenngleich auch ohne Ecken und Kanten. Und tatsächlich muss man das Rollenspiel nicht kennen, um alles zu verstehen, denn die notwendigen Informationen werden im Roman selbst vermittelt.

„Die Kreuzfahrerstraße“ ist ein unterhaltsamer und solider Roman zur „Pathfinder-Saga“, der die wichtigsten Elemente des Rollenspiels herausarbeitet, aber auch diejenigen zu unterhalten weiß, die letzteres nicht kennen oder kennenlernen wollen sondern nur unterhaltsames Fantasy-Abenteuer lesen wollen.

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28 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 9 Rezensionen

Der Orkfresser

Christian von Aster
Flexibler Einband: 352 Seiten
Erschienen bei Klett-Cotta, 10.03.2018
ISBN 9783608981216
Genre: Fantasy

Rezension:

Christian von Aster gehört zu den Autoren, die die deutsche Szene weniger mit Massenware beglücken als mit witzigen und frechen Werken, aus denen die Satire nur so hervor quillt. Deshalb macht er sich auch in seinem neusten Buch „Der Orkfresser“ bewusst über die Auswüchse des Marktes lustig und schwenkt dann doch wieder zu einem düster-intelligenten Märchen um.

INHALT
Aaron Tristen hat es eigentlich geschafft. Seine Romane um „Engel gegen Zombies“ haben die Bestsellerlisten gestürmt, stehen auf den Listen auf Platz eins, und wann immer er eine Lesung macht, stürmen die Fans die Bude.

Aber der neuste Termin dieser Art bringt ihm zum Grübeln, denn er merkt, wie sehr er in die perfide Maschinerie geraten ist, in der für seinem Agenten und dem Verlag nur noch eine Kuh ist, die gemolken werden muss, so gut es geht.


Deshalb kommt es auf der Lesung zu einem Eklat und Tristen versucht die Reißleine zu ziehen, indem er aussteigt. Er nimmt einen anderen Namen an und versteckt sich in Leipzig, einer Stadt voller Erinnerungen.

Für einen Moment kann er aufatmen, doch dann fängt er sich auch schon wieder Ärger mit einer Rockerbande ein, die es von nun an auf ihn abgesehen haben. Und er trifft auf eine illustre Selbsthilfegruppe, die ihn daran erinnert, dass Schreiben für ihn mehr ist, als nur Geld zu verdienen. Oder warum er nicht mehr länger seine Seele verkaufen wollte.

Dadurch gewinnt er an Kraft, taucht aber auch immer mehr in eine Welt ein, in der Fiktion und Realität verschwimmen …

MEINE MEINUNG
„Der Orkfresser“ beginnt mit einer sehr typischen Szene – eine Buchhandlung veranstaltet ein Event mit einem bekannten Autoren, obwohl den meisten Angestellten das Genre überhaupt nicht liegt, sie aber gute Miene zum bösen Spiel machen. An Fans tauchen so einige auf, auch die unangenehmen Typen, die quietschenden Mädchen, die gerne eine bestimmte Person wiedersehen möchten und deshalb dem Autoren zusetzen, oder die Kritiker. Und nicht zuletzt sind da die Cosplayer und Larper, die sich bei dieser Gelegenheit eher selbst darstellen, als den Autoren zu unterstützen.

Natürlich überzeichnet der Autor die Figuren und badet in Klischees, selbst als sein Held schon längst geflohen ist, aber es steckt auch ein Körnchen Wahrheit in der Darstellung des Literaturbetriebs und der Leute, die an den Hebeln sitzen. Natürlich ist ein Verlag daran interessiert. Profit zu machen und ein Agent will Geld verlieren.

Und letztendlich wird kein Autor auf Dauer nur das schreiben können was er gerade will, denn nur wenn er sich selbst verrät, kann er weitere Bestseller schreiben … nur hat das seinen Preis.

Die Erzählweise ist bitterböse, macht klar, dass auch der Erfolgreichste schnell stürzen kann, wenn er nicht funktioniert – etwas, was auch im normalen Leben wieder zu finden ist.

Seinen Fans aus der literarisch angehauchten Szene um Goth und Punk kommt er ebenfalls entgegen, indem er ein Szenario entwirft, das all die dunklen Seiten des Aussteigerlebens zeigt und dabei kein Blatt vor den Mund nimmt. Am Ende zieht er sogar eine bittere Konsequenz.

Alles in allem ist das Buch eines, bei dem dem Leser mehr als einmal das Lachen in der Kehle stecken bleibt, das aber auch ein paar positive Momente in dem ganzen düsteren Dilemma besitzt, wie auch einen sympathischen Protagonisten, dessen Verhalten man meistens sehr gut nachvollziehen kann.

Allerdings sollte man für diese Art von Büchern offen sein, sonst wird man sich sehr schnell langweilen, da die meisten Ereignisse doch eher alltäglich oder schräg als episch sind.

Alles in allem ist „Der Orkfresser“ kein typischer Fantasy-Roman, sondern eher eine bitterböse und gelegentlich etwas sperrige Satire auf den modernen Literaturbetrieb, in dem nicht mehr länger die Phantasie zählt, sondern nur noch das, was Geld bringt – egal wie ausgelutscht es sein mag und welchen Preis der Autor dafür zahlt.

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12 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 10 Rezensionen

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THE DIVINE CHRONICLES 2 - TÄUSCHUNG

M.R. Forbes
Flexibler Einband: 380 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 14.05.2018
ISBN 9783961880256
Genre: Science-Fiction

Rezension:

„Täuschung“ ist der zweite Band von „The Divine Chronicles“, einer Serie, in der Urban-Fantasy Autor M. R. Forbes wieder einmal vertraute Elemente aus beiden Genres munter durcheinander mischt, um seine Leser zu unterhalten. Im Mittelpunkt steht Landon Hamilton, ein sogenannter Diuscrucis, der zwischen Engeln und Teufeln steht, aber auch kein Mensch ist.

INHALT
Fünf Jahre sind seit den Ereignissen vergangen, die Landon in seine Rolle wachsen ließen, durch die er Liebe und Verrat erlebt und auch ein Vermächtnis in die Hand gegeben bekam. Inzwischen kennt er seine Fähigkeiten und weiß genau, wo seine Grenzen liegen.


Zwei Jahre der Zeitspanne hat er die Engel unterstützt, zwei weitere sich aus allem heraus gehalten. Und nun scheint es so zu sein, dass er die Dämonen zu seinem Recht kommen lassen muss. Zumindest scheint es sein „Boss“ so zu wollen.

Aber Landon tut sich ein wenig schwer, erinnert er sich doch noch gut daran, dass er von einer Person, der er sehr vertraut hat, verraten wurde. Wo sich Rebecca nun herum treibt, das will er auch eigentlich gar nicht wissen, oder doch? Dann aber wird er an ein Versprechen erinnert. Denn ausgerechnet Sarah, auf die er ein besonderes Auge haben sollte. Doch warum? Was ist so besonders an ihr, dass sie entführt wurde?

MEINE MEINUNG
Nach einer Weile des Vorgeplänkels, in dem der Leser mitbekommt, was der Held in den letzten Jahren getrieben hat, werden die Weichen für das nächste Abenteuer gestellt. Wer den ersten Band nicht kannte, ist gut vorbereitet, denn die wichtigsten Dinge hat er erfahren, so dass er nicht erst lange darüber nachgrübeln muss, wer welche Rolle in Landons Leben spielt.

Die Geschichte ist wie auch schon die erste flott erzählt, die lakonische Erzählweise gibt der als Ich-Erzähler fungierenden Hauptfigur durchaus Charakter und wirft auch ein gewisses Augenzwinkern auf die ganze Handlung.

Das Universum ist frech aus allen möglichen Versatzstücken des Horrors zusammengestückelt, funktioniert aber so wie es soll, zumindest da die Rolle einiger Wesen ein wenig umdefiniert wird, was zumindest einen frischen Hauch auf die Geschichte wirft, der aber nicht immer greift, da sich ein paar dinge zu oft wiederholen

Alles in allem ist auch der zweite Roman unterhaltsame Lektüre und greift ein paar offene Handlungsstränge und Andeutungen aus dem ersten auf und schafft so eine gesunde Verbindung zwischen den Büchern.

Wieder einmal bleibt Landon sich treu, macht genügend Fehler und tritt in Fettnäpfchen, so dass er nicht all zu sehr wie ein Superheld wirkt. Nur das Ende ist nicht ganz so rund, wie es sein könnte, es lässt dann doch ein paar mehr Fragen offen als der erste Roman der Serie und wirft schon einmal Schatten voraus, die neugierig auf die Fortsetzung machen.

Wie immer setzt das Buch in erster Linie auf Unterhaltung, Tiefgang sollte man also weniger erwarten.

Auch „Täuschung“ schafft es, den Leser problemlos zu unterhalten, Der zweite Band von „The Divine Chronicles“ ist kurzweilig, frech und angenehm zu lesen, bietet sich also wunderbar als Strandlektüre an.

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22 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 11 Rezensionen

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Starship - Verloren im Weltraum

Brian Aldiss
Flexibler Einband: 340 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 18.07.2018
ISBN 9783961880171
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Der 2017 verstorbene Brian W. Aldiss gehört zu den großen Science-Fiction-Autoren der 1960er bis 1980er Jahre und gewann viele Preise, vor allem für sein Spätwerk, die „Helliconia“-Trilogie. Zu den etwas weniger beachteten Früh-Werken gehört „Starship – Verloren im Weltall“, ein Roman von 1958, den der Manticore-Verlag nun wieder aufgelegt hat.

INHALT
Roy Complain kennt kein anderes Leben als das eines Jägers und Sammlers auf den Ebenen des riesenhaften Raumschiffes, in dem mutierte Pflanzen alles überwuchert haben und die Menschen dazu zwangen, in eine primitivere Zivilisationsstufe zurück zu fallen.


Doch nach dem Tod seiner Frau hat er jedes direkte Lebensziel verloren und schließt sich seiner, von Priester angeführten Expedition an, um die Geheimnisse zu ergründen, die ihre Ahnen hinterlassen haben und auch herauszubekommen, woher die Fremden eigentlich stammen, die sie immer wieder unterwandern.

Das Unternehmen ist gefährlich führt aber schon bald zu überraschenden Entdeckungen, die Complains gesamtes Weltbild auf den Kopf stellen – und nicht nur das Seine. Denn auch eine andere – höher entwickelte Gruppe weiß noch nicht alles – und findet mit den Suchern noch so einiges mehr heraus.

MEINE MEINUNG
Die Handlung von „Starship“ ist eigentlich recht simpel. Die Bewohner dieser in sich geschlossenen Welt sind die Nachfahren von Weltraumreisenden und sich durchaus bewusst, dass sie auf eine Arche leben, einem Generationenschiff in dem einiges aus dem Ruder gelaufen ist.

Deshalb scheint es mehr als legitim, nach dem legendären Kontrollraum zu suchen und vielleicht etwas zu tun, um damit die noch legendärere Erde zu erreichen, zumal es den Menschen überhaupt nicht passt, dass sie von Fremden unterwandert werden.

Mit jeder Ebene die sie erkunden, gibt es neue Antworten, aber auch eine ganze Menge Fragen kommen hinzu. Am Ende ist die Wahrheit eine ganz andere als sie vermutet haben, aber nicht minder erschütternd.

Natürlich versucht der Autor die Geschichte mit Action aufzupeppen, sein Anliegen ist aber im Grunde ein ganz anderes: Er zeigt, wie sich die Besatzung einer Weltraumarche durch die Einflüsse aus dem All verändern kann und erzählt bewusst aus deren Sichtweise, um nicht all zu viel auf einmal zu verraten. Leider bewahrt er auch eine gewisse Distanz zu den Charakteren, dass man nicht so wirklich mit ihnen mitfiebern mag und auch nur wenig Entwicklung in ihrem Denken erkennen kann, als die Welt der Helden aus den Fugen gerät.

Man merkt dem Roman allerdings auch sein Alter an, nicht nur was die Rollenklischees betrifft, auch die Beschreibung der Technik und der Gesellschaftsformen hat etwas Antiquiertes an sich. Manches wirkt auch angestaubt, sorgt aber zugleich für eine interessante Atmosphäre. Die Geschichte selbst findet einen vorläufigen Abschluss, endet aber so offen, dass man durchaus noch eine Fortsetzung anhängen könnte.

Ob „Starship – Verloren im Weltraum“ das Prädikat „Klassiker“ verdient, muss wohl jeder Leser selbst entscheiden, denn was dem einen bereits zu langweilig und unglaubwürdig sein könnte, wirkt auf den anderen faszinierend und interessant, gerade weil es wie aus einer anderen Zeit und Welt stammt.

MEINE WERTUNG
3,5 von 5 Fremden

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Ceres One: Ein SciFi-Noir-Kurzroman

Jan-Tobias Kitzel
E-Buch Text: 141 Seiten
Erschienen bei null, 10.06.2018
ISBN B07DNKKWCD
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jan-Tobias Kitzel, mir seit seiner LodlanD-Rollenspielzeit und seinem Shadowrun-Roman „Flammenmeer“ ein Begriff, hat in den letzten Jahren immer wieder mit Romanen und Kurzgeschichten auf sich aufmerksam gemacht Nun ist mit „Ceres One“ ein Kurzroman erschienen welcher durch seinen Genre Mix meine Neugier geweckt hat.

INHALT
Hank Richards hat es nach dem Zweiten Weltkrieg zum Departement verschlagen. Dort hat er sich seine Sporen als Mordermittler verdient. Sein Alltag wird derzeit durch eine Mordserie bestimmt, wobei er zwar schnell ein Täterprofil ermitteln konnte, aber seitdem auf der Stelle tritt, da seine Ermittlungen ihn nicht wirklich voran bringen.


Dies ändert sich, als Richards durch einen Informaten einen brauchbaren Hinweis erhält. Als es daraufhin zur Konfrontation kommt, welche letztendlich in einer Verfolgungsjagd mündet, stürtzt Richards von einem Hausdach.

Die Lebensbilder flimmern am inneren Auge vorbei und es wird dunkel. Richards ist aber, auch zu seiner eigenen Verwunderung, nicht gestorben, sondern wacht auf Ceres One auf. Einer in ferner Zukunft existierenden Raumstation. Den Schock verdauend, sich den aktuellen Alltagsherausforderungen meisternd, stellt Richards schnell fest, dass er wohl nicht der Einzige ist, der diese merkwürdig Zeitreise erlebt hat, denn schnell finden sich Hinweise zu einem bekannten Mörder wieder. Damit beginnt die Hetzjagd erneut.

MEINE MEINUNG
Kennt ihr das, ihr lest einen Roman und euer Kopfkino untermalt die Story vom ersten Satz an. So ging es mir mit „Ceres One“. Mein Filmvorführer spielte sofort einen alten Schwarzweiß-Schinken ein und untermalte so Richards Ermittlungen mit allen nur gängigen Klischees, die Jan-Tobias Kitzel vollends, in die Story einbauend, nutzte. Sei es der Protagonist selbst, welcher ein typischer Stereotyp ist, oder sei es die Örtlichkeiten, welchen einen sofort bekannt erscheinen.

Den Wechsel in die zweite Phase, also in die Zukunft, schafft die Story ohne großes Geholpere und bedient sich hier wie selbstverständlich einem altbekannten Muster. Ohne das dies ausgelutscht wirkt.

Ein wenig schade finde ich allerdings, das der Alltag, den Richards auf Ceres One bewältigen muss, etwas zu kurz kommt und sich der alte Haudegen zu schnell anpasst.

„Ceres One“ ist eine unterhaltsame Story in einem tollen Setting, in welches sich die charaktere toll einbinden. Ich hoffe auf weiter Abstecher in dieses Genre.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Mordermittlungen

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MARVEL Avengers Die größten Superhelden aller Zeiten

Scott Beatty , Alan Cowsill , Alastair Dougal
Fester Einband: 216 Seiten
Erschienen bei Dorling Kindersley, 20.03.2018
ISBN 9783831035137
Genre: Kinderbuch

Rezension:

In den letzten Jahren scheint es sich der englischsprachige Verlag Dorling Kindersley zur Aufgabe gemacht zu haben, zu filmischen Blockbustern wie „Star Wars“ oder erfolgreichen Franchises Enzyklopädien heraus zu geben, die eine interessante Übersicht geben wollen. Nach dem bereits früh gestarteten Hype um „Avengers: Infinity War“, war es auch nicht verwunderlich, dass man sich dort nicht nur der Filme annahm, sondern auch der dahinter stehenden Comics. Das Buch ist nun auch auf Deutsch erschienen.


INHALT
Die „Avengers“ entsprangen dem Wunsch vieler Leser in den 1960ger Jahre, ihre Lieblingshelden auch einmal gemeinsam in Aktion zu sehen, und nicht nur gelegentlich in kurzen Stippvisiten in den Reihen anderer Heroen. Und da Teamwork schon damals groß geschrieben wurde, erdachten Stan Lee und andere damals die Avengers, eine Heldentruppe aus Kämpfern, die bisher in ihren eigenen Serien zu finden waren, später auch Figuren, die ihr Debüt bei der Heldentruppe gaben und erst später eigene Reihen bekamen, wenn sie sich als interessant genug erwiesen.

Die Enzyklopädie verfolgt nun die wechselvolle Geschichte der Avengers, die Höhen und Tiefen, die Erfolge und Schlappen, die sie davon tragen mussten. Auch blieben die Gründungsmitglieder der Gruppe nicht lange allein, denn sie bekamen schon bald Zuwachs. Auch gingen immer wieder Mitglieder, so dass ein ständiger Wechsel der Heldenfiguren für die passende Dynamik in den Abenteuern und Kämpfen suchten.

Als Teil des großen Marvel-Kosmos arbeitete man auch mit den X-Men zusammen oder nahm Mutanen in die Gruppe auf, später dann wagte man den Sprung ins All.

MEINE MEINUNG
Die Enzyklopädie ist erstaunlich aktuell, denn das gerade in Deutschland ausklingende Event „Secret Empire“ wird zumindest noch erwähnt, wenn auch nicht mehr ausführlich vorgestellt. Aber das war ja in der Übersicht der Marvelfilme nicht viel anders.

Die Sammlung geht tatsächlich chronologisch vor und konzentriert sich ganz auf die wichtigen Episoden in der Geschichte der Avengers, stellt deren wechselnde Gegenspieler und die Katastrophen aus dem All vor, denen sie sich immer wider entgegen stellen mussten und für die ein Held allein zu schwach gewesen wäre.

Die Chronologie beginnt in den 1960er Jahren und zieht sich tatsächlich bis in das Jahr 2017 durch, so dass die 216 Seiten prall gefüllt sind. Die Informationen gehen zwar nie wirklich in die Tiefe und verlangen zumindest rudimentäre Kenntnisse des Universums, geben aber dennoch, garniert mit den entsprechenden Bildern, einen soliden Überblick. Und der hat es in sich, denn das Gesicht der Avengers hat sich im Prinzip mit jedem Jahrzehnt verändert und neu definiert.

Fans der Filme erhalten zudem die Gelegenheit, das Marvel Cinematic Universe mit der Vorlage zu vergleichen. Es ist manchmal überraschend, wie viel von dem grafischen Hintergrund in die Streifen eingeflossen ist, wenn auch oft anders zusammengefasst.

Spannend und unterhaltsam bietet die Ezyklopädie viel Lesestoff für alle, die auf die Comics neugierig geworden sind, aber nicht so wirklich wissen, wo sie anfangen sollen, denn hier bekommen sie tatsächlich erstmals einen überzeugenden Führer an die Hand, durch den sie nicht gezwungen sind, sich durch Hunderte von Seiten zu wühlen.

Wer durch die letzten Blockbuster im Kino auf dem Geschmack gekommen ist und mehr über die „Avengers“ an sich erfahren möchte, sich aber nicht durch Berge von Comics lesen mag, der sollte getrost zu der hier vorliegenden Enzyklopädie greifen, denn sie schafft es problemlos einen guten Überblick über deren Geschichte zu geben, ohne sich dabei zu verzetteln.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Avengers

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Kampf gegen die Zukunft

Marion G. Harmon , Daniel Mayer
Flexibler Einband: 308 Seiten
Erschienen bei Feder & Schwert, 21.06.2018
ISBN 9783867622974
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Im „Pen & Paper“-Rollenspiel „Wearing the Cape“, das nach den „FATE Core“ Regeln gespielt wird, schlüpfen die Spieler in die Rolle von Superhelden einer möglichen Variation der Erde. Wie das aussehen kann, beschreibt auch die Romanserie, die die Abenteuer von „Astra“ verfolgt, einer der stärksten Superheldinnen der Welt.

INHALT
Inzwischen hat Hope Corrigan alias „Astra“ ihre Ausbildung abgeschlossen und ist nun ein vollwertiges Mitglied der Sentinels von Chicago, auch wenn sie große Verluste hinnehmen musste, hat sie doch nicht nur ihren Freund und Mentor Atlas verloren, sondern geriet auch mehrfach in den Fokus des „Teatime Anarchisten“, bei dem ihr nie klar war, ob dieser gut oder böse ist.


Da das Leben trotz einer postraumatischen Belastungsstörung und mieser Presse, weil die Öffentlichkeit und viele Fans ihr den Tod von Atlas anlasten, weiter gehen muss, stürzt sie sich um so mehr in ihre Aufgaben, was bedeutet, dass sie Monster erledigen und durchgeknallte Sentinels aufhalten muss.

Gerade als alles wieder ein bisschen besser läuft und sie wieder neuen Mut schöpft, wird sie daran erinnert, das das Karma immer dann zuschlägt, wenn sie es am wenigsten erwartet. Erst  kann sie bei einem Bankraub nicht alles verhindern, was sie verhindern müsste, dann geschieht ein schrecklicher Mord … und das erinnert sie daran, dass sie ihrem vom „Teatime Anarchisten“ prophezeiten Schicksal wohl doch nicht so gut entgehen kann …

MEINE MEINUNG
Das erfrischende an der Serie ist wohl, dass Hope trotz ihrer besonderen Fähigkeiten immer noch ein Mensch bleibt und ihre Psyche nicht ganz so belastbar ist, wie ihr Körper. Sie spürt Verlust ebenso wie Angst und kämpft natürlich auch mit bitterer Enttäuschung, Gefühlen, die sie erfrischend normal machen.

Bei den Abenteuern spult der Autor im Prinzip das Repertoire ab, das man von einer guten Superheldengeschichte erwartet. Es geht darum, die bösen Buben aufzuhalten, seien es nun Monster unter Bankräuber, durchgeknallte Fanatiker oder andere Supermenschen, die sich und ihre Kräfte nicht unter Kontrolle haben.

Natürlich bekommen sie es diesmal auch mit fiesen Gegenspielern zu tun, die nicht so leicht zu besiegen sind, weil ihre Fähigkeiten es ihnen erlauben, andere – selbst Sentinels – wie auf einem Schachbrett vor sich her zu bewegen.

Und das sorgt für eine abwechslungsreiche Handlung, bei der Hope einerseits kleine Erfolge feiert und wieder an Selbstbewusstsein gewinnt, dann aber auch wieder von dem, mit dem man sie konfrontiert zu Boden geschmettert wird. Neben den Konflikten und Spannungen in der eigenen Gemeinschaft kommen nun auch die gegenüber anderen Superheldengruppen dazu, so dass die Geschichte letztendlich niemals langweilig wird. Tatsächlich gibt es immer noch genug Themen, die neu interpretiert werden und die große Bandbreite eines Superheldendaseins zeigen, auch die private Seite, die in diesem Fall zwar zutiefst amerikanisch ist, aber durchaus zum Lebensgefühl der Serie passt.

Das Buch hat keine Längen, ist durch den flotten Stil angenehm zu lesen und macht durch die vielen Andeutungen und Hinweise Lust, die Abenteuer von Hope und ihren Freunden weiter zu verfolgen, wie lange die auch noch gehen mögen.

„Kampf gegen die Zukunft“ ist wie der erste Band von „Wearing the Cape“ ein spannender und unterhaltsamer Roman, der das Superheldenthema auf erfrischende Weise interpretiert aber sich dennoch augenzwinkernd, mit viel Humor und Abenteuerlust vor diesem Bereich der Popkultur verneigt.

MEINE WERTUNG
4,5 von 5 Helden

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489 Bibliotheken, 29 Leser, 2 Gruppen, 171 Rezensionen

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Children of Blood and Bone – Goldener Zorn

Tomi Adeyemi , Andrea Fischer
Fester Einband: 624 Seiten
Erschienen bei FISCHER FJB, 27.06.2018
ISBN 9783841440297
Genre: Jugendbuch

Rezension:

Die 1993 geborene Tomi Adeyemi ist eine Amerikanerin mit nigerianischen Wurzeln. Nach ihrem erfolgreich abgeschlossenen Studium in Harvard widmet sie sich ganz der westafrikanischen Kultur und Mythologie, von der sie auch viel in ihr Romandebüt hat einfließen lassen. „Goldener Zorn“ ist allerdings auch der Auftakt ihrer Trilogie „Children of Blood and Bone“.

INHALT
Ein machthungriger König zerstörte die magische Welt, in die Zelie hinein geboren wurde. Mit sechs Jahren musste sie miterleben, wie ihre Mutter, eine begnadete Seelenfängerin einfach ermordet und zur Abschreckung hingerichtet wurde, zusammen mit anderen, die ihre Gaben zum Wohle des Dorfes eingesetzt hatten. In jeder Nacht versiegte auch die Magie, und alles wurde anders.


Seither leben die Divine in Angst vor den Soldaten des Herrschers, werden als „Maden“ bezeichnet und voller Willkür misshandelt, gerade wenn die Gefahr besteht, dass noch einmal jemand seine Macht entfesseln könnte.

Als sie zur jungen Frau herangewachsen ist, erfährt Zelie, das es noch eine Hoffnung gibt, die Magie wieder zu erwecken und damit den König zu besiegen. Durch ein besonderes Ritual zur Sonnenwende kann die Kraft zu den Menschen zurück kehren und der König besiegt werden.

Zusammen mit ihrem Bruder lässt sich Zelie auf das Wagnis ein und stellt sich den kommenden Herausforderungen, zu denen auch der Prinz des Landes gehört, der auf ihre Fährte angesetzt wird, um sich zu bewähren.

MEINE MEINUNG
Eigentlich ist „Goldener Zorn“ ein klassisches Fantasy-Abenteuer mit allem was dazu gehört. Wir haben den schurkischen König, der wie jeder Ursupator um seinen Thron fürchtet und die Gefahren auszuschalten versucht und dabei keine Grausamkeit scheut. Auf der anderen Seite steht die mutige junge Frau, die durch das Schicksal und den Verlust ihrer Mutter um so entschlossener ist, etwas gegen die Ungerechtigkeit gegenüber ihrem Volk zu unternehmen.

Dazu kommen treue Gefährten, die auf dem Weg zur Erfüllung der Prophezeiung, die über allem hängt, an ihrer Seite stehen und jeder seine eigene Aufgabe bekommt, in der er glänzen und der Heldin den Weg bereiten darf.

Und um die ganze Geschichte zu würzen ist dann da auch noch der Prinz, der zunächst seinem Vaer gerecht zu werden versucht, dann aber erkennen muss, dass seine Aufgabe eine ganz andere ist, ebenso wie sein Schicksal.

Die Hauptfiguren sind leicht zu erkennen, gut und böse ausgezeichnet voneinander zu trennen, so dass es auch in der Handlung nicht wirklich eine Überraschung gibt und der Roman inhaltlich durchschnittlich bliebe, wäre da nicht das Setting.

Denn hier hat die Autorin tatsächlich etwas Neues geschaffen, einen Hintergrund, der zwar in groben Zügen vertraut ist, dann aber auch wieder exotisch genug, um in den Bann zu schlagen und mit Mythen und Legenden zu faszinieren. Das Ambiente ist stimmig und sehr intensiv. Genau so wie die Schilderungen von Ausgrenzung und Rassismus.

Allerdings wird dem Leser erst im kämpferischen Nachwort der Autorin bewusst, auf was sie in ihrer Geschichte immer wieder anspielt – die alltäglichen Ungerechtigkeiten, die Afro-Amerikaner in ihrem Land und dem alltäglichen Leben zu spüren bekommen. Aber das kann man leider auch viel zu leicht überlesen, scheinen doch die Gedanken und Gefühle der Figuren wichtiger zu sein, inklusive der unvermeidlichen Romanzen, die in so einem Roman nicht fehlen dürfen.

Zurück bleibt ein zwiespältiger Eindruck.

Auf der einen Seite bietet die Autorin einen faszinierenden Hintergrund und eine ungewohnte Mythologie, die man so selten genug zu lesen bekommt, auf der anderen Seite versucht sie erst gar nicht aus den Fantasy-Klischees auszubrechen und bietet Charaktere, die sich meistens so verhalten, wie man es von ihnen erwartet.

Die Spannung ist moderat, immerhin ist die Geschichte flüssig genug geschrieben, um Längen zu vermeiden. Genrefans werden bedingt ihren Spaß haben, vor allem wenn sie bereit sind, die üblichen Wendungen zu überlesen, die mit einer Liebesgeschichte einhergehen.

„Goldener Zorn“, der erste Band von „Children of Blood and Bone“ hat ein interessantes und schon ausgebautes Setting krankt aber ein wenig an der Durchschnittlichkeit seiner Handlung und seiner Figuren, die sich leider all zu sehr nach den Klischees richten, die heute in Romanen für junge Fantasy-Leser üblich sind.

MEINE WERTUNG
3,5 von 5 Maden

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

Das Spiel (Nevernight 2)

Jay Kristoff
herunterladbare Audio-Datei
Erschienen bei Argon Verlag, 25.04.2018
ISBN B07C3YYS67
Genre: Sonstiges

Rezension:

Jay Kristoff lebt mit seiner Frau in Melbourne Australien. Er ist passionierter Rollenspieler und kennt sich daher in den Welten der Fantasy bestens aus. Mit der „Nevernight“-Saga versucht sich der Master of Arts als Autor und macht seine Sache nicht einmal schlecht. Nach „Die Prüfung“ ist nun „Das Spiel“ erschienen, der die Geschichte von Mia fortsetzt.

INHALT
Nach der grausamen Ermordung ihrer Familie hat Mia Zuflucht bei der Roten Kirche gefunden. Vielleicht hat sie ihre Prüfung nicht auf die übliche Art und Weise abgelegt, aber durch die Salbung des verstorbenen Oberhauptes ist ihr neuer Status als „Klinge“ unveränderbar. Die Meister und Lehrer fechten ihn auch nicht an, verdanken diese Mia doch ihr Leben, das durch Verrat aus den eigenen Reihen in Gefahr gewesen war.


Und auch Mia hat einen weiteren Mann töten können, der für den Untergang ihrer Familie verantwortlich gewesen war. Nun fehlen nur noch zwei, an die aber nur schwer heranzukommen ist: Konsul Scaeva und Kardinal Duomo.

So gut sie kann fügt sich Mia wieder in die Gemeinschaft ein und tut, was man ihr sagt, dann aber bekommt sie nach und nach das Gefühle, dass die Oberen der Roten Kirche ein falsches Spiel mit ihr und ihren Rachegelüsten treiben. Denn sie halten sie so fern von ihren Zielen wie es nur geht, speisen sie mit unbedeutenderen Aufträge ab.

Doch dass lässt Mia irgendwann nicht mehr mit sich machen. Sie zieht mit den entsprechenden Informationen Konsequenzen und geht von nun an ihren eigenen Weg.

MEINE MEINUNG
Jay Kristoff hat sich eines Themas angenommen, dass in der heutigen Fantasy fast schon zum Standardthema geworden ist. Denn viele der in der Fantasy aktiv handelnden jungen Frauen, haben irgendwie die Aura der gefährlichen Ninja oder Assassine um sich, damit sie ein wenig aus der Masse heraus ragen können.

Aber er betet anders als viele Kolleginnen nicht die üblichen Klischees herunter und macht seine Figur dadurch weicher. Mia mag zwar die Liebe kennengelernt haben, aber sie kann sie nicht ausleben. Allein ihre Menschlichkeit konnte sie dadurch bewahren – ein Charakterzug, der vielen anderen in diesem Roman abgeht.

Außerdem scheint er es zu lieben, bestimmte Wahrheiten immer wieder umzukehren und auf den Kopf zu stellen, so dass man zum einen nicht sicher sein kann, wer die Geschichte überlebt und welche Wendung nun schon wieder alles auf den Kopf stellt.

Zudem scheut er sich nicht, Gewalt und Grausamkeit anzusprechen, die Abgründe menschlicher Gefühle und Gedanken auszuleben. Die Beschreibungen sind erschreckend explizit, so dass auch in diesem Band der Serie mehr als einmal zartbesaitete Seelen schlucken werden.

Alles in allem macht der Autor alles richtig, denn die Handlung entwickelt sich spannend, findet eine gute Balance zwischen Action und Beschreibungen – entwickelt die Figuren interessant weiter und sorgt durch viele Wendungen, dass man das Geschehen überhaupt nicht vorher sehen kann.

Dazu kommt ein gewisses Augenzwinkern, garniert mit zynischen Bemerkungen und einer wohl dosierten Portion Sex.

Dadurch ist der Roman weit davon entfernt eine verkappte Romanze im Fantasy-Gewand zu sein, er ist so abwechslungsreich, dass auch Genrefans ihren Spaß haben werden.

„Nevernight – Das Spiel“ mag zwar ein vertrautes Thema behandelt, das derzeit in der Fantasy sehr beliebt ist, Autor Jay Kristoff macht aber alles richtig, denn er bietet Figuren und eine Handlung, die man auch jetzt noch nicht wirklich einschätzen kann. Die Geschichte ist Spannung pur, abwechslungsreich und dürfte auch manch einen Genrefan zufriedenstellen, der wesentlich weniger erwartet hat als er bekommt!

MEINE WERTUNG
4,75 von 5 Leichen

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3 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Blinde Wächter

Christian Günther
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Amrun Verlag, 18.03.2018
ISBN 9783958692985
Genre: Fantasy

Rezension:

FAAR ist ein sterbender Kontinent, auch wenn noch nicht viel zu erkennen ist. Aber das gebeutelte Land droht auf der einen Seite in den Fluten zu versinken oder von der wilden und ungezügelten Natur verschlungen zu werden. Gerade erst hat man es geschafft, auch eine Invasion der Meermenschen abzuwenden, aber die Spuren bleiben.

INHALT
Gerade in der mächtigen und uralten Stadt Alaris greift die Bruderschaft hart durch, um die Reinheit der Menschen zu bewahren, denn immer mehr Menschen tragen das Mal des Ozeans und drohen sich in den Feind zu verwandeln.

Aus diesem Grund halten sich auch die Helden nicht mehr länger in der Metropole auf. Hyron und Syuk suchen Zuflucht in der verruchten Stadt Kath und versuchen dort zwischen Gladiatorenkämpfen und alten Tempeln ihr Glück zu machen, aber so recht will ihnen das auch nicht gelingen, denn sie kommen unangenehmen Geheimnissen auf die Spur.

Alix kämpft derweil damit, dass auch sie das Mal des Ozeans trägt und es wegzuschneiden versucht, gleichzeitig sind Gaben in ihr erwacht, von denen sie bisher noch nichts wusste, und die unangenehmes Interesse wecken könnten. Gemeinsam mit Gor und Harmis, die ebenfalls ihr Kratzen haben, macht sie sich zur Ablenkung auf die Suche nach dem jungen Kartographen und Freund Gormar, der schon seit einer ganzen Weile verschwunden ist. Das weckt das Interesse der „Blinden Wächter“, die den Weltenbruch genau im Auge behalten.

MEDIADATEN

…Reihe: FAAR – Das versinkende Königreich
…Autor: Christian Günther
…Verlag: Amrun Verlag
…Format: Klappbroschur
…Seiten: 232
…Erschienen: März 2018
…ISBN: 978-3958692985
…Preis:  12,90 EUR (eBook: 3,99 EUR)

MEINE MEINUNG
Christian Günther hat mit „FAAR“ eine durchaus interessante Welt erschaffen. „Das versinkende Königreich“ ist eben keine Welt voller Saft und Kraft, die durch ein paar Helden und epischen Schlachten gerettet werden kann, sondern eher eine sterbende Welt, die mit Invasionen verschiedenster Art und der daraus resultierenden Veränderung in der Gesellschaft fertig werden muss, was zu brutalen und fanatischen Auswüchsen führt.

Die Helden sind typische Abenteuer, die an nichts und niemanden außer vielleicht ihren ebenfalls herumwandernden Freunden, gebunden sind, nirgendwo eine Familie und Besitz zurücklassen, das macht sie unabhängig, erinnert aber durch Zusammensetzung und Fähigkeiten ziemlich an so manch eine Rollenspielgruppe, die zwar einen Auftrag hat, aber zunächst nicht so recht weiß, wie sie das Problem lösen sollen.

Der Autor nutzt die Suche nach dem kartographierenden Freund, um weitere Facetten des Landes und seiner Bewohner vorzustellen, schafft es dadurch allerdings nicht so gut den roten Faden straff zu halten, so dass man sich als Leser schon gelegentlich fragt, welche Informationen die Helden überhaupt weiter bringen.

Die Handlung schlägt ein paar Haken, Action lockert das Geschehen auf, allerdings ist die Spannung nicht so greifbar wie in „Die Aschestadt“.

Dennoch ist die Geschichte gut geschrieben und flüssig zu lesen, so dass zumindest in dieser Hinsicht keine Längen aufkommen. Gerade wer abenteuerliche Questen in exotischen Welten lesen will, ist hier gut aufgehoben.

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2 Bibliotheken, 1 Leser, 0 Gruppen, 1 Rezension

MARVEL Studios Die Marvel Kinofilme

Adam Bray
Fester Einband: 128 Seiten
Erschienen bei Dorling Kindersley, 20.03.2018
ISBN 9783831035335
Genre: Kinderbuch

Rezension:

Es ist schon lange gute Tradition, das Serien oder zumindest Blockbustern mit Romanen oder aber auch Sachbüchern zum Film begleitet werden. Vor allem der englische Verlag Dorling Kindersley hat sich damit hervor getan, sind die meisten dieser Enzyklopädien doch recht unterhaltsam gemacht und oft auch informativ. Mit „MARVELStudios Die Marvel Kinofilme“ geht man nun einen etwas anderen Weg, um auf das große Event des Jahres vorzubereiten: „Avengers: Infinity War“.

INHALT
Auf jeweils vier bis sechs Doppelseiten werden die bisherigen Filme des Marvel Cinematic Universe vorgestellt, beginnend mit dem 2008 angelaufenen „Iron Man“, über die Solofilme vieler anderer Helden, vor allem „Thor“ und „Captain America“ bis hin zu den beiden ersten Abenteuer, die die Helden gemeinschaftlich bestanden haben und die jeweils eine Phase abschlossen.


Jeder dieser Streifen brachte einen kleinen Mosaikstein mehr in die Geschichte ein, die in „Avengers: Infinity War“ nun ihren Höhepunkt erreichen soll. Da der Film zu dem Zeitpunkt noch nicht angelaufen war, wird man hier mit einigen Bildern vertröstet.

MEINE MEINUNG
Der größte Sinn der Sammlung besteht wohl darin, dass begeisterte Fans erstmals eine Übersicht über alle Filme des Marvel Cinematic Universe bekommen, die auf das große Ziel hinarbeiten, selbst die, die schon ein wenig in den Hintergrund gerückt sind wie „Hulk“.

Überraschenderweise wurde „Spiderman: Homecoming“ ausgelassen, vermutlich weil nicht so ganz klar ist, wo man die Geschichte nach „The First Avenger: Civil War“ eigentlich ansiedeln soll, da es im Film selbst eine irreführende Angabe gibt.

Aber alle anderen Streifen sind in dem Buch vorhanden. Es gibt einen kurzen Abriss der Geschichte, begleitet mit vielen Bildern und ein paar ergänzende Informationen zu den wichtigen Personen, Schauplätzen oder Artefakten, die aber nicht viel mehr verraten als nötig.

Da sich das Buch in erster Linie an jüngere Leser richtet, ist es in einem sehr flapsigen und frechen Ton gehalten, und bewusst nicht so ernst wie viele andere Titel dieser Art. Wer sich weitergehende Informationen, Pläne oder auch Einblicke gewünscht hat, kommt etwas zu kurz, wer sich aber vor dem großen Event noch einmal alles ins Gedächtnis rufen möchte, was in den vorhergehenden Filmen vorkam ist nicht schlecht beraten, sich diese Zusammenfassung zuzulegen, denn sie gibt auch einen guten Hinweis, in welcher Reihenfolge man sich alles ansehen kann.

Alles in allem ist „Marvel Studios – Die Marvel Kinofilme“ durch das Fehlen von „Spiderman: Homecoming“ nicht ganz vollständig und dem ein oder anderen vielleicht auch zu oberflächlich, aber letztendlich eine gute Ergänzung zu den Filmen, wenn man schnell die ein oder andere Kleinigkeit nachschlagen möchte.

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16 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

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War of Gods - Krieger des Nordens

Poul Anderson
Flexibler Einband: 460 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 14.06.2018
ISBN 9783961880157
Genre: Fantasy

Rezension:

Der Mantikore-Verlag hat sich in den letzten Jahren immer wieder mit guten Neuauflagen in schicken Gewändern hervorgehoben. Nun nimmt man sich nach „Hammer oft he North“ den nächsten „Viking“-Werk zur Brust, nämlich „War of Gods“ von Poul William Anderson. Dieser Name sollte bei vielen Lesern die Lesefreude steigern, schließlich handelt es sich bei dem 1926 in Pennsylvania, USA geborenen Autor um einen mehrfachen HUGO- und NEBULA-Awards Gewinner. Außerdem war Anderson Präsident der „Science Fiction and Fantasy Writers of America“ und prägte so nicht nur als Autor die Genre-Geschehnisse. Leider war seine Zeit im Jahr 2001 abgelaufen – aber seit der RPC-Germany 2018 kann man sein Schaffen beim Mantikore-Verlag genießen.


INHALT
Gram, seines Zeichens König von Dänemark herrscht glorreich. Nicht nur sein Volk empfindet das so, sondern teils auch die Machtinhaber der Nachbarstaaten. Dies bringt Unmut und Hassgefühle mit sich, so das Gram auch nur eine kurze Herrschaft beschert ist, denn der Schwedenkönig trachtet nach Expansion.

In seinen letzten Stunden hat Gram allerdings dafür gesorgt das seinen beiden Söhnen nichts passiert. So verschafft er Gudrom, seinem älteren Sohn, einen Unterschlupf in der Stadt und dem Säugling Hadding einen Unterschlupf den niemand vermuten würde. Grams Gemahlin, nach und nach in die Enge getrieben, biedert sich als letzten Ausweg denjenigen an, welcher für ihre missliche Lage verantwortlich scheint. Das geht so weit, das sie sogar dessen Gemahlin wird.

Was keiner ahnt, ist das Hadding bei den Riesen Unterschlupf findet und dort von zwei Riesen aufgezogen wird, welche Gram sehr verbunden waren. So mausert sich der Säugling, durch die harte Schule der Riesen, zu einem kräftigen Jüngling.

Über die Jahre hinweg werden Hadding‘s Fortschritte von engen Gefolgsleuten Gram‘s überprüft. Als Hadding nun zum jungen Mann herangewachsen ist, soll er seine erste Reise zu den Gefolgsleuten antreten.

Was Hadding dann erwartet stellt sein Leben, diesmal bewusst, erneut auf den Kopf. Es endet darin das Hadding sein Thronerbrecht beanspruchen will und dadurch die Machtverhältnisse im Land auf den Kopf zu stellen droht.

Schnell geht es in die ersten Abenteuer, welche Hadding zeigen, dass er sich auf seine Landsleute verlassen kann. Diese sind am Anfang meist erstarrt, sieht Hadding doch seinem jungen Vater sehr ähnlich. Doch wenn der erst Schock überwunden ist, werden alte Schwüre aufgefrischt und es geht gemeinsam gegen den Feind.

Allerdings ist Haddings Weg nicht so einfach wie er sich das gedacht hat. So ist sein Weg mit Blut und Leichen gepflastert. Aber Hadding scheint einen großen Vorteil zu haben, welcher ihm erst nach und nach bewusst wird, denn eines Tages trifft er auf einen merkwürdigen einäugigen Wanderer. Dieser taucht ab diesem Zeitpunkt immer dann auf, wenn Hadding bis zum Hals im Dreck steckt. Welches Ziel Dieser verfolgt ist dem rechtmäßigen Dänenkönig aber nicht recht klar.

MEINE MEINUNG
„Alles, was dieses Buch macht, ist eine Geschichte zu erzählen“, so steht es im Nachwort und trifft den Nagel mit dem Thorhammer voll auf den Kopf. Poul Anderson schnappt sich die Hadding Saga, nimmt einige Teile aus der Edda und fügt einiges historisches hinzu, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit oder Realismus erfüllen zu wollen. Dies ist auch gar nicht schlimm, denn „War of Gods – Krieger des Nordens“ ist ein phantastischer Unterhaltungsroman.

Ja ich gebe zu, ich habe einige Kapitel gebraucht, bis ich mit den ganzen Namen und Ortsbezeichnungen usw. eingegroovt hatte und diese nicht mehr als Lesebremse empfand. Aber jetzt nach Ende des Werkes ist das vollkommen ok, schließlich sind wir bei den Nordmännern.

Was Anderson hier in 35.Kapteln zwischen die Buchdeckel geschrieben hat, sucht ein wenig seines Gleichen, schließlich umfasst die Geschichte die Dauer eines Gottgleichen Leben, von der Geburt, übers Heranwachsen, die ersten Eroberungen, Machtausübungen bis hin zum Verrat. Dabei schafft es Anderson, obwohl manche Ereignisse nur kurz abgehandelt werden, nicht gehetzt oder getrieben zu schreiben. Da ist es ein Wonne zu merken, dass man nun wieder ein Jahr in einem Satz hinter sich gebracht hat. Anderson setzt gekonnt an der richtigen Stelle eine längere Szenenverweildauer ein sorgte so dafür, dass mein Kopfkino stets was zu tun hatte.

Die Charaktere und das Setting sind ausreichend detailliert beschrieben und machen, wenn man sich darauf einlässt, wirklich Spaß und verlangen im Anschluss eindeutig nach mehr.

Auch die Neuübersetzung die der Mantikore-Verlag hier vorstellt ist gelungen und ich finde das, genau wie das Cover sehr gelungen.

Für mich ein paar tolle Lesestunden! Ich freue mich schon auf die nächsten Anderson-Werke, welche der Verlag bereits angekündigt hat.

MEINE WERTUNG
4,25 von 5 Nordmänner

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Die Gleichheit der Blinden

Nora Beyer
Buch: 236 Seiten
Erschienen bei Periplaneta, 01.03.2018
ISBN 9783959960816
Genre: Fantasy

Rezension:

Nora Beyer ist schon in der Welt herumgekommen und hat an verschiedenen Orten als wissenschaftliche Mitarbeiterin gearbeitet, aber nun scheint sie ihre Berufung im Schreiben gefunden zu haben, sei es als Journalistin oder Autorin, „Die Gleichheit der Blinden“ ist der Debütroman der begeisterten Mountainbikerin.

INHALT
In Alleland herrscht absolute Gleichheit, die Menschen bilden eine Gemeinschaft, in der alle in die gleiche Kerbe schlagen und keiner aus der Reihe tanzt. Sollte man jedenfalls meinen … aber da gibt es die Fantasten, die Träumer, die die Gleichschaltung in Frage stellen und damit den Frieden und die zerbrechliche Balance in Frage stellen. Um sie zum Schweigen zu bringen, brennen überall die Scheiterhaufen. Auch Anna droht der Tod, denn sie soll für ihr Vergehen zu Träumen hingerichtet werden? Kann ihr Schicksal noch abgewendet werden.

In einer anderen Zeit und an einem anderen Ort, wächst die verwaiste Elsa bei der strengen Frau Heidelbrecht auf, die nicht viel von den Spinnereien des Mädchens hält. Mit Tieren, ja selbst Insekten reden? In den Tag hinein träumen und deshalb die reale Welt verpassen? Das geht schon gar nicht, so jemand kann doch nur verrückt sein und gehört an einen ganz bestimmten Ort?

MEDIADATEN

…Autor: Nora Beyer
…Verlag: Periplaneta – Edition Drachenfliege
…Format: Klappbroschur
…Seiten: 234
…Erschienen: März 2018
…ISBN: 978-3959960816
…Preis: 14,00 EUR

MEINE MEINUNG
Der Klappentext bezeichnet die Geschichte als dystopischen Fantasy-Roman, aber das trifft es nicht ganz. Die Geschehnisse mögen simpel sein, teilweise sogar Klischees wiedergeben, die man aus vielen anderen Romanen oder gar Märchen kennt – inklusive der Vornamen der Hauptfiguren, die durch Disney bestimmte Assoziationen erzeugen, aber es steckt, wenn man bereit ist, zwischen den Zeilen zu lesen, mehr dahinter.

Denn worum geht es eigentlich? Äußert die Autorin nicht auf diese Art und Weise Kritik an der heutigen Gesellschaft und warnt davor, wohin das alles führen kann. Am einfachsten ist es für die Öffentlichkeit und die Politiker heute schon, wenn alle Leute in die gleiche Kerbe schlagen und keiner anfängt darüber nachzudenken. Wenn alle der gleichen Meinung sind, gibt es ja eben auch keinen Unfrieden.

Anna bekommt das in ihrer Welt sehr deutlich zu spüren, Elsa nur in der abgeschwächten Form Denn wo man heute die exzessiven Träumer oder allein die, die sich nicht anpassen wollen, nur weg sperrt und unter Medikamente setzt, merzt man sie später lieber gleich ganz aus, um die Stimme, die sie erheben könnten, auszumerzen.

Das ganze ist in eine Handlung eingebettet, die sich irgendwo zwischen knallhartem Abenteuer und düsterem Märchen bewegt und auf Ablenkungen wie romantische Gefühle weitestgehend verzichtet. Die Geschichte bleibt ganz bei den Mädchen, die versuchen, ihren Weg zu finden, aber auch zu überleben.

Die Spannung bleibt allerdings eher moderat, weil die Autorin im Abenteuer eher mit vertrauten Mustern arbeitet. Wer sich aber ganz in die Geschichte hinein versetzen kann, merkt schnell, dass der Stil mehr Tiefe besitzt als am Anfang zu erkennen ist.

Alles in allem ist „Die Gleichheit der Blinden“ ein interessantes, aber auch nicht leicht zu genießendes Buch. Das eigentliche Abenteuer ist simpel und vorhersehbar, das was den Roman aber aus der Masse hervor hebt, sind die vielen interessanten und nachdenkenswerten themen und Ideen, über die es sich nachzudenken lohnt.

MEINE WERTUNG
4 von 5 Fantasten

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Die Nadir-Variante

Armin Rößler , Slava Gerj
Flexibler Einband: 300 Seiten
Erschienen bei Wurdack Verlag, 14.10.2017
ISBN 9783955561000
Genre: Science-Fiction

Rezension:

Armin Rösler schuf für seine erste Science-Fiction-Trilogie das „Argona-Universum“ und stellte fest, dass sich noch viele Geschichten mehr vor diesem Hintergrund erzählen lassen, die nicht unbedingt mit der Saga verbunden sind oder wenn nur ganz locker. Bei „Die Nadir-Variante“ ist das der Fall.

INHALT
Paz Nadir ist einer der Piloten, der in der eilig zusammengeschusterten Flotte versucht, seine Heimatwelt vor einer herannahenden Flotte unbekannter Aggressoren zu beschützen. Doch die Schlacht gegen die Übermacht gerät zu einem Desaster. Nur mit knapper Mühe und Not schafft es der junge Mann der Zerstörung zu entkommen und gerät dabei an Bord eines Schiffes, das der Brunderschaft von Taronn kontrolliert wird.


Das nimmt ihn mit auf die Raumstation Penquareel, wo Nadir nicht nur hofft, sein Schiff reparieren zu können, sondern auch Verbündete für den Kampf um seine Heimatwelt zu finden. Dabei kommt Nadir auch mit dem zwielichtigen Hentscher Rof in Kontakt, der mehr über den Angriff und die Gegner zu wissen scheint.

Anderenorts muss sich Ville Sterndaal, der Herr des Planeten Cheros mit einem Eindringling in seinem Sonnensystem herumschlagen. Die Unbekannten wollen ohne wenn und aber zu dem Nachbarplaneten seiner Welt, ohne jedoch zu verraten, warum. Und ausgerechnet die Bruderschaft von Taronn scheint in diesem Fall dazwischenfunken zu wollen, aufgrund einer eigenen Agenda.

MEINE MEINUNG
Zwei verschiedene Schauplätze bestimmen die erste Hälfte des Romans, so dass man sich bis zu einem bestimmten Punkt fragt, wie die einzelnen Ereignisse eigentlich ineinander greifen wollen, zumal sie nichts miteinander zu tun haben. Dass dem nicht so ist, zeigt sich im letzten Drittel der Geschichte, wo langsam aber sicher die Fäden verknüpft werden und immer wieder zwischen den beiden federführenden Helden hin und her gesprungen wird.

Armin Rößler entfesselt wieder einmal die ganze Lebendigkeit seines Universums, das in erster Linie von den farbenfrohen Beschreibungen der Welten und Völker lebt, bei der Handlung aber eher auf sicheren Pfaden wandelt. Denn die ist solide aber überschaubar konstruiert, wird durch viele Klischees aufgelockert, damit der Autor nicht mehr ganz so viel erklären muss. Einiges dabei ist allerdings zu offensichtlich.

Die meisten der zahlreichen Nebenfiguren entwickeln nur wenig Profil, leider bleibt auch Paz Nadir eher blass und unausgereift, während man bei Ville Sterndaal eher bereit ist, mitzufiebern, weil dieser auch Ecken und Kanten zeigt.

Alles in allem wird jedoch genug von dem geboten, was eine gute Space-Opera ausmacht, einschließlich kosmischer Verbindungen, die weiter reichen, als man zunächst denkt, Geheimnisse, die einige der Figuren mit sich herum schleppen und enthüllt werden, sorgen für die nötige Spannung, die einem bis zum Ende damit beschäftigt, weiter zu lesen.

Alles in allem ist „Die Nadir-Variante“ ein solider Space-Opera-Roman mit einer überschaubaren aber halbwegs spannenden Handlung und zumindest einigen Figuren mit denen man sich anfreunden kann, auch wenn gerade der Titelheld doch eher in der Flut interessanter anderer Figuren untergeht.

MEINE WERTUNG
3,25 von 5 Varianten

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35 Bibliotheken, 2 Leser, 0 Gruppen, 20 Rezensionen

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Instabil: Die Vergangenheit ist noch nicht geschehen

Thariot , Sam Feuerbach
E-Buch Text
Erschienen bei null, 31.10.2017
ISBN B0772S3CSF
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:


© Rocket Bookls

Sam Feuerbach und Thariot haben sich zusammengefunden um nun gemeinsam eine Trilogie zu beginnen, die irgendwo zwischen Thriller und Science Fiction spielt. „Instabil“ schafft es, verschiedenste Zeitreise-Theorien unter einen Hut zu bringen, und man darf neugierig sein, die das endet, was in „Die Vergangenheit ist noch nicht geschehen“ beginnt.

INHALT
Der Düsseldorfer Patrick Richter ist eigentlich ein ganz normaler Bürger und gewöhnlicher Mensch ohne Besonderheiten, zumindest hält er sich dafür. Deshalb fällt er auch aus allen Wolken, als eines Morgens ein Sondereinsatzkommando des BKA seine Wohnung stürmt und festnimmt. Er steht unter Terrorismusverdacht – schon bald merkt er, dass dadurch seine sämtlichen Bürgerrechte außer Kraft gesetzt worden sind, und er wie der letzte Dreck behandelt wird.


Doch es kommt noch schlimmer. Gerade als er dem FBI übergeben und nach Guantanamo geschafft werden sollen, wo sein Schicksal noch ungewisser sein wird, findet er sich plötzlich in Wuppertal wieder. Niemand scheint ihn dort zu kennen. Kaum, dass er realisiert hat, dass er sich nicht mehr im Jahr 2017 befindet, sondern an einem bestimmten Tag im Jahr 2001, tut er das einzige, was er für richtig hält, doch das setzt mehr in Gang als er denkt …

MEINE MEINUNG
Das Autorenduo geht eigentlich sehr geschickt vor. Erst einmal füttert es den Leser an, indem es nur vage Andeutungen fallen lässt und damit nicht nur die Hauptfigur durcheinander bringt. Warum Patrick Richter eigentlich festgesetzt wird, offenbart sich erst mit dem Zeitsprung.

Der kommt erschreckend überraschend und soll nicht der letzte bleiben, aber das ist genau das Element, was Spannung in die ansonsten doch eher vorhersehbare Handlung bringt. Dadurch haben die Leser auch die Gelegenheit, die einzelnen Puzzleteile selbst zusammen zu setzen und mitzufiebern, ob es Patrick Richter gelingt, irgend jemanden auf seine Seite zu ziehen und vor allem wie. Denn selbst der deutsche Ermittler hält zunächst nicht viel von seinen Unschuldsbeteuerungen, kommt dann aber auch ins Grübeln.

Und dann ist da auch noch eine junge Frau, deren Schicksal enger mit dem Seinen verknüpft ist als er denkt – der typische Love-Interest mit dem tragischen Schicksal und all den Informationen, die den Helden nach und nach immer besser auf Spur bringen.

Immerhin werden die Klischees, derer sich die Autoren bedienen, ansprechend variiert und zugleich mit den verschiedenen Theorien gespielt? Ist die Vergangenheit wirklich in gewisser Weise abwendbar und wenn ja – was für Folgen wird das haben? Das sorgt gerade im hinteren Teil der Geschichte für Neugier und Spannung, ebenso wie die Unberechenbarkeit der Zeitsprünge. Allein die Figuren neben Patrick bleiben ein wenig blass, entwickeln nur wenige Ecken und Kanten, so dass man sie nicht so sehr in Erinnerung behält. Aber das kann sich durchaus auch noch ändern.

Damit ist „Instabil – Die Vergangenheit ist noch nicht geschehen“ der interessante und durchaus vielversprechende Auftakt einer Trilogie, die sich an ein sehr komplexes Thema wagt und zugleich auch die Actionthriller Fans ansprechen könnte, wenn sie gegen einen Hauch von Science Fiction nichts einzuwenden haben

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5 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 2 Rezensionen

Phantastische Sportler

Günther Kienle , Jörg Fuchs Alameda  , Tina Skupin , Luci van Org
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Low, Torsten, 15.03.2018
ISBN 9783940036469
Genre: Fantasy

Rezension:

Auch wenn Anthologien auf dem deutschen Markt eher einen schweren Stand haben, so besitzen sie doch eine gewisse Fangemeinde, die gerade die kurzen Texte zu festgelegten Themen mögen und dadurch gerne auch neue Talente kennenlernen. Diese Wünsche erfüllt auch „Phantastische Sportler“, eine Sammlung von 22 Geschichten, die mit einem Wendecover daher kommt, so dass man das Buch von beiden Seiten lesen kann.

INHALT
„Dabei sein ist alles“, sollte eigentlich die Maxime sein, unter denen Sport getrieben werden sollte. Aber so lange es Menschen gibt, haben sie diesen auch schon immer als Maßstab für Leistung gesehen – „Höher, schneller, weiter!“, das sind die Ziele, die so manchen dazu bringen bei Wettkämpfen zu schummeln, oder aber sich körperlich so zu verausgaben und zu verändern, um bei allen anderen anerkannt zu sein.


Die Autoren gehen dies auf sehr unterschiedliche Weise an, mal ernst und bedrückend, dann wieder mit einem schrägen Augenzwinkern und einer gewissen Prise Humor. Sei es nun, dass die Asen sich wieder einmal auf einen Wettkampf einlassen, weil sie Loki in diese verrückte Lage gebracht hat, Golfspiel zu einer galaktischen Sportart avanciert, weil die Menschen es nicht sein lassen können oder aber gute Geister jungen Leuten, die bisher eher am Rand der Gesellschaft stehen, besondere Kräfte verleihen … immer wieder schlägt unter dem Titelbild, das einen entschlossenen Thor mit Hammer zeigt, frecher Humor zu, mal mit einem warmherzigen Zwinkern und dann wieder mit eher diabolischem Grinsen, wenn es darum geht, liebgewonnene Sportlerklischees in die Pfanne zu hauen.

Ernsthafter geht auf der anderen Seite des Buches zu, wo ein Wettkampf in der Arena darüber entscheidet, dass ein Erbe sich bewähren muss, selbst wenn er eigentlich nicht will, oder ein Himmelswesen vom Pole-Dancing begeistert ist, oder die Menschheit wieder einmal versucht, in einer intergalaktischen Olympiade zu punkten, in der mehr oder weniger mit harten Bandagen gekämpft wird.

MEINE MEINUNG
Die Herausgeber haben eine interessante Auswahl von Geschichten getroffen, die im Prinzip alle Genres abdecken und auch jede Menge schräge Ideen verarbeiten. Die Autoren haben sich einige Gedanken gemacht, um das heutige Sport-Business auf die Schippe zu nehmen oder böse zu sezieren. Doping kommt ebenso zur Sprache, wie unlautere Mittel beim Wettbewerb. Andere wieder zeigen, dass es letztendlich nicht darauf ankommt, schön, trainiert und stark zu sein, oder gewisse Anforderungen zu stellen, sondern einfach nur dabei zu sein.

Besonders intensiv bleibt dabei „Hunde“ in Erinnerung – eine Geschichte, in der Menschentypen mit den Vierbeinern verglichen werden und der Autor mit einem warmherzigen Plädoyer endet, dass wirklich zu berühren weiß. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch „Der Schreiber, der König und der Drache“, auch wenn die Geschichte mehr auf märchenhaft-herzliche Unterhaltung setzt.

So wie diese forcieren auch andere erst gar nicht eine besondere Aussage, sondern sind quasi reine Abenteuer, in denen ein sportlicher Wettkampf über Ruhm, Ehre und Überleben entscheidet. So ist bunte Vielfalt garantiert, bei der jeder Leser sicherlich seine Favoriten finden kann, ohne Rücksicht auf das Genre oder inhaltliche Vorgaben.

Die Erzählungen haben alle eine gute Länge und kommen an der richtigen Stelle zum Höhepunkt oder einer Pointe. Sie sind flüssig geschrieben und gut zu lesen – so dass formal nichts auszusetzen ist, und Leser egal ob Sportmuffel oder -fans ganz ihren Vorlieben folgen können.

„Phantastische Sportler“ ist eine ansprechende Sammlung von Kurzgeschichten, die das Thema ganz unterschiedlich aufgreifen und dabei treffsicher Spannung erzeugen, oder aber heutige Marotten, die mit körperlicher Betätigung einhergehen, auf die Schippe nehmen. Wer so etwas mag, der kann ohne Vorbehalte zugreifen, denn die Geschichten bieten jedem Leser gute oder kurzweilige Unterhaltung – und ganz persönliche Favoriten.

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amerika, dinosaurier, geister, grey, horror, indianer, jonathan maberry, kalifornien, luftschiff, nevada, revolverhelden, steampunk, western, wilder westen, zombies

Deadlands - Ghostwalkers

Jonathan Maberry
E-Buch Text: 466 Seiten
Erschienen bei Papierverzierer Verlag, 25.08.2016
ISBN 9783959620017
Genre: Krimi und Thriller

Rezension:

Vor einigen Jahren hatte ich das Vergnügen an einer Deadlands Rollenspielrunde teilzunehmen. Seitdem bin ich von diesem Setting sehr angetan und habe immer wieder mal in entsprechenden Lesestoff reingeschaut. So war es dann Ende 2016 auch toll zu lesen das „Ghostwalkers“ auf deutsch erscheinen wird. Nun habe ich die Zeit gefunden, durch den Greifenklaue-Lesezirekl inspiriert, mir das Werk zu Gemüte zu führen und ins urban-phantastische Amerika der 1870-1880 abzutauchen. Ich hoffe die Geister lassen mich tanzen und werfen nicht nur mit Steinen.

INHALT
Grey Torrance seines Zeichens ein gefallener Held, welcher seinen Alltag als Kopfgeldjäger verdingt versucht, soweit es ihm möglich ist, Ärger und seinen Dämonen aus der Vergangenheit aus dem Wege zu gehen.

Torrance hätte, wohl auch an dem Tag als er den Sioux Indianer Thomas Schaut-Weg traf, wegschauen sollen. Seinem Inneren war wohl klar das diese Rothaut Ärger bedeuten würde, doch die menschliche Neugier vermag dafür gesorgt haben, das sich Torrance, die sich im bietende Situation, ansehen musste. Nicht jeden Tag sieht man eine Rothaut vor einem halben Dutzend Verfolgern flüchten und dies quasi in einer Einbahnstraße. Kurze Zeit später spielen sich Ereignisse ab, welche dermaßen Lebensverändert sind das man sie sich erst gar nicht vorstellen kann.

Grey Torrance hat seit dieser ersten Begegnung häufiger schon den Tag verflucht, schließlich hat sein neuer Weggefährte sein Leben durcheinander gebracht, seit diesem Tag geht es nicht nur um Gerechtigkeit, sondern es geht gegen Dämonen, Untote und eine Menge mehr Kroppzeugs.

MEDIADATEN

…Autor: Jonathan Maberry
…Verlag: Papierverzierer Verlag
…Format: Klappbroschur
…Seiten: 520
…Erschienen: 2016
…ISBN: 978-3-959620000
…Preis: 14,95 EIR

MEINE MEINUNG
Über die letzten Jahre habe ich einiges an Rollenspiel- bzw. Phantastik-Literatur konsumiert und wie oben bereits geschrieben, habe ich mich sehr auf diesen Titel gefreut, schließlich ist Deadlands ein tolles Setting.

Diese Setting findet auf den über 500 Seiten, aus meiner Sicht, einfach zu wenig Platz. Ich hatte oft genug den Eindruck als ob ich in einem stinknormalen Western stecke, wo man die gute alte Cowboy und Indianer Story zum x-ten Mal erzählt. Ab und an wurde man dann aus dieser Leseödnis gerissen, denn man erinnerte sich, dass es Geistersteine, Dämonen und so viele andere tolle Sachen gab.

Die Charaktere sind eine Sache für sich. Es bauen sich schemenhafte Gestalten im Kopfkino auf, welche fast alle nach 0815 Westernfiguren wirken. Mir sind es teils zu wenig Ecken und Kanten an denen man sich als Leser reiben kann.

Diese bringt mich zur Ansicht, das zuviel Schaffenskraft in Banalitäten gesteckt wurde und man nicht so Recht wusste wohin die Reise dieses Werkes gehen soll.

Die Story an sich lahmt am Anfang ein wenig rum und braucht zu lange um einen ins Geschehen zu ziehen. Leider passiert das immer wieder mal im Buch, man lässt die Gedanken abschweifen, da man nicht unterhalten wird.

„Ghostwalkers“ würde eine Überarbeitung sehr gut zu Gesicht stehen. Im diesem Zuge könnte man dem Buch nochmals ein Lektorat spendieren, denn das aktuelle ist nicht wirklich das Gelbe vom Ei!

Für mich ist „Ghostwalkers“ kein Werk welches ich in guter Erinnerung behalten werde. Echt Schade!

MEINE WERTUNG
1,5 von 5 Geistersteinen

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11 Bibliotheken, 0 Leser, 0 Gruppen, 8 Rezensionen

fantasy, geheimnisse, geheimoperation, götter, griechenland, gungnir, hel, hexe, himmler, krieg, mythologie, peter hohmann, steintafel, thule, zweiter weltkrieg

Operation Thule

Peter Hohmann , Harald Giersche
Flexibler Einband: 320 Seiten
Erschienen bei Begedia Verlag, 23.07.2015
ISBN 9783957770318
Genre: Fantasy

Rezension:

Wer regelmäßig hier auf Würfelheld vorbeischaut, wird schon das ein oder andere Mal über Peter Hohmann und seine Romane gestolpert sein. Der Freisinger Pauker hat in den letzten Jahren doch so einiges im Bereich der Phantastik veröffentlicht, so auch etwa „Operation Thule“ welches nun echt lange genug auf meinem Lesestapel lag und nun doch den Weg ins Kopfkino gefunden hat.

INHALT
Wir befinden uns im Zweiten Weltkrieg, genauer gesagt in Oslo, wo gerade der Einmarsch der Nazis im vollem Gange ist. Sturmbannführer Rudolf Krieger ist vor einem Museum vorgefahren um dort mit der Inventarisierung anzufangen. Schließlich muss man ja wissen, was man in Besitz genommen hat. Bei dem Rundgang findet sich eine geheimnisvolle Steintafel, welche Krieger unverzüglich ins Reich verbringen lässt.

Zurück im Reich erhält Krieger von Himmler den Auftrag die Steintafel zu untersuchen und zu übersetzen. Man hofft das es sich bei der Steintafel um den Wegweiser in die Götterwelt handelt. Himmer und Krieger wollen so das Deutsche Reich zu einer bisher unerreichten Stärke und niemals endenden Glanz führen.

Nach der Erforschung der Tafel beschließt Himmler eine Eliteeinheit zusammenzustellen und Krieger damit zu beauftragen, dem Wahrheitsgehalt der Steinplatteninschrift auf den Grund zu gehen. Dieser Einheit gehören auch die beiden Jugendfreunde und jetzigen Gebirgsjäger Daniel Kemper und Konrad Hartmann, welche bereits genügend Kriegsgrausamkeiten erlebt haben, an.

Die Einheit versammelt sich im Finnisch-Russischen Grenzgebiet. Allerdings lässt Krieger seine Einheit über das genaue Ziel im Unklaren, was immer wieder für Verwirrung und Unverständnis sorgt. Krieger weiht nur einen kleinen verschwiegenen Kreis ein, um sicherzustellen, dass sich das Blatt nicht auch in den eigenen Reihen gegen ihn wenden wird.

Kemper und Hoffmann werden schnell in Ereignisse gezogen, welche für sie zuerst unvorstellbar erschienen, dann aber nach einer, teils radikalen Lösung verlangen. Grenzen verschwimmen und es wird hart…

MEDIADATEN

…Autor: Peter Hohmann
…Verlag: Begedia Verlag
…Format: Taschenbuch
…Seiten: 320
…Erschienen: 2015
…ISBN: 978-3957770318
…Preis: 12,50 EUR

MEINE MEINUNG
Kennt ihr das, man findet am Anfang relativ schnell einen oder zwei Protagonisten mit denen man das Geschehen miterlebt und mitfiebert. Hier hat man allerdings nicht viel Wahl, gibt es nur Dreckssäcke und ich habe mich doch das ein oder andere mal gewundert das man tief ins Geschehen gezogen wird und dann das Kopfkino seinen Dienst tut. Es ist halt ungewöhnlich und man muss hier erstmal lernen sein Geschichtliches (Vor-)Urteil auszublenden, wenn man dies schafft, dann bietet das Werk eine gelungene Geschichte.

Hohmann hat es geschafft in die schrecklichen Ereignisse des Zweiten Weltkrieges und der perfiden Inszenierung und des Okkulten Wahnsinns der Nazis eine Geschichte zu weben, welche die nordische Göttersaga rund um Thor und Loki darstellt und beleuchtet, das ich überrascht war wie gut dies funktioniert.

Auch das Einbinden „geschichtlich relevanter Persönlichkeiten“, wie etwa Himmler oder Schmeling gelingt Hohmann sehr gut und mein Kopfkino lieferte direkt entsprechende Bilder.

Der Roman ist aber an der ein oder anderen Stelle nichts für zartbesaitete LeserInnen, schließlich wird nicht davor zurückgeschreckt Kriegsgrausamkeiten/-verbrechen zu beschreiben und zu beleuchten. War nicht alles so meins, aber ich kann verstehen, warum diese in die Story gelangt sind..

Mutig ist es sowohl vom Autor als auch vom Verlag sich dieser Thematik anzunehmen und dieser auf so phantastische Weise zu begehen. „Operation Thule“ ist für mich ein absoluter Pageturner gewesen, welcher mich während und nach der Lektüre beschäftigt hat.

MEINE WERTUNG
4,25 von 5 Steintafeln

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42 Bibliotheken, 0 Leser, 1 Gruppe, 23 Rezensionen

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Dämonengrab

Jörg Benne
Flexibler Einband: 330 Seiten
Erschienen bei Mantikore-Verlag, 17.01.2018
ISBN 9783961880386
Genre: Fantasy

Rezension:

Brensacker ist ein kleines Dorf am Rande der Wildnis. Es besitzt zwar eine gut organisierte Dorfmiliz, aber die Bauern und Handwerker sind nichts gegen die Abenteurer, die ab und zu die Gegend heimsuchen.

Denn irgendwo in der Nähe soll ein uralter, vergessener Tempel liegen – interessant für alle, die auf der Jagd nach Schätzen gleich welcher Art sind. Die wahre Natur dieses Ortes kommt aber erst zu Tage, als zwei junge Burschen einen Eingang aufspüren und einer davon kurze Zeit später mitsamt seinen Eltern spurlos verschwindet.

Aus der Stadt Teridia reist ein Inspektor mit ein paar Stadtgardisten an, um herauszufinden, was passiert ist, aber diese Gruppe ist nicht die einzige. Auch Abenteurer haben Lunte gerochen und liefern sich nun eine regelrechtes Wettrennen, als es darum geht, in die Tiefen der Erde hinab zu steigen. Allerdings rechnet keine damit, was die düsteren Gewölbe wirklich beinhalten … und bald sind alle gezwungen, zusammenzuarbeiten, wenn sie Überleben wollen.

MEDIADATEN

…Autor: Jörg Benne
…Verlag: Mantikore Verlag
…Erschienen: Januar 2018
…Format: broschiert
…Seiten: 306
…ISBN: 978-3961880386
…Preis: 13,95 EUR

MEINE MEINUNG
Die Handlung ist im Grunde sehr einfach gestrickt und deckt eines der ältesten Themen ab, das es in der Abenteuerliteratur gibt: Nämlich die Erkundung alter Ruinen, die Überbleibsel einer Zivilisation oder eines Kultes, den die heutigen Bewohner des Landes nur vom Hörensagen kennen. Dementsprechend wenige Informationen haben sie, als sie in die Tiefe hinab steigen, um alles genauer in Augenschein zu nehmen … und daraus bezieht die Geschichte dann auch ihre Spannung.

Denn hinter jeder Ecke lauert auf die Figuren eine mehr oder weniger unangenehme Überraschung, die sich nach und nach auch noch ausweitet, denn bald könnte jeder auf der Abschussliste stehen.

Der besondere Reiz des Buches liegt wohl darin, dass jede der lieb gewonnen Figuren auf der Abschussliste stehen kann und man sich bis zum sicher sein darf, ob es auch die Charaktere, aus deren Sicht die Handlung erzählt wird, bis zum Ende schaffen.

Das ganze hat viel von einem Dungeon-Abenteuer, nur dass hier nicht nur eine Heldengruppe unterwegs ist, sondern gleich mehrere, die sich am ende miteinander verbünden müssen, um ihre Fähigkeiten zusammen zu werfen.

Der Autor stellt es sehr geschickt an, Sympathien beim Leser zu erwecken. Viele der Figuren sind ganz normale Leute mit Schwächen und Stärken, kleinen Wünschen und großen Hoffnungen, so dass man sich mit mindestens einer identifizieren kann.

Auf der anderen Seite ist der Roman aber auch nichts für zart besaitete Gemüter – was in den labyrinthartigen Höhlen passiert ist konsequent geschildert, wenn natürlich auch nicht bis in die Details. Und auch romantische Gefühle haben in der Geschichte keinen Platz, da die Helden damit beschäftigt sind, eines zu tun: Irgendwie zu überlegen.

In der Hinsicht spricht der Autor auch mit diesem Buch ganz gezielt Rollenspieler und junge männliche Leser an, die gegen ein paar kleine Horror-Momente und viel Action nichts einzuwenden haben.

„Dämonengrab“ ist genau das, was der Titel schon andeutet – ein handfestes Dungeon-Abenteuer in Romanform und mit allen Konsequenzen, die auftreten können, wenn man sich mit Mächten anlegt, die man weder einschätzen noch beherrschen kann.

MEINE WERTUNG
4,25 bon 5 Helden



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